Nr. 135. Mittwoch am 14. Juni ______1865. Die „Laibachtl Zeitung" rrschmit, ,»«« Äl!önal>»»c drr ^HM^»Vi»l». Änscrttonsgebllhr flir ri„c Garmond? Spaltenznk Sonn- und Fcicrtagc, läglich. mid lostrl snniüit dln ^3^^ ^MW«^ck °^^ ^kn Namn dcrselden, ist flir Imaligt Linschal- Vtilagcn im Comptoir ganzMrlg il si.. hnlv- ,^W^^W^ ^^^^ wngßlr., für 2malige8rr., für 8malige 10 lr. u. s, w. jöhrlg 5 si. 50 lr., mit Oreufband im Comptmr ^MW ,l?^»^M ««^ ^" ^" ^^llhien ist noch der Insertions - Stempel glMsj. 12 fl., ylllbj. 6 si. Für die Zustellung ill's ^Wn«ÄW^^WWV^ ^ ^^ ^' ^ ""^ jedesmalige Einschlllwng hinzu zn Han« sind hlübj. 50 lr. mehr zn entrichten. Mil rechnen. Inserate bis 10 Zeilm losten 1 si. «0 lr. der Post portofrei ganzZ., unter Kreuzband und ye- ^V^^^WWWW^^ lür 3 Vlal, 1 si. 40 kr. ftlr « Nal und 90 lr. ftlr brncktcr Adresse 1b fi., halbj. ? si. 00 lr. ^ ^^ ^"'^ Inbegriff des Iusertionsstemptls). Des h. Feiertages wegelt erscheillt die llächstc Nummer am Freitag. ^c. l. l. Apostolische Majestät haben nachstehendes Allerhöchstes Haudschrcibcll allcrguädigst zn erlassen geruht: „lieber Graf Zichy. Nachdem jene bcllageus-werthe» Zustände, welche Mich im Sinne Meiner Enlschließuug vom 15). Mai 1801 nnd ÄtcineS Handschreibens vom 5>. ^iovembcr 180l zur cinstwciligcu Beschränkung des gesetzlichen Wirlnngslrciscs Meines unanvischen StatthaltcrcirathcS, so wic znr ansnahmö-'vrisci, Ucbcrwcisung beslimiulcr, gegen den Äcstand der ösfcullichcn Ordnnng und gegen dic Sicherheit von Personen nnd Eigenthum gerichteter strafbarer Handluugcn an die Militärgerichte in Meinem Kö> uigrcichc Ungarn, endlich znr Ausdehnung der Straf-jnrisdiktion derselben ans die daselbst angestellten k. t. Ziuilstaatsbcamlen, Diener nnd dic Finanzwachmann, schast bewogen haben, dcr allgemeinen Nuhc nnd Ord> nuug gewichen sind nnd Ich znucrsichllich erwarten zu lönnen glaube, daß alle auf die Wiederkehr jener Zustände abgesehenen etwaigen Umtriebe an dem gc> snndcn Sinilc dcr treuen Bevöllernna McincS Köniss» rcich>,'c< Ungarn >md nn dcr Wachslinilrit der Bchördc» scheiteln »vcrdcn, finde Ich dcn dnich M^in ol'crwähll' lcsHandschreiben zcitwcilia bcschräliltcn Wii^inaior> zugehen haben werden, die als Auhaug zn dcr in Meinem Königreiche Ungarn in Kraft bestehenden Preß. orduuug vom 27. Mai 185,2, dcu, in '/. beifolgenden Entwürfe gemäß zn erlassen ist und dcr Ich hicmit Meine Gcnchmiauug ertheile. Ich beauftrage demzufolge nnter Einem Mciucu Kriegsminister, dic betreffenden Militärgerichte anzn< weisen, dic bei denselben lraft Meiner Entschließung vom !5>. Mai l^lN nnd VicincS Handschreibens vom 5>. November 18M gegen Ziuilpcrsonen oder Finanz. Wachmänner anhängigen Untersuchungen bis zum obgc-dachtcn Tagc thnulichst zn beendigen, die allenfalls uu ».'»lebigl gebliebeueu Auzcigcu nnd Untersuchungen aber nn Meine kümglichc Gerichtstafcl in Pest zu übermitteln, welche dieselben nach der Beschaffenheit des Falles entweder selbst zu behandeln, oder aber in Gcmnßhcit dcr bestchcndcn allgemeinen Kompctcuzvorschrifteu au die zuständige» Gerichtsbehörden znr geeigneten ?lmlö-lMidlnng zu leiten haben wird. ^nr Besorgung dcr dem l'lm^U'nm-n'^liinm-Dircltuiate zntoinmendcn Obliegcuhcitcn, von welchcu alle Kanicral- uud Zivilgeschäflc fcldslr>crslnudlich ausgeschlossen sind, genehmige Ich dic Bestellung dcö braulnigtcn Personals, wic selbcs iu dcu Staalöuor« nuschlag für das Jahr 18(>5i eingestellt ist, lind bc« "»slragc Älcinc ungarische Hoftanzlci, wegen Vescz» ^>!!>N bieser Picüstposlcil nach Bedarf day ^rforder» llchc uurzukchren. Ich gestalte ferner, baß dic sogenannten Tabu« ^rangclcaenhcilen (Prozesse, in welchen die lönigl. Tascl in erster Instanz zn entscheiden hat) bei Mciucr ^»'glichen Gclichto,afcl im Sinnc Mcincs Ncskriptcö s/"" "ü. Inz>> l.^s;i j,i cincin Senate von mindc» wcrd °^' ^'^'"n und cilicm Borsitzcudcn verhandelt Ofen, am 8. I,ni 1865. Franz Joseph m ^." Richlalllllich^l Theil. itaibach, l:;. Juni. Dic Frage, inwiefern dnrch die Anwesenheit Sr. Majcsiät in Ungarn die Gemüther umgestimmt, die Partciausichtcn gcllärl worden siud, läßt sich noch nicht gcnan bcanlworlcn, drnn dcr sscstjubcl hat den Parlciorgauen nicht Zeit gclasscu, sich zn äußern. Man lann daher die ncuc Situation uoch nicht nbcr-schancn. Am tlarstcn nud dcr Wahrheit vielleicht am nächsten tommcnd, dürfte sich Paul u. Somssich dar» ndcr alisgesprochen habcn. Er schreibt im „Pcsti ')iaplo" : „Nach oicscm löniglichen Bcsnch lönncn wir übcr, die Schwicrigtcitcn dcr z>l lösenden Fragen ohuc Biltcrlcit nnd Leidenschaft sprechen, loufcrircn, diici ^cgc»scie Ordnung in Mcxilo ist dic jetzt crworbelU' Gewißheit, daß dic französische Regierung dem neuen Kaiscrthum weder frische Sol< datcn uoch ucuc Gcldvoischüssc und Anlchcu vcrwci-gcrn wird; daß sic die Pazifiziruug dcS Rcichcö und dic Acfestlgnug dcS laiscrlichen Thrones iin Fort-schlille begriffen sieht nnd die Erklärungen dcS Wa^ shingloncr 5tadincli«, ohuc Sympathien sür daS nenc jünserthnm, abcr auch ohne feindliche Bornrthcilc gegen dasselbe zn sein, volllommcn befriedigend