^•cheint wöchentlich eechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitnng ' *6 Nr. 2670). Verwaltung u. Buchdruckerei (TeL Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva Ca Manuskripte werden nicht returniert. — Anfragen Rückporto beilegen. Inseraten u Abonnements-Annahme m Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatL 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatL 23 Din, für daa Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1'50 und 2 Din. Preis Din 1 '50 Mlmtwrer ftettutffl f thii I.I lili MCTTTmillTIII lili I llillil I Ol Hi *it. Licejska knjižn Ljubljana 150 Jahre amerikanische Verfassung Die Vereinigten Staaten von Amerika begehen in diesen Tagen mit besonderen Feierlichkeiten das 150jährige Jubiläum ihrer Verfassung. Wenn die Vereinigten Staaten mit Fei-®rn besonderer Art des Tages und der ^e‘t gedenken, an dem vor 150 Jahren, 17. September 1787 der Verfassungs-Konvent unter dem Vorsitz Washingtons ln Philadelphia seine Arbeiten mit der Annahme der Verfassung beschloß, so ha-oon sie ein Recht darauf stolz zu sein, denn wenn auch diese Verfassungsurkunde, die den damaligen Staatenbund der Kolonien, die sich unabhängig erklärt hat-*en, in einen Bundesstaat umwandelte, indischen 19 Abänderungen erhalten hat, Mcllt sie auch heute hoch das gültige Staatsgrundgesetz dar, das in 150 Jah-j’en so viel innere Kraft und Stärke enthielt, daß es allen Stürmen der Zeiten Widerstand. , Unter den gegenwärtigen Verfassungen 'M die amerikanische die älteste und die c'0zige, deren Grundsätze auch heute noch Gültigkeit besitzen. Dies erscheint umso Eigenartiger, als gerade die Vereinigten Staaten als das Land des Fortschritts angesehen werden, der sich um Tradition "o allgemeinen recht wenig bekümmert. Mwr das ist gerade das Merkwürdige an Lesern Land und diesem Volk, daß es in deiner Verfassung konservativer war, als aÜe die Länder, die sich die amerikanische Erfassung von Philadelphia zum Vorbild Nahmen. Man braucht nur einmal an die ^Menschenrechte« denken, die zum ersten Mal in der amerik. Verfassung niedergelegt worden sind. Sie waren Vorbild sür die Verfassungen in der französischen Revolution, sie tauchten wieder auf im frankfurter Parlament 1849 und haben ei-ne letzte Erwähnung sogar noch in der Weimarer Verfassung gefunden. Heute den ken wir darüber anders, weil nach unsrer Auffassung derartige Verkündigungen von Menschenrechten überhaupt in keine Verfassung gehören, sondern staats rechtliche Selbstverständlichkeiten sind. Gamals freilich waren sic politischen Notwendigkeiten vor allem im Kampf gegen (*en Absolutismus. Es ist außerordentlich interessant, daß v°n den eigentlichen Vätern der amerika-’üschen Verfassung James Madison und Mexander Hamilton ursprünglich etwas ganz anderes gewollt wurde, als später aut dem Verfassungskonvent aus ihrem Entwurf gemacht wurde. Vor allem setzte sich Hamilton für einen Einheitsstaat mit Marker Zentralgewalt ein, am liebsten hät U er dem damaligen monarchischen Zeitalter entsprechend auch dem neuen Amerika eine monarchische Spitze gegeben. scheiterten an dem Widerstand der ^genannten alten Staaten, die ein Leben für sich erstrebten und einen Staatenbund für geeigneter hielten als einen Einheits-Maat. Immerhin gelang es George Washington, dem ersten Präsidenten des neu-°n Reiches, die Meinung dahin zu klären, üaß sie sich für die Annahme der Verfassung, die einen Bundesstaat vorsah, entfiedern An der theoretischen Unterkel- i ca T. G. Masaryks letzte Fahrt Des Altpsäfidenten-Besreiers Abschied von Vrag / An den Beisetzungsfeier-liebfeiten beteiligten sich über 2 Millionen Menschen Prag, 21. September. In überaus würdiger und ergreifender Art und Wei se nahm heute Prag und die gesamte Tschechoslowakische Republik von ihrem Altpräsidenten-Befreier T. G. M a-s a r y k Abschied. Schon in den Früh stunden besetzten Hunderttausende von Menschen die Trottoirs der Straßen, die der Leichenkondukt planmäßig passieren sollte, um auf diese Weise dem Vater der Nation die ldtzte Ehre zu erweisen. Hunderte von Sonderzügen brachten die Trauergäste aus nah und fern, aber auch aus dem Ausland, nach Prag. Gegen acht Uhr früh waren nach rohen Schätzungen bereits mehr als zwei Millionen Menschen in den Straßen der Stadt angestaut. Militär, Legionäre und Sokoln bildeten die Absperrungsketten, um die Ordnung in den Straßen aufrecht zu erhalten. Nach acht Uhr trafen Präsident Dr. B e n e š, Ministerpräsident Dr. H o d -ž a, die Präsidenten des Senats und des Abgeordnetenhauses, die Generalität, das diplomatische Korps, die Familie des Ver storbenen und die ausländischen Staatsabordnungen am Hradschin ein, worauf die eigentliche staatliche Trauerfeier begann. Unter dem Geläute der Prager Kirchenglocken wurde der Sarg mit der sterb licheh Hülle Masaryks aus dem Plečnik-Saalo der Burg in den Schloßhof getragen, wo die Tribüne für die Trauergäste sich befand. Nun erklangen die Fanfaren, woran General S i r o v y zum Präsentieren der Gewehre kommandierte, in einer halbstündigen Rede entrollte sodann Staatspräsident Dr. B e n e š das Bild der hervorragenden Persönlichkeit Masaryks als Denkers, Staatsmannes und Sohnes seines Volkes. Die Batterien brachten mit 101 Schüssen ihren letzten Salut, worauf General Sirovy den Leichenzug über nahm. Vorne schritt der schwarz verhängte Schimmel, das Lieblingsreitpferd Masaryks. Die Generale hoben den Sarg auf eine motorisierte Laffette, hinter der die Angehörigen, Präsident Dr. Beneš, die Gesamtregierung und die übrigen offiziellen Trauergäste schritten. Der Leichenzug bewegte sich in jenen Straßen, in denen Masaryk einst als Befreier einzog. Auf dem Wilson-Bahnhof wurde der Sarg in den Waggon gehoben und nach letzten Ehrungen nach Lana überführt, wo die provisorische Beisetzung in einem kleineren Kreise von höchsten Trauergästen erfolgte. Der italienische Kriegsminister bei unseren Manövern UNTERSTAATSSEKRETÄR GENERAL PARI ANI HEUTE IN ZAGREB EINGETROFFEN. Zagreb, 21. September. Mit dem um 7.20 Uhr früh in Zagreb einlangenden Schnellzug ist der Unterstaatssekretär des italienischen Kriegsministeriums General P a r i a n i eingetroffen. Am Bahnhof erwarteten den Gast der jugoslawischen Wehrmacht mehrere Generale mit einer Ehrenkompagnie und der Musikkapelle, die die italienische Königs hymne und die jugoslawische Staatshymne spielte. Der Unterstaatssekretär nahm den Rapport des Kommandanten der Ehrenkompagnie entgegen und schritt dieselbe mit den jugoslawischen Generälen ab: General Pariani begibt sich an der Spitze der bereits in Zagreb weilenden italienischen Militärmission zu den großen Kulpa-Manövern. Italien beteiligt sich an der Kontrolle GÜNSTIGES PRESSE-ECHO DER UNTERREDUNG CIANOS MIT DEN SCHÄFTSTRÄGERN FRANKREICHS UND ENGLANDS. GE- wurde. London, Paris und Rom scheinen den Weg zu gehen, der zur Unterzeichnung des Abkommens von Neuß führt. Sin Höhenrekord im Gegelfluge 4900 Nieter mit einem Doppelsitzer hochge-slogen. B erli n, 21. 'Sept. Der Gegelflughaupi Iefjrec I t I I c r von Iber Reichsschule für Segelflugsport 'Grumm in Schlüssen vollbrachte mit einem zweiten Segelflieger als Fluggast in dem Doppelsitzer-Segelflugzeug „Kranich" einen Höhenweltrökord von 490Ö Meter. Die letzte Bestleistung dieser Art imar von dem Segelflieger Spilger mit 2276 Meter ausgestellt morden. Stapellauf eines JersMeres in Livorno. R o nt, 21. Sept. Aus der Werste in Livorno ist der große moderne Zerstörer „Miere" vom Stapel gelaufen. London, 21. September. Das DNB meldet: Das Kommuniquee über die jüng ste Aussprache zwischen dem italienischen Außenminister Graf' C i a n o und den beiden römischen Geschäftsträgern Englands und Frankreichs wird von der Londoner Presse eingehendst kommentiert Der »D a i 1 y T e 1 e g r a p h« spricht die Hoffnung aus, daß das Problem der Mittelmeer-Kontrolle nun doch eine zufriedenstellende Lösung gefunden habe. Die »D a i 1 y M a i 1« begrüßt den Umschwung in Rom und meint, die Zusammenarbeit Englands, Frankreichs und Italiens wünsche ganz Europa, nur Moskau nicht. Die Mitarbeit Italiens an der Mit- telmeerkontrolle würde die Anstrengungen Chamberlains um eine Verbesserung der englisch-italienischen Beziehungen erleichtern. Paris, 21. September. Das »J o u r-n a 1« schreibt: Die Note des Grafen Liano beweist, daß der erste Schritt im Nachlassen der Spannung getan ist. Die italienische Note vom 14. d. M. war negativ. Die jüngste Note ist bereits positiver Natur. Italien hat nach der grundsätzlichen Ablehnung eine grundsätzliche Zustimmung in aller Stille gemacht. Die »R c p u b 1 i q u e« schreibt: Es scheint daß der englisch-französische Schritt in Rom mit Erleichterung aufgenommen Frankreich wurde in der ersten August -'Hälfte von einer solchen Hitzewelle heimge-sucht, daß die schönen Wachsfiguren in den Schaufenstern von einigen Friseuren und Modegeschösten schmolzen. In Colditz, Sachsen, verschluckte ein Arbeiter eine Sicherheitsnadel. Nach einiger Zeit verspürte er Leibschmerzen und unterzog sich einer Blinddarmoperation. wobei erstarb. Die Sicherheitsnadel wurde nicht weit vom Blinddarm gefunden. Eine Lehrerin, die täglich zur Schule fliegt, gibt es in Uorkshire, England. Dorfe Z ü r i c h, 20. September. Devisen: ßeogracl 10, Paris 14.71, London 21.5775, Newyork 435.375, Mailand 22.9250, Berlin 174.70, Wien 79.60, Prag 15.21, Amsterdam 240.30, Brüssel 73.30, Warschau 82.30, Bukarest 3.25. lerung der Verfassung war Washington der Soldat und Mann der Tat, nur wenig beteiligt, doch setzte er sich mit seiner gan zen Persönlichkeit für die Annahme des Staatsgrundgesetzes im Konvent durch, sodaß er mit Recht zu den Vätern der amerikanischen Verfassung gezählt werden kann. Vergleicht man die amerikanische Verfassung mit der Fülle der Verfassungen des 19. Jahrhund., fällt der Unterschied sofort ins Auge. Diese erblickten in den Verfassungsurkunden ein Schutzmittel ge- gen Ausschreitungen der Staatsgewalt, die amerikanische Verfassung sucht sich gegen Auswüchse der demokratischen Freiheit zu schützen. So ist es zu verstehen, daß unter dem dritten Präsidenten Thomas Jefferson (1801 bis 1809), der wenige Monate vor seinem Amtsantritt errichtete Oberste Gerichtshof der Union zum Hüter der Verfassung gestaltet wurde, eine Rolle, die er bis auf den heutigen Tag durchgeführt hat. Verfassung und oberster Gerichtshof sind die beiden Pole, zwischen denen sich das staatliche Leben in den Vereinigten Staaten abspielt. Nicht im mer haben die Amtswalter der Verfassung, also der Präsident, Staatssekretäre und das Parlament, im Einklang mit dem Obersten Gerichtshof gestanden. Des öfteren sind tiefgehende Konflikte zwischen beiden ausgebrochen. Es zeugt von der unverminderten Lebenskraft der in der Ver fassung verankerten gesunden Grundsätze, daß es darüber niemals zu einer Staatskrise gekommen ist. Und das ist in der Tat das Bewunderns wiirdi&e an dem Verfassungsgesetz über- Die Einigung Zagreb— Beograd rextuell niedergekegl DIE PROZEDUR BEZÜGLICH DER RED AKTION DES ABKOMMENS ZWISCHEN DR. MAČEK UND DER VEREINIGTEN OPPOSITION. haupt, daß die Väter