LMacherOMtllng. Nr. 19. PränumcrationSprciS: ?m Comptoir nanzj. sl. il, hall'j. sl. 5».5»<>. ssür dic Anstellung in« Haus halbj.5.0lv. Mit der Post ganzj. st. I5>. yaldj. si. 7.5.«. Mittwoch, 24. Immer Insert! onsgeXIHr l'iö in Zeilen: imal »s Auge, so gehöre eben so viel juristische Wortklauberei dazu, zn behaupten, ein Angnstcnbnrgischcs Recht Wire gar nicht, als, dieses Recht erstrecke sich auf den Lanzen Inbegriff der beiden Hcrzogthnmcr. Wenn es nbcr, gleichviel in welcher Begrenzung, cxislirt, so habe die Krone Dänemark, so weit es cxistirt, ein Rccht auf die Herrschaft iu den gcsammlcn Herzogthümcru weder Nehcwt, „och ^ Dritte übertragen können, cö lonstitnirc slch vielmehr das volle Recht erst durch die vereinigten ^chtölitcl der Krone Dänemark »nd dcS Hauses Aus>u-Unding. Die erstere» sind auf Oesterreich und Preußen hergegangen, die letzteren nicht. Der Artikel schließt mit der Kouslatirnng der Thatsache, Oesterreich habe jederzeit die Ansicht vertreten, daß b'c einfachste nnd znglcich befriedigendste Lösung in der ^Übertragung der von ihm nnd Prcnßen giltig crwor-bcncn RcchtStitcl König EhristianS IX. an den Erb-pl'mzcn von Anguslcnbnrg und in der dadurch bewirkten Komplclirung des Augustenbnrgischcu Rechtcö zn einem "°llcu und unanfechtbaren 9tcchtc auf den ganzen Kom-^cz- der Hcrzonthümcr zn finden sei, unbeschadet im Abrissen der Gewährung der cuicn oder der anderen ^lndcrnng, welche Prcnßcn inl Namen nnd zn Gunsten °tr deutschen Gesammt-Interessen zn begründen ver-wücs)t>.. Oesterreich. Wien, 22. Jänner. . I-, Die in mciucu letzten Zeilen enthaltenen Audcu-'"Len ul,cr daS bcuorstchcudc Ende der spanischen In-^"^klilln haben durch die heutigen Nachrichten aus Paris ^ ärmlich rasche Bestätigung erfahren. General Prim / s sci>'c Umgebung ist nach einem vicrzchnlägigcn frncht-^>cu Umherziehen in den Gebirgen bei Encinasola nach Portugal übergetreten. Anch die größten Skeptiker zwei-I,'' '^chl filier daran, daß die Insurrektion in Spanien ^'criint ihr (5,,^ erreicht und das Regiment O'Donnells u>^ , ^iand behalten haben werde. Daß noch hin 'd wieder verunglückte Versuche, Bewegungen in ein-a 'cn -Uicilci, des LandcS hervorzurufen, zu melden Ul"s^/"' ""^" °" dcr ganzen Silntation nichts. ^ '/" , ^^ geigte sich heute sehr geneigt, die Sach< Wal "'!. ^"' dicscm Gesichtspunkte anzuschcu, und tun , '^ Vorgcschäftc dic alte zuwartende Hal-fra» -^"^^^ N'ng sic — obwohl wegen der erwarteten trat ^ k Thronrede ein bewegteres Leben nicht cin-' bcich zur Schlnßzcit eine steigcudc Tcudcuz ein. liel , " l.^" ^^"" '" b"" Vtarmorsaalc der taiscr-Ga„ '^'"'"U abgehaltenen Kammcrballc habcu im WM , sllnfhuudcrt Gäste thcilgcnommeu. ES war Schild , «- Zlisammcnlrcffcn mit diesem Hoffcstc Nedout/.,? ? ^" ^'^' sullen Stnndc in den kaiserlichen eines 5«" abgehaltene Ball des Iournalistcnvcr, sllcht war '°! "°" ^iotabililälcn weniger reich bc-Mitglicden, ">>. ^ wohl zn sein pflegte. Von den wrscud Dn« s« ^'l^'lichcn HanscS war Niemand an-' "" "'csammtministcrium war nur durch Herrn Grafen Mcnnsdorff.Ponilly vertreten. Vom diplomatischen Korps fehlten die hervorragendsten Persönlichkeiten. Dagegen waren die Heroen und Heroinen der sämmtlichen Bühnen Wiens, die ersten Namen auö den Kreisen der bildenden Künstler und der Schriftsteller, sowie die Hantc finance fast vollständig versammelt. ^ Nichtsdestoweniger crwicö sich der Versuch, den Ball^ aus den Räumen dcS Soficnsaalcs in die der kaiserlichen Rcdonlcnsäle zn verlegen, als lein cilücklicheiv diese Ränmc erwiesen sich zn groß. Die Gesellschaft! vermochte nicht dieselben zn füllen uud in der Weise l zu beleben, wie man sie hier von ciucni aniumtcn Balle ^ fordert. ! Anch auf dein Konkordia «Balle kolportirtc man das Gerücht, daß dic Reise des allerhöchsten Kaiscrpaa« >rcs, welche bekanntlich für den 2'». d. M. in AnSsicht genommen war, ncncrcn Bestimmungen zufolge erst' in den ersten Tagen der zweiten Woche des Februars stalthabcu soll. Diese Version, welche heute schon hier ziemliche Vcrbrcituug fand, nachdem der Telegraf sic^ bereits vorgestern nach anßcn vermittelt hatte, darf wohl nur mit größter Vorsicht aufgenommen werden, da in dieser Bczichuug vou dcu betreffenden Umgebungen des allerhöchsten Hofcö die größte Diskretion beobachtet wird. Dagegen kann daö Gerücht, daß durch die Ver« z schlcnderung einiger ans die letzte Vollözählnng in Wien bezüglichen Alten eine neue Volkszählung nothwendig gc< worden sei, gcradezn dcmcnlirt werde». Die abhanden gekommenen „Akten" waren nichts weiter als einige! Aufnahme-Bronillonß, welche längst ordunnaMläßia. übcttragcu word.cu sind. Wien, 22. Jänner. (O.-C.) Einige Wicncr Blätter wollen uou dniüleu Gerüchten wissen, welche übcr Pläne der Rcgicrnng iu Umlauf seien, Etaalspapiergeld aus zugeben. Namentlich das „Frcmocnblatt" will vcrnom inen haben, daß man in finanzministtriM'n Krciscn auf Äiitlel sinnen zu müsscu glanbtc, welche bei der Unlust des auswärtigen Kapitals, sich trotz der Zinsengarantie^ au deu österreichischen ^isenbahnunternehmungen zn be ! thciligen, geeignet wären, die Ausführung des ncncn! Bahnnetzes unter allen Uiuständcn zu ermöglichen nnd^ sicherzustellen. Zn dicscm Zwcckc soll mau. wie das gc ^ nauutc Blatt verläßlich erfahren habcu will, die Absicht habcu, für dcu Betrag von !"><»() bis M) Hiillioucn Guldcu allmälig nach Bedarf ein mit h Pcrzcut ver^ ziuslichcs Staalspapicrgeld zu cmittircu. Wir siud ermächtigt, dic vorstehende Notiz als dnrch-ans niiwahr zu erklären, und geben dnö, was uuS ans Kreisen zukam, dic wir mit gntcm Grunde als verläßlich bezeichnen zn dürfcn glauben, im Nachstehenden: Die Fragc, ob cs für dcu Staat nicht vorthcilhaflcr wärc, dcu Allöbau dcS östcrrcichischcu CiscubahuuctzcS in die eigene Hand zu nehmen uud den Staatstrcdit zur Bc! schaffuug dcr hiezil erforderlichen Mittel zu bcnützcn, ist bereits wicdcrholt aufgetaucht uud besprochen wordcn. Äian criuucrc sich uur au dic Vcrhaudlnngcn, dic übcr dcn Bau dcr sicbcnbürgischcu Eisenbahn im Rci'chörathc geführt wordcu siud uud wobei auch dicscs Thcuia berührt wurde. Auch gegenwärtig liegen Projekte in dieser Richtung vor, dic ihren Urspruug uamcutlich dcn iu ^ lctztcr Zcit häufiger angestellten Betrachtungen über dic Mäugcl dcS bisher bcobachtctcu SystcmS dcr Staats-garautic vcrdaulcn Uiögen. Dicsc Projcktc sind nbcr bis zur Etuudc uoch uicht in Vcrathuug gcnommcn wordcn; um so wcuigcr taun vou cincr diei^falls bcrcitS gctruffc-ucu (5ntschcidung dic Rcdc sciu. Dicsclbc möge übrigens ansfallcu wic sie wollc, so läßt sich wohl schon jetzt mit nllcr Äcstimmhcit sagcu, daß dic kaiserliche Rcgicruug uicht daran dcntc, zur Bestreitung dcr Kosten von Staato-ciscnbahubautcu zur Emission cineS in welcher Form immer auftrctcndcn StaatSpapicrgcldcs zu schrcitcu. (i(.'