Zeitung. Nr. 262. Piän»meralio,!«prci« : Im üomploir gn»,>. fl. ll, hall'j. sl. 5.5". ssüv dic^ust^lluus! iiw Ha»« Yall'j. 5.0 li. Äiit 5cr Post ssan^j. si. I,''. h>'!l>j. fl. 7.5»!'. Mittwoch, lä. November Insert ion«g«l'ühi bis 10 Zeilen: Imal y»l».< ?,„.««ls., 3m. I si.!. November 1865, wirksam für daS ganze Reich, betreffend die Auflassung der Pasn'cvisiuncn an den Grenzen des Reiches. Um dcm Personenverkehr in Mcincm Kaiserreiche cinc weitere Erleichterung zuzuwenden, finde Ich nach Anhörung Meines Miuistcrrathcs anzuordnen, wie folgt: 1. Die im Punkte, 1 Meiner Verordnung uom '.>. Februar 185)7 (N. G. Z, 3!) anf die Grenzen dcS Staatsgebiete? beschränkten Paßreuiswuc» haben auch dort im Allgemeinen sofort zu entfallen. 2. Dagegen isl jeder Reisende, sowohl In« als Ausländer, verbunden, anf allfälligcs ainllichcs Verlangen übcr seine Pcrfon nud die Mittel zu sciucm Unter-halte sich auSzuwcisc». 3. Meinen bclhciliglcn Ministern nnd Hofkanzlcrn bleibt es vorbehalten, in Fällen, wo dic Sicherheit oder die ösfcutliche Ordnnng dcö Reiches dnrch Krieg, innere Unruhen oder sonstige Erciguissc bedroht crschciut, die Vidiruug der Pässc au den Reichsgrcuzcu überhaupt, oder für ein bestimmtes Grenzgebiet, oder zu Rciscu aus und nach bcstimmtcu Staaten zeitweise wieder ein« zuführen. -1. Mit dem Vollzug dieser Verordnung werden die betreffenden Zentralstellen betraut. Schönbruun, am <'.. November 1«l'>5>. (^ras Bclcrcdi m. i». Anf Allerhöchste Auordnuug: Vrruhard Ritter v. Vicycr i». i». Sc. k. f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem >s)andsch,cil,cn oom ^. November d. I. dcu geheimen ^1la, Oktober d. I. dem Hilfsänttervorstehcr der Finauzprokuralur in Venedig Hicronymus Sacconi bei seiner Versetzung iu dcu bleibenden Ruhestand iu Anerkennung der von ihm ge-leistcteu vicljährigcu treuen nnd ersprießlichen Dienste dcn Tilcl eines kaiserlichen Rathes allerguädiast zn vcr« leihen yernht. _______ Se. k. l. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 2l!. Oklodcr d. I. die an dcm Modru^cr Kalhedraltapilcl erledigte Stelle des Dompropstcö dem gegenwärtigen ^ulom.'u,^ ^u^t.^ au demselben Kapilcl Viuzcnz M ^ rzl ja k allcrgnädigst zn verleihen gcrnht. Sc. k. k. Apostolische Majestät habcu nnt Allerhöchster Entschließung vom 23. Oktober d. I. die Vor-lücknng des <_!iM0niou8 Nli^i«t0r au dein Modru3cr Domkapitel Nlatthäus Hnvicic znm (^moiii^u» ^Vr-oiliäiueouu« Iln^c^uuilu« «ou 'Il'!M«ii1diinl« zu geuchmi-gcu und die hicdnrch erledigte Stelle des ^:m<'meii8 ^^ii-itur an denisclbcn Kapitel dcm Ehrcndomhcrrn und Pfarrer zu M^rlopalj Johann S o i e allcranädigst zu verleihen geruht. . ^^^,.^'<^°^^'^ ^"cstät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 9. November d I den Zögling der k. l. Thcrcsianischcn Akademie Haus'Frci-! Herrn von y o h c n b ü hcl, gcuaunt Hcuflcr zu Ra-' sen, zum k. l. Edclluabcu allcrguädigst zn crncuucu gcruyi. MsMmlsiclM Thrill Vaibach, 15. November. Das höchste Interesse uimmt nun die Konfet-cin in' Anspruch, wclchc am 12. d.M. in Pcst bei EölvöS stattgefunden, übcr wclchc die „Wicucr Abcudpost" nach. stehende Milthciluugcu erhält: Viele Anhänger DcakS aus allen Theilen des Bandes vcrsammellcu sich heule zu cincr Vcrathllng, iu wclchcv iibcr ihr politisches Vor-' gehen Folgendes festgestellt wurde: In der auf die Thronrede zu crlasscudcu crstcu Adresse werden die that. sächliche Aucrlcuuuug des Pliuzipcs dcr Rcchtskoutiuuität, und auf Grundlage derselben die Wiederherstellung der Integrität dcS Maudes, Ernennung cincr verantwoit-lichen Regierung, nud bis die itomitalc definitiv orga-nisirl werden könnten, deren Ncstaurirung auf der provisorischen Gasts der 1848 Gesetze Mictim verlangt werden. Man nahn, nls unzweifelhaft au, daß die Krone diefc gesetzlichen Forderungen zugestehen werde, um so mehr, als mau mit Sicherheit darauf rechnen kau», daß diese Partei, dcrcu Majorität uuzweifclhaft ist, geneigt sein wird, jcuc provisorische«, Maßrcgelu, welche einerseits zur unbehinderte» Forlsctznng der Funktionen der Slaatsmaschine, andereiscitS zur Er-möglichuug verfassuugsmäßigcr Wirksamkeit der Komitatc uubcdingt nothwcudig sind, cincr verantwortlichen Regierung, aber auch uur ciuer solchen, zu votircn. Dic „Ocstclr. Ztg." bemerkt es unlieb in dieser Knndgcbnng, wclchc unstreitig für den Vcrlanf der ^and-tagsvcrhandlungcn von größter Bedeutung ist, daß dariu immer uud immer nnr Ungarn betont, des Reiches und der gemeinsamen Angelegenheiten aber gar nicht gedacht wird, und hofft darum, daß dies uicht daö lctztc Wort Ungarns sciu wcrdc. Der ..Ocstcrr. Ztg." schcint es uuzwcifclhasl, daß der uugalischc Landtag ohuc writers in die Erörterung der Fragc dcr gcmciusamc» Angele-gcuhciten cintritt uild daß dic Slclluug der Borfragc, >ob es dcuu ilbeihaupt ..sogenannte" gcincinsaiuc Angela gcnheilcn gebe, ein vollständig nbcrwnudcncr Standpunkt ist. „'.'iichlS kann logischer sciu, als das Wort cincS ..maßgcbcndcn" ungarischen Palrioten „von unbcstrillc' ucr Alltoriläl," daß Ungnru dringend ciucr rcsorinalo» rischcn Gesetzgebung bedarf, daß der Landtag nur mit dcm gcllönlcu itouig Gesetze vereinbaren lann, daß dic Krönnng aber das Inangnial-Diplom, d. h. die Fest-slclluug des Verhältnisses llngarnS zur Moumchic zur unerläßlichen Voranssctznna hat und daß mithin z» allsr» clst die ^l'snng dcr staaloi^chllichcn Fragc erfolgen uinß. Arvor dicsc Finae erledigt worden, ist Ungarn znr absoluten ^laanaüon rcrnrthcilt." Zu dieser inneren Nvlhwendinlcit trclc jedoch noch die Forderung dcr Sicbcnbürgcr Sachsen und dcr kroatischen Fnsionisttn, daß bevor von cincr Vereinbarung übcr daS Verhältniß zwischen Ungarn und Sicbcnbür» gen, beziehungsweise Kroatien dic Rede sein könne, daS Verhältniß Ungarns znm Reich geregelt sein müsse, Entspricht mau in Ungarn dirscr Forderung, so werden sie in Pcst erscheinen; wein, nicht, nicht. Die „Mcndposl" betrachtet dic Rcfultatc dieser Konferenz unter dcm Gcsichtöpunltc, daß mau zuuächst bemüht war, cinc Einigung übcr dic rechtliche uud poli» tische Vasis dcr Auschauungcu des Maudes zu crzicleu. ES solltcu ohuc Zweifel dic theoretische Maximalfor. dcruugcn präzisirt wcrdcu; als schlcehthiu gültig, als uuautajlbar uud keiucr praktischen Modifikation fähig hat sic sicher niemand iu dcr Versammlung angesehen. Im Mgcmcincn ist ja auch nicht das das Wichtige, was man in Ungar» als daS Landesrecht betrachtet, fondcrn daS, was man trotz der gegründclcu odcr nn-gcgrüudctcn Voraussetzung dieses Rechtes nugcsichls dcr tüniglichcu Propositioncn zn thun gcdcukl. Juristisch, formal hält mau an dcr gauzcu Kouscqucnz dcr Acht. uudvicrzigcr.Gcsctzc fcst, Praktisch hat man dic Noth-wcndigtcit ihrcr Rcvision so oft zugestanden, daß an du Vcllcltat lhrcr nnbcdiugtcn Aufrcchterhaltnug sicher nicht zu denke» ist. Znm Wlljstrgcschc. ^taibach, i!.'