Nummer 43. »ettau, toi 27. Aktober 1895. VI. Iahr§a»s PettauerZeitung crsrfjttm jetten Sonntag. fnil für V«ttau mit g»st«Iimg i»« Hau«: «ertchith^g ^ h°»j«hng tg-, fr 4—;^ «tt ybttswhwa «■ staube: MoMHWO ff. f 16, Schriftleiter: Iisef gdfcut, 5. — BctMlfcni ufc Bwü*. «B. Mmuh, Bwchfrntbhmt, Hmqttpl«, B». (. Handschriften werd«, wicht zurückgestellt, «rikladigxogen billigst berechnet. — Beiträge st»d erwünscht und »v0en lä»gstk»« fnl Freitag jeder «»chr riapfMkt mtibaL Vertretung der .Pettaner Zeitung' für ®kaj und l!»ged»ng bei: Sttarf« M 8W<" t» Om«, t»»|t|l Ihr. &. jur Vernichtung der menschlichen Gesellschaft führenden Weg nichi nur nicht betreten darf, sondern den Zutritt zu diesen, Wege aiideren mit den ihr zu Gebote stehenden Mitteln abzuschneiden oder mindesten« zu erschwere« bemüht sein muß." — (Diese« Blümchen ist dem VozialiSmu» gewidmet.) Der Herr Ministerpräsident betont sodann die Nothwendigkeit der sittlich-religiösen Erziehung der Kinder. — „Die religiösen Gefühle wollen geschont und insbesondere bei der Jugend gepflegt werden." Der Redner betont ganz besonder« die Wahr» nehmung der wirtschaftlichen Fragen. <£r sagt, das» die Erledigung dcS Budget» pro 1896 der nächste Punkt de« ArbeitSpro-gramme« fein müsse. Er erwähnt de« Ausgleiche» mit Ungar» und verspricht, demnächst schon einen Wahlreforn,»Entwurf vorzulegen, der fret von jeder Engherzigkeit sein soQe. Graf Baden i verspricht ferner die Steuer-reform mit Vermeidung vexatsrifcher Bestimmungen und Verfügungen im Äuge zu behalten und er-mtyrt btt neuen EwilpiozeHffidinmg - Zum Schlüsse stellt der Herr Minister-Präsident die Gerechtigkeit als Fundament der neuen Regierung auf. So hat sich die neue über den Parteien stehende Regierung auf eine Art eingeführt, die so geschickt war. dass keine der Parteien im Hause sich sofort für ihre Stellung dem Ministerium gegenüber entscheiden konnte, sonder», um sich zu sammeln, erst am nächsten Tage Berathungen pflegen mußte. Die Polen sind natürlich mit dem Programme ihre» Landimann» vollauf zufrieden. — Die »Vereinigte Linke" ist von dem den Deutschen gemachten Eomplimente .angenehm berührt." — „Die Jungtschechen" sind zur Hälfte „vollständig befriedigt", zur anderen Hälfte „höchlich entrüstet." —.Die „Clerikolen" sind „befriedigt." — Die Deutschnationalen haben „prinzipiell nicht» einzuwenden." — Die Christlich-Socialen „haben keinen Anlas», gegen da» Mini-sterium Stellung zu nehmen." T Eine» ist sicher, die Rede de» Minister-Präsidenten ist offen, klar und selbstbewußt. Wenn die Regierung diesen Charakter. wie Graf Badeni das mehr als einmal betonte, anch ferner beizubehalten gedenkt, dann ist e» möglich, das» den einzelnen !>olitischen Parteien „keine Überraschungen" bevor-tehen. wie da» unter der Taaffeschen und der Coalition»regierung die Regel war. Die Über-raschten waren da immer die Deutfchen und sie wurden stet» sehr unangenehm überrascht. Hält sich die Regierung an da« Versprechen deS Ministerpräsidenten inbezug auf die Deutschjeu. dann würde da» Bestehen einer „Deutsche» Volk». Partei" von großem Nutzen sein, den» die Art, wie die dermaligen deutschen Parteien auf da» neue Regierungsprogramm reagiren. lässt auf kein Befferwerden schließen Wenn aber der PassuS in der Programm-rede bezüglich der Deutschen später anders ausgelegt werden sollte, als der schlichte HauS-verstand sich ihn heute auslegt, — gut. dann ist eine offene ehrliche Feindschaft, einer Freundschaft, wie die der Coalition, noch immer weit vor-zuziehen. Das Regierungsprogramm. Am 22. d. M. hat der Präsident deS neuen Ministerium», Graf Badeni. in einer, von allen E«.en als eine oratorische Leistung ersten Ranges qualifizirten Rede, das Programm der neuen Regierung entwickelt. ES war ein prächtige? Strauß von Rede-blumen, welchen der Herr Ministerpräsident dem Äbqeordnetenhause gebracht hatte und es war sogar auch ein schönes BergisSmeinnich! für die Teutschen in diesen Strauß gebunden. Der neue Ministerpräsident erklärte im Ver-laufe seiner Rede mit al"?r Entschiedenheit, dass die auf historischeu Me.»enten beruhende tradi-tionelle Stellung und .angjährige, allen Völkern voranleuchtende Cultu de» deutschen Volke», stet»die ihr gebührende Beac? tung finden müsse. E» war zum ersten Male, das« ein Minister-Präsident die Courage hatte, solche Worte im offenen Parlamente zu sprechen und dieser Minister-Präsident ist ein — Pole. Eine andere Blume au« dem Strauße: Gegen» über den Parteien steht die Regierung vollkommen frei da und gedenkt auch weiter so zu bleiben" — und weiter: „Wenn ich sage, das« die Regierung den Parteien gegenüber vollkommen frei dastehe und auch weiter so zu bleiben gedenke, so be-deuten diese Worte, dass wir zu führen gedenken, nicht aber uns führen zu lassen!" — (Diese Blume mag sich Graf Hohenwart in'» Knopf-loch stecken.) Ferner: „Da» hohe Hau» wird mir gewiss zustimmen, dass eine ernste und ehrlich« Regierung den unsruchtbaren, von der Civilisation abgehenden, Die Dame in Schwarz. Lora sah die drei aufgeregten Damen eine Weile sprachlos an, dann begannen ihre Augen «i funkeln in ihrer gewöhnlichen Bosheit und jii sagte mit gut geheuchelter Entrüstung: „Was ich dazu saye? Nun ich sage, das» der Mensch, dieser kanariengelbe Male? ein ganz ausgemachter Narr oder noch Schlimmc?cS ist, weil er e» wagt eine so ehrbare Dame wie Fräulein Caroline mit einem fettgedruckten Inserate bloßzustellen. Die gau^Htam spricht ja bereit» davon!" — 'Sindf Augenblick standen die drei verblüfft, Tant' Pepperl hellauf und rief die 'DkMzusammcnschlagend: „Na, wie dem närrischen Menschen so 'wa« einfallen kann I" — Damit aber hatte sie sehr unklug gethan, denn Fräulein Hermine entgegnete rasch: Weshalb denn, e» gibt Männer, welche die Bildung der Schönheit weit vorziehen." — „Und besonders die Maler, die sich ja an Schönheiten sattsehen können," — ergänzte Fräulein Caroline ziemlich pikirt über Tant' Pepperl» unzeitige» Lachen. — „Der gelbe Maler war ju Landschafter," — warf Lora boshaft hin, — „der kann eine Schönheit nicht zum Modellstehen brauchen, der sucht sicher nach Bildung." — „Die e? auch gefunden hat. wie e? selbst, wenn auch indirekt zugestand, als er sich über meine Bemerkungen wegen der verfchieden günstigen Beleuchtung wunderte! Da» müssen Sie doch selber zugeben, Fräulein Lora?" — läckclte die ältliche Jungfer malitiö«. — „Ob er sid) vorder an der Schönheit sattgesehen bat, ehe er sich für die Bildung entschied, weiß ich freilich nicht, denn Sie drehten ihm ja den Rüae», als ich erschien und scheinen auch nicht viel gesprochen zu haben; wenigstens sah e« so au»." — In Lora wurde wieder der Arger über ihre damalige Unbeholfenheil wach und so fühlte sie den Stich Fräulein Carolinens doppelt schmerz-lich, denn Spott vertrug Lora am wenigsten. — „Pardon