Laibachcr Zeitung. O ^^ VV. Donnerstag am 13. Hugust I84O. Wie«. 'Ve. k. k. Majestät haben dem Secretar der k. k. obersten Hofpostverwaltung, Joseph Frciherrn von Lazarini, die Würde eines k. k. Kämmerers allergnädigst zu verleihen geruhet. Bei der k. k. Armee haben sich folgende Veränderungen ergeben : Felix Graf v. Woyna, Feldmarschall - Lieutenant und Commandant des zweiten Truppen. Corps in Italien, wurde Stadt-Commandant in Mailand. Carl Graf v. Auersperg, Feldmai schall-Lieutenant m,d Divisional-, wurde zweirer Inhab.r des Husaren - Ne-giments ^l,-. l0. Befördert wurden 7 Zum Fcldmarschall'Lieutenant der General-Major: Friedrich Nuff, als Divisional- in Lemberg. Zu General-Majoren die Obersten: Laurenz Ritter v. Richer, von König von Sardinien Husaren - Neqim^nt Nr. 5, am Hofe zu Parma m semer Anstellung; Franz Ottinqer, von Kaiser Ferdinand Hujaren-Neg. Nr. l, als Brigadier in Ofen. Zmn Obersten der Oberstlieutenant: Georg Beller, Commandant des Tschaikisten-Bataillons, in seiner Anstellung. Zu Obcrstlieutenanren die Majore: Georg Ellepauer, von Erzherzog Leopold Inf. Neg. Nr. 53, im Negimcnte; Johann Graf Wratislaw v. Mittrowitz, vom General »Quar-tiermcisterstabe, im Corps. ?,u Majoren die Hauptleute und der Rittmeister: Franz Nipp, von Ritter v. TurSzky Inf. Rcg, Nr. «2; Johann v. Dcmelits,, von Erzherzog Leooold Inf. Neg. Nr. 53, im Regimente; Ferdinand Schlemüller, 001, Prinz von Wasa Inf. Neg. Nr. 60, bei Hoch- und Deutschmeister Inf. Neg. Nr. 4; Leopold Troelch, vom lsten bei», 4ten Artillerie'Negimeure; Carl Röszgen v. Floß, vom General-QuarNermeistevstabe, im Corps, und Wilhelm Faber, von Fürst Liechtenstein Chevauxlegers-Regiment Nr. 5, im Re-tzimeme. Joseph Nzehak, Major, Gornisons.-?lrt!ll('r!c.'Posto.-^'omlnandanr In Ess»'gg, wurde Commandant des Garnisons-^lttillerie-'Districts in Carlsburg. Anton Ghirardini, Major vom 4tcn Artillerie - Nc--zinlente, wurde Garnisons . Artillerie.- Posto - Commandant '" Essegg. Wilhelm Sina/r, Major in Pension, wmde Platz-Major in Spalato. In Pensionsstand wurden verseht: Die Obersten: Alexander Eberan v. Ebc> horst, v<^n Graf Kmskl) I„f. Reg. 47; Carl Guzmann d'Ollirarei, Commandant des Invalidcnhauses zu Pettau. Die Oberstlieutenaiue: Ainon Herrmann, vom General-Quartiermeisterstabe, mit Obersten - Charakter und Pen-sion; Wilhelm Schmidt v. Eiscnau, von Erzherzog Leopold Iuf. Reg. Nr, 53. Die Majore: Franz Wunsch, von Hoch- und Deutschmeister Iuf. Reg. Nr. 4; Joseph Chev. DeslogcS, vo>, Fürst Liechtenstein Chevaurlegers-Reg. Nr. 5. Die Hauptleuce: Nicolaus Radoikovich, von, Deutsch-Vanater Gränz.-Inf. Reg. Nr. l2; Adam Lassovich, Plaß-hauptman» zn Cattaro, und Joseph Fohmann, vom Ingenieur. Corps, mit Majors-Charakter ns>iis>r«8. Vincenz Bubna v. Littiß, Rittmeister in Pension, erhielt nachträglich den Majors-Charakter iid lloiior«». Joseph Graf Colloredo-Mannsfeld, Hauptmann von Graf Leininqen Inf. 3?eg. Nr. 31, hat mit Majors--Charakter ns>nl)l«8 (suittirt. Franz Freiherr v, Enseh, General' Major in Pension, und Georg Selben, Oberst in Pension, erhielten Elisabeth-Thercsien - Stiftungspläße. D a l nl a t i e n. Aus dem »Journal des österr. Lloyd« entlehnen wir nachstehenden Bericht aus Dalm at ien, I. August: In Folge der seit vier Monaten fast ununterbrochen herrschenden Trockenheit ist die Weizenernre in den Bezirken Sebenico, Scaldo-na, Dernis und Knin unter der Mittelmäßigkeit. Der Wcin-stock widerstand bisher besser dem Negenmangel und ist mit vielen Trauben bedeckt, die jedoch bei Fortdauer der Dürre ebenfalls leiden müssen. Mit den Olwen geht es fast dnrche gchends schlecht. Nicht besser laute:» die Berichte aus Zara. Der Sardellenfang, welcher sich anfangs so gnt angelassen hatte, gab endlich auch eine sehr geringe Ausbeute. Einige Fischer haben kaum ihre Kosten eingebracht. So ging es auch mir der Korallensilcherei, die überhaupt immer mehr in Abnahme zu kommen scheint. Nömische Staaten. Rom, 28. Juli. Der Cardinal Gizzi, als Staatssecri- ' tär, hat nach einer mehrstündigen Conserenz mit dein heil. Va« ter, nunmehr jeine Stelle angetreten, obgleich seine ErneN' nung noch immer nicht veröffentlicht ist, und er wird »och im Laufe dieser Woche ftine Amtswohnung im Quirinal beziehen. Die römische Jugend wollte dcm Cardinal Gizzi gee stern Abend einen Fackelzug bringcn, von welchem Vorhabe» sie jedoch abstand, indem der Cardinal selber gebeten halte,. 