Nr. 7 Montac,, 11. Jänner 1915. 134. Jahrgang. OMcher Leitung «» il, y«ldjäl»tn li K, Yin die h,,stnlu»8 i»»Ha>^ „auziüljrig ii «., - Kns«r«o«Og»bi!kr: stür lleiue ?l,se>a!e bl« zu vier Zeilt» 80 I», grühe« per Zeüe 1ü li; bei öfteien Uledeili«lu»ue» per Ztilc « b. Pi< «Lllibachci ^cltung» nlcheint täglich, m« Ausnahme dn Eonn und Fciertans. Tie Adwlniftrat»-« befindet sich MillDöii-stroue Nr, 1«: dir PedakNon Milll,'i>Vstr^h<> Nr. 1« Hprechstuube» dly und Krasznahorka, geborene Gräfin Pulsfy ab Erdöd. Ilma Freiin Ieszcnszky von Nagy-Ieszen geborene Gräfin Zichy von Zich und Väsony-lco. Karoline Reichsgräsin zu Wels ft erg, Raitcn-au und Primör, geborene Freiin Moll ^udwine Karoline Reichsfreiin Wucherer von Huldenfeld. Charlotte Gräfin Szirmay von Sz irma-V essen yö, Cs erne k et Tarkö. 2°phie Herzugin von .hohenberg, geborene Grü-sm lHhotek von Chotowka und Wogn in ^contine Prinzessin zu Fiirstenberg, geborene Gräfin Kh ev en hn ll er-Metsch. Theresia Gräfin von Ab ens ft erg und Traun geborene Gräfin von Trauttma nns d o r ff' W c i n s b e r g. Almerie Prinzessin von Thurn und Taxis geborene Gräfin Velcrcdi. , ,, Marie Theresia Frciin von Rechliach, geborene Gräfin Coro n iu i-Cr'aub oi,g auf Medxrfloors. Helene Vorghese Princiftessa de Sulmona, geborene Gräfin A ft ftony i. Julie Fürstin von Waldburg-Zeil-Wurzach, oeborene Gräfin Dubsky von T remb o mi 3 l y c. Die Kosakeutruppen der russischen Armee. Ein auswärtiger militärischer Berichterstatter sckreibt der „Pol. Korr.": Auf dem östlichen Kriegsschauplätze ist viel die Rede von der Verwendung und d'.-n Leistungen der Kosatcnlruftftcn. Es fehlen aber im !uec nähere Angaben über Zahl und Gattung dieser Rci-tennajsen. Es gibt nicht weniger als elf Kosa^nHeere, von denen nur 72 Sotnicn und sechs Ersatzsolnim zu Fuh sind, alle übrigen zu Pferde. Das weitaus stakste ist das Don-Kosakenheer, denn es zählt in 54 Regimentern ersten bis dritten Aufgebots und in All ^lbständi-gen Neitersotnien ersten und zweiten Aufgebots zusammen .M) SoN.!en. Dazu gehören außerdem 23 Batterien. An zweiter Stelle steht das Kubnn-Kosatmhcer, das ebenfalls drei Aufgebote hat und in 3,^ Regimentern ^>'2 Cotnien bildet, duzn fünf Batterien mit fünf Ersah zügen. Danach kommt das Orenburg Kosatcnheer, das in drei Aufgeboten 20 Regimenter und drei selbständige Sotnicn aufweist und 107 Soinicn stark ist, außerdem sieben Batterien. Schwächer sind die übrigen Kosaken yeere: das Terel Kosatcichecr hat nur zwölf Regimenter init W Sotnien und zwei Batterien, das Trausbaital-Kosakenheer neun Regimenter mit 54,2 Sotnicn und uier Batterien, das Sibirische Kosakcnheer neun Regimenter mil 60,5 Sotnien, das Ural-Kosatenhcer neun Regiinen-tcr mit 49 Sotnicn, das Astrachau-Kosakenhccr und das C^nirjeäensk-Kosatenheer je drei Regimenter mit zusammen 12,25 Sotnicn, das AmurKosakenhcer mit i),25 Sotnien und das Ussuri Kosakenhccr mit 6,25 Sot' nicn. Auch diese schwachen Kosatenhcere stellen ihre Regimenter und Sotnien ans drei Aufgeboten zusammen. Aus den Reiterregimentern Zweiten Aufgebotes sind drei Don-, ein Orenburg-, ein Ural-, zwei Kuban-, ein Tcrck-, eine Sibirische und eine Transbailaldivision zu vier Regimentern gebildet wurden, die Sibirische einschlicß' lich zwei Regimenter dritten Aufgebotes. Die Kuban-Plastuu-Vataillonc, die im ganzen 72 Sotnien aufstellen, sind, wie gesagt, zu Fuß und haben in jedem Aufgebot eine Brigade formiert. Es ist als sicher anzusehen, das; von diesen Kosakcnmasscn die Mehrheit noch heute auf dem euroftäischen Kriegsschauvlcche im Felde steht. Nur die Kuban-Kosakcnheerc und die Tcrek-Kosalcn, die anfänglich auch in Galizien Verwendung gcfundcn haben, sollen neueren Nachrichten zufolge iu ihr Hcimalgebiet nach dem Militärbezirk Kautasns zurückbeordert worden sein, um dort für die Operationen gegen die Türtcn zur Verfügung zu stehen. Bezüglich der Verteilung der Ko-slücnhecrc auf die verschiedenen Militärbezirke ist noch hinzuzufügen, daß auf die Bezirke Petersburg, Vilna, Warschau, Kiev, Odessa und Moskau leine Kosaken verteilt sind. Am zahlreichsten mit Kosaken ist das Militär-gcbicl Donland ausgestattet, denn das gan',e Gebiet ist säst ausschließlich durch Kosalen beseht. Es ist der Sitz des Don-Kosakcnhceres, das hier allein !7 Regimenter zur Stelle hat. Auch im Militärbezirk Kasan sind zahlreiche Kosaken vorhanden: das Orenburg, Ural- und Ästrachan-Kosalenliecr. Im Militärbezirk Tuckestan, schließlich ist nnr das kleine Semirje^ensk-Kosakeilheer untergebracht. Tagcsncmglcitcll. l ,^örftergen,nch1 zugenommen; dio lnindeste ^unahinc betrug 15, die höchslc '^li Pfund. - iHindcnburns Hunde.) ^,i ein Berliner Nestauraul, dichl am Bahnhof Zoologischer Mn'len, tani dic-scrla^e acgen Mitternacht eiil Unteroffizier in Feldgrau, l^iiie riesige, kohlschwarze Togge und eill träftiaer, Weiher Vuldoa,a silld seiile Begleiter, und taum hat der Kellner sich entsetzt auf dio Hundcsfterre berlifen, legitinliert der Unteroffizier sich und seine Dunde ans 0>rund eines Passierscheines. Von niiii an werden alle drei mit der größten Ehrcrbietuna behandelt. Tic prächtigen Tiere sind sehr scheu und legen sich erst, nachdem der Unter- Feuilleton. Aus dem Goldenen Buche der Armee. . Feld'uebel Neaimcntshornist ^usef Pusläs des ^n-santeriereniments ^lr. «N. Im Verlaufe eines (Hechtes lam die Regimentsfahne iii Gefahr, ili die Hände des Fcin-des z»l fallen. Dem aufopferungsvollen, cnernisclien und tapfren Verhalten Pustäs ist es zu danten. das; dem Ne-Nlmcntc seine Fahne erhalten blieb. (Goldene Tapfer-«ilsmedaille.) ^ligsführer Alexander Lörinez des Infanterie-«giments Nr. li() führte bei einem Waldi;efechte seinen ^ua mit archer Umsicht. Eine günstige Situation ans-nutzend, lief; er seinen ^un zum Sturme vorgehen und lrua durch sein lapferes Verhalten wesentlich zum Erfolg vei Äuö drei Wunden muhend, behielt er sein Kommnndu U'ld Iiei; sich crst dailn verdinden, als er seine Auleilnna »n der neuen Stetluna placiert hatte, i Silberne Tapfcr-te.tsmedaille ^. blasse.) Korporal Michael ,^l r i st o f o r i des Infanterieregiments Nr. li5. Eiii feindlicher 'Angriff auf die eigene de-scNigte Stellnng wurde olutig adstewiesen und die ^)tus->eu mutzten zurnctnehen. Ein Wald. der sich vor unserer ^tellnntt hinzog, verbarg den zurückweichenden Feind als. vcuo den Blicken. ,Uristofori meldete sich nun freiwillig, um »ut einer Patronille in den Wald einzndrinnen, um settzustellen, wie weit die Nnssen i,n Walde zurnctgegangeli luaren Er snhrlc bei diesem gefährlichen «ang seine Pa-ll-omill,. so geschickt nnd schneidis,. dc-lsz er seinem Nomman-"muen rinen loertvollen Bericht zurückbringen tonnte. ',^'lberne Tapferleitsniedaille 5 Klasse.) ^.- />)"'""^'u>st Iulxlnil Pop des Infanterieregiments .cl wj war Bleistertenträncr. Mutia und unverdrossen ver->'l, ^l ^-inen al'sahrlichen Samariterdienst. Auf dem Mene zwischei! der Schwarmlinie und dem HilfsPlatze mutzte er eine Stelle passieren, die vom Feinde beständig unter heftiges Kanonen- und Haubitz-, mitunter auch unter das Feuer schwerer Mörser aeuommen wurde. Ungeachtet dieser Schwierigkeiten, unter denen die Verwundelen geborgen werden tonnten, und vollkommen unbekümmert um die Gefahr, die ihm selber drohte, brachte Pop, voll Pflichttreue nnd Difopferung. die Verwundeten zum HilfsPlatz, bis er selbst schwer verletzt wurde. Ein Schrapncllschutz ritz ihm den linken Unterarm weg. (Silberne Tapferteits-medaille >. Klasse.) Oberrechnungsführer Karl Töser und Nechmings-führer erster blasse Gregorins Szabo, beide des tönin,-lich ungarischen Honvedhusarenreniments Nr. i^, zeich-uelen sich in cinein Gefechte dadurch aus, das; sie im heftigsten feindlichen Feuer Wagen und Fahrtüchen retteten. >Silberne Tapferleitsmcdaille ^. blasse.) Die beiden Estadrunslroinpeler Josef Nagy lind Emmerich Sipos des Honvedhusarenreaimento Nr. ^ benlertten, datz ein schwerverwnndeter Unteroffizier^ iii Gefahr geriet, gefangen zu werden. Ohne Säumen machten sie sich daran, ihren .^aineraden aus dem kluaelrenen herauszuholen. Die schwierige Netluna gelang. Die zwei wackeren Honvedhusaren erhielten die silberne Tapfer-teilsinedaille 2. blasse. Infanterist Ladislans (5säl des I"fanterieregime,ll« Nr. 1^7) rettete durch seiil innti^eö Handeln seinem verwnn-deten ^oinpanielomiiiandaillell das ^eben. Gefreiter Johann Nyita mit dem Infcmteristen Elet Peter und Johann Sztän des Infnnterieregi-mentö Nr. 5 bemerkten, datz sich cine Abteilung von ungefähr t5 Nüssen in die eigene Flaute schlich nnd von dort die Kompanie beschotz. Die drei stürmten auf den überlegenen Feind los und trieben ihn in die Flucht. Alle drei erhielten die Silberne TapferteitsmedaiN>.- 2. Klaffe. Kompaniehornist P ä l des Infanterieregiments Nr. l"> drang ganz allein in eine vor der Front gelegene Ort. scha'ft ein. in der noch einige Russen zurückgeblieben ivaren. Einen Teil machte er nieder, die übrigeil ergriffen vor dem einzelnen Manne die Flucht. «Silberne Tapferteils-medaille 1. Klasse.) Oberjäger Heinrich Fleischmann deü Feldjäger balaillons Nr. U verband, obwohl selbst verwandet, einen durch zwei Schüsse schwerverletzten Kameraden »nd blieb trotz dcs heftigsten' Schrapnellrückenfeuer5 auf seinen« Posten. (Silberne Tapferteitsmedaille l. Klas,e.) Feldwebel Viktor S t u h I h o f e r nnd Tilnla'rfeld-lvebcl Ludwig Reiter, beide das SappeurbalaiÜons Nr. 14. arbeiteten im heftigsten feindlichen Fener an der Hcrstellnnn eines -!<»» Meter lailgen Drahthindernisses. Vierinal wurden sie hiebei uonl Feinde überfallen, aber ihrer mutigen Ausdaller gelang es trotzdem, ihr Werl zu beenden, lSilberne Tapserteilsmedaille t. >llasse.) Husar Jose S i iii k 6 des Husarenreliiments Nr. ^ ist einer der schneidinsten Reiterslente seines N.egimenls. Mit der Vorpatrouille reitend, sah er bei Annäherung an eine Ortschaft, datz diese vom Feinde besetzt war. Ohne sich zu besinnen, ritt er auf den Ort los nnd ritz anch die Leute der Vorpalrouille »lit sich. Die überraschten Russen traten zwar eilends den Rückzug an, aber trotzdem gelanc, es den Husaren, !i Offiziere und 17 Mann gefangen M nehmen. «Silberne Tapserteits'nedaille ^. 5rwsse.