. Noui-inl'cr. ^.. Wie m diesen Vlättcru gemeldet wnrdc, foll dcr Entwurf ciucs Wasser gcsctzcö dcm nächsten z Randlage zur Bchaudlung vorgelegt wcrdeu. — Wir lüuncn cincn Gcsctzentwuif übcr die Regelung dcr Vc-i »»tzuug des Wassers nur mit Beifall bcgrüßeu, denn dar-über ist wohl Niemand im Zweifel, daß die hierüber dcrzcit bcslchcudcu Vorsch'iflen ganz ungenügend sind uud daß in viclcu Richtungen überhaupt leine daö Rcchl zur Vcnütznng dcr Wasserkraft rcgcludc Normen bestehen. Ei» vollständiges Wasscrgcsctz war schon längst ein allseitig gefühltes Bedürfniß, was nicht nur in dcn of. fcutlichcn BliKtcrn, fondcru auch in dcn Vcrfanimlungcn dcr landwillhschastlichcn Vereine und iu dcn Handels-uud Gcwcrbckammeru zn wiederholte» Male» betont ,wordc» ist. ! Speziell für nufcr Kroulaud hat ein Gesetz übcr !die Rcgclnng dcr Wasscrrcchtc cin crhöhlcS Interesse, weil cbcu sehr viele bcuützbare Wasserkräfte vorhanden sind und die Bodenkultur von dcr Bewässerung nnd Entwässerung noch viel zu erwarten hat. Unter dcr Herrschaft der jetzt bestehenden uugcnügendcn uud mangelhaften Normen war an gcmcinsa m e Bcwäfse-rungö- und EntwässernncMnstaltcn, womit in manchen Landcsthcilc» sehr wohlthätige Wirkungen erzielt werden könnten, kaum zu denken, da dic Uuausführbarlcit im Vorhinein einleuchtete, nnd ebenso konnte anch sonst die AnSnntzung dcr uorhaudcucn Wasserkräfte für industrielle nud landwirlhschaflliche Zwecke nicht jenen Anfschwnng uchmcn, welcher wünfchcuswcrth gewesen wäre. Wenn nichtsdestoweniger Streitigkeiten übcr die Wasserbeuiz;-znng bei der regellose» Ansübnug wirklicher oder bloS usmpirtcr Wafserrechlc crfahrungsmäßig in Kram nicht selten vorkommen, nnd wenn derlei Streitigkeiten, welche wegcn der dabei nothwendige» Augenscheine mit Beiziehung von Sachverständigen zumeist große Kosten im Gefolge habcn, i» dcr Regel ei» nnfruchtbareS Resultat liefern, so ist der Grnnd hicvon, wcnigstellS z»m Theile, abermals in der uugcuiigcndcn Gesetzgebung zu snchcn, indcni dic Anwendung der hicsiir maßgebenden höchst allgemeinen gesetzlichen Äcslimmungcu anf bestimmte Strcilfällc selbst fiir Rcchlslundigc sehr zweifelhaft crschciut uud bei dcr Eutschciduug von derlei Strcitiglei-tcu, wo der Bcsitz mcistcus die Hauptrolle spielt, oft dic gewichtigste» Interesse», gauz dem Gesetze gemäß, unbeachtet bleibe» müssen. Nicht einmal die Kompetenz zur Eutschciduug von Slrciligkcilcu iUicr Wnsserrcchle, ist gegenwärtig so unzweifelhaft und klar uormitt, daß nicht bei Gcsetzknndigc:! fowic bci dc» Bchördcn divcr-gircudc Anschciiluugcn Platz greifen könnten, woranS die große Unzulömmlichfeit erwächst, daß dic belhriligtcn Parlcicn in manchen Fällen eist nach langer Strcitsnh-ll»!g vor cincr inkompetenten Behörde die tranrigc Ucber-zengnng crlangc», den Streit vor dcr kompetenten Bc-ljördc ncn beginnen zu müssen, um ihre Ansvnlchc zur Gellung zu bringen. DaS neue Wasscrgcsetz wird hoffentlich alle» die« sll, Ucbtlständcn, unter denen die landwirthfchafllichcn sowie die industriellen Intcrrsscn alcichinäßig leiden, eil, Ende machen. Wir sind acncnwärlia >wch nicht cinge» weiht in die Bestimmungen dcS Gesetzentwurfes, wcl-cher als Rcgicrungsuorlagc an dcn Landtag kommen foll, und wir behalten uus vor, dicfelbcu unlcr Be« dachtnahmc anf die Landesuerhältnisse seinerzeit cincr eindringliche» Würdiguug zu unterziehen; vorläufig wol« lcn wir nur darauf auflucilsam machcu, daß die Was« seircchtöfragc iu ihrcu wesentlichsten Punkten im März 1840 vou dcm laudwirlhschafllichcn Kongresse in Wien — jedoch vorwiegend mit bcsondcrcr Rücksicht anf die land wirtschaftlichen Wünsche »ud Intelcsjcn — erörtert wordcu ist, und daß auch dic Handels- uud Gcwcrbclammcru im Jahre 18»53 iu dic Lage versetzt wurdcu, cincn förmlich ansgeardeilctc» Wasfcrgesctzcnt-wnrf von ihrem Standpunkte aus zu vcrgntachtc». A» dem nöihigcn Malcriale zur Prüfung dcS Gesetz. Entwnrfcs nach allc» Richtungen hin fchll eS demnach nicht. Da die Inlcrcsscn dcr ^andwirthschaft m,, jcuc» der Industrie in dcr WasscrrcchtSfsagc nicht fellen lolli-dircn, so liegt dic Hauptaufgabe cincs WassergcsctzeS vorzugsweise dariu, dcu sich gegcunbcrftehcndcu Intcr-rsscu gleichmäßig gerecht zu wcrdcn. Die möglichste Verciniguug uud Wahrung der beiders ei« tigcn Interesse» muß als oberster Gruudsatz fest-gchaltcu werden, nnd dic lonscqncnte Durchführung die« scs GruudsatzcS iu den Dctailbcstimmuuge» ist eulschei-dcnd für dic Auuchmbarkcit dcS GcsctzcS. Wir zwei« fcln nicht, daß dic landwirthschafllichc» Ilücrcfse» nuf dcm Landtage stets ihre genügende Verlrclnng fmde» wcrdcn; ob dagcgcn die Industrie in dcr gleiche» glück-lichcu Vagc fich bcfiudcn wird, könne» wir nur iu der gcwifsc» Voraussetzung nicht bezweifeln, es werde Nie-maud die Wahrheit verkennen, dali ^andwiilhschaft uud Industrie gleichberechtigte, in ihrem Gedeihen sich gegen-scilig bedingende Potenzen im ^taalSlcbcn sind, die uuf gleiche» Schutz Anspruch habcu und einc einscilige Bc« vorzugung ohuc Nachtheil für bcidc nicht gestalten. ElWmn,! l)l'-) kroalisch-slliuollischell ^ulldlngcb in iigrmn. Nach dcm Vuui ^n^t«, welches in dcr Markus-lirchc vou Sr. Hochwürdcu dcm Wcihbischuf ^. Kralj abgchallcn wurde, vclsammcllcu sich sämmtliche hier anwcsmdc Landtags-Mitglieder m dem Landtagssaals. 