598 ihn bei seinem Unwohlsep» mit solchen öffemlichcn Demonstrationen zu verschonen. Die Begeisterung für Pius IX. nimnn mir jedem Tage zu; >vo er sich nur öffemüch zeigt, strömt das Volk herbei, um ihin seine Anhänglichkeit an dei» Tag zu legen. — Ebenso sind alle Briefe ans den Pro-rinzen voll von den Beschreibungen der Feste, mit welchen überall die Amnestie gefeiert wird. Obenan steht Bologna, wo man die Dankbarkeit gegen den Papst auf alle mögliche Weise kund gibt. Besonders rührend soll eine Prozession zu einem wunderthätigen Madonnenbilde gewesen seyn, wohin zwei und zwei alle Frauen der Begnadigten weis; gekleidet mit Wachsfackeln in der Hand wallfahrteren, begleitet von einer zahlreichen Volksmenge, um Gott für die Befreiung ihrer Angehörige» zu danken. Die Verwaltungen der verschiedenen Diligence», hier Privatunternehimlngen, haben allen unbemittelten unter den Begnadigten freie Fahrt nach ihrer Heiniach angeboren. Die öffentlich veranstalteten Sammlungen für sie hatte die Polizei untersagt, sie wurden aber höhein Orcs freigegeben, und min haben sich mehrere römische Große an die Spitze gestellt, die natürlich bedeutendere Summen, als in Kaffehhäusrrn, zusammenbringen. T o s c a u a. Louis Bonaparte, Graf v. Saint-Leu, Ex - König von Holland, geb. 4. September 1778 zu Ajaccio auf Corsica, der, wie bereits gemelder, am 25. Juli zu Lioorno gestorben, wnrde am 2isten Morgens vom Schlage gerührt; er verfiel gleich darauf in einen lethargischen Schlummer und erlosch 24 Stunden, sparer ohne Krise, ohne Convulsion. Er ist 68 Jahre alt geworden. Sein einziger Sohn, Ludwig Napoleon, unlängst aus dem Schlosse zu Ham entflohen, befindet sich in London. — Der Graf von Saint - Leu lebte seit mehreren Jahren ganz zurückgezogen. Im Augenblicke seines Todes war Niemand um ih», als ein junger Mensch, dessen Erziehung er geleibt hatte. Man weis; nicht, was er in seinem Testamente verordnet bat; sein Vermögen war nicht beträchtlich; manschätzt eS anf kaum 60.000 Fr. Rente. Von Napoleon's Brüdern lebt jetzt nur noch Jerome, Herzog von Moniforr, E.r--tzö»ig von Westphalcn, geb. l5. November l?84, der sich gegenwärtig zu Florenz aufhält. Frankreich. Die Blätter verbrciccn sich ausführlichst über das Attentat vom 29. Juli: Der «National" geht so »reit, zu behaupten, Frans, eich habe kein neues Attentat gU beklagen; nichts beweise, das; irgend e.'n Mensch den König habe todten »vollen; Joseph Henry sey ein Verrückter, der sich nach der Guillotine gesehnt habe. Was von diesen Redensarten zu halten, ergibt sich schon aus dem Umstände, das! durch Ordonnanz vom 29. Juli die Pairskammer einberufen wovcv,, ist, ein Urtheil zu fälle» über das Attentat. — Joseph Henry ist ans der Conciergerie nach dem Gefängniß m, Pallast Luxembourg gebracht worden. »Galiqü.uii's Messenger« gibt folgende Einzelnheiten über das Attentat auf den König: Der Verbrecher stand m'cht weit von der Plattform, auf welcher sich das Orchester befand. Als dn König den Schul) hörte, deutete er mit der Hand nach der Richtung hin, wo der Thäter stand, ^ welchen ein Anffeher des Gartens und ein Polizeibcdienstc-ter festnahmen. Sofort wurde er unter allgemeinen Verwün» schnngen des Volkes in den Pallast gebracht und der Kö'-mg sprach den Wunsch aus, daß alle Festlichkeiten des Abends den gewohnten Gang gehen sollten. Nach den» Feuerwerke wurde ein kurzes Verhör mit dein Gefangenen vorgenommen. Er erklärte, er habe keine Mitschuldig!,'» n»d ein Umschwung in seinen ällßcrn Verhältnissen habe ihn zu der Tyat gctrie» ben. In der gauzen Haupstadt gab sich der höchste Grad ves Abscheues kund. Die Königin, Madame Adelaide und die Prinzessin von Ioinville sollen Anfangs gar nichc bemerkt haben, was geschehen war. — Die »Epoq»c" sagt: Der Mörder, der in Nr. 8 der Rue de Limoges auf dem Ma-rais wohnte, erklärte in dem ersten Verhöre, weder polity sche, noch Prioatrachc habe ihn zu dem Verbrechen getrieben. Der Wunsch, einen, unglücklichen Daseyn ein Ziel zn sehen und — von sich reden zn machen, sey sein einziger Beweggrund gewesen. Seit einem Monate habe er seinen Plan gehegt und am 30. Juni, als er bei dem Fahnenposten war, habe ihn nur Rücksicht auf die Schmach, welche die Compagnie der Nacionalgarde, der er angehörte, treffen könnte, ^ von der Ausführung desselben abgehalten. — Hr. Guizot, der im Augenblicke, wo das Attentat vorfiel, sich auf dem Wege nach Val-Richer befand, wurde iu St. Germain von einer Estaffecte eingeholt und kehrte sofort nach Neuillp und von da nach Paris zurück. Die Telegraphen haben am 30. Juli deu ganzen Tag nach allen Richtungen gearbeitet, um die Nachricht an: Tage vor dc» Wahlen oder während dieser selbst in die W chlcollegien , zu bringen. Seit