Nr. 147. Freitag, 2. Juli 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Mum «eprciö: Mi! Postverssüd»!!«: aanzjaliriss 8« »i. hnlbicihril, lü X, Im j,»»!»!! ssaiizjähri« ^ »/« Iialbiätillss " X, ss>>r dir Zustell»!», i»s Ha»« nnnzinhrin 2 K. - Institiontznibühl: ssNr l!ci>,e I»<»5»' ^ ' hie ^, 4 Zcilr» !'l> k, grührrc vcr Zrilr 12 li-, bri oftrrrn Wisdrrliolunsscn prr Zsilc 8 k. 1 ^ Ti>' «Laidachrr ^wml,» sr!chr>!'l läglill,. mil «ii^nalims di-l !5l»n,- i!»d ^sirrlal,,', T,s «dministlOtilin liefinbr! I sich Mil!o»iöslr«f,s Nr 20: dir Mrbaltion Milloei^Ürafls Nr. ll«, Tvrcchstuübsli der Redalüo» vm, X we ll> Uw s vrrmitlan«, U»fta»llfrverden tann. Nährend also die üborfl'lissiaerim'iic aufgeworfene Frage der Vorherrschaft in der .'ldria den, Bestände des Dreibundes nicht abträglich >vcrden kann, haben die tatsächlich vorhandenen italienischen Mittelmeerinteressen ge-wdc ain Dreibünde eine wichtige Stütze gefunden, da er Italien an der Herstellung freundschaftlicher Be^ielunmen äu oeu anderen Mittelmeermächten, England und Frankreich, nicht behinderte, vielmehr Italien" durch die^Bündnisse erhöhtes Prestige auch den Wert seuu'l' Freundschaft für andere Staaten verlnebrte. ^^^' ^"leressen Italiens sind also in-,,^.^ill' des Dreibundes in sicherer Hut._________ Vclebunsssvcrsnche einer alten Legende. Aus Petersburg geht der „Pol. Korr." folgende Mitteilung zu: Der Mißmut der panslavi-stischen ui,d deutschfeindlichen Presse über den ausgezeichneten Verlauf der erneuten Persönlichen Annäherung der Monarchen Rußlands und Deutschlands tritt in deren Bestreben zutage, dieses bedeutsame Ereignis totzuschweigen, und die öffentliche Aufmerksamkeit von der Zusammeulunft in den Fiuulandschären luulichst rasch abzulenken. Zugleich wird die Legende von der „gepanzerten Faust" wieder hervorgeholt, mit welcher Deutschland während der letzteu Bnllanlrise Nußland zu einer Änderung seiner Stellungnahme uud zu einsprechender Ein-wirluug auf die Haltung der serbischen Regierung gepreßt haben soll. Bemerkenswert ist dabei einzig und allein die Fähigkeit, mit der auch Zeitschriften von vornehmeren, Range bei dieser Geschichtsfälschung beharren. To will Ren<> Pinon in einer sonst durch nüchterne Sachlichkeit der Darstellung bemerkenswerten Studie über die Balkanfrage in der letzten Iuniausgabc der „Revue des deur Mondes" seinen Lesern abermals glaubhaft machen, der deutsche Botschafter in Petersburg habe im kritischeste!, Momente den, russischen Minister des Äußern, Herrn von Izvolskij, die Drohung der deutschen Regierung übermittelt, diese werde die „erforderlichen militärischen Maßnahmen an der ^l'ordgrenze uuverzüglich ergreifen, wenn die (Gefahr kriegerischer Ereignisse au der Südgrenze durch das seiudliche Verharren aus serbischer Seite nicht augenblicklich beseitigt würde." Wir sind von der dazu berufensten Stelle ermächtigt, derlei Behauptungen sowohl in dieser wie in seder anderen ^orm bedingungslos und nachdrücklichst in den Bereich Phantastischer Erfindung zu verweiseu. Von irgend welchen deutscherseits für gewisse i^älle in Aussicht gestellten militärischen Maßnahmen ist in der in Rede stehenden Unterhaltung nicht, auch nicht mit einer Silbe die Rede gewesen. Marokko. Man schreibt aus Paris: Die Nachrichten lauten mit Bezug auf die Festigung der Autorität Muley Hafids fortgesetzt nicht sehr beruhigend. Die Soldaten, über die der Maghzen zur Bekämpfung des Prätendenten Nu Hnmara verfügt, sind der Zahl nach ungenügend, schlecht bewaffnet und schlecht besoldet. Ihre Niederlage kam nicht überraschend und es ist fraglich, ob der Sultan in der Lage sein wird, eine neue Mehalla von achthundert Mann zu bilden, wie er beabsichtigt. Um dazu in-staud gesetzt zu werden, würde er einen Teil der scherifischen Soldaten zurückrufen müssen, welche gegen die Vcni M' Tir entsendet wurden, was sehr unvorsichtig wäre. Die Lage des Sultans hat sick noch dadurch verschlimmert, daß er durch seine Hartnäckigkeit und seinen außerordentlichen Hochmut sich die moralische und materielle Unterstützung der mächtigen >laids aus dem Süden verscherzt hat, die vor einigen Wochen nach Fez gelommen sind. Man sollte demnach die Lage des Sultans für eine verzweifelte halten: da aber der anarchische Zustand, in welchem alle Tribus leben, schon lange ein chronischer ist und die Unfähigkeit der Häuptlinge sie verhindert, einen errungenen Sieg auszunützen, so wird man gut tun, mit einem Urteile über die möglichen Folgen der letzten Ereignisse zurückzuhalten. Die Beziehungen zwischen Frankreich uud Spanien in bezug auf die marokkanische Angelegenheil sind andauernd von gegenseitigem Vertrauen erfüllt. Feuilleton. Hch werde dich liebhaben, Mntter! ^'ill, dci» MusM"! dr5 Andrejl'U von ^b'<-l^l'c>i,>,ln (^ord^l,. (Nachdruck vcrbolrn.) ^olja saß an seinem Tischchen und las in hinein Buche, das fast so groß war wie er selbst. Eine schöue gruselige (beschichte stand darin von einem bösen Räuber, der allen Buben und Mädchen Arme und Beine einfach abriß. Es las sich nich! leicht für den Knaben. Seine Finger mußten ii'uner an den Buchstaben enllang gehen, da diese sonst Plötzlich in dem Gewirr der Worte verschwam-mcn lind schwer wiederzusiuden waren. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gab sich Kolja mit aroßem Eiser der Lektüre hin, und voller Spannung erwartete er weitere Abenteuer. Doch es gab eine Unterbrechung. >loljas Mutter lral mit einer fremden Dame ein. „Da sitzt er," jagte die Mutzer lei,e. "^olja, mein Liebling!" rief die Fremde uud „erue und küßte den Knaben, der etwas widerstrebend die Zärllichkeilen über sich ergehe,, ließ. Er war ungehalten darüber, daß man ihn störte. Außerdem halle er es überhaupt nicht gerne, wenn fremde Frauen ih» liebkosten. , ^ .tt'enust du mich nicht?" frug d,e ,v"mde, der >tolias Gleichgültigkeit sichtlich nahe glng. Nein'" antwortete der ttnabe kurz. '/Aber ich war doch schon zweimal be, dir. Weiß! du das nicht mehr?" ,. < . Das tonnte ja möglich sein, dachte Kolia w sich. Was ging ihn das denn an? Wenn sie doch ',lwn weggehen wollte, damit er weiter lesen lonne. „Ich'bin deine Mutter," sagte ernst die fremde ,vrau. Da schaute >iolja verwunden alls, dahin, wo seine Mutter gestanden hatte. Sie war fort. Nur die Fremde allein war bei ihm im Zimmer. „Zwei Mütter hat niemand," sagte der ,^nabe-nach kurzem Überlegen. Die fremde Frau lachte auf. Ein unwahres, gequältes Lachen. Eine Weile war es dann still, bis die Fremde frug: „Lesen kannst du schon? Was hast du deun da für ein großes Buch?" „Von, Räuber Sergeju'," antwortete >loljn laut, während er innerlich nur den Wunsch hatte, daß sie fortgehen möge. „Das ist aber sicher schön. Erzähl' mir davon, ja?" bat die Frau. Ihre Stimme sollte weich und einschmeichelnd klingen: aber es lag darin ein Unter» ton von Sorge und Mimmer. Kolja erzählte. Ungern und ohne Wärme. Nach wenigen Sätzen schon sagte er: „Weiter habe ich noch nicht gelesen." „Nächstes Mal erzählst du mir dann den Schluß," meinte die Besucherin. „Leb wohl, mein Kolja! Bald komme ich wieder. Freut dich das?" „Ja, ja, ich werde mich freuen." Nachdem die Frau Kolja geküßt, entfernte sie sich. Noch ehe der Knabe das Wort, bei den, er zu lefen aufgehört hatte, wiedergefunden, trat seine Mutter ein, mit tränenfeuchten Augen. „Mutter, weißt du, was die fremde Dame sagte? Sie wäre meine Mutter." „Sie hat recht, Kolja. Sie ist deine Mutter." Uugläubig blickte er auf. „Und du?" „Deine Tante bin ich." Einen Moment war Kolja überrascht. „Meine Tante? — Ach was, du bleibst doch mein" Mütterchen," meinte er dann gleichmütig. ^ch mag die fremde Dame nicht!" sctzte er hinzu. „Also willst du uicht zu ihr?" „Zu ihr? Neiu, nein, ich bleibe bei dir!" Damit hielt Kolja die Angelegenheit für erledigt. Aber sie war es nicht. Seit die Frau sich so überrascheud als des Knaben Mutter entpuppt hatte, war das sonst ruhige Haus der Pslegeeltern Koljas in beständiger Aufregung. An einem Abende, als Kolja schon im Bette lag, hörte er aus dem Salon her eine erregte Aussprache zwischen Herrn <''elovi<' und