(Franko pauschalier».) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. Schristleitnng und Verwaltung i $rricn ova ulica 9Ir. 5. Telephon 2l—Ankündigungen nimmt bte Serwaitung gegen Berechnung billigst« Gebühre» entgegen. VejngSprei«: Vierteljährig K s4.—, halbjährig K 48.—, ganzjährig K 96.—. Fürs Ausland entsprechend« SrhShung. — Einzelne Rummern l Krone Nummer 34 Sonntag den 2. Mai 192V I 2. [45.] Jahrgang Zum 1. Mai. Da 1. Mai entbehrt Heuer des festlichen Ge-präge«; denn die FesttagSstimmung der Arbeiter» schaft wird durch die Erinnerung 2» die jüngst ver-gangenen Ereignisse umdüstert. Doch mag nun der Zeiten Wandel von den einen als lastender Druck oder von den anderen al» übergroßer Sieg emp-funden werden: allen maß, tief ein geprägt, da« Ge-fühl gemeinsam sein, daß die letzten übertriebene» und überschätzten Spannungen sich auflistn müssen zur erlösenden Tat, zur Arbeit. E» ist schon genug davon geredet und geschrieben worden, nun wäre »0 an der Zeit, mit der Arbeit endlich ernstlich zu beginnen. Wenn Heuer am 1. Mai tausend fleißige Hände in emsigem Schaffen sich regen, wenn an dem Tage, wo sonst die Arbeit ruhte, viel« Arbeiter am Ofen, an der Werkbank oder au der Maschine stehen, so kann au» diesem Anfang ein zwar mühevolle«, aber gute« Wert «sprießen. Die Räteregierung in Nuß. land hat den 1. Mai zu« größten Arbeitstag au», gerufen, bi» die Wirtschaft wieder einmal hergestellt ist und die Arbeit»feier durch ArbeitSruh« begangen werden kann. Da« gedeihliche Schaffen aller Mit-bürger zu verwirklichen, ist da« höchste Ziel, da» einer Regierung vorschweben kann. Etwa« andere» ist e», die Früchte de» Schaffen» zu erhalten; hier ist der zweite Teil de« Wollen« jeder «-gierung. hier trennen sich die Weg,. Der heurige 1. Mai, den die Arbeiter in ihren Berufen verbringen, sollte die underen ernst und nachdenklich stimmen; sie sollten sich die Frag» vorlegen, wa» die Stände trennt und einigt, ob uvendlicher Streit wirklich der Vater der Ding« ist und dlriben muß. vdrr ob da» Band dr» Allmenschen. tum« nicht stärker sein kann, wenn allenthalben guter Wille und wahre» Mitleid herrschen. Z>as Htück des Kindes. vo» Rudolf Perktold, CMi. wer hat »ich: schon vo» de» dielen Hütkinder» gehört, die alljährlich de» Sommer über in der Schweiz l»m Hüte» M Liehe« auf den Alpen gedungen »erde» 7 Bon einem solche» Hütkind« will ich heute er« *•»1, so hieß e«, war da» Kind verarmter Eltern, welch« KUinMuSlcr in einem Dorfe de« Oberland«« in »rrt MM. Nicht Schicksalsschläge »der Unglück waren die Ursache der Armut dieser Mensche», sondern lediglich die starke Trunksucht de« Man»«« trug die Schuld dara», da» da« »le»d set«r Familie »o» rag I» Tag »unahm. Da« A»w«se» hätte »,r »«nü,e htagereicht, die sech«k»pfig« Familie »u ernähren, wenn sich der Mm» um die Wirtschaft gekümmert hätte. Doch der Alkohol, teufet machte, daß der ,uerst tüchtig« und fleißige Mensch ,u nicht« mehr fähig war. Die Frau, et» brave« fürsorgliche« Weib, hielt die ga»,e Wirtschaft, so gut e« gi»g, aufrecht. Ihre Leistungen waren ganj außerordentliche, wa« jedoch da»n, wenn sie unterlige» würde! Toni, der älteste von de» vier Kinder», sta»d im zwölfte» Lebensjahre, Er war der Liebling seiner Mutter »nd unterstützte ste, soviel er konnte. Aber die An der Weite der Kluft und an der Größe der Spannung zwischen Besitzenden und Proletariern, zwischen Bürgerlichen und Arbeitern ist, so muß man ehrlich gestehen, nicht eine Klasse allein schuld. Die Besitzenden haben so und so oft vergessen, daß st« den Angestellten und Mitarbeitern nicht nur Halbweg« auskömmlichen Lohn, sondern auch Teil-nähme am eigenen reicheren Innenleben schuldig sind. Wir Menschen haben einander zu wenig ge-kavut, uu» zu wenig um einander gekümmert; nicht nur Adel, sondern auch Besitz und Bildung ver-pflichtet. Wir aber haben geduldet, daß von Leuten au« unsere» Kreisen Schundbücher und Filme, daß Alkohol «nd Ramschware an die Arbeiter feilgeboten wurden; wir haben ruhig zugesehen, wie diese Per-sonen gerade »it dem guten Verdienst aus diesem Geschäfte sich den Genuß feinster Kulturgüter ver-schaffe» konnten. An solchen Leuten haben die Ar-briter deu Zustand, da» Seelenleben de» ganzen Bürgertums, der Bourgeoisie gemessen und uu« alle mitsamt verutttilt und mit Haß belegt. Wir hätten edel und verständig und selbststark sei» sollen, dann wäre di« «lust nicht so groß. Zum rechten vertrauen zwischen allen Ständen gehört die gegenseitige Achtung vo: des ander«n Arbeit und vor feinem guten Willen. Wenn wir da» für uu» fordern, fo müssen wir auch zum ein-zelnen Arbeiter Vertrauen haben. Aber jeder ist be-fugt, zu verlangen, daß auch sein Mitmensch gedeih-liche Arbeit leiste. Wer arbeitet, will und muß Ruhe haben. Dar-um bleibe man un» auch mit unrechten Anwürfen vom Leibe! Man arbeite aber auch selbst, damit nicht alle Zeitungen vom nutzlosen Streit der Par-teien widerhallen, und sei nicht darauf erpicht, daß da» Echo der eigenen Nörgelei m deu trägen und zänkischen Eigenschaften anderer Menschen geweckt werde. Wir haben sür unseren Teil den Anfang ^ schwere, sür tioe» starken Mann passend« Arbeit konnte» seine schwach«» Hände nicht verrichten. Mutter und Sohn wäre» trotz allem unermüdlich tätig und nur ihrem rastlose» Fleiß« war e« jn verdank«», daß da« Anwesen noch nicht »»ter den Hammer geraten »ar. E« mußt« wohl ei»« Hypothek aufgenommen werd«», doch durch die pünktliche Zinsenzahlung wurde «in« längere Friflerfireckung erzielt. Da, eine« Tage« geschah ei» Unglück. Der Man» hatte sich dem Xrunfe wieder so stark ergebe», daß man ih» au« dem vtrtShause, wo er lärmte und tobte, hinauswarf. »m nächsten Morgen fand man seine Leiche im Bache, der a» dem Dorfe vorbeifloß. Er war in seine« Rausche wahrscheinlich hineingefallen und hatte stch an einem großen Steine die Schädel-decke eingeschlagen. Wenn der Trunkenbold seiner Familie auch viel kummervolle Stunden bereitet hatte, so waren feine Angehörigen über seinen plötzlichen Tod doch erschüttert und trauerten ihm aufrichtig nach. Nach dem Tode de« Manne« besserte stch die Leben«l«ge der Witwe und ihrer Kinder. Toni aber hatte einen Sntschlnß gefaßt. — Sr drängte i» seine Mutter so lange, bi« er sich di- Ein« willig ung erbettelt hatte, al« Hüterbub mit den anderen Kinder» über den Sommer in die Schwel,er Berge ,u liehen. .Mir geht der Bub wohl sehr ab", erzählte die Mutter, al« man ste über den verbleib ihre« äl- dieser Arbeit gemacht. Die Wirtschaft»pariei zeugt dafür. E» genügt aber nicht, daß bloß die Arbeiter zu arbeiten beginnen, sondern alle, von oben bi« unten, reich und arm, vom Minister bi» zum Kärrner müssen miteinstimmen in den Ruf: Hoch die Arbeit! Die Arbritauiilust und ihre Brkiiinpfung. Bon Philipp Knab im Oesteri. Volkswirt. (Schluß.) Keine» der erwähnten Mittel trifft den Kern der Sache. Die »»mittelbare persönliche Einwirkung allein, das im guten Sinne suggestive erzieherische Beispiel ist da» wahre, zugleich best« und einsachste Heilmittel. Im Deutschen Reiche hat man bereit« viel damit erreicht. Dort werden zielbewußt söge-nannte Wirtschaft»pi»»iere gesucht u»d ausgebildet, «»gehörige geistiger Berufe, die, mit Begeisterung für ihre Aufgabe und Liebe für ihre irreudeu voll»-genosien erfüllt, mit ihoen leben und arbeite» und sie von dcr Notwendigkeit der Arbeit sür ihr eige-ne» Wohl und da» der Gesamtheit unablässig über, zeuge». Studenten, ehemalig« Offiziere, Rechtlanwälie. Kaufleute, ««lehrte find unter ihnen. Sie müssen Tatkraft, WirklichkeitSsinn, Takt «it idealer Hin-gäbe und Anspruchslosigkeit vereinen, sie müssen Führeruaturen sein, Aufklärung, Belehrung, Bil. dung vermitteln können und vor allem: vorleben. Zweifellos bedingt die Bereinigung dieser Eigenschaj-ten und Fähigkeiten ein» sorgfältige Au»lese; dennoch gibt e», wie jedermann im Kriege zu beobachten Se-legenheit hatte, eine größere Anzahl Menschen, die den erwähnten Anforderungen entsprechen, al» man für» erste glauben möchte. E« handelt stch bloß * testen Buben befragte, „aber er hat mich so gebeten, ihn ziehen ,u lassen; er meinte, e« wäre die« fein Glück und auch da« meinige. Und dem Glücke meines Kinde« will ich nicht hinderlich fei».