' —.._____ Amtlicher Theil. höchst« lr«^^^°lt°lische Majestät haben mit Aller. sterialco^N"^.''"« ^" ^ ^' d. I. dem Mini. ' "'""''"Wcn im Ministerium für LandcSverlhcidi-M »in. - ??" ^«croix den Titel und Charakter eines -"llMsterialsecretär« allergnüdigst zu verleihen geruht. Horst lu. p., ____ Oberst. b^s.^'.^ «p°stolische Majestät haben mit Aller-hüchster Entschließung vom 9. Miirz d. I. den MiM e- Stremayr m. p. ZMMUW ^ Stremayr w. p. Nichtamtlicher Theil. XIV VelltilllNl« " '"' "° "°'"'^^^^^°" ».z..ch. "'""«««!«°'r«p,r«m,e, «°»h«3°rst!N.!!«i»!chm.P, °"^0, M»r,d ^».'^ z>°!lch°" d°m20, »MW D>e Herren z,u«steller^°ll berechnet. ein das Ausstellungsgut zur Erlangung der 50percenti«en Tarlfermaßlgung seitens einer Vahngescllschaft für den Transport tns ^aibach als solches legitimierendes Cerli- ftcat benöth.gen. werden eingeladen, letzteres speciell bei "K"'^" Commission rechtzeitig zu erholen. Die Bekanntgabe des Vocale«, in welchem die Laibach, am 8. März 1873. Für die lrainlsche AusstellunaScommission: Der Präsident: Alexander Graf Auersperg m. p. Der stlindige Referent: __________ Lothar Fürst Metternich m. p. 3« den Wahlreformgejetzen. „„ ^ü3, ^" "''"" Wochenblätter geben der Freude d" «""leruna über dcn glücklichen Verlauf und d°S ^"Mat d,, Wahlre orm-Verhandlungen Ausdruck Der ..Correspondent" schreibt: „DaS Haupt-«! 'f, ub" die Wahlreform, die Aenderung derjenigen ^? . "^^""""^"' "«l«e die Wahl der Reich«. rathsm.tglleder aus den Endlagen vorschreiben, ist am Donnerstag im SUmmen angenommen worden. Erfreulicher fast noch Ad»! Thatsache »,t die «rt der Annahme. Kein über. flüssiges Wort, das Einzeldifferenzen und Sonderwünsche hervorhoben Hütte, wurde?es rochen die Abstimmung tion ..5ü "^s ^""tigen verfassungstreuen Demonstra. und Rei^. ^"^'3 '" """ Mani estalion für Kaiser unb^Relch. Das war ein großer, ein freudebringender maßen ^"'^^'c?°"""s«'ift" üußert sich folgender-b7r? ^' s " .". ^"""be der Reichseinheit stehen nach M « ^'5'°^" Mm«"' am Ziel ihrer Wünsche, «vao auch d,e Wahlordnung noch unvolllommeue« und reformbedürftiges enthalten möge, es ist erreicht; was oem Paterlande gebrach, der Grundstein zu einem Neu. bau des verfassungsmäßigen Oesterreich ist gelegt, der da« Reich bald m allcr Herrlichkeit, vor allem aber in seiner machtvollen Einheit neu erstehen lassen soll." Die ..Neue Wochenschrift flir Pulitil und Volls-wirthschaft" schreibt: „Wir beglückwünschen daS Mini-sterium, das den Willen und die Kraft befitzt, die lanae schon in ihrer Nolhwendiglcil erkannte und angestrebte Wahlrcform zubringen und zu vernmtlichcn. Der Fort» schritt in unserem Versassungslcben, der dadurch erzielt wird, ist ein so erheblicher, daß die Anhänger des all» gemeinen Wahlrechtes ihre Einwendungen gegen die In-! teressenverttltung getrost bei Seite sehen können; ebenso möge sich auch die Stadt Wien mit dem neuen Wahl« gesetze begnügen. Stellen wir unsere Verfassung einmal sicher und unabhängig, dann wird sie sich friedlich und in organischer Weise nach den wechselnden Bedürfnissen der Zeit aus sich selbst entwickeln und weiterbilden. Auch die Fraction der Polen hätte Grund gehabt, sich zu beruhigen. Sie versicherte stctS, die berechtigte und über» wiegende Majorität in ihrem Lande zu besitzen; ist diese Behauptung richtig, dann wird sie ohne Zweifel auch nach der neuen Wehlordnung die entsprechende Vertretung im Abgeordnetenhaus! finden und die Sonder-stcllung, die sie dort bisher einnahm, wird ihr durch ihren Antheil an der erhöhten Wohlfahrt des Ganzen mehr als erfttzt werden." Das in Wien erscheinende französische Journal „La Gazette deS ElrangerS" äußert sich dahin, daß nie dicl-leicht noch im parlamentarischen Leben Oesterreichs die Solidarität aller Theile der VerfassunaSpartei gliwzender zutage getreten sei. als in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 6. d. M. In ähnlicher Weise sprechen sich auch die ,Mon-tagS-Revue", „Glocke" und ..Der Freimüthige" au«. Zur Neichsraths-Wahlordnung. (Fortsetzung.) Ebenso war es nothwendig, hervorzuheben, daß das Erfordernis der österreichischen Staatsbürgerschaft auch für die Wahlen der lriester Handelskammer gelle, nach-dem sich unter den Mitgliedern derselben Personen be» finden, welche das österreichische Staatsbürgerrecht nicht besitzen. Die im § 10 enthaltene Vorschrift über die Zahl der von jeder Gemeinde zu wählenden Wahlmänner bringt den Uebelstand mit sich, daß gerade die größeren und wohlhabenderen Gemeinden gegenüber dcn kleineren und Ürmeren wesentlich zurückgesetzt erscheinen. Um diesen j Uebelstand einigermaßen abzuschwächen, wirb vorgeschlagen, daß alle Restbeträge, welche sich bei der Theilung der Einwohnerzahl durch 500 ergeben, als 500 zu gelten haben. Dadurch wird wenigstens vermieden, daß z. B. zwei Gemeinden, deren eine 746, die andere aber 61 Einwohnern zählt, gleichmäßig nur Einen Wahl-mann zu wählen haben, daß also eine Zahl von ttl Einwohnern, wenn sie eine Gemeinde bilden, zur Wahl eines Wahlmannes berechtigt, daß dies aber bei einer vier mal so großen Zahl nicht der Fall ist, wenn sie mit 500 anderen in Einer Gemeinde leben. UebrigenS wird bemerkt, daß der vorgeschlagene Grundsatz für die LandtagSwahlen in