^ ^4. Mtwoch, dm A. Juni 1871. X. Jahrgang. Di« „Maid».ger Seil«»--- «rscheiiil jed-n Smnlag^ «itwoch und Snita,. Preise - für Marbur«: «a»,jährig k halbjährig S »ierieljähria I fl. »0 kr^ fiir Ziisttlliing __lns Hau» monatlich l0 kr. — Mit Postversendttiig: ga,iz>alirig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig st. InsrrtionSgebühr k kr. pr. Seile. Am österreichischen HeseH-gebnngskunst. Marburg, 20. Juni. Dcr Ackerbauminister hat neulich die Frage des Abgeordneten Hofer und Genossen über dir Zusammenlegung der Grundstücke beantwortet. Die Regierung erkennt in einer besseren Ab-rundung des Grundbkfitzcs eine Bedingung für die gedeihliche Entwicklung dcr Landwirttischast, die tS ermöglichen wird, mehr und beffere Werthe uud mit geringeren Kosten zu erzeugen, als wie bisher. Damit die Abrundung ohne Schädii^ung der betheiligten Tifleuthümer und dritter Personen rasch und ohne große Auslagen sich vollziehe, ist ein vermittelndes und begünstigendes G»seß noth-tvendig. Die Regierung hat ein solches schon 18K9 rnttversen lassen ui'd auS einzelnen Landern, sowie von Ft'chmännern Gutachten eingeholt übrr diesen Entwurf. Auch dic neuen gesesgeberilchen Werte deS Auslandes und die Erfahrungen bei der Durchführung derselben hat die Regierung gesammelt. Auf diesen Grundlagen wird zur Ausarbeitung und Verbesserung dcö Entwurfes mit thunlichster Beschleunigung tjeichritten. Wenn einmal die Vorarbeiten beendigt und die Schlvie-rigkeiten gelöst sind, die noch zwischen dem Rrichs-rathe und den Landtagen obwalten betreffs der Frage, wer daS Gtsetz geben soll, dann wird die Regierung eine Borlage einbringen. — Diese Antwort deS Ministers ist unS ein witlkommeaer Beitrag zur Lehre von dcr österreichischen Gesetzgebung. Beinahe drei Biertheile der Bevölkerung widmen sich dem Ackerbaue — hat die vielgerühmte Interessenvertretung die Rechte dieser Bevölkerung gewahrt? Nein! Aber nicht allein Personen haben die Bernachlässigung aus ihrem Gewissen — die sta-,tsrechtliche Gliederung trügt mindestens die »ine Hälfte der ganzen Schuld. Wen» je eine Sache naturgemäß nur Sache des einzelnen Landes in und nicht des Reiches, so ist's die Landwirtbschaft samml Allem, was dazu gehört — somit auch die Zusammenlegung der Grundstücke, die Abrundung des Grundbesitzes. Ware daS BerhÜltniß der Länder zum Reiche bundeSstaatlich (föderalistisch) geordnet, so würde der Landtag deS Gesetz ülier diese Angelegenheit geben und ein LandeSministerinm, aus der Mehr» heit des Landtages, am Sitze desselben, dem Herrscher und dem Landtage verantwortlich, würde ersterem den Beschluß zur Genehmigung vorlegen. Wir lvüßten nichtt von einem Hader zwischen Reicksralh uud Landtag über die Vorfrage, wer zur Gesrtzgebuug in diesem Falle berechtigt ist; wir liörten auch nichts von einer Ansrage, die im ReichSralhe an die Reichsregierung gesltUt wird — nichts von einer Antwort des Reich^-ministers. Die Gesetzgebung deS Ruches lvürde durch solche Albeiten nicht belästigt, nicht verzögert — die Sache selbst würde nicht ).'hr< lang verschleppt, eine berechtigte Forderung bliebe nicht Jahrelang uncfsülltu"d dieHoffnungslosigkelt — das gefährlichste Uebel im StaotSleben — würde nicht von Jal)r zu )^ihr sich verdüstern. DaS Landesgesetz wäre schneller entworfen, dem Bedürfniß des L^^ndes angemessen und würde viel eher durchgeführt — zur wirthschaft- lichen Brfriedigung. zur politischen Genugthuung des Volkes Wie manchen Segen brächte gerade unserem Lande ein zweckdienliches Gesetz über d«e Zusammenlegung» der Grundstücke, ülier die Abrundung des Grundbesitzes? Und vermag ein vernünftiger Gegner der bunvesstaatlichea Partei zu bestreiten, daß ein solches Gesetz in der Steiermark z. B. längst schon zur Geltung gekommen, wäre nach der Wiederkehr Verfassungsmäßiger Zustände das natürliche Recht des Landes anerkanntlvorden — das Recht der Selbstgesetzgebuttg in jedem Falte, wo die geistige Kraft uud die Geldmittel des Landes genügen. Am Geschichte des Hages. Die geringe Preßfreiheit, deren wir i n Oesterreich uns noch „erfreuen." schwebt ln Gefahr! Hohenwart soll nämlich eine Abordnung des katholisch-politischen Vereins der Zosephstadt getröstet und ihr gesagt ljaben: „daß die Zeit nicht mehr ferne ist. wo die Presse wieder in jene Schranken wird zurückgewiesen sein, »velche die Rücksicht auf das staatliche und geseltsctiaflliche Wohl erheischt." Wiener Blätter fragen, ob diese Zurückweisung durch gesetzliche oder durch ander» Mittel bewirkt werden soll. Uns kümmert diese feine Unterscheidung sehr lveuig: Druck ist Druck; der gesetzliche wird gleich