Fräulein, worüber zanken wir un» denn eigentlich?" — entgegnete sie. ihre ganze Ruhe zusammennehmend, — „wegen de« Maler«, der so dringend die Adresse „der Dame in Schwarz" verlangt? Da ist'» doch zu albern noch ein Wort darüber zu verlieren. Die „Dame in Schwarz" wa.en Sie. Fräulein Caroline, da ich hellgeklcidct und eine dritte nicht zugegen war. Das Inserat gilt daher Ihnen und nur Ihnen und e« liegt also an Ihnen, diese» Inserat zu beantworten oder nicht. Ob Sie da» eine oder das anuere thun wollen ist mir völlig egal Nicht gleichgiltig aber ist'S mir, dass Sie sich über mein Benehmen von damals lustig machen; da« verbitte ich mir ganz und gar! Eines obskuren Gigerls wegen, der sich für einen Künstler au»-gibt, strapezierc ich weder meine Schönheit, noch meine Weisheit! dazu bin ich nicht männer-närrisch genug!" — Fräulein Linnerl wich jäh zurück. — „Wollen Sie damit etwa andeuten, dass ich männernärrisch sei, Fräulein Raff?" — stieß sie empört hervor, — Lora zuckte bloß die Schultern. Einen Augenblick war'S stille, denn diese Geste LoraS batte allen dreien der ättereu Damen die Sprache benommen. Tant' Pepperl, als die Älteste, that den Mund ui einen scharfen Verweis auf. aber da» Wort blieb ihr in der Kehle stecken, denn Lora ver-schränkte plötzlich die Arme, trat einen Schritt zurück und ihre großen schwarzen Augen begannen gefährlich zu funkeln. — „Willst du die Collektur weiter führen Tante oder nicht?" — pfauchte sie. — „Dein Benehmen Lora, gibt mir Anlas»—* — „Ja oder Nein, Tante?" — zischte Lora, deren Zorn sich nun nicht mehr rückstauen ließ und stampfte mit dem Fuße. Die beiden Schwestern verließen den Laden, ohne die Erzürnte weiter eine« Blicke» zu würdigen, während Tant' Pepperl in Thränen ausbrach und auf einen Stuhl sank. In diesem kritischen Augenblicke kam Lallerl athemlo» in den Laden gestürzt und rief ganz Der Staatsvoranschlag. Im Staatsvoranschlage für da« Jahr 1896 wird da« Gesammerforderni» mit 662,691.682 fl. die Gefammtbedeckung mit . . . 662.S02.808 fl. 211.226 fl. präliminirt. so das« sich ein Über fchus» von......... ergibt. Im Finanzgefetze für da« Jahr 1895 wurde da» Erfordernis mit..... 644,481.087 fl. die Bedeckung mit...... 644,518.696 fl. festgesetzt, wa» einen Überschuf» von 37.609 fl. bedeutet. Die für da» Jahr 1896 nach dem vor» liegenden Voranschlage resultierende Überschuß» Mer erscheint somit um 173.617 fl. höher al« jene de» Finanzqefetze» pro 1895. Bei Gergleichung dieser beiden Überschuf«» Ziffern darf jedoch der Umstand nicht außer Ächt gelassen werden, das« im StaatSooranfchlage für da» Jahr 1895 eine ganz exceptionelle Post von 3,000.000 fl. für unverzinslich« Vorschüsse und Unterstützungen anläs»lich d«» Erdbeben» in Krain und Gteurmark eingestellt war. Wird diese Post, welcher im Budget für da» künftige Jahr keine ähnlich« gegenübersteht, von dem für da» laufend« Jahr bewilligten Gesammt-erfordernisse, wie e» im Interesse einer richtigen Begleichung wohl geschehen mus». in Abschlag gebracht, so zeigt sich, das« der pro 1896 prä-liminirte Überschuf« eigentlich um 2.826.383 fl. geringer ist. al» der für da« Jahr 1895. Finanzminister v. Biliniki erörtert in großen Strichen da« Budget und bemerkte, das» ihm der Au«-blick au« dem Budget pro 1896 auf dasjenige, wa« für 1897 zu erwarten fei. durchaus nicht rosig erscheint. Er sagt: .Bor allem werden wir stark mit Ejsenbahnbauten in Anspruch genvmmen werden." Die Projekte sind alle bereit« au«ge» arbeitet und müßte eine« davon realisirt werden, um die zweite Verbindung mit Trieft herzustellen: darunter die Linie Divacca-Laak mit 16 Mi»., Predilbahn mit 27 Mill., Tauernbahn mit 29 Mill. und die Karawankenbahn mit 20 Mill. Der Minister bezeichnet die Regelung de« Pension»wesen» der Staatsbeamten al« unvermeidlich; die Pensionen der StaatSbeamten-Witwen und Waisen seien erbärmliche. Der Minister ist ferner bereit, die Reform der StaatSbeamtenbezüge bi» Jänner 1897 zuwege zu bringen, wenn das Hau» da» Geld dazu bewilligt, denn die Sub-sistenzzulagen und Aushilfen erfordern schwere Opfer vom Staate, ohne dass den Beamten damit viel geholfen wäre. aufgeregt: .Fräulein. Fräulein! Ich glaub' ich hab gewonnen I In der Zeitung steht'S sagt die List, die Bürgermeister-Köchin." — .Eine vierte Närrin, welche die Zeitung verrückt gemacht hat!" — rief Lora wüthend, — .geh' heim Mädchen oder ich vergreife mich!" — Lallerl verzog den breiten Mund und begann ebenfalls zu heulen: .Ich hab' doch g'wonnen! Die Bür—ger—me,—ster Li—fl faaagt«!" — schluchzte sie erbärmlich — „Dumme Dudl !" — kreischte Tant' Pepperl — „die nächste Ziehung ist erst über-morgen!" — — „Nein, — vorgestern war'S I Gewonnen haben wir, — auf ein zwei Gulden Loo«, — in der Zeituna steht»!' — rief Lallerl ver-zweifelt. — „Und heiraten thun wir all' zwei! — vie Lisi und ich!" — Lora« Zorn war im Abnehmen; sie ergriff die Zeitung und blätterte, richtig, auf der sechsten Seite stand: „Ziehung der Wohlthätigkeits-StaatS-Lotterie zum Besten ic." — Sie sah die arme Lallerl an. — „Haft du ein Loo« gekauft?" — — »Ja, die Lisi hat mich ang'heißen ich sollt ein' Gulden hergeben, sie gäb auch einen und wir kaufen uns » große Loo»! Ein ganze» Schütt'l voll Geld thät'n wir kriegen hat die Lisi g meint." — schluchzte Lallerl. — . Wa» hat denn da» Loo» für eine Nummer?" — frug Lora aufmerksamer. Der Minister ist auch bereit, da« kleine Lotto aufjuhebeu, wenn da» Hau» e» wünscht, aber vorerst muß Erfatz für den Ausfall geschaffen werden. Er entwickelt sodann seine Ideen über eine Steuerreform und über die indirekten Steuern, wobei er erklärt, dass er sich mit der Einführung de» Brantwmimeiiopvls nach dem Plane bei früheren Finaniminisicrs Plener nicht befreunden könne, dagegen sei er für die Erhöhung der Brant weinsteuer. Studiert werde die Frage einer Zünd hölzchensteuer. Die Regierung sei ferner überzeugt, dass die Börsensteuer auSgiebig erhöht werd«,, könne und e» sind Studien im Zug«, ob nicht auch die Warenbörsen und Aktien-Gesellschaften besteuert werden sollen. Jnbezug auf Eisenbahn» Verstaatlichung habe er den Grundsatz, nur dann zu verstaatlichen, wenn e» volkswirtschaftlich nützlich und finanziell vortheilhast sei. Der Minister berührte sodann noch die Bankfrage und den ungarischen Ausgleich und schloss unter Beifall de» Haus«». Gemeinderaths-Sitzung am 23. Oktober 1895. Für die ordentliche öffentliche Gemeinderath«. Sitzung am 23. October d. I war folgende Tagesordnung ausgegeben. 1. Berlefung des Gemeinderathsprotokolle« vom 14. August und 18 September 1895. 2. Abwicklung der für die Gemeinoerath«-sitzung vom 18. September 1895 festgestellt gewesenen Tagesordnung. 3. Bortrag de« Gemeindevoranschlaae« für »da« Jahr 18W. 4. Vorlage de« Erlasse« des hohen Lande«» auSschusse« Graz, betreffend die Errichtung eine« vollständigen Gymnasium« in Pettau und Er richtung eine« ConvicteS. 