Nr. 141. Mittwoch,21. Juni 1905. 124. Jahrgang. OMcher Zeitmg. ,^,"Umel' li. Im ttunlor: ganz. . '"">g >^ ^ lialdjälili« li !<. ssür dir ZusleM»,« >»« Haus gai^iälin!; 2 «. — Iusertlousnebühr: ssür kleine I»>el«!e lii« ^» 4 Zeilen 5U l», ziührre per jjeile ij»llli»!e der Hon»- und Feiertage, Die sldmluiftiatio« l>esi»de! sich ttungrcßplah Nr. li, die Nrdaltio« Dalmalinaasle Nr. n>. Sprechstiluden dl'r ,!>edalliuu uun « liis lu Uhr vormittags. Unfrankierte Ariese werden nicht angenommen, Ma,i»jlrip!e nicht zurückgestellt. >^^ Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste ^ Nummer Freitag, den 23. Juni. Richtamtlicher Ceil. Ungarn. Eine Extraausgabc des lingarischen Amts-kaltes publizierte am 1!). d. M. die auf die Er '^'Nlung des neuen uiigarischen Ministeriums be-äUülichci, Allerhöchste, Handschreiben. In dem er-!^'u an Baron Fejervary druckt der Kaiser,^önig ^Nl Bedauern darüber aus, daß er bisher alis der Majorität des Reichstages keiiie .'Itegieruilg habe ^'enueil können, weil ihm die koalierten Parteien ^'ln solchem N'egierlingsprogranlNl vorgelegt, habeil, ^ls ^>ruud desseii er einer aus ihren N'eihen geilom ^'nm N'egierung das Schicksal der Nation mit bullen Berlchig.iug hätte anvertrauen können. Er ^fs^ jedoch, daß jetzt nach Enthebung der Minors ^sregieruug linter Vernnttlung eines außerhalb ^ Parteiel'l steheudeu >tabinettes die erwünschte ^usgleichlillg der Gegensätze es ihm bald ermöglichen werde,'ein Ministerium aus den N'eiheii der Majorität zli berufen. Er sehe gerne den Vorschlä-^n der Mehrheit auf dem Gebiete der Verwal-^ngsreform llud der Volkswirtschaft entgegen. ^"5 die Wünsche, betreffend die militärische»! Fra-^ll, anbelangt, habe er denselben nach Tuulichkeit ^'eits im Jahre N)03 Zugestimmt. Tie von ihm !" der Armee getroffenen Verfügungen tonnten sich ^'doch ^ Voraugenhaltung seiner Herrscherrechte "ud Pflichlen stets nur in jenem lahmen be.vegeu, ,^ unbedingt eingehalten werden muß, um zu ver-^'"deril, daß die für beide ^taaten der Monarchie ^'ch vitale Vedeutuug habende Schlagfertigkeit ^' Armee gefährdet lverde. Es würde Sr. Majestät ^'l' besonderen Freude gereichen, wenn es dein ^'Ueu Niinisterpräsidenten gelänge, innerhalb der ^'ichneten Grenzen eine Verstäudignng herbeizu-!.ll)ren n„d dadurch die Ernennung einer Majori-^tsregi^vnngzli fördern. ^ In einem Zueilen Handschreiben wird Baron '"j^rvary von seiner Stellnng als Kapitän der nn ?^isch^i Trabailteli-Leibgarde unter gleichzeitiger ^"schung in das Verhältnis außer Dienst entho^ ^Hn einem dritten Handschreiben wird die Env Hebung des bnafen Stephan Tisza uuter dem Aus d nicke'des aufrichtigen Dantes und der Versiche rung der unveränderten ('made des Monarchen für seine „mit voller Hingebung geleisteten, von reiner patriotischer Absicht geleisteten Dienste" ausgesprochen. Die Enthebung des Grafen >chuen-Heder-vary erfolgt uuter vollkommener Anerkennung seiner treuen und eifrigen Dienste; die Enlhebnna. des ^inanzminislers ^ukac's endlich unter vollkommener Anerkennung seiner alisgezeichneten Dienste, welche er insbesondere mit Bezug auf die Befestigung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte mit unermüdlichem Eifer geleistet hat. In einem dein scheidenden ungarischen Miui sterpräsidenten Grafen Stephan Tisza gewidmeten Nachrufe führt die „Neue Freie Presse" aus, daß sein Abtreten von dei politischen Schaubühne einen kaum ersetzbareil Verlust für Ungarn lind die Monarchie bedeute. Der letzte Grund seines ^tnrzes sei der Ausgleich. Wenn das Verhältnis zu Österreich volkstümlich geblieben wäre, fo hätte ein so großes Talent die Nation gewinnen müssen. Aber die stärkste Begabung müsse sich uutzlos verbrauchen, weuu sie in einer heftigen >t'rise der Stimmungen gegen leidenschaftliche Wünsche kämpft. Ill wenigen Monaten werde die Ilnabhängigkeitspartei für sich allein und ohne die Stimmen ihrer Verbündeten über die Majorität in Ungarn verfügen. Das sei ein schweres Unglück für die ganze Monarchie lind auch für Ungarn. Deuu je tierer sich der Trennungsgedanke ill beiden Staaten einnistet und je schwieriger es werden muß, dio Form der Gemeinschaft zu findeu, die eine europäische Notwendigkeit ist, desto klarer werde es, daß Graf Tisza weniger das Opfer seiner Fehler als jener Krankheit geworden ist, die den Ausgleich Zerstört. Das „Neue Wiener Tagblatt" fagt, es habe nur wenige Menschen gegeben, die so sehr geeignet, ja von der Natur geradezu bestimmt waren, die Geschicke eines Bandes zu leiten, wie Graf Stephan Tisza. Nur wenige ^eute haben ihre Aufgabe mit solchem puritanischen Ernste erfüllt, mit einein solchen Vertranen in den Genius der Nation, mit einer solchen Zuversicht, eine gerechte Sache zu verteidigeil, mld luir wenige habeu so rasch eiu un verdientes und unglückseliges Ende gefunden wie er. Der Krieg in Ostasicn. Man schreibt alls ^ondon: Es kann als zweifellos gelten, daß die Negierungen beider kriegführenden Staaten ernstlich und ehrlich die Beendigung der horrenden Opfer an Menschenleben liild Gut herbeiwünscheu. Es handelt sich nur um das „Wie?" Nnßland hält mit größter Entschiedenheit den Staudpuukt fest, daß es nur einen Frieden schließen könne, welcher einerseits der Würde des Reiches keinen Eintrag tut und anderseits durch seine Bedingungen ein Ausheileu der Wunden mög liehst wenig beeinträchtigt. Es darf zugleich nicht übersehen werden, daß in Rußland weite kreise verschiedener Art und Schichtung für die Fortsetzung der Feindseligkeiten plaidieren. Japan — so betonen die mit seiner Politik vertrauten kreise gegenwärtig aufs neue -- hat keinen >t'ampf lim Teilinteressen, sondern um die nationale Existenz geführt, so daß Japan nur auf einen Friedensschluß eingehen könne, der ihm Sicherheit bietet, daß eine solche .liiesenanstrengung in Generationen nicht wiederholt zu werden braucht, der ihm also die Garantie gewährt, daß der Gegner nicht aber mals den vitalen Interessen Japans nahetreten werde. Da Japan zu seinem nationalen Kampfe alles zusammeugerafft uud enorme Opfer gebracht hat, müsse es sich fortab sicher fühlen können, daß diese Anstrengnngen in absehbarer Zukunft nicht noch einmal verlangt werden. Auf der anderen Seite müsse es seine Stellung auf dem Kontinente gefestigt sehen nnd schließlich kann es nicht darauf verzichten, einen entsprechenden Beitrag znr Hei lung seiiler Kriegsschäden zn erhalten. Wenn sich dies verwirklichen läßt, werde Japan gewiß, nm nicht weitere Opfer bringen zn müssen lind ein we nig auch im Interesse seiner Freunde, die Hand zum defiuitiveu Friedensschlüsse willig bieten. Das Eine könne es aber keinen Augenblick verhehlen, daß durch Verhandlungen über den Frieden seine j^bige günstige Position nicht gefährdet werden dürfe, daß mithin ein eventueller Waffenstillstand nicht zu ein fettigem Vorteile geschlossen werden könnte und daß ein monatelanges Sistieren der Verfolgung seiner strategischeil Vorteile »licht ins Auge gefaßt werden kann. Feuilleton. Ein probates Mittel. Slizze von M^ttyicn Meißner. (Nachdruck verboten.) - Herr lind Fran Beck lebten sehr glücklich zw '"»»nen Er war noch ebenso iu seine kleme lVwu bliebt, wie vor sechs Jahren an ihrem Hochzeito- >e. obwohl Fran Else, die für drei kleine linder !' sorgen hatte, ihm .licht »lehr sovle ^e> w.e im , "fau^. ihrer Ehe widmen konnte. Beinahe a le-', ""5 sie sagte oder tat, erregte seine Zufr'edenh^ ?"' richtiger seine Bewunderung, und dcw lluue ^" „deiuahe" hat .licht viel zu bedeuteu, weuu "' der es aussprichl, eiu junger Ehemann ist und " '"ner Frau absolut einen Engel sehen w, l , Ihr einziger Fehler, nein, Fehler ch schon '" ^i strenges Wort, ihre einzige kleine schwache, ^' »icht seine volle Znfriedenheit gewann, war ihre , ^' Freude au Veränderungen. Damit wll mcht ^"Nt s,'j„, tmh si,> sich lieber einen brünetten Mann ?t ihve5 blondbärtigen Eheherrn, oder lleme, "lle linder statt ihrer, kleinen, dunklen Engelbllder , "nschk' nein nach dieser Nichlnng war sie konser- , lw wie nur eine Frau seiu kann. Es waren d,e ^'losen Gegenstände ihrer Umgebung, in die ste l'l'ch häufiaen Umtausch uud Umstellung ^eben "'achte. ,. Neganil die kleine Frau Beck die Saisou nnt ""- Gm'nieruug vou Bärellfellen au ihrem Wm "k"Pe, so endete sie sicherlich nnt Fuchsfell- trug sie im Mai Perlenschnüre an ihrem Sommcr-umhang, so war man gewiß, sie im Juli mit Spit-zeilbesatz zn sehen, und hatte sie Veilchen an ihrem Hlile ill! April, dann prangte der gleiche Hut mit .