Nr. 271. Vl«n»mtl»l«°»»p««l», I« «omptoti ganz». ff. N, halbj. N. b'50. YUr ble Zustellun« !- !>'»fi «an»!,«,'». hnlb>. ff. ?'5" Montag, 24. November. 1884. Amtlicher Theil. «,„ Ee. l. und k. Apostolische Majestät haben mit "««höchster Entschließung vom 16. Oktober d. I. dem M'zdirector der Landesregierung in Sarajevo Consul Kalbert Anger das Comt'hurlreuz des Franz.Ioseph-"ldenz allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Die deutsche Thronrede. .. Mit einer Votschaft des Friedens hat der ehrwür-°^l «reis auf dem Throne des deutschen Reiches den "u«n Reichstag eröffnet und die Worte, welche der nichtige Monarch zu den Vertretern des deutschen Me« gesprochen, werden lebhaften und freudigen ^'derhall finden in Europa. Ruhmreicher Sieger in weltbewegenden Kämpfen, Schöpfer eines dominierenden Neiches. hat Kaiser Wilhelm dm schönste» Triumph vl Herrschers darin erblickt und gefunden, seiner Na» "°.n und dem Welttheil den Segen des Frieden« zu "'ngen, diesen Frieden im Reiche und in Europa zu Münden und zu sichern vor allen Störungen und fahren. Diesem erhabenen Ziele sehen wir alle "raste des greisen Regenten, den grwaltigen Emflus« '"nes Reiches im Rathe Europas geweiht, diesem A°ben Hiele des Völlerfrieden« ist da« sieggelrönle Deutschland im Bunde mit gleichstrebenden Nachbarn "Ntner näher gekommen, und nun verkünden die weisen ?"d klaren Worte der Thronrede aufs neue das Wesen "es edlen Programms, das Kaiser Wilhelm und !,V^ .^chtigen Bundesgenossen zum Heile des friede-"roursllytn Welttheil« zu dem gememsamen InHalle 'v«r Politik erhoben. Mit einem Hinweis auf die bedeutsamen Refor« wen auf social-politischem Gebiete im Reiche beginnt bie kaiserliche Botschaft, Reformen, deren Ausbau und Gelingen eine wesentliche Bedingung für die dauernde Begründung deil innern Friedens bildet. Großes ist '." dieser Hinsicht bereits angebahnt und erreicht wor-"n. und wenn heute noch die Parteigruppierung des "wen Reichstag« manche Bedenken über die gegenwärtige Lage zu erwecken imstande ist, ist doch gerade ^vn einem consequenten Fortschreiten auf der betretenen ^nhn zu erwarten, dass die Situation in einer nicht iu fernen Zukunft ihr Bedenkliche« verlieren und auf Natürlichem Wege die Lösung schwerer Probleme er-""glicht werde. Die Ausdehnung der Unfallversicherung auf die Arbeiter der Landwirtschaft und des Transportwesens und die Erweiterung der Sparcassen^Ein» richtuugen werden die nächsten Schritte zur Erwei« terung und Vervollkommnung der social»politischen Resorm sein, und in der That bezeichnen sie wirksame Mittel gegen das Neberhandnehmen politischer und socialer Irrlehren, die eher zum Ruin als zum Segen der Völker führen müssten. Der Hinweis auf die durch die augenblickliche trübe Situation des Zucker, marktes leider erschwerte Reform der Rübenzuckersteuer und auf die angebahnte Herstellung des einheitlichen Zoll- und Handelsgebiets, bezeugt das fürsorgliche Streben der Reichsregieruua. der wirtschaftlichen Lage nnd den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Reiches Rechnung zu tragen. Die Nothwendigkeit aber, den wachsenden Ausgaben für das Reich durch Schaffung neuer Einnahmsquellen zu begegnen, wird nicht eben freudig, jedoch als eine natürliche und nothwendige Consequenz der ganzen mächtigen Entwicklung des neuen Deutschland empfunden werden. Mit begreiflicher Spannung sah man der Be« »ührung j?"er Fragen entgegen, welche nun seit Monaten deutsche und europäische Presse beschäftigen, deren Entstehen als neues Zeugnis für die rastlose und weit-ausblickende Friedensarbeit des Lenkers der deutschen Reichspolitil aufgefafst werden muss. Es sind die« die Dampfschiffahrls'Subvention und Colonialfrage. Beide Angelegenheiten hängen innig zufammen und sind gleich geeignet, der deutschen Industrie, dem deutschen Unter« nehmungsgeiste neue Gebiete zu erschließen, das deutsche Reich, dessen Handelsflotten heute das Weltmeer durch« surchen, im regsten Wettlampf mit den seefahrenden und handeltreibenden Nationen des Erdballs neue friedliche und fruchtbare Siege erringen zu lassen. Die Thronrede lässt die Eventualität offen, dass diese „Ansänge coloniater Bestrebungen" auf den unter des Reiches Schuh gestellten überseeischen Ansiedlungen nicht alle Erwartungen befriedigen, sie hofft aber davon eine wefentliche Förderung des deutschen Exports, wodurch die Industrie zu lohnender Beschäftigung ihrer Nrbei' ter befähigt bliebe. Und damit wäre ja abermals ein wichtiger Schritt zur Besserung der socialen Lage gethan. Das „Recht auf Arbeit" ist anerkannt, und zur Bethätigung dieses Rechtes soll geholfen werden. Wie rasch auch auf diesem neuen Gebiete Deutschlands mächtiger Einfluss sich geltend zu machen wusste, wie kräftig und zielbewusst die deutsche Reichsregierung die gemeinsamen Interessen des Friedens und der friedlichen Entwicklung zu wahren bestrebt ist, be» weist die Konferenz, welche in diesen Tagen in Berlin tagt, um über die Mittel zu berathen, durch welche „der Handel mit Afrika gefördert und vor Störungen durch internationale Reibungen gesichert werden könne." Dass die Einladungen zu dieser