Deutsche Macht (Irüber „Mier Zettung"). ftMrtu Imntti «» » », »rfcs« in» tofttt filt «ill, mit Zufltllu», lai H»»« «»MtliA » -M, wcrtcliWrlf fl. 1.S0, ft. ____ «ratlitrtt R. . WH *!ofli>ti1eii»uit» oicrttlimrtt % » «» |»ltjqri| T. MO, ». «.40. *>« «iRiriir Warnact T h. na« t«rif; »ri iltmi Mk«ntz°I»>>jk» e»tl»r»ch«»dtr »-»»»«« -q-lkv 3ttfct>K |Jt min »l-tt «3t WHutttt»« ■Maacnif»cMt>»ra »H 3»- tu» «»«[antrt «». ÄtHrtit« «xritag. k. UnlntftranM H«rrn>». «. 6«t(4lt(«tra Itl «-»»ein»« tätlich, mit >»«li»d»« »tt S»i>»- »,» Wertste, «»» »—11 ntt 8«- I—4 Btr «tu*Biiiu«<. - K«lamitionea Mrtafra. — W«»»kt4»tt »tihii nicht ivrutforlfRbrt. — Im»! »>ch» Ar. 29. Cilli, Donnerstag, den 9. April 1885. X. Jahrgang. In unsere Qser! In der nächsten Nummer unsers Unter« haltunqS BlatteS beginnen wir mit der Veröffentlichung des äußerst spannend«» RomaneS: „In Fesseln der Schönheit." $011 ?l|. ätnbttUdj. Von dem zum Abschluss« gelangten Ro-^ «taue: „Der Sohn deS Go»v«rneurS." haben wir entsprechend mehr Fortsetzungen gedruckt und stehen einzelne derselben — so weit der ! Lorrath reicht — unseren geehrten Abonnenten ^ zur eventuellen Versügung. Hochachtungsvoll st | Tie Administration. Hetterreich und Peutschtand. ES läßt sich nicht bestreiken, daß die Los» trennung der Deutschen in Oesterreich von Teutschland^oder richtiger vom Deutschen Reiche | durch die Folgen der Ereignisse des JahreS 18M aus beiden Seiten innerhalb der Bevölkerung mit einer gewissen Wehmuth empfunden mit», je weiter wir uns dein damaligen Bruder-Kitge der Zeit nach entfernen uno je ruhiger vir deshalb darüber zu urtheilen anfangen. Nie die Dinge sich aber bis zum Jahre 1866 gestaltet hatten, so tonnte nur ein scharfer Schnitt durch die alten Verhältnisse Klärung in die Situation bringen und der nationalen Bewe-I gimg, welche im Auslande bis dahin nur mit-leidiges Lachen erregte, freie Bahn verschaffen. Die Nachtheile der Trennuag stellten sich zuerst auf wirthschaftlichem Gebiete heraus, zumal Österreich und das Deutsche Reich, wenn auch durch besondere SlaatSwesen geschieden, im Erwerbsleben wesentlich von einander ab» häugig sind. Diese Erkenntniß wurde mit der , Jiaogurirung de« deutschen Schutzzollsystems immer stärker, denn die Erschwerung deS gegen- Per Sets. Ein Felsen raget weit hinaus Ins tobend wilde Meer Ringsum ist Nacht und Wogengraus Gebreitet um ihn her. TaS deutsche Volk der Felsen ist In Oestreichs Völkerfluth. ES überragt zu jeder Frist Des Wogendranges Wuth. Wie mächtig auch die Springfluth rollt Vom Sturme wild erregt. Wie auch die Brandung brüllt und grollt, Der FelS bleibt unbewegt. Das deutsche Volk es weichet nicht Dem Völker-Wogenschwall. Der Fels da» wilde Stürmen bricht, Ihn bringt es nie zu Fall. Den felsenfesten deutschen Muth Rührt keines Sturms Gewalt, ES bricht des Ostens Völkerfluth An ihm sich tausendsalt. An ihm hat schon manch hundert Jahr Die Brandung sich gestaut Und jeder Märker immerdar Auf diesen Felsen baut. Adolf Hagen. seiti^en Verkehrs wirkte lähmend und benach-theiUgend längs der langgestreckten Grenzen der beiden Reiche hüben und drüben. ES fehlte daher nicht an Stimmen, welche in dem engeren wirtizschaftlichen Anschluß der beiden Staaten große Vortheile erblickten. In Sachen der äußere» Politik erkannte man in Wien und Berlin die Zweckmäßigkeit eines gemeinsamen Vor» gehens. um sowohl den Gefahre» von Osten wie von Westen ein ernstes Paroli zu biegen. Hieraus entstand das deutsch-öft rreichische Bünd-niß. und dieses hinwiederum veranlaßte in Ver-bindung mit den wirthschaftlichen Fragen die Discussion über das Thema, ob nicht irgend eine Form gefunden werden könnte, welche, mit aller Aufrechthaltung der staatlichen Selbststän-digkeit, doch aus Oesterreich und Deutschland ein Ganzes zu schaffen im Stande wäre. Es wurde unwidersprochen sogar gesagt, daß der Reichskanzler Fürst BiSmarck seinerzeit dem Grasen Andraffy darauf abzielende Vorschläge gemacht habe, von denen man aber zurückge-kommen sei. weil man glaubte, die Zustimmung der gesetzgebenden Factoren nicht zu erlangen. DaS waren dunkle Gerüchte, die nun»,ehr aber einigermaßen an die Helle des Tage» ge-rückt sind. Am 14. März d. I. berührte näm-lich der Abgeordnete Eugen Richter, der prin-cipielle Gegner der inneren Politik Fürst Bis-marckS, im deutschen Reichstage die Beziehun-gen Deutschlands zu Oesterreich und empfahl beiden Staaten den Abschluß von Tarifver-trägen. Der Abgeordnete Windhorst. der Füh-rer des clericalen Centrums, war am Tage vorher, an dem er den Ausschluß der Deutsch-österreicher vom deutschen Reiche bedauerte, für politisch-pragmatische Verträge des deutschen Reiches mit Oesterreich-Ungarn eingetreten. Die Wünsche dieser beiden Volksvertreter veranlaßten den Fürsten BiSmarck am 14. März sich folgendermaßen zu äußern. „Ich bin auch nicht dagegen, und ich habe schon vor Jahren in Der Ballschuy. Eine Faschingsreminiscenz Octave war just zu Besuh bei Lionel, als man diesem ein mit Wachsleinwand überzogenes und mehrfach versiegeltes Packet überbrachte. Er öffnete das Packet; die Wachs! inwand-Hülle barg eine weiße Holzschachiel und in dieser lag, sanft in Baumwolle gebettet, ein Ballschuh aus rosenfarbigem Satin. Er war ein reizendes Kunstwerk, dieser Schuh, etwas zerknüllt vom Tanze, mit seiner zarten Silberstickerei und seinen beiden Maschen au« silberdurchwirkten Blonde - Spitzen. Nie hatte die Mode Niedlicheres erzeugt und nie gab'S ein beredteres Andenken an entschwunde-neS Glück, als dieses herzige Ding, das mit seinen hohen Absätzen, seinen netten Maichen und seiner geschmeidigen Form fast lebendige Reiz« auSzuathmen schien. Lionel betrachtete den Schuh, ihn nach allen Seiten wendend und in feiner Miene spiegelte sich bald freudiges Entzücken, ba>d melancholische Betrübniß, Da, mit einem Male, entfiel dem Schuh ein Brief, dessen Hülle ein gräfliches Wappen und eine von Frauenhand geschriebene Adresse zeigte. Lionel laS den Brief. Es war eine kleine, zierliche Handschrist, kokett, elegant und ein- Oesterreich den Vorschlag gemacht oder wenig-stens die Fra^e angeregt, ob eS möglich fein würde, solche pragmatische Einrichtungen, sei eS auf dem Zollgebiete, sei es auf anderem Ge-biete zu treffen uud dadurch die Lücke zu decken, die durch die Ereignisse von 1866 in die deut-schen Beziehungen gerissen ist. Wir haben aber gefunden, vag es doch zweifelhaft sein würde, namentlich in Bezug aus Oesterreich-Ungarn, die nöthigen Bewilligungen der Körperschaften, deren sie dazu bedars, zu finden." Wer die Verhältnis» näher kennt, wird von diesem Versuche BiSmarckS erfreut lein und es kaum glauben, daß der deutsche Reichskanz-ler diese Idee schon aufgegeben hab«, denn „NichtS halb zu thun, ist groß«r Geister Art." Wenn man jedoch annehmen wollte, daß die Parlamente den