^ornbluuleli im Anglist. Es waren aber gar nicht die bannen der Mode, denen Frau Else gehorchte, sondern einzig lind allein die Launen, die ihrem eigenen kleinen Gehirn entsprangen. Da hals nichts. Herr Beck war reich genug, um seiner Fran diese kleinen Ertravaganzen zn gestatten, die ja im übrigen seine Bequemlichkeit in keiller Weise störten. Fran Beck hatte aber noch eine andere Laune, die nicht gerade ruheförderud wirkte. Das war ihre große Neiguug, jede dritte oder vierte Woche die ganze Wohuung umzugestalten. Es war nicht genug damit, daß das Sopha und das Klavier ihren Platz tauschten, oder der Bücherschrank mit dem Schreibtische „Versteckeu" spielte, es waren sogar die Zimmer, oder richtiger ihre Bestimmung, die nach der Pfeife der Hans-fran tanzen und den Platz wechseln mußteil. Bald fungierte der Speisesaal als Schlafstube, bald als Empfangsraum. Bald befand sich das Kinderzim-mer unten an dein einen Ende der langen Zimmerreihe, bald gerade ill der Mitte uud bald anAäußer-steu Eude. Schade, daß die .ttvcheneinrichtung nagelfest war, sonst hätte sich Fran Else die Küche zu einem prächtigen Herrenzimmer umgestaltet. Eiue voil Herrn Becks größten Sorgen war die, daß er sich nie in seinem eigeneil Heiln zurecht fiuden konute. Wenn er morgens die „Wohnstube" in der Überzeugung verließ, daß er abends dnrch die gleiche Tür sie'wieder betreten würde, so sah er, daß er sich gründlich geirrt hatte, denn er stand im „Kinderzimmer". Daß er seiner Frau milde Vorwürfe machte, versteht sich von selbst, aber er war ein stiller, li> benswürdiger Mann, und Frau Else war ziemlich dickhäutig, so daß seine Vorwürfe keinen tiefen Eindrnck machten. Nnr ein einziges Mal spürte er tatsächlich große Lust, dieser Laune seiner Frau ein Ende zu machen-, doch ^r wurde durch äußere Umstände daran verhindert, und das war auch gut, denn als er ruhiger geworden war, fiel ihm ein Plan ein. der, wie er meinte, sicherer als alle Vorwürfe zum Ziele führen würde. Herr Beck war voil einer kleinen Geschäftsreise heimgekehrt, auf der er einen Jugendfreund ge-troffen und ihn veranlaßt hatte,,mit ihn, zu kommen, lim seine Frau zu begrüßen. Als sie die Wohuuug erreicht hatten, schlug er den, Freunde vor, erst ins Herrenzimmer zu gehen, um sich des schlimmsten Neisestanbes zu entledigen, während Herr Beck seine Frau auf den Besuch vor bereiten wollte. Aber als er sich der Tür näherte, hörte er einen ungewohnten Lärm, uud als er sie alifriß, saheii sie die Kiuder, die sich herumtnmmel teil, während Spielsachen lind Kiuderzeug auf allen Stühlen lagen. Das Mädchen versnchte schnell aufzuräumen, aber der erste Eindruck ließ sich nicht verwischen. Fran Else halie wieder „Umziehtag" gespielt, lind man war noch nicht so weit gekommen, Ordnung in der Kinderstube zu schaffen. (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 141. 1266 21. Juni 1905. Politische Aeverstcht. Laib ach, 20. Juni. Im „Winzer Voll-Matt" würdigt der Abge- ^ ordnete Xiandeshauptmailu Dr. Ebeuhoch die zielbelvußte Haltung des M i u isterp rä s id e n-len, die cine schwere Parlamelltskrise im Keime erstickt habe. Daß ihm dies gelullgell,, fei ein Beweis des großoll. Vertraueils, welchem beide »atio nalo Partien in seinen ehrlichen Wille» setzen. Freiherr von Gautsch habe eilte Lösung geflillde», die es beiden Teilen ermögliche, seiner ^ühruug z» folgen, ohne sich dem Vorwürfe einer Programm Verletzung auszufetzeu. Die ganze Episode habe be-lviesell, daß Freiherr, von Gautsch seille Ziele uur init deln, Parlanleilte und durch das Parlament erreichen wolle. Aus Petersburg, 1l). Juni, wird geineldet: Baiser )1citolaus empfing heute mittags in Peterhof die Deputation des Zemstvo Kougresses von, Moskau sowie den Bürgermeister und die Vertreter von Petersburg in Privataudienz, Fürst Trubecloj richtete an den Baiser eine längere Ansprache, worin er auf die traurigen Verhältuisse Rußlauds hililvies, die die Zemstvos nötigten, sich unmittelbar au den Baiser zu wenden. Fürst Trubeckoj sprach eine halbe Stunde lang. Seine Rede machte alls den Baiser eilleli tiefen Eindruck. Sodann sprach der Vertreter der Stadt Petersburg. Baiser Nikolaus erwiderte in längerer Rede, worm er zuuächst seinem Bedauern über, die ungeheureu Opfer des Krieges, ins' besoudere der letzten Niederlage zur See, Ausdruck gab. Der Baiser schloß wie folgt: „Ich danke Ihnen, meine Herren, für die zum Ausdrucke gebrachten Gefühle und glaube au Ihren Wunsch, die, Grundsätze einer neuen Ordnung zu fördern. Mein Wille, der Wille des Zaren, eine Nationalversammluiig einzuberufen, ift unerschütterlich. Ich wache unan^ gesetzt darüber. Mein Wille wird zur Durchführung gelangen. Sie können dies den ^iand- und Stadtbewohnern mitteilen. Von hente an werden Sie mich bei diefer neuen Arbeit unterstützen,. Die Na tio»alversammlu»g wird, wie einstmals, die Einig keil zwischen Rußland und dein Zaren herstellen und die Grundlage eiuer Ordnnng schaffen, die auf russischen Natio»algrundsätze» aufgebaut sein wird." Die Delegierten nahmen von dem Empfange eiuen guten, Eindrnck mit. Der „Temps" schreibt in einem Artikel über die marokkauis ch e u A ug el eg en h e it e u nnler anderem: Man, hat, die Frage aufgeworfen, ob England uns die Regelung unseres Streites mit Deutschland erleichtern oder ob es im Gegen teile durch seinen Widerstand oder seine Obstruktiv» diese Regelung erschweren werde. Auf diese Frage kann man zweifellos antworten, das; ein Teil der englischen öffentlichen Meinung vielleicht, einen baldigen Krieg gewünscht hätte, um Teutschland znr See lwch vor der vollen Entwicklung zu schlagen, nnd daß die Unterstützung seitens Frankreichs in einein fotchen Kriege für England nützlich wäre. Aber, wenn Engtand einen solchen Plan wirtlich gefaßt hätte, so müßte es sich doch sagen, daß eine >o große Natiou wie Frankreich Herrin ihrer Entschließungen wäre nnd sich nicht in einen Krieg einlassen tonnte, um die Geschäfte einer drittelt. Macht zu beforgen. Darüber kann es in Frankreich nnr eine einzige Anficht geben, und wenn wir über die gütliche Regeluug uuserer kolouialeu Schwierigkei-teu mit England erfreut, waren, so könnte dieses geuau umgrenzte Abkommen uns nicht weiter fort reißen, da ja diefe englische Allianz nach dem Ge-stäudnisfe Euglauds nicht imstande wäre, uus kou-tinentale Bürgschaften zu leisten, die wir auder-wärts suchen, müssen. Übrigens ist England in keiner Weise berechtigt, uns Verlegenheiten zu berei ten. Das Abkommen vom «. April 1!)M i,l ehrlich durchgeführt worden. Es ist nicht die Schuld Englands, wenn wir bisher keinen Nutzen, daraus ge-zogeu haben. Mai: kann unmöglich gestatten, daß uns England auf dem ohnehin schwierigen Wege zur friedlichen Regelung der marokkanischen Ange-legeuheiteu noch Hindernisse alistürme. Tagesnemgteiten. — (Wie siehtes i m I » » e r n derErdc aus?) Der irdische Planet, auf desse» vielgestalleter Oberfläche der Mensch feit Jahrtausenden dahinlebt, war ill urgraue» Zeiten eine feuerflüssige Kugel, die erst ganz allmählich in einen festen Zustand überging. Tarwin, Kaloin uno einige andere Forscher meinten, daß die Erstarrung voll d^r Mitte, vom Kern aus zur Oberfläche fortgeschritten sei; sie sehen die Erstarrung der Erde als fast beeudet an uno führen die vulkanischen Erscheinungen, Kraterausbrüche usw. auf vereinzelte, »»bedeutende, ftüfsige Taschen zurück, welche bei. der vou innen uach außen gehenden Erstarrung übrig geblieben siud. Ungleich mehrAllhä'uger hat eine zweite Theorie, welche das Vorhandensein einer verhältnismäßig düuueu Erdrinde annimmt, die eine glühend flüssige Masse umhüllt. Das Erstarren hat hienach an der Oberfläche der Erde begonnen und schreitet laugsam uach der Mitte fort; es wird dem vulkanischen Durchbruche immer größere Widerstände bieten, die für die Erde jetzt noch uicht unüberwindlich sind. Die Abkühlung muß durch solche Durchbrüche feuerflüssiger Masseil »aturgemäß sehr bedeu-tend vertaugsamt werden; aus der Verbreitung der vullauischeu Erscheiuuuaeu mrd dem allgemeiue» Steigeil der Wärme beim Eindringen iu die Tiefe kaun man die gegenwärtige Dicke der fasten