483 Amtsblatt Mr Lailmcher Zeitung Nr. 69. Montag den 28. März 1870. Ausschließende Privilegien. Nachstehende Privilegien sind in, Monale November I860 durch Zeitablauf erloschen, nnd wurden als solche im Monale Februar 1870 vom l l. Privileg,,narchive eiurcgislrirt. 1. Daö Privilegium dc« Georg Hartl vom 1!>. November 1858 aus Erfindung und Verbesserung, alle vegetabilischen und animalischen Oclr und Felle miltelst Wasserdainps in Fetlsäurcn und Glycerin umznwaudel». 2. Das Privilrginm oeö Girolamo Della Pace vom 2ten November 186l auf Verbcsferuuli in der Erzeugung der Wachs-lerzeu durch verbesserte Dochle. ^l. Das Primlegium dc« August KuNliu nnd Aulou Ballig voul 23. November 186l alls Erfindung eines rigeuthümlichcn Systelils eii,l!s Eiseubahu-Oberbauetl. 4. Da« Privilegium des Michael Rübenzucker vom 5». November 1864 auf Verbesserung dcr Nulage von nuterschächtigcn Wasserrädern zur AnSulltzniig der Triebtraft. 5). Da? Prmileginm dc« Karl Schulz vom II. November 1864 auf Erfiildung ciucß NpparaleS, genannt „l^ I''iüi". zum Fcrligcu und Rauchen dcr Pavicr-Cigarrctlcu. 6. Das Priuilegium dcS Scrvai« Dernier vom 13. November 1864 anf Erfmdnug dcr Methode, die Schafwollstoffs mittelst Application von Schccrhaarcu diä)ter nnd dauerhafter zn macheu. ?. Da« Privilegium deö Leopold Honcr vom 27. November 1864 auf Erfindung ciuer auf Gleichgewichtsstörung beruhenden Kraftmaschine. 8. DaS Privilegium dcS Karl Heinrich Ednard Klein vom 30. November 1864 auf Erfindung durch Znsatz von Schwefel oder Magnetkiesen zn Nickel oder kobalthaltigen Verbindungen und hierauf folgende Rüstung, Nickel und Kobalt in Lösung zn bringen. 9. Da? Priuilegium deS Moriz Hirschl vom 3. November 1865 auf Erfindung einer Holzspaltmaschine. 10. Das Privilegium dcS Richard Robert Riches vom Wen November 1866 ans Elfindnng der sogenannte» „amcrilanischen und Enreta-Kornmllhlen." 11. DaS Privilegium des Louis Schreiber vom 11. November 1868 auf Verbesserungen au den Blcch-Vlase-Instru,mntcn. 12. Da« Privilegium der Charlotte Spitzer vom 1>l. Novcm-ber 1866 anf Erfindung eines Schwaben-Vcrlilgnngepulvcr?. 13. Das Privilegium deS EharleS Sticht vom 20. Novem» ber 1866 auf Erfindung, künstlichen Perlmutter zu erzeugen. 14. Das Privilegium des Franz laver Deolfchrrz vom 1!cn November l867 auf Erfindung eine« rigcuthllmlichru Dampf-erzeuguligs-Apparalc« mit mechanischer innerer Feuerung. 15. Das Privilegium des Samuel Norris vom 1. November 1867 auf Verbesserung an Mctallpatronen fi!r Hiulerladungs' Feuerwaffen. 16. Das Privilegium des Pierre Robolfc Pozzi vom 8ten November 1867 auf Erfindung tincr lilustlichcn Masse zur Fabrication von lllnstlichen Stcincn. 17. Das Privilegium dcS Georg Spcnccr vom ?. November 186? auf Verbesserung an den itantschnl-Fcderu. 18. Das Privileginm des Alfred Lenz vom 8. November 1967 auf Erfindung eines Apparates znm Biegen von Eisen» staugen und Platten. 19. DaS Privilegium ocS Adolf Palcra vom 8. November 1867 anf Erfindung, das Verbrennen dcr Leinen nnd Baum-Wollstoffe zu vcrhlttcn. 20. Das Privilegium des Anton Hopsgartncr vom 13. November 1867 anf Erfiudnug einer Methode, wcifzeS Roheisen durch den Vemesscr-Procrß in Stahl überzuführen. 21. Das Privilcginm des Anton Hopfgarlucr vom 13. November 1867 auf Erfindung, um die Qnalilcil dcS Gnßcisens durch Zusatz von Guß- oder Bessemer-Slahl zu erhöhen uud zu verbessern. 