Tir ..Xratfdx fiidKinl jrtrn und To»nrr»t»<> morzen« und Toflet (omint in eonntnjlbrilane „Die ®tt6m at f" fixe Silli mit Zxstelliliz mi Hau« m-»»»ich ». — .»i, trirrtcTiäbcia R 1 fcdü'thjiig B. , go1<1 #. «.—■ Mi! 9lHhMXf»nwa: ft. l.«m. t)a(fric dem «n»il!er d«r ..?rutschn, W«ch," Htrru « Q«»>« Hauplpl»» I, cluifrtin at<£ct«> NI>» VOIBitUg«. SlitKbfhinloi »«» 11—IS llyl MtsrttUg« und con n—k> Uhr min „TfUtWicn ffinitt" lit&L «»!dl>ou»z«»< Wr. S, fcocillnlBinfl ctlbcilt. T chrift lt>I»»z: He»rn>«ais« Hl. 15. I. gteif. ^yrtlMnn tu d«» Hcr»«g«tvr» lliid ! II—lr Utr »«nnill»»« '»I» >o«n»dm« »o» «Nilwoch. e»m«la, I>»d lind tcrtcfi« — Nntchl«. btt«! dem «tbaettar uebttannt stnd, tönnm »chl dnäckkchliul MMtkca. ä!»»funlt» meti-rn moA ■■ tat BiidÄanMiMg »<♦ H S»i( Rillch b«tllrat0last ettteilt. Nr. 100 Cilli, Sonntag, den IZ. Tcecmbcr I8SZ. XX. Jahrgang „Selir patriotisch". I? 1'. Im Verlause der eben jetzt im Abgeordnetenhaus? stattfindenden Budgetdebatte, erklärte der Abgeordnete Ruß namens der Liberalen: „Wir haben auf Niemand als auf unfer deutsches Volt und den Staat Rücksicht zu nehmen, und so werden wir für daS Budget stimmen, und so werden wir uns in der ganzen Budget-bebatte verhalten". — Der ParlameniSbencht erzählt, dass diese Worte des bekannten deutsch-böhmischen MäßigkeitSapostelS von seinen Partei-genossen mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden. Und das .staalsmännifche" Wesen der Politiker der Linken trat in einer Erklärung des Grasen Wurmbrand, welche die stenographischen ProtocoUe eteisollS verzeichnen, noch schärfer hervor. „Ich erinnere mich", sagte der Ex-minister, »unmittelbar nach dem Sturze unseres Ministeriums mit einem Parlamentarier des mit un» in der Monarchie vereinten Staates ge-sprochen zu baden. Er sagte mir: Was werden Sie thun ? Sie gehen natürlich in die Opposition ? Ich habe ihm geantwortet: Das thun wir in Oesterreich nicht. Ich bin überzeugt, dass nicht nur ich. sondern auch ei» Theil meiner College« einfach als Streiter wieder in ihre Parteien ein-treten aber nicht als Streiter gegen das kom-mende Ministerium, sondern als Streiter sür das Wohl des Staates, und dass wir unsere Dienste und unsere Erfahrungen einfach in den Dienst des Staates stellen werden. Wir sind in Oesterreich weniger Politiker, sehr wenig Paria-menlarier; aber wir können sagen, dass unsere Parteien, sehr patriotisch sind." Jawohl, unsere Parte en und besonders die Liberalen sind „sehr patriotisch". Diese Herren gehen „natürlich nicht" in die Opposition, such wenn die gesammie Staatsgewali in einer den» nationalen Wohle der Deutschen abträglichen Weise verwendet wird. Die Volksinteressen vor jenen deS Staates zu stellen — nein. daS thun unsere deutschen Parteien wahrhaftig nicht. Wir können — um die Worte des Grasen Wurm-br.nid zu gebrauchen — „wirklich sagen, dass unsere Parteien sehr patriotisch sind". Graf Wurmbrand fügte übrigens seiner Rede noch hinzu: „Ich wurde von dem un-garischen Parlamentarier nicht verstanden." Das glauben wir herzlich gerne. Ein Politiker der ungarischen Reichshälste steckt eben noch immer in der bei den Deutschen Oesterreichs Gott sei Dank nicht existierenden Meinung, die Abgeord-nelen und die politischen Parteien hätten vor Allem die nationalen Interessen ihres Volkes unbedingt und. mit der gehörigen RücksichtS-losigkeit nach allen Seiten zu vertreten. Die liberale Partei freilich hat stets den österreichischen Staat über die deutsche Ration gestellt. Sie war daher sehr patriotisch. Wie volks-thümlich sie dabei geworden ist, zeigen die letzte» Wahlen. Womit freilich nicht siesagt sein soll, dass die antiliberalen deutschen Parteien — mit einer einzigen Ausnahme etwa — weniger patriotisch sind. Hlmschan. Das Deutfcbthum der Katholifcken Volkspirtei. Im Abgeordnetendause gab folgende Erklärung ab: „Schon der Name einer katholischen Partei schließt den starr nationalen Standpunkt aus. Wir werden, wie bisher, auch fünfi ig allen Nationen Gerechtigkeit entgegenbringen. Im katholischen Lager sind alle Nationen willkommen. Dabei werden wir aber auch nicht vergessen, das« die deutsche Bevölkerung der deutschen Alpenländer es ist. die seit jeher den Kern unserer politischen Gruppe bildete." (Zustimmung bei der katholischen Volks-partei.) — Diese letztere Bemerkung ist national vollkommen werthloS, da sie eben nichts Anderes ausjpricht, als dass sich um den deutschen Kern der Partei ruhig Vertreter der anderen Nationen anschließen können. DaS ist also der alle Hohen-wartclub mit etwas Antisemitismus versetzt. »Im katholischen Lager find alle Nationen willkommen." „Des Grafen Taaffe politisches Vermächtnis" nennt sich eine, im Verlage von Gerold'S Soln in Wien erschienene Flug-schrift. von der eö hieß, dass sie der Feder deS Sohnes des Grasen Taaffe entstamme. Auch eine zweite Version gab e». welche einen intimen Freund deS Verstorbene«' ;2l8 Verfasser nannte. Die Haltlosigkeit dieser mit wenig Geschick aber viel Absicht in die Oeffentlichkeit lancierten Ge-rüchte wird jeder, welcher die Flugschrift in die Hand nimmt, erkennen. Die Sache ist nichts als ein im saloppen Wiener Zeitungsdeutsch geschriebener Leitartikel, der in jeder Zeile die Unfähigkeit des Verfassers mehr von Taaffe zu erzählen, als ohnehin Jedermann weiß, verräth. Die gewundenen Schlußsätze der Broschüre, welche als das Vermächtnis Taaffe'S „eine richtige Diagnose der politischen Parteien" be-zeichnen, sind geradezu lacherlich. Zum Capitel des schleuderhasten Stils der Broschüre gehört es auch, dass der Verfasser von „unschuldigen Leichen" spricht. Lneger's Wirken in slovenischer Belrncbntng. „Slov. Gospodar", das Organ der slooenisch gesinnten Geistlichkeit, befasst sich seit einiger Zeit mit wachsender Befriedigung mit Tr. Lueger. Heute lesen wir in dem Blatte an leitender Stelle beinahe fanatisch warm ge-haltene BeifallSbezeugungen zu seiner Politik. „Eine viel größere Bedeutung als seine Haljung in der Cillier Gymnasialfrage" — heißt es da — .hat sein Kamps gegen den Liberalismus. Ist dieser erst in Wien besiegt, wird er eS auch bald anderwärts sein, und davon haben wir Slovenen dann einen hundertmal größeren Ge-winn, als von einem slovenisch-deutschen Gym-nasium. Man wirst Lueger vor. dass er sich mit den Deutschnationalen zu enge verbunden habe, denn diese sind Glaubenslose, und unsere Feinde. Allein, damit ist noch nicht gesagt, dass er sich seines christlichen Principes begeben habe. So lange das aber nicht geschieht, und so lange er furchtlos gegen den verdammten Liberalismus