^lr. 65. Dienstag, 20. März 1888. l<)7. Jahrgang. Macher M Mum. »'n«!i'äi>?<"?^°"l'"^: Viit Postverlindun,: «anzjäbrig fl, il, halb!«hr!g sl. 7,«o, Im «omploil: ^, D!« „«»«bach« Zeltung ' erschlinl liiglich m>< «u«nl>hm« bei Sonn. und yeiertage. lie,»? , , ' ^lblähri« fl.»,no. Für dle Hustellunn m« pn,l« gnüzjiihllg ««»tb»r: stur V D!c «dm»»«strat««»» beNnbct fich «ahnhulgale ,k>. bif «tbactlon wicnelftlllhr ,5. - Nn»t»nll«tl «llefe ^^^^ ^«inate bi« ,u 4 feilen 2<> fr.. >,röß«!-e v?r .^e,!!» , l> !>-! i'ü^rrn Wie^elbolui'^iN Pr, .^ltle « li, V wcrde,, nicht 2»«. ^^ Kälnokv m. p. Lieber Feldzeugmeist^r Freiherr von Bauer! Ich ernenne Sie zu Meinem Reichs-Kriegsminister. Wien am 16. März 1888. Franz Joseph m. p. ______ Kälnoky m. l^. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 13. März d. I. dem Präsidenten der Handels- und Gewerbekammer in Prag Gottlieb Aondy in Anerkennung seiner verdienstlichen Wirksamkeit den Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolifche Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. März d. I. dem Seidenwaren. Fabrikanten. Commerzialrathe Leopold Trebitschin Wien das Ritterkreuz des Franz.Ioseph-Ordens allcrgnädigst zu verleihen geruht. Der Finanzminister hat den Evidenzhaltung«. Geometer erster Classe Peter Orasche zum Olier-gcometer für den Vermessungibezirk Laibach ernannt. Nichtamtlicher Mil. Frankreich. Die französische Regieinng hat sich ermannt und General Boulanger in den nichtactwcn Stand der französischen Armee verseht. Der Bericht des Kriegs« ministers, welcher die Absetzung des Generals motiviert, wird im «Journal Officiel» veröffentlicht, und daraus erfährt man, dass Bonlanger im Verlanfe von vierzehn Tagen dreimal ohne Erlaubnis seiner vorgesetzten Behörde nach Paris gekommen war und dass er sich gleich einem von der Polizei vielgesuchten Missethäter verkleidet, mit einer blauen Brille versehen und hinkend gestellt hat. Man kann sich in der That keine schlimmere und cmnvromittierendl're VerllPmig der Disciplin und des militärischen Anslandes denken, als eine solche Maskerade zu politischen Agitationszwecken, und es muss daher die Al-setzung Boulangers bei allen halb-wcgs correct denkenden Militärs in Frankreich die unbedingte Billigung finden. Ernste Leute, die bisher den Commandanten des dreizehnten Armeecorps sür einen bedeutenden Mann gehalten haben, dürften nun inner, wie außerhalb Frankreichs anderer Meinung geworden sein. Aoulanger kann ibnen mir mehr als Inbegriff eines schwindelhaften Strebers erscheinen, der von heute an in einem Staate mit normalen politi» schen Verhältnissen und mit geordnetem Heerwesen ein» für allemal abgethan wäre. Leider denkt nicht ganz Frankreich so. und es ist fast zu befürchten, dass sich die ernsten Leute in jenen Schichten und Kreisen, welche heute politisch Wind und Wetter machen, geradezu in der Minorität befinden. Soll doch der Irrenarzt Charcol eine endemische Krankheit in Frankreich, die Voulangitis. konstatiert haben, welche bereits die Formen einer verheerenden Epidemie anzunehmen im Begriffe steht. Der Mediciner mag über diesen Einfall wie über einen schlechten Witz lachen, indessen weiß jeder Politiker, wie treffend dieser Einsall die Wahrheit illustriert. Man mag den Wert nnd die Bedeutung Aoulangers nach Belieben analy' sieren und dabei herausbringen, dass der Mann nur ein ehrgeiziger Haudegen, ein geriebener Speculant, im übrigen aber eine Null und für Frankreich ein Unglück sei — so lässt sich doch die Thatsache nicht hinweg-analysieren, dass Boulanger der wahre und einzige Held der großen öffentlichen Meinung im großen Frankreich sei. Diese Meinung mag übelberathen sein und Unrecht haben; sie mag nicht viel besser und vernünftiger als Boulanger selbst sein, aber sie besteht nun einmal, und sie verleiht durch ihre Existenz und Stärke dem Manne, der überall diesseits des Rheins unmöglich wäre, in Frankreich Wert und Bedeutung Ein Pariser Blatt hat dieserlage ganz richtig gesagt , Boulanger sei der Mann aller jener, dir sich auf die rechte Seite drehen wollen, weil sie die linke schmerzt. Es gibt eben Millionen in Frankreich, denen die Lage auf ihrer linken Seite schon seit Jahren ein Unbehagen bereitet uud die behaupten, dass alle angesehenen Man» ner, welche bisher am französischen Ruder standen, nicht imstande waren, das arme und zerrissene, das schlecht verwaltete und revanchelustige Frankreich anf die rechte Seite umzulegen. Die öffentliche Meinung in Paris — und Paris ist ja in solchen Dingen ganz Frankreich — sucht instinctio nach einem Manne, der stärker und weiser aussieht, als alle Opportunisten nnd Monarchisten; sie sucht krampfhaft nach einer großen Autorität, weil es nur mehr viele kleine Nutoritätchen gibt; sie sucht nach einer mindestens imposant aussehenden Individualität, welche wenigstens den Muth hat, Frankreich die Größe und die Gloire zu versprechen — und sie greift nach Voulanger, weil sich lein Besserer, kein Würdigerer gefunden hat. Man kann sagen, dass der politische Instinct der Massen in Frankreich erkrankt sei; man maa bedauern, dass nnter solchen Umständen Jeuisseton. Spazicrgiillge in Nladrid. !>e. U^' whlt sie. die alte, prunkvolle Königs-E>" begebe,3^' F°"ilie ""d der gesammte Hof. Lutes' Vnm ,-!". aMer Gala zur Eröffnung des »' aus "^" ^'"»lichen Schlöffe strömt festliches ^'b garnisnm ."' s'e heranmarschiert. die in V/"e zu ^7""den Regimenter: Infanterie. Jäger. 2 ?' KürM„ K ä" Ps"de. dann die Cavallerie: "un " zu nm... ' Wagoner, in ihren mannigfaltigen. Umformen. Die V.span- ich^"eu.A.^^ fällt auf. Sie besteht ans 3> T ie3,""' N°"leleln. Die von den flinken. eh,.« ? dunkela^i^"" kleinen Geschütze, umgeben Ich'lftenstU^eten beweglichen Soldaten, haben sch^l"be^ bei Mondschein an die>?stnlV" °der d,e geschickten Maulthiere die "ll d """ich ^ °oe emporklimmen sehen, aber all 6ch i7, b"nte Mi ^"l0l"' Es nimmt sich gut aus. ^ "e es in . "' "« blenden Sonnenscheine. ^".'/ineArt r.° ^-^3^^ zunächstliegenden ,'^3 Quadrille auf. Die ^ "eh, wichen sich aus. henlandtt 'n> b°be> tönten ihre Musikkapel. '- "un aber ist die Quadrille zu Ende. und sie haben sich in Reih und Glied längs der Straßen aufgestellt, durch die sich der Zug Ihrer Majestäteu bewegen wird. Nach und nach kommen schaulustige Menschen herbei, ruhig, gelassen, in mäßiger Anzahl. Das ist kein stürmendes, jauchzendes, ellenbogen. arbeitendes Heraneilen wie in Wien. Der Bürger von Madrid nimmt dergleichen hin als etwas, das ihm zukommt, bei dessen Entgegennahme er sich durchaus nicht aufzuregen braucht. Die Ausgelassenheit, die er im Theater und in der Stierkampf-Arena zeigt, hat hier der «Grandezza» Platz gemacht. Er fühlt sich der be. ri-chtigte Enkel des Geschlechtes, dem schon Karl V., Philipp li., Karl III. solch glänzende Aufzüge boten. Der Hauch der Tradition wcht auf ihn ein und kühlt sein südliches Blut zu schönem Oleichmnthe ab. Ich aber muss bekennen, dass mich das gesetzte Verhalten der Menge nicht das erwarten ließ. waö ich sah und desgleichen ich gewiss nicht wieder sehen werde, ich müsste mich denn wieder einmal am Tage der Senats« ewffnung in Madrid befinden. Lange lassen sie anf sich warten, die dreißig Kanm«enschläa.e, welche ankündigen sollen, dass der königliche Hof das Schloss verlassen, um sich nach einem weitläufigen Umwege nach dem Palaste des Senates zu begehrn. D,e Neugier wird unterdessen durch das zeitweilige aufgeregte Heransprengen eines berittenen Ofsiciers getäuscht. '«Jetzt geht's los», meint man. Aber der Berittene hat nur nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist, und zieht sich für seinen Elfer das unwillige Stampfen laltgewordenrr Füße zu. Nun endlich brechen die Kanonen ihr hartnäckiges Schwei-gen, DaS lw^ ci'oeuvrs der Gesandtschaften und an» derer Notabilitäten beginnt, die in großen geschlossenen Carossen herandonnern. Unter den vielen europäischen erfreuen einige ostasiatische Gesandtschaflsgesichter hinter den Wagenschei-ben. Und endlich