Vräuumrranous-Prcisc: Für Laibach: *-Mihr,z . . . 8 st. 40 kr. H^bjihrig . . . 4 „ 20 . . . . 2 „ 10 „ »--«a-üch . . . - . 70 , Laibacher LcLaktiou: Vahnbosgafse Nr. 132. Nit der Post: d'Ujj-Hrig . . . il fl. — kr. e--lbjLhrig . . . 5 . S» . v.-rteljährig. . .2.7-, ksür Asst-x-lliig ,uS Hau« »iertel-iahrig 2S kr„ LlrNLtUch S kr. E7:zrl2e »illMlr.ern 6 kr. ikrrcdition nnd Znscratrii. Surrau: SsngreßvlaS Nr. 81 kBuidbandli-rl Do» I. ».AleinmayrLF. Bamberg), Znscrtionsprcisk: Für die einspaltige Petitzeile L kr Lei zweimaliger Einschaltung L Skr. dreimal L 7 tr. JnsertionSstempel jedesmal ZV kr. Bei größeren Inseraten nnd öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. M. 47. Anonime Mitteilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Dienstag, 27. Febnmr 1872. — Morgen: Leander. 5. Jahrgang. Die galizische Angelegenheit. Polnische Organe stellen den Stand der gali-Zischen Angelegenheit als verzweiflungsvoll dar. Eine Verständigung gehöre in den Bereich der Unmöglichkeiten. Ja der Krakauer „Kraj" läßt sich von einem eingeweihten Gewährsmann aus Wien schreiben: „Das Ministerium ist im Begriffe, eine entschieden zentralistische Richtung einzuschlagen. Da ferner der Kaiser einem unserer Abgeordneten die Hutung der polnischen Abgeordneten gegenüber der Nothwahlnovelle zum Borwurfe gemacht hat, so ist nunmehr, da uns auch die Gunst des Hofes verloren gin^ gewiß anzunehmen, daß den Abrichten und dem Willen des Kabinetes nichts mehr >M Wegx steht. Nicht nur der Entwurf des Subkomitees wird als zu weit gehend verworfen werden, sondern die Regierung geht auch schon, wie ich aus bester Quelle erfahre, mit dem Gedanken um, einen General zum Statthalter für Galizien zu ernennen." Aus diesen Worten spricht unstreitig das böse Gewissen der polnischen Abgeordneten. Während die südländischen und dalmatinischen Abgeordneten allen früher» Freundschaften und Bündnissen entsagten und der Regiernng zu einem glänzenden Siege verhalsen auf die einfache Zusage hin, daß dieselbe für ihre speziellen Landesinteressen Fürsorge treffen werde, eine Zusage, welche die Regierung im vollen Bewußtsein ihrer Pflichten und Verantwortlichkeiten geben konnte, welche schmähliche Haltung haben dagegen die Polen beobachtet? Ihnen hat Man nicht blos materielle Landesvortheile in Aussicht gestellt, sondern seit Jahren sind sie in dieser Beziehung vor ändern Ländern bevorzugt; nicht l>los die angestrebte Erweiterung der Selbstverwaltung Galiziens stand der Verwirklichung nahe, sondern Regierung und Versassungspartei sind gerade in diesem Momente bemüht, durch eine weitgehende Verfassungsänderung ihren Ansprüchen und Forderungen gerecht zu werden. Ein eigener Ausschuß hat sich eingehend mit Prüfung ihrer Wünsche be> fchäftigt und die ganze Verfassungsfrage so gestellt, daß sie mit der Befriedigung der polnischen Auto-nomiebestrebuugen zufammenfällt, und gerade in diesem Momente haben die bis zum Uebermaße begünstigten Polen nichts angelegentlicheres zu thun, als mit dem Aufwaude ihrer ganzen Oppositionskraft gegen die Regierung und Versassungspartei in einer Frage aufzutreten, wo es sich einsach um Sicherstellung der Versassung gegen unverantwortliche Strikegelüste handelte. Und dabei haben die Polen bei ihren Aus-gleichssorderungen nicht einmal ein verwirktes Recht und am wenigsten eine freiheitliche Bestrebung für sich. Sie machen auch gar kein Hehl daraus, ihr Stimmführer, Exminisier Grocholski, erklärte ganz offen, ihre Resolution müsse bewilligt werden, weil es der Landtag so wolle. Und diese Resolution, ursprünglich aus einer übcrmüthigen Laune der polnischen Schlachzizen heroorgegangen, die jetzt als Dogma und Heiligthnm von der galizischen ReichS-rathsdelegation behandelt wird, ist nichts als ein überhasteter, flüchtig zusammengestoppelter Landtagsbeschluß, der mit genauer Noth die erforderliche Majorität für sich errang und von dem die Mehrheit der Bevölkerung nichts wissen will, der von den Ruthenen sogar tödtlich gehaßt wird. Dazwischen benützen diese unverbesserlichen Polen gerade die Zeit der Unterhandlungen bei sich zn Hause zu Handlungen rohester religiöser und nationaler Unduldsamkeit, zur Inschutznahme des Jesuitismus und der feudalen Bestrebungen. Sic sind gerade daran, die letzten deutschen Schalen im Lande auSzurotten, die letzten Kulturstätten zn vernichten, um die Unterjochung der Juden und Deutschen, Masurcu und Ruthenen desto ungescheuter ins Werk setzen zu können. Wenn wir dies alles früher, noch bevor man den Polen in Galizien alle Macht ausschließlich in die