Cchnstleitmig: A«tha»«gass» Nr.' ((mnthl ran«). »» ,«»,»»«! XlaiUI »»»«»?» a4H htrt«riatiat. titiattiuag SiMUu; H« MDItfl («#• » , a Mttn att|«ica. - Pfi »Uliiitiintn f mii-uaÄtnt. »< .»?ei<*« a^ch!" m««Bt IM |4WI(M t»»i«riti| «tinl. Vewaltvng: Mttt«u«ge»: CiiA »I« soll «rtltKUtlp ...!>, I M Saltlübrig ... II. >*M »JmUS'i# ... II. *'M ft!I, (llll Bill »nftrüini In # Vtinatltd) . 1 . . R. —-M «t»lkl!tdrl, ... II. 1*50 MtWrii . . . . R. , — G-miidri» . : . *. *— *#»'♦ »»»!»»« r.a cic <*»l»i;5jcbai|r-r 1131 6trt:btt«a Mftlca6»njl-#rtu6r b. ttagcleitcu >b«wu«nu# jtütn kl* ist nbbtiUüuctg. Ar. 55. Hilli, Donnerstag, 18. September 1902. 27. Jahrgang. Aie Tätigkeit der „Sndmark". ii. Bon den Spenden, die uns im Laufe de« Be nchttjahre« zugekommen sind, können wir mit Rück- I jichi auf den Umfang dieser Darstellungen nur die ! bedeutenderen namentlich anführen. E« widmeten [ ml: die Landlage der Kronländer Kärnten, Nieder« ! öfkerreid) und Steiermark je 400 K, der Bezirkt» ' Mschuß von Mürzzuschlag 5V X, die Gemeinde ! ®roj 400 K, die Gemeinden Cilli, Linz. Marburg, ! Kiener-Neustadt je 100 X. die Gemeinden Florid«« [ Wrf, Totischee, Leo den. Spital a. d. Drau. Völker- > »arkl je 50 X, die Gemeinden Donawitz und Steyr je 40 X, die Gemeinden Aflenz. Brück a. d. Mur, ßim»bitz, Kindberg. Krem« a. d. Donau. Murau, Ltenerlach, Schotiwien, Wolftberg je 20 X und schließlich die Gemeinden Andritz. Deutsch-Land«-becp, Felvkirchen in Kärnten. Hariberg, Krieglach, £k|«n. Obdach, St. Polten, TarviS je 10 X. Herr lt. Michael Hainisch. UniversitätSprofeffor in Wien. Kr gleich seinem Beruf«genossen Dr. Eduard Reyer. kM wir eine Spende von 200 X verdanken, für bbe Errichtung und Erhaltung von Süvmark-dütereien schon so viel getan hat, spendete auch i> Jahre 1901 neuerding« zu diesem fördern»« »enen Zwecke den Betrag von 2000 X. Kleinere Spenden bis zum Betrage von 25 X hnab wurden un« zugewandt vom Kränzchen der Tuizichüler de« Herrn Friedrich Eichler in Graz M X. vom Sonnwendfeier-Au«fchuffe in Graz k- K 50 h. vom Herrn Karl Kie«Iinger in Eibi«-«alD 60 K, al< Kostenersatz durch Herrn August 8mjpi»ner in Graz 60 X. von der Ortsgruppe Arnderg de« Allgemeinen deuifchen Schulvereine« 56 K 75 h (=50 Mark), von der Ortsgruppe Haiiooer de« Allgemeinen deutschen Schulvereine« & K 60 h, vom Herrn Dr. Josef Hermann Michl in Wien 50 K, von Frau Josefine Gschwender zu 8ili in Tirol 40 K, von Herrn Kar! Fraiß in 9nn\ 40 K, au« der Sammlung bei der alldeutschen lulfttliung in Kassel 33 £ 48 h, vom Herrn Der Vesuv im Monat Mai 1900. Von Bergrat Riedl. Von Zugend auf den sehnlichen Wunsch, nur ckma! Italien bereisen, immer weiter gegen Süd Mrtiingm, endlich den Vesuv und dessen Opfer, Vvoptjl. besuchen zu können, unerfüllt bis zum sÄazigsten Jahre im Herzen zu tragen, wird härter usi immer hirter in dem Verhältnisse empfunden, all gerade, was den Vesuv anbelangt, die vielen Veschreibungen der Besteigung dem Leser eben nur jenm Eindruck wiederzugeben vermögen, welchen der tetteffmde Reisende selbst empfangen hat. Der Vulkan ascheiat ein und derselben Person in kaum glaub-Ich» Weise verschieden, je nach dem Stadium, in kz er sich gerade befindet, ob im Zustande an-scheamd vollständiger Ruhe, ob vor, während oder krrz «ich einer Eruption, aber auch daS Verständnis her einzeln cn Erscheinungen und dem einsprechend taS Interesse sür die Beobachtung derselben fällt hier f« schwer ins Gewicht, daß ich gerne gestehe, jiß mein Wunsch mir als Geognost aus eigener Anschauung ein Urtheil zu bilden in dem Verhüll-risse zur Erfüllung drängte, als jede neue Befchrei« hing des Aufstieges gegenüber älleren ein verändertes, neues Bild brachte. Wie so manchem, der von Jugend auf den ^kamp! ums Dasein" kämpfen muß. gelang eS mir erst nach kurzer Rast in Rom, am 7. Mai 1900 Rttyel zu erreichen. Selbstverständlich war in mein lltberemkommm mit Th. Cook & Son die Partie m Vesuv mit aufgenommen und, im Hotel „Riviera" iRfeluigt, war die erste Frage, ob ich am nächsten Tag den Vesuv besteigen könne. Der sonst so redselige Italiener deutete nur Dr. Paul Schuppli in Oberhof 32 K 50 h, vom j Herrn Dr. Kamillo Baumgartner in Graz al« Ent-Hebung von den NeujahrSwünschen 30 £ und end« lich vom Herrn Juliu« Enzensömmer in Windisch-garsten 27 K. Von unseren 199 Ortsgruppen haben nur 32 Spenden eingeschickt. Durch Erträgnisse von Festlichkeiten, wie sie — soviel der Hauptleitung bekannt ist — nur 40 Gruppen veranstaltet haben, sowie durch die eifrigere Benützung der Sammelbüchsen. die nur 2924 X 19 h eingebracht haben, könnten und sollten unsere Einnahmen bedeutend erhöht werden. Insgesammt erreichten die Spenden der Ortsgruppen eine Höhe von 21 203 K 77 h, gegen das Vorjahr mit seinen 16.896 K 18 L, wohl ein erfreulicher Zuwach« von rund 4300 X, aber doch noch immer eine beschämend niedere Ziffer angesicht« der weitgesteckien Ziele des Ver-eine«, der infolge der dürstigen Mittel bi«her keine groß angelegte Tätigkeit emfalten tonnte, sondern sich mit kleiner Hils«arbeit und mit der Verliesung de« VolkSbewußtsein« bescheiden mußte. Selbst die an verschiedenen Punkten der „deutschesten Stadt" Graz angebrachten 18 Zünder-Automaten sind viel zu spärlich benützt worden, denn sie warfen in der zweiten Hälfte de« Jahre« 1901 nur 569 X ab. An Darlehen wurde «in Gefammtdetrag von 21.669£K 35 k gegeben; hievon erhielten: die Schule in Windifchgraz 5000 K. der Weinbau« verein in RadkerSburg 4000 X, Gewerbetreibende, Studierende, Bauern und Lehrer 16.139 K 71h und verschiedene Geldanstalten 529 K 64 h. An Spenden al« einmaligen Unterstützungen wurden u. a. gewähr«: der Südmärkifchen Volks-dank 302 X 99 Ii, der Schule in Roilenftein bei Greifenburg in Kärnten 100 K, dem Kindergarten in Schönstem 200 K, dem Kindergarten in Arnold-stein 100 X, der Suppenanstalt in Gottfchee 50 X. dem Kindergarten in Wöllan 600 X. der Fachschule für Holzschnitzerei in Malborghet 400 X. dem deutschösterreichifchen Moorvereine zu Staab bei Pilsen in Böhmen 200 K, dem Südmäikischen kopfschüttelnd nach dem Vulkan, der, von der Riviera aus gesehen, den Horizont gegen Ost begrenzt und fragte bloß, ob mir unbekannt geblieben, daß in den letzten Tagen Eruptionen eingetreten seien. Ueberzeugt, am nächsten Tage bei der Filiale Th. Cooks die maßgebendste Auskunft zu erhallen, wurde eine Fahrt nach dem Posilip unternommen. Von hier auS zeigte der Vesuv allerdings, periodisch wiederkehrend, dichte, dunkle Rauchmassen, allein das übermütig heitere, bunte Treiben, das den Korso be« lebt, ließ mich — nachdem ich die letzten Tage keine Zeitung in die Hand bekommen — über die Sachlage umsomehr im Unklaren, als nicht ich allein, sondern die überwiegende Zahl der gleich mir hier Fremden die von Zeit zu Zeit hörbaren Detonatio« nen für aus der Ferne herübergetragene Kanonen-falvm anläßlich der Ankunft des Königs zur Er-öffnung der hygienischen Ausstellung deutete. Erst als ich vor dem Zubettegehen um Mitternacht vom Balkon auS den Krater wieder erblickte, zog all daS, waS mich fo oft, so lange beschäftigte, in der Er-innerung vorüber, um — so lebhaft eS in Bild und Wort geschildert worden — in Schatten zu treten vor einer Wirklichkeit, die in ihrem Großartigen nicht beeinträchtigt, ja dadurch nur erhöht wird, daß trotz dem nie rastenden Getriebe der zu Füßen des VulkaneS liegenden Weltstadt mit ihren 600.000 Einwohnern die Nacht mächtig da« donnerähnliche Rollen hören läßt, während die durch die Aschen-massen dunkelrot gefärbten Feuergarben periodisch die ganze Umgebung weithin beleuchten, um sie wieder in daS nächtliche Dunkel verschwinden zu lassen. Ich erschien mir als Glückskind, welches der Zusall eben zur Zeit des Sehenswertesten hatte hieher gelangen lassen. Umso ärger enttäuschte mich am nächsten Sängerbunde 200 K, dem Kindergarten zu Burg« stall in Südtirol 1000 K, der deutschen Schule in Rohitsch-Sauerdrunn zur Anschaffung von Turn« geräten 107 K, dem Kindergarten in Tüffer 200 K, der Schul« in Waiern bei Feldkirchen in Kärnten 60 K, dem krainischen Lehrerverein in Laibach 100 X, dem Klndergarten zu Buchholz in Tirol 100 X. dem Kindergarten in Mahrenberg 200 K, dem deutschen VereinShaus« in Pettau 200 X, dem deutschen Heime in Rann 200 K. der Schule zu Karnburg in Kärnten 300 K, den südtirolischen Gemeinden Kuninig und Neumarkt sür die Ueber« schwemmten je 500 X. der Gemeinde Gönfchach im Bezirke Hermagor (kärnten) zum Schulbau«« baue 500 K, der Studentenküche in Gottfchee 50 K, dem Turnvereine Iahn in Kindderg 100 X zur Anschaffung von Giraten, dem Turnvereine in Mahrenberg zu demselben Zwecke 150 X, den Ge« meinden des RosentaleS in Kärnten zum Ankaufe zweier Fleifchschneidemafchinen durch die Ortsgruppe in Ferlach 180 K, der MusikvereinSfchule in Pettau 200 K, der deutschen Schule in Abbazia 600 K, der Freiwilligen Feuerwehr zu Kleindorf bei Ebern» dorf in Kärnten 100 X, der Schule zu Lippitzbach in Kärnten 240 K, der Gemeinde Ladinach in Kärnten für die Abbrändler 600 X. dem Kinder« garten in Rohitsch-Sauerdrunn 160 X. Außerdem bewilligte die Vereinsleitung, die während der Dauer de« Berichtsjahres 4690 Geschäftsstücke in 46 Sitzun« gen erledigt hat, einer stattlichen Reihe von Schulen und Kindergärten WeihnachtSfpenden. Leider konnte der Verein mit feinen kargen Mitteln nicht immer die gewünschte Hilfe bringen, da die Anteilnahme an seinen Bestrebungen noch viel zu wenig allgemein und opferfreudig ist. Und doch follte es der ganze Volkskörper empfinden und sich zum Schutze bereit machen, wenn Blut«genvssen in völkische Not geraten! Noch immer macht sich in unseren Reihen jene unheilvolle