PrSmimerations - Preise r Für Laibach: Banzjährig . . 8 fl. 40 Ir. Halbjährig . . 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich ... — „ 70 „ Mit der Post: Ganzjährig...............,z f,. Halbjährig................ g Vierteljährig g ' Zustellung ins Ha»S vierte,j. 25 kr., monail. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher TaMatl «nonyme MttweUungen werden nicht berücksichtigt; Ltanuscripte nicht zurückgesendet. Redactto« Bahnhosgaffe Nr. IS. «Sr-editionS- L Juser^e«-vurea«: Longreßplatz Nr. 2 < Buchhandlung von Jg. v. Kleiu-mayr L Fed. Bamberg) Jnsertions-reise: Für die einspaltige Petitzeile L 4 kr, bei wiederholter Einschaltung L S kr. ^ Anzeigen bis 5 Zeilen 2V k. ? Bei größeren Inseraten «nd öfterer Einschaltung eMpr«. chender Rabatt/ ^ , ^ Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 266. Montag, 20. November 1876. — Morgen: Mari» Opf. 9. Jahrgang. Eine neue Partei. der am 17. d. M. statlgefundenen Sitzung des Fortschritts-Clubs wurde folgender Antrag einqebracht: »In Hrwägung der hohen Bedeutung -er üra-e des ungarischen Ausgleiches und angesichts kr Notwendigkeit, diesem Umstande auch im parlamentarischen Parteileben Ausdruck zu vei leihen, werden folgende Zusätze zum Programm der Fortschritts-Partei beantragt: s) Bei Erneuerung des Ausgleiches ist eine Mehrbelastung Oesterreichs, insbesondere jede Störung seine« Credit- und Geldwesens hintanzuhalten. b) Für jene Beziehungen des staatlichen und wirthscdaftlichen Zusammenhanges beider Staaten, die im Interesse sowol der Gesammt-Monarchie wie beider Theile liegen, sind festere und dauerndere Grundlagen anzustreben. e) Die Normierung der Angelegenheiten, deren Regelung im 1867er Ausgleich unterblieb, ist end-»iltig festzustellen. 6) Jene Form der Verbindung mit Ungarn, d>e erfahrungsgemäß Oesterreich bisher einen ungenügenden Einfluß auf die gemeinsamen Angelegen-heilen einräumt und das natürliche Machtverhältnis beider Staaten verrückt hat, ist in einer den Einguß Oesterreichs sicherstellenden Weise zu regeln, wldr.gens die volle Selbständigkeit und die Möglich-den ist* S^Mstimmung für Oesterreich anzustre« sol» b^Der Club wird demnach auch nur eine , Regierung zu unterstützen in der Lage sein, welche das Verhältnis der beiden ReichShälfteii in den bezeichneten Richtungen zu regeln bestrebt ist." Eine Anzahl hervorragender Abgeordneten gesellte sich zusammen, um eine neue Partei zu bilden. Dicje neue Partei wird für die Sicherung des Bestandes unseres Gemeinwesens und für Gcl-tendmachunz der allen Fractionen der Verfassung-' ^ Partei gleich wcrthvollen staatlichen und oolkewirth-! schafttichni Interessen Oesterreichs der ungarischen , Reichshälste gegenüber in die Schwanken treten. Die neue Partei wird auf allen Wege» ernstlichen Con-flicten begegnen; cs werden voraussichtlich ihren Zielen sich nicht geringe Hindernisse enlgegensteUe», jedoch bei gutem, ernstem Willen, bei geschlossener Eintracht kann und wird die Äction dieser neuen Partei eine erfolgreiche sein. Reichsrath. 206. Sitzung des Abgeordnetenhäuser. Das Rekrutencontingents-Gesetz wird einem neungliederigen Ausschüsse zugewiesen. Es folgt die Fortsetzung der Debatte über den Antrag Göllerich, betreffend die Reform der politischen Verwaltung. Das Wort ergreifen die Abgeordneten GrafHohenwart, Zaklinski, Dr. v.Plener, Dr.Peez, R. v. Grocholski und Graf Mieroszewski. GrafHohenwart führte seine in der letzten Sitzung durch eingetreleneS Unwohlsein unterbrochene Rede zum Schluffe. Das Programm des der föderalistischen Partei angehörigen Sprechers besteht auS folgenden Punkten: Aufstellung von, den Landtagen verantwortlichen Statthaltern und politische Einthei-lung der Länder, anstatt nach Bezirkehauptmannschaftei', nach Gcrichtsbezirken. Ucbcr die Art der Verwaltungsorganisalion soll nach Ansicht des feudalen Redners nicht der Reichsrath, sondern der Landtag entscheiden; anstelle der staatlichen BezirkS-hauptmannschasten und autonomen Gemeinden sollen autonome Verwaltungsbezirke treten. Hohenwart predigte das Evangelium vom Föderalismus uni» die Wiedergeburt der abgestorbenen feudalen Herrschaft in den autonomen (?) Verwaltungsbezirken. Parlamentarisches. Am 17. d. hielte» die drei verfassungstreuen Clubs eine Beralhung über den Vor» schlag des Fortschritts-Clubs bezüglich einer allgemeinen Conferenz in der Aus gleich« frage. Diese Conferenz findet am Mittwoch den 22. d. statt. Es verlautet, daß das Ministerium in der morgigen Sitzung des Abgeordnetenhauses nähere Eröffnungen über den ungarischen