poZtnins plaLsna v xotovini. M. 12. Erlcheint jeden 1., 10. und 20. 10. (25.) Jahrgang. Organ der Gottscheer Deutschen. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 30 Din, halbjährig 15 — Din. D.-Oefterreick: ganzjährig 6 Schill., halbjährig 3 Schill. Amerika: 3 Dollar. — Einzelne Nummern 2 — Dinar Koeevje, Ireitag, den 20. April 1928. Briefe ohne Unterschrift werden n'.cht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgestellt. — Berichte find an die Schristleitung zu senden. — Anzeigrn-Aufnahme und -Berechnung Lei Herrn Carl Erker in Kočevje Der Straßenbau in Gottjchee. Für Freitag den 13. April hatte der Gebiets¬ ausschuß in Laibach nach Gottschee eine gemein¬ same Tagung des Bezirksstraßenausschusses, der in Betracht kommenden Gemeinden, des Vertre¬ ters der Herrschaft Auersperg und der Abgeord¬ neten des Bezirkes einberufen. Verhandlungspunkt war die endgültige Festsetzung jener Straßen¬ bauten, welche als die notwendigsten zuerst in Angriff genommen werden sollen, sowie die Be¬ stimmung der von den Interessenten zu leistenden Kostenbeiträge. Die Versammlung fand im Gast¬ hofe „Zur Sonne" statt. Nebst den Mitgliedern des Bezirksstraßen¬ ausschusses nahmen daran Vertreter der Gemein¬ den Mitterdorf, Malgern, Altlag, Seele, Nessel¬ tal, Unterlag, Obergras und Suchen, als Ver¬ treter der Auerspergschen Herrschaft Herr Forst¬ meister Stieglitz teil. Der Gebielsausschuß war durch Herrn Prof. Eugen Jarc vertreten. Von den Abgeordneten waren die Herren geistl. Rat Skulj, Dechant Skubic, geistl. Rat Eppich und Inspektor Peterlin vertreten. Nach Eröffnung und Begrüßung der Ver¬ sammlung durch den Obmann des Bezirksstraßen¬ ausschusses Herrn Jakob Povse ergriff als erster das Mitglied des Gebietsausschusses Herr Pro- sessor Jarc das Wort. Er erinnerte eingangs seiner Rede daran, daß der Gebietsausschuß, bezw. die Gebietsversammlung das Straßenwesen erst mit 1. April l. I. übernommen und erst seit dieser Zeit die nötigen Kredite zugewiesen er¬ halten habe. Der Gebietsausschuß sei sich voll- kommen klar darüber, daß sich die Verkehrswege vielfach in einem trostlosen Zustande befinden und da vor allem geholfen werden muß. Auch der Gottscheer Bezirk wird jede gebührende Be¬ rücksichtigung finden. Beweis hiesür sei die Tat¬ sache, daß von den bisher eingelaufenen neuen Gebietssteuern eine Million Dinar für die Straßen bestimmt und davon dem Straßenaus- schusse Gottschee vor etlichen Tagen 50.000 Din überwiesen wurden. Ebenso werde von den im Laufe des Jahres weiter zu verteilenden fünf Millionen Gottschee seinen Anteil bekommen. In sichere Aussicht sei ferner die Rückzahlung der 15 Millionen Dinar gestellt, welche die Regie¬ rung in Belgrad seit Jahren den Straßenaus¬ schüssen in Krain schuldet. Die neue Ausländs¬ anleihe wird die Mittel zur baldigen Begleichung dieser Schuld bieten. Die heutige Aussprache er¬ achte der Gebietsausschuß als notwendig, weil er von den berufenen Vertretern des Bezirkes am sichersten Aufklärung darüber erhält, wo und wie geholfen werden soll. Allen Bedürfnissen könne selbstverständlich nicht auf einmal abgeholfen wer¬ den, doch wolle man in das Bauprogramm der nächsten Zukunft wenigstens eine Straße in jedem Teile des Bezirkes aufnehmen und es sei wün¬ schenswert, daß darüber heute ein einheitlicher Beschluß gefaßt werde. Abgeordneter Skulj gab seiner Zufriedenheit darüber Ausdruck, daß in der Tagung der Ent¬ schluß des Gebietsausschusses ersichtlich sei, dem bisher zu wenig beachteten Gottscheer Bezirke wirtschaftlich zu helfen. Als Vertreter des Be¬ zirkes wolle er für ihn auch weiterhin in Bel¬ grad staatliche Hilfe zu erreichen trachten, wo Landeshilfe allein nicht ausreichend ist. Abgeordneter Eppich begründete seine bereits in der Gebietsversammlung eingebrachten Anträge für den nicht mehr zu verschiebenden Bau der Straße Mitterdorf-Neubacher-Tiesenreuter und Graflinden-Unterlag und führte weiter aus, daß nunmehr auch die Jnkamerierung (Verstaatlichung) der Landesstraße Laibach-Gottschee-Brod der Zen¬ trale in Belgrad neuerdings bittlich vorzulegen wäre. Hiemit würden dem Bezirksstraßenaus- schusse jährlich bedeutende Summen für andere Straßen erspart bleiben. Abgeordneter Skubic setzte sich für eine Straßen¬ verbindung Ostlnic-Morobitz ein, während Abge¬ ordneter Peterlin sich besonders der Alt- und Neuwinkler annahm. Gemeindevorsteher Ruppe aus Unterlag gab nähere Aufklärungen betreffs des Kostenpunktes und der Beitragsleistung für die Umlegung der Straße Graflinden-Unterlag. Im weiteren Verlaufe der Versammlung einigte man sich dahin, daß zuerst die Straße Mitterdorf. Nenbacher-Tiefenreuter; Graflinden-Unterlag und Laserbach.Sucheu-Altwinkel-Presid gebaut wird. Ganz klar liegt nur bei der Straße Mitterdorf- Tiefenreuter der Kostenpunkt und die Aufteilung der Kosten vor. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,250.000 Dinar. Davon übernimmt der Gebietsausschnß die Hälfte; von dec zweiten Hälfte übernimmt die Gemeinde Mitterdorf und Mal¬ gern je 5"/o; Altlag 1500 Dinar; Seele 2000 Dinar; die Herrschaft Auersperg 50.000 Dinar; den Rest der Bezirksstraßenausschuß. Im Juli wird die Gebietsversammlung den Kostenvoranschlag samt Ausbringungsplan geneh¬ migen und so dürfte dann noch im heurigen Jahre zumindest diese erste Straße in Angriff genommen werden. Bei den zwei anderen Strecken sollte man sich bezüglich der Beitragsleistung möglichst bald einigen. Die Umlegung der Straße Nesseltal-Gottschee ist aber auf ein Nebengeleise geraten, weil man vorerst abwarten möchte, inwieweit die neue Bahn den Nesseltalern entgegenkommen und die Umlegung der Straße mehr oder weniger not¬ wendig machen wird. Ähnlich steht es mit der Pflasterung in Gottschee. Die neue Gemeindevertretung soll abgewartet und ihre Meinung gehört werden. Für die Straße Malgern-Tiefental-Kukendorf ist vorderhand nur eine Landessubvention, aber noch nicht die Einreihung in die Landesstraßen in Aussicht gestellt. Günstige Erledigung darf auch das bei dieser Gelegenheit vom Gemeindevorsteher Herrn Putre von Mösel überreichte Straßengesuch der Skriller erwarten. Das DoppeLgesicht. Wir haben in unserer letzten Nummer den verantwortlichen