Hände gibt, konstatirt wissen wollen, so geschieht dies nicht deshalb, weil wir die galizische Resolution gern zn den Todten werfen möchten oder als ob uns an der Befriedigung der Polen nichts gelegen wäre. Regierung und Versassungspartei würden im Gegeutheil eine bedenkliche politische Schwäche zeigen, wenn sie, nun der Reichsr^th zur Noth gesichert, das Vertrauen in die Stetigkeit der vollen Derfassmigsmäßigkeit gestiegen ist, wenn sie der Verstimmung und dem Aerger über die polnische Uuzu-verlaßigkeit Gehör geben und ihnen auf ihre politischen Entschließnngen Einfluß gestatten wollten. Der Ausgleich mit Galizien bildet einen wesentlichen Bestandtheil im Programme der Regiernng, die Thronrede hat ihm das Wort gesprochen, das Abgeordnetenhaus hat in der Adresse seine Bereitwilligkeit, darauf einzugehen, befindet. Die Absetzung dieser Frage, welche schon seit Jahren Reich und Versassungspartei in Athem erhält, von der Tagesordnung in einer alle betheiligten Faktoren befriedigenden Weise ist daher zur Nothwendigleit geworden, damit diese leidige Frage nicht noch einmal Anlaß zu eiuer Katastrose werde. Ja gerade der Umstand, daß die Polen ein so unberechenbares Element in unserem Staatsorganismus bilden, daß sie selbst am Vorabende einer von der Regierung und der Versassungspartei angestrebten Verständigung sich zn einem schreienden Akte des Mißtrauens, des Uebelwollens nnd der Feindseligkeit hinreißen ließen, muß eö uns als wünschenswerlh erscheinen lassen, daß diese unverläßlichen Elemente künftig in Versassungs- und Kultnrsragen so wenig als möglich mitbestimmend eingreifen. Die vielen mißlichen Erfahrungen, welche Regierung nnd Verfassungspartei Feuilleton. Ein guter Schwarzer. (Aus dem Tagcbuche eines Hnnwristen.) Aus dem Titel, geehrter Leser, dürsten Sic mit einiger Gewißheit schließen, daß ich Sic in das neue Caf6 „Europa" oder in das Kasino-Cafö auf erneu guten schwarzen Kaffee führen werde. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß wir in vttfen beiden genanntcn und auch in den übrige» Msigen von mir nicht gcuannteu Casf6's eine Taffe Luten Schwarzen bekommen, der schwarz wie ^ Teufel, stark wie Gift und heiß wie die Liebe ver die Hölle! (Auch die Liebe wird oft zur Hölle Und macht heiß, wie die Hölle!) — Diesmal, meine geehrten Leser, hätten Sie sich getäuscht. Meiue Absicht besieht darin: Ihnen einmal ausnahmsweise einen guten Schwarzen anderer «orte, nicht aus dem Pflanzenreiche, sondern ans dem Reiche lebender Wesen, von welchen der Dichter sinat: »Halb Thier, halb Engel" vorzuführen. Das böse „Laibachcr Tagblatt" hat Ihnen, meine Herren und Damen, in gottvcrgcsscncr und vermessener Weise bereits von vielen schlechten Schwarzen erzählt. Hörrn Sie einmal einige That-sacheu aus dem Leben eines guten Schwarzen! Leider lebt dieser gute Schwarze, vou dem ich Ihnen einiges erzählen werde, nicht mehr! aber er hat noch vor zwanzig Jahren gelebt, hat lauge gelebt, hatger n gelebt, hat angenehm gelebt und auch andere leben lassen. Sie fragen mit berechtigter Neugierde: wer eigentlich dieser gute Schwarze sei? — Dieser Schwarze gehört zur Klasse jener Schwarzm, deren schlechte Exemplare das „Laibacher Tagblatt" auf dem Zug hat. Dieser gute Schwarze trug aber durch mehr als ein halbes Jahrhundert weiße Klerik mit weißer Flocke; er war Abt und Prälat eines der reichsten Ordensklöster in einem der reizendsten Thä-ler der österreichischen Mark; sein StifthauS ist den Ehren der heiligen Maria geweiht. Der Name dieses würdigen guten Schwarzen erinnert an Ambrosia — die Götterspeise; — der gute Schwarze war geistig überaus thätig; er bearbeitete die 'Geschichte seines geistlichen Ordens und HauseS in acht Bänden; er bahnte den Gläubigen den Weg zum ersten Gnaden- und Wallfahrtsorte Oesterreichs. Er huldigte aber uicht nur geistigen, sondern auch leiblichen Genüssen, getreu dein alte» Sprichworte: „Wann Geist, Vernunft sich laben, will der Magen auch was haben!" Unser guter Schwarzer war ein Freund von Hasel-, Schild- und Auerhühnern; er leerte mit Gusto eiu Glas des edlen Firneweines; auch wohl-ausgetrockuete Milares verschmähte sein feiner Gaumen nicht; er war ein Gentleman! Unser guter Schwarzer hatte ein feuriges Auge, es leuchtete wie ein Brillant, fiel wohl auch — zufällig — auf Eva's üppige Büste; sein Herz war edel; er war seinem Kaiser ein treuer Unterthan, der Kaiser hat aber auch die Brust unseres guten Schwarzen mit dem Ritterkreuze des Lcopoldsordens geziert. Unser guter Schwarzer war ein Freund der Mnsik; ein Adagio aus Beethovens Werken