LmbacherHMma. ^K TTK. Samstag am 3. Oktober R857. Krc^band im Comptoir ganzjährig 12 st., halbjährig U st Mr d.c Zu^c l>.^ i.^z Haus sin? halbjä brig 30 fr mchr zu entrechten M>t der Post Portosret ganzjährig, unter KrcM'and mid qcdrncktcr Aoressc 15 ft., l,a l bj ä h r, g 7 N. .^ kr. -- In se r t i o n sg c l'ü hr jür eine Hpaltcnzcile oder den Naum der,e,ben )st fur emmal.^e Cinschaltmm Z kr fin lwcimaliqc 4 fr fiir vr^i,,la>igc .'> fr. C. M. u. ,. w. ^u dlc,cn Gcl'ül,rcn ist ,wch r>cr Inscrtlonsstämrel pr. w l>-. ,ur eine ledcsmalige Emichaltung hmiu zu rechnen ' Inserate »is 12 Zcilcu lo! kr. für 3 Ma!, ' «. lvcscuden wie bei drr Ankunft Ihre Reise uach Drcs> dcu wieder fort. Iu Begleitung Sr. Majestät befiu-det sich Se. Erzellcnz dcr erste Gcneraladjntaut Herr FMÜ. Graf Grünnc. (Da iu Folge ausdrücklichen Allerhöchsten Befehls während der ganzen Neise Sr. Majestät jeder wie immer geartete Empfang iu allen Stationen zu unterbleiben hatte, so war anch Niemand von dcn höchsten Autoritäten des Landes zum Empfange Sr. Majestät im Vadnhofe erschienen). Wien, 28. September. Se. Maj. der Kaiser hat das bei Parcndorf vcrsmmncltc Lager heute mit dem folgenden Armeebefehl beschlossen-. „Dic Urbun-gen des bei Parcndorf conzentrirtcn Armeekorps sind in,t d?m hcntigeu Tage zu beschließen und die Regimenter und Batterien baben morgen die ausgemittr!-tcn Kanlonilnn^cn zu beziehen. Ich habe wahrend dcr Daner des Lagers mit wabrer Bcfiirdignng dcn guten Geist, die vorzüglich? Disciplin der Truppen und dcu rechten Wetteifer in Erfüllung aller Wichten bemerkt. Dem Korpskommandanten FML. Fürsten Franz Liechtenstein weiß Ich besondern Dank für die umsichtige Leitung dieser Kcmzcntrirnug. Dic Manö' vcr waren mit Rücksicht ans dcn Zweck der Insttuk-tion cbcu so gut geleitet als ausgeführt. Ich habe Mich überzeugt, daß seiue Bemühungen von dem besten Erfolge begleitet sind, und schc in drsscn Füh> rung dcr so wichtigen Ncilcrwaffe Mein volles Vcr^ trauen. Die Divisiouärc und Vrigadicre haben ohue Ausnahme ihre Truppen gut geführt. Dcr vor.mg-lichc ^»stalio der sämli'tlichm Regillicntcr und Palte, rieu. "welche mit besonderer Umsicht und ganz richüg gekittt wurden, geben Zcn^üh uon dcm Eifer und dcm /obciiswerthcfttn Fleiße der Regimcntsckomman. dantcn. Vci al/cn Offizin-cn und t>n' sscs.imttltrl? Mannschaft babc Ich die Freudigkeit, die sic bei dcu oft anstrengenden Ucbuugcn gezeigt, mir czrohcm WM-gefallen lualn-geiu'mmi'u. Die liüstaudöl^le gute Vcr-Vfteguug und zweckmäßige Hcrrichtung dcs L^gcrs gibt Mir den Beweis. dah anch dicsc Zweige des Dunstes wohlverstanden sind. Ucbcrhanpt Hal Allcs dazn beigl-N'agl'u, daß der Zw-ck der Konzcofm'img l?ol/ ständig erreicht wurde und Ich gebe hiernach dem Armee-Korvskommandanteu nnd Allen, dic bei diesen ^-ößcrcu Waffennbungen mitgewirkt, Mein? vollste Zufriedenheit bekannt.« — Mau schreibt dcm „Peschcr Lloyd" aus Wien, 29. Sepicmbcr: Es ist Ihnen noch in Erinnerung, welche freudige Sensation der To>ist erweckte, den unser Finanzministcr Freiherr u. Vruck bei dcr Er o'ffnungsfcicr dcr Tricstcr Eisenbahn auf die Durch' stcchlliig dcr Landenge von Suez uud den Förderer dieses großen Unternehmens. Hrn. von Lcsseps, ans> gebracht hat. Wie mir nun mitgetheilt wird, läßt es die österreichische Regierung nicht bei Ministertoa» stcn bewenden, sondern dieselbe ist anch in Konstcni» tinopel zu Gnnstcn des Kannlbmles einigermaßen thätig. Bekanntlich hat der Vizekönig von Egypteu den Fcrman bereits erlassen, welcher dem französischen Konsul in Alerandricn. Hrn. v. Lesscps, die Erl^ilb-. niß znr Ansführling seines großartigen Unternehmens ertheilt; dieser Ferman bedarf aber dcr grobhcrriichcn Bestätigung, welche die Pforte bis jetzt znrnckgehlilten bat. Oesterreich soll unn, wie ich höre, seinen Ein-ft»ß in Konstantinopcl dnhin uerwc,>dcn, die hodc Pforte für die Bestätigung dcs oizckoinglichcn Fer-mans günstig zu stimmen. Der gegenwärtig gesunkene Einfintz Englands in Konstmllüwpcl wird viel' leicht daö Eine Gute im Gefolge haben, daß dadurch das Zustandekommen eines Unternehmens erleichtert wird. worauf dic Blicke von ganz Europa gerichtet sind und das England ans so ciuseiligcn Pcdculen zu hemmen sucht. Deutschland. Aus Stuttgart, 26. September, bringt der „Nord" cmc telcgnipbischc Dcpcschc, cins der wir erfahren, daß dic beiden Kaiser glcichzmig m dcn großen Saal dcs Palais eintraten. sprach von einer halben Stunde hatten, während Fürst Gortschakoss mit dem Grafen Walcwski gleichzeitig in cmcr Fensternische sprach. Die Herrscher speisten für sich; Gefolge, und Minister speisten an dcr Odcrhof. marschalls' Tafel. Abends wurde das diplomaiische Korps beiden Majestäten vorgestellt. Fürst Gortscha. koff hatte cinc lange Unterredung mit dem Kaiser der Franzosen. — In ciucr zweiten Depesche des „Nord" ans Stuttgart. 