findet. Die letzten Nachrichten rcichen bis znm I5>. Mai. Sie enthalten folgendes: An dcr nördlichen Grenze siild die französische!! nud die laiscrlichen Trnppcn derart cchelonnirt, daß die nmringtcn anfsländischen Trnppcn dcS Generals Ncgrctc cincr vollslandigcn N'icdcrlagc nicht entgehen löuncu. In Sinaloa habt'.', die Frauzoscu die Straßen von dcn Gncrillcw gcsäu-bcrt. Biltoria, der Hnnpwrt des Departement Ta> maulipas war iu der Gewalt Ncgrctcs, abcr die Ex-pcdilioustruppcu waren im Anmärsche, nm dcn Feind zum Aufgcbcu dicscr cphemcrcu Erubcrnug zu zwingen. Iu Michoacan hat dcr laiserlichc Gcucral ^a Mad» rcid dcn Bandcnchcf Ugaldc geschlagen uud dcr bcl» gischc Hauptmauu Bocarme die Truppe EastilloS vcr< sprengt. Dicscr Evfolg hat dcn Handelsverlehr zwischen Toluca und Morclia wieder hergestellt. Im Südcn dcö Deiches herrschte fortwährend Rnhc. Dic ncuc östcrrcichischc Anlcihc. 5 Wien, N. Inni. Ini Abgeordnetenhaus,.' ist am Schlüsse dcr ucr-wichcncn Woche durch den Finanzminislcr ein Gesetz' cnlwnrf eingebracht worden, nach wrlchrm zur Del-tnng dcr Bcdnifnissc sür daö laufende nnd nächste Jahr cinc Krcditopcralioll iu dem Betrage vo» 116 Millionen bcwilliact werden soll. Die gesummte For-dcruna zerfällt in zwci Gruppen, nämlich ein Aillehm znr Tilgung dcr Bankschuld und dann zur Bedeckung der Staalserfordernissc in den beiden Verwaltung«-jähren 1805) nnd 1800. Die geforderten Summen der ersten Gruppe im Betrage von 90.^ Millionen gehören nicht znr Bcdccknng cine« neuen Defizits odcr eincS unerwarteten Abganges, sondern sie sind dic Bcdccknng dcr Banlschnld. Die Bedeckung des eigent-lichen Defizits beträgt 20., Mill., nämlich 7 Mill, zur Bedeckung des GcbahrnnaSdrfizits im Berwal-tungsjahrc I8 nnd 180i! nnd .'l.. Mill, znr Bestreitung dcr Subventionen der Eisenbahnen. E<ü ist nnn bekannt, daß die dcr Banl übe,. gcbcncn Staatsgüter nicht nnr dcn Zweck gehabt ha-ben, dic Domäucnschuld sicher zu stellen, sondern rs sollten dic Einkünfte nnd PirlanfSerlösc dcr Güter die zur Hcrbcischaffnng dcr zur Zahlung der Schuld crsoidcrlichcn Millcl bieten. Die bisherigen Ersah-ruugcn übcr dcn Fortgang des Domanrnverlanses haben nbcr gezeigt, daß die Velwcrthung derselben dic vollständige nnd rechtzeitige Rcalisirung der dar» ans haftenden Bankschuld in dcn durch das Uebrrtin-lommcn vom I. 1^03 fcstgrschtcn Terminen, ,md zwar schließlich bis letzte», Dezember 1800 nicht e,-möglichen wcrdc. AnacsichtS dieser Uninöglichkeil tritt nun die Nothwendigkeit ein, jene Maßregeln zu trcf« fcn, die dazn dicnc» sollen, un« ungeachtet der Un-znlänglichtcit dcr dnrch die Banlalle verfügbar gestell» lcn Mittel dennoch dem Prinzipe der Banlaktc, dcr vollständigen Tilgung dcr Schuld an die Bank mit Ende Dczcmbcr 1800 nicht nntrcn zu werden. Jene Maßregel besteht nun in dcr erwähnten Kreditoplla« tion nnd sucht der Finauzininislcr in dcr Gewillignl'g cincr Anleihe bis zu dcr Snmmc von i»0 Mill, cine Dcck.ing für dcn Fall, daß der Vcrlanf selbst „m zn gcdrücklcn Preisen geschehen könnte vdcr Vorschiisfc nnr zn schr hohcu Zinscn zn erlangen wärrn. Wir glauben demnach, daß dcr Minister hirr nach dem richtigen Prinzipe vorgeht, daß jede Waare besscr an dcn Mann zn bringen ist, wenn man sie nicht losschlagen muß. Vci dem Umstände nun, daß die Fordcrnngspositioncn dcr rrstcn Grnppc Bedeckungen dcr alten Staatsschuld sind, wic sic die Gankallc uormirlc, muß nnn dcr ltrcdilfordclnng dcr Finanz-lcitnng dic Bewilligung ertheilt werden, da die Bank-alle besteht nnd weder gcändcrt werden soll, noch so leicht geändert werdcn könnte. Was nnn die Staats» bcdürfnissc betrifft, die in dcr zweiten Grnppc anfgr-stellt sind, so muß hervorgehoben werden, ouß die Gcbahrung des Jahres 18t^ in scincr vicrzchnlnonut. lichcu Periode von »„günstigen Resultaten begleitet war. In diese? Periode vlicbcn die Einnahmen gr^cn das im Fiunuzgcsctzc fcslarstelltc Prälimiuarc nnr :^>,^ Millioucn znrück, wobti sich allerdings auch die Ausgaben iu, Ganzen nur 8.^ Millionen niedriger stellten. Zieht man jedoch in Rechnung, daß nahezu 14 Millionen dcr Mindereinnahme uns den nicht bcwcrlstclllgtcn Verlaus dcr StaatSgntcr entfallen, daß abcr auch in Folgc dcsscu dic präliminirtcn Ab-zahlungcn an dic Bank im Bclragc von 10 Mill, nicht cffcltuirt werden konnten, so erhalten wir onk zur Beurtheilung dcr Finanzlage maßgcbcndc Ne-suitat, daß dic Mindcrcinnahmc aus direkten uud in« direkten Steuern nahezu AO Millionen und zugleich dic Ausgaben ein eigentliches Mehr von 7.