Nr. 179. Montag, N.AiMst 1886. 105. Jahrgang. OMacher Mung. ?«n.?^ "»'°"^"i«: Mil Postversendunn: ganzllihli« fi, 15, ball>!ähng fi. ?.5N. Im somptri«: fl^n» ^ .^ "' hnlbjnhsiss 5,50, st«, die ^llsteNüNg in« hau« »anzlahriss fl ,. — Insttt«°n5Ntl>Us: ^«r ""ne.!»,ern!e bl» ,,, < >l>,, >irös,l>l> pr, ^',1',- «l>.! I'', ''f»>!^! Wi,'d<'>l!pl!N,»,n! p>. >^nl« .1 sr. Die „i'ail'achcr Zeitun«" trschcin« täglich mi! Ausnahme del Conn „nb Feiellnge, T>ic «dmlnlftrotlon bcfindil ^kl ^l nnd Charakter eines Seetiouschefs bc-ftp' ? Ministerialrathe im Handelsministerinm Dr. 2"'ch bitter von Wittck eine Sectionschefstelle in ^m Vilulsterinm allergnädigst zu verleihen gernhl. Bacquehem m. p. M. A- k' uud k. Apostolische Majestät habeu mit N,M ter Eutschließuug vom 1. August d. I. dein "''Mtsfuhrer iu der Gebrüder Schweiger'schcu Ledrr-Mln ! "' Kuittrlfcld. Mathias Kampcr. in Auerkeu-. ^^ '.""cr durch viele Jahre ciuem und demselbcu r>,wM"' Unternehmen zugewendeten belobten Be-as?"!Leit datz silberl,e Vcrdienstkrenz mit der Krone geruht. Nichtamtlicher Weil. D" Sammlungen für das Radctzly-Denlmal. Niu>, ^^ebnis der Sammluugeu für das Radetzky-G^,,",'''"'t ist schon heute ein für jedes patriotische ten U^cchrhaft erhcbeudes. und mau darf kühn behaup-Wöcku> s^ ""^^" "l)„c Beispiel dasteht. Kaum vier Prut " nnd verstrichen, seit der erlauchte Anreger nnd Alifr, f ^^ ^ilNlcn Unternehmens seinen warmen Vin„ ^" ^ Bevölkerung der österrcichisch-ungarischeu . "'"u)le crlasseu hat. und schonest heute eine Summe ^'N)ne, welche nicht bloß die baldige Ansführnng auck V'"'"r" Denkmals vollständig sichert, sondern tun^ i ^ ^ljglichkcit eröss>,ct, eine' wohlthätige Stif-an dp., r " z» rufen, dnrch welche das Andenken l,llnm ^"""chcu österreichischen Heerführer auch auf ^"°">tare,n Gebiete verelvigt werden soll. Wie überall, wo es gilt, edle Zwecke zu fördern, steheu natürlich auch hier der erhabene Monarch nnd die übrigen Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses au der Spitze, aber es fehlt anch nicht der Guldcu des schlichten Bürgers nnd der Groschen des armen Haud-werkcrs. wie sich deuu überhaupt alle Schichteu der österreichischen Bevölkerung ohne Unterschied der Nationalität und des Standes an dem patriotischen Werke betheiligt haben. Weit über die Marken der Reichs-hanptstadt hinaus hat der Appell des sieggekrönteu Erzherzogs, des berufeusteu Jüngers und Nachfolgers des greisen Heldeumarschalls, ciu sympathisches Echo gefunden, uud uoch ist der Eifer für die gute Sache uicht erkaltet, uoch laufen vou alleu Seiteu Spendeil für das Monument eiu. Die Bedculuug dieses glänzenden Resnltates der eingeleiteten Sammlungen liegt auf der Haud. Es iu-vulvlcrt ebensosehr eine Huldigung für die Manen Nadetzky's, wie eine Sympathiekundgebung für die Armee und eine Manifestation für den Reichsgedauken. In Nadetzky ehren die österreichischen Völker den Helden uud Patrioten, welcher iu den Tagcu der schwersten Bedrängnis den Mnth nicht sinken ließ. welcher in einer Zeit, wo Oesterreich von allen Seiteu bedroht war. das Reichsbanner hochhielt und die Devise «Für Kaiser und Vaterland» in ei hebender Weise zu Ehren brachte. Radctzly galt und gilt noch heute allen Stämmen der Habsburgischen Monarchie als der Typus des cchteu Ocstcrreichers. als das Ideal eiucs Mannes, welcher die Tugenden des Soldaten mit den Tugenden des Bürgers iu eiuer Pcrsou vereiuigte uud desseu gauzes Siunen und Trachten nur der Ehre und dem Rnhlnc seines Vaterlandes gewidmet war. Deshalb wetteiferte alles, seiu Scherflcin beizutragen, damit liesem lcuchteudeu Vorbilde ciues österreichische» Heerführers nnd Patrioten auch in der Hauptstadt des Reiches, dem er seiu Herzblut geweiht, ciu würdiges Dcukmal zuthcil werde. Aber auch der Armee selbst, zu deren glä'uzeudsten Repräsentanten uud hervorragendste» Zierden der greise Marschall gehörte, gelten die Kuudgebuugeu aufrichtiger Sympathie, zu deueu der Aufruf des erlauchten Siegers von Eustozza den Aulass geboten. Indem mau deu Maun verherrlicht, der iu den Jahren 1848 nnd 1849 die schwarzgelbc Fahne von Sieg zu Sieg geführt, ehrt mal, auch das Heer, welches eiucu Starheniberg. ciucn Prinzen Engen, einen Dann, einen Laudon, einen Grz« herzog Karl, eiueu Fürsteu Schwarzenberg, einen Erzherzog Albrecht und einen Tegctthoff zn den Seinen zählt. Jede Spende für das Radetzky-Denkmal. und wäre sie noch so klein, ist zugleich eine Ovation für die brave uud tapfere Armee, in deren Reiheu Söhne aller Nationalitäten mit Ehren das Kleid des Kaisers tragen. Das Monument für den Heldcngreis von Novara ist zugleich eiu Rnhmcsbild für das Heer, das einen solchen Vertreter ausweist nnd das im Glück wie im Unglück ihren Schild stets spiegelblank zu erhalten ge-wusst hat. Auch ciuc erfreuliche Manifestation für den Reichs-gcdanken liegt unbestreitbar in der überaus zahlreichen Betheiligung' an den Sammlungen für das Radetzky« Denkmal. ^Iu deinem Lager ist Oesterreich, rief der vaterländische Dichter dem tapferen Marschall zu. als Stürme vou alleu Seiten das altehrwürdige Erbe der Habsburger bedrohten, und «Oesterreich über alles» war die Losnng. mit welcher der greise Feldherr diesen Rnf des Porten beantwortete. Das Standbild aus Erz, welches die Thaten Radetzky's der Nachwelt verkündigen soll, wird darum auch für alle Zeiten ein weithin fichtbares Zeichen der Liebe und Treue fein, mit welcher alle Stämme des großeu Kaiserstaates an ihrem gemeinschaftlichen Vaterlande hängen, jederzeit bereit, mit Gnt und Blut für den Fortbestand, die Ehre und den Ruhm dessrlbeu einzustehen. Handels- nnd Geuierbelamincr für Kram. IV. IV. Herr Kammerrath Karl Luckmann trägt vor den Seetionsbericht, betreffend die Fortsetzung der Krön» prinzRudolf-Bahn nach Trieft. Die Salzbnrger Schwe« sterlammer hat der Laibacher Kammer eine Abschrift ihrer an das hohe k. k. Handelsministerium eingereichten Petition bezüglich ehebaldigcr Einbringung einer Gesetzcsvorlagc im hohen Abgeordnetenhanse betreffs Herstellung eiuer dirccten Eisenbahnverbindung von Trieft mit der Kronftrinz-Rudolf-Bahn und deren unmittelbaren Auschluss über die Tauern an eine Station der Salzburger Gcbirgsbahu in Pongau mit dem Er-snchen übermittelt, dass auch die geehrte Kammer die zur Förderuug der schon seit Jahren als dringend nothwendig erkannten Herstellung dieser Eisenbahnlinien geeignet erscheinenden Schritte vornehmen möchte. Feuilleton. Vlanbliimeleill im Korn. Arbeit sä'st du in die sprödm ssurchc». Um im Schwciszc cixst Arlirit ciiizuernten, Arbeit hebst dn von der slmlb'gcn Tenne. Arbcitsmaim I Wo bliebe dir die Freude, Streute nicht mit leichter .Hand die Wltin Zwischen halbe Saat die blauen Äüileu? ssried. »i il clert. den.K nn """'"l wandern wir durch der Saateu gol-lick ^'"' '."'d da grüßt uus heut' doppelt frennd-Ki..