2tt. Sept., 2 Uhr Nachmittags wird gemeldet: „Heute ist hicr Allcs zufrieden nbcr dic gestern erfolgte Zusammcnlunf!. Jedermann scheint zu ayncn, daß cinc ncuc Aera beginnt." — In einer orittcn, von 3 Uhr datirten Depesche wird dic Ankunft der Kaiserin von Rußland und dcr Königin von Griechenland auf 7 Uhr Adcnds angekündigt und lmv zugefügt: «Mau spricht von der Ankunft anderer ge-tröntcr Häupter. Mau erwartet wichtige Ereignisse, dic ich jecoch nicht genauer bezeichnen taun, bevor ich bestimmte Angaben erhalten dabe." — Das Gebm-tsfrst des Königs von Wlirltem« berg wurde m S t u t t g a r t am 27. S.pt. >u der «ltüb!icheu Weise gefeiert. Dm, «Schw. M." wüd uon dort geschrieben: Im Lausc lcö gestrigen Nach. mittags (26. Sept.) ging F^iscr Napoleon mit Gc» „cral v. Vaur kurze Zcit zu Fuß ourch cinigc Stra. ßen der Siaot. Abenos fano das vou Sr. Majesmi seinen hohen Gästen gegebene Fest auf der Wilbclma Statt. Der Kaiser Napoleon fndr um halb U Uhr Abends in ^schlo>,si!lln Nagen dabin,' lin Piket t>ci «^ldjagerschwaoron begleitete den Wagen. Das Fest vcrcu.igte, wie wir erfahren. nwa 60 bis 30 Hcr soucn; außer der gcsammten könig! F.nnill'e u»d den hlchsli Pechen! nlil l^rem Gefolge, wosnnli-r Omf Walcwski uud Fürst Gorlscd^koff wann. wie w,r dörcn. anwesend: Graf v. Kissrlcsf, dcr russische Gr° sandte i» Paris, Giaf u. N.iz)!,nmj 'l,id die franco sischcu und russischen Gesandten in Stuttgart. Mar» qms von Fernere und Graf Vlnieudorf. Glste'.n Abends kamen mit der Eisenbahn um ?°/, Ubr dir Kaisstiii von Nlch'laü^nno die Königin von Griechen, land au; sie sticgcu M Fcuctbach aus; die Kaiserin begab sich in die krcmprmzliche V'lla. die Königin 0ou Griechenland stieg im lönigl. Schloß hier ab. 3er Abend vereinigte dic sämmtlichen Gästc unsers Hofes zn,n Thec iu dcn Gemächern Ihrrr Majestät ocr Königin der Niederlande im königl. Schloö bier. Zu gleicher Zcit mit dcm k. Fest in der Wübelma ^ib dcr Minister dcs Acuöcrn, Freiherr v. Hüg<-I, cine Soiree, auf welcher die württcmbcrg'schen Minister, das diplomatische Korps, mit Ausnahme err oben Genannten, die Fremden von Auszeichnung ?c. vereinigt waren. Auch Graf Nalewski erschien einen Augenblick im Ministerium dcs yleußcrn. — Heute Vormittag um 9 Uhr fuhr der Kaiser der Franzosen vor dcr katholischen Kirche vor und hörte die Messe. !Um halb !0 Uhr verließ der Kaiser die Kirchc. Um »all, 11 Uhr fuhren II. MM, von Rußland im kronprinzlichen Palais hier vor, um an dem griechi» schcn Gottesdienst in der oortigcn Kapelle Antlieil zu ncbmrn. Hcutc findet im weißen Saal des Schlosses große Tafel Stall, nach dcrsclbcn blgcbcu sich oie dohcu Herrschaften in die FestvorstcUung im lö'uigli-chcn Hofthcater. Die erste Begegnung mit dem Kaiser Alexander hatte, den vorherigen Angaben der Blätter nnd drs Salon »Korrespondenten dcs „Nord" entgegen, nicht auf der lronprinzlichcn ViUa. sondern in Stuttgart, keine halbe Stunde nach Ankunft Napoleons, Statt, iudcm dcr Czar mit seiucr Schwester Olga vor ver lönigl. Residenz vorfubr. — Ucber bic Betheiligung dcr Bewohner Stuttgarts an dcn Ereignissen, welche dort stattfinden, schreibt man dcr „Ost-Deutschen-Post" aus Stuttgart, 27. September: Heute ist dcr erste Tag, an welchem die hiesige Bevölkerung eine offizielle Theilnahme an dcn Ercig-uisstu, dic hier stattfinden, an dcu Tag legt. Es ist dcr Geburtstag ihres Kuuigs. Im Vergleiche zu der europäischen Bedeutung, welche die hiesigen Er< cignissc habcu, ist es attrrdings ziemlich gleichgiltig, wclchc Stellung ihuen gegenüber die Bewohner der hicsigcn Stadt cinnchmeu. Stuttgart ist nicht Verlm und nicht Wien — es ist nicht das Zentrum cincs großen Reiches, maßgebend für die Gesinnung eincs großen europäischen Landstriches. Aber als die crstt anschnlichc Stadt in Deutschland, in welcher Kaiser Napoleon III. einen längrrn Anfcnthcilt nimmt, ist dic Stimmung dieses ansehnlichen Platzes immer lehr» reich als Thermometer für die Gesinnungen 's!and allgemeiner Anftegnnq. Abrr was darüber NuausaM. stößt auf Kälte, Schni, nalionalcu Sw/z uul) WipfnMf,'. Eine Machl. auf die der staatsklngr dritte Napolcon einen asc'ö"^' Werth !rg5, als daö stürmische Genie sci"^0lic.m^ die öffcnMä'c Meinung spricht vcrstän^^ ^^ aus oicscr Haltung cm" S/'i" A» ^^,^^ ,,^ wclchc doch so nahe an 5cn O>"i"^ »s»8 Stuttgart. 28. Scpt. Am gestrigen G?-l'urtsfcstc Sr. Majestät des Königs halte sich dcr Kaiser dcr Franzosen ill dcr hiesigen katholischen Kirche cine Messe bestellt, welcher er in der Früh anwohnte, und lncrauf dcm Köüigc seinen Glückwunsch darbrachte. Nachber machte dcr Kaiser Visiteil bei dcu anwesenden höchsten Herrschaften. Kaiscr Alerauecr wolintc einem Gottcsdicnstc in der griechischen Kapere dcs kronprin^lichen Palais bei, l^nd fubr dann cbcufalls nach dcm königlichen ResldcuzschloU, uin rcm !