Stein des Anstoße» gebildet hätten, so hätte man diese doch zuvor in die Lage versetzen sollen, dem Projekte "gegenüber Stellung zu nehmen. Da dies jedoch nicht ge-scheren ist und ein deutsches Blatt, der „Hannö-verische Courier" — ob mit Recht oder Un-recht, sei dahin gestellt. — vor nicht langer Zeit lediglich den Abgeordneten Dr. Herbst als den Gegner dieses Projektes bezeichnete, so darf man annehmen, daß unsere Regierung die Avlehnung deS deutschen Vorschlages in Hin-weis auf eine mögliche Ablehnung durch die Parlamente kleidete. Die ganze Angelegenheit dürfte jedoch da-mit nicht abgethan sein. Die Freunde der deut-schen nationalen Bewegung werden dem An-scheine nach den Gedanken einer Zollunion zwischen Oesterreich und Deutschland, auch im Interesse der Deutsch-Oesterreicher, nicht auf« geben. Die Deutschen hüben und drüben wer-den sich verstehen und um so eifrig«? thätig sein, je mehr die VersöhnungSära die Slaven auf Kosten deS Deutschthums bevorzugt. An Anzeichen hiesür fehlt eS schon lange nicht. schmeichelnd. Schon die Schrist übte einen eigen-thümlichen Zauber aus, und erst der Inhalt! Der Brief lautete, wie folgt: „Wien, im Februar 1835. Diesen Morgen, mein lieber Lionel, fiel mein Blick auf dus«n schuh. Ich hatte ihn auf dem Balle der Princessin K. getragen und sein Anblick erweckte nun manch« schlummernde Erinnerung i« mir. Oder glauben Sie, es sei AlleS in Vergessenheit gerathen, weil seither viele Monate verstrichen und Sie fern von mir sind ? Ich weiß nicht, ob ich Sie je wiedersehen werde, doch will ich, daß Sie meiner gedenken sollen. Darum sende ich Ihnen diesen Ballschah ; benutz«» Sie ihn als Zündhölzchen-Behälter, das ist ja so Sitte unter den Herren vom Club, nicht wahr? — Und wenn Sie in trauter Einsamkeit an Ihrem Kamine sitzen werden, lassen Sie sich dann durch diesen Schuh an die vorübergerauschte schöne Zeit gemahnen. Er wird Ihnen sagen : „Erinnerst Du Dich noch, wie Du ihre Füßchen ermüdet hast am MeereSstrande zu H ... und wie Du sie hübsch fandest, diese Füßchen, als sie den Holzschuhen entschlüpften, auf dem Gang« nach dem S«e-bade? Wohl war sie recht stolz auf diese Füße, aber hatte sie nicht ein Recht dazu, da Du 2 Aie „gereinigte fechte" und die „Mittetpartei". Als der Herr Finanzminister im Parlamente die Erklärung abgab, die heutige Zliajo-Tttdt werde bei den Neuwahlen eioe Stärkung erfahren, da hing der RegierungShimmel voller Geigen. Es war eben gelungen, den Riß zu verkleistern, der durch die Majorität ging. Die cleiicalen Bauern waren mürbe geworden. Man durste glauben, daß sie sogar daS 15-Millionen-Präsent an Galizien bewilligen würden, trotzdem es klar zu Tan« lag. das, sie sich hiedurch in Gegensatz zu ihren Wählern dringen würden. Welche Mittel der UeberredungSkunst in An-wendung gebracht werden mußten, um diese sonst minder couragirte Gruppe biZ'zum Wider-stand gegen die ausgesprochenen Ansichten ihrer Wähler aufzustacheln, ist natürlich ein Geheim-niß, denn in unseiem Parlamente werden die entscheidenden Verhandlungen hinter den Cou-listen durchgeführt. Damals also konnte Herr o. Dunajewski nicht «hnen. daß die Regierung in der Nordbahnsrage von ver Gnade de» Coronini-Clubs abhängen werde. Der Finanz-minister ließ sich daher von seinem SanguiniS-mus verleiten, die Mittelpartei zu brüskir-n und von derselben in einem Tone zu sprechen, als ob es nie eine Zeit gegeben Hütte, zu der Graf Taaffe sich nach einer Mittelpartei sehnte, und als ob nie eine Zeit wieder kommen könnte, da sich daS Ministerium glücklich schätzte, daß die verlachte, verspottete, zurückgesetzte und preisgegebene Mittelpartei die Nordbahnfrage rkttete. Nun ist eS freilich begreiflich, daß die h. Regierung Goit anruft, er möge sie vor ihren Freunden schützen und daß sie den Wunsch, wenn auch nicht auSspricht, so doch hegt, daß die „Vereinigte R chte" nicht gar zu gestärkt aus den Hienwahlen hervorgeht. Man verstehe wohl; hohe Regierung heißt in dem vorliegende» Falle keineswegs das Gesammtministerium. Daß Herr von DunajewSki nicht selbst heute noch von dem Wunsche beseelt ist, dem er in der Budgetdebatte so formgewandt Ausdruck gege-den, daß Herr Graf Taaffe davon förmlich entzückt wurde. Aber daß auch z. B. Herr von Conrad seine Wünsche theilt, kommt unS weni-ger wahrscheinlich vor. Ja wir meinen schier, daß sogar Je. Excellenz den Herrn Minister-Präsidenten in Momenten kühl«r, nüchterner Ueberlegung ein gelindes Grauen beschleicht vor der Möglichkeit einer Majorität, die stark ge-nug ist. sich um ihn nicht mehr kümmern zu müssen. Noch vermag er durch demüthige Un-terordnnuy seines Willens unter den der Majo-rität wenigstens den Schein aufrechtzuhalten. daß die Majorität ihm folge und nicht er der Majorität. Die wahlagitatvrischen Artikel der slavisch-nationalen Bläser müssen ihn aber darüber belehrt haben, daß die Tschechen und „Deutsche Macht." Polen der Rolle müde geworden sind, welche ihnen da« Ministerium Taaffe zugetheilt hat. Ste wollen, daß die Führung, die thatsächlich in ihren Händen ruht, auch sormell und aller Welt erkennbar in ihre Hände gelegt werde. Es ist demgemäß auch mit der Solidari-täl de« Cabinet« Taaffe, auf welche Herr von Dunajewski sich so viel zugute thut, nicht zum Glänzendsten befallt. Mit Ausnahme der Herren Dunajewski, Prazak und ZiemialkowSki und allenfalls noch des Herrn Grasen Falken-hayn fühlen sich oie Herren auS dem solidari-schen Eadinet nicht gar so sicher ihres Porte« feuilles, im Falle eineS eclatanten Wahlsieges der „Vereinigten Majorität". Und in der That, welchen vernünftigen, welchen auch nur oppor-tunistischen Grund hätte eine slavische Majo-rität, sich Ministern zur Verfügung zu stellen, welche doch nur mit Widerstreben und zögernd den steigernden Forderungen der Slaven ent-sprechen? Ist die Majorität des Reichsrathes rem slavisch-c'erical. so ist ja wirklich nicht abzusehen, warum nicht Graf Hohenwart oder da der Name dieses zu deutsch klingt, Graf Heinrich Clam-Martinic, der ja ohnehin an verhaltenem Portefeuille leidet, das Minister-Präsidium übernehmen sollte? Daß Herr Jiretschek ein für ein slavisch-clericales Regiment passen-derer llnierrichts-Minister wäre als Herr v. Conrad wird selbst der aufrichtigste Bewunderer der Conrad'schen Equilibristik nicht zu bezwei-seln wagen. Oder meint man, daß die slavisch-clericale Majorität in Verlegenheit wäre, für Herrn v. Pino einen Remplacenten zu finden? Wlr sind überzeugt, daß Graf Kufstein, dem die Trauben deS Finanzministeriums zu sauer sind, sich gar nicht lange bitten ließe, Handels-minister zu werden. Wie schön würde sich angesichts der Z r-fahrenheit und des gegenseitigen Mißtrauens im Lager unserer Gegenpartei die Aussichten für die Deutschen in Oesterreich gestalten, wenn der „innere Erbfeind" nicht wäre! Kilnd