gdjrtftlfilunq l»au«gaIIich . . . . K 110 »«TtelliUrii . . . K S-— Hal»j»in- . . . . K §•— 0«nii«(tis . ... K If— gilt« »„«land erhübe» sich bte StiUs|fstbü4r( n bbi bte »»hereB #erkn»Utta «-(Jtebiiftren. Eingeleitete Abonnements |HteB di» iut ItbefteÜBBg. Ar. 70. KiM. Sonntag. 30. Angnft 1903 28. Jayrgang. Eine ernste Mahnung. An der Peripherie der Unlersteiermark, gegen »rten zu. dort, wo sie sich an die reindeutsche liitelsteiermark anlehnt, wo man also erwarten daß da« Deutschtum Fortschriite «acht, nach-e« eine so gute Rückendeckung hat und ihm Kraftquellen so nahe sind — gerade dort hat Deutschtum in diesen Tagen «ine Schlacht verloren. Die im Unterlande auf weit vorgeschobeneren Posten stehenden vom Feinde ringsum eingeschlosse» deutschen Besatzungen erwehren sich mit <&<* schick und Ecsolg de« pervalischen Anstürme«, »threud die unter weit günstigeren Verhältnissen den Volksgenossen an der Sprachgrenze im ersten Ansturm über den Hausen geworfen werden. St. Egydi ist gefallen und e« fiel nur durch teutsche Schuld. Der verächtlichste Bolk«verrat mit den Gegnern im Bunde. Wir haben e« lseren slavischen Gegnern eben noch nicht abgebt, wie man e« anstellt, den Bolksverrai zu undankbaren Geschäft« zu machen. Unter bm Tschechen wird ei« Bolk«oerräter gesellschaftlich >md wirtschafilich geächlet. Auch wir müssen Kreaturen, die sich wieder die Natur vergehen und t>« JudaS an ihrem Bolk werden, an ten Pranger der äffen, lichen Verachtung stellen, so daß ihnen jeder da« Wort „VolkSverräter" in« Gesicht speit. Wir müssen Exempel statuieren, welche gefährliche Wirkung e« au«üb«, wenn wir einem Menschen da« Vrandmal de« Volk«verräter« auf die Stirne drücken. Ja EgyVi gab e« offenkundigen Volk«verrat, et gab aber auch versteckten, feigen BolkSverrat, »ebst völkischer Lässigkeit und Lauheit, die sich zu Unschuldigen an dem nationalen Verluste gemacht habe». Die Wnkung. die BolkSverrat und natio» ßßne Hlordtandsreise. (3. Fortsetzung.) Mein bißchen Windisch war mir zu gar nicht« nütze. denn d>er Russe versteht da« Windische nicht «v umgekehiri. Da« wußte ich schon von den versuchen heir, die mein russischer Onkel in Cllli angestellt haitie. Einsach sieht sich die Sache an, »enn man e«i so macht, wie ein gemütlicher älterer deutscher Herr-, mit dem zusammen ich nach Riga fuhr. Ec ft*!g nämlich fast in jeder Station au« und machte dem Büffet seinen Besuch. Die un-üdertreffliche ^Reichhaltigkeit und Güle der Büffet« läßi die Begeeisterung de« alten Herrn für diese Ioftiluiion beegreislich erscheinen.» In Dün^burg schloß ich mich ihm an, nicht ihn« meine Beesorgni« zu äußern, wie e« mir wohl odne Russisch in der Restauration gehen werde. „Ach ml,« ssagie er, „ich versteh' auch kein Wort rusnsch. Marn braucht in Rußland überhaupt kein Russisch. fto»mmtn Sie nur mit «ir!" Kaum waren wir auuS dem Waggon getreten, so hielt der Gchaffner einee russische Ansprache an meinen Deut-schen. Er mvollie vielleicht daraus aufmerksam «achen, daß t der Zug dalo abfahre over dergleichen B»a«. Der c alte Herr antwortete nur mit einem ktästigen. die , russische Sprache imitierendtn Räuspern «td trat mit! «ir in die Restauration. Er ging grradenweg« «aus« vufi«, zu. besah sich die Diager »d zeigte t dann mit gestreckte« Finger auf ein Beassteak, iadidem er sich wieder kräftig räusperie. Dann legte erir ein größere« Goldstück hin, bekam nale Lauheit nach sich zogen, war die gleiche, e< muß de«halb auch die gleiche Behandlung, da« ist die Strafe mit öffentlicher Verachtung platzgreisen. In den Jdeenkrei« der national Unoerläßlichen einzudringen, ist nicht schwer. Der rote FaZen. der all ihr Handeln durchzieht, ist die Profilgier und der schädigst« Eigknnutz. D«r Gegnir vkrsteht fi« damit meisttrlich zu gängeln. Die Profitgier und die einzige Rücksicht auf da« .Geschäfts ist der Ring in der Nase, mit dem sie so tanzen muffen, wie der zielbewußte Peroake peifi. E« sind Mem-me», entmannt« Dtutsche, die sich im nationalen Kampfe hinter die Linien flüchten und den Wahl» fpruch erkoren haben: .Vorsicht ist der beff r« Teil d«r Tapk«lk«it." Natürlich, sie meinen ja geschäst» lich zu verlieren, wenn sie sür ihr Deutschtum ein» treten, e« könnt« ihn«n d«r Herr Kaplan auSbltibtn und der Herr Pfarrer die Kerzen wo ander« be» stellen. O über die Dummheit, die sich selbst die Grube gräbt! Wer nur Halbweg« Pervak.n au« der Er-fahrung kennt, weiß, daß, wenn sie einmal da« Hest in die Hand bekommen haben, gar keinen Unierschied zwischen den Deuischen mehr aner-kennen und den deutschen Bolk«Verräter derselben Behandlung unterwerfe wie den volk« bewußten Deuischen, nur mit dem Unterschiede, daß ihnen der letztere Achtung abnötigt, während sie den ver-räterischen Deutschen im Grund der Seele ver-achten. Hinau«gegraul«. geekelt und gebissen «verdcn aber beide, denn e« gilt ja Platz zu schaffen sür den pervalischen Nachschub, da« ist ja schließlich de« Pudel« Kern sür all die politischen Machen-schast.n der Peroaken. Der Tag von Egydj predigt die ernste Mahnung, nicht länger die Hände in den Schoß zu legen und eine Gesundung der nationalen Ver« hältniffe in diesen Gegenden radikal anzubahnen heiau«. nahm sein Essen und rief triumphierend: »Sehen Sie, wa« ich Ihnen sagte, Sie brauchen kein Russisch." So einfach aber ist die Sache doch nicht, wenn einem auch die Fingersprache über viele verwickelte Situationen hinweghilft. Ich möchte meine Erfahrungen dahin zu-fammtnfaflen: Petertburg und Moskau ohne deutsche Empfehlungen zu besuchen, ist jedenfall« nicht ratfam. Unbedingt notwendig ist e« aber, sein Quartier bei einer deutschen Seele aufzuf l lagen, da« ist dann der rettende Fel«, der einem nach de« Tage« Bangigkeiten wieder den festen Halt und Beruhigung verschafft. So wohnte ich in Moskau in einem deuischen Pensionat. Die lnbenSwürvige Vorsteherin und mein Bädeker, da« genügte vsll-ständig. Die Bemühungen eine« jungen deuischen Ruffen, dem ich empfohlen war. taten ein übrige«, mir alle Herrlichkeiten zu erschließen. Für den häufige» Verkehr mit „Fuhrleuten" eignete ich mir ein paar russische Zahlwörter an. Bevor ich einstieg, nannte ich «eine Wohnung oder irgend eint Sehenswürdigkeit, die ich noch besehen wollte, dann ein Zahlwort, welche» m den meisten Fällen vom Kutscher mit eine« ,po!»ust' (bitte) beantwortet wurde und brauste fort. Die großen Entfernungen Petersburg« und Mo«kau« zwingen zur Benützung der Wagen, zumal die Pferdebahn — es gibt weder in Peter«burg noch in Mo«kau «ine »Elektrische- — einen ja viel zu langsam fortbringt. Also wie gesagt, ein deut-sche« Quartier und »in Papa Bädeker, da» ist Wir wollen nicht etwa der pharisäische Zöllner im Gleichnisse sein, unser Eigenlob singen und ver-künden, um wie viele« bester wir un« dünken al« die da droben, aber da« können wir doch ohne Ueber Hebung al« wünschen«w«rt bez«ichnen, daß die deutschen Unt«rfteir«r gtwiffer G«g«ndr» nordwärt« der Drau sich mit «inem gltichen Tropfen natio» nalen Oele« salben möchten, wie die vom natio« nalen Geiste durchtränkten Volk«genvffen anderer Orte de« Unterland»«. Dann wären so beti übende Erscheinungen nicht möglich, wie die unS bekannte, daß in einem Vereine, in dem die Deutschen die erdrückende Mehrheit bilden, di« Ford«rung, «« möge sich der Verein auf eine deutsche Giundlage stillen und von den wenigen Slovenen gesäubert werden, einfach niedergestimmt wuide und dem naiionalen Antragsteller beinah» selbst die Au«, schließung eintrug. Wir sehen die Gegner mächtig an der Arbeit, sie entfalten eine geradtzu fieberhafie Tätigkeit, allen voran der mit deuischen Stimmen gewählte Robitsch. Bon deutscher Seile muffen Geg nminen gelegt werden, müssen Dämme errichtet werden, gkgkn da« au« Krain hereinflutende Pervakentum. Man möge e« sich sagen lassen, daß die Unter» steiermark am Besten dadurch gegen die pervak>fche Seuche immunisiert werden kann, daß man die Stajercleuie organisiert und sie al« geschlossene Partei den Pervak«n entgegenführt. Man würde seine Freude erleben, welche Erfolge biefe Partii in rühriger Bersammlung«iätigkeit zeitigen würde. So aber wird den Pervaken kampslo« der Boden überlassen, läßt man die Bauern auf dem planen Lande ungestört von Peroaken bearbeiten, genau so wie e« in Krain herging. Die Stajercleuie in ihrer Zersplitterung ver» mö.^en nicht« oder zu wenig dagegen und au« eigener Kraft vermöge» sich die gebundenen Kräfte dieHaupifache. Ganz zu umgehen find unangenehme Augenblicke für den Sprachenunkundigen natürlich nicht. Aver von Untergehen ist keine Rede. Irgend jemand auf deutsch um etwa« zu fragen, ist ganz vergeblich. Niemand versteht einen. Allerding« leben in Peter«burg und Moskau zu» sammen etwa hunderttausend Deutsche. Aber diese fleißigen Menschen bilden naiürlich nicht da« Publikum, welche« die Straßen bevölkert. Mo«kau! Wer nicht nach Moskau fährt, lernt Rußland nicht kennen. .Ueber Moskau nur der Kreml, über den Kreml nur Gott.' Diese« russische Sprichwort sagt Ihnen, wa« Mo«kau den Russen ist Der Aufenthalt in dieser Stadt war geradezu der Höhepunkt meiner Reise in seiner Art. Ich hake nämlich nirgend« etwa« Interessantere« gesunden, al« diese« großartige Mo«kau. Gleich nach meiner gegen Mitternacht erfolgten Ankunjt drang ich bi« zum Ä llerheiligsten vor. Bergauf, bergab führte der gräßlich steinige We^. Bald langte ich an einer riesigen Mauer an. w»iß, i» Monden» licht» ftlänz»nd. Ich war kaum durch da« wuchtig« Tor gtschritten, al« ich zur Recht»» »in» schwarze Masse bemerkte, vor einem Tore lagernd, durch da« trüber Kerzenschein herau«schimmert« — t« war «in« d«r zahllos«» Kirchen d«r Stadt. Da warttn dies«, vielfach nur in Fetzen und Bast g«» kleideten armen sogenannten Menschen dicht anein» ander gedrängt, di« ganz« Nach», um sich a« Morgrn ja gleich wieder hineinzuquetschen vor das wundertätige Bild mit seinen blitzenden Diamanten! Diese unschätzbaren Stern«, diese Goldmaffen und Seite 2 «Deutsch? Nummer 70 nicht zu befreien. E« ist de«halb nötig, daß man von Graz au« di» Organisation in die Hand nimmt oder zumindest die Mittel hiezu ausbringt. Der Winkel au« dem die Pervakengefahr de« Unterlandes kuriert werden muß. ist: Nationalist« rung der deuischen Uitersteirer, Organisation der Stajercleuie! Auch müssen wir verlangen, daß der Lande«» au«schuß in entschiedener« Weise al« bisher den pervalischen Unternehmungen entgegenritt. In Böhmen ist da« peroakische Treiben undenkbar, da wären Ehrenbürgerrrnknnunge» ä la Bischofdorf, Tausendtroneti spenden der Bezirksvcrtretung von Cilli zu nationalagitatorische» Zwecken und Dar« lehen zu 5'/, und 6 %, um damit die slovenischen Kreditinstitute herauszufüttern, unmöglich. Gott besser's! Äus Karl camprechls ncurjlcm Luchr. » ! Diese Lag, muß man in Betracht ziehen, will man die Zeiten de« giue» Kaiser« Franz und MetternichS verstehen. Schon damal«, vor 1848, war man und empsand man sich im Grunde der Zeit nicht gewachsen: und war der Kaiser eine« geistreich-frivolen Apres oous le deluge nicht fähig, so ist doch seine mclancholisch.kraftlose Bemerkung bekannt, ihn und den Metternich werde e« wohl noch »»«halten. Aber nicht einmal diese Erwartung traf zu! Mit den dreißiger und vierziger Jahren drang-n in di?