. ES sind in dcr lctzlcrcu Zcit sehr bedaner« lichc Fälle von Lynchjustiz in Nislo, "ularow nnd andc< reu Orten des RzcSzowcr Kreises vorgekommen. Nachdem die kaiserlichen Behörden hicuon Kenntniß erlangt halten, wurde die gerichtliche Untersuchung gegen die Thäter, wornn< tcr zumeist Gcmcindevorstündc nnd Aancru sich befanden, eingeleitet und die Verfügung getroffen, daß von Seite dcr^ BezirlSbehorden dcn irrigen Anschannngcn, welche theil-^ weise diesen AnSbrnchcn roher Gewalt zu Grunde lagen, ^ entgegengetreten werde. Es wurde nämlich konstatirt,! daß, abgesehen von dcr geringen Bildungsstufe, anf^ welcher die Bewohner dieser Ortschaften stehen, und von dcr durch die häufig vorgekommenen Dicbstähi> acgcn die wirklichen oder vermeintlichen Thäter hervor-^ gcrufcucll Erbitterung, die Altc dcr brutalen Selbsthülsc^ a»ch dnrch das uutcr dem dortigcu Landvolkc vcrbreilrtc Gerücht veranlaßt wnrdcn, daß Sc. l. k. Apostolische Majestät den Gemeinden nicht nur die AnSübung dcr zivilrichterlichcn Gewalt, sondern anch das UntcrsuchnugS-uud Strafrccht allcrgnädigst zn übertragen gcrnhcn werden. - Es wird sonach cinc dringende Anfgabc der Lokal- uud VczirlSbchördcn sei», das Landvolk über dic Unwahrheit uud das Widersinnige dieser Gerüchte aufzuklären. Pest, 20. Jänner. .,P. Hirnöt" glanbt nicht, daß schon jetzt auf dcsinitiv tonstrnirtc Parteien im Landtag gcrcchnct wcrdcu dürfe; dem, mit dcn verschiedenen Phasen, welche mit dcr forlschrciicudcn Entwicklung dcr Fragen ciiUrctcn wcrdcn, werden sich verschiedene Par-teigruppirnngcn gestalten. Die crstc Zersetziing werde dnrch die Adrcßdcbattc hervorgebracht wcrdcn; Dcnjc!!i-> gen gegenüber, welche vielleicht dic Erncninmg dcS Vti« nistcrinms 1» priori urgircn, wird hoffcullich dic Rechte, dic Thronrede zur Richtschuur nchlncnd, diese Fragc bis znr Revision des Hl. Gcsctzarlilcls zu verschieben geneigt sein. Noch schärfcr wcrdcn die Partcigruppirnn-gcn in dcr Fragc dcr gemeinsamen Angelegenheiten sciu, und dcnnoch dürfte nicht dic gcrcchtc nnd loyale Lösnug diescö PuuktcS die schwierigste Fragc dcS Landtages sein. Die Frage, ob Ungarn im Namen dcr Freiheit dcm cntnationalisircndcn frcmdcu System znr Bcutc hiugc-wurfcn wcrdcn soll, die RcuisiouSvcrhandlung dcS lll. uud dcö XVI. GcsctzarlilelS wcrdcn zeigen, ob die Gc-lrcncn dcr uatioualcu Sachc deu AlUth habcn, licbcr iu dcr Minorität zu bleiben, als ans salchcr Scheu zn dcn ^iachznglcrn cincr andcrn Partei zn gchörcn. — In Äczng ans die Sp rächen fra g c sagt ,.P. Naplo", „daß die wahrhafte Gleichberechlianng der Sprachen weder in Graz, noch in Prag auf dcm dort befolgten Wcgc znr vollständigen Befriedigung aller Parteien nnd dcr Gerechtigkeit gemäß hergestellt wcrdcn kann. So oft dic Gesetzgebung oder die Regierung starre Normen ausstellt, wird die Praxis immer zn gro^ ßcn Anomalien, Mißbrauche» »»d Uiigeicchligkeilen führen. — Nnr vollständige Lchificihcit löimc helfe». Sobald dcr Slaat gestattet, daß jede Kirche, jede Nationalität iu jeder Gemeinde, in jedem Kreise besondere Schulen errichten taun, ja wenn dcr Staat in dieser Bczichnng anch jeder Privatnnlcrnchmimg nicht das gc« ringstc Hinderniß in dcn Wcg lcgt und die einzelnen Schulen dnrch uugchimgc Eiumcngung in ihrer Wirksamkeit nicht stört, werde» die Klagen aufhören/' — „M. Vilag" zitirt ans Michael HorvathS „Geschichte des UnabhängigkeitStampfcS Ungarns" eine auf die gemeinsamen Angclcgcnhcilcn bezügliche Stelle, in welcher, auSeinaudcrgcsctzt wird, daß in Bezug auf die höchsten Interessen (F!»a»zcn, Krieg, Handel uud Auswärtiges) dcr Gesummt monarchic zwischen Ungarn und Oesterreich ein Ucl'ercinlommcn hältc abgeschlossen wcldcn müsscu. „M. Vilag" empfiehlt dicsc Stelle gerade dcr Anf-mcrlsamlcit Derjenigen, welche dcn Verfasser des gc« nannten Werkes als Autorität uerehrcn. Unsl'and. Nom. Die diplomatischen Bezichnugen zwischen Rom und Rlißlaüd sollen gänzlich abgebrochen wcrdcn. Bekanntlich hat dcr Papst wicdcrholt vcrgcbcnö dic Zu« lassnng cincS Nuntius nach Petersburg verlangt; sie wurde zwar vor einigen Jahren „im Prinzip" zugcstan' dcn, abcr nnlcr Bedingungen, anf welche der Papst nicht eingehen konnte. Die letzte Impertinenz des Baron Mcycndorff hat nun die Sachc zur Entscheidung gebracht. Nach Alicfcn vom 12. d., die dem ..EzaS" ans Rom zugekommen siud, will dcr Papst nicht mchr dic russische Gesandtschaft bei sich habcu uud ließ sich vcruchmcn, daß sie aufgehoben werde, uachdcm die lan^ jährige Geduld ocS lömischcu Hofcö iu Petersburg nicht bcrücksichligt und die Rcziprozität durch eine Nuntiatur nicht zugcslaudcu wurde. Die rufsischc Gesandtschaft in Rom fci dnrchanö uuzwcckmäßig, denn dcr direkte Vcr-kchr dcö PapstcS mit dcr poluischcu Gcistlichteit sei vcr-wehrt uud alle Attcu dcö heiligen Stuhles, wclchc, sür Polen bestimmt, zn Handen dcr Gesandtschaft übcrrcicht wcrdcn, pflcgcn nie cinzutresfcn und wcrdcn in dcr Rcgcl konfiSzirt. Paris, 18. Jänner. Das nusinnigc Gerede von cincr angeblich dcm Abschlüsse uahcn, anf Vcnctien be-zilglichcn österreichisch-französischen Kon« vcntion bedarf für deukeudc Leute tcincr Widcrlegunss. Die sogenannte vcnctianischc Frage macht dcm Kaifc»,-Napoleon dermalen wahrlich leine Sorgc, und die socdcn 130 «ach Venedig hcrabgclangttn Alte Ihrer Regierung lassen genügend erkennen, daß dieselbe eben so wenig an lcrri» lorialc Veränderungen denkt, die zudem weder ihr, noch dem vorgeblichen anderen Kontrahenten zu Stallen kommen würden. Man muß für französische Prouinzblätter (wahre Ententeiche!) schreiben, und zwar am Vorabende der Kammcrcröffuuug, wo gewisse Leute alles glauben, mn so abenteuerliches Zeug an den Mann zu bringen. — In Algier sieht man den ersten Entschließungen des soeben dorthin zurückgekehrten Gcneralnn> 0mn!M,x, in dcm sie zu versinken droh' ten, in das erheiternde Genre über. Von dcm logisch-korrekten Grundsätze ausgehend: das; jede Wirkuug ihre Ursache haben müsse, fabrizirt man sich Ursachen für Erscheinungen, die man ohne Erklärung lassen müßte, wenn mau nicht eben zur Fabrikation greifen will. Und die Erzeugnisse dieser Fabrikation sind es, die das so possierliche, erfrischende Elcnnnt in den crmüdcnd lang. wciligcn Berichten über Verfolgungen bieten, die thatsächlich „gegeustaudsloö" geworden zu sciu scheinen. So heißt cö von der einen Scitc: Prim und O'Donuell stecken unter einer Decke; von der anderen: Prim habe sogar in höhereu Kreisen Alliirtc, er mache