kämpft, ist er uns theuer und lieb. Theuer und lieb ist uns seine christlich-sociale Partei, wie auch die katholische Volks-partei, welche Lueger ausrichtig unterstützt. Wir wünschen wohl, dass sich auS diesen Parteien eine einzige christkatholische sociale Partei bilden möge, die in ihrem Schoße alle katholisch den-kenden Männer aller österreichischen Sprachen den Judenliberalen die Todesglocke läuten, und bald darauf den glaubenslosen Nationalen. Und Oesterreich erschiene verjüngt, die Glaubens-Überzeugung würde aufleben, der Wohlstand des Volkes würde sich heben, unter den Völkern Friede herrschen und die katholische Idee würde die nationale Idee des slovenischen Volkes aus-gezeichnet unterstützen." .,2wio Lueger!" (Eine Unterredung in Steinbrück.) Eine für Herrn Lueger charakteristische Mit-, theilung veröffentlicht der heute hier eingetroffene „Slovenski Gospodar". Dieses Organ der ultranationalen slovenischen Geistlichkeit, belehrt seine Leser dahin, dass das Deutschthum Lueger's durchaus nicht der Art sei, dass er die nationalen Absichten der slooenisch gesinnten Volkssührer etwa beeinträchtigen wollte, sondern dass eS vielmehr nur Mittel zum Zweck wäre. DaS genannte Blatt theilt dann wörtlich Folgen-des mit: „Dabei ist Lueger persönlich kein Gegner unserer Ziation. nur seiner Wähler wegen war er gezwungen, in der Cillier Frage so auszu-treten. Dass der Mann uns nicht feindlich ge-sinnt ist, erhellt auS einer Unterredung, welche er im Sommer in S t e i n b r ü ck mit einem unserer nationalen Männer hatte. Dieser fragte ihn nämlich, wie er (Lueger), sich mit Bezug auf das Cillier Gymnasium verhalten werde. Lueger erklärte ihm, das« er wohl gegen da» Gymnasium stimmen werde, jedoch nur deshalb, weil ein gegentheiliges Verhalten ihm bei den Wiener Gemeinderathswahlen schaden könnte, und weil er überzeugt sei, dass die Slovenen ohne seine Partei die Mehrheit für's slove-nische Gymnasium erhalten. „Wenn aber die Cillier Frage aus irgend eine Weise in Gefahr gerathen sollte, so können Sie überzeugt sein", — sagte Lueger. — „dass ich Euch (Slovenen) mit meiner Partei zu Hilfe eilen werde"." Der steirische Landestjauptmann-stellvertreter und seine sieben ße-waffneten Söhne. Aus Marburg wird dcr „Ostd. Rundsch." geschrieben: Am 28. October erschien in tem A^end-blatte der „Grazer Tagespost" ein Artikel unter der Überschrift: „Noch ein slovenischer Parteiführer !", der sich mit der Person deS Notars und Landeshauptmannstellvertreters Dr. R adey befasste. Die öffentliche Meinung nannte den RechtSanwalt Dr. Eduard Glantschnigg als Versasser des Artikels, und da am Tage ...lA f t ) ,ycutfchc Wacht" 1895 und Lundeshauptmannftellvertreters Dr. Radey auffallend osl an den Fenstern der ebenerdig gelegenen Schreibstube des Dr. Glantschnigg vor-übergingen, so vermuthete dieser, dass diese Söhne.u. f. Officiere, gegen ihn etwas im Schilde führen. Bei dem Umstände, als Docior Radey schon über 60 Jahre alt ist, glaubte Dr. Glantschnigg annehmen zu dürfen, dass die Söhne hinsichtlich des Artikels in der .TageS-post", welcher den Dr. Radey sehr gravierende Thatsachen brachte, Genugthuung verlangen werden. Tr. Glantschnigg ersuchte demnach seinen College« Dr. Tschebull, ihm im Falle einer Herausforderung als Zeugen zu dienen und noch einen zweiten Gesinnungsgenossen be,zuziehen. Am 29. October d. I. ersolgte jedoch noch keine Herausforderung und Dactor Glantschnigg reiste am 30. October in Geschäften nach Mai}-renberg. Als er um halb 6 Uhr Abends heim-kehrte, standen der Oderlieutcnant deS 5. Dra-goner-Regiments Johann Radey und der RegimenlSarzt Dr. Franz Radey in der Bahnhofhalle, und ein Beamter des Doctor Glantschnigg theilte diesem mit, dass die genannten k. u. k. Osficiere schon um halb 12 Uhr Vor-mutagS den Dr. Glantschnigg in seiner Kanzlei aufgesucht haben. Dr. Glantschnigg begab sich nach H uisc und hatte noch kaum die Wohnungs-räume betreten, als die genannten Osficiere an der Wohnungsglocke läuteten und von der Dienstmagd in die Wohnung geführt wurden. Die Osficiere stellten sich deni Dr. Glantschnigg als Söhne des Dr. Radey vor, und Oberlieutenant Johann Rudey ergriff das Wort, um zu erklären, dass sie anlässlich des oberwähnten Artikels gekommen seien; man halte Docior Glantschnigg allgemein für den Verfasser, nno sie seien überzeugt, dass er der Einsender sei. In diesem Artikel erscheine ihr Vater, Dr. Radey, beleidigt, aber auch sie, dessen Söhne, erachten sich durch diese Verunglimpfung des Namens Radey für beleidigt. Sie seien deshalb gekom-men, den Dr. Glantschnigg zu warnen, indem sie ihn für jede künftighin in die Oeffentlichkeit dringende Verunglimpfung des Namen« Radey verantwortlich machen. Entspreche Dr. Glantsch-nigg dieser Warnung nicht, so werde er es nicht nur mit ihnen, sonder» mit allen sieben Söhnen, durchwegs k. und k. Osficiere», zu thun haben. Tr. Glantschnigg wollte hieraus antworte», allein die Beiden weigerten sich, ihn anzuhören und gingen fort. Die Tienstmagd leuchtete ihnen bis in das Stiegenhaus. Da Dr. Glantschnigg demnächst in einem Ehreubelkidigungsprocesse deS Tr. Raoey gegen den pensionierten k. k. Gerichlsadjuncten Älois Ploder als Vertheidiger des Angeklagten zu thun hatte und hinsichtlich der dem Dr. Radey vorgeworfenen Schmähungen der Unehrenhafligtelt, Uncollegialiiät und des Mangels an Noblesse u. s. w, welche einen Gegenstand der Ehrenbeleidigungstlage bildeten, einen sehr umfangreich.'», die Ehre des Docior Radey sehr arg beeinträchtigenden WahrhmS-beweis zu sühren hatte, so lag die Vermuthung nahe, dass durch diesen Schritt der Söhne Radey's Dr. Glantschnigg eingeschüchtert werden sollte. Dieser wendete sich daher an das Justiz-Ministerium, welches die Acten dem k. und k. R^ichskriegSministeriunl mittheilte. Von diesem sollen schon Erhebungen eingeleitet worden sein, und ist man in Marburg aus die endgillige Entscheidung des Ministeriums sehr gespannt. In Marburg wird eS dem Tr. i>iadey sehr verargt, dass er gegen die „Tagespost" keine Pre,S-klage zur Wahrung seiner Ehre überreichte und sich vielmehr hinter die bewaffnete Macht seiner sieben ehelichen Söhne aus erster Ehe und k. u. k. Osficiere zurückzog. Aas Budget tziüi's. Gestern, Freiiag. fand eine außerordentliche Sitzung deS Gemeinderathes statt, welche sich mit dem Präliminare pro 1896 befasste. Der Vorsitzende Bürgermeister S t i g e r stellte den Versammelten ein neues Mitglied des Gemeinderathes, Herrn HauSbaum, vor, der an Stelle des G.