^ m. 8amstlln am 2tt. Juli lM Die ..Lail'achcr Iciiung" ,rsch.int. mil Nusl!.iI,Mt dcr Su»>,° mid sstilrtagt. täglich, «nt» lostet sammt dcil Veil.,^,1 i,» ssomptoir gan z, >ih ri g 1l fi., hall' j.'ll> lig 5 ,1. 50 lr.. mit .str, >izba ,, l, i»> ('m»»'-toil^anzj. ,2 fl.. hall'j. 6 si, ssnr ric ImLllxxg >»'s Haus sixt. s,.i l l'j, 5<>lr. »!thr z»e>ltrichts!!. Mil dtr Post portofrei gailzj., unter Krenzb.iiil' u»r ssedlucktcr >.'ld>esse i5 i!.. h.,ldj. ? st. 5<» tc. In ser tionsgeb ü l»r si'ir eiileWarmond-Spnltcn» zlilc over den Raum derselbeil, ist für lmalige Win-schaltllliz l» sr.. sür Hmalig, tt lr,, si>r ^«»nli^e 10 lr. u. s. w. Z>« dilscii Gtl'l'lhlen ist «ech dcr Insertions-steiüpel per ^j<> lr. für einc jebesülalige (jiusch^ltüilg hl!>i>» jil llchiien. Iüsel^te dis Iv Zeile» lullt» 1 fi. i>« lr. für I Mal, l ,1. 40 lr. sür '>l!l ^ul',griff t>e« Iliserlipnssiempels.) Amtlicher Theil. ??^ k. k. Apostolische Majestät liaben folgende Aller^ ""Me Handschreiben zu erlassen geruht: ^.s. Allerhöchstes Handschreiben an den lönigl. linga-">")tn Hofkanzler Freiherrn v. V a y. Silber Freiderr u. V a y. Ich habe befunden. „,, ",'.'l 3l'r Ansuchen von dem Posten eines elften linnschstl HofkanzlerS in Gnaden ;u entdeben. l"!w - ^" Statlbalter Anton Grafen F o r g-'ch -"'eins,,, lüigalischen Hofkanzlcr ernenne. ' Wien den 18. Inli !861. /ranz Joseph in. ^). .,,,. ^"höchstes Handschreiben an den Statthalter "'" Vohmcn. Grafen Forsch'. ^, ^'lb,r Statthalter Gros Forsch. Ich ernenne zll Meinem ersten ungarischen Hoskan^ler an die snc! ^ i^"iherrn u. Vay. den Ich anf scin An-dcn I ,^^ Postcnö in Gnaden zu entheben defun. ^ien. 1«. Il.li 1N6l. Fran) Joseph in. i). w/ ^'!'^^^H .^aMchitibrn on den MnMr Gia- Wien am l8. Illli l8äl>. Fran.; Joseph in. n. ^ain^"n ^"""'^""'nsicnum yal die dcl dcr ^ciudt? ' erst... «.^ '" 3!",sl'l!/lf sl/^/^/c ^c'tt/w/l'ilüstsjie ^m v/^' ^N'nklcn dicscl Kasse. Iostpy Slielfa.« RichtllMcher Theil. Die Outscheidnng in der ungarischen Frage. Varon Vay lind Graf Szecsen haben den 16. an» Abend ihic Enilassmig unliingt nnd erhalten. Dnrch kais. Handschreiben ist Graf Forgach zum nogarischtll Hoslanzler ernannt. Nachdem dctscll'c l'llidtt, wird das lönigliche Resklipt an den ungarischen ^'.nidlag beralhen. alls» gefertigt und ab^esendct werden. Der Geist, den di,ses Neskripl athlncn soll. ist bereilö bekannt. lHz »liiro darin dcr Vodln der Ver-fassnng gewahrt. .1l,cln ci>l »III,. tZö ist cinc hochwichlige Nach^ richt, die in obigcn Zeilen enihallci» i!^; sle ninunl Millionen Ocstcneichlrn, die einen Gesammtstaat wollen, einen Slrin von dem Herzen; sie lllsl aber anch ein Gefühl der Pana.iglcil hcruor, daß Unlie« sonncnlieit nnd UcbersNnzllllg jcnscils dcr l^cilh., zn Schrillen uerlcilrn lönnl,. die dcr sonstilntioncllcn Freiheit Wunden zu schlagen Veranlassung gäben. Wir wnnschcli. sagt die «lD.st. Zlg.". d.ih die Vewohnlr UngainS inil uoller Vesonncnhell die Enl-scheidllng des Monarchen würcogen nlögen, die viel- )^// /ö es sich zeigen, ob die uora/gebeliel, schicdcntn Pvrcisen und Slichwöneln nichi llwa H>c^r liei/'l'^t windln, die dem Staate Vlidelben l'lrrllln lolllen. Ic^l ist es an dcv Zttt. rasi dit walzrc» Palriolc» fest zns^nlnenNcdln. ,n,, cinen Conp der Verfassungsfeinde zu vereiteln. )eht ssilt es keiner ssleini^seilsfsämerei. jshl gilt eS groben lnächligen Intsressen. Das materielle nnd glistigc Eigrntbnm, das Geld und die Freiheit stehen anf den, Spille. Darnin müssen wir unS lim den Monarcheü s^aaren. der lins beic>e wahren, der die Verfassung schirmen nnd schnhsn will mit sriner gangen Macht. D>'ü der Monarch, der aui> freien« Antriedc die Vlsfassnng gab. diese sc> lrsu beschuht gegen die Separatisien nnd Föderalisten. m»ß das Vcltrauen in intensiver Sla:l>,' wlcken. ll>,d das Vertrauen — das ist der Wall. an dem alle Angriffe dll Freiheilsfelnde abprallen. Kihung dlZ Hanslö dcr Abgeordneten an» 16. Juli. Beginn der Sipm'g 1l)'/4 Uhr. Vl'rsipcnt'cl: Prasidlnt Dr. Hsiu. Auf der Ministerbaul die Herren - Graf 3iechl»,rg. r». Schinerling, v. Lasset. Freiherr v. Psatobeuera, Graf Wiclci>l>lil>i. Das Protc>sl)ll der Icplen Hil)ung wird Vlrlesen. und nach tliicr Äenurlung des Abg. PsachenKky als lichlig anerkannt. Ullanbvbewillignngsn werden ertbeilt, Petilioiisn zur ^enütnil) gebracht und dcm Pelilions»Ausschüsse ^gcwicsen. ^>a,»je». Präsident lheül die N^mri» dsr Nednei-nii/, dn ^H> ^nx T^^d^n ^' Oeseyclilwlirf. die ?lnsi>.'snng dss ^ehfn < Vllbanoes l>llllsseud. eiuschreilien lie^tu. Die D,!V dcs Gssshrn'wuvics sprich! Graf l5Iam - Martinlp ' er lil'Iilll in dsmssll'sn 5infii llügliff f dit 1,l>w»llc^!lsiitcit l)lö (^!^s!lN'llm-5 U!!0 auf die Antonomic der l'ändll; eblüso stelN er die Feuilleton. Von Cairo nach Sakhara. (Schluß.) Wir ss!,^ s^.