« ehrwürdige StaatSanwesen die modernen politischen Mächte der subjekiiviftischen Zeit, Lide-raliSmuS und Nationalismus. Freilich: in beson-deren Formen, nicht vereint zunächst, sondern gleich-sam ethnisch getrennt. Der Nationalismus regte seine Schwing'» un er dem bisherigen Regierung«-objekte, den Slaven, vor allem srüh denTscheche». aber zunächst weniger politisch als kulturell; die Keime einer tschechischen Sprachpflege. Literatur und Wifsenschasl drangen empor und erst später sind ihrem WachSium einst» politische Bkstr,bung»n gefolgt. Der Liberalismus dagegen wurde Teil der kulturell hochstehenden und politisch herrschend»» Bevölkerung. der Deutschen. Nur daß er sich bei ihnen »ich!, wie sonst überall auf deutschem^oden. mit dem Nationalismus verband. Denn wie hätte da« möglich sein sollen? Da« hätte ja, da dann da« nationale Princip erst recht auch den Slaven hätte zugängig gemacht werden müssen, die Zer-ftörung der deutsch»» Vorherrschaft bedeutet! Und so wurde der deutsch» Liberalismus au« dem drängenden Motive der deutschen Hegemonie herau« zentralistisch: eine höchst merkwürdige, sonst nirgend« in birfer Art vvrkomm»nd» Färbung. War aber »in österreichischer Zentralismus wicklich durchzv« führe« ohne LegitimiSmu« ? Und licftrtc man sich dicht van-ben di« zerlumpte». schmutzigen. stinkenden Menschen — da« ist ein Charakteristik»« der hochheiligen Stadt. Ich ging weiter, bergan, von recht« und link« drang Lichterschein und Kerzenqualm auf die Straße herau«. Recht« und link« wohne» strahlende Idole. Endlich kam ich an eine» riesigen freien Platz. Ich war durch den Gorod, da« ist die Chinesenstadt, auf den roten Platz gekommen, die Kraßnaja; rot wohl nach den Blutmaffen genannt, di» hirr in der Umfrikdung d»« lodvoje mesto, der Richtstätt», geflossen. Vor mir zog die riesige, dunkle Mauer hin, die den Kreml, den gewaltigst»» Fürstensitz der Welt, umschließt. Trüb» brannt» dir hkilige Lampe vor d»m Sspatkija-Tor diesem enorme» Ding, durch da« jeder Mann, ob heimisch oder fremd, nur barhäuptig hindurchkommen kann. Ich ging an diesem Abend nicht hindurch. Der Glanz de« jungen Tage« sollte mich erst in den Kreml führen. Aber am roten Platze sah ich mich noch ein wenig um. Da steht zur Linken di« BasiliuSkathedrale. diese« Monstrum, da«, wi« ich später sah, nicht ein»n einzigen größeren Raum aufweist, sondern nur au« einer groß»» Zahl kleiner, winkeliger Kapellen zusammengesetzt ist. Solche Räume lieble der Er» dauer der Kirche. Iwan der Grausame. Er war mit dem Bau diese« Labyrinthe« in einem so hohen Maße zufrieden, daß er den Baumeister kommen ließ und ihm die beiden Augen auSstach, ober mit der wohlwollenden Begründung, „damit du nicht zu« zweitenmal» ein solche« Meisterwerk schaffest." ^ nur diesem historischen Widerspruch» zumLiberali«« mu« au«: stieß sich dann nicht selbst in diesem Falle noch jede zentralistisch-liberale Regierung dennoch schließlich an dem erst auskeimenden, dann bald auch aufbegehrenden Nationalismus der Slaven, und damit im Grunde an feinem entwick-lungsgefchichtlichen Komplemente und Korrelate? ES war eine höchst verzwickte Lage, die unter allen Unlständen in eine Sackgasse führen mußie. Sollte man sie mit einem Satze aufhelle», so würde man sagen können: der Liberalismus, weil demokraiisch. widersprach im Grunde der hergebrachten aristo« kratischen Stellung der Deutschen, war aber gleich, wodl sür sie, als unabweisbarer Bestandteil der Kultur eines deuischen sudjektioistischen Zeitalter«, böhere geschichiliche Notwendigkeit. E« ist ein« Foraiulierung, die zugleich den engen Zusammen-hang der politischen und der populatiomstischen Vorgänge ansteckt: denn auch in der Bevölkerung«-bewegung wurden die Deuilchen im tiessten dadurch geschädigt, daß ihrer aristokratischen Lebenshaltung die demokratische der slavischen Massen, durch die liberale Gesetzgebung deS 19. Jahrhunderts und das aufdämmernd- Zeitalter der freien Unter« nehmung befreit, übermächtig entgegentrat. Wie vollzog sich nun unier diese» all lemeine» Zusammenhäns-en die Entwicklung im einzelnen? Zunächst kam e« au< den Ansängen deS Liberalis-muS heraus unter der saSzinieienden Einwirkung der französische» Februarrevolution und den Droh« ungen revolutionärer Vorgänge im Reiche zu der Katastrophe von 1848. Au« ihr rang sich in Un-gar» der volle Nationalismus loS »nd damit im Grunde schon ein latenter DnaliSmuS deS Gesamt-reiches. In der österreichische» Hälfie aber wurde in den fünfziger Jahien noch einmal ei» Versuch gemacht, in alter absolutistischer W iie zu regieren; bezeichnenderweise durch einen Militär; denn nur daS Heer, nicht die Verwaltung vermochte e» noch, sich als brauchbare Maschinerie einer patriarchalisch-zentralistischen Regierung zu erweise». Indes man weip, daß die Diktatur Schwarze ibergS unter dem jungen Kaiser Franz Joseph nur ein Jniermezzo blieb. Es war unvermeidlich, daß sich, solange die Deutschen noch immer, über einem erst keimhasten Nationalismus der ciSleiihanischin Slaven thronte», der Liberalismus als führende Macht emporrang und daß er zentralistisch zu sei» suchte. E« geschah seit dem AuSgang der fünfziger Jahre, feit den Zeiten Schmerlings. Wie lange diese Konstellalion wohl g»dau>rt und wi» sie. sich selber überlassen, sich au«o»l»bt hab»» würd» gegenüber den empordringenden, durch die liberale Gesetzgebung und die dieser zugrund» liegende Kultur selber gehoben»» rational»» Str»-bung»n der Slao»n: wir wissen e« nicht. Denn äußere Ereignisse traten dazwischen, ihre Entwicklung und ihre» Ablauf zu modifizier»» und zu b»fchl»u» »igen. Der Krieg von 1866 kam und die Au«-einanderfetzung mit Preußen. Und e« kam mehr: der Krieg von 1876 und die Gründung des Deuischen Reiches. Gewiß einhielte» schon die Er« Die ein» Seu« der »raßnaja — gerade gegenüber der Kremlmauer — nehmen di» sogenannte» HandelSreih»» ein, ein Kaaspalast, in «m tausend Geschäftsleute ihren Plotz gefunden haben. Di» Konzentration der Hand»ltr»id»nd«n ist eine russisch? Seii», di» auch in Petersburg zum Riesenbau deS Gostini dwor (Kaufhof) am NewSki-Prospekt ge-führt hat. Die Nordseite de« Kraßnajaplotze« n»hm»n die Duma (RathauS) und da« prunkvoll» historische Museum ein. Zwischen diesen beiben Paläste» steht die berühmte Kapelle d«r Jd»risch.» Mutttrgoil»«, eine« d« größten Heiligtümer Rußlands. Mein erster Weg am nächsten Morg»» iührte mich z» dieser Kapelle. Von dem Leben und Treib«», welche« hier herrscht, können Sie sich seinen begriff mache». Die winzige K^p lle ist den ganzen Tag über von einer sich schiebenden und krängenden Menschenmenge belageri. Kein Russe, mag er mm noch so bringenden GeschäsiSganq vorhab»», geht vorbei, ohne vor dem heilige» Bilde niederzufallen, sich zu bekreuzigen und den Boden zu küssen. Die Siuse», die zum Eingang» hinausführt», sind mit Bittl»rn. namentlich bettelnden Mönche» und Nonnen besetzt. Mit Anstrengung gelang e« «ir endlich in die Kapelle einzudringen. Die viele» Hunderte v?n Kerzen, die >» de« steinen Raum» brennen und die ununterbrochene Anwesenheit so vieler Menschen schaffen eine Atmosphäre, die einem den Atem benimmt. Unaufhörlich brummen die Popen ihre Gesänge und Gebete vor dem Bilde. (Fortsetzung solgt.) fahrungen deS Jahre« 1866 für die Ty-a'ii- fa laß genug, idr Verhälini« zu den Deutsche, i Lande einer Prüfung zu unterziehen u»d die auszuwerfen, ob eine deutsch.liberale he^emo»ie, Ci«leiihanien im hab«burgische» Interesse Itep Aliein die Erwägungen in dies»r Hinsicht nitM koch bis zum Jahre 1876 immer wieder gedrängt durch die Abschätzung noch im«,r:jt Handen geglaubter Aussichten im Rtche: mitiiita hat da« HauS HabSburg vor 1876 deutiche Hut machtbestrebung?» aufgegeben. Und sie «rsir'et» gerade in dieser kritischen Zeit erst recht eiiteCfe nung der Deutschen. AIS dann aber die Ere^qt von 1876 auf 1871 alle den Ländern deS bfiit.;» Reiches zugewandten Aspirationen — ob sreiH für immer? — vernichteten, al« gar eine g»h Furcht vor deutschen Annexion«gelüsten nicht n» blieb: da schien e« höchste Zeit, sich nun»,, gegenüber den Teutschen auf die Slaven, und » nehmlich auf die Tschechen als die größte se!» ständige slavische Nationalität deS Reiches, p stützen. Denn mit nichte» wollte man mit to neuen Deutschen Reiche eiwaS zu iun habe»; M Zweibund ist angeblich erst z» stände pfsonnen nachdem Fürst BiSma-ck in Wien ein Teiln^ angeboi Oesterieich«, da« von Rußland demZa» fchen Reiche gemacht worden war. zur Äimtnil gebracht halte: und im Innern wollte man jrt» sallS so regieren, daß dem Reiche der Gedanle« »ine künftige Annexion österr»ichisch»r SebielilÄ gründlich verleibet werde. Slavisch»? Durchich< allenthalben würd» also zum Wahlspruch: »odm diesem Siandpunki» au« Begünstigung aller je« schon in staik-n Potenzen vorhandene» slavtjcht Nationalismen. N n ist «s klar, daß die« alle« b.i ter t« sonderen Stellung wiederum der Tscheche» i> Grunde einen ci«leiihanisch,n Dualismus znisiha Deuischen und Tschechen bedeute!», freilich un« manche» fiör»nd»n Zwisch»nw>rkung»n anderrr 5# tionalitäten, vor allem der Pol»n. bi« zur Ziel!