-R. Costa, welcher sein Mandat zurückgelegt hat, eingetreten sei. Herr Hausbaum antwortet, er verspreche, seinen Pflichten als Gemeinoerath nach besten Krästen nachkommen zu wollen. Hierauf erfolgt die Berathung über den Voranschlag der Sladtgemeinde für das Jahr 1896, dessen Ziffern in, Folgenden bekannt gegeben werden. Ueber den Voranschlag referiert für die Finanzseclion, deren Obmann Vicebürgermeister Julius R a ku sch: 0Tforttl ÜCfdittta «... • » tfc» it Verwaltung tnt Allgemeinen 17.875 — Verwaltung des Höbt. BermügenS: J. der Realitäten 7.532 — 2. b« Wert- und Schuldpapiere 22.283 15 3. der (lädt. Gesälle 2.064-78 Straßen und Plätze 9.785 — Armeitversorgung. Sanitäts- und Humanilätepstege: 1. Ärmenversorgung 4.300 — 2. Sanitäls-u.HumanitätSpstege 1.661 ■— Feuerlösch-Vrsordernisse 250'— Schulen, Kunst und Wissenschaft: 1. Mrgersckule 2.110 — 2. Volksschule 4.142 50 . Kunst, Wissenschaft u. Cultus 1.955-50 Mitiiärbequanierung 965 — Verschiedene» 450 — Steuerumlage —*— Durchlausende Gedahrung l 800 — Ereditoperaiionen 310 — 21.197-35 8 — 8 420 — 200-— 200 — 30 — 4 20 850 — 18 600 — 1.80 c»-— Erfordernis 77 173 9a 51.619-55 Bedeckung 51,619 55 Abgang 25.504-3« seine Bedeckung findet: a) in der Gemeindeumlage, 32"/° von st. 40.000 b) 2'/, ZiuStreuzer c) Zujchtag nur Verjehrungssteuer von Wein- und Fleischverbrauch ä) Zuschlag zur Berzehrungssieuer von einge- sübriem Vier und Branmwein e) Lassaüderschuss aus dem Jahre 1895 welcher 12 800 4 000 1.800 4.000 3.000 25.K00 (Fortsetzung wegen Raummangel in nächster Nummer.) Weateraöend des Eastno Mereines. Cilli, den 18. December. Der am II. d. MtS. veranstaltete Adens, der erste, der keine leeren Stühle auswies, ver-lief in bester Stimmung und befriedigte durch-wesis vollauf. — Die VortragSordnung ivurde eröffnet durch zwei humoristische Vorlesungen des Herrn Professors Dr. W e r t h e i m, der durch bekannt guten Vortrag in volksthümlicher Mundart große Heiterkeit erweckte. DaS darauf folgende Trio von Gade, opns 42 wurde von den Mitgliedern der MusikvereinsCapelle den Herren DiejsJ (Claim), Fischer (Violine) un) Halbritter (Cello) in anerkennensiverther Weise vorgetragen Das Zusammenspiel in diesem ziemlich schwierigen Werke. war ein sehr präcises, die Tempi überall glücklich gewählt; am besten gefiel uns der Schlußsatz, in welchem sich nament-lich die Piano-Stellen in der Mitte in deutlicherem Maße, als in den beiden vorangehenden Ab-«Heilungen von den äußerst kräftigen Eingangs-stellen abhoben. Die Darstellung deS EinacterS „Eine vollkommene Frau' von Görlitz bot eine sehr adge-rundete Leistung, klappte ausgezeichnet auch in den schwierigeren Partien und gab Zeugnis von dem großen Eifer, dessen sich die Mit-wirkenden beim S-udium dieses Lustspieles be-fleißiglen. Nur stellenweise störte eine zu leise Aussprache, die al'er den Darstellern in Anbe-tracht ihres erste» derartigen Versuches nicht zu sehr nachgeiragen werden dark. Die Palme des Abends gebührt unstreitig der Darstellerin der Louife, welcher die Rolle, wie an den Leib geschrieben, lag. DaS war, sehen wir von dem einzigen Fehler ab, dessen Behebung zudem schließlich durch frommes Ver-sprechen in Aussicht gestellt wird, wirklich das Ideal einer lieben Hausfrau, welche die griesgrämige Miene ihres schmollenden Gatten durch Koseworte in sonnigheiieres Lächeln umzuzaubern weiß, ihre Gäste in'liebenswürdiger An empfängt und bewirtet, selbst den übermütigen Dienstboten verzeihende Nachsicht gewährt und durch ein-schmeichelnd ruhigen Ton den gestörten Frieden im Hause wieder herstellt. Eine herzige Aus-spräche, gerundete Bewegungen und sicheres Auftreten vereinigten sich zu einem anmutigen Bilde, dem gegenüber selbst die Feder des strengsten Kritikers nicht viel Tinte zu vergeuden hätte. Kräftig gegeben war das Stubenmädchen, das im Hause fast mehr zu reden hat, als Herr und Frau, und immer das letzte Won behält; flink in seinen Bewegungen, traf eS namentlich vorzüglich den schnippischen Ton dem missver-standenen Gaste des HauseS gegenüber und wusste, — ein bei Dilettanten besonders anzu-erkennender Vorzug, — auch diejenigen Zwischenpausen. in welchen es in die Handlung nicht thätig eingriff, in geeigneter Weise auszufüllen; besonders gut traf eS die Scene, in der es die Frau vor ihrem, nach ihrer Anficht nicht so weiberscheuen Onkel warnt. Vorzüglich in MaSke und Spiel war der Onkel, dessen Darsteller, ganz aus seiner Jndi-vidualiiät heraustretend, in dem furchtsame» und irregeleiteten alten Herrn ein fein ausgearbeitetes Stück Episoden-Charakteristik schuf, gleich bei feinem Auftrete» lebhafte Heiterkeit heroorrief und dasselbe bis zur Aufklärung der MisSver-ständnisfe zu erhalten wusste. Auch die Rolle des pfl'chieisrigen Paul lag in guten Händen; die Wiedergabe derselben verdient umsomehr Lob, als die Rolle zwar klein, aber im Zu-sammenspiel, insdesonderS in der Scene mit dem eben eingelangten Onkel infolge des raschen AustinandersotgenS von Rede und Gegenrede nicht gar leicht ist. Besonders sympathisch be-rührte die Zwiesprache, in welcher der zürnende Mann seiner Frau Vorwürfe über ihre Un-ordentlichkeit macht und sie in zartester Weise bittet, auch diesen ihren einzigen Fehler abzu-streifen, um sein Heim zu einem ganz glücklichen zu machen. Der allseitige, lebhaste Beifall, welcher der Aufführung folgte, möge den Darstellern ein Sporn sein, auf der glücklich eingeschlagenen Bahn sortzusahren, um uns noch manchen ver-gnügten Abend zu bereite»; der schöne Erfolg möge die Aufopferung an Zeit und Mühe voll ersetzen! Nun sei auch ein Blick hinter die Coulisse»» gestattet, wo der VergnügungSleiter als Theater-direclor fitzt und sich die letzten Schweißtropfen aus feiner Stirne trocknet, glücklich darüber, auch diesen Abend — den letzten unter seinem Scepter, — doch erlebt zu haben. Zweimal musste die Vorstellung unüberbrückbarer Hinder-nisse wegen überlegt werden, und schliesslich hat, er nur ein Stück aus dem Schiffdruche gerettet Ihn trifft gewiss keine Schuld; und wenn er aus seinem Amte scheidet, mag das hohe Be-wusstiein sein treuer Begleiter sein, dass er immer das Beste gewollt und es zur Ersüllung zu bringen, sich redlich bemüht Hut, wenn es ihm auch nicht immer gelungen ist, feine guten Absichten >» Thatsachen umzubilden. — Die Ursache liegt in einer beispiellosen Theilnahms-losigkeit, die dem Casino-Vereine gerade von Seite Jener entgegengebracht wird, die dazu be-rufen sind, diesen Verein als ihr Kleinod zu hegen und zu pflegen Nicht allein, dass der Besuch der Verun-stallungen im Casino ein in der Regel überaus kärglicher