Laibacher Zeitung. .U R»V Montag am «4. Mai «85« ma!i^ Ei»schalt»»g >'t f' !>.r . G.,chc vmn N. November l. ^. f„r I„scrtwns,1.i».Pl!" „och lN ,r. fi>r rinc jcbls.»a Eiüschaltunq hi„zu z„ " cl'n's» "noxchnlts... Amtlicher Theil. ^Iln Nachhange z» dem Erlasse vom l7. April 18«2, Zahl ii379l<'. N., (Wiener Zeitung vom l«. April <8tt2 Nr. !1^) wird bekannt gemacht, daß an Münzscheinen am 22. Mai 18ti2 . - .'100.000 st. „ 2tt. „ „ . . .'!00.000 si. zusammen der Betrag von . . . l.000.000 fl. in dem Verbreuuhanse am Glacis vertilgt werden wird- Mit Hinzurechnung der früheren Tilgung an Münzscheinen von 2.000.000 st., dann des bereits getilgten Staatspapiergeldes mit Zwangscours von 25.000.000 ss., beträgt die Gesammesuinme der bisherigen Tilgung an Staatspapiergeld 2«.000.000 ss., "elche durch Verwendung eines Theiles der Einzahlungen auf das Anleihen vom Iahrc 186l bewirkt worden ist. Wien, den 20. Mai 1662. Vom k. k. Finanz-Ministerium. Nichtamtlicher Theil. Vorrespondenzen. Assram, 20. Mai. -^ V- — Nächster Tage scheidet der verdienstvolle Miuisterialrath und bisherige Chef unserer Finauz-Landesdirectiou aus unserer Mitte. Seiu Nachfolger ist der Oberftnanzrath Hlrr Plahetka; (^hef des Finanzwesens wird der Banns ftlbst, der »och einige Wochen in Wien verbleiben wird, um den Berlichlm-gen über die Orgamsirung unseres Kronlandes beizuwohnen. Wie ich vernehme, sollen sehr umfasseude Vollmachten in Händen Sr. Ercellenz des Vanus seyn, und es dürfte besonders die so dringend gewünschte Organisirung der judicielleu Behörde endlich die gewünschte Lösung finden. ^- Der Erzbischof ist von seiner Krankheit wieder hergestellt. — Aus dcm Küstenlande wird über die steigende Devastation unserer Wälder geklagt und dein Erscheine» des neuen Forstgeseyes mit Sehnsucht entgegengesehen. - Herr Simonis, der Schwager dell,chaft macht indessen gute Geschäfte und wird "och bis gegen Ende Imn verweilen. Sie hat einen ""sgezeichneten ZnwachS durch die treffliche Säugerin ^r:,. Evangelisti erhalten, die zuleftt in Bologna jungen. - Der Gemeindcrath hat jüngster Zeit '^) viele Gegner durch die Einführung deö städtischen ^teuerzuschlages geschaffen. Wie ich höre, lst diese "ßregel, die bereits sehr mißlubig zu werden be-""» s'stirt worden, und eS dürfte vor der Hand nur der Weiudaz mit < st. pr. Eimer eingeführt werdeu, wodurch die Gemeindrcasse allerdings jährlich zn einem Einkommen von - schlecht gnechnet — 2.'ii bis 30.000 st. kommt- Uebrigens smd wenig Aussichten auf eine ergiebige Weinprodumou vorhande», denu der Preis der Arbeiter in den Weinbergen ist nuverhältuißmäßig hoch, unter W—40 kr. per Tag erhält man keine. Unsere größeren Gntobesiper gehen einem schrankenlosen Ruin entgegen und mit Bedauern jieht man das Land verkümmern, was um so mehr hervortritt, wenn mau die im Allgemeinen vorherrschendere Wohlhabenheit der ^'andwirthe in Kraiu und Steiermark dagegen vergleicht. Die Landwirthschaft' gcsellschaft für Ervaticn bietet wohl Alles Mögliche auf, den industriellen Sinn unseres Landvolkes zn wecken, was jedoch bei seincr Indolenz sehr schwer hält. Indes; hat sich die Gesellschaft mit einer Summe von 5l00 st. bei dem in Wien gebildeten Bereine znr Hcr-beischassuug neuer Acterbaugeräthe und Maschinen bc-theiligt, uud man hofft davon ein besseres Gedeihen unserer