Nl. 157. Mittwoch, 13. Juli 1892. 111. IllhiMg. MbacherMMmg. «lluziäbiig fl, n. ^»lbMig st,?5.0 Mr bie äustell,,na >«^«..k .I'l..^^Z^ "' '«" - ^!" ?°mpt°lr: I DM«iftr«»tt«, tleine Inserate bi» zu 4 Zeile» 25 r.. «rüher ver «.!..' 5. ^"Ww"»3/ l, - In,crtl°ns««bür: Für V befindet sich Congre'lplllh Nr, ll. die Medactlo» Herrengasse Nr, 8, Npiechstunben der Nebaction täglich von ' " " ^" ""^ '' " - bei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. V ,<> hl« lL Uhr vormittag« - Unfranlierte «riefe werden nicht angenommen und Vlanulcripte nicht ,urück«efteM. Umtlicher ^heil. Vl^s^sl' "^^^^ische Majestät haben mit ^höchst r Entschließung vom 1. Juli d. I. dem ^rbaurathe nnd Vorstande des technischen Departe-"''Uts bei der galizischen Statthalterei Karl Setti 3".?>. ^ ^^?" 'bnl erbetenen Uebernahme in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen neuen und vorzüglichen Dienstleistung den Titel und Charakter eines Hofrathes mit Nachsicht der Taxe allergnadlgst zu verleihen geruht. Taaffe m. p. wi,s?^ Minister für Cultus und Unterricht hat zn wir lichen Lehrern an Staatsmittelschulen ernannt die 3Me"ten: Franz Ieraj vom Staatsgymnasium in ^ ^ ^ biese Anstalt; Dr. Kaspar Pamer vom Staatsgymnasium in Trieft für das Gymnasium ^?"dolfswert; Martin Petelin vom Staats-NuN^ '" ^"bach für das Gymnasium in 9«k?^ ?uN"imster hat den Bezirksrichter Gustav ^^^n Mureck zum Landesgerichtsrathe bei dem Nrelsgerichte in Leoben ernannt. Kichtamtlicher^M Verhandlungen des Reichsrathes. ^ Wien, 11. Juli. Das Abgeordnetenhaus begaun heute, ohne dafs man ,hm irgend eine Emotion anmerkte, die Generaldebatte über die Valutavorlagen. Das Haus erklärte Nch Mit dem Vorschlage des Vicepräsidenten Baron Mumecky einverstanden, dass über sämmtliche sechs Erlagen eme Generaldebatte durchgeführt, über jedes Gesetz einzeln das Eingehen in die Specialdebatte b> 'Gossen und die dritte Lesung nach Durchberathung aller Gesetze vorgenommen werde. In der General, debatte sind 26 Redner zum Worte gemeldet, und zwar 14 Redner gegen und 12 Neoner für die Vorlaqen A^"' 5,'" F/o-Rednern befinden sich die Parteiführer Iaworsk«, Plener und Sieinwender. Berichterstatter Szczepanowski leitete die Verhandlung em Wenn das Haus diese Gesetze werde angenommen haben, so werden wir deswegen noch keineswegs die Valuta hergestellt, keineswegs die Barzahlungen aufgenommen haben und keineswegs Oester- reich jenen Ländern gleichgestellt haben, welche gesunde und geordnete monetäre Verhältnisse besitzen. Wir haben aber damit den Anfang gemacht. Diese Gesetze sollen uns ein Ziel andeuten, sie geben der Regierung die Mittel, dieses Ziel zu erreichen. Die Reihe der Gegner eröffnete der Iungczeche E i m. Derselbe erklärte: Am Schlüsse einer ungewöhnlich langen Session treten wir in das letzte Stadium der parlamentarischen Behandlung einer für Generationen epochalen Action. Angesichts eines so bedeutenden Momentes müssen wir uns fragen: Befinden wir uns auf der Höhe einer so schwierigen Aufgabe? Ist unser Staatswesen so fest gefügt, ist diese Regieruug von jenem Vertrauen der Gesammtbevölkerung getragen, welches die unerlässliche Bedingung einer so weitgehenden, in ihren Folgen schier unabsehbaren Operation bildet? Die Antwort auf diese Frage kann nur eine verneinende sein. Die Valutaregulierung, welche heute eingeleitet wird, hat uns eine große Enttäuschung gebracht. Es ist eine Action, welche in ihren allgemeinen grundlegenden Voraussetzungen mangelhaft, in ihren Zielen unklar, in ihren Mitteln fchwankend und unsicher ist. Diese Vor-' lagen werden uur die Steuerlast bedeutend vermehren. Und wer kann dafür bürgen, ob nicht der Kriegsgott die schwer gebrachten Opfer verschlingen wird? Selbst die Vertreter der Offen- und Geheimbegünstigten stehen den gegenwärtigen Vorlagen lau und misstrauisch gegenüber. Was kann man da von uns erwarten, den Vertretern eines hartbedrängten Volkes, welches unter dieser Regierung einen schweren und verschärften Kampf mn die Grundbedingungen seiner nationalen Existenz zu fuhren gezwungen ist? Die Traditionen der österreichischen Staats- und Finanzverwaltung, die Traditionen des despotischen Centralismus haben unser Volk in seiner politischen Selbständigkeit niedergeworfen, in seiner nationalen Entwicklung rauh zurückgedrängt, Sie haben es auch in semer finanziellen Kräftigung und in feinem wirtschaftlichen Aufschwünge niedergehalten, und es ist fürwahr ein Wunder der Ausdauer und Widerstandskraft unseres Volkes, wenn es heute noch die Concnrrenz mit den starken Nachbarn aufnehmen kann. Eim besprach dann die wirtschaftliche Seite der Valutareform und bekannte sich als gemäßigten Goldwährungsmann, welcher nicht nur keinen Gulden wolle, der die producierenden Classen jetzt belaste, sondern auch einen Schutz vor einer künftigen allmählichen Belastung derselben wünsche. Als Männer der Vermittlung wollen seine Parteigenossen auch die Wiedereinsetzung des Silbers in seine Function als Währungsmetall, und zwar nicht nur um des Silbers willen, sondern um einer Steigerung der Goldwährung ein Ziel zu setzen. Eine Steigerung des Goldwertes müsste mit elementarer Gewalt eine Scheidung der Bevölkerung herbeiführen in eine genießende Classe, die nicht arbeiten, und in eine arbeitende, die nicht genießen und nicht einmal ein menschenwürdiges Dasein führen würde. Daher möge man mit der effectiven Goldbeschaffung zuwarten und sich mit der Einführung einer Goldmünze mit unbeschränkter Zahlkrast und mit der Freigebung der Ausprägung von Goldmünzen begnügen. Redner besprach dann die innerpolitische Lage und meinte, dass unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen ein so großes Werk, wie die Valutaregulierung nicht gedeihlich zu Ende zu führen sei. Redner erörterte hieraus die gewöhnlichen Anschauungen über das Verhältnis zwischen Oesterreich und Böhmen uud wendete sich gegen die Behauptung, dass Oesterreich aus Niederösterreich entstanden sei. Es sei vielmehr aus dem böhmischen Staate entstanden, und man k^nne sagen, es sei der erweiterte böhmische Staat, Es müsse einmal zu einrm Ausgleiche zwischen dem öster« reichischcn Verfassungsrechte und dem böhmischen Staatsrechte kommen. Redner wendete sich gegen die Linke, welche nicht Fisch, nicht Fleisch sei und jeden Halt im Volke verlieren werde. Bei dem Valutaregulierungs-Mahle werde das österreichische Hausslelet, die Unzufriedenheit der grollenden Völker, obenan sitzen. Schließlich rief Redner der Regierung zu: Treiben Sie das böhmische Volk nicht dazu, dass es sich sagen muss: dieser Staat ist uns fremd. Vor allem sind wir Böhmen und Böhmen wollen wir bleiben immerdar: ob in Oesterreich und mit Oesterreich, das liegt nur an Oesterreich selbst. Abg. TreuinfelS trat für die Goldwährung ein. Die Vorlage habe eine allgemeine und große Be-wegung hervorgerufen, allein dieselbe sei aus falschen und pessimistischen Befürchtungen entsprungen. Er selbst sei in dieser Stimmung an die Sache herangetreten; allein die Verhandlungen in der Enquete und im Ausschüsse haben die Befürchtungen verscheucht und ihn zu einem entschiedenen Anhänger der Goldwährung gemacht. Die Einführung der Goldwährung sei vor allem dazu berufen, den Wertschwankungen der Valuta ein Ende zu bereiten. Es sei eine missliche Sache, wenn der Wert des Geldes von dem Vertrauen des Aus< landes abhänge, welches diessalls das maßgebende Wort spreche. Die geringe Wertbeständigkeit des Silbers gegenüber dem Golde schließe das Silber von der Wahl Jeuill'eton. Die Frauen und die Mode. «Die herrschende Mode ist das Gesicht des Zeitgeistes,, sagt eine geistreiche Dame. Da eigentlich nur vie grauen die berufenen Trägerinnen der Mode sind, o musste man obigen Ausspruch wohl beschränken und Wm, dass die herrschende Mode das Gesicht des je- V den Frauen herrschenden Zeitgeistes sei. l^°« 5" .^ ist an und für sich nichts Verwundernd m<^I ^ nämlich nur ein Ausdruck des regen, N 5 Osllmg. und Neugestaltung strebenden Frauen-u ^l^" die Lebensweise in Wohnung. Nahrung "rbäl^^^. Leibung sich ganz in gleicher Weise Na?.'