Böhmen bereits als Gesetz besteht. Eine besondere Bestimmung war endlich in dem § 10 für den stall, wenn bloS Eine oder mehrere Ortschaften einer OllSgemeinde in der Wählerllafse der Landgemeinden wählen, aufzunehmen, um die Frage zu entscheiden, welche Einwohnerzahl bei Gestimmung der Zahl der zu wählenden Wahlmänncr zu Grunde zu legcn sei. Nach allen ^andlagswahlordnungen steht Gesell-I schaflen und Corporations das Wahlrecht in der Wäh-lelllasse deS großen Grundbesitzes zu, dagegen ist dieS bezüglich der juristischen Personen überhaupt keineswegs der Fall. Daher wird eine solche Textierung des § 113 vorgeschlagen, welche vollständig klarstellt, daß Stiftungen und juristische Personen überhaupt ein Wahlrecht in der Wählerllasse des großen Grundbesitze« nur dann ausüben können, wenn ihnen solches in den Landtags-Wahlordnungen einzelner Länder ausdrücklich zugestanden ist. Im § 19 mußte conform dem bei der Abänderung des Grundgesetzes gestellten Antrage der mindestens dreijährige Besitz deS österreichischen StaalSbürgerrechtes unter die Erfordernisse der Wählbarkeit ausgenommen werden. Im dritten Abschnitte: „Von der Ausschreibung und Vorbereitung der Wahlen" wurde bei § 22 das zweite Alinea weggelassen, weil fein genügender Grund für die darin aeaebcne Anordnung vorhanden ist und die vielbeutigln Worte ..nachdem die Abstimmung in den mit der Kammer vereinigten Orten vollzogen ist" die verschiedenartigste Auslegung zulassen. § 24 wurde vollständig umgearbeitet, um für alle verschiedenen Arten der Wählerlisten und alle dabei mög-lichen Fülle klare und erschöpfende Vorschriften zu geben In dem letzten Alinea des § 26 wurde die Be-rcchtigung des betreffenden landesfürstlichen Beamten Berichtigungen der Wählerliste von amlSwegen vorzu-nehmen, in eine Verpflichtung desselben zu solcher Ge-richtigung umgestaltet, um von diesem Regierungsorgane jeden Schein abzuwenden, als handle dasselbe im In. teresse einer politischen Partei. Der § 27 der Regierungsvorlage will an die Stelle der Zustellung der LegitimationSlarten eine Nuf. forderung zur Erhebung derselben treten lassen. Der Ausschuß hält jedoch dafür, daß es entsprechender sei, die betreffenden Bestimmungen der Landtagswahlordnungen. gegen welche leine Beschwerden vorgekommen sind, bei« zubehalten, schon deshalb, weil sonst eine geringere Theilnahme an dem Wahlacte zu besorgen wäre. Au« gleichem Grunde wird vorgeschlagen, im § 30 die Worle: „auszufolgen" und „Ausfolgung" durch „zuzustellen" und „Zustellung" zu ersetzen. Zum letzten Alinea des § 28 wird beantragt, daß die Wahlcommission nach der in der Praxis bewährten Anordnung der LandtagSwahlordnungen nicht blos aus dem Wahlcommissür und dem ..Gemeindevorsteher." son« dern aus ersterem und dem „Gemeindevorstande" zu bestehen habe. Die drei letzten Zeilen im zweiten Alinea de« § 31 wurden weggelassen, um den Charakter einer ge< Heimen Wahl, welche die Wahl mittelst Stimmzettel doch sein soll, zu wahren. Im vierten Abschnitte: „Von der Vornahme der Wahl der Abgeordneten" wird bei § 37 im Interesse der Aufrechlhaltung der Ordnung beim Wahlacle beantragt, daß der Wahlcommissär nach Beginn der zur Vornahme der Wahl bestimmten Stunde im Wahlloco.lt Ansprachen an die Wähler nicht zu gestatten habe. AuS ähnlichem Grunde rechtfertigt sich die bei § 42 aufgenommene Einschaltung in Betreff der Reihenfolge beim Aufrufe der Wähler in dem Falle, roenn mehret Städte gemeinschaftlich in einem Wahlorte wählen und bei den Lanbgemeindewahlen. ' Das zweite Alinea beS tz 48 wurde roeaaelaNen weil dasselbe zu M.Sversttmonissen Anlaß geben kann 424 und ble betreffende Anordnung, wtnn überhaupt, nur aus administrativen Gründen nothwendig is!, in diesem Falle aber besser als im Gesetze in einer Instruction für die Wahlcommifsäre ihren Platz findet. Damit im Zusammenhange steht auch die Weglassutig der Worte: ..das Resultat der Stimmenzählung, beziehungsweise Losung an den Landeschef sogleich zu berichten" im 3. Alinea des § 52. (Fortsetzung folgt.) Reichsrath. OV. Sitzung deS Abgeordnetenhauses. Wien, 10. Würz. Präsident Ritter V.Hopfen eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 45 Min. Auf der Ministtrbanl: Se. Durchlaucht der Herr Ministerpräsident Fürst Auersperg. Ihre Excellenzen die Herren Minister Freiherr v. Lass er, Freiherr d e Pretis, Dr. VanHans, Dr. v. Stremayr, Dr. Glaser. Ritter v. Chlumecly. Nach Erledigung mehrerer Einlaufe, Zuweisung von Gesetzvorlagen an die betreffenden Ausschüsse, wird zur Berichterstattung des VerfassungSausschusseS über die Regierungsvorlage, betreffend den Gesetzentwurf über die Wahl der Mitglieder des Abgeordnetenhauses des Reichsrathes, geschritten. Den Vericht erstattet Abg. Dr. Herbst. Als Einleitung zur Generaldebatte bemerkt derselbe, daß der vorliegende Gesetzentwurf nur als ein EinführungSgeseh zu der in der vorletzten Sitzung beschlossenen Wahlreform sich herausstelle, und daß sich der Ausschuß in allen wesentlichen Beziehungen an die Regierungsvorlage gehalten habe. Die vorgenommenen Aenderungen seien im Einverständnisse mit der Regierung geschehen. Übrigens enthalten die vorliegenden Bestimmungen nichts wesentliches neues, da sich dieselben zum großen Theile