* Es «ar To»i ,« eine« reichen Bauen, gekommen, der den aufgeweckte» Junge» freundlich empfing. Einige Zelt blieb T»»i noch im Tale, ha»» aber ging e» mit dem Auftrieb de« Almviehe« in di« Berge. Die Arbeit machte Toni große Freude, denn er hatte die Tiere sehr lieb. Der Bauer «ar mit T»»t sehr »«friede», weil dieser da« Vieh so gewiflrnhaft betreute. — I« Heisst« trieb Toni da« Vieh wieder vo» de» Alp«» ab u»d nun ging'« wieder seiner Heimat j». Er versprach dem Bauern noch, im nächsten Jahre wi«der,ukehre». Reich beladen und mit einem schönen Sparpfennig in der Tasche, erschien Toni eine« Tage« unter der Türe de« Elternhaase«. War da« ei» Jnbel! Er mußte immer und immer wieder seine Erlebnisse erzählen und mit Träne» der Freude t» de» Auge» hörte ih» seine Mutter zu. Mit Toni« Sparpfennig konnte nun ei» Teil der Hypothek abgetragen werden, die der arme» Frau immer wie ein Stein am Herzen lag. So ging auch da« letzte Schuljahr Toni» zur Nelge. Die Mutter wellte ihn in die Stadt »u einem Mechaniker in die Lehre geben, Toni dagegen hatte a»r Fre»de ,ur Landwirtschaft. Er wollte diese» ctiit 2 darum, sie av«sindig zu machen, vorzubereiten und an die richtige Stelle zu setzen. Der erste, der diesen Gedanken in die Tat um-setzte, «st Hauptmanu Detlev Schmude. Er hat im Helmstädter Kohlenrevier in Braunschweig eine große Arbeit»- und SIedlung«gemeinschast von An« gehörigen geistiger Berufe mit Handarbeitern ge« bildet; sie zählt bereits über 1000 Mitglieder. Dort wird in den Gruden mit Feuereifer gearbeitet; dem Bildungsdrang deS einfachen Manne« wird durch da» unmittelbare Zusammenlebe», durch .Vorträge und Lehrgänge entgegengekommen. Die Hoffnung auf ein Hau» und ein Stück Land, die eine Familien-gründung, ein traulichc» Heim und eine durch slei-ßige Arbeit verbesser«ng»sähige Lebenshaltung in Aussicht stell», belebt die Schaffensfreude. Da» Ganze steht im Zeichen der Selbsthilfe; doch die Regierung und Behörden stehen dem Unternehmen fördernd zur Seite, durch Ueberlaffung von Grundstücken in Erb-pachl und Bauhilfen. Die ungeheure Tragweite der Ausbreitung ähnlicher Arbeitsgemetnschasteu, die allein berufen erfcheinen, die gähnende Kluft zwischen den «lassen zu Überbrücken, wird nicht »erkannt. In HoffnungSthal bet Berlin wurde von dem behufs Bildung und Unterstützung solcher Einrichtungen ge-gründeten „Deutschen Arbeitsbund«" eine UebergangS-stelle geschaffen, wo diejenigen geistigen Arbeiter, welche beabnhligen. derartige Gemeinschaften zu sammeln, einen Monat hindurch bei körperlicher Arbeit vorbereitet und auf ihre Eignung geprüft werden. Zweifellos steckt ein starker idealer Zug in der ganzen Bewegung. Aber nur derjenige wird sich skeptisch dazu verhalten, der die Macht der Idee. das Wirken der sittlich geistigen Kräfte, die von ein-zelnen «»»gehenden Energien, unterschätzt. I« Kriege war oft und oft Gelegenheit, sie kennen zu lernen. Sine verängstigte, ratlose Menschenmenge im Granatseuer. Sin Mann tritt auf, spricht ein paar Worte, macht ein paar Bewegungen. Alle« stürmt selbstvergessen nach vorwärt«. Sine todmüde Marsch-kolonne: Jeder glaubt sich unfähig, noch ein Glied zu rühren. Da kommt der, 'auf den sie alle immer schauen, wenn'« hart ankommt, wenn'« gefährlich wird. Er ist noch munter, er spricht ein paar Scherz-worte, er geht voran. Und alle fühlen, e« geht noch eine ganze Weile. Da« ist die hinreißende Macht de« Beispiel», die Kraft ausstrahlende Per-sönlichkeit, die bei dauernder Einwirkung eine Masse verschiedenartiger Menschen zu einem gleichartig denkenden und fühlenden Körper zusammenschweißen kann, indem sie immer wieder die in jedem von un« schlummernden Gemeinschaststriebe weckt «nd in ihrem Sinne beeinflußt. S»mm« über noch »um Schweizer Vauern al« Hüter-bub »urückkehren. dann wollte er stch auf einem Land-gute al« Knecht verdingen und wenn er in allen land-wirtschaftlichen Arbeiten praktisch und erfahren genug sei, wollte er da« Slternhau« und den dazugehörigen «rund übernehmen und da» Anwesen »u erweitere trachten. Für di« Unterbringung seiner übrigen Geschwister wollte «r dann schon sorgen. So zog Toni abermal« von dannev, nachdem er »orher seinen Geschwistern noch aufgetragen hatte, seine gut« Mutter nach Kräften zu unterstützen. Da der Schweizer Lauer di« Ankunftszeit Toni« »ußte, holte er in selbst ab «nd führte ihn voll Freude «us sein«» vau«rnh»f. „Unser Toni ist wieder da", erscholl «« von allen Seite», d«r.n Toni «rfreute stch allgemeiner Beliebtheit. Die Bäuerin ließ sogleich schmack-haste Speise» auftragen und da« Wiedersehen «ar ei» Festtag für alle. Nach einigen Tagen »og Toni wieder i« di« Berge. «oll Eifer giag er feinen Pflichten »ach und tn der snieu Zeit suchte er stch Kenntnisse M gan»e» »lpenbetriebt« anzueignen. Manchmal kamen Freunde de« «a»eru zu ««such ras di« AlxahiUte. Jedem «,zählt« d«r Bauer von s«in«m braven Halterbubcn und so würd«» diele auf da« Kind aufmerksam. «ine« Tag««, al« Toai i» da« Tal ««kommen »ar, ließ der «auer ihn «ms feine Stute kommen nd teilte ih» «it, daß ei» groß«r »«»«besitz». »«lcher Eine» ist sicher: Wir können die Au»dehauag und Beschaffenheit unsere» Gebiete«, die un» zur Verfügung stehenden Bodenschätze, mit einem Worte, da» un« durch die Natur Gebotene nicht vermehren. Aber wir können unsere Energie beleben, unsere Arbeitsweise verbessern, unser Zusammenleben ver-edeln. ES wird jetzt viel vom Tahlorshste« gespro-chen; dieses hat zur Borau«setzunz intelligente und vor allem arbeitswillig« Arbeiter. Die Einrichtung der WiaschaftSpioniere, die Gründung von Arbeit»-und Siedlung»gemeinschaf«en nach Schnude» Bor-bild wird der Industrie solche Arbeiter geben. Sie wird uns auch verhelsen, viele unserer besten Köpfe vor der Auswanderung zu bewahren, die Tatkraft, den Mut und di« Erfindungsgabe, die notwendig sind, um in fernen Weltteilen «ine Existenz zu grün-den, hierzulande zu verwerten, wo sie viel sicherer zur Schaffung einer Daseinsmöglichkeit führen wür-den, wenn nur der falsche Stolz, der in der Heimat da« Vorliebnehmen verbietet, beseitigt werden kö.:nte. Wenn wir alle un« aber mit der Bedürfnis« losigkeit, >der Vorurteilslosigkeit, Unternehmung«-lust, Energie und Ausdauer, mit welcher ein Aus-wandern in nnbesiedelle fremde Zonen ausgestattet sein muß, wappnen würden, so läge Rot und Elend bald hinter un«. Darum kommt e« darauf an, die schlummernden geistigen und sittlichen Kräfte unseres Bolke« zu wecken und zu entbinden, Lebensmut, Vemeingeist und Arbeitsfreude in un« und anderen zu fördern und zu steigern. Und da« geschieht am besten durch di« zwingende Macht deS persönlichen Beispiels. Politische Rundschau. Inland. Unsere auswärtige Lage. Unter dieler Ueberschrift bringt die Beogradska Stampa einkn auch von slowenischen Blättern über, nommenen Aussatz, in welchem e« u. a heißt: Ja erster Linie bedeutet jede Wiederausrichtung de« Militarismus und Preußentum» in