^Nl. 358. Montag, Itt. November ittW. W9. Jahrgang. Wbacher Zeitung. ^i»u«? ' ' ————————^----- """übu ""°"/p«<»: M!t P°Nvcr!ri,d!!Ng: l>a!,,i»hr!,, fl. l5. halbjlihri,, ft. 7 s<». Iin «°mp!o!i: "«ne V,,!. ' nnlbiäbrin fl. 5^c>. H>»r die «ustrNling in« Hau« aanzjühr!« fl. '. - Inscrtionsgeblir: ss«r ^^ ''"'elllte bi« ,» 4 Zoils» ^ik lr,. «rösiss, vsr »rüs «lr,.- ^< »steren W!rds> l!l>I»i,q!>!! per Ze!lt » tr. Die «Laibllcher Zeitung» erschein! tüqlich mi! Nu«nahme brr 3c>nn- »nb Feiertag,, Die !lld,l,«niflrn«to» befindet sick b!« l« Udr unlmittna« — Nnsrnülicrte Vrief, werde« »iä>! aüsseounimen >l»b Ä»ni»ilcrip!e n!! zurüllgestellt. Amtlicher Mil. ^nb^s/' ""^ !' Apostolische Majestät haben mit ttsie, 3 l Ul'terzeichnstem Diplome dem Hauptmann ^ll>>llltn m ^^ Infanterieregiments Freiherr von ^ Gar s ""^ plovisurischen Commandanten lnan^ />°"s'Tlllnsporlhal,ses in Budapest Karl A r. Utih dem m ^belstand mit dem Ehrenworte «Edler» ^leihen ^'"^ «Wehrfest> allergnädigst zu höchst^ U"t> k. Apostolische Majestät haben mitAller-Cllbins.« ss'Wießung vom 5. November d. I. dem ^^nclpisten. Hossecretär Emil Parisini da« ""lnhen « ? Franz.Ioseph.Ordens allergnädigst zu Nichtamtlicher Mil. Krailiischer Landtag. Hie Titzung am 7. November. N. 9n N.i.^ (3°rtschung.) '^g""a k l's""U di'ses Umstände« und in Berück-^>ie d^z "'2 durch Uebernahme der gedachten Ga. '^" N^r. ^" bereits für Stammactien bewil. in"^' h sick^" c^^ ^- "'" "' beschaffen ?^ V^k... ^^ ^l.d.eauiich.iss fiir die Vorlage 7<''tttra!.?/ '""les. betreffend die Garantie eines ? bsgrii,^/ >. "'^ U"t,rtramer «ahnen, entschlossen 3 "llen U .f.? ^"ü""l de« Gesetze« wie folg. : "^elftsoch""'/. l ,st d.e Verpfl.cht.mg des Lande« ."/'' kin!« i«, . bie Unterlrainer Bahnen die Ga< suchend >,'"^'" Reinertsages von 296 953 fl. k"Ü'^n° ,.Vlü< ^^'deruissen für die vierprocentige . .^ldb.scb'tt" ^" T.Igu,.geq,!ote des zum Zw.cke ?^^"dfn NV'^ ""fz lnehmenden. binnen 75 Jahren ^Uionni ^'""alsanlehens im Nominalbeträge ron « ckmiü !." '" ^""i zu gewähren. N^Ei "'^"'°Necapital wird ohne Berücksichti-ill. " Vera.,s^, ^'"'''" ^ln Consurtinm auf 9.650000 25^" vom ^ .^'^"" Erfordernisse stehen gea/n. lN" zu .^ ^""""tien und der von den Inter» N^aUz j ". hmende «"rag von 600,000 fl. obi^ dialer .""'ln°ctikn. Es erscheinen demnach nach <Ü>laae^n Veträge per 3100.000 fl. vom ^^^p'tale per 9.650.000 fi. noch 6.550 000 Gulden unbedeckt. Für diesen Betrag wäre durch Auf. nhme eineö Prioritätsanlchens aufzukommen. Erwägt ma", dass sich das nicht brdeckte Anlagecapital aus dem Oruude erhöhen muss, weil man die Prioritäts-Obligalioncn wohl kaum zum Paricourse wird begeben können und weil auch die Escumptierung des in fünf Jahresraten, deren erste nach Vollendung des Vohnbaues fällig sein wird. zu zahlenden Staalsbeitrages Koftcn verursachen wird. so muss man zum Schlüsse gelangen, dass der zu emittierende Betrag von 7 Millionen Gulden für Prioritäts-Obligationen "'Hl zu hoch gegriffen ist, selbst dann nicht, wenn die Inter, esslnten zu weiteren Beiträgen sich entschließen würden Die vierprocent'ge Verzinsung nebst der TilaMgequole dieses Prioritätsanlrhens erfordert iährlich 296,953 fl Nach dem zwischen der Trisailer Kohl'-nwerlegesellschast, die in nächster Nähe der Stadt Oottschee mächtige Kohlenlager besitzt, dem Staate und dem Consorlium für die Unterlrainer Bahnen geschlossenen Ueberein-lommen ist den Unterlrainer Bahnen ein Iahreserträg-nis von 235.640 fl. gesichert. Das Land hätte demnach jährlich noch den Betrag von 61.313 fl. zu be-decken. Da jedoch n^ch der vom Consortium dem l. l. Handelsministerium vorgelegten, aus Grund möglichst genauer Erhebungen zusammengestellten Rentamlitäls' berechnung die Gesamimbrulto'Emnahml' auf 512,500 Gulden uud nach Abzug d.r mit 237.800 fl. anqenom. memu Betriebskosten da« Rm,erlrägnis auf 274.900 Gu'den berechnet wurde, und wenn writers in Cr> wägung gezogen wird. dass in der obigen Renlabililäts-berechnlmg der Verlchr ai: Kohle, welche anderwärts geliefert wird. nicht einbezogen erscheint, so kann man mit voll»r Bestimmtheit annehmen, das« das Land Krain wohl nicht in die Lage kommen dürfte, auf Grund seiner Garantiepflicht Z'schüsfe an die Unterkrainer Bahnen zu leisten, selbst in dem Falle nicht, wenn man obia/s Reiuerträgnis statt mit 274900 fl. mit 200000 st. berechn n würde. L.hteres wäre jedock d.llch nichts begründet, weil man gestehen muss. dass sich erfuhrui'gsgemäß der Verkehr gewöhnlich erhöht. Im zweite Artikel sind die Bedingungen fchgeleyt. an die die Z„sich?rung d^r im ersten Artikel bestimmten Garantie g llmpst ist. Der dritte Artikel setzt fest. dass die Ourantiezlischüsse. welche da« Land eventuell zu leisten halte, nur Vorschüsse wären, mit deren Nlick» zclhlllng begonnen werden muss. sobald die Erträge der Unlcrklainer Bahnen den Betriebsaufwand. das Zinsen« und Tilguugsersordernis übersteigen. ^^.^^^^^ Es darf mit Bestimmtheit vorausgesetzt werden' dass die Unterkraimr Bahnen ein Elträgnis geben wcrdrn, welches nickt allein die vieiprocentige Verzinsung und Tilgung des Prioritätsaulehens von sieben Millionen Gulden und die statutenmäßige, höchstens fünfprocentige Dividende des Actiencapitales. dann die Auslagen allfällig nothwendig werdender Erweiterung«, bauten u«d sonstige nothwendige Anschaffungen für die Unterkrainer Bahnen decken, fondern auch Ueberschüsse anfweisen wird. die. zu einem Reseroefonde gesammelt, zur Capitalsbeschaffung für andere Localbahnen in Krain heranzuziehen sein werden. Schließlich theilt der Landesausschuss mit. dass zur Deckung der im obcitierten Ministerialerlasse erwähnten Auslagen, die sich auf 60.000 Gulden be« laufen dürften, die krainische Sparcafse dem Consortium in Darlehen von 50.000 Gulden gegen die übliche Verzinsung bewilligt, und dass auch der Landesausschuss seine Bereitwilligkeit bekanntgegeben hat. beim Landtage zu beantragen, dass hochderselbe hiefür ein Darlchen bis zum Höchstbetrage von 30.000 Gulden gegen jene Verzinsung, die die krainische Sparcasse in Anspruch nimmt, bewilligen möchte. Da diese Ausgaben einen Theil der Bauauslagen bilden und aus dem für den Bahndau beschafften Capitale gedeckt werben, hält der Landesausfchuss dafür, dass das Land dieses Darlehen ohne Gefahr bewilligen kanu. Auf Grund des Angeführten beantragt der Landes« ausschuss: Der hohe Landtag wolle beschlüßen: 1.) Dem vorgelegten Gesetzentwürfe wird die Zustimmung ertheilt. 2.) Der Landesausschuss wird beauftragt, demselben die Allerhöchste Sanction zu erwirken. 