^ Mill, ausweisen. Die verminderten Steuereinnahmen sind allerdings cinc bctlagcnswcrlhc Erscheinung, sie ver-danlcu abcr ihre Entstehung nur AusuühmbverlM-nisscu. Dahin gehören dcr Mißwachs in Ungarn, dcr amcrilamschc Krica, welcher gleichzeitig, wo dcr ^lllldbau unter Mißwachs litt, dic unscrc Industrie 54«> am tiefsten erschütternden Krisen erzeugte. Außerdem verursachte der schlcöwig'holstcin'schc Krieg nicht prä-liminirtc Mchrauslagen, so daß ein konzentrisches Zusammenwirken ganz verschiedener Kräfte das Resultat einer starken DcfizitSvcrmchruug erzielte, für daö der Finanzminister ebensowenig verantwortlich gemacht, wie ihm daraus ein Vorwurf gemacht werden kann, wenn er die nnvorgcschencn gesteigerten Bedürfnisse dadurch zu bedecken suchte, indem er anderen Zwecken die Mittel für ihre Bedeutung entzog und sie in der Weise verwendete, wie cö unter solchen Umständen nothwendig geworden ist. Ans dieser Darlegung wird einleuchtend, daß, wie hoch die Anlchcnsziffcr erscheinen mag, doch keine Veranlassung zur Beunruhigung geboten ist. Wäre die Last der Vcmkzahlungcn, die große und schwere Opfer erheischen, aber in gleichem Verhältnisse das glückliche Resultat der Herstellung der Valuta zur Folge haben werden, bereits abgewälzt, so würden Krieg und Misiwachs keine so tiefgehenden Wirkun-gen ans die Finanzlage hervorbringen nnd die An» spammng des Kredits in dieser Höhe erfordern. Nach» dem nun mit dem Jahre 1866 diese Last abgewälzt, die Valuta hergestellt, die Iudustriclrisis übcrwnndcn nnd dadurch, wie durch die bis dahin zu Staude gekommenen Organisirnngcn ein rcduzirtcs Normalbud« get ermöglicht sein wird, so tonnen wir schon von dem Jahre 1867 ab, in dem nach der Zusicherung des Finanzministcrs kein Defizit stattfinden foll, eine wirksame Besserung unserer Finanzlage uud der gc-sammttn Verhältnisse, wie denn auch ciuc Steigerung der Elirägnissc aus den Kommuuikationsmittcln erwarten, dadurch der leidige, dem Staatskrcdilc nicht vorthcilhaflc Streit mit Nachtragszahluugcu sein Ende erreicht nud das ^iormalueshältniß zwischen den snl^ uenlionirtcn Bahnen und der Staatsverwaltung wio der hergestellt sein wird. Und in der That hiircn wir schon jctzt, daß die staatliche Unterstützung bei der Elisabeth^Westbahn sich verringert, nud das; die Donau« Dmuvfschifffahrlsgcscllschaft uud die böhmische Wcst-bahn dcr Staatshilfe schon in diesem Jahre ganz werden entrathcn können. Oesterreich. Trieft, 13. Juni. Telegrammen aus Alcxandricn von gestern zufolge sind dort vereinzelte Eholcrafüllc, vielleicht in Folge von Einschlcppnugcn aus Ostindien, wn die Cholera schon lange herrscht, vorgekommen. Die Lloydvoote werden daher mit z^wiit^ 1>,i!t!<», abgehen. Koutumazcinrichtungen sind hier aber deßwegen nicht zu befürchten, da, so viel wir wissen, eine Uebcrcinkunft zwischen Oesterreich, Frankreich und Italien besteht, nach welcher iu Folge von Eho> lcra»Erkrankungen in dcr Levante keine Quaranlaiue abgehalten wird. Die Sache ist überhaupt von sehr geringer, wenn nicht von gar keiner Bedeutung, nud in der heute Abend abzuhaltenden Sitzung des slädti« schcn Ausschusses, in dcr mau sich, dem Vernehmen nach, mit der Angelegenheit beschäftigen will, wird man wohl zn derselben Ueberzeugung kommen. (T. Z.) Venedig, !). Juni. Die Kaiscrrcise nach Un< gärn llbforbirt natürlich auch hier die Hauptinteressen und aus dcu niedergeschlagenen Mienen unserer be- kanntesten Italianissimi läßt sich lesen, daß die Versöhnung der tapferen Uugarn mit ihren Brüdern dieß« seits der Leilha einen derben Strich über die Berechnungen und Hoffnungen jener gezogen hat, welche mit den ungarische»! Revolutionärs lotettircn. Welche Wichtigkeit hier in gewissen italienischen Kreisen der Ncise Sr. Majestät des Kaisers nach Ungarn beigelegt wird, erhellt am Besten ans der Thatsache, daß unsere Signori eine bedcnlcnde Kollekte veranstalteten, um Pcrsoucn ihres Vertrauens nach Pest zu senden, welche ihnen, da sie sich ans die Berichte nuscrcr Blätler nicht verlassen wollten, wahrhcilsgclrcne Schil-dcruugcu über den Empfang Sr. Majestät des Kai» scrs, als die Stimmuug überhaupt uud über die Chancen eines Ausgleiches einsenden sollten. Schon die ersten Telegramme über die Ankunft und den Empfang des Kaisers in Pest wmcu starke Schläge für die Hosfuuugcu unserer Italianissimi. — Das Telegramm, in welches wir durch ciucn Znfall Einsicht zu nehmen im Stande waren, lautete wörtlich: tici — i'uliu, immens ^ ^iiilnll» ^0n^rul(! brauch zn machen, wobei zwei juugc Leute ziemlich schwer verletzt wurden, dcr Rest aber die Flucht ergriff, auch von der Patronille wurde ein Mann leicht verwundet. (F.) Uusland. Natzebnrss, i). Juni. Der Landlass wird nachEr« lcdignng der Tagesordnung wieder geschlossen. Dem Vernehmen nach dankt Herr v. Bismarck in seiner verlesenen Antwort für die durch eine Deputation überreichte Landtagsadrcssc und verspricht, daß das Möglichste gethan werden M, um die iu derselben ausgedrückten Wüuschc des Landtages z» erfüllen. Wie man vernimmt, wurde an diese Mittheilung keine Landtagsdislussion geknüpft. Paris. In dcu Debatten dcS gesetzgebenden Körpers führt die mexikanische Frage immerfort wie« der zu ncncn hitzigen Auslassungen. Am «. unterzog Jules Faurc die Expedition in langer Rede einer scharfen Kritik, er bezeichnete die Lage des Kaisers Maximilian als eine vrctürc nud sprach die Vefürch- tuug aus, daß es z>, ciucm Konfliklc mit dcu Vereinigten Staaten lommcu könne. Ehaix-d'Est-Ange bemühte sich, darznthnn, daß die Stellung dcs Kaisers von Mexiko keineswegs eine prekäre sei, und erinnerte in Bezug auf die Vereinigten Staaten an dic friedlichen letzten Worte Lincoln'S, das politische