MM Freitag am 3. Juni ^^^^^^——^^^.—^ „. — ^.....—^.,.„— .^__,,. 1864. Die „Laibllchtl Zeitmg" erscheilit, «lit Ausnahme der Sonn- mid Feiertage, tllglich, und lostet sammt dm Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 si., halb-jährig 5 fl. b0 lr., mit Kreuzband im Eoinptoir gllNZj. 12 fl., haldj. 0 si. Fllr die Zustellung in's Haus sind hallij. 50 tr. mehr zu entrichten. Mil der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fi., halbj. 7 fl. 50 kr. Vnstltiousgcbiiyr für süir <^ar!!w„d-Spaltru^elle oder den Raum dcrscldm, ist filr l malice Cinjchal« tung 6 tr., fl>gcbei>; denn die Äcscpung Iüllands isi das einzige Miticl, Dänemark zum Frieden zu dran. gen. Sollte der Krieg wieder entbrennen, so wird sowohl sec« als landwärts mit einer von den Däneu bisher nicht geahnten Energie vorgegangen werden, Die österreichische Eskadre brennt vor Bcgicrde, den Dänen eine Lektion zu geben und die Insel Fühnen würde einem ernsten Angriffe lanm widerstehen. Die dänische Hartnäckigkeit mochte etwas Ehrenhaftes ha. ben. so lange es sich darum handelte, die Waffen uicht wegzuwerfen; jeht ist es der Troh von Kindern, welche fortfahren zu schreien und zu toben. wenn sie anch geschlagen und vor die Thüre gcscht werden. Ans dem Protokolle der sechsten Sihung der Londoner Konferenz geht klar hervor, daß Nußland seine angeblichen Rechte auf den Gottorp'schen An« theil von Holstein gewahrt und, allerdings nur even-Ultll. dirckt'e Ansprüche auf Kiel zur Geltung gebracht hat. Der russische Konferenz. Bevollmächtigte, Herr v. Vrunnow. brachte diese Verwahrung im Namen des oldenl'urgischcn Gcsammthauses ein. und erklärte, d"b dic Ansprüche dcö Hauses Oldenburg auf Goltorp NM dem Hafen von Kiel in Folge des Wegfalls des Londoner Vertrages i» allcr Form wieder auflcbcu. Diesem rnssischcu Begehren t.rat Lord Clarendon in-b'rlkt dadnrch entgegen, daß er gegen die Anlegnng eines BnndcShafcns in Kiel sich anssprach, damit "^r zngab, daß in Bezug anf Holstein cine inter,,a< tioiiale Verhandlung nnznläss,g sci. Dilse Seite tcr ^'"ge bietet übrigens u»tcr allen Umständen leine Schwierigkeit, wenn nur Deutschland fest zusammen« H6ll; die Eifersucht der auswärtigen Mächte gegen k'nandrr ist dann für die deutschen Vestrebnngen ri» Mächtiger Beistand. Weit schwieriger gestaltet sich die «rage in Bczng auf Schleswig, und schlimm ist es, b"ß hierin noch eine nicht ausgeglichene Differenz zwische,, Oesterreich und Preußen besteht. Während "ämlich Preußen eventuell die Herbeiführung eines ^"lums der Bcvölkcrnng znlasscn würde, wobei es ^m Mo^us der Abstimmung den Vorzug gäbe. stellt ^ch Oesterreichs Mitwirknng ciner solchen Basis die Schwierigkeit entgegen, daß dadnrch ein Präcedenzfall ^schaffe» würde, der iu deu Händen seiner Feinde ^ gefährlichen Waffe werden könnte. So ist denn "H in den lchtcn Tagen ein al'er Gedanke wieder aufgenommen nnd der Vorschlag vielfach ventilirt worden, die schleswigsche Frage einem von allen Vc« theiligten unter Zustimmung der übrigen Konferenz» mächte zn wählenden, absolnt neutralen, d. h. auch nicht durch frühere Verträge irgendwie cngagirten Schiedsrichter zu übertragen. Der ^D. Allg. Ztg." schreibt man aus Wien: „Zwischen der österreichischen und rnssisch'n Regierung einerseits nnd dem französischen Gouvernement au« dererseils findcu Verhandlungen statt. zu welchen der Staatsstreich des Fürsten (5nsa dic Veranlassung ge« boten hat. Oesterreich und Nußland sind der Ansicht, daß dieser Akt das unmittelbare Einschreiten der Un« terzeichner des Pariser Vertrages nicht bloß rechllcr« tige, sondern fordere, und sie haben durchblicken lassen, daß sie geneigt uno in kürzester Frist im Stande sein würden, den, bezüglichen Beschluß der Vcrlragsmächle Nachdruck zu verschaffen. Frankreich dagegen hat, obschon cS sich jcdcö Urtheiles über das Verfahren der rumänischen Negierung enthalten z» wollen erklärt, den betreffenden Schritt dennoch ganz« lich anßcrhalb der Kognilion des Auslandes liegend und irgcud ciuc Intcrurnlion nnr dauu alS gerecht« fertigt bezeichnet, weuu, abgesehen von einer zur Abwchl herausfordernden Aggression seitens der Do< naufürstcnthümer. das Verhältniß dieser Fürstculhümcr zn dem Suzcrän affizirl erscheint, was im gegebenen Fall unmöglich behauptet werden köune. Die Pforte scwst Hai sich l'is jept der ganzen Angelegenheit ge« genüber vollständig passiv verhalten," Oesterreich. Trieft, I. Juni. Die gestrige Generalversamm. lung des Lloyd hat beschlossen. 4 Perzcnt Zinsen zu zahlen, zu Abschreibungen, für die Reserve« uno Asse-lnranzfonds 1.173.580 ft., lind für die Schnldculll. guug 360.333 st. zu verwenden. Scrluzi beantragt. Vcsißcr von Aktien au portoui-zur Geucraluersammlung zuzulassen. Dieser Antrag soU in der nächsten noch dieses Jahr stallsindcndeu Versammlung, in welcher die Erneuerung deS Post« Vertrages verhandelt werden soU, berathen werden. Der auölretcnde Direktor Nittmeyer wuroe wieder« gewählt. — 2. Juni. I" Mariuckrciseu wird erzählt, daß in Zukunft kein Erzherzog an die Spiße der k, l. Kriegsmarine treten, sondern Se. Majestät der Kaiser als oberster Kriegsherr auch wieder deu ober« sten Befehl über die Kriegsmarine übernehmen wcrdc. Das Marintminlsterinm würde so blcibcu, wie eö heut besteht, ohne Pcrsonalvcrandcrung. Dagegen würde das hier bestehende Marinekommando (unter Contreadmiral Wissiat) aufgelöst, das hiesige Hafen-admiralal anders eingerichtet uud das Kontroloaml wahrscheinlich nach Pola verlegt werden. Mau erzählt auch. daß schou bis Ende d. Mtö, die Auflösung des Marinckommandos erfolgen solle, und es heißt gleichzeitig, die Villa Ncclcr. in welchem Gebäude sich daa Kommando bcsiodet, werde verkauft werden. Diese Nachrichten würden, wenn sie sich bestätigen, anf eine straffere Centralisation hindeuten. (Tr. Ztg.) Graz, 2. Juni. Betreffend