der Verfassung die wahrscheinliche Entwicklung des neuen Staatsgebildes der Vereinigten Staaten von so hoher Warte überschauten, daß auch heute nach 150 Jahren bei aller selbstverständlichen den Zeiterfordernissen angepaßten Veränderung der technischen Struktur der Staatsverwaltung der Geist der Verfassung unverrückbar der gleiche geblieben ist. Und nicht nur das allein, er wird auch noch für absehbare Zeit durchaus in der Lage sein, richtungweisend zu wirken. Mussolinis Besuch in Deutschland Der Duce fährt am 25. d. Über Innsbruck. Ein: deutsche Auslegung dieses Staatskwsuchs W i c n, 21. Sept. Der ita Keltische Ministerpräsident Benito M u s s oli ni wird um 25. d. um 19.30 Uhr auf seiner Durchreese nach Deutschland in Innsbruck eintrsf-feii. Am Innsbrucker Bahnhof wird eine Eh renkompagnie des Buckoesheeres mit der Musikkapelle dem italienischen Regierungschef, d« 'Militärischen Ehren erweisen. Š e r 'I i n, 21. Sept. Die „D e utsch e A l'l g e m e i n e Z e i t u n g" schreibt Mint bevorstehenden Besuch Mussolinis im Zusammenhänge mit den vevschiedenMchen Ausland skommen-taren, das; weder Deutschland noch Italien in der Achse Rom-Berlin einJnstrnment sehen, mit dem man heute den Engländern eher morgen irgendeiner anderen europäischen Nation einen Schlag versetze. sondern für Deutschland sei diese Achse eine Stärkung des europäischen Fahrzeuges schlechthin, dem aus seiner Fahrt in den Frie den große Minen in 'sen Weg gelegt würden. Wir sehen in Mussolini — schreibt das Watt — nicht den Gegner Englands, sondern 'den italienischen Bolksführer, der die berechtigten Ansprüche seines Landes in der ÄM vertritt. Wenn England bereit ist. die ikabienische. Gleichberechtigung wie die unsri-ge »wichtig anzuerkennen, sind wir die ersten, die einen englisch-italienischen Ausgleich begrüßen werden, denn auch unsere Hvlchik 'bleibt auf einen solchen Ausgleich mir England hin gerichtet, wie er durch das MnwwWcunniei, wrherekct worden ist. JSji6fß*d§t& ch. Minister Dr. Rogiö in Ljubljana. Auf seiner Jchpeftionsrejst durch Slowenien traf 'der Minister für körperliche Ertüchtigung Dr. R o g i č Montag vormittags in Be-cheilang desWabinettscheis Ing. A r a L iv und des Fachabteilungschefs Prof. Ulaga über Gelse und Kammk int Auto in Ljub-Isana ein, wo er von Vertretern der Behörden empfangen wurde. Später stattete der Minister dem Banns Dr. Natlačen einen Besuch ab und empfing den Vizebür-ger-meister Dr. R a v n i h a r und die Ber-tveter der einzelnen Sportorganisationen. Nach einem intimen Mittagessen im Hotel „Union" besfkhtigte Dr. Rogič die Sportanlagen, die Sotolturuplntze und das Feuer-wehrdepot, wobei die Wehrleute gutgelungene Hebungen - vorführien. Abends kehrte der Minister- nach Beograd zurück. l«. Stztszeichtmng. Mir dem St. Suvaorden 4. Klaffe wurden die Bezirksärzte Dr. Julius P o l e c in Kamnik und Dr. Drago B i h in e t in Kasko ausgezeichnet. ln. Kommemoration für Niasaryk. Montag abends veranstaltete die Jügosla-wisch-tschechasivivakische Liga in Ljubiijana im Phil harmomiesaal eine Trauevluudgebung für de« mnstv.rbenen Altpräfidenten der Tsche-chöstonxMphen Republik T. G. Masaryk, an der auch die Vertreter des öffentlichen Lebens mit iBanns Dr. N a t l a een an der Spitze- teitiKchiiK-n. Das Philharmonieorche-ster brachte unter 'der Leitung des Operndi-roktors-P:o l'i e einen E'hvrol zum Bortrag, worauf Bereinsobmann D. S t a r e eine GsiageicheitÄichdung rezitierte. Es folgte ein Trauer kontert. wobei auch die Opernsänger Frl. V i d a l, Frau B e r not- 'G olob und B a u o v e c mitwirkten. Die Trauer-kuudgebung 'wunde vom Ljubljanaer Radio iiberfmgßn. In. LusHchutzlttmng in Trbovlje. Im Kohlenrevier Trbvvlse wurde dieser Tage eine grogangelegte Luftschutzübung bei Tag durch geführt. Ein feindliches Flugzeug, von Zagreb fciiimcn-'). warf Brand-, Zerstörun---und Gasbomben auf mehrere Objekte und B e o g r a d, 21. September. Die drei Delegierten der Vereinigten Opposition, die in Zagreb die grundsätzliche Einigung mit Dr. Maček erzielt haben, setzten gestern ihre Arbeiten am Text der Vereinbarungen fort. Nach erfolgter Fertigstellung und Korrektur des Textes wird derselbe den 3 Chefs der vereinigten Opposition unterbreitet werden. Die Chefs werden zunächst einzelweise und dann gemeinsam den Text prüfen, ihre Abänderungen und Randbemerkungen zufü-den und dann erst die Unterschriften ge- G e n f, 21. September. In der heutigen Sitzung des Plenums des Völkerbundes* deren Vorsitz A g a K h a n führte, stand die Wahl Spaniens und der Türkei in den Völkerbundrat zur Diskussion. Die Mandate der beiden Länder waren nämlich erloschen. Freigeworden ist ferner der chilenische Sitz. Angemeldet wurden die Kandidaturen Spaniens, Irans, Perus und der Türkei. Bei der darauf folgenden Abstimmung, die nach dem Alphabet vor genommen wurde, erhielt Spanien nur 23 Stimmen von 52 anwesenden Staaten. Für die Wahl wären jedoch mindestens 32 Stimmen erforderlich, d. i. zwei Drittel. Der Mißerfolg der spanischen Kandidatur war offenkundig: die Mehrzahl der Staaten wollte den republikanischen Vertreter Juan Negrin nicht wählen, um mit dem nationalen Spanien nicht in Konflikt zu geraten. Aber auch die Türkei -vermochte die erforderliche Zweidrittelmehrheit für ihre Kandidatur nicht durch hetzen, denn es Stimmten für die Türkei inur 25 Vertreter. Um 11.55 Uhr nahm die Völkerbundversammlung den Tätigkeitsbericht über das Vorjahr entgegen. Nachmittags wählte die Versammlung anstelle der Türkei und Chiles die Vertreter Irans und Perus mit 48 bzw. 46 Stimmen in den Völkerbundrat. Für den Sitz, um den sich Spanien bewarb und der nach den Satzungen erst 48 Stunden später zur Wahl gelangt, haben Belgien, Oesterreich und Ungarn ihre Kandidaturen angemeldet. Nach der Wahl wurde dem Vertreter Mexicos das Wort erteilt. Redner ver- Platze ab. Die Feuerwehren sowie die Ret-'iungsabteilungen löschten sofort die angenommenen Brände bzw. entgasten die vergifteten Gegenden. Nachts wurde die Hebung wiederholt. In. Todesfälle. In Ljubljana verschieden der Schulleiter i. R. Albert Dom! n c o im Aller von 73 Jahren und der Holzhänd-lcr Leo J.e sl o v š c k ans Logatec. — In 'Sandija bei Novo mesto starb der penisismer-te Pfarrer Marlin s k e rj a n e c im Alter von 67 Jahren. lu. Deutsche Automobilisten in Ljubljana. Auf ihrer Ballanfahrt traf die Kolonne der reichisdeuischen Autofahrer, 83 an der Zahl, mit 37 Sagen von Bled, wo die Gäste übernachtet hatten, Montag vormittags in Ljubljana ein, wo sie von Mitgliedern des dortigen Automobilklubs empfangen wurden. Im Hotel „Metropol" wurde ihnen ein Imbiß serviert, worauf sie die Fahrt gegen Zagreb fortsetzten. lm Ein neues Kinderheim ist im Stadtteil Zelena.Jama (Moste) in Ljubljana int Entstehen begriffen. Dort errichtet die Binzen-tius-Konferenz ein größeres Gebäude, das im nächsten Jahr, seiner Bestimmung übergeben tocrifren wird. ben. Wie in diesem Zusammenhänge verlautet, wird Miša Trifunovič nach Knjaževac reisen, um Aca S t an o j e -v i č sowohl mit dem Text als auch mit den Auffassungen vertraut zu machen, die in dieser Hinsicht bei Ljuba Davido-v i č und Joca Jovanovič vorherrschen. Erst nach Einholung der Einsichten von Aca Stanojevič kann der Text als definitiv redigiert betrachtet werden. Bei der Vereinigten Opposition herrscht im Hinblick auf die erzielte Einigung eine zuversichtliche Stimmung. wies auf die Gefahren der Spanien-Lage und erklärte ganz offen, daß die mexica-nische "Regierung Valencia moralisch und materiell unterstütze, weil sie dies für ihre Pflicht halte. Die Nichteinmischungs politik habe Bankrott gemacht. Der Ueberfall, dessen Opfer Spanien sei, müßte durch den Völkerbundrat entschie den werden. Mexico bedauere es ferner, daß die Maßnahmen gegen die Piraterie nicht im Rahmen des Vöfkenbtmdes. zustande gekommen seien. Gen f, 21. September. In seiner Rede im Plenum der Völkerbundversammlung erklärte der englische Außenminister Eden, daß Großbritannien genötigt sei, ein sehr bedeutsames Aufrüstungspro-gramm durchzuführen. In England seien heute Kriegsschiffe mit einer Gesamttonnage von 450.000 Tonnen im Bau begriffen. Die englische Aufrüstung betreffe außer der Kriegsflotte in hohem Maße auch die Luftflotte. Nach erfolgter Begründung der englischen Rüstungen kam Eden auf den spanischen Bürgerkrieg zu sprechen. Der Minister betonte, daß der Londoner Nichteinmischungsausschuß in hohem Maße dazu beigetragen habe, den Ausbruch eines europäischen Krieges zu verhindern. Die englische Regierung sei auch heute noch bereit, keine Anstrengungen zu vermeiden, um zu ver hindern, daß der Krieg auf ganz Europa übergreife. Bezüglich des Konfliktes im Fernen Osten erklärte Eden, die Ausführungen des Führers der chinesischen Delegation Dr. Wellington Koo hätten die Versamm lung mit tiefem Schmerz erfüllt, da die Feindseligkeiten nicht nur schwere Leiden verursachen, sondern auch großen Schaden für den internationalen Handel. Roosevelt verteidigt die Demokratie London, 20. Bept. Präsident R o o-feuert hielt anläßlich der Hundertfünfzigjahrfeier der amerikanischen Verfassung eine Festrede, in der er sagte: „Der Gefahr, daß wir in einen Krieg verwickelt werden könnten, treten wir voll Vertrauen entgegen. Diesbezüglich kennt die Regierung eure Auffassung und ihr kennt die Auffassung eurer Regierung. Aber es erfordert noch mehr Weitblick, Intelligenz und Geduld, um so nie len Angriffen auf die Moral einer Demokratie entgegenzutreten/ welche die Ausbreitung der Diktaturen bedeutet. In der letzten Zeit wurde in verschiedenen Teilen der Welt die demokratische Idee der Regierung als Vertretung des Volkes zum Kampfe her-ausgefordert. Wir leugnen nicht, daß die. Methoden jener, welche die Demokratie her-ausfordern, mögen sie nun Kommunisten oder Militärdiktaturen heißen, für viele Bor teile gebracht haben, die sie unter einer De- der Freiheit, der Rechie des Jnßiv!01111’11^ Ihre Führer verlachen alle konstitutivne ^ Verfassungen, sie sehen voraus oaß Ü)rc < genen Methoden kopiert werden würden 11 _ prophezeien das Ende der Demokratie in ganzen Welt. Die Auffassung und diese VorausiachU verneinen wir, die wir an sie Deniokra glauben, und das ist die überwältige" Mehrheit der Staaten der Erde und die wältigende Mehrheit oer Völker der .' Mr basieren unsere Auffassung auf 31061 ewig gültige Tatsachen. Erstens werden derne Männer und Frauen letzten Endee > mer aus dem Rech bestehen, «elbst zu lCÖ’' len, wer sie regieren soll. Der zweite ®rl11' ist. daß diese neuen Regierungsformen 1' nicht in eine Situation gebracht haben, duE die die Zivilisation selbst bedroht ist-stungen und Defizite türmen sich. Handels' schiffe werden auf offener See bedroh-Furcht erfüllt die ganze Welt. Furcht vor Angriffen, Furcht vor Invasion und Rcv>' sion und Todesfurcht. Das amerikaniW Volk ist entschlossen, diese wachsende GefE von seinen Gestaden fernzuhalten. Roosevelt betonte dann seine EntschloffsW heit, die Politik des New Deal weiterzufm" ren. Aus AmIfddhA i. Die Mutter des Handelsministers ge‘ storben. In Zagreb ist Frau Helene Dimitrov, die