Conserenz von dem deutschen Kaiser im Einverständnis mit der fr an» zösischen Regierung ergangen sind, bedeutet allein schon «inen Triumph des Friedens, wie er größer nicht gedacht werden kann. Mit hoher Befriedigung sieht die Well Deutschland und Frankreich vereint in einer Sache von europäischer und internationaler Wichtigkeit, und dass die betheiliglen Regierungen, so sehr auch ost ihre Interessen divergieren mögen, mit vollster Bereitwilligkeit der deutschen Einladung entsprechen, kann mit Recht als ein Beweis des allseiligen und uneingeschränkten Vertrauens aller Staaten zum deutschen Reiche gepriesen werben. Kann es eine erhabenere Mission für ein Volt und einen Regenten geben, als da« Glück der Völker «durch Pflege des Friedens und feiner Wohlthaten zu suchen?" Und mit einem frohen Ausblick auf ungestörte Fortdauer dieser Friedenswerle schließt die Votschaft des Kaisers. Freudig und offen kündet der greise Mon< arch, wie es vor wenigen Tagen sein erhabener Freund und Bundesgenosse, der Herrscher Oesterreich-Ungarns, gethan, das Resultat der denkwürdigen Begegnung in Skiernievice. Mit herzlicher Freude kündet er, »dass die Freundschaft mit den durch die Tradition der Väter, durch die Verwandtfchaft der regierenden Häuser und die Nachbarschaft der Länder ihm besonders nahestehenden Monarchen von Oesterreich und Russland durch diese Begegnung derart besiegelt werden konnt«', dass er ihre ungestörte Dauer sür lange Zeit gesichert hallen dürfe." Die in Pest und Berlin gesprochenen Kaiserworte verbreiten klare« Licht über jene Episode in dem russischen Städtchen, welcher die Welt die Bedeutung eines historischen Ereignisses zuerkannt hat. Wer vermöchte noch zu zweifeln an dieser durch den Freundschaflsbund der mächtigsten Monarchen geschaffenen Bürgschaft des Friedens, wer vermöchte zu rütteln an diesem Fliedensbollwerke, dessen Festigkeit und Stärke gesinnunasverwandle Regenten anderer Reiche vermehren und erhöhen? Die Botschaft, welche vom Throne des deutschen Reiches durch den Mund dk« greifen Kaifers verkündet worden, lönt mächtig hinaus in alle Welt, und der Segen dankbarer Völker ist die Antwort, die sie weckt in allen Landen und Staaten, denn in Einem Gefühle begegnen sich alle Völker des Erdballes, in der Freude am Frieden, in der Sehnsucht nach ungetrübtem Genusse der Segnungen des Frieden». Jemlleton. Mr. Stanley, der Congo-Mann. ,z Mr. Stanley, der Congo-Mann, ist in Berlin '^getroffen, um den Verhandlungen der in der deut-s^ Reichshauptstadt gegenwärtig lagenden afrilani-?/" Konferenz als Sachverständiger aufmerksam zu c> Die Expedition Stanleys am Congo ist bekannt. N?, September 1876 gründete sich die internationale Ma.Ussociation zum Zwecke der Verbindung des ^"Elchen Ocean« von Zanzibar aus mit dem Tan-Wllka-See mittelst Errichtung von Zwischenstationen, l" auch he; Taborat. Gonda. Karema und Mompara, «Ulere beiden am Tanganjila.See, angelegt wurden, hl't'e Etationen gewähren jedermann ohne Rücksicht " "tationlllität Schuh. ein« 3" 25. November 1878 gründete sich in Brüssel ^e Gesellschaft mit einem Capital von einer Million °>u!"? s" dem Zwecke, um vom Atlantischen Ocean so? "N unteren Congo mit dem oberen und diesen ver^ ""t Mompara-Karema mittelst Stationen zu E«?"' Mit der Ausführung dieser Aufgabe wurde die 3 betraut. Stanley errichtete zunächst bel Vivi w.z/.lfte Station und baute zwischen dieser und der Aella Station bei Isangila zur Umgehung der iiX^iille «nn rechten Congo-Ufer eine 83 K'lo-!"hr N?"ae und vier Meter breite Straße. Nun be-dritt^"ley den Couao aufwärt« und errichtete dle Hania. "ion Manianga (Ende Mai 1881). Zwischen "'«"2° und Stanley.Pool ist die Schiffahrt durch Stromschnellen erneuert unterbrochen und mussten da-, her wieder Wege angelegt werden. Ende Juli 1881 erreichte Stanley den Djue (Gordon-Bennell«Rioer)! und errichtete südwärts des Stanley.Pool die vierte Station Leopoldsville gegenüber von Brazzaville. Am 3. Dezember 1881 war der erste Dampfer „Lu avant" am Stanley.Pool flott, und am 1. Februar 1882 begann Stanley den Congo aufwärts zu erforfchen, wo« bei er die fünfte Station Gobila errichtete. Ein Jahr später wurden die Stationen: Kuamoulh. Lukolela, Nequawr-Station und Stanley.Fall« gegründet; von hier benachrichtigte Stanley den Commandanten der Station Karrmll am Tanganjika-See via Njangwe von der glücklichen Durchführung des ganzen Unternehmens, wodurch der Atlantische mit dem Indischen Ocean, quer durch Afrika, mittelst einer gesicherten Handelsroute velbm'den ist. Am 20. Jänner 1884 war Stanley wieder in Leopoldville. Hier sei auch näher beleuchtet, dass Stanley, welcher zu gleicher Zeit mit Brazza in Europa weilte und von den Vorzügen der Kuilu-Route hörte, ehe dieser seine erste Subvention von der französischen Kammer bewilligt erhielt (11. Jänner 1883). schon am Congo einlangte und das ganze Gebiet zwischen diesem Strom und dem Ogowe sür die internationale afrikanische Association in Besitz nahm und daselbst folgende Stationen anlegte, und zwar am Nludi: Philippeville, Stefanieville und Stanley-Niabi; am Kuilu: Franltown, Kitabi und Vaudoinville; am Lurle (Luisa): Sengi (Madembe); am Luemme: Nlul^ zwischen dem Congo und Kuilu: Bulangungo '"° Mbokko'Songho, und an der Küste: .