Pränumerationsvreije: Für Laibach (summt Zustellung in'S Haus): Ganzjährig . . fi. 5.— Halbjährig . . „ 2.50 Vierteljährig . „ l.25 Mit Poftversendungi Ganzjährig , . fl, 6,— Halbjährig . . „ 3.— Nierleljährig . „ 1.50 Einzelne Nu«mern 5 kl. Zeitschrift für vaterländische Interessen. (Erscheint Tinstllg und Freitag.) Manustrivte werden nicht zurückgesendet, anonyme Wittheilungen nicht berücksichtiget. Jahrgang V. Laibach, Freitag am 30. September 187tt. Insertionsgebührrn' Für die zweispaltige Pclit zeile oder deren Raum be» einmaliger Einschaltung L fr.,2mal8lr., 3mal l0kt. Stempel jedesmal 30 fr. 3ti>daktion: Hauptvla l«r. 3l3, II. Stock, st< ^ Administration cbe« daselbst in OttolarKleril Buchhandlung. Nr. 78. Zur Situation. I m Hause der Abgeordneten in Wien stehen sich die beiden an Zahl nur um eine Stimme verschiedenen Parteien der Zentra­ lsten und Föderalisten erbittert entgegen, fast wie die Preußen und Franzosen. Und doch welcher Umschlag in der Situation, welcbe Wendung der Dinge! Kaum vor einem halben Jahre sahen die Zentralisier, und Verfassungsfreunde stolz und geringschätzig auf die anderen „Fraktionen" des Hauses nieder, ja einzelne Redner der hochmüthigen Majorität durften ungestraft die Vertreter ganzer Länder insulliren. Die Klique war allmächtig und kümmerte sich blutwenig um die Schmerzen der „Natiönchen," die sie so unbarmherzig nie­ deriedete und niederstimmtc. Heute ist das anders geworden, das Zünglein der Wage hat schnell umgeschlagen. Ein Fortschritt, wie ihn kaum irgend eine Staatengeschichte aufweisen kann, ist gemacht worden, die Zahl der Feinde der unhaltbaren Dezemberverfassung hat sich, gleichsam aus dem Boden wachsend, rapid vermehrt, die Föderalisten der Mon ­ archie haben sich zu gemeinsamem Vorgehen vereint und nur dieser Vereinigung verdanken sie ihre Stärke, so daß sie der Verfassungs­ oder zentralistischen Falanx Schach halten können, denn Einigkeit macht stark. Deßwegen ist aber auch die Erbitterung der Zentralisiert auf's höchste gestiegen, sie trifft in ihrer Blindheit alles, was sie auf dem Wege findet, und ist heute sogar gegen die Regierung, ihre Hauptstütze. Wie sich das doch alles in so kurzer Zeit geändert hat! Der Reichsrath von heute ist ein getreues Bild der zisleitha­ nischen Reichshälfte mit Ausnahme Böhmens und Mährens, nur die Partei der Zentralisten ist darin im Verhältniß zu ihrer Anzahl etwas zu stark vertreten. Doch lassen wir den allerdings interessanten Bericht der zweiten Sitzung, worin schon die Gegensätze der Parteien recht schroff hervor­ traten, folgen. I n derselben trat zuerst der Abgeordnete Krains, Dr . Costa gegen Rechbauers Antrag betreffs der Verschiebung der Konstituirung des Hauses auf und riß dessen Frasengebäude in einer trefflichen Rede nieder. Hier ein Auszug davon. „Es sind schon in der letzten Sitzung jene Gesichtspunkte er­örtert worden, nach welchen die Rechte dem Antrag Rechbaueis nicht beipflichten konnte; es müssen aber auch noch weitere Motive in Er­wägung gezogen werden. Die Loyalität gegenüber der Krone, und die Kourtoisie, wie sie im parlamentarischen Leben herrschen soll, er­fordern es gebieterisch, daß die Thronrede mit einer Adresse beant­wortet werde. Ma n habe in Oesterreich manche Anomalie erlebt, leider; aber ein parlamentarisches Unikum wäre es, daß ein Parla­ment seine Thätigkeit damit beginne, seine Konstituirung in unbe­stimmte Ferne zu rücken. Es ließen sich allerdings Anlässe denken, daß eine bestimmte Thätigkeit, ein konkreter Akt aufgeschoben würde, nickt aber, daß die gesammie Thätigkeit eines Verfassungskörpers, der mit Hinweis auf die hohe Wichtigkeit schwebender Fragen zu­sammenberufen wurde, in unbestimmte Ferne gerückt werde. Zudem scheine eine politische Notwendigkeit und politische Erwägungen der ernstesten Art eine weitere Hinausschiebung der Konstituirung be­ denklich zu machen. I n konstitutionellen Staaten sei es eine aus deren Organismus resultirende Folge, daß Parlamente auf die Ak­tionen der Regierung einen bestimmten Einfluß üben; das wäre durch eine Vertagung des Hauses unmöglich gemacht, was doppelt bedauer lich sein