. ,?" Melfach auf dem Lande die fogenannte Leben "^' b° herrscht nicht das rechte, strebende dern ^.'^ d°t>r „jcht die Mode zu bekämpfen, son- beständias^"^""^ F" H"st, ihre zu grohe Un-di N -""? "" allem ihre Geschmacklosigkeit. Wo M si/ > "") dem Kunstsinn Hand in Hand geht, da Es ,s/^ Ulame Verbündete der Schönheitsgöttin, ttei^! l"s7 Thatsache, dass die Stoffe für Frauen-Män,.F7 so dauerhaft sind, als die Stosse für w M?^er- Es muss also das Kleid häufiger ge-d^mW ^"c> fbenso kleiden sich die Frauen mehr Es eN ll" IahresMen entsprechend als die Männer, viel H. y?° ^ Erzeugung von Frauenkleiderstoffeu viel mehr Anregung zum Entwürfe neuer Muster zur Emführung neuer Farben. -""»i^, zur Hier muss aber die Erziehung zunächst die Mode zu beeinflussen trachten, indem sie den Sinn der Mädchen sür schöne, formgefällige Muster erweckt und ebenso die bekannte Farbenfreudigkeit der Mädchen zu einer richtigen Auswahl der Farben und namentlich der Farbenzusammenstcllungen anleitet. Bezüglich der Muster hat der Zeichenunterricht bildend einzuschreiten. Das geometrische Ornament, das stilisierte PflanMornament muss fleißig geübt und namentlich dem Erfindungsgeiste der uingen Mädchen in der Aufforderung zum Selbstentwerfen von Mustern Anregung gegeben werden. Es werden dann die Mädchen sinnlose, hässliche, ungefällige Muster bei den Kleiderstoffen zurückweisen. Namentlich darf ein Muster niemals die Schönheit des Faltenwurfes beeinträchtigen, ebensowenig darf es die Schönheit der Linien des Körpers durch Zertheilung zerstören. Alle breiten Querstreifen, alle großen cmadra-tischen, rechteckigen und rautenförmigen Muster sind zu verwerfe». Ebenso die stilisierten Pfanzenmustcr von auffälliger Größe oder winziger Kleiuheit. Auch die geometrischenZeichnnngen, z. V.Kreise, Dreiecke,Ellipsen. Zickzack- und Wellenlinien, bei Kleiderstoffen sind hässlich. Naturalistische Pflanzenmuster sind mit großer Vorsicht aufzunehmen. Bezüglich der Farbeu muss der Sinn der Mädchen vor allem für eine feinfühlige Wahl der Com-plementärfarben gelenkt werden. Das einfarbige Kleid muss vor allem zum Teint passen. Blondes Haar, heller, rosiger Teint und braunes oder schwarzes Haar mit dunklem Teint fordern verschiedene Farben. Ein besonders lebhafter Sinn soll für die Falte entwickelt werden. Schöne Falten wirft nur ein weicher, also gut wollener, mäßig starker Stoff. Steife Stoffe sind umso hässlicher, als sie die Aufgabe eines gnten Kleides, den Körper zu bedecken und dabei seine Formen doch tt-kennen zu lassen und seine Bewegungen nicht zu hindern, sondern sie in gefälliger Weise selbst in der Falten-gebung zur Darstellung zu bringen, nicht erfüllen. Die Kunst der Faltung studiert man am besten an guten griechischen Gewandstatuen, weshalb Mädchen diese Vorbilder sehen und auf die Kunst der Faltung aufmerksam gemacht werden sollen, sowie auf die von den Griechen angewandten Mittel zur Erzielung schöner faltiger Frauengewänder. Die Mode geht natürlich ihren Weg; Journale und Kleiderwerkstätten, die Confrctiouäre und Schm'tt-warenhändler sind eifrigst bemüht, neuen Ml'den rasch eine entsprechende Verbreitung zu geben. Der gute Geschmack erfordert es jedoch, hicr nicht zu eilig nachzuahmen und um jeden Preis mit der Modc zn gehen, jede Mode mitzumachen. Nur die wirklich gefllll.ge Mode ist mitzumachen und die m.gchill.ge, unschöne vielleicht foqar unsittliche Mode ist zu vermelden, oder sie is doch so zu "wdificieren, dass die Thorheiten und Unschicklichkeiten nicht grell zutage treten, sondern möallchst verschwinden. Dass man den Mädchen es bewusst erhält. dass die Kleider in gewisser Weise auch heutzutage noch den Standcsunterschied zum Ausdrucke bringen sollen ist außerordentlich wichtig. Wir meinen nicht den Unterschied des Adeligen und des Bürgerlichen; denn solche G^burtsunterschteor beruhen ans Einbildungen und Llibacher Zeitung Nr. !57. 1352 13. Juli l89». als leitendes Währungsmetall aus und mache selbst die Wahl der Doppelwährung unmöglich. Oesterreich befinde sich eben nicht auf einer schönen Insel des Weltmeeres, sondern sei von Nachbarn umgeben, bei denen das Gold den Wertmaßstab bilde. Die Einführung der Goldwährung sei daher eine Nothwendigkeit, und deshalb halte er es für seine Pflicht, als Vertreter eines Landes (Tirols), dessen Bevölkerung seinen Erwerb im Ackerbau und in der Viehzucht finde, für die Valutavorlagen einzutreten, weil er in denselben die größten Vortheile für sein Land erblicke. Und da er der Ueberzeugung sei, dass die Regierung und das Parlament mit der Einführung der Goldwährung nur eine unabweisliche Pflicht erfüllen, werde er für das Eingehen in die Sftecialdebatte stimmen. Abg. Schlesinger sagte, durch die Einführung der Goldwährung werde eine der wichtigsten Erwerbsquellen des Volkes abgeschnitten. Uns könnte es gleichgiltig sein, ob die Rothschild, Hirsch und Bleichröder sich noch um Millionen mehr bereichern, wenn es damit allein abgethan wäre. So neidig sind wir nicht, dass wir diesen Leuten die Freude am Geldbesitz missgönnen. (Abg. Lueger: Sie sollen nur sammeln. Abg. Schneider: Da sollen s' dran ersticken, wie der Midas.) Schlesinger (fortfahrend): Die Bereicherung der erwähnten Sorte von Menschen sehe einer auf den verschiedensten Wegen zustande gekommenen Beraubung des Volkes ähnlich, wie ein Haar dem anderen. Leider stehen die Regierung und die Majorität den Interessen der jüdischen Hochfinanz freundlich gegenüber. Redner beschwert sich darüber, dass man seinen Plan zu Amortisierung der Staatsschulden vollständig ignoriere, und entwickelte diesen Plan sehr ausführlich. Der Ausschuss habe kein Recht, ein Mitglied des Hauses so zu behandeln, wie er den Redner behandelt habe. Wer für die Valutaregulierung sei, sei für die Herrschaft des Iudenthums. Abg. Ritter von Iaworski erklärte namens der Polen, dass er für die unveränderte Annahme der Ausschussanträge stimmen werde. Vor der Begründung dieser Erklärung müsse er jedoch seinem lebhaften Bedauern Ausdruck geben über die lange Dauer der jetzigen Reichsrathssession, er müsse sich dagegen verwahren, dass etwa dadurch die rechtzeitige Einberufung der Landtage in Frage gestellt werde. Gewiss sei es, dass die Bevölkerung diese Valutaregulierung nicht herbeisehne, weil sie sich in die derzeitigen Währungs-verhältnisse sozusagen eingelebt habe und weil die Bevölkerung jeder Münzreform mit einer gewissen Scheu begegne. Aber umso gewisser sei es, dass die Valutaregulierung früher oder später eintreten müsse, dass sie eine unausbleibliche, unabwendbare Thatsache sei, die, einmal angeregt, ihre Erledigung finden müsse, weil die Nichterledigung derselben weit üblere finanzielle und politische Folgen nach sich gezogen hätte, als die Nicht-einbringung der Vorlagen. Aus diesem Motive der Staatsnothwendigkeit werden er und seine Parteigenossen für die Vorlage stimmen. Es sei eine staatliche und wirtschaftliche Frage, um die es sich hier handle. Ausgeschlossen ist für uns die Behandlung dieser Angelegenheit als politischer Frage, sei es als Vertrauensfrage für die Regierung, sei es als Coörcitivmittel zur Erlangung oder Hintanhaltung gewisser administrativer Maßregeln. Es ist unbegreiflich, wieso es kommen konnte, dass eine bedeutende Partei alls politischen Rücksichten dieser Vorlage gegenüber eine Haltung eingenommen hat, die geeignet war, dieselbe in Frage zu stellen. Ich will niemandem einen Vorwurf machen, denn jeder richtet sich seine Politik so ein, wie sie ihm am besten passt; aber ich führe das deshalb an, weil man unserer Ansicht nach zwischen staatlichen und politischen Fragen jederzeit unterscheiden soll, weil seit zwei Wochen von einer Krise gesprochen wird, weil wir fortwährend Bulletins über den Gesundheitszustand der Krise zu lesen bekommen, weil uns die Sanierungsarbeiten und die Folgen dieser Sanierung vollkommen unbekannt sind, und weil es uns schließlich unbegreiflich ist, ob diese Sanierung so drastischer Mittel bedürfe, dass eine für den Staat so wichtige Angelegenheit iu Frage gestellt werden könne. Redner erklärte, mit den Ausführungen des Finanzministers im Ausschusse einverstanden