K. k. Staatsgymnasium in Marburg a/D. JAHRES-BERICHT iiber das Schuljahr 1914—1915. Veroffentlicht durch den Direktor Dr. Josef Tominšek. INHALT: A) Chronik des Kriegsschuljahres 1914 15 (mit einer Ansprache des Prof. Dr. Anton Medved). Vom Direktor. B) Schulnachrichten. Vom Direktor. mm MARBURG a/D., 1915. VERLAG DES K. K. STAATSGYMNAS1UMS. * Maribor v & «J’'** A) Chronik des Kriegsschuljahres 1914/15. (Vom Direktor.) Die Bluttat in Sarajevo. Das Schuljahr 1913/14 schloB unter dem erschutternden Eindrucke des Entsetzens und der allgemeinen Trauer iiber die graBliche Bluttat in Sarajevo. Zu den im letzten Jahresberichte vermerkten Trauerkundgebungen der Anstalt sei die Trauerrede nachgetragen, die der Religionsprofessor des Gymnasiums, der hochw. Herr Dr. Anton Medved, bei der kirchlichen Trauerfeier, die am 3. Juli 1914 in der Aloisikirche abgehalten wurde, vor der gesamten Lehrerschaft und Schulerschaft in tiefer Ergriffenheit hielt. Dr. Medved sprach : „ln memoria aeterna erit iustus. Ps. Ili, 7. O wehe! Ganz Òsterreich weint. Trauerfahnen sehen wir diister flattern von den Sudeten bis zum Strande der blauen Adria, von den Karpathen bis zu den Schnee- und Eisbergen Tirols. Das gesamte Vater-land ist ein Trauerhaus geworden, in welchem die Majestat des Todes tiefes Stillschweigen gebietet. Die edlen Herzen der ganzen gebildeten Welt bluten und sind Starr vor Entsetzen. Wer kennt nicht den Grund dieser unbeschreiblichen Trauer und dieses grenzenlosen Entsetzens? Es ist das ruchlose Verbrechen, welches sich am vergangenen 28. Juni in der schonen Hauptstadt Bosniens, in Sarajevo, zugetragen liat. Ein entmentschter Mordgeselle, dessen Namen zu nennen mir die •Heiligkeit dieses Ortes verbietet, hat durch Revolverschusse Seine kaiser-liche und kònigliche Hoheit, den Erzherzog und Thronfolger Franz Ferdinand, und hòchstdessen Gemahlin, ihre Hoheit Frau Herzogin Sophie von Hohenberg, getòtet. Es ist das ein Verbrechen, wie ein solches in den Annalen Òsterreichs und aller neueren Staaten nicht verzeichnet worden ist. Ach — jene Kugeln von Sarajevo, welch ein Unheil haben sie angestiftet! . . . Sie haben einen edlen Sprossen des Hauses Habsburg, der in der Bitite des Mannesalters, im 51. Lebensjahre stand, mit einer teuflischen Grausamkeit dahingerafft. Sie zerstòrten die sufle Hoffnung des Reiches, welches im Thronfolger den zuktinftigen Herrscher verehrte, der in-folge seiner glanzenden Talente und Fahigkeiten eine iiberaus gliick-liche Regierung in Aussicht stellte. Franz Ferdinand war ein rastlos tatiger Mann, ein groBer Fòrderer von Kunst und Wissenschaften, sowie aller edlen Bestrebungen. Die òsterreichische Armee blickte mit Bewunderung auf ihn, als auf eine Koryphae der hochsten Offiziere, der berufen zu sein schien, im Falle eines Krieges die Wehrmacht des Reiches von Sieg zu Sieg, von Triumph zu Triumph zu fiihren. Einen unersetzlichen Verlust etleidet durch den Tod des Verblichenen die òsterreichische Marine, deren achtunggebietender Ausgestaltung und Vervollkommnung er mit Begeisterung seine besten Kratte widmete. Ein helleuchtender Štern des Hauses Habsburg ist mit ih m erloschen; der Stolz der Dynastie und die Freude der treuen Untertanen wird mit ihm zu Grabe getragen. Geradezu vernichtend war der Eindruck, den ein jeder empfunden, als man die Trauerbotschaft vernahm, daB auch die erlauchte Gemahlin des Thronfolgers, Ihre Hoheit Herzogin Sophie von Hohenberg, durch die Mordwaffe fallen muBte. Sie war das Ideal einer guten Gemahlin, eine ausgezeichnete Mutter, eine in jeder Beziehung nicht hoch genug zu verehrende Frau. Mit staunenswertem Eifer und mit gliihender Mutter-liebe widmete sie Sich der Erziehung ihrer Kinder. In der Òffentlichkeit beteiligte sie sich an zahlreichen Wohltatigkeitsveranstaltungen. Wohl-taten zu spenden war ihr einziger Ehrgeiz; Tranen zu trocknen, die Herzen zu tròsten, das Elend zu mildern — das war ihr eine heilige Pflicht. Niederschmetternd ist der Gedanke: Wie kanil die diabolische Bosheit eine solche Zierde des Frauengeschlechtes ins Verderben ge-sttirzt haben?! Welch ein schònes Familienleben wurde zugrunde gerichtet! Welch ein gltickliches Eheband fiir immer z e r-r i s s e n ! In diesem unendlich tragischen Tode erblicken wir einen einzigen Trost: daB nanilich die beiden hohen Verblichenen sich ein gluckliches und seliges Jenseits vorgebaut haben. Sie waren ja so tief religios, empfingen monatlich die heilige Kommunion und beteiligten sich mit rtihrender Andacht an frommen kirchlichen Andachten. Gerade vor vier-zehn Tagen, am 19. Juni, begingen beide mit ihrem ganzen Hause mit auBerordentlicher Festlichkeit die Herz Jesu-Andacht. Deswegen karm man wohl einem jeden von ihnen die Worte des Dichters zurufen : Nun schlaf ohn’ allen Kummer, von keinem Weh erschreckt, bis wieder aus dem Schlummer dich Jesu Christ erweckt! 5 Wir kònnen aber diese Trauerfeier nicht schlieBen, ohne noch einen zweifachen Blick zu tun. Daher, Andachtige, levate capita vestra — erhebet euere Haupter! Zuerst wollen wir blicken in das SchloG Chlumetz, in welchem sich jetzt die drei Kinder des verewigten Thronfolgers befinden. Sie sind der Gegenstand unbegrenzten Mitleides der ganzen Welt. In einer einzigen Stunde sind sie Waisen geworden — in einer Stunde wurden ihnen der tenere Vater und die liebevolle Mutter ent-rissen ! Seid uns gegruBt, Ihr unschuldigen, so entsetzlich betroffenen Kinder! Euere Tranen sind unsere Tranen, mit Eueren Herzen bluten unsere Herzen. Wir alle rufen Euch zu : Gott tròste Euch ! Euere, Euch so grausam entrissenen Eltern mògen Euere Fiirsprecher in der Ewig-keit sein! Gottes Schutz und Segen begleite Euch stets in Euerem Leben! Den zweiten Blick wenden wir nach Schònbrunn bei Wien. Dort weilt der greise Kaiser, Seine Majestat Franz Joseph 1. Gibt es noch einen Schmerz, den er nicht ernpfunden batte? Gibt es noch einen herben Schicksalsschlag, der ihn nicht getroffen hatte. Und jetzt noch diese Trauer in seiner so hart geprtiften Familie! Beugen wir uns in Ehrfurcht vor dem groBen Monarchen, vor dem heldenmiitigen Martyrer auf dem Kaiserthrone! Driicken wir Seiner Majestat unser Mitleid aus und versichern wir ihn unserer unwandel-baren Treue und Ergebenheit! Nur die unerschiitterliche Liebe aller Vòlker Ósterreichs zu ihrem Kaiser, vereint mit der Hilfe des Allmach-tigen, vermag zu bewirken, daB Seine Majestat auch ein solches Ereignis ertragen kann, wie wir es heute mit ihm beweinen. Amen.“ Am nachsten Sonntag, den 5. Juli 1914, lasen die Vòlker Ósterreichs tranenden Auges die ergreifenden und doch so testen Worte Sr. Majestat im Allerhochsten Handschreiben vom 4. Juli 1914, das da lautet: „Lieber Graf Stiirgkh! Tief erschtittert stehe Ich unter dem Eindruck der unseligen Tat, die Meinen innigstgeliebten Neffen, mitten aus einem ernster Pflicht-erfullung geweihten Wirken, an der Seite seiner hochherzigen, in der Stunde der Gefahr treu bei ihm ausharrenden Gemahlin dahingerafft und Mich und Mein Haus in schmerzlichste Trauer versetzt hat. Wenn Mir in diesem herben Leid ein Trost werden kann, so sind es die ungezahlten Beweise warmer Zuneigung und aufrichtigen Mit-ftihlens, die Mir in den eben verflossenen Tagen aus alien Kreisen der Bevòlkerung zugekoinmen sind. Eine verbrecherische Hand hat Mich des lieben Anverwandten und treuen Mitarbeiters, hat schutzbedurftige, dem zartesten Alter kaum ent-wachsene Kinder all dessen, was ihnen auf Erden teuer war, beraubt und namenloses Weh auf ihr unschuldsvolles Haupt gehauft. Der Wahnwitz einer kleinen Schar Irregeleiteter verinag jedoch nicht an den gcheiligten Banden zu riitteln, die Mich und Meine Volker umschlingen, er reicht nicht heran an die Gefiihle inniger Liebe, die Mir und deni angestammten Herrscherhause aus allenTeilen der Monarchie aufs neue in so riihrender Weise kundgegeben wurden. Sechseinhalb Jahrzehnte habe Ich mit Meinen Volkern Leid und Freuden geteilt, auch in den schwersten Stunden stets eingedenk Meiner erhabenen Pflichten, der Verantwortung ftir die Geschicke von Millionen. iiber die Ich dem Allmachtigen Rechenschaft schulde. Die neue schmerz-liche Priifung, die Gottes unerforschlicher RatschluB iiber Mich und die Meinen verhangt hat, wird in Mir den Vorsatz starken, auf dem ais recht erkannten Wege bis zum letzten Atemzug auszuharren, zum Wohle Meiner Vblker. Und wenn Ich dereinst das Unterpfand ihrer Liebe ais kostbarstes Vermachtnis meinem Nachfolger hinterlassen kann, so wird dies der schònste Lohn Meiner vaterlichen Fiirsorge sein. Ich beauftrage Sie, alien, die sich in diesen kummervollen Tagen in bewahrter Treue und Ergebenheit um Meinen Thron geschart haben, Meinen tiefempfundenen Dank kundzutun. Wien, am 4. Juli 1914.“ Franz Joseph m. p. Die Kriegserklàrungen und der Krieg. Hinter der grafilichen Mordtat von Sarajevo erhob sich jedoch furcht-bar die rachende Nemesis. Die Spuren des Mòrders und seiner Gesellen sowie die Faden einer weitverzweigten, gegen unsere Monarchie gerichteten Verschworung fuhrten nach Serbien. Daher wurde in einem unserer GroB-macht wiirdigen Tone, dessen Kraft und Wuclit das Herz jedes Patrioten hòher schlagen lieti, am Doniierstag, den 23. Juli 1914, von unserer Re-gierung eine Note an Serbien gerichtet, worin binnen zwei Tagen die unzweideutigste Biirgschaft verlangt wurde, dati die Verbrecher der ver-dienten Strafe zugefuhrt, deren bestehende Organisation im Keime erstickt und ein ahnliches verbrecherisches Beginnen fiir alle Zukunft uninòglich gemacht werde. Die ganze Welt liielt den Atem an . . , Italien beeilte sich zu erklaren, dall es in einem Kampfe zwischen Ósterreich-Ungarn und Serbien „eine freundschaftliche und dem Bundes-verhaltnisse entsprechende Haltung einnehmen wird.“ Die serbische Antwort vom 25. Juli 1914 lautete in der Hauptsache ausweichend — der Krieg war unvermeidlich. Am 28. Juli 1914 veròffentlichte die osterreichisch-ungarische Re-gierung die Kriegserklaru ng an Serbien, welche in deutscher Ober-setzung lautet: „Da die kòniglich-serbische Regierung die Note, welche ihr vom osterreichisch-ungarischen Gesandten in Belgrad am 23. Juli 1914 iiber-geben worden war, nicht in befriedigender Weise beantwortet hat, so sieht sich die k. u. k. Regierung in die Notwendigkeit versetzt, selbst fiir die Wahrung ihrer Rechte und Interessen Sorge zu tragen und zu diesem Ende an die Gewalt der Waffen zu appellieren. Ósterreich-Ungarn betrachtet sich daher von diesem Augenblicke an im Kriegszustande mit Serbien befindlich. Der òsterreichisch-ungarische Minister des ÀuBern Graf Berchtold.“ Am gleichen Tage geruhte Seine k. u. k. Apostolische Majestat das nachstehende Allerhòchste Handschreiben und Manifest zu erlassen: »Lieber Graf Stiirgkh! Ich habe Mich bestimmt gefunden, den Minister Meines Hauses und des ÀuBern zu beauftragen, der kòniglich-serbischen Regierung den Eintritt des Kriegszustandes zwischen der Monarchie und Serbien zu notifizieren. In dieser schicksalsschweren Stunde ist es Mir Bediirfnis, Mich an Meine geliebten Vòlker zu wenden. Ich beauftrage Sie daher, das anverwahrte Manifest zur allgemeinen Verlautbarung zu bringen. Bad Ischi, am 28. Juli 1914. An Meine Volker! Es war Mein sehnlichster Wunsch, die Jahre, die Mir durch Gottes Gnade nodi beschieden sind, Werken des Friedens zu weihen und Meine Volker vor den schweren Opfern und Lasten des Krieges zu bewahren. Im Rate der Vorsehung ward es anders beschlossen. Die Umtriebe eines haBerfiillten Gegners zwingen Mich, zur Wahrung der Ehre Meiner Monarchie, zum Schutze ihres Ansehens und ihrer Machtstellung, zur Sicherung ihres Besitzstandes nach langen Jahren des Friedens zum Schwerte zu greifen. Mit rasch vergessendem Undank hat das Kdnigreich Serbien, das von den ersten Anfangen seiner staatlichen Selbstandigkeit bis in die neueste Zeit von Meinen Vorfahren und Mir gestiitzt und gefdrdert worden war, schon vor Jahren den Weg offener Feindseligkeit gegen Òsterreich-Ungarn betreten. Als Ich nach drei Jahrzehnten segensvoller Friedensarbeit in Bosnien und der Herzegowina Meine Herrscherrechte auf diese Lander erstreckte, hat diese Meine Verfiigung im KOnigreiche Serbien, dessen Rechte in keiner Weise verletzt wurden, Ausbrtiche zugelloser Leidenschaft und erbittertsten Hasses hervorgerufen. Meine Regierung hat damals von dem schdnen Vorrechte des Starkeren Gebrauch gemacht und in auBerster Nachsicht und Milde von Serbien nur die Herabsetzung seines Heeres auf den Friedensstand und das Versprechen verlangt, iti Hinkunft die Bahn des Friedens und der Freundschaft zu gelien. Von demšelben Geiste der MaBigung geleitet, bat sich Meine Re-gierung, als Serbien vor zwei Jàhrerr im Kampfe mit dem tiirkischen Reiche begriffen war, auf die Wahrung der wichtigsten Lebensbedm-gtingen der Monarchie beschrankt. Dieser Haltung hatte Serbien in erster Linie die Erreichung dès KriegszweCkes zu verdankèn. Die Hoffnung, dafi das serbische Konigreich die Langmut und Friedensliebe Meiner Regierung wtirdigen und sein Wort einlosen werde, hat sich nicht erfullt. Immer hòher lodert der Hafi gegen Mich und Mein Haus empor, immer unverhiillter tritt das Streben zutage, untrennbare Gebiete Óster-reich-Ungarns gewaltsam loszureifien. Ein verbrecherisches Treiben greift iiber die Grenze, um im Sild-• osten der Monarchie die Grundlagen staatlicher Ordnung zu untergraben, daS Volk, dem ich in landesvaterlicher Liebe Meine volle Fiirsorge zu-wende, in seiner Treue zum Herrscherhaus und zum Vaterlande wankend zu machen, die heranwachsende Jugend irrezuleiten und zu frevelhaften Taten des Wahnwitzes und des Hochverrates aufzureizen. Eine Reihe von Mordanschlagen, eine planmaBig vorbereitete und durchgefiihrte Verschwòrung, deren furchtbares Gelingen Mich und Meine' treuen Vòlker ins Herz getroffen hat, bildet die weithin sichtbare blutige Spur jener geheimen Machenschaften, die von Serbien aus ins Werk gesetzt und geleitet wurden. Diesem unertraglichen Treiben muB Einhalt geboten, den unauf-hòrlichen Herausforderungen Serbiens ein Ende bereitet werden, soli die Ehre und Wiirde Meiner Monarchie unverletzt erhalten und ihre staatliche, wirtschaftliche und militarische Entwicklung vor bestandigen Erschutterungen bewahrt bleiben. Vergebens hat Meine Regierung noch einen letzten Versuch unter-nommen, dieses Ziel mit friedlichen Mitteln zu erreichen, Serbien durch eine ernste Mahnung zur Umkehr zu bewegen. Serbien hat die maBvollen und gerechten Forderungen Meiner Regierung zuruckgewiesen und es abgelehnt, jenen Pflichten nachzukommen, deren Erfiillung im Leben der Volker und Staaten die natiirliche und notwendige Grundlage des Friedens bildet. So muB Ich denn daran schreiten, mit Waffengewalt die unerlaB-lichen Btirgschaften zu schaffen, die Meinen Staaten die Ruhe ini Innern und den dauernden Frieden nach auBen sichern sollen. In dieser ernsten Stunde bin Ich Mir der ganzen Tragweite Meines Entschlusses und Meiner Verantwortung vor dem Allmachtigen voli bewuBt. Ich habe alles gepruft und erwogen. Mit ruhigem Gewissen betrete Ich den Weg, den die Pflicht Mir weist. Ich vertraue auf Meine Vòlker, die sich in alien Stiirmen stets in Einigkeit und Treue um Meinen Thron geschart haben und fur die Ehre, GroBe und Macht des Vaterlandes zu schwersten Opfern immer bereit waren. Ich vertraue auf Osterreich-Ungams tapfere tind von hingebungs-voller Begeisterung erftillte Wehrmacht. Und Ich vertraue auf detr Allmachtigen, daB Er Meinen Waffen den Sieg verleihen werde.“ Franz Joseph m. p. So brach der Krieg zwischen unserer Monarchie und Serbien aus. Da sicli jedoch RuBland sofort als Beschiitzer Serbiens meldete, hingegen das Deutsche Reich Osterreich-Ungarn als treuester Waffenbruder an die Seite trat, glaubten eine Reihe von Staaten die Zeit fur gekommen, um alte Rache- oder Eroberungsplane zu verwirklichen: 18 Kriegserklarungen erfolgten im Jahre 1914; an die Seite Ósterreichs und Deutschlands trat nur die Turkei. Die Kriegserklarungen waren folgende: 28. Juli 1914; Osterreich-Ungarn an Serbien; 1. August 1914: Deutschland an Rufiland; 3. August 1914: Deutschland an Frankreich; 3. August 1914: Deutschland an Belgien; 4. August 1914: England an Deutschland; 5. August 1914: Osterreich an RuBland; 6. August 1914: Serbien an Deutschland; 11. August 1914: Montenegro an Osterreich; 11. August 1914: Frankreich an Osterreich; 13. August 1914: England an Osterreich; 23. August 1914: Japan an Deutschland; 25. August 1914: Osterreich an Japan; 28. August 1914: Osterreich an Belgien; 2. November 1914: Rufiland an die Turkei; 5. November 1914: Frankreich an die Tiirkei; 5. November 1914: England an die Turkei; 7. November 1914: Belgien an die Turkei; 7. November 1914: Serbien an die Ttirkei. Ein Weltkrieg, wie ihn die Geschichte noch nicht kennt! — Zehn Monate dauerte schon das blutige Ringen, das auch wahrend des Winters nicht einen Tag ausgesetzt hatte; es nalite der Wonnemonat 1915, Ósterreichs und Deutschlands Kraft war nicht nur nicht gebrochen, sondern holte ge-rade zu einem wuchtigen Schlage aus: Da erhob sich hinter dem Gehege gegen uns ein neuer Gegner, unser dreifiigjahriger Bundesgenosse, italien! Was nicht Waffengewalt und Obermacht vermocht, das soli der Verrat zu-,stande bringen: „Ein Treubruch, dessengleichen die Geschichte nicht kennt. “ Am 23. Mai 1915 hat uns Italien, aus bloBer Bcgehrlichkeit, im Wahn, auf billige Weise viel zu gewinnen, den Krieg erklart. Das treulose Italien hat, bevor der erste KanonenschuB .iiber die Grenze des bisherigen Verbiindeten halite, moralisch eine Niederlage erlitten, von der es sich nicht erholen wird, so lange der Name Italien Bestand hat. Denn das fi a m mende, von er-habener Grofie getragene Manifest, das Sei n e Majestat un ter dem Eindrucke dieser Kriegserklarung a n die Vòlker Ósterreichs richtete, schmettert die schleichenden Treubriichigen ebenso nieder, wie es die Osterreicher zur Heldenhaftigkeit erhebt. Das vom 23. Mai 1915 datierte Manifest lautet: „An Meine Vòlker! Der Kónig von Italien hat Mir den Krieg erklart. Ein Treubruch, dessengleichen die Geschichte nicht kennt, ist von dem Kònigreiche Italien an seinen beiden Verbiindeten begangen worden. Nach einem Biindnis von mehr als dreifiigjahriger Dauer, wàhrend dessen es seinen Territorialbesitz mehren und sich zu ungeahnter Bitite entfalten konnte, hat Uns Italien in der Stunde der Gefahr verlassen und ist mit fliegenden Fahnen in das Lager Unserer Feinde iiber-gegangen. Wir haben Italien nicht bedroht, sein Ansehen nicht geschmalert, seine Ehre und seine Interessen nicht angetastet; Wir haben Unseren Biindnispflichten stets getreu entsprochen und ihm Unseren Schirm ge-wahrt, als es ins Feld zog. Wir haben mehr getan: Als Italien seine begehrlichen Blicke tiber Unsere Grenzen sandte, waren Wir, um das Bundesverhaltnis und den Frieden zu erhalten, zu grofien und schmerzlichen Opfern entschlossen, zu Opfern, die Unserem vaterlichen Herzen besonders nahe gingen. Aber ltaliens Begehrlichkeit, das den Moment ntitzen zu sollen glaubte, war nicht zu stillen. Und so mufi sich das Schicksal vollziehen. Dem machtigen Feinde im Norden haben in zehnmonatlichem gigantischen Ringen und in treuester Waffenbriiderschaft mit den Heeren Meines erlauchten Verbiindeten Meine Armeen siegreich Stand gehalten. Der neue heimtiickische Feind im Siiden ist ihnen kein neuer Gegner. Die grofien Erinnerungen an Novara, Mortara, Custozza und Lissa, die den Stolz Meiner Jugend bilden, und der Geist Radetzkys, Erzherzog Albrechts und Tegetthoffs, der in Meiner Land- und Seemacht fortlebt, biirgen Mir dafiir, dafi Wir auch gegen Siiden hin die Grenze der Monarchie erfolgreich verteidigen werden. Ich griifie Meine kampfbewahrten, siegerprobten Truppen, Ich ver-traue auf sie und ihre Fiihrer! Ich vertraue auf Meine Vòlker, deren beispiellosem Opfermute Mein innigster vaterlicher Dank gebiihrt. Den Allmachtigen bitte Ich, dafi er Unsere Fahnen segne und Unsere gerechte Sache in seine gnadige Obhut nehme.“ Franz Joseph m. p. So rief der Kaiser! Jeder hòrte den Ruf — ein Volkskrieg! — und der Treubriichige sali sich zur Umkehr gezwungen, bevor er den Marsch zu seinen erwarteten Erfolgen angetreten. Unsere Anstalt und der Krieg. Die groBe Zeit mit ihrer gewaltigen Bewegung ergriff auch unsere Anstalt in alien ihren Teilen und stellte sie vor die doppelte Aufgabe, einerseits als Ertrag der Jungkraft, der Zucht und des Unterrichtes dem kampfenden Vaterlande restlos zu geben, was des Vaterlandes ist, und andererseits unbeirrt durch die tiefgehende Erschutterung des gesamten Lebens und doch in voller Anpassung daran das fiir die Sicherung ebenso des Ruhmes der Vergangenheit wie der GròGe der Gegenwart unbedingt notwendige Werk der Jugenderziehung und Ausbildung unentwegt mit alleni Eifer fortzusetzen. Die Erreichung des genannten doppelten Zieles muGte unter ganz ungewohnten Verhaltnissen erstrebt werden, unter Verhaltnissen, die der gewohnten gemiitlichen Beschaulichkeit des Schullebens ebenso fernlagen, wie sie die Eindammung allzu jugendlichen Stiirmens und Drangens im Interesse des Einzelnen und der Gesamtheit dringend erforderten. Jede Pedanterie wurde von selbst im Keime erstickt; das anfanglich Ungewohnte wurde bei der Spannkraft des Schulorganismus und der Geschmeidigkeit der Jugend dank der weisen Einsicht der vorgesetzten Schulbehorde, die belehrend, anordnend, anregend die Leitung mit sicherer, tester Hand ftihrte, bald zur Gewohnheit, als ob es nie anders gewesen ware. Unter dem Eindrucke des BewuGtseins: „Es ist Kriegszeit!" erschien auch das Schwierigste durchfiihrbar, weil es durchgefiihrt werden mufite; wenn die Form nicht immer gewahrt werden konnte, so litt doch der Inhalt keinen Schaden. So leisteten Lehrer und Schiller viel friedliche Kriegsarbeit; es wurde viel gelehrt und — von Schiilern und Lehrern — gelernt. Eine groGe Zahl von Gymnasiasten dieses Schuljahres, iiber 100, leisteten aber auch unmittelbare Kriegsdienste; ebenso zunachst 11 und nach SchluG des Schuljahres 19 Lehrkrafte, d. i. vier Fiinftel des Lehrkòrpers. Es ging nicht ohne Ringen und Drangen; jedoch konnte am Schlusse des Schuljahres die Anstalt von der Oberzeugung durchdrungen sein, sie habe erfolgreich den Wahlspruch befolgt: „Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, Gott, was Gottes ist“, und habe der Schule gegeben, was der Schule frommt. # ... * Die Wirksamkeit laGt sicli nach folgenden Gesichtspunkten zusammen-fassen: 1. Das Gymnasialgebaude und der Krieg. Das Gymnasialgebaude samt der dazu gehòrigen Turnhalle dient seit der Mobilisierung ohne Unterbrechung der militarischen Ein-quartierung. Nach rasch durchgefiihrter Raumung bezogen das Gebaude bereits am 27. Juli 1914 die ersten Soldaten; in wenigen Tagen waren in unseren Schulraumlichkeiten drei Feldkompagnien und eine Pionierkompagnie des 47. Infanterieregimentes, gegen 1200 Mann, versammelt, im Hote fiinf Feldkessel aufgemauert, drei Feldktichen in Tatigkeit und im Garten, zwischen den Baumen, die gesamte Bespannung, bestehend aus 25 Pferden samt den dazu gehorigen Fuhrwerken, eingestellt! Es war fur den Gebaudekomplex der Anstalt eine schwcre Belastungsprobe — sie wurde in der hellen Be-geisterung, die jedertnann erfaBt hatte, leicht iiberstanden. Mitte August marschierten diese Truppen ab. Im Gymnasium wurde es stili; rasch wurde die notdurftigste Reinigung vorgenommen. Nach drei Tagen riickten zwei Marschkompagnien des 87. In-fanterieregimentes ein und nun setzte eine ununterbrochene lebhafte Bewegung ein: Truppen zogen jubelnd ein, zogen jubelnd ab, es kamen Wachkom-pagnien, eine Musikkapelle u. a.; das Gymnasium blieb stets bequartiert und die Direktion hatte vollauf zu tun, um den Gasten die Herberge nach Mòglichkeit angenehm zu gestalten, die Raume zu verteilen, da und dort einzugreifen. Es war eine ruhelose, doch erheber.de Zeit! So riickte die Zeit des gewohnlichen Schulbeginnes, Mitte September, heran. Es stand zu erwarten, dafi bis dahin die Anstalt von der Truppen-einquartierung frei wurde; da wurde das Gòrzer Militarspital nach Marburg verlegt und zur Aufnahme desselben auch das Gymnasialgebaude auser-sehen. Seit 2 4. September 1914 bis zum heutigen Tage bildet das Gymnasium einen Teil des k. u. k. Mil itarreservespitals Nn 2, mit einem Belag von 220 Betten, wahrend das gesamte Warterpersonal dieses Spitals in der Gymnasialturnhalle untergebracht ist. Durch eine am 30. September 1914 zusammengetretene gemischte Kommission, bei welcher als Vertreter des k. k. steiermarkischen Landes-schulrates der Herr k. k. Statthaltereirat Otto Florian intervenierte, wurden die dem Reservespital zur Verfiigung zu stellenden Raume bestimmt und liber einige Herstellungen entschieden. Bis auf die Kanzleiraumlichkeiten der Gymnasialdirektion, ein Bibliothekszimmer und je einen Teii des physi-kalischen und naturhistorischen Kabinettes wurden samtliche Zimmer, auch die Kapelle und die Sakristei, sowie die Turnhalle, die Kellerraumlichkeiten, die Schuldienerswohnung, Garten und Hof zu Spitalszwecken in Verwen-dung genommen. Die Herstellungen bestehen in der Hauptsache in der Anlage dreier Senkgruben, da das bisherige Fakalientonnensystem den Anforderungen des starken Belages naturgemafi nur schwer anstandslos zu entsprechen vermochte. Das Recht des freien Zutrittes zur Gymnasialdirektion, auch wahrend der Belagzeit, wurde ftir Schiller und Parteien protokollarisch gesichert. Die Schule blieb jedoch obdachlos. 