Erdrinde auf ungefähr 50 Kilometer fchätzen. Zwei frau^ zösische Forscher. Dr. ^oewu und Dr. Puiseux, alau-beu aus ihreu photographischeil Mondstlidieil ulld den Bilder» voll der Oberfläche uuseres Trabailteil dell Schluß zieheil zu müssen, daß die Erstarrung bei allen Planeten, also auch bei derErde uuo ihremTrabanteu, dem Mo»de, wirtlich vou der Oberfläche aus jtatt^ filiideii hat. Eiil sorgfältiges Studium der von X!oelM ulld Puiseux aufg.'llomineueu Moudphotograpliie». die iu der „^latilrluijseujchafttichell Rliiidschall" ü^ uauer besthriebe» loerde», weist luit Sicherheit dara»! hiil, daß das Zurückweichen der schmelzbar flü!i> acn Masse» bis jetzt ill fünf großen Abschnittt» " folgt ist, mld dieser Erstarruugsprozeß loird sich u" ^ause der Zeiten stetig fortsetzen. Iedeilsalts ist »ach Ansicht d.'r beideil iranzösische» Forscher d^r Überaa»6 ill dell feste» Zustalid beu» Mond noch mlvollend^ ulld für die Erde uoch j^hr weit vou seiuein Ende -'N^ serut. — (Wozu inall eiu S ch u u p f t u ch hat) Mail sollte »iei»e», daß man sich darüber »licht eist Necheuschast zu aeben braucht, und doch ist die Sach^' durchau» uicht so selbstuerstäildlich. Das Taschentuch war ursprünglich uicht5 als ein Spielzeug in schönt» Hälld.'li, dessen sich der Xiuzus iu der raffiniellestc» Weise beluächtigte ulld das daher nur in einer lU^l altzu zahlreiche», aber gewählteilGejellschaft gebränäi lich war. Erst als es allgemei» wurde, u»lü zloar I" luohl sür Fraueil als auch sür ^iäuiler, trat der prc>t tiiche. Gebrauch iu seine Rechte. Wie sich die aute M seltjchaft vorher deholfeil hat, tauu lliail al,s dein i»^ XVI. Jahrhundert erschieueneu Allstandstatechisiiitt" erseheil, ill dem die Iraae vortolillllt: „Ist es noni höflich, mit dem Barett oder Rc>ck sich zu sauber»^ Die Autluort lautete: „Nein, deun sotches gehört M mm zu tull mit dem Facilettteiu." Das Facilettlci» war das eben in allgemeinen Gebrauch getonum'^' Schnupftuch, das bio dahin eiaeutlich uichtö als ei» Handtllch luar. Dem Namen nach dürste fein ltt fpruiig iu Iwlieu zu suchen sein, denn das M>'l Facilettleiu ist zlveifeltos aus deul italiemM'" „ti^xull'ttu" gebildet. Aber auch nach Einführn»!) feiues prattischeil Gebrauchs blieb es der Geaellsta»^ eiiles ausgesuchten Xilirus, ulir gab mail ihm dcn»' deil nichts welliger als poetischen Name» „Schnull deckeil", der später in „Sch»a»pt»ch" uuigeäudl'^ wurde. Die u»schö»eu Naiueu hinderte» aber ^ tüiistlerische» Verzieruug^u llicht, die so ills Mahl^ getrieben wurdeu, daß dageaen Strafen festaes^l wurden: „Fraueugeschliuge vo» Sillver linde O^^' söüeil ail de» Schilufjetdöleu verbaten syu bey P"'" dreyer Marck." Weim der gel»eilie Bürger ^ Schuupftuch trug, das mehr als eiueu halben Tlil'.'l tostete, mußte er eiue Marl Strafe zahlen. TajäM, tiicher als Hochzeitsgescheute wurden verboten, u"'" sie zu teui.'r ware», da sie zu solche» Gelegenheil^ mit kostbareil Spitzeil besetzt u»d mit Stickereien lN>^ Perle». u»d «.>)oldrose» geschmiickt Ware». Die Da»>^ beaailileil übrigens schon frühzeitig, das Schluipsu^ mit »uohlriecheildelil Wass.'r auzufeuchteil, at'er »>^, bloß des Wohlgeruchs wegeu, sonder», zugleich ä"' Koilservieruilg ulld Verbesseruug des Gesichtstei»t"' wodurch „das Gesichte schö» weiß uild wohlgcfin^ wird, fo ma» es damit abwischet u»d je, daß man ^' Gesichte damit reibet, je schöller es wird". Goldene schranken. Roman von M. Diers. (18. Fortsetzung.) (Nachbild uerbutcn,) Ihr Vlick hing voll schonen Interesses au der Gesellschaft. Hans Reuthner faß mit Ella, Erua vou Maus-sig uild dem Assessor an eiiieili Tischcheu. Er verstand so hübsch zu lachen. Etwas Keckes, Übermiili-ges war an ihm, und durch das Stimmgewirr ver nahnl sie hin nnd wieder, meist abgerissen uud zusammenhanglos, wie er die Baronesse neckte und zu tleiuen schlagfertigeil Ausfällen herausforderte. Nach dem Kaffee wurde Eroquet gefpielt. Magda kam mit dem Mediziner, Ella, der Baronesse uild noch anderen, in die (^egcupartei des jungeil Renthner. Er war meist der Tonangebende des kleinen, Kreises. Varoneß Erua hielt ihm zwar tapfer die Stange, aber wenn die kleine Streitigkeit auf den Höhepunkt getriebeil war, brach sie Plötze lich unmotiviert ab und ließ ihm seinen Willeil. Doch dann schob sich ein kleines verdrossenes Fält-chen um ihren Muudwiukel, und sie blieb ein Weilchen übelgelauut. Magda spielte, wieder herzlich schlecht. Sie hätte es sehr viel besser gemacht, aber das (befühl, unter all diesen fremden Augeu ihre (^eschicklichkeit zeigeu zu müssen, machte sie sehr ungewandt. Na türlich wurde ihr nichts von ihrer Blamage erspart, dafür sorgte schon der lange Mediziner. „Na, nun bitte ich nnr aber aus, daß sie ordentlich schlagen. Dieser Reif ist eiil Kinderspiel und dahinter können Sie gleich die Kugel von dem Leutnant treffen. Nehmen Sie sich zusammen, das Ding muß krokeltiert werden bis hinten uuter die Bäume." — „Ja, so geht's nnr immer, im Spiel uno im Lebeu", sagte Haus Reuthuer resiguiert. Aber Magdas Kugel flog sogar am Reifen sausend vorbei und verlor sich ill weiter, uuschädli-cher Ferne. Der Student tobte. Er wurde förmlich uuge-zogeu und die andereil hatten Mühe, ihn voll seinem Schlachtopfer, das blutübergossen dastand, abzubringen. Hans Renihner aber trat zu Magda, uild als sie verlegen aufsah, begegnete sie dem fröhlichen Vlick seiner, lachenden Augen. „Kehren Sie sich nicht au sein Schnaufen, gnädiges ^-ränleül", sagte er. „Sie haben dafür einen ^'ilücklichen gemacht." Sein ganzes Wefen ermutigte sie. „Ja, aber einen glücklichen Feind!" sagte sie lächelnd. „Danach strebt mein Ehrgeiz nun gar nicht." Erna vo» Klanssig rief ihn an, die Reihe war an ihm. Er wandte sich zn den anderen, und in dem allgemeineu Trubel wurde Magda wieder iiber^ sehen. Aber von dieser kleinen, vedentnngslose» Unterhaltung war etwas in ihr sitzen geblieben: ein Stückchen heimlicher Freude. Sie gab sich darüber keine Recheiischaft, sie empfand es nicht einmal mit klarem Bewußtseiu. Aber ihr scheues Gesicht hob sich, ihr Blick wurde freier und ihre Haltung sicherer. Durch das Blättergewirr fielen Sonnenfünk-cheii auf den Rasenboden, tanzten über die Kugeln »lld flirrten über die helleil Mädchengestalten. Nach dem Spieleil wurde musiziert. Erna von Klanssig sang. Ihre Stimme war umfangreich nnd sehr geschult. Magda hatte sich in ein ^esselchen in eine Fensterecke gedrückt, ^ie selbst war musikalisch, ulld ihr ganzes Herz liebte die Musik. 'Aber sie wußte nicht, wie es kam, nnd schalt sich selbst des-wegen; hier wnrde sie enttänscht. Es war kein Mangel in der Stimme, sie selbst hätte die Töne nicht so vollendet herausgebracht, aber im Vortrag ^ das, lvas sie abstieß. Seltsamerweise wählte Fräulein von, KlanM nur eillfache bieder, und gerade diefe trug sic >'" eiuem Pathos vor, der de» ganze» Eharakter ^ bieder veränderte. Magda konnte sich der seltsai»^ Idee llicht verschließen, als handle sie bei der -l^' lvaht gegell ihren eigenen Willeil,, gleichsam u»^ ei»em Zwange. „Zieh hinaus beim Morgeugrau'u, Will das Dorf verlasse». Schlummerluüde Sterile, schau'u bieder auf die Gassen." , .. Der Assessor saß all dem Flügel »»d begl"^ sie. llilter der Ha»dhab»»g dieser beide» ful>u'' sehr alisgebildeteil Meilsche» wurde das "l>s^> ^iedcheu mit jemer ergreifenden Wehmut zu ""),. prächtigen Konzertstück, das brillierte, aber >'" bewegte. „Trag' mein Bündel wanderleer, Doch »lich drückt's wie Eise», We»» das Herze tra»e»schwer, Ist so schwer das Reisen." „ Hans Reuthner stand etwas abseits, ci» ^., dunkeln, Plüsch einer Türporti''re gelehnt. Masi .^.' flüchtiger Blick erfaßte mit Erstaunen seme» ^ wandelten Alisdruck. ^, Die lachende ^nstigkeit vo» vorhin war g." chen. Seltsam sah in diesen hellen Zügen ^n^ >, ^ slere Verso»ne»heit aus, mit der er vor sich ) starrte. ^ Eiil wunderliches Gefühl überflog M'ag^ Herz. Eine plötzliche Wärme, in der ein tiefver! tes Mitleid lag. Eiil Mitleid ohne bestimmte «v»-", ja ohne Begrüiidllilg. Aber ihr war, als sel o^^ leichtherzige ju»ge Ma»», vo» dem Schell u>'^^^ legeilheit sie fernhielten, ein anderer, als der ei > gab. (ssortsetzmia l"lü" Laibacher Zeitung Nr. 141.