von seiner Irrfahrt nach Portugal manchmal einen Abstecher nach Madrid, wo ihm die Thore des t. Palastes offen stehen n»d er die längste Zeit in geheimen Unterredungen mit der Königin verbringe, u. d. m. Uebrigcns ist bis zur Stnndc Thatsache, daß Prim weder ergriffen noch nach Portugal geflohen ist; vielmehr scheint die Version eine richtige, daß Prim nach einem forzirtcn Flanlcnmarsch im Begriff steht, in Koidoua cinzumnrschiren. Indeß hat der Senat die Versetzung Prims in den Anklagczustaud mit 140 Stimmen gegen eine einzige antorisirt. Auch ist cin Kricgsrath zusammengetreten, um über die Maßregeln zn berathen, die bezüglich PrimS und seiner Truppe» zu ergreifen sind. Man wird aber auch in Madrid leine strengere Justiz üben können, als dies die praktischen Nürnberger gethan. (Dcb.) Hagesneuigkeiten. Wien, 12. Jänner. Der „Moniteur" vom L. Jänner 1Ü(i(i enthält folgende Warnung der kaiserlichen Kommission zu Paris, welche man hiemit zur allgemeinen Kenntniß dringt: „Es sind im Hinblicke auf die allgemeine Ausstell u n g des Jahres 1807 Agentien und Journale begründet worden, von denen einige behaupten oder durch: blicken lassen, daß sie offizielle Organe der kaiserlichen Kommiision seien. Die kaiserliche Kommiision hält sich verpflichtet, öffentlich bekannt zu geben, das; sie allen Unternehmungen solcher Art fremd ist und das; sie in den Beziehungen zu den Ausstellern leine anderen Vermittler anerkennt, als die durch das Ausstellungsreglement bestellten Komitees." — Aus Wien, 21. Jänner, schreibt man der ..Tgpst." : DaS nene Postgesctz vom 2. Oktober 18L5, welches seit 1. d. M. in Wirksamkeit getreten ist, hat bereits zn einigen Anstanden in der amtlichen Korrespondenz geführt. So ver» weigern die Postämter die Auöfolgung von Stempelmarten-sendungen an die l. t. Stcuerämter als Adressaten, indem sie hiefür das Porto ansprechen. Es ist nämlich im Arlilcl VIII des Postgcschcs auf die Stemvelmarlen tcine Rücksicht genommen worden und die Postämter halten sich an den Wortlaut dieses Artikels. Es ist uicht zu bezweifeln, daß das Finanzministerium, wenn es aus die Erläuterung dieses Artikels ankommen wird, auch die Stcmpelmarten in die unter obigem Artikel begriffenen Werthpapicre subsummircn wird. — Hofrath Professor Op pölz er ist seit einigen Tagen nicht unbedeutend ertrankt i die Klinit wird während der Erkrankung des Professors von de» beiden Assistenten Dr. Rollet und Dr. Schnihler geleitet. — In Glaz ist ebeusu wie in Laibach seit 1. d. M. der Änesvertehr in Folge der Portoermüszigung bedeutend gestiegen. — Wie mau dem „Hon" aus Vaja schreibt, ist daselbst dieser Tage cin Kahn, in welchem 27 Personen saßen, um gestürzt und sind zwanzig davon in den Wellen umgekommen ; von dcu sieben Geretteten sind bald darauf zwei in Folge der Erkältung gestorben. — Wie man dem „P. Naplo" aus dem Veözprimcr Komitat schreibt, sind am 10. d. 200 Fischer aus mch rc-rcn Dörfern am Plattensee, nachdem der vlGlich entstandene Nordwind die Eisdecke an mehreren Stellen gcspaltcn fMte, auf schwimmenden Eisschollen unter fortwährender Lebensgefahr isolirt geblieben. Nachdem sie nah» au 21 Spunden in der grüßten Gefahr geschwebt hatten, kamen sie am N. Abends zu den Ihrigen zurück, welche sie bereits als verloren beweint hatten. — Abb0 Lißt hat dem Papste eine Gabe von 20.000 Francs für den Peterspfennig übersendet. Tie „G. du Midi" meldet dies mit den Worten: Es ist zu wünschen, das; dieses Beispiel Nachahmung finde, denn die drückende Lage der päpstlichen Negierung ist bekannt, indem dieselbe es als eine Ehrensache betrachtet, die Zinsen der Staatsschuld sogar für die Provinzen zu bezahlen, welche ihr von Picmont geraubt wurden. Die Spenden der Katholiken allein vermögen den heiligen Stuhl in die Lage zn versetzen, ^ die Zahlung dieser Interessen bis zu dcm Zeitpunkte leisten , zu können, wo es Gott gefallen wird, in dcm armen Italien eine bessere Ordnung der Verhältnisse zuzulassen. Der bcilige Vater, ergriffen von dieser Großmuth des Abb6 Lißt, ließ dnrch dcn Staatssekretär Kardinal Antouclli cin warmes Dcmlschreiben an denselben absenden. — In Bologna hat sich ein la th oli s ch-it a < licnischer Verein gebildet, der, ohne politische Partei« bcstrebungen, blos die Förderung der kirchlichen und religit" l sen Interessen im Auge hat. — Aus Smyrna wird der „Triester Ztg." gemeldet, daß die ö st e r r. Schraubenfreg atte „Schwnrzenbcrg" . mit Kontrcadmiral v. Tegetthoff, von Macri und Ecala f nuova kommend, am 11. d. daselbst Anker geworfen hat. — Die serbische Negierung hat, wie die ofs> , zielle „Serbische Zeitung" bekannt gibt, nach dcm Voro^nge l Oesterreichs die Visirung der Pässe an der Grenze l gegen dcn iiaiscrstaat aufgehoben. — Gestern fand im Rathha'-.^le dio außerordentliche Verfammlung der 9 a nd wi r t h s ch a fts gc« sellschaft statt, in welcher ^r Herr Forstuerwalter Lnd-wig Dimilj im Namen d<>^ ^ir Konstituirung einer Forst-sctticm und diessälligen ^lendernng der Statuten niedergesetzten .ssomitec's Bericl^ erstattete. Nach längerer Debatte erkannte die Versag,Mug eine durchgreiscndc Aenderung der Statuten als '..othwendig, und es wurdc zur Berathung derselben dic H>.^ ^m-s verstärkten Komitee's vorgenommen. Der f'^r ^s Land so wichtige Gegenstand der Hebung unserer furstwirthschaftlichcn Interessen wurde wmit auf längere Zcit vertagt, da eine Beschlußfassung wohl, erst im Herzte stattfinden dürfte. Ausführlicheres morgen. '— Am 25. d. kommt der neue Pfarrer der evangelische',, Gemeinde Herr Otto Schact hier an und wild am Sl' „„tag den 28. d. seine Antrittspredigt halten. — Der in dem heuer ohnedies kurzen Faschmg sich hausenden vielen Untcrhallungen wegen wurde über imhr-seitigc Anregung beschlossen, die Abhaltung der regelmäßigen Turn er kneipen für die Dauer des Faschings einzustellen, daher die nächste erst wieder ill dcr ersten Fa.stcnwochc stattfindet. — Vergangene W»chc verließ dcr k. t. Feldlaplan Herr Heinrich Palta vom «. Infanterie-Regiment«? Lcnbach, um sich in höherer Cigeuschasl nach Schleswig-Ho"lstcin zn begeben. Derselbe empfiehlt sich in der „Daniea" vmn 20. d. Vl. seinen zahlreichen Freunden bicr und auf dem Lande unp ruft ihnen cm herzliches „Mit Gott" zu. — An die Stelle des pcnsionirten Herrn Gendarmerie« Rittmeisters Johann von Stadtlcr wnrde der Rittmeister Moriz Baron von Egkh von Hunger5bach (eine alte lrai» nerische Familie) von Laibach «ach Graz übers cht. Feuillelon. Gme Gemöjagd über den Wolken. Wenn im Dezember die eisigen Ncbcl Tage lang ununterbrochen über der Ebcuc lagern und Feld und Wald mit Eiskrystallen umhüllen, waS