22. Das Privilegium des Eduard Ney vom 26, November 1867 auf Erfindung einer eigenthümlich coustruirttn Walzeumange. 23. Das Privilegium dcS Johann Gustav Ferdinand Wecker vom 18. November 1867 anf Erfiudnng einer Maschine znr Fabrication von Glasperlen ans Glasröhren nnd Glasstangeln. 24. Das Privilegium des Albert Ludwig Georg Dehne vom 20. November 1867 anf Verbesserung an den Filtrirprcsscn filr Iuckcrraffincrirn. 35. Da« Privilegium des Eduard A. Pagrl von, 20. November 1867 auf Verbesserung in dcr Erzeugung von künstlichem Nreuumaterialc. 26. Das Privilegium dc« Philipp Vogler nub Heinrich Kayser vom 25. Novcmbcr 1867 auf Erfindung «»er Nudervor-"chlung i«r Schiffsbewegung unter dem Namen „Rndcrpropeller." 27. D°« Priuileginm des Eugene Pcrluisct. Angnste Mandel au« V?" ^''""" ^^"'^ bc Flcron vom 26. November 1867 >tt D^ 5'"" °^"° ^""^" cfplodirenbeu Gcfchosfeö. m.,s^ . "^ ^""'llüium deß Heinrich Schwach und August ^. ° , ^^ """ «vchlebcr jeder Art von Damp « Maschinen. . . ^.?^ ^'^'"" '"'p°""l."on Man«CH°uwa,sai<,ncS U" Jakob Paul Lan.b^ot v°m 24. November 1867 ans Er-sindung e.ne« selbstthätige«, eleltro chcmifch«., Telcgrapheusystem«. 31. Das Privilegium des Karl Violi» vom 10. Novcmbcr 1868 auf Erfindung, aus Holzfoürüirren Damenhltte uud andere Hllte jeder Art u>>d Form zu erzeugln. 32. Das Privilegium des Samncl Hahn vom 10. November l868 auf Erfinduug iu der Erzeugung von Maschen aus Holzfouruier. ^^________________(Schluß folgt.) (86—3) ' "Nr.2383. Kundniachung. Die gegenwärtig zweimal wöchentlichen Botenfahrten zwischen Gottschee und Rudolfswerth werden vom 1. April l. I. an auf dreimal wöchentlich vermehrt. Trieft, den 9. März 1870. Die k. k. Poftdircclion. (103—1) Nr. 982. Kundmachung. Fnr das Schuljahr 1870/1 kommen zwei krainische Landesstiftungsftlätzc höherer Kategorie in den Militär-Bildungsanstalten zur Besetzung. Der Eintritt kann stattfinden: 1. In den IV. Jahrgang des Cadeten-Insti-tuts zu Eisenstadt, aus dem die Zöglinge mit Schluß des Schuljahres in die Akademie übersetzt werden. 2. In das zu St. Polten zu errichtende Mili-tä'r-Collcgium, aus welchem nach einem zweijährigen Course die geeigneten Zöglinge in die Wiener-Neu-städtcr Akademie gelangen. 3. In die Wiener-Neustädter Akademie. 4. In die technische Militär-Akademie in Wien. Zum Eintritt in die obigen Anstalten sind, außer einem sittlichen Betragen und der körperlichen Eignung zur künftigen Militä'r>Dienstleistung, die folgenden Vorkenntnissc erforderlich: ^.ä 1. Jene der gut absolvirten 5. Gymnasial-Classe, wobei auf gute Kenntnisse in der Algebra und der Geometrie besonders Gewicht gelegt wird, dann werden auch Vorkenntnisse in der französischen Sprache gefordert. Für dieses nur blos im Schuljahre 1870/1 noch bestehende Cadeten ^ Institut könnte wegen Mangels an Raum nur eine sehr geringe Zahl von Aspiranten berücksichtigt werden. Hd 2. Jene des gut absolvirten vierclassigen Unter- oder Real-Gymnasiums, namentlich in Bezug anf Mathematik. Aspiranten, welche eine Realschule besuchen, können in das Militär - Collegium, welches eine Vorbildnngs - Anstalt sür die Wiener - Neustä'dtcr Akademie ist, wegen Mangels der Kenntniß der lateinischen Sprache nicht ausgenommen werden. ^ä 3 und 4. Jene der gut absolvirten sechsten Gymnasial - Classe oder einer vollständigen Ober-Realschule, bei guter Kenntniß dcr Mathematik, einschließlich dcr ebenen