1048 Herr I. v. Kukuljevici begrüßte als ältester Obcr-gcspan die Versammlung, wobei er eö nicht unterließ, dieselbe anf die wichtige Aufgabe, die ihr bevorsteht, mit warmen Worten aufmerksam zu mache:'., indem er'be-sonders betonte, daß die Beschlüsse des gegenwärtigen Landtages nicht blos für unser Baterland, sondern für alle slavischen Stämme in Oesterreich entscheidend sein dürften. Hierauf ernannte der Herr Obergcspan eine Deputation, die nach altherkömmlichem Gebrauche Se. Exzcl-lenz den Ban, als den gesetzlichen Präsidenten des kroat.» slavon. Landtages, abznholen und in den LandtagSsaal zu begleiten hatte. — Am Marlusplatze waren zwei Militär.Abtheilungen mit Musilbanden aufgestellt. Als Se. Exzellenz der Ban aus seiner Residenz trat, erscholl die Nationalhymne, welche bei seinem Eiu-trittc in das LandtagSgcbäude von einer zweiten Musik-lapelle wiederholt wurde. Se. Exzellenz wnrde bei seiner Ankunft im LandtagSsaalc mit einem stürmischen dreimaligen „Avio!" begrüßt. Hierauf las Hochdersclbc die königl. Propositioneu vor; die Worte, mit welchen Se. Majestät den lroat.-slavon. Landtag begrüßt, wurden von lauten Živiornfen begleitet. ^ Sc. Exzellenz der Ban entfernte sich dann unter wiederholten Xiviorufen und die Versammlung ging' auseinander. Königliche Propositionen. Wir Franz Josef der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich, König von Ungarn und Böhmen, König der Lombardie und Venedigs, von Dalmaticn, Kroatien und Slavonien, Galizicu, Lodo« mericn und Illyricn, Erzherzog von Oesterreich :c. :c. Ehrwürdige ic. :c., Liebe Getrene! Indem wir den Landtag Unseres Königreiche Dal-matien, Kroatien und Slavonien lnmmchr zum zweiten Male versammeln, ergreifen Wir mit Vergnügen die Gelegenheit, Euch Allen Unseren königlichen Gruß zn entbieten. Auch ist cS UuS ein Bedürfniß, Euch seit dem Jahre 1861 nunmehr wiederholt die Versicherung z» geben, daß, so wie das Gedeihen und die Machtcnt« faltung des von der Vorsehung Uns anvertrauten Völ-lcrreichcs Uns warm am Hcrzcu liegt, Wir eben so warm und innig davon überzeugt sind, daß dieses hohe Ziel dic organische, naturgemäße Entwicklung und Kräf» tigung der einzelnen Bestandtheile desselben nicht nur nicht aufhebt, fondcru, im Gegentheil, sie voraussetzt und eben darin seine kräftigste und dauerhafteste Stütze zu suchen hat. Die ererbten Institutionen, Gesetze und gesetzlichen Gebräuche dieses Königreiches sind, so wie dessen Deut« weise, Sprache und Nationalität, ein wcsenllichcr Be» standtheil seiner innersten Natur und zugleich die Grund-läge des ganzen politischen, intellektuellen und sozialen Gebäudes desselben. Diese natürliche Grundlage nehmen wir gerne nnd mit aller Entschiedenheit als Ausgangspunkt weiterer Fortbildung an. Nicht als lctztcS Ziel daher soll Uns das Gcschicht-lichc gelten, sondern blos als bcstgccigneter, weil gesetzlicher Boden, dcr allein dauernd, sowohl für das Land, als für den Gcsammtstaat Neue?, Zeitgemäßes hervorzubringen vermag. So wie Wir sicher sind, daß Ihr, die Vertreter eines begabten Volles, diesen Grundsatz mit eben jener Offenheit und Rückhalllosigkeit zugeben werdet, mit wcl' chcr Wir für gut finden, ihn Euch gcgcnübct anszusprc-chcn: ebenso halten Wir UnS für überzeugt, Ihr werdet jenen Erwägungen, welche Wir rücksichtlich dcr obersten, gleichmäßig alle Länder Unserer Monarchie berührenden Staatsangelegenheiten in dem ersten Theile Unseres lö-niglichcn Rcslriplcs vom 8. November 1801 uicdergclsgt haben, Euch »icht veischließen. Es ist in dcr That ein unabweisbares Bedürfniß dcr Zeit, daß hinfort bei dcr Gesetzgebung »icht blos der einzelnen Königreiche und Länder Unseres Reiches, sondern auch der Gesammtmonarchic als solcher die Ver-treter der Völker beschließend mitwirken. Welche Angelegenheiten hicdei als gemeinsame zu behantnl,» seien, haben Wir in Unserem kaiserlichen Diplome vom 20. Oktober 1860 bestimmt. Die Form dieser Behandlung wurde durch das mit Unserem Patente vom 20. Februar 1801 kundgemachte Grundgesetz bezeichnet Indem Wir Euch daher den Wortlant dicser beiden Staatsakte beiliegend mittheilen, fordern Wir Euch hiemit znr Annahme derselben auf. Dieses ist Unsere erste königliche Proposition, über welche Wir daher vor allen anderen Fragen den Be« schlüssen dcS versammelten Landtages entgegensehen. Nach Erledigung dieser Angelegenheit werden Euerc Getreuen als Unsere weiteren königlichen Präpositionen, in der daselbst vorkommenden Reihenfolge, die übrigen Gegenstände vornehmen, welche in Unserem königlichen Restnptc vom 8. November 1861 als unerledigt bc. zeichnet sind. Anläßlich des Beschlusse« dcs letzten Landtages über die Beziehungen zu Unserem Königreiche Ungarn sprechen Wir den lebhaften Wuusch aus, daß die Lö-slmg dieser Frage, welche auch im ungarischen Landtage zur Berathung gelangen wird, im Wege dcr Vcrstä»di< gung beider Landtage im Kurzen erfolge. z Der am 10. Dezember l. I. zusammentretende un- ^ garischc Landtag wird ebenso wie jcncr im Jahre 1801 vorzugsweise die Bestimmung haben, Unsere Inauguration als König vou Ungarn, Dalmalien, Kroatien und Sla> oouien vorzubereiten und. nach Entgegennahme dcS In« ! augurationSdiplomS, mit GolleS Beistand nunmehr auch! wirklich zu vollziehen. Wir fordern Eucrc Getreuen! auf, rechtzeitig dafür ^orge zu trage», damit dkscs Uufcr Köuigrcich in jcncm Landtage ucrtretcu werde. ^ Anbelangend Dalmatic» berufen Wir Uns auf die! in Unserem königlichem Restriptc vom 8. November 1861 enthaltenen Ausfühnmgcu, wornach die definitive Out-schcidung über die Frage der Union erst nach Regelung dcr staatsrechtlichen Beziehungen Kroatiens erfolgen kann. Sind diese Fragen glücklich gelöst, so steht nichts im Wege, daß Eucrc Getreuen zur Berathung Unserer weiteren königlichen Plopositionen übergehen. Als solche bezeichnen Wir die bereits seit langer Zeit hängende, und zuletzt in Unserem königlichen Re-slripte vom ^0. Juli 1801 dein Landtage vorgelegte, jedoch leider nicht zum Abschluß gebrachte Frage dcr zeitgemäßen Regelung dcs Landtages uud Zustandcbringung IcineS neuen Wahlgesetzes. ^ Dic bezüglichen Gesetzentwürfe, den gegenwärtigen Bedürfnissen lhunlichst angepaßt, werden von Unserer Regierung sogleich nach beendeter Vcrathuug dcr vorangehenden Gegenstände Eueren Getreuen zur verfassungsmäßigen Behandlung vorgelegt werden. Am Schlüsse dcö Landtages erwarten Wir mit Zuversicht, daß Encrc Gctrcucn dic landläglichcn Beschlüsse in der üblichen Redaktion vou Gesctzartilcln Uns zur königlichen Sanktion uud Ailbfcrtigung uuterbreitcu werdet. Liebe Getreue! Groß uud wichtig sind dio Aufgaben, die Ihr zu bercUhcu, die Wir gcuicmschastllch zu lösci, haben. Durch Vertrauen, Mästung und reife, ruhige Ucberlegung werdet Ihr. dic Söhne eines tapferm Volles, UuS, Euerem a^slammtcn Könige, möglich machen, dic Grnlidlm' . Euercr muionalen Existenz fest zu begründen im? '^' alle Zukunft zi, wuhrcn. Hiculit ctt^ic.i Mi«', mit Vertraue» auf Gott und cms Elic:, .