^w',^ Kama, Nyanga. Mnjumbe, Rudolfst°dt und <-ram ville. Im ganzen gebietet die Gesellschaft derzeit über 36 und Vrazza über 13 Stationen. Was die Erreichung der Stationen betrifft, so gelangt man in vierzehn Tagen von der Congo.MUn-dung bei Banana nach Lkopoldville. und zwar nimmt die Fahrt per Dampfboot bis Vivi einen Tag in Beschlag, vier Tage sind per Achse erforderlich, um von Vivi nach Ifangila zu gelangen, von wo man per Boot in drei Tagen nach Manianga und von da aus in sechs Tagen zu Lande nach Leopoldville kommt. Sämmtliche Stationen der internationalen afrikanischen Association. über welche bis zur jüngsten Zeit Stanley den Oberbefehl noch hatte, prosperieren entsprechend und insbesondere die längs des Congo angelegten, woselbst Bananen. Mais, Ananas, Reis, alle europäischen Gemüse vottrefflich gedeihen. Ein Mitarbeiter de« »Berliner Tageblatt", der von dem berühmten Nfrilaforscher und Reifenden Henry M. Stanley empfangen wurde, fchreibl: Stanley bewohnt im .Hotel Royal" zwei nach den Linden zu gelegene Zimmer drr zweiten Etage und ist unmittelbarer Nachbar des Generals und ehemali^n 3^'" ster« Henry S. Sandford, Beirachs dt« ^"^. amerila Stanley 'ft "°n '«'^H ^p.h<^ ^ Flgus, h°l Sein stark ge- etwas heU"7 'A von den Einflüssen des tropi- lange Jahr/aussehte; etwa« chemisches uud jugendlich Elastisches in seinem ganzen Wesen lässt ihn jünger erscheinen, al« er ist. Die vielundvierzig Jahre seines reichbrweglen und thaten-'rohen Lebens haben noch nicht den kleinsten Silber- Laibacher Zeitung Nr. 271 2234 24. November 1884. Die ungarische Landes-Aubstellsng. Budapest, 21. Novcmbcr. Wenn man nach dtM Vorbereitungen urtheilen darf. welche man in Ungarn für die nächstjährige, durch die NegierMy unter Pl«lectorat Sr. k. und k. Hoheit des Kronprii^cn Rlidulf veranstaltete Lcindee.Anssiellung trifft, dürfte sie in der Neihe ähnlicher Uulernehmungen keineswegs die letzte Stelle einnehmen. ^ Die Landes«Ausstellung erscheint ganz gerechtfertigt, wenn man sieht, welchen Aufschwung die landwirtschaftlichen Verhältnisse in Ungarn seit zwei Jahrzehnten genommen, und welch ernstes Bestreben die Regierung in einer langen Reihe von ersprießlichen Mahnahmen für die Entwicklung der Bodenwirtschaft seit Jahren an den Tag legt. Die Ausstellung wird einen landwirlschaflichen Cha« rakter haben, da Ungarn ja ein vorwiegender Agil« culturstaat ist. Dieses Productionsgebiet ist aber dem« gemäß sehr bedeutend entwickelt und verfügt in vielen seiner Abzweigungen auch über eine ansehnliche land» wirtschaftliche Industrie. Nebst diesen Productions« artikeln will man auch noch alles, was die ungarische Landwirtschaft an Kunst, Gewerbe, an Unterrichts' und Culturanstaltcn auszuweisen hat, zur öffentlichen Schaustellung bringen, so dass die Landes-Ausstellung den derzeitigen Stand der ungarischen Agricultur nebst ihren allseitigen Abzweigungen lebenstreu abspie« geln soll. Was die Industrie angeht, so soll sie nur in ihren Beziehungen zur Landwirtschaft und zum Klein« gewerbe, hierin aber vollständig zur Ausstellung gelangen. Kleingewerbliche Geräthe, landwirtschaftliche Maschinen mit ihren Neuerungen und patentierten Erfindungen , Cerealien, Futtergatlungen werden das Ensemble bilden, nebftdcm ist aber auch eine inter« nationale Vieh«Nusstellung in Aussicht genommen. Die Ausstellung wird am 1. Mai l. I. eröffnet werden und bis Ende Oktober andauern. Der Aus» stellungsplah umfasst einen Flächenraum von 300000 Quadratmeter. Unter den sehr namhaften Baulichkeiten verdient die ungarifche Üandes-Industriehalle, die e her Emsigkeit und mit ganzer Hingebung für das Ge-lingen der nationalen Unternehmung aufs eifrigste thätig sind. Zur Arrangierung von Besuchsfahrten zur Landes.Ausstellung sowie für Ausflüge daselbst hat die Ausstellungscommission mit der Londoner Firma Thomas Cool u. Sohn ein entsprechendes Uebereinlommen getroffen. Die LandeL.Nusstelluna, welche seit der Wiederherstellung der ungarischen Verfassung jetzt zum ersten« male die Gesammtproduction der Länder der Stefans« Krone zur Schau stellt, hat in erster Reihe ein land» wirtschaftliches Interesse. Durch die Ausdehnung des Landes und durch seine geographische Lage erscheint aber das Interesse für die ungarische Lanoes«Ausstel< lung wesentlich erhöht. Bei der Wichtigkeit, welche landwirtschaftlichen Fragen in unserer Zeit innewohnt, knüpfen sich unstreitig auch bedeutende politische Inter« essen an das Unternehmen. Inland. (Gemein same Min ist er-Conferenz.) Aus Budapest wird telegraphiert, dass nach einer kurzen, in der Wohnung des Grafen Bylandt abgehaltenen Sitzung der gemeinsamen Minister Freitag nachmittags von 1 bis 4 Uhr unter dem Vorsitze Sr. Majestät des Kaisers eine gemeinsame Minister-Conferenz statt« fand, welcher die gemeinsamen Minister Graf Käl-noly, Graf Aylandt und Herr v. Källay, die österreichischen Minister Graf Taaffe, R. v. Du« najewsli und Graf W elsersheimb, ferner die ungarischen Minister Tisza, Graf Szapüry und Baron Fejervary beiwohnten. Den Gegenstand der Berathungen bildeten unter anderem auch mehrere militärische Vorlagen. Der Eonferenz wohnte auch Ge« neralstabLchef A eck bei. — Abends waren die Mi« luster bei dem Ministerpräsidenten Tisza zum Diner geladen. Samstag früh reisten die Minister nach Wien zurück. (In Salzburg) war in den letzten Tagen das Gerücht verbreitet, dass die dortige Statthat, terei aufgehoben werden soll. Selbstverständlich fühlte sich durch Gerücht die Bevölkerung beunruhigt, und der Vice«Bürgermeister von Salzburg, Sche ibl, reiste so» fort nach Budapest, um in der Sache Erkundigungen einzuziehen. Wie nun die Wiener Blätter berichten, gelangte ein Telegramm des Vice«Vürgerme>sters nach Salzburg, in welchem dieser die Mittheilung machte, er habe vom Herrn Ministerpräsidenten Grasen Taaffe die vollste Versicherung erhalten, dass weder ein Projekt noch die Absicht bestehe, den gegenwärtigen Stand bezüglich der Landesregierung in Salzburg zu ändern und dass im Gegentheil Salzburg wegen des erhöhten Verkehres eine viel größere Be« deutung beigelegt werde. — Dieses Telegramm wurde unter allgemeiner Befriedigung in der Gemeinderaths« sitzung verlesen. (Ungarn.) Der erste Gegenstand, mit dem sich der seit Samstag wieder versammelte ungarische Reichstag befassen wird, ist das Budget pro 1885. D?r Finanzausschuss des Abgeordnetenhauses hat die Vorberathung des Budgets erledigt, und ist der Ausschussbericht schon in der ersten Sitzung des Abgeordnetenhauses zur Vertheilung gelangt. Cs ist hervorzuheben , dass der durch die Regierung vorgelegte Voranschlag mit einer ganz geringen Abweichung »M Finanzausschüsse leine Aenderung erfahren hat. Mer Wahrscheinlichkeit nach wird der Voranschlag auch »m Plenum des Reichstages unverändert angenommen werden und man ist daher allgemein auf einen ganz glatten Verlauf der Budgetdebatte gefasst. Hat sich l" auch die Auffassung der Opposition bezüglich des Staatshaushaltes wesentlich geändert. Der gegemvär-tige Finanzminister, Graf Szapäry, kann bezüglich der Ordnung des Staatshaushaltes auf entschiedene Erfolge hinweifen. Er hat das Werk Koloman Sze'lls, das durch die Occupation eine schwerwiegende Unter-brechung gelitten hat, wieder aufgenommen und, seiner Ausdauer und seinem hervorragenden Talente ist es gelungen, die Finanzen ^z Landes von Jahr zu Jahr dergestalt zu verbessern, dass man der baldigen definitiven Regelung des ungarischen Staatshaushaltes mit Sicherh.it entgegensehen kmni. Aus diesem gebiete kann sich die Opposition keine Lorbeeren mehc holen, und so wird die Budgetdebatte allem Anschein nach sehr ruhig verlaufen. Ausland. (Aus Albanien) treffen unausgesetzt Nachrichten über die dort herrschenden trostlosen Zustände ein. In Prizren gelang es einem Albanesenhaufen, die dortigen Beholden z»l verjagen; der aus Prisch^» mit zwei Bataillonen herbeigeeilte Ibrahim Pasch" war nicht imstande, die gesetzliche Ordnung in Plizre« herzustellen und musste unverrichtcter Sache abziehen» Laut Nachrichten, die wir in griechischen und bulgarischen Journalen vo, finden, scheint es in Macedonia mit der öffentlichen Ruhe und Ordnung nicht bcsstl bestellt zu sein. (Frankreich.) In der Freitag - Sitzung der französischen Kammer lenkte der Radical« Revll/ lon die Aufmerksamkeit der Versammlung aus d»e schlechte Lage der Pariser Industrie; zahlreiche Arbeiter seien ohne Beschäftigung. Revillon verlangt d>e Ausführung größerer Bauten und einen Credit vo« drei Millionen für das Pariser Volk. Der MinM des Innern Waldeck-Rousseau zählte die bereite unternommenen und die projektierten Arbeiten aUs» lehnte aber den verlangten Credit ab. Die KaMlNel erledigte den Zwischenfall durch Annahme einer ein" fachen Tagesordnung. — Im Senate beantwortete Ferry die Interpellation Gavardies inbetrch Egyptens. Der Ministerpräsident constatierle, da!« Frankreich auf der Londoner Conferenz dahin getracht" habe, ein solides und dauerhaftes Uebereinlommen i"' stände zu bringen. Der Minister erklärte, dass er keil" weitere Aufklärung geben könne, da er noch imn" Mittheilungen der englifchen Regierung erwarlel' Freycinet wies die von Gavaroie gegen ^ Cabinet bezüglich Egyptens vorgebrachten Anschw" guiizen zurück und drückte die Hoffnung auf e'" schliehliche Verständigung zwischen Frankreich und E"» land au«. Der Senat nahm schließlich die vom ^" seilspräsidenten verlangte einfache Tagesordnung ,' (Die Wiedereröffnung der spanisch^ Cortes) ist auf den 15. Dezember festgesetzt, ü" faden in Haar oder Bart zu mischen vermocht. Aus den grauen Augen blitzen Kühnheit und Willensstärke. Eine gewisse Gemessenheit und Ruhe umgibt ihn, die Knappheit und Präcision des Ausdrucks lässt den federgewandten Schilderer erkennen. Meine Frage, in welcher Eigenschaft er zur Conferenz erschienen sei, beantwortete er mit Ueberreichung einer V'filkarte, von denen ein Diener ?ben erst ein Päckchen abgegeben hatt,, und auf der noch ganz druckfrisch zn lesen stand: «Henry M. Stanley, technischer Beirath der ameritani» schen Vertretung bei der Westafrikanischen Conferenz. Hotel Royal." Au« dieser Eigenschaft ergebe sich auch die