________________^^_____________________________ 21. Juni 1905. (E i » i' eichesL a n d.) Fast wir ein Kapitel aus „Tausend und eiue Nacht" liest sich die Aufzäh luug der uugeheuereil Miueralreichtümer iu Bolivia Ul den, Bericht, deu der euglifche Consul Harrison "n das aliswärtige Aiut über den Haudel Aolivias ^ nii Jahre l!)M erfaßt Hal. Bolivia, desseu Judllstrie ^ »och gar nicht recht entwickelt ist, steht unter dm Läu-dern der Welt in der Förderung vou Zinn au dritter 2telle, in sehr kurzer Zeit wird es au erster Stelle stehen. Jetzt wird nur ein Teil der bekannten Bergwerke bearbeitet, da der Trausport zur Kiste sehr schluierig ist, aber die Regieruug lvill Eiseudahueu Ulr Erschließung des Landes bauen uud dazu das Geld verlueudeu, das sie für Abtretuug vou Gebieteu vou Chile uud Brasiliell. erhalten hat. Verniessuilgeu N»d zn diesen, Zwecke bereits gemacht wordeil. Ziuu ist aber nnr einer der vieleil uatürlicheu Schätze, au den^n Bolivia reich ist. Harrison fi'chrt noch ani Gold, Silber. Kupser, Eiseu, Blei, Quecksilber, Platiu, Dpnl, Topas, Smaragd, Amethyst, Türkis, Alabaster, Warmor, ^chlvefel, Alann, Antimon, Borax,, Arsen, ^run »kohle, Braunstein, Petroleu», nsw. Bei dieseul iN'oßeil, nicht ausgebeuteten Neichtuni, dein vorziigli cheu Mima uud dem guteu Bodcu für Ackerbau erscheint .'s dem britischeu Kouslll seltsam, daß es uur eiue Bergiverksgesellschaft mit britischem Kapital ,u Bolivia gibt 2er allgemeine Handel liegt ganz in den Händen der Deutscheu. Bolivia hat eiue Bevölkerung von 1M4.MU. - (Abenteuer eiues Pudelschcrers.) Im Pariser „Gaulois" erzählt eiu Beobachter fol-öende Szene. Herr H. ist ein Phlegmatitus. der i^ue Zeitung geru im Freieli liest. Diesertage ließ er ,lch iu Neililly auf ciuer Nauk nieder uud entsalzte ie,n ^orgenblatt Ein Pudel, der sich dort herumtrieb, fühlte sich wahrscheiulich dnrch das schöne Platzchen aug^zogeu uud streckte sich neben der Baut aus. Bald erscheint eiu Huudescherer uud uimuü uebeu Herrn >y. Platz, ohne sich weiter um deu Mauu zu knmmern. .Schöner Huud". sagt der Huudebarbier nach einer Weile nnd^ tätschelt dabei den "opf des Tieres. H. sieht sich den Hnnd an uud sagt: „Wirtlich. -..Wie wär's, weiiu ma» ihu schere.i wilrde? ^7 ^"'^ reu Sie ihu, wenn es Ihueu Spaß u,acht. Mir 'st s egal." Der Hlludescherer läßt sich das mcht zwenual sage,l lliid macht sich au die Arbeit. „Eiue Quaste mli Schweif, uicht wahr'^" - ..Das ist nur egal. ^ „Um die Beiuc Fraufen?" - „W-uu Ihuei, das Vergim-aeu macht. Mir ist's Wurst." - Uud Herr H. fahrt fort, seiiie Zeitung zu leseu. Eudlich ist die Operatlou fertig. Der Pudel, dem die Behaiidluug icdeufallo recht lästig war, macht sich aus dem staube, ohue e«u-u,al Dauke. zu sageu. Der Scherer weudet sich uuu nu Herru H.i „Drei Fraukcu macht das, meiu Herr." — Drei Frauleu! Warum wolleu Sie, daß ich Ihueu drei Fraukeu geben soll?" - „Aber Herr, ich habe doch Ihren Huud geschoreu." - „Meiuen Huudc' Wollen Sie inich zum Narreu halteu'^ Der Hnnd ge-hört ja Jar uicht mir." Sprach's uud unuu.t .mt uu-erschütterlichem Gleichuulte wieder jeu,e Lektüre auf ^.. '-- (D i e „N attede r Phara 0 lie n".) Die-seu Neiuauieu trägt seit altersher der über gallz Nord-asrika u.id Nordwestasie.i verbreitet, Ichuemuou deu die alten Ägypter als heilig verehrteu Schon H ro-dot meldet/daß dieses zll de,i huudefnß.geu Sch 'ch-tadeu gehörige Tier, das uusere Haus atze au Mo übertrifft, im ganzen Nillaude uur ^n heiligen O. eiubalsmuiert uud begrabeu werde, solcher Eh uug erfreute sich der Ichueumou ^del.l wegell des vou ihn, niit Ei er betriebeneu Fres'eus der Krotodile^ iu ueuerer Zeit aber Hal sich das Blatt gänzlich g>-wendet; währeud er eiust als he.lig galt, mr l'tz als Räuber gehaßt uud verfolgt. Dmer Wa.id d Volksgullst erklärt fich sehr eiufach: wo d,, N d. volfreichst n OM'.'den ÄgYPteus dnrchstro.ut gib s lm.qst te ne,w-ot'odile nud folglich au den Uferu em ,Urolodi eier u'ehr. Fressen wi.l der ^N.e.nuou 1 ^ nach wk> vor, uud iu Eruiaugelimg ie,,ier u s ugli^ cheu ih.u fehr gern qegöuuteu Nahruug vergreift ^ skl j tzt mn^ d^r Not eiue Untl'geud mach^'d m, den Hühnern uud Hühnereieru der Fellaho, d.e wahrhastig so wie so schon arm geuug !mo. Lolal^und Prouinzial-Nachrichtcu. Laibacher Gemciuderat. Uuter dem Vorsitze d^s Bürgeruieisters H r i -bar faud gest.ru abeuds eiue außerordentliche Sitzung des Laibacher Oeu.eind.rates statt au welcher 22 G.meiuderäte teil.iahiueu. Zu Veris.tatoreu d.^ Citzuugsprototolles wurdcu Vizeburgeruleister Dot^ tor Ritter von Blei w e i s uud lÄememderat Ber ^ Laut »omiuiert. .< . ^ ci.- n,. ^...inii der Sitzung widmete der Burgermeister dem am « d. M. verstorbeueu Advotaten nnd Gutsbesitzer Dr. ttarl Ahazhizh ei»e» lvariue» Nachruf. Der Verblicheue Nxir von, Jahr.' 1877 bis 1«7!1 Mitglied des Laibacher (Hemeinderates, in wel- ^ chem er eiue ersprießliche Tätigkeit entwickelte, uud legte stets ciu warmes ^,>,teresse für die Eutwickluug uiiferer Stadt au dou Tag. Der Bürgermeister ließ uameus der Ttadtgemeiude eiueu Krauz au der Bahre des Berstorbeneu niederlegeu und der Gemeinderat ehrte desseu Andeuten dnrch Erheben von den Sitzen. Der Vorsitzende gad weiters betaunt. daß Ge-meiuderat Dr. Iofef Star«, welchem betauutlich in der jüugsten Gemeilideratssitzuug :»t r e t, welcher bekauutlich feiu Gem^iuderatsulaiidat traut-heitshalber uiedergelcgt hat, wurde Geuieiuderat Dr. Karl Triller als Vertreter der Stadtgemeind^ in deu k. t. Stndtschulrat entfendet. Zum Mitglied der Wahltommisjiou für die Handels- uud Gelverl» tammer für Krain wurde Gemeiuderat Iofef Leiiüe gelvählt. ^Il'ach llbergaug zur Tagesordnuug berichtete Ge-meinderat Seuetovi^ uaiuens der Finauzset'tion üder die Znschrist des Bürgermeisters, betreffend den Landesverband zur Förderung des Fremdenverkehres iu Kraiu, uud stellte, uachdem die Statuten des Ver-baudes bereits die behördliche Geuehmiguug erhalten linbeu, deii Autrag, daß die Stadtgemeinde Laibach dem Berbaude mit dem Jahresbeiträge vou l»X> l< als Mitglied beitrete. Gerade die Landeshauptstadt sei au der Höbuug des Fremdeuv^rlchres besouders iuteressiert, weshalb der Autrag der Sektiou wohl talim aus Widerstaud stoßen dürfte. Der Autrag des Nefereuteu wur!X' bei der Abftimiuuug einhellig au-gellomuieu. Bci diesem Aulasse hob Gemeiuderat l^ubic hervor, daß Laibach', wk uur weilige Proviuzstädte, schöne Partaulageu auflveise, welche vou Einheimischen sowohl wie voil Fremden gerne aufgesucht wer-deu. Allem durch die unglückselige Schleppe werde auch iu deu Aulageil viel Staub aufgewirbelt nud fo dem Naturfreund der Genuß arg vergällt. Der Stadt-Magistrat fei daher zu beauftrageu, die Daiucu iu eut-sprecheuder Weife zu veraulasseu, wenigstens in den öffentlichen Aulageu ohue Schleppe zu erscheinen. Der Antrag wurde ohue Einsprache angenommen uud der Stadtmagistrat beauftragt, der Schleppe deu Krieg zu erklären. Gemeinderat Dr. Starü berichtete uameus der Bauseltion über das Gesuch der Besitzerin Frau Ursula Lamp iö um Abteiluug ihrer Bauparzelle Nr. 29/7 au der Ecke der Pfalz- uud der Illyrijcheu Gasse auf zwei Bauplätze, da sie uicht iu der Lage fei, die große Parzelle felbst zu verbaueu. Da die Parzelle auch für zwei Häuser groß geuug ist, wurde dem Gesnche Folge gegeben. Wie wir erfahren, soll nnu die bezügliche Parzelle von Ursula Lampi'5 uud Iohaun ('eruii: gemeiusam durch eiu Doppelhaus verbaut wcrdeu. Gemeiuderat Frauchetti begriiudete hierauf feinen selbständigen Antrag, betreffend die Wahl einer selbständigen Geweroesettion im Laibacher Gemeinde-rate. Der Antragsteller hob iu läugerer Ausführung hervor, daß auch iu audereu größereu Städteu solche Settioneu bestchen nud Ersprießliches leisten. Nach eiuigen aufklärenden Bemerknugeu des Vizebürger-meisters Dr. .Ritter von Blei w e, s iu betreff Wah-ruug der Kompeteuz des Stadtiuagistrates wurde der Autrag des Gemeiudcrates Frauchetti augeuom meu. Die Wahl der Sektiou selbst luird iu d^r uächst.'n Gemeilideratssitzuug vorgeuouimeu werdel,. Geineinderat Dimuil berichtete uameus der Schulseltiou über die Uuterbringnng der städtischell dentschen Mädcheilvollsschnle. Der Bericht, betreffend die Inspektion der achtklassigeu deutscheu Mädchen Volksschule in Laibach, wurde vom k. k. Landesschul-rate unter Genchmignng der getrosfelieu Versüguu geu zur Keuutnis geuonnnel,. Aus d.'in Vorlage-berichte war z,l entuchmeu. daß der k. k. Stadtschnlrat del, Antrag