^ h"zinuig die Blnme mit den tiefblauen uus"""?"'; "cct'sch Mneu die prächtigen Blüten fruckt .' '^l"' bass sie auch ohue uähreudc Köruer-ckt -s "aUttliches Anrecht haben, hier zn stehen, dcun Krä,,,. l^ Erntefest da. nnd ohne Blnmen. ohne "llwze g,bt es keine Feier. Land,«^ "den Halmen steht das Getreide, nnd dem dass a"^''/""^ der segenschwereu Aehreu Nicken. SHäi-f?.,"^ sei zum Schnitt; überall erklingt das dem m," l'/? H"""ncrn an Sicheln nnd Sensen, nnd "' Korn und Weizen macht es gar mit diesem zngleich fallen muss. Es frcnt a « ^ "reicht, hat des Menschen Auge rr- ftch still in sei» Sck^s" ^""' ^"'^"" ""^ "ll'bt blume^'d^CeMm/' ^"" ^cr Familie der Flockcu-deni Ceutauren ? "'' ""' '"lchc ihren Name.« von ursprüna ick f..i. -?'' "^ltcn haben. Sie ist keine den K f h^''^ glänze in uuferer Zone. Von "ordeu lem ,.,^ ' " s" ans Kleinasien mitgebracht ,e.n, nnd man behauptet, die Recken des Roth- barts seien die ersten gewesen, die den Samen dieser Blume iu unser Ackerland gestreut. Jedenfalls verbreitete sie sich nach ihrer Eiuführuug fchncll und wurde bald, obwohl eiu Unkraut, so beliebt, dass man ausieug, sie in Gärten zu zieheu. Daher erhielt lind hat die Blume auch so viele Namen. Am verbreitrtsten ist wohl der Name «Kornblume», doch schon seit dem Mittelalter datiert auch der Name «Roggenblume»; zn Memmiugrn sagt mau «Blau Korunägelein». In Pommern heißt die Kornblume «Schimmcl-blnmc». nnd das Volk glaubt, das Brot fange an zu schimmeln, weuu man das blaue Unkraut ins Hans bringe; deshalb wird dort das Blaublümelein sorgsam ausgerupft nnd beim Binden der Garben extra in Häufchen gelegt »nd verbrannt. Baldamus. dem mau von diefer pommerischen Kornblumen-Verachtung sagte, lächelte pfiffig und meinte: «Die Blume gleicht deu Weibern!» Schnell war er mit cincm feiner sarkastischen Distichou fertig, das da lautete! Was die Vlnine» im .«.tor», das seid ihr Francn im Leben, Nichen milsst ihr im Hans neben dem heileren Scherz! Zu allcu Zeiteu sind Blaublümeleiu im Korn von den Poeten gefeiert worden. Nicht nur deu Bienen, die sie in zahlloser Menge im Kornfeld umschwärmen, auch den Menschen hat es die schöne blaue Farbe angethan. Schon der alte Hans Sachs sagte iu der Vorrede zu eiuer seiucr Sammluugeu, dass er uicht nur selteuc Alnmen bringen wolle, sundern auch «entlich mancherley schlechte Gcwechs uud Feldplümelein. als Klee. Distel und Kornplüuleleiu. doch schöner lieblicher Farben, die schwermüetigen Melancholischen Gemüeter froelich und leichtsinnig zn machen.» Gilm spricht von den kornblnmenblancn Augen der Geliebten, Goethe feiert Christiane Vulpius als Kornblume, und Karl Beck sagt von seinem Mädchen: Wie Blumen, die schlicht im Kornfeld blauen, Vist Liebling meiner Seele du! Man seier! sie nichl mit Schmeichelgrühen Gleich Rosen und Lilien am stolzen ssest — Doch bauen am liebsten zu ihren ssüßen Die Lerchen ihr heilia.eS Sängernest. Das schöne Blau der Korublume verblasst sehr leicht, sowohl im Strahle der Sonne als zwischen den Blättern der Herbarien. Daher iu der Blumen Bedeutung, die Grimm einst veröffentlichte, zu lesen ist: «Wer sein Herze wandelt uud selbst nicht weiß, wn-bci er bleiben möchte, uud seinen Waukelmuth verhohlen trägt, der soll Kornblumen tragen; die sind blau uud lnstiglich und färben sich weiß, sie mögen nicht lange ihre Farbe behalten, nnd zeigen ihren Wandel.» Die blaue Farbe «thut ja dem Auge so wohl». Aus dcu meisten blauen Vlumen gewannen unsere Großmütter heilsame Säfte; und gerade aus deu Korubl.lmcn zog mau treffliches Augenwafser. Kornblum ist trncken warm, in ihrer Eygenschaft Den Aua.cn qibt sie nicht geringe Kraft------- heißt es im l'zvi'nlisnu« mßl^mkn», und die Franzosen destillieren ihr lluu sl<5 lÄ^y luntills — Brillen-brccher — daraus. Die Blumeu pflasterweis über «die blaucn geschlagen oder gestoßenen Flecken gelcget, zeucht die blauen Mäler aus». Die Italieuerinueu gebrauchten den Ranch aus den Blüten gegen Halsweh und Mnudfäuli-. I» Deutschland kommen getrocknete Kornblumen unter den Tabak, daher der Name Tabaksblume. Ebenso ,,t ine getrocknete Blüte in Schlesien ein Bestandtheil oe« Potpourri, mit dem man dort die Zimmer ranchert. Laibacher «eituna Nr. 179 1482 9. Ananst 1886. Der Herr Bürgermeister der Landeshauptstadt Klagenfurt hat der Kammer die Mittheilung gemacht, dass der Gemeinderath von Klageufurt beim hohen Kärntner Landtage eine Petition, betreffend die Fortsetzung der Kronpriuz-Rudulf-Bahu über Klagenfurt nach Trieft, eingebracht hat, worüber derselbe nachfolgenden Beschluss gefasst hat: 1.) Der Laudesausschuss wird angewiesen, an die hohe Regierung die Bitte zu richten, dass der Bau der Bahn Divaca-Lack ehestens gesetzlich sichergestellt und in Angriff genommen werde, und 2.) dass diese Bahn von Lack durch das Noseu-thal nach Klagenfurt fortgesetzt nud zn diesem Zwecke die technischen Aufnahmen angeordnet, beziehungsweise vervollständigt werden. Weiters macht der Herr Berichterstatter auf den von Sr. Excellenz dem Herrn Abgeordneten Baron Schwegel im hohen krainischen Landtage am 20sten Jänner 1886 eingebrachten Dringlichkcits-Autrag aufmerksam, der wie folgt lautet: «Angesichts der wachsenden Schwierigkeiten, die sich infolge der Strömling der gegenwärtigen Handelspolitik dem Verkehre über die Grenze des Reiches auf dem Landwege entgegenstellen, und im Hinblicke auf die besonderen Nachtheile, die der Entwicklung nnseres Secverkehres wegen der unzureichenden Verbindungen unserer Küste mit ihren Hinterländern und ihrem natürlichen Haudelsgebicte im Wege stehen und oic