2. Unterkunft des Gymnasiums im Realschulgebaude. Das Gymnasium muBte sich auswarts um ein Obdach umsehen. Eine befriedigende Losung dieser Frage war umso schwieriger, da zur ublichen Zeit des Schulbeginnes auch alle anderen òffentlichen Schulgebaude von Marburg und Umgebung der militarischen Einquartierung dienten und im iibrigen den bestehenden 18 Gymnasialklassen kein anderes Gebaude in vollem Umfange Raum bote. Einige Zeit wurde nodi mit der Verlegung des Gòrzer Spitals und der Entquartierung des Gymnasialgebaudes gerechnet; ais jedoch am sudwestlichen politischen Himmel dunkle Wolken aufzu-steigen begannen, wurde von der Gymnasialdirektion das hierortige Real-schulgebaude, das zwar nicht nacli der Zimmerzahl, wohl aber nach der Einteilung und Ausstattung der Raumlichkeiten am ehesten den Bediirf-nissen des Gymnasiums entsprach und in absehbarer Zeit seiner Bestim-mung zuriickgegeben werden solite, ernstlich ins Auge gefaBt. Nachdeni vom Stadtrat Marburg unter dem 1. Oktober 1914, Z. 28.215, der Gymnasialdirektion die Mitteilung zugegangen war, dafi die Stadt-gemeinde Marburg, als Eigentumerin des Realschulgebaudes, infolge Zu-stimmung der Realschuldirektion, gegen die Mitbentitzung dieses Gebaudes von seiten des Gymnasiums keinen Einwand erhebe, und auch der k. k. steiermàrkische Landesschulrat am 6. Oktober 1914, Z. 3S”'!, liiezu seine Ein-willigung erteilt batte, wurden die Bedingungen der Mitbentitzung verein-bart und daftir die Vorbereitungen getroffen. Wenige Tage nach dem Abmarsch der in der Realschule einquartierten Truppen, am 22. Oktober 1914, komite ebendort der Unterricht aufge-nommen werden. Da im Realschulgebaude ftir eine unserer Anstalt ent-sprechende Klassenzahl nicht vorgesorgt ist, wurden die vier Zeichensale sowie die Lehrzimmer tur die Physik und Chemie standig mit Klassen besetzt und, da auch auf diese Weise erst 13 Schulzimmer gewonnen wurden, fiinf Parallelklassen zusammengezogen und dadurch die Klassenzahl von 18 auf 13 reduziert. Einzelne Klassen erschienen dadurch iiber-fiillt, ein Obelstand, der allerdings im Laufe des Schuljahres durch zahl-reiche Einberufungen der Schuler und durch Austrittc in einzelnen Klassen beseitigt, in anderen gemildert wurde. Bei der Einrichtung der Schulzimmer wurden die nòtigen Ersatzstticke vom Gymnasium beigestellt, in einem Zimmer die Gasbeleuchtung einge-fiihrt und im tibrigen die Beleuchtung im ganzen Gebaude besorgt. Die Beleuchtungsfrage war aus dem Grunde von besonderer Wichtigkeit, da beziiglich der Unterrichtserteilung mit der Realschuldirektion vereinbart wurde, daB alle Vormittage fiir die Realschule reserviert bleiben sollen, wahrend derUnterricht derGymnasiasten auf dieNachmittage, von 2 bis 7 Uhr, verlegt wird. Die ungewohnte Zeiteinteilung: freie Vormittage — nachmittagiger Unterricht, wurde zunachst wohl unangenehm empfunden; Schuler und Lehrer fanden sich jedoch auffallend rasch in die neuen Verhaltnisse hinein, wenn auch nicht geleugnet werden soli, daB zumai in der funften Nach-mittagsstunde, namentlich in der Winterszeit, nur im Hinblicke auf den Ernst der Zeiten noch die erforderliche Aufmerksamkeit aufgebracht werden konnte. Diese Widerstandskraft ist umso mehr anzuerkennen, da die Realschule iiber keinen Garten verfugt und auch der kleine Hof in den Ruhe-pausen wegen benachbarter militarischer Einquartierung nicht betreten werden durfte; als einzige Erholung konnte den Schiilern in einer gròBeren Pause um 4 Uhr das Ergehen auf dem vor dem Gebaude gelegenen Tegetthoff-platz — bei gutem Wetter — gestattet werden. Die Bewegungsfreiheit der Schuler war jedoch auch hier unter Riicksichtnahme auf den òffentlichen Verkehr eine beschrankte. Die an die Bequemlichkeiten des Gymnasial-gebàudes, mit seinen lichten Gangen, dem geraumigen Hof und Park, ge-wòhnten Schiiler konnten sich in der Gedrangtheit des Realschulgebaudes langere Zeit nicht recht wobl fiiiilen; allmahlich bequemten sie sich den neuen Verhaltnissen an und wurden schlietllich heimisch. Sie lechzten indes fòrmlich nach den zu Spaziergangen geeigneteren Nachmittagen ; daher wurden die kleinen Zwischenferien trotz der Verktirzung des Schuljahres stets un-verkiirzt gelassen. 3. Der Lehrkòrper. 1. Nach der erfolgten allgemeinen Mobilisierung traten folgende elf Lehrkrafte den aktiven militarischen Dienst bei ihren Truppenkorpern sofort an: Professor Dr. Anton Dolar, Religionsprofessor Joh. E. Kociper, Professor Ludwig Lang, suppi. Lehrer Johann Leskošek, suppi. Lehrer Johann Mravljak, Professor Franz Otto, suppl. Lehrer Josef Pirnat, Professor Dr. Leopold Poljanec, suppl. Lehrer Dr. Thomas Schuschnig, Professor Karl Tribnik, suppl. Lehrer Dr. Bruno Trobei. Diese Lehrkrafte verblieben ununterbrochen in ihrer militarischen Stellung; lediglich Professor Joh. E. Kociper, der sich auf dem nordlichen Kriegsschauplatze eine Krankheit geholt hatte, zugleich aber auch mit dem geistlichen Verdienstkreuze dekoriert worden war (siehe untenl), vermochte vom L April 1915 angefangen bis zum Schulschlusse, wahrend seines Ur-laubes, in acht Wochenstunden auch den Unterricht zu versehen. — Mit L August 1915 zog er ais Feldkurat wieder ins Feld. 2. Bei den im Laufe des Schuljahres vorgenommenen Musterungen, beziehungsweise Nachmusterungen wurden weitere fiinf Lehrkrafte ftir ge-eignet erklart; hievon wurden wegen Unentbehrlichkeit die Herren suppl. Lehrer Johann Favai, Professor Alfred Fink und Professor Dr. Adolf Pečovnik bis auf weiteres (k. u. k. Militarkommando I. Graz vom 26. Janner 1915, M. A. Nr. 3301/Lst. ; Landesschulrat vom 1. Februar 1915, Z. 3~), Professor Dr. Alois Bòh m bis zum Schulschlusse (k. u. k. Militarkommando L Graz vom 25. Mai 1915, M. A. Nr. 36474/Lst.; Landesschulrat vom 29. April 1915, Z. 31 ') vom Militardienste enthoben. Die Herren Favai, Fink und Dr. Pečovnik traten mit L Juli 1915 den Militardienst an (infolge Erlasses des k. u. k. Militarkommandos 1. Graz vom 25. Mai 1915, Z. 12.952/Lst.; Landesschulrat vom 28. Mai 1915, Z.3'^), wahrend Dr. Bolim, dessen Ehthebung erst nach dem Einriickungstermin erfolgt war, den militarischen Dienst ilberhaupt nicht unterbrach. Mit 16. August 1915 hatten die Herren suppl. Lehrer Franz Bračun, Professor Friedrich Knapp und Othmar Fistra v ec einzuriicken; der Letztgenannte zog es indessen vor, den k. k. freiwilligen Schtitzen bei-zutreten. 3. Der in seiner Eigenschaft in diesem Jahre an der Anstalt disponible, noch nicht der Musterung unterzogene Turnlehrer Max H alf ter gehort dem Verbande der k. k. freiwilligen Schiitzen seit der Schaffung des-selben an. 4. Mit den ubrigbleibenden und den enthobenen Lehrkraften wurde der Unterricht organisiert. 5. Der k. k. Feldkurat Professor Joh. E. Kociper wurde mit der Allerhòchsten Entschlieflung vom 26. Marž 1915 mit dem Gei st lichen Verdienstkreuz 2. Klasse am weifi-roten Bande, in Anerkennung tapferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde, dekoriert. In gleicher Anerkennung wurde der Oberleutnant Professor Ludwig Lang durch die Allerhòchste belobende Anerkennung, das signum laudis, ausgezeichnet. 4. Die Schiller. Dall mittelbar, d. h. durch Einberufung von Angehòrigen und Ver-wandten, nahezu ein jeder Schiller betroffen wurde, davon wird in diesem Berichte abgesehen, so sehr auch dieser Umstand in zahlreichen Fallen den Fortgang und das Wohlergehen der Betroffenen beeinflufit haben mag. L Eine Reihe von Studierenden, zumai der obersten Klassen, hatte jedoch selbst den aktiven militarischen Dienst anzutreten. Die der Stellung bereits Unterzogenen, sowie die im Laufe des Schuljahres Gemusterten riickten bis auf den Geburtsjahrgang 1897, dessen Einberufungstermin am Schulschlusse noch nicht kundgemacht war, wahrend der Studienzeit ein. — Der Gefahr einer Einbufie im Studienfortgang, beziehungsweise in der militarischen Laufbahn, wurde durch besondere, den auBerordentlichen Verhaltnissen Rechnung tragende Erlasse der Unterrichts- und der militarischen Behòrden vorgebeugt. Wahrend von seiten der militarischen Behorden unter gewissen Voraussetzungen das bedingte Einjahrig-Freiwilligenrecht, entsprechend der weitergehenden Heranziehung der jiingeren Jahrgange, bis 1897, schliefllich den Schiilern der VI., das Tragen des Einjahrig-Freiwilligen-abzeichens auch denen der V. Klasse zugestanden wurde, gewahrte das k. k. Ministerium ftir Kultus und Unterricht den zum militarischen Dienste einberufenen oder sich freiwillig dazu meldenden Studierenden weitgehende Erleichterungen sowohl beziiglich der Priifungen und der Ausstellung von giltigen Reife-, beziehungsweise Jahreszeugnissen, sowie hinsichtlich der zeit-lichen Begrenzung der Studiendauer. So wurden denn die einriickenden Schiller nach keiner Richtung hin geschadigt. Der Schulbetrieb wurde aller-dings durch die fallweise erfolgenden Einberufungen und damit verbundenen Erregungen ganzer Klassen einigermafien gestort und die Jugend zuzeiten im Studium abgelenkt. 2. Am dringendsten erschien die Erlassung besonderer Bestimmungen ftir die einzuberufenden Reifepriiflinge, sei es solche der friiheren Jahrgange, sei es des Jahrganges 1914/15. Der ErlaB des k. k. Ministeriums ftir Kultus und Unterricht vom 11. August 1914, Z. 2482, gestattete demi bei solchen Prilflingen die so-fortige Vornahme von schwebenden Wiederholungspriifungen, sowie von Reifepriifungen bei halbjahriger Reprobation, wie nicht minder bei den auf den Herbsttermin verlegten Priifungen. An unserer Anstalt kamen drei solche Kandidaten in betracht, wqlche ani 25. August 1914 gepriift wurden. (Ober die vorzeitigen Reifepriifungen steht der Bericht unten B. Vili.) Mit dem Erlasse des k. k. Ministeriums fùr Kultus und Unterricht voni 8. Oktober 1914, Z. 2988 (am 80. Janner 1915, Z. 279, ausgedehnt auf diè Geburtsjahrgange 1895, 1896; ani 28. Aprii 1915, Z. 1515, auf Jalir-gang 1897) wurde ftir einriickende Abiturienten des Schuljahres. 1914/15 die Abhaltung einer vorzeitigen Reifepriifung (spater entstandene Spitz-marke: „Kriegsmatura“) mit weitgehenden Ermachtigungen und Enthebungen zugestanden. Zu einer solchen Reifepriifung wurden im Laufe des Schuljahres 46 Studierende der Vili. Klasse zugelassen, welche daraufhin samt-lich einriickten; weitere drei konnten am Schulschlusse die ordentliche Reifepriifung ablegen. — Im ganzen stehen dermalen 50 Oktavaner dieses Schuljahres, hievon 23 nach freiwilliger Meldung, in militarischen Diensten. 3. Militarpflichtig war und wurde auch eine grofiere Zahl der Schiller der iibrigen Klassen; vor Schulschlufi waren eingeriickt: von der IV. Klasse: 1 Schiiler ; V. Klasse: 8 Schiller ; VI. Klasse: 7 Schiiler: VII. Klasse: 12 Schiller ; im ganzen 27. Der Geburtsjahrgang 1897 ist hier noch nicht beriicksichtigt, da am vorzeitigen Schulschlufi das Musterungs- und namentlich das Pra-sentierungsergebnis noch nicht feststand; 40—50 Schiiler dieses Jahr-ganges steht die Einberufung jedenfalls bevor. — Da aufierdem 24 Gymna-siasten als k. k. freiwiliige Schiitzen militarische Dienste leisten, so stehen. dermalen 102 Marburger Gymnasiasten im Waffendienste; nach der Einberufung des Jahrganges 1897 wird die £ahl auf 140 — 150 steigen. 4. Durch den Erlafi des k. k. Ministeriums fiir Kultus und Unterricht vom 30. Janner 1915, Z. 279, wurde die Ermachtigung erteilt, einberufenen Schiilern der vorletzten oder einer niederen Klasse unter gewissen Voraus-setzungen vorzeitige Jahreszeugnisse iiber die Klasse auszustellen, welcher der Schiiler bis zur Einberufung angehòrt hat. — Am hiesigen-Gymnasium wurden 18 solche Zeugnisse ausgestellt. 5. Das Schuljahr. 1. Kaum war die Kriegserklarung erfolgt und die Beeinflussung des gesamten Lebens durch die militarischen Ereignisse zur Tatsache geworden, da liefen von seiten der Eltern und Schiiler besorgte Anfragen iiber den Schulbeginn ein. Die ununterbrochene Inanspruchnahme des Gymnasial-gebiiudes zu Einquartierungszwecken und die Einberufung von elf Lehr-krhften liefi allerdings die Hoffnung auf einen regelmafiigen Schulbeginn kaum aufkommen. Das k. k. Ministerium fur Kultus und Unterricht wies mit dem Erlasse vom 11. August 1914, Z. 2483, selbst darauf hin, dall sich infolge des Kriegszustandes der Beginn des Schulunterrichtes zur festgesetzten Zeit als untunlich erweisen werde, und behielt sich vor, ini geeigneten Zeitpunkte kundzutun, wann der Unterricht zu beginnen habe, und jene Modalitaten festzusetzen, welclie infolge des verspateten Schulbeginnes zur Abwendung von Nachteilen ftir die Schuljugend nòtig sein werden. — Die Besorgnis der Eltern stieg. Nach Ablauf von zwei Wochen wurde vom k. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht unter dem 24. August 1914, Z. 2633, der Grundsatz aus-gesprochen, der Ernst der Zeit erheische es, dati die Ausbildung der heran-wachsenden Jugend trotz der auBergewohnlichen Verhàltnisse keine Unter-brechung und keine vermeidbare Beeintrachtigung erfahre. Demnach habe als Grundsatz zu gelten, dafi an den Mittelschulen und verwandten An-stalten das Schuljahr am festgesetzten regelmafiigen Termine zu beginnen hat. Im Anschlufi an diesen Ministerialerlafi erteilte der k. k. steierm. Landes-schulrat unter dem 2. September 1914, Z. 3b^93, genaue allgemeine Weisungen, durch welche MaBregeln dem vorerwahnten Grundsatze in den verschie-denen Lagen, worin sich die einzelnen Lehranstalten befanden, entsprochen werden soli. 2. Da unsere Anstalt, wie oben (Seite 11) ausgefiihrt wurde, iiber das eigene Gebaude nicht verfiigfe und im September 1914 in Marburg alle òffentlichen Schulgebaude bequartiert waren, so erwies sich die Aufnahme des Unterrichtes zur regelmafiigen Zeit, auch abgesehen von dem Abgange an Lehrkraften, schon wegen der Ortsfrage als unmòglich. Um jedoch Eltern und Schiilern eine gewisse Beruhigung zu gewahren, wurden die iiblichen Arbeiten des Schulbeginnes, als da sind: die Wieder-holungs-, Nachtrags- und Aufnahmspriifungen, zum gewohnlichen Termin, d. i. am 16. und 17. September 1914, vorgenommen. Die hiezu nòtigen zwei Lehrzimmer wurden bei der Einquartierung abgerungen. Eben-so wurde die Einschreibung aller Schiller, zumeist im schriftlichen Wege, sofort durchgefiihrt, um so einen Oberblick iiber die Schiiler-, beziehungs-weise die zu eroffnende Klassenzahl zu gewinnen. Nach den genannten Priifungen und nach der Einschreibung wurde den Schiilern bedeutet, sie mògen im Elternhause die Verstandigung iiber den zu erfolgenden Schul-beginn abwarten. Der Lehrkòrper blieb, soweit er nicht eingeriickt war, bei der Anstalt versammelt und versah den inneren Dienst. So verging ein Monat, bis das Gymnasium — im frei gewordenen Realschulgebaude — Unterkunft fand. 3. Nachdem nach dem Gesagten das Schuljahr zur iiblichen Zeit eroffnet worden war, wurde am 22. Oktober 1914 im Realschulgebaude der Unterricht, der ausschlieBlich auf die Nachmittagsstunden verlegt wurde, begonnen und energisch durchgefiihrt. (Siehe oben Seite 13.) Durch die Zusammenziehung von Parallelklassen und durch aufierste Belastung der vorhandenen Lehrkrafte wurden die elf einberufenen Professoren von der Anstalt selbst bis auf einen geringen Rest von Stunden (17 naturwissen-schaftliche und einige Zeit acht Religionsstunden) aus eigener Kraft ersetzt, so daB von der in solchen Verhaltnissen nicht empfehlenswerten Bestellung neuer Lehrkrafte abgesehen werden konnte. Zur aushilfsweisen Obernahme der vorgenannten 25 Stunden wurden Lehrkrafte der hierortigen Schwester-anstalten gewonnen. Der Umfang des Unterrichtes erfuhr in den Pflichtfachern eine kaum nennenswerte Einschrankung. Ganz cntfiel, wegen Mangels an einem Turnraum, der obligate Turnunterricht; auch ein Ersatz durch Jugend-spiele, Ausfliige u. a. war nur gelegentlich moglich, da die sonst solchen Zwecken dienenden Platze dem Militar als Obungsplatze dienten, die Vor-mittage hiefur nicht geeignet sind und der Ernst der Zeit tur Erholungs-zwecke nicht die richtige Stimmung aufkommen lieB. Die Stadt glich ja stets einem Soldatenlager. Der Zeichenunterricht wurde wegen Besetzung der Zeichensale durch Schulklassen und wegen der Belcuchtung nur in den beiden ersten Klasseu mit je zwei Wochenstunden aufrechterhalten, in der III. und IV. Klasse aufgelassen. — Im tibrigen wurde nur die Zahl der Lateinstunden in den beiden ersten Klassen (zeitweise) und die der Geschichte-Geographiestundenin der III.b-Klasse um je eine Stunde, sowie die Zahl der deutschen und slowenischen schriftlichen Aufgaben im Obergymnasium herabgesetzt. Die gròBten Schwierigkeiten ergaben sich bei der Einfiihrung der freien Gegenstande, da wegen Inanspruchnahme der Nachmittage durch die Pflichtgegenstande fiir jene weder Ort noch Zeit, an Vormittagen wegen des Realschulunterrichtes keine Zeit freistand. Durch freundliches Entgegen-kommen des hochwohlgcborcnen Herrn Pius Freiherrn von Twickel, der in uneigenniitzigster Weise dem Gymnasium ein in der Burg betindliches grofies, mit Tischen, Sesseln und einem Klavier ausgestattetes Zimmer samt Kabinett zur Bcnutzung iiberlieB, fand auch diese Schwierigkeit die befriedigendste Losung. In diesem Freiherr von Twickelschen Zimmer wurde der Gesangs-, Stenographie-, Italienisch- und Franzosisch-Unterricht erteilt, bis auf den Gesangsunterricht allerdings mit starker Einschrankung, um die Pflichtgegenstande nicht zu schadigen. 4. Trotz der schwierigen auBeren Verhaltnisse und der Oberbiirdung durch die Zusammendrangung der Stunden hi el ten Lehrer — bei der groBen Stundenzahl, bei der Besorgung zweier Ordinariate usw. — und Schiiler wacker aus. Manche Bequemlichkeit muBte man sich versagen und sich beim Unterricht ab und zu iiber Ungewohntes hinwegsetzen. Recht umstandlich war die Beistellung der Lehrbehelfe, zumai Anschauungs-mittel, die zum gròBten Teile, fiir den Physikunterricht ausschlieBlich, von der eigenen Anstalt hergeholt werden muBten. Nicht selten waren wir ge-zwungen, von der Vorfiihrung von Experimenten, da die Speziallehrzimmer durch Klassen besetzt waren, abzusehen. — Dic reiche Sch ii 1 erbibl ioth ek des Gymnasiums, deren Bestande infolge der Einquartierung binnen wenigen Stunden hatten geraumt werden miissen, konnte iiberhaupt nicht fiir die Be-niitzung geoffnet werden ; sogar die Lehrerbibliothek war mit Schwierigkeiten zuganglich, indem ihr Raum zum Teil dem Spital als Lagerraum dient. — Die Unterstiitzungbibliothek, deren Beniitzung im Interesse der armen Schiiler unbedingt freigehalten werden muBte, fand im Konferenz-zimmer des GymnasiumS eine notdurftige Unterkunft. 5. Wegen des verspateten Unterrichtsbeginnes wurde der Schlufi des I. Semesters auf den 6. Marž 1915 angesetzt und die Konferenzen derart verteilt, daB mit Mitte Juli das Schuljahr organiseli einen nacli inneren und auBeren Gesichtspunkten befriedigenden AbschluB gefunden hatte. Da verursaclite die Kriegserklarung Italie ns, wodurch Marburg unmittelbar in den Kriegsbereich gezogen wurde, einen jahen Schlufi des Schuljahres. Die Schiller befanden sich gerade auf den Pfingstferien und hatten am Mittwoch, den 26. Mai 1915, wieder in der Schule zu erscheinen. Da erfuhr die Direktion am Vortage, dem 25. Mai, dafi das Realschulgebaude, wo sich am folgenden Tage unsere Schiller in ihren Schul-zimmern einžufinden hatten, unverziiglich geraumt werde, um in seinen samtlichen Raumlichkeiten am nachsten Tage, also zu einer Zeit, da der Unterricht wieder aufgenommen werden solite, von seiten des Militars be-zogen zu werden. Indem es sich hiebei nicht um eine gewòhnliche Ein-quartierung, sondern um eine Besetzung auf langere Zeit, vielleicht auf Kriegsdauer, handelte und die Rlickgabe des Gebaudes zu Schulzwecken in absehbarer Zeit nicht erwartet werden konnte, weil weiters wegen des Zuzuges von Fremden und wegen vielseitiger Tr'uppenverschiebungen alle verfugbaren gròBeren und alle zusammenhangenden kieineren offentlichen und privaten Lokalitaten besetzt waren, so war an eine Unterbringung der Gymnasialklassen in aufzunehmenden Raumlichkeiten um so weniger zu denken, als nicht einmal die Realschule bei ihrer bedeutend geringeren Klassenanzahl den Unterricht fortzuftihren vermochte. Das Gymnasium schaffte daher in aller Eile die der Realschule zur Verfiigung gestellten Einrichtungsstiicke, Lehrbehelfe usw. in die eigene Anstalt zuriick und hatte seither zum Realschulgebaude keinen Zutritt mehr. Sohin fafite die Gymnasialdirektion den SchulschluB ins Auge. Er wurde denn auch vom k. k. steierm. Landesschulrat zunachst telegraphisch und dami durch den ErlaB vom 27. Mai 1915, Z. 3-y-, genehmigt und die Direktion zur Ausfolgung der Jahreszeugnisse und vorzeitigen Vornahme der Reifeprilfungen ermachtigt. Dazu wurden alle Vorbereitungen getroffen, namentlich mit dem Lehrkorper iiber die Klassifizierung Beratung gepflogen. Am 26. Mai trafen also die Schiller von den Pfingstferien in die Stadt ein, ohne daB sie liber die neuen Verhaltnisse hatten verstandigt werden konnen. Sie kamen wie an gewòhnlichen Schultagen vor dem Realschulgebaude zusammen, fatiden dasselbe vom Militar besetzt, wurden aber vom Direktor, da auf dem offenen Platze vor dem Gebiiude eine Besprechung untunlich war, in den nahen Stadtpark geftihrt, wo sie iiber die neue Lage auf-geklart und iiber die MaBnahmen des Schulschlusses verstandigt wurden. An diesem Orte fanden sich die Schiiler auch in den nachsten Tagen be-liufs Entgegennahme weiterer Verftigungen ein. Wahrend dieser Tage wurden mit den Schiilern an verschiedenen Orten die nòtigen AbschluBpriifungen vorgenommen, mit einzelnen Klassen und in einzelnen Gegenstanden wurde in dem vom Freiherrn von Twickel zur Verfiigung gestellten Zimmer in der Burg bis zum 12. .luni auch noch ein Notunterricht fiir Freiwillige weiter-gefiihrt. Den auswartigen Schiilern wurde am 30. Mai bedeutet, daB sie mit 1. Juni entlassen seien und dafi ihnen die Jahreszeugnisse durch die Post werden zugestellt werden. Die SchluBagenden hatte nunmehr die Direktionskanzlei zu erledigen. Der Sonntag, der 30. Mai, als der letzte, an welchem voraussichtlich die Schtiler noch vollzahlig in der Stadt anwesend waren, wurde fiir die Abhaltung des SchluBgottesdienstes ausersehen. Der Schulgesang muBte allerdings improvisiert werden, da bis zu diesem Tage die Stinger des Mtinnerchores bis auf drei einzurticken hatten und ungliicklicherweise nicht einmal der Orgelspieler zur Verftigung stand. Es konnte jedoch der im laufenden Schuljahre geschaffene gemischte Chor des Untergymnasiums mit einem Mitschtiler als Dirigenten und einem anderen Mitschtiler als Orgelspieler oline jede Vorbereitung in die Bresche treten. Um so ergrei-fender war diese letzte Messe, bei welcher der Religionslehrer Dr. Medved vom Aitar aus auf die weltbistorische Bedeutung der gegenwartigen Zeit hinwies, worauf die Volkshymne in diesem Raume erklang wie wohl noch ni e. Infolge des jahen Schulschlusses war auch die Herausgabe des ge-druckten Jahresberichtes zur gewohnten Zeit unmòglich gemacht und nach einigen Gesichtspunkten gegenstandslos. Um jedoch die Ereig-nisse dieser grofien Zeit historisch festzuhalten, wurde von der Herausgabe nicht abgesehen, dieselbe jedoch so lange zurtickgestellt, bis die vorer-wahnten SchluBagenden allseits zu Ende geftihrt waren. 