^U Ul>. Frl^itaq am 28. Juni !8iN Die „L.nbacher Zeitung" crschmit, mit Ausnahme der So»»- u»d Feiertage, täglich, nur lostet s.nüml dcii Veilaziel! i»i (lonivtoir ganzjährig ll st., h « I b j ä l> r i ^ 5 ss, 50 lr.. ,»it >lz l' >i » l> ii,» (.>l,'!>n'' toir ssa»zj. 12 si,, l,., ll'j. »l >l, ssnr oie Zustellung i»'s Haus sint» liall'j. 5N kr. l»ehr zu eutrichtell. Viit der Post l'ortosrei ^anzj., untcr .ssreilzl'.Nl!'Ul»t> gedruckter Adresse 15 jl., halbj. 7 »1. 5U lr. I« sertioilsgeb ii h r für eine O^riuolld-Spcllte!!» zeile orer dfn Ra»», derselben, iN für lmaüqe Ei>,-sch»Itu»g <> lr., für 2»«aliqe 8 kr., für 3malige l0 kr. u. s. w. Z>l diescl! Gebühren ist «och der I»,Vrtil.'»sl steml'el per 30 kr. für eine jedesmalige Hiuschalt»»g hinzu zu rechuen. Inserate l>i< lU Zeill» kosten < st. «U lr. sllr 3 Mal, 1 st. 40 kr. für 2 Mal und!>l) kr. !ur l Mal ('nil Inbegriff des Insertionsstempels.) ^iß >W^^W«^ Pliinumemtillns - AilkMiguug. Auf die „^aibacker Zeitung" nebst „Blätter aus Krain" wird ein neues Abbonnement fiir das zweite Semester l. I. eröffnet. Der Prä-numerations ^ftreis betragt in öst. Wahrung: Mit Post, untcr Krenzd^nd versandt 7 fl. .^tt kr. I>, Laibach, in's Hans zugestellt . N „ — „ Im Comptoir nntcr Convert... lnibcben unl» ihn zum Volsiyenden des k, k. cvaogc-lischcn Obevkirchenliitbeö beircr Blkenntnissc ii, Wien, mit dcm Range und Charakter cineS Hosralbeö. aller, gnäoi^l'l zu ernennen geruht. Das Finanzministelinm h.'t bei dcn ihm unter« stehenden Staalsbaupttassen dic iügnidatoren Joseph Ebner, Dominik Kallcnegger mW Maihias Krapl zu Konlroloren; den disponiblen Kontrolor der aufgelassenen Polizeibanptkassc. Franz Imelski, unter Vovdlhlilt scmeö Dienst < Char^klers. dann rie Kcissicrc der gedachte!, SlaatöhlNlplkassen. ^^.nl/i^ö Wolf. KlNl Uhl und Iohli»n H e ^ c» ü s Edlen von Eör. z>» iiiqliio^torcli, und dic Kasse - A?j»nktl-n ?lnton W a r m u t h . Nndolph Fadgyas v. Rclhe. Adolpl» Wagner nud Joseph Noch. so wie den provisorischen Z.ihlmclster der Lmipeöh.uipll^ssc in Krakau, Anton Wei^l. z" Klisftercn ernanul. UichtllNltllchcr Thril. Die Nede des Abgeordneten Brolich, wclchc dcrsclbc in dcr Sitzung ain 1!). Juni lnell. und welche vou deu Il.'urualcu uur in sehr verlünnnertcr Weise wiedergegeben wurde (dcr Redner sprach etwas zu leise, zudem waren die Fenster geöffnet) lautet, nach dcm stenographischen Vericht, wie folgt: „Die Richtung, welche die Debatte eingeschlagen hat. veranlagt mich das Wort zu ergreifen. (Rufe: Laut!) Wir haben fast in jeder Sinung, wir haben täglich gesehen, daß ein Theil des hohen Hauses dem Reichsrathc unr eineu sehr geringen Raum der Thätigkeit zngestcbt. den Raum zwischen diesen vier Wänden, den Raum für bloss innere Angelegenheiten. Sobald wir uus aber darüber hinaus wageu, wird uns die Einwendung entgegen gehalten, dast wir unseren Wirkungskreis liberschreiten, daß wir den dem allgemeinen Neichsrathc vorbehaltenen, den Landtagen zugewiesenen Boden betreten. Meine Herren! diese fort und fort vorkommenden Schwierigkeiten siud hauptsächliel, auch Schuld daran, daß wir bisher so wenig gethan haben. Ich bin der Ansicht, daß drr Neichsrath so viel tbun soll, als es in seiner Kraft und in seiner Vefugniß steht. Dieß verlangt von uns die Regierung, dieß verlangen die Landtage, dieß verlangt auch das Volk, welches wir zu vertreten die Ehre haben, und dieses mit um so größcrem Rechte, als dasselbe auch die Kosten zn tragen haben wird. Wenn ich nun die Plmsiognomic unserer politischen Gegner anscbe. wenn ich sic in ihren Bewegungen beobachte. so müßte man doch glauben, daß sie nichts Falsches thuu. Höre ich aber ihre theils humoristischen, theils gelehrten Reden, so kommt cs mir vor, daß ihre Sprache zu diplomatisch ist, uud unwillkürlich wird man au die Worte des größten Diplomaten erinnert, der da sagt: „Die Sprache ist dazu da, um den Gedanken zu verhüllen." (Rufe: Laut! Laut!) Was ist deml eigentlich die Ursache dieser Par-teistellung? Ich für meine Person, der ich jedem Abgeordneten volle Ehrlichkeit zumuthe, qlaube nun, daß diese dariu bestehe, daß wir die Wüusche, die Fordcruw geu dcr Völker uicht gleich auffassen. Um diese kennen zu lernen. brauchen wir nur einige Monate zurückzugehen. Im Jahre l8(>0 trat der verstärkte Reichsrath zusammen M Ordnnng der dringendsten Angelegenheiten, der zerrütteten Finanzen. Dieser Reichsrath ging nicht aus dcr Wahl des Volkes hervor; er wurde über dcn Vorschlag eines Ministers znsammenberufcn. er hatte die Wünsche des Volkes ,ntt,'t ncs.niKs, nud wstr Nliey selue' Tlllfgal'c nleyt. Nun, damals schon borte man die Stimme, daß die schöne, nach innen und nach außen geachtete Monarchie au einer Krankheit darnicderliege; schvn damals sagte man, daß die Krankheit gefährlich, daß sie lebensgefährlich sei. Die Monarchie konnte ibrc Schmerzen nicht klagen, weil man ihr die Mundsperrc anlegte. Sie konnte ibre Wnndc dem geliebten Monarchen nicht zeigen, weil sie die Zwangsjacke an hatte. Schon damals sagte man, was Rotb thue. Man sagte, daß alles Vertrauen in die Regierung geschwunden sei, daß ohne Wiederbelebung des Vertraueils cinc Regierung nicht möglich sci. Ein edler Vürgcr zeigte geradezu den Weg, wcl> cher zur Wiederbelebung des Vertrauens führt; er sagte geradezu, daß es notl» sei, eine Repräsentativverfassung mit möglichster Berücksichtigung der historischeu Traditionen, mit Anfrcchthaltung der nationalen Institutionen ins Leben zn rnfen. Dieses, meinte er. seien die Wünsche vcr Völker, und dadllrch werde das Vertrauen wieder geweckt werden. Seine Sprache wurde in ganz Oesterreich in allen Provinzen mit,Jubel aufgcuommeu, denn sie war die Sprache des Volles, sie drang aus dem Herzen des Volkes. Äewcise dessen sind die unzähligen Ovalionen, die man diesem Manne brachte; Vewcis dessen ist seine Rückreise in die Heimat, welche einem Triumphzugc glich.