Deutschland sür un« ein« unmittelbar« Gefahr. Wir befinden un» in dieser Hinsicht in d«rs«lb«n Lag« wie Belgien «nd Frankreich. Außer diesem Feinde sind un« die Ber« bündeten Dentschland«. Bulgarien und Ungarn, miß-günstig gesinnt. Der magharische Ausstand in Subo-tica und die Rüstungen Ungarns an der Nordgrenze beweisen deutlich, waS sich in nächster Zukunst vor-bereitet. Weiter« müssen wir vor unserem mächtigsten Nachbar und verbündeten, dem Königreiche Italien, aus der Hut sein. Die Adria- und die Fiumer Frage ist noch nicht gelöst und die Bemühung unserer Di-plomatie erschöpft stch in der Verteidigung unseres von ihm gehört und ihn gesthen habe, de» Wunsch hege, ihn an Kinde«statt aufzunehmen, um an Toni dereinst «inen tüchtig«» Nachkomme» zu habe», wenn er vom Leben scheiden müsse. Dies« Neuigkeit verblüffte den Knaben derart, daß er »uerst ganz sprachlo« «ar. Nach längerer Ueber-legnng erklärte Toni, die Entscheidung ganz von sein«r Muttter abhängig machen »u «ollen. So wurde vereinbart, daß »ach Abtrieb de« Siehe« der Gut«best»er mit ihm »ach Hause fahre, um von der Mutter da« Jawort zu hole». Und so geschah e« auch. Die Witwe, di« ihr Ki»d «»endlich lieb hatte, willigte natürlich «i», t»n» «• galt doch da« Glück ihr«« Liebling«. — Trotzdem aber fiel ihr der Abschied sehr schwer. „Mutter, «ir find nicht getrennt.- trSstrte da« Klnd die »«intnde Frau. .Ich werde Dich holen." Und den Geschwister» tr«g «r a«f. auf dl« Mutter recht acht ,« gebe», er werd« r« ihnen scho» vergelten. Jahre waren in« Land ge»»ge». Tont »ar »« «iaem prächtige» vaueniburschen herangewachsen, den die gan»e Gemeinde liebgewonnen hatte Tüchtig in der Landwirtschaft, «ar er der Stol» seine« Wohl« täter«. Toni« Hände» sonnte er getrost die ganze Wirtschaft überlassen. Manchmal b«s»cht« «r mit seinem Pflegevater da« Elternhau« und, seine Angehörigen reichlich b«. schenkend, verließ er e« wieder. Da erkrankte der Guttbefiher. Sr fühlte, tafc Lande« gegen die überspannten Ansprüche Italiens. Die Ausführungen de« zitierten Blatte« bewegen sich, soweit Deutschland in Frage kommt, offensichtlich noch immer in der herkömmlichen Auffassung, deß Deutschtum und Slawentum nicht ander« als in Feindschaft nebeneinander leben können. Da« deutsch« russisch, Einvernehmen, bad in jüngster Zeit in immer deutlicheren Umrissen zutage tritt, sollte eber auch hierzulande sür die öffentliche Meinung ein Beweis sein, daß jene Außenpoiitik die beste ist. welche den Bedürfnissen der Gegenwart Rechnung trägt und die zukünftige Entwicklung nicht aus überkommene Gesühlc, sondern auf ruhige Erwägungen «nd reale Bort-ile einstellt. Regelung des Innen- und Auhen Handels. Einem Beschlusse des Ministerrate« zufolge ist der innere Warenverkehr vollständig frei. Alle «er-kehrSbeschränkungen au« einer Stadt oder Gegend in die andere entfallen. Für den verkehr i» der (i 5 Kilometer breiten) Grenzzone gelten besondere Bor-schrislen; ebeuso werden zur Bekämpfung der Te«. erung, zur Hintanhaltung der Anhäufung und de« Aufkaufe« von Lebensmitteln besondere Weisungen herausgegeben. Die Warenausfuhr ins Ausland ist frei, ausgenommen, also verboten, ist di« SuSsuhr folgender Geginstände: Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Kukuruz; Teig» und Backwaren, vohne« (Fisolen), Linsen, Erbsen. Kartoffel, Groß' «nd Kleinvieh (lebend und geschlachtet) und Schweine (wogegen die AuSsuhr von Schlachtpsertzen frei ist), frisches Fleisch, Fett und Speiseöl. Zucker «nv Honig, Wolle, Wollabsälle und Wollerzeugnisse. Hanj. Flach« und deren Erzeugnisse, Rind«-, Büffel« und Pserdehäute und deren Erzeagniffe, s-oda und deren Erzeugnisse, Gold. Silber, halbverardeiiete« und alte« Eisen, Draht und Eisennägel, M mgau« erz, Steinkohle (wogegen die AuSsuhr von Holzkohle erlaubt ist) und Mineralöl. Alle übrigen Gegen ständ« können gegen Sicherstellung der Valuta «nd Entrichtung de« AuSsuhrzolle« unbeschränkt in« Ausland ansgesührt werden. D?r Handel«-, der Ernährnng«- und der Fiuanzminister werden gleich, zeitig ermächtigt, eine Zentral»Au«suhrgenvssenichaft (Sredisnja zadruga za snabdevanje i ivoz) mit einem Kapital von 30 Millionen Dinar zu gründen, wel cher die Versorgung dc« Militär« und der passiven Länder mit Lebensrnitteln übertragen wird»r. Di«se Genossenschaft wird auch zur Au«suhr von oer. boienrn, ab«r im Ueberfluß vorhandenen Artikeln in, Ausland berechtigt sein. An der Genossenschaft wird sich der Staat mit der einen Hälfte de« Kapi tat« beteiligen, mit der anderen Hälfte aber land-wirtschaftliche Genossenschaften Konsumvereine. Pro-duzenien landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Handel«, exporifirmen. Der Reingewinn soll nach Dotierung de« Reservefonds wie folgt verteilt werden: 8 % den Genossenschaftsmitgliedern al« Dividenden, vom Rest '/. sür die Organisation de« bäuerlichen Kredites. V, der Finanzminister, % für die Errichtung von Magazinen, vom verbleidenden Reste /5 i«r den Staat «nd l/, für die übrigen Anttilschein. Inhaber. fein« Todelstunde nah« f«i. Toni wich nicht vom Kran-kenlager feine« Wohltäter«. Wi« gern« hätt« er ihn wirder gesund gemacht l Aber da« Alter «ar z» ««it vorgeschritten, um «i»« Gesundung erhoffen zu laff-n. In diele« schweren Stunden hatten di« beiden «ine lange Unterredung. Nebst vielen guten Lehnn «»d «r-Mahnungen Übergab der Wohltäter Toni da« Testament, da« nach seinem Tod« ,» eröffne» war. Wenig« Tag« darauf verschied er. Da« Testament setzt« To»i »um alleinigen «rten te« ganzen Besitze« ei», »denso enthielt e« »och die Klausel, d « Gefinde im Dienst« zu behalte» «nd mit Geldspenden zu beschenke». Gerührt «ar Toni vo» der «rstimmung. di« ihm auftrug, sei«« M»tter in« Hau« »« nehme», «nd wen» «r einmal an« Heirate» denke, einem Mädchen a«, der «emeind« dta H-nd »»« Bund« »» reichen. Diese Bestimm»»»«» hi«lt To»t feierlich ein. Bald na«her »ah« «r di« M«tt«r ,« stch; sein« beide» Schwestern hatte» fich i»»»«>chi» gut »erh«trat«t «nd dem jüngsten «rnder blieb da« elterliche A»««f«»> da« d»rch Toai« Geld»u«eAd»»«en bedeutend vergrößert «erden konnt«. So waren Mutter v«d Sohn wieder vereint. Nach Ablauf de« Trauerjahre« »ah» Xotii fich «i» schmuck««, aber arme« Sch»et^er«ädchen »ur Frau «nd nun lebten die brave» Menschen «» Gtück «nd Fried«» i« s«li>ft«r «wtracht. N»>««r 34 Ciliier Zeitung Seitt ck Ein Verordnung über Wohnungen. D«r Minist«rrat hat eine vom Ministerium für >oz>ale Fürsorge ausgearbeitet« Verordnung Über Wohnungen genehmigt. Diese Verordvung bleibt dlS zum 1. Mai 1921 tu Gültigkeit und be-jagt im Wesen folgendes: l. Niemand darf ant einer Wohnung vertrieben werden, gleichgültig wie und waon die Wohnung gmietet wurde. 2. Der Mietzins wird nach einer neuen Skala allgemein und einheitlich geregelt. 3. Der Pachtzins wird für alle zu Industrie«, Handels- und Gewerbezwecken distimmic» Gebäude und Lokale festgesetzt, gleich gültig, wie und wann der Pachtvertrag abgeschlossen wurde. 4. Di« Miete für Wohnungen lediger Per-sonen, für Herbergen, Pensionen und Hotel« wird genau normiert. 6. Die Abgabe eines teilcS der Wohnung, ia welcher der Mietgeber selbst wohnt, gilt nicht als Aftermiete. 6. Der Verpflichtung der Eigentümer, jene Gebäudeteile, die unmittelbar lkbensgrfäh.lich sind, auszubessern, steht da« Recht zur MietzinSerhöhung gegenüber. 7. Alle Bauten und Wohnungen, welche während der Gültigkeit«, daner dieser Verordnung neu errichtet werde«, ge-nießen vollständige Steuerfreiheit 8 Die Bezahlung des Miet(pachI«)zinfeS »n fremdem Gelde ist vei boten, y. Da« Wohnungsamt ist neu zu bilden. 