die Durchführung der neuen (HemcinroOrdnung sind zwischen dem steicr. Landes. Ausschussc »nd dcr k. k. Slallhaltcrei einige Differenzen entstanden. Die politische Landesbthmde l'alle nämlich die Absicht, die jehigr,, Gemeinde.Vor» stchuugcn darüber zn befragen, ob sich die einzelnen Kommunen zu großen Gemciudeu zusammenlegen wollen oder nicht. Dieser Anschauung trat der Lau» dcs-Auüschnß deßhalb entgegen, «veil dic jehigcn Gc« mclndc Repräsentanten nicht dazu berufen seien, über das Schicksal dcr Gemeinden iu dcr aügcdcntctcn Richtnug ciue Entscheidung zu fällcu; dieses müsse vielmehr dcn neu zn wahlcnden Gemeindevertretungen überlassen bleiben. Während weiters die k. k. Statt« halterci der Ansicht ist. cs hätten die Bezirksämter die Gemeinden zn den Wahlversammlungen aufzufordern, beschloß dcr Laudcs'Allilschnß in seiner jüngsten Sitzung, diese Iotervenirnng der Obrigkeit entschieden zurückzuweisen. weil die Gemeinden nach dem Wort» lant des neuen Geseyes autonom sein müßten. Was die Zusammenlegnng der kleinen Kommunen zn gro» ßcu Gemeinden betrifft, so hängt dem Gesehe uach deren Gcnchmigimg von dem Landes'Ansschnsse ab i es sci daher anch seine Sache und uicht dic der po» litischcn Behörden, dießfalls die uöthigcu Schritte einzuleiten. (T. P) Aus Karlsbad wird geschrieben: Die Ankuuft des Königs von Prcnßcn ist jcht auf den 12, Juni fcstgcseht, und ist schon ein großes Quartier für ihn von diesem Termin an gemiethet. Der Ministerpräsident v. Bismarck wird den König lneher l-cgleitcn. Man erwartet hier sicher, daß anch der Kaiser vou Oesterreich uud vielleicht auch der Kaiser von Nußland anf einige Tage hierher kommen wcrdeu. um mit dem Könige vou Preußen eine Zusammenkunft zu hallcu. Lcmberg, 29. Mai. Vei Wiener Fabrikanten und Kaustenten wurde vor kurzer Zeit ein Betrug ausgeübt; untcr der Vorspiegelnng des Besihes nam« hafler Verkauf-EtablissementS und bedeutender FondS lockten einige hieiländische Handelsleute. Israelite»!. Wnarcn im Betrage von 30—40000 fl. heraus und verschwanden dann obne Spnr. Auf die deßl'alb gemachte Anzeige fanden sorgfältige Nachforschungen stalt. uud dieser Tage wurdeu hier ein l'albcs Duhend dicscr Spcknlanten anSfindig gemacht nnd den Hän« deu deS Gerichtes übcrgebcu. — Einige hypcrpatrio-tische Damen. welche dcn Insnrgeutcn und Indaftir-teu die herzlichste Tbeilnahmc widmen, baben einc unangenehme Ueberrasckung zu beklagen. Sie ballen sich in der Nähe dcr Frobnvcstc in einem Hause ein« login, in dem sie auf dem Dachc eine Art Observatorium errichteten, von wo in jene Nänme herab« gesehen werden lann. in welchen die Verhafteten spazieren gehen. Von dieser Hühnerstcigc aus wurden telegraphische Siguale gegeben und sonst eine Kom« munikation versucht. Allein die Damcn scheinen vergessen zu haben, daß außer dcn spazierenden Haft« lingen noch Andere sich im Freien bcfindcn und die Signale bemerken - sie wurden auf dem Obseroatorium mit einem Besuche überrascht, welcher ccm Vergnügen ein Ende machte. Man ist begierig, in wclchc Kategorie des Strafvcrgchens diese Damentclcgraphie mit den Insnrgcntcn gehört. Ausland. In Verlin ist ans Petersburg dic offizielle An« zeige eingelangt, daß die rnssischcn Majestäten am 9. Juni AbcudS dort eintreffen. Gleich nach dcr Ankunft fahren die Gäste uach PotSdam. steigen im dortigen Stadlschlossc ab und sehen am II. Früh die Badereise fort. Nach dcn neuesten Nachrichtcu aus Petersburg wird dcr Fürst Gortschakoff dcn Kaiser auf seiner Reise nach Dcnlschland begleiten. Aus Neapel wild der „G. «C." unterm 24. Mai geschrieben: Anch General Pallavicino, t>cr Besieger Garibaldi's, der Mann, auf welchen das Ministerium wegen Vernichtung des Brigantaggio seine größten Hoffnungen gesept hatte, scheint nnn. nachdem er hinlänglich, aber obuc Erfolg, an^ebeulct wurde, sciuc Nolle hier ausgespielt zu haben, denn cS verlautet in bestimmter Weise, daß er schon in allernächster Zeit wieder abberufen werden wird. Allgemein wirft man hier. wo jcpt die Lage immer bedenklicher sich gestaltet, schon die Frage anf: wer min? AIs Beantwortung daranf zirkulirt uun in den hiesigen politischen Kreisen ein Gerücht, welches ich 49» nur als solches mit aller Reserve aufgenommen wis« sen möchte. Mai« bcha«ptct nämlich, daß ball», in Folgc rifriger Beinülningen des Herzogs von Sonlhcr» laird imd anderer englischer Sommitäten. wieder eil»« mal eine „gründliche" Vcrsöhnling zwischen dem «er» stcn Soldaten Italiens", Viktor Emanucl, nnd dcm ^crstcn Bürger des LandeS", Garibaldi, erfolgen und dicssm dann die «Rettung- der bereits halbverlorcnen Provinz zum zn'silenmalc anvertraut werden soll. Paris, 28. Mal. Der Schluß der bicßjährl« gen Sitzungsperiode, der heute slatlhatle. hat Anlaß zn eincr großen Erdeilerung der Abgeordneten gege« ben. Man erwartete schon seit längerer Zeit eine neue große Redc des Herrn Thiers, die der Verfasser selbst „die Rede der Buchführung" getallft lialte. el,e sie noch das Licht der Welt erblickt hatte. Die Kammer war spärlich beseht, trotz der Aussicht auf die Rede des Herrn Thiers. Der größte Theil der Kammcrmitgliedcr halte bereits den Weg nach der Heimat angetreten. Dagegen zeigten sich die Tribünen übermäßig angefüllt, eben weil Herr Thiers sprechen sollte. Aber dieser Abgeordnete fehlte unter seinen anwesenden Kollegen. Umsonst suchte der Prä« sidcnt il»n zu erspäh,», weil die Diskussion und die Kannnerarbeit ihrcm Ende, naht; umsonst versucht Herr v. Morny die Debatlcn in die Länge zn ziehen — Herr Thiers will nicht erscheinen. Endlich ist dcr letzte Artikel des Vndgets debaltirt. es wird abge« stimmt; das Budget ist genehmigt, — da tritt Herr Thiers ein. Alle Welt lacht, denn der chrcnwerthe Redner kommt ui'.l fünf Minuten zu spät. Ob Herr Thiers von Herzen mitgelacht, ist wohl zu bezweifeln, da man weiß, daß er die