zu sein und volles Pertrauen in dieselben zu setzen. Abg. Kramär ist ein Anhänger der Valutareform auf Grundlage der Goldwährung; dennoch könne er aus sachlichen uud politischen Gründen nicht für die Vorlagen stimmen. Abg. Barn reit her trat für die festgesetzte Relation ein. Die Benachtheiligung der Arbeiter, welche aus der Valutaregulierung befürchtet werde, wäre leicht mehr als wettzumachen, wenn der Staat die Angelegenheit der Consumvereiue in die Hand nehmen und rationell durchführen wollte, oder wenn endlich ein Gesetz gegen die Verfälschung der Lebensmittel existieren und streng gehandhabt würde. Redner führte aus, dass man die Goldwährung nicht bloß dazu einführen wolle, dass man Goldmünzen für Firmgeschenke habe. Alle Vortheile der Valutaregulierung werden erst dann eintreten, wenn die Barzahlungen aufgenommen sein werden. Die Verhandlung wurde hierauf abgebrochen. Der Ministerpräsident übermittelte einen Gesetzentwurf, betreffend die Verwendbarkeit der Theilschuldverschreibungen des von der Actiengesellschaft «Untelkrainer Bahnen» aufgenommenen vierprocentigen Prioritäts-anlehens im Nominalbetrage von sieben Millionen Gulden zur fruchtbringenden Anlegung von Stiftungs-, Pupillar- und ähnlichen Capitalien. Abg Spincic' interpellierte wegen der unverzüglichen Ausschreibung und unparteiischen Durchführung der Gemeindewahlen in Visugan in Istrien. — Die nächste Sitzung findet morgen statt. Politische Uebersicht. (Die Regierung) hat im Herrenhause einen Gesetzentwurf, betreffend die Urheberrechte an Werken der Literatur, Kunst und auf dem Gebiete der Photographie, eingebracht. (Der Polen-Club) hat seinen Obmann Ritier von Iaworski als einzigen Redner für die Generaldebatte über die Valutavorlagen designiert und gleichzeitig sämmtliche Valutagesetze 6n KIoo angenommen. (Her renhaus mitglied Johann Gögl) ist gestorben. Gögl, der ein Alter von 66 Jahren erreicht hatte, war durch lange Jahre Präsident der Wiener Handelskammer. Er war 1877 als lebenslängliches Mitglied ins Herrenhaus berufen worden, wo er der Verfassungspartei angehörte. (Die Delegationen.) Gegenüber der in der «Neuen freien Presse» enthaltenen Meldung, dass die Delegationen erst Anfangs October zusammentreten sollen, wird der «Pol. Corr.. aus Budapest berichtet, dass die maßgebenden Kreise noch immer an der Ab- sicht festhalten, die Delegationen in der letzten September« Woche einzuberufen. (Der Kaiser in Galizien.) Der Bürgermeister von Lemberg theilte dem Gemeinderathe mit, dass er von der am 30. oder 31. August d. I. beool-stehenden Ankunft des Kaisers officiell in Kenntnis geseht wurde. Das Programm für den zweieinhalb Tage danernden Aufenthalt Sr. Majestät in Lemberg ist noch nicht definitw festgestellt. Der Gemcinderath beschloss, sich als Emftfangs-Comite' zu organisieren. ( Statistisches Handbuch.) Soeben ist der zehnte Jahrgang des von der statistischen Central' Commission herausgegebenen statistischen Handbuchs zur Vcröffentlichnng gelangt. In demselben ist die Partie über die Bevölkerungsverhältuisse mit Rücksichl auf die nunmehr bekannten Resultate der Volkszählung einer vollständigen Umarbeitnng unterzogen worde», nnd der vorliegende Jahrgang bietet zum erstenmale eine sehr interessante historische Uebersicht der Ent' Wicklung der Bevölkerung in den Jahren 182t) b'l 1890. ' (Aus dem Reichsrathf.) Iu der gestrige» Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde eine Zuschnsl des Ministerpräsidenten verlesen, in welcher das Halls aufgefordert wird, die Delegationswahlcn vorzunehmen Der Handelsminister beantwortete die Interpellation des Abg. Dr. Steinwender, betreffend die Verhältnisse der Südbahn. Die Beamtcngchalts - Regulierung elit/ ziehe sich der Competcnz des Handelsministers. Sowe'l es sich linl Rücksichten der Sicherheit des Bahnbetriebs oder der Humanität handelt, werde die Regierung nach gepflogenen Erhebungen zugunsten der Bediensteten eiH' treten. Der Pensionsfond deckt nicht den rechnuna/ mäßigen Capitalswert der Pensionsansprüche, doch übel' nahm die Gesellschaft indirect die Garantie für die vollständige Solvenz des Fondrs. (Der nene ungarische Hand eliministel.) Demnächst soll die Ernennung des derzeitigen Staats secretärs im ungarischen Handelsministerium, Bela vo" Lukacs, zum Handelsminister erfolgen. Anfangs begegn^ diese Candidatur Schwierigkeiten, weil Herr v. Lnlacs der Schwiegersohn des Präsidenten des Obersten Nca> nungshofes, Gajzago, ist und man in den maßgebende» Kreisen daran Anstoß nahm, dass der zukünftige Ha" delsminister mit dem Präsidenten des Obersten Rechnung^ Hofes in so nahen verwandtschaftlichen Beziehung/" steht. Nunmehr hat Präsident Gajzago die Ertlänl"!! abgegeben, von seinem Posten zurückzutreten, uud del Ernennung Lukacs' steht nichts mehr im Wege. Nahez" zwei Monate hat das Provisorium gedauert, welche? durch den Tod Vaross' geschaffen worden war, uls das ungarische Handelsamt erhält einen Chef, der dul^ viele Jahre ein treuer Mitarbeiter, Freund und M' rather seines Amtsvorgängers gewesen. (England und' Marokko.) Die Age"^ Havas meidet aus Fez: Der englische Gesandte ha^ am Festtage Aitkebir die englische Flagge zu hissen A absichtigt, musste jedoch angesichts der erbitterten Vol^ menn>' hierauf verzichten. Derselbe wurde abends vo^ Sultan empfangen, der ihm Vorwürfe darüber niach^ dass er ungeachtet seines gegebenen Wortes die FlaF hissen wollte. Der Sultan habe ihm schließlich geM er könne gehen. Der Gesandte habe hierauf wegen ^ seiner Mission und seinem einheimischen Agenten Bttbe^ der von der Volksmenge misshandelt wurde, angetha^ Insulte Satisfaction verlangt. Dieselbe soll in den ^ England verlangten Zugeständnissen bestehen. ^ können nicht einmal durch die Kleidung zum Ausdrucke gebracht werden; wohl aber meinen wir den Unterschied, welcher aus der Stellung des Standes im staatlichen Leben und Wirken hervorgeht. Wir haben Arbeiter und Dienende, Bauern, Bürger, Geistliche, Militär, Beamte. Es ist nicht gut, dass gewisse Unterschiede hier zu sehr verwischt werden. Die Arbeiterinnen sollen schlichte, in der Arbeit gut verwendbare, durch unnöthigen Aufputz nicht vertheuerte Kleider lragen. Sehr hübsch sind namentlich die in Wien und auch in manchen Gegenden Deutschlands gebräuchlichen häubchenartigen Kopfbedeckungen; ebenso zweckmäßig Schürzen, nicht zu lange Kleider u. s. w. Der Handwerker ist ein Arbeiter in besseren, mehr selbständigen Verhältnissen. Der Frau oder Tochter des Handwerkers obliegt die Führung der Wirtschaft. In ihrer Haltung und Kleidung namentlich das wirtschaftliche Element zum Ausdrucke zu bringen und auch an Sonn- und Feiertagen sich jedes Prunkes durch zu theure Stoffe oder durch zwar billigeren, aber mit Aufputz beladenen Stoff, durch theure Hüte u. dgl. zu enthalten, ist Pflicht der Handwerkersfrau. Der Beamte und der Soldat haben zumeist ihre Standes- und Amtstracht ; die Frauen und Töchter jener Stände sollen je nach der Rangstufe, die ihre Väter einnehmen, soweit es angeht, den bürgerlich - häuslichen Sinn für das Schöne, ihr Bildungsstreben, ihren Beruf zur Pflege des Wissens nnd der Kunst in gewissen formenreinen und formenschönen, echten Geschmack bekundenden Eigenthümlichkeiten der Kleidung andeutungsweise zum Aus- drucke bringen; daher ist alles Auffällige, Aufdringliche in Tracht und Haltung zu vermeiden. Ich bin überzeugt, dafs iu der Schule die Indu-strielehreriu eine Reihe von Grundsätzen in geeigneter Weise den Mädchen beibringen könnte, welche für die kunstgewerbliche Hebung der Textil - Industrie und der Schneiderkunst (denn die bedeutenden Schneiderinnen wollen ja doch Künstlerinnen sein) beitragen könnte. Vor allem ist die Wahl der Stoffe, des Aufputzes und des Schnittes Sache der Bestellerin und nicht der Schneiderin. Viel Ungeheuerliches würde das ästhetisch gebildete Auge nicht beleidigen, wenn die Frauen und Mädchen sich die Selbständigkeit wahrten und im vorhinein erklärten, die Annahme eines Kleides zu verweigern, welches ihren Dispositionen nicht entspricht. Am meisten Widerstand erheben die Schneiderinnen, wenn etwas nicht mit