würde, als ja in der Thronrede darauf hingewiesen worden sei, die Vertreter Böhmens in unserer Mitte zu sehen, und das Haus sohin berufen sei, die zur Erfüllung dieses Wunsches erforderlichen Schritte in den Kreis seiner Erwägungen zu ziehen. Letztere würden aber mit um so größerer Unbefangenheit statthaben können, insolange Böhmens Abgeordnete nicht im Hause vertreten sind, weil sie j» sonst Richter in eigener Sache wären. Schließlich lasse sich auch ein Präjudiz für die Konstituirung des Hauses anführen. Bei Beginn des Reichsrathes im Jahre 1861 waren unter 343 Abgeordneten 142 Ungarn, Kroaten und Böhmen, abwesend; damals hätte man mit größerem Fug und Recht eine Konstituirung hintanhalten ton­ nen, ein diesbezüglicher Antrag sei aber gar nicht zur Unterstützung gelangt. Aus allen diesen Gründen empfehle es sich, dem Antrage Rechbauers keine Folge zu geben." Diese Rede veranlaßte den Abgeordneten der Wiener Handels­ kammer, Dr . v. Mayerhofer, zu einem heftigen Ausfalle gegen die Regierung, welcher von der Linken mit einem Sturm von Beifall aufgenommen wurde. — Als sich hierauf der Ministerpräsident, Graf Potocki erhob, erwartete man eine Erklärung der Negierung, doch diese blieb aus und Potocki sagte nur, der Zeitpunkt, die Anschul­ digungen des Abgeordneten Dr . v. Mayerhofer zu widerlegen, werde sich finden. Heute lag ihm nur ob, dem Hause die Vornahme der Konstituirung zu empfehlen. — Bei namentlicher Abstimmung wurde der Vertagungsantrag Rechbaueis verworfen. Von 135 Abgeordneten stimmten 6? für, 68 gegen denselben. Es wurde hierauf zur Wahl des Präsidiums geschritten und mit 131 von 133 Stimmen Abg. R. v. Hopfe n zum Präsidenten gewählt, wahrscheinlich infolge eines Kompromisses zwischen beiden Parteien, wodurch den Födera­listen die Beseitigung Gistras und Nechbauers gelang. Als erster Vizepräsident wurde Dr. Vidulich, Landeshauptmann von Isirien, als zweiter Graf Kuenburg , Landeshauptmann von Schlesien gewählt. Nach vollzogener Konstituirung des Hauses und nachdem Prä ­ sident und Vizepräsidenten ihre Antrittsreden gehalten hatten, brachte der gewesene Alterspräsident Pascotini den Dringlichkeitsantrag ein, die Thronrede durch eine Adress e an den Kaiser zu beantworten, und zur Entwerfung und Vorlegung der Adresse eine aus fünfzehn Mitgliedern bestehende Kommission zu wählen. Die sofortige Verhandlung und Beschießung des Adreßantrages (zu welcher Zweidrittelmajorität erforderlich ist) wurde abgelehnt, dagegen mit 68 gegen 67 Stimmen die Dringlichkeit dahin aner­kannt, daß der Antrag mit Abkürzung der Form in der nächsten Sitzung zur Verhandlung komme. Dafür stimmten die Minister Petrino und Stremayr und die ganze Rechte. I n der darauf folgenden Sitzung erlangten jedoch schon die Zentralisten um eine Stimme Majorität und zwar dadurch, daß sie zwei deutsche Bauern , um die sie sich unter anderen Verhält­uissen wohl nicht bekümmert hätten, auf ihre Seite brachten. Die schlichten Leute, in denen jedoch der Dorfstolz hochgewachsen war und die sich „nicht kommandiren lassen" wollten, wurden durch alleile' Vorspiegelungen auf die Linke gezogen und dadurch ihren Wählern untreu, die sie in den Reichsrath geschickt hatten, damit sie gegen die Verfassungsklique stimmen. So weit ist es also schon mit dieser Klique gekommen, daß sie sich an ein paar Väuerlein klammern muß! Dieser Zustand der Schwebe kann nicht lange dauern, es ist unnatürlich, daß das Schicksal des Reiches von einer Stimme i« Reichsrathe abhängt. Infolge dieser Vorgänge wurde auf Antrag Nechbauers mit einer Stimme Majorität beschlossen, die Regierung aufzufordern, den Reichsrath zu vertagen, bis sich der böhmische Landtag entschieden haben würde und die Vertreter Böhmens — natürlich die zentrali­stischen Gesinnungsgenossen, da an die Beschickung des Reichsrathes seitens der Deklaranten bereits kein Mensch mehr glaubt — im Hause erschienen wären, um durch Verstärkung der verfassungstreuen Kohorte der aufreibenden Spannung ein Ende zu machen. Dann soll natürlich wieder das alte Lied beginnen, wenn die Föderalisten es nicht vorziehen, durch ihren Austritt aus dem Reichsrathe das Haus