Redakteur der „Wahrheit" und der „Samouprava" Herrn Ferdo Jonke aufge¬ fordert, den Artikel, den er über den Schulerlaß in der „Samouprava" gebracht hat, auch in der „Wahrheit" zu veröffentlichen. Herr Ferdo Jonke, beziehungsweise dessen Hintermänner, sind dieser Aufforderung aus begreiflichen Gründen nicht nachgekommen, so daß wir genötigt sind, sowohl den Artikel in der „Wahrheit" als auch in der „Samouprava" unseren Lesern zur Kenntnis zu bringen. Der Artikel über die Schulfrage lautet in der „Wahrheit" nachsteheno: „Das Selbstbestimmungsrecht der Eltern betreffs der Schulkinder, welche Klasse sie besuchen sollen, mit der Staats- oder mit der Minderheitssprache, wurde dieser Tage durch eine Verordnung der Negierung statuiert. Die näheren Aufklärungen bekommen die Eltern bei den zuständigen Schul¬ leitungen." Die Ansicht in der „Samouprava" gibt aber Herr Ferdo Jonke in nachstehender Weise wieder: Das slowenische Schulwesen in den national gemischten Gemeinden des GottscheerGehietesvernichtet. Einun¬ übersehbarer nationaler Schaden in der Nähe der italienischen Grenze. Im Auftrage und über Anordnung des Großgespans mußte der Bezirkshauptmann in Gottschee am 20. Februar 1928, P. br. 195, die Verordnung herausgeben, mit welcher in Verbindung mit anderen diesbezüglichen Verordnungen an die Schul¬ leitungen im national gemischten Gebiete faktisch die ganze zehnjährige Aufklärungs- und nationale Arbeit auf diesem Gebiete vernichtet wird. Mit einem besonderen Erlasse wurde vor allem den Eltern aus Misch- oder auch slowenischen Ehen die Freiheit gegeben, ihre Kinder beliebig in deutsche Schulen zu schicken, wenn sie nur bis 10. März d. I. eine diesbezügliche schriftliche Erklärung abgeben. Die Eltern gemischtsprachiger Leite Kinder, aber auch andere haben diese Gelegenheit so zahlreich in Anspruch genommen, daß 12 neue deutsche Schulen, lauter ein- und zweiklassige, in denen die Staatssprache nur als gewöhnlicher Unterrichtsgegenstand gelehrt wird, reaktiviert werden, teilweise schon reaktiviert sind. Mithin sind mit Rücksicht auf lokale und persönliche Verhältnisse, denen die Leute in ihren abgelegenen Dörfern unterworfen sind, alte slowenische und kroatische Familien, deren Väter mit dem in Amerika verdienten Gelbe oder mit der Aussteuer vom Heimathause Gottscheer Besitze angekauft haben, wieder der Germanisierung ausgeliefert, so wie dies vor dem Kriege der Fall war. Und so werden wir noch weiterhin auf unsere Kosten im Gottscheer Bezirke die Leute von Vornschloß, Reifnitz, Laserbach und ihre Nachkommen, das sind die verschiedenen Jakliče, Muhvice, Miheliče, Pojete, Medice, Klune, Sedlarje, Žagarje, Češarke, Arkote, Pangretice, Loretice, Novake, Kosarje, Kozarje, usw. usw. zu Deutschen erziehen. Deutsch kann freilich jedoch nur jener, der die Sprache in der Schule erlernt. Wie aber die sogenannte Gottscheer Intelligenz die deutsche Sprache noch beherrscht, zeigen aber am besten ihr Organ die „Gottscheer Zeitung" und der „Gottscheer Ka¬ lender". Mit diesen Verordnungen wurde die unter die Gottscheer künstlich von auswärts herein¬ gebrachte deutsche Sprache, die im heimischen Hause kein Gottscheer versteht, auch in unserem Staate behördlich anerkannt, und es muß logisch folgen, daß sie auch in den Ämtern anerkannt werden muß, wenn der Staat selbst Leute in einer anderen Sprache als in der, die im Lande in Wahrheit herrscht, unterrichtet. Die Welt wird deshalb freilich nicht untergehen, noch weniger aber unser Staat, doch unter den gegebenen Verhältnissen sind unsere Leute aus diesem Gebiete wieder der Germanisierung ausgeliesert, und die Gottscheer Sprachinsel ist mit dem Zufluß unseres frischen Blutes für eine unübersehbahre Zukunft in ihrer besonderen sprachlichen Existenz gesichert. Daß dieser Beschluß zum Schaden unseres Elementes eine Belohnung für dieGottscheerKugeln derSLS dar¬ stellt, ist freilich klar, weil die SLS durch ihre Leute dies schon vor den Wahlen versprochen hat. „Alles für die Kugeln" ist die begreifliche Parole gewisser Leute. Interessant ist es, wie der Bezirkshauptmann obigen Beschluß maskiert. Er spricht von sechs-, fünf-, vier-, zwei- und einklassigen Volksschulen, im Bezirke sind jedoch in überwiegender Mehrheit einklassige Volksschulen, dreiklassige Volksschulen nur weihe Raben, eine sechsklassige Volksschule aber nur in Gottschee. An den ein-, zwei- und dreiklassigen Volksschulen ist freilich alles deutsch, die Staatssprache ist nur ein Lehrgegenstand, an den anderen, die jedoch außer in Gottschee nicht vorhanden sind, soll aber die Staatssprache vor¬ herrschen, so daß der Erlaß nach außenhin so aussieht, als ob für eine gute Erlernung der Staats¬ sprache gesorgt ist. Die Maskierung verrät'den Meister, der aber in diesem Falle nicht in der Bleiweißstraße sitzt. Der Erlaß beruft sich auf die ministerielle Verordnung vom 25. November 1927, O N br. 79.413, und auf die Verordnung des Laibacher Großgespans vom 14 Februar 1928, P. br. 1060, und gilt für alle zweispra¬ chigen Elementarschulen. Am interessantesten ist aber die Tatsache, daß die „Gottscheer Zeitung", um den wahren Sinn aller dieser Verordnungen zu¬ gunsten der deutschen Sprache zu verdecken, in einem Artikel veröffentlichte, daß sie nicht zufrieden, daß dies zu wenig sei. In dem sind wir einverstanden; die Staatssprache als Unterrichtsgegenstand, die sic sowieso nicht erlernen werden, möge in der Ele¬ mentarschule in diesen gemischten Gegenden nur gestrichen werden. Sie werden sehen, was das sein wird und welche Bedeutung diese Verordnung in wirtschaftlicher und bestandlicher Hinsicht für die Minderheit als Ganzes wie auch für die er¬ wachsenen Schüler aus diesen Schulen in der nächsten Zukunft haben wird. Insbesondere deshalb, weil ive „echten" Gottscheer es wünschen, daß auch das Realgymnasium aus Gottschee ver¬ schwinden soll. Unsere Ansicht nun über den Schulerlaß be- ziehungsweise die Durchführungsverordnung haben wir bereits an dieser Stelle erörtert, so daß wir uns in diesem Artikel in eine weitere Polemik nicht ein- lassen. Wenn wir die beiden Artikel, die aus ein und derselben Feder stammen, betrachten, so können wir die Beurteilung der Hintermänner ruhig