seiner Frau, die er für seine Eltern gehalten hatte. „Natu^ta, wir dürfe», den Knaben nicht weggeben, fchon seiner selbst willen nicht. Weißt du, wovon sie ihren Unterhalt bestreiket, seit ihr Verführer ihr davongelaufen ist? Kolja würde bei ihr verkommen." „Aber sie ist doch seine Mutter." „Und du und ich. Sind loir nicht mit größerem Recht seine Eltern? He? Jetzt, wo der saubere Galan auf und davon ist, jetzt denkt sie wieder an ihr Kind. Wir sollen es nun einfach wiedergeben. So haben wir nicht gewettet. Da bin ich doch auch noch da." „Aber Alerandrovi«'! Du tu»'t ihr unrecht. Sie ist kränklich und so allein. Ihr Mutterherz sehnt sich nach dem einzigen Kinde." „Du sprichst ja so, als ob du ihn durchaus los sein nullst. Sie ist so allein. Ganz recht. Und wir? Sind wir nicht anch allein, wenn unser kleiner Liebling nicht mehr da ist? Und was wird aus ihm werden bei seiner Mutter? Ein Tagedieb, ein H^ umtreiucr, wenn nicht noch etwas Schlimmeres." „Was sagt denn Dr. Turijev dazu?" , Was soll er dazu sagen? Es kommt alles oc>» auf an, wie die Richter entscheiden. Mehr weiß ^ nicht. So sind die Rechtsanwalte. Erst blättern sie eine Ewigkeit in den Gesetzesparagrnphen herum, und dann heißi es immer: Es kann so lomm.li oder anders. Laß mich mit den Rechtsverdrehern zufrieden. Wenn ich tonnte, wie ich wollte-------" ,,Schluß sc>lql.) Laibacher Zeitung Nr. 147 1836______________________________ 2. Juli 1909. Politische Uebersicht. Laibach, 1. Juli. Wie belanni. findet am .',. Juli die Eröffnung der Eifenbahnteilstrccke Tpittal — Atillstättcr See —Bad Gastein in Anwesenheit Seiner Majestät des Kaisers in feierlicher Weise statt. Der Monarch, welcher in Spittal an diesem Tage um « Uhr 15 Minuten früh eintrifft, wird dort von Erzherzog Josef und den zur Aufwartung erschienenen Persönlichleiten empfangen werden. Nach der vom Fürstbischof von Gurt vorgenommenen Weihe der Schienen und des Eröffnungszuges wird der Baiser mit seiner Begleitung den Eröffnungszug besteigen, der um 8 Nhr 4.'i Minuten die Station Spittal-Millstätter See verlassen wird. Um II, Uhr 15 Min. trifft der Eröffnungszug in Vöckstein ein, wo ein längerer Aufenthalt zur Entgegennahme der Aufwartung der dort erschienenen Funktionäre und Festgäste stattfindet. Um 1l Uhr 41 Min. wird der Eröffnungshofzug in Bad Gastein eintreffen, wo gleichfalls ein Empfang stattfindet und sich Erzherzog Josef vom Baiser verabschiedet. Um 11 Uhr 50 Min. verläset der Baiser mittelst Hofseparatzuges Bad Gastcin, womit die offizielle Feier der Einweihung beendet sein wird. Tie „Neue Freie Presse" bemerkt zu der Verleihung des Groszkreuzes des Ttephans-Ordens an den Präsidenten Falli bracht. Der Mörder stellte sich freiwillig der Behörde nnd gab dein Bedauern Ausdrnck, daß er nicht auch seine beiden anderen linder umgebracht habe. — Mn Kampf in den ttüftcnj spielte sich un< längst in dem Wolkenkrccherdistrilt Vrootlyns ab. Ein Einbrecher war von einem Detektiv entdeckt wor. den nnd flüchtete anf den Sims des zehnstöckigen Hauses. Ter Detektiv folgte ihm dorthin, nnd es gelang ihm, den Verbrecher zu ergreifen. Ein furchtbarer Niii,^ kämpf entspann sich nnnmehr anf dem schmalen Sims. Jeder der beiden versuchte, den (hegner in die gähnende Tiefe, zn stürzen. Plötzlich gelang es jedoch dem Detektiv, seine Hand frei zu machen nnd den Einbrecher durch einen Ncvolvcrschuß niederzustrecken. Schwer verwundet sank der Verbrecher in dir Arme des Detektivs, der ihn fesselte nnd sicher nach dem Polizeiaewahrsam brachte. — lFrauen j„ Männerbcrufcn.j Wenn man, vo» Paris kommend, auf dem kleinen Bahnhof des Dorfes ^-roissy aussteigl, so erlebt man die Überraschung, eine Fran selbständig den Dienst des Stationsvorstehers cmssüllen zu sehen. Aber sie ist nicht die einzige, die in Froissy sich mit Erfolg einem männlichen Nerilfe zu. gewandt Hal' anch der (Gepäckträger ist in /froissy eine ^ran, der Dorfbarbier ist eine Dame, und sogar die Würde des Amtsdieners, der mit der Trommel dnrch die Straßen zieht nnd Nekannlmachnngen verliest, sind in diesem Dorado der Franenemcmzivation einer Dame anvertraut, die ihren Beruf mit Eifer nnd Geschick versieht. Ter Gatte der Stationsvorsteher»'»! ist soqar nlir Zugführer nnd untersteht damit dienstlich den An-ordnnngen seiner ^ran. Aber Froissy ist nicht die ei», zige (Gemeinde, wo Granen Berufe ergreife», die früher ansschließlich Männern zugänglich waren, »ud die dnrch ihre Eigenart die Tätigkeit der ^ran lange ,^eit über-Haupt auszuschließen schienen. Daß ans vielen Eisen-bahnslrecten die Nahnwärtersfraneu selbständig Dienst versehen, ist wohl allgemein bekannt' interessant bleibi immerhin die Talsache, daß diese weiblichen Bahn» beamle» ihren Dienst mit einer seltenen Zuverlässig, keil anssnllen und fast nie Anlaß zu einem Vorwurf gegeben haben. In England gibt es Hunderle von Weib-lichen Hnndlnngsreisenden, die nicht nur Wäsche oder Modewaren verlaufen, sundern auch als Vertreterinnen großer Gelreidehänser oder Vogeldüngers»'rmen aus» tauchen. Größeren körperlichen Anstrengungen unter, ziehen sich die „^enerwehrsranen" vo» Äddleslon, die wöchentlich unter der Aufsicht einer ^ran Hanplmann ihre großen Übungen vornehmen und dabei eine er. staunüche Widerstandsfähigkeit zeigen. Sogar der schwie» rige Berns des Tauchers Hal in England seine Weib. lichen Vertreterinnen gefunden. Miß Ward Scapa». dwre taucht in voller Änsrüstnng mit dein ^npferhelul in die Meeresliefen nnd wetteifert dort an Ansdaner liiit ihren männlichen Kollegen. In Newi)ort hat die Newliorter Zenlralbcchn vor turzem Miß Henrielle Suyder als Lokomotivführer»!! engagiert, und in Üor. rain in Ohio besteht ein ganzes weibliches Polizei-korps, das sich alls 24 Damen rekrutiert. Jetzt hat auch Stockholm dies Beispiel aufgegriffen nnd weibliche Po-lizisten angestellt. Die Newyurker Geheimpolizei be-schäfligl eine große Anzahl von Damen als Detektivs, und eine befindet sich sugar im Dienste des Marine-ministerinms, mit der besonderen Ausgabe, entwichene Deserteure ausfindig zn mache», und festzunehmen. Und sie erfnlll ihr schwieriges Amt mit der größten Energie nnd mil dem beste» Erfolg. — Mcqante Einbrecher.) Aus Paris wird bericl,. tet- Von einem aufregenden Abenteuer mit Einbrechern lau» jetzt der lein Geschäft mehr betreibende alle Aus Eifersucht. Roman von Max Hoffmann. (3. Fortsetzung,) (Nachdruck verboten.) „Wie sehen Sie denn aus, Fräuleinchen?" sagte das Mädchen erstaunt. „Haben Sie schlecht ge-schafen?" „Ja, sehr schlecht, Auguste! Ich habe allerhand gräßliche, beängstigende Träume gehabt, und nun fühle ich mich matt und habe Kopfschmerzen. Aber darauf darf ich kein grobes Gewicht legen, ich darf nicht an mein eigenes Befinden denken- denn ich bin nicht für mich auf der Welt, sundern für andere. Und nun werde ich hinübergehen und nachsehen, weshalb die gnädige Frau noch nicht gerufen hat." Sie wankte, als sie oaö Zimmer verlassen wollte und mußte sich auf einen Stuhl niederlassen. „Sie sind wirklich krank, Fräulein!" rief Auguste erschrocken. „Wollen Sie nicht lieber ruhen, und soll ich's nicht darauf ankommen lassen, gescholten zu werdeu, und selbst nach vorne gehen?" Die Diakonissin raffte sich sichtlich zusammen. „Nein, nein, Auguste! Sie wissen, dan die gnädige Frau das nicht leiden kann. Es wird schon gehen." Sie erhob sich mit einen, Seufzer, öffnete dann nach leifcm klopfen entschlossen die Tür zum Schlafzimmer der Frau v. Marleben und ging hinein. Auguste blieb erwartungsvoll draußen stehen und lauschte, ob sie nicht die Stimme der gnädigen^ Frau hören würde. Ihre Neugicrde, was da eigentlich vorgefallen sein möge, war noch größer als ilne Angst. Da aber hörte sie Plötzlich einen gräflichen schrei, i> schrill und gellend, daß es ihr durch Mark und Bein Mg und ihr Blut in den Adern für einen Augenblick stockte. Gleich darauf wurde die Tür des Schlafzimmers aufgerissen, und die Diakonissin kam mit den Anzeichen des höchsten Vnt-senens auf d^n Korridor geeilt. Sie wäre zu Boden gefallen, wenn das Dienstmädchen sie nicht gehalten hätte. „Was — was ist