3) Der Landes» auischusö wird ermächtigt, dem Consortium für die Unterlrainer Bahnen zur Deckung der Auslagen für das D tailprojn Bahnen ein Darlehen bis zum Höchstbetrage von 30.000 st. aus dem Landes-fonde gegen seinerzeitiqe Rückzahlung an« dem für den Bahnbau beschafflen Capitale und gegen die bei der kraiuischen Sparcasse übliche Verzinsung zu geben. — Der Bericht wuide, wie bereit« bemerkt, einem Special» aukschusse zur Berathung zugewiesen. In Erledigung der Tagesordnung referierte sodann Abg. Viänilar namens des Finanzailsschusses über den Voranschlag des Irrenhausfondes pro 1891. Das Er< fordern,« ist mit 61.796 fl,. die Bedeckung mit 10.644 fl. präliminiert; es zeigt sich somit ein Abgang per 51.152 st., welcher aus dem Landesfonde zu decken sein wird. Der Voranschlag wurde genehmigt und gleich- ^euNtonI^ Im Herbst. h3 ^l'ten"?^. l"r eine ziemlich wahrscheinliche »k" ' d'e wm, '^'"e ^e"ae von sogenannten Wahres bei Lick? Warmem als solche hinnimmt, nicht tei, i ^ttden ., e^" ""d «"f ihre Wesenheit ge-ltlick^,. Etn '"'' wenn sie ihren Rang behal-bts?b "schein? ' -""" einer großen Menge ein-bttk^gen :..'.,""id ^en deswegen manchem, der , ,." dczz Z,/lulle in jenem Schatten der Dämme-^lle >>t dm 3, gedacht: I,uc„« u nun lueencw, ^!de "'N is ^"d Iucu8, weil keine lux, keine ^"li^f ein. «""als war ich mitten in diesem l°srei h^Hung gerathen, auf welche der ^"abschaute wie dermalen selbst m das Dickicht. Da halte ich mir gedacht: sollte es sich nut diesem lucu» » nun Incenöo denn wirllich so verhal-ten. wie es allgemein in den Sprichwörtersammlungen angegeben wird? Es wäre doch überaus seltsam, wenn sich die Wortbildung geflissentlich in solchen Späßen gefallen hätte. Drehen wir einmal das Sachverhältms um und stellen uns die Sache so vor: Was war wohl die wichtigste Angelegenheit, in welcher der Mensch zu den Zeiten, in welchen sich die ersten Gestaltuugen unserer Sprache heranbildeten, in den Wald kam. etwa das Jagen, das Holzhacken, das Veereusucheu oder dergln-chen? Gewiss hat er sich aller dieser Dinge wegen lm Walde bewegt — die Wichtigkeit aber und der bewegende Einfluss der Baumwilduis hieng mit anderen Scilen seines Wesens uud Lebens zusammen. Draußen in Wäldern waren die Hlil,gthümcr, draußen auch die Stätten der Opfer. Wem, sich die Mälmer zur Berathung oder zum Nechtsprechiii versammelt.», so schritten sie nach dem heiligen Walde. Alle diese Gebarungen »ind Gänge galten aber nicht dem pfadloseu Dickicht, wo etwa die Stämme fo stan-den dass sich kein Mensch hatte rührvn lönucn. E« wurden vielmehr freie Oertlichteiten. Lichtungen, aufgesucht — ebenso wie sich heute das Volk nickt im Gewirre eng/r Oasfm. sondern auf freien Plätzen versammelt. Die Lichtuuq war es. von welcher man sprach, nicht das weglose Dickicht. Auch bei den Deutschen hängt das alte. mit lueus mrw^udle Wort Loh (Wald) mit Leuchte zusammen, und darum ist es nicht wahr, wenn man sagt, lucu» komme a nan luesnäo h-r. Der ganze Sachverhalt ist umgekehrt. Indem ich über diesen Irrthum nachdachte, welcher gleich so vielen anderen Irrthümern als triviale Wahr» hcit feststeht, brachte mich der Anblick der Lichtung im Herbstwalde auf eine weitere Spur in dieser Richtung hm, welche ich nicht ungern verfolgte. Wir bekommen, wenn von den letzten Oclober.Tagen oder überhaupt vom Spätherbste die Rede ist. meistens zu hören, das« sich die Natur in eine traurige Stimmmig hineinfpinnt, und man findet dann leicht die Uebergänge. welche von dieser Verdüsternng in unser eigenes Empfinden hin« überfühien. Auch diese herkömmliche Hrrbstverbannung des Lichte« aus Feld und Wald scheint mir nicht mit der Wahrheit znsammeuzlitreffcn. Hat doch der Herbst tVin besonderes Vorrecht auf trübe Tage. Wir sollten uns an die März.Nebel er« innesn und an so viele graue Tage unsercs nordischen Frühsommers, also an eine Zeit, in welcher die Dichter für unseren Hausbedarf an gewöhnlichen Vorstellungen uns nur Veilchen, smuligen Himmel, Nachtigallen und Noseu zu liefern pfleg/n. Schauen wir uns dagegen das W'sen des Herbstes ohne Voreingenommenheit a». so finden wir vielleicht Aehnlichleit mit einer Leuchte, welche umso seltsamer und greller aufflammt, je näher sie am Erlöschen ist. Wer etwa diese Zeit die Tage des Nbendroth nai,!,te, würde sich dannt kaum von der Wahrheit ent« fernen. Ost gleicht allerdings das getrübte Gewölbe des Himmels dem Milchqlassturz einer Lampe. Wie aber au dem unteren Saume desMben vor dem Auslöschen ein tiefrother Glanz zu sehm ist. so erblickt der Wan< derer an Herbsttagen am Saume des Hlmmelz ost den Schein einer Verklärung, welche greller wirkt, alb da» üaldallici Zciiunn Nr. 258. 2150 10 November l89l). zeitig folgende Resolution angenommen: Der Laudes-ausschnss wird beauftragt, die Frage inbetreff des Wärterpersonales in der Landes »Irrenanstalt zu studieren und mit dem Orden der barmherzigen Schwestern betreffs der eventuellen Aenderung des Vertrages be» züqllch der Regiekosten zu verhandeln und in der nächsten Session dem Landtage hierüber Bericht zu er» statten, eventuell entsprechende Anträge zu stellen. — Abg. Dr. VliZnjat referierte namens des FinanMisschuss. s über die Petition des Oberlehrers Fmnz Sftintre in Gottschee um Förderung der Errichtung von Spar» und Darlehenskassen - Vereinen. Da nach Angabe des Re^ ferenten die erforderlichen Eründungskosten kaum mehr als 40 ft. betragen und überdies die Sparcassen durch einen Ministerialerlass angewiesen worden sind, aus dem Reservefonde derartige Darlehen zu bewilligen, wurde die Petition vom Landtage abschlägig beschieden. Abg. Dr. VoZnjak referierte weiters über das Subventionsgesuch des Vereines zum Schutze des österreichischen Weinbaues in Baden bei Wien zur Bekämpfung der Reblaus, und wurde dem 'genannten Vereine über Antrag des Referenten eine Subvention von 50 fi. bewilligt. — Abg. Hribar b>richtrte namens des Finanzausschusses über die Petition der Vorstellung der L'chtenthurn'schen Waiscnansialt um Erhöhung der Landesstipendien für weibliche Zöglinge von 90 fl. aus 100 fl. Die Landesvertretung ist principiell nicht gegen die gewünschte Erhöhung, da aber gegenwärtig der Waisenhausfond ohnehin schon höhere Auslagen als präliminiert, zu bestreiten hat, musste die Petition ablehnend beschieden werden. (Schluss folgt.) Politische Uebersicht (Reichsrath.) Die Blätter bringen allerlei Muth maßungen über den Zeitpunkt des Zusammentrittes des Reichsrathes. Definitives ist darüber wohl noch nicht bestimmt. Es ist aber doch vielleicht der Erwähnung wert, dass das officiöse «Prager Abendblatt» den 2. December als muthmaßlichen Termin angibt und beifügt, der Sessionsabschnitt vor Weihnachten dürfte demnach die Frist von vierzehn Tagen kaum übersteigen; während dieser Zeit würden nur einige besonders dringliche Vorlagen zur Erledigung gelangen. Es ist übrigens auch davon die Rede, dass für den böhmischen und für den niederösterreichischen Landtag Nachsessionen projectirt seien. (Repetier» Larabiner.) In einigen Blut» tern war kürzlich die Meldung enthalten, dass in der österreichischen Waffensabrik zu Steyr mit