10. Miel-zin»streit«gkeiten sind im gerichtlichen Verfahren auSzutragen. Die Amtssprache der Banater deutschen Volksschulen. Nach dem Umstürze ordnete die Nationalver« ivaltung in Neusatz an, baß in sämtlichen Ober« schulen, in deneu die magyarischen Schüler nicht ia der Mehrheit sind, die magyarische Unterrichtssprache unterbleibe. An ihrer Stelle mnßie der Muttersprache ihr gute« Recht eiagerüumt werden und diese An. o-dnung wurde auch, wie das Neuiatzer Deutsche BolkSblatt meldet, fast in allen deutsch-» Schnlgc-«einden durchgeführt. Wo man sich aber unbestraft der Anordnung betreffs der SchuloerwaltungS- ob-r SchulamiSiprache entziehen konnte, tat man eS mit einer kiodifchtn Schadenfreude. Zn den meisten deut-schen schulgemeinden wir» bei deu obligate» Leh r»r?onferenzen die magyarische Sprache in Wort und Schrift gebraucht, odzwar die Verordnung Nr. 94&/1919 (11. März) der Sektion des Unterrichts« Ministerium« in Neusatz unier Punkt It). uu drück-lich anordnet, daß al» Amtssprache die Muttersprache zu g«bnuchen ist. Auch im Verkehr mit den höheren Schuldehör»«n ist entweder di« serbische oder die Muttrrsprach« zu verwenden. In der Gemeinde W. beantragt, em deutscher Lehrer in der Lehrn ton« feienz, sich auf diese Verordnung d«S Unterrichr« Ministeriums stützend, die Einstthrung der deutschen Amtssprache. Sein« Lehrerkollegeii. tnSbeiondere d.r junge Kaplan, die alle — schwäbischer Abstammung find, fielen aber in gehässigem Tone über den Au-trag de» deutscher» Lehrer« her und stimmten ihn Bieder. Ausland. Habsburgfreundliche Strömungen. Wie die Wiener Arbeiterzeitang meldet, sind gewiffe Kreise in DeutschSsterreich mit der Reis« de« S a.lekanzlei« Dr. Renner nach Rom höchst unzu-frieden. Sie un«erhalt«n enge Beziehungen mit dem Vatikan, mit Exka»>er Karl >.nd mit Budapest. Der römische Stuhl könne sich über den Zerfall der österreichischen Monarchie noch immer nicht «lösten. Das streng gläubig« HauS HabSburg fei durch tschechisch« Husfiteo «nd serbische Ketzer verdrängt worden. Budapest träume von der Wiederausrichlung feiucS Königium«. welches ihm di« Oberherrtchaft über di« Slowaken, die tranSsilvunischcn Rumänen und die Serben in der Batschka und im va»a> wieder verbürgen würd?. Di« Gründung eines Donaubund?« werd« der deutschöiterreichi'chen Senol kerung al« Au» veg auS dem EruährungSschwierig k iten vorgegaukelt; Deutfchösterreich würde für seine Jndustrieerzeugnifse aus Ungar» Getreide, au« K^aatien Vieh und aus Tschechien Zucker beziehen. Die wirtschaftliche Frage sei aber bloß der Deck-mantel für politische Bestrebungen, welch« auf die Wiedereinsetzung der HabSburgei' mit Hilfe der slowakischen und kroatischen klerikalen Bauern ad. zielen. Die Gegrnrevolutivn rechn« mit England, welche« sich den Donau HandelSweg vom Schwarzen Meere bi« zum Rhein sicherstellen wolle; deshalb abe e« stch in Budapest festgesetzt. Auch Frankreich egünstige die Errichtung eine« Donanbuudei, in welchem die slawische und magyanfche Übermacht Deulschösterreich dauernd vom Anschlüsse an Deutsch-land fernhalten könne. Nur Italien bekämpfe den Donaubund, weil ei die Wiederauferstehung seines früheren Feindes befürchte, obwohl es gegenwärtig durch gemeinsame Interessen mit Ungarn gegen Jugoslawien verbunden sei. . Deutschösterreich» Ueberfeeverkeyr. Die wirtschaftlichen Verhandlungen, die kürz, lich in Rom geführt worden sind, bezogen stch be-kaimtlich auch auf die Einräumung einer deutsch-österreichischen Freizone im Triefter Haseu. Wie wir erfahren, war von italienischer Seite »esprünglich hiesür die Bedingung gestellt worden, daß Deutsch-vsteu'ich sich verpflchte, seinen gesamten Uebersee-verkehr Über Trieft zu leiten. Bon deulschöster« reichlicher Seite wurde demgegenüber geltend gemacht, daß ein« so vollständige Bindung unmöglich sei, und schließlich einigte man sich dahin, daß die Hälfte de« deutschösterre'chischen Ueberseevertehr« über Trieft gehen solle. Das Programm der deutschen Sozial demokratie in der tschechoslowakischen Republik. Der Jugoslav'ja zufolge fordert die deutsche sozlaldemokratische Parte' in der Tschechoslowakei, daß die Republik dem BündniS mit der Entente entsage, den Militarismus beseitige und durch das Milizsy'tem ersetzt. Sie verlangt die Aufteilung de« Staate« ia national abgegrenzte Bezirke, welche von selbständigen, freigewählien Rtgieruiigeu zu ver« walten sind. Zeder Bezirk soll über die Anstellung seiner Beamten selbst verfügen. V>e deutsche Sozial, demokratie betrachtet die tschechoslowakische Republik al« einen reak! onären/ durch Zwam, und Gewalt entstandenen Staat, der nichts andere« sei alö ein« Neuauflage d«S alten zertrümmerlen Oesterreich. Sie bekennt sich zum Recht der Selbstbestimmung für da« deutsche Vulk und sür die anderen der Tschechoslowakei einverleibten VolkSstämme, inSbe-sonder« auch für die gegen ihren Willen in den neuen S>aat«verband eingezwängten Slowaken. Au» lilrtiit linrt CrtiitV An mein TIM! Liebe« tliilt, denk' ich dein, Hör ich leise klii'gen Stecken auS der Jugt:>di«lt, Ti« gar heimlich singen; Alle Bilder tauchen auf, Die so lieblich leuchten, Daß darob die «ugen sich Still vor Rührung feuchten. Seh' den trauten Schloßb-rg ich Holde Giüh- winken U»d de» Siantat!» schimmernd Band kurch« SelZiide blinken, Eeh' den Lellberg waldumdllllt Und de« Stadipark« Bäume, Die mit ihrem Flüstern mich Oft gewiegt in TiSume. Eeh' den H>upip!atz, bnntbcl«bi, All die lieben Gassen — C. wie liegt da« all « weit, Kann e« gar nitt fassen! Trautes EiUt, denk' ich dein, Hör' ich ferne« Klingen, Hör' ich meiner Jugendzeit Traumlandglocken sing.-n . . . Linz. April 1920. A. P., «in alter, fern von f«iner ehemaligen Heimat weilender Etllier. Streik Ende. Donn rSiag, den 2>. d. M, nahmen die Eifenbahni-r nach vierz-hntägigcr Streik-dauer die Arbeit wieder auf Der Wiederbeginn des normalen Verkehre« kündigte sich durch Berge von Zeitungen und Briefschaften an, v lchc die wackeren Lriefträger am ersten regelr chien Arbeit« age den Parteien zuzustellen hatten. Man spürte cS jö m!ij> daheim i» der HauShaliung und dranß.n auf dem Markte, in deu G schäften und in den öffentliche» Lokalen, daß daö eine Rädchen, dessen S ock'.ing da« ganze Grtrieb« deS modernen Leben» hemmi« oder vertue,te, wieder zu surren degennen habe. D^'S Tuscheln und Raunen, d>,S Rat?» und Frigeu : all dies« Begleiterscheinunoen der ungewissen Abgesperrt he«t von der Außenwelt entschwanden wie Schemen vor der wiedergekehrten Ruhe und Sicherheit. E« ist zu hoffen, daß die von den Behörden verfügten Ausnahmsverordnungeu w'e BersammIunzSverdo», frühe Tor- und GasthauSsperre, Schankverbot usw. in tunlichster Bälde wieder zurückgezogen werden. Vou den zwölf inhaftierten sozialbemokrätischen Ver trauenSmännern in Eill! sind, wie wir hören, bi«-her bereit« neun wieber auf freien Fuß gefetzt worden. Durch diese Maßnahme der Behörde ist «in beruhigende« und versöhnende« Moment in die Nachwirkungen der Streikstimmung unter der Arbeiter jcha st getragen worden. Und wenn, wi« anzu-nehmen, die Verhandlungen in Belgrad den Farbe« iungen der Eisenbahner gerecht werden, so werden »wei wichtige Voraussetzungen, welae ein gedeihliche« Zusammenwirken im Jnleresie der Gesamtheit ver« bürgen, geschaffen sein: Zufriedenheit und Arbeit«, freude. Das Eisenbahnunglück auf der Süd bahnstcetke. von dem wir in uniaer l,tzien Blatisolg« derichieten, ist auf eine saliche Weichen-stelluug jurückzuführen ES entgleisten sieben Wag gvn«, wobei ein eolvat schwer und meh-ere Erlen oahner leicht