schau. Deutschland. [Ein Schreiben Kai-f e r Wilhelms an Fürsten BiSmarck.s Der deutsche Kaiser hat dein Reichskaitzl r nicht nur persönlich gratulirt, sonder» an denselben auch folgendes Handschreiben gerichtet: „Berlin, den I. April 1885. Mein lieber Fürst! Wenn > ch in dem deutschen Lande und Volk« daS warme Verlangen zeigt, Ihnen bei der Feier Ihres 70. GeburtSiageS zu be-thätigen, daß die Erinnerung an Alles, was Sie für die Größe des Vaterlandes gethan haben, in so vielen Dankbaren lebt, so ist eS mir ein tiefgefühltes Bedürfniß, Ihnen heute auSzu-sprechen, wie hoch es mich erfreu», daß solcher 1835 Zug deS DankeS und der Verehrung für <2i» durch die Nation geht. Es freut mich das für Sie als wahrlich im höchste» Maße verdiente Anerkennung, und e« erwärmt mir das Herz, daß solche Gesinnungen sich in so großer Ker-breitung kund thun; den« es ziert die Nation in der Gegenwart, und eS stärkt Die Hoffnung auf ihre Zukunft, wen» sie Erkenntniß für Ui Wahre und Große zeigt, und wenn sie ihre hoch verdienten Männer feiert und ehrf? An solcher Feier theilzunehmen ist mir und meinem Hause eine besondere Freude, und >v n> schen wir Ihnen durch beifolgendes Bild an* zudrücken, mit welchen Ei«psi»dunge» dankdanr Erinnerung wir dies thun, denn dasselbe vn-gegeiiivärNgt einen der größten Moment« sec Geschichte des Hohenzollernhauses, dessen nie-malS gedacht werden kann, ohne sich zugleich auch Ihrer Verdienste zu erinnern! Sie, mein lieber Fürst, wissen. wie in nur jederzeit das vollste Vertrauen, die aufrichtig'!-Zuneigung und das wärmste Tankgefühl Sie leben wird! Ihnen sag« ich daher m» diesen Zeilen nicht», was ich Ihnen nicht on genug ausgesprochen habe, und ich denke, daß dieses Bild noch Ihren späten Nachkommen wr Augen stellen wird, daß Jh'. Kaiser und Konig und sein Haus sich dessen wohl bewußt wäre», was wir Jbneii zu danken haben! Mit die»«» Gesinnungen und Gefühl«» endige ich diese Zeilen, als über das Grad hinan«» dauernd. Ihr dankbar treu ergebener Kaiser und König gez. Wilhelm.' Aravtreich. sD a s neue Mi niste-r i u in.] Die Osterfeiertag« bracht«» d«r ircui-zöfischen Republik das neue Ministerium. Das-selbe ist folgendermaßen zusammengesetzt: Bris-s o n, Präsidium und Justiz; S a r r i e n, jßost; Galiber, Marine; Freycinet. Aeußeres; A l l a i n - T a r g 6. Inneres ; C h am ag5 ran, Finanzen; G o b l e t, Unterricht; Caai' p e n o n. Krieg; Sadi-Carnot, öffentliche Arbeiten; Pierre Legrand. Ackerbau unD Hervö Mango ». Handel. In diesem Dii-nisterium besitzt das conservative Element bat Uebergewichr über das radikale. Es unterschtida sich daher nur unwesentlich von dem oorange-gangenen Ministerium Ferry und dürfie sich daher auch in kürzester die Mißgunst der «>■ dicalen Parteien zuziehen. Korrespondenzen. Aus dem Samtthalt, 5. April. (€.=£.» [Rückwirkungen.] Wi« bekannt hat der Hopsen heuer „keinen Preis", und die Folge; dieses UmstandeS machen sich fühlbar. Als j* ianD, da seufzte sie : „In der Quadriil das Wiedersehen rascher von Statten nls im Leben." Und beide Male neigte si« Lei schönen Blondkopf so wehmüthig-träumensch jiir Stit« . . . nie vorher hatte ich sie so melancholisch gesehen. Als wir schieden, glaubte ich, daß ich ihrer ewig gedenken müßte: es war«» Irrthum; zu gleicher Zeit wußte ich auch, da? sie mich nie vergessen würde: Du siehst, ich bat« mich nie getäuscht . . . Dabei war sie sich >dm Schönheit bewußt und war dennoch nicht kolttt . . . Wie ein Kind war sie, das an «ichis denkt und noch weniger an Etwas glaubt -und dabei dennoch so zartfühlend, so gutmüthig . . . Ach ja, mein Freund, mich zieht's zurui zu ihr . . . Ich reise morgen nach Wien . .. — Höre, fiel ihm Octave ins Wort; Hort. Freund, sie ist gewiß reizend und bei Leid« möchte ich idre Schönheit nicht bestreu«. Auch kannst Du meinethalben nach Wie» sahnn, wenn eS Dir so gefällt. Aber wenn Tu fc« Reise in der Absicht unternehmen willst. Tu da« Paar dieses kleinen Ballichuhes zu holen, so mache Dir keine weitere Müh«: ich muj Dir nämlich mittheilen, daß Du den ztreil» Schuh in meiner Wohnung finden kannst .... Nach dem französischen von dieseTben lieb hattest? Und was mich betrifft, so bin ich ein Andenken, an eine Nacht deö heiteren Tanzes und der süßen Hoffnungen, und so Tu im Herzen Liede hegtest, sei beru-higt: Deine Gefühle fanden Erwiederuno bei ihr. Ist Dein Herz noch empfänglich für die Erinnerung an die Vergangenheit, so nimm mich hin; denke an den Prinzen, welcher zurückkehrt, um deS Aschenbrödels Schuh zu bekleiden. Glauben Sie, daß der Schuh recht haben könnte? O l g a." Lionel versank, nachdem er daS Schreiben gel'sen, in eioe Art Melancholie, dann führte er den Schuh an die Lippen und küßte ihn lang und innig. — Armes Weib! sprach er; sie war in der That recht anbetungswürdig und ich bin ernstlich in sie verliebt gewesen . . . Wie und warum das so jäh enden mußte? Ich weiß eS wahrhaftig nicht und war mir oft auch qram darüber . . . Man liebt sich und man verläßt sich wieder, und man weiß oft nicht, wie eS geschah. Munter, schlagfertig. witzig: das war sie allezeit. Und was es hieß, wenn die Gräfin Olga im Feuer de« Gespräches Alles sagte, was ihr durch das Köpfchen ging, das kannst Du Dir schon gar nicht vorstellen: es war ein Brtllant-Feuerwerk von Gedanken, jedes Wort eine leuchtende und knisternde Rakete... Singt man da jahraus, jahrein daS Lob der Parise-rinnen; aber ich sage Dir, nie. verstehst Du mich wohl: nie strahlten die Pariser Frauen allesammt, wie sie sind, eine so bestrickende Grazie auS, wie dieses fremde Weib allein. Und wie die Seide sich rauschend an ihrem üppige.! Körper sich schmiegte, als hätten Feen bei ihr Zofendienste geleistet . . . und wie ihr schönes, innig-blaue« Auge unter den langen blonden Lidern hervorschimmerte! Zuweilen machte sie mir Scenen und sie weinte. Und ich betete sie nur noch mehr an, wenn der glitzernde Thau ihrer Seele an den Saum ihrer Wimpern trat. Reisen, Bälle. Aufregungen, daS war das Element, worin ihr überschäumendes Gemüth sich austoben mußte. Ich durchwunderte mit ihr Italien im verflossenen Herbste und durchtanzte mit ihr Wien den darauffolgenden Winter. Es war eine Zeit der Wonne, mein Freund, und weiß Gott, wie ich sobald aufhören konnte an sie zu denken. Wir nahmen Abschied auf dem Balle, von dem ihr Brieschen spricht. Da tanzten wir zum letzten Male eine Quadrille mit ein-ander. Im Chöne deS DameS lachte sie: „Sie muffen fich schon daran gewöhnen, anderen Frauen den Arm zu reichen." Und als die Colonne sich zum letzten Male zusammen- 1885 Anfang der Campagne im vorigen Jahre 160 Golden für den Centner geboten wurden, gab e« in den Reihen der Producenten nur ein de-Mittungsvolle« Achselzuckt». Das Angebot stand in keinem Verhältnisse zu den Erwartungen, die man hegte und