der neuesten Mode harmoniert. Sie geben sich das Recht, die neueste Mode ihren Kunden selbst gegen deren Willen aufzunöthigen. Solche Kleider weise man einfach zurück; aber da haben die Kleidelkünstlerinnen ganz eigene Waffen. Sie sagen: Man falle auf, man mache sich lächerlich. Ja. durch Wohlgefälligkeit, durch feinen Geschmack aufzufallen, das ist ja doch keine Unehre. Das Hübsche ist anch niemals lächerlich. Eine Frau, ein Mädchen dürfe nicht auffallen, sagen diese Heuchlerinnen. machen sich aber nichts daraus, wenn sie dnrch das Neueste, dnrch das Absonderlichste auffallen und ihnen alle Frauen uud Mädchen nachgucken. Ja, der Triumph wird noch erhöht, wenn dies Nachschauen mit einem gewissen Neide verbunden ist. Ist nun das vielleicht weiblich? Ist das edel? Jede Frau hat nicht nur das Recht, sie hat d>> Pflicht, gefalle,, zu wollen; aber das Hässliche gcM keinem Gebildeten, und darum fügt sich keine gcbilde' Dame der Tyrannei der Mode. Sobald die M hässlich und unziemlich wird, ist sie zu vermeideH Gesinmmgsgenossinnen findet man sicherlich. Lachers ist die oft gehörte Bemerkung, dass ein AuflehH selbst ganzer Vereinigungen gegen die Mode nich? nütze. Ja, ist denn den Modefreundinnen nicht bela^ dass Einzelne die Mode erfinden, und dass dies H Damen von sehr eigenthümlicher Stellung sind? AH Ursachen neue Moden hervorrufen, können gewisse "^ spiele, wie etwa die «Crinoline», deutlich lehren. ^ Endlich wäre noch daranf hinzuweisen, dass ^ Mensch nur das begehrt, was er schätzt. Wer in <"" fälliger Weife allen Wechsel der Frauenmode ^ Kopfe bis zum Fuße mitmacht, beweist, dass er ^ Kleidertand, und ein solcher bleibt die modische Kleids doch, ein besonderes Gewicht legt. Dadurch aber ^ räth er Eitelkeit und eine geringe Bildung des He^< Wer aber auf eine wirklich geschmackvolle KleiH welche durch Form, Farbe und Zierat auch das N der anderen erfreut, Wert legt, zeigt nicht nur ästhet'N sondern sittliche Aildnng; denn es ist eine morals Handlung, anderen Freude zu bereiten. ^j Ja. eine solche Frau. ein solches Mädchen, ^ sich wirklich ihrem Stande, ihren Verhältnissen, H Körperball und Alter entsprechend durchaus wohlge"" trägt, wirkt bildend und anregend auf ihre Mitschwcst Irene Wen^ Lllibacher Zeltung Nr. 157. 1353. 13 Juli 1892. (Aus der französischen Kammer.) Anlässlich einer Interpellation über die Verwendung der Credite für Dahomey hat die französische Kammer vorgestern mit 287 gegen 150 Stimmen die von dem Marineminister bekämpfte Tagesordnung angenommen, welche die Regierung auffordert, die Landtruppen und die Marine in Dahomey unter ein eiuheitliches Commando zu stellen. Das gesammte Cabinet hat demissioniert. Präsident Caruot beharrt auf dem Verbleiben des Ministeriums. Das Cabinet hat sodann beschlossen, im Amte zu verbleiben, doch wird ein neuer Marineminister ernannt werden. (Ein Zwischen fall in Leipzig.) Nach einer der «Pol. Corr.» aus Paris zugcheuden Mel» dung wird in den dortigen Regierungskreisen dem Zwischenfall, betreffend den französischen Generalconsul in Leipzig, Herrn Iacqnot, jeglicher politischer Charakter abgesprochen, nnd die ganze Angelegenheit wird als ein persönlicher Conflict dieses Fnnctionärs angesehen. Man halte es aber, mag das Ergebnis der eingeleiteten Untersuchung wie immer ausfallen, für gewiss, dass Herr Iacquot den Leipziger Posten verlassen wird. (Die englischen Wahlen) der vergangenen Woche brachten den Liberalen einen Gewinn von 28 Sitzen; sie müssen nur noch sechs Mandate mehr als die Ministeriellen gewinnen, um gemeinsam mit den Irläudern so stark zu sein, wie es die Conser-vativen und Unionisten beim Schlüsse des letzten Parlaments gewesen sind. So viel und wohl noch ein paar Mandate mehr dürften sie diese Woche erlangen; das ist aber zu wenig zum Leben, damit kann Gladstone nicht regieren. (Der Papst) befand sich während des vorgestrigen Cousistoriums vollkommen wohl und war nur zu Ende desselben etwas ermüdet. Ungewiss ist es, ob die Allocution des Papstes sofort veröffentlicht wird. Der Papst soll über Christoph Columbns gesprochen haben. (Brasilien.) Der brasilianische Gesandte in Rom richtete an den Minister des Aenßern eine Entschuldigungsnote betreffs der Vorfälle in Santos, worauf der Minister Brin den Vorfall als beigelegt erklärte. (Aus D e u t s ch - O st af r i ka.) Nach Nagamoyo sind Nachrichten gelangt, dass Baron Fischer mit seiner Expedition in Ukumbi am Südufer des Victoria-Sees angekommen ist. Tagesneuigteiten. Se. Majestät der Ka iser haben, wie die «Grazer Morgenpost' meldet, der Gemeinde Ranten zum Schnl-baue 100 fl., der Kirchcnvorstehung St. Maria in Kostreinitz zur Anschaffung von Kirchenglocken 60 fl. und der Hausfrauenschule in Graz als Stiftungsbeitrag 100 fl. zu spenden geruht. — (Die Cholera in Russland.) Das officielle Communique' über die Unruhen in Astrachan besagt: Die Maßregeln gegen die Choleragcfahr riefen unter den Arbeitern unsinnige Gerüchte hervor. So hieß es, dass die Cholera gar nicht bestehe; die Kranken würden grundlos in die Spitäler gebracht, in Särge, auch lebend, gelegt und mit Kalk begossen. Der Volks< Haufen begieng Thätlichkeiten gegen die Aerzte, brachte die Cholerakranken und Todten aus dem Spital hinaus und Zas Geheimnis ösr Kofenpasfage. Noman aus dem Leben von DrmanoS Gandor. (114. Fortsetzung.) «Du bist in den Jahren — fuhr Francisca weiter — in welchen der Moment seine Macht verloren und für welche dnrch Gefühlsaufwalluugen hervorgebrachter Leichtsinn keine Entschuldigung mehr ist. Damals konntest du erwägen, welches Gefühl in dir das vornehmste sei, der Pairizierstolz oder die Liebe zu mir, aber jetzt, da du dich entschieden hast, wusst du jetzt auch den Muth haben, der Wirklichkeit ins Auge zu sehen. Diese Begegnung am Hopfenmarkte war ja im Grunde nur eine der natürlichsten 2ogik entsprungene Thatsache; wir konnten uns immer darauf gefasst machen, dass ich eines Tages meinen Eltern begegnen würde, und wenn mir auch die ecla-tante Weise, iu welcher dieses Wiedersehe» auf offenem -Markte stattfand, peinlich und unangenehm wie dir ist, '° hast du deshalb doch nicht das Recht, den Zufall zu verdannueu uud...» «So? Glaubst du, es sei angenehm, sich anf offener Straße von einem Fischweib umarmen und ,Sohn' nennen zu lassen?» brauste der Senator auf. *3ch werde den Lcntcn eine Unterstützung zukommen lassen und sie, wenn irgend möglich, nach Amerika spedieren. Du aber wirst sie auf' keinen Fall annehmen, wenn sie sich unterstehen sollten, hierher zu kommen! Ich will absolut nichts mit ihnen zn thun haben, vcr« stehst du! Absvlnt nichts! Du versprichst mir, dich, meinen Anordnungen zu fügen!» «Das kann ich dir nicht versprechen, Friedrich!» sagte Fraucisca mit zuckendem Munde. «Das ist mir zündete letzteres an. Gegen die Fenster des vom Gouverneur bewohnten Hauses wurden Steine geworfen. Als alle Ermahnungen zur Ruhe erfolglos geblieben waren, wurde seitens der Polizei von den Waffen Gebrauch gemacht. Nach dem ersten Schusse zerstreute sich der Volkshaufen. Nach Ankunft zweier Infanteriebataillone wurde die Ordnung hergestellt, und wurden die Schuldigen zur Verantwortung gezogen. — (Kämpfe in Dahomey.) Aus Paris wird von einem Kampfe bei Portonuovo berichtet, dessen Verlauf darauf schließen lässt, dass die Franzosen nicht einmal imstande sind, die nächste Umgebung der Ansied-lung gegen die Ueberfälle der Dahomeer zu schützen. Die Dahomecr erstürmten Badagny, brannten die katholischen Missionen nieder und verbrannten sechs belgische Patres und drei weiße Schwestern. Der Commandant Riou machte einen Ausfall mit seinen Truppen, holte die Dahomeer ein und schlug sie nach einstündigem Kampfe in die Flucht. Die Dahomeer liehen hundert Todte und dreißig Verwundete auf der Walstatt. Die Verwundeten wurden von den schwarzen Hilfstruppen der Franzosen geköpft. Commandant Riou ist ziemlich schwer verwundet. — (Notenfälscher.) Auf die Anzeige einer Triestcr Oelftrma wurde der Handelsmann Leopold Chiarnttini aus Strassoldo im Friaul wegen Verausgabung von falschen Fünfziggulden-Noten verhaftet. Ein Complice desselben, der