heute Morgens ist das Haus in der Straße Limoges, wo Joseph Henry wohnte, vo» Neugieiigc» umlagert. Eine Haussuchung, welche die Polizei bereics heute ' Morgens um 3 Uhr in Henry's Wohnung vornahm, soll nichts Besonderes ergeben haben. Die Blätter vom 3l. Juli sind gefüllt mit Einzelnhei.' tc» i'ibcr den Henry'schen Mordversuch. Man erfährt nnn, das; er beide Pistolen zngleich abschos; und dann fallen liesl; sie wurden von eincm Unrer - Officier aufgehoben. Seine Fcstnehmunst erfolgte ohne Widerstand vo» seiner Seite durch einen Stadt-Sergeanten lind einen Regiments-Tambour; c) war schwcr, ihn der Erbitterung des Volkes zu entreißen. Er zahlte als Gewerbs-Inhaber 3000 Fr. Miethzins, ver kehrte jährlich an 100.000 Fr. und beschäftigte etwa zwan-' zig Arbeiter. Er ist wahrscheinlich Wähler lind steht in der vierten Compagnie des ersten Bataillons der 7ten Nationalgarde-Legion als Corporal, wozu er, auf seinen Wunsch, um des ihm wegen Kränklichkeit beschwerlichen Wachstchens enthoben zu sey», drei Mal gewählt wurde. Geboren ist er zi, Charmes, Bezirk Vassy, Departement Oder. Marne Er war neuerdings in bedrängte Umstände gekommen u»d hatte demnächst eine Zahlung von l5- bis 20.000 Franks' zu machen, wofür er keinen Rath wusste. Die „Pam'e« be--Häuptel, ein Heirathsplan, der seinem Vermögen aufhelfe» sollte, sey gescheitert. Jedenfalls war er auf dem Puncce, seine Z^)lu!!Ml:fäl)igkeic erklären zu müssen. Die Uebcr 599 lveisung des Verbrechens an den Pairshof ist, wie bereits gemeldet, durch königl. Ordonnanz aus den Tuillerien vom 29. Juli erfolgt Als Staats - Behörde sind der General.-Procurator und der General-Advocat am königl. Gerichtshöfe zu Paris, Hebert und Bresson, bestellt. Der Kanzler Pascmier hat bereits ein Verhör mit dem Verbrecher vor-genommen. — Die Blatter bespreche» den Mordversuch sämmtlich mit Rücksicht auf die Wahlen. Man beginnt daran zu zweifeln, ob der Pairshof als die rechte Behörde für die Art von Mordversuchen auf den Honig, wie sie neuerdings vorgekommen, ohne alle politische Tendenz, anzusehen sey. Der Glanz, der in den Angel« solcher halbier, ückcen Geselle» durch die hohe Gerichtsbarkeit auf sie fällt, kann leicht geeignet seyn, zu neuen Versuche» herauszufordern. Der «Constirutionnel« vom 3l. Juli enthalt folgende Notiz: „Henry wuide heucc von dem Inspector derGefang-uisse, Herr» Dmresne, besucht. Auf die Frage nach den Motive» seines Attentats antwortete er: „Er sey im Begiiff gewesen, seine Bilanz zu deponiren (sich fallirt zu erklären), da er nicht Much gehabt, sich das Leben zu nehmen, habe er den Code aufgeschlagen, um nachzusehen, ob nicht ei» Verbrechen daril, vorgesehen sey, das die Lebenostrafe nach s«'y ziehe, ohne daß man jemand todten müsse. Da habe er dann den Plan gefaßt, nicht, mn den König zu ermorden, sondern nur nach. dein König zn schießen, dieweil ja der bloße Versuch auf das Leben d"eS Königs mit dein Tode bestraft werde." Der König, die Königin, die Herzogin v. Orleans mit ihren Kindern, der Herzog v. Montpensier, die Prinzessin v. Ioinoille und der junge Herzog Philipp von Württemberg sind seit dem 30. Juli auf Schloß Eu m der Nc>rmandie vereinigt. Die so eben mit der Eisenbahn ankommenden Roue-»>er Blätter aller Farben melden, es sey dort am 3l. Inli »in Gerücht von dem Tode des Königs an einem Schlag-aifalle verbreitet gewesen. Amtliche Mittheilungen aber widersprechen der Angabe auf das Allerbestimmteste. Der Herzog von Moittpensier, der am 3!. Juli Abends in Nouen w.n-, hatte Mittags deu König in besten, Wohlseyn verlassen. Allem Anschein nach bencht daü Gerücht lediglich ausNichts, l>!5 darauf, das; am 31. Inli Morgens eine Scassatte von E.» durch Nouen kam; das ist aber durch die Wahlen sehr leicht zu erklären. Auch in der Hauptstadt waren schlimme Gerüchte in ^liulanf. Es hieß, der König sey vom Schlage grrührt wor-^'n, man habe eine Flinte auf ihn abgefeuert und ihn am 'Arme verwundet; der Herzog von Aumale sey unigebracht worden. Das »Iourn. des Debats« crkläit diese Gerüchte für völlig grundlos. Die Regierung hatte vielmehr eine telc-i^vhische Depesche von Eu, von halb 3 Uhr Nachmittags, "l'alt.n, welche das vollkommenste Wohlseyn des Königs 'Neidete, der um 3 Uhr den Besuch deS Kronprinzen von ".lien, erwartete. Der Finanzminister ließ die völlige Grund-^!