6. Die Hilfstatigkeit der Anstalt. Die Bediirfnisse der auBergewòhnlichen Zeit erforderten tiber die Pflichten hinaus eine auBerordentliche Anspannung der ideellen und ma-teriellen Krafte der Bevòlkerung des Hinterlandes zugunsten der Krieger und deren Angehorigen. Die Schule, als die Mittlerin der zukiinftigen Generation, durfte hierin nicht zuruckbleiben. — Wie jede andere Anstalt trug auch unsere — Lehrer und Schtiler — nach Kraften zum gedachten edlen Zweck das Ihrige bei. 1. Spenden und Sammlungen. 1. Die dauernde Bequartierung des Gymnasialgebaudes bot der Direktion unmittelbare Gelegenheit, die Soldaten, ob gesund, krank oder verwundet, auf verschiedene Weise zu untersttitzen: durch Bereitstellung von Geratschaften, Kleidungs- und Wasche-stticken, durch Geschenke von Nahrungsmitteln, Zigaretten usw., von welcher Gelegenheit wahrend des ganzen Jahres ausgiebig Gebrauch gemacht wurde. 2. Der Lehrkòrper zeichnete ftir das Kriegsftirsorgeamt und das Rote Kreuz regelmaBige monatliche Spenden, bisher im Gesamtbetrage von 621 K; was er anderweitig spendete, entzieht sich der h. o. Bericht-erstattung. 3. Auf Anordnung des k. k. steierm. Landesschulrates wurde auch unter der Schtilerschaft zugunsten des RotenKreuzes regelmaBig eine monatliche Sammlung veranstaltet; leider muBte das Schuljahr ge-schlossen werden, bevor die Sammlung zum Abschlusse gebracht werden konnte. Das Ergebnis der Sammlung innerhalb zweier Monaten liegt vor: I. a : Bartošek 14 h, Braltkovič 7 h, Čerče 2 h, Einicher 20 h, Fekonja 50 h, Gabriel 70 h) Jančar 22 h, Kaloud 30 h, Kosič 10 h, von Lichem 4 K 1 h, Lukas 1 K 20 h, Mahnert 1 K 60 h, Marko 40 h, Nekrep 4 h, Parzer 10 h, Peheim 20 h, Persche 20 h, Podlaha 20 h, Reich- s'atter 4 h, Schifko 40 h, von Schuschnig 70 h, Stanzer 10 h, Voglar 30 h, Weifienbdck 30 h, VVinter 50 h, Woschitschko 80 h, Wiirnsberger 30 h, Zeides 30 h, Zimmermann 4 h, Zwirn 60 h, Pečnik 30 h, Uhlich 80 h, Horaczek 44 h. Summe : 16 K 8 h. I. b: Babič 18 h, Bedjanič 1 K 40 h, Erženjak 10 h, Farkaš 6 h, Gajšek 4 h, Gre- gorevčič 20 h, Grobelšek 6 h, Holler 6 K 10 h, Hrašovec 10 h, Ivanuša 10 h, Janežič 40 h, Jagodič 20 h, Jurinec 30 h, Kikl 10 h, Kolarič 16 h, Korošec 20 h, Korže 30 h, Kos 25 h, Kostajnšek 10 h, Kovač 20 h, Kozinc 10 h, Kralj 15 h, Leskovar 12 h, Lichtenwallner 20 h, Mlakar 10 h, Mlaker 10, Ogorelec 16 h, Peršuh > h, Pipuš 40 h, Prelog 4 h, Rataj 40 h, Richter 17 h, Rojko 6 h, Rudolf 1 K 50 h, Sever 20 h, Škerjanc 60 h, Soršak 80 h, Stergar 10 h, Strmšek 16 h, Šegula 8 h, Ulaga 10 h, Verstovšek 10 h, Wankmiiller 12 h, Weifi 6 h, Žolnir 24 h, Zemljič Maria 2 K, Žunkovič Filipina 20 h, Pipuš Maria 40 h. Summe 19 K 47 h. II. a: Aicher 60 h, Buchta 60 h, Cvitanič 1 K 20 h, Družovic 10 h, Fischer 30 h, Fran- gesch 34 h, Gradišnik 20 h, Graf 90 h, Grobeljnik 20 h, Guštin 1 K 70 h, Hempel 90 h, Hronowsky 40 h, Jantschar 50 h, Juterschnik 20 h, Klingberg 66 h, Klobassa 40 h, Koro-schetz 40 h, Kotzbeck 40 h, Lach 40 h, Leinschitz 1 K 60 h, Lovrec 30 h, Mahnert 2 K 13 h, Maichen 21 h, Matauschek 45 h, Mauczka 38 h, Freiherr von Pasetti 6 K, Perme 40 h, Potočnik 44 h, Pungarscheg 1 K 76 h, Puschmann 1 K 40 h, Rop 6 h, Sadu 44 h, Schoper 10 h, Seethaler 10 h, Simonič 34 h, Freiherr von Twickel 2 K, Voglar 30 h, Zdhrer 13 h, Fodor Josefine 20 h, Kavšek 1 K, Summe: 30 K 24 h. II. b : Ašič 60 h, Ausenak 40 h, Berlic 20 h, Cajnkar 30 h, Časi 20 h, Černčič 22 h, Dijak 50 h, Držečnik 30 h, Hasl 2 K 40 h, Janžekovič 40 h, Jug 1 K 40 h, Kejžar 20 h, Kojc 20 h, Košenina 30 h, Lamut 70 h, Lovrec 1 K 24 h, Macuh 14 h, Obrul 40 h, Ozimič 14 h, Peitler 30 h, Pesel 40 h, Počivavšek 1 K 24 h, Polanec 12 h, Porekar 30 h, Preac 3 K 20 h, Pribožič 34 h, Pučelik 44 h, Rosina 20 h, Schneider 50 h, Simončič 30 h, Skuhala 50 h, Stoklas 40 h, Stupan 64 h, Šerbela 34 h, Šijanec 33 h, Tiplič 3 K 50 h, Tirš 20 h, Tomanič 20 h, Tominšek 86 h, Toplišek 50 h, Uranker 12 h, Valentan 24 h, Vehovar 24 h, Veselko 20 h, Voršič 46 h, Vrbnjak 40 h, Vrečko 30 h, Vrhnjak 56 h, Vuk 30 h, Zafošnik 40 h, Žalar 30 h, Živko 31 h. Summe: 28 K 88 h. III. a: Badi Viktor 4 K 20 h, Bartošek 90 h, Bedjanič 2 K 50 h, Brandi 1 K, Clodi 2 K, Draxler 60 h, Germuth 20 h, Hempel 1 K 50 h, Hermanko 2 K, Kafer 60 h, Montag 2 K, Nadler 3 K 60 h, Nasko 3 K 20 h, Nekrep 50 h, Remm 1 K 50 h, Semlitsch 50 h, Souvent 1 K 70 h, Sparovitz 1 K 40 h, Tredl 2 K, Ullaga 3 K 10 h, Verhovšek 20 h, Vider 90 h, Waldhans 2 K, WOgerer 3 K 20 h, Zahlbruckner 3 K, Zdhrer 1 K 20 h, Badi Wil- helmine 2 K 20 h, Schwarz 2 K, Irran 2 K 50 h. Summe: 52 K 20 h, III. b: Aleksič 20 h, Babšek 20 h, Bračko 30 h, Damajnko 30 h, Erker 10 h, Grmovšek 40 h, Horvat 20 h, Jager 10 h, Klemenčič 80 h, Knez 80 h, Kristan 10 h, Lah 10 h, Marki 8 h, Obcrsne 20 h, Osterc 60 h, Padovnik Felix 10 h, Peče 1 K 40 h, Pečovnik 20 h, Podgoršek 40 h, Radšel 40 h, Razboršek 30 h, Repič 80 h, Rupnik 2 K, Saboti 40 h, Sajko 30 h, Skale 30 h, Skrbinšek 10 h, Sluga 1 K, Sunčič 28 h, Šepec 20 h, Toš 10 h, Tratnik 20 h, Vrečko 20 h, Weran 20 h, Zeilhofer 10 h, Žolnir 20 h, Leskovar 60 h, Vidmar 20 h. Summe: 14 K 66 h. IV. a: Albon 1 K 60 h, Brandi 2 K, Gerger 40 h, Glatz 10 h, Grili 2 K, Kautzner 20 h, Kiessner 64 h, von Koschin 1 K 50 h, Kofi 21 h, Kreinz 20 h, Kristl 40 h, Kronasser 18 h, Matzl 2 K Meglitsch 20 h, Mikša 20 h, MUhlbacher 40 h, Nasko 1 K 50 h, Prah 10 h, von Radies 1 K, Richter 1 K, Schilder 20 h, Scholler 20 h, Schwarz 3 K, Tominšek 80 h, Uray 60 h, Vlček 2 K, Voglàr 30 h, Welter 40 h, Wernhart 24 h, Wuga 18 h, Zollneritsch 40 h, Wisnowski 40 h. Summe : 26 K 45 h. IV. b : Antolovič 20 h, Bauman 40 h, Bezjak 20 h, Božič 26 h, Breznik 20 h, Čagran 20 h, Čeh 40 h, Epih 20 h, Ferlan 30 h, Franz 60 h, Gajšek 20 h, Godec 19 h, Herič 30 h, Ivanuša 20 h, Janežič 10 h, Klasinc 20 h, Kolbl 60 h, Košenina 24 h, Kovačič 22 h, Krajnc 20 h, Kramberger 12 h, Križ 20 h, Kšela 60 h, Makoter 32, Merčun 30 h, Meško 10 h, Miki 1 K 20 h, Pernat 40 h, Pliberšek 10 h, Prebevšek 20 h, Raušl 70 h, Rosina 40 h. Schneider 60 h, Simonič 30 h, Soršak 20 h, Šedivy 20 h, Štancer 22 h, Verstovšek 1 K 20 h, Vogrin 20 h, Vertovšek 22 h, Zidanšek 22 li, Zidar 10 h, Zocec 22 h, Zupančič 50 h, Žinkovič 10 h. Summe: 14 K 03 h. V.a: Bauer 80 h, Čiček 30 h, Eder 2 K, Engelhart 40 h, GnuB 20 h, Ješovnik 20 h, von Jettmar 2 K, Kalb 2 K, Keifl 1 K, Kerwina 40 h, KOhrer 50 h, Kdnig 1 K, Kovacs 40 h, Krainz 20 h, KrauB 1 K 50 h, Kurzmann 20 h, Lesinšek 30 h, Leskoschek 30 h, Lesnika 20 h, Lobnik 52 li, Medvešek 30 li, Mencej 20 h, Pavalec 70 h, Peče 61 h, Radanovič 40 h, Ramšak 40 h, Rožič 32 h, Sattler 30 h, Stabej 40 h, Stefanciosa 42 h, Stumpf 42 li, Šamperl 60 h, Freiherr von Twickel 2 K, Tenczyn 20 h, Tominšek 1 K. Summe: 22 K 69 h. V. b: Berdnik 30 h, Breznik 40 h, Erker 20 h, Goričan 40 h, Kaučič 60 h, Kaukler 40 h, Koprivnik 1 K 60 h. Koser 40 h, Kronabetbvogel 20 h, Kupčič 40 h, Lebič 10 h, Miglič 40 h, Pečni* 70 h, Pelko 30 h, Pernuš 50 h, Rudi 40 h, Sajovic 20 h, Schedivy 40 h, Schwab 20 h, Šega 40 h, Sturm 20 h, Tikvič 50 h, Trogar 50 h, Umek 40 h, Vauda 20 h, Verlič 20 h, Vimpolšek 40 h, Vokač 30 h, Weber 40 h, WeiB 20 h, Wohlkonig 30 h Zmork 88 h, Fischer 90 h, Summe: 13 K 68 h. VI. : Cajnkar 1 K 44 h, Cazafura ! K 60 h, GraBl 1 K, Krenn 1 K 50 h, Kiiwanek 50 h, Pfrimer 2 K, Roth 1 K, Schrott 50 h, itanek 1 K 10 h, Freiherr von Twickel 3 K, Winterhalter 1 K 50 h, Witzmann 1 K 60 h, Zohrer 50 h. Summe: 17 K 24 h. VIL: Brandstetter 70 h, Bartošek 30 h, Czermitzky 1 K, Ferk 70 h, Jeglič 90 h, Karo 2 K, Kaučič 20 h, Krall 70 h, Marschitz 60 h, Marschner 70 h, Oehm 1 K 50 h, Ogriseg 1 K 20 h, Papež 70 h, Prelog 70 h, Rathausky 3 K, Rautner 60 h, Rudel 60 h, Rtthri 20 h, Živko 60 h, Schifko 50 h. Summe: 17 K 40 h. VIII. : Greif 50 h, Haas 2 K, Jug 60 h, Malitsch 50 h, Miihlbacher 1 K, Pach 2 K, Pipuš 2 K, Repiž 1 K 40 h, Tomažič 60 h, Winteihalter 2 K. Summe 12 K 60 h. Gesamtsumme: 285 K 62 h. 4. Bet der Gymnasialdirektion wurde eine Verkaufsstelle fiir den Frauenkronenfond eròffnet und fiir diesen Fond eine Einnalime von 56 K erzielt. 5. Die ebenfalls eròffnete Sanimelstelle fiir den Schiilerfond des Witwen- und Waisenhilfsfondes ist wegen des vorzeitigen Schul-schlusses noch dermalen offen. 6. Zugunsten des steiermarkischcn Soldatentages (2. Dezern- ber 1914) wurde unter den Schiilern ein Betrag von 271 K 64 h gesammelt tind an den OrtsausschuB abgefiihrt. Der Lehrkòrper widmete zu diesem Zwecke 65 K; aufierdem spendete die IV.a-Klasse 3500, die V.a- und V. b- 2400 und zwei Schiiler der Ill.b-Klasse je 100 Zigaretten. Geldbetrage spendeten: La: Bartošek 50 h, Fekonja 1 K, Hauser 60 h, Jančar 30 h, Kaloud 1 K, Koren 40 h, Košar 20 h, Lukas 40 h, Mahnert 1 K, Musger 1 K, Nerat 1 K, Reichstadter 20 h, Edler von Schuschnig 1 K, Sever 60 h, Wintcr 40 h, Zimmermann 1 K, Zwirn 1 K, Gstòttner 1 K, Pečnik 1 K, Podlaha 1 K, Uhlich 1 K. Summe: 28 K 90 h. I. b: Blažon 20 h, Ermenc 20 h, Farkaš 1 K, Gajšek 80 h, Gregorevčič 60 h, Grobelšek 20 h, Ivanuša 20 h, Jager 10 h, Janežič 12 h, Jurinec 1 K Korže 20 h, Kos 20 h, Ko-stajnšek 20 h, Kovač 40 h, Kozinc 10 h, Kuk 20 h, Leskovar 1 K, Lichtenwallner 1 K, Mlakar 10 h, Mlaker 60 h, Ogorelec 1 K, Pečar 20 h, Perko 1 K, Pipuš Zdenko 1 K, Prelog 20 h, Rataj 1 K 20 h, Rojko 20 h. Rudolf 1 K 10 h, Sever 20 h, Skrjanc 10 h, Stergar 20 h, Strmšek 40 h, Ulaga 12 h, Uranker 20 h, Verstovšek 1 K, WeiB 20 h, Žolnir 20 h, Bračič 1 K, Pipuš Maria 1 K, Rosina 40 h, Zemljič 20 h, Žunkovič Filipina 1 K, Summe: 21 K 44 b. II. a: Buchta 1 K, Cvitanič 40 h, Fischer 20 h, Fodor 10 h, Frangesch 20 h, Graf 1 K, Grobelnik 10 h, Guštin 1 K 5 h, Heinpel 1 K 5 h, Hronovsky 1 K, Jantscher 20 h, Kling-berg 70 h, Klobassa 20 h, Koroschetz 40 h, Lach 30 h, Leinschitz 60 h, Lovrec 10 h, Mahnert 58 h, Maichen 10 h, Matauschek 10 h, Mauczka 20 h, Perme 40 h, Polak 20 h, Potoč- nik 40 h, Pungarschek 1 K, Puschmann 1 K, Rop 20 h, Sadu 40 h, Schoper 80 h Simonič 20 h, von Twickel 80 h, ZOhrer 10 h, Fodor Josefine 10 h, Kavšek Therese 1 K. Summe : 16 K 18 h. II. b: Ašič 20 h, Auseuak 40 h, Belina 40 h, Berlic 1 K, Budja 20 h, Cajnkar 40 h, Časi 20 h, Černčič 20 h, Dijak I K, Janžekovič 50 h, Jug 40 h, Kojc 40 h, Košenina 30 h, Lamut 1 K. Lovrec 1 K, Lubej 20 h, Macuh 2 K, Obrul 50 h, Pajtler 40 li, Pesel 40 h, Počivavšek 20 h, Polanec 20 h, Porekar 10 h, Preac 40 h, Pribožič 50 h, Pučelik 80 h, Rosina 40 h, Schònwetter 20 h, Schneider 50 h, Simončič 40 h, Skuhala 40 h, Stoklas 1 K, Stupan 1 K, Tiplič 1 K, Tirš 30 h, Tominšek 1 K 4 h, Toplišek 30 h, Uranker 20 h. Valentan 30 h, Vehovar 20 h, Veselko 20 h, Voršič 20 h, Vrbnjak 1 K, Vrhnjak 40 h, Vrečko 30 h, Vuk 50 h, Zafošnik 1 K, Žalar 20 h. Summe: 24 K 34 h. III. a: Badi Wilhelm 1 K 29 h, Bedjanič 2 K, Brandi 1 K, Clodi 40 h, Heinpel 1 K 20 h, Hermanko 1 K 20 h, Kafer 20 h, Nadler 1 K, Nasko 1 K, Remm 1 K, Souvent 20 h, Tredl 50 h, Ullaga 1 K, Vider 30 h, Wògerer 10 h, Zahlbruckner 1 K, Badi Wilhelmine 2 K, Irran 1 K, Schwarz 1 K. Summe: 17 K 30 h. III. b: Aleksič 40 h, Babšek 10 h, Črnko 1 K, Domajnko 10 h, Grmovšek 80 h, Horvat 20 h, Jager 10 h, Karba 20 h, Klemenčič 2 K, Kolar 10 h, Kronabethvogel 20 h, Lah 40 h, Marki 10 h, Mojzer 10 h, Obran 30 h, Osterc 40 h, Podgoršek 20 h, Radšel 40 h, Razboršek 20 h, Repič 40 h, Serajnik Franz 50 h, Slodnjak 16 h, Sluga 1 K, Sunčič 20 h, Skrbinšek 30 h, Štruc 40 h, Vivod 16 h, Vogrin 30 h, Vrbnjak 20 h, Vrečko 20 h, Leskovar Berta 1 K- Summe: 15 K 92 h. IV. a: Albon 2 K, Gerger 1 K, Kautzner 40 h, von Koschin 1 K, KoB 30 h, Kronasser 40 h, Matzl 40 h, Meglič 50 h, Prah 40 h, Schilder 80 h, Schwarz 2 K, Tominšek 1 K, Uray 1 K, Wernhart 30 h, Zollneritsch 80 h, Dietinger 2 K, Grili 2 K, Vlček 2 K, Unbekannt 2 K 50 h. Summe: 21 K 40 h. IV. b: Antolovič 20 h, Bauman 20 h, Bezjak 20 h, Božič 22 h, Breznik 40 h, Čagran 20 h, Epih 42 h, Ferlan 40 h, Gajšek 20 h, Godec 1 K, Heric 60 h, Ivanuša 20 h, Janežič 20 h, Klasinc 20 h, Kolbl 50 h, Kovačič 20 h, Krajnc 20 h, Kramberger 20 h, Križ 1 K, Kšela 60 h, Makoter 30 h, Miki 2 K, Merčun 40 h, Meško 30 h, Pernat 30 h, Prebevšek 20 h, Simonič 30 h, Soršak 20 h, Raušl 1 K, Štancer 30 h, Šedivy 20 h, Tomažič 40 h, Trstenjak 30 h, Vertovšek 1 K, Vogrin 30 h, Zidanšek 40 h, Zupančič 40 h. Summe: 15 K 66 h. V. a: Bauer 1 K, Čiček 40 h, Eder 3 K, Engelhart 1 K, Gassenburger 20 h, GnuB 1 K, Janžlč 40 h, v. Jettmar 1 K 10 h, Kalb 1 K, Keifl 1 K, Kervina 1 K, KOhrer 1 K, Kònig 1 K, Kovacs 1 K, Krainz 1 K, Kralj 1 K 10 h, KrauB 1 K, Kurzmann 50 h, Lesinšek 30 h, Les- koschek 1 K, Lesnika 60 h, Lobnik 40 h, Medvešek 40 h, Mencej 1 K, Pavalec 1 K, Peče 1 K 20 h, Radanovič 30 h, Ramšak 50 h, Rožič 1 K, Sattler 40 h, Stabej 60 h, Slumpf 60 h, Šamperl 60 h, von Twickel 2 K, Zorec 40 h, Tenczyn 1 K, Tominšek 1 K. Summe: 32 K. V. b: Benja 30 h, Berdnik 1 K 20 h, Breznik 40 h, Goričan 40 h, Koprivnik 1 K, Koser 60 h, Kosi 30 h. Kronabethvogel 20 h, Kupčič 20 h, Lebič 20 h, Miglič 1 K, Neubauer 40 h, Šega 20 h, Šturm 20 h, Tikvič 40 h, Trogar 30 h, Umek 20 h, Vimpolšek 20 h, Vovčko 20 h. Summe : 7 K 90 h. VI. : Cajnkar 1 K, Cazafura 1 K, Granfola 1 K, Grebenšek 1 K, Horvat 1 K, Osterc 1 K, Pfrimer 2 K, Roth 1 K, Schrott 1 K, Stanek 2 K, Freiherr von Twickel 2 K, Vertovšek 1 K, Winterhalter 1 K, Witzmann 1 K, ZOhrer 1 K 30 h. Summe : 18 K 30 h. VIL : Brandstetter 1 K 20 h. Breznik 30 h, Cafuta 1 K 20 h, Dečko 20 h Ferk 40 h, Jeglič 1 K, Karo 1 K, Kaučič 20 h, Krall 1 K, Lovrec 1 K, Maschner 2 K. Ogriseg 80 h, Paar 1 K, Prelog 1 K, Rathausky 2 K, Rudel 1 K, Vošinek 1 K, Schifko 2 K. Summe : 18 K 30 h. Vili. : Barnreiter 1 K, Cazafura 1 K, Chomrak 2 K, Creydt 5 K, Gajšek 1 K, Haas 1 K, Herbst 1 K, v. Jettmar 1 K, Kos 1 K, Leinmiiller 1 K, Malitsch 1 K, Mitteregger 1 K, Freiherr von Padi 5 K, Pipuš 1 K, Primus 2 K, Reisinger 1 K, Repič 1 K, Schimm 1 K. Skuhala 1 K, Sterger 1 K, Terč 1 K, Voušek 1 K, Vreča 1 K, Winterhalter 1 K. Summe : 34 K. Zusammen: 271 K 64 h. AuBerdem wurde die Schiilerschaft aufgefordert, an den Veranstaltungen des Ortsausschusses anlaBlich des Soldatentages werktatig teilzunehmen. II. Fòrderung patriotischer Unternehmungen. 1. Fiir die Kriegsmetallsammlung wurden von der Direktion hauptsachlich aus den Bestanden des physikalischen Kabinetts gegen 60 kg und von der III. a-Klasse bei 40 kg Vollmetall beigesteuert. 2. Die Schiller bestellten 20 Stiick Flottenvereinskalender, 50 Stiick der Broschiire „Entwicklungsgesch ichte unserer Kriegsmarine“, 65 Stiick „PatriotischesBilderbuch“, 68 Lose der Genialdelotterie zugunsten des steirischen Prothesenfonds (hiebei wurde ein Gewinst erzielt); die Anstalt zeichnete auf die erste Kriegsanleihe liber 22.000 K, hievon die Schiilerschaft iiber 10.000 K; zur Anschaffung eines neuen Unterseebootes ergab die von der Direktion iibernommene Sammlung 150 K. Das „Heimstattkreuz“ nagelten korporativ fast alle Klassen; warme Kleidungsstiicke fiir die Soldaten sowie Kleider fiir die Fliichtlinge wurden von den Schiilern in betrachtlicher Zahl an die be-treffenden Ortsausschiisse. abgeliefert. 3. Nicht unerwahnt soli bleiben, daB 20 Kinder vonFluchtlingen, und zwar 14 aus Galizien, 6 aus dem Siiden, an der Anstalt zum Unter-richte zugelassen, beziehungsweise, wo hiefiir die Voraussetzungen gegeben waren, als regelmaBige Schiiler aufgenommen und zum gròBten Teile mit samtlichen Lehrbehelfen unentgeltlich ausgestattet wurden, woftir speziell vom galizischen Landesausschusse am 27. Janner 1915 der Gymnasial-direktion deputativ der Dank ausgesprochen wurde. III. Arbeitsleistungen. 1. Bald nach Kriegsbeginn, am 12. August 1914, wurden die Schiiler von der Direktion durch folgenden offentlichen Aufruf, der auch in den Tagesblattern erschien, aufgefordert, die durch die Ein-berufungen entstandenen Liicken nach Moglichkeit auszufiillen: „Wackere Gymnasiasten! Das Vaterland ruft seine Soline. Alle scharen sich um Ósterreichs Banner. Ihr, zwar jung, aber beherzt und kraftig, diirfet nicht zuriickbleiben. Wenige von Euch werden mit den Waffen in der Hand dem Feinde entgegentreten kònnen; jedoch Ihr alle konnt dem Vaterlande wertvolle Dienste leisten, wenn Ihr Euch an der Fiirsorge fiir die Krieger beteiliget und, soweit es Eure Krafte zulassen, deren Stelle im biirgerlichen Leben ersetzet. SchametEuch keiner, auch nicht der gròbsten kòrper-lichen Arbeit und nehmet jede ernst in Angriff: 1. Helfet Euren Angehòrigen bei der Feld- und Garten-arbeit, beim Gewerbe, im Geschafte, bei der Wirtschaft. 2. Wenn bei der eigenen Familie Eure Hilfe nicht nòtig wird, springet bei alien solchen Arbeiten den Nachbarn, Bekannten, iiber-haupt alien Bedrangten bei. 3. Beteiliget Euch an Hilfsbestrebungen, die bereits eingerichtet sind. 4. Diejenigen von Euch, die keine niitzliche Beschaftigung finden zu konnen vermeinen, sollen sich bei der Gymnasialdirektion miindlich oder schriftlich melden. Viribus unitis!“ Die Schiller folgten eifrig dem Rufe, sie verrichteten Feldarbeiten bei den Eltern und Angehòrigen (eine Gruppe mit Professor Dr. Miihlbacher sogar in der Umgebung von St. Paul), wirkten bei den Labestellen auf den Bahnhòfen, bei der Rettungsgesellschaft, Feuerwehr und leisteten Boten-dienste in verschiedenen Àmtern. 2. Auch im Laufe des Schuljahres wurde einzelnen Schulern, falls deren Mithilfe bei den Feldarbeiten dringend notig erschien, der er-forderliche Urlaub gewahrt. — Folgend einer Anregung des k. k. steierm. Landesschulrates vom 9. April 1915, Z. 32S227, wurde aus einer Anzahl von sich meldenden Schulern eine Gruppe von zwòlf Geeignetsten ausgewahlt, um sich als Gartenhelfer im Bedarfsfalle zur Verfugung zu stellen. Bezuglich des Gemùseanbaues suchte die Direktion mit gutem Bei-spiel voranzugehen, indem sie in Verbindung mit der Verwaltung des im Gymnasialgebaude untergebrachten Reservespitales alle geeigneten Platze des Gymnasialgartens und -hofes als Gemusegarten bebauen liefi. 3. Gymnasiasten im stadtischen Sicherungsdienst. Infolge der durch zahlreiche Einberufungen verursachten Abgange der stadtischen Sicher-heitsmannschaft trat unter Hinweis auf obigen Aufruf der Direktion, worin die Studentenschaft zur werktatigen Anteilnahme an jeder ihr angemessenen Arbeit aufgefordert worden war, der hierortige Stadtrat im Auftrage des Biirgermeisters an die Gymnasialdirektion mit der Einladung heran, die derselben geeignet erscheinenden Studierenden, welche im Vorjahre an den Schiefiiibungen teilgenommen hatten, aufzufordern, aushilfsweise den Sich er-heitsdienst im Bereiche der Stadt zu ubernehmen. Der Direktor fiihrte die nòtigen Vorerhebungen und Vorbereitungen durch, so dafi am 31. August 1914 an die schlieBliche Aktivierung des Sicherheitsdienstes mit 40 Studierenden geschritten werden konnte. An diesem Tage fand im Rat-haussaale in Anwesenheit zahlreicher Honoratioren die feierliche Handschlags-leistung der jungen Sicherheitsmannschaft in die Hande des Biirgermeisters Dr. Schmiderer statt, worauf sie am folgenden Tage ihren Dienst antraten, der — ohne Uniform — jedoch militarisch organisiert und von den jungen Mannern bis zum Schulbeginn fortgefiihrt wurde. Vonseiten des Stadtrates erging an die Bevòlkerung eine Kundmachung, worin auf den amtlichen Charakter der jungen Sicherheitsorgane aufmerksam gemacht wurde. 4. Im Laufe des Jahres 1915 wurde der Verband der k. k. freiwilligen Schutzen gegriindet. Nachdem vonseiten der Anstalt die Vorarbeiten hiezu mit allem Eifer betrieben und beschleunigt worden waren, wofiir Seine Exzellenz, der k. u. k. General der Infanterie von Chavanne der Direktion am 20. Marž 1915 personlich seinen Dank aussprach, ging die weitere Organisation vollstandig in die Hande der militarischen Behorden iiber, welche infolge dauernder Einberufung der Schutzen schlieBlich den Schiitzen-dienst dem aktiven Militardienst fiir gleichwertig erklarten. 7. SonstigeVorkommnisse. To desf al 1 e. 1. Am 20. August 1914 starb Seine Heiligkeit Papst Pi us X.; bei dem am 28. August von Seiner Exzellenz dem Herrn Fiirstbischof Dr. Michael Napotnik abgehaltenen feierlichen Pontifikalrequiem war auch unsere Anstalt vertreten. 2. Am 18. Mai 1915 verschied in Graz im Alter von 68 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalles der gewesene Direktor unseres Gymnasiums, Herr Julius Gtowacki. Wie unsere Anstalt, die in dem Jahresberichte 1911 12 ein Gedenkblatt des Verewigten samt Bild veroffentlicht hat, stets in Ehren und mit Dankbarkeit die Erinnerung an den vornehm denkenden Mann, der durch ein De-zennium die Geschicke dieser Anstalt geleitet hat, hoch hielt, so tat sie auch in dieser bedrangten Zeit ihr mòglichstes, um den Verstorbenen zu ehren. — Eine Abordnung des Gymnasiums nahm unter Fuhrung des Professors Dr. Anton Medved am Leichen-begangnisse teil. 3. Am 23. Marž 1915 starb nach langvvierigem Leiden Professor Georg Polzi, der unserer Anstalt als Mitglied des Lehr-kdrpers seit seiner Ernennung zum wirklichen Lehrer an derselben (mit dem Ministerialerlasse vom 11. Juli 1891, Z. 14.893) bis Ende August 1902, mit welchem Tage er als Professor der Vili. Rangs-klasse in den zeitlichen Ruhestand versetzt wurde, angehòrt hat. 4. Am 7. Juli 1915 wurde in nodi kraftigem Alter nach einem langen schweren Leiden der hochwurdige Domherr Jakob Kavčič, gewesener Religionslehrer an unserem Gymnasium, vom Tode dahin-gerafft. Mit ihm wurde unserer Anstalt ein edler Freund und Wohl-tater der studierenden Jugend, die ihn schwer vermissen wird, entrissen. 5. Am 27. November 1914 erlag der vorjahrige brave Okta-vaner Felix Ilešič in seinem Heimatsorte einem tuckischen Leiden, das ihn zur Unterbrechung der Studien gezwungen hatte. 