^a^,deö-Herrn zn gratlilire». Nachmittags führte dcr Kömg den Kaiscr Napoleon nach 5cm köluglichcn LandhaliZ Rosenstcin mil seiner herrlichen Gcmälcc^Galerie. von dort ans wurde auch die Wilbclma noch cm Mal bc-stlcht. Abends war große Tafel von 200 Gedecken im wciöcu Saal des Nesibenzschlosscs. Kaiser Alexander brachte die Gcsunddcit des Königs aus, wor-auf der König seine hohen Gäste leben ließ. Vci der im kön. Hofthcater stattfindenden Gala-Vorstclluug wurde Balfc's „Zigeunerin" zum ersttu ^,'al aufg>-führt, vor cinem'Publikum. welches -nis zwei Kaisern. einer Kaiserin, drei Köuiginuen. einer Großfürstin, den kronprinzlichen Herrschaften, den Prinzen und Prm-zcssiuucu des köuial. Hauses, dcn Oberst-Hof- und Staatsbeamte: voil Nußland, Frankreich und Würt< tcmbcrg, dcn übrigen MitgÜedcrn des diplomatisch,!', Korps und vielen Schaulustigen bestand. Nachher war Familienversammlung lict Ihrer Majestät der Königin. Besonders erwähncnswerth ist die Verlei» Iiuug von vier Großkreuzcn dcr würticmbcrg'scheu Krone, uud zwar an dcn Prinzen Alexander von Hessen (Schwager des Kaisers von Rußland), an dcn französischen Minister dcs Auswärtigen Grafen Wa-Irwöki, den russischen Botschafter iu Paris Grafen Kisscleff und au Herrn v. Rayncval, den französtschen Botschafter in Petersburg. Heute erscheinen die höch< steu Herrschaften auf dein Volksfeste, wohin jvic die „Zeit" meldet, cin Franzose, der seit 14 Monaten hier wohnt-. «^ ivo lr kaiserlichen Majestätcu von Nuß' land in Schloß Vewcdcre wird dcu 30. Scp:cmbn' Abcuos, dic -Hr, Majestät dcs Kaiscrö vou Oesterreich am Morgen dcs 1. Oktober erwartet. Die Zusammenkunft der beiden Kaifer findet voraussichtlich in Belvedere, dcr Sommer-Residenz Ihrer k. Hoheit dcr GrolchcrzogiN'Witwc, Stait, Mai uz, 28. Sept. <5s wird vcrsichcrt, d^ß dcr Kais.-r von Ocstcrreich von Weimar aus auch sichcr hiehcr kommen weide, doch is! erst die Bestätigung dieser Nachricht abzuwarten. Dcr Prinz von Preußen wird auf dcr Rückkehr von Stuttgart morgen hicr eintreffen. Es IM allgemeine Theilnahme erregt, daß dieser Tage eine jugendlich schöne Tochter dcs Gra-Mi Fürstenberg Stammhcim als Klosternovize ciuge-kicidet worden ist. (A. Z,) Berlin. 28. Sept. Mcdrcren zollvereinsläN' dischen »no belgischen Gciv.hrsabrikaule!, ist. wie ci. „B. und Hamb. Zig,« nicldel, auf Veranlassung der englischen Regierung durch dcrcu Agcutcn die B^uach-richligliug zugegaugcn, daß dic Versendung von Gc-wchrcu und Altcm, was zur Ausrüstung der Rebel-lcn dicnen köuuc, n.ich Indien nicht gcstattct werden würde. Die Beziehungen von Artikeln dieser Art uach Calcutta warcn bisher nicht unbeträchtlich, uud bisher halte die Regierung in Calcutta aUen Nachrichten zufolge den Verkauf von Waffen an dic Eingcborneu so gut wie nicht gehindert. Berlin, 29. Sept. Die „Zeit" mcld-ct mit einem gcheimnißoollen Anstrich, daß im ucucn Palais in Potsdam «zur Aufucchmc hohcr Gästc umfasscucc Vorbereitungen getroffen werden". Einen dicscr hohen Gäste wciß mau bekanntlich crst bestimmt zu ncnucn, dcu Kaiser von Rußland. — Aus Weimar. 27. Scptembcr, schreibt man: Die Aufreguug gegeu die St. Heleua-Medailic steigt hier in dcu Hcrzcn der allcn Kricgcr mit jcocm Tage. So lcscn wir beute ciue Pckanntniachuug dcs Slabcs, worin es heißt: „Keiner, der dic St. Hclc namedaiUc augenomincu oder gar darum uachgcincht bcU, kaun ferner an nnsercn Kriegerfesten Theil nch« me», uud wir würden gezwungen, denselben jci)t schon r^dschaftlicheu Verhältinsft mit ihm adzudrcchcu." Weiler wir» einem solchcu Kcmcvadcu die „tcßtc Ehrc" verweigert, auch solle „sciue ocmschc Vl,rdieust gcnübcr niancheu Abwegen als cine wesentlich histori-sehe erörterte und die allgemeinen Grnndsäfte an einigen Beispielen aus dem Lateinischcn charakteristisch erläutert. In dcu cinleitcndcn Worttn gcdachte dcr Präsi» deut in ausgezeichneter Weise dcr dicßma! stat!fiudcu> ocu größern Äethciligung von Schulmänncrn und Pbilologen ans Oesterreich, und die Versammlung machte dcn herzlichen Gruß dcs Präsidcutcn durch allgcmcines Aufst«hcn zu dcm ihrigen, Hicdurch ucr° aniaßt. bat Professor P^nil; um das Wort und cr> wicdertc. cr sei 'zwar nicht beauftragt, im Namen seiner Landslcute dcn freundlichen Gruß der Versammlung zu crwicdcru, glaube aber im Sinne dcr Au wcscnden wie dercr zn handeln, die in dcr Ferne mi> gleicher Thcilnahme dcr Versammlung folgte», wenn cr dcm Ausdvuckc dcs Dankes noch ciuigc erläuternde Worte hiuzufüge. Das Inler^ssc für philologische Vildnug uud dcr Aufschwung für philologische Studien während dcs lcy'cn Jahrzehnts sei allgemein anerkannt; mit ihm habe das Iutcressc an diese» Versammlungen gleichen Schritt gehalten und möge nickt nach dcm Grade des persönlichen Besuches bemessen werden. Die Zeit der Versammlung mache es allen österreichischen Schulmänncrn schwcr, man-chcn unmöglich, die Versammlung zu besuchen; sclbst der