den Gestimmungen der bereits bestehenden LanotagS-Wahlordnungen anlehnen. Nur in zwei Beziehungen, nämlich in Bezug auf die Frage der Wahlberechtigung und der Wahlvornahme selbst, ob mündlich oder schrift-lich, hätten in dem vorliegenden Gesetze Bestimmungen getroffen werden müssen, weil die in den einzelnen Wahl« ordnungen enthaltenen diesbezüglichen Vorschriften in den einzelnen Ländern verschiedene seien. Es sei als das Zweckmäßigste erschienen, sich auch in dieser Richtung an das anzuschließen, was dermalen in den Landtags« Wahlordnungen zu Recht besteht, jedoch so, daß der Reichsgesetzgebung die vollständig freie Hand für die Zukunft gewahrt werde. Die Generaldebatte wird eröffnet und nachdem in derselben sich niemand zum Worte meldet, wird zur Specialdebatte übergegangen. In derselben wird die RelchSrathS «Wa hl' ordn ung, der Anhang zur ReichSraths-Wahlordnung so wie da« Einführungsgeseh hiezu in zweiter Lesung mit allen gegen Eine Stimme angenommen. Ueber Antrag deS Berichterstatters Dr. Herbst wird die sofor-tige Vornahme der dritten Lesung beschlossen, und bei der über Antrag deS Abg. Fux erfolgten namentlichen Abstimmung werden die genannten Gesetze auch in dritter Lesung zum Beschlusse erhoben. Parlamentarisches. Der Eisenbahnausschuß erkannte die strategische Wichtigkeit der Linie Leluchow-Tarnow an. Der Artikel 1 der betreffenden Gesetzvorlage ermächtigt die Regierung, die Ausführung der Locomoliveisenbahnen: g,. von Leluchow an der galizisch-ungarischen Landesgrenze über Neu'Sandec und Giybow nach Tarnow zur Verbindung mit der galizischen Karl-Ludwig-Gahn; b. von Grybow nach Zagorz ;um Anschlüsse an die erste ungarisch.galizische Eisenbahn; c. von Ncu'Sandec über Sucha und Saybusch nach Vielitz; ä. von Saybusch an die galizisch»ungarische LandeSgrenze in der Richtung nach Czacza zum Anschlüsse an die kaschau-oderberger Eisenbahn; s. von Sucha nach Kralau — im stanzen oder nach den genannten einzelnen Strecken durch ConcessionSerthci' lung unter den Bedingungen dieses Gesetzes sicherzustellen. Der Klub der verfassungstreuen Partei beschäftigte sich mit den Regierungsvorlagen, betreffend die Consular- und VerlassenschaftSconventlon mit Por. tugal; bltressend das Gesetz wegen Gebührenfreiheil der auS Anlaß der Unterstützung der nolhleidcnden Bezirke Galiziens aus Landesmilteln vorkommenden Urkunden, gerichtlichen Schriften und Eintragungen; betreffend das vom Herrenhaus beschlossene Gesetz über die Erwerbs-und Wirthschaftsgenossenschaften; betreffend den Gesetzentwurf über das Vagatelloerfahren. Der Fideicommiß-Ausschuß lehnte die Regierungsvorlage über die Errichluna des Naworowsli-schen FideicommisseS wegen wesentlicher Mängel in der Stiftungsurlunde und wegen Geringfügigkeit deS Flbei-commiß.Vermögens ab und nahm die Vorlage üder daS Pallavicini'sche Fldeicommiß an. Der Finanzausschuß genehmigte den Nachtragscredit für die Weltausstellung und beschloß nachstehende Resolution: „DaS Abgeordnetenhaus muß sein Bedauern darüber aussprechen, daß eine so außerordentliche Ueberschreitung des für die Weltaustellung genehmigten Credites stattgefunden habe, obschon derselbe durch das Gesetz als ein unter keinem Vorwande zu überschreitender Cremt erklärt worden war, und daß die Volksvertretung erst zu einer Zeit zur Kenntnis hievon gelangen konnte, wo eS derselben nicht mehr möglich war, auf die Höhe der Kosten irgend welchen Eisiuß zu neh» men. Zugleich spricht dieselbe die zuversichtliche Erwartung aus, daß in Hinkunft ein Vorgang werde eingehalten werden, welcher geeignet ist, der Vertretung die Erfüllung ihrer Aufgabe und die Wahrung ihrer Befugnisse zu ermöglichen." Der Finanzausschuß beschloß über Antrag des Ab« geordneten Dr. Brestel fulgeuden Zusah zu dem Finanz-gesetze: „Jener Gelrag von 500.000 fi., welcher bezüglich deS Ministeriums für Kultus und Unterricht, Titel 9 „Erfordernis der katholischen ReligonfondS" § 19 des ExtraordinariumS zum Zwicke der provisorischen Verbesserung der Bezüge der katholischen Seelsorger ein« gestellt erscheint, ist als ein den Religionsfonds gegebener Staatsvorschuß zu behandeln, und wird die Regierung ermächtigt, aus demselben katholischen Seelsorgern, deren Einkommen den Bedürfnissen nicht entspricht, auf ihr Ansuchen für das Jahr 1873 und ohne Verbindlichkeit für die Folgezeit eine provisorische Verbesserung ihrer Bezüge zu gewähren." Die sächsische Thronrede aus Anlaß des Schlusses der Landtagssession liegt vor-lausig telegraphisch vor; sie enthält folgende Stellen: Die wichtigste Aufgabe deS Landtags sei die neue Organisation der Behörden gewesen, welche die v °° lerung zu umfassender Theilnahme an den öffenNM Geschäften herbeiziehe. Hiemlt hingen eng die revldlerie« Gemeindeordmmgen. das Gchtz über die Bezirks"«" tuny, das Vollsschulg'setz und die Errichtung des eM gelischen Lanoesconsistorlums zusammen. Ueber den g" ten Theil dieser Vorlagen sei eine Uebereinstimmung" Gesetzgebungsfactoren erzielt; soweit oieS nicht nM « gewese«, ist. werde der König eine definitive LntM ßung nach Prüfung der ständischen Schrift über da« ^" schulgesetz fassen. " . Der König bedauert, daß über die Vorlagen v«M lich der Verfassungsänderung und der Steuerreform le'^ Einigung erzielt wurde, und werde er neu ausM" tende Gesetzentwürfe dem nächsten Landtage vo"t« lassen. Dagegen sei über andere nicht miwichtigt M» eine Vereinbarung erzielt worden. Der Kö,i>!1 erw°v dankend der reichen Stiftungen zu feinem FalnilieW ' ferner der namhaften ordentlichen und außerordenwy Bewilligungen, insbesondere für Erhöhung der V"M' gehalte, für den Unterricht und die Kunst und !»