Be» anlwortung der Frage, ob er den Sitzungen der Con-ferenz beizuwohnen berufen sei. Das sei selbftverständ« lich nicht der Fall. Ob Fürst Bismarck ihn empfangen werde? Ihm sei bi« l>tzt nicht» davon bekannt, das könne eben nur Fürst Bismarck wissen. Etwas ausführlicher gieng Stanley auf die viel. erwähnten Rechtsansprüche der Portugiesen auf die Congo-Mündungen ein. Er seinechi'2 bestreite diese Ansprüche ganz entschieden und beziehe sich in dieser Hinsicht auf feine Erfahrungen, als er im Jahre 1877 zum erstenmale i>e Gegenden bereiste. Er habe damals nicht das mindeste von portugiesischen An« sprüchen und ebensowenig von portugiesischer Art ver-spürt. E« sei dort keiner Seele beigefallen. den vierhundert Jahre rückwärts datierten R-chtstitel der Por-tuaicsen zu beton?n. In Hindel und Wandel waren verichiedene Nationen, vor allen Engländer und Holländer, vertreten, nur keine Portugiesen. Wer habe da» Uand erforscht, wer seine Schätze und Hilfsquellen gehoben und nutzbar gemacht? Portugal doch gewiss zu allerletzt. Englisches Geld und englische Thatkraft — er erinnere nur an Livingstone — hätten das meiste im ganzen schwarzen Continent gewirkt. Im übrigen seien die Ansprüche der Portugiesen vor Abschluss des bekannten Vertrages von Seile Englands im Volke wie im Parlamente, osficiell und privatim, immer auf« entschiedenste bestritten worden. Erst spätrr habe sich die merkwürdige Wandlung in den englischen Anschauungen vollzogen. Die Druckschriften, mit denen die Portugiesen die Conferenz-Mitglieoer Überschwemmten und deren neueste angekündigt, aber noch nicht vertheilt fei, könnten an Stanleys Ansicht über Portugals Ansprüche nichts ändern. In diesen Schriften wechsle Schwulst mit gefühlvollen Redensarten ab, überzeugen würden sie fchwerlich jemanden. Wie es nun kommen werde und wie die Mächte sich dem Antrage der Congo-G'sellschast auf Bildung eines neutralen Freistaates gegenüber verhalten würden, da« sei für ihn wenigstens vorerst nicht abzusehen. Er habe bislang leine Fühlung mit den Con. gresz.Vevollmächtigten der europäischen Mächte, und über deren muthmaßliche Haltung in der Freistaat-Frage möchten die deutschen Zeitungen vielleicht besser unterrichtet sein als er selber. Die Frage, wie Stanley selber sich die Constitution des in Rede stehenden Freistaates denke, beantworte er mit einem Hinweis auf den vom Könige der Belgier ausgearbeiteten Constitutions-Entwurf. Bei diesem Entwurf hätte aber nicht nur. wie die Zeitungen meldeten, der bekannte englische Rechtslehrer Travers Twifs mitgearbeitet, sondern auch zwei hervorragende deutsche Rechtsgelehrte, der Namen ihm augenblicklich nicht erinnerlich i^ ^ Seiner Meinung nach sei es selbstverständlich, ^, die Principien des Freihandel«, der freien 9^o lassung für Angehörige aller Nationen, überhaupt o freiesten Bewegung in jeder Hinsicht in dem "^" Freistaate Geltung haben müssten. . .^ Die Dauer seines Aufenthaltes — "/'^ Stanley ferner — fei noch unbestimmt, doch denle Ende dieses Monates nach England zurückkehre« s können. ..h Trotz seines zurückhaltenden Auftretens "> Stanley ein gewichtiges Wort in der Congo^uu mitzureden haben. Treue Herzen. «»vell« nach Carit Ellar von «. ». Seefeld. lFortsebuna.) Der Bezirksrichter nebst einem Vevollnlacht'^" kamen angefahren. ^ . ^ zg,- „Wie ist das Feuer entstanden? Wo »st der " sitzer?" fragte der erstere. „.. .„ich «Ach, Herr Iustizrath. das Unglück musste '^ unglücklichen Mann treffen!" sagte N'lavsen uno kriechend mit der Mütze in der Hand näher. «Wie entstand das Feuer?« . Os «Das weih der Herr Iustizrath wohl schon. ^, waren oben auf dem Hügel einige, welche ^u" zündeten —" . . «^Hter» „Unglückliche Gewohnheit!« murmelte der ^ „Wer war es, der das Feuer abbrannte/ Lalbacher Zeitung Nr. 271 2235 24. November 1894. Aseltigung der sachlich wenig erheblichen Streitigkeiten ^u Frankreich wegen Marokko werden die Vertreter vpüniens und Frankreichs in Marokko mit einander 'N Verbindung treten. . (Die portugiesische Armee) wird nach °" neuen Eintheilung künftig auf dem Kriegsfuße "0000 Mann zählen, davon in den 36 Infanterie-""d 12 Jägerregimentern 99 504 Mann, in den ." Reiterregimentern 6779 Mann und 5800 Pferde, M der Artillerie 10175 Mann mit 254 Geschützen, 'm Geniecvlpz 2052 Mann. Die Art der Rekrutierung ^rlbt unverändert. Neu ist das Institut der Armee- MSaöns H.ir ä« üallvt, ä'^Iov«t«, in Silas Bourie und in Chopins Etude, in seiner eigenen Mazurka Nr. 3 und ganz besonders in Rubinsteins Val8« cilprico zeigte, so war sein Vortrag der Schumann'schen „Des Abends." der Ehapri'schen Nocturne und anderer aber auch ein Beweis für Grünfelds Talent für musikalische Genremalerei, für fein feines musilalisches Verständnis und seinen geläuterten musikalischen Geschmack. Im Vortrag der Veethoven'schen 3ou»t>« clmraots-ri«tiylio und der Schumann'schen Phantasie (0p. 17) drängte Grünfeld den Virtuosen gewaltsam in den Dienst einer hdheren musitalischen Interpretation, und war es besonders der zweite Sah der Schumann'schen Phan- nt, «E« war Hans Peter, der Müllergeselle von der 'Wassermühle." 