^Ucrlandn?l>c, den Landtag sür eröffnet. Wir !,'," l.ibcn Er.cl) ^.: Übrigen mit Unserer lai» serliche«, ui,) königlichenHuld und Gnade wohlgcwoacn. Gcqckcn in Uxscrcr Rrnychaupt- und Residenzstadt Wicn in Oesterreich am zweiten November im Jahre dcs Heils Ein Tausend Achthundert Sechszig und Fünf, Unserer Rcgienmn im sicbcnzehnlen Jahre. . Franz Joseph m. i). Emil Freiherr v. ssusseuich m. l>., FML. Anf Allerhöchsten Befehl Sr. l. l. Apostol. Majestät: Johann v. Daub achy in. p. Oesterreich. 11 Wien, 13. November. (Orig.. Korr.) Nach cincm Telegramm dcr „Presse" soll dic laiseilichc Rc» gicrung gesonnen sein, in Betreff dcr Auelassnnn.cn dcs FiiwnzministtrS Sclla in dcsscn Wahlrede an dic Großmächte eine Vorstellung zu machen. Leider kann unscrc Regierung nach einer uns zugekommenen Information einer Wahlrede nicht die Bedeutung beilege», dic cincn solchen Schritt rcchlfcrtigcn löunlc, uud auö diesem Älimde finden wir lins veranlaßt, dicscs Telegramm lind ähnliche Gerüchte nlö unwahr zn bezeichnen. — Ein anderes in Umlauf gefetztes Gerücht will wissen, daß alle Stabeoffizierc cincm Examen uns den höheren KricgSwisscnschaslcn nntclzoge» wcrdcn sollen. Wir sind nach ganz verläßlichen Mitllicilungcu in dcr Lage, auch diescs Gerücht als unwahr zn bezeichnen, indem höh»! rcn OrlS an eine solche Maßregel nicht gedacht wird.! — Trotz offiziösen Dementis wird von dcr hiesigen Zeituiigsfama behauptet, daß Baron Eslclcs im Fiuanz-minislclium beschäftigt und sogar dcn Minislcrbcrathun-gen bcigezogcn weide. Wir wiederholen nochmals, daß oiese Behauptungen anf Unwahrheitci, beruhen und nach gegebenen Verhältnissen sich überhaupt auch nicht be» Wahrheiten können. Die heutige „VreSlancr Ztg." erzählt in einer Wiener Korrespondenz, ein vcnetianischer Graf und Bekannter des Grafen Bcmbo, Podcsla in Venedig, habe bei dem Ministerinm ein Mcmoirc eingebracht, woriu die Nachlhcilc dcr östcrr. Allianz mit Preußen dargelegt uud angcrathcn wcrdcn soll, die preußische Allianz mif. zugcbcn, sich dagegen mit Italien anf Grund der Ab» trctung Venedigs, wofür sich Oesterreich au der untern Donau entschädigen könnte, zu verständigen. Derselbe Korrespondent fügt bei, daß jenes Memoirc bci dcr laiscrl. Regierung schlechte Aufnahme gefunden. In den RegierungSlrcifcn weiß man. wie wir erfahren, von eincm solchen Mcmoirc gar nichts, dagegen wird es wahr und gewiß konstnlirt, daß ein Mcmoire ähnlicher Tendenz, falls cS eingebracht werden folllc, in dcr That die herzlich schlechteste Aufnahme zn gewärtigen hältc. 5. Wien, I I. November. (Orig.'Korr.) DaS Er-cigniß dcs heutigen TagcS war die feierliche Eröffmmg dcr neuen Schwarzenbcrabrücke, jedenfalls eines dcr zierlichsten und schönsten monumentalen Vauodjcllc Neu.Wicnö. Se. Majestät geruhten persönlich zu dieser, Eröffnung mit Sr. k. Hoheit dem Herrn Erzherzog Karl Ludwig zu crfchciucu. Sämmtliche Minister, eine große Anzahl Generäle, mehrere Mitglieder dcr fürstlichen Fainilic Schmarzcnbcrg, welche eigens zu diesem Alte aus Böhmen hichcr kamen, dcr n. ö. Statthalter, dcr n, ö. LandcSausfchliß, dcr Gcmcindcrath mit dem Bürgermeister Dr. Zclinla und cinc zahllose Menschen-menge, die theils dic Tribünen, theils die Straße uud die Neubauten besetzt hielt, erwattetcn Sc. Majestät, welcher noch vor l2 Uhr im offenen Wagcn ankam. Die ganze Eröffnungsfeier währte nur wcnigc Minuten. Se. Majestät bcantworlctcu mit ciüigcn huldvollen Worten die Ansprache dcS Bürgermeisters, sprachen sodann mit dcn Leitern des Baues, desgleichen mit dem regierenden Fürsten Johann Adolph Schwarzcnberg und schritten über die Brücke hin uud zurück. Gestern Abend fand im II. Bezirk, Alscrgrnnd, Roßau, Lichtcnlhal lc., cinc Probcwahl cincS Abgeordneten für dcn nicdcröstcrreichischcn Landtag statt. Jeder dcr vier anfgctretcncu K>i!!l>idaten crhiclt Stimmen, wenn auch wie LandcSgcrichtSi'Ml) Anton Schwarz nur cinc und Dr. Kopp vicr. Die Hauptmasse der Wähler vertheilte ihre Stimmen auf Dr. Schufclla (88) und Dr. Hoffer (54.) Schon daS Ergebniß dieser Probe« wähl deutet darauf hin, daß trotz dem, daß beinahe fämmtlichc großc Journale Wiens sich entschieden gegen Schusclka ausgesprochen, daß die gauze politische TagcS-strömun^ dessen Ansichten pcrhorreSzirt, das zwei auS' gezeichnete Gegenkandidaten aufgetreten waren und in crschöpfcndcr Wcisc dcmoustrirt halten, welche Wichtigkeit im gegenwärtigen Augenblicke dic Wahl cincS ManncS habe, dcr treu an dcr Verfassung halte, daß trotz alle-dem SchiiscltVs Wiederwahl ziemlich sicher scheint Die Sache ist wirklich wichtig c,cling, nm sic nicht zn über» fchcn; sie zcigt uns dic Auffassung eines großen ThcilcS unseres BülgcrstaudcS übcr politische Fragen. Es ist keine Frage, daß Schusclla cin durchaus chrcnwerlhcr Mann ist, aber ob er der Mann ist, dcn Wicu im gegenwärtigen Augenblicke als VertraucnSmauu niit cinciu Mandate in cincu VcrllctungSköipcr scndcn süll, senden darf, das ist cinc andere Franc, Niemals ist an Deutsch < Oesterreich dic Nolhwcndigkcit dringender herangetreten, fest und kompakt znsamnlcnzllhaltcn, cinS zn scin in Zicl und Streben, um nicht hallloS unterzugehen im Gewirrc der Nationnlüälcn, dic mit festc», mclin anch meist illusorischen Programmen dcn Dculsche" gcgcmibclstchcn, die als Palladinin ihrer Existenz cil'jia. l>nd allein nur dcn Grundgedanken dcs Fcbrnar' cincn cmSncsprochcncn (^cgxcr dcosclbcn, cine" Äiann, der sich selbst cmci, Födcralislcu ,ic»l,l, iibrincns dcn Begriff Föderalismus jedcn Tan anders definirl, einen Nlann, dessen Programm dr» N'ainci, Oesterreichs als einen geographischen Sammclnamcti, wic z. B. Deutsch-land, erscheinen läßt, in Wien zum Depnlirtcn wählen, heißt einen tiefen Schnitt ins eigene Fleisch thun, denn Wien vor allen Andern muß zcntralistisch denken, da es ja in jedem andern Falle scinc ganze Existcnz bedroht sehen