!' mit dem Ausdrucke der Befriedigung über die öa"°'"" resultate. ^, Fürst Gortschaloff soll nach Vericht einiger auswärtigen Blatter von l""l hohen Posten zurücktreten. Aus Petersburg wll° ^ ,N. Pr. Z." geschrieben: .Mit Erstaunen unH zucken hat man hier die Nachricht von dem vl^ des Fürsten Gortschaloff gelesen. Es sind daS M"^ die schon so lang« in ssrr Luft umherschwirrel', ^ ^ Fürst seinen ersten Gichtanfall gehabt, besonders «^ der Feier s.ineS Dienstjubiläums. Er ist aber ß allein der Wunsch aller, die der politischen N"«, deS Fürsten mit Aufmerksamkeit gefolgt sind, >^„ auch die Ueberzeugung aller, welche die hiesigen ^/? nisse in den höheren Regionen kennen, daß bet >i Gortschaloff erst wirklich krank werden oder lM"^ verhindert werden müßte, sein Departement mit s'^» Ueberlegenhcit zu beherrschen, ehe von feinem ^ ^ die Rebe fein kann. Der Fürst ist allerdings ^ diesem Gerücht mit fchuld, da er es bei jedec^^ heit äußert, er sehne sich nach Ruhe. weil el!'"M formellen Arbeiten seines Amtes, den VumaO"^, Pieren), nicht mehr gewachsen fühle. Dafür mW H,i!> doch eine Hilfe und einen Ersatz geben. Für dl^ aber, der bisher diese Gumaggen durchwehte, ^ ^^ satz nicht so leicht. Man erzählt sich, daß der A / Fürsten neulich besucht, als wieder einmal 0'°! /, kommen standlS- und berufsmäßige Krankheit ih^i» und daß auch bei dieser Gelegenheit wieder °'^" um Entlassung aus seinem Amte ausgesprochen ^ >»>< sein soll. aber eben so taube Ohren gefunden ^ll? bci allen, denen der Fürst diese Absicht bei "" ^,l Unwohlsein erzählt. Gewiß ist es dem F^ M mit dem Wunsche, ebenso ernst ist es abtl" Ani>' mit der Hoffnung, ihn nicht gewährt zu i^'^«ü^ weilen genügt noch sein bloser Name, um b" ^ tige Politik der russischen Regierung respectlelt 5" ^„! Jeder, der daS Glück hat. sich dem Fürstt" ""^ "< dürsen. glaubt wohl an seine körperliche Kra"^ ^ er ruht größtenthells auf einer Chalse.lonaut' ^F diesem blitzenden Auge, mit dieser Frische ««" sz F leit des Geistes, mit diesem scharfen Uebels«' Verhältnisse ist die Zeit des Rücktritts noch kommen." Der diplomatische Enipsang in Teheran. Der „P. Lloyd" bringt über die Reise der k. u. l. llsterreichisch'ungarischen Gesandtschaft nach Persien und deren feierlichen Empfang in Teheran eine Correspondenz aus Teheran vom 27. Jänner l. I., die auch wir hier« nachfolgend mittheilen wollen: Die Reise ging von Konstantinopel auf dem schwär-zen Meere nach Trapezunt und von da zu Land nach Tiflis. wo die Reisenden vom Großfürsten-Statthalter Michael aufs beste aufgenommen wurden, und von da in vier Tagen nach Iulfa an der persischen Grenze. In Iulfa wartete fchon der von derpersischen Regie« rung entsendete Mehmendar (Ceremonienmeister oder Gasthalter) Mehmed Ali Khan, um die neu angekommenen Gäste bis in die Hauptstadt des Reiches zu be, gleiten. Er bot auch alle« auf, um die lange, mühevolle Reise, die überdies noch durch die schlechte Jahreszeit bedeutend erschwert wurde, nach Kräften erträglich zu machen, was in der That leine geringe Aufgabe war, wenn man bedenkt, daß es sich h^r um das Weiterbefördern einer Karaoane, bestehend aus etwa 50 Rei-tern, 80 schwer belasteten Maulthieren und 17 Kameelen, Handelle. Gr zeigte sich aber feiner Aufgabe vollkommen gewachsen. Die Reise von Iulfa bis Teheran dauerte, den 9t»aigen Aufenthalt in Tauris mitgerechnet. 36 Tage. Am 20. Jänner fand der Einzug in Teheran statt. Man fuhr auf drei vom Schah entgegengesendeten sechsspännl-gen Nagen bis zum Weichbilde der Stadt, das heißt bis ungefähr eine Meile vor derselben, wo mehrere hundert Reiter auf prächtigen Turlomanenrossen in langen Reihen aufgestellt waren, um den neuen Gästen das Ehrengeleite zu geben; hier hielten die Wagen, und der greife Marschall Gamber Ali Khan, begleitet von einer großen Anzahl von Beamten und Generälen, begrüßte den Gesandten und lud ihn ein, in ein prachtvolle« purpurrothes Zelt zu treten, das für diese Gelegenheit aufgestellt hatte. Es war dasselbe so geräumig, daß bei 80 Personen darin platzfanden, von innen war es ganz mit Goldbrocatstoffen geschmückt, und den Boden bedeck' ten werlhvolle Teppiche und Seidenstoffe. Nachdem man sich die größtmöglichen Artigleiten gesagt hatte, in welchem Fache die Perser wohl ganz unübertrefflich sind. reichten die Diener die obligaten Tassen mit schwarzem Kaffee und Thee herum, und Ka» linne (Wasserpfeifen) machten von Hand zu Hand die Runde. Hierauf wurden Graf DubSly, der Chef der Mission, und seine Begleiter aufgefordert, die in Be-reilschaft stehenden Ehrenpferde zu besteigen; der Vezier Muchtar (dies ist nämlich der Name, mit dem die Perser unsern Gesandten bezeichnen) hatte einen prächtigen arabischen Schimmel, dessen Zaum von Diamanten strotzte, die Decke war mit reichen Goldstickereien verziert und funkelte