^l'^» d.'s dal-anssl)lge»!dsn Tages waren ^l>lei1, '^ ""^' b" Drtlor und ich machlcn unö btllchii ^^^"/'l'. »nl die Alterthümer Sashara'S zu die brn^!!' '""^llnd die beiden a,>dlrn Herren nm schlichf,, ^'"'^" Ka„alc nnt> Teiche rcn Oolen »ach. ti»e f, ' ^"' "nsslem Lagerplätze ans rillen wir My '" Sirene auf das etwas lwher gelegene l'nübm, ^" ^'"'""^ ""b befanden unS so auf dem l'tllelit , ""'^'" "^"' Memphis. Ver V^en "üb D, , ?"'"" ""' ^" allen zsssalisne» Gläl'trn bcdsck^, , ""'^!"' ""Oblige Scherben '.'on trugen ael'Iclckt -",' ^""lchen. ""d Tbiclknochen liege» welii. dort ei, ^'^'"" ^' ^"^k' l)ier ,!„ Schadflli.ochcn. dort ei ^"""l"'". hier der Kiefer eincs Tl,'i,rl5. Mumi , !^!" ^" ^" Umwand, in die man die l>e» ün .^ ''.'. ^" ^"""n ist w5llenföln.ig erbc" ^>'micn m.M. ?'"''" '""" ^achgrabungcn nach bügll bi. ^Illllhumcrn. l.efe Graben u..d Schult-'" tlwa« . ' T'- ^"' 6m5l»ck dlcscr ganzen S;enr Pyr ^'^'Ul''''''lich! Neben der großcu S.u!>.. 'l^'cn ^.;, ^' ?'" u, tt Abstufungen zu ci.„r ziem. "" lM. l'worcn sich zu rerschitoenen Scilc» n,,l)rere andere Pyramiden, von denen sinige schon ganz ^fallen sind. andcre aber. auch i» schr schlcch. lem Zustande, liur eine geringe Höhl bcsipsii. Von Salyara ans. in ter N'chlung „ach Noldost. fiihrle die alie Sphyi'l^Uec von Memol'is, vom nencn gri,» chischen. zum aüen und groöen egypl,schcu Ssrapänm. und dllse N'chlni'g hieUen auch wir so ziemlich gclrln inne, lim dabin zu gelangen. Nicht Irdcrmann hat Zrit ln,d i.'ust. sich mit sgylischer M^lhologic z» l'sfasftn. da man fast be-dauplen lönnle, dav dieses Sludium willliü» nichl die höchste l'ebenSallfgade sei. Freilich, wer daö ver-schlritlte Bill» uon Schiller lconl — ich meine daS Gedicht llild nicht die hinttr ds,» relhM'gnl^'.'l'llsN Schleier verborgene Gestalt, uor di-sicn aberwiDiger A'ischaming sich besl'ndeö in lliiftrlr Zeit jeder lluge Manu wodl billen wiro — wcr jc die lrylln Tage pon Pompeji gelcsen hat. dcm die Nanu» Islü »nd Osiris u. .f. >u. »icht spanisch, sonderi: eg^ptlsch oor-loinincn. slldst "'s"" ^ ^1) als Vlilmeromane und des böbern Wohlstandes mc^en eiülr echten, englischen Auesprache dieser Namen bcfteiben sl'llle. dem schwamm sicherlich noch so etw"S von grauen, sgyplischen My< steriln und dergl. Dingen mebr vor, So einen leinU-üißl'eflissenen Mann — ich will ui.i.l so unartig seiü. auch schöi'en Dame» so ei„ eulsehliclils Gcdachlnii) ^lizumütben — wird es glwi'0 an^ ,„, liöchste» Grale beiriedige». zn eri'abrl». daß schon die allcn (^polier sine besonder, Oä)sl»>1">l>">g g.niz m'szüglich in Ehren hlelleu. also l^ l. i>« «uivoil, üil»^ — ik tic ,<^'U!l^Iiinl nu^i! Der heilige Apis. der diese oder jene bestimmten Fl^e an der Sliine. am Rnclcn nnd solche »nid alldeie luteressanle Merklnale mehr ausweisen musiie. galt bei den alle» O^<)pl!enl als das Vi!t» der Seele des Gottes Osiris. »,,'b war das ^ind eines Sonnen- oder Moi'dslrahles. Daß ein solcher heilige klier sich bei Lebzeiten ganz ans-ge^ichnll befand, braucht kaum erwabnt zu werden' nach dem Tode aber wurden seine Neberresle e>nba!« saiuüt und in einem prachtoollei, Oraliit-Saisl'pha.ie in eine wabrhasl löingllche Gruft beiges'M. So eine Grufl ist nun las Serapai»m. in lem sich 29 solcher lieseuhafleu Sallopdagr besinden. iu uiüerildlschen. <»^ Felsen geliamnen. geräumigsn Gängen, in denen sich rechls ui'l' l!,>ks kapellenarüge Nischen mit den Sar> fonhagen befiliden. Das Serapcium. desscn schon Sttabo erwabut. wurde nach merjäbliger Arbeit, so er<ä'bl! desssi, (5ül-dtcker. der Franzose Marielle, im Jahre 18^4 uen< aufgegraben und soll die prachtuollflln aülilr» Säiape euiballen haben. Marielle, der sich durch französischen Einfiuv jsyt von der egyplischeu Negiernüg fast ein Privilegium zum Pehnfe des alleinige» Vetriebes ler LUleNdumssoischnng srwoiben zn haben scheint. das er anch ganz im edelsten Sinne des Znnflg,isles ans« beulet. l>at als echter Gallier diesen schöne» Tempel so viel als möglich ausgeplündert, und daS Mussum des i,'ouv»e enthält nnu sc> zieml'ch die meisten Lchar.e des Serapalirns. die schöxNe» Spbyure. die anf Panlhern ll>w ^öwrn reitenden Oe»i,u. die Göller' bilder — Alles schmückt ,<-Z,t die Sale des l'l'U"re! Gelren seiner wissenschaslüchen M'ssicm l»al Manettc nnn auch bc» schönen Oberbau uxd Ei",i<"!li d,s Serapäums und aUes Uebrigs entweder wieder rer- 654 Kompetenz des NcichsratheS in dieser Frage in Ab» rede. und betont namentlich i>n Hinblick a»if böhmi^ schc Lrheu. daß sie ausschließlich dem Könige von Böhmen gehören, weil er die Krone des LandeS auf seinem Haupte trägt. Hören diese Lcbcn auf. so baben auch Böhmen. Mäl'ren und Schlesien ill liaatsrechtlicher Beziehung zn bestehen aufgehört. Man möge die in den Herzen der Völker Oesterreichs wurzelnden Traditionen be-achleu^ aus ilnien gellt die Loyalität derselben