W* 3. 1S47. Mittheilungen d e s historischen Vereins sür Krain. LAIBACH, DEN 1. MÄRZ. Würdigung eines in Pesch erschienenen Werkes, betitelt: Urgeschichte -er Staven, ober über die Stavinrn, das heißt: Prahler, vom trojanischen Krieg bis zu den Zeiten Kaiser Justinianus des Ersten. Von Stephan Horeät, Custos der Szächony'schen Reichsbibliothek an dem ungarischen National-Museum zu Pesthj gedruckt in der von Trainier - Knroly'schen Buchdruckern, MDCCCXLI V. Nebst Darlegung einiger, ans de» slavischen Völkerstamm j sich beziehenden Untersuchungsresultate, aus den ältesten Originalquellcii geschöpft von PH. L. Ncchscld, Professor am k. k. academ. Gymnasium in Laibach. (Fortsetzung.! aß die Serbler, Serb!er u. s. w. aus dem heutigen Böhmen (Boici, s. unten), welches an das Frankenland *) (an Franken) stößt, so >vie au das große Chroma tie n (Kroatien), das ungetanste, auch »Weißchroa-tien" (das war ein Theil von Böhmen) in die griechischen Provinzen eingewandert sind, erhellet aus C o n sta u t. P o r-phyrogenitus (v. der Verwaltung des Reiches c. 31 u. 32). ES geschah diese Einwanderung aus Böhmen unter He-rakliuS c. 602 n. Chr. 1 2). »Sie haben aber den Namen Servi, Servier mitgebracht." — Hier ist zu bemerken: I. daß Sei-bli (Servli) corrumpirt ist aus Serbi; dieß statt Srbi, was Fremde für barbarisch halten, wielerb, woraus sie im Sprechen kerb machen, und was sie wohl auch so schreiben würden, obgleich das Zeichen des stummen c in einigen staro. Dialecten vernachlässigt wird. 1) Der Begriff vom Frankenland ist vag. Hier ist deutlich zu ersehen. dass das eigentliche Franken und ein Theil des heutigen Erz- herzogthums Oesterreich, welches ja auch in einem andern Sinne zum Frankenreiche gehörte, gemeint sey. An einer andern Stelle heisst eS kItnuyyitt. — 2) das Jahr der Thronbesteigung des Kaisers nach den Hist. Miscclke. — 3) Was an dieJngevonen deS Tacitus erinnert.—st) XtnßXni müsste wohl so viel seyn, alS XenßuXoi, Scrvuli, wenn eS der angezeigten Bedeutung entsprechen sollte. ES ist zu verwundern, entweder daß das ii fehlt, oder dass daS X einge-schoden ist. Nur in der Benennung der armseligen Fussbedeckung der Sklaven atnßovXa, und in rtloßovhcivovi; (tschervulianusj mit welchem Worte jene bezeichnet wurden, die derlei Beschuhung (Soh- len) hatten, wie Const. Porphyr, sagt, findet ssch'S. Doch atQßoX« ist 2. Srp statt Srb, ist eine, schon der Unbrauchbarkeit der Bedeutung (Srb —Sichel) wegen unzulässige Aenderung, die Kollar und Sch a far sch i k vermeiden. I» Jungmann's Lexicon liest man: »Srb znaej nizkau bazinatau kraginu; lepe w.sak koren gest sev, w slav. paserb (ein veraltetes Wort) = iiewlasrij syn, lat. serere atd. znamenä Srb r= rodäka (Jngeborneren 3) ; Srbi = narod (Nation) Saf. staroz 152; grneno druhdy domaej wsech Slo-wann, nynj gen dwau kmenu Slowanskych w Lužici a na Duiiagi (einst der Name aller Slaiven, jetzt nur zweier Slawenstämme, der Lausitzer Wenden und Ser bi er an der Donau. Schafarschik stellt (star. S. I 152) den Name» Srb, Srbi mit Thiutisk, Diutisk, Deutsche, vom golh. thiudu = natio, Nation, Eingeb o r n e, in Parallele. 3. H er a k lins war ein griechischer Kaiser, der sie nicht lateinisch benannt habe» würde. Nirgends findet mau aber im Hellenischen o sq ßoq statt ß uXog, und die Griechen pflegten immer zu sagen: »unsere dnXoi,” und nie »fTtp/^oi,” selbst die Byzantiner nicht. Kaiser Constantin. Porph. hat nach einer dunkeln Vorstellung, da ihm das Lateinische bekannt war, XsoßXoi 4) für Servi heraus-etymologisirt, wie ihm denn auch die Erklärung des »Chorwate" mißlungen ist, wenn er sagt: XQcoßaro i (Chro-vati) — »viel L and B esitzen de." — Die Serbler (Servier) wollten zwar wieder in ihre alte Heimat zurückkehren; allein als sie über die Donau gesetzt hatten, miete sie's und sie ließen de» Kaiser durch den zu »Belgrad" (Belnyoa-äor, dem früheren Singidimnm) fungirenden Prätor bitten, er wolle ihnen ein anderes Land zum Wohnplatze anweisen, was auch geschah. Schon der Umstand, daß ihnen, als sie wieder in ihre alte Heimat zurückkehren wollten, kein Hinderniß gelegt wurde, noch mehr aber, daß ja auch noch heut schon wieder ein derivatum, so auch TltoßnvXiavtig, worin das barbarische TL Alles verdächtiget. — 5) Der cechisch- slavinische Dialect steht in der Mitte zwiichen dem croatischen und polnischen. S. Lit. Magaz. für Böhmen und Mähren, herausgegeben von I. D. — Das Cechische und Croatische haben noch jetzt viele Worte gemein, die sich in anderen Dialecten nicht finden. — 6) Vgl. wegen ßiy.l.ci- ßniL toil______XfoßXot-S (s. oben S. 18. Sp. 2, 9-1).- 7) Dieses Thema gehörte zur Präfectur von Macedonien Thessalonike. — 8) Di-Hunnen traten unter verschiedenen Namen auf. zuerst als H u n n e n (ursprünglich von den Gothen so genannt- S. Jhrg. I-, Nr. 12, S. 6G, Sv. L). Nach Atlila's Tode belästigten sie noch einige seit, obwohl in geringerem Masse, die Griechen ; dann erschienen sie als A varen, endlich als Türken, d. i. Ungarrn (Onuguri, Hunugari. (Vgl. Iahrg. I., zu Tage in Deutschland Serbe», die doch wahrlich nicht den Namen von den Knechten der byzantinischen Kaiser werden angenommen haben, ist hinreichend, über die Con-stantinische Erklärung den Stab zu brechen. 