Te-stamcnt des verstorbenen Präsidenten. Die zukünftige Politik dcr Vcrciuigtcu Staaten werde voraussichtlich eine dem Gcistc dieser Worte en»sprechende sein. Mal- und PromnMl-Vllchrichten. Laibach, 14. Juni. Die schriftliche und mündliche Prüfung dcr am hiesigen Gymnasiuni angemeldeten Privatistcn, wird für das II. Semester schun am 12. uud l.'i. Juli stattfinden. Waun dcr, wegen dcr vorznnchmc.ndcu Bauten früher als sonst eintrete» sollende Schluß dcs Schnl jahrcs stattfindet, ist noch unbestimmt. — Wie uns versichert wird, ertheilt dcr vormalige hicrstädtischc Bau-Inspektor Herr Josef <^' e r n y am alten Markt Nr. A.'j uncutgclllichcn Bcirctth in allen Bauangelcgcuhcitcu, was gewiß für viele Bau-herrcu willkomnum sein wird. - In Bleib erg (Kärulcn) hat mau am 7. Juni Nachts nach 12 Uhr ein Erdbeben in vier Slö-ßen verspürt, -Man schreibt der „Tgpst." aus Rann: Am Pfingstsonntagc wurde im Bade zu 6'ate/ cm Mann betreten, als er cbcn einiges Quecksilber in das Aassiu schüttele. Zur Rede gestellt und nüter« sucht, steigerte sich seine Verlegenheit, als man einiges Quecksilber uud eine Quantität Arsenik bei ihm vorfand. Da er über die Ursache dcS Besitzes, so wie auch über seine Handlung keine Rechenschaft zu geben vermochte, wurde er dem k. k. Bezirksgerichte Land' straß zur Untersuchung eingeliefert. Dcr Manu scheint mit dcr Idcc nmgcgaugcn zu sein, durch diese Mittel das Koukurrcuzbad i)atc/. zu ruiuircn! — Sladtliauplmauu Uriza in Agram, von dem Lambcrgcr die Erlaubuiß zur Vcranstaltnng des Feuer-wertes erhalten halte, wurde von seinem Amte susvcn-dirt; wie dem „Waudcrcr" telegraphisch mitgetheilt wird, wurde diese AmlssuSpcnsion von dcr kroatisch-slavonischen Hofkcmzlci bestätigt und ist gegen U"'^ eine Untersuchung ans Anlaß dcr Explosion im ^"^, weil er sich durch die ciucm nicht geprüften Feuer-werter ertheilte Erlaubniß dcr Ucbcrschrcitung nnd dcS Mißl,»a»,chcs scincr VI>»»l«l,cs»n,,ifse schuldig gemacht. Feuilleton. Aus der Residenz. Im Juni. I). tt. „Die beste Frau ist diejenige, von der mau am wenigsten spricht", sagt ein oft citirtcr Phy-siologe dcr menschlichen Gesellschaft. Wenn dicscS soziale Axiom auch auf die gelehrten Kreise feine Anwendung findet, so muß man zugeben, daß unsere kaiserliche Akademie der Wissenschaften eine wahre — Lucrctia sei. Gleich dem Schah von Pcrsicn zeigt sic sich nur einmal des Jahres, am Gründungstagc, den 30. Mai, der Ocffentlichkcit. Leider nicht mit demselben Erfolge. Denn während die Politik des Orientes dem Schah in dieser Weise die Vergötterung seiner Völker wahrt, ruft die kaiserliche Akademie durch ihr jedesmaliges Auftreten stets wieder die alte Opposition gegen sich wach. Dic alten Klagen über die allzngroße Isolirung unserer Vertreter dcr Wissenschaft werden wieder laut, und die so oft gezogene Parallele zwischen unseren und den überrhcinischeu „Unsterblichen" bildet immer wieder den Epilog dcr feierlichen Sitzung in der Konversation und in den Journalen. Diese Klugen wurden, wie gesagt, bereits so oft laut, diese Parallele so oft gezogen, daß schon vor mehr als einem Dccenuium dcr bekannte Romanist Ferdinand Wolf gegen diese Opposition Namens dcr Akademie W die Schranken trat. In einem diesem Gegenstände gewidmeten längeren Aussatzc suchte er den Begriff einer Akademie der Wissenschaften festzu- stellen. Er betonte vor Allem, wie es die Aufgabe dcr Akademie einzig und allein sein könne, für die Erweiterung dcr Wissenschaft zu wirken und wie dic Verbreitung derselben von ihr andern überlassen vlei» bcu müsse. Es ist ganz zweifellos, daß Ferdinand Wolf in dicfcr Unterscheidung das eigentliche Schibo-leth aller deutschen Akademiker von damals iu konkretester Weise wiedergegeben hatte. Es mag dem chreuwcrthcn Gelehrten zu uicht geringer Befriedigung gereicht haben, in einer später geführte» Polemik auf diesen Punkt znrückkommcn zn können und die gefeiertesten Namen dcr dcntschcn Gelehrten«Republik als die Gewährsmänner seiner Anschauung anführen zu dürfen. Dies war vor mehr als einem Dccennium. Schwerer wäre es zu sagen, ob diese Devise der Akademie dcr Wissenschaften — Erweiterung fast im Gegensatze znr Verbreitung — auch heute uoch ihren alten Glanz zu bewahren wüßte, ob diese Devise anch heute noch die sämmtlichen Akademiker und „alle, die es werden wollen" nntcr ihrem Banner zu vereinen vermöchte. Wenn nicht alle Zeichen trügen, ging selbst für die gelehrten Kreise die Zeit über jene Devise zur Tagesordnung über, und eine mehr oder weniger offene Fahnenflucht hat in dieser Richtung unter den Rittern des Geistes stattgefunden. Mag es auch vorläufig uoch verfrüht erscheinen von einer „akademischen Linken" zu sprechen, so ist doch dic Bildung cincö „akademischen .1u«w-mNil!!i" bereits ein unleugbares kut> ^müj.M. Der Wunsch, zwischen Wissenschaft nnd Leben vermittelnd aufzutreten, dic Intcrcsfcn dcr ciucn mit den Interessen dcS anderen stets mehr und mehr in Einklang zu liriugcn und die schwer errungenen Erfolge dcr einsamen Gelehrten-stube auch dem weiteren Kreise auf dem Markte des LcbcnS zuzuwenden, dieser Wunsch zählt