« de« Au«schlagzüng>ei,i« an der Wage. Aber I Weg nun offen zu gehe» und die SelbsisiS»^ der WenzelSkrone anzuerkennen, erschien doch mi unmöglich. In diesem Falle hätte »an nä» mit dem einschi»d»nst»n Widerspruch von anderen Seite d»« großen Reich«dualiSmu«, :« Ungarn htr, zu rechn,» gehabt. Denn auch Unß» hat sein»» slavisch»» Psahl im Fleisch» in )s drohenden Selbständigkeit eines f!ovfnis rung jugl»ich wandte, mußte die Plaitfor» kulturaristokratische» Opposiiio» aufgesucht ES war eine Wendung, die seit den Jahren durch den Umschwung der ^__ deutjche» Kulturhaltung — Uebergang zu ide« scher Weltanschauung und Kunstübung. Her« ' der Anfänge eine« Zeitalter« gebunde»er nehmung — sehr unterstütz, worden ist; merkwürdigste» Ausdruck hat sie vielleicht « Hinstreben zu der kulturell höher u»l> spezifisch deutsch erscheinende» Form ch..^. Kirch.ntum«, zum Protestantismu«. gefu»d«R. der Bewegung: Lo« von Rom. Während sich aber so der allgemein« Ch« der neu«» Stellungnah«« d«« Deutschtums und entschieden auszuprägen begann, erpata i« einzelnen und in der konkreten politische» Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbeilage der „Deutschen Macht" i« ßilki. Vr. 35 »Die Südmarl" erscheint jeden Sonntag al« unentgeltliche Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmart" nicht käuflich 1!>H3 Wira. (2. Fortsetzung ) Roman von H. v. SchreiberShofen. HithtiuS Milul». Mit einem kläglichen Blick hörte Mira Saldow Ant-wort: „3di muh gehen, ich bin es Dir selbst schuldig." Sie war sicherlich noch viel zu unerfahren, um das zu be-greifen, und weinte heive Thränen bei dem Gedanken. Saldow. wenn anch nur auf einige Wochen hergeben zu solle». Aber sie weinte heimlich, sie fürchtete ihrer Stief-mutter ungeduldige Bemerkungen. Es war ein kalter, regnerischer Tag. Das Meer stürmte und brauste, der Wind jagte den Wogcnfchaum über den Schienenstrang hin und trieb ihn gegen die Wciggoufeiister. Schwere, dunkle Wolken hingen an den Bergen und verkündeten Schnee. „Noch gestern Frühlingssonne. heute Wintcrfturm und Schiieewollen." sagte Baleska. die Mira und Saldow nach dem Bahnhofe begleitet halte. Beide Damen waren in Pelze gehüllt, »nd Mira sah entzückend aus in dem dunklen Pelzbarett ans den, hellbraunen Haar. „Ich beklage Sie. fuhr Baleska fort, „der deutsche Winter ist schauerlich. Sie haben doch ein entsetzliches Klima." „ES ist in Rußland auch nicht besser." versetzte Sal-dow etwas verstimmt. Valeska lachte. „Gewiß nicht, deshalb leben wir jahuch hier " Aengstlich sah Mira auf. „O Willibald, wie schreck-lich mag eS jetzt im Norden sein!" „In den Häusern ist eS wärmer und behaglicher als hier," sagte er schnell. „Fürchte Dich nicht. Liebling, es wird Dir schon bei uns gefallen." „Sie wird sich fügen, man lernt viel im Leben." bemerkie Valeska kühl. Mira wollte ihm versichern, sie selbst fürchtete sich nicht, sie habe nur an ihn dabei gedacht, doch Portier und Gepäckträger kamen, und Saldow ward in Anspruch genommen. „Mache Dir doch nicht schon jetzt Gedanken!" sagte Valeska gereizt. „Wer weiß, was der nächste Winter bringt!" Mira hätte gern geantwortet, sie freue sich auf den Winter an Saldows Seite, wie und wo es fei, im Süden oder im höchsten Norden, war sie doch ein Kind des Nordens, wenn anch feit Iahren ihm entfremdet — aber jetzt kam der Zug, der Saldow wegführen sollte. Eine hastige Umarmung, einige von Schluchzen erstickte Liebesworte — und dann sah sie ihm mit schmerzhafter Sehnsucht nach, wie er ihrem Blicke so schnell entschwand. Langsam schlich sie neben Baleska dem Hotel wieder z». Die Welt war mit einem Schlage öde und dunkel geworden und so hatten ihre Augen den Glanz, ihre Lippen das Lächeln abgestreift. Noch glaubte sie den Drmf von SaldowS Hand zn fühle», noch klang der Ton feiner Stimme in ihrem Ohre nach, sie meinte, er müsse ihr entgegentreten und der aufleuchtende Blickseiner ernsten, schönen Äugen sie grüßen. Mit Thränen käm-pfend, legte sie den kurzen Weg zurück, doch sie zwang sich, vor ihrer Stiefmutter rnhig zu scheinen. Ein unklares Gefühl flüsterte ihr zu. es fei bester so. „Ich habe etwas Kopfweh, vielleicht kaun ich noch wieder einschlafen," sagte sie und ging in ihr Zimmer, sobald sie das Hotel erreicht hatten. Wie ein betrübtes Kind weinte sie sich in Schlaf, ihr war. als liege eine dunkle Wolkc vor ihr, durch die ihr Leben jeden Glanz, jeden Sonnenschein eingebüßt. Mit ziifaniinengepreßten Lippen sah ihr Valeska nach. In ihren, Herzen envog ste die Frage, wie lange die Täuschung dauern werde, in der Saldow gefangen war. Genügen konnte ihm ein Kind wie Mira nicht, ,hr Herz schlie' »och, sie wußte nicht, was es bedeutete, zu lieben und sich für das Leben zu binden. „Ich gebe mir die Ehre, Frau Baronin wieder zu begrüßen/' sagte eine Stimme hinter ihr, als sie ihr Zimmer betreten wollte. „O, Herr von Wilcke!" sagte Valeska. „Wie habe ich Sie vermißt!" Sie bat ihn, mit herein zu kommen, und dann saß er auf demselben Sessel, wie vor Kurzem Saldow bei seiner Werbung um Mira und hörte auf die Worte der Baronin über "eben diese Werbung. Er senkte seinen schon ziemlich kahlen Kops, strich dann über seinen wohlgepflegten, braunen Bart und seufzte tief auf. „Ich bin sehr zur Unzeit weggereist," murmelte er nach einer Weile, wozu Valeoka bestätigend nickte. 4. In dem kleinen Hafen San Remoö lag eine Reihe von Fifcherbarken zur Abfahrt bereit. Es wehte heftig, die Wellen spritzten hoch an den Quadersteinen des HafendammeS hinauf, die Barken schaukelten selbst im yaken stark anf und ab. Die Wolken hingen tief, von Zeit zu Zeit zogen Strichregen über daS Meer, das auf tiefem Grün leuchtende, weiße Tchauinkränze bildete. Am Ufer standen alte und junge Frauen, Angehörige der ansfahrenden Schiffer. Sie riefen ihnen Ab-schiedsworte zu, gute Rathschläge, Witzworte, ernstgemeintes Lebewohl und Wünsche für guten, reichlichen Fang. SeitswÄrts an einigen aufgestapelten Tonnen und Kisten lehnte ein junges Weib, den Blick auf eines der kleinsten Boote gehestet, die Arme über der Brust ver-schränkt, wie um ihre Sorge und Angst nicht zum Aus- bruif grlongm in lassen. Ahr MeNcht zeigte, daß sie wett entfernt von der Ruh« war, die sie heuchelt« — nein, heucheln konnte fie nicht — die fie vor Andern nur zeigt«. Baleska ging mit Mira vorüber und erkannte Teresina. .Führt Auer Mann hinaus in dem Wetter?" fragte sie und blieb stehen. DaS Weib nickte, ohne fie anzusehen, fie konnte die Augen nickt von dem kleinen Boote losreißen. .Arme Leute müssen leben." „Habt ihr Angst um ihn?" „Riccardo versteht seine Sache, und die Madonna wird für ihn sorgen." „Sie ist fast so ruhig wie Du." sagte Valeska im Weitergehen mit einem Seitenblick auf Mira. „Aber !ie hat »och größere Gewalt über fich, denn der, den sie iebt, geht einer wirklicken Gefahr entgegen. Der Unterschied ist nur, daß dieses Weib weder kalt noch gleich-gültig ist, sondern leidenschaftlich fühlt, ihr Herz ist ein Vulkan. Mira antwortete nicht, sie fühlte sich machtlos gegen ihrer Stiefmutter stete Anspielung«» auf ihre Kälte, ihre äußere Ruhe. Aber sie wußte doch gewiß, si« wäre an dieses Weibeö Stelle vor verzweiflungövoller Angst um-gekommen. Valeöka sah sich noch einmal nach Teresina um. „Sie pflegt ihr AeußereS nicht sonderlich, und doch weiß ich. daß der Mann, den fie liebt, alles andere ihretwegen vergißt. Sie hat ihn bezaubert. In alten Zeiten hätte man fie als Hcre verbrannt." Valeska lachte auf, blieb stehen und winkte Herrn von Wilcke. der auf fie zukam. „Es ist eben nur die alte Geschichte: Eine offenkundige, uuge-züaelte Leidenschaft wirkt auf Jeden, gleichviel wcss' Standes und welcher Art, gleichmäßig. Die Männer fallen ihr immer zur^Beute, selbst ein anscheinend so ernster und kühler Mann wie Saldow". — Sie brach ab, als falle ihr Mira erst jetzt wieder ein. Wilcke war stehen geblieben und sprach mit einem Fischer. „Nun," fuhr Valeska fort, „große Leidenschaft kannst Du nicht geben, kein Mensch kann mehr leisten, als er in sich hat. Du bist wie Safcha Marufchkas Tochter, von der ihre Mutter sagt, sie ist zufrieden, fie hat Mann und Kinder, was will sie mehr? Ich weiß, wie ich Dich zu nehmen habe, und Saldow" — ihre Lippen zitterten etwas — „wird eS mit der Zeit wohl lernen. Besser wäre es freilich, Du könntest erst Deinem Wesen etwas mehr Kraft und Feuer geben, etwas von dem, »vas einen Mann wider feilten Willen fesselt und bezaubert, ihn zuletzt mit fortreißt. Ich weiß nicht, ob Du es lernen kannst, jedenfalls verstehst Du jetzt wohl kaum, was ich meine, nicht wahr?" „Willibald hat mich lieb, gerade so wie ich bin, er möchte mich gar nickt anders haben," sagte Mira schnell mit aufsteigender Röthe in ihren jetzt oft so bleichen Wangen. Valeska nickte mit spöttischem Blick und ging Herrn von Wilcke entgegen, der sich ihnen näherte, indem sie sagte: „Dann bleibe so! Aber eS kommen im Fraueuleben taten, wo eS heißt, die Liebe festhalten, die man besessen, ie Männer ändern sich. Doch ist Dein Willibald zweifellos auch hierin eine Ausnahme. Nun, Herr von Wilcke, haben Sie sich^ die braune Schönheit dort an den Tonnen anaesehen? Sie ist der Mühe werth, fie besitzt, was hier unserer kleinen Braut so gänzlich fehlt, Feuer und Gluth. Doch sehen Sie, jetzt läuft fie vor, um ihren Riccardo noch einmal zu umarmen." „Feuer läßt sich anfache«, Gluth kommt dann von selbst," war Herr» von WilckeS Antwort, indem er erst hastig »ach Teresina hinsah und dann einen langen Blick auf Mira richtete. Als sie sich unwillig abwendete, seufzte er tief und aina anscheinend bekümmert neben ihr her, , benutzte den Augenblick i»doch. »m sich »och einmal nach Teresina um- zusehen o Wie so oft, weckte» ihrer Stiefmutter Worte auch beute eine dumpfe Angst in Mira. Der Verdacht. Saldows Liebe könne erkalten und sie ihm einst nicht mehr genügen, tauchte unbestimmt in ihr auf. Baleska verstand es mir zu gut. MiraS Sicherheit zn erschüttern nnd ihr Saldows Liebe, ein ungeahntes GlückSgeschenk, als etwas noch zu Erstrebendes, kaum zu Hoffendes darzustellen. Schon mischte sich in MiraS Sehnsucht nach dem Geliebten ein leises Bangen, ein unbewußtes Mißtrauen paarte sich mit ihrer Liebe. Und Valeska ließ ihr keine Zeit zu ein-farnern Nachdenken. Sie zog das junge Mädchen in einen Strudel von Geselligkeit und versicherte