4. Das Land hatte seit jener Zeit (etwa 602 n. CH.) angefangen ■—(nach der alten Heimat in Böhmen) — S e r-vien (Xsoßicc, Xenßlin, Serbia) zu heißen. Dem Könige der Servier folgte sein Sohn in der Regierung, dann alle Descendenten, nach einigen Jahren Boi fest hl a bus (Woi-seslaw), Rodosthlabus (Rodoslaw) u. s. f. Die Servier dienten dem Heraklins. Aus Constantin. Porphyr, (c. 31) sehen wir, daß auch Großcroatien ein Theil des heutigen Böhmen war 5), wohin sich daS Volk der Winiden von der Weichsel und von den Carp a then aus weir ausgebreitet hat, und daß von dorther die Croaten (Chromaten, Chorwaten) zu Heraklins kamen, neues Land suchend. Er sagt auch, daß die Chro waten daselbst (in Böhmen) die Angrenzer der Servier waren. Die Ausbreitung der Slavine» geschah also gewissermaßen zangenförmig, vom rechten Ufer der Donau ivestlich und nördlich, von der Weichsel und den Car-vath eu ivestlich und südwestlich (Großmähren). Nun gibt es aber auch Srbe n (Serben) in Deutschland. Alle Umstände berücksichtigend, kann man nicht umhin, die Servier und Croaten für die Nachkommen der alten sla v ini-s ch e n Bewohner v o n B ö h m e n ( üofe,), dieses Land jedoch in weiterer Ausdehnung über Mähren bis n a h e a n d i e Q u e l l e n der Weichsel zu erklären. Die Stelle in Bezug auf die Serbier lautet: Man muß aber missen, daß die S e r b l e r von den ungetansten Serb lern, den sogenannten W ei ß - S e r b le r n herstammen, welche jenseits Ungarn in der bei ihnen Boici (Bo ki, Böhmen, das frühere Bojerland) benannten Gegend wohnen, an ivelche auch Fraucia (5tan len im heutigen Baiern,—Germania, gewöhnlich Oesterreich) anliegt, so wie G r o ß - C h r o a t i e n (r/ lisyalrj Xnwßccucc) das ungetanste und auch das weiße Croatien (Weiß-Croatie») zubenannt. Dort nun wohnten anfangs diese Serble r." —Das oi? nlij'a i aß st... ;ua fisyalrj Xnoßazta” wird »och erhellet durch die Stelle: »daß die Chromaten, die nun in Theilen von Dalmatien ihre Wohnsitze aufgeschlagen haben, von den u n g e t a u f t e n C h r o w a t e n, den w e i ß e » zubenannt, herstammen, welche jenseits Ungarn an Franken nahe wohnen (vgl. d. ff. nlrjcnccßovze^ und mit oen ungetansten s e r- Bl. Nr. i2, (B. 65, Sp- 2, Z. 3 von unten). — 9) Auf des (fron« ten - und Servierlandes Lage wird auch hier wieder indirect hingedeutet. — 19) Abermal eine die geographische Lage des alten Croaten-und Servierlandes bestimmende Stelle — 11) Städte in (Neu) S k r-vien (l’enßlta'). Be ff nie, Ttchernabuska, L e sn - k , Sale ne, Desne k. — In Croatien (Xpmf/rmß): Nona, Belgrad (Ba.tynadav Singidunum 'j, Si I i i fcl), Skordona, Q 1)1 eben, Stolp on, SeneiS, Kora, Slabel» ,Constant. Porphyrog.). — 12) Yonn (ßov(i), erklärt Constant, file xiuo> ’) Unter dt» Städten, welche im 12. Jahrhunderte die pomsrifchen Fürsten besaßen , wird nebst Stettin (wo die Götzen T r i g 1 a w und Gerowit, Gerowid, vornehmlich verehrt wurden) unter andern auch ein Belgrad genannt. Ludewig — Auch ein D o d on » findet man daselbst. bischen Sklaven zusammengrenzen ßnwonovstn X-Aa-ßoig -cots 'aß.unugoig'XegßXoig c. 31) «).— Auch die Veranlassung zur Auswanderung der Servier aus dem Bojerland (z?öfo;) ist c. 30 ti. 31 angegeben: „Da zwei Brüder (nach dem Tode ihres Vaters) die Herrschaft über Serv-sien (Servicn, richtiger S er b i e n, einen Theil von Böhmen) übernahmen, suchte einer von ihnen mit der Hälfte des Volkes bei Heraklins Zuflucht. — Dieser nahm ihn auf, gab ihm eine Gegend (ro®or), um seine Zelte aufzuschlagen (sie zu bewohnen) im Thema von Thessalo-nich 7), welche seit jener Zeit die Benennung Servil en (das Servlische, Servische, Servien) behalten hat. Die Chromaten hatten noch vor den Serviern (Serben) bei Heraklins Zuflucht gesucht. Heraklins ließ die Aware n 8) durch die Chromaten vertreiben und diese nahmen Besitz vom Lande unter ihrem Könige P org a. Diese Chroma ren kämpften nicht gerne außerhalb ihrer Grenzen, wegen eines dem Papste bei ihrer Bekehrung gemachten Versprechens, kein Volk durch Krieg zu beunruhigen. Und sie glaubten, wenn sie ein anderes Volk angriffen, werde ihnen Gott alS Rächer beistehen. Von den Groß-Kroaten (in Böhmen) sagt Con-stantinus Porph., daß sie nicht so viel Reiterei und Fußvolk besitzen, häufigen Jucursivnen der Franken 9), Türken (Ungarn) mit» Petscheneger ausgesetzt seyen, auch keine Schiffe zum Handel haben, da ihr Land weit vom Meere (30 Tagreisen, entfernt sey und zwar von jenem Meere, welches Xxo/zetvr] (deutsches Meer) heißt 10). „Ein Theil aber der Kroaten, welche in Dalma ti en einwanderten, trennten sich und nahm Jllyricum und Pannonien ein (C. 30). — Horvat citirt diese Stelle in lat. Uebersctzung (quod — Nigrum appellatur) und fügt hiezu: „Die Magyaren waren also mehrmal sowohl in Servien an bet Elbe, als im Lande Polen zu Besuche, und gingen gewiß nicht zum Tanze hin.« — Plin ins führt (VI. 7.) Serben, also ß=b, und nicht — v, um so mehr, da ja die Lateiner für die Blaselant das v harten, daher Plini ns und Andere Xeoßot durch Servi ausgedrückt haben würden, unfern des kimmerischen Bosporus an (Mäo-ten, Valen, Serben ii. f. f.) ■—- Bei P c olvmäus Xenßot, Zioßoi (Serb!, Sirbi, und nicht Servi, Sirvi) in verschiedenen Maiiuscripcen verschieden. — Hier möge noch Platz finden, was Dobner sagt, daß nämlich in das von den Markomanen (420 n. Chr. verlassene B ö h m eu, Wen- (schön, angenehm). Ich finde im Slavinischen keine Wurzel für Wona — höchstens in wonen, wona — cku, w o ii a — w k a, d. i. kytka won na, Blumenstrauß , von wo neti (woniati), riechen , duften, wo n n a mast, wohlriechende Salbe u. dgl- — 13) Städte (in der neuen Heimat-: S t a g n u m (Stagno), M o k r i sk (!rlo-xniGXix), Iosla. G alu m a e n ik. D o b r i s kik. — 14) Terbu-nia {TtofSuvitt') fyeifJt aber im Sklavischen „feste r Platz?, jagt Constant. Porphyr-, „denn die Gegend hat viele feste Platze ( ))"V-fKxniara')Von der Gegend Kanale sagst der Kaiser, daß sie diesen Namen führe, weil im Sklavischen Kanale ein Wagen-geleise bedeute, und die Bewohner ihre Dienstverpflichtungen wegen der Ebene des Landes alle in Frachten leisten. Im Cechischen ist kanal (lat. canalisj —Row, zlab (Graben, Röhre), atanal wird in polnischen'Dörfern ein höchstens 4 Kl. breiter Wassergraben genannt, d en u. illyrische Slaven kamen. Ihre östlicheren Stamm-vettern nannte sie Lent' ini Gebirge oder die Hruati, oder Horowaty (Hora, Gora — Berg); allein die Deutschen bezeichneten sie mit dem alten Landesnamen Böhmen, welcher ihnen geläufig war. Später mischten sich andere wendische Stämme unter sie; denn im 10. Jahrh, waren Lnozane oder Lausitzer bei 8atec (Saatz 3) undGlo-mazi oder Da lein Inzer bei Melnik ansässig und machten zivei von ihnen gewissermaßen abgesonderte Völkerschaften aus.