5. Ansuchen der Anna Fleischboth um Genehmigung der Maria Fleischboth verehelichte Glavnik. al» Stellvertretern zur Ausübung de« Gastgewerbe« im Hause Rr. 1, Kürschnerplatz 6. Vorlage der h. Min.-Entscheidung vom 29. September 1895 Zl. 11.389, in Sachen der Zuerkennung der Manthsreiheit von Mühlfuhren de» Herrn Wilh. Schwab mit Amtsvortrag und SectionSantrag. 7. Anträge de« Armenrathe». 8. Mittheilungen. 9. Anfällige«. 10. Vertrauliche«. — .Vier Dreier hintereinander! Da, die Lisi hat'S in mein' Betbüchl eing'schrieben." — Damit holte sie ihr Gebetbuch aus der Rocktasche und hielt eS Lora hin. Innen am Deckel stand: „Nr. 3333". Lora fuhr mit dem Finger über die Gewinnstliste, hielt plötzlich inne und sagte in eigenthümlichen Tone: „Bring' das Loo« Lallerl." — DaS Mädchen lief davon. — „Ist so richtig wie'« da geschrieben steht, so haben die beiden 5000 fl. gewonnen." — sagte Lora gedehnt. — „Richt möglicb, so ein dumme« Ding sollt' so ein Glück machen?" — rief Tant' Pepperl ent-rüstet, — „da« wär nicht übel!" — — „Warum denn? — Der Dummen das Geld, der G'fcheidten einen Mann! Diese«Zeitung«-blatt muß unter Gla« und Rahmen." Lallerl brachte daS Loo». Es war alles in Richtigkeit, sie hatte 2500 fl. gewonnen. Tant' Pepperl meinte. daS arme Ding werde vor Freuden überschnappen, allein sie irrte. Lallerl lachte lustig: — „Jetzt wird g'heirat Fräul'n TantI" — — „Narr, wem denn? Etwan den Prinzen Schnudrian?" — rief Tant' Pepperl bissig. — „Wohl nit, den nit, — ein' frifch'n Bub'n!" — lachte Lalli mit dem ganzen Ge-sicht, — „um so viel Geld fein's zum AuS» such'»." — — „So?" — schalt Tant' Pepperl. — Ein' Anwesend: Herr Bürgermeister Josef Oruiq dann die Herren Gemeinderäthe: W. Blanke I. Kasimir, B. Kohaut, I. Kollenz, H. Molitor' M. Ott. I. RosSmann. R. Sadnik, F. Schmidt A. Sellinschegg, H. Staro. I. WreSnig.J. Steudtc'. Na ^Verlesung der Protokolle vom 14. August und 18. September d. I. berichtiget G.-R. H. Stanz den Wortlaut seine» Antrage» bezüglich Reparatur der Brajenabrücke dahin, das» er nicht die Her-stellung de» Geländer» sondern der schadhasten Wehr beantragt habe. Da» Protocoll vom 18. September wird dahin richtg gestellt. Sohin gelangt Pkt. 2 zur Erledigung. Hiezu sprich G.-R. Schmidt. Er wendet sich zuerst gegen eine in der Debatte über die Abänderung der Marktordnung in der letzten Sitzung gefallene Äußerung de« G »R Sellinschegg und unterwirst dieselbe einer scharfen Kritik, worauf G-R Sellinschegg entgegnet Da die Polemik sich in die Länge zieht, ersucht der Vorsitzende bei der Sache zu bleiben und den Punkt mit Ruhe zu erledigen. G.-R Ros«mann kann nicht begreifen, we»» halb die Aenderung der Marktordnung (bezüglich de» Vorkaufrechte«) so viele Gegensätze hervorruft, da diese Marktordnung (von 1880) ja doch lange in Kraft bestanden habe, ohne das» die Leben», mittelhändler besonder» geschädigt worden feien; er ist für den Sektion«antrag. der die Stund«» d?» Vorkaufe» am Mittwoch und Freitag auf 10 Uhr vormittag» festsetzt. Nachdem noch die Gemeinderäthe Ott und Story dazu gesprochen, stellt G.-R. Kasimir den Antrag auf Abänderung de» SektionSantrage« dahin, dass die Borkaufsstunde im Sommer auf 9 Uhr und im Winter auf 10 Uhr vormittag« festgesetzt werde. Dageaen stellt G-R. Ott den Bermittlung«antrag, dass der Sektion«antrag da» hin geändert werde, e« sei blo« für den Freitag»-markt die Verkauf«stunde zu regeln (auf 10 Uhr vorm. festzusetzen.) G.-R. Roßmann verlangt Abstimmung über den SektionSantrag in seiner ursprünglichen Fassung (VorkaufSstunde für Mitwoch und Frei» tag auf 10 Uhr v. M. verlegt.) G..R Sad» nit verlangt die nochmalige Vorlesung de« Sekt.» Antrages. (Geschieht.) G-R Roßmann warnt vor jeder Änderung, da durch die Intervention der k. k. Bezirkshauptmannschaft die Barkaufs» stunde auch bei den Landgemeinden der Um-gebuna auf 10 Uhr vormittag« fixirt wurde. G.-R. Kohaut beantragt Schluss der De» batte. (Angenommen.) G.-R. Sellinschegg will namentlich« Abstimmung. (Angenommen.) — Ab-stimmung: Für den ursprünglichen Sektion«» frischen Bub'n, der dir'« Gerstl in ein paar Jahrln durchjuxtI Mußt denn heirat'«?" — „Freili Fräul'n Tant'; wa« nutzt mir denn '« Geld, wann ich ein' alte Jungfer werd'n sollt, dö« kann ich ohne Geld auch werd'n! Und gar so schlecht sein d' Mann»leut schon nit, selb' woaß ich für g'wißl Wo grad koa Not im k«uS und 'S Weib koa BiSgurn ist, da wird da Mann felt'n a Lump. Und wenn der Mann a wengl lusti i». selm ist erst recht nit g'fahlt! I» allweg besser, al» so a tvdtschlachtiger Dapperl, der oan net von der Kittlfalt'n geht!" — lachte Lalli und sprang davon. — .Du heilige Einfalt! So ein gottlose» Red'n!" rief Tant Pepperl entsetzt. .Warum? Ich find' das» sie ganz recht bat" ^merkte Lora kühl. — „Leid thut mir blo«, das» ich sie verliere." Die Tant' warf ihr einen eigenthümlichen Blick zu und gieng in die Eollectur hinüber, während Lora mechanisch in der Zeitung herum» »lätterte. Plötzlich schien sie einen Entfchlus» zu äffen. Sie nahm ein Briefblatt au» ihrem Schreibpult, warf hastig einige Zeilen darauf, couvertirte, schrieb eine Adresse auf'S Eouvert und eilte über die Straße, um den Brief in den Post» ^sten zu werfen. Al» daS Schreiben in die Öffnung glitt, machte sie eine Bewegung, al» wollte sie e» verhindern und den Brief zurück-nehmen, aber e» war zu spät. — Vier Tage antrafl stimmen mit .Ja" G -R. B. Kohaut, 3 Rosimann und F. Schmidt, alle übrigen mit „Nein". Dennoch ist der SektionSantrag ge- fallen. Nachdem G -R. Kasimir feinen Abänderung«-antraft zurückzieht, gelangt der Abänderung«. Antrag Ott (der Sektionsantrag in feiner ur-sprünglichen Fassung blo« mit Weglaffung de« Mittwoch) zur namenttichen Abstimmung. Mit Nein" stimmen G.-R. 3. Roßmann und Schmidt, alle anderen mit .Ja". Der nach dem Antrage Ltt modifizirte Seit-Antrag ist sohin angenommen. Die in der letzten Sitzung durchberathene neue Durchführung»vorschrift zur Einübung der Auslage auf Bier und gebrannte geistige Nüssig-feiten wird in ihrem ganzen Umfange genehmigt und hat sofort in Kraft zu treten. Punkt 3. Zum Boranschlage pro 1896 spricht zuerst G.-R. Molltor. Derselbe stellt einen begründeten Antrag auf Erhöhung de« Gehalte« de« Stadtarzte«. G.-R. Kollenz be-antragt, diesen Gehalt um 100 fl. zu erhöhen. (Wird angenommen) G.-R. B. Kohaut fragt an. ob im Prä-liminare tat ntf 860 fl. gestellte Koftenvoranschlag für die Heizung«- und B«ntilation»-Anlagen in der städt. Mädchenschule vorgesehen sei. Der Vorsitzende beantwortet diese Frage dahin, das« dies« Herstellungskosten im Titel „Gebäutaerhaltung" inbegriffen seien. G.