im auswärtigen Handelsverkehre, der geeignet wäre, der drohenden, allgemein wirtschaftlichen Depression am wirksamsten entgegenzuwirken, unsere Concurrenz sehr empfindlich erschweren und vielfach vereiteln, in Erwäguug, dass diesen Uebelstäudcu nur durch den raschen Ausbau einer zweiten entsprechenden und kurzen directen Verbindung von Trieft mit dem Nordwesten des Reiches und den Ländern Mittel-Europas überhaupt mit Erfolg vegeguet werden kann, und dass durch deu Abschluss eines Peage-Vertrages für die Strecke Laibach-Divaca den Anforderungen der gegenwärtigen Lage und einer ausreichenden Verbindung ebensowenig entsprochen wird, wie der Neubau der Predilbahn aus anderen Gründen jetzt kaum mehr iu Betracht gezogen werden kann, und in der Erwartung, dass diese von den Alpenländern sowie von Trieft und Istrien betonten verkehrspolitischen Wünsche und Bedürfnisse, deren große und allgemeine Vortheile für das Reich auch von anderer Seite anerkannt werden, sowohl bei der hohen k. k. Regierung als in dcu gesetzgebenden Körpern die gleiche wohlwollende und gerechte Beachtung finden werden, wie solche im aus-giebigsten Maße anderen Ländern nud Vertehrsrich-tungen schon zutheil geworden ist, wird der Landesaus' schuss beauftragt, diese Anschauungen und Wünsche des Landtages des Herzogthumes Krain zur Kenntnis der hohen Regierung zu bringen und dieselbe im Nameu der Vertreter dieses Landes zu bitten: Den Ausbau der Rudolfs-Bahn behufs eiuer kurzen und directen Verbindung von Trieft mit den nordwestlich gelegeneu Hinterländern des Reiches ernstlich ins Auge zu fasseu und zu diesem Zwecke die nothwendigen Einleitungen zu treffeu, damit die Strecke Triest-Herpelje-Divaca über diesen letzteren Ort und Präwald hinaus uud bis Lack verlängert, dann von einem geeigneten Punkte der Rudolfs-Bahu. etwa vou Krainburg aus, über Neu-marktl und durch den Loibl eine Verbindung mit Klagenfurt hergestellt und endlich eine Abkürzung der bestehenden Trace durch eine Verbindung über die Tauern zwischen Thalheim nnd Rottenmann bewerkstelligt werde.» Indem der Herr Berichterstatter auf die von Sr. Excellenz Herrn Aaron Schwegel in der ob-gedachten Laudtagssitzung gegebene und in deu hiesigen Blättern veröffentlichte Begründung, der er nichts beizufügen hat, verweist, stellt er den Antrag: Die geehrte Kammer wolle dem Beschlusse des hohen krainischen Landtages zustimme» und im Sinne desselben eine Petitiou an das hohe k. k. Handelsministerium richten. — Der Autrag wird einstimmig angenommen. V. Herr 'Kammerrath Michael P a ki c berichtet über das Gesuch der Gemeindevertretung von Laserbach um Bewilligung zur Abhaltung von vier Jahr- und Virhmärkteu, und zwar: am Tage des hl. Blasius sau, 3. Fcbrnar), am 2. April, am 7. Juni und an, ersten Montag nach dem Kleinfrauentage (Maria Geburt) im Monate September. Zur Begrüudung wird augeführt, dass die dortige Bevölkerung vorzüglich auf deu Ertrag des Waldes und der Viehzucht angcwiefcn war; da aber jetzt der Ertrag vom Walde nur ein sehr spärlicher ist, so sei sie jetzt fast nnr auf die Viehzucht angewiesen. Die Viehmärkte würden die Viehzucht bedeutend heben, was wohl für diese Gegenden von großer Wichtigkeit wäre. Da diese Vichmärkte anderen schon bestehenden Viehmärkten keineswegs nachtheilig wären, so befürwortet auch die k. k. Bezirkshauptmannschaft Gottschee das Gesuch, und die Section, sich dieser Befürwortung anschließend, beantragt: Die geehrte Kammer wolle das Gesuch befürworten. — Der Antrag wird angenommen. __________________________________ Politische Uebersicht. (Kirchliche Knnst und Kunsti ndnstric.) Der Cultus- und Unterrichtsmiuister Herr Dr. von Gautsch wendet seine nach so vielen Richtungen bereits auf das ersprießlichste bethätigte Aufmerksamkeit einem Zweige seines Ressorts zn, welcher von umso größerer Wichtigkeit für die Kuust uud das Kunstgewerbc ist, als er bisher aus Maugel an frisch pulsierendem Interesse in Oesterreich völlig zum Absterben uerurtheilt schien. Es ist dies der weit sich erstreckende Zweig der kirchlichen Kunst. Vor wenigen Wochen wurde in einer Enquete von Künstlern, Kunstsrcuudcu uud Journalisten nicht ohne triftige Argumentation tns Niederliegen der österreichischen bildenden Kunst auf die geringe Förderung zurückgeführt, welche die Kirche in Oesterreich den österreichischen Künstlern nnd Kunsthandwerkern zu-theil werden lässt. Der Unterrichtsminister hat nunmehr auch in dieser Richtung die Initiative ergriffen. Hoffentlich wird der Erfolg scineö Schreibens der beabsichtigte und für Kunst und Künstler in Oesterreich in hohem Maße erwünschte sein. Dann wird der Minister zu den zahlreichen verdienstvollen Thaten seines bisherigen Regimes auch noch die unberechenbar weittragende der Hebung nicht bloß der kirchlichen Kunst in Oesterreich, sondern der österreichischen Kunst über-hanpt gefügt haben. (Reichsrathswahle n.) Fiir die Reichsraths-Abgeordneten Klima, welcher gestorben ist, und Strache. welcher sein Mandat niedergelegt hat, ist die Ergäu-zungswahl auf den 9. und 1(j. September festgesetzt. (Ungarn.) Der ungarische Ministerpräsident, Herr von Tisza, hat Freitag bereits Ischl verlassen, und es unterliegt keinem Zweifel, dass die Angelegen' hcit. die Ungarn seit Monaten in Aufregung verseht, bald gänzlich von der Tagesordnung verschwinden wird, Der Versuch der uugarischen Opposition, die Armeefrage für Parteizwecke auszunützen, kann als total missluugeu bezeichnet werden. Dieses befriedigende Resultat der Reise Tisza's kounte mit aller Bestimmtheit erwartet werden. In Uebereinstimmung mit allen aü' deren maßgebenden Staatsfactoren ist auch Herr von Tisza der Ueberzeugung, dass die Einheit der Armee nicht augetastet werden'darf. In gleicher Weise liegt es ihm ferne, auf die Personalfrageu iu der Armee einen Eiuflufs ausübeu zu wollen. Herr vou Tisza kann seinen Standpunkt mit umso größerer Festigkeit vertreten, als ihm iu Ischl die völlige Gewissheit darüber geworden, dass er das ungeschmälerte Vertraue» der Krone besitzt, und dass auf keiner Seite die Absicht vorhanden war, den nationalen Empfindungen Ungarns nahetreten zn wollen. Die jüngsten Personal-Veränderungen in der Armee sind