der Erzeugung der für unsere Cavallerie bestimmten Mannlicher« Repetier Carabiner noch nicht begonnen werden konnte, weil bezüglich dieser Carabiner, beziehungsweise des für dieselben acceptierten Systems, ein Patentstreit in der Schwebe sei. Diesel Meldung gegenüber wird nun von informierter Seite versichert, dass allerdings von einem Erfinder eine Patentoerletzung angemeldet, jedoch von den Sachverständigen nicht anerkannt wurde, infolge dessen bereits seit Monaten eifrig an der Herstellung der neuen Repetier-Carabiner gearbeitet wird. (Der niederösterreichifche Landtag) nahm den Bericht des Landesausschusses, betreffend die Errichtung einer Landes - Brandschaden - Versicherungsanstalt, an und beauftragte den Landesausschuss, mit der alla/meineu wechselseitigen Brandschaden - Ver- sicherungsanstalt in Verhandlungen zu treten wrgeu Verwandlung derselben in eiue Landlsanstalt. Sodann beantragte Abg. Fuß. die Regierung sei aufzufordern, eine Vorlage über progressive Einkommensteuer im Reichsralhe eiuzubringen. (Von den cz echischen Real isten.) Wie man dem «Pester Lloyd» aus Prag schreibt, wird das Organ der czechischen Realisten, der «Czas», nunmehr in ein Tagesblatt umgewandelt werden. An die Spihe desselben ist ein junger Nechtsgelehrter. Dr. Kramas-, getreten, der sich bereits als volkswirtschaftlicher Schriftsteller mehrfach versucht hat. (Ungarisches Abgeordnetenhaus.) Bei der Berathung der Post «Ungarische Hofhaltung» er-klärlen die Redner der äußersten Linken, die Hojhal» t„ng sei wohl g'srtzlich begründet, doch gebe es in der That leine solch?. Die Partei votirre die Post, weil sie iu den wahren Verfassungtzsinn des Kaisers Vertrauen setze. Mehrere Redner betonten, dass die Hof Haltung ein staatsrechtlicher Abgriff sei. Per Minister p äsident und der Finanzminister traten dieser Auf» fassung entgegen. Der Ministerpräsident wies den Vor »uurf zurück, dass Hofwürdenträger einen politischen Einfluss ausüben. Bei der Debatte über die Post «Gemeinsame Ausqaben» wurde auch die Sprachen und Fahneofrage berührt. Nach der Veisicb/rung des Ministerpräsidenten, dass die Regierung die diesbezüglichen gesetzlichen Verfügungen strenge wahre, wurde dir Post votiert. (Reise des russischen Thronfolgers.) Der russische Gesandte am griechischen Hofe, Staatsralh Onou, lmrd den Großfürsten. Thronfolger nicht auf dessen ganzer Reise, sondern bloß bis Indien begleiten und sodann auf seinen Posten zurücklehrn,. Unter den zur Begleitung des Careoic gehörenden Persönlichleiten ist noch Fürst Uktomsky hervorzuheben, der China nnd Indien bereist hat. (Deutscher B u ndesrath.) In der Samstag-Sitzung des deutschen Bundesrathes wurde vor Ve» rathung der Anträge Baierns und Sachsens betreffs der Rindvicheinfuhr aus Oesterreich-Ungarn beschlossen, den Reichskanzler zu ersuchen, über den gegenwärtigen Gesundheitszustand der Schlachtthiere in Oesterreich-Ungarn sowie die dort vorhandenen Schutzmaßregelu gegen die Einschleppung von Seuchen aus dem Osten eingehende Erkundigungen einzuziehen und das Er» gbnis dem Bundesrathe mitzutheilen. (Capriui in Mailand.) Aus Mailand. 8. November, wird gemeldet: Bei seiner Ankunft sagte Caprioi, er sei glücklich. Erispi persönlich kennen zu lernen, und dankte ihm dafür, dass er sich nach dem Bahnhofe bemüht habe. Crispi erwiderte, er fei auch glücklich, Caprivi persönlich kennen zu lernen. Er sei stolz, ihn in Italien bewillkommen zu dürfen. Crispi besuchte gestern mittags Caprivi. Dieselben conferierten kurze Zeit und nach dem Dejeuuer eine Stunde lang. Um 3 Uhr empfteng Caprivi den Sindaco nnd dessen Stellvertreter, welche ihn bei der Besichtigung der Denkmäler zu Wagen begleiteten. Das Publicum begrüßte Caprioi durch Entblößen des Hauptes. Caprivi und Crisfti dinierten um halb 8 Uhr zusammen. Sonntag reist Caprivi nach Berlin zurück. (Die französische Kammer) setzte die Berathungen des Budgets dcs Aeußern fort. Delcass. wünschte. Frankreich sollte als Ersatz für die Conver» t erung der egyptischen Staatsschuld die N ulralisierung Ecchutens verlangen. Der Union mit England solle >n die Allianz Frankreichs mit Russland vorziehe"- ^ Minster des Aeußern, Ribot, erklärte. Fla»lrM > friedlich und bedrohe niemanden, setze aber seine Ar iilstaud, um den Elfordernissen aller Situationen sprechen zu können. <, (Aus RusLland.) Dem Vorschlage des Oenel«' stabschefs Obruceu entsprechend, hat der Zar b>e , blierung eines Lehrcurs.s für die Geschichte der 'lu schen Völker an der militärischen Akademie l"'"""" - Eine reiche russische Dame, Madame Sow^ gründet zn Iaroslaol ein Waisenhaus für d>e "" der in Bulgarien wegen ihrer Russenfreundlichlw " ö teten Patrioten. Ti> beiden Kinder Panica s 1"" dort aufgenommen werden. . ^ (Aus Luxemburg) In einer Auspiche die luxemburgischen Aba/ordneten betoute Herzog« ^ er werde dem Rufe des Land>s folgen, den E>v Treue leisten und die Verfassung und die !.au gesehe beobachten, halte aber weitere Erklärll»ge> ^ überflüssig; er beziehe sich auf seine ErtläruMl ^ 18 Monaten. Der Herzog gedachte der Krai'M ^ Königs uud schloss mit einem dreimaligen H^.^ den König. Die Kammer erwiderte mit emein v auf den Regenten. ,v D (Die'Pforte und der Patriarchs Constaittinopel telegraphiert man uns: Der «" ^ ^ mit dem griechischen Patriarchen erscheint wtt ^ weite Ferne gerückt, nachdem das Patriarchat ^i^ Forderung beharrt, dass die Pforte sich verpftM'^. weitere» Veraths bulgarischen Bischöfen zu e"y was die Psorte jedoch absolut ablehut. . . ^ (Militärisches aus der Schweiz, ^,,, die Schweiz trifft ihre militärischen Vurber^ ^ Das außerordentliche Militärbudget für 1891 beaM^ für neue Gewehre, Munition und Landesbesei » 12 V, Millionen. ,,M,' (Wißman n.) Major Wihmann hat "^ ^,f Berlin verlassen, um sich ohue weitere» Auf'lllY seinen Posten nach Ostafrika z» begeben. Tanesneuigleiten. „„„ Se. Majestät der Kaiser haben dem Pla,^^ der Wiener Polizei'Directiun den Betrag vo" ^ ,^el zur Unterstützung wahrhaft bedürftiger uüd ' Personen in Wien überweisen zu lassen geruy' -------------------- .« ^s - (Der russische Thronfolge" ^ den Belichten der Wiener Blätter von GestaU ^ ^Hl gewachsen nud ungemein schlank. Er hält sich i ^W militärisch stramm, bewegt sich aber elegant u" F und die österreichische Uhlanenunisorm le'dete " ^. gut. Sein Gesicht hat noch einen ganz j"8^^'^ L>^ druck und sieht heiter und fröhlich aus; über ne sprosst erst ein ganz schwaches Schnurrbärtchen- ^ prachtvoll ausgestatteten Wagen des luMe" " Z zM der, wie es heißt, früher Eigenthum dcs " ^^ poleon III. war und nach dessen Sturz sür °r ^^!,» Hof angelault wurde, sind so lang, dass es als ''A^eri^ erwies, mit denselben die Krümmungen der .