dcn Grenzen Oesterreichs nächste Ort dcr Vcr< sanlmlnng liege doch für die mcisttn in cincr Entfernung, die anßer dem Aufwand an Zeit dcm Schul« uiaiü,!' iwch audcrc Schwierigkeitcn sehe, Ncbcrdicü I'alte V-elr eine a/wisse Sckcu ab, so bedeutendeu Namen dcr Wissenschaft sich unmittelbar zur Seite zu stellen. Daß die innere Teilnahme an dcn Vcr> sammlungen eine wirklich rege und allgemeine sei, würde sich deutlicher zeigen können, wcnn es einmal ocr Versammlung gefallen sollte, sich für fine Stadt Oesterreichs zu bestimmen. Schweiz. Bern, 23. September. Soeben trifft die telegraphische Meldung cin, daß dcr qroj?,c Naih von Naadt dcn Anträgen dcs Staalsraths bci^ctrrscn ist, uud die Kompetenz der anf den Eisenbahnkonflikt wc> g>'il dn' O^'nlinie b.züglichcn Pnndcsbcschlüssc an-fechlcn will. An cinc Vn'mitllnng durch die eidge' uöfsischen Kommissäre ist jcyt uicht mcdr zn denken, cben so wenig d.n'an. daß drr Bundesrath vou dem cin^.cschlagcncu Wcg abgehe und der Regierung von Waatt liuc längere Verzögerung gestatte. Italienische Staaten. Alts Rom, 1<;. September, wird dcr „A. A. Ztg.« gcschrirben i Hente reist dcr gelehrte dcntsche Jesuit Pater Schrader uach Wien ab. um dort für junge Priester, die sich zum Doktorat und für theologische Professuren vorbereiten, Dogmatik zn khrcn, Dcr Dominikaner Pater Guidi ist schon vor mclnercn Tagen nach Wic» abgereist; cr erhielt von dort dcn Ruf u,!d von Sr. Heiligkeit dcn Auftrag, an dcr Hochschule dcn beil. Thomas u. Acquino zu interprc. tircn. Ein tüchtigerer Vertreter der Thomistischsn Tbcologie wäre wohl kaum zu fiüdcu. Man versichert, auch ein Gclchrter aus dem Franziskauer-Ordsn sci von Nom nach Wien bcrnfcu worden, »m dic Thcologic des Duns Scotus zu rcpräscntircn. Turin, 28. Sept. Wenn cin Korrespondent des Cittadino von Asti recht berichtet ist. so kouncn wir iu der nächste» Zeit intcressantcu Enlbüllungcn entgegensahen. Nach diesl-m Korri-fpcuidenten ist König Fcroinand von Ncapc! willüä» damit lirschcifti^t, DoNunrntc zu oroncn, durch welche c.r dcn Höfen uoii Pveüße» nuo Oeslcrrc,ch zu beweisen gcdcukt. daß oic müratistischc Partei bci der Regierung Napolcons ll!. cincr dirrlten und indir^'ten Untcrstühnng qcnießt u,^o daß dcr Bruch mil Ncapcl von 'ccr französischen Rcgieriiüg nur zu dcm Zwecke hervorgerufen wcrdcn ist. um dic gegl'nwärtige bourbonische Dynastie zu cut-throuci,. Einen Thci! User Dokumente soll der König gesonncu sein, zu vcröffenllichc». um seine Handlungs« weise und tie sciner Regierung in deu Ang't im Lager eiserne Pferds» stalle aufgestellt. Dieselben sind nach cinem ncuen, vom Kaiser gntgchc>5-r»cn Mo^cll gemacht. Nächsten Freitag wird die Affaire dcs Haupt, mauns Doiucan uno drr übrigen im Prozesse von Oran vcrnrü'cilten P.rsonen vor deu Kassationsbof kommeu. Man glaubt hicr an eiuc Bestätigung des ersten Urtheils. — Dem Brcsttr ,,Oc!« wird berichtet, daß dcr Negcrha-.dll au dcr afrikanischen Westküste wieder in alter Unverschämtheit zn crblühcn beginnt. So dabcn sick in Waydah nicht weniger als acht Ncgcr. schisse nntcr amerikanischcr Flagge gezeigt, von denen die drci eisttn von englischen Kreuzern aufgcbracht wurdcn. Dic Ausschiffung d>r sehwarzeu Ware soll untcr l'er Verwaltung dcs Gciicrals Concha durchaus keiuc Schwierigkeit machc». — Der ,.l5ons:,^." hat am 2.^. u. M. in ciuem Briefc sciucs Redakteurs aus Straßburg drn größten Theil der deutschen Pr.-ssc uud deren Korrespondenten in Paris in einer W.ise augsgriffen. die ei»c Ant« wort vcrdicinc. wenn die Sache nicht zn lächerlich und t»ie gäu^iche Uuwisseuh.it des „Constitutiouucl" in Betreff des dcutschcu Journalismus ,n,r irgend zn bezweifeln wäre. Hcu,e gibt übrigens dieß Nvar." Dicü' Zitation ist wol'I dir beste Antwort aüf die Ansfäll.,' des „Col>stitnlio»nel." Großbritannien. Dcr Vl.ß< lliid Vcttag für die ganze Nation ist festgesetzt, „vcmüt". "ach den Worten des uon dcr Köüigii! in Aaimoral unterzeichneten Erlasses, „Wir und Unser Volt uns gemeinschaftlich uor dcir. allmächtigen Gott demüthigen, um Verödung unftrn'Sün> den feierlichst ftchen mögen und sciucn Scgcn uud seine Hilfe für unsere Nassen zur Wiederherstellung dcr Nl'hc in Unserem Reiche anrufen können " Zur Ans-fnbrnug dieses Vcfcdls in England und Irlano wird derselbe den Erzbischöfen ulid Vischöfcn überantwort tet, in Schottland dagegen nur Anschlag desselben auf Markt« und anderen öffeutlichcn Plät)en angc^ ordnet, wozu den Shews die nöthige Anzahl Ekcm» plarc zugestellt werden soll. Spanien. Madrid, 23. September. Die Königin bat einen Mnnizipalgardisten begnadigt, welcher wegen Insubordination erschossen weiden sollte. — Man l>at zahlreiche republikanische Prok!ama!io,',en >nit Beschlag belegt, so wic auch cinc Instruktion für diejenigen Individueü, welche sich ciner projcktirtcu grl)eiu',cn Gesellschaft anschließen würden. In