weht und wallt er heran von weitem, der unvergleichliche «Corteo», in seiner gediegenen, künstlerischen Pracht und Eleganz. Wer beschreibt die Herrlichkeit dieser Pferde englischer, irischer und anda» lusischrr Vollblutrasse, geschmückt mit Straußfedern in den denkbar geschmackvollsten Farbcnzusammenstcllungen. behängen mit kostbarsten Sätteln und Riemenzeug, wo« runter man jene herrlichen antiken Arbeitm in gepress-tcm Leder, die Cordova's Fabrik berühmt gemacht haben, bewundert? Wer beschreibt die Eleganz des Jockeys, der auf einem der beiden Vorderpferde der Prachtgespanne reitet? Angethan mit weißem Bein« kleide, mit kurzgelockter weißer Perrücke. harmoniert die Farbe seiner kurzen Jacke und seiner helmartigen Mütze mit drr Farbe und dem Schmucke der Pferde und weist kostbarste Stickereien in matlem Gold oder Silber auf. Doch lassen Sie mich der Reihe nach auf das Hauptsächlichste etwas näher eingehen. Dem Zuge uoran r'itcn vier Vatidures der Kö» nigswache. "mit silbernen Kürassen auf dunkler Joppe und federnüberwallten Helmen. Es folgt nun eine jener Prachtcarossen im Stile Lomö' XV., wie man sie in dem Museum von Cluny anstaunt, gezogen von sechs Laibachel Zeitung Nr. 65. 550 20. März 1888. in Frankreich alles möglich wäre, doch lässt sich damit nur die Diagnose der Boulangitis erklären, nicht aber behaupten, dass die Absetzung Boulangers das Arca» num sei, Frankreich von dieser Epidemie zu heilen. Boulanger hat den Opportunisten im Regierung«» lager nicht gefolgt; er hat nicht um seine Versetzung in den Ruhestand gebeten, er hat sich pensionieren lassen. Hiemit hat er als Commandant des dreizehnten Armeecorps seine militärische Carriere vorläufig ab' geschlossen, doch gewiss nur, um demnächst die politische und parlamentarische Laufbahn zu ergreifen. Es kann nicht lange dauern, dass der Maim, dem jüngst das Listenscrutinium nahezu 60.000 Stimmen in den Lebensweg geworfen, als heiß ersehnter Deputierter in der Kammer seinen Einzug halten wird, um dort die Rolle des providentiellen Mannes fortzusehen. Diese Perspective ist gewiss eine Fatalität für Frankreich, aber sie erscheint unausweichlich, wenn man die besinnungslose Strömung berücksichtigt, welche in ihren con-vulswischen Zuckungen Boulanger auf die politische Oberfläche geworfen und dort bis zum heutigen Tage erhalten hat. Es wäre zu wünschen, dass sie sich nicht stark genug erweise, Boulanger zum Politiker und zum Parteiführer zu machen, denn wohin eine solche Eventualität führen müsste, darüber ist wohl alle Welt im klaren. Alle aufrichtigen Freunde Frankreichs und des Friedens müssen wünschen und hoffen, dass dies nicht geschehe, dass sich vielmehr der Mann mit dem un« ersättlichen Ehrgeiz und der comödiantenhaften Pose in der Kammer politisch sehr bald überschlage. Freilich würden dazu der gute Wille der gemäßigten und klugen Patrioten so wenig hinreichen, wie die ernsten und vernünftigen Publicist««, welche soeben täglich einmal die Bedeutungslosigkeit Boulangers nachzuweisen suchen. Von der Regierungsbank her wie von den Partei« führern der Majorität müssen zu den warnenden Reden auch rettende Thaten kommen, die wirkungsvoll und stark genug sind, den hinkenden Mann mit der blauen Brille nicht nur lächerlich, sondern auch unschädlich zu machen. Gelingt das nicht, dann wird Boulanger früher oder später der Herr der Situation, ob dann auch Frankreich in den Abgrund der Verzweiflung oder selbst der Vernichtung stürzen mag oder nicht. Verhandlungen des Reichsrathes. Wien, 17. März. Zu Veginn der heutigen Sitzung widmete der Präsident Dr. Smolka dem verstorbenen Abgeordneten Smarzewski einen ehrenden Nachruf. Dann wurde die Debatte über das Katechetengesetz fortgesetzt. Nach dem Schlussworte Ezerkawski's wurde das Eingehen in die Specialdebatte beschlossen. Eine lebhafte Debatte entspann sich über § 5, betreffend die Bestreitung der Kosten des Religionsunterrichtes. Abg. Lienbacher erklärte die Auffassung für unrichtig, dass hier eine Zwei« drittelmajorität nothwendig sei. Dr. Sueß verwies auf die Erklärung des Präsidenten und sagte: Wir müssten nicht die Iuniusbriefe gelesen haben, um nicht zu wissen, was legislatorische Eontrebande ist, und wir werden uns in solchen Dingen zu hüten wissen. Der Redner hielt sodann seine früheren Ausführungen aufrecht und berief sich auf Rauscher, Schwarzenberg und Stroßmayer. Sodann wurde 8 5 mit 299 gegen 3 Stimmen angenommen. Bei Artikel 8, welchem die Majorität des Schulausschusses eine föderalistische Vollzugsclausel beifügte, wiederholte Abg. Sueß die Erklärung, die Linke könnte bei Annahme dieser Clausel nicht für das Gesetz stimmen. Lienbacher erklärte, die Vollzugsclausel sei nicht nothwendig. Bleibt der Artikel 3 weg, dann tritt das Gesetz 45 Tage nach der Kundmachung in Wirksamkeit. Bei der Abstimmung wurde der Artikel in der Fassung der Minorität mit 142 gegen 144, in der Fassung der Majorität des Ausschusses nahezu einstimmig abgelehnt und schließlich auch die Fassung der Regierungsvorlage mit 143 gegen 109 abgelehnt. Demnach entfällt die Vollzugsclausel. Das Gesetz wurde sofort nahezu einstimmig in dritter Lesung angenommen. Abg. Herold und Genossen interpellierten wegen Verlängerung der Wirksamkeit der Gesetze über gebürenfreie Löschung kleiner Satzposten, die Gebürenfreiheit bei Arrondierung von Grundstücken und bei Convertierung von Hyvothekarfor-derungen. Die Abgeordneten Dr. Foregger,Dr. Kraus und Genossen interpellierten den Ministerpräsidenten, ob die Meldung über die Auflösung der Burschenschaften «Carinthia», «Styria» und «Franconia» in Graz wegen Entsendung von Vertretern zur Leichenfeier des Kaisers Wilhelm nach Berlin richtig sei und wie die Regierung diese Maßregel zu rechtfertigen vermag? Abg. Türk und Genossen brachten einen Antrag auf Aenderung der Ausschusswahlen ein, und zwar derart, dass entweder die Wahlen aus den Abtheilungen erfolgen oder dass alle Parlamentsverbände berücksichtigt werden sollen. Der Antrag wurde nicht hinreichend unterstützt. Lienbacher antwortete auf die Anfrage Tausche's, das Referat über das Gesetz gegen die Verfälschung von Lebensmitteln könne erst nach Ostern vorgelegt werden. Zum Sitzungsbeginne erfolgte noch die Annahme des Gesetzes über die Verlängerung des Nudget-Provisoriums. Per Präsident beraumte die nächste Sitzung für Dienstag an und setzte als ersten Gegenstand auf die Tagesordnung die beiden Berichte über die Auslieferung Schänerers wegen der Vorgänge beim (lommers der «Teutonia» und wegen der Vorgänge in der Redaction des «Neuen Wiener Tagblatt». Der Präsident beantragte zugleich, über den letzteren Bericht in geheimer Sitzung zu verhandeln. Da sich hierüber mehrere Redner zum Worte meldeten, erklärte der Präsident, die Debatte über seinen Antrag müsse in geheimer Sitzung stattfinden, worauf die Gallerien geräumt wurden. In der nun folgenden geheimen Sitzung beantragte Abg. Schindler, über beide Berichte in den Angelegenheiten Schönerers sowie bezüglich der Affaire Boos» Waldel (Uebertretung des Thierseuchengesetzes) in geheimer Sitzung zu verhandeln. Pattai, Schönerer und Lueger verlangten die Oeffentlichleit. Bei der Abstimmung wurden der Antrag Schindler sowie der Vorschlag des Präsidenten abgelehnt. Demnach findet Dienstag die Verhandlung wegen der Angelegenheit Schönerers öffentlich statt. Politische Weberlicht. (Der Wechsel im Kriegeministerium.) Nie aus den im amtlichen Theile des Blattes publi-cierten kaiserlichen Handschreiben ersichtlich, ist die Demission des Reichs. Kriegsministers FZM. Grafen Bysandt'Rhüidt angenommen worden und der Commandant des Armeecorps in Wien. FZM. Ferdinand Freiherr von Bauer, zum Reichs-Kriegsminister ernannt worden. Graf Bylandt ist 67 Jahre alt und war zwölf Jahre Reichs'Kriegsminister; es erfolgt seine Enthebung unter der schmeichelhaftesten Anerkennung seiner reichen Verdienste. FZM. Baron Bauer steht ^ 64. Lebensjahre, ist ein Zögling der gewesenen M' gei>^'ur-Akademie, er hat seit dem Jahre 1648 au größeren Feldzüge mitgemacht und bekleidet seit 1^ die Charge des Feldzeugmeisters und den Posten «m commandierenden Generals in Wien. (Der Unterrichtsminister und °' Slovenen.) Verschiedene Blätter brachten dieselM ein von Graz datiertes Telegramm, in welchem "' richtet wurde, dass die slovenischen Abgeordneten na^ jener Sitzung des Budget-Ausschusses, in welcher Av' geordneter Dr. Tonlli' gegen den Minister Dr. v° Gautsch auftrat, zusammengetreten seien und beschall hätte», dass sie vom Unterrichtsminister noch vor °e Budgetdebatte bindende Erklärungen verlangen woue' Wir werden ersucht, zu constatieren, dass nach der (Unfallversicherung der Arbe'te^ Die Vorarbeiten für die Durchführung des U"! vecsicherungsgesetzes nehmen ihren Fortgang und du ! ^ trotz des Eifers, den die hiemit betrauten Organe wickeln, noch längere Zeit in Anspruch nehmen- .