vom Publikum ersehnte Rede lange Zeit mit besonderem Fleiße vorbereitet hatte. — Dcr „France" entnehmen wir nachfolgende Mittheilungen: Englische Depeschen melden, daß die französische Regierung in Folge der Ermordung eines Franzosen bei Tetuan und des seinem Mörder, einem an der algerischen Insurrektion betheiligteu arabischen Scheik erthcillc» Asyls, von Marokko Genugllmung verlangt hat; nämlich: Auslieferung deö Mörders oder 500.000 Franks Entschädigung, Absehung deö Gouverncnrs von Tcluan und Auslieferung des ara« bischen Schcik. Wird die verlangte Gcnuglhnung nicht binnen 40 Tagen gewährt, so bat die franzö« fische Flotlc Vefchl. die marokkanischen Häfen zu blockircn. „In Folge der dlm spanischen Gesandten Solo» zar y Mazarrcdo in Lima Seitens der peruanischen Regierung widerfahrenden Behandlung ergriff das in jenen Gewässern liegende spanische Geschwader am «4. April Besitz von den lil'incha.Inseln. pflanzte die spanische Flagge auf. machte den Gouverneur uud die übrigen auf den Inseln befindlichen Beamten zu Gefangenen und nahm das peruanische Transport« schiff „Ia,»ia,ilc" weg. Hierauf segelte es nach Eallao, um das dortige peruanische Geschwader zu überraschen, was il)m j'doch nicht gelang, da letzteres sich unter den Schutz der Kanonen des Kastells flüchtete. Am 16 April eischieucn die spanischen Schiffe wiederum in feindlicher Absicht in der Vai von Callao. segelten aber an» Abend wieder nach den Ehincha«Inscln ali. Dcr peruanische Dampfer „Tumbeö" verließ Callao am 17. April, um die Bewegungen der Spanier zu beobachten." In Callao und Lima herrschte die größte Auf» regung. Eine große Anzahl Fremder hatte sich der Regierung znr Verfügung gestellt, um für die Uuab« hängigkeit Perus zu kämpfen. Die Regierung halte die Ermächtigung erhallen, cine Anleihe von 50 Millionen Dollars aufzunchlnen uud das Heer auf 30 000 Mann. sowie die Flotte auf zwanzig Schiffe zu bringen. Die in Callao wohnenden Spanier hat» ten sich au Bord spanischer Schiffe eingeschifft. Die Gesandten Englands, der Vereinigten Staaten und Boliuias zu Lima halten in einer Zusammenkunft cin Sympalhievotum für die peruanische Rcg'crung bc> schlössen, und Resolutionen angenommen, in welchen sie ihre Regierungen ersucheu, zur Erledigung des Streites zu intcrvenircu." Ueber die Verhaftung des Großbojaren Valsch in Iafsy schreibt der amtliche «Monitor»!": „Bei eincr gestern, den 22. Mai, im Hause des Hcrru Panait Valjch zu Iassy von Seite des dorll« gen Distriktspräfellen und Gerichlsprokurators vorgc» nommcnen Revision wurdeu mehrere Akte uorgefun« den, welche nicht deu mindesten Zweifel über dessen verbrecherische Handlungen aufkommen lassen. Mebrere von Herrn Valsch geschriebene und unterzeichnete Brief« schafteli beweisen, daß derselbe im Auslande ebenso wie in der Kammer gegen die Union und gegen den Fürsten konspirirtc. Er fordert dariu eine im Lande vorzunehmende Enquete, um das Verhalten des Für« st'U ciuer Prüfung zu unterziehen. Er beschuldigt dic Regierung wcgeu der beabsichtigten militärischen Or« gauisalton des Landes, plaidirt gegen das nenc Wahl« gesetz und beantragt eine föderative Union der beiden Fürslcnthümcr. Einige dieser Briefschaften sind mit dcr Stampiglie „^mnill'lul cliMilui nnlüiul»!« („Eo< mit»'' des NationalklubS") vcrschcu. Herr Pauait Balsch ist. als des Verbrechens deS Hochverrathcs, gegen das Land und den Tlnon anf frischer That betreten, in Verhaft genommen worden. Die Untersuchung wird in Bukarest wie iu Iassy mit der größten Beschleunigung geführt und werden nach deren Beendigung die kompetenten Geiichtc zur Ab' uriheilung der Betretenen nach deu Vorschriften der Strafgesetze berufe» werden." An sämmtliche Präsidenten der Gerichtshöfe ist die nachfolgende — vom „Wanderer" mitgetheilte — tclsgraplnschc Ordre ergangen: «Herr Präsident! Sie haben sich augenblicklich mit Ihren Kollegen, dem ganzen Parquet und allen übrigen Gerichtsbcamten zum Präfeklen zu begeben, um in die Hände desselben, als Vertreters dcr Zen« tralregicruug. Ihre Zustimmung zu dem am 2. (14) Mai vollzogenen Alt der Regierung niederznlegcn. Die Regierung ist berechtigt, diese Znstiinmnng von allen denen zu fordein. welche ihre Dienste dem Lande und bcm Fürsten noch welter zu leisten beab« sichtigen. (Gez.) Orbescu, Iustizmiuisttr -nl inloim." Tunis, 13. Mai. Der ,.Mg. Ztg." wird qe« schrieben: «So cl>en erhalle ich folgende dctaillirle Nachricht über die Plünderung von Nebel, eiuem zwischen Tnnis und Susa gelegenen kleinen Ort, welcher größtenthcils von Juden bcwohut ist. Am 9. Mai kamen des Morgens um 10 Uhr l'naefäbr 40 Araber mit Kameclen nnd Eseln nach Nebel. Zwischen diesen uud einem Juden, der ihnen nichts mehr auf Kredit verkaufen wollte, wie er bis dahin immer gethan, kam es zum Streit, und einer der Araber rief vom Pferde herab: „Das ist recht, du verschaffst unS Gelegenheit, all' deine müßigen Glaubensgenossen wie dich selbst aufzuknüpfen." Während des Streites balle sich eine ziemliche Anzahl anderer Juden um die Streitenden gedrängt, welche aber, als der Araber diese Worte fallen ließ, auseinander stoben, als wäre eine Bombe unter sie gefalle». Sie ließen Alles gehen wie es stand: die Lädcn offen, die Hänser offen nnd in weniger als zehn Minuten war die ganze jüdische Bevölkerung, laut schreiend, vor den Thoren, uud die Karawane sah sich im Besitz der Stadt. Der Acltcste malinte zwar znr Nnbc nnd zur Ordnung, er erinnerte an die Worte des Propheten: man solle nicht stehlen; aber es half nichts. Zehn oder eilf junge und alte Araber fielen über die herrenlosen Laden her und leerten sie buchstäblich aus. AIs sie ihre Kameele gehörig beladen hatten, zogen sie ruhig ihres Weges. Erst deö andern Tags wagte die furchtsame Bevölkerung sich wieder in die Stadt, dort Alles bis auf die gestohlenen Waaren in der alten