Mutter des Handelsnii"'' sters Dr. Milan Vrbanič, im Alter von 79 Jahren gestorben. Die Verstorbene war eine in den Zagreber intellektuellen Kreisen sehr bekannte und geschätzte Dam6, i. Dr. Trumbič besuchte Dr. Maček. Def Abgeordnete Dr. Ante T r u m b i č besuchte am vorigen Samstag den in R°' gaška Slatina zur Kur weilenden Dr. Via' do M a č e k, mit dem er eine mehrstiifl' dige Unterredung hatte. i. Der bulgarische Ministerpräsident Kjuseivanov hatte auf der Durchreis6 durch Beograd nach seiner Rückkehr aus Genf am Beograder Bahnhof eine Unterredung mit dem Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Außenministers Innenminister Dr. Korošec und hohen Beamten des Außenministeriums, woran* er die Fahrt nach Sofia fortsetzte. i. Der französische Generalstabschef General Gamelin ist aus Paris abgereist» um an den jugoslawischen Herbstmanövern an der Kulpa teilzunehmen. Na6" Beendigung der Manöver wird Genera« Gamelin für einige Tage in Beograd Aufenthalt nehmen, um sich später an den rumänischen Manövern zu beteiligen. i. Schließung des Krankenhauses Sarajevo? Da im heurigen Jahre die Kredite für das Krankenhaus in Sarajevo uff1 20 Prozent gekürzt wurden und auch d*6 auf diese Weise geschmälerten Kredit6 erschöpft sind, hat sich die Spitalsleitung entschlossen, das Spital zu schließen, da sie nicht mehr in der Lage ist, die Kranken zu verköstigen. Die Schließung könn te nur durch Gewährung neuer Kredite verhindert werden. i. 4 Millionen Analphabeten in Jugoslawien. Die Beograder »Prav d a« befaßt sich mit dem Analphabetismus Jugoslawien und schreibt, daß die Zahl der des Lesens und Schreibens Unkundigen in Jugoslawien vier Millionen betrage. Im Lande gebe es 30.345 Lehrer. Lh" den Analphabetismus wirksam zu bekämP fen, müßten noch 10.000 Lehrer eingestellt und 3400 fehlend Volksschulen eröffnet werden. i. Katastrophales Schadenfeuer in Zagreb. ln Zagreb ist im Hause Frankopan-Gasse Nr. 9 am 20. d. M. abends auf dem Dachboden ein Schadenfeuer ausgebrochen, welches so rasch um sich griff» daß der Dachstuhl-einige Minuten darauf hell in Flammen stand. In den Dachbo-denräumen des Hauses befindet sich ein Büchermagazin des Wochenblattes »D a' n i c a«, dessen Eigentümer Joe M a t o š i č bekanntlich in heftigen Poletni' mit Dr. Maček steht. Die alsbald am Brandplatz angerückten Feuerwehren konnten das Feuer in relativ kurzer Zeit lu. Die Missionsausstellung „Indien", die auf der .Herbstmesse in Ljubljana neben der Journalistenausstellung im Vordergründe des allgemeinen Interesses stand bleibt noch bis Sonntag, den 26. D. geöffnet m»ua-iie, loonuo vie>e ihre Funktionen erfüllt, nicht erhalten könnten. Die Arbeitslosigkeit wurde verringert, selbst wenn das nur auf die irrsinnige Erzeugung von Kriegsmaterial -urückzuführen.ist. Die Ordnung wird i rektor H e i n e I t, versuchte einige aufrecht erhalten, wenn auch nur auf Kosten j ner Sachen zu bergen und wurde lokalisieren. Unter den Bewohnern < stand eine Panik. Ein Hausbewohner, te kt NkttdiiiikttMiiiIm SPANIEN UND DIE TÜRKEI NICHT IN DEN RAT GEWÄHLT. — IRAN UND PERU ERHIELTEN SITZ UND STIMME AUF DREI JAHRE. — EDENS AUSFÜHRUNGEN IN DER VERSAMMLUNG. ^Ufregung vom Schlage getroffen, so daß l ,alc* nach der Einbringung ins Kranbaus verschied. • Tod eines Zagreber Patriziers. In l8reb ist am 20. d. M. der Großgrund-;sitzer Stanko A n d r i j Za be Al; „ _________ { ter von 63 Jahren gestorben. Er gehör-I e'ner alten Patrizierfamilie an, aus der reits zwei Zagreber Bürgermeister u. n Abgeordneter des Preßburger Kon-Sses hervorgegangen sind. '• Unterstaatssekretär a. D. Andra Pe-^°vic gestorben. In Beograd ist der Un- ^Staatssekretär des Finanzministeriums ^ - Andra Petrovič im Alter von Jahren gestorben. Petrovič war wäh-nd des Krieges königlich serbischer De-Sierter in Paris. Nach dem Kriege iiber-ahin er den Posten eines Generaldirek-rs der Steuern. *■ Der Chef des türkischen Generalsta-a s Tefzi Tschakmak ist am 20. d. M. $.n der Spitze der türkischen Militärmis-'°n an Bord des modernen Zerstörer da Tepe« in Split eingetroffen und d militärischen Ehren empfangen wor- ^en- General Tschakmak wird an den ^dpa-Manövern teilnehmen. Nach der egrilßung besichtigte er die Sehenswür-'Skeiten der Stadt. Abends wurde im °tel »Bellevue« für 18 Herren der tiir-,'sehen Mission ein intimes Souper gegeben. - '• Die Bahnstrecke Varaždin — Kopriv 'ca wird nach Fertigstellung des letzen Kilometers am Mittwoch, den > d. M. durch Einschlagen des letzten chienennagels bei Ludbreg für fertigge-;teUt erklärt werden. Die Bürger von -udbreg haben für diesen Anlaß die Mit-e* zur Bewirtung der Arbeiter und In-^nieure aufgebracht. Jeder Arbeiter er-das Nachtmahl und einen Liter ein. Für die Ingenieure und Gäste ist Cltl Bankett vorbereitet. '• Der Passagierflugverkehr mit Du-r°vnik ist unterbrochen worden, u. zwar . c$halb, weil der Flugplatz in Konavlje Holge der letzten Regengüsse sich buch-äblich in einen See verwandelt hat. Die ’r°atische Presse führt berechtigte Kla-jje darüber und wirft dem »Aeroput« vor, em Flugverkehr in den kroatischen Protzen nicht die erforderliche Sorge zu 'v'dmen, '- Der Liebesroman einer Kranken-°chwester. In Šibenik hat die Kranken-A'hwester Albana — ihr bürgerlicher Na-|ne ist Maria M o š t c č a k — die in-,erne Abteilung des Krankenhauses für firner verlassen, um dem Chauffeur Ante t o § j č, den sie vor Monaten als Pa-'Onten kennen gelernt hatte, zum Traualtar zu folgen. Schnellzugslokomotive rädert ein 10-jahriges Mädchen. Am 21. d. M. nachmit-a8s übersetzten die 10jährige Staatsbah-aerstochter Stefanie Cesaric und die jährige Fleischerstochter Nada Kraš e' Borongaj unweit von Zagreb die Bahn j^feke. Die in ihr Gespräch vertieften Mädchen bemerkten nioht das Heranna- Em Wahrzeichen Wiens, Die NotunDe, Durch Feuer völiig Zerstört i Die Wiener Rotunde, ein Kolossalbau aus der Zeit der Weltausstellung am Ende des vergangenen Jahrhunderts, ist ein Raub der Flammen geworden. Noch am letzten Sonntag diente die Rotunde als Ausstellungsgebäude für die Herbstmesse. Unser Bild zeigt den Brand des Kolossalbaues. (Scherl-Bilderdienšt-M.) Mißlungene „Entführung" eines spanischen Tauchbootes EIN SENSATIONELLER VORFALL IM FRANZÖSISCHEN BREST. KRIEGSHAFEN Brest, 21. September. Im französischen Kriegshafen Brest ereignete sich gestern abends ein sensationeller Vorfall. Eine Gruppe von 12 Personen versuchte nach einer Mitteilung der Hafen-polizei das hier in Reparatur befindliche spanisch-republikanische Tauchboot »C 2« zu entführen. Unter den Entführern befand sich auch der Kommandant des nationalspanischen Tauchbootes »L 4«. Die Mannschaft des »C 2« befand sich auf dem Festland' auf Urlaub. An Bord befand sich nur der Kommandant Fernando mit 9 Mann. Um 10.30 Uhr kam ein Boot mit 12 Zivilisten dicht an das U-Boot heran. Die Zivilisten gingen gleich an Bord und drangen ins Innere. Fernando wurde aufgefordert, das U-Boot mn den Preis von 3 Millionen Peseten zu übergeben. Fernando lehnte dies ab. Die Nationalisten fesselten ihn sodann und warfen ihn ins Boot, ebenso acht Matrosen. Der neunte Matrose blieb versteckt. Die Nationalisten glaubten nun, das Tauch-Boot bereits übernommen z. haben u. setzten d. Maschinen in Gang. Der versteckte Matrose schoß nun einen Nationalisten über den Haufen, während die übrigen unter Mitnahme der Gefesselten flüchteten. Der Matrose alarmierte' sodann die Hafenpolizei, die ihre sofortigen Recherchen aufnahm. Der Anführer der Nationalisten wurde mit sechs Mann verhaftet. hen des Eilzuges Nr. 306, der mit großer Geschwindigkeit in der Richtung auf den Zagreber Hauptbahnhof einfuhr. Im nächsten Moment war das Unglück geschehen. Stefanie Cesarec wurde buchstäblich zermalmt, während ihre Freundin schwer verletzt zur Seite geschleudert wurde. i. Selbstmord eines Scheriatsrichtei s. In Sarajevo hat sich der Scheriatsrichtei" u. frühere Kadi in Višegrad, Hassan H a d-ž i h a 1 i 1 o v i č, in einem Anfall von seelischer Depression mit einem Rasiermesser die Kehle aufgeschnitten; er ist bald nach der Einbringung ins Spital gestorben. i. Drei Bauern beim Ueberquerung eines Drauarmes ertrunken. In Gol bei Koprivnica versuchten die Besitzer Paul Petrovič, Stefan Večenaj, Ivan Lovkovič u. Andreas Lovkovič mit einem kleinen Kahn einen Arm der Drau zu überqueren. ln der Mitte kippte der Kahn plötzlich um und alle Insassen fielen ins Wasser. Nur Andreas Lovkovič vermochte sich durch Schwimmen zu retten, die drei übrigen Insassen fanden nach verzweifeltem Ringen mit den hochgehenden Wellen den Tod. Die Leichen konnten bislang noch nicht geborgen werden. i. Der gestürzte Khedive Abbas Hilmi II. in Dubrovnik. Am 19. d. M. ist in Dubrovnik an Bord seiner Luxusjacht der vom aegyptischen Throne gestürzte Khe dive Abbas Hilmi II., ein Onkel des Königs Farouk, eingetroffen. Der Khedive besichtigte die Sehenswürdigkeiten der Stadt und reiste dann nach Sarajevo weiter, wo er einige Tage Aufenthalt zu nehmen gedenkt. Seine Jacht erwartet ihn wieder in Dubrovnik. Die Reise führt ihn dann nach der Boka Kotorska und und nach Griechenland weiter. Neuer Gieg Des jungen „GchachwunDers" Keres Baden, 20. September.1 Die gestern aus-getragene neunte Runde des Internationalen Schachgroßturnicrs in Baden brachte neuerdings einen in überlegenem Stil erfochtenen Sieg des 21jährigen „Schachwunders“ K c-r c s. Er führt nun mit zwei Punkten Vorsprung und dürfte in den noch folgenden Runden kaum mehr ein geholt werden. Die internationale Schachwelt erblickt in ihm schon den Sieger im Turnier der Wellmei-stcrschaftsanwärter. Ke res (Estland) traf mit Ragosin (Rußland) zusammen, der ein Damengumbit angenommen hatte. Nach Damentausch entspann sich auf dem Damenflügel ein Bauerngefecht, bei dem Kcres nach einem verfehlten Vorstoß des Gegners zwei Bauern eroberte und mit den Türmen ins gegnerische Lager eindrang. Zwei verbundene Freibauern marschierten unaufhaltsam zur Damenverwandlung und die schwarze Front wurde nach verzweifelter Gegenwehr förmlich erdrückt. Im 40. Zug gab Ragosin auf. Das interessanteste Treffen dieser Runde war die damenindische Partie Reshct-skys gegen Eliskascs. Der Amerikaner hatte eine mächtige Blockadestellung aufgebaut, und erst in der fünften Kampfstunde, als Reshcvsky in Zeitnot geraten war, kam Eliskascs zu Atem. Er unternahm einen konzentrischen Gegenangriff, wonach es zu schweren Verwicklungen kam. Aber die unerhörte Nervcnkraft des jungen Champions aus Amerika triumphierte. Eliskases übersah ein Mattnetz und mußte im 56. Zug aufgeben. Capablanca spielte gegen P etrov mit überraschend geringer Initiative. Die nimzo-indischc Partie verflachte bald nach der Eröffnung und im ausgeglichenen Endspiel wurde nach .35 Zügen remis gegeben. Auch 1 lohr und F i n e vermochten in einem angenommenen Damengambit keinerlei Vorteile zu erringen. Nach kurzem štel lungskampf schloß das Endspiel im 30. Zug unentschieden. Turnier sta n d vor der zehnten Runde: Keres 7, Fine 5 (eine Hängepartie), Capablanca 5, Reshcvsky 4 (3), Flohr 4(1), Ragosin 31/», Eliskases 2^2, Petrov 2 (1). Heute haben die Hängepartien begonnen. Dienstag ist Ruhetag. Mittwoch beginnt die zehnte Runde. Die für morgen angesetzte Simultan Vorstellung Capablan-cas wurde auf Wunsch des ermüdeten Exweltmeisters auf Dienstag den 28. September verschoben. DeutWanDZ neuestes unD bequemstes Orvß-Neiseflugzeug Bi Dessau wurde soeben das in den Junkers-Werken gebaute neueste und bequemste deutsche Groß-Reiseflugzeug der Oelfentlichkeit vorgeführt. Es ist die viermotorige Ju 90, ein Ganzmetalltiefdecker mit einem Aktionsradius von etwa 1600 bis 2000 und einer Reisegeschwindigkeit von durchschnittlich 350 Stundenkilometer. Unsere Bilder zeigen einen Teil des gewaltigen Flugzeuges, das mit einem Traktor auf das Flugfeld gezogen wird, und ferner einen Ausschnitt aus dem 40 Personen Raum bietenden Fahrgastabteil, das bequemer eingerichtet wird als die Kabinen eines modernen D-Zugswagens. (Scherl-B.