muß. Und doch werden sie ihn wählen, dic guten Wähler vom Alsergruud, „ichl weil sie seine politische Ueberzeugung lhcile», auch uicht wcil sie keinen Andern wühlen tonnten, sondcln auS gnlmüthigcr Indolenz oder indolenter Gntmülhigkcil; weil cr schon fünfmal von ihncn gcwilhll wurden und weil cS llndanlbar wävc, ihn nicht zum sechsten Male zu wähle»,; ^l'cndlcin hat ja LandcSgcrichlSlalh Schwarz hluuscharf bewiesen, daß Schuselkli'S Wahl nichlS schade. Kann Jemand eine herrlichere Rckommandation für cinc wichtige Slclle erhallen, als die: „er schadet wenigstens nicht, wenn cr cS auch will, rr kann cS nichl!" O Wicner Gutmü-thiglcit, dl> bist ewig nnd nnclschütlcrlich. Fcrn sci eS vein »ms, Schusclka's Prison zn bekämpfen, wir verehre» in ihm einen dcr aiifrichliaslen BollSmänim', einen Pionnicr dcr'Frcihcit, der jahrelang uncrmüdcl scinc Wnffen gegen dcn MsulntiSmnS schwang und dcsscn öffcullichc nnd pllblizislischc Thäligkeit liülüugbarc Verdienste ausweist. ÄlS aber dcr Absolutismus in Oesterreich verschwand, hatte Schusella seinen Gegner verloren, und nur anf dicfcn Gcgncr war cr vorbereitet, von diesem Momente an verlor cr die Basis, die lieb-gcwonucnc Ehadlonc, nnd cr fand sich nicht mchr hincin in die ncuc Zeitströmuna, und zicl- und l)altlos schwankt er zwischen dcu lämpfcndcn Parteien, keiner angehörend und jeder fcind. blou onmo8 M8unt uiliiiili. Wien, 13. November. Hcutc fand die crste Sitzung dcs kroatischen Landlaaes unter dem Präsidium dcs BanuS statt. Dem „Wdr." wird darüber telegraphisch gemeldet: Dcr BanuS betont in seiner Antrittsrede die gcgcbcnc Möglichkeit, auS dciu Provisorium herauszukommen, und warnt vor Persönlich-kcitcu. Kardinal Hmilit antwortet dcm Banns nnd hcbt die Verdienste dcssclbcn hclvor; zugleich crmahnt cr dcn Landtag, derselbe möge die gcmcinscmien Rcichsangclc-gcnhcilcn anerkennen und dcr Regierung vertrauen. — Bci dcr hierauf folgenden Schriftführclwahl beantragte Abgeordneter Mrazovic die „Ausschciduug dcr Aanal-lafclbcisitzcr aus dcm Landtage." Darüber erhebt sich cinc heftige Debatte, in dcr daö Zentrum, dic Grcnz« abgeordneten nnd die Beamten das Wort gcgcn dc» Vlrazovic'schcn Antrag führen. Derselbe wird schließlich ^verworfen. 1049 Wien, 13. November. Der königliche Be« fehl, dnrch dcil die nng arischen Magnaten (Fürsten, Grafen, Barone) ^nfgcfordcrt werde», im allgemeinen Landtage persönlich zu erscheinen, wnrdc (in ungarischer ^prachc) an jeden Magnaten licsondcrs ab-! gesendet; schon die alldiplomalischc Fassung dieses l. Briefes ist inteiessaut. (är lanttt: I Franz I o s e p h der (3rste, von Gottes Gnaden ! Kaiscr von Oesterreich, apostolischer König von Ungarn, Kö-mg der Reiche von Halles und Lodomcricu, sowie der Lom-bardie, Venedig) und Illyncns, Erzherzog von Oesterreich u. s. n).. Wohl- und hochgcborncr Graf, unser lieber Getreuer! Acwogen von dem aufrichtigen Wunsche unseres uätcr-, lichen Herzens, unsere Voller zu beglücken, auf daß dnrch unsere im Einne der bestehenden Geschc zn erwirkende feierliche Incmgurlrung, Krönung und durch die Ausstellung unseres königlichen Diplomes, jenes Nand der Vicbc, mit welchem wir an unser gclicbtcs Ungarn geknüpft sind, mehr und mehr befestigt werde, eröffnen wir ucucrdings den Plcch, auf welchem vor Alten die gegenseitigen Vczichungen der zur Hlrouc unseres glorreichen Vorgängers, des h. Stephan gehörigen Länder, die nach Recht und Ailligteit und eben deshalb anch dauerhaft zu geschehende Lösung der schwebenden staatsrechtlichen Fragen, gemäß der neuerlich in wesentlichen Dingen geänderten Verhältnisse und damit wir mit den Ständen und Vertretern des Reiches uns berathen nnd heilsame Gesetze bringen lönnen, über die Art, wie die verfassungsmäßigen Rechte unseres geliebten Ungarns in (5in-llang lönnen gebracht werden mit dnn Aestandc der Mo> narchie und den unabweisbaren Anforderungen ihrer Machtstellung. Zu diesem Zwecke und nach glücklicher Lösung der obigen vorlänfisscn Fragen au den dnrch unsere gnädige Ein-licrnfungZschreiben äo 6n,w 11. Februar 1801 bezeichneten und damit wir auch über andere die Vermehrung des Glückes des Landes, die Beförderung der geistigen und materiellen Interessen desselben, und die Vermehrung des allgemeinen Vesten bezweckende, zahlreiche, hochwichtige und leinen Aufschub leidende, gesetzliche Anordnungen, uns mit den getreuen Ständen und Vertretern unseres geliebten Ungarns und der zu demselben gehörigen Theile, nach dem Wunsche unseres väterlichen Herzens verständigen lönnen, haben wir den 10. Dezember des laufenden Jahres 18(!5, des ersten Advcntcs zweiten Sonntag bestimmt, zu einem in unserer löniglichen Frcistadt Pest, mit Goües Gnade in eigener Person zu crösfucndcn und zn leitenden allgemeine» Landtage. Darnm haben wir es sür nöthig gehalten, Dir den Termin des obcrwähntcn Landtages huldvoll kundmachen zu lassen, zn dem Zwecke, damit Tu verpflichtet seiest, am bestimmten Orte und zur bestimmten Zeit am erwähnten Landtage zll erscheine». Im Ucbrigcn bleiben wir Dir i» nnsrrcr taiserlich-lö-»iglichen Gnade hnlduoll gemoge,,. Gegeben in unserer Reich->ha»plstadt Wien in Oesterreich am siebzehnten September des Jahres Eintausend achthundert sechzig nnd fünf. Franz Joseph. Georg Majlath. Johann Aarthal. Lemberss, N. November, Nachts. Heute Abends fand eine Wählcrvcrsammluug in dem überfüllten Nath-hauösaale statt. RodakowiM verzichtete auf die Land« tagS-KandidatlN' für Lemlicrg, da er zwar persönlich in dcr Wahl des Grafen Goluchowöli leine politische Null)-wcndigkcit schc, abcr dcr anvgcsprochcncn öffentliche» Mcinnng M)t entgegentreten wolle. Hicranf resumirle Smolka in längerer Ncdc seine parlamentarische Thä-tiglcit lind sprach zn Gunsten dcö jctzigcn Ministeriums, welches cr unterstützen wolle. — Advokat Dr. Honigs-mann sprach im Namen der israelitischen Wähler cncr-nisch gegen die Wahl Goluchowstfi's worauf Snwlta und ilabath für dieselbe sprachen, Sonach ist Graf Go< luchowoli vorläufig einziger Landtags , iiandidat; doch verharren die Isracliten ill dcr Opposition gegen feine Wahl. Pest, 12. November. (Pr.) Im Thalia-Theater hiellcn heute Schwarz und HcnSzclmann scharfe Reden, womit die Angriffe des „Hclilnft" znlückgcmicscn wnr-den. Schwarz, die