im Sonnenlichte derart, daß sie bis auf eine große Entfernung jedermann auffallen mußte; der Schweif des Pferdes war anilinroth gefärbt, ein Merkmal, welches alle Schimmel auS dem Marstalle des Schahs tragen. Nachdem sich die übrigen Herren der Gesandtschaft, welche gleichfalls mit festlich geschmückten Pferden beritten waren, um ihren Chef geschart hatten, setzte sich der impo» sante Zug in Bewegung; voraus die zahlreichen Ehren-Pferde, welche von berittenen Stallmeistern an der Hand geführt wurden, dann eine Abtheilung von S^ ^ l< Fuß. mit Stöcken in der Hand als 3«^"'^°, Gesandten polizeiliche Gewalt zustehe. ""«? ", s< Gesandte und seme Suite, umgeben von all ^l" lern deS Marschalls; die entgegengelomlne" abtheilung bildete den Nachtrab. . ^4 !,,< Bei dem mit farbig glasierten 3^""^^,, zierten Stadtthore warteten mehrere Infant" ^ in voller Parade, die Trommeln wirbelten . marsch und die Flöten bliesen einen Tusch- „hanl") Bald gesellten sich zum Zuge 12 " "^e rothe Tracht gekleidete Läufer des S«ay ' ^chl° große Anzahl seiner Lakaien, welche gleich!« ^j Röcke trugen. ^ P'l z. Beinahe zwei Stunden dauerte es, Hg,pl«^ Gesandtschaftshotel erreicht halten, 5""^^^. saale vier vom Schah dahin entsendete »at« ^ zu Gesandten warteten, um ihn noch ein ley ^ grüßen und willkommen zu heißen. DuM Die feierliche Audienz deS Grase" .,. Schah war am 23. Jänner. .<,,« iM ^^ Um halb 11 Uhr vormittags "s«"" M'^ schaflSpalaiS ein dienstthuender Kammer" ^.^. des Mehmendars und meldete, der ^°" ch die" ^ Gesandten zu empfangen; man best'«, "' ^, ^ ln die Stadt zusammengestellt war, l ^^es"!' „ « Schrittes in Bewegung; man der Stadt zum Passieren zwischen schmucklosen ^ehmhäusern u" ^l d ^ fort, bald aber hatte man den s^""" ^.t " erreicht, der erft seit wenigen Jahren 425 Politische Uebersicht. ! «aibnch, 12. März. Referent Szell legte in der am 11. d. stattgehabten Sitzung des ungarischen Unterhauses die Berichte des Centralausschusfcs über die Slruervorlagen und über die Refundierungs-Angelegenheit der Donau-Dampischiffahrtsgesellschaft vor. — Iranyl's Beschluß, antrag wegen Einführung einer Luxussteuer wird nach den d!„ Oemolbl N»,!,^. ' u»>! chntt emp «„glich Iii "l"ch/7° ' w° ^"^« N"m« o?Ic ^rgplatz) durchzog n hHen?.^^^ ^ «"m Straßen, die w. v"Uew wir u's^^"''«ndes Militär Spalier machte, "onttnmnstern 'k"^^"^ ""d wurden von den C:re-"W geräumig" ^/"^" lange Gänge bis in den D'enern überfüll' wa^ 2^ Palastes geleitet, der von Aft m einen l ^5^! l"We man die Oejandt-Thee. Kaffee und^"" ^aon, wo natürlich wieder bofcl'quctle erheisa^ « "^'fen seicht wurden; die Orte längere Z^t verw^""^' "°ß «wn an diesem Augenbl.cke, der herannaht' "c" ^ vor dem großen nöthige feierliche Stimm««., , ^""""n und sich in die Nach halbstündigem Zarw"^^"' merer, der, um seinem Herrn ^°""^ uns ein Käm- Turban aufgesetzt hatte, auf il,n"°^"' einm Kaschmir-(König der Könige) zu folä'en.«?"'" Schah-iu.Schah zmei Höfe. welche an Pracht und ^ Durchschnitten noch blsher in Persien Gesehene weit U- c!^" wohl alles sprudelten Wasseradern und ßeräum^^"",; überall Springbrunnen mit segeln funkelnde Pavillons deren An^^°^ "«d fel^ Uuae derart mit «eu- u"K ^b man endlich nicht meh7I " "''^" inem^ b"be. "nd es einem dünkte m«n H" """ "nem orlentalifchen Märchenschlosse. ^"" in Endlich erreichten wir die große, offene Marmortreppe , welche inS Audicn;gemach, den sogenannten Schems-ul-Emaret (Sonnenpalast) hinaufführt. Hier bildeten nunmehr hochgestellte Beamte und Prinzen von königlichem Geblüte Spalier, und man sah ihnen allen die heilige Scheu an. die sie in der Nähe des Herrschers erfüllte. Wir stiegen die Treppe hinauf, der Ceremonicn-meister meldete mit lauter Stimme vor den offenen Nl-tanthüren das Herannahen der üsterreichisch'ungarischen Gesandtschaft, und nachdem ihm der Schah antworten ließ, sie mögen hereinkommen, trat Graf Dubsly mit den ihn begleitenden Herren in den Saal, in dessen Hinlergrunde der Schah auf einem goldenen, mit Edelsteinen verzierten Lehnstuhle saß. Sem Aeußeres ist ungemein einnehmend; daS blasse Gesicht mit den feinen aristokratischen Zügen läßt auf Gutmüthigkeit schließen. DaS funkelnde, schwarze Auge deutet auf Muth. und muthig ist er auch. hat er doch im Vorjahre drei riesige Tlgcr eigenhändig erlegt. Seine Haltung war wohl etwas gezwungen, was sich aber leicht daraus erklären läßt, daß er, gewöhüt, mit unter» geschlagenen Veinen auf Teppichen zu sitzen, sich auf einem hohen Stuhle wohl unbehaglich fühlt. Seine Kleidung war fchwarz und war übersäet mit Edelsteinen, auf dcr Brust trug er slchs Smaiagdc von der Größe eines Hühnereies, die Knöpfe seines RockeS waren riesige Brillanten, und das über die Schulter laufende Band. an welchem er den Säbel trug, war so schwer mit Dia» maulen besetzt, daß man sehen konnte, wie ihn diese kostbare Last drückte. Auf dem Kopfe trug er die schwarze persische Pelzmütze, geziert mit dem als königliche In- signie geltenden Reiheibusche, der von einer Diamanten-agraffe gehalten wurde. Nachdem wie uns alle verneigt hatten, trat Graf Dubsly vor und richtcts an den Schah eine kurze fran» zösische Ansprache und übergab die Gcschenle, welche Sc. Majestät unser Kaiser und König