Gesinnung breit, die mit großen Worten flunkert und sich am poli« tischen Zanke weidet, anstatt den tiefgeheimen Schmerz lebendig und hilfbereiten Herzens zu empfinden, den Morgen die Auskunft bei der Filiale, ich könne mir die für die Partie am Vesuv bestimmten Koupons rückzahlen lassen, die obere Station der Zahnrad-bahn (Funiculare) fei durch ein mächtiges Lavastück arg getroffen, die Bahnfahrt unmöglich geworden, man könne wohl mit dem Wagen bis zu Cooks Hotel im Niveau der Antriebsstation am Fuße der Bahn gelangen, jeder weitere Aufstieg aber, nachdem mehrere Engländer, die sich zu weit vorgewagt, ver« letzt worden, sei von der Regierung durch Militär ab-geschlossen worden; auch ließe sich vorläufig nicht bestimmen, wann eine Besserung der Verhällnisse zu erwarten sei. Da hieß eS denn, sich in Geduld fassen; allein als ich nach einem inzwischen unternommenen AuS« fluge über Pompeji, Salerno, Pästum, Amalfi, Sorrent und Eapri am 16. Mai neuerdings anfrug, hieß es abermals, daß sich nichts verändert habe. So flbien denn mein lange sehnlich gehegter Wunsch zunichte geworden und nur, um nicht ganz unver« richtet«: Sache zurückzukehren, ließ ich mich am 17. morgens in Gesellschaft dreier Frauen in den von Cook gestellten Landauer einkasteln, um wenigsten? bis zum Hotel zu gelangen. Meine Reisegefährtinnen repräsentierten drei Reiche. Eine Tochter AlbionS in mittleren Jahren, eine mehr als schlanke, sür eine Engländerin kleine Gestall, mit der wir Uebrigen ob unvollkommener Sprachkenntnis im Verkehre etwaS beschränkt waren. Mit dem Ernst ihrer Landsleute an dem Austausche der Ansichten regen Anteil nehmend, kontrastierte sie auffallend mit einer zweiten Frau, einer „Reichsdeutschen", von annähernd gleichem Aller. Diese zu kennzeichnen, wird mir sür-wahr nicht schwer! Hat je Wilhelmine Buchholz eine Doppelgängerin gehabt, so war sie eS mit ihrer Seite 2 Deuts»- Wacht Nummer 75 das Abbröckeln de« Deutschtums jedem verursachen muß, der wahrhaft völkisch fühlt. £ Eine Verlustliste für da» Deutschtum, eine flammende Anklageschrift gegen die Faulheit und Gedankenlosigkeit der Deutschen möchte man die Jahresberichte bei tschechischen Schulverein,S Ma-tice Skolska oder des slavischen HermagoraS°Ver« eines nennen. Reden können wir Deutsche auSge» zeichnet. DaS Maulheldenium ist in allen Parteien gleich stark verbreitet! Für Kommerse. Fest« und Hetzen haben wir Zeit und Geld. Und dann, wie stolz suhlt sich der Deutsche, wenn er im dröhnen-den BiedermannSlone jene berüchtigten Versamm« lungSphrasen auSstößl: Mein Herzblut sür mein Volk! Lieber tot als slavisch! Wir sind ein ge-walligeS Edelvolk! Hei, wie daS in die Ohren klingt! Wie sich die Wangen vor Begeisterung — oder Alkohol röten! Und dann nimmt einer die Sammelbüchse und gehl herum; von allen Seiten fliegt fchreibung diese« Posten«, mit de« ein Jadr-t-gehalt von 2000 X und die Vergütung der Rene« auSlagen verbunden ist, wurde der ehemalige Lehrer in TamSweg, Herr Rudolf Schiefer, »um Wander« lehrer bestellt, der als solcher eine Reihe von Ortt» gruppen besucht hat. I« Juli 1902 ist Herr Schiefer au« unseren D>enst«n getreten: dermalen ist di« Wanderlehrtrstell« unbesetzt. Bei verichie« denen Festlichkeiten und Versammlungen einzelner Ortsgruppen sind überdies Mitglieder der Haupt» leitung als Vertreter de« Vereine« und al« Redner anwesend gewesen. Die Tätigkeit der Ortsgruppen war im ga»M eine zufriedenstellende; e« war eine erfreulich« Zu« nähme de« Eifers bemerkbar. Da« Fest der Sonne«» wende hat sich schon ganz eingebürgert; ih« hat sich im Berichtsjahre auch da« Julsest zugesellt. Eine« der wirksamsten Mittel zur Weckmg und Stärkung unsere« Volksdewußtsein« ist ja doch die Wiederbelebung und Erhaltung deutschen Brauch« tumeS und deutscher Eilte. Von diesem Sesichl»-punkte auS haben sich auch deutsch fühlende Manier und Frauen. Vereine und Körperschaften seit einer Reihe von Jahren die Pflege der Som«ersiiim-wendfeier angelegen sein lassen, und eS laßt stch nicht leugnen, daß schon manches laue Herz an den Sonnwendfeuerglulen warm geworden, daß >» mancher bisher brach gelegenen Seele da« Sa«a> korn völkischen Empfindens zum Leben geweckt not« den ist. Ueberall im Südmarkgebiel« sind die Fest« feuer de« deutschen Erwachen«, de« bewußten mit geweckten Volk«gefühl« entflammt und dadei s« manche kernige Worte der Zuversicht in de» Fe»n« segen eingeflochten worden. Nun verzeichnen d« Bücher germanischer Sitte und Sage außer de» Feste der Sommersonnenwende auch da« der V<«a-sonnenwende, da« Julfest, ein Fest de« ewig kreise»-den, nie versiegenden, immer wieder zu neue« siez» haste« Gang« auslodernden Lichte«, da« die chrift« lich« Kirch« in der Erkenntnis feiner Hoden 9» deutung zu »ine« der ihrigen gemacht und alt Christfest in ihr Weihebuch aufgenommen hat. Die Leitung de« Vereine« Südmark gla»d>e Massen in kollofalem Maßstabe das Wese» emer eisenhältigen, tiefgrauen, an ihrer Oberfläche bnim-gefärbten Rohschlacke zeigen, wie solche der Hochöfe» bei Rohgang liefert. Der seit früh morgens umwölkte Himmel fie< gann feinen Regen zu spenden, der stoßweise dunj Westwind unterbrochen wurde. Das ObfenxrtonM lag bereits unter uns, der Fußpunkt der Zahnrnd-bahn, und damit auch das Hotel, war erreicht ivid damit von meiner so lange sehnlich gehegte» Hess« nung, einmal den Krater da droben zu besteigen — „zum Abschiednehmen just daS rechte Wetter!" Doch wie der Zufall oft im Menschenleben ei« entscheidende Rolle spielt, war es auch hier, ll» wenigstens vom Hörensagen eine Vorstellung M Verlaufe der derzeitigen Eruption zu erhalten, tank der beim Gabelfrühstück bedienende Sellner befragt, wie die Bewohner deS Hotels die Schrecke» da letzten Tage überkommen hatten. Mit der Gemüt-lichkcit des geborenen Wieners, denn ei» solche: war er, schilderte er in deS Wortes vollstem Töne höchst ungemütliche Lag«. Ein Ingenieur (wie er idi nannte) deS Observatoriums, hatte jedem wiederholt aufgetragen, auch nachlS sich nicht zu entkleide», sich stets bereit zu halten, daS Hotel zu verlassen. Die beunruhigenden Momente traten in gan; regeCäia Zwifchenräumen ein; feiner Ansicht nach war die Gefahr speziell für diesen Punkt in der Nacht tx» 10. zum 11. Mai am stärksten, inde« man wh liegend keine Ruhe mehr fand, hin- und hergesorsa wurde, die Erschütterung selbst Stühle zu« We brachte, so daß alle Bewohner bereits sich zu» Aid» zuge rüsteten und in das tiefer liegende Lkw vatorium übersiedelten. Nach endlos fchdncr.bc Nummer 75 daher tint Pflicht zu erfüllen, wenn sie an die LrtSgruppenleitungtn da« dringende Ersuchen rich-teie, auch die Zeit der Wintersonnenwende, daS Kilfeft, zu begehen, um dadurch die völkische Er« jikhung zu fördern, die ja der Verein Südmark auch al« eine Hauptaufgabe ansehen muß. Daß diese» Fest seiner Bedeutung gemäß ein «rnste« und »eihevolle« Gepräge haben soll, ist selbstverständlich lud braucht nicht erst betont zu werden. Wohl »Kr wag die Bitte gestattet sein, daß bei dessen Veranstaltung wie bei allen völkischen Feiern auch vif die Kräftigung de« Berein«fäckel« Bedacht ge-Rommtn werden möge, wa« durch die EinHebung eine« kleinen Eintritt«gelde« leicht erreicht werden tarn:. Diese» muß umsomehr al« passend und ge-rechtfertigt erscheinen, weil die Verein«leitung seit jehrr Weihnachttgabeu für deutsche Schulen und lkindergärten an der Sprachgrenze widmet: ein skgentreiche« Wirken im Dienste unsere« Volke», da« unsere Ortsgruppen gewiß gern nach Kräften » fördern bestrebt sein werden. Die Kerzen de« Znlbaumt«, die die Südmark entzündet, werden mit Hellem Scheine in jauchzende Kinderherzen leuchten nd dort den Funken der Dankbarkeit und des D»tschbew»ßtfein« anfachen, der nie erlöschen, son-dem dereinst zur tatenerweckenden Sonne auf-jhsioun wird. Den beiden Ortsgruppen in Marburg und der On»i;ruppe in Gottfchee sind wir dankbar für die khiltung und Förderung der Siudei tenküche». in denen eine stattliche Anzahl von Schülern au« küdmarkgeldern verköstigt worden sind. ZukunftSfreudix wollen wir in der treuen Ge» »«liifchaft deutschen Denken« und Schaffens weiter« «denen an dem Schutzdaue unsere« Grenzwalle«. si der Vertiefung einer starken und ideal gesinnten LolkSperfönlichkeit. Da« Echte und Wahre unsere« tatschen Wesen« kann nie ganz verloren gehen; uch jahrelangen Trübungen und Verkennungen ist et immer wieder zu siegreichem Durchbruche ge« ■•nun. Im Kampfe hebt sich der deutsche Mut Gleich dem schwingensicheren Aar: Wir preisen noch sterbend die Mutter gut, Die in deutschem Land unS gebar. Jetzt, da im Gebiete der Südmark der Vor-Uups um die deutsche Zukunft zum Heile de« Ge« suuvolke« geführt werden soll, kann e« für ein nchie» deutsche« Gewissen nur einen Titel de« Un-glmzfe» geben: den herben Vorwurf, während »ieset Bölkerringen« au« Kurzsichtigkeit oder Feig-hm müßig geblieben und da» eigene Blut ver-leugnet zu haben. Die Zeit ist reif und große kednsucht harret der Erlösung! Unserem Volke ist da« Bewußtsein noch lange nicht entschwunden, daß t» eme herrliche, heilige Sache fei, für Heimat, Lolktium, Freiheit, Ueberzeugung und Ehre mit de« derben und herben Schicksal«trotze der N>bc-taifjmUute zu kämpfen! Rächt brachte erst der Morgen nach und nach Ab» «hm der Schwankungen. Das alle« war recht interessant, mein zunichte gwordeneS Streben aber, dazu die anscheinende ftche, welche wenigsten« unsere unmittelbare Um-phmg so beherrschte, daß der Lacrimae Christi auch bei »ollkommenem Stillstande der eruptiven Tätig-Kit nicht besser hätte munden können, legte mir nahe, k Frage zu stellen, ob man denn nicht ohne Zahn-raddahn und trotz der den