1 II. Bei dem anlaBlich der Neuwahl des Oberhauptes der katholischen Kirche, Seiner Heiligkeit des Papstes Benedikt XV., am 26. September 1914 in der Domkirche abgehaltenen feierlichen Dankgottesdienst war auch die Anstalt vertreten. III. Die allòsterreichischen patriotischen Festtage wurden wie alljahrlich in wtirdiger Weise gefeiert. Besonders hervorgèhoben sei die Gedenkfeier des 66. Jahrestage s des Regierungsantrittes Seiner Majestat unsercs Kaisers (2. Dczember 1914). Unsere Anstalt beging diesen Tag, soweit es unter den schwierigen aufieren Verhaltnissen mòglich war, in festlichcr Weise. In der Aloisikirche wurde ein feierlicher Schulgottesdienst abgehalten und durch eine Kanzelansprache, welche der Religionslehrer Herr Dr. Anton Medved hielt, die Bedeutung des Tages beleuchtet. Herr Dr. Medved fiihrte folgendes aus: Die ganze Welt bewundere den greisen Monarchen Ósterreichs; bei den Vòlkern unserer Monarchie komme aber zn dieser allge-ìneinen Bewunderung noch die unbegrenzte Liebe und Ehrfurcht hinzu. Der Grund dieser Liebe liege in den herrlichen Charaktereigenschaften Seiner Majestiit, als da sind: der Gerechtigkeitssinn, tiefe Religiositat, die rittcrliche Tapferkeit und die aufopferndste Wohltatigkeit; weiters in den grofiartigen Leistungen wahrend der Regierung Seiner Majestat. Gewaltig seien die Fortschritte Ósterreichs auf dern Gebiete des Handels, des Ver-kehrs, der Wohltatigkeitsanstalten, der Ausgestaltung des Heeres und der Marine sowie des Schulwesens. Der Redner schloG mit den Worten: „Des-vvegen singt der Ósterreicher mit felsenfester Oberzeugung und gluhender Begeisterung die Worte des Kaiserliedes: Gut und Blut fur unseren Kaiser, Gut und Blut fiirs Vaterland!11 — Wegen Raummangels konnte eine gemeinsame Schulfeier nicht stattfinden ; daftir wurden in jeder Klasse am 1. und 3. Dezember 1914 in der Unter-richtssprachstunde passende Gedichte vorgetragen oder Vortrage gehalten; in einzelnen Klassen fanden auch musikalische Auffuhrungen statt. Uber-dies wurden die Schiller aufgefordert, durch Beitrage und Sammlungen zu-gunsten des Soldatentages und durch sonstige Fòrderungen iliren patrioti-schen Sinn zu betatigen. IV. Um der Ansteckungsgefahr vorzubeugen, wurden den Schtilern die Hauptpunkte aus der Broschiire „Kriege und Seuchen" vorgelesen und 120 Stiick dieses Biichleins abgesetzt. Am 22. Februar 1915 wurden in der Anstalt samtliche Scinder der Schutzpockenimpfung unterzogen. V. Die religiòsen Obungen wurden in der gesetzlich bestimmten Weise abgehalten. Der Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen fand in der Aloisiuskirche statt, da die Gynmasialkapeile zu Spitalszwecken verwendet wurde. Die heiligen Sakramente der Bufie und des Altares empfingen die Scinder gemeinsam ani 25. und 26. November 1914. Am 10. und 11. Marz 1915 fanden die geistlichen Obungen statt, wobei der Religionsprofessor Dr. Anton Medved zwei Exhorten iiber das zeitgemafie Thema: »Confortare et esto vir“ (3. Reg. 2, 2) hielt, mit Beriicksichtigung der jetzigen Kriegszeit. Ober 100 Schiller des Gymnasiums, darunter 50 Oktavaner, riickten zu verschiedenen Terminen, sei es freiwillig oder infolge Einberufung, zum Militar ein; zum Abschied hielt Herr Professor Dr. Medved jedesmal beim Gottesdienste am Sonntage an die Einrtickenden eine patriotische Ansprache; auch empfingen sie vor dem Einriicken die heiligen Sakramente der Bude und des Altares. Feierlich wurde ani 2. Dezember 1914 das 66. Jubelfest des Regierungs-antrittes Sr. Majestat des Kaisers Franz Josef 1. mit einem solennen Hoch-amte und cincr Festrede des Professors Dr. Medved begangen. (Siehe oben.) Am 19. November 1914 fand ein feierliches Requiem ftir Wei-land Ihre Majestat die Kaiserin Elisabeth statt. Wegen plòtzlichen Unterrichtsschlusses konnte ein gemeinsamer Emp-fang der heiligen Sakramente am Schlusse des Schuljahres nicht stattfinden. Die Schiller wurden beim Schlufigottesdienste in der hiebei gehaltenen Ansprache (siehe Seite 20) eindringlich ermahnt und aufgefordert, die heiligen Sakramente jeder fiir sich in den Ferien zu emptangen; nur die zuriickgebliebenen Oktavaner konnten am 11. Juni noch gemeinsam zum Tische des Herrn gefiihrt werden. Leider war in diesem Schuljahre die Abhaltung der so beliebten Mai-andachten unmòglich; ebenso konnten an der Fronleichnahmsprozession nur die noch zuriickgebliebenen Oktavaner teilnehmen, die tibrigen Schiller waren bereits entlassen worden. Schulnachrichten. Zusammengestellt vom Direktor. I. Der Lehrkòrper. 1. Verànderungen im Lehrkòrper. a) Aus dem Lehrkòrper schled niemand; denn die zur aktiven militari-schen Dienstleistung einberufenen 11, beziehungsweise 18 Lehrkrafte (siehe oben Seite 14) verblieben alle im Status des Lehrkòrpers weiter angestellt, oder andernfalls bestellt. b) In den Lehrkòrper traten ein: 1. Der evangelische Pfarrer Dr. Ludwig Mahnert wurde zufolge Obligatisierung des evangelischen Religionsunterrichtes (siehe unten S. 34) als supplierender Lehrer dieses Lehrfaches vom 1. November 1914 auf die Dauer des Bedarfes bestellt. (K. k. steierm. Landesschulrat vom 11. November 1914, Z. 3^). 2. Der Religionsprofessor an der k. k. Staatsrealschule in Marburg, Johann Markošek, wurde ftir die Zeit vom 20. Oktober 1914 bis 31. Marž 1915 als Nebenlehrer fur 8 Religionsstunden bestellt. (K. k. steierm. Landesschulrat vom 6. November 1914, Z. 3^). 3. Mit dem gleichen Erlasse wurde der Professor an der Landes-lehrerinnenbildungsanstalt in Marburg, Alphons Vales, in Nebenver-wendung fiir 17 Stunden vom 20. Oktober 1914 bis 31. Janner 1915, mit dem Erlasse des k. k. steierm. Landesschulrates vom 30. Janner 1915, Z. 3^-, jedoch ftir die Zeit vom 1. Februar 1915 bis auf weiteres nur mit 10 Wochenstunden ftir unsere Anstalt in Nebenverwendung bestellt. 4. Nach dem letzterwahnten Erlasse wurde der supplierende Lehrer an der Staatsrealschule in Marburg, Konrad Fabian, als Nebenlehrer ftir 7 Wochenstunden ftir die Zeit vom 1. Februar 1915 bis auf weiteres an unserer Anstalt in Mebenverwendung genommen. Die nichteinberufenen, beziehungsweise enthobenen supplierenden Lehrer Franz Bračun und Johann Favai wurden fur das ganze Schuljahr (bis 15. September 1915) weiterbestellt. (K. k. steierm. Landes-sclmlrat vom 6. November 1914, Z. 3--). Die Nebenlehrer ftir die Freifacher blieben in Weiter-bestellung. Nur fur Dr. Johann Mtihlbacher erfolgte die Neube-stellung tur den Unterricht in der franzòsischen Sprache ab 1. Marž 1915; weiters fiir den Gesangsunterricht eine Neuorganisation mit Erweite-rung auf 10 Wochenstunden, wovon 7 dem Gesangslehrer an der Lehrer-bildungsanstalt in Marburg Heinrich Druzovič bis auf weiteres zuge-wiesen wurden. (Beides mit Erlafi des k. k. steierm. Landesschulrates vom 11. Marž 1915, Z. 324'-), c) Sonstige Ernennungen, Befòrderungen, Auszeichnungen. 1. Ernennungen: Der Gymnasialdirektor Dr. Josef Tominšek wurde mit der Funktion eines Fachinspektors f ti r den Turn-unterricht an den Mittelschulen und Madchenlyzeen sowie an den Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalten in Krain, Kiistenland, Dalmatien und den gleichen Anstalten mit italienischer Unterrichtssprache in Tirol auf weitere drei Schuljahre betraut. (ErlaB des k. k. Ministeriums fur Kultus und Unterricht vom 20. Oktober 1914, Z. 14.776; k. k. steierm. Landesschulrat vom 7. November 1914, Z. 32':'). Durch den gleichen MinisterialerlaB und auf die gleiche Dauer wurde der Direktor der k. k. Staatsrealschule in Knittelfeld, Robert Litschauer, mit der Funktion eines Fachinspektors fiir den Turn-unterricht an den Mittelschulen, einschlieBlich der Madchenlyzeen, sowie an Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalten in Steiermark, Karnten und an den gleichen Anstalten mit deutscher Unterrichtssprache in Tirol betraut. (K. k. steierm. Landesschulrat vom 7. November 1914, Z. 3-™.) 2. Befòrderungen: Der Religionsprofessor Dr. Anton Medved wurde mit der Rechtswirksamkeit vom 1. Juli 1914 in die VII. Rangs-klasse befòrdert. (K. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht vom 11. Jum 1915, Z. - - ; k. k. steierm. Landesschulrat vom 25. Juni 1915, 7 o3795. oTs-). Der Professor Dr. Max H ai d wurde mit der Rechtswirksamkeit vom 1. Mai 1915 in die Vlil. Rangsklasse befòrdert. (K. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht vom 30. April 1915. Z. k. k. steierm. Landesschulrat vom 24. Juli 1915, Z. 3-~). Dr. Al o is Bolim wurde mit der Rechtswirksamkeit vom 1. November 1914 definitiv im Lehramte bestatigt und ihm der Titel „Pro-fessor“ verliehen. (K. k. steierm. Landesschulrat vom 12. Oktober 1914, Z. 3™-). 3. Auszeichnungen; Uber die Dekorierung des Professors J o h. E. Kociper mit dem Geistlichen Verdienstkreuz 2. Klasse und die Zuerkennung des signum laudis an den Professor Ludwig Lang siehe oben Seite 15. Von Seiner k. u. k. Hoheit, dem durcblauchtigsten Herrn Erz-herzog Franz Salvator, Protektorstellvertreter des Roten Kreuzes in der Monarchie, wurde mit hòchster Entschliefiung vom 20. Oktober 1914 im Namen Seiner k. u. k. Apostolischen Majestat dem Gymnasialdirektor Dr. Josef Tominšek die silberne Ehienmedaille fiir die Verdienste um das Rote Kreuz verliehen. 2. Status des Lehrkòrpers am Schlusse des Schuljahres 1914/15. a) Direktor. Dr. Tominšek Josef, Ritter des Franz Josef-Ordens, Mitglied des steiermarkischen Landesschulrates, Fachinspektor des Turnunterrichtes ftir Krain, das Kustenland, Dalmatien und den italienischen Teil von Tirol. — (Unterrichtete: Latein I.b, Griechisch IV.a: 11 Stunden.) b) Professoren und wirkliche Lehrer (alphabetisch): Zahl Name und Charakter . a S c *> Lehrfach und Klasse JZ "Ò c :0 3 ^ Č7) , Dr. Arn e iz Johann, k. k. Professor — Beurlaubt und dem k. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht zur Dienst-leistung zugcvviesen — ! ! 2 Dr. Bo h m Alois, k. k. Professor V.b Oeographie und Qeschichte III. a, IV.a, V.b, VI, VII. und Vili. 23 3 Dr. Dolar Anton, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Kustos der Schiilerbibiiothek (slow. Abt.) III. a Steht seit der Mobilisierung in aktiven milititrischen Diensten. -| 4 Fink Alfred, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Kustos der Unterstiitz.-Bibliothek Deutsch III. a und IV. a Latein III. a Griechisch III. a und VIII. Gcschichte II b. (Nach SchulschluB, mit 1. Juli 1915, eingerlickt.) 5 Fistravec Othmar, akadem. Maler, k. k. Professor, Kustos der Zeichensammlung Geographie 11. a und II. b Mathematik I. a ! 17 Zeichnen I.a, I.b, II.a und 11.b Kalligraphie I.a und I.b 6 Dr. H a i d Max, k. k. Professor der Vili Rgkl. VI. Deutsch I. a und IV. b Latein V. b Griechisch VI. 18 , 7 Halfter Max, k. k. Turnlehrer — Wegen der Einquartierungsverhatt- 1 nisse muBte der Turnunterricht in ! — ; diescm Schuljahre eingestellt werden. 8 Jerovšek Franz, k. k Professor der VII. Rgkl., Kustos der archàol. Lehrmittelsammlung 1 Slowenisch V. a, b, VI, VII u. VIII. Latein VI. '19 j Griechisch V. b 1 Name und Charakter Klass.-! Vorst.1 L. Lehrfach und Klasce Wòch. Stund 9 Knapp Friedrich, k. k. Professor, Kustos der Lehrer-bibliothek und Programmsammlung 11.a Deutsch II.a, Va, V.b, VI., VI. und VII. Latein II. a 25 10 Kociper Johann Ev., k. k. Professor Seit der Mobilisierung bis 30. Marž 1915 eingertickt wie Nr. 3. — Vom 1. April bis zum Schulschlufi Reli-gion in I. b, II. b, III. b, IV. b (8 St ), nach Schulschlufi wieder eingeriickt. 11 Lang Ludwig, k. k. Professor, Kustos der Schiiler-bibliothek (deutsche Abt.) | Eingeriickt wie Nr. 3. _ 12 Dr. Medved Anton, f.-b. Geistlicher Rat, k. k. Professor der VII. Rgkl., Kustos der Para-mentensammlung IV. b Katholische Religion I. a, II. a, III. a, IV.a, V.a, V.b, VI, VII. u. VIII. Geographie und Geschichte IV. b 22 13 Dr. Miihlbacher Johann, k. k.Professor, Hilfskraftdes Direktors I. a u. IV. a Latein I. a, IV. a und V. a Griechisch VIL 24 14 Otto Franz, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Kustos des Geographischen Kabinettes Eingeriickt wie Nr. 3. — j 15 Dr. Pečovnik Adolf, k. k. Professor Vlil. 1 Geographie und Geschichte III. b Mathematik III. a, III. b, IV. a und VIII. Naturlehre VIII. Propadeutik VII. und VIII. (Nach Schulschlufi, mit 1. Juli 1915, eingeriickt ) 24 16 Dr. Poljanec Leopold, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Kustos des Naturhistorischen Kabinettes — Eingeriickt wie Nr. 3. 17 Tribnik Karl, k. k. Professor — Eingeriickt wie Nr. 3. 18 Dr. Verstovšek Karl, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Landesausschufibeisltzer — Als Reichsrats- und Landtagsabge-ordneter beurlaubt. — 19 Voglar Franz k. k. Professor [j u ji Slowenisch 1. und II. ’ . Latein II.b und VIII. Griechisch V. a 13 Geographie und Geschichte V. a 27 20 Zahlbruckner Karl, k. k. Professor der VII. Rgkl., Kustos des Physikallschen Kabinettes — Mathematik II,a, V.a, V.b u. VIL Naturlehre VII 15 21 Žagar Nikolaus, k. k. Professor der VII. Rgkl. vn. Deutsch II. b Slowenisch IV. Latein IV. b und Vil. 17 1 c) Supplierende Gymnasiallehrer. 1 Name und Charakter _. . *> Lehrfach und Klasse Wòch.; Stund.l 22 Bračun Franz, suppi. Gymnasiallehrer I.b ! Geographie I. a und I. b Mathematik I.b, II. b und IV. b Naturlehre III a, III. b, IV. a u. IV. b 23 : 23 Favai Johann, suppi. Gymnasiallehrer III.b Deutsch I.b, III.b Slowenisch III. Latein III. b Griechisch III. b, IV. b (Nach Schulschlufi mit 1. Juli 1915 eingeriickt.) 24 24 Leskošek Johann, suppi. Gymnasiallehrer Eingeriickt wie Nr. 3. 25 Dr. Mahnert Ludwig, evang. Pfarrer ~ Evang. Religion 4 26 Mravljak Johann, suppi. Gymnasiallehrer Eingeriickt wie Nr. 3. 27 Pirnat Josef, suppi. Gymnasiallehrer _ Eingeriickt wie Nr. 3. — 28 Dr. Schuschnig Thomas, suppi. Gymnasiallehrer - Eingeriickt wie Nr. 3. 29 Dr. T robei Bruno, suppi. Gymnasiallehrer — Eingeriickt wie Nr. 3. d) Assistent und supplierender Gymnasiallehrer. 30 Gtinther Wilhelm, Zeichenassistent — Wegen EinschrSnkung des Zeichen-unterrichtes unbeschaftigt. e) Nebenlehrer. 1. Fiir obligate Gegenstànde. 1 31 Fabian Konrad, suppi. Lehrer an der k. k. Real-schule in Marburg I ~~ ! Ab 1. Feber 1915: Naturgeschichte I. a, II. a, VI. 7 32 Markošek Johann, Professor an der k. k. Realschule in Marburg Kathol. Religion I.b, II. b, III. b, IV.b 8 1 33 i Vales Alfons, Professor an der Landes-Lehrerinnen-bildungsanstalt in Marburg — Bis 30. Janner 1915: Naturgeschichte 1.a, I.b, II.a, II.b V. a, V. b, VI. Ab 1. Feber 1915: I.b, II.b, V.a und V. b 17 10 2. Fflr nichtobligate Gegenstftnde. 1 Name und Charakter 'ii 5> Lehrfach und Klasse 1 '.C-gl II 34 Druzovič Heinrich, Gesangslehrer an der k. k. Lehrer-bildungsanstalt in Marburg ■ Gesang I. und II. Kurs 7 35 ! Fistravec Othmar, akad. Maler und k. k. Professor Freihandzeichnen fiir die oberen Klassen 2 36 Jerovšek Franz, k. k. Professor der VII. Rgkl. _ a) Italienisch b) Deutsche Stenographie II. Kurs 2 1 37 Dr. Muhlbacher Johann, k. k. Professor Franzòsisch II. Kurs 1 38 Wagner Rudolf, Domorganist I Gesang III. Kurs 3 Diener. Seme Josef, k. k. Schuldiener. Kelbitsch Franz und Sorko Friedrich, Aushilfsdiener. II. Lehrverfassung. 1. Obligate Unterrichtsgegenstànde. a) Der Lehrplan in den Stammklassen mit deutscher Unterrichts-sprache ist der durch die Ministerialverordnung vom 20. Marž 1909, Z. 11662, fiir Gymnasien normterte. — Fiir die griechische Sprache in der VII. Klasse wurden mit dem Ministerialerlafi vom 25. Juli 1909, Z. 27146 (k. k. steierm. Landesschulrat vom 17. August 1909, Z. 3^-’) 5 Wochenstunden festgesetzt. — Das Turnen ist seit dem Schuljahre 1902/03 ftir alle Klassen, das Freihandzeichnen (k. k. steierm. Landesschulrat vom 19. Juli 1910, Z. 3“-) seit 1910/11 in den vier unteren Klassen obligat. — Das Slowenisch als Unterrichtsfach ist fiir die Slowenen verbindlich. Mit diesem Schuljahre wurde durch den Erlafi des k. k. steierm. Landesschulrates vom 11. November 1914, Z. 3~, wegen Zutreffens der gesetzlichen Voraussetzungen, der obligate evangelische Re-ligionsunterricht eingeftihrt und mit 2 Kursen zu je 2 Stunden aktiviert. Stundenflbersicht (fur die Stammklassen). Lehrgegenstànde 1. II. HI- IV. V VI. VII. Vili, j Summe Religionslehre 2 2 2 2 2 2 2 2 16 ! Lateinische Sprache . . 8 7 6 6 6 6 5 5 49 j Qriechische Sprache . — — 5 4 5 5 5 5 29 ; Deutsche Sprache 4 4 3 3 3 3 3 3 26 Slowenische Sprache . 3 3 2 2 2 2 2 2 18 Qeschichfe , . . — 2 2 2 3 4 3 11. S. 4 20 | Qeographie ... 2 2 2 2 1 1 — fu. s. 3 13 Mathematik ... 3 3 3 3 3 3 3 2 23 Naturgeschichte 2 2 — — 3 3 — — Il 10 Physik und Chemie .... — — 2 3 — 4 I. Sem.3' II. * 4 12 (13) Philosophische Propadeutik — — — — 2 2 4 Schreiben 1 — — — — — — 1 Turnen 2 2 2 2 2 2 2 2 16 | Freihandzeichnen 3 3 2 2 — — — i 10 30 30 31 31 30 31 31 30 247 I>) Durch den Ministerialerlafi vom 30. Juni 1889, Z. 4409, wurden mit dem Schuljahre 1889/90 utraquistische Parallelabteilungen zu den vier un teren Klassen angeordnet, in denen ftir Religion, Latein und Mathematik die slowenische Unterrichtssprache eingefuhrt wurde. — Im laufenden Schuljahre erfolgte eine sprachliche Reorganisa-tion dieser Parallelklassen in dem Sinne, dall in der IV. Klasse der deutschen, in der I. und 11. Klasse in gleichem Umfange der slo-wenischen Unterrichtssprache ein breiterer Raum gewahrt wird, ohne daB das gegenseitige Zahlenverhaltnis der Stundenzahl eine Verschiebung erfiihre. (Siehe unten XII. 1.) — Im Obergymnasium ist die Unterrichtssprache fur alle Klassen in gleicher Weise die deutsche, bis auf das Slowenisch als Pflichtfach (fur die Slowenen). Stundenùbersicht (fiir die utraquistischen Klassen, nach der bisherigen Einrichtung). Lehrgegenstànde I. II. III. IV. Summe i Religions'ehre (Unterrichtssprache slowenisch) 2 2 2 2 I 8 Lateinische Sprache (Unterrichtssprache slow.) 8 7 6 6 27 Griechische Sprache — — 5 4 9 Deutsche Spiache . 4 4 3 3 .1 14 Slowenische Sprache (Unterrichtssprache slow.) 3 3 2 2 10 Qeographie 2 2 2 2 8 Geschichte — 2 2 2 6 Mathematik (Unterrichtssprache slowenisch) , . . 3 3 3 3 12 Naturgeschichte . 2 2 — — 4 Physik . — 2 3 5 Schreiben 1 — — — 1 Turnen . . . . , 2 2 2 2 8 Freihandzeichnen 3 3 2 2 lì 10 | 30 30 31 31 122 i2. Freie Gegenstànde I. Allgemeine Bemerkung. ì. Wegen Mangels an Schulraumlichkeiten und Lehrern und der Un-iiióglichkeit, die Stunden irti Tagesstundenplan utiterzubringen, wurdert tolge n d e Freigegenstande fiir dieses Schuljahr aufgelassen: 1. Slo-wenisch fiir Deutsche, 2. Englische Sprache, 3. Slowenische Stenographie, 4. Darstellende Geometrie, 5. Musikunter-richt. 6. Ober Ersuchen des steierm. Landesausschusses, der laut Zuschrift vom 5. Oktober 1914, Z. 41273/1V. 5619, die Remunerierung des Unter-richtes aus der steiermarkischen Geschichte fiir dieses Schuljahr einstellte, wurde von der Uuterrichtserteilung aus diesem Gegen-stande Abstand genommen. 7. Der an der Anstalt bisher mit gròfitem Er-folge gepflegte Schiefiunterricht wurde durch den aktiven mili-tarischen Dienst aller Schiiler, die den SchieGunterricht im verflossenen Jahre genossen hatten, sowie einer Reihe anderer, wie nicht minder durch den Beitritt zum Verbande der k. k. freiwilligen Schiitzen ersetzt. Eine Weiterfiihrung ware iibrigens an der Platz- und Materalienfrage gescheitert. 11. Der Unterricht aus der deutschen Stenographie (1 Stunde) und der franzòsischen Sprache (1 Stunde) wurde nur soweit fortge-filhrt, um die vorjahrigen ersten Kurse zu einetn gewissen Abschlufi zu bringen. Ungeschmalert blieb der Unterricht aus der italienischen Sprache und dem Freihandzeichnen. Der Gesangsunterricht erfuhr sogar die jahrelang schwer vermiBte Erweiterung. Die Sanger des Obergymnasiums wurden zu einem Mannerchor vereinigt, der in 3 (statt bisher 1) Wochenstunden Unterricht erhielt und neben dem kirchlichen aneli den weltlichen Gesang zu pflegen hatte. — Von den Unterklassen hatten die zwei ersten Klassen zunachst die nòtige Vor-bildung zu erfahren, um in den weiteren Klassen zu einem gemischten Chor vereinigt zu werden, einer Neuschopfung dieses Schuljahres. Dieser gemischte Chor war bald soweit vorgebildet, um nòtigenfalls auch den (lateinischen) Kirchengesang besorgen zu konnen. II. Berichte der Fachlehrer. a) Italienlsche Sprache. Durchgenommener Stoff: Aussprache und Rechtschreibung. Oggetti scolastici. Nomi in — a, — o, — e; genere degli stessi; plurale degli stessi; presente di avere. Aggettivi di 1 e di 2 terminazioni e loro plurale. Arredi ed altri oggetti di una classe. Ripetizione; c’ è, ci sono. La classe: persone, arredi. Forme dell’ articolo determinato ed indeterminato per il singolare e per il plurale. Confronto fra un buon allievo ed una cattiva allieva. Concordanza degli aggettivi predicativi col soggetto. Durante la ricreazione. Declinazione senza 1’ articolo determinato. La classe. Preposizioni articolate; declinazione con 1’ articolo determinato. Colori. Pronomi possessivi. La scuola reale. Diverse forme di bello, quello, grande e buono. La vita della scuola (dialoghi). Presente di essere, passato prossimo di essere ed avere, presente dei verbi in — are, in — ere, in — ire che prendono 1* isc; participio. Dialogo fra il professore e gli scolari. Ella: a una persona di riguardo si dà del Lei, a due o più persone: Loro; voi. Comandi, Imperativo III persona singolare e II plurale. Dialogo fra due scolari. Presente dei verbi fare, dare, stare, andare e sapere. Dialogo fra una madre e suo figlio. Pronomi atoni (particelle pronominali) di caso dativo; ne; articolo partitivo. Che ora è? Orario. Numeri cardinali. Dialogo. Verbi riflessivi. Una scolara racconta ciò che ha fatto. Loro aussiliare; concordanza del participio passato. Entsprechende Aufgaben hatten die Schuler von Stunde zu Stunde anzufertigen. Memorieren einschlagiger Vokabeln unter tunlicher Heran-ziehung des Lateinischen. Schiilerzahl : 23. ,, , F r. Jerovšek. b) Deutsche Stenographie. 2. Kurs: Begriff der Satzkiirzung, deren Arten (Form- und Stamm-ktirzung, gemischte Kurzung, Wortweglassung und deren Begriindung). Formkurzung (dem Stamine vorausgehende, nachfolgende), Klang-, Anlaut-und Auslautkiirzung nebst deren Verbindung mit der Formkurzung wurde theoretiscli zu vollem Verstandnis gebracht; die praktische Einiibung hat unter dem vorzeitigen Abbruch des Schuljahres gelitten, so dafi das Lehr-ziehl (90 Wòrter in der Minute!) nicht erreicht worden ist. Schiilerzahl: 35-fl. Fr. Jerovšek c) Freihandzeichnen. Zeichnen und Malen nach Stilteben, landschaftlichen und figurellen Vorlagen, Gipsmodellen. Landschaftliches Zeichnen nach der Natur. (Drau, Melling usw.) Es wurde heuer, da der obligate Zeichenunterricht nur in der I. und li. Klasse aufrecht erhalten wurde, den Schiilern der ubrigen Klassen des Untergymnasiums gestattet, den Freikurs aus dem Zeichnen zu besuchen. Der Kurs zahlte daher anfanglich uber 20 Teilnehmer. Doch fielen im Laufe des Jahres viele Schuler ab (durch Einruckung etc.), so daS am Schlusse nur vier Schuler verblieben. _.. , Otlimar Fistravec. d) Gesang. 1. Obergymnasium, Mannerchor: „Fiinfte Messe" fiir Manner-chor und Orgel von Rudolf Wagner, Messe fiir Mannerchor und Orgel von Adler, Messe fiir Mannerchor und Orgel von Deschermeyer, Messe zu Ehren des heiligen Johannes des Taufers, fiir Mannerchor a capella von Rudolf Wagner. — Motetten aus der Sammlung »Musica sacra" von B. Kothe. Ferner Motetten von Fr. Witt, Hamm, Ett, Rud. Wagner, Abbé Vogler, Palestrina, Haller, Mitterer und Brosig. W e 111 i c h e Chòre fur Mannerchor: Ósterreich, mein Vaterland, von H. F i by ; Hoch Ósterreich! von Ed. Tauwitz; Das ist mein Ósterreich, von Suppé; Der Kaiser hoch! von Santner; Geliibde ans Vaterland, von B. Klein; Der Rhein, von Ed. Kremser; Fahnenlied von Ed. Tauwitz; Das Volk in Waffen, von Engelsberg; Gebet wahrend der Schlacht, von F. H. Himmel; Kriegslied und Dankgebet; altniederlandische Volksweisen; Schwert-lied, von Weber; Der gute Katnerad, vonSilcher; Prinz Eugen, Volksweise, Satz von Fr. Silcher; Andreas Hofer, von L. Erk; Reiters Morgenlied, Volksweise; Sturmbeschwòrung, von Diirrner; Abschiedslied, von W. Miiller. Sdngerzahl: 1. Tenor 6, II. Tenor 5, 1. Bafi 9, II. BaO 5. Rudolf Wagner. II. Untergymnasium. la- und lb-Kurs ftir Anfanger: Einfiihrung in die Notenschrift. Intervallehre. Durtonleitern bis 3 | und 3 b. Musik-diktieriibungen. Rhythmische Obungen. Ein- und zweistimmige Lieder. Lehr-behelfe: Wiedemann-Obungstafeln. Mair: Praktische Singlehre (1. Heft). Kirchl: Liederstraufi (3. Heft) und Druzovič: Pesmarica (2. Heft). — Wochent-lich je 2 Stunden. Ila-, II b- und II c-Kurs ftir F o rt g e s c h r i tt e n e: (Im Kurs Ilc sind die Mannerstimmen vereinigt). Fortsetzung des im Kurs I behandelten Stoffes. Zwei- und dreistimmige Lieder. — Lehrbehelfe : Wiedemann-Obungstafeln, Wagner, Vaterlandisches Liederbuch ftir Biirgerschulen, und Druzovič: Pesmarica (3. Heft). Wòchentlich je 1 Stunde. — Gemeinsam wurde durch-genommen: J. Plag op. 17, Missa in hon. S. Aloysii ; A. Wiltberger op. 122, Tantum ergo und S. Sechter: Ave Maria, ftir 2, beziehungsweise 3 gemischte Stimmen. Frequenz: I. Semester 126, II. Semester 111. Heinrich Druzovič. e) Franzòsische Sprache. II. Kurs. (Nur im II. Semester): Wiederholung und Erganzung der Formenlehre, wichtige Kapitel der Syntax. — Lekture und schriftliche Ober-setzungen nach dem Lehr- und Lesebuch von Boerner-Kukula. — Sprech-tibungen. — Teilnehmerzahl :16. Dr. Joh. Muhlbacher. III. Lehrbiicherverzeichnis. (Auf dem Einlagcblatt!). IV. Absolvierte Lekture. 1. Lateinische Sprache. V. a - K1 a s s e : Ovid (Ausgabe von Sedlmayer) : 34 versus memoriales zur Einubung des Hexametcrs und der Disticha. Metamorphosem Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 11, 18, 23, 28, 30. (I, 1—5, 89-415; II, 176—94; V, 385—508; X, 1—63, 72—77; XII, 580—611; XV, 154—170, 200-215. 