insbesondere letzterem einen eigenthümlich schönen Anstrich gibt, so ist wohl jedes Menfchcntind dcinüht, sich möglichst gegen dcn gleichen KnislaUisalionbprozch zu schützen, und man erblickt namentlich iu Städten nutnntcr noch jugendliche männliche Gestalten, die bei solchem Netter culsctzlich gegen die Kälte verwahrt sind. Erzählt mau nun einem solchen Repräsentanten dcö starken Geschlechtes, daß mau morgen auf dcn Alpen eine Gemsjagd machen wird, so beutelt unseren Städter schon bei dieser bloßen Nach. richt dcr Frost und sein permanenter katarrhalischer Zu« stand tritt in Folge dessen in cin noch bedenklicheres Stadinm über nnd er entfernt sich eiligst mit den Wor« tcn: „Na, ich gratulir'!" Mau darf jedoch dcn Tag nach dcr Physiognomie, die er iu dcr Ebene hat, nicht beurtheilen. Es schmach. lct allerdings cin weiter Landstrich unter dem Drncke dcS eisigen Ncbrls, allein die Hochgebirge in strain sind frei von dicscm lästigen Gast und erfreuen sich der herrlichsten Sonne und wärmsten Temperatur, und so starr dcr Winter in der Ebcuc ist, so freundlich beginnt sich auf dcn Vcrgcu gleichsam dcr Frühling schon zu regen. Der 24. Dezember 1805 war in der Ebene cin trüber, mit frostigem Nebel umhülltcr Tag. Ich bc^ schloß, eine Gcmspirfchc zu machen. Als ich zu mei< nem Jäger fuhr, waren die Vorbcrac der Alpen bis über die Hälfte herab in Wolken gehüllt. Bei dcr An-lnnft fragte ich dcn Jäger, ob heule was zu machet sein werde. Derselbe gab Hoffnung, daß der Nebel! * Wir entlehnen diese interessante Schilderung dcr „Iagd-Heittliu;" und glauben, das; sic um so mehr ansprechen dürfte, > als dcr Schauplatz dic lcai n i scheu Hochgebirge sind. Die Redaktion. ^ nicht hoch hinaufreiche und daß cS oben heiter sei. Ich trat mit ihm und seinen zwei Brüdern dcn wohl bc< kannten Weg an, und die Hoffmmg, daß wir bald auS dem Nebel kommen würden, beflügelte unsere Schritte. /Je höher wir hinauf kamen, desto lichter war es ober uns, nud bald blickten durch die nur noch fchr dünne Ncbclschichlc dcr blanc Himmel und die Konturen dcr riesenhaften Stcingcbirge heraus, auf die wir wollten. -"- Einen Augenblick noch uud wir waren ganz aus dem Nebel, und vor uns lag das henlichstc Bild, das ich zwar fchon oft gcfchen, wclchcS mich jedoch immer neu überrascht uud entzückt. Nach dcm raschen nuunler. brochcncn Marsch auf ciue Höhe von mehr als 4000 Fuß über dem Meere, wo der !»«U0!wru>j lliwiu in dcr Blüthe steht, lagerten wir und sahen nuS die großartige Erscheinung an. Dcr Blick in die Ebene entrollte das getreue Konterfei ciucS vom Sturm gepeitschte» Meeres, und wer cin derlei Bild und daS Mcecr je gcscheu, dcr kaun dic frappante Achnlichtcit nicht vcr-kennen. Die Nebcl waren in Bcrge und Klausel ge-thülmt, und wie sich dieselben bis unter uuscrc Füße drängten nnd dann wieder von einer scharfen Nordbrise ! zurückgeschaudert wurdeu, botcu sie cin unübertreffliches Bild vou der Äraudung, mit dem einzigen Unterschiede, > daß lein Ton die feierliche Stille unterbrach. — Dcr ! Anblick dcr herrlich bcleuchtlten Alpen war großartig. ! Nun gingen wir rekognoSzircn. Zwei Reviere, wo > die Gemsen gewöhnlich dcn Winter stehen, waren ganz leer. Es wurde demnach beschlossen, höher zu steigen biö zur Schnecregion. Um dort die Gemsen nicht früher ! zu riegeln, weil die Luftströmung schon von unten nach ! hinanf ging mußten wir au dcr Schattenseite eine übcr-^ aus steile Lehne hinaufklettern, waö bei dcm gefrorenen Boden recht beschwerlich war. Nun späheten wir wic< der an der Sonnenseite recht vorsichtig. Ohne das gc< ringste Geräusch yiugcn wir langsam weiter, an jedem Nanoc, von wo aus das dahinter befindliche Terrain überblickt werden konnte, wurde nur Einer vorgelassen, welcher am Boden schleichend mit entblößtem Kopfe hin-über schauen mußte, und nnr dann, wenn er sich voll» kommen überzeugte, daß keine Gemsen da seien, gingen wir Alle weiter. Wir passirten schon mehrm: Stellen, wo sonst immer Gemsen standen, allein heute t oar nichts da. Nun näherten wir uns emcm offenen Revier, auf dcm noch unsere einzige Hoffnung beruhe tc. Hier erkletterte ich einen Felsen, von wo ans dal'> ganze weite Terrain übersehen, werden konnte. Aev« r ich an den Rand kam, legte ich den Hut ans dcn Aodci >, die Büchs< flintc darauf nnd schlich auf dem Bauch « n dcn Rand. Mein erster Blick Muckte Gemsen. Ich richtete mein Glas und zählte II Gemsen, alle nicdci gethan bis auf cinc — dir Wnchtgemse — deren EM,:nz man schon oft in Abrede gestellt und wieder vcrthei.digt hat. Dic warmen Sonnenstrahlen mögen dcn edlen Thieren ihren Winlerpelz ctwa.^ stark erwärmt haben, weil sie so behaglich luhctcn. In diesem offenen Tci.-raiu tounlcn sie auch sorglos ruhen, weil mau von >!cincr Seile sich nähern kann, ohne augenblicklich von ichncn bemerkt zil werden. Mit dcm Anpirschen war somit nichts zu ma« chen, sie mußten zugetrieben werden. Da ich allein be-wasfnct war, so mußte das Antreiben wohl gut angelegt werden, daß das Rudel gerade zu mir kommen sollte. Sie i nußtcn in dcr Richtung gegen mich getrieben werden, weil wir im guten Winde standen. ES waren drei 5Hcchsel, wo sie auSbrechcn konnten. Der sicherste wai.' der mittlere und auf dcn höchsten sollten meine Jagn sich postircn, um die Gemsen im Nothfalle gegen mich hcrabzutreibcn. Die zwei jüngeren Brüder mußten treiben gehen. Dcr Erfolg hing jedoch einzig und allein von dcm Umstände ab, ob dcr cine Treiber, cin vc rzüglicherer Kletterer, hinter dcn Gemsen über cin äußcrsc schwieriges, mit hartem Schncc bedecktes stci-lcsTerra'.n hinaufkommen könne, um ihucn dort dcn AnSivca. abzuschnt idcu. Gelingt dics nicht, so ist Alles umsonst. W'.r gingen mit dcm Jäger auf die Stände. Hier war jcd och das Steigen mit mehr Hindernissen verbunden. Auf dicfer Höhe wehte die Bora fchon so heftig, daß ste unS unsere Hüte streitig machte. Dann muß< ten wir wieder an die Schattenseite nnd über cinc brcitc> fast senkrechte, mit glattem fest gefrorenen Schnee bedeckte Rise quer hinüber. Ein einziger Fehltritt an solcher Stelle, und man kann dann als Eilgut schnurgerade 131 — (Theater.) Gestern kam uian ans den Ncpcrtoir-täufchnngen gar nicht Hera»?. Nachdem Abends vorher der Zettel tcct die „Flotten Bursche" annonzirte, sahen wir dafür an demselben gestern Vormittags die Oper „Martha" Prangen: Abends an der Kasse aber belehrte uns eine Wiche, daß weder „Flotte Vnrsche," noch „Martha," sondern die leiden ^nslspiele: „Dir wie mir," oder: „(5in Glas Nasser" von Roger nnd „Tie Hochzeitsreise" von Aencdir gegeben werde. Diese Unsicherheit, mit der die Direktion vorgeht, charattcrisirt