ist, maugelt auch jeder Eifer, bei den-selben thätig mitzuwirken, ein Umstand, der bei der großen Zahl der hiezu Befähigten doppelt zu bedauern ist. In den kleürten Orten kommt einj geselliges Unternehmen leichter zustande, wie be„ un». Ja, wer unterhalten sein will, muss, wen der Ruf an ihn ergeht, auch bereit sein, zur Unterhaltung beizutragen. Daza ist der Ver-gnügungsleiter nicht da. um von PontiuS zu Pilatus zu lausen, und einen Absagebrief nach dem andern zu holen. Der Umstand, dass einer Anderen eine rosa Masche besser zu Gesicht steht, dass einen. Anderen eine bessere Rolle zugedacht ist, darf keinen Grund bieten, sich bei Veran-staltungen im gemeinsamen Interesse — u id der Casino-Verein umspannt säst die ganze deutsche Gesellschaft Cillis — ablehnend im Hintergründe zu verhalten. Im Kampfe gegen den äußeren Feind darf man das wärmende Feuer am eigenen 1895 „Dentsche Wacht" 3 Herde nicht erlöschen lassen, denn, in kalter Küche iit kein wohnhaft Hausen. Mit diesem gesellschaftlichen Phäakenthum muss endlich ein-mal gebrochen werden. — Michel, erwacht! Ein Hutskäufer. Cilli, 13. Tecember. In einem diesigen Hoiel hatte feit dem 2.">. August deS Jahres ein junger blasser Mann Wohnung genommen, welcher sich in den Meld« zeltel als Carl Melzer aus Römerstadt in Mähren einschrieb. Ter Fremde bezeichnete als Grund seiner hiesigen Anwesenheit den Umstand, dass er in der Rahe von Cilli ein größeres Gut kaufen wolle. Vorderhand abcr schien er gerate nicht viel überflüssiges Geld zu haben, denn er nahm den Credit des Zählkellners so-wohl als des Hoielstubenmädchens in ziemlich ausgedehntem Maße in Anspruch. Vormittags saß der sonderbare Gast im Schankzimmer deS Hotels, diverse Gollafch's ver-tilgend, nachmittags spielte er mit großer Punkt-lichkeit in einem CafvhauS Billard. Dann und wann schrieb er Briefe, welche, wie er versicherte, den Zweck batten, geschäftliche Actionen, mit d,ren Durchführung er betraut war. in Fluss zu dringen. Manchmal erhielt er kleinere Geld-summen zugesendet, mit denen er sofort die auf-gelaufenen GaflhauSschnlden bezahlte und sich so weiteren Credit verschaffte. In der letzteren Zeit haüe er mehr über seinen beabsichtigten Guts-kauf verlauten lassen. Er stand in Verhandlung wegen Ankauf des Gutes H a ck e n st e i n bei Windisch -Graz, konnte aber, wie er erzählte, über den Pr.iS nicht einig werden. Tann hatte er sich an die städtische Sparcasse um Gewährung eines größeren Darlehens gewendet und' als sein Ansuchen ab-geschlagen wurde, trat er an den Muhl.ndesitzer Majdic mit der Bitte heran, derselbe möge ihm 30.000 fl. vorstrecken. Er erhielt aber auch hier nichis und knüpfte darauf sofort Verhandlungen mit einem Holzhändler in Agram, namens Deutsch, an, um sich Geld zu verschaffen. Zwischendurch pumpte er verschiedene hiesige Geschäftsleute und u. A. den Gutsbesitzer Baut-mann in Lehndorf an. Es gelang ihm jedoch nicht, von den Genannten Geld zu erhalten. Mittlerweile waren seine Schulden hiernach gestiegen, so das» schließlich die Anzeige gegen ihn erstattet wurde. Er war bei seiner Verhaf-tuuq dem Zählkellner 30 fl., dem Hotelstuben-mädchen 36 fl. 60 kr. und ebenso dem Marqueure des von ihm frequentierten CafvhcuiseS einige Gulden schuldig. Wie sich herausstellte, waren die Angaben deS Verhafteten insoweit richiig, als er thatsächlich Carl Melzer hieß und aus Römerstadt war. Sein dortselbst lebender Vater aber hat eS, da cr selbst ann ist, abgelehnt, für die Schulden seines Sohnes irgend welche Bürg-schast zu übernehmen. .Alts Stadt und Land. Wohlthäter der Schuljugend. A»i 9. d. inspirierte der Bezirksschulinspeclor für den Stadtschulbezirk Cilli, Herr Professor Anton Nagele, nebst den städtischen Schulen auch die Wärmstube und die damit verbundene Suppenanstalt für die die genannten Schulen besuchenden unbemittelten Kinder. Der Herr BezirkSschulinspector wurde von dieser eminenten Wohlthätigkeitseinrichtung, welche gegen 200 Knaben und Mädchen für die Dauer der rauhen Jahreszeit mit einer trefflichen, gesunden, kräs-tigen, von hochangesehenen Frauen der Stadt selbst aus'S sorgsamste zubereiteten MittagSkost versieht, aus'S aller angenehmste überrascht. Nicht minder erfreulich war es für ihn, zu sehen, mit welcher Güte und Milde und musterhafter Ord-nung die Betheilung so zahlreicher, hungriger Kinder erfolgt. In Erwägung nun des Um-standes, dass turch diese Großmuth und Opfer-bereitschaft hochgesinnter deutscher Frauen von Cilli, wodurch an den vier Wochentagen, an welchen auch ein Nachmittagsunterricht statt-findet, so zahlreichen armen Kindern, insbesondere .-.-i-.rr.t boten wird, wie sie es an den übrigen Wochen-tagen nicht erhallen, der Schulbesuch ganz we-sentlich gehoben wird, erschein« die von den Frauen der Stadt g-troff.ne Einrichtung der Wärmstube und Suppenanstalt nicht nur als ein gewohnt humaner, sondern auch als rüdmenS-werter fchulfreundlicher Act. Der Herr Bezirks-schulinspector hat in diesem Sinne einen Bericht an den Stadtschulralh Cilli erstattet und bean-tragt, diesen Bericht dem steiermärkischen Landes-schulrath zur Kenntnis zu bringen. Dem betref-senden Comiiv gehören an die Damen Anna Hummer als Vorsteherin und Leovoldine Rakusch als deren Stellvertreterin, ferner die Damen: Adele Fehleisen, Karoline Ferjen, Friederike Teppei, Anna Wogg. Anna Wambrechisamer. Wilhelmine Walland. Anna Nigitz, Elise Pogat« schnigg, Rosa Wehrhan. Henrielle Rasch, Marie Trammer. Anna Krainz und Louise Pallos. Ein unredlicher Gehilfe. Der An-streichergehilf- Johann H o r n e r aus Weiten-stein wurde verhaftet und dem Bezirksgerichte eingeliefert, weil er seinem Arbeitsgeber. dem Malermeister Hrn. Ed. Bandek, einen einkassier-len Geldbetrag unterschlu«. ^üdmarkjündhölzckien. Alle Volks-genossen feien neuerdings auf die Südmark-Zündhölzchen aufmerksam gemacht, für deren Verbreitung jeder nach Kräfte» thälig sein soll; besonders gilt diese Mahnung unseren Hausfrauen. In dem ersten Vierteljahre ihres Bestehens haben diese Zündhölzchen der Südmark bereits 250 fl. Reingewinn gebracht. Musik-Verein in Cilli. Die dieS-jährige General-Versammlung desMusik-Vereines findet Montag den 30. December l. I. Abends 6 Uhr im Garlensaale des Hotel ..Zum Löwen" statt. Die Einladung zur selben wird demnächst versendet werden. — Das zweite, für den 27. December projectirte ordentliche Mitglieder-Concert musste wegen derzeitiger Verhinderung einer hervorragend mitwirkenden Kraft verschoben werden, und wird anfanqS Jänner gegeben weiden. Vom Stadtamte. Der städtische Oeko-nom