hervor. D>c mi»isterielle Aeußerung, daß die Ablösungsgelder liicht im snlfcrntestcn dei, Laüdeskassen zufli'ßen sol-leu. iii gegen di,.' Bänder gerichtet. Für die Volirnng deü g^n^'n GsslycS liegt leine Nothwendigkeit vor. um so w> nigcr, s>!s es der so nothwendigen Aus« glei^ung und Vei söhnung hemmend in den Weg tritt. Gerne möchle der Redner line motivirte Tagesordnung vorschlage,,,' die Geschäftsordnung gestaltet dieß jedoch »licht, und so erlaubt er sich folgenden Antrag zu stellen: Das h. Haus wolle beschließen, der Gegenstand wird als nicht zur Kompetenz des NcichsratheS gehörend erklärt. Schließlich legt der Nedner Verwahrung für die Ncchlc des bölnuischen Landtages ein. (Beifall rechts ) Für den MajorüäiSautrag des Ausschusses nimmt Wascr daS Wort. Tic böhmischen Lehen sind österreichische Lehen, weil »icht der König von Böhmen u. a. auch Kaiser von Oesterreich, sondern weil der Kaiser von Oester-rcich u. a. auch König von Böhmen ist. Wer dieß »egiit. negirt die Realiiät des österreichischen Staates, der nur ei»«' Ncc'l-Union mit Böhmen kennt. Es glbt Prioilcgien. die durch huudertjayrigeNichlbeuutzung und durch das Oktober-Diplom aufgehoben worden sind. (Unruhe rechts. Beifall links.) Die Autonomie der Ländcr ist durch die Februar-Gesetze geschaffen und eine unerhörte Theorie ist es. den Einheitsstaat im Muudc führen und einen Föderatiustaat in Wirklichkeit herstellen zu wollen. Gewisse Rechte müssen er-löschen, wenn ihre Ursachen aufgehölt hadeu und sie sogar nachlheilig zu werden h,ginnen, uud man ist gerecht, wenn man bei der Aufiösung eines als ver< altcl anerkannten Institutes für die Einzelnberechtignng Entschädigung gewahrt. Die Behauptung, Lehen sei kein privalrechlliches Verhältniß, erscheint ungerecht« fertigt und unbcgrcifiich. Kein Landtag ist berufen, in den Zweigen der privatrechtlichen Lehen Abänderungen zn treffen. Es gibt wohl besondere Leheugesctze. aber nur ein gemeinsames Lehcnrecht. Demgemäß können auch die Lehen nicht alö LandcSvermögen angesehen werden lind die Kompetenz deS NeichSralhcs zur Entscheidung der Frage stellt fest. (Lebhafter Beifall links.) Taschek spricht gegen den Majoritälsantrag. uud bcstreilct die Kompetenz des engeren Relchsralhes zur cudgiltigcn Entscheidung dieser Frage, wenn er auch berechtigt ist, prinzipiell dic Aufliel'uug der Lehen gut zu heißen. Er stellt den Autrag: «Das h. Haus wolle erklären, daß die Frage, ob landeSfürstliche Lehen dem Staate orer den Landern zustehen, auf gesetzlichem Wege zur Entscheidung zu bringen sei." Minister Frcih. v. Pratobeuera rechtfertigt die Aeußerungen des abwesenden Ministers v. Lasser namenllich st eine schwere unv dürfte zurückgenommen werden müssen. v. Hopfen spricht für den MajolilälSantrag. Der Reichsrath tagt nur auf dem Boren der Februar» Gesetze, und hieraus ergibt sich die Kompetenz in der vorliegenden Frage. Kei» Müglieo vou dieser Seite des Hauses deukc übrigens daran, die berechtigte Kompetenz der Landlage irgendwie verkürzen zn wollen. (Bravo.) Zu. blllie wicz gegen den MajorilälSantrag. Dr. Anton Nyger wendet sich zunächst gegen den Antrag des Grafen Atlcredi; dieser habe von rer theolratischen Natur des LehcnverhällnissU bei der Staatsverwaltung gegen die Bestrebungen der StaalSeissnb.il»"-Gesellschaft überr,ichten Proteste bligelegt. Die Staalöeisenbahn.Gesellschaft ließ nicht lauge mit der Entgegnung warten; sie erschien balv darauf ebenfalls mit einem ilir günstigen Gutachten anderer fünf Advokaten. Die Nordbahn« Direliion ist hiedurch veranlaßt worden, znr Beruhigung ihres Gewissens ein drilles Nechtsgutachteu zu provozirel'. Sie wendete sich nämlich an sieben Professoren del rechts, und staatswissenschaftlichen Fakultät der Wiener schütten oder zelstören lassen, und wir konnten nur rie eigentliche Gruft rcr Apis»Sarkophage, so weit diesclben nicht geplündert und zerstört werden konnlcn. in Augcuschciu nehmen. AIS der Enldecker dleseS Tempels zuerst eiue Gruft betrat, in der seit vier Ialirlausentcu AlltS unverändert geblieben war. da schildert er deu Eindruck der Szene als überwältigend; uoch waren die Spuren der Hand des Maurers an den Sarkophagen sichtbar; die Fußtritte von Männern will er noch im Sande gefunden haben, die vor ihm vor Jahrtausenden hier die letztcu gewandert waren — die Zeit halle nicht ein Ständchen verrückt! So erzählt wiederum Marielte, was ich hicr nur deßhalb anführe, um den, Leser Gelegenheit zu verschaffen, dic schwungvolle Phantasie eincS Franzosen bewundern zu könucn: ich hatle bis z,tzt geglaubt, daß diese Eigenschaft weseullich ein Vorzug der deut» scheu Schr'fisteUer sei. Die Sarkophage aus dunkel' grünem Granit, glatt polirt. einige davon auch m>t liicroglyphischlu Inschriften versehen, sind im höchsten Grade interessant, wäre es auch nur. um in ihnen