-M.) Aus Stadt und Umtetom Der GOachwettkampf der Städte Graz und Martbor SCHÖNER ERFOLG DER MARIBORER SCHACHREPRÄSENTANZ. Dienstag, den 21. September IDie Wunderaffen Als im Rahmen der vorjährigen Mari-borer Festwoche der Schach-Städtewettkampf Maribor—Graz ausgetragen wurde, bei welchem das Resultat für Maribor ein ziemlich schwaches war, wurde beschlossen, das Revanche-Match in Graz stattfinden zu lassen. Nunmehr benützte der Landesschachverband für Steiermark in Graz die Gelegenheit der Grazer Herbstmesse, um die Schachorganisationen von Maribor zum Revanche-Match für Sonntag, den 19. September einzuladen. Die Mariborer Equipe fuhr unter Leitung ihres verdienstvollen und agilen Sekretärs Herrn Prof. Sila vergangenen Sonntag nach Graz. Die Stadtgemeinde Maribor stellte in richtiger Würdigung der Bedeutung dieses Städtekampfes den Teilnehmern den Autobus zum ermäßigten Fahrpreis zur Verfügung und Herr Di-. rektor Loos vom »Putnik«, der an der Fahrt teilnahm, besorgte die nötigen Formalitäten für die Grenzüberschreitung. Die Mariborer Equipe, zusammengesetzt aus den besten Spielern (an der Spitze unser Großmeister Herr Vasja Pirc), begab sich in bester kampffreudiger Stimmung in den Schachkampf. In Graz, von den Vertretern der Schachwelt herzlichst begrüßt, wurden die Mariborer Schachspieler in den schönen Saal des Hotels »Erzherzog Johann« geleitet, wo der Beginn des Wettkampfes für 9 Uhr angesagt war. Nach herzlichen einleitenden Worten begrüßte der Präsident des Grazer Schachverbandes Herr Kommerzialrat Engelhofer die Mariborer Schachrepräsentanz, besonders den Groß meister Pirc und die zahlreich erschienenen Kiebitze und überreichte dem Mariborer Schachklub zum Danke für den im Vorjahre gespendeten Springer ein großes Wand-Schachbrett mit kunstvoll handgeschnitzten Figuren. Herr Professor Sila dankte in herzlichen Worten für das kostbare Geschenk, worauf der Turnierleiter Herr W i n k 1 e r die Namen der auf 21 Brettern zusammentreffenden Spielern verlas. Maribor hatte auf den ungeraden Brettern weiß, gespielt wurden 18 Züge pro Stunde, erste Zeitkontrolle nach 2 Stunden. Schon bald war zu erkennen, daß Maribor wirklich seine besten Spieler aufge-boten hatte, um aus diesem Schachkampfe mit ehrenvollerem Resultate als im Vor jahre hervorzugehen. Nach anderthalb Stunden buchten schon Ferenčak und Lukeš zwei Siege für Maribor u. so hatte Maribor bis zum Abschluß der achten Partie die Führung mit eins bis zwei Punkten. Nach Abschluß der neunten Partie war der Stand 4Li : 472. Nach der zehnten Partie führte Graz mit einem Punkt, mit der elften glichen die Mariborer aus und nach vierstündigem Kampfe wurde das Spiel unterbrochen mit dem Stande 8y zu 57s für Maribor. Nachmittag wurde das Spiel fortgesetzt und nach heißem Kampfe auf beiden Seiten glichen nach der achtzehnten Partie die Grazer auf 9:9 aus. Nach der neunzehnten und zwanzigsten Partie führte wieder Maribor mit einem Punkte Vorsprung u. mit der letzten einundzwanzigsten Partie gelang es den Grazern, den Wettkampf mit dem Endresultat 10)4 : IOV2 als unentschieden abzuschließen. Die einzelnen Partien endigten wie folgt: Pirc 1 — Berghofer 0 Prof. Stupan y — Schenkirzik 7? Prof. Gabrovšek 1 — Kraßnig 0 Dr. Gabrovšek 1 — Sauer 0 Krulc 0 —- Scherbaum 1 Ostanek 1 — Baumgartner 0 Kukovec 0 — Ing. Prek 0 -Dr. Lippai 0 Fink 1 Dr. Hartstein 1 - Seybalt 1 Šavli 34 — Seidl 7s Babič 0 — W. Winkler 1 Bien 0 — Lepuschütz 1 Sterniša 1 — Ofner 0 Knechtl 0 — Schimpl 1 Krajnc % — Baumgartner R. 7- Golež 0 — Druschnitz 1 FetenČak 1 — Praprotnik 0 Stojnšek 1 — Resch 0 Lukeš 1 — Skätte 0 Kob 1 jer y — Sibetschnig 7- Frau Križaj y — Frau Baumgartner 7, Pirc und Prof. Gabrovšek besiegten ihre Gegner, die auch österreichische Meister sind, in sehr schönem Stil und auch das Unentschieden des Prof. Stupan gegen Meister Schenkirzik war ein schöner Erfolg. Die Gegnerin der Frau Križaj war eine der stärksten Spielerinnen von Graz, so-daß auch der Erfolg der Mariborer Dame anerkennungswert ist. Üeberhaupt hat sich die Mariborer Schachrepräsentanz sehr tapfer gehalten. Während der ganzen Zeit deš Wettspieles war der Saal dicht gefüllt mit zahlreichen Kiebitzen. Es darf nicht unerwähnt gelassen werden, daß auch unser Generalkonsul in Graz Herr Dr. D j o r d j e v i c den Schachwettkampf mit seinem Erscheinen beehrte und das Spiel mit Interesse verfolgte. Nachmittags besichtigten die Teilnehmer die Sehenswürdigkeiten der Grazer Herbstmesse, wofür von der Leitung der Grazer Herbstmesse ein ermäßigter Eintrittspreis gewährt wurde. Als Abschluß des so schön gelungenen Städtekampfes fand ein feierliches Bankett statt, zu dem sich prominent^ Persönlichkeiten der Stadt Graz eingefunden hatten. Der Präsident des Grazer Schachverbandes Herr Kommerzialrat Engelhofer begrüßte nochmals die Anwesenden, erinnerte mit herzlichen Worten ‘an den Städtekampf, der voriges Jahr in Maribor ausgetragen wurde und dank vte für die damals den Grazern entgegengebrachte große Gastfreundlichkeit. Hierauf nahm Herr Direktor H a r i n g als Vertreter der Stadtgemeinde das Wort, entschuldigte den abwesenden Bürgermeister von Graz, Herrn Hans Schmidt, der in dienstlicher Angelegenheit nach Düsseldorf verreisen mußte, sodaß es ihm leider nicht möglich war, die Mariborer Schach-Repräsentanz selbst zu begrüßen, umsomehr, da er ja seinerzeit selbst mehrere Jahre in Maribor tätig war und führte weiter in schönen Worten aus, wie sehr diese Städtewettspiele zum gegenseitigen Sichkennenlernen beitragen. Herr Prof. Sila entschuldigte hierauf den dienstlich verhinderten Präsidenten des Mariborer Schachklubs, Herrn Dir. Golouh, dankte für die liebenswürdige Einladung des Grazer Schachverbandes, die es den Mariborern ermöglichte, das Revanchespiel auszutragen, und drückte seine Freude darüber aus, daß auch die Stadtgemeinde Graz diese Veranstaltungen richtig würdigt. Nun führte Herr Direktor L o o s als Vertreter der Mariborer Festwoche und des Fremdenverkehrsverbandes in gewähl ten Worten aus, wie sehr es zu begrüßen sei, daß zwei so große Nachbarstädte in so regen Beziehungen zu einander stehen und sich gegenseitig in den Bemühungen des Fremdenverkehrs unterstützen und erwähnte, daß es angezeigt wäre, wenn derartige Veranstaltungen alljährlich abwechselnd in Graz und in Maribor stattfinden würden. Als dann Herr Präs. Engelhofer nochmals das Wort ergriff, begrüßte er diesen Vorschlag, was von den Anwesenden stürmisch gutgeheißen wurde. Hierauf ergriff Herr Dr. Hartstein im Namen der Schachspieler das Wort, begrüßte eben- die größte Dressursensation nur noch kurze Zeit im drajski kino vor jeder Abendvorstellung (halb 9 Uhr) und im JCIno-Cafe Außerdem im Kino-Cafe jeden Abend erstklassiges GioßWafietee-Piogiamiii falls diesen Vorschlag und erinnerte in humorvollen Worten an die anläßlich des vorigjährigen Schachwettkampfes in Maribor gebotenen kulinarischen Genüsse, die den Grazern in angenehmster Erinnerung geblieben seien. Als die Stunde der Abfahrt herannahte, wurde das fröhliche und freundschaftliche Beisammensein abgeschlossen. Den Veranstaltern dieses so überaus gelungenen Schachwettkampfes und jenen, die zur Ermöglichung desselben beigetragen hatten, sei im Namen der Schachwelt der herzlichste Dank ausgesprochen. Volksschule Sv. Peter SO, Vofkssc . Puščava 89.50, Bürgerschule der Sc Schwestern 90. Volksschule Sv. ^unl I Pesnici 92.50. Volksschule Hoče ' Volksschule Sp. Polskava 107, V01 schule Zg. Polskava 110, Volksscti Sladki vrh 111.25, Volksschule < Marija Brezje 111.50, Volksschule nica ob Dravi 112, Volksschule Radva 118, Volksschule Ruše 120, Volksseh Sp. sv. Kungota 121, Volksschule y . gersko 125, Knabenvolksschule Stude 125, IV. Knabenvolksschule 131, W schule Laporje 131.50, Volksschule " . no 132, Volksschule Črešnjevec ' Knaben Volksschule Slov. Bistrica 1 ' Volksschule Sv. Lovrenc na Pohod 150, Volksschule Sv. Benedikt ' Volksschule Limbuš 176.50, Volksschule Rače 178, Bürgerschule Slov. Bistd0^ 178.50, Volksschule Lokavec 194, sisches Gymnasium 200, I. Knabenvojjd schule 200, Schulschwestern 200, VolKS' schule Sv. Anton 202.50. Volksschu Poljčane 205. II. Knabenvolksschule 21 * Volksschule Kamnica 228, Volksschu Pobrežje 230, Volksschule Jarenina 23’ I. Mädchenbürgerschule 237, II. Mäw chenvolksschule 259, II. Mädchenbürgf"' schule 260. Volksschule Slov. Bistri®* 270, Volksschule St. Ilj 276, IV. Mädchen Volksschule 283, III. Mädchenvc.'s' schule 343, Realgymnasium 343, Volk5' schule Krčevina 353, Sv. Lovrenc "a Pohorju noch für verkaufte Propagand3 tafeln und Marken 180, zusamt"®" 9740.25 Din. Das TelephonkabeZ Maribor-Beograd Die Frage der Telephon kabels, daß im Anschluß an die österreichische Linie von der Staatsgrenze über Maribor und Zagreb bis Beograd führen soll, wird dieser Tage cndgiltig gelöst werden. In der Vorwoche fand in Beograd die dritte Anbot-versteigerung für die Materiallieferung statt, die diesmal ein positives Ergebnis zeitigte. Es lag nur ein einziges Offert vor, daß der Firma Sicmens-Halske, daß auch genehmigt werden dürfte. Die Frage zieht sich schon mehr als ein Jahr hin. Die Erste Lizitation wurde aus verschiedenen Gründen rückgängig gemacht. während die zweite, die vor einigen ochcn abgehalten wurde, ergebnislos verlief, da eben kein Angebot vorlag. Diesmal beteiligten sich an der Lizitation verschiedene große Firmen, jedoch vereint unter einem einzigen Offertanten. Es ist schon höchste Zeit, daß diese Angelegenheit endlich einmal aus der Welt geschafft wird. Das Tclcphonkabel Maribor — Beograd ist als Eeilstütk der großen Fernsprechlinie gedacht, die West- und Mitteleuropa mit dem Balkan und später auch mit Tvleinasien verbinden soll. Die Ferngespräche mit dem Ausland werden im \ crein mit den Telcgraphcnlinien, die das Kabel ebenfalls cinschlicsscn wird, zur Xmortisierung der Baukosten in großem Masse beitragen und ist es schon aus dem Grunde notwendig, daß endlich einmal an die Kabclverlegung geschritten wird. Wir stehen vor dem Winter und wird heuer kaum an die Aufnahme der Arbeiten gedacht werden können. Ein langaefuchter Langfingek festgenommen In der Nachbargemeinde Studenci tri®" -schon feit längerer Zeit ein Bursche sein U"“ wesen, der sich