dieselbe ganz besonders und ist geeignet, so Manches zu erklären, was wir in unsern Musencnhallcn erleben. Im „Glas Wasser" trat HörmanuZ würdiger Nachfolger, Herr Hofer, zum ersten Male auf: wir müssen gestehen, das; nach den ersten hinter der Szene gesprochenen Worten es uns vorkam, es müsse der vom verhängnisvollen Alumentovfe Getroffene irgend ein Gamin, nickt aber ein junger hoffnungsreicher Rcchtsgclehrtcr fein, der, wie wir aus dem uns fchon bekannten Stücke wußten, nun bald den Salon der Hoffnungsrollen Witwe betreten sollte. Auch hier war Herrn Hofers Sprache nnd Bewcgnng dnrchaus keine feiner Nolle angemessene, und nur das etwas gelungenere ^chlnßsvicl, in dem er an Frl. Lalliano ein bübsches Vorbild hatte, erklärte uns einigermaßen den thcilweisen Äci-scill, der sich beim Fallen des Vorhanges äußerte. Das darauf folgende Lustspiel „Die Hochzeitsreise" ward durch des Herrn Professors (Herrn Hartig) allzu Zehntes Spiel wohl außergewöhnlich in die Länge gezogen, ^'!vohl wir übrigens anerkennen müssen, daß uns Herr Hartig in dergleichen Nollen des Lustspiels noch am besten zusagt. Durch die nette, muntere Darstellung des Fräuleins ^aIlia no wurde übrigens die oben crwähute Schatteu-'kite der Vorstellung einigermaßen behoben, nnd wurde uns bahcr für das Versprochene ein leidlicher (5rsa>> geboten. Elftellsiche Mksichlm siir lim Hanties. l)>-> II. <,'. Eö ist höchst erfreulich und jür uuscr ^and vou hoher Wichtigkeit, daß im Freihafen von driest, wie die „Tricstcr Zcituug" vou: 18. d.M. in kllicm längeren Artikel hervorhebt, wieder cin rcgcö ^cbcn herrscht. „Der Hafen liegt," heißt es dort, „scit l>»cr Wochc uollcr Schiffe lind gewährt wieder ciucn schou lange Zeit cutbchrtcu crfrculichcu Anblick. — ^icle Fahrzeuge sind in Ballast hichcr beordert worden, l>m dcm Verkehr ^nst zu machen nnd dic bcrcilö uer-^listm lagcruden (^clrcidc° und Hol;masscu eiuzuuchmcu. - Dic bctheiligtcu Kaufleute wie dic Arbeiter habc» nllc Hände voll zu thun. Seit dem Späthcrbslc v. I. l>at sich überhaupt dcr Handel hier (i. (.'. Tricsl), wic w gauz Eurova, uulcr dcr allmäl'gcu Einwirkung dci, ^Ncdcn« iü Amciila uud dcr iiu Ällgcmciucu friedlichen Politischen ^crhältnissc wicdcr mchr erholt. — Auf den " wertschaftcu wicder iu Flor brachte. Das Acispicl des Freihcrru v. Zois faud Nachahmer zum cigeucu uud des Maudes Bortheil. Also hiuaus mit dcm geistigcu Kapitale i» dic weite, osfcuc Wclt, um für die eigcucu l oder fremdeu Erzcuguissc Abnehmer uud Absatzwege zu suchcu, daheim aber schasse dcr emsige Flcisi, das Talcut uud materielle Kapital, deuu cs ist hicr zu Vaudc gar so viel uoch zu schaffcu uud uach;uholcu, uamcutlich im Fa-britswcscu. Der Augeublick ist günstig, wic scit lauge uicht, weil iu Trieft, wic schou bcmcrlt, der Haudcl wicdcr sich bclcbt; deshalb stcllcu wir auch dcu Iudustrie Uutcr-uchmuugcu, welche cben auf dcm (^utc Veovoldsruh uud iu der Villa Ncuuig bei ^aibach cutstchcu, ciu gutes Gedeiheu iu Aussicht uud wüuschcu, daß dcr Uutcruch-muugsgcist in uuscrcm Patcrlaudc rasch immcr mehr uud mehr sich ausbrcitcu möchte: am guteu Nathc uud au dcr Uutcrstützuug vou Scitc dcr ciusichtsvolleu Aiäu-ucr, wclcheu bei dcr ^audwirthschaft, iu dcr Hnudcls-uud Gcwcrbckammcr uud iu dcr Vaudcsucrtrctuug die Wohlfahrt des Laudcs vou ihrcu V^itbürgcru cuwcrtraut wurde, wird cs gewiß uicht fchlcu. Zur Ürganisirunss ullsereg ^andezsinlak. Es ist schou früher ciumal darauf hiugcdcutct wor--dcu, daß die Bcfolduugcu dcr Primarärzte iu uuscrcm Vaudcsspitale uicl zu mcdcr siud, um jcuc Aufordcruugcu zu rechtfertigen, die mau au dicsclbeu stcllt uud stcllcu muß. Da mau augcfaugeu hat, dic Laudcswohlthätig-kcitsaustaltcu ciucr -)lcform zu unterziehen, so soll mau beim löblichen Bcgiuuc dicser uothwcudigcu uud iu das Wohl so vieler Vandcsaugchörigcu tief ciuschuci-dcudcu Reform uicht stehen blcibcu uud sich mit dcm tröstcu, ctwas (^utcs gcthau zu habcu, soudcru mau muß auch ctwas Gauzcs thuu, daiuit das iltcform-wcrt uicht ciu Fragmeut bleibt, ciu Torso, wclchcr halb vcrwittcrt ist, bis mau iu spälcrcr Zeit ihu vielleicht auch wieder uur theilweisc weiter crgäuzt. So wic uoch baulich viel zu thuu ist, — ich sehc vou dcr Irrcuaustalt gauz ab — um alle Ncbclstäudc möglichst zu bcscitigcu, so ist auch orgauisch uoch Mau-chcs zu bcsscru, wcuu mau will, daß die Auslalt ciuo Zierde des Maudes, ciuc wahrc Humauitätsaustalt, ciuc Pflcgcstättc dcs praktischen ärztlichcu Wisscus iiu Landc seiil uud daucrud blcibcu soll. Es mag zwar vou mauchcr Seite dic Aufgabe dcs ^audcsspitals bezüglich dcr Pflcgc dcs ärztlichcu Wisscus als tciuc so ciudriugcude uud tciuc dcu ^audessäckcl bc-trcffcudc augcfchcu wcrdcu, abcr mit Uurecht; die Au-stalt soll uicht blos — das ist ihre crstc Aufgabe — das Wohl dcr ihr auvcrlrautcu Krautcu bezwcckeu, soudcru sie soll auch iu zweiter Viuie eiu wisscuschaftlichcr Äiitlclpunll für dic praktischen Acrztc dcs Vaudcs sciu, dic fort au ihrcr praltischcu Ausbildung arbcitcu, uud iu ihrcm Wirluugstrcisc vicles gar uicht odcr uicht dcr-art beobachten kvnucu, wic cs iu ciucm Spitalc möglich wird, wohiu das gau;c ^aud sciuc ilraickcu briugt, übcr-Haupt uud uicht scltcu dic schwicrigstcu odcr uutcr dcu hcimischeu BcrIMuisscu kciuer Bchaudluug mit Erfolg zu unlcrzichcudcu Kraukhcitsfällc gebracht wcrdcu. Sie hat ferucr die Aufgabc, ciuc gcdicgeuc Pflauz^ statte der prattischcu Mcdiziu für die jüugercu Aerzte zu sciu, dic als Hilfsärztc dort für das praltifchc ^ebcu sich ansbildcu und vcrvollkommucu sollcu; sie soll also '^ Abrahams Schoß gelangen. Wir hatlcu aber schcnfc .^lcigciscu vou bcstcm Material und kamcu glücklich! h»,iibcr. Wir crrcichtcu bald mciucu Stand und dcr Jäger ^'"ü auf scincu uoch höhcr gclegcucn Posten. Die Bora .^le ihi^i ^'„ ^)lit davongetragen und cr mußte sciucu ^pf in scin dunkles Halotnch ciubiudcu, was sich vou /"^>tcm auf dcm Schnee wic Schwarz anf Weiß aui<-..^'U, llud ich dachte, daß jctzt dic Gemse» sich doch !.^>cn wcrdcn, ihm i» die Nähe zn lommc» und somit 5 1^' dic gtichtnng gcgcu mich uchmcu wcrdcn. Oute s^2 Elundcu verweilte ich uubcmcglich auf meinem Po-trac!^^ ^"^^' ^^^ ^"^ Woltcuiuccr uutcr unr zu bc« S^,, '- -^ Ic licfcr dic Sonuc saut, dcsto läugerc vlici- ^ ^lllfcu dic ausgcthnrmtcu Wollcuwcllcu. Hoch N lf.^^'^ Wollcumassc slaud jcdoch cinc lauge dichte lcn - ^^^^ ^'l b^' llarcu Souuc cincu duutlci^ Schat-""l dic untere Woltcufchichte warf. Mciue Situation fing au, fchou recht unbehaglich ^s^bcn, ^ig ^^ fauslgroßcr Schnccbrockcu übci die »lir si^^ ^^'^ herabrolltc. Ich schaute anf den ober m. ' ^udcu bliudcu Postcu; cr war unbeweglich. Eiueu ^ ""'blick spater schc ich 3, 4 Stück Hcmscii gerade . > lhn auspnngcn, dcucu sich ciuc dichte Schaar au-das^m "'^"' unchdräugtc. Eiucu Moment hatte ich "lit s'^ "^ "'^ ^'^ "'"" ^" lM"' Hirten mittcu tllu^ !