-------- Meine Herren! Damals wnrdc gesagt, der Wuusch des Volkes sei eine Repräsentativverfassung, cinc konsti> tntioncllc Verfassung; es war dieß der 'Wnnsch nach Freiheit; dieser Wunsch besteht noch jcttt, und als später die Ministerkrisis eintrat und Sc. Exzellenz der gegenwärtige Herr Staatsministcr in dcn Rath der 5ironc bcruftn wurde, wurde dieser Wechsel von allen Nationen mit Jubel begrüßt. Richt uur die deutsche, sondern auch die italie:n> sche, magyarische. czechischc, polnische und südslavische Presse priesen uud begrüßten diesen Wechsel mit bcson-ocrcm Inbel. Glanbtcn denn damals die Italiener, das neue Ministerium werde Vcnctien preisgeben? Glaubten die Magyaren, es werde dic Unabhängigkeit Ungarns er» wecken — die Czcchen, es wcrdc das große czechische Reich gründen? Meine Herren, Niemand hegte solche überspannte Erwartungen. Jedermann wußte, daß der Herr Staatsminister ein Deutsch < Oesterreiä,er ist , daß er deutscher Reichsminister war, und daß sein oberster Grundsat) die Reichseinheit sei. Was war denn damals die Ursache der allgemeinen freudigen Vewegung? Es war die Vcrdammuug eines Systems, welches eine mächtige, schöne, nach innen und außen geachtete Mon> archie in kurzer Zeit au den Rand des Verderbens brachte; es war die Hoffnung auf die Konstitution, die Hoffnung der Freiheit! Dieses, meine Herren, war damals der allgemeine Wunsch, und dteser Wunsch bc> steht noch jetzt. Wir sind die Vertreter sämmtlicher Nationen, wel« che damals alle dieses Ereigniß mit Freuden begrüßten. Ich glaube auch. daß wir schuldig sind, dcm Willen der Nationen, die wir zu vertreten dic Ehre haben, nachzu« kommen. Wenn wir aber diesem Willen nns fügen wollen, so müssen wir an der konstitutionelle»« Verfas> sung, welche uns von Seiner Majestät ertheilt wnrde, festhalten. Sobald wir aber diese vertheidigen, tritt man uns immer entgegen, wir seien Vach'fche Zenira« listen. Meine Herren, wenn wir die konstitutionelle Vcrfassllng vertheidigen, sind wir Freunde der Konsti» tution, Freunde der Freiheit, Feinde des Absolutismus! Nur diejenigen, die uns jenen Einwurf machen, nur von denen könnte man sagen, sie seien Feiiwe der Konstitution, Feinde dcr Freiheit, Frenndc des Absolutismus. Mcinc Herren! die konstitutionelle Verfassung ist die einzige Vürgschaft gegen die Wiedcrkebr des alten ver° urtheilteu Regimes; die konstitutionelle Verfassung bi» tet die Garantie dcr Freiheit, nnd wenn wir den Voden der Freiheit betreten, so ist es auf diesem Vodeu allein möglich, daß sich alle Nationen der ganzen Monarchie, vereinigen können; nnr hier können sie sich die Hand reichen, hier allein, wo kein Drnck einer Nation anf die andere besteht, wo die volle Freiheit herrscht, und der Vodeu groß geuug ist für 3 sprüche hegen. Gehen wir auch auf das zweite Königreich, auf das kulturrcichste, industricrcichstc, schone Vöhmerland. 5OI Wir sehen gleichfalls, wie sich hier von Tag zu Tag die Ezechen und die Deutschen, welche selbst bier in die« scm Hause getrcnilt sinen. gegenüberstehen. Auch dieses Kronlaild müßte ,nit R'ücksicht auf die Nationalitäten zerrissen werden, und gewiß ist es, daß die Deutsch-bölimen sich lieber zn Deutschland schlagen, als sich das Joch der Ezechcn aufladen lassen würden. So wird es von einem Kronlande zum anderen gehen. Meine Hcr> ren! Wir werden auf diese Weise, anstatt ein starkes Oesterreich zu schaffen, eine Zerrüttung herbeiführen, lvelchc am Ende nicht znm Glücke. sondern vielmehr zum Unglücke führen wird. Bleiben wir aber insgesammt unter der konstitutionellen Verfassung, schützen wir diese als das Kleinod der Freiheit, so bleibt die österreichische Monarchie in der ^'agc, die Freiheit nach allen Richtungen zn scbut/en. nach allen Richtungen ;u vertheidigen und jeden Angriff von sich zn weisen. Und wenn wir Vertreter uuserc Aufgabe so auffassen, und legeu wir die Hand au's Herz, prüfen wir, was unsere Kommittenten sagen würden, wenn wir sie fragen, was eigentlich ibre Anficht sei, so werden wir erfahren: Wir wünsä'en die Vermeidung eines jeden weiteren Drnckes, eine Erleichterung unserer gedrückten ^age, die Verbin-dernng. daß man uns mehr auflege, als wir ,zn tragen im Stande sind, dap wir nicht unter unserer ^ast erlt> gen. Das sind die Wünsche der Völker, und würden wir es von ihnen zu boren verlangen, so würden wir es auch vernehmen: vereinigen wir uns, lassen wir die Sonderbestrebnngen ans Patriotismus fallen, dann wird die Geschichte die Thatsache konstaliren: „daß die Völker Oesterreichs im Iabre 1861 für die Konstitution reif