^ he bahn zu befahren. Die Direction der Sildbayn ^e» halb für die Reise des Großfürsten nach ^ eigenen Zug zusammengestellt. Ktrlld^.j - (Explofion.) Im Stadlthe.le^ e^ Kralcm enlslcmd Freitag «"^'>«!"""s »" Abendroth zu anderen Jahreszeiten — sei es dei Gegensatzes halber, welchen die Milchglasdrcke weiter oben hervorbringt, oder wegen der Verdeutlichung durch die vergrößernden Dunstbläschen. Es ist dies eine wundersame Färbung, die einen ähnlichen Schein über die Körperwelt verbreitet, wie dies eine mystische Anschauung über das Gebiet des ganzen Daseins hin thut. Es lässt sich sagen, dass ein derartiger Anblick übeihaupt zu allem eher führt als zu empfindelndcn Regungen über die sogenannte V^r» gäuglichkeit der Dinge — eine Aufgabe, mit der man in der Regel unwandelbar die Herbstzeit betraut. Wai der Himmel thut, thun auch die Früchte uud die Blätter der Bäume. Die grellsten Farben kommen im Herbste. Nach den gewöhnlichen Schilderungen sollte man eine Stimmung in der Landschaft erwarten, welche an Entsagung oder hoffnungslos!^keit gemahnt. Damit sind indessen auch andere Erscheinungen nicht in Einklang zu bringen. Knospen, w.lche man im Frühjahre wahl> nimmt, bringen keinen absoude'lichen Eindruck hervor, weil es einem, sozusagen, selbstverständlich vorkommt, dass sich die Lebewesen für die beoolstehende Zett der warmen Lüfte rüsten, dass sich neue Bildung in ihnen regt. Iu einem wliter ausgreifenden Schwünge jedoch werden die VuistrUuugen des Menschen veranlajöt, wenn er die Voroereituna/n sieht, die jetzt das Aden im Anqchckte d?« enien Eise« trifft, mit welch m vom Nachtfrost die Oberstäche stehender Wasser üt^lspalMt w,rd. Nann man sich vielinchl qeneiat füb'en. jenes lwmen und Kurven deK FrMn.g« auf d«n m'cha- nischen Reiz der stets mächtiger einwirkenden Licht» uud Wä'rmeweUen zurückzuführen, so erscheinen die sich vordrängenden Knospenhüllen des Herbstes dagegen schier wie etwas Transscendentes. Es sicht wundersam aus, wie das lebende Wesen über die bevorstehende Zeit der Erstarrung hinweg schafft und gleichsam wie mit Be» wusitsein ausgestattet vordrnklich arbeitet. Ditser Regung im L^be» der Natur entspricht eine andere, w'lche man in der Sinuesweise und im Gemüthslrben vieler Menschen wahrnimmt Gegen daö Ende ihres irdischen Daseins hin treiben bei ihnen Gedanken vor, von welchen man m früheren Zeitläut n ihres Lebens bei ihnen nichts wahrgenommen hat. Im übrigen können wir sogar den Nebel hinnehmen, wenn lS sein muss, ohne deshalb in elegische Rührung zu gerathen. Dieser Erscheinung ist oft eine Bewegung eigen, durch welche wir an andere gleich' artige Bewegungen erinnert werden, über welche doch niemand in die erwähnte Rührung verfallen will. Wenigstens haben wir von einer solchen noch niemals mrias geholt, wenn es sich um das Wallen glut« flussig'N Metalles oder um das Walleu der Meeres-fläche handelte. D"l ^ Verstoßen «"d verla^N» Roman von »mile «ichebs«^' (139. Fortsetzung) Der Baron von Verboise saß .'" D>e?> beleien versunken in seinem PrmalcabM". ^ sc> . richt von Venevieoe's Flucht hatte ,hn ">' O ^ Himmeln gestürzt, aber nur vorüberg'^r A,t,^ nichts, was ihn von einem einmal gk'"'s hel ^ abbringen konnte. So galt eö. !"^.^ ""i ^ Sl.irm sich gelegt, für ihn nur die A » „,,i^ erhaltene Schlag abzuwenden, ja. vlelie'ni ^„ cl. höhtem Nutzen seinechils auszubeuten '^„he ^,' übermüthig geworden lind dachte keine ^^ >oc ^ dass sich auch für ihn einmal das ,^^>.^ könne. Das Glück war ihm stets h°'^u''d"'F arme italienische Straßenjunge war "'«1 s>l .„ qeworden. Man suchte seine Protection. ^V Abneigung. Niemand zweifelte au "«' da!"^l Herkunft, niemand konnte ihm """)" ,,iqe >"^/ Name, welch n er führte, nicht der''^ .<.,,, einzig' In'ge. w.lcher - wie er way" ,,„d ' ^»' gewesen wäre. seine Herkunft z" verra Ve> ^ ^^,, entlarven, ruhte für „mmr "l den ^l«- ^ e ^, So hatte er nichts zu fluchten. Er st« d ^^ ,h ^ da inmitten der Brandung des Lebe ^ ^ l./ was kounte nuch aus ,hm werden, ' ^^.,, >' ^ Millionen der Marquise von SaulttU 1" ,„cyl Und diese musHteu sein eigen ""den, ' . Gelievieue, so denn durch — eine anor ^aldllch« Bettung Nr. 258 2151 10 November 1»»(1. ^ "^^ w welchem sich eine Droguerie befindet, durch eine ^ Manipulieren mit entzündbaren Chemikalien ^ surchlbare Explosion, welche die Handlungsdiener ^?^ewsli ^^^ Kamiensli lödtete und mehrere H '""en schier verletzte. Die durch die eingestürzte lli.s?^""2 hervordringend Gase haben das Hausthor dlll>!^° ^N^ngssetzte Straßenseite geschleudert und den »rund t ^"^" ^""lmann Samuel Vogler schwer ver» Sckril^ 1^ ° rlFreiherr von Vogelfangs) Der < 'Weiler und Chefredactcur des Wiener «Vaterland», I'ch/m 9 ^" "°" Vogelsang, ist „ach kurzem, schmerz. Rudllll « ^" vorgestern morgens gestorben. Hermann einer , ^'"'^ 3"iherr voil Vogelsang, der Sprosse tenide scichstschl" Adelsfamilie, war am 3. Sep. >nit ^ ^" Liegnitz geboren. Nach Studienreisen U.,. /" "llrslen Johann zu Liechtenstein trat er auf bez .3; Grasen Leo Thun 1875 in die Redaction 6r ^a ' °"^'' ^" " ^^ ^" ^'"^ ^°^ angehörte. Nlrle/ ^'" hochbegabter Schriftsteller, bekannt durch sein 3"iher ""^ "'ssenschastlichem «no socialpolitischcm Gebiete, leichls/ ^°" Vogelsang war Herausgeber der «Oester-kl,« 3" Monalschrist f"r christliche Socialreform., besaß Mn^i^l.Ordcnskreuz, das Commandeurkreuz des Lccl^' Gregor-Ordens und das Threnlreuz «?ro beiher ^ ^"Uüc:«.. Um 28. v. M. abends war 5>"de/ t"s" Vogelsang von einem Unfälle betroffen ^e>n l»n l -^^ Äurgring wurde der greise Baron von !cheine^ ! . ""'^" Grichästswagen niedergestoßen. An« ^en. tv k ^ ^^^t am Rücken und an den Extremi» Vohnl,^ Ireiherr von Vogelsang mit Wagen in seine W dons? ,^ ^ch^- Die Heilung der Contusionen gieng ^^una ^ '' ^ ^^" unvermuthet Schwäche und ^"»den v « öM'Mi ein. Vorgestern in den Morgen« slüth ,, °?^ Freiherr von Vogelsang in Agonie und ^n halb 7 Uhr früh. tcur de« » "^ dem Gerichtssa ale.) Der Rebac« Ärti^z Ä^"'" 'Obzor», Peknjal, wurde wegen eines ^lrresj ^ ^'^^ «Corruption» zu einmonatlichem ^eigerte ? ^ ^""tionsverlust verurlheilt. Pecnjak dellnz ^, ledwede Verantwortung, erkannte die Com-^^siuld ^»rlsgerichtes nicht an und forderte, vor die H°tt erar« .^" ""den. Als der Staatsanwalt das ^ Berba (,^"'^ ber Vertheidiger Mazzara ostentativ vunoiungszimmer. ^Wli» ü. "Werner Realist.) Der «Kurjer "spondrn/ '"'^' bass einer seiner Special. "'^" Au«w ^''^ "^ Vauer verkleidet unter den pol« ""l de„ A.« " """ "ach Brasilien befindet, um den °"i, "°" Agenten betriebenen Schwindel ^tddeu,s^ n elbe '>'< bereits mit einem Schiff des ^ knicke ^ auf offener See, und zwar ist es ^l"rr A ^man-Schriststeller Dygasinsli. ein N "z°«tt. b«. ' ^ sich dieser mühevollen Mission Lilien l-^ ""^ ^"ichle über die Auswanderer aus ^ letzten ^'"°'dung eines Po rfrichters.) ^" von O 5 U ermordete ein Waldheger den Dorf. ^ kincn c>^°l°lna bei Pressburg Namens Ianosil k ^.