Herr Peter D e r g a n z avancierte in die 10. RangSclasse. Der pflichteifrige unermüdliche und umsichtige Beamte hat daS Avancement wohl verdient. Unser Stadttheater. Heute, Sonntag, gelangt die Zappen'sche Posse: „Der Vöhm in .'lincrika" zur Aufführung. Gesangverein „^«ederkran;" Der äußerst rührige Gesangverein „L i e d e r k r a n z" veranstaltet, wie alljährlich, so auch heuer, am 26. d. M. (Stephanitag) eine Weihnachtsfeier. Nach den Vorbereitungen, und mit Rücksicht auf die leytgelungene Liedertafel zu schließen, dürfte ein zahlreicher Besuch zu er-warten sein. Wärmstnbe. Von welch' wohlthätigem Einfluss diese Anstalt ist. erhellt wohl am besten auS dem Umstände, dass daselbst täglich nahezu über 200 Schulkinder mit warmer Speise gelabt werden. Doch ist eS nur mit Beihilfe werklhäliger Gönner möglich, den immer höher werdenden Anforderungen nachzukommen. Mit herzlichstem Danke seien hier die in der verflossenen Woche von edlen Schulfreunden gewidmeten Gaben bestätigt. Es spendeten: Frau Maria Hecht, Hausbesitzerin, 5 fl. und zwei Schaff Erdäpfel; Herr Jakob Kozuh, Reali-täteubesitzer in Bischofdorf. 3 Säcke Erdäpfel; Franz K o t t n i f, Realilälenbesitzer^ in Mar» garethen, 2 Säcke Erdäpfel; Herr Strauß. Hotelier, Schweinfleisch. Herr Vinzenz Ianic. Hausbesitzer, Brol im Werthe vo« l fl. 60 kr. Lichtenwald, 2. December. Misshand-lnng eines GemeindewachmanneS. Nach verschiedentlichen Schicksalen des Strafactes, be« treffend die Eheleute Damian und Julie Kurent, kam es heute vor dem hiezu eigens delegierten Bezirksrichter Toma?.-Cajnkar zur Slrafvechand-lung nach § 312 St.-G. Die Genannten hatten nämlich in der Nacht vom 4. aus den 5. October d. I. den Gemeindewachmann Werlitsch. als er in üblicher Weise die Sperrstunde verkündete und aus der Sperrung der Gastwirlschakt Simoncic bedacht, sondern auch mit thätlich«'» Handanle-gungen behandelt. Aus dem Verhöre des Ge« meindewachmannes Werlitsch, welcher die aus ihn vollführte Attaque ausführlich schilderte, ist hervorzuheben, dass dieser in seiner Dienstes-Verrichtung gehindert wurde und dass dieselbe geradezu vereitelt worden wäre, wenn der Posten« führer nicht eingegriffen hätte. Die weiter ein« vernommenen Zeugen: Marschetz, Kreuzwirt, Kowaisch und Max Kompost, schilderten den Vorfall vom 4. October in der in diesem Blaite bereits geschilderten Weise, woraus hervorging, dass der Genieindewachmann von den beiden Angeklagten mit Stößen und durch das Hinaus« schieben in den Hausflur und von hier in den Hof an der Dienstesverrichtung gehindert wurde. Gemeindewachmann Werlitsch war auch in der Lage, durch ein ärztliches Zeugnis die ihm hie« bei zugefügten körperlichen Verletzungen nachzu« weisen. Es wurde Damian Kurent zu einer Geldstrafe von 33 Gulden und Frau Julie Kurent zu einer Geldstrafe von 13 fl. ver-urtheilt. — Vor nicht allzu langer Zeit wurden einige Banernburfchen aus hiesiger Gegend, welche sich der Arretierung durch den genannten Genieindewachmann widersetzten, wegen Ver-brechens nach 8 81 St.-G. zu mehrmonatlicher Kerkerstrase vom Kreiszerichie Cilli oerurtheilt, und zwar im Jahre 1894 Jgnaz Zakonschek von Waize bei MonipreiS zu zwei Monaten Kerkers und AloiS Senischer von Pelschje zu sechs Mo« naten Kerkers, schliesslich im heurigen Jahre Franz Senitscher von Hafnerthal zu drei Mo-naten Kerkers. Die Divergenz deS jüngsten Strafurtheiles mit den drei zuletzt Genannten ist jedenfalls von juristischem Interesse. Gonol'iy, 10. December. Anerkennung. Für die gründliche und erschöpfende Bearveitung der diesjährigen Conferenzfragen hat der Bezirksschulrath in seiner letzten Sitzung die belobende Anerkennung ausgesprochen: dem Lehrer Herrn Franz B r i n a r in Kirchstätten, dem Oberlehrer Herrn AloiS S e i d l e r in Gonobitz, dem Oberlehrer Hrn. Ludwig Trib-n i k in Relfchach und der Lehrerin Frl. Paula idrich >n Loke. Windisch-Gra;. 8. December. Ver« nnglücknngen. Vorgestern im Laufe deS Vormittags verunglückte der in der Ziegelfabrik Hrn. Raimund Zimerl in Roltenbach. Gemeinde Pamer, bedienstete Wirkführer Johann Paulic dadurch, dass er beim Hobeln von Latten bei einer mit Wasser betriebenen Hobelmaschine durch Unvorfichiigkeit mit der linken Hand in das Hobeleisen gerieih und ihm bis auf den Daumen alle vier Finger bei dem dritten Gelenke ganz-lich abgeschnitten wurden. — Gestern, ebenfalls im Laufe des Vormittags, wurde der in Verhe wohnhafte. 10 Jahre alte Inwohner Valentin Samec auf einem durch den Wald in Verhe führenden Fahrweg von seiner eigenen, zwölf Jahre alten Tochter auf dem Erdboden liegend todt aufgefunden. Nachdem bei demselben eine Barschaft von l Gulden 2 Kreuzer, eine Brief-tafche. ein Federmesser und eine Tabakspfeife vorgefunden wurden und der Körper keine Merk-male einer Gewaltthat auswies, so ist anzu« nehmen, dass Samec vorher am Abend viel Branntwein genossen hat, dass er auf dem Boden liegen blieb uns infolge der in der Nach« Herr-fchenden Kälte erfroren ist. Der Leichnam wurde in die Todtenkammer nach Altenm arkt überführt. Eingesendet. / JOB. RAKUSCH' NACHF. i I Georg Adler M I Huaptfilatz 5> CILLI, Haaptplatz 5. I Literarische Festgeschenke m—M r kür jed«*s Alter sowie gl Spiele und Steinbaokasten, M Reiches Lager in Briefpapieren. „Deutsch- Wacht' 1895 Hingesendet. Foulard-Seide 60 kr. ttl ff. » »; Kt Titlet — japanefi che. chiaefilcht ic. in dl« »«»eftni 3>etfin« in» fiitttv, 1c»i( Mimtr)«. tveie unSflrbifle Henueberg» Eeide Den SA It. b>» fl. M«S5 per Biet« — «'all, gc9rrift> cmttrt, atm ultfit, T«»a fftW. Karde» Xctji n» IC.). — i'otlo- UN» 8t»tttrn in'« Hall». — Muster mit-— T«v»cllt« Bn«sv«rl» nach ».t Sch»«;. <»1 lt— Sridro Fabriken K. Hcnnebcrg Zürich. > JDIc Uetfcchtuiiff dU'W'« ! Uorklirunil • ZoIcIioiin, no-l Mi«* r rolhcii Ailler-I wird Ulf* empfohlen ffcffcii «li« liilti-» > llgoii FillMCliuiigscn von i's Radeiner Sauerbrtmn Rtichdallizste Natron - Llthl«iii]nell« Eurnp»'*. -g c 11 ä || I rt ftni iKangc«. 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Küche und Zubehör, ist sofort zu vermuthen. Kältere» im Cafe Hausbaum. 