Ordnung findend. Die Bevölkernng zählt mindestens 1500 streitbare Männer! Dcr Bey hat sogleich Kavallerie nach Nebel geschickt, und andere Kavallerie verfolgt die Karawane mit den gestohlenen Waaren, wird sie aber schwerlich znrückbringen. Gestern Morgens um 9 Uhr wurden die Plünderer von Nebel, neun Mann. darunter Eincr von mehr als 80 Iah< rcn, unter starker Kavallerie - Eskorte nach den Gc» fängnisscn von Tunis gebracht. Man erwartet sehr strenges Gericht übcr die Ruhestörer. Au den Volbcieitnngcn in Ntexiko zum Empfange des Kaisers Maximilian l. nchmcn alle Klassen dcr Bevölkerung Antheil. Dcr Wcg von Vera Cruz bis zum Schlosse Chapullcpcz wird sich. nach Bench» tcu, die dcm „Monitcur" übcr England zngchrn, zn cinem großartigen Triumphzugc gestalten. — Daß jedoch die Ruhe im Iuncrn des Landes noch immer nicht ganz hergestellt ist. beweisen dic Nachrichten von fortwährenden Znsammcnstößcn von Gncrillabanden mit französischen Kolonnen. So war Oberst Dupin mit seiner ü?2 Mann starken Freiwllllgcnschanr. uon denen 170 zu Pferd, am 4. April in Tampiko angc-kommen und hatte auf dem rechte^ Panucoufcr eine Expedition in dcn Staat Vcra Cruz unternommen, um dcn Kommandanten Clorcnte. dcr in Temapachc mit 300 Indianern vo» 1200 Mann ctwa hartbc-drängt wurde, zu befreien. Oberst Dupin Drach am 11. mit 350 Mann von Tampiko auf und stieß anl 18. Morgens bei San Antonio, 14 Stunden von Tnscpan, anf dcn Feind, Nach eincm dreistündigen Kampfe drangen die französischen Truppen in San Antonio cin. zersprengten oder säbelten die feindlichen Bauden nieder uud bemächtigten sich ihrer ganzen Artillerie, ihrer Munitionen und Bagage». Der „Mo< nitcur", dcr vou allcm Anfang her in dcr mexikani- /Melon. Die Schlacht in der Wildniß. Man hat in Europa vor drei Jahren, wegen des großen Geschreies, welches damals das aus dcm tiefste» Frieden jäh emporgerissene amerikanische Voll über jedes unbedeutende Treffen nnd Vorpostengefecht machte, vielfach die Meinung gefaßt, daß. Alles in Allem genommen, die amcrikauifche Kriegführung ein Humbng. daß dabei viel Geschrei un» wenig Wolle, oder vielmebr wenig Blut sei. Wie sehr habeu sich seitdem die Verhältnisse geändert! So sebr. daß man jetzt »mglkcln't vo» liier aus den Krieg auf der cimbri« schcn Halbinsel mit seinen „Schlachten", wobei es 50 bis W Todte und zehnmal so viel Verwundete gibt. als ein Kinderspiel ansieht im Vergleich zu deu wahrhaft lilanenmaßigen Volksschlachten, welche die Stadien unseres Bürgerkrieges bezeichnen. Es soll bei Leibe nicht als eine erfreuliche Thalsache, muß aber eben als eine Thatsache konstatirt werden, schreibt man aus New-York, daß dic unverwüstliche Ausdauer in de? VernichtnngsluN sich bei unsern Volksheercn zu einem Grad entwickelt hat, wie er in dcr Gc« schichte der Neuzeit i» Europa nirgends vorgekommen ist. Alle Voraussetzungen, die man den dortigen Kriegen entnimmt, schlagen hier fel'l. Es besteht nicht eine Art von Comment, wonach sich. wenn zwcl Heere von Sonnenaufgang bis Sounennntergang mit einander gerungen haben. dasjenige uon ihucu, wel« chcs die schwersten Verluste erlitten hat, als besiegt betrachtet und zurückzieht, wie bei Magenta uud Sol« ferino; sondern delve Theile schlafen auf ihren Waffen, um am folgenden Tag das Zcrstörungswerk von Neuem zn beginnen, und so von Tag zn Tag, von einer Woche in die andere, oder, wie bei Murfrees. boro, vom alten Iakr in das ncue hinein, bis end-lich der eine Theil vor absoluter Erschöpfung zusam-menbricht. Die einzige dem ähnliche Schlacht in Europa, die bei Leipzig, währte immerhin nur drei Tage und die Alllirten verloren von einer Drittel« Million nur 48.000 Mann. I" der Wildniß am Rapidem kämpfen zwei Heere, vou welchen das eine mit 110.000. das andere mit 85» bis 90.000 Mann in Aktion gegangen sein mag, seit acht Tcigcn. und die Verluste des ersteren werden bereits auf 40.000 Mann angegeben. Wobei noch zn beachten ist. daß während der ersten vier Schlachttage, der Beschaffen heit des Terrains wegen, die Artillerie so gut wie gar kciue Verwenduug fand. Wie sehr würden sich die Verluste iu dcu größten europäischen Schlachten reduziren. wenn die durch Artillericfcuer bewirkten in Abzug kämen! Das aUes sind. wie schon bemerkt, keine erfreu« lichen Betrachtungen, uu? es soll hier wahrlich nicht damit geprahlt werden, daö die organisirte Menschen» lödtung hicr in knrzen drei Jahren zu einer noch höheren Anöbildung als in Eun'pa gclangt ist, Abcr wenigstens denjenigen gegenüber, welche die Noth. wcudigkcit dcr stchcudcn Heere als einziges Mittel eine Nation kricgstüchtlg zu machen vertheidigen, und übcr die zusammengelaufenen Freischaarcu dcr Ne> publik vornehm die Nase rümpfen, wird man bcrech. ligt sein, auf Thatsachen, wie die vorstellenden, hinzu, weiseu. Man hat vor drei Jahren in gaöcognischcn Zeitungen — uud es gibt deren auch in anderer als französischer Sprache — die Vramarbasadc gelesen, daß ein Armeekorps von 30.000 Mann französischer oder preußischer Soldaten der Länge und dcr Qucre nach durch die ganzen Vereinigten Staaten marschi« ren könnte, die Armeen des Nordens wie die des Südens auseinandersprengend. Gibt es deute noch solche, die an dergleichen glauben? Gibt es noch Jemanden, dcr da glaubt: ganz Europa kö'uue eine Armee über das atlantische Meer herübcrschaffcn, die nicht in dem Fcldzug eiucs einzigen Ialircs noch gründlicher aufgcricbeu werden würde, als die No-chambeau's anf Hayti? „Die Schlacht in dcr Wilduiß". so schreibt dcr Kricg5korrcsp0!!dc»t der „New^jork Times" unterm 8. Mai vom Schlachtfeld, „mnß als Schlacht für jetzt noch unbeschrieben bleiben, weil sie in der That unbeschreiblich ist. General Rosenkranz machte einmal die bcdcntuugsvolle Bemerkung: „„Bei uns kann cin Krieg nur Buschklcppcrci in großem Maßstab sein."" Wenn das schon wahr ist in Bctrrff dcs Terrains, auf wclchcm dic mcistcn uuscrcr großen Schlachten gclicfcrt worde» sind. um wie viel mehr findet cs Anwendung auf das wilducrworrcue Tanuwerk. lU dessen Dickichten und an dcsscn Rändern die großar^ tigc Indianerschlacht von 5.. 