^ der Verzeichnung der Betriebe wird in den nM Wochen begonnen werden, dann folgt deren El'nre'y in die einzelnen Oefahrenclassen und die OrgaMste .^ der Versicherungscassen. Die Einberufung d^ ^ Gesetze vorgesehenen, aus Vertretern der 3"^^' ^ Landwirtschaft und der Versicherungstechnik bestey"^^ Berathungsinstanz. welche der Regierung in "Uen ^ sicherungsangelegenheiten zur Seite stehen sou, ^.^ im Monate Juli erfolgen, zunächst um über "ne ^ mit den Vorarbeiten im Zusammenhange ^ Fragen vernommen zu werden. . , ^i" (Dalmatien.) Se. Majestät der Kaiser lB vom dalmatinischen Landtage beschlossenen ^Z^ würfe, womit der mit dem Landesgesehe vom i^ ^, tember 1881 abgeänderte § 27 des Landesgesetzes l, 29. Dezember 1871 über die Einrichtung, die, ^, tung und den Besuch der öffentlichen Volksschule^ geändert wird, die Sanction zu ertheilen gkNlht- fl^s Gesetz hat die Regelung des Verfahrens bei ^!"^ der Schulversäunmisse zum Gegenstande und n ^h, speciell die executive Einbringung der diesfäUlae ^, strafen in Uebereinstimmung mit der kaiserliche ordnling vom 20, April 1854. ^ vo? (Im gestern das akademische Vereinsqeseh zur ^ ^ Minister Dr. von Gautsch sagt: Zahlreiche '^ gebungen und Vorfälle in studentischen Kre«'" ^, von symptomatischer Bedeutung und hatteu ^ M' zeuqung hervorgerufen, dass sich eine bedauernd ^, tung geltend mache, welche geradezu ""'./^iW' reichische Gesinnung schließen lasse. Der ""^Me minister machte hierauf Mittheilungen iiber ^ Vorkommnisse und ersuchte, seine Angabe" ^ trauliche zu bshandeln. Durch die Reg'eruW" ^ soll die unbeschränkte Einflussnahme der """ ^te BeHürden hergestellt und alle unberechtigte" ^ voi, der Studentenschaft möglichstfcrnegey^^ dunklen Prachtpferden mit fleischfarbenen Federsträußen auf den Köpfen und dunkelsammtigem, silberbeschlage^ ncm Riemenzeuge. Es ist der Wagen der Infantin Donna Ehristina. Sech« lichte Pferde mit weihgelbem Federnschmucke ziehen eine wunderbare Kutsche heran, im Empiregeschmacke aus Schildpatt mit reichen Re. liefs in Gold gefertigt. Wie ich hörte, ist dieses Prachtstück ein Geschenk Napoleons I. an Ferdinand VII. von Spanien. Hinter den Krystallscheiben des Wagens er« blickt man den liebenswürdigen, reichgeschmückten Kopf der Infantin Donna Isabel. Zwei' gleichfalls sechs-spännige reiche Prachtkutschen, die Damen der Prin« zessin bergend, bilden den Nachzug. Vier Soldaten der Königswache, ein Eaballerizo und ein Courier sprengen heran und scheinen Steige, rung des Schauspieles zu verkünden. Acht schneeweiße Schimmel, mit Federnkronen vom zartesten bis ins tiefste Rofa abgestuft, ziehen den Galawagen König Karls III. Schildpatt, Silber und wunderschöne Ma« lerei haben sich hier zu einem feenhaften Ganzen ver. bunden, Alphons XIII. jugendliche Schwestern. Donna Mercedes und Donna Maria Teresa, sitzen in dem Wagen. Aus weiteren vier sechsspännigen Galakutschen, jede einzelne eines Königs würdig, schimmert es her« vor von Sammt und Seide und Juwelen. Es sind die Damen der Infantinnen und der Königin darin. Ist es möglich, die Pracht dieses Aufzuges noch zu überbieten? Und die Königin, was wird sie angezogen haben, um den Glanz zu überstrahlen? Und der kleine König? Gewiss haben sie ihm einen Mimaturpurpur umgehängt und ein Krönlein von Goldfiligran auf das jugendliche Haupt gesetzt. . . Dies muss sie sein. die Kutsche der Königin! Acht tiefgraue, stolze Pferde trauen langsam heran, von gold» strohenden Lakaien geführt, überhangen mit guldgestick-ten Sätteln aus rothem und tiefblauem Sammt. Ihre reichen Federlronen weisen mehrere Nuancen in Oelb, ihre prachtvollen Geschirre sind reich mit Gold beschla. gen. Aber der Wagen, gleichfalls ein Meisterwerk aus Schildpatt und Gold. ist leer. Es ist die «W<^6 i-6-5l)6to», bestimmt, die Königin und den König aufzuneh-men, falls die legitime «cooks de la (nrona» von einer Indisposition befallen würde. Das Schönste kommt erst. Aus ganz gleichen tief-schwarzen Andalusier Rappen sprengt eine Section Ca-vallerie heran. Und nun, gleich einem schönen Traum» gebilde. naht da« Wunder der Wunder. Acht gelbliche, hochedle englische Rassenpferde tragen über ihren fchönen dunklen Augen üppige Diademe aus weißen Straußfedern und Reihern, zusammengehalten von goldgestickten und jllwelenbesehten weißen Sammtbandeaux. Ihr Riemenzeug ist aus Purpurnem Lcder mit reichsten Ornamenten in getriebenem Golde. Per Kiltschbock. mit prachtvollem, antikem Purpur überhangen, scheint ein Thron. Per baldachinartig von goldener Krone über. ragte geschlossene Wagen zeigt auf schwarzem Palisander herrliche Ornamente in Gold und ruht auf purpurfarbenen Rädern. An seinen vier Laternen wiederholt sich der Schmuck weißer, wallender Federn. Am linken Wagenschlage reitet der spanische Kriegsminister, am rechten der Oeneralcapitän von Madrid. Sämmtliche hier anwesenden Generale, ihre Adjutanten und alle höheren Officiere folgen zu Pferde. A" U"'^ bildet die Escadron der Königswache, in M" natürlich. ^„ ..? M>" Nlin, und die Königin? Und der "« ,pt w Christina trägt ein schwarzes Kleid, u"d »^ ^e ^M mnwallt vom dunklen Witwenschleier, den ,M nicht abgelegt hat und den ein kostbares. ^ M prunkendes Diadem geschmackvoll zurückha"- ^iG hält auf dem Schoße den kleinen König, der N ^ß lichlicb und lmdlichreizend aussieht "' !'" WM".', Mäntelchen und seinem reichberüschten weM ^O0" che„. Der Königin gegenüber aber sitzt '" " An n? münzenichmucke die gute Amme. die dem 1" ^.^ v boxensprössling ihre fromme, ländliche ^tl> abreicht und die die fürsorgliche Mutter m " Ml hat für den Fall. dass des Königs »"9"^^ '^ sein Interesse an den Verhandlungen des wiegen sollte. . s^t be" AnH, ' Es ist der Königin gel.nlgen! S" ^ ^ ^ überstrahlt. Denn hoch ragt der die edle Einfachheit der Fürstin °"s ' ^li P^H Kaiserhause hervor über allen conveni'" . „ ^ Wie qern hätte ich ihr ein «Hoch» U Ora^H,, fehlte es mir an Muth. das felerl'^ gbec V Schweigen der Menge zu durchbrechen. ^B „ dirse guten Leute auch gewohnheüsmov « -^ » .< standen, so bin ich doch überzeuqt, da,s > .^ ^» Bewunderung und Ehrfurcht fühlten l" l„ilg ^,t tin. Und alle Mamas aus der V^' ^u'^. gewiss der zärtlichsten Mutter ihren V^ ^^'^ mlf den Weg. Mar.e """ ^^ach^Zcitllng Nr. 65. 551 ^). März 1888. ^' Abgeordneter Bobrzynski legte eincn neuen Ent-Vla! .^- Abgeordneter Beer beantragte, das ganze Mkl ^"^ vorliegenden Frage dem Ausschusse' vor-lnenl '^^" ^"^°g. bei der Abstimmung angenom- .P«/s "?ifchc Liturgie.) Gegenüber einer im die ll ^l?^' "schienenen Wiener Correspondcnz über tialu ^ 5 ^itnrgie wird von Seite der Wienn Nun-t>ie NiÄ"'^"' basK der apostolische Nuntius scin an tickt^ m^ ^^lerreich-Ungarns über jcnes Thema ge-lichen """dschreiben lediglich infolge eines ansdrück-lasien k Heiligen Stuhle erhaltenen Auftrages er-Ve s^^' ^°" der in jener Zeitschrist besprochenen "andigll'ig. wrlche Msgr. Galimberti zwischen Berlin eine« , ,,"lUlschl" Swhle «zum Zwecke der Errichtung g^s^°'^nd,gen deutschen Patliarchates» zustande lviid ^. . " ^!