Staalsschuldfrage berührend, sagte,, die Staatsschuld dürfe den Fortschritt dcr ungarischen Na»! tion nicht länger aufhalten. Sclbslerhaltuugsrüclsicht gehe vorm,; erst gelle eil, die Slcuelu zu vcrmindcrn und zwei Drittel dcö ungarischen Staatöcinlommcnö zu ua-lioualcn Zwcckcil zu verwcudcu; danu erst, wcnu die Wundcu geheilt, lünnc mau sich mit dem Defizit dcö! Kmscistaatcö dcr Interessengemeinschaft wegcu in ssicnud. ^ uachbarlichkcit befasfcu. Agram, 13. November. (Pr.) Bci dcr hcutigcu Laudtagsab,ll>muuug iu ciuer folmcllcn Streitfraac, das ttandlagSvotum dcr Vaualtafcl nud ihrer Asscssorc» be-trcffcud, blicb die sür das Fusions.ogramm ciugcnom.! menc ^iulc, wclchc die Opposition dcd Bolmannes der' Fusion, Mazovic, gegen das Präsidium uum stützte, iu! Assram, 13 November. Dic gestrige Fcslvorstcl. lung war au,;crst zahl.cich bczucht. Der siunrcichc Pro^ log, vom Hru. Scplemuir vou Snbotic verfaßt, fand ciucu allgcmciucu uugclhciltcu Beifall. Nührcud war dic Szcuc, wo „das Vaterland" vom Geniui« veilassen, allein unter Sturm uud Gcwitler die Hilfe des Him« mcls erflehte. Da erschien dcr König Zoonimir nud der Van Nik. Zrini und fiößtcn „dem Batcrlandc" fli. schcu Muth ciu uud erfüllten eS nnt ucucr Hoffuuug. Vertappt bcgabcu sich alle drei iu dcu ^andtagssaal; noch rührender war die Szcnc, als die Landtagsocpn-tirtcu dcr fremden Erscheinungen ansichtig wurdcu, uud au rührcudstcu war, wie sich dieselben zu erkennen gaben nnd versprachen, in ihrer Mitte zn bleiben, um daS Va« tcrland frci uud uuabhäugig zn clhallcu. Eiuzclne Szc« ucu sowie das Schlußtablcau ricfeu ^iucu wahreu Äci« fallssturm hervor. Dic Aufführung dcö Zvonimir ist eine recht gclnngcnc zn nennen. Sc. Ej,'. dcr Bau wohnte' dcr Vorstellung bci. Ausland. Paris, 12. November. (Pr.) Montcbello hatte in Floren; eine Unterredung mit dem König wegen Verhütung römischer Grenztonflillc, er schied sehr befriedigt. Dcrfelbc foll ein cmgcuhäudigcS Schrcibcu dcS KaiserS überbracht haben. — Die Freaattcu „Labrador" uud „Gomcr" sind gestern in Porl-Acnorcs angelangt mit zwei Batterien (320 Mann, 215 Pferden, 12 Kano» ucn, 30 Wagen). Die Trnppen gehen heute nach Ton« loufc in Garnisou. Die Fregatten lehren morgen zurück nach Civitavecchia. — Der Aufstaud in Jamaica wachst. Dic Truppen sind uuzurcichcno. -^ Bei dem Fürsten Mcttcruich wurde heute das Ankhen im Betrage von achtzig Millionen Gulden fcst abgcschlofscn. Die Häuser Haber, das (^om^oii- ä'^eoinpte, Fould, Frcmy u. ?l. nehmen daran Theil. Eine öffentliche Subskription wird nicht stattfinden. Die Vodculrcoit'Änslalt zu Wieu und der Credit Foncicr sind mit ocm bezüglichen Kommis. siousgcschaftc betraut. Petersburg, 0. November Ein soeben ucröffent. lichter Tagesbefehl an die Truppen dcö Kasan'schcn Mi« litärbczirts crinncr au die im Frühjahre 1803 crschic-ncucu aufrührcrischeu Proklamationen »ud au ciu da» male» im Iuncrn dcö Reiches veröffentlichtes falsches Manifest, sowie an den iu Kasan beabsichtigten Aufstaud. Die Schuldigen, zumeist Offiziclc und polnische Edel« lcute, wurden sämmtlich schon iin Jahre 1^04 theils mit dem Tode, theils mit Bclllannung nach Sioiricu bestraft; eiu Eiuziger, dcr ^irutcuaut Czernjat, warder Strafe eutgangcn und halte sich an die Spitzc ciuer Iufurgcutcubcudc gestellt. 5,'luch ihn hat unn sein Schick, sal erreicht. Er ist zum Tode durch Crschicßcu vcrur« theilt und dieses Urtheil am 19. v. M. vollzogen worden. Cin anderes Todesurteil wurde iu Minök am 20. an cincm Soldalcn vollstreckt, del scinciu Obcrsllientc-nant dic Achselklappen öffentlich adgclisscn halle, alS dieser a» ihi» eine Stinfe vou 5»0 Slocksircichcu voll« ziehen lassen sollte. Mgesneuigkeitm. Ein Nuudschrcibcu dcr Zcnlralseebchöldc setzt iu Kenntniß, daß dic merkliche Besserung dcr Snn i tnt Su c rh iiltn i ssc in den auswärtigen Häfcu fic zu dcr Bestimmung veranlaßt hat, die Schiffe, welche aus den bisher vou der Cholera hcimgcfuchieu Gcgcndc» anlangen, wenn sie mit dem Patente nctla lind cincm Zertifikate ciucS östcrrcichischcu oder frcmdcu Konsulates versehen sind, nach vorhergegangener ärztli« chcr Uutcrslichuug und Reiniguug dcr Effekten uud Räu« chcrnng der Schiffsräniuc imt Chlorkalk zur ficicu Pratlik znzulasscu; die auf dem nbgctrageucu 5tlciduug^stückc müssen jedoch inS ^azarclh gebracht werden, — Dem „Narod" schreibt mau aus Wicu, daß die Ncgicruug die Gebäude für die Komilatsgcrichtc in Ungarn abzutreten oder zu vcllaufcu beabsichtige, nach. dem in Uugaru die bezüglichen Amtspclsoiicu iu ihre» eigenen Wohnungen amlircu uud bcsoudercr Amlsiäume uicht bedürfen. Solche Gebäude soll cs iu Uugaru gegru sM) gcbcu. — Die l. k. Statthaltcrci hat die beabsichtigte Gründung eines slovcnischcn ^escvcrciucs zu ^iechtcuwald! iu Steicrmarl im Prinzipe genehmigt. ^ — Iu militärischen Kreisen iu Venedig wird,! schreibt mau der „Tricslcr Zcituug," start vou wcitcrc,^ Ncduzinmgen gesprochen nnd sollen namentlich bci der Artillerie, dcm Fuhrwesen und der Traiubcspaimuug Beurlaubungen von Mannschaft lind Hcrabsctzuugcu dcS Pfcrdcstandcs bevochcheu. Eine ga,,^ Kauallcriebrigade, und zwar die Brigade Baron Edclshsim, ^^ ans Vcucticn^ abrücken nnd iu andere Prouiuzcu vcrlcgt werden. > — Sanitätöbnllcliu ans Tricst vom! 13. d. M. In dcu bis lctzic MMcrnacht vclfloffcnen^ 48 Stuudeu, sowie bis zu dcm Augenblicke, da Bor^ stehendes untcr die Presse ging, lciu neuer Fall. Beim ^ Militär cvensalls lein Zuwachs und lein Stcrbefall;! 2 wurdcu geheilt, in Behandlung vclblicbcu 01. — Das „N. Fr. Bl." schreibt: Die ..Iud. Bclgc". bestätigt unsere )iachricht, daß Hcrr v. Bismarck^ siä) iu Paris tciucs c u t gcg c u to inm cn den ! E,llpfangcs zn crfrcncu hattc. Die vlachricht dcv ..Fraucc", dcr preußische Premier sei in St. Cloud, ^ zur kaiserlichen Tafel abladen worden, cutbchrc allen! ' Grundes. Nach allen glaubwürdige!, Millhciluugcu habe, die französische Ncgirluug in allen Abstnfnngcn dcr Rc-Präsentation: dcr Hof, das Ministerium nud die Di< plomatic, Hcrru v, Bisiuarck gegenüber die größte Zurückhaltung beobachtet. Lokalbericht und Korrespondenzen. Vom 1. d. M. sind mchrnc Kalsrr ^crdinandlischc Stipendien im jährlichrn Äclrngc l'on 15^ ft. .'X) ls. und von 195> si. ö. W.