Laibacher Zeitung. ^^ 42. Donnerstag am «»« Februar R8K«. Die „liaibacher Zeitung" srschcint, ,nit Ansn^hnle dcr Soiln- iliii, ^.iert^ge, täglich, u,!!» soi^t mmint den Vcilagsil i in Coinvtoir ganzjährig 1< si.. halbjährig ä ,1.30 fr «lit Kreuzband im Comptoir ^a n zjäh ri g <2 ß.. ha l l> jä hrig l Raun, to'rsrll',,,. für ein« «üalige Einschaltung ^ kr.. fnr zweimalige ^ fr., für dreimalig!- 5 fr. (5. M. IniVrate bis 12 Zeilen kosten 1 il. für ^ Mal, '>ft fr, fiir 2 Mal und 4N fr. filr l Mal einznschalien. Zn dicsen Gcl'nhrci, ist nach dcm „provisorischen Gefti)e voiu ll geführt. Der bisher provisorisch mit dem Präsidium des allgemeinen Militä>-Appellatwnsgmchtts betraut gewesene Feldmarschall-liicutcnant Bar. Turszky wurde zum wirklichen Präsidenten desselben ernannt. General-Major von Kussenitz, Departements' chef bei der General Geniedirection, erhielt das Nri» gadccommando über die beiden succcffive zu errichtenden Genie-Regimenter und die Inspection über die zwei Lehr-BatailtonS in Krmis. General-Major Anton von Weiler wurde in den normalmaßigm Pensionsstand versetzt; dessm Brigade beim 9. Armeccorps in Wien übernahm General-Major Freiherr von Urban, und jene des Letzteren beim 3. Corps der disponible General-Major Adolph Lang. Nichtamtlicher Theil. Erste öffentliche Verhandlung vor dem Hchwursserichtshofe in Laibach " n, ll. Februar l « 5 I. (Fortsetzung.) Theresia Ntihel lak, die 16jährige Tochter der Getödtcten, ein Madchen mit ernstem, düsterm Blicke, wurde nun ausgerufen und trat schüchtern Hera,,. Auf die Frage deö Präsidenten, ob sie gegen den Angeklagten eine Fci»dssh^ ^ge, erwiedert sie fest mit ergreifender Stimme: ^I^ h^,, „ hat ja meine Mutter gemordet.« Der Vertheidiger protestirl nun in Grmäfchcit deö §. 18? S^ P 5) gfgen deren Beeidigung und die dadurch bcdmgtc Beweiskraft ihrer Aussage. Der Staatsanwalt trägt jedoch auf deren Beeidigung an, indem sie gegen denjenigen nicht gleich' giltig seyn könne, der ihre Mutttr erstochen hat, und der §. ,78 das feindschaftliche Verhältniß nur dann meint, wenn der Zeuge schon vorläufig und früher in Feindschaft mit jenem stand, gegen welchen er zeugen soll. Dagegen besteht der Vertheidiger auf die Nicht-bceidlgllng, indem es hübe» nur darauf ankomme, ob der Zeuge zur Zeit der Beeidigung mit dem Angeschuldigten in Feindschaft lebe, was gegenwärtige Zeugin offen gesteht, — Der Staalsanwalt bemerkt hierüber, daß wenn Jemand, wie im gegenwärtigen Falls, gegen Einen plötzlich einen Zorn hat, man noch nicht sagen könne, daß er mit ihm in Feindschaft lebe. Wenn die Unglückliche durch den Tod der Mutler so schwer betroffen ist, wird sie nicht auch noch ihr Gewissen mit einem falschen Eide beschweren. Nach kurzer Berathung entscheidet der Gerichts' Hof, daß die Zeugin Theresia Mihellak zu beeiden sey, indem ihr Verhältniß gegen den Beschuldigten nur das einer Beschädigten sey, und somit ihr Unwille gegen ihn aus die Zc«ge„aussage keinen.Einfluß nehme. In Folge dessen wurde sie, wie die übrigen Zeugen, beeidet. Nachdem sie über die vorhergehenden Umstände übereinstimmend mit den übrigen