heute anch schon nntcr den Akademikern so manchen glänzenden und offenen Äekcnncr. Dieser Wuusch, welcher vor Kurzem noch nur in den den gelehrten Kreisen näher Stehenden und in dcr Journalistik seinen Ansdrncl fand, welcher dann zuerst von den Mitgliedern drr naturwisscuschaftlicheu Klasse, als den vor allen hierzu Bcrufcncu, adoptirt wurde, dicscr Wunsch wird nu» auch in dcr historischeu Abtheilung dcr Akademie an< erkannt. Ein Blick auf dic neuesten Arbeiten dicscr Klasse liefert dcu Beweis für dicsc erfreuliche Thatsache uud dcr in diesem Jahre von dcm zweiten Prä-sidcnlcn v. Karajan gehaltene Vortrag läßt dieselbe geradezu als zweifellos erscheinen. Dicscm wahrhaft akademischen Vortrage über „Maria Theresia und Josef ll. während dcr Mitrcgcntschafl" gelaug cS il« mustcrgiltiger Wcisc nicht nur dcr Wissenschaft, so»" dcrn auch dein Lcbeu gerecht zu wcrdeu. Dcr Wisse»' schaft, welche cr durch bisher unbekannte Quellen bereicherte, dcm Leben, dessen noch warmen Sympa' thicn er durch so viele bedeutungsvolle Züge in dc>n Bilde dcr großen Kaiscriu auf's Neue adelte. D"s ungcmcin zahlreiche Publikum erwies sich dem Gc-lchrtcu durch rauschenden Beifall dafür dankbar, daß cr feinen Ruhm nicht in die Exklusivität allein gesetzt halte. Dicscr warmen Theilnahme von Scttc des Publikums gegenüber wäre jene vordem gepflogene Liberalität des kaiserlichen Institutes wieder am Platze gewesen, dcr zufolge jedem Besucher dcr feierlichen Sitzung beim Verlassen dcS Saales das Heft dci> feierlichen Sitzuug überreicht wurde, s^ daß ci"'ük Stuudcn nach der Sitzung die gehaltenen VortriW in Jedermanns Händen sich befände». Warum das kaiserliche Justitut seit zwei Jahren von dieser Sitte 54 R theil, und cS entbehren daher die von den Blättern an jene Angabe geknüpften Kommentare der thalsäch« lichen Begriindnng. Vcrmischtc Nachrichten. Vor cinigen Tagen machte eine gchcimnißuollc Notiz die Runde, welcher zufolge irgend ein Fürst oder Prinz anf rincr prcnßischen Aahn am Weiter» reisen verhindert worden sein soll. Jetzt wird der „Nat.-Ztg." ans der rnsfischcn Hanulstadt geschrieben: „Der „Invalid" veröffentlicht die Streichung dcS Prinzen Eugen v Lcnchtenbcrg, IWHrigen Sohnes der Großfürstin Marie, aus den Reihen der russischen Armee. Da die Sache mm amtlich zur öffentlichen Kenntniß gebucht wird, fo läßt sich wohl auch ohne Indiskretion von derselben sprechen. Der junge Mann unterhielt seit Beginn dcs Winters in Petersburg emc Vicbschaft mit einer französischen Schauspielerin, Namens ^ctissicr, die eigentlich schon seit zwei Jahren die Bühne verlassen hat und uur vom „Prodntt ihrer Schönheit" in der russischen Hauptstadt lebte. Kurz bevor die Großfürstin Marie, etwa im April, nach Florenz reiste, hatte der junge Maun, nachdem seine Mutter alle seine Schulden gezahlt, versprochen, von der ^ctissicr zn lassen, hielt jedoch dies Versprechen nicht nnd befand sich nun. unter irgend einem mill» lärischcn Borwandc, in Hanöarrcst. Die Mnttcr mochte ihn, als sie ableiste, wohl nur zu Hause gc-lassen haben in der Meinung, seine Uclicrwachnng sci da sicherer als ini Auslande. Indeß zwei Tage nach dem Tode des Thronfolgers, als alle Welt uur mit diesem Ereignisse beschäftigt war, wußte der Prinz die EisenbahN'Bcamlcn zn länschcn und entkam iiber die Grenze in Begleitung der gedachten Schauspic» lcrin. In einer preußischen Etation (Magdcbnrg, glaube ich) wurde er von einem Adjutanten dcS Königs von Preußen gebeten, auf einen Augenblick auö dem Waggon zu steigen, worauf der Zug sich schnell in Bcwcnlmg setzte und Fräulein ^. allein — jedoch mit dcr ihr anue» trauten Rcisclassc - nach Paris wcitcr-rcisle. Der Prinz wurde nach Petersburg gebracht; seine erzürnte Mutter wollte ihn dcr ganzen Strenge dcS MililärgcsctzcS verfallen scheu." Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Paris, 12. Juni. „Va France" schreibt: Briefe auS Brest melden, daß Freitag dort cinc Dcpcschc cingclrosscn sei, wclchc dic unverzügliche Anörüsluug von fünf Linienschiffen, einer Fregatte imd fiinf Trans-porlschifscn cmoroxcl. 21in» sngt, dic Schiffe werden sich nach Alncricn licacbcn, um :lO.(X>() U^iauu ciuzii' schiffen, wclchc uach Frankreich zurückkehren sollcu. In Chcrlwnrg wird dic „Vigic" anSgcrnstct, dcrcn Bestimmung unbclannt ist. Der Bcfchl, die Arbeiten zur Instandsetzung von drei auocru TrauSporlschiffcu zu beschleunigen, ist gleichfalls in Cherbourg eingelangt. Dic „Patric" meldet, daß heute ein Minister rath uud eine gchcimc Rathssitzuug unter Theilnahme der Kaiserin stattgefunden habcu.