ihr stets, als Braut habe sie das Recht auf freiere Bewegung — worin Herr von Wilcke sie eifrig unterstützte. Ei» Zufall hatte Valeska einen Brief MiraS an ihren Verlobten in die Hand gegeben, und sie dachte Saldows seitdem mit einer mitleidigen Theilnahme, die fie fast ihre grausame Kränkung vergessen ließ. Wie arm, wie gering mußte fein Veben an MiraS Seite werden! Ob er nicht schon jetzt emfah, was er sich als Krone dafür gewählt? Einmal mußte der Tag kommen, wo er sich seiner Wahl schämen würde, und das miißte dem stolzen Manne schlimmer als der Tod fein. Er war ein Thor gewesen. Und dochverklärte fich Saldows Gesicht beim Empfange der schüchternen, etwas unbeholfenen Briefe MiraS. Er las mehr und anderes heraus, als ValeSka ahnte, indeß ihn ihre Plauderbriefe, die amüsant geschrieben, oft wirklich geistvoll waren, kalt ließen. Denn eS gab doch Ver-schiedeneS zu ordnen und zu besprechen, em Briefwechsel zwischen ihnen war nicht zu vermeiden. Valeska schrieb kurz und präzis über das (Geschäftliche, aber ihre scharfen, wenn auch richtigen Urtheile verletzten ihn. der Ton ihrer Briefe berührte thn peinlich, und eine leise Mißstimmung legte sich stets in Saldow bei dem Anblick ihrer kleinen, aber charaktervollen Schriftzüge. Alle Furcht, alles Bange» schwand mit einem Schlage aus MiraS Herzen beim Blick auf Saldow. der ganz unerwartet eines Tages vor ihr stand. Mit einem Freudenschrei sank sie an seine Brust, und ihre strahlenden Augen, ihre gestammelten Liebesworte, ihre zitternde Seligkeit beglückten ihn mehr als er sage» konnte und mochte. Und Valeska fühlte bei feinem Anblick, daß fie ihn nicht vergessen hatte, daß ihr Herz ihm gehörte, daß jeder Pulsschlag sie zu ihm drängte. Es war gut. daß er keine Augen für sie hatte, er ging in Mira auf. Die Riviera prangte im voUsien Blüthenschmuck, dustende Blume,». üppiges Grün bedeckten Thäler und Bergabhänge, Schlingpflanzen hingen von den braunen Felsen nieder und auollen aus alle» Riffen und Sprüngen des Gesteins hervor. Wo nur eine Pflanze ihren kleinen Wurzeliuß einsenken konnte, sproß ein grünes Blatt hervor, dem in wunderbar kurzer Zeit eine kleine Blüthe folgte, dann ein netter Wurzelsuß, der vorgesetzt ward, und in unglaublicher Schnelle hatte sich Boden oder Fels mit einer grünen, buntblühenden Decke bezogen, unter der Laeerten ihr flinkes, geräuschloses Treibe» ab-spielte». Die kleine deutsche Kirche in San Renw war mit den kostbarsten Blumen geschmückt, weiße Lilien, deren Dust beinahe betäubend wirkte, umgaben den Attar. Kamelien «nd Azalien bildeten den Hintergrund für die kleine hier verfammelte Hochzeitsgesellschaft. Eittheimifche und Fremde, von Neugier getrieben, erfüllten die kleine Kirche, wie de» Platz vor derselbe». Alle wollten das schöne Paar sehen, das den Bund für das Leben hier schloß. Ein gar seltenes Ereigniß in einem solchen Kurorte. Galdow loor eine uornrUme, stolze (vrfchrnitiitq, her strenge tarnst seiner schSnen Züge durch eine weiche Rnhrung gemildert! aber Mira war in ,hrer garten, wetzen Toilette unter dem kostbaren Schleier eine reizende, liebliche Märchemee. Selbst Valeska staunte sie an, die. blühend und glühend vor Glück und Seligkeit, nicht ahnte, welch' holde Anmuth, welch' bräutlicher Reiz sie umschwebte. „Sie ist wirklich schön." sagte Valeska fast unbewußt. Und Herr von Wilcke, der »eben ihr stand, fügte leise hinzu: „Viel zu schön sür ihn!" Valeska hatte eö wohl nicht gehört, wi« er fich schnell überzeugte. Auch Maruschka war in der Kirche, sie stand in der Nähe der Thür^ um möglichst bald wieder im Hotel sein zu können, sie mußte zum letzten Mal bei MiraS Toilette behülflich sein und ihre Herrin nach der Trauung wieder dort enipkangeu. Reben ihr lehnte ein Kranker an der Wand, ein älterer Mann. Ob seine Jahre oder seine Kranklieit ihn gebeugt und so alt erscheinen ließen, war schwer zu entscheiden. In seiner Jugend konnte er sür einen schönen Mann gegolten haben, jetzt zeigte sein eingefallenes. hagereS Gesicht kleine, dürftige Züae und fein Mund jenen unverkennbaren Zug von Enttäuschung und erlittenen Kränkungen. Er fragte Maruschka leise nach dem Ramen deS Bräutigams, erst italienisch, dann französisch, zuletzt deutsch. Sie verstand nur das Letztere. Er sei hier noch sremd, vor zwei Tagen angekommen — sagte er erklärend. Mit einem raschen Blick ihrer kleinen, tiefliegenden, dunklen Augen nannte fie Saldowö Namen. Nach der Trauung, noch während das Brautpaar den segen empfing, drängte sich Maruschka hinaus. Ihr Nachbar war verschwunden, doch vor der.«irchthür hatte sich ein Menschenkuäuel um einen Ohnmächtigen gebildet und Maruschka erkannte ihn. Vielleicht ivar die dustenüllte Luft tn der kleinen Kirche zu betäubend sür ihn ge-worden, er hatte sich nur noch hinausschleppen können und war dann zusammengebrochen. Maruschka hatte keine Zeit, sich um ihn zu bekümmern. DaS junge Paar erhob sich von den Knieen. Mit festem Druck hielt Saldow MiraS Hand. „Bis der Tod uns scheidet!" sagte er nüt einem Blick, der ihre ganze Seele mit unausfprechliHem GlückSaefühle durchzitterte und ihr eine Welt voll Seligkeit versprach und offenbarte. Sie wiederholte seine Worte mit unsäglicher Innig, Feit, und in gegenseitigem Anschauen verloren, blieben sie so einen Augenblick stehen. .Vergessen Sie die übrige Welt nicht so vollständig?" sagte ValeSka etwas scharf, indem sie näher trat und init ihrer langen, hellgrauen Brokatschleppe die umherge-streuten Blumen zusammenfegte. Sie war bleich, um ihre Augen lag ein gespannter Zug, zwischen ihren Augenbrauen stand eine tiefe Falte. Saldow guckte zusammen, auch Miro erschrak. ES war ein greller Mißton in ihre weihevolle Stimmung. „Mira und ich sind uns von jetzt an das Höchste, Wichtigste »nd Nächste, die übrige Welt gilt uns nicht mehr viel," sagte Saldow hihi und legte seinen Arm um seine junge Gattin. Aus Valeska» Lippen brannte die Frage: „Aus trne lange?" Doch fie »vendete sich lächelnd mit anmuthigcr Bewegung zur Seite, um anderen Glückwünschenden Platz zu nmchen. Auch Valeska nahm Glückwünsche entgegen. „Ich wünsche Ihnen wirklich wlfitf, meine Liebe," sagte die Fürstin Ufoff leise. „Glauben sie mir, Graf SÄdow ist ganz geeignet, die kleine Schlingpflanze zu halten und zu stutze». Er könnte keine andere Frau gebrauchen, und S«e, meine Liebe —" die Fürstin sah ValeSka bedeutungsvoll an und legte den Finger aus die -W Lippen — „«Je k»S»te« Immer fletaM ~ ml« Ihrer Tochter meine ich Solche unfelbf,stS»ds.,en DUtdchen fesseln einen bei jeden, Schritt. Und die jun«e Grafin hat nicht das Metall in sich, das nöthig ist, mn sich allein weiter zu helse». Um sich sein Gluck ttirS Leben zu sichern, muß man fest zugreifen können." Die Fürstin, eine zierliche, bewegliche Frau mit den schönsten Händen und Füßen und dunkeln, blitzenden Auge», aus denen ein leidenschaftliches Feuer »»verhüllt hervorbrach, lächelte selbstbewußt, „sind Sie nicht meiner Anficht, Herr von Wilcke?" fragte sie diesen, der das junge Paar beobachtete und dabei seine Lippen wund biß. Er verbeugte fich und gab ihr Recht, wußte aber nicht, was fie gefragt hatte. • • » Das junge Ehepaar war abgereist. ValeSka saß allein in ihrem Salon, den Kops ausgestützt, die Lippen zusammengepreßt, die Augen starr vor sich hin gerichtet. Da schlich Maruschka herein. „Willst Du etwas?" fragte ihre Herrin mit einem Seufzer der Ermüdung, aber freundlich. Sie war nie« mals hart oder heftig mit ihrer alten Pflegerin, Maruschka küßte ValeSkaS Arm, fie sah Thränen auf ihrer Wange. „Die Hemn darf nicht trauern, fie bleibt nicht lange allein. Die Heine Heran kommt wieder, das Glück hat keine Dauer. Vor der Kirchthür lag ein Sterben-der, das bedeutet viel Unglück uud eine kurze Ehe. Ob den Tod — das weiß ich nicht." Forschend sah die Alte in das bleiche Antlitz ihrer Herrin, ob ihr solche Aus-ficht keinen Freudenschimmer entlockte. Aber Valeska schauerte zusammen und wollte nichts hören. Zwei Tage darauf verließ fie mit Maruschka San Remo, trotz der Bitten der Fürstin Ufoff. „Ich muß auf ineinen Gemahl warten, der mich hier abholen wird. Wir werden reisen und erst zum nächsten Winter wieder herkommen. Warum bleiben Sie nicht, Liebe, und schließe» fich uns an? Warum wollen Sie allein sein? ES taugt Ihnen nichts!" Doch ValeSka fühlte die Nothwendigkeit anderer Umgebung und neuer Eindrücke, sollte fie wieder Ruh« finden, «ie mußte zu vergessen suchen. Wenige Stunden nach ihrer Abreise ward im Hotel nach dem deutschen Grasen gefragt, der fein« Hochzeit hier gefeiert. Maruschka hatte den Fragenden wohl erkannt, eS war der Kranke, der vor der Kirche ohnmächiig aewor» den war. Er war dieses Mal nicht allein, eine schlanke, hohe Frau mit schönen, edlen Zügen und großen grauen Augen unter feingezeichneten, dunklen Brauen begleitete ihn. „Und gar keine Anöficht, daß die Herrfchaften bald wiederkommen?" fragte der Mann, offenbar sehr «nt» täuscht. Nein, man wußte nichts, erwartete sie aber nicht wieder. »Wieder zu spät!" stöhnte er und ging langsam zurück. „Aber beruhige Dich," er warf einen häßlichen Blick auf seine Begleiterin, „eines kommt jedenfalls bald, wenn auch vielleicht viel zu spät für Dich — mein Tod. Und dann kannst Du ja AlleS nachholen. .In feiner Stimme zitterte eine maßlose Bitterkeit. Sie unterdrückte einen schmerzlichen Seufzer. „Ich hab« nichts nachzuholen. Du wünschtest diesen Versuch zu machen, nicht ick>," sagte sie saust. ..AIS ob ich Deine geheimen Wünsche nicht hinreichend kenne!" Er warf ihr einen zornigen Blick zu und biß auf seinen Schnurrbart. Fortsetzung folgt.) Jelehrendes, Unlexligltendes, Heiteres etc. Sedans«i«r in Oesterreich. Heil Getan dir, Flammenzeichen, Taö bezeugt die Heldenmacht. Die un» nimmer wird entweichen In dem Sturm der Völkerschlacht, Als erlosch die Echlachtensonn«, Stand das Reich im blut gen Treib, Trug die stolze Eiegestron« Bor der hocherstaunten Welt. Noch ist nicht der Kamps beendet, I» der Oftmark ringen wir Mit den Slaven, di« verblendet Racheluft und Beutegier. Doch die Brust schwellt deutsche» Wollen, Und eS wächst der Opfermut; Richt wir Dunkelvölkern zollen Uns're Ehre, unser Gut. Heldengeister, Siegbertiter, Führt uns zu dem Sühnetag