Hauslcutcn ausge< sagt, erzählt sie über das Hauptsactum, daß, auf der Bezirksstiaße angelangt, ihr Bruder Anton Mihellak auf die Bursche den Besen warf, worauf Franz Kerschan mit der Mistgabel gegen den Bruder einen Stoß sühttl, der jedoch wcasprang und so dem Stoße auswich. Da.,n führte Kerjchaii noch cinen Stoß gcgcn die ganz „ahe hi.ncr de„, Soi),,e stehc„de Mutter, die hierauf sogleich „iedlrsicl «»d sc,gtc -„hier hat er mich getroffen," und bald darauf st<,rb. Zeugin sey ganz nahe dabei gestanden. Es war ziemlich hell, und man konnte gut schcn. Johann Sever, 18 Jahre alt, eincr der Bursche, die in Gesellschaft getrunken hatten, gibt an, er war üft Schritte von der That entfernt und hat gesehen, daß Franz Kcrschan mit der Mistgabel ein Mal in die Theresia Mihellak gestoßen habe und dann davon lief. Dann hörte er, daß tie Mi-hellak schon todt sey. Da der Zeuge Anton Mihellak inzwischen zum Militär abgestellt worden und sich gegenwärtig in Udinc befindet, so wurde seine in der Voruntersuchung abgelegte Aussage verlesen. Derselbe gibt darin an, daß Kcrschan, nachdem Zeuge den Besen gegen ihn warf, mit der Mistgabel gegen ihn stieß; cr sprang weg, und als ll sich umkehrte, sah er scinc Mutter niederstürzen, aber das sah er nicht, daß sie Kcrschan gestoßen habe. Die Mutter halte damals nur cinen alten, weißen Wei bcrpclz an. Er verbessert wcitcr die Aussage dahin, daß er genau sah, daß Kcrschan ganz nahe an seine Mutter sprang und mit der rechten Hand einen Stoß gegen sie führte, er könne jedoch nicht beschwören, ob mit einer Mistgabel oder eincr andern Sache. Nach dem Stoße siel sie sogleich nieder. Der Vertheidiger bemerkt nun, daß diese Aussage viele Widersprüche entHalle, da Anton Mihcllak erzählt, daß cr am Abende der That zum Johann Prazniker eine Harmonika zu »epariren brachte, was dieser in Abrede stellt. — Bei der ersten Emvernth-mung sagte cr, er habe gesehen, daß von den drei zum Fenster gekommenen Burschen Franz Kerschan, Iobann Sever imd Stephan Semeja, jeder mit einer besonderen Mistgabel bewaffnet war. In einer späteren Einvernehmung gibt cr an, daß nur Ker schan eine Mistgabel hatte, und cr bei der ersten Vernehmung nur deßhalb anders aussagte, weil es ihm aus Furcht vorkam, als wenn alle drei Burschen mit Mistgabeln bewaffnet gewesen waren. Wäre der Zeuge heute erschienen, so hätte er d'ßhalb gegen seme Beeidigung protestirt, daher dürfen auch die Geschwornen auf diese Aussage keine Rücksicht nehmen. Der Staatsanwalt bemerkt, daß es ja ohnedem, wie bei allen Beweismitteln, den Geschwornen nach ihrem Erlmffen und ihrer Ueberzeugung anyeimge, stellt bleibe, welche Beweiskraft sie einer Aussage beizumeffen erachten. Johann Semeja, 20 Jahre alt, Bauernbursche, war auch bei der Gesellschaft der Bursche und der zwischen ihnen vorgefallenen Schlägerei. Er sah davon den Franz Kerschan gegen Prevoje laufen, und dann nicht mehr, denn er begab sich nach Hause und legte sich schlafen. Anna Zapuder, auf Antrag der Parteien nicht beeidet, erzählt nur unwesentlich die der That vorausgegangene Schlägerei betreffenden Umstände. Johann