entlockte seinem flammenden Auge Thräuen; ein Menuet von Haydn hob sein Pedale unter der Kutte; ein Presto von Mozart verjüngte den guten alte» Schwarzen. In dem Studierzimmer des guten Schwarzen in einem zwölfjährigen parlamentarischen Verkehr mit den Polen gemacht, legen es ihm gleichmäßig nahe, den Polen so viel zu gewahren, als das Reichsinteresse gestattet, und zwar unter den Bedingungen, welche das Reichsparlament stellt, mit strenger Wahrung der Interessen der Kultur und der Gleichberechtigung der Nationalitäten, wie sie die Staatsgrnnd-gesetze feststellen. Man hat aber auch ein Recht, von den Polen zu verlangen, daß sie alle jene Ansprüche, welche das Interesse des Reiches und der Kultur schädigen und nur in ihrem Dünkel, ihrem fanatischem Hochmuth und in der Einbildung von ihrer Unentbehrlichkeit ihren Ursprung haben, fahren lassen. Eine Partei, die der Mehrheit im Lande durchaus nicht sicher ist, die im eigenen Hause so viel auszugleichen hat, ist nicht dazu angethan, die Verfassungspartei in eine Zwangslage zu versetze», am allerwenigsten die Bedingungen des Ausgleichs zu diktiren. __________________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 27. Februar. Inland. In Abgeordnetenkreisen ist man der Ansicht, daß die Budgetdebatte schon nächsten Freitag ihren Anfang nehmen kann; die Sitzungen werden dann auch in rascherer Folge abgehalten werden. Nach Erledigung des Budgets dürfte der Bericht des Verfassuligsausschusfes über die galizische Resolution zur Verhandlung kommen. DemVerfaffungs-ausfchufse ist in der letzten Sitzung auch die Regierungsvorlage über die zeitweise Einstellung der Ge-schwornengerichte zugewieseu worden; an die Vor-berathung derselben wird der Ausschuß jedoch erst gehen, sobald das Elaborat des Subkomitees über die galizische Resolution erledigt fein wird. Wie ferner angekündigt wird, soll von Seite des Justizministers Glaser nächstens ein Gesetzentwurf eingebracht werden, welcher die trichtere Durchführung des im Jahre 1869 erlassenen Gesetzes über die G e w e r b e ger i ch t e dadurch zu fördern bestimmt ist, daß in Zeiten, in denen der Landtag nicht versammelt ist, dessen Gutachten durch das des Landes-auSfchusses ersetzt werden kann. Das Herrenhaus wird in seiner nächsten Siz-zung über das Nothwahlgesetz verhandeln. Was die Einsprache der Nachbarmächte gegen die den Polen zu gewährenden Zugeständnisse betrifft, so hält der Wiener Korrespondent der „Na-tional-Zestnng" seine Behauptung aufrecht, daß ein Weitergehen auf der abschüssigen Bahn des Ausgleichs mit Galizien internationale Verwicklungen herbeiführe» muß, und von Seite der befreundeten Mächte sei bereits auf diese Perspektive betreffen-denorts aufmerksam gemacht geworden. Daß dies nicht in offizieller Form geschehen, sei übrigens fand man alle Klassiker der allen und neuen Zeit; in seinen Gemächern waren die größten Maler der deutschen uud italienischen Schule vertreten; sein Garte» war eine Berühmtheit in ganz Europa, denn die Nadelhölzer Australiens, Ämerika's, die Alpenftora des Himalaya wie des Großglockners waren hier zu finden; unser guter S chwarz er war ein würdiger Nachfolger des unsterblichen Sängers der „Tnnifias." — Nun dürfte ich Sie, geehrte Leser, mel,r als zur Genüge mit der Person des guten Schwarze» bekannt gemacht haben. Nun will ich zur Sache übergehen! Es war im Jahre >85-0, da bekam unser guter Schwarze an einem dunklen Tage ein bischöfliches Schreibe» des Inhaltes: „An der Straße, welche zum Gnadenorte nächst dem Erlassee ^führt, befinden sich viele unter dem Patronate des Stiftes stehende Pfarrkirchen; diese wären zur Abhaltung von Missionsprcdigten der Patres Jesuiten ganz geeignet. Der hochwürdige Abt werden einge- laden, dieses Projekt zu unterstützen und zu ermöglichen." — Unser guter Schwarze war mit der Antwort in gewohnter Weise schnell fertig; sie lautete wörtlich: „Die überfüllten Kirchen an Sonn- und Feiertagen geben Zeugniß, daß der heimat- selbstverständlich; es wäre diese Form auch völlig unstatthaft gewesen. Dem „Pokrok" erscheint es äußerst gefährlich für die ezechische Opposition, falls der Reichsrath die Gehaltsaufbeffrrung der niederen Geistlichkeit wirklich vornähme. Der „Pokrok" verräth deshalb, daß das Konsistorium bereits eine» Gegenplan entworfen habe. Die Pfarrer auf ärmeren Pfarren sollen in drei Klassen zu 600, 800 und 1000 fl. eiugetheilt werden, mit eingerechnet die Stola zu 2 fl. für je 100 Seelen. Zur Deckung dieses Mehraufwandes müßte zunächst der Religionsfond aus der Staatsverwaltung in die Verwaltung