^' ^^ l""" - wie writer constatiert W k' '"^ Wiener Nuntiatur zum erstenmale Kunde "^ 'Pa'lmnentär. erhalten, stf. ßs/l>o«alverällderung bei der Trie« dass ? "^ hc, lterei.) Ans Trieft wird gemeldet. Theo^" Hvfrath der küstenländischen Statthalterei. weide,, c n " vun Rinaldini. nach Innsbruck verseht get .ss) '^, ^lls Nachfolger Ninaldini's nennt die Pra-INM...4 ' den hofrath Baron Victor Puthon in "'ua. Baron Pnthon diente früher in Istrien. Berlin ^'/'^^"b.) Freitag nachmittags wurde in Chaise / b Kaiser Wilhelm im Mausoleum von Presse 5 urg. beigesetzt. Wie die Kundgebungen der furch/5 l Pcnlamente und der Regierungen die Ehr-Mr l, m h"ben, welche die sämmtlichen Cnltur-entaeap,.^ .^s°" des dahingeschiedenen Monarchen ^»^ndrachten. so erbrachte die Theilnahme der fürst-^inlm "' ^e Theilnahme von Monarchen und zu den ^ n^" Herrscherhäusern Europa's — und unseres ft> ? leidtragenden zählt auch mit der Sohn "He Mm! t^'..^""p^"z Erzherzog Nudulf - eine tiven "!""'Mw>on für die Solidarität des conferva -ser W^ """archischen Staatsgcdankens. der an Kai-Schild/.. ""en der mächtigsten und ruhmreichsten l!,, Natter gehabt hat. 'Pol ss'.^ ""l'vn,) ^'"c Berliner Znfchrift der ^"dqebn. ^'" belont. dass die trotz aller friedlichen »en ^ ""3w a„h^,^^^^ russischeu Truppenbewegnu-^"f'nerksmn, ."^'"eichischen Grenze die pflichtschuldige nehme» m^ ^^ militärischen Kreise in Anspruch ten. ^^ s'° 'n diesen die Beunruhigung anfrechterhal» lands in ^ s/'^- ^ militärifcheu Maßnahmen Russ-^oraerxs ""^^"garn fowohl wie in Deutschland Man die A !'^"^" ist. Es mag verfrüht sein. wenn t>ar nuch ^"''Ä "usspricht, dass diese Frage unmiltel-'n ein 5,,./^ ^erdignng des Kaisers Wilhelm wieder ?'l den s^ sich" ist, dass c""ttnde ^ Men rnssifcheu Zeilungsstimmen allein Mern da3?^""^ "'ch^ geschaffen werden kann. lviiren. ' ^^" beruhigende Thatfachcn erforderlich ^alittvo^...^°chrichten aus Sofia) über die Men ^""9 der Illegalitäts - Erklärung der Pforte schern. H ^?!"er sehr verfchieden. Die einen ver« M ^, "'2 "berhaupl keine Antwort erfolgen werde, ^ biilaa^ ""' "ürde Stambulov antlvorten. dass Me. der? 3^l"ung jchen Vorschlag zurückweisen ^'una ^« ^"^ des Landes uud die gegenwärtige . (In?. '"^ daselbst stören könnte. ^ recoil " ^"'"änischen Kammer) hat sich '-'»'z^^^e Ministerium Vratiano vorgestellt. Fleva, Blaremberg, L. Catargiu, Carp und Coqalni-ceano haben eine Debatte über die Ministcrkrisis er-öffuct und dieselbe eine Comüdie genannt. Im Semite, wo Deimter Ghika nebenher erklärte, dass er dein nächst vom Präsidium zurücktreten werde, vertrat Marscsco den Standpunkt der Opposition. — An die Bevölkerung wurde ein Manifest der vereinigten Opposition erlassen, welches gegen das neugebildete Cabinet protestiert. (Aus Irland) liegm neue Berichte überAgrar-vcrbrechen vor. Am letzten Montag drangen drei vri> mummte Mäuner in die öffentliche Schnle von Cool-nagert und feuerten in Gegenwart der Kinder mehrere Schüsse auf den Lehrer Robertson ab. Der letztere wnrde in der Magengegend getroffen. Die Polizei hat, wie üblich, bisher noch keine Verhaftungen vorgenommen, (Auf dem afrikanischen Act ion «schau« platze) scheint wieder vollkommene Stille eingetreten zu sein. Nach einer officiellen Depesche an den italienischen Kriegsminister ist der Aoisodampser «Colonua» ans Suakim mit der Meldnng in Massanah eingetrof» fen. dafs seit dem am 4. März stattgehabten Kampfe außerhalb der Mauern in Suakim alles ruhig sei. Tagesneiliglcitcn. Sc. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, für die Zagyna-Sänlörr römisch-katholische Kirche 15,0 st., für die römisch' katholischen Gemeinden Räba.Gyarmat, Türeß, Hondol uud Gyoma je 100 fl.. ferner für den ersten hauptstädtischen Armen-Kindrrgartenverein und den hanpt-städtischen Nettungshaus-Verein «Clotilde» aus Anlass des am .'!. d. M. zugunsten dieser beiden Vereine arrangierten «'1'll6 cwnsant» 200 fl. zn spenden geruht. — (Kronprinz Rudolf — Corpscom-m andan t.) Wie in militärischen Kreisen verlautet, wird FML, Kronprinz Rudolf an Stelle des zum Reichs-Kriegsministcr ernannten FZM. Baron Bauer zum Corpscommandanten in Wien ernannt werden. — (Felssturz auf derSüdbaHn.) Von der General-Direction der Südbahn wird uns mitgetheilt: In dem Momente, als die Locomotive des Freitag abends von Wien abgelassenen Courierzugcs Nr. 2 die zwischen Äruck und Pernegg befindliche Felslehne passierte, erfolgte ein Felssturz, wodurch die Locomotive sammt Tender, der Conductcnr< und Postwagen vollständig, der Schlafwagen mit dem vorderen Nädcrpaare entgleiste und letzterer mit den rechtsseitigen Rädern knapp am inneren Schienenstrange des rechtsseitigen Geleises stehen blieb. Von den Passagieren, unter denen sich Erzherzog Otto und Gemahlin Erzherzogin Maria Ioscfa, sowie der kleine Erzherzog Karl befanden, wurde außer dem Postconduc-teur, der eine geringe Verwundung im Gesichte erlitt, niemand verletzt. Dieselben setzten insgesammt ihre Reise mit dem aus Graz requirierten Couricrzuge nach vicr^ einhalbstündigem Aufenthalte fort. Da durch den Unfall beide Geleise verstellt wurden, ist die Aufrcchthaltung des Personenverkehrs nur mittels Umsteigen« möglich, es wurde jedoch das rechtseilige Geleise verschoben und dadurch die Strecke Bruck-Pernegg bis nachmittags eingeleisig sahrbar gemacht. — Dnrch diesen Felsabsturz wurde die Samstag stattgehabte Verspätung der Wiener Post verursacht. Die Nachricht l'ibcr eine bei Sagor erfolgte Erdabrutfchung bestätigt sich nicht. ^ (Wie ein Mörder entdeckt wird.) In Mont-de°Marsan, einem Städtchen in Frankreich, ver> schwand am 23. Oktober v. I, eine alte Frau Namens Vezat aus ihrer Wohnung, und alle Nachsorfchungen nach derselben blieben vergebens. Es entstand bald ein Verdacht gegen ihren Schwiegersohn Laurenson, die alte Frau ermordet zu haben; aber jeder Beweis fehlte. Diesertage sammelten zwei junge Mädchen in der Umgegend Tannenzapfen, als sie plötzlich den Boden unter ihren Füßen wanken fühlten und entdeckten, dass sich unter ihnen eine alte, seit langer Zeit zugeschüttete Grube befand. Neugierig rissen sie den Boden auf und stießen auf eincn menschlichen Fuß, Erschreckt eilten sie weg. Die Behörden wurden verständigt; man grub weiter und fand die Leiche der Frau Bczat. Die Frau war, wie gerichtliche Obduction ergab, ermordet worden Jetzt wurde Laurenson zur Leiche seiner Schwiegermutter geführt; er erklärte aber mit fester Stimme, nichts von dem Morde zu wissen. Man constatierte, dass der Mord in der Nacht zum 23. Oltober ausgeführt worden war. Als der Richter bei Laurenfon eine Hausdurchsuchung vornahm und auch an die kleinen Kinder des Verdächtigen einige Fragen stellte, erzählte das kleinste Kind, das mit seinem Vater in einer Kammer schlief, dass derselbe in der Nacht zum 23. Oktober ausgestanden sei und das Haus durch das Fenster verlassen habe. Das Kind erinnerte sich an das Datum genau, weil auf den 24sten Oktober sein Geburtstag fiel und es glaubte, der Vater verlasse das Haus, um für eine Ueberraschung zn sorgen. Bei der nunmehr sorgfältig vorgenommenen Durchsuchung fand man blutige Wäsche. Der Angeklagte lebte feit langer Zeit in Unfrieden mit seiner Schwiegermutter und beharrt im Leugnen. — (Pilgerfahrt) Anfangs April findet eine kroatische Pilgerfahrt nach Rom statt, an welcher auch Cardinal Mihalovic und die Bischöfe von Zengg und Kreuz theilnehmen werden. — (Noch zwei neue Souveräne.) Die Neubesetzung des deutschen Kaiserthrones hat in diesen Tagen so viel Aufsehen gemacht, dass der gleichfalls in diesen Tagen vor sich gegangene Regentenwechsel — in der allerdings mitrostopischen Republik San Marino völlig übersehen wurde. Am vorigen Sonntag hat sich das genannte Freistüotchen, das, wie ein weltgeschichtliches Hühnerauge, mitten im italienischen Stiesel sitzt, zwei neue Regenten erwählt; der eine «Regent» heißt Belluzzi, der andere Marcucci. Die beiden Capitani ergreifen bereits am 1. April die Zügel der Regierung, — (Rundreisebillets.) Ein industrieller Kopf hat mit den Eisenbahn-Verwaltungen ein Uebereinkommen in der Richtung getrosten, dass in Hinkunft alle zur Ausgabe kommenden Rundreisebillets in einen steifen Um-fchlag nach der Farbe des Billets zu legen kommen, welcher auf beiden Seiten mit den verschiedenartigsten Inseraten bedruckt erscheint. — (U eberschwemm ungen in Ungarn.) In ganz Ungarn dauert die Überschwemmungsgefahr ununterbrochen an. Seit vorgestern ist die Stadt Szatmar ernstlich bedroht. Die Szamos hat einen großen Theil der Stadt innndiert, über 400 Familien sind dem größten Elende preisgegeben. — (Die That einer Stiefmutter.) Die Gattin des Eisenbahnwächters Alexander Toth in Fele-gyhaza hat diefertage ihre drei Stiefkinder vergiftet. Zwei dieser Kinder, eines vier und das andere zwei Jahre alt, starben sogleich. Das' älteste Kind wird gerettet werben können. Die mörderische Stiefmutter sieht bereits im Kerler ihrer Strafe entgegen. (Nachdruck «rdolen,» Ktol'zc Kerzen. °man «uz dem En sslischen, "°" Max von Weißenthnrn. H liO.'l. Fortschunss,) ^°aer^ sie dort oft gemeinsam die ^^elmeÄ".