als sehr geschickter Einbrech®1' und Dieb betätigte und der alles mitgeh®" ließ, was ihm unter die Finger geriet. ist dies der 27jährige Schlosser N. V e r ^ n i f aus Studenci, der unlängst die StE anstatt verließ, wo er eine längere ©hW® abgebüßt hatte. Verdnik Brach u. a. in ^ Gasthäuser Spure j, Kuder und 0 tu.11 l ec ein und hat auch den Einbruch in b1® Trafik Zupanc am Gewissen. Er ivcht® sich den Nachstellungen der Gendarmerie schickt zu entziehen, bis ihn schließlich ^ das Verhängnis ereilte. In der Nacht Montag spürte die Gendarmerie seinen 2M' enthaltsort aus und lockte ihn in das benhaus, wo er feftgenommen und dann d®1" Gericht eingeliefert wurde. Speuömausweßs der 2lnti-tubkttulofenwoche 1937 ' Beiträge der Schulen: Volksschule Gradišče 4 Din, I. Knabenbürgerschule 12.50, Sv. Peter, private Mädchenvolksschule 15, II. Knabenbürgerschule 20, Volkschule Dobrovci 20, Volskschule Sv. Rupert 25.50, Handelsakademie 26, Volksschule Sv. Venčeslav 32, Volkschule Sv. Martin pri Vurbergu 37, I. Mädchenvolksschule 38, Lehrerbildungsanstalt 40, Volksschule Studenice 40, Volksschule Tinje 40, Volksschule Sv. Marjeta na Dr. p. 40, Bürgerschule Sv. Lenart 40, Volksschule Razvanje 41, Mädchenvolksschule Studenci 49.50, Volksschule Fram 50, Volksschule Podvelka 50, Volksschule Slivnica 52.50, Volksschule Reka 53, Volksschule Sv. Jurij v Slov. gor. 35.50, Volsschule Sv. Mar.cta ob Pesnici 57, Volksschule Ži-tečka vas 60.50, Volksschule Sv. Križ 65.c0, Volksschule Sv. Miklavž 66.50, Volksschule Planica 70, Volkschule Svečina 70, Volksschule Lehen 73, Volksschule Zg. sv. Kungota 75, III. Mädchen-yolksschule 75, Volksschule Marija 5 nežna 77.50. Volksschule Sv. Ana v Slov. gor. 78. Volksschule Makole 78, Volksschule Sv. Barbara 80, Knaben- m. Der Stadtrat ehrt das Andenken T. G. Masaryks. Der Mariborer 'Stad*' rat hält heute, Dienstag, um 18 Uhr i"1 städtischen Sitzungssaal eine Komm6' morationssitzung für den verstorbene" Präsidenten-Befreier der TschechosR' wakischen Republik ab. m. Todesfälle. Im Alter von 67 Jahre" ist die Private Frau Johanna H a s gestorben. Ferner verschied die HauSg® hilfin Paula Vake. R. i. p.! m. Das Mariborer Theater schreibt das Abonnement von 22 Vorstellung®11 (Schauspiel-, Opern- und Opere ttenaut' führungen sowie ein Konzert) aus, das in acht Monatsraten von 8 Dinar auf' wärts entrichtet werden kann. Das Abo" nement bietet eine Ermäßigung v°n durchschnittlich 45 Prozent der norm"' len Eintrittspreise. Anmeldungen v°n Abonnenten werden noch bis Sarnstall-den 25. d. entgegengenommen. Den v0.r jährigen Abonnenten stehen die bisher1' gen Sitzplätze noch bis Mittzvoch, de" 22. d. zur Verfügung. Letzter Amneldungstermin iu» d*® Teilnahme an der »Putnik«-Autocarreis® nach München (Oktoberfest), die in d®r Zejt vom 1. bis 5. Oktober stattfindet, ^ Mittwoch, der 22. September, da an*0«' sten eine Unterbringung der Fa' heil' nehmet in München wegen des riesig®" Andranges unmöglich ist. m. Verbrechen an einer Schwachsi"' nigen. Ein gewisser Milan R a s P " *' n i k, der wegen sittlicher Vergehe" wiederholt mit den Behörden zu tu" hatte, lockte vergangenen Sonntag in der Umgebung von Črna die I9jährill® schwachsinnige Apollonie P a v š ® " in einen nahen Wald, wo er ihr Gewa* antat. Als das' Mädchen um Hilfe n®1' warf er es kurzerhand in den Meža' Bach. Zum Glück kamen Leute herbei* Ehwnik der LlnMe lN DER SCHOTTERGRUBE VERSCHÜTTET. — IM GLÜCKT. — IM HEU ERSTICKT. !> den letzten Tagen ereigneten sich in Unf"n0r unt^ Umgebung mehrere schwere k. Ans dem Mittelschuidienst. Im Stande /9.1-, Trmwtr W, - des Realgymnasiums in Kočevje wurden ver- »ioh.nV" 1 - A M ^ °as zissernmatzige setzt die Profcssoren Dr. Anton Grad fp. r MoÖCI o 0 J <’ iluGiii fünf -1 ref* • Ljubljana, Konrad Stražar nach Maribor, „ ^ buchen konnte. 33iit cchiobdi'ich^ev P 11* Milan Popovič nach l žice und David fc P j a ! waren leid; "en Schiedsrichter P u-Mannschaften zufrie- , m. Wetterbericht vom 21. Sepember. 8 Ü'üh: Temperatur 14, Barometerstand ö> Windrichtung W—O, Nicderschstag_________ . P Nach Paris und London. Der „Put-lld" veranstaltet vom lß bis 29 Of ober ct,tc_ Gemein'chaftsfahrt zur Pariser Weltausstellung, der auch ein fakultativer Aus- Zupan nach Ljubljana. Dein Gymnasium in Kočevje wurde Professor Bogdan P i n-ter aus Ljubljana zugeteilt. k. Todesfälle. In Kočarji (Niedermössel) verschied der Besitzer Johann Witt ine im Alter von 59 Jahren und in Mozclj (Mosel) der Schneidermeister Johann S t a 1-z c r. in Cleveland (USA) erlitt die 59jäh-rige Frau Mary K a m m c aus Mala gora (Malgern) bei Kočevje auf einem Ausflug einen Schlaganfall, dem sie bald z darauf erlag. b. »Röntgen, der Roman eines Forschers«, betitelt sich ein von F. L. N e -Ul. Unter den, Verdacht der Br. nd'egung her verfaßtes Buch, in dem der teils uebe in Razgor bei Slovenska Bistrica der tragische Ablauf des großen deutschen Msährige Arbeiter Anton P a n g e x l tcst-^uonnnen. Dieser Tage gingen das Haus u: Wirt'chaficgebäudc 'einer Gattin An- ilin L„3 nach London angeschlossen av uheres in den „Putnik"-Büros. erden wird. touie, Forscherlebens geschildert wird, welches 1923 erlosch. Ein fesselndes, ermunterndes Buchl-Vc:". Braun & Sc h n c i- entzüdat durch federnden Qang und sicheres ffc sAuf treten. Als treue Helfer dienen ihm dabei PALMA WM PALMA-OKMA SOHLE Bei jedem Schuhmachermeister erhältlichl Aus Cäk mit der er wogen des in d e r in München. c. Trauung. Am Sonntag führte unser allseits beliebter Skisportlehrer Josef Hribernik, Friseur in Celje, Fräulein Hedi K o s c h i e r, eine Tochter des Handelskammerrates und verdienstvollen Feuerwehrhauptmannes Herrn Koschier in Celje, zum Traualtar. Das Beistandsamt versahen die Väter des Brautpaares. Wir beglückwünschen das liebe junge Paar recht herzlich und freu en uns mit ihm. Wie wir hören, wird der Bräuliawm in den kommenden Oktobertagen in der Kralja Pptra cesta, dort, wo heute noch die Firma Meinl ihre Zweigstelle hat, einen modernen Frisier salon für Damen und Herren errichten. c. Minister Dr. Rogič in Celle. Der Minister für körperliche Erziehung Dr. Josef Rogič traf gestern (Montag) um halb 10 Uhr vormittags auf seiner Inspektionsreise durch das Draubanat mit dem Kraftwagen in Celje ein. Er wurde von Stadtpräsident Mihelčič, Bezirkshauptmann Dr. Zobec, Polizeivorstand T ö r n a r, sowie den Vertretern der Turn- und Sportvereine, des Pfadfinderkorps und der Freiwilligen Feuerwehr begrüßt. Für den Sportklub Celje sprach Geometer Šmid. für den Athletik-Sportklub Josef Krell. Auch dem Feuerwehr-Depot stattete der Minister einen Besuch ab. Hernach begab sich Minister Dr. Rogič zu einem Frühschoppen ins Hotel »Europa«. c. Bischofsbesuch in Ceije. Am Sonnabend und Sonntag weilte der Landesbischof der Deutschen Evangelischen Kirche in Jugoslawien Dr. Philipp Popp aus Zagreb zum ersten Male zu einem amtlichen Besuch in Celje. Gleich zeitig hielt hier der Gustav Adolf-Zweig verein im Draubanat sein Jahresfest ab. Wir werden auf diese beiden bedeutsamen Tage in einem Sonderbericht noch ausführlich zu sprechen kommen. c. Celje bekommt eine Drahtseilbahn? Die Kohlenwerksgesellschaft »Bohemia« Eigentümerin des Kohlenbergwerkes in Pečovnik, beabsichtigt eine Drahtseilbahn von Pečovnik bis Celje zu bauen. Der Sladtrat hat sich für diesen Plan ausgesprochen, wenn hiebei die Interessen der Oeffentlichkeit gewahrt bleiben. c. Zur Liquidierung der Baueroschul- den. Sonntag vormittag hielt die Zweigstelle Ljubljana der Privilegierten Agrar bank im Zeichensaal der hiesigen Knabenbürgerschule eine Versammlung ab, in der der Erlaß über die Liquidierung der Bauernschulden erläutert worden ist.. Wir hörten aber auch, daß im Laufe des Monates Oktober eine Beratung der jugoslawischen Bankenverbände in Beograd abgehalten werden soll, auf welcher über die Möglichkeit der Aufnahme einer langfristigen Anleihe die Rede sein wird, die den beteiligten Ban ken zur Liquidierung der Bauernschulden dienen soll. Aus den Mitteln dieser Anleihe würden alle Forderungen der Banken an Bauern beglichen werden, und zwar unter der Bedingung, daß der Staat die Eintreibung der Schulden von den Bauern übernimmt. Diese Anleihe soll im Auslande aufgenommen werden. Es ist logisch, daß gleichzeitig "damit auch die Forderungen def alten Bankeneinleger ausgezahlt werden, die bisher! eingefroren waren. Man denkt, daß die Union-Tonkino. Achtung: die Pre- miere des amüsanten Filmlustspieles »Sieben Ohrfeigen« mit dem bezaubernden Liebespaar Lilian Harvey und Willy Fritsch in den Hauptrollen. »7 Ohrfeigen« ist eine elegante, moderne Burleske, groß in der Aufmachung, glänzend im Spiel und Regie, erquickend frisch in Witz und Humor. Dieser Film spielt gegenwärtig in 14 Wiener Kinos. In Vorbereitung der Großfilm »Patrioten«, ein Spitzenfilm der Ufa, mit Lida Baarova und Matthias Wiemann in den Hauptrollen. Burg-Tonkino. Kalmans populärste und melodienreichste Operette »Die Csardasfürstin« mit Martha Eggerth, Hans SÖhnker, Paul Hörbiger, Paul Kemp und Ida Wüst in den Hauptrollen. Ein Darstellerauintett, das schon allein die Güte des Films verbürgt. Am Mittwoch um 16 Uhr Auftritt der Wunderaffen Jonny & Billy, sodaß auch den Kindern der Besuch ermöglicht ist. Donnerstag der neueste Film der Ufa-Produk tion 1937-38 »Karussell« mit. Marika Rökk. Apothekmnachtöienft Vom 18. bis 25. September versehen die Mariahilf-Apotheke (Mag. Pharm. König) in der Aleksandrova cesta 1 und die St. Antonius-Apotheke (Mag- Pharm. Albaneže) in der Frankopanova ul. 18 den Nachtdienst. Einleger sich allenfalls mit einer Kürzung ihrer Forderungen um etwa 20 bis 30 v. H. einverstaden erklären werden. c. Neuer Pachtvertrag. Der Pachtver trag für das Gebäude, in dem sich das städtische Dampf- und Wannenbad befindet, ist dem Kaufmann Herrn B a-t i č bis 1. April verlängert worden. Der neue Vertrag lautet auf dreimonatige Kündigung. Bis dahin wird voraussichtlich das neue Dampf- und Wannenbad im neuen Arbeiterheim auf dem Vrazov trg fertiggestellt sein. Damit im Zusammenhang erwähnen wir noch, daß die Tischlerarbeiten am Arbeiterheim im Betrage von 182.217 Dinar an Herrn Golob und die Spenglerarbeiten im Betrage von 68.973 Dinar an Herrn Dolžan abgegeben wurden. c. Ein zweites Gymnasium? Die Stadt gemeinde hat an den Ministerpräsidenten, an den Unterrichtsminister und an den Banns in Ljubljana eine Denkschrift mit der Forderung nach Errichtung eines humanistischen Gymnasiums gesendet. da das bestehende Realgymnasium überfüllt ist. Bekanntlich wurde das staatliche Realgymnasium in Celje für 300 Schüler gebaut, während gegenwärtig 1125 Schüler und Schülerinnen darin Unterricht nehmen, gegenüber 271 Schü ler(innen) im Jahre 1926. c. Vom Marktiuspektorat. Mit 1. April 1938 soll bei der Stadtgemeinde ein Che mieingeniuer als Marktinspektor angestellt werden. c. Der ParzelHerungsplan für die neuen Bauplätze auf der Ostseite des »Unter-Lahnhofes« wurde auf der Freitagsitzung des Stadtrates angenommen; die Preise für diese Parzellen wurden auf 30, 40, 50 und 55 Dinar für den Quadratmeter festgesetzt. h/iäsätaätiiiie