Prazniker, auch unbeeidet, erzählt, daß am selben Abende Anton Mihlllak zu ihm kam. und sie von unbedeutenden Dingen sprachen; von tiner Harmonika war keine Rede. Die letzten beiden Zeugen waren auf Antrag des Vertheidigers vorgeladen. Nun »vurden die beiden bei dem Augenscheine brigez.ge'.,« G,r.ch,sz,„g,„ P^er Tabernik und Georg Koltmg vorgerufen, das Aug,nsch,l,.s. u„d Obductionsprotocoll in beiden Sprachen verlese,,, und der SituaNonsplan drn Geschwornen zur Einsicht vorgelegt. Es ergibt sich daraus, daß di« Ver» storbcne von mehr kleiner Statur und stark avge-magert war, und an der linsen Brustfelle zwischen der ersten und zweiten Rippe eine klaffende Stich, wunde hatte, die durch die Substanz der »echten Lunge und durch den Bogen der Aorta, und von dort schief nach rechts und aufwärts in die rechte Lunge lief. Die Getödlcte war bloß mit einem Pelz g kleidet, der einen der Wunde entsprechenden illiß hat. Die am Tage nach der Thal auf einem nahen Acker aufgefundene Mistgabel ist dreizackig an einem 3'^, Schul) langen Stiele angebracht, am obern Ende war der Stiel frisch abgekratzt; die beiden äußern Zacken erscheinen etwas nach aufwärts gebo^ gfn, der eine Zacken ist vom Mittelhacken 2 Zoll, der andere aber 3 Zoll entfernt. Der Gerichlszeuge Tabernik bestätigt die Rich-ligkcit der vorgelesenen Umstände. Georg Kottnig crtlärt, beim Augenscheine nicht persönlich zugegen gewesen zu seyn. Nachdem die Mistgabel und der Pelz den Ge, schworncn vorgewiesen worden war, wurde zur Ein» Vernehmung der Kunstverständigen geschritten. Dr. Anton Potoi'M'k und der Wundarzt Joseph Steinmetz geben dei ihrer abgesonderten Einvernehmung nach vorläufiger Erinnerung auf ihren Dienst» eid an, daß die Verletzte an der Durchstechung der linken Lunge, der Aorta und der rechten Lunge noth wendig sterben mußte, und daß die Verletzung am lebenden Körper geschehen ist. Daß die Verletzung mit der vorgewiesenen Mistgabel zugefügt wurde sey allerdings möglich, unter der Voraussetzung, daß 174 die Mistgabel bei der That anders verbogen war als sie jetzt ist, und bei dem Umstände, als die Ge- l tödtete eine sehr klebere Person war. Dcch konnte die Verletzung auch mit einem andern spitzen, einer Mistgabel ähnlichen Werkzeuge erfolgt seyn. Auch die beiden, von dem Vertheidiger vorgeladenen Kunstverständigen, Dr. Raimund Melzer und Andreas Gregorilsch, schließen sich dieser Meinung unter der nämlichen Voraussetzung an. da sonst jedenfalls mehrere Verletzungen am Körper hatten sichtbar seyn müssen. Valentin Kurrent und Lucas Kespert bestall-gen als Gerichtszeugen bei der Obduction, daß die Dbducirte wirklich Theresia Mihcllak war. Der Burgermeister Peter Tabernik gibt über den Lebenswandel dcs Angeklagten an, daß er ein Nachtschwärmer sey, dein und der philharmonisch-dramatischen Gesellschaft im Theater Corti sollen sehr glänzend gewesen seyn. Eine Menge Herren und Damen waren gegen 2 Uhr nach Mitternacht zum Balle der Nationalgarde gekommen, nachdem sie die Sale S. (5. unseres Herrn Statt. Halters verlassen hatten, wo auch jeden Montag groß« Tanzumerhaltung gegeben