0. nnd 7. Mai wüthete. Niemand kann sagen, daß er die Schlacht geselM habe. Obschon unzweifelhaft eine Schlachllinic bestand, so würde eS doch höchst wahrscheinlich selbst 0"' Obcrbcfchlsl'abcr in Verlegenheit setzen, wcnn """ ihm zumutlictc, sie auf der Karte genau zu bcich'tt». Es liegt etwas Entsetzliches uub doch zugleich <->"' ziehendes in dcm geheimnißvollcn Dunkel. lvclMv diese seltsamste aller jemals geschlagenen Sch!"^' umlmllt — cine Schlacht, die Niemand schcn, dcrcn Verlauf man nur mit dem Ohr verfolgen konnte. Es ist uuzwcifelhaft das Erstemal in dcr GesaM" 4O5 Angelegenheit eine äußerst roseufarbige Brille trägt, fügt dieser Mittheilung die Hoffnung zu, baß dicsc glänzende Waffenthat wohl zu einer völligen Unter» werfunlg der Guerillabaude» führeu werde. Lokal- nn> Provinjial-Ullchnchtcn. Vaibach, 3. Juni. Se. Exzellenz der Herr Statthalter Freiherr von Schloißnigg ist gcsteru von Graz hierher zurückgekehrt. — Der Klagcnfurter Gemcindcrath hat beschlossen, für das zu Ende dieses Monates abzuhaltende Sän« gerfcst den Vetrag von 300 fl. aus der Gemeinde« lasse zu bewilligen. — Man schreibt aus Triest der „OD. P.": Von den dreißig Passagieren, welche die Vcrgnn-gungsreisc nach Dalmaiien mitgemacht, ließen sich zwölf durch die hohen Preise für die Tragthiere nicht abschrecken. Ccltiujc zu besuchen. ES wurde um Pferde und eine Eskorte dahin telegraphirt. Da jedoch die schwarzen Verge eben nicht eine Gegend deS Ueber-fiusses nnd Komforlö sind, so wurde den Touristen gerathen, stch mit Lebensrnitteln zn versehen. Dicse nabmen auch allerlei Eßwaareu. Schinken, Salami. Käse u. dgl. niit und übergaben sie der montcncgri-nischeu Eskorte zum Tragen Dicse mnß jedoch den Wunsch der Reisenden mißverstanden haben, nnd als dirse iu der Nabe von Eeiliuje nach dem beschwer» lichc» Ritte ihre Mahlzeit hallen wollten, zeigte cs sich, daß die Vorrälhc verschwunden warcn. Auf ihre Reklamationen bei der Eskorte antworteten diese auf Montenegriner.Art mit deu Freudeusalueu ihrer scharf» glladenen Feuerwaffen und die hungrigen Reisenden mnßten sich mit diesen Ehrenbezeugungen begnügen. Vom Fürsten wnrdcn sie dann scbr freundlich em> pfangeu nnd — o Ironie des Schicksals — mit schwarzem Kaffee bewirthet. Nach sechszehu Stunden kehrten die ausgcbungertcn Touristen nach Eattaro zurück, wo sie sich für die Entbehruugcu des unfrei-willigeu Fasttages entschädigten! — Wie ans Cilli geschrieben wird. ist zu Kristanverch im dortigen Vezirke Mille Mai die Ty» phnScpidemic ausgebrochen, und sind bis 24, Mai von 16 Kranken 5 genesen. 2 gestorben und 9 in ärztlicher Vebandlnug verblieben. — Die dicßfalls nöthigen Verfügungen wnrdcn sogleich getroffen. — An Stelle des gegenwärtigen Präsidenten des k. k, Landesgerichtes Grafen Lodrou übernimmt der Obcr«Lal!deögcrichtöralh Albert u. Schlusten» brrn. die Lcilimg des Grazer Strafgerichtes. — In dem erste» Hefte der Verdandlungeu des östeircichischcn AlocnvercinS für daS Jahr 18l'»4 lesen wir Nachstehendes: „Von den bohen Stattbaltercieu. welche del Ausschuß um dic Organisirnng dcS Füb-rcrwcscns und die Vorsorge für Unterkunft und Vc» qucmlichkcit der Ncisenden im Gebirge angegangen hatte, haben bisber nnr die Statthaltcrcicn Sleicr« marks und des Küstenlandes den Verein iu entgegen' kommendster W.isc mit eiuer Zuschrift beehrt. Er-stere hat in Folge uuseres Einschreitens an die Her» rrn Vezirksvorstelier von nicht weniger als 30 Ve» zlrlen. unter Mittheilung der von den Herreu v. Mojsisouics und Freiherrn v. Sommaruga entworfe« ncn Führcrorduung, die Aufforderung ergehen lassen, den Wünschen des Alpeuuercins nach Thunlichleit zn entsprechen uud den Vcstrcbungeu desselben und seiner Organe in den angedeuteten Richtungen die mög lichstc Untcrstützuug zu gcwährcu." — Es heißt, daß Herr Vrauovacky aug Neusatz in Wien, Trieft, dauu iu Kraiu uuo Dalmalic» Theatervorstellungen mit seiner serbischen Gesellschaft zu veranstalten beabsichtige. Wiener Nachrichten. Wien, 1. Iuui. Die „Vorstadt. Ztg." erzählt in einer Notiz, daß der 14 Jahre alte Solm des Prager Vnchyänd. lcrs Kobcr. welcher sich iu Wien in einem Erzicbuua> Institute befand, aus dem Gruudc wegen, Hochvcr» rathcs verhaftet worden set, weil sein Notizbuch mit einigen kompromillircndcn Anfschrcibnngen in «uer< traute" Häude gcrall'cu sei. Derselbe soll nämlich vor wenigen Tagen, als die Schlnßverhandluilg gc» gen seinen Vater in dem Grc'gr'schcn Prozesse iu Prag durch die Zciiungcn veröffentlicht wurde, diesen. Vorfall in sein Nolizbnch gcschriebell und dazu die Worte uotirt habcu: ^Dieß wird einstens gerächt werden." Wir sind in der Lage milzulheileu — schreibt die «Wiener Abendpost" — daß die Darstellung uu» richtig ist, indem der Verhaflnng des jungen Kobcr, welcher sich gegenwärtig bei dem Wiener Laudesge« richte in strafgcrichilichcr Haft befindet, gauz andere Thatsachen zu Gruudc liegen. — Vci der Wicurr Krcditaustalt wurden, wie der ,,W. Ll." meldet, ucrgaugeucn Samstag zwei Stück Vanknoten ü 100 fi. eingenommen, die erst dcS Abends bei Kassaschluß als Falsifikate erkannt wurden. Es sind die Falsifikate den Vankuoten der allcrneucsteu Allsgabe iu Form uud Farbeudruck so gut nachgeahmt, daß sie selbst der Kassabcamle der Kreditanstalt als echt auuahm. — Der Hirschbcrgcr „Gebirgsbote" meldet: Wc< gen, des vielcu gcfallc»en Schnees im Gebirge beschloß eine Gesellschaft zu Aruöberg bei Ober-Schmiedc-berg (Schlesien), eine Schlitlcupartie zn machen, uud fuhr am 25. Mai. Vormittags 9 Uhr, von der Gotlcshilfc bis znm Arusberger Kretscham. Die Fahrt ging schneller als auf