beschlußunfähig zu machen. Wie man hört, hat sich das Ministerium entschlossen, den zum Beschlüsse erhobenen Rechbauerschen Veitagungöantrag bei der Krone zu befürworten. Die alle „Presse", bekanntlich Beust's Organ, ist in dem Mo­mente, als der Reichsrath seiner Majorität nach föderalistisch gesinnt war, aus Rand und Band gerathen. Sie macht unumwunden das Geständniß, daß Zisleithanien deutsch sein müsse, sonst thun die Deutschen nicht mit. Sie geben das Heft nicht aus der Hand, sie wollen nicht gleichberechtigt sein, sondern herrschen, sonst — den Nachsatz kann man sich denken. Wir wollen hoffen, daß dieses käufliche Organ nicht im Namen aller Deutschen, sondern nur einer übermüthigen, durch die bisherige Begünstigung verdorbenen Klique spricht, sonst könnten die nicht­deutschen Nationen — „auch nicht mitthun," und das würde vom Uebel sein. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß namentlich un­sere Nation den Weg, den sie betreten, muthig wandeln wird, denn wenn je, so ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo ein für dieselbe günstiger Wendepunkt eintreten muß. Nur einig macht stark, dieß lehrt die jüngste Geschichte, leine Zersplitterung und wir sind bald am Ziele. Vom Kriegsschauplätze ist die Nachricht eingetroffen, daß Straß bürg am 26. d. lapitulirt hat. Straßburg ist zwar ein wichtiger Punkt, allein in seinem jetzigen Zustande und bei der Feuilleton. Abschiedsvisite des Feuilletonisten. Fast zwei Jahre schon sind in jenes alles verschlingende Meer geflossen, das man so treffend das Meer der Ewigkeit nennt, seit­dem wir uns kennen gelernt und — gestehen wir es nur offen — liebgewonnen haben. Gar manches lustige und fröhliche Stündchen haben wir hier verplaudert, uns herzlich satt gelacht an den Thor­heiten der Menschen und ihren lustigen Streichen; wir haben häusig Revue gehalten über die Zeiten und Menschen und beiden die leich­teste, schönste Seite abzugewinnen getrachtet; mitunter ist uns das gelungen, aber dann ärgerten sich die Menschen, welche ihre lächer­lichen Seiten so gerne nach Innen kehren und der Welt entziehen, weil sie immer ernst und würdevoll erscheinen möchten. Aber gerade durch das Bestreben, ernst und würdevoll zu erscheinen, werden sie unaussprechlich lächerlich; oder ist etwa die Mimik eines Kassiert, der einen tonangebenden Politiker spielen will, nicht unwiderstehlich komisch, zieht sie nicht die Lachmuskeln zusammen? Und dennoch ärgertensich unsere politischen Kasperle, wenn man ihr Spiel komisch fand! Ja , warum wählten sie denn gerade die Rolle des Kasperl? Doch diese Zeiten sind um, wir werden die Kasperle vielleicht noch komisch finden und sie belächeln, aber wir werden dieß niemand verrathen, denn unsere Plauderstunden nahen ihrem Ende. Es ist schade drum, ewig schade um diese Stunden, wo wir die Welt, na­mentlich die konstitutionelle, Spießruthen laufen ließen. Da zogen sie alle vorbei, die 30 Weisen von Laibach bald in gelöster Kette, bald in einzelnen Gruppen, bald auch in geschlossenen Gliedern als Generalstab des liberalen Intelligenzkorps. Und wenn einer purzelte oder durch eine Rede gar zum Falle kam, da lachten wir und fanden sein Unglück gar possirlich und freuten uns darüber. Auf diese Art machten wir die Bekanntschaft so manches schon gewordenen, manches erst im Werden begriffenen Häuptlings der Liberalen, unseren Ar« jetzigen Sachlage dürften die Preußen damit kaum einen bedeutendem Erfolg errungen haben. Paris ist nun zernirt und soll auf der süd­lichen als der schwächsten Seite der Hauptangriff erfolgen. Mit der Außenwelt korrespondirt die Stadt — originell genug — nur mit­telst Luftballons. Kleinere Gefechte sind bereit« vorgekommen und zwar mit wechselndem Erfolg. Die Friedensunterhandlungen sind als gescheitert anzusehen, da Bismarck für Frankreich unannehmbare For­derungen stellt. Das Ende des Krieges ist demnach noch nicht vor­auszusehen, da Paris nicht im Handumdrehen genommen sein wird, weil die Franzosen für die äußerste Verteidigung entschlossen sind und in neuester Zeit von allen Orten ihnen Freischaaren zu Hilfe eilen. Ueber das Preußenthum in Lmbach