« Auch Sudwedi (Faßführer), Wasserleute vermeint Dobner nach einem a. 738 geschriebenen Breve dort zn finden. (Ich citire jedoch Dobner nicht als einen Quellenschriftsteller). Ptolemäus fuhrt Sudini unterhalb der Wenden an (s. Jahrg. I., Bl. Nr. 12, S. 68, Sp. 2), welches von Sud (Faß, auch Sund, Meerenge) hergeleitet, keine unpassende Benennung für einen slavinischen Zweig abgeben könnte (vgl. Jahrg. I., Bl. Nr. 12, S. 69, N. 4). Hel-moldus nennt noch zu seiner Zeit (im 13. Jahrh.) die Siti in i als eine slavische Völkerschaft. War etwa Si-dini corrumpirt statt Sudini (wie Pomerani in demselben Schriftsteller), da Sidini noch weniger eine Auslegung zuläßt, als Sudini ? n) Auch die Zachlumer (Zaylovitm) von (Zach- lum, das Z wie ein äußerst gelindes S ausgesprochen) so benannt, welches slavisch: hinter der An höhe oder hinter dem Hügel bedeutet, (za hinter, und Chinin Hügel, Anhöhe, Holm), wie es auch Con stantinus Porphyro-genitus ganz richtig interpretirt, als ware er ein Slavist— sind Servier und zivar ein Zweig jener Servier, die sich an den Heraklius geivendet. Diese Zachlumer waren aber ein mehr östlich sitzender Zweig an einer Anhöhe, Chinin, hinter welcher ein Fluß Namens Bona oderVo-n a 12) vorbeifließt und worauf zwei Städte: B on a(Vona) undChlum (an Chlumec in Böhmen erinnernd). „Dort also ivohnte» diese Zachlumer am Flusse, der ebenfalls Za ch-lum heißt, und stammen, wie gesagt, von den ungetansten S ervlern, den Anwohnern des Flusses Wislas,“ (Weichsel, wie denn auch noch heut zu Tage, fast »ach 1000 Jahren im Cechischen die Weichsel Wisla heißt, die sogar dein schlesische» Dorfe Wisla, wo sie entspringt, den Namen gegeben hat (vgl. Jahrg. I., Nr. 9, S. 54, N. 24), „auch Ditschike genannt." (Const. Porph.c. 33 ^^). Die Lage der dessen Länge man absehen kann- Eine andere sich der oben angegebenen nähernde Bedeutung kennt man nicht—15) Städte in der neuen Heimat der P a g a n en (in P a gani a): Mokron,Verullia, O st rok und L a b i n i tz a. Inseln : Ku rkr a oder Kiker, und eine andere große Insel M e l e t a oder M a l o z n a t ä, von der im heil. Lukas Erwähnung geschieht, der sie Melita nennt (wo der heil. Paulus das Wunder mit der Schlange gewirkt); die großen Inseln P h a r a, Brazza, Gradetä, Nugrade u. a. — 16) Ein Tatarenstamm. — 17) Die Themata der Patzinaken sind: Ertein, T zur, G y 1 a , C u 1 p e e , C h a r o b o c , T a 1 in a t, Cliopon, Tzopon- (Fürsten von ihrer Vertreibung: Maitzan, Kuel, Kurkutan, Ipaon, Rai dum, Rostan, Giaze, Batan — wohl lauter Tataren namen). Die acht Themata waren wieder in 40 Theile abgesondert und hatten mindere Fürsten an ihrer Spitze. Uebrigens dehnten sie bald ihre Sitze noch weiter aus, so daß die Ungarn noch ein Mal entweichen m u ß r e n (s. S. 20, Sp. 1, ß. 32 von unten). — 18) Man findet noch heutigen Tages eine Stadt • Lebed (en) am Don im russischen Reiche. — „Es ist zu merken," alten Sitze unfern- Croaten, Servier und Zachlumer (eitu# Zweiges der Letzteren) läßt sich mithin gegen einander nach Const. Porph. für das Jahr 600 (und wohl auch noch für einen früheren Zeitraum) so bestimmen. Die Croaten (Ho-rowati) wohnten im Herzen des heutigen Königreiches Böhmen ; an sie schlossen sich, nordöstlich auch Schlesien einnehmend, die Servier, bis in das heutige Königreich Galizien hineinreichend, und zwar bis an den oberen Weichselstrom; ihre unmittelbaren Nachbarn, die Zachlumer, saßen etivas östlicher von jenen, wohl also am redeten Ufer der Weichsel. Oestliä) und südöstlich zogen sich die Servier durch Mähren bis an das heutige Oesterreich und an Ungarn. Man darf sich natürlich alle diese ge-naliiiten Länder durchaus mit keinen scharfen Abgrenzungen denken, — Die Zachlu m e r brachten ebenfalls ihren Namen mit. Uebrigens scheint die Benennung Zachlumer ziemlich jener der Podhoraken zn entsprechen, die gegenwärtig nebst den Horaken ein Drittheil des nordwestlichen Ge-birgslandes von Mähren bewohnen. Auch Ter b uni a ten nab K a n a l i t e n nennt Constantinus Porphyrogenitus (c. 34) und sagt von ihnen, daß sie eine und Dieselbe Gegend mit jenen Servlern belvohnen, die sich an Heraklius gewendet, daß sie auch von eben denselben herstammen und unter ihnen bis V lasti m i r (BXa^/jisQog') verblieben,. der seine Tochter dem K rain an (Kqcuvkv) zur Ehe gab, betn Sohne des Zupan (rov tovnavov') von Serbinnen 14). So stammten endlich auch die Paganeu von den obgenaniiten Serviern ab. Von diesen sagt der Kaiser, daß ihre Benennung „ungetanst" ausdrücke („Tlayavoi, d. i. rr\ rav 2Jy./.aßcav SiaXsy.ra aßanri^cn‘i'). Pohane (pagus — we-snice u zidu slauli, gako w bibij pohane wsickni nežide; tines slowe p o h a n kazdy, kdo nenj kre-stan, zid nebo mahometän. W pohanech in gentibus, Heide (f. Jungmann's Lexicon). —■ Hier war der Kaiser recht gut unterrichtet 15). Sie wurden deßhalb „Heiden" genannt, weil sie sich nicht zugleich mit den übrigen Serviern hatten taufen lassen. Im C. 37 u. 38 erzählt Constant!n us Porph. von den Patzinaken (Petscheneggern ,6) und Türken (Ungarn) und führt ihre Themen an. — Beiläufig 50 Jahre vor Constant. Porph. (also um 862, da der Kaiser a. 912 den Thron bestieg) wohnten die Patzinaken noch in ihren sagt Constant. Porph., „daß dießseits des Dnieper's, auf die Seite gegen Bulgarien gewendet, an den Ueberfahrtsvuncten dieses Flusses nun verlassene Ortschaften liegen: zuerst die Stadt, die bei den Patzinaken Aspron (die Weiße) heißt, wegen der weißlichten Steine (jACizccXfvy.ov:'), woraus sie erbaut ist» — Dann werden der Ordnung nach angeführt: Tungatae, Cracnacatan, Salmaca-t a e, Sacacatae, Giniucatae. — Eine Erforschung b i es ser und der in Note 17 und auch sonst vorko m wenden Namen dürfte nicht ohne interessanten Erfolg bleiben- — 19) Unter „Türken» sind hier jederzeit Ungarn zu verstehen. — Noch bevor die Ungarn in G rost mähren eindrangen und die Einwohner vertrieben, kamen auch die Kabaren (d. i. Freunde), von ihren Landsleuten, den C ha z aren. vertrieben, zu ihnen, wohnten gemeinschaftlich mit ihnen, unterrichteten sie in ihrer (der ch a zar i schen) Sprache, und sie (die Kabaren) haben noch heut zu Tage .