die imposanten Grauitmonolilhe zu bewundern. Vom Serapäum aus, in dessen Nähe ein Paar arabische Häuser stehen, die eigens zu den Zwecken der Ausgrabung tort gebaut wurden, schlugen wir deu Nückweg, an der Stufen-Pyramide vorbei, nach dem Naudl des Wüsten-Plalean'6 ein. daS gegen die Ebene und daS bebaute Land zu ziemlich steil abfällt. Iu dies«-,, felsigen Abhängen befinden sich. tief in den Felsen hinein gehauen, viele Gräber, unter denen vorzüglich emeö. dessen Emgaug min beinahe 5chou ganz verschüttet ist. laS Grab em,S Priesters deS Psamellich. bisonders angesehen zn werden verdient. Es theilt sich in mehrere Kammern, die alle, sowohl an den Seitenwänden als am Plafond, sehr rcich mit Hieroglyphen und Malercicu geschmückt sind; die Farben sind überall sehr gut erhalieu, aber. waS die Zeit so wunderbar verschont hat. haben zivilisirle Touristen vielfach durch ihre Wuth, ihre Namen in diesen Wänden zu verewigen, ganz erbärmlich ruinirt; eS praugen darunter besonders viele englische uud deutsche Namen. von welchen letzteren die meisten von der gebildeten Stadt au der Spree herrühren. Vou zwei übereiuandcr abgebildeten Palmcnblättern steht in einem: Viktor Hugo. und im untern: «»mu« ein« graoirt. So profauirt man dic Nuhe eines großen — Todten! Wer Lnil hat. kann anch. wie ich. uoch einige der Gräber besuchen, wird aber nichts Besonderes finden, wenn ihm nicht vielleicht am Eingänge irgend eineS derselben, wie eS mir geschah, eine aufgescheuchte Eule dicht an der Nase uorübeischwirrt lind daS Licht auslöscht. Minerva scheint in unsern Tagen dem Lichte nicht bcsouderS freundlich gesinnt zn sein. — Schakale oder andlre solche freundliche Thiere habe ich »icht gesehen; eine Begegnung mit solchen Touristen wäre übrigens kein Diug einer absolute,, Unmöglichkeit. Die Ibisgrolte. die jeder Reisende ebenfalls pflichtgemäß besuchen sollte, war zur Zeit verschüttet und unser Gewissen beruhigt, weßhalb wir unS uuu auch ganz wohlgemut!) auf den Weg »ach Mltraheuue machten, »m dort auch noch zum Schlüsse dem um» a/stürzttu Koloß des Ramses linen Besuch zu machen. Vou SaklMa nach Mitrahculle l,ttft niau in einer östlichen Nichluug ungefähr eine Halde Stunde über die Felrer. weuu man nicht etwa den bedeutend längeren Weg längS des DammeS vorzieht. Hinter Milrahcnne führt der Weg dann durch eiuen kleine" Palmenwald, und in fü»f Mmuten hat man del» Nauo des GrabenS erreicht, in dessen sumpfiger Ver-liefnng der Koloß NamseS des Groß,» liegt. Die Gestalt, deren Dimensionen wirklich kolossal sind. liegt mit dem Gesichte und mit dem nur in der Vorderansicht ausgearbeiteten Theil des KörperS, »ach unten gestürzt.'in einem Graben, dessen Grund gerade !^ viel Wasser embielt. daß ,S bis an die Spitze dll Nase deS Kolosses reichte. Die Araber nennen diese» Koloß, wic anch die Sphynr, Abu-el.haul. der Valll des Schreckens, nach ihrer eigenlhümlichen Manien die seltsamsten Eigenschaften, die zur Bezeichnung ei»^ Objektes dienen, mit „Abu" in Verbindung zu bri»> gcu. Ein gllter Freund von mir. der auf der U>'^ versilät bei einer Paukerci eine tüchtige Schraub über sline Wange bekam, heißt Abu-es seif. l»el Vater des Schwertes; ein Anderer Abn - berneta > ^ Vater deS HutcS. der wege» seiner neumodisch^"' breilklämpigen und niedrigen Zylinderforln die bcso'^ dere Aufmerksamkeit ler Araber erweckt zu hal'l'' scheint; ich kenne einen Abu - schenn«b. Vater ^ Schnurbartes. einen Abu »schcramit u. s. w. , M>t unserm Hin, und Herreite» war eS ii>z>^ scheu Mitlag geworden, als wir zu unserm i!"^ »ach Sakhara zulückkehrten. wo wir auch r!e be>^ andern Herren schon anlrafeu. die sich von den» ^' folge ihrer Jagd ganz befriedigt e,klärten. O'"'^. Zelt slcheteu wir auS, dann wurden unsere Tpll' 655 Hochschule, die Herren Dr. Unger, AtudS. Glaser. GraLI. Heimerl. Pachmann und Dr. v. Stubenrauch. lind erhielt von diesti, Autoiilälen. den ersten Ncchlö» lehrern an der Hochschule der Reichshauplstadl. ,i>l Nechtögulachten. dcssc» Inhalt ma» alls der folgen» dlü Stelle entnehmen kann: Vtuchdcm dte Herren ihrc rschll,chc Ueberzrugnng dahin ausgesprochen habe». «daß jcc^e dcr drei von der öslerr. Staalsbalm» Oe- scllschafl beantragten. anf der beigelegten Karle ve» zlichliltcn Vabiilinien mil dem der Kaiser FeroinandS- Norrl'ahn :nslrhcnde Privilegium rechtlich unvertiü- ^"r s.i. s^„ s^ nämliche »Halte abcr auch die SlaalSucrwalmng in der Thal der österr. Slaals- bahi'gescllschast jenes Recht verliehen, welches diese fur sich in Anspruch nimmt, so müßte doch eine solche Ko>'^ss,l?n, ^,,. lind soweit sie dem Privilegium dcr "0sbl'.u„, widersprich!, so lange als ,u,ll llüd mchlig bt'rachttt werden, als „ichl die Staatöbahngesellschasl ^" dlsti,,,,,,,^, Wiljtn llüd die bewußte Absicht der ^"acuöutvwalllüiss durch Erlheilnug der belreffcnden ^"l'^ssion das Privileginm der Nordbahn zu schmä- ^ttn imb ihr deßhalb ersaßpfilchlig zu werden (§. 