für Ungarn weder verletzend noch geben sie Anlass zur Beunruhigung. (Vou der öst err eichisch-it alieuischen Reichs grenze.) Die meldet, dass in Kä'rnten demnächst eine commissiouelle Begehung der Reichsgrenze zwischen Oesterreich und Italien, anschließend an die im Zuge befindliche Grenzbegehnng zwischen dem Küstenlande und der Provinz Udine, stattfinden werde. An dieser commissionellen Begehung, welche südlich von Raibl beginnen und südlich vo» Luggau im Lessachthale enden soll, werden Vertreter der Ministerien uud politischen Grenzbezirke beider Staaten theilnehmen. (Zur Reise des Herrn von Giers.) Die Abreise des russischen Ministers des Aeußern, Herrn v. Giers, nach dem Auslande ist gestern erfolgt. ^ Herr v. Giers sich nach Gastein begeben wird, ist bisher nicht bckauut, doch wird aus Berlin vou beachtenswerter Seite versichert, dass dies der politischen S'-tuatiou, wie sie sich ueuerdiugs gestaltet hat, zum min-desteu nicht widerspreche,! würde. Auf alle Fälle dürfte Herr v. Giers mit dem deutscheu Reichskanzler iw Laufe der uächstcn Wochen zusammentreffen. (Frankreich.) Das Iuurual «Paris» meldet, dafs alle Mitglieder der Familie Vonaparte sowie die Notabilitäten der Partei ohne Unterschied der Scha^ tierungen sich am 15. August auf dem Schlosse Pra»-gins unter dem Vorsitze des Prinzen Iörölue Napolro" versammeln werden, um zu einer Verständigung zwi' schen allen Fractionen der bouapartistischen Partei z" gelangen. Prinz Victor hätte auf eiue diesbezügliche Aufforderung geantwortet, er würde nicht erscheinen uud das Kaiserreich sei er. (Die serbische Skupschtina) wurde nach Votierung der Lissaboner Pustconvention, der Anf< hebuug des Exportzolles auf Mais uud des Ankaufes vou 5000 Actieu der Tabakmonopol ^Gesellschaft a»! den 5./17. Oktober vertagt. (China uud das Ausla » d.) Die Reife des chiuesifchen Botschafters. Marquis Tfeng. uach Deutsch' land uud Nussland wird uuter auderm mit dem Pr»' ject einer telegraphischen Verbindnng zwischen Chi"" und dem deutschen Reiche auf deni Landwege übel Nussland — und zwar via Thorn«Warschau-MoslaU< Kiachta — iu Verbiuduug gebracht. Eine solche Tel? graphenlinie würde außer ihreu politischen und wirt' Selbst als Gegengift war sie seinerzeit berühmt, besonders im Pommerschen. Gegen Kinderzahnen verwendete man in Sachsen Kornblumenwasser, in welchem eiu lebendiger Krebs zerstoßen wurde. Koru-blumeu, welche am Johannistage oder am Frohuleich-namstage mittags Punkt zwölf beim Läuten gepflückt wurdeu, stillten, iu die Hand genommen, das Nasenbluten sogleich, Blutungen überhaupt, gieng die Rede. Der Seherin von Prevogt waren die Kornblumen die heiligsten uud schöusten der Schöpfung. Auch als Färbepflanze wurde die Kornblume vielfach beuützt, weswegen man den mittelhochdeutschen Nameu «Weydblume» in älteren Büchern vorfindet. Bei uns in Oesterreich wird die blaue Cyane der Poeten — Voß, Chamisso und Rückert gebrauchen auch das Wort Tremscheu, Trempcr u. s. w. — auch häufig 'blauer Schneider» genannt. Seit knrzer Zeit hat sich in Deutschland aber die Bezeichnung «Kaiserblnme. eingebürgert, die bald allgemein werdeu dürfte. Deutsche Dichter haben den Anfang gemacht, und die werden ihn fchon verbreiten; lässt doch Julius Sturm die Iugeud sich mit Kornblumenkränzeu schmücke» uud seinen Knaben jubelu: Sieh, Vater, hier die hohe Pracht. Das hat der liebe Gott gemacht! Die Kornblume war der Liebling der Königin Louise von Preußen. Als dieselbe sich uach Memel flüchten musste, brach eiu Rad des Wageus, der sie und ihre beiden ältesten Söhne davouführte. Die hohen Verunglückten setzten sich au den Raud des Chaussccgrabeus, um die Ausbesserung des Rades ab-zuwarteu. Hunger uud Müdigkeit plagten alle, uameut- lich die beideu Kuabeu, nicht wenig. Da verfiel Königin Louise, obwohl ihr Herz fast vor Kummer brach, auf eiueu Zeitvertreib für die Kinder. «Seht doch! Vlau-blümeleiu in, Korn — wer von ruch fchafft mir so viel. um eiueu schönen Kranz zu flechten?» Uud die armen huugrigeu Königskiuder pflückten Kornblumen und wetteiferten, «wer für Mütterchen die meisten fände!' Thränenden Auges drückte die tiefbetrübte löuig-liche Frau die fertigen Gewinde auf die Stirnen der Knaben. Diese Scene und die heißeu Thräueu der Mutter bliebeu den Söhnen unvcrgesslich. Vielleicht dachte Louise: «Kornblumenkränze statt — der verlorenen Kronen!» Später wieder einmal saß Königin Lonise mit ihren Kindern in ihrem vor Königsberg gelegenen Garteuhause. Da brachte elu kleines armes Mädchen einen prächtig großen Strauß der geliebteu Feldblume». Au der Schönheit der Blüten bewies nun die Königiu deu Kleiueu die Allmacht uud die Güte Gottes, die sich iu seiueu geriugsteu Geschöpfe» uud Pflauzeu erweise. Rizzi. die kleiue Spenderin des Bouquets, stand mit leuchteudeu Augen dabei uud fragte dauu erstauut: «Iu jeder Blume steckt der Herrgott? Und ich habe so viele weggeworfen —. ^» Da'zog Louise das Kind an sich. küsste es auf dle Stirn: «Der Herrgott vergibt schon, Rizzi!» Sie ließ fur das arme Mädchen uud ihre Familie sorgen, uud noch heute finden sich iu Norddeutschlaud WohltlMgkeits-Vereiue, die den Namen «Kornblume» führen. Dass «Blaublümelein im Korn» des alteu Kaiser Wilhelms LiebliuaMume ist. wisseu unsere schönen Leserinne» gewiss alle schon; doch wohl nicht, wie diese Neigung entstand. Kaiser Wilhelm war als Prinz ein äußerst schwächliches Kind, das viel das Bett hüte" musste. Man brachte ihm Sträuße nnd Kränze der blaueu Blume», uud Prinz Wilhelm fasste eine innige Neigung für sie. Das deutsche Volt schmückt sich, '"" seiueu Herrscher zu ehren, mit seineu Lleblingslilunle", uud um den hochbetagte» Greis z» erfreue», ließ .Ualser Frauz Josef bei der Drei-Kaiser-E»trevue das Ehre"' reqimeut reichgeschmückt »lit Korublume» ausrücke"-Mit Recht saug Marti» Greif daher: Kornblume schlicht im Ehrenseid, Da d» verbürgen schier, Dich hat erblickt eiu grosler Held Und Ruhm verliehen dir. Selbst Zar Nikolaus, der ei»e Schwester des deut' sche» Kaisers heimführte, wusste vo» diesem Kornblume^ cult »ud ehrte ih». In dem schölle» Gedichte M ciue pol't'M Rolle. Die Iugeud schmückt sich mit" ihr iu Dorf "«" Stadt uud folgt gern Schillers Aufruf: Windet zum Kranze die goldenen Aehren, sslechlet auch blaue Chanen hinein! M. vou Markouic. »achcr Feitlmn Nr. 179 1483 9. August IMi. IWstllchen Folgen auch eine» großen Stoß in die "lauer geben, mit der sich China bis jcht von der europäischen Cultur abgeschlossen hat. Nichts steht einer "mccherung zwischen China und dem Abendlande mehr entgegen, als die chinesische Zeichensprache mit ihren laum uberwindlichcn Schwierigkeiten. Da man aber ^''k Zechen telegraphieren kann, so ist die Einführung oes^elegraphenwesens in China gleichbedeutend mit der Anführung der Buchstabenschrift Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die '^runner Zeitung, meldet, der Gemeinde Kohontowitz me Unterstützung von 200 fl. und der Gemeinde f"llowa. "'U' solche von 100 fl. zu Schulbauzwcckeu. Mner der Gemeinde Rudclzau zum Schulerweiterungs« oaue den Vetrag von 80 fl. zu spenden geruht. c- somit um ein Dcccnninm verjüngt wurde. "Mg Jahre sind zwar an mir nicht spurlos vorüber- gegangen,» sagte die Angeklagte dem Richter, «allein mein Bräutigam glaubte mir. Und ich weiß, dass er mich nicht heiraten würde, wenn er wusste, dass ich 30 Jahre alt bin, da er selbst erst 25 Jahre zählt.» — Der Richter vcrurthciltc die Angeklagte wegen Ucbcrtretnng des tz 320 lit. f St.'G. (Fälschung einer öffentlichen Urkunde ohne böse Absicht) zu einer Geldstrafe von fünf Gulden. — (Ein Lei chensch ander) Wie man dem «Triester Tagblatt» aus Capodistria meldet, wurde dort von der Gendarmerie ein Mann verhaftet, welcher con-statiertermaßcn die Leichenschändung gewerbsmäßig betrieb. Derselbe soll, wie behauptet wird, auf dem dortigen Fried-Hofe alle Kindcrleichen ansgegrabeu nnd verstümmelt haben, um dann die einzelnen Gliedmaßcn an abcrgläubige Familien zu verkaufen. Die Entrüstung über diesen Fall ist tiefgehend. — (Damenbesuch in der Kaserne.) Aus Portsmouth schreibt man: Um die Mittagsstunde des 3. d. M. ward in der Kaserne des dritten königlichen Artillcricregimcuts das Essen angerichtet, da hörte man plötzlich von außen den wachhabenden Soldaten schreien, einen Augenblick später trat mit dröhnenden Schritten der Elefant «Inmtw» ein. Madame «Inmbo» hatte sich während der Reinigung des Hofes aus der iu der nächsten Straße gelegenen Menagerie entfernt, um hier einen kleinen Besuch abzustatten. Die Soldateu flüchteten, Madame «Iumbo» trank mit gierigem Behagen einen großen Kupfcrtesscl Snppc aus, nahm hierauf einen Riesentopf Erdäpfel zn sich, stillte ihren Durst aus einem großen Fasse mit Rcgcuwasser und verließ sodann in der frennd-lichstcn Stimmung die Kaserne, indem sie sich festen Schrittes und fichtlich gestärkt in die Menagerie zurückbegab. — (Ein weiblicher Redacteur.) Miss Rose Cleveland, die Schwester des Präsidenten der Bereinigten Staaten, hat die Redaction der in Chicago erscheinenden Zeitschrift «Literary Life» übernommen. Schon vor geraumer Zeit hatte Miss Cleveland einen Band Gedichte herausgegeben, der allerdings laum geeignet erscheint, ihrem Namen die Unsterblichkeit zu sichern. — (Die arktische Nacht.) «... Weißt du, Fritz, so eine arktische Nacht von 141 Tagen möchte ich um die Welt uicht wieder durchmachen. Diese Qnal kannst du dir gar nicht vorstellen!» — «Aber was für ein Vergnügen muss es sein. dort einem Gläubiger zu sagen: Kommen Sie morgen früh, mein Lieber!>» Local- und Provinzial-Nachlichtcn. — (Geistliche, Exercitien.) Die geistlichen Exercitien für die Priester der Laibacher Diöcesc werden heuer vom 30. August abends bis 3. September früh im hiesigen Aloysianum stattfinden. — (Personalnachrichten.» Herr Dr. Nikolaus Tontli, Advocat in Tolmein. hat sich am 4. d.M. mit Fräulein Maria Lenassi vermählt. — Am li. d.M. ist in Eisuern Herr Autou Globocnik, Compagnon der wohlbekannten Firma «Brüder Globocnil», im Aller von 57 Jahren gestorben. — (Statistisches.) In, Schulbezirlc U m gebung Laibach waren im vergangenen Schuljahre 24 systcmi- sierte, 3 Nothschulen. 1 Excurrcndo- und 1 Privatschule. Darunter waren 14 einclassig, 8 zweiclassig und 2 vier-classig. Den Unterricht besorgten 31 Lehrer, 8 Lehrerinnen, 2U Katecheten, 7 Privatpersonen (für weibliche Handarbeiten) und an den drei Nothschulen 3 Clerici. Die Zahl der schulpflichtigen Kinder war in der Alltagsschule 6002 oder 12,2 pCt. der Einwohnerschaft; die Zahl der Schul-besuchcuden war 5362 oder «1,2 pCt, Auf eine Lehr-traft cnlficleu durchschnittlich 122 Schüler (im vorigen Jahre 132). In der Wiedcrholungsschule waren 1502 schulpflichtige und 1056 schulbesuchende Kinder. Die All-tagsschulc wurde von 31 pCt., die Wiederholungsschule von 19 pCt. der Schulpflichtigen vernachlässigt. Schulgärleu waren 13 mit 5115 Obstbäumcn; den landwirtschaftlichen Unterricht besuchten 402 Schüler. Der Stand der Schulgcbäudc ist an 7 Orten sehr gnt, an 12 gut, an 2 mittelmäßig und an 3 schlecht. Mit der Schul-cinrichtung waren 5 Schulen sehr gut, 12 gut, 5 mittelmäßig und 2 schlecht versorgt. Die Schülerbibliothelen zählten 2574 Werte in 3097 Bänden und wurden von 1463 Parteien benützt. Die Unterrichtsersolge waren an 3 Schulen sehr gut, an 15 gut und an 6 gering. Neu eröffnet wurden heuer vier Classen, und im Herbste treten wieder 3 Classen ins Leben, so dass im nächsten Jahre aus eine Lehrkraft etwa 110 Schüler kommen dürfteu. Seit zwei Jahren ist im Schulbezirke Umgebung Laibach ein evidenter Aufschwung zu constatieren. — r. — (Ernennung) Der Supplent an der l. l. Lehrer-Bildungsanstalt in Laibach Herr Josef Weiß wurde zum Hauptlehrcr an dieser Lehranstalt ernannt. — (Von der t. l. Tabatsabril.) Das Werk« stättcngcbäuoe drr k. k. Haupttabatsabrit in Laibach, mit dessen Bau vor einigen Monaten begonnen wurde, ist nunmehr im Rohbau vollendet, und wird die Schiffer-cindcckung des Daches Ende dieser Woche fertiggestellt werden. Auch der äußere und innere Verputz des Gebäudes wird noch bis zum Herbste ausgeführt werden. — (Cholera im Küstenlande.) Vom 29.Juli bis 4. August l, I. betrug der Zuwachs an Cholera-Erkrankungen im Gebiete der Stadt Trieft 41 Fälle mit 27 Todten. Gegen die Vorwoche resultiert eine Zunahme von Erkrankungen um 8 Fälle, von Tobten um 7. Eine bedeutende Steigerung ist demnach nicht erfolgt. Seit