-R. Steudte: Nachdem der Boranschlag pro 1896 einerlei» in gesetzlicher Frist zur öffent-lichen Einficht aufgelegen, anderfeit« den Herren ^.ineillderäthe» zum Studium und eventUkllen Änderungsanträgen rechtzeitig zugekommen ist. möge, wenn außer dem Abänderung«antrage Molitor, andere derlei Anträge nicht gestellt werden. — der Boranschlag pro 1896 in seiner vorliegenden Form angenommen werden. Da sich Niemand zum Worte meldet, wird abgestimmt und der Antrag Steudte angenommen. Punkt 4. Der Erlas« de« h. Lande«, auischusse» bezüglich der Ergänzung de« hiesigen Lande«untergymnasium« aus ein 8>klassige» Ober-Mmnastum gelangt zur Verlesung. Aus dem Erlasse ist zu entnehmen, das« der Lande«schulrat dieser Ergänzung sympathisch gegenüberstehe, doch müs«te die Stadt zur Creirung eine« Studenten-convicte« für 80 bi« 100 Studenten, unter Auf-ficht eine« Pädagogen, sich verpflichten. später erhielt sie einen Expres«bries und sie zitterte ein wenig al« sie den Umschlag aufschnitt. Zögernd entfaltete sie da« inliegende Schreiben »nd laS : .Geehrte« Fräulein! Ich weiß nicht ob Sie die Rechte sind, denn aus mein Inserat langten ge-»an neun Briefe bei der Administration des Blatte« ein. die mir auSgefolgt wurden. Unter allen gefiel mir der Ihre feiner lapidaren Kürze wegen: „Lora Raff, genannt EckLori in Braun-kirchen." — Kurz und präcise, ganz mein Fall. Wa« ich Ihnen nun anvertraue ist wirklich streng vertraulich und ich rechne auf ihre Di«cretion, sür den Fall al« Sie nicht die Rechte fein sollten. Sind Sie eS, so werden Sie wisien wo und um waS ich Sie frug. Diese Frage wiederhole ich". .Weshalb?" — «Hören Sie: Ich hab« einen Freund Namen« Will Alfing der auf der Suche nach feiner Muhme ist. Diese Muhme wohnt in Braunkirchen, hatte vor zwanzig Jahren einen Tabakladen und soll wohlhabend aber entsedlich bissig und eine schreckliche Männerfeindi» sein. Will weiß nicht einmal ihren Namen. Wie da« kommt? Einfach: vor etwa dreißig Jahren wanderte er mit feinen Eltern al« kleine« Kind von Braunkirchen nach Wisconsin au«, weil sein Vater, ein geschickter Mechaniker, der hier nicht vorwärt« kam, sein Glück drüben versuchen wollte. Diese jetzt von Will gesuchte Muhme wollte seine Mutter und ihn nicht ziehen lassen, ehe sein Vater drüben eine Stellung hatte. Allein WillS Mutter bestand darauf, mit ihrem Manne zu gehen und diese« obstinate Wesen, diese Ver-wandte war darüber so erbittert, das« sie. ob-gleich wohlhabend. WillS Eltern daS Reisegeld verweigerte, so das« sie die Fahrt al« Zwischen- Nach kurzer Berathung würd« der Beschluss gefasst, auf diese Bedingung einzugehen und den Erlas« in diesem Sinne zu beantworten, gleich-zeitig aber auch eine bezügliche Petition an den steierm. Landtag ut richten. Punkt 5. Dem Ansuchen wird keine Folge gegeben. Punkt 6. In Sachen de» Rekurse« Wilhelm Schwab !gg. Gemeind« w«gen Nichtzugestehung der Mautfreiheit für Mahlprodukte, ist der Akt dem Verwaltung«-Gerichtshöfe zur Entscheidung vorzulegen. Punkt 7. Die Anträge de« Armenrathe« werden unverändert angenommen. Punkt 8. Mittheilungen. ») Dankschreiben Sr. Excellenz de« Herrn Statthalter« Freiherr» o. Kübeck sür da» ihm überreichte Aquarellbild der Stadt Pettau. d) Mittheilung de« Allerhöchsten Danke« auf da» Huldig»ng»telegramm vom 18. August. c) Danktelegramm Sr Excellenz de« Herrn Statthalters Freiherr» v. Kübeck. d) Dankschreiben Sr. Excellenz de« Herrn Statthalter« Marqui« von Bacquehem. e) Gesuch der verw. M Kunaj um eine GeldauShilfe. Punkt 9. Allfällige Anträge. a) G.-R I. Roßmann beantragt, die läng« de« Drauquai» und Zufahrtsstraßen aufgestellten FahrverbotStafeln zu entfernen und diese Straßen während der Wintermonate freizugeben. An-genommen. b) G.-R. Kasimir beantragt die Entfernung de» Pissoir« an der Ecke der Minoritengasse gegenüber der Post. Angenommen. Ferner die Wiederverpachtung eine» Eiskeller» an E. Berghau» zu den gegenwärtigen Bedingungen auf ein weitere» Jahr. Angenommen. c) AmtSvortrag: Am 17. und 18. d. Mt». tagte in Pettau die Drauregulirung«Hommissio» (siehe letzte Nummer), dabei kam der Ausbau de» Trauquais vom Thurm bty iur Eisenbahnbrücke zur Sprache und wurden die Kosten diese« Baue« (Böschung auS St. Barbara'Steinen und mit einem Eisengitter versehen) — aus 16.400 fi. prä-liminirt. Zu diesen Kosten hätte die Stadt-gemeinde Pettau 50'/, und zwar in drei Jahre«-raten beizutragen, während der Staat und da» Passagiere machen mußten. Wa» da« heißt, wissen Sie vielleicht au« Büchern mein Fräulein. Drüben brachten sich die Leute schlecht und recht fort, bi« der Vater starb. Dann kam'« Elend. Mein Freund aber war in Amerika erzogen und vier-uhn Jahre alt, da« heißt so selbständig al» ein solcher nur immer sein kann. Gelernt hatte ** von seinem Vater und der war geschickt. Will fand einen Posten al» Maschinenarbeit«? und erhielt seine Mutter wie ein braver Sohn, bi« sie starb. In den letzten Tagen sagte sie ihm die Adresse dieser knauserigen Muhme, aber den Zettel woraus Will diese Adresse schrieb, hat er längst verloren und den Namen vrrgeffen Nur .Braun-kirchen" hatte er sich gemerkt, weil er da« Wort al« Kind oft von seinen Eltern gehört hatte. Al» Frau Alfing todt war, verließ Will den Staat Wisconsin und gieng nach Birginien. Er war waS man so sagt smart Boy und brachte e« vor-wärt». Zuletzt war er Ingenieur auf einem der transatlantischen Dampfer. Bor etwa drei Jahren kam er auf .Alleghany" nach Havre und dort passierte ihm da» Mis»geschick. das» er den Ea-pitän am Bord in einem Streit so unsanft be-handelte, das» der betrunkene Seebär einige Rippen brach. Da» geschah an Bord, also auf amerika-nifchen Boden und Will war dem amerikanischen Seegerichte versallen, welche« bei solchen Ver-gehen mit dem Delinquenten nicht sehr glimpflich verfährt, De«halb kniff Will aus und ich lernte ihn in dieser Lage kennen und nahm ihn al» Diener in die Heimat mit, weil er unter dieser Maske sicherer war. Seither arbeitet er in einer Fabrik, aber wir sind leider nicht in Ameriku. Bei un« wird jeder Land die anderen 50«/» zu tragen hätten. Be-dingung wäre, das« die Stadt den Bau in eigencr Regie ausführen müsste. Der Gemeinderath hätte zu beschließen, ob die Gemeinde die Ausführung zu diesen Be-dingungen übernehmen könne. Hiezu bemerkt der Herr Vorsitzende, das« e« von der Commission als höchste Leistung be-zeichnet wurde, das« der St. und da» Land die Hälfte der Kosten zu tragen sich verpflichten und günstigere Bedingungen auf keinen Fall »u erreichen sind. Übrigen» mus» er bemerken, das» der Bau de» bereit» bestehenden Quai» 7000 fl. kostete, wovon die Stadt damal« 90'/, zu ttagen hatte und nur 10«/, Zuschus» erhielt. Der Sect-Antrag lautet: Der G«m«inde-rat beschließe, zum Ausbaue de» Ouai» 50«/, de« Erfordernisse» d. i. 8200 fl. beizutragen und den Bau in eigene Regie zu übernehmen, weil dabei voraussichtlich sich nicht unbedeutende Er-sparungen ergeben würden. Der Leudplatz sei dann unter die Eisenbahnbrücke» zu verlkgen. (Bravo!) Wird einstimmig angenommen und Herrn Bürgermeister Oroig über Antrag de« G.