schreibt der „Patriot" nachstehendes: „Mit großer Freude hat man auch hier das Erscheinen Ihres geschätzten Blattes begrüßt, welche» sich die sehr lobenswerthe Aufgabe gestellt hat, den wahrhaft öster­reichischen und nicht preußischen Standpunkt, welch' letzterem der größere Theil der Wiener Presse anhängt, festzuhalten. Zwar gibt es auch bei uns in Laibach einige enrangirte Preußenfreunde, welche es als ihre wichtigste Aufgabe aufgefaßt haben, alle Länder Oester­reichs, welche Preußen zu seiner Abrundung etwa brauchen könnte, den Bismarck'schen Junkern per Bausch und Bogen zu überliefern. Natürlich gehört Krain auch zu diesen glücklichen Provinzen, denn deutsch, ober richtiger preußisch, bis zur Adria ist das sehr beliebte Motto unserer Preußenfreunde. Der größte Mann unter ihnen ist der als Schreier in allen Wirths- uno Kaffeehäusern wohl bekannte Dr. E., sowie sein Adjutant, der um das Wachrufen der Nationa­litätenhetze in Krain sehr verdiente Dr. K. Bei Bekanntwerden der ersten preußischen Siege beeilten sich diese Herren, zwar wohl nur in vertraulicher Weise, im Kasino ein Siegesfest zu arrangiren, welches mit einigen Reden nach preußischem Muster gewürzt war. Auch für die preußischen Verwundeten wurde gesammelt, doch we­niger aus Mitleid, als um zu demonstriren. Ihr Organ, das „Lai­bacher Tagblatt" ist natürlich Tag für Tag nur ein Auszug der „Neuen Freien Presse", und der erste und letzte Artikel immer eine Verhöhnung der nichtdeutschen Nationalitäten Oesterreichs. Einen kleinen Stützpunkt haben die Laibacher Preußenfreunde auch im amt­ gusaugen entging nichts, was nur irgendwie über das Niveau des alltäglichen NemLiutarismus oder bureaukratischen Zopfthums her­vorragte, und so machten wir die Welt auf manchen Stern auf­merksam, der sonst wie ein beschweifter Komet, nachdem er eine Stunde die Welt in Aufregung verfetzt, wieder vom Horizonte ver­schwindet, ohne eine sichtbare Bahn, ja ohne sogar Spuren seiner Anwesenheit zurückzulassen. Wir besuchten manchesmal die Versammlungen des konstitutio­nellen Vereines und holten uns von dort Nüsse der Weisheit, die wir dann daheim knackten und andere knacken ließen; wir begleiteten das heldenmüthige Turnerkorps auf feinen Triumfzügen, machten die Uebungen der löblichen Feuergarde mit und lehrten vor dem Feuer gleich ihnen den Rücken; dann wohnten wir den Sitzungen des krainischen Landtages bei und machten hier die Bekanntschaft der edelsten Volksvertreter, wie De2man, Kljun, Kaltenegger, Kromer und der Mann, der, gleich Zachäus, seiner unansehnlichen Hülle sich bewußt, den Feigenbaum einer Rede besteigt, um sich bemerkbar zu machen, waren Zeuge der schreienden Unbill, die der Märtyrer von Stein erlitt, und sahen noch manches herzzerreißend erbauliche. Aber nicht bloß Stunden der Freude, der Erheiterung waren diese Plauderstunden, nein, wir weinten auch am Sarge, am Grabe eines wahrhaft edlen Mannes, dessen volksfreundliches, dem Lande ersprießliches Wirken durch keine Verfassungsschatten oder liberale Makel besteckt war. Da weinten wir aufrichtig, es waren leine Krokodils­ thränen, die da über unser bekümmertes Antlitz liefen, keine Heu­ chelei benahm den Tropfen ihre Bitterkeit; wir weinten — wir fchämen uns des Geständnisses nicht — wie Kinder um ihre Eltern, wie Lernende um ihr Vorbild. Die Thrcinen gruben sich Furchen in unsere Wangen, deren Spuren nicht sobald werden verwischt werden tonnen. So theilten wir Freude und Leid, ärgerten uns felbst und andere unbeschadet unserer und anderer Konstitution. Ach, es ist noch so viel zu plaudern, ganze Stöße von Alten und ganze Schaaren noch unbesprochener, unrevidirter Helden der liberalen Zukunft harren lichen Organe, der „Laibacher Zeitung", welche zur allgemeinen V« . «underung ganz nett preußisch gefärbt ist. I n Folge aller dieser Vorgänge ist in der sogenannten Verfassungspartei eine bedeutende Spaltung eingetreten, indem sich die Anhänger dieser Partei, welche wahre Oesterreicher sind, einfach von ihr losgesagt haben. Doch das genirt einen Dr. E. und seine Konsorlen wenig, sie treiben ihren preußischen Schwindel ungenirt weiter. Es wäre wirtlich