schwer empfunden, wie der ungesetzliche, die Abschüttlung deS letzteren ist aber leichter möglich. DaS fragliche Trostwort macht uns weniger Sorge, als die Aufforderung der Wiener Zeitungen, der ReichSrath möge das Recht unserer Presse wahren! Der Reichsrath! Wer Hat'S verschuldet, daß die Bach'schen Straf-gesetze über politis^e Fälle noch ungeschivächt foit-bestehen? Wer t)at daS objektive Verfahren, dic Beschlagnahtnen. die wirlhschafttiche Belastung der Presse durch Kautionen, PflichttLcmplare.ZeitungS-ftempel. Aiizeigesteuer auf feinem Gewissen ? Wer an-der«, als dcr ReichSratl»? Was dürfen wir in uns-rer Lage noch hofftn. wenn in der ersten Stadt drs Reiches so kindische Meinutlgrn ausgesprochen und gelheiil werden? Daß Wien nicht Herz und Haupt des ill ichtS ist. sondern nur der Magen, hat wesent-lich beigetragen zur Trostlosigkeit unserer Verhältnisse. DieWeljrkraft deS türkischen Reiches wurde bisher nur aus Mahomedanern gebildet — die Ehnsten lvaren befreit und zahllen dafür eine Kopjsteuer. Nun ivil! die Pforte diese Grundlage ihre« Heerwesens ändern; es sollen künftig auch die Christen zum Wehrdienst aus-geljoben wcrden ulid würde die Kopfsteuer ab»;?-schafft. Die Christen im stehenden Heere bedeuten das Ende der europäischen Türkei — wenn die Pforte Nicht etwa ^'^en Plan hegt, die christlichen Regimenter in entfernte Gegenden zn verlegen »lnd wenn dieser Plan nicht zu Schande» wird. Die französische Nationalversammlung wiedell)al!l von Rechtfertigungen und Anklagen. D«e Beschuldigten sind bemüht, sich rcin zu waschen uiid glautien dieS am besten zu vollbringen, wenn sie auf dic Fehler nnd Ver-lirechen Anderer hinweisen. Ist Ärlbsterkentttniß auch bei Völkern der nothwendigste Schritt zur Pesscrung, dann stehen die Franzosen noch weit entfernt von demselben. Napoleon muß jetzt der Sündendock sein für alle Schmach, sür jedes Elend; wer aber hat diesen Bock zum Gärtner gemacht im schönen Frankreich? Wäre Napoleon III. nur denkbar gewesen ohne daS französische Volk? Haben nicht Alle. Alle, mit Ausnahme der armen, gehaßten, verfluchten und verfolgten Sozialdemokraten, dem kriegslustigen Kaifer zugejubelt. als er sich anschickte, den Räuber-. Mörder-und Mordbrcnnerzug nach Deutschland zu unternehmen? Haben im weiten Frankreich nicht die Sozialdemokraten allein sich grundsätzlich gegen den Krieg erklärt? Und wer hätte denn N'^po-* leon Verhimmelt und vergöttert, wäre er als Sieger, mit Beiitc' schwer beladen, nach Frankreich zurückgekehrt? Napoleon III. ist sich vollkommen gleich gelilieben. ist jetzt um kein Haar schlechter, als er voi? Sedan gelvesen. Wer sich geändert hat, sind nur die Franzosen, die ihre»» Tyrannen neunzehn Zaljre lang geduldig ertragen und nur von ihm abgefallen, ihn für gestürzt erklärt, weil er geschlagen und gefangen worden. Vor dem Götzen, drr auf detn Throne saß, haben sie im Staube sich gewälzt — nun der Götze im Staube liegt, bespeien sie denscllien. Zu einem Pfui haben nur Jene daS Recht, die sich nie selbst entwürdigt, nie selbst entmaunt. Bermifchte Itachricht««. (Hungersnoth in Persien.) Der „Times of Jndia" zu Folge übersteigt die Hun» gerSnolh in Persieu alle Begriffe. Man hoffte lange auf Regen, alier er kam schließlich nur in sehr geriitger Menge und zu spät, um den bösen Feind, der schon vor der Thür stand, zu Verjagen. Tausende sollen aus bloßem Hunger todt auf den Straßen niedergefallen sein, oder in Folge der Krankheiten, die Hunger geivöhnlich im Gefolge führt. Die meisten dcr Tobten liegen unbegraben da — eine Thatsache, die als sicherer Vorläufer einer Pestilenz betrachtet werden mag. Zuerst, wenn Selbsterhaltnng aus alle Fälle eine zu entscheidende Frage ivurve. überwog die Rücksicht aus daS eigene Leben bei den Muselmännern und mehr als ein menschliches Wesen soll von ihnen ge-tödtet und verzehrt worden sein. Jetzt hat die Sache eine noch schlimmere Wendung genommen, denn Eltern sollen ihre eigenen Kinder verzehren. Es heißt, daß in der Nachbarschaft von Schiraz die Szenen solcher Art sind, daß die europäischen Einwohner ihre Häuser nicht tnehr verlassen ivollen. Zivischen Schiraz und Bushire liegen Tausende von Leichen unbegraben und inmitten aller dieser gräßlichen Berichte hört inan von keinen Hilse-maßregcln. (Witterung.) »^ie Witterung ist eine so ungewöhnliche, wie man sich kaum erinnern kann. Wie bei unS. scheint sie auch in anderen Welttheilen verkehrt zu sein; denn in Mitlel-AtNerika und Sitd-Amcrika ist selbst in Gegenden, ivo er fast unbekannt ivar. eine ungeheure Menge von Regen gesallen. In Panama, Peru und t'en Andes sind