der Landeskirche übergeheu (sie) behufs „besserer Bewirtschaftung." (!) Reichere Pfarrer müßten Abgaben leisten, die jedock 50 Perzent des Erträgnisses nicht überschreiten dürfen. Endlich würde das geistliche Vermögen gewisse Perzente leisten. Dazu macht übrigens der „Pokrok" iclbst Fragezeichen. Von den Kaplänen redet der Plan kein Wort. Natürlich ist es aus weiter nichts abgesehen, als den niederen Klerus plump mit Hoffnungen zu ködern, au deren Erfüllung im Ernst niemand denkt. Dem von der Regierung dem Abgeordnetenhause vorgelegte» Gesetzentwürfe zur zeitweiligen Einstellung der G e f ch woru eu g e ri cht e widmet der „Pefter Lloyd" an leitender Stelle eine eingehende Betrachtung. Wie die Dinge nun einmal stünden, müsse die Anwendung derartiger Mittel unbedingt als eine Nothwendigkeit, wenn auch betrübender Natur angesehen werden uud cs könne keine andere, als eine tief entsittlichende Wirkuug herbeiführen, wenn die tägliche Uebung des Rechtes zu einer täglichen Apotheose des Unrechtes führe, wenn die Freiheiten der Verfassung nur zur Zerstörung der letzteren gebraucht würden, wenn die Heiligkeit des Gesetzes dem Hohne einer fanatisirten Menge verfalle. Das Ministerium habe inveß das Seine geihan, um der Maßregel die allzu großeu Härten zu benehmen, indem Einsührungsrede wie Gesetz das illiberale Prinzip sorgfältig vermeiden; daß das Ministerium sich überhaupt zu eiuer solchen Maßregel entschließen konnte, die nnter Umständen auch seinen Gegnern zugute kommen könne, müsse als Beweis gellen, wie sich die Regierung in ihrer Stellung fest fühle. Wie aus zwei Artikeln des unabhängigen »monistischen Organs „Naroü" mit Klarheit hervor-geht, wird der bevorstehende Wahlkampf in Kroatien ein sehr erbitterter sein. In diesen Artikeln spricht das genannte Blatt der Nationalpartei nicht nur die Fähigkeit zum politischen Leben ab, sondern stellt sie anch als eine Partei ohne Patriotismus dar, welche man mit allen Mitteln bekämpfen müsse. Unter der Regierung Bedekovie' liche eigene Seelsorger im Stande ist, Religio» und Moralität im Psarrbezirke aufrecht zn erhalten, hierzu bedarf er, Gott sei Dank, noch keiner Komödianten !" Als im Anfänge der fünfziger Jahre die österreichischen Stifte und Klöster sich tiefer unler das Joch der Ordensgeneralc in Nom beugte», ja 'ihre ganze Existenz Roms Machtspruch unterwerfe» sollten ; als zu diesem Zwecke ein eigener Nuntius Apo-stolikus i» dein Stifte unseres guten alten Schwarzen Hof hielt, um die Unterwürfigkeit der Ordensbrüder für Rom entgegen zu nehmen, erhob unser guter Schwarze die Stimme nnd entgegnete dem Gesandten Roms: „Wir bleiben bei unseren bis- herige» Ordenöstatuten, worauf wir Profeß gemacht haben. Was mich als Abt betrifft, so er kläre ich: daß, wenn i ch nicht mehr im Stande sein sollte Zucht und Ordnung in meinem Stifte aufrecht zu erhallen, so ist eö auch keine andere, weder geistliche noch weltliche Gewalt!" So trat unser guter Schwarzer den Ueber-griffen des hohe» Kler»s, den unberechtigten Ansprüchen Rom's entgegen! Bei einem fröhlichen Stiftsmale, welches aus Aulaß eines weltlichen Festes in den fünfziger wäre für die Nationalen die Gelegenheit geboten worden, sich mit der öffentlichen Meinung auszusöhnen und auf den gesetzlichen Boden zn stellen. Einen nicht minder gereizten Kamps führen die Nationalen gegen die Unioniste» und find dabei so guter Laune, daß sic das jetzige Interim blos als „Material für den Pensionsfond" betrachten. Ausland. Der deutsche Reichskanzler hat in den letzten Tagen nähere Bestimmungen bezüglich des Art. 2 des Frankfurter Friedensvertrageö getroffen, nach welchen die Angehörigen des neuen Reichslandes Elsaß-Lothringen in dreierlei Arten zerfallen, nämlich 1. in solche, welche dort geboren sind und dort ihren Aufenthalt habe»; 2. in jene, welche dort geboren find, aber in Frankreich leben und 3. die in Frankreich geboren sind, sich aber, im Elsaß aufhalten. Die ersteren haben sich bis 1. Oktober über ihre Nationalität zn erklären und, falls sie fick für Frankreich entscheiden, auch dort ihren Wohnsitz zu nehmen. Die zweite Kategorie bedarf einfach der Nationalitäts-Erklärung, als welche vom I. Oktober au schon der Verbleib in Frankreich betrachtet wird, uud die dritte hat ihren Wohnsitz einfach in Frankreich zu nehmen. Diese Entscheidung wird etwas hart empfunden werden, aber sie beugt unendlichen Wirren vor und deshalb ist sie noth-weudig. Ans Posen wird gemeldet, daß dort aus Anlaß des beabsichtigten Attentates auf den Fürsten Bismarck in der Wohnung des Domherrn Kozmian