< dann da« crstc Ialol» Moscr'schc im Ialireiin'llage uoii !»<^ fl. , cndl ch dat' »ru lrcirlc Pfarrer Simo» Schrryrr'sche Sllidcntcnhllndstlpriidiuin im Iahrcsrrlra^e vou ü« ft. ö. W. zu vsrlcihcn. Zinu Glinissc dcr rrstcu sind ^liidiisiidl', wrlche cmS Ilninosttrrrich, int«bssoudcrc Kärutrn ciebiirtig silid, zum Vriiusse ^ drr bridr» llhtgrdnchlcu abrr Vrrwandte drr Sliftsr und in drrcll <5rmauqllinss giborn: .^äriilncr (bei dcr Moserschi-il aus dem ViM)limr Ginl, bei dcr Schrclicr'schrn au« dcr Psnrrc Tarvis) ^ licrufen. Alle dicsc Stiprndirn lönnrn l>is zur Vollendung der Studien gniosscn wrrden. — Gestern Nachmittag erfolgte bei nilnstigster Beleuchtung dir v h o t o y r ap hi sch r Äufnnhmc der Stadt 5' a i b a ch vom zweiten Stockwerke dci< Schlosses Tivoli au? dinch I. Diwi-schon'i,traine« l<> abgcsnndlü, 14 sind verpachtet worden. (5s wurde gigen da? Vorjahr ans dcm flachen ^'andt cin Vtchr^lrag von i0.s>00 fl. nnd in !l'aibach von 8j.000 sl. erzielt. — A>, d'ie Hier licsN'hcnbc Ackcrlmuschnlc soll sicherem Beruehmen nach eine Forstschule ai!geschlossen werden. Neueste Nachrichten uud Telegramme. Floren;, 13, Noucmliei'. Die amtliche Zeitung dcmcntirt die Nachricht, daß Kaiser Napoleon ciu Schrcibcu über die röiuischc Frage au den König Viktor ^lnauucl gerichtet habe. Vcrn, 13. November. Offizielle Berichte auS Genf melden: Die gestrige Wahlversammlung war äußerst zahlreich l'rsucht und wurde von 11.626 Personen ab» gestimmt. Die Nnabhäugigcn hoffen die Majorität z» haben. Die Ruhe war keinen Angcublick gestört. Genf, 1'l. November. Sänimllichk Kauoil'atsn l'ir Unabyängigen stno gewählt woilen. — Die Nr„lr Hchü^'nqsmclnde vcrzichicl auf oir Nll'cru,ih>l»e des ! lldgcü^slschcu Frcischlebfno. 'iftaris, 13. 'November (Abends.) 5ic hiesigen Journale schreiben: Man versichert, daß heute ciu l. Ockicl ul'lcizcichilcl worden sci, welches großc Rcdut» lionci, in dcr Aim« l'cwcilstclll'ae. Sieben Bnlaillone der Garde sollen anfaclööl we, dri,; jcdcS der hundert ^inieninfaülcrieicaimeutcr soll 3 Kompagnien verlieren, dic zwei KarabinicrSrcgimcutcr sollen mit den Kmassie^ reu der Garde verschmolzen weiden; bli jcdem dlr 5,0 Kavallerieregimenter sollen die sechs (55ladtoucu, a»e wclchcu sie gegeuwärlig bestehen, auf füuf (5otndloncn rcduzirt uud schließlich sollen 40 Aattcricu Artillerie aufgclöot werden. Die Ncdnziruugeu wtirdcn dciläufig ciuc Hcrabmiudcruug des Hccrc^staudc^ u»i 1^00 ^sfj. ziere uud 42000 Soldaten crgcbcn, Dic ^rspurungcn würden sich bci vollständig durchgeführter Reduktion auf clwa 50 Millioucu Fi'. belaufen. ! Vriissel, 13. November. Dcr Köuig hat dic De« ^ mission des InstizministcrS Tcsch angenoinme!, und mittelst DcllctS vom 12. d. Vi. dcn Dcputirlcn Äma zuin Nachfolger Tcschö ernannt. ! Vriissel, 13. Noocmbcr. ES vrrlaulct als authentisch, daß die Dissercuzcn zwischen dcm pävsllichcn Stuhle ^ und dcm Kölurr Domlapitcl beseitigt sciru. DaS 5la> ^pilcl hat nachgegeben; cS behält dai« Plasenlalionsrccht bci, muß aber unter dcn vom Papste nnd dem zlöniac ! von Ptcußcn gcuchmiaten Kanbiduleli wühle». Graf ^cdochowsli wild im ilonsisloriuiu Hliillc Dczcmblr plülonisirt. Theater. Hcntc Vi i l l w o ch d c n 1.',. '.>i ovcmdli - flotte Bursche. ^ Komische Operette in 1 Nnf,ull.e voil I. Braun. Mns>l vom , Kllpcllmclstcr Franz v Supp,». ' Ticiem gehl vor: Die (5ifersi,chtisseu, odr: Da^ heimliche Himmer. Lustspiel in 1 Änszng vl-», :!nidnich Vencdix. Mel^rolussischo Nclibachlunssell i,l Qulinch. li5 14. 2 „ N. 3^2.zf. i' "-" 9iW. schwach »vollculoi« <» „. 10., Ad. 33!^.« — Ü.z NW. schwach wolleuluö Schnelle Abnahme der Wärme. Sehr trotten. Unarwulm lich llnrc ^^rüstch«. Vereinzelte Stlruschnnppen. Tic ^,ch,^„' <^'„'" !>,u,.i.',!5 I..), die gewöhnlich Ende Dczcmlier uiio A,m„« Jänner an? dem hohsi, Norden hier rinzntrefscn psleacn wu k,>. schon vor eincrWoche ans demi'a.bachcr Morast ci,ichs„',,,,b z,i/. ^xnnplarc ^auon rrlrstt. Verantwortlicher Ncdaltcur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Bcrlag von Ignaz v. Kleiumayr ^ Fcdvr Bamberg in Lmvach.^ K)5i) Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurje an dcr k. t. öffentlichen Vörse in Wien. Den 14, November. 5'/ MclaMque« 65 N5 1860cr Anleihe 55,50 5'/« 9lat.-Aul>h, «'0.35, Gilber . . . 107.25 Baulaltien . 7?^— London . . 107.<)i) Krcditaltiru . 160,70 K. k. Dulateu 5.17 Fremden-Anzeige uonl 13. )iolibr. Ttadt Wien. Die Herren: lion kaer, Landwirth, lic>u Münster. — uon Lehmanu, von Rudolfswerth. — Fränkel, Kanfmann, von Wim. -- Supftau-cich, Gm.^onsulntii-Protololllst, von Äraindurg. Frau Kartin, Mufmauut«gattiii, uou St. Georgen, Elephant. Die Herren: Ehrlich, Kaufmann, und Vricß, Handlnng^reisl'ndcr, von Wien, — Rauo, Kanf-,nann, von Trieft. — Endcmaim, Insscuicur, und Mayr, Einnehmer, von Graz. — Krischaj, Pfarrer, von Laas. — Fran Geister, Schnhhänd-lerin, von Fügen. Bairrischer Hof. Herr Guttmmm, Kadct, von Venedig. Mohren. Herr Schmidt, Paplcrfabrilant, von Marburg. ^ Gründlichen Unterricht ! in den znr äschctischcn Bildung tiller !Dame nölhigen Fächern ertheilt ein ^l. f. Prof's,or. ! Nahercs aus Gefälligkeit in dcr !Erpe0i>!l'!l. (2344—3) (2332-3) Nr. 6W6. Erinuerung an die Peter Hütte r's ch c n Erben uon Mraucn Nr. 23. Von dem k. k. Vczlrksmlile Gollschee als Gericht wird den Pelcr Huttcr'schcn Erde« von Mranen Nr 23 hiermit erinnert: Os habe Giou. Aug. Mauro von Tries! onrch Dr. Wenedikter wider dieselben die Klage auf Zablung von 382 ft. 75 kr. 5. W-c.«. o.. «ul>i>n>l'5. 12, Anbist l, I.. Z. 6906, hicramts eingebracht, wolnl'er znr münd. lichen Verhandluug die Tagsayuug anf den 2 3. November l. I. früh 9 Uhr. mit oem Anhange des §. 29 c>er allg. G. O. angeordnet nnd dcn Ge< klagten Herr Josef Weber von Mraneu als ^m'uloi- u Gcwcrbclrcillcndc. ' Preisherabsetzung. ! l Die,-lmcrifanischcn MäN«»»«»« l»I»»<5i> von HT >>< < I« »^ H^ ^T!>»«« für den F.imilienqebranch - ! z» l l^, 120. 130 und 150 ft., frnbcr zn 150< 160, 170 nnd 1tt5 si, ^ ! Et.nfe Maschinen für das k. k. Militär und Gfwn^ellfidends: t zn 130 ft., früher !<» l'is 170 ft. 