>heiten , " ^'"' bei welchem sie Schuh gegen ^. b' Der <^ " Mannes gesucht hatte, das Haus ''hl'gle w,. ^"' der auch die Frau zu tobten be« 3» ^(Ein .' '"l°" ""fastet. ^Ü. schreibt ^""bertjährigerZuchthäusler,) Sidney vom 29. September: Am vergangenen Montag ist im Gefängnisse zu Geelong in Victoria ein zu lebenslänglichem Zuchthaus verurth iltes Individuum, James Golden, gestorben. Der Mann ist, wie actenmäß'g feststeht, im Jahre 1790 geboren, also genau 100 Jahre alt geworden. ! — (Seesturm) Aus London, 8. November, wird gemeldet: Gestern nachts und b/ute wüthete an den britischen Küsten ein heftiger Nordwest-Sturm. Der Seegang war furchtbar. An der Westlüste kamen mehrere Schiff-brüche vor, wobei auch der Verlust von Menschenleben zu beklagen ist. — (Vizet. Denkmal.) Das Denkmal, welches Bizet, dem Aulor der «Carmen», in Paris errichtet werden soll, wird aus einem mit der Vüste Aizets gezierten Sockel, drn allegorische Figuren zieren, bestehe,,. Bildhauer Paul Dubois und Architekt Charles Garnier haben die Ausführung übernommen. — (Nordpolfahrt.) Der dänische Forschung«' reisende Nansen erklärte bei Uebernahme der ihm verliehenen goldenen Medaille, er werde im Juni 1692 eine Nordpolsahrt unternehmen. — (Wechsel au f Si cht.) Vater: «Meine Tochter erhält 20.000 fl. Mitgift und 20.000 fl. nach meinem Tode.»—Bewerber: «Wann dürste dirs ungefähr sein?» Local- und Prouinzial-Nachrichten. Philharmonische Gesellschaft. Im blauen Zimmer des Casino fand gestern in Gegenwart von 32 Mitgliedern die Plenarversammlung der philharmonischen Gesellschaft statt. Der Vorfitzende Regierungsrath Dr. Kees bach er begrüßte die Ver» sammlung und gab in gedrängten Worten ein Bild des inneren Lebens der Gesellschaft im abgelaufenen Vereins» jähre; er sprach dem Musildirector göhrer und dem Concert» meister Gerstner für ihre erfolgreiche künstlerische Thätigkeit in den Concerten und Kammermusik-Abenden den Dank und die Anerkennung der Gesellschaft aus, des-gleichen den Sängern des deutschen Turnvereines, die im Vereine mit den Sängern des Männerchorcs Anthril an den Erfolgen nahmen. Die Gesellschastsschulen nahmen ungeahnten Ausschwung, der Andrang an dieselben ist ein so großer, dass die Direction schon jetzt eine Hilfskraft gewinnen und schon heule eine Schulsrage auf die Tages» ordnung sehen musste. In finanzieller Beziehung hatte die Direction ein Deficit präliminiert, sie hat aber dasselbe nicht nur gedeckt, sondern sogar mit einem Cassarest abgeschlossen. Pas Gesellschastsuermögen vermehrte sich auch heuer wieder erheblich. Redner gedachte sodann des verstorbenen Archivars Josef Andolschel, des Mitglieds deS Damen-chors Fräulein Hela Schetina und des Herrn Ludwig Ritter von Giltmanslhal in warmen Worten. Die Ge« fcllfchast erhob sich über Aufforderung des Vorsitzenden zum Zeichen der Trauer von den Sitzen. Der Vm sitzende gedachte ferner aller Freunde der Gesellschaft, welche derselben durch Spenden ihre Authcilnahme beimesen haben, insbesondere des Präsidenten der klinischen Spar. casse und Ehrenmitgliedes Josef Luckmann, der den Betrag von 100 fl., des verstorbenen Herrn Albert Malilsch, welcher, obgleich nicht Mitglied der Gesellschaft, derselbe dennoch durch seine Witwe den Gelrag von 50 fl. ge> widmet hat. Der Vorsitzende sprach den genannten sowie auch den Behörden und Corporationen, welche die Ge-sellschaftsfchule auch heuer wieder subventionierten, den Dank der Gesellschaft aus. Das wichtigste Ereignis des abgelaufenen Jahres jedoch, fuhr Redner fort, bildet unstreitig die erfreuliche Thatsache, dass der Bau des neuen Vereinshauses in Angriff genommen und soweit fortgeführt wurde, dass e« am 12. September bereits unter Dach gebracht wurde. Schon im Rohbaue den Charakter eines Monumentalbaues tragrnd, verspricht es durch sein Aeußeres eine Zierde der Stadt zu werden und vermöge seiner innern Anlage allen gesellschaftlichen Ansprüchen Genüge zu leisten, und es sei „ur zu Wünschen, dass mit dem äußeren Glänze zugleich ein reges inneres musikalisches Leben Hand in Hand gehe. auf dafs die Gesellschaft das bliebe, was sie nun bald durch zwei Jahrhunderte war: ein Hort der edlen Tonkunst. Mit der Durchführung des Baues harren der Gesellschaft große Aufgaben, die nur gelöst werden können, wenn die Direction von allen Seiten Unterstützung findet, wenn nach dem Wahlspruch des Kaisers: mlt vereinten Kräften dem schönen Ziele entgegen gearbeitet wird. Cassiec Herr Carl Karinger trug sodann den Rechenschaftsbericht vor, der zur Kenntnis genommen wurde, nachdem der Vorsitzende über eine Anfrage des Herrn Dr. von Schrey betreffs des Fondsconcertes einige Aufklärungen gegeben hatte. Der Revisionsbericht der Herren Beyschlag und Verderber wurde sodann zur Kenntnis der Versammlung gebracht und beide Herren wieder zu Revisoren gewählt. Herr Karinger verlas so» dann den Vermögensausweis, der zur genehmigenden Kenntnis gebracht wurde. Cassier Herr Krenner trug das Präliminare pro 1690/91 vor, welches ohne Debatte genehmigt wurde. Der Director-Stellvertreter und Schulinsvector Herr Oberlandesgerichtsrath Dr. A. Gert scher begründete sodann in ausführlicher Rede den Antrag der Direction aus Erhöhung des Schulgelde« von 2 st. auf 2 fl. 50 kr. für Mitglieder und von 3 fl. auf 4 fl. für Nichtmitgliedcr. Es entfpann sich hierüber eine längere Debatte. Baron Rechbach fragte, was unter der zweiten zu gewinnenden Lehrkraft zu verstehen sei. Per Vorsitzende gab die Auf» llärung, dass dies ein Lchrer für Clavier fei, der jedoch auch ein anderes Instrument, z. V. Violine, lehren könne. Dr. v. Schrey fragte, wie hoch die Zahl der vom Schulgeld Befreiten sei, was Herr Schulinspector Gertfcher dahin beantwortete, dass gegen 50 Procent das ganze Schulgeld zahlen, während die übrigen theils ganz, theils halb befreit seien. Pr. v. Schrey wünscht, dass man Clavierschülern gegenüber strenger in der Besreiung sein solle, als anderen Lehrgegenständen gegenüber, woraus der Referent erwiderte, dass dies ohnedies der Standpunkt der Direction sei. Herr Landesgerichtsrath Sajc beantragte, dass, wenn ein Mit» glied mehr als eines feiner Kinder in die Schule schicke, für diefes die Erhöhung des Schulgeldes zu entfallen habe, womit sich der Referent umso eher einverstanden erklärte, als dieselbe Idee bereits in der Direction propagiert wurde. Herr Gustav Fischer fragte, wie hoch das Schul» geld in der Musikschule der «Glasbena Matica» sei, worüber der Vorsitzende die Ausklärung gab. Herr Landesgerichtsrath Czech stellte die Frage, ob auch Clavier» fchüler aufgenommen werden, welche zu Haufe lein Clavier zur Verfügung haben, was Dr. Keesbacher dahin beantwortete, dass diese Forderung als Aufilahmsbedingung von der Direction bereits principiell festgesetzt sei. Bei der hierauf vorgenommenen Abstimmung wurde der Antrag der Direction mit dem Zusahantrage des Herrn Landesgerichtsralhes Sajc mit überwiegender Majorität angenommen. — Sodann wurde zur Wahl ge« schriltl-n und zum Gesellschaftsdirector Herr Regierung«- ^ ^ g^.'