wurde. Heute dringt uns endlich die Post aus Dalma. tien wichtig« Nachrichten. Mostar, der letzte Anhaltspunct d«r bosnischen und hcrzegowinischen Re. volutlon, hat sich »geden. Am ,0. d. M. rückte ohne Schwertstreich um die Mittagsstunde Mu. yamed Scander Beg (Gras Salinski) mit ,400 Mann und 8 Kanonen in Mostar ein. nachdem er > am 5. ohne Widerstand die Narenlabrücke bei Kog-mtö passi't "Nd ,n zwei Schlachten (die erste bei Borz'', 8 Stunden vor Mostar, die zweite beim Berge Vlak Planina) >000 Insurgenten unter dem' Befehle des bekannten Stellvertreters dcs Kavaß! Nassy, Bariaktar Pamuk 5on7. Februar. Gestern überreichten die Vertreter der hiesigen Haudclsgremicn und der gewerblichen Innungen dem Herrn Bürgermeister Ritter von Seillcr eine Vertrauens-Adresse, um einerseits mit ehrerbietiger Begrüßung die frohe Zuvcr. sicht auszusprechen, daß demselben, getragen von dcr Achtung und Liebe seiner Mitbürger, kräftigst uittcr-stützt von den Vertretern der Commune, gelingen werde, den Grundsatz eines sclbstständigen Gemein' del>bens innerhalb der gesetzlichen Gränzen zu vol. ler Geltung zu bringen — den Zeitgenossen zum er-sprießlichen Fortschritt, den Nachkommen zum segens-reichcn Andenken ! — und andererseits lün dem Hrn. Bürgermeister die Zusage zu geben, daß sie treu und redlich ihm stets zur Seite stehen würden, wo es gilt, seine Würde zu wahren, seinen Anordnungen Geltung zu verschaffen, irrige Meinungen zu wid.r-legen, gereizte Gemüther zu versöhnen. Der feierlichen Ucberreichung der glänzend imd reich ausgestatteten Adresse ging eine heilige Segens-mtsse voraus, welche der hochwürdigste Prior und Pfarrer zu den Schotten, Herr Gemeinderath Götz, in der St, Sawatorkirche las. Zur Uedcrreicyung selbst im magistratischcn Nalhssaale halten sich viele dcr Herren Gemcinderathe n. ?c. eingefuudcn. Herr Bürgermeister Ritter u. SeiUer beantwortete die Verlesung der Adresse mit herzlichen u»d tiefgefühl« ten Worten dcs Dankes. Ein dreifaches begeistertes Hoch für Se. Majestät den Kaiser, welchem von der einen und andern Seite ausgebrachte Lebehochs sür den Hrn. Bürgermeister und die Stadt Wien folgten, beschlossen den festlichen Act. NZien , l 7. Febr. Die Verhandlungen im Zoll' congrcsse gelangten heute bis zur letzten Tarissposition und wären somit beendigt, wenn nicht noch einige Artikel einer nachträglichen Besprechung unterzogen werden müßten. Zum Schlüsse wurden heute meh-rere Eilifuhrszollcrntcdrigungen bestimmt, welche wir nur höchst willkommen heißen dürfen, nämlich für Bücher, Bilder auf Papier und Gemälde, deren Positionen respective von 2 fl, 30 kr. auf 45 kr., von 7 fi. 30 kr. auf 3 fi. und von l st. .".0 kr. auf i si. herabgesetzt worden sind. Hr. Arthabcr ergriff heute zum ersten Male im Zollcongresse als Ver. trauensmann das Wort, und suchte in einem län. geren Vortrage die höhern Interessen der Kunst geltend zu machen. Das Capitel über die nicht in andern Abtheilungen enthaltenen wurde beinahe ganz unverändert angenommen und fthr schnell abgemacht, nachdem die Position über die .Hadernaussuhr,« welche den wichtigsten Theil derselben