^ Man versichert, daß daS Franlfurtcr Journal Europe" dic Erlaubniß erhalten habe, in Frankreich ansgegeben zn wcrdcn. ^^^^^^ New'Aork, 'j. Juni. Eine zahlreiche Expe« dition ist nach TcraS gegangen. Die Paßuorschriflen sind aufgchobcu. DaviS wurde uach Washiugton transporlirt. Sherman ist in Newport angelangt. Er warnte in seinem Abschiedsbcfchlc die Soldaten vor abenteuerlichen Expeditionen, nud forderte sie auf, zu friedlichen Beschäftigungen zurückzukehren. Dic Einbeziehung der aus Konventionmünje lautenden Zanknotcn. (Auszug aus dcr Note dcci l. l. Finanzministeriums an das Polizeinünistcrium vom 15. Mai d. I., Z. I7Ü2 F. M.) Die Einbeziehung dcr auf Konventionsinünzc lautenden Äanlnolcn ist seit dem Jahre 1858 oftmals knndgcmachl wordrn. Desfenungeachtet findet sich noch immer ein Bclrag von bcinahe !i Millionen Gnldcn an solchen Noten im Umlauf. Ein ähnliches Bc-wandtniß hat es mit den einberufenen Banknoten ^ 10fl. öst. Währ. früherer Form (mit rothem Druck.) Nach einer Milthciluug dcr Bank sind von dicscu Notcu noch ungefähr W Mill. Guldeu im Umlanf. Diese auffallende Verzögerung beim Umlausch kann für die Eigcuthümcr und Verwahrer einberufe» ncr Banknoten von nachthciligcn Folgen begleitet sein. Während nämlich nach dcu früheren Statuten die Nationalbaul gehalten war, einberufene Noten jeder» zeit (über Eiuschrcitcn) einzulösen, bczichnugswcisf umzutauschen, bestimmen im Gegentheile die neuen Statuten der Bant (8. 1^), daß dieselbe tt Jahre nach Ablauf dcr, von dcr BanI'Dircltiou festgesetzten nnd öffentlich lnndgcmachtcn lctztcn Frisl, für die Einzichuug cincr cinzclncn Gattung oder einer ganzen Anfinge von Banknoten nicht mehr verpflichtet ist, dic mibcrnfcncn Banknoten ciuznlöscn oder umzu-wcchfclu. Dic in Rede stehende Verbindlichkeit dcr Äanl wird hinsichtlich dcr noch im Umlaufe befindlichen ilonventionsmünzc. Banknoten schon am 1. Jänner 1807 — hinsichtlich der Noten 5 10 fl. öst. Währ. früherer Form (mit rothem Druck) uud mit dem Datum vom 1. Jänner 185>«, am 1. Oktober 1871 erlöschen. Wegen des UmlanschcS dcr Konv..Minzc.Baut. notcn hat man sich schriftlich an die Äanl, wcndli, haben. Die auffällia große Menge dcr noch im Umlaufe bcfiüdlichcn, einberufenen Notcn zcigt, daß die übliche Methode dcr ztnndmachnng nicht ausreicht, um dic gcfammle Bcvöllcrnng von dcr Thatsache dcr Ein. bcrnfung in 5ttnnlniß zn setzen uud dieselbe vor Vcr. lust zu schützcu, welcher uach den ncncn Baukstalulcu die Eigenthümer einbciufcncr Notcn im Falle dcS Termins - Vclsänmnisscö bedroht, nnd dessen Gefahr insbesondere hinsichtlich dcr KonvcnlionS.Münze.Banl. notcn schon sehr nahc genickt ist. Ein lustiges Vellandmß. Für politisch gebildete ^cser ist die Anmerkung in Nr. 131 der „^aibacher Zeitung" über Herrn Dr. I. Bleiweis eine „harmlose" — sagt der „Tri. glav" — ungebildeten Lesern aber (weil die eS leichter glauben) müsse gesagt werden, baß es eine „perfide Veidächtignng" nnd eine „unverschämte Lüge" sci. Da Easimir Triglav diesen Unsinn seinen Lesern in einem längeren Artikel «vermittelt, so ye-steht er dadurch, daß er dieselben nicht zu den „gebildeten" rechnet. Also, ein Glatt von Ungebildeten für Ungebildete! Easimir Triglav, dies Geftändniß ist nicht übel! Ergebniß der Sammlungen für das zu errichtende Kinderspital. (Veröffentlicht durch das lonstituirte prov. Damen-Comil6.) (Fortsetzung,) Einmalige Spends. Jährt. fl. lr. fl. ,r. Herr Anton Pod lraiäcl, Ma- gistratsökonom ....--------1 „ v. Raab..... 2 —-------- Frau Maria Lcnöe, Realitäten» besitzcrin von Oi^nu V28 Vlli^o ^UV^l — — — „ Sofie Piltel . . . . 2 —--------- „ Anna Naßl..... 2 —--------- sscrr Kasper 5tovi<: . . . . — — — ' „ Fritfch...... ^ —------ „Sterte...... 2 — -------- „ I. Pagliarucci . . 2 — — — „ Brolich, ^andcsgcrichlS- rath....... ^ „ G.-M. Notice n, Gemalin 10 —-------- Frau Theresia ^uschin . . . 10 —--------- „ Seemann..... 2 — Herr Franz Goltsch ... 5 — „ Kalt mann . . . . 5, .. Baron Wolle nSpcrg. 1 —--------- „ I. v. Jabornegg . . 2 — -------- „ I. v. Fladung . . . 2 - „ H. Eosta, Direktor . . 5, „ MitlciS, Gymnasial'Di. rcltor....... ü — — — Fran Klcmentine Springens» feld, Fcldmarschall'^ieule« nanls Gatlin .... 10 —--------- „ Pauline v. Gcrlizy . . 5) — — __ ., Franzisla S ch,, p c u h . 5 — — — Sununa !>l — l__ Summa des letzten Ausweises . 2089 I 272 20 nnd 6 Silberlhaler. Hanptsnmme 2780 1 ^73 20 und tt Silberthalcr. 1 vollständiges Bell, 2 Polster, 1 Matratze und 2 Slrohsäcke. (Fortsetzung folgt.) abging? — „DaS ist mir zu spitz, da muß ich ciucu Gelchrlcu fragen", sagt dcr Mohr im „Ficslo," Hoffentlich geschieht cS nicht unter dcr so eben bc< zeichneten Dcvisc: Orwcitcrnng im Gegensatze znr Verbreitung, oder aus dcr so oft mißbrauchten Rücksicht anf dic bedrängte ^agc dcö Staate«. Das ginge doch ftlbst dem Finanzausschüsse nnscrcö Abgcord-uctcuhanses zu weit. Ach, nbcr dicsc Rücksicht auf die bedrängte ^agc dee Staates! Unlcr diesem verheerenden Samum scheme» auch die einst so stolzen Hoffnnugcn dcö (5o. mil«?s für die fünfhnudcrtjährigc Jubelfeier unserer :ümu inlllür, dcr berühmten Wicncr Universität, im« mcr mehr nnd mehr zn schmelzen. Eine gestern von dem Rcctor Professor Hyill scincn Hörern gehaltene Ansprache eröffnet dicscr fo vicl besprochenen Fcicr rinc nnr scyr bcschcidcnc Perspektive. Eine Erinnc« rlmgömcdaillc. dic Drucklcgilüg cincr Geschichte dcr Wiener Hochschnlc nnd cinc Festrede dcö Rectors in dcr Aula, dicß ist das mchr als schmncklosc Pro« qrannu, wclchcs dcr Rcctor in Aussicht zu stcllcn vcr« inochtl'. 