186i. Äml5l)lalt zur Laißacher Zeitung. 18. Mai. (5)72) Ausschließende Privilegien. Das Vlioisterium für Handel und Volkswirthschc^'t hat sich deNiinnit gefunden, nachucrzcichnctc Priuile^isn in Grmaßhcit der M 1 und 20, Nr. l, lül. n l)I>. des Primlcgicngssepls wegen Mangelö dcr Neuheit auvcr Kraft zu srßen, nämlich: 1. Das Priuileginm dcS Iodcmn Sä'lchsrt, uom Isi. Dcc?t»bcr 1859, auf eine (^rfindnn^ nnd Per« wsseruna iu der Erzeuaunss von 'Nlschl^nagcl, Nieten und Hcftknöpfen in ollen Punkten, mit Anöüal'inr dcr iu der Priullcginn'übcschreililin^ Schudcrll»'^ rar» ykstelltcn Anwendung von Papiermache zu ec» Köpfcn der Nägel und Knöpft, in welch' legerer Vezieynng daher daösell'c auch ferncryi» aufrecht blcil't- 2. das Privilegium des Apallnrt Schallet, vom 1. April 1ft62. auf eine Vergesse,uii^ ^er P^lzcllaix nno Gla^nägcl nnd dcr Hcflkoöpfe in allen Punltcn. und endlich 3. daS Piivileginm des Josef Kallnscha, vom 12. Mai 1862, auf eine Verbesserung der Veschlaa.. na'gel und Hefiknöpse für Tapezierer u»d Taschner, glcichfallö in allen Theilen. Wien am 25. October l863. Das Ministerium für Handel und Volköwirlhschaft hat nachstehende Privilegien ertheilt: am 28. October 1863. 1. Dem Johann Karl Nobrbcck. OdcrmaschincN' meistrr der königl. pvenßischcn Ostdadu zu Vromlierg iu Preußen, über Einschreiten seines Vevollma'chtiglen G. Siql, Maschinenfaluik. und Eisengiepcreilieslpcis in Wie,,, Alsergrund. Gisengasse Nr. 5, auf eine Verbesserung dcr Häckelschneiomaschinen, für die Daner Eines Jahres. Am 30. October 1863. 2. Dem August Peter Dnbrnnfant, Chemiker und Fabrikanten in Paris, über Einschreiten scincö '^cvoll. mächligten Friedrich Normer in Wien, Mieden. Haupt, straßc Nr. 51, ans die Erfii'dung einer Vorrichtung zum Nlinigen dcr Melassen, Zuckersäfte ?c. von flcm' den Snlzcn. „Oönwyeu" > Apparat genannt, für die Dauer eines Jahres. 3. Den Hermann Schwart) und Jacob Fried» derber zu GroLwardcin in Ungarn, auf eine Ver- .bcsserun« dcr Schnhsohlen dnrch Horn- uuo Schild--p.ilcinlas,cn, für die Dauer Elnro I^lneö. 4. Dem Moril) Lascht. Direcliontmit^lied der Gesellschaft: „8oci(!lü Vi^ontiini n^r I«» riellci« «>cl l!««»v0 tici pi'mwlü minelnli zn Vicenza. auf die Er» findung einer Retorte zur Deflation fossiler Brcn». stoffe behufs der Darstellung vou Leuchistoffcn, für die Dauer von drei Jahren. b. Dcm Friedrich Scltcuhofer, Glockengießer zu OcdtNl'nrg m Ungarn, auf die Erfindung einer eigen« »Iiümlichen Glocken.Anfhängemelhode, für die Dauer tines I.'hrcS. 6. Dem 3. V. Pantotsck. Dr. dcr Medicin zu Zlalno in Ungarn, anf eine Verbesserung iu dcr Er. zengnng künstlicher Opale, für die Dauer vou fünf Jahren. 7. Dem Josef Weiß in Pcsth. auf cine Verbesserung der sogenannten Gelcisctaflln für den an-fä'nglichcn Unterricht im Schreibe-. Lese« und Nechncn-f"chl. für die Doncr EineS IahreS. 8. Dem Iol>an» Zacher!, Inseklcnpulvcrcrzenger i" Mir,,. Goldschmicdgasse Nr. 3 anf die Erfindung eu'sr Tinktur, genannt: «Zachcrl'ö inscflcniödlcndc ^loklur." für die Dauer eines Ial>res. Am 2. November 1863. !)- Dem Ed. A. Paget in Wien. Start, Riemer-Nasse Nr. 13. mif eine Verbcsftrnng au den Dampf« '""!chi»s„. für die Dmicr von zwei Jahren. 