eine Hausdurchsuchung abgehalten wurde. Die Untersuchnng nimmt somit ziemlich große Dimensionen an; es scheint, daß man nichts geringeres, als einen verbrecherischen Bund zwischen Polen, Feudalen und Ultramontanen enthüllen will. Die Berliner Blätter sind noch nicht in der Lage, etwas neues über die Angelegenheit mittheilen zu können, und enthalten sich auch noch eines Urtheils über dieselbe. Thalsache ist es, daß der „fanatische Katholik" mit dem eisernen Terzerol dein Fürsten Bismarck sehr gelegen gekommen ist; im Herrenhause wird jene Partei, die für das Schulaufsichtsgesetz stimmen will, nun eine bedeutcude Verstärkung erhallen, und die Regierung wird sich vielleicht die uuam'.enehme Maßregel eines ausgiebigen Pairsschubes ersparen können. In der belgischen Kammer ist die Interpellation über das Treiben des „Prätendenten" Ehambord uud feiner Genossen eingebrachl worden. Der Interpellant klagte, daß man auf bel- >-gischem Boden gegen Frankreich konfpirire. Das klerikale Ministerium nahm natürlich feine Gesinnungsgenossen in Schutz, verwahrte sich jedoch dagegen, dem Grafen Chambord Sympathie» erwiesen zu habeu. Diese Antwort wird jedoch die Bewegung, Jahren stattfand, uud welchem auch eiu kaiserlicher L-taithalter als Gast beiwohnte, äußerte sich der Landeschef, „daß die Bevölkerung feit dem Jahre 1848 eine andere, aufgeregte, und schwer znfrieden-zustellende geworden sei; jede Partei ergreife gegen Enlschciönngen der ersten Instanz den Reknrs an die Statthalterei evcntnell an das Ministerinin." — Der würdige Schwarze erwiederte höchst launig: „Trösten Sie sich, Exzellenz! Das habe ich durch dreißig Jahre auch so gemacht. Ich habe prinzipiell gegen jedes Erkenntniß des Kreisamtes in Stifts-angelegenheiien rekurrirt uud in der Regel mit Erfolg für mein Hans!" — Hierauf entgegnete Se. Exzellenz: „Herr Prälat scheinen keinen großen Glauben an die Unfehlbarkeit der kaiserlichen Behörden zu haben?" — Seine insulirtc Gnaden antwortete mit heiterer Stimme: „Ich glaube nicht einmal an die Unfehlbarkeit der Kirche!" Das find Episoden ans dein Leben eines Schwarzen, aber eines gnten Schwarzen, dessen Andenken heute noch in dem schönen Stifte am Fuße der Klosteralpe lebendig ist. Ich wäre glücklich, wenn ich Ihnen mit mehreren solchen guten Schwarzen auch derzeit dienen könnte! LI. welche sich gegen den papistischen Verschwörerhof in Antwerpen geltend macht, nicht aufhalten, und wenn der Graf von Chambord sich selbst keine Zügel anlegt, dürfte er bald Gegenstand viel ernsthafterer Manifestationen werden. Lokal-mldProvlnzial-Allgelegenheiten. Original-Korrespondenz. Bischoflack, 23. Februar. (Zum Mord angeblich zu Bischoflack, refp. Mord beim W a s e nm e i st e r.) Das „Tagblatt" bringt in Nr. 42 eine ans dem „Neuen Fremdenblatt" entnommene Schilderung im gedachien Gegenstände, welche auf sehr wesenüichen Unrichtigkeilen beruht; daher einer Berichtigung dringend bedarf. Nebenbei gesagt, wurde der in Rede stehende Mord nicht am Faschingdienstage (13. Feb.), wie im gedachien Artikel angegeben, sondern am Faschingsonntage (11. Feb.) verübt. Abgesehen aber von dieser Nebensache, legen wir einen größeren Werth auf den Umstand, daß nicht die Ehegattin des Wasenmeisters in Bischoflack dabei beiheiliget gewesen ist, weil ein solcher Fall gar nicht emtreten konnte aus dem einzigen eben so einfachen als jedermann einleuchtenden Grunde, daß die Bifchoflacker schon seit undenklicher Zeit eines eigenen WasenmeisterS entbehren und diesfalls an die mit diesem Gewerbe autorisirie Persönlichkeit der benachbarten Ortschaft Zauchen angewiesen sind. Vor nicht langer Zeit konnte man den fremden Zureisenden noch eine zwischen Bischoflack und Aitlack befindliche Kapelle als Denkmal zeigen, woselbst die Misseihäter vor mehreren Jahrhunderten geköpft worden sein sollen und deshalb „ksrvav rrmumk" genannt wurde. Es könnte also geschichtlich mit Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß sich nebst dem Scharfrichter in dieser Nähe auch sein besserer Kollege den Aufenthalt gewählt haben könnte. Allein heute rechnen wir mit den Faktoren der Gegenwart, und wir können somit, ohne unbescheiden zu scheinen, behaupten, daß bei dem Umstande, als sich weder in Bischoflack noch zwischen Bischoflack und Altlack ein Wasenmeister befindet, — welche letzteren Alternativen wenigstens einen entschuldbaren Jrrthum zu rechtfertigen, wenn auch nur halbwegs, geeignet sein könnten, — in dem Eingangs bezogenen Artikel eine grobe Unwahrheit schon in dieser Beziehung enthalten ist. Wir erwähnen dieser