landwirtschaftlichen Zustände. Innsbruck, 13. Mai. A. Nach trüben, kalten Tagen in der ersten Hälfte des Monats hat sich nun endlich der Frühling in uuftrm Thale eingestellt. Der Himmel liegt seit fast einer Woche wolkenlos über uuscrm Berge, uud dcr Schnee sticht zusehends zu den Kuppen empor. Die Felder prangen im saftigsten Frühlingsgrün und die Bäume stehen in stolzer Blüte. Wenn die^ herrliche, warme Witternna so a»daurrt nnd die Saaten so fortwachsell, wie eS in diesen Tagen der Fall war, , werden sich bald manche Sorgen legen uud man wird lnit freierer Miene in die Zukunft sehen. Es ist dieses aber auch nothwendig, denn misträch die heurige Ernk, so steigert sich die Theuerung, die in unsern Thälern bercitS sehr fühlbar ist. — Zu den Frenden deS heurigen Wonnemonats zählt auch eiu Schießeu, das die Meraner zur Erinnerung an daS Hausschießen vou Schönna a/bcn. Das Ladschreiben ist mit folgendem Aufrufe begleitet, der seineu Zweck nicht verfehlen wird: „Schuften von Tirol und Vorarlberg! Im Mai des vergangenen Jahres erscholl der SchüM-gruß Sr. k. k. Hoheit, unseres allgeliebtcu Erzherzoge I o ha u n, in unseren Bergen, uud versammelte die Schilpen Tirols z» Seinem Hauoschießen von Schönna" im Schießstande von Meran, um unser Echimenvolk, das so manche schwere Stunde mit Hochdemselbeu, mit Gott, für Kaiser und Vaterland getreulich verlebte — auch jene fröhlichen Tage mit Ihm leben, uud die Freude SemeS Herzeus theilcu zn lassen. Die Schuften ließen auf sich nicht warten. Die Trenen kamen. Tirols Schüfteuwelt feierte jene Tage des WounemonateS, und als der allgeliebte Erzherzog scheidend die warme Hand uus reichte, da schwur jedes Cchüfteuherz, Seiuer und der Seinen m>t Liebe und Treue eiugedenk zu bleiben. Darnm wollen wir auch heuer jenes Festes und seiner Bedeutung gedenken und am lchten Tage des WonuemonateS uns versammeln, um einander die Hmlde zu reichen beim friedlichen Waffenspiel zum Audeuken an unsern allgeliebten Erzherzog Johann mit dem Rufe: „Tirols Schuften, wie immer so jeftt, Mit Gott für Kaiser und Vaterland." ES wird diese Eriuueruugsfeier au das uuvera/ßliche Maifest des verflossenen Jahres wieder viele Schuften in der schönsten Gegend Tirols versammeln. Leider kann der geniale Festordner des HauSschießenS diese Jahresfeier nicht mehr sehen uud an derselben Antheil uchmen. - I. F. Lentner, der seit 10 Jahren in Meran sich anfhielt und dem Tirol seine zweite Hlimac geworden, ist einem langwierigen Luugenübel erlegen. Seiner geistreichen Feder verdanken wir eiuige Dorfgeschichten und Novellen, die zu den besten Ln> stnngeu auf diesem Gebiete zälilen. Im Jänner dieses Jahres begann cr eine Geschichte Tirols in Vio, qraphien zn schreiben, die leider ein Fragment blieb. Der „Phönir" brachte dieser Tage eine Ueberseftuug des Trinkliedes: »5lill pl<>l»„,^!ilil! in lulu-rm» nwi'i," die eine der lebten Arbeiten dieses Dichters war und auch in weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient. Die Herausgabe des literarischen Nachlasses wird 1>r. S teub. der Verfasser der „drei Sommer in Tirol" besorgen. — Da ich eben von Literatur spreche, so muß ich auch die jüngsten Erzeugnisse unserer Presse berühren. Von l>r. P ichler, dem Dichter des leftten „Römerkönige," der nächstens in Leipzig die Presse verlassen wird, ist eiu