-R. Max Ott. für seine Bemühungen und seine Umsicht bei diesen EommissionSverhandlungen, die ein fo günstige» Resultat ergaben, der Dank durch Erhebung von den Sitzen ausgedrückt. G.-R. Steudte beantragt die Verlegung der Natural-VerpflegS-Station au» dem Ordonnanz-Haufe, welche wegen Vermehrung der Museum»-räume bereit« beschlossen wurde, — in die leeren Zimmer im 2. Stockwerke de« Rathhause», die für diefe Zwecke vollständig geeignet seien. An-genommen. G.-R. Ott bringt ein Gesuch de« Herrn Knabensckul-Director» I. Ferk zur Verlesung, mit welchem an die Gemeinde die Bitte gestellt wird, auch heuer wie alljährlich zur Bekleidung armer Schulender beizutragen. Dazu stellt G.-R. Sellinschegg den Antrag, e» sei die Anfertigung der Schuhe an hiesige kleinere Meister zu v«r-geben und G.>R. Steudte stellt den Antrag: e« seien nur einheimische arme Kinder zu beHeilen. Da« Gesuch wird ausrecht erledigt und die gestellten Zusatzanträge angenommen. Sohin Schluß der öffentlichen Sitzung. Tölpl etwa«, sobald er e« schriftlich hat, das« er ein gescheiter Mensch fei. Will knauserte und knickerte, um sich so viel zu sparen, das« er studieren kann, wa» er ohne-hin schon weiß, um ein Diplom al« Ingenieur zu erhalten. Allein er musste da» Alter Methusalem» erreichen, ehe er sich von seinem Arbeitslohn fo viel ersparte, das» er eine Hoch-schule besuchen kann. Ich selbst bin schön an-gekommen, al» ich ihm da» Nötige anbot; er kündete mir kurz seine Freundschast. Ein freier Amerikaner bettelt nie so lange er arbeiten köune, schrieb er mir. Seither meidet er meine Gesellschaft. Run hörte ich von einem PostamtSpraktikanten hier nährend einer Kneipe, das» in Braunkirchen wirklich eine sehr wohlhabende Tabaktrasikantin hause, welche Flora Eck oder so heißen, eine alte Jungfer und sehr bissig sein soll. Da» würd« so weit stimmen. Ich bitte Sie mein Fräulein, mir darüber Auskunft zu ertheilen, denn ich habe nicht» Geringere» im Sinne, al» die Alte anzu-zapfen. Sie soll an Will gut machen, wa« sie an seiner Mutter fehlte und dem Jungen dazu verhelfen, das« erzu seinem Ingenieur-Diplom kommt Ihrer Schreibweise nach scheinen Sie energisch zu sein. — eine Vorahnung davon bekam ich vor Kurzem in Braunkirchen selbst. — da» heißt wenn Sie e» wirklich sind, die ich meine. Thut nicht», ich verttaue dennoch auf Sie und erbitte mir Ihre Unterstützung. Will verdient e» vollauf, das» sich Jemand seiner annimmt. Bitte schreiben Sie umgehend. Ihrem ergebenen Han» Lachner. Ontfetung Mgl.) Neues von der Woche. (Aifhehiag des Äosnahms)ostandrs in Drag nnd U«gkd»»g^ Die „Wiener Zeitung" vom 20. d. M. publizirt eine Verordnung deS Gefammtministerium«. durch welche die AuSnahm«-Verfügungen vom 12. September 1893 für Drag und die Bezirke Weinberge, Karolinenthal. Srnichov und Kladno aufgehoben werden. Der AuSnahinS-zustand wurde am 13. September 1833 unter dem Ministerium Taaffe verbängt, als dieser in Böhmen mit seinem Völkerversöhnungslatein zu Ende war (Lildung rtlirr „Drntfdjrn volkspartki" in fiiljinrn.) Deutschnationale Blätter melden unterm 18. d. M aus Prag: .Die Vertrauensmänner der deutschnationalen Parteien in Böhmen habe» einmütig die Bildung einer deutschen Volks-Partei für Böhmen beschlossen und einmütig daS Programm angenommen. E» wurde ferner der Beschluss gefasst, be-treffs der bevorstehenden LandtagSwahIen an der für den 27. d. M. ausgeschriebenen Vertrauens» männerversammlung der liberale» Parteirichtung nicht theilzunehmen, sich an den Berathungen deS deutschen LandtaaSclubS aber bedingung«-weise zu betheiligen. In inebr als 20 Bezirken werden eigene Candidaten aufgestellt. Diese Meldung kam der „Grazer TageS-Post" durch das Correfpondenz-Bureau zu und man kann daher annehme», dass sie richtig fei. ES ist auch gar kein Grund vorhanden da-ran zu zweifeln, denn auch der Abgeordnete von Villach Dr. Steinwender, ein Führer der Deutsch» nationalen, wenn man von einer Führerschaft in der Nationalpartei überhaupt sprechen kann, hat kürzlich bei der Erstattung feine« Rechenschaft«, beuchtes in Hermagor und Bleibera die Not-wendigkeit der Bildung einer „Deuychen Volks» Partei" ganz offen zugestanden und gesagt, dass diese .Deutsche Volkspartei" eine Parte, de« Deutfchthum«. des Freisinne« und der Sozial» reform sein müsste. Das« die deutschnationalen Wähler im Nachbarland? Körnten dieser Ansicht schon früher waren, beweist die Wahl bei Redacteurs der „Freien Stimmen". Dobernigg in Klagenfurt, der nicht in die Partei eintritt, sondern als „Wilder" sein Mandat auszuüben gedenkt, gerade so wie der Abgeordnete der Bozener Handels» kammer, Welponer, der ebenfalls vor einigen Wochen, und der neue Abgeordnete der Leobener Handeiskammer. Prof. Kuppelwiefer. der vor einigen Tagen gewählt wurde. Der Letztere, aus einer bi« vor kurzem noch hochliberalen Körperschaft gewählt, erklärte der „Vereinigten Linken" beitreten zu wollen, wurde aber sofort bedeutet, das« er in diesem Falle einfach nicht gewählt würde und so verpflichtete er sich ausdrücklich, ebenfalls „Wilder" zu bleiben, da« heißt sich keiner der deutschen Parteien des Abgeordnetenhauses anzuschließen. Hält man die eingangs citirte Erklärung der deutschnationalen Vertrauensmänner in Böhmen und des deutschnationalen Führers, Dr. Stein-wender in Körnten, dann die Entschlüsse der beiden neiigewählte» deutschnationalen Abgeordneten der Bozener Handelskammer und der Stadt Klagenfurt zusammen, so braucht e« keiner Loupe mehr, um zu sehen, was sich weder verbergen noch todtschweigen lässt. Die nationalfühlenden Deutschen an der südlichen »nd nördlichen Sprachgrenze sind zu der Einsicht gelangt, dass auf dem sterilen Boden der heutigen Partei, auf welche die Deutschen Österreichs, denen ihr Volksthum am Herzen liegt, so große Hoffnungen gesetzt hatten. daS er-wartete Heil nicht zur Blühte gelangen wird. Steril und unfruchtbar ist dieser Boden, von dessen Pflege die Besten verdrängt wurden, oder sich freiwillig zurückzogen, als sie zur Überzeugung kamen, dass die übrigen Mitglieder den nationalen Boden weniger dazu benütztcn, um darauf die Pflanze des VolkSbewußtseinS großzuziehen und den daraus gewonnenen neuen Samen für neue Saal zu verwenden, als vielmehr dazu, um da- — 4 — ra»f mit Christlich-Socialen und Elerikalen um die Wette antisemitische« Stroh zu dreschen. Wenn der Antisemitismus pur st simpls wirklich da« hervorragendste Merkmal eine« gut national gesinnten Deutschen wäre, dann müßten eben Clenkale und Ehristlich-Ivziale die besten Deutschen Österreichs sein, was schwerlich jemand behaupten wird. Man komme nicht mit der AnSrede, dass die deutsche Nationalpartei numerisch zu schwach sei. um ihr Programm