^ Hnsar Lutovszty des Hnsarenreaimenls Nr. l> wurde init einer wichtigen Meldnng weggeschickt. Während seines Rittes wurde er häufig befchossen nnd von einer Kugel getroffen. Der Husar lietz sich nlx>r hiedurä, ,"a,l beirrcil, sondern jagte iii scharfem Tempo feinem ^>ele ,;n. Da stürzte sein übermüdetes Pferd und tam n,cht men auf die Beine. LnIovsM setzte mm feinen Weg .;"/''' fort, durchquerte eineil vom Feinde starl besetzlcn ^w nnd überbrachte rechtzeitig seine wichtige MeldM'li. ^'^ berne Tapferteitsmeoaille 2. >llafse.> . , -„......z Feldwebel'Nitolaus K rasi des ^unn'crn^! ^ Nr. .j führte nach de», Einsetzen dcr letzten "''' "' ' ' . grotzeu Teil der Echwarmlinie niil ^,si am Nebentisch reicht dcn Tieren Zucker, betrachtet die ruffischen Militärknöpfc an dcn Halsbändern und der Unteroffizier seufzt: „Iottc doch, wenn ick rufst'' tonnte, ick hätte die halbe Arbeit mit den Biestern!" — Sofort schreibt der Aast dem Feldgrauen die wichtigsten Redensarten ans dem russischen Hundctnigge auf, die von den Hunden auch verstanden werden. — „So," sagt der Feldgraue erfreut, ..nu wer'n se in Hannover gleich mit die Hunde reden können!" -~ „Lebt der Ve^ jchcr der Hunde in Hannover?"', fragt der Gast. — „Sonst ja, aber jetzt ist er in illußla-nd auf der Jagd ohne Hunde." entgegnele der Unteroffizier, „det sind näm. lich Exzellenz Hinoenburg seine; ich komme aus dem Hauptquartier und bringe die Hunde seiner Gemahlin!" — (Ein l>li»l,cndcs Gewerbe in Paris.) In ssrant-rcich hat die Not - Kartenschlagen gelehrt! Mehr als je blüht in dem „gröhlen kulturvoll", nnd zumal in der Hauptstadt Paris — der „Stadt des Üichts" - der Aberglaube. Eine einzige Älliilinicr dcs „Malin", der gelesen-sten Pariser Zeitung, füllt ein Siebentel ihres Anzeigc-teilö mit einer Spalte, die „der entschleierte Weg (drei Franken die Zeile)" überschrieben ist. , ein solcher für Kleidcrmacher in Krainbury abgehalten worden, sie hätten aber infolge der Mobilisation unterbrochen werden müssen. Auf einen späteren Zeitpunkt seien die Fachlursc für Schuhmacher in Krain-burg, für Kleidermachcr und Damenfriseure in Laibach und desgleichen der Kurs für Hafner in Mlaka verlegt worden. Mehrere Kurse für gewerbliche Buchführung, die zum Teile schon vorbereitet ober nur angemeldet worden seien, hatten abgesagt werden müssen. Ebenso habe die Errichtung des Brennofens für Hafner in Mlaka aufgegeben werden müssen, da infolge des Krieges die zum Teile bereits bewilligten Kredite zurückgezogen worden seien. Selbstverständlich würden bei Eintritt normaler Verhältnisse alle diese begonnenen Aktionen als erste zur Durchführung gelangen. Der Direktor erwähnte noch der Sftitzenheimindustrie in Krain, die sich heute in einem ein, wodurch er viel zum Gelingen dcs Angriffes seiner Kompanie beitrug. (Silberne Tapfcrlcitsmedaille 1. Kl.) Neservezugsführcr Ladislaus Sztupär des Infanterieregiments Nr. 5 bot der Mannschaft in dcn schwierigsten Situationen durch seinen persönlichen Mut ein leuchtendes Beispiel. Bei einem Naldgefcchte führte er seinen Zug mit viel Geschick in die Flanke dcs Feindes und brachte ihm durch ein heftiges Feuer empfindliche Verluste bei. (Silberne Tapferleitsmedaille 2. Klasse.) Wachtmeister Stephan No/, anic des Ulanenregi-mcnls Nr. 1^ überbrachte als Kommandant einer Nach-richtenpatrouillc wichtige Meldungen über den Feind. Obwohl ihm das Vferd unter dem Leibe erfchussen wurde, gelang es ihm dsch. sich nach vielen harten Kämpfen dnrch starke feindliche Abteilungen durchzuschlagen und seine Eskadron zu erreichen. (Sillicrne Tapferteitsmedaille 1. Klasse.) Feuerlvcrlcr Josef Paierno des Gebirgsartillerie---regiments Nr. 14. Die Batterie steht oben auf dein Ge-birgstamm und beschießt schon stundenlang den Feind. Die Munition droht schon auszugehen, da bringt der umsichtige und unerschrockene Fcucnoerker, obwohl der Weg äußerst schwierig nnd steil aufwärts führt, im heftigsten feindlichen Artillcriefcuer den heißcrsehnten Munitions-ersatz auf den braven Tragtieren in die Batterie. (Silberne Tapfcrkeitsmcdaille 1. Klaffe.) Feldgendarm Michael Szwat. eingeteilt beim sechsten Korpstummando, erhielt den Auftrag, einem Trup-pentörper einen wichtigen Befehl zu überbringen. Bei Nacht schlug er sich durch größere feindliche Patrouillen durch und wurde, fortwährend verfolgt. Obfchon der betreffende Truppenlürper bereits abmarschiert war. gelang es dem Feldgendarmen doch, ihn zu finden und dcn wichtigen Befehl noch rechtzeitig zu überbringen. (Silberne Tapfer-lcitsmedaille 2. Klasse.) Zngsführer Eduard Zejkovic dcs Üandesschützcn' regiments Nr. l übernahm, nachdem sein Zugskomman-dant schwer verwundet worden war, das Kommando. Das Feuer wirkle auf den gut verschanzten Gegner nur wenig. Zejloviö erbat die Erlaubnis, mit seinem Zuge einen Sturmangriff unlernehmcn zu dürfen. Mit Mui und Schneid warf er sich auf den überlegenen Gegner und zwang ihn aus der starken Stellung heraus. 17 unVerwundete Russen wurden dabei zu Gefangenen gemacht. (Silberne Taftferteitsmedaille 1. Klasse.) Zugsführer Stephan Vörös, Husar Alexander Benak und Husar Panl Sörü 3, alle drei des Husaren-, regiments Nr. 10, sind stets voran, wenn es gilt. als schneidige Reiter in den Feind einzuhauen oder als Patrouillcure unter den schwierigsten Verhältnissen ihren Kommandanten wichtige Meldungen über dcn Feind zu überbringen. (Silberne Tapferkcitsmcdaille 1. Klasse.) Korporal Kubiersti des Infanterieregiments Nr. 77 tat fich bei einem Gefechte durch sein hervor, ragend tapferes und umsichtiges Verhalten als Kommandant einer Flcmlendeckungspatrouillc besonders hervor. Er nahm mit sieben Infanteristen 40 Russen gefangen. (Silberne Taftferkeitsmednille 1. Klasse.) Unterjäger (Sanitätsuntero^izicr) Stephan Kra-tochwiIl des Landesschützenregnnents Nr. I. zeichnete sich durch Mut, Ausdauer und Oftferfrcudigleit im Dienste für seine verwundeten Kameraden aus. Ein Haus wurde von den Nüssen in Braiid geschossen, im dichtesten Feuer des Feindes und in erstickendem Qnalm rettete er die dort befindlichen verwnndetcn Soldaten. (Silberne Tap» ferleitsmcdaille 2. Klasse.) Das Glöcklein des Glücks. Roman von Ludwig Nohmann. »71. FortießNNg.) (Nachdruck verbot«»».) „Was wollen Sie eigentlich hier? Gott weiß, wie lieb ich die Eve habe und wie sehr ich die kranke Frau inil dem wurmen Herzen und dem klugen Kopf entbehren würde. Aber ich weiß nicht recht, ob sich's wird durch-führen lassen. Na, schließlich kommt doch alles, wie's lommen muß." Er reichte ihr die Hand. „Auf Wieoer-sehen, liebe Frau Nachbarin. Zur Beerdigung sehen wir uns ia wohl?" » Berlin, 9. IM. Lieber Vater, liebe Mutter! Ich habe Euren Brief bekommen, in dein Ihr verlangt, daß ich Eve nicht antworten dürfe, wenn sie an mich fchreibe. Ich habe gleichzeitig auch Eves Brief bekommen, und es ist einfach unmöglich, daß ich diesen Brief ohne jede Antwort lasse. Schreiben will ich allerdings nicht; aber ich werde kommen und zur Beerdigung dort sein. Es gibt Dinge, die sich nicht schreiben lassen, sagen aber will ich Eve — Herrgott, ich weiß ja selbst noch nicht was. Aber mir ist so katzenjämmcrlich zumute, das Bewußtsein, eine Erbärmlichkeit begangen zu haben, drückt mich so vollständig nieder, daß ich mich irgendwie davon frei machen muh. Und das kann ich doch nur, wenn ich Eve gcgcnübertrete. — Und es ist so sonderbar: Seit ich von Wonneberg fort bin, ist die Sehnsucht nach Eve von Stunde zu Stunde gewachsen, und hier, wo ich alles aus einer gewisse», Entfernung übersehen kann, drängt sich mir die Überzeugung auf, daß ich doch nicht nur einer verliebten Laune gefolgt bin, als ich mich Eve erklärte. Ich habe auch versucht, an Martha Prochnow zu denken und damit gewissermaßen eine Probe auf meine Stimmungen und Gefühle gemacht, und ich habe mir Martha nicht einmal vorstellen können. Ist das nicht Grund genug, kurzer Hand doch den: zu folgen, was mir Pflicht und Bedürfnis zugleich ist? Wenn ich nun zur Beerdigung komme, dann habe ich ben wirtlich nur eine notwendige Reise gemacht und alles ist gut. Und darum werde ich kommen, und ich bitte Euch, mich dämm nicht wankelmütig zu schelten. Am liebsten wäre ich sofort abgereist, aber ich wollte doch nichts tun, ohne Euch unterrichtet zu haben. Ulrich. Unter gar keinen Umständen lammen. Auch nicht ichreiben. Bleiben und Nachrichten abwarten. In Tuken-l?of ist alles in die Wege geleitet. Wannoff. < Wonneberg, 10. Juli. Mein lieber Junge! Wir haben deinen Brief mit recht gemischten Empfindungen gelesen, deine Mutter und ich, Eigentlich wollte deine Mutter dir schreiben, sie findet aber nicht recht Zeit dazu und wird sich auf ein paar Anhänge-zeilen beschränkeil. Eins will ich dir gern zugestehen: Es ehrt dich, baß du dein Unrecht so lebhaft empfindest, und es söhnt uns mit manchem aus, was uns an dir nicht gefallen hat. Der freundliche Eindruck wird aber leider wieder stark getrübt, daß du im Grunde eben doch ganz unverändert der Alte geblieben bist: schwach und ein Opfer deiner Stimlnungcn. Willst du alles wieder über den Haufen werfen, nur weil du einen sehr begreiflichen und sehr be rcchtigtcn Moralischen hast? Nein, mein Lieber, daV geht einfach nicht. Vor allem um Eves willen nicht. In vierzehn Tagen, wenn deine Sentiments wieder verschwunden wären, würdest du nur die Pflicht noch fühlen, und was du getan hättest, würde dir ein Opfer scheinen. Jetzt sind wir einmal so weit, und nun mutz eben auch alles so bleiben, wie es ist! Nach Hause darfst du nun freilich fürs erste uicht wieder kommen, und wir lassen dir darum gleichzeitig Geld zugehen, damit du dich für einen längeren Aufenthalt einrichten kannst. Du weiht, was ich von dir erwarte: Das Buch, das vielleicht als Habilitationsschrift gelten konnte! Ich habe mir fchon lange die Wege aus-ncdacht, die es an den rechten Stellen zur Geltung bringen können. Probier' also einmal, was an dem vtelge-rühmten Segen der Arbeit Wahres ist, und wenn du schon Träumen und Sentiments nachhängen muht, so träume den Traum deiner künftigen Große. -^ Nächstens, wenn mein Zustand es erlaubt, komme ich vielleicht einmal nach Berlin, und wir sprechen uns aus. Für heute Gruß und Handschlag! Und