(um 912 n. Ehr.) den nämlichen (chazarischen) Dialect; doch sprechen sie (die Kabaren) auch den andern Dialect (nämlich den) der Tsirken.» (C. 40.) — Dieß geschah um 860 n. Eh.— Etliche Jahre alten Sitzen, da wo sie von allem Anfang wohnten (an rtwp/c) an den Flüssen Atil (Arißi.') und Geich (A-i//) als Nachbaren der Mazaren und Uzen. Von diesen und den Chazaren wurden sie [ans ihre» Sitzen vertrieben, und die Uzen wohnten noch zu Constantin's Zeiten (c. 912 und etwas darüber) am Atil und Geich. Die Patzinaken, Sitze suchend, kamen zu den Türken (Ungarn), warfen diese a-us dem Lande hinaus und nahmen dasselbe in Besitz, wo sie zu Constantin's Zeiten wohnten 17). Man muß merken, daß vier Nationen (Geschlechter, Stämme, ysrsai) der P atzin a k en........jenseits des 2) nie per $ ihre Sitze haben mehr gegen O- und NO. und zwar Uzien, Chazarien (oder die Agaziren, eine asiatische Nation aus der Kabardey, welche der h. Kprill ns a. 858 bekehrte und mit in ihrer Sprache verfertigten Kirchenbüchern versah), Ala ni en, den Cherson ... im Auge habend. Die anderen vier Geschlechter aber sind dießseits des Duiepers, gegen W. und N. gerichtet. Von diesen grenzt das Thema Giazichopon an 525 u U garien, das tiefere Thema Gyla liegt zunächst an Ungarn (TovqxmC), das Thema Charoboe liegt an Rußland (rijP'roc-tß), das Thema Jab diertim aber grenzt an die Rußland tributären Gaue, nämlich an die Ulti-uer, Derbleniner, Lenzeniner und die übrigen S klaven (zotg tu O’vlxivoig xcu Aeoßlcvivot.q y.ca Aerfm-vmg xoit trug lot-noi g 2 y.l.aßoi c). Cs ist aber Patzi-II a E i c II entfernt von Uzien und Chazarien fünf, von Albanien sechs, von Mordien zehn Tagreisen, von dem russischen Gebiet eine, von Ungarn vier Tagreisen und von Bulgarien eine halbe Tagreise." Ein Theil derPa-tzinaken wird wegen der Tapferkeit und Vornehmheit auch Kankar genannt. — Die Türken (Ungarn) wohnten einst in Chazarien, und zwar in der Gegend, die Lebedias heißt 18), nach ihrem SBoin?oben (ßoeßoöov, Anführer im Kriege, Heerführer), wo die Flüsse Chidmas und Chen gy Ins. Damals wurden sie Sahartoeasphali (l'aßainoiKgqcdoi, SavartoeaSphalen) genannt, „aus irgend einem Grunde." — Die Türken theilten sich, von den Patzinaken überwunden, in zwei Theile: der eine ging nach Persien, „wo er noch heut zu Tage (c. 780 n. Chr.) Savartoeasphali heißt;" — der andere wandte sich nach Westen und ließ sich mit dem Führer Lebedias in der Gegend, Atilkuzu genannt, nieder, — „wo jetzc die Patzi uaken wohnen," da nämlich die Türken (Ungarn) von den Patzinaken auch aus diesem Lande vertrieben wurden und später, da die Patzinaken während der Abwesenheit der Ungarn und Kabaren in ihr Land (Atilkuzu) eingefallen waren, und die letzteren dasselbe bei ihrer Rückkehr verwüstet fanden, zogen sie weiter und nahmen ILroß mähren ein, wovon sich jedoch ein Theil auch noch am rechten Ufer der Donau hindehnte. — 20; Denn in Groß mähren gab es noch immer ein Residuum von S I a v i n e n. — 21) Wohl eine corrumpirie Stelle, denn die Grosi mährer wurden ja eben von den Ungarn vertrieben- Vielleicht will gesagt setzn, dasi «ine Anzahl Großmährcr unter den Ungarn verblieb- — Den Rest lei großmährilchen Reiches, welches, so zu sagen, von einer March zur andern reichte (stehe Jahrgang I-, Seile 43 , Note 9) beiläufig das heutige Mähren, brachte Herzog Bo rziwoy an Böhmen- — 22) 57fQiiUiv, von Jenseits, d, i. vom linken Ufer der Donau (von Byzanz aus,.- 23) tvi'nr, von dießseits, 6. i- vom tcdjCen User der Donau (von Byzanz aus gerechnet) und zwar von diese somit ihre Sitze noch weiter gegen Westen ausdehnten, so daß sie nun gewissermaßen ein doppeltes Land der Ungarn inne hatten. Die Patzinaken waren nämlich in diese neuen Wohnsitze der Ungarn bei der Gelegenheit eingefallen, wo diese letzteren anderswo beschäftiget waren. Die Ungarn, neuerdings von den Patzinaken geschlagen und aus der Gegend A tilkyzu vertrieben, flohen nun unter dem, auf Empfehlung) des alten Lebedias von dem Chazareiichane zum Oberfür sten der Ungarn (die früher nur unter Führern gestanden waren) erhobenen Arpad. weiter gegen Westen Wohnsitze suchend, brachen in Großmähren ein und eroberten das Land (vergl. auch C. 13. de adm. imp.) »wo sie (die Ungarn) bis auf den heutigen Tag (c. 912 n. CH.) wohnen." (C. 38) ... „So also kamen früher die Türken ,0) nach Großmä hren." — „Die Gegend, ivo sie früher wohnten (vor der Eroberung G r o ß m ä h r e n s, also in ihrem zweiten Sitze) und jetzt die P atz! n a k e n ihre Sitze haben, wird nach den dortigen Flüssen benannt. Diese heißen: Baruch, Kubu, Traltos, Bruto« (Peuth), Serotos (Sereth oder Sireth).— Durch bie letzteren Flüsse wären also die früheren Sitze der Ungarn, bevor sie die jetzigen (in Groß-mähren) einnahmen, ziemlich angezeigt ao). „W,o bie Türken jetzt (c. 912) wohnen, findet man alte Denk- >näler........ die Trajan Sb rücke, w o die Sitze der Türken (Ungarn) anfangen, dann auch Belgrad (BeXsyQaSov, sonst Singidunmn) drei Tagreisen von die-I er Brücke entfernt, wo auch ein Thurm des heil, und großen Constantinus.... Sirmium... zwei Tagreisen von Belgrad (Weißburg, Weißenburg) entfernt, und von da Groß mähren, das ungetanste, welches die Türken verwüstet haben und dessen einstiger Fürst S p h e n-doplokus (Zyevdonloxog, Swentoplok, Swätoplok, Swatopluk, Acs = Sw u. auch — )V, und die Sylbe Sweu statt Svvä u. Swa, wie in Swentovid statt Swantevid, Swaetovid, Swatovid) tapfer und den Nachbarvölkern fürchterlich gewesen. (Constant. Porph. C. 40 u. 41.) Da er aber das Reich unter seine drei Söhne theilte, mit der Bestimmung, daß von dem ältesten, als Großfürsten, die beiden andern abhängig seyn sollten, nach dem baldigen Tode des einen von ihnen, unter den beiden andern Uneinig-keic und daher ein Bürgerkrieg enrstanden war, hatten die Türke» leichteres Spiel. — Das sind also die Denkmäler am Jster. Was höher hinauf liegt, wo die sämmtlichen der Trajansbrücke an über Belgrad, „wo sich die Save in die Donau ergießt» (Pannonia Savia)-—24) Sava, welche die Lateiner gewöhnlich S a v u s nennen. — 25) „Sehr große Flüsse durchschneiden es, darunter die größten: der Dniester und Dnieper;» — die übrigen sind der„Syngul» eIngul o6. Jnguletz), „H y b c I, Äser-ta.Kuphis, Bogu (Bug).» — „3 ti d e n oberen Streiken des Dnieper wohnen Russen, Patzinakia aber begreift ganzRußland und den Bospor bis zumChersonnes UN' SaratBurat“ (was keine slavinischen Namen sind). Die genannten S3ÖP ker alle nennt Constant, „die nördlichen Skythen.» — 26) & ist dies, allerdings ein großer Landstrich; allein in Procopius findn wir die Anweisung eines so beträchtlichen Areale für die gedachtm Slavinenäste vollkommen gerechtfertiget (s. d. Jhrg. Nr. 2, S. 1, NI, Sp. 2, 3.1 0. unten), — 27) Labe im E-chischen die Elbe — auch wohl sie und da — reka (Fluß), etwa nur im figürlichen Sinne (?) — 28) Aon Türkensitze sind 21)— (d. i. wo überall Unga r n wohnen) — hat seinen Namen von den Flüssen.... Timisis (Temes) .... T u t e s (oder Tutis) .... M o risis (M a-ros),.. Krisos .... T >'tz e (Theiß) ....” — Grenzen : Gegen Osten die Bulgaren durch die Donau getrennt; gegen Norden die Patz in aken, mehr gegen Westen die Franken, gegen Süden die Croaten. Die acht Geschlechter haben acht Fürsten, deren Oberha npt die Nachkommen des Arpdd,” — Uebrigens war ihre Verfassung eine Art Eidgenossenschaft (eine Art Föderation) (C. 40). Was Groß mähren anbelangt. so flohen die Ueber-bleibsel der Einwohner zu den Bulgaren, Türken 22>, Chro-w a t en und den übrigen Völkern (C. 41). — Const. Porphyr. kömmt C. 42 noch ein Mal auf die Sitze der Ungarn zurück, indem er sagt: „Von Thesfalonike bis zur Donau, wo Belgrad liegt, ist «in Weg von 8 Tagrei-fen, wenn einer nicht eilig reiset, sondern sich auch Ruhe gönnet, uudes wo hn e n jen se its 23) b es X) o »ati b i e Türken im Lande Mähren, aber auch dießseits 24) zwischen der Donau und Sava (uecrov rov /1 a v u ßeia g xou rov JSä'ßag 25). An der untern Donau aber und Dlstra gegenüber, streckt sich Paß in skia hi» und die Wohnsitze der Patzinaken reichen bis Sarkcl, einer Stadt der Cha- zaren,” u. s. w.........ju dieser Stadl ist von der Donau auS ein Weg von 60 Tagreisen 26). Wir haben oben gesehen, daß die Servier (Serben) u. Croaten auS den Gegendeii des heutigen Böhmen, Schlesien, Galizien und Mähren in die südlichen Länder eingewandert sind 27). — Da nun Serben in Servien, Serben in Meißen wohnen, so müssen entweder auch diese letzteren sich von den in Böhmen wohnenden Serben abgetrennt haben, ober die Eine» zogen nach Süden, und von ihnen haben wir durch Coustant. Porph. zuverlässige Nachrichten; die Andern wandten sich gegen Norden, — an die Elbe 2S) po Labi... nach oder au der Elbe, daher Polaben, die nach der Elbe ziehen (d. i. Anwohner der Elbe); oder es dchnkeu sich die Servier überhaupt auch noch weiter an der im heutigen Königreich Böhmen entspriiigeiideu Elbe gegen Sachsen zu aus. — Ein allgemeiner Name jedoch für alle, die wir heut zu Tage Slaven nennen, wares nicht, obwohl einer der zahlreichsten Stämme darunter begriffen gewesen. — Die ältere Geschichte sagt hierüber weder etwas Srp Srpny, sichelförmig, von Srb, Srbi, Srbowe, Srbak, Srbo, Srbenje, Srbicky. — Srbiste, Stadl in Anhalt lA erbst), Srbi, Cie Meißner; S r b s t i n a oder Srb sky g a z y k, die serbische Sprache. — Was das Srb (sr-Licht) bedeute, i|t gänz- lich unbekannt. — Ln Srbiii, schlürfen (j. 58. Milch) finden mit Srb als Wurzel- Es ist auch sehr wahrscheinlich, boB 2^egßXia U. 2,'eoßia als Servlia und Servia (mit v), so wie Jjegßoi alS Servi u- Servil statt Scrbi und Serbii ganz corrunipirt dasteht, da die Slaven noch jetzt Srb u- Srbi sagen, und nicht Srv u. Srvi aussprechen. Und die Slaven werden doch wohl am besten wissen, wie sie Srb u> Srbi auszusprechen haben. Freilich gehl b leicht in v über (3m mcd. lat. DC- cl. Sp. sir. 28 S ribi a Meißen (Sorabia), Srbsko - Slowensko, Slowanska zemd. Illyricum, Sclavonia, Wandali a, Windisch- Mark, Wind ilchland oder Oesterreich (wo Vindobona, was freilich wieder an das ßova des Const, erinnert .. - Vindo - Bona (f. oben Note 5), was dann hieße; das Bo-ua der Winden oder Windischbona) VVn 63't, Ausdrückliches, noch läßt sich etwas auf i tibi rette Weise dafür Sprechendes ermitteln. Alles, was mau vorgebracht, sind common ta, mehr oder weniger sinnreich, keinem historischen Boden entsprossen, manchmal wenig erbaulich. — So gefällt Einigen die Ableitung des Srb von Srp, Sichel, wol nach Srb = Ackersmann, also statt Srpi wohl Srbi, Gartenmesser — nastrog gjmžse zve ~ Sichel u. bergt. 