.-«2. DolN5^st5I___den 1. UnOUst 1833. N 3 i b a ch. ^ie Landcsstelle hat sich bewogen gefunden, der Bez. Obrigkeit Krupp, dem Verwalter Ho. tschcvar in Frcythurn, und dem GericdtZ.Ac-tuar Algols Pauer in Krupp, für Die Thätigkeit, tvelche sie bei Ausmittlung der Unterkünfte und Veischaffung der Einrichtungsstücke für die k. k. Gränzwache, bewiesen hciden, die verdiente Bclo« bung durch das k. k. Krcisamt zu Neustadt! crthci. lcn zu lassen. Dieses wird mit dem Beisahe zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die k. k. (Za. lneral-Gefä'Nen.Berrvaltulig insbesondere noch dem Alois Pauer eine Belohnung von 5a ft. (5. M. zugewendet hat. Vom k k illyr. Gubernium. - Laibach am 27. Iult i835. Wien. den 36. Juli. serinn haben g«^, Morgens vor 6 Ubr das f. k. Lustschloß Schö^runn verlassen und d^e Re / üw But^s undP.lsen, nach Prag ang^ ^ (Oest. B.) Frankreich. Paris, den »3. Juli. Am 7. d. M. sielen zu Straßburg Unruhen vor, welche durch milttä'. rischc Gewalt beigelegt werden mußten, worauf dcr Maire die Einwohner in einer Proclamation zur Ruhe crmahnte. — Man versichert, daß die Regierung 5oo vcrurtheilte Verbrecher nach Algier schicken, und dort zu dcn schwersten Arbeiten der Kolonie, besonders zur Anlegung von Bauwerftcn für kleine Schisse, verwenden werde. Paris, den i5. Juli. Nach dem Momteur werden die Iuliuöfesie, so wie 2LI1, drei Tage ausfüllen: der erste wird dem Andenken der Julius-Opfer, rer zweite der Musterung des Königs, und der dritte dcn Spielen und öffentlichen Belustigungen gewidmet scyn. — Die große Kanone, La Konsulaire Zcnannt, durch welche 1816 der Körper des englischen Consuls zu Algier auf die englische Escadre geschossen wurde, ist zu Brest angekommen, wo sie auf einem Picdcsial aufge« stellt werden wird. (B. v. T.) Dem Journal du Havre zufolge reisen jetzt sehr viele Engländer nach dcr Bretagne; man glaubt, sie wollen die großen, dürren Ebenen von Armorica cultirircn, wo in dcn Zeiten der mittelalterlichen Kämpfe zwischen Frankreich und England so oft englisches Blut geflossen ist. Paris, dcn i». Juli. Der Herzog von Orleans stattete dcr Königinn Dona Maria und der Herzoginn von Braganza einen Besuch ad, und besichtigte hierauf den Pallast Elysee Bourbon, wo er einige Zeit zu wohnen gedenkt. Mehrere reiche Handlungshauser haben der Regierung das Anerbieten gemacht, die Kosten de» Kolonisation Algiers zu übernehmen. (Prag. Z.) Der Moniteur vom ,5. Juli enthält Nach' richten aus Madrid vom H., dcncn zu Folge da. selbst amtliche Berichte von den Gouverneurs aus Seoissa und Ayamonte über die Pedristischc Landung in Algarbien eingetroffen sind. Dicsc sügcn zu den bereits bekannten Umständen hinzu, daß sich die Stadt Bcja am 28. Juni zu Gunsten Dona Maria's erttart habe, und die ganze Provinz Alen^ tcjo in Bewegung sei. Die Pcdnstcn hatten. 2c>oa Mann von Abrantcs bis Santarcm aufgestellt, und ler Vicomte von MoNclos hatte sich mit allen Truppen jenseits des Tajo an Villaflyr angeschlossen. 