un¬ seren Lesern überlassen. Erwähnen wollen wir nur, daß sich die wohlbekannten Schreiber in ihren deutschen Zeitungsartikeln stets als Deut¬ schenfreunde ausspielcn, während ihre slowenischen Artikel von Deutschenhaß triefen und so einen deutlichen Fingerzeig geben, welche Gesinnung diese Herren unserem Gottscheer Volke gegenüber hegen. Ergeben es die politischen oder die ge- schriftlichen Verhältnisse, um unser Volk für sich zu gewinnen, so wird das Mäntelchen eines Kos¬ mopoliten herumgehängt, das aber in Wirklich¬ keit nichts anderes ist, als das Schafsfell, in das sich der grimmige Wolf zur Erreichung seiner Zwecke eingehüllt hat. Drum, Gottscheer I Trau l Schau I Wem! Aus Stadt und Land. Hottschee. (D i e n st v e rl e i h ung.) Herr Vin¬ zenz Lavrič, Katechet in Gottschee, Hal über Er¬ suchen eine freigewordene Katechetenstelle in Laibach erhalten. Den neuen Posten tritt er im Juli an. — (Definitiv an gestellt) wurden die Oberlehrer Johann Loser von Masern, Josef Wittine von Morobitz und die Lehrerinnen Fräulein Helena Rom und Antonia Cok in Mitterdorf. — (Das Recht zur Auswanderung außer der Quote) haben nach einem Beschlüsse des Auswanderungskomitees des Abgeordneten¬ hauses in Washington die Angehörigen von ame¬ rikanischen Staatsbürgern. — (Sterbefall.) Am 17. April starb nach langem schmerzvollen Leiden Frau Olga Hiris, Bäckermeisterin und Hausbesitzerin. — (Entlassung aus dem Staatsver bande.) Seit Dr. Korošec Minister ist, werden auch solche Akten wieder behandelt, die im Mi¬ nisterium des Innern schon jahrelang unerledigt lagen. So ist endlich auch unser Landsmann Herr Michael Ruppe in Salzburg aus dem ju¬ goslawischen Staatsverbande entlassen und gleich, zeitig dies dem Bankbeamten Herrn Johann Rom in Wien bewilligt worden. — (Vom Musikvereine.) Sonntag den 22. April 1928 findet im Brauhause um 3 Uhr nachmittags die gründende Versammlung dieses Vereines statt. Musikfreunde sind hiezu herzlichst eingeladen. — (Gratis) werden sofort zirka drei bis vier Meter hohe achtjährige Roßkastanienbäume abgegeben bei Herrn Richard Loser. Der Reflektant muß die Bäume selbst ausgraben. — (Zur Hausierfrage.) Ende April oder Anfang Mai werderi die Besprechungen über einen neuen Handelsvertrag zwischen Jugoslawien und Österreich wieder ausgenommen und, wie man hofft, zu einem beide Teile befriedigenden Ab- schlösse gebracht werden. Daß bei diesen Verhand- lungen offiziell auch das schon lange unserem Handelsministerium vorliegende Gesuch der Gott¬ scheer um die Wiedergestattung ihres Hausier¬ handels in Österreich zur Sprache käme und günstige Erledigung finden möchte, dafür sind unsererseits schon alle Schritte getan worden. In einem ausführlichen Memorandum ist sowohl die Regierung als auch der deutsche und jugoslawische Abgeordnetenklub über die für uns dringende An¬ c 7:^ gelegenheit unterrichtet und auch der Laibacher Gebietsausschuß um eine diesfällige Intervention ersucht worden. Doch bisher ist offiziell von jugoslawischer Seite diese Frage überhaupt nicht angeschnitten worden. Gelegentlich der letzten Verhandlungen in Belgrad hat nur der Vertreter unseres Han- delsministeriums Sektionschef Steinmetz außer¬ halb der offiziellen Besprechungen den österrei¬ chischen Vertretern gegenüber bemerkt, daß die Gottscheer eine Anerkennung ihres seinerzeitigen Privilegiums anstreben, und die Frage gestellt, wie sich allenfalls die österreichische Regierung zu einer derartigen Anregung stellen würde. Die österreichischen Vertreter, welche in dieser Frage keine Direktiven hatten, meinten, daß bei der be¬ kannten Abneigung der Landesregierungen gegen das Hausieren sich schwer etwas werde machen lassen. Mit dieser inoffiziellen Äußerung war damals die Sache abgetan. Soll der Wunsch der Gott¬ scheer in Erfüllung gehen, müßte diesmal unsere Regierung die Hausierfrage in offizieller Sit¬ zung zur Sprache bringen. Wir wollen hoffen, daß sie es tut. — (Die Auswanderung nach Kanada.) Nach den letzten Bestimmungen der kanadischen Regierung ist die Einwanderung nach Kanada für die landwirtschaftlichen Arbeiter deutscher Muttersprache und gut Deutschsprechende unbe- schränkt. Deshalb werden für Deutsche und gut Deutschsprechende noch weiter die Anmeldungen angenommen. Der Vertreter der Cunard Line, White Star Line und Red Star Line wird dem¬ nächst wieder einige Transporte von deutschen und gut deutschsprechenden Auswanderern nach Kanada zusammenstellen. Die Anmeldungen sind zu adressieren an Leon Tavcar, Ljubljana, Kolo¬ dvorska ulica 41 s (neben dem Restaurant Miklič). — (S ch o t t e r liz itat i on.) Am Sonntag den 22. d. M. wird im Gasthaus Leopold Meditz in Rieg die Schottererzeugung und Verpachtung für die Rieger und Morobitzer Straße im Lizi¬ tationswege vergeben. Der Straßcnbezirksausschuß. — (Lehrerpension nach 32 Dienst¬ jahren.) Der Unterrichtsminister Milan Groll erklärte dem Vertreter der Lehrerschaft, daß nach dem neuen Volksschulgesetze, das demnächst dem Parlamente vorgelegt werden soll, Lehrer und Lehrerinnen nach 32 Dienstjahren Anspruch auf volle Pension haben werden. — (Die Stabilisierung des Dinars) wird, wie in maßgebenden Belgrader Finanzkreisen erklärt wird, ganz auf der jetzigen Grundlage durchfühn. Die jetzige Dinarwährung bleibt, nur wird der Dinar Goldbedeckung erhallen, d. h. sein Wertverhältnis zum Gold wird endgültig fcstgelegt. Die Kaufkraft des Dinars würde sich dadurch durchaus in nichts von seiner jetzigen Kaufkraft ändern, nur würde dadurch jede Schwan¬ kung des Dinars aus dem internationalen Geld¬ markt vermieden werden, was übrigens tatsächlich schon drei Jahre der Fall ist, da 100 Dinar schon so lange in Zürich 9.12 bis 9.13 Schw.