29;, welchem zu lieb Einige auch Srpske schreiben, z. B. Narodne Srpske Pjesme, von W uk gesammelt. (Fortsetzung folgt.) E i n c Sage über die ehemalige Lage des Marktes Ncumarktl (stary Terzič). n dem wegen feiner Industrie rühmlich bekannten Orte Neumarktl erhält sich seit jeher die Sage, daß der Markt vor Zeiten nicht an der jetzigen Stelle, sondern näher am Loibl gelegen sey, und es wird als ehemalige Lage des Marktes Neumarktl (eigentlich stari Terzič) ein Thal bezeichnet, das sich rechts von der Straße gegen den Loibel in einer Entfernung von Stunden vom jetzigen Markte in östlicher Richtung unter dem Berge Košuta hinzieht. Dieses Thal ist ziemlich lang und schmal, und am westlichen Ausgange gegen die Straße zu mit vielen Felsentrümmerii begränzt, so wie auch sonst hin und wieder solche Trümmer zerstreut liegen. In der Mitte des Thales ist ein Bauerngut, „na Bedenkovim gruntu” genannt, dessen Wohngebäude gerade über der Stelle der ehemaligen Kirche stehen sollen. Der genannte ehemalige Markt soll in Folge eines Naturereignisses durch Ablösung eines Theiles vom Kosüta-Berge und darauf erfolgte Ueberschwemmung zerstört worden seyn; die Bewohner, durch Vorzeichen gewarnt, sollen sich jedoch glücklich gerettet haben. Die Volkssage schmückt dieses Ereigniß mit der Geschichte eineS Drachen oder Lindwurmes aus, unter dessen eiligen und mächtigen Sprüngen die Berge in Trümmer gingen, und glaubt dieses Ungeheuer im Bilde des Lindwurmes, der aus mächtiger Steinmasse geformt in der Mitte deS neuen Marktes in der Stadt Klagenfurt steht, wieder zu sinden. Für die Gewißheit jenes Naturereignisses spricht, so viel bekannt ist, keine ältere Urkunde; das herrschaftliche Archiv in Neumarktl soll keine besonders alten Schritten enthalten, nnd Valvasor, unmuthig über die wenig anziehende Umgebung des Marktes, scheint sich nicht viel damit beschäftiget zu haben. Doch ist übrigens die Tradition im Munde des Volkes so bestimmt und allgemein, daß die Sage viel Wahrscheinlichkeit gewinnt, zumal die vielen Felsentrümmer im genannten Thäte und die Gestalt des Berges Košuta selbst, wo schon der Anblick von weitem auf eine geschehene Ablösung hin weisst, dieselbe bestätigen. Belangend die Zeit dieses Ereignisses, so spricht die Vermuthung dafür, daß es nicht sauge vor Erbauung der St. Annakirche unter dem Loibl sich zugetragen hake. Diese Kirche sell von Kaufleuten, die über den Loibl zogen, in Folge eines Gelübdes erbaut worden seyn und trägt die Jahrszahl 1519 an der Außenwand hinter dem Hochaltäre. Hiermit wäre ans das Ende des 15. oder auf den Anfang des 16. Jahrhundertes hingewiesen. Wenn jedoch Neumarktl als Markt und Pfarre schon im Jahre 1399 gegen die Pfarre Döberuik vom Erzherzog Wilhelm 1. umgetauscht worden seyn soll, wie es im Lai-bacher Diocesan -- Schematismus heißt, so mußte dafür eine andere Zeitcpoche bestimmt werden. Die Volkstradition nennt unbestimmt einen Zeitraum von 300 oder 400 Jahren zurück. Die bei der Katastrophe geflüchteten Bewohner sollen sich nach zwei Seiten gezogen habe» ; ein Theil über den Loibl »ach dem jetzigen Ferlach in Kärnten, wo sie sich als Gewehrarbeiter niederließen, ein Theil aber tiefer an die Stelle des jetzigen Nenmarktl (daher, eben der Name), wo die Namen Venedik (Benedik), Pollak und andere sich noch von ihnen herschreiben. Hier befanden sich damals schon einzelne Häuser mit Eisenhammer, und an der Stelle der jetzigen Pfarrkirche eine Capelle der h. Magdalena. Auch soll der Mosenik - oder Loiblbach über den jetzigen Markt-vlatz seinen Rinnsal gehabt haben, wofür and; vor Zeiten bei der Grundlegung von Häusern angetroffene Reste von Wasserwerken sprechen. Jitter Hihmger. tM p lornatariai m Cimiioltcaisii. Aus den Archivsmattriolien des historischen Vereins für Krain. llcdigirt von Dr- Mcpitsch. I. Schenkungsurkunde Kaiser Otto IL ddo. Tribur am 30. Juni 974, in welcher dem Abraham, Pfalzgrafen aus Kärnten und Bischöfe von Freifingen mehrere Ortschaften und Districts in Krain oder der Krain-Mark, im Gebiete des Herzogs Heinrich und des Grafen Popo, vom Ursprünge der Sabniza bis Selzach und am Flusse Zonra überlassen werden. Otto divina favcnte etc. Qnasdam partes nostrae proprietatis sitas in Ducatu praefali Dncis (Henrici) et in Coinitatu Poponis, quod Carniola vocatur et qui vulgo Clirainmarcha vocatur. Est enim in ipso Coinitatu rivulus parvus, qui vocabulo sclavormn Sabniza liuncupatur, ab exit» illius, ubi oritur, sta tim cacu-mina vel summitatesque rnontium occidentalium partem versus usque ad Zelsaeli, et hoc ipsuin Territorium cum omnibus ad ipsum pertinentibus, nee non et Alpam Bosangam, delude Irans Zovrizam usque ad moniern Lubinic, ipsumque montem usque ad majo rem amiiein, qui Zonra vocatur, utramque ripam illius amnis deorsum usque ad ostium praetitulati rivuli Sabniza, inde sursum usque ad caput vel exituin ipsius rivuli, quidquid intra ipsa conlluentia habuisse videa-mur, loca nominata Sabnica, Lonca, Susane, iterum-([ue Zelasach, vel qualicunque vocabulo vocantur, hoc totum in proprium eidem nostro lideli, nobisque satis caro Episcopo Abraham etc. Et ut nulliis Comes vel Judex scu ulla persona in aliquo se intromittat absque licentia vel jussione preefati Episcopi aut illius hominis, cui Episcopus hoc ad regendum commiserit. Dal. 2. Kal. Julii anno Dominicae Incarnat. 974 indict. 2. anno Domini Oltonis Regni 13. Imperii 6. Actum Dribure. 2. Urkunde Kaiser Otto II. ddo. Frankfurt am 1. October 989, in welcher derselbe die dem Abraham, Bischöfe von Freisingen, im Jahre 974, in der Mark Krain gemachten Schenkungen vom Flusse Zeyer bis Stresoubrod und Dobrava ausdehnt. Otto etc. noverit etc. qualiter nos etc. quondam nostrae proprietatis partem in Regione vulgari vocabulo Chr eine et in Marcha Duels Heinrici el in Comitatu Waltilonis Comitis situm, ubi Rivulus Sabniza origincm producere incipit, dein de stalim occidentem versus cacumina montium sylvasqueinterjacentes usque ad Rosanam, et sic ad lines earundem Alpium; Delude ubi rivulus Cotabla originem sumit usque ad liunc lo«sna ubi hostium in Zoura ihivium mittit, sicque tras Zouram usque ad sumita tern ipsius mentis Zource adjacentis, qui extenditur Orienten! versus et ita per eundem montem, perque valles usque ad Castrum, quod vulgo Bosisan vocatur, statimque de eodem castro usque in rivulum, qui vocatur Gotzthe, et cacumina montium ad Zouram respicientia proiudeque ubi prasfatus rivulus Austral! parte decurrens hostium vadit in Zouram, et sic tractim dum Zoura hostium