zu hegen durch die vorher-gegangenen Jahre allerdings gewohnt war. Tie Lorräthe, die heute noch allenthalben vor-Handen sind, bilden jedoch sehr beträchtliche Quantitäten, weil sich auch viele Bauern hinreißen ließen, es den Speculanten in Sachsenseld gleichzuthun. Bekanntlich sind in Sachsenfeld seit einigen Jahren von den dortigen Händlern beträchtlich« Summen an Provisionen und Differenzen im Hopfengeschäfte eingestrichen und dabei die Lauern auch mitunter über den Löffel barbiert »orden, so daß diese gar nicht so Unrecht thaten. das speienreiche Wohlwollen g«wi>ser na-tionaler Führer, welche auch im Hopfengeschäfte die Führer der Angeführten spielten, zu um-gehen. Wenn sich Jemand, wie unser .Moses" hm geschäftlich mit dem Hopfenhandel befaßt, so wird kein vernünftiger Mensch dagegen etwas einwenden haben; wenn aber Jemand in un-»nsälscht pervakischer Volksbegluckungstheorie dem Hopfenhandel ein nationales Gepräge giebt und, auf seine reinen Händ« hinweisend, den verkauf deS BauernhopfenS gegen Preisdifferenzen und Provisionen besorgt, die daS Licht deS Zages zu scheuen haben, fo ist das etwas an-bne». Die Situation ist jetzt eine ziemlich fatale. Tie gewonnenen Summen sind wieder verloren, ««d jene nationalen Geldetablissements des Eannthales. welche ihrer versteckten Ausgabe psolge, sich damit befaßten, dieser Sorte na-Zonaler Händler unter die Arnie zu greifen, befinden sich fchon derzeit in einem bemerkens-mrthen Zustande der „Geldknappheit", welche sich hoffentlich wohl nicht noch bedenklicher steigern wird, da doch die Direktion des Ver« eines oller Posojilnica« so nahe ist, die eS an brüderlicher Unterstützung sicher nicht fehlen lassen wird. Sroj k svojern! St. Morrm bei Erlachsteiu. 5. April. (€.•£.) fPafchawirthfchaft an der hiesigen Volksschule.) Ob wir die Steuern mit so freudigem Herzen entrichten, »ie es der slovenifche Abgeordnete Kljun im Abgeordnetenhause glauben will, das sollte man suzlich doch wohl nur unserem eigenen Urtheile überlassen; wenn wir jedoch seh»n, in welcher Weise man Objecte, die man mit unserem Kteuergulden gebaut, geradezu zu Privatzwecken verwendet, so dürfte dieses angeblich freudige ßefühl zum mindesten sehr abgekühlt werden, €in«4 dieser Objecte bildet auch die hiesige üvlksschule. Daß zu diesem Baue der hiesige Sirchensctnger und nebenbei auch Oberlehrer Jiikovic keinen Kreuzer beisteuert«, ist wohl selbstverständlich, man mußte denn ein von ihm gnade um die Zeit seiner Ernennung zum Lderlehrer zum Baue dieser Schule unter den bekannten famosen Bedingungen gegebenes Darlehen als eine solche Beisteuer auffassen, was bither zu seinem Aerget noch nicht geschehen und auch nicht geschehen wird. Trotzdem treibt bietet Herr seine Paschawirthschaft mit dem Zchulgeväude und rücksichtlich dem Gemeinde» gute gerade so, als wäre selbes sein Eigenthum. Wir haben bereit« mitgetheilt, daß Jurkoviö im Lewußtsrin feiner „Größe" und feines „Gewichtes" trotz der Einsprache der berufenen Factoren den zur Schule gehörigen Kinderturn-:iatz als Gemüsegarten verwendet, wodurch eS kommt, daß mit den Kindern die Turnübungen ganz einfach in der Schule resp, den Schulzim-rnnn selbst abgehalten werden. Diesem Umstände ist es zum mindesten theilweise auch zuzuschreiben, daß im vorigen Jahre die Dippelböden bet erst vor einigen Jahren gebauten Schul-Hauses Sprünge bekamen und einzustürzen breiten, so daß sie mit großen Trambäumen gebolzt weiden mußten; und trotz diese« geradezu lebensgefährlichen Zustande« wurde in den Schullocalitaten Schule gehalten. Doch nicht nur allein da«, Jurtovic findet es auch angemessen und mit unseren Interessen als Steuerzahler vereinbar, daß er in eben dieser Schule nicht nur die Chorsängerinnen, sondern ..Deutsche Wacht." auch vor jeder von ihm arrangirten „Unterhaltung" die 6italnicasänger drillt. Wa« sagt hiezu die Schulbehörde. und w»iß diese unter ande-rem auch nicht, daß die Eitalnica ein national-politischer Aqitationsoerei > ist ? UedrigenS ist gerade die Citalnica da« Feld, auf welchem der nationale Eiferer Jurtovic am thätigsten ist; kein Wunder daher, daß in allen hiesigen De-nunciationSangelegenhetten nur Eitalnicamitglie-der verwickelt sind. DaS sonstige politische Wir-fett de« Jurkovic ist ohnedieß bekannt und 'ügen wir dem noch hinzu, daß dessen in einer Bezirkslehrer-Conferenz gemachte Aeußerung: „Jeder Lehrer, der nicht national ist, ist ein Sch. . " — gewiß nicht dazu beitragen wird, uns den Glauben zu benehmen, daß Jurkovic diese Coiserenzen zu politischer Propaganda unter seinen Collegen benütze. Wir glauben daher mit Grund, daß es höchste Zeit fei, diesem Herrn einen Posten anzuweisen, wo selber nicht in der Lage ist. sich mit national-politi-scher Beamtenhetze zu befassen und wo man von Seite des OrtSschulratheS keine BolkSschul-paschas aufkommen läßt. Kleine Hyronik. [U n i f o r tn z w a n g.] Rußland traut feinen Studenten nicht mehr. Der „Köln. Ztg." wird auS PeterSbung gemeldet, daß der russi-schen „Pet. Ztg." zufolge vom Ministercomitee endgiltig beschlossen worden ist, für sämmtliche Studenten ohne Ausnahme die Uniform einzu-führen. — Die Maßreg l soll die Ueberwachung der Studenten durch die Polizei erleichtern. Der Student ist bei Strafe zum Tragen der Uni-form gehalten. [Krawalle de« schönen Ge-fchlechts] sind in Spanien an der Tage«-ordnung. Aus die „Revolution" der Cigarren-Wicklerinnen von Madrid und Sevilla — das hitzige Blut dieser Dämchen ist uns aus „Car-men" zur Genüge bekannt — ist eine Revolte der Marktweiber in der Hauptstadt gefolgt. Die Großhändler in jungen Gemüsen, so be-richtet «in Madrider Blatt, hatten den Preis der Artischoken und anderer Frühgemüse so er-höht, daß die Verkäuferinnen d. h. en dstail, die Damen der Halle, wenig Absatz fanden, da natürlich auch sie die Preife erhöhen mußten. Vor einigen Tagen drangen nun die Markt» weiber mit ihrem Anhang aus den Vorstädten, eine Horde an zweitausend Köpfe stark, in die Hallen der Großhändler ein, welche, wie sie sagten, ihren Ruin herbeiführen wollten, denio-litten Alle« und mußten durch aufgeboten« Truppen zum Weichen gebracht werden, da die Gensdarmerie machtlos von ihrem Anprall zerstoben war. Drei Tage hintereinander wieder-holten sich diese Unruhen, bis der Gouverneur ein Decret erließ, zufolge dessen der Preis der Gemüse reguliert, und üie Preisstellung dem Gutdünken der Großhändler entzogen wurde. Die Damen der Halle haben also ihr Recht er-halten, ebenso wie vor Kurzem die Cigarren-Arbeiterinnen in derselben Stadt ihre Förde» rungen durchzusetzen wußten; in der That resolute Damen, diese Spanierinnen! sPanik in einer Kirche.) Beim Messeleuten stürzte vom Kirchthurm in Quin-zana bei Verona die große Glocke herab, siel aus das Dach der mit Andächtigen erfüllten Kirche, dasselbe