für ihn bestimmt hatte. Ein Dolmetsch beeilte sich, die Rede ins Persische zu übersetzen. Sichtlich erfreut, antwortete der Schah mit den huldvollsten Worten, betonte besonders die innige Freund-schaft, welche er für unsern Monarchen fühlt, und ver-sprach mit Gottes Hilfe im Sommer nach Wien zu kommen. Nachdem dcr Gesandte das Beglaubigungsschreiben überreicht hatte, forderte ihn der Schah auf, sich ihm gegenüber auf einem Stuhle niederzusetzen, erkundigte sich angelegentlichst um die Details seiner Reise, stellte bezüglich der wiener Weltausstellung mehrere Fraaen und äußerte endlich den Wunsch, die Namen der übrigen Herrcn der Gesandtschaft kennen zu lernen. Nach der Vorstellung des Personals entließ dcr Schah den Gesandten unter der Wiederholung der schmeichelhaftesten Versicherungen Hierauf wurde noch dem Großvezier, Mirza.Khan sowie dem Minister-deS Aeußern ein Besuch abgestattet' welch letzterer dem Gesandten mittheilte, der Schad habe geäußert, dies sei die glänzendste Gesandtschaft melcke e nach Teheran gekommen sei. ' " 426 denz an die ,N. fr. Pr." nachstehendes bei: „Die Ver. Handlungen zwischen der Stadt und der Handelsvertretung betreffs der Eisenbahnfrage dauern mit gunstigem Erfolge fort und werden binnen lurzem zum Abschlüsse gelangen. Grundlage derselben ist die gemeinsame Anerkennung der Nothwendigkeit einer zweiten, von der Südbahn unabhängigen, in Trieft ausmündenden Eisenbahnlinie." — (Bei der gestrigen Probewahl) zur Er, gänzung. des' hiesigen Gemeinderathes erhielten von den Wahlberechtigten des 1. WalMrpers die meisten Stimmen die Herren: N. Malitsch, Dr. Suppantschitsch, I. Pauer und Handelsschuldirector Mahr. — (Feuerwehr-Uebung und Festlneipe.) Anläßlich des Besuches einer Anzahl Feuerwehrmänner aus Tarvis, die eine beim hiesigen Spritzenfabrilanten A. Samafsa angefertigte Nbprotzspritze probieren und liber-nehmen werden, und gleichfalls zu Ehren des jungen Brudervereines zu Wailsch-Gleiniz veranstaltet die hiesige Feuerwehr kommenden Sonntag Vormittag eine große Uebung und am Samstag Abend im Casino - GlaSsalon eine Festtneipe, die ein recht heiteres, gemüthliches Fest zu werden verspricht. Zu derselben sind alle unterstützenden Mitglieder der Feuerwehr und die befreundeten Vereine freundlichst eingeladen worden. — (Beim nächsten philharmonischen Concerte) wird auch der uns bereits bestens bekannte Ela» Viervirtuose Herr Wilhelm Treiber aus Graz mitwirken und uns neuerdings Gelegenheit geben, seine Künstlerschaft zu bewundern. Herr Treiber glänzte gestern in der Reihe der Virtuosen in einem Concerte in München. — (Theaternachricht.) Herr Theaterdirector Kotzty führt unS am Freitag den 14. d. eine Sängerin vor, die dem heimatlichen Boden Krains angehört, die höhere Gesangsschule in den Kunststätten Italiens durchgemacht, in Italien stch bereits einen Namen erworben hat und demnächst im Coventgarden-Theater in London als Primadonna ihr Engagement antreten wird. Fräulein Irma von Ielouöel-Fichtenau. bekannt unter dem Namen „Irma de Sassi", wird uns den angedeuteten Theaterabend mit folgenden Gesangspiecen würzen, und zwar 1. Arie au« „Guanariz", Oper von Carlo Gomez; 2. „1.3, ku^i-tivk", Lied von Favi, und spanischer Bolero; 3. Arie mit Variationen aus der Oper „Die Krondiamantcn" von Auber. Wir sind dcr Direction für folche Kunstgenüsse sehr danlbar und werden nicht säumen, uns am 14. d. recht zahlreich in den Theaterräumen einzusinden. — (Die slovenische Bühne) bringt am Sonntag den 16. d. das dreiaclige Singspiel „Der Tambour von Puebla" zur Aufführung. — (Gefunden) wurde am Hauptplah ein Perlbeutel mit Barschaft. Derselbe wurde im Polizeibureau des hiesigen Magistrates abgegeben. — (An thätige Bienenzüchter in Krain) werden demnächst Bienenstöcke, die aus der Reichssubvention fUr Bienenzucht angekauft wurden, zur Verlheilung gelangen. — (Russischer Lein- auch Waldsame) wird an die Besteller von der lrainischen LandwirthschaftS» gesellschaft verabfolgt werden. — (Dem Sanitätsberichte) des Stadt-physitats in Laibach für den Monat Februar 1873 ent« nehmen wir: 1. Meteorologisches. Das Monatmiltel der Temperatur war — 1 0"(5., niedriger als das des Monats Jänner. Das Maximum betrug -j- 10 6"<ü., das Minimum — 13 2"0. Von 4. bis 11. und von 23. bis 28. über dem Normale, sonst unter demselben. — Mittlerer Baro» meterstand 736-65 Millimeter. Der höchste, fUr Laibach un< gewöhnlich hohe Stand am 19. Februar: 752 22 Millimeter; der niederste den 28. Februar: 722 08 Millimeter. Vom 11. bis 23. Februar fand die ersehnte Eisbildung statt. Das Monatsmittel des Dunstdrucks betrug 4 1 Millimeter. Das Monatsmitttel der Feuchtigkeit 93 4 Millimeter. Die Höhe des monatlichen Niederschlags erreichte 140.25 Millimeter. Das Maximum war am 27. Februar: 38 25 Milli- meter. Es gab 12 Tage mit Nebel, 8 Tage mit Schnee, 6 mit Regen, 1 mit Schnee und Negcn. Herrschende Winde: anfangs des Monats Südost, in der Mitte deS Monats Nord und Nordost, feit 23ten Südwest. 