vor allem: Koftf hoch, Zähne aufeinander und den Nacken steif. Dein Vat». Mein lieber Ulrich! Dein Brief hat mich erschüttert, und ich bin zweifelhaft geworden, ob min wirklich alles gut gemacht wurde, wie's nun einmal ist. Ich stehe hier mit zerrissenem Herzen, ich trage das Gefühl deiner Schuld i>, feiner vollen Größe, und ich sehe dazu all den Jammer, den du nur ahnst. Und dann die Angst vor dem Unvermeidlichen, das doch einmal kommen nmh — vor dem Augenblick, da Eve alles wissen wird. So weiß es Gott, wie gern ich dir zurufen möchte: Komm! Und wie mir zumute ist, da ich's nicht kann! Denn ich fühle wirklich: Dein Vater hat recht! Wie viel ich auch ln mich hineinsehe, ich kann das rechte Vertrauen zu deiner Festigkeit nicht mehr finden. Vor neuen und unsicheren Experimenten aber müssen wir Evc unter allen Umständen behüten. Laß es also auch als meinen Willen gelten, was dein Vater dir schreibt. Mir blutet das Herz dabei, aber es ist doch wohl besser so. Ich umarme und küsse dich ln Liebe deine Mutter. lFortsehung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 7________________________________53__________________________________ 11. Jänner 1915 äußerst kritischen Zustande befinde, da der Markt vollständig unterbunden sei und große Lauer dieser Ware im In- und Auslande einen späteren Aufschwung dieser Heimindustrie nicht gewährleisteten. Die Gesellschaft „Österreichische Heimindustrie", der der Vertrieb der in Österreich erzeugten Spitzen obliegt, befinde sich selber in so kritischen Verhältnissen, daß allseits auf eine wesentliche Einschränkung der Spihcnerzcugnng hingewirkt werden müsse; insbesondere soll vor jedem Versuche der Einführung v.on Spitzenerzeugung als einer.Einnahms-quellc gewarnt werden. Es stehe zu erwarten, daß durch Heranziehung der Militärlieferungen der durch den Verfall dieser Heimindustrie geschaffenen mißlichen Lage wenigstens einigermaßen gesteuert werde. Hierauf wurde der Voranschlag für das Jahr 1915 verhandelt. Darin mußten namentlich die Posten für Kursveranstaltungen, für die Bibliothek und noch einige andere wesentlich herabgesetzt werden, damit mit den erzielbaren Erhaltungsbeiträgen das Auskommen gefunden werde. Die Ausgaben wurden auf 21.378 X veranschlagt, denen gegenüber mit einer Bedeckung von 21.300 Kronen gerechnet wird. — Nach Annahme des Voranschlages wurde die Sitzung vom Präsidenten um 12 Uhr mittags mit Danlesworlen an die Anwesenden geschlossen. Weihnnchtsansftcllung. Am 13. Dezember wurde im Laibacher Kunstpavil-lon Iakopi<' an der Lattermannsallce eine „Weihnachts-ausstellung" slovenischer bildender Künstler eröffnet. In aller Stille. So bescheiden still, daß es niemand beikam, von den bezüglichen, knapp gehaltenen Zcitungsvermer-ken Notiz zu nehmen ... In den gegenwärtigen schweren Zeiten aber sind die slovenischen Künstler mehr denn je auf sich selbst angewiesen . . . Um dic Öffentlichkeit an die Tatsache ihrer Auch-Exisienz zu erinnern, veranstalteten sie eine Ausstellung und nannten sie Weihnachtsausstellung, da sie just in die Zeit der Weihmichts-beschcrungen fiel. Jeder von ihnen gab das Veste, was er in der neuesten Zeit jedenfalls in der Erwartung geschaffen, für sich und die Seinen doch wenigstens etwas zu erwerben. Wer also schon nicht gerade in der Lage ist, eines der, nebenbei bemerkt, recht mäßig geldbewer-tetcn Kunstwerke zu erstehen, der mag doch wenigstens durch das Eintrittsscherflein dazu beitragen, daß es den Veranstaltern erspart bleibt, aus den eigenen nicht vor-findlichcn Mitteln auch noch für die Auslagen der Ausstellung aufzukommen! Die rund 120 Ausstellungsstücke umfassende Revue, an der sich neben zwölf Malern und Zeichnen, drei Bild-hauer beteiligen, ruft trotz aller Schlichtheit der äußeren Aufmachung im Besucher das Gefühl des Behagens wach, sobald er sich in den vier Ausstellungsräumen einigermaßen umgesehen und sich, die vielen Werke und Wertlein flüchtig musternd, im zur Schau Gebotenen orientiert hat. Erweckt wird dieses Gefühl durch die Wahrnehmung, daß an den Wänden der an sich nicht eben gemütlichen Lokale eine überraschend große Anzahl von meisterlich geratenen Kunstwerken hängt, daß also der Beschauer nicht mit kaum eine gelinde Befriedigung erweckenden Farbfleckanordnungen hingehalten, vielmehr recht wohl in die Lage versetzt wird, Auge und Herz nach Lust zu erquicken. Durch Mannigfaltigkeit des Dargestellten und der Darstellungsarten ist jedwedem Geschmack Rechnung getragen. Wer ein offenes Auge hat für die flüchtig wandelbaren Herrlichkeiten der Gottcsnatur, wird sich an der großen Auswahl von Landschastsausschnitten ergötzen, die der Maler Pinsel mit Ölfarben auf der Leinwand festgehalten hat, wie fic sich ihren Augen darboten im blendend grellen Summersonncnglanz, im ersterbenden Schein des herbstlichen Tagcsgestirns, in der freudlosen Ver-nebelung des tauwcttrigcn Wintcrnachmittages, in der farbtonzarten Pracht des jungen Lenzes. Laibach, seine an landschaftlichen Reizen überreiche Umgebung, das romantische Oberlrain, der zerklüftete Karst, das' istriani-sche und das dalmatinische Adriagestadc, das malerische Donaugelände in der Umgegend von Krems, ja sogar das ferne Amsterdam mit seinem grünkuppeligen Dom haben wie schon auf so mancher slovenischen Kunstausstellung so auch auf der gegenwärtigen Verhcrrlicher und Bewunderer gefunden. Iama, der Meister des durch ungesucht einfache Mittel wirkenden Üandschaftsbildcs, ist durch 32 größere und kleinere Szenerien von den niederösterreichischen Donauusern der Kremser Gegend und von Amsterdam vertreten, deren eine prächtiger geraten ist als die andere. Ein gut Viertteil der Oesamtaufbietung machen seine mit Vorliebe in gelblichen und bläulichen Tönen gehaltenen, weich abgestimmten, poesiedlirchtränklen Landschaften von klarer Zeichnung ans, so daß die Wcih-nachtsausstcllung star? Iamasches Gepräge erhalten hat. Nicht zu ihrem Nachteil. Denn Iamas Landschaftskunst zwingt ob ihrer Unverfälschtheit und ihres maßvollen -Wesens jedermann in ihren Bann. Welche von seinen Landschaften soll hier herausgegriffen werden? Etwa die große, „I,; logo," (Aus dem Wiener Walde) betitelte, oder die kleine, einen Gassenwinkcl einer Kleinstadt darstellende, oder die beiden Gegenstücke: Krems an der <)onau l und ll, dic den nämlichn Panoramcnausschnitl einmal im Sonnenschein und das andere Mal in der Dämmerung sehen lassen, oder etwa das großformatige Anchtbild „Der Frühling naht", das gehaltvolle Wald-l^ill «Iz yozda" oder welches? Die Wahl fällt wahrlich Nächst Iama hat die meisten Landschaften Mago-li6 ausgestellt. Zwölf gefällige, von beträchtlicher Darstellungsfertigkeit zeugende Vildausschnittc aus Laibach, aus dem Stadlwalde, rom Moor, vom Savcfelde, von Vischoflack usw. in großen und kleinen Formaten zeugen von Magoli«' hingebendem Malfleiß. Mag sich jedoch das Auge des Beschauers noch so sehr an ihren gut abgestimmten Farucntöncn erquicken, das Herz bleibt un^ geachtet der Richtigkeit der Landschaftswiedergabe kühl und läßt sich auch durch den mit Fleiß über die Szenerie gelagerten Nebelschleier nicht zu poetischen Wallungen bewegen. Malrichtig, aber prosaisch nüchtern, stechen Magolii»' Landschaften von den Iamaschen, mit denen sie manche Ähnlichkeiten haben, nicht so sehr durch ihre Aufmachung, als vielmehr durch den Unterschied im inneren Gehalte scharf ab. Gegeneinander gehalten, wirkt ein Iamafchcs Gemälde wie ein emp findung du rch-glühtes, sangbares Gedicht, ew Magoliold und Vmail begonnen, bei welchem die 5< lerifche Leilmotw bilden. Nieser Schmuck, der in fünf verschiedenen (H^s^-,, hcrneftellt wird, fand infolae seiner einfachen n. n,esch>nactr>ullcn Ausführung in Wold oder in Sillier vcrnoldet «rohen Beifall und wird heute lx^rcits von mehreren Mitgliedern des kaiserlichen Hauses wie auch von Damen der ersten (^esellschaftstreise als Brosche Halsanhänger, Ring und klratva'ttennadel getragen. Der Grundgedanke bei Ausgabe des Schmuckes war einerseits der Wunsch der Damen, in dieser ernsten ^eit den gewohnten Schmuck nicht zu tragen, anderseits einen offiziellen Vertaufsgegenstand für die begüterten kreise zu schaffen, bei dessen Erwerb der Kriegsfürsorge ein verhältnismäßig hoher Vctraa, zugeführt wird. Tie Preise der einzelnen Gegenstände bewegen sich daher auch zwischen 100 und 25 Kronen und sichern der 5lrien.sfürsorae einen erheblichen Gewinn. Mit Nücksicht anf den bedeutenden ^lnschaffungswcrt dieser Gegenstände hat das Kriegshilfsbureau nur eine geringe Anzahl auf Lager genommen, doch werden an der Hand der anfliegenden Muster BestellniM'n bei der technischen Vezirtszen'trale des Kriegshilfsbureaus, Wien, 1. Bezirk, .Hoher Markt Nr. 5. oder beim Kriegsfürsorgeamte, Wien, N. Bezirk, Verg-»asse Nr. Itt, entgegengenommen. Auf Wunsch werden Prospekte mit Abbildungen dieses Kriegsschmnckes zugesendet. - lVincn praktischen „Innrrmuff" fiir unsere Soldaten) kann jede geschickte ^ranenhand mit ivenig Koste» selbst herstellen. Tie Forin dieser Art Muffe ist be-tnnntlich etwas gebogen und reicht seitlich bis zu den Ellenbogen. Nachdem man von warmem, molligem Wollstoff das innere Futter genau passend zugeschnitten und zusammengenäht, bedeckt man es von außen recht dick mit einem dichten Polster von aufgetrennter Strumpfwolle oder Watte. Auch Hcu, WaldwoNe, PapierwoNc Franz, 6. K., vcrw.; NefInf. Navnikar Josef, 5. K., vcrw.; Inf. Rebolj Franz, 16. K., tot; ErsNes. Reja Josef, 15. K., lot; Inf. Rcm^lar Franz, 17. K., vcrw.: Korv. Renka Franz, 15,. K., verw.; Inf. Rezetü" Franz, 6. K., kriegt !,ef.; Inf. Rijavcc Anton, 8. K., verw.; Inf. Robi<" Lorenz, MGA 2, verw.; ErsNes. Rode Josef, 15. K.. verw.; Ins. No-ä." Johann, 8. K., verw.; Gcfr. Roß-mann Florian, 3. K., verw,: Inf. Roth Johann, 2. K., vcrw.; Korp. Rozmcm Josef, 5. K., verw,; Inf. Rupfte Josef, 6. K., berw.