PrSn»merationS-Pretse: > Fitr Laibach: Banzjahrig ... 8 fl. 40 tr. Halbjiihrig ... 4 „ 20 „ Bierteljiihrig . . 2 „ 10 „ Monatlich ... — » 70 „ M i t d k r Post: vanzjilhng. . . 11 fl. — kr. Halbjiihrig ... 5 „ 50 „ vierttljShrig . . 2 „ 75 „ gtir Zustellung in« HauS vier-teljiihrig 25 kr, monotl. 9 tr. Btnjelne Nummern 6 It. Laibacher Redacriou: Bahnhosgaffe Nr. 182. Nr. 80. Tagblatt. Anonymc Mittheilungen mttbeu nicht beritckstchtigt; Mauuscripte nicht zurUckgesendct. Dienstag, 8. April 1873. — Morgen: Maria El. Expedition- & Jnjerate«. Bureau: Songretzplatz Nr. 81 (vuch-handlung von Jgn. e. Klein-mayr & Fed. Bamberg.) Jnserlionspretse: Fllr die einspaltige Petit}tile a 4 kr., bei Meimaligrr Šim schallung a 7 kr., btcimaliget 6, 10 kr. Jnserlivnrstempel jedermal 30 kr. Bei grStzeren 3nftraten urt Ssterer Einschaltung entire* chender Rabait. 6. Jahrgang. Alles riistel sich zum Kampse. Jm Lager der Berfassungsfreunde hat dir Nachricht von der unerwartet schnell erfolgten Sanc-tionierung der Wahlreformgesetze die freudigsten Ge-fiihlk wachgerufen. Ueberall int Reiche, wo man Sinn hat fur Freiheit und Fortschritt, feiert man frohe Feste aus Anlah des willkommenen Ereignis-ses; Dankadressen an den Kaiser, an das Mini-sterium, an beide Hauser des ReichsratheS werden von den hervorragendsten Stadten und VertretungS-kSrpern beschloffen, und die reichstreue Bevolkerung beeilt sich, jene Manner, welche sich um das rasche Zustandekommen des Reformwerkes besondere Ver-dienste erworben, in jeder Weise auSzuzeichnen. Anders im Lager der Staatsrechtler — wohl so genannt, rotil sit alles offentliche Recht mit Fiihen treten. — Vor allem hat die Nachricht von der so rasch erfolgten Sanctioniernng der Gesetze die Wiikung einer platzenden Bombe geubt. Auf der ganzen Linie, wo man soeben noch Proteste und RSnke schmiedete, um das Resormwerk zu hinter-treiben, herrscht cine unbeschreibliche Verroirrnng, die man vergebens durch erheuchelte Ruhe zu ver* decken sucht. Die Reihen gerathen ins Schwanken, in die bisher besolgten staatsrechtlichen Grundsatze ist Bresche gelegt, in der allgemeinen Verwirrung find die Fiihrer bestrebt, den Ruckzug anzutreten und cine Frontveriinderung und neue Ausstellung ihrer Scharen vorzunehmen. Man befleiht sich zwar noch immer, den Gegner fiber die kunslige Kampfes-weise zu tauschen, ihm die Bahncn, die man ein-zuschlagen gedenkt, zu verdecken; aber das cine geht klar aus allem hervor, dah neue Bahnen cin- gcschlagcn roerbett sollcn, wclchc am Endc gar in das Diet bcspottcltc und vcrlastcrlc holzcrne HauS vor dent Schottcnthore in Wien fuhrcn kSnnen. Vor allem ist es die Politik der im Border* trcffen der Opposition stehenden Czcchcn, bit in be* denklichen Zwitspalt mit ^hren bisher versochtenen Anschauungen geralhen ist. Die altczechischen Organe sehen sich genothigt auszusprechen, bah bie Wahl-reform eine Thalsache ist, mit ber man rechnen mLsse. Die Wahlresorm feiert somit einen der schiinsten Triumphe, den man von ihr erwarten konnte^^MMzal die hartgtsotttnsttn Abstinenzpoli-tiker zur EinsiM datz man durch Starrkopfigkeit und Fernhalten vom parlamtntarischtn Kampfplatzt nichts erreiche. ŠDort, wo bislang bit starrstt Negation ber osterreichischen Versassung geherrscht, fangt man an, sich mit bem Gedanken vertraut zu machen, unter Umstanden den Reichsrath zu beschicken. Na-ttirlich gilt es zuforderst, den ganzen soderalistischen Heerbann aufzubieten und ins Feuer zu schicken, bei ben Wahlen so viel Manbote als mSglich zu er-ringen unb fur ben Fall, als eine fSderalistifche Mchrheit in Aussicht stitnbe, bavon entsprechenb Gebrauch zu machen. „Was uns betrifft — also lcitzt sich bessalls die „Politit" vernehmen — so wirb man sich schon baraus einrichten mussen, der neuen Thatsache gegen-uber auch uns auf die Arena treten zu sehen. Man moge sich darauf gesaht machen, dah toit die ntu-gkschafsene Situation auszuniitzen wissen und bem in der neuen Versassung concentrlerten Deutsch-thum das compacttSlaventhum entgegenstel-len, ben nach auhen gravitierenden Conservalismus durch unsern nach inntn gerichteten Patriotismus paralysieren, uberhaupt durch bieVerfassung soviel Terrain fur unfere gute Sache zu erobern trachten werben, als UberhauptmSg» lich ist. An bem staatsrechtlichen Programm roirb nicht geruttett werden, sondern roir richten an allr Patrioten den ernsten Mahnrus, mit vorlSufiger Toleranz gegen alle unwesentlichen, das staatSrecht-liche Programm direct nicht beruhrenden MeinungS-schattierungen die gesammte Opposition in tint etferne Phalanx zu organisiercn, star! genug, nicht nur dtm Anprall des Gegners Trotz zu bieten unb bie so schwer bebrohte Position bes nationalm unb staat-lichen Rechtes zu behaupten, sonbetn auch burch tin* heitliches, solibarische« Vorgehen enblich Recht unb