Ausgleich machen werde. Im PetitionSauSschusse kam die vom Abgeordneten Dr. Giskra überreichte Petition, betreffend die Wahlumtriebe in Dalmatien, zur Verhandlung. Der Ausschuß beschloß, vorerst den Minister zu hören. Der Strafgesetzausschuß behandelte die Hauplstücke: „Verbrechen und Vergehen gegen das Leben," „Zweikampf," „Geldfälschung," „Meineid," „Verbrechen und Vergehen in Bezug auf den Personenstand," „Sachbeschädigung." Feuilleton. Mmillo'Hiilattc. Novelle von R u d o l f M ül den e r. (Fortsetzung.) baftia'n - Ävmbi, der Zombi," wiederholte Se-liek « dem letzten, der das Atelier ver- mit mir? e. "O mein Gott, habe Mitleid begann^»"? " diese letzten Worte aussprach, Die Nacht ük* Ordnung zu bringen. Er zündete ihn bei dieser Beschäftigung. umheraeblickt " ängstlich mit ihn niemand sehe, nahte er sich E erw Villavicemio's Staffelt und blickte Sein vor » ^ heiligen Jungfrau, und er "och so matter Blick belebte sich möchte deni^E*' »Der Meister äußerte: ich in fromme . ^en.« Dann versank er em Bilde, und sein Geist war so weit von diesem Orte entfernt, daß er zusammerifuhr und einen Schrei ausstieß, als er sich von einer Hand, die sich auf seinen Arm legte, berührt fand. „Sebastian!" sprach eine gebrochene, schüchterne Stimme. „Mein . Vater," erwiderte Sebastian und wandte den Hopf gegen den alten Neger, der vor ihm stand. „Was thust du hier, mein Sohn?" „Vater, nichts; ich betrachte mir die Bilder nur." „Sebastian," sprach der alte Neger wieder, indem er seinen Sohn mit fieberhafter Unruhe betrachtete, «ich habe gehört, was die Zöglinge beim Hinausgehen sprachen. Wirst du Wache halten?" „Ja Vater," bestätigte der Knabe. „Und der Zombi?" wandte der alle Neger furchtsam ein, indem er ängstlich umherblickte. „Ich fürchte ihn nicht, Vater," erwiderte Sebastian mit einem unbefangenen Lächeln, welches klar ausdrückte, daß cr diesen Aberglauben keineswegs theile. „O Sohn, scherze nicht also," flüsterte der Neger, dessen Kniee vor Angst beinahe zusammenbrachen. „Trotze ihm nicht I Wenn er dich entführen würde. Sage, was sollte aus dem alten EomeS werden? Ich will bei dir bleiben, obwol mit großer Angst erfüllt; aber dies hindert mich nicht. Er wird uns dann beide von dieser elenden Erde verschwinden lassen." „G«ier Vater," versetzte Sebastian, „es gibt wahrlich keinen Zombi. ES ist nur ein alter Aberglaube unseres Heimatlandes. Der ehrwürdige Pater Ambrosius hat es uns versichert. Vater, wir müssen es glauben; dieser heilige Mann lügt nicht." „Aber diese kleinen Figuren, Sohn? dieser Marienkopf, welchen sie alle heute Morgen so bewunderten — wer hat sie auf die Leinwand gemalt?" „Sie werden es später schon erfahren. O laß mich nur allein!" „Du bittest vergebens darum. Ich werde dich nicht verlassen. Denke doch, Kind, daß du mein alles bist. Die weißen Männer besitzen Häuser und Geld; sie genießen die Freiheit, die Freiheit, Kind. Du weißt nicht, was das ist, du, der als Sklave geboren ist. Aber ich bin es erst geworden. Ich ward in der Freiheit geboren." Der Justizausschuß bejchäftigle sich mit der Executions- und NolariatSordnung. Der Budgetausschuß unterzog das Budget des Ministeriums des Innern, namentlich den Titel: „Wasserbauten," und das Untecrichtsbudgel, u. z. die Titel: Mittelschulen (Gymnasien und Realgymnasien — für Krain 79,800 fl., Realschulen — für Krain 23,700 fl.), Prüfungs-Commissionen, Verdienstzulagen, Unterstützungen, nautische Schulen, Bibliotheken, Special-Lehranstalten (chirurgisch;), Institute, Volksschulen, Lchrer- und Lehrerinnen-Bil-dungSanstalten, Lehrmittel-Sammlungen, Bauten, Kindergärten u. a. in Berathung. Die russischen Forderungen. Rußland wünscht, wie der „P. Lloyd" erfährt, die Ausnahme folgender elf Punkte in das von den Mächten einerseits und der hohen Pforte andererseits zu unterfertigende Conferenz-Protokoll: „1. Allgemeine und strenge Entwaffnung der Muselmänner und der Christen in Bosnien, der Herze-gowina und Bulgarien. 2. Ausschließung nicht eingeborner Functionäre und Einführung des absoluten Prinzips von Wahlen. 3. Errichtung einer Miliz und einer lokalen Polizei (Zapliehs) mit Betheiligung der Christen an diesem Dienst, wobei die numerische Berechnung der beiden Bevölkerungen als Grundlage für ^ie Einreihung anzunehmen ist. 4. Concentrierung der türkischen Truppen in den Festungen und voraus gewählten und bezeichnten Ortschaften, um jede Berührung der Truppen mit der Bevölkerung zu vermeiden. 5. Gänzliche Aufhebung der irregulären Truppen und Zurücksendung der Lircassier in die musel-männischen Provinzen des Reiches. 