solche Regeniirüine nied^rgegangeu, daß die blS dahin ganz ungewohnte Erscheinung einer U'bersch vemmung eintrat. Das Städtchen Lainbaycaue mit 7000 Einivohnern soll »^anz iveg-geschweinint worden sein. — Es sollen gegenwärtig auch sehr viele Sonncnflecke sichtbar sein, die bekanntlich mit schlechten Somlnern in Verbindung gebracht iverden. (Deutscht hum in Amerika.) In dm Lereinigte« Staaten von Nordamerika hat fich ein Bereia deutscher Lehrer gebildet, welcher fich über das ganze Land ausbreitet und brfliffen ist. die deutsche Kultur in Amerika zu vermitteln, die deutsche Sprache und Literatur durch Gründung und FArderung deutsch-amerikanischer Schulen aller Grade zu pslegen. Das Hauptblatt dieses Vereins ist die gut redigirte „Amerikanische Schul-zeltuug." (EinefranzöslscheStimme über ditSteformen in Elsaß.Lothringen.) Der entschieden republikanische „National" stellt wehmüthige Betrachtungen an über die Reformen, die man von deutscher Seite in Elsaß-Lothringen beabsichtigt. „Die Elsaß-Lothringer", schreibt dieses Blatt, „werden in den ihnen neu verliehener Ein richtungen Bortheile sinden. welche der französischen Bevölkerung nie bewilligt worden sind und deren die Bewohner der von uns nun losgetrennten Laudestheile noch nicht theilhaftig wären, wenn sie nicht durch Bertrag an Deutschland gekommen wären." Namentlich hebt unter diesen Einrichtungen der „National" die Gemeindefreiheit und der Schulzwaag hervor. .Die Eljasscr und Lothringer", bemerkt er weiter mit Uttverkennbarer Bitterkeit, „werden fich in zehn bis zwanzig Iah-ren sagen können: Unsere Kinder wären als Fran-'zosen ihr Lebenlaug unwissende Thiere geblieben, die weder lesen noch schreiben können; den Unterricht, der sie zu Menschen gemacht hat, verdan-ken fie den Preußen." (Wirkungen des Pulvcrdampfes aus die Pflanzen.) Der deutsch-französische Krieg hat eine Wahrnehmung ganz ngenthümlicher Art zur Erscheinung gebracht, der,« wissenschaftliche Erklärung wohl der Mühe werti, srin dürfte. Mau hat nämlich überall, sogar in ziemlich weit ausgedehntem Umkreise, wo größere Schlachten stattgefunden, bemerkt, daß durchgehends die Kel-der und Gärten das Bild der trostlosen Vernich-tuvg jedes Wachsthums darbieten. Alle Pflanzen sind entweder ganz vollkommen oder nnr spärlich und dünn und lang in die Höhe geschossen und ihr Anblick macht den Eindruck, als ob sie mit eine« säurehaltigen Waffer besprengt worden wären. Ein Laudwirth, welcher deßhalb befragt wurde, vermochte diese beklagenswerthe Erscheinung der Härte des letztverflossenen Winters nicht zuzuschreiben, gab vielmehr die Schuld der ungeheuren Menge Pulver, welche seit dem Kriege in Frank« reich sechs Monate lang verbrannt worden ist. Das Pulver erzeuge nämlich, sobald es aufblitzt, Schwefelsäure in der Luft, diese verbreite sich dann im weiteren Umkreise, werde vom Winde noch weiter sortgetrieben und falle schließlich mit den Nebeln oder Regen auf die Pflanzen und tödte dieselben ähnlich wie die während eines Landregens und stärkeren Ntbels aus den Schornsteinen in die Luft strömenden überflüfflgeu Dämpfe aus Kalk- und giegelösen selbst auf weitere Entfernungen wirken. (Deutsche Mode^ Unter diesem Name« hat sich in Berlin ein Berein von Schneidern gebildet, welcher bezweckt, die möglichste Selbständigkeit des deutschen Gewerbes herbeizuführeu. Seinen gweck denkt der Verein zu erreichen durch die Abhaltung von alljährlich zwei Hauptversammlungen. zu welchen auch die gabritanten Deutschlands eingeladen werden. Der Berein hofft zu gleicher Zeit, beitragen zu können, daß die deutschen Fabrikanten mehr für das Inland ar-beiten. und namentlich es dahin zu bringen, daß die seine deutsche Wolle künftig mehr wle bisher in Deutschland verarbeitet werde. Der Verein hat bereits eine Fachschule gegründet und beabsichtigt jährlich zwei Ausstellungen zu halten. (Gensdarm crie.) Die Steiermark zählt gegenwärtig 339 GenSdarmen vom Wachtmeister abwärts. Der Minister für Land:Svertheidigung hat diesen MannschaftSsjand nun auf 400 erhöht. Marburger Berichte (Schulwesen.) Der politisch volkSwirtl)-schaftliche Verein in Feldbach, welcher gegentvärtig 146 Mitglieder zählt, hat beschloffen, die Petition an den Landtag um Borlage eineS Gesetzes über Lkhrerbesoldungen oahin abzuändern, daß diese Ausgaben durch '^^ezirkoinittil zu decken seien. (Aufgefundener Leichnam.) 