871—879). Tris ti en: Nr. 1 und 8. (I, 3; IV, 10.) Fa s ten: Nr. 1 und 4. (I, 1—26; 709—722.) Livius: I, 1—8, 150—17, 24—29. XXI, 1—8. (Der Rest des Buches inhaltlich.) Caesar: Bellum Gallicum: VII, 1—15, 29—32, 71. V. b - K1 a s s e : Ovid (nach der Ausgabe von Sedlmayer) : M e t a m orpho s e n : Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 16, 17, 19, 30. E1 e g i e n : aus den Jugend-gedichten Nr. 5, aus den Fasten Nr. 5, 17, aus den Tristien Nr. 3, 8 und 12. Livius: I. 1 —17 und ausgewahlte Kapitel aus der Geschichte der ròmischen Konige, II. 10, 12—13, 19—20; III, 26—29 und Inhalt der Bticher iiber den zweiten Punischen Krieg. Caesar: De bello Gallico: IV, 20—36; V, 1—23; VI, 9—29; VII, 68—75. VI. KI a ss e: Sallustii, Bellum Iugurthinum 1—96. Vergils Eklogen I. und IV.; Georgikon I. 1—157; Aeneidis I. 1—35. VII. Klasse: Cicero, Pompeiana, pro Archia poeta; Vergil, Aen. IV. VI. VIII. Klasse: Tacitus, Germania 1—28; Annales I, 1—49; 55—72; II, 5—20. Horatius: Oden I, 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9, 10, 11, 16, 17; II, 13, 18; III, 1, 2, 3, 4, 9, 12; IV, 7; Epoden 2, 13; Satiren I, 1, 5, 9; II, 6; Episteln II, 3, 1 —190. Elegiker (ed. Biese); Catuli: Nr. 1—15, 28—30; Tibuli: 3, 4. 2. Griechische Sprache. V. a-Klasse: Xenophon, Anabasis I, 1 und 2, 1—4; I, 4, 11 —19; 1, 5 und 6; I, 7 und 8; I, 9. Homer, Ilias A. 1—427. V. b-Klasse: Xenophon, Anabasis I, 1 und 2, 1—4; I, 4, 11 —19; 1,5,1—17, 6, 1—11; I, 7 und 8; I, 9; II, 5, 1-42; II, 6, 1—30. Homer, Ilias A. 1 — 187. VI. Klasse: Homer, Ilias III. VI. IX. XVI. XXII. XXIII. XXIV. Herodot: VI. 94—120; VII. 1—25, 33-56, 100-105, 198—238; Vili. 1—5, 40—76. VII. Klasse: Homer, Odysee (Ausgabe von P. Cauer): I, II, 387-408: III, 75—95; V. VI. VII. Vili. IX. X, 1 — 132; XI, 90—155; XII, 15—58. Demosthenes: III. philippische Rede (§ 1—6 memoriert); Platon: Apologie. Vili. Klasse: Homers Odysee XXII; Sophokles’ Ódipus in Kolonos; Platons Kriton; Auswahl aus den iibrigen Schriften Platons (nach Schneiders Lesebuch): Tugend ist Wissen; das Gute ist der Zweck, die materiellen Ursachen sind nur realisierende Mittel; Unsterblichkeitsbe-weise der Seele; Betatigung der Gerechtigkeit; der Heimgang des Weisen. 3. Deutsche Sprache. V. Klasse A und B: Lesebuch. VI. Klasse: 1. Lesebuch. 2. Shakespeares „Julius Casar"; Lessings „Minua von Barnhelm" (begonnen): Schullekture, VII. K1 asse: 1. Lesebuch. 2. a) Goethes «Iphigenie auf Tauris“; Schillers „Rauber“, „Wallenstein“, „Maria Stuart", „Die Jungfrau von Orleans", «Wilhelm Teli"; Kleists „Prinz Friedrich von Homburg" : ausge-vvahlte Partien Schullektiire, im iibrigen Hauslekttire mit eingehender Be-sprechung in derSchule; b) Goethes «Hermann und Dorothea" : kontrollierte Privatlekture. Vili. Klasse: 1. Lesebuch. 2. a) Goethes «Faust" I. Teil, Schillers „Braut von Messina", Grillparzers „Ahnfrau“ und „Sappho“; Schullektiire (wie in der VII. Klasse); b) Hebbels „Agnes Bernauer" und Ludwigs „Erb-fòrster" ; Privatlekture. — Aufierdem wurden vom Fachlehrer Proben aus Sudermanns „Frau Sorge" und Hauptmanns «Hanneles Himmelfahrt" (mit umrahmender Inhaltsangabe) sowie Kriegsgedichte unsrer Tage vorgelesen. 4. Slowenische Sprache. V. Klasse A und B: Dr. J. Šket, Slov. čitanka za peti in šesti razred srednjih šol, Nr. 1—45. VI. Klasse: Dr. J. Šket, Slov. čitanka za peti in šesti razred srednjih šol, Nr. 76—159. VII. Klasse: Autographierte altslowenische Texte. Vlil. Klasse: Dr. J. Šket, Slov. slovstvena čitanka za sedmi in osmi razred srednjih šol, Nr. 34—70. V. Themen. a) Zu den schriftlichen Aufsàtzen am Obergymnasìum. 1. Deutsche Sprache. V. a-Klasse: 1. Die Verwendung des Holzes. (Sch.) — 2. Weihnachten.(H.) — 3. Archibald Douglas. Ein Jagdteilnehmer erzahlt des Helden Zusammen-treffen mit dem Konig. (Sch.) — 4. Inhaltsangabe eines in der Schule an-gehòrten Vortrags. (Sch.) — 5. Wie kònnen im Kriege wir Schiller misere Vaterlandsliebe bevvahren ? (H.) V. b-Klasse: 1. Der Nutzen des Wassers. (Seli.) — 2. ( = V.a) — 3. Inhaltsangabe eines in der Schule angehorten Vertrags. (Sch.) — 4. Eine Erinnerung aus meiner Kinderzeit. (Sch.) — 5. (= V. a). VI. Klasse: 1. Ferro nocentius aurum. (Sch.) — 2. Auf dem Bahnhof. Beschreibung eines Gemiildes. (H.) — 3. Inhaltsangabe eines in der Schule angehorten Vortrags. (Sch.) — 4. Klopstock als Odendichter. Auf Grund der in der Schule gelesenen Oden. (Sch.) — 5. Wie kanu im Kriege der Nichtkampfer seine Vaterlandsliebe bewahren? (H.) VII. Klasse: 1. Saxa loquuntur. (Sch.) — 2. Eine freigewahlte Sentenz aus Goethes «Iphigenie auf Tauris". (H.) —- 3. a) Questenberg und Wallen-stein ; b) Maxens Rolle in den „Piccolomini“. (Sch.) — a) Wer ist cin Held? b) Marias Begegnung mit Elisabeth. Ein Kapitel aus einem geschichtlichen Roman „Maria Stuart". (Sch.) — 5. d) Maria-Zell. Beschreibung eines Gemaldes; b) Klosterneuburg. Beschreibung eines Gemaldes. Vlil. Klassc: 1. Wie kann im Kriege der Nichtkampfer seine Vater-landsliebe bewahren? (Sch.) — 2. Beschreibung eines Gemaldes: a) „Der Krieg“ von Stuck, b) „Auf der Wanderung" von Sclnvind, c) „Charon“ von Haider. (H.) — 3. „Rast’ ich, so rost’ ich.“ (Sch.) — 4. a) Der poetische Realismus. Eine vergleichende Charakteristik seiner Hauptvertreter; b) Die Elektrizitat im Kriege. (Sch.) — 5. Mein Wahlspruch ftir die Zukunft. (H.) 6. Reifepriifungsarbeiten (Seite 55). Fr. Knapp. 2. Slowenische Sprache. V. a- und b-Klasse: 1. Prizori iz jesenske prirode. (H.) — 2. Brez napornega truda ni telesnega, pa tudi ne duševnega napredka. (Sch.) — 3. MrjSfev &yav. (H.) — 4. d) Vesna v prirodi vzbuja tudi nam pomlad v srcih; b) Poslanci pomladi. (Sch.) — 5. Kakega pomena je premog za razvoj človeške omike in prosvete? (H.) VI. Klasse: 1. Pomen rastlinstva v prirodi in v človeškem življenju. (H.) — 2. Pesem ne zapusti človeka od zibele do grobe. (Sch.) — 3. Nil mortalibus arduum est. Horat. (H.) — 4. a) Koder se nebo razpenja, grad je pevca brez vratarja, v njem zlatnina čista zarja, srebrnina rosa trave; s tem posestvom brez težave on živi, vmrje brez d’narja. Dr. Fr. Prešeren. b) Kaj doseže, kdor se ravna po S. Gregorčičevem naročilu, ki slove: Ti učenost s krepostjo druži, saj solnce z lučjo strinja moč; stem domovini zvesto služi neutruden za njo dan in noč!? (Sch.) 5. Dejanja vsega možu mera naj Edina domovine bo korist! J. Stritar. (H.) Vil. Klasse: 1. 'Opa jróvou toi )(copic; oùSèv eùru^eì. Soph. El. 950. (H.) — 2. Junaki vsakdanjega življenja. (Sch.) — 3. Una salus victis, nullam sperare salutem! Verg. Aen. II. 345. (H.)— 4. a) Kakov pomen kaže prisojati med činitelji omike in prosvete maternemu jeziku? b) Z uzori se nikar ne bori! So kakor solnčni žarki vzori, ki grejejo nam mrzli svet, budé, rodé pri cvetu cvet! S. Gregorčič. (Sch.) — 5. Razvoj in pomen kmetijstva. (H.) VIII. Klasse: 1. a) Prepozno! O pomenu, ki ga je imel ta vzklik, ga ima in ga utegne še imeti kakor za pojedinca tako za cele narode, da, za vse človeštvo, b) Sveto služimo sveti domovini! — 2. Pomen vodovja in gorovja za razvoj omike in prosvete s posebnim ozirom na avstrijske razmere. (H.) — 3. Ali nam more biti vodilo skozi življenje rek, ki se čita v Horacijevi poslanici I 4, 13 seq. in slove: Inter spem curamque timores inter et iras Omnem crede diem tibi illuxisse supremum ? (H.) — 4. a) Kopel, ki krepi narode, so imenovali vojsko; ali jim smemo verjeti? b) Cinitelji omike in prosvete. c) V delavnico sem tvojo zrl in videl vedno sem vrtenje, prelivajoče se življenje, prerojevanje, presnavljanje, a smrti nisem vzrl nikjer. S. Gregorčič. (Sch.) — 5. Maiorum gloria posteris quasi lumen est neque bona neque mala eorum in occulto esse patitur. (H.) — 6. Reifeprùfungsarbeiten (Seite 55). b) Themen zu den Rede- und Sprechiibungen. Deutsche Sprache. V. a-Klasse: 1. Der Vintschgau (Rožič). — 2. Andreas Hofers Tod (Kurzmann). — 3. Geschichte der Musikinstrumente (Jettmar). — 4. Ko-ziusko (Janžič). — 5. Die Aufgaben des Bauernstandes im Kriege (Lesin-šek). — 6. Das Eisen im Dienste des Menschen (Ješovnik). — 7. Die Schlacht bei Helgoland (Ačko). — 8. Von der Feldschlange zum Riesen-geschlitz (Bauer). — 9. Sellili und seine Offiziere (Kalb). — 10. Osterreichs Naturschutzpark (Leskoschek). — 11. Die Schaden des Alkohols (Stabej). — 12. Wie gelangten die Habsburger in den Besitz Steiermarks? (Sattler). — 13. Uber Geschmack in der Malerei (Lesnika). — 14. Fleischfressende Pflanzen (Keifl). — 15. Das Eiserne Kreuz (Twickel). — 16. Der Johanniter-orden (Lobnik). — 17. Die Postela (Kerwina). — 18. Kolumbus (Čiček). — 19. Unser Kaiser (Helene Tominšek). — 20. Das Unterseeboot (Kovacs). — 21. Verkehrsstrafien und Post bei den Romeni (Stefanciosa). — 22. Audi der Krieg hat sein Gutes (Peče). — 23. Die franzòsische Revolution (Stumpf). — 24. Die Photographie (Šamperl). — 25. Uber Windmotoren (Eder). — 26. Ernst Moriz Arndt (Kònig). — 27. In der Wachau (Engelliart). — 28. Auf Vorposten (Pavalec). — 29. Die deutsche Feldpost (Kdhrer). — 30. Die Schlacht bei Aspern (Mencej). — 31. Der Vater des Dampf- schiffs (Radanovič). — 32. Franz Schubert (Krauti). — 33. Luxus der alten Rotner (Ramšak). — 34. Die Franzosen in Steiermark (Medvešek). — 35. Das Torpedo (Krainz). V. b-Klasse: 1. Schillers „Tell“ (Benja). — 2. Radetzky (Rudi). — 3. Die Turkenbelagerung Wiens (Vauda). — 4. Napoleons Mutter (Berd-nik). — 5. Diamanten und Perieli (Kronabethvogel). — 6. Reformation und Gegenreforination in Steiermark (Sajovitz). — 7. Maria Theresias Verdienste (Verlič). — 8. Die Tatigkeit der Strorne (Vimpolšek). — 9. Andreas Hofer (Schedivy). — 10. Lessings „Nathan der Weise“ (Lebič). — 11. Das Tier im Kriege (Umek). — 12. Grillparzers „Ahnfrau“ (Kosér). — 13. Die Tiirken-einfalle in Steiermark (Koprivnik). — 14. Karl der Grolle (Trogar). — 15. ln-dianergraber (Weil3). — 16. Napoleons Charakter (Sturm). — 17. Die Ge-schichte Marburgs (Weber). — 18. Gcschichte des Hauses Habsburg (Tikvič). — 19. Die Lavinen (Kupčič). — 20. Steiermark zur Romerzeit (Breznik). — 21. Die Freiheitsdichter (Miglič). — 22. Die Erfindung des deutschen Einschienenwagens (Pečnik). — 23. Theodor Komer (Zmork). — 24. Anno 9 in Tirol (Pippan). — 25. Siegfried (Kavčič). — 26. Die Landesgeschichte von Tirol (Pernusch). — 27. Der Sieg des Menschen tiber die Naturgewalten (Kaukler). — 28. Die Verwaltung Bosniens und der Herzegowina (Šega). — 29. Die Entdeckung von Franz Josefs-Land (Pelko). — 30. Japan und seine Bewohner (Erker). — 31. Manner von Eisen (Wohlkonig). — 32. Vulkan-ausbriiche (Goričan). — 33. Verkehrswege zu Wasser und zu Lande (Vokač). — 34. Die Erdgestaltung (Pučnik). VI. Klasse: 1. Die griechische Literatur der alexandrinischen Periode (Cajnkar). — 2. Der Sieg bei Aspern (Trop). — 3. Feldmarschall Flirst Schwarzenberg (Twickel). — 4. Der Suezkanal (Cazafura). — 5. Triest (Časi). — 6. Die nationalen Literaturen in Òsterreich (Stanek). — 7. „Der Traum ein Leben “ von Grillparzer (Lukman). — 8. Die Eroberung des Ozeans (Mihalič). — 9. Der Mensch, der Herr der Erde (Novak). — 10. Der »heilige Krieg“ (Gitschthaler). — 14. Benjamin Franklin (Osterc). — 12. Richard Wagner (Winterhalter). — 13. Die Tuberkulose (Granfola). — 14 Musika-lische Schundliteratur (Witzmann). — 15. Die alten Griechen (Prelog). — 16. Die Verteidigung von Lissa (Zòhrer). — 17. Ludwig Anzengruber (Hodi). — 18. Das Maschinengewehr (Pfrimer). — 19. Was fordert die Zeit vom Studenten (Žgeč). — 20. Die Semmeringbahn (Horvat). — 21. Das Wandern (Schrott). — 22. Gabelsberger (Jazbinšek). — 23. Neue Flugzeuge (Sevnik). — 24. Die òsterreichischen Sudetenlander als Produktionsgebiet (Zemljič). — 25. Uber Kriegsllotten (Vertovšek). — 26. Ein zerlegbares Maschinengewehr fiir den Kongostaat (Gratti). — 27. Wilhelm Hauff (Auguste Krenn). — 28. Zerfallsprozesse in der Natur (Marie Kriwanek). Vil.Klasse: 1. Geschichte von Marburg (Arzenšek). — 2. DieLeistungs-fahigkeit der Kamele (Kavčič). -- 3. Das Laibacher Moor (Kejžar). 4. Herbstfriede und Weltkrieg (Rathauski). — 5. Das Tierbild in der Kunst des Diluvialmenschen (Bartošek). — 6. Soldatenleben im franzosischen Kongo (Konrad). — 7. Grillparzers „Libussa“ (Rautner). — 8. Die Feldpost (Rudel). — 9. Lessings „Nathan der Weise“ (Krall). — 10. Ottokar Kernstock (Brandstetter). — 11. Ist der Mars bewohnt? (Breznik). — 12. Ober Kriegs-hunde (Marschner). — 13. Die Entwicklung der Schiffahrt (Paar). — 14. Was die Karsthòhlen erzahlen (Jeglič). .— 15. Die Entwicklung des Postwesens (Ohm). — 16. Die drahtlose Telegraphie (Dečko). — 17. Die Volksstimmung in Bosnien bei Kriegsbeginn (Czernitzky). — 18. Die Donau als Verkehrs-und Handelsstratte (Lovrec). — 19. Der Ski im Kriege (Marschitz). — 20. „Des Meeres und der Liebe Wellen" von Grillparzer (Ogriseg). — 21. „Der zer-brochene Krug“ von Kleist (Vošinek). — 22. Die Hòhlenkunst der Eiszeit-jager (Zagoda). — 23. Ober Bildung (Konr. Živko). — 24. Das Ftirstentum Monaco (Ferk). — 25. Die Belagerung der Stadt Bonn (Vinz. Zivko). — 26. Goethes „Torquato Tasso" (Karo). — 27. Schillers „Dou Karlos" (Papež). — 28. Kleists „Kathchen von Heilbronn" (Ruhri). — 29. Der Kabi-nettskurier (Prelog). — 30. Napoleons Charakter (Margarete Schifko). Vlil. Klasse: 1. Kleists „Hermannsschlacht“ (Barnreiter). — 2. Arn Chiemsee (Cazafura). — 3. Atis der Urgeschichte der Menschheit (Chomrak). — 4. Der Spiritismus (Creydt). — 5. Grillparzers „Wehe dem, der liigt !“ (Jug). — 6. Ludwigs „Makkabaeru (Slava Pipuš). — 7. Zur Erntezeit im Kriege (Sterger). — 8. Richard Wagners „Siegfried“ (Winterhalter). — 9. Theodor Storni (Miihlbacher). — 10. Hauptmanns „Versunkene Glocke" (Maria Haas). VI. Lehrmittelsammlungen. Wegen militarischer Einquartierung im Gymnasialgebaude, wodurch die Schiilerbibliotheken, das geographisch-historische Kabinett, der Zeichensaal und der Turnsaal binnen wenigen Stunden vollstandig, das physikalische und naturhistorische Kabinett sowie die Lehrer-bibliothek teilweise geraumt und vom Militar bezogen wurden — wobei die Gyrnnasialdirektion tur Abgange und Beschadigungen protokollarisch im eigenen und im Namen der bezuglichen Kustoden jede Verantwortung ablehnte — erwies sich eine ordentliche Geschaftsfuhrung in den Samm-lungen umsomehr als unmòglich, da die Kustoden beider Schiilerbibliotheken, die der geographisch-historischen und der naturhistorischen Sammlung mit der Mobilisierung eingeriickt waren. Aus diesem Grunde wurden auch die Neuanschaffungen, abgesehen von fortzusetzenden Lieferungswerken und einigen dringendsten Gegenstan-den, bis zur Riickkehr normaler Verhaltnisse in den Raumlichkeiten der Anstalt zuriickgestellt. Es werden dann die Sammlungen ohnehin einer allgemeinen Obersichtung unterzogen werden miissen. Die Neuanschaffungen, tiberhaupt der Zuwachs, betreffen hauptsachlich die Lehrerbibliothek. Lehrerbibllothek. (Kustos: Prof. Friedrich Knapp.) a) Geschenke: Es spendeten: 1. Das h. k. k. Ministerium f. Kultus u. Unterricht: a) Zeìtschrift fiir Osterreichische Volkskunde (laufender Jahrgang); b) Ósterreichische botanische Zeitschrift (laufender Jahrgang); c) Die Wehrmacht der Monarchie (Sonder-Doppelnummer von .Reise und Sport"). 2. Die kaiseriiche Akademie der Wissenschaften: a) Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse; b) Denkschriften; c) Archiv fiir ósterreichische Geschichtc; d) Anzeiger der mathematischnaturwissenschaftlichen Klasse; e) Almanach. 3. Die k. k. Zentral-kommission fiir Denkmalpflege: Mitteilungen (laufender Jahrgang). 4. Der k. k. steierm. Landesschulrat: Kdrperliche Erziehung (laufender Jahrgang). 5. Der Verlag des Literaiischen Zentralblattes: Wdchentliches Verzeichnis der Neuigkeiten des deutschen Buchhandels 6. Herr Alfred Fried (als Herausgeber) : Die Friedenswarte (laufender Jahrgang). 7. Herr Gymnasial-direktor Dr. J. Tominšek: Griechisch-deutsches Wfirterbuch von Karl Schenkl. b) Ankaufe: I. Der laufende Jahrgang folgénder Zeitschriften : 1. Wochenschrift fiir klassische Philologie; 2. Literarisches Zentralblatt; 3. Der Kunstwart; 4. Osterreichische Rundschau; 5. Die Naturwissenschaften; 6. Zeitschrift fiir den deutschen Unterricht; 7. Ljubljanski Zvon; 8. Zeitschrift fui den physikalischen und chemischen Unterricht; 9. Mitteilungen der geographischen Geselischaft; 10. Veda; 11. Verhandlungen der zoologisch-botanischen Gesell-schaft; 12 Kartographische und schulgeographische Zeitschrift; 13. Bibliotheca philol. classica; 14. Zeitschrift des historischen Vereines fiir Steiermark; 17. Osterreichische Mitteischule. 18. Zeitschrift fiir deutsches Altertum. — II. Folgende Werke: 1. Roscher, Lexikon der griechischen und rčmischen Mythologie (Forts.) ; 2. Brehms Tierleben (Forts.); 3. Nagi Zeidler, Deutsch-čsterreichische Literaturgeschichte (Forts.); 4. Grimm, Deutsches Wdrterbuch (Forts.); 5. Erzherzog Franz Ferdinand, unser Thronfolger (Sondernummer der »Osterr. Rundschau*). Besonderer Dank gebtihrt zwei hochherzigen Spenderli: Herr Hofrat Martin Bedjanič spendete der Lehrerbibliothek 35 wertvolle wissenschaft-liche, philosophische und padagogische Werke, und Herr Felix Stegnar, k. k. Lehrer i. P., widmete der Anstalt aus seiner Privatbibliothek und seinem physikalischen Laboratorium iiber 200 Objekte, zum Teil Raritatem Es sei ihnen der warmste Dank ausgesprochen. VII. Unterstutzungswesen. 1. Verein zur Unterstiitzung dtirftiger Schiller des k. k. Staats-gymnasiums in Marburg. Dieser Verein, der auf Grundlage eigener Satzungen seit deni Jahre 1858 besteht, hielt am 8. Februar 1915 seine ordentliche Hauptver-sammlung fiir das Geschaftsjahr 1914 ab, iiber welche folgendes Protokoli aufgenommen wurde: Der Vorsitžende, Gymnasialdirektor Dr. Josef Tominšek, eròffnet die Versammlung nach § 11 der Satzungen und begriifit die Erschienenen, im besonderen Herrn Hofrat Dr. Voušek, aufs herzlichste. Hierauf stellt er mit grofiem Schmerze fest, dafi unser eifriges Mitglied, Herr Domdechant und Direktor, f. b. Kons. Rat Dr. J. Mlakar, am 16. April 1914 vom Tode da-hingerafft wurde. Er war ein edler, aufierst wohltatiger Mann, der sein gan-zes Vermògen wohltatigen Zwecken widmete; auch in den Annalen unseres Vereines verdient sein Name in goldenen Lettern eingetragen zu werden. Ehre seinem Andenken ! — Die Anwesenden erheben sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen. Dem fb. Domkapitel wurde das Beileid zum Aus-drucke gebracht und beim Begrabnis am 18. Aprii 1914, ebenso beim Requiem am 20. Aprii 1914, war der Verein durch eine Abordnung vertreten. Auder verschiedenen Mitgliedern weilt auch das Ausschufimitglied J. Kociper im Felde. Von der Verlesung des Protokolls der letzten Hauptversammlung am 4. Februar 1914 wird abgesehen und dieses genehmigt. Hierauf wurde die satzungsgemafie Neuwahl des Ausschusses vor-genommen. Die Wahl des Vorsitzenden entfallt, da nach § 14 der Satzungen der jeweilige Gymnasialdirektor diese Stelle bekleidet. Uber Antrag des Vorsitzenden wird hierauf der alte Ausschufi per acclamationem wieder-gewahlt. An Stelle des verstorbeneii Herrn Domdechants Dr. Mlakar wird der hochwiirdige Herr Kanonikus-Senior, Diozesan-Religionsinspektor Josef Majcen in den Ausschufi gewahlt. Die Anwesenden erklaren sich bereit, die Stelien wieder zu iiberneh-men, wofiir ihnen der Vorsitzende warmstens dankt. Demnacb setzt sich der Ausschufi aus folgenden Herren zusammen: Hofrat Dr. Fr. Voušek, Dom-propst Mons. Karl Hribovšek, Kanonikus (in der Zwischenzeit von Sr. k. u. k. Apostolischen Majestat zum Domdechant ernannt) Josef Majcen, Prof. Dr. J. Mtihlbacher (Schriftftihrer), Prof. Dr. A. Medved (Verifikator der Protokolle), Prof. K. Zahlbruckner und Prof. Dr. A. Pečovnik (Recli-nungspriifer), Prof. A. Fink (Bibliothekar) und Prof. J. E. Kociper. Hierauf erstattet der Vorsitzende den latigkeitsbericht iiber das abgelaufene Vereinsjahr. a) Im Berichtsjahr wurde eine geordnete Buchftihrung veranlafit. Die Leitung des Geschaflsbetriebes liegt in der Hand des Obmannes; regen Anteii liat an der Geschaftsfuhrung auch der Bibliothekar, Prof. Fink, dessen Tatigkeit besonders am Beghine des Schuljahres mit einer starken Belastung einsetzt und durch das ganze Schuljahr hindurch wahrt. Herr Prof. Fink verwaltet die Bibliothek iiberhaupt in mustergiltiger Weise, wofiir ihm be-sonderer Dank gebiihrt. - Die Vertretung des Vereines nach aufien liegt in der Hand des Obmannes. So, wenn es gilt, bei verschiedenen Persòn-lichkeiten zu Gunsten des Vereines vorzuspr'echen, bei mancherlei Anlassen ihn zu vertreten, mit Geldinstituten zu unterhandeln u. a. Wie viel durch persònliche Vorsprache oft zu erreichen ist, hat eine Spende des Herrn Leiters der Bezirkshauptmannschaft Marburg, k. k. Statihaltereirates Dr. Adam Weifi von Scbleufienburg gezeigt, der dem Vereine fiir drei arme Abiturienten zwei tadellose Smoking- und einen Frackanzug iibersendete, wofiir ihm der herzlichste Dank gebiihrt, der ihm vom Vorsitzenden auch bereits zum Ausdruck gebracht wurde. Ferner spendete Herr Dr. Kac zum Dank fiir das ehrende letzte Geleite, welches die Schiiler der Anstalt seinem am 5. Marz 1914 verstorbenen Soline (Schiiler der I.b-Klasse) gaben, und fiir das ihm ausgesprochene Beileid 200 K. Auch Herrn Dr. Kac wurde fiir diese hochherzige, ansehnliche Spende der herzlichste Dank ausgesprochen. b) Mitgliederzahl : Der Verein zahlte im verflossenen Jahre 1 Ehren-mitglied, 72 ordentliche Mitglieder (um 12 mehr als im Vorjahre) und 260 Spender (darunter 248 Schiiler), insgesamt 333 Mitglieder. c) Unterstiitzungen gewahrte der Verein: 1. Durch Beteilung mit Lehr-btichern (der Bericht des Herrn Bibliothekars wird verlesen). Es wurden im ganzen fiirs 1. Semester 1914/15: 1793 Biicher an 325 Schiiler verliehen; die noch iibrigen 459 Biicher sind teils erst im November eingetroffene Freiexemplare, teils Klassikertexte, die im heurigen Jahre nicht gelesen werden, teils Biicher fiir Freigegenstande, wieder audere, die erst im zwei-ten Semester zur Verteilung gelangen. Der Stand der Bibliothek stellt sich demnach so: Am Anfange des Schuljahres waren brauchbare Schulbiicher in zulassigen Auflagen vorhan- den: 1825 Stiick, dazu kommen durch Kauf (im Werte von K 707-25) 221 Stiick: an Spenden von Schiilern und Professoren, an Freiexemplaren der Verlagsanstalten (Tempsky, Holder, Pichler, Friese u. Lang, Mayer und Koinp., Holzel, Hermagorasverein, Schulbiicherverlag, Kleinmayer und Bamberg, Graeser, Braumiiller, Gerold) liefen cin: 206 Stiick (im Werte von K 480.04, wobei die Neupreise der Biicher zugrunde gelegt wurden). Somit betragt gegenwartig die Zahl der Biicher: 2252 Stiick. Gegeniiber dem Vorjahre bedeutet dies ein Anwachsen der Biicher um 337 Stiick. Entlehnt wurden uni 323 Biicher mehr als im Vorjahre. Gerade bei diesen Unterstiitzungen wurde am wenigsten gespart, weil die diesbeziiglichen Auslagen den Eltern am schwersten fallen. Die armeren Schuler erhielten samtliche Biicher, ebenso die Kinder der polnischen Fliichtlinge (11). II. Im baren: a) Fiir Àrzte- und Apothekerrechnungen...........................K 13-78 Hiebei ist zu bemerken, dall die Schuler oft unentgeltlich, auf Grund eines vom Unterstiitzungsvereine ausgestellten Scheines, behandelt werden; ebenso gewahren die Apothe-ken oft einen NachlaB. b) Fiir Kost und Quartier........................................„ 61-70 c) Fiir Maiausfliige an eine gròBere Anzahl armerer Schuler . . „ 100'— d) Fiir Schuhreparatur einem Schuler ............................„ 3-40 K 178-88 Oberdies wurde einem Schuler im Sinne eines Antrages des Herrn Dr. Pipuš bei der vorjahrigen Hauptversammlung das zu zahlende Schul-geld vorgestreckt und von diesem ratenweise wieder dem Verein zuriick-gezahlt. Von einer Beteilung mit Kleidern wurde heuer abgesehen, da das Schuljahr erst spat begann, zu einer Zeit, da die Schuler bereits mit Winter-kleidern versorgt waren, und weil die Wiirdigkeit der Schuler in diesem Zeitpunkte schwer festzustellen gewesen wàre. Kassabericht des Obmannes: Einzelheiten hieriiber sind im Kassa-buch enthalten. Dieses wurde von den Rechnungspriifern am 15. Janner 1915 gepriift und in Ordnung befunden. Die Ausgaben sind bereits oben angefiihrt und betragen: K 962-62. Die Einnahmen betrugen: a) Mitgliederbeitrage .......................K 443 b) Unterstiitzungen v. Geldinstituten . . . . „ 110 c) Spende des Herrn Dr. Kac.................