bildet, schon früher bei den Papierzöllen zur Sprache gekommen ist. Nun geht die Discussion auf das XlX. Haupt, stück .»Kleider und Putzwaren" über, welches einer spätern Berathung vorbehalten wurde. Die Com. mission beantragt eine Erhöhung dcr ursprünglichen Tarifsätze von 50 und ,00 fl. auf 75 u 150 ss>, welche auch genehmigt worden ist, ungeachtet Hr. Joseph Win« ter noch höhere Zölle vorschlug , und bei dieser Gelegen, heit bemerkte, daß Wien eine Unzahl von Schneidermeistern und I8.0N0 Gesellen auszuweisen habe. Die Versammlung beschäftigte sich mit noch mehre, ren Gegenständen aus den verschiedenen Haup,stücken, und nach einem Antrage dcs Hrn. Winter wurde 1?I bei den schaswollenen Spitzen der ulspmngliche Ta. rissatz von 100 auf 250 fi. crkoben , bei gestrickte», gewirkten und gehäkelten Wollstoffen aber die anfänglich mit 50'si, bestimmte Einfuhrgedühr auf 80 si. erhöht. Nachdem die Commission, wie fn'ihcr angeordnet worden war, die neue Textirung und Vereinfachung der Tarisirung von Glas und Glaswaren heute vorgelegt hatte, winde dieselbe von dem (Kongresse nunmehr definitiv angenommen. Bei den eisernen Dampfschiffen genehmigte die Versammlung den Zollsatz von 2 si. 30 kr. Morgen wird wahrscheinlich die letzte Sitzung dcs Zollcongresses Staat finden. (Wand.) — Im Ministerium des Innern sind die Berathungen über Ungani unter dem Vorsitze des Hrn. Ministers und im Beisein des Hm. Baron Gehrin-ger zu Ende, und der Letztere wild in den nächsten Tagen wieder an dm Ort seiner Bestimmung abgehen. — In Ungarn werden «47 Steucrämter er. richtet, jedes mit einem Steuereinnehmer und einem Controllor. — In Tyrol werden die Münzscheine zil 10 kr. gcviertheilt, und jrdrs Vierthcil als 3 kr. Reichs-Wahrung in Circulation gesetzt. — Gras Franz Zichy, so wie die Mitglieder der Deputation, welche dem Fürsten Paskiewitfch den Ehrenbürgerbrief der Stadt Pesth überbrachten sind aus Wmschau zurückgekehrt; ihr Empfang dort war ein überaus glänzender, 3. Februar. Die >,Kass. Ztg.« mel-det: Ein Theil der in Churhessen stehenden Bun-desttuppen wird, wie wir hören, in den nächsten Tagen den Rückmarsch in die Heimat antreten. Es dürsten sich diese Truppen auf 5000 Mann belaufen, und nennt man darunter ein Cheveauxlegcrs .- Regiment, 2,Batterien Geschütz und mehrere Bataillone bairischcs Fußvolk. Der noch auf unbestimmte Zeit im Lande verbleibende Theil der Bundcslruppcn würde die Stärke von 700 Mann behalten und andeiweitig dislocirt werden. Aus rem Herzogthum Vleiningen, l2. Fc. bruar, berichtet das »Fr. I«: Unsere Bevölkerung ist jetzt durch eine Angelegenheit eigenthümlicher Art etwas in Aufregung gekommen. Nächsten Sonnabend si'll nämlich Friedr. Meyer in Hildburghausen die ihm zuerkannte einmonatliche Gn'a'ngnißstrafe in der dortigen Frohnveste antreten. Da er nun gc-droht hat, für diesen Fall sein Geschäft sofort schlic-sten zu wollen und die Ausführung dieser Drohung von bedenklichen Folgen für jene Gegend ftyn wülde (Meyer gibt gegen 1400 Personen Unterhalt), so wclden morgen mehrere Mitglieder des Hildburghau-scr Stadtrathes nach Mtiningen sich