^'^" Schafcu malt, Die crstcu warcu uur noch um fuuf Schritte vou dcr ungefährlichen Schildwachc l»id "'' "^ letztere plötzlich dcu Gcmscu cutgcgcufvraug ^ uut dcu Haichcu zu agircu uud zu schrcicu anfing, ans ^I^" ^"^, ^^^'^' l^ltm dicfcs Aiauövcr wacker l>ciu/^ ^^" '^ ^^ ^orgcnoiumcucu iiiichtnug fo uahe erreisl, ? vorbei, daß 'cr sie mit dcu Händen hätte Bock ^ ""'' ^"^ ^'"^ ^luck, ciu zweijähriger tüchc'. s " ^°" ^'l"U "" scincm uichr gelblichen Bart-c'schrock '""s "'' '""^° ^"' ^'" Kopfputzc dcS Posteus ^"licn gcg!7mich'hcrab.'"' ""' ^""^ "" ^""^'^" Etück^^s?'^^^'^"a^ Masse, bcstchcud aus siebcu ^aud'w.l!.. c""^ "'"' verschwand jcdoch hinter dcm ' "'^l ^e gclommcu. Dcr juugc Bock war uur uoch !()<) Schritte uon mir entfernt, jedoch spitz gcgeu mich aufspringend. Ich blicb uubcwcglich. Uugcfähr (>0, höchstens 70 Schritte vou mir lcuklc er rcchtö iu dic gefährliche Nisc, um dcm ^iudcl nachzukommen, rutschte auch bcim zwcitcu Satz mit dcu Vordcrläufcu aus, was ihu jcdoch uicht hiudcrtc, dcu drittcu Satz fo z» machcu, als ob gar uichtö grfchchcu wärc. Da zog ich blitz schucll uach, uud als dcr Bock uugcfähr iu dcr Mitte dcr Rise war, krachte dcr Schuß und dcr Bock zuckte zusammen, wic ich cs so oft gcschcu, wcu» die Kugel das Thicr tödllich getroffn, u„d rollte danu über die steile Schuccflächc hcrab. Zu jeder audcrcn Zcit wärc cs unr ciu Spaß gewesen, iu die Nisc zu svriugcu uud dcu hcrabrollcudcu Geiuöbock aufzuhalten; dicsiual aber unterließ ich daö Experiment, iudcm ich uicht ristircu wolllc, ciu paar hundert Hlaslcr »uit dem (Vams uiu dic Wcttc hcrabzurollcn und uulcu im gleichen Zustaude mit ihm, uämlich todt anzukommcu. Dic Jagd war vorbei uud dcr blinde Postcu bc^ schrieb, wie uahc er dic Gcmscu um sich haltc. Mit ciucm Lasso hätte cr gewiß ciu Stück gcfaugcu. Als dic Treiber aulamcu, erzählte dcr Eine, was für ciucu schlimmcu Weg cr macheu mußte, wic die Gcmscu Au-faugö gar uicht weiter wollten, daß sie sodauu genau die Richtung gcgcu mich uahmcu, jedoch anstatt übcr dcu Rand zu mir zu lommcu, anf dcu obcrcu Wcchscl zogeu. Wir sahcu die Souuc iu das Ncbclmccr vcrsiu-lcu, slilllcu dcu breuucndcn Durst iu ciucr hcrrlichcu Quelle, uud als wir die Holzregiou betraten, war wieder dcr eisige Rcbcl da, uud als wir iu die Ebene lamcu, war dcr Himmel, wie iu dcr Früh, umzogen uud wir standen wicder uulcr dcu Wollcu. L i t e r a l n r. Von Herrn Fr. Ti cfenb ache r in Graz sind vor Kurzem Gedichte „Alis den Vergcu" erschienen. Das Mid-mnngsgedickt mnß sür den Dichter eiuuehmen. Er sagt in dcr ersten Strophe: Vom Gcfilhl des Gntc» , Wahren, Schönen Ist m?m micntwsihil^ Her; drsrrlt, ll»d dcm Eitlen will ich niemals frühuen, Ni«,' dcr Simlcntiuischmig (">'> dirscr Welt. Wir wünsckten nnr, daß das Gelingen mit dem Wolle» immcr gleichen Schritt gehalten hätte, der Dichter ist sich salbst noch nicht ganz klar geworden und er hat die zur Beherrschung des Stoffes nöthige Formgewandtheit noch nicht erlangt. Hie nnd da stoßt nns aber cin gelnngcnes Stimmungsbild aus, wic z. V. das folgende: Slcrn dcr dlimmcrudm Nacht, Blickst so frciindüch hcrali Ans die scliliiinni^'nde Flur, Die su s!,ll wic das Grab — Lcichctst Hoffmina und Trost Dnrch dic dännncrndr Nacht Auf das stille Gcfild, Bis rs wirdcr cr>vncht. oder: Abschied vom Meer. (Ovtschma, 20. August 1850.) M' w^hl, dn dimllc Mccrc5flulh. Wie blancr Äclher hinachaiicht, Nmslrcchlct von dcr Äbcndaluil), Die uon dcin Hiiiiiiirl liicdrvtaiichl. Umringt rion grilnm Hil^clil inild, Gcschühct dnrch Gra»ita.csici», Schlics;'ich dich, u'wcnilcichlich Vild, Iu niciiicii stillcn Vnscil rin. Nimm hin, dn cwig schöncö Mccr, Mciil lctzlcö tranvig ^'cbcwohl; Im Hcr,;cn »uird mir dang uud schwcr, Dn ich von dir nnn schcidcu soll. Wic sollte mir nicht bange sciu? LlitMuna. war's, als ich dich sah. D'rmn dculc ich fcrnc innncr dcin. O MecrellgDtlin Adria! Aber auch m diesen ausgewählten Proben vermissen wir die sorgfältigere Feile und müssen unwilllürliä) an das Horazische: „^'onum M„nlltur i» iliinuin" denken. In Frenndcstrciscn wird Manches wegen besonderer Beziehungen und Anderes wegen des patriotischen Gegenstandes Interesse erregen uud dadurch auch cine mildere Beurtheilung finden. Jedenfalls aber lernen wir in dein Dichter eine gemüth- uud geistvolle Persönlichkeit kennen, deren Streben uns Achtung einflößt, A. D. 132 auch ciuc wissenschaftlich praktische, VildumMuslalt sciu für viclc Acrztc, dic dann int Vandc sich zur fclbstän digcn Praxis uicdcrlasfcn. Da das Spital in dcr Hauptstadt licgt, so ist cs den Acrztcu dcö ^audcs, dic für ihrcn Acruf wissenschaftlich».'^ Iutcrcssc habcu, wcuiqstcus zeitweise möglich, in der Austalt die praktische Kenntniß neuer angcri'ihmtcr Heilniethoden uud ihres Erfolges, seltener, auf dein Vaudc uicht leicht zur Bcobachtung lonnnendcr Fälle, wichtiger und interessanter Bcfuudc aui Vebeuden und an der Leiche überhaupt, und besonders von jcueu Kranken, die sie sclbcr dein Spitale zliscndctcn, zu erlangen und dadnrch ihr Wissen zu bereichern, und so fördert die Anstalt, recht geleitet, uicht l'loö das Wohl dcr itranteu, die iu ihr sind, sondern anch viclcr anderer Kranker im Laudc. Eiuc solche Anstalt soll in gewisser Hinsicht ciue Vermittlerin der praktischen Fortschritte der Mcdiziu für die Aerzte im ^ande sein, und sie kann cs dort um so leichter seiu, wo die Aerzte sich schou korporativ zur Förderung ihrer wissenschaftlichen Interessen vereinten uud wo somit dcr Boden gegenseitiger Aurcguug und Förderung schon gewonnen ist. Um die Anstalt auf dcr Höhe dcr Wissenschaft und echter Hnmanität zu erhalten, müssen die Veiter nnter die tüchtigsten nud wissenschaftlichsten Aerzte gehören, und sie müssen so gestellt scin, daß sie nicht in der Praxis nußcr dem Hanse vorwiegend ihre Existenz zn suchen angewiesen sind. Vorwaltend sollcu sie in der Anstalt ihre Existenz und damit eine freudige und sorgenfreie Bcrnftcrfülluug finden. Daß dies die jetzigen Besoldungen uicht ermöglichen, ist zweifellos. 