- ErsRes. Nus Rudolf, 15. K., verwundet; Inf. Russig Virgil, 8. K., Vcrw.; ResInf. Nu-lar Anton, 5. K., verw.; Inf. Sabic Cyrill, 8. K., tot; >"nf. Sajovic Alois, 5. K., vcrw.; Inf. Samsa Alois, 8 K., tot; Inf. Slbüler Johann, 16. K., vcrw.: ErsRcs, Sedej Franz, l'5. K., verw.; ErsRcs. Sevu- Ferdinand, 15. K., verw.; KHorn. TitGefr. Se/on Franz, l. K., vcrw.; Geft. Sfiligoj Karl, 8, K., vcrw.; Inf. Silvester Johann, 17. K., verw.; 5)orn. TitKorp. Simri^ Valcrio, l. K., verw.; ^efr. t^imenc Franz, 4. it., verw.; Inf. Simons Franz, 17. K., uerw.; ErsRes. Simsig Anton, 15. K., tot; Zgf. 5ink Jakob, 15. K., vcrw.; Inf. Sin-kovcc Anton, 7. K., verw.: Gcfr. Sitar, 17. F., verw.; Inf. Sivec Justin, 5. K., vmv,; ResInf. ^koda Franz, 1. K., vecw.; ErsNef. Skodlcr Franz, 15. K., vcrw.; ErsNes. ^toslanz Michael, 15. K.. verw.; Ins. Skol Ignaz, 10. K., verw.; Inf. Skol5 Martin, 8. K., verw.; Skub Anton, 7. K., verw.; NesInf. Skubic Franz, 5. K., verw.; Inf. Slubin Alois, 8. K., verw.; Korft. Slajko Miroslav, 8. K., verw.; Inf. Smertolj Josef, 8. K., vcrw.; Ins. TitGcfr. Smolc Josef, 2. K., vcrw.; Inf. Snoj Johann, 1. K., verw.; Inf. Soldatich Anton, 8. K., verw.; Gcfr. Spanghero Egid. 4. K., vcrw.; Inf. Stabile Guido, 8. K., verw.; Inf. Stabile Franz Josef. 8. K., tot; ErsRes. Stanovnil Johann, l5. K., verw.; Inf. Staravasnil Johann, 2. K., verw.; Inf. Stare Stephan, 11. K., verw.; Inf. Staudlinger Josef, 8. K., verw.; Inf. 8tefc Franz, 2. K., verw.; Inf. Stegnar Johann, 10. K., vcrw.; Zgf. Stengel Otto, 5. K., ver-wnndct; NcsInf. Stepcc Franz, 5. K.. verw.; Geft. Sterte August, 4. K., vcrw.; ErsRes. Sterle Franz, 13. K., verw.; ErsRcs Ktiftar Johann, 13. K., verw.: Korft. TitZgf. Slopar Karl, 2. K., verw.; ErsRef. Strajhar Anton, 15. K., verw.; ErsNes. Strauß Var-ihelmä, 15. K., verw.; Inf. Stucin Franz, 8. K., verw.; Geft. TitKorft. Stuftica Josef, 2. K., verw.: Inf-Sturm Franz, 8. K., verw.; Inf. Sturm Josef, 12. K., verw.; ResInf. Suhadolnik Matthias, 5. K., vcrw.: Korp. ^ulin Franz, 3. K., tot; ErsRes. Su>nik Anton, 13. K., verw.; Inf. Su^nik Johann, MGA 2, verw.; Gefr. Suster^i^ Jakob, 2. K., verw.; Korp. Cvelc Johann, 15. K., verw.; Inf. 5>vigclj Johann, 2. K., verw. - lVom Staatsbahndicnste.) Den Titel eines Staatsbahnrates erhielten: Nikolaus Pol yak, Vau-obcrtommissä'r und Vorstand der Vahnerhaltungssektion Nudolfswert, und Hermann Schmidt, Vauoberkon^ missär und Vorstand der Vahncrhaltungsscktion Aßling. Friedrich Kiepach, Titular Oberrcvident ulld Vorstand des Vahnstationsamtcs Rudolfswert, wurde zum Obcrrevidenten befördert. — (Aus der Diözese.) Die Pfarre Ambrus wurde dem dortigen Pfarradministrator, Herrn Ivan ?. avbi, die Pfarre Podlifta dem Pfarradministrator Herrn Franz 6 mit verliehen. — (Vom Miitclschuldicnfte.) Der k. k. Land.'sschul-rat fiir Krain Hai dc» Karl Lapajne aus Idria zum Supftlenlcn ail der k. l. Staatsobcrrealschule in Idria an Stelle des zur aktiven Militurdiensilcistung eingerückten k. k. Professors Dr. Franz Novak bestellt. — (Vom Vrllsschnldienftr.» Der k. k. Landcsschul-rat für Krain hat die Zulassung der mit dcm Reifezeugnisse versehenen Lehramtstandidalin Emma Meses-ll c! zur unentgeltlichen Schulpraxis als Probckandidatin an der vierklassigen Volksschule in Wippach zur Kenntnis genommen. ^' (Die (Heneralvcrsammlimn des Witwen- und Waiscn-Pensionsfondo Vrs Vcleines der Ärztc in Krain) findet aur 2!). d. M. u,ll 7 Uhr abends in dcr Neftaura-tion „Zur Rosc" statt. aben. Die Zie« hnns, der zweiten blasse der III. t. t. Klassenlotterie findet Dienstag den 1!). und Donnerstag den 21. d. M. öffentlich statt. lPust- und Telcnr«plienvcrtcl»r mit dem Aus-lande.) Ver Umrechnunnsfurs für die in der Frantcn-ivährung auszllfertiaendcn Postanweifnnnen :mch Italien wird ab 11. Jänner 1!>>5, mit 1l»0 Franken gleich 114 krollen neu festgesetzt. - l(5rl!öl,„na dcr Vcrknufsprcise für Papier.) Der „Verein der österreichischen Papierinteressenten in Wien" hat den Veschlich nefasU, daß dessen Mitglieder vom 1. Iän, ner 1915 an die Verkaufspreise für Papier, und zwar holzfrei Schreib-, Zellulose-, Packpapiere, Lösch, Seiden-, überhaupt allc Papiersortcn, um vorläufig zehn Prozent Teuerungszuschlaa. erhöhen. Die Veranlassung zu diesen Ains;nahmen bildet die enorme Verteuerung von Hadern, Schwefel, Harz, ^ilze, endlich der damit im ^nsammeiu hange stellende, um ellun !ä Prozent erhöhte Martlurs. ^ilavinvirtllusc Anton Focrfter iun. 'j') In Trieft ist vorgestern der Klaviervirtuose Herr Anton F o erst er, ein Sohn des hier lebenden Komponisten lind Rcgenschori i. R. Herrn Anton Foerster, nach lan-ncin Leiden im 48. Lebensjahre gestorben. Der nunmehr Verblichene hatte vor Jahren nls Professor am bestbe^ kannten Konservatorium Stern in Berlin gewillt, wor aus er ein« ehrenden Berufung ans Konservatorium in Cyicago folgte. Infolge feines nimmer rastenden Fleißes und seiner aufreibenden Verufsftfiichtcn zog er sich eine schwere Nervenkrankheit zu, die ihn zum Verzicht auf seine glänzende Stellung und zur Rückkehr nach Europa zwang. Er lies; sich in Trieft nieder, wo er in völliger Abgeschiedenheit und Ruhe Heilung von seinem Leiden erhoffte. Leider ging diese Hoffnung nicht in Erfüllung, — Foerster war ein .'ollcndctcr Meister aus M-nem Instrumente. Die Tmnneen, die er scmcrzelt von Berlin aus in Deutschland unternahm, brachten «nm reiche Ehrungen ein; ebenso feierte später die ame lmnsche Presse in begeisterten Worten sc^ "''W«r^ lichc Begabnng und phänomenales Spiel, "" >Y» °c,o in die Reihe der ersten Künstler rückten, - Er ruyc Frieden! Laibacher Zeitung Nr. 7________________________________54________________________________ 11. Jänner 1915 — (Todctzsiillc.) Am 9. d. M. verschied in Krainburn dcr pcnsiunierte Pfarradministrator Herr Anton Petc-lin im 72. Lebensjahre. Im Jahre 1843 in Krainbura. als Sohn des damalissen Lehrers Andreas Pctclin ^ocs ersten Dirincntcll des ^raililiurger (I.italnicaliereines) gc-bon,'n, absolvierte er in Lmbach das Gymnasium, in Gürz und Trieft die Theologie. Einige Monate wirkte er in der Kanzlei des damaligen Triestcr Vischofs Dr. Aarth. Legat, sodann aber als Seelsorger in Kringa, in Voljnn, in Paz, dnrch 1^ Jahre als Vitar in ('rnica, dnrch l0 Jahre in Tumaj am Karste und durch 15 Jahre als Pfarradministrator in Klancc bei Hcrpclje. Seit seiner Pensionierung im Jahre 1910 lebte er in seiner Vaterstadt Krainburg. Das Leichenbegängnis fand am 10. d. um 8 Uhr nachmittags unter überaus großer Beteiligung von Leidtragenden auf den Stndtfricdhof statt. Dcr Verschiedene ll?ar ein seelenguter Mann und erfreute sich ob seiner Herzensgute allgemeiner Beliebtheit. — Am 9. d. in der Frühe starb in Krainburg nach langem Leiden der gewesene Handelsmann und Kompagnon der Firma R. u. E. Nooß, Herr Eduard Rootz. im 37. Lebensjahre. Der Verstorbene war ein Schwager des Professors Franz Nomatar. Das Leichenbegängnis erfolgte am 10. d. unl halb 1 Uhr nachmittags auf dem städtischen Friedhofe in Krainburg. Herr E. Nooh hatte seinerzeit bei der Krainburgcr Feuerwehr eine rege Tätigkeit entfaltet. —«. — (Gefundene Gegenstände) in der Zeit vom 1. bis 8 Jänner: eine Zweikronenbanknote, gefunden am 31sten Dezember, eine silberne Damenuhr, eine Zehnlroncn-banknote, ein schwarzer Herrenhut, eine Nickeluhr samt Sftortkette, ein Pompadour mit 2,90 X, eine Zwei-lronenbcmknolc, zwei Zehnkronenbanknoten, gefunden am 24. Dezember, eine silberne Brosche mit der Photographie einer Frau. — (Verlorene Gegenstände) in der Zeit vom 1. bis 7. Jänner: ein schwarzer Damenhut aus Samt, verloren am 30. Dezember, ein schwarzlcdernes Geldtäschchen mit ti X Kleingeld verloren am 31. Dezember, ein schwarzes Geldtäschchen mit zirka 120 X Inhalt, eine braune Geldtasche mit 10 X, zwei Kuvertc mit 44 X Inhalt, eine silberne Zigarettenoosc, ein Augenglas in Nickclfassung, eine schwarze Pelerine, verloren am 24. Dezember, ein braunledernes Geldtäschchen mit zirka 5 X, ein Kuvert mit 3 X, ein schwarzledernes Geldtäschchen mit 22 X, ein schwarzledernes Geldtäschchen mit 50 bis 60 X, ein braunleocrnes Geldtäschchen mit zirka 22 X, ein goldenes Ohrgehänge mit einem Brillanten. — lWschenviehmarlt in Laibach.) Äuf den Wochen- viehmartt am 5. d. M. wurden 208 Pferde, 432 Ochsen, 144 itühe und 22 Kälber aufaetrieben. Tarunter befanden sich 400 Schlachtrinder. Die Preise, notierten für Mastochscn mit «0 bis 104 K. für halbfette Ochsen mit 90 bis 94 K für 100 Kilogramm Lebendgewicht. — (Im städtischen Schlachthause) wurden m der Zeit vom 27. Dezember bis 3, Jänner 122 Ochsen, 7 Stiere und 26 Kühe, welters 35)7 Schweine, 117 Kälber, 27 Hammel und 35 Kitze geschlachtet. Überdies wurden in geschlachtetem Zustande 12 Schweine, 72 Kälber und 1 Hammel nebst 1016 Kilogramm Fleisch eingeführt. — (Die Arbeitgeberin bestohlcn.) Der 19 Jahre alte Arbeiter Michael Velcftec aus ^aborzt bei Jauchen war in der letzten Zeit bei dcr Ü^esiherin Anna Cajhcn in Sneberje bei Mariafeld als Taglöhncr beschäftigt. AIs sich Anna Cajhcn vor einigen Tagen auf kurze Zeit vom Haufe eutferntc, drang Vclepec in ihre Wohnung ein, brach mit Gewalt einen Kleidertasten auf und entwendete daraus über 25 K Bargeld, dann mehrere Kleidungs-und Wäschestücke und verschwand unbekannt wohin. Velc-pcc ist weiters eines Ende vorigen Monats in Domiale verübten Effeltcndicbstahles verdächtig. — (Verstorbene in Laibach.) Maria Marki<>, Ta-bakfabriksarbeiterin i. R., 70 Jahre; Vojko Romanov, Mllitärfuhrmann; Georg Okoviö, Infanterist; Paula 0epek, Pflegekind. 7 Monate; Karoline Vurlelc, Pflegekind, 3 Wochen; Maria Hribar, Modistin. 19 Jahre; Anton Perko, gewesener Steinkohlen Verkäufer, 23 Jahre; Maria Rakouec, Magistratsofsiziantengattin, 61 Jahre; Franz Felicijan, Fabriks arbeit erg söhn, 8 Monate; Helena Kokalj, gewesene Köchin, 79 Jahre; Maria Iu-ranoiö, Krankenschwester, 54 Jahre. Per Krieg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Vureaus. Österreich, Ungarn. Bon den Kriegsschauplätzen. Wien, 9. Jänner. Amtlich wird verlautbart: 9. Jänner mittags: In Westgalizien. wo sich die Gegner zu» meist bis auf die nächsten Distanzen gegenüberstehen, wurde gestern ein Nachtangriff des Feindes auf den Höhen nordöstlich Zalliczyn abgewiesen. Nördlich der Weichsel dauert der Geschützkampf an. Die Kirche einer größeren Ortschaft in Russisch-Polen mußte gestern in Brand geschossen werden, da die Nüssen auf dem Kirchtürme Maschinengewehre eingestellt hatten. In dcr südlichen Bukowina und in den Karpathen nur Plänkeleien. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabes: von H 5 fer, FML. Wien, 10. Jänner. Amtlich wird vcrlautbart: 10ten Jänner 1917): Die allgemeine Lage hat sich nicht geän-dert. Südlich der Weichsel beschossen die Nüssen gestern unsere Stellungen ohne jeden Erfolg. Sie richteten ihr Feuer namentlich gegen eine von uns besetzte Höhe nord« östlich galliczyn. Nördlich der Weichsel stellenweise heftiger Gcschützlampf. Ein Versuch des Gegners, mit schwächeren Kräften die Nida zu passieren, mißlang. In den Karpathen herrscht Ruhe. Zwei Auftlarungsdetache-ments des Feindes, die sich in der Bukowina zu nahe an unsere Vorpustenlinie heranwagten, wurden durch Artillerie' und Maschinengewchrfeucr zersprengt. — Am südlichen Kriegsschauplätze kurzer Gcschichlampf bei den östlich Trcbinje bis an die Grenze vorgeschobenen eigenen Stellungen. Der Stellvertreter des Chefs des Gene» ralstabes: v. Höfer, FML. Ministerpräsident Graf Tisza in Wien. Budapest, 10. Jänner. Das Ungarische Telegraphen-KorrespondenMlreau meldet aus Wien: Ministerpräsident (Nraf Tisza ist heute früh in Ncn.Icitunn. des Mini-sterialsekrctärs Dr. Andreas Latinovich in Wien eingetroffen und im una,arisä>'n Palais alMstiegen. Nach einer Konferenz mit den» Minister a wtcrc Frciherrn Uun Burian bca,ab sich Ministerpräsident Graf Tisza im Laufe dcs Vormiltaas nach Schünbrnnn, wusclbst er von Sei. ner Majestät in Privataudienz <'mpfann.cn wurde. Von Schünbrunn fuhr Graf Tisza in das Ministerium dcs Hlchern. nm mit dem Minister dcs Äns;crn Grafen Vcrch-told zu konferieren. Gin Vortrag über die freiwillige Sanitiitspflegc in Deutschland. Wicu, 8. Jänner. Stabsarzt Dr. Maxim. Richter, der kürzlich als Begleiter des Kommissärs für das österreichische Hilfsvereinswesen Grafen Traun eine mehrwöchige Reise nach Deutschland unternommen hat, hielt abends in Gegenwart des Generalinspeltors für freiwillige Sanitätspflege, Erzherzogs Franz Salvator, der Erzherzoginnen Marie Valerie und Marie The» rese, des Landesverteidigungsmiuisters usw. einen Vortrag über die freiwillige Sanitätspflege in Deutschlaud mit besonderer Berücksichtigung des Roten Kreuzes. Er besprach ausführlich die mustergültige freiwillige Sanitätspflege Deutschlands. Graf Traun daulte dem Vortragenden für seine belehrenden lichtvollen Ausführungen und gedachte dann der hohen Auszeichnung, die das deutsche Kaiserpaar ihm und seiner Begleitung zuteil werden ließ. Der Redner sagte, wir brachten unvergeßliche Eindrücke aus dem verbündeten Deutscheu Reiche zurück. Wir sahen, welch hohe Bedeutung dort von alleu offiziellen Stellen der freiwilligen Sanitäts» pflege beigemesscn wird. Graf Traun besprach schließlich die einheitliche Organisation der Sammlungen von Liebesgaben durch das Rote Kreuz und betonte die alle Erwartungen übertreffende. Opferwilligkeit der Bevölkerung Deutschlands und Österreichs. Er schloß mit der Versicherung, daß das Note Kreuz wie bisher seine ganze Pflicht gegenüber den Tapferen erfüllen werde, die mit Todesmut für unsere höchsten Güter lämpfen. Die Einholung der für Innsbruck bestimmten Kriegs-trophäcn. Innsbruck, 10. Jänner. Heute vormittags fand im Beisein einer nach Tansenden zählenden Menschenmenge, Offizieren und zahlreichen Manuschaftspcrsuuen die feierliche Einholung der für Innsbruck bestimmten Knegstrophäen, bestehend aus 1 russischen und ! serbischen Feldkanone, 1 serbischen Gebirgsgeschi'ch und l russischen Maschinengewehr, statt. Unter Voranschiitt einer Musikkapelle wurden die reichgeschmückteu von Unterabteiluugen der hiesigen Garnison geleiteten Geschütze zum alten Kriegstanzleigebäude gebracht. Dort wurden sie anfgestellt. Die Musikkapelle stimmte die Vullshymne an, die von der Menfchcnmengc entblößten Hauptes augehört wurde. Vor dem Feinde gefallen. Szolnok, '10. Jänner. (Ung. Tel.-Korr-Vur.) Der Vizegespau wurde heute vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses rwu Beöthy, der als Husareurittmeistcr Kriegsdicuste leistet, verständigt, daß der Szolnokcr Obcrgespan Szabolcs von Horthy, der sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hatte, uud inzwischen zum Oberleutnant befördert wurde, auf dem uürdlicheu Kriegsschauplatze den Heldentod gefunden hat. Teutsches Reich. Von den Kriegsschauplatze«. Berlin, 9. Jänner. Großes Hauptquartier, 9. Jänner. Westlicher Krieasschauplatz: Die ungünstige Witte« rung, zeitweise wollenbruchartiger Regen mit Gewitter, hielt auch gestern an. Die Lns trat an einzelnen Stellen über ihre Ufer. Mehrere feindliche Angriffe nordöstlich Soisson wurden unter erheblichen Verlusten für die Franzosen zurückgeschlagen. Ein französischer Angriff bei Perthes (nördlich des Lagers von Chalons) wurde un» ter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen. Im Ostteile der Argonnen machten unsere Truppen einen erfolgreichen Sturmangriff, nahmen 13NN Franzosen gefangen und erbeuteten einige Mincnwerfer und einen Pronzemörscr; schlcsischc Inaer, ein lothringisches Bataillon und hessische Landwehr zeichneten sich dabei aus. Ein vorgeschobener, von uns nicht besetzter Graben bei Flirey wurde in dem Augenblick gesprengt, in dein die Franzosen von ihm Besitz genommen hatten. Die ganze französische Besatzung ist vernichtet. Westlich und südlich von Sennheim änderte sich nichts. Die Franzosen wur» den aus Ober-Burnhaupt und den vorgelagerten Gri» ben in ihre Stellungen zurückgeworfen und ließen über 190 Gefangene in unseren Handen. — Östlicher Kriegsschauplatz: Die Lage im Osten ist bei anhaltend schlechtem Wetter unverändert. Unfere Beute vom 7. Jänner hat sich auf 20W Gefangene und sieben Maschinengewehre erhöht. Oberste Heeresleitung. Berlin, 10. Jänner. Das Wolff-Nurem, meldet: Großes Hauptquartier, 10. Jänner 1915. Westlicher Kriegsschauplatz: Das schlechte Wetter hielt auch gestern an. Die Lys ift an einzelne« Stellen bis zur Breite von KNtt Metern aus den Ufern getreten. Feindliche Versuche, uns aus unsere» Stellungen in den Dünen bei Nienport zurückzutreiben, schlugen fehl. Nordöstlich Soifson wiederholten die Franzosen ihre Angriffe, die gestern sämtlich unter großen Verlusten für sie abgewiesen wurden, über ll)l) Gefangene bliebe« in unserer Hand. Die Kämpfe dortselbst sind heute wieder im Gange. Westlich und östlich Perthes (nordöstlich dcs Lagers von Chalons) griffen die Franzosen erneuert heftig an». Die Angriffe brachen unter sehr schweren Verlusten für die Fnm-zosen zusammen. Wir machten etwa 15U Gefangene. In Karten der Kriegsschauplätze Großes format ä K120, mit Post K11 3427 Taschenformat a 20 und 40 h, mit Post 10 li m in der Buchhandlung lg. v. iinyr | sä Bambero, laiiact Kongressplatz INT*-. 2. Laibacher Zeitung Nr. 7_______________________________55^____________________________________11. Jänner 1915 den Ara.o»,wn acwanncu wir weiter Gelände. Hier und in der Gegend von Aprcmont nördlich Toul dauern die Kämpfe noch an. Am 8. Jänner abends versuchten die Franzofen erneuert, dao Dorf Ober-Burnbaupt im Nachtangriff zu nehmen. Der Angriff scheiterte gänzlich. Un sere Truppen »nachten weitere All) Franzosen zu Gefangenen und erbeuteten ein Maschinengewehr, so daß sich die Beute von Ober-Vurnhaupt auf zwei Offiziere, 42N Mann Gefangene und ein Maschinengewehr erhöht. Die Franzosen hatten auch hier augenscheinlich schwere Verluste. Eine große Menge an Toten und Verwundete» liegt vor der Front und in den angrenzenden Wäldern, tzkstnn fanden nur kleinere Gefechte in Ober-Elsaß statt. Gegen Mitternacht wiesen unsere Truppen bei Nieder« Aspach einen französischen Angriff ab. — Ostlicher Kriegsschauplatz: Die Witterung hat sich noch nicht gebessert. Auf der ganzen Ostfront blieb die Lage unverändert. Kleinere russische Vorstöße südlich Nilawa wur de» abgewiesen. Oberste Heeresleitung. Basel, 9. Jänner. Die „Aaselcr Nachrichten" berichten, daß in den Kämpfen bei Lodz und Lowicz acht russische Generale, darunter Graf Keller und General Orlov, schwer verwundet wurden. Berli», 10. Jänner. Das Wolff-Vureau meldet: Der amtliche russische Vericht vom 7. Jänner behauptet, die Russen hätten das Dorf Vrzozow zwischen Przas nysz und Mlawa ansscgriffen und unsere dortigen Truppen fast völlig aufgerieben und den Rest gefangen genommen. Die Nachricht ist erfunden. Das Dorf Vrzozow ist nie von uns besetzt gewesen. Dagegen haben in der Nacht vom 5. auf den 6. Jänner etwa drei russische Kompanien, die auf der Straße von Grudust in geschlossener Masse vorgingen, das Dorf Vorzizicz Nodzwori angegriffen. Der Angriff wurde ohne Schwierigkeit abgewiesen. Auf unserer Seite wurde ein MaM verwundet, ein« gefangen: die Verluste der Russen tonnten bei dem heftigen Schneetreiben, das in der Nacht herrschte, nicht festgestellt werden. Vern, 10. Jänner. Der „Bund" schreibt zum Vorstoß der Deutschen im Sucha-Abschnitt, daß diese Kämpfe eine Entscheidungsschlacht vorbereiten. Jeder Streifen, der hier von den Nüssen abgeschält werde, entblöße die Schwäche ihres rechten Flügels und mache das dahinter-liegende Warschau sichtbar und verwundbarer. Daher sei die strategische Lage der Armeen Deutschlands und Osterreich^Unaarns im Osten als gesund und vielversprechend zu bezeichnen, dic der Russen als weniger günstig, ohne daß schon eine Entscheidung nach irgend einer Seite gefallen wäre. Feinbliche Flugzeuge über Sluis. Amsterdam, 9. Jänner. Das „Allgemeeu Hanocls-blad" meldet aus Sluis: Vormittags erschienen vier Flugzeuge aus südlicher Richtung in ansehnlicher Höhe über der Grenze. Daß es Flugzeuge der Verbündeten waren, wurde daraus klar, daß dic deutschen Bakterien «valven abgäbe,,. Tie Flammen der (Granaten und kartätschen waren von hier aus deutlich zu sehen, doch wurde lein Treffer wahrgenommen. Thp und Nationalität der Flugzeuge waren nicht zu erkennen. Ein Protest der Gesellschaft Jesu gegen die Ncr. nnglimpfnngen des deutschen Kaisers und des deutscheu Volkes. Köln, 10. Jänner. Die .Kölnische Volkszeitung" meldet: Vom Provinzialrat dea deutschen Ordeuspro-vinzen der Gesellschaft „Jesu" erhalten wir folgende Zuschrift: Zu den Pressemitteilnngcn über die Kriegsrede des Paters Vaulan (London) haben wir uns nicht äußern wollen, bevor nicht der authentische Text seiner Ausführungen vorlag. Dieser gelangte erst jetzt in Buchform in unsere Hände. Mit Genugtuung stellen wir fest, daß sich die tief kränkenden, höchst bedauer« lilHen Worte, die Vaulan in feinen Reden gegen die Person des Kaisers gebraucht haben soll, in der Schrift nicht vorfinden sollen. Leider enthalt aber das Buch andere Aufstellnngeu und Wendungen, die als schwer beleidigend und verletzeud für das Oberhaupt des Deutschen Reiches und das deutsche Volk in seiner Gesamtheit empfunden werden müssen. — Namens der deutschen Ordeusprovinzen der Gesellschaft Jesu erhebe ich dagrgcn nachdrücklich Protest. Unsere ganze Ordensprovinz hat nur mit schmerzlichstem Bedauern von diesen Angriffen Kenntnis genommen und weist dieselben in entschiedenster Weise zurück. Exatm, Kten Jänner 1015. 