an der Zeit, daß sich die Bürger Laibachs von dergleichen Individuen los­sagen möchten, und einsehen würden, daß ihr heiligstes und wich» tigstes Interesse nur Oesterreich ist." Tagesneuigkeiten. — Oesterreich steht in Gefahr, den Sieger von Lissa, den 'Admiral Tegetthoff zu verlieren. Wie nämlich verlautet, hat die Krankheit des Admirals Tegetthoff eine solche Wendung genommen, daß sie eine Genesung nicht mehr hoffen läßt. Eine Operation, auf welche man vor wenigen Tagen noch große Hoffnungen setzte, mußte unterbleiben, da die Mehrzahl der konsultirten Aerzte das Gelingen derselben entschieden verneinte. Die Krankheit des Admirals besteht in einem Krebsleiden auf der Zunge, das bereits die Ober- und Unterlippe affizirt hatte. Herr v. Tegetthoff hält sich gegenwärtig in der steierischen Wasserheilanstalt Radegund auf. — Uhrich, der Kommandant von Straßburg, ist, wie die „8I0A«." meldet, kein Franzose, sondern ein Kroate. I n der oberen kroatischen Grenze geboren, blieb Uri« (Uhrich) im Jahre 1812 in Frankreich als Hauptmann, verheiratete sich mit einer Bretagnerin, und heute ist er General und Kommandant von Straßburg. Mit Uhrich ist seinerzeit auch ein gewisser Slivari«, ebenfalls ein gebo­rener Kroate und heute französischer General, in Frankreich geblie­ben. Wie Kroaten versichern, die noch vor einigen Jahren mit den Generalen in Paris zusammenkamen, sollen Beide ihre Muttersprache sprechen. — Der slovenisch-politische Verein in Görz, „8oöa", gedenkt mit 1. Ottober ein slovenisches Blatt unter dem Titel: „8oöa" erscheinen zu lassen. — Das geht die Steuerzahler an. Es geht doch nichts über eine gute Finanzwirthschaft! Da wurden vor etwa drei Wochen von noch der Erledigung. Sehen Sie z. B. den Dcklaranten Grafen Margheri ; der Mann kommt uns vor wie das Salz. Sie wissen, daß das Salz ein sehr schädliches Mineral ist, denn es verdirbt die Speisen, wenn es darin fehlt. Graf Margheri ist für die Verfas­snngsfreundlichen gleichfalls ein sehr schädlicher Mensch; er schadet ihnen, weil er nicht in Wien ist, denn eine Stimme, d. h. die Stimme des Grafen Margheri mehr und die Verfassungsfreunde hätten im Reichsrathe gesiegt. Nr^o ist Detlarant Graf Margheri für die Liberalen des Reichsrathes ein schädlicher Mensch. Hatten wir mehr Muße, Herr Graf, so würden wir uns eindringender mit Ihnen beschäftigen, aber unser Raum ist gemessen, unsere Zeilen sind gezählt, deßhalb sehen wir uns genöthiget, Sie auf unbestimmte Zeit zu — vertagen, was uns gewiß mehr Ueberwindung und Selbst­verleugnung kostet, als Sie. Und so haben wir denn unsere Plauderstunden nochmals flüchtig an uns vorübergehen lassen und die angenehmsten Minuten durch nochmaligen Genuß zu verlängern versucht. Es gelingt nicht, das Rad der Zeit will fortrollen, die Tage folgen ihm und die Stunden schließen sich an und reißen sich durch die bewegende Kraft gewaltsam los. Was bleibt auch uns anderes übrig als Trennung, nicht wir, sondern andere wollen es so und wir hängen von anderen ab, un­sere Plauderstube ist nicht unser Eigenthum. So scheiden wir denn und betreten die weiter vorgezeichneten Wege, die nach verschiedenen Richtungen auseinanderlaufen. Viel­leicht treffen dieselben irgendwo wieder zusammen und wir werden uns wieder erkennen. Aber die Menschen werden sich geändert haben, auf der Welt und in „Slovenien" wird manches ein verändertes Aussehen zeigen. Nur eines wird in uns unverändert fortleben, ein Gefühl, das keinem Wechsel unterworfen ist, eine Wärme, die durch keinen Termometer regiert wird, nämlich die Liebe zur armen slo­venischen Nation, die Begeisterung für die Zwecke unsers gemein­samen Strebens. Nicht wahr, diese wird leben, wenn wir uns auch lange nicht wieder sehen, sie ist das geheime Zeichen, woran wir uns erkennen, wo und wann immer wir uns wieder finden. 