waren", und sollten wir uns nicht vereinigen, so würden wir gleichfalls dem Urtheile der Geschichte anheim fallen, die vielleicht ihr Urtheil dann mit schwarzen, mit nie vertilgbareu Lettern, mit den Worten schreiben wird: „Die Völker Oesterreichs waren reif für die Verfassung, allein ihre Vertreter waren unreif." Das, meiue Herren, wollen Sie beherzigen. Eine solche Meinung soll das Volk von uns aber uicht haben. Gerade wegen der Richtung, welche die Debatte genommen hat, habe ich mich veranlaßt gefuuden, das erste Mal das Wort ,zu ergreifen, und ich fühle mich bei dieser Darstellung nur noch verpflichtet, hinzuzufügen, daß ich mit den Anträgen, welche der Kommissionsausschuß gestellt hat. vollkommen einverstanden bin, weil sie auf gesehmäßigem Voden stehen. Oine französische Vtote. Die Vertreter Oesterreichs und Spaniens am Tuilslicnhofe. Fürst Metternich mid H rlchlcn mir die Ehre erwiesen. und worin Sie m>r dill>I,ck darauf zu versländigeil. die Aufrechlhallnug der wclillcheu Gc> walt des Papstes ii, desinilioer Wcise uild mit Hilfe lilur Veicinbarnug der kalholischcu Machte sichcrz»-zustellen. S>i»erftils hat der Herr Gesandte .... eilicn Gleiches bezweckenden Schrill gclban. Meine erste Pfticht war es. di'sc wichiigeil Millh.illlngcn Sr. Majcstäl vorzulegen, und hellte bi» ich iu der ^.'age, dar.uif zu antworten. Die Gefübls. welche die Stellung des heiligen Stuhles der Regierung von .... einsiößt, werden von der Regierung des Kaisers vollständig getheilt, Sie hat den Angriff auf die päpstlichen Slaalcn so sebr beklagt als getadelt, riud wenn die ernsten politische» Erwägungen, denen Oesterreich l-ud Spanien tamals i» gleicher Welse Rechnung trugen, nicht gc< stallctc». lucbr alö es tcr Fall war. gegeu lie ein-getretenen Verhältnisse zn reagiren. so hat die kais. Regirlung nichts uolerlassen. die Kousegnenzen di'ser Ereignisse z»l begrenzen. Das Oklupalionökorpö i» ?tom wurle vcrstärkt. ui:d der Papst, welcher in-mitten rcr Italien answühleüden Stürlne ruhig in seiner Hauptstadt wohnen konnte, verdankte der An» wcseubcit der französischen Truppen dic Erhaltung eines Theiles seines Territorium?. ! Die k^üsirl. R'egierung hat durch Akte. dcucu beizupstichtcn. wie ich gerne lonstatire. die Regierung vou .... leinen Austin» uahm, anf riese Wcise il>re tiefen und »»weränderlichen Sympalhicu für das Oberhaupt der Kirche an den Tag gelegt, und wirr oieß auch feiner thu». Die prekäre Lagt. iu welche der heilige Stub! rurch die Umstände veiseht wurde, lufl bei de» lalholischeu Nationen daruiu uicht weniger liefe Äckümnierniß hervor, und da es fnr den Frieden der Gewissen voll Wichtigkeit ist. daß derlei Fragen nicht eillz» lange unentschieden bleiben, so is) es ganz gewiß Pflicht der Regierungen, eiuiuiilbig zusammenzuwirke» , um deren Gosling zu vereinfachen und zu erleichtern. Imlucrhln halle ich es »lcht fnr nüplich. yler das S^!^em zu tlörlern, wonach die Staaten des Papstes und die Slarl Rom Güter der todten Hand sind, welche der ganzen Christenheit gebore» , und kraft emcs uirgeuds geschrieben steheudeu Rechtes, über die die Geschicke andlrcr Souvcränetä« ten bcberrschenren Rechte gestellt l^crdeu. Ich l.'cschräilke lllicl) »lu raranf, zn eriünern, daß die älicflen uud „culfleu geschichlllchcll Ueberlieferungen diese Doklriuc uicht zn rechtfertige» uezmö» gen, und daß England. Preußen, Rußland unc> Schweden, von der Kirche getrennte Sta.Uen. in Wllll ganz uuter demsclden Rechislilcl alö Frankreich. Oesterreich, Spaniel! und Pollugal, die Verträge unterzeichueltn, turch welche rcm Papste vie Vei'lylin-gcll ivieoererstcUlel lvurceu. die er uerloicn balle. Glündc der höchsten Angemess,»beü — ich beeile mich licß au^znspiech.ll — vereinig.'» sich mit deu größten gesellschaftliche» Inieresseil l» der Forreruiig. daß daö Oberh.N!«l der Kirche sich auf den, von sciileu Vorgängern tulch so ville Iahlbundelle hin» dlllch eingenoililnenen Throiic- behlUipic» könne; die Ansicht der Rcgieruna. des Kaisers in dies r 'bezichnug st.hl fcst i aber sie glaubt auch, daß die weise Auö-> ül'Una, ler yöchsteu Aütcttiäl und tie ZustiuilUllNg l^er Völker, in oen :ö!ui>cheil Staate» irie lNilvrwäl'ts, die Glnndbedlnglingel! für r>e Dauerhaftigkeit der M.,chl sind. Die ernstesten Gefahren. welche heute oic weIMche Macht dcs heiligen Sluhlcs beorolieu, loinlnen ullcrdiugs voi> Außen, und wenn die Ollu-patioil Roms den Vedüls»!ss»u rer Gegenwart entspricht, so bleibt roch die Zukunft Wechselsällei, aus» gefixt, die zn banileu unser aufrichtiger Wnnsch ü't. Oesterreich uuo Spanen, Herr.....stimuieil mit uns dieser Ansgade bei. al'er sie geben uicht die Gesammihell der Mlltel an. welche iinziilrendl» wären, um sie zn voUbrlugeu. mio eii>,gc Elllärnngcil von ihrer Seite wären doch um so lioll'wenolger, als chre Stellung gegeuübcr Italien, umer einem gewissen Gesichispnnlle. uon jener Fiaullcichs adlocicht, Wir haben es mil Bedauern gesehen, daß die ^esl>el)nugrn von Villafranca und Zürich nicht ihre vollkommene 'Auesührung gcflinden halien, und wir yäilsu gewnnschl, daß die Monarchic beider Siziiie» uicht uma/slürzl wordeil wäre; uichlsoestoweliiger hat der Gang der Ereignisse, wie sehr er auch immer lhren Wünicheu