3n der Nälie von Pettau wurde der Leichnam eineS unbekannten Mannes auS der Drau gezogen. Der Aufgefundene mag ungefähr acht Wochen im Waffer gelei,cn haben, ist uon hoher Gestalt und wird sein Alter auf sechsundzwanzig bis dreißig Jahre ani^egeben. (Tegettho f-Denkma l.) Der Minister des Innern hat im Einverständniß mit dein Han-delsminister gestattet, daß die Gemeinden der Steiermark Samm?lgeldcr. welche bei ihnen für die Errichtung deS Tegetthoff-Denkmals in Marburg ei,»gehen, portofrei an die betreffenden Be-zirkshanptmanschaften schicken dürfen. Sendnngen dieser Art muß auf der Adreffe die Bezeichnung beigefügt tverden: „Ueber Auftrag nnd für R.?ch. nuiig des Staates gesammelte Gelder." (Katholisch-politischer Berein.) 3n Ziegelstadt bei Pöltschach gibt eS einen kon-serv»tiv-tatholischen Volksverein, deffen neue Satzungen die Statthalterei zur Kenntniß genommen. (Lebensrettung) Gestern Mor^^enS 4 Uhr wurde die Lorber'sche Mühle am linken Drau» Ufer unterhalb der Eisenbahnbrücke — vom hochgehenden Strome fortgeriffen: die morsch gewordenen Pflöcke, an welchen die eisernen Ketten befestigt waren, vermochten die straffe Spannung nicht mehr auSzuhalten. Der Mühljunge befand sich in Todesgefahr; nachdem er sich einen Ausweg durchs Schindeldach qeöffnet. schrie er. auf letzterem sitzend, um Hilfe. Ein Tischlergeselle in Melling (I. Ferk) eilte mit dem Kahne, welchen er in der Nähe des Tomasi'jchen Hauses losgebunden, der Mühle nach und rief dem Burschen zu, er möge inS Wasser springen und dem Kahne zuschwimmen. Der Müller wollte aber vom Dache herab in den Kahn springen. waS der Tischler nicht erlaubte, weil in diesem Falle Beide zu Grunde gegangen wären. Der Tischler zog endlich den Mühljungen mit einem Hacken in s Waffer und von dort in den Kahn und erreichte unterhalb St. Peter glücklich das Ufer. (Aushil fSkasse.) Der AuShilfskaffe stehen wieder beträchtliche Kapitalien zur Verfügung und werden vom nächsten Amtstage (Freitag den 23. Juni) an Darleihen bis zur Höhe von achthundert Gulden betvilligt. (Presse.) Herr Jurtschitsch. gegenwärtig Redakteur der „SüdslavischenZeituna", welche in Siffek erscheint, soll am 1. Juli die Redaktion des „Slovenski Narod" übernehmen. (Vom Kärntnerbahnhof.) Im Herbste wird die letzte Strecke der Kärntnerbahn: Billach-FranzenSfeste eröffnet. Die Südbahngesellschaft soll die Absicht haben, dann Post- und Schnell-züge von Innsbruck nach Ofen (über Marburg) einzuführen und zu diesem BeHufe auch die gerade Linie Marburq-Pettau endlich auszubauen. Die JnnSbrucker Bahnwerkstätte soll aufgelassen und mit der Marburqer vereinit^t werden, waS eine Vermehrung der hiesigen Arbeiter um ivenigstens vierhundert Mann zur Folge hätte. Ei«gefa«dt. Der Weinbau nimmt in der untersteicrischen VolkSwirthschaft oline Zweifel die erste Stelle ein und deßivegen Verfolge ich mit Aufmerksamkeit alle Vorschläge, die zur Hebung desselben, gemacht lverden. Die schriftlichen Arbeiten deS Herrn Dr. Mulls über die Gründung von Weinbauver-einen habe ich gelesen, habe viel darüber nachgedacht und mit NachbtUN gesprochln ; wir verkennen die gute Absicht deS Verfassers nicht, sind aber mit ihm in manchem Punkte nicht einver» standen. Wir lassen an unserer Sleile einen bekannten und erfahrenen Lehrer der Landlvirthschast. Dr Hlubek redeii. Unter dem Titel: „Welche Erfahrungen lzat man bisher über die einzelnen Reben-sorten überhaupt und besondeiS in Steiermark gemacht?" liefert Hlubek eine ausgezeichnete Darstellung der Sache lind bedauern ivir, daß wir des Raumes wegen hier nur den Schluß die» seS Artikels mittheilen können; der Terfaffel schreibt: „Eine Ausgabe der Weinbauschult besteht darin, vergleichende Versuche mit verschiedenen Rebensorten anzustellen, um ihre Brauchbarkeit zur Anpflanzung im Groben festzui'tellen. Diese Versuche können vorzugsweise von der Weinbaujchule (zu Marburg) mit Wissenschaft« licher Strenge durchgeführt werden, weil an ihrer Spitze wissenschaftlich gebildete Männer stehen und derselben die erforderlichen Geldmittel Vom Laude angeiviestn werden. Hier kommen wir nun auf die Frage: sollen neben der Weinb.,uschi»le auch noch Weinbauver-eiac und zivar ivenigstenS acht im Ganzen in's Leben gerufen werde», ivelche in den einzelnen Rieden vergleichende Versuch- mit verschiedenen Rcbensorten anst^llm sollen? Vom rein theoretischen oder »vissenschaftlichen Standpunkte kann die Frage nicht anders als bejahend beaniwortet »verdea, da die klimatischen 'üodenvcrhältnisse der Weinbau treibenden Gegenden sehr verschieden sind; allein vom^ praktischen Standpunkte aufgefaßt, müffen wir die Bildung Voii so viUen Äeinbauvereinen alS uuauSsührbnr bezeichnen, iveil die erforderlichen Persönlichkeiten feliltn. uin so viele Vereine in voller Tijätigkkit mit anhaltender Ausdauer zu erhalten un> eine Zersplitteruilg