verwundet wurden. Nunmehr ist der Schaden auf der Strecke ausgebessert und der Ber> kehr, der am Unfallstage (21. April) durch Um« stsigen bewerkstelligt werden mußte, vollzieht fich wieder in noimaier Weite. Ueber polizeilichen Auftrag wurde am vergangenen Di'NStog in der BereinSduchdruckerei Celeja eine HauSdurchiuchung vorgenommen; sie ver-lief, wie nicht anders zu erwarien war, ergevniS-loS. Den Anlaß dazu hatte eine Notiz der hiesigen Nova Doda vom Vortage gegeben, derzufolg« die Eeieja de» staatsfrindlicheu Streik unterstütze; gleich-zeitig hatte daS zitierte Blatt die Behauptung au« seiner SamZtag-SonderauSgabe wiederholt, daß der iozialdemokcatische Parteisekreiär in der Buchdruckerei Eeleja sitze und den Streik vom Telephon au« or« gauistere. Wir wissen nicht, ob diese sei e« leicht« fertige sei es wissentlich falsche Berichterstattung aus der Gegenseile irgend welche GewifsebSikrupel ob uetanen Unrechts auslösen werde. Der Schild de« Unternehmens it't rein und fleckenlos und braucht gegen böswillige Bemakelungen nicht b«sond«r« ge tchirmt zu werden; daher begnügen wir un«, diesen Voifall ohne weitere polemische Auslastungen hie« mit registriert zu haben. von der Marburg» WohnungsKom Mission ist im eigenen Wtrkung«treise «in« Ler« ordnuug erlassen worden, wonach Eingaben nur in tiowenischer Sprache augenommen werden. Oogegen wurde ein Protest eingereicht, da daS WohnuNiS« am: im eigenen Wirkungskreis« überhaupt nicht be> rechiigt ist, Sprachenverordnungen zu dekretieren und diese Verordnung den Beitimmungen deS ^ried«oSv«rlragtS und der Sprachenverordnung der iloioeniichen Land «regierung vom 31. Oliober 1913, ^HmtSdlatt Nr. 6) widersprich'. Das Konzert Permann rückte alle Vor« züge diese« aukgezejchneien Künnler«: seinen Herr« lichtn, in Tiefe und Höhe gleich schön ausgebildeten Bariton seine hohe Ge'angSkunst, die musterhaste TexiauSivrache und Intelligenz, endlich dasselbe, wa« erst den Künstler mach«, einen auSdruckvollen, echt musikalischen vortrag. in da« hellste L'ch». Die in anaewöhnlichem Maße angelegte Bo.tragSordnung umfaßte l3 Stücke, darunter vier große Arien au« den Opern vo» Lortzing, Roffini, Ber»i und Leon-eavallo. Zündende Wirkung erziette vor allem die liavatin« de« Figaro auS der Oper „Der Barbier von sevNla" mit ihren raffinierten, zungenbreche-rischea Virtuofenkünsten. welche von Permann mit einer v rblÄffenden Meisterschaft bewältigt wurde. Im Pivlog de« Basa.zo erklomm der Künstler mühelv« ein strahlende« G. Auch die B rllade .Odin« MeeveSrttt ' von Loewe konnte sich der Künstler in O i>>inalen E Moll ltisten. Musikalische Feinschmecker n>urdeii mit dem trauten und doch so gewaltigen „Heimweh" (Etchtidorf) von Hugo Wslf m,t Loe» we'cheu Billade» und mit dem entzückenden Ständ-cheu a»S vo» Juan bedach?. Trotz mehrfacher an-derer Veranstaltungen an dem gleichen Abend «ar der kleine Saal de« Hotel« Union gut besucht. Permann wurde m» Beifallsaloe» und Blumen ge-ihr». Graz erleidet durch seinen Abgang nach Frank» fmt a. M. einen großen Verlust Such wir gehören zu den Leidtragenden, denn von Frankfurt nach E'lli ist wohl «in allzu weiter Weg. Umso dankbarer sind wir Herrn Permann un» seinem geireuen Jmpressario Hivpolyl Bö m für diesen herrlichen ÄbfchiedSgruß An der wahrhaft künstlerischen Dar« bieiung, die von Dr. Z ingger in gewohnter Meister-schast auf dem Klavier begleitet wur»e, ist nur EineS auszusetzen: entgegen dem sonstigen Gebrauche h»t der Klavierspieler keine selbständigen Stücke vor-getraue». Dr. Zangger gibt ad«r in der Art seiner Begleitung Beweise so großen Können« un» so vollendeter Auffassung, daß der Wunsch allgemein laut wird, nächsten« seine Kunst auch im freien Borlraz zu hören. Der Kammerabend unter Mitwirkung der Konzerisänzerin Frau Prof. Druzovie de« Klavier. Seite 4 virtuos?» Herrn Her ««na Frisch. Violinvirtuosen Herrn Slai«, Sololänze>« He»rn Petnik und blai«); I Pavci^: Pred durmi, I. N pl. Zojc: Arija Tlelije iz .Armide". I. N. pl. Aajc: Hajdukolo (Frau Vruzovic'); Eha«n>ade: Konzert mal,er (Herr Frisch) ; Tra»«lateur: Pierot« Traum. Delibrt: Scherzo (Herr Pecink); H. Wieniaw«ki: vp S0 Faustphantasie (Herr slai«»; W. Kienzl. Die Urgroßmutter, H. Frisch: Heimliche Liede, I Brahm«: Vergebliche« Ständchen. Eh. Gounod -juwelenarie au» .Margarethe" (,1rau Druzovii!; Libello (Ludwig XIII.) (kl. Bo^ica und Zlatica Markac); I. Winterhalter: Teufelimatzer «Herr P ^nik>. Der Karienoorverkaus findet bei Frau E. Deisinger, Srtgmc^eva ulica statt. Konzert Rohr. Al« Gast einer fürstlichen Familie weilt derzeit Professor Paul Rohr in der Umgebung von Eilli. Der Künstler ist ein hervor-ragender Pianist, vor allem aber ein wahrhaft gottbegnadeter schöpferischer Geist. Eine Borsühlung seiner Lieder und Klamerkompotitionen in einem kleinen Kreise, dem u. a. auch der bekannte Musik-Verleger Hippolyt Böhm angehörte, hatte einen über -wältigenden Erfolg. E« kann keinem Zweifel unter, liegen, daß wir e« hier mit einer musikalischen En«. deckung erfreulichster Art zu tun haben und daß der Name Rohr die musikalische Welt dald »it feinem Ruhme erfüllen wird. Meister Rohr wird am 12. Mai im kleinen Saale de« Hotel« Union in ffiOi ein Klavierkonzert geben, auf welch«« wir schon heute die musikalischen Kreise unserer Stadt eindringlichst aufmerkiam machen. Evangelisch« Gemeinde. Sonntag, den 2. Mai, findet um 10 Uhr vormittag« in der «van-c,elifchen Ehristu«kirche ein öffentlicher Gotte«dienst statt. Senior Maq wird predigen über da« Tbe«a. „Der Kampf um die Wahrheit." Trauung. Am 28. April wurde Herr Joses Fabioni, Kaufmann in Laidach, «it Fräulein Elsa Marckhl, einer Nichte de« früheren Cillier Reich«-rat«abgeordaeten. in Aonobitz getraut. Herr Fabiani ist ein gebürtiger Eillier. während seine junge Gattin «»« einer angesehenen Klagensurter Familie sta««t. Die Hochzeit hat im Hause der Tonte der Braut, Frau Clorinde Schmidt, geb. di Eenta, in Gononitz staltgesunden. Ein« wadur« Xat. «u« Klenak in Syr° mien wird de« Neusaser Deutschen Volksblatt ge. schrieben: „Wir u»d hier 167 deutsche Einwohner «it 37 Ehe» und 110 schulpflichtigen Kinder«. In einer am 28. v M. abgehaltenen Versammlung beschlossen wir einstimmig, eiue deutsche Privatschule zu errichten, die wir auch au« eigenen Mitteln er-halten wollen. Eine Lehrerin haben wir bereit« und sür ihren Unterhalt gibt jede Ehe 10 Mtz Weizen, ä Ms. Mai«, 4 M». Kartoffel, 50 Kgr. Bohnen und 25 Kgr. Kett, außerdem dringen wir alle unier «i« 2400 Kronen für den Gehalt der Lehrerin aus. Um sür die Znk.inft jenen, die nicht Bauern sind, den Beitrag zu erleichtern, wurde beschlossen, ein Fti» in Pacht zu nehmen utn gemeinschaftlich zu bearbeiten. Die Lckule wird sosort eröffnet werden, sobald wir die behördliche Bewilligung et holten." Das Gesetz. Die Radachse einet Wagen«, aus dem sich eine Z ckerkiste besand. w-ir in Brüche gegangen. Die herabgestürzte Kiste auch. Lustig kol. lerten die weißen Würfel über da« Stroßenpflaster. Trotz de« Widerstand«« de« Kutscher» war die Meng, nicht zu halten und stürzte sich aus den süßen, lange entbehrten Artikel. Die Abwesenheit der Polizei bürgte für eine ktagloie Abwicklung der Handlung. Da« stimmte auch den Kutjcher zu eifriger Mitarbeit um. Ein einziger stand untätig abfeit« und machte keine Miene, sich am Raub zu beteiligen. Giftig ftaaie «an ihn. ob er etwa schon genug Zucker da-heim habe „Da« Gesetz verbietet mir, da «iizuton." gab er zur Antwort. Ein einzige« Horugelächter ging durch die Menge: „Welche« Gesetz?" .Da« Gesetz in mir!" erwiderte der Gesragte einfach. Da staunte ihn die Menge an wie ein Wundertier. Und hocherhobenen Haupte« entfernte sich — der Zucker« kranke. Wirttchatl un) Urrhflji. D«r W«rt des Golddinars wird zufolge Entscheidung de« Finanzminister« vom 1. Mai 192<> angefangen derart berechnet, daß hundert Goldditiat« mit zweihundert Silberdinar«, also acht Cillier Zeitung hundert jugoslawisch.