„ 200 dazu kommen die Einnahmen von den eingelòsten Coupons der Wertpa-piere, Abschreibungen u. a., was alles zusammen, einschlieBlich den Rest-betrag von 1913, die Gesamtsumme von K 3382-13 ergibt. Es verbleibt demnach ein Restbetrag von K2419’51. Dies bedeutet gegeniiber der Summe des vorigen Jahres K 2192 37, ein Mehr von K 227-14. Uber ErmSchtigung des Ausschusses wurden am 20. November 1914 zwei bei der Osterr.-ungarischen Bank hinterlegte Pfandbriefe im Betrage von 5100 K und 1600 K (Sumine 6700 K) zu Gunsteri der Kriegsanleihe be-lehnt. Unbelehnt blieben 2 Stiick (zu 400 K) und 5 Stiick òsterr. Kronen-rente 1000 K, sowie die Fiirstbischof Napotnik-Stiftung von 1000 K, vvelch letztere gesondert verwaltet wird. — Im iibrigen sind dieselben Wertpapiere wie im Vorjahre : Ihr Noininalwert betragt................................. . K 10.600'— Dazu kommt ein Kassarest von.................................... 2.419 51 was ein Vermogen ergibt von..................................„ 13.019'51 Diese Summe bedeutet gegeniiber dem Vorjahre.................„ 12.792-37 ein Anwachsen um ............................................K 227-14 Zu diesem Vermogen sind noch hinzuzurechnen die Zinsen der Kriegsanleihe und der Wert der vom Herrn Statthaltereirat Weifi von SchleuBen-burg gespendeten Kleider. Das gesamte Vermogen ist nutzbringend angelegt. Voranschlag: Die Einnahmen diirften im kommenden Geschaftsjahr voraussichtlich geringer werden. Einen Betrag von rund 1000 K ange-nommen, werden veranscnlagt an Auslagen: fur Biicher 600 K, fur Kleider 200 K, fur Unterstiitzungen im baren 200 K. Da sich hernach auf die Frage des Vorsitzenden niemand mehr zum Worte meldet, dankt er allen Herren fiir ihre tatige Mithiife, insbesonders Herrn Prof. Fink ais Bibliothekar, und schliefit die Versammlung mit dem Ersuchen, auch weiterhin den Verein namentlich durch Zufiihren neuer Mit-glieder und Spender zu unterstutzen. III. Verzeichnis der Mitglieder (Jahresbeitrag mindestens 4 K) fur das Jahr 1915. (Stand vom 1. August 1915). n) Ehrenmitglied: Se. Exzellenz, Fiirstbischof Dr. Michael Napotnik ... . .... 40-— b) Ordentiiche Mitglieder: K h Herr Baron Richard Basso v. Godel-Lannoy................................ . . 10'— , Dr. Anton Dolar, k. k. Gytnnasialprofessor .....................................4-— » Alfred Fink, k. k. Gymnasialprofessor ...........................4-— » Jos. Fink, Seelsorger in der k. k. Manner-Strafanstalt Marburg..................4-— . Wilhelm Heinz, Buchhandler.............................. .................... . 6-— . Dompropst Pralat Karl Hribovšek . ......................................10-— Hranilno in posojilno društvo v Pluji..........................................60 — » Hugo Ihl, Kaufmann ... .....................5-— , Rudolf Janežič, Spiritual .......... . . 4 — , Franz Jerovšek, k. k. Gymnasialprofessor........................................10'— » Dr. Anton Jerovšek......................................... ....................4 — , Ed. Ritt. v. Jettmar, k. k. Oberfinanzrat . . ...........................4 — . Friedrich Knapp, k. k. Gymnasialprofessor ............................... 4-— , Joh. Ev. Kociper, k. k. Gymnasialprofessor......................................5-— , Dr. Anton Korošec, Reichsrats- und Landtagsabgeordneter.........................4-— . L. H. Koroschetz, Kaufmann ................................. 5'— „ Dr. Franz Kovačič, Theologie-Professor ............ ....................... 4-— „ Dr. Fr. X. Lukman, Theologie-Professor.................................. 4 — , Domdechant Josef Majcen, Religionsinspektor usvv. . . 10 - , Domherr Dr. Martin Matek, Rektor . , ......................... 4.— Herr Dr. Anton Medved, k. k. Gymnasialprofessor......................................10' „ Dom- und Stadtpfarrer Domherr Franz Moravec . . 5'— . Dr. Johann Miihlbacher, k. k. Gymnasialprofessor...................... . 4'— . Franz Otio. k k. Gymnasialprofessor ........................................... 4’— . Dr. Adolf Pečovnik, k. k. Gymnasialprofessor...................................4 — „ Dr. Radoslav Pipuš, Advokat....................................................6'— . Andreas Platzer, Kaufmann......................................................5' . Dr. Leopold Poljanec, k. k. Gymnasialprofessor ................................ 4- — „ Dr. Franz Rosina, Advokat.................................. ................... 6’— „ Karl Scheidbach, Buchhandler...................................................6 — „ Dr. Johann Schmiderer, Biirgermeister von Marburg.................................10’— Friiulein Marie Schmiderer, Hausbesitzerin .......................................... 4’— Herr Franz Simonič, Dom- und Stadtpfarrvikar.........................................4— , Dr. Matthias Slavič, Theologie-Professor.............................. . . 4 — , Dr. Josef Somrek, Theologie-Professor.......................................... 4'— „ Dr. August Stegenšek, Theologie-Professor.......................................4 — » Anton Stergar, Kaplan in der St. Magdalenakirche...............................4’— „ Dr. Johann Tomažič, fb. Sekretar u. Hofkaplan..................................5'— „ Dr. Josef Tominšek, k. k Gymnasialdirektor . . ...................... . 5-— . Josef Tscheligi, Realitatenbesitzer ...........................................10'— „ Dr. Paul Turner, Realitatenbesitzer............................................5.— „ Vekoslav Vavpotič, k. k. Postoberkonfrollor in Wien............................4'— » Viktor Verderber, k. k. Erster Staatsanwalt ...................................4.— „ Dr. Karl Verstovšek, k. k. Gymnasialprofessor, Reichsrats- u. Landtagsabgeordneter 4 — „ Franz Voglar, k. k. Gymnasialprofessor......................................... 4 — „ Kanonikusv Bartholom. Voh............. .................... ...................4 - » Nikolaus Žagar, k. k. Gymnasialprofessor................... ................... 4.— „ Karl Zahlbruckner, k. k. Gymnasialprofessor....................................4'— „ Prof. Josef Zidanšek, Direktor d. f.-b. Knabenseminars.............................4-— Lobi. Bezirksvertretung Marburg ................................................ 10'- Summe K 364-— c) die Spender: Herr Johann Favai, suppi. Gymnasiallehrer............................... „ Othmar Fistravec, k. k. Gymnasialprofessor......................... „ Johann Markošek, k. k. Realschulprofessor............................ . Josef Trafenik, f.-b Kanzieibeamter................................ . Alfons Vales, Professor an der Landes-Lehrerinnenbild.-Anstalt „ Professor Johann Vreže ............................................ Summe K H 1 — . . . 2 — . . 2-— 2 1 — . . 3-. K 375 Anmerkung: Bei der Schiilerschaft werden die Beitrage im kommen-den Schuljahr gesammelt werden. 2. Den zweiten Platz des II. Andreas Kautschitsch’schen Naturalstipen-diuins genoB der Studierende Vinzenz Močnik (Vlil.). 3. Aus der Mar'burger Sparkassejubilaumsstiftung wurden laut Stadtschulratsbeschlusses vom 12. Dez. 1914 zehn diirftigen deutschen Schii-lern der Anstalt Unterstiitzungsbeitrage von je K 11 '38 bewilligt. 4. Sehr wohltatig wirken die von den Vereinen unterhaltenen Stu-dentenktichen: „Studentenkiiche“ und „Dijaška kuhinja1*. — Auch in mehreren Familien fanden diirftige Studierende unentgeltlich eine teilweise oder ganze Verpflegung. 5. Das furstbischofliche Knabenseminar Maximilianum Victorium. Dieses Institut bildet schon durclt ein Menschenalter, indem es armen und nur wiirdigen Schiilern eine Heim- und Erziehungsstatte bietet, eine wesentliche Stiitze des Gymnasiums. — In diesem Schuljahre vermochte es, da das Seminargebaude seit Schulbeginn militarischerseits zu Spitals-zwecken in Ansprucli genommen wird, seine edle Bestimmung nur zum Teii, durch Zuwendung von monatlichen Geldunterstiltzungen, erfullen, wahrend sicli die Zòglinge um Wohnung und Kost auGerhalb der Anstalt umsehen muBten. Die Namen vieler Wohltater entziehen sich der Offent- lichkeit. Di e Anstalt spricht diesen und al lendentiefgefiihltesten Dank a us und empfiehlt die Jugend aucti fur die Zukunft der gleichen werktatigen Anteilnahme. 6. Stipendien. 39 Schiller der Anstalt standen im Genusse folgender 39 Stipendien: Frtl. Zahl Name Datum der Verleihung Betrag K j desŠtipendiums | 1 Candolini Karl 23. 3. 1909, Z. 8^ 100 2 li. Franz Kaspar Dobler . . . . j 7. 2. 1914, Z. 8?^ 200 3 II. Firpass Simon 24. 2. 1915, Z. 8^- 200 4 Flucher Johann 9. 3. 1915, Z. 83632 200 5 Frali Franz 12. 3. 1915, Z. 8®' 84 6 I. Jagrowitsch Katliarina .... 17. 3. 1911, Z. 8 fg- 200 7 II. Jagrowitsch Katharina .... 6. 1. 1909, Z. 8 "“ 200 8 9 XI. Kaiser Franz Josef-Stiftung 18. 11. 1912, Z. 8'f- 200 35. Kaiser Ferdinand Landesregierung Karntens 11.5. 1910, Z 9751 200 10 Kautschitsch Martin 4. 2. 1913, Z. 8'^ 200 11 II. Kautschitsch Andreas, 2. Platz 15. 5. 1914, Z. 815f Wohnung u. Ver-pflegung ini Dompfar rhofe 12 II. Koren Matthias 4 11. 1914, Z. 8** 200 13 I. Konstanjovetz Josef 10. 1. 1910, Z. 8?^ 200 14 i * II. Konstanjovetz Josef 12. 1. 1914, Z. 8 :ìl"S 200 15 Kramberger Matthias 23. 2. 1910, Z. 8“- 300 16 I. Krellius Michael 2i. 3.1911, z.V;™ 400 17 II. Krellius Michael 22. 1. 1913, Z. 8~ 400 Furtrag . . 3484 S Name Datum der Verleihung Betrag K = des Stipe ndiiims Obertrag . . 3484 18 I. Kukenschinig Ignaz 25. 1. 1912, Z. 83°17 358 19 11. Kukenschinig Ignaz .... 21. 1. 1914, Z. 8*11 358 : 20 I 1. Nemec Matthias 8. 2. 1914, Z. 83f 3 400 | 21 11. Nemec Matthias 16. 3. 1911, Z. 8~ .. ._ 440 22 Ustanova Pfrimer Roberta mlajšega 30. 6. 1914, Z. 8 Ujg7 140 23 I. Pichler Josef 23. 3. 1915, Z. 8^ I 200 24 11. Pichler Josef 21. 4. 1913, Z. 8^1 200 25 III. Popowitsch J. Sigmund . . . 16. 3. 1909. Z. 8 2~- 4 200 26 IV. Popowitsch J. Sigmund . . . 22. 1. 1913, Z. 8^ 200 27 VI. Popowitsch J. Sigmund . . 18. 1. 1912, Z. 831!2 200 28 I. Schauperl Andreas 20. 2. 1911, Z. 8y 200 29 Schinkošek Blasius 1. 1. 1914, Z. 6514 220 30 XXIII. Steierm. Konviktfondsstip., aus freiem Vermògen 6. 2. 1914, Z. 8 ~ 300 31 Verschitz Martin 20. 4. 1915, Z. 8339 i.o 200 32 II. Weifi Johann Georg 28. 1. 1914, Z. 8 2931 o 428 33 I. Zwetko Josef 13. 3. 1911, Z. 8~ 200 34 II. Zwetko Josef 22. 1. 1913, Z. 8?f 200 35 III. Zwetko Josef Q 13. 3. 1911, Z. 8 jTj 200 36 IV. Zwetko Josef 3. 7. 1914, Z. Sf7 200 37 V. Zwetko Josef 12. 3. 1915, Z. 83^ 200 38 VI. Zwetko Josef 20. 4. 1915, Z. 8~ 200 39 ! 1 VII. Zwetko Josef nc , m1, o 3091 26. 1. 1914, Z. 8 -jjp 200 i Summe . . 8908 Vlil. Reifeprufungen. I. Die miindliche Reifepriifung im Sommertermin 1914 wurde in der Zeit vom 6. bis 11. Juli unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Regierungs-rates Andreas Gubo abgehalten; derselben unterzogen sich 39 offentliche Schiller der Vlil. Klasse: 3 Schiller wurden auf ein halbes Jahr zuriick- gewiesen; 4 erhielten ein Zeugnis der Reife mit Auszeichnung, 32 ein Zeugnis der Reife. Folgende Schiller wurden fur reif, bezw. ftir reif mit Auszeichnung (:i:) erklart. Ein Zeugnis der Reife erhielten : I Post-1 Nr. ! Name Gebiirtsort Vateiland C/5 11 o a Erklarte sich folgendeni Berui zuzuwenden i Babšek Josei Pečke Steiermark 19 Theolugie 2 Barlé Josef Kamnik Krain 18 Jus 3 Bienensiein Erwin Wieselburg Niederosterr. 19 Medizin 4 Cerjak Dominik Leskovec Steiermark 19 Jus 5 Ciglar Alois j Novaves n 21 Theologie 6 “Čurin Zyiill Jastrebci „ 19 Moderne Philologie 7 Engelhart Rudolf Frohnleiten 18 Jus 8 Firbas Johann Bišečki Vrh 21 Theologie 9 Fischer Julian Lemberg Galizien 18 Militar 10 Friedriger Ericli Kormend Ungar n 20 Buchhandel 11 Gasparič Johann Podgorci Steiermark 19 Theologie 12 Goršič Johann Brebrovnik 21 Forstakademie 13 Gračnar Johann Montpreis 20 Medizin 14 Hesse Johann Marburg 18 Jus 15 Jakončič Anion Marburg „ 20 16 *Kolšek Konrad Heilenstein 19 17 *Kordon Josef G raz 19 Medizin 18 *Kosi Fianz St. Thomas 20 Technik 19 Krpač Franz St Martin bei W -Graz 21 Theologie 20 Lemež Leo W.-Feistritz 19 Jus 21 Morie Adolf St Peter b. Konigsberg 19 Theologie 22 Mraviag Giinter Cilli 18 Technik 23 Ogriseg Egon Marburg „ 19 Jus 24 Pelci Franz Rožički Vrh 19 Medizin 25 Rajšp Emil Studenitz 21 Tierheilkunde 2o Rožmann Josef Pesje b. Rann 22 Bodenkultur 27 Siane Josef Rohitsch Sauerbrunn 20 Tierheilkunde 28 Stiper Stefan St. Peter b. Marburg 22 Theologie 29 Sunčič Alois Boreči 20 „ 30 Šketa Josef Orlavas 20 „ 31 Šnuderl Maximilian Romerbad 19 Moderne Philologie 32 Tkalec Jakob Badličan Ungarn 20 Agronomie 33 Trobej Alois Arnače Steiermark 19 Technik 34 Voušek Franz Marburg r> 20 Jus 35 Welle Ludwig Frauheim 19 Handelsakademie 36 Živko August St. Martin a. Bacher . 20 Eisenbahn II. Vorzeitiger Herbst- und Februartermin, am 25. August 1914: Dazu meldeten sich 2 offentliche Schiller und 1 Externist, denen alien die Ein-berufung unmittelbar bevorstand. Bei der schriftlichen Reifepriifung (am 23. und 24. August) lagen folgende Aufgaben vor: a) Deutsche Sprache. Die Wahlthemen: 1. Der eine fragt: „Was kommt darnach?" Der andere fragt nur: „lst es recht?" Und also unter-scheidet sich der Freie von dem Knecht. (Th. Storm.) 2. Natur und Kultur in ihren Wechselbeziehungen. 3. Ausgewahlte Kapitel aus dem osterreìchi-schen Heldenbuch. b) Slowenische Sprache. Die Wahlthemen: 1 Avstrija-branik zapad-noevropske omike in prosvete. 2. xa/.ejm tu kaXa. Platon, Hipp. maior 304 E. 3. Pomen Kopitarjevega slovstvenega delovanja za slovanstvo vobče, za slovenstvo posebe. c) Lateinische Sprache: Tacitus, dial. 28 d) Griechische Sprache: Henophon, Ages. 1. 25—29. Bei der am 25. August 1914 unter dem Vorsitz des Gymnasialdirek-tors abgehaltenen mundlichen Priifung wurden alie 3 Kandidaten fiir reif erklart, und zwar: 1 Name Geburtsoit Lebensailer Angegebener1 Beruf 1 Brauner Karl (Burgerschullehrer) Cilii, Steiermark 30 Jahre Philosophie 1 2 Senekovič Felix St Anna a. Kriechen-berg, Steiermark 21 Jahre 1 Militar j 3 Sinkovič Adolf Brunndoit' b. Marburg 19 Jahre Tierheilkunde; Ì Ani gleichen Tage unterzog sich der Realschulabsolvent Krasser Vin-r zenz (geb. zu Marburg, 20 Jahre ait) der Erganzungspriifung aus Latein und der philosophischen Propadeutik. III. Ordentlicher Herbsttermin 1914. Angemeldet waren 2 Externistinnen und 1 Externist, welch letzterer zur Prtifung nicht erschien. Bei den vom 22. bis 24. September 1914 abgehaltenen schriftlichen Prufungen lagen folgende Themen zur Bearbeitung vor. : 1. Deutsche Sprache. a) Wahlthemen: Es gibt nur ein Gliick, die Pflicht, nur einen Trost, die Arbeit, nur einen GenuB, das Schòne. (Carmen Sylva.) b) Die Donau in Geschichte und Sage, c) Die Idee der Freiheit in Schillers Dramen. 2. Lateinische Sprache: Cicero, de off. I. 1, 1—3. 3. Griechische Sprache: Hypereides (Blass) §§ 10-15. Die mundlichen Prufungen wurden unter dem Vorsitze des k. k. Landesschulinspektors, Regierungsrates Dr. Viktor Thumser, am 25. September 1914 vorgenommen, wobei 1 Kandidatin fiir reif erklart, 1 auf ein balbes Jahr reprobiert wurde. Das Reifezeugnis erhielt: . - - —■~ Karner Friedcrike geboren 1887 zu Villach j Pbilosophie IV. Ordentlicher Februartermin 1915. Angemeldet waren 2 Externe und 1 òffentlicher Schiller der Anstalt. Bei den ain 24. und 25. Feber 1915 abgehaltenen schriftlichen Prufungen lagen folgende Themen zur Bearbeitung vor: 1. Deutsche Sprache. Wahlthemen: a) Vergessen — ein Fehler, eine Schuld, ein Gliick, eine Tugend. b) In welcher Weise bewahrheitet sich unseres Kaisers Wahlspruch „Viribus unitis“ an der Geschichte unseres Vaterlandes? c) Die wichtigsten Verkehrs- und Verstandigungsmittel unse-rer Zeit. 2. Slowenische Sprache. Wahlthemen: a) Pomen Sredozemskega morja v svetovni zgodovini, b) Ali je v človeškem življenju prisojati prednost znanosti ali umetnosti? c) Vive memor, quam sis aevi brevis! 3. Lateinische Sprache: Cicero, de officiis II, 1, 2 — II, 2, 6 (exci.) Quamquam libri nostri — quod laudandum putet. 4. Griechische Sprache: Xenophontis Histor. Graec. V. 2, 25—29 (bis einschliefilich eu; njv ÙKpójro/.iv) : Phoibidas besetzt auf Zureden des Leontiades die theban. Burg Kadmeia. Die miindlichen Prtifungen wurden unter dem Vorsitz des k. k. Lan-desschulinspektors, Regierungsrates Dr. Viktor Tbumser, am 26. Februar 1915 vorgenommen, wobei 1 Externistin fur reif erklart, 1 Externist auf ein ganzes und der òffentliche Schliler auf ein halbes Jahr reprobiert wurde. Ein Zeugnis der Reife erhielt: Maiditsch Rosa geboren 1893 in Bleiburg Philosophie Die Abiturienten des Jahres 191415. I. Vorzeitige Reifeprufungen. Infolge Einberufung zum militarischen Dienste wurden auf Grundlage des Erlasses des k. k. Ministeriums fiir Kultus und Unterricht vom 8. Oktober 1914, Z. 2988, die jeweilig ein-riickenden òffentlichen Schiller der 8. Klasse zur vorzeitigen Reifeprilfung in sieben Terminen zugelassen und dieselbe in allen Fallen unter Erlassung sowohl der schriftlichen ais der miindlichen Priifung durchgefiihrt. Den Vorsitz fiihrte beitn ersten betreffenden vorzeitigen Termine (am 23. Oktober 1914) der k. k. Landesschulinspektor, Regierungsrat Dr. Viktor Thumser, zu den iibrigen Terminen der Gymnasialdirektor der Anstalt. Zugelassen wurden folgende 47 Oktavaner des Schuljahres 1914 15 : Am 23. X. 1914: Cempyrek Ludwig Črcmošnik Vinzenz Flsnig Othmar Kancler Anton Klemenčič Andreas Kramberger Aiois Krieger Aiois Loibner Rudolf Schager-Detscb mann Wilhelm Skazedonig Franz Šlander Josef Štuim Jakob Šrol Martin Am 31. X. 1914: Azzola Fabian Am 4. XI 1914: Bender Florian Gobec August Kleebinder Johann Rabitsch Johann Richter Leopold Schindler Frwin Schlamberger Ferdinand Triebnlk Heinrich Wresounig Siegfried Am 22. XII. 1914: Močnik Vinzenz Pušenjak Stanislaus Am 28. H. 1915: Barnrcitcr Walter Gazatura Walter Chomrak Norbert Creydt Robert Frisch Max Gajšek Theodor Herbst Ludwig Jettmar Erwin Ritter von Kos Johann Leinmiiller Johann Metzger Adam Mitteregger Franz Reisinger Karl Schimm Friedrich Skuhala Aiois Sterger Josef Volavšek Johann Am 11. III. 1915: Am 26. V. 1915: Voušek Paul Hallecker Rudolf Malitsch Ulrich Vreča Otto Primus Robert Terč Hans II. Fiir den ordentlichen Sommertermin 1915 verblieben noch 8 Abiturienten, auBerdem 2 Privatistinnen und 1 Externist. Wegen des vor-zeitig erfolgten Schulschlusses und im Hinblick auf den Umstand, dafi auch von diesen Priiflingen 3 binnen kurzem einzuriicken hatten, wurden die ordentlichen Priifungen ohne Verzug vorgenommen. Die schriftlichen Priifungen fanden vom 7. bis 9. Juni 1915 statt; es lagen folgende Themen zur Bearbeitung vor: 1. Deutsche Sprache. Wahlthemen: a) Die Nachwirkungen der grie-chisch-ròmischen Kultur in der Gegenwart. b) Die Revolutionen der deut-schen Literatur. (Vergleichende Darstellung nach Ursachen, Verlauf und Er-gebnissen.) c) Òsterreich-Ungarn, ein Bollwerk und Bannertrager abend-landischer Kultur. (Geschichtlich nachzuweisen.) 2. Slowenische Sprache. Wahlthemen: a) Iz katerih zgodovinskih, zemljepisnih in gospodarskih razlogov so se strnile avstrijske krajine v celotno državo? bj Pomen romantike za duševni razvoj slovenskega naroda. c) Avstrija-zaščitnica zapadne omike in prosvete. 3. Lateinische Sprache: Cicero, de oratore I, 8, 30—9, 35 (exci). 4. Griechische Sprache: Homers Ilias XXIII, 59—98: Patroklos er-scheint dem schlafenden Achill und bittet um schleunige Bestattung. Die miindlichen Priifungen wurden am 12. Juni 1915 unter dem Vorsitz des Gymnasialdirektors Dr. Josef Tominšek abgehalten. III. Unter Zuziehung der Ergebnisse aller vorerwahnten vorzeitigen Reifepriifungen geben die Reifeprufungen mit der Oktava 1914/15 folgen-den Gesamterfolg: ■Š »2 °z Name Geburtsort (aulier in Steiermark) Lebens- 1 alter 1 Vorzeitige Reifepriifung am Ordentliche Reifepriifung am Angegebener Beruf 1 Azzola Fabian Feldbach 20 31. X. 1914 Militar 2 Bàrnreiter Walter Marburg 19 26. 11. 1915 Jus 3 ♦Bender Florian KOhidar, Ungarn 18 4. XI. 1914 n 4 Cazafura Walter Marburg 19 26. 11. 1915 Militar 5 Cempyrek Ludwig Olang, Tirol 20 23. X. 1914 unbestimmt 6 Chomrak Norbert Warasdin, Kroat. 18 26 II. 1915 Medizin 7 Creydt Robert Klagenfurt, Karnt. 19 26. II. 1915 Militar 8 *Čremošnik Ločica 20 23. X. 1914 unbestimmt Vinzenz 9 Elsnig Othmar Radkersburg 20 23. X. 1914 unbestimmt 10 Frisch Max- Marburg 20 26. 11. 1915 Bahndienst 11 Gajšek Theodor Vranska Gorica 20 26. 11. 1915 Tierheilkunde 12 Gobec August Klagenfurt, Karnt. 18 4. XI. 1914 Militar 13 Greif Johann St. Margarethen 22 12. VI. 1915 Medizin 14 *Haas Marie Villach, Karnten 20 12. VI 1915 Jus 15 Hallecker Rudolf Palfau 20 11. lil. 1915 Bankwesen 16 *Herbst Ludwig Bleiburg, Karnten 19 26. II. 1915 Medizin 17 Jettmar Erwin Marburg 19 26. II. 1915 Jus Ritter von 18 Jug Franz Studenitz 21 12.VI. 1915 Militar PZ Name Geburtsort (auCer in Steiermark) Lebens- alter Vorzeitige 1 Reifepriifung am Ordentliche Reifepriifung am Angegebener Beruf 19 Kancler Anton Unter-Haidin 20 23. X 1914 Medizin 20 Kleebinder Johann Marburg 19 4. XI 1914 Militar 21 Klemenčič Andreas Wudischofzen 20 23. X. 1914 unbestimmt 22 Klobasa Josef Blaguš 21 12. VI. 1915 unbesiimmt 23 Kos Johann Radkersburg 20 26. li 1915 Akad. Bild. Kunste. 24 Kramberger Alois St. Leonhard W.-B. 20 23. X 1914 unbesiimmt 25 Krieger Alois Oberhaag 20 23 X 1914 unbestimmt 26 Leinmìiller Johann Marburg 19 26. Il 1915 Medizin 27 Loibner Rudolf Trifail 19 23. X. 1914 unbestimmt 28 Malitsch Ulrich Latschach, Karnt 22 26. V. 1915 Militar 29 Metzger Adam Krakau, Galizien 19 26. II. 1915 Jus 30 ♦Mitteregger Franz Fladniiz 19 26. II 1915 Medizin 31 ♦Močnik Vinzenz Cogetinci 25 22. XII. 1914 Theologie 32 ♦Miihlbacher Georg Cilii 18 12. VI. 1915 Philosophie 33 Pach Hans Baron Marburg 18 12 VI. 1915 Marine 34 ♦Pipuš Slava Cilli 19 12. VI. 1915 unbestimmt 35 ♦Primus Robert Otischnigberg 18 11. Ili 1915 Medizin 36 Pušenjak Stanislaus Cven 19 22 XII. 1914 Militar 37 Rabitsch Hans Unter-Drauburg 19 4. XI 1914 Medizin 38 Reisinger Karl St Radegund 20 26. II. 1915 Jus 39 Repič August Rakovec 18 12. VI. 1915 Militar 40 Richter Leopold Sarajevo, Bosnien 19 4. XI 1914 Medizin 41 Schager-Detschmann Neumarkt 20 23. X. 1914 Bahndienst Wilhelm 42 Schimm Friedrich Marburg 19 26 II 1915 Ifeineka ir, missariat 43 Schindler Erwin Graz 18 4. XI. 1914 Militar 44 Schlamberger Marburg 19 4. XI. 1914 unbestimmt Ferdinand 45 Skazedonig Franz Gegental 19 23. X. 1914 unbestimmt 46 ♦Skuhala Àlois Trgovišče 20 26. II 1915 Philosophie 47 Sterger Josef Laas, Krain 18 26. II 1915 Forstwesen 48 Šlander Josef Oberburg 20 23. X. 1914 Medizin 49 Šrol Martin Kleinsonntag 22 23. X. 1914 unbestimmt 50 Šturm Jakob Ober-Feistritz 21 23. X. 1914 unbestimmt 51 Terč Hans Marburg 18 11. III. 1915 Medizin 52 ♦Tomažič Anton St. Nikolai 20 12. VI. 1915 Theologie 53 ♦Triebnik Heinrich Marburg 18 4. XI. 1914 unbestimmt 54 Volavšek Johann Drachenburg 20 26. II 1915 Militar 55 Voušek Paul Marburg 19 26. li. 1915 Medizin 56 ♦Vreča Otto Negati 20 26. II. 1915 Medizin 57 ♦Winterhalter Johann Marburg 18 12. VI. 1915 Militar 58 Wresounig Siegfried Windischgraz 18 4. XI. 1914 Jus 59 Pils August Opponitz, N.