Gerechtigkeit befinitiv zur Geltung zu bringen. Die neue Wahlreform als Gesetz bleibt ftir uns tin bio* hes fait accompli, bem gegenuber roit unsere po* titifche Taktik einrichten werden — nichts mehr." (@d)lu§ folfli.) Politische Rundschau. Laibach, 8. April. Inland. Wie ein eingeweihtes wiener Stott berichtet, ist bos Schicksal ber confcsfionellen Mai-gesetze vom Jahre 1868 und das der Wahlresorm tin ahnlichts gtwtstn, gtrabt so wit bit Stimmung btr Abgeorbneten unb ber BevSlkeruug vor ber un» mittelbaren Entscheidung ber Wahlreformgesetze. Nur bit Maigesetze unb bie Borlagen tiber bit Wahlrtsorm haben Anlatz zu wieberholten Ministerconferenzen unter bem Vorsttze bes Raiser« gegeben, unb nur bei biefen Vorlagen ist, nachdem Wesen und Jnhalt derselben bent Monarchen sei-tens ber Regierung mitgetheilt worm, der ErmSch- ImWon. Die Kataftrophe des „Atlantic." Wieber haben bie Annalen ber cnglischen Hon-dtlsmarine tin haarstrciubtndts Unglilck zu verzeich-tttn, wieber ist tin grohtr englischer Dampser mit bem grStzten Theil stintr zahlrtichtn Passagiere unter* gtgangen, Das entsetzliche Unglilck, welchtS baS grotzt Passagitrschiff der ..Atlantic" an btr Kirstt von Nordamtrika gttroffcn hat, roirb von tnglifchen Slattern als tin Nationalungluck bchanbelt, unb bit Englanber haben ihre GrLnde, diese gehausten Katastrophen zur See von der ernstesten Seite zu nchmen. In einer Schreckensnacht wurden wieber* urn uber 700 Menschen von den Wvgen deS Metres verschlungen und die Schuld, und der Schaden treffen zunachst bit seesahrende Nation par excellence, bit vergebens nach einer Periode in ihrer geschastigen und abtnttutrlichtn Vergangenheit suchen mag, welche dtr loustndtn an Misgeschicken zu vergleichen ware. Mit etwo 1050 Seelen (die Zahl roirb nicht genou sestgestellt werben kvnnen, weil sich, wie gewiihnlich aus Auswanbererschiffen, ein oder zwei Dutzenb ..blinbe Passagiere" an Borb besanben) ging bos Schiss aus Liverpool in See und am 11. Tag seiner Fahrt, am 31. Marz, kurz nach Mitternacht, tmtrbe es im Angesicht von Amerika von ber sturmischen Stt an tintn Ftlstn gttritbtn, unb stin Sicksal war btsiegtlt. So vitl sttht btrtits stst, batz bit NachlSssigktit obtr Unftnntnis seines KapitanS baS Fahrzeug in bit gtsahrlichen klippcnbedtckttn Wasser von Cape Race gesuhrt hat. Keine menschlicht Phan* tasit vermag sich bit Szene auszumalen, welche durch zehn grausige Minuten auf der umnachteten See spielte, als diese tausend Metischtn burch den unheimlichen Stoh aus bem Schlase geruttett roorben rooren. Nicht einmal zehn Minuten, benn ber rocit aufgerifsene Bauch bes SchisfeS lietz bie Wogen in breitem Strorne ein, so bah ein grosser Theil ber Passagiere unter Deck von ben Wellen ereitt rourbe, ehe er ben Speiserauin unb bie Treppen geroinnen konnte..Im wilden, entsetzlichen Knauel ilbereinander stiirzend, wahnsinnig ringcnb, kampsend, um Hilst rusend, einer Gewalt gegenuber, bie schrecklicher unb unerbittlicher als bie schrecklichste Tobesnolh auf bem Schlachtfelbe, vergingen biefe Minuten in ber zwei-fachen Nocht unter bem Meere, auf bem MeereS* grunbe. Die wenigen kroftvollen, starten Manner, welchen Geistesgegenwart genug geblieben war, bcren Glieder nicht erlahmt woren im jahen Entfetzen, mcist Slngthorigt der Schiffstquipoge, gt* langttn an Deck, nur um tintn ntutn furchtbartn Kompf um dos Ltben kompftn zu rnvfstn. Ftst auf dtm Ftlsriff stand das Schiff, dos Vvrdtr-theil uber die brSllenden Wogen in bit Nacht tmpor ragtnb. Motroftn unb Paffagitrt kampfttn an unb um btn fchroanltnbtn, ztrschtllttn SchiffSthtil, um tintn Holt zu geroinnen, in btn Raatn, Masttn unb Taucn. In biefem ISdtlichcn unerhbrten Ringen hatte ber Kapitan, untcrstLtzt von eincm Offizier, einen ber Felsen geroinnen fbnncn, auf beffen vcr-borgtnt Klippcn daS Schiff aufgefohren roar. Mit ungchcurer Anftrengung gelang eS ihm, tin Tau an bit glatttn St tint zu btftfligtn, unb nun qtr* suchtt tr bit Rtttung ber in ben Wogen kSmpsen-ben Passagiere. tigung zur Einbringung im Parlamente nochmals tin Ministerrath unter Vorsitz bes Kaisers voran-gegangen. Ein feierliches Ceremoniell der Behand-lung, das seinerzeit bei den Maigesetzen noch da- durch erhoht rourde, bah der Monarch vor der Ertheilung der Bewilligung, diese Gesctzc cinzn-bringcn, eine Erklarung verlas, welche das Mah und die Grenze bczcichnctc, iiber welche in confessionellen Dingen nicht hinansgegangen wer-den dirrfe. Die Frage betreffS des Li an d a tSv er lu -st e s der g a l i z i s ch e n Abgeordneten soll erst nach O stern verhandelt werden, roeit nach einer Interpretation der Geschaflsordnung das Mandat erst nach vierzehn Tagen vom Tage der Znstellnng der Prasidialaufforderung erlSschen soll. Die Ungarn scheinen es diesmal mit ihren Vorschlagen zu Ersparungen beim Kriegs-budget wirklich