5. ^. p. Hans Groß, 8. 5, Rektor des Klerus von Exaten. Der Abgeordnete Weill der deutschen Staatsangehörigkeit verlustig erklärt. Velliu, 8. Jänner. Das Mitglied des Reichs, tages Georg Weill (Straßburg) wurde nach Bekannt, werden seines Briefes, woraus hervorgeht, daß er in dle französische Armee eingetreten ist, gemäß § 27 des Neichs- und Staatszugehörigteitsgesetzes vom 22, Juli ^9!3 durch Ministerbeschluß in Elsaß-Lothringen vom s- Jänner 1915» der Staatszugehörigleit verlustig erklärt. Weill hört damit auf, Deutscher zu sein nnd verlor seine Wählbarkeit zum Reichstage. Hievon machte der Stellvertreter des Reichskanzlers' dem Neichstagspräsi'oenten mit der Anhcimstellnng, das Weitere zu veranlassen, Mitteilung. Zwei französische Offiziere entwichen. Toraau, 9. Jänner. In der Nacht vom k. zum 0. d. entwichen aus dem Gefangenenlager Fort Zinna bei Torssau die triegsgefnngenen französischen Offiziere Ober-leuwaut de Momtier von, 8t. Kolonial-Iufantericregi. iin'ui nud Waharge vom 214. Infanterieregiment. England Aus dem Oberhause. London, 9. Jänner. In der gestrigen Sitzung des Oberhauses erklärte Gcheimsicgclbewahrer Marquis of Crewe über die Vorbcreitmla.cn gegen eine Invasion, daß bereits im Oktober die ^ordleutncmte in den verschiedenen Grafschaftm entsprechende Anweisungen erhalten haben. Untcr Aufsicht der 5iorolcutnllNte seien lokale Notausschüsse gebildet worden, welche die Einzelheiten ausarbeiteten. Es sei nicht für wünschenswert erachtet worden, für die Vildung der Ausschüsse allgemeine Anweisungen zu geben. - Lord Curzon (Opposition) hofft, daß das Organisatiouswerf für die Verteidigung des Landes unter entsprechende militärische Konkullc gestellt werde, da sonst die Strcitkräftc vom Feinde vielleicht nicht als Kombattanten anerkannt werden würden. — Lord Scl borne tadelt es, daß die Admiralität keine Vertreter im Obcrhause besitze, und sprach die Ansicht aus, es sei verfehlt gewesen, eine Ma-rinebrigade nach Antwerpen zu senden. Die Flotte unter Admiral Iellicoe sollte nicht nur zu Pairouillezwecken verwendet werden. Ihre Hauptaufgabe bestehe darin, die deutsche Flotte zu vernichten, wenn diesc sich herauswage. London, 9. Jänner. Im Oberhausc führte Lord Haldane bei der Erörterung der militärischen Lage aus, die Aufforderung zum Eintritt in das Heer sei gestern günstig beantwortet worden nnd es gäbe keinen Grund uorherzusaa.cn, daß das Prinzip des freiwilligen Dienstes einen Fehlschlag bedeuten würde. Fulls die Notwendigkeit der Dienstpflicht sich erweisen sollte, werde sich die Regierung der Notwendigkeit fügen. Wir kämpfen für unsere nationale Existenz und nur ein Sieg, der die Wiederkehr des früheren Zustandes ausschließt, kann als befriedigend gellen. Die dem Lande gestellte Aufgabe ist sehr schwer, aber es soll keine Mühe und keine Hilfsquelle des Landes gespart werden, um die große Aufgabe zu einem glücklichen Ende zu führen. London, 10. Jänner. Im Oberhausc erklärte Lord Lucas namens der Regierung, daß streng vermieden werden müsse, bei Besprechungen von militärischen Vor-bereiwngen Zahlen zu erwähnen. Wenn England wüßte, wieviel Mann in Deutschland aufgestellt und ausgebildet werden, wäre das für die Verbündeten von größter Bedeutung. Alles, was gesagt werden könne, sei, daß das Kricgsamt trachte, die Ausrüstung mit der Rekrutierung in Einklang zu erhalten. Das geschehe gegenwärtig, und um mit der beschleunigten Rekrutierung Schritt zu halten, mache das Kriegsamt enorme Anstrengungen, um für Älisrüslungsgegcnstände zu sorgen -- Lord Sel-borne sagte, Deutschland habe gezeigt, daß es die wunderbarste Kampfmaschine besitze, über die jemals eine Nation verfügt habe. Die Aufgabe, dbe den Verbündeten obliegt, ist außerordentlich ernst und schwierig. Das sollten die Engländer voll einschen. Deutschland hat den Vorteil der zentralen Lage und eines einheitlichen Kommandos. Deshalb ist es nötig, daß wir für eine vollständige Dauer strategischer Zusammenarbeit zwischen uns und den Verbündeten Sorge tragen. Sowohl auf politischem als militärischem Gebiete müssen wi,r, wenn das freiwillige Nekniticrungssystem nicht genug Menschen liefert, zur allgemeinen Wehrpflicht schreiten. ^~ Lordkanzlcr Haldane sagte, die Aufgabe Englands in diesem Kriege decke sich nicht ganz mit der der Verbündeten. England müsse vor allem für die Herrschaft zur See sorgen. Der Armeebcdarf werde mit einer Geschwindigkeit hergestellt, die noch vor kurzem unerreichbar gewesen sei. Die größte Wohltat des Krieges sei, daß er England seine Mängel einsehen gelehrt habe. Eine enge Fühlungnahme zwischen den Oberkomman-diercnden der verbündeten Länder sei unmöglich. Die Stäbe seien jedoch in Fühlung und die Oberlommcmdie-rcnden über die einzelnen Ofterationspläne unterrichtet. Es würden alle Anstrengungen gemacht, ohne Rücksicht auf die Kosten, den deutschen 42 Zentimeter-Mörsern eine gleichwertige Waffe gegenüberzustellen. — Lord Curzon fragte, ob Sir Roga Casement, nach dem, was vorgefallen, eine Staatsftensiion weiter beziehen werde, - Lord Crcwe sagte, die Rekrutierung in Irland sei trotz der unglücklichen Differenzen, die dort bestünden, zufriedenstellend. Mit Bezug auf Sir R. Casement sagte Lord Crewe, er sei gegenwärtig nicht in der Lage, eine Pension zu beziehen und werde kaum jemals in diese Lage kommen. — Das Haus vertagte sich sodann bis zum 2. Februar l. I. Die Reichskonferenz. London, 9. Jänner. ..Zentral News" erfahren aus lnlbamtlicher Quelle, dah die Reichslonferenz wahrschein» lich erst nach dem Kriege abgehalten werden wird. Die Preissteigerunn der Lebcnsmittel. London, 9. Jänner. Die amtlichen Tabellen über die Lcbensmittelprcisc zeigen ciuc allgemeine Preissteigerung um 20 Prozent gegen den Jänner des Vorjahres. Die Abnahme der Ausfuhr. London, IN. Jänner. Die Ausfuhr Großbritanniens im Dezember 1914 betrug insgesamt 2N.278.000 Pfund Sterling, »vas einem Rückgänge von 39.3 Prozent ent. spricht. Dic Ausfuhr von Lcbeusmiitcln zeigt eine Ab« nähme von 1.21l;.432 Pfund, die Ausfuhr von Kohlen. Kots einen Rückgang um 1.W1.25« Pfund, der Export von Eisen und Stahl eine Verminderung um 2,346.26b. der Maschinencxport weist eine Abnahme von 1.501.17b auf. Dic Ausfuhr von Baumwollfabritatcn hat sich um 4.874.065. die von Wollerzeugnissen um 1.171.550 vermindert. Andere Textilerzeugnisse wurden im Betrage von 482.13!) Pfund weniger ausgeführt. Auch Chemika. lien und Lcder sowie Eisenbahnma'terial wurden bcoeu« tend weniger ausgeführt, ssür Rechnung des Auslandes wurden neue Schiffe im Werte von 414.054 Pfund gebaut, das sind uni 13.934 Pfund mehr. als im Jahre 1913. Die Gesamtausfuhr des Jahres 1914 .zeigt einc Abnahme von 95.0l4.0U0 Pfund gegen das Jahr 1913. Die Dezember-Ausfuhr zeigt gegen 1913 einc Abnahme um 355.991 Pfund Sterling. Das Ausfuhrverbot für Kakao. London, <<1. Jänner. Das englische Ausfuhrverbot für Kakao begegnet geteilten Meinungen. Die west« indischen Kaufleute glauben, daß das Verbot England unbedingt verhindern werde, Führer auf dem Kakao-markte zu bleiben, der überdies in den letzten Jahren von Hamburg bereits vollständig erobert worden fei. Allgemein nimmt man an, daß das Verbot England viel größere Verluste zufügen werde, als man augeu-blicklich übersehen könne. Ein neuer Gouverneur von Malta. London, 9. Jänner. FML. Lord Methusen wurde an Stelle des Generals Sir Lesle Nundle, der das Kommando der fünften Armee übernimmt, znm stellvertretenden Gouverneur und Ovcrkomman« danten von Malta ernannt. Frankreich Die Stcllunabpflichtiacn des Jahres 1915. Paris, 9. Immer. Don „Tempo" zufolge hat der Kriegsminister angeordnet, das; die Etelluugspflichtigen des Iahrrs 1M5, die in den besetzte», Gebieten ansässig sind lllld sich infolgedessen bisl^r nicht stellen tonnten, sich vor den Retruticrungsausschüssen für das Jahr 1916 stellen müssen. Ncrliesseruna des Sanitätsdienstes. Paris, «. Jänner. Wie der „Temps" meldet, hat der Kriegsminister einen Ausschuß eingesetzt, der die als not« wendig erscheinenden Verbesserungen und Vervolltomm» nungen des Sanitätsdienstes in der Armee einer genauen Prüfung unterziehen und die Durchführung der Rcfor« men überwachen soll. Den Vorsitz in dem aus acht Mit' gliedern bestehenden Ausschüsse führte Frasinez. Ausweisungen Schweizer Bilrner aus (sochinchina und Tonling. Frankfurt, N. Jänucr. Die „Frankfurter Zeitung" veröffentlicht folgende Zuschrift: Wie sehr in diesem Kriege jede Rücksicht auf die Neutraleu aufgehört hat, zeigt die Auslueisung einer großen Anzahl von Schweizer Bürgern aus deu französischen Kolonien Cochinchina und Touting, den Ländern, die Japan als Entgelt für eine eventuelle Hilfe angeboten luerden sollen. Das einzige Verbrechen dieser Schweizer ist, das; sie in Geschäften, die als deulsch gelten, beteiligt oder darin angestellt sind. Wie verlautet, hat sich die schloeizcrischc Vundesl>ehörde. durch ihren Gesandten deswegen au dic französische Re« girrung gewandt. Spanien. Die wirtschaftliche Lage. Paris, U. Jänner. Der „Eclair" meldet aus Madrid.