Aufstieg wehrenden heili-ge» Hennandad weiter vordringen könne. Wie unerwartet kam nun die Versicherung, daß i»:» trvy alldem zum Krater gelangen könne, man m>'i sich nur entschließen — zu zahlen und wieder ju zahlen! Das ließ sich hören und um so will-kmnener hören, als das „schwache Geschlecht" ein-stimmig erklärte, mithalten zu wollen. vaeitwilligst handelte unser Wiener Nothelfer vit dem Hauptführer auf 1b Lire ab, welcher aber in Lndettacht, als sämtliche sonstigen Wege und Kchfteige mit Asche bedeckt seien, Tragtiere infolge-Wiirn gleichfalls nicht verwendbar wäre», darauf bc-stsnd, daß jede Person einen separaten Führer, iGl::]enfaII« zum Aufziehen, erhalten, vorsichtshalber em lragsesiel mitgenommen, endlich jede Gebür im «ochioei» gezahlt werden müsse. Was sich doch der Mensch in dem Moment, irt a Aussicht hat. mit etwas Energie feinen Willen wchzuleyen, zum Ziele zu gelangen, lammfromm ge« fallen läßt und andererseits, welch weise Einrichtung, H«S der eine daS Innere des anderen nicht durch-schien kann! Wie hoch wäre sonst unsere kleine M'lzesellschast hinaufgeschraubt worden! Sin letztes Glas auf ein glücklich Gelingen vmde in heiterster Stimmung geleert, jedem sein Deutsch- Macht" Der Fahne treu, die im Gefechte, In Not und Kampf uns weht voran, Dem Volk, der Freiheit und dem Rechte Getreu bi« auf den letzten Mann I » * Wahl in den AuffichtSrat: 1. Dr. Juliu» Derfchalia v. Standhalt, Rechtsanwalt in Graz: 2 Anton Fürst. Ge werke in Kindberg; 3. Karl Nierhaus, Gewerke in Mürzzuichlag; 4. Jofef Ruderer. Kaufmann in Graz; 5. Anton Rudolf Walz, Gutsbesitzer zu Wariberg im Mürztale. Wahl in die Vereinsleitung auf drei Jahre: I. Dr. Han» Hock, Arzt in Villach; 2. Adolf Horneck, Kassier der Gemeindesparkaffe in Graz; 3. Dr. Ferdinand Khull, Gymnasialprofessor in Graz; 4. Heinrich Lun. Weingroßhändler in Bozen; 5. Simon Rieger, Ingenieur zu Neumarktl in Krain; 0. Dr. Moriz Rüpjchl, Amanuensi» der Landesbibliothek in Graz; 7. Dr. Edmund Schmid, Direktor der landwirt-schädlichen Versuchsstation in Marburg; 8. Dr. Erich Riegelhofer in Wien. Wahl ver Ersatzmänner: 1. Anton Kreb», Tapezierer in Graz; 2. Emil Niemann, Spartassebeamter; 3. Dr. Alexander P'sendorser, Rechtsanwalt in Graz; 4. Hau» Sauseng, Kanzleivorstand der Weitzerijchen Wagen-sa tik in Graz; 5. Dr. Hans Freiherr v. Stern» bach, Rechtsanwalt in Graz; 6. Wilhelm Thöny, Kaufmann in Graz. wie Kaiser Josef II. über den Gebrauch der deutschen Sprache gedacht hat. „Wenn die hungarifche Sprache in dem König-reiche Hungarn uns den dazu gehörigen Teilen und in dem G-oßfürstentum« Siebenbürgen die all-gemeint LandeSfp.ache wär,', so könnte man sich zwar derselben bei der Verwaltung öffentlicher Ge» schäsle bedienen; allein e« ist bekannt, daß die deutscht und illyrische Sprache mit ihren vielfältigen Dialekten, so auch dit wallachische, ebenfalls fo sehr im Gebrauche seien, daß man die hungarifche keine«» weg« für die allgemeine halten könne. Man würde also nicht füglich eine a»dere Sprache zur Führung der Geschäfte wählen können al« «den die deutsche, deren sich die Regierung benit« in allen militari« schen al» politischen Geschäften b dient hat. Wie viele Vorteile aber dem allgemeinen Besten za-wachsen, wenn nur eine einzige Sprache in der ganzen Monarchie gebraucht wird, und wenn in dieser allein die Geschäfte besorgt werden, daß da-durch alle Teile der Monarchie untereinander ver-bunden und die Einwohner durch ein stärkere« Band der Bruderlie. e zusammengezogen werden, wird ein jeder leicht einsehen und durch die Beispiele der Franzosen, Engländer und Russen davon hinläng« lich überzeugt werden. Und wie nutzbar muß e« hauptsächlich für die Hungarn werden; wem sie ihre Zeit nicht mit der Erlernung so vielerlei Sprachen, bi» im Reiche üblich sind, verderben muss«», wenn e selbst den größere Teil de« Ge« Führer zugeteilt und als wir die Guardia, welche uns den Ausstieg zu wehren bestimmt waren, paf-sierten, salutierte sie mit der dem Italiener eigenen Höflichkeit. Was das Fernrohr von Capri mir von anderen Punkten auS gezeigt, bestätigte stch nun dahin, daß vor uns eme gleichmäßig nach aufwärts ansteigende Ebene lag, welche gegen den Krater zu in steilerem Gefälle endete; sie erschien vollständig und gleich, sörmig mit mehr minder feinem schwarzgrauem Sande, sehr ähnlich dem gewöhnlichen schwarzgrauen Streu-sande, der sogenannten Asche, bedeckt, so daß keine Spur eines Wege« sichtbar war; nur ragten allent» halben mehr minder mächtige Trümmer tiefgrauer, schlackenartiger Lava heraus, die nach oben ihrer Anzahl wie ihrer Größe nach bedeutend zunahmen. Die Umfassung des gewöhnlich kesselsörmigen Kraters war. geradeso wie anno 1872 und auch später, durch die heftigen Beben eingestürzt, hatte den kessel« sörmigen Raum ausgefüllt, ihre Trümmer waren während der Eruptionschargen viele hundert Meter hoch emporgeschleudert und in die Asche der Gehänge eingebettet worden. DaS zu den mittelgroßen Trüm> mern zählende Lavastück, welches die obere Station der Funikulare arg beschädigt hatte, besaß ein Ge-wicht von zirka zehn Meterzentnern. Die Verhält« nisfe des Aufstieges hatten sich daher innerhalb der letzten vierzehn Tage gänzlich verändert. BiS dahin brachte die Zahnradbahn den Reisenden von ihrem Fußpunkte (zirka 800 Meter über dem Meere) auf einer Strecke von 320 Meter und einem Neigung«. Winkel von 43 bis 63 Prozent in zwölf Minuten bis zu einem Punkte aufwärt«, von welchem auS er in zirka zwanzig Minute» den Kraterrand erreichen konnte. (Schluß folgt.) Seit« 3 brauche« der lateinischen Sprache entbehren, und doch alle doch nur durch die Kenntnisse der einzigen Sprache der Monarchie sowohl zu vaterländischen, al« zu auswärtigen Geschäften und zu den an-tretenden Aemtern sich geschickt machen können. Da nun Se. Majestät glauben, daß ebrn jetzt der Zeitpunkt da sei, wo dieser zur Ehre der Nation und zugleich der ganzen Monarchie gefaßte End« zweck ausgeführt werden kann, fo hoben Se. Ma-jeftät verordnet, daß: I. vom 1. November de« laufenden Jahres angefangen bei der königlich hungarifch-siebenbürgifttn Hofkanzlei alle Geschäft», die Prozeßsachen ausgenommen, welche durch den Zeitlauf ein<« Jahre« noch lateinisch behandelt werden dürfen, nicht ander« al» in deutscher Sprache behandelt werden und in eben dieser Sprache alle Expeditionen an die Provinzial-Dikastcrien und an diefe Kanzlei geschehen sollen. Doch sind die-jenigen, die unmittelbar an die Gespanschaften er« gehen, bi« zum 1. November 1785 noch in der lateinischen Sprache auszufertigen. Daher werden auch bei dieser Hoskanzlei vom 1. November 1734 an keine anderen Memorialitn al« in deutscher Sprache abgefaßt sind, angenommen werden. 2. Eden so werden vom 1. November de« Jahre« 1784, alle Provinzial - Dikasterien de« Königreich« Hungarn und die dazu gehörigen Teile und die im Großfüistentum Siebenbürgen alle Geschäfte, die bei ihnen vorfallen, unter sich selbst in deutscher Sprache abhandeln und alle an H. S. abzulassende Berichte und Vorstellungen in der nämlichen Sprache abfassen; die Expedition aber, an subalterne Juri«, diktionen könne.« sie noch ein Jahr hindurch lateinisch ausarbeiten, und eben in dieser Zeit können sie die von diesen eingekommenen Berichte in der lateinischen Sprache beilegen und an Se. Majestät abfertigen 3. Vom 1. November 1785 sollen alle Gespanschaften, freie königliche Städte, wie auch alle besondere Distrikte und Stühle, alle ihre Geschäfte in deutscher Sprache bearbeiten; und in dieser sollen sowohl die eingeschickten Berichte, als alle wechselweise zu führenden Korrespondenzen abgefaßt sein; sowie e« auch der hun -arisch-sieben« bürgifchen Hoskanzlei anbefohlen worden ist. daß sie die Expeditionen, die sie an da« königliche Gubernium abzulassen hat, bi« 1. November dc« 1785. Jahre« in lateinischer Sprache, all bann innerhalb zweier Jahre sowohl diese al« andere Patente kolumnenförmig auf einer Seite lateinisch, auf der anderen deutsch abfassen und endlich nach Verfluß diese« Zeiträume« nicht an^er« al« deutfch ausfertigen soll, welche« auch dit Provinzial-Dika-sterien in ihnen an verfchiedtnr Jurisdiktion de« Reich« abzufertigenden Expeditionen beobachtet wer« den. 4. Nach Verlauf dreier Jahre sollen alle juri« stilche Dikasterien und Gerichtsstühle die bei ihnen vorfallenden Prozesse in ihren Sitzungen deutsch behandeln, und die Advokaten selbst werd«» ihr« Alle-gationen in dieser Sprache abfassen und den Gerichten vorzutragen haben. 5. Hiernach wird niemand zu einem Amte, wa« eS immer für eine« fei, in Dika-sterien. Komitaten oder bei der Kirche zagelassen werden, wenn er der deutschen Sprache nicht mächtig ist; welche« bei den Dikasterien von dem heutigen Datum an bei den Komi aten innerhalb Jahresfrist» bei geringeren aber sowohl kirchlichen al« welt-lichen Geschäften nach drei Jahren ohne Widerrede zu beachten sein wird. De«wegen wird vom 1. No-vember 1785 jedermann, der die deutsche Sprache nicht versteht, auch zur Kandidatur zu allerhand Magistratualgtschäfte unfähig seien. 