Der Bauxitreichtum GüSofteuropas FORTSCHREITENDE EIGENE VERARBEITUNG AUF ALUMINIUM. Dem Aluminium als Werkstoff kommt in den Nachkriegsjahren eine immer steigende Bedeutung zu. Im Verein mit den fieberhaften Rüstungen, wobei dieses Metall wegen seiner verhältnismäßigen Leichtigkeit eine große Rolle zu kommt, ist es kein Wunder, daß nach diesem wichtigen Werkstoff und seinem Rohstoff, dem Bauxit, in der ganzen Welt rege Nachfrage herrscht, was auch ein rasches Steigen der Preise mit sich bringt. Jugoslawien besitzt bekanntlich große Bauxitlager. Die Bosnische Bergwerks-A. G. hat die kürzlich erworbenen Bauxitvorkommen bei Jajce auszubeuten begonnen; die Ergiebigkeit wird auf 1 bis VA Millionen Tonnen geschätzt. Das jugoslawische Tochterunternehmen der internationalen Bauxit-Trust-A. G., die Kontinentale Bauxit-Bergbau- und Indüstrie-A. G. hat ebenfalls eine beträchtl. Steigerung der Förderung und des Absatzes zu verzeichnen. Vor kurzem wurde in Lozovac bei Šibenik die erste jugoslawische A 1 u-miniumfabrik in Betrieb gesetzt, die mit Aufträgen für mindestens ein Jahr versehen ist. Die Unternehmung ge hört dem internationalen Aluminiumkartell nicht an, weshalb sie die Preispolitik unabhängig betreiben kann. Vorläufig stehen acht Oefen in Betrieb. Nach der neuesten Schätzung werden die jugoslawischen Bauxitvorkommen mit mindestens 100 Millionen Tonnen angenommen. Im benachbarten Rumänien hat die dortige Tochterunternehmung der Bauxit-Trust-A. G. die Förderung der Bauxitlager Im Bezirk Bihar wieder auf genommen. Die Bukarester Concordia-A. G. hat unlängst die Errichtung einer Aluminiumfabrik mit einem Kapital von 300 Millionen Lei beschlossen. Auch in Rumänien sind die Bauxitlager sehr ergiebig. In U n g ä r n wurde die Bauxitförder ung gegenüber dem Vorjahr um ein gutes Drittel erhöht und erreichte im ersten Halbjahr 1937 bereits eine Menge von lYi Millionen Tonnen. Im Revier Ba ko-ny werden die Lager auf 30 und am Csengöhegy-Teser-Plateau auf 120 bis 150 Millionen Tonnen geschätzt. In Nagy Harsany wird gegenwärtig ebenfalls Bau xit gefördert, das bis zu 70% Tonerde aufweist. Bereits seit zwei Jahren arbei tet eine Aluminiumfabrik in Ungarisch-Altenburg und man denkt jetzt an ihre Erweiterung und an die Errichtung eines zweiten Werkes. In G r i e ch e n 1 a n d begann seit zwei Jahren die Bauxitförderung eine große Rolle zu spielen. Die dortigen Vor kommen sind reichhaltig und weisen bis zu 60% Tonerde auf. Im Vorjahr wurden fast 90.000 Tonnen Bauxit gewonnen, heuer noch mehr. Neue Untersuchungen ergaben, daß am Parnaß ebenfalls reiche Lager anzutreffen sind, deren Abbau ohne größere Schwierigkeiten vorgenommen werden kann. Man denkt auch schon an den Bau einer eigenen Aluminiumfabrik. Börsenberichte Ljubljana, 20. Sept. — Devisen : Berlin 1740.03—1753.90, Zürich 996.45— 1003.52, London 214.94—216.99, New-york 4308.51—4344.82, Paris 146.66— 148.10, Prag 151.54—152.64, Triest 227.70 —230.78; österr. Schilling* 8.44, engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.84. Z a g r e b, 20. d. S t a a t s w e r t c. 2%°/o Kriegsschaden 408.50—409.50, per November 408.75—0, Dezember 408.50— 0, 4% Agrar 53.50—54.50, 4°A> Nordagrar 52.50—0, 6°/o Begluk 76.25—0, 6% dal- matinische Agrar 75—0, 7% Investitionsanleihe 93—0, 7°/o Stabilisationsanleihe 86.50—0, 7°/o Hypothekarbankanleihe 100—0, 7% Blair 85—0, 8% Blair 94— 94.50; Agrarbank 196—0, Nationalbank 7500—0. X Arbeitsvergebung. Die Banatsverwaltung hat die Lizitation für den Bau einer Betonbrücke über die Drau in Fala im Zuge der Straße Smolnik—Fala ausgeschrieben; die veranschlagte Bausumme beträgt 212.600 Dinar. Desgleichen ist die Anbotversteigerung für eine Betonbrücke über die Kokra bei Kranj (Kostenvoranschlag 383.700 Dinar) ausgeschrieben. X Für den Bahnbau št. Janž—Sevnica wurde ein Nachtragskredit in der Höhe von 2 Millionen Dinar angefordert, da sich das Bautenministerium entschlossen hat, die Kreuzung der Bahn und der Banatsstraße Radeče—Krško nicht im selben Niveau, sondern durch die Unterfahrt anzulegen. .X Das Mostsüssen. Das Beograder Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung über den Verkauf des verzehrungssteuerfreien Zuckers zum Süssen des Mostes. Aus den staatlichen Fabriken wird der denaturierte Zucker den Weinproduzenten abgegeben werden, die die entsprechenden Bewilligungen rechtzeitig vorgelegt haben. Jeder erhält höchstens 4 Kilo Zucker auf je 100 Liter Most. — Die Finanzdirektion hat bereits die entsprechende Ermächtigung seitens des Finanzmi- nisteriums erhalten, doch hat die Bana ^ Verwaltung in Ljubljana das Mostsü»^ noch nicht gestattet, sodaß die Anwei5 ^ gen zum Bezug des verzehrungssteu ^ freien Zuckers noch nicht ausgestellt vv* den können. X Die Ansuchen um Bankenschu^ können von den in Schwierigkeiten §e. tenen Geldinstituten nur noch bis -j-" November d. J. eingebracht werden. c‘ zu diesem Zeitpunkt die eingeräum Frist abläuft. Bisher wurde 337 Geld11 stituten der angesuchte Schutz gew ährt; hiebei handelt es sich in 297 Fällen u Zahlungsaufschub, in 6 um Sanier111*;' und in 34 Fällen um Liquidation aube halb des Konkurses. X Der Weinertrag der Woiwodi dürfte nach vorliegenden Meldungen m er sehr schlecht ausfallen und kaum ^ Hälfte der vorjährigen Fechsung erJ ben. In Kroatien und in der Wojwodn1 wird das Süßen des Mostes gestatte und wird der verzehrungssteuerfreie ZU ker zu 5.57 Dinar pro Kilo abgegeben- X Kapitalserhöhung. Die staatlich® Holzindustrieunternehmung »š i p a , wird ihr Aktienkapital von 20 auf 65 M1 ^ Honen Dinar erhöhen, da sich die ue Seilschaft unlängst mit der Zellulose^ brik in D r v a r und mit der Holzind11 strieunternehmung »D u r m i t o r« tu sioniert hat. X Der Hopfenmarkt. Nach Meldung*11 der Banatshopfenkommission in Ž a 1 c geht der Aufkauf der neuen Fechsung rasch vor sich. Bisher dürften bereits Prozent des heurigen Ertrages aus erste Hand verkauft worden sein. Die RreP bessern sich und wird erstklassiger Hop fen zu 25 bis 27 Dinar pro Kilo geham delt. Mit Rücksicht auf den raschen Au' kauf und die schwindenden Vorräte legcl1 d. Produzent, größere Reserve an d. Tag* £&$§dmkt Weiden, Weideschupven, Weidezäune Die Nutzung unserer Weiden und natürlichen Grünflächen kann ohne Zweifel, gemessen an dem Jntensitätsgrad anderer Kulturarten, relativ am meisten gesteigert werden. Nicht nur die Mähweide allein, sondern die Eintvppelnng sämtlicher Grünlandslächmi schlechthin muß das Ziel icdes Bauern sein. Die Größe der Koppeln und ihre Anzahl richtet sich selbstverständlich nach den betriebswirtschaftlichen Verhältnissen, jedoch kann als Faustzahl gelten, daß etwa 8 Koppeln vorhanden fein müssen, die so groß an-zulegen sind, daß in jeder Koppel aus 1 ha Weide 16 Stück Großvieh entfallen. Die Milchkühe werden nach Art der Wintecfüt-terung in 2 Gruppen eingeteilt und das übrige Jungvieh oder die Kälber bildet die 3. Gruppe. Bei größerer Fohlenaufzucht und Schafhaltung sind diese als Gruppe 4 eiuzu-rechen, so daß in diesem Falle vier, d. H. die Hälfte aller Koppeln, Beweibet werden kann it. die andere Hälfte Zeit zur Erholung hat. Nach jedem Weidegang, der ungefähr 8—10 Englands Kriegsschiffe rüsten zur Fahrt ins Mittelmeer Obwohl die Abmachungen in Nycn stark umstritten sind, treffen die Engländer umfangreiche Vorbereitungen, um zahlreiche Kriegsschiffe ins Mittelmeer zu entsenden-Sämtliche Schiffe werden kriegsmäßig mit scharfer Munition ausgerüstet. Unser Bild zeigt den britischen Zerstörer »Brilliant« im Hafen von Sheerneß vor der Ausfahrt; im Vordergrund sieht man die gewaltigen Torpedorohre. (Scherl-Rilderdient-MJ Tage dauern darf, ist eine ausreichende Stickstoffdüngung mit einem schnellwirkenden Düngemittel, etwa 1 bis 1.5 Zentner Kalisalpeter je Hektar, erforderlich. Bei entsprechender Auftriebsverteilung lassen sich im Frühjahr und Herbst von der halben Mäh-lweibefläche je ein Schnitt für 6>ic Heuwerbung machen. Ebenso kann unter Berücksichtigung der arbeitsarmen Zeit Gras für die Einsäuerung im Gärfutterbehälter gewonnen werden. Die Reihenfolge des Auftriebes ist nicht gleichgültig. Rindvieh irnd unter diesen die Milchkühe verdienen den Vorzug. Fohlen und Schafe folgen. Letztere haben den Vorteil, daß sie die Narbe durch tiefen Biß verbessern und bei ausreichender Beschickung genügend fest treten. Für Kälber bis 1 Jahr sollte man, falls es sich irgendwie einrichten läßt, Hauskoppeln anlegen. Da diese Tiere außerordentlich empfindlich gegen allzuviel direkte Sonnenbestrahlung sind, ist unter allen Umständen für sie ein Weideftall anzulegen. Das soll nicht etwa heißen, daß sie licht empfindlich sind: Haben die Kälber die Möglichkeit, so oft es ihnen gefällt, in den Schatten zu gehen, so wird ihr Wohlbefinden außerordentlich gesteigert. Ein einfacher Holzschuppen wirkt hier Wunder. Eine Unterschlupfmöglichkeit sollte auch auf der Mäh weide nicht fehlen. Falls Fohlen mit anderen Tiere» auf eine Fläche weiden, und bei Regenwetter oder großer Hitze ein und denselben Stall aufsuchen müssen, so ist wegen ihrer Neigung zu Zank und Spielerei eine Teilung des Schuppens unbedingt erforderlich, da sie jedes andere Tier ohne Gnade aus dem schützenden Schuppen her-ausgraulen. Ein Pferd ist aber stolz, cs kriecht nicht und wird nie in einen Stall dber Schuppen gehen, dessen Eingangstür zu klein ist. Ein einfaches Stück Rundholz „zu tief", also etwa 1.25 m über dem Erdboden angeschlagen, bietet den Fohlen ein ausreichendes Hindernis, während die Rinder und Schafe „drunter durch kriechen" bzw. gehen. Aber nicht allein für den Schutz der Tiere, sondern auch als Melkschuppen und Dün- gerstätten für den Sommer haben die - - , hätten, die so einfach wie möglich werden sollten, Bedeutung. Wenn die *^1C aus der Weide ausbrechen, so ist nicht ch die schlechte Einzäunung schuld, sondern frjch gibt ihnen nur die Möglichkeit dazu. Die l ^ sache ist immer Hunger und Durst. Äuf j^ ner guten und gut gepflegten Weide bürst die Tiere keine Not leiden. In besondere Fällen ist eine kurze, etwa 14tägigc Aufra lung vorzunehmen. Auch die Weiden m'err , sich in der Dürrezeit viel schneller erhall -wenn man ihnen eine Ruhepause gewährt* Eine gute Tränkanlage gehört, falls 111 gutes und fließendes Wasser vorhanden J * auf jede Weide. Wenn die Tiere infolge * c ner guten Umzäunung einfach nicht ausb cheit können, so leiden sie derartig, daß Erfolg des Werdeganges erheblich geichjh lert wird. Rinder haben zudem noch bjc genschaft, bei übergroßem Durst die aufnahme zu verweigern und erst dann 101 der anzusangen zu saufen, wenn sie llE Abend genügend abgekühlt sind. AH0 , Tränkanlagen nachschen, wenn der DU ertrag plötzlich nachläßt! Die Einzäunungen sind ein wichtiges pitel. Zu beachten sind die richtige Ausw^l der Gckhölze für Koppelheckeu und die F. gemäße Pflege. Unter allen Umständen ein Fachmann zu Rate zu ziehen, der au -die notwendigen Anweisungen für die senden Pflegearbeiten usw. gibt. Abgesclsi von der besseren Gestaltung des Landschal ^ Bildes erwächst auch hier eine erhebliche -benhutzung durch Ansiedlung von Sinch'^ geln, die große Mengen von schädlichen J1 selten, Larven usw. vertilgen. Es ist a„ darauf zu achten, baß die Koppelhecken lichst — wenigstens an einer Seite —- ’ schluß an Wald oder größere Baumbestaw haben, denn die kleinen Sänger können reu Feinden nur dadurch entgehen, baß ’ im Augenblick der Gefahr rechtzeitig 111 , kung gehen, und diese Möglichkeit haben nur in dichten Hecken und Gebüschen. ' Dl M « T q u a r b t. Bert" L 18.20 Kammermusik. 