6. Abschaffung der Verpachtung des Zehents und progressive Umwandlung des ZehentS in regel> mäßige Steuern mit Repartierung der Steuer durch die Contribuenten selbst. 7. Einführung und Gebrauch der lokalen Sprache in der Administration und den Gerichten. 8. Die Conserenz würde ihre Zuflucht nehmen zu der Einsicht kompetenter Männer, welche Andeutungen zu geben hätten über die in der Administration vorzunehmenden Reformen. Dieselben wären zu wählen: 1. unter den Personen, welche daz» beigetragen haben, die öffentliche Meinung über das Gemeinwohl aufzuklären; 2. unter den Persönlich letten, welche einen offtciellen Charakter tragen und ihren Sitz an Ort und Stelle haben; 3. unter den eingebornen Notabeln des Landes, auf welches die Reformen angewendet werden sollen. Was Bulgarien betrifft, würde das Exarchat den Arbeiten der offi-eiellen Räche präsidieren. ,O, du hast recht, Vater, es ist schrecklich, ein Sklave sein I" rief Sebastian, in Thränen aus-brechend. „chrrcklichj" wiederholte der alte Neger, „sch cllich hoffnungslos!" „MeinVater," sagte Sebastian, während er seine zitternde d erhob, „da oben ist ein Gott für alle, sowol für den Neger wie für den Weißen; sowol für den Herrn wir für den Sklaven. Laß uns zu ihm beten, mein Vater; er wird uns erhören." „ES müßte ein Wunder geschehen, Sohn." ,Gott vermag es, mein Vater." „Ah mein Sohn; er wirkt keine mehr." „Wer weiß es, Vater? Nur rin Schlechter verzweifelt," sagte der ehrwürdige Pater Ambrosius. Geh' in Frieden schlafen, geh', schlafe wohl; laß mich allein. Ich bin kein Kind mehr, ich bin bereit-fünfzehn Jahre alt, gute Nacht, Vater." „Gute Nacht. Gott wolle dir die Freiheit schenken I" „Dir zuerst Vater. Ich bin als Sklave geboren; ich bin daran gewöhnt; gute Nacht, Pater." 9. Die Ernennung eines christlichen, aus den Eingebornen gewählten Gouverneurs in jedec der drei Provinzen. Der Gouverneur wäre durch die ottomanische Regierung zu ernennen mil Zustimmung der Mächte. Die FunctionSdauer dieses Gouverneurs wäre 5 bis 10 Jahre (ähnlich wie auf dem Libanon). 10. Strenge Untersuchung über alle begangenen Greuelthaten und scharfe Bestrafung aller derer, welche schuldig befunden würden. Entschädigung der Familien, welche unter den Folgen der eingetretenen Ereignisse gelitten haben. 11. Einführung einer direkten, durch eine Confular-Commission ausgeüblen Controle, um die Ausführung alle« dessen zu überwachen, was im Obigen erwähnt ist." Politische Rundschau. Laibach, 20. November. Hutanv. Die österreichische Regierung gedenkt, wie der „P. Lloyd" erfährt, das Pferd «.Ausfuhr verbot erst nach dem thalsächlichen Aus-bruche des Krieges zu erlassen. Dieser Maßregel würden gleichzeitig noch andere, durch die strenge Neutralität unserer Monarchie vorgezeichnete Schritte folgen. Die FriedenShoffnungen seien in Wien verschwindend gering, und man behauptet sogar, daß die Conserenz nach der ersten Sitzung zu Ende sein werde. Deshalb werden auch die Mächte die Absendung eines zweiten Vertreters unterlassen. Ausland. Der deutsche Reichstag genehmigte vu bloo die Civil.Prozeßordnung in zweiter Lesung und schrill zur zweiten Lesung des Gesetzes über die Gerichtsverfassung. In wohl unterrichteten Kreisen Berlins circu-liert das Gerücht, daß die Mobilisierung des fünften und sechsten Armeecorps (Posen und Schlesien) unmittelbar bevorstehend ist. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt die Meldung der „Köln. Ztg.", daß der deutsche Bunde«, rath einen Antrag wegen Bewilligung der Mittel zur Beschickung der pariserWeltau-stellung nicht einbringen werde. In der belgischen Kammer erklärte Mi-irisier Malou, er werde sofort nach der Constituie-rung der Kammcr die Niedersetzung einer Commission beantragen, welche sich mit der Aufsuchung von Mitteln zur Sicherstellung der Geheimhaltung und Freiheit der Wahlen beschäftigen solle. Aus Loiidon ist der Befehl nach Indien zur Mobilisierung eines Armeecorps von fünfzigtausend Mann, zumeist Suniten (Mohamedaner), ergangen, die bekanntlich den Sultan als geistiges Oberhaupt anerkennen und bei welchen eine Action für die Türkei sehr populär ist. Die englische Kanal» flotte erhielt Befehl, nach Malta abzugehen. „Daily „Gute Nacht," sprach endlich der alte Neger, „gute Nacht." V. Sobald Sebastian sich wieder allein befand, machte er einen Freudensprung; aber plötzlich sprach er schmerzlich: „Ah, mein Gott! mich erwartet eine Strafe, wenn ich es nicht eingestehe, und mich erwartet gleichfalls eine Strafe, wenn morgen keine neuen Figuren