denn bloß, Fräulein?" fragte diese zitternd. Die andere tonnte erst nur lmverständliche Laute hervorbringen. Sie wies schaudernd »lach dem Schlafzimmer und sagte dann: „Da — da — schrecklich — grauenhaft -" „Was denn? Was denn?" „Tot!" „Wer ist tot? Der gnädige Herr?" „Nein, nein! Sie!" „Was sagen Sie? Die gnädige Frau?" „Ja! Ermordet!" Wie ein Schlag traf dieses Wort das Dienstmädchen, und die beiden bebenden, sich ängstlich aneinander klammernden Gestalten überhörten in ihrer furchtbaren Erregung ganz, da,; die Korridortür geöffnet wurde und Fritz eintrat. '„Was ist?" fragte er ernst. „Was war das für ein Schrei? Ist Papa —?" „Nein, nein, die Frau!" stöhnte die Diakon:,-sin. und wies nach der Tür. „Hieine — Mutter?" fragte Fritz erbleichend und öffnete weit die Tür. Dann trat er hinein, wai> rend die beiden Mädchen scheu folgten. Er mußte seine ganze Kraft zusammennehmen, um bei dem Anblick, der sich ihm bot, seine Fassung zu behalten. Denn dieser war dazu angetan, auch den stärksten Manu niederzuschmettern. An der Verbindungstür vom Schlafzimmer der Frau nach dem Krankenzimmer lag im Nachtgewand mit aufgelöstem Haar halb auf dem Nucken Frau v. Marleben. Das schneeige Gewand war mit Blut bespritzt, und eine große Blutlache breitete sich um Kopf und Hals aus. „Ach, unsere arme, liebe Frau!" jammerte das Dienstmädchen und wollte diensteifrig nähertreten, um die Tote aufzuheben. Aber Fritz hielt sie zurück. „Nühren Sie sie nicht an!" befahl er. „Hier m dem ganzen Zimmer darf auf keinen Fall irgend etwas verändert werden, ehe nicht die Polizei den Tatbestand aufgenommen hat. Aber warum hören wir denn gar nichts von Papa?" Er überschritt vorsichtig den Leichnam und bat dann mit tränenerstickter Stimme die beiden Mädchen, vom Korridor aus in's Krankenzimmer zu kommen. Negieruugsrat v. Marlebcn lag tot in seinem Bett. Seine verglasten, halboffenen Augen starrten ausdruckslos geradeaus, seine Fäuste , waren krampfhaft geballt und zwischen den Augenbrauen zeigten sich zwei tiefe senkrechte Fallen, wie bei iemandem, der zu irgend eiuer schweren Tal seiue ganze Kraft zusammenraffe,! muß. „Hier ist eine furchtbare, dunkle Tat ge-chchen", sagte Fritz dumpf. „Nehmen Sie sich zusammen, Auguste, eilen Sie sofort zur Polizei uuo teilen Sie dort kurz alles mit! Wir selbst können jetzt nichts weiter tuu, als abwarten, was die behördlichen Organe feststellen werden." Damit drängte er die beiden weiblichen Personen aus dem Zimmer hinaus uud schloß die beiden Türen ab. Nachdem das Dienstmädchen sich entfernt hatte, führte Fritz die ganz gebrochen erscheinende Diakonissin auf ihre Stube uud ging mit auf den Nucken gelegten Händen nachdenklich auf dem Korridor, der von der Küche her durch ein Fenster erhellt wurde, auf und ab. Mehrere Male blieb er unschlüssig vor dem dort angebrachten Telephon stehen, trat aber immer wieder scheu zurück. Endlich nahm cr den Hörer ab und drehte die Kurbel zum Anruf. Er ahnte nicht, daß drinnen die Diakonissin trotz ihrer Ergriffenheit das Ohr fest an die Tür gelegt hatte und alle seine Worte deutlich belauschte: „Hier, Fritz v. Marleben! Kann ich Mis; Mo-lcsworth sprechen? — Ja! — Guten Morgen, liebe Felicia! - Etwas Furchtbares! - Nein! Ich kann es dir gar nicht gleich mitteilen. - Mach' dich auf alles gefaßt! — Ja, komm nur so schnell wie möq-lichhierher! Du wirst dann alles Nähere erfahren. — Jawohl. Also auf Wiedersehen!" lFortsctnmg folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 147. 1337 2. Juli 19W, Tiamanlhäudler Joses Moos erzähleil, der dieserlage nachts in seiner Hi>oh,lung aiu Boulevard Caiul-Denis den Bestich gesährlicl)er Inwelenränber empfing. „Ich kam nach Hanse nnd ging ini Dnnkeli, in mein Schlaf» ,',immer, als plötzlich zwei starte Männer mich packten, aufs Bett »varsen uild versuchten, mich zu erdrosfelil. Ich glaubte, meine letzte Slnnde lväre gelo»,u,eu. Plötz» lich slalninte das elektrische Licht aus; ich sah z>vei Mäu» uer, von denen der jüugere, der antzermdenllich elegant gekleidet war, mich an der Gnrgel hielt uud den Lauf eines Revolvers allf mich richtete, >väl)rel,d der ältere mich an der Brust gepackt hielt! ,Meine Herren,' schrie ich in der höchsten Ausreguug, ,nehmen Sie, ivas Sie »vollen, aber lassen Sie ,»ir wenigstens das Leben. Hier sind die Schlüssel zum Kaffen>chra>lk nnd meine Brieftasche mit 6<«) franken.' -. Haben Sie die Güte, den Kassenfchrank zn üssnen,' aiitlvortele einer der Ein» brccher; ,ich muß Sie bitten, dabei absolutes Schweifen zu bewahren, da ich Sie sonst leider niederschießen müßte.' Ich öffnete den Schrank nnd sie fanden vier Hunderlsrankenscheine. Unter einigen Papieren lag anch eine kleine Schachtel, in der für 4<».<»»><» ^raitten Ringe »nd Perlen lagen, aber es gelang mir, die Schachtel nnter den Papiereil verborgen zl> hallen nnd fie fanden sie nicht. Die Einbrecher führten mich znm Schlaf-zimmer zurück. ,0»«» und 4<«> sind !<»<><> Frallle», das ist eine sehr »lagere Venle. Hier mns; noch mehr fein/ Sie untersuchten noch einmal den Kassenschrank, sandeil jedoch nichts. No» einem Tische nahmen sie ein Elni mit einer sehr kostbaren Krawaltennaoel. ,Nachdem Sie nns alles gegeben haben, beabsichtigen wir, Sie nicht zu tränken,' bemerkte dann einer der beiden. ,Sie sehen, wir haben Schnur nnd Ledergürtel mitgebracht, um Sie auszuhängen. Wenn wir gewollt hätten, wären Sie längst ein toter Mann.' — Meine Herren/ antwortete ich, ,ich danke Ihnen. Sie sind beide sehr gütig.' Sie nahmen dann neben mir Platz und verzehrten etwas konselt; fie vergaßen nicht, mir davon anzubieten, aber ich zog es vor, eine Zigarette zn rauchen. ,Ia,' be» merkte schließlich eiuer der beiden, ,wir müssen jetzt bis 5 Uhr morgens hier bleibeu.' — ,Neiu, bitte, geheu Sie doch lieber gleich, ich schwüre Ihnen beim Grabe meiner Mutter, daß ich Sie hinausführe nnd dein Por-tier sagen werde, daß Sie mich besucht hätten.' Sie waren dazu nicht zn bewegen. Plötzlich ries der Jüngere von beiden- ,Nimm diesen Ring!' und denlete dabei auf einen kostbaren Saphir» und Diamautenriug, den ich am Finger trug. ,Es ist eine Familienerinnernilg', fagte ich, ,bitte lassen Sie sie mir doch.' Schließlich pflichtete der ältere der beiden Einbrecher mir bei nnd mail ließ mir den Ring. Tann entschlossen sich die bei» den ooch z» gehen. Ich verständigte den Portier, den Herren die Tür zn öffnen. AIs die beiden fort wareu, war ich von der Aufregung so erschöpft, daß ich zufam-meubrach und nicht um Hilfe ruseu tonnte, ehe einige Minute» verstricheil wareu." — Bon den beiden Ein-brccheru fehlen einslweüe» alle Spuren. — lIin Bomlicnnttciltatj ist, wie aus Madrid ge-meldet wird, in Navia verübt worden. In dein Angen» blicke, als sich der Schloßbesitzer Morgador mit seinen Gästen zur Tafel gesetzt halte, flog eiiie Nombe in den Sfteifesaal nnd sie explodierte foforl. Die Wirtuug war eine furchtbare. Der Schloßbefitzer, feine Fran/ seine Tochter nnd drei Gäste wurden buchstäblich zerrissen-vier andere Gäste wnrden so schwer verletzt, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. — Es Handell sich um einen politischen Racheakt. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Die Knnstansstcllnna. im Pavillon Richard Iakopiö in Laibach. (^vrtschulia,.) Der große Saal umfaßt das Größte uud Intimste der ausgestellten Malobjelle überhanpt und übt demgemäß kräftigen Eindruck. Besonders ins Auge fällt so-fort das große biblische Vild von R. I a l o p , <"> , „Markus l. 8.", eine mächtige Farbensinfonie. Beim eisten Anblick verwirrt es durch seine lreuz nnd qner aufgetragenen gelben, blauen uud roten flecken; aber sobald fich das Ange gewöhnt, erblickt mall den Er. lvser, der Johannes lanfe» gekommen ist. Johannes ist, von Seligkeit durchdrungen, in znsammengesuntener Pose dargestellt, wodurch das Placement sehr dekorativ ausgedrückt erscheint. Der den Kahn lenkende Rüderer ist eine wohl studierteFigur; außer ihm ist eine Granen-gestalt mit einem blinde, die rechte Vildsläche füllend, >» das Prachllichl aufgenommen. Das Gemälde ist frei vo» jeder Überladnng, die fich bei historischeil Szene» W gerne bemerkbar macht; jede Figur fügt fich har->"o»,sch ins Gauze ei», freilich siud auch etliche fehler vorhailden — Jalopi«"- hat eben das Gemälde in einem anderen Raume ausgeführt, als es sich jetzt befindet. — ^ein weiteres Vild „Die Dame am Klavier", das enl-wickelte Problem der Tages» und der Lauipenbelench. lung, ,st von großem Strich! hingegen ist das kleine ^>!d „Birke im Sturm" sehr intim, i» voller Farben» ycmuonie nud feiu empfundener Lnsl gehalten. Ini ^llde „Die Kreuzherrenkirche" läßt der Künstler die ^Pilr der Lichlkreuzu»g nachwirke». , Sterile», der größte nnd nobelste »nier de» >>' der Ausstelluug vertretene» Porträtifleil, Hai »ebsl anderem cm flott nnd elegant gemalles Damenbildnis "»sgchellt, das vo>, des Künstlers großer Begabung "eredtes Zeugnis ablegt. Das knnstwerl, aus enlspiv'. Sender Entsernnilg betrachtet, loirkl keinesfalls wie ein ^emcilde, soilderu ruft die ^llusiou eiues »uirkliche» Gemaches hervor, worin sich eine Dame lässig in ei» Fauleuil niedergelassen hat. Das Bild ist von geschlosseil harmonischer Komposition uud eben solcher Wirkung. Slerneus Elillebenbilder „Die Blumen" und „Die Tauben" gehören infolge der künstlerischen Aussassnng und der technisch brillanten Ansführ»»g ebenfalls zu de» erstklassige» Arbeite» der Ansslell»»g. Rosa Ster n e n » K l e i il ist durch zwei sehr »eile Bilder vertreten, von denen das eine eine kleine Tän-zerin, das andere eine alte sitzende Bäuerin vorführt. Mit wenige» Mittel» winde hier viel erreicht; die Behandlung ist weich, aber großzügig. No» Matthias Jam a sind einige Lcmdschafls» bilder vorhanden, unter de»e» »amexllich „Der Slei»-brnch" regem Intereffe begegnet. Bei der Betrachtnng dieses von Sonnenlicht durchsluleleu Abhanges, an defseu Fnße im Schallen zwei Baracten stehen, wird man durch das Milieu suggestiv in den dargestellten Rann, versetzt. Sehr gnl sind die zwei beschatteten Arbeitshülten behandelt, so daß die schwere Arbeit, die zu starke Wirkung des Dunkels zu vermeiden, glücklich gelöst ist. Man Ipürl die L»slwlrt»»g hier gerade so wie auf der Sonnenseite. — Interessant, mau lö»»le sage», »lit spielender Strichlechnik ist das Bild „Früh» lings Anknnfl" mil seiner slimniernden Früh!i»gs!»fl a»sgesührl. Ill äholicher Weise behaildell der Kü»fller das Porlräl seiner Fra» »»d seiiler Tochter; indes hat das Bild trotz aller Vorzüge einen zu stark hervor» lreleudeu Stich ius Graue. No» Ivail Grohar fiildell fich auch in diesem Ranine zwei La»dschajlen, von denen „Der Herbst" lNr. 36) sehr stimmungsvoll ist, Weilers eiu größeres Gcmäloe „Das Märchen", das indessen eine sorgsamere Behandlung vertragen hätte. Ivana K obiIea hat zwei in weicher Manier aus» geführte Tnmenporträls, „Die Dame mit dem Hnie" und die Slndie Nr. 48, ausgestellt; letzleres ist wirk. samer. — Henrielle >, a u l e I, dereu zwei Arbeileu zu beide» Seile» des Altarbildes voll Iakopn- hängen, zeigt in der „Greisin" hingebendere Betrachtung als i» c>er rechts hängenden „Sliidie". Manche flächen »»d Gegenstände wirke» eiiligermaße» schivelsällig, doch ist die Komposilio» u»i) AliSsiihriliig im ganze» lobe»d zn »e»»e». " ^Iortse^ung folgt.) Dic Iahrcl/a » s ch n n , Edler von Detela uild K r e m e n ^ ek, Baron Otto Apfallreru, Wirtschaftsrat Sme» l a ll a , Hofgestütsdirektor Hru scha, ^orst» und Domäueudirektor Hofrat S ch rutet, ^einralgüter. diiellor H u f n agI, Obersorstral R ubbia , ^orfl» nud Domänendireltor T ch o l I nl a l) e r » ^ i ch ten» b e r g , die ^orflräte P »tick llnd Eorguolan , die Forstmeister Hladik, S ch a u t a , Pirler , Z h u » b e r vo,l Okrog , der Industrielle T ö n n i e s , Forst» schnldireltor Dr. I n g o v i tz , Pfarrer Piber , In» geilielir ^enar<'i<" nsw. usw. Dr. Karl Baron N o r » mit Güterdirellor Fe > ° gerle begriißte a>» Nahilhofe z» Nenmarlll die an-gctoulu,e»e>l Gäste nnd unter seiner Führung bewegte sich der lange Zug der Er.k»rslonsleil»eh»ler vorerst znr Besichtignng der großartig cmgeleglen, mil alleii moder-nen maschinellen Ei»richl»nge» versehclle» ^iegeljabrik, die ihr vorzügliches Maleria! mittelst einer ?<»»» Meter lailge» elektrisch betriebenen Drahtseilbahn von den oberhalb der alten Straße Neuinarltl-Podilart gelege» nen Lehmgrube» bezieht. Die Nachfrage nnd der Erport ilach den "verschiedeile», je nach den Berwendu» zwecke» geformten Ziegeln ist so groß, daß das fertige Material vom Riügofe», z» welchem vo» der Stalio» Neilmarkll ei» Indnstriegeleife führt, direkt in die Frachlwaggons verlade» wird. Nach Besichtigilllg der elektrischen Zentrale, die das genannte Ziegelwerl, den Ort Nenmarktl nild andere Betriebe mit' elektrischer Kraft versteht, erfolgte die Einquartierung der Teiluehmer, von welchen eine grö» ßere Anzahl aiich in dem freiherrlicl) Bornsche» Schlöffe St. Katharina, im Iagdfchlosfe Medvode li»d i» ei»,-ge» Forsthäilser» »»lergebracht ivnroen nlld wohin ne bei Rege» »,ld Fi»sternis millelft Ailtoulobils gebracht unirdeu. Der Aufbruch zur Erlurfioil am 27. Juni in den Waldungeil der Herrschaft Neumarltl erlitt durch die Ungunst der Witterung eine kleine Verjpätung. Den Erkursioilsteilnehmern, welche iu der Ortschaft Neu» markt! selbst untergebracht wareu, bot die Wagensahrt »ach Schloß St. Kalhariila vielfachen Genuß, da die !u der Schlucht längs des Feistritzbaches augelegte Knnst» slraße imponierend lvirlt uild de», Wanderer abwech» sluugsreiche uud schöue laildschastliche Bilder entrollt. Nach Vefichlignng der Sägeanlage in St. Kalha-riua, die uuler aüderem als Spezialität Fässer ans weichem Holze für die Verpackung vo» Zement »sw. er» zengl, desten Daubeu luiltelfl Trahlschliehen verbnnden lverdeii, war für v'.ele Teilnehtner ganz etwas Neues. Diese Fässer können ganz glatt gelegt zum Trauspon gelangen, nm erst am Bestimmungsort zusammengestellt zu werden. ^om Schlosse St. Katharina ans, dessen Part reich beflaggt war, ging fodann die Tour iu das hoch» romantische Tal weiter bis der Aufstieg zur Veterh» Alpe unternommen wurde. Auf bequem angelegten Pirschsteigen wnrden die verschiedenen Nestandesbilder besichtigt, die auf die streug rationelle Bewirlschastuug dieser herrlicheil Waldungen schließen lassen. Zu Beginn der einzelnen Abteilnngen waren Täfelchen angebracht, auf welchen deren Nezeichnnng, die Bonilätsllasse, der Beslockungsgrad, die Nestaudesmasfe pro Hektar uud für die ganze Abteilung fowie die Höhe des Durchschnitts» zuwachses zu eulnehmen war. Herr Hofral Professor Dr. Ritter von Gült e n b erg, der im Poriahre das Einrichlungsoperat für die Waldungen der Herrschaft Nenmartll beendet hatte, gab hiebei die nötigen Auf« llärnilge». Als die Ertursiousleilnehmer aus der ^elerh.Alpe lN83 Meter) aiilangten, erwartete fie ein eisig kalter Wind, der um fo mehr zum raschen Abstieg nach Medvode zwang, als die Aussicht auf die Ko^uta und die Triglav'Grnppe verdeckt war; doch konnte man dinch Nebelrifse den in der Nacht gefallene» Neuschnee wahrnehmen. Auf der Alpe war eigens ein Pavillon erbaut worden, um darin die Exkursionsteilnehmer be> Wirten zu tonnen; die Nässe und Kälte ließ aber oie Fortsetzung der Begehung rätlicher erscheinen. Als man aus Schloß St. Kalhariua zurücklangle, heiterte sich das Wetter wieder aus. llber Eiuladung des Forstherru wurde iu der Nähe des Schlosses in eiuenl iu aller Eile improvisierten gedeckte» Raume, ans Hergerichtelen langen Tischreihe» uilter den froh» lichen Klänge» der Miisillapelle des 27. Infanterie» regiments das für die L» e i ch und Rubbia , Forstdiretlor Scholl ,u a l) e r > L i ch l e n b erg, Forstmeister S ch a utn , Gutsdirel» tor F e i g e rle, Ingeuieur Milan Lenar <'' i <- und der Industrielle M ölli n. lForts. folgt.) Altr Hänscr in Laibach. Grschlchtscrilmerliligrn von P. v Nadirs. lX. Haus Balo» R e ch b a ch »Herreiigasje 4). Dieses heule im Nesitze des t. u. k. Ge»eralmajorS und Brigadiers Philipp Freiherrn von Rechbach, k. ». t. Kämmerers, befindliche Haus Nr. 4 in der Herrengasse Hal in lokal topographischer Hinsicht eine ganz aus» »ehmende Bedeutung. Es