-Astern trat im königlichen Palais em Ministerrat zu« sammen. Ministerpräsident Dato gab cinc Darlegung der wirtschaftlichen Lage und teilte mit, dcch die Einnahmen sich auf 13« Millionen und die Ausgaben auf 1480 Mil» , lionen beziffern. Unter Berücksichtigung dcr bereits aus« gegebenen Schatzscheine im M'trage von 70 Millionen wird das Defizit 15? Millionen betragen. Albanien. AuSdehmmg der Aufftandsbewegung. Rom, 9. Jänner. „Giornnle d'Italia" meldet auS Vari vom Gestrigen: Die Aufstandsbewemmg hat sich auf ganz Mittel-Albanien, von San Giovanni di Mcdua bis Nojussa, ausgedehnt. In San Giovanni di Medua haben die Muselmanen trotz des Waffenstillstandes "e Feindselinleiten wieder aufgenommen »nd vcrhu'dern die Verschiffung dcr für Montenegro bestimmten Waren über die Nojanci. Die Nenicrung hat, um stch l'bci o^ Lnac zu unterrichten, oas Krieassckiff „Piemonte naly San Giovanni di Medua entsendet. Laibacher Zeitung Nr. 7________________________________56__________ .,.________ 11. Jänner 1915 Die Türkei Bericht des Hauptquartiers. Konftllntinopcl, 8. Jänner. Das Hauptquartier ver öffentlich! folgenden Bericht: Unsere in Aserbeidschan operierenden Truppen« besetzten Kutur. Der Feind uer» ließ auch diese Zone und zo>, sich gegen Salmas und Choi zurück. Unter den in den Kämpfen bei Miandoab Gefallenen befindet sich der FliMladjutant des Zaren und Konsul von Saulschbulat, Alexander. Rufsische Gefangenentransporte. Konstantinopcl, 9. Jänner. Die „Agenee tsle-graphique ottomcme Milli" meldet, daß 6 Maschinengewehre, 500 Mimitionskisten und 450 Gefangene, die den Russen abgenommen worden sind, von Olti abtransportiert wurden. Am 7. d. M. ist ein weiterer Transport von gefangenen Russen, und zwar 215 Soldaten und 5 Offiziere, in Erzerum eingetroffen. Der Vruch der Türkei mit dem Dreiverband. Koustantinopel, 10. Jänner. Anläßlich der in Damaskus von der Araber-Jugend zu Ehren des ägyptischen Nationalisten Abdul Aziz veranstalteten Feier hielt Oberlommaudant Tschuisch eine Rede in der er insbesondere folgendes ausführte: Es gibt Leute, die glauben, es fei Deutfchland, das nns in diefen Krieg getrieben hat. Das ist eine falfche Auffasfuug. In Wirklichkeit wollen Frankreich, England und Ruß« land das Kalifat unterdrücken, weil sie Tag und Nacht darauf fiuucu, ihre Besitzungen vor inneren Wirren zu bewahren, welche die Acmde, die ihre muselmanischen Untertanen mit dem Kalifat verknüpfen, nach sich ziehen können. Nie Tripelentente hatte begonnen, uns als Feinde anzusehen, weil wir gleich zu Beginn des europäischen Krieges mobilisiert hatten. Kurze Zeit darauf verfuchte Rußlaud durch Eindringen in den Bosporus unsere Flotte anzugreifen. Der Versuch Rußlands scheiterte. - Diese Erklärungen des türtischen Oberkommandanten stellen die beste Antwort anf das russische Orangebuch dar, das die Schuld an dem Bruche der Türkei mit der Tripelentente Deutschland zuzuschreiben sucht. Der Staatsvoranschlaa.. ztonslantinopcl, 9. Jänner. Der VudgetauZschus; der Kammer hat an die Abgeordneten den Voranschlag für das am 14. März beginnende Rechnungsjahr verteilen lassen. Der Voranschlag, dessen Beratung übermorgen begonnen wird, bemis;t die Einnahmen mit 2U,83l>.4A8 nnd die Ansgaben mit :i5,5«0.l)W Pfund. Es ergibt sich dem nach ein Fehlbetrag von 8.744.171 Pfund. Die Heeres-ausgabeu belaufen sich auf !>,044.1W. die ordentlichen Marinrausgaben auf 1,5,92.445 Pfund. Im Motivenbericht wird anf die Aufhebung der >lnpitulalioneu hingewiesen, welche die Möglichkeit geschafft habe. ernste finanzielle Reformen durchzuführen nnd der Regierung bedeutende Einkünfte verschaffen soll durch Erhöhung des Zollsatzes auf 15 Prozent nnd durch Ausdehnung der (Gewerbesteuer auf fremdc Staatsangehörige, sowie durch Aufhebung der ausländischen Postämter. Samt diesen Einkünften hätte im Budget eiu Meichgewicht hergestellt werden tonnes, weuu nicht infolge des Krieges eine Verzögerung in der Durchführung der neuen Matznahmen verursacht worden wäre. In dem ssinanzgcsetze wird die Regieruug ermächtigt, alle Arten von finanziellen Operationen vorzunehmen, die zur Deckung des Fehlbetrages nottvendig sind uud die Obligationen zur Einlösung der Reqnisitiunssclfeiue sowie anderer Schulden auszugeben, sowie wcitcrs durch provisurisäze Gesehc Verbrauchsabgaben für Zigarettenvapicr. Hündhölzäfen, Spielkarten. Gucker, Petroleum. Tee llnd Kaffee einzuführen. Der Seekrieg. Die bei Gibraltar bisher beschlagnahmten Konter-bandcwaren. London, 9. Jänner. „Daily Telegraph" meldet aus Algeciras vom 7. d. M.: Die Menge von Kon« terband'ewaren, die bisher von den britischen Behörden in Gibraltar beschlagnahmt wmdeu, wird auf 100.000 Tonnen geschätzt. Die nordische Schiffs Rcdcr-Pereiniliunn und die neuen englischen Kontcrbande'Bestimmunssen. Kopenhagen, 10. Jänner. Das Vlatl „National Ti-dendc" schreibt: Die nordische Schiffs-Reder-Vereini-gung erließ eine Kundmachung, wonach die neuen englischen Konlerbandc-Aestimmungen ocr Schiffahrt die größten Schwierigkeiten bereiten. Man, könne nicht kontrollieren, wie sich die Bestimmungen während der Neisc ändern. Die englischen Behörden lassen alles so unklar und unsicher, daß mcm »lit einen, Risiko stets rechneil mtissc, selbst wenn das Schiff nicht fiir eine ante Prise erklärt werde. Die Vereinigung gebe daher den Redereien den Rat, den Zcitbcfrachtern eine Mitteilung mitzugeben, daß das Schiff nur mit gesetzlich freier Ware zu freier ssahrt beladen werde, damit die Ieitbefrachtcr hierauf eine Negrcßfordcrung herleiten können, falls das Schiff trotzdem angehalten würde. Ein deutscher Dampfer als Prise erklärt. London, 10. Jänner. Das Reuterbureau meldet ans Alexaudrieu vom 6. d. M.: Der deutsche Dampfer „Gutenfels" wurde als Prise erklärt. Der Krieg in den Kolonien. Die Kämpfe in Ostafrika. Berlin, W. Jänner. Die „Berliner Morgenpost" meldet i'lber die letzten Kämpfe in Ostafrila: In Tanger wurden 8000 Engländer und Inder gelandet, die von den Deutfchen, die sich in ganz erheblicher Minderzahl befanden, in eine Falle gelockt wurden und am ersten Tage bereits einen Verlust von 600 Toten und Verwundeten hatten. Am nächsten Tage wurden die Engländer uud Inder mit einem Verluste von 3000 Mann vollständig geschlagen. Unsere Verluste waren nur sehr gering. Ein Kampf in Kamerun. Paris, 10. Jänner. Der Gouverneur von Westafrita hat an den Kolonienminister Donmcrgue ein Tclegra'nm gerichtet, woriu es heißt' Die Deutschen griffen Edea in .^auu'üin an, wurden aber zurückgeschlagen. ^0'Europäer > ,) uud 5,4 eingeborene Schützen blieben auf dem Kampfplätze. Unsere Verluste sind gering. — T. Jänner. Im Erzherzogin Zita-Spital, dem grössten Budapester KriegsspilaI, brach gcsteru abends im Lagerräume ein Feuer aus, das schnell um sich griff, Rasches Einschreiten der Feuerwehr verhinderte jedoch eine Ausdehnung, so dast, dem Brande bloß unbedeutende Vorräte und Verbandzeug znm Opfer fielen. Die kranken bewahrten vollkommene Ruhe, da jede Gefahr offensichtlich ausgeschlossen war. Eine verunMckte Skitour. Tauoö, U». Jänner. 2'2 Schüler der Anstalt Schiere unternahmen heute früh in Begleitung zweier Lehrer eine Skitour in der Richtung der Perscnhüttc oberhalb Davos. Die erste Abteilung geriet in eine Rutschlawine und wurde verschüttet. Die zweite begann sogleich unter Mithilfe einer Rettungsmannschaft die Bergungsarbeiten. Alle Verunglückten bis aus einen, der wahrscheinlich bereits tot ist, tonnten geborgen werden. Einer war bereits tot, ein zlveiier starb während des Transportes. Alle übrigen sind gerettet. Verantwortlicher Redakteur: Anton Iuntel. I^/L,AJBÄGH • KOMENBKKOA-l-Jr^V^ 1389 104 80 Meteorologische Veobachtnngen in Laibach Zeehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm "^ ^lI7s5 sM^""M 3SW7"mäNg heiter "s^^ " 9 ü. Ab. 3U-8 18 W. mähig_______»_________ 7 U, F 28'5 i (» NO. schwach dewöllt 9. 2 U. 9l. 25 2 40 , » > 0ft ^U. Ab. 22 6 3 0 W. mäßig Regen ___ 7 U, F. 229 12 S. schwach bewüllt 10 2 UN. 26-2 6 1 TW. mäßig teilw.bew. 14 1 ii U. Ab. 30 4 1 2 NO. schwach heiter_______ Mel > 0 0 DaS Tagesmittel der Temperatur vom Freitag beträgt b b°, Normale -2 7». Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt ^7«, Nonnale -2 7°. Das Tagesmittel der Temperatur vom Sonntag betlägt 2 8», Normale -2 7«. /matSoneN / EINZIG ^i 96STES \ / IN SL1NER , ; ALTBEWÄHRT« /ANALYTISCHE ; . ~- FAMILIEN- 1 |aESfflAFPENHEIT.|g2ÄMJ 6ETRÄNK. I haft* Niederlage bei d*n Herren Miohael Kaitner, Peter Lassnlk und A. Sarabon in Lalbaoh. 146 30 I Y globoki žalosf i uazuaujamo, da je naš iskreno I ljubljeui Bin, oziroina soprog, oèe, brat, svak I in 8trio Anton Poerster ml. virtuoz na klavirju I v soboto, due 9. t. m., v Trstu po dolgi, trpljeuja I polni bolozni v 48. letu Bvoje starosti mirno v I (lospodu preminul. I Truplo prodragega rajnika so bodo v po- I nedeljok, dne 11. t. m., ob treh popolndno v hiši I žalosti Via Luzzaretto vecchio 17 bla.tfoalovilo in I ua tržaškom pokopališžu v rodtiinako rakev k I veènemu poèitku položilo. I V Ljubljani, dne 10. januarja 1916. I Rodbine Foersterjeve in Mankoöeva. I Brez vsakega posebnega naznanila. Tiefbetrübt goben wir geziemend Nachricht, daß unser beißgeliebter Sohn, beziehungsweise Gatte, Vater, Bruder, Schwager und Onkel Anton Poerster jun. Klaviervirtnose am Samstag den 9. d. M. in Triest nach langer, leidensvoller Krankheit im 48. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Die entseelte Hülle des teueren Verblichenen wird am Montag den 11. d. M. um 3 Uhr nachmittags im Trauerhauso Via Lazzaretto vecchio 17 eingesegnet und auf dem TrieBter Friedhofe in der Familiengruft zur ewigen Ruhe beigesetzt werden. Laib ach, am lü. Jänner 1915. Familien Foerster nnd Mankoè. Statt jeder besonderen Anzeige. Laibacher Zeitung Nr. 7_______________________ 57___________^_________________________11. Jänner 1915 — (Gestorbene Soldaten.) In den Laibacher Milt-tärsftitälern sind gestorben: Im Garnisonssftitale: am 26. Dezember 1914 der 36 Jahre alte Infanterist Peter Csitesz des HonvIR 17 aus Csatvar bei Stuhl-weißenburg, an Ruhr, und der 20 Jahre alte Infanterist Gottlieb Fritscher des IR 27, ErsKomv. 1, aus Vichl bei Schlatnning in Steiermlu-l, an Lungenentzündung; am 27. Dezember der 23 Jahre alte Rekrut Joses Kra-m a r des LIN 27, ErsKomp 4, aus Sedlo, Bezirk Tol-mein, an Bauchtyfthus; am 31. Dezember der 22 Jahre alte Landsturminfanterist Karl Deutsch mann des IR Nr. 17, ErsKomv. 