- Frc. notieren. — (Ein Fortschritt.) Das Konsulat der Tschechoslowakischen Republik in Ljubljana macht die im Königreiche dec Serben, Kroaten und Slo¬ wenen wohnhaften Tschechoslowakischen Staats¬ angehörigen aufmerksam, daß sie vom 5. April l. I. für die Reisen nach Österreich und Deutschland infolge eines diesbezüglichen Abkommens kein Visum mehr benötigen. Von nun an müssen sich die Reisenden mit einem regelmäßigen und giltigen, durch die tschechoslowakischen Behörden ausgestellten Reisepaß, der das frühere Visum ersetzt, ausweisen. Die prowisorischen Reisepässe sowie auch die Sammelpässe (Sammelkonsignation) sind noch weiter visumpflichtig. Jahraaug X. Gousch-cr Zeitung — Nr. 12. Seite 3. — (Von der Gastwirtegenossenschaft. Schluß.) Der Obmann begrüßt den aus Laibach erschienenen Berbandssekretär Herrn Pintar. Punkt 2 der Tagesordnung: Bericht über den Kassastand. Der Obmann beauftragt den Genossenschaftssekretär Herrn Lončar darüber zu berichten, welcher folgendes zur Verlesung bringt: Laut Rechnungsbücher in der Darlehenskasse in Gottschee mit Beginn des Verwaltungsjahres am 24. März 1927 .... Din 7.599'60 Postsparkassenverkehr Nr. 41 ex 1927 „ 204'23 Empfang Postsparkasse . . . „ 2 760'86 Summe Din 10.564'69 Ausg. im Verwalt.-jahre 1927/28 „ 6 959'90 Verbleibt an Kapital .... Din 3.604'79 Angelegt ist dieses Kapital teils in der Dar¬ lehenskasse in Gottschee, teils beim Postsparkassen¬ amte in Laibach. Als Rechnungsprüfer wurden hierauf Herr Johann Wüchse aus Nesseltal und Herr Josef Lackner aus Mösel gewählt, welche Bücher und Rechnungen in vollster Ordnung vorfanden und dem Kassier das Absolutorium erteilten. Punkt 3 der Tagesordnung. Der Obmann führt aus: Für das Jahr 1927 haben wir keine Mitgliedsgebühr eingehoben, wodurch sich das Genossenschastskapital erschöpft hat. Um aber unsere weiteren Auslagen zu decken, sind wir gezwungen, für das Jahr 1928 den Mitgliedsbeitrag von 35 Din einzuheben, wovon jedoch 20 Din pro Mitglied an die abgegeben werden müssen. Betonen muß ich, daß mit den 20 Din nicht vielleicht der „OostiimöLr" bezahlt wird, sondern dieser Betrag nur zur Deckung der Verbandsregien dient. Der „Oo8li!niLsr" ist eine kostenlos heraus¬ gegebene Fachzeitung. Die restlichen 15 Din bleiben aber in der Genossenschaftskasse zur Bestreitung sämtlicher Spesen und Gehaltsauszahlung des Sekretärs. Die Jnkorporationsgebühr soll aber folgende sein: Für Hotel- und Kaffeehauskon¬ zessionen, welche neu erteilt werden sollen und Bewilligung zum Ausschank von gebrannten geistigen Getränken bekommen, beträgt die Einschreibgebühr 1000 Din sür die Stadt Kočevje, an anderen Orten 500 Din. Gewöhnliche Gasthauskonzessionen für die Stadt 500 Din, für das Land 300 Din. Für solche mit nicht alkoholhältigen Getränken in der Stadt 400 Din, an anderen Orten 200 Din. Bei der Erteilung der persönlichen Konzessionen in jedem Falle 100 Din. Bei Übertragung der Konzession 50 Diu. Aufnahmsgebühr der Lehrlings 50 Din, Freisprechung 50 Din. Nach meiner Aufstellung wird sich ein Betrag von zirka 9000 Din sammeln, von welchen wir der „2vers" 5600 Din an Mitgliedsbeitrag zu zahlen haben, und für die VenvaltungSkosten der Genossenschaft der Rest per 3400 Din verbleiben würde. Der Genossenschaftssekretär hat eine Bezahlung von 100 Din pro Monat, welche aber für seine Arbeitsleistung zu gering ist und würde eine Ge¬ haltsaufbesserung am Platze sein. Zu diesem Punkte meldet sich Herr Schriftführer Franz Zdravic, welcher folgenden Antrag stellt: Die Mitglieds¬ gebühr soll für das Jahr 1928 nicht 35 Din, sondern 30 Din betragen, welcher Antrag von der Versammlung einstimmig angenommen wurde. Die Gehaltsaufbesserung für den Sekretär stellt die Versammlung dem Ausschüsse frei. Punkt 4 der Tagesordnung. Der Obmann erteilt dem Verbandssekretär Herrn Pintar das Wort. Dieser führt aus: Ich komme als Ver¬ bandssekretär über Einladung der Gastwirtegenossen- schaft Kočevje zur heutigen Hauptversammlung und begrüße alle Anwesenden im Namen der »Tvers« aus das herzlichste. Liebwerte Mitglieder. Bei meiner heutigen Ankunft muß ich euch in erster Linie um das Zusammenhalten und Zusammenarbeiten bitten, weil wir nur aus diesem Wege etwas erzielen oder verhindern können. Herr Pintar hat die Bedeutung unserer Genossenschaften besprochen und hat die intensive Arbeitsleistung klargelcgt, mit welcher sich die für das Gastwirtegewerbe gegenüber den staatlichen Behörden in Bezug auf die Auferlegung der verschiedenen Steuern, Um¬ lagen und Taxen annimmt, weil man gerade dieses Gewerbe mit allerhand unerträglichen Lasten und Verpflichtungen überbürdet, wogegen uns fast keine Rechte gegeben werden. Es werden neue Wirtskonzeffionen, ohne die Meinung der Genossenschaften einzuholen, erteilt. Er beschreibt weiter die heutigen und früheren Verhältnisse im Genossenschaftswesen, kritisiert über die nachträglich einzuhebenden Umlagen von Seite der Gebiets¬ behörde und lieft der Versammlung den von der verfaßten Protest gegen die zu hohe Bemessung der Gebietsumlagen und unrichtige Bemessung der sogenannten Tanzunterhaltungs¬ taxe vor. Weiters berichtet Herr Pintar, daß bei Versteuerung von Wein ein Verdunstungs- abfall in Abrechnung zu bringen ist, was bereits die durch ihre Intervention erreicht hat. Herr Zdravic beantragte die energischeste Stellungnahme der gegen die Aufbürdung der Taxe für Tanzunterhaltungen. Der Obmann Verderber ersucht die „^vsrs", beim veliki župan in Ljubljana wegen des Rekurses gegen die neu zu erteilenden Konzessionen und bei der Gebiets- Verwaltung wegen des Rekurses betreffend Tanz- unterhaltungstaxe zu intervenieren und die Er¬ ledigung zu betreiben. Punkt 5 der Tagesordnung. Herr Obmann Verderber übergeht auf den neuen ins Leben gerufenen Verein „Zzmopomoä" der Gastwirte¬ genossenschaften und begrüßt diese Einrichtung als dem jetzigen Zeitgeiste entsprechend. Weiters referiert auch das Ausschußmitglied Herr Franz Zdravic über diesen wohltätigen Verein und ersucht sämtliche Gastwirte, diesem als Mitglied bsizu- treten. Herr Obmaün Verderber kritisiert sodann das Vorgehen der Krankenkaffa, wobei er betont, daß von Seite derselben streng und genauestens auf die Einzahlungen der Beiträge geschaut wird, und daß sie auch in vielen Fällen schon Pfändungen vorge¬ nommen hat, wogegen sie aber es bei den Krank¬ heitsfällen sicher nicht so genau nimmt. Gerade bei uns in Kočevje muß man Gefahr laufen, daß bei Ausbruch einer Epidemie, sei es nun einem Gastwirt oder Kaufmann oder Gewerbe¬ treibenden ohne weiteres das Geschäft gesperrt wird, da man nicht einmal für solche Fälle im Besitze eines geeigneten Epidemiespitales ist und auch viele nicht einmal das nötige Bargeld be¬ sitzen, um den Erkrankten mittels Auto nach Laibach zu transportieren, was die Krankenkasse auch nicht bezahlen will. Auch in dieser Hinsicht wird sich der Ausschuß der Gastwirtegenossenschaft bemühen, im Vereine mit den anderen Genossen¬ schaften, Abhilfe zu schaffen. Unter Allfälligem meldet sich auch der Obmann¬ stellvertreter Herr Josef Beljan zum Worte, welcher das zahlreiche Erscheinen der Gastwirte vom Lande begrüßt, während er die schwache Beteiligung der Gastwirte aus der Stadt und der nächsten Umgebung auf das schärfste tadelt. Tatsächlich nahmen auch vom Lande an der Versammlung 50 Mitglieder teil, während aus der Stadt bloß 7 Mitglieder anwesend waren. Hierauf beantragt Herr Obmann Verderber von dem vorjährigen Hauptversammlungsbeschlusse Ge¬ brauch zu machen und sämtliche nicht erschienenen Mitglieder aus der Stadt, sowie solche, die nicht über fünf Kilometer weit entfernt sind, (Mit 5 Din zu bestrafen. Die Versammelten jedvch,verlangten eine Strafe von 10 Din und wurde dieser Antrag einstimmig angenommen. Mit diesem Punkte war die Tagesordnung erschöpft und Herr Obmann Verderber bedankte sich für den Besuch der Mitglieder an der Ver¬ sammlung, wobei er unter einem für die Abordnung eines Mitgliedes der derselben den Dank ausspricht und sohin die Versammlung um zwei Uhr nachmittags schließt. Witterdorf. (Eheschließung.) Am 9. d. M. wurden in der Kapelle zu Windischdorf Alois Perz aus Malgern 6 und Juliana Michelic aus Windischdorf 15 getraut. — (Sterbefälle.) In Cleveland ist am 3. März im 84. Lebensjahre die verwitwete Fitz Margareta, ehemals Besitzerin in Koflern 10, gestorben. In Rudolfswert wurde am Oster- dienstag der dortige Kanonikus hochw. Herr Jakob Porenta auf dem Wege zum Bahnhofe vom Schlage gerührt und verschied nach wenigen Mi¬ nuten. Der jähe Todesfall wurde auch in Mit- terdorf mit aufrichtigem Bedauern von allen aus¬ genommen, die sich des Verstorbenen und seiner .seeleneifrigen Tätigkeit als Kaplan in Mitterdorf vom Jahre 1883—1886 noch erinnern. — (Erwirkter Kostenbeitrag.) Zur Instandsetzung der Brücke in Windischdorf hat die Regierung über Einschreiten des Herrw Ab- geordneten Skulj einen Beitrag von 7000 Din bewilligt. Köental. (Zum Gemeindevorsteher) von Ebental ist Franz Gliebe von Kukendorf ge- wählt worden. Aessektak. (Ehrenbürgerernennung.) Die Gemeindevertretung von Nesseltal hat in der am 9. April l. I. stattgefundenen Sitzung Herrn Alois Kcaker, Großkaufmann in Pettau, in dank¬ barer Anerkennung seiner hervorragenden Ver¬ dienste um seine Geburtsgemeinde einstimmig zum Ehrenbürger ernannt. Wir gestatten uns, Herrn Kraker für die ihm zuteil gewordene Ehrung die herzlichsten und innigsten Glückwünsche aus- zusprechen. Die gesamte Bevölkerung von Nesseltal ist mit uns eines Sinnes, wenn wir dem Wunsche Ausdruck geben, daß uns unser jüngster Ehren¬ bürger noch recht lange erhalten bleibe als eine Zierde unserer Gemeinde, als ein Vorbild des lautersten Charakters und des redlichen, tüchtigen Strebens, als ein treuer Freund und wohl¬ wollender Berater. — (Spende.) In der nämlichen Sitzung hat unsere Gemeindevertretung dem Gottscheer WvUKIsiüung. -4iie§, was au« lVotte isi, iäni nah §ui mtt Aariion neintzen. Le- rienLen Lie aSe?, Sitte, rian lVoiie all «ieS «eS/- em/r/inri/irS rÄ rrnri voz-- «irSiiF SeSanciett wertten ara««. lVS/ie vettmFi Lerne Seine Le- SanriirrnA weil riie Lasern rirrrrS Lr'ire ver/iiren. -4ko.- Kariion wie irnme^ Satt arr/iö«en rrnri in riiesen Lösung riie lLoi/sarSen oS/re LeiSen rrnri lLiin- Zen ieirSi arrsrttllrLen. 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Der hiesige Sänger- chor unter der bewährten Leitung des Oberlehrers Herren Max Tschinkel aus Rieg, der seine Ferien immer in seinem Heimatorte Nesseltal zu ver¬ bringen pflegt, brachte in vorzüglicher Weise die beliebten Osterlieder zum Vortrage, während un¬ sere Musikkapelle ohne den Schatten einer har¬ monischen Trübung religiöse Stücke spielte. Rein und klar wie das frische Bergwasser flössen in der Pfarrkirche an den beiden Osterfeiertagen die Mädchentöne hervor, die schwierigsten Partien mühelos nehmend. Ihre Einübung kostete viel Mühe, Geduld und Hingabe. Dem geschätzten Herrn Chormeister, den lieben Sängern und Sän¬ gerinnen, den braven Musikanten vielen Danki — (Altartuchspende.) Frl. Sophie Wüchse von Nr. 41 hat unserer Pfarrkirche ein wunder- schönes Altartuch gespendet, dessen naturgetreuen, von ihr selbst gestickten Blumenverzierungen eine sehr kunstfertige Hand bekunden. Nochmals den innigsten Danki — (Sterbefall.) Am 30. März l. I. ist hier nach einem kurzen Krankenlager, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, die Witwe Magda¬ lena Breser in ihrem 79. Lebensjahre gestorben. Die Verblichene war eine fromme, allseits ge¬ achtete Frau und ihren vier Kinderu eine sehr besorgte Mutter. Sie ruhe in Frieden. — (Andere Sterbefälle seit Neujahr.) Magdalena Agnitsch, (Ondraisch) Altfriesach 13, 85 Jahre alt; Johann Kobetitsch, Grodetz 1, 49 Jahre alt; Elisabeth Stonitsch, Nesseltal 78, 71 Jahre alt. — (Gänzlich aus gestorben) ist das Dörfchen Tanzbüchel bei Nesseltal. Die bisherige einzige Bauernfamilie Fellacher hat ihr gut er¬ haltenes Haus vor einigen Wochen einfach ver- riegelt und ist mit Sack und Pack in die Wein¬ berge von Rodine gezogen. Tanzbüchel hatte einst fünf große Bauernhäuser. Zwei sind schon vor Jahren verfallen, drei stehen nunmehr leer und verlassen. Mosel. (Das Gasthaus Hans Jonke) hatte seit 1913 mehrere Besitzer und Pächter. Zuerst kaufte es Herr Johann Koscher aus Gottschee, welcher es an Pächter abgab und im Jahre 1921 an Herrn Josef Putre, Kohlenhändler aus Dürn¬ bach, verkaufte. Dieser hielt sich nur vier Jahre auf dem Hause. Ende 1925 kam es im gericht- lichen Lizitationswege in den Besitz der Mer¬ kantilbank in Gottschee. Von dieser hat es nun Heuer am 30. März Herr Johann Schemitsch junior, Holz- und Kohlenhändler aus Reintal, käuflich erworben. So ist eines der ersten länd¬ lichen Gasthäuser wieder in die Hände eines Gottscheers gekommen. — (Gemeindevorsteherwahl.) Nachdem die Gemeindeausschußwahl vom 8. Jänner ge¬ setzlich ungiltig war, wurde der alte Ausschuß noch weiterhin