des Bezirlsschulinspektors, die Schule iu entsprechenden Schulzimmern unterzubringen, an-gouomm.'n hat. Da das Haus, ill welche», die Mäd ^chcuschule derlllaleu untergebracht ist, für Tchulzwecte ^überhaupt weniger geeignet erscheint, so wurde der Stadtschulrat aufgefordert, sich iu betreff der auder wütigen Unterliringuilg dieser Schule, bezw. wegon Herslellnng eines ^'endalles, mit der Stadtgemeinde Vertretung ins Einvernehmen zu setzen, uud darüber dem k. k. Laudesschulrate zu berichteu. Der Referent hob hervor, dah sich dio Verhältnisse iu betreff der Uutcrbriuguug der beidelr deutscheu Volksschulen sofort luesentlich günstiger gestalten werden, fobald der für die dritte städtische Kuadeuvolks-schule projektierte ^lelibau auf der Polaua (auf der feitcns der ^tadtgemeind<' känflich ^rworbeneii Neali' tät des floveuifchen Schriststelk'r-Unterstiitzungsver. eiues) ausgeführt seiu wird. Deshalb erscheine es llicht augezeigt, für die deideu delltfchen Schnlen andere Untertünfte zu fllcheu, dezw. eilleii, Vieuball ailfführeu zu lassen. Der Refer^ut stellte deu Autrag, iu diesem Siuue deiii k. k. Laudesschulrate Bericht zu erstatten. Vizebürgermeister Dr. Ritter vou Vleiweis machte darauf aufmertfam, daß die erwähuteu deut fcheii Volksschuleu voll zahlreichen Kiuderu voll iu .^i^ka doulizilierenden Eifeilbahilbediensteteli besticht lverdel,. Nach eiuer kürzlich erflofsenell Eiltsch^idnug desVerwaltuugSgerichtshofes aber töuueil ausU'ärtige Schulkinder zurückgewiesen werd.'u ilud es dürfteu dann die vorhandenen Räume für die auf diese Weise restriugierte Anzahl vou Schüleru uud Schüleriuueu wohl ausreicheu. Es sei daher die Auzahl der allswär^ tigeil Schiller uud Schülerinnen festzustellen ulld diesfalls den, Geineiuderate Bericht zil erstatten. In ähnlichem Sinne sprach sich auch Gemeiudorat Vel-l 0 vrh ails, welcher bei diesem Alilasse auf die mangelhafte Unterbriuguug des zweiteu Staatsgyinna' fiuins hiuluies. ! Bürgermeister Hribar bemerkte, daß bereits zahlreiche answärlige Schüler iiud Schülcrinuen zn-rückgeU'iesen wurdeli; dieser Vorgang erscheine jedoch uichl opportnu, da infolgedessen in ä'i^ka eine Aktion für die Errichtung oiuer deutscheu Schule eiugeleitet wurde uiid die Parole ausgegebeu wordeil sei, iu ^i«la ein Bolllverl des Deutschtums zu schasfeu. Vei der bekauuteu Fürsorge ilud Förderuug delltscher Iuteresseu seitelis der Regierulig erscheiile es daher ratsalu, vo,l der beautragteu Zurückweisullg auswärtiger deutscher Schüler uud Schüleriuueu abzuscheu. Nachdem uoch Gemeiuderat K'ej/. ar betout hatte, daß solche zurückgewieseue Schüler illld Schü-leriilueii iii hicsigeu private», deutscheu Volksschuleu Aufllahiu.' fiudeu, umrde der Autrag des Referenten mit großer Majorität augeuommeu. Nameus des Wasserleituugsdirettornlmd berich tete Gemeiuderat Groi^elj über das Gesuch der Auersch,.'!! Erben nm Abschreibung eiuer Gebühr für den durch einen Rohrbrnch bedingten Wassermehrver-branch nnd beantragte di? Abweisung des Gesuch'es. Gemeiuderat Leu6e beautragte ciue teilweise Ab» schreibuug der Gebühr, doch wurde bei. der Abstim-ülilug der Autrag des Nesereuteu nllgellomulell. Vor Echlnß der Sitzliilg stellte Geineinderat K 0 -z a k an deil Biirgermeister die Alifrage, in welchem Stadium fich die vom Gemeinderatc augeregte Frage der Abschasfuug der Jahrmärkte in Laibach befinde, woranf Bürgermeister Hribar erwiderte, daß eiuc-diesfällige Eutscheiduug der k. k. Laudesregieruug noch nicht erflosseu sei. ^lachdeul der Bürgermeister uoch bekaunt gege-bei,, daß vor der Ferieupause uur uoch zweiG.'meinde-ratssitznngen abgehalten lverden sollen, wnrde die öffentliche Sitzllng nm 7 Uhr abends geschlossen. Ill der hierauf folgeudeu gehcimeu Sitzuug wur^ deu ulehrerc Persoi,alnligel2geuheiten der Erledigung zngeführt. - (E r u e li n u n g e n u ii d l'l b e r s e tz u u g e u im Postdieuste.) Der Postexpedieilt Heiurich Toucich iu Maliusla wurde zuu> Postmeister dort selbst, Rudolf Domiuik zum Postevpedieuteu iu SchU'arzenberg, der HilfSbeamte Leopold Zorzin znn, Posterpediellten in Cerovglie illid die Posterpedi-toriu Iohalllia Zavr«liik zur Posthilfsbeamtin iu Frauzdorf erliaulit. ^ llberfetzt wurdeu der Post meister Ioliauu Mu rfchetz vou Flitsch uach Eis' nern, serner die Hilssbcamten Alois Solaro vou Pola lind Philipp Zavadlov von Laibach ilach Trieft. -l. — (DieMiliaria iu Uuterk r a i n.) i'lber den Stand dieser Epidemie bis einschließlich l7. d. M. geht ulis die Nachricht zu, daß von den alls der letzten Berichtsperiode verbliebeueu 18 Krauken zwei gestorben uud zwei ucue Erlrankuugsfälle kürzlich zuge »vachseu siud, so daß sich der Krankenstand noch ans l.'l FraueuSperfouen belauft. Voil diefen befinden sich ,'l in Groß Podljiiben, je ^ in Polok, Vrh l,nd Unter gebak, je 1 iu Trgauje Selo, Iilrteudorf, Kleiu-Pod-ljubeu ulld Dreiije. Seit dem Aufauge diefer Epideiuie siud ill W Ortschafteu 2 Mäuuer uud 117 Fraueus-persouetl erkraukt und voll deu letztrreu '2l gestorbeu, alle übrigen aber geilefeil. Die angeordneten fauitäreu Maßregel>l lverdeu stets befolgt und gelaugeu überall anstandslos zn>- Durcliführnng. <». Laibacher Zeitung Nr. 141. 1268_______ __________________________________21. Juni 1905. — (Die Kadi lnik-Hütte auf der Golica,) die, wie bereits gemeldet, an» verflossenen Sonntag vom Slovenischen Alpenvereine eröffnet wurde, stellt sich als ein gefälliger nnd sehr geräumiger Bau dar. Die Hütte ist 1!lz/> Meter laug, l;i/. Meter breit und 11 Meter hoch. Sie hat ebenerdig eine gegen Süden gelegene Veranda, ein großes Speisezimmer, eiue .^iiche, weiters zlvei Schlafzimnler, uud zwar das eiue für Dcnueu, das andere für Herren, worin je zehn Personen Platz finden können. Im Erdgeschosse befindet sich ein .Keller. Das erste Stockwerk faßt fünf Zimmer, wovon das größte acht, die übrigen zu 2 bis 3 Bettstellen enthalten. Der Dachstuhl ist zur Übernachtung der Führer bestimmt. Die Hütte steht unmittelbar unter dem Gipfel der Golica uud bietet namentlich in den oberen Räumlichkeiten eine prächtige Fernsicht selbst nach Körnten hin. Dl> Auf-führungskosten beliefen sich auf rund 12.000 l<; die Bauleitung führte Herr Kaufmann nnd Besitzer Jan« a in Lengenfeld. Die Hütte wird alljährlich bis Oktober bewirtschaftet werden. — (Eine heimische Erfinduug.) Der hiesige Tapezierer und Möbelhäudler Herr Dragotin P u c hat ein Bett crfuuden, das sich in einen Divan verlvandeln läßt. Für die Erfinduug wurde ihm das Pateut Nr. W.004 erteilt. * (Zum Unfälle im Laboratorium des Herrn Apothekers Trukoczy am Nathausplatz) wird uns nachträglich noch mitgeteilt, daß die verunglückte Theresia Hoduik an ihrem Unfälle auch selbst etwas schuldtragend war. Als der Pharmazeut, Herr SilM'illas, die Kleider oes Mädchens in Flammen sah, rief er ihr zn, sich hinaus zu begeben. Das Mädcheu, das mit besonderer Liebe den Kindern ihres Dienstgebers zugetan war, lief aber in der Meinung, es köunte noch eine Er.plosion entstehen, im Laboratorium hiu uud her nnd wollte noch einige Türen znmachen. Vorgestern wnrde die Ver-storbeue zu Grabe getrageu. Der auf Kosten des Herrn Trnkoczy veranstaltete Leichenzug gab deu bestell Beweis, wie er seinen Bediensteten geneigt nnd wie er stets um dercu Wohl besorgt ist. * (Unfälle.) Als vorgestern der Baupolier Autou ^tupar des Nachts nach Hause kam uud ül>er die Stiegen in seine Wohnnng ging, machte er einen Fehltritt uud fiel so unglücklich, daß er am rea> ten Bein uud am Kopfe schwere Verletzungen erlitt. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Spital überführt. — Gestern vormittags wurde der Arbeiter Josef Fugenig aus Lces mit dem Personenzuge nach ^aibach gebracht; er hatte sich bei einem Falle von einem Hügel einen Scheutelbruch zugezogen. * (Ein Athlet.) Der zwar nicht befonders starte Agent Gabriel U. betreibt in Laibach einen ei-genen Sport, indem er Personen, mit denen er ill Streit gerät, einfach zu Boden schleudert, so daß sie in der Regel ernste Verletzungen davontragen. Vor einiger Zeit warf er des Nachts auf der Wieuerstraße nach vorhergegaugeuenl Wortwechsel einen Herrn derart zu Boden, daß er eine Verreuluug des linken Armes erlitt. Diesertage ließ der Agent einen Schneider feine Kraft fpüren. Als sie diesertage uachts aus eiuem Kaffeehaufe, in welchem der Agent einen Streit mit dem Schneider provoziert hatte, hinauskamen, wurde der Schueider ohne weiteres zn Boden geworfen und, obendrauf mit Ohrfeigen traktiert. Der Agent wird beim Gerichte nachweisen müssen, ob er für seinen Sport eine Konzession erhaltet: habe. * (Feu'^r.) Gestern nachmittags geriet die auf dem Felde zwischen der Sonnengasse uud der Martinsstraße stehende und den Auerschen Erben gehörige Harfe in Brand, wodurch das gauze Heu fuwie das Dach eingeäschert wurden. Das Feuer soll vou Kindern gelegt worden sein. Der Schaden beträgt lnel^ rere tansend Kronen. Die Besitzer waren bei der Bank „Slavija" versichert. (Im städtischen Schlacht Hanse) wurden in der Zeit vom 4. bis 11. d. M. Kl Ochsen, 4 Kühe, 8 Stiere uud 2 Pferde, weites 97 Schweine, l8!i Kälber, M Schöpfe nnd Böcke sowie 2«li Kitze geschlachtet. Überdies wurden 2 Schweine, 12 Kälber, 2 Schöpse uud Böcke und 15) Kitze in geschlachtetem Zu. staude sowie 245 Kilogramm Fleisch eingeführt. — (Die Laibacher Vereinskapelle) konzertiert heute abends in der Nestanration „Zum Löwen" (Maria Theresieustraße). Anfang nm 8 Uhr abends: Eintritt 40 I». — Morgen nm 10 Uhr vormittags Frühstückskonzert in der Gößer Bierhalle (Petersstrahe), bei freiem Eintritt. Nachmittags Konzert auf dllr Drenikshöhe. Aufang 4 Uhr imchmit tags. — (E ff ekt e n to m b o l a.) Der freiwilligen Feuerwehr in Krainburg wurde behufs Anschaffung von erforderlichen Löschrequisiten die Veranstaltung einer Esfektentombola mit 10l)0 Karten ir 10 l> bewil ligt. Gewinste in Geld, Geldefsekten nnd Monopol-gegenstände» sind jedoch hiebei ausgeschlosseu. —<>. - (Of, entliche Weinkost.) Wir machen nochmals auf die heute vou 8 bis 10 Uhr abends stattfindende letzte Weintost in diefer Sommersaison aufmerksam. Da die öffentlichen Weintostproben im hie-sigen Landesweinkeller erst im Herbst wieder stattfinden sollen, so verlieren von heute au alle heute gekauften sowie die bisher noch nicht verwendeten Cou-pous ihre Gültigkeit. — Heut? können 14 verschiedene Weine gekostet werden. —in— — (Laib ach er Sportverein.) Zum füuf-teu interueu Lawn Tennisturnier sind 91 Nenuuu-geil eingelaufen, wodurch sämtliche ausgeschriebeuen Propositionen gesichert sind und zur Austragung gelangen. Das Tnrnier beginnt morgen um ^ Uhr nach-mittags. Der Eintritt zu deu Teuuisplätzen ist nur onrch das Haupttor des Sportplatzes gestattet, damit die Spieler nicht im Spiele gestört weiden. Die Preise werden im Schanfenster der Firma I. C. Mayer von Samstag an ausgestellt sein. Zum Turnier habe» sich die stärksten Spieler Laibachs genannt, daher ein abwechslnngsreicher Wettlampf zu erwarten ist. Über deu Staud des Türmers werden wir jeweilig berichten. * (Scheue Pferde.) Gestern scheuten auf der Marm Theresienstraße vor der vorbeiinarschieren-den Landnxchr zwei Pferde nnd rannten mit der Kutsche durch die GerlchtSgasse in die Bahnhosgasse, wo die Wagenstange brach. Die Tiere blieben hierauf stehen. * (Diebstah l.) Diesertage wurde einer Dame ein goldener Fingerring, mit einem Saphir und sieben kleinen Brillanten besetzt, sowie ein zerlegbarer Fingerring in Form zweier Schlangen gestohlen. Dieser Ring hat in eineniSchlangenkopfe einen Brillanten gesaßt; als Augen sind zwei Rnbine eingesetzt. Den zweiten Kopf bildet ein Smaragd, während die Augen von zwei kleinen Brillanten Dargestellt werden. — (Saaten st and in Unter train.) Das in letzter Zeit überaus günstige Wetter beeinflußte in ganz Unterkrain die Entwicllnng der Saaten sehr günstig. Dies trifft namentlich bei den Wintersaaten zu, die sich daut ihres kräftigen Standes zu Ende des Winters trotz mancher Schäden recht fchön entwickelten, so daß sie nach dem gegenwärtigen Stande zum größten Teile wen» auch nicht zn weitgehender, so doch zn befriedigender Erntehoffnnng Anlaß geben. Der Weizen, der von Krankheiten verschont blieb, befindet sich im Stadium, der Ährenbildung uud gelangt in kurzem zur Blüte, während der Roggen bereits im Abblühen begriffen ist. Die Gerste dürfte in etwa drei Wochen znm Schnitte gelangen. Der Hafer leidet örtlicherweife vielfach nnter starker Veruntrantuug. Der Mais ist zumeist gut aufgegangen, doch blieb er infolge übermäßiger Niederschläge in der Entwicklung znrück und benötigt in, der nächsten Zeit warmes, sonniges Wetter. Die bereits begonnene Henmahd befriedigt allgemein. Die Kartoffeln habe» sich günstig entwickelt uud wurden größteuteils bereits behäufelt. Die Hoffnungen auf ein gutes Obstjahr habeu sich infolge der zur Blütezeit herrscheuden regnerischen Witterung, yauptsächlich aber infolge ftarken Raupenfraßes uud des massenhaften Auftretens des Blutenstechers sehr herabgesetzt; namentlich gilt das vou Äpfeln, die heuer fast allerorts ausbliebeu. Zwetschken biete» nnr mäßige Aussichten, ebenso Marillen, Pfirsiche und Nüsse. Dagegen kann man bei Birnen nnd Kirschen, welch letztere in günstige» Lagen der Reise nahe sind, gute Erntehofsnungen hegen. —ik. "(Erhäng t.) In der Nacht anf den 10. d. M. hat sich der fehr dem Trunte ergebene Besitzer Andreas Babnik in Kamna Goricn erhängt. —r. * (Tod infolge Stnrzes.) Am 14. d. M. abends fuhr, wie man uns aus Tscheruembl mitteilt, der Besitzer Johann Strauß aus Podzemelj mit einem Leiterwagen, auf dem sich ein Faß Wein befand, in etwas angeheitertem Znstande von Draüii> nach Hanse. An einer steilen Straßenstrecke nächst Dra^ii» kam der Wagen infolge fchlechten Sperrens in so starkes Rollen, daß er umfiel uud Strauß fo unglücklich weggeschlendert wurde, daß er sofort tot liegen blieb. Da bei diesem Unglücksfalle eiu Verschuldeu des den Wagen lenkenden Besitzers Miko Tonic alls Skril uicht allsgeschlossen ist, wnrde über den Vorfall auch dem Bezirksgerichte in Mottling die Anzeige erstattet. r. ^ (Brände.) Am 11. d. M. früh brach in der Holzlege des Besitzers Anton Medved in Vetrnik, Gemeinde Savenstein, ein Feuer aus, welches das ergriffene Objekt sowie das hölzerne Wohnhans total einäscherte. Die Hausbewohuer, welche durch das Feuer aus dem Schlafe aufgeschreckt wnrdeu, konnten nnr wenig Habseligkeiten retteil. Der Schaden beträgt M0 l<, ist aber durch eine gleiche Vcrsichernngssnmme, gedeckt. — Welters kam am 1«. d. M. um 2^ Uhr nachmittags im Wirtschaftsgebäude des Johann Flajs in Ogorelke, Gemeinde Dvor, infolge Blitzschlages ei» gelier znm Ansbrnche, wodnrch das Gebäude samt den darin befindlichen Geräten ill kurzer Zeit eingeäschert wurde. Da sich die Hausbewohuer bei der Feld- arbeit befandeu, konnten anch fünf Rinder nicht ge> rettet werden. Auf der Brandstätte erschienen dic Ortsbewohner aus Brezje uud Hince sowie Bergarbei' tr ans Krlii3lj, tonnten aber wegen Wassermangel nicht rettend eingreifen. Flajs erlitt einen Schaden von 2700 X, die Versicherungssumme beträgt nur 800 1v. —«— — (Wien in Trümmern!) Unter dieser Spl'tzmarle schreibt das gestrige „Agramer Tagblatt" unter anderem folgendes: Eine Schreckenstundc durcheilte gestern abends wie ein Lauffeuer die Stadt. Um 8 Uhr abends soll Wien durch ein furchtbares Erobebeu von, noch nie dagewesener Heftigkeit heun gefucht wordeu fciu. In alleil Kaffeehäusern, an alk'» Wirtshausstammtischen, in allen Uilterhaltnngsloüi litäten sprach man nnr voll der großen Katastrophe iil Wien. „Ganz bestimmt" wollten die einen wissen, daß viele Häuser eiugestürzt und fünfzehnhuudert Meusche» um das Lebeu gekommen seieil. Je weiter der Abend vorschritt, desto größer wurde die Zahl der Opfer. Gege» 10 Uhr konnte man in eine,» hiesige» Abendlotal bereits 75.000 Tote uud Verwundete, nicht mehr uud uicht weniger, konstatieren. Selbstverständlich erregte dieses ungeheuerliche Gerücht ill der gan-zen Stadt große Aufregung uud Besorgnis; wo man daher einen Ionrnalisten anftreiben tonnte, stürzte» Bekannte uud Unbekannte auf ihu zu und fragten ill» in angstvoller Erregung, ob er Nachrichteil aus Wu'» habe. Das war jedenfalls das Klügste, denn diese be> rnfömäßigen Alleswisser eilten sofort znm Telephon niw tonnten binnen wenigen Minnten die erfreuliche ^lltteilung verlüuoe», daß Wie» noch auf dem alte» Flecke stehe ... Es scheint in unserer Stadt eine Ge> sellscliaft von Spaßvögeln zu gebeu, die sich deu schlech' tl> Iur gestatten, die Öffentlichkeit von Zeit zu Z^t durch Ausstreuung sensationeller Unwahrheiten auf' zuregen. - (Vom Zirkus Zavatta) werdeu wir uM die Mitteiluug ersucht, daß morgen zwei große Vor-stellnngen, nnd Mar die erste um 4 Uhr uachmittags, die zweite nm 8 lll,r abends, stattfinden. Den Äe schluß der beiden Vorstellnngen bildet eine neue tc> niifäie Pantomime. * (Eingebr a ch t.) Der am 22. April von 5er Arbeiterabteilnng entwichene Zwängling Iofef Schtnid wurde diesertage in Kitzbüchel eingebracht. "- (K n r I ist e.) In Krapina-Töplitz sind in der Zeit vom 8. bis 10. d. M. 1l)5 Perso»e» znm Kur gebrauche eingetroffen. Illu»io» »»or» in der Iomkirche. Donnerstag, den 22. Juni (Fronleict)' namsfeft) Pontifikalamt um 8 Uhr: Instrumentale >Ii««n in lionoi^m ». .In8c>i)In von Karl Greitli, Graduate <>< nli uiuuinin imo Segueuz l.nnd^ ^><»" ^:>lvntui' mit in die deutsche Literatur mit einem feiller beste» Werke ein. Die Schilderuug der Charaktere böhmischer Landleute ist meisterhaft nnd das Werk des mit besonderem Neobachtuugsgeiste begabten Autors hat in böhmischen Lesekreisen allgeniein? Anertennnng ü^ funden. Laibllcher Hcitunq Nr. 141. 