892-2 Zither t omint Elui, gut erkalten, wird gelaust. Adresse in der Verwaltung d- Bl. Gauzor zweiter Stock bestehend au» 4 Zimmern mit großem Vor-faal sammt Zugehör, ist Ralhhausgaffe l» sofort zu vermieten «05—v Die Entfernnng ist fceiii HiDgernis. Meine» 3*. T- Kunden in der Provinz diene zur Nachricht, daiö die Einsendung eines Muster-rockeS genügt, um ein passen-des Ml'eib zu beziehen. Illustrierte Mah-Anleitung franco. NichtconvenierendeS wird anstandslos umgetauscht oder der Betrag rückernattet. lti-M Hochachtungsvoll Jakob Rolhbcrger k. u. k. Hoslieferant Wien. Stephansplah. Thonwaaren-t?rjeuger in ovember 148» — 10. November 1&83.. Zu Wittenberg siht in der engen Zelle Ein bleicher Mönch. da» Havpt zum Buch geneigt, ES zuckt sein Mund, sein Auge, flammend helle, Erregt den Spiegel seiner Seele zeigt. Dr springt er aus und fasst die Bücher schnelle — Ha, nie er wächst, der erst so ties gebeugt — Voll Unmuth schleudert er sie hin zur Erde Und rust dann aus mit zorniger Geberde: „O, heil'ge Kirche, wie bist du gesunken, Wie ist dein Innres öde jetzt und wüst, Die Wahrheit, dieser hohe Götterfunken, Umwölkt ist er mit Heuchelei und List! Hat sich die Welt in Sünden satt getrunken, Naht sie sich TezelS bretternem Gerüst, AblasS zu kaufen und „wenn« Geld erklinget, Die fünd'ge Seele i» den Himmel springet." Wo rein und wahr da» GotteSwort erklungen, Ein frommer Sinn die Gläubigen erhob. Ist Lug und Trug und Falschheit eingedrungen. Die einer Spinne gleich die Netze wob; Vergiftet Gotie» Wort durch Lästerzungen, Der reine Glaub« in die Lust zerstob; Was unser Herr einst Herrliches geschaffen, ES ist verdreht im Munde schlechter Pfaffen. Den Priestern Heil! Sie sind der Menschheit Segen, DeS Glaubens Blume bietet ihre Haud; Und straucheln wir auf dunklen Erdenwegen, Ihr mildes Wort ist der Vergebung Pfand Sie führen uns dem Thron des Herrn entgegen, Zu ihm, der sie zum Heile uns gesandt; Den Priestern Liebe. Gott hat sie erkoren, Den Pfaffen Hass, die Finsternis geboren! Doch hier vor dir, vor dem dreiein'gen Gotte, Hier bete ich, und höre mich, o Herr! Mach diese Lästerzungen all zum Spotte, O, sende deiner Engel streitend Heer! Hilf mir sie strafen, diese böse Rotte, Vertilgen sie. mit Feuer nicht und Speer, *) Aus dem soeben in dem Beilage Hans 2Dog»«S zu (9raj erschienenen leizenb ausgestalteten Buche „ctomö« diantenlieder" von Guitav Starcke, da« den vielen Freunden des Verfassers witttommene Gabe lein wird, znmal jetzt in der Gabenzeit. Nein, mit deS deutschen Wortes kräft'gen Hieben, Dass sie in Nichts, in Nebeldunst zerstieben. DaS Wort ist mächtig, und die deutsche Sprache, Der Mutiersprach« sütz vertrauten Klang, Ihn will ich sührrn in der heil'gen Sache. Nicht deS Lateiners unverstand'nen Sang, Fliegt auf. ihr Worte, zu unblutiger Rache, Befreier werdet aus unwürd'gem Zwang, Nimm, deutsche» Bolk, die fünfundneunzig Thesen; Der Morgen tagt, daS Dunkel ist gewesen." Und Luther mit deS Wortes mächtigen Schlägen, Ein reiner Held, zog aus zur Geistesschlacht. Die ganze Kirche warf sich ihm entgegen. Ihn traf deS Bannfluchs folgenschwere Macht, Ja Mord und List schlich um aus seinen Wegen, Den Scheiterhaufen hätt' man gern entfacht; Er aber sest und ewig unerschüttert, Der nicht vor Papst und nicht vor Kaiser zittert. Da» macht, er trug i» seines Herzen» Falten Den Talisman, den jeder echte Mann, Wenn noch so wild des Lebens Stürme walten. In seinem Herzen heilig wahren kann: Die Ueberzeugung. Sie nur konnt' Ihn halten, Als einst zu WormS dem einfach armen Mann Die stolze» Worte von den Lippen kamen: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Amen!" Und so, nur mit deS Wortes Hammerschlägen Hat er sein großes, schweres Werk vollbracht. Auf feinem Haupt ruht aller Deutschen Segen; Er, Blitzstrahl in des MittelalterS Nacht, Er führte uns dem Quell des LichlS entgegen, Er baute stolz der deutschen Sprache Pracht; So, allen Dunkelmännern wie zum Spott, Tönt'S: „Eine feste Burg ist unser Nöthe Nosen. Rothe Rosen hab' ich getragen, AIS zum ersten Mal ich dich sah. Als du kamst Abschied zu nehmen, Rotl» Rosen trug ich auch da. Monde, Jahre sind verflogen — Rothe Rosen blieben mir lieb; Ob auch nimmer ich dich gesehen Stets dein Bild im Herz?n mir blieb. P o l y x e n a. — 2 — Selbst geopfert. Roman aus d?m Leben einer Grobstadt. Frau de Courcys Gestalt war gleichsam in sich selbst zusammengesunkeu, während ine Andere weiter und weiter gesprochen hatte. Jetzt richtete sie sich auf. uiühsam. mit An-streuguug und ihre Züge verriethen, dass der Er-zählen» Worte einen Sturm iu ihrer Seele gc-weckt hatten. „Ehe Sie aus dein Lebe» gehen?" wiederholte sie heiseren ToneS. „Sie — Sie könnten daran denken, selbst Hand an das Leben zu legen, welches nicht Ihnen, sondern Gott, dem großen Allschöpfer, der es werden ließ, gehört?" Erschüttert fuhr Anna zusammen, doch schnell vorübergehend. „Der es werden ließ, — ja. doch der eü rein und schuldlos werde» ließ. Alles, Alles hätte ich ertragen, aber — kein Scheinleben!" „Kein Scheinleben!" wiederholte Frau de Courcy. ..Mädchen, sehen Sie mich an und fassen Sie all ihre Kraft zusammen, um zu hören, was ich Ihnen sage. Auch ich bin nicht Die, welche ich scheine. Auch ich war einst elend, wie Sie. Und auch ich wollte verzweifelnd ein Leben von mir werfen, welches keinen Wert mehr für mich hatte, wie ich wähnte. Schon stand ich am Rande des offenen Wellengrabes, darin es lockend zu meinen Füßen sang, als es wie eine höhere Stimme in mir wiederhallte: „Wer viel geliebet, dem soll viel vergeben werden!" Und ich habe mich selbst geopfert, indem ich weiter lebte!" .Weiter leben mit dieser Qual, verächtlich zurückgestoßen von Allen und von ihm, von ihm, dem ich Treue gelobt, — nein, nein, ich ertrüge eS nimmermehr!" „Mädchen, gehen Sie in sich! Sie retten sich und Anderen Nichts, indem Sie sich den Tod geben. Seien Sie stark, weiter zu leben und können Sie es nicht hier, ich kehre bald nach Paris zurück, begleiten Sie mich dorthin. Es soll Zhnen an Nichts fehlen, — ich will Ihnen Freundin, Mutter, Alles sei«, was Sie ver-missen könnten!" „Nichts könnte mir je ihn ersetzen, den ich verliere, sowohl, wenn ich ihm Alles sage, als •' auch wenn ich von ihm gehe! Nein, mir bleibt nur der eine Ausweg — der Tod!" „C, spreche» Sie nicht so!" drang Frau de Courcy in das Mädchen, deren finstere Resigna-tion sie erschreckte. „Sagen Sir mir wenigstens, dass Sie sich überlegen wolle», was ich zu Zhnen sprach —" „Es ist nutzlos!" entgegnete Anna dumpf. »Mein Entfchlnss steht fest!" »Sie vergessen, dass ich Sie hindern kann, auszuführen, was Sie vorhabenEs ist die Pflicht eineS jeden Menschen, dem Andern von einem Schritt der Verzweiflung zurückzuhalte»!" „Sie hindern mich nicht!" rief Anna blitzen-den Auges aus. Ihre Absicht, sich den Tod zu geben, war ihr bereits zum Paroxismus gewor-den. Sie grollte jetzt mit sich selbst, dass sie, durch die Güte der Anderen verleitet, derselben ihr ganzes Elend erklärt hatte. Doch