-« Kronen zlrich^stellt werden Da hunsert Golddtmrt ln«her nxU ötiO (jugofla mi;chge der Staatsangc stellten und betreffend die Erhöhung d,r Teuerungszulagen überreicht. Antrag auf Einführung des zehnstündigen Arbeitstages. Sarajewo, 29. »pril. In der gestrigen Sitzung der Handel«- u«d Gewe,bek>«mt«tage«, wie die« vor dem Kriege d«r Fall war, um auf diese Weif< di« industrielle Praduktion zu erhöhe«. Der 1. Mai. Laib ach, 29. April. Die Betriebedirektwn der Lüdbahn verlautbart: «us den italienischen Staat« bahnen wird am 1. Mai van 6 Uhr srüh bi« zum 2. Mai um 6 Uhr früh k«!n Zug sa reu. Es bleiben also auch die Personenzüge Nr 84 a und 87« aus der Stucke Laibach—Verb au« Laibad), 30. April. Die national sozialistisch« Partei sowie der rational sozialistische vaat»fei«>tage am I. Mai wird der Verkehr auf den Eisenbahnen tm gleichen Au«maße abgewickelt werden wie an fonstj. gen Feiertage». Di« Studentenkundgebung»», in Wien. Wie«. 30. April. Der S'aatiuntersekretär für Unterricht erklärte dem Jüdischen Hachfchulau«-schaffe, er werde einoernehmlich mit den Rektoren der Hochschule für Bodenkultur und der Tierärztlichen Hvchsch«!» die Schließung dieser beiden Hoch schaleu veranlassen, wenn sich an ihnen Vorfälle abspiele»! sollten «ie an den anderen Hochschulen. Der Unterricht an den ge'perrten Hochschulen werde nicht eher wieder aufgenommen werden, bi« bindende Zusagen seilen« der Studentenschaft abgegeben werden, daß sich die Szenen der letzten Zeit nicht «ehr wiederholen. Für «or-gen nachmittag« habe der Stoat«unteriekretär eine Rekloren Konferenz einberufen. Er fei eben-fall« der Ansicht, daß die Angelegenheit al« rein akademisch beHandel! werden soll: dementsprechend sollen die Schuldigen auf diSziplinä-em und nicht auf gerichtlichem Wege bestraft «erden. Wien, 30. April. Die Nationalversammlung nahm in dritter Lesung den Antrag betreffend die Erhöhung der Abgeordnetendiäten und beireffend die Ermäßigung der Pferdmnnsteuer an. Nach der Debatte über be« Voranschlag kamen die letzten Ltudeutenun-ruhen zur Sprache. Der jüdische Abgeordnete Stricker protestierte gegen da« Verhalten de« Rektor« und der Prosefforen der Universität, welche gar keine Vorkehrungen getroffen haben, um unter der studie-renden Jugend Ordnung zu schaffen. Der Kampf gegen die ausgehungerten jüdischen Siudenten fei kein Kampf gegen da« jüdische Großkapital. Der Vertreter de« Großdentschen Verbände« gab Irte Erklärung ab, daß da« Vorgehe» der deutsch, arischen Studentenschaft keine reaktionäre Kundgebung, son dern eine Auflehnung gegen die jüdische Herrschaft zu Deutschösterreich gewesen fei. Redner verlangte in einer Entschließung, daß den Ostjuden d«r Zutritt in den deutschösterreichtschen Hochschulen verwehrt und überhaupt das Studium der Juden und der andern nichtdeutschen Ausländer an den deutscheste reichischen Hochschulen eingeschränkt werbe Vertagung der deutsch«« National-Versammlung. Berlin, 29. April. Die deutsche Rational-Versammlung ist bi« zum 19. Mal vertagt worden. Die Konstituierung de» VSll«e?bund«s. Lyon, 30. April. Nach einer Meldung de« Temp« wird der Ra> de» Völkerbünde« am 14. Mai in Ram zusammentreten. Diese Sitzung wird sehr wichtig sein, weil hiebei die Konstituierung de« Mlker-bundes sormell «»«gesprochen werden s»ll. Den Vorsitz wird der italienische Delegierte Tittoni führen Frankreich wird Leon Bourgeois vertreten, Belgien L Destrees. der Minister für Bildung «nd Künste, England wahrscheinlich Balsour. Im Rate werden acht Staate vertreten sein: Frankreich, England, Italien, Japan, Brasilien. Be'.gien, Griechenland und Spanien Die Bereinigten Staaten, welche den Friede ukverirag noch nicht genehmigt haben, werden nicht vertreten sein. _ Nummer 34 Seite 5 Kollektivvertrag, abgeschlossen am 2S. April 1920, zwischen dem Gremium bet Kaufleute in Cilli und dem Ge hilf e n a u Ss chu f s e beim Gremium der Sausleute in Cilli. 1. Mindest!ohn e: Alle Angestellten find in drei Kategorien eingeteilt - A. Qualifizierte.' Diese erhalten an Mindestlohn monatlich: i ll mannlich weiblich im 1. Dienstjahre. . . K 700.— K 700.— „2. „ . . . n 860.— . 750.— . 3. ..... 1000.- „ 800.- ' 4. ......11S>0.- . 850.- . 5. . ...» 1300.- „ 900— . 6. ..... 1400.- „ 950.- .7. ..... 1500.— „ 1000.- . 8. ..... 1600.- „ 1050.- . 9. . .... 1700— . 1100— .10. ...... 1800 — . 1200— Die Verheirateten bekommen 20% an monatlichen Einkünften mehr. Kanzieiangestellte müssen sich mit mindesten» zweijährigem Besuch einer Handelsschule mit Qeffent-lichkeitSrccht und mit einjähriger Praxi» ausweisen. Ein kürzerer Schulbesuch muß zusammen mit der Praxi« wenigsten» drei Jahre auSmach-n. v. Nichtqualisizierte: Da« sind jene Angestellte, welche di« gesetzlich« Lehrzeit nicht nachweisen können und von welchen keinerlei Befähigungsnachweis gefordert wird. Diese erhalten an Mindestlöhnen monatlich: im 1. und 2. Dienstjahre.....K 500.— . 3. . 4. ....... 600— . 5. . 6........ 700— . 7. . 8. . .....„ 800— . 9. . 10. ........ 1000— Die Verheirateten beziehen 20% an monatlichen Einkünften mehr. Bei beiden Kategorien wird nach zehnjähriger Dienstzeit der Lohn fünfmal d. i. alle zwei Jahre um monatlich 50 K erhöht. Da« Entgelt für die Verpflegung und Woh-nung bestimmen der Arbeitsgeber und Arbeitnehmer im gegenseitigen Einverständnis; ist der Arbeit»-nehmer mit dieser Vereinbarung nicht einver-standen, so steht e« ihm frei, den vollen Monat«-lohn zu fordern, den ih« d«r Arbeitsgeber nach den Bestimmungen diese« Vertrage« zuzuerkennen hat. Die einjährige Praxis von HandelSschulabsol-venten fällt in die erste GchaltSklasse der uichtquali-fizierten Angestellten nach Punkt B. C. Hilfsarbeiter. In diese Kategorie sallen GeschäslSdiener, welche durch keinerlei anderen Vertrag geschützt sind. Diese bekommen folgenden Wochenlohn: bis zum 21. Lebensalter......K 150.— „ „ 25. . ....... 180.- vom 26. Lebensalter angefangen . . . „ 200.— Die Urlaube werden ihnen nach gegenseitiger Vereinbarung zwischen Arbeitsgeber und Arbeite-nehmer bewilligt. Die Verheirateten erhalten 30# mehr an monatlichen Einkünften. ?. SnfchaffungSbeiträge. Wenn der Angestellte oder der Hilfsarbeiter ohne Unterschied de« Geschlechtes sich sechs Monate im selben Dienste befindet, so bekommt er 25# deS neuregulierten MonatSlohneS. Dieser Beitrag ist am 30. Juni und am 31. Dezember eine« jeden Jahre« auszuzahlen, im Falle eine» srüheren Austrittes aber die aus den betreffenden Zeitraum entfallende Quote. 3. Verschiedene Remunerationen. Die Ware, welche der ArbeilSnehmer für sich und seine Familie benötigt, erhält er von seinem Arbeitsgeber uach gegenseitiger Vereinbarung. 4. Jährliche Urlaube. Bezüglich der Urlaube gelten die Bestimmungen des Handels- bezw. HanblunzSgehilfengesetzeS. Die Kriezsjahre werden fortlaufend gezählt. Kür die Zeit de« Urlaubes hat der Angestellie Anspruch auf Bezahlung. Die Urlaube werden im Einverständnisse mit dem Arbeitsgeber geregelt, müssen aber kontinuier-lich sein: die Sonn« «nd Feiertage werden in gleicher Weise wie die Werktage in den Urlaub ge-zählt. Die im Falle einer Krankheit, eines Un-glückes oder irgend eines Unfalles ausgefallene Zeit darf nicht in den Urlaub eingerechnet werden. 