ernst zu mcinen, wenigstens laht die Sprache der Journale aller Parteien an Ener-gie kaum etwas zu wiinschen flbrig. Wie fruher „Naplo" und dann „Rcfonn", so erklart nun auch der »Pester Lloyd", die ungarische Delegation werde die vom Kriegsminister gestellten Forderungen nicht bewilligen. „Vom einseitigen militarischen GesichtS-punkte — meint daS deakistische Blatt — barf auch die Armeeorganisation nicht behandelt werden, will man nicht eine verderbliche DiSharmonie her-aufbeschworen, und solite gleichwohl Freih. v. Kuhn sich anderen Erwagungen bisher verschlossen haben, so ist wohl anzunehmen, dah der Staatsmann, der an der Spitze des gemeinsamen Ministeriums steht, ihn zu einer praktischeren Betrachtung der Lage be-wegen wird, ehe sich in den Delegationen die Kampfe erneuern, die aber dieses mal unvermeidlich mit einer Niederlage des Ministers enden wiirden, falls rr nicht rechtzeitig die goldene Brucke beniitzt, die ihm zum Riickzug gebaut worden. Denn, so viel wir wissen, durste eine Erhohung des Kriegsbud-gels insofern mvglicherweise zugestanden werden, als die Kosten etwa in einem erhohten Ertragnisse der Zolleinnahmen u. s. w. ihre Bedeckung fanden. Dabei inuh eS aber auch sein Bewenden haben, denn in eine Steigerung der directen Lasten !ann und wird die ungarische Delegation dieses mal schlechterdings nicht willigen." — „Hon" ermahnt die Delegierten einerseits zu Sparsamkeit, anderer-zu einem energischen Auftreten gegenilber dem Kriegsminister, der die Delegationsbeschliisse nach wie vor von der leichten Seite zu nehmen liebe. — Bemerkenswerth ist, bah gegen das Institut der Delegationen von den sonst alljahtlich wieder-kehrenden VerdammungSsprllchen diesmal in der ganzen ungarischen oppositionellen Presse kaum eine Spur zu finden ist. Auslaud. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „Die Worte, mit welchen Kaiser Franz Die Nacht war so dunfel und der Kamps in dem offenen Meere derart furchtbar, dah kaum einer der Ueberlebenden die Zahl der Menschen wird an-geben kiinnen, denen es gelang, aus den unteren Riiumen, aus der grohen KajUte und aus dem Zwischendeck an das Verdeck zu gelangen. Nach der Zahl der Geretteten barf man aber annehmen, dah wenigstenS die Hslfte der gesammten Passagiere, mit Jnbegriff der Mannschaft, also gegen 500 zu dem zweiten Theile der Katastrophe, zu dem wo moglich noch furchtbareren Ringen kamen. Zweihundert Menschenleben gin gen in diesem zweiten Akte zugrunde; die eine volle Halste barg der innere, geborstene Schiffsraum. Mit Lbermenschlichen Anstrengungen gelang es der Mannschaft, die kraftigeren, gewand-teren und todesmuthigeren Passagiere auf den kleinen, schl^pfrigen Felsen hinaufzubringen, wo die tosende See, der Sturm, die pliitschernde Welle auf dem schlvpfrigen Felsen sie sort und fort wieder herab-zureihen drohten. Vier lange, lange Stunben muhten die Schiffbruchigen in dieser Situation auSharren; der eistge Wind, bic unablasfig und unbarmherzig netzende Woge durchschauerte die Glieder bis aufs Jofef die von den Delegationsprasidenten an ihn gerichleten Ansprachen crwiderte, fanden weithin einen Widerhall. Der Monarch betonte die unver-andert gunstigen Beziehungen Oesterreich-UngarnS zu den auswartigen Machten und wies auf die hohe Setieutun.) der Drei-Kaiser-Zusammenknnft wie auf eine mit vollem Recht als werthvvll zu be-zeichnenbe Friedensdurgschaft hin. Kaiser Franz Josef fiigte hinzu, der Besuch der Souveriine, welche durch den friedlichen Wettstreit der Natio-nen, an deren Spitze jetzt Oesterreich-Ungarn in Veranlafsung der wiener Weltausstellung getreten ist, demnachst in die Rcichshauptstabt gesnhrt wiir-ben, konne nur bie gleichen Hoffnnngen erwecken. Mit aufrichtiger Genugthuung erfullen hier in Berlin bie kaiserlichen Aeuherungen. Richten wir im vvllen Gefnhle der Befriedigung iiber die ge-genwartige Lage der Dinge ruhig den Blick auf vergangene Zeilen, in denen mancherlei Schatien auf bie gegenseitigen Beziehungen fielen, so biirfen wir gehobenen Ntnthes unb voll Freuben es aus« sprechen, bah seit mehr als 25 Jahren O e st er -reich-Ungarn unb D e n t s ch l a n b nie einan-ber so nahe gestanben unb in so herzlicher Freunb-schasl mit einander verbunden gewesen sind, als in dieser Epoche ungetrubten Einverstanbnisses bev beiderseitigen Negiernngen unb Bolker." Im beutschen Reichstag hat Lasker bie wich-tige Erklarung abgegeben, bah alle seine frnheren Enthullnngen bnrch bie Arbeiten der Enquetecom-iniffion bestatigt warden und anherdem noch gta-vierendere Dinge ans Licht gekommen seien. Die Reichsregiernng ertanntc dutch den Mund Del' briicks die bestehenden Misstande an Mb gab bie Zufage, bah auf dem Wege ber ReichMsetzgebung Abhilfe geltoffen werben foUc. Konig Lubw ig v o n B a i ern hat ein eigen-hanbigeS Schreiben an Kaiser Wilhelm