sichtbar sind, und vielleicht droht mir eine neue Strafe, wenn man den Schuldigen kennen wird. O, fasse dich, armer Sklave! ES war ein Traum, ich will alle- auslöschen und rS soll nicht mehr geschehen. — Ich schlafe ein," fügtr rr gähnend hinzu, „ich will zu Gott beten; wer weiß, Gott wird mir viellricht ein Mittel senden, um mich au« dirsrr mißlichen Lage zu reißen." Sebastian kniete auf die Matte nieder, welche ihm jede Nacht zum Bette diente; aber ermüdet von den Geschäften des Tages, ward er inmitte seines Gebetes vom Schlummer überrascht, und da sein Körper sich an einer Säule des Atelier- stützte, blieb rr dasrlbst eingeschlafen lehnen. Telegraph" meldet aus Dublin: „Alle nach Irland beurlaubten Soldaten seien beordert worden, unverzüglich zu ihren Regimentern zurückzukehren. Die Urlaube wurd-n temporär sistiert." Am 16. d. M. wurde in Rom eine provisorische Erklärung über die Handelsbeziehungen zwischen Italien und Rumänien unterzeichnet. Das Budgelpräliminare des russischen Kriegsministeriums für das Jahr 1877 wurde um siebzig Millionen Rubel erhöht. Die „Agence Havas" meldet: „Der außerordentliche große Rath bei der hohen Pforte beschloß, den von England beantragten Zusammentritt einer Conserenz anzunehmen. Die griechische Kammer hat den Antrag der Opposition, die Ausrüstungsprojecte der Regierung als unzulänglich zu erklären, abgelehnt. Die Kammer anerkannte die Dringlichkeit der Rüstungen. Die Promulgierung des Gesetzes, betreffend daS ottomanische Parlament, ist bevorstehend. Zur Tagesgeschichte/ — Ausländer-Abschaffung. Im Oktober l. I. wurden 51 Ausländer aus den im Reichsrathe vertretenen Ländern abgefchafft. Hievon entfielen auf Rußland und Ungarn je 12 Individuen, Preußen 10, Baiern 7, auf die kleinern, deutschen Staaten und aus Italien je 3, Schweiz 2, Sachsen und Württemberg je 1 Person. Unter diesen Lan-deSverwiesenen befinden sich flinf Frauenspersonen. — Baumwollernte. Nach dem Berichte des landwirthschaftlichen Bureaus über die Baumwollernte in Amerika war die Saison für die Lese sehr günstig; die Qualität ist besser als die vorjährige, und wird die Quantität neun Zehntel der Ernte von 1875 betragen. — Wirbelsturm. Den „Times" wird aus Lal-cutta berichtet: Der am 31. Oktober stattgehabte Orkan hat schreckliche Verluste an Leben und Eigenthum verursacht. Sicherlich war es der zerstörendste Sturm seit dem großen Orkan im Jahre 1864. Der Sturm wurde in Eachar verspürt ; Lalculta ist mit genauer Noth den Folgen des OrkanS entgangen. Es wird gemeldet, daß der totale Lebensverlust die Zahl 20,000 erreicht, während andere Schätzungen ihn sogar auf 40,000 angeben. Lokal- und Provinzial-Augelegenheileu. Originai-Correspon-en). Klagenfurt, 18. November. (W i tt e r n n g.G e-meinderath. — Monumentaler Brunnen.— Theater. — Kalender. — Feuerwehr. — Landeshauptmann. — Borträge. — Butterexport. — Concert.) Würden Sie lächeln, wenn ich diese meine erste Lorrespondenz überfchreiben würde mit: „AuS dem blaugrünen Kärnten 7" Ich schmunzelte wol, als ich durch ein hiesiges Blatt darüber aufgellär Als Sebastian wieder erwachte, drang bereitem Zwielicht in das Gemach; die Kirchenuhr deS Klösterleins zum heiligen Franciscus verkündete eben, daß es 2^/, Uhr sei, und Sebastian schüttelte sich, um sich gänzlich zu ermuntern. „Vorwärts, Sebastian/ sagte er zu sich selbst-„Noch hast du drei Stunden vor dir, über welche du verfügen kannst; drei Stunden, wo du dein eigener Herr bist. Benütze sie, armer Sklave. Wenn der Tag erwacht, ist e« noch Zeit, deine Kette zu fühlen. Nun beginne, was du willst." Mit diesen Worten näherte er sich Villavicemio's Staffelei und fügte hinzu: „Bor allem will ich jene Figuren auslöschen." Er nahm einen Pinsel, tauchte ihn ins Oel und enthüllte das Gemälde. Als der Schein des erwachenden Morgens den Kopf der heiligen Jungfrau beleuchtete und derselbe in dieser Beleuchtung noch reiner und zartrr rrfchien, flüsterte er seufzend: „Und ihn soll ich auslöschen? Diese- Bild auslöschen? Sie haben es, ihrer Spötteleien ungeachtet, nicht gewagt, und ich sollte mehr Muth dazu besitzen? Nein, nein! Lieber will ich meine Strafe erdulde»» ja selbst den Tod, wenn e- sein muß. Aber dieser wurde, daß unser schönes Äronland diese Farbennuance trägt. Entweder hat der betreffende Notizler recht gesehen, oder er dachte sich, wen» unser Nachbarland, die Steiermark, die grüne heißt, warum soll dann Rärnten nicht blaugrün schillern? Mein Gott, es gibt ja so viele Schattierungen bis ins Tiesschwarze hinein — Kärnten könnte ja auch uionstregrün sein! Doch seit einigen Tagen sind Berg »nd Thal gleichmäßig weiß. Der erste Schnee hat sich eingestellt, nachdem sich einige Tage vorher die beiden Slo venen unseres Geuieinderalhes, Professor Andreas EinsPieler, faktischer Redacteur der „Kärntner Volksstimmen,' und B. 