6. Aus den Landtagen selbst wollen St. Majestät den Gebrauch der deutschrn Sprache bei abzuhandelnden Gt-schäften einführen. Daher soll inch dreien Jahren kein Deputierter dahin geschickt werden, der nicht deutsch kann. 7. E« soll ferner vom 1. November 1784 kein Jüngling in die lateinisch. Schule ge-lassen werden, der nicht imstande ist. darzuiun, daß er deutsch lesen und schreiben könne. Ditß ist Se. Majestät festgesetzter und nach reifer Ueber-legung und erfolgter völliger Ueberztugung zum Besten und zur Ehre der hungarifchen Nation abzielender Entschluß. Se. Majestät haben diese» Rat nicht de«wegen entworfen, daß H. S. die Nationalsprache zu vertilgen gesonnen seien, oder daß die verschiedenen im Königreiche Ungarn und dessen angehörigen Teilen und im Großsürstentume Siebenbürgen lebenden Nationen den Glauben an ihre Muttersprache bei Seite legen und andere lernen sollten, auch nicht deswegen, daß Se. Ma-jestät damit Ihrer eigenen Bequemlichkeit dienen möchten, sondern bloß dahin zielt, daß diejtnigtn, die sich der Führung der öffentlichen Geschäfte widmen, sowohl deutsch al« lateinisch vtrstthtn und in der Handhabung öffentlicher Borfallenheiten da-von Gebrauch machen können. Se. Majestät wer- Seite 4 den sich demnach auch durch keine Gegenvorstellun-gen ableiten lassen, düfe Verordnung in Ausübung zu s tzen. Die gl-ichen Beiordnungen wurden für Galizien gegeben. In Böhmen wurde der Gebrauch der deutsche» Sprache als etwa» Selbstverständliche« gor keiner Verordnung unterworfen. — Wie deutsch stch Kaiser Jofef II. gefühlt ha,, beweisen folgende Stellen aus feinen Briefen: An Karl Theodor v. Dalberg: ..... Recht gern nehm' ich da« Anerbielen an. welche» Sie mir machen: Ihre Ansichten über die Mittel mir mitzuteilen, um da» allgemeine Wohl Deutschland« zu erzielen, unsere» gemeinschaftlichen Vaterlande?, da» ich gerne so nenne, weil ich e» liebe und stolz darauf bin, ein Deutscher zu fein. Gleich Ihnen habe ich mich öfter beschäftigt, darüber nachzudenken, wa» unfer Vaterland glücklich machen könnte; ich bin stanz einstimmig mit ihnen, daß nur ein enge» Band de» Kaiser» mit dem deutschen Staat«lörper und seinen Mitftaaten da» einz ge Mittel fei; aber bi» dahin zu kommen, — hierin liegt der Stein der Weisen. In jeder Gesellschaft, von welcher Art sie sei, muß ein allen gemeinschaftliche» Objekt vorhanden sein; aber da» Wort Pairiotiimu», dessen man sich gegenwärtig gemeiniglich bedient, sollte ausschließlich auch eine reelle Bedeutung haben, während d?« Interesse de» Augenblick», die Eitelkeit der Personen, — politische Intriguen. Verbindungen bilden und Besorgnisse rege machen, denen man selbst bi» zu den juridischen Entscheid»!», gen unter einzeln?« alle» unterwerfen möchte. Wenn unsere guten deutschen Mitpatrioten sich wenigsten« eine patriotische Denkung«art geben könnten, wenn sie weder Gallomanie. weder Prussomanie, noch Austromanie hätten, sondern eine Ansicht, die ihnen eigen wär», nicht von andern erborgt. Joseph.' FoMischc Ziundscha», Z>ie Einberufung des Beichsrates ist, wie verlaut»«, auf die zweite Hälfte de» Oktober hinau«-geschoben worden. Der Grund dieser Verschiebung wird wohl in dem überau« schleppenden Gang der Verhandlungen über Ausgleich und Zolltarif zu suchen sein. Die beiden Regierungen scheinen trog der vielen Ministerkonftrenzen, welche bald in Wien, bald in Ofen-Pest stattfinden, die Hindernisse der bestehenden Meinung«verfchiedenheiten nicht bewältigen zu können, und andererseits dürfte e« Absicht sowohl der österreichischen wie der ungarischen Re» gierung fein, den gesetzgebenden Körperschaften so-fort bei ihrem Wiederzufammentritte alle auf den Ausgleich mit Ungarn bezüglichen Vorlagen zu unterbreiten. Die tschechischen ObftruktionSdrohungen haben wahrscheinlich auf die Verschiebung de« ParlamentSbeginne« keine Einwirkung geübt, aber sie sind jedenfalls nicht geeignet, die Ausgleich«. Verhandlungen zu fördern und die Stellung der österreichischen Regierung Ungarn gegenüber zu festigen. Die späte Einberufung de« Parlament» macht eine glatte parlamentarische Arbeit und die rechtzeitige Erledigung auch nur der dringendsten Vorlagen von vornherein unmöglich. Man wi,d aber dafür nicht da» Parlament verantwortlich machen dürfen, da die Bestimmung de» Beginne» der parlamentarischen Tätigkeit ausschließlich Sache der Regierung ist. § 59 und § 60. Endlich ist die Durch-sührung«verordnung zu den neuen Bestimmungen de« Gewerbegefetze« (§§ 59 und 60) über da« Agenttnwisen erschienen. Da« Gesetz trat mit 15. d. M. bereits in Kraft. Die fo; e« bedürfen aber jene ausländischen HandlungSreifen-den und felbllä digen Agenten, welche d rch die in den Handelsverträgen vorgesehene Gewerbelegi i-mationSkarte bereits legitimiert find, zum G fchäst«-betriebe in den im RetchSrate veriretenen König-reichen und Ländern der in dieser Verordnung er. wihnten LegitimativnSkarte nicht. Die gesamte Judenpreffe greift den Handelsminister auf da« Schärfste an, daß er in feiner Verordnung nur wenige Branchen von dem Verbote de» Detail-reisen» «»«genommen hat, wahrscheinlich wollten die Juden, in deren Händen ia fast ausschließlich der Hausierhandel liegt, so viele Ausnahmen haben, daß der Wert der neuen Bestimmungen über den Hausierhandel gänzlich illusorisch geworden wäre. So wollte die „Bohemia" „nur" Kleiderstoffe au» Wolle, Baumwolle und Seine, ferner Leinen- und Wäscheware, die gesamte» Modewaren und den Möbelhande! von den Bestimmungen der §§ 59 und 60 befreit wisse«. Weil diese „dringenden" Wünsche der jüdischen „Interessentenkreisen" in der Durchführungsverordnung le« Handelsministerium» unberücksichtigt blieben, hat dieselbe „alle Erwartun-gen enttäuscht", „eine durch nichts zu rechtfertigende Einschränkung und Einengung des Han elS herbei« geführt* und den „reaktionären Zug de« Gesetzes (alle?, wa« den Judenliberalen nicht angenehm ist, wird al« reaktionär bezeichnet) nicht gewehrt". gia eugtisches Arteil über die deutsche und die frauzölilche Armee. Der militärische Korrespondent de« „Standard", welcher an den fran-zösifchen Manövern in Toulouse teilnahm und jetzt den deutschen Manövern rn Frankfurt bei. wohnt, zieh» einen Vergleich zwischen beiden Armeen, der französischen und der deutschen, hinsichtlich der Lehren, welch« au» dem südafrikanischen Kriepe gezogen worden sind, und meint, daß die französische Heerevleiiung diese Lehren vollständig mißachtet habe. Beide Heere stünden sich ungefähr fo gegen-über: da» deutsche Heer sei eine modern geleitete Armee, da» französifche stehe noch aus der Stufe wie zur Zeit der Schlacht bei Waterloo. H.nstcht-lich der deutschen Artillerie bemerkt der Korrefpon-dent, daß die deutfche Artillerie der englischen hin-sichtlich ihrer Schnelligkeit und Beweglichkeit bei weitem nachstehe. In einem Artikel über Erziehung»-fragen, in dem auch die deutschen Kaisermanöoer erwähnt werden, rühmt der „Daily Telegraph" auf daS höchste die deutschen Erziehung«grundsätze und sagt dabei: Kaiser Wilhelm und die Deutschen sind nicht nur imstande, die größte militärische KampseSorganisation zu erhalten, welche die Welt je gesehen hat, sondern auch eine Flotte zu bauen, die in ihrer Organisation gegen keine andere gleich große Flotte zurücksteht. Die Flotte ist gegenwärtig in ihrer Größe beschränkt, wie daS englische Land. Heer, aber sie besitzt eine unbestreitbare, vollkommene KriegStüchiigkeit. während die englische Armee nach einer solchen immer noch tappt Äus Stadt und fund. Kruenuuugctt. Zu Siaai«anwaltS-Substituten wurden ernannt: Bezirktrichter Dr. Anton Rogina in Kronau und die Gericht«adjunkten Rudolf Tfchech in Petiau für Laibach und Dr. Ferdinand Duchaisch in Marburg für Marburg. Versammlungen des Kerr» Abgeordnete« Z>r. ?ommer. Wie alljährlia, zur Herbstzeit, wird Herr R-ichSratsabgeordneter Dr. Jofef Po mm er auch heuer und zwar in der Zeit vom 20. sep-tember bi« 4. Oktober in neun seiner Wahlorie Wählerverfammlungen abhalten und seinen Rechen-fchaftSdericht erstatten. Die Versammlungen finden an folgenden Tagen statt: Samstag, den 20. Sep« temder in Rann, Sonntag, den 5*1. September in Lichtemvald, Mittwoch, den 24. September in Cilli, Donnerstag, den 25. September in Tüffer, SamStag, den 27. S-ptember in Gouobrtz. E»nn-tag, den 23. September in Hochenegg, Dien«iag, den 30. September in Rohufch, Donnerstag, den 2. Oktober in Schönstem und SamStag, den 4. Oktober in Weitenstein. Kalle für ßilli In Halle a. d. Saale hat sich schon vor Jahren ein „Verein zur Unterstützung der evangelischen Gemeinte Cilli' gebildet, welcher durch reiche LiedeSgaven e« ermöglicht hat, daß die evangelische Gemeinde Cilli selbständig wurde und einen eigenen Pfarrer erhalten konnte. SamStag erschienen in Cilli zwei Vertreter diese» Vereines, Herr Justizrat Elze und Herr Baumeister Fried-rich, um sich durch eigenen Augenschein von dem Stande de» evangelischen Leben» in Cilli zu über« Nummer 75 zeugen. Sie haben hiebei ein wahre« HochgMl der Befriedigung gewonnen über du« AusdlSden deS evangelischen Gedanken« im Gebiete der evaa» gelischen Gemeinde Cilli, sowie über die Slauttitf« brüderlichkeit und evangelische Treue, die alle E<-meindemitglieder beseelen. Die beiden liebwerte» Ehrengäste wurden Sonntag vormittag im neuen Gemeindefaale von den Kindern der Gemeinde de-grüßt. ES war ein ungemein lieblicher Lnblick. als die munteren Kindlein den Hallenser Herren durch sinnige Sprüchlein und Blumengaden Wrll« kvmnigruß boten. Der daraus folgend« festliche Gottesdienst war sehr gut besucht und zeigte diia-lich, daß da« Krrchlein sür die Gemeinde schon heute viel zu klein sei. B»i dcm Goit»«diinste wirkte auch Fräulein Mizzj Zangger durch de» Vortrag eine« herrlichen Liede» mit. Em Zolo» quarieil des Cillier Männergefangvereine« fang eine hübsche Motette. Nachmittag fand e» AuSflug nach dem Annenfitz und zur Drafchdohe statt, woran sich die Gemeindemitglieder ü^rau« zahlreich beteiligten. Der «m Hotel Terfchek statt, gefundene Familienabend zählt zu den schönste» Veranstaltungen der evangelischen Gemeinde. Der Saal war bis zum letzten Platze dicht besetzt. Herr Pfarrer May ^begrüßte die Erschienen,» und »a-mentlich dit Gäste au« Halle, sowie Herrn