! ""d."! I". weshalb den., mcht? Er ll? !''"e a.?. ' ^ gewagtste Spiel zu treiben. W" tz^e Er/, " Namen besaß oder nicht? Eine will-^" ht'lqa. , "" fi"de". die sich zu dcm falschen wn A"« ' ""nte keine Schwieriqtclten bieten — m tts ' lltN G.s^ 9" nicht. Fiir ihn war. wie er H n Nar. da ."°"ze Menschheit käuflich Und mm "'id'"'! Li '^ um Milwn.n handele! Um "niwch j^ a°"zr gaulieriliklt öffnete sich vor ihm lust ^üd..rz^ -"" ^'"n Schimnnr. lW""l'ebs ' 'emes Vertrauten. Eintritt, rntriss ihn h^ " dies«. m."l Gedalikmuers.mkenheit. Und doch et "ler N ' ' -wann erwurt.t. Drchlbe legte seinem ">chl^ betnseih 'H"sl "b von jenen Missionen, mit denen ">'/ ""bchemp »> ^""t n/wesen war. Dieselben waren ^Wnt an ^"' "ohdcm hiiite der Baron ihn sind Sie unzofrieden mit mir?» '"'hch l,^ '?"' 'ch Ihren Insttuctiuncn nicht ^ 't^ j °^lumm.'n?. ^ ^se,/ 's "cht, Alles, was Sie thaten, ist ",b °^,ah'""" 'ch habe ein Project im Kopfe, welcw'ö ich iiber dcmftlbeu alles ^til.^ttd " ^. "einer dabei?. ^. ,. ''^H.Nn^S'e können mir einen großm Dienst °'e ganze Angelegenheit sich durchführen läM. wie ich es Hufs?, sollen Sie lb/i.h^n an incmrm Erfolg. Ihnen dürfte eine runde Million zufallen. Was saqen'Sie dazu?» c ^ ^ .Herr Baron, die Aussicht auf einen solchen Gewinn blendet mich beinahe!» .HH liegt in Ihrer Hand. sich denselben zu sichern. Die Sache ilt folgende: Es handelt sich darum, ein hülifches junges, weder allzmiaiueö noch allzuerfahrrnes, iiltrlllgentts Mädchen zu finden, das eine gewlsse Bit» dmn, besitzt und die Rolle zu spielen bereit ,st. welche ich ihr zuweise und die mit zu dem Plane gehört, den ich cmsqeso»nen habe.» «Wie alt full die Vetr.fiende sem?» «Z'vanziq bis zweiundzw^nzig Jahre, annnlthlg in ihrem Wch'l,. distinguiert und von dem Wunsche beseelt, ein großes Vermögen ihr eigen nennen zu lolmen.» ... . .,, .. «An solchen jungen Mädchen fehlt es mcht; d,e W.'hl wird uns leicht sein. Lassen Sie mich nur nach. dtlilei, und eiil lleimuenig in meinem Inventar Um- ^ Orilder saß eine Weile regungslos da. Plötzlich sprang er auf. « ^. ^ .Ich glaube gefunden zu haben, was Sie be> Mhiqe... Herr Baron., sprach er mit wahrer Tr>-umuh-itormiene. «Ich kenne einen Mann Namens Privot. zu dem ich fchui, zuweilen in geschäftlicher Be-li.himg stand. Im Vertraue» gesagt, jchuldet er n„r eme nicht unbedeutende Summe; seine Fran klagt stets ülxr die Ungerechtigkeit des Schicksals, welches sie ,,ö' thigt. vielerlei zu 'entbehrn». Dieses Ehepaar Drivot nun hat eine Tochter von beiläufig 20 Jahren, die schr hübsch ist und nur einiger Toilettrlimste bedarf, llm Aussehen zu eiregen. In Wirklichkeit ist sie gar mcht das Kind oes Ehrpaares Drivot. Die Eltern Celine's — so hrißt das Mädchen — sind längst todt. Ihre Mutter war eine Verwandle der Frau Drivot; der Vatrr hinterlieh ihr eine kleine Rente, die mm drn Verwandten zugute kommt, in deren Hanse das Mäo» chen nicht mehr als eine Magd ist. Wenn wir dieser Celine das Bild einer leuchtenden Züklinft schildern, so ist sie sicher bereit zu thun. was wir auch von ihr fordern!» «Vortrefflich!» richtete der Baron sich lebhaft auf. «Heute Abend noch besuchen Sie die guten Leute, son-diercn Sie das Terrain, entwickeln Sie Ihre ganze diplomatische Oeschicklichkeit und ersinnen Sie einn, Vlirwaud, um mich gleich morgen vorstellen zu löimen, denn ich selbst will das Spiel in Scene jrhen, welches sg gilt — ein Spiel um Millionen!» Und Grüder recognoscierte das Terrain wirtlich mit solcher Geschicklichkc'it. dass er bereits am fola/liden Morgen den Baron zu dem Ehepaar Drioot führe«, lonute. Dasselbe hatte eiue unscheinbare Wohnung im vierten Stockwerk einer Mietskaserne inne, welche hin< reichend den absoluten Mangel eines jeden Bchaa/ns dartliat. Mit scharfem Blick erkannte der Baron dies sofort; er war im hohen Grade besriedigt. weil er fah, dlijs Celine, deren erster Anblick ihn geradezu frappierte, sich vortrefflich zu der Rolle eignen wüldc. welche cr ihr zugedacht. Sein Plan gelangte zur vMn Reife. (Fortsetzung solgt.) vaibachci Zeitung Nr. 258. 2152 10. November 18!W. rath T>r. Friedrich Keesbacher, zu Directionsmitsslie-dern die Herren: G^rlscher, Dr. Bock, I. Hausfen, M. Krenner, C. Karinger, K. LeStovic. Max Samassa und W. Wettach wieder und an Stelle des verstorbenen Archivars Andolschel Herr Richard Paschali neu gewählt. Herr Dr. von Schrey stellte sodann den Antrag, der Direction für ihre erfolgreiche Thätigkeit und insbesondere dem Gescllschaftsdirector Dr. Keesbacher für seine unermüdliche Thätigkeit für den Vau des neuen Vereins« Hauses den Danl der Gesellschaft auszusprechen, was unter lebhaftem Veifalle der Versammlung angenommen wurde. Sodann wurde die Plenarversammlung geschlossen. — (Verleihung des Adelstandes.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Regierungsralhe bei der Landesregierung in Laibach, Herrn Anton Globocnit, anlässlich der von ihm erbetenen Uebernahme in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen treuen und vorzüglichen Dienstleistung den Adel verliehen. — (Hymen.) In der hiesigen Domlirche fand vorgestern die Trauung des Fräuleins Jenny Zeschlo, Tochter des Herrn Ludwig Zeschko und der Frau Luit« garde Zeschto geborne Vaumgartner, mit dem l. und k. Hauptmann des Generalstabs-Corps Herrn Hermann Kusmanel statt. — (Touristenhaus am Wocheiner See.) Die Saison im Touristenhause am Wocheiner See wurde geschlossen. Der Besuch dieses von der krainischen Industrie» Gesellschaft in einer der schönsten Gegenden Oberkrains erbauten Hotels war im Laufe dieses Jahres ungeachtet der im September eingetretenen ungünstigen Witterung ein zahlreicher; an ständigen Gästen fanden sich ein: aus Böhmen 9, Brasilien 2, China 1, Deutsch, land 24, England 1, Frankreich 1, Galizien 1, Görz 6. Istrien 6, Italien 3, Kärnten 10, Krain 132, Kroa« tien 19, Mähren 7, Siebenbürgen 1, Steiermarl 33. Trieft 17, Ungarn 5 und Wien 85, zusammen 363 Sommergäste. Ueberdies hielten im Laufe der Saison mehr als 200 fliegende Gäste und Touristen Einkehr und bewunderten die herrliche See» und Gebirgslandschaft. Die Restauration Menzinger sorgte für Unterkunft und Ver» löftigung der Gäste bestens. — (Ueber IohannOrth) liegen keine weiteren Meldungen vor. In ihm nahestehenden Kreisen schwindet die Hoffnung auf günstige Nachrichten immer mehr. Orths Testament ist bei seinem Wiener Vertrauensmann hinterlegt. Eine Abschrift desselben befindet sich im Hos» und Staatsarchiv. — (Akademischer Verein «Triglav».) Der Ausschuss des akademischen Vereines «Triglav» in Oraz constituierte sich für das Winter-Semester 1890/91 in folgender Weise: Präses cauä. jur. Hugo Kartin, Präses«Stelloertreter oanä. mod. Johann Ienko, Secretär 8wd. Mr. Johann Krancic, Bibliothekar stuä. moä. Franz Krusic, Cassier eanä. jur. Josef Zmavec, Hauswart oauä. myä. Iaroslav Zitek; Ausschussmitglied-Stelloertreter 8wä. ^ur. Franz Mohoric. — (Ueberschwemmung.) Wer in den letzten Tagen Gelegenheit hatte, eine Bahnfahrt über den Moorgrund nach Franzdorf zu machen, sah um Innergoritz die Laibach austreten und bei Waitsch die Gradaschza außer-gewöhnlich stark angeschwollen. Bei Regenwetter vollzog sich das Schmelzen der bedeutenden Schneemassen um Loitsch und Planina verhältnismäßig so rasch, dass die unterirdischen Wasserreservoire in Bälde gefüllt und das Wasser zvm Austritte durch die Saugtrichter veranlasst wurde, was dazu beitrug, dass der Zirlnitzer See schnell seine «Winterausdehnung» annahm. Im Racna»Thale sind gleichfalls Ueberschwemmungen zu registrieren. — (Gras Hartenau,) Wie aus Graz berichtet wird, hat sich Oberst Graf H a r t e n a u vorgestern dienst, lich dem Regiments», Brigade«, Divisions' und Corps« commando vorgestellt und tritt laut Regimentsbefehls das Commando des 2. Bataillons heute an. — (Betrügerische Ha us iere r.) Die Schweizer Behörden verfolgen eine Gesellschaft von 6 Hausierern, die Brüder Johann uud Michael Persche, Peter Kapsch, Georg Schuster (Vater und Sohn) und Georg Fugina. Diese Leute haben im Laufe des Sommers durch Ein» kaufe in Baseler Galanleriewarengeschäften sich Credit verschafft und sind schließlich mit einer Schuld von 3237 Francs für erhaltene Ware ausgeblieben. Die bezügliche amtliche Verlautbarung bezeichnet die Hausierer, die nach Krain zuständig sind und den österreichischen Dialekt sprechen, als gefährliche Betrüger. — (Ein Kind imSchmalztoftfe.) In Virk« dors bei Wisell wurde kürzlich von der Vesitzerstochter Antonia Kuvaclc auf dem Dachboden ihres Wohnhauses ein neu a/bornes lebendes Kmd in einem Topfe, welcher sonst zur Aufnahme von Schweinschmalz bestimmt ist, aufgefunden. Die Mutter des Kindes, die Hausmagd Maria Hudina, wurde verhaftet und dem Gerichte eingeliefert. — (Gemeindewahl in Flödnig.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Ilüd'ng im polnischen Bezirke Krainlmrg wurden ge-wühv. und zwar: Knlon Burger. Grundbesitzer m H^ör, GlUsbchhec «, I^dmH-, Io^ Klkc. Grundbesitzer w Terboje; Simon Knific und Johann Roßmann, Grundbesitzer in Flödnig, zu Gemeinderäthen. — (Riesi,, kür bis.) Bei der Ausstellung in Budapest stellte der Grundbesitzer und Fleischhauer in St. Paul bei Cilli Herr Karl Schwab einen Kürbis aus, welcher 81 Kilogramm wog und mit dem ersten Preise per fünf Ducaten prämiiert wurde. — (Italienische Rechtsatademie.) Der istrianische Landtag beschloss eine Resolution zu Gunsten der Errichtung einer italienischen Universität oder min-bestens einer Rechtsakademie in Trieft. — (Die Südbahn-Direction) hat den Fabriksarzt an der Glasfabrik in Oplotnih, Herrn Franz Novosad, zum Vahnarzt in Pöllschach ernannt. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 9. November. Einige hiesige Blätter erwähnten des Gerüchtes von einem angeblichen Unwohl» sein Sr. Majestät der Kaisers, wobei hinzugefügt wurde, dass das Gerücht ganz unbegründet sei und der Kaiser, welcher gestern an eimr Jagd theilnahm, sich voll» kommen wohl befinde. Das Telegraphell'Correspondenz-bureau ist in der erfreulichen Lage, diese letztere Mel» dung vollinhaltlich bestätigen zu können. Krulau, 9. November. Aus Posen telegraphiert man den hiesigen Blättern, dass infolge der immer fortdauernden massenhaften geheimen Uebelschreitmig der Grenze durch Emigranten aus Polen nach Bra» silien die preußischen und russischen Behörden den Orenzcordon zwischen Kalisz und Thorn verdoppelt haben. Zara, 8. November. Der dalmatinische Landlag hielt vorgestern seine Schlußsitzung, in welcher die Autonomisten nicht erschienen. Auf Antrag des Landesausschusses wurde beschlossen, von der Regierung die Einführung der serbo kroatischen Amtssprache bei den Staatsbehörden neuerdings zu verlangen. Frankfurt a. M„ 8. November. Heute morgens fand bei Cublenz ein Zusammenstoß eines Gü'terzuges mit einer einzelnen Maschine statt. Der Heizer der letz» teren wurde schwer vei letzt, der Zugsführer des Güter» zuges blieb todt. Köln, 9. November. Die «Kölnische Zeitung» meldet aus Petersburg, dass der Bau der großen sibirischen Bahn eine beschlossene Sache wäre, wodurch nicht nur die wirtschaftliche Ausnutzung Sibiriens ermöglicht, sondern auch für den Kriegsfall Russlauds Stellung im Stillen Ocean und an der chinesischen Grenze sehr verstärkt werden würde. Mailand, 9. November. Der deutsche Reichskanzler Caprioi ist nach herzlichster Verabschiedung von Crispi heute vormittags nach Berlin zurückgereist. Paris, 8. November. Der österreichisch«ungarische Minister des Aeußern, Graf Kälnoky. hielt sich einige Tage hier auf, trat aber mit politischen Persönlich-leiten in keinen Verkehr. Gestern besuchte der Graf, welcher hier nur als Privatmann weilte, die Große Oper. Collstantinopel, 8. November. In Salonich. Ro-dosto und Monastic hat die nunmehr dort gleichfalls erfolgte Schließung der griechischen Kirchen keinen Eindruck gemacht. Än zwei anderen Orten haben die Bischöfe die Schließung verweigert. Aunst und Aitercltur. — (Die Ansprüche auf Begünstigungen in der Erfüllung der Wehrpflicht und ihre Gel tend machung.) Unter diesem Titel erschien soeben im Verlage der Manz'schen l. und l. Hos.Verlags- und Uniuersitäts.Buchhandlung in Wien ein interessantes Buch von Ludwig von Hadary, t. und l. Oberst' lieutenant'Auditor im Ruhestände. Für den Wehrpflichtigen ist es von Belange zu wissen, ob ihm der Anspruch auf eine Begünstigung in Bezug auf Erfüllung der bezüglichen Pflicht zulommt. worin die Begünstigung besteht, auf welchem Wege sie erworben und ihr Fortbestand erwirkt wird. Wir finden in dem Weile nach einer kurzen Darlegung der die Wehrpflicht in Oesterreich-Ungarn berührenden wesentlichsten Bestimmungen jene besonders iu Betracht kommenden gesetzlichen und admini« stllltiurn Normen zusammengcfasst, welche derlei Begünstigungen zum Gegenstand hauen; denselben sind zum Gebrauche für B^ günstigungswerber vom Verfasser entworfene ssormiilarien lion bezüglichen Eingaben und deren Beilagen angefügt. Zur Er« leichterung des Nachschlagms ist ein Sach«Register beigegebrn, und wird nebstbei aus die F'rmularien bei den betreffende» Paragraphen der Wchr» Vorschriften Bezug genommen. Wir können das Buch allen Interessenten daher nur bestens em» pfehlen. Alle in dieser Rubrik besprochenen Vilcher und Z^it schnsten können durch die hiesige Buchhandlung Jg. von Kleinmayr Aorlsberg. — Suppan, Retif. — Träger. Villach. . ,^ Hotel Aaierischer Hof. Winller, Commit Tirol,— Vetle^'U' Groslianischa. , , Hotel Sildbahnhof. Mitschina. Kaufmann; Gürle, 3"«"""" " Kunla. Wien. — ReUcr, Kaufmann. Trieft. — Con", ^ >, Nenmarltl. — Kleinast, Obsthändler, Bastei - W"^ «' Raznoznik, Lees. ___. Verstorbene. Den 6. November. Josef Kraschna, pens. NecknH ' rath. 75 I.. Petersstrahe ,4. Wassersucht. - Josef ^ l. und k. Genie - Werkmeister, 74 I., Rümerstraße 20, ^"W lähmung. Volkswirtschaftliches. Lllilmch, . November. Auf dem heutigen Markte slnd er! < ncn: 6 Wagen mit Getreide und 4 Wagrn mit Holz, Durchschnitts-Preise. ^^-< n., tr, 1. , ff. ^-??