I Vorwärts, wie die S«dan Sireiter I Vorwärts zum Entscheidung« Schlag I Schars« Massen jeder wähle, Schwing« si« mit starker Hand! Treub«sorgte d«utsche Se«le, Du befreist das deutsche Land I Karl P r ö l L In« Album. Nur di» allergescheidtellen Leute benNtze» ihren Scharssinn nicht bloß zur Beurteilung anderer, sondern auch ihrer selbst. • Schaft', als ob deS Lebens Rot Nie von deinen Wangen schwände; Aber leb', alS ob der Tod Schon vor deiner Türe stände! • Schicksal und Wille leben stets in Fehde, so daß der Wille sich am Schicksal bricht nur der Gedanke ist dein, der AuSgang nicht. * Am besten schmeckt daS Stücklein Brot, Da» du geteilt mit fremder Not. * So viel« Blüten des Leben fallen ab. — später so viele halbreise Früchte. Ist nun der Herbst davon leer? Der Mensch kann wie der Baum nicht all« Blüten zu Früchten vollenden, die er treibt. » Tu' nur ta» Rechte in deinen Sachen! DaS andere wird sich von selber machen, » DeS ManneS Sache ist «», zu verdienen: Sache de« WeibeS ist eS, richtig auszugeben. Hol,flecken au« Wäsche zu ent-fernen. Durch daS Waschen in n»uen Wannen bekommt da« Zeug zuweilen braune oder gelb« Flecken. Um dieselben zu entsernen, löst man «inen Teelöffel voll Weinsteinsäur« in «inem Liter weiche« Ä?ass«r aus. weicht die befleckt« Stelle hierin ein und wäscht sie nach 21 Stunden au». Allenfalls ist die» Versahren uoch einmal ju wiederholen. Besonders hartnäckige, durch Tannenholz entstandene Flecken weicht man in eine au« der Apothel« geholte, starke Lösung unlerschwef«lsaur«S Natron «in, streut dann W Geschmack muß dabei ent-scheid«n, denn da» Salzwasser darf nicht zu scharf fein, da sonst di« saure Gärung verhindert wird; es darf der Salzgehalt nicht stärker sein als der einer krästigen Fleischbrühe. Man wäscht nun auch eine hinreichende Meng« von Kirsch- und W«in-laud ab; dem letzteren ist J.-hanniSbeer-laud insofern vorzuzi«hen, als es weniger lricht in Fäulnis gerät. Einig« Ranken des Weinstockes geben den Gurten «ben-fall» einen w«inig«n Geschmack. Ta? Laub muß, nachdem es abgewaschen, wieder etwas abtrocknen. Ebenso werden die ge-wässerten Gurken mit Tüchern abgetrocknet. Hat man Sauerteig, so streicht man die Wände und den Boden eines großen Sleintopse« leicht damit aus, legt aus den Boden «in« dickt Lag« Laub und di« un. reifen Samenbüschel des Dills, dann tine Lage Gurken und so abwechselnd, bi« der Tops voll ist: odenaus kommt Laub Tann gießt man das erkaltete Salzwasser da,über, so daß es über die Laubschicht noch etwa» übersteht, deckt den Tops zu und stellt ihn zum Gären an einen müßig warmen Platz. Zu bemerken ist r och, daß der Tops nicht ganz voll sein dars, da sonst die Flüssigkeit während de« Gärung«-Vorganges überläuft. Sobald Laub und Gurk«n in die Höhe steigen, legt man einen kleinen Teller mit einem Stein in den Topf, um den f.sten Inhalt unter die Flüssigkeit zu drücken. Je nach dem Wärme-grad «erden die Gurken in zwei di» vier Wochen gut sein, müssen jedoch während des Sommer» verbraucht werden, da sie sich nicht zulange halten. Um Gurken für den Wintergedrauch einzumachen, bedient man sich eines gäßchens, welche» mit einem Spundloch und Spund versehen ist. Hierin werden die 2» Stunden Im Brunnenwasser gewässerten, kleinen, harten Gurken mit Kirch- und Weinlaub nebst Dill abwechselnd eingeschichtet. Alsdann wird «in« Salzlauge, wie sie oben angegeben, ausgekocht und in vollem Siedem in das 3 aß gegossen. 3u vorsichtig. Jgnaz Beilchenstein zu Moses Blütenfeld: „Nu, wohin eilst de so schnell, MoseS?" — MoseS: »Ich muß gehen baden. Du weißt doch, daß ich mich heut Abend verloben will." — Jgnaz: „Wenn nun ab r die Verlobung zurückgeht ?" Einer von di« Herren Offizier«. Wir lesen im „Eimplizissimus": Ober-kanonier Hubert hat sich beim Rapport zu verantworten, weil er als Torordonnanz beim Ossitierspavillon gegen da» Verbot einen Zivilisten einli«ß. „Herr Hauptmann. ich meld« gehorsamst, daß ich dem Zivilisten g«sagt hab«, daß d«r Eintritt nur Offizi«r«n gestatt«! ist. Darauf hat «r mich angeschrieen: Halten Sie Ihr Maul, Si« blöde» Schwein I Und da hab' ich natürlich geglaubt, daß das einer von die Herren Offiziere im Zivil ist." Immer praktisch. .Minna, damit Sie'S gleich wissen, ich habe daS vorige Mädchen entlassen müssen, weil sie einen Ulanen zu« Schatz hatte." — Minna: „Madam«, wi« wär's denn dann mit «inem Atolleristen?" Nicht der Sted« w«rt. „O H«rr Leutnant, Sie haben mein Äwd vor dem licheren Feuertode geret.«>! wie soll ich Ihnen für ein« folch« Heldentat danken?" — „Aeh, mein« Gnädig«, nicht der Rede wert: habe Gewohnheit, manchmal »in Kind auS den Flammen zu retten!" r Nummer 70 habung überaus große Schwierigkeiten. Die öfter-reichischen Deutschen sind schließlich nur ein Volt von höchsten« ;ehn Millionen Seelen. Gleichwohl spielen sich unter ihnen, abgesehen vo.i der beson-deren heimatlichen Entwicklung, im allgemeinen alle die großen Tendenzen geistiger und materieller Enthaltung ab. welche da« Deutschtum überhaupt erfüllen. Die« ergibt denn in verhältniSmäbig kleinem Raume einen Reichtum der Gruppierung«» und ScheidungSmöglichkeiten sür den Betrieb der praktischen Politik, der zu einer außerordentlichen Spaltung bald so, bald so kombinierter Partei-Fraktionen hinireibt. So sind z. B. schon die massivsten Tatsachen der sozialen Entwicklung in dieser Hinsicht wirksam: Großgrundbesitz und Groß-industri«, Bürgertum und Bauerntum. Kopfarbeiter» beruf und Beruf der Handarbeit suchen unter den Deuischen ihren besonderen politischen Au«druck, während die anderen Nationalitäten OestereichS, mit Ausnahme vielleicht der Italiener, in ihrer politischen Beiätigung viel einfacheren sozialen Beeinflussungen gegenüberstehen. Wa« ist nun die Folge diese« UeberreichtumS selbst dann, wenn ein »erwirrenreS Dazwischentreten einzelner ehrgeiziger Führer fehlt? Eine bemerken«werte Unfähigkeit, dir gesamt« Kraft zu großen Wirkungen zusammen- Sfassen und so zu erreichen, wa« seltst bei be-jilvenem Anspruch al« einfache« Recht der Nation gefordert werden kann. «Schluß solgt 1 Stovenische Zeitungsstimmen. Z»er „Stoveuski $Uro6" läßt sich au« der Umgebung Laibach« schreiben: »Gestern wurden wieder in unseren Kii chen für diese unnötige bischöfliche Anstalt .milde Gaben' gesammelt. Wenn eS so weitergeht wie jetzt, komm« der Bauer an den Benelstab. Die kaiserlichen Steuern find schon so hoch, daß sie kaum mehr erschwungen werden können. Dienstleuie und Arbeiter sind um schwere« Geld nicht mehr zu bekommen, verschuld«! sind wir di« an den Hal« und da mißbraucht man noch unsere religiöse Gesinnung aus eine so schänd« liche Weife. Wir sind schon di« auf« Hemd au«-gezogen und da« »gute Volk" rührt noch kein Glied. Wenn man un« aber auch da« Hemd genommen laben wird und un« wird wollen die Haut üb,r den Kops ziehen, dann wird e« — erkauchler Fürst Bonaventura merk dir e« gut — unter un« zu donnern beginnen, daß dein Siuhl erzittern und alle dein- unnötigen Anstalten erbeben werden.-Natürlich - tie liberalen Slovenen geben die Schuld an der steigenden Verarmung de« krainischen Volk«« einzig den Kleri'olen und umgekehrt. Die Wahrheit ist, daß ein Pervake de« anderen wert ist und brise am Marke de« Volke« saugen. Unsere Ziajercleui e wissen zu gut, warum sie den Lockungen ,Lo« von Graz' nicht folgen. politische Wundschau. Aerdckchtignngen der Deutschen ZlolKspartei. Der ungantsche Abgeordnet» Geza Polonyi ließ sich kürzlich vc n einem Mitarbeiter der .Zeit'' sehrein, Sehend interviewen. Akußnst redselig setzte er dem Interviewen seine Anschauungen über die Lag» au«einanden und wußt» unter anderem von Ver-handlangem zu erzählen, die er imZahre 1899 al« Abgesandten der ungarischen Unabhängigkeit«partei mit der Deeutschen Volk«partei im österreichisch»» Abgeordn» itnhaus» geführt habe, um in gewissen gemeiasameen Angelegenheiten ein «»verständliche« Borgehen der genannten beiden Parteien zu er-zielen. Ncach uns ren bisherigen Informationen dürfte sich? der von Polonyi mit breitspuriger Wichtigtuer«, erzählte Borgang darauf beschränkt haben, daß; derselbe gelegentlich eine« Besuche« im Abgeordnet leahause mit einigen Abgeordneten Ge-spräche gefimhrt Hot. welche natürlich mit aller Hös« lichkeit angqehört wurden, ohn« daß »«aber jeman-d»m eingefäalle» ist, in diesen Gesprächen irgend-welche „Berrhandlungen" zu erblicken. Die christlich-soziale Prresse hat die Erzählungen de« Herrn Polonyi seelbstverständlich sofort zu massiven An-griff»» g»g»>en die Deutsche Volk«partei au«geschroiet: damit hat s sie aber nur ihre Leichtfertigkeit und ihren trotz der Ralliierung unbezwingbaren Partei-haß bewiesest«. Die Stellung der Deutschen BolkS-Partei zu teen da« Berhältni« Oesterreich« zu Ungarn betreffenden n Fragen ist zu klar und zu bekannt, ak» daß Retedereien, wi» jene Polonyij« und di« belfernden K Kommentare der schwarzen Press» Zw»is»l aufkommen > lassen könnten: entweder vollkommene Gleichsttllumng. wie sie sich in dem Quotenanirag de« Abg. KKaiser 59:50 ausdrückt, vder Lo«iren- «»acht" nung und Personal-Union, welche ron jeher da« Ziel aller druischnationalen Bestrebungen war. „Meiterdieneu" wegen der bockbeinige» Magyaren! Da« Bekanntwerde» der Absicht der Krieg«verwal«ung. d«n dritten Jahrgang der aktiv di»n»nd«n Soldaten im Präsenzdienste zurückzuhalten, hat aus die weitesten Kreise tief verstimmend ge-wirkt und die Presse aller Parteilager gilt dieser Verstimmung zum großen Tetl recht schaif n Au«-druck. Die Maßregel erscheint von so außerordent-licher Härte und Ungerechtigkeit, daß sie notwendig zu einer Protestbewegung führen muß. Die Gründe, mit welchen sie von osfiz öser Seite zu entschuldigen und zu rechiftrtigen gesucht wird, sind nicht ge-eignet, sie in mild/rem Lichte erscheinen zu lassen und die Erregung zu beschwichtigen, zumal auch die Gesetzmäßigkeit de« Vorgonge« i» Zweifel steht. In einem T>ile der Presse wird da« sosortige Ein-greisen de« Parlament« energisch verlangt und dessen Einberufung gefordert. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, daß die Regierung sich schließlich doch gezwungen sehen werde, die Frage der R»krut»n-»inreibung noch rechtzeitig dem Pailamente vor-zulegen und sie, zumindest für Oesterreich, ohne Nachher»» de« drillen Jahrganges durch Fest-stellung einer bestimmten kurzen Frist zu lösen, so daß nach Ablauf dieser Frist auf die Verhältnisse in Ungarn keine Rücksicht genommen würde. E« sei ja auch gar keine Garantie gegeben, daß di« 31. Dezember d. I., bis zu welchem äußerst»» Termine die Zurückhaltung der Mannschafi zur Not gefktzlich zulässig wäre, die Rekrutierung in Ungar» durchgeführt w»rd»n kann. Dann träte doch die Notwendigkeit der Brurlaubung ein und die Krieg«» Verwaltung müßte sich mit den verminderten Friedentständen behelfen. E« heißt auch, daß in militärischen Kreisen die Frage erwogen w»rd», ob nicht w»nigst»n« unter allen Umständen eine teilweise Beurlaubung ermöglicht werden könnt» Da« Ein-sachst» ist aber jedenfall« die verfassung«mäßige Lösung der Angelegenheit durch den Reichsrat, desstn Einb»rufung in den letzten Sepiemdertage» kein Hinderni« entgegenstehe. Mit Recht muß sich j.d»r österreichische Staat«bürger gegen die Absichr, die militärische Steuer noch drückender zu gestalten und zwar nur de«halb, weil die Magyaren wieder »in» mal dt» rebellischen Koller haben, auslehnen. Sind wir denn schon zu solcher Hörigkeit herabgesunken? Soll»» wirklich tausend» von östeneichische» Existenz»» nur w'g»n der Magyar»n vernichtet werden und die« wär« ein» Folg» der Maßregel. Die Regierung körn te di» österreichisch»» Völker gar nicht b sser in den Harnisch bringen, gegen all-«, wa« nach magyarischer Borherrschast au«sieht, al« durch die lies demütigende und al« schwerer Druck empsun-den» Maßregel, unsere Soldaten üb»r drei Jahr» bei den Fahnen zu behalten. „Was wir Magyaren «olle»". Einem Miiard»iter der „Ostdeutschen Rundschau" gab ein vornehm»! Maxiyar h erüber folgend» Aufklärungen: „Ich d»n k»in Anhänger der regierenden liberale» Partei u^d auch kein Kossuihist. aber ich bin über-zeugier Magyar. Ich verkenne nicht d'» große» Einfluß der d«u:schen G»ist»«kultur in Ungarn, aber ich strebe gleich alle» meine» magyarischen Mitbürgern die völlige Lvttrennunz von Oesterreich an. Wir wollen weder Ausgleich, noch HeereSkornpro-miß, wir wollen die Personalunion — vorläufig! Spätere Geschlechter wollin sicher mehr, die Hab«-burger können ja auch in zwei Linien — zu Wien und Pest — residieren. Mag au« Oesterreich wer-den, wa« will (sOr gütig!), wir Magyaren müssen die erste Balkanmacht werden! Unsere Offiziöse» hüten sich, au«zufprech»n, wa« j»d»r Patriot (im magyarischen Sinn«!) glühend ersehnt. Kommt e« zu Wirren zwischen Bulgarien und der Türkei, so rückt für un« da« Ziel näh»r: Di» Regierung der politisch unreifen Balkanvölker. Man sag«, wir Magyaren seien eine Insel im slavischen Meere? Nun. wir werden diese« Meer mit magyarischem Festland zuschütten! E« darf in Ungarn keinen Nationalitätenhader geben — wir Magyaren müssen sowohl Rumänen, wie Slovaken. Kroaten und Deutsche »n»rgisch magyarifieren. (l!) Da« wollen alle Magyaren von Szell bis Kossuth! (Da« glauben wir!) Wir sind darin einig, daß un« Magyaren die politische Zukunsi«ausgabe winkt. Serben und Bulgaren zu zivilisieren. Ja, warum soll Ungarn nicht einst ein Kais»rr»ich w»rd»n bi« zum Bo«poru«? Mit »in»r ..gemeinschasllichen' Armee erreichen wir da« nie, nur «ir »ine« nationalen Heere! Der ewige» Freundschaft des Deuischen Reiche« sind wir sicher. (Auf mein un-gläubige« Geficht hin wiederholte der Magnat au«» druckSooll: „Ganz sicher, denn unsere Pläne unter» stützen ja nur die de« Deutschen Reiche»!") Mag Ccite 3 Italien auch bald zu Frankreich abschwenken. Un» garn und da« Hohenzollernreich sind aufeinander angewiesen. (?) Wir Magyaren müssen eine Groß» mach» werden, die Rußland i« Schach hält — das will Kaiser Wilhelm! (wörtlich). Für di«sen hohen politischen Gedanke» opfert d»r klug» Kaiser gerne die Schwaben im Banat und die Sitbenbürger Sachsen. (?) Zehn Jahre Frieden braucht das selbständig« Ungarn noch, dann fürchten wir kein« europäische Konstkllatio» mehr. Wir Magyaren sind die berufenen Erben der Kione von Byzanz. Und wir erreich»» alle« mit Hilfe de« Deuischen Reiche« — daran glaube ich bombenfest und mit «ir alle Magyaren. Wir müssen lo« von Oester-reich, um eine groß» Nation zu werde», die eine Kulturmission im Osten erfüllt.' Äus Stadt und Land. Hvangekische Hemeinde. Morgen Sonntag, den 39. d M., vormittag« 19 Uhr sind»t im evan» gtlische» Kirchlei» in der Gar«»ngosse öffemlich»r evangelisch,r Gottesdienst statt, wod»i H»rr PsarrerMay predigen wird über »Wer weist uns den Weg?" — Am Donner«iag. den 3. September, abends v Uhr sindet im Hotel Terfchek wieder ein evangelischer Familienabend statt, wozu olle Freunde der evangelischen Sache fr ien Zutritt haben. AlltS Näh»re wird noch rechtzeitig bekannt gegedtn wirden. Konzert. Morgen Sonntag findet abends 8 Uhr im Hotel Terschek ein Konzert der Cillier Musikv rein«kaprlle statt, bei dem der von der Kritik so günstig aufgenommene „Cillier Bürger» Mars ch', die Tonschöpfung unsere« so überaus tüchiigkn Kapellmeisters, des Herrn Ludwig Schachenhofer, das erstemal zu Grhör gebracht wtrd.n soll. Die Bortragssolge lautet: 1. „Wien« Berlin", Marsch von H. Schramme!; 2. „ToloreS-Marsch* von Em. Wadteufel; 3. Ouveiture zur Oper »Da« Nachtlager in Granada" von Kreutzer; 4. „Cillier Bürger-Marsch" von Ludwig Schachtn-hofer; 5. „Auf der Wacht*. Solo sür Flügelhorn, ron F. Dizig; 6. Groß« Phantasie au« d>r Oper .Don Juan» von Mozart; 7. Maisch und Finale au« der Oper „Aid«" von Verdi; 8. „Bei den S«trommeln*. Potpourri von D. Ertl; 9. „Die Luft vom Wienerwald", Lied vom Schenk; 19. .Burschenlust', Walzer von M. Schönherr, II. „Damen-Abend", Polka Franxaise von Ph. Fahr» dach; 12. „Nechledil-Maisch" von Fr. L«har. Aie „pomovina" schweigt — sie „$ud-steirische" schweigt — alle schweige». Bekanntlich verlangte Kanoniku« Dr. Gregorec in der letzten Sitzung der BezirkSvertretung, daß die Betrug«» angelegenheit Koiem in den slovenischen Blättern so rasch wie möglich klargestellt werde, nachdem sich die Landbevölkerung ledhast beunruhigt fühle und besorgt sei, die Umlagen noch einmal zahlen zu müssen. Viele Tage sind seither verstrichen, diesem Verlangen de« Dr. Gregorec jedoch wurde bi«her in keiner Weise Rechnung getragen, im Gegenteil, es rührt sich krin Bläuchen im slovenischen Blätterwald. Man scheut di« Oeffentlichkeit und glaubt die Schande «o schweigen zu können. Wir könne» die Herren aber versichern, daß fie da die Rechnung ohne den Wirt machen und daß ihnen das nicht gelingen wird. Im Volke greift die Erbitterung über die Schandwirtschafi, di« Betrügereien in solch großem Maßstabe ermöglichte, immer mehr um sich und man wird sich gewaltig täuschen, wenn man glaubt, die Btvölkerung werde die ins Auge gefaßte Erhöhung der Umlage« der misera eovtriduen« pled» ruhig hinnehmen. Immer weite«e Kreise der Bevölkerung machen sich die Forderung zu eigen, die Herr Ambroschitsch in der letzten Sitzung des Bezirksausschusses im Namen der deutschen Minderheit erhob, nämlich, daß sür die gestohlenen 60.009 Kronen Dr. Sernec und Dr. Decko allein auszukommen haben. Denn wenn die beiden ihrer Pflicht genügt hätte», wären so plumpe Betrügereien, wie sie Kose« verübte, gar nicht möglich gewesen. Kose« ward durch die herrschende Schlamperei jedoch so üppig gemach», daß er, wie wir bereits meldeten, die gefälschten Quittungen offen herumliegen ließ und sich zu Be» trügereien immer größeren Stils ermutigt sah. Akfanzereie». „Am 26. d«. Ms. fand hier eine Versammlung der slovenischen Advokaten und Notare statt, die fich über die Schritte einigten, die zur Herbeiführung der wachsenden Verwendung der slovenischen Sprache bei den Gerichten notwendig feien. Im letzten Grunde soll damit nur dem Stellenhunger von Peroaken gedient werden, die sich in Krain auf dürrer Heide befinden und in steigende« Maße in die Nachbarländer Käruten Seite 4 «Keutfch, Nummer 7V und Sieiermark einwandern. Bevor die Pervaken von jemand anderem verlangen, er möpe „Neu» slovenisch" verstehen, müssen sie eS erst selbst beherrschen. Daß die Intelligenz aber selbst nichl in vielem Mischmasch daheim ist, beweist wohl am klarsten di» letzt« Sitzung der slovenischen BezirkSvertretung. Dort war ja di« Blüte der Nation beieinander und doch, welch elende» Neuslovenisch bekam man da zu hören. Die Herren können ja selber ihre Sprache nicht. Dr. Gr gorec sprach von öranka, wa« neuslooenisch precnik heißt, Dr. Sernec sprach von IllKsus. da« Neuslovenisch« kennt aber keinen Luxu«, er hätte von nagizden sprechen müssen, und daS I sprachen nahezu alle wie v. Also, ihr Herren Peroaken, lernt lieber zuerst selbst Euer« ölidna Sprolra! Hesellschaftsrcile Der Landesverband der Kaufleute und Handel«tr«ibendcn von Steiermark veranstaltet im Mai 1904 eine Gts«llschafi«riise nach Adel«b«rg. Trieft. Miramare und Venedig, welch« ca. 5 Tage in Anspruch nimmt und per Person sür die Bahn- und Seesahrt 1L Klasse, Verköstiguug. Frühstück. Mittag« und Abendessen (ohne Getränke). B.stchtigung aller hervorragenden Objekte unter Führung eine« bewährten Reise-begleiter« der destbekannten Reisefirma Russell k Comp. in Win 160 X kostet. Anmeldungen zu ein«r Rtijegruppe. welche 40 Personen umfaßt, sind an da« VerbandSsekretariat Graz, Maria« hilferstraß« II, zu richten, von wo auch nähere Informationen erteilt werden. Aakbs Wettervarßnsaguugm. I. bis 7. Sep-tember: Die Niederschläge sind in den ersten Tagen zahlreich und verbreitet. Die Temperatur entspricht der normalen. Der 7. September ist ein krittscher Tag zweiter Ordnung. 8. bi« 14. September: Infolge de« kritischen Termin« nehmen di« Nieder-schlüge neuerding« zu. Die Temperatur steht in den ersten Tage» hoch über der normalen. E« finden zu dieser Zeit zahlreiche Gewitter statt. Darauf geht die Temperatur zurück und sinkt in den letzten Tagen unter die normale. Die Ge« witter werden seltener. Südmark - Auch er ei. Dieselbe wurde am 1. März 1901 eröffnet und ist gegenwärtig beim Stadtamte im Vorzimmer de« Herrn AmlSvor-stände« untergebracht. Sie enthält 85 Bände wissenschaftlichen und 1230 belletristischen Inhalte« und die besten Romane der Neuzeit. Autleih-stunden sind jeden Montag, Mittwoch un!