'Roßbacher, Verschleißer von Spezereiwaren, Ouar-ge n und anderen Delikatessen und ehemaliger Rübölstraßen- eleuchtungs-Asterpächter, in der Schnee-Anssührungssrage gründlich blamiert hatten. Auch in unserem Gemeinderathe geht es nicht mehr gemüthlich zu. Der Communalverein, einer der jüngsten unserer unzähligen, mehr oder minder zweckentsprechenden Vereine, dem die Ausstellung eine» unsörmigen, geschmack-^sen, einem Pissoir ähnelnden eisernen Brunnens am alten Platze nicht am Platze schien, sammelte Gelder zur An-Ichafsung eines monumentalen eisernen Brunnens, dev in München ausgestellt gewesen; doch der Gemeinderath wollte dazu nicht« beisteuern, darob großer Aerger, Zurückstellung des subscribierteu^GeldeS u. s. w. Mittlerweile Ausstellung des Rumpelkastens aus Blansko, der Eommnnalvereiu legte sich wieder darein, sammelt und bringt den ganzen Be-irag sür de» monumentalen Brunnen zusammen. un wird das »Pissoir" entfernt, ein monumentaler Brun -" b» ausgestellt und dadurch höchst wahrscheinlich wieder ver->e Gemüther ausgebracht werden, weil, wie von com-ENter Seite versichert wird, der Münchener Brunnen auch «Nicht weit her sein" soll. Veäeremo! Die Ungunst der Zeitverh'iltnisse sühlt natürlich auch unser Stadttheater, dessen Personale sür unsere Verhältnisse gewiß nicht schlecht ist. Namentlich ist die Operette vor-3 glich. Unser Direktor Klerr — bei den Laibachern gewiß im besten Andenken — ist der beste Kapellmeister, en «lagensurt je hatte, und der erste, der es versteht, mit i ^^ENtheils aus heimischen Kräften bestehenden ,ri„, " Drchesterpersonale etwas zu leisten. Ich vor E ^"isetzen an die Leistungen desselben zwei Jahren, als wir einen Anfänger von Kapellmeister " hatten, der eS meisterhaft verstand, Orchester und Sänger so fLiin auseinander zn dirigieren, daß sie nie wieder Susammenwirkten. Bon den darstellenden Mitgliedern nenne 'ch als vorzüglich die Dapien Frau Guppan-Blick und Frl. ' Wagner, Operettensängerinnen; Frl. Lalliano, Urbach Urban und Fr Deutschinger, Schauspielerinnen; die erren Arnberg, Operettentenor; Ludwig, Snppan, Hellwig, und ^^auspieler ; Stäuber, Schönthal, Schulz, Komiker, Rollen baben wir die anständigste Be- setzung. Trotzdem aber ist der Besuch uusercs Theaters — welches bis vor einigen Jahren für den Unternehmer noch eine wahre Goldgrube war — Heuer ein permanent flauer. Selbst der von dem hier weilenden ausgezeichneten Lustspiel-dichter Julius Rosen verfaßte, von ihm selbst in Scene gesetzte „Große Wurf" vermochte den baufälligen Mufentempel nur sür einen Abend zu füllen; die Gastspiele Tewele' s und der „größten Künstler der Jetztzeit" vom Eircus Suhr in Graz halten kaum bessere L^solge. Gegenwärtig gastiert Frl. Singer vom Larltheater in Wien aus unserer Bühne, aber auch diese Künstlerin muß mit den Beisallsstürmen eines stets nur mäßig besuchten HauseS Vorlieb nehmen. Unser slovenisch-muckerisch-conservatives Blatt »Kärntner Volksstimme" (Golt sei Dank, wol . ur eine ganz verein-zelte Stimme I), welches auch Ihrem Blatte öfters seine ehrende Aufmerksamkeit schenkt, woran sich gewöhnlich einige dicke Lügen reihen, warnt in einer seiner letzten Nummern vor Anlaus.des Pröll'schen „Kärntner VollSlalenderS," der Heuer im sechste» 3ahrgange erscheint und Lessen Reinertrag stets zur Anschaffung von BollsschiUbiblloiheken in Kärnten bestimmt ist. DaS genannte Blatt jammert, daß säst alle Bücher in den BolkSschulbibliotheken iu dem uns seindlichen (deutschen) AuSlauve gedruckt sino, uüd empfiehlt den „Kärntner Murieukalender." Nun ist aber gerade dieser l»S aus den Umschlag vollkommen ideuüsch mir dem regenS-bnrger „Katholischen Kalender," also unzweifelhast a u ch in Äicgensburg gedruckt, welches doch, soviel ich weiß, in Baiern, im deutschen Reiche, also auch m dem uns seindlichen (?) Auslände liegt. Doch, was liegt diesem „Schwarzblattel" an Logik und Susrichligkeit? — Wie alljährlich, vcranstaltete auch heucr unsere srei-willige Feuerwehr im Vereine mit den hiesigen Gesangs-oereine» eine Schillerseier — für daS kleine Klagen-furt ist es jedenfalls ehrend, daß es zum Schillerdenkmale in Wien 499 Gulden beitrug, während z. B. die sechsmal größere, reiche deutsche Universitätsstadt Graz nur mit 361 Gulden aus der Liste erscheint. Der