2. Morbilität. Diefelbe war gegenüber dem Monate Jänner in entschiedener Zunahme begriffen. Der Kranlheitscharalter war der entzündliche, doch kamen auch contagiöse Krankheiten, wenn auch vereinzelt, doch häufiger als im Pormonate zur Behandlung. Vorherrschend waren Entzündungen der Rachenorgane und des KehltopfeS, der Luftröhre sowie der Bronchien, Anginen, Pharyngitis, Ton-sillitis, hin und wieder als Croup und Diphteritis. Ziemlich oft, wenn auch weniger häufig als im vorigen Jahre Lungen-, Rippen- und Brustfellentzündungen, Typhus, Scharlach und modificierte Blattern vereinzelt. Drei Scharlachfälle in Form des Scharlachfriefels gingen mit bedeutender Rachen-affection einher. Darmlatarrhe mit Diarrhöen, Keuchhusten, Bindehautlatarrhe der Augenlider kamen öfter zur Beobachtung. (Schluß folat.) — (Theaterbericht vom 12. d.) Karl Görlitz bringt in feinem socialen Intriguenstuck „Moderner Schwindel" nicht nur sociales Blendwerk, unschädlichen modernen Schwindel, er führt uns sogar eine erkleckliche Zahl von Verbrechen vor, die — das Gesetz der Moral tief verletzend — schließlich unbestraft bleiben und nahezu einen lomifchen Abschluß finden. Einen günstigen Erfolg konnte dieses Bühnenwerl in zweiter Linie bei uns schon deshalb nicht finden, da der Träger der Hauptrolle, Herr Wauer (Ernst Liers), seines Partes höchst unsicher war; er fand überdies bei feinem Gedächtnisleiden noch Genossen, die dem schnellen Gang der Handlung störend entgegentraten, Frl. Bram villa hat ihren Part (Amalie Ionston) meisterhaft durchgeführt, erhielt hiefür großen Beifall und die Auszeichnung mehrerer Hervorrufe; lobenswerth wirkten auch Frl. Brand (Leopoldine) und Frau Kroseck (Lea). Das fchwach besuchte Haus zollte diesem „modernen Schwindel" keinen lauten Beifall. - (Nr. 10 der „Neuen Illustr ierten Zei-tung") enthält Illustrationen: Dr. Eduard Herbst. — Wiener Straßenbilder. — Unter dem HauSthore. — Der Kastanienbrater. — Graf IuliuS Lzapary, ungarischer Minister des Innern. — Stanislaus FigueraS, Präsident dec spanischen Republik. — Emil Castelar, spanischer Minister der Aeußern. — Spanische Bauern. — Ueberfall eines Eisenbahnzuges von Carlisten. — Der Mond. — Text: Dr. Eduard Herbst. — Wiener Chronik. — Wiener Straßenbilder. — Eine Heldenthat der Carlisten. — Auf Reifen. Wiener Roman aus halbvergangener Zeit. Von Johannes Nordmann. — Wiener Briefe. — Spanische Gestalten. — DaS deutsche Theater in Elsaß. — Graf Julius SzapaN), ungarischer Minister deS Innern. —-Emil Castelar und Stanislaus Figueras. — Die Stiefmutter, Erzählung aus dem Ungarischen deS Ludwig Tolnay. (Fortsetzung.) — Der Mond. Phantasiestuck von Friedrich Haßlwandcr. — Autogramme von Dr. Eduard Herbst und Johann Strauß. — Kleine Chronik lc. Neueste Post. (Oristinal'Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Berlin, l«. März. Der NeichStag wurde durch den Kaiser eröffnet. Die Thronrede stellt Gesetzesvorlagen über die Umgestaltung des deutschen Festungssystems, die Kriegsmarine, ein allgemeines Vtilitärgesetz, vandesleistungen im Kriegsfalle, die Verbesserung der ttage der Neichsbeamten, Offiziere und Unteroffiziere, Reformen im Münz« und Postwesen, Aufhebung der Salzsteuer, Vorlagen betreffend eine Uebereinkunft mit Frankreich, woraus hervor geht, daß es mit den Zahlungen den verabredeten Terminen weit vorauSgcellt ist, in Aussicht. Hoffentlich ist daher der Augenblick nicht ferne, wo die gänzliche Räumung des französichen Gebietes möalick itt. Die Veliebunaen des deutschen Reiches zu allen auswärtigen Staaten rechtfertigen das volle Vertrauen, mit welche"» der Kaiser auf die Erhaltung einer fortschre« tenden Befestigung deS Friedens rechnet. D«e-ses Vertrauen schöpft seine volle Berechtigung aus den freundschaftlichen Beziehungen 3« den Herrschern der mächtigen Nachbarreiche, welche eine Bestätigung und Kräftigung durch d«e Monarchenbesuche in Berlin erhielten. Telegraphischer Wechselcurs « vom 12, März. ^. Papier-Rente 71 30. — Silber-Rente 73,75, -, !»<"" StaatS-Anlehen 10175. - Vanl-Nctien 981. - 2rcblt-Nc"" 339 25. - London 109 10. — Silber 108 15. — K. l. Mnz Ducaten. NapoleeuSd'or 8 73. Handel und UolkswirUchastlM Uaibach, 12. März. Ans dem heutige» Markte si>^ "' schienen: 12 Wagen mit Getreide, 8 Wagen mit Heu und V'l ^ (Hen 95 Ztr.. Stroh 28 Ztr.), 24 Wagen und 2 Schlft« ^ Klafter) mit Holz. Dnrchschnitts-Preise. fl. lr. ft. lr. st^ll.^fi^.' Weizen pr. Metzen 6 50 7 60 Vulter pr. Pfund - 44 - ^ Korn „ 4 20 4 46 Eier pr, Sulck — N'" Gerste „ 3—3 40 Mllch pr. Maß - 111 ^ Hafer „ 2-26 Rindfleisch pr Pfd. -24^ Halbfrncht „ -------5 48 Kalbfleisch „ - 27 ^ ^ Heiden „ 3 39 3 82 Schweinefleisch« - 28 ^ Hirse „ 3 20 3 14 Lämmernes pr. „ — 24-"^ Knlnruh „ 3 40 3 70 Hendel pr. S'ilcl — 50 - ^ Erdäpfel „ 180------- Tauben „ .. 18 ^ Üinsen „ 5 40------- Heu pr. gentner 140 " ! Erbsen ,. 5 60— Stroh „ -90^ Fisolen „ b----------- Holz,hart.,pr Klft. .- - °A Rindsschmal, Pfb -55------ - Weiches, 22" - ^ Schweineschmalz „ — 40------- Wein. rnth., Eimer .10 Speck, frisch, „-30------- -weißer,. --1^ — geiÄnchert „ — 42------- Augekommene Fremde. Am 11. März. . «»»!«> «5«es««t. i!