^'t hatten, und dafs sie bei einer ^"alitische """'^ ""b"te, sie finde ihre Tracht ^'"igteit^ 6°stüm kannte, war die Hanpt. eilte ^ren SMei^ «""?'"""' sick ^ aberm? I ^ ^^am vor das Gesicht ziehend, ' h "Mer d?"ls dnrch den Wintergarten nnd mengte A„ ^uch all7,, <«-" "Mmiertcr H"'ren nnd Damen. Ver3? umher >. ^Htung.n hin spähten Sidonie's ^ "Hi einni.I" , "'" Gemsjägrr snchend. aber sH'^a sa ?".^"bt' sic schon ihn entdeckt zu sich i °"8 einer «i^' ""s "'"" Männerann ge< sm'^'ele ander^V'^""^"en. aber es drängten ^l der Co" f"s?'" dazwischen, dass sie den leiH ^"nze,tl,s "7^ "'^ erkennen konnte. liih!<."!" Blume.""' ö°9 s" sich endlich in einen n^Znw s^'."kn Erker zurück; vielleicht ^b^ sie ftökli^'-^^ ^'lin Minuten in dem Ver-^ ^lan^ Me und Hiss/^ei„e iU ^ slch strhrn sah. l'c>g ts,I'e. dasz V' 5""^ h"be ich Sie gefunden! ^«llH^ gellen hervorrnfen? Man "2. wer d.e Perferin fei. Demaskieren Sie sich nicht so bald, meine Liebe! Sie werden sehen, wie viele Cabalcn man dann anstellt, um zu erfahren, wer Sie sind. Karl!» ricf sie, sich plötzlich nach lückivärts wendend, «komme, damit ich dich der schönen Perserin vorstelle?» Es schwindelte Sidonie, sie glanbte znr Erde sinken zn müssen, ein Schleier legte sich ihr vor die Augen; dann aber blickte sie empor und sah die wohlbekannte Gchalt Karl Hargrcwr's vor sich. Eine Secunde lang blickten sich beide unverwandt in die Augen, und rs kam ihr vor. als ob er zusammenzucke. Aber ihre Aufregung war eiue so große, dass sie nicht imstande ge. wescn wäre, anzugeben, ob es thatsächlich so gewesen oder ob sie sich nur gclänscht hatte. Sie hörte wie ans weiter Ferne Isabelle's Worte, fühlte sich aber selbst unfähig, auch nur einen Laut zu sprechen, und hatte einzig die namenlose Angst, dass ihre Kräfte sie vcrlasfen und sie bewusstlos werden würde. Zn ihrer Erleichterung kam eben eine Maske auf Isabellc zu und forderte diese auf, in den Saal zurückzukehren, da man nach ihr verlange. .Komm. Karl! Auf Wiedersehen, schöne Perferin!» nef das jnnge Mädchen frohgelannt. Und den dargebotenen Arm ihres Vetters nehmend, entfernte sie sich leichtfüßig. War nnr alles ein Traun, gewesen? Hatte Si-dome Karl wirklich gesehen? War er es thatsächlich aewesen, der vor ihr gestanden hotte? Ja, sie hatte ihn gesehen, der heiße Wunsch chres Herzens war befriedigt; er hatte sie überdies mcht er. lannt, ihr Incugniw blieb gewahrt. Ihr Incognito gewahrt! Ohne die Aufregung, in welcher sie sich bifand. würde sie sich vielleicht nicht so ganz sicher gefühlt haben. Es wäre ihr die Aufregung Karls nicht entgangen. Sie wufste nicht, das«, während er Isabelle hinwegführte, er immer und immer wieder nach ihr zurückblickte, so dass es endlich Isabelle auffiel und diese ihn fragte: «Was ist dir. Karl? Du kannst dich doch nicht so schnell in die schöne Perserin verliebt haben?» »Wie sagtest du, dass die Perserin heiße?» fragte Hargrave seine Cousine, ihre Worte nicht beachtend. «Elise Dupont!» «Und wie sieht sie aus? Beschreibe sie mir!» «Lieber Karl. das wirst du ja noch im Lause des heutigen Abends durch eigene Nnfchauung beurtheilen können. Du follst im nächsten Walzer ihr Partner sein. Doch was bedeutet dieses seltsame Interesse? Das ist entschieden verdächtig!» «Ihre Stimme erinnert mich an eme andere, welche ich einst gekannt habe. doch jene hieß nicht Elise Dupont!» . ^ .., Er that der Perserin ke'ne weitere Erwähnung, sobald er aber frei war, eilte er, sie aufzusuchen. Ach, es war ja nicht nnr Sidonie de Ilaine's Stimme gewesen, welche er vernommen, auch Sidonie'i Augen hattcu ihn angeblickt. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 65. 552 20. März 1888^. — (Localbahn Cilli-Wöllan) In den letzten Tagen dieses Monats findet die politische Be» gehung der zu erbauenden Bahnlinie Cilli-Schönstein-Wöllan statt. Der erste Spatenstich dürfte erst im Sep« tember gethan werden. — (Vor Gericht.) Richter: Warum haben Sie Ihren Principal geschlagen? — Angeklagter: Er hat mich einen Flegel geheißen und darum hab' ich ihn auch gleich gedroschen! Die Deichenfeier Kaiser Wilhelms. Wie telegraphisch bereits gemeldet, fand Freitass die Nei« sehung der Leiche des Kaisers Wilhelm im Mausoleum zu Charlottenburg statt. Der Vrginn der Trauerfeierlichkeit im Be» liner Lome erfolgte dem Programme gemäß. Kaiser Friedrich war infolge der schweren Kälte nicht anwesend. Ebenso waren bei der Feier im Dome der Reichskanzler Fürst Bismarck, der auch an dem Zuge nach dem Mausoleum nicht theilnahm, sowie Graf Moltle nicht anwesend. Die Lomtirche machte einen düster-feierlichen, überwältigenden Eindruck. Bei Beginn des leisen Orgelspieles traten der Oberstlämmerer und die Mi» nister hinter die Tabourets, auf welchem die Reichs-Insi^iuen lagen. General Pape trat mit dem Reichspanier an das Kopf» ende des Sarges, neben ihm die General'Adjutanteu Graf Lehndorff und Fürst Radziwill mit gezogenem Degen, Am Fußende des Sarges sammelten sich die übrigen General» und Flügeladjutanten. Während das Orgelspiel fortdauerte, traten die Fürstlichleiten ein. Kurz vor 12 Uhr erschienen Kronprinz Wilhelm und in der Loge die Allerhöchsten Damen. Auf ein Zeichen des Ober» ceremonienmeisters fieng die Orgel laut zu spielen an, und der Gottesdienst begann. Der Kronprinz stand während des Gottes« Dienstes inmitten des Schiffes hinter dem Reichspanier, neben ihm die Könige von Sachsen, Belgien und Rumänien; ganz in seiner Nähe befanden sich der Grohherzog von Baden, die Prin» zen Heinrich und Albrecht und die übrigen Prinzen des königlichen Hauses, Kronprinz Erzherzog Rudolf, der Groß-fürst.Thronfolger und die Großfürsten Michael und Ni« lolaus von Russlanb, der Prinz von Wales, die Krön-Prinzen von Italien, Dänemark und Griechenland in der Uni-form ihres Landes, die Prinzen von Baiern, der Großhnzog von Hessen und alle übrigen anwesenden Fürstlichleiten. In der nächsten Reihe des Schiffes der Kirche hatten die Vertreter der fremden Mächte, darunter der französische General Nillot mit Begleitung, Platz genommen. Die Diplomatenloge war voll besetzt. Nach einer vom Oberhofprediger Dr. Kögel gehaltenen Leichenpredigt fand die Ueberführung der Ueberreste Wilhelms nach dem Mausoleum von Charlottenburg statt. In der Volks« menge wurde kein Laut hörbar, feierliche Stille war über der ungeheuren Versammlung, man vernahm nur den hellen Klang der Pferdehufe und die dumpfen Töne der Trommeln. Man vermochte sich nicht leicht dem gewaltigen Eindruck dieses Augen« blickes zu entziehen. Viele weinten, als die Leiche vorbeigesührt wurde. Als der Zug das Palais Unter den Linden passierte, wo der Kaiser so viele Jahre seines Lebens gewohnt, da wen» deten sich die Blicke aller nach dem historischen Eckfenster und von hier nach einem Fenster im ersten Stockweil. Dort stand hinter weihen Vorhängen tiefgebeugt die Kaiserin>Witwe Augusta und sah weinend den Sarg ihres kaiserlichen Gemahls vorüber ziehen. Als der Leichenzug das Schloss Charlottenburg passierte, trat