vormalige Landeshauptmann Gras Goeß hat sich zum Winterausenthalt nach Meran vegeben. — Der Museums- und GeschichtSverem in Klagenfurt arrangiert wöchentlich populäre Borträge aus dem Gebiete der Natu» Wissenschaften und der Geschichte. — Aus Kärnten wird der-male» Butter in die Ostseeprovinzen exportiert. — DaS Künstlerinnentrisolium Orgeni, Hast und Timanoff concei-tiert am 20. d. in Klagenfurl. komm, spricht. Wenn ich ihn auslösche, Wz-. "ür vor, als ob Blut fließen würde, es Mord. Ich will den Kopf lieber vollenden." als -r Sebastian dieses ausgesprochen, die Ar«, *ine Palette ergriff und sich an ..Wen» ^ sagte, sich selbst beschwichtigend: dem Kidild auslöschen muß, ist hiezu vor Meiste^ ^ Zöglinge und dem Aufstehen des fehlt « noch Zeit übrig. Diesen Haaren rine x,».? ^ s4öne Wellenförmige — hier ist Linie >s. "7" einen zarten Pinfrlftrich — diese hEg, .^stimmt — sie scheint zu altern; die halb offne sE beten — ich will ihre Appen als athme si u,ein Gott, eS kommt mir vor, "'ich; mi» wenden sich ihre Augen gegen weine sch»n. E' ich vernehme einen Seufzer. O Der T?Ege Jungfrau!" nenstrahlcn *?"°chte mehr und mehr, die Son. alle GeaenstSn^. ""t ihrem glänzenden Lichte Arbeit alles- Sebastian vergaß bei seiner den Sklavenstan^ ^"schreitende Zeit, seinen drücken- der jung. ^ die angedrohte Strafe; denn vor st» sah nur den Kopf der Jungfrau mulh ^ gleichsam voll Güte und An. iu fein, als sich in voller Freiheit au« feiner «... ^"ch durch sehr bekannte Stimmen dir Erde »„rück-Au"? Wissen und al« Sklave auf zuruageführt ward. (Schluß folgt.) — (Personalnachrichten.) Herr August Pfi-sterer, Tilular-Oberstlieutenant in Pension, wurde in den uicht activen Siand des lrainischen Landwehr-Schützenbatail-lonr Nr. 25 in Laibach übersetzt. — Dem in hiesigen Be-völkerungSkreisen bekannten E-senbahubediensteten Herrn Franz Puxkandl, Werkmeister bei der k. k. priv. Krön-Prinz Rudolsbahu zu Amstetten in Niederösterreich, wurde aus «ine Vorrichtung sür gefahrloses Ein- und Auskuppeln der Eisenbahnfahrzeuge, sür die Dauer Eine« Jahres, vom k. k. Handelsministerium im Eiuveruehmeu mit dem königlich ungarischen Ministerium sür Landwirlhschaft, Industrie und Handel ein ausschließendes Privilegium ertheilt. — (LonscriptLou militärpslichtiger In dividuen.) Die Kundmachung des hiesigen Magistrates vom 10. d. M. enthält solgende Bestimmungen: 1. Jeder Stellungspflichtige der zum Erscheinen bei der bevorstehenden regelmäßigen Stellung verpflichteten Altersklassen (1857, 1856 und 1855) hat sich bei Vermeidung der Folgen deS § 42 W. G. im Monate Dezember l. I. im hiesigen magistratlichen Expedite in den gewöhnlichen Amtsstundea mündlich oder schriftlich zur Verzeichnung zu melden. 2. Die nicht hieher zuständigen Stellungspflichtigen aus den obbezeichneten Altersklassen haben zur Verzeichnung ihre Legitimation«- oder Reise-Urkunden beizubringm. 3. Sind Stellungspflichtige aus ihrem HeimatS- oder Aufenthaltsorte zeitlich abwesend und hiedurch oder durch Krankheit nicht in der Lage, sich mündlich oder schriftlich zu melden, so kann dies durch ihre Eltern, Vormünder oder sonst einen Bevoll> mächtigten geschehen. 4. Unterstützungsbedürftige Angehörige oder deren Bevollmächtigte, welche die zeitliche Befreiung Stellungspflichtiger, oder letztere, wenn sie die Begünstigung ihrer Enthebung von der Präsenzdienstpflicht anstreben, find verpflichtet, dir zur Begründung derartiger Begünstigungen bestehenden BerhLltnisse »ur Zeit der Verzeichnung nach zuweisen, ü. Die Pflicht zur Anmeldung sowie überhaupt die aus dem Wehrzesetze entspringenden Pflichten werden durch den Mangel der Kenntnis dieser Aufforderung oder durch Uilkenntnis der aus dem Wehrgesetze hervorgehenden Obliegenheiten nicht beirrt. — (Der n e uc o ii st i t u i e r t e Landesschulrat h) hielt am 2. d. eine Sitzung ab, wird demnächst die Nmconstituierung der Bezirks- und Ortsschulräthe veranlassen und den Vorschlag zur Besetzung der BezirkS-Schulinspectoren erstatten. -- (Turns chulen.) Dem Turnunterrichte wurde in Laibach eine ansehnliche Zahl von Lokalitäten gewidmet. Der Turnunterricht für Knaben und Jüuglinge wird in der neuen großen Turnhalle im Realschulgebäude, im Turn-aale der neuen städtischen Volksschule am Zois'schen Graben und im Turnsaale des Lycealgebäudes ertheilt. Einen ent-prechcuden Zuwachs an Turnschullokalitäten empfängt unsere Jugend durch die im neuerbauten Institute Wald Herr eingerichtete Turnschule. Der Waldherr'sche Turnsaal gibt gleichzeitig vierzig Schülern Raum zum