ehemalige Rcalitätenbesiher und jetzige Fuhrmann Nikolaus Fornasier aus Strassoldo, wurde von den Organen der Triester Polizei in Sagrado verhastet. Die Falsificate sind äußerst gelungen und von gleicher Mache wie diejenigen, welche in Laibach und in Obersteier verausgabt worden sind. Es wurden neun Stück falscher Noten, welche Chiaruttini bei verschiedenen Kaufleuten verausgabt hatte, beschlagnahmt. — (Bestrafte Naschhaftigkeit.) In Ober' fafen bei Hartberg fchlichen sich am letzten Sonntag der zehnjährige Sohn Anton und die neunjährige Tochter Iosefa des Grundbesitzers Hallcgger heimlich in die Küche ihrer Eltern, um zu naschen. Dabei kamen sie auch über eiuen Topf mit zur Rattenvertilgung bestimmter vergifteter Milch. Beide Kinder erkrankten schwer, und das Mädchen starb tagsdarauf infolge der Vergiftuug. — (GrüneErbscn für den Winter aufzubewahren.) Die ausgelüsten Erbfen wirft man in kochendes Wasser und lässt sie einmal aufkochen; dann abseihen, in frisches Wasser geben und auf ein Sieb schütten. Nun lässt man dieselben auf einem starken Bogen Papier aus dem warmen Herde unter öfterem Durchmischen trocknen; sie müssen hart und ganz grün sein. Gekocht werden sie wie die frischen. — (Die sächsischen Turner in Trieft.) Der Turnverein «Eintracht» in Trieft veranstaltet zur Feier der Anwesenheit der sächsischen Turner Dienstag den 19. d. M. um 4 Uhr nachmittags eine Golffahrt mit einem Dampfer des Lloyd, um 9 Uhr abends ein Sommerfest in Bergers Garten unter dem Castell und Mittwoch den 20. d. M ein Grottenfest in St. Cantian. — (Mord an der Geliebten.) Aus Sanct Polten wird telegraphiert: Dem hiesigen Bezirls-Wacht-meister Krupp stellte sich der 27 Jahre alte Zimmermann Michael Schagerl aus Frankenfels mit dem Geständnis, seine Geliebte ermordet zu haben. Die Erhebungen ergaben die Richtigkeit der Selbstanklage, weshalb Schagerl dem Krcisgcrichte eingeliefert wurde. uumöglich! Ich werde meine Eltern weder der Dienerschaft, noch deinen Kindern, noch den Goldschlägers gegenüber verleugnen; ich kann ei nicht. Es wäre das bitterste Unrecht. Sie haben mich großgezogen, mich auf ihre Art geliebt und niemals schlecht b, handelt. Ich will zu ihnen in die Rosenpassage gehen und sie bitten, dass sie nicht hierherkommen, dass sie schweigen sollen. Wenn ich ihnen sage, dass meine Ruhe und mein Glück davon abhängt, werden sie meiner Bitte nachkommen, denn sie sind nicht schlecht. Ihre Armut ist das einzige, was du ihnen vorwerfen kannst; ich aber darf mich darum nicht über sie erheben; denn es sind meine Eltern!» «Es sind deine Eltern, und du wirst zugeben, dass meine Position eine himmelweite Kluft zwischen uns und ihnen schafft!» unterbrach der Senator sie gereizt. «Ich mache dir ja keinerlei Vorwurf, aber dass es mir uicht gleichgiltig sein kann, wenn ich öffentlich lächerlich gemacht, mit einem Worte blamiert werde, sieht jedes Kind ein. Noch einmal, ich bin gern bereit, den Lenten Pecuniar beizustehen; deine Weigerung Francisca. sie abzuweisen, falls sie in mein Haus kommen sollten, ist indes geradeswegs lächerlich, und noch einmal. . .» «Wiederhole ich sie!, siel Francisca ihm ins Wort. «Gern respectiere ich deinen Wunsch, meine Her-knnft nnd AnVerwandtschaft möge verschwiegen und un-^ bekannt bleiben, ja — wozu lnignen? — i'ch theile ihn.! Nie aber werde ich die Erfüllung dicscs Wunsches durch eiue Unwahrheit erkaufen uud nicinc Eltern vl rleügneu. sie dnrch die Dienerschaft ans dcu, Hause jag", zn^ lassen, es wäre mehr als nnr das, nnd ich werde es nie und nimmer thun!» (Formung folgt.) — (Zwölf Personen ertrunken.) Aus Nen-feld im Elsass wird telegraphiert: Von 3« Mitgliedern der hiesigen Musikgesellschaft, die gestern einen Ausflug nach dem Oberelsass unternahmen, sind zwölf in der III ertrunken; drei Personen sind noch abgängig. — (Vom Kasernenhof.) Lieutenant (zu einem unsauberen Recruten): «Wie heißen Sie?» — Recrut: «Schwan!» — Lieutenant: 'Mensch, wie kommen Sie zu dem Druckfehler?» Local- und Promnzial-Nachnchten. * (Canalbau.) Bei Durchschreitung der Latter-manns-Allee fällt ein Erdwulst aus, der sich in gerader Richtung über die Wiese zum einstigen Reitplatze hinter dem Coliseum hinzieht. Die Ausschüttung und die sie begleitenden Spuren kennzeichnen den in entsprechender Tiefe eben bis zur Coliseumsstraße hergestellten Canal der neuen ! Triesterstraße. Die vielen Bausteine auf dem frühern Reit-terrain dagegen weisen auf die demnächftige Weiterführung der genannten Straße bis hin zur Klagenfurter Chaussee. — (Personalnachricht.) Unser Landsmann Herr Pros, Dr, August Music, Privatdocent für griechische Grammatik an der Agramer Universität, begibt sich im Auftrage und mit Unterstützung der kroatischen Landesregierung auf längere Zeit nach Griechenland, zunächst nach Athen, um daselbst die Aussprache des Neugriechischen zu studieren, ferner nach Troja, um die Aus-grabungsarbeiten Dr. Schliemanns an Ort und Stelle kennen zu lernen. * (Schuljahrs -Schlussfeier an der Lehrer-Bildungsanstalt.) Gestern feierte unsere k. k. Lehrer-Bildungsaustalt mit ihrer Uebungsschule das Schuljahrsschll'ssfest durch ein solennes Dantamt in der Herz Iesu-Kirche, die nachfolgende Verlesung der Vorzugsschüler durch Herrn Schulralh Hrovath nnd die Vertheilung der Zeugnisse und Schulnachrichten. Nachmittags begann die mündliche Reiseprüfung der Zöglinge des vierten Jahrganges und dürfte erst Donnerstag ihren Abschluss finden. - — (Studienreise.) Der Privatdocent an der technischen Hochschule in Graz Herr Dr. Kramer hat im Auftrage des Ministeriums eine längere Studienreise nach Deutschland und in die Schweiz angetreten. *(Von den deutschen Volksschulen Laibachs.) Aus den im Verlaufe der letzten Conferenz gemachten Mittheilungen des Herrn Vezirls-Schulinspecwrs Pros, Julius Wallner geht hervor, dass die deutschen öffentlichen und Privat-Voltsschulen Laibachs im nun zu Ende gelangten Schuljahre 1U91/V2 von 25 Procent aller hier Schulpflichtigen, nämlich von 859 Kindern besucht wurden. Davon entfallen 532 auf die öffentlichen Knaben- und Mädchenvollsschulen. Im Kindergarten des deutschen Schulvereines waren alle Plätze, über die man verfügt, besetzt. Die Zahl der in diesem Institute unterwiesenen vorschulpflichtigen Knaben und Mädchen betraut 101. ^ — (Cur liste von Veldes.) In Veldes sind vom 1. Mai bis 30. Juni d. I. folgende Damen und Herren zum Curgebrauche eingetroffen: Julius Freiherr von Vorn mit Tochter Elly Freiin von Born, Gouvernante und Dienerschaft, Berlin; Constantin Peipirr, Ingenieur. Ternitz; I. Kolman. Director, Preußisch-Schlesien; August Jack, Buchhalter, Laibach; Adele Mayer, Private, Wien; Graf Neuhaus, k. und l. Oberst, Baden; Baron und Ba ronin Ernst Kornig, Stuttgart; Alfons Graf Auersperg, k. und k. Linienschiffslieutenant i. R,. Laibach; Ritter von Inhof, k. und k. Rittmeister, Wien; M. Roost. Kaufmann, Krainburg; Ehrenreich Graf Wurmbrand, Privatier, Wien; Graf Kolowrat, Privatier, Wien; Dr. I. v. Mundy, Wien; M.U. Dr. Emil Ulrich, Arzt, Prag; Heinrich Seifert, Fabriksbefitzer, mit Gemahlin, Hirschberg; Johann Fabery mit Tochter, Wien; F. Thornbikt und Julie Thorndikt mit Stubenmädchen, Private, England; Camillo Vetter, kais. russischer Consul, Egypten; Victor Galtt. Privatier, Laibach; Graf Hardeg, Laibach; Julius Rebitfch, Handels' mann, Wien; Karl Zellner, Hofrevident, mit Frau, Wien; Lina Egghardt mit Sohn und Hermine Egghardt, Wien; ^ Gras Edgar Henkel - Donersmart sammt Diener, Schloss Kaulwitz; Waldemar Mazura, Kaufmann, mit Tochter, Senftenberg; Georges de Lastos, griechischer Consul, mit Gemahlin. Griechenland; Isabel! v. Äilsla, Gutsbesitzerin, mit zwei Töchtern, Urznow; Samuel v. Kelidcffu, Gutsbesitzer, mit Bedienten. Ungarn; C. A. Drusany, Gutsbesitzer, Wildon; Agnese Mary Vryce, England; Dottor Berncr, Gymnasialdirector. mit Gemahl»,, M'N'ster,- ^lax Friese, Rentier, und verw, F.au Dr. Pauline 3^ft m.t Georg Zacharides, Veamler, Wien; Mar.e und Karolme ^Beracr Wien; Max Gebbert. Fabrikant, Erlangen; C Bergmann, Illa/nieur, Meißen; Gräfin Maria Irlacic, Meran; Eduard Geipel. Fabrikant, Wien; Rudolf