dem Austretcu der Seuche, d, i. seit 7. Juni l. I,, ergibt sich ciue Gesammterkrantnng von 143 Personen, hievon genasen 28, verstarben 85 und verblieben in Behandlung 30. Unter der Garnison tan, kein weiterer Fall zur Beobachtung. In der Provinz Istrien zeigten sich vereinzelte Fälle in den Ortschaften Zadta, Gemeinde Vcsajnac, der Aczirtshauptmannschaft Volosca, Corte d'Isola, Gemeinde Isola und Bcriwbici, Gemeinde Pinguente der Nezirks-hauplmannschast Capodistria, Bedeutender ist das Auf» treten der Krankheit in dem gleichfalls zur Gemeinde Piugucnlc gehörigen Dorfe Socerga. wo bisher im ganzen 18 Fälle mit 6 Todten und in Ricmanje, Gemeinde Do-lina, wo im ganzen 31 Fälle mit 11 Todten vorkamen. Von den letzteren Fällen betrafen 8 Arbeiter an der Her-pclje-Bahn, von denen 3 starben. Ein anderer Herd entwickelte sich in Fianona, Bezirtshauptmannschaft Mitterburg, woselbst seit dem am 25. Juli vorgekommenen und tödlich verlaufenen Fall 8 neue auftraten, von denen (Nachdiucl veiboten.) Das Opfer der Liebe. Roman von Max von Weißenlhurn. (64. Forischuna.) Capitän Laytuns Gesicht verklärte sich förmlich. ... 5/"" M wenigen Tagen mit Ada Morton verlobt, Snrn ""äige Schatten auf seinem Glücke war die er ?>l^^"' ^ seine Freunde die Wahl, welche Ma^ "?' "lchl gäuzlich billige» würdcu, da das n"Mu W"cs Herzeus nur die Tochter eines armen ^andpfcnrcls war. a.,5.'Dauben Sie, dass ich Ihnen meine Glückwünsche aen '3 .' ^' s'"d ä" beneiden, dass es Ihnen gclun-der M) ."" s" edles Flauenherz sich zu erringen,, sprach " "lüjor ernst. Lautun ^""^ Ihnen von Herzen.» erwiderte micb n '^vn,» filgte cr dann zögernd hinzn, «bat WM , "^fragen. ^ Sie nicht am Abend hiuüberkommcn sehen.. '"'"b"' sich "lle herzlich freueu, Sie zu mein^^v ^^ "'""er Frau zwar schon telegraphiert,» ei, "^ ""^ Fitzgerald, -möchte ihr aber doch noch sie ni?Z "'b"l' da ich weiß, wie jede Einzelheit bnao ?"'!?' Wenn du aber nichts dagegen hast, gehen.'. "^" ""l in einer Stunde zu Mortons pfahl^ch^'" ^'"'"^ bei. und Capita« Layton em« saß ^.^^. Oswald seinen Brief an Erna absasste, Vergas «"' Fenster; er gedachte der was d ^ k. "d d'r Gegenwart, nnd er fragte sich. Würd s l "6"' "'"chte? euthalteu .^ ^^'" Eiusamkeit. weiteren Schmerz Hand 'rechm ^e Beatrice bereit sei.., ihm ihre "Heu uud m.t .hm zu gehen hinaus in die weite Welt, als sein geliebtes Weib, jetzt, wo kein Menschenleben mehr trennend zwischen ihnen stand? — Mit möglichster Rnhe hatte Hugo Beatrice entgegentreten wollen, nnd auch sie hatte sich fest vorgenommen, ihren Gefühlen Zwang anzulegen. Als die beiden aber nach Verlauf einer Stunde einander im Pfarrhausc gegcuüberstaudeu und sich nun in die Angen blickten, da fühlten sie doch. wie fchwer es fei, die äuhere Fasfung aufrechtzuerhalten. In tiefe Trauer gekleidet, stand sie allein im Oc-machc nnd bot ihm beide Hände dar. Der Zwang, welchen er sich so lange angethan, wich. ein Blick in ihre liebevollen, mitleidigen Augcu raubte ihm die ruhige Selbstbehcrrschuug. Das Herz der juugen Fran pochte, als ob es zerspringen müsse, und doch sagte sie sich, dass es ihre Pflicht sei. ihm das Peinliche der Situation so viel als möglich zu ersparcu. O. wie gcrn hätte sie in scinen Armen alles Weh, alle Qual dcr vergangeueu Wochen ausgeweint; doch sie fühlte, dass sie Muth haben müsse auch für ihn, der ihr mit so gutem Beispiele vorangegangen war. Schweigend standen' sie' einander minutenlang gegenüber. Dann aber, sich gcwaltfam aufrichtend, hob Hugo an: «Welch ein Wiedersehen nach jenem Abschied, als ich mit Sir Henry in Easlen von Ihnen gieng. musste uns zuthnl wcrdcu. Beatrice. In friedlichster Gemüths-stimmung hatte ich Sie an jcnem Morgen verlassen. Ich erkannte an Ihrem Wcscn. dass eine Aussöhnung zwischen Ihucn und Henry stattgefunden haben müsse, uud daukte Gott dafür. Ich wollte ja grru als einsamer Waudercr wieder iu die Fremde ziehen nnd vergessen werden, wenn dadurch nnr Ihr Glück gesichert war. Ich gicug mit Hcnry den Strand entlang, nnd wir sprachen von tausenderlei Dingen, nur nicht von der Frau, welche unserem Herzeu so uahe staud. Da blieb Henry plötzlich stehen und bat mich in ernsten, tiefempfundenen Worten um Verzeihung wegen des Un« rechts, das er mir iu früheren Jahren zugefügt. Als wir uns endlich trennten, überredete er mich. ihm nm« nen Stock zu geben, für den er mir einen anderen sen« dru wollte. Das waren seine letzten Worte, bei denen meine Augen zum letztenmal auf feiuer hohen, mannlichen Gestalt ruhten. Als ich ihn wiedersah, war er eine Leiche!» Tief bewegt schwieg er. «Er fand ein cutfetzliches Ende,» hob er nach ciner minutenlangen Pause wieder an. «Und bis das Geheimnis seines Todes aufgeklärt ist, bin ich ein entehrter, gebrandmarkter Manu!» «Sie entehrt, Sie gebrandmarkt. Hugo?» stieß sie angstvoll hervor. «Hugo, wer könnte imstande sein, Sie zu vcrurtheileu?» «Tausende!» erwiderte er bitter. «Sie, Beatrice, habeu freilich m ihrer Liebe und Treue keinen Augenblick an mir gezweifelt. Sie haben Zeugnis abgelegt zu meiucr Vertheidiguug. Glauben Sie aber, dass einer von all den Menschen den Gerichtssaal, von meiner Schuldloslgkcit überzeugt, verließ? Alle werden in meiucr Liebe zu Ihnen das Motiv jenes entsetzlichen Verbrechens erblicken. Des Ermordeten Leben stand ja einzig zwischen Ihnen nnd mir!» «Hugo. um Gott.» stammelte Beatrice fassungslos, «köuuten die Menschen in der That glanben, dass Sie Henry getödtet hätten, um.. . O, dcr entsetzlichste Verdacht, ist es möglich, dass er uns treffen kann?» Mit starrem Blick, wie geistesabwesend, starrte ste ihn an. als stände eine schreckliche Vision vo- chr, d,e sie doch nicht zn bannen vermochte, nicht nnt «ufole-tnng all ihrer Geisteskräfte, und deren slndtm Nc ocm finsteren Wahnsinn, der Verzweiflung "' d" «rme zn tü zen droht. ^rts. folgt) Laibacher Zcitnna Nr. 179 1484 !). Aussust I^il. 3 tödlich verliefe». Der aus der Garnison von Capo-distria gemeldete Fall wurde als einfacher Brechdurchfall verificiert, und der Erkrankte genas. In der Provinz Görz-Gradiska zeigte sich nur ein Todesfall in der Gemeinde Komen des politischen Bezirkes Sessana, nachweislich aus Trieft stammend, und ein cholera