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Wegen gänzlicher Auflösung des Geschäfte?, macht dcr Unterzeichnete dem hochverehrten Publikum die Anzeige, daß er sein Lager, bestehend in allen Gattungen Pelzwaarcn für Herren sowie für Damen, zu ucrkanscn gcdcnkt, uud zwar zu herabgesetzten Preisen. Bestellungen so wie anch Reparaturen werden auf das schnellste und billigste besorgt. (InistiiMi KiMischkv. (2303—I) Ls würde sicher gerechtes Staunen erregen, wenn man die Unzahl von tokmelischen Artikeln, welche seit cmcm Dccemuum in den österreichischen Staaten in den Handel gebracht worden smd, auf einmal veröffentlichen würde. Weniger anffallcild ist für den Beobachter dcr Umstand, das; die meisten dieser Artikel, und gerade jene, welche am pomphaftesten zur PMicität gelangen, sehr schnell wieder, und zwar spurlos verschwinden, weil diese aus-Mcßlich anf die Leichtgläubigkeit des großen Publikums berechnet sind: daher gelingt es auch in den allerscltcsten Fällen, eine kosmetische Specialität so emzlMrgern, das, sie sich zum lmabweislichen Aeoürfnih des grohen Publikums emporarbeitet. Eine solche aufier-ordentliche Allsnahme macht beispielsweise das Amtheriu - Mundwasser oon Dr. I. W. Popft, Zahnarzt iu Wicn. Vor 16 Jahren ms Leben gerufen, hat das Popp'sche Mundwasser im Im >md Auslande einen außelgewöhnlichen Nusschwung gcuomme» , und fragt man mm , woher dieser bedeliteude Erfolg nchrt, so löiineu wir daraus nur erwidern, dah da^ Popp'sche Aualherin-Mundwasser sich wie lein anderes Mittel bewährt hat, weim es rechtzeitig uud Vorschrift-?' mäfiig gebraucht worden ist. Zum besscrcu Verständniß veröffentlichen wir noch folgende a,!>?' sührlichc Beschreidllng des Popp'schen A >, athcriu - M undwajse r s. Es dient zur Neiniguug der Zähne überhaupt. 66 lösl durch seiue chemischen Ligenschasten deu Schleim aus, dcr sich bcsouderö bei Denjenigen, die au schwacher Verdauung leiden, auf dcu Zähnen uud zwischen den Zähueu abzulagern pflegt, und bedingt dadurch die Unmöglichkeit seiner Verhärtung bei längerem Verweilen. > Aus dieser Ursache ist es auch zugleich das beste Zahureiuigungsmittcl am Morgen und uach der Mahlzeit. Vesoudcrs zu empfehlen ist dessen Gebrauch nach der Mahlzeit, weil die zwischen den Zähnen zurückgebliebenen Flcischtheilcheu durch ihren Uebcigang in Fäulnis! nichl nur die Substanz der Zähne bedrohen, eineu unangenehme,,, üblen Geruch aus dcn» Muude verbreiten und durch keine Zahnbürste so sicher und leicht eutsernt werden töi""», alö dinch das Analherin-Mundwasser. Selbst in denjenigen ,>älleu, wo bereit? der W e i u st e > n l'^ abzulaczcru beginnt, wivd es ,nil Vortheil auszcwendc«, i»dem s' ^er Orh«rtung entgegencilbcilct, da^ ciszeiUliche Vindcmittcl de^ Wci»stz»gc befilil. ^s! aber ^auch in»' der kleinste Punkt eine5 Zahnes abgesprungen, so wird dcr so entblößte Zahn bald vom Aeiufraslc ergnffcu und geht nicht nur früher oder später, je nachdem der Neinsrasl chronischer oder akuter Natur ist, jedoch jedenfalls sicher zu Gruude, sondern veiursaclit auch überdies noch unauöstchliche Schmerzen. Es gibt dcnZähncn ihre schöne, natürliche Farbe wieder, indem es jeden fremdartigen Ueberzug chemisch zersetzt und überspült und den Zahnschmelz in seiner natürlichen Färbung wieder herstellt. Sehr nuljb ringend bewühlt eS sich in N ein erl-al t u u a, t n n st l i' cher Zähne. Alle künstlichen Zähne, aus welchem Stoffe sie auch bestehen mögen, verlangen eine immerwährende Aussicht uud Pflege uud besondere Reinhaltung, umsomehr Äeiugcbisse, je weniger gesund die anderen dancbcnstcheudeu Zähne sind. (5s erhält die die künstlichen Zähue mcht nur in ihrer ursprünglichen ,>arbc, iu ihrem Glänze: es verhütet auch den Ansah des Weinsteins, dcu Ucbcrschlag einer schnuchigeu Farbe, sowie es selbe ganz besonders vor jed cm ü b le u G cru ch, den sie sehr gerue anzunehmen pflegen, bewahrt. Ebenso bewährt es sich als ciu sicheres uud verläßliches Besänftigung s m i t t e l bei Schmerzen von hohlen Zahnen, sowie bei rheumatischen Zahns ch m clzc n. Während viele sehr angerübmlc zahnschmerzstillcudc Mittel oft im Stiche lassen oder schwer auzuwcndcn sind, andere wieder durch Unvorsichtigkeit oder Ungeschicklichkeit der AmveudungSart leicht bedeutende Verlcjjungen oder Entzündungen hervorzurufen vermögen, andere wieder, wie z. V. Opiate, leicht Vcläubuugcu zuwege bringen, hebt das Anathcrin-Mundwasser leicht, sicher und ohne daß man irgend eine uachthcilige Folge zu besürchteu hat, den Schmerz iu der kürzesten Zeit, iudcm r<5 dcu irrilirleu New besänftigt, dessen Nciz-Empsiudlichleit mildert und abstumpft uud die aufgehobene Harmonie zwischen den äußeren und inneren Gebilocu herstellt. Aus denselben Ursachen bewährt sich das Anatherin-Mlmdwasser auch gegeu Fäulniß im Zahnfleische. Ueberaus schätzcusweith ist das Anathenu-Muudwasser in Erhaltung deSWohl -geruchs des Athems, sowie in Hcbuug uud Entfernung eine» vorhandenen übelriechenden Athems, und es genügt das tttglich öftere Ausspülen des Muudes mit diesem Wasser. Ebenso treffend bewährt sich das Au at h eriu - M u n d w a s s e r b ci locker sitzenden Zähnen, ciu Uebel, an dem so viele SlrophMse zu leiden pflegen, sowie auch im vorgerückten Alter eiu Schwinden und Zurücktreten des Zahnfleisches eintritt. Ein sicheres Mittel i st das A natherin - Mund was s cr ebenfalls bei leicbt blutendem Zahnfleische. Die Ursache des leicht blutenden Zahnfleisches liegt in dcr Schwäche und Schlaffheit dcr Zahngcfäße, deren Fasern, dcr ihnen nöthigen Elasticität beraubt, nicht im Stande sind, die rothe Flüssigkeit in ihrem Innern (d. h. in ihren Kanälen) zu erhalten, und bei der mindesten auf sie einwirkenden Gewalt, oft auch ganz ohne Ursache, selbe fliehen lassen. Diese Mundtheile bluten mehr oder weniger heftig, wenn des Morgens auch mit der weichsten Zahnbürste bei dcr Reinigung dcr Zähne ans Wert gegangen wird. 3>, hal'cn: In Lailvich bci ?l n t. KrisPcr — I oh. Kra sch oui tz — .ss a i l Grill „zum (5hincstl," -- Pctri'iili ü Pirlcr >md Kraschowih's Nitwc; m Krainbuni bci L. 'ssriSver; iu Blcil'ilrg 1,ci H e r b >1, ','ll'othlfn-; m WaraSdin l'ci Haltrr, Apc,ci Iahn. ApothrllV, in T>nst Haxptdcpot bci Scrravallo, dann bci lii o c c a, Zanetti, Xilouich und N c> ,< d ° l i » ,', Apl'theser, I. W e i si c n f e l d , i!uizi> L u r b-schn cider; in Äischoflack, Obcrfrain, bci Karl Fabian i, Ar^tl,cssr; in Görz bci ssra»^ az