vadit in Zavram ac quicquid inde locorum inter illas proprietates duas situm est Abrahoe videlicet Episcopi ac Werhardi Comitis excepta proprietate Pribizlavvi, nostra tradi 1 ione regali sibi donata, hoc totum nobis pertinens Abra-hae Episcopo in proprietatem donare curavinms, ac Zourae juncta rip a, quantum extenditur uni us jugeri longitude usque ad vadum, quod vulgo Stresoubrod vocant, ibique ultra eundem fluvium occidentem versus usque in viam, quae vocatur via Creinariormn, et sursum per eandem viam, quidquid campi in Australi ejusdem viae parte jacet ita ut Primel territorium et sylvula quae Zourusya Dobrava sub eadem comprehen-sione teneatur et spatium quod jacet inter Primel et Vt i-zilinesti per medium dividatur, et sic usque in praefatuni rivulum Sabniza etc. concessimus. Sig. Dorn. Oltonis Gloriosiss. Regis Hildibaldus Episc. et Cancellar. vice Willigisi Archiepiscopi recognovi. Dat. Kal. Octob. Anno Dominic. Incarnat. 989. Indict. 2. anno anteni 3, Ottonis Regnantis. 6. Actum Frauchenl'urt feliciter. Amen. 3. Schenkungsurkunde Kaiser Heinrich II. ddo. Regensburg am 24. November 1002, in welcher dem Gottschalk, Bischöfe von Freisingen, daS Lehen Strasischa und was im Laude Krain, im Gebiete des Grafen Wattilo, zwischen den drei Flüssen Libniza, Suba und Zoura gelegen ist, eigenthümlich überlassen wird. Heinricus etc. Noverint omnes qualitev nos obinler-ventum dilecte liostrae coiijugis Chunigunde Regine, fidelisque nostri Gotescalci Frisingensis Ecclesiae An-tistilis quoddam praedium Strasista vocation et quid-quid inti a Ires iluvios Libniza , Subam, Zovra in re-gione Carniola et in comitatu Waltilouis comitis nostri juris sitmn est etc. donavinms. Sic. Dorn. Ileinrici invictiss. Regis. Egilbertns Cancellar. in vice Willigisi Archicancellarii. Data 8. Kal. tiecemb. anno Dominic. Incarnat. 1002. Indict. 1. Anno vero Ileinric. iiivict. Reg. 1. Actum Radi spone. 4. Urkunde Kaiser Heinrich II. ddo. Trient am 10. April 1004, in welcher derselbe dem heil. Alboin, Bischöfe von Freisingen, die in Krain gelegene Herrschaft Veldes und die Probsteigült Jnselwerth nebst allem Zugehör eigenthümlich übergibt. In nomine Patris et filii et Spiritus Sancti Amen. Heinricus etc. Quapropter noverint, qualiter nos pro remedio aniinae dilecli Senioris nostri Ottonis videlicet lmperatoris August!, nec non pro nostrae et Ku-nigundae Reginae dilectae Conjugis nostrae per inter ventum Venerabilis Sabionensis Episcopi Albuini quoddam nostri juris praedium, quod dicitur Veldes, siturn in pago Creina nominato in Comilalu Vvatilonis etc. eidem Venerabili Episcopo Albuino in proprium jus tradiums cum omnibus suis pertinentiis, id est Eccle-siis, Castellis etc. eo videlicet Ten ore, ut cunctae Decimationes ad opus Fratrum Sancto Ingenuino ser-vientium reservatae sinL Post finem vero vitae suae (Albuini) tertia pars prae dieti Praedii ad us urn Fratrum proprie pertineat. Signum. Dom. Ilainrici Reg. invictiss. Engilber-tus Cancellar. vice Wiligisi Archicapel. recognovi. Data 4. Idus. Aprilis. Anno Dominic. Incarnat. 1004. Indict. 1. Anno vero D. Ilainrici secuudi Regis 2 Actum Trident. (Fortsetzn»!, folgt.) VEEZEIÖHNISS der i»üsh historischen Provinzinl- Vereine für Krain im llnttfc des Jahres 1841s errvvrbenen Gegenstände. (Fortsetzung.) r. 2. Von einem Ungenannte u durd) den Herrn Oberamts-Director Costa: b) Kaufs- und Verkaufsvertrag ddo. Vigaun am 4. Mai 1590, womit Christoph Khatzianer zu Vigaun deni arbeitsamen Peter Jeray und allen seinen Erben eine Hube unter dem Schlosse Fledniekh um 225 Thaler verkauft. Original. c) Zwei Seepässe ddo. Wien am 9. April 1807, Nr. 2442 und 2451, für die Seeschiffe „Benjamin" und „Caroline," zur Beschiffung des mittelländischen Meeres und des Oceans. Originale. d) Confirmationsbrieff Erzherzogen Carls zu Oesterreid), Einer löblichen Landschaft in Crain Freyhaiten betreffend. Datum: Graz den 1. May Anno 1567. Original. Kömmt in der Landes - Handvrste nicht vor. B. Zum Copiren: e) Das Original - Freiherr» - Diplom Kaisers Leopold I., ddo. Wien den 2. Jänner 1672, ivomit Ferdinand Ernst, einer ehrsamen Landschaft in Krain Verordneter, dann Heinrich Julius und Hans Georg Apfalte-rer, Brüder und Vettern, in den Freiherrnstand mit dem Titel: Apfalterer Freiherrn von Apfalterer, Herrn auf Roi, Grienhoff und Möttnickh erhoben werden. Diese werthvollcn Urkunden wurden durch Anfall in dem Augenblicke gerettet, als sie vernichtet werden sollten. Möchten doch darin die Borstehungen der Städte und Märkte, Corporationen und adelige Familien Die Veranlassung finden, derlei Urkunden »nd Dokumente im Original oder in beglaubigten, getreuen Abschriften beim historischen Provinzial - Vereine zu deponiren. Nr. 3. Vom Herrn Anton Tomz, k. k. Amtsschreiber des Bez. Commissariats Umgebung Laibach's, folgende Münzen: A. In Silber: a) Ein Zwanziger von Franz Xav. Grafen zu Salm-Reiferscheid, Fürstbischof von Gurk. 1806. b) Ein Fünfzehner von Johann Ernst Grafen von Thun, Erzbischof zu Salzburg. 1689. c) Ein detto von eben demselben, mit den heil. Bischöfen Rupertus und Virgilius. Ohne Umschriften. 1694. d) Ein detto von Friedrich Landgrafen von Hessen, Bischof zu Breslau. 1679. c) Ein detto von Carl Grafen von Lichtenstein, Bischof zu Ölmütz. 1695. f) Ein preußischer Silberkreuzer. 1823. B, In Kupfer: g, h, i) Drei k. k. erbländische Scheidemünzen. 1795. k) Ein Rechenpfennig. Nr. 4. Vom Herrn Sigmund Anton Freiherrn von Cirheim, k. k. Gubcrnial-Acceffistcn: a) Auszug aus dem Exercier-Reglement für die k. k. Infanterie. 2 Bände. <]u. 8. Wien, 1807. Mit 65 Ku-pfertafcln. b) Silberne Landmünze (6 kr.) des Herzogthums Sachsen-Coburg-Gotha. 1836. c) Ein Soldo-Stück. 