500 Gulden Gehalt können wohl nicht als Entschädigung für die im Amte nothwendige Mühe-waltnng, an^znstchcndc Vcbcns- uud Gcsuudhcitögcfahr, für die Zeitverlust dcr Primaräztc gelten, sie sind eben ein Honorar, wie es jetzt die Aerzte so hänsig delomuieu und von dem sie nicht wissen, ol> sie es als eine Al>-fchlagszahlnng oder einen Ehreudant für uu dczah l-dare Dienste auseheu sollen. (Forlsetzung folgt.) (fiugcsclldet. Näheren Lolalerhebuua.cn zufolge stellt sich dcr Nothsland in dcn von dcmselbcn betroffenen diesbczirtigen Ort« schastcn kider viel greller und ergreifender dar, als man gkich anfänglich au5 den darüber erhaltenen NachriHtcu auznuchmcn berechtiget war. Insbesondere aber sind ev mehrere Ortschaften in der Pfarre Obergurl, in welchen die Nothlagc einen Grad erreicht hat, dcr die wärmste Theil-nähme anregen ums; uud zur schleunigsten und ergiebigen Abhilfe dringend auffordert. Seit 5» Jahren dnrch Wurmfraß, wiederholte schwere Hagelschläge, Fröste, Verwiutcrungen, Misnvachs, endlich durch die vorjährige Dürre nahe daran, um allcu Ertrag vom Grund uud Aoden gebracht, sieht man in diesen Gegenden selbst Bescher größerer Feldwirth-fchaften, die sich in früherer Zeit einer Art von sorgenfreien Wohllebens erfreuen durften, mit einem Familienstände von Weib und 4 bi>3 8 mnnüudigen bindern dem Mangel an deu nothwendigsten ^ebeuobedlirfnifsen und einem herzzerreißenden Elende preisgegeben. Turch die iu Folge dessen herbeigeführte Vcrschulduug des allmälig tief gcsmüenen und täglich noch weiter sinkenden Grundbcsillwcrthcs, sowie durch deu allgemeinen Geld' mangel, ist dcnfelbcn auch die Möglichkeit benommen, sich durch Aufnahme noch so lleincr Gcldaulchcn dem augenblicklichen Nothstande zu entreißen, und so ist cs gclommcn, daß selbst der größere Grundbescher in diesem Augenblicke beinahe ans gleicher Etuse der Vermogenvlosigteit mit dem Inwohner und selbst mit dcm Proletarier, der wenigstens den Vortheil des gewohnten Bcltelus für sich voraus hat, steht. Einen wahrhaft erschütternden Anblick gewährt es, wenn man Vc-siher von Halbhuben mit einer Unzahl von unmündigen bindern gegeu dcn Hunger, Noth und Elend vergeblich au' tämvscn sieht. Hat auch die von Er. Exzellenz dem hochverehrten Herrn Statthalter deu Nolhleideudeu mit so überraschender Cchuelligteit gnädig zugewendete Untcrstlchung das Elend im ersten Augenblicke schon zum Theil wirtsam gelindert, so könnte dieselbe doch bei der grohcn und täglich zunehmenden Anzahl Vedürftigcr und bei ihrer Vcschränlt-heit unmöglich auch für längere Zeit nachhaltig wirtsam ausreichen, und weitere schleunige und ergiebigere Hilfeleistung, um welche sich hiermit vorwortlich an edle, mit Glücksgütcru gesegnetere Menschenfreunde hoffnungsvoll im Namen dcr Nolhlcidcuden biltlich gewendet wird, stellt sich selbst im allgemeinen Laudct'iuteresse um so wünschcnswcrther dar, als wenn, wie bereits mit Grund zu besorgen ist, dcr Hungertyphus einreiht, dadurch auch im Lande der Eholera die Aahn gebrochen und der gefahrlichste Herd bereitet wird. Sittich, am 20. Jänner 1800. Dr. v. Schrey. Ans dcnLandtagcn. Pest, 22. Jänner. In dcr heutigen Londtagösiz-zung winden dic Wahlen Anton Moesonyi'ö und Dc-mctcr IvalMu'ö, licidc ans dcm Aradcr Eomitat, ferner des Gcza Mü, Barou Hermann Podmanitzly, Johann Dcsscanu Popovics ohne Debatte vcrifizirt. gcgcn Graf Bcla Szcchenyi wcgcn Schlägerei eine Untersuchung beantragt, schließlich die Wahl vcrifizict, gegen Ioh. Pap, Somlyo, ^eszpri'u, wird Untersuchung bccmtragt. Vei letzterem kamen die Wahlakten zur Verlesung und wird die Verhandlung morgen fortgesetzt. "Assram, 20. Jänner. Vizepräsident Snhaj gibt bekannt, dcr Ban sei verhindert, hcale daö Präsidiliiu zn führen, nud übernimmt auf einstimmigen Wimsch dcö Hauses dcn Vorsitz. Eine Repräsentation dcöj WaraSdincr Komitatcö au dcu Landtag, daß die Land» tagSanslllgcn nicht ans dcr LaudcS-, sondcru aus dcr Staatskasse gedeckt wcrdcu sollen, wird den» lictrcffcndcn Komitee znr Erlcdignng übcnvicscn. — Abg. Schlilrath Dr. Raetl) crllärt in cincm längeren Expose deu von ihm verfaßten Aorcßculwurf. — Dr. Stojanooie, Advokat aus Esscgg, vcrlhcidigl scin Adrcßprogramiu ; Kar-i dinal Haulik gibt sciuc Ausichtcn übcr die Adrcßangc» lcgcnhcilcn bekannt; Baron Hcllcnvach eröffnet, daß auch er cinc Adrcsfe vcrfas;! habe. — In der nächsten Sitzung: Fortsetzung dcr Adreßdcdaltc. Ägram, 22. Iäuucr. In dcr hcntigen Sitzung prasidirtc Dr. Suhaj. Znr Vcrlcsnng gclangtcn: Eine Eingabe des Odcrgespans dcs Vcrovitizcr Komitats, Delimanic, welcher bittet, daß Sr. Majestät wcgcn seiner Enthcbnng von der Obergespauswürdc ciue Nc-präscntation unterbreitet wcrdc. Graf Erdödy, Obcrgc-fpau, entschuldigt seiu Ausbleibeu vom Landtage durch Kränklichkeit. Hierauf entwickeln Baron Hellcubach, Prto-« vac, Baualtafclrath Zivtovie und Banaltafclsctrclär Dr. Polit ihre Ansichten übcr die Adreßcntwürfc. Zivkovic und Polit l'cdancrn, daß im Adreßenlwnrfc der Älajo^ rität dcr Name „Serbe" nicht vorkomme. Morgcu Fort« sctznug dcr Adrcßdcbatlc. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Pest, 22. Iäuner. (')t. Fr. Pl.) Sicherem Vernehmen nach ist die amtlichc Benachrichtigung hier ciu-gclangt, wonach Se. Ätajcstät t?cr Kaiser mit Ihrcr Äcajestät der Kaiserin uächslcu Montag, Nachmiltagö 2'/2 Uhr, in Pest eintreffen. Aftraul, 22. Jänner. Cinc hcnte hier eingelangte Deputation der ilarlslädter gricch.-oricnl. Gemeinde hat dcn Patliarchcn Nasircuic zu dcm am N. Fcbrliar iu iiculstadt stallfindcndru Saua-Fcslc eingeladen. ! HÜeimar, 22. Jänner. Dic „Wcim. Ztg." mcl-dcl: Hannover hat dcu Handelsvertrag init Italicn nulcr gclvisjen Vcrwahrnngcn ratifizirt. Altona, 22. Jänner. Redakteur May hat dem Pcllcbcrger iirciögcrichlc cinc Erwiderung folgenden Iu-Halls zugehcu lassen: Da er iin Oktober 1^05) Bürger vuil Altoua geworden sei, auch unter Rücksendnna. feinet! Hciiualscheincö auf Grund dcü uclfassnngelinäßi ,gc» iinchteö jcoc,» Preußen zur Auölvandcrung seincn ,Anölrill allS dem prcllßijchcn Staali>ucrbandc angezeigt habe, demgemäß oaö itreisgcrichl in Perlebcrg nicht Ulchr alö seiue lompclcutc Gerichteibehördc betrachte, sei cr auch nicht iu dcr ^agc, zur Veruchmuua. in Perle» bcrg zn erscheinen. Dcr Tcimiu dcr Verhaudlung vor dcm icammcrgelicht lvurdc auf deu 2l). d. verschoben. Hamburg, 22. Iäuue:'. Dcnl ciugciroffcucn „Holslcinischcn Vcrordnuugöblatl" zufolge lalltet die Be« lauutmachung dcr ^andcörcgiernng wegen dcr für dcn 2.'i. d. M. anbcraumtcu Vcrfammlliug der Schlcöwig-Holsleiu-Vcrcine im Wcscutlichcn: Die Landesregierung hat anö dcn öffentlichen Blättern crschcn, daß aiu 2.