enthält nämlich au seiner nach der Vegagasse gerichtete» Rückseite gegenüber der Oberrealschu!e deu letzten noch heule erhaltenen R ll n d t u r m der ehetnalige» liiittelalterliä).'» Stadlb e s e st i g u n g einbezogen, ivelche besanntlich beieits im 18. Jahrhunderte »ach und nach aufgelassen, bezw. außer Gebrauch gesetzt worden war. Nachdem der damalige» Eigentümerin dieses Hau» ses, der Fran Maria Theresia von Widerkher», gleich beim Vesltzantritte ein Anbau an die Ttadtringmaner seitens des Magistrates der Stadt ^aibach gestattet worden und wenige Zeit darnach durch Magistrat!iches Dekret ddo. 17. Mai 1737 geae» bezügliche» Revers das Recht erteilt worden war^ durch die Stadtring» iminer sechs Fenster allsznbrechen, wurde ihr schlieft!,ch durch Dekret derselbe» Behöroe ddo. 1. Juli 1742 der dara» befindliche Stadllurm zur Eiubeziehuug >» ihr Eigeil „verivilligt".' Die Reihe' der Eigentümer dieses Hauses oder richtiger damals der zwei Häuserleiues größeren nach der >>erre»gafse, eines kleinere» »ach der Stadtmauer zu) eröffnet, soweit sie sich aus dcn in das Jahr 16<»l» zurückreichenden Steuerbüchern der Stadt Laibach ur> suudlich zurück verfolgen läßt, der „Magister" RogeriuS Lot t recht denen Hospitaltirche die er jedoch nicht zu bezahlen brauchte, oenn die An» < merknng aus der Feder des Oberstadtkämmerers zu ' dessell Namen lautet: „soll Ime des Dromelschlagens < wegen nachgelassen"; mail ersieht daraus, daß der Blich» ' binder „Blasy" in seineu Mußestunden die Trommel i wirbelte und in dieser Eigenschaft als Tambour der ^ bewaffneleu Bürgerschaft seine Dienste geleistet und i i?adl>rch die Steuerfreiheit erlaugt hatte. > Der „Hausherr" Magister Lollrecht erscheint in ,' denl Besitze der Häuser 1622, in welch letzterem Jahre l wir aber schon „dessen Erben" als Eigentümer begeg- i nen, ilild zlvar bis zum Jahre 1640,-'in diesen, Zeit- ! räume bewohnten das kleinere, rückwärts gelegene Haus der Reihe nach Gewerbetreibende, so: der Schneider ' Marx, Schuschnik <1627), der „Pader" «Barbier und > Schröpfmeister) Christoph Pogner s1634) und der Tisch-ler Tobias Müllner l,1639). , Vom Jahre 1640 bis 1663 wird uns von nuserer > Quelle, den alten städtischen Steuerbüchern, Herr Io- ' hann Grunol e r als EigelUüiiler genannt, bei dessen Namen von 1643 bis einschließlich 165«» die akademische Würde eines .,I.i<><'ntintl>i> llti-iu^n,' .lui-i^" angemerkt ist; im letztgenannten Jahre <1650) aber erscheint Io» hann Grnndler „I. V. I.." bereits in den Adelstand er» Hoden in landschaftlichen Tieusten, und zwar als „Land-schreiber", d. h. als Schreiber iPruwlollfi'chrer) bei», landschaftlich-kraillischeil „Schrannengerichte" sden Hof-uild Landrechten). Der Landschreiber toilule auch Beisitzer des Schran» nengerichtes »verden." In späteren Jahren wurde die Landschreiberstelle mit ^der Stelle eines Sekretärs der Landschaft vereinigt.' Im Jahre 1655 war Johann von Grundier auch schon im Besitze des Titels eines Doktors beider Rechte. Das Jahr 1663 nennt uns als Eigentümer des Hau» ses den Herrn Dr. Gabr. v. L u k a n^t s ch i t s ch, Land-schaftssekretär, der alle Landschaftsakte auszufertigen lzu „erpedieren") hatte und der seit 1660 die Lauo-schranneu-Schreiberstelle mit den, Sekretariate ver» einigt versah; bevor er Landschaflssekretär geworden, >var er Registrator der Landschaft gewesen." Herr Doktor Gabriel von Lulautschitsch starb 60 Jahre, alt im Jahre 1683 am 30. Dezember." Seine Erben hielten das Haus dann von 1684 bis 1707 im Besitz. Mit diesem Jahre, erscheiut Herr Gabriel Ferdinaud v. Lukantschit s ch von Hertenfels, kaiserlicher Rat, oer sich 1678, 1. N» vembcr, mit Regina Eordula Freiin von Gall ver-mahlt hatte,' als Eigentümer uud wird als solcher bis 1734 genannt. Im !)ahre 1688 war in dem kleineren Hause rückwärts eiV „Semmel Pekh" namens Michel Teitsch in Miete, diesem war die Steuer mit 35 kr. die Er.traordinari Contribution mit 1 fl. 23 kr. und die Abgabe vom Gewerbe mit 5 fl. vorgeschrieben, doch be-merkt der Steuereinnehmer sOberstadlkämmerer) zu die-seni Stellerträger in diesem Jahre lakonisch: „Ist auf Wien geloffen", in modernem Ausdrucke: Ist nach Wien „dnrchgebrannt". Nach Herrn Gabriel Ferdinand von Lukant-sch i t sch erbte das Haus Frau Ataria Theresia von Widerkhern, geb. von Lutant sch i t s ch, die im Sleuerbuche von 1734 bereits als Eigentümerin ein-getragen ist, und in dcsseu Besitze, bezw. der beiden unter ihrem Regime, zusammengebauten Häusern bis zu ihrem 1743, 25. Juli, erfolgten Tode verblieb; ihr waren die im Eingänge erwähnten magistratlichen Be-willigungen von 1737 behufs Durchbruches von sechs Fenstern durch die Stadtriugmauer und 1742 ill Zu» erlennuug des Stadtturmes zugute gekommen, wornach sie dann durch Zusammenbau, bezu< An- und Einbau, die Hersteller,n dieses Adels-Wohusitzes m der Herren-gasse in der heute noch sichtbaren Gestalt wurde! Wäh. rend das Steuerbuch von 1751 bis 1752 das Haus noch unter ihrem Namen aufführt, obschou oie Besitzerin, wie erwähnt, bereits 1743 das Zeitliche gesegnet^ wel-cher Vorgang sich, nebenbei bemerkt, in den alten Steuerbüchern der Stadt öfter wiederholt, nennt lins das „Urbar" von 1763 bis 1771" als Eigentümer von Nr. 354 lalte Hausnummer des Hauses) den Herrn Dr. Josef Ferdinand von Wolf; als „erhobene Nutzung" dieses Hauses ist in dieser Zeit die Snmme von 460 fl. ausgewiesen, von welcher als Steuer und Kontribution 5'20 ^, die Summe von^73 fl. 36 kr. eingehoben wurde. Herr Dr. I. U. Ferdinand von Wolf, welcher im Jahre 1782 die Stelle eines k. k. landeshauptnmnllfchaftlichen Rates bekleidete nnd in sei- ' «l^pre88,>8 I.2,dHeeusi8' Manuskript von Thalnitscher (Tolnu'ar) von Thalbera. S. 59 — f. b. Seminarsbibliothet in Laibach. ' Perihhosfcn, ^ra^maticu, (^l-uialiao, I. 8, 54 — Ma« uuslrivt der grast. Barboscheu Bibliothek in Kroisenbach. " Ebenda, I. ^. 13. ' Ebenda. — Peritzyofsen macht hiezu die Vemerlung: Hieraus sehet man. wie ein Registratur vor Zeiten zu Nutzen der Landschaft emvlojirt worden ' Matritel der Dompfarre Laibach, ' Schivizhofen: Der Adel .Mains usw. (Pfarre Treffen.) " Archiv der Stadt Laibach. ,lrm eigeneil Hallse in der Nähe des Landhauses 1 logierte," war nnn, lvie das „Urbar" von 1779 bis s 1786 darlnt, von allen Clenern befreit, sowohl vom d Stadtouminikale als Besitzer des Patidenlhauses als u auch von der k. f. Steuer und Kontribution; „nr für e oie Bewilligungen aus den Jahren 1737 und !743 r ivaren noch die Ziilse von je 3 fl. zu entrichten. 1 Voil Herrn Josef Ferdinand Edlen von Wolf t erkaufte, der Herr l. t. Major Josef Graf Thurn- c Valsassina dieses Haus lzur Zeit Nr. 211) um t 11.000 fl. und erscheint in der Landtasel "' im Vereine ^ mit seiner Gemahlin Maria Anna, geb. Freiiu von ' Gall, als dessen Besitzer 1805, 22. Juni, eingetragen. ^ Deren beider Sohn Josef Graf T h u r n juu. trat zu- s nächst nach dem alll 8. April 1605 erfolgteil Tode seiner Mutter dann als majorenn geworden 1826 in den Besitz s 5er einen Hälfte und drei Jahre später nach dem am c !1. April 1829 eingetreteneu Hinscheiden seines Vaters t in denjenigen der anderen Hälfte des Hauses, das ihm l »nter dem 30. Juli 1830 als Ganzes grnndbücherlich i ^»geschrieben wurde. Unter dem Jahre 1832 finden wir l diesen Herrn Josef Grafen T h n r n als k. f. Guber- .