begeben, um jene Gefangnißstrafc in einen Hausarrest verwandeln zu lassen (so fern die Negierung wirklich in der Lage und Willens seyn sollte, eine Begnadigung auf Grund einer Drohung a uszu sprechen! — In der Sitzung der ersten preußischen Kammer vom 15. d. erklärte Hr. v. Manteuffel, daß Oesterreich und Preußen ernstlich gewillt seyen, tie Rechte Deutschlands zu wahren und ernst gegen Dänemark zu handeln. Daß Dänemark dieß wisse, habe es durch die Ernennungen zu der R^gieruxg Schles. wig-Holstems bewiesen. — Die halbofficielle „Hann. Ztg " bestätigt die oft widerlegte Nachricht von einer Protestnote Englands und Frankreichs gcgm hs,i beabsichtigten Eintritt der beiden deutschen Großmächte mit ihren Gc-sammtstaaten in den deutschen Bund. — In Frankfurt werden im Bundespalais Anstalten zur Ausnahme der neuen definitiven Bun-desbehördc gemacht. Düsi-lbe wird wahrscheinlich aus neun Giedern mit cils Stimmen bestehen. Der Widerstand der Kleinen wi,b wohl nur ein ro,ül.er-gehender gewesen scyl?. S ch w e i t. Die Nachricht, daß der Honig von Pieusien einen neuen Kanzler für Neuschatcl ernannt h^lv, scheint sich zu bestätigen; Hr. Chambrilr soll zu diesem Posten ernannt seyn. In Neuschatcl hat diese Nachricht die glotzte Sensation hervorgebracht, da nach den alten Gesetzen des Landes das Volk immer seine Beamten selbst ernannt hat. Italien. * Turin, 9. Febr. Gestern war die Prüfung des Iustizbuogets im Senate mit Reductivn von etwas mehr als 23000 Lire vollendet. Vorgestern wurden die Besoldungen einiger Richter erhöht Eine Debatte über die Kircheneinkünfte führte zu stürmischen Scenen in der Abgeordnetenkammer. Ä s-proni wollte jene Geistlichen, welche wegen Bc folgung und Anerkennung der neuen Kirchengesetze in Sttafe verfallen walen, aus den Kircheneinkünften entschädigt wissen. Pescatore beantragte sogar, daß das Kirchelieinkommcn um den vierten Theil reducirt werden solle, zog jedoch seinen Antrag zurück. — Die vfficielle »(,9X2«l,tu j'iemnlilßs«« und der yalbofficielle »lllkm-lrmlttnlo" haben sich über die angeblich bevorstehende Abdankung Siccardi's bis jetzt nicht ausgesprochen. Mehrere Blätter behaupten, die französische Regierung bestehe darauf, "ls einem Acte der der päpstlichen Regierung gebüh« renden Genugthuung. Die „O«l^
  • 0 ., 3017/8 Vans-Act!.», pr. Sli'ict 1277 in lZ. M. Neticu d>,'r Kaiser Fcrdiuands-N^rdbalnl zu 100« ft. C. M....... 13121/2 ft. in (5. M. Wechsel^ (5ol,rs vom 19. Februar l8ö l. «mstcrda»l, sür !0« Thaler Cnrnut. Nthl. 17!) Vs. 2 Moiiat. VlngSblirg, siir «00 Guldc» ^>n., G»ld. Nl0 Vs. U,o. ssranfsurt a,M.. ( s»r «20 si. südd. Vn- ems-Währ. im 2^ l^ si. Fusi, G»ld.) «20 1^ 3 Monal. Genua, für 300 neue Picmmtt. Lire, Gnld. l.',1 Bf. 2 Monat. Hamburg, für «00 Thaler Aam',,', Rthl. 1!>0 «/2 Vf. 2 Monat. Livoriw, siir 300 Toscanifche 5!irc, Güld. «2'» 2 M^nat. i,'l,'iido», fiir l Psimd Sterli»^. ^nl^n l2-4I Vf. 3Mo»at. Marseille, siir 30<»Fn'nf>ü, . O»!d. 1.',2!/4Vs. 2 Monat. il.iriS, fur 300 ssrai,,en . , ^nld. l.V2 I/2Vs. 2 Monat. K. K. Mlni^ - Dncalm .... 