Bändchen: „Lleder der Liebe," bei Wagner erschienen. Diese Lieder gehören unstreitig zum Besten, was seit langer Zeit auf dcm Felde der Lyrik geleistet worden ist. Wie der Inhalt dieser Gedichte edel. zart und an« sprechend ist, so ist anch die Form wahrhaft untc>delich/> Pichler ist ein Schüler Platens dnrch nnd durch. Neben diesen Liedern verdient eine Novelle „die Sängerin" von Antonie Thal unsere Aufmerksamkeit. Die geistreiche Dame schildert uns in anziehende Weise das Ringen und Leiden riner Künstlerin, die stch vom Fabrikmädchen zur ersten Sängerin ihrer Zeit emporgearbeitet hat. ^) Wie wir hören, hat die Verfasserin einen zweibändigen Roman: „Das englische Fränlein" vollendet, dessen baldigem Erscheinen wir mit Spannung entgegensehen. — I. V. Zlngerle, der Herausgeber der „Tiroler Märchen," arbeitet gegenwärtig an der Emleitung zu seiner Ueberseftuug des „Niesen Sigenot." Es dürften darin interessante Schlaglichter auf die Niesensageu geworfen werden. Es wird dieses eine den Mythologen erwünschte Arbeit seyn- Turin, 17. Mai. ..-2... Der Würfel ist gefallen. Alle Minister haben Sr. Maj. dem Könige ihre Entlassungsgejuche eingereicht, welche auch wirklich angenommen wurden. Iu diesem Augenblick hat der Minister des Inner,, die Dimission des ganzen Ministeriums der Kammer angekündigt. Eines der Mitglieder der Kammcr machte gleich den Antrag, die Debatten über daS Eisenbahu-geseft bis zur Bildung des neuen CabiuetS zu vertagen; die Kammer beschloß jedoch demungeachtet die Discussion fortzuseften. Die Befürchtung, daß Ratazzi in'S Ministerium tritt, ist auS dem Herzen der (5on-servativeu verschwunden; denn Se. Maj. der König hat dem jepigeu Ministerpräsidenten Marquis vou Azeglio die Bildung des Eabinets anvertraut, was auch Herr Azeglio willig übernahm. Gestern sprach man, die kleinen Zwistigkeiten, die individuellen (Vtrei-tigkeiteu würden sich zum Wohle des Laubes beschäftigen, alle Minister würden auf ihren Posten verbleiben, uud der König war eigens aus Racconigl angekommen, um die Mitglieder des MiuisterralheS *) Die „kilter d,r Lirbe," bil uns vm» Hrrrn Pst-fasser ül'crgcl'sN wnrden, werbt» wll i»l „Hsuillstcm" unsercs 'blatte bringen. Dic ssied. ""») U.d,r dilss uns cingesmbttt 3icp,llc wcrdcn wir n«chstm< Vlikrt« bericht«», Dic «,l. ktlw zu versöhnen, jedoch umsonst; die Sachen waren zu sehr verwickelt, um den Faden zur Lösung des Knotens finden zu können. Einige gut unterrichtete Personen behaupten, Azeglio werde die Herren Paleocapa, La Marmora und Pernati im Ministerium behalten; auch glauben Einige, jedoch mit weniger Sicherheit, es könne Farim im Cabiucte bleiben, folglich winden nur die Stellen favour's und Galvagno's zu besehen seyn. An die Stelle des Hrn. Galvagno bezeichnet man als. künftigen Iustizminister den Senator De Ferraris. Was die Ersetzung des Finanzministers Ca-vour betrifft, lauten die Gerüchte verschieden: Einige nennen den Senator Cotta, andere Hrn. Nigra und wieder andere den Hrn. Ricci. — In Folge der mit der österreichischen Regierung gemachten Verträge werden die piemoutefischen Dampfer vom 1. Juni angefangen in Sesto Calende, Laveuo und Maccagno auf dem Lago Maggiore landen, und sich mit Angera, Luino und Pogglo vermittelst Barken in Verbindung setzen können. So werden auch die österr. Dampfer in Arona, Iutra