« nialsekretär des Laibacher Gnberninms mit der Dienst- l leistung bei dem Kreisamte i,l Laibach betraut." . Nieiters folgt in dem Besitze des Hauses, heule Nr. 4 der Herrengasse, die Schwester des 1836, 5. März, , verstorbenen Herrn Gubernialselrelärs Josef Grafen , Thurn-Valsassina die Frau Barbara Freiin von R e ch . .' bach, geb. Gräfin von T h u r n - V a l sa s s i n a, l welche es jedoch 1853, 2. Juli, an Herrn Matthäus < Seemann verlauste, von den, es laut Einantwor- , lungsurknnde ddo. 9. Dezember 1865 aus Maria See-m a n » überging. Unter dem 2. Oktober 1880 laufte Frau Barbara Freiin von R e ch b a ch , geb. Gräsin non T h u r u - Va I sa ssi n a , das Haus zurück, und unter dem Jahre 1886, 29. Iuui, wurden auf Gruud der Amtsbestätigung eingetragen :>) Herr Rudolf Freiherr von Rechbach und l>)'karolinc Freiin von Rechbach, geb. Gräfin Gorcl), je zur Hälfte mit 5er Veschränlnng, daß nach dem Ableben die Realität in das Eigenlnin des Herrn Philipp Freiherrn von Rechbach, f. u. l. Käm» merers und Hauptmannes im Geuieslabe, überzugehen habe. Auf Grund des Kaufvertrages vom 7. Oktober, bezw. Laibach 11. Ollober 1895, kam der Herr k. u. f. Kämmerer und k. u. k. Major Philipp Freiherr von Rechbach, der gegenwärtige k. u. k. Generalmajor lind Kommandant der 24. Infanteriebrigade in Kralau, in den Besitz dieses, wie im Eingänge bemerkt, so denk-würdigen Hauses. — lPersonaluachricht.j Seiue Exzellenz der Herr Divisionär Feldmarschall-Leutnant Frauz Edler von Hortstein ist gestern nachmitlags zur Inspizierung des hiesigen Landwehrinsanterieregilnenls eingetroffen und hat im Hotel „Union" Absteigequartier genommen. — lMilitiiiislhcö.j Ernannt wurde zum Reserve-tadelten der Reserveunteroffizier Ernst Busch beck des Dragonerregilnents Nr. 5. Transferiert wurden: der Hmlptmanu Johann Blasel vom Infanteriereg!, lnent Nr. 49 znm Infanterieregiment Nr. 27, der Leutnant Vladimir Khittel Edler von Vialo-Piur vom Dragonerregiment Nr. 3 znm Dragoner-regiment Nr. 5, der Lentnant in der Reserve Gnido Kümmerlin von Eichenau, Doktor der Rechle, vom Infanterieregiment Nr. 97 znm Infanterieregi» ment Nr. 102, der Lentuant-Rechnullgsführer Richard R e u n c r vom Infanteriereginieilt Nr. 7 zum Feld» tanonenregiment Nr. 35, der Fähnrich Guido Dor^ ligo vom Iufanterieregimcilt Nr, 97 zum Infanterie-regiment Nr. 64. Ill den Präsenzstand wird übersetzt der Oberlentnailt-Rechnnngsführer Josef K a l I i n g er lmit Wartegebühr benrlan'bt, UrlalibSort Stiefern)'des Feldjägerbataillons Nr. 7 bei Transferierung znm Eisenbahn, und Telegraphenregiment. In den' Ruhe-stand werden versetzt: der Hauptmaun Eugen Seidel des Infanterieregiments Nr. 97 (Domizil Wien) und der Militär.Rechnungsoberoffizial Fr. Zwanziger der Intendanz des 3. Korps bis zum vollendeten 18. Lebeilsjahr für mittellose, in keinem Versorgungsgenuß stehende männliche oder Weib-liche Waisen von l. u. k. Ofsizieren und Militärbeamtcn, welche in aktiver Dienstleistung gestorbeil sind. — Alls der Oberkriegskommissär Franz von B a ch m a n n . Stiftung, Anzahl der Plätze unbestimmt, Slistnngs. genuß zusaulmell 504 X, einmalige Veteilnng in erster Linie für hilfsbedürftige, subalterne, im Bereich des 2. Korps wohnhafte pensionierte Militärbeamte, mit Bevorzugung der Verheirateten; in zweiler Linie derlei ° Neuer Instanztalender auf das Jahr ND00I.XXXII. Laybach bey Ioh. Friedr. Esser S. 46 — l. k. Studienbibliothel in Laibach, '" K. t. Landcsssericht Laibach Hauptbuch, III. Ful. 41 ff. " Schematisiuus des Laibacher Wouuerlieiuents für das Jahr 1832, S. 31. — Bibliothek der Stadta.cinemde Laibach. nalisizierte Personen ans andereil Bereiche». Gesuche ind bis 1. August bei der Evidenzbehörde fällig. l H o l z i >l g e r . Stiflnilg drei Plätze zu 200 K mit inmaliger Beleilung für dürftige Witwen nnd Waisen »on l. il. l. Mililärrechnungsrälen. Gesnche sind bis 5. August au die Evidenzbehorde einzusenden. — Aus »er Feldmarschall Heinrich Freiherr vou H e ß > Stiftung 'in Platz mit 100 K alls Lebensdauer für Invaliden ,es Ma,l»schaflssta»dcs, »velche in einem der Feldzüge >848, 1849 oder 1859 in Italien invalid geworden sind, nil Bevorzugung jener, welche sich ausgezeichnet haben. Die mit dem Mitlellosigkeitszeugnis instruierten Ge» uche sind bis 15. August bei der Evidenzbehöroe fällig. — iheri statt. Herr Vereinssekrelär Dr. Po neblet U'dachte znllächst der im abgelaufenen Vereinsjahre mit >em Tode abgegangenen Mitglieder und dankte sodann ^erril Dr. R o b i d a fiir die Förderung der Vereins» lestrebnngen. Der Verein hatte im verflosseilen Winter 17 Fullerlischchen für Vögel an öffentlichen Orten und !2 in privaten Garlenanlagen ausgeslelll. Die Krai» lische Sparkasse Hal dem Verein 100 K, Frau Edle .wn Norota 50 K gespendet. — Dem Berichte des Herrn Vereinskassiers ,5 r a n <", i 5 znfolge betrligeil die Hinnahmen 4659 l< 57 I>, oie Ausgaben 2748 I< 74 !>. Die Beschaffung von Vogelfutter bezifferte sich auf 336 K 87 !,, die Gesamlspesen der Vogelsütterung be-liefen sich aus 1100 K. Der Bericht wnrde znr Ken»!» nis genoillmen und dem Rechuungsleger das Absoluto» rinm erteilt. Zugleich nnirde der vorjährige Voranschlag auch für das laufende Vereinsjahr genehmigt. --An Stelle der bisherigen Ausschußmitglieder Karl Rom, Hedwig kubie, Richard Schrey und Kova'" »vurden die Herreil: Nesitzer Petkuv ^ ek, Südbah» i nspektor Josef Mazi, Dr. Dol^ak nnd Pfarrer Johanil K a l a ll gewählt; die übrigen Ausschußmilglieder blei-ben alich lveiterhi» iil Flülklioi,. Rechnungsrevisoren siud die Herren Merlak nild Mazi. — Im wei-leren Verlaufe der Versammlung wnrde über Antrag des Herrn Dr. R 0 bid a beschlossen, durch die Herren Doktoren PIe <'- nik, St 0 j c uno R 0 bida eill Gut-achten über die zweckdienlichsten Maßregeln zur Ve> kämpfuug der Hundsnnil in Krain auszuarbeiten und es mit einem Memorandum an die Regiernng zu lei» ten. Ferner wurde über Antrag des Herrn Dr. P 0 -neblet der Beschluß gefaßt, die kürzlich von der Kommission des Nasler Tierschutzvereines kundgemach-teil „Zehn Gebote für den Tierschutz" in den hiesigen Tagesblältern nnd womöglich im Kalender oes Herma» gorasvereines, dem „Tomoljnb" und dem in Kürze er-scheinenden „Clovenski Tom" zu veröffentlichen. — In Hinknnfl wird die Bekanntinachung der Generalver< sammlung iil den Tagesblällern nicht loie bisher 14, sondern 8 Tage vor ihrem Zusammentritt stattfinden. Die Zahl der Änsschußmilglieder wurde von 30 aus 12 Herabgesetz!. Über Antrag des Herrn Dr. Robida wnrde noch beschlossen, gegen oie Tierquälereien, die a>l den Pferde» auf den lehmigen, bezw. beschotterten, zu den Ziegelwerlen in Waitsch uud Nova Vas füh-renden Straßen begangen werden,'Stellung zu neh> men und sich dafür einznsetze», daß Fiaker einen Rayon von »lehr als 6 Kilometer nichl ein-, sondern nur zwei. spännig überschreiten dürfen. — Znm Schlüsse hielt Herr Dr. Poueb^ek einen Vortrag über die bis-herige Vogelschutzgesetzgebung in Österreich und kam dann auf unseren eben >»> Zuge befindlichen neuen Vogelschutzgesetzenlwurs zu sprechen, wobei er den Antrag stellte, beim krainischen Lanoesalisschnsse einige für unser Kronland wichtige Veränderungen des Entwurfes ! anznbahnen. Das vom Antragsteller auszuarbeitrude detaillierte Referat wird an die maßgebende Stelle ge» leitet werde». — lHohe Auszeichnung eines srauzösischcn Cham- pagner.Hauscs.j Seine k. uud f. Hoheit Erzherzog Frauz Ferdinand hat der Firma Heidsieck H Ko. iil Reims lWalbaum, Luling, Goulde» H: Ko, Sueeesseursj alleiiiige Eigeiitiimer der Äiarke „Heidsiect Monopole" deil Titel eines Kaminerlieferanlen verliehen. — nni^üu' ähilelt, welche im Herbste de» Masse»lod unter den Fliegen herbeiführt. Die zufällige Entdeckung wird mit Erfolg zur Ausrottung der Heuschrecken durch künst-liche Verbreitung der Epidemie uuter den Geraoslüg-leni ausgeuützt »verde» lö»»e>l uud mit der Auwen» düng dieser Methode Hal man bereits begonnen. j Laibacher Zeitung Nr. 147. 1339 2. Juli 1909. — sDie christlichsozinle politische Organisation für i Lnibach und Umqeliunqj vevaustaltct Tl,'!l!lta^, dcil 4. t'., UN, ^il> Uhr vm'ini'lwqö i» dcn Wasthciu^lotalilalc, Ieleniü <„I',-i .Vl!i.i!l,'«>n5!.u^'V Etraßc > eine. Pcrsaiilinluii^. E^ wird Herr LaudesausschuUx'i» l sitzcr Dr. Euqou ^ a ,n p c iibcr da^ Thema „Dir p^!i° l tische LlM" berichle». li — iPromenadeion,',crt.j Günsliqes Wetter voraus» ^ gesetzt, »oill) heule abeilds Ul.ni hall, 7 diö halb 8 Uhr >^ die Musillapelle der Tloveuischeil Philharmonie in . „Tiv^li" lSchN'cizcrhans) ei» Pr^»ie!ladel»u^erl ver» -austalteu. > — lTanitäts'Wochen bericht. In der Zeit V0M ^ 13. bis 19. Juni l'amcn in ^iaibach 15 Kinder zur Welt ' l19-5 pro 3)tille), darunter 4 Tlitqeburleu, daqeqen star- > ben 20 Personen s26'<» pro Mille), nnd .