sich dieser ihr erwiesenen Güte erinnernd, kam eine unwill-kürliche, weiche Regung über sie. „Zch bitte Sie, suchen Sie mich nicht zu hindern. Lassen Sie mich jetzt gehen. Mein Play ist am Sarge meiner Mutter, bis das Grab sie für immer in seinen dunklen Schoß aufnimmt. Gort segne Sie für Ihre guten Worte, — leben Sie wohl!" Frau de Eourcy war die Aufregung, welche sie von Neuem überstanden, zu viel gewesen; als sie die Augen wieder aufschlug, fand sie sich, in ihrem Sessel zurückgelehnt, allein, — Anna Bernau Halle das Gemach verlassen. Sie bedeckte das Gesicht mit beiden Händen; so saß sie unbeweglich und was an ihrem inneren Auge vorüberzog, es waren ferne, ferne Bilder des unsäglichsten Schmerzes, ihr eigenes Einst, um das sie sich selbst geopfert, wie sie gesagt hatte, indem sie weiter lebte .... * * # Zur Mitte des VorderziminerS der schlichten Bernau'schen Wohnung stand der Sarg, in dem die verfallene Gestalt der todten Mutter Anna's ruhte. Die Sonnenstrahlen spielten durch die mit weißen Laken verhängte» Fenstern auf dem Antlitz der Leblose», in welches Kummer und Gram tiefe Furchen eingegraben hatten. Und doch, wie fo friedlich lag sie da in dem letzten — 3 — Schlafe, darin Schmerz und Leid keinen Raum mehr haben, mit bessern Eintritt alles Weh, welches das zu schlagen aufgehörte Herz im Leben getragen, sich aus die Hinterbliebenen zu koncentrieren scheint. Am Kopfende deS Sarges saß, daS Haupt auf die Hand gestützt, Fritz Siegner. Anna's Verlobter. Er blickte auf, als die Thür jetzt ausgieng und daS Mädchen, dem seine Gedanken galten, hereintrat. Er erhob sich und trat aus sie zu. sie liebe« voll in seine Arme ziehend. Er sah die unsagbare Trauer in ihren Zügen, aber wie natürlich er-schien sie ihm! Wusste er doch nicht, was in ihr vorgieng. Anna legte Hut und Mantel ab und kniete nieder auf den Schemel neben dem Sarge, um das Antlitz an der erstarrten Bnist der Mutter zu bergen, wie sie es im Leben so oft gethan hatte. Aber der Schlag des Herzens, das warm für sie geklopft, war verstummt, wie der Mund, der, ohne zu klage», so viel Leiden in sich ver-schlössen hatte. Und starr waren auch die lieben, guten Augen, die so oft voller Wehmuth auf ihr geruht hatten, eisig die Hände, welche sich im Gebet verschlungen, ehe sie erkalteten . . . Die Thür öffnete sich wiederholt; Nachbarn kamen mit Kränzen und Blumen, wie die Men-schenliebe sie den Abgeschiedenen als letzte Gabe mit aus den Weg zu geben pflegt. Anna bemerkte eS kaum; sie hörte nur wie auS weiter Ferne die aufrichtig gemeinten Trostesworte, welche ihr galten. Sie war wie abgestorben für alle Welt; nur der eine wilde Wunsch, dass sie an Stelle der Todten in dem Sarge ruhen möchte, fand in ihrer Seele Raum und erhöhte den wilden Schmerz, der in ihr tobte bis zum Wahnsinn. Stunden verstrichen; die Nacht kam; Fritz gieng, Anna blieb allein. Kein Schlaf schloß ihre Augen; keine Minute wich sie von der Seite der Todtenbahre. So fand sie wie am Tage vorher das graue Morgenlicht, so fanden sie der nebst einigen Be« kannten eintretende Fritz. Wie ein schwerer Traum schleppte sich der Tag für Anna hin. Die Beileidsworte stets neuer Bekannter, welche sich jetzt plötzlich der Todten erinnerten, die in ihrer , Noth Niemand gekannt Haltes sie hallten an de« Mädchens Ohr vorüber und als der herbste Moment, der letzte Abschied kam, ehe der Sargdeckel für immer geschlossen ward, da hatte eine solche dumpfe Lethargie sich ihrer bemächtigt, dass Fritz sie mehr in den Wagen tragen als führen musste, da sie, einem früher kund gegebenen Wunsche gemäß, dem Leichenbegängnis beiwohnen wollte. Und die düstere Trauerceremonie gieng vorüber; auf den Arm ihres Verlobten gestützt, betrat Anna von Neuem wankendeil Schrittes die Wohnung, in der fürsorgliche Hände bereits gelüstet und geordnet halten und die ihr doch so leer erschien ohne die Mutter. Ach. die Marter, die sie littl Wie Tropfen auf einen heißen Stein sielen alle gütigen Worte, die ihrem Kummer galten, aus ihr fchmerzglühendeS Herz. Und vor Allem die Liebeslaute aus seinem Munde, welch' tief nagendes Weh weckten sie in ihrer Brust! — — Der Vollmond stand groß am Himmel und beleuchtete mit gespenstischem Schein die Bernau'fche Wohnung in der B—ftraße. Der bleiche Schein des Himmelsgcstirns siel auch auf das todtblasse Antlitz des Mädchens, das am Fensterkreuz kniete. Jetzt erhob sie sich zitternd, schwankend. Noch einmal durchflog ihr Blick den Raum, wanderte sie von einem Gegenstand zum andern, dann trat sie hinaus, verschloss die Thür und schritt die Treppe hinab. Unten aus dcr Straße angelangt, eilte sie hastig davon. In der Stadt war es noch lebhaft; sie verfolgte rastlos ihren Weg, bis sie — unheimliches Ziel! — vor der Pforte des Kirch-Hofes stand, ailf welchem man am Nachmittag« ihre Mutter beerdigt hatte. Wie ein ruheloser Schatten durcheilte sie die Reihen der Grabsteine. Jetzt, aus einem frisch ausgeworfenen Hügel, machte sie Halt. Minuten-lang ließ sich Nichts als krampfhaftes Schluchzen vernehmen. „Mutter, meine Mutter!" hallte es da. „Vergieb mir, vergieb Deinem unglücklichen Kinde, welches so nicht weiter leben kann, sonder» Dir folgen muss!" Schwankend erhob sie sich, um, wie sie gekommen, davonzueilen, vorwärts, vorwärts, einem fernen Ziele zu. Und die Nacht waltet still und lautlos, mit dem Mantel deS Friedens deckt sie die Herzen, welche wachend unruhevoll schlugen, und wiegt die Seelen in berückenden Schlummer ein, wie die Wellen des großen, breiten Stromes geheimuis-voll rauschend auf den Strand rollen, so traumhaft sanft, als deckten sie nicht in ihrem Schoß mehr als ein Menschenleben, welches Wahn und Ver-zweisluug in den Tod trieben . . . (Fortsetzung folgt.) Keiteres. Familär. Schwester (zu ihrem jüngeren Bruder): „Wenn Du recht artig bist, fang' ich Dir nachher einen ftfoh für Dein Mikroscopl" Ordnungssinn. Die kleine Elsa: „Unser neues Dienstmädchen ist aber eine uiiordent-liche Person. Mama?" — „Wieso denn, Elscheu ?" — „Ja. denke Dir nur. die geht mit dem Zopfe ins Bett!" Abgeblitzt. Geck: „Mein Fräulein. Sie sind die Erste, an die ich mein Herz verschenke!" — Fräulein: „Und Sie mir — der Letzte!" Noblesse. Neffe: „Onkel, neulich hat mir geträumt, Du hättest mir 50 Mark geliehen." — ..Na, Otto, ich will nicht so sein, Du kannst sie behalten." Boshaft. „Was haben Sie denn schon wieder angestellt? Sie müssen doch ein Haupt-lump sein; eS ist schon das zwanzigste Mal. dass ich als Amtsrichter mit Janeit zu thun habe". — „Nu Herr Amtsrichter, kaun ich was davor, dass