Turnunterrichte; Recksäulen, Kletterstangen, Leitern, Barren, Pserd, Bock. Sprungvorrichtungen, Ringe, Schwebekanten, Eismstäbe, Hanteln sind in genügender Anzahl vorhanden, und rühren die Geräthe aus dem hiesigen Etablissement Tön nies her. — (Neuer Verein.) ES steht in Laibach die Gründung eines Offiziers-Spar- und Borschußvereines in AnSstcht. Der Zweck desselben soll darin bestehen, unbemittelte Offiziere in Fällen dringender Notwendigkeit durch Ver-absolguug geringer oder größerer Darlehen gegen billige Zinsenzahlung vor Wncherhänden zu schützen. Die Geldeinlagen werden mit drei bis süns Perzent verzinst; die Geld- und Vermögensgebarung geschieht durch eine selbstgewählte Commission, deren Präses ein Stabsoffizier ist. Disponible Geldeinlagen werden znm Ankaufe von verlosbaren Staatspapieren verwendet. — (Aus dem Amts blatte.) Kundmachungen, betreffend: 1. die Verpflegung der Häftlinge des hiesigen städt.-deleg. Bezirksgerichtes; 2. die Verzehrungssteuer-Verpachtung in Warasdin; 3. die Ausnahme eines Diurnisten beim Bezirksgerichte in Möttling; 4. die Geltendmachung von Ansprüchen sür gelieferte Militär - Naturalerforder» nifse im Jahre 1801; 5. die Lieferung von Brod und Stroh sür daS hiesige landesgerichtlichc Gefangenhaus; 6ten» die Wegräumung des Schnees in der Stadt und den Vorstädten; 7. die Besetzung der Lehrerstelle in Hotederschiz; 8. die Lonscription ver stellungspflichtigen Individuen im Stadtbezirke Laibach; 9.die Besetzung einer Bezirksgerichts-AdjunctenSstelle in Adelsberg; 10. die Ausnahme eine« Verzehrungssteuer-Bestellten sür Jdria; 11. die Verleihung von Stiftungen; 12. die Verzehrungssteuer-Verpachtung im Bezirke Tschernembl pro 1877; 13. die Wiederbesetzung des Tabak-Subverlages in Moräutsch; 14. die Auflage deS Voranschlages der hiesigen Stadtkaffe für das Jahr 1877 in der Expeditskanzlei des hiesigen Magistrates in der Zeit vom 16. bis 30. November l. I.; 15. die Auflage eines neuen Grundbuches in der Gemeinde Schenkenthurn. — (Warnung vorAuswanderungen nach Amerika.) Die „Laib. Ztg." bringt in ihrem letzten Samstagblatte einen Mahn- und WaruungSruf an die Bewohner KrainS, womit die europa-müden Bewohner unseres Heimatlandes, namentlich die Ansassen in den Bezirken Tschernembl und Möttling und auch in mehreren Gegenden Oberkrains, von Auswanderungen nach Amerika zurück-gehalten werden sollen. Zur nähern Beleuchtung diese- Mahn-und WarnnngsrnseS wird ein trauriges Bild über die Lage europäischer Auswanderer in Amerika zur Schau gestellt. Namentlich ist eS die Regierung von Venezuela, welche unter trügerischen Vorspiegelungen Einwanderer aus Europa anzieht. Den Einwanderern wird eine glanzende, reichen Gewinn bringende Existenz in Aussicht gestellt; eS werden in denselben Hoffnungen rege gemacht, die sich nach Inhalt authentischer Berichte nicht erfüllen. Die Zahl der leichtgläubigen, nach Amerika auSwandernden Europäer vermehrt nur den Personalstand der unglücklichen Sklaven in Amerika. Mögen die traurigen Erfahrungen, welche be-reit» s« viele au« Europa in die Goldgruben (?) Amerika'« auSgewanderte uud nach Europa wieder znrückgekehrte Fa-milien gemacht haben, in unserm Heimatlande gewürdigt werden und dir Lust nach Auswanderung in fremde Welt-theile im Keime ersticken. - (Landschaftliches Theater.) Der Tircus Suhr schloß vorgestern den Lyklus seiner hiesigen Vorstellungen ab. Den größten Beifall empfing die achtjährige Therese Amoros. Das den Produktionen vorausgegangene Lustspiel: „Eigensinn,- von venedix, erzeugte viel Heiterkeit. Im verlaufe dieser Woche gelangen zur Ausführung: Montag SV. d. »Madame Herzog;" DiuStag 21. d. das Sen-fativurfliick „Fernande;" Mittwoch 22. d. „Der Freischütz," Frl. Orgeni (Agathe) als Vast; Donnerstag 28. d. „Der Veilchenfresser;" Freitag 24 d. „Madame Herzog;" SamS-tag 2S. d. Acte au« „Norma" und „Lucia" (Gastspiel des Fräulein» Orgeni; Sonntag 26. d. „Angot." Witterung. Laibach, 20 November. Anhaltend trübe, unfreundlich, schwacher SO. Temperatur: morgens 7 Ubr -f- 3'8», nachmittags 2 Uhr -j- 5 2» 6. <1875 -1- 5 6«; 1874 — 0 8» 6.) Barometer im Fallen, 730 23 mm. Das vorgestrige Luzelaiittel der Temperatur -j- 5 2°, das gestrige -j- 5-5°; beziehungsweise um 19* und 2.4 über dem Normale. Ungekommene Fremde am ÜO. November. Hotel Ltadt Wien. Polak, Hdlsm., Triest. — Urtanöie, Beamter, und Javornik, Oberlaibach. — Friedrich, k. k. Oberstlieulenant, Graz. — Tastin und Braune, HiM., Gottschee. — Mally Peter und Mally Leopold, Neumarktl. — Pilz, Fabrikant, Warnsdorf. — Dolar, Gutsbesitzer, Winkel. — Leeb, Reis., Pforzheim. — Hofferer Antonia, Villach. — Tschinkl, Fabrikant, Lichtenwalv. — Hutter, Olterbach. — Szekulerz, Reis., Wien. Hotel Elefant. Piller und Schwarz, Großhändler, Graz. — Breznikar, Fabrikant, Gonoditz. — Pollak, Neumarktl. -- Blitz, Fabrikant, Wien. — Hieng uudTomsik, Rakek. — Deu, Neumarktl. - Vidic, Jieustadtl. — Dekleoa, Agent, Britvs. — Prinz, s. Familie, Jnnerkrain. — Kasteliz, Materia. — LnafliS, St. Marti». — Roth, schild, Gr.