-O. 20 12. VI. 1915 Theologie IX. Kòrperliche Ausbildung. Die schwerste EinbuBe erlitt die Anstalt, unter dem Zwange der Ver-haltnisse, auf dem Gebiete der kòrperlichen Ausbildung. Schiiler und Lehrer dachten mit Sehnsucht an die lichten, luftigen Raume des Gymnasialgebaudcs zuriick, welche sich allerdings als Kranken-zimmer sehr eignen, und konnten sich an die beengte, diistere Unterkunft im Realschulgebaude nur schwer gewòhnen. — Fiir die unmittelbare Kdrperausbildung konnte nach keiner jener Richtungen, die in den letzten drei Jahren eine so glanzende Entwicklung genommen hatten, ErsprieBliches geleistet werdeu. Da sowohl die Gymnasial- als auch die Realschul-Turn- halle bestandig militarischerseits bequartiert und sogar der kleine Realschul-hof, wie oben erwiihnt, durch Feldkiiche usw. inAnspruch genommen sowie an-dererseits durch die Zusammendrangung des gesamten Unterrichtes auf alle Nachmittage kaum fiir die wissenschaftlichen Facher die Stundenansetzung durchfiihrbar war, so mufite der regelmafiige Turnunterricht aufgegeben werden. Nur ab und zu, beim Ausfall sonstiger Stunden, iiberhaupt bei jeder sich bietenden Gelegenheit wurden mit einzelnen Klassen Frei- und Ordnungs-(Exerzier-)Obungen vorgenommen, wobei die SchOler ins Freie gefiihrt oder, bei besonders ungiinstiger Witterung, auf den Gangen der Realschule aufgestellt wurden. Der ausschlieBliche Nachmittagsunterricht verhinderte auch die syste-matische Pflege der Jugendspiele, zumai der Spielplatz (der Volksgarten) stets von den Soldaten zu Exerziertibungen besetzt war und im iibrigen das Schuljahr auBerhalb der giinstigen Jahreszeit fiel. Der Nachmittagsunterricht unterband auch die an unserer Anstalt ein-gebiirgerten Gelandeiibungen, deren Vornahme iibrigens aus dem Grunde nicht iinmer ratsam schiene, da in der Umgebung ununterbrochen militarische Obungen stattfanden. — Das Gleiche gilt von den Ausfliigen.— Es muBte den Eltern iiberlassen werden, hiezu von Kind zu Kind die Schule zu ersetzen. Der nahezu schneelose, milde Winter war auch fiir die Pflege der Wintersporte aufierst ungiinstig. Nur wenige Tage war die Eislaufbahn geòffnet und das beliebte Rodeln nur selten mòglich. — Bevor mit dem Schwimmen und Rudern auf der Drau eingesetzt werden konnte, war d2S Schuljahr, vorzeitig, zu Ende. — Nur die SchieBiibungen fanden einen vollen Ersatz: statt zum Spiel, lernten die in alien Terminen ein-liickenden jungen Soldaten schieBen — zum blutigen Ernst. . Es tat dem Jugendfreunde das Herz weh, daB die Jungens nicht zu jenen Kraft und Lust fòrdernden Obungen, die den Stolz der Anstalt bil-deten, gefuhrt werden konnten; es muBte ihn aber mit Genugtuung erfiillen, dafi die durch die Fursorge der friiheren Jahre kraftig vorgebildete Jugend in der ungewohnten schweren Lage wacker durchhielt und, wenn auch an-fanglich mit triiber Mierie, die schwere Pflicht der Entsagung mit Ge-duld iibte. Auf die Dauer allerdings wiirde die gesammelte Kraft erschopft werden. Der Jugendfreund erhofft daher fiir die kiinftigen Soldaten die gleiche, wenn nicht gròBere Fiirsorge, wie fiir die g e ge n w a r t i ge n. X. Schulerverzeichnis.*) I. Klasse A (51—J-4). Bartošek Klemens, Mahren-berg (Benczik Hermann, Marburg) Brattkovič Anton, Graz Čerče Josef, Brunndof Einicher Walter, Hohen-mauthcn (Filapič Friedrich, Mddling, N.-Osterr.) Fekonja Anton, Pòlitschberg »Gabriel Leopold, Wien Gyòrgyfalyay Maxvon, Rad-kersburg Halfter Max, Graz Hauser Karl, Diemlach (Hermetter Hermann, Ro-hitsch) Hofer Andreas, Kobenz Horaczek Erich, Olmiitz llger Friedrich, Marburg Jančar Viktor, Bad Radein Kaloud Wilhelm, Nagy Ka-nizsa, Ungarn Kollnlg Max, Brunndorf (Kopsa Eduard, Marburg) Koren Karl, Rotwein »Košar Rudolf, Bruck a. d. Mur Kosič Hans, Graz Lichem Robert von, Hohen-mauthen Lukas Ferdinand, Mahrenberg Mahnert Detlev,- Marburg Marko Wilhelm, Marburg Matzl Ewald, Marburg (Musger Josef, Bruck bei Miinchen in Bayern) Nekrep Otto, Pragerhof Nerat Hubert, Maria-Neustift Parzer Leopold, Marburg Peheim Alois, Marburg Persche Karl, Oberlesece, Krain Plotsch Viktor, Marburg Podlaha Anton. Diemlach Reichstadter Karl, Wien Schifko Alfred, Marburg ♦Schuschnig Arthur, Edler von, Wien Sever Friedrich, Marburg (Spudič Viktor, Brunndorf) Stanzer Franz, St. Peter am Kbnigsberg Uhlicli Rudolf, Romerbad Voglàr Vladimir, Troppau Weifienbdck Johann, Marburg Winter Karl, Marburg Woschitschko Wilhelm, Stu-denitz Wiirnsberger Adolf, Marburg Zeides Emil, Leoben Zi m m erm ann Hermann,Rann (Zdhrer Alexander, Brunndorf) ♦Zwirn Othmar, Laibach Gstòttner Gisela von, Wolfs-berg in Karnten Pečnik Kornelia, Rohitsch Podlaha Amalie, Diemlach Uhlich Emilie, Ròmerbad I. Klasse B (61+6). Ada nič Anton, Schrottendorf Babič Anton, Cven Bedjanič Miiutin, Sarajevo (Blažon Jakob, Weiz) Cvetko Branko, St. Andreas W.-B. (Ermenc Wilhelm, St. Magdalena, Marburg) *Erženjak Franz, Samuschen Gajšek Stanislaus, Dobova Gregorevčič Franz, Malivrh bei Rann Grobelšek Johann, Swetscha H oli er Simon, St. Georgen W.-B. Hrašovec Alois, NuBdorf Hrvacki Franž, Trofin »Ivanuša Franz, Polstrau Jager Adolf, Franzensfeste Jagodič Franz, Ober-Pulsgau Janežič Rudolf, Paulusberg bei Friedau J ur in ec Franz, Marburg K i k 1 Ludwig, Ober-Scheriafzen »Kolarič Jakob, Luttenberg Konečnik Viktor, Marburg Korošec Friedrich, Sp. Porčič Korže Johann. Cirkovce Kos Josef, Videm Kostajnšek Anton, Marburg Kovač Stanislaus, Cilli (Kovačič Alois, Marburg) Kozinc Max. Met en vrh Kralj Karl, Drachenburg Kuk Josef, Zg. Pristova Leskovar Josef, Spodnja Šiška in Krain *Lichtenwallner Milan, Maria-Rast (Matjašič Jakob, Oblačak) Mlakar Josef, Pichling Mlaker Franz, Marburg Ogoielec Ivan, Cirkuljane (Pečar Johann, Maria-Rast) Perko Johann, Brezovica Peršuh Josef, Pleterje Pip uš Zdenko, Marburg Prelog Mariin, Kleindorf Rataj Ermin, Trofin Richter Jakob, St. Nikolai Rojko Josef, Unter-Kotsch Rudolf Branko, Gonobitz Sever Josef, Wien Škerjanc Felix, St. Ruprecht W.-B. Soršak Viktor, Ponigl Stergar Stanislaus, Gomile Strmšek Vekoslav, Krištanvrh Šegula Franz, Hlaponci Ulaga Thomas, Bruck a. M. (Uranker Josef, Marburg) Verstovšek Boris, Marburg Wankmiiller Franz, Salden-hofen Weifi Alois, Kranichsfeld Zorn Richard, Laack Žolnir Oskar, Žunkovič Bogomir, St Mar-gareten b Pettau ♦Žunkovič Vladimir, Naraplje Bračič Vera, St. Veit b. Montpreis Pipuš Mara, Marburg Rosina Tatjana, Marburg T ominšek Josefine, Krainburg »Zemljič Maria, Zwettendorf »Žunkovič Philippine, Pettau II. Klasse A (42+2). Aicher Karl, Marburg Buchta Franz, Wien Cvitanič Georg, Sarajevo Družovic Franz, Unterheudoif Fischer Franz, Marburg Fodor Wilhelm, Marosvasar-hely in Ungarn * Frangesch Viktor, Marburg Gradišnik Felix, Marburg Graf Wilfried, Ilz Grobeljnik Othmar, Weiten-stein Guštin Josef, Tschernembl in Krain Hempel Karl. Zirknitzhof Hronovsky Bruno, Marburg *) Die Namen der Vorzugsschulcr sind mit * bezeichnet, die im Laute des Schuljahres ausgetretenen Schiller sind eingeklammert. Jantscher Hubert, Graz Juterschnik Anton, Marburg Klingberg Josef, Marburg Klobassa Ericli, Graz Koroschetz Franz, Windisch-graz Kotzbeck Albert, Marburg Lach Matthias, Warasdin in Kroatien Leinschitz Franz, Marburg Lovrec Rudolf, Marburg ♦Mahnert Hermann, Mahren-berg Maichen Martin. Brunndorf Matauschek Franz, Marburg Mauczka Erwin,Tarvis, Karm. ♦Pasetti Otto, Freiherr von Friedenburg, SchloBPachein, Karnten Permé Josef, Marburg Pollak Nikolaus, Sotteldorf Potočnik Max, Marburg (POlzl Franz, Marburg) Pungarscheg Viktor, Win-dischgraz *Puschmann Ernst, Planina in Krain Rop Felix, Marburg Sadu Arnold, St. Egydi W.-B. Schoper Karl, Grobelno Seethaler Arton, Klana in Kiistenland Simonič Anton, Gonobitz Trojner Martin, Kartschowin Twickel Hendrik Freiherr von, Kartschowin Voglar Felix, Troppau in Schlesien Zohrer Josef, Marburg Fodor Josefine, Marosvasar-hely, Ungarn Kavšek Theresia, Marburg II. Klasse B (58). Ašič Max, Gorica *Ausenak Franz, Relchenburg (Belina Friedrich, Peilenstein) Berlic Leo, GOrz (Brenčič Vinzenz, Loitsch) Bud j a Johann, Wentschen ♦Caj nkar Stanislaus, Savci ♦Časi Franz, Wotschna Čemčič Johann, Seitendorf Di la k Alois, Luttenberg Držečnik Josef, Arlberg Ha sl Karl Frauheim ♦Janžekovič Johann, Mosch-ganzen ♦Jug Vinzenz, St Nikolai Kejžar Danilo, Loiisch Kojc Martin, Polstrau Košenina Josef, Marburg Lamut Karl, Tepina ♦Lovrec Friedrich Olimje (Lubej Josef, Graz) Maculi Josef, Marburg (Mulec Franz, Sf. Egydi W.-B.) Obrul Anton, Čadram Ozimič Wilhelm, Graz ♦Peitler Alois, St. Lorenzen Pesel Heinrich, St. Martin Počivavšek Franz, Videm Polanec Franz, Brunndorf Po reka r Viktor, Kulmberg Preac Josef, Moschganzen Pri božič Peter, Raztez Pučelik Friedrich, Marburg ♦Rosina Fedor, Marburg Schneider Josef, Cezanjevci (Schònwetter Johann, Sani arkova) Simončič Franz, Ješovec Skuhala Franz, Trgovišče Sto klas Alfons, Leskovec Stupa n Bogomir, Cilli Šerbela Anton, Marburg ♦Šijanec Franz. Poltschach Tiplič Adolf, St. Leonhard W.-B Tirš Ignaz, Nassau Tomanič Johann, Marbmg ♦Tominšek Theodor, Krain-burg Toplišek Anton, Drachenburg Ura n ker Alois, Marburg Valentan Michael, Tresternitz Vehovar Johann, St. Peter i. B. Veselko Max, Donawitz bei Leoben Voršič Josef, Marburg Vrbnjak Vinzenz, Krušene! Vrhnjak Vinzenz, Pameče Vrečko Rudolf, SchOnstein Vuk Alois, Dubrava, Kroatien Zafošnik Gregor, Unter-Neudorf Žal a r Alois, Grabe Živko Alois, St. Martin am Bacher III. Klasse A (31+4). ♦Badi Viktor, Wien Bartošek Norbert, Mahren-berg ♦B e d j a n 1 č Vratislav, Sarajevo Brandi Riidiger, Graz C! o di Emil, Sarajevo Draxler Albin, Marburg Germuth Wilhelm, Sauritsch Hempel Werner, Frčndenberg in PreuBen ♦H er m a n k o Josef, Marburg Kafer Hans, Marburg Kašpar Eduard, Marburg Montag Karl, Brunn a. Ge-birge in N.O Nadler Franz, Tarnow in Galizien Nasko Karl, Marburg Nekrep Franz, Marburg ♦Remm Wilhelm, Marburg Semlič Johann, Haseldorf S ou ve n t Eugen, St Peter bel Graz Sp ar o vit z Hugo, Weiz S pit z Karl, Gdrz T r e d 1 Erwin, Heudorf i. Wiirt-temberg Ullaga Karl, Marburg Verhovšek Adalbert, Brunndorf ♦Vider Jakob, Volkermarkt ♦Waldhans Karl, Marburg Wogerer Hermann, Marburg ZahlbrucknerHans, Rohatetz in Mahren ♦Zdhrer Friedrich, Rotwein ♦Badi Wilhelmine, Graz (M i s eh a n Anna, Laibach) Ir ra n Wilhelmine, Luttenberg (S c h w a r z Marianne, Krems a. D., N.-O.) (Gaska Taddaus, Jardanówin Galizien) (Miihler Stanislaus, Starzawa in Galizien) (Miihler Taddaus, Starzawa in Galizien) III. Klasse B (64+2). ♦Aleksič Jakob, Obrisch ♦Babšek Franz, Pdltschach Bračko Vinzenz, Unt-Kuni-gund ♦Črnko August, Lembach ♦Domajnko Josef, Loče Drofenik Ferdinand,St.Peter b. KOnigsbeig Er ker Ludwig, Lichtenwald Glavnik Vekoslav, Gornji Hajdin Grmovšek Felix, Peilenstein Horvat Stefan, Ober-Jabling Jager Karl, Franzensfeste J-e z o v š e k Franz, Laze in Krain Karba Josef, Wien Klemenčič Friedrich, Stein in Krain ♦Knez Franz, Belovo (Kolar Felix, Marburg) ♦Kos Stefan, WOlling bei Murcck Kralj Vladimir, Cilli ♦Kristan Boris, Friedau Kronabethvogel Stanislaus, Oberburg L a h Stanislaus, St. Nikolai bei Friedau L ašič Johann, Polstrau Lorger Rudolf, Kartschowin Marki Mariin, Unter Loscbnitz ♦Mojzer Anton, St. Lorenzen am Draufeld Napotnik Michael, Tepanje Obersne Alois, Divina Obran Adolf, Dolena ♦Osterc Alois, Kokoriči Padovnik Josef, HI. Drei-faltigkeit Padovnik Felix, HI. Drei-faltigkeit Peče Bogomir, MarivNeustift Pečovnik Konrad, Rottenberg ♦Podgoršek Anton, Ponigi Pogačnik Vinzenz, Laibach ♦Porekar Zyrill, Kulmberg ♦Rad šel Franz, Pameče ♦Razboršek Johann, RoG-\vein Rebol Johann, Marburg ♦Repič Franz, Kiittendorf Rupnik Karl, Mahrenberg Sabati Anton, Ober-Pulsgau Sajko Blasius, St. Georgen a d. S.-B. Serajnik Dominik, Friedau Serajnik Franz, Grabe ♦Skale Franz, Seizdorf Skrbinšek Stanislaus, Planica Slodnjak Anton, Bodkovci ♦Sluga Franz, Brucsl Štebih Franz, Gerlinzen Sunčič Alois, Bunčani Šepec Radovan, Friedau ♦Štruc Friedrich, Windisch-graz Toš Franz, Brengova Tratnik Josef, Oberburg Turk Raimund, Marburg Večerjovič Martin, Oslušovci Vidmar Zyrill. Laibach (Vivod Franz, Unter-Pulsgau) Vogrin Josef, St. Anton Vrbnjak Alois, Kreuzdorf Vrečko Jakob. Ponigi ♦Weran Franz, Hinterstein in Ob.-O. Z e i 1 h o f e r Alfons, Poltschach Žolnir Josef. Maxau Leskovar Berta, Dolnja Tuzla in Bosnien IV. Klasse A (35-j-i) d Al bo n et St Andre Baron, Viktor, Wien Brandi Wolfgang, Graz Bruck Anton, Pettau ♦Gerger August, Wien Giatz Alois, St. Paul in Kiirnten Kautzner Josef, Sagrado in Kiistenland Kiesner Karl, Wien K oseh in Erich von, Idria, Krain KoG Hans, Voitsberg Kreinz Alois, Graz Kristl Josef, St. Barbara Kronasser Walter, Pettau Loew Wilhelm, Agram ♦Matzl Guido, Pettau Meglič Franz. Graz Mikša Stephan, Križovljan, Kroatien Miihlbacher Max, Cilli Nasko Rudolf, Papa, Ungarn Prah Vinzenz, Brezovec Radics von, Friedrich, Marburg Richter Ludvig. Graz Schauritsch Friedrich, Mar-burg ♦S c h i l d e r Gustav, Trzynietz, Schiesien S c h o 11 e r Friedrich, Kron-stadt, Siebenbiirgtn Schwarz Max, Krems a. d. Donau Sernetz Waldemar, Leibnitz S pit z Richard, G5rz Tominšek Alfons, Krainburg Uray Oskar, Radkersburg Voglar Bogumil, Wien Weiler Ferdinand, Marburg Weinhart Franz, Brunndorf Wuga Franz, Leitersberg Zollneritsch Josef, Brunndorf Dietinger Angela, Marburg Grill Marie, Klamm, N.-O. VI č e k Herma, Wien (Wis no ws ki Sianislaus,Nowy Targ, Galizien) (Krózlówna Sophie, Jasio, Galizien) IV. Klasse B (49+1) ♦Antolovič Johann, Mihalo-vec Baumann Johann, St. Egydi Bezjak Josef Samušani Božič Adalbert, Trifail Breznik Franz, St. Leonhard W-B. Čagran Alois, Slabotinzen Čeh Karl, HI. Dreifaltigkcit Epih Alois, Čadram Ferlan Alois, Marburg Franz Ernst, Ponigi Gajšek Karl, Gonobitz Godec Božidar, Hrastje Heric Franz, Wogrischofzen Ivanuša Felix, Polstrau Janežič Anton, Brebrovnik K a u k 1 e r M’roslav, Krčevina bei Pettau Klasinc Franz, Unter-Jabling Kolbl Alois, Staragora Košenina Vladimir. Marburg Kovačič Peter, Kellerdorf Krajnc Josef, Špitalič Kramberger Franz, St Urban bei Pettau Križ Anton, Sauritsch K še la Josef, Wohlanetzen Makoter Franz, Cven Merč un Ludwig, Mannsburg in Krain Meško Josef, Lahonci Miki Slavko Piačerovci Pernat Stefan, Unter-Jabling ♦Pliberšek Johann, Mlatsche Prcbevšek Alois, Rann Pučnik Anton, Dobrova, Gonobitz Ra uš! Anton, Polstrau Rosina Igor, Luttenberg Schneider Stinislaus, Ce-zanjevci Simonič Johann, Werstje Soršak Vladimir, Nikolsdorf, li rol *Šedivy Johann, Linz, O.-O Štancer Ludwig, Jahringberg Tomažič Anton, Wblling Topolovec Raimund, Wern-see Trstenjak Boris, Hardeck ♦Verstovšek Zdenko, Marburg Vertovšek Felix, Drachen-burg Vogrin Anton, Grabonoschen-berg Zidanšek Jakob, Špitalič Zidar Milovar, Neukirchen Zorec Franz, Partin Zupančič Franz, Laak Žinkovič Alois, Noričje V. Klasse A (41+2) (Ačko Josef, St Georgen a. d Stainz) Bauer Albert. Budapest Brun n er Ferdinand, Vordern-berg Čiček Franz, Wochau (Dobitsch Josef, Marburg) Eder Konstantin Freiherr von, Wien Engelhart Otto, Mauritzen Gassenburger Stefan, Podova GnuG Ludwig, Marburg Janžič Johann, Unter-Kotsch Ješovnik Alois, St. Ruprecht W-B. Jettmar Emil Ritter von, Marburg Kalb Max, Pettau ♦Keifl Gustav, Cilli Kerwina Franz, Unter-Loitsch. Krain Kbbrer Wilhelm, Kaschau, Ungarn ♦Kbnig Hermann, Gottschee Kovacs Stephan, Murasentes, Ungarn Krainz Viktor. Marhurg Kralj Andreas, St. Georgen a. S.-B. KrauG Reinhold, Marburg Kurzmann Oskar, Marburg Lesinšek Franz, Pirschenberg Leskoschek Franz, Marburg Lesnika Roman, St. Anna a. Kriechenberg Lobnik Jakob, NuGdori Medvešek Matthias, Ober-Friesach Mencej Franz, Villach Pavalec Johann, St. Georgen a. S-B. Peče Johann Marburg Radanovič Anton. Slogonsko ♦Ramšak Adolf, Skališ ♦Rožič F'ranz, Brunndorf Sattler Johann, Krčovine Stabej Josef, Preloge Stefan dosa Franz, St. Fiorian Stuinpf Ludwig, hraljevci Šamperl Zyrill, Kerschbach Twickel Mariano Freiherr von, Marburg Zernec Franz, Kanadorf Tominšek Helene, Krainburg (Harlender Zdrislaw, Krakau) (Tenczyn Èva, Krakau) V. Klasse B (42). Benja Josef, Sakot, Rann Berdnik Franz, Rann b Pettau Breznik Franz, Oberiswanzen (Brumec Franz, Maxaù) Erker Johann, Lichtenwald Fischer Ernst, Holìdorf bei Pcltschach Goričan Franz, Selo bei Cilli Kavčič Alois, Gairach Kaukler Johann, Krčevina ♦Koprivnik Ivan, Marburg Kosér Tugomer, Pettau (Kosi Alois, Schliisseldorf) Kronabethvogel Heinrich, Obeiburg Kupčič Johann, Maria-Rast Lebič Geor?, Neukirchen Miglič Emil. Reifnigg Neudauer Matthias, Burgstall Pečnik Jakob. Triest Pelko Josef, Wien Pernusch Vladimir, Laibach (Pippan Leo, Himmelberg) Pučnik Alois, Dobrova Rudi Franz, Rann Sajovitz Stanislaus, Marburg Schedivy Franz, Marburg Schwab Franz, Leitmeritz, BOhmen Šega Franz, Gladomes (Stauber Rudolf, Marburg) Šturm Paul, lswanzen Tikvič Alois, Oblačak Trogar Rudolf, Ravne bei Schònstein Umek Johann. Pirschenberg Vauda Ivo, Wernsee Verlič Franz, Lichtenwald ♦Vimpolšek Alois, St. Leon-hard Vokač Otto, Brunndorf Vovčko Franz, Dobrova Weber Lothar, Wien Weifi René, Marburg ♦Wohlkonig Ludwig, Marburg Zmork Richard, Mahrenberg (Szwed Albin, Zagorz, Ga-lizien) VI. Klasse (32+2) Borghi Robert, Triest Brunner Friedrich, Bruck a. d. Mur ♦Cajnkar Thomas, Lichten-waid Cazafura Max, Marburg Casi Anton, Podhom Gitschthaler Johann, Villach Granfola Johann, St Loren-zen W.-B. Grafil Alois, Heimschuh Grebenšek Johann, Schòn-stein Hòdl Josef, Abstall Horvat Josef, Oslušovči bei Friedau Jazbinšek Franz, Laakdorf ♦Lukmann Franz, Krčevina ♦Mihalič Boris, Luttenberg Novak Anton, Kotsch Osterc Anton, Bunčani Pahor Leopold, Spielfeld Pfrimer Gerhard, Marburg Prelog Karl, Slabotinci Roth Alois, St. Leonhard Schrott Johann, Marburg Sevnik Michael, Župelevec Skvarča Zyrill, Marourg ♦Stanek Alois, Cilli (Szwed Wladislaw, Zagorz, Galizien) Trop Thomas, Lbschnitz bei Friedau Twickel Hubert Freiherr von, Marburg Vertovšek Anton, Drachen-burg Winterhalter Josef, Marburg Witzmann Rudolf, Reifnigg Zemljič Anton, Eichenberg Zohrer Wilhelm, Rotwein Žgeč Franz, Dornau Krenn Auguste, Marburg Kriwanek Marie, Marburg VII. Klasse (33+6) Arnečič Paul, Pameče Arzenšek Viktor, Marburg Bartošek Johann, Sereth, Bukowina Brandstetter Franz, Marburg Breznik Johann, Unterburg-stall Cafuta Anton. Skorišnjak Czernitzky Ferdinand, Lemberg, Galizien Dečko Anton, Polstrau Ferk Mjchael, Windischgraz Jeglič Željko, Laibach Kafer Heinrich, Bodoheggen, Ungarn ♦Karo Anton, Tešova Kaučič Jakob, Pfefferberg Kejžar Friedrich,Rakek, Krain Konrad Josef, Ledinek K ra 11 Anton, Spielfelu Lovrec Franz, Oiimje-Sopote Marschitz Robert, Jurschin-zcn Marschner Ernst, Marburg Michelčič Richard, Sagor, Krain Oehm Hans, Marburg Ogriseg Waldemar, Marburg Paar Johann, Marburg Papež Matthias, Trnovec Prelog Vinzenz, Meretinzen Rathausky Herbert, Leiben-feld Rautner Vinzenz, St. Peter bei Konigsberg Rudel Rigobert, Mahrenberg Ruhri Franz, Marburg Vošinek Josef, Schmidsberg Zagoda Franz, Brunndorf Živko Konrad, St. Martin a. Bacher Živko Vinzenz, St. Martin a. Bacher Schifko Margarethe, Marburg (Jakubiczka Emil, Monaste-rysky, Galizien) (Krózlówna Marie, Krakau, Galizien) (Kulikowska Wanda, Lemberg, Galizien) (Kwiatkowski Wladislaw, Stanislaw, Galizien) (Wisnowska Marie, Nowy-Targ, Galizien) Vili. Klasse (56+2) Azzola Fabian, Feldbach Barnreiter Walter, Marburg Bender Fiorian, Kbhida, Ungarn Cazafura Walter, Marburg Cempyrek Ludwig, Olang, Tirol Chomrak Norbert, Warasdin Creydt Robert, Klagenfurt Čremošnik Vinzenz, Ločica, Franz Elsnig Othmar, Radkersburg Friseh Max, Marburg Gajšek Theodor, Vranska Gorica, Rann Gobec August, Klagenfurt Greif Johann, St. Margarethen am Draufeld Hailecker Rudolf, Palfau Herbst Ludwig, Bleiburg, Kkrnten Jettmar Erwin Ritter von, Marburg Jug Franz, Studenitz Kancler Anton, Unter-Haidin Kleebinder Johann, Marburg Klemenčič Andreas, Wu-dischhofzen Klobasa Josef, Blaguš bei Luttenberg Kos Johann, Radkersburg Kramberger Alois, St. Leon-hard W. B Krieger Alois, Oberhag Leinmuller Johann, Marburg Loibner Rudolf, Trifail Malitsch Ulrich, Latschach, Karnten Mitteregger Franz, Fladnitz Močnik Vinzenz, Cogetinci, St. Leonhard W. B. *Miihlbacher Georg, Cilli Pach Fians Freiherr von, Marburg Primus Robert, Mieli a. D. Pušenjak Stanislaus, Cven, Luttenberg Rabitsch Fians, Unter-Drau-burg Reisinger Karl, St. Radegund Repič August, Rakovec, Go-nobitz Richter Leopold, Sarajevo Schager-Detschmann Wilhelm, Neumarkt Schimm Friedrich, Marburg Schindler Erwin, Graz Schlamberger Ferdinand, Marburg Skazedonig Franz, Gegental Skuhala Alois, Trgovišče, Pettau Sterger Josef, Laas, Krain Šlander Josef, Oberburg Šrol Martin, Kleinsonntag Šturm Jakob, Ober-Feistritz Terč Hans, Marburg *Tomažič Anton, St. Nikolai bei Friedau Triebnik Heinrich, Marburg Volavšek Johann, Drachen-burg Voušek Paul, Marburg Vreča Otto, Negau *Winterhalter Johann, Marburg Wresounig Siegfried, Win-dischgraz Metzger Adam, Krakau *Haas Marie, Villach *Pipuš Slava, Cilli XI. Statistik der Schiller. XI. Statistik der Schùler.' K 1 a s s e li Ili 1. Zahl. a b c a b i c a b r c Zu Ende 1913/14 47 2 3( 38 342 I 331I 34 33 5 2, 3 27 Zu Anfang 1914/15 . . . 50 •« 61 3 41 2 58 27 4 64 i Wahrend des Schuljahres ein- getreten 1 01 1 — 4 0 * lm ganzen also aufgenom- men . . 51 4 61 « 42 2 58 31 -i 64 2 Darunter: Neu aufgenommen, und zwar aufgestiegen . . . . 45-* 581 3 — 4 1 0 1 Repetenten . . — — — 1 — 1 Wieder aufgenommen, u. zw. aufgestiegen — 35 2 52 25 2 59 i Repetenten oder freiwillig wiederholend 6 3 3 5 21 4 Wahrend des Schuljahres aus- getreten ... 7 7 1 6 32 2 Schulerzahl zuEnde 1914/15: Offentliche 44 54 41 52 28 62 Privatisten — — — — —' 1 Privatistinnen ... 4 6 2 — 2 1 Summe 44 4 54 fi 41 2 52 28 2 62 2 2. Geburtsort (Vaterland). Marburg 12 72 16' 8 10 2 Steiermaik (aufier Marburg) 24 3 42 3 16 40 82 54 Bòhmen . . — — — — — Bosnien — 1 1 — 2 d Bukowina — — — — j Galizien — — 1 - Karnten 01 — 2 — 1 Krain ... 2 21 2 2 — 1 31 Kroatien — — 1 1 — 1 — Ktistenland — — 1 1 1 — : Miihren . . 1 — — — 1 — j Niederosterreich 3 1 — — 2 1 Oberòsterreich ... ! — — — — ! — 1 Preufien — - — — 2 Schlesien i 1 — — — SiebenbUrgen — — — — — , - Tirol M 1 — — — 1 1 Ungarn . . 1 1' — — | — Summe 3. Muttersprache. | Deutsch | Slowenisch Polnisch 444 41 * 3 54 fi 54 « 41 2 40 2 1 52 52 28 2 27 2 1 62 2 62 2 — Summe 44 4 54 fi 41 3 52 28 2 62 2 : 4. Religionsbekenntnis. Rdmisch-katholisch 38 2 54« 38 i 52 251 62 2 Evang , Augsb. Konfession 62 — 31 2 i Mosaisch — — 1 * Die Indexzahlen beziehen sich aui Privatisten, respektive Privalisiinnen. K 1 a s s e I\ V VI. VII. vin. ! Zusammen a b i c i a b 1 a b 1 J 33 301 25 42 2 391 i 29 2 29 3 j 40 574+19 32s 491 40 1 40 30 3 31 1 55 2 1 578+27 3 1 — 1 1 2 2 25 1 17+9 35“ 491 41 2 42 32 3 33 6 56 2 | 595+36 4 i 2 1 3 44 2 ! 126+17 2 2 1 — — — — 16 26 3 45 i 36i 36 28 2 291 54 2 1 425+15 — 2 4 3 1 1 0, — 24+3 1' — 31 5 1 23 — 38+7 34 45 38 37 31 31 56 553 — 5 — — 1 2 9 3 — 1 — 2 1 2 24 34 3 45 5 381 37 313 31 3 56 2 553-4-33 31 2 7 3 62 7 1 13 96~r7 16 40 5 24 29 23 20 32 1 1! 368+14 : — — — 1 — — — n 1 — — — — — _ 1 5+1 — — — — — 1 1 1 3 . — — — 1 1 — 1 — 1 — 5' 11+2 , 2 1 21 1 01 2 1 1 20-1-5 2 — — — — — 1 5 2 — — 1 1 7 2 52 — 1 2 - — - 15+2 — 1 ' — — — 2 — — — — — — - 2 1 — — — — - 3 1 — — — — — 1 ' 1 — — — — 1 4 1 — 3 — — 01 1 7+2 34 3 455 38 1 37 31 3 31 3 56 2 553+33 1 29 3 16 13 142 132 321 225+16 5 45 5 221 24 171 18 1 231 +27+17 — — — — — 1 1 34 3 455 381 37 31 3 31 “ 56 2 553 } 33 26 3 455 351 36 31 3 31 3 55 2 528+29 6 — 3 1 — — 1 22+4 2 ' ' ~ 3 K 1 a s s e 5. Lebensalter. 11 Jahre 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 26 Summe 12i 152 11 i 6 62 16' 191 72 5 1 10 11' 12' 7 1 3 12 17 12 4 4 6. Nach dem Wohnorte der Eltern. Ortsangehòrige ...........jj Auswartige . . . . 'i 24 2 20 2 Summe 7. Klassifikation. a) zu Ende des Schuljahres 1914/15: I. Vorziiglich geeignet Jj II. Geeignet...........I III. Im allgemeinen geeig- !| net « IV. Nicht geeignet V. Die Bewilligung z. Wieder- i' holungspriifung erhielten VI. Ungepriift blieben 4 26 3 8 3 54« 123 42 3 41 2 27 2 14 15 37 52 36 4 6 4 3' Summe . i|_______44 4 b) Nachtrag zum Schuljahre 1913/14: Wiederholungspriifungen waren bewilligt . . . . Entsprochen haben ... Nicht entsprochen haben (oder nicht erschienen sind) Nachtragspriifungen waren bewilligt Entsprochen haben ... Nicht entsprochen haben Nicht erschienen sind Damach ist das Endergebnis !j 1913/14 : Zum Aufsteigen in die nachste j Klasse waren: 1. Vorz.geeign.(m.vorz.Erf.) Ii. Geeignet............... III. lm allgemeinen geeignet IV. Nicht geeignet.......... Ungepriift blieben ... 54« 41 2 3 251 9 3 10 27 4 9 1 i 41 2 3 2 5 J30 32 8 1 12; 14 4 6 Summe 5 15 5 13 1 7 1 1 2 28 2 142 14 28 2 81 161 1 8 6 18 2 1 221 2 2 6 ! 