Folge dessen fanden mehrere Verhaftungen Statt. Mußlaud. Wie sich dcr „Nord" aus St. Petersburg schreiben läßt. betrachtet man in Nustlaud Frankreich noch immer als das Land des Fortschrittes vor allen au-deren Landern der Wclt. imo knüpft deßhalb freudige Hoffnungen an die Stuttgarter Zusammenkunft, nicht bloß für die äußere Politik, sondern auch für die innere Entwickelung des Vaterlandes. In beiden Stücken, meint das' Platt, meine man sich in Roland gefördert zu scdcn durch die «Erschaffung eiucr Gemeinsamkeit der moralischen und materiellen Interessen beider Länder. Dadurch werde denn auch cnr-lich dir russische Gesellschaft ihre alte Indifferenz aufgeben und nicht länger hinter den Organen ihrer jungen Presst znrnctblcibcn in dem Krenzzi.gc, welchen tthtcre zur Erwcclung der öffentlichen Meinung unternommen. Auch ätmele sich ja der Charakter bei-dcr Nationen so sehr." Es scheint, bemerkt da^u die „Krcuzzcitung". daß dcr „Nord" mehr Französisches wünscht, als die russische Gesellschaft. Aus dcm Kaukasus. Die Unzufriedenheit dcr russischen Armec des Kaukasus scheint sehr groß zu sciü. Aus den Festungen Anapa und Korrnj, machten die Vc-satzuna/n in Äcglcituug cimgcr Kosatcn einige Aüsfätic, um von dci, Be!vl.'hucrn H.ii, G^ treic>e und Horin'icl? wcgzuschleppcn, doch tri^rü sic dieses Jahr wenig davon und zahlten selbst vas Wc° uige ziemlich theticr, denn sie wurden vor Anapa durch Ibrahim Bey, Solm des Fürsten Sefcr, nnd uor Korknj am Flusse Psibcbö dtirch dcn Kurocn Pharis Bey angegriffen, und auf beiden Orien mit Verlust zurückgeschlagen. — Vor Anapa ver> lorcn die Nnssen 4l» Artillcriepf^rdc, eine sehr gntc Aeguistlion für die circassischc Artillerie. Auch in der Prouinz Abezech schlagen sich lie Vewolmer, seitdem Naib, dcr Vcrräthcr, crilirt ist, «m F,usft Tschc-grasa sehr gut, dcr Vardanaer Ismail Vcy komman-dirt sie und versieht sic mit Munition; seine lcyten Verichtc schickte derselbe erst vor fünf Tagcn, die alle fthr beruhigend sind, Der Vote wurde gestern mit neuen Instruktioncn zurückgesandt. Ans allcdcin sieht man, dai) die Nnsstu in dic-fer Saison keine Fortschritte geniacht haben we^er am Knda» uoä? an dcr Laba. Es bleiben also bloß dic ^clocnihoien von Sonojak u,,d Gclenifchik wo sie wehrlose, anf die Neutralität des flu' z u M - res vertrauende Nauf,cute geplündert und einige Ma-gazme. in denen nebst den Nanu auch Kinder uud ä'wange>e grauen waren, dc» Flammen preisgege, den haben. ^ >,» ^ Türkei. Aus Kon st a n t in o pel wird der „K. ^, berichtet: Seit einigen Tags» gcdt hier ras Gerücht einer Verschwörung gegen den Großherrn. Die Vcr> schworcncn sollen entdeckt und ganz im Stillen beseitigt worden sciü. — Dcr Imam in ^rufsa, ocr so uielc Menschen ermor^t hat, ist gefangen und es soU ihm der Prozeß gemacht werden. Für die Verwanden dec unglücklichen Opfcr ist eine Subskription eröffnci worden. Aus Vosnicu, Ende Sept. Die Vcw-lligung zllm Dreschen des Getreides und Eiüsammlnng der übrigen Fcchsnng iin Vihaccr S.^idschak ist am 8icn d. M, endlich herab^elangt; nachdem Mn»aga Haeris als ZchüUpächler für Vibac bestätigt wurde. Die Wegelagerer lassen jcdc Woche von sich hören. Labüs ist von seiner Vande getrennt und so'.I bei einem Frcnnde krank, lieben. Ei>e neue Bande hat sich umer Anfüdrni'g des Türken Karaic aus Kladus aeb^ct und diese hat, wie ich yörc, auch auf österreichischem Vo^en cmcn Besuch gemacht. Sie nahm einem Hir« ten des Slniner Äcgnucnls z,uci Gaisuöckc mit Gc< walt ab. Die Ehrisicn o^r Kraina werden übeldicft von andern Seiten gcbrandschal)t. Viele der Klaruscr, '^uzimer, Casimcr uno Thooorowcr Türken waren seit jeher Räuber. Emige, oou diesen haben m den ersten Tagcn dlescs Monats ocn Ehristcn Kouaceric in ocr Slapmccr Mühlc bei Vranograc thätlich miß-handelt. Vin Gleiches geschah an demselben Orte dcn Christen Popooic und Gzttar aus Brczooopulje. Dlcscn wurde ncbsldei ihrc Frucht abgenommen. Iooan Osloic uno Zboriste aber wurdr von Klaouscr Tür< ken — die Jedermann kcuni — in der Gcgend von Vcrznoi seines ans 1U Dukaten besehenden Erlöses alif dem Maljcvacer KastcUe bcralibt. Es sind dieses wicoer einige Bcitlägc zu dem Sündenregister, die vielleicht endlich einmal doch das Maß vollmachen werden. Dieser Tage war der kugllsche Konsul aus Sarajevo in Vai.jakika. Er ist bereits wieder nach Sarajevo zurüelgekeyit und rüstet sich zu eincr giö-ßcren Nci>>. Dcr laisrrl. russ. Konsul en^llct cl»c T!)