der geistigen und materiellen Kräfte einen höchst nachthciligen Einfluß aus das Ver-einswesen ausübt. Wir besitzen in Steiermark selbständige Vereine für einzelne Zweige der Landeskultur, wie kür Gartenbau, Bienen- und Seidenzucht. für Pferdezucht und früher auch für Forstwirthshast; daher sind wir auch der Ansicht, daß ein selbständiger Bercitt für einen so wichtige» Zweig, wie eS der Weinbau ist, in'S Leben gerufen iverden sollte und zivar mit dem Sitze in Marburg, da Marburg und die nächste llmgebung Bodenarten der Urfonm'.tion(Plkern). der lieber-gangS- oder Orauivackensormation (Gams und Posruk). der tertiären und der Diluvialformation — mit sehr vtlschiedenen Lagen — aufzu- ' lveijen hat, einen aus,gedehnten Weinbau betreibt, bereits mehrere Weinhaudlungea b^sttzt und in der Näi»e von Marburg auch ohne Zweifel die Weinbauschulc errichtct wird. Marburg ist mit Eisenbahnen nach allen vier Himmelsgegenden versehen und unter den Bewohnern dieser Stadt besteht eine solche Borliebe für den Weinbau, daß sich das Tagesgespräch größtentheils um die Rebe und die Kellerwirthschaft bewegt, so zlvar. daß eS bereits sprüchwörtlich geivoiden ist: man müsse ivenigstens einen Weinstock beim Hause besitzen, NM an der Konversation lheili»ehmen zu können. Bei diesem rege» Elfer der Bewohner von Marburg wird cS dem LZereine gelingen, einsichtsvolle iind opferwillige Mitglieder aus allen Theilen des Landes zu erhalken nnd einen geistigen und materiellen Fond zu begründen, der allein die Grundbedingung des Gedeihens eines jeden Vereines bildet. Ist dieie Bedingung erfüllt, hat der Verein die Rebensorten bestimmt, mit welche» bei Marburg selbst nnd in den einzelnen Rieden die ver-gleichenden Versuche angestellt iverden sollen und hat der Verein auch einen Plan entworfen, nach welchem diese Versuche von einzelnen rationellen Weingartenbesitzern dnrchzUsühren sind, dann und nur dann kann mit Grund erwartet iverden, daß die Regierung eiiun Verein auf das kräftigste unterstützen «verde, d.ssen Tliätigkcit die segensreichsten Folgen für alle jüdlichen Länder der Monarchie bringen wird. Der Weinbauoerein in Marburg ist auch die iiatürlichste Körperschaft, welche mit der zu grüu-venden Weinbauschule in den innigsten Verband gebracht iverdci, sollte, weil Beide ein und das« selbe Ziel verfolgen und sich wechselseitig unterstützen können. Der Marburger Weinbatlverein ist aber auch di? geeignetste Körperschaft, weiche f»tr eine zweckmäßige Einrichtung und Durchsühruug der Wein-bauschule zu jorglN in der Lage ist und daher fiiimen ivir auch nur der Gründung dicsrs selbständigen Weinbauvereines in Steiermark daS Wort mit dem Wunsche redete, daß derselbe auch den Obstbau in seine« Wirkungskreis aufnehme und die Durchführung der vergleichenden Versuche Einzklnen seiner Mitglieder überlasse. Sorgt der Berei», auch für die Hebung der Obsttultur, die mit dem Weinbaue auf das In-nigste verbunden ist, dann mühte selbstverständlich auch die bisherige für Wein- und Obstbau bestimmte Staatssubvention dem Vereine zur Verwendung zugewiesen werden. Aber durch die Durchführung der vergleichenden Versuche allein wird der Weinbau in Steier-mark nicht besonders gehoben werden können, weil wenigstens im Allgemeinen bekannt isl, welche Rebensorten sich in Frankreich, Süddeutschland, Ungarn. Kroatien und Steiermark bewührt haben. Der Marburger Weinbauverein müßte sein Augcu merk auch auf andere FörderungSmittel lenken; er müßte vor Allem durch Belehrung dtifür Soc^^k tragen, daß die Weingärten auf eine entsprechende Art gedüngt und daß überhaupt alle Geschäfte in den Weinbergen wie in den Kellern mit Bcrück' fichtigung der gemachten Ersahrungen und im stete« Hinblicke aus die Steigeruug deS Crtrai^eS sowohl dcr Menge alS der Güte des Produktes nach, auf das rationellste auSgesührt werden; ek müßte daraus dringen, daß ein ambulirender Kellermeister angestellt und die vom Landtage bewilligte Weinbauschule sobald als möglich ins Aer Aiamantmyändter. Bon K, Vehnikt. (gortsexlung). „Miß Emilie." sagte der Baron, „dieser Orient fängt an mir unl/eimlich zu werde», und je eher ich ihn verlasse, notabene, wenn ich mit t»ejler Haut davon komme, desto besser. Ja wenn ich das Glück hätte mit einem unserer wackerrn Regimenter gegen diese rasenden Teufel zu mar-schiren, wenn ich ihre Reihen von unser» Kugeln aelichtet sähe, wenn Roß und Reiter vor unser» vuarröS niederstürzten, dann wäre eS eine Selig« telt, hier daS Amt einer Vergeltung zu üben. Ader so als Einzelner machtlos dazustehen, e« verschlägt nicht viel, selbst wenn man vortresftiche Waffen