3 11 19 1 4 3 27 3 1 1 21 6 121 16 21 1 5 2 282 : a b 5 5 62 2 Id 521 62 2 18 28 2 12 4 5 13 6 1 34 2 35 1 33 5 : 25 62 2 i c 3 13 5 6 K 1 a s s e IV. V. VI. VII. Vili. mammpn a b a b — — — — - — j 18-1 44- -3 -3 6 i 2 — — — — — 64-| 75+ -3 -6 14 i 61 2i 3 — — — 72- i~3 9 i 151 8 10 3 — — 73-J *-4 4 14’- 13 9 9 1 3 — 63- 2 I 1 72 8 11 10 13 8 60- 2 ! — 1 4 3 4 1 72 15i 34- -4 ! — — 2 1 4 71 15 i 29- -2 — — 1 — 1 1 1 12 15- bl — — — — — 0 1 5 i 34 3 45 5 38 1 37 31 3 31 3 56 2 553+33 192 51 161 13 9 2 9' 26 2 199+ 19 151 40 4 22 24 221 22 2 30 354+14 34 3 45 5 38 i 37 313 31 3 56 2 553+33 3 4 4 3 4 3 32 72+5 28 2 27 28 i 19 26 2 27 i 53 366+17 1 8 : 51 1 6 - 7 — — — 37 1 _ 5 5 17 01 0 5 1 3 1 i 12 10+11 i 34 3 45 5 381 37 31 3 31 3 56 2 553+33 5 26 1 1 3* 3^ 6 .21 1 2 1 2 21 2 30 2 9 1 6 31 i 3 2 1 01 2 24 1 3 01 2 1 1 1 2 1 ! 294-2 224-2 7 9+3 9+2 7 201 1 i 1 i 4 35 92 379- 32- 63+2 9--2 30 i 391 29 2 29 3 575+1 i K 1 a s s e I. II. III. 8. Geldleistunyen der Schiiler: a b a b a b Das Schulgeld haben gezahlt: im 1. Semester 32 22 13 10 14 n im II. Semester 17 17 22 19 15 14 i Ganz befreit waren: im I. Semester 23 39 31 47 18 58 im II. Semester 29 42 20 34 16 50 Das Schulgeld betrug im ganzen i im 1. Semester K 840 — 660 — 390- - 300 — 420 — 210 — im II. Semester K 510 — 510-— 660 — 570‘— 450’— 420-— Zusammen , 1350 — 1170 — 1050 — 870 — 870 — 630- 9. Besuch des Untorrichtes in den nicht obligaten Gegenstandcn: Franzòs. Sprache II. Kurs — — — 1 — Freihandzeichnen . — — — — — — Gesang I- Kurs 25 35 — — ■ — — II. Kurs — — 14 16 1 14 III. Kurs — — — — — — Deutsche Stenographie II. Kurs i ~ — — — - — j Italienische Sprache K 1 a s s e ! IV- v VI. VII. vin, Zusammen a b a b 10 6 8 5 6 6 '8 12 24 14 22 5 8 8 j 26 43 33 46 27 29 50 24 23 25 15 27 21 50 I 300‘— 180 — 240 — 150 — 180 — 180 — 240 — 4290 — | 360-- 720 — 240 •— 660-- 150- 240 — 240 - 5910- 660 — 900"— 480 — 810,— 330 — 420 - 480 — 10 200'— 1 8 3 19 — — 3 1 2 1 2 9 5 10 — — — 60 60 — — 9 2 5 7 4 27 — — 12 13 10 — — 35 12 6 2 3 — 23 XII. Einige normative Erlasse. 1. (Sprachliche Reorganisation der Parallelklassen mit deutsch-slowenischer Unterrichtssprache.) Das k. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 1. November 1914, Z. 41.348, genehmigt, daB in teilweiser Abanderung der mit den Ministerial-Erlassen vom 30. Juni 1889, Z. 4409, und vom 27. Juli 1891, Z. 12.472, festgestellten sprachlichen Organisation der Parallelklassen mit deutsch-slowenischer Unterrichtssprache am Staatsgymnasium in Marburg versuchsweise, und zwar, wenn es mit den zur Verfugung stehenden Lehr-kraften mòglich ist, schon im Schuljahre 1914/15 beim Mathematik-unterrichte in der IV. K lasse sowie bei der Lateinlektùre in derselben Klasse anstatt der bisher gebrauchten slowenischen Unterrichtssprache die deutsche, hinfiir aber beim Geographie-unterrichte in der I. Klasse sowie beim naturgeschichtlichen Unter-richte in der 1. und II. Klasse anstatt der bisher gebrauchten deutschen die slowenische Unterrichtssprache zur Anwendung gelange. (Landes-schulratserlaB vom 15. November 1914, Z. 36jj3 1914). — Beztiglich der IV. Klasse erfolgte die Durchfiihrung bereits in diesem Schuljahre, in der I. Klasse wird sie im Schuljahre 1915/16, in der II. Klasse im Schuljahre 1916/17 in vollem Umfange Platz greifen. 2. (Fòrderung der Redegewandtheit.) In weiterer Durchfiihrung des im Vorjahre an dieser Stelle verzeichneten Ministerialerlasses vom 22. Oktober 1913, Z. 1163 (Landesschulrat 3. November 1913, Z. 3-®-) hat der k. k. steierm. Landesschulrat mit dem Erlasse vom 17. Mai 1915, Z. 3542'6 1914, eingehende methodische Weisungen zur Erreichung des ge-steckten Zieles erteilt. 3. (Wiederholungspriiiungen aus zwei oder mehreren Gegenstanden.) Mit dem Erlasse vom 21. Juli 1915, Z. 22.507, hat das k. k. Ministerium fur Kultus und Unterricht mit Rucksicht auf die aufiergewòhnlichen Verhaltnisse des verflossenen Schuljahres ausnahmsweise zu genehmigen gefunden, daB den Schiilern jener Gymnasien, Realgymna-sien und Realschulen, an denen das Schuljahr 1914/15 ohne vollen Ab-schluB des Unterrichtes vorzeitig geschlossen und die Jahreszeugnisse vor-zeitig erteilt werden mufiten oder an denen in einzelnen Klassen infolge wiederholten Lehrerwechsels fiir die Schiiler besondere Schwierigkeiten ein-getreten sind, bei nicht geniigender Schulklassifikation aus einem oder mehreren obligaten Gegenstanden eine neuerliche Prufung und Klassifikation aus diesen Gegenstanden zu Be-ginn des nachsten Schuljahies zugestanden werde, voraus-gesetzt, daB die sonstigen Leistungen des Schulers sowie sein FleiB und Betragen eine solshe Begtinstigueg rechtfertigen. In solchen Fallen sind die erteilten Jahreszeugnisse einzuziehen und auf Grund der Ergebnisse der vorgenommenen neuerlichen Prufung durch neue Jahreszeugnisse zu er-setzen. (LandesschulratserlaB vom 28. Juli 1915, Z. 3°[®6.) XIII. Schule und Haus. Der Verkehr zwischen Schule und Haus mufite sich in diesem Jahre auf die Abhaltung der Sprechstunden beschranken. Sogar die Abhaltung dieser war, da sich die Anstalt in einem fremden Gebaude und auch da nur ftir die Nachmittagstunden befand, dadurch etwas behindert, dall das Sprech-zimmer zugleich als Konferenzzimmer sowohl fiir den Lehrkòrper der Real-schule als auch den des Gymnasiums diente. Doch erfiillten die Sprechstunden, soweit es auf die Verstandigung iiber den Fortgang und das Be-tragen der Schtiler sowie auf die Fòrderung desselben ankam, ihren Zweck vollstandig. Alle in Betracht kommenden Faktoren bedauerten es jedoch lebhaft, daB die im Vorjahre so erfolgreich eingeftihrten Familienabende und andere ahnliche Veranstaltungen, die in die ktìnstliche Scheidewand zwischen dem Reiche der Schule und dem des Hauses eine breite Bresche gebrochen hatten, wegen Mangels jeglicher aufierer Mòglichkeit (Ort, Zeit, Gelegenheit, Mittel) keine Wiederholung und Fortsetzung finden konnten. — Der im Vorjahre erzielte Erfolg mufite fortwirken ; im iibrigen hoffte und vertròstete man sich auf die Zukunft! XIV. Kundmachung iiber den Beginn des Schuljahres 1915/16. I. Die Aufnahmsprufungen indieerste Klasse fanden im Sommer-tennin am 28. Juni, im Herbsttermin finden sie am 17. September von lOUhr an statt; die Pruflinge versammeln sich vor dem Gymnasialgebaude. Die Einschreibungen zu den Prufungen im Herbsttermin werden am 16. September abgeschlossen ; es geniigt die rechtzeitige Obersendung des letzten Schulzeugnisses und des Geburtsscheines an die Gymnasial-direktion. — Die ini Julitermin in die I. Klasse aufgenommenen Schtiler bleiben eingeschrieben und erscheinen erst zum Schulbeginn wieder. II. Die Einschreibung der bisherigen Schiller des Gymnasiums erfolgt, wenn sie in Marburg wohnhaft sind, am 17. September zwischen 11 und 12 Uhr durch Meldung bei der Direktion. Die auswartigen oder auswàrts befindlichen bisherigen Schiller sollen sich bis zum 17. September durch eine Postkarte anmelden; ihr Eintreffen in der Stadt ist jedoch erst zum Schulbeginn notwendig, aufier wenn sie Prufungen abzulegen haben. III. Die ordentlichen Wiederholungspriifungen aus einem Ge-genstand sowie die Nachtragspriifungen finden am 18. September, die aufier-ordentlichen Wiederholungspriifungen aus zwei oder mehreren Gegen-standen am 20. September statt. Notigenfalls wird die Vornahme aller dieser Priifungen auch auf die nachfolgenden drei Tage ausgedehnt werden. IV. Am 22. September, um 8 Uhr fruh, beginnt der Unterricht in der Vili, und VII. Klasse. Ober den Unterrichtsbeginn der libri gen Klassen wird die Mitteilung nachfolgen; die Schiiler sollen dieselbe im Elternhause abwarten. V. Bei der Aufnalimspriifùng in die erste Klasse werden lolgende Anforderungen gestellt: 1. In der Religion jenes Mafi von Wissen, welches in den ersten vier Jahreskursen einer Volksscliule erworben werden kann. Nichtkatholische Schiiler haben bei der Einschreibung ein vom Religionslehrer ihrer Kon-fession ausgestelltes Zeugnis einzubringen. 2. In der Unterrichtssprache (deutsch): Fertigkeit im Lesen und Schreiben (Iateinische und deutsche Schrift), Kenntnis der Elemente aus der Formen-lehre, Fertigkeit im Analysieren einfach erweiterter Satze. 3. Im Rechnen : Ubung in den vier Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen. IV. Aufnahmstaxen: Jeder neu aiifgenommene Schiller hat am ersten Schultag eine Aufnahmstaxe von 4-20 K, einen Lehrmittelbeitrag von 3 K, einen Jugendspielbeitrag von 080 K und an Tintengeld 060 K, somit im ganzen 8 K 60 h in die Hande des Klassenvorstandes zu erlegen. VI. 1. Das Schulgeld betragt 30 K fiir ein Semester und ist im I. Seme-mester von den Schulern der I. Klasse in den ersten drei Monaten, von alien iibrigen in den ersten sechs Wochen, im 2. Semester von allen Schulern in den ersten sechs Wochen des Semesters zu entrichten. — Óffentliche Schiller kbnnen sich binnen acht Tagen nach Beginn des Schuljahres um die Befreiung von der Entrichtung des Schulgeldes bewerben, I. wenn sie im letzten Semester im „Betragen“ „gut“ oder „sehr gut“ erlangt haben; 2. wenn sie beziiglich des Fortganges in den Studien im letzten Semester einen giinstigen Erfolg aufweisen, und zwar: wenn das I. Semester in Be-tracht kommt, in allen obligaten Lehrgegenstanden mindestens die Note „geniigend“ ; wenn das II. Semester in Betracht kommt, sie fiir zum Auf-steigen in die nachste Klasse (auch „im allgemeinen") „geeignet“ erklart wurden; 3. wenn sie wahrhaft diirftig, bezw. mittellos sind. Die Mittellosig-keit ist durch einen Vermogensausweis, der nicht iiber ein Jahr ait sein darf, nachzuweisen. — Verspatete Gesuche werden nicht beriicksichtigt. 2. Schiller der ersten Klasse kònnen erst im II. Semester um Befreiung von derSchulgeldzahlung einkommen. — Doch kbnnen die mittellosen Schiiler der I. Klasse auf Grund des Mittellosigkeitszeugnisses um Stundung des Schulgeldes fur das erste Halbjahr binnen 8 Tagen nach Beginn des Schuljahres ansuchen. Zwei Monate nach Beginn des Schuljahres zieht der Lehrkorper auf Grund der bis dahin vorliegenden Leistungen (gutes Be-tragen, in allen Pflichtfachern mindestens „geniigend“) der befreffenden Schiiler in Erwagung, ob die Stundung zu gewahren sei. Ein ungunstiger Studienerfolg am Schlusse des I. Semesters zieht den Verlust der Stundung nach sich und verpflichtet zur Zahlung des Schulgeldes sowohl fur das 1. ais auch das II. Semester Naznanilo o začeku šolskega leta 1915/16. I. Sprejemni izpiti za prvi razred so se v poletnem roku vršili dne 28. junija, v jesenskem roku bodo se vršili dne 17. septembra od 10. ure dalje. Učenci naj se zbero pred gimnazijskim poslopjem. Vpisovanje za te izpite se zaključi dne 16. septembra; dotlej naj se pošlje zadnje šolsko spričevalo (naznanilo) in krstni list po pošti gimnazijskemu ravnateljstvu. Učenci, ki so julija prestali izpit, so že vpisani; oglasiti se jim je šele ob začetku pouka. II. Vpisovanje dosedanjih dijakov bo dne 17. septembra med 11. in 12. uro v gimnaziji za vse, ki stanujejo v Mariboru. Zunanjiki naj se do tega dne prijavijo z dopisnico; v mesto jim je treba priti šele ob začetku pouka. III. Redni ponavljalni izpiti, iz enega premeta, in dodatni izpiti bodo 18. septembra, izvenredni ponavljalni izpiti iz dveh ali več premetov pa 20. septembra; ako treba, se bodo izpiti nadaljevali še prihodnje tri dni. IV. Pouk se začne za 8. in 7. razred dne 22. septembra ob 8. uri zjutraj. Glede začetka pouka v ostalih razredih bo oglas sledil; učenci naj čakajo nanj pri svojcih. V. Pri sprejemnem izpitu za prvi razred se zahteva: 1. iz veroznanstva toliko znanja, kolikor si ga more učenec pridobiti v prvih štirih tečajih ljudske šole; 2. v učnem jeziku (nemškem in slovenskem): spretnost v čitanju in pisanju, znanje početnih naukov iz oblikoslovja; spretnost v analizi prosto razširjenih stavkov, praktično znanje pravopisnih pravil; 3. v računstvu: izvežbanost v štirih osnovnih računskih načinih s celimi števili. VI. Pristojbine: Vsak nanovo sprejeti učenec plača prvega šolskega dne pri razredniku sprejemnino 4 K 20 h, učnino 3 K, igralnino 0'80 K, za črnilo 0-60 K, skupaj 8 K 60 h. VII. 1. Šolnina znaša 30 K za en tečaj; plačati jo marajo učenci I. razreda v prvih treh mesecih, ostali učenci v prvih šestih tednih, v drugem tečaju pa vsi učenci v prvih šestih tednih tega tečaja. — Javni učenci morejo tekom prvih osem dnij po začetku šolskega leta prositi za opro-ščenje šolnine, a le, ako so 1.) v zadnjem tečaju iz vedenja („Betragen“) dobili red »prav dobro11 („sehr gut“) ali „dobro“ („gut“); ako so 2.) uspešno dovršili zadnji tečaj, in sicer: če se gre za 1. tečaj, z redom vsaj „zadostno“ („genugend“) iz vseh obveznih predmetov; pri 2. tečaju pa, če so bili spoznani »sposobnim" („geeignet“) za vstop v višji razred (tudi »splošno” — »im allgemeinen”); 3.) ako se res revni in nimajo nikake podpore. Učencem, ki hočejo prositi oproščenja šolnine, je vložiti dotično na c. kr. deželni šolski svet v Gradcu naslovljeno prošnjo pri gimnazijskem ravnateljstvu v prvih osmih dneh vsakega polletja ; prošnji je pridejati šolsko spričevalo zadnjega polletja in zakonito izdelano ubožno spričevalo (premoženjski izkaz), ki pa ne sme biti starejše nego eno leto. Zapoznele prošnje se ne sprejmejo. 2. Učenci prvega razreda morejo šele v drugem tečaju prositi za opro-ščenje šolnine. Vendar se more nepremožnim učencem I. razreda plačanje šolnine za prvo polletje pogojno odložiti do sklepa prvega polletja. Kdor hoče to odložitev doseči, mora v osmih dneh po pričetku šolskega leta pri gimnazijskem ravnateljstvu vložiti na c. k. deželni šolski svet naslovljeno prošnjo, kateri je pridejati zakonito izdelano, ne več nego eno leto staro ubožno spričevalo (premoženjski izkaz). — O teh prošnjah se razpravlja po preteku dveh mesecev na podlagi učnih uspehov (iz vseh obveznih predmetov vsaj „zadostno“ geniigend, iz vedenja vsaj „dobro“ gut). Učenec, ki neuspešno konča I. tečaj, mora brezbogojno plačati šolnino i za I. in za 11. tečaj. Inhaltsverzeichnis. Seite Chronik des Kriegsschuljahres 1914/15 (mit einer Ansprache des Prof. Dr. Anton Medved). Vom Direktor . 3 Schulnachrichten. Vom Direktor...................... ................29 I. Der Lehrkorper............................................... 29 II. Lehrverfassung.............................................. 34 III. LehrbUcherverzeichnis a's Eir.lage zvvischen Seite 38 nnd 39 IV. Absolvierte Lekture 38 V. Theinen.................................................... 40 VI. Lehrmittelsammlungen . . . ... 44 VII. Unterstiitzungswesen........................................ 45 Vili. Reifeprufungen.............................................. 52 IX. KOrperliche Ausbildung ... .56 X. Schiilerverzeichnis....................................... 58 XI. Statistik der Schiiler ... 64 XII. Einige normative Erlksse . . 70 XIII. Schule und Haus . 71 XIV. Kundmachung ............... . ..........71 K. k. Staats-Gymnasium in Marburg. „ 250 254 Z. ^ u. 1915. III. Genehmigt, 31./V. 1915, Z. 3' und 21 ./VI. 1915, Z. 3 ,3938 'T' ,3831 Lehrbucher-Verzeichnis fur das Schuljahr 1915/16. 'Klasse Religion Latein Griechisch Deutsch Slowenisch Geographie Geschichte Mathematik Naturlehre Naturgeschichte Dr,,„sa Freikurse und Propad. Ahnliches I a GroBer Katechismus der katholischen Religion 1. Kleine lat. Sprachlehre von Dr. Feid. Schulz (Ausgabe f. Osterreich) 24. Aufl. v. Feichtingei. 2. Lat. Ubungsbuch f. d. I. KI. d. Gymn. v. Dr. Joh Hauler, Ausg. A 20. Aufl. (ausschl ) 1. Tumlirz, Deutsche Sprachlehre f. Mittel-schul, 4. A. (ausschl.) 2 Lam pel, Deutsches Lesebuch, I Kl., 15. u. 16 Aufl. (ausschl ) Ausg. A (f. Gymn. u. Rg.) 1 Heiderich, Osterr. Schulgeographie, I. Teil, 4. Aufl. 2. Kozenns geogr Atlas f. Mfttel-schulen, 42. Aufl. 1 Močnik-Zahradniček. Arithrnetik f. d. I. u. IL KL 40. Aufl. 2 Močnik-Spielmann, Geometrie, Unterstufe 28. Aufl. 1 Schmeil-Scholz, Tierreich f. d. unt Klass., 3. Aufl. 2. Schmeil-Scholz, Pflanzenreich f. d. unt. Kl, 3. Aufl. Ib Veliki katekizem 1. Tominšek, Latinska slovnica. 2. Wiesthaler-Tomlnšek, Latinske vadbe I. Končnik-Fon, Deutsches Lesebuch f. d. I Kl. slov. Mittelschulen 1. Janežičoket, Slov. slov niča, 10. Aufl 2. (Das Lesebuch w rd nach erfolgter Approbation be-kannt gegeben werden.) L Pajk Zemljepis za srednje šole I. 2. Kozenns Atlas wie la. 1. Matek-Peterlin, Aritmetika za nižjo stopnjo srednjih šol. 2. Mazi, Geometrijski ra zorni nauk za L razr. sr. š. 1. Macher, Prirodopis živalstva za nižje razrede. 2. Macher, Prirodopis rastlinstva za nižje r. Slowenisch: L Kurs: Ler.dovšek. Elementarbuch,2.A. (mit AusschluB der frliheren) 1906. IL Kurs: 1) Lendov-šek, Elementarbuch wie im I. Kurs, 2)Lendovšek-Štritof, Lesebuch f. Deutsche. III. Kurs: 1) Janežič-Sket, Slov. slovnica, 10. Aufl., 2). (Wird spater bekannt gegeben werden). IV. Kurs: 1) Slovnica wie in III. 2) wie III. Kurs. Ila 1. wie I a 2. Dr. Fischer, Kathol. Li-turgik,8.bis 12. Aufl. 1. Grammatik wie in la 24. Aufl. (aussch.). 2. Hauler.lat.Obungsbuch f. d. 2. KI. d. Gymnasien, 18. Aufl. (ausschl.) 1. Sprachlehre wie la 2. Lampel Lesebuch f. d. IL Kl., 12 Aufl. (ausschl), Ausgabe A (fur Gymn. u. Rg)- 1. Heiderich, Schulgeographie, IL T., 2. u. 3. Aufl 3. Kozenns Atlas wie la. 1. F. M. Mayer, Lehrbuch d.ueschichte, l.T.,7. Aufl. (ausschl ) 2. Putzger, hist.Atlas, 29. Aufl. wie I a. wie in I a. II b 1. wie I b. 2 Jakob Kay-čič, Kat. li-turgika. 1. Pipenbacher, Latinska slovnica. 2. Pipenbacher, Lat. vadnica II. Končnik-Fon, Deutsches Lesebuch f. d. IL KL slov. Mittelschulen. 1. A Janežič-Sket, Slov. slovnica, 9. u. 10. Aufl. 2. wie I b. wie II a. wie II a. 1. Matek-Peterlin wie Ib. 2. Mazi J., Geometrija za II. razred srednjih šol. wie II a. lila 1. wie 11 a. 2. Dr. Fischer, Geschichte der gbttl. Offenba-rung des a. B., 3. bis 8 Aulì. 1. Grammatik wie in 11 a, 23. u. 24. Aufl. 1. Haul er, Aufgaben zur Einiibung der lat. Syntax, I. 12. Aufl. 3. Golling, Chrestomathie aus Nepos und Rufus, 3. Aufl. 1. Griech. Schulgrammaiik von Curtius-Hartel, neu-bearbeitet v. F. Weigel 26. Aufl. (24. u. 25.). 2. Griech. Elemcntarbuch v. K. Schenkl, bearb. v. H. Schenkl u. FI Weigel, 21. Aufl. 1. Sprachkhre wie Ha. 2. Lampel, Lesebuch f. d. III. KL, 11. u. 12. Aufl. 1. Heiderich, Schulgeographie wie II. 2. Kožen n, Schul-atlas wie II. 1. F. M. Mayer, Lehrbuch d. Gesch., II. T., 6. Aufl. (ausschl.) 2. Putzger, Hist. Atlas wie in IL 1, Močnik-Zahradniček, Arithrnetik f. d III u IV. KL (30. Aufl.) 2. Močnik-Spielmann wie II a. Rosenberg LehrbuchdetPhisik, f. d. unt. KL 1,—3. Aufl. III b 1. wie 11 b. 2. Andr. Karlin, Zgodovina razodetja božjega v stari zavezi. 1. Grammatik wie in 11 b. 2. Pipenbacher, Latinska vadnica. III. 3. Košan, Lat. čitanka za 3 gimn., v Lj. 1908. wie in III a. wie in III a. 1. Grammatik wie in II b 2. wie I b. wie in III a. wie In III a. 1. Matek-Peterlin wie Ii b. 2. J. Mazi, Geometrija za III. razred srednj. šol. wie in III a. Stelermarklsche i Geschichte. Hirsch-Zafita, Hei-matkunde des Her-zogtums Steiermark. 3. Aufl. Stenographie : KarlWeizmann, Lehr-gang d.Gabelsberg. Stenographie, 2.-3. Aufl. Slov. Stenogr: Novak Slov. stenografija, L T., 2. Aufl. j (ausschl.) Franziisisch : 1. Boerner-Kukula, l Lehr- u. Lesebuch ! d. franz. Sprache (Graeser). 2. Boerner-Kukula, Die Hauptregeln der franz. Grammatik. (Graeser). Italienisch : Baroni-Segatini, Lehr- u. Lesebuch d. ; italienisch. Sprache. 1 IV a Dr. Fischer, Gesch. d. gotti. Offen-barung des n. B 1. Grammatik wie in lil a. 1 Hauler. Aufg. zur Ein-iibung der lat. Syntax, IL T., 8 Aufl. 3. Caesars bellum Gallicum, ed. Pramer. 1 Grammatik wie in III a. 2. Elementarbuch, wie in HI a. 1. Sprachlehre wie II a. 2 Lampel, Lesebuch f. d. IV. KL, 11. Aufl. (ausschl ). 1. Heiderich, Schulgeographie, III. T., 2. Aufl. (ausschl.). 2. Kozenns Schul-atlas wie in III 1. F. M. Meyer, Lehrbuch d. Gesch , HI. T., 6. Aufl. (ausschl.). 2. Putzger, Hist. Atlas wie In III. 1. Gajdeczka, Lehrbuch d.A. u.A.f.lV,—V1II.KI 2. Gajdeczka, Obungsbuch zur A. u. A. 3. Močnik-Spielmann, Geo-met.f.IV.—VIII.K1..26.A. Physik wie III a. Ficker, Leitfaden d. Mineralogie u. Chemie f. d. IV. KL d. Gymn. IV b I V Andr. Karlin, Zgodov. razodetja božjega v novi zavezi. 1. Gramm. wie IH b 2. Pipenbacher, Lat. vadnica, IV. 3. Caesar wie IV a. wie in IV a. wie in IV a. 1. Grammatik wie in II b. 2. wie I b. wie in IV a. wie in IV a. wie in IV a. wie in IV a. wie in IV a. Dr. A. Wapp-ler, Lehrbuch der kath. Re ligion fiir die oberen Klas-send.Gymna siums, I. T., 4.-8. Aufl. 1. Grammatik wie IV a. 2. Hauler.Lat.Stiltibungen, f. d. ob. Kl. d. Gymn. (bearb v. Dorsch und Fritsch), 8. Aufl. 3 Ovid ed. Sedlmayer, 7. Aufl. 4. Chrestomathie aus Livius v. Golling, 3. Aufl. 5. Fiir die kurs. Lektiire, C. J Caesar wie in IVa. • 1. Grammatik wie in III a. 2. Ubungsbuch wie in 111 a. 3. Xenophon, Chrestomathie v. K. Schenkl. 4. Homers Ilias, v. Cauer. 1. Grammatik wie in IV a. 2. Lampel, Lesebuch f. d. ob. KL òsterr. Gymnas , I. T., 6. u. 7. Aufl. 3. GrundriB der deutschen Literaturgeschichte von Dr. I. Langer, 1. Heft. 1. Slovenska slovnica wie 11. b. 2. wie I b. 1. Heiderich, Schulgeographie, IV. T. 2. Kozenn, Schulatlas 1. Zeehe, Lehrb. d. Gesch. f. d. ob. Klass. I. T., 6. u. 7. Aufl. 2. Putzger, Hist. Atlas wie in IV. 1. Močnik-Zahradniček, Arithrnetik f. d V,-VIII. K L (31. Aufl.) 2. Močnik-Spielmann Geometrie f. d. IV.-Vili. KL 26. Aufl. 1. Scharitzer, Lehrb. d. Mineralogie u. Geologie f. d. ob. K1..6.-8. Aufl. 2. Schmeil-Scholz, Leitfaden d. Botanik f. d. ob. KL 2.-5. Aufl. I. und IL Kurs VI Wie In V. II. T., 2,-7. Aufl. 1. Grammatik wie in V. 2 wie V. 3. Sallust, bell. Iug. v. A. Scheindler, 1. u. 2. Aufl. 4. Cicero, Reden gegen Catilina v. Nohl, 1.-3. Aufl 5. Vergil, carm. sei. v. Golling, 1,—3. Aufl. 1. Grammatik wie in 111 a. 2. Schenkl, griech. Obungsbuch f. d. ob. Klassen d. Gymn. 11. u. 12. Aufl. (ausschl.) 3. Hommers Ilias wie V. 4. Scheindler, Herodot. 5. Plutarch, Perikles, v. Schickinger. 1. Sprachlehre wie i. d. V. 2. Lampel-Langer, Deutsch. Leseb., II. T , 7. Aufl. (ausschl.) 3. Langer, GrundriB der deutsch. Literaturgesch., IL Heft. 4. Klassiker-Schulausgaben (Manz-Graeser-Freytag). 1. Slovenska slovnica wie in V. 2. wie I b. 1. Heiderich, Schul geographie wie in V. 2. Kozenn,Schulatla- 1. A. Zeehe, Lehrb. d. Gesch. 11. T„ Ausgabe A, 4. Aufl. (ausschl.) 2. Putzger, Hist. Atlas wie in V. 1. u. 2. Arithrnetik u Geometrie wie in V. 3. Močnik-Reidinger, ftinf-stellige Logarithmen-tafeln, 2. Aufl. 1 Schmeil-Scholz, Leitfaden d.Zoologie 1. Aufl. VII Wie V. III. T., 6. Aufl. 1. Grammatik wie VI. 2. Obungsbuch wie in VI. 3. Ciceros Rede f. d. Ober-befehl d. Cn. Pompeius, H. Nohl, 3. Aufl. 4. Ciceronis de Archia poeta v. H Nohl. 5. Vergil wie in VI. 6. Plinius, Briefe v. Kukula. 1. Grammatik wie IH a. 2. Obnngsbuch wie VI. 3. Demosthenes Reden, v. Wotke, 4. u. 5 Aufl. 4. Homer, Odysee v. Cauer, 2 —4. Aufl. 5. Lesebuch aus Platon v. G. Schneider, 3. Aufl. 6. Sophokles, Oepidus rex v. Schubert. 1. Sprachlehre wie in VI. 2 Lampel-Langer, Deutsches Lesebuch, III T., (ausschl.) 3. Langer, GrundriB, III. H. 5. Klassiker-Schulausgaben v. Manz-Graeser Freytag 1. Grammatik wie in VI. 2. wie I b. 3. Šket, Staroslovenska čitanka. Kozenn, wie in VI. 1. A. Zeehe, Lehrb. d. Geschichte, III. T.,3. Aufl. 2. Putzger, Hist. Atlas wie in VI. wie in VI. Rosenberg, Lehrb. d. Physik f. d ob. Klassen. V. Aufl (ausschl) m. einem Anhang: Leitfaden der Chemie v. Dr Hemmel mayer. Hòfler, Grund-lehren d. Logik, 2. Aufl. Vili I Dr. Balth. Kaltner, Lehr-| buch d. Kir-1 chengesch 1. Grammatik wie in VII. ]2. Obungsbuch wie in VII. 3. Tacitus, Ausw. v. Weid-ner, 1. u. 2. Aufl 4. Horaz, Ausw. v. Petsche-nig, 3. u. 4. Aufl. |5. Biese, rOm. Elegiker. 11. Grammatik wie III a. |2. Schenkl, Obungsbuch i wie VI. 3. Homer, Odysee v. Cauer. 4. Sophokles Oedipus auf | Kolonos, von SchuberL (5. Lesebuch aus Platon wie 1 VI. 1. Sprachlehre wie in VI. 2. wie VII. KL, IV. T 3. wie VILKI, IV. H. 4. Klassiker-Schulausgaben von Manz, Graeser und Freytag. 1. 3. wie in VIL 2. wie I b. 1. Zeehe Heiderich-Grunzel, Vater-landskunde, IH.—IV. Aufl. (ausschl.) 2. Kozenn, Schulatlas wie in VII. 1. Zeehe, Lehrbuch d. Gesch. f. d ob. K ., I. T., wie in V 2. Putzger, Hist. At. las wie in VII. wie in VIL wie in VII. HOfler, Grund lehren d. Psych. »J 0