LliAchn TliMtt. Redaction und Expedition: Bahnhosgasse Nr. 15. Nr. 208.M^WLÄ; Mittwoch, 11. September 1878. — Morgen: Macedonius. 11. Zahrg. Mit der Post ^ Gan,jähr. fl. 12. zeigen bis S Zeilen 20 tr. InIertionsPreise- Ein» Ein freudiges Willkommen rufen wir uuseren Landtagsabgeordneten zur morgigen Eröffnung des Landtages zu. In ernster Zeit werden dieselben zu ernster Arbeit berufen, aber vertrauensvoll sieht dermal die Bevölkerung der künftigen Wirksamkeit der Landesvertretung entgegen. Ist der Beginn einer Landtagssession auch jedesmal ein bedeutungsvoller Act, so ist es der morgige ein doppelt feierlicher, denn es tritt ja ein neuer Landtag zusammen. Die Mehrheit ist nach langen Jahren des Mißbehagens und der Enttäuschung endlich, Dank der musterhaften und gesinnungstüchtigen Haltung der Wählerschaft in allen Theilen des Landes, eine liberale und verfassungstreue. Mit dem morgigen Tage beginnt somit eine neue Aera in der Entwicklungsgeschichte des Landes, und, gestützt auf die bewährte Tüchtigkeit, die reiche Erfahrung und die selbstlose Hingebung der Mehrheit seiner Vertreter, darf das Land mit froher Zuversicht hoffen, daß es nunmehr einer gedeihlichem Zukunft, einer rascheren Entwicklung entgegenschreiten werde. Der Arbeiten warten unendlich viele und schwierige. Versäumtes ist auf allen Gebieten nachzuholen; zahlreiche Reformen müffen angebahnt, verwickelte und weittragende Aufgaben gelöst Werden. In der nächsten Zeit werden wir oft Gelegenheit finden, dies im einzelnen anzuführen und nacbzuweisen, was im Laufe der letzten Jahre alles vernachlässiget wurde und wo überall die bessernde Hand angelegt werden muß. Ein ober-ler Grundsatz aber wird, dessen sind wir sicher, )ie neue Landesvertretung in allem ihren Wirken beherrschen: sie wird immer und überall nur das Wohl des Landes im Auge haben, fern von jeder Voreingenommenheit und Einseitigkeit sich in allen Beschlüssen nur davon leiten lassen, und sie wird niemals vergessen, weise Sparsamkeit zu üben, und die leider so beschränkten Mittel des Landes stets nur nach reiflicher Ueberlegung und für wirklich nothwendige und fruchtbringende Ausgaben heranziehen. Getragen vom Vertrauen der Bevölkerung, stark in dem Bewußtsein des redlichsten Wollens und der vollsten Hingebung an ihren hohen Beruf, durchdrungen von gleicher Liebe und Begeisterung für unser großes, herrliches Gefammtvaterland Oesterreich uud unsere theure Heimat, möge die neue Vertretung des Landes ihre Wirksamkeit beginnen. Jhr.e Aufgabe ist eine ungemein schwierige und verantwortliche, aber durch einträchtiges Zusammenwirken, durch rastlose und hingebende Arbeit wird es gelingen, dieselbe glänzend und zum Heile des Landes zu lösen. Willkommen also der neue Landtag! Die Stellung des Grafen Andrassy. Im „Journal des Debats" finden wir eine Beleuchtung der Stellung des Grafen Andraffy gegenüber der Hof- und Militärpartei in Wien. In dem diesbezüglichen Artikel wird betont, daß für einen Staat, der, wie Oesterreich, aus der Achtung der Verträge beruht und in dieser Achtung vor dem geschriebenen Rechte nicht nur die Grundlage, sondern auch von jeher die Ehre seiner Politik erblickt, nichts gefährlicher wäre, als wenn er sich über einen Vertrag hinwcgsetzte, der kaum unterzeichnet wurde. Wenn Oesterreich das vom Kongresse empfangene Mandat verleugnen und zu einer Annexion Bosniens und der Herzegowina schreiten würde, gäbe es nach Ansicht des bedeutenden französischen Blattes ein bedauerliches Beispiel eines offenen Vertragsbruches, welches ohne Zweifel Nachahmung finden würde. An die erwähnte Annexion würden sich sofort audere Ereignisse reihen: Rußland würde weder Bulgarien räumen noch die Donaufestungen schleifen; weder Serbien noch Montenegro würden sich mit dem zuerkannten Gebietserwerbe begnügen; Rußland würde ohne Zweifel seinem Heißhunger nach türkischen Provinzen freiesten Lauf lassen, Oesterreich-Ungarn müßte Rußland auffordern, einzuhalten, und der Conflict wäre Thatsache, die orientalische Frage würde neuerlich auf die Tagesordnung gesetzt werden, das ganze blutige Drama eine Wiederholung erfahren müffen. Der Artikel des „Jonrn. des Debats" gibt den Hitzköpfen