und Cannobbio landen, und mit Barken sich mit Belgirata, Stressa und Castelletto in Communication setzen können. Oesterreich «aibach, 22. Mai. Seine Majestät der Kaiser hat dem Comit«! zur Gründung eines Hospitals zu Carlsbad für Curbedürftige aller Branchen der k. k. Armee die Bewilligung zur Ausführung einer großen Geldlotterie ertheilt, deren ganzes Erträgniß diesem Zwecke zugeführt wird. Das aus den Herren Eugen Graf Czerniu, Dr. Hochberger, Paul A. Klar. F. A. Tschepper besteheude Gründnngscomit^, sowie die Herren D. Zinner und Comp. in Wien haben sich mit Berücksichtigung des edlen Zweckes der Allsführung dieses Lotterieunternehmens uneigennützig unterzogen, und eröffnen dasselbe in der sichern Hoffnung, daß sie in ihrem Streben zur Erreichung des wohlthätigen Zweckes durch eine lebhafte Theilnahme von Seite des Publicums jener erfreulichen Unterstützung begegnen werden, die dieses patriotische Unternehmen verdient. Das gleichzeitig erscheinende Programm dieses Lotterieunternehmens weiset für die Theilnahme in 44.364 Treffern schr bedeutende und anziehende Gewinne nach, wovon vorläufig bezeichnet werden: Eine Hauptqewinnsumme von 290.600 ss. in Conv. Mze., in Treffern von N0.000 , 12.000. 8000, 6000, 5000. 4000, 3000. 2000 ss. und abwärts in Conv. Mze. Darunter Tausend Stück kaiserl. Munzducaten in Gold, Fünfhundert Stück Silbertbaler, Tausend Stück fürstl. Windischgratz-Lose, Siebenhundert Stück gräfl Waldstein-Lose :c. ' Wien, 19. Mai. Zur angemessenen Beleuchtung des Darmstädter UebereiukommenS und in Erwiderung einiger darauf bezüglichen Artikel der in Berlin erscheinenden „Zeit" enthalt das „Dresd. Iourn." einen halbamtlichen längern Artikel, dem wir Folgendes entnehmen: „Sachsen und Preußen sind zeither fast immer in allen wichtigeren Zollvereinsfragen Hand in Hand gegangen, und die Negierung Preußen's hat bis in die letzteren Jahre keinen wichtigeren Schritt gethan, ohne sich mtt ihren Zollverbündeten zu vernehmen und dereu Interessen wie ihre eigenen zu berücksichtigen. Erst in den letzten Jahren trat eine auffallende Wandelung des Verfahrens ein. Mußte schon die bekannte eigenmächtige und vertragswidrige Zurückbehaltung der Zolleinkünfte, sowie die plötzliche, ohne alle vorhergehende Vernehmung rnu den übrigen Zollvereinsstaaten erfolgte Kündigung des belgischen Vertrages Besorgnisse erwecken, so war das Verfahren beim Abschlüsse des preußisch-Hannover'scheu Vertrags vom 7. September v. I. geradezu von der Art, daß alle Zoll. vereinsstaaten sich die Frage vorstellen mußten, ob es unter solchen Umständen möglich sey, den Zollverein mit Preußen zu verlängern. Der Vertrag vom >?. September s,yt die Eingangsabgaben fur mehrere der wichtigsten Emfnhrarnkel so wesentlich herab, daß dadurch ein Ausfall von circa 2 Mill. Thlrn. in den Einnahmen deS Zollvereins in sicherer Aussicht steht, was für Sachsen etwa 130.000 Thlr. jahrlich ausmacht; er gesteht hiernächst noch Hannover till Pracipuum zu, welches für Sachsen minde- stens einen Verlust von 80,000 Thlrn. bedingen wird. Aber das ist nicht genug! Prenßcn hat an Hannover die volle Nachsteuerfreiheit für Kechiuiug des Zollvereins zugestanden; vom 1. März 18ii>n, ja auch dem eiuseitigeu Antrage kann der Richter ungeachtet des Widerspruchs des Gegners durch Bescheid Statt geben, wenn