>ükeit dieser Gerüchte an der Börse anzeigen. Am l August haben in ganz Frankreich die allgcmei» ncn Wahlen begonnen. Die ersten Wahl - Operationen in den verschiedenen Bezirken der Hauptstadt scheinen nicht günstig für die conservative Partei ausgefallen zu seyn; wenigstens läßt sich dies; aus den Aeußerungen der ministeriellen Organe schließen. Die „Epoeme« sagt - ,>Wir bedauern sehr, das; in den meisten Wahl - Collegien von Paris viele Conservative fehlten. Obschon die Operationen, welche heute (l. August) Statt finden, „och nichts entscheiden, so sind sie doch so wichtig, daß man sie nicht aus den Augen verliere,, sollte. Im zehnten und cilftcn Arrondissement, wo den conservaciven, we»n sie sich fleißig eingestellt härten, die Majorität nicht fehlen konnte, haben sie große Nachlässigkeit gezeigt. Im eilften Arrondissement, wo sich die Wähler von der Opposition vollständig einfanden, fehlten 350 Conservative; im zehnten Ar-rondissement habe» 434 Conservative verschmäht, an deu Wahlen Theil zu nehmen. Wir bitten die conscrvativen Wähler, sich doch ja morgen püncllich einzufinden.« Paris hat eines seiner sonderbarsten Denkmäler verloren, und der östliche Theil der Stadt ist von der Furcht einer Gefahr befreit, die sich in seiner Phantasie zu einem wahren Ungeheuer gesteigert hatte. Der große Elephant auf dem Bastillenplatze ist nicht mehr, und die nach den: Gerüchte darin hausende ?egio„Nacten ist verstummt. Den Ele« phante» hat man abgerissen, die Ratten in seinem Bauche vergiftet. Bekanntlich war das Niesenthier im Zustande des Musterentwinfs geblieben, uud darum uur aus gewöhnlichem Mauerwerk erbaut; es sollte 72 Schuh in der Höhe betra» gen, einen Thurm mitgerechnet, den ma» auf seinen Nückcn sehen wollte, und zwar zu einem Brunnen bestimmt. Das Wasser sollte aus dem Rüssel des Elephanten hervorsprihen. Nach uud nach hatte sich in den hohlen Räumen des Baues wirklich eine ungeheuere Colonie Ratte» angesiedelt, und bei dem ersten Hammcrschlage strömte eine solche Menge dieser Thiere hervor, daß man für rathsam fand , die Chemie zu Hilfe zu rufeli, die auch alsbald eine furchtbare Niederlage unter ihnen anrichtete. Schon längst war der Elephant eine wahre Verunstaltung des schöne» Bastillen-platzes geworden; Mörtel und äußerer Anstrich waren abge-gefallen, was dem Thiere ein schäbiges Aussehe» gab, die Umzäunung desselben war den Unbilden der Zeit größten--theils gewichen und seine unmittelbare Nähe zu einem Kloake geworden. Nur als Erinnerung aus einer vergangenen Zeit, mitten an einem Orte, der schon an sich so crinncrungsrcich ist, bot er cinigeS Interesse dar; die Nachbarschaft der Juli-Sänle uud die Verzierungen des Bastillenplatzcs hatten ihn jedoch mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt. Die »Allgemeine Zeitung" vom 6. August enthält Folgendes aus Paris vom 30. Juli: Wenn die neue Kammer am l. August in Kindesnöthen liegt, nicht mannhaft geboren wird, wenn wir noch fünf Jahre lang daS ewige Geschnatter erleben sollten, welches wir seit den letzten fünf Jahren zur Genüge gehört haben, wenn die „Debals« und der »Constitntionnel," wenn der»Siecle" und die »Gazette de France," nicht ihr Wischiwaschi ausgeträischr haben sollten, wenn wir den ewigen Jammer erleben sollten, die Cabale» des Hrn. Thiers gegen deu Hrn. Guizot, die ewigen In- «ftU tri'qucil uin Majol'tat uild Mluorir.it, die ewiqeu Geschäf-tighten kleiner Geister und kleiner Eitelkeiten, es wäre besser, die Kammer ivürde gar nicht gebore», oder das Klüd würde nach seiner Geburt gleich au^gejetzt und den Naben überlassen. G^>rc behüte lins vor den rein Mimsten'ellcn, d^u Jasagern eines gewissen Schlages! Gott behüte uus vor den rein Oppc>m'renden, den Neinsagern eines andern Schlages! Gott behüte uns vor denen,, die alles schön finden, weil sie sich Wohlbefinden! Gotl behüte uns vor denen, die alles häßlich finden, weil sie selber häßlich sind! Wir haben der Großmurh und der Erhebung nöthig, der Weite und der Einsicht, des Freien, und der Aufsicht, der Concentration erprobter Gedanken; wir bedürfen keiner r6c«N6 ^«nü^l« aller unserer Marktschreier,, die rufen, »stürzt Guizot,- „hebt Guizot," „nehmt Thiers," „nehiM die Wahlrefo.ru,,« .rührt euch nicht, es bleibt beim Alren« lc. Es wäre sehr zu wün-schen, das; in der künftigen Kammer im General Lamoriciöre ein tüchtiger Mann, geboren würde, welcher die von ihm eiu-gesammelte tiefe Kunde llfrika's anwenden könnte zum Heile der Colonisation; dasi irgend ein erfahrner Handelsmann aus t«ll Seestädten aufstünde n"'t. genauer Kunde aller Interessen des Hand.ls im weitesten Sinne; dasi in der Welt der Wissenschaft ei» freier Geist sich offenbarte, ohne die Be-schränktheil, unserer Universirätscommis; Handel und Wan. del, Marine und Colonien, Wissenschaft und Religion, das alles ist zu bedenken, zu schaffen, aus den Bornirtheiten, Verkehrtheiten, vorgefaßten Meinungen des Vergangenen herauszureißen; mögen solche Gestirne wohlthätig herabblicken auf die Geburt des politischen Kindleins, dessen Wiege entschleiert seyn wird in den ersten Tagen des konunenden August's!