hat, wie ich —" er spielte mit den Revolvern, die ihm ordentlich an daS Herz geivachsen schienen. — „WaS sind sie schließlich gegen eine halbe Batterie, ja nur gegen ein Dutzend günd-nadelgewehre? Ich begreife übrigens wirklich nicht, meine Gnädigste, warum Ihre Landsleute, die doch tonst im Rehmen und Anvektiren nicht allzu gewissenhaft sind, stch dieses Syrien nicht bereits ungeeignet haben, fie wären jedenfalls schon mit den Räubern sertig geworden." „Das ist die orientalische Frage, mein Freund, die Sie da aufS Tapet bringen. WaS würde Frankreich dazu sagen, welches selbst ein Auge auf dieses Land hat. und WaS außer Frankreich Rußland?" „Wahrhaftig", rief der Lieutenant, „ich habe mich srüher um die orientalische Frage nicht gekümmert. jetzt an Ort und Stelle sauge ich an, fie zu verstehen. Weil keine Macht der andern den Besitz gönnt, so müssen diese Länder in der Barbarei schmachten? ESist himmelschreiend l" „Leider, leider!" bekräfligte Miß Cmilia. .»Aber um einmal auf unsere eigene Lage zu kommen, meine Gnädige, haben Sie irgend welche Idee, waS Ihr gcheimnißvoller Oheim eigentlich mit uns lieabslchtigt? Er kam plötzlich, wie aus der Pistole geschossen, bti dem Ungeheuer von Scheich an, der das gräßliche Gemetzel kom-mandirte und dcr ihn, den Ankömmling, mit be« sonderer Achtung behandelte, er ließ sich unS vor. führen, und ich hatte die Ehre, seine auSgezeich« nete Bekanntschaft zu machen. Dann hieß eS. daß wir. um den traurigen Seeuen zu entstiehen. in den Bergen einen Zufluchtsort suchen wollten. Ein Neger gesellte sich zu uns. der einen Verwundeten gerettet hatte, einen Landsmann von Leben gerufen werde; er miißte trachten, die b-riitS bestehenden Weinhandlungen (Kleinoicheg. Hannin-ger. Schraml, Wretzl, Perko. Psriemer zc.) auf jede mögliche Art und Weise wenigstens moralisch zu unterstützen, damit dieselben ihren Ge-schäftslictrieb eriveitern können, denn ohne großartige Weinhandlungen ist eS unmöglich, dem steirilchen Weinb.me einen namhaften Ausschwung zu geben; er mühte endlich tl-achten. daß der so-genannte Bnrgwnld bei Marburg auf Aktien an-gekauft und allmälig in Weingärten mit vet-lchiedenen belvührten Rebensorten umgewandelt werde, falls derselbe nicht für die Weinbauschule angekauft werden sollte. Das ist unsere Ansicht über daS von der Weinbau Sektion dem Centrale der Landwirih-schaftö-Gesellschnst vorgelegte Projekt und die Art und Weise, in ivclcher lvir dasselbe sür durchführbar und für segenbringend halte,i. Werden aber acht bis zehn Weinbauvereine in Steiermark gegründet und die geistigen und materiell«^ Kcüfie zerspliitert. dann halten wir diese Vereine für todtgeborne Wesen, ivelche den Eltern nur Schmerzen, aber keine Freude vernr-lachen werden." Ein Weinbauer. mir. einen Deutschen. Wir ziehen unS unter den größten Beschwerlichkeiten l)lerhtr zurück. Wir machen einen halsbrechenden Uedergang. Sie pflegen sorgsam den jungen Mann. Kaum ober« flächlich genesen, verschwindet er mit einem Male und der Neger, der sich inzwischen als eiu alter Bekannter, als jener braungebrannte Sohn dieser hohen Berge eriveist, der unser Führer war, mit ihm--" „Sie haben recht, Herr Baron, AlleS dieses ist geheimnißvoll, aber ich selbtr kann daS Räthsel nicht lösen. Ich bin gewohnt gewesen, jedeü Mal, wenn ich mit meinem Oheim zusammeu-traf, mich unbedingt seiner Führung zu unter-Wersen. UebrigenS kennt er die Verhältnisse deS Landes genau, daß eS am Besten ist. ihm Alles zu überlassen." „Daß er daS Land kennt, steht fest und daß er auch einen Blick sür militairtsche Positionen hat, wird Niemand leugnen. Die Lage dieses BergschlosseS, lassen Sie mich eS so nennen, obwohl es nur eine geräumige Höhle ist, kann nicht vortheilhastcr sür eine Vertheidigunggedacht lverden. Von allen Selten uneinnehmbar, können drei Mann ivie wir, mit den Waffen und der Wnnition. die vorhanden sind und bei der wohl-gefüllten Proviantkammer, die ich zu meinem Erstaunen auch entdeck» habe, sich wochenlang gegen Taufende halten. Am Ende freilich müßte man dennoch kapitnliren." „Wir werden hoffentlich keine Belagerung auszuhallen haben, dieser Ort ist abgelegen und nur Wenigen bekannt." „Mag sein; aber immer »Verden wir doch nicht hier bleiben wollen. Aus die Dauer wird ja auch die schönste Landslt»ast langwellig." „Langweilig? Kommt eS dabei nicht ein wenig auf die Gesellschaft an?" k»O verzeihen Tie, meine Gnädigste, »vie kann ich in Ihrer Gegenwart von langer Weile sprechen? Ich wollte nur sagen, auch Ihnen dürfte auf die Dauer die Eintönigkeil dieser Gegend lästig werden." „Weim ich denn einmal länger in diesem Lande bleiben soll", sagte die Lady mit einem Seuszrr, „so ist nach den furchtbaren Seenen, die wir erlebt, niir die Einsamkeit erivünscht. Aber ich wiedrrliole Iljnen, Alleö hängt von der Bestimmnng meines OheimS ab.