5. Arbeitszeit. Die gesetzliche Arbeitzeit wird vom Gremium bestimmt. Für die Arbeit au Tonn, und Feiertagen wie auch für Ueberstunden an Werktagen muß der Arbeitinehmer im Einverständnisse mit dem Arbeit«-aeber eine Entschädigung nach dem Verhältnisse seiner Ve«ahlung erhalten. 6. Kündigungsfrist und Abfertigung. Für die Kündigung de« Dienstes sind die Be-stimmnnge» des Handels- b«zw. Gewerbegesetze« maßgebend, sallS nicht« andere« zwischen dem Ar« beitSgeber und ArbeitSnehmer vereinbart wurde. 7. Vertrauensmänner. Die Arbeitsgeber anerkennen den GehilfenauS-schuß beim Gremium der Kaufleute in Cilli al« einzig legitimen Vertreter der kaufmännischen Ange-stellten. Ebenso werden die Vertrauensmänner an-erkannt, welch« der Gehilfen auSfchuß au« seiner Mitte wählt. 3. Lehrlinge. Bezüglich der Lehrlinge gelten die Bestimmungen der Gewerbeordnung. 9. Beginn de« Vertrage«. Dieser Vertrag gilt und tritt in Kraft mit dem 1. April 1920. 10. Verbindlichkeit. Dieser Bertrag ist für alle Mitglieder des Gremium« der Kaufleute in Cilli wie auch für alle Mitglieder deS GehilfenauSschuffe« beim Gremium der Kaufleute in Cilli verpflichtend. Gegenseitige Streitfälle werden im Sinne de« 5 27 der Gre. mialstatuten »nd im Sinne de» § 1 lit. d. der Satzungen de« GehilfenauSschusseS und de« EchiedS-gerichtes de« Gremiums geregelt. Dieser Bertrag bleibt ein Jahr in Kraft d. h. bi« zum 1. April 1921. Wenn er 14 Tage vor Ablauf nicht von irgend einer Seite gekündigt wird, so gilt er noch ein weitere« Jahr. Er begin.it so-nach mit dem 1. April 1820. 11. Besondere Bestimmungen. Angestellt«, welche gegenwärtig höhere Löhne haben als die hier festgelegten, behalten diese auch noch weiterhin. Eigenmächtige Entziehung von der Arbeit wird von dem Gehalte abgerechnet. Alle Remunerationen entfallen. IS) (Nachdruck verboten.) lver war es? Griginalroman von Lrich Lbenstein. Dafür interessieren Sie stch ? Ein ziemlich gewöhn-licher Fall, nach den Zeitungsberichten zu schließen! Nebenbei eine sogenannte SensationSgeschichte durch die gesellschaftliche Stellung deS Täters und seines Opfer». Was kann Sie daher zu mir geführt haben?" i - : „Der Wunsch, Ihre Hilfe zu erbitten. Wir halten Dr. Hardy nicht für den Täter . . .Entschuldigen Sie — das scheint doch nach allem, was man ermittelte, so gut wie ausgemacht I' .Er ist es aber trotzdem nicht I* sagte hier Vera, zum erstenmal da» Wort ergreifend. „Ich schwöre e» Ihnen, er ist e» nicht! Die Umstände mögen gegen ihn sein, aber begangen hat er die Tat so wenig wie Sie oder ich!" „Darf ich fragen, weshalb Sie so lebhasten Anteil an dem Angeklagten nehmen und woraus sich Ihre Ueberzeugung von seiner Unschuld gründet?' .Er ist «ein Verlobter, wenn meine Eltern auch wünschen, daß dies jetzt um keinen Preis bekannt wird.- antwortete Vera stolz, .und einer solchen Tat völlig unfähig. Aber so sicher ich dessen auch bin, sehe ich doch ein, baß die Welt an seine Schuld glauben wird ... ja muß — so lange der «irklich« Täter nicht gefunden ist!- .Und da soll ich nun —* .Diesen Täter find«« — ja! Alles, was Hardy sagte, ist gewiß wahr, nur müssen Sie den Be-we>» dafür erbringen! Nicht wahr, Sie werden e» wenigsten» versuchen?" .Wollen Sie mir nicht zuvor sagen, wie Ihr Verlobter selbst »i« Vorgänge barsteüt und — erklärt?" Vera tat e». Ste erzählte alles, wa» ihr Vater ihr mitgeteilt hatte. Der Detektiv hörte schweigend zu und seine Miene wurde immer zu- rückhaltender. Zuletzt sagte er nur: .Hm . . ." und begann im Gemach aus und ab zu wandern. .Sie glauben nicht, daß eS die Wahrheit ist?" fragte Vera, die ihn mit steigender Unruhe beobachtete. „Na, mindestens spricht e» nicht sehr für die Unschuld dieses Dr. Hardy. während die Tatsachen sehr sür seine Schulv sprechen. Sie sehen da« na-türlich mit anderen Augen, Fräulein von Troll. Aber ich muß gestehen, mir al» altem Praktiker erscheint der Fall danach durchaus nicht in neuem Licht. Auch weder verlockend noch au»sichtSr«ich. Ich setze mich nicht gern in Marsch für totgeboren« Kinder. Und ich hasse Sensationsfälle . . .1 Also muß ich zu meine« B«da»ern . . ." „Sprechen Sie nicht weiter I" rief Vera aus-springend erregt. .Schlagen Sie e» nicht ab! O bitte, bitte, nein!! Ich habe ihn so lieb . . ich weiß, daß er unschuldig istl Frauen, die lieben, haben immer den richtigen Instinkt. Und niemand al» Sie kaun ihn retten! Wer soll ihm denn helfen, wer hätte die Fähigkeit dazu, wenn nicht Sie?" Stla« Hemvet blickte lange stumm in die« fieberhaft erregte schöne Gesicht, dessen Samtaugen in Tränen schwammen und noch viel beweglicher bitten konnten, al» die roten Lippen. Dann drückte er Vera» Hand. „Gut. Ich will e» versuchen. Aber machen Sie sich keine allzu großen Hoffnungen. Versprechen kann ich nicht«, ehe ich nicht selbst erst die Möglichkeit eine» Weges sehe.- Damit »ußte sie sich vorläufig bescheiden. Gab e» solch einen Weg überhaupt? Einen W«g, der zum Glauben an die Unschuld des An-geklagten führte? Denn ohne diesen Glauben war nicht« zu machen, da« wußte Hemp«l nur zu gut. Nur wo sein« eigene Ueberzeugung mitarbeitete, «ntsalteten sich seine Fähigkeiten. Er hatte seine Zigarre zum offene» Fenster hinau»geworsen, die vorhänge vor d«n Logelkäsigen nicht wieder aufgezogen und stch in» anstoßend« Schlafzimmer begeben. Dort hockte er neben dem schnurrenden Murx am Divan, hatte die Augen geschlossen und nah» Prise um Prise au» seiuer Schnupftabaksdose. Das machte d«n Kopf frei und klärte die Ge-danken. Und allmählich fiel ein Dimmerfchein in da« Dunkel feiner Grübeleien. Es gab vielleicht doch einen Weg! Da war d«r Mann mit de« Koffer — wenn der gesunden werden könnte! Dann da« Vorleben der Toten . . .! Auch um den In-Haber der Wohnung, die an die Hardy« stieß, mußte man sich erkundigen. Der Mann war verreist. Das konnte ein Zufall fein, aber auch . . . , Kata trat ein. „Freund von Gofpodar sind da. Will sprechen mit Gospodar . . .- begann sie mürrisch, wurde aber mitten im S«tz lachend beiseite g«schob«n. „E« ist nur «eine Wenigkeit, Sila«. Darf ich?" „Waömut — du!" Hempel war aufgesprungen. „Natürlich darfst du! Nimm Platz. Hier sind Zi» garren. Mach dir» bequem und dann schieß lo» und sage, wa« dich nach langer Zeit wieder einmal in die Bernardgasse führt!" .GewissenSzweisell- sagte d«r Untersuchung«-richtn halb ernst, halb scherzend. Du weißt doch, daß ich den Fall Hardy zu sichren habe?" Hempel lächelte unmerkltch. .Ich habe davon gehört. Ein recht einfacher Fall, glaube ich. Fast lückenloser Indizienbeweis — Also ganz dein Steckenpserd!" .Spaltest du schon wieder?" „Gott bewahre. Ich bigreis« nur nicht, wie du zu GewisseuSzweifeln kommst? Doch halt, jetzt erinnere ich «ich! Der Fall hat ja wohl für dich durch die Person d«» Angeklagten eine besondere Seite. Da« war doch Hardy, nicht wahr, der dir einmal in meiner Gegenwart vorwars, du bildetest dir gleich anfaag« eine bestimmte Meinung »nd seiest dann durch uicht« mehr davon abzubringen?-^Ia. Da» war Hardy 1" „Hm — dann verstehe ich freilich . . .-.Nicht wahr? Denn, siehst du, da« ist'S: Ich möchte mir diesen vorwurs kein zweite»mal machen lassen I Um keinen Prei». Gerade Hardy gegenüber möchte ich so objektiv al» möglich vorgehen." .Nun, daran hindert dich doch nicht« ?