1269 21. Juni 1905. — (1-»optttiiik.) Inhalt dcr sochst^n Nuni-mer: 1.) Angustin Poicgar: Dw Eiilflüsso dcr Affekte bei d^r häuslichcil und der öffentlichen Erziehung. 2.) S. E.: Znr Veobcichtnng dor kindlichen Individualität. ?..) F. K..1 c b e k ulld M. I. 9i <> r a ti Voin ersten internationalell .^^ngr^sso für Schlllhy^iene in Nürnberg 1905. 4.) Iv. Qega: Pädagogische Streiflichter. 5.) Literaturbericht. K.) Umfchau (Feuilleton, Pädagugifche Nachlefe, Chronik). — (^ 1 o v <' n « !< i li ö i l c l .^.) IiUialt der 6. Nmnmer: 1.) Der Deutsche Schulverein. 2.) K-urze Katechetik niit praktischen Erläuterungen. !^.) Der Maitäfer. (Stundenbild.) 4.) Inschriften. 5.) Literatur nnd Musik, (i.) Schulnachrichten. 7.) Miszelleu.' Gcschästszeitung. — (L i e f e r n n g s a n s s ch r e i b u n g.) Die ' k. k. Etaatsbahndirettion iu Villach teilt der Handels-! und Gewerbetaninier in Laibach mit, daß die Liefe» rung der nachstehend angeführten Materialien für die Zeit von, 1. Jänner MXi bis !i1. Dezember MOl>! im Offertw^'ge vergeben wird, und zwar: Chemische und Naturprodukte, Farbwaren, Chemikalien (auch Kupfervitriol für galvanifche Batterien), Leim, Schmirgel lc., Firnisse und Lacke aller Art, Filling Up, Politnr-C'maillackfarben ?c., Chamott?war?n, Kanzleimaterialien, anch Telegraphenstreifen. Nähere Angaben über die benötigten Quantitäten und Materialgattungen sind aus den Offertformularien zu entnehmen, welche ebenso wie die allgemeinen und besonderen Lieserbedingnisse bei, der k. k. Staatsbahndirektion (Abteilnng l) eingesehen, behoben oder gegen Einsendung des Portos bezogen werden können. Die Offerte, zu deren Verfassung die hiczu aufgelegten Formularien benützt werden müfsen, sind bei der k. k. StaatZbahndirektion Villach bis längstens 30. Juni I. I., 12 Uhr mittags, einznbringen. Telegramme dea k. k. Felegraphell-ßorrespolttleltz-Sureaus. Wien, 20. Juni. Seine Majestät der Kaiser erließ einen Armeebefehl, worin anläßlich des Ablebens des Erzherzogs Josef der Trauer des Kai' fers, des Kais<.'rhauses, des Vaterlandes und der gesamten Wehrmacht, insbesondere der nngarischen Landwchr, AnZdrnct gegeben wird und die militärischen Tugenden des verblichenen Erzherzogs, sein hervorragendes Wirten als Oberkommandant,der Land^ wehr hervorgehoben werden nnd befohlen wird, das Infanterieregiment Nr. 37 habe den denkwürdigen Namen des Erzherzogs Josef für immerwährende Zeilen zn führen. ^ Ncichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 20. Juni. Nach der von K l o f ^ ö verlangten wörtlichen Verlesnng de» EinlaufeZ und der Interpellatwnsbeantwortung durch deu Leiter des Eisenbahnministeriums beginnt das Haus die Ver-handlnng des Dringlichteitsuntrages der christlich-sozialen Partei, betreffend die angeblich dnrch Arbeiter erfolgte tätliche Mißhandlung des Abgeordneten Scheicher gelegentlich der Rückfahrt von der Prämien-verteilnng an Arbeiter ill Nohrbach. Das Haus nahm? nach mehrstündiger Debatte, wobei es wiederholt zwi-! schen deir Sozialoeniotraten nnd dei, Christlichsozialen zu heftigen, mit Schimpfreden verbundenen ^tontro-vcrfen kommt, den Dringlichkeit^antrag, betreffend den Überfall auf den Abg. Dr. Scheicher, an und erledigt ohne Debatte die Immnnitätsangel^genheit des Abg. Dr. Tartar, worauf die erste Lesung de^Budget-provisorinms begonnen wurde. — Abg. Skene verweist auf die seinerzeit überstürzt beschlossene Wasscr-straßenvorlage, deren Durchführung noch schwerere Überschreitungen gewärtigen lasse, als der Bau der Alpenbahnen, abgesehen davon, daß auch die Verzinsung des Investitionskapitals und die Rentabilität der Kanäle incyt zu erreichen ist. Redner warnt daher, ohne Fertigstellung der Dctailprojckte und ohne das genaueste Stndium aller Fragen an die Durchführung des Wasserslrnßenprojeltes zn schreiten. Die Verhandlung wird hierauf abgebrochen. Nächste Sitzuug morgen. Ungarn. Vudapest, 20. Juni. Die UnabhängiaMtZ-partci hat heute abends eine zahlreich besnchte Konferenz abgehalten. Präsident Kossuth teilte zunächst den gestrigen Aeschlnß des leitenden Komitees der Koalition mit, wonach die Koalition im Hause einen Antrag einbringen wird, daß der neuernannten Regie- rung das Mißtrauen votiert werde. Diesn Antrag soll in, Anschlüsse an die Verlesung des königlichen Handschreibens eingebracht werden nnd Kossnth wird den Antrag im Sinne des Beschlusses des leitenden Ansschnsses kurz begründen. Die 5lonserenz nahm die Vorschläge Kossnths zur Kenntnis. Weiter ersuchte Kossuth die Mitglieder, die neue Regierung bei der morgigen Vorstellung mit der größten Ruhe und Milde zn empfangen. Es müsse jede Gelegenheit vermieden werden, welche znr Vertagnng des Hauses Anlaß geben könnte. Abg. Graf Apponyi schloß sich den Ausführungen Kossuths an und bat auch seinerseits, es zu ermöglichen, „daß wir mit nnserem würdevollen Auftreten nnd nnserer Einigkeit den Ansordernngen sowohl Ungarns als auch der ausländische» ösfeiil lichen Meinung entsprechen." Weiter wnrde beschlos sen, über das Mißtraueusvotum die namentliche Ab stinimung zu verlangen. Vudapest, 21. Juni. Die liberale Partei hat den Antrag Aisza angenommen, das nene Kabinett als unparlamentarisch nicht zu unterstützen. Die koalierte Opposition beschloß ein Mißtrauensvotum, je doch einen ruhigen Empfaug Fejervarys, nm die Ver tagnng zn vermeiden. Der rusftsch-japunische Orieg. Tokio, 20. Juni. Die Erörterungen über die go plante Zusammenkunft von japanifchen nnd russischen ! Bevollmächtigten dauern fort. Zwischen dem Rate der ! alten Staatsmänner nnd den Ministern hat eine i Reihe von Besprechungen stattgefunden, die sich mit der Frage der Friedensbedingungen und mit der Auswahl der Bevollmächtigten befchäftigteu. Man glaubt, daß es möglich sein werde, ally's so zeitig zn regeln, daß die Bevollmächtigten mit dem für die Erfüllung ihrer Aufgabe notwendigen Stäbe von, Hilfs-beamten am 30. Juni die Reife nach Washington antreten können. Inzwischen nimmt die militärische Tätigkeit lebhaften Fortgang. Wichtige Vorgänge werden aus allen Teilen des Kriegsschanplatzes in Kürze erwartet. M adri d, 21. Juni. Das Ministerium hat de< missioniert, nachdem die Deputiertenkammcr das Vertrauensvotum mit 204 gegen 45 Stimmen verweigert hatte. siir Blusen und Roben in allen Preislagen, sowie stets das Neueste in schwarzer, Weiher nnd farbiger „He«nebera»Eeide" von 60 Kreuzer bis ft. 1135 per Meter. — Franko und schon verzollt ins Haus, Muster umgehend, (529b) 5—4 Seiden-Fabiikt, Henneberg, Zürich. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306-2 m. Mittt. Luftdruck 736'0 »,m. « .-K M U n.„. Ansicht U3Z ^ HZ ß^ ^ Wind Fimmel« « «s. 2 U. N. 737' 4 ! 23 -1! SW. schwach fast bewölkt ^- 9 » Ab. 738 9 21'0^ NO, schwach teilw. heiter 21.l 7U,F. ! 740 1 ^ 20 2 SW. schwach > teilw. bew. > 0'0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 20'2 ', Nur^ male 18 3° Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 17. und 18. Juni, Illmcicr, Tchmiedt, Fabri-lanten, Salzburg. — Lemmel, Start, «site., Dresden. — Voylow, Private; Vnda, Nozanizsla. El)ingei, Fuchs, (Krüger, .