nach Beschaffenheit der Streitsache oder der Localverhältnisse überwiegende Gründe vorhanden sind. besonders aber, wenn durch eine solche Abweichung vom Gesetze eine bedeutende Verminderuug der Kosten oder Beschleunignng der Sache erreicht wird. ^ Die k. k. nngarischc Statthalterei gab kürzlich der Pesther Handels- und Gewerbekammer zu wissen, daß zu Folge einer an Se. kais. Hoheit den Hrn. Erzh. Albrecht, Militär- nnd Civilgonverneur von Ungarn, gelangten Mittheilung des k. k. Handelsministeriums; der bei der ottomanischen Pforte durch eine Spccialcommission seit längerer Zeit verhandelte neue türkische Manthtarif für den österreichischen Ein- uud Ausfuhrhandel in der Türkei für die Dauerzeit vom 1. Jänner 1847 bis <. März alteren Styles 18l'lli zum Abschlüsse gebracht worden sey. Der neue Tarif sey bereits in den eigentlichen türkischen Provinzen mit Ausschluß der Fürstenthü-mer Serbien. Moldau und Walachei, dann A)p-tens, provisorisch unter Vorbehalt der nachträglichen Genehmigung der kaiserlich österreichische" Regierung in Wirksamkeit; hinsichtlich seiner Anwendung auf Bosnien und die Herzegowina si"d "och dle Verhandlungen im Zuge. Die formelle Genehmigung der kaiserlichen Negieruna habe noch nicht Statt gc« funden, steht aber demnächst in Anssicht; bis dahi" bleibe die Veröffentlichung deS Tarifes im Inlanve, welche sich das kais. Handelsministerium vorbehalte", l'at, so wie die zu gewärtigcnde Hinanogabe ^^" Tarifscremplarcn an das Verschleißamt der k. k. SlaatSdruckerei verschoben. Vis znr erfolgten allgemeine., Verdssentlichling des Tarifs il, dein Kaiser chnme Oesterreich werden den Handels- nnd Gewerbekammern oder einzelnen Parteien im Königreiche Ungarn über allfällige Anfrage die erfmd.'rlichen Aufschlüsse bloß im administrativen Wege ertheilt, und haben sich dieselben dießfalls unmittelbar an die k. k. Statthalterei zn wenden. " Der Graf der sächsischen Nation und Königs« richter von Hermannstadt, Hr. Franz von Salmen, hat, znm Rathe bei dem k- k. obersten Gerichts- und Cassationshofe in Wien ernannt, bei dem AuStritts aus seinem bisherigen Wirkungskreise mit einem Rundschreiben, datirt Hermannstadt 8. Mai, Abschied von den , ihm untergeordneten Behörden des Sachsenlall' des genommen, dem wir folgende schöne Stelle entnehmen: „Die Bevölkerung des SachseolandeS hat ihre Treue für deu angestammten Fürsten nnter del» schwierigsten Verhältnissen — die sächsisch-regener Bürgerschaft bis in den Abgruud der Zerstörung glän> zend bewährt; es ist der lebenden Generation unsers Volkes gelungen, diesen alten Rlchm unserer AlM' nnbesieckt anf die Nachwelt zu überliefern. Ein 3>" müssen auch wir fortan erstreben, — ein großes, ^ niges Oesterreich! Heil und Segen über dieses llnst großes Vaterland, in dessen Riesenban auch u»s^ Volke ein Zufluchtsort vorbehalten ist." - In der Wojwodschaft Serbien nnd dem ^^ mescher Vanate ist die Rekrutenstellnng mit ^- ^ M. dmchans in befriedigender Weise zu E"de geg^ gen. Das abzustellende Contingent betrug 4410 M"""' es sind diesifalls 222:l liche Blatt vom hentigen Tage «neidet, ist sie in der That auf befriedigende Weise gelost worden. Die in dem Voranschlage für das Jahr 1«/:2 enthaltene Ausgabensumme ist um 14.2W.2W Gulden (5. M. ermäßiget worden, wo;n bezüglich des Armeeaufwandes im I. lttüA laut a. H. Entschlie-ßuug vom 8. d. M. Ersparuisse im Betrage von 2.ti00.Ul)0 ft. (5. M. hiuzutreteu werden. Diese Snmme ist namhaft, und es wird damit dem Deficit eine so bedeutende Verringerung zu Theil werden, daß eine günstige Rückwirkung davon anf den Staatscredit .. 