verdächtiger Fall in Grado. — (Aus Radmannsdorf) schreibt man uns: Am 25. Juli, dem Vorabend zum Annenfeste, hatten wir Gelegenheit, das vom Herrn A. Golli, einem tüchtigen Musiker, geleitete Dilettanten-Streichorchester in Nad-mannsdorf zu hören. Wir waren erfreut, eine Gesellschaft von Musikfreunden versammelt zu finden, welche nur die Vorliebe zur Kunst zusammenführte nnd erstaunt zugleich, von derselben Tonstücke mit einer Präcision und! Ausdauer ausgeführt zu vernehmen, welche Musikern von Profession alle Ehre gemacht haben würden. Dieselbe erntete aber auch als Belohnung für ihre vortrefflichen Leistungen von dem im Garten der Restauration Klinar, welcher — nebenbei bemerkt — recht geschmackvoll mit Lampions beleuchtet und decoriert war, von den anwesenden Sommergästen und den heimischen Honoratioren reichlichen Applaus. Dieser Beweis der Anerkennung gab An-lass zu einer Wiederholung, und es fand dieselbe wirklich am 4. August in den Localitäten des Herrn v. Kap pus statt. Trotz des schlechten Wetters war das Concert von einem zahlreichen und distinguierten Publicum (u. a. waren auch der wegen seiner Leutseligkeit allgemein beliebte Landwehrhauptmann Herr Graf Thurn und der feine Musikkenner Bezirkshauptmann Herr Dralka anwesend) besucht, welches über den Erfolg der heimischen Musiler sichtlich erfreut und befriedigt war. Hervorzuheben wären noch die Couplets-Einlagen des Gesangskomiters Herrn Dolenc, welcher sich seiner Aufgabe in Begleitung des Orchesters bestens entledigte und einzelne Piecen auf Verlangen wiederholen musste. — (Schulnachrichten.) Die vierclassige Voltsschule inNeumarktl wurde, wie wir dem gedrncktenIahres-berichte entnehmen, zu Ende des verflossenen Schuljahres von 289 Schulkindern besucht, und zwar: 133 Knaben und 151 Mädchen. Der Nationalität nach waren 268 Slo-venen, 14 Deutsche, 6 Italiener und 1 Czeche. 197 Schulkinder wurden als reif zum Aufsteigen in die höhere Classe, 86 als nicht reif erklärt,; 6 blieben ungeprüft. Die Schülerbibliothek zählt 155 Bücher. Die mit dieser Volksschule in Verbindung stehende gewerbliche Fortbildungsschule besteht ans einem Vorbereitungscurse und zwei Iahrescursen des gewerblichen Unterrichtes. Zu Beginn und im Laufe des Schuljahres wurden in diese Lehranstalt 98 Schüler aufgenommen und nach ihren Vorkenntnissen den Jahrgängen zugewiesen, und zwar: dem Vorbercitungscurse 57; dem ersten Curse 24; dem zweiten Curse 17. Unter den eingeschriebenen Schülern waren ihrer Profession nach: 59 Schuhmacher, 14 Schmiede, 13 Gerber, 4 Schlosser, 1 Feilhauer, 1 Tischler, 1 Sattler, 3 Fleischhauer, 1 Müller, 1 Bäcker; zusammen 96. Dem Alter nach standen die Schüler zwischen dem 12ten und 24. Lebensjahre. — Das Lehrpersonale der Volks« schule in Neumarktl bestand aus den Herren: Josef Kragl, Schulleiter; August Turk, Katechet; Johann Debelak, Andreas Km et und der Lehrerin Fräulein Anna Podrekar. — (Abkühlung der Eisenbahnwagen.) Se. Excellenz der Herr Handelsministcr Marquis von Bacquehem hat an die Verwaltungen sämmtlicher österreichischen Eisenbahnen einen Erlass, betreffend die Abkühlung der Coupes der Personenwagen gerichtet. In demselben findet sich der H:rr Handelsminister veranlasst, den seitens der Bahnverwaltungen gegen das Vegießen der Wagendächer gemachten Vorstellungen Rechnung tragend, von der weiteren Aufrechthaltung dieser Anordnung abzusehen, hingegen aber anzuordnen, dass die Eisenbahnverwaltungen für eine ausgiebige Lüftung der Coupe's jener Personenwagen, welche durch längere Zeit der Sonnenhitze ausgesetzt waren, umso angelegentlicher Sorge tragen mögen, als diese Maßnahme auch mit Rücksicht auf die sanitären Verhältnisse des heurigen Sommers dringend geboten erscheint. In Deutschland wurde mit dem Begiehen der Wagendächer gleichfalls der erwartete Erfolg nicht erzielt. — (Görzer Bahnen.) Der «Corriere» in Görz meldet: Herr Mulle ist mit dem Ingenieur Schmidt hier eingetroffen, um die Tracierung der Flügelbahn Görz-Podgora, zu der er die Concession schon erhalten hat, vornehmen zu lassen. Gleich nach vollendeter Tracierung wird eine behördliche Commission die Strecke begehen, worauf unverzüglich mit dem Bau selbst begonnen werden wird. Später wird man dann auch an den Bau der Flügelbahn Cervignano-Ronchi schreiten. Wichtig für unsere Provinz ist auch die Flügelbahn Villach-Loitsch, wodurch die Route von hier nach Laibach um 90 km abgekürzt werden wird und zu der nun Herr Mulle gleichfalls die Concession schon erhalten haben soll. — (Samencultur-Station des Grafen Attems.) Wie uns aus Graz mitgetheilt wird, hat Kerr Heinrich Graf Attems die von ihm vor vierzehn Jahren gegründete und erhaltene Samencultur-Station in St Peter bei Graz aufgelöst. Die Anstalt hat ihren Zweck erreicht, und die Einbürgerung des Samenbaues, die Veredlung des Saatgutes und die Confolidierung des österreichischen Samcnhandels sind zu nicht geringem Theile Verdienste dieser Anstalt, der ersten in Oesterreich, welche Samencultur in ausgedehntem Maßstabe betrieben hat. — (Neue Brücke.) Am 18. August wird im Markte Tüffer in Untersteiermark eine neue Brücke, welche den Namen «Kaiser-Franz-Iosef-Brücke» führen wird und die Sann überbrückt, feierlich eröffnet werden. Dieselbe hat eine Länge von 80,88 in. Die Breite der Fahrbahn beträgt 5 m. Die eiserne Brücke wiegt 1200 störern mit Steinwürfen angegriffen; mehrere Pulinsten wurden verwundet. Schließlich wurden die Ruhestörer durch verstärkte Polizei auseinandergetrieben. Volkswirtschaftliches. Laibach, 7. August. Auf dein heuligen Markte sind erfchie» ncn: 2 Wagen mit Getreide, 11 Wagen mit Heu nnd Stroh, 9 Wagen und 2 Schisse mit Holz. Durchschnitts'Preise. «7slV fl,', il.j s!,,,r, ^I^: Weizen pr. Heltolit. 6^50 7^7! Butter pr. Kilo . . - 90 ^ -" Korn ' 4«? 0 12 Eier pr. Stiick . . —! 2 - ^ Gerste » 4^12 4!95 Milch pr. Liter . . -! 8 ^ - Hafer » 3 6 3>15 Rindfleisch pr. Kilo — 64 - ^ Halbfrucht .-------6^47, Kalbfleisch . —^48------ Heiden » 4 39 5! b Schweinefleisch » — !58------ Hirse » 4 87 4!