2 LoFom! Seite unseres Aerars über Hals und Kopf Pferde zusammengekauft, und jede nur halbwegs brauchbare Bauernmähre zu horrenden Preisen bezahlt, und heute verkünden offizielle Kundmachungen des Präger t. l. Generalkommandos, daß die in Böhmen stationirten Artillerie­regimentcc eine größere Anzahl überzähliger Pferde haben, die par­tienweise verkauft werden sollen. Wie solche Verkäufe ausfallen, das wissen unsere Roßtämme am besten, die mit dem hohen Aerar stets ihre lukrativsten Geschäfte machen; was aber der Staatssäckel dazu sagt, das ist jedenfalls eine andere Frage. Sicher ist nur das Eine, daß die Armeeverwaltung stets nur mit Verlust und niemals mit Gewinn verkauft; wozu war es also nothwendig, nachdem man sich vor drei Wochen doch schon darüber klar sein mußte, daß ein aktives Eingreifen in die kriegerische Bewegung weder opportun, noch über­haupt möglich sei, so über Hals und Kopf Rüstungsmaßregeln an­zuordnen, die man hinterdrein mit so großen finanziellen Verlusten wieder lontremandiren muß? Wozu war es nothwendig, gerade in der Erntezeit, wo die Pferde am theuersten sind, die Einkäufe für die Kavallerie und Artillerie zu forciren, um dann kurze Zeit darauf die erkauften Pferde wieder um den halben Preis loszuschlagen? So fragt sich der beschränkte Unterthanenverstand, und so seufzt der schwerbelastete Steuerträger, wenn er liest, daß die Regierung mit einem Sepaiatkredit von so und so viel Millionen vor die Delega­tionen zu treten gedenkt. (»Zut.") Lokales. Lllibllch, 30. September. — (Ter dramatische Verein) veranstaltet seine dießjllhrige Vorstellung Sonntag den 2. Ottober. Gegeben wird das effektvolle, aus dem Französischen übertragene Lustspiel „Xlobn!:", in welchem sich die komische Hauptrolle in Händen einer der besten Kräfte des Vereines befindet, dann die böhmische Originalposse „Na mo»tu", welche schon seinerzeit in der ^italnica sehr angesprochen hat und dießmal fast durchgehends neu besetzt ist. Den Stücken voraus geht ein Prolog, zwischen denselben kommt noch eine Soloarie für So­pran, gesungen von Frl. v. Neugebauer und ein Duett für Sopran und Tenor, gesungen von Frl. v. Neugebauer und Hrn. Meden zur Aufführung. Des Interessanten wird also gleich zum erstenmale genug geboten und ist zu erwarten, daß das Publikum die edlen Intentionen des Vereines würdigen und selben durch sehr zahlreichen Besuch, wie im vergangenen Jahre, kräftigst unterstützen wird. Die Vorstellungen, die jeden Monat dreima l stattfinden werden, versprechen nach allem, was wir erfahren haben, viel Ab« wechselung und manches Interessante zu bieten, da Heuer auch das Schauspiel neben dem Lustspiele und der Operette kultivirt wird werden. — (Einladung.) I n der öitalnica beginnen Anfangs Oktober die Gesangsschule und die Männerchorübungen, und zwar Montag den 3. Oktober 6 Uhr Abends die Gesangsschule für Damen, Dinstag den 4. Ottober Abends 8 Uhr die Män­nerchorübungen und Mittwoch den 5. Oktober Abends 8 Uhr die Gesangs schule für Herren. Jene Damen und Herren, welche Lust und Liebe zum Gesänge haben, wollen sich an den obgenannten Tagen im Gesangszimmer der (^italnica einfinden. Die Schule so­wohl, wie die Chorübungen leitet Herr Albert Valenta , da der bisherige Chormeister Herr Fürster auf diese Stelle refignirt hat. — (T>r. SuWllN,) der tonst. Bürgermeister von Laibach, soll denn doch abdanken und zwar kommenden Dinstag. Als Motiv dieses für seine Gesinnungsgenossen schmerzlichen Entschlusses gibt er an, es leide seine Advokatur zu sehr durch die vielen Geschäfte seines Amtes. Recht hat der Mann' Wie käme er dazu, seine Revenuen dem Eigensinn seiner Klique zu opfern! Wer wird dann tonst. Bür­germeister von Laibach? Doch nicht der odiöse Detzman! Wie Schade, daß Vater Sakraischegg nicht mehr im Gemeinderathe sitzt' E r tönnt's werden. — Es wird demnach der Konturs für die erledigte Stelle von jenem Tage an ausgeschrieben mit dem Bemerken, daß. hiezu Fremde vorzugsweise berufen sind Sr. Wohlgeborn Herrn Franz Ehrfe d hier. Der Hase! der Hase! Ich habe auf die Feuergarde geklopft und siehe da, es springt heraus — Herr Franz Ehrfeld, Restau­rateur im Kasino, Wohlgeborn und zwar mit einer Speiskarte in der Hand und der Versicherung in der Feder, daß er eine vortreff­ liche Köchin habe. Damit nun der Feuilletonist, dessen Aufsatz in Nr. 77 des „l'riglav" er witzig gefunden hat, was mir über die Maßen geschmeichelt erscheint, wisse, was eine gute Köchin werth