^N'ar an^ Maser» l 1, an Scharlach I, an Tnberlnlose ^ llu'ide ortssrei»d>, ^ infolge Schlags! usse:; 3, insolqe Unfalles I, durch Selbst. < uiord 2, an smlslige» ,^ranfheilen l<» Personell. Unter ^ deil Verstorbenen befanden sich 9 ürlssreinde l4^'<»^>1 -und 7 Personen an^ Anstalten >35'l)^). Infellion^» s cvlrant'uugeil wurden gemeldet! Masern 4, Scharlach > 16, TiPhlherili^ I. ^ t " sl3in unehrlicher ^iudcr.j Mitllooch vm'luitlags ^ verlor ans dein Korridor des ^andesreqiernnqspalais i der doriiqe Aintsdiener Alois Auanzo einen Geldbetrag -uon 6<» !v. Eine Zwan,',iql'ronennole fand ein Mädchen > und gal, sie dein Diener sofort zurück. Den Nest uon .' 4l> K fand aber der im Jahre 1845 in Laibach geborene l Sladlarine Eduard Sftindler, der 24 Jahre Vuch» > drnckereibesi^er in Sarajevo gewesen war, und stellte » ihn nicht zurück. Der unehrliche Finder, der znr ^eil l im Gebäude bettelte, wurde durch die Sicherheilswache l ausgeforscht nnd verhaftet. Von dem gesnndenen Geld? ! halle sich Spindler drei neue Hemden, zwei Unterhosen > und em Paar Schuhe getauft.'In seinem Nesil'.e fand ! mau nur noch 7 X !6 l>. ' " sVin betrnqerischcr Kellner.) Gestern erschien in oer Tabattrasil im Hole! „Union" der 29jährige ttell» ner ^ranz Pegan auv Prelole bei Nndolsswerl nild entlockte nnter dem VoNvailde, er sei im Hanse bedien» stet, Zigaretten im Betrage von 8 15 50 1>. Der betrii» gerische Kellner, der nur zwei Tage im Hotel beschäftigt gewesen war, wnrde um Mitternacht durch eiueu Sicher-heilswachmanu angehalleil nnd verhaftet. Er wurde dem ! Gerichte iiberslellt. " Din schrecklicher Unsslückc'sall.j ^ju diefer gestern ge-brachten Notiz wird uns noch mitgeteilt, daj; die ver° unglüctten Arbeiter dnrch den Schnellzug, der hilller ihnen angefahren lam, iibersahrell ».nirdeu. Sie sino: der 65jährige Vorarbeiter Georg Vro5ovi<5 cnis Selee in Kroatien, Vater von zwei verehelichten Söhnen, der 62jährige Arbeiter Grgo IeliÄc-, verehelichter Arbeiter nlis Selee u, Kroatien, nnd der 18jährige Arbeiter Tho-mas Kralji6 aus Vribir in Kroatien. Arož.ovi'6 »ourde iu Stücke zerrissen, ^raljn- starb lvähreud der Traust Portierung ins Kranlenhaus. Nur leicht verletzt wurde der 24jährige Paul ^on^arn' ans Selce in Kroatien, der auf dem Vahndamme gestanden war nnd die ver» unglüctten Kameraden vom Herannahe» des Schnell» znges, leider zn spät, verständigt halle. " 9jährigen Leopold Hiti aus St. Georgen an der Südbahil an, der sich der Militärpflicht dnrch Answandernng nach Amerita entziehe» wollte. Hili >v»rde de»i !^a»desgerichland in einem (^astlol'ale z»oischen zwei ^leischhanern wegen einer Zigarette ein Streit, wobei einer der Kämpen seinen Gegner durch eiueu Schlag mit einer ^iterflasche an der'Stirne schwer verletzte/ " Mn entlaufener Ttier ein.qefanqen.j Gestern »lorgens sing der Nanchsanglehrer Georg Habonet ans der Karlslädter Straße einen Stier ei»,' der sich beim städtische» Schlachthanse losgerissen halle. Das Tier wnrde sei»em Eigentümer, ei»em Fleischhauer, über-geben. " swefundenj iourde^ eine silberne Taschenuhr, eine Nictl'llascheuuhr nebst silberner Ofsizierstette u»d ei» schwarzer Herrenüberzieher. . ^ ichen Eigentums in Bern registrierte Marke erwirbt liednrch den Schntz in den genannten Staaten und ihren ,'ben erwähnten Kolonien. Hingegen ist die inter» > alionaI e Negistriernng snr andere als die ge> „annte» Staate» lalso insbesondere alich für das 3enlsche Neich) ohne jede Wirkung nnd der Marken» !ch»tz lann für die Gebiete dieser Staaten wie bisher ü»r durch lmmiltelbare Hinlerlegnng der Marke bei >en znständigen Stellen dieser Staaten erworben wer» X'll. — Die international registrierten Marken nnd 5>e in deren Ansehung eiugetreteueu Ändernngen des Hlegisterstandes gelangen in der Zeitschrift des inter» nationalen Bnreans „1^« inlrr<^u<^ intorDutionuic«" ',nr Veröfsentlichnng. Die bisher erschienenen Jahrgänge 1893—1908) sind von der Genossenschaslsbnchdrnckerei in Bern lNengasse 34) käuflich zu beziehen, nnd zwar 5ie Jahrgänge'1893 bis 1898 nnd 1899 bis 1905 in je l'inem Band broschiert znm Preise von je 10 franken, die Jahrgänge 1906, 1907 nnd 1908, gleichfalls bro» schiert, zn je 3 franken 60 Cent. Diese VerössenllichnN' ge» kö»nen anch ini Bureau der Handels» nnd Gewerbe-kammer in ^aibach eingesehen werden. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Ziehungen. Wien, 1. Juli. Ziehung der Kreditlose. 300.000 K gewinnt Serie 3151 Nr. 75, 60.000 K Serie 2478 Nr. 74, 30.000 1< Serie 2714 Nr. 52,'je 10.000 l< gewi»»e» Serie 1493 Nr. 3l) u»d Serie 3408 Nr. 19, ,e 4000 K qe>vinnen Serie 3408 Nr. 84 und Serie 3762 Nr. 36, je 300<< !< Serie 1617 Nr. 73, Serie 3762 Nr. 98 nnd Serie 3868 Nr. 61. Wie«, 1. Juli. Österreichische Note Kreuzlose. Der Haupllresser mit 30.000 !< fällt aus Serie 330 Nr. 43, der zweite Treffer mit 2000 K auf Serie 9162 Nr. 7; je looo !< ge>oinnen Serie 2002 Nr. 12 nnd Serie 6324 Nr. 3.' Wien, 1. Juli. !i Geh,), Hin. trrberg (!< Geh.), Iurjowitz s? Geh.). Licnfeld (l Geh), Mitterdorf (5 Geh.). Müsel (1 Geh». Nieberdorf (8 Geh.). Ossinnih(!i Grh.,. Reifnih (8 Grh.). Tchwarzenbach (ii Geh.), Seele (4 Geh.); im Bezirle Gurlseld in den Gemeinden Groscholina (4 Gel,.). Heiligentrenz (^ Geh,). Zirkle (U Geh.); im Bezirke Nrainburg in der Gemeinde Zirllach (5 Geh.); im Bcziitc Littlli in den Gemeinden Großgnber (ii Geh., Stockcndors ll Grh.); im Bezirle Loitsch in der Gemeinde Unterwusch (1 Geh.,: im Bezirle Nudolfswert in den Ge» meindcn Grvßlack ll Geh), Precna ^1 Geh.). Seisenbelg (2 Geh.). Tressen si Geh.); im Bezirke Tschernembl in den Gemeinde» Altcnmarkt (3 Geh.). «rrschdorf (t Geh.), Weinitz (7 Grh.); der Vläschenauoschlag bei Einhufern im Bezirle Rad» mannsdorf in den Gemeinden Karner Vellach (2 Geh > Veldcs (2 Geh.); die Wntlranlheit im Bezirke Gottschee in der Gemeinde Niederdorf (1 Geh.). Erloschen ist: der «otlanf der Schweine im Bezirle Gottschee in der Gemeinde Nicderdorf «1 Geh.); im Bezirke Gnrlfeld in der Gemeinde Zirkle (1 Geh.); im Bezirle Krainburg in den Gemeinden Altlack (1 Geh) »aicr si Geh,); im Neziile Nadmannsdorf in der Gemeinde Veldes (I Geh.); im Neziile Tschcrnembl in der Gemeinde Altcnmartt si Geh.); die Schweinepest im Bezirke Gottschee in den Gemeinden Morolich ,1 (^ch,), Ossiunid ll Geh.), A. li. ^Lande^ressieru^lss sür Arain. ___________ Laibach, am 2«, Imii N><^ Meteorologische Beobachtungen in Laibachl _______Seehühe 306 2 m. Mittl. Lnfldrucl 736 0 mm. "7 2 U. N. 728 -7 I 20 6! SSW. mäßig teilw. Helter7! ^ 9 U. Ab. 730 3! 1b 8. SO. schwach bewölkt ! 2.>7 U. F. 730 6 12 « SSO. mäßig heiter ! 2>! T>ael Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 16' 2°, Normale 1i> 1°. Wettervoraussage für den 2. Juli für Steler« mark, Kärnten und itrain: Vorwiegend trübe, mäßige Winde, kühl. unbestimmt, herrschende Witterung anhaltend; für das Küstenland: Schönes Wetter, mäßige Winde, warm, unbestimmt, herrschende Witterung anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte ü!'Nr!!!>I>»< UU» t>!>>^l!!l!!!!, ßpasll,!!' 1«l»7), lOrt: Gebände der l. l. StaatS'Oberrealschnle.) Lage: Noidl.Nreite4«"03': Üstl.Länae von Greenwich 14« 3!'. Beben berichte:^ Am 2!i. Juni gegen 8 Uhr wellen» förmige Erschütterung in Vrftoljc (Dalmatien). — Am 2b. Juni gegen 19 Uhr 50 Min. Erdstoß in Smolovii (Dalmatirn). - Nm I. Juli gegen 7 Uhr 30 Min, starkes wellenförmiges Erdbeben in der Dauer von etwa 10 Sekunden in Messina und Reggio Calabria und Mileto. Bodcnu >lruhe unverändert schwach. * Nie Zeilnünabe» deziel,»» sich a»s miüslsinopäisch» j^i! >md wrrd'ü uu« Ml>« ü4 lN« ürMl!, Danksagullfl. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme während der Krankheit und nach dem Tode unseres vielgeliebten Gatten, Vaters, Sohnes und Brnoers, des Herr» Ernst Perdan sprechen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dant aus. Herzlichen Dank für die vielen schönen Kranzspenden, für den rührenden Oesang des Vereines .Merkur> und allen jenen, welche dem unvergeßlichen Verblichenen das letzte Geleite gaben. Laibach. am 2. Juli 1909. Die trauernd Hinterbliebenen. Laibacher Zeitung Nr. 147. 