durchzusetzen. Der kroatisch-slovenische Club Alfred Coronini. der ruthenischc Club und die Vereinigung der Christ-lich-Sozialen sind kaum je die Hälfte so stark, als die deutsche Nationalpartei, aber ihre Führer haben diesen Parteien eine Stellung verschafft, mit welcher man zu rechnen halte, während die deutschnationalen Abgeordneten sich weder Liebe noch Hass zu erringen wussten und ihr Einfluss gleich Null war. Wäre dem nicht so, so hätte sich Dr. Stein wender wohl zweimal besonnen, ehe er seinen Wählern die Bildung einer neuen Partei, der „deutschen VolkSpartei". als eine Notwendigkeit hinstellte. In Böhmen gesteht man das ein und in Körnten auch, worauf wollen unsere Abgeordneten dieser Partei noch warten? Etwa bis der „Wilden" immer mehr werden und wirklich eine neue Partei, eine „deutsche Volkspartei", bilden? Wir Deutschen an der Sprachgrenze hoffen, das« sie sich baldigst entscheiden! ES soll keine „neue deutsch« Partei" gebildet werden, denn cS sind deren gerade schon übergenug; was gebildet werden soll und kann, das ist eine Vereinigung aller deutschen Abgeordneten zur Wahrung unserer nationalen Interessen und de» wirtschaftlichen und kulturellen Fortschrittes und im übrigen mag dann jeder Einzelne »ach seiner Fayon selig werden. Eine solche Vereinigung ist möglich. Die Formel für diele Bereinigung kann gefunden werden und sie wird auch gefunden werden, wenn sich die deutschen Abgeordneten vor Augen halten wollten, das« unS Deutschen genau so wie den anderen Nationen daS nationale Hemd viel näher liegt als der antisemitische Rock, mag er noch so modernen Schnitt haben. (LeridignnZ dr» Statthaltrrs.) Der neue Statthalter in Steierrnark, Olivir Marquis von Bacquehem legte al« solcher am 20. d. M. in Budapest den Eid in die Hände de« Kaisers ab, wobei der neue Ministerpräsident Graf Badeni intervemrte. Wochenbericht. (Crarnnung.) Der k. k. steierm. Lande«-schulrath hat über Antrag deS Stadt,chulratheS Pettau. die definitive Unterlehrerin Fräulein Marie Edle von Strobach, mit dem Dekrete vom 15. Oktober 18S5 zur definitiven Lehrerin an der städtischen Mädchenschule in Pettau ernannt. (waairrorrsammlllng.) Am Mittwoch den 16. d. M. hielt die Ortsgruppe Marburg des Vereines österr. Handelsangcstcllter im Salon des Gasthauses Reich« eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der hiesigen Handelsangestellten ab. Zu dieser Versammlung wiren die 3 Vorstände de« Vereine« von Wien, die Herren Axmann, Fraß, Belolavek, nebst mehreren Vertretern des Vereine« aus Marburg erschienen. Zweck dieser Versammlung war. den hiesigen Handelsangestellten den Wert und Nutzen des Vereines, sowie die Wichtigkeit einer Organisation vor Augen zu führen. Nach einer herzlichen Begrüßung an die erschienenen Herren eröffnete der Vorsitzende, Herr Jos. Koller, um 9 Uhr abends die Ver-fammlung. Hierauf ergriff Herr Axmann das Wort, gab zuerst die Erklärung ab, dass er und feine zwei Stellvertreter nicht vielleicht als Agitatoren anzusehen sind, welche für ihre Funetionen materiellen Nutzen haben, sondern dass sie ebenso auch Handelsangestellte sind und ihre Firma und bevorzugte Lebensstellung gestatte ihnen. Reifen in die Provinz zu thun und hier die Handel«, angestellten zu organisiren. Redner gab dann ein klares Bild von der Thätigkeit des Vereines welcher das Interesse der Chefs und der Angestellten vertritt. In seiner fast einstündigen Rede beleuchtete er die Forderungen der HandelSan-gestellten, wie der Befähigungsnachweis, die Sonntagsruhe, die Altersversorgung u. f. w. Herr Belolavek sprach in trefflicher Weife über die Wichtigkeit der Organisation im Handelsstande Herr Fraß machte die Versammelten mit den wohlthätigen und nutzbringenden Einrichtungen wie eS der Unterstützungsfond für hilfsbedürftige Mitglieder, die Stellenvermittlung, die Unterricht-curfe u. s. w. sind, bekannt. Sämmtliche Ausführungen wurden mit stürmischem Beifall entgegen genommen. Es meldete sich nun Herr Plohna zumWort, welcher über den Zweck der Ortsgruppen sprach und die Versammelten ermunterte, auch hier die gute Sache zu unterstützen und eine Ortsgruppe zu bilden. Nachdem die Bildung einer solchen einstimmig angenommen wurde, schritt man zur Ausstellung eineS ActionScomitö. was aber zu einer langwierigen Wechfelrede führte. Man einigte sich nun auf die Herren Srimz, Graber, Pollak, Janefchitz. Skelle und Pernath, welche die Vorarbeiten übernehmen werden. Der Vorsitzende drückte zum Schlüsse den Herren aus Wien den besten Dank aus und ermähnte die Pettaner Handelsangestellten zum festen Zusammen-halte. Nachdem sich eine genügende Zahl al« Mitglieder gemeldet »nd auch zu hoffen ist. dafs sich noch viele Handelsangestellte entschließen werden, steht wohl zu erwarten, dass die Be-mühungen der Marburger Ortsgruppe, auch hie. eine Vereinigung zu schaffen, mit Ersolg gekrönt werden. (Thratrr.) Am Freitag den 1. November d. I. wird Direktor Äugustin Knirsch, wie wir hören, die heurige Saison in unserem Stadttheater mit dem alten Raupach'schen Rührstücke „der Müller und sein Kind" eröffnen. Ob sür die Eröffnungsvorstellung die Wahl eine« anderen Stückes, trotz des Allerfeelentage«, vortheilhaster gewesen wäre, wollen wir dahingestellt fein lassen und erinnern blo«, das» daS nämliche Stück im Vorjahre nahe daran war. einen HeiterkeilSerfolg zu erringen. (Ein ehrlicher Schnlknabr.» Der Volks-schüler der 6. Classe an der Knabenschule in Pettau. Franz Senekowilsch aus Haidin, fand am 17. d. M. in der Allerheiligengasse einen Gold-ring, den der brave Junge sofort dem Herrn Direktor Ferk übergab, welcher den Ring am hiesigen Stad'imte deponirte, wo er durch den Verlustträger bereits abgeholt worden ist. Land- und Volkswirtschaft. (ver Wkiit-Einlagrrnngükellrr in prttau.) Im Sinne der gefassten Beschlüsse hat der Pettaner „Landwirtschasts-Verein" die großen Kellereien im Hause des VorschußvereineS zu dem Zwecke gemiethet, um den Wci »Producenten Gelegenheit zu geben, ihre Weinvorräthe dortselbst einzulagern, im Bedarfsfälle aus diesen eingelagerten Wein Vorschüsse zu nehmen und dann mit dem Ver-kaufe des Weine» warten zu können, bis sich in günstigerer Zeit bessere Preise dafür erzielen lassen. Das ist eine volkswirtschaftliche Institution von zroßer Bedeutung, insbesondere für die kleinen Weinproducenten, denen damit das Mittel an die Hand gegeben ist, sich vor Nothverkäufen zu chützen ! ES ist damit eine der brennendsten volkS-virtfchaftlichen Fragen im Weinbauoezirke ihrer Lösung um einen großen Schritt näher gerückt »nd der lebhafte Beifall, mit dem die nunmehrige Durchführung dieser seit Langem schon erwarte.en Institution begrüßt wird, ist ein sehr begreiflich'.'. Es gereicht dem Pettaner Landwirtschasts'Verc'le ur Ehre, sich diese Aufgabe gestellt und energisch angefasSt zu haben, trotz der vielen Schwierigkeit?.