26o Nsi . ' '^) u«ch,> l'aben. indem, wie wir "lltthmti, .,I Frcgallen. 2 Kornetten und mehrere lltiüsrc Dampfer in Abrüstung versetzt wurdeu. Siche- l'l' Vernehmen nach soll znr Erziclung von Erspar-">!<» ein Theil der verfügbaren Schiffs-Komnialldan-i ll" in Djt h^ ^^ Marine übliche Disponibilitäl vcr->lpt lverde». Deutschland. . beipziss, 16. Inli. kluilioni^llr. <.'l c:>m< r. Oskar Zuheiln Becker ans Odessa war seit mehreren Seme-!ck^ ^"'""l"s unseres renommirten Orientalisten Flei-?i?^ "'^ zeichnete sich unter dessen Teilung im Tür-lllchen l,nb Arabischen ans. U»ler Prof. Vrockbans "leb er mit Erfolg Persisch. AIs Kameralist eil'iell f>. ' btr feierlichen Universiläts-Versammluilg v. ^> " ."r u. I. (Neltorwechsel) eine öffentlich, Edren- uahiuing „tl.ft Grotifikalio» für lnchtige Bcarbei-y.'a ler von der philosophischen Fakultät gestellte» ^^"ufgnl'e über das alle Merkantilsystem im Vcr-Frie^ "''^ ""b '"' Grgeos^l) zil der neuen Schnhlheorie lichc y!^ ^'^' ""b uor einigen Wochen erst eine ahn« beiue s ^^'^'U»'g fnr seine Betheiligung an der Preise dinm« "" ""' ^'^ Klien'sche ^Konslitntions-Stipeii. »ichl i ^ '"'^ ^^ stl'üia und strebsam, und da er leble (ml Odessa), sogar nebenbei , der bs^i^ ^ ^^. ^s,^,^,f^ angetreten. Das Vorl. . ^"l ^^ inzw,sch,n abscheulich geändcrt. die ^.^c>'t" t'neö khamsin waren da. NaS ein Kdamsm a»fw >" ^^"". t>cr den dürren S.ind der WüNe üllfik ^ ""^ ""'^ ^lsen schwnlem. beengende» Sa.k ^^ ^Ihem ssocki! Wie der feine, scharfe der Y^a '"'" ^'li^' lchlägt. wie der Slnrm ans dl,»p. ^^'l'l; die i.'nft ist schwer, rie Sonne ver« '""kc ,d„ Vrnst beklommen! lllller ^ ^'"^' S""d' Stailb und schwüle Hit)t llleiis!'"""^ anmengt, dieses angenehme Gefolge be-l>ir ts n"^ "'^' ""'t"r Rückseise nach Kairo, ^.'ß »ilr d" ^ ^""^ '" ^'" ^"^ liühülle». so daß Golt !,"^ ^"^" heruorsehen und dan» verlraue dich '"ah n^ ^^"'"' ^>'l. der l,ol) Sturm und Unge-l'lt »„«'" ^"^. Die schonen Palmenwalder. durch slinei, s,," ^nlllveg führt, das Gestade deS Nil mil Se^si >.^'ü ssrünen Ufern, die fchmalcn und lange» ttil mil ^"habien. al^e die interlssanlen ^'ani'sch.if' Dösfl/ ^" "''!"' hi" lind her zeistrent gelegenen 8ri>»c>,"'l/"' ^"^ Angezogenen DämmlN. den immer-l'ch , .^^"». das Alles wirst dn so eingehüllt, frei-i!"'sN 5 ^^"' würflest aber unler so bewandlen ^lvo,,', /' ""^ "'!^ sonderlich viel Sinn dafür b-iben. ^ild d << ^^ '" ^'^"" ^''"" Nahmen ein gr^creS ^»l'llllt "'^M"l'lchtn ,,„h spezisisch egypiischen Gebens Wenia ' "^ '" "^^' darüber rndllzirten, inebr oder l'nichll """chl's"» und höchst langweiligen Reise- wir ,3n" ,^''"l)eu!,e bis nach Cairo zurück rillen steile, «- " Stn.'.den, währenc» welch.'r Zeit wir Uc>n ,, """^ ^"^ machlen. um bald eine Taube bies.g " ^"'"" litlab^nschießen. balo. um uns lie,, j°° ^ ,enes a.'znsehen. hier das ii'l'en u»d Trei. lagsr >, ,'" ""bischen Dorfe, dort ein Pedninen. Len w/r ?' ^" ^'"'^l ^'^k Wum anfgeschla-weiter „".. ' '"'' ^^ "^'^ ^'"^ '^ '"' ^lopp wiederlioi i,'^ ^""" "'^ Dcni^'arleit am Ende die lilben ' "lmelknng nicht unlerlass,,,. daß »ü'sere Cairo','.,... !I'^"""" llch bis u'r Nncllunft nach '"'rail nber alles ^.'od erhaben bewährten — ,.^ro. im Mäl^. noch als Uebersepcr (aus dem Russischen und in das Russische). Korrellor unl> Sprachltyrer (lussisch. englisch, französisch ?c.) thätig. — Ä>S jchi ocrlanlel ül>n rie Moliut zu selNll' Thal „ichlö. Biü Sonnablni» früh. wo er abreiste, merlle N'ln Nicmaud elwaS lUlson-deres an. — Die preußischen Zeiinngen bringen Nachrichten aus allen Theilen Deulschl.mos, nach welchen das wahnwipige Attentat auf deu König von Preußen überall oic grööle (ililrüslnng hervormf. Als ei» llci» ncr Vliirag z,^ liharakleristil Veckel's w,rd milgelhcill. daß er oor längcrer Zeit sich zm» Eiiülül in daö hie» sigt Ofsizilllorps gemelret halle, i» der aiisgespiochc-ue» Absicht, möglichst bald — i:> den (Kencralstab zu gelange», und daß nur die ihm gemachten Voislelwu» gen, l>aß dieser Wnnsch aus belannlen Grünten nicht so leicht und schncU in Erfüllung gehen löune und welde. lhll zur Allfgabt seines Vorhabeus bewegen loNllltl!. Die «Denische AUg, Ztg." bringt eine Depesche ans Frankfurt. welcher zu Folge Bcckcr allerdings das Gesländmß al'gelegt haben soll, daß er aus politischen Gründen scinrn Mordversuch nnternommc» hül»e. Von anderer Seile, wc» persönliche Vek^nnischaflen mit Vecter ein Nllheil glslallen, wird wiederyoll c>ic Versicherung gegeben, daß man demselden. da er gar lri» ner Parleirichlung sich zuneigt, eigenlllch politische Mo-ln'e lanm. viel eher die llalllhc.sie Sucht, sich einei» Namen zu macheu, zutrauen dürfe. Dcm widtlsplichl folgende Nachricht aus Leipzig: Vei der Haussuchung in der Wohnung Becker's >n