gerichtet, in welchem er bie Griinbe barlegt, welche ihn ver-anlaht haben, vorlaufig bic wesentlichsten Theile in ber Uniformierung beizubehalten. Jnteressanter ist bic Nachricht, bah berselbe Konig sich veranlaht gesehen hat, bem Fursten Bismarck zu seinem Ge-burtstage einen telegraphischen Glirckwunsch zu senben. Die M o n a r ch t st e n haben in V e r s a illes einen bebeutungsvolle'n Sieg erfochten. Der von ihnen aufgestellte Canbibat Buffet, ein Bonapartist, ist mit 304 gegen 285 Stirninen zum Pritstbcnten ber Na-tionalversammlung gewahlt worben. Wenn es Gri'vys Absicht war, bie Assembly zu compromittieren, so hat er feinen Zweck etreicht. Die Erbitterung im Publicum ist groh. Den Vertranensvollsten geht eine Ahnung auf, wie proviforisch bas ganze Gebaude ist, das Thiers aufgerichtet hat. Ein unbedentenbes Ereignis, ein Schnccball kann bie Lawinc zu Fallc bringen. Unb am beftcn Willen fehlt es ben Roya- sU?art, unb ohnmachtig lich einer urn ben anbercn ben Muth unb bie Hoffnung sinken unb bie Glie-ber langfam hinab in bie niinmersatte, gierige, un-barmherzige Flnth . . . Wie bemertt, war bad Ungliick nach 2 Uhr morgens gefchehen; als ber Morgen graute, kam ben an ber Klippe hangenben Schiffbruchigen $itfc von ben nahen Fclscnkustcn und heriiber vvin Lcucht-thurme ©ambro, der den Kapitan des »Atlantic" irregesiihrt haben soll. Noch immer ragte ein Theil deS gestrandeten FahrzeugeS aus den Wogen empor und Manner und Kinder hingen Halb ohnmachtig, Halb erstarri in dem Takelwerk und an den Planken. Es war die hochste Zeit! Jede Sekunde, die noch verloren ging, war entscheidend fur ein Menschenleben. Schnell und doch schauerlich langsam ging das Rettungswerk vor sich. Langsam unb vorsichtig muhten bie einzelnen Ungliicklichen aus ihrcr gefahr-vollcn Lage auf dem schlllpfrigen Felsen befreit werden; nur mit grosser Milhe tonnten die wackeren Fischer und die Bootsleute die Rettungsboote in die Nahe ber Klippen bringen, benn unanSgesetzk wars die hohlgehende See abprallend die Kiihne zuruck; listen und Ultrainontanen so wenig wie an Verblen-dung. Zugleich kann man sich kaum verhehlen, dah das Mah ber Frcchhcit unb Rucksichtslosigkcit voll ist, bas bie Rechte fort unb fort aufgehauft hat, unb bah, wenn Thiers fort unb fort gegen bit Lcutc Rncksichicn zu nehmen unb namentlich bie ultrainontanen unb lcgitimistischcn Blatter taglich Staatsstreichsprvjecte entwickeln unb empsehlen lciht, es leicht geschehen komite, bah ein „unvorhcrgefehener" Fall bas Lanb ins Chaos stnrztc. RucksichtSvoller, gercchter, besonnener hat niemals eitt franzofischer Prasibent sein Amt gciibt als Grsvy; aber seine Kraft wurbc erschopst, sein Anschen nntergrabcn bnrch bie stnrmischen Austrittc, bic von ber Rechten angczcttclt wurben. Die am 4. b. zu Solothurn zusammen-getretene Diocesanconfer^nz, welche ihre Berathun-gen forlsctzt, Hat bas Vorgehen bes Vorortes Solothurn gegen Lachat in Sachcn bes Lmbcr'schcn Legate gebiaigt. Jhrcm Bcschlnssc zusolge soll ber Domscnat als brittc Partei ins Rccht gcrufen werden. Der in Bern erfcheinenbe „Bund" macht in einem laitgercn Artikel den Vorfchlag, bah bie Auf -hebung des CSlibats auf staatsgcsctzli-chc m Mgc crsolgcn solle. Mit der Aufhcbung des Colibats — fagt der „Bunb" — verletzt ber Staat tein Dogma, laht sich feineit (Singriff in fremdes Gebict zu Schulden kommcn, fonbern iibt ouch ba-mit nur cineit Aft ber Nothwehr gcgcnitber ber ziigellosen HeranSforbernng ber rbntifchen Kirche, bic sie in ber letzten Zeit bem modenten Staatc in bas Gcsicht geschlcubert hat. Die gesctzlichc Anshc-bung bes Colibats wilrbe fofort hmtbertc ber katho-lischen Geistlichcn in it unserer Zeit unb ihrcu For-berungen vcrsohncn. Es ware wahrhaftig fiir unfere fatholifcheit Geistlichcn feine Schanbc, wenn sic rccht zahlrcich, sobalb bad StaatSgcsetz ihnen offetie Bahn geniacht, fur bie Ersiillnng biefes Gesetzes sorgten unb in ben Ehcstanb traten. Es wiirbe dies nut ein gutes Zeichen sein fiir ihre noch vorhandene Sittlichkeit, fur ihren gcsundeu schweizetischen Sinn, dem das Hans unb bie Ftenden im Kreise bet Familie noch immer bas liebste waren.