Kaiser Friedrich, geschmückt mit dem orangefarbenen Bande des Schwarzen Adler>Ordens, mit seiner Gemahlin an daS Fenster des Pavillons, wo der Leichenwagen im langsamsten Fahrtempo vorübergeführt wurde. Der Kaiser weinte heftig, das Haupt war tief gebeugt. Von der ursprünglich beabsichtigten Oeffnung des Sarges während der Vorbeiführung wurde Abstand genommen, um dem Kaiser die Erschütterung zu ersparen. Im Mausoleum, wo inzwischen die Fürstlichkeiten sich ver« sammelt hatten, empfieng Oberhofprcdiger Kögel unter Assistenz der Charlottenburger Geistlichkeit den Sarg, der nach einem stillen Gebet neben dem Sarkophag der Königin Louise beigesetzt wurde. Die Prinzen waren zum Gebete niedergelniet und Ober« Hofprediger Kögel ertheilte der Kaiserfamilie den Segen. Damit schloss die ergreifende Feier. Die fürstlichen Herrschaften ent» ferntrn sich, .Kronprinz Wilhelm am Arme des Kronprinzen Rudolf. Die Generale legten zum Abfchiede die Hand auf den Sarg. Draußen gaben die Geschütze dem todten Kaiser das letzte Tiauersalut. Kaiserin Victoria verweilte vor der Ceremonie im Mau« soleum mit ihren vier Töchtern nahezu eine Stunde, während der Leichenzug nach Charlottenburg sich bewegte. Um 4 Uhr war die Feier vorüber. Local- und Proliinzial-Nachrichten. — (Hof' und Personalnachrichten.) Samstag vormittags 11 Uhr 15 Minuten langten auf der Durchreise nach Abbazia Se. kaiserl. Hoheit Erzherzog Otto und Gemahlin nnt Suite hier an. Nachdem vom Bahnhof'Restaurateur Herrn König das Dejeuneur serviert worden, sehte sich der Zug nach einem Aufenthalte von 10 Minuten wieder in Bewegung. — Vorgestern vormittags verabschiedete sich im Präsidialbureau der I. f. Staatsanwaltschaft der nach mehr als 40jähriger Dienstzeit in den wohlverdienten Ruhestand übergetretene k. k. Oberlandesgerichtsrath und Staatsanwalt Herr Josef Persch«! von den Beamten der l. l. Staatsanwaltschaft, deren Chef er durch nahezu 18 Jahre gewesen. Die Leitung der Staatsanwaltschaft hat bis zur Ernennung des Nachfolgers des aus dem Amte geschiedenen Staats-anwaltes Herr Staatsanwatts «Substitut Josef Pajl übernommen. — Der supplierende Lehrer am Staats« Gymnasium in Trieft Herr Konrad Stefan ist zum Scriptor der Studien «Bibliothek in Laibach ernannt worden. — (Ueberschwemmung des Laibacher Morastes.) Infolge des durch mehrere Tage andauern« den Regens und des raschen Schmelzens des Schnees sind der Laibachfluss und dessen Nebenflüsse starl an< geschwollen und haben das ganze Morastgebiet bis nach Iranzdors hin überschwemmt. Seit dem Jahre 1862 war die Ueberschwemmung des Laibacher Morastes nicht sc groß, als in den letzten Tagen. Besonders start inundiert sind die Ortschaften Hauptmanca und Schwarzdorf, welche zur Stadtgemeinde Laibach gehören, ferner die Ortschaft Lipe. In den ebenerdigen Wohnungen steht in diesen Ortschaften das Wasser bis zu einem halben Meter hoch, und ist auch höher gedrungen, und mussten die Bewohner, soweit sich selbe nicht auf die Dachböden flüchten konnten, aus Thüren Flöße herstellen, um sich vor der Gefahr des Ertrinkens zu retten. Auch wurden in den Häusern rasch Tribünen hergestellt, um auf denfelben das Bettzeug und Nahrungsmittel zu bergen, Das Vieh steht in den genannten Ortschaften weit über die Knie im Wasser. Futteruurräthe sind verdorben, die Wintersaaten vernichtet. Vorgestern und gestern begab sich eine magistratliche Cum-mission mit einem Rettungsschiffe, welches Lebensmittel mitfühlte, nach den Dörfern Schwarzdorf und Haupt-manca. um den bedrohten Insassen Hilfe zu bringen. Am Sonntag gelang es der Commission nicht, zu den Hilfsbedürftigen zu gelangen; die gestrige Expedition hatte mehr Erfolg. Das Hochwasser hält an. — Auf dem Laibacher Schlossberge fanden sich vorgestern und gestern viele Hunderte von Stadtbewohnern ein, um sich die Inundation des Morastes anzusehen. — (Italienische Universität in Trieft.) Im Audgetausschusse berichtete Abgeordneter Zeit» han« mer über die Petitionen der Städte Trieft, Görz, Trient und Roveredo um Errichtung einer vollständigen Universität oder mindestens einer juridischen Facultät mit italienischer Vortragssprache in Trieft. Der Berichterstatter beantragte, die Petitionen der Regierung zur Berücksichtigung abzutreten. Abg. Lorenzoni beantragte, die Petitionen der Regierung zur Berücksichtigung und möglichst raschen Erledigung abzutreten. Seitens der Negierung wurde über diesen Gegenstand keine Erklärung abgegeben. Der Antrag Lorenzoni wurde mit 13 gegen 7 Stimmen abgelehnt und der Antrag des Referenten angenommen. — (Evangelischer Gottesdienst.) Beim Gottesdienste in der hiesigen evangelischen Kirche am vergangenen Sonntage wurde auf Anordnung des k. k. Oberkirchenrathes auch des verewigten Kaisers Wilhelm gedacht. Pfarrer Knießner sprach nach der Predigt ein inniges Gebet für dm heimgegangen besten Freund und treuesten Verbündeten unseres erhabenen Monarchen und dessen Völker, den eifrigen und mächtigen Förderer der evangelischen Kirche, und erflehte den Segen Gottes für den neuen deutschen Kaiser, den würdigsten Nachfolger seines erlauchten Vaters. — (Concert des «Slavec».) Das Concert, welches der Gesangverein «Slavec» am vergangenen Sonntage im Redoutensaale veranstaltete, wies ein sorg« sam gemahltes und reichhaltiges Programm auf. Der starke, kräftige Chor ist gut geschult und berechtigt zu der schönsten Hoffnung für die Zukunft. Den Anfang machte der Männerchor «82120» von A. Foerster. Es gehört diefe Camposition entschieden zu den besten, die Foerster geschrieben, und es ist insbesondere das Solo-Quartett eine Perle unserer Gesangsliteratur. Wir sind dem Vereine zum Danke verpflichtet, dass er uns ein Bruchstück aus der Oper «ttoronMi 8lavöok» desselben Compositeurs vorführte. Nach dem Gehörten, einem frifchen Männerchore und einem großen Tenorsolo, können wir nur den lebhaften Wunsch ausdrücken, das ganze Werk unverkürzt zu hören. Wir können den wohlmeinenden Rath bezüglich der Executierung der letzteren Nummer nicht unterdrücken, dass ein alloxro oon tuoco entsprechend schnell gebracht werden muss. Es ist ein Hauptfehler, dafs die Tempi sämmtlicher Nummern derart geschleppt werden, dass der Charaller des Tonstückes gänzlich verändert wird. Das Gleiche gilt beim Chore «Naöa lvoläa» von Vilhar, bei welchem auch der Brummchor etwas zu stark vordrang. Sämmtliche Tenorsoli in den vorangeführten Chören sowie in dem mächtigen Chore «kclo ^0 mar» von B< Ipavec sang Herr Medin. Derselbe war vorzüglich disponiert und begeisterte das Publicum durch den wiederholt hinreihend schönen Vortrag zu wohlverdienter Veifallsäuherung. Die bekannten künstlerifchen Leistungen des Violinvirtuosen Herrn Wagner in Ge< meinschaft mit Herrn von Ianufchowsky riefen jenen stürmischen Beifall hervor, den wir bisher bei allen Pro« ductionen der Genannten constatieren konnten. Der letztere halte außerdem im letzten Augenblicke die Begleitung der Chöre übernommen, die er trefflich bewältigte, Fräulein Ztzonar declamierte das Gregorcic'sche Gedicht «V po-pylniöni uoöi» mit Gefühl. Der Verein kann mit Genugthuung aus den gelungenen und genussreichen Abend blicken. Leider war der Besuch des Concertes ein nichts weniger als guter, was übrigens in der allzuraschcn Folge, in welcher sich jetzt Concert auf Concert anreiht, seinen Grund findet. — (Ernennung.) Der Evidenzhaltungsgeometer erster Classe Herr Peter Orasche wurde zum Ober-geometer sür den Vermessungsbezirk Laibach ernannt. — (Laibacher Beamten < Consumverein.