der Eisenbahn. Vermischte Nachrichten. In dcu Journalen macht eine Notiz auö ciuem deutschen Vlatte die Nunde, woriu bei Gelegen» heil des Shakcsspearefestes Daten über dt, Person von Shakespeare's Othello gebracht werde». Alle darin aufgestellten Behauptungen sind unrichtig. Der General der Republik Venedig, welcher Sbakespearc zum Vorwürfe des Othello diente, war werer Mohr noch Maure, sondern hieß einfach Giovanni Moro (lateinisch Maurus) und kommt in de» Alten, welche dem Dichler zur Penüpung standen, mit der gewobn. lichen Art der Familienbezeichuuug durch das vorgesetzte Geschlechtswort als „ii Noro äi Veno/ill" vor, worans der unkundige Engländer den Glanben schöpfte, es sci von einem Mohren die Nede. während andere ihn für einen Mauren hielten. Die Familie Moro ist echt venezianisch nnd sehr alt. Es cxistlrt ein Porträt des venezianischen Generals Iohaun Moro, nach einem Gemälde des berühmten Giorgioue. gestochen uon L, Vorsternn. Darauf ist More, als kräftiger vollbärtiger Kahlkopf mit markirteu schöneu Zügen dargestellt. — Auf der Insel Haiti wurde Shakespeare's ..Otbcllo" aufgeführt. Da es aber nun nicht gut möglich zn macheil war. daß sie sich alle weiß an-strichen, nur um eiueu Gegensatz ;nm Mobrcn zu bilde», so arbeitete ein äll'iopischcr Dichter die Sache in der Geschwindigkeit um. Othello wurde eiu Europäer, sonach — weiß, und alle Anderen schwarz. Das Publikum fand cS ganz ualürlich und applaudlrte rasend. — Eharles Scalsfield, der berühmte amcrika-Nische Romanschriftsteller, der sich seit längerer Zeit in Deutschland nud der Schweiz aufgehalten hatte, ist auf seinem Gnte in der Nähe Sololhuru's am 26. d. m hohem Alter gestorben, — Der Erzbischof von Paris bat beschlossen, alljährlich junge Geistliche seiner Diözese zum Stil« dim», des Hebräischen au deutsche Universitäten zu schicken, um so für die Sorboune grüudlich gebildete Professoren der orientalischen Sprache zu gewinnen. Rcncstc Nachrichten und Telegramme. Vern. 1. Juni. Die Regierung der Vaselland» schaft hat einen Wohlfahrtsausschuß eingesetzt und an die ihr ergebenen Gemeinden Waffen verlheilt. Dies hat im Kanloue eine bedenkliche Aufregung hervor« gcrufeu. Der Vundcsrath sandte seinen Vizepräsideu-ten Schenk als anßerordentlicheu Kommissar dahinab. Paris, 31. Mai (NachtS). Der „Abend-Moniteur" küudigt daö Erschcineu ciuer dcutschcu Broschüre iu Leipzig an, welche feststellt, daß die Millie Glücksburg mindestens eben so viel Recht auf die Erbfolge habe. als die Linie Augnstcnburg. Brüssel, 31. Mai (Nachts). Iu der bcutigeu Sitzuug der Abgeordnetenkammer erklärte MiMer Rogier: das Ministerium halle sciu Programm auf-recht mit der Gewißheit des lovalcu Veistandcs des Köuigs; das Programm der Katholiken sei unmöglich. Dcchamps vertheidigte das katholische Programm. London, 31. Mai. Am Samstag bat eine pro« lokolllosc Vesprechung der Konferenz Mitglieder stattgefunden. Iu derselben hat Graf Vernstorff im Namen Preußens die Vereitwilligkelt erklärt, das wcrtblo^c Iüllaud zu räumen, wenn dagegen auch Dänemark bcre'l sci. das noch uon dänischen Truppen besetzte deutsche Gebiet zu räume,», um so bald zum Abschluß des Waffcustillstaudes zu gelangen. (Pr.) New-York, 18 Mai. General Grant bat Ver-stärkuugen erballcn und rückt vor. — Die Regierung erklärte, sie werde die Armee in ihrer Stärke erhal« ten, bis die Insurrektion erdrückt sei. — Die Kon» skrivllon beginnt am 1. Juli. des Krieges, daß zwei große Heere, jedes mit wenig« stlns 25)0 Stücken Geschütz, uutcr solcheu Umständen an einander gerathen sind, nud daß diese ganze lolos' sale Streitmacht werlhlos war. Vei dem ganzen Kampf (an den drei ersten Tage») kamen keine 20 Kanonen zur Verwcndnng, und unter den 3000 Ver> wundctcn, welche sich allein in den Fcldlazarelhcn des Haucock'schen Armeekorps befinde», ist nicht ein ein« zigcr, der dnrch eine» Kartätschenschuß verwundet worden wäre. Ebenso ist unsere Reiterei als solche uöllig nntzloS gewcscu. Wo immer sie in's Gefecht kam. mußten die Reiter absitzen und zu Fuß kämpfen. Ausgenommen zu dem einzigen Zweck der Lokomo-tlou war das Pferd nur ein Hinderniß, kciue Hilfe." Dicsc Vemerkungeu finden l'anplsächlich auf den llstcn Tbeil der Schlacht, dagegen anf den am süd« ucheu Rande der Wiloniß bei Spotlsyluania statlsi»< senden zweitcil Theil nnr tbeilweise Anwendnng, Und was die Vorgänge an den ersten Tagen betrifft, so lassen sich davon allerdings keine komplizirten taktischen Ve-Regungen melden, aber die Hauptzügc einer großen Schlacht, wie sie auch auf anderm Terrain gelieferl i» werden pfiegt. lassen sich uicht darin verkennen. Gine Gpisode aus Pelissier's Leben. Maltzan schildert iu seinem Werke «Drei Jahre un Nordwestcn von Afrika" auch die Grotten vou geschieh, mit denen Pelissicr's Name vor jetzt neuu-iehl, Jahren zuerst durch ganz Europa hallte. Iu b'ese Grollen, hatte sich uach Uutcrwcrfuug der Stämme 'u Dahra der ganze Stamm der Vcni Ramah mit ! Weibern, Kindern nnd Hansthieren geflüchtet. Pelissier! beschloß, den Stamm, der selbst noch auf seine Leute vou diesem Verstecke ans gefeuert hatte, zu Paaren zu treiben. Malßau schreibt: «Das Holz und Slroh. welches Pelissier rings um die Oeffnungeu däufen und anzünden ließ, entsautle balo seine erstickenden Dämpfe in das Innere der Hoble, welche diesem wilden Stamme zum Aufenthalte diente. DaS Ärülleu der Thiere, daS dumpfe Stöhnen der Männer, das Wehklagen der Fraucu u»d das grelle, ächzeudc Ge> schrei sterbender Kinder ließen sich halb vcruebmen. Dazwischen tönle hier uud da aus dem Iuneru der Grotte ciu Schuß hervor: vielleicht daß ciucr dieser dem Tode Geweihten scin Leben durch eigene Hand zu becndigeu vorgezogen hatte. Allmälig wurde cs stiller, Ei» letzlcs Anfwiehern eines edlen Nenners, ein letzter röchelnder Fluch eines sterbenden Helden, lind es war