- Spanien. Man schreibt aus Madrid vom 26. Juli: Das an. gekündigte Fest, welches die Königin vorgestern, als am Christinentag, znr Feier des Namenstags ihrer Mutter im Casino gab, war äußerst glänzend und endete mit einem Ball, bei welchem die junge "" ,lgin und die Infantin den erste», Contrctanz mit dein Infanten Don Francisco de Paula und mit dem Herzoge von Rianzares tanzten. — An Ver portugiesischen Gränze werden 30000 Mann Truppen in vier Divisionen zusammengezogen. Man fürchtet besonders Esparteristische Versuche. Die 286 spanischen Soldaten, die wegen des gallicischen Aufstandes nach Cuba deportirt werden sollten, aber im Tajo sich frei machten und nun auf portugiesischem Boden sind, wären bereitwillige Werkzeuge für jeden Aufstandsversuch. — Die Nachn'chren aus Portugal! lauten sehr düster. Der letzte Ministerwechsel wurde der Königin, welche vorher die Ankunft des Marquis Saldanha abwarten wollte, von den Revolutionären aufgedrungen. Sie «lachten durch die neu organisirte Nationalgarde eine De- monstration vor dem Pallaste, bis die Königin, dadurch er» schreckt, nachgab. So kam der Marquis v. Saldanha, der auf dem Heimwege vo» seiner Gesandtenstelle ist, um sein Portefeuille, noch ehe er es angetreten hatte. Madrid. 28. Juli. Die Heirarhsfrage scheint jei)t ihrer Lösung nahe zu seyn. Die meisten der Parteien, oder richtt'^r, alle Parteien vereinigten sich jetzt für den älteren Sohn des Infanten Don Francisco, der gegenwärtig als in Navarra steht, und denselben Namen trägt, wie sein Vater. Auch im Pallast ist diese Candidalur zur Zeit willkommen. Portugal Man schreibt aus Lissabon vom 23, Juli: »G<«. stern wurde die Königin von einem Prinzeil entbunden. All demselben Tage kam Ibrahim Pascha in der Hauptstadt a>« und wohnte einem Tedeum bei, womit in der Kathedrale die glückliche Entbindung Ihrer Majestät gegiert wurde." Großbritannien. Die „Alla/emeine Zeicung" vom 5. Auaust schreibt aus London von, 29. Juli Nachstehendes: Das Nussell'sche Cabi-nett ist nun, für die nächsten Zeiten wenigsten), gesichert. Peel h.ir den Whig) ihre großmüthige Unterstützung bei der Kornbill und andern Gelegenheiten wett gemacht; ja mehr-als das. Dem, so oft jene ihm beigestanden, thaten sie el doch immer uur dann, wenn es die Durchscßung einer vy!« ihnen gebilligten und ganz mit ihren Grundsätzen überei». lammenden Maßregel galt, ja einer solchen, die sie früher vergebens selbst durchzuletzeu versucht hatten. Hier aber unterstützt sie Peel bei emer Sache, die er, wi.' er erklärt, alt Minister ganz im entgegengesetzten Sinn behandelt habcn würde. Dann aber gesteht er selbst, daß sie diese Unterstüz-zm'g nicht einer selbstverläugnenoen Erkenntlichkeit, sonder» nnr der Macht der Verhältnisse zu verdanken haben »Helf? ich,« sagt er, »den Protectionisten die Negieruna schlagen, so muß diese abdanken. Wer aber soll das neue Ministerium bilden? Ich mag es „icht, denn, aller andern Gründe z>, geschweige,,, ich getraue mir nicht, eines zu begründen, das die fernere Ausschließung des sclavenerzeugten Zuckers zu sei-ner Basis machen und hoffen dürfre, solche zu behaupten. Auch mögen mich die Protectionisten nicht. Aber ich mag auch diesen nicht zur Gewalt verhelfen, weil sie solche ihren» Princip gemäß zum Umsturz dessen benutzen müßten, was wir so eben mit unsäglicher Mühe aufgebaut. Es blcibr mir also nichts anders übrig, als den ministeriellen Vorschlag z>l unterstützen, zumnl da die Zeit angebrochen scheint, »vo auch die Zuctvrfragc- znr Entscheidung kommen muß. Ich hoffe nnr, dasi das Ministeriuii, alles Mögliche thun wird, um den Pflanzern den Anbau ihres Bodens zu erleichtern und, indem so der Welt bewiesen werde, daß am Ende der Ackerbau durch freie Arbeiter vorthrilhafter ist, als durch Sclaven, dem Sclavenhaildel und Sclavenweseu auf eine wirksaniere Art entgegen zu arbeiten, als bisher dnrch die größten Opfer hat geschehen können.