6>3 ist dicß cbcu allcs, was man in Wicn jür l^.M) Gulden habcn kann. Also lcine Dcpu« tationen, kcinc Fcstcsftn, lcinc Liedertafel, lein Fackel« zng. öincS muß mau in dieser ganzen Univcrsitäts-seier.Fragc zugeben: Sie hat sich als cinc echt natio-"ale, nlS cinc ccht dcnlsche Angelegenheit bewährt. "Die grüßten Thaten dcr Dcutschcu siud ihre Worte", sa«t irgendwo Irgendwer. Nun, an Wortcn hat Mfi cs walirlich nicht fchlcn lassen. Es schcint fast, M lpclln dc,? s,'a,ni)sischc Spmchworl: 'l'-ml »l<, l.rnit, ^""'"» om.'i..^ ^, ^„^ f^. dicsc Uoivclsüätsfcicr und dcrcn Vorgeschichte crsnndcn worden wäre. Uudcut n>m filta! Ganz freizusprechen sind, bezüglich der hicr nach dieser Richtnng herrschenden Stimmnng, die allzu heißblütigen Söhne dcr cüm:i muw' gewiß nicht. Dcr Ucbcrgang von dcm großen Saalc dcr Ala-dcmic dcr Wissenschaften uno dcr Universität zu dcm Aüchcrmarltc ist lciu so gewagter, daß er dein Feuil« lctoni,tcn, dcm ^yrikcr der Tagcsgcschichlc, nicht er. laubt wäre. Auf dcm Äüchcrmarllc aber begrüßte Wien in diesen Tagen nicht ohne Rührung einen al-lcn Äelauntcn wicdcr, den es, etwas vorcilig, schon zu den Todtcn zählte. Adalbert Stifter, dcr einst so gcfcicrtc Dichter dcr „Slndicn" nud dcr „Bunten Steine", trat nach Jahren fast unnntcrbrochcncn Schwel« gcns mit dcm ersten Aandc cincr umfassenderen 6r> zählnng wicdcr vor scin Pnblilum. Fnr Wicn, das gewissermaßen als die glanzvolle Wicgc nnd daS allzn frühc Grab von Stiflcr's Dichtcrrnhm angcschcn werden darf, war das Erscheinen des „Witiko", cincr Episode dcr böhmischen Geschichte znr Zcit drr Hcr. zogc, cln litcrarischcS Ercigniß. Wicn, das dicscn Dichter vielleicht ein wcnig allzu rasch dcn Klassikern Oesterreichs anreihte, um ihn dann, sicher ungerecht, cbcn so rasch dcr Vergessenheit anhcimfallc» zn lassen, alö cS chn vordem zn dcn Stcrncn erhob, Wicn man an diesem „Witiko" wicdcr gnt machen, wssS eS an dessen Dichter scit jcncn Tagcn vcrlchnldct, wo cS ihn so unbarmherzig dcm Molloch „Mode" opfcrtc, nachdem es lnrz vorher seine „Studien" in scchs Anf. lagen erscheinen gemacht. Jedenfalls wird dicscr „Wililo", dasiir bürgt dic knschc M»sc scincs Pclfa,1criü, ^jcdsi, jungen Mädchen gefahrloser in die Hände fallen' können als tcttn Frau der höchsten Stände nnd dem M« q , dc Ehanloloup ihrem erklärten Geliebten. vor ilM! ^ "'"" """ '"laichte - sie fürchtete sich ..Wir haben ja bis jetzt lein so arof«« u.„,„.. begangen", sagte sie sehr still. " "^ Nicht? rief er im wilden Hohnc. lHr liefz sie Gau^wie'd?r'H^ °"^ ""' "°^ l"«m hcftigm So konvcrstren dcr Held und die Heldin einer modernen Erzählmiy für die Frauenwelt, erzühll von rmer Frau. Ist dieses „Ich denke" nicht MUH Nnd da sp.clen w.r Dcntschen den Franzosen «ca?. übel noch die Prüden, wir deren junge ss ä>,^,' ^crantwortlichcr Redakteur: Ignaz v. Klcili»7ayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Bamberg in ^mbach ^ 54E Telegraphische Effekten- und Wechsel Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien. Den IZ, Juni. 5'/« M.la!ll Äanf^ltiln . «01. - London . . Ultt 7u ssreditaktien . 180 - K. k. Dulatc» 5.10'/,, Fremden-AnMgc »oin 12, 5lu»i. Stadt Wien. Die Herren: Sar von St, Gallen. — Ru-schitschs« von Prag. — Köhler ucn Wir». — ^Itrß'in-, ','<^r»t, Ul.'ü Geaz. — Cchcwil) von Oottschcc. Elephant. Die Hlrrrn: KV'now. schwedischer Gc»,-l'uüsül, ^»» Triess. -- Pril'il, In^liinir, vo» Klii^ciifiiü. — Wiüternih Vl,',i Wie» Tau- zh,r und Mahsot vo» Gurfscld. Mohren. Die Hcrrcn: Nu^ler, f. f. Obcrlieuteilaiit, vo>» Verona. — 6,^^, f, l, Äcamtc von Udiiie. !Mck! zn finden. Credit-Prom essen u » ft. .50 kr. luld .5« kr. Stempel, zur IiehuNji am ^ .Juli 18t)5, OanPttrOr ^50.000 st., mit drr Unterschrift dr^< <^ros;ha»dlnügö- lind Nechs^lhanse? verkllllft (1112-5) ^- ^- ^Vut8oli(ir. (1103-1) 9s?r. 6G8. Sparkasse-Kundmachung. biegen des Nechuungs Abschlusses für das U. Semester <^i4 U), . ^iV ^- ^- l'stcrr. ansschl. pn!). »üid elsicS ^»leiis. und e»gl, ^^^^^^N Anatherin- ^,^A^> ^,^H >'7^"< prakl. I.,!)»«r.,t i» Wien. Sl„dt. 1'onncrg«ssc Nr 2. 3WMM^Z^DH----H Prcis pcr Flacon ,1 fl. 4l) tr., Emliallagc 20 lr. Di",i lrcffüchl 'l'i'.N'M'.'t h,'t stch slit d,n l-i fahren sn»i6 Älstchs»»,'! Vll'l'llitllül; I!!!? Nlls n,,'ch »l'cr !'!,i!^>,'^ hiü.i»^ crworl'l». Slilic '>'l!!wc»d!i»^ h^it c6 l'isl'üdcr,,'« l's>v>il)lt q<^i^> !<^»» ..!ahllsclimov; jl^r Äit. l;,sss!i alle 'ii-aüllüittn d>r A'eichtl)s>!>' dcc! Mll»dl'6, luclerc Zälüi!', lricht l'!»tnlr»ö lra»sc>ü Z.ihnsicisch, Carics »nd Sfl,'ll'!it, (iis M dcii Schleiiu cinf, N'»-dnrch die Zlibiü'll'inl'ildiiüli ucrhindcrt wild, wnft sislisch^nd und gcschüi.ickusil'lsslrnd i»l ^niil'l'. l!»d vlltil^t dlih^r ^riüidllch den iil'lc,! Geruch, U'llchcr durch llüistlichc l,'dn' l)ohll' Zlihnc, durch Epcisni odcr Tab^sr^iichlii cxt^cht. Da d>i6 Mii,wwass>r a»s Z.ihül' n»d Mmidthcilc i» lliinr ?llsis. ^»^!'!lfl!id l'dir ^,'üd wilf^, so l'llirt c>1 >>„ch alc! stctl^ .N^»>!!!!»li6!nittll d>6 M,!!>d,s dir vov^i^lichstc» Diensle und i'ihält a«s Theile d»ss,ll'.li i» voller (^.siind^eit u»d Frische bis in'S hoh, Alter. — Attest«,' hos'er in^iziliischer '.'lilt^rilät.'N hal'cn seine llüsch.idlichlnt ll»d (ifnl>>f»h-lnng>,i!vnrdi^s!!t a!U'rf,'!rol^»ct. Xabnptom. 