vorbei — Todtenstillc herrschte in deu Grotten uon Freschirh! Schrecklich war das Schau, spiel, welches sich am anderen Morgen der auf Ve-fcbl Pelissicr's in die Höhle zuerst eiudringeuden Ingenieur-Kompagnie darbot: am Eingänge lageu zwei hall'vcrkohltc Stiere, bereu Häupter die Araber mit ihrcu Aurnusscu umwickelt halteu, wahrscheinlich um der Wuth dieser vom Feuer tobsüchtig gemachlcu Thiere ein menschliches Ziel zu verbergen. Daneben kancrtc die Leiche einer Mutter, welche allen, An« scheine uach der Tod ereilt hatte, während sie ihr Kind gegen die Wuth eines 3. Stieres vertheidigte, denn noch hielt sie die Hörner des Thieres mit beiden Händen umfaßt. Hier lagen Körper, die der Todes' kämpf schrecklich verzerrt halte uud deren Munde noch ciu schwarzer, halbgeronnencr Vlutslrahl entquoll. Dort ruhte der ehrwürdige Sheikh des Stammes, ohne Zweifel von der Wncht seines eigenen Nenners, nnter dessen Leiche die leinige gefunden wnrdc, er« drückt. Zwei Liebende hat der eutsctzlichc Too Arm im Arm erreicht. Da lagen sie. in einander geschlungen, ciu Vild des FriedcuS nud der Poesie milteu iu dieser gräßlichen Szene! Den Allsdruck des Graueus und cnlsetzlichsteu IammerS hatte da« unsäglich»' Leiden anf den Gesichtern aller Sterbenden hervorgerufen lind diesen Ansdrnck halle der Tod auf ihre» Zillen festgebannt. Dort lag ein unglückliches Mädchen, dessen Sliru sich der Huf eines wütheudeu Araber« hcugstcS aufgeprägt hatte. Den, Thiere, welches, im eigenen Todeskampfe wahnsinnig um sich tretend, ihre» Tod verursacht hatte, ruhte die junge Arabcrin balb verbrannt zur Seite. Iu dem tiefsten Winkel der Grotte fand man die erstickte Leiche einer Fran, welche noch einen Krng Wassers an ihrcn Mund zn haltcu schien. Ihre Arme warcn nicht gcsnnkcn. denn die Alte kauerte in einer solchen Slcllnng, daß sie die Ellenbogen auf einen Felsvorsprung stützte. So hatte sie der Tod erreicht, als sie eben. durch Flain» men nud Rauch vou vcrsengeudem Durste gepeinigt, das labcudc Naß den Lippen näheru wollte. Pferde nnd Männer. Frauen und Lämmer. Kiudcr und Ziegeu, Waffen nnd Gewänder. AlleS lag verbrannt, versengt oder eingeäschert in granser. wahnsinnia." Uu-ordnung auf dem vom Rauche geschwärzten Aoden da. — So hatte der Stamm der Veui Namah geendet!" Nichts löscht diesen Flecken barbarischer Kriegführung auS der Lebensa/schichte dieses Frauzoseu. Pcrclntwortllchcr Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck nnd Verlag von Ignaz v. Kleiumayr sk Fedor Vamberg in Laibach. 49« ^Ni'll'nlll»?»«^! liperz. Mctalliqucs >l»d Gruüdenllasiungs-Oll'gatioüen zur ctw^s l'fssers» !)l»tiz gefragt; 1U3l)tr-Losc um °/,o'/« höhcr, 1860er aber gingen um '/,<,"/« zurück und 16li4er ^ ^.,. ^'^^* ^^^,^ ^^ „^,^ ^,^ Z lhlmg um '/,u°> l'illigcc üs^mpte-Atticu hol'c» sich um 1 fl., die Mhrzahl dcr übrigen Ixdustricpapiere hingegen büßten '/, bis 1 fl. ein. dcn l, .uini Wachst! »nlf fremde Pl^hs u»b Clnnpt^ntcil n,ii ci»c Klci»igslit sicifcr. Gcld peinlich fliiffig. Umsah bcsch'änkt. Oeffcntliche Schuld. ^. de« Staates (sür Is>0 ft.) Geld Waare In öNerr. Wäsnima . zu 5/'/, ,i«.5l> 0« 7.C0 ohn.' Anschnitt 1«<:4 ', . . 96,';0 9tt.50 Gilbn-'.'lül.hln vl'n I«C4 . . «?.i»0 8^ — Nat.-?l»l,m!tIäll,-Vonp.zil5)'/. «0.5 «0.15 „ .. „Apr.Cm.p... 5> „ 80.- 80.10 Mtalliqueü.....,5 „ 72.80 72.90 detlo mit Mai-Coup. . „ 5 „ ?2.!10 73.— d.tt0......,. 4i„ 64 «0 '. 17.50 18.-N. dcr Kn'nläüder (sür 100 st.) Griiüdl utlas! »iig^-Ol'Üg'tioücn. Vliedcr-Ocst.lnich . . ' zu 5)"/o «8.75 89.25 Oblr-Ocstsrrcich . . .. 5.. 88.50 89.50 Salzburg .,,.,. 5., 85.50 8«.- Vül,mm'......5,. 95.50 —.— (Ä.'ld Waare Tteicnn.,Harnt, u. Krain. zu 5"/« 88.75 89.25 Mähren .... .,5 „ 94.50 95,— Schlesien .... „5 ,. 89.— 90.— Ungarn.......5 ,. 75.— 75.50 Tcmcscr-Äanat . . ..5.. 78 40 73.85 Kroatien und Slavonic» „ 5 „ 77.25 78.24 Galizien....., 5 ., 73.75 74.- Sicbcnbürgc» ... ., 5 „ 72.60 72.90 Bukowina....., 5 „ 72.50 72.75 „ m. d. Vcrl.-(zi.1867„ 5 „ 70.80 72.- VenetianischcS Änl. 1859 .. 5 „ 95.— 96.50 Aktien (pr. Stiicl.) Nationalbank......783. - 784.^ Kredit-Anstalt zu 200 si. ^'. W. 195.30 195.40 N. ^>. lz^.'m.-Gcs. z. .'.00 ,..ö.W.596.— 59^.-K. Fcrd.-Nmdb. z.1000fl. C. M.1830.-1832- -Staats-Eis.- Gcs. zn 200 '. CM. odcr 500 Fr.....182.- 182,50 Kais. Mis.- Äahn zu 200 6. (5M. 131.50 132.- Süd.-lwrdd.Vnl'-^.2U0 .. „ 122.25 122.75 Süd. Staats-, lombardisch-vene- tianische und ccutral italisnische l5is. 200 fl, ü. W. 500 F>-. 2l5. . 247.- Geld Waare Gal.Karl-kndw.-V.z. 200si.CM.223.25 223.75 Ocst.Dml.-Dampssch.-Ges. ^^ 444.— 445.— Ol^rrcich. Lllyd i» Tricst Z H 235.— 237.--Wien. Dampfm,-Ältg.500fl.d.W. 4(;o... 480.— Pcft.r Kcltcubriickc . . . . 372 — 375.— Aöh,!,. WeNl'ahn zu 200 st. . 156.75 15?.- -Thlisibahn-Akiien zu 200 fi. C. M. m. 140 fi. (707.) Einzahlung 147.— —.— «Pfandbriefe (für 100 ft.) Natiouall. 10jihrige v. I. ba»f auf> 1857 zu . 5°/, 101.— 101.20 (i. M. ) v.rk'öl'a>e 5 „ 90.25 90.75 Natil'nalb.attf ö.W ucvloSb.5 .. 86.25 86.40 lingarischc Boden-Klldit-Austalt zn 5'/, M.....«5.- 85.50 Lose (pr. Stück.) Krcd.-Anstalt sin Handel u. Gew. zn 100 fl. 5st. W. . . . 131.— 131.15 D^n.-Dmpfsch.-^.zu100ft.(zM. 89.75 90.— Itadtgcm. Oieu .. 40 ,. ö. W. 23.50 29.— Hswhazy „ 40 ,. (^.Vt. 94.75 95.25 Salm ., 40 ,. „ ,, 31.25 31.75 O.ld Waare Palffy zu 40 st. CM. . 29.25 29.75 6la,y „ 40 .. ,. . 28.-- 28,50 St. Glin'is .. 40 ,„ . 29.25 29.75 Wmdischgräh .. 20..... 18.50 19.- Waldstein ,. 20 .. .. . 19.50 20.— Kcgltvich „ 10 .. ., . 12.50 13.— Wechsel. 3 Monate. Gelb Waare Augsburg sür 100 ff. sudd. W. 96.70 96.90 Fr.mkfurta.M. 100fl, d.tto 96.90 97.10 Hamburg, für 100 Mart Vanco 85.90 86.10 London für 10 Pf. Sterling . 114.20 114.60 Paris, für 100 Franks . . . 45.35 45.45 <5ours der Gcldsorten. 0'cld Waare K. Mnnz-Dukaten 5 f!. 44 lr. 5 ,1. 45 ?llr. Kronen . . . 15 „ 80 .. 