Umstände vorzüglich aus dem Grunde, um anzudeuten, daß Zeitungs-Korrespondenten, die aus was immer für Gründen bei that-sächlichen Darstellungen vom Wege der Wahrheit so weit abzuirren vermögen, den bekannten Spruch: »8utor u« 8nxru eropiäruu" — besser beherzigen sollten. Um nun auf die Hauptsache zurückzukommen, müssen wir zugestehen, daß der fragliche Mord wirk lich beim Wasenmcister — aber nicht zu Bischoflack, sondern im Dorf Zauchen bei Bischoflack, ünd wie ae-sagt am Faschingssonnlage 11. d. M. verübt wurde, wohin am Kirchweihfeste 'zu Zauchen leider gewohnt heilsmäßig die respektablen Hacker Bürger mit ihre» ehrenwerthen Frauen und liebenswürdiger Nachkom-menschasi alljährlich massenhaft zu pilgern pflegien, um sich an der Vertilgung der Würstevorrmhe re. zu ergötzen. Der tragische Vorfall dürste d mnach gemäß des Spruches: „Kein Unglück ohne Glück" — oder vios Völ'M — doch das gute an sich haben, daß dieser widerwärtige, einem angeblich renommirlen wasenmei-sterischen Bieharzt gellende Reverenz Mißbrauch außer Mode gesetzt werden könnte. Ob aber dieser Mißbrauch den gedachien Berichterstatter berechtigte, den Wasenmcister mir nichts dir nichls nach Bischoslack zu versetzen, lassen wir dahingestellt. Schließlich sei nur »och erwähnt, daß sich zufolge verläßlicher Nachrichie» die in Rede siebende liebenswürdige Wasenm.isterin noch heutigen Tages auf freiem i^uße befindet, woraus von selbst folgt, daß der ganze oberwähnte Bericht mehr als leichtsinnig bezeichnet werden muß. Lokal-Chronik. — (Der Statthalter Baron Conrad) ist mit dem heutigen Schnellzuge nach eintägigem Aufenthalte wieder von hier nach Linz abgereist. — (Die Volksversammlung,) die am letzten Sonntag hätte stattfinden sollen und von der Landesregierung untersagt worden war, beabsichtigt man nun, nach Beseitigung der erhobenen Anstände, am kommenden Sonntag den 3. März einzuberufen. — (Filharmonifche Gesellschaft.) Wegen des nächster Tage stattfindenden Konzertes der Herren Treiber, Heller und Korelli wird dieGefammt-probe des Männerchores Mittwoch den 28. d. M. abgehalten werden. — (Raufhandel mit tödtlichem Ausgang.) Ein sicherer Jakob BoZic, Grundbesitzerssohn aus Dobrova, 22 Jahre alt, wurde in der Nacht vom 25. auf den 26. d. M. bei Gelegenheit eines Raushandels von mehreren Burschen derart körperlich schwer verletzt, daß gestern Vormittags dessen Tod eingetreten ist. — (Der „unglückliche Verbannte.") Die „Gr. Tpst." spricht von einem Briefe aus Laibach, in welchem dem Dr. Poklukar uahegelegt wird, wenn es für ihn gar so unangenehm sei, im Reichs-rathe zu sitzen, möge er lieber seinen häuslichen Geschäften nachgehen, sintemal er das „Politik machen" eben so schlecht verstehe, wie der fromme Costa! Auch die Prager „Politik" fragt diesen „Unglücklichen" trocken, „ob er denn im Reichsrathe angenagelt sei, und warum er nicht weggehe, wenn er sich in Wien gar so unglücklich fühle." — (Anö dem Amtsblatt der „Laib. Ztg.") Aufforderung, etwaige noch nicht angemeldete Servitutsansprüche an die fürstlich Auerspergsche Herrschaft Einöd nunmehr längstens bis 31. März bei der Bezirkshauptmanufchafl Rudolfswerth zu erheben; die Unterlassung der Anmeldung würde als freiwilliger Verzicht angesehen werden. — Dem heutigen Blatte liegt eine Einladung zur Prännmeraiion auf das reich illustrirte Lieferwerk „Licht und Finsterniß oder die Geheimnisse der Wiener Hofburg" bei, worauf besonders aufmerksam zu machen wir uns erlauben. Für die Nothleidenden Unterkrains ist das Reinenrägniß der Soiree im Kasino GlaS-salon per 30 fl. durch Herrn Ehrfeld abgeliefert worden. Bade- und Schwimmanstalt. Wir haben neulich die Darlegung der Wünsche des größeren TheileS der Siadibevölkerung bezüglich der erwähnten Anstalt in Aussicht gestellt, und wir können sie in dem Ausdrucke der Befürchtung zusammenfassen, das Bemühen, mehr zu bieten, als wir wünschen, werde alles verhindern und nichls zu Stande bringen. Was vorerst das Bad anbelangt, so wünscht die Bevölkerung daß cs näher, reiner, größer und um etwas komfortabler sei, als das Bad in der Kolesia-mühle. Näher soll es sein, denn erstens hat nicht jede Frau Zeit zu dem langen Wege in di.e Kolesia, noch weniger Geld, dahin zu fahren; zweilens kommt man echaussirt vor dem Bade an und muß der Gesundheit halber warten ; drittens gelangt man nach dem Bake von dem Rückwege abermals erhitzt in der Stadt an. Reiner soll das Wasser sein; denn wenn auch das Wasser in der Kolesia Vormittags rein ist, so haben Loch die Frauen keine Zeit, Küche und Haus zu verlassen. Nachmittags aber