10. D^m Anton Kramolin, Magister d^r Par« luacie, M.illr nnd Photograph iu Wien. ^ropol^stadt, groLc Mohrcnaassc Nr, 12, anf die Erfindung durchscheinend gemalter Photographien, für dic Dauer eines Jahres. Die Privilcginmsl.eschreil'nngen befinden sich im k. k. Plioileqien.Archivc !n Nnfdc,vahrm,g und jene zu Nr. 3, 7 und 9. deren Glheimdallnng nicht an-gesucht wurde, löimcu dort eingesehen werden. Wahl und Sociu zi: Vasrl in dcr Schweiz haben l'as ursprünglich dem August Schmiül auf die E,fi>,. bu»g ciuer eigcnlhümlichen Eoustrnctiou von Lade,, ^Schlagern) bei ^audwcbcstühlcn. unterm 28. Jänner 1863 ertheilte, seither au sic ülicrgangtne Privilegium ">l Jos. Adcntamcr und Comp., Vaudfabrikanten in Wien, Neubau. Schottenfeldgassc Nr. 29, laut Cession "''- Basel 25. Juni 1863 übertragen. Ferdinand Stern hat sein Privilegium vom 27, September 1663 auf die Erfindung einer Holzhan. ""d Epaitmaschine an 6arl Angnst Noosuali in Wien. ^osephstadt, i!ai>dongassc Nr. 13 übertragen. Jakob Mnnk hat sein Privilegium vom 11. Juli 1862 auf die Ersindnng einer Vorrichtung znr Verhütung von Schoinstsiiibräildei!, so w,c überhaupt aller Entzündlingcn, wllchc lurch das Ausstlömen dcr Funken eihißtcr Gase nnd Ranchmassen entstehen können, iu das MücigenNnnn t'cs Vcrnhard NothlN. stein in Wien. ^eopoldstart. obere Douaustraßc Nr. 96, laut Gcscllschafi^ertlag. cl<1. Wien 26. Sep< tcmbcr 1863, übertragen uno wird dieses Pi^'Icgnnn vou null au nnlcr dcr Firma: „Munk und Roih^N' stein" ausgeübt. Diese Uebcrtragnngen werden im Privilegien» register vorschriftsmäßig cinrcgistrirt. Vom kais. kön. Mlnislerium sür Handel und Volks» wirihschaft. Wien am 2- November 1863. Samuel Weiß hat sein Privilegium vom 35. September 1861 auf cine Verbesserung iu dcr Herstellung lithographischer Artikel an Gustav Virkholz, Lithographen uuo Friedrich Wilhelm Wolanck, Siein« dluckcr, Beide in Pest, obere Donanzeilt', Arpadgl»3 im Nachhange zu den Erlässen der Landeöbe-hörde für Krain vom lit). April lvU2, 9ir. 52»2 (^croldnnngsdlatt, ltt<^, V'l. S^ück, Nr. 9) und vom 27. April !«U3, Nr. 4»29 (Gesetz- und Verordnungsblatt 1«lj:j, ^l. Saick Nr. 7) zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Johann Freiherr v. Schloißmgg, l. k. Statthalter. (l7l—2) Nr. 525N. Konkurs zur Besetzung einer Amtödienersstelle bei dem Tricstcr Hauptzollamte mit dem Iahlesge-halte von 2U2 si. 5" kr., einer Lokalzulagc jährlicher 5»2 fl. ütt kr. und dem Quartierqelde mit 84 si. 6. W. Gesuche binnen vier W o ch e n , mit Nachweisung der Kenntniß der italienischen und slavischen Sprache, sind beim k. k. Gefallen-oberamtc in Trieft einzubringen. Ausführliches ini Amcsblattc der „Laivachcr Zeitung" vom 14. Mai lUtU, Nr. W9. Von der k. k. Finanz. Landes ' Direktion Graz den <;. Mai ^«4. (»7U-2) Nr. 635)0. Kottkurs-Kundmachultg. Zu besetzen ist eine Oderamtskontrolorsstelle bei dem Hauptzollamte Trieft mit dcm Gehalte jährlicher !47(> si. ö. W. und dcm Quartier-gclde jährlicher 2ltt st., eventuell eine Obcramts-kontrolorsstelle bei demselben Hauptzollamte mit dem Gehalte jährlicher l3N5 si. ö. W. und dcm Quarticigelde jahrlicher 2U> si,, beide in der lX. Dlätercklasse und mit der Verbindlich-keit zum Erläge eiuer Kaution im Gehaltsdetrage. Bcwerbcr um eine odcr die andcrc dieser Stellen haben ihre gchörig dokumentirten Gesuche unter Nachweisung des