Leipzig haben sich Verbindungen niic Heißen (oem radikalen rnssischcn Schriftsteller ii« ^'onoo») ergeben und Korrespondenz»Arlilcl für verschiedene reuolulio» näre Vläiler gefunden. AuS sclner ganzen Haltung und Umgebnng ergibt sich anch sonst, daß er der falll'tisch-lcvolnlloiicileu Partei angehört. Frankreich. Paris, lü. Juli. Der ^Monitcur" meldet: General Fleury. Al^nlanl und erstcr Sl^llmcister dcs KaiserS, Hal Vichy gsslern verlassen, um sich als außer« oldenllicher Gtsandlc nach Tum« z>l begeben. Gcncral Flcuru überbringt ein eigeühändiges Schreiben des Kaisers an den »König voll Iinlien". in Erwiederung auf die Notifikation, mit welcher Graf Arcst bcauf. tragt war. — Wie der «Wr. Ztg." aus PariS gemeldet wirb. verdanlie die französische Regierung die Nachricht, daß abermals ein Atlenlitt gegen den Kaiser Napoleon beabsichtigt wnlde. dcm h. Vater. Von den Moldanschlägeo des revolutionären Comile'ö in Rom uiiterrichlel. l.'al dcr Plipst eigenhäildig cinen Brief an dell Kaiser Napoleon geschlieben und ihn von dem Komplol ln Kennllnß geseßt. zu drssen Ans» führnng Mitglieder eines Pariser Sozialistenklnbs be» stimmt waren. Nicht nur dle in Ma,se'. Maj. ist jedoch »och l,i»cöwegS sestgsseyt. und eS ver-laulet. daß dieselbe vor Avians eines Monates lanm stallsindeu dürfte, da die Ausiüstung des hiezu b,-stimmlcn Schiffes mi"dcstens diese Zeit in Anspruch nehmen wird. Pest, l0. Juli. Em Extrablatt d,S «Maqya-rorßag« bringt die Nachricht, daß Varon Vau. Szö-ge»ui. Szecheu. Apponyl und Mallaly abgedanll haben. Neueste Nachrichtell und Telegramme. Lemberss, ^. Juli. Der Redakteur d,r hier erscheinende,, Zeitu,^ «Gloö" wurrc gestern w,gen Abdruckes der i" Pc>len ki'rsirenlen. bereits in dcr S1?les ^tg " ueröffn'llichlen Proklamation dcs Hoch- verr.uhes' an'arklaq' ">.d ^rl^slet. (Ocst, Z) Pest, t6. Juli. In der heiiligen Unterhaus-Sißnng steUt LadiSIans l?onyay den Antrag. l>as Haus möge erklären, es werde sich in keine Verband lung einlasse«!, «och daS lon. R'sllipl der Veraibung unterzisben, bis nicht di«' StsUsreiiilleil'ung sii'lill >st^ wird alif de» geiröhnlichen Weq verwiesen. Sodann wurden W.ihlverisikatiolien vorgenommen. ^finme, 18, Juli, In der gestvigsü außeror« denllichen S'pung des Munizipalrailns wurde ei» E>» le a!s lönigl. Kommissär abgeordnet bade, um die hier vorgekoinmene» Ungescßüch-keilen zu nnlcrsuchen unt> die ersorrerlichen Maßregeln zu treffen. Turin, 17. Juli. Die beutige ..Ooiüioxe" ent-ball eioen lridenschaflllchcn Schniäbaililsl gegen das spanische Mmisterinm N'tgcn der lömi>chsli Angele« qenheil. Turin, 18. Juli, (Ueber Paris.) Genial Flenry wurde vom Kö»ig Viktor Emaxuel ewpfai'g,». Vom Anleben wird die ein, Halfie durch Vai,ql>l,rs. die ander, dnrch National-Sul'slrirlion g'deckl. Neapel, 17. I>l>. Die diesigen Nachrichlen sind blrlihi^enlier. Konstantinopel, 10, Juli. Ali Pascha hat m,f die VoisKUungcu des diplomalischcn Korps «ulwor« lend erklärt, d.'ß der Sultan N.»mik Pascha wegen sei,l der gestrigen S'hung des Gen>ei»dcrall?es kam nach Vtlllsuug dcs Protokolls dci revidirte Enlwnif rer Geschäfisordnnng zur Veralhung Der Vllichlsr. stailcr Dr. Schöppl iheille mit. daß bei Abfassung desselben dic alle Geschäftsordnung die Vasis gebildet babe, und daß nur einige Paragraphen eine Umgesta!« lnng im Sinne der gegenwärligtl, Zsilverhällniss, erfahren hallen, einige dagea/n, da sie schon in der Gc-nieindeoronnng eulhalten seien, allsgelassin wolden wären. Der Referent las nun reu Enlwurf vor. übcr jeden Paragraphen wnrre abgestimmt nnd der ynnzc Enlwurf, wie er vorgelegt war. wurde angenonimen. Nur bli einigen SleUeu kam eö znr Deballe; so wollle Dr. Orel emeu Paragraphen aufgenommen daben. i» welchem ausgesprochen sei, daß Vortrage in deulscker nnd slovenischer Sprache gehalten werden könnten. Der Antrag wurde verworfen, aber auf Vorschlag dcs Hrn. Vürgermeistlis ins Protokoll aufgenommen, daß durch dirscn Vclchlliß die sloveuische Sprache nicht Nlisg,' schlössen sei. Eulen frübern Aotrag des Dr. Orel, die Geschäftsordnung in beiden VandeSsprachln zn drucken, zog der Antragsteller zurück, alö ihm der Herr Pürger» Meister versicherte, das geschclie ohnedieß, lind bat ein sür alle Mal, man möcht, die Sprachenfrage nicht bei jeder Gelegenheit in den Vordergrund stellen. Gemeinde, rath H or a k wollte statt des Fremdwoilrö «Reassninl' rling" ein entsprechendes dcmschls haben, und muL mail dieß Vegehren als ganz berechtigt llllärcli. M^n sollie überhanpl. so viel es gehl, Fremdwörter vermlire» lind sie nur gestalten, wenn sie Jedermann gclnuftg sind, wie z. A. Paragraph. Proiololl ?c. Die zwlile Nlimnlcr dcr Tagesordnung war lcr Alitrag auf Einführung der Hundesteuer. Da Hcrr Bürgermeister Am drosch selbst der Anlragstlllcr w>ir. so trat er während l>er Verntbung den Vo'sil) an