culgegril war, tie Regierung des Kaisers »lcht m jo liumiilclbarer Weise berührt, wie lie Hose von Wie» mu) Madrid. Ohne dem w.is geschehe» unsere Gntheißung zu gewähre». o!)ne den »eueu Btft^no bcr Dinge mu unserer Gliiaütic schüi)eli zu irrlieu, hüioell uns doch leiu lyuaslischls Interesse, regelmäßige Vezilhungeu mit den» Köillgreich Italien anzuknüpfen, und das Hilidelniß selittl Anerkennung bestebl für ll»s nur in den mit deu römischen Angelegenbeileu znsuulilleuh仫 gcndcll Schwicrigklilen. Ist eö uns uergönul, zil hoffen, d.iß Oesterreich liild Spauien voll »lll, an geueigl seicn. sich auf diesen Standpunkt zn stelle», und ihr Elfer für den hliligcn Siuyl j.ve andere partikulare Erwägung zlllückdrängeu werde? Dieü ist eiuc Fr.ige. welche ich mehr mir stelle, als ich sie an Eure Erzelleuz richte; aber der Zweifel selbst, den sie erzeugt, und die Folgerungen, welche daraus stießen, gestalten nur mchl, cic Natur der roi» der .... Regierung vorgeschlagenen gemeinsamen Aklion so eingehend zu würdigen, als es sei» sollte. Ich verhehle nicht. Hcrr.....daß. iudlm der Grnndsaß der Nicht-Intervention, welcher de» Frieden Europe's gercltel, heulc. wie uor zwei Jahren, jede Gcwall-Anwendung ausschließt, l,ach unserm Dafür« balteu ein enger Zlisalunienhang zwischen der Rege« luug der Thatsachen, weiche die ^.'age der H^ldime! so wesentlich vclänrcrl haben, lind der der römische» Frage zu gebeuden Lösung besaht. Die Regielung des Kaisers wäre daher sehr glücklich, zu vernehmen, daß Ocslcireich und Spanien es für möglich erachten, ebenfalls in den einzigen Weg eiuzuleuken, der ihr. ohne Uliie Erschüllcrnugcn, zu einem pmlt>sche» Ergebniß führen zn sollen scheint; al)er sie steht nicht au, wenn anch unr voraussehlingsweise, die Versiche-lllng zu gebe», daß sic ihrerseits niemals einer mit der Achtung, wllchc sie für die Unabhängigkeit uud Würrc des heilige» Stuhles empfindet, unvertiägl!-chre ZllstiillMlmg criheilen würde. Genehmigen Sie :c. Th o ilv e n e l." O e st e r r e i ch. Wien, 26, Inni. Hente Vormittag hat eine Ministerlonferenz unter Volsii) Sr. Majestät begon-ucn. die sich lange bis nach Mittag hinauszog. Man vermuthet mit großer Wahrscheinlichkeit, d.^ß ric Frage wegen Empfauges der ungarischen Deputation dabei zur Eutschcidliilg gekommen ist. — Das beute Morgens verbreitete Gcrücht. als slüllde l>st. Se. Majestät lverde die beide» Präsidenten des ungarischen ^a»d-la^cs empfange», die Adresse aber „icht annehmen, de'.uht ebenfalls m«r auf einer Vermuhung. da vor der Ministerlonfereuz leine Enlschcldung getroffen war. — Al,s dem Voranschläge, der nächstens dem Rlichsraihe vorgelegt w>ree>! so!l, enlnimmt ein Kor« respond»! der „A. Z." lie folgenden Millheilungcl,: Dacl Ge^mmierforrcruiß für das Velw.'llul,gej.,l)r 1802 beträgt 3l)2.li^0.0U0 ft. ö. W. Die Gesammt« s»mlllt der Vedecknilg elreicht »ur die Höbe von 2!)8 Mill. l)!)!1.8l)0 fi. Es ergibt sich daher ei» Abgang oder Defizit ro» 0li.U36.200 si.. welche durch außer-ordeullichc Mille! gedeckl wellte» lnnsftn. Der Militär« aliflv.nid beirägt lliii MlUione». ist somlt i»l V^r-yällliiß zum Plälillünare. lroß des Friereuöstandes, llm 6.'i MilllonlN übelschrilleu worren. Dabei ist der Ausfall ai, Sleuelii i,i Un^ar» sebr bedeut,nd; deiselbe bellägl für fünf Monate (November i)i(! Mär^) i),W8.l03 si., ft, oaß. we»» die gegenwärtigen Um-stänlc fortdauern sollten, ii« ganzc» Verwallungö« jähr eiu Ausfall vo» 30.^2^.900 ft, sich ergtlNil würde. Dtm Voranschlag sind neun Beilagen oDer Denlschrlslen bei^eg'bcn. — I-> Verona sind am 22. zchn und a,n 23. d. M. sieden picmoulssifchc Deserteure eingrlrosseu; oergleiche», sagt das «Glornale vi Verona«, loiume» fast täglich aus dem feindlichm ^'ager bei li»ö au, Mien, 25, Juni. Ocsteri, Nachmiitaas snhr FM^?. Graf v. Grüu,ic in der ?iähc von Hepcndorf spaziere», als er auf freiem Felde zwci Mä»ner l)c< liierklc. lie »lit eineiil dritten beschäftiget waren. Der Graf fuhr näher, und man denke sich seiuen Schreck, als er in dem bcsinllngslos auf dem Vod.'U liegeudl» Herr» de» ehenialigei, Fi»^n;lninister und jsplge» Vizepräsidenten des Hcrrnhauscs, de» Frei» her'U Philipp v. Kraus, erkannte, den hier unter freiem Himmel, lllilicil i» einem Spaziergange, der Schlag gerührt balle. TÜien, 26. Inni. In dem V»fi,idc>l Sr. Erz. des Hnrn Präsl>c»len Freibelr» Philipp von Krans ist seit Mitiermicht leider »loch eine Verschlimmerung tliigelrelen. welche »ach der Aeußeluug der behandeln' den Aerzte den traurigsten Ansgang besürchleu läßt. Se. Meilestät der Kaiser hibe» den kranken Staats» man» luit linein besuche zll beehren lmd der ^linilie dceselbcil A!lpfali,ic!l u»d nnch d!e ^lrrcss,,' anncp« inen. Ucdeldilß heißt es, Se. Majestät werde die 'Adresse durch einen l. Erlaß beantworten, wodurch er, auf das Diplom vem 20. Oklobcr und die Grundgesetze vom 26. Februar sich beziehend, die Kammern anfforder» würde, zur Wabl der ungarische» Adgeorb« inte» für den Rcichsralh ;il schreite». Pest, 2ii. Illüi. In der a/strigen Unterhaus-sii)»iig wurde erst da,! Protokoll des Olierbalises, dlinn die in's Reine geschriebene Adresse noch ein Mal verlese»; diese wurde vom Präsidenten und ei»slU Schrislfübrer unterzeichnet u»o dann