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Der Laibacher Beamten-Consumverein sührt ein stilles, aber immerhin ein reges Geschästsleben, und haben diese Zeilen nur den Zweck, die zur Ausnützung dieses wohlthätigen Institutes berechtigten Factoren, wclche demselben noch nicht beigetreteu sind, aufmerkfam zu machen, wie uncollegial kiner^ und zu ihrem Schaden anderseits sie durch ein M Sichfernehalte» handeln. Die Thätigkeit und Wirlsa"^ unseres Consumvereines könnte viel ersprießlicher >e ' wenn ohne Rücksicht auf sociale Stellung alle stat>>>^ mäßig Berechtigten von ihrem Rechte Gebrauch n>aH würden, denn, wenn irgendwo, so ist bei einem ^m" vereine der Grundsah: «Die Menge macht's» vollkonw zutreffend. Ein Consumverein kann nur dann 9^^, und aufblühen, wenn die Theilnahme eine entsprechen ist. Je mehr Käufer, desto wohlfeiler kann der Verlag die Ware herstellen. Dieser Grundsatz gilt in „och tM" Maße für einen Coxsunwerein. Laut veröffentlichte" " zeichuisfes beziehen die Mitglieder Waren von s^^«e Qualität um einen bedeutend geringeren Preis, al dieselben früher bei den GefchäftSleuten bezahlen mMl ' welch letztere erst nach dessen Inslebentreten ihre P^ denen des Consumvereines gleichstellten. Ja, heißt es von Gegnern des Consumvereines, wozu also ^^ Wir bekommen alles bei den Geschäftsleuten «m ° selben Preis, wie die Mitglieder des Consumvereines, u haben dabei noch den Vortheil der Bequemlichkeit des größeren Credits! Wenn der Gegenstand "^ » zu ernst wäre, müsste man über diese Naivetät lani^ welche nicht einsehen will, dass es sich hier nur "" ^ Cuncurrenz - Manöver handelt. Durch Herabgehe" Warenpreise zum, ja unter das Niveau der 60"!"" eilispreise sucht man den Consumverein " > ^, Gebotenen sehr zufrieden sind. Jeder Consumverc^^ ruht auf dem national-ökonomischen Grundsatze der ^ Hilfe und arbeitet durch Mitglieder im I"^ M Mitglieder selbstlos. Ist zum Beweise desl" ^ lichleit und Zweckmäßigkeit noch ein weiterer Com nöthig? ,. ^ hec — (Herr Alexander Dreo,) P^" ^ krainischen Sparcasse, ist nicht unbedenklich erkrankt. ^ ^ ^ Graz zur Consultation herbeigerufene Pros. "> ^„s erklärte eine Operation für unbedingt nothwendigern er diefelbe im Vereine mit den behandelnden ^ Dr. Mader und Dr, Greg 0 ric ausführte, ^F finden des Patienten hat sich erfreulicherwe«!« ^ derart gebessert, dass er einige Stunden des Tag Bett zubringen kann. craliü^ — (Laibacher Turnverein.) D" ^ ^ abend, welcher vorgestern vom Laibacher deutM H ^es verrine im Casino veranstaltet wurde, erfreute 1 W< recht zahlreichen Besuches und nahm einen »n ^M" ziehung gelungenen Verlauf. Dle Sängerrunve ^l>e sich hiebei ihrer durch das Programm gegebe"^il ^ in trefflicher Weise. Sie leitete den 5°"".^" ^re'd' Abends mit dem frisch gesungenen Ehore ,^ ^F von Fr. Abt ein, ließ demselben die «3"^'"« ^sp" von Max Oesten folgen und brachte soda"" «ie»^'^ chendsten Punkte des Programmes, die beiden ^M von Herrn Theodor Elze: «An der S" H, Strande» und «Der Lindenbaum», zum " ^se" "^ großer Aufmerlfamkeit lauschte das PublicuM ^ X" lichen, Wärme und Anmuth athmenden 2ompo>^„ M^ zeichnete den im Saale anwesenden ^"^ ssant ^ außerordentlichen Beifall aus. Aeuherst "te ^1 das hierauf unter der Leitung des Turnwar ^He Gettwert von den Turnern Göserich' s h.Oruff ^ Metscher undStransty ausgeführte ^»^ Z'^ turnen, das in Bezug auf Kraft sowohl "^^"^"„ne heit bei der Ausführung gleich hohe /"'^ „ur e" e, die Turnenden stellt und erkennen l,eß, .M" ^ Arbeit am Turnplatze solches Gelingen erm^ ^'1""^ Die Turner wurden denn auch mit lebM s^ zW^ lohnt und ließen sich bestimmen, die '" ^rhole".^ auch wirkungsvollste ihrer Uebungen z« w ^MezeHelt weiteren enthielt das Programm 5"" „z 6" He" Chöre: «Nachtgesang im Walde» von lf ^ l0'^ und «Da Hüttlbua. von Ernest Sch"""' der ^„, der erstere durch seine tadellose Wie^rga"' ^ ^. durch seinen gemüthvollen, von P. K- -""'^^r l'^ t>>e den Text besonders gefielen. Die Vortrag ^"'^ gimentslapelle waren gewählt, und wuro ^„der Phantasie aus der Oper «Der fliegende v ^ hast applaudiert. h<.c a^i< -(«Matica Slovensla'.) ^' M^e b. M. stattgehabten Ausschusssitzung ° PuA.^! Vereines «Matica Slovensla' wurden " ^ Pc'»^ sür das laufende Vereinsjahr festgestel". ^ s" v^' erhalten heuer drei Werke, und zwar- Prol^zO" ! belletristische Werke, l. Theil, redigiert v ^ 9. ^ 2.) Jahresbericht pro 1888, redigiert vo ^aibachcr Zeitung Nr. 65. 553 20. März 1888. . )Prof. Apihs culturbislorische Abhandlung: «Die Slo- «en und das Jahr 1848». Eine vierte Publication, a-n« " "ne preisgekrönte Erzählung, ist in Aussicht haft? m/ ^ ^ entdeckter Mord.) Eine grauen-Tr,' .. ^^^ wurde am vergangenen Samstag in . 'e_______s_______ men 1 " __^______ ^ien." ' 27.5721 14 "^ ^ 8" 56« ^' ' ' ?90.W1 283 211 494 6? 323 Vr°z. ' ' ^"" «5 82 147 34 414 *l°^w' ^^^ '^ 37 70 8 346 Trieft ^'b2l 11 7 18 6 47 8 Görz. ' ' 157.159 «k 61 ,2« 5 414 Pol«. ' ^2.545 10 g ,3 - 29-8 9ara. ' ' ^-sN ^, 9 20 - 3» 5 AnderG«.s/^'' ^ 9 1« f. «70 '^ ilirocem """F^ der Verstorbenen sind in Laibach Ll. "" (N l ""enanstaltell gestorben. Wahnsinn.) Der 19jährige ^''^esitze l.. ^"'°n «us Krain, welcher bei der 3"'""k , ' e ^""^"' 'n Mahrcnberg in des V'^ am 11 5" Allster Zufriedenheit bedienstct kl... "gen N^- . ^°"t des bezüglichen Certificates 3? Wves^7"ndeMmtes um sein bisher vollständig 8i?n> "ligiüsen M^?^'" glommen und vermuth-yrok !'" N ^.' ?m^"bnsmn verfallen. Der Unglückliche lvie> ^"freguna , ^'^' ^"^' verfiel fodann in eine Kn VIch bi„ l," "^'"'ll sich in wirren Acnherungen, ^e« ich „ichts °ss"' '"'?h°lt der Teufel, bis Sams-luia ^"Uilhsl)»^^'" ""b bann mufs ich sterben» lc., ^^ TH^ng am 12. d. M. in volle Verzweif-l"che3"^aus nack"h°^ «°r dessen Abführung in '>'" ^ ^eicht,'"7 ^^^ liel er vor den ihn be-^" "ttende ' fe ^'"' ""^ ^^' "^ ^ ^san!?? ^rM^n^^''^""«) I" Schreiners Bier- beiten "> statt Es"L"?^ '" ""«""ndigte Volks- ^gen? blasse ««^7. ^ « stch ein zahlreiches, der ar ' ^"blicum eingch.nden, um ^echtenfte.,, Stellung zu nehmen und die Lage des Arbeitcrstandes zu besprechen. Es wurde eine geharnischte Resolution gegen den Liechtcnstein'schen Schul-antrag zur Annahme empfohlen und von zwei Rednern in deutscher und slovenischer Sprache unterstützt. Die Debatte artete jedoch in so wenig parlamentarische Formen aus, dass der anwesende Commissär, Herr Magistratsrath Zamida, sich veranlasst sah, die Versammlung noch vor der Abstimmung aufzulösen. — (Subvention.) Der Landesausschuss hat für die Nothleidenden in Kropp eine Subvention im Betrage von 300 fl. aus dem Landcsfonde bewilligt. — (Neues Postamt.) In Suchen, Vezirk Gottschee, ist ein Postamt in Wirksamkeit getreten, welches sich mit dem Brief- und Fahrpostdilnste befasst, zugleich als Sammelstelle für das Postsparcassenamt fungiert und auch ermächtigt ist, im Sparverlchre Rückzahlungen im kurzen Wege bis zum Betrage von 20 fl, zu leisten. Die Verbindung erhält das genannte Postamt durch eine täglich einmalige Fuhbotenpost mit dem Postamte Traunik. — (Im Arreste gestorben.) Verflossenen Freitag trat der Fiaker Valentin Pogacnik eine ihm wegen Uebertretung dei Fialerordnung zuerkannte 48stün>' digc Arreststrafe an. Nachdem er 3li Stunden abgebüßt, starb er plötzlich an Gehirnfchlag. — (Hoch Wasser.) Der Wasserstand des Save-flusses gibt zu ernsten Besorgnissen Anlass. Wie aus Gurkfeld telegraphiert wird, ist derselbe seit vorgestern von 2 48 Meter bis gestern 10 Uhr vormittags auf 3 50 Meter gestiegen. Das Wasser ist noch fortwährend im Steigen begriffen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Fiumc, 18. März. Die Frau Kronprinzessin Ste« fanie ist mit der Macht «Greif», aus Cherso kommend, im strengsten Incognito hier eingetroffen. Die Nacht wird die hohe Frau an Bord der Macht verbringen. Abbazia, IU. März. Kronprinz Rudolf ist zu kurzem Aufenthalte heute früh hier eingetroffen. Szathmar, U). März. Bisher sind fünfzig Häuser eingestürzt. Das Waffer ist im Zunehmen. Belcs-Csaba, 19. März. Der von der Bevölkerung jüngst aufgeführte Ringdamm wurde weggeschwemmt. Die Lage ist eine verzweifelte. Die Gegend zwischen Csaba und Beles gleicht einem Meere. 