Trigonometrie, dann Kenntniß der französischen Sprache. Bei Aspiranten sür die technische Militär-Akademie ist auch anzugeben, ob sie in die Artillerie oder in die Genie-Abtheilung einzutreten wünschen. Sämmtliche Aspiramen werden nur nach befriedigend abgelegter Borprüfung und nach consta-tirter physischer Eignung im Institute definitiv aufgenommen. Den biesfä'lligen Aufnahms-Gcsuchen sind bci-zuschließen: 1. Der Tauf- oder Geburtsschein; 2. das Impfungs-, dann 3. das militär-arztliche und 4. das letzte Schulzeugniß, ferner 5. die Maßlistc des Aspiranten. Bewerber um einen der erledigten Stiftungs Plätze haben ihre gehörig documentirten Gesuche bis längstens Ende April 1870 beim gefertigten Landes Ausschüsse zu überreichen. Laibach, am 23. März 1870. Vom krainischen Landes-Auoschujsc. (57—1) Nr^ 573. Kundmachung. Bon Seite der k. k. Finanzdir'ettion für Kram wird mit Bezug auf den im Neichsgesetzblatte Nr. 3 vom l. I. eingeschalteten Erlaß des hohen k. f. Finanzministeriums vom 7. Jänner 1870, aufmerksam gemacht, daß die mit 1. März l. I. außer Gebrauch tretenden bisherigen Stempelmarren nur noch bis 30. Juni 1870 bei dem hie sigen Tabak- und Stcmpelverschlcißmagazine gegen neue Stempelmarken unentgeltlich umgewechselt wer den, später aber in keinem Falle eine Umwechs lung mehr stattfindet. Die Verwendung der außer Gebrauch gesetzten Stempclmarken nach dem 31. März 1870 ist der Nichterfüllung dcr gesetzlichen Stempelpflicht gleich zu halten und zieht die auf Grund des Ge-dührengesetzeö damit verbundenen nachtheiligen Folgen nach sich. Laibach, am 31. Jänner 1870. (102—1) ^Nr7i139. Kundmachung. Zur Wicderbesetzung dcr an der Volksschule in Mannsburg, Bezirk Stein, erledigten Ober^ lchrersstellc wird dcr Concurs mit dem Beifügen ausgeschrieben, daß Hewerbungsgefuche mit den die Eignung nachweisenden Belegen längstens bis zum 12. des nächst kommenden Monates April hicramts einzubringen sind. Stein, am 21. März 1870. Dcr k. k. Statthaltereirath nnd Bezirköhauptmann. (92—3) Nr. 2457. Offerten-Ausschreibung. Zur Unterbringung dcr städtischen Knaben-hauplschnlc mit ihren Parallel ^ Classen bedarf die Stadtgemeinde acht sehr geräumiger und einer minder geräumigen Lokalität. Diese Räumlichkeiten müssen licht und luftig scin und in der Pfarre St. Jakob sich befinden. Eventuell würden vier sehr geräumige, lichte und luftige Localitäten genügen, die sich jedoch in der unmittelbaren Nähe des Rcdoutengebäudcs befinden müßten. Ueber Gemeinderathsbeschluß vom 8. l. M. werden sonach jene Herren Hansbesitzer, welche derlei Localitäten innc haben, eingeladen, Benuiethungs-anträgc mit Bestimmung des Micthzinses bei diesem Magistrate zuverlässig bis Ende d. M. zu stellen, wobei bemerkt wird, daß diese Locali-täten erst mit dem Michaeli < Termine benöthigt werden. Stadtmagistrat Laibach, am 10. März 1870. Dr. Josef Suppan, Vlllgnmeistes. (99—2) Nr. 15. Brückenlmi-Mitatwn. Vom Concurrenz-Straßencomite zu Möttlmg wird bekannt gegeben, daß am 14. April d. I., um 1 Uhr Nachmittags, im Orte Gradac die Herstellung einer neuen stabilen Brücke über den Lachinabach mit dem Kostenüberschlagc Pr.59tt6 fl. 90 kr. ö. W. im öffentlichen Llcitationswege hmtan aegcbcn wirb. Kostcuübcrschlag, Plan und sonstige Beding nisse können beim Gefertigten täglich Vormittags eingesehen werden. Concurrenz - Straßencomite Möttlinq, am 22. März 1870. Dcr Obmann: F. Salloker.