^ Weizen pr. Heltolit. 6160 6 69 Butter pr. Kilo. . ^ " « Korn » 5M 6 4 Eier pr. Stück . > "" ^^ Gerste » 4 7b 4 60 Milch pr. Liter. . ^ ^ ^ ^ Hafer . 3 20 3 M Rindfleisch pr. Kilo ^ ^' ^ ylllbfrucht .-------5 2li! Kalbfleisch » a^^ Heiden » 5 40 b 44 Zchweincflcisch » ""A^^ Hirse . 4 55 4^,9! Schöpsenfleisch ' ^ A ^ Kukuruz » 5 20 5 27. hähndel pr, Stück ^?" <- Erdäpfel 100 Kilo 2 41-------Tauben ' ^^"^ Linsen pr. heltolil w------------heu pr. M.-lltr. . ^» .. Erbsen » 10------------Stroh » - ^ " Fisolen . 8------------Holz, hartes, pr. ...^ Rinbsschmalz Kilo - 90------- Klafter 6«" ^ Schweineschmalz» — 68-------— weiches, » ^ Z4 ^ Speck, frisch, » — 58--------Wein, roth.,100M. ^ ^ g^ — geräuchert « — 66-------— Weiher. » ^^^.— Lottoziehungcn vom «.November. Wien: 56 86 32 23 3t). Oraz: 31 30 71 88 ^_^ Meteorolossische BeobachtuM« iu^aiba^ ^,^ Z4 ^______^? ' 7 ü. Mg^ s24.4's^4 8 W. schwach ' bewdM 9 i 6 2 . N. 726 4 58 W. schwach Nege" »<« ___9 . A. 728 0 I___4 0 W. schwach___beiuölll,^^ ?U,Mg 728-4 i -3^0 ^windstill bewöl" «'^ 9.2.N. 728-1 6 3 O. schwach bcwö M 9 » Ab. 729 6 54 O, schwach bewail ^ g. Den 8. Die schlechte Witterung anhaltend. ^ ^de>> Trübe, regnerisch. — Das Tageömitlel der Teii'p""' >llld l>' beiden Tagen 4 9 und 4s, beziehungsweise um " unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic^^^ Heilung der Sehorgane. „2 Professor Deymerich. Specialist in opM" ^ibt,^ befindet sich auf der Durchreise in unferer Stadt "" ^clo > Dienstaa den lt. November. Herr Deymench/' B",^ für die Heilung von Defccten «nd Schwächen der "^„„M „, seiner besonderen Linsen aus Lilex puro, welche ^^„tM^ allen Orten Italiens einen ausgezeichneten ^'"'^ilhaft. :'a" Diese Linsen beeinflussen das Sehvermögen "oriy ^„ s,^. Personen, welche sich der Augengläser bedienen, l"^^ das Atelier deS Herrn Deyinerich während dew'" "^Z 1° ^71 < pro Paar 1 fl. 80 kr. ^_^-^^l I Für die vielen Beweise inniger .^ „^ > > während der Krankheit und beim H''^'" ^b' U"b > > geliebten, treubesorgtrn Gatten, ValcrS, ^^ ^ » ! Schwiegervaters, des Herrn D ! Josef Araschna > I l. l. Rechnungsrath i. R- > I sowie für die zahlreiche Begleitung z^HAre t>^ I > statte und die schönen Kranzspenden, w^e," ^ a"' » > Herren Beamten, sprechen den tiefgefühlten " » I die trauernden Hinterbliebe^D Danksagung. ^ ssür die vielen Veweife herzlicher^ ^n.g' anlässlich des schnellen Hinscheiorns '1 geliebten Gatten, deä Herrn Franz HavirschG ^ fowie für das zahlreiche Geleite M /eyle" , <,U« spricht hicnut allen den tülgesühltesien die tieftraucrndc s>"^.l 2153 Course an der Wiener Dorse uom 8. November 1890. «°«d«n °mnellen «oursbw«« Veld «Lor, Etllllts-Nnlehen. z^tWch« «ent« in N°len ^» an „N 8l> "»'"uttei.t «»d«. «n in «ill.» , ° . ,^.»s, ^l° Ü? »^ «n" "'" N°" . 108 5N „ 9 1' >»'^D°"4°/,. . ,'8?b,14.'.<, """^V°bn «n.iN, ,»84 i»?5 N4 75 ^°V^"° - - - ">«-""»»'' ^' b?» "" ^ 1NN st, «, «i, ,1,8-,88^0 ^'»i« l!°,, ^ "'ÜO «, l«7t.0 188- Veld War, Vrnnbentl.-OUlglltwnen «ür ion ft «Vl.) »"/„ 8nll,, slavonllche n^-zz is»ß>— ö°/„ siebcnbü«^fme!nde Wien „'N»!tdsN vtllu» K"/» <,^ .. g, ^ Pfandbriefe >7 hf, u„.^ bl», Piüm.Ochuldveilchr. 8°/, 11,575 ^9 z>^ l.est. ^hpolheltiibanl llh. »0°/„ ^..^ „. c s«»mz »»nl v«l, 4',," „ , ,,»n 4l, loo »<> ütlt« » 4°/, , 99 ß<> ,l,n-z, Plioriliitil-Obliglltionen (füt 10!) st,), ^»biNll»t>5 Noidbahl, , 188« 9g N — Oll!^!!<^e Natl» Ludwig «nh» »m, ««» g. G, 4>/,"/, , 9» 1^0 9380 O,Nsrr, NorblveNbabn . «N!i ül» lng li< 3taclbn......188 — —'— Viidblll,»! i> »",, , , , ,5N»5 1^l »5 » k 5«^......,«l, »5 1»? «l> Un« .«all,. Valin 1U« l>0 1"< »s' 5werle Lose «rrdltlole io« st. ,84-1845" «Iain.l4» > ö5 »5 4"/. Donau.Dllmpfsch, Il»0 st. «»»'- ^»8^ Lalbllcher Präm,°NnIeh. »N N »ll — 2«— Osener Lose 4« fi, , , , !^n — ^?' Plllf!h.Üi>st 40 fl...... 54 »> 5Ü 2 bothen Nieu,, bst. V«l- v.. lo fi »8 7Ü 19 «' «ubolph Lose IN fi..... '8 - »n - slllriLc> üt.-Ge»o,».ül>Ir 4« st. , , «»— «8 - Wc»bste,n»L°lt »0 st, , 8« «^ 8« 75 Wlndgz 8" <«3 ^ Nanlvcltin. W,n,er l«»N ft, . , 1,7 ?>. <<8 — t'd»ci.'«nst. öst. »l><> ft. E. 4^>88» k>» ''»4's'N «, ^!'U st, »48'5l, «4» — LcpoNlrnbanl, Ällg. ^l><» st, z^s>b(> lui — tücnmple ^l.Nl'll'ft, 5«! st. . »OO'— 604'— H,,, Wiem'l ilOl)« „3'- »>0 - «eld War, 'izs bl, ,60 50 Nctlen von Transport» Unternehmungen. lper Otück), «llb«cht'«°hn »M» fi. Bilder . 8« 5" 83 K<» illfölb ssiuman, Äahn »l>0fl. H. zoo z>5 «N"'V> Mhm. Nolbbahn 150 fi. . , , ,c>8 — »10 — . Westbabn »00 st.. , . ,zz — zzz - ^uIHtiehnlbtl »is, 5W st. «W . — __- - bto. M. U.) 200 st. 47«. - 478 .- 0°nau»Dampslchifffahrt. «,<. Oesttll. 50U st, lllu.«il, <»'Db..)j.)lt<>0ft.O, _-- __--üul'Vobenb. « st, s _-- ^,-^trbinand«'«ordb. i!)M)fl.2M, z?7k z?8<» »lll,!lllrl-Lildw,>!l». i!l)<>fl. «M, ,s», ?z «04 «> Utwb.. «^crnow.»Iassy » «is^n- blll,N'«t!ell!ch, »W st. S. , z»z ?z „<,— liloyb,öst.-ung,,Tnr«ü0<)st,llW ,54 - zßß -vtfteri, siordwtstb, 20!» st. 3ll!> ^,9 75 zz,, . . btl>, ,'! ^4« 75 24z z, Kübbahn l!W st. Vilber , . 144 —li44 50 Vüb'«ordd,Uelb,'O.»')NII.ilM 17, b'. ,?z 5« Tramwn,, Vel,,Wl,.«70st,K. W ^ _. ^-» neue ^iUr,, P:!oritali «ctien 10!) st..... ,5 .. »l> - Un«»«al<» «llend, A«i«, «lld,, ,^z «5 1»5 bo G»ld V>»rt Un« NvrdoNbabn »nn st, B«lbt7 ,9, - l?z 5« Ui<,,WtNb,s«a°b.«r»z),l>0»,H 194 ill 194?» 3ndnftrie«Nctien (ver 3tült>. VllUsses., »ll«. Oeft. il» st. 8» — « — «qhbiel «ilen» und Ttahl-Inb in Mfü lon st, . . . 7»— »> — Eilenbahnw'Lechg, erste, 80 ss »4 ^<» 955« »«Ibemühl» Vavierf. u. <8.»» 4» ?z 4» ?z ^leiliisscr Brauerei 10<» ff. , <,»-. ,», <— ?a!gl>'T.ar1, Stelnlohlen m> st, 4^4- ^ 4^ — »lLchlllsslmühl», Papier!, s00 ff, ,9z ^.____ »Vteyrermühl'.Vavieriu.V'H 1?? — l»8 — trifail« pohlemu,»»«!, /0 st, «48 ??> 149'-««lftens,-<»,,Ofst,in^8lrn1!X1»l, 4»i — 47U — «agnon'Ueihanft.. «ll, in Pest «0 fl........8« - ««'«, «i. «au«eIell).. 18« — Devisen. beutlche «iaht »» «^ i^« «0 Uonbon....... li.z^liz« ^j»ri«........ 45 «l> 4» 70 Valuten. bucaten..... t 4» »>^ «0'Frllnc»'Vtillle . . , . » l4,l 9 l« veutlchc sieich«b»ntn<,,en bl ?»! l»» »l buvitr«Rubtl . . . , l »9„ > »»« ^t»lieni!ch, .»»nloottn t1N<» U 1 4» »0 «b »" Jj Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten «eoteu und Valuten empfiehlt sich bestens die fetal* des Baükhauses Schelhammer & Scüattera WIEN, I., Kärittneratrasse ÄO.