Sie nicht avancieren?" Der nachsichtige Lehrer. Lehrer: „Wir kommen nun zu '^em König Ealigula. Was wissen Sie von diesem, Prinz?" (Pause, der Prinz schweigt). Lehrer: „Hoheit haben voll-kommen Recht; je weniger über diesen gesprochen wird, desto tesser ist eS!" Eine erfolgreiche Reise. Buchhal-ter (zum zurückkehrenden Geschäftsreisenden der Firma): „Halloh, Münchhäuser —viel neue Aufträge mitgebracht von Ihrem „Trip"?" — Herr Münchhäuser: »Nee — aber mindestens ein Dutzend neue Anecdotcu, eine immer seiner als die andere, sag' ich Ihnen!" Mißverständnis. Portier (im Hotel): „Darf ich zur Ausfüllung der Fremdenlifte wohl um Ihren Namen und Eharacler bitten?" — Fremder: „Ich heeße Gottlieb Schulze, und von Charakter bin ich Sie e bifsel hitzig, aber ooch gleich wieder gut.' Scherzfrage. „Was hat ein Reisender zu thun, der mit feinem Liebchen am Arme spa-zieren geht und feinem (lhef begegnet?" — Antwort: .Nichts, denn sonst ginge er ja doch nicht spazieren " Der Hofpoet. Ein poetisch veranlagter Hofbeamter hat zum Geburtstage des Fürsten ein Gedicht verfasst. „Durchlaucht verzeihen gütigst," sagte er bei Ueberreichung des Poems, „dass ich mir erlaubt habe, Euer Durchlaucht in dem Gedicht mit dem bloßen Vornamen anzureden, weil Durchlaucht durch die Weglassung aller Titel allcrgnädigft geruhten, sich be„er zu reimen." Inder Weinhandlung. Buchhalter: „Der Lehman» hat schon wieder ein Fass abge-schickt, ohne Wasser hineinzumengenPrinzipal: „Merkwürdig — und früher war der Mensch so gewissenhaft!" Fatale B e st ä t i g n » g. Studiosus (angeheitert): „Sag' mal, liebes Confinche», komme ich Dir nicht heute ganz besonders, so ganz be-sonders, so ganz besonders frisch vor?" — — Cousine: ..Ja, so frisch vom Fasse!" Auf der Eifeubahn. Ei» Engländer muss den Güterzug Winterthur Romanshorn be-nützen. Nach einer Unzahl langer Aufenthalte an den verschiedenen Stationen hält der Zug noch länger in Egnach. — Engländer (zum Con-ducteur): „Uram haltet das Zug »och lange?" — Conducteur: „Es ist ein Güterzug. Herr!" — Engländer: „No, »o, das sein kein „güter" Zug, das sein — schlekter Zug!" Vom Versprechen. A.: „Schade, dass die schöne Olga den Sprachfehler hat und manche Wörter so komisch herausbringt." — B.: „Jawohl. es ist störend, wenn man sich verspricht; aber das größte Malheuer ist mir passiert, als ich mich mit der Meinigen versprochen hab', hätt' ich nur dazumal nicht Ja gesagt —" Ueberr aschende Sch lnssfolgerung. Lehrer: „Wenn eine senkrechte und eine wagrechte Linie zusammenfließen, was bilden sie dann?" — Schüler: „Einen Klex!" R e n o in m a g e. Gast: „Ist die Zunge auch ganz frisch?" — Wirth: „Natürlich; mit der können Sie sich beinahe noch unterhalten!" Der verkannte Kamerad. „Wer kann mir einen verwandten Ausdruck für „Freund" sagen?" (Die Schüler schweigen). „Nun, wie beißt denn ein Mensch, der Alles für einen Andern thut, ohne etwas dafür zu verlangen? Ein Kam .... nun?" — Der kleine Max: „Ein Kameell" Gelegenheit. Schmierendirector: „Hm! Die Aepfel sind jetzt schön reis und billig. Da könnte man schon 'mal„Wilhelm Tell" aufführen.'- 1895 „Keui,che Kacht" für Jrdcn Tisch! Für Jtdr Ktrhr! /{/ SUPPENWÜRZE Deren Gebrauch wird damit aiiRxerordentlioh erleichtert, — «aubcj and bequem —, und er- -r> «»glicht auch die nur tropfenweise Verwendung 2 der Wür*e. Zu haben in allen Geschäften, die Waggi's Suppenwürze führen. ^ __ anerkannt unentbehrliches %ur w,nter" viele 7HImale erprobt uid bewährt, tahnäratlich| empfohlen als bestes ErhaltunQsmitt.il gesunder und schöner Zähne W TTe'bera.ll ara hatcr.. "ZK1 .s'»9—3*11 •£,B-LIo schönstes, mildestes Lic 50°|o Ersparniss :4 Preis einer Lampe 5 n. aüee ßeäaciioiifi a. Moctage Zu haben bei su JOSEF ARLT in Cilli. Aner«liichf. «s siaii-Fütterung! 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Man acht» fron/ich beim Linkaal aus obige Schutt uarke mit dor Unterschrift C. Brady und weuc alle Fabrikate al« unecht aurttck, die nicht mit obiger Schall-marke und mit der Unterschrift C. Brady versehen sind. Di< Mp g-en-Tropfen sind echt za beben in CILLI: Apotheke zur Mariahilf. 805-3& 3. pfertjofer's ApotlirKk „Zum goli». ?leich>uipsrl" Wien, I. Tingerftrasie Ätr. 15. I. PserHosers vormals Blut«i»lgu,gS Pille« genannt, altbekanntes, leicht .»W!unr v«"fn, abführendes Hou^niittel. Von diesen Pillen kost«: > Schachtel mit 15 Pille» 21 kr., 1 Rolle mit M Schachtel» 1 fl. 5 fr., bei unsiankierler Nachnahmesendung i fl. 10 kr. 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LaKitsch. 719—3 Danksagung. 933 w. enn etwas, imstande ist, unseren herben Schuicrz aber das Hinscheiden dee innigstgeliebten, theueren Vater«, beziehnagaweiae Schwiegervaters and Grossvater.j de« Herrn Johann Loger Realitäten-Besitzers und Gemeinderathes, einigermassen zu lindern, so waren es die vielen Beweise inniger und anftk-htiger Theilnahme, welche durch die prachtvollen, reichen Kranzspenden und die besonders ehrende grosse Betheiligung an dem Leichenbegängnisse um Ausdrucke gelangten ; — daher wir uns tief verpflichtet fühlen, all den theilnahinsvollcn Persönlichkeiten and (Korporationen, den geehrten Feuerwehren von Trifail und Hrastnigg. dem l'rifailer Sängerbünde, der Gemeindevertretung, den Werkshejmten der Trifailer Kohlenwerk«, sowie allen übrigen werten Freunden und Bekannten, welche dem nnvergesUichen, viel zu früh Geschiedenen die letzten Liebesdienste erwiesen* haben, den aufrichtigsten, wärmsten Dank za sagen. Die trauernd Hinterbliebenen. Trifail, am 11. December 1895. Ein Wirtschafter mit grst«» Qlas- und Porzellan-Servicen ab: Liqueur-, Bier-, Wein . Waach- mi.| Speia^-Service, sijnst englische Kaffee-Service, Hängelampen mit w>iud«rb»r«r [f m mit wund.rliarer Leuchtkraft, in den billigsten Preisen. 931 Ü Dienstag, den 17. December 1895, ebenda 8 Uhr dor k. k. HoloptM'n.«Hng<'rin Frau Antonie Schläger unter Mitwirkung des Pianisten PAUL EISLER, I AllcM Nsllicro «II«» l*la«-at«-: DC Den Verkauf «l«*r Sitz® besorgt aus Gefälligkeit die liuch hiindlutiK GEORG ADLER. Gegründet 1870. Herren-, IJameii- n. Kinder W&8<'he>£rzeugung t-n ff". <-a und - ii ilcUil Preii hdi! Ware olins Concnrrcnz. Ntrassenlaieriic »ehr gut erhalten, mit doppelten Iii H-x. ist billig zu verknusen im 917-2 . ase Ceulral. Herren H ni(i<*ti w«ls«, Chiffon, glast* u,t. ohfto Krugs«:», ohne Mao* *oll6tt«ft 57 8lfU in 4 QrSiwr). oon«l w|q oben l»r. 8räo% fl. f—. |>r. € Stttrk il. S. k. 7.76. Herren Uotcrhn»«!», pr. S»t. I 1»U<1 Kr*fc*?u Ton rt. 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