- In diesem Augenblick bog ein Mann um eine AelSecke herum, der ein Pferd nach sich zog. Es ivar Ali. aber so verändert, daß er kaum »vieder zu erkennen war. An seinem Gange, sonst so elastisch, jetzl schleppend, ttnd mühsam, lah man. daß er über-mensÄiche Strapazen ausgestanden. »«»eichniK der sttiwilligt» Stiträge M Fentrmhr. Hi.s Wiiizl Böhm .... s fl. — kr. „ Lodeaivcin, Baumeister . 5 „ — „ „ Jäger au« Graz . . . l0 „ — „ „ Ehrenberg Wilhelm . . S „ — „ Zö fl. — kr. Achte» Verzeichnis 2Slg fl. 21 kr. Summe 2gt4 II. 21 kr. «-tzt- Most. Hohenwart beabsichtigt, alle« Landtagen Entwürfe Aber die Wahlreform vorzulegen. Der politische Wanderverein im Nordwest lichen Bi>hmen erklärt: die Stellung eines Volksvertreters sei mit jener eines politischen Beamten nicht vereinbar. Anf Befehl der Skegierung darf in den protestantischen Schulen Siusfisch-VolenS nur der Religionsunterricht noch in deutscher Sprache ertheilt werden. Auch sein schwarzes Roß bot denselben An« blick, »vie sein Herr; eS ließ den Kopf sinken und alles Feuer schien von ihm gewichen. Ohne die Gesellschaft zu beachten, brachte Ali sein Roß erst in sein Versteck, dann setzte er sich an den Rand der Schlucht und schien zu erwarten. daß man von selber von seiner Erschei« nung Notiz nehmen werde, auch ohne sein Zuthun. Dcr Kopf sank ihm dabei auf die Brust, und der sonst durch feine Kraft imponirende Mann bot das Bild deS Leidens und der Zerknirschung. „Wir können den Löwentödter, denn daS ist ja wohl der Name deS ManneS, doch da nicht sitzen lassen?" meinte der Baron gutmüthig. „Freilich sieht er aus. alS ob er unsere berühmte Brücke nicht passiren könnte." „Ich will meinen Oheim von seiner Ankunft benachrichtigen. Er war oljnehin von seinem plötzlichen Verschwinden überrascht und erivartete mit heftige^ Ungeduld seine Rückkehr." Sie ging in die Höhle und bald kehrte sie mit Morton senior zurück. Dieser schlug die unS bekannte Brückender' bindulig über die Kluft, dann winkte er Ali. der aufstand und sich anschickte mit schwankenden Schrillen daö Brett zu besteigen, noch zurückzubleiben, ging hieraus selbst hinütier und geleitete den Löwentödter. der vielleicht zum ersten Male den gefährlichen Pfad mit unsicheren Tritten ging, über die Kluft und verschivand mit ihm in der geräumigen Höhle. Morton junior befand stch allein in derselben. Ein Wink seines OheimS entfernte itjn. Der uns »vohlbttannte Gentleman ging um so lieber, da er so eben vor dem Eintreten Emilia'S und deS ihr fol.^enden Ali'S mit dem Alten ein untiehoglicheS Gespräch gehabt, worin er ihm zum zehnten Male mit volljter Aufrichtigkeit betheuert hatte, daß er für den Iuwelenhandel weder Neigung noch Verständniß empfinde und niemals in vieFußtapfen seines sonst von ihm hochverehrten Verwandten treten i»)crde. Auf die Frage, »velchen LebenSplan er denn überhaiipt zu verfolgen gedenke. ha»te er erklärt, vorläufig sich nach de» Umständen richten zu wollen und zugleich sein Bedauern ausgedrückt, daß die eingclretcuen Verhältnisse einen längeren Ausent-enthalt in Deir-el-Kamar unmöglich machten. „Und warum?" ljatte der Oheim erstaunt gefragt. ..WaS fesselte Dich gerade jetzt an enen Ort?" Fortsetzung folgt. 9 Mnoksu 4. ^uvi 1370. Vevlirter llvrr! Von dsLtslmüster Leite vuräs mir äer Rattl ertbeilt, veZen meillsr kettLxvv Lodmsr-»VI» uv6 ZwdlvQ A.!u»v äie I?uüuedt Z!u Idrem ^ktkvrill - Nuvävssivr ?u neliwen. Kodon naed Verdrkueli eiver I'laselie äe38e1kou varen weillv 2kdii»odmsrzvu ßsSAiIioll vvrsokvunüell. Inävm ied Itinev kür Idr tr6i'ilic:de8 ^a8-8er tiiewit meiveu Dan^ au88pr6elie, emp^vlile iott t1a88s1de allen ^alinleicleuäsn ^um Oe-i)rauoke. Il0etiaedtuvK3V0ll8t vonnSr, I'uvotiouär. Ilsrru K. popp, prallt. ^adllar?:t iu Zu haben in: Marburg in Bancalari'S Apotheke, bei Herrn A. W. König, Apotheke zu Maria-hilf, bei Herrn F. Kolletnig und in TauchmannS Kunsthandlung'. Cilli bei CriSper und in Baumbachs Apotheke! Deuts ch-LandSberg A. L. Müller, Apoth. Gleichenberg: F. v. Keldbach, Apothckeri Gonobih: E. Fleischer, Apoth.; Leibnitz: Kretzig'S Witwe, Apoth.; LuNenberg: Fr. Pesfiak, Apoth. Mureck: L. v. Stein berg, Apoth.; Pettau E.Reithammer, Apotheker. Rad kersburg: K.Schulz Apoth. und I. Weihinger; Rann: I.Schniderschitsch; Rohitsch: KriSperS Apoth.; Sauerbrunn: in der Apoth.; Stainz: V. Ttmonschi-'k. Apoth. Wind. Aeistritz: I. Diene», Apoth; Wind. Graz; I. Kaligaritsch; Wind. Landöberg: Vaßulich» Apoth.: WaraSdin: A. Halter, äor amorlkanlsoliei» kwiiiiil NeelM t Viko« Rr. 29ö4^ Cirklllirc. (362 Nach der Stadtsäuberungs-Oldnunj^ vom l. Mai 1861 ist jeder Hauscisicnthümer vcr< Kunden, im Sommer, vorzüglich in den Mor^^en-und Abendstunden, nöthigen Falles auch unter Tag s sein Trottoir, ül)trl)aupt den Raum vor seinem Besihthume bis in die Mitte der Gasse zur Vermeidung des gesundheitsschädlichen Stau-beS. mit Wasser liinlanglich bcspritzkn zu lassen. Sammtliche Herren Hausbesitzer der Stadl Marburg sowie deren Stellvertreter werden daher ersucht, das Ausspritzen vor ihren Hausern bis in die Mitte der Gasse, auf Platz n- aber bis zu einer Entfernung von 6 Klaftern vor dem Hause so gelviß zweitnal im Tage, und zwar Morgens vor 8 Uhr und Abends nach 6 llhr, zu veranlassen, als sonst die Außerachtlassung dieser Borschris! in jedem Betretungsfallc mit einer Geldstrafe von2sl. geahndet werden würde. Ttadtamt Marburg am 30. Mai 1871. Dr. Reiser, Bürgermeister. ltüMoiüjiel' teweiil allein 7U desieden äurel» clis 370) bei Oarl »«at«r L > k'S ^ »'S Sf d - Z s »s kZ 'L eo « tl) --- ^ V « L « Q« S-LA Z-Z 8 0 07? aL ^ ^ 'ZZL««--" a « .s « s G o s ».L L » « z L V.L^v k^Z^L-a-ZZa 1 ? Z g SM L'L'^ ^ » «. 8Q Kir Untentsisrimfll »lmig iiail allvin in Drbiii'^ bei Mitnni» Xallkr, llerrsl>gil,sss lir. 112, I. Ltocir. von 324 Was Kowe Nähmaschinen klif Selmster imil 8e>»neil!er. 2viru uvä Faüelli be8ter (Qualität. kotdsokilä Ä (Z- Opsi?ni?Ins SI» unä Vericauk von 8taat8papi6rell, Xn1eken3-I^008en, Li8elll)aliu-, Lavlc- unä Illäu8trie-^etien, (Z0UP0118, (^olä- unä Lilber-^iin^eu. z»> ^uftrSgv filr l!iv l(. ll. börsv ^ weräen 8tet!3 l)e3tens Avgen baar oäer eut8preelienäk ^nßaliv au3Ketulirt. ijchlzmilscilslle» »uk 2V k Ii. iisteri'. 8li>»l8 I^«se auf liaten ü. K il. monatlieli. 5 ^iekunxen Kl^rlioli: 1. I^ärzi, 15. ^pril, 1. ^uni, 1. 80p-temder, 1. Vs^emder. HauptZe^vinn ti. 28l).l)Vl), Ieleiu3ter Oe^inn tl. 170 ^ il. 2l)V. ^eäer I'lieilnellmer erliält naek V0ll8tän> äixer /aläuuA 1 Ic. Ic. ii8terr. 1864er OriAinal-I^ovs »«s 2V kiiiiii;!. «n^ar. I87Ier Raak l^«oW auf Raten a il. k monatlieli. 4 /ieliunßen Kl^rliel): 15. k'eliruar, 15. liflü, 15. ^uKU8t, 15. I^ovemlivr. Hauptgewinn il. 28V.V9l), Klsiv8ter (?eviun il. !l)4 a il. 2l)9. ^eävr?1ieilnvlimer 'erkält naeli V0ll8täu-äiKvr 2a1iluux 1 köllißl. unZar. 1870er Orixinal-I^oos »Iis?v Ii»i8l. lilriiiselie l87i>er8li«k l.oo8v aut Raten ä il. k wouatlioll. . 6 ^iedunZen jäkrlioln 1. kedruar, l./^pril, l .Nai, 1. Xu-8U8t, 1. Ol^tolier, 1. ve^emlier. HauptKewinu t'r. lclein8tkr (Fevinn sr. 4Vl). ^eäer'klieilnelinter vrliält naell V0ll8tän-äißer ^alilunZ 1 Icai3erl. tijrlii8eltv8 1878er Orixinal-I^oos «xk 49 krij;!. kr»iiii8eI«veiMr8l»ak.U>o«e auf Raten ü il. ö Utonatlieli. 4 ^ivlmuxen jädrlieli: 1. ?edr., 1. I^ai. 1. ^UAU8t. 1. 5s0-vembvt'. IIauptA«>vinu AO.Vl)l) I!»r., ^Iein3ter (?ewlnn 21 ^lir. .ssäer l'l^eilnvllwer srlmlt naell V0ll8täu-äißsr /alilung 2 lieriiOKl. RraunselivveiK. ()rißival-I^008e. ^k'ür »Iii; XttilttiiiKükn jpjltix ^ J0to1 ^ntlieil8e1ieink' aus 1864kr (»8tvrr. 1^0080 a it. ö olins ^veitere ^alilunß. 20te1 ^ntlieil8elt6ine aut' 1839sr 5tol ö. I^008S a il. 10 vlinv ivoitvre XalllunA. 20tel ^nt1iv!l8olieille aut' 1870 unxar. I^008e a il. 7 oltue >vvitvre /alilunA. ?I'0M088SN ru slisn liokung«». Xlle ?lUen von S ß>. spielt man schon auf die nächsten Verlosungen der Ositt ck Staiiislav'Fiist am 16. Z«i, der Q.CKSS am 1 .luKK, der SttRrr» nnd >V«t«IsvsKi» am IS. IiRZI, der am 30 luRI» der am I. ^UDxusr. der KKN«tti. r'K'ÄniRsiT» am SUKt nnd der am !t. Ssi»t«»nK>sr'. ^i» K S^eptemder K87« Hvur«>v drr gaupttrtssrr vlm 200.000 ß. mit einem Ratenschein bei mir gewonnen. IZ«Iu»r«I W'Srst, AMHais, l. Zuiii I87I. Wim, Zttphamplah. 344 Eiscnbahtt-Fahrorduuug. Marburg. Personenzüge. Von Trieft nach Wien: Ankunft » U. 19 M. Frith und (i li. 5.5. M. Abend«, «»»fahrt 6 U. 31 M. Krüh und 7 U. 7 M. Abends. Bon Wien nach Trieft: Ankunft 8 N. 8 M. Früh nnd 8 U. 41 W. Abend«. Abfahrt 8 U. 2V M. Krüh und 8 U. b6 M. Abend». Gemischte Züge. Bon Miirzznschlag nach Adel» berg: Ankunft 1 Ul)r l) Min. Rachmittag. Abfahrt l Uhr 20 Min. Rachmittag. Bon Adel»bcrg nach Mürzzuschlag: Ankunft 12 Ul,r 20 Min. Stachmittag. Abfahrt 12 Uhr 40 Min. Rachmittag. (Eilzüge. Bon Wien nach Trieft: Attknnst 1 Uhr b9 Min. Rachmittag. Abfahrt 2 Uhr Z Min. Nachmittag. Bon Trieft nach Wien: Ankunft 2 Uhr S7 Min. Rachmittag. Abfahrt 2 Uhr 4» Min. Rachmittag. Verantwortliche Redaktion, Ä'ruck und Verlag von Eduard Ianjchitz in Marburg. kt. o.