Aze-bürgermeister Juliu« Rakufch. Herr Justizrat Elze schilderte vor allem in bewegten Worten, wie fehr die Hallenser durch da« „Grüß Gott' der Kleinen sich angeheimelt fühlten. Sie hätten mit Freude bemerk», daß hier nicht nur deutsche Worte, sondern auch deutsche« Fühlen und Denken herischen. Cilli fei eine der dedrängiesten Gemeinden und all vor drei Jahren Baumeister Friedrich »ach einem würdigen Patenkinde sür den Hallenser Unter-stützung«oerein Umschau hielt, da wandte man sich mit freudiger B geisterung dem schönen Cilli z» und die Hallenser waren einig in dem Äufe: Ctlli soll e« fein! Seitdem fühlen sie sich mit Cilli ii-i» und wollen e« immer bleiben. Und heule sänüe» sie mit Freude, daß die Sorge und Mühe nicht vergeblich war, sondern reiche Früchte gezeili.it habe. Der Rednrr sprach die Hoffnung auS, daß gar bald ein stattliche» Gotteshaus der evangelifzen Gemeinde Cilli erstehen mö»< und legte zu ciesi» Zwecke, weil e» nun einmal deutsche Art sei, de» Kindern elwa» mitzubringen, einen Baustein in die Hände de» Herrn Pfarrer« May. Und wenn diese« Hau» einmal erstanden, dann mögen die Cilli-: auch dafür forgen. daß darin immerdar daS reine Evangelium gepredigt werde, denn „da« beste, daS einzige, wa» Sie hier in Ihrer bedrohten und vorgeschobenen Lage schützen, schirmen und vor de» Untergänge bewahren kann, da» ist und bleibt l>at reine Evangelium, da» reine GvtteSwort." (6tin« Mischer Beifall) Der liebenswürdige Redner rer> sprach, daß Halle auch künftighin für Cillt jenen wolle, daß sie mit Freuden wieder die« schöne La»d aufsuchen werden und dankte ia seiner herzlich« Weise für die freundliche Aufnahme, die su hier gesunden. Der Kurator der evangelischen Hememde. Herr Rifchlawy, faßte den Vertretern de« Hat« lenfer Hilfsvereine» für all' ihre Liebe, Zuoersichl und Treue herzlichen Dank und erklärte, daß nur durch diese Hilfsaktion ein weiteres Ausblühen der evangelischen Gemeinde Cilli möglich sei. Schon im Jahre 1859 habe ein Herr auS Halle sei» lebhafte« Interesse sür die evangelische Gemeinde Cilli bekundet, indem er sagte, daß nur die Zchasiu»g einer selbständigen Gemeinde dem evangelischen Lebe» ia C lli da« rechte Gedeihen sichere. Herr San« Meister Friedrich erklärte in launiger Rede, doj seia Herz ebenso feurig für Cilli und die eoanne-lifche Gemeinde schlage, wie da» Herz jede« am deren. Er sühle sich tief ergriffen, wenn er &;« Stätte wieder betrete, die er im Jahre IM a den herrlichen Südmarktagen, kurze Zm »ach de» Tschechenfeste kennen gelernt habe; er habe die Wahrnehmung gemacht, daß seit 50 Jahre» da« deutsche Volk keine solche GeisteSbewegung mnge» macht hat. al» e» die Bewegung ist. welche geze» wärtig Oesterreich durchzieht. Man könne mit su» digen Hoffnungen aus diese Bewegung hinsehen, da» im 16. Jahrhundert war ja Oesterreich z» ils Zwölfteln evangelisch. Die Bestellung eine« eigene» Psarrer» habe ihn mit hoher Freude erfüllt, ettaio die Wahrnehmung, wie trefflich hier alle» br.eHi fei, wie alle« in den besten Händen liege, »« Psarrer und Pre«byterium und alle Gemeindeßliüer in schönster Harmonie zusammenarbeiten. Ec bracbu fein Heil dem Blühen, Wachsen und Gedeihe» da evangelischen Gemeinde Cilli. Herr Gustav Sind-l e ch n e r begrüßte al« sogenannter „Uebergetreiem' die Herren auS Halle. Wenn der evangelische 9c ■V* Betlage zu Nr. 7S. Schwurgericht. Cilli. 15. September 1902. Bei de« am 12. März l. I. zu St. 0t« «rgen a. d. Südbahn abgehaltenen Jahr« und viehmarkte gelang e«,»zwei berüchtigte Gewohn-heittdieb» auf frischer Tat zu ertappen und ding« sejGiu «acht». E« sind die«: Karl Find eisen, 56 Jahre alt. ledig, zuständig nach St. Paul bei Prag»ald, ein bereit« fünjmal Mit zusa««en «ehr alt 24 Jahren schweren Kerker« vorbeftrasier Ba-gut und die 64jährige Ursula Cizer, Bagantin, »ach Tüchern zuständig, bereit« 14 «al vorbe« traft. Sie hatten sich beide heute vor de« Schwur« gmchte unter de« Vorsitze de« L.-G -R. Reit ter gegen die von Staattanvalt Dr. Kocevar ,»n Kondenhei« vertretene Anklage zu ver« antworten. Die AnNage legt de« sauberen Pärchen stlgeade Diebstahl«fakten zur Last: Bei dem ein« j-uto« erwähnten Jahr-^ und.Viehmurkte ^wurden i»Geschäfte de« Kartin de« Jakob Le«kviek eine Geldtasche «it 6.64 K, der MarieZ Pvd-g,riek eine solche «it de« Inhalte von 27 X, de« Blasiu« M r a z ein Geldbeutel «it 68 K tut« neidet, während der Marie Vvuk ia der Pfarrkirche eine Geldtasche «it 36 X und eine« «it S X bewerteten Goldring abhanden tarn; weiter« mrbe der Opferstock der Pfarrkirche erbrochen und daran« mindesten« 12 K entwendet; endlich wurde dm Blasiu« P uin it die Rocktasche aufgeschnitten, s, daß seine Brieftasche «it dem Inhalte von 140 K )u Boden fiel, wa» noch rechtzeitig von seiner Tochter Rosalia bemerkt werden konnte, sonst wäre zveisello« auch diese vriestasche ia die Hände der Sanner geraten. Pucnik schrie soso« auf und der Gendarm Kulevic. der infolge der schon dckanitt gewordenen Diebstähle nach denITcktern fahndete,^sprang rafchZihinzu.uudjbemerkte. daß stch et, Mann und zwei Weiber durch da« Gedränge der Leute durchdrücken wollten; e« gelang ihm, den Rann und ein W«i, — die heutigm Angeklagten — sestzu»eh«en, während da« andere Weib i« Ge-dringe der Menge entkommen konnte. E« zeigte sich al«bald. welch' wichtigen Fang man gemacht yattt: in de« Manne erkannte «an den berüchtigten Gauner Karl Fiudeise», der wegen Dieb« stahl« bereit« fünfmal, darunter «it 3, 5, 7 und 9 Iahren Kerker« vorbestraft erscheint; in de« Lecke die nicht minder berüchtigte, wegen Dieb« stahl« bereit« 14 «al vorbestrafte Gewohnheit«-diebin Ursula Cizer. Gtwohnheit«mäßig wie i»«er leugnen die Angeklagten in der Vorunter-lachung jede Schuld, ja, die Ursula Cizer leugnete ia einzelnen früheren Fällen, selbst wenn sie bei der Tat ertappt worden war, den Diebstahl und schützte lnmkeuheit vor. E« ist notorisch, daß die Markt» diebe gewöhnlich so z» Werke gehen, daß sie da« «edränge benützen, der eine, der dem Opfer am nächsten ist. stiehlt und spielt die Beute dem Kom. pliun i» die Hände. Genau aufdecken lassen sich diese Handlungen, wenn nicht ein Geständni« vor« liegt, nicht, e« «uß jedoch die Tatsache, daß zwei Gmohnheit«diebe stch gemeinsam auf einen Markt «staachen, ohne dort etwa« zu suchen zu haben, inäßen, u« darau« zu schließen, daß die beiden Aebe in Gesellschaft vorgehen, sich gegenseitig unter, ftitzen und die Beute teilen wollen. Wenn auch die Beschuldigten nicht unmittelbar bei der Tat be-trete« »erden konnten, so ist doch sicher, daß beide in nächster Nähe de« Puöuik gestanden sind, zur Zeit, al« an diesem der Diebstahl versucht wurde. Die professionellen Marktdiede kennen ganz genau die Bedeutung de« Gesellschaft«verhältnisse« bei« Dieistahle, de«halb leugnen sie aus da« hartnäckigste, sich gegenseitig überhaupt zu kennen. Auch Find-eisen und die Cizer verfuhren so; sie wollten sich absolut nicht kennen, obwohl sie vo« Gendarm »nlevic und von den Zeuginnen Theresia Oset n«d Anna Guzej nach ihre« ganzen Gebahren al« zusammengehörig erkannt worden find; zude« ka» e« ans, daß ihnen in Marburg eine gemein-so»« Tochter lebe — Karoline Gobel — bei der sie ihren Unterstand halten. Von dort begaben sich die beiden — natürlich schon auf getrennten Wegen — nach Lt. Georgen zum Markte; nun «ußten sie ihre intime Bekanntschaft wohl zugeben. I« Be> sitze de« Findeisen wurden vorgesunden 107*73 K Mb vier Geldtäschchen; die letzteren wurden zwar vo« den vorbenannten bestohlenen Personen nicht al« die ihrigen erkannt, sie rühren aber offenbar von anderen, nicht bekannt gewordenen Diebstählen her. Eine Mischung von Tischlerlei« und arabische« fturoi, die Findeisen al« Salbe für seine Augen a»«gab, diente offenbar zur Berübung von Diebstählen an Opserstöcken u. dgl. Bei der C i z e r fand man ein Geldtäschchen «it dem Betrage von 12'67 X. Auffallend und die Beschuldigten im gleichen Mähe belastend wie ihr Leugnen ist der Umstand, daß fie da« zweite Weib nicht nennen wollen, obwohl die Guzej und die Oset gesehen haben, wie die Cizer und die Unbekannte mit-einander verkehrten und sich offenbar Geld in die Hand drückten. Merkwürdig ist auch, daß Find-eisen sörmliche Vorbereitungen zum Diebstahle traf, indem er am 6. März fein Geld, offen-bar der Ertrag früherer Diebstähle — nämlich 514*65 K au« der Posojilnica in Marburg auf da« Büchel Nr. 5319 behob und noch am gleichen Tage 530 X in die Sparkasse Marburg auf da« Büchel Nr. 104.375 einlegte; da er aber bei der Pofojilnica über seine Behebung einen Schein er-hielt, fo verwendete er diesen sofort um gegenüber dem Untersuchung«richter den Besitz der bei ihm gefundenen 103 K zu rechtfertigen. E« ist klar, daß ein GUdbesitz, der mit so lügenhaften Angaben gerechtfertigt werden muß, kein redlicher tst, we tcr«, daß Findei en die ganze Tran«altion i« Hinblicke auf diese ihm vorschwebende Nötigung zur Auf« klärung von Geldbesiv vorgenommen hat; daß Findeis«» da« Geld in der Sparkasse sofort ange-legt hatte, wurde nur durch Zufall in Erfahrung gebracht. Bezeichnenderweise verbirgt er diese« Einlagebüchel vor dem Gerichte. Die Vorstraftn Findeisen« wurden schon erwähnt und wird außer« dem auf fein« Gepflogenheit hingewiesen bei feinen Einbruch«diebstählen Waffen mit sich zu führen; so hat er in einem Falle — bei srischer Ta« betreten — eine Person niedergeschossen. Am 8. August 1899 wurde er au« der neun.