> Freilag (F«irrlag« ausgenommen) von 1 bi« 2 Uhr nachmittags. Die MonaiSgebühr beträgt 10 Heller, außerdem sind 2 Heller für jeden Band für vier-zehn Tage zu enirich'en. Bücherverzeichnisse sind rbendaselbst um 4 Heller per Stück zu haben. Im Jahre 1901 wurden 4170, im Jahr« 1902 7760 Bänd« rn»l«hnl. Jeder Deutsch« kann Bücher entlehn««. Kochenegg. (Wahl d e S Gemeint)«-Vorsteher«) Gestern fand hier die Wahl de« Gemeindevorsteh«r« stalt. Dieselb« fiel aus Herrn Joses Trattnig. Herr Trattnig ist al« guter Deutscher rühmlichst bekannt und wird sich a!« treuer Hüter de« deutschen Charakter« von Hoch«»-egg erweisen. AIS erster Gemeindtrat wurde Herr Roman He an, al« zweiter Herr Franz Klein-s ch r o t t, al« drilttr Herr Franz Z o , t l, lau,er wackere national« Männer, gewählt. Abend« sand den Gewählten zu Ehren ein Fackelzug mit Sere« nave statt. Der Zug bewegte sich zuerst zum Hause de« vormaligen Gemeindevorstande« Herrn Lande«-au«schußbesitzer Stallner, dann zu den Häusern der Herren Trattnig und Henn. Herr Lande«au«schuß-beisitz r Stallner hielt hier ein« Anspracht an die Neugewählten. in der er sie in ihren Würden und A«mi«rn auf« wärmst« begrüßt«. Abend« vereinigle man sich im Gasthause de« Herrn Rataj zu einer gemütlichen Zusammenkunft, bei der sich auch «in gemischt«? Chor in d«n Dienst der Verschönerung be# Abends gestellt hallt. Weiteustei». (Konzert.) Mittwoch, den 26. August unternahm da» Quartett de« 2. Grazer Männergesangvereine« aus Anregung der hier weilenden Herren sind. weck. Fritz Hoi«l und slud. tech. R. Wosu einen Autflug nach Meilenstein. Hier wurde um 8 Uhr abend« im gutbesetzlen Saal« d«S Gasthaus«« Ttppei «in Konzert zugunstrn der Hiesig«« deutschen Schule gegeben. Di« vom Grazrr Quarlett«, bestehend au« den Herren Hein. Fischer. Fritz Hoi«l, Franz Martine; und Franz Slöckl. vorgtiragenen Nummern wurden sämtlich «it rauschend«« Beisalle aufgenommen. ES waren durchweg» künstlerische Stiftung«». Reichen Beifall fanden auch die vom Strrichquart«»«, bestehend au« den Herren Ed. Reitter (1. V oline), Franz Slöckl (2. Violine), I. Koroschetz (Viola) und Anton Weixler (Cello) vorgetragenen Stücke au« ..Orpheu« in der Unterwelt". Tannhäuser und Schubert'S Quartett«. Mit b«sond«r« reichem Bei-fall wurden die vom Bürgerschullehrer Herrn Franz Slöckl gesungenen Lieder bedacht. Die Klavier-begleitung hiezu besorgte in bekannt mustergiltiger Weise Herr Ed. Reitter. Während der Lieder- und Musikoortiäze benützie der Obmann deSOrtSschul-rate« der deutschen Schule, Herr Geiverk« Eduard Mulley eine Pause, um in einer warmen Ansprache den Grazern für ihren Besuch zu danken, wie auch für den gebotenen künstlerischen Genuß, sowie auch dafür, daß sie ihr« Kunst in den Dienst der natio-nalen Sache und der Wohltätigkeit gestellt u. zw. durch Ueberweisung de» namhaften Reinerträgnisse» an die Hiesig« deutsche Schule. Bürgerschullehrer Herr Franz Stöckl dankte sür die liebenswürdig« Aufnahm« und versprach, daß daS Quartett wie bisher fortfahren werde, deutsch« Art und Sitt« zu pflegen. d«m d>utschen San;« ein treuer Hüter zu fein. Sein Heil galt den ftrommdeuiichen Bewohnern von Meilenstein. Herr Fritz HoiSl feierte in überaus launiger Weise bi« deutschen grauen und Mädchen von Wkitenstein. Bürgermeister Herr Dr. Lautner dankt« ebenfalls für den Besuch und erhob sein GlaS auf ein baldige« Wiedersehen in Weiten-stein. Füffer. (Personalnachricht.) Der ehe-malige Großoezier von Persien und Präsident de« SiaaiSrate«, Se. Hoheit Hadji Ali Khan Emin-ed-Dootch, ist samt Gesolge und Dienerschaft im Kais» Franz Josef - Bad in Marti Tüffer zum Kurgtbrauchr eingetroffen. St. ZKarei« bei ßrkachstein. (W o h n u n g «-o r t.) Anfang« 1850 wurde da« k. k. Bezirksgericht von Erlachstein in den nahegelegenen Ort St. Martin gegen die Verpflichtung der OrtSgrmeinde St. Martin, für standesgemäß« Unterkunft für die bafelbfl an-g«stelll«n k. k. Beamten Sorge zu tragen, verlegt. Schon damals war die Wohnungsnot derartig, daß ein Grun buchs'ührer in einer Dachwohnung oder einer Schmi«d des Jagodic Vorlieb nehmen mußt«. In späteren Jahren wohnten ein Steuereinnehmer und ein Grundbuchssührer in dem elf Kilometer von St. Marein entlegenen Markte Lemberg. Seit dieser Zeit hat sich der Beamten-stand daselbst um da» Doppelte vermehrt, während für die Vermehrung der Beawtenwohnungen nicht gesorgt, sondern die Wohnungen durch den Ankauf eine» einstöckigen HauieS sür Schulzweck« vermindert wurden. Au« dem folgt nun. daß die hitsigt Be-amtenichaft hinsichtlich ihrer Unterkünfte den Win-dischgrazer Abbrändlern gleich zu stellen ist. Zur Jllustrierung dieser Uebelstände wollen wir nur einige Wohnungen der Kritik unterziehen. Ein richt rlicher Beamter wohnt in einem Zimmer mit Hoffenster, welche« Zimmer v.r einem Jahre al» Tabakmagazin benützt wurde, und zahlt hiefür 24 Kronen per Monat. Ein v.'rehelich'er, richter licher Beant r hat eine Wohnung bestehend au« einem gassei'ieiligen, zweisenstiigen Zimmer, einem hofseiiigen Kabinett und einer Küt«. Em Auskul-tant wohnt in einer nahezu eine halbe Stunde vom Orte gelegenen Winzerei. Ein Beamter der XI. RangSklasse wahrt in der benachbarten Ortschaft Zadroze in einer Bauernkeusche, hat zwei kleine Zimmer und «in« Küch« inn«, in welchem Raume er nicht einmal die nötigsten Einrichtigungen unter-bringen kann, und muß sogar de« Raummani el« halber den Waschkasten entbehren. Der zu dieser Wohnung gehörige Abort b findet sich zirka dreißig Schritte vom Wohnhause entfernt und steht aus sreiem Feld und srcmdem Grund. Sein Kollege, ein mehrseitig gebildeler Musiker, bewohnt ein kleine«, zirka 3 Meter im Gevierte messende« Zimmer mit einer Höhe von 2'/, Metern. In diesem Zimmer kann er nicht e>»mal sein Violinpult unter bringen, geschweige sein Klavier. Zwei verehelichte Oberoffiziale haben (in Häuschen mit vier Zimmern und gemeinschaftlicher Küche. Der Sieueramt«-konttollor wohnt in der benachbarten Ortschaft St. Barbara, dessen zwei kleine Zimmer und Küche befinden sich ober einer Schweinestall und Waschküche Ein St>ueraml«praktikant wohnt in einem Zimmer-chen, welche« au« einem Wagenschuppen zu einem solchem adaptiert wurde. Die Steueramt«aben, sind tbtn der Ansicht, daß «in« Verlegung de« Bezirksgerichte« nicht durchführbar fei, da selbe« mit dem Steueramt« im ärarisch«» Grbäude unter-gebracht ist. Di« bedrängten Beamten sind zuweik deutschgesinnl, dürften also den Peroaken nicht würdig genug sür «in« anständig« Wohnung er« cheinen. E« wär« hoch an der Z«it, wenn die Behörden, sowie die maßgebenden F klaren «it mit vollem Ernst sich dafür einsetzen würden, tat Verlegung de« Bezirksgerichte« samt den übrige, Aemtern in einen anderen Ort durchzus tzei, bisherig« ärarisch« Gebäude aber hohlköpfizt» Politikern als eine Siechen- oder Besserungsanstalt zum Andenken zurücklassen möchten. Al« geeignete Orte zur Verlegung obiger Aemter wären Ct. Veit oder Windisch-Land«berg. Ponigl oder Möftin (erw. tuell Errichtung zweier Gerichte) anzuempfehlen. Die Verlegung de« Bezirksgericht« St. Marei, berührt da« national« Jnirress« der Deutsche di« Unterlande« in ganz hervorragender Weife; m»ze jeder Nationale dahin trachten, daß diese F»fl« nicht mehr von der Tagt«ordnung vtrschivinde. Stetnbrück (Unterhalt >:ng«abtnd.) Freitag, den 14. d. M., veranstalttte dtr Slem-drückte Schütztnklub in der ditsigen Bahnhoft« rrstauraiion «inen gemüilichen Unttrhaltung»ab«nd, welcher, gewürzt durch die rortrefflichen Leistunge, der Tüsserer Kurmusik, sehr animiert verlief. Ter zahlreiche Besuch, zu welchem besonder« tie Gasn au« Tüfftr, Lichienivald. Hrastnigg, Littai :c. bn-irugtn, zeigt, welcher Beliebtheit sich dieser Berti» allgemein erfrtut. LehrerbittuugsauKatt i» Marburg. Ter Kaiser ernannte den Supplenten an d«r Staat«« ttalschule in Graz. Dr Martin Wutt«. zumHa»?,. lehrer an der Lthrtrbildung«anstalt in Marburg. Z»ie Kisenüahnbrücke in Marburg ist «at zehnmonatltchir Arbeit gründlich umgestaltet u»d rekonstruiert worden. Die Au«sührung der Arbeite» besorgte die Wiener Aktiengesellschaft und Biück» bauanstalt R. PH. Wagner, die Beaufsichtign»? führte der Obermonteur Josef Struchatfchek dui» Firma. Die Bauleitung hatten Oberkommissk Ingenieur Karl Nasch tz und Ingenieur Znari von der Südbahn inne. Die Baukosten belaufn sich auf eilte halbe Million Kronen. ES wurde» rund 600.000 Kilogramm neues Eisenmaterial im« wendet, insbesondere ist daS Gitterwerk bei 6« inneren Hauptträgern vollständig erneuert wordt», eine heikle Arbeit, wenn man bedenkt, daß tn große Beikehr auf der dreigeleisigen Brück« »f« recht erhalten bleib-n mußte. Di« Verstärkung der Brück« hatt« sich infolge der fortwährenden Z» nähme der Schwere der neu.n Fahrt» triebtmilUi als notwendig herausstellt. Die Belast-nqtprod« der in drei Oessnungen die Drau übirfetze-dii Brücke, eine d«r schönsten der Südbahn, verlief sch zufriedenstellend. Neun SchnellzugSmaschiven. rn !»n«n jede rund 100 Zornrn wiegt, zufamwa daher 900 Meterzentner, fuhren auf der Brücke fiiif. über die von den am Kärnlnerbahnhofe geleg««» Heizhäusern alle Maschinen zum Maschin«aiv«chsil am Hauptbahnhos« fahren müssen. St. Kgydi bei Marburg — »eifrra. Die Gtmeind«au«schuß - Wahlen in Tl. bei Marburg fanden in diefer Woche statt under-gaben einen Sieg der dortigen Slovtnen. des'» gesagt, dtr btid.n flooenischtn Pritster, Pftnv Matthia« Kelemina und Kaplan Davorin Äcsch'a. Selber muß gesagt werden, daß die Niederlaßt dn Deutschen vor allem anderen durch eine geradeji ungeheuerliche Gesinnungslumperei deutscher 0 Wähler, namentlich des ersten Wadlkörpn«, da« brigesührl wurde. Im dritten Wahlkörper von 162 Wahlberechtigt.n 99. und zwar de»iich 31, slovenisch 68. Von den 63 Wählern. l>» it Wahlrecht nicht ausübten, waren mindesten! 