7l>0, das andere bloß von 3«0 Tonnen Gehalt ge-. "esen seyn. Sie schienen Wallfischfahrzeuge zu seyn. ^on den, Umstände, dasi die britische Regierung uud "dy Franklin eine bedeutende Summe für Denjeni- gen ausgesetzt hat, welcher der erste eine Nachricht über die vermißten Schisse „Erebus" und „Terror" bringt, wußte Mr. Coward nichts, oder. wenn er ja einmal davon gehört, habe er es wieder vergessen. Das Wetter war. als die Wracks gesehen wurden, heiter; der Eisberg, mit dem sie schwammen, mochte anderthalb bis zwei Meilen im Umfang gehabt ha» ben. Daß Mr. Coward sich den Schiffen uicht ge» nähert, oder ein Boot in deren Nahe ausgesendet habe, erklärt er dadurch, daß ein sehr scharfer Wind blies, und seln Schiff vou Eisbergen umgeben war, aus denen zu entkommen, er Alles anfbieten mußte, so lange es noch heiter war; auch sey er sehr unwohl gewesen, und vermochte nicht lange anf dem Deck zu bleiben. Der Elsberg uud die Wracks scheinen gegen Süoost geschwommen zu seyn. Im ^ogbuche der „Reuovaciou", welches sich in Mr. Coward's Be-sin befindet, ist der Umsta„d mit den gesehenen Schiffen uichr erwähnt. Er habc sie vom ersten Augen-bllcke an für gescheiterte Gronlaudfahrcr gehalten, uud wenn auch nur ein lebendes Wesen an Bord gewesen wäre, so hätte man dasselbe durch das Fernrohr erblicken müssen, wo er (Mr. Coward) uatürlich andero gehantelt, und sich dann jedeufalls den Wracks genähert hätte. Wiener Äteustadt, 18. Mai. Se. k. k. apostolische Majestät haben die Begehung der Sacu-larfeier der Gründling der Wiener-Neustädter Militär-Academie allerguädigst z„ genehmigen geruht. Die Feierlichkeit wird Sonntag am 20. Juni d. I. Statt finden, und der Beginn des festlichen Tages mit Kanonenschüssen bezeichnet werden. Um halb U> Uhr ist die große Kircheuparade bei solennem Gottesdienst auf dem Ererzirplaye. Nach der heiligen Messe hält der Burgprediger eine diesem feierlichen Anlasse gewidmete Gedächtuißrede. Um 2 ein halb Uhr versammeln sich die Gäste in den Speisesälen der Zöglinge zn einem Mittagmahle; — Abends wird ein Feuerwerk abgebrannt. V c u l l ch ! „ n d. Miinchcn. 16. Mai. Die „N. Miwch. Ztg." bringt die Kunde von dem Ableben. Sr. Hoheit des Prinzen Eduard vou Sachseu-Altenburg. Nach langem, außerordeullich schwerem Veiden. erfolgte heute Morgen gegen 7 Uhr der Tod des erlanchtcn Kranken, dessen Verlust auf dao tiefste und schmerzlichste lieirauert wird. Heute Abend um 7 Uhr wnrde ter Bercwigte in feierlichem Couducte alls der Villa Ihrer Majestät der Königin Therese, seiner tlefbetrüb-ten erlauchten Schwester, nach der Marburg gebracht, wo er auf dem Paradebette ausgestellt werden wird. Potsdam, 17. Mai. Die „N. Preuß. Ztg." meldet: Als Se. Majestät der Kaiser von Rußlaud mit Sr. Majestät dem Kouig und I. königl. H. den i Prinzen gestern im hiesigen Schlosse angekommen, wurde Ihm vou den Offizieren der in Potsdam gar-nisouirendcn uud auwesenden Truppen, die von dem Bahnhöfe, wo sie den hohen Herrn empfangen, nach dem Schloßhofe geströmt waren, eiu enthusiastisches Lebehoch gebracht. Der