________________ Zur Tagesgeschichte. — M i t f r ornrne r Fcber. DaS tlericalc Linzer „VvlkSblatt" scheint iibet bic letzte Diiebetlage der Fevdalen ganz aus dem Hauschen zu sein. Es schreibt heute wSrllich: „Was wir nicht gewu n s ch en , aber mit ziemlicher Gewihheit vorhergesehen haben, ist nunntehr geschehen. Die Wahlreform ist fanctionicrt". Unb mit fold) obsoletem Style wollen die osterreichi-schcn Klericalen noch immer nicht die Noihroenbigfeit ber neuen Schulgesetze einsehcn. Hoffentlich lieSt man im Linzer „VolkSblatt" bald folgenbe Slelle: „Obwol wir gegen bie Schulgesetze viel geschreibt, hat doch die Opposition bagegen bet uns schon aufgehoren." unb nicht weniger fchwicrig gcftaltete sich das Rettnngs-wert bei ben am Wrack hattgenben Menschen. Hin unb her schwankten fie mit der Flnth, unb bie Retter, schwankenb in ben Booten, muhten allc Kraft unb alle Vorsicht auswenben, um bic Etnzelncn auffangen zu konncn. Stunben vcrgingen bei btefem stillen unb doch so grohartigcn Rettungswcrke. Unter ben Geretteten befanben sich ber Kapitan Williams, sonst betannt als ein tSchtiger Sccmann, ber bie Fahrt bereitS scchSmal gliicklich zuriidgelegt hattc. Unb doch fiillt auf sein Haupt bie ganze Vcrantwottung fur das UnglSck. Der erste Gerettete, ber nach Halifax kam unb bic Einzclnheitcn iiber bas jammer-volle Ereignis brachtc, war bet brittc Stenermann des verungliicktcn Schisies. Bon mehr als 1000 Menschen gingen 700 zugtunbe, unb barunter dir sSininllichcn Frauen unb die kleinetcn Kinder. Die ganze Labung bes SchiffeS ebenfalls verloren! Die nachsten Tage werben uns wahrfcheinlich noch viele entsetzliche Details bringen, unb bann erst wirb man bie Derlustliste ubttblicfcn kSnnen. — E in Arche—o l o g. In Triest lebt gegen-wiirlig ein ehemaliger hollandischer Seeosfiziet, welcher etne teiche Sammlung von Holzstvcken besitzt, toelche berllhmten Schisscn der Gegenwart unb Vergangenheit entnommen sind. Der ..Bellerophen", die „Vtctoty", der ^Impregnable", der „Re d'Jtalia", .Radctzky", die „Novara" unb mehr als hundert andere Schiffe find vertrelen. Ob die SlUcke alle echt sind, wollen wir dahin gestellt sein lassen, jedenfalls aber haben sie ihrem Besitzer ein guteS Stiick Geld gekostet. So zahlte er fiir ein Stiick von dem Holze beg „Wladimir" sechs Rubel unb fiir einen faustgrohen Splitter vom „Merrimac" zehn Dollars. Man behauplet, er stehe in Unterhanblungen, urn ein Stiick von ber Arche Noahs unb von Jasons „Argo" zu erwerben unb jiingst dot ihm ein Spahvogel ein Stiick von bem „Schifflein Petri" an. Dieses hat er jeboch entschieben abgelehnt unb alS werthloS erkliirt. — EinKartoffel-Jubilaum. Das Jahr 1873 ist eigentlich ein Jubeljahr in Bezug auf bie Lanb- unb VolkSwirtschaft, benn vor 100 Jahten, also Anno 1773, fertigte Dr. Parmentier cine in-folge ber herschenben HungerSnoth von ber Akabemie *icr Wifscnschasten in Paris gestellte PreiSschrift an, in welcher berselbe ben Anbau bet bereits 100 Jahre friiher butch Franz Drake nach Europa gebrachten Kartofselpflanze bringend empsahl. Also erst seit 100 Jahren batiert sich bie allgemeinere Verwenbnng bet Kartoffel alS Nahruug ber Lrmeren Volksklasse, unb biirfte beshalb das hundertjahrige Kartofseljnbiliium nicht ganz unberucksichtigt gelasien werden. Local- unb Provinzial-Angelegenheiten. Origiual-Correspoudeuz. Littai, 6. April. ES gibt wohl wenige Pa-dagogen, welche die SchuldiSciplin so zu hand-haben wiffen, wie der ReligionSlehrer der Schule zu St. Martin bet Littai. Er etsann zum Verdrusie der Eltern ein be-wiihrtes AuSkunftSmittel, seine Schiller unb Schiile-rinncn zur Folgfamkeit zu zwingen. So werden Kna-ben unb Mabchen, bie ihrem Cehrer nut mil gctheil-ter Aufmerksamkeit lauschen, firchlichcn Strašen unter« worsen. Knaben mlisten zum GespLtte voriibergehen-det Kinder ohne Kopsbedeckung, den heitzen Sonnen-strahlen auSgesetzt, vor der Kirche stundenlang knien, MLdchen dagegen in ber Kirche mil entblLtzten Knien auf den fatten Steinplatten die Siinden des Unge-horsams abbiihen. Wenn dieses Mittel sich alS unzu-reichtnd erweiSt, kommen strengere Matzregeln in An-roenbung. Der Hauptlehrer Slbamič hat zwar gegen bctle; Strafvollziehungen protesiiert, boch momentan ohne alles Resnltat. ' w v Da ber k. k. Bezirkshauptmann SchLuwetter bisher in seinem Bitten cine ersprietzliche Energie cntsaltet hat, so ist alle AuSsicht vothanben, bah er bteje Angelegenheit ins Auge fasten unb enisprechcnbc Abhilse schaffen wetbe, umfomchr, alS bas Gebatcu bee -rwahnten Katecheten allgemeine MiSbilligung wachgetufen hat. (An u it fete Theaters re und e.) Die Eonntags versammelten Theatctfrcunbc unb Logendesitzet nohmcn den Anttag be« Theatetcomi,6s, bas Gesuch be« Htn. TheatetdirectorS Kotzky urn Vcrleihung bcs Theaters fiir die Saison 1873/4 deim hohcn LandcSauS-schuste zu befikworUn, an, und erklSrtcn sich die ver-sammelten Herren mit der b-ansptuchten Subvention von 3100 fl. cinverstanden; da nun das von der Ver-sammlung wiedergewHhlte Comity die Hastung stir Aus-bringung des Betrages dem Landesausschusse gegen-tiber iibernimmt, so crgeht an alle Logenbesitzer und Theatersreuude das dringende Ersuchen, sich an der vom (Somite bereits eingeleiteten Subscription rccht zahlreich zu betheiligen. — (Anlahlich der Rinderpest), erliitzt Lie I k. LandeStegietung fttr Ktain folgende Kund. machung: Nachdem die Gefaht der Verfchleppung der Rinderpest nach Kraut noch immer bcstcht und nachdem diese vetderbliche Seuche bereits in zwei Bezirken deS Landes zum AuSbruche gekommen ist, finde ich in Ge-matzheit deS § 35 bcs RindetpestgefetzeS vom 29. Juni 1868, Nt. 118 R. G. S3., nachstchcnbcS zn vetsll-gcn: 1. Wet einen witklichen SeuchenauSbtuch in cincr bishet von ber Rinbctpcst noch nicht ergriffenen Oclschast bet zustandigen I. k. Bezitkshauptmannschast zur Anzeige bringt, crhalt cine Belohnung bis zu 50 fl. 2. Wcr Uebertretungen ber Rinbrrpestvorschristcn butch vetbolene, ben Vetfall nach sich ziehenbe Einbtingunz von Hotnvich anzeigt, crhalt cine Belohnung bis zum Betrage von 10 fl. fiir jebeS in Vetsall crHSrte Stiick. 