2um 8eId8tpi0Ndiren Kollier Xäline, Preis 2 fl. 10 lr. 4natkerill-X2knpaät2, Preis l fl, 22 lr. — Karl ssi r i l l „^!>u l^liiiirscn" P e t r i'':><- H Pirler nnd Kraschowih'>? Vilwe-, i» .Nrainl'iirss l's, i! ,'; iü Vleil'urz) l'ci H e i b st, Al'iilhifsr; in Warnsdili l'. 3i!,,fl'I>. Npotheler; in Knrlftld I'ei Fried V^mch.^. ?lpl?thlsfr; i,i Et.in bei Iah», Aputheker ; in Tn'est Haü^tdcpot bei S e r r a v a l l <,', dlinn l>ei 9t u c c a, Z»i»eri .lla, l Fabian», Apl'thef»r ; in (Äörz I'ei ^r,iüz ? a ^^ ar llnd^' o » t l? ü i, 3lp0ll)cser. Kandwirthschaftliches! 2luf der Herrschaft Kaltenbrunn bei Laibach ist ein A'/^jäh-riger, sehr schöner Zuchtstier, Mürzthaler Race, zu verkaufen; auch sind ein Paar junge Kühe gleicher Race zu begeben. (1127-2) Nr. :i027. Erinnerung mi die linbekannt wo befindlichen Il'scf Dallrr'schen Erben und re,^p. dessen unbekannte Rechtsnachfolger. Von dem k. k. stadt. beleg. Bezirksgerichte Nenstaotl. wird den lllibckmmt ni^' bcsiüdlichen Josef Dallcr'schen Erben i,üd i'^l». dessen nnbekannten Ncchls» „achfolgern hiermit erinnert: Es haben gegen dieselben Ioslf Pctruna >ol>i«r. Ulsnla Pclrnlw, ucr> slielichlc Iink^Anna Pelruna, ucrehclichte Darouic unter Vcrtretllng ibrcs Ehe. s>a>tcn Ioliann Darouic, dnrch Dr. Nosma die .ssllissc auf Anerkennnnq des ini Grmid-buche Herrschaft Amöo ^ul> Vcrg«3ir. 74 '.'orkommcndeu Weingartens zu Allstraschc und Oestaltulig der Umschreibung «>il> l»l-lu>>'. 12. April I, I., Z. W27, lner-«Gerichts überreicht, worüber zur Verhandlung im ordentlichen mündlichen Verfahren die Tagsahnng auf den 1. September l. I. angeordnet und den Geklagten Herr Dr. Skedl als ^ul-ulnr aufgestellt wurde. Dessen werden die Geklagten zu dem Ende verständiget, daß sie dem aufge» slcUien Kurator die Behelfe an die Hand zu geben, oder zur Tagsatznng persönlich zu erscheinen oder einen andern Veuoll-mächligtcn zu wählen und auhcr nam-l'"ft zu machcn haben, als sonst diese Ncchtösachc auf lhre Gefahr und Kostcu mit dcm ihnen aufgestellten Curator verhandelt werden werde. K. k. stäbt. beleg. Bezirksgericht Ncu> st.idll am 14. April 1865. das in jeder ssannlie mit kleinen Kindern, besonders auf dcm ^'ande, wo Arzt und Apotheke enlfernt, wsgen der gc> fährlichen Halsbr»iiunr u„d des Keuchhustens uon'äthig gehalten werden sollte. iu seiner hi»la,>alich belanolcn voNrefflichcn Eigcnjchast gegen veraltete»» husten, lanssjahriste Heiserkeit, Ver« schleimun,,, Keuchhusten, Halsbraune, Katarrhe und <5'nt;»induna.en deS Keblkupfes und der Luftröhre, acuten und chronische« Vrust und Aunssen-Katarrh, Bluthusten, Asth,ua tr. — nur nn dem Erfinder u»d alleilligen Fabrikanleu desselben, erzeugt, ist echt zu haben in Oliginalfiaschtu zu « fi. 26 kr und V fl. 5O kr. in l.«l>»uc-l, l>ei ^» »R» TMRTII^I^» l^«^ Vri auswärtige» Bestellungen ist ciue EmballagoGebühr uoi, l<) kr. für jede einzelne Flasche zu enlrichtc». --------—^^> »>"«,',-> *,)---------- Hcrrn Friedrich 3teh,n in Ansbach. ! Endcöneftnis,t'^ lnzcissc hiermit, das; Nachdem ich mich, so wie meine ssrau ^"'V>' w^u.'^'t'".!^"^' ^ '^ ^"' V"^la,ler wcisie.» Brust. I längere Zeil von cinem Hnslen s,ec,nält sal, Vielen 5'eidmdm, ft'll^st in.r. hat der ! Syrup de^ Hern, «^.^. H». H>«).... i ^,^ ich einiqc Flaschen des »,»?«.,-' ^»»^«»«''schc N'ciste Vr,lst-T»,r»lft au§! l ant« der Apotheke drö Hrrrn Anlon Pas- ^ .^. ^' .^ ^, Ihrem Verlage f,r.'s,e ^indcrm.a, selbst ! pcrgcr zum St. Salvator in Naad neaen l sch"'we.sie.» Vrust-2yr,,ft « u°n Herr» ste!!^"al^"m!'d'"VN ! liartuäctiaen «atarrl,, «..haltende,, l Orosztopss in Nensladl a. d. Aisch; ich s. sscwährt/Das! ei, so'ist. werden S,e ent- , Huste» „nd ^unqcnucrschleimmlg wie meine Fran erhielten dadurch ,,icl,t nehmen ans den uielcn Bestellungen, dic ich ^ mit uui^ü^lichcll (frflilssc a«ae- , „„^ (frleichteruna des .Nustens, bei Ihnen mnchtc. Der Syrnp sscnießt hier wendet habe, nnd nach Rebranch eini- ^ ,......... < ,.... ^ ^. ..^..«i« nnd in der Umgegend all^.neineü Änfsehen .,, Aschen meine wc'undlieit voll- '"'ber,, auch voll.sse^ Verhch" " nnd Vertrauen. Wollen Sie nnter meiner ' ^ ^°'"^ me»,,e ^c,„"0Y"r voll- ^ deOselbel. - enwicl,le dalier ds«M'ü Nnttrschrift ähnlich V.idcndenans denF,«)«.,.' kommen herbestellt wurde, dal,er lch "" V^Nlden . emp,ehl. dah" schm weisle» Brust-Tyrup anfmc'rlsam denselben Jedermann, der mit der- ^ allen Hilfchichcnden au« voller 1lev«z u"»!j-machen, so l'in ich in jrder Hinsicht ganz > gleichen Uebel» behaftet ist, »»it der Ncnstadt <,. l». Aisch tVaicrn) den damit einuerstanden;d^ Mittel l°dt sich deim ^,, ^„verficht empfehlen taun. ^ « ^..z i«... crstrn Gciin,; von sclbst. Mit allcr Hoch- ' ' , . ^..„: .^,. "' ^"" ^""' achttlug Encr Wuhlaeboren rrqobenstcr Naab, den ^.). Imu 1.^4. Uenchner, ^chrcr nnd Kantor. äißluUllÜ V. llekll?, ^«t»>N IV^«'»^ll^l», N. 3!. Haw, Sic die Oiite. mir abrr- Bischof z» Casaroprl nnd cÄroslftrobst TüvsermeiNcr malö 2 Halde Flaschen zn schick». dci< Nanlier T>om-Capilcli«. > ^, , ^ Hiezu ein Bogen Amts-und Intelligenzblatt.