2, aus Ncsseltal bei Gottschce, an T'lberlulose; am 2. Jänner 1915 der 35 Jahre alte Infanterist Josef Bald auf des LstdMarschV. 9 aus Windischgarsten in Oberösterreich, an Vauchtyphus; im Landes spit ale: am 26. Dezember der 30 Jahre alte Infanterist Franz Zupan des LIR 27, Komp. 3, aus Obcr-Otok bei Radmannsdorf, an Vauchtyphus; am l. Jänner der Infanterist Josef Gabrov « eldes LIR Nr. 27, Komp. 2, an Lungentuberkulose, und der 30 Jahre alte Husar Angel Vrezan der Traindiv. 12, aus Brasso (Kronstadt) in Siebenbürgen, an Bauch-typhus: am 2. Jänner der 22 Jahre alte Infanterist Adolf Kumftf des IR 42, aus Kaiscrswalden bei Schluckenau in Vöhmen, an Äauchtyfthus; um 3. Jänner der 21 Jahre alte Infanterist Edmund Voden-fteiner des LIR 6 aus Dreihacken bei Mariental in Vöhmen, an Blutvergiftung nach Erfrierung beider Füße; im „Leoninum": am 29. Dezenüier der 23 Jahre alte Zugsführer Ianos Makczai des IR 2, aus Vik-falva in Siebenbürgen, an Wundvergiftung; am 31. Dezember der 31 Jahre alte Infanterist Lajos Magyar des IR 38, aus Czeglcd bei Budapest, an Gehirnentzündung nach Schußocrwundung des Kopfes; im k. u. k. Rescrvespitalc Lhzeum Madika-Staatsgewerbcschule: am 13. Dezember der 26 Jahre alte Infanterist Istvan Vagh des HonvIR 29, aus Iaszaftathy, Komitat Iasberenyi in Ungarn, an Herzschwächung; am 1. Jänner der 35 Jahre alte Infanterist Risto ? ivkovi 5, vorab beim bh IR 3, dann bei der Traindiv. 21, aus Trn-jaci in Bosnien, an Herzschwächung; am 2. Jänner der 21 Jahre alte Feldwebel Andreas Nedveczky des IR 29, aus Torontal Almas, Komitat Torontal in Ungarn, an Herzschwächung: am k. k. Zweiten Staats- gynmasium: am 25. Dezember der 37 Jahre alte Landsturmsanitätssoldat Anton Novak der SanAbt. 8. aus Aresowitz bei Laibach, an Brustfellentzündung: am 29. Dezember der 28 Jahre alte Infanterist Istvan G al des IR 38, aus Lajos-Mizse bei Budapest, an Entkräftung. — Im Eisenbahnwagen starb während der Vcrwundctcnfahrt am 1. Jänner der 31 Jahre alte Re-servegefrcite Franz Haberfellner der GebTrain-oiv. 14, aus Pollham bei Wels in Oberösterreich, an Darmerkrankung; er wurde in Laibach beigesetzt. — (ztricMürsorge in Töplih-Sagor.) Aus Töftlih-Sagor wird uns geschrieben: Die Schülerinnen der hiesigen sechsklassigen Volksschule haben unter Leitung ihrer aufopfernden Lehrerinnen bisher für unsere tapferen Krieger folgende Wollartikcl vollendet, die in fechs Sendungen ihrem Zwecke abgeschickt wurden: 80 Schnee-Hauben, 380 Paar Pulswärmer, 12 Paar Pulswärmer mit Daumenöffnung, 65 Paar Kniewärmer, 66 Paar Gamaschen und 116 Paar Fußlappen. Außerdem wurden mehrere Paar Fußsocken und Gamaschen für die heimischen Soldaten gratis abgegeben. Die braven Schülerinnen hatten nicht bloß fleißig gestrickt, sondern auch emsig das Geld zum Ankaufe der Wolle gesammelt: ihre Sammlung belief sich auf 175 /< 49 k. Die Wolle für die Anfertigung der Wollwaren haben in erster Linie der Vruderladclonsumverein der Trifailcr Kohlenwerts-gcscllschaft und der Ortsschulrat gespendet. — Dic hiesige Bevölkerung sammelte überdies sehr viel Wäsche, Schuhe und sonstige Kleidungsstücke für die polnischen Flüchtlinge in Zadovinek bei Gurtfcld, die an Herrn Ve-zirksschulinsftektor L. Stiasny abgeschickt und sodann vom dortigen Komitee unter die Armen verteilt wurden. ^ Am 15. Dezember wurde von, Notcn Kreuze im Parterre der hiesigen Volksschule ein Nckonvaleszentenheim für 30 Mann eröffnet. Dem Versorgungs- und Vcrpsie-Wllgskomitcc stehen iil unermüdlicher Weise Herr und Frau Werksdireltor Julius und Wilma Pauer vor. Auch diesmal zeigte sich recht offenbar die Herzensgüte der hiesigen Bevölkerung in verschiedenen Liebesgaben für die möglichst beste Bewirtung unserer verwundeten Vaterlandsverteidiger. Die ärzttiche Behandlung liegt in den Händen des hiesigen Distriktsarztes Herrn Doktor Thomas Zarnik. Visher wurden zehn Rckonvales-zcnten als gesund entlassen. — (Banitäts' Wochenbericht.) In der Zeit vom 27. Dezember bis 2. Jänner kamen in Laibach 15 Kinder zur Welt (19,50 pro Mille), darunter 5 Totgeburten; dagegen starben 35 Personen (45,50 Pro Mille). Von den Verstorbenen waren 10 einheimische Personen; die Sterblichkeit der Einheimischen betrug somit 13,00 pro Mille. Es starben an Kindbctlfieber 2, an Typhus 3 (alle ortsfremd), an Cholera 2 (Somrak aus Selo und ein im Eiscnbahnzugc gestorbener Soldat), an Tuberkulose 6 (unter ihnen 3 Ortsfremde), infolge Schlag-flusses 2, infolge Unfalles 3, an verschiedenen Krankheiten 17 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 25 Ortsfremde (71,40 N) und 25 Personen aus Anstalten (71,40 <^). Infektionserkrankungcn wurden gemeldet: Kindbcttfieber 1, Masern 4 (Soldaten), Th-fthus 16 (alle ortsfremde Soldaten), Ruhr 4 (alle ortsfremde Soldaten), Cholera 2 (ortsfremd aus Selo Somrak und öerjav), Diphthcritis 1. — (Verhaftunfl einer Diebin.) Als der 71 Jahre alte verwitwete Arbeiter Jakob Mascl in ArMe dieser-tage abends nach Hause kam, fand er die Wohnungstür, die er bei seinem Abgehen abgesperrt hatte, offen. Aus dem Zimmer sprang ein unbekanntes Mädchen und verschwand im Dunkel der Nacht. Ms Masel in seinem Zimmer Nachschau hielt, bemerkte er, baß ihm die Fremde alles durcheinander geworfen und eine braunlederne Geldtasche mit über 62 /^ gestohlen hatte. Am 3. d. M. gelang es der Gendarmerie in Hrastnik, die Diebin in der Person der 19 Jahre alten Vagantin Mathilde Proscnc aus Sagor auszuforschen; sie hatte dort einen Kleiderdieb stahl verübt. Die Diebin wurde dem Gerichte eingeliefert. — (Verhaftete Zigeuner.) Vorgestern abends gerieten auf der Wiener Straße drei Zigeuner mit einem Fiaker wegen des Fahrpreises in einen Streit, so baß ein Wachmann einschreiten mußte. Im Laufe der Zeit hatte sich eine größere Menge Neugierige angesammelt. Bei dieser Gelegenheit wurde einer in der Iudengafse wohnhaften Näherin aus der Handtasche, die sie am Arm trug, ein schwarzlederncs Geldtäschchen mit etwa 13 X entwendet. Das Geldtäschchen soll der Näherin ein Zigeuner gestohlen haben. Die Zigeuner wurden verhaftet und dem Bezirksgerichte eingeliefert. Amtsblatt. «« Präs. 7314/16 »/14/2 Kundmachung. Vom l, t. Okierlanoesgelichts» Präsidium m Graz wird lundss«nacht, daß gemäß Justin »inistenaluerordnuug vom 27. Juni 1802, «. Bl. Nr. 31 die für das Jahr 1915 auf den einzelnen hafttag entfallendm Erjatzbeträqe für die Kosten der Uiltelsuchungöhaft und Straf haft für Gerichtsssefängnisse im Oberlandes yerichtsspreliqel Oraz, mio zwnr nnt 78 li für die Untersuchungshaft und für die Vrlvslea.una, Während der Strafhaft. ferner um 85 u für Vewachuna. und Verwaltung während der Straf« haft. endlich für dir Männ> rftmfanftalten mit 1 K 7b k und für die Weide«stlafanslulten mit 1 li 1? u für Nrrpflegunq. Bewachung und Ber» »alrung festgesetzt worbrn find. ^ ÖHI 55 LOSE der außerordentlichen X. i Staats- Lottßriß für Kriegsfürsorgezwecke 21.146 Gewinne Haupttreffer 201.000 Kronen versendet franko gogen Einsendung des Betrages von 4 Kronen pro Los Albiii Föratl, Geschäftsstelle der k. k. Klassen-Lotterie Wien, I., Btllaria 4. Ziehung schon 28.]änner 1915 Brautausstattung Gegründet 1866, Herren-. Damen- u. Kinder-^ Wäsche PF* eigener Erzeugung *-W? die wegen ihres vorzüglichen Schnittes, exakter Arbeit und mäßigen Preises weit bekannt ist, empfiehlt ~^= C. Je HAMANN ==~ Wäsche-Lieferant Kaiserl. und Königl. Hoheiten, Offiziers-Uniformierungen, Institute, Klöster etc. LAIBACH. Wäsche nach Maß wird rasches! angefertigt. Daselbst die erste tonische Feinputzerei für Herrenwäsche. Motorbetrieb. 4 4 BröBte Schonung d. Wäsche. Mcueste Maschinen. 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Budcn-Credit-Anstalt wurden fol^'ixlo Obligationen gezogen: In der Gewinstziehung: Sorio 5044, Nr. 29 mit K 100.000; Serie 1272, Is'r. 23 mit K 4000; Serio 4744, Nr. 33 mit K 2000; Sorio 7629, Nr. 02 mit K 2000; Serie 188, Nr 07 mit K 400; Sorio 310, Nr. 09 mit K 400; Serie *341, Nr. 50 mit K 400; Serie 492, Nr. 22 mit K 400; Serio 1183, Nr 46 mit K 400; Serie 1684, Nr. 48 rait K 400; Serie 1948, Nr. 46 mit K 400; Serie 3033, Nr. 41 mit K.400; Serie 7048, Nr. 28 mit K 400; Serie 7819, Nr. 13 mit K 400. In der Tilgungsziehung mit dem Mindestbetrage von h 200: Serie 375, 835, 2623, 3502, 5019, 5004, 5192, 5388, 5662, 5740, 5755, 5892, 6384, 7182, 7710 mit je Nr. 1 bis 50. Die Einlösung der gezogenen Prämien-Schuldverschreibungen erfolgt vom 1. August 1915 an durch die Kansa dor K. k. priv. allg. österr. Boden-Credit-Anstalt in Wien. Mit diesem Termine erlischt die weitere Vemnsnug. — Die Coupons verloster Prämien Schuldverschreibungen werden zufolge Art. 133 der Statuten zwar aueb fortan auegezah... jedoch wird der Betrag derselben bei der Einlösung der Schuldverschreibungen vom Kapital in Abzug gebracht. — Für die Prämien-Schuldverschreibungen, welche mit dei. Mindustbetrage von K '200 gezogen wurden, erhält der Besitzer nebst diesem Betrage von K 200 einen mit derselben Serie und Nummer bezeichneten Gewinstschein, welcher auch weiter an den Gewinatziehungon teilnimmt. 76 Die nächste Verlosung findet am 5. Mai 1915 statt. Vollständige Ziehungslisten einschließlich der Restanten sind an der Kassa d'r K. k. priv. allg. österr. Bodeu-Credit-Anstalt kostenlos erhältlich. * Gewinstschein. Wien, den 5. Jänner 1915. Die Direktion. P&" Schuhmacher *WH J. 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Bambergs Buohnandlung | Peter Bofeflöer«iel>enött)ert in enbaölh'flerMuna! ] pef er Äofesger | ®efamme(f e 3erfe 9em 3Jerfo|Ttr neubeorbeifete unb ncuelngeteitetc Slu^ab« \ i 40 2dnbe in Dier ^Heilungen 311 je 10 33dnben | Soeben beginnt }u erscheinen 6le 1 j II. 9T6teUun0 ! | 3cber &anb gebunben.......2)?arf 2.501 J 3n ^atbpcrgament..........2)krl 4.— 1 j buMUllltllllllllllllWimillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllfllllMIIIMIIIMIIIIIMIIMIIIIIIIIIIIIIIilltlH I Dfe bequeme erf unfere«t polfetümlia^lcn Öid?ter^ onatif^affen. ! 113er!ca 16taadmann iniei^ia-^prosperscarats unbfranlo; nil cm in ^ m ^in^fc liiirmm ¦iii»in ^ in ¦m^in aaiii m~M ^ in — m m» iiimiii ^ in ^ m ^m ¦¦¦ — himiiiiihi ¦ i i i i*i Wer gewinnen will in der k. k. Österreich. 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