-Kanischa. — Bradiovian, Weinagent, Agram. Hotel Europa. Louis, Kfm., und Tschirner, Warnsdorf. — Blau, GetreidehSndler, Sissek. — Obst, s. Frau, Heidenschast. — Kollenz, Hotel- und Realitätenbesitzer; JaneZii und Leitner, Rann. — Bücher und Leitner, Kla-genfurt. — Zelenz, Weingärber, Silli. Modrr«. Kau^ii, Händler, Neudegg. — Klemeniiö, Besitzer, Krainburg. — Posch, Weinhäudler, Moräutsch. — Knisii, Privat, Lack. Baierischrr Hof. Jvankiil, Triest - Ahakii, Zirklach. — Vatovec, Materia. — Pip. Besitzer, Kronau. Kaiser von Oesterreich. Oseiiöan, St. Oselica. Verstorbene. Den 18. November. Johann Okorn, Habern-samnilerskind, 1 I. II M., Stadlwaldstraße Nr. II, Durchfall. — Johann Selan, Hausbesitzer, 71 I., Tirnauvorstadt Nr. 15, Altersschwäche. — Josesa Scheine, Privaie, 80 I., Vega-Gasse Nr. 9, Bruflwafsersucht. — Maria Rupnik, Inwohnerin, 72 I., Livilspital, Lungenentzündung. Den 19. November. Martin Boc, Arbeiter, 50 I., Livilspital, Lungentuberkulose. Theater. Heute: Zum zweitenmale: Madame Herzog oder : Die Verschwörung zu Monte siaSevne. Komische Oper in 3 Acten von Albert Milloud, deutsch von Julius Hopp. Musik von Jogues Offenboch. Lottoziehung vom 18. November. Triest: 44 19 78 76 18. Linz: 19 34 25 69 88. Ln Laibach verkehrende Eisenbahnzüge. Südbahn. Nach Wien Abf. 1 Uhr 7 Min. nachm. Postzug. » „ 3 „ 52 „ morgens Eilpostzug. „ „ „ 10 „ 35 „ vorm. Eilzug. 5 „ 10 „ früh gem. Zug. „Triest „ 2 „ 58 „ nachts Eilpostzug. „ 3 „ 17 „ nachm. Postzug. ,. 6 „ 12 „ abends Eilzug. „ 9 „ 50 „ abends gem. Zug. (Die Eilzüge haben 4 Min., die Personenzüge circa 10 Min. und die gemischten Züge circa '/. Stunde Aufenthalt.) Kronprinz Rudolfbahn. Abfahrt 3 Uhr 55 Minuten morgens. „ 10 40 „ vormittaqs. 7 . 35 „ abends. Ankunft 2 „ 35 „ morgens. 7 . 45 , morgens. „ 6 — abends. Telegramme. Ragusa, 19. November. Die erste Sitzung der Demarcationö-Commissäre fand heute statt. Bukarest, 19. November. Der Deputation, welche die Adresse der Kammer überreichte, antwortete der Fürst, so schlimm die Situation sei, glaube er dennoch, daß Rumänien dieselbe durch Einigkeit und gestützt auf die Garantiemächte überwinden und die Rechte und Integrität des Landes bewahren werde. Wiener Börse vom 18. November. St»st»ko!»ct«. «ew Ware rkLUkldrtvro. ! > bperc. «eali, üft.Pap. S0 4V «tt'50'Lllg. öft. Bod.-Lredil. loS'—ie« so dio. dto. oft. in Eil».! 85 So 6S 40 dto. in SS I , SS-7S 9V Si Sole von I8S4 . . . .Ivo — >vv sv Nation, s. w l g üole von 1860. gan,e 1077S W8 — llng. Bod.-Lredila»,!. -,5-50 ,5 ib «ose von 18«», jfüuft. 11s — ils-so Lrämiens». ». . ISV-75 1S1 so Siebeutürg. Lngar» ^vtlSL. glo-Ban! 7, SS 7S 7S 7i-- 73'— »nglo-vanl . . . Lrkditanftalt . . . D-»oftte»bank . . LScomvle-Äniinll franco - Lau! . . baudeUban! . . . »ationaliank . . Oeft. Bankgisei!!. llnion°Ban! . . öerkehrsb-n!. . Msöld.-öLhn . . Karl t'udwigbabn «ais. >L!is.-DLbn ;rais. Fr, ^Zosefsb StaatSbahn . . . Lüdbahn.... . 87-. L»8'40 -! . 880 — 87 N üi-IS« S7V - 1?r1orttLtL-Od1.1 Kranz IosefS^Babu . S2 — 98 Lv Oest. Nordwestbahn -I —8S— Siebenbürger — 8^50 StaatSbahn . . 165 — ikß — Südbahn L 5 Perz. 82 SV VL 75 dto. BonS - — - Lo»v Credit - Lose . Rudolfs-Lose 813 8LK- 48 — 76.— 84 -198 50 137— 1L1-258.-78 2-- 48 50 76 50 85'-198 75 137 50 122 -259'-78 50 (3Mon.^ Augsburg 100 Mark Kraukf. 109 Mar? . Lamburg „ ^ London 10 Pfd. Ster k. Paris 100 Francs ZVlÜLLVL. Kais. Münz-Ducai155 50 1!t50^ 14- 61 «5 617.', 127 — 127 10 50 80 50 40 6'11 6-13 10 16 10 15 62 48 i6L'v7 111 — 111 5.0 Wohnung, elegant möbliert, in schönster Lage der Maria Theresia-stratze, im ersten Stockwerke, bestehend aus 3, eventuell auch 4 Zimmern, Küche und Speisekammer. Dienstboten-zimmer u. s. w, ist vom 1. Jänner 1877 ab billig zu vermiethen. Auskunst ertheilt k. ÜIl>IIvr8 lturvau (Fürstenhof). 38 80 — London 124 —. Silber 112 75 - - >> k. Münz vukaten 6 09.— 20-Frincr Arücke 10 12. — >> 0 mark K2'45. 29, I1kI,Vg,(InO loto Zur Lieferung von A Couverts »u Firmenürurlr Z ^ empfiehlt sich Jg. y. Kleinmayr L F. Bamberg. Gedenktafel ibe> die am 2 3. Nvvem-ber l876 ftattfindnidln i