« und der vielen Zweifel, welche schon in das lnternehmen gesetzt wurden, als sie von einsichtS-vollen Landwirten erst als eine Idee lanc'.t worden war. Aber die Einsichtsvollen ließen sich durch die von verschiedenen Seiten aufgetauchten Zweifel nicht beirren und sie hatten recht! Der Skeptiker nergelt, aber er ist unfruchtbar im Schaffen und wenn die Zweifler die Welt regierten, wären sie au» lauter Zweifel, ob da» Werk auch etwas taugen wird, sicher niemals über de» ersten Tag der Schöpfungsgeschichte hinausgekommen. Der Anfang »st gemacht und es wird nun Sache der Weinproducenten fein, dieses auf einer gesunden Basis ruhende Unternehmen durch ihr Vertrauen zu stützen und eS dadurch derart zu kräftigen, das» daraus die zeitgemäße, von maßgebendster Seite angeregte Idee eines ständigen Weinmarkt eS und somit die Concentrirung deS Weinhandels in unserer Stadt zur vollendeten Thatsache wiro. Jede» Unternehmen hat seine Gegner; alle Er-rungenschasten des Fortschritte« und insbesondere deS Fortschrittes in der Volkswirtschaft haben ihre Gegner gehabt und das wird immer so bleiben auS dem ganz einfachen Grunde, weil da«, wa« die Interessen de« einen fördert, meist die Interessen deS andern tangirt. Hätten die alten Großfuhrleute die Macht gehabt, Eisenbahn-bauten zu verhindern, so müßten wir heute noch in irgend einem vorfündslutlich.n Postwagen nach Graz oder nach Wien fahren. Der Handwirtfchafl»-Verein besteht zum Glücke — - i sich durch einseitig absprechende Mtheile nicht beirren lassen werden in der Durchführung einer Idee, die nicht nur allein lebensfähig, sondern für eine ganze Classe von Landwirten von solch' greifbaren Nutzen ist. dass, wenn diese Durch« fuhrung voraussichtlich auch eine lange Reihe von Müh? und Arbeit schafft, die Erfolge sicher nicht ausbleiben werden. Und wer einmal auf Erfolge rück-blicken kann, findet darinnen auch den Lohn für seine Mühen und dieGenugthuung, die Skeptiker dutch die Thatsachen widerlegt zu sehen. (Wie eniklt mau mehr und drsserrs He»?) Wohl jeder Landwirt wünscht und erwartet von seinem Wiesenbesitz einen fortdauernd guten und großen Heuertrag; aber die Mehrzahl vergisSt leider dafür zu sorgen, dass ihre Wiesen diejenigen Pflanzen Nährstoffe wieder erhalten, an denen der Boden seit Jähren erschöpft wurde und wodurch die daraus wachsenden Pflanzen wieder zur vollen kräftigen Entwicklung gebracht werden; kurz, das« man die Pflanzen mit dem füttern muss, wonach sie hungern, also mit dem, waSdie Ernten verzehren l Nichts ist fehlerhafter, als zu glauben, der natürliche Boden könne auf ewige Zeiten. Zabr für Jahr genügend Nährstoffe abgeben und volle Ernten bringen; nichts ist aber auch fehlerhafter, als sich mit kleinen Ernten zu begnügen, wo man eS in der Hand hat, mit Leichtigkeit und mit geringen Kosten doppelte und dreifache Erträge zu erzielen; kleine Ernten kosten an Arbeitslohn, Zinsen und Steuern gerade so viel, wie große Wie viele nasse und moorige Wiesen gibt e«, in den Bergen sowohl wie in der Ebene, vol von Binsen und breiten Sunipfgräsern ohne nennenswerten Nährwert und wie leicht ist es, solche mit einer Düngung ThomaSschlackcnmebl und Kainit (je circa 3 Metercentner pro Joch) aus doppelten und höheren Ertrag an süßem nahrhaften Futter zu bringen l — Diese Düngung kostet jährlich etwa 18 Gulden, bringt aber einen ährlichen Mehrertrag von 30 Metercentner Heu gegen »»gedüngte Wiesen. Werde» trokene Wiesen mit den beiden Hauptnährstoffen, SuperphoSphat oder ThomaSfchlackeiimehl und Kainit. also mit PhoSphorsäure und Kali, in angedeuteter Weise regelmässig gedüngt, so verschwinde» Moo« und schlechte Futterpflanzen, nnd an deren Stelle erscheinen Klee- und Wickenarten vo» großem NahrungSiverth. Die dünnblätterigen GraSpflanzen entwickeln sich zu Gräsern mit breiten Glättern und Stengeln von erhöhtem Nährwerte. Aber nicht allein aus Wiesen wirkt die billige KaliphoSphat-dünguug so günstig; auch bei allen Kleearten, bei Wicken und Lupinen. Luzerne. Erbsen, Bohnen und sonstige» Schotengeivächse» — Leguminose» —zeigt sich diese große Wirkung, ohne das« man nöthig l>at, theure Stickstoffdünger, Stallmist oder Jauche zu verwenden. Die erst seit einigenJahren bekannte billigeFelddüngung bringt den Boden in den Stand, die Kleearten, Wicke» lc. gedeihlich in großen Massen zu liefern, die Kleemüdigkeit zu beseitigen und für 18 fl. Ausgabe 150 fl. Einnahme im Saufe von 3 bi« 4 Jahren zu gewinnen. Denn man erzielt damit mindestens 30 Metercentner Heumehrertrag mit 60 fl. Verwerthung in Fleisch und Milch bei der Verfütternng; außerdem 100 Metercentner Stallmist umsonst, welche wieder 12 Meterzentner Getreidekörner oder ent-sprechende Mengen Kattoffeln st. in den nächsten Jahren liefern. Diese Pflanzen, welch« den Luft-stickstoff anziehen und umsonst gewinnen helfen, werden zwischen daS Getreide oder in die Stoppeln gesäet und dann thunlichst zu Heu gemacht. Ist der Viehstand nicht groß genug, um so gewonnene Futter verfüttern zu könen, so pflügt man die grünen Pflanzen als Gründüngung unter, die gleich werthvoll und wirksam ist wie Stalldünger. Die Gründüngung bildet serner die Grundlage, aus welcher seit ungefähr 10 Jahren tausend« von Gütern ihre Ernten mit geringen Ausgaben auf doppelte und höhere Etträge gebracht und unfrucht-bare Böden in rentable umgewandelt haben: öde Heiden, Moor- und Sondflächen sind durch sie ertragsfähig geworden. Bon vielen praktischen Landwirten ist heute die Nothwendigkeit anerkannt, der Stallmistdüngung einen Zusatz von Super» phoSphat, beziehungsweise ThomaSschlackenmehl bei allen Pflanzen zu geben, um reutable und große Ernten sicher zu erreichen. Man sollte aber noch allgemeiner dazu übergehen, den Hanptnähr-stoff „PhoSphorsäure" reichlich zu geben, um da-von seinen Nutzen zu ziehen! Die großattigen Erfolge, welche durch die Anwendung von ThomaS-Mehl und Kainit in den Weingärten erzielt wurden, sind namentlich in diesem Jahre zur Befriedigung der Producenten jum Ausdrucke S mmen. Schönes starkes Holz, reichlicher ubenansatz, saftgrünes gesundes Blatt, kenn-zeichnen schon von weitem die mit obigen DüngungS-Mitteln gekräftigten Weinstöcke. Zudem hat eS den Anschein, als ob durch die Anwendung dieser mineralischen Phosphate der Vermehrung der thierischen Schädlinge Einhalt gethan würde. Der hierottige landw. Verein, der eS sich schon seit Jahren zur Aufgabe gestellt hat, seinen Mit-gliedern diese Düngungsmittel billigst anzuschaffen, geht eben daran, den Bezug dieser PhoSphate zu reali streu. Vermischte Nachrichten. (Lieferungen für das k. o. k. Heer.) Die Handel»- und Gewerbekammer in Graz theilt unS mit. dass da« k. u. k. ReichS-KriegSministerium die Absicht hegt, den vietten Theil des normalen Erfordernisses für das Jahr 1896 an