19 Konzert. 20.10 Soldatenlieder. — München, 17 Zum Feierabend. 19 Konzert. 21 Bunter Abend. Bm 2go Sohren Benköm das erste Kaffeehaus Soll der Kaffee gemahlen oder gerie-btI werden, gekocht, gebrüht oder til-Bert? Wird man vom vielen Kaffeetrin-en hübsch oder häßlich? Ist das schwar 2e Getränk ein Gift oder ein belebendes aufmunterndes 'Mittel? Seit der Kaf-ee entdeckt wurde, sind diese und ähn-iche Fragen in unzähligen Büchern be-andelt worden, ohne daß eine endgül-lge Antwort .gegeben werden konnte. Der große französische Romanschrift-- teller Balzac fühlte sich am meisten geschmeichelt und geehrt, als er in den cang »des Königs aller Kaffeetrinker« erhoben wurde. Balzacs Kaffee war be-rulimt und der Dichter scheute keine .tihe, um das Getränk so zu bereiten, ^le es auf Grund unzähliger Experimente sein mußte, um dem Genießer gerecht werden. »Eine gute Tasse Kaffee ist e*n Paar müde Beine wert«, pflegte Bal-Zac zu sagen und wanderte stundenlang 9Uer durch Paris, um in verschiedenen, Manchmal meilenweit voneinander gelegnen Läden die drei Kaffeesorten auf-zutreiben,‘ die er für seine Mischung be-nötigte. . Der »König der Kaffeetrinker« war nicht der einzige historische berühmte 5ann, der seinen Kaffee selbst bereitete. ?Ge illustre Männer vertraten die An-?lcht, daß man in Bezug auf Kaffee am csten fährt, wenn man »seinen eigenen ch spielt«. Dem Sonnenkönig tflachte Spaß, den Kaffee aufzubrühen, und cethoven, der unglaubliche Mengen Kaffee zu verkonsummieren pflegte, koch e den »braunen Nektar« selbst. Er nahm lechzig Bohnen für jede Tasse. Was den kaffeegenuß anbetrifft, wandelte Beetho eji in den Fußstapfen Voltaires, der in er Regel 70 Tassen täglich zu sich "ahm. Ds gibt unzählige Arten der Kaffeebe-ehung. In der Türkei, oder richtiger ge-aSt, überall im Orient, hat dafür fast je-j® größere Stadt ihr eigenes Rezept. er orientalische Kaffee wird unbedingt p.d einem dicken Schaumhut serviert. Dem Gast Kaffee ohne Schaum anzubie ,etl> gilt im Morgenlande als gröbste Endlichkeit. Unter allen europäischen Städten geehrt Venedig die Ehre, 1647 in seinen auern das erste Kaffeehaus eröffnet zu P en. In England konnten sich die Cafes je|"eits in der zweiten Hälfte des 17. anrhunderts einer solchen Beliebtheit freuen, daß kein Mann aus den bessern Gesellschaftskreisen es versäumte, ,'jTigstens einmal täglich seinem Stamm . al einen Besuch abzustatten, um bei i‘l!e!" ^asse Kaffee sich die letzten Neuheiten anzuhören über Politik. Litera-«rund Kunst zu diskutieren. „ Wahrend Oxford die erste englische. adt war, die 1650 ein Kaffeehaus er-,le’t- machte das erste französische Ca-p. ^659 im Hafen von Marseille seine Drten auf. Erst elf Jahre später eröff-,e‘e ein Armenier einen Kaffeestand auf r St. Germain-Messe in Paris. Aber ;eder dieses, noch andere Kaffeelokale. die ■m Laufe der nächsten Jahre in Pa- 18 eröffnet wurden, konnten sich der An rkennung des Publikums rühmen. Daß .16 Zahl der Kaffees!» nde in Paris sich ^zwischen sehr vergrößert hatte, ist aus Tatsache ersichtlich, daß zu- jener peit eine besondere Stdüer-abgabe f-tir 'die ariser Limonaden-. Likör- und Käffee-i ‘Usträger und Verkäufer eingeführt wur-de. ; , Der Kaffee hatte sich in Paris mit-ei,-lem Schlage durchgesetzt, ais der- -Sizi-eian.cr Francois Procope 168y seih :C-af? ^öffnete und dank dessen Lage und Aus pDttung alle anderen Kaffeehäuser von a*"is übertrumpfte. Cafe Procope lag ge »eniiber der Comedie Francaise und war "t Wandspiegeln. Marmortischen aus-Estattet. Es dauerte nicht lange, bis das eile Cafe zum Sammelpunkt "aller Leu- ten, zogen Scharen von Neugierigen in solchem Umfange heran, daß die Polizei sich veranlaßt sah. wiederholt Absperrungsmaßnahmen zu treffen. Uni er vielen anderen Berühmtheiten war Volta're Stammgast bei Procope. Der Glanz des Cafes Procope verblaßte, als die Comedie Francaise nach dem Palais Royal verlegt wurde. Später erlebte es eine neue Glanzperiode, indem es von allen großen Führern der französischen Revolution, mit Ausnahme von Robespierre, zu ihrem Stammlokal erkoren wurde. Zum gelobten Land des Cafes ist aber Oesterreich geworden. Wien, ohne dessen Kaffehäuser kein'einziger'echter Wie her sich seine Existenz vorzustellen ver mag, lernte den Kaffee während der tjir kischen Belagerung kennen. Als die tür kische Armee 1683 gegen die Tore Wiens einen Sturmangriff unternahm und von den Verteidigern blutig zurückgeschlagen wurde, erhielt ein tapferer Soldat, namens Koltschitzki, als Belohnung für seine Heldentat einen großen Teil des im Türkenlager erbeuteten Kaffees. Darauf eröffnete er ein Kaffeehaus. Der tapfere Koltschitzki wird heute noch von der Wiener Gilde der Cafebesitzer als Ahnherr gefeiert. Das erste Cafe, entstand in Berlin erst im Jah're 1721. Cafes An der. Art der Pariser. Londoner und Wiener waren in Berlin eine zeitlang nicht bekannt. Berlin besaß aber einen eigenartigen Ersatz für die fehlenden Kaffeehäuser. Die hö- ; heren Schichten der Berliner Gesell- j schaft machten es sich zum beliebtesten j Brauch, in Treibhäusern, die zur Zeit des Großen Kurfürsten nach holländischem Muster in Berlin angelegt wurden, von j unzähligen duftenden Blumen umgeben ' ihren Kaffee -zu trinken. Diese Sitte brei ! tete sich immer mehr aus. Nur mühsam errangen die großen Kaffee-Etablissements im zähen Kampf gegen die Treibhäuser einen Sieg, In der Mitte des 18. Jahrhunderts sind einige große Kaffeehäuser in Berlin eröffnet worden, darunter stand Cafe Fuchs an erster Stelle. Seine Empire-Einrichtung mit Vergoldun gen und Kristallglas bildete einen ausge zeichneten Rahmen für chinesische Süs-sigkeiten, kandierte Früchte und andere Leckerbissen. Diese Herrlichkeit verschwand jedoch bald, um einer Anzahl von neuen Lokalen Platz zu machen. photographiert SUPERTELESKOP ÜBERBRÜCKT 3 MILLIONEN LICHTJAHRE. Wurde, die damals in Paris Rang und l'Dinen hatten. Die Prominenten auf dem ^.sbiete der Politik und der Kunst, die ch bei Procope zu versammeln pfleg- An amerikanischen Sternwarten konnten in letzter Zeit Beobachtungen gemacht werden, die für das Gesamtgebiet der heutigen Astronomie Bedeutung besitzen. Nachdem die Mount Wilson-Sternwarte in Kalifornien ihr Superteleskop erhalten hat, werden dort Beobachtungen fernster Sternneljel durchgeführt, die durch schwächere Fernrohre nicht in der gleichen Weise angestellt werden können. Dabei gibt es bisweilen Ueber-raschungen. So konnte unlängst ein explodierender Himmelskörper von riesenhaften Ausmaßen photographiert werden, der wahrscheinlich mehr als 3 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Da ein Lichtjahr einer Entfernung von etwa 10 Billionen Kilometern entspricht, läßt sich vorstellen, aus welchen gewaltigen Tiefen des Weltalls Mit teilungen durch das Riesenteleskop bis zu unserem Planeten dringen. Die plötzliche Zunahme der Helligkeit fernster Sterne, die von der heutigen Astronomie auf gewaltige Explosionen zurückgeführt wird, spielte in den astronomischen Berechnungen der letzten Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte eine große Rolle. Trotzdem gab es nicht viele derartiger Explosionen: Der neue Hirn melkörper, der jetzt in Kalifornien beobachtet wurde, ist das 15. derartige Phä nomten. Er war noch bis zum März dieses Jahres selbst mit dem Teleskop von Mount Wilson nicht festzustellen. Seitdem aber hat sich seine Leuchtkraft 40.000mal verstärkt. Er ist zur Zeit um 500 Millionen mal »heller als die Sonne« und wird als der zweitgrößte der bisher bekannten Riesenhimmelskörper betrach tet. Wie bei den anderen plötzlich aufflammenden Slernen wird seine Leuchtkraft im Laufe der Zeit wieder schwächer werden, bis er schließlich unseren Augen, selbst wenn sie durch das Fernrohr verstärkt werden, wieder entschwindet. IJebrigens gehören die meisten dieser plötzlich explodierenden Riesensonnen die große Mengen leuchtenden Gases in den Weltraum hinaus, schleudern, zu. Sternsystemen, die jenseits des Systems liegen, zu dem unsere Erde gehört. In unserem Sternensystem wurde ein .ähnliches Phänomen bisher nur ein einziges mal beobachtet. Das war der Stern Ty-cho de Brakes im Jahre 1572 Noch ein anderes astronomisches Prob lern beschäftigt gegenwärtig die astrono j mische Diskussion in Usa. Es betrifft die Nachprüfung der Versuche, die von dem Ghicagoer Physiker Michelson in den Jahren zwischen 1880 bis 1887 erstmalig angestellt wurden und die mit Hilfe eines Spiegelapparates die Schnelligkeit messen wollten, mit der die Erde sich um die Sonne bewegt. Damals ergab sich das merkwürdige Resultat, daß die festgestellte Geschwindigkeit gleich Null war. Im Zusamenhang damit entwickelten sich die Probleme, die später zur Ausbildung der gerade von deutschen Physikern scharf bekämpften Relativitätstheorie führten. Auch bei den neuen Nachprüfungen der Michelson’schen Versuche konnten Fehlerquellen nicht aufgedeckt werden. | Freilich werden sich die Astronomen kaum bei der Feststellung beruhigen, daß die Erde keine Bewegung im Raum vornimmt. Damit hätte nämlich der alte Ptolomäus und nicht Galiläi und Koper-nikus, Rqcht. Es wird also erweiterter Problemstellungen bedürfen, um von dem Michelson’schen Versuch zu fruchtbaren Experimenten vorwärtszuschreiten. .*w>. MITTWOCH, 22. SEPTEMBER. Ljubljana, 12 Schailpl. 18 Schallpl. 18.40 Jugendstunde. 19 Nachr., Nationalvortrag. 19.50 Schach. 20 Klavierkonzert. — Beograd, 18.20 Violinkonzert. 19.30 Nationalvortrag. 20 Sinfoniekonzert. — — Prag, 16.35 Dudelsackpfeifer. 18,05 Deutsche Sendung. 19.25 Hörfolge. 19.50 Buntes Programm. 21.05 Volkskonzert. — Zürich, 17.50 Konzert. 19.15 Tanzmusik. 20 »Die schöne Helena«, Oper. — Budapest, 17.30 Zigeunermusik. 19.10 So listenstunde., 20 Theaterabend.' — „Paris, 20 Heiteres. 21 Funkphantasie. — London, 18.50 Solistenstunde. 20 Promenadekonzert. — Mailand, 19 Konzert. 21 Operette. —- Wien, 16 Kammermusik. 17 Wir besuchen einen Künstler:. Gartenarchitekt Albert Esch. 17.15 Konzertstunde. 19.25 Sinfoniekonzert. 20.40 Schallpl. — Berlin, 18 Tanzmusik. 19.15 Bunte Unterhaltung, 20 Tanzabend. — Breslau, 18 Konzert. 19 Lustspiel. 20 Bunter Abend. — Lefrzig, Ms Fußballmeisterschaft In ber ersten Klasse der Mari barer Gruppe der Fußballmeisterschaft 1937-38 gehen am nächsten Sonntag abermals drei Spiele in Szene. In Maribor wird zum ersten Mal in dieser Saison der SK. Č c £ o= ver gegen den SSK. M a r i b o r unfreien n.