den Herru Vizc< Vürgermeister Dr. Zhuber ab. Herr Ambros ch moiivirte seinen Anlrag mit ciner geschicht« Iichcn DarsteUiiug der diese Sleuer belreffenden Um» stände. Vor !l) Jahren halle man schon dos Pldürfluß gefühlt, eine Hundeialt einzuführen, doch war der da« malige Ocmeindebeschlnß döchsten OrlS llichl saullionirt worden. Späler versuchte man noch ein Mal. diese Steuer in der Gemeinde einzuführen, nllcin mit nicht besserem Erfolg,. Ieht sei eS baS drille Mal. daß ein Antrag gestslll werde, die Hunde zn bestlner». Herr Ambrosch führte nun die Gründe an. welche diese Elener »olhwcndig eischeinen lasst»' er berührt zncrst die sani» läl^polizciliche Seile, di, gr^tze Vermehrung der Huiroe vermehre die Gefahr bei Ansl'ruch der HnndSwulh, Dann scich,l els<^si,ili,dc Pvotolclls'A's^»^. ^ Druck Mld Herlaa von Ignaz v. Kleinmayr ^ F. Camber« in ^aidach. - Verantwortlicher Rcoalleur: 3- Vamberg. Att!)cma;ur Iai!lacI)erSeitmm. ^n<'ll»ttl»l»»'»>'^^ Wien, (Mittags < Uhr.) (Wr. Ztq. Mdl'l.) Die Stimmung ciühaltcnd gi'lnsiig. sl'wohl für Staatsfonds als für Indujlrifpcchilre; Voll lehtcnn Plivdübiher, Altic« Wv^^!lV^lul)t» 1«. I»Ii. slhr gesucht, in Folge der in Aussicht gestellten Verläügcrung der Bah» «ach d,r preußischschlesischen Grenze. Fremde Valuten beinahe wie gestern. (Acid noch immer s,l,r Nüsstg und billig. Vcsfeutlichc Sckull». X. d« Klan»« (sür 100 st.) Velo W>n< In öNcrr. W.ihriüig . ,u 5'/. ^^l ü'/, Anlch, ven li!«! mit Rückz. 87.00 8»,-National - Anllhcn mit Iännlr-Ccup. . . . ., 5 „ «l,— l National - Anlchen mit ?lpn! - illiq<»s......„ ' « '> >< dctto mit Mai-Clüp. « ä „ «l».2N <>!>..'l?,- „ „ 185^ . . «!,... 8>.5< » „ ^l'N zu 5U» ll. . . f!H.t!0 8^7« ., « zu 100,1. 88.^,« 887., Ec»lo-3ls«tcnsch. zu 42 l., 2U!>li-. ^«50 17... 8, der Hrouländer ssür 10l) st.) Gruudllitl^^üli^S-Öl'ligatiouen. Nirdcr'O>,^rrrich . . zn 5'/, U^.— W.ä. Ocst, und S.il,<, . .. ö „ 87.^.0 l<«,58,— «9.— ^ali,ie!i.....„ 5 „ 6N,ttN tt?,- Ziebcub. «. Vukow.. . „ g „ i,',>'»l) N,l- -UlnelianischeS?lul. 185U „ 5 „ 8U,— 8».50 Nftie», (pr. Stück). N.itlciiall'aul......7^7,— 7 — Kl.<1 fi. ö. W, (ohne Diu.) l78,<»0 ,7ss,6« '^l. ö. (5sco»!.-Ges. ^. 5><><> ,1,ö. W. 5!15.— 5'.»»!,— ,N7l. lU72 -Htaats-Vis,-Ges. zn 200 ss. (5. M. oder 500 Fr......2S9.7ä l?0 -Zlld-!iordd.Alrl).-Ä.200„ „ ^I.ö0 <7I,?ä 2üdl, Staats-.lomb.-ven.u. (5ent. ital. (iis. 200 sl. ü. W, .M) Fi. m. 140 6. (70°/,) Einzahlung 222,— 22.". — (Velo War. Galiz, Karl'Ludw.'V^H»zu200st. C. Vl. m.l^tt fl. (?0°/.) lHiuz. l4«,-- l4i',ä0 Oesi Don.'Dampssch.^ts. «^ 427.— 42!).— OcNerreich, Lloi)d in Trieft 3^ 222— 22^.— Wi,n. Dampfm.-Ast.-Vcs. '^ '>?<),- 575.— Pesther Kcttenl'rilck.n . . . 3!>4 — 3Ml -Aöhi«. Wcftl'ah» zu 200 fl. . 1«7.5<» ltt«, -. Pfandbriefe (für >N0 st.) National-! «jäh!,. I<8.-»7i.i',°/« 102.50 10.7 — l^Kll aus 10., d.ltl) „ .> „ <»7.- l»8.-- (i, M. Ililtloöbatl . „ü„ «0,5» 0l.— aus oft.W. ( „^„ ttt!.50 87.— «ose (p,r Stück) Kr>b,'?lnssalt für Handel u, Gcw, ,,u lOO ss.ösi. W..... 1l^, - «18.25 Don.-Dampss.-G z. INN st.LM, 0'i.zn 97 — St.idtgem. Oseu zu40fl.ö. W. . 6'» 50 .l7,— «isterhazy „ 40 „ CM. . 95— ua.— Zalm ^ 40 „ ., . 3« Hl) 27.- Palst« ^»40si, l^M. 37.75 38 2.'» l^lary zu Wfl. <5M. . 3N25 :l''>75 St, O,noiS „ ^>N „ „ . 37.75 3«,2ä Windischgr^l) >. 2>» „ ^ . 22..')0 23.^ Waldssci» „ 20 ., , . 22.— 22..'" K.glcvich ^ W ., „ . 14.25 !4.7ü Wechsel. 3 Monate st!.lb Vllfe ^».^lnr^ für >0tt fl. s»dd. W. . 1 « N?—- Haml'nrg. für <00 ü^arl Aanlo . 102,'iii 1l> Paris, si»'100 F>>n,fs . . . 54 50 54 !>fast!e!! . . 7.,.'),— .LI^iw. — Hr. G^rzlirolN c>. Thnrnlas. Prwatier. uon Innöl'lllck. — Tic Hervt» : Pligalschnigg, s. l. ^^zarell)S'Dirlklor. — Klcmcnsiewicz. General. In« spellor der Eisculialin. — Desclw. Pliliatier. und — Veril). P.irtilnliir. uon Trieft. — Hr. Kosmalsch. Berg «Verweser, vo» Malborgell). Verzeichniß der hier Verstorbenen. Den 12. Juli 1861. Heltlia Ziller. Schuhnmchersmitwe, alt ö6 Jahre, in der TilNlill-Vorstadt Nr. 29, a>: der Lun^en-lahnmng. — Dcm Herrn Johann Kcnda. k. k. Kas« sler, sein Kind Karl. alt 9 Monate, in dcr Kapn» ziner. Vorstadt Nr. 18. an Enlkraftnng. — Den, Herrn Paul Gol'ato, l. k. Transport» Sammrlhano-Hauptmann. scinc Frau Maria, alt A9 Jahre, in dcr Stadt Nr. 234, an dcr Lnnglnlähmnng. Dcn 14. Dcr Johanna Podkraischek.Taglöhncrö. witwe. ihre Tochter Maria, alt ll Jahre, in dcr Krakan'Vorstadt'Nr. 72. an der Gehirnlähmnng. Dcn 16. Maria Sol. Inwohnerin, alt A4 Jahre, im Zimlspital Nr. 1. am Zlhificbcr. Den 10. Dem Herrn Josef Eduard Schnell, k. k. Obcrtlle^raphistcn. sein Kind Pertha, alt !t Monate und 7 Tage. m dcr Kvaiau>Vorsladt Nr. 3 . an der Masscttfl-wc/chlm.i, — Apol^onia Kost. Spinnerin. aN ^7 Iayr«. m dcr ^ola^a.Vurstadl Nr. 97, cnn Zshrficl'er. Den 18. Dem Herrn Andreas Icschcnaa,g. k k. pens. Odcrlientcüant, sein Kind Karl. alt 10^, Mo» „at. in rcr St. Peters.Vorstadt Nr. 149, am chro> Nischen Darmkalarrh. — D,m Herrn Sel'astian Nogl. dnrgl. Wund» und Geburlöarzt. seine Tochlcr Anna Maria, alt 11 Jahr?, in der Polana-Vorstadt Nr 2, an der Lungtnlähmung. vcrfcrtiqct alle Gatllmqcn Stroh-, Nohr- und Tape-zierscsscl, Sofa's, Lehnstühle nnd alic mit dicscm Gcwcrbc vereinigten Artikel mn dic billigsten Prcisc. Anch wcrdcn Stroh- n. Nohrsessel an^qcbcsscrt und ncn cinqcflochtcn. Scinc Wcrkstättc bcfindct sich an dcr Wicncrstraßc beim „goldenen ttöwen", im 2. Hof. H7 12497 (2) MljUltlig Lnilllllt VelsißegM!