belassen. Weil jedoch der Ge- meindevorsteher Herr Stefan Kozar infolge Alters und Kränklichkeit abdankte, wurde am Palmsonn¬ tage den 1. April eine Neuwahl des Gemeinde¬ vorstehers vorgenommen. Herr Johann Putre, Besitzer und Kohlenhändler aus Unterfliegendorf, erhielt von 17 Stimmen 11 Stimmen und ist somit der neue Gemeindevorsteher von Mösel. — (Überfall. — Unsicherheitaufder Straße.) Am 2. April gegen Abend wurde die Eierhändlerin Antonia Staudacher auf dem Heim¬ wege auf der Straße unterhalb Lienfeld von einem Wegelagerer überfallen, aber durch einen schnell fahrenden Wagen gerettet. Auf dem Wagen befanden sich zum Glücke zwei Gendarmen aus Mrauen, welche in Mösel Besuch machen wollten. Allsogleich liefen sie dem Bösewichte nach, welcher über die Wiesen und Äcker gegen Hasenfeld flüch¬ tete, ergriffen ihn und führten ihn zuerst in die Kaserne nach Mösel, von wo man ihn an das- Bezirksgericht Gottschee ablieferte. Walgern. (Feuerwehr-Gründung.) Einem sehr notwendigen Umstand Rechnung tragend, ist es dem Verbände der Gottscheer Feuerwehren gelungen, alle nötigen Vorarbeiten zur Gründung einer Feuerwehr in Malgern zu vollenden und sinder Sonntag den 29. April 1928 um 3 Uhr nachmittags im Gasthause Perz in Malgern die gründende Hauptversammlung statt. Alle Nach¬ barwehren und Feuerwehrfreunde der Gemeinde Malgern sind hiezu herzlichst eingeladen. Mnterwetzenöach. (Todesfall.) Am Oster- sonntag starb hier der allseits sehr geachtete Be¬ sitzer Johann Loser im 77. Lebensjahre an Alters¬ schwäche. Ehre seinem Andenken. UchermoschniH. (Verschiedene Nach¬ richten.) Gestorben sind Janes Lukoschitsch, Neuberg 41; Maria Hönigmann, Auszüglerin, Neuberg 57. Am 3. April starb Herr Andreas Sterbenz, Schmiedemeister in Tappelwerch 7. Die Tschermoschnitzer Feuerwehr, deren Mitglied er war, sowie die Stalldorfer Feuerwehr trugen ihn *auf seinem letzten Erdenwege zu Grabe. Mit Sterbenz verlor die Moschner Feuerwehr das fünfte Mitglied durch den Tod. Herr Sterbenz war seinerzeit auch einer von den Verteidigern der österr. Festung Przemysl in Galizien und kam bei der Übergabe der Festung in russische Ge¬ fangenschaft. Bekannt war Sterbenz als strammer Gottscheer; seine größte Freude war es, wenn er das Lied „Vom Rinsequell zum Kulpastrand" anstimmen hörte. Die Erde sei ihm leicht. — Am 6. April fand die ordentliche Hauptversamm¬ lung der Feuerwehr statt. Gewählt wurden: Obmann: Herr Johann Matzelle, Gemeindevor¬ steher; Hauptmann: Herr Rudolf Erker, Gast¬ wirt; Stellvertreter:. Herr August Jaklitsch; in den Ausschuß: die Herren Franz Petschauer, Schriftführer, Ignaz Bole, Kassier, Adolf Schauer, Gerätemeister, sowie Franz Maußer, Andreas Morschner, Hornist, und Ferdinand Schmuck als Ersatz. Neu traten ein Johann Morschner und Julius Sterbenz. — Nach Kanada sind aus¬ gewandert Rosalia Troje Mitterdorf, Rosalia Krische Altsag, Fanni Hutter Plüsch, Johann Morschner Wiederzug, Karl Stritzel Rußbach, Johann Troje Wretzen, Josef Krische Wretzen und Franz Schober Laase. — Nach Amerika kehrte am Ostermontag Herr Josef Petschauer Tschermoschnitz, samt Frau zurück. Viel Glück auf der Dollarjagd im fernen Amerika bezw. Kanada. — Der Sägebesitzer Ignaz Bole gewann in der Staatslotterie mit V« Los 6000 Din. Ein gutes Ostergeschenk. Kraz. (Verein „Gottscheerland".) An seinem letzten Familienabende am 3. April d. I. feierte der Verein „Gottscheerland" auch den 68. Geburtstag seines Seniors und Ehrenmit- gliedes des Herrn Hans Michitsch. Der Obmann des Vereines Prof. Dr. Othmar Herbst gedachte in warmen und herzlichen Worten der nahezu 40 jährigen pflichttreuen Wirksamkeit des Gefeierten, der als Beamter in der steierm. Landesbibliothek tätig ist. Herr Michitsch erfreut sich ob seiner Rechtschaffenheit und gewissenhaften Pflichterfüllung besonderer Wertschätzung bei seinen Vorgesetzten; er versieht daher auch heute noch im 68. Le¬ bensjahre sein Amt zur vollsten Zufriedenheit. Durch seine liebenswürdigen Eigenschaften und seinen heiteren Charakter steht er als allgemein ver- ehrter Herr im Mittelpunkte des Vereines. Mit den herzlichen Glückwünschen überreichte ihm der Ob¬ mann des Vereines auch ein kleines Geschenk mehrerer Vereinsmitglieder, eine silberne Zigaretten¬ dose. Gerührt dankte Herr Michitsch für die ihm dargebrachte kleine Ehrung. Wien. (Gestorben) ist vor kurzem Frau Marie Erker, eine Schwägerin des Herrn Dechanten in Gottschee. ZZrookkyn. (Liebwerter Besuch.) Vor kurzem weilte hier unser lieber Landsmann Herr Leopold Meditz, Hotelier in Rieg, auf Besuch. Während seines elftägigen Aufenthaltes kam er auch mehrmals in das Gottscheer Klubhaus, den Sammelpunkt der Landsleute, und so mancher von uns hatte Gelegenheit, mit ihm zusammen¬ zutreffen und sich nach der lieben alten Heimat zu erkundigen. Wir freuten uns alle, ihn in un- serer Mitte begrüßen zu können. Leider währte sein Aufenthalt nur kurze Zeit, da ihn seine Be¬ rufsgeschäfte bald wieder in die Heimat riefen. (Anmerk, der Schriftltg.) Herr Meditz ist wohl¬ behalten in der Heimat eingetroffen und hat uns die Grüße der Landsleute überbracht. Wontreat, Kanada. (Z u s chrift v o n e i n e m Landsmann.) Gewiß interessiert es manche Landsleute daheim, zu erfahren, wie es uns in diesem Lande ergeht. Ich kann von meiner ganzen Rundschau und aus Erfahrung nichts Gutes mit¬ teilen. Es ist klar, daß mancher eine bessere Arbeit bekommt als viele andere. Es gibt auch arbeitslose Burschen und Mädchen hier. Viele müssen froh sein, wenn sie in den nahen Ver- einigten Staaten Angehörige haben, die ihnen die nötigen Geldmittel vorstrecken, bis sich eine Arbeit findet. Die Mädchen sind im allgemeinen nicht zu bedauern, sie bekommen leicht einen Posten, nur ist der Lohn gering, 25 bis 30 Dollar pro Monat. Sie müssen sparsam umgehen und nicht „alles auf den Buckel" hängen, sonst können sie sich keinen Lent ersparen. vir nrue Heldverkehr 76,060.000-- Ain Kulante KsnMsrrentbeüingungen kür Kaufleute. 