ätla,ttit. welche sich bald m Ncsnltatcli lnud gcbcn dürfte. Stin Einsinß auf oas christliche Vott dürste bald dcn sei>:cr ain-crn Kollegen üdersingeln. (A^. Z.) Dstindien. — Das „Pays" enthält folgende Mittheünng: „Die lebten Depeschen ans Indien sprechen von ei< »em Ercigniß, das in der yohcn Veriuallnug des Bandes cinc wichtige Verändcrnng zur Folge haben kann. Ein ernster Streit über dic den Augclcgcnhei' ten zn gcbeude Lcilnng hat sich in Calcutta zwlschcu Colin Campbell, dem Oberbefehlshaber des englischen Heeres, uno ^ord Canning, dem Gcneralgouvnttcnr von Indien, erhoben. Lord Elgin hat sich für dcn General erklärt, dem die öffentliche Meinung vollständig günstig ist. Diese K-.isis Hal in CalaMa oic größte Aufregung yervorgibraUu." — Nachrichten auü V a l ci v ia zufolge hatte cili Harschi in Vantam gclalldct. dcr Protlnluatioueu verheilte, worin die Glän!.'i^en im Namen des Sultans Abdul Mcdschio aufgefordert wurden, sich zu erheben und alle Christeuhlmde zu vertilgen. Dieser Fanatiker kam wahrscheinlich von der benachbarten Küste von Snmatra. wo durch ric dortigen moyamedani-schen Zeloten von Zeit zu Zeit Versuche gemacht werden, dic harmlosen uno abgeschlossenen Bewohner von Bantam aufzuhetzen. Am 2li. Juli ging cinc Elpcdilion von Valavia nach Timor ab, um einen Insiirgenten »Hänplliug, Namens Vakikni zu Paaren zu treiben, dcr sich gcg?» o>c Ztcgic^ungs^cwoN aufgclrhut hatte. TttgSllolliO^'eiten. ! Ein begüterter Postüicistrr IN Nir0ivöstcüsilb wel^iier im I.ihre ,757 st.nb. ynt scineu Erden cinr verschlossene Kiste hinlcrlasftn^ wclchc iil dcr Familie fortgeerbt lind erst nach N»0 Jahren geöffnet weroeu sollte. Ansorücklich war dem Testamente beigeseßt, daß dcr Inhalt dcr Kiste für die Gegenwart werihlos sci, und erst nach 1W Jahren dcm Erben Freudc bereiten werde. Dic Eröffnung ccr Kiste erfolgte vor Kurzem; sie enthielt viele vor 1W Jahre,i gangbar gewesene Gcgcüstände, die seitdem die Zctt zn Raritäten umgestaltet halle. Ein Damcnhut von I7ll7. eine Geldbörse, die damals im Gebrauche gewesen, verschiedene Gclcgcühcitsgedichle, Thcatrrzeilte!. An-kündlgnngen, Spcis^eücl, Kupferstiche, Kupfcrmüüzcn, ei,, Zün^zeug mit Schwefel un? Zunder ii^ einer c>> gante» Büchse von Viech u. l>gl bilden reu nicht uninteressanten Inhalt der geh.imnißvollcn Kiste. I Bei Gclegcnhc,t des statistischen Kongresses ha» ben wir erfadrcn, wie stark die österreichische Finanz-wache ist. Dieselbe zählt nicht weniger als 24,7Ui Mann, — fürwahr eine kleine Armee, oic wohlge. lullet ist uno mcistcus auö dem Militär rclrnnrl wird. Die 6manzwacheß für die Verstorbene i» dicscu Tage» Seelenmessen lesen. Telegraphische Depeschen. Weimar. 1. Oktober, Nachmittag. Bei dcm Veuta'e Sr. f. k. Apostoüs^,, Majenät im Belue. dere ist Ihm Se. Majestät der Kaiser Alexander auf dcr Treppe entgegengekommen. Vci?? Majestäten ha» bcn sich freundlichst umarmt und g küßt. Sie spra» chen länger allein und fuhr.-l, znsa nmcii zur .. Halbfrucht l fi. 48 kr.-2 fi., Korn 1 ft. 36—48 tt., G'rst? 1 ft. 24 —^6 kr., Hafer 1 ft.—I ft. 12 kr., KilknruH 2 ft. b.s 2 si. :2 kr., Fisolen 3 ft.—3 ft. 6 kr., rohe Hirse 2 sl.—2 ft. 12 kr., geschälte 4 ft.-4 ft. 24 kr., pr. N'h. Knt'llrup lino Erl-äpfsl versprechen ein oie> ergiebige-rcs Gilrägüiß als man gkglaut'l; von Fänlniß bei Icßicr« i,l yi>r kcine Sp,ir. Dic Weinlese wird am Plntlrn,ec oic nächste Wochc a/lgemel», l'cgiüiitn. Pc,l h, 29. September. Getreidegeschäft. In Uebereinstimmung m!t dcn etwas höycril Notlril»ge,i dcr leßtcn Wiener Frlichtbörse haben auch hier die Weizenprcise ang^zoge». Hellte wurde eine Parlyie Wrißcubulgcr 87pfdg. Weizen zur Notiz begeben, für cinc böhmische Kunstmühle gekauft. Von Gerste wur» dc,i einige Posten Wcißenburgcr Ware a» hiesige Bräller iibcr Notiz abgesrpt' vo,i Haftr ist cine Ladling Pancsooacr 48pfl'g. Ware ü 1 fi. 2 kr. pr. My. gckanft worden. Getreiö - Durchschnitts - Preise m Laib ach a>n 30. S^'ttml'cr 1ft5? Vin Wicncr Metzc.. !«'»""""'! ^Y«t"' j st. lr, I si, kr. Wtijn,......... 4 48 4 5" 7. Kvrn......... 3 — ^ ^ Hall'snicht........ ^ , ^ :j 22 Gcrstl-......... — — 2 4«'/. Hi.s.......... l ^ .>i «'/, Hü>l!I......... ^ ^ ^ ^'l /. Hani-......... 2 — 2 2 Ku!m'!lh........— —- 3 '^3'/^ Erösslli'.!»«^ d68 stäildischen Theaier^ in Laisnich, imlcr dcr Vncklicm des Josef Lutz, zugleich Direktor 5>cs StadUheatcrs ^u Marlimg. Hentk S a m stag, dcn 3. Okloder: Ztir Heier des Merböchstcn NamenSfcstcs Hr. k. k. Apostolischen Ma. icstät uns.rcs allergnädigsten Kaisers zranz I^sf l,, bei festlicher Vrleuchiun^ ein Fest« Pro log. Hierauf mm ersten Male: „Eiu glücklicher Familil'" Vnter«, Lustspiel iu 3 Auszügen von O. A. Gl'"'sl. Morgen Sonntag, drn 4. O'wlnr, <"m ^ sten Male: „Etwas Kleines«, "Nl^s ^,,,^ terbi.d mit Gesang in drei Aufjngcl,. ^^ DruÄ uno Äm^^on I,7«,^ ^. Liemmai/r"^ F^ H?««'bcr„. V örsen bericht aus dcm Abcnddlattc der östcrr. kais. Wiener Zeitung. Wien 1. Oktober, Mittags 1 Uhr. Dic Börse crüffilttü in cincr ctivas gedrückten Siimniniig, in Folge dcrcn die Industric-Papiere zu weichenden Kursen verhandelt winden. ?!