15 „ 83 „ Nap^lconSd'or . 9 „ 23 „ 9 „ 24 .. Nuss. Imperials. 9 „ 44 ., 9 ., 45 „ Vcreinsthaler . 1 ,. 71;,, 1 ,. 72 „ Silber . . 113 .. 75 ., 1,4 .. — ,. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Völsc in Wien dm 1. Imii 1864, 57, M'taMaMs 72.95 1860-er Anlnhe 96.45 Ü7<. ?tat.-Anlch. 80 15 Silber . . . l13.50 Bankaktie» . 784. London . . 114.10 Krrditalticn . 195.60 K. f. Dukaten 5.43^ Fremden-Hörige Den 1. Juni. Stadt Wie«. Die Herren: Pirona, Agcnt, aus Alcrandrieu. — v. Rilepvrecht, Kaufmann, von Cilli. — Nizzi, Kaufmann, von Wien. — v. Winters» hcim von Dresden. — (5a.gcr, Kansmunn, von Klagenfnrt. — Stampscl und Knmp, Handels-llllt,', von Gotlschl-e. Elephant. Die Herren: Turk, Haiidrlsmanl!, von Czubar. — Sk^dnif, Fadriks-Obcvbeamte. von Stern. — Hamburger, Kanfmann, uo» Wien. — Roßi. Bnchhalter, von Graz, — Afltraine, (jlrundblsiher. von St. Michacl. Baierischer Hof. Die Herren: Hansel, t k. Vevwallungs-Offizial, von Eilli. — Nobertl) , Handels»,an», von Wien. — Gaspari. Holzhändler, von Pla»i»a, Mohre». Hlrr Laudcnbachcr, l, k. Hauptmann, vo» Fünfkirchen, (!0?^—'>) Nr. l'^0, 3. ereklltive Feilbietung. Nachdem auch zur zweiten Feil-bi>tunqötagsatzmig der dem Martin Kopriuc gehörigen Grundparztllen sammt Mnhlc kein Kauflustiger er« schienen ist, so wird in Gemäßheit dcö (5'diktes vom 8. März l. I., Z. l'^0, am '^0 Juni I8N4 zur dritten und letzten Feilbietung geschritten wcrdcn. K. k. Landi'sa/ncht Laibach am 24. Mai !Nli4. (1050—1) Nr. 7084. Erekutive Feilbietung. Vom l. r. släol. oeleg. Vezilk^gcrichte in L^il'^ich wir!' l)icmit dckainu gcmachl: Eö fci ndtl Alisuchcn des üranz 5ll<-ralt voil ^ol-0iu» vu«, durch Dr. r. Wurz-bach, wioci 5!ukas Hribernik als Vrsil)« Nachfolger dco Valtyclmä Hlllicrnik i)cw. 1ii6 ft. 50 lr. o. «. o. ln die cfeNUiue öff'Nüiche Verstei^llllig der 5cm ^!>t)lerl' glyörlgen, ili T«r»wuc «nli Conö.-Nr. 2 licgtl»ocll. im GniilDliuchc Görischlich »ud Neltf.-3ir. 19, 'IVmi. 1.. ^l. 280 vor-lomlittll^eii. gerichtlich auf 3475 ft. gr» schaplen HcUl'ylche samint An- u»d Zll» geyör licluilligll, und zu dcrc» Vorilayliie 0»c drei Felldlllliilgcii auf dlll 25. Juni, 25. Juli uuo 24. August l. I., jedesmal von 9 — 12 Uhr Vormittags, ill dcr AmlSllMzlci mil ocm axgeoldlui worfln, daß die feilzudictllioe Ncalität bei der elften und zwcilcu Feillilellnig »ur um ooer üder rcn Schäßungöwelty, lici dcr IrßllN Felll>lcln»g al>rr axch inner ocm Schäpnngöwerlhe ocm Mrlslbielei»» oeu hinl.nigsgclien wllde. Der Glunol>uchöcrlrakt. das Schä^ zullgsprololl'!! uuo vie Llzilatloiiölieding' lnsse lönxlu ii, deu gewöhnlichen Amlssln»> den l'ei dttssm (berichte eingesehen weiten, K, l. statt, releg. Vtzirksgcrichl Lai' l'.ich am 1!i. Uni 1864. (W68—1) 3Nilchuerkaus. Im Kramgewölbe Haus-Nr. 2U am alten Markt wird reine Herrschaft Kalteubrunner Milch verkauft. > (752-7) Der NtelphoZphoriglllure Kalk-Syrup von <«,imzu«lt . Schachtel 2:> kr. ! ^ ^< «., ., l)i. Dittman's Haarwuchspo- > Ee.d ltz - Pulver nlit krmmschcr „^z»e, dcr Ticgcl zn 70 kr. > Gcbrauchs.Anwcisung 1 ft. 26 kr. Kräuter-Liqueur ^ cm vorzüglich > Mil6)' und Nindvieh« Pulver, magcnstärkcndcS Mittel, die Fla-! das Paqnct zn 42 kr, schc 1 fl. 20 kr. ! aus der Apotheke „zur heil. Dreifaltigkeit" des ^«t<>«» .Il»>», ! in Htein. ^- Vricfe, Gelder und Aufträge wcrdcn l^mou erbeten. ^ Laibacher Actien - Gchllschch str Gas- ^ ! Delenchtung. ^ ^lie dießjährige ordentliche General-Versamm- ^ ! lung findet ^ Donnerstal, den »«. Inni, 5 ^ Nachmittag 3 Uhr, im Fabrikslokale statt, wozu die ? , verehrlichen Actionäre hiemit eingeladen werden. ^ Laibach den 30. Mai 1864. ^ (1091) Der Venvaltultgsrath.. ^ Hemn I.A.Mmcrk Cmp. in Lllibach. ß Die nnö Ihrcr Maschinen- und Gcräthcfalnit hcrvorgcgcmgcncn ^ nnd dezogcncn Ackcrgcräthc befriedigten mich außerordentlich. Die z Hoheuheimer Pfiiisse verbinden bci lcichtcr Führung sehr accurate ^ Arbeit und geringe Zngiraft, su daß mit cincm Pferdcgcspann ohne ß sonderliche Anstrengung Tag fnr Tag tt bis »" tief in ^ schweren Bodenarten gepflügt wcrdcn kann. ß Die Leistungen dcr großen Säemaschine sind zn sehr bc- ^ kannt, als daß ich ihrcr erwähnen sollte. Vci cincr Aussaat von ^ 2 Mctzcn per Joch habe ich einen so dichten Stand auf meinen Koru- ^ fcldcrn, daß ich bci dcm jüngsten starken Ncgcn den grüßten Theil ^ dersclbcn lagern sehen mußte, ein Korn hatte bis zn 16 Sprößlinge l producirt. » Die kleine Handsäemaschine cignct sich nicht nnr für Klee- . samcn nnd kleine Grassämcrcicn, sondern qualificirt sich ebenso zuin ^ Anban von Hirse, Vein, Hanf, gelben nnd weißen Nnbensamen, ^ NcpS nnd dergleichen. ^ Ich habe nicht nnr dcn Vortheil cincr ganz gleichmäßigen ^ Arbeit, sondern auch cincr Saatgnt-Ersparung von HO bis ^ 4»!' gegen andcre Vcsitzcr gehabt. Ncbcu Preiswürdigkeit, Lei- ^ stungöfähigkeit und Solidität dcr anderen von Ihncu crzcngtcn ^ Gcräthc, wclchc anerkannt sind, will ich nicht wcitcr sprcchcn, sondern ^ nur noch dcr Borzüglichlcit Ihrcr Kukurutzrebler uild Stroh- ^ schneidemaschiuen erwähnen, wclchc in ihrcr Art von dcn beste» ' Fabriken nicht übcrtroffcn wcrdcn. ^ Indem ich Ihncn Vorstchcndcs znm beliebigen Gebrauche bchnfö ' Veröffentlichung gcrnc znr Verfügung stelle, bin ich hochachtungsvoll i Ihr ' (1077-2) ergebener j Peter Nikolaus Feuser, ) Laibach am 30. Mai 1864. Wirthschaftö-Director und Rcalitätcnbcsitzer. FUM. ^^^^ Drönner'« /lcckenwllsser, /^MDHH nntrüglich gegen allc Flecken von fcltcn Speisen, Ocl, Änttcr, ^HH^^^- Talg, Stearin, Theer, Pcch, Wagcuschinicrc, Oclfarbc, Pomade lc., ohnc dcn cchtcn Farben von Scidc, Saunuct, Lcdcr, Alöbcl' »"'WsW^ und Klcidcr-Stoffcn in» Geringsten zu schaden. — Bestes und billigstes Mittel zum Waschen dcr Olac^-Handschuhc echt bci loh. Kraschowitz & Jos. Kariii»'<»i*. Hiezu eil! halber Bogen Amts- und Inlelligenzblatt.