5 «Ich war es, Herr Iustizrath." sprach gleichzeitig Vllnz P^^ ^ bebender Stimme, indem er vortrat "no die Mühe abnahm. ^. «Du warst es, Bursche l Da siehst du, wohin ""» verzweifelt ausgelassene Spiel führen kann l" Hans Peter fchlug die Augen nieder. . «Und nach dem, was ich höre, wäre obendrein M ei« Menschenleben dabei verloren gegangen. Wo 'N da» Mädchen? Wer rettete dieselbe? < ^ "Das that Hans Peter!" entgegneten rasch drei, ^'" Burschen, indem sie auf die verkohlten Beinkleider "" "iüllergesellen hindeuteten. . «Das warst du auch? Ei, du bist wohl nicht !^!«^^9 heiler Haut davongekommen! Das ge-'^eyt dir schon recht. Ich werde alles gründlich ""«suchen l" lw ' ^"^ Sonntag« nachmittags im September trafen in». l"nge Menschenkinder unter einer großen Buche zuln entlegenen Theile von Oerbys Einfriedigung H°tt k"' nur etwa eine halbe Stunde von der H^ermühle entfernt; — es waren Hans Peter und l»uz ^"ltlob, dass du kamst!" rief der junge Mann a^'.wden, er das Mädchen umarmte und feinen Kopf Wal l gutter sinken lieh. ..E« tröstet mich jedes-'ch ln '^' wenn ich dich sehe. O Gerda, Gerda, über u , ^ Unglück nicht verwinden, das so jähling« Hof ""° kommen musste. Schlimm war es, dass der brannte, aber tausendmal trauriger, dass das Mädchen dann starb! O ich bin ein unglückseliger Mensch!« „Du darfst nicht so mulhlos sein, Hans Peter. E« ist nicht deine Schuld, dass sie starb. Nicht die Brandwunden, ein anderes Leiben, das hinzutrat, führte ihren Tod herbei!" .Ich habe trotzdem meinen Theil Schuld daran, ich kann nicht von diesem quälenden Gedanken lassen. Zuzeiten, wenn ich unter andere Menschen komme und meine Gedanken ein wenig zerstreut werden, kann ich eine llnne Weile so erscheinen, als wenn nichts in meinem Wege stünde; doch wenn ich dann wiedn allein bin, dann kommt solch eine Angst und Unruhe über mich, und dann ist es mir, als wenn eine Stimme in mir riefe: Du bist ein Mörder! Du bist ein Mordbrenner!" «O wie entsetzlich, dich so sprechen zu hören! Du weißt doch, du sollst deine Sorge auf Gott werfen!" „Gott will nicht« mit mir zu thun haben. Ich habe gefehlt und muss dllfür büßen!" „O Peter, wenn du dein Herz nur recht vor Gott öffnen wolltest, dann würde alles, alles noch gut werden." „Es kann niemals wieder gut werden. Da ist keiner, der meinem Leben den Schatten des Unglück« nehmen kann, der darauf haftet feit dem Vrande von Nilavsens Hof." .Keiner? Gott kann es. Er vermaa alle Dmael« sprach das junge Mädchen mit der Wärme teller, innerer Ueberzeugung. ^ ^ . „j^. «n- „Me Dinge? Er kann Geschehenes n.cht geschehen machen!" «Er kann es doch! Gott kann alles — alles! Es gilt nur, dass wir an ihn glauben, voll und fest. Der Glaube kann Berge versetzen!" Tr stieß einen tiefen Seufzer aus und schüttelte das Haupt. ,.O Hans Peter, wenn du es doch nur glauben wolltest! Ich habe so innig darum gebetet, das« sich alles für dich zum Guten wenden möge. Und ich habe das feste Vertrauen, dafs noch alles für dich, wie für mich gut werden wird." „Gebe Gott. ich hätte solch einen Glauben wie dul" sagte Hans Peter und drückte das junge Md. chen innig an sich. «Du b>st mein einzigster Trost auf Erden. O Gerda, halte fest zu mir! Keine andere Seele kann mich aufrechlhalten als du. Gelobe mir, dass du mir treu bleiben willst bis in den Tob. Ge-lobe mir, dass du dich weder durch Verlockungen noch durch Drohungen dahin bringen laffen willst, einen anderen zu freien als mich! Gelobe mir, dass unsere Herzen zu einander halten sollen in Treue und l.'ebe bis in Ewigkeit!" ^. ». ,, <>^ «,-sde Mi. ganzer S"le aewbt ich d.r « I^werd« keines anderen We.b°l d<,- dm. '^^,^ ^ Tage, da er daheim !"".' '^.^H mtt Willen und Ueberlegung da« Feuer ^^ünle. b m" ein Hof abbrenne, das« ich ihn eher l!jÄ n al« ihm angehören könnte. Als er dich so be-schuldigte, hätte ich auf ihn losstürzen und es ihm ins Gesicht schleudern mögen, dass er ein eibärmlicher, nich.'omma:ido2 nach Agram und der Ge-neralftabshauptmann Ruprecht von Virtsoloq e(>cn« dorthin versetzt. Zum provisorischen Generalstabschef der 28. Infanterie Tluppenöivision wurde der Generalstabs» haufttmann Regens!) ursky ernannt. — (Spende.) Die hier viuÄ ät,.i,-^orglli^ 81c»von«(, v ".) Die politische nnd lllilt Urgeschichte der steirlschcn Slovene», ucrfassl von H, I. Lap ajnc. Bürger-schuldiiector iu Gurlseld, hat vor linzcm die Dructeiprssse verlassen und wird soeben, und zwar sehr elegant, gebunden. Deshalb musste der Preis um 20 lr, per Exemplar erhöht werden. Die P, T. Abonnenten werden ersucht, dcn Preis sammt Porto mit 1 fl. 39 lr. an den Herrn Verfasser einzu« senden. Uemfte Past, Original-Telegramme z,^ Laib. Zeitung. Wien, 23. November. Die heutige „Wienet Zeitung" publiciert folgendes kaiserliches Handschreiben: „Lieber Giaf Taaffe! Ich finde Mtch bestimmt, den Reichslath zur Wiedetaufnahme seiner Thätigkeit auf den 4. Dezember d. I. einzuberufen, und beauf« trage Sie, hiernach das Weitere zu veranlassen. Buda. pest, den 20. Nommber 1884. Franz Josefm. p., Ta affe m. p." Wie», 22. Nov?ml>er. Die fewliche Varettauf-setzung des Cardinals Ganglbauer durch den Kaifer hat heute statt^esuiiden. Nach i^r Feier wurden Car-oinal Ganglb^uei. und die »öinlschen Ablegen uom Kaiser in Audienz empfangen. Sämmtliche Minister wohnten der Feierlichkeit dei. Wien, 23. November. Anlässlich des fünfzigjährigen Dienstjubilaums des Kriegsminister» erschien Se. Majestät der Kaiser im 5kriegsq?bäude und drückte demselben auch mündlich seine Glückwüüsche aus. Ferner beglückwünschten denselben die Heicen Erz« herzige. Ein sehr auszeichnendes Telegramm langte vom Erzherzog Albrecht aus Aico ein. Der Kronprinz schloss sich der von Neipperg geführte,, Armeedepil« tation an. Der deutsche Kaiser lieh seine Glückwünsche aussvr34 ^ Kukuruz „ 5 40 5 44hähndel pr. Stuci —45 Erdäpfel 100 ikilo 2^86-------Tauben , .18 üiusen pr, hrltolü, 8!