ist, wird er in optima lorrnN — Euer Wohlgeborn verstehen doch lateinisch, wie? — zu einem lukrativen Souper in trautem Fami­lienkreise eingeladen und dessen Speiszettel, wenn er Gourmand ist — und das ist er — , zu komponiren freundlichst ersucht. Das ist doch eine Antwort auf ein Feuilleton, die mich, unbe­ schadet dem Glauben an Dero Wohlgeborn Splendidität, beinahe in Verlegenheit setzt. Vorausgesetzt den leicht möglichen Fall, ich wollte von der verlockenden Invitatio« wirtlich Gebrauch machen, womit soll ich mich vor Eu. Wohlgeborn legitimiren? Welches ist das Zeichen, woran Sie den wahren Feuilletonisten erkennen wollen? Etwa der Heißhunger? Das Merkmal ist beim Federvieh wohl häufig, aber durchaus nicht immer charakteristisch. Leider kann ich von der duftenden, vielversprechenden Einladung keinen Gebrauch machen, nicht als ob ich irgendwelche Bedenken be­ züglich Dero Wohlgeborn Aufrichtigkeit hegte oder gar den Werth eines lukrativen Mahles nicht zu schätzen wüßte, am allerwenigsten aber aus persönlicher Abneigung gegen Eu. Wohlgeborn; den wahren Grund meiner „Deklaration" finden Eu. Wohlgeborn im heutigen Blatte, wo Sie schwarz auf weiß lesen können, daß ich bereits ge­ storben bin. Todte oder Geister aber vermag weder Dero Wohl­ geborn vortreffliche Köchin, noch Speiszettel zu berücken, womit ich jedoch keinem von beiden nahe treten, noch auch Eu. Wohlgeborn wehe thun will. Sollte ich jedoch einmal zu neuem Leben erwachen, so wollen Eu. Wohlgeborn Dero Einladung gefälligst wiederholen. Die als Dekoration des Soupers in Aussicht gestellten „Langhalsigen" könnten Eu. Wohlgeborn jedoch trotz ihres betonten Alterthums vielleicht ins Jenseits — mein jetziges Dießseits — expediren, da die Ambrosia, die man hier ausschenkt, herzlich schlecht, gefälscht und geschwefelt ist. Womit ich verbleibe Dero verbundenster Fcuilletonist in Nr. 77 des „Irisslav" a. D. Nachschrift. Die Kunde von Eu. Wohlgeborn Avancement vom Gemeinen zum Leitmann freut mich sehr und gibt mir Hoff­nung, daß Eu. Wohlgeborn auf dieser Rangstufe nicht stehen bleiben. Die weitere Aufklärung, daß Eu. Wohlgeborn nicht Handschuhe, sondern Fäustlinge zu tragen Pflegen, dürfte jedoch — mehr als mich — Herrn Billina interessiren. Erklärung. Welche Motive bei der Gründung des „Irißlav"als deut­schen Organs zur Vertretung nationale r Interessen leitend ge­wesen waren, ist wohl jedermann ebenso bekannt, als daß dieses Organ nach besten Kräften bemühet war, seine Aufgabe zu erfüllen. Die Wichtigkeit dieser Aufgabe erfassend habe ich mit Beginn des Jahres 1869 die verantwortliche Redaktion und mit Beginn des Jahres 1870 auch die finanzielle Leitung des Blattes auf meine eigene Verantwortung übernommen, indem ich, nicht ohne Kenntniß der bedeutenden Schwierigkeiten, hiebei auf die ausgiebigste geistige wie materielle allseitige Unterstützung rechnete. Leider haben sich meine Erwartungen in keiner Weise erfüllt. Bei der redaktionellen Leitung blieb ich großentheils auf mich allein angewiesen, meistens der einzige Mitarbeiter des Blattes und sah mich gezwungen, all e Rubriken desselben zu füllen. Zuschriften waren sporadische Erscheinungen und trotz der aufreibendsten Aufopferung meinerseits mußte natürlich am Blatte noch manches zu wünschen übrig bleiben. Diese Apathie mag viel­leicht einer Strömung zuzuschreiben sein, die von gewisser Seite in Bewegung gesetzt wurde, aber ich will den Staub nicht von neuem aufwirbeln, der Mantel der Vergessenheit sei darüber gebreitet. Gleich bittere Erfahrungen mußte ich als Eigenthüme r des „Iri^Iav " machen. Infolge der erwähnten Agitation sank die Zahl der Abonnenten mit jedem Vierteljahre und bereits zu Ende des zweiten Quartals stellte sich ein Passivum heraus. Allein ich fühlte mich verpflichtet, die mit den Abonnenten eingegangenen Verpflich­tungen zu erfüllen, zumal da der „IriZlav " nothwendiger denn je geworden war. Deßhalb brachte ich nun finanzielle Opfer und so Eigenthümer, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: gedieh das Blatt bis zum Schlüsse des dritte n Quartals. Schon früher zählte ich in den Reihen der Abonnenten sehr