Wiesgrill, Bahiibeamter, sammt Gemahlin, Schönbrunn; Eber« hardt Graf zu Erbach sammt Gemahlin, Baiern; Eilhard Mitscherlich, preußischer Officier, Potsdam; August Hinz Kaufmann, mit Gemahlin und zwei Töchtern. Samara in Russland; Friedrich Irrgang, Buchdruckereibesitzer, Brunn Laibacher Zeitung Nr. 157 1354 13. Juli !89?. mit Schwägerin M. Penater und Nichte I. Tachauer, Wien; Karl Roth, Kaufmann, mit Gemahlin, Dresden; Sylvia Leixner v. Grünberg, Secretärsgattin, mit drei Kindern und Magd, Wien; Vincenz C. Lucheschitz, Privatier, Graz; Dr. Vladimir Koziski, k t. Gerichtsadjunct, mit Gemahlin Marie Koziska, Flusta; Oswald Richard Knack, Privatier, Berlin; Hugo Moro, Lehrer, sammt Frau, Hermagor; Hans Neuwirth, Beamter, Wien; Robert Geipel, Fabrikant, Asch; Josef Lexa, Ingenieur, Königliche Weinberge bei Prag; Franz Gebhardt, Oekonom, Traisa bei Darmstadt; Octavia Winz, Private, Bremen; Dr. Wilhelm Gerten, Professor, sammt Gemahlin, Perleberg in Preußen; August Velitsek, Privatier, Werschetz; V.Leipziger, königlich preußischer General z. D., sammt Gemahlin, München; Ludwig Neuner, Kaufmann, München; Dr. Iur. Eduard Glaser, k. k. Gerichtsauscultant, Znaim; Ferdinand Pohl, Wien; Ferdinand Michel, Wien; Karl Neukomm, Maschinenbauer, Werschetz; Gustav Kleinberger mit Familie, Warasbin; Gustav Kölh, Kaufmann, Wa-rasdin; Anton Svetina, Besitzer, Franz; Dragotin Svent-ner, Kaufmann, Franz; Dr. Iur. Gratiadie Bolaffio, Ao-vocat, Trieft; Dr. Iur. Giovanni Rusconi, Advocaturs-Concipient, Trieft; Anna Ziakowski, Professorstochter, Laibach; Dr. Josef Luzzatto, Advocat, Trieft; G. Pelosi sammt Frau, Trieft; Eduard Pact, Beamter, Wien; Louis Beran, Pensionist, Wien; I. N. Soller, Beamter, Leipzig; Slavo Kofli, Laibach; Franz Orozen, k. k. Professor, mit Frau, Laibach; Arthur Fischet sammt Gemahlin, Berlin; Dorothea Fischel, Wien; Cornelius Kowan, Kaufmann, Wien; Dr. Eugenio Fleischer, Advocat, Trieft; Hilda Lill v. Lilienbach, Private, mit Tochter, Graz; Baronin Philip-povic", k. und k. Feldzeugmeisters Witwe, mit Baronessen Gisela und Pauline Philippovic und Kammerjungfer, Prag: Karl v. Widatowich, Fabrikant, Wien; Ludwig v. Münchow, Gießen: Wagner, k. und k. Majors Witwe, mit Sohn, Wien; August Vychodil, Professor, Belovar; Ludwig Schäfer, Postmeister, Gottaja: M. Otto Spring mit Töchtern Miss E. D. und Miss A. M. Spring, Pitts-burg in Pennsylvanien; E, D. Breton, Newyork: Marie Gostischa mit Gesellschaftsdame, Trieft; Dr. Huth, k. und k. Stabsarzt i. R., Olmütz: Wilhelm Lenz, Kaufmann, mit zwei Töchtern, Berlin; Georg Raftpolt, Kaufmann, sammt Gemahlin, Karlsruhe; Josef Schader, Kaufmann, mit Gemahlin, Freifing; Gräfin Ivanka Ie-lacic und Gräfin Olga Ielacic, Stiftsdame, Meran; Fürst und Fürstin Felix Oginski, Gutsbesitzer, mit Leibjäger, Westpreußen; R. Rhyner, Fabrikant, Zürich; Friedrich Böhm, Fabrikant, Königsberg; Ottilie Mühlstein, Kaufmanns-Gattin, Prag; Anna Kurella, Lehrerin, Meran; Helene Kurella, Preußen; Noel Sigmondo Graf von Lesser, Privat, Madrid; Baronin Irma Sardagna, Gutsbesitzerin, Ungarn; Adolf Schild, k. u. k. Oberlieutenant, Iaroslau; Hans Popfterl, Rentmeister, Leit-meritz; Max Selling, Professor, mit Gemahlin, Helsing-fors in Finnland; Karl Mayer, Beamter, Werschetz; Constance Buchler, Private, Trieft; Eugen Nerchtold, Gänsersdorf; Anton Dellefant, Kaufmann, Waitz; Graf und Gräfin Oskar d'Orsay, k. u. k. Kämmerer und Gutsbesitzer, mit Kammerfrau, Steiermart; Dr. August Freiherr Alber-Glanstätten, Präsident der k. u. k. Secbchörde in Trieft, mit Gemahlin Baronin Anna Alber und . Töchtern Baronessen Raymond«, Anna, Nartolina und Julie Alber, Trieft; Rudolf Sekulic, k. u. k. Ober-lieutenant, mit Gemahlin und zwei Kindern, Görz; T. Oustersic, Bürgermeister, Kropp; Ellen Powert, Boston in Amerika; Emil Nager, Privat, Luzern; Ferdinand Ienisch, Beamter, Wien; Dr. Julius Pfeiffer, Hof- u. Gerichtsadvocat, mit Gemahlin, Wien; Samuel Hirsch, Kaufmann, Newyorl; Julius Gregr, Bankbeamter, Trieft; Wilhelm Luhman, Zeichner, Leipzig; H. Wegele, königlicher Regierungs-Baumeister, Frankfurt; Graf Col-lalto, l. u. k. Lieutenant im 8. Dragoner - Regimente; Emil Schulz, Comptoirist, Budweis; Dora Hirsh, Private, Prag; Glaser, Baumeister, mit Gemahlin und Familie sammt Dienerschaft. Wien; Ge> Sternberg, Kaufmann, Versecz; Wilhelmine Kaiser, Private, Wien; Bertha Freifrau v. Winkler, k. t, Äezirlscommissärs Gattin, sammt vier kleinen Töchtern, zwei Dienerinnen, Laibach; Arthur Nadherny, Ingenieur, sammt Gemahlin, zwei kleinen Kindern und einer Dienerin, Petersburg; Nujatti, Fabrikant, mit einem kleinen Söhnchen, Wien; Frihi Tirman, Wien; Friederike Baronin Rechbach, Stistsdame, Görz; Rudolf Baron Rechbach, k. u. t. Oberst i. R., mit Gemahlin, Körbach; Baronin Rechbach, geb. Gräfin Gorcy, Körbach; Anton Neuberger, Cassier, Wien; Karl Tafratzer, Official, Wien; Ludmilla Mohr, Rcalitäteu-besttzerin, mit Nichte Melanie Lenz, Wien; Baron Wredl, k. u. k. Hauptmann, mit Gemahlin und zwei Töchtern, Wien; Georg Grohmann, Laibach; Heinrich Raebel, Ingenieur, sammt Gemahlin und Kind, Deutschland; Avignone, königlich italienischer Mariue-Capitän, Italien; Dr. Rudolf Spangler mit Gemahlin, Salzburg; Anton Greger, Procurist, Wien; Leopold Hofbaucr, Fabrikbesitzer, Wien; Wesener, k. u. l. Husaren - Lieuteuaut, Villach; W .I. Witasel, Staatsbahn-Oberinspector, sammt Gemahlin. Graz; Rudolf Edler v. Kahlert, Nahnassistent, St. Polten; Dr. Med. Laduruer, Arzt, Meran; Wilhelm Ttallmann. Hannover; Elise Heinrichsdorff, Private. Stettin; Fanny Spohr. Private, Wiesbaden; Eduard Nois d'Chesne, Rheder, mit Gemahlin, Trieft; Sylvia und Gabor v. Szalay mit Erzieherin Bertha Valtrini, Budapest; Christoph Riemer, Kaufmann, Gablonz; Franz Ebersbach, Fabrikant, Sachsen; Therese Klein mit Familie, Abbazia; Hugo v. Bien, Gutsbesitzer, Fraßlau; Albert Schrader, Ingenieur Hamburg; Christ Geiftel jun., Fabrikant. Asch; Colonel Chermside, königlich britischer Officier, mit Gemahlin, England; Josef Riedel, Industrieller, Böhmen; Olga v. Nien, Malerin, München; Minna v. Bien, Private. Fraßlau; Anna Matzcnauer, Wien: Karl Labres, k. k. Steuereinnehmer, Gföhr; Emil Bauer, Ingenieur, Leobersdorf; Josef Pleiweiß, Fabriksgesellschafter, Laibach; Jean Schrey, Laibach; Josef Deutsch, Kaufmann, Laibach: Marie Seligman, Private, Wien: Hedi Kavan, Private, Profsnitz: Oskar Beckert. Fabrikant, sammt Gemahlin, Zittau in Sachsen; Marie Zeschko, Private, mit drei Kindern, Erzieherin und Dienerschaft, Laibach: van der Wall. Private, Holland; Ernestine Gräfin Aerotin, Präsidenten des Vereines des «rothen Kreuzes», Olmütz; Ferdinand Mayer, Privat, mit Gemahlin, drei Söhnen, einer Tochter, Hofmeister, Gouvernante und Dienerschaft, Wien. — (Aus dem Reichsrathe.) Der Immu-nitätsausschuss hielt gestern vormittags eine Sitzung, um über den Antrag Pacäk, betreffend die Disciplinarbehand-lung des Abg. Dr. Spincic, zu verhandeln. Abg. Dr. Lang beantragt, dass der Immunitäts-Ausschuss erkläre, in dem Falle Spincic sei das Immunitätsrecht verletzt worden, und es habe eine Rehabilitation des Abg. Spincic einzutreten. Abg. Ferjancic glaubt, dass zwar nicht der Wortlaut des Gesetzes über die Immunität, gewiss aber der Geist desselben verletzt sei. Verletzt sei vor allem das Recht der Bethätigung des Abgeordneten, die Freiheit des Abgeordneten sowie das Recht der Wählerschaft, sich ihre Mandatare frei zu wählen, denn durch diese Interpretation sei eine Classe von minder berechtigten Abgeordneten geschaffen. Die Zählung aus dem Namensverzeichnisse ergibt nicht weniger als lii in Staatsämtern befindliche Mitglieder des Hauses. Will man diese Gruppe von Abgeordneten bei der Gesetzgebung entbehren, dann spreche man die Incompatibilität aus. Will man das nicht, dann umgebe man auch diese Gruppe von Abgeordneten mit jenem Schutze, welchen alle anderen Abgeordneten genießen. An dem Falle Spincic habe es sich gezeigt, dass die Disciplinarverfolgung empfindlicher sein kann als die schärfste gerichtliche Verfolgung. Es sei daher an der Zeit, der Wiederholung solcher, die Volksvertretung