Kaiser horte es, erschien auf einen Angenblick am Fenster, kam aber bald darauf, begleitet vou dem Könige, den Prinzen nnd großem Gefolge, die Schloßrampe herab nntcr die Offiziere, die sich so um Seine ritterliche Gestalt drängten, wie sie es sonst nur um ihreu eigenen König zu thun psiegen. „Wie frene ich mich" redete der Kaiser sie an, „endlich wieder einmal unter Euch zu seyn. Ibr kennet meine Gesinuuug uud wißt, daß ich immer Euer treuer Camerao geweseu bin. Mein ganzes Herz war bei Euch in schwerer Zeit" (wobei Se. Majestät dem Obersteu Grafen v. Vlumeuthal, Commaudeur des ersten Garde-Negiments, die Hand reichte) — „Ihr habt Euch bewährt, Ihr seyd treu geblieben, wie Ihr stets gewesen seyd. Ich trete zn Euch, der Alte zu den Alten, wir wollen immer gute Freunde bleiben uud fest wie Cameradeu zu einander stehen. Wollt Ihr daSi Wollt Ihr das?"--------„Ja, gewiß, Euer Majestät", erscholl es in dem durch die kaiserlicheu Worte tief bewegten Kreise. Darauf an einzelne Führer huldreiche uud herzliche Worte richtend, wiederholte der Kaiser, im Begriffe sich zurückzuzieheu. zu dem General v. Möllendoff gewandt, noch einmal: „Also gewiß, es bleibt dabei, wir bleiben immer, was wir waren, gute Freunde und treue Camcraden'" — und begab sich dann unter dem lauten Zuruf der begeisterten Offiziere wieder mit dem Könige und den Prinzen in das Schloß zurück. Belgien. Vriissel, 18. Mai. Die „Ind. B." widerspricht der zuerst vou der „Köluischen Ztg." gebrachten Nachricht, daß die aus der belgischen Armee entlassenen Offiziere eine Petition au dab Cabinet gerichtet haben. Frankreich. Paris, Ilj. Mai. Ans dem Departement der Haute Saone sind Nachrichten von zwei ueuen Auf-standSvcrsuchen angelangt. Die Arbetter in den Steinbrüchen vou St. Inlien de Valgagnes sind mit ro-tben Miwen, und unter dem Rufe: „Es lebe die sociale Republik, cö leben die Rothen," nachdem sie den Ortsa/istlichen gemißhandelt hatteu, nach emem benachbarten Dorfe gezogen, wo sie aber von der her-beigeeilten bewaffneten Macht auseinandergesprengt wurden. Deuselbeu Tag fiel in St. Julien de Cassa-gneS eine ähnliche Scene vor, bei welcher außerdem noch die Ortsobrigkeit gcmißhandelt wurde. Die Justiz untersucht, ob dieß Znsammeutreffen nicht auf einem gemeinsamen Plane beruhe. S p n n i e n. Madrid, .'!. Mai. Die hentige amtliche Zei-tnng veröffentlicht mehrere königliche Ordonnanzen, nach denen die Demission des bisherigen Marine: ministers Armero angenommen und ViHrdet, General-capita,« vou Cadir, zu seinem 'Nachfolger ensannt worden; bis znr Ankunft desselben wird der Kriegsminister Espeleta ««',' lmlw gestattet. Die Zinsen dieser Anleihe werden in Frankfnrt am Main bei den Herren M. A. von Rothschild und außerdem an denjenigen Vorsenpläften, welche die k. k. Finauzverwaltung zu bezeichnen sich vorbehält, in derjenigen Valnt.1 ausbezahlt, in welcher die Einzahlung des Grundcapitals angeordnet und erfolgt seyn wird. Die Rückzahlung dieser Anleihe erfolgt '«>! l»l"'< durch jährliche, am 1. Juli 18.