33 3/4 pr. (if. A.,io. Geld-^ßw »och dm .Lkiyd" «»'m !7. L'ru>ir 1851. Nn.'s. Geld. Kais. Mnnz'Dln'ati» A.po .... 347/^ 347/« d.tto Rand- Vto ...... 34 .'»/X 34 l/2 Napolconsd'or „ .... 10. !0 10.» EouvcraiN'.'dVr „ .... 17.4^ 17.42 Friedrichsd'or „ .... «<).!<> <0.,4 Prmsi. D'ors ., .... 10.42 10,40 i»>i^. Soverai»Hs „ .... 12.3« 123<> Ruß. Imperial' ......10.22 10.20 3/oPpic „ .... 3'.> 3/4 3<» >/2 Silberagio ........ 2i»3/4 2>.< 1/2 dcr hier Ällgekomlllelle» «ud 'Abgereisten De» l5. ,>cbl » a:' «8 5> l. Hr. Näß; — Hr. Hchoch; — Hl. Casari; — ^r. Rafali; — Hr, Israel; — Hl'. P^chtler; — Hr. Klaliploi, — ll. Hr. ))^'r?si>,i' alle 8 Handels.-I.'nte, — ll. Hr. Streiter, Adc>ocimii!,, ! v»n ?Igra!n nach Trieft. — Hr. Aloi) Borgh,', — n. Hi.Älarknö ^lü'alll, beideHandel^Ieliie, — u Hr. Äliguft R^omin'sei!, Bchiffbaliineistcr; alle 3 r»^» Trieft nach Wien. Den 16. Hi', v, Wmmvulb; — Hz-. H.Uischi — H,'. Gioc, — l,. H:'. Linger; alle 4 H^idelöleute; roi, Wien »ach Tiiest. — Hr, Ritte,-, Fabrlks-Iich^ber, vc«, Wien ii^ch Görz. — Hr. Joseph Hüchftätter, Halidelöili^un, von Tieft „ach Wien. — Hl'. Moritz Sachs, Doctor der Medicin, — ll. Hr. EmHlmel Sachs, Halldelsmcnm, d«,de von Trieft u^ch ?lgram, — Hr. Adolph v. Thyry, Pnva- ^ tier, rou Fiume nach Wie». —- Hr. Eduard Kohl', ! Haiidelsillali», von Görz n.ich Wien. Den l 7. H>'. Haschnig; — Hr. Eli'as de Moises, — u. Hr. Meliciaoic; alle 3 H^idel^leilce, — u. Hr. v. Zinsler, Beamter; alle 4 von Wien nachTli.st — Hr Freiherr v. ^lternlann, Appell. Rail), vo>^ Wien nach Venedig. — Hr. Johann Waigandt, DamofschWcapicäll; — H>- ^. Sinclair, — u Hr. K. Sinclair, beire Prioariei!.^ — H^ Lndw. Mart,i:i, Aqent; ^. Fr. Josephine We,ß, B^llelmeifterin; — Hi'. Udallich Reche, — ll, Hr. Alois Schurz, beide Schanspieler; — Hr. I^b de Paoli, illiirger; — Hr. Leodegar Brugißer, Oeschaftsrelse»del', — u. Hr. Aibr.-tschek, Handelsmann; "lle l0 von Trieft nach W^ü. — Hr Ventlll'^ , Handelö'lw!,!», — ll. Hr. sjiengedailer , Maler; beide von Trieft, .-Hr. Matchans Klünal-, Pliualier, — u. Hr. Innoleiiz Tlliini, Ban meifter, beide von Gratz nach Tiieft. Vasino Nachricht. Einnn mehrftilig gealiß,rt^n Wunsche int-spvcch^nd, veranstalttt 0,e gesatigte Diction, außer den bereits destimmten dießjäh'igfn Fa-sch»'gsu>tterha!tnngsn, auch für M'ttwoch d^n 2b. l. M. «me Adendunterhaltung mit 3piel und Tanz, wo^u die uerchnc« Mitqüedel' d,s (5asi>w-Vclcincs hiem,t eingcladen we^en Von dcr D.rect.on dcs Kasino - V^i.n5 il, Laidach am 18, Fc-o Lanosprezs crkunviaen Z. 2i7. (l) Verkauf von 3»»» Gimer alter Weine. Nachdem ich meinen bisher in Pettau gehab' ttn Wohnsitz aus Grschäfc6rü'cksichten verlassen h^be, so finde ick mich auch bestimmt, alle meine dmt erliegenden Vorrä'the an alten Weinen, von mehr als 3AW Eimern, glö'^ttntheils voil dem vorzüglichen Jahrgange l84^j, dann einer nicht unbedeutenden Qualität von den ausgezeichneten Jahrgängen l«22, 1834, I83!