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Davon mehrmals am Tage ein Tee¬ löffel voll genommen, gewährt große Linderung und löst den Schleim. Außerdem ist das Mittel von angenehmem Geschmack und wird daher auch von Kindern gern genommen. Unfruchtbare Apfelbäume. Apfelbäume, die sehr stark ins Holz treiben, tragen manchmal wenig oder gar nicht. Hier kann manchmal durch Wurzelschnitt geholfen werden. Man grabe etwa 80 Zentimeter vom Stamm ringsum einen Graben Dreizehn Millionen siebenhundert- tausend Kronen gingen im Jahre 1927 aus dem Gerichtsbezirk Gottschee in andere Bezirke für Jungschweine hinaus. 13,700.000 Kronen ist eine tatsächlich er¬ schreckend hohe Ziffer und dieses Geld ist für uns, für unseren Bezirk in einem Jahre verloren gegangen und im heurigen Jahre wird ebensoviel, im nächsten der gleiche Betrag und so fort hinaus¬ wandern in fremde Gegenden, unter fremden Leuten wird es rollen und wandern von Hand zu Hand, von Haus zu Haus — aber niemehr zu uns wiederkehren.. Könnte dieses Geld nicht bei uns bleiben? Muß es hinaus getragen werden? Wie viel Nützliches könnte bei uns damit geschaffen werden. Mancher Familienvater würde sich eine weite, kostspielige Reise, eine jahrelange Trennung von Weib und Kind, die mühselige Arbeit in fremden Ländern, in verschneiten von Frost starrenden Urwäldern, ungesunden Fabriken und manch andere Unbilden in fernen Erdteilen ersparen. Sorgenvoll faltet sich manches Bauern Stirne, wenn er den Steuerzettel ins Haus gestellt be¬ kommt, wenn es gilt, jene Nahrungsmittel, die ihm seine Äcker nicht geben konnten, ins Haus zu schaffen, wenn Kleider, Wäsche, Schuhe und anderes für sich, Weib und Kinder gekauft, Neu- anschaffungen bei der Wirtschaft und Reparaturen bei den Gebäuden vorgenommen werden sollen. Da denkt ec nach, was er wohl verkaufen, wo er noch einige Stämme hätte, die er umstocken könnte, wie er aus seiner Wirtschaft noch etwas herauszupressen im Stande wäre. An alles denkt er, aber an die Schweinezucht denkt er nicht. Nein I bei all dem Elend, das er im Hause hat, gibt er sein Letztes hin für ein Paar „Facklein" oder — er bleibt sie dem Schweinehändler schuldig. Ja! ist denn Schweinezucht gar so ein großes Kunststück? Wenn sie in anderen Gegenden, wo die Bedingungen auch keine besseren sind, möglich ist, warum soll sie nicht auch bei uns im Bezirk möglich sein? Die landwirtschaftliche Filiale ist gerne bereit, Zuchteberstationen der Aorkshire-Raffe, dort wo sich mehrere Bauern melden, welche sich der Zucht widmen wollen, zu errichten, sie wäre auch bereit, Zuchtschweine zu beschaffen und wäre es nur an dem Züchter gelegen, sich all das, was sonst noch notwendig ist, herzustellen. Vor allem müßte er sich den Stall, wie er für die Schweinezucht eingerichtet sein soll, bauen, denn auch bei dieser spielt ein lichter, luftiger, trockener und zugfreier Stall eine große Rolle. Anschließend an den und schneide alle Wurzeln, die in denselben herein¬ ragen, mit einem scharfen Messer glatt ab. Die Bäume werden dann in den meisten Fällen we¬ niger treiben, aber Fruchtaugen ansetzen. Auch die nach unten gehenden Wurzeln kann man mit scharfem Spaten teilweise vorsichtig durchstechen. Das Auto fordert mehr Opfer als der Krieg. Laut statistischen Berichten gab es im Jahre 1927 infolge van Automobilunsällen 620.618 Todesfälle und 79 700 Verletzungen. Deutschlands Appell an das Äeltgewiffen. Aus Zürich wird gemeldet: Der deutsche Außen¬ minister Dr. Stresemann hat in seiner letzten Rede darauf verwiesen, daß jener Punkt im Vertrage von Locarno, der bestimmt, daß alle Staaten Europas eine allgemeine militärische Abrüstung vornehmen sollen, ganz und gar nicht erfüllt worden ist. Heute starren die Siegermächte in Waffen mehr denn je, besonders Frankreich und England. Die neutralen Politiker finden daher es selbst¬ verständlich, wenn Dr. Stresemann diesen krassen Widerspruch feststellt, an das Weltgewissen appelliert und Amerika um Beistand anrust. Wir Neutrale werden Deutschlaad in dieser gerechten Forderung voll und ganz unterstützen. Stall gehört ein geräumiger Auslauf, welcher zum Wohlbefinden der Zuchtsau, wie auch zum Gedeihen der Ferkel ungemein viel beiträgt. Die Filiale ist auch gerne bereit, Musterpläne für Gchweinezuchlstallungen zur Verfügung zu stellen, damit diese so, wie sie sein sollen, gebaut werden. Sie beabsichtigt auch überall dort, wo es ge¬ wünscht wird, durch Vorträge die Züchter belehren zu lassen, dankst sie auf alles, was bei der Zucht zu beobachten ist, aufmerksam gemacht werden, um gute Erfolge zu erzielen. Vor dem Kriege war die Schweinezucht wenig rentabel, weil die Preise niedrig waren. Heute sind die Verhältnisse anders und die Jungschweine- pccise sind bei einem Alter der Ferkel von 6 bis 8 Wochen durchschnittlich 1000 Kronen pro Stück. Nachdem Schweine der Iorkshire-Rasse nach den gemachten Beobachtungen im Durchschnitt 9 Ferkel werfen und man innerhalb eines Jahres auf zwei Würfe rechnen kann, so erhält der Züchter von einer Zuchtsau 18 Ferkel jährlich, die einen Verkaufswert von 18 mal 1000 Kronen also 18.000 Kronen repräsentieren. Da sich aber die Zucht mit nur einer Sau nicht so rentieren wird als mit mindestens drei Zuchtsäuen, so kann man mit einer Jahreseinnahme von dreimal 18 000 Kronen, das ist mit 54.000 Kronen rechnen. Es haben wohl schon mehrere Bauern bei uns mit der Schweinezucht begonnen, aber bald wieder abgebrochen, was meistens seinen Grund darin hatte, daß sich der Betreffende nicht so intensiv, wie es notwendig gewesen wäre, darauf verlegte und seine ganze Wirtschaft nicht ganz auf die Schweinezucht gerichtet einstellte. Bor allem muß damit vollkommen gebrochen werden, daß die Zuchtsau' nach dem ersten Wurf in die Mast gestellt wird, denn nur solche, welche mehrere Würfe bringen, rentieren sich. Dann sollen Zucht¬ säue weiden, weshalb für solche Ortschaften, wo das nicht leicht zu bewerkstelligen ist, lieber mit der Zucht gar nicht angefangen werden sollte. Hauptsache ist, daß der Weg zur und von der Weide nicht zu weit ist und das Schwein auf der Weide auch Schatten findet, wie es auch einen großen Vorteil bietet, wenn es draußen Wasser findet. Es gäbe^noch viel über die Schweinezucht zu schreiben, jedoch wollen wir uns das für ein andermal aufheben. Heute wollten wir nur die Anregung zur Schweinezucht überhaupt geben, müssen aber, bevor wir schließen, noch auf einen hochwichtigen Umstand