ö Gelegenheit haben, auch auswärts seine Formverbesserung unter Beweis zu stellen. Dagegen fährt „91 a P i ib" nach, č a^ f o-0 e c, um gegen „G r a d j a n s k i" an« zukämpfen, während „Železničar:" in Murska Sobota den Kampf gegen „M u r a" ausnehmen wird. Damit ist auch die vorletzte Runde unter Dach und Fach gebracht, so daß dann nur mehr drei Spiele der ersten Hälfte der Kämpfe ausständig sind. Freilich werden die Rückspiele unmittelbar, folgen und den Endsieg er in dieser Gruppe bestimmen. Auch in der z w e i t>e n Klasse gab es am vergangenen Sonntag eine volle Runde. In Maribor trat der Sportklub „D rav a" aus Ptn> gegen den SK. „S la v ij a" an und mußte diesem mit 4:2 beide Zähler über lassen. Bei diesem Spiel gab es einen schweren Unfall, da der „Slavija"-Stürmer Breznik Leim Zusammenprall mit dem gegnerischen Tormann einen Knöchelbruch erlitt. Das zweite Spiel ging in Dolnja Lendava vor sich und sah den dortigen SK. Len dava gegen den SK. Ptuj mit 10:0 erfolgreich. Am Sonntag, den A>. d. wird in dieser Konkurrenz dw letzte Runde bestritten und zwar spielen in Dolnja Lendava „L c n-:» a v a" und „Slav i j a" sowie in Ptuj „D r a v a" und „P t u j". : SK. Rapid. Heute, Dienstag wichtige Sitzung des Hauptausschusses. : Das Beograder Tennisturnier beendet. Als letztes Finalspiel der internationalen Tennismeisterschaften von Jugoslawien wur de gestern in Beograd das Doppel Kükulje-vič-Mitič gegen Dallos-Ferenezi bestritten. Kukuljevič-Mitič behielten nach spannendem Kampf mit 6:4, 6:3, 7:9, 7:5 die Oberhand und geiwannen damit die jugoslawische Doppelmeisterschaft. Anschließend daran wurloen die biiden Semifinalsspiele um den Pokal des Tagblattes „Politika" ausgetragen. Radovanovič errang gegen Dallos mit 7:5. 6:N 6:3 einen beachtenswerten Sieg und Mitič schlug Ferenrzi glattweg mit 6:1, 6:1, 6:1, so daß im Endspiel abermals Radovanovič und Mitič aus'Sinandertreffen. : Mika Popovič, der den sonnWgigen Fußballänderkampf Oesterreich—Schweiz geleitet hatte, wird in allen Berichten über dieses Spiel als streng objektiver und unbeeinfluß-barer Schiedsrichter gelobt. Nur die Art seines Waltens und Schaffens am Spielfeld wird als allzu theatralisch bezeichnet. : Beim Mazer Tennisturnier erreichten Bawarowski und der junge Ungar Asboth die Schlußrunde. Bawarowski schaltete zuvor Bano (Ungarn) mit 9:7, 6:4 aus, während Asboth über Metaxa (4:6, 3:5 zurück« gezogen) hiniwegkam. Die Damenmeisterschaft gewann die Wienerin Walter, das Herrendoppel Bwwarowski-Metaxa ut* das gemisch tc Doppel WEer-BaiVarowski. : Radfernfahrt Mailand—München. Die Fahrt Mailand—Innsbruck—München wur de, am. Sonntag mit, der letzten Etappe Inns bruck—München beendet. Gesamtsieger wurde Italien in 72:57:27.1 vor Deutschland mit 74:48:53.1 uwd Oesterreich in 75:22:43.6 Etappensieger im letzt een Teil wurde der Italiener Menapaee in 18:08:21,7. : Stella Walasiewicz stellt zwei neue Weltrekorde auf. Bei einem Sportfest inGraudenz Alte die Polin Stella Walasiewicz im Weit strunz mit 6,25 Meter einen neuen Weltrekord auf. Die alte Marke wurde von der vor zwei Jahren verstorbenen Japanerin Hitomi nt:t 5.93 Meter gehalten. Bei der glei- v'ii Veranstaltung verbesserte die Polin auch den Weltrekord über 100 Pard von 10.9 auf 10.8 und lief die 80 Meter in 9.6 Sekunden. b. Razstava slovenskega novinarstva. Unter diesem Titel erschien kürzlich zum Abschluß gebrachten Ausstellung des slowenischen Journalismus in Ljubljana eine Publikation, die zum ersten Male eine erschöpfende „Bibliographie" der slowenischen Zeit schristen enthält. Sie beginnt mit den von Valentin Vodnik 179? herausgebrachten „Llublanske Novize" und enthält tote wichtigsten Daten von insgesamt 1074 in slowenischer Sprache in der Heimat und im Ausland gedruckten Zeitschriften, Die deutschen und deutschsprachigen Zeitschriften, die auf dem Gebiet des heutigen Draubauats er schienen sind oder noch erscheinen, werden nirgends genannt, was vom Standpunkt der Zeitungsforschung zu beklagen ist. Worte des Geleites schrieben für dieses Werk die Ehrenpräsidenten Dr. Korošec, Dr. K r a-m e r, Dr. Kulovec und Stanko V i-r a n t. Weitere Beiträge verfaßten Dr. I. ölebiriger (Die slowenischen Zeitungen und Zeitschriften"), A. Gaber und I. Lapajne („Geschichte und Entwicklungstendenzen"), Fr. T e r s e g l a v („Der Journalist Äs Apostel"), R. P u st o s l e m šef („Die Anfänge der slowenischen Journalistenorganisation") und T. Gmajne r („Die Organisation der Journalisten in Slowenien von 1919 bis 1937"). B. Flucht aus Turkestan. Erlebnisse eines Reiteroffiziers von Josef Zangel, mit 10 Bildern des akademischen Malers Franz Gruhs. Ed. Kaiser Verlag, Großschönau Sa. Hteim A Kleine Anzeigen kosten 50 Para pro Wort, In der Rubrik ..Korrespondenz" 1 Dinar / Die Inseratensteuer (3 Dinar bis 40 Worte. *?'50 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet , Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt 10 Dinar / Für die Zusendung von chlffr. Briefen Ist eine Gebühr von IO Dinar zu erlegen | Anfragen Ist eine Gebühr von 3 Dinar In Postmarken beizuschliessen Gut erhaltene alte Kleider zu verkaufen. 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Erkennung Akt tasche. 1°S UR-H'EßfR - t/fz VtRLÄQ öskaR MŠ/ster. VERDAU 19 „Oh, Bitte!" drängte sie. „Das bedeutet sicher eine große Entlastung für Sie, Herr Doktor. Und dem Wagen wird es auch nichts schaden-" „Also dem Wagen zuliebe", entschied er lächelnd. „Wer es muß ein sicherer Fahrer sein. Betonen Sie das ausdrücklich! Und ich kann auch, keinen brauchen, der nicht Wien bis in den letzten Winkel kennt." „Natürlich, Herr Doktor." „Und nehmen Sie mir die Vorstellung ab", bat er, während er den Kopf bereits in die Kissen drückte. „Sie haben einen guten Blick für Menschen. Gute Nacht!" „Gute Nacht!" Im Flur wurde Lena vvn Madlen abge-fangen. Aus dem Herrenzimmer kam das Kreischen eines Lautsprechers und das Lachen von einem halben Dutzend angeheiterter Menschen. „Wo ist mein Mann?" „Der Herr Doktor ist eben zu einem Kran ken gefahren." „Gott, wie ärgerlich! Immer, wenn ich ihn brauche, ist er nicht da," Sie kehrte wieder ins Zimmer zurück. So weit war es also schon, daß man ihn verleugnen mußte, wenn er einer Stunde ungestörter Ruhe bedurfte, dachte Lena. Sie hatte vergessen, das Telephon nach ihrem Zimmer umzuschalten und schlich noch einmal nach dem Sprechzimmer. In ratloser Verblüffung starrte sie auf Grude, der vor dem Jnstrumentenschrauk stand und eben eine Spritze aus seinem Oberarm zog. Er war gleichfalls sehr betroffen und sagte mit einem hilflosen Lächeln unt den Mund: „Ich konnte absolut nicht einschla-fen, Lena." Sie drückte die Tür leise hinter sich zu und kam zu ihm herüber. Flehte: „Tun Sie es um Gottes willen nicht wieder, Herr Doktor!" Er schüttelte den Kopf und wandte den Blick von ihr ab. Eie nahm die Spritze an sich und legte sie mit spitzen Fingern in die Vitrine zurück. „Sie müssen unbedingt das Licht ausdrehen, Herr Doktor. Ich habe der gnädigen Frau gesagt, daß Sie abberufen wurden." „Sie sind sehr gut." Einen Augenblick zögerte er, dann nahm er ihre schmale Linke und legte seine Stirn dagegen. „Sie müssen sich mehr Ruhe gönnen", beschwor ihn Lena. „Sie sind zuviel in Anspruch genommen gewesen ip letzter Zeit." „Und es reicht trotzdem nicht", wehrte er müde. „Haben Sie in den Büchern nachgesehen? — Wir haben Schulden." „Kaum von Belang! — Bitte, gehen Sie 'jetzt schlafen, Herr Doktor!" Er hielt sich nur noch mühsam auf den Füßen. Noch ehe sie das Zimmer verlassen hatte, lag er wieder in den Kissen. Das Mädchen, das in der Küche mit Schüs fein und Tellern hantierte, horchte auf, als Lena den Auftrag gab: „Ich muß noch einmal Weggehen, Luise. Wenn der Herr Doktor am Telephon verlangt wird, geben Sie Bescheid, daß er nach auswärts gerufen wurde." Auf den Gang tretend, horchte sie sür einen Augenblick nach den Zimmern Madlens und schlüpfte dann in ihren Mantel. Auf der Straße überlegte sie: Tram oder Auto. Und entschied sich für das letztere. Wien konnte -endlos sein, wenn man Eile hatte. — Dick Mont re y loar eben nach Hause gekommen und hatte es sich bequem gemacht, als ihn ein Klopfen an der Tür wieder vom Stuhle aufspringen ließ. „Lena, Sie?" staunte er und nahm schnell seinen Rock vom Tisch. Es war nicht eben feudal bei ihm. „Is was passiert?" war die nächste Frage. „Noch nicht, Herr Hauptmann " Mit hastenden Worten berichtete sie. Er saß ihr gegenüber und hielt das Kinn trotzig vorgeschoben. „Also einen Chauffeur braucht der Felix?" „Ja! — Ich bitte Sie recht herzlich um Ihre Hilfe, Herr Hauptmann." Er sah sie kopfschüttelnd an. „Das geht doch net, Fräul'n Lena. Sehn's denn das net ein? Ich kamt doch net mit meinem Brot Herrn auf du und du stch'n. Das wär' doch, g'lacht." „Aber das ist doch völlig nebensächlich!" „Nebensächlich? So! Bili' schön! Und wann ich dann den Wagen putzen will und tvas halt sonst noch alles zu dem G'schäft g'hört, toann is der Felix der erste, der das net duldet." „Sie werden Ihren Wagen bestimmt putzen dürfen, Herr Hauptmann." Und als er noch immer ein abweisendes Gesicht machte, legte sie die Stirn auf den Tisch und begann zu weinen. „Ja, aber Fräul'n Lena! Wann's denn gar net anders geht, dann komm' ich halt in Go-tt's Namen " Sie hob den Kops. „Vor einer halben Stunde habe ich ihn überrascht, wie er sich Morphium eiirspritzte!" „Ich vermute, daß es nicht das erste Mal gewesen ist", gestand sie. „Jossas na! Morphium! Selber hab' ich's ja noch net probiert — oder ja — ein cuv zig's Mal! Wer nur aus Uebermut. Do») da is mir fürchterlich schlecht d'rauf -ward fl-Zwei Tag' lang Hab ich mich nimmer cU9' kennt vor lauter Uebelsein." „Bei Ihnen hat es eben anders gennst, Herr Hauptmann. — Sie kommen also?, „Ja, freilich! — Und ich werto' lltCIlie Aug'n schon ausmachen, Fräul'n Lena." „Nicht wahr, Sie melden sich sofort, O# Hauptmann, wenn ich die Anzeige entrück0 lasse?" „-Gleich, ja! — So ein Angebot, wie dw meinige sein wird, kriegt der Felix ^ zweit's Mal nimmer." Die große Hoffnungslosigkeit, mit der Lena hierhergekommen war, fiel von ihr ud-Montreh begleitete feinen Besuch bis an ^ Haltestelle der Trambahn. „Nur den SW hochhalt'n, Fräul'n Lena, dann wirto's wieder!" tröstete er beim Abschied. * * * Madien hatte Kopfschmerz und fühlte außerdem entsetzlich elend. Ungewohnt, a»°> nur eine Stunde krank zu sein, befiel sie ^ ne grenzenlose Furcht. Im Bette sitzend, sie an der Klingel, die nach Lenas Zunst^ führte. „Meinen Mann!" rief sie der ^ tretenden Assistentin entgegen. „Mein MaM soll kommen! Gleich! Ich fühle mich 1° schlecht!" „Der Herr Doktor ist noch immer nicht zurück, gnädige Frau" meldete Lena. „Gott! Immer ist er bei fremden Leuten! Schicken Sie doch nach einem anderer Arzt! Oder geben Sie mir selbst etwas! Pulver vielleicht! Sie wissen doch, was nicht Mann zu verordnen pflegt! Warum üf hen Sie denn noch immer da? Wollen S® mich toenn sterben lassen?!" Lena lief hinaus und kam nach einer nute wieder zurück. Sic hatte ein Pulver aus dem Medikamentenschrank des Stncd) zimmers geholt. Grude schlief so fest, daß ct -es gar nicht gehört hatte. Rasch goß sie 2B* sec auf einen Löffel und schüttete -die weiße Masse hinein.' Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor«. — Für den Herausgeber und der- Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA, — Beide wohnhaft in Maribor,