^tcu d. M. cinc Vcrfammlung dcr Schlcöwig-Holstcin-Vcr. ciuc iu Altona zusammcutrctcu wird^ um Beschlüsse wcgcu uuoellvciltcr Ellibcrufnng dcr stände zu fassen. So sehr anch die Landcsregicrnug dcn Wnnsch dcr Bc< völtcruug lhcilt, daß dcr Angeublick nicht mchr fcrn s.in möge, wo dic rechtmäßige Vaudcövcrtrctnug ans die Rc< gclung uilscrer öffentlichen Zustände fördcrud einwirke, und je zuversichtlicher sie dic Erwartung hegen darf, daß iu möglichst turzcr Frist dieser Wunsch in ErMuua. gche, so kann sie sich doch der Ueberzeugung nicht vci> schlicßcn, daß dcr gcciguclc Zeitpunkt hiczu »och uicht gclomiuen sei. Mit Bczichimg auf daö Restript vom ll. d. M., in wclchcm dcr Stalthallcr in Fürsorge für d,c Wohlfahrt d(ö ^andcö von dcu auf Hinbernfuug dcr Sländc abziclcudcn agitatorischen Äcslrebuugeu ab» mahut, hält co die Vaudcorcgicrnug vielmehr für cinc iu dcn Vcrhältuisscn begründete Pflicht, iudcm sie sich all dcu patriotischcu Sinn dcr Bcoöltcrnng wendet, die bcstiinnlle Crwallung anzusprechen, daß die iu dcr Prcsse, in Vcrcincn uud Voltcucrsamlnlungen auftrc' tcndc Agitation für ciuc Maßregel aufgcgcbcn werde, welche im gegenwärtigen Augenblicke, von ihrer Erfolg losigleit abgcschcn, uur ncuc Gefahren hcraufznlicschwö rcn gceiguct ist. "Paris. ^2. Iäuuer. (N. Fr. Pr.) E<< geht das Gerücht vou dcr Abschaffung cineö Äiilitär-Attachi's dcr cuglifchcu Gcsaudlfchaft iu Paris. Privatbricfc bringen das Gerücht, daß sich Symptome eiuer Auflösung dcs iialiiucts Rusfell zeigtcu. - Dcr iiöuig von Däucmart hat dcm Htaifcr Äca^iuiiliau deu Elephanteu-Ordcu ver^ liehen. — Gesteru war bcim itaiser Familicuthce, wozu nur Nigra und Äiettcruich geladen waren. Madrid, 21. Jänner. General Prim ist gestern nm 2 Uhr Nachmittags mit dcm Rest dcr Iusurgcntcn übcr dic portugiesische Grenze gegangen. Früher hat cr dcm Alkaldcn dcö Dorfes Eucinasola iu dcr Estrc^ madura ciuigc Pfcrdc, die Waffen und Ausrüstungsg^ gcusläudc übcrgcbcu und fo ist cs ihm gelungen, dcr Verfolgung dcr Rcgicruugstlnppcn zu cntgchcu. Dcr Aufstand ist demnach gänzlich beendigt. Diese wichtige , Nachricht ist iu Folge cincr Unterbrechung der Telegra- phenleitung verspätet augclaugt. Die vollständigste Nühc herrscht im ganzen ^andc. (Wr. Abdpsl.) Vayouue, 21. Iäuncr. Ans Madrid 20. wild berichtet, daß iu Rens »ud Valcnzia Unruhen uorgc fallen feicn und die Provinz Vnlenzia iu Belagerung^ znstand erklärt wlirdc. Äiadrid ist ruhig. Telegraphische Wechselkurse vom 23. Iäuurv. 5>pl'r;. M>talliluu'^ ftcr;. Nalioual Anlehni u crlcgt: Vou Hcrrn Otto Frcihcrrn v. Apfaltrcrn . . 25 fl. von Hcrin Dr. ^ndwig ^Itittcr v. Gultmauns» thal«Bcnuciilltti...... 25 „ Zusammen . 5<.) fl. 9aibach, am 22. Jänner 18«^. Geschäfts-Zeitnnss. ilaibach, 2il. Iännrr. Wir habrn in tn>r VlNiunn'r l'c>!n II. Dl';l'lnl»'r 1K«;5i das , Programm dcr iin Hrrbstc dci« Iah^S !»<;<: i» Graz al>;n< hallenden A n S st c l l n n g von E rz c 11 yu i ssr 11 d r r ^! a « d -wirthschaft, Iudustric nud Än n st für Stcicr< in a r k, K ärntcu n n d K rain ucrijfftntlichl. Daö für dirst Anöstcllnus, ciMschtl' Koinilcc hat n>ii< nmi dich'ö Prograini» ^uq^sudct und ;ulil^ich dic Ziisichcrinig gcP'bcn, uui« übcr dc» Fort^ai^ dcr Vorarliciti'n vou Zcil zu Zcit, s^nnc. fcincrzcit ü^cr dic Auöstcllima, sclt'st Vcrichl z,i crstaltrii. Wir crkcniil'n dicsc^ Csit^cssciilouiinc» mit Dmil au n»t> hosfcn, das; sich dicscm a.cniciuiiilkia.cn lliitcruchmcu dic alliicinciin' 2l,ciluahmc dcr Indnstricllcu, Vaiidnnvlhc nud Kiinstlcr üiiscn's Palcrlaxdcö zuwcndcu und dic allc ^usamniciissch^riqlcit dcr imicr-ostcrrcichischcn Provinzcii sich sc, in dcr schün'stcu Wcisc Dcwahrc» wird. Dai« Einciaucz^ crwähnte Program,» laii» jcdcvzcit >»' Zcilnn-dclsmiuistcr nachstchcudeo Rundschrcibcu au dic Handclötnimmr» uud laüdwirthschastlichcn Vcrcinc absschcn lassen, woriu dicscldc» zur Thcilnahmc au drn Vcralh u' ngen ü b c r d i c u e u cu ,>z 0 ll l ari fs ä tz r riii^cladcn wcrdcn. Die Zuschrift lautet' „Dic Nclicrzcuci»n>i, das; i>slcrrc!ch, ohuc sciucn matcricllcn Iutcr-csscn ans das (5'üipsindlichslc ;u schädi^c», sich nicht läugcr vcm dcr täglich ihrc Grcii^c rrwcitcrudcii N'irlhschnsilichc,! Assoziation au^« schlicstcn lauu, ivclchc, dnrch dic Iniliativc dcr Wcstmächtc vc>r N'ruisscu Iahrcu dc^rilndtt, hculc schon dic rcichstcu Väudcrlol»' ftlcxe Europa'i« nmfas;t, n»d dic Absicht dcr lrästi^cu ^övdcrüllü dcr ucoiiomischcu (5i!lwicll!ina. iu allcu Thcilcii dc^ Ncichcö H>U die üiiscrlichc Ätc^icrnug tnstimmt, rincii Haudclöocrlrac, '»>ch dic Nnlhweu-dil^leit cincr Reform nufcrcö Zolltarifcö vcrdnndcu, »velcher i» seiner »eucu Gestaliiin^ vertraci^mä^ig am 1. Iäuncr t^>l Wirlsamleit treleu wird. Die Negelniig dcö Tariscö must rasch, sie soll uiiler glcichmästicier Wahrung der berechtigten Ernnutnu' gen dcr Industrie, dcr'Agrikultur, des Handeln uud der Kon' sumcuteu durchgcfülirt werdcu, und zu diesem Ende werden die daranf bezüglichen Vorarlieilcu einer niNcr meinem Porsche bc' stcNleu Zolltommissiun übertrage,!. Dieselbe wird ihre umsasseüdc und schwere Ausgabe leichter nnd mit grüßercr Sicherheit lösen, wcnn ihr die Mitwirlnng »on Dellgirleu der die industrielle», agrilolcu uud lmumer;icllcn Zentren dcö Reiches reprüscutirrnde» Handels- nnd Gewerbelammcru nud laudwirthschafllicheu Vereine zu Theil wird, wc.chc alö Fachmänner die befondcrcn Vedürfüisse der von ihnen vertretenen Iiitcressrntreisc zur Gellung zu bring,"« ucrmogeu. Ich bcchrc mich demnach, dic gechrte Mandel«!- n»d Gewrrbelammer mit dcm (5rsncheu iil Anspruch zu uehmen, Dc< Icgirlc, welche die hcruorragcudsteu Erwerliijzwcigc des ttainincl' bczirleö nnd ihre Wünsche' mit Bezishnng ans den Zolltarif i" vertreten geeignet sind, mir chcsteuij namhaft zn macheu, da»>it ich in die Vage lommc, dieselben, je nach dem Äorschreiten dcl Arbeiten und so ofl ihvc Betheiligung uothwcudig wird, de» ^umm!ssiont!vcrhllndlnngcn bciziehm zu tonnen." '^rainburg, ^. Jänner. Ans dem henligeu Markte s»'d erschienen: ! Stück Schweine uo» U> bii« I! st, nnd ^l Wagen mit srischcm Spcct. Durchschnitts -Prcisc. ^ si. t^7 " si. ^. Neizeu pr. Metzeu 4, 5 Butter pr. Psuud . — ^ '"M'u „ 3 — Eier pr. Stück . . — A Grrstc „ -------- Milch pr. Maß . - 1^ Has"' „ 1 50 Rmdflcisch pr. Pfd. — ^ Halbfrucht „ — — Kalbfleisch „ — Ili Hcideil „ 2 ^0, Schu^ciuefleisch „ — 1^ H'lsc „ 2 — ! Schöpfcnflcisch „ — ^ ^ ^uturu!) „ 2 <;0 HiUiudcl pr. Stück — ^ Erdäpfel „ 1 H) Taubcu „ — 1^ ^»iscu „ ——! Heu pr. Zentner . 1 l>.' Erbsen „ -!-^ Stroh „ . 1 ^ Fisolen „ 3 84 Holz, hartes, pr. Klft. 5 l" Rlndsschmalz pr. Pfd. - 47 — weiches, „ 3 ^ -^ Schweineschmalz „ —40, Wein, rother, pr.Eimer — ! "" Speck, frisch, „ — ! 26 , — weißer „ 7 z-^ — geräuchert, „ — ^ 38 ^ ^ 3Nelcorl,cl^ischl: 3zenl)uchlmlgell ill LMnch. « !ZIG! KZ ^ M "" «U. Mg.^«'^ —3.5 O. schwäch Nebel 23. 2 „ N. 32e' 10 „ Ab. 327.71 .^ 1.5 ^SW.schwach^ trübe Deu gauzcu Tag die Woltendccte acschlosscu. Nach 9 "^ Abends Regen. Verantwortlicher Rcdaltenr: Iguaz v. Klciumayr.