ü! Schlüsse stellte sich eiue beruhigtere Stiminung ein. d« Tendenz besserte sich und eS nahmen die Kurse dcr Iudustric-Pcchw-e ^^der einigen Aufschwung. Staats - Papiere wurden vcn der Anfangs hccrschenden Stimmung nicht berührt. Devisen etwas mehr begehrt, al'cr d'.'ch vorhanden. N^ti.'nal - ?lnl?hen ;u 5 V« l<3 7.. ^«3 '/. Anlchen v. I. <85l ti. li. zu ü«/» »ij -<>:! '/, Lo,!l'.'. Amet. Aulehcn zu 5 "/„ 95—95 V, Etaat^schuldverichrfibnngri, zu 5"/« 51 '/, -^1 /, sclio .. 4'/."/o 7«'/,-?<'/. detto ., 4°/» U4V.-65 , detto „ 3 7. 5U-50'/. delt, ..2'/,"'« N-^l'/, detl.' „ >",. ,6'/. "16'/, Gl. »tnckz, „ 5 "/„ :ü»------ Oede»l',n-g.r d.ttt' d.ttc' „ 5"/, ii5----- Pesiher detto detto „ 4°/, ^«------ Mailänder detto detto „ 4"/. !»4'/,------ Oniüdentl.-Ol'Iig. N. Ocst. „ 5 "/„ 8«-x8'/, letto Ungarn „ ü'/« 79-79'/, detto Galizieu „, 5°/» 78 7,^7^'/. detti.' dcr übrigen Kronl. z» 5"/, ^5 l?,7 Vanko - Obligationen zn 2 '/."/» 62 '', -<;3 Lotterie - ?lnl> hen v. I. > ^4 3»^ -333 dctio „ 1839 l^a'/.-NU7. detto „ 1854 z» 5«/» l 08'>, - l 0^'/, (^emo Nenischciül ^^^ >7 ^!7 ' ^ C'alizische ^saüdbricfc zu <> "/, 82—82 '/, Noldbabn-Plicr.-Ol'lig, zn ,',"/» !-4-84'/, KüoMMtzer dett» „ 5"/.. 79 8» Donau Dampssch.-Oblig. „ 5 7« 8« ^ 87 Lloyd dcttt' (i» Tilbn) „ 5 "/« 88-8U 3"/« Pri^ritals Ol'liq. t>.r Staatö-^iseül'.iw!' G'esellschast zn 2?s> Fraicks pr, Stück «07 108 ?ltti.n der Natirn^ü'aüs 980 ~lj82 5 7,. Pfandbriefe der Naüonalbaük <^>nl'»at!lche «9 '/^ -M '/, tzlstin! der Ochcrv. Krcdit-Anssalt 214 V,^ -2l4 7. „ vi. ^est. Eslomple-Ges. l20'/. —«20'/, „ „ Vudwei^-Linz-Vlnnndner- Eise»bal>» 232—2^3 „ Nordbahn 17«7,—l7«7. , „ Ttliatckeiscnb,-Gesellschaft zn 5W FnnilS 275'/.—2?ä'^, „ „ Kaiserin- lFllsabcth-Val)» zu 200 ft. mit 30 Mt. Einzahlung «00 '/. -l<>0 7. „ Snd-Nl,'r^e„tsche Vevl'indungsb, U»2'/,^102 7. „ TheiMab» ^ ^ U!0 7.-NW'/. „ Lomb.'Venct. Gismbal!» 238 7.-23^^ „ ,^ Kaiser s^ranz Iostf Qrieuibahi! l87—157'/, „ Triesi.r ^'ose 104'/.—!05, „ Dalian- T^üipsschissfalxt)- O'cselisch^it .")38-.>,9 ^ „ delto <3, Emissloü --------- „ d.^ Llovd :i«.i ^.70 „ der P.sthlr Ktitliib.-Oes.llschasl n, Priorit, 29-30 Esterl,«zy 40 fl. Los, 82'/,—82 7. Wmdisch^räh , 27'/.—27 7. Walditein , 27 7.-^8 K.glerich ^ 14 7. «47, Saim ^ 44 '/.—^4 '/, St. Glnois „ 38 7. - 39 Palssy , 38 7, 38 7. <5lan, „ ___________ 40'/,—»0 7. Telegraphischer Kurs Vericht dcr Staatöpapiere mmi 2. Oktober l887. St.iat,.'fchu!dl,'erschreib>'.!i^e!! . zn 5p dctto aus der National-Anllihe zu 5 „ iu C^i. 83 ! ^ Darlehen init Vcr!,'sn!ig u. I. >l«9 für l!,!0 fi. !40 7/s Grundlnllasiimqs-Obligatloneu von Ungarn, Kroatien , Slavonien uud v!.'», Tcmcscr Vanat ^u 5V„ . . , - , ^ - - - . . 7i)7/l« Grundentlastuiigs-Obliezaticnen »on G«Iizieu und Silbcnbüvgen 5 "/„.....78 .'i/8 ft. in CM. Bans-Attili, vr. Stück..... U?'.) fl. in (ZM. Vank-Vaiilbl iefe, 6 Jahre fnr , 0» si. zu 57, i!0 1/2 fi. in CM. Aktien der österr. Kredit - ?Insili!t fnr Handel und O.wcrbe zn 200 si. pr. St. 212 >/2 fl. in CM Aktien der Bndweis-^inj-Glnundncr-Vahn zn ^0 i'. tiM.......232 l/2 fi. in (5M Aktien der sud-norddentschcii-Verl'indungsl'ahii zu ^«0 fi..........2<»3 fl. in CM, Th,ißbahn..........2^0 l/2 st. in CM. Aktien der österr. Doiiaü-Daü.pfschiffsahrt zu .',"' ^ p"ußischc Thaler . . 1ä2 ,/4 2 Monat. Frankfurt a. M,, für ,^0 ft. ,..dt. Ver- cmswah^m«24,/2ss, F,^ G,^ „U ,/^Vf. 3 Monat. Hau.burg. ,ur ,00 Mark Vanlo, K^ld 76 7,8 2 Monat London, fnr l Pfund Sterling G„l> ,n,V Vf ^M' a ' Mailand, für 300 östcrr. Lirc. M,ld. ' y"! Ä ^ 2 Mo a ' Marseille, für 30'Fran^ Guld.. . "^^ ^ M° a ' Pano. für 300 Francs Guld. . . . ,2t 7/8 ^ M^ ' Bukarest, für ! Guld., Para , . . 2^ l/^ ^, ^ Sj^/ K. f. vollw, Mmiz-Dickaten. Ngio . 7.-;,^ ^ ^' Gold - üüd Silber-Kurse v^m 1. Oklober 18-^7. Geld. Ware. Kais. Miiuz - Dukaten Agio.....« 8 l/4 dto. Nand- dto, ,. .....^'V» " Gold l»1 Nlai cc> „ .....7 i/2 7 l/4 ?lgio Geld, Ware, Napoleonsd'or „ .....8.9 s.«0 Souveraiusd'or „ ..... 14.0 14,6 Friedrichso'or " „ .....8.42 8.42 Ongl. Sol.'ercigncs „ ..... 10.10 1».»d — Hr. Koller, Priester, von Trieft. — Hr. Basotci, Haiidelömaiü,, — Fr. Grasin (ioroimn, ui.d — Fr, Baronin Codelli, ro,i Gorz Verzeichniß dcr hier Verstorbeneu.! De>t !i^. September 1857. Hr. Äitton Kaidisch. Gostgebcr, alt A8 Ialne, i» der Polana-Volstadc Nr. 6li, cio der Gehlsneiu- Den 26. VarlholomäuS Zherla», Oebstlcr. .ilc !