deu Magnaten übersendet. — Auf Anlrag dcs Deputirle» Si^milnd Verliaiy wird die Adresse gedruckt lind dc» Wählern der Repräsentanten zugeschickt werde». Der Präsident hol», da lei» anderer Gegenstand vorlag, die Slhnng auf lind schloß mit dc» Worten ' Uebrigens bitic ich Gott, von dem das Schicksal der Nationen und des Herrschers abhängt, um seinen Segen sür die heutige feierliche Stunde uud um Erfolg für jcne Sendung, mit welcher ras geehrte Haus mich zu belrallcn a.c< r»hl. Vls ich von dieser Senrung zlirückkebre. em« psehlc ich »»ich der fernerm Gnade des b. Hauses. (Stürmisches Eljen,) Uul 2 Uhr hielt ras OberhauS eine zweite Siz< zung, iu welcher die Adresse nochmals verlesen m>d unterzeichnet wmde. Prag, 26. Juni. Safark ist heute um 12'/, Uhr Mlllagö gestorben. Das Vegräliuiß findet am Freitag Sialt. Die böhmischen Rcichöralhöabgeord« uelcl, sind tllegraphisch eingeladen, zur Leichenfeier zu erscheine». (O. u. W.) Frankreich. Die ofsiziöseu Pariser Vlätter und mit ihnei, die l'onconcr ^Morning Post" crllärcn mit Äezug nuf die Gerüchlc wegen Abtretung der Insel Sard« ilien an Frankreich, daß alles. waS darüber qes.igt wird. grundfalsch sci. und menials von elwaö Achl> lichcm die Rede gewesen sci. Großbritannien. London, 20. I»ni. Gestern hielt die Kölligill ein Drawingroom und erschien »ach langer Zeit zum ersten Mal wieder öffentlich. Die ganze königliche Familie, die Hof» und Staatsbeamten. das diploma« tische Korps und bei Weitem die größere Anzahl der Anwesende» erschienen in Trauer um di« Herzogin vo» Kent. 58H Türkei. Der Slllllin hat rin Irade erlafssn. wodurch die „siil Organisation des Libanons genehmigt, uno Daorid'Effenri znm Gorivcrncrir res Eorges ernannt wird. Der ncuc Gouverneur wird sich in den »ach' sie» Tagen auf seinen Posten begeben. Seine In< stallalion wird unter Anwesenheit dcr europäischcn Konnuissärc erfolgen. Nuflland. Warschau, 20. Inni. Gestern lwt der Herr Stallballer Suchosauet durch sein Benehmen einen ncncn Unterlialtnugsstoff. Er trilt unter Begleitung des Gnbernalor Mcrchelewicz und mchllnr anderer Generalc j,i dcn sächsischen Garten, läßt am Hanpl» eingange desselben ciil Piqnet Soldaten anfrflauzcu. au den anderen Pforten stehen Offiziere, und so ge-schllht kostet der russische Krielisminister und polnis^c St^llbalier die ^'uft des sächsische,, Gartens. Da l»el,sgneu die Herren einem Studenten, der sie nicht cirüßl. Herr Merchclewic; stellt ibn zn Nedc; er be« l'alil't't. dlü Herrn nicht zu kennen. M, sagt. es ssi dcr Stalll'allcr und mau müsse ihn grüßen. Der S:„d,'l,t grüßt. M. sa^t, des müsse nicht bloß ei» Mal gls^elien; darauf übt der junge Sll>de»t seine Salonfcrligkcit in unausbörlich luiederholten Grüßen und Verbeugungen, natürlich linter Gelächter rrr in° zwischen dcrbeigecillen Menge innger ^',ute ,ind linder. Inzwischen ordnen die Akademiker durch von Mnnd zu Mimd getragenen Befehl an. den Garten zu verlassen, was anch. um jede Neibnng zn uermei. den. r>ou allen anständigcil und erwachsenen Bcsnchern dcöftlben geschieht. Neueste Nachrichten und Telegramme. Agram, 2!i. Juni. In dcr liniligen Land^ tagsnyling sprach Kardinal Haulik bezüglich der un-qaris'i'cn Unionsfragc seinc Meinung dahin ans: Ungarn solle früher erklären, zu dcm geseßlichen Wege. dcn es ihm Jahre l848 dem Throne u»d Gesamml.Oesterreich gegenüber verlassen, zurückkehre» zn wollen, ebe Kroalieu sich «uit ihm in Unterband« innren einläßt, sonst sei er für den Antrag des Zen-lral,'?!neschusses. Zlalarovic vertheidigt dcu Anlraa. der A^ramer Perlretcr; der drängelten Umsländc wegen soll die daldiM Union mit Ungarn in, Prinzipe nnögesprochcl!. die Formnlirnng der Vcringnngcn jedoch l'is znr FesMcllnng dcS Verhältnisses Ungarns zu Oeslcrveich vertagt werden. Eagovac und Krsnjavi sprechen für dc>, Aulra^ des Zclllr^l > Au^j^üss.'s. Viö' jeyt sprachen zwanzig Rconer, lieunnndfünfzig sind biö dtllte noch vorgemerkt. Assvam, 2(i. Inni, In der hcnligen Landtags« sit)nng wuroc die Debatte ül>cr die ungarische Unions-ftage foilgescyt. Vn.'cic wilt cine dcn jepia.cn Ver« hälinissen entsprechende Union nnd nicht die l)iö znm Jahre 16^3 bestandene; er biingt cin Anilnrcmenl zum Antrage des Zcnlralausschnssco «in^anf Weg' lassnng. bezichnng^lreise A'Udernng ron Stellen. rie daö Migränen Ungarns erregen tonnten. Ltarccvic ist fnr Kvatcrnit'»; Antrag, befürwortet sonnt ein ebenso von Ungarn alö dem übrigen Oesterreich ganz unabhängiges. sclbslsländigcS. bloß durch die Person des Monarchen verbundenes drcieinigcö Königreich. Aroay wünscht die Ernenerung rcö Vlini'cö ans Grund der ungarischen Gcseye vom Iahlt t5^8 mit Vorbehalt der Revision jener, rie die Anlonomic des drciciniglu Flöiligreichcö verleyen. Muhic spricht sich für den Antrag deö Ze!Ural'An5schuss.ö. ^ogovic für jenen der Agramer Vcrlreler auö. Morgeu wird die Debatte forlgesltu. Der Landtag beschließt anläßlich der Ellrankluig Ihrer Majestät der 5taiserin an Allerhöchstc'ieselbe eine Pcilcidöadresse zu senden und darin den innigsten Wunsch anf baldige Genesung Ihrer laiscrl. Majestät anszusprechen. ^iume, 2^. Juni. In den Gemeinden Lic nnd Feucinc lam cö wegen verwcigerlcr Vcrldeilnng der denselben gehörenden N^tionalanlehens« Oblia/.lionen zu Oewallthäligleiten. Eö wurde m,Malische Hilfe requirill und vou dcr Komitalöbchörde eine U»tersn> chung angeordnet. Kassel, 26. Juni. Dcr Verfassnngsan^schnß der zwcilcn Kammer hat folgende Anträge einstimmig beschlossen: die Kammer erklärt sich inkompetent zur Vornahme landstänrischcr Geschäfte. Es sei au den Kurfürstcu eine Vorstellung anf Wiederherstellung tcr Vcrf.'ssnng vom Jahre 183! zu richten. Turin, 24. Inul. Wegen ungenütiender Z"hl anwesender Wähler, blieb dic Wal)I des ersten Kolle-ssiums erfolglos. N-casoli erhielt 340 Slimmen, Fürst Piombino 2 Slimmen. ^, . , Turin, 25. Inni. (Ueber P.niZ) R>ca,oll kündigie in der hentigeu ^ammersißung an. dab der Kaiser der Franzosen Vilior Emanu,! als ^öuig uon Iialicu anerkannt habe. Er erllmtc weiter: Das Recht unserer Nalion.ilitat wird bald ein vc», g^nz Europa anerkanntes Recht scin; dic Anerkennung Italiens von Seile Frankreichs und Englands b,st>mml seine Stellung. Er drückt seine Dankbarkeit dem Kaiser, seine Dankbarkeit für Frankreich ans. welches lein Opfer von Rcchlcn und Inleresscu verlangen wird. Zwischcu Frankreich und Italien besteht lein Interessen» konfiill. Sie werden gemeinsam den Forschiilt dcr Freiheit uno der Humanität verfolgen. Nicasoli fügl hin.zu: Vergesscu wir mcht, daß das Werk noch nicht beendigt ist. ViShcr verdanken wir den Erfolg der Klnghelt, Beharrlichkeit, Eintracht nnd dcn Opfern, welcher Tugenden wir noch dc« dürfen. Mnssouino verlangt Aufklärungen übtr Roui. unsere Hauptstadt vou Rechtswegen. Ric^soli erwiedert, daß diese Frage uoch nicht geordiret sei, es aber schleunig sein wcrre. Die Regierung wenc riesc Frage, zu wichtig, um sjch mit derselben nichl uu< gesäunil zn beschäftigen, nicht ruhcn lessen. Die Kammer möge begreifen, daß diese Frage durch Verhandlungen gcrcgc!l werden müsse; l'ierauf bezügliche Vcrhandlnngln rnil Kaiser Napoleon finden fortwährend Stall. Das von der Nauon ersehnte Ne> sultat lviro seiner Zeit, welche ich jedoch nicht bestimmen konnte, erfolgen; ich kann jedoch versichern, daß die Autllennnng Italiens weder Vedingnngcn. noch eine Verlehnng des Nechies unserer Rationalität in sich schließt. Mailand, 25. Juni. Der heutigen ..Pcrsevc-ranza" wird auö Turin vom 24. geschrieben: Heutigen Nachrichleu aus Rom zufolg«, leidel der ^apst foillrährend an elneru Fnßübel; die Wunde hat sich geschlossen; in Folge dessell thcill slch der Kraukheils-stoff dcm ganzen ^öiper »nil. öondv«, 20. Illni. I>l der gestrigen Unter» hauösipnng erklärte ^'ord Nlissell: ^ess.ps erhielt die Antorisalion des Pascha's. Eingeborne zu dcn Sliez» jlanal' Arbeiten zll zwingen. England habe die Auf» merlsainktil der Pforte daranf gelenkt, daß daö Zwang-arbcitssyslem deir Verpftichllingen der Türkei entgegen sci. Russ'll fügt hinzu, daß er so eben vou dem die< slu Morden i» ^onstanliiwpcl erfolgten Ableben des Sultans benachrichtigt wurde. )tew-A"rk, l8. Juni. In der Nahe Na« shinglons habe» mebrere reslillallosc Gefechte statt» gefnnrcu. Die Position der Separatism» bet Ma« uassas ist unhaltbar, cine Schlacht am Missouri bevorstehend. Aeuestv Aeberlailtiiwji. Dieselbe bringt Nachrichten aus (Calcutta 22,. Singapore 2!.. Eainon U., Hongkong 4., Shanghai 4. Mai. Die rnMjHe,.D,au,vure,Zalle ..Abrcck" ist am l:l. Mai von Singapore nach Ehina abgegangeil. Die Rückkehr res chinesisch.u Kaisers nach Peking ist uoch immer unbestimmt. Es zukulirl das Gerücht von einem Ansstandc in dcr Mongolei. Die fremden Gesandten werden in Peking mit der größten Höflich» leit behandelt. Zwei englische Erpedilionen wnrdeu auf dem Aaua/tscki^ug ausgerüstet, um Deserteure zu fangen. Die amerikanische Eloedinou ist am 30. Apiil abgegaugen. Hankow wlüdc von den Rebellen genommen. (Eingesendet. Löbliche Redaktion! In Ihrem geschähen Visite vom 24. d. M. be« findet sich im Auszüge des Sihuugs-Protokolles des lraiiuschcu i.'andcs-Ansschuss,ö vom 17. Iuui. Punkt 4, daß der Gemeindevorstand von Treffen um Beseitigung ler Notariate beim l.'alidesausschusse pelilionirl. Wir bitten, folgende Berichtigung hiezn entgegen nehmen und demnächst veröffentlichen zu wollcn: Ohue die Z w e ck»u ü'ß i g le i t dcr Aufhebung dcr Notariate a » fechteu zll wollen, ist diese Petition ohne W'ssen und Willeu deS Gemeindeansschllsses, ohne daß diese Frage in einer Oemeindlsihung znr Sprache lain, an den Kindes-Ansschnß gerichtet worden, und kann demnach vorläufig linr als Priv.i!' Ansicht des deriuali^lu Gc-mcindl'Vorsteherö «ngesehlN werden. Treffen. 20. Juni 18Ul. Karl Grcssel. Dr. Ioh. Maischall. 1. Gelneinderath. Ausschuß. Ioh. P ot> l» c> j. Nuöschuf!. ,er an alle Menschenfreunde, be-sonders anä> an r»itsühll'l,dt Mülttr das inständigc Ersuchen, je nach Möglichltit mit O^ld rind größeren oder kleineren Bekleidungsstücken beisprmgen zn wollen, damit man wenigstens den dringendsten Hunger dieser Familie stillen und znm Mindesten Einen Sängling bei einer Amme Uülcrbringcn könnte. Gütige Beitrage wolle man an ten Verlag dieser Zeitung einschicken, von wo sie an die Etadlgemclnde Weichseldurg w.ller befördert werden. Weichselburg. 24. Iuui !86l. l?. I.. Kundmacbung. Mit dcn jeden Dinstag. Donncrstag und Sam^ stag Abends .'! Uhr ü2 Min, ill öaibach anlallgcnl^en Schnellzügen kommen unter Anderm anch sämmtliche Wiener Morgeublällcr hier au und werden unmittelbar darauf auch gllich ansge^ebcn. Sie könne» daher an diesen Tagen nach tl Uhr Abends abgeholt werden; an den anrern Tagen be» steht die bisherige Gepflogenheit der Aufgabe um 7 Uhr Frr'h fort. K. k. Postamt i.'aibach am 20. Iuui l8ttl. Gntsteftnunft. Dic „Novize" widmet rinö fast cinc gauzc Spalte; so viel Raum verschwenden wir nicht. Unsre Entgeg. nuug ist ganz kurz. Wir erkennen dic «Novize" weder als cliurlu m:»ssn:, ^'»n Krain - - wic sie sich lächcrli> cherwcisc selbst nennt —, noch weniger abcr als unsern Hofmeister an. welchen Charakter sie sich anmaßt. Wir wciscu die Beschuldigung, daß wir dic Intcrcsscu des Vandcs nicht vertreten, entschieden znrnck. Wir vcrtrc> ten sic wohl, abcr vielleicht nicht im Sinnc dcr „No vizc", das niacht nichts, unser Standpunkt ist cin andcrcr;und daß derselbe uicht dcr unrichtigst,.' ist. dafür spricht die gesteigerte Tbeilnalmic. ivclchc sich dcr ,,^ai« bachcr Zcitnng" zuivcndct. Dic „Vlättcr aus Kraiu" sind Gratis'Vcilagc, uud daß wir lxstrcbt »varcn, gedicgcnc, Krain bctrcsscndc Ariffätzc zu bringen, wciß Dr. Vlciwcis rccht gut, dcnn cr lvar cincr dcr Preis» richtcr, als wir zwei Mal drci Prcise (40 fi. — 30 fl. — 30 fl.) ausgcschricbcn hatten, und das crstc Mal nur einc Arbcit, (wclchcr zwci Prcisc zuerkannt wurdcn), das zwcitc Mal garkciitc ciugcscndct erhielten. Die Erklärung ist lcicht. Wozu also dcr^ärm? lächerlich je> doch ist, wcnn die ^Novizc" sich mit ibrcr großen Anzahl Abouucutcn brüstet, dic wir ihr gönncn. und dabci nicht bcgrcifcu köuucu. waruin dic „Novize" uns noch um so Manches bcncidct! Das Publikum weiß rccht wohl. daß w i r den Streit n i ch t bcgonncn haben, cl'cnso wciß cs recht wohl, wcßhalb uns dic „Novize" aufciudct, und uns zu Entgcguungcn zwingt. Auf das Fcld dcr Po rsö ul ichkc itcn folgen wir der „Novize" nicht, das vcrbictrt nns — dcr A n sta n d! Die Vledaktion. Meteorologische Dcobachlungrn in Laid ach. ^ 3 ii >,^ Äaremcttrüand p„s»»,„»,.,.it»r ^iedcrschl^g T»« ^ ch^ i,,P,^u,,.-«, ^A°'«'« W,„. Wi.Xrung b^,,'«M„„?,n 24 Iiml 6 Uhr 'Hirg. ^«i^ . «0 -j-lU.0 ^,r. ?>^. schwach Srnnlnsch. 2 , Nch»,. :i'N.2N -l-2^.0 ^ 5. ftarf dcito N . ftft la . Ab!^______.l2^.N0 ^l''^ " 6.________schwach «.rnhssl____________________ 2ä ^ll^thr Mrg. '.i'^ä ,!>t^r 2 „ '.'.'chm. 325.3» 4-22.4 ,. 5. stark S>.'»»tnschcin <1 , U0 t y .. Nbd^_______32ä . 40 -j-l7.« ..__________^^^'5 _beittr_________________________ 2Ü 6^Uhr Mrg. 32ü?IÜ" !^-»4.2 Gr. 0. schwach Sc>m„nsch.in " 2 ., Nchm. 323.l'.<) j'22.8 „ 5, d^tto GcwiltVrr^n 0.34 l^ .. Abd. Z2:l,5l> I l'"-^ ,, Windiiille stc'n!'cll "'Druck uuo Verlag vou Iguaz v. Kleinmayr s5 F. Vamberg in Laibach. — VcnnUwortlichcr Ncdaktcur: H/Bambe^ ?^n»'ll»ttl»N»'»s!l^ N5icn, (Mittag l Uhr.) (Wr. Zt^. ?lbdl>l.) Die Nachricht d»n dem T^'de des Sultans verursachte ^»sanglich line qrc>ße V,r,Nnmln»g; ii» Lanfc des Geschäftes Dv^!l?!»U^llll)l. HU, Juni. »nichte sich jedoch wieder eine ruhigere und thcilweise bessere Hnltn»^ geltend. Ill Frl^e daven stellten sich schließlich einige Sorten Slaat^papicre und Nord" l'ahn-?Iltieu lüigesähr cius ihren g.striq.n Stand; da^c^en Melalliqnes »nd National -'.'lnleyens - Ol'igationen , dann Kredit - Altiln noch um '/, bis 1"/» unter der litzten Schlnßnotiz verblieben. Silber wie gestern-, fremde Valntcn schließen nach einem Niickgan^e ve» '/,°/, noch^ immer um '/^°/, höher alö gestern. Geld fnapp. /V deo Slnnleo (sn r ^00 ft.) Wllo Wave I» ölicrr. Währung . zu 5°/.. <>",4" M'.ÜO .')"/, Anl.h, von !8'hen mit Iänncr-^onp......5 „ 7» »l i 7!>.t<»» National - Änlehen mit April-(ioup.......ö „ 7!»,- 7!».^«! Mctall!auel'......„ 5 ,. ) «»7^0 betto mit Mai-Coup, „ i) .. l)>.'.0 l>«.5ü dett,,' .....„ ^„i >''« 2ö ä,<7 mit ^.rlosnng v. I, l,^i . . lN.äll llo — „ ., 1«5»^ . . Ul — l>1,50 „ „ l««;u zu 5UU ,1. . . 84.40 84,5, „ ^ n>lUl>iI. «!»... 8tt.l."> (lc!!!o"/„ 8!».- i>0.— Ob. O.st. und Sa!<, ... ^ .. «!'. - ^!>5i^ OK Id Wan Vöhmen......5 ,. l«1.— l'O.iil! 2teicr»>a,l.......„ 5 „ 8?.— 8«.^ Mähren u. Schlesien . „ 5 „ 8'^.— 8->.- llngaiil .... „ 5 , «l7.— <»8 -- ke»!. Van,, Kro. u. Slav. „ 5 „ «>«! — ,— 3iel>,nb. u. Aülow.. . ^ 5 , <».'>.-- . (j^om.-Gef. z.5i»»il,ö. W. ä«<»,— ü«^ — lt. Ferd -Nordb. z. 1000 si. CM. U»üä, l ^0 si. (5.M. oder 500 Fr......2N.-- 27'^^^ Kais. Mis.-Aahu ,u20Ust.(5.M. l«9,— ,«'.».>«> Sild-üordd. ^!ilb,-V.^U(1„ „ l l0 Zudl. Staats-,lomb.-^'t» u. (^eut. ital. (?is. 200 fi. ^. W. 5M» !ui!g 2l8.— !<20,— ^.lo War. Galiz. Karl-Ludw.-Vahuzu200 ff. (5.M. m.l40ss. (?0°/, 1 Linz. ,47i)U !48 — O.st, Don.-Dampssch, ("es. «^ 42^.— ^24.— Oesserreich, i!loyd i» Trieft ?" 2l0— 2l4.— Wien. Dc»:!pl'!»,-'.'Ist,-Ocs. '^V /.80 - ^i«,— Pefthcr Kcttenbriicim . . . 3N2 — .">!»« - Vöhm. Westlahn zu 200 sl. . ««7.50 ltt».-. Pfandbriefe (sür «00 ft ) '.'lational-j ttjä!>,v.I, l«.)7j..)"/c. l02.— 102 ä<^ bank aus >0„ d.tlo „ .', „ '.'?.— l»8.-- <,>, M. )vn!osbale . „5„ «0,^0 !»,.— Nationall'. ( , ., >n.föst,W. ("'^l'"« ^5^ ^,„ 8U.7.) iiose (p.r Stück) Kr.d,-'Anstalt fnr Handel u Gew. zu l00si.öft. W.....«17 75 l««.- Don,-Damp,s-G z, 100si,(;M. l'l,.>0 l«>l,7.'» Ztadt^cm, Ofeu zu ^» ft, ö. W. . !t Gelb Ware (5lary zu 40 st. (>M. . 35 litt :!-l.— Zt. Gcuoia „ ^U „ „ . «7.50 .'lZ,— Windischgräh , 20 „ „ . 2'i.2.'> 2'i.50 Waldftei» „ 20 ., „ . 25.?5 2N.2^ K.glevich ^ lv ^ „ . «4.75 lü 25 Wechsel. ."! Monate Geld Vrife ^ng^bnrg, ,'ür >UU ,1. s„dd. W. . 1 <7 >i5 1 l? 50 ,Ua>,s,urt a. M,, d.tto . l l7.50 N7 75 Hamburg, snr <00 Marl Vaulo . 103,— Il>.^ 25 London, siir l0 Ps. Sterling . l:>8,25 ^!^,7ü Paris, s,'li »00 Frauls . . . 54 0» 54 70 (sours der Geldsorteu. Geld Ware K. Mnn^Dusaten « ,^. 58 Nlr. ,i ft, 5.9 Nkr. 'k>ou.n . . . ltt „ 5 „ 1U „ l0 „ Napl>leu»>'or . l l „ >cri.i!c . .. < l .. .'l^ „ ^lreiü^thalcr 2 „ ci der Elsenl^hll.Nflrlil^-Dilsllio», — Schri'in^r. Hlinc'flsin^ü!,, — H^ichni^. )l^tnt, lind — Tillnlsft. Elinor, vl'n Wicii. — Hr. Wclpooer. H^n Vo^'i,. — Hr. P,ilmcl, VllchY.Utcr. vc>n Tricst. — Hr. Lirel, H.nldlllii^reiscndcr, von Vrilim. Vcrzeichniß der hier Verstorbenen. <2)cn 20. Juni l8Ul. Dlm H^rrn P.iklitiil Ts^niz. ViU-kermeister. ssin ^l'ild Inlknui. lilt 6 M^nalk. in der St^idt 3ir. 1i)7. an Fraiscn. 2l. FllNl Fr.in;i^k., H^niffcn. A^eiüen^altm, cll 37 I.ihre. im Ziuilspikil Nr. 1, ail Erschöpfllii^ der Kräsil. - I^lcch i'lin'ster. Mülll'tt'lnschr. alt 18 I^hr>'. iin Zioil!^!lal Nr. l. liü Fc>!gcn llliltciur Vlrll'yiin^. — Dcr M^ria Kc^cnischck, Mlileröwilwl', il,re Tochtcr Maria, alt 7 Jahre, in der Sladl Nr. 4l), am Zedlficl'tr. — Slcfan Pliß. Vcülcr. all li7 I.ilire. im Ziuilspilal Nr. 1. an Meiöschwa'chc. Dcn 22. SchlM'sttr Ai'^cla Gläscr. (5,hl)lftall. alt 4l I,ü)re, in, U'.>nlincr < Klostrr Nr. 3 l. an dcr ^ilnge,'!äl)!»u»^. Den 24. Hl-rr z?cnl Nnl'aii.,. k. k. Natastral« Mappen'Alchivar, Vcsil^r ve») s^lrcncn PcrrieüN-fien;cH inil dcr Krl)nc »nd de>? Arnuckrenzes. all 72 I.idre. in lrr iiaplizincr» Vorstadt Nr. 23, a» (iüllräflli!,^. — Wc»z<-I Norak. Gsfän^ni'st - Ans. sslier. alt 67 Jahre, im Zivilspital Nr. 1, an der ^imgci'sllchl. Z 11:^. (3) In klll Lllch Nr. 269, Hpitalgasse, ist cmc ganz ncu clcgant hergcrichtct».' Wohnung , bcstchcnd aus 4 Zimmclu, Sparycrd-kucl)l>, Splift, Dachkammcr und Holzlage, so-glcich odc'r zn Michaeli zu bl'zil'hen. Ein Näl)e-reS hicrlibcr bl'il'.t Hausc'lgncl' zu ersahen. Z 9^3. (8) Hml5M'rllMls. In der nächsten Nähe des in Angriff genommenen Eisenbahn-Hofes wird ein aus solidem Materials erbautes stockhohes Haus sammt Garten und einer Wiese aus freier Hand zum Verkauf ausgeboten. Nähere Auskunft darüber ertheilt bei gefälliger Anfrage der Eigenthümer selbst in Militär Sissek. A. Janusich. 3- 1139. (3) Anzeige. An die Eigenthümer lion Drllunklihlenllclglvtlkcu k Tochründen. Zopercmt. Grsparung gegen Holzkohlen und alle Torten Voaks. Eine französisch-österreichische Gesellschaft wünscht' sich zu ctabliren behufs <5«,r-bonisiren von Vrannkohleu und Torf. Diese Operation braucht 6 — 7 Stunden und kann binnen dieser Frist die größte HZuantitat erzeugt werden. Dieses Brennmaterial gibt weder Staub und Rauch noch irgend welchen Geruch und ist der Gesundheit durchaus unschädlich; hat dagegen eine Hcizkraft, die der, der besten Kohlen und boat's gleichkommen; sie greift die Mtetalle nicht an und läsit kcine Schlacken auf dem Rost zurück, nur fthr wenig leichte und feine Asche. Die Größe der zu verarbeitenden Stücke bleibt nach der Fabrikation die gleiche. Diese Fenerstoffe eignen sich sowohl zum Heizen der Lokomotive, in großen und kleinen industrieellen Gtabliffements, als auch in Haushaltungen, Küchen und zur 'Ausfuhr als Handels-Artikel. Der geformte und carbonisirte Torf hat alle Vorzüge der bis jetzt bekannten Kohlen, l'/ie der Holzkohle; brennt 4 — N Stunden und erzeugt eine angenehme starke Hitze. Auskunft ertheilt auf frankirte Anfragen: der Herr Repräsentant der franz. österreichischen Gesellschaft für Carbonisation: Hotel Elefant in Laibach, wo auch Proben-Muster zu jehen und zu haben sind. Besitzer von Braunkohlen-Werken, welche ihre Braunkohlen carbo-nifiren lassen wollen, belieben Muster an obige Gesellschaft franko einsenden zu wollen, wo auch jede anderweitige Auskunft ertheilt wird. Z. 782. (5) Der belichte, angellehm zu »chlneude echte Ichllttlierg'ö Krimler-Mop ^M«^i?"^'"^^°"'"" In ^ a id ach bri ^,Vill»l>l», i?e«>^»', Apotheker «zum qoldeusn Hirschen" am Marienplatz. Ill 5leiiN.ldtl: Dom. Ni^oli, '.Ipl'tlxk.r. In ("öl<: G. B. >v>)i,to„i, Apothller.' ,. Wmnnd: Iolianll Maroclltti. „ Würlield: Fricd. Bömchc?ach: Jos. U. Dollen^. „ War^^dii,: I. »alter, „ Äillach: Andreas Ierlach. „ ?l.,r.nn: I. Horac;cf, PrciS pr. Flasche sammt Gcbrallchö'Anwcislmg fi. l. 3tt kr. öst. Ä.^>. ft^^ Zugleich kaun durch die Herreu Depositeure bezogen norden: Dr. Vehr's otcrvencrtrakt "" NN 7" ''"Ü^""»«"""""""' ""'"^ > Cch.ch!,, 5^l!Nnpf- nnl» Mllgcnpillcn«,, Dr m,d P,«i,..»»' <^«.»r»»«tt, nach P,of. ^haniur in Paris, für ü lr. 0st.rr. Währ. ^eslmliiml^6 allliiisch n^ialische^ Thiel heil lNlsuer ,ur sranke Thiere, alS: Pserde. Knhe, Ochse», Schase, Zie^r» , Schweine und ander, Hausthiele. Preis: , Grosies «Paket 80 Nkr. l kleines Paket 40 Nkr., scll'ea Pu'v.r ist auch sietS echt z,i l'cfl,'»»!,.!, in i!ail,ach bei I»!,. Krasch^witz ^ur Vriestaube, Marbllrg Ioh. Quandcst Hanpt'Depot bei Julius Bittuer, Apethcler i» cH!^ig»i^.