« Verleger: Istnaz Alois Edler v. Kleinmayr. Wegen des am Samstag eintretenden Feiertages werden die Samstags-blattcr morgen, Freitag am i4> d., ausgegeben werden AlHmlZ Mv IailmHerSeitmm. <7aur» vam 8. Äuglll! l«4« Vtaal«sckuld,trschr,ib. zu i pQ«. (in IM ) >>» »j» Verloile Obliq.'tlo». -Yof^M' s zu 5 s'l^t/»lK, ,s» mtr>Ol li^a«,^» d 3n»>inc»»' l z 4 ^ ,. » — D^rl — »lal ' Obliaa^. v. lnrol. Vor» l i» I ^/> .. « — Darl.,nlt V,r!. ,.). »N'iä für boa N. sii, EM,^ ?85 dttlv dtclo ,N^c» . »5« ll.» (5 M.) 5>i Hj» l-etto dtito »859 »u 5o fi (>»,EM.» 62 716 Wiener Stade »'Ü«nlo » Obligat'"!,. fa!ldbsicfe der galizilch » sl^xdiscd,» Cr'< d!!'»lnst.ilt^u4pEt.fl,r ,oa ss. CM.. 99 3,«fl. ln<3M. «Qclrrld Lurchs Nnltlll Hll else 'N Laivach am 8. August »u^6. M« rslpr,l se. Jin W',",r Meyen We'hcn . . 3 ss. 5«'/«^. — — Kufliluy . . — " — » -^ — H^lbflucbt . — » — » "- — Ko,n . . . 2 » 4?'/^ , — — Gc.^e ... 2 - 12 « — . .N7 Hirse . . . ^>, Hcicen . . z , 4ch » ' — ^ H^its . . . l « )l) « Vermischte VrrllNltl'llrungen. g. ,260. (l)^ c' '/"'^ Nr. 588. 3ic!t, dem k. l. B^i'ksgelkcbte Saveilssein zu Wiichselsteili wild l^iemil bek.l,,:tt glinacht: M.u, ha» d, t»,i, ilmon Slernifcha voil Ptlip.elilo, wegen erhu. bcnei, Hanges zur Veisckwendlm.q, lütter die (wr.uel zu sevei,, und ilun den M^lchäua Slernischa voll Sla» riduor alK ^ulawr aufzustellen befunden. K. H. Bezisk?qer.chl Savenstem zu Weichsel. stein am «U. Juli l8^>6. ' » ' «< Z7^250. (2) '^" Nr7x056^ Edict. Vom B,zi,lsge>lckte Schneeberg wird aNqe-mein ^elllnltt gemacht'. Es sey über Ansuchen dcs Mnch.wz Scklei von Stuoenu, gegen Amon Mra. mor von Rudofou, durch sein,!, Eur.nor. Heirn Io» Kanu Perz von Eckns,dcrq, in die ereculiv^ Feilbie-tung der, dem Er^ute,, qt!)ö>i>^>l, d^r löblicbin Heri-schwül 5^dlischsq 5uli Ulb. Vl>. ^?.^ '/,, R^t. Nr. 3/5'/', dienstbare!', genclittich .nif 26l fl. qeschä'ftten Kaische in .Xudofou, weqen sckult>iqen 93 fi. <^. «. ».'. gewilliqel, und !,u diesen, En?, seycn ^ zeildielunqs» «ermine, ,ius den^. Seplemdei, 3. Oclol'er und 3. Nv' vemder 18^6, iedesm.il zu den gewöhnlichen rormit' tägiqen Nmtsstnndcn ln dieser Anus^ul^lsi mit dem Nnsape ^nq^ordnct worden, dliß diese Re^lir^s nur bci der dii^en ^,i'Il?iscrzeugnisse (nur aus den Vereinslänoern) zur Ver-vollstaildlgung des Vcrelns-Musterwaren-Cabinets, wahrend der An-wescndclr der deutschen Land- und Foriwitthe, blS zum 3l). August d I unter der Adresse der qefertiattn Direction, am Iacominlplalze Haus ^ Nr M.,. im 2 Stocke rückwärts, zu geschahen bade. D:e Dlrcctlon des Vereins zur Beförderung und Unterstüguna der Industrie und Gcwcrde ln Innerösterrclch, dem Lande od dcr Enns und Salzburg. — Gratz am 1. August 1lM. (3. L^ll>.Z,lt. Nr. 97 P. l3- Aug. «8^6.) ev« Buch-, Kunst' und Muslkaliclchänoler in ^albach, ist zuhaben: GeistlicherFührer d « r Jugend K. Koblila. V. O. P. und l f. Gymnasial. Professor. Dicsts Gebet < und Erbauuiiq^uch >ss mit be> sondeler ^eiücksichligun«, d,r illlell^cluellen »nb mor^ f,scken Bedusflnss<' der Kubierenden Illgcnd jltschlled,».. «Dicsc w,rd on st«n der F. ii>. ^G. Qld,^il!Ht< Al,'0l°dat,0!> von» !2 ^<'äiz l8^>H, »bc» lcdcr sich d^iblstend,!, G^leglN^eil auf die H»tlg» »Nlte Ä>t zur ,ch:,n Relll gfsäl» ^,I,^sn l?idcn>,v^i>c'el m,t slchlllchcm Eil'^r an^el'lti'l; »?ö werdcn auch d!« t»,l F,h!tl!tl«N d?s .Elu^ c» K'schc. Vor dem BUde b,s Altl. V«r bcm Bllde ti,i«< Helllgcu. V,«m ^or^lgchen ^,m F:l.'dhos.>. Vor s»r Albeit N^ch der Alt>c,c. Gtbelh oor bc« klsirn, «ach d,m Esst«. Abclidandscyl. ^n, Vorabende e,nee ^,st,s oder Sonnlagc^. !l)«!M ll^lcrgHttge t^l Gonl,e. Vsr dcm jll >i>,tle leihen. )«i iv»lte. Hc»nd« »er Jugend. ^,n,^nb: ttü^^ng mit (Holt, llmgsng m>t l'-om» «5N Mansch,n, Selbzzttnnlnlfi. D'^et- ^zcund, Gadc»: Zufr„dc,ch,«l, z„ll,chei» Wol)l.r^th,n. Hir,^ l-^lück, f»I>g?s«t. 2,^c» >), Meßopfer. Änchcndcs^ch V^bcr,,» »ul'g i'"' h. Mefl,. Meßqebtch/. Schllln^sdcld. Vc,m T,gcn f.i,t e«ni ÄU,.-r Pr,d>^t. S.'oainenl der H^uße. 3t b,r Beicht. <^,brlh ^:r ws,>!ss.n)'E>fos. schul,,,, AU^,cm«l,t ?luwe!sttnq jl>7 Ge.vlsftuö ^rsor, jchuug. ^,!ondlr, /l>,wnsu»st! 5?ach den l0 G^dots« Geltes; „ach d,n 5 G^ok-n del Kirch,: nach 0,n 7 Hallrlsün^»: nach den 6 Sünden ,n den h. G»»st; vach b,ti 8 ^emdtu Süüden. N.'ue und ?cid. Vor. lah ^eichl. N^ch dcr '^„chr. Gcbclh des Losgl'sr"-c>. chcnen. ^sbec^ des mcht ^rs^ispsvch.'ne:,. (Kcnusithl,-Nng. D.ie h. ^ats^ll„l,l des <'lllaro Glallbe. Hrff, «ung. i.'l»b,. S,l),isucht nach I,su. Wenn zum ?zh. fpfisen st,lällt,t wird. Währcn> l»ss l?ossps,ch«t,^ de< ^>,i.sti'ss. Dailk^sdeth Selbstaufopfrrlma. Zllftuchl zur Fiilbllte Mar»en6. Zuflucht jur ^üi-bilte aller Helli» j^en. G,b.