>7 Iliht'e, in der St- Peters - Vorstadt Nr. 124, an der Wassersucht. — Andreas Scengel, Kamm-wacher, alt 46 Jahre, im Zwil-Spllal Nr. 1, an der Lungensncht. — Dem Herrn Matthäus Ierao, Magislratölach, seher, seine Tochter Maria, alt 14 Jahre, in der Polana - Vm» stadt Nr. 16, an der Lungeusnchc. — Anna Krojliz, Magd, alt lj2 Jahre, im Zivil-Spital Nr. t, an der BanchftUentzllndnng. Den 27. Änlon Schiß, Weber, alc 31 Jahre, im Zivil-Spilal Nr. 1 , an der Wassersnchs. Den 29. Michael Ooen, Elsenbahnatbeiter, alt 30 Jahre, im Zlvil-Spital ?lr. 1, am Schlagfluß. — Josef Somrak, Taglöbner, alt 66 Jahre, lm Zivil-Spital Nr. 1 , an der Lnngenlaymllng. Den 30. Dem Simon Peiko, Aufleger, seine Gattin Katharina, alt 48 Jahre, in der Krakan-Vorstadt Nr. 63, am Schlagflnß. — Mana Kuß, Magd, alt 19 Jahre, im Ziml-Spital Nr. 1, am TyphnS. Den 1. Oktober. Der hochw. Herr Franz Ieusch«!, peus. Priester, alt 64 Jahre, in der Pc-lana-Vorsladt Nr. 69 , am Schlagssnß. Ä nm e rkü !, q. Im Monate September 1867' sind 60 Personeu gestorben. M G G O G G G O G 5i O G O O i'z G G H i>^ M D Dl. Mlhtlm Kouatsch. ß ^ Magister der Geburtshilfe, ßI 2ij bereits durch drei Jahre Assistent an 3U MH der k. k. Gebäl'- und Fmdelanstalt, ^W ^ praktischer Geburtshelfer, wohnt am AD M Kundschaftsplatze Eckhaus gegen die M ^ Schusterbrücke Haus - Nr. ^!3 im ^ D ersten Srocke. Ordinirt täglich in ^ M innern, Frauen, und Kinderkrankheiten ^ G^ uon ^ diä 3 Uhr Nachmittags, ^M Hs (wahrhaft Armen unentgeltlich.) ^ M G s.lZ O ^lMW W T tzZ G ^Z G O G tz) ^^ G O M ^ ! 7! 2, ' ^ 4. Anstellung dcr k. k. priv. Stereoskopen dem Castno vi^-ü-vi!,. Gintrittspreis 12 kr. Anzeige. Voriälhig bei li.l^z,,»,«^r ck 8lt»,»l,O«'8' in Laibach. W'. W»»PPH,» mAgra „i, 8 Kuustansdructe, 3) d > jtz>audclsss.ographie, ^) dcs kanfmanni-schcn 3le6)«ens, 5) der Buchhaltung, ") d.r Münz uud Gewichtskuudc, 7) del Ilgio und Sliursrcchlnzttss, 8) ?ln>rcisu:!^, eine schöi^, ftste Handschrift zn eil^ngen, mic Vorschriften. Achte oeib. Auflage. P,eis 2 si. 8 kr. Cjr" Durch dicss ausgezeichnete Ruch kann man sicli binnen acht Tap1 on die wichtigsten Handlungskcnnt-nisse aneignen, und joder angehende Kaufmann und G e s c h ä f !¦ s m a n n möge es nicht versäumen, sich dieses praktische Buch anzuschaffen. (Zur Selbstanfertigung vieler Handelsartikel 0 Der industriöse lVeschäftsmann oder 4OO 'Anweisungen zur Fabrikation vieler Handelsartikel, als kmistliche Weine, Nhum, APia^ite, Esnge, Hefen, 'Palfümerieü, Efsl'nz^n und Seifen, Firnisse, Extracte, Chokoladen, Mostriche, StiefelU'ichfcn, Tinten, fcriisr Nancherpn!.-rer, Nänche,ker^n , 'Pnnsch'^'tVlict,', MagenIiPien!'?, Illume! sal^siaster, Hiif^land'schl'? Z.ihüpilll'er ^c. Von (?. F!. Simon, Cheniiscr. Vicrte rcid. ?lnfl. Pieiö l si, 20 kl'. Zur Erklärung der Fremdwörter ist zu empfehlen : Wiedemann, Äs«. n. Nector, Santm lunss nud Orklärung ror, (NFtttt) fremden Wörtern, welche in d,r Umgangssprache in Zei.-tun^ei, u»d 'Nncheri, oft vorkoninicn. Dreizehnte verb. Ansi, Preis -t8 kr. Cif Selbst der Herr Prof. Petri hal dieses Buch als sehr brauchbar empfohlen. Es enthüll die Rechtschrei bung und richtige Aussprache der im Leben täglich vorkommenden Fremdwörter. (Das beste Bienenbueli der Erde ist:"; Die neue verbesserte Vienenzucht des Pfarrers Dzierzvn zn Carlsni^rt in Schief,.». He!ai!5g('gl'b<'!! >,!,d erläutert ucni ^m Vereins Bienen Vorsteher Vruck'isch. — Fiinfte verb. Anfi, mit 16 ?!bb!ldu»gi„ Preis l fi 3« kr. C^j- Dzierzons zweckmässige Anweisung zur Honig-Gewinnung, wie auch die Erbauung, Einrichtung und Behandlung der neuen Bienen- Stöcke, die Einleitung gegen das Todten der Bienen, Irinn- wie es anzufangen, sich eine neue fruchtbare Königin zu ver.soFu«s-fen ; ist so wichtiger Art, dnss jeder Bienenzüchter s|<'b dieses in Zeitungen belobte Buch anschnssm sollte. — Eine für Jedermann einpfehlungswcrilie Schrift ist: Hartenbach,M«', Die Künste ein gutes Gedächtniß zn ,>!halten. Anf 5/^ahrheit, Gr-fahrung und Vcrnnnft begrü'id>'t. Znm Besten aller Staude »nD aller i,'ebensaller. Achte v,'!b. An ff, Pr.'is 32 kr C^r Zur limplfhlung dient, das.s in kurzer Zeit 10000 Exemplare davon abgesetzt wurden, und jelzl die 8. v e r b essert e Auflage erscheinen musste. Tausende von Menschen haben durch den Gebrauch dieses Buches ein geschärftes Gedächtnis» erhalten. Unterricht fiir Liebhaber der Kau«, rienvösscl, >v,V anch dn Nacktissallen, 3toth-kehlcheu, Buchfinken, Stieglitze, Zris»^', Dompfaffen. Amsrln, Staare, Aerckc» m'd H^annkönisse, >vie l'^sc'b.li zmn ^.'i>p^' l'»d Vcr.-gnnge-, in >,„d ausier der Hccke am zwecklN^n^steii dehandclt w^den müsse,>, N?cbst ?lnleitnn^, Vösscl zu fangen nnd abzurichten. — Vierte ^nb. Anfi. Preis 32 kl. Zur gesellschaftlichen Belustigung ist zu empfehlen: EarloBosco, das

si, 4 kr. (Xjr Es enthüll dieses Buch .sämmtliche Geheimnisse der Taschenspielerkunst, welche mit so grossem Beifall aufgenommen sind, dass jetzt, die 0. Auflage nöthig wurde. (I'm im Whist und Boston Meisler zu werden:) Der Whist- und B^mlspieler, wie er sein soll, »''l'st ai imdiicht'r Aüw.'ismig ^im L'HoM' bre-Spiel. Odci Whist, Boston u. L'Humbre „ach r l' besten Negeln i„d allgemein geltenden Gesetzen spic!.>„ ^i i^„,'„. ' Nel'll 27 bcll,-stige„deü Kaitt'nknMückcn Fiinfte rerl,'. ?lnfi. Preis 48 kr. CC-vf" Durch Befolgung der Spielregeln wird man sich in den Ruf eines feinen Spielers bringen und die geringe Ausgabe-für dieses Buch reichlich wiedergewinnen.