120 Genie» soldaten sind hier eingetroffen. Bclcs, 1!). März. Bei Doboz ergoss sich die Flut auf die Landstraße, wird jedoch vom Eisenbahndamm aufgehalten. — Bekes-Csaba soll zum Theil über« schwemmt sein. Berlin, 18 März. Der vathien Gesammt. Europa's sicherte. Die bulgarische Frage blsprechend, sagt «Nord», es sei möglich, dass die unverweilte Lösung nicht herbeigeführt werde, da Russland im vorhinein die Anwendung von Gewalt beseitigte. Es wäre schändlich, wenn eines so gering, fliqigen Gegenstandes wegen Krirc, entfesselt würde. Wenn auch die russischen Schritte nicht unverweilt zum Ziele führen, so werden sie zeigen, wo sich die obstructive» Absichten finden. Volkswirtschaftliches. Lailiach, 17. März. Auf dem heutigen Marlte ftnd er. schienen: IN Wagen und 1 Schiff mit Holz. Durchschliitts-Prrise. n7sfl, ftsll, n lr, sI,Vlr. Weizen pr. Hrltolit, li 17 ?>— Nuller pr. Kilo . . —ttl)------- Korn » 4 5b 5 40 Eier pr. Stück . . —> c,------- Gerste . 4 22 4 2U Milch pr. Liter . . —^ U------- Hafer . 2^2 3 40 Rindfleisch pr. Kilo — 56------- halbfruchl .-------6^- Kalbfleisch »—50------- Heiden » 4 22 5>5<» Schweinefleisch » — «0------- birse , 4 55 4M Schöpsenfleisch » —36------- Kuturuz » 5 20 b «0, Händel pr. Stücl . — 70------- Erdäpfel 1W Kilo 2 85—!—!Tauben » —30------- Linsen pr, Hellolit, 12------------Heu pr. M.-Ctr. . 2>«7------- Erbsen » 13------------Stroh . . . 2 32------- Fisolen » 11------------Holz. hartes, pr. ! Nmdsschmalz Kilo 1------------ Klafter 7 5,0------- Schweineschmalz» — 66-------— weiches, » 4 50------- Speck, frisch. » — 60-------^ Wem,roth,.100iiit,-------28 — — geräuchert » - 64-------— weißer, »-------30 — Verstorbene. Den 1 7. März. Josef Schmidt, gwängling. 51 I., Po« lanadamm 50, pleuritisches Exsudat, - Josef Habjan, Pension. Weichenwächter, 73 I., Neugasfe 5, Schlagfluss. ^ Max Zamejc, Bäckermeisters Sohn, ll'/- Monate. Bura.stalla.asse 12, Fraisen. Den 1», Viärz^ Mathilde Habe. Maschinenwärters. Tochter, 1'/, Tage, Triestcrstraße 19, Fraisen, — Iojesa Heleta, Arbeiterin. 47 I,, Pelersstras;e 62. — Eyrill Zorman. Mehl» Händlrrs-Sohn, 7 Monate, Floriansgasse 7, Blattern, Joses Slanr, VlmtSdieners'Sohn. « Tage, Kaiser.Iosejs>Plah 1, Schwache. - Umalia (5erne, PostamtsdienersTochter, 8 Monale, Polana< stras,e 33, Tuberculose. — Johann Hofer, Arbeiter, 26 I., Flo» riansgasse 18, Tuberculose, Lottozichungen vom 17. März. Wien: 77 44 83 27 «5. Graz: 6« 55 19 2« 75. Meteorologische Beobachtungen in ^aibach. 5 TZ W W «"nb , «","«< . K3Z ^17Ma7^ 7^3^^3 L^s^^Kw^H^N^el.^^ 17. 2 » N. 723 8 50 NW. schwach Regen ^" ^ » Ab. 724 0 4 2 NW, schwach Regen "^"" 7U.Mg. 723 6 4-l) W. schwach Regen ^..^ 18. 2. N. 722 1 6-2 W. schwach bewollt «, 9 . A. 7204 48 0. schwach Regen """" 7U Ma, 718 3 3-6 O. schwach Regen j ..,7^. II^. 2 » N. 724 4 9-6 SW. starl theiln,, heiter ^ ^ » Ab, 728'3 b-v SW. mäßig theilw. heiter, " Den 17. Regen seit morgens anhaltend. Den 18, Regen mit geringen Unterbrechungen anhaltend. Den 111. morgens Regen, tagsüber wechselnde Bewölkung, windig; abends theil-weise heiter, lebhaftes Wetterleuchten in SO. Das Tagesmittel der Temperatur an den drei Tagen 4 5", 5 0" und 6-0", be-ziehungsweisr um 12«, 15° und 2 5" über dem Normale._____ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. W Danksagung. W W Für all dir liebevolle Theilnahme, welche «ns ^ M in so reichem Maße sowohl wahrend der Kranlheit ^ ^ wie beim Ableben unseres unvergesslichen Sohnes, ^ W beziehungsweise Bruders, deS Herrn ^ » IlolMNN Antoncic > M Schülers der VII.Oberrealschulclasse W W l„ndc,egeben wurde, fill die überaus große Bethei« M W liaung beim Leichenbegäng'üsse den Herren Pro» ^ W sl'ssoren, Ttubenten, Beamten und Velannten, sowie ^ W den Herren Sängern für den fchöncn. ergreifenden ^ W Orabgesang. dann filr die vielen und schönen Kranz« ^ W spenden sprechen den wärmsten Danl au« ^ M die ttaumldcn Hiutcrbliebcucn. ^ W UaN' ach am U>. März 18«8. M 554 Course an der Wiener Mrse vom 19. März 1888. N^ dem officMn Cours^m Geld Wait Stllats'Anlehen. Notenrente....... 77 za 7? 5« Gilberrente....... 79 05 ?9 25 i»54«r 4«/„ Staatslose «50 fi. izo 25 13! — I»«uer 5"/^ ganzt 50« „ 18!« 20 >32 70 iseoer 5"/n Fünftel i»a « i»? oo 128 - l8«4er Staatslose . >oa „ i«3 7» 164 20 18«4«l „ . , »0 „ 1«3 7«, l«4 20 «o/a oft. GolbrlNl«, fteutlsrei . !09 «5 Il»9 25 vefterr. Notlllrente, steuersrel »» «o »«<» Ung. Oolbiente 4"/« .... 9« 25 9« 45 „ Papierrente 5"/» . . , 83 10 zgü» „ <>iisenb,-«nl.i»«N,ö.W.S. »48 — 150 — „ !Dstbahn»Prioritäten . , 93 80 »4 k« „ Staat«.Obl. (Ung lDstb.) 12z 75 125 — „ „ „ vom I, I8?e w«'«, 10g— „ PräM'Nnl, l^ioofl, °,w. 122 25,22 75 Iht<ß.«tg,.e°se 4«/« loo fl. . 1,5.70 i24-_ Grundentl.-Obliglltionen (siir 100 sl, HM) 5»/o böhmisch« ..... «9 50 — - k>"^ galizische ..... 100 — 101 — 5",, mährische ..... I«7.l5 —' - 5"/« nicdcrosterreichische . . l«»9.50 — — «"/, oberofterreichische . , . —-— —-- n"/u steirische...... lb».— —-— 5"/u kroatische und slavonisch« 103.25 — — »", siebenbilrgischt . . . io».?o l04-»»u , Geld Ware b«/« TlMtser Vanat ... l^3 so 104 so 5°/, ungarische...... 124 — ,(,4 5« Andere öffentl. Anlehen. Donau-Neg.'^ose 5«/« lao sl. . I17-5l< I18-- tto, Änlcih« 1»?«, fteuerirei 104 75 105-70 Nnlehen b. Stadtgemeinbe Wien lN4 2N 105 — Nnlehen b, Sladtgemeinde Wien (Silber und Gold) ....—.- — Piämien-AnI.b.Stadtgem, Men >3l?5 133 2^ Pfandbriefe (für 100 fl,) Botencr, allg. öfterr. 4°/u Volb . 1«7— l^?7<, dto, in 5u „ „ 4>/,"/» loi — ,s0 ><12 — OeN,Hypolhelenbanl iaj. 5>/,«/^ iui-00 ia»'5n Oeft,«ung. >l anl verl, 4>/,°/u. . loi-oo 102 — bt«. „ 4°/o . . 9»'80 INU-3a bto, „ 4"/u . . «u »0 100 ^l, Ung, alla, Vodencrebit-Nctienges. in Pest im I. 18»» Verl. 5'/,°/» —— —'— Prioritäts-Obligationen (für 100 f!) «llisabeth.Westbahn 1. Emission — — — — Ferbinanb«'Ni!ltb>lhn in Eilber 9» 50 100 . siianz»Iosef»Bahn..... —'— —.— Galizische Karl - Ludwig »Vahn Em. l»3l 300 fl. E. 4'/,°/« . 97'l.o »8 2» Oefterr. Nortweftbahn . . . I0S'— 10« «« Siebenbürger ...... —— — — Gelb ^ Ware Etaat«bahn l, Emission , . lk» 20 198/5 Gübbahn ^ 3°/u..... l<0 70 141 00 „ ^ 5°/<)« sl, . «I'5l> «2 — Nbncr.'Nnst.,öst.200fl,E.4u<>/„ ^^> 5l» 23N-20 Lrbt.^NnN. f. HanbuG.isu«. ««7 «u ii»? 8U Lrebitbanl, Nllg. Ung, 200 fl. ,u» ?5 z?« 20 Depositenbanl, NU,1, 200 fl. . ,7<00i?0 0<» «iicompte W., Niederös<,0<>ofl, 5l« — 020— HvPc'thelcnb,,öft,2N0sl,25«/l,E, — — —— sänderb., oft. 200 fl. G,50"/u 2N3 25 Ocst«r,-una.. Nant , . , . 857- 85>9— Unionbanl 2U0 fl..... ,«0-70,«« 25, Vcrlehrlbanl, Nll«,, 140 fl, . ,47 l» ><« 5.« Geld »lliare Actien von Transport-Unternehmungen. (per Stück). «lbrecht-Babn 2ou fl. Silber , —'— — — Nlsöld-FiuiuVahn 2U0 fl. Silb . 171 l,0 17^ Nussig-Tepl, «iisenb. Lno fl, rllUu^Bodenbachel!sl,S. —— —- sserbiüanb.'-Nordb. !0«n fl. (lM. 24Ü0 2403 ssranz-Ioses Nah» üllo fl. Silber —— —-- Ni!nfl>vche»-VarcserEis,i!00fl.G. —-— --- Galiz,Kall^lldwia-Ä.üUUsl.LM.-------—.— Graz-Köslacher(i.-V.20<»sl.ö,W. —'— -.- KablenberaLisenbahn 10« fl, . — — - - Naschau-Oberb. ^sl,07 70!i08-20 dto. (lit. Ij) 20« fl. Silber , i«i-«o i«2 — Prag-DuierEisenb.ls.0fl.Silb, l8- 20 00 Nubolf-Bah» 20« fl, Silber , l?» — 179,20 EiebenbUrger «Liscnb, 2«0 fl, . —.— — - Ctacilsnscubahn 20« fl, ö. W. . >!»-25 212.00 --------------------------------------------------OeTdM« Südbahn 200 fl. Silber . . . ?»'- .^ Sl!d'«crdd,-V«b,'«,^«,»fl.üNl. K» - '"^ Tramwny-Ges.. Nr, i?u sl, U. W, 2!»'- «"'». Wr,, „eu 100 fl, »?'?o ^ Transport Ocscllschait !0« fl, "' >^«c llna.'aallz. «tiscnb. 2uu fl. Eilbcr 1b? - "^ Una, Nordostbahn üU« fl. Silbe, >»» " "», Una,Wes»b,(»taab-Vra^0»sl,S, l5,l,^0 li" Industrie-Acticn (per Stilck). ligydi und Kindberg. Eisen- und ^. Stahl-Ind. in Wie» 100 sl. , -"^ 7/.^ Eisenbahnw,.keihg, I, 8«il.40"/u ?»" ^^ ..Elbcmübl". Papiers, u, V-O, liü^ ^„ 1»,onlaN'Gese«sch,. österr,-alpine 2U'»" " ,z träger Eisen. Int>, «es, 200 sl 21« ?^ "^.^ EalaoTasiEisenrafs, ,ouf<. , >«« ^ ^< ,^ Wasscnf'G.Oeft.inW, luufl, «55^^° Devisen. „ Deutsche Pläh«.....- e^" «',^ Vondon........' "«,, s,<>«?» P.iri«......... .',0'2^"" Valuten. ^,^. Ducaten........ <»'A,«.„, i!«-ssranc«-Vlücle..... iuoi>«^ Silber......... ^ ^ «« ^» Deutsche «>lch«bant»oten . . °l ^°'^ italienische Vanlno'l'!! c» <" »" ,,,^ Papier-Nubcl per Slllck . . - l<>^