2^8 Aus Neapel vom 3a. Juni wird in Pariser Blättern die Ankunft des Grafen Hector Lucchest Palli daselbst gemeldet, mit dem Zusätze, daß er nun nach Palermo reisen würde. Die Aufstellung der Statue Napoleons, zu der übrigens Alles bereit und vollendet ist, wird am 26. in Gegenwart des Königs Statt haben, wo die Truppen der Nationalgarde und der Linie nach ab« gehaltener Revue an der Säule dcsVendomeplatzes vorbeiziehen werden. (W. Z.) Es wurden Truppen auf der Saone und dem Rhone eingeschifft, um die Garnisonen des Vau« cluse, des Gard und der Vouches du Rhone zuver« starken. Auch von Valence gingen Truppen nach derselben Bestimmung ab. Mehrere Generale erhielten die Weisung, sich in Missionen nach dein Süden zu begeben. Gs war die Nede von der Ersetzung des Hrn. V. Rayneval in Macrid durch Malschall Mauzel; heuce bezeichnet man fur diese Mission den Grafen Molitor; es scheint, man will diese Ambassade durchaus einem Marschal! geben. Einige behaupten, Hr. v.Rayneval sey zur Botschaft nach Wien bestimmt, an die Scelle des Hrn. v. St. Aulaire. Mg. Z.) HPanie n. In Nachrichten aus Madrid vom ü. Juli rv'nd gemeldet: Innerhalb,6o Stunden sind io Estafetten von Lissabon und (Zoimbra bei Hrn. Zea angekommen. Seit heute wissen wir, daß Dom Miguel's Flotte fich ergeben hat. Der (Zordon an der portugiess« schen Gränze, den General Sarssield zieht, besteht aus 3 l»ii ia,ooo Mann. — Nach Andalusien gin. gen Befehle ab, daß oer General «(Zapitän darüber wacht/ damit die in Algarbien gelandeten Hxuppen dos sramsche Gebiet nirgends überschreiten. — Im ganzen,Lande ging die Eidesleistung mit Feierlich« lcit und Ruhe vorüber. (W. Z.) Portugal. Londoner Blätter enthalten über das am 5. d. M. vorgefallene Seegefecht folgende Details von cinem Offizier an Bord des Dampfbootcs Bir. mingham, vor Lagos den 6. Juli: „Admiral Narier hatte dem Feinde wiederholt eine Schlacht angeboten, ohne daß derselbe den Handschuh auf« gehoben hätte. Am 5. um zwei Uhr Nachmittags nahmen die feindlichen Schiffe ihre Stellungen, zuerst der Dom Ioao, das Schiff des EommodorS; hinter ihm die Raintza; hinter öieser ein.großes Munitionsschiss; ihm zunächst die Princesa Real, hinter ihr eine große (Zorvctte; dabei war zwischen je zwei der größeren Schiffe eine Corvette oder Brigg gestellt, so dah ihre Kanonen zwischen ihnen spielen konnten. Um 3 Uhr 20 Minuten zog Admiral Napier die königliche Flagge auf und segelte gegen den Feind. DcSAomiralsAbsicht^ar, die Rainha auf der rechten Seite zu entern, der Dom Pedro auf der linken. Unser tapferer Admiral nahm keine Notiz von dem furchtbaren feindlichen Feuer, sondern rannte gerade darauf los, schleuderte zwei wohlgeziclte Lagen auf die Rainha, und enterteste. Admiral Napier war der Erste, der, das Schwert in der Hand, hinaufstieg, unterstützt von seinen Offizieren, Trotz dem dichten Musketen« fcucr und den Säbelhieben der Feinde; nachdem er, von dem Tauwcrk aufgehalten, gegen eine halbe Viertelstunde gctämpft, und mit einer eiscr« nen Stange eine Wunde in die Seite bekommen hatte, sprangen zwei oder drei seiner Offiziere an Bord Her Rainhaz nach ihnen Napier selbst, von seinem Sohne gefolgt. Auf dem Verdecke ent» spann sich ein blutiger Kampf mit großem Perlust auf beiden Seiten. Der (Zapitan des geenterten Schiffes Holle gerade gegen Admiral Napier auK und würde ihn niedergehauen haben, hätte nicht sein Koch, ein Neger, deu (Kapitän mit dem Ge« wehrkolbcn zu Boden geschlagen. Der Koch nahm dem Miguelistischen (Commandanten oen Säbel, ein Paar Pistolen und ei»e goldene Uhr ab, und zeigte sie triumphirend dem Admiral. Als der Dom Ioao das Schicksal der Rain ha sah, that er alles Mögliche, um zu entkommen, und die (Korvetten und Briggs folgten diesem Beispiele. Dcr Dom Pedro und das Admiralschiff verfolgten sie, und um 6 Uhr strich dcr Dom Ioao die Flagge Dom Miguel's. Am 6. segelten wir nach dcr Bucht von Lagos mit unsern fünf