3. Wet anbere witklich begangene Uebertretungen bcs RinbctpestgesctzeS zur Anzeige bringt, crhalt cine Ve-lohnung bis zum Betrage von 20 fl. — (Schluhvcrhanblungcn b e i bem V. k. Kreisgerichte inRudolfswerth.) Am 10. April. Alois Skubitz: fchwete kotpetliche Beschadi-gung; Ivan unb Matia Bibos: Lffcntliche Gewalt-i (atigfeit unb Diebstahl; Jakob PetetZi?: schwctc 'orpetlichc Bcschabigung; Jvc RadojZik: Lffentliche Gewaltth8tigkeit. — Am 12. April. Peter Mandel: Todischlag; Anton Risel: Diebstahl; Johann Kum: tiffentliche Gcwaltthatigkcit. — Am 17. April. Josef Bctgac unb 3 Genosien: Diebstahl; Mathias Hribar unb 2 Gcnossen: ijffentliche ©ewaltthStigkeit; Jure šute unb 3 Genosten: schwere ftirperliche Bcschabigung. — Am 19. April. Anton Skrobut: Nothzucht unb chtverc kiitpcrlichc Bcschabigung; Anton AnbulZck: Btanblcgung. — Am 24. April. Johann Bcvc: schwere kotpetliche Bcschabigung; Matia Milai: KinbeS-weglegung; Joses Dollinar: Betrug; Georg MeteZ: Lstemliche Gewaltthatigkeit. Am 26. April. Martin Meserko unb 5 Genosten: Diebstahl. Bolkswirthschafttiches. (Bank „ Slovenija. ") Der GescbiistS-ausweis ber ersten allgem. VetsicherungSbank „Slove-ntja" vom 31. Dez. v. I. cnthiilt nachstehenbe Daten in bet Section „Fcuerschabcnversicherung": AuSge- letite Polizen 1931; Kapital 5,914.560 fl.; Pramie 66.043 fl.; Rtickvcrsichcrung unb ©torno 16.096 fl.; bahct PtSmic fUr cigcuc Rcchnung 49.947 fl. — Der GcschastSabschluh vom 7. April 1. I. bringt nachstehenbe Daten: AuSgcstclltc Polizzcn 4506; Kapital 18 Mill. 434.946 fl.; Pramie 170.838 fl.; Riickverrsichrrunz unb ©torno 47.807 fl.; baher Priimie fUr etgene Rechnung 123 030 fl.; eS zeigt sich bahcr in ben ersten brci Monatcn bcs 1.1873 cine GeschiistS. verntehrung von 2575 Polizzcn, 12,520.386 fl. Kapital, 104.794 fl. PrSmic, 31.811 fl. RUckoetsichc-rnng unb ©torno, 70.086 fl. Pramie fUr eigcne Rcchnung. Dutch bitse auf Gtunb bet Bankbllchct beruhenben Daten conjiatiert sich ber erfreuliche Aus-schwung biescs heimatlichen JnstiiutcS, welches seine Thiitigkcit bereits tiber alle Liinber be« Kaisetteiches ausgebehnt hat, von selbst; bieser Ansschwung gibt ZeugniS, bah biescs Bonfinstitut mit vollet Routine unb umsoffenber GeschiisiSkenntniS in ersicr Linic in abministrativer Beziehung von bem Gencralbirectot bieser Bank, Hetrn Friebtich Eblen v. Tt e ue n st e in, be-stenS geleitet wirb. etngefcttbet. Promeiien anf 1864ft Loft (fir? bie Ziehung am 15. April d. I. — Hauptttkffer fl. 220.000) k fl. 2*50 und Stempkl siitb zu bczikhki, dutch Ruilolf Fluck, g> m Wechselstube, Gtaz. (203-2) loncilt|vt Bestelliingen wctden prompt tffectuiert. Allen Krimken Kraft und Gesundheit ohne Medizin imb ohne Kosten. Revalesciere du Barry uon London. Seine Krankheit vermag ber bclicaten Revalescidre du Barry 1 u widerstehen, unb befeitigt biefelbe ohne Mebizin uitb ohne Kosten all« Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Driisen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- nnb Nicrenleiben, Tuberculose, Schwinbsucht, Asthma, tusten, Unverbaulichleit, Berstopfung, Diarrhoen, Schlaflosigkeit, chwache, Hamorrhoiben, Wasscrsncht, gieber, Schwinbel, Slutaufftei-gen, Ohrenbroufen, Uebelteit unb Erbrechen selbst toahrenb ber Schwan-gerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumati«mu», Gicht, Bleichsucht. — AuSziige aus 75.000 Sertiftcaten liber Genesungen, bit aller Mebizin wiberstanben, toerben aus «Erlangen franco eingefenbtt. Nahrhaster alS Fleisch erspart bie Revalesciere bei Erwachseneu unb jtinbern fiinfjiamal ihren PreiS in Arzneien. In Blechbiichsen »on ein Halb Psunb fl. 1'50, 1 Psb. fl. 2 50 t Psd. fl. 4-50, 5 Psb. 10 fl., 12 Psb. 20 fl., 24, Psb. 36 fl. - Ite-valeaciSre-Biscniten in Biichsen 4 fl. 2 50 unb fl. 4'50. — RevaleeciSre Chocolatee in Pulver unb in Tabletten fiir 12 Tassen si. 1-50, il Tasseu fl. 2-50, 48 Tassen fl. 4-50, in Pulver fiir 120 Tassen fl. 10, fiir 28S Tassen fl. 20, fiir 576 Tafsen fl. 36.