wollen sie nicht in dem Schlamm, den die badenden Soldaien oderhalb der Mühle auswühlieu und in den Hinzuihaieu derselben sich beschmutzen. Ferner ist das Wasser der Gradaschza »ach einem Regen noch mehrere Tage lehmig und trübe, wenn die Laibach schon längst klar geworden ist. Größer soll die Anstalt sein, denn in der Kolesia muß man ofi zwei Siunden warten, bis eine Badekammer frei wird; aus die frei gewordene wartet nämlich mehr als eine Partei. Diesen Uebel-ständen gegenüber könnten wir allenfalls den Wunsch nach größerer Bequemlichkeit in den Badekammern unterdrücken ; wir wären allerdings schon froh, wenn etwa 20 Badekammern in der Nähe der Stadt im Wasser des Laibachflusses, sei es im Gruber'scheir Kanale, sei es im Hauptarme, der Bevölkerung zur Disposiiiou ständen. Doch würden wir uns freuen, wenn der Aus- und Ankleideraum in denselben etwas größer wäre im Verhältnisse zu denen in der Kolesia-mühle. Nun wissen wir, daß der vom Gemeinderathe veranlaßte Plan diesen Raum größer ansetzt, und daß ferner auf diesem Plane eine Korrektur vorgenommen wurde, durch welche er abermals um einiges erweitert werden kann, und zwar ohne irgend einen Nachtheil, nur der Gang zwischen den beiden Kabinenreihen wird verengt, bleibt aber sowohl für das öffnen der Thüren, als auch für die Passage breit genug. Es liegt natürlich nicht im Interesse der Akliengesellschast, vorhandene, schon honorirte Pläne absolut durch neue ersetzen zu wollen, man wird sie vielmehr benützen, aber vorher korrigiren. Einen Bortheil aber hat das Bad in der Kolesia vor dem im Hauptarme der Laibach, und zwar den douche-artigen Zustrom. Diesen Vortheil würde ein Bad in dem Gruberschen Kanale durch das Gesäll des Wassers bieten, wenn nichtdurch Stauung, die eine größere Tiefe bewerkstelligen soll, das Gefall w i ed e r b ef eiti gt würde. (Fortsetzung folgt^)_______________ Literarisches. Das zweite und dritte Heft der von Valentin Teirich redigirten, im Verlage von Waldheim in Wien erscheinenden „Blätter für Kunstgewerbe" bestätigen vollkommen, was wir bei Gelegenheit der Besprechung des ersten Heftes über die Gediegenheit nnd Bortrefflichkeit des Unternehmens gesagt haben. Das zweiie Heft enthält: lieber -Sitzmöbel (I) von Jakob Falke. Spezialschulen für Kunslindustrie in Oesterreich von Ritter von Eitelberger. Den Schluß der Abhandlung „Die Knnslgewerbe und die Architektur" von W. Lllbke. Dazu sechs Tafeln und ein großes Detailblatt. Das dritte Heft enthält: Uebcr Sitzmöbel ill). Verzierter Säuleiifchaft von der Seuols, äi 8. Llaroo in Venedig Zur Regelung des Knnstunterrichtes sür das weibliche Geschlecht von Ritter v. Eitelberger. Die österreichische Kunstgeweibe-Aiisstellnng, 1. innere Einrichtung ganzer Wohnräume. Dazu der erklärende Text zu den 4 Tafeln Abbildungen nnd ein Detailblatt uni Ornamenten in natürlicher Größe. Witterung. Laibach, 27., Februar. Nachts Regen. Vormittags theilweise Aufheiterung mit Sonnenschein. Wärme: Morgens 6 Uhr 2.6", Nachmittags 2 U-r I 9 6 6. (1871 7-5°; >870 4- 6.6"). Barometer ini Steigen 723.07 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -l- 5.7", um 4.8" über dem Normale. Der gestrige Nieverschlag 15.20 Millimeter._____________ Angekommene Fremde. Am 26. Februar. Schulz, Kfm., Sieierinark. — Lininger, Ksm.. Graz. — Fnrlani, Kfm.. Triest. — LcSuicar, Kfm., Villach. — 3-mchc, Kfm., Cilli. — Sertic, Liltai. Menzinger, Pächter, Tvpusta. TVI«»»». Geischeg, Ingenieur, St. Peter. — Rupert, Beamte, Jdria. - Kröll. Kfm., Graz. — Herling, Wien. — Nöthel, Kfm., Gottschee. — Deisinger, Biäner, Lack. — Neng, Holzhändler, Graz. — Popper, Privat. Ungn-n. AInI», v». Cecon, Förster, Dogna. — Finotti, Agent, Triest. — Suscha, Marburg. __________ Verstorbene. Den 26. Februar. Josef Safran, gewesener Schuhmacher, alt 83 Jahre, in der Stadt Nr. >26 au Altersschwäche. — Der Frau Emilie Ambrosch, Bürgermeisters-witwe, ibre Tochter Ottilie, alt 24 JalM, m der L>tadt Nr. 23» an der Lungemnberkulose, Prcdlogar, Jnwohnerswilwe, alt 51 Jahre, im Zivilspital an Gehirn- Teleqramme. Wien. 26. Februar. Verfassnngsausschuß-sitzung. Nachdem der Ministerpräsident erklärte, daß die Regierung im großen Ganzen für die Sub-ko»iitcca»träge bezüglich dcr Konzessionen an Galizien sei, wurden die Koiizcdiriuigen betreffs der Einrichtung der Handelskammern, ferner dcr HandelS-angelegenheiten, Aktiengesellschaften, des Gebnhren-wesens, dcr Kredit- und Versicherungsanstalten, Aettelbanken ausgenommen, sowie betreffs der Volksschulen, Gymnasien, Universitäten und Polizeistraf-gesetzgebung im Sinne des Elaborates des Snb-komitees angenommen. Die gefertigte Direktion bringt hiemit zur öffentlichen Kenntniß, daß sie ihren bis herigen Inspektor für Krain Herrn zu ihrem und VrALLi»L8r»1«i tür ernannt hat. Wien, am 20. Februar 1872. Gesellschaft für Lebens- »nd Rciltcil-DersicherumM Telegrafischer Kursbericht der Male der Steiermark. Eskomptebank in Laibach. von der k. k. öffentlichen Börse in Wien am 27. Februar. Schlüffe der Mittagsbörse. 