der Militärpartei zu bedenken, daß Oesterreich-Ungarn sich nicht in der Lage befinde, die ganze Angelegenheit noch einmal durchzumachen, die L^wplioiiia sroiea mit Kanonenbegleitung nochmals zur Aufführung zu bringen. Oesterreich-Ungarn dürfte an den Folgen des derzeit noch im Zuge befindlichen und hinsichtlich des Erfolges noch unentschiedenen ersten Konzertes lange Jahre zu leiden haben! Vom Occupationsschauplatze. Die Nachricht von dem Rückzuge unserer Truppen beiBihac und der dort vorgekommenen massenhaften Truppenverwundungen wirkt deprimierend. Man sieht näheren Aufklärungen mit größter Spannung entgegen, denn während schon Freitag den 6. d. M. allbekanntes Geheimnis war, daß bei Bihaö 14,000 bis 15,000 Insurgenten concentriert stehen, soll GM. Zach am 7. d. M. nur mit zwei Regimentern vor Bihac erschienen sein. Auf Grund dieser gerechte Betrübnis erzeugenden mißlichen Affaire vermeint man zur Annahme berechtigt zu sein, daß österreichischerseits das Kundschafterwesen schlecht bestellt sei. Der Verlust bei Bihac ist folgender: Vom 23. Jnfanterie-Regimente sind verwundet: Oberst Regimentskommandant Albert v. Le Gay; die Hauptleute: Karl Linpökh, Rudolf Soutfchek und Joh. Kempf; die Oberlieutenante Valerius Czaßny Jeuiü'eLon. Die Enthüllung des Erzherzog-Johann-Monumentes. (Schluß.) Bürgermeister Dr. Kienzl erwiderte: Die Hülle ist gefallen! Mit inniger Rührung schauen wir die edlen Züge des erhabenen Volksfreundes, die jedem unvergessen sind, der sie einmal im Leben gesehen, bewundernd die Hand des Künstlers, die es verstanden, dem spröden Erze jenen Ausdruck von Hoheit und Milde einzuhauchen, der dem Lebenden alle Herzen gewann! Darum auch mitten im Herzen des Landes, das Er so sehr geliebt, steht Sein Bildnis, umwogt vom Gedränge des Volkes, für das Er sann und sorgte, mit dem Er wirkte und fühlte, ein stummer und doch stets mahnender Zeuge unseres Thuns und Strebens, ein Denkmal, nicht dazu bestimmt, die Erinnerung an den Unvergeßlichen der Nachwelt zu überliefern, sondern ein Denkmal wahren Volksdankes, wahrer Volksliebe! Gewiß! Erzherzog Johann hat es um uns verdient! Es gibt keinen Theil des Landes, keinen Zweig praktischen oder wissenschaftlichen Strebens, kein Feld der Kunst, auf dem Er mcht die Spuren Seines segensreichen Erdenwallens zurück-gelassen. In das abgeschiedene Alpenthal, in die Rüststätten der Industrie und der Wissenschaft drang der belebende Hauch Seines Geistes, und wahrlich! wenn heut' dieser Geist herniederstiege, er müßte sich freuen, zu schauen, wie das, was Er gesäet, in Halm und Frucht geschossen, zu sehen, wie der Steirer, folgend Seinen Spuren, sich müht, es den besten Stämmen des weiten Reiches gleich zu thun im Vorwärtsstreben auf allen Gebieten der Kultur und des öffentlichen Lebens, und wie er dennoch bisher nichts verloren hat an der von seinen Ureltern ihm vererbten Treue und Biederkeit, nichts verloren an seiner Tüchtigkeit in Arbeiten des Friedens sowol als auf blutigem Schlachtgefilde, nichts verloren an seiner unwandelbaren Anhänglichkeit an Kaiser und Vaterland! Möge das, was der Edle gewollt und gestrebt, auch noch an unseren Kindern und Enkeln im reichsten Maße in Erfüllung gehen und Sein Bildnis bis in die spätesten Zeiten Zeuge sein der stetig zunehmenden Wohlfahrt des Steirer Volkes, dem Er stets ein treuer Freund und Be-rather gewesen in guten und bösen Tagen! Und so nehme ich denn tiefbewegt im Namen der Stadt Graz das herrliche Geschenk in Empfang, und Angesichts Seiner Majestät unseres allergnädigsten Kaisers, der dem durch die heutige Feier besiegelten Liebesbunde zwischen Fürst und Volk durch Seine Gegenwart die höchste Weihe verleiht, — Angesichts der hochverehrten Familie des Verewigten, und Angesichts des ganzen Landes gelobe ich, dieses Denkmal zu schirmen und zu schützen gegen jedwede Unbill und Gefahr und es als das schönste Kleinod Steiermarks hoch und heilig zu halten für alle Zukunft!" Nun trug der Obmann des Stadtverschönerungsvereins, Herr Moriz Ritter v. Frank, den Inhalt der Widmungsurkunde vor, indem er dabei aller jener Corporationen und Persönlichkeiten gedachte, welche an dem Zustandekommen des Denkmals mