Hummer 20. JJcttstu, den 16. Mai 1897. VHI-Souerbrunn aucrZcituc äßet»), Sauer» v, Hermagora». ii3ii"sloüi'c, Drei- chrichten. ite Gesang- unft roburg.) Die iüorbc« 'ährige Jubelfest be* Rusikvereiurs schreiten t einzelnen Sonder- Prei« s^r Petlau mit Zustellung in« Hau»: vierteljährig fl. t.LO. halbjährig sl. 2.40, ganzjährig fl 4.80, mit Postversendung im Inland,: Bierteljähr^r BollzugSauSschuß st. 2.«u, ganzjährig st. ö.liO. — vinzelue Rummern tO sr. SteiermarkS zur Tchristlriter: Zasrf F«l»«rr, Allerhriliiengasie t4 — Verwaltung x»t> Serlag: W. Blaute, Buchhandlung, Hauptplay Rr. K. '»lade», Ivelcher Handschriften werden nicht zurückgestellt, Antundignngcn billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bis Areitag jeder Woche eingesandt wtlL^creinc erscheint jeden Fonnr.ig. Die vernewerte Wahlordnung für Steiermark. Die nuten Frennde d,S Herrn Grafen Badeni klerikaler Färb,»,,,, welche ihn, den „Übergang zur Tagesordnung" über die Minisleranklage als wert-voll,-s Zeichen ihrer Zuurigling erstimmeu halfen, präsentieren ihm bereit« ihre Rechniing. Zurrst den Übdchoch'schen Schulaulrag und die ..Abänderung der steirischen Wahlvrdnung für die Städtewahlcurie." vom 6 Mai 1897 ist der Antrag des Ab-geordnete» Dr. Karton und Genossen datirt. durch welchen die steiiifche Reichsrathswahlordnnng für bie Gruppe: „K) Städte Steiermark" des Gesetzes vom 2 April 187Z abgeändert und nach cleri-kaleni Mutter zugestutzt werden soll. Die der-malen bestehenden Bestimmungen ermöglichen eS, dass in der Steiermark außer Leuten vom Schlage des ehrenwerten Kalteneggei auch noch ein paar freisinnige Abgeordnete gewählt weiden können. Diesem Übelsiande soll dntch eine neue Eintheilung der Wahlbezirke für die Griippe der „Städle nnd Märkte" abgeholfen werden; dadurch abgeholfen werden, dass die mehr oder weniger fortschrittlich gesinnten Städte« nnd Märkte-Wähler ein we»ig mit Kaltenegger' und Karlon-Lenteu ge» mischt werben oder, wo da» nicht möglich ist. wie in den siidsteirischen Bezirken, dass wenigstens die ftf deutschen Wähler einen Znsatz von etwas mehr politischer Frömmigkeit erhalte», der nicht gerade deutsch z» sein braucht. Im Punkte Rationalität sind die Deutsch^Elerieale» die tolerantesttn Leute von der Welt; da alle Wege nach Rom führen, so ist den Deiitsch-Clerikalen Jeder ein willkoin-mener Reisegefährte, den sie auf diesem Wege be-gegneii. komme er woher er wolle. DaS sieht man sofort, wenn man die schöne Gesellschaft be-trachtet, welche den Antrag Karton auf Abän-deruiig der Wahlbezirkseintheilung für die Reichs-ralhswahlen der Städtegruppe in Steiermark mit unterschriebe» haben. Di Paul«. Ebenhoch. Zallinger Huyn, Dr. tapferer, Dr. Äurz. Zehetmayr u.s.w. Es find keine Steuer. Die ReichSralhSwahl-ordnung filr das Herzogthnni Steiermark geht fi»* gar nichts a». keinen Pfifferling kümmert sie die berniali„e Wahlbezirkseintheilnng der grüne» Mark Sonntagsplauderei. Hol'S der Kuckuck! Aber eS gehört Heuer buch-stäblich sehr viel Unverfrorenheit dazu, um die Wonnen des Wonnemonds zu genießen. Ganz be-> stimmt gehört aber ein guter Lodenrock oder Wiiiterhavelock sammt einem Paar wasserdichter Juchtenstiesel oder wenigstens gefütterte russische Gliininigalloschen zur Ausrüstung derer, die in-solge ihrer poetischen Ader den Drang in sich fühlen, die herrliche Natur in ihren geheimsten Winkeln zu belauschen, um dann im gntgeheizten Zimmer ein FrühlingSgedicht zu schreiben. Und gerade in, Monate Mai grassirt in der Regel die Dichterin» am ärgsten und die Redaktionen der belleinsmchci, Zeitschriften müssen Anfangs Mai ihre Papierkörbe täglich dreimal leeren lasse», um nnd die Mehrzahl von ihnen hat sicher auch keine blasse Idee, in welcher Gegend etwa Anger, St. Georgen, St. Leonliard, Leuiberg. St. Mareiu oder St. Lorenzen zu suchen ist, den von jedem dieser Lrte gibt es mehrere i» Österreich und selbst maiiche der steirischen Abgeordneten, welche diesen Antrag unterschrieben haben, würden ein sehr verlegenes Gesicht machen, wenn ihnen ein Untergymiiasiast bezüglich der politischen Geographie Steiermarks ei» wenig auf den Zahn fühlen wollte. Das macht aber gar nichts. So^ bald Monfiguore Karlo» einen Antrag, jtyliji^t» und so angesehene Herren wie Di Pauli, EbciMch, Zallinger, Huhn nnd Kapstrer unterschreiben, dann unterschreibe» sie ihu mich, den» die werden schon wissen, ivarnm fie unterschrieben haben. Und ob sie'S wissen! Schwarz vom Arlberj, bis zum Wechsel und von der Donau bis an die Save und noch ei» wenig weiter wem, möglich nnd da innerhalb dieser Grenzen auch die Steiermalk liegt, so ist's ja natürlich, dass auch die grüne Mark des Schattens der geistigen Rächt voll und ganz theilhastig werden ^'oll und weil das bischen Licht, welches die deutsche» Städte und Markte im Lande nocti verbreiten, «amso mehr blendet, je liefer die Schatten geistiger Dämmerung an, flache» Lande fiiid, so müssen diese paar Lichtlei» ver-dunkelt werden u»d dazu bietet der Karlonjche Antrag dir Möglichkeit. Derselbe lautet: Artikel l. Punkt: „b) Städte Steiermark" des An-Hanges zur ReichsrathSniahlordnung tritt iu seiner gegenwärtigen Fassung anßer Kraft und hat in Znkunst zu lauten, wie folgt: Steiermark. k) Städte. 1. Graz innere Stadt. 2. Graz Borstädte, AlgerSdorf. Haierdorf, Unter-Audritz mit dem Wahloete Graz Vorstädte. 3. Brück, Kapfenbcrg, Kindberg. Krieglach. Mi'irzzujchlag. Kapelle». Kindbergdörfl, ^>ieubcrg. Winkl-Emberg mit dem Wahlorte Brück; Aflenz mit dein Wahlorte Aflcnz; Maria Zell, Gnssioerk mit dem Wahlorte Maria-Zell; Leoben, Trofaiach, Bordernberg. Eisenerz, den nöthige» Raum blos für die Unterbringung der nicht druckreifen Gedichte zu gewinne». „Ich weiß nicht, was soll es bedeut,n, dass ich so traurig bin. — Mich zieht es von allen Seiten — zu meiner schönen Nachbarin." — beginnt so ein FrühlingSgedicht, welches dieser Tage „z»»> uneiiigeltlichcn Abdrucke" a» die Redaktion der sehr geehrten „Pettaner Zeilnug" gelangte. Eiliger Pankratius! Wenn der M>nich nicht unheilbar a» Dicht>ritis erkrankt ist. soll ich Veitl heißen. Leider geben die Vorschriften des LandesianitätSrathes keine Anhaltspuiiktc zur Be-kämpsiittg dieser ansteckeliden Krankheit nnd daS einzige Mittel gegen das Dichten solcher Li>'beS-lieber ist daS Heirate». Wenn eine halbjährige Ehe so einen Dichter nicht gründlich cnrirt, da»» ist er eben unheilbar nnd gehört unter ätztliche Aufsicht oder i»S Siechenhaus. Mautern, Donawitz, Hieflau mit dem Wahlorte Leoben; Frvhuleiten. Deutsch»Feistritz, Pegaau. Sem-nach, Ubelbach, Glatwein, Sl. Stefan ani Äralkorn mit dem Wahlorte Frohnleiten. 4. Iudeuburg. Weißkirchen. Knittelfeld, Seckau Obdach. Oberzkyring, Fohnsdorf, Knmpitz, Zelt« weg mit dem Wahlorte Indulburg; Nenrnarkt. Unzmarkt, St. Lambrecht mit dem Wahlorte Nrumarkt; Murati, Obenvölz. St. Peter ant Kaininers« berg mit dem Wahlorte Mnran; Liezen. Admont, St. Gallen, Allenmarkt mit dem Wrhlorte Liezen; Glöbining. Haus, Schladntiitg, Irdning mit dein Wahlorte Gröbming; Rottenmann mit dem Wahlorte Rottenmann; Aussee mit dein Wahlorte Ausser. 5. Hartberg, Friedberg. Pöllau, Borau mit dem Wahlorte Hartberg; Feldbach. Riegersburg. Fchring mit dem Wahlorte Feldbach; Fürstenfeld, Jlz, Burgau mit dein Wahlorte Fürstcnfeld; Weiz, Passail, Birkfeld, Anger mit dem Wahlorte Äeiz; Gleisvors. PischelSdorf, St. Ruprecht mit dem Wahlorte Gleisdorf. tt. Leibi»v. Ehrenhansen, Straß. Wildon, St. George» Peeding mit dem Wahlorte Leib»itz; Radkersbiirg, Mureck, GnaS mit dem Wahlorte Radkersbmg; Eibiswald. Arnfels, Leutschach, Aichberg mit dem Wahlorte EibiSwald; Dentichlandsberg, Schwanbcrg, St. Florian mit dem Wahlorte Denlschlandsberg; Slainz mit dem Wahlorte Stainz; BoitSbera, Koflach, Ligifl. Moostirchen. Pich-liug bei >töflach mit dem Wahlorte Boitsberg. 7. Marburg mit dem Wahlorte Marburg; Windisch Feistrch. Maxau. Studenitz mit dem Wahlorte Windisch^Fetstritz; Windisch Graz, Hohenmaiithen, Mahrenberg, Saldenhosen, St Lorenzen mit dem Wahlorte Widlsci^Graz; Petta», St. Leonhard, Maria-Reust lft mit dem Wahlorte Petta»; Mein hochverehrter Dichter! — „Ich weiß schon, was soll es bedrntrn, — dass Sie so traurig sind! Sie nehmen von der unrechten Seiten — da» liebe herzige Kind. — Anstatt sie anznflöte», — die schöne Nachbarin. — hals ichs zuerst vonnöthen, — Sie gelM zu ihr hin, — nnd reden ein gutes Wörtlein — mit ihrer P. T. Mama. — gut Wort findet stets ein gut Lrtlein, — und ich wette, sie sagt nicht: „Na!" Und thut sie'S, nur Kopf hoch, mein Guter! — Und nur nicht verdat so geschwind. — ES gibt noch gar manche Mutter. — die hat auch ein liebeS Kind!" — So, jetzt hab' ich mich selber mit dieser scheußlichen Dichleritis infizirt! Das hat man davon, wenn man so gutmüthig ist, jeden solchen Frühli'ngswisch zu lese» und noch dazu in einer ungeheizten Slube, während draußen der zweite U3S ^Polstrau, ßuttenfrerg, Wernsee mit , . . . 18t sofort ont» (ycori1fn> Hohenegg, Sachscn-tllili<ü mit dem Wahlorte Ellli; än„.,p»^»"burg. Laufn, Franz. Fraß-Anznsragengrjjn^^orte ^ra?4bfrfl. Daselbst ist auch Lrg St, Markin mit dem ld, Drachenburg, Hörberg. n. Windisch-LandSberg, Rei-ahlorte Rann; • enftein mit dem Wahlorte fyß\ / MAlan mit dem Wahlorte Schön» V %/ß- »»Artikel II. ... ag er es auf seine Rechnung und für seine Person thun und die Antwort seiner Wähler auf ein solche* Thun abwarten, die ihm wohl kaum eine Vertrauens-adresse votiere» werden. Dem ausdrücklichen Willen des deutschen Volkes aber, diese Regierung mit allen parlamentarilchen Mitteln zu bekämpfen, bis zum Äußersten, diesen ausdrücklichen Wille» nach irgend einem Parteiprociramme modifizieren zu wollen um kleinlicher Vortheile willen, das mögen sich die Abgeordneten der deutsche» Volk*-Partei denn doch ziveimal überlegen, sonst könnte e* ihnen im .Handumdrehen passieren, dass die Wähler zu nackensteiferen deutschen Parteien ab-schwenken, denen die Ehre ihre« Volkes höher steht als z. B. der bulgarische Handelsvertrag. Wochenschau. Ver Krieg. Die Mächte haben, nachdem Griechenland nunmehr in formeller Weife ihre Bedingungen angenommen hat, seine Truppen von Kreta abberufen »nd die Autonomie der Insel unter der Oberhoheit deS Sultan» anerkennen will, die Intervention für Beilegung der Feindseligkeiten übernommen. Unter den Bedingungen, welche die Türkei stellt, ist wohl die Auslieferung der grie-chifchen Flotte an die Türkei die härteste; wenn Griechenland gezwungen wird, dieselbe zu erfüllen, dann ist eS überhaupt wehrlos gemacht, denn bei seiner a»Sgedeh»ten Küstenentwicklung will seine Landarmee, abgesehen davon, dass dieselbe nach Beendigung des Krieges überhaupt für lange Zeit hinaus kaum mehr aktionsfähig ist, nicht viel be-deuten. Unterdessen koncentriert sie sich bei Do-mokoS so gut oder so schlecht eS eben noch geht, und in den nächsten Tagen werden wohl die zu werden, das» aber eine HofratSuniform doch schöner ist und ein HosratSaehalt sicherer sei al» die Diäten und in der endlichen Erwägung, dass eS noch viel schöner ist, Minister zu sein, als Obstruktion zu treiben. Die Abgeordneten Dr. Pergelt und Hochen-burger haben zwar nachgewiesen, dass die Excellenz von der Justiz sich bei der Vertheidigung der Sprachenverordnung auf Gesetze und Verordnungen berief, die schon lange außer Gebrauch gesetzt sind, dagegen wieder solche einfach verletzte und igno-rierte, die heute noch zu Recht bestehen, kurz, das* die Excellenz der Justiz, die da* alle* im kleinen Finger haben müßte, sich in der Gesetzessammlung, die jeder Jurist deS 4. Jahrgange» genau kennt, nicht a»Sken»t; abkr das ist blo» öde Obstruktion! Dic beiden Abgeordneten wollten die Justiz-Ex-cellenz gewiß dazu verleiten, dass sie ihnen die ganze Gesetzessammlung a«swendig hersagt, waS sicher die ganze Sommersessivn in Anspruch ge-nommcn hätte, denn wir haben in Osterreich der Gesetze eine Riesenmenge, von denen viele geradezu Türken anch diesen Punkt eingenommen haben, denn einerseits sind sie in der Übermacht, anderseits ist ihre Begeisterung im Kampfe als Sieger je-denfalls eine nachhaltigere als die der besiegten griechischen Soldaten, die nicht nur Mangel leiden, sondern auch Führer von sehr zweifelhafter mi-litärischer Befähigung haben. Übrigens wird die Türkei kaum einen besonder« großen materiellen Nutzen au« ihrem Siege ziehen, der ja vom An-ange an gar nicht zweifelhaft sein konnte, weil ie nicht blo« eine erdrückende numerische Über-zahl an Soldaten, so»dern auch ein qualitativ vielmals bessere« Soldatenmaterial besitzt als da« Königreich der Hellenen. Die Türkei tst in diesem Kampfe Sieger geblieben, da* ist richtig, ob sie aber den guten Rath der „N. F. P." zur Mäßigung und gan- besonder* zur Einführung der Reformen befolgen wird, ob nicht in abseh-barer Zeit die verlotterte Günstling«- und Pa-schawirtschaft im Innern der Reiche« neuerlich zu Scheußlichkeiten Anlaß geben wird wie die. welche sich vor Beginn de* AufstandeS in Armenien nicht blos unter den Augen der Botschafter, sondern auch trotz deren Einsprache und Drohungen und trotz der Entsendung der zweiten Stationsschiffrund anderer PressionSmittel in Constantinopel selbst abspielten, ist denn doch eine andere Frage. Dass die krakeblenden Grieche» ihre Tracht Prügel wegkriegten, schadet ihnen nicht, denn sie dürsten nunmehr etwas bescheidener werden. Den Türken aber gleichzeitig zuzumuthen, das» sie als Sieger nunmehr mindesten» solche Reformen in ihrem eigenen Hause einführen, welche den verachteten Giaur zum gleichwertigen und gleichberechtigten Staatsbürger im OSmanenreiche machen, dazu gehört schon sehr viel SanguimSniu«. Pettauer Wochenbericht. (Lrilridskiindgkbllug.) Anläßlich de» Trauer-falle« im kaiserlichen Hause durch den bei der großen Brandkatastrophe in Paris erfolgten Tod der Herzogin Sophie von Alen;on, der Schwester Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Elisabeth, hat der Herr Bürgermeister Namens der Stadtgemeindevertretung bei der k. k. Statt halterei in Graz schriftlich daS Beileid ausgedrückt, (äuöesfslU.) An, Montag den 10. Mai um halb 5 Uhr Früh verschied nach langem, qual-vollem Leide» Herr Adolf Sellinschegq-Schauer, Eas6tier und Hausbesitzer, im 37. Lebensjahre und wurde am Mittwoch den 12. Mai unter »ahlreicher Betheiligung zu Grabe getragen. Der Pettauer Männergesangverein verliert an Herrn Schauer ein treues und überaus stimmbegabtes Mitglied, seine zahlreichen Freunde einen herzenS-guten, biederen Kameraden, die Deutschen einen wackere» Kämpfer für ihr Volk. Ehre immerdar feinem Andenken! Firmung.) Nach einer Mittheilung au die politischen Behörden wird der Herr Fürstbischof von Lavant die Firmung im Dekanate St. musterhaft sind, andere dagegen wenig oder nichts taugen. Wenn nun die gnten umgangen, dic mittelmäßigen falsch interpretirt und die schlechten nicht gehalten werden, wozu braucht die Justiz-excellenz sich den Kopf damit vollzupfropfen? Ach, diese Deutschen! Entweder sind sie Feinde ihres eigenen Volkes, oder sie sind uneinig, oder wenn Unglück und Noth sie doch einmal unter eine» Hut zwingt und sie dazu treibt, gemeinsam die schäifste Opposition zu machen, so findet sich sicher darunter eine deutsche Volkspartei, welche diese Opposition bloS von Fall zu Fall machen will, weil später vielleicht doch der Fall eintreten könnte, dass irgend eine hochmögende Persönlichkeit sich herabließe, dem oder jenem die Hand zu drücken und in dieser Hand etwa eine eiserne Krone oder ein AdclSdiplom oder sonst etwas Schönes läge, was so einen „von Fall zu Fall-Politiker" stets in de» siebenten Himmel hebt, wo er dann neben den frommen Kalteneggern, Dipaulis, Ebenhochs, KarlonS und so weiter sitzen und auf diese süii-dige Welt hinabspuckeil kaun. P. Leonhardt in W.-B. vom 19. bis 29. Juni, im Tecanale St. Martin bei Windischgroz in der Zkit vom 2. bis 15. Juli, im Decanate Oberburg vom 31. Juli bis 10. August und im Decanate Peliau vorn 21. bis 31. August d. I. vornehmen. ($rfuuDrn) wurde eine Zehnguldennote. welche gegen den gesetzmüssige» Finderlohn beim Stadtamte abgeholt werden kann. tGffrrtvrryandlnng.) Am 20. Mai 1897, 10 Uhr Vormittag findet bei der k. k. Finanz-Bcz>rks-Dircction in Marburg die schriftliche Lffertverhandlnng wegen Besetzung der Tabak-concurrenztrafik sammt Stempelverschleiß in Pettau, Florianiplatz Nr. 1, statt. (äfsrntirrana.) Die Assentierung im Bezirke Pettau ergab außer dem bereits in der letzten Nummer gemeldeten StellungSresultatc der Stadt Pettau noch folgendes: Bei der Stellung im Bezirke Rohitsch wurden von 189 Stellung». Pflichtigen tauglich clasiifizirt und eingetheilt und zwar: Am 5. Mai 37 zum stehenden Heere, 1 zur Landwehr und 4 zur Ersatzreserve; am 6. Mai von 126 Borgeführten 23 zum stehenden teere und 3 zur Ersatzreserve; daher von 15 StellungSpflichtigen des Bezirkes Rohitsch K0 zum stehende» Heere, 1 zur Landwehr und 7 für die Ersatzreserve assentirt. In« StellungS-orte Pettau wurden am 10. Mai von 172 Stel-lungSpflichtigen 33 zum stehenden Heere, 3 zur Ersatzreserve; am 11. Mai von 182 StellungSpflichtigen 43 zu in stehenden Heere und 6 zur Ersatzreserve; am 12. Mai von 185 StellungS-Pflichtigen 49 zum stehenden Heere und 4 zur Ersatzreserve; am 13. Mai von 162 StellungS-Pflichtigen 50 zum stehenden Heere und 5 zur Ersatzreserve; am 14. Mai von 146 Stellung«-Pflichtigen 36 zum stehenden Heere und 4 zur Ersatzreserve und am 15. Mai von 153 Stellung»-Pflichtigen 53 zum stehenden Heere und 2 zur Ersatzreserve assentirt. "i'ernulbu„j}en sind auf der Centralstation in de. S cherhettSwachstube im Rathhau« zu mache,.. (UfhrrfoU auf ritten Soldaten.) Am Abende de« 11. d. M. gegen halb 9 Uhr abend« gieng der ZngSführer Mato Pnsia der 2. Eom-pagnie de« k. u. k. 4 Pionnier-Baon«. vom Gast-Hause Reicher durch den Stadtpark gegen de» Bahiidnrchlaß hinab. Im Rondell nebe» dem Kaiser Josef-Moiiiimente stürzten plötzlich drei Männer aus ihn los und ehe t« sich der Zug», sichrer versah, schlug ihm einer der Strolche mit einem Prügel so wuchtig übv den rechten Ober-arm, das» er ihm den Armknochen zerschmetterte. Der Schwerverletzte stürzte natürlich zusammen und da» benutzte ein anderer und brachte ihm einen Stich ins Knie bei. Auch sonst zeigt der ZngSführer, der als ei» ruhiger Mann geschildert wird, mehrfache Verletzungen. Die Helden, welche der Überfalle»? in der Dunkelheit unter den dicht-belaubten Baumkronen nicht erkannte, flüchteten sich sofort. Der Verletzte schleppte sich in die Kaserne und wurde in» Truppenspital Übergeben. Wie e» scheint, liegt ein Akt der Rache au» Eifer-sucht vor. nur traf sie wie schon oft einen Schuldlosen. Die sofort eingeleiteten Erhebungen werden voraussichtlich ei» positive» Resultat ergeben. (pferdeclaWration.) Die Elassissication der Pferde im Bezirke w,rd von den Classifsications-Commissionen an den folgenden Tagen in nach-benannten Stationen vorgenommen werden: Am 20. Mai in Michalofzen für die Gemeinde» Michalofzen, Lahonec, Scherovinze», Veliöaii, Runüen. Am 21. Mai in Friedau sür die Ge-meittde» Friedau, Tergoviö, Sodinez, PuSendors, Scharding. Am 22. Mai i» Friedau sür die Gemeinden Großsonntag. Littenberg, Fraukofzen, Knlmberg, Hardegg. «in 24. Mai in Polstrau für die Gemeinde» Polstrau, Obriich, Schaloszen. Kaag, Vita», Adrianzen, Jastrvvez. Am 2b. Mai i» St. Nikolai für die Gemeinden St. Nikolai, Brebrosnig, Hamanec. Am 26. Mai in Salzen sür die Gemeinden Koraöiö, Ter.wszen, Saszen, WratoueAjö, Viöauec, Polensak. An, 28. Mai um 7 Uhr Vormittag in Sauritsch sür die Ge-nie,»den Sauritich, TurklNberg, Gorenzeuberg. Am 28. Mai um 10 Uhr Vormittag in St. Barbara in der Molo« für die Gemeinden St. Barbara, Slatina. Gradisch, St. Elisabeth, GruSkovec. Am 28. Mai um 3 Uhr Nachmittag in St. Andrä >n Leekomtz für die Gemeinden St. Andrä-LeSkovetz, Grvßwarnitza, Grvßokiö, SkoriSnjak, Draszen. Am 29. Mai in Pettau, Stadt, an, Dominikantrplatz, Pttlau Stadt und für die Gemeinden Wnvmberg, Stadtberg. K>tzer-berg. Karöovina, Ragosnitz. Am 31. Mai in Peitau am Dominikaiierplatze für die Gemeinden Podvinzen, Werstje, Pichldorf, Saboszen, Woro-wez. Am 1. Juni i» Rain, bei Peilan für die Gemeinden Rann, Haidin, Windischdorf, St. Johann, Ternvvetz, Pobresch. An, 2. Juni in Puchdorf, St. Marxen, Steindorf. Kleindors. Meretinzen. Am 3. Juni in St. Andrä (W.-B) für die Gemeinden St. Andrä (W.-B ), Loöiö-dorf. Ternovetzdorf. An, 4. Jnni in St. Lorenzen W.-B. für die Gemeinden Dragoviü, Sagorec, Sakuschak. St. Lorenzen W.-B., Klappendorf. Am 5. Juni in Molchganzen für die Gemeinden Sainnschen. Podgorzeu, Zivetkoszen. Polanzen. Slomdorf. Am 8. Jnni in Moschganzen für die Gemeinde« Moschgau«cn, Mesgovetz. Patziug, St. Margarethen, Gaiofzen. Folini», Pervenzen. An, 9. Ju»i in St. Urban für die Gemeinden St. Urban, Hirschendorf, Tristeldorf. Janiendorf. Doliöen, Testinzen, Juvai^en. Winterdorf, Wisch-berg. Ternovetzdorf. Am 10. Juni in Maikldorf, Gemeinde Jnrovetz für die Gemeinden Jurooetz, Oberpristova. Lanzendors, Varea, Neukirchen, SedlaSek, Lichtenegg, Dolena. GruSkaberg. Drei-faltigkeit (KoloS.) Am 11. Jnni in St. Lorenzen am Draufeld für die Gemeinden St. Lorenzen am Draufelde, Zirkovetz. Am 12. Juni in Monsberg für die G«mei»den Monsberg, Sto-perzen. Maria Nenstift, St. Wolfgan.,. An, 12. Juni um 2 Uhr Nachmittag in Rohitsch für die Gemeinden Rohitsch, St. Rochu». St. Florian, Dcnatiberg, Schillern, l^ermoSiSe, Dobrina, Koüiüe, Nadole. Am 14. Juni in Sauerbrunn für die Gemeinde» Kostreinitz. Tokaöevo. Saner-brunn, Plat, Nimno, Rajnkovec. Hermagora«. St. Katharina. UnterSeüovo, Wreftovec, Dreifaltigkeit. Vermischte Nachrichten. (öl) jahrigrg Zobrlskst des Gesang- und Mustkvrrrines io vadkersburg.) Die Vorbe- reitunge» für das fünfzigjährige Jubelfest de» Radkersburger Gesang- und MnsikvereineS schreiten Dank der emsigen Arbeit der einzelnen Sonder-auSschüsse rüstig vorwärts. Der Vollzugsausschuß hat sammlicht Gesangvereine Steiermark» zur Theilnahme an dein Feste eingeladeu, welcher Einladung bereits ei» großer Theil der Vereine nachgekommen ist; eS sind gegenwärtig über fünf-hundert Sänger angemeldet. Anfangs diese« Monates wurden an jene Vereine, deren Ant-warten auf die Einladungen »och ausgestanden. ErinnerungSschreiben gerichtet, da der Wohnung«-aiisschnß gegenüber den zu spät oder gar nicht angemeldeten Teilnehmern keine Bürgschaft be-züglich der Unterkunft bieten könnte. Tank dem Entgegenkommen der hiesige» Frauen und Mädchen, aus deren Mitte sich ein aus 9 Mitgliedern bestehender Damenausjchuß gebildet hat, ist der Frühschoppen gesichert und dürste auch die Platz-frage baldigst in glücklicher Weise gelöst werden. Der Vollzugsausschuß wird Festkonten. die zur Theilnahme an allen Veranstaltungen berechtigen, herausgeben und dieselben kostenfrei an alle aus-wärtigen Sänger, an dic Mitglieder des hiesigen Gn'ang- und MusikoereineS und der ciiizeluen Sonderausschüsse ausfolgen. (Aufnahmt in das it. u. k. Znsanlerie-Ladrilenschul-provisorillm in Slraß in Sleirr-mark.) Mit dem Beginne deS Schuljahres 1897/98 (16. September) n». ;» den I. Jahrgang de» Cadcttcnschul Provisoriums 30 bi» 50 Studierende der Gymnasien und Realschule» als Zöglinge aufgenommen. Die Aufnahmsbedingungen sind in der Buchhandlung L. W. Seid! und Sohn (Wien. Graben) »in, de» Preis von etwa 20 kr. erhältlich. Auch ist das Commando der genannten Milit är Erziehung»- und BildungSanstalt gerne bereit, ansragenden Personen zur Zeit der gewöhn-lichen Amtsstunden einschlägige Auskünfte zu er« theilen. (Goldene Medaille.) Der VerlagSbnchhand-lung „Styria" in Graz, welche die Ausstellung für Kochkunst und Hausbedarf in Baden bei Wien (April 1897) mit beiden Werken der Frau Ka« tharina Prato Edlen von Scheiger: „Die süd-deutsche Küche, 25 Auslage" und „Die Hau»-haltungsknnde, 5. Auslage" beschickte, wurde hiefilr die goldene Medaille zuerkannt. (Ein Eiscnbahn-Mnseum.) Es gibt wohl kein Gebiet der Erfi»dnng«thätigkeit, aus welchem innerhalb einer verhältnismässig kurzen Zeit größere Fortschritte gemacht worden sind, als auf dem Gebiete deS Locomotiv- und Eiienbahnbaue». Zum mindeste» sind hier die seit einem halben Jahrhundert vorge»o»„ne»en Verbesserungen mehr i» die Augen fallend, al» bei irgend einem anderen Gegenstaude. Da liegt e« nun nahe, die Schritte, mittelst welcher wir bi» zur heutigen Entwicklung gelangten. Schritte, welche einen wichtigen Beitrag zur Cultur-Geschichte bilden, allen sichtbar zu machen und so ein vollkommene« Bild der Entwicklung de» Eisenbahnwesen» zu geben. Dieser Gedanke soll in London, wo jetzt noch die erste von Stephenson gebaute Lokomotive vorhanden ist, zur Ausführung gebracht werden. Wie wir einer Mittheilung de» Patent Bureau I. Fischer in Wien entnehmen, hat sich ein Comite conftituirt, welche» die Gründung eine» Eisenbahn.Museums durchführen soll. Der Platz ist schon bestimmt uud demnach alle Aussicht vorhanden, das» England in Bälde um eine höchst wertvolle Sammlung, um da« es jede» andere Land beneiden dürfte, reicher sein wird. ES ist eint unbestrittene Thatsache, das« mit anerkannt guten diätetischen Mitteln bei Husten. Heiserfeit. Katarrh. Asthma. Bnist-.Lungen. und Magenleiden und allgemeiner SSrperschwache die besten Erfolge erzielt werden In solchen ffällen kommt d nur daraus an, wirklich bewährte Piü-parate zu gebrauchen. AIS solche haben sich die seit oO Jahren bei der Behandlung von Kranken angewandten Malz-Präparate deSk.uk Hoflieferanten Johann Hoff in Wie», I. Graben, Braunerstrafte 8. erwiesen, denn die-selben sind durch 76 hohe Auszeichnungen piämiert und taufende Tank- und Anerkennungsschreiben bestätigen zur Evidenz die Erfolge. ÄIIII0IIltII I» allen Zeitungen and Fnchseitadirifttn, Courebilcher etc. besorgt rnsch und xuveriilutig xu ilen vorteilhaftesten IU-din^u«»Len die Annoncen-Expedition >on Rudolf Mubhc; dieecllw liefert ^oslenan", ^il.»?e. Entwürfe fUr awecfcm«*-eige und ge^chmackvollo Anzcireri, sowio ln»ortion«-Tnrjse koflltonvt. I^-ULclolf Mosse Wien I., Seilerstätte 2. Prag, Graben 14. Btrlia, Brailau, Drwdtn, Frankfurt t. Ham»urj, K6ln, Lel#ils, Magdebarg. MUMhen, »üraturg, Stuttgart, Zürich. O Für s) n ft c ii ii c • beweise» über 1000 Zeugnisse die Borzüislichtnt von Kaiser's Brust-Bonbons sicher m!tnct)iinnüirfenM>en^ hrit, llntnrrl) und vcrschltimung. Größte > Specialität östmeichG. T>»tschw»d« und der! Schweiz. Prr Pak. 20 Mr. bei H. 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Tiefgerührt durch die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme, welche mir sowohl während der langen schweren Krankheit, als auch nach dem Ableben meines innigstgeliebten, herzensguten, unvergeßlichen Gatten, des Herrn Adolf Sellinscliegg-Schauer von allen Seiten entgegengebracht wurden und da ich nicht im Stande bin, Jedem einzeln zu danken, spreche ich hiermit allen Freunden und Bekannten aus Nah und Fern meinen tiefgefühlten Dank aus. Insbesondere sage ich dem deutschen Männergesangvereine, dessen treues Mitglied der Verstorbene jederzeit war und dessen Gesang er so sehr geliebt, meinen innigsten Dank für die ergreifenden Lieder und die prachtvolle Kranzspende. Auch seinen alten Freunden danke ich vom Herzen für die schönen Kränze und überhaupt allen für die zahlreiche Betheiligung bei seinem letzten Gange. Die tieftrauernde Witwe Antonie Sellinschegg-Schauer im Namen aller Verwandten. 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Eintrittskarten sind beim Museumsdiener erhältlich. \£Äl n HUMUS r; Die Wirkung 4er Annonce ist nur dann von Ifrielg, turnn man in der Wahl brr Ulätter, in Ausstal ung und Abfassung der An> »<>g, zweckmühig vorgeht. Unser» seit 18?4 drslrbendr Mnnon«n.®ipe-bitton ist bereit, jedem Inserenten mit Rath und That hinsichtlich zu erfolgender Reklamen in allen Iour nalen der Well an die Hand zu gehkn und dient gerne mit bii-Iftfhit Aostenderedmungen, liefert completen Zeitung«latalog gratis, gewährt von Originaltarisen höchste Radaite, besorgt di»cr«I Ehiffre-Anzeigen und expedirt einlangende Briefe täglich Annoncen-Ekprdition M. 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Kundmachung. Gemäß 8 l? der Gemeindewahlordnung für Pettau wird hiemit kundgemacht, dass die Wahl der Mitglieder de» Gemeinderathes auf den 8.. S. und 10. Juni 1897 anberaumt ist und im Nathhaussaale vorgenommen werden wird. Jeder der drei Wahlkbrper hat 6 Gemeinde-räthe und 3 Ersatzmänner zu wählen. Die Wahlberechtigten des dritten Wahl-Körpers wählen am 8. 3nni 189? von 9 bis 18 Uhr vormittags nnd von 3 bis 5 Uhr nachmittags. t>ie Wahlberechtigten des itoeitra Wahl-Körpers wählen am 9. 3nni 1897 von 9 bis 12 Uhr vormittags. Hie Wahlberechtigten des ersten Hohlkörpers wählen am 10. 3nni 1897 von 9 bis 12 Uhr vormittags Sämmtliche Wahlberechtigten werden ein-geladen, sich am Wahlakte zu betheiligen. Die Wählerlisten liegen stets zu Jedermann« Einsicht in der StadtamtSkanzlei aus. Stadlawl pettau, am 20. April 1897. Der Bürgermeister: Joses Vruig. 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Als die letzten Töne verhallten, trat er ei», bestellte sein Zimmer, um eines ordentliche» Lagers sicher zn sein, und nachdem er sich restanriert hatte, begab er sich herab in de» untern Stock. Eine große Gesellschaft füllte die Räunie, nur iu der Ecke der Hauptstube war ein Plätzchen an einem kleinen Tische frei. Ein älterer, sehr vornehm aussehender Herr saß dort. Wellheinis höflichen Gruß und Anfrage um Platz mit freundlichem Kopfnicken beanMortend, doch keine weitere Miene forderte zur Unterhaltung auf. sein Nachbar lehnte den Kopf an die Wand, sah träumend zur Decke, die blauen Ringel einer seinen Cigarre mit stiller Zu-friedenheit vor sich hinblasend. Unter dem bunte» Gemisch der Gäste fiel Wellheini ein kleiner Kreis auf. der am entgegengesetzten Tische saß. Ein stattlich au»-sehender hübscher Man» von fünfzig Jahre». dessen Haltung et« wa» Elegante». Militärisches hatte, nebst drei Söhne» — wie es schien — und einer Tochter. Die Jünglinge hatten auffallend hübsche Gesichter, die ganze Frische der Jugend strahlte ans den Zügen, in lebhaftem Gespräch mit der liebreizenden Schwester glänzten die Angen von fröhlicher Lust. DaS junge Mädchen lauschte mit sanftem Ausdrucke den» Ge-fange der gegenüber sitzenden Liedertafel, ein feiichter Schimmer erhöhte die Schönheit der großen Augen, welche das lichte Braun der Haare hatten. Rosiger Hauch lag auf dein kindlichen Gesichte, da» ein Zug mädchenhafter Weichheit verklärte. »Poesie/ flüsterte Wellheim vor sich hin! der heiße Wunsch, dieses Antlitz festzuhalten, stieg in ihm auf, je mehr er es betrach-tete, er dachte ein weißes, griechisches Gewand um dir zarte» Schul-tern, feine Phantasie flocht durch die lichten Wellen des Haares wilde Heckenrose» und Blättergewilide. Als das Mädchen beim Empor-sehen seinen träumenden Blicken begegnete, zeigte keine Miene, daß sie die Bewunderung auf sich bezog, klaren, reine» Auges sah sie ihm ins Gesicht, unbewußt ihrer Lieblichkeit, lächelte sie fröhlich vor sich hin und schmiegte sich hin und wieder an den jüngeren Bruder, desie» Aehulichkeit mit dem bekannten, braunen Mnrillo-knaben eine ausfallende ivar. .Es liegt ein Weiler fern' in» Grund," begann der Sängerchor jetzt, beim Refrain de» Liedes: „C RSilein jung, u Rttlein schön, 0 HSit' Ich »immer dich geseh n,- sahen »»willkürlich viele der Anwesenden ans das liebliche Mäd-chen hinüber, da», wie eine junge Roseuknospe, ahnungslos ihres Liebreizes, die Verkörperung des Liedes zn sei» schien. Lächelnd hatte Wellheims Nachbar den junge» Maler beobachtet, er strich sich durch den reichen, graue» Vollbart, lehnte den Arm auf den Tisch, seine schöne Stirne in dic Hand stichend. Seine lebhaften, grauen Augen sahen forschend im Kreise nmher, als wollten sie aus jedem Antlitz eine Geschichte lesen. Die Zeit verstrich, bei den meisten machte sich Müdigkeit gel-tend, schläfrigen Auges sahen sie zur Hängelampe empor, oder hingen den Kopf tief ans die Brust, bis eins oder das andere sich erhob und die Stube verließ. Wellheim >»nd sein Nachbar blieben als die Letzten znrück. 