Prisen, nämlich der Rain ha, bu Kanonen und 65o Mann; Dom Ioao, 74 Kanonen, b5o Mann; Princesa Real, 56 Kanonen, 640 Mann; Freitas, Munitionsschiff, 48 Kanonen, 56o Mann; Prin« cela, 5 Beifalls über eine That nicht enthalten, die fast ganz von Engländern ausgeführt wurde, und auf einen Augenblick die alten glorreichen Tage brittischcn Muthes und brittischer Wagnisse zurück, zubringen scheint. > (M^ Z.) London, den 16. Juli. Nach einer ossiziel, len Angabc bcstanddie brmische Flotte am 1. d.M. aus 55? Schiffen verschiedener Größen. Diese Flotte beschäftigt in Friedenszeit 20,000 Matrosen und 12,000 Marinesoldaten. Wir haben 44 Admiräle, 52 Vicearmiräle, 64 Rcar' Admiräle, 796 (Hapitäns (5^ll in vollem Sold), 860 (Zom-mandeurs (?3o mit vollem Sold) Iigc> Sec.Lien, tenants, 109^ Scbisss'Aerzte, ^hyrurgen undzum ärztlichen Dienste gehörige Beamte. (Prg. Z.) OZmannisckcZ Reich. (Bosnien.) Stolacz, la.Iuli. ÄufVcr-ordnungunsercs Vezicrs, Ali Pascha, wurdrv. nach Mofiar die Musfelime und andere Noiablen der Prcvinz Herzegovina berufen, und ihnen daselbst ein gloßherrlicher Ferman bskan'.i gemacht, ver» möge welchem Ali Pascha zu.n Verier der Herze- govina ernannt, und eine allgemeine Amnestie ver« tündet ward. Bei dieser Gelegenheit wurden auch von gedachtem Vczicr verschiedene, die Organisatioll des Innern betreffende Dispositionen bekannt ge« macht. Unter Anderm wurde die Errichtung eines wohl bewaffneten (5orps ausgesprochen, das ficts zum Marsche bereit seyn solle, ingleichcn aucb eine außerordentliche lZontribution von 7,000,000 Pia« siern, welche sowohl von den Rajas als den tür» tischen Grunddesitzern eingetrieben werden solle. Zugleich eröffnete er ihnen, daß das neue bewaffnete Corps sich nach Grachovo in Bewegung zu setzen habe, weil dessen Bewohner sich den neu er« l.>ssenen Regierungsbcflchlen nicht unterwerfen woll« ten. — Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Her« zegooina in ,9 besondere Bezirlc eingetheilt. Konstan tino pel, den 10. Juli. 2lm 2g. Juni veranstaltete der kaiserlich.russische auheror« dentliche Botschafter uno Oberbefehlshaber der russischen Streitt'ra'fce im Bosporus, (ÄrafOrloff, auf Verlangen des Großberrn im Lager von (Zhun-tlar.Iskelesti ein Manöver, dem Se. Hoheit in Begleitung des Scriast'ers und der beiden Ahmed Pascha's, ncbst dem Kapudan«Pascha und den meiste» großen Würdenträgern des Reiches bei« wohnten. Die Botschafter und Gesandten von Oesterreich, Rußland, Großbritannien, Frankreich uno Preußen erhielten von Seuen des Großherrn eine ausdrückliche Einladung, sich zu dieser Revue zu begeben. Sultan Mahmud, welcher auf seinein Dampschiffe von Beilerbey nach OyunliHr-Iskc« lcffi fuhr, wurde daselbst von den auf dem Ufer versammelten Würdenträgern empfangen, und bis zur Stelle geführt, wo sich die europäischen Ge« sandten befanden; dort stieg Se. Hoheit und Ihre ganze Begleitung zu Pferde, um über öie auf der Wiese aufgestellten Bataillons Musterung zu Hal« ten. Sodann begab sich Sultan Mahmud in das Zclt, welchcs auf einer Anhöhe für Ihn bereitet worden war, von ruo aus man das Manöver über- , sehen konnte. Ein gleiches Zclc war auch für da5 diplomatische (Zorps bestimmt worden, welches bald darauf die Ohre hatte, dem Sulla»! aufzuwarten, wobei Se. Hoheit an sämmtliche Repräsentanten > einige verbindliche Fragen, an einen jeden über ' seinen Souverain, stellte. Die Evolutionen der ^ russischen Bataillons, welche im Feuer