durchschlagend. In der Kirche bra eine furchtbare Panik aus; glücklicherweise verfing sich die Glocke im Sparrenwerk und stürzte daher nicht in den Kirchraum herab. Infolge der Panik aber sind mehr als sechzig Verwundungen vorgekommen, darunter viele schwere. [Der Schullehrer.) Aus Padua schreibt man: „Vittorio Marigo, der sechsund-zwanzigjährige Leiter der Elementarschule, er-nährt« seit einer Reih« von Jahren seinen ver-wittweten Vat«r und seinen siebzehnjährigen Bru» der auf die ehrenvollste Weis«. Im Herbst« machte der Alte die Bekanntschaft einer jungen Dienstmagd, mit welcher er sich heimlich ver-mählte. Die Stiefmutter ergriff alsbald Besitz von dem gesamuiten Hab und Gut im Hause, sie ließ alle Hunger leiden, um Geld bei Seite 3 zu schaffen, und mißhandelte ihren jüngeren Stiessohn in grausamster Weise. Am l. d. stieß sie dem Armen, der sich ein Stück Brot nehmen wollte, ein glühend heiße« Bügeleisen auf die Hand. Als oer Schullehrer am Abend heimkam, und die schreckliche Verwundung sah. stürzte er in sein Zimmer, riß einen Revolver von der Wand und zerfchmettkrt« der Stiefmutter die Hirnschale; hierauf feuerte er sich selbst eine Kugel ins Herz. Die Frau befand sich in ge-segneten Umständen." [Morphiu m-J n j e c t i o n.J Man schreibt aus Jglau: „Die zwanzigjährige Tochter der hier allgemein geachteten Familie Hirschen-bauser erhielt zur Linderuni ihres heiligen Zahnschmerze« vom Hausarzt« eine Morphium-Jnjection. Das Mädchen verfiel in eine kurz andauernde Oh «macht, welcher sofort eine zweite folgte, aus der e« trotz aller Gegenmittel nicht mehr erwachte. [Merica nische Sicherheit der P e r f o n.) In der Hauptstadt Mexico degeg-nen sich am Abend aus der Straß« zwei Herren der höheren Stände. „Wie spät ist e«, Sennor?" fragte höflich der Erste. Der Andere bleibt stehen, zieht seinen Revolver und ?«ckl sich ge-gen den Fragesteller. Dann nimmt er seine Uhr heraus und ertheilt die gewünschte Aus-kunft. Nummer Eins dankt Nummer zwei ohne die mindest' Überraschung über diese Vorsichtsmaßregel und geht seiner Wege. [Elektrische Sprossen.^ Die jun-gen Damen, welche das Sonnenlicht hassen, da es den zarten, rosenrothen Anflug der weißen Wangen durch ein bäuerliches Roth ersetzt, wer-den wohl dem elektrischen Licht ewige Feindschaft schwören, wenn sie erfahren, daß dieses in der kosmetischen Wirkung sogar der Sonne über ist. Die Gelehrten hab»» es entdeckt: schon das Licht einer elektrischen Lampe, dessen Stärke nur 1000 bis 2000 Kerzen beträgt, oeran) en unsere Gesichtsfarbe nach einer Stunde, und Lampen von 10.000 bis 20.000 Kerzen sollen in kurzer Zeit die Haut intensiv rötheu. Wettn die elektrische Lichtfluth in den Theatern noch mehr zu-nimmt, so wird vielleicht noch eine neue Krank-heit entstehen: „elektrische Sprossen" al« Pen-dant zu den berüchtigten „Sommersprossen". [R i ch t e u » d Tante. ] Eine drollige Verwechslung gibt gegenwärtig Düsseldorf viel zum Lachen. Vor kurzer Zeit kamen in einem Hause der dortigen O.-Strcche gleichzeitig Mut-ter und Tochter mit je einem Mädchen nieder. Run hatte man leider die Unklugheil begangen, beide Kinder gleich zu kleiden und legte sie auch zusammen in eine Wiege. Mit dem Besehen und Bewundern der Kinder, Aufnehmen und Hin-legen, sind die Kinder verwechselt worden und man weiß nicht, wer Tante und Richte ist. [Ein Brudermord.) In Siena war eine Menagerie und in derselben ein Käfig mit großen Löwen. Einige aristokratische Jünglinge machten sich das diabolische Vergnügen, «inen kleinen Esel zu kaufen, ihn in den Käfig zu dringen und von den Löwen zerreißen zu lassen. Die Zeitung „Fracasiu", welch« dies beuchtet, fügt hinzu: Diese Jünglinge haben also einen Brudermord begangen. [Eine lange Geschichte.} „Figaro" erzählt folgenden Scherz: „Justine," sag' die Hausfrau zur Köchin, „vor drei Tagen fand ich in Deiner Küche einen Soldaten — der ist noch da." — „Madame, er erzählt mir den Krieg von Tongking, die Geschichte ist noch nicht zu Ende." [Erkann t.| Junge Hausfrau (scherzend): „Du hast die Suppe fchon wieder versalzen, Pepi; du bist gewiß verliebt!" — Pept: „Aber ich bitt! Der gnädige Herr guckt mich ja gar nit an!" Deutscher Schutverein. [Ortsgruppe Tüffer und Um» g e b u n g.) Am 6. d. fand in Larisch' Bier-halle zu Tüffer die Jahresversammlung d.r Ortsgruppe „Tüffer und Umgebung" statt. Dieselbe war, trotzdem in Folge de« unfreundlichen Wetters von auswärts keine Mitglieder und Gäste erschienen waren, sehr gut besucht. 4 Der Obmann Herr Julius L a r i s ch begrüßte die Anwesenden und gab dann in kurzen Um« rissen ein Bild über die Thätigkeit des Schul-vereine?, sowie der von demselben während der abgelausenen fünf Vereinsjahre ausgebrachten Geldmittel. — Dem vom Kassier der Ortsgruppe, Herrn C o n st a n t i n T r a p p, er-statteten Rechcnschasisberichle entnahmen wir, oaß die Gruppe Tüffer 3 gründende Mitglieder und {»3 Mitglieder, darunter 11 Frauen mit Jahresbeiträgen zählt. Die Mitgliederzahl stieg somil gegen daS Borjahr um fünf. Die Einnahmen betrugen 94 fl. an Jahresbeiträgen und »U st. 08 tr. an Spenden. Letztere stellen sich folgendermaßen zusammen: Sammelschütze bei Herrn Lansch 20 fl. 61 kr. Sammelschütze im Kaiser Fia >z Josefs Bade 3 fl. Spende deS .Herrn Gnnkel l fl. Spielgesellschaft bei Herrn Hugo Drolz 60 tr. Spielgesellschaft bei Herrn Larisch I fl. Für einen schlechten Witz durch Herrn Hugo Drolz 1 fl. 50 kr. Erlös einer Blumenspende von Frau Larisch 13 fl. 53 kr. Eine Welle zwischen Frau Larisch und Herrn Czerny I I fl. GemülhIicheS Abschiedssest durch Frau Larisch 5 fl. Bon Herrn A. Brunner durch Herrn Czerny in Trust 1 fl. Erlös einer geschenkten Badekartc I fl. 32 kr. und gemüth-liche Tischgesellschaft bei Frau Larisch 4 fl. '»2 kr. — ES wurden sohin dem Haupl - Vereine in Wien nach Abzug der Auslage» 155 fl. 7»<> kr. eingesendet. — Die Versammlung sprach der Leitung der Ortsgruppe den Dank aus und wählte mit Acclamation die bisherigen VorstandSmilgliedcr wieder u. z.: Herrn Julius Lansch als Obmann, Herrn Josef Drolz als dessen Stellvertreter, Herrn Constantin Trapp al» Cassier. Herrn Kreilitsch als dessen Stellvertreter. Herrn Dr. Schwab als Schriftführer und Herrn Adolf Weber als dessen Stelloer-lreter. Von der Wahl eines Delegirten für die Haupiversani iilung in Teplitz wurde Umgang genommen und beschlossen, die Centrale in Wien zu ersuchen, die Vertretung der Ortsgruppe Tüffer zu übernehmen. — Nach abge. ickelter Tagesordnung eonstatirte Herr Julius Larisch. dap die Ortsgruppe Tüffer den deutschen Schul-verein wenig in Anspruch genommen, sondern ihm nur Geldmittel zugeführt habe. Redner sagte weilers :Z,.Wir sind in nalionaler Beziehung auch nicht gerade aus Rosen gebettet, aber an-derwärtS find die Verhältnisse der Schulen und des Unterrichtes noch