78 Beide hatten »och gefüllte Weinflaschen zur Seite u»d schiene» erst aufzuleben, al» das große Gewirre im Zimmer schwieg. Der Künstler fühlte sich durch des alte» Mannes Wesen uugemei« au-gezogen, es drängte ihn, ein Gespräch einzuleiten; jener fant iljut entgegen, indem er seinem Gefährten mehrere Zeitungen zur Ver« fügung stellte, in welchen er znletzt eifrig gelekcn. Wellheim erhob sich dankknd und hielt es für seine Pflicht, jetzt, nachdem er mit dem alte» Herrn allein war. sich vorzustellen. .Bitte, lassen Sie das.' wehrte jener mit freundlicher Hand-bewegung ab, .wir sind gottlob hier i» Zwanglosigkeit; jeder Mensch stellt sich durch seine Eigenschaften vor, der Raine thut nichts znr Sache.' Wellheim lächelte Über die kategorische, gemütliche Art seines Tischaenosten. .Sehen «ie, lieber Freund,' sprach dieser weiter, »ich war schon sehr oft enttäuscht, stellte sich mir jemand mit hohem Name» vor und ich fa»d ih» desselben unwürdig: meine Menschenkenntnis geht so weit, daß ich durch ein einziges Wort, eine Bewegung, oder in einem Momente, in welchen» mein Gesellschafter sich »»beobachtet glaubt, sofort eine Borstellung seines Charakters bekomme.' „Ich beneide Sie um eine Eigenschaft, di- mir abgeht, durch deren Mangel ich manches zu leide« habe!' entgegnete Wellheim. .Mein Beruf lehrt mich, die Men-scheu mit doppeltem Interesse zu be« obachten nnd wie man bei jedem er»-sten Zwecke sich Uebnng aneignet, so auch hier.' .Darf ich mir keinen Borwurf ma> che», Sie in Ihrer Gedankenwelt zu störe», indem ich noch von Ihrer Ge-sellschaft profitiere?' frng Wellheim, der nuu seinen Nachbarn als Schriftsteller erkannte, bescheiden. .Wie Sie bemerken, nein!' ent-gegucte der alte Herr, über dessen > ernstes Angesicht ein Lächeln gleich der Wintersonne freundlich glitt, ich liebe die Zecher, die ein Stündchen über das gewöhnliche Maß wachen. Sie sind, wie ich heute beobachtete, Künstler; lebhafte, phantasiereiche Na-tnren machen die Nacht zum Tage, gleichwohl, ob schädlich oder nicht. Kant nennt das Wachen vor Mitter-nacht schädlich, „die Phantasie ist zu dieser Zeit am thätigste» und wirkt allzu erregend auss Nervensystem.' Aber nicht wahr, wir können eS doch nicht lasten, wir Sünder an unserer Gesundheit!* setzte er lächelnd hinzn. „Ueber was denken Sie nach, juu-ger Freund?' sagte er nun lauter, als Wellheim ernst und schweigend vor sich hinsah. „Sie kommen hieher, um eine schwere Erfahrung zn ver-»esse», ich sah Sie heute abend ver-aeblich eine Erinnerung bannen, als Sie so erregt Über die Stirne sichren. Sie suchten nun Einsamkeit in der großen und gütigen Natur.' Ueberrascht sah Wellheim dem Sprechenden ins Gesicht, er fühlte dessen Augen bis ans den Grund seiner Seele dringen, nnbegreirztes Vertrauen zog ih» zu dem alten Manne. „Ja. ich habe eine entsetzliche Erfahrung gemacht!' brach er hervor, sein Körper bebte in Erregung, seine Lippen zitterten, wäh-rend er starr zu Boden sah. „Ich dringe nicht in Ihr Vertrauen,' erwiderte sanft sein Tisch« genösse, .doch glauben Sie, daß es nichts giebt, was mich über-raschen könnte, kein Zerrbild menschlicher Erbärmlichkeit, dem ich nicht schon ins Auge sah. Empfindliche Naturen sind nur mehr be-troffen, wie andere, die durch leichten Sinn rasch darüber hinweg-kommen. Kennen Sie FeuchterslebenS „Tiätetik der Seele', jenes kleine Büchlein voll großartiger Lebensweisheit. Lesen Sie es anf-merkfam durch, Sie werden so nianches Rätsel, manche Unnatur hier aufgeklärt finde». Feuchtersleben ist Anatom nnd milder Arzt der Seele, an diesem Büchlein könnte sich manche hilflose, schwache Natur ausrichten > allen denen, dic trübe Lebenserfahrungen ge-macht, giebt er ein Mittel, wie ihre Seele wieder gesunde» kann. Hätte ich ein derartiges Werk zum Heile der Menschheit geschrieben, ich wäre mit meinem Tagewerk zufrieden uud würde getrost die Feder zur Seite lege». .Auch er weist hin auf den Trost der Einsamkeit in der Natur. „Sagt, was ihr wollt zu Gunsten der Gesellschaft' heißt es in .in. StaalSfekretlr v. Stephan f. (Mit legt.) seiner Schrift, „sie lehrt dem Menschen seine Pfiicht, nnd >' * da» höchste, was man überhaupt ausspreche» kau«; aber sein ! erschafft ihm uur die Einsamkeit. Der Blick, in das unc ^ Blau des Aethers verloren, oder über die reiche, man», .nii-Schönheit der bimten Erde hingleitend, wendet sich ab iu> f.-Armseligkeiten, die ihn im Gewühle des Markte» trüben uitf n(; wirren. Die Natur denkt lauter große Gedanken, und di d,. Menschen, indem er ihnen nachsinnt, lernen sich ausdehnen mii) werden den ihrige» ähnlich. Lesen Sie. lieber Freund, Uü* große Thema in diesem Werke weiter, Sie werden goldene Leln, regeln finden.' Wellheim hatte mit tiesem Interesse zugehört, daS freund' liche Mitgefühl that feiner Seele wohl. „Können Sie sich etwas Schlechtere» denken.' begann er. „«I» wenn ein Freund de» anderen Schaffen unterdrückt in der inuri] lerisch wohlwollenden Warnung, daß dieser durch Ausstellung dich» oder jenes Bildes eine blamierende Kritik heraufbeschwöre unt der also Gewarnte erfährt Plötzlich, daß seine Idee, sein ihm u»r schwebendes Ideal Gestalt und Form gewann durch den Pinltl jenes Freundes, ruhmvolle Ausstellung in entfernter Stadt e>!cb» und glänzend verkauft wurde. twi rend der Schöpfer des Bilde» die a«. gefangene Skizze entmutigt weglegn, um mit rastlosem Eifer Bester« a schaffen, bi» der treue, erfahrene Freund, besten Urteil ihm alles galt, sei» und Amen zur Veröffentlichung „Welche Gemeinheit!' rief d» Schriftsteller in höchster Erntum»,* während er seine Hand auf die Cchiili ter de» durch die Erzählung neu cr< schulterten Künstlers legte. „Sie werden mich für schwach hu!, ten,' fuhr letzterer fort, .daß ich d«i Verlust de» Freunde» schwerer tvage, als mich seine Erbärmlichkeit berlilu ic ' „Betrachten Sie ihn als eine» Id< ten und verzeihen Sie ihm al» foIriH-n!