^3 anfangende, zwei Percent des Nominal-Anlehen-Capitals betragende Verlosungen. Die bare Auszahlung der betreffenden Obligationen wird an denjenigen Pläyen und in derjenigen Währung, wo uud in welcher die Coupons zahlbar sind, Statt finden. — Sicherem Vernehmen nach wird bei dem hohen Handelsministerium gleich nach dem Schlüsse der Berathung über das neue Handelsrecht der Entwurf der neuen Gewerbeordnung zur Schlußberathuug gelangen. Telegraphische Depeschen. — Naausa, Ilj. Mai. Se. k. k. Hoheit der Erzherzog Maiimilian, ist gestern am Bord deS Dampfers „Volta" hier eingetroffen. — Cattaro, 14. Mai. Der Wojwode von Grahovo ist nach Cettigne gereist, um sich mit Montenegro bezüglich der, voll Seite der Türken etwa bevorstehende»' Offensive zu verständigen. Der Vla-dika vou Montenegro hat den Fürstentitel erhalten, nnd wird dem Vernehmen nach die Negierung führen, ohne wie sein Vorgänger die geistliche Würde in seiner Person zu vereinigen. Verleger: Ist«, v. Klcinmayr und Fedor Pamberg. Verantwortlicher Herausgeber: Ig„. v. Kleimuayr. Anlmna zur Aailm^MSeitumu Telegraphischer EoursVericht der Staatßpapiele vom 22. Mai 1852. Gtaat«schuldverschre!bu,lg,n zu 5 t>Tt. (in EM.) 95 1/4 bette « 4 l/4 . « 8Z 5/16 Neue« Anlehen bitter« ä.........05 3/16 dttto bitter« 6....... 1083/^ Vanf.Acti,«, vr. Gtück 1316 fi. in E. Vl. Äctlm der .ssaistr Ferdinands «Vlorbbahn zu 1t)sv ff. C. M....... IK9<) a.'» ns«Währ. !m24 !/^ st. F»si. Oilld.) l2l 1/2 3 Monat. Hamburg, für lNtt Thalc, Vanco, Rtl»I, <81 1/4 tMouat. Livorno. für .10« Toscauische Vire. Guld. 120 7/8 l Monat. London, für < Pfund Gterliüss. Gulden >2-IN 3 Mon.,t. Mailand, für 200 Ocftnnich. ^>r.'. Guld, l22 3/l- Vf. 2 Mo» t, Marseille, für :lU0 Traufen. . Ould, l4ü>V4 2 Mouat. Paris, für 200 Frank«'» . («:>Il». 145 3/4 2Mon>,l. Vol d - und Silblr< (5 ourse vom 22. M a i 1»ii2. Brief. Geld. Kais. Münz'Ducaten Agio .... - 30 l/4 >,tto Rand- bto „ .... — 293/4 NapoleonOd'or's „ . . . . — N.51 Gouverainsd'or's „ .... — 17.15 Ruß. Inwerial ,..... — 10.3 Friedrichsd'or's ^ . . . . - 10.10 <5»N>na?l' ^5 V'Oiittl' NttlNdorL in Laibach zu haden: Die Entstehung der österreichischen Monarchie. Uebcrsicf'tlich dargestellt von N. Gras, k. k. Professor am Gymnasium zu Klagenfutt. Groß H. Elegant broschirt 2^'t kr. Lonv. Münze. Disse historische Schrift, welche sich edcn so schr durch die zweckmäßige und übersichtliche Ain'rd-nunq des Stoffes, alb durch «l(Nhcit und Prägnanz der Darstellung auszeichnet, empfehlen wir drii" gendst allen Freunden vaterländischer Geschichte. Der Zweck des Herrn Verfassers war es zunächst, eine» Leitfaden beim Unterrichte an Gymnasien, R.alschulen und andern Lehranstalten z>, sä).,ffe!l, welcher das Wicht'qste aus der Geschichte Oestcrrnch's auf eine kurze, leicht faßliche und das Gest^ndniß vorzüglich U"lerNützende Art zusammengestellt. Hierbn kam es besonders darauf an, alle Facta, welche au» die Schicksale der österreichischen Monarchie um, Einfluß waren, in gcoräügtcr Form zusammen zu fasfeN, und solcher Gestalt eine Schrift zu liefern, welche als zweckmäßiges Nachschlageduch für Itderma»« nur vom größten Interesse seyn kann. Vei . Mit 1 Kupfer und geziertem Titelblatte. ^Hst. Graz, gr. 8., »«,«, «5 Beilen stark, auf feinem Maschinpapier, in nettem Umschlag 3« rr. xI" Der (3rtrag ist dem vom Vereine gegründeten Madchen-Institute gewidmet. ^ Indem diese Schrift fnr die geehrten Mitalieder. deren sich dieser Verein einer so großei, 3a ^ «rfreuen dat. von besonderem Interesse seyn dürfte, so hofft man einen bedeutenden av,ay z wodurch ihm wieder eine Unterstützung zustießt.