1340 2. Juli 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 1. Juli lW9. Die notierten Kinse »erstehen sich in Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher Aktien und der ,,Diversen Lose" versteht sich per Vtüll, Gelb Ware NUgemeine Staats» schuld. Vinhcitliche Rente: »<", lonver. steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) per «a,se . . 96 64 25 I8««er ,. 100 fl. 4°/„2,9 bc^d'üo l8«4er ,. 100 st. . . 2vl 50 287 50 18S4«r ,, 5« fl. . . i»8l'ö<)- Öfterr. Rente in Kronen», stfr., per Kasse.....4°/« 9« 15 88 3b betto per Ultimo . . , 4°/„ 9« lo S6 8b vft, Investition«-Rente, stfr., Kr. per Kasse . . 3V,"/^ 8b bo 8b 70 ! »isenb°hn.3tll»»,schul». ! »nschllibnngl». «lisabeth-Vahn i, G., steuerfr.. zu 10.000 fl.....4"/„ -- .-- Franz Ioseph-Bahn in Tilber (biv. Et.) . . . . 5>//>/<> 118 30 >19'3U «allz. Karl Lubwig-Vahn (b,v. Stücke) Kronen . . . 4°/<> 9b »« 9« ßN Nudolf-Vahn in Nronenwähr. ftenerfi, ^di«. St.) . . 4«/» «6 - »? -^ Vorarlbergcr Vahn, stfr., 400 und 2«>a Kronen . . 4°/° 9b?l> 8s 7b )» tl»llt,sch»ld»trsch«ib»n««u »b>tfin«,,ltt GlstnliahN'AllNen «lisaveth-V. 200 sl. KM, b'/."/„ von 400 Kr.....45t - 4b4 — detto FinzVubwei« 200 fl. ö. W. s. b'/<°/« . . . .428-432-detto Salzburg-Tirol 200 fl. ö. W. S. 5«/n . . . .424 — 487'— Krem«tal-Vahn 200 u. 20 Kr. 4°/".........191 — 192' - Geld Ware Do» Mate zur Zahlung 2d«. n«m»tNl Eisenbahn »VliorttLl»- Gbligntlonen. Äühm. Westbahn, Em, I88b. 400, 2000 ». 10.000 Kr, 4"/„ 9SL0 «7 2c> Elisabeth-Bahn 600 u, 300« M. 4 ab !0"/„ ...... II«1511? 10 Elisabcth-Vahn 400 u. 200« M. 4"/n........lie »0N7 30 Ferdinands-Norbbahn Em. 1886 9? 40 9« 4o detto Em. 1904 95 70 «7 70 Franz Ioseph-Bahn Em 1884 (biu. St.) Silb. 4"/„. , . 8s ne> 97-«b Galizischc itarl Ludwig - Bahn (dlv. Zt.) Silb. 4"/„ . . . 9b'9« 8« 90 Ung.galiz. Nahn 200 sl. S. 5"/« !04 1()<05 10 detto 400 u. 5000 Kr, 3>/2"/<> 8« 30 89 30 «orailberger «ahn Em. 1884 (dio. Et.) Eilb. 4",„ . . 96 6b »7 6b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung, Goldrcntc per Kasse . Ii8'bbii3 ?b 4"/„ detto per Ultimo 113bbi,3 7b 4"/„ ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . »3 — »3-2« 4"/„ dett» per Ultimo »2 9l> «3 lb 5'/,°/., dettu per Kasse 82-5'> »2 ?e> Ungar. Vrämien,Nnl. k 100 sl. 20«- ,«0»- detto il 50 sl 200- 204 — Theiß-Reg.-Lole 4°/„ . . . . 143 2b 147 25 4"/n ungar. Grundcntl.'0blig. «3l!b 84 <>b 4"/<>Iroat. u.slav. Grbentl.-Obl. »4 2b 9b3b Andere öffentliche Anlehen. N°«n, Landei-?lnl. (div.) 4«/„ 83'40 3i 4li Bo«n,-Hcrceg, Eisenb.-Landes- Anlehcn (t»V.) 4>/,"/„ . . 9845100 42 5"/„ Tonau.Neg.-Anleihe 187« I03'20 — " Wiener Berlehrs-Änl. . . 4"/„ 860b 87 - detto 1900 4°/, 9b'95 86 üü «nlehen der Stadt Wien . . —— — detto (T. oder V.) 1874 1202b!2I 2ü detto (1894)..... 93 3b 84 3« detto (Vas) v. I, 1888 . 9«- »?-- detto (Lleltr.) v. 1.190« S«2b 8725 detto (Inv.-N.)V,I.1902 l<6'7k> 87 2k, Nörsebau-Anlehe» verlost,. 4"/„ 97- 8» - Russische Staatsanl. v. I. 1906 s. 100 Kr. p. K, . . 5«/« -'------------- dctto per Ultimo . . 5°/» 99'L»! 99 Sb Vulg, Staat«.Hhpothelar Änl. <«»2......6<>/„ ,22 60,23 ,w Veld Ware Bulg. Staat« - Noldanleihe 1907 f. 100 Kr. . . 4>/,«/i, 91 20 82 20 Pfandbriefe usw. Vodci!lr.,allll.,üst.i, üuI.vl,4",n 85-üu 96 30 Nöhm, Hypothelenb. verl. 4"< 9? »u 9,,-bo Zentral İt,.-Kreb,-Vl.. üsterr., 45 I, verl.....4>/,",s> 101'kl! 102 b« detto 65 I. vcrl, . . . 4"/„ »7 :ib vft'2b Kred.-Inst,, österr., f.Vcri.-Uiit, u, üffmtl. ?lrb. Kat. ^.4'^ 8b 4« 8«-40 Landesb, d, Kön. Galizien und Lodom, 57'/, I. ruckz. 4"/s, 84bo «b'3<» Mähr. Hypothelenb. Verl. 4°/„ »6 30 87 l« N.-österr, Landc«-Hnp.-«nst.<"/» 8?,'>0 delto inll. 2°/„ Pr. verl. 3>/»"/n «?'b0 t»» bo dctlo K.-Lchulbsch, verl. 3>/,"/l> 87ü<' 88'bo betto verl......4"/» 97- »!<-- Österr.-ungar. Äanl 50 Jahre verl. 4«/n Ü. W..... 97'- »«— detto 4"/n Kr......9«'3« 98 ^5 Spar!., Ersteöst..«<»I.verl. 4«, l»8-4« i>,0 40 Eifenbahtt-Prioritäts-Obligationen. Östcrr. Norbwestb. 200 fl. S. . ,u» 6«, 104-S0 Staatsbahn bO0 ffr..... 403 ^ <0s>'— Tudbahn il 3"/„ Jänner-Juli b«, Fr. (per Et.) . . . ------- — >- Südbahu i^ 5"/„ l!0a sl. S. 0. E, H8-8b 120'3b Diverse Lose. 3»lw,licht fosl. 3 Auoelilrcbit-Lose Em. 1880 276 5« 2«2 bo detto Em, 1888 267'2b ^7.^2b 5°/n Dona» Regul,-Lose 100 sl 2«4-50 2?o-b0 Serb. Präm,-Anl,p. 100 ffr. 2"/„ 9» bo !>« b0 Vnntizlnlliche ssost. Vudap.-Äasilita (Nombau) 5 fl. 21 — 23 - hrcditlose 100 fl........>— — — Claiy-Losc 40 sl, KM. . . . ,76-- 1«8- Ofcner Lose 40 fl...... ..-- . .-— Palfft, Lose 4« fl, KM. , . . 2l»>- 228' Nuten jtteuz, üst. Gej, t>, 10 fl. »2-4? bl><0 Roten K«uz, ung. Ges. v, 5 fl, 30 — 3 -- Rüdolf-Lese 10 fl...... «8-- 74-- Salm-Lose 40 fl. KM. . . . 254b<> 2L4 50 Tlirl. E.-V.-Nnl.Pröm.-Oblig. 400 Fr. per Kl'ssc . . . i.«f>>75 l«t« 7b detto per Medio . . . i»5'7l> il<6"?b Msld Ware Wiener Komm.-Lose v. I, 1874 ,.._ -^ Gcw,-Sch. b. 3"/n Präm,-Schuld d, B°denlr,-Anst, Em, 18«9 uo-?l> «4-?5> Altien. Ulanlport'ssuttlnehmnugen. Nussig-Tcpliyer Eiscnb. 50« sl. z»^n-. li8 - Böhmische Norbbahn 150 fl. , _ .^ Äuschtiehraber Cilb, 5.0« sl, UM, ^72«^. 2?«» ^ detto (lit, N) 200 sl, per Ult, z,^-^ 99!! -Donau - Dainpfschiffahrts - l»es., 1., l, l. priv., 500 fl, «M, 94b>- 9«' .. D»x Vodenbacher E.-V. 400 Kr, b7«>— l>x0 . Ferbiiiands-Nordb. 1000 fl, ttM. b2t,»> - l>320 -Kascha» - Oderberger Eiscnbllh» !iN"fl. S....... zß3._ zg4 «n Lcmb, .Ezern.-Iassh-Eisenbahn- Yjcscllschaft. 200fl. S. . . b«b-,. b6« 5» ^loyd, öst., Trieft, 500 sl., KM. 467- 471 - Osterr, Noidwestbah» 200 sl. S. - — —--^ dctlo (lit. l!) 200 fl, S. p, U!t, — .. — — Krass-Tuier Ciscnb, ioofl,abnst, 224'. 2ÜS-- Staatsciienb. 200 fl. S, per Ult. ?ü«'- 724 — Lübbahu 20« f,. Silber per Ult. i,»8ba NN2b Hudüorddeiitiche !l,- »anlen. iluglo-Öslerr. Vanl, 120 sl. , 297 ÜO 288 b«' «anlverein, Wiener per Kasse — >- detto per Ultimo bL6'2ü b2?-^4 Vode»lr,-Anst, «st., 300 K^. . 109?' >u>3 - ^entr.-Vod.-Kredbl, öst, 200fl. b?l»-- k»— --. detto per Ultimo S3?'2b «3« 2i Kreditbank, ung. allg., 200 sl. ?b2'- 7bU- lepositenbanl, all«., k> — Eslompte - Gesellschaft, nieder- östcrr., 400Kr..... «,!2>- 603 75 Giro- ,l. Kassenverein, Wiener, 200 sl........ 4b?-- 4«,'- Hvpothcleubanl, öst. 200Kr. 5"/„ 2X2-— »83-Länderbanl, ttsterr., 200 sl.. per Nasse....... -._ -- betto per Ultimo ?«l< s »4u 7 b In>nftl!t»zlnlern»h«nn>»n. Vaussesellsch, all,,, öst,, 100 sl. 170— >70 7b OrüieiKohlcoberab.-Ves, lOOfl, ?!»— 72« — ltiseiibahuUerlshrs-Vlnslall. üst., lt>0sl........ 416' 419 — Eisenbahnw-Lcihg., erste, 100 sl «,>i— 203 bv ,,Elbrmühl", Papiers, u. V.-G. 100 sl........ ,««- ii,s — Elcttr.-Ges,, allg, österr,, 200 fl. 88l! - 38?- — Eleltr. GeseNsch., lntcrn. 200 fl. —' —-— Elellr.-Gelellsch., Wr. in Liqu, L2>> - ^2?' — HiNeubersser Palr,-, Zündh. u, Met,-Fabril 400 Kr, , , I0b« - I0b7 — Lieslüger Brauerei 100 sl, . , 208- 22bb1'— Rima- Muranl, - Lalgo-Tarjaner > Eüenw, 100 fl..... b73 b0> ^73b<> Salgo-Tarj. Strinlohlen ivo fl, b«4 - b«.'» — ,,Sch!üglm!ihl". Pap,crf..20vfl, 3«» — 3^2 — „Schodnica". «, O. f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. , . . K0<"! 50» — ,,Nlenrermühl",Papiers.u,V,G. 437 - 440 — Trifailer Kohlruw,-«, 70 sl. . 2«'."- »»2- — lürl. Tabalregie-Gcs. 200 Fr. per Kasse..... - - —-— detto per Ultimo . , , 3?» - «8! — Wllffens,-Ges., österr,. 100 fl. , «43— «44 — Wr. Vllngescllschaft. 100 fl. . . >»»bl> iSb — Wlciierberge Z«egrlf..«N,.1?'«!l Italienische Banlpläye . . . 9b'Nb 9b 20 LondUU........ 24«»? Ü4U2? Paris......... 9b'2? 9b4V St. Petersburg...... 2b3 - 2b»?!i Zürich und Äajel..... »b 30 «b42 Valuten. Dukaten........ 1< 32 11-8« 20-Franl!'» Stücke..... lv 03 ,9<»< 20-Marl Stlicle...... 23-4« 23 b) Teiltsche iüeichsbanlnote», , . 11? 42 li?«2 Ilaliciiischc «anknote» . . . v!» 10 »b'2b ^ubcl-Älolci!....... 2'^" >«'«" vonRente„?npfanddbr,eerfen,UfPr,or,tftten, fl J* O. Mayer g PrivaüS^^sÄST™" Aktien, Losen etc., Jtevlsen und Valuten. -*- B»nk- und WechslergeschÄft "X~ untcr elBenem Versohl u« der Partei. Los-Verslcher unff. I^nibach, stHtarjcannR. Verzlmung von Bireliliiei Im KMfi-Kirreiit *»i luf tlri-Xiiti.