* Wellheim fuhr sich erregt über di, Stirne, wie kam es, daß er dem tüllin fremden Manne fein Herz aufciitiit tete? „Und nun suchte» Sie Ver>, iira-heit in Einsamkeit, nicht wahr'-" Der Gefragte nickte. „Solche Erfahrungen reisen die Seele, geben Sie deshalb Ihre Idealt nicht auf. Bor allem bewahre» diese Ihrer Kunst. .Kunst muß rit haben' und das .Wahre' hat E'ch Lasten Sie sich nicht irre leite», fiter die Ihnen gezogenen Greifen zu frliwi-ten, die Welt krankt ohnedies so uM fach an Entstellung und Berste «k de» Natürlichen, die» gilt sowohl mi der Malerei, al« von der Schrift* stellerei. E» werden dem Piib: ruo urteiluiig verdienen, jene» moderne Bild Dinge zugemutet, welche schärst! Doch es gehört zum guten Ton, bis* .schön' zu finden, auch wen» stch der »< liche Geschmack dagegen sträubt, habe ich doch selbst au» dem V einer hochgebildeten Dame, welche ich um ihre Ansicht übet mir nnsyinpathische» Gemälde fragte, die Antwort erhalten: habe die Kritik »och nicht gelesen.' Und so ist es auch mit r chcit modernen Büchern. .Hast Dn schon N'» neuesten Ronini lesen?' fragt irgend ein junges Mädchen in Gesellschaft und andere errötet vor Scham, so weit in der Kultur zurück zu diese allerueueste Lektüre «och nicht zu kennen, gleichwohl, ol Werk ein seichtes, gehaltloses ist. .Wenn ich so manche» Bild, manches Buch der Jetztzn trachte, so kommt eS mir vor, als sei daS eine oder ande krankhafter Phantasie geschaffen, es sehlt vor allem das G zum Darstelle», der einfache, klare Sinn. — Wellheim nickte zustimmend. „Da sah ich jüngst," fuhr der Schriftsteller fort, „auf Reife vor den Schaufenstern eine» Kunstgeschäste» eine große schcnmenge bewundernd vor einem Gemälde stehen, auf welche Bekannter mich lobend hinwies. Es stellte eine Seebucht in lichtmalerei vor. Soll ich Ihnen den Eindruck wiedergebe», diese Art auf mich machte?' Wellheim erwartete lächelnd das Urteil. .Ich stelle mir geistig vor, wie der Künstler seine grü» ff\ !»[' Iill i'i:i .w »I! Of v in l'l >1 litt t» rti 79 .iiic Zarlenskala so kniffig als möglich ans e ichwimmeiide» Kreise des Wassers nnd da» ^Ild war fertig." wellheim lachte hell aus über diese drastische Schilderung, der linvr des Alten ergötzte ihn nnd zerstreute seine schweren Ge-jfcii. — „Auch >- sprach der chriftsteller leb-it weiter. „habe it ttainps gegen allgemeine l altheit und iichtkrnheit ge-uipft. bis es mir !a»g.me!»Ideal rette». Meine .lusgabe war es, \u Natürliche, nljre in nnver-i lichter Einfach lirit wiederzuge-l i'N, ich suchte kei-i.'u pompösen A»swand, keine iwchklingenden Phrasen. der Ge-5»nte. nie über dic mir möglichen <'irei«zen zu wol-Int und von einer, i»e»n auch nur kleine» Äenieinde »warmherzig ans-«enonimenzuwer-den. war da» Ziel tueines Streben». «iihm ersetzt nicht -»mvathie, tres-fön wir nicht in du* Herz, so wird Ausposaunen iiusere» Talentes i» de» Wind ver-ballen. Nehmen Siebad als Richt-Mnuir auch für ,'chre Kunst. Ehr-geiz uud Ruhm-sucht sind zweier-Ifi Dinge. Ersterer muß jedem redlich Streben-d>» vorschweben, Ruhmsucht aber i>'!>rt oft zu gewaltigen Berirr-«»gen. Um ein tl^ne», wohl nicht bti'het gehörige» " iipiel au» dem ' matlebett zu ei mahnen. Ich k< >ne eine Nord« iische, welche ii'.e Hau»einrich> «- in jährlich dreimal verändert. chviel, ob da» ^ littgeBermöge» 1 ■ i Gatten dach empfindlich Ansprnch ge->« "imen wird. ' l'st sehr schwere 'er gebracht rden müssen. Es klingt ja so wunderbar, wenn e» heißt, »ran v. bad beneidenswerteste Heim. da» eleganteste Han» der ganzen chshauplstadt, nnd mitleidig geht man vielleicht andern Tages ; ch die schlichten Zimmer der Frau L., in welchem der liebevolle chauer de» Geist der Poesie wehen fühlt, da da» junge Weibchen ' ;i'6c» Winkelche» Ordnung und Liebe trug, nnr «m dem .Gatten" Nach »t« (»smarte von M «elfltr. (Vtlt Tetf.) Wertn,! btr llfüurtji im «»»st- u»I> »stall Dr KlbcrtAc (Stf. ÜS«" ,m ?u nicht einen Wandelgang für Fremde." .Wie sehr wahr." sagte Wellheim, bedeutungsvoll nickend. „Die meisten Genüsse des Gebens werden ansgestanden. nicht cinpsunden." .Glanben Sie mir " sprach der Schriftsteller, „ein Drittteil nnserer hentigcn Tonnsten bestieg den Wendelstein, weil es doch eine «chande wäre, diesen Berg nicht zn kennen. Wie oft ging ich hinter stiir-menden Englän-der» einher, nicht rechts »och links gi»g das Buge, derBergstockklap-perte taktmäßig auf dem Gestein, der Kopf hatte nur die Richtung nach oben. wo das Ziel winkte. All' die wunder-samen Bilder um« her grüßten uu-gesehen, die schei. dende Sonne ver-sprühte umsonst ihregoldenenLich-ter auf de» dnnk len Wald, der Lampenschein anö dem Berghailsc reizte mehr, un-cronicft und erschöpft sank man ans dic Wirtsbank nieder, um schon Inder ersten Bier-telstnnde seinen Namen in« Frem-denbnch einzutra-gen." Wellheim lackte herzlich über die treffenden Worte, seine Stimmung wurde immer hei-terer durch die gemütliche Plauderei seines Gefährte» „Doch um, eine Frage," begann dieser wieder, „was schassen Sie gegenwärtig, mit welche». Bild be^ schästigenSiesich? Ich kann nicht an-nehmen, daß die jüngste Erfahrung Sie mutlos ge-macht habe?" „Diese nicht, doch die Erfolg-losigkeit meines bisherigen Schaf-fens." .Sie sind jeden-falls noch nicht an da» Gebiet ge-langt, das Sie einst beherrsche» werden; wen» Sie nach jener traun-gen Geschichte, die Sie durchzu-mache» hatten. Ihrem eigensten Empfinden solgen, sozusagen das Herzblut einsetzen, so darf ich Ihnen Erfolg und Glück zusagen. Meine jetzige Kraft verdanke ich, was vielleicht unglaublich kliiigt, einem kleinen Gedichte, einem schmerzgeborenen Musenkinde. E» galt der Erinnerung an meine Mutter, sollte kci» Gemeingut werden, und doch hat eS mir dic Liebe eine» Mädchen» gewonnen, In deren Hände e» ohne mein Wissen 80 durch einen Freund gelaunte. Die glücklichen Stunden, welche sie als mein Weib mir Verlassenen schenkte, ließe» mein schlummerndes Talent auswachen zu voller Blüte, Erfolg um Ersolg ließ mich ganz meinem jetzigen Berufe leben, doch ich war zufrieden mit einem Dankesblilk, dem wärmsten, der je aus Erden mir geworden, dem meines treue» Weibe«. Nun ist sie tot, ich stehe wieder einsam in der Welt!* Mit schwerem Tone sprach er die letzten Worte. Wellheim fand keine Erwiderung, die in diese Stimmung paßte, schweigend sah er auf den alten Manu» indem tiefe« Mitgefühl durch seine Seele zog. .Doch nun, lieber Freund." raffte sich jener rasch au« seinen ernsten Gedanken empor, .wollen wir aus freien BergeShiihen alles Trübe vergessen, kommen Sie mit mir nochmals hinaus in die kühlende Nachtluft, ihr erquickender Hauch wird jegliche Erregung iäiiftigen Wisien Sie, daß es schon ein Uhr ist? Das Gefev der Berghäuser gebietet uns außerdem Ruhe, auch wollen wir dem Sonnenaufgange entgegenschlafen!" rag»abschlüss«n Geltung zu verschaffen und den Beefehe der Wallonen untereinander von den lastigen Kesseln der Fi»talit0t zu befreien. Stephan» glänzendste Leistung ans diesem gelbe war die llebereignnng be« Thuen und Taxi» schen Postwesen» an die Krone Preußen» durch den Staat»-vertrag vom 28. Januar 1887, womit der letzte Rest der Feudalpost de» Mittel, alter» beseitigt war. Auf Befürwortung de» Handel»minlster» Jtzenplitz