^stte., München. — Moohbruclor, Orabner, ttstte,, Innsbruck, - Dr. Willow, Advolat; Czaftliuta, Prwat, Kralau, — Ritter k, Ziessler, l. u. k, Feldmarschalleulnaut, Trieft. - Varou Co-deli; Debeutz, Private, Äbbazia — ttendc, Weiß, Beanite; Frilsche, Berlin — Heqemann, Pollak, ^amauf, Reisende, (ljraz. — Hciuel, Schiller, Philipp, Binthart, Schwarz, herling, Toifcl, Siuger, Vlcicr, Richter, Schubert. Geisteub.'rg, Uahm, Hut, Neuroth, »ohnirjch, Schütz, Rodc, .Nslte.; Fli'imiuel, Roieii' baunl. Neumann, Beamte, Wieu, — Ritter v Brüll, Priucuicr, s, Familie; Äuaeufrld, Tury, Me., Trieft. — Siu'euic, Privat; Bortowec, t. u. 1°. Major, s. Frau; ^iska, ^lfni,, digram. — Riediuger, Rentier, Augsburg. — Schriider, L>osstnauu, ttflte,, Krefeld, — Heuhapcl, s. Familie; Ginber, Privale, Linz. — («ultmanu, Privat, Frautfurt a, Maiu. — Fogy, Iuspeltor der Sildbahn, Magensurt. — Dr, Duttertreu, s. Frau, Bologna. Hotel Elcfnut. Am 18. Inni. Vlahov, s. Familie, Iudustn.-llcr, Zara. Varon Vaillun, Stein. — Hulholzer, Privat, (Nultschee. — Ca» valiui, Privat, Venedig. - itollitsch, Lehrer, Ulagenfurt. — Clemens, Privat, Bonn. - - (Druden, ttsm,, Idria. — Spitz, j. Frau, Benussi, s, Frau, Tedeschi, üiflte.. Trieft. Baumaun, Kfm,, Softhiental. — Gärtner, nfm., Nürnberg. — Knebel, s. Bruder, ttfm, Wraz. — Maulwnrf, Kfm., Varcs. — Kopstein, Kfm., Budapest. — Hirschfeld, s. Frau, Iugeuieur; Dr. Edler v. Webenau, Hof- und (Uerichtsaduokat; Piek, Bussel, Kessel, Peycrl, Pach, Braun, Herniann, Heß, Nedl, Docktor, Fried, Mte,, Wien. Verstorbene. Am 19. Juni. Aloisia Zitterer, Hausbesitzerin, 57 I,. lkralauerdamm 10, Vitiuni «<»l<1i«, >Vi>(>z>l6X!.'>, ««»-«jliri. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Öfranx Joscf-J _^%rBITTEROUELLE I fÄi ¦ das bcstc I I f^/Jf naiürliche Abführmittel. ¦ Niederlage bui don Herren Michael Kaatner und Peter LaBsnik in Laibach. (679) 26-17 HP* Schweiz'erhaus. '"WH Heute Mittwoch den 21. Juni um halb 8 Uhr abends Militär-== =Konzert PV* bei freiem Eintritt. *^Pf Zu zahlreichem BeBuche ladet höflichst ein (ar.23) I. Kenda. ^tito^^^f**' Uoburall zu haben. unentbehrliche Zahn-Creme erhält die Zähne rein, weiss and gesund» Ei„,> (1460) 26-11 Quelle der Kraft für Alle die sioh matt und elend fühlen, nervös und energielos sind, ist SANÄTOGEN. Von mehr als 2000 Ärzten aller Kulturländer glänzend begutaohtet. Zu haben in Apotheken und Drohet ion Hroschüre Rratis und franko von Bauer & Cie., Berlin SW. 45. ricncral-Vcrlrclunn für Oslerroich-llngarn : C. BRADY, Wien, I., Fleisohmarkt 1. 70°/„ jWenschen kranken -^Ärr1' schwäche und unregelmäßiger StüH'iibHonilenin»-, und alle werden erfahren haben, wie sehr durch diese Übel d;i« allgemeino Wohlbefinden und damit Leben»- uud Schaiiensfreudo beeinträchtigt werden; die wenigsten sind sich aber leider klar darüber, welch unheilvolle Folgen diese Erscheinungen oft nach «ich ziehen. Und wie einfach ist hier Abhilfe! 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November P, K. 4-2°/„. . . 10N-40 l0N'd0 >nLilb,Iän.-Iuli pr.«.4-2«/„ iu<>'3-, l/„ lU0'8i> l01 05 ,, , Aplll.-Olt.pr.«.4 2°/i, !U0'S5 loi'IÜ l8b4er Otaatslose 25« st. 3 2«/n —'- -'^- 18»0er „ ÜW fi. 4°/o 157 40 I59-4N l8«uer 100 st, 4°/., I»l - 193 - l864eu 100 st. . . 2«n 5« L»5 50 bto , 50 st. , - 283 50 295 k.0 Dom.-Psandbr. k 120 st. 5°/u . 2»5- 8N5-— Slaalsschult» der im Kelchs- rat« vertretenen Königreich» und Länder. OeNerr. Goldrente, stfr., 100 st-, .„ . <« «„ per Kasse.....4°/„ l,9'?0 l19 90 dto. Rente i» lttonenwähr., stfr., per Kasse . . . . 4°/„ 100 45 l 100-55 101-55 Zn Staatsschuldverschreibu». «en abgcftemp.Eisenb.'NMen. ltlisabethbahil 200 st. KM. 5'/<°/° von 2U0 st.......b/.°/ . .... 461'— 463 — bto. Salzb'.-Tir. »00 fl. ». W. S. hn/ ' ......44285444L5 5. Nllrl°Lud«.-V. 200 fl. KM. 5"/o von 200 fl......"'" "'"^ Geld Ware »o« Staate zur Zahlung übernommene Eisenb.-Prlor. Obliglltlouen. Elisabelhbalin ««<» u. 3000 M. 4"/„ ab ,""/.,...... 117-- 118'- Elisabetlibalin, 400 ». 2000 M, 4"/«......... "«'- l20'^ Franz I°lef.-B., Tm. 1884 (div. St ) Silb.. 4°/<> , . ' . . «00 75 1017o Galizlsche Karl Üubwig-Naha (div. Et,) Silb. 4°/« . . . 100-ea 10i'ö»> Vorarlberger Bahn, Em. 1884 (div, St.) Silb. 4°/» . , . 100-eo 101-LO Staatsschuld der Länder der ungarischen Krön». 4°/„ unn. Goldrente per Kasse . 117-85 11K-N5 bto. dto. per Ultimo .... 1178511805 4"/„ dto. Rente in Kronenwähr., steuerfrei, per Kasse . . . 97-85 9?'b5 4"/ bto dtu. dlo, per Ultimo . 9? 85 97-55 Ung, St.Ms.°«nl, Gold 100 fl. —'- —'-dto. dto. Silber 100 fl. . . . —'— —'» dt». Staats Oblig. (Ung. Ostb. v. I. 187«.......-^'— -^-^ bto. Schanlrcgal-Nblös.-Oblia. —'— —'- dto Präm.-N,^10Nfl. — 20ali 220' !2218« dto dto, il 5UN.--lN0« 2^25 220 2!, Theih°Rea.-L°ft 4«/« .... 167-90 169 «0 4"/ unaar. Orundentl.-Oblig. 97 10 98K, 4°/° lroat. und flavun. betto 9750 98'5U Andere üssentl. Anlehen. 5°/„Donau-Rea.,-Anleihe 1878 . 10655 107'55 Auleheu der Stadt Görz . . — — —'— Anlchender Stadt Wie» . . , 1N3'40!i«4'»a dto dto. (SUl>cr°d,Eold) 122 25 123-^ bto dtu. (1894). . . . 99-20 10« L" dto. dto. (1898). , . . 100-20 101-20 Völ'ebau-Anlehen. verlosb. 5°/» »975 100 75 4"/„ Krainer Lande« Anlehen . —-—!..— Geld Ware Pfandbrief» «lt. Uodlr, allg,öst,in5NI.verl.4"/„ 99 L5 10065 N.üstcrr, Landes Hyp.-Anst.4"/u 100 40 10140 Ocst.°ung. Uanl 4U'/^ähr. verl. 4°/n......... 100/0 101-7»! dtll. bto. 5NMr. verl. 4°/^ 101-4»! 1N2-4N Sparkasse, I, öst., U0I., verl.4°/, I0i2l) 10220 EisenbahN'PrioritätL. Gbligatiunen. Ferdinands-Nordbahn Em. 1886 101-5» IN25N Oesterr. Nordwestbahn . . . 101 70 102-70 Staatsvahn....... 426-— 428 — Südbahn n,3°/„veiz.Iann.'Iul< 31 «75 8l9 75 dto. il 5"/„...... 1i!L «1 I27Ü0 Ung.'llaliz. Bahn..... 112—113- 4°/„ Untertralner Vahnen . , —-— — — Divers» Los» (per Stück). Verzinsliche ose. 8°/a Nodenlrebit-Uose <3m, 188« z«»- z,„._ 3°/n „ ,. En>- l88!> 302 50 398'5l 4"/« Donau Dampfs^, u>0 fl. . .--—, _-_ 5"/a Dunau-Regul.Lose , . . 274 — li?9 6,1 Unverzinslich? iiose. Nubap,-Vasilica (Dombau) 5 fl. l>6-— ^?>^ Kn'dMolc 100 fl...... 48l>>— 4S1'— Claiy Lose 40 fl, KM. , . . 156- It>3- Ofener Lose 40 fl..... — — --^ Palffy'Lose 40 fl. KM, . . 175-—185- RotenKrcuz, Oest, Ges., v.ia fl. 56-40 5? 4« ,, „ ung, „ „ 5fl, 85 60 36-U«, Rubolf-Lose 10 fl..... 64-— «8 — Salm-Lose 40 fl...... 212 — 219 — St, Oclwitz Lose 40 fl. . . . -.»- —.— Wiener Comm.-Lose v. I. 1874 58?>— 547--Gewmstsch. d. 3"/« Pr,-Schnldv. d. Bobenlieditanst., Em. 1889 104-— 112'5« Laibucher Lose...... — — —,-— Gelb Ware «Men. Zransportunter« nehmung»«. Äussig-Tepl, E— bto, dto, dto. lit. L . --— —-- Äöhm. Nordbahn 150 s>. . . »no-— 3K5 - Äuschtiehrader Eis. 500fl,KM. 2980 2995' dto, dto. llit. L) 200 fl. 1082 1088' Dllnau-Dampfschtffllbrt«. Gesell, Oesterr,, 500 fl, KM. . . . 9,^4 — 998 — Dux Vodenbachrr E.-N, 400 X 5ü0— 521 — sserdinands.Nordb. 1000 fl. KM. 58<10' 5840 Lemb. C,^r»ow,'Iassy-Lisenb.» Gesellschaft 200 fl. S. , . . 5K3-— 587 — Lluyd, Oest., Trieft, 500 fl. KM. 672 — «V?.- Oesterr. Nordwestbahn 200 fl. S, 43«»'— 433- - dto. dtll. (lit. U) 200 fl. S. 444 50 445 50 Prag Duxcr Tisenb. 100 fi. abgst. 219 5,, 230 - Ntolltseisenbllhn 200 fl, S. . . «68 50 664 50 Sübbalm 200 tt, S..... 85 70 5i> Tramway Ges., NrueWr,, Prio- ritäts-Attie» 100 fl, . . . 18>— 20 — Ung.'ssaliz, Visenb. 200fl.Silber 402 50 404-50 Unl>.Westb,(Raab Graz>200fl,S, 402-5!) 404 — Wiener Lulalbahnen.Alt.Ges. . tüS— 130-— Kanken. Änglo-Vest, Nanl 120 fl. . . 308 — 308- Bankverein, Wiener, 200 fl. . —-— .--.- Äot>lr.-Ä»st,,Orst., 2(X»fl.E. . i»03- 101»- lNdt,-Ausl,f, Hand, u.G. 160 fl.------—-^ dtu. dto, per Ultimo . . 662 25 663'25 Kreditbank, Allg. un«., 200 fl. . 779 — 7«o- Depllsltenbanl, AUh., 2<«) fl. . 465-— 468 - Vslompte Ges., Ndröst., 400 li 535 50 5»« 50 Giro- u, Kassenv,, Wiener 200 fl, 44« — 445 — Hypvthelb., Oest,. 200fl.«0"/^ <5, l!U4- - 300 — Geld Ware Ländcrbanl, Oest., 200 fl. . , —'— —-— Oesterr, unssar. Banl, 600 fl. . 1»42 1552 Unloubanl 200 fl..... 54ll— 543 — Vertehrsbllnl slll«, 14N fl, , . ^58 50 860 bN Industri».Zlnt»l' N«l)MUNll.«N. Banges., Ällg. «st,. KX1 sl. . . IS«'— 168'— lkglibier Eisen- und Stahl-Inb. in Wien 100 fl..... —' - —'— Elsenbahnw.Leihg,Erste. 100fl. :9U 50 !'L — ,,Elbemühl", Papierf. u. N.°G. 13?-- 140 — Liesinger Brauerei 100 sl, . . 29»'— ^<>L — Muntaii'Gesellsch,, Oest,.alpine, 523 — 52» — Präger Eisen Ind,.Ves, 200 fl. 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