— Zu beziehen burch Barry bu Barry Ss E omp. in Wien, Wallflsohgaaae Nr. 8, inLalbaoh bei E. Mahr, foroic in alien Stabten bei guten Apothekern unb E»e-icreihonblcm; auch Berjenbet baS wiener Haus nach alien Gegenbm gegen PoflanWeifung ober Nachnahme. Theater. H e ii t!': Lctzte Gastvorstcllimg deS Herrn Emil S i e b t r t vom k. Hoslheater in Kassel. Zum ersten male: Iugenblicbe. Lustspiel in 1 Auszugr vou Adolf Wilbrandt. P e t s o n e n: Frau doit Rosen...................................Fr. Kroseck. Adclheid, jh» Nichte.............................gr(. Kollaun. Heinrich Roller..................................Hr. Wauer. Ferdinand von Bruck..............................Hr. RSdcr. Hildebtaud, Gartner..............................Hr. Midaner. Betti, beffeit Tochter...........................Frl.Brambilla. Diesem solgt: Der Vetter. Original-Lustspiel in 3 Anfzitgrn, von Roderich Bcucdix. P c r s o n e n: Gartuer eiii reichcr Grovhaudlet. ... Hr. Hosbauer. Ernst, |..................................Hr Waiter. Pauline, ^ seine Kinder.......................Frl Brambilla. Wilhelm,!................................Frl. Kollaun Siegel, Giirtnets Belter.................Hr. Siebert. Buchheim, ein junger Kaufmanu . . . Hr. RLber. Louise, Haushiilteriu.....................Frl. Harbt. Telegramme. Wien, 7. April. Das HerrenhauS nahm unveranbert die Beschlusse, betreffenb bie Rkgelung der Beamten- unb Dienergehalte, an. In ber ungarischen Delegation erklart An-brassy in Beantwortung mehrerer Jnterpellationen, bah cine befriedigende Losung der Frage, betreffenb die Donauregulierung beim eisernen Thvre, auf Grundlage der londoner Conferenzbefchlusse bevor-stehend fei. Die Frage wegen Aufhebung der oster-reichifchen Gesanbtschasten bei ben beutfchen Mittel-staaten, namentlich in Stuttgart unb Dresben, ist berzeit inopportun zu lofen, ba bie deutsche Regie-rung selbst die Beibehaltung der auslandischen Bertretungen bei ben Bundesstaaten wunscht. Der telegraphische WechselcurS ist uns bie zum Schluste bcs BlattcS nicht zngekommen. C. J. llama mi „zur goldenen Quaste“ Laibach, Ilanptplatz, empfielill sein stets init dem Ncuesten gut sortiertes Lager von: Selden- und Woll-Crepin, Gallons, Quasten, Behange, Spangen, Woil-, Seiden- und Pelz-Fransen, schwarz und farbig Reps, Atlas, Noblesse und Taffetas, schwarz und farbig Seiden- und Baumwoll-Sammte, Well- und Selden* Plusch, schwarz und fiirbig Noblesse, Faille, Atlas, Moiree-und Sammt-Bander, schwarz, welss und farbig Baumwoll-, Zwlrn-, Seiden- und WolNSpltzen, weiss und schwarz, glati und faQonniert Selden-Tiill, */« und 9 4 Blondgrund fur Brautschleler, Gaze, Frou-Frou, Hutschleier, Tull’ anglais, Batlst-Clalr, Moul, Crepe-Llsse, geschlungene und gestickle Moul-, Batist- und Lelnen-Streifen, Mousselln, Organtln, Aermelfutter und Futterlelnen, Sarslnet, Peroall, Vor-hang- und Sohlafrock-Quasten, weisse Vorhang-Halter, Mobel-Chenlllen-Fransen und Crepin, Wagenborten, Lelnen-und Percall-Bander, Knopfe jeder Art, Selde, Zwlrn, Na-deln etc. etc. Bestellungen nach AuswiirU werden postwendend expe-diert und Gegenstande, die nicht auf Lager, bereitwilligit ' besorgt. (12-35) Lagliche D)mmbusfahrt zwischen unb Laibacli-Ciotticliee Abf. von Laibach 5 Uhr — M. frith, Ank. in Unterauersperg 8 Uhr — M frith. „ „ Unterauersperg 8 „ 30 „ „ „ „ Grohlafchitz 10 „ — „ „ „ „ Grotzlafchitz 10 „ 30 „ „ „ „ Reifniz 12 „ 30 „ nchm. „ „ Reifniz 1 „ - „ nachm. „ „ Gottschee 3 „ — „ „ (Laibacli. Abf. von Gottschee 6 Uhr — Min. frith, Ank. in Reifniz 7 Uhr 45 M. frith. ,, » Reifniz 8 „ — „ „ „ „ Grohlafchitz 10 „ — „ „ „ » Grotzlafchitz 10 „30 „ „ „ „ Unterauersperg 12 „ — „ „ ,, Unterauersperg 12 „ 15 „ „ „ „ Laibach 3 „ — „ nchm. Fahrtpreise: Von Laibach nach Unterauersperg..... Reifniz Gottschee ft. - 63. .. 125. 1-88. „ 2-50. Fahvtpreise: Von Gottschee nach Reifniz Unterauersperg Laibach . . ft. - 63. .. 125. 1'88. .. 2-50. CM In Laibach in meinem Speditionsbureau, Wienerstratze Nr. 63, unb bei Herrn Mathias Wolf, Bahnhofgaffe „Gasthaus Vllllf IlHtJHIv zur Locomotive"; in Unterauersperg bei Herrn Mathias Hočevar, Gastwirth; in Grosslaschitz bei Herrn Josef Hočevar, Gastwirth; in Reifniz bei Herrn Georg Obermann, Gastwirth; in Gottschee bei Herrn Johann Kollmann. Jndem ich das p. t. reifenbe Publicum befonbers aufmerkfam mache, datz ich zur Fahrt neue nnd gut construierte Omnibuffe benittze, unb batz breimal bie Pferbe geroechfett roerbett, ersucte um geneigten Zufpruch unb zeichne mit Hochachtnng ^ (198—2) Joses 3(offmaiin, Tpeditioiis- und CommissionsgeschSft in Laibach. Witterung. Laibach, April. Nachtl Regcn unb Schnce, letzterer in ber Ebene grotzentheil« sogleich gefchmolzen, auf den Brrgtu srische Schneedecke. SB acme: Morgen« 6 Uhr + 14°, nachrnit-lag« 2 Uhr + 10.4° C. (1872 + 16-1°, 1871 + 12 0°). Barometer im rafchen Steigen, 73080 Millimeter. Da« geftrige Tage«mittel bet Wiirme + 2 5°, nm 6 3" untrr dem Normale. Der gestrige Niederfchlog 42-20 Millimeter. Reue Beweise der vor zuglichen Heilkrast von ApotheKer I. Herbabny _____ aus Heilkrautern