öbl, Kfm., Mllnchcn. - Novotm, l ,' Verpflcgsverwnllcr, Finmc. - Noßmann, MndolfSwerth' ' Kovaiit, Dechant, und Hotrliar, Eooprrator, Treffen. - O">.,V Trieft. — Wander, Fabrikant, Schünlinde. — Pollal, Dcch""' Halelbach. ,., »vT«! «T«««l KV«««. Trinll, Reinhardt, Hübscher, K"'" heim, Kflte.; Waldherr, Friedman,,. Gewich, Glaser, W'c» < Radanovii, (isstg. -- v. Goßlct, Privat, Hrastnig. — FlU' Trifail. — Pogaiuig. Zirlniz. — Neit, Stuttgart. ^ « Urliauiii, Hüslcin. ,. I»«»»,»»«». Karl und Valentin Dietschl, ssreudenthal. M'.' Parma. - Gomigtcl. Geschclstslciler. Iclschanc. — Debc>°' GcschtlftSlcitcr. St. Veit. - Moslon, Reis., Italien. - - Sch""°' Inspector, Wien. Theater. Heute: Zum Vortheile der Opernsänger,,, Nina Erle«^ " Fra Diavolo. Komische Oper in 3 Acten von Nub"^- NrieskaM der Reducion. Herrn M. in it: Der von Ihrer Partei aufqestcllle ^, didat 3t. ist eine politisch ,n nuliedeutmoc Persiwlichlell'^,,, daß wir ihm in nnscrm, Blatte den zur Ausnahme Ihres,<" gesendet" erforderlichen Raun, gewähren tonnten. Meteorologische Verachtungen ill Laiba 5 -Z M zz 5 :? ^ ' "Z U Z; ' 3l ^ __ Z »«g <2 M "^ ^-^^ 6 Ü. Mg. "726.^ ^ 2^^NW. schlüäch trllbe la" "2 2 „ N. 725,04 l- 9,« W. mäßig größlh. bew. Zftgc» w„ Ab.! 725.« -l^. 8.« ,SW. mäßigz trllbe ,. Vormittags ganz bewölkt, gegen Mittag abwechselnd ^ ^ ,ir»schein, Nachmittags zunehmende Vewijllnug, Abends Y<"^ llhr schwache Erdrrschlllternng. Nachts heftiger Slldwcfl. Taaesnliltel der Wärme ^ ^vll z<4/!» sichtlich einzelner Papiere bcmerlenswerthe Tendenzändernngen zu zeigen. Von Schranlemuerlheu waren Dampfschiff m» l'elchaitesten aesuchl, von «loulissepapieren >' ftne, und Vodcncreditaefellschaft »m stärksten offeriert. ^ ' ^. ^. Allgemeine Staatsschuld für 100 fl Geld Ware Einheitliche Staatsschuld zu 5 pEt.: in Noten verzinst. Mai-November 71.— 71.10 ^ ^ « Februar-August 71.50 71.60 „ Silber „ Iünnel.Iuli . 74— 7415 » « » »pril-Oltober. 74.— 74.15 «nlehen V.1839......315 _ giß... ^ „ l«54(4p«t.)zu2iX)fi. 98.50 99.— „ ^ 1860 ,u 500 ft. . . 104.65 105.- " " ^^ »" ^l" ll. . . 122 50 123.50 " "<^^'"«?"H..' 146.50 147... Staats-Domänen-Pfandbnes« zu 120 fi. ». W. m Silber . . ,15.50 11^75 ». Oru»dentlastung«-Vblittation«n für 100 st. Geld W«,« »»hmen . . . zu 5 p«lt. 94— 95.-Valizien .... ^ 5 ^ 79.50 80-»iilderüfierreich . . ^ 5 ^ 94.50 9k».-Obnvfterreich . . ^ 5 ^ 90. - 91.— SubenbUrgeu . „ Ü „ 79.50 80.- «teimnarl . . . . b , 90- 91.— Ungarn .... . 5 „ 82— 82.50 «. «nder» bHentliche Anlehen. Oeld Ware »"'Nuul'guliernngs-LofezukpEt. 99.- 99.50 UngLllenbahnanlthtn zu 120 st. ,. "' ^ ?'^" ^u b p«t. pr. Stück 101.75 102 -Un«. Pr««,enanl«h«n ^, im ft »W.pr. Stück.....102— 102 2b Oeld Ware Wiener ilommunalanlehen, rückzahlbar 5 p«t. für 100 fl. . 85.90 86.10 >». Vctien von «ankinstituten Geld Ware «nglo-üsterr. Vanl .... 320 50 321. Vankverein.......390.— 391.- Bodencreditanstlllt.....294.— 29«.- Kreditanstalt für Handel u. Gew. 340.25 840.75 Creditanstalt, allg. ungar. . . 188.-- 189.— Depositenbank......125.50 126.25 Escomptegtsetlschast, n. ö. . 1185.—1195.— Franco-iisterr. Vant .... 152.-> 152.25 Handelsbank.......319.50 320.-- Nalionalbanl......982.- 984.— Unionbanl.......»53.75 254.— Vcreinsbllnt «» Vez. N. . . > 219.50 220.-. Verlehrsbank.......228. - 228.50 «. Vetien von TransportUuter-nehmnngen Geld Ware «lf»lb-Fium°ner-Bllhn . . 173.- 174.— Vühm. Westbahn.....—.— -.._ Karl.Ludwig-Nahn.....226.75 227 — Donau-Dampffchiff.-Gesellschaft 69!j — 69L _ Elifabeth-Westbahn.....246 50 247 — Elisabeth, Westbahn (Linz-Vud- tteiser Strecke).....—.— __._^ Ferdinands-«°rdbahn. . . 2285.. 2290 — Fünftircheu-Varcser.Vahu - -.^ Gelb Ware Franz-Ioseph-Bahn .... 224.— 225.— Lemb.-Czern.-Iassy-Vahn . . 151.— 152.- Aoyd, vsterr.......t»85.— 590.— Oefterr. Nordwestbahn . . . 2l8.- 218.60 Rubolfs-Vllhu......169.— 170-. Siebenbllreer-Bahn . , . . 174... 17425 Staatsbahn.......833... 834.— Slldbahn........189,— 189.25 SUdnorbd. Verbindungsbahn . —.- —.— Theiß-Bahn.......2S6..- 239.-- Uugansche Nordostbahu . . . 153,75 154.25 Ungarische Ostbahn . . . . 129. 129.50 Tramway.......368.— 869.— I'. Pfandbriefe (für 100 st.) Gelb Ware Nllgem. üsterr. Vodencreditanstalt verlosbar zu 5'/. in Silber . 100.» 100.50 dto.in33I.iuckz.zu5-/, in ö.W. 88.— 88.50 Nationalbanl zu 5'/, i). W. . . 90.40 90.60 Ung.Vodencreditanstllltzu5'/.°/, 86.25 86.50 «. Prioritätsobligationen. Geld Ware Etis.-Weslb. in S. verz. (I. Em.) 92.75 93.— ßerd.-Norbbahn in Silber verz. 102.25 102.50 Frz.-Ios.-Vabn „ „ „ 100.50 100.75 T.«.-Lubw.'«. i. S. verz. I. Em. 101.50 102.— Oefteir. «ordweftbahn . . 100.60 100.90 Gelb A75 Siebenb. Bahn in Silber verz. . l>1.5" ''».Ä Sta°tSb.G.3'/^5WFr. „«.Cm. 129.^ ^-Slldb..O. 37, Ü500 Fr. pr. Stllck 109.b" SUdb.'G. ä 200 si. zu 5«/. M ^ 9ö.lb 100 ft.........9b.- Südb.. Von« 6 °/, (1870-74) ^..^ ü 500 Fr. pr. Stuck . . - 17'^ 79-^ Ung. Ostbahn für 100 ft. . - 7^"' «. Privatlose (Per Slilck).^ ^e LredilanNalt für Handel u. Gew. ^, jg9-' zu ilXl fl. il. W.....lMA ib.50 Nudolf-Sl.ftuna zu 10 st. - /^' ,. Mechsel (3 M°natt^^ Oort Augsburg, für 100fi.sildd.W. - ^'^ 9Z^ Yranlf. a.M.,für100fl.s«db.W. "^ ^.^ Hamburg. fl,r 100 Mark V°nco ^-^ i<)9>" London, fllr 10 Pfund Sterling 1"^ 4»." Paris, für 100 Franc« . - - ^ ». Curs der Oeldsorte". ^ Geld . st 1s "' it. MUnzbncaten . 5 st. 17 lr. " '^ 74 " Napolconsd'or . . 8 „ 73 ^ , , 6Zi^ Preuß. Kassenscheine 1 „ 63 „ " 30 " Silber ... 108 ^ I» ^ ^° ltramische Grundentlaftung« - ^O"e. ss'" Privatnotiernn«: 6K.70 K«d, «"