5i Deutsche! Im zweiten Wahlkörper haben con 30 Wählern 29 gewählt, und zwar 18 deit'sch I I slovenisch. Im ersten Wahlkörper haben ftoil! Wählern 8 gewählt, und zwar 3 deutsch un! I slovenisch. Die vier, di« nicht wählten, sind und unter den fünf Wählern, di« für ditSlove« stimmt««, war«n dr«i Dtulsch«! Dazu gehört da Nummer 70 tratst* Archiv«?», ehemaliner Obmann find deutsch-auonaUn B^uetnoereine« August Krummholz au» »»». serner Frau Marie Swaii, eine Wienenn, tnen erst'r Gaue Pcoiestant. der zwei« ein ge-Irtiger Grazer war; ein Sohn griralele eine Kindische und diese« Sohne übernug die Frau fc Bollmacdt zu Gunsten der slosenisch-klerikalen Lfte. Frau Marie Prutjch. die durch 15 Jahre «n den Deutsten E.ydi« unl.rstützt wurde und »s Vesürwortung d>r Ortsgruppe ein Darlehen der Südmark (100 Gulden) erhalten hat. gab __hl den Deutschen wie den Slooenen eine Wahl« «llnacht. zog die den Deutschen eingehändigte vor « Wahlkommisfion zurück und übertrug iv'tBoll-»acht einem «kindischen Wähler. Wir stellen die Tatsache seit, daß diese Flau durch den im Wahl» llfaU anwesenden Äjplatt, der im ersten Wahl-Srpet gar nicht Wähler ist, hereingerusen und daß Mit dem RkpierungSvkrlrtler dagegen keine Ein-»etibunn, erhoben wurde. Der Grobkaufmann und rtemalttv Bürgermeister oori Siraß. Franz Stift, p al» Weinnartenbesitzer in Egydi Wähler im ersten Wadlkörper. Troq seiner ehrenwörilichen ^us>igk. bei der Wahl l-estimmi zu erscheinen, kam Kr Herr zwar nach Egydi. verkroch sich aver »er der Wahl in feinem Weingarten, verleugnete ich vor allen nach it»m suchenden Freunden unb »«hals damit den Slovenen zum Siege. Die Teutsche, werden sell stserständlich gegen die Wahl Einspruch erheben. Krüchte der pttvakische« Verhetzung. V-r-pangenen Sonntag abend« übetfi Im zwölf Mit« glieder de» Luttenberger Sokolvereine» den Lehrer der to-tigen deutschen Schule, der in Begleitung seiner Frau und seine» ein Jahr alten Kinde» jwiecu ging. Die Burschen begrüßten ihn mit Rufen. Al» er daiauf nicht reagierte, sprang ihm ein Bursch« an die Brust und dtsiUte iijii mü „Nardar* an, worauf der Lehrer mu .Heil" erwiderte. Nun e lien einige dieser Buben zu «inem nahen Schotierhaufen und hoben dort einig« Sltine aus. andtre hingegen fielen über den ; Lehrer her und es entstand »in Ringen, bei dem schließlich der Lehrer in den Straßengraben ge« warfen wurde. Die Zwölf waifen sich über den Lehrer und mißhandellen ihn. Aus die Hilferufe der Frau eilien Leuie Herlei, die den Lehrer be> stehen. Die Burschen wurden bereii» eruiert und ,nd dem Ber^irk»c>erich>e eingeliefert. N»t«steirische Aäder. In der Landetkur-ansta.t Rohilsch Sauerbrunn sind b s zum 26. August l 2212 Parteien mit 3311 Personen zum Kar« gebrauche eingetroffen. Aahr- ««d Kicbmärkte in Anterfleiermark. «m 1. September: St. Egydie d. Schwarzenfleln. Be,. Schönstem, I. u. B.; Friedau, Schweivemarkt; Eiegersburg, ve,. Lichienwald. I. u. B. — Am 2. September: Pettau, Stinder- und Pscidemarkt. — Am 3. September : Rann, Be,. Pettau, Schweinemarkt. — Im 4. Levtember: Retschach. Be,. Gonobitz, I. u. B.; UirtervulSgau„ Be,. Marburg, Schweinemarkt; Wuchern, 8«,. vlahremberg, V. — «m 5. September: St. Sgydi t. d. Windisch«Büheln. Be,. Marburg. V.; Rann, Echiv-einemarkt. — Am 6. September: St. Egydi i. d. Windisch - Büheln, Be,. Marburg, I. — »in /. Sqptember: St. Gertraud, Gemeinde St. Kristof, Be,. lüffer, I.; Hochenegg, Be, Cilli, I. u. Heiligemberg b. St. Stesan b. «önigSberg, Be,. Drachenburg. 3- u. B.; Schlelnitz, Be,. Marburg, V.; Windischgraz, B. u. Pferdemarkt. — Am 8. Septem-6«: Maria i. b. Wüste, Gemeinde Rottenberg, Bez. Marburg, V.. (Keil"» Strohhutlack) eignet sich vor« > ziiglich zum. Modernisieren von Damenstrohhüters — Keil'» Iblauer, schwarzer, rother und grüner Strohhuilack! ist bei Traun ck Stiger in Eilli «hälllich. — 5908 Herichtssaat. J>T. P)ftlo »ach § 431 abgestraft. Am 27. d». M. fanbd vor dem hiesigen Bezirktgeiichie eine Berhandlungg g«gen Dr. D cko statt, die mit offen Veruneilunpg ent«,«. Bor etwa drei Wochen fuhr Dr. Dekko mit seinem Zweirade von seiner Villa Lioada naäch Cilli. Bei einer Wegkreuzung in Gaderje braachie er da» 3jähnge Kind der Wäscherin Kerk zum FFallen. und zwar so. daß ärztliche Hilfe für da» zu Boden pkstoßen« Kind in Anspruch gt« nommen weierden mußt«. Dr. Decko kümmerte sich jedoch nicht t weiter darum und fuhr in raschem T««po w«ititer. Er war jedoch erkannt worden und hatte sich n«un weg«n U«berir«iung gegen die körper» liche Sicherkheit zu veraniworien Er gab zwar zu. geläuiiiei zu haben, leugnet« jedoch, da« Kind Seite 5 umgestoßen zu haben, da« Kind sei ertweder von j selbst gefallen oder durch eine rasche Wendung seiner Minier, an deren Rock e« sich festhielt, umgeworfen worden. Die alb Zeugin vernommene Muiier gibt an, daß die Schuld an dem Fülle de« Kinde» nur Dr. Decko trage. Auch die Zeugen, Herr Zöchling und Herr Woi»k, erklären, gesehen zu haben, wie da» Kind aus die Seile geschleudert wurde. Trotz Miller B. redsam keil und Verteidigung durch Dr. Kukovec ward Dr. Decko nach Anhörung der beiden Aerzte, der Herren Dr. Gollitsch und Dr.Negri zu einer Geldstrafe von 10 Kronen, 8 Kronen Kur« kosten, 10 Kronen Schmerzensgeld und 3 X 20 ii Medizinkosten verurteilt. Richier war Herr Sekretär Dr. v. Ducar. Die Verhandlung gestaltete sich zu-weilen höchst interessant. Dr. Ditto verlangte nämlich ein floveni'che» Protokoll. Dr. v. Ducar er-klärte, e» sei gtrichtSüblich. bei Personen, die der deut« schen Sprache mächiig sind, deuisch zu proiokollieren, den idm beigt,iedenen Schriftführer, Auskulianien Dr. Zwiiter, en Slooenen, mußte er jedoch ei» zweitenmal dazu anhalten, bevor er di«s«r Anordnung entsprach. Utberhaupt spielte AuSkuliant Dr. Zir>i >er eine so merkwürdige Rolle, daß der Vertreter der Pr'v I-teieiligien, Herr Dr Kovatschitsch rtrlonpen muß«', er wöge vom Richier in seinen Wirkung»kr,i» zurückgewiesen werden- Mil scharfer Stimme rief er ihm bei der Protokollierung der Aussage der Zeu.in K^rk zu: „Ich biite nicht zu mischen. Die Zeugin deponieit ganz klar.' Die Zeugin Kerk war überhaupt zuweilen ganz re> schüchtert, wenn Dr. Zwltier, Dr. Äufooec und Dr. Decko alle aus einmal auf sie eindrangen. Dr. Zwiiter heischte die F au auch an: »Gehen Sie tuchi wie dieKatze um den Brei herum, wie war'»?" Das Benehmen de» Dr. Zwiiier war ein un.iehöripe« uns feiner Siellung ganz unangemessen!» unv fordert dasselbe zur schä fiten Kritik herau». y l>ber«ll *u habr«». unentbehrliche Zahn-Creme, erhält die Zähne rein, weiss und gesund. 7917-1 Schrifttum. 20.000 Jahre in der Hrde gelegen hat ein Mammut, da» im Herbst de» Jahre» >901 von dem russischen Forscher Otto Her, im sibirischen Gouverne-ment Jakutsk auSgezribcn wurde. Der Kadaver diese» riesigen Tiere» war wohl erhalten, nur ein Stoßzahn fehlte und am Kopfe hatten wilde Tiere einigen Schaden aiigerichlet. Da« Fleisch ivar in gefrorenem Zustande noch außerordenilich gui erhalten, hatte sogar teilweise noch eine rötliche, blutige Färbung; ebenso hatte sich die bi» 9 Zentimeter dicke Speckschicht vor,ügtich konserviert. 400 Kilogramm wog die 19 Millimeter dicke Haut, mit deren Hilfe man in Petersburg eine Rekonstruktion de» Kadaver» glücklich bewerkstelligen konnte, die nun im Zoologischen Museum der Kaiser^ lichen Akademie der Wissenschaften ,u St. Petersburg ,u sehen ist. Den Bericht über den Fund dieses Zeugen der vorsintflutlichen Welt und über die gefährliche Bergung und Ueberführung der gewaltigen Massen an Knochen. Fleisch, Fett und Haut von Sibirien nach Ct. Petersburg erstattet der Leiter der Expedition. Otto He,,, in der soeben erschienenen Nummer '11 der „Gartenlaube-. Seine Schilderung liest sich so interessant und spannend wie die beste Erzählung. X Verlangen X Sie die reieb illustrierte Preisliste siber Psri*frGunmiiw*r> > Hundekuchen Ä?, ,«>»»« »Nli,«, «nll,» it' dun», »lies »»>>»». Geflügelfutter »». u H ««»» «. Ur- «n»,,,»««» !»« Bstt'r |lt S(|()ltncc. Vogelfutter Fattinger & Cie., Wien, l¥n WiedenerHanp ' «• «t»« MleAtt Ma*ataan««a! — BnMtm sei YeTelts« Erhaklich bei Josef Matiö und Traun & Stigei S'ilf 6 ,9*«ts41 9«uirtrrt 70 In der heissen Jahreszeit kann als das bette und zuträglichste Erfrischungs- und Tischgetränk welches anch zur Mischung tnit Wein, Cognac oder Fruchtsflften besondersgeeignet ist MATTONI: KatlftlrlMf ■ ifc« empfohlen werden. Derselbe wirkt kohlend und belebend. regt den Appetit an und befördert die Verdauung. Im Sommer ein wahrer Labetrunk. (VIII.) Anerkannt vorzügliche Phntographische Apparate. L'cbner s neue Taschen-Kamera, Reflex-Kamera. Kodak*, auch mit Gsirz- n. Steinbeil-Objectives, Photo-Jumelles, Projektions - Apparat? für Schule und Haus. 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Ver-pflegsklasse verbunden. Bewerber um diese Stelle haben ihre mit dem Doktordiplome und Verwendungszeugnissen belegten, mit 1 Kronenstempol versehenen Gesuche bis längstens 10. September 1903 beim steierm. Landesausschusse einzubringen. Qrae, am 12. August 1903. Der steierm. Landesansschnss Schützet Eure Füsse Mm trag»« /hJ «ItjMMtnt. Srank. 5«t Still tragt* »•« 21»b«Wot|i»a. b.rchwäSPfSST «,b ,t S« l«n. P*r Pur 80 h K I 20 «J Ja nh Pwff- " -Itl'rffn*ungjfchirfibrif V , ^ . 1^'" Hnif« g,«Hs. ft.ir • Jtl f i". JUb.»ia„«. ibi.ir.. »Un, f., oOA fthUaarfca«t«| lt. *' 4- -+ 4 -+ 4 -f- 4 -+ 4 -+ 4 4 Studentenheim in Laibach Inhaber: Oberlehrer A. WeinJLich. DC Fxospe^cte partotrei. -MM »62« Stadt. Mädchen-Lyzeum in Graz, staatlich subventionierte, öffentliche Mittelschule (mit dem Rechte der ReziproziUU mit den österreichischen Gvmnasiea iW Realschulen nach hohem Ministerin! Erlasse vom 9. Juni 1896, Z. 10.tN| Die Maturaniinnen diese' Anstalt dürfen die Universität besuchen und werden aas Ural dessen zur Staatsprüfung für das Lehramt an Lyreen etc. zugelassen. — Absolvestina der vier Unterklassen können den Post- und Telegraphenkurs besuchen. Einschreibung neuer Schalerinnen für das 81. Schuljahr 1903,'IÄJ4 ia 14„ 15. und 16. September vormittags. - Mindesialter zum Eintritt« in die ni-km» der sechs Klassen das vollendete 11. Lebensjahr. — Schulgeld in 10 Mosat-mtes a 20 Kronen. (Begabt« und eifrige Töchter unbemittelter Eltern erhalten auf wohlmotirieria Einschreiten Ermässigunjen) — Der Unterricht wird nach dem vom richts-Ministerium am 26. Juli 1991 genehmigten Lehrplane erteilt. — Weiter« ii-schlösse bietet der Jahresbericht, welcher auf Verlangen kostenfrei zugesandt viri 8i82 R hrUlos. Direkt«; Schlesische Leinwand!! 70 cm Srtil, so m Ion}. ®rbuj»- IrinwenS........(I. j.so 75 cm Ittrü. 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