in ihren Grundfesten erschütternden Maßnahmen vorzubeugen. Und dies könne auf Grund des Paragraphen 19 der Geschäftsordnung durch geeignete Anträge au das Haus gesch'hen. Redner stellte zugleich den Antrag, dass zur gründlichen Erörterung des Falles Spincii die Vorlage der Disciplinaracten von der Regierung begehrt werde. Abgeordneter Dr. Weeber betonte den Zusammenhang dieser Angelegenheit mit der Frage der Dienst-pragmatil und die Nothwendigkeit einer legislativen Regelung dieser Frage. Hierauf wurde die Verhandlung mit Rücksicht auf den Beginn der Plenarsitzung abgebrochen. — (Geographisches Cyklorama.) In der hiesigen «Tonhalle» ist seit Samstag ein geographisches Cyklorama aufgestellt. Die erste Serie bietet Pracht-anfichten aus verschiedenen Ländern nebst einigen Transparentansichten, im ganzen 40 Bilder. Die Bilder treten plastisch hervor uud zeichnen sich durch besondere Reinheit und Klarheit aus. Als zweite Serie folgen von morgen ab Ansichten der bairischen Königsschlösser. Eintritt 20 kr., für Studierende 10 kr.; im Abonnement 15 Karten 2 fl. Der Besuch des Cyklorama kann jedermann, insbesondere aber der studierenden Jugend, empfohlen werden. * (Die letzten Baumblüten.) Es hilft einmal nichts: die Sichel zieht durchs Land, und zwischen den goldigen Aehrenfeldern zeigen sich schon die ersten dunkelbraunen Flächen, welche der Pflug für die Herbstsaat hergerichtet. Wirft man von den Alleen aus eiueu Blick über unsere Tivoliwaldungen, so leuchten namentlich gegen den Saum desselben zahlreiche, in Gclbweiß gehüllte Baumkronen aus dem dunkeln Grün der Tannenuno Fichtenwirtel hervor — die letzten Baumblüten des Jahres, das Nlumengefild der Edelkastanien. Dic bilden mit den Linden den Schlusseffect der Blüteperiode. — nur wenige Wochen noch, und es herbstelt. ^ — (Gemeindewahl in Iggdorf.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Igg-dors im politischen Bezirke Laibach wurden gewählt: Johann Zupec, Grundbesitzer in Iggdorf, zum Gemeindevorsteher, Franz Platnar und Mathias Orenk, beide Grundbesitzer in Iggdorf, zu Gemeindcräthen. — (General-Gütertarif.) Am 1. Inli erschien die dritte Auflage des General-Gütertarises der k. k. österreichischen Staatsbahnen, in welchem bereits die mit 15. Juli d. I. in Wirksamkeit getrct.nen neuen Local-gütertarife enthalten sind. — (Schulausstelluug.) An der zweiten städtischen Knabenvollsschule am Zoisgraben sind von heute ab bis Samstag nachmittags die Arbeiten der Schulwerkstätte zur Ansicht ausgestellt. — (Or gel schule.) Die Schlussprüfung in der ^ hiesigen Orgelschnle findet morgen um !1 Uhr statt. Neueste Post. > griginal-Telegramme der „Laibacher Zeitung". W Wien, 12. Juli. Erzherzogin Margarethe Sofia, Tochter des Erzherzogs Karl Ludwig,' hat sich mit dem Herzog Albrecht von Württemberg verlobt. Pola^ 12. Juli. Heute früh sind die Schiffe «Kronprinz Rudolf», 'Kaiser Franz Josef» und -Krön-Prinzessin Stefanie», auf welch letzteres Admiral Baron Sterncck sich einschiffte, sowie die Torpedoschiffe au«' gelaufen. Bern, 12. Juli. Die Zahl der bei Ouchy an> Genfer See durch die Kesselexftlosion des Dampfs «Montblanc» getödteten Personen scheint endqiltig 24 z" betragen. Die Zahl der Verwundeten wird bedeutend übertrieben; gegenwärtig sollen noch zwei der Verletzte» in Behandlung sein. Paris, 12. Juli. Im Verlaufe des he" tigen Ministerrathes unterzeichnete del Präsident der Republik. Car not, das Decret, welches die Eröffnung einer i» P a r is zu v er a n st a l tend e nWelt äus stell uns für den 5. Mai 1900 fest fetzt. Bonncvillc (Savoyen), 12. Juli. Oberhalb del Väder von Saint Gervais bei Chamounix kam es in folge eines Vergabsturzes zu einer Katastrophe. Zahl' reiche Häuser sind emgestürzt. Wie geiüchtweise ves' lautet, seien 30 Personen verunglückt.' Bonneville, 12. Juli, abends. Ein Theil des M schers Biouuassay löste sich vom Montblanc los, stürz« in den Gießbach VionuM) und fegte einen Theil d^ Dorfes Bionnay weg. Im Badeorte Saint Gervais sind infolge der Katastrophe 120 Menschen ums LeB gekommen. London, 12. Juli. Gladstone erklärte gestern i" einer in Pemcuik gehaltenen Nede, dass, wenn ^ Liberalen ans Ruder kämen, ihre erste Sorge der all' gemeinen Lage, den Verhältnissen in Irland und del Arbeiterfrage gewidmet sein würde. Auch würde ^ Einrichtung getroffen werden, dass die einzelnen Industrien eines jeden Ortes über die Nestimnnma. ^ Arbeitszeit in dem betreffenden Orte abzustimmen HM" London, 12. Juli. Visher wurden gewälM 195 Conservative, 31 Uniomsten, Ui8 Gladstoneanes, 5 Parnelliten. 30 Antiparnelliteu. Es gewannen d>< Conservative,, 13, die Unionisten 7, die Gladstone«"^ 50 Sitze. Verstorbene. A in l 0. Juli. Aluisia Zuftancic, Knechtes »TochttW N! Mon., Dampfmühlgasse Ui, Darmlatarrh. N m l 2. Juli. Josef Peril'. Arbeiters.Sohn, 1 V« 3' Älter Äinrtt 12, .Hirnhautentzündung — ^ranz Primc, Albe'' ters-Sohn, 2 M., Petersstrasic 4-i, Kiunbackeutrampf, . Meteorologische Beobachtungen iu Laibach.^ " ^2 VZ>-> ^ wl"b dti, Hlmmrls Z B 3 ^ GZ Ä^ 7 U.Mg. 730 8" 16^6 N. schwach ganz Gewollt! «H 12. 2. N. 72« 7 26 2 NO. schwach heiter »M 9. Ab. 727 5 22 0 NW. schwach heiter ! ^l Morgens ganz bewöltt: tagsüber Aufheiterung. Wet<^ leuchten in 9i., nachts lljcwitter mit Nca.cn. — Das Taa.esM><^ ' der Temperatur 21 7°, um 2 7« über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö. ^ > Danksagung. W ssür die vielen Veweise liebevoller Theilnahme, ^ fur die schönen Krauzspendeu und für die zahlreich lM Vetheilissunss au dem Leichenbegängnisse des Herrn > Albert Mamm W Apothekers, Hans< nnd Nealitäteubesihers ^ sagen wir allen lieben Verwandten, Freunden und M Betanntcn unseren herzlichsten Dank. W Laibach am 13. Juli 1892. W Die tranernde Familie. Danksagung. > ssiir die uns während der Krankheit aus allen » Kreisen zugekommenen zahlreichen Veweise liou Theil' >» nähme, für die vielen Kranzspenden uud für die »l Beileidsbezeigungen, dann für die gruhe Theilnahme « am Leichenbegängnisse der ^rau >I Marie Achtschingrb.KuPpatt >^ Kaufmanns» Witwe sprechen wir hiemit unseren innigsten und aufrichtigste" W Danl aus. Laibach am 13. Juli 1892. W Die trauernden Hinterblirbenc». ^W Mbafyn «Btttung «r. 157. 1355 13 Juli 1892. Course an der Wiener Börse vom 12. Juli 1892. «°«dem 0^.^ «0«^,°«, Geld Ware SlaatS'Anlehen. 5"." einheitliche Rente in Noten 95,5 i>n ?^» Lilberrente....... 9495 95 l 5 l854er 4"/« Ntnatslose. L5U fi. 141-50 142 50 lW0er5«/„ » ganze 500 fi. 14l - 141 30 1820 . » Mnstcl 100 fl. 151?', 152 - l»S« 50 183- » » . . 5Ufl, 18!« !><. 1»3 - "/« Dom.'Pfdbr. k 120 st, . , l5l k" lb2 s0 4°/« Oest. Goldrente, steuerfrei 112 »0 N3 - 5esl«rr. Notenrente, » . I00<<^i0l05 Garantierte Eisenbahn» Schuldverschreibungen. Ellsabethbahn in G, steuerfre! . 115 l" 115 7>^ i>rn>^ Il,s> iil>.Pn!,!> in Silber, l18— ll9- iinrarlberner Vahn in Silber . iun-?ü im-?ü ülisabethbal»! i!l»> sl, CM. , , 25', — 252 — »tu, Uiü,v Ä!lbwei« ü0<> N. ü. W. 223 — 23(.— dll>. Ealzb. lilul ^»0 st. », W, 218- - 22« — «tlisabethbahn für 20» Mail , N2 «5 1l3 2^ dto. fttr i!!><> Marl 4>'^ . . . 118 — 11» «n ^can, Ioseph-Bahn Gm. l«84 . 9« 3« 9? 3<> vorarlberger «ahn ifmiss. 1»«4 9l! »5. 9« 50 Üng. Vnlbrente 4"/„ .... N0- - liu 20 dto, Papierente 5"/„, . , , 1004. ion >s> du,. Elsenb, Anl.1«0ft,ü,W.G. >2i,'Ii, 121 2> dettu cumnl, Stücke l00 4,>! lN, 4«, Klo, 0stbahi,.Priur«älen --„ ^!._. dlo. Weluzehenl Äbl, Ob.iWfl 98 45 ,«," 4'. detto ^ s'O ft. ü. W 141»- >4l t»<> tI>eih-Ng.°Li)fe 4°/„ 10a ft, g, W iI^ 7.^ ,87^,5 Velb Ware Glundentl..Vbllaati«n»n (für 100 fl. llM.). 5"/„ gallzische...... lo^ 4^ 105 45 5°/„ mllhrische...... —— —'— 5°/„ trraln und Kilsleulanb . . — — —'— 5°/,, nlederüstcrreichische . . . 10975 11<) 75 !>»/„ steirische...... —'— —'—! 5"/n lroatisch« »nd slavonische . 105 10« — l>»/<, slebenlmlssische ....--------—>— 5"/<> Temeser Äanat .... —-— —-— 5"/n ungarische...... 84 »0 »5 20 Andere össenll. Anlehen Donau Regellose ü"/„ ux» fl. . i»z - iz» . dto. Anleihe 1878 . . 1W- 107' Anlehcn 0« Vtadl Görz . . 