-lh an« ?iahssla^e, Geb,lh <>, d,r F^»^»^'«t. (Gebeth zu O^llii. Gelx-lh am Pfii'qst - Sonntags, l^ct'.th am Flohn!,ichlilNnS.Feste. Gedet!) für lebende ?leltlch,,ec. ^«l^ne» aller He'.lzqen. Lauretan,fche ^ilatie,. Mrsilied l., II. A« Fest.Tc,^,,,. Pr,b,^llled. GstieS kobprelsllna. ?ldc>enll,cd. FastelilleO. Marlä L«'» den. Osterllet». Tot^tenhymne. Das Gebethbuch ist erschienen in doppelter AuSgabe: Stelf aedun-den lm geftrblen Papier Mlt Gold-verzteruna, Schuber und einem Stahlstiche, PrelS: 30 kr. 3. M. In MaroqumK'der qedunden mit Gold-schnttt und 5 Stahlstichen, Preis: l si. 12 kr. C. M.; nut Stahischloß und Kreuz von l st. 40 kr. div 2 ft. CM. Zoczck, Wilhelm, emcr. Domprtl ifl.'l a>, l',r Menopoljia,,«Kirche zum hl Stephan in Wie:>, Pfarre ,^,m hl. Johann Baptist, in Hl!d!t!dl»vf. Sei gegrüßt, Königinn des Himmels. 8alve Retina, katholisch^ Gebetbuch zum öffentlichen und häuslichen Gebrauche M't BlN'iUl^ung ^,7 l. l. öiierrelchlschlN und fürssbi, fchöss'chsn W>e„f, ? O t,na7,at«, Cliisur, jo u>p, ^es hohen ?siitel b. G. B., zu eückcinen haben. K. K. Bezirksgericht Umgebung Üaibach am 8. Juli ,84^. ^_^ ^77267. ^s) öir. 3 »94. Edict. Von dem t. k. Bezirksgerichte Umgebung kai. bach'b wi:d üder Ansuchen der Maria Horenill von kaidach, in die ereculire Feilbiclung der, dem Ios. .« Hagscitzung auf den 27. August, 28 Eeplember und 22. Oclod'.r l. I., jedeKmal Vornuttagtz um 9 Uhr, in loco drr H'ealiläl testgesetzl, wozu die Kauflustigen «lit dem Oeisatze eingeladen werden, daß ob»ge Rc^. iilät bei der ersten und zweiten ycildiemng nur um Bd«r üdcr den Schätzunqsn'eitl) hintangsgeben wird, Und daß das Schätzu:igöprolololl, der Grundbuchs^ s^lracl und die bicilalionKbldingnlssc laglich yieraints «ngtschen werden können. Laihzch am 7. Huli 1856. Z^z'-ze«. (l) Nr. «ll3^ Edict. Uon dem t. l. lüezirkögerichle Umgebung Lai« bach's wird dlemit bekannt gemacht -. Ob hübe in der ElllUlionösache de6 Merlin Rupcn, im Einverständ^ niss« mi: disse»: ßloftlährig erklärtem s>ohne, Johann Htuptrl, gegen Iesept) Kelsliiish von Slrachomcr, obermald in dil dutte erecutwe ^eilbietung des, dein Letz! rn sub dtm Kaufverträge ddo. l. Juni ltt36 gchuidigti :N' fi. ll kr. gtwiUigel. und es wird die TagsatzunZ w^en deren Vornahme auf den 3l. Ru» guft l. I.< Vormitlagj! 9 Uhr in dieser Gtrichtbkanz. l«i mit dem Beisaß« angeordnet, daß da5 FtilbitlungK' «bzect bei dieser Zeildielungötagsahung auch unter »em Schätzu>!8?werthe hintangegtden werde. Die Lilitüllonsdedingnisje können täglich bill« 5Mtb zu den Zlwöhnllchln Amtöstunden eingesehen mflden. Leivüch am «0. Juli l8^6. Edict. Vom szezirkl'ssttichte dei« Herzogthums Gottschec wird hitmit allgemlln dekaimt gemacht: Eb sey über Hnsuchen des Malyias König von Schalkendorf, in die Nclimalion der, vom Herrn Adolf Häuf fur An-ton Samide, legiern uilier geie^licher UerlielUilg !>i> nts äs, Malhiaö Sam,c>r e,standtl>en, in Win» kel »ul^ (5ol'scr. ^ir. 6 uoo illcc«. ^ir. 74» liegenden, dem Hergoglhume Gollsckee dlenjibaren 7^?'^ Ulbar» hude sannnl Gebäuden, wcgen nicht zugehalientr Li. citaiionbbrringnliic gcwllligei, und zu teren Vornah» me die einzige Hagsa^ung aui den l8. August »846, um lO Uhr iU'lnutlago, ln loco Winkel mit dem Beisätze angeordnet wvlden, daß dlese Hübe zwar um den jnihern Meistboi pr. 405 si. ausge>uien, b»i keinem höyern oder gleichen Anbole aber um jcden Preis himangegeben werren »vuldc. — Hiezu wer» den Kauflustige mit dem bedeuten eingeladen, daß der Glundbuchocrtlact, das Schaljungöproiocoll und die ßtllbitlungöbtvil.guisie hiergerichls eingesehen wer» den können. NszirlSa/richt Gotlschce am l4. Juli l84li. 1. I259. (l) Vlr. H85l. Edict. Das k. k. Beziik5gerickt Prem zu Feistriz macht bekannt: <öS sey ^iber das Glluch dci, './ilois Bachmann, als Vogieirepraientanttn der Pfarrkirche St. Petri zu Dornegg, wider M.tthiaö W.,llenzyiih von Willingen, llu jil-a<.». 7. d. M, Z. 185l, wcgen aus dem w. a. iUe,gleiche vom H. Juli, intadl. 26. October v. I., schuldiger 60 st. 33 kr. e. «. «:., in die l)ieassum>!ung der ercculiven Ftildielung der geg» n.?r'lchen, jur Heirsch«!t Pi««» «»b Urb. Nr. !i dicnst^ baren, auf 12^ l si. 40 kr gerichttich geschätzten H4 Mayl- und ^agtMlihlrcalitat s«mnu An» und Zuge« hör gewilligt und eS seyen zu deren Vornahme di« Tagsayungcn auf den »0. September, den w. Oc« tober und den l2. Nu^ember l. I , jedesmal Vor, mittags 9 Uhr in loco der Realität mit dem Sl,sa> ye anberaumt worden, daß di,selr<« bti der ersten u. zwcilen tzeUbielung nur um oder über den E>chatzungs, werty, bei der oilllen aber auch unter demselben hilualigegl'ben wird. Daö ^chätzungöprolololl, der Grundbuchser» tract und die Licila.'ionbbedingniff« konncn zu dln gewöhnlichen Rmlöstuilden eingesehen »erben. H. K. Oezi,t5gericht Prem zu Feistriz am l0. Juli l84s. 2. »263. (l) 3lr. l870. Edict. Vom Bezirksgerichte Krupp wird hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht: Es sey über Marko Ptedoonsch, von Hrast Haus Nr. «3, wegen erhobt» >'«n zvlödsii'.ncs, die Forldaucr der Vormundschaft auf unbestimmte Zeit abgeordnet worden. Bezirksgericht Krupp am 23. Juli «846. 