ährigen Strashast entlassen, au» 12. Juni 1900 würd« er schon wieder unter verdächtigen Umständen im Besitze eine« Revolver« und eine« Bunde« Dietriche de-treten. Redlichen Erwerb vermag Find« seit nicht nachzüweisen; er i't daher ohne Zweifel ein ge-fährlicher Gewohnheit«dieb. al« welcher er scho-i einmal vo« Schwurgerichte erkannt worden ist. Daß auch die Ursula Cizer eine Gewvhnh iiSdi'bin ist muß au« der ununterbrochenen Reihe ihrer Ab« strasungen gefolgert werden. Die letzien fünf Abstrafungen erlitt sie lediglich wegen der Berübung von Tafchend ebstählen. Die beiden Angeklagten werden von den G»fchworeve.« schulsig erkannt und vom Gerichtshöfe im Sinne der Anklage Karl Findeisen zu zehn Jahren. Ursula Cizer zu sieben Jahren schweren Kerker« verurteilt. Cilli, 16. September 1902. Mü«z»erftlsch«»ß Die Staat«anwaltschasl Cilli erhob gegen zwei fünfzehnjährige Bursche u. zw. Michael Level au« Sava und Johann Gerber au« Kre«nitz, beide Schlosserlehrlinge bei demselben Meister in Lichtenwald, die Anklage wtgen Verbrechen« der Münzverfälschung nach § 118b, strafbar nach § 119, Abs. 1 Str.-Ges. Die beiden Beschul-digten besprachen sich im Juni d. I, au« einer minderwertigen Legierung, u. zw. au« Zinn und Blei, österreichische 10 Hellerstücke zu erzeugen und dann zu verau«gaben. Sie verwirklichten ihr Bor-haben, ind«« sie zuerst aus zwei Bleistücken die Negative der zwei Münzseite« einschlugen und dann au« einem Bleche — au« einer Legierung von Zinn und Blei bestehend — da« Posittv erzeugten. Aus diese Art gelang e« ihnen. 16 Stück Falsifikate der genannten Münzsorte herzustellen, wovon 3 e D c t 4 »nd Gerbet 3 Stück verau«gabten. Bei der versuchten Ausgabe de« lrtz ea im Ge-schäfte de« Kausmanne« Schalt in Lichtenwald wurde Zevel ertappt und festgenommen; man fand bei den Burschen noch acht Falsifikate und die be-schrieben«! zwei Stanzen. Sie gestehen ihre Ttt, nur sucht Gerbec die Hauptschuld aus Zevel zu schieben, ohne stch dadurch jedoch selbst entlasten zu können. Nachdem die Tat alle Merkmale de« Verbrechen« der Münzversälschung nach § 118 b Sir.Ges. ersüllt, werden die Angeklagten vom Schwurgerichte unter Vorsitz de« L.-G-R. Reitter nach der vo« Staat«anwalte Dr. v. Kocevar vertretenen Anklage u. zw. Zevel zu vier Monaten, Gerbec zu drei Monaten schweren Kerker« verurteilt. £ Gedcnkrl unseres SchntzveremeS „Südmark" bei Spiele« and Wetten, bei Festlichkeiten u. Testamente* sowie bei unverhoffte» Gewinnsteu! Marktordnung sür den Obst«artt am 9., 1-0., 11. ». 12. Oktober und den Obst- und Wein«arkt a« 6., 7., 8. »nd 9. November l. I. in Graz, Keplerftraße 114. Aus diese Märkte werden zugelassen: Alle Gattungen von selbstgeerntetem. rohe« und ver« arbeitete« Obste, Obstmost und Beerenwein, a« November-Markte auch selbstgeerntete Traubenweine steirischen Ursprünge«, ferner Geräte und Maschinen, welche mit dem Obst- und Weinbau und der Weiterverarbeitung dieser Erzeugnisse in Beziehung stehen, in jeder Menge. Die Verabreichung von Kostproben ist zulässig, nur darf die verabreichte Menge nicht mehr al« llt Liter betragen. Der dafür zu berechnend» Prei« wird von eine» für die Einrichtung de« Markte« gewählten Komitee bestimmt und hat am Schank-orte ersichtlich zu sein. Der Warenverkauf kann nur vom Erzeuger oder seinem Stellvertreter und nur in Mindest-mengen — Kostproben aufgenommen — von 56 Liter Wein und Most erfolgen. Verkorkte Flaschen können ohne Beschränkung verkauft werden, jedoch dürfen während de« Markte« selbst nur einzelne Flaschen hintangegeben werden. Die Stadtgerneinde, dezw. Marktverwaltung besorgt auf Wunsch gegen Anrechnung einer 2 Abigen Vergütung auch die Berkauftvermutlung und über-nimmt die Verpflichtung der bestmöglichsten Ver« wertung und richtigen Geldabwicklung, trägt jedoch keinerlei Verantwortung für den erzielten Verkauf«-prei«; in diesem Falle ist e« angezeigt, den fixen Verkauf«prei« bekannt zu geben. Richt verkaufte Ware wird von der Markt« Verwaltung nebst den leeren Tran«portgefchirren zurückgestellt oder über Auftrag veräußert und der dafür erzielte Prei« nach Abzug von 2% Ber« gütung übermittelt. Die Verabreichung von vier und Spiritussen ist unzulässig, ebenso wie die Errichtung förmlicher Wirtschaften (Restaura it«) ausgeschlossen ist, hin-gegen dü fen Gebäck, kalte Speisen, warme Wärst-chen verkauft werden. Zuschriften sind an da« Marktko««issariat Graz zu richten. Vermischtes. )oha»n Da« „D. meldet au« Belgrad, daß daselbst die Nachricht eingetroffen sei. daß der Erzherzog Johann, genannt Johann Orth, noch am Leben sei. Diese Nachricht stam«t au« der serbischen Kolonie in Südamerika, wo der dalmatinische Serbe Baichuric aufgetaucht fein soll, der angegeben habe, er fei Matrose aus be« Schiffe .Santa Margarita" de« Erzherzog« Johann ge» wesen. Baichuric erzählte, daß die.Santa Marga-rita", die fast durchweg« «it Dalmatinern be« mannt war, im Winter de« Jahre« 1890 i« Hafen von Jquique eingelaufen sei. Da« Schiff sei bi« dahin unter dem Kommando de« Kapitän« Saic. gleichfall« eine« dalmatinischen Serben, ge« standen, obwohl der Erzherzog selbst da« Patent eine« Kapitän« besaß. Die .Santa Margarita" machte in Zquique lange Halt und der Erzherzog begann eine« Tage« da« Schiff, da« bi«her nur ein Kauffahrer war. zu bewaffnen. Die« siel den Offizieren und der Mannschaft der „Santa Marga-rita" auf, ebenso der Umstand, daß der Erzherzog, der bi« dahin sehr zurückgezogen gelebt hatte, die Gesellschaft fremder Offiziere aufsuchte und stch ein-gehend um die Verhältnisse auf den Südsee-Znseln erkundigte. Kapitän Saic erkrankte dann und wurde mit einem Teile der Mannschaft, unter der sich auch Baichuric befand, entlassen. Gleich daraus reiste der Erzherzog mit dem anderen Teile der Maun-fchaft ab. Kein Mensch habe gewußt, wohin da« Schiff steuere. In ganz Chile »nd Südamerika überhaupt, wo stch Baichuric längere Zeit aufhielt, ist man allgemein überzeugt, daß sich der Erz-Herzog auf einer Südseeinsel ein neue« Hei« ge-gründet hat. wo er heute noch lebt. Die Angaben de« Baichuric stimmen auch «it den Erzählungen anderer Personen überein, die um den Ausenthalt de« Erzherzog« in Jquique wissen. Im übrigen teilt da« „D. V.* mit, e« fei au« Sa«oa die Mitteilung geko«men, wonach in der Südse« allgemein behauptet werde, daß der Erzherzog a« Leben fei. Er lasse sein Schiff, da« er umgetakelt und umgetauft hab,, nach wie vo- in bot Meeren kreuzen. ZSie die Klerikale« Kott betrüge». Im .Salzburger Tagblatt- lesen wir: „I« August 1899 sa»d in Ta««weg da« 50jährige Stiftung«- fest bet Lungauer Liedertafel statt; eS war be« schloffen, nach Schluß de« offiziellen Teile« de« Festabend« mit dem Tanze zu beginnen. Doch die Gemeindeoorftehung Tamsweg verbot die« al« Lokal-Polizeibehörde, also im übertragenden lande«-fürstlichen Wirkungskreise, mit dem Hinweise daraus, daß da« Getreide noch auf dem Felde stehe. Heuer am 17. August e< eignete sich ein gleicher Fall. E« fand in Tam«weg eine Hochzeit«ieier statt und diese sollte durch Tanz fröhlicher gestaltet werden. Auch in diesem Falle verbot die Gemeindeoor« stehung Tam«weg da« Tanzen und verweigerte die Mufiklizenz damit, daß ja da« Getreide «och aus dem Felde stehe." Hiezu bemerkt dasselbe Blau: »Also deshalb tanzen die Fiömniler nicht, solange die Ernte noch am F Ide steht und e« dürfen auch andere zu dieser Leu nicht tanzen; täten sie e«. und e« ereignete sich zufällig ein Hagelschlag, so wärm sie die Schuld. Aber wie steht e«, wenn die Ernte eingebracht ist? Man sollte glauben, daß die Frömmler auch dann nicht t«nz,n, weil eben Gott e« nicht will. Allein weit gefehlt l Sobald die Ernte eingebracht ist, tanzen sie. denn jetzt kann ihnen kein Hagelschauer, kein Hochwasfer mehr die Ernte vernichten; sie haben Gott um seine Rache be« trogen l Ein charaktervoller Mann tut, wa« er für recht hält, unv unterläßt, was er sür unrecht er« achtet; da sind die Frömmler ander«: sie unter-lassen, wa« sie in ihrm schlechten G,wissen sür von Gott möglicherweise verboten halten, nur so lanae, al« sie glauben, daß Gott sie strafen könnte; sobald sie in ihrer geistigen Armut glauben, daß sie außer Wasser sind und Gott ihnen nicht« mehr anhaben kann, tun sie auch da«, wa« sie sür ver-boten erachten." — Und da« ist unwidersprechbar xichtip. 30,000 Krone« beträgt der Haupttreffer der Olmützer Au«steUungS-Lott«ri>-. Wir machen unsere geehrten Leser darauf aufmerksam, das? die Ziehung unwiderruflich am 25. September 1902 stattfindet und sämtliche Treffer mit nur 10# Ab« zug von den Lieferanten bar eingelöst werden. Wichtig für Keetri»Ker. Die Original» Ceylon ee-Äiederlage d « Großkaufmanne« G. A. Mariditsch, bi«her Wien IV, Paulanergasse 10, befindet sich von nun ab in ihren vergrößerten Lokalitäten Wien 1., Koblmarkt 5. Preisliste franko. So schön wie neu werden alle Metallgegen-stände au« Gold. Stlder, Nickel, Alsen-d, Messing, Kupfer :c.. wenn man solche mit dem bekannten .Globu«-Putz'Extrakt" putzt. Diese« dewährte, all« beliebte Präparat wurde vor zirka zehn Jahren von ten Inhabern der Firma Fritz Schulz d. I. Leipzig, ersunden und seitdem in den Handel g" bracht. Man erzielt mit ihm schnell und müh lo« einen herrlichen, prachtvollen Hochglanz von langer Dauer. Dabei kratzt Globu«-P»tz-Extrakt nicht die zu putzenden Flächen, schmiert nicht, greift die Metalle nicht im geringsten an und ist laut Gut-achten von drei gerichtlich vereidigten Chemikern frei von allen schädlichen Bestandteilen und unüber-troffen in seinen vorzüglichen Eigenschafien. Man verlange in allen Droguen- und Spezereiwaren-Handlungen nur „Globu«-Putz-Extrakt" in Dosin i 10, IC und 30 Heller, kenntlich an der Schutz-marke Globu« im roten Querstreifen. Eingesendet. Zur HhIboii ! AlOlSWallaiü Cilli, Ratatasse eapfi»h)l: das Miericanivt kräftige Marturger-Dampfmehl 00 spsolall Doppel-Null 00 C. Scbertaum 4 Söhne zu Orlglul-Prfllseo pasteurisierte Süssrahm -Theebutter 8np«rfein*t Aixeröl und echten Weinessig Hochfeinen Emmenttialer und Sanathaier Käse Allerbeate ungarische Salami u. Mai Primson Alle Mineralwlgger frischer Füllung. Garantiert echten Lisaa-Blutwein 1 Liter-Flasche 40 kr. Hiedcriige des beliebten KleiMscbegg-ChuipigRer 1 Bontefll« fl. 1.60. Zur NttI«on ! (Ein vorzüglicher weißer Anstrich sür Waschtische) ist Seil« weiße Glafur. Der Anstrich trocknet sofort. Nebt nicht und ist vollkom-men geruchlo«. Dosen st 45 kr. sind bei Traun K Stiger und bei Victor Wogg in Eilli erhältlich. Z. 36362. 