5perz. Metalliques mit Mai- und November-Zinsen —. . — Sperz. National-Anlehen —. — 1860er Staats- Anlehen —- - Bankaktien —. — Kredit 349.80. -Analobank 363.50. — Frankobank 139. — Lombarden 209.20. — Unionbank 313 50. — Wechslrrbank 324. — Baubank 125.50. — Anglobaubank 164. — Wechslerbaubank 57.—. — Ottomanen 143.—. London —. — Silber —. — K. k. Mllnz-Dukaten —. — 20-Frank-Stücke —._________________________________________________ Gedenktafel über die am 29. Februar l872 stattfindenden Lizitationen. 2. Feilb., Favan'sche Real., Jamma, BG. Krainburg. — 3. Feilb., Supancic'sche Real., Koslevc, BG. Sittich. — 2. Feilb., Strajner'jche Real., Biecverh, BG. Sittich. Am 1. März. 2. Feilb., Berhovc'sche Real., Razorje, BW. Egg. -2. Feilb.. Hribar'sche Real., Kamenca, BG-Egg. — 3. Feilb., Röthel'sche Real., Neufriesach, BG. Tschernembl. — 1. Feilb., Medved'sche Real., Temenic, BG. Sittich._________________ Theater. Heute: Zum Vorthelle der Schauspielerin Viktorine Leo. Zum ersten male: Maria Theresia, oder: Der Schmied von Nchau. Historisches Volksstück in 3 Akten von A. Langer. Wiener Börse vom 26. Februar ^perc.Rente, öst.PaV. dto. dto. öst.inSUb. 'ose voa 1854 . . -> -ose von 1860, ganze 6ose von 1860, Süufr. Lrämiensch. v. 1864 . Steiermark zu5p«L:. .tarnten, Krain n. Küstenland 5 , Ungarn. . zn5 ^ ikroat. u. Slav. 5 , Siebenbürg. ^ 5 . /tationaloank . . . -lnion-Bank . . . Kreditanstalt . -r. ö. TScompte-«Sc;. Snalo-österr. Bank . Öest. Bodencred.-L. . Oest-Hypoth.-Bank . Steier. EScompt.-L)!. Zranko - Austria . . -ais. Ferd.-Nordb. . Südbahn-Gesellsitz. . Lais. Elisabeth-Lahn. Karl-Ludwig-BavN Siebend. Eisenbahn . btaatSbahn. . . . .-ars. Franz-Ioseföd.. Künfk.-Brrcser E.-L. rlföld-Num. Bahn . Kation. ö.LV. verloSd Lng. Bod.-Creditaust Lllg.öst.Bod.-Üredrt. ^to. 'ir 85r<.rn<ü» Geld 63.60 70.90 <3.75 102.80 125.- 147.50 Ware 63.70 71 — 91.50 103— 125-50 148.- l 90.— 91.- 85.. 5 81.— 846. 313. -351.30 1020-364.— 282.— 98.-262. 138.50 -275. 210.20 247.50 265.- 193.50 398 50 209.75 194. -188.- 86.- 81.25 84.- 76.50 848.— 313.50 351.50 1025. 364.50 285. 102 - -263. 139.— 2280. 210.40 248. 262.50 194.-3.^9.- 210.50 194.50 188.50 Oest. Hypr-th.-Hanr Südb.-Gr:l. zu 500 r. dto. Bouö 6 vät. Nvrd'o. (100 st. 6M.) SicL.-B.lLoo K ö.W.) StaatSbahn pr. Stück StaatSb. pr. St. 1867 rNudolfSb.(30ost.ö.W.) Franz-2o-.(LV0st.G.) 'Lrsdit 100 fl. §. L?. Dl-u.-Dampfsch.--^ei. zu 100 st. CM. . . Triester 100 kl. EM. dto. sener Laim Palffh Llarv Geld Ware 95.-^ 95.50 112.-.5 112.50 ^30.- 232. 105.25 105,50 93.— 93.50 134.50 135.-131. 132.— 94.25 94.50 102.40 103.— 50 st. ö.W. . 40 st. ö.W. . » 40 . . E -tv . . ^ 40 , St. GenoiS^ 40 , Vindischzratz 20 ^ L>r'.dste:n . 20 , ^c.^levtch . 10 „ NndolfsstisL. loä.L;. ^'soi»«sL. 3 MLv.) i LsgSd.1»!>fi.sSd«.W. SN7S 95.— S-aak!.rsvft. , . 04.90 95.- I» Pf. Sr-rl. il2.8g 113 Lv PoriS Ivü Franc« .i 44.25 44.30 isc.— 1SV.5!: 99.50 10V.5V 120.50 12I.5V SS. 58. 31.50 3».- 2».— 30 -8k.— 38.-LS.— 30.-24.- 25.— 22 50 23 14. - 16. 14.50 15- 90.-- 90.20 *ais.Mün^'Dncareu. 5 36 5.38 .! 89.50 89.75120 ... 9.9^ 9.l)0 104.50! 105.-I^LreinSthai^ . . .! 168 I 1.68 87.50 88. —111.25 111.50 Dem Allmächtigen hat es in seinem uuer-forschlichen Rathschlusse gefallen, meine innigst-geliebte Tochter resp. Schwester und Tante Ottilie im 24 Lebensjahre nach langem, schmerzvollem Leiden, versehen mit den Tröstungen der heil. Religion, um ll Uhr Nachts den 26 Februar 1872 in ein besseres Jenseits abzuberufen. Die irdische Hülle der zu früh Dahingeschiedenen wird Len 28. Februar Nachmittags halb 5 Uhr im Hause Stadt Nr. 234 eingesegnet und sodann aus dem Friedhof bei St. Christof zur Ruhe bestattet. Die theuere Verblichene wird dem frommen Andenken aller Freunde nnd Bekannten empfohlen. Die heil. Seelenmessen werden in der Dom-kirchc gelesen werden. (99) Laiback'. am 27. Februar 1872. Cmilie -Imbrssch geb. Pothorn, als Mutter RcinholS, als Bruder. Judit. Gusti, als Schwestern. Lofie Janeschitz, als Nichte. Druck vou Jgn. v. «lrtnmay, » grd. «ambrrg m Laibach. Verleger »nd für dir Redaktion verantwortlich: Otto mar vambrrg.