säumige Zahle r und jetzt haben sich die Rückstände zu einer Summe ge­häuft, die dem „'lliglav " geradezu den Boden nimmt und ihm stürzt. Diese Erscheinung ist sehr betrübend und wenn ich schon für' die geradezu riesig e geistige Arbeit kein Honorar beanspruche, da ich mit Lust und Freude gewirkt habe und den Lohn hiefür im Be­wußtsein finde, mit meinen schwachen Kräften mein Möglichstes ge­than zu haben, um dem „l'i-iAlav " Anerkennung zu verschaffen, so erlauben es mir doch meine finanziellen Mittel nicht, auch noch die nicht unbedeutende Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben des Blaues zu decken. Und nu r deßhalb , aus keinem andern Grunde, sehe ich mich genöthiget, dlls Erscheinen des „I>ißlav " mit der heutigen Nummer zu sistiren, indem ich nur diejeni ­gen, die noch mit der Pränumerationsgebühr bis Ende September im Rückstande sind, dringend an Ihre Pflicht mahne, damit mein materieller Verlust etwas geringer wird, da ich für meine geistige Arbeit ohnehin auf jede Enllohnung verzichte. Wenn irgend jemand an der Richtigkeit dieser Angaben zwei­feln sollte, so geben ihm die Bücher in der Administration die beste Ansicht der klaffenden Wunden. — Weitere Abonnements weiden demnach nicht mehr angenommen, dagegen jene ? . 1 . Abonnenten, welche bis zum Schlüsse des Jahres vorausbezahlt haben und den überschüssigen Betrag zurückzuerhalten wünschen, ersucht, sich in dieser Angelegenheit direkt an mich zu wenden. Z u dieser offenen Darlegung des Sachverhaltes glaubte ich mich auch im eigenen Interesse verpflichtet, um etwaigen Mißdeutungen oder falschen Beurtheilungen den Weg zu sperren. Die Last der Verantwortung liegt daher nicht auf meinen Schultern, denn ich habe das Möglichste gethan, was der Fleiß und die Mühe eines Ein­zigen thun tonnen. Die Katastrofe habe nicht ich herbeigeführt, sondern unter so bewandten Umständen kam sie, mußt e sie vo n selbst kommen. Dieß diene zu meiner Entschuldigung, die jedem Einsichtsvollen genügt. Es ist in Slovcnien der Usus, daß jene, welche am liebsten in Politik machen, deutsche Blätter fast gar nicht lesen, geschweige denn halten. Fortan werde ich mich ausschließlich dem „Lreueeli. " widmen, bei dem ich mehr Anerkennung finde, als auf dem sterilen „Iri^lav" . Doch damit sei niemandem ein Vorwurf gemacht, sondern nur der „LleueeH " den verehrten Freunden unserer Nation nachdrücklichst empfohlen; er wird im nächsten Jahre mindestens dreimal im Mo­nate erscheinen. Die mit dem „l'ii^Iav " gleiche Interessen vertretenden, ihm befreundeten Blätter werden höflichst ersucht, von dieser Erklärung Notiz nehmen zu wollen. Laibach, am 29. September 1870. Eigenthümer, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur des „^rißlav". Korrespondenz der Redaktion. Herrn verunr«!, bier. Ihre „Berichtigung" betreffend das Inserat „Billig Geld" in Nr. 75 des „Triglav", konnten wir der für die Redaktion« geradezu beleidigenden Fassung wegen nicht aufnehmen, da darin der Redak­ tion die böse Absicht zugemuthet wird, daß sie den Sachverhalt habe ent« stellen wollen, eine Zumnthung, die wir mit Entrüstung zurückweisen. Unt« anderen Umständen hätten wir uns gegen eine „Berichtigung" nicht gesträubt, wenn sie nämlich von Ihnen als dem angegriffenen und an der Ehre ge­ kränkten Theile ausginge, daher mit Ihrer Unterschrift Versehen wäre und nichts enthielte, »ls die Darstellung des wahren Sachverhaltes. Der Name des Einsenders irgend eines Inserates ist ohnehin in unserer Administration zu erfahren, daher find alle Drohungen und Apoftrofen an die Redaktion über­stüffig, da wir uns zur Aufnahme von Berichtigungen von niemandem andern, als von der löblichen k. t. Staatsanwaltschaft zwingen lassen. — Die Er­ füllung Ihres Ansinnens in dieser Form wäre übrigens auch eine Beleidigung de« Herrn Inserenten, welche wir selbst auf Ihre Drohung hin nicht begehen wollen, denn wir sind nicht berufen, derlei Angelegenheiten eigenmächtig zu entscheiden. Daher erbitten wir uns eine anders gefaßte Berichtigung und jedenfalls im Wege der löblichen t. k. Staatsanwaltschaft. ^«,K. ^,168ovo. — Druck von ^onel Llasuil: in Laibach.