7515 Kundmachung. Der I. Jahrgang der mit Be-schluß de« hohen steiermärkischen Landtages vom 24. Zuli 1902 errichteten, provisorischen LandeS-Lehrerinnen-Bil-dungSanstalt mit deutscher Unterrichts-sprach« in Marburg wird am 1. Oktober 1902 eröffnet. AufnahmSanmeldungen werden am 27. September von 9 bis 12 Uhr vormittags nnd von 3 bi« K Uhr nachmittags in der DirektionSkanzlei der Anstalt (Mädchenschule III.. Ta-painerplatz) erntgegeugenommen. Zu diesem Zwecke sind beizubringen: a) der Tauf- oder Geburtsschein, b) daS zuletzt erworbene SchulzeugniS, o) ein von einem Amtsarzte ausgestelltes Zeugnis über die körperliche Tüchtigkeit zum Lehrberufe, 6) in den Fällen, in welchen eine Aufnahmsbewerberin nicht unmittelbar von einer Schule kommt, ein ordnungsgemäß ausgestelltes Sitten-zeugnis. — Außerdem ist die im Schön-schreiben, Zeichnen und Handarbeiten erworbene Fertigkeit durch Vorlage von Schriften. Zeichnungen und Handarbeiten nachzuweisen. Ausnahmsbewerberinnen müssen das 15. Lebensjahr zurückgelegt oder vom k. k. Landesschulrate die erforderliche Altersnachsicht, die aus besonders rück-sichtswürdigen Gründen bis zu K Mo-naten bewilligt werden kann, erlangt haben. Bei der Einschreibung ist eine Auf-nahmsgebühr von 10 K zu erlegen, das Schulgeld, welches voraus zu zahlen ist, beträgt 10 K monatlich. Entsprechend begründete Gesuche, um Ermäßigung oder Nachlaß dieser Gebühren, sind bei der Anstaltsleitung einzubringen. Der Nachweis der erforderlichen Vorbildung wird durch eine strenge Auf-nahmsprüfung erbracht, die sich auf folgende Gegenstände erstreckt: Religion, deutsche Unterrichtssprache, Geographie und Geschichte, Naturgeschichte, Natur-lehre, Rechnen, geometrische Formenlehre, Schönschreiben, Zeichnen und Handarbeiten. Auch wird darauf ge-sehen, daß die Aufnahmsbewerberinnen musikalische Kenntnisse besitzen oder ob sie nach ihrem musikalischen Gehör rhytmischem Gefühl ausreichende Erfolge im Musikunterrichte versprechen. Neben der Unterrichtssprache werden die flovemsche und die französische Sprache als unobligate Gegenstände gelehrt. Dir Auftlohmsprüfungen finden am 29. und 30. September 1902 statt. Graz, 11. September 1902. Vom steierm. Landes-tachnsse. empfiehlt die V ereinsbuchdruckerei ,Celej a' in Cilli. Feinste • • Franz. Dessertkase- tiefert zu sten Preis bester Qoalltit die Specialitäten Centralmolkerei Brünn Vertreter kcsucht* Neowirt der Haara! • leis Kaionf mehr! 6(n tomtrhtnswtrtne» Millrl. welches M*"n. frnu und Kind volles Kepfh«nr »erteilt. — Verhindert A»n Hunfallin der Maure. m.dit da« Dur dickt, heilt Schuppen, ttcherf, Repffinnen und nudtt jeden ft«» fdiwer. Ui>4 und seidenweich. — f rtibreitlfl ergraute« ht« erhllt otMn f Jrbunfl feint natürliche färbt wieder, ttiuntirt rieuwachntbum der hi«re auf kahlen Kipfln, iewit Hugtnbrnutn und {Qimptm. 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Jtclflt #»Hln -in Hoheniullnen: B itt »»ch I ijFlifcha Utwtl«'. i\t«a ?>»»-iiI>t ■urlhn >-l ffeB't S't jtfilllit littet i»ch I ut an ch äli» Ii»-- «ttIII« I .Uwel«* M« I. r» roll«», jnliech! Ta tä «'! t'B »tisl«« t I .l etntrtn* ttr mitleten »m. et nch , mit io«iti(S KOS I i^inicht ,, >»>«en zt»utj hin l.i-fr In S«t n»»ch Hin« *1 c Ii»q t zia'cht .I.JtierU' in feilten; bnt SII tel brv.itct nfrtt fenf ITne I. Hekillee in Wien ItitUti tattl Iatlt ein» «ot'f»»1 Bl> »t»iinn b»t f'»'#ti. ftenatn ;l»r l.ntfcrrt«" «rissen»», tu ii meint oef it Xopfbaut ticti »II H« un te» Ji. UM» »Itle »:t|U UM «u» autt.ni. tictdbre .tiitirnu' tU';an,*e. Hett t. S> »«>»«•«. fcnfel i «>ch»em tat tft mteet Hlittel tr1 !.l»l ntigucrnbe:. bull 0»t «rt.»,|i »^n»e,»nte O.itun». Cixt lau gtih. »tlche ich itt: i«rgt Im te. mir— »II »,«en Hute» I tt 'chch» »t»>» $et- Jttft *«■» ei>, ,*«» »-«ch ,t#S«> u) ja «dtit »d» etntT ItiuiM weilt feaote gä t|!ich n r of'u uatO «tu l# oo» » Kinicht» Ittch ,I,»t>« ln^ »> t»>e m> neu it»»"e>- chp»>.-'i> Hi^tntn.»« tttelchk. ^tou It. >»».« ,, <..».».11 j>t .ia » l'U ich m 4t«> ttnt Ich 3tr .l.atiueiu' (;t tnii. tulii* » > Ctiiie öddtt nn» »n» seiat (mm Wachten »«ich. I-ri# ,,l.*t«( Jn" ratrt'B t e $-«ir*uritin In SJSt ttfthtintntrr SttM Distel anget'»!. C - i»> fte r ei'Mffel itti» »o iÄ lc t: tlBnnliaec etturS jsta. l',n: et f.«:nn «i»äiti. »,iei> Hid fu.| «>» e»ie»I»< ilraputa: bt|a o |. iM. »ei Hi'tte* V 17-11 etjpne * •«•wBtt »tt Hins »at I u ,1» n> UB. ich et l»l te»« SKua ■icht e. M ai^tn. tdt tt cia ttt i:tl ,i«. atiJi > .».tu iletner a it:u;n jin. ch, At;|t et ch (ft itfteL» e »»e «t^itK Z vch: „I.Mterla", 5». btitt Harnte »».'tttchttch t K, s § listn lt l», eil ch.» iO < t rii »> |e.ta a.'fta«#i35ae »MI M;t • i » » »<• il'1''*»"«! „Lawaoeln" »t|i. Jw Vn» S«w n II > a l.»'iU> ( ichtt»! ^-,t Ich j tt «ch » i»ia^.»l»»», »..? !..»- Seite 5 danke stch mehr und mehr verbreite. dann brauche inJ um die Zukunft be« deutschen Volle» nicht bang- zu sein. DaS blutbespritzte Kreuz unseres hMnbS müsse un« zum Siege führen. Herr Mizral Elze feierte unter lebhafter Zustimmung anerkennungSreichen Worten Herrn Psarrer Aay als die richtige Persönlichkeit, welche in der waugtlischen Gemeinde Cilli wirke. Schristleiter il«broschitsch schilderte in glühenden Farben den GeisteSsrühling, der durch die Ostmarkgau« >i h> und begrüßte die Hallenser al» treue Früh« ! gebsien, welche hierherkommen, um daS Pflanz-I -i der deutschen GeisteSfreiheit zu pflegen und zu betreu it, auf daß e« zum kräftigen Baume erstarke. An flammenden Worten schleuderte der Obmann tlt Diuifchvölkifcheu GehilfenverbandeS, Herr Franko den Ruk »Los von Rom" in die Versammlung wc forderte diejenigen, welche mit der katholischen tllche fertig sind, aus. vom Worte zur Tat zu streiten. Die beiden Gesangvereine, der Cillier Nannergesangverein und der Gesangverein .Liederkranz* schmückten den Abend durch Wsche Liedergaben auS und ernteten damit, na» »milich bei den Ehrengästen, reichen Dank und fttfau. Kund eines HeldtSschchens am Keflptatze. Seim letzten Feuerwehrfeste wurde bei d.r Pferde« b::it ein Geldtäschchen mit dem Barbetrage von zirka vier Kronen gesunden unv beim Siadtamte tsoniert. Der Verlustirägrr wolle »ein Eigentum tortarn« beheben. Pie „Gillier Zjagage". Den in der letzten Ü^mmer erörterten Ausiatz der .Südsteirijchen' sie „Peliauer Zeitung" mit der folgenden, sehr jMeffensen Bemeekung ab: «Wa-um also die Äiauer gar so loben und die deutschen Cillier Laziige nennen?! Warum mit der Billige in die ^rne schweifen, h'iliger KoroKec, wenn Sie die» klde in einer bekannten klerikalen Rebaltion doch solide haben! Ehrsame, heilige Nächsienliede dieses lmmen Priester«: Hätten wir die slovenischen ö.^etbrüder geprügelt, so hießen wir Bapage, nun, da wir sie nicht geprüzelt haben, sind die Klli« eine Bagage! O erhabener Koroöecl" Schadenfeuer in ^letrowitsch. SamStag v llpc vormiltag« schlug, wie schon ku z gemeldet, tn Blitz in da« Wohngebäude d,S Michael Lebe » Plenowiisch ein. In einigen Sekunden standen d:t Wohn« wie auch das angebaute Wirtschaft«» jttauDe, welche Objekte mit Stroh gedeckt waren, » Fiamnitn. Nachdem in unmittelbarer Näh» de« fandet mehrere mit Stroh gedeckte Gebäude stehen, vor zu dtsürchten, daß cec Brand große Dimensi» im annehmen könnte, weshalb vom Gemeindeamte « Pleirowiifch die Freiwillige Feuerwehr Cilli tele» Miiilch gerufen wurde. Sosort rückten zwei Lösch-jige mit der Dampfspritze und einer Abprotzspritze wn Kommando der Z»g«führer K r e l l und 2ttQan; dahin ab. welche jedoch Nicht mehr it fltiüw zu treten brauchten, nachdem der Brand rnitUer-rtvon drn Feuerwehren au« St. Piter un' oachsenseld, sowie tun den Oct«b>k »och sehr viel Ehre machen. Smodej ist sein Stattn. Ob solche Hetzpfaffen die Langmut und da« föbmmetitot Ehrgefühl deutscher Katholiken nicht blau doch auf eine zu harte Probe stellen! Z>ie Slooenen und die deutsche Sprache, ftc iiterreichischen Slaven hassen bekanntlich nicht« so sehr, wie die beulfche Sprache und verabsäumen nicht, bei jeder Gelegenheit zu betonen, wie über» flüssig diese Sprache eigentlich in einem Reiche ist, welche« Weltsprachen wie die tschechische, slevenische, slovakische. polnische, kroatische usw. zur Verfügung hat. In der PrvxiS sehen sich diese Gernegroße freilich gezwungen, die Bedeutung der deutschen Sprache anzuerkennen, namentlich dann, wenn sich die verschiedenen Slavenstämme mit einander ver» ständigen wollen. Und »och einen zweiten Fall gibt e«, in welchem die Slaven Oesterreich« recht gern« deutsch sprechen und sogar schreiben, dann nämlich, wenn sie von den Deutschen etwas daben wollen. So hat der slooenische kaufmännische Verein .Mer» kur" in Laibach kürzlich in alle Gaue Deutsch« österreich« Bettelbriefe versende,, in denen auf die traurige Lage de« Vereine« hingewiesen und fchlüß-lich um Spenden für einen Glückshafen gebelen wird, der in Verbindung mit einem „Großen Konzert" den leeren VereinSsäckel füllen soll. Wir hoffen, daß sämtliche deutschen Empfänger diese Briefe mit ber gebührenden Schnelligkeit in ben Papierkorb