-------!!oeu 10U Kilo . I6l) Erbsen „ 8^------Htroh ., . . i'öi ^ Fisolen „ 8 50- holz, h Verstorbene. Den 21. November. Christian Sti anzcr, Vrirstläa"^ Sohn. 2 I., Am Nain Nr, 18, llrmlMti» c-l^üllli-i«. Den 22. November. Helena Ncich. PfrnndncN". 77 I . Karlstiiotcrstraße Nr. 7 . Lnngenlähmuiig. - Chnstme Poznis, Schncidcrstochtcr, li Mon., Iloriansgasse Nr ^0, Nran-etiiti» «u^illllli». Landschaftliches Theater. Heute (gerader Tag) zum Vortheile des Negissnns uud Scha»' spielers Ignaz Jan da. zum crstcninnle'. Die groszc Glock^ Lustspiel in 4 Acten von Oskar Blnuienlhal, (NlN'itäl) Lottoziehungen vom 22. November: Trieft: 53 72 79 58 1. Linz: 10 76 51 3 52. Meteorologische Neobachtnnste« in i.'aibach^. ä "Z ^3 ß? ' "' 'p « s,L-z Z '______«'.^2^ 7'U.Mss. 733.NS — 6^0^Ö7sHväch^s bcw^Itt irsmi!lc! der Wa^ « an bcideil Tagen — 5.8« und — 4.5°, beziehungsweise u>n »< und 7,1" unter dem Normale. __^ Verantwortlicher Redacteur : I. Nagl i ö. ......^, D Ge,rg Miljllli6, Magistrals.Kanzlcileiter, gibt W W i,n eigenen sowie im Namen der Verwandten Nacli^ »> W« richt von dem tief erschütternden Hi.ischcidcn seines ^ « geliebten Sohnes, beziehungsweise Enkels, Neffen ". »> W geprüften Lehramts Candidate» W W> welcher heute früh 7 Uhr nach längeren schweren M W Leiden. verschen mit dcn hcil. Stcrbcsacramciitcn, »» M sanft im Hcrrn entschlafen ist. >> „ ^ M Das Leichenbegängnis findet Dienstag, vcn ^ W 25, Novembrr l, I, nachmittags 4 Uhr vom Trauer- ^ M haufc Castellgassc Nr, 4 (St. Florian) statt. >» M Die hcil. Seelenmesse wird in dcr St. Iawlis ^ ^ kirche gelcscn werden, , W M Der theuere Verblichene wird dem frommen « ^ Gebctc cnipfohlcl'. W W Laibach. 23. November 1684. W Depot der k. k. Generalstabs-Karten. Maßstab 1: 75000, Prcis pcr Vlatt 50 lr.. in Taschen,' ans Leinwand gespannt W kr. Jg. u. kleullnayr H Fell. izamlm«» Hjuäkanlllllllz, Laibacher Zeitnug Nr. 27l 2237 24. November 1884. Course an der wiener sorse vom 23. November l ss84. ^ch^^iien^«^«.) G l> Ware st»a«.«nlehe». 18«!^ """"' . . loo. l725°l?<-""' «°tenre,te, fteneiftel , ,5 75 .»«.„5 ' «t°at«.0b:. (Nn».Oftb.)u^,A5o """««.. Obliglltione« .., ,.^ lo«fi.«..ch.). U'VGe.......l«17«10,,a «°/. NelN""'^«« - - - . KX'öo i«»-. 5"/, l«»e«v»r«V<»n . I005N e°/, »»«arische..... ioc. 7» ici — ««dere öffentl. «nlehen. 2>°nllu««eg..l!ose b'/° I0ll st. l« ?b N? ,s. dt°. «nleih^ IN7«. steuerfte! . i«l!- - — — Nnleben b. «ladlgemeinb« llvicn IN» l0 103 »5 Anlebn, b. «l»dtgem«inbe Wie>> (SUber obli V«Ib) . . . . — — — — Plä»itn««nl.d.«tadt 1« — Pfandbriefe i»tkl00fi.) Vodenci. allg. öfterr. 4'/,°/» Oolb izl« » l.c »5 — dto. Pl«micü.Lchnlbverschi.8»/» b» '.5 97 25 Oeft. Hypotbetendanl l«j. 5'/,°,., - - ------ Oett.'Ung. Vanl »eil. 5°/, . . loi 05 1«1 »5 dto. , 4'/,»/, . . io(. 75 Ion »» bto. ,«»/,.. P5«, »«ß5 Nnz. »llg.Vobnic«blt>Uctlenge>. in Pest in «»I Verl. 5'/,°/, , l«, 75 l0« 5» Priorität«. Obligationen (flil io« st.7. «lllabeth'Wtftbahn 1. «misftou i« »o I«, ?c. ferl»inHub>'Nolbbahn in VNb. iot lo ic,» — «allz.^oses-Vahn.....so — vo-z^ i^üli^schc Kail> Ludwig, «ahn !lm.!««! «00 ss, V, <>/,»/«. . g» «o on Ili vestNl. ««dwtftvllyil . . . . 105 50^03 ?0 «iebenbülger. . . . «8 -^ l>»l»o Vt»at«bahn I. «m.sfioi, . . .!«, 5b >' -Vlidbahnk^/,......l«^N7 — ^ » .. ^ -^......! «2 70 l„ z» Nn«..,allz. V,h, . . ,,.,y «z^ Piverfe l!,s« (V« «Kick). «lrtkltlose ,00 N......i7» . »7» 55 lllc>ry»k»se n,.»nlchen«a fi. »,- . zl ^sener «ole 4a fl......^ zo ^/,5 «°ffh.«^4o fi.....„,^ „75 «"hen»!««,, A. Ges. v. io st. " " 13 ft.....,7-50 HZ'!',« Winbilchgiäh'^ose ieo f.. . , , zy ^ z« 50 Vanl. «lctie« (per SlüH. Nugl°.0t1>«lr. »anl wo st. . . ,<,l,o 'l»5 70 »»nl.«csellsch.ft. Wi.nn «0 st. . .— .. . «altlvtltiu. Mcntr, lac»«, . . ,o5 50,,<.»-vbn«..Nnfi.,Ocfi.,noll.H,40»/, ,,7._^»z.. ^l''«"^ '«^ "- ^- l«° "- i9S 80 „7 2, Irdt,.Nn<»., «Uz, Uns. z«o «. . ,99 l^o »».» - l,c°Mpll.Vlf.. >li«b-.'öft. 500 st. ««8 ->14 -^pothfkcnb., <7bie« . «z— 54.. »lfeib»yl»m>«!.Ä,t»»Wl!.?il», l»i5l, I»» ->nlfig..lcpl.«!lenb.>l«'''. HM, ^ — — — Vöhm. »tordbahu 1«> ff. . . .------->____ , Wellbahn »00 st. . . .------____ vnfchtiehlab« «isb. 500 st. «Vt. !,,!i - ,^> — , (Ilt. N) ,00 st. .------».. Don« » DampssHlsfahit . Vcs. OeNerr. 500 fl. «M.....5z, ^ 5,4 — c>«N'!«<.tV»t..Db..Z.)»00st.^ i?8 »5 178 '5 Vul»«oblnbllch«l«..O.z!00sl,S. _ _ „ . «lifabttl»««hn 2NU fl. liVl, . . 233 25,2,3 c.