> und 1841, ganz für Dessert - Weine geeignet, gegen ange-messene, billig gestellte Preise zu veräußern, und lade daher dic p. ^'. Kauflustigen ein, sich dnß-fall6 zu Plttau in meinem, vormals von Korponischen Hause in der Hmrngasse Haus Nr. 39 anfragen, oder sich an meinen Bruder, GutSver-waller zu Oberpettau, wenden zu wollen. Gratz den ^2. Februar 1651. <3<,rl Filaferro. Z. 227. (!) Gine Wohnung am Marktplätze Nr. 76, dlstehend aus dem ganzen, nicht großen, obern, für sich abgeschlossenen Stockwerke sammt Keller und sonstigem Zugehör, ist für Georgi zu vcrmi.thcn. Auskunft in der Handlung von Wutscher. ^,m Hause Nr. 5.^, Elephanten-Gasse, ist einc W»dnun^ mir 2 Zimmern auf i)ie Gasse, » Cadinet, Kücl)^ Spcisekam mcr und Holzlege zu Gcor^l 0. I. zu vcrqcben. Das Nähere ist beim Eigenthümer cben in oiesem Hause zu ebener Erde zu erfahren. Z. 213. (3) Gine Wohnnng in dcr St. Peters-Vorstadt Nr. 82 , bestehend au5 zwei Zimmern, einem (5abinet, Küche, Keller, Dachboden, nöthigenfalls auch cin Stall mit Heu- und Strohbehältnissen und Wagenremift, ist mit künftigen Georgi zu vergeben. Auch werden mehrere Äcker am Laibachcr Felde auf mehrere Jahre in Pacht gegeben Auskunft ertheilet der Eigenthümer Michael Ambrosch, ______________^_____S^dt Nr. l."., ersten S'l'ck. In der llßM« V. ^«Sl««,zU^« - «z3 ^OÄ«V2' NzH^H«Z^,'K'*schcn Buchhandlung in Laibach ist zu daben: Karl, Ioh. Der Herr un5 der Diener. AIs Beitrag zlir richtiaen Behandllliig, Veredlung lind Verbest^lung der Dieuftt'ocen lnciinUichen »»d weibliche!' Geschlechts 2te verbesserte und zeitgemäsl vermehrte Allft.^e. Wien 1850. A6 kr. Klassen, die gefährlichen, Wiens Dar- ftelllllig ihres Entstehens, ihier VerdilidlUigen, ih>er T.k, ihrer Sitten, Gewohuheite» u»d ihrer Sprache. Mic belehrenden Winken über Gallüer-riuffe und e>»em Wörteibuche der Gannessp ach,. Wien 1851. l si 30 kr. Kriebitzsch, Th. Allgemeine Geschichte in Spräche, und Gedichtn, für Schule und H.nli«. Ei fnrt l«50. 5^ kr. - - Deutsche Dichtungen, zunächst fnr ^einiliarien, Real- und höhere Bürgerschll' len. Ites Htt't. Erfurt 1650. 34 kr. Lieder, für Deutschlands turnende Iu. ci,eud. Hcr(Uis^ess.'b>n von L. U. Beck. 2te Alisiage. Brandenblira l850. 36 kr. London, Wie es ist; ein Führer zu allen Reizen, Wlmder» iu,d ^eniissell der glosien We!cr ft^dt, nu'l Einschluß der Theater, Concerte, Casino's, Geinäl^e-Galleriei, lc. und allen Vergnügungen, die das Ang<' ergetz>>n nnd den Geist bilden, i/lipzig 1851. 27 kr. Z. 214. (2) zur Pränumemtion auf das „WienerUemgkeits-Dureau." Das „Wiener Neuigkeitsbnreau," welches gegenwärtig das an »verläßlichen Nachrichten reichhaltigste Blatt der Residenz ist,' und von dem sehr viele Blätter des In - und Auslandes Nachrichten entnehmen, erscheint in Wien, mit Ausnahme Montags, täglich. Der Pränumera- tionsprcis ist für Wien: Ganzjährig ..... .'4 Gulden, ! Vierteljährig ..... i Monatlich......24 Kreuzer. fiir Attswärtige: entfällt überdieß noch das k. k. Postporto mit 20 tr. pr. Monat. Briefe und Geldsendungen werden franco erbeten; auch wird um Beschleunigung dcr Bestellung ersucht, da die ersten Nummern bereits vergriffen sind, daher den jetzt eintretenden Abonnenten nicht mehr nachträglich geliefert werden können. Die Expedition des „Wiener Neuigkeits Bnrean" in Wien, Stadt, Dorotheergasse, Nr ,"8.