109 — btge«l. Wie» lt.? i<5 »5/50 «ör!e»l>au Anlr!i> uerlo«, 5°/„ 9l<- - «9-75 Vsandbrles» (sur 100 fl), Äodencr, allg. »st. 4',« G. . ll« 4< 117-20, dt«. dto. 4',",„. , 100 Hy 10150 dlo. dto. 4»/„ , . . »S i5 W'?5' bl«. Prüm. Nchuldverschr. »"/« 1,150 ,1^ i>0 Oest. Hypotbetexbanl 10j. üu"/„ S3 80 99 ?<> vest. un«. Äanl verl. 4'/,°/» . ln, — IN brtto > 4"/„ , »S 70 100 20 detto 5'!'jähr » 4°/„ , . > 9970 l00-3«> Vrlolität«'Gblltzallontn (für 100 fl.), ^rdinand« Norblmlin Cm. l88« 99— l<^--Hllllzische ^,rl iiubto!g Vahn !tu>, 1881 !«»<> fl. T. »'/,"/» — - —- Velb «Dar, Oesterr, Noibwestbal,n . . . 10726 l<>8 !il> Staatsbahn.......,U8 5,, 19375 «lldbllhn t» 3°/„.....14430 l4ä 35 ,, ' b 5«,'.....lil^.L^.------- Una,.-,»? v Vahli.....iu» ?!> 103 ?b Divers« zoft (per Stück), Crebitlose 100 fl, . . . 18S 25 I9<>- - Clary-Lose 40 fl...... —— hz-«, 4«/s DonaU'Dampfsch. 100 fl. . 124— 12« — z.'aibacher Präm.Nnleh 20 st. 22— L2 5(. Ofener Lose 4« fl. , , 5z— 5?'- - Palsst, Lose 40 fi...... b»-— 57- Nöthen Kreuz, üst, Ves. v , l<> st. l? 60 ,«?<) 4n s/» Windlsch Gräh «osr 20 st .--'-- N4 50 Gew.Zch, b. 3°/„PrHm.-Schult», verschr. der Vodenmbitanstlllt »»- »3 7» §nnb.Acti,n (Per Stück). «nglollst Uanl2»!0ft.no<>,,,(!. , 1502h ,5, ,5 ^a!ill>en'. 3l2 50 llreditbanl. NUg, m.g., »Wfi, . ,,..<; »5 ^zf. Depositenbank, «llg.. 200 st. , zM - »0» -it. lt.) 20Ufl. . 44« — 448 - Dona» - Dampfschlffsayrt' Ves,, Oesterr. 50« st, «lilN. . . . «>2 — »44 - DrllU'Vll, c«. Ll>.'Z.)200fi. L. «» 50 !99-9s< Dul«Bobenb W.-V. 200fi.E. -— —-— Ferdinand» Nurbb,'000 fi.LM! «7»! »ülo Val. Carl Lubw. «,»00st. «M. «4« «4 5l» i^'nb. > Czerno«.. Ials!,»Eisen» ahN'Vesellsch. 200 st. V. . . »43 — »43 »0 .yb.»ft.-UN«,.Trleftb00fl.«M. »70- 875- Oefterr. «orbweftb, 200 fl. Tilb. il4 »15 — dt°. (l!t, N.) »00 fi. S, . . «84 50 »85 ft.«W. 189 50 1»u 5u Tramwah»G«s..Wr.,170fi.e. W. !234 — 2»i» -» neue »r., Priorität»^ «rtien 100 fi......94 — 95- Un«..»al«z. «isenb. wo fi. Gilber 199 25 199 50 Velb Ware Ung. Norbostbahn 200 fi. Silber 1V?- ^ 19780 Un8.Westb.(«llab«Vraz)20<>fi.V. 199 ^b 1»9 5l» Industrlt'Aciien (per Stück). »auges.. »lll«, Orft,, 100 fi - '«l 50 t<^ «l. «gybier «tisen- und Stahl-Ind. in Wien 100 fl...... KObu 815«, Eisenbahnw..Leiha.. er«e, 80 fl. '^"'^ »" b ' .«lbemühl. Papserf. u, «.-V. .^.^ ,"." «iesinqer Viauerei ,W fi. . . '"> 50 lo» . Montan-Gesell,. Ssterr, °alpine ^ ^?! " "' Präger Vsen-Ind..Ve!, 200 fi. "^ bN^^.50 Talgo Tarj, Steinkohlen 80 fi. 5^5 — 588 - «Schlögelmühl., Papiers, »W st. 20» - —'— .Vleyresmüh!..Papiers n «.'», 'bß -- 1« - Trisaüer »uhlenw..»«,. 70 fl. . 'A ,'^ Wafsenf. «,0rst.lnW!e!!i^fl. «0 ->«5- Wallgon ^«hanst,. «Na in Pefi ! 80 N....... l05' - 10« — Wr, VangeseUschaft KX1 fi. . . l.^ ^ ^ W!enerl»eraerZiellel>«rt!en VeI. '" " "^ "' Devisen. N;""""...... "H'^ Pari« . . ^ . ! ' ! « b^ 47-S7. Dalnten. Ducaten........ 5S» 5/1 20.fsranr«'Ttücke..... 95l»! 9K». Deutsche Meich«b»nlnote»! . . 08 «7. b«-?« Papler-Nubel...... 1 ,? ' ,1° ' Italienische Uanlnolen (,'S-'^ sohaftl. Aus- *^^Ki \ Stellung "Wien »|,t... c A 1890 u der in- Tt> ur ternationalen fi Ausstellung Fabrik.marko. vom hygieni- sohen Standpunkte 1891 mit der höohsten Aus-zeiohnung, dem Ehrendiplom mit besonderer Erwähnung, prämiiert. Henri Nestle'5 Kindermehl 26Jähriger Erfolg. Neugeborne Kinder, welche von ihren Muttern gar nicht oder nur unvollkommen gesäugt werden können, werden durch das ; WeBtl6'«ohe Kindernährmehl in rationeller Weiso aufgezogen. — Broschüren, in welchen die Bereitungsweise wie auch die zahlreichen Atteste der ersten Gapacitäten «es Continents, Findelhiiuser und Kinder-spitaler enthalten sind, werden auf Verlangen gratis zugesendet. (2048) 10-10 „* ?ose Henri Xestle's Kinder- ?««i Ö° S"' X Dose Henrl Nestle's oondens. Milch 50 kr. Central-Depot für Oesterreich-Ungarn: F- Berlyak, Wien, Stadt, Naglergasse I. _ Yerxaui iii allen ApotUeKeu uuil Droaueuliaudluugeii. (W78)3-1 Nr. 6229. Kulldulachung. Lais3^' k' k. Landes- als Handelsgerichte Sl'^s/". "^"' ^c von der kramischel, ^pauass, u, Laibach (dnrch Dr. Pfeffer) M" den Verlass des Antun Gvai/ ^ adtzmuncrmanlnncisters in Laibach, eingebrachte Wechselklage ,^!o. 460 fl s A Ge lagtrn H^r Dr. Valentin Krisper, ^ldvoeat ln Laibach, als Cnwtor^ »c.mn N s /"^ 'bnl der wechsclrcchtliche Mlilnngsanftraq vom ill). Juni 1«U2 ^- 29 allg. G. Ö. angeordnet nnd die Magsabschrift infolge des unbekannten^ Aufenthaltes der Geklagten dein auf ihre Gefahr und Kosten bestellten Curator Hcrru D. Ednard Deu in Aoelsbera behändigt. Die Geklagten haben daher am bezeichneten Tage hiergcrichts zu erscheinen oder den Machthaber namhaft zu machen oder aber ihre Behelfe dem Curator rechtzeitig mitzuthcilcu. K. k. Bezirksgericht Adelsberg am 12. Juni 1892. (3073) 3^1 Nr. 3441. Curatorsbestellung. Für den unbekannt wo in Amerika befindlichen Franz Polanc in St. Margarethen wnrde Herr Iofef Weibl in Nassensuh znm Cnrator »,! a^lum bestellt und demselben der diesgerichtliche Executionsbescheid vom 15. Iuui 1892 Z. 3441, behändigt. K. k. Bezirksgericht Nassenfuß, am 15. Iuui 1892. ^2724) 3-1 Nr. 2027. Reassumierunq zweiter exec. Feilbietunst. Vom k. k. Bezirksgerichte in Senosetsch wird hiemit bekannt gegeben, dass in der Executionssache des Anton Ditrich von Adelsberg (durch Dr. Ednard Deu) pcto. 49 fl. 4 kr. die mit dem diesgcrichtlichen Bescheide und Edicte vom 4. Juli 1X91 Z. 1806, bewilligte und anf den 12ten September und 14. October 1891 angeordnet gewesene erste und zweite executive Feilbietnng der der Maria Mnha von Vrimdl eigenthümlichen, gerichtlich anf 1523 fl. 20 kr. geschätzten Realitäten Einl. ZZ. 75 ,nnd 76 der Catastralge-meindc Vrnndl reassnmiert nnd zu deren Vornahme zwei Tagsatznngen auf deu 6. Angnst und den 7. September 1892, jedesmal vm'mitwgö mm 11 bis 12 Uhr, hier erichts u»it dem vorigeu Anhauge augeorduet. K. k. Ac.zillsgericht Senosetsch am 31. Mai 1892. (3011)3—2 ftt. 4379. Razglag. Ker ni bilo k na dan 24 junija 1892 doloöeni eksekutivni dražbi po-sestva Janeza Slavca iz Knežaka st 39, vložni St. 52 in 53 kataslralne ob^ine Knežak, nofienegsi kupozeljnega, se bode na dan 29. julija 1892. I. dolorena druga eksekutivna dražba vr.šila. C. kr. okrajno sodiööe v Iliraki Bi-strici dne 25. junija 1892. ~(2999)~3^3 Sl. 4634. Oklic. Valentinu Baragi, Andreju Baragi, Jeri Kolar, Franèi.ški Kolar, Mariji Kolar, Jakobu Kolarju, Mariji Kolar, rojeni ftirca, Tomažu Leskovicu, Ja-nezu Centi, Maliji Pakišu, Matevžu Brussu. Jožefu Nagodelu, Jakobu No-vaku in Frimožu Hudolsu in njihovim pravnim naslednikorn irnenoval ae je gobpod Karol Puppi» iz Cerkov.ske Vasi skrbnikom za öin. C. kr. okrajno sodisèe v IjOfatoi dne 15. junija 1892. (3045) 3—2 Nr. 3609. Erinnerung. Von dem k. k. Bezirksgerichte Tscher-nembl wird dem Josef Rade von Ober-Radence Nr. 16, nun unbekannten Aufenthaltes, hiermit erinnert: Es habe wider ihn bei diesem Gerichte Georg Agnik von Oberraoence Nr. 19 (durch den Machthaber Michael Peröe von Altenmarkt Nr. 19) die Klage auf Zahlung per 469 sl. 96 kr. s. Anh. li« pi-»««. 3. December 1891, Zahl 9416, eingebracht, worüber zur summarischen Verhandlung die Tagsatzung auf den 8. October I892, vormittags 8 Uhr, Hiergerichts angeordnet worden ist. Da der Aufenthaltsort des Geklagten diesem Gerichte unbekannt und derselbe vielleicht aus den k, k. Erblauden abwesend ist, so hat man zn seiner Vertrctnng und auf seine Gefahr nnd Kosten den Herrn Michael Fugina von Oberradence Nr. 19 als Curator a6 »clum bestellt. Der Geklagte wird hievon zu dem Ende verständigt, damit er allenfalls zur rechten Zeit selbst erscheinen oder sich einen andern Sachwalter bestellen und diesem Gerichte namhaft inachen, überhaupt im ordnungsmäßigen Wege einschreite» und die zn feiner Vertheidigung erfor derlichen Schritte einleiten könne, wldrl-aens diese Rechtssache ,mt dem aufge-stMen Curator nach den Mstmummgen der Gerichtsordnung verhandelt werden und der Geklagte, welchem es übrigens freisteht, seine Nechtsbehelfe anch dem benannten Curator an die Hand zn geben, sich die aus einer Verabsämnung entstehenden Folgen selbst beizumessen' haben wird. K. k. Bezirksgericht Tjchernembl am 25. Mai 1892. .