weit schlimmer. Auch haben wir bezüglich der in unserer Ortsgruppe bean-lragten Subventionen nicht besonders gunstige Erfahrungen gemacht, da Lehrer, die solche für Ertheilnng des deutsche» Unterrichtes in Anspruch nahmen, sich füglich als slavische Parteigänger arger Sorte entpuppt.n. Zum Schlüsse drängt es mich nun, den Tank auszusprechen allen jenen wackeren Männern, die stets bei uns die Sache des Schulvereines fördern und Geld-mittel schaffen, gleichzeitig aber auch der wackeren Vereinsleitung in Wien zu danken. — Möge der Eifer nie erlahmen, möge jene hoch-herzige Opf.rwilligkeit, für ideale Güter auch praktisch einzutreten, die ja den Deutschen vor allen kennzeichnet, nie erschlaffen. Gilt es ja doch, das Beste zu wahren und zn verbreite», was wir besitzen: deutsche Sitte, deutsche Art. deutsche Sprache. Und so schließe ich denn mit dem schönen Spruche, welchen ich jüngst an der neuen Schule in Pettau prangen gesehen habe: Willst Du deS Landes Flor und seine Würde mir zeigen, Deut' aus Paläste nicht hin, sühr in die Schule mich ein. wel-cher er der Verdienste des Ehrenbürgers im Allgemeinen, jener um den Markt Hochenegg im Besonderen gedachte, übergab sodann daS vom Fachlehrer an der Landesbürgerschule Herrn Ritter voll Zeller künstlerisch ausgeführte Dip» loui, worauf der kais. Rath mit warmen, herz-lichen Worten seinen nunmehrigen Mitbürgern den Dank auSjprach. Ein heiteres Mahl, gewürzt mit kernigen Reden und heiteren Liedern schloß die überaus gemülhlicheFeier, an der sich auch mehrer« Herren aus Hochenegg und Cilli als Gäste bethei-ligt hatten. Den Theilnehmern wird dieser Ehren-tag des hochgeehrten Bürgermeisters von Cilli in freundlicher Erinnerung bleiben. [Großes Fest.] Wie man uns ans Praßberg schreibt, 'leabsichtigt man daselbst zu Pfingsten ein großes Fest für den Narodni Tom >n Laibach zu insceniren. Die Herren thä-ten auch besser an ihr wirthschaftliches Elend zu denken, als Feste für die Laibacher Slovenen zu veranstalten. [Die amtliche GrazerZeitungj würde jedenfalls eine allgemeine Uederraschung bereiten, wenn si« zeitweise » ungefähr monatlich einmal » Leitartikel brächte, in welche" es bei-spielsweise hieße. „ . . . in unserer Brust aber lebt neu die Hoffnung, daß auch in politischer Hinsicht das deutsche Volk in Oesterreich bald sein A u f e r st e h u n g s fe st feiern wird, trotz äußerer und innerer Feinde. Dann wer-den wir freudig ausrufen: „Halleluja!" Unsere Grazer.Leitung bringt nun allerdings solche Artikel nicht, dafür aber die slovenifche ungestempelte Regierung» Laibacher Zeilung, in welcher es freilich nicht „deutsches Volk" heißt, sondern „slovenen". Was ist diese Gleichbe-rechliguna der „Rationen" doch für ein merk-würdig Ding! [K i n d e s m o r d.] In Ostroschno, Gemeinde Ponigl. wurde kürzlich von dem Hirten-kiiade» Caks eine männliche Kindesleiche, welcher der Oberkörper fehlte, auf einer Wiese gesunden. Des Mordes verdächtig erscheint die Taglöhnerin Theresia Tratenschek. Dieselbe wurde auch bereits verhaftet und dem hiesigen Krejsgerichte eingeliefert. [Aufgefundene Leiche.] In einem Wiesenbewässerungsgraben bei Krumpendorf, nahe der Reichsstraße, wurde die Leiche eineS circa sechs Monat« alten Mädchens gesunden. [EinbruchSdieb st ah l.l DaS dem Baron Manteuffel gehörige Gut Weichselstätien bei Hochenegg wurde am 30. v. M. von Die-den heimgesucht. Dieselben erbrachen den Bo-denraum und begingen dann einen namhaften Diebstahl. Eingesendet.*) [Ein gutes Hausmittel.] Immer mehr kommt man zu der Ueberzeugung, daß selbst für jene Familien, welche in der glückli-chen Lage sind, einen tüchtigen Hausarzt zu ha- •) Zur Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. 1885 den, ein gutes Hausmittel keineSweS vom Uebel ist. So sicher es ist. daß der Hiusar;« in du meisten Fällen bei den ersten Anzeigen von Un-Wohlsein nicht gerufen wird, ebenso ge iß ist es. daß ein vorhandenes Hausmittel slei? so-fort zur Anwendung gelang'. Jsi dasselbe ,;i« passend, dann dürfte wohl regelmäßig durch y.t sofortige Hilfe einer ernsten Ertcantung vorgebeugt werden. Allerdings gut und paff.uo muß das Mittel stiu und dieser sehr wichtig« Um-stand ist es, welcher uns veranlaßt, den freund-lichen Leser auf ein wirktich gules und atlue-währles Hausmittel aufmerksam zu mache». Gerade jetzl, wo Erkältuugstrauthc'.len an j;r Tagesordnung und. wird es für jede Familie von Nutzen — in jeder Familie willtomm:» se ii. denn erfahrungsgemäß gibt es gegen 0a» artige Leiden und rheumatisch^ Beschwerde» kein zuverlässigeres Millel als deu echten A», ker-Pain Expeller. Derselbe genießt «.inen Weltruf und wird in tausend Fauulie» je» üde: sechzehn Jahre» als erprobtes Hausmittel vor-räthig gehalten. Der Pain-ExpelUr ist zum Preise von 70 kr. in den meisten Apotheken oorräthig, doch empfiehlt es sich, der schwindelhafleu Nach-ahmungen wegen, nur das echle Präparat »iu der Marke „Anker" anzunehmen. irnd MjÄMWlÄt. erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. 1 Heinrich Matfoni. Karlsbad und Wien. lc__u Wotkswirtvschafttiches. [Heraofetzung des Telegraphen-Tarif«.] Der Handelsminister hat der Wiener Handelskammer initgetheilt, daß die deutsche Reichspost dem Telegraphenamt der öiterr. Ae> gierung die gemeinsauie Herabsetzung des Tel«-graphen-Tarises vorgeschlagen habe. Oesterreich werde die Initiative Deutschland überlassen. [Ungarisch-FranzösischeVer sicher un gs-Actien-Gesellschaft in Pest.) Im Monate März 188?; wurden bei der Lebensabtheilung de? „Franc®-Hongroise* 458 Anträge zur Versicherung von fl. 830.200 eingereicht, und 426 Polizzen über st. 802.»W versichertes Capital ausgefertigt. Im er*ten Quartal 188j gelangten 1323 Anträge üb-r fl. 2,457.955 zur Einreichung. und 1180 Polizzen über fl. 2,276.830 versichertes Capital zur Ausfertigung. [K. f. österreichischer Pomolo-genverein.] Der Zweck dieses Vereines cul-minirt in dem Punkte. Hebung des heimische« Obstbaumes, namentlich aber Hand in Haad mit diesen Bestrebungen in der besseren Ler° werthung der Producte sowohl im Natur- als auch im präservirten (gedörrten) Zustand«. Ter Verein strebt an. eS durchzusetzen, daß fünfttg in guten Jahren überschüssige Obstmengen nicht zu Schleuderpreisen abgegeben werden müsse«, ohne daß diese dem Consumenten in große«, wie kleinen Städten auch nur annähernd zu Gute kommen. Der k. k. oft. Pomologenverei« will, daß für Obst geregelte Märkte und Markt-preise geschaffen werden, als Hauptbedinguage» sür einen geregelten Export. Der k. k. Pomo-lvgenverein strebt an, die nördlicheren, auch überseeischen Staaten, welche das Obst als wich-tigeS Nahrungsmittel schätzen, und die heule mit amerikanischem Obst nothdürftig versehen werden, mit Natur und gedörrtem Obst zu versor-gen. Wir haben in Niederösterreich, Oberöfterrnch, 1885 OK B-cht 