befördert haben. Aber e« ist sür ben Charakter der Slaven ungemein bezeichnend, daß sie von denselben Deutschen, die von ihnen immer und überall rücksichtslos bekämpft, beschimpft und boykottiert werden. Geschenke verlangen, uno um de« „edlen Zwecke«" willen sich sogar herbeilassen, die verhaßte deutsche Sprache zu gebrauchen. Hine Heldentat eines windischen Steuer-amtspraktikanten. Der von der „Marburger Zeitung« kürzlich unter dieser Spitzmarke gebrachte Bericht über jenen sauberen Staatsbeamten (I), welcher durch die SicherheitSwache (!) am Bahn-Hose abgesühr« werden mußte, bedarf einer Richtigstellung. Der Ehr-nmani« heißt nämlich nicht Kovac, sondern Kocuoan und ist SteueramtSadjunkt. Auch fuhr er nicht von Cilli nach Marburg, son-dern er kam von Petiau, wo er dem »groß n windischen Nationalist' in „begeisterter" Stimmung beiwohnte. Bei diesem „Naiionalfeste" mag sich der SleueramiSadjuntl (!) auch den Mut ange-trunken zu haben, die Scham abzuwerfen und sich wie ein gewöhnlicher Betrü.er (al« Staal«beamie!) durch einen Sicherheittwachmann in Empfang nehmen und eskortiern zu lassen! Wirklich ein netter Herr, dieser k. k. Staatsbeamte! Marktnachricht. Am 4. Ok>oder findet in G a i r a ch ein großer Zahr- und Bietzmarkt statt. Derselbe erfreut sich alljährlich eine« überaus starken Besuche«. Zum 50. Todestage Aahns. Gemeinderat Einlpinner stellte in der Grazer GemeinderatS-sttzung vom 10. d. M. den Antrag, eS fei am 15. Oktober, zur Erinnerung an den großen deutschen Turnvater, an Friedrich Ludwig Jadn, der Grazer Schloßberg mir bkuisch>n Fahnen zu schmücken. Diesem Antrage wuroe einhellig zugestimmt, wofür dem Grazer Gemeinderate der Dank aller deutschen Turner sowie überhaupt aller völkisch Gesinnten gekürt. Die herrische Siadt Graz ehrt damit offen vor aller Welt jene herrliche Gestalt, welche „"je höchst gefährliche Leite von ber Einheit Deutsch-lanb« aufbrachte" und dafür im Kerker schmachten mußte. An olle jene deutschbewußten Männer, welche in Gemeindevertretungen Einfluß besitzen, ergeht die Bitte, zu trachten, daß überall, wenn auch nur in der einfachsten Form, dem schönen Beispiele der Stadt Graz gefolgt werbe. Aieserungen für das Militär Am 10., be» ziehungSweife 13. Oktober finden beim Militär» VerpflegSmagazin in Marburg, bezw. beim Stadt« amte in Pettau öffentliche Verhanbluncien behufs Sicherstellung ber arenbierungSweifen Abgabe von Brot unb Haser in ben ArenbierungSstationen Pettau, Cilli, Straß unb Windisch-Feistritz statt. Die bezügliche Kundmachung Nr. 5973 vom 31. August I. I., sowie die BedingniShtfle erliegen bei jedem Militär-VerpflegSmagazine ve« dritten Korp«bereiche«, dann bei den B-zirk«behörden und landwirtschaftlichen LandkSvereinen in Sieiermark, Kärnten, Krain. Görz und Gradiska zur Einsicht auf und können auch die Kundmachungen unentgeltlich, die Bedingnishefte gegen B zahlnng von 8 Heller für je «einen Druckbogen von jedem Militär-Ver» pflegSmagazine des KorpSbereiche« mittelst Post bezogen werden. Aahr> und Aiehmärkte i» Steiermark. Am 23. September: Frieda», Schweinemarkt. — Maria-zell, V. — Trieben, Bez. Rotienmann. I. u. V. und Pferdemarkt. — Am 24. September: Graz, Getreibe», Heu- unb Strohmarkt am GrieS-, Holz-markt am Dietrichsteinplatz. — Ehrenhausen, Bez. Leibnitz, I. u V. — Fclddach, I. und bedeutender V. — St. Martin, Bez. Windischgraz, I. u. V. — Modriach, Bez. VoitSberg. I. u. B. — Ober» wölz, I. u. V. — Oberzeiring, I. u. V. — Nummer 75 Polstrau, Bez. Friebau, I. u. V. — Remschnig, Bez. Mahrenberg, I. u. V. — Trofaiach, Bezirk L-oben. I. u. V. — Windisch-Feistritz. u. V. — Marburg, V. — FohnSdorf, Bez. Judenburg, I. u. V. — Am 25. September: Graz, Hornvieh» markt nächst dem Schlachthause. — Rann. Bezirk Pettau, Schweinemarkt. — Stanz, Bez. K ndberg, V. — Leibnitz, Monal«viehmarkt. • • Hrazer Kheater. Die Direktion besaß die künstlerische Auf» opferungSfähigkeit, da« Erstlingswerk eine« noch jungen Dichter« aufzuführen: Kranewitter« ..Um Hau« unb Hof". Gewiß ist eS ba« Werk eine« stark begabten Dram iliker«, aber e« steckt noch zuviel ungebänbigte Kraft barinnen, so baß e« auf feinfühlende Naturen abstoßenb wirkt. Gespielt würbe ausgezeichnet; in«besonbere Frl. v. R u n e g g zeichnet« stch au« vurch straft unb Aus-drucksfähigkeit eine« keine Schranken kennenden Willen« zur Macht. — „Hoffu> ann « Erzählungen" erfuhren in zwei -veii Uchen Hanpt» Partien neue Besetzung und damit auch Ler^esserung. Frl. VidronS Puppe wirk? enizück>>nd; Er» Icheinung ^un i ihre edle, nun auch > och voller rte» wordene Stimme zusammen lass?» si, insbesondere für diese Partie bestimmt ersck inen. Al« Gruletta debütierte eine junge Grazer Dame, F l Marx, sehr glücklich. Die Antonia verkörperte wieder Frl. Wenger in unübertrefflicher Weise; biese Partie liegt ihr wie keine anbere, sie wirkt erschütternd. E« scheint, daß da« Werk heuer mehr Anziehung«-kraft ausübt, als im Vorjahre. Ich muß ge-stehen, daß ich eine kleine Schwärmerei für baS« selbe besitze, insbesondere sür den dritten Akt. — Leipzigers „So leben wir" ist er» witzlose« Machwerk. H»rrn Szirow atka« Tenor konnte miu nicht tegei». rn; iusvefondere iür Wagner scheint er mir unianglich. Spiel ganz äußerlich. Feuerwehrfest. Alle jene, welche Forderungen aus (lein Feste zu stellen haben, werden gebeten, ihre Rechnungen bis längstens Freitag, den 19. September dem Kassier, Herrn Karl Ferjen. vorzulegen, da nach dem Abschlüsse einlangende Rechnungen nicht mehr anerkannt wurden. Der Festausscliuss. Südmark-AoMsvncherei. Am 1. März 190t wurde die hiesige Südmark»Volk«bücherei, welchr die Werke der besten unb beliebtesten Autoren in 1500 Bänben umfaf«t, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamre (Kasse) untergebracht. Die Au«leih» stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehne? hat monatlich ben Betrag von 10 Hellern unb außerbcm für jebe« entlehnte Buch einen Betrag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da« ausführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d e m Deutschen deriützt werden. Infolge de« großen Zudrangt« wird nun auch an jebem Freitag nach-mittag« zwischen 1 unb 2 Uhr eine Äu«leihstunbe' abgehalten. desßUlitr Stadtverschöner-V/lVUUtl «ngsvereines bei Spiele», Mette« und Legaten! 2MT Wegen Ueberfülle an Ttoff mussten mehrere politische Stach, richten und Ortsberichte für die nächste Stummer zurückgestellt werden. Seite 6 ..Deutsch- Macht' Nummer 75 Tüchtige Büglerinnen für feine Herrenwäsche werden sofort aufgenommen. Monatslohn 50—CO Kronen, nebst Verpflegung. Woisk, "Wäschefeinputzerei. Cilli, Neugasse 1. 7518 „Indra Tea" ist eine Mischung von 8 der feinsten und kräftigsten Thee-Sorten, daher „der beste Thee der Welt". 7516 Niederlage bei; Franz Zangger, Cilli. Zwei Zimmer mit Küche, wenigsten» teilweise möbliert für «in Jahr oder länger ab I. 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Adolf 0r61 Betty Orel Luise Ortfl Mizl Dembsher Mutter, Hehlerin. JeanI Or<§l Else' Hubert> Luise« Frz. Dembsher Elfriede vrSI. Rcl,..„„ Geschwister. *ciiw*«er. Elfriede OrSl. Edltha Günther-Dembsher Neffen und Kiekten. 7513 6. Die Verkaufsstelle meines CEYION-THEE befindet sich von nun ab Wien I? Molalmiirkt Mr. 5. G. A. MARINITSCH 7510 Colo»a."b© (Oeyloa.). Provinz-Versandt. Preisliste franko. SP ABGASSE der Stadtgemeinde Cilli. 1. Die Cillier Gemeinde-Sparcasse befindet sich im eigenen Anstaltsgebäude, Ringstrasse Nr. 18. 2. Die Spareinlagen werden mit 4#/0 verzinst; dio Rentensteuer trägt dio Anstalt. Der Einlagenstand betrug mit Schluss des Jahres 1901 K 9,316.935 82. 3. Darlehen auf Hypotheken werden mit 5#/0» "Wechsel-Darlehen mit 5Vf% und Pfand-Darlehen gegen 5♦/, Verzinsung gegeben. 4. Die Sparcasse vermietet eiserne Schrankfächer (Safes) unter Verschluss des Miethers und unter Mitsperre der Sparcasse zur sicheren Aufbewahrung von Wert-Effecten; übernimmt aber auch offene Depöte. 5. Zahlungen an die Cillier Gemeinde* Sparcasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse auf Conto Nr. 807.870 geleistet werden. Erlagscheine werden über Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Bank. 7. Der Credit- und Vorschuss-Verein der Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli ertheilt Wechsel-Darlehen gegen 5'/, °/0 Verzinsung. 8. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsatunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf Widerruf festgesetzt. 5946 Die Direction. Nummer 75 Original Paris 1900 : GRAND PRIX. Singer Nähmaschinen für Familiengebrauch und jede Branche der Fabrikation. Unentgeltlicher Unterricht in allen Techniken der modernen Kunststickerei. Elektromotoren für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act.-Ges. 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DIE NEUE WIENER TdQESZElTUNQ wiKb in l^mpe b£R NÄCHSTEN ERS«1CI9«EW ADMINISTRATION „DIE ZEIT WIEN, IX, .. PEREGR1NGASSE L HAl'PTVCUSCHLEISS IN Aundmachung. Donnerstag, den 26. September 1902, 8 Uhr vormittags werden zirka 160 Ausmusterpferde am städtischen Pferdemarktplatze (Schlachthaus) in Graz im Lizitationswege gegen Barzahlung und Entrichtung der skala-mäßigen Stemvelgebühr veräußert. Kauflustige werden hiezu eingeladen. Die Werwaftungs Kommission der k. und k. Train-Viviswn Nr. 3. Haupttreffer 30.000 Iron Olmiitzer iusstellungs-Lose empfiehlt: J.lUlayer Lai bach. Sämmtliche Treffer werden von den Lieferanten mit I©# Abzug 7406 B»ur eingelöst Die I U1 U111U U UUliUX uuiiui ux empfiehlt sieh zur Anfertigung sämmtlicher Druckarbeiten. Seite 8 „Deutsch? W«cht TiUimner 75 m\t Gegenwärtigem erlaube ich mir den j). C. Damen von