exercilten, und dieselben mit besonderer Präcision uno Schnel. ll.ttcit ausführten, gcivährlen dem Grcßherrn ein 25o sichtliches PergHUgen. welches er auch wiederholt zu erkennen gab" Während dieser Neoue waren, nebst den auf der W»cse exerciresidcn Bataillons, sämmtlich^ russische Truppen auf den Anhöhen aufgestellt, was einen höchst mahlerischen Anblick gc» währte. Nach dem Manöver wurde abermals Ncvue über die vorbci?efilircntcn Trnppen gehalten, und derGroßhcrr verfügte sich endlich in ein daselbst befindliches Lustschloß/ wohin er anfänglich dcnGra» fen Orloff zu sich lud, und ihm seine Zufriedenheit und Erkenntlichkeit in den wohlwollendsten Ausdrücken bezeigte, und sodann alle bei der Revue gegenwärtigen Gesandten einführen ließ, bei welcher Gelegenheit er nach Art der europäischen Monarchen Eercle hielt, ein in der Geschichte des osmannischen Reiches bisher unerhörtes Er< eigniß. Se. Hoheit äußerte Ihr Vergnügen über die Einheit der Ansichten, welche unter den Mäch» ten, rücksiätlich der hohen Pforte herrsche, und IH« ren Wunsch, daß dlese freundliche Gesinnungen unwandelbar seyn möchten. Bei diesem Anlasse übergab der Sultan dem k. k. außerordentlichen Gesandten, Freiherr« von Stürmer, eigenhän-dig sein für Se. königl. Hoheit den Kronprinzen von Bayern bestimmtes und auf einer sehr reich mit Brillanten besetzten Dose befindliches Portrait mit dem Austrage, es Höcdstdemselben zu üdermit« teln, da es nicht vor dessen Abreise hatte vollendet werden können. Er legte bei diesem Anlasse aber» wals auf das Freundschaftlichste seine Gesinnung gen gcgen Se. Majestät den Kaiser von Oesterreich an den Tag. Se. Hoheit behandelte den Freiherrn von Stürmer mit besonderer Auszeichnung, und ols derselbe zufällig im Gedränge durch einen Huf« schlag am Bc.in gestreift worden war, hielt der Sultan sein Pferd an, und r'eth ihm abzusteigen, im Falle die Verletzung von Bedeutung seyn sollte. Da es ihm bekannt ist, daß Freiherr von Stürmer die türkische Sprache versteht, so wendete er sich Zu wiederholten Malen an ihn,^ um sich nach. sei' lmn Befinden zu erkundigen und ihm scin Lcidwe« sen über diesen Unfall zu bezeigen. (Oest. B.) A r i c ch c n l a n v. Nauplia, ,o. Juni. Die „Minerv'a", ein griechisches Blatt, meldet die/Einnahme der an der äußersten Gränze Griechenlands gelegenen Stadt Zeituni durch die königl. bairischen Trup. pen. Noch immer suchten die Türken Zeitnni zu ' behaupten, aber plötzlich umrungcn, wurden sie genöthigt sich zu ergeben. Die Uebergabe der Stadt erfolgce in einigen Stunden. Anfangs wagten sie nicht ihren Cultus auszuüben, noch ihre Minarets zu besteigen, bis der Commandant der k. bairischen Truppen einigen vornehmen Türken erklärte, daß uncer der Regierung König Otto's alle Untertha» nen Schutz ihrer Person und ihres Eigenthums, so wie die freie Ausübung ihrer Religionen genie» ßen; auf diese Zusage erhoben alle Türken das Geschrei: „Allah! Allahor!« Gott ist mächtig! Gott erhalte den König! Noch am selben Tag? verrichte« ten sie ihre öffentlichen Gebetein den Moscheen. — Gegenwärtig sind nun auch die Städte Zeituni, Athen, Karanava, Euripo und Karisto in dcrGe« walt König Otto's. Auch die Insel Ncgrcponte wurde, ungeachtet einiger Weigerungen des dortigen Pascha's, von den k. bairischcn Truppen beseht, bei dessen Besitznahme dieselben von zwei englischen Linienschiffen, einer französischen Brigg und cinein russischen Schiffe bestens unterstützt wurden. (5ol.