Hinweisen. Jedermann weiß, daß Schweine ansteckenden Krankheiten unterworfen sind und mancher Bauer hat schon empfindliche Verluste durch Schweine- rotlauf oder Schweineseuche gehabt. Trotzdem, Seite 5. Jementdachzieget erstklassig, eigener Erzeugung zu billigsten Preisen zu haben bei Kranz Mraune, Rieg. Gin Wehhatter wird ausgenommen in Dürnbach. Au verkaufen ein Haus samt Acker in Zwischlern Nr. 48. Anzufragen bei der Verwaltung. Versteigerung. Sonntag den 29. April um 2 Uhr nachmittags findet in Zwischlern Nr. 48 eine freiwillige Lizitation von Möbeln, Geschirr, Wäsche, Herren- und Frauen¬ kleidern statt. LVUMN LLkkMMLIA !8t vorrüAlick unä daß die Regierung zur Verhütung und Verschleppung dieser Krankheiten verschiedene Maßregeln an- geordnei und Vorschriften erlassen hat, treten sie aber immer noch auf. Mit Hinweis darauf wollen wir an euch Bauern eine Frage richten, die ihr euch selbst beantworten sollt: „Bei welchen Jungschweinen ist wohl die Gefahr, daß sie erkranken und umstehen, größer, bei jenen die aus Gegenden eingeführt wurden, wo die Seuchen nie ganz erlöschen und die dann eng zusammengepfercht im Eisenbahnwaggon sowie später im Schweinetransportwagen, oft eine ganze Woche, ob schön, ob Regen oder Schnee, ob kalt oder warm, bei spärlichem, ungewöhntem Futter herumgeführt werden, oder bei jenen, die ihr beim Nachbar gekauft oder selbst gezogen habt?" Fragen und Antworten. Frage: Meine Kuh hat sich ein Horn an¬ gestoßen. Gibt es ein Mittel, um das Horn am Hornansatz gut zu befestigen? Antwort: Zwei Teile Topfen werden mit einem Hammer sein zerrieben, dann in kleinen Portionen ein Teil pulveriger, ungelöschter Kalk zugesctzt und von Zeit zu Zeit etwas Wasser zu- gcschültet, bis eine zähflüssige Masse entsteht. Nachdem das Horn und der Hornansatz gut ge¬ reinigt und desinfiziert sind, wird letzterer mit der Masse bestrichen und das Horn aufgesetzt. Der Kitt erhärtet rasch. Frage: Wie erkennt man, daß ein Boden kalkarm ist? Antwort: Böden, auf welchen der Sauer¬ ampfer, der Ackerspörgel und die Wucherblume wachsen, sind bestimmt arm an Kalk. Dunkelgelbe bis braune Streifen im Boden deuten auch dar¬ auf hin. Wenn das Wasser in der nächsten Um¬ gebung einen buntschillernden Überzug hat, fehlt auch der Kalk. Wenn Sie Salzsäure auf den Boden schütten und Sie bemerken ein Aufbrausen, ist Kalk darin enthalten; ist jedoch nichts zu be¬ merken, so deutet das auf Kalkarmut. Frage: Wie lege ich Eier ein? Antwort: Sie geben vorsichtig frisch ge¬ legte Eier in ein wasserhaltendes größeres Gefäß (Wasserschaff) und überschütten sie mit einer Kalk¬ milch, welche aber mehr dick angemach: sein soll. Das verdunstete Wasser ist immer durch frisches zu ersetzen und dafür zu sorgen, daß die Eier immer unter Wasser gehalten werden. Auf diese Weise können Sie Eier ein halbes Jahr frisch erhalten. Herausgeber u. Eigentümer: Josef Eppich, Stara cerkev Schriftleiter: Alois Krauland, KoLevje. Buchdruckerei Joses Pavliäek in Koäevje. Mitteilungen der landwirtschaftlichen Filiale Gottschee Seite 6. Ein besseres "Kindermädchen welches nett, ehrlich und kinderliebend ist, eventuell auch Nähkenntnisse besitzt, wird gesucht. Anzufragen bei der Verwaltung des Blattes. In verkaufen ist ein gut erhaltener Dachstuhl nebst einem Wohn¬ zimmer. Anzufragen bei der Verwaltung. Ehrenerklärung. Ich Endesgefertigte bedauere hiemit, daß ich Fräu¬ lein Pleschinger aus Schalkendorf ohne Grund be¬ schimpfte und über sie Unwahrheiten verbreitete. Ich bitte daher Frl. Pleschinger um Verzeihung und danke ihr, daß sie den Gerichtsweg nicht eingeschlagen hat. Komericki Karolina Schalksndorf 64. ZU verkaufen ein Wohnhaus samt Wirtschaftsgebäuden, alles in gutem Zustande, und eine halbe Hube Grund samt Waldungen mit schlagbarem Holz. Anzufragen b.-i Josef Oswald in Mitterdorf 16. 2—1 Bekanntgabe. Der geehrten Bevölkerung von Stadt und Land wird höfl. zur Kenntnis gebracht, daß die allgemein be¬ kannte und überall berühmte Krste Karlovacer Ziegel- und Zach- ziegelfaörik Kröhl'ich und Wichler eine Niederlage in Kočevje gegenüber dem Bahnhose eingerichtet hat. . Der 28jährige Bestand unserer Fabrik ist der beste Beweis von der bekannten Güte, Schönheit und unge¬ meinen Dauerhaftigkeit unserer Fabrikate. 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Höttenitz, am 20. April 1828. Der Gemeindevorsteher. Danksagung. Außerstande, jedem einzelnen für die Beweise inniger Anteilnahme zu danken, die uns anläßlich des überaus schmerzlichen Ver¬ lustes unserer innigstgeliebten Mutter, der Frau Magdalena Areser geö. Welcher zugekommen sind, sprechen wir auf diesem Wege allen, besonders aber jenen, die ihr helfend und tröstend beigestanden sind, den tiefgefühlten Dank aus. Messektak, am zc>. März zy2S. Vie traurrnsten Hinterbliebenen. ^ätiZe IraZe» Vorteile : RilliZer lialltrarer als Inerter, anZenelirner Im Lizitandowege werden Sonntag den 22. April um 2 Uhr nachmittags in Dolga vas 35 (G afenfeld) verkauft mehrere Äcker, ein Berganteil und ein Waldanteil vom Eigen¬ tümer Anton Jakopin. Bienenvölker gut überwintert, in Wiener Vereinsständern sind preis¬ wert zu verkaufen. Anzusragen bei der Redaktion. Allen Verwandten und Landsleuten die traurige Nachricht, daß es dem allmächtigen Schöpfer gefallen hat, unsere aufrichtigst geliebte Lousine kmma vreser 7i. Maple 5t., »rsoWn, geboren in MMttscft, Seineinüe Nezzeltal ins bessere Jenseits abzuberufen. Freitag den f6. März d. I. schloß sie nach kurzem schweren Leiden ihre Augen zum ewigen Schlummer. Das Leichenbegängnis fand Montag den fy. März nach dem Heil. Drei¬ faltigkeitsfriedhofe in Brooklyn statt. Allen Teilnehmern an dem Leichenbegängnisse sowie den Spendern der herrlichen Blumensträuße und Aränze entbieten an dieser Stelle den herzlichsten Dank die trauernden Angehörigen. U Lastrurna Ssrpostanka banka st. st., Ljubljana (in äen Räumen äer Hierkantilbanlr) Zentrale: Ljubljana. Filialen: Celje, Djakovo, Kočevje, Kranj Maribor, Aktienkapital und Reserven: über 16,000.000 Dm Novisad, Sombor, Split, Šibenik. Einlagen: über 300,000.000 Din. Ni-i, Verkehr: über 11.000,000.000 Din. Expositur. Bled. 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