Alters, Standes, Religionsbekenntnisses, des sittlichen und politischen Wohlverhaltcns, dcr bisherigen Dienstleistung, der Prüfung aus dem Zollverfahren und der Waarenkunde, der Kenntniß der Landessprachen, der Kantionsfähigkcit, und unter Angade, ob und in welchem Grade sie mit Beamten beim Hauptzollamte Trieft verwandt oder vcr« schwHgert sind, im Wege ihrer vorgesetzten Behörde binnen vier Wochen bei dem k. k. Oberamtsdirektor des Haupt« zollamtcs Trieft einzubringen. Auf geeignete disponible Beamte wird vorzugsweise Bedacht genommen werden. Von dcr k. k. Finanz - Landes < Direktion Graz am l5. Mai Itt«4. (l7 der Belehrung der gestattete I7,prozcntige Abschlag weder von den Zinsungen der in eigener Benützung stehenden, noch von jenen der ver-miethetcn Wohnungen stillschweigend veranlaßt werden darf, weil dieß Sache der Zinserhc-bungsbehö'rde zu bleiben hat 3. Ob die eingestellten Zinsbeträge, wie solches die M 2l, 22, 23 der Belehrung vorzeichnen, je nach Bestand und Dauer der Miethe bezüglich ihrer Richtigkeit von sämmtlichen Wohnparteien eigenhändig bestätiget oder bei, des Schreibens unkundigen Miethparteien dulch einen Namensschrciber als Zeugen unterfertiget seien, wobei die Miethparteien zugleich aufmerksam gemacht werden, daß im Falle der Bestätigung einer unrichtigen Zinsangabe auch sie einer verhältnißmässigen Bestrafung unterliegen. Zu diesem Punkte werden die Herren Haus« cigcnthlimer mit Hinweisung auf das kaiserliche Patent vom l9. September »857, womit die österreichische Nährung als der alleinige gesetz. liche Münz« und Rechnungsfuß angeordnet wurde weitels aufmerksam gemacht, daß in den Zins-erttagsbckenntnissen die Miethzinse in österr. Wahrung einzustellen kommen. 4. Ob cuich richtig alle unbewohnten und unbenutzt stehenden Hausbestandtheile nach Bor? schrift der §§, 25 und 2 zur Fassionscinbringung Verpflichteten, dem Ltcuerfonde verantwortlich und haftend bleiben. Die Namensfcrtigcr der des Schreibens nicht kundigen Parteien, denen die in der Fassion ausgesetzten Zinsbeträge genau angc« geben werden müssen, bleiben für das beizusetzende Kreuzzeichen verantwortlich und es wird hier nur noch beigefügt, daß zur Namensfer-tigung Niemand aus der Familie oder aus der Dienerschaft des Hauscigenthümers verwendet werden darf. Bei schreibensunkundigen Hauseigenthümern muß das beigesetzte eigenhändige Kreuzzeichcn außer dem Namensfertigcr auch noch cln zwei« ter schreibenskundiger Zeuge bestätigen. Für jedes mit einer besonder» Conscriptions« zahl oder zugleich mit mehreren derlei Zahlen bezeichnete Haus, so wie für jedes andere für sich bestehende Hauszinssteuer-Object ist ein abgesondertes Zinsbekenntniß zu überreichen, und es stnd nicht die Zinsertragsbekenntnisse von mchc reren, einem Eigenthümer gehörigen Hausern mit einander zu verbinden. Zur Ucberreichung der eben besprochenen HausbcschreibungknundHauszinsertragsfassionen sind nachstehende Termine festgesetzt worden, u. z.: ») Der innern Stadt: Der 6. Juni 1864 für die Häuser Konsk. - Nr. I bis molus/v« NW » 7. » » » » » 1^1 » » 2l)l) » 8. >> » » » » 2l»l » » litt. I?. j>) Der Vorstadt St. Peter: Der 9. Juni 1864 für die Häuser Konsk. - Nr. I bis inol,l8ivl; litt. ,?. c) Der Kapuziner-Vorstadt: Der 10. Juni 186! für die Häuser Konsk. - Nr. 1 bis inclusive litt. l).