6trifruiorf, jkärnthen. Böhmen. Mähren, Tirol und den südlichen Kronländern edle Obstsorten, so daß die Producenten mit Ctolz und Selbstge-fühl den Weltmarkt schon heute betteten können und keine Concurrenz z i scheuen brauchen. Gelingt es noch, dem k. k. öst. Pomologenverein die in der vom Grafen Heinrich Attems errich-ttten Central-Station für Obst und Gemüse-Verwerthung in Liebenau bei Graz erprobten Torrapparat« i» den österreichische» Kronländer» einzubürgern, und so das Dörren des Lbstes und der Gemüse jum Gemeingut un-serer Landwirthe zu machen, so werden höchst wichtige Zwecke daduich «micht, und zwar eine bedeuttnde Erhöhung des landwirthjchaftlichen Erträgnisses, also Hebung deS nationalen Vermögens und Anregung zu einer rationellen Cul-tur des Obstbaumcs, Reguliruvg der Obstpreise sowohl im Lande selbst, als auch im Exporte. Kurz daS Obst soll endlich zur regelrechten Handels-ivaare gestempelt werden, und auch im Klein-binde', nicht Wucher-Artikel sein. Denn Jeder weiß es. welche hohe Preise selbst für ganz »nqualificirbare Producte im Detailhandel voni Pudlicum gefordert werden. Das Obst soll M Bvlk40t'hn»ngsmittel, als welche« e« von den Hygienikern anerkannt wird, endlich auch >« der That werden. Die festen Aabrikspreise sir gedörrte Früchte und Gemllke — welche zim Dünsten und Kochen (für Eompote it.) nicht nur alle guten Eigenschaften des Obstes i« natura bewahren, sondern durch ihre Con-densation diese an Wohlgeschmack noch überbie-«en — dürften künftig aber auch jeder Ueber-vinheilung durch ten Zwischenhandel einen Mg l vorschieben. Der k. k. öfterr. Pomolo-zinvcrein strebt also Zwecke an, welche jedem dUioiiellen Landwirthe gewiß einleuchten dürften. und erhalten die Mitglieder (MitgliedSbei-irag st. 2 pro anno) die „Mittheilungen des l.l. Pomolog«nvereines" als Beilage zur Oesterr.-Wein und Agriculmr-Zeitung. Redaction n. I. Bezirk, Maria Theresienstraße 24, monatlich gratis und franco zugestellt. Beitritts-erllärungen nimmt das Secretariat des Pomo-logenvtreines Lechwald, Graz. entgegen. Meöerftcht »er meteorologischen Beobachtungen an den Sta-( lionen Cilli, Tüffer und Reuhaus. ftonai JÜN. 1885 Cilli Zaster NeuhanS 7" 1" 9' 7" 1» 7» 2- »» »jidruck bei 0* in r; r : Millimetern: 74491 Bcnatmittfl . • . 743*05 Msimum (am 2.) 751 1 76207 — Hnutnutn (am l't.) 723-2 72406 - — Xtmt>eratui nach Cel- —V^4 Stonatmitiel —N-il°75 Roj (am .St.(—.*) -f- H*-2 +8^-4 +5»4 Kto. (am. 2ü. (—.♦) | —19*-" —14^5 —12*3 tsnjltitud in MiUi- «ttern, Mittel. . 33 3-4 — Zeilchtigtcit in Per. 83.3 «nun, Mittel . . 86.8 — ßnmftstt (am 19. 3ü.) 46 33 — Ziitdtijchlag in Mil- limetern, Kumme. 89.5 101 0 1164 pißiet binnen 24 Et. iim 12.— IX ) . . 220 36-6 461 Rsrsatmiticl der Be- ' wöltung (0—10). 7-2 | 7« 68 gatil der Tage mit: 'Meßbaren Nieder. schlagen .... 10 9 10 Uebeln..... 4 3 0 SN«...... 27 26 29 6 tü raten .... 0 0 0 tfemttiern .... 0 0 0 107.V5 82.55 82.90 98.45 *) In Tüfter nach d«m Max.Min.-Therrno-«in. in Cilli onb «enhaus nach unmittelbare Ükobach , Blij). 6erunbatc Temp. EN«me - Cilli: -j-5'3, TüZ«: -H«8 (> 1.).—1W, (28.) — 10*50 (».) ütachoua; -f l"ö, (Li, - UtJ. (D.) — Ul'iO, IÜÖ.J Kourse der Miener Aörle vom 3. April 1885 Goldrente . . ......... Einheitliche Staatsschuld in Roten in Silber Märzrente 5*/, ....... Bankactien...........861.— Creditactien .......... 289.50 London . wista........124.45 Rapoleond'or..........9.81'/, k. k. Münzducaten........ 5.81 100 Reichsmark.........60.70 Dir tignithtimliche in diesem Lande herrschende Krankheit. Wie ein Dieb in der Rächt überfällt sie uns unversehens. Manche Leute leiden an Brust-und Seitenschmerzen, zuweilen auch an Schmer-zen im Rücken; sie fühlen matt und schläfrig, haben einen schlechten Geschmack im Munde, besonders deS Morgens; eine Art klebrigen Schleims sammelt sich an den Zähnen; ihr Appettit ist schlecht, im Magen liegts ihnen wie eine schwere Last, und bisweilen finde« sie in der Mogenhöhle eine unbestimmte Art von Er-schlaffung, die durch den Genuß von Nahrung nicht beseitigt wird. Die Augen fallen ei». Hände und Füße werden kalt und klebrig; nach einer Weile stellt sich Husten ein, anfangs trocken, nach wenigen Monaten aber begleitet von grün» lich-aussehenden Auswürfen; der Betroffene fühlt stets müde, der Schlaf scheint ihm keine Ruhe zu bringen; dann wird er nervös, reiz-bar und mißmuthig, böse Ahnungen überfallen ihn ; wenn er sich plötzlich erhebt fühlt er schwind-lig, und der ganze Kopf schont ihn, herum,»-gehen; seine Gedärme werden verstopft, seine Haut wird zuweilen trocken und heiß, das Blut wird dick und stockend, daS Weiße in, Auge nimmt eine gelbliche Farbe an; der Urin wird spärlich und dunkelsarben, und läßt nach län-gerem Stehen einen Bodensatz zurück; dann bringt er häufig die Nihrung aus. wobei er zuweilen einen süßen, zuweilen einen sauren Geschmack verspürt, und welches oft von Herzklopfen be-gleitet ist; seine Sehkraft nimmt ab, Flecken erscheinen ihm vor oen Augen und er wird von einem Gefühl schwerer Erschöpfung und großer Schwäche befallen. Alle Sqmplone treten wechselweise aus und man nimmt an, daß fast ein Drittel der Bevölkerung dieses Landes an einer oder andern Form dieser Krankheit leidet. Man hat gesunden, daß die Bejchasfru heil dieser Krankheit von Aerzten häufig ni ^t richtig erkannt worden ist: von einigen wurde sie als Leberkrankheit, von anderen als DyS-pehsie, wieder von anderen als Nierenkrankheil :c. behandelt, ohne daß irgend eine dieser ver-jchiedenen BehandlungSweisen erforderlich gewe-je» wäre, wahrend der ,Shäker-Exttact" vage-gen in jHwm einzelnen Fall die Krankheit vollständig beseitigte. Dieses vortreffliche Heilmittel ist bei allen unt«nstehend angegebenen Apothekern zu haben. Personen, welche an Verstopfung lei-den, benöthigen „Seigel'« Absühr-Pillen" in Verbindung mit dem „Shäker-Extract." Seigel's Abführ-Pillen heilen Verstopfung, bannen Fie-der und Erkältungen, befreien von Kopsn»h und unterdrücken Gallsncht. Sie sind die sicher-sten, angenehmsten und zugleich die vollkommen« sten Pillen, die bis jetzt angefertigt worden sind. Wer dieselben einmal versucht hat wird gewiß mit deren Gebrauch fortfahren. Sie wirken all-mälig und ohne Schmerzen zu verursachen. Preis 1 Flasche Shäker-Extract" fl. 1.25, 1 Schachtel „Seigel's Abführ-Pillen" 50 tr. Eigenthümer de« „Shäker-Extract A. I. W h i»e Limited in London. New-York. Vertreter der Firma, sowie Central-Versandt: I. Harna. Apotheker in Kremsier, Mähren. Steiermark: Cilli: I. Kupferschmid, Ädols Marek. Graz: Apotheke „zur St. Anna*, A. Sttihlinger. Feld-dach: König. Leoben: Job. Pfcrschy. Marbnr»: W. König. Josef Roß. Pettau. Admont. Brück ö. d. Mnr. Kurstenseld. Gonobitz. GUich«nberg. H rrtbrrg. »indberg. Deutsch-LandSberg. Leibnih. Praßberg. Radkersvurg. Rottenmann. Ztainz uud jftfh. ' Licitation. oittniNiafi: den 11. «I. 5l., Vormittags 9 Uhr, werden an» dem Nachlasse de« Herrn Toha.Tl.nL V,. v. Heslxxgrezx Kinrichtnng* - Gegenstände, Speise- und Glas-8ervices. HerTenkleider und Leibwäsche etc. m Stallner'schen Hanse, Wienerstrasse, zur öffentlichen freiwilligen Versteigerung gelangen. Stadtamt Cilli, am 8. April 1885. 