^ Schöpsenfleisch , — 3?0------- —weißer, > -------2<)^ Angekommene Fremde. Am 7. August. Hotel Stadt Wien. Vlmn und Horn, Reisende, Wien. — P? tnwic, Apotheker, Kaschau. — Lienhart, k. k. Universität«" Beamter, Graz. — Dietrich, Bahnbeamter, Klagenfurt. -" Welsch, l. Ingenieur, Karlstndt. — Icrmann, i. l. Steuer-inspector, sanmil Frau, Gurlfcld. — Gatsch, Privatier, sm»«» Frau Landstraf!. — Pett-ncllo, Kansm.; Ritter von Rauch. Privatier; Fischer Anna, Ingenieurs'Galtin, sammt Lochtet, und Sumazzi, Privatier, Tviest. — Morovich, Capita", Finmc. Hotel Elefant. Gerloff, Reisender, Hamburg. — Kolle, l, l. Po-lizcirath; Adler, General-Inspector; Harthan, l. l. Lieutenant; Fritschr, Sonnenfcld nnd Dillinger, Kaufleute, Wien. — Fuchs, Reisender, Prag. — Armuth, Reisender, Dombov^r. — Ritter v. Schweidler, l k. Oberst, Oraz. - Ritter u. Minarett», l. l. Hauptmann, Graz. — Schwab, Stein. — Hafner, Besitzer» Visnern, — Podtraischel, Godovi,!. — Iamparo, Trieft. -" Poschich, Tanchio, sammt Familien, ssiume. Hotel Aairischcr Hof. Mencin Maria, Private, St. Mich«!-— Koschicr, Handelsagent, sammt Frau, Tricst. — Klemcns, Fiiline. Verstorbene. D e n 7. A u g u st. Johann Gorup, Ausseherö'Sohn. 5 I>, Polanastraße 55, Scharlach. — Joses Stranzer, Briefträgers' Sohn . 4 I. 6 Mon., Wienerstraße 35. Scharlach. — Franz Valenciö, Äuchbinders-Solzn, 1 I. 8 Mon., Polanaoamm 46, Meningitis. — Johann Mlalar, Aussrhers-Sohn, 8 Mon., Ziegel' straße 3, Fraisen. Den 8. August. Valentin Ierin, Schuhmachers»SohN, 2 I. 8 Mon,, Floriansgassc 16, Fraisen. Lottoziehuna.cn vom 7. August. Wien: 8 54 1 74 56. Graz: 90 48 73 63 57. Meteorologische Beobachtungen iu ^aibach. I -^ "Z2 U «,inb «"slchl '5^ t. Z°- ^ <5Z,e __^ v 5^"^^ ^___^ , "I? Il. W "7^?M i iV2"^"1u1UM" ^^NM 7.2 . N. 737,82 20.1 N. schwach vewDllt 0M 8 . Ab. ?3U,14 16.3 NW. schwach bewollt ^ 7U.Mg. 740,50 13.6 windstill Nebel 8.2 . N. 738,29 25.9 W. schwach heiter 0,00 9 . Ab. 739,67 18,7 windstill heiter Den 7. Morgenncbel, dann wechselnde Bcwdllung, dunstig-Den 8. Morgcnnebel, herrlicher, fast wollenloscr Tag. Den 7ten das TagesMiltel der Wärme 15,9", den 8. 19,4", bezichungs" weise um 3,9" und 0,4« unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur- I. Naglic. Danksagung. > Für die allseitigen Kundgebungen der Theil« W »ahme anlässlich des Ablebens des Herrn W Heinrich Ingritsch » k, s. Bezirlshauptmaunes W namentlich die überaus große Netheiligung beim Wl Leichenbegängnisse und für die Kranzspenden fühlen W wir nns veranlasst, der hochwürdigen Geistlichkeit, M den l. l. Beamten, der Feuerwehr in Tscherncmbl M wie den Älirgcrn von Mottling uud Tschernrmbl den M wärmste» Danl auszusprechen. W Tschernembl am 5. August 1886. W Die trauernden Hinterbliebene». W Wt ußl K. ^ 6MMM-QM Maßstab 1:75000. Preis per Blatt 50 kr., in Taschei'for'nal auf Leinwand gespannt 80 kr. Jg. n. Kleinmaler ck Fell. Kainbergs iinManillM in Aaibach. 1485 Course an dor Wiener Börse vom 7. Anauft 1886. N°ch ^m oM^n Coursbwte Veld Wall Ctnlltö.Nnlchen. ii,^....... «5...0 8« ... !8l,,!., I,,........ «« »k »,«'«!, !»«s,'! ./" ^>°"'«lose 250 si, I»«-5!,!,:,3 - >«k<,^ '<>',,/ „ si""^ k>l>" « "2 2^147 s,,, ll!«4N ^'"^ ' ' ">" " >'',!»5<1I7N-° "l»cnlcnle, stcnelslli . i«L»0io«4l> »V.7"''ll k.«/.. ... »52,'. !»5'<0 " l-' ,"'b.'«>>l. ,i!U sl, ö, W. S. !5< 7.'. ,55- ^,"""V!^Plionl«tc» . . 100-75,«lül, " ^'"'>^c)bi.2Uül>iN'bO ^ tundrntf. - Obligationen b°/°b°)u»che..... bFVKe.....' 'w^o^ 5i«/, Temesir Nanat . . . . >05 2o x>s>s>« 5°« «»gavische...... l05l!0l05 6« Andere öffentl. Nulehen. Dcnai! Uicß,»i'oft 5°/« INN fl. . N!<-— li!» 5,u t!i'. ^iuriye I»7«, steucrsrci . 105 50 iu<> .'i^ «»Ishcn d, Etablsscmrinde Wicn INK'—><)<> «o Nnl^hen d, Ktadlgl'uie,,!^»! Wie» <5,ll,e, l,nt> lVo,d) .... l»3 - -'— Präiüicn^Vlül !, i^ l, blssem, A°lc„ lw ?b l«/,»/„ Gold. l2«i— ,25,5« t!o. in 5<) « ^ «>/, o/n 10» — !0I'5<> tlo. >» l>u „ ^ 4"/n . V7'^ X7'k>0 tlo. ilramicü'Echulbveilcht.A«/,, ln«50wl — Ql,s!,^!)p>,'!l,'i!c»da!>t zUj. 5>V,"/<> '<s>,»>>ng, i!'ui,l vcrl, 5"/„ . . lnn-uo ioi-iu til). ,. <>/,"/<, - lNl ÜN lOi! »<' dll'. „ <"/„ . . W ftO ü!» -l!l>L, aN>^. Bote»cnt>l°Asl>cngcI. >>, ^lsl i» 3. ,^,U v>,'l, 5'/,«/« —------------ Plivri<ätö'Ol>ligationen !l»i ll!<7 ^ >, ^. -!>/,<>,, . ,ui 3U IU1 7« leslen, Vil^u^ldnhi, , . . ,06'—lUN^o s !»!l >!,l'U>l!c> , , , , , ,j __.— ^. —. Geld w«re S>«',l5 2« Ung,»galiz, Nahn.....in» 7vn>2 il, Diverse üosc (per Stuck», <^rcdit!o!e l«u ft...... l?!,'.'',»!'!« — ...... 4, ^ <.. <«/« Donau»Dampssch. i«u ft. . li«7s. ,!>.)2^ i,',i!lachclPlnmien<^lnluh, üo f!. 2N 75> 21 25 Qscmi ^o!e «> s>..... ^ hy <^_ Palsft <0 fl..... <5-z!s, <,<> 7l> Nol!>cn Hllcuz, dst.Glj,,-, !', ,^, ,470 ik — Nud»>!°V° st..... ,^ h<, zo — Lalm-Vosc 40 ^!.' Waldslcix.i'c'Ie ^u fl, , , , «^ 25 ,°3 ?5> zwiudilchgvatz Voje »0 ji , . 44 25 <^ 7.', Vnnl'Nctien «0i>, 2t, — 2«» ,',0 T>cp>,'sil«lil,'a,!l, Allg, /«0 sl. , !i9n - i'.»u b(, cl l»pl^Ocl.,Nictcsi,'s,.5>ou<>. ^,<^.__545^ ^ypvihttcnb., oft. ^oo!i.^/..ii. , tz2._^ «z,_ ^antnl'., cst. ^uus!, ^.5><>"/„ >Nl! wu ,l.....?<-3b' 74 7« «j<,vlll)ll>I,'ci!!t, All^, 140 sl, . ,55 5015«!'— Gclt> Ware Nctien von Transport» Nnternehmungen. (P« Etücl). Nlbrc,i!'. ü!»0sl,liM,---------------- Vi>hm, i!iorbl>u^i, i5u fl, . , Ic8 —!7li- , Wüstbabn i!00 fl. . . . X5»—»59 - «uschlichradel (tisl'. ü«N fl. LM. 725------------ „ Mt,«) W0 fl. . l9«50l«4'^ Donau » T>ampfschiflayil« ° Ves. Oefterr, 500 st. I,sBat,.Db..^,)i!00sl.S.------------'- Tux Boi cndachcl dc!h-Boyn 2N0 fl. 2,« 75. „ Sl»d.°Iil.l1l,li, >«7»^nc»fl,, ^„u 5,0 >!,^ 75, Flal!z°Ic>s>,s^^'al)U lino f>, Silo« XL<>'?»»2i — Mn!lirchen^,!arcscr lil!d.2n,»fl,K. li«» — l<«,",.'», Gali,,Kall»VubwU,X0UsI,HM. —>------------ Gr.,z jtoslachcr lt.^ , i!O(»!l,ö,W.------------'— itahleiil'^l^liiieüdahn inu sl. . —'---------— jlajchau Odciv,» GeftU!cha,l ü^u .,z— Eiel'cnl'llr^c !i>scüb. !lu» sl. , —— --. Slaat<,c!ic»l>>i!>:> .'>>» !>, °. W, . !li«8'75»«8'— «el» W»rt Vlldbohn lvo fl, Vilbn . .»I5 75,,s — Vüd-Nl>lbd .Vcrb,.^.»o«fl,o »I, Sllbel 17» «5,?» 50 Ung Norbeftbahn 2U0 fl, Vilbel l?7 501?» — Nn8,w^ssh.s«<,»b.«la,)l»00sl.G,17«'—l?« « Inbuftrie.Nctien (per Stils), ligybi und ssindbei-a, Eiscn» und klahl.Ind, in Men IW !l, . —— —>— H>.»«. «2^ ß4 75 Mo!!lan'O^scll!ch., ofterr.-olvine ^« — »»-i» piag« H>sc,l^uo,'AeI, chsbll>il»>'!l'» ,! »z