3^,262 (>) "N"?6K^ G d i c t. Nom BezukSgcrichle Krupp wird kiemit zur aNge^!tinen Kenntniß gebracht: Es sey über Xnsu» chen des Michael Staudacker von Reimhal, Bezir. kes ^oltschee, die erecutive Feilbiellnig der, dem Michael Deulslhmani:, von iltodine Haus M. I, ge« börigen , gerichtlich auf l?5 fi. geschal-l.n, der Herrschaft Tschcrnembl «„d (öurr. Nr. 50 dlenstbarrn 2 Weingätten saminc HauF, Heller und Zugehör zu, (A.Int,N.,.Vl. stf. 37. ». l3. Aug. 18^6.) 2 530 Rodine, wegen schuldig,r 339 fl 39'/4 kr. C- M. c. ». c. bewilliget, und seyen zu deren Vornahme 2 HagsMmgel,, nämlich auf dcn l« September, lZ. October und l6. 9iovembcr d. I., steis Vormittag von 9 bis l2 UKr im Orte der Pfandtealicalen mit dem Beisätze angcordnet worden, daß solche bei der dritten Feiwielungötagsatzung auch unter dem Scha» tzungöwerlhe wü>t?en l)lnlangegebcn werden. Der Grundduchsenract, das ^cha^uitgsproto-coll uno die Üicitalions^cdi>?glnjse können hiergenchls eingesehcn werde:«. Bezirksgericht ^mpp am 29. Juli l84S. I. l2Ül. (l) Nr. l?l2. E b i c l. Vom ,Bezirl'sgerichtc Krupp wird dem unk^ tanni wo befindlichen Andrras Rcpesch, ehemaligen tönigl. Obel0leißigcr in Earlstadt, und seinen unbe« tannlen .'Xechtsnachlolgern miitelst gegenwarligen Edic» tcs erinnert: Es hade "idel- dieselben Hr. Andreas Savinschrg von Möllling, die Klage z l83tt, und des darüber elsw«!» ncn Urlhelles odo. 2s. November l832, inc^bl. am II. Jänner «833, auf der Herrschaft Milling schul» digm Darlehens von l0l)ft fl. <ö. M-, und der Lo« schungöbefu^iliß dieser Post von den Weingarten und der .pcrrschafl Mölllmg, eiilgebrachl, und ,ey die H'.agstl^ung zur dil'ßf.i'lligen Rcchlövtlyandlung im or» demlichen Ve«fahren auf den 30. October l846, Hjor. mitlag um 9 Uhr vor diesem Gtrichle angeordnet worden. Da der Aufenthallsott der Gtk^gltn diesem Ge» lichte unbekannt ist, so ist zu ihrer Vertheidigung, auf deren Gefahr und Kosten, Herr Anton Zollmr von Mottling als lilit'Älar u,l, Haus. Nr. >5l gelegenen AräuhauSrealitäten, den Ullbe^ laniUcn Rechlönachsolgcrn der Tabularglaubigennn, Eoa gcborne ^oli. und der Rosa Pollak, verul-atnl' »ä ncllim bestcllr, wovon dic denailolen Ilite'ciscttleil zur «igenen Wahrnehmung ihrer Rechle mit dem ^üei« saye vl'ista'!ldigl't werdei, , das, di? Tagsa^ungell zur errlulivei, ^eilbiecung obig, die Zal)lUl,gineihe gelangter Tabularqlaubiger, dic Neli^ citation dieser Hubnaliiäl auf Gcfahr und dosten des läumigen Erstc>"»ers bewilliget, und zu dcrcn Vsr^ Nahme die einzige Tagsahung auf den it) September l- I., früh 3 llhr in loco dtr R^ülät mit dem Ali-hange angeordnet, daß die Realität auck uiüer dem Meistboic p>'. l l0l) si. Hinlangegeben werde. Das Sctiätzuilgsprolocoll, der Gümdbuchöer» tract und die ilicilationsbcdin^nisse, unter w»lchen die Verbindlichkeit zum Erläge eines Vadiums pr. l llist., sich besindel, können hieramls eingesehen we'den. K. K. Bezirksgericht Ntumarlll am 6 Juli »846. Z. 124k (2) Nr. Y26. Edict. Vom e. k. Be»irtsgerich!e Neumarkll wird hie» mit bekannt gegeben: Es sey d,e Reaffumirung de?,' lNlt Bescheid vom l4. Juni »845, Z. ?62, gewillt» get gewesene!,, sohin ^ber in Folge Gesuches vom Unterbtfcheidt ddo. 28. Juli ,845, Nr. 906, fistir«' len erccutiven Feilbielung des, d^m Ioha-n'. Pvllak gehörigen, der Gült We>nea.g «ul, Urb, Nr. l dlinst» baren, zu Neumarktl «ul> Haus» ^)ir. l5l gilcgtnen-Brauhauses, sammt Willhschaflsgcbauden, wällen und dir Waldung v'^uvrnt, wegen aus tem ge^-richtlichcn Vergleiche vom l!i. August l844 , Z. K3H' dem Herrn Johann Mally, al,s öejsionar tcs Herrn Joseph Kautsclmsch, schuldigen kapitales pv. U10U fi. c. «. «. bewilliget, und zu deren 5Uo> nähme die Tag» satzung auf den 7. Eeplember, den 6. 3)cwber und den 5- November l. I., jedesmU fnih von 9 bis »2' Uhr, im (Äericdtsorle mir dem Anhange angeordnet worden, daß die Realität erst bei oer drin^n Tag'' satzung unier dem Schäi^ungSwellhe hinlangcgeoen. werde. Die Lkcitationsdedinanisse, das Sckaylma,öpvo< locoN ut'.d der Grundbuchscrlracr rönnen lä.Uich lncr» ^inUs eingesehen werden. uiw es wird insbesonoerä demerkt, daß jeoer lliiitaltt cii» Radium roll 500 st. zu Handen der Üieitationslomnnslion zu erlcgcll ha», den werde. K. K. Bezilkögericht Neum'nkcl dcn 24. Juni l8«li.