257—1 Zu verkaufen ein noch neues Plant in» und ein Nrlirelbtl»eh billigst. 6ttt«r, Villen und Realitäten sind stets zum Ankaase in grosser Anzahl vorhanden, welche preis- würdig zu haben sind; auch werden weitere Verkaufs -Objecte gerne zur Vormerkung entgegengenommen. •Selbütkiufer belieben gef. Anfragen an das conc. Realitäten-Bureau Plant*, Cilli, zu richten. 25c—4 t5 Z "BI (Img Fr. Blrunner, Ilcpfen-Commissions-Geschcift liirnbiarc. besorgt VerU n u I* von Eopffin zu billigster Bedicunug. .%; t ri'iiDiiiniIrtr f'lraitn ! 1 I IDio Vorschriften über die Einhebung' der Verzehrungssteuer und die Controlle von Wein & Fleisch ksinnen unter dcui Titel: ,.Praktischer Rathgeber Im Gefillsdienste" durch die Buebdruckerei von Johann Rakusch in Cilli bezogen werden gegen Einsendung des Gestehungs-preises von 1 fl. 50 \r. per Exemplar. , rt ii. Zeugniss. Die ünterieiehueten erklären hiermit, ans Omnd eitler Ton ihnen vorgenommenen genanen Untersuchung, dass das uu der französischen Ciyartttenpapi«r-Fabrik der Herren ZfUfiin Ul U»il ff#Mlcfanet Ton» k. k. Sli- niatrriam des Aeassvfen und «o« d«r U*madt«'hart m Wim *m »s >«*t) L WicMi für jeißii NrT,veileiäBi^n. ; Nnr vermittelst F.leeti-ieitiit lässt «ich I «In Nervenöbcl grtndtii'h l»»eitigen. Meini* neuen Induetions-Ap|»anrte (Blectrisir-Mi-I scliinchen). von jedem l^den leicht zn hand-I haben, sollten in Jtoiner lüunili« fehlen. Giebt. I Khnamatismus, SchwächesasUade, Zahn- und I Aromatische Kopfschmerzen, überhaupt jedes i Nervenleiden wird durch meinen ]nduct!oiw-I Apparat geheilt. Pss i' ein«» c'otnpleten Ap-I parate« mit «nsfllhHisher GebraWiisanweUunc I A —. Einzig und allein bei mir direct zu I beziehen. 799—26 Dr. f. Beeck, Triest 2 Via Pondares 2. 6 ,.p-«tsch- Macht." 1885 DELICATESSEN """tsr*"* JT®!1,®"?1 1 Hauptplatz „zur Kirche" u. Postgasse 34. Einhulim**. Am I'rrltai «Im 10. April, Abends 8 Uhr, findet im Brauhaus des Herrn Carl Mathes zur goldenen Krone in Cilli «n- . V oll vcrHuninilI»II«5 der Mitglieder der Ortsgruppe Cilli und Umgebung Nr. XXII den Deutschen Schulvereinea statt, woz sämmtlich» Milgliesier hiermit gesiemend »ingeladen werden. Tages-Ordnung. 1. Mittheilung der Einlaufe. 2. Wahl der Dtknrt«n zur ordentlichen Jalires-Haupt-vcrsammlung aes Vereine», welche zu Teplitz in Böhmen am 25. Mai d. J. stattlinden wird. 3. Allf&llige Anträge und Wünsche. 24H—2 Der Vorstand der Ortsgruppe Cilli nud Umgebung Nr. XXII. Ergebenst Gefertigter empfiehlt sich dem P. T. Publicum nur Anfertigung aller Zimmer - Springbrunnen. Garten- und Baum-spritzen mit Luftdruck, Budewannen mit «der ohne Heizung. Sitzwannen. l>onehe-Apparate, tragbare Eiskeller. S]iei*- und Flusihenkiihler für Hanahnltnngen. Reparaturen jeder Art werden übernommen. Auswärtige Bestellungen werden prompt uud billig ausgeführt. Heinrich Scheuermann, vormals Mörtl, Bau- und Galanterie-Spengler, 231 — 8 Cilli. H&nptplatz Nr. 4. Damenhüte, stets nur haute nouveaute, Gartenbßte, Coiffes öe baln, reizende Kinderbfite verfertigt und hält reiche Auswahl Jossfiiie ZKerscluaciajn.., Modistin an« Wien, Cilli. PoMtgiiMHe Nr. VJJ». Auch wird modernisirt. 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OelTeiillicIier Dank* Meine Frau war durch hartnäckigen AAei(»infi«tNHS in allm (,'finfmi. mit starker Anschwellung der Hände und Füsse so weit gekommen, dass sie ^frW J^n/irr hindurch liegen musst« und die siireAfeWfeAsfrn Mrhtnrrtrn zu erleiden hatte. Kein Mittel wollte helfen, es wurde im Gegentheil immer schlimmer. Da wurde ich, durch die Mfdunff des Herrn Uhrmacher August Sternath in Feldkirchen von einem ri/infirAeii Leiden, auf das Hrmlttuer f n^irrium aufmerksam gemacht und liess meine Frau dasselbe gebrauchen. Bei dem ersten Fliiscbchen konnte man von einer Besserung nichts sagen, aber beim zweiten r lAscliehen liessen schon die Schmerzen hrilriitemM n^eA und so gebrauchte meine Frau das dritte und vierte, welches sie jetzt derart hrraeatellt hat. dass sie alle Hausarbeiten metbat wieder verrichtet. Ich halte es daher für Menschenpflicht, solches hierdurch öffentlich bekannt zu machen und dieses Itt rtlnnri- Wnirrr»nn* allen Leidenden angrlegentHrlMt und auf das beste »M rittgtsr/i/ftt. Anton flfal*. Holz-Agent. 162—2 in Poitschach bei Feldkirchen (in Kirnten). Breslauer Universum da» wirksamste und bewährteste Mittel zur gründlichen Reinigung des Blute« und der Säften,asse, hellt langwierige, veraltete, tief eingewurzelte Krankheiten aller Art srltnrll und alrher. BV Bie veröffentlichten zahlreichen Dunkitngiingen von fieliHltcn beknndeu die unübertreffliche Überraschende Wirkung dieses Mittels. -MM Daa Mirentauer ( ttiver*um ist fair Flaache zu 2 fl. zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichend, nebst Gebrauchs-Anweisung echt zu haben: In Cilli bei J. K U|>f<»r*rau bei W A, König. Ap. Neumarktl i. Steierm. hei Otto Maly, Ap. Pettau b$i Hugo Eliaarh, Ap. Rottenmann bei Franz Moro. Ap. Tarvia bei Job. Siegel, Ap. Villach bei Friedrieb Schals, Ap. Weiz bei C. Maly, Ap. 2« EUSTEIN ß 9 Allen ähnlichen Präparaten in jeder Beziehung vorzuziehen, sind d!»s> Pistil-lei frei von allen schädlichen Substanzen; mit grösstem Erfolg« angewendet bei Krankheiten •!• r (Jn-teileibsorgane. Hautkrankheiten. Kriak-heiten des Gehirne". Frauenkrankheiten: sind leicht abführend, blutreinisrend: kein Heilmittel ist Künstiger und dabei vsilHj» Verstop funden Warnung! zn bekämpfen, die gewisse Quelle der meisten Krankheiten. Der verzuckerten Form we?en werben sie selbst von Kindern gerne genommen. Biese Pillen sind durch eil sehr ehrendes Zeugnis* des Hofrathes Professors Pltha ausgezeichnet t*f Eine Schachtel, 15 Pillen enthaltend, kostet 15 kr.: eine Rolle, di« 8 Schachteln, demnach 120 Pillen enthält, koitt nnr I fl. «lest. Währ. Jede Schachtel, auf der die Firm, Apotheke ..zum heilige» Leopold" nicht steht, und die auf der l!llck»eite unser« Schutzmarke nicht tragt, Ist ela Falslflcat, vor dessen Ankauf das Publicniii eewirnt wird. Es Ist g«nau xu beachten, dass man nicht ein schlechtes, gar keinen Erfolg habendes, ja geradexn schädliches Präparat erhalte. Man verlange auedrfuklM Neu-steln's Elisabeth-Pillen; diese sind ans deiu I. iu»chlag mW der Gebrauchsanweisung mit meiner Unterschrift versehen. «21— Hanpt-Depstt in Wien: Ph. Nenntein'.s Apntheke „Eiim heiligen Leopold", Stadt, Ceke der Planken- und Spiegelgasse W Depdt in Oilll: ■anmhaeh s Apotheke. -WM