wurde Stephan am 28. April 1870 zum Generalpostmeister de» Norddeutschen Bunde» ernannt, und nun beginnt eine neue Periode feiner Thätigkeit, die für die Ge. schichte de» Berkehr»wesen» von hdchfter Bedeutung ist, vor allem durch die seine» Geist entsprungene Gründung de» Weltpostverein». Zunächst allerding» waren e! nationale Aufgaben, die feine ganze Kraft in Anspruch nahmen. Noch mit der Reform de» Bunde»postwesen», namentlich mit der Durchführung de» Sinheit«poeto», beschäftigt, mußte er nach Au»bruch de» Kriege» gegen Frankreich die Organisation der norddeutschen Feldpost in» Werk setzen, »ine gewaltige Arbeit, bie mustergültig gelbst wurde. — Al» nach Errichtung de» Teutschen Reich» die norddentfchen Postinftitnte zu einer einheitlichen Post, gemeinschaft. zur deutschen Reich»post. verschmolzen wurden, der auch Baden und Elsaß-Lothringen beitraten, wurde Stephan zum kaiserlichen Generalpost-Direktor, spüter zum Generalpostmeister, ernannt nnd begann nun da» wichtige Werk der Berschmelzung so zahlreicher, eigenartig eingerichteter Territorial-Posten durch Einführung einer einheitlichen, von Weine! bi» Konstanz reichenden Postgesetzgebung (1871). Er führte außerdem den einheitlichen Tarif für Pakete durch, schuf da« neue Berkehr»mittel der Postkarten, die Postanweisungen nnd Postmandate. sowie bie für den litterarischen Berkehr wichtige Bücherpost und rief eine Reihe erheblicher Erleichterungen für die Ration bei Benutzung der Postanstallen In» Leben. Sein bedeutsamste« Werk aber war. wie schon erwähn i. die Gründung de» Weltpostverein»! e» gelang ihm. auf der am 1». September >874 in Bern zusammengetretenen Postkonferenz den großen Gedanken einer allgemeinen Postverkehr»ge»einschaft aller Bülker in den Hauptgrnndzügen zu verwirklichen. Im Jnni 1878 wurde auf der Pariser Konferenz der Berein zum Weltpostverein erweitert, dem jetzt »it geringer Au»nahme alle Kultur-staaten de» Erdball» angehören Im Jahre 187k übernahm er bie Tele-graphenverwaltung de» Reich». zu dee später noch da» Fernsprechwesen trat, und verschmolz sie »it den Betrieb»einrichtunhen der Post in seitdem glück-lich bewührter Organisation. Dank den Berkehr»erleichteru»gen und Reformen, die er in» Werk gefetzt hatte, nahmen denn auch da» Post- und Telegraphen-wesen fortgesetzt außerordentlichen Aufschwung E« ist in erster Linie Stephan» Verdienst, daß heute die deutsche Post und Telegraphie den ersten Rang unter allen Kulturstaaten einnimmt. An Ihren und Auszeichnungen hat e« dem so hochverdienten Manne nicht gefehlt. Im Februar 1880 wurde er vom italser zum Staatlsekretür be» Reichlpostamt» ernannt, 1888 in den erblichen «dellstand erhoben und 1895 mit dem Wnisterrang aufgezeichnet. Er war Mitglied be» Bunde»rat», be« preußischen Herrenhause», be« Staattrat» und mehrerer wissenschaftlicher Bereine, Ehrenbürger mehrerer Stüble. darunter seiner Baterstadt Stolp. Wa» aber hbher steht al» diese äußeren Ehren, da» Ist der Dank der ganzen gebildeten Welt für feine Berdienste auf dem Gebiete de» Berkehr»wesen«. mit dessen Geschichte fein Rame sür alle Zeiten auf« engste verknüpft ist. Barsiißele, da« Kind de« Waldhüter», ist e» schon gewbhnt, der Mutter bei den hüu»lichen Arbeite» an die Hand zu gehen, und so sehen wir sie auch heute mit dem Walsereimer In Begleitung ihre» treuen Waldmann nach der nahen Quelle am Waldrande pilgern, um Wasser zu schbpfen. 5? ist ein herrlicher Frühllng»tag. der Himmel »dlbt sich In tiefem Blan. die Sonne wirft ihre goldenen Strafen über Berg und Thal, alle» grünt und blüht und i»!i,q singe» die BSgleln in Feld und Flur, ist c« da ein Wunder, wenn sichBat-süßele nicht sondenich beeilt nnd in dem Wiesenthal einen Strauß d, Frühlingsblumen pflückt, ist sie doch selbst eine Frühii»g»blume. die sich »?,|| in kindlichem Frohsinn der schSne» Gotte«we!t freuen kann. Wir glauben nicht, » daß sie ob ihre^ Verfüuinni» von der Mutier gescholten wird, zumal ja iln duftender Strauß zur «u»schmücku»g de» bescheidenen Heim« dienen soll. Abgetrumpft. Er: .Sie nehmen als» meinen Heirat»antrag nicht an? Ich weiß jemanden, der die« sehr bedauern wird." — Sie: »Ich nicht!" -Er: .Aber Ihr zukünftiger Gatte." interessanter Briefwechsel Ei» junger, unbekannter Autor teilte d,m jüngeren Duma« einst brieflich mit. er bAtte eine ausgezeichnete Idee für Theaterstück, und ob Duma» vielleicht darauf eingehen wollte, sich mit ,iim an bfx Ausarbeitung de» Stücke» zu beteiligen. Duma», wüteub über d«>. wa» er von eine» ganz Unbekannten al» Anmaßung auffaßte, schrieb znruck „Mein Herr, wie kinnen Sie sich unterstehen, ein Roß u»b einen Esel zu(ii«< menspanne» zu wollen?' — VIm nächsten Tage erhielt Duma» folgende«», wort: .Mein Herr, wie kbnnen Sie sich unterstehen, mich ein Roß zu nenne»'' — Duma» fetzte sich sofort hin, unb diesmal lautete fein Brief: .Bitte, '>«• den Sie nur Ihre Ideen!" Kindliche Auffassung. Die kleine Ella « Steckzwiebel. Man pflanzt biese nicht, wie bei nn», ganz, sondern schneid« , vor dem Auspflanzen in zwei Hülsten, größere auch in vier Teile, doch so. dos, an jede» geteilten Zwiebelstück etwa» vom Wurzelboden bleibt. Diese Stilist lüßt »an einig« Tage vor dem verpflanzen abtrocknen, in bie Erhs gipflant, schlagen sie bald Wurzeln und liefern gerade so große Zwiebeln wie »an ii» sonst au» ungeteilten Steckzwiebeln erlangt. Da» Gute daran soll sein, keine Zwiebel Blüten oder Samenstengel treibt. Probieren I Die Erde, i« welche Begonie« gepflanzt «erben, muß recht locker und sandig sein, am besten ist ein Gemisch von Lauberbe, etwa» Heideerde und Siitil* nebst einem Zusatz von fein gepulverter Holzkohle, Kiefernadeln al« Dünger für Weinberge. Wo Kiefernadeln In g»ii5e> ren Menge» zu haben stnb, empfiehlt et sich, dieselben al» Tünger für Wri>> berg« zu verwenden, Da» leichtere Geilst der Kiefern, wie solche« in Weil,, al» F«uerung»material zum Btrfauf kommt, wird ftintt oberen nabeltclthiten Spitzen «ntfleibet, dieselben mit Stroh vermischt und al» Einstreu verwende«. Der gewonnene Rist wirkt so vorzüglich, daß viele Weinbergbefltzer alle tm Jahre bies« Düngung»art wiederholen. (Erfurter illuftr. Gar m m n- i Bilderrätsel. &(Mm> «uslSIung folgt in nächster Nummer. Auflösungen aus voriger Nummer: bet Scherz.«Stiel»: Sefe-Cjel: de» Homonym», Joppe; de» vxgogeid?' Ameise, Meise. Serlag von W Blank« In Pettau. AerantworUIch« Redaktion Mm Ernst Vleilfer, orbrnift unb von (greinet & ivfeiffee In «tutlgart.