• (Fortsetzung folgt ) Seil« 6 Cillier Zeitung Nummer 34 Bei: Zuckerharnruhr, Magen- und Darmkatarrhen, Hagen- und Darmgeschwüren, Hämorrhoiden, Brigbt»«»*» Nierenentzündung, Leberleiden (Gelbsucht), Gallensteinen, Verdauungskrankheiten helfen nachweislich : Rohitscher natürliche iiiitMiittiiuiutiii v Himiiiinaiiiiiiiiiiu ininiiiirniiiwiM« ROGASKA SLATINA i ROHITSCH-SAUERBRUN modernster Kurort mit erstklassigem Komfort Hydro- und Elektrotherapie, Inhalatorium, grosser Zandersaal für schwedische Massage und Hellgymnastik, Kohlensäurebäder, Sole-, Heissluft- und Sonnenbäder. Militärmusik (42 Mann, grösstenteils Konservatoristen), Tanzkränzehen, Fremdenklub, Reunionen, erstklassige Künstlerkonzerte, Ausflüge, Theatervorstellungen, Kino u. «. w. ii Saison vom I. Mai bis 15. Oktober u DIE DIREKTION. Buchhalter oder Buchhalterin der slowenischen und deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig, perfekte Maschinenschreiberin, wird sogleich aufgenommen bei F. Matheis Nachfolger in Breiiie ob Sari. Das neue Gesetz über die Kriegsgewinnsteuer der provisorischen Nationalvertretuug am 10. April 1919 im Entwürfe zur Genehmigung vorgelegt and Aber Vertagung des Thronfolger-Regenten vom 5. April 1980 zum Gesetr erhoben, verlautbart im Belgrader Amtsblatts (Sluibene Novins) Nr. 80 vom 8. April 1920 und im Laibacher Amtsblatt (Uradni list) Nr. 49 vom 20. April 1920 wird in einigen Tagen in deutscher Uebersetzung im Verlage der Vereinsbuchdruckerei »Celeja* erscheinen. Kanfmanns-Lehrling deutsch und slowenisch sprechend, guter Volks- od. BslrgerschQler, nicht arbeitsscheu, wird fttr die nächsten Monat« in Vormerkung genommen, allenfalls sogleich aufgenommen im Kaufinannshause Josef Schober in Marnberk (Mahrenberg). Söhne von braven Landwirten bevorzugt, Lehrling aus gutem Hause wird sofort aufgenommen in der Bäckerei Achleitner, Kralja Petrova cesta Nr. 5. Zu bOcbsten Preisen werden alle Metalle s Kupfer, Aluminium, Zinn und Nickel gekauft. Quantum und Preisangabe Celje, Postfach Nr. 15. Guterhaltener Kinderklappwagen zu kaufen gesucht oder gegen fast neuen Gasn erd zu tauschen. Anträge an die Verwaltung des Blattes unter .Kinderwagen 25888*. Altes Oold and Silber Gold- und Silbertnflnzen, Edelsteine und Perlen kauft zu den höchsten Preisen die Gold- und Silberwaren-Fabrik Frans Paccbicffo in Celje, GledaliSka ulica (Theatergasse) Nr. 4. HmtHcbe Kundmachungen in deutscher Uebersetzung. Du Recht für GräberbenQtaang ans deiu städtischen Friedhofe ist gemäß dar Stadtgemeinde Celje »ach oiuom mehr al« zwanzigjährigen Zeitraum erloschen, Infolgedessen werden all* jene Parteien, welche aas dem genannten Platze Gräber haben und dia Verlängerung des Benützungsrechtea anstreben, aufgefordert, dio bezüglich« Erneoe-rungfgebühr, fall» sie noch nieht bezahlt sein tollte, bei der Stadtkaese za entrichten. Die E'iuuihlang dieser Gebühr iit mit dem 1. Juni 1920 befristet. Nach Ablauf diese« Termin«« wird die Stadtgemeinde über die auf den verfallenen Grttbern allenfalls befindlichen Grabsteine usw. frei vertilgen. Die Erneuerungsgebtthr beträgt nach Ablauf von zwanzig Jahren (vom Tage dea Erwerb«! dea Platze« für da« Grab an gerechnet) für weitere zwanzig Jahre : für ein Familiengrab 40 K, für ein Reihengrab 20 K, für ein Kindergrab 6 K. £ tadtm agist rat Celje, 24. April 1930. Für den Regierangakommitalr: Poljanec e. h. H. 2167. - Ueber Antrag der Abteilung für Volk «Verteidigung der Landesregierung für Slowenien in Lj*bljana vom 9. JSnner 1920, ZI. 256't, hat der Herr Minister für Heor und Flotte mittels Verordnung E. T. 49252 vom 26. Jänner 1920 angeordnet, daß all« Gesuchsteller bzw. die Vorstände der Abteilung für Volksverteidigung der slowenischen Landesregierung zu versündigen sind, daß die Gebühr für vorübergehende Einquartierung erst nach Friedensschluß ausbezahlt wird, »»bald di« Verhältnisse geregelt sind und der notwendige Kredit genehmigt wurde. Zum Zwecke der Erwirkung des bezüglichen Kredites sind von den betreffenden Parteien g«nauo Auswaise über die Gebühren für vorübergehend« Einquartierung abzufordern, welche unter einem dem Kommandanten des 4 Armeekommando« mit dem neuerlichen Antrage um Veranlassung der Auszahlung <*er rückständigen Gebühren vorzulegen eind. Stadtmagistrat Celjo, am 28. April 1920. Für den Regiernngskommiasär: Poljanec, ». h. ZI: 3264/20. -- Auf Grund dea Rundschreibens der Abteilung für Xationalverteidigung der Landesregierung für Slowenien in Ljubljana vom 13. April d. J. ZI. 614 werden zum Zweck« der Anlegung eines Verzeichnisses aller jener Foldaten, welche im Kriege gefallen sind oder als vermiait and tot erklärt wurden, aber ihr« Zivilkleidung an di« gewesen« österreichisch ungarische Heeresverwaltung abgegeben hatten, alle betreffenden Erben aufgefordert, «ich beim Stadtmagistrate Celje bis spätestens 8. Mal 1930 zn melden mnd zwar Montag, den 8., Mittwoch den 5., Donnerstag den 6. und Samstag den ». Mai von 9 bis 12 Uhr vormittag. Es find genaue Daten anzuführen Ober 1. Ver- and Zn-namen, 2. Gebtute- und Asaentjahr, 8. Heimatsgemeinde, 4. EinrSckung «um Mililär, 5. Militärabteilung, Regiment und Kompagnie and ferner 6. ob die Rückerstattung der Kleidung bereits erbeten wurde, wohin das Gesuch gerichtet war »nd ob allenfalls die Kleidung schon rflekerstattet bzw. die Entschädigung sehen aasbezahlt wurde. Stadt in agistrat Celje, am 28. April 1920. Für den Regierungikommisaär: Poljanec «. k. Elegantes Speisezimmer zu verkaufen. Adresse erliegt in der Verwaltung dieses Blattes. 2r»88i Mtase, Rittei, Wiizh, Risset Erzeugung und Versand erprobt radikal wirkender V«rtilgungsmittel, für welche täglich Dankbriefe einlaufen. Gegen Ratten u.Mäus« 8 K; gegen Feldmäuse 8 K; gegen Russen u. Schwaben 10 K; extrastarke Wanzentinktur 7 K; Mottentilger 6 K; Insektenpulver 6 K; Salbe gegen Menschenläus« 4—8 K; Lausaalbe fllr Vieh 4-8 K; Pulver gegen Kleider- n. Wäscheläuse 6 K; Tinktur gegen Ungeziefer bei Obst n Gemüse (Pflanzenschädlinge) 6 K; Pulver gegen Geflügelläuse 6 K j gegen Ameisen 6 K. Versand pr. Xachn. Ungeziefervertilgongsanatalt M. J 0 n k e r, Petrinjska nliea 8, Zagreb IIS, Kroatien. Güte Hansschneiderin zu feineren Familien nach Ljubljana für einige Monate gesucht. Anzufragen bei Frau Cili Boiii im Geschäfte, Celje, Kralja Petrova cest» Nr. 31. ._ Zu verkaufen Elektrisier - Apparat, geschnitztes Vogelhans, messingene Bierpiepe, leere Flaschen, Hingelampen, messingene Leuchter, Spiegel, Wandbilder, grosse bronzene Hausglocke, starke Seile u. diverse Wirts ehalt s-gpgenstlude. Zu besichtigen b ei Ant. Maloprou, Gosposka ulica Nr. 4. Geschästsanzeiger dea „Jadran", Maribor. nur waggonweise liefert prompt Salz Import und Export Ferdo Sert, Maribor Telegr.: §ert, Maribor Koroika cesta 21 Telefon 265 £ohmen«rfülH geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden and Bekannten di« tiefbetrü-bend« Machricht, daß ihr innigstgeliebter, herzensguter Vater, bezw. 8ehwiegervater und Großvater, Herr Franz Skasa sen.,vuigo Paulinz Großgrundbesitzer am 28. April um halb C Uhr früh nach längerem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im 74. Lebensjahre ruhig im Herr» verschieden ist. .. . ... , ... . Die entaeelte Hüll« dee teueren Verblichenen wird am Freitag den 30. April um 1 Uhr nachmittags im Trauerbaase feierlich cingeeegnet und hier»»/ ans dem Ortafriedhofe za 8t. Martin bei Wöllan im eigeiwnDj« ^ 3eoi^measo wird am Samstag den 1. Mai um 7 Uhr früh in der Pfarrkirche zu 8t. Martin g»leaen werden. Velenje (Wöllan), am 28. April 1920. Fr»»« Tenwareneweuger Angela Marg»rUellm, geb. Skasa Franz und Harn» Skasa Bohwiegersöhne Pepl Lohe, geb. Skasa Wbne TOchter Statliche Enkel u. Enkelinnen Schwiegertochter €4>riftleitn>ft, Verwaltn»«. Xtud »ab *»rlaa: B«rtta«lmd)bruanri in (Jelje. — veraatworliichrr Ärtut: ®mlfcj Cctiblo.