1763. Nr. 5. Vom Herrn Johalin Leopold M a gainer, Bez. Beamte in Weipeiberg, folgende Urkunden: a) Urkunde, resp. Stiftbricf, ddo. Reichenegg Montags am Feste der heil. Maria Magdalena, 1248, gemäß welchem Sigismund von Lichtenbergkh, dann die beiden Brüder Bernhard und Wilhelm von Lichtenbergkh, einige Grundstücke bei der Pfarre St. Georgen bei Rei-d)enegg zur Erbauung eines neuen Pfarrhofes gegen dem einräumen, daß nach ihrem Tode jährlich Seeteilmessen an einem bestimmten Tage verrichtet werden. O r i g|i n a l. b) Urkunde ddo. am Sonntage vor St. Fabiani miiž Sebastian! 1490, wodurch Georg von Katzendorf bekennt, daß er einige in Štatenberg, in der Höuigstei« tier Pfarr gelegene Zehente dem Georg Skri'lle, Ca-plan im Spitale IX. L. F. ju Rudolphswerth, und allen folgenden Capläuen daselbst, verkauft und die dafür bestimmte Summe Geldes bereits erhalten habe. D r i-gina l. c) Kaufbrief ddo. am Montage vor dem Feste des heil. Apostels Thomas 1496 , gemäß welchem Wolfgang Schickh eine zu Goritsche iti der Pfarr St. Michael gelegene Hube um 14 Stück vollwichtige ungarische Ducaten dem Mathias Schrobut und dessen Ehegattin Barbara in das Eigenthum verkauft. Original. d) Urkunde ddo. Mittwoch am Tage des heil. Benedict in der Fasten 1498, gemäß welcher Mathias Schro-but und dessen Ehegattin Barbara eine zu Goritsche, in der Pfarr St. Michael und in der Grafschaft Mottling gelegene Hube sammt An- und Zugehör dem Domprobste tind dem Collegialeapkte! zu Neustadtl eigenthümlich übergeben. Original. e) Urkunde, ausgefertiget vom Neustadtler Capitel im Monate October 1566, betreffend die Entrichtung einer Beihilfe an den Erzherzog Carl von Oesterreich, Herzog zu Burgund, Steiermark, Kärnten, Krain te., zur Verwendung in den damaligen Türkenkriegen. Original. f) Vertrag zwischen dem Collegial-Capitel zu Neustadtl und den Eheleuten Johann Leonhard und Anna Maria Mollär, ddo. Rudolphswerth 16. März 1666, betreffend den Austausch einiger Realitäten. Original. g) Heirathsvertrag zwischen Marcus Mlaker und der Maria Amersa, ddo. Kloster Michelstätten 25. April 1692. Eigenhändig unterschrieben von der Priorin Johanna Susanna Paradeiser. Original mit Siegel. h) Verzichts-Urkunde des Jerny Dobruner an Caspar Kopatsch, als Erkäufer des ThomaS Fen'ani'schen Grundes, ddo. Stift Münkendorf am 23. Jänner 1741. Eigenhändig unterfertiget von der ?lebtissin Leopoldina von Gallenberg. Original mit Siegel. i) Urkunde ddo. 10. November 1772 , wodurch von der Probstei in Neustadtl dem Augustin Freiherrn v. Zois die Bewilligung zur Errichtung einer Capelle in seinem Schlosse Stauden ertheilt wird. Original. k) Verordnung der k. k. Landeshauptmannschaft im Her-zogthume Krain, ddo. Laibach am 8. August 1776, erlassen an den Pater Prior des Augustiner-Klosters vor dem Spital-Thor zu Laibach, hinsichtlich der Verlaßabhandlung nach den im Kloster verstorbenen fremden Personen. Original. l) Ein Packet Acten älterer Zeitperiode, welche jedoch bloß von individuellem Interesse sind. Nr. 6. Von der lobl. k. k. Landwirthschaft-Gesellschaft in Krain: Nekrolog des k. Rathes und Bürgermeisters der Prov. Hauptstadt Laibach, Johann Nep. Hradeczky. Deutsch und krainisch. Mit dessen Portrait. Nr. 7. Vom Herrn Anton Kurz, Director und Katechet an der Bergstadt-Hauptschule zu Jdria, folgende Münzen: A. In Silber: a) Ein 4 Soldi-Stiicf von der Republik Venedig. 1j> Eine Münze von Franz I. von Carrara, Herzog von Padua, mit dem Bilde deS heil. Prosdocimus. (1355 — 1388). c) Ein Silberkreuzer von Friedrich Landgrafen von Hessen - Darmstadc, Bischof von Breslau. 1681. d) Ein Batzen von betn, dem Königreiche Preußen unter-thänigen Fürstenthume Neuchatel. Aus der Regierungszeit Königs Friedrich Wilhelm III. 1798. In Kupfer: e) Eine Münze von Emanuel de Rohan, Großmeister des Johanniter-Ordens. 1786. f) 2 Va Bajocclii-©tiiif von der Delegation Ancona. 1796. g) detto bette Perugia. 1796. h) detto detto St. Severiuo. 1796. i) Ein Denga aus der Regierungszeit der Anna Jva-nonna, Kaiserin von Rußland. 1735. k) Eine Nothmünze aus der Zeit der Hungersnot!); Av.: Brustbild Christi mit Scheine umgeben. Umschrift : Quod pauperi mild. Ree.: 5 aufrecht stehende Aehren mit der Umschrift °. Centuphim reddo. Unten: 17 (12) 18. l) Ein Pfennig vom Herzogthume Sachsen-Coburg. 1770. in) Ein österreichischer ‘/4 Er. 1800. n) Vier Jetton von XV. Ludwig XIV., (2) und XVI. Nr. 8. Vom Herrn Anton Codelli Freiherrn v. Fahnenfeld, Vereins - Director rc.: Wegweiser für die Wanderer in der berühmten Adelsberger und Kronprinz Ferdinands-Grotte bei Adelsberg in Krain. Herausgegeben von Franz Grafen von Hohenwart. 3 Hefte mit 19 Kupfern. Quer-Fol. Wien und Laibach, 1830 — 1832. Nr. 9. Vom Herrn Anton Emil von Varga, k. k. StänipelamtS-Respicienten in Laibach: Jahrgang 1846 der Zeitschrift „Carinthia." 4. Klagenfurt. Nr. 10. Vom Herrn Franz Metelko, k. k. Professor der slovenischen Philologie in Laibach: a) Joannis Ludovici Schönleben tractatus genuinus de misteriis dominicae passionis. 4. Salisburgi, 1673. b) Eine lateinische Elegie auf den Tod des Bisthnm Gurker Domherrn Georg Jagel. 4. Klagenfurt, 1807. c) Das Portrait deS Laibachers Johann Gregor Thal-nirscher von Thalberg. d) Constitutio in causis matrimonii, edita pro uni» versis subditis Christianis. 8. Viennae, 1783. e) Ein hist. Manuscript des Dr. Joseph Petermann. f) Postave drushbe napravljene v’ podpiranje osna-novavzov katolifbke vere v’ Ameriki, ki se ji pravi Leopoldinina drusliba. 8. V’ Ljubljani, 1829. g) Podvzhejne kako se morejo te fhkodlive gosenze konzliati. Od Franz Pirza. 8. Ljubljana, 1834. h) Laibacher Periochen; 2 lateinische von den Jahren 1804 und 1806, und 2 deutsche von den Jahren 1806 u. 1814. (Sorts? tzju r.ig folgt.) Berichtigung. In Nr. 2 der „Mittheilungen," <3. 16, Sp. 2, in dem Aufsohe: Die Lapidar-Denkmale Krain's > ad Nr. 1, Z. 2 ist zu lesen, statt: „in der äußern Mauer der Boms it Ae.» „in d er äußern Mauer des Priesterhauses gegenüber der Domkirche.» D r n ck von Ignaz Alois Edlen v. K l c i n rn a y r.