« „ Llnz»Vubwei« zoo fi. . . . zo»-z5 ?on üo „Slzb..Til0l.IlI. 151 »» l!t«beig«L»rno»!,hn«<»esell. «oo st. ö. w. . .»«7«1«» Noyb, lst.»nng., Iriest 5aofl.2 ?!. »7^ — 5,4 -Oeneri. «orbweftb. «00 ko— ««ag'Duf« Vlsellb. 150 fl. Gilb. —>— —> «ubols« t>ahn «00 st. Silber . i,l ,5 l», - -Klebenbliign «tisenb. »00 st. «. 175-— 179 »0 Vta — i«« .. IlisaU« «ohl«nw^»»s. 1«X» «. . »^ _._ Devise». Deutsche Plilye......«0 . . «« ib «onbo,.........l»70 l» «u Pari».........«5» tH« V«t»«b«!,......^.^ ^» Valuten. DucatsN . . ..... »78 zg) i.i»faul.«. . . t^. «hl« lie!,tllLl8t nae!, lls. »»lie int ontneinoäon ä.^g orprodtogto Mttoi ^«sson l^iodt Uliä NliSUM^tiemue, LtoiNisit äs? llrlsicsiu uuä 2odnou «to., mi<> vololioin n^eli Kui-Loiu ^ludl»u«!i äiog« I.oiäun ^ilnxlioli dolwdon «c-rclon, mio vu,r i«li in l "^ ^u^nn von moinon surontbHll'n <^lol,t»odmee/eu vollkommen belrelt. ! l)n ^ Iiuluiu iell llio8on «ol»t,«n Olell<.^<,l»t n»oll vr. 2l»Ilö ^«(lom ttic:ntl«i °krajna sodnija v Metliki . -C> novembra 1884, (4294-^3) Nr. 5520. Bekanntmachung. ka,,?A ^e°rg Valetiö von Tschöplach N^> N unbekannten Aufenthaltes, Nack?^ch dessen unbekannten Rechts« folgern, wurde über die Klage äo des^ t^ September 1884, Z. 5520. We.p-M Campus von Neulthal Nr. 1« vy^" schuldigen 6 fl. Herr Peter Perse besi°iMernembl als Curator uä l^cwm »nit l.. "3? diesem der Klagsbescheid, wo-"uf den ^^"ellverfahren die Tagsatzung . 20. Dezember 1884, Net wnM 9 Uhr. hiergerichts angeord- K k m^ gestellt. 24. S^'Bezirksgericht Tschernembl, am Member 1884. (4292-3) Nr. 4786. Bekanntmachung. Dem Michael Miroslaviö von Vlilek Nr. 1, unbekannten Aufenthaltes, rück» sichtlich dessen unbekannten Rechtsnach. folgern, wurde über die Klage äe pillen. 14. August 1884, Zahl 4786, des Ive Pavlatoviö von Iankovme Nr. 11 wegen 66 Mark oder 36 fl. ö'st. Währ. Hnr Peter Perse von Tscherncinbl als Cu« rator 26 llowm bestellt und diesem der Klagsbescheid, womit zum Bagatellver. fahren die Taqsatzung auf den 20. Dezember 1864, vormittags 9 Uhr. Hiergerichts angeordnet wurde — zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl, am 15. August 1864. (4584-3) Nr. 7285. Nelicitation. Vom l. l. Bezirksgerichte Laas wird hiemit bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Jakob Präs-nil von Runarslo als Cessioniir des Franz Marluvtlc' von Topol die Rellci-lalion der zufulge Feilbletlmgsprotolollrs vom 16. Dezember 1882, Z. 10 678, von Francisca Mailoviiö von Raune »im 700 fl. erstandenen Realität »ud N,d..?iv. 208 llä Grundbuch Ortenea, bcw!U!akl und zu deren Vornahme die Tagsatzung auf den 4. Dezember 1884, vormittags 9 Uhr, Hiergerichts mit dem an. geordnet worden, dass obige Rcalltilt hiebci ntUhlgenfalls auch unter ocm Schätznnas-werte an den Meistbietenden wird hint» angegeben werden. K. l. Bezirksgericht «aas, am 29stcn September 1884. Mlig liis lM- unl! l.unllenlll'ilnlle! Unontbobrlieb 5ür »n IIu»ten, llvlger^elt, Verseulvlmunx, X»t»rrn unä XvueIlliU8ill,ft<»n unä ^luol<-liolion LrlolssL norden äureu muH8vnli2ft «ldllltono H.n«i-lconnuii^8> unä vknlc-8onroidou. äio 2ur Nin8iont auNio^on, ssonüss8«>,m d»8tütisst. 1 ßro88» l'lllgeuo 56 llr. Ür ist nirk8»m«r »18 »llo im llunäol vorllommeuäeu 8»lts unä ^vru^« unä llNs?onäl)»,l doi Drw»ou8ouon unä Tinäorn. v» 8iou äic«or von mir or^oussto 1craiui8oliy ^Iponlcrüuts^zlt » 56 llr. oiner ^ro88on Loliodtlioit orlrsut, i8t äi« ^r2oussunss äio8os 8»tto8 violen ^»«dabiuun^on unä al80 V«rilli8onuu^nn »U8^08et2t. Nr virä än,n«r von violvn. in äsr Vvrsitun^ äio8eu 8»lt«8 Dnelnx««elllten ullou^olllimt. D«. äi«8o I'l^i8ili(iütu in äor 6üto unä ^Virkunss äow von mir erxoußton llr2,ini8euou ^I^«n1ll^utor8llft,o doäsutonä u»c:n3toliou, 80 ol8uelio ivli lrvunälivll8t ä»8 v. t. kublicum, 8ioli von derartigen »u5 l'ardolMuHcnunss borudondyn unä diliissvreu nirkunß8io8yn 8»lton nioiit tku- 8dwn 2U 1»880N. I)io8or doi mir klioiujßlieb oent orioussto unä üuk sino 80lßl»1ti^o, ß».n2 l»v8on» »onÄvlv HletboH« lvu.8 äon lli8cdon ^l^iuigellvii ^Inoillcrüutorn im OKmzitllp^l»-ro.tv ßo^oouto krHwiZodo ^1l>on^rilut.or8^kt virä »tLill dossvlilt uuä tüßlicd z>oi l^o8t vor«ouäot nur au» ä«r ^oäo l'I»8<:no MU88 äor -M^^^Wz^ HlHtnoit vu^on nodi^o oisssn- MW^^^^ dünäiß« IIutolLonrilt traßon: MI ^ (4591—3) Nr. 6932. Erinnerung an Michael Rosmann von Unter-liefenthal und dessen allfällige Rechtsnachfolger unbekannten Aufenthaltes und Dasein«. Von dem k. t. städl..deleg. Bezirks« gerichte Rudolsswert wird dem Michael Rosmann von Untertiefenlhal und dessen allfälligen Rechtsnachfolgern unbekannten Aufenthaltes und Daseins hiemit erinnert: Es habe wider dieselben bei diesem Gerichte Anna Kukenberger von Gertsch. werch Nr. 23 die Klage Mo. Erlitzung aus die im Grundbuche ».ä Herrschast Ho» pfenbach Lud Berg-Nr. 62 vorkommende Oergrealität in Oertschwerch eingebracht, worüber die Tagsatzung auf den 9. Dezember 1364, vormittags s Uhr, bei diesem Gerichte angeordnet wurde. Da der Aufenthaltsort der Geklagten diesem Gerichte unbekannt und dieselben vielleicht aus den l. k. Erblanden abwesend sind. so hat man zu ihrer Vertretung und auf ihre Gefahr und Kosten den Herrn Dr. Josef Rosina. Advoca