Bekleidung«-und AuSrüstungSsorten auS Leder bei Kleinge-werbetreibenden zu beschaffen. Es handelt sich um die Lieferung vor Schuhen, Stiefeln, Kalbsfell-tornistern, Patronentornistern. Leibrimen, Hosen» riemen, Bajonett- und Säbeltaschen. Gewehrriemen, Patronentaschen, Säbelkuppeln. Ober- und Unter-gurten, Zügeln. Steigriemen und dgl. Die be-zügliche Kundmachung deS Reichs KriegS-Mini-steriums vom 18. Oktober l. I.. die Verzeichnisse über die zu liefernden Sorten und über die Lieserpreise, sowie die Offertformulare können im Bureau der Handels- und Gewerbekammer in Graz. Neuthorgasse Nr. 57, während der Amtsstunden (von « Uhr früh bis 2 Uhr nachmittags) eingesehen werden. Die Offerte haben spätestens bis 9. December l. I.. 12 Ul>r mittags, bei der Intendanz jenes Militär-Territorial-Bereiches einzulangen, in welchem die Kleinge-werbetreibenden ansässig sind. Literatur. Dillinger« „Reise« und Frtmdenjtitung" bringt in ihrer «r 30 vom 20. d. M solgende Recension: Pettau und seine ll«geba»g von Josef FelSner, iOuficiit von AloiS Sasimir, im Berlagc von W Vlanlk. Pettau. In diesem soeben erschienenen Werke wird Peitau, eine der denkwürdigsten Siädte Steiermark«, in topographisch» historilch-stalisuschrr Beziehung geschildert, e« jt'gt dem Leser ein getreues 2lXX>-jähnak< Siiidtebild. Tai Werk zeichnet sich durch praktische Übersichtlichleit und Vortheil-hafte Gliederung de« reichhaltigen Material» bei Einhaltung möglichst knapper Formen au». Wenn ein Fremder diese vortrefflich verfasste Monographie zur Hand bekommt und daraus über die historischen Begebenheiten, die herrliche Umgebung, die abwechslungsreichen Ausflüge und sonstigen Annehmlichkeiten der friedlichen Stadt Pettau Kenntni» erlangt, so wird er wünschen, dahin eine Fahrt zu unter-nehmen, um die liebliche Gegend und den classischen Boden kennen zu lernen. Die zahlreichen, hübsch autgeführte» Illustrationen, die nette Ausstattung und der niedrige Preis sichern dem Wer!« eine Verbreitung in den weitesten »reisen (Aalender.) Wir theilen unseren Lesern mit, das« der so beliebt» Kalender »Der Wiener Bote", Preis 40 kr., lür dos Jahr 1896 bereits erschienen ist. Der .Wiener Bote" ist, wie immer, sehr reich ausgestattete Drei reizend«, mit schitnen Illustrationen geschmückte Er-»ählungen von ft Wolf in Meran, Franz Weller und Sart Elmar, da» „Lustige Allerlei", die mit ftnfundsiedtig trefflichen Bildern von Zeitgenossen und wichtigen Ereignissen ausgestallel? Rundschau .Bon Jahr zu Jahr", geben diesem Kalender jenes stattliche Gepräge, wodurch sich derselbe von allen Ähnlichen Jahrbüchern vortheilhast unterscheidet. Der Preis von 40 kr. ist für die Fülle des Gebotenen über-raschend billig. Einen besonderen Schmuck erhält der Wiener Bote 18% durch die Beigabe eines hübschen Farbendruckbildes Der Kalender ist in W Blanke'! Buchhandlung Pettau zu haben. Nr. 4919. Kundmachung. Zur regelmäßigen Stellung dos JahreS 1896 sind die in den Jahren 1875, 1874 und 1873 geborenen Wehrpflichtigen berufen und werden alle im Stadtbezirke pettau sich aufhaltenden Stellungspflichtigen dieser drei Altersklassen auf-gefordert, sich behufs ihrer Verzeichnung in der Zeit vom 1. bi»30. November 1895 bei dem gefertigten Stadtamte zu melden. Die Fremden, das find die nicht nach pettau zuständigen 'Stellungspflichtigen, haben zu dieser Meldung ihre Legitimationsurkunden beizubringen. Sind Stellungspflichtige aus ihrem HeimatS-oder Aufenthaltsorte abwesend und hiedurch oder durch Krankheit nicht in der Lage, sich mündlich oder schriftlich anzumelden, so kann dies durch die Eltern, Vormünder oder sonstigen Bevoll-mächtigten geschehen. Wer diese Meldung, ohne hievon durch ein für ihn unüberwindliches Hindernis abgehalten worden zu fein, unterläsSt, verfällt einer Gelo-strafe von 5 bis 100 fl. Gesuche zur Geltendmachung etwaiger An-sprüche auf eine in den §§ 81, 32, 33 und 34 des Wahlgesetzes bezeichneten Begünstigungen sind, mit vorgeschriebenen Dokumenten belegt, bei den zuständigen politischen Behörden, spätestens aber am Tage der.Hauptstellung bei der Stellungscommission einzubringen. Ansuchen um Bewilligung zur Stellung außerhalb des heimatlichen Stellungsbezirkes sind mit den (Gründen) Nachweisen der Gründe, schon bei der Stellungsanmeldung einzubringen. Stadtamt pettau, am 9. October 1895. Der Bürgermeister: I. «rnig m/p. Für Magenkrankheiten ordinirt täglich von 7 Uhr Früh bis 6 Uhr abends, auch brieflich prakt. Arzt in St. Ruprecht a. d. R., Bahnstation. rangen Sie keine Ratten u. Mäuse, sondern vernichten Sie dieselben mit SSÄ *• Koppe's HEEOUN. Unschädlich für Menschen und Hausthiere. In Dosen h 50 kr. und 90 kr. erhältlich. Hauptdepöt bei J. Grolich in Brünn. Pastaii "• ApoUwbr rolIdU. 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Für die Vorttehung de* Pettaner Bauvereines: Jakob Matzun. Josef Kasimir. Max Ott g I I I I I m i i I i Betriebs-Eröffiiung. Die durch den Eigenbedarf der Werke nöthig gewordene, jedoch in beträchtlich grösserem Masstabe aasgeführte Eisengiesserei der Gusstahlfabrik Kapfenberg empfiehlt ihren, nur aas bestem steirischen and englischen Roheisen erzeugten, fallweise durch Tiegelstahlzuwage veredelten Guss unter Garantie vorzüglicher, besonders zäher und dichter Qualität. Gefl. Aufträge und Anfragen wollen an Gebr. B5hler A Co., Wien, I., Ellsabethstrasse 12—14 oder direct an die H. k. prlv. Gusstahlfabrik Kapfenberg in Stelermark gerichtet werden. D- med. Emil Kartin em. Opmtear der III. Wtoner gebnrtsh. Klinik ord. für Frauen-, Kinder-, Hals-, Nasen- n. Ohrenkrankheiten. MARBURG a/D., Schillerst. 12. 8—9 vormittags und V»2—3 Uhr nachmittags. Impfung1 täg-lich. Gedenket bei Wetten, Spielen und Testamenten des pettaner Verschönernngs- und Fremdenverkehrs Vereines. "W"ir stellen Personen aller Beruftclafsen zum Verkaufe von gesetzlich gestattete» kosen gegen Raten-Zahlungen laut Gesetzarmel XXXI vom Jahre 1883. Gewähren hohe Provision, eventuell auch fixe« Gehalt. Hauptstädtische Wechselstuben - Gesellschaft ädlrr 4 Coinp., Sudapest. Passende Weihnaehts-Gesehenke in reichster Auswahl der neuesten Handarbeiten sind bereits lagernd und laden die P. T. Kunden, bevor sie ihre Bestellungen abgeben lassen, zur nitheren Besichtigung höflichst ein. — Wir machen auch besonders aufmerksam auf unsere neuen Schattierungen in gar&ntirt waschechter Seide. Stiok-. Gold-. Berlinerwolle, echte französische 8chlingwolle, Bordeaux-, Creme-, und lichtblaue Hackelgarne, Gold- und Silber-Schnüre für Montierungen, Congress-, Jutte- und Leinen-Stickstoffe in allen QualiUUen. Brüder Slawitsch, Pettau. Zwiebel 4.50 fl., Knoblauch 14 fl., hell. Kümmel 36 fl., Fenchel 35 fl. per 100 Kilo, ferner Tafel- und Arbeitersauergurken bei BRÜDER JELLINEK, Bisenz, Mähren. 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