^ tnr Slndircndc in Wien. Bei einer Ministerial-Veamtens-Familie werden Studirende in die Wohnung und vollständige Verpflegung genommen. Näheres auf bnefliche Anfragen ar .5. ^V. zu Wien, Landstraße, Traungass« 'H.-Nr. 6ö8, 1. Stock, Thür ^. Z. >2i.5. (2) Nr. 582, Edikt. Von dem k. k, ^szilsscn„le Nassenfuß, als Ge licht, wild hienlit bekannt gemacht: Es sei übir d.,s Ansuchln des Johann Dollinel von Nasstnfnß, gegen ?lnlon Poosche vol^o SlolM.inn von Hrastje, wi'gcn aus dcm Vergleiche ddc». 7. Olto der 1859, Z. 3l?0. schuldigen I6l) fl. ö. W <:. «. 'l> Urb Nr. »22, Ful. «28, vorkoM' mcnden Realität sammt An- und Zugehör, im gc« lichtlich lrhudenln Schatzungöwellhe i'on l3l»0 fl ö. W. sstwilligel, und zur Vornahme derselben die FeilbietlMHstagsatzungen anf dcn !). Augnst, auf den !i. Stptenlder und aul den 9, Oktober d, I , jedes mal Vormittags um 9 Uhr in dicscr Geü'chlsfanzl.!! mit dem Anh^nge bestimmt worden, daß die feilzu? bietende Nealilät mir bei der letzten Ffilbietuna, auch unter dem Echätznngswcrthe an den Meist, bietenden hintana/a/ben welde. Das Schalmngsprotokoll, der Grundbuchses' trakt und tie lüzitalionsbedingniffc köinici, bri die scm Gerichte in den gewöhnlichen Amlsstunven ein-gesehen werden. K. k. Bezirksamt Viassenfuß, als Gericht, am l0. April l86l. _____________ Z. !259."(2) D(i6 s)a»l>> Ar. 6K sammt Garten auf dem Hauptplahe in Stein, in bestem Vauzustande,, mit zwei Stockwerken, enthaltend 7 elegant hergerichtete Zimmer mit Parquets, ist um billigen Preis zu verkaufen. Näheres im Zeitungö- Comptoir. Z. 1200. (3) HllVMlKlllls. Das in der Stadt Krainburg, am Hauptplatze H,,ü Konsk.-Nr. 188 liegende, zu jedem Geschäftsbetriebe geeignete, zwei Stock hohe Haus ist aus freier Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt über portofreie Anfragen die Eigenthümerin Anna Pollak in Neumarktl. 9?r. 12Ü1. (2) LUDWIG BUSINARO, Barbier und ssr»ieur »n oer Sternallee vn''i'>'V'i5 dciu Casino-Gcl'ä'ndc, in dcr Offizin linicr dcr Firma dcs ucrstorbcncn «l««»»»l«>I<>, dankt cincm ucrchrnngswürdigcn Pul'liklnn und dc»l lölil. l. k. Militär fnr das ihm biöhcr gcschcnltc Z»' trancn, und cmpsichlt stch auch fnr dic Zukunft, mit dcr Versicherung, dast cs stets scinc Sorgc sein wird, dic IV1'. ssundschaftcn anfdic solidcstcWcisczn l'cdicncil. ßl^'Vcstcllnngcn aufPerriieken fur Hcrrcn u»t> Damcn. dann anf allc Art .^aarfiechtereien wcrdctt uom Obgcnanntcn angenommen und billigst gclicfcrl. Glcichzcitig crlaul't cr sich anznzcigcn, dast sc!» Parfiimeriewarenlasscr dcdcutcnd vermehrt wol' , dcn ist, und daß alle Parfnmcricn aus dcn rcnomnul'' ^ tcstcn Fabrikcu Ocstcrrcichö und ^rankrcichs bczogc^ und zu dcn billigsten Prciscn bei ihm vcrkauft >ucrdeü> Z. 1209. (2) Indem mir das Befugniß als Etadtmaurermcister vom löblichen Stadtmagistrate verliehen wurde, biete ich allen verehrten Banführern meine ergebenen Dienste mit dctN höflichst an, daß ich Wanten jeder Art mit und ohne Materiale auf das möglichst Billige übernehme, Bau-plane nebst Kostenübcrschägen verfasse, jede Auskunft nber die in mein Fach cinschlcigcndell Arbeiten ertheile/ wie auch stets bemüht sein werde, durch schnelle, billige, feste und zirp Uche Arbeiten das mir geschenkt werdende Zutrauen bestens zu recht' fertigen. •JTnlioV» Supaiiicl^ Schöne Wohnungen im Colistllm. Fünfzehn Zimmer, jedes mit einem eigenen Eingang; zehn Woh' nungen zu 2, 3 und 4 Zimmern; fünf Wohnungen zu .^, « und 8 ZinnneN' sammt Küchen, Speisegewölben und Stallungen auf 2, 5 und mehrer Pferde, nebst 2 Verkaufsgewölben an der Klagenfurter Straße, sind zl billigen Zinsen, mit oder 'ohne Möbel, zu vermiethen. Jedermann zap" den Zins nur einmonatlich voraus; aufgerundet wird Niemanden, dH gegen kann Jedermann alle ,4 Tage aufkünden. In 5 Schritten " man in der Lattermanns-Allee. Die Zufahrt und die Zugänge !w immer gereiniget. Die Militä'rdcquartierung ist zu ebener Erde, da!)e Niemand genirt. ^ Da das Coliseum von 4 Straßen umgeben, sehr hoch gelegen ^ und alle Zimmer theils Vor- und Nachmittags die Sonne genießen,' werden die lichten Wohnungen als sehr gesund allgemein anerkannt. . Für eine Spezereiha'ndlung dürften die Gewölbe sich besolM gut eignen.