der baierischen Hochalpen bereitete ?flanzen-Extract ..Neuroxylin." und der vegetabilischen Anll-Glelit-lMlIeii bei Gichtleiden jeder Art, bei Rheumatismen, tit und Rerven eidenden Lahmun^ durch die tciglich aus alien SHasfen bet Gesellschast ein-aufenbcn Banksagungssohrelben, son benen einige im Kuejuae ^ I, Herbabny, dipl. Apotheler! Ich weih nicht, toie ich Jhnen siir ihre auSgezeich-neten Glchtmittel banten loll, da ich enblich naq s Jahren lieber cinmal mich gesnnb liihle unb frisch niemen hansl>chen t be it t n nachgehen Ketbabnv, Mariah ilserfiratze Nr. 38; flit Laibach bei -Setxn Lr a«MUs Bitschitz, LanblchastS-Apothele; Klagen-furt bei § en n Dt. P. Han set, Apotheler, Oraz bei Herrn} V. Grablowitz._______________________________________________ Stimelommene Fremde. Am 7. April Mosel fclel'ttiii. Dragan, Postmeister, Wcchen-felS. — Dentsch, Holz-handler, Oseti. — Ehreu-zwcig, Pest. — Butowich unb ©chmciger, jtfm., Wien. — Steibiucc, Schuttchrer, jpofflein. — Aimable Sam« pey, ©iftina. — Mane Štofic mil Familie. Mosel Hinds Hicii. Jambard, Besitzersgalliii, KlingenselS. —'Jiagij.itfm., Wien. — Sdcmschar, Post-meisterS-Galliii, ElSuern. Bairliclierllol’. Gulič, Hdlsm., Seffaiia. — Pavltc unb Zerztii, Han-delsleule, Triest. Lerftorbene. D eu 7. A p i l. Dem Johann Gorsii, Hausmetster, |ein Kind roeiblichcu Gc-fchlechlS, ‘/i Stunde, nothgc-tauft, totact Nr. 313, ttifoige einer fchroctcu Gesichisgeburl — Dem Franz Schmiedt, t. f. Bezirkssccrelttr, feitt Kind mSnnlichen Geschlechls, */* Slmibc, nothgelauft, Licnau-vorstadl Nr. 87, Schwiiche injolgc bet Friihgeburt. Zahnmzl Docent Dr. Tanzer aus Graz orbiniert in Laibach im ,,Hotel Elel‘ant“, 1. Stock, Zimmer Nr. 20 unb 21, tciglich von 8 bis 6 Uhr im zaliniirztlichen nnb zahn-techuischen Fache. Der Auf-enthalt ist ouf miv 15 Tage fixiert. Die p. t. Zahnpatien-tcit wollen sich baher beeilen, gleich in den ersten Tagcii vor-zukommen. (205—1) (Sin Krtinkenwatter roirb aiifgetiommen. — Aus-timft im Zeitungscomptolr. Die Wechselstube -1» Wiener CommWons-SanK, Schottenring Nr. 18, emittiert Bezngi-icbeine auf nachstehend verzeichnete LoSgruppen, und fmb biefe Znsammenstellnngen schon aus bem Grnnde zn ben vortheilbastesten zn zahlcn, weil jedem Jnhaber eines solchen Bezngsscheines bie MSglichleii geboten roirb, sLmmtliche Haupt- unb Ncbentreffer allein zn machen unb aufjerbem ein Zinsenertragnis von SO Free. In Gold Mnd lO fl. in Banknote« zn geniepen. <5rmppe (Jiihrlich 16 Ziehungen.) Monatliche Raten a 10 fl. Nad? Erlag ber letzten Rate erhiilt jeder Theilnebmer folgenbe 4 Lose: 1 Spere. ISOOer fl. lOO-Staatelos. Hanpttreffer fl. 300.000, mit Ritckkaufspriimie ber gcjogenen ©eric 6. W. fl. 400. 1 Spere. kale, tilrk. 400 France - Staatslos. Haupttreffer 600.000, 300.000 Francs effectio Golb. I lierzo*!. Brannseliwelg;er 80 Thaler - Iios. Haupttreffer 80.000 Thaler ohne jeben Abzng. 1 Innabrueker- (Tlroler«) k o«. Haupttreffer fl. 30.000. Gruppe IB. ^Jiihrlich 13 Ziehungen.) Monatliche Staten a fl. 6. Nach Erlag ber letzten Rate erhalt jeder Theilnehmer folgenbe Lose: fl Spere. kals. tttrk. 400 FrcH.-StaatelOB. Haupttreffer 600.000, 300.000 Frcs. effectiv Golb. fl lierzofcl. bramiHeliwelicer 80 Tlialer - Haupttreffer 80.01 0 Thlr. ohne jeben Abzng. Saelieen-MeliiliiKen-liOH. Haupttreffer fl. 45.000, 15.000 sttdd. Wahr. Ferner Be*MK*i<#elieiiie auf flinftel OOer ftpere. Staats-loee. Monatliche Raten a fl. 6. Ferner Beznyseeheine auf gan*e 1804er Staatslose. Monatliche Raten L fl. 10. Ferner Beziigsaclielne auf lialbe fl 8®4er staatslose. Monatliche Raten K fl. 4. Ferner bejBiijt»*i®kelne auf lialb® Ungar lose. Monatliche Raten L fl. 3. Ferner Beziigsselielne auf brannseliwelger 80 Xlia-ler-liOse. Monatliche Raten a fl. 2. Ferner Bezugsselielne aul'lnnsbrucker-l'ose. Monatliche Raten h fl. 2. ___________ AuKcrdem iibcrnimmt das BLrfen-Comptoir unb die Wechselstube ber Wiener Commissions-Bank alle roie immer Namen habenbeit Bank-, Wechsler- und Borsengesckiifle. Vista-Wechsel und Accreditive rocrbcn auf alle grohen Plcitze Europas und Ame-rikas billigst ausgefchrieben. , ^ Die Auftraqe am hicsigen Platze unb aus ber Provmz roerfcen sehr rafch, reett unb prompt aiisgefithrt nnb bie bur* das BLrsm-Comptoir angotauften Werthpapiere unb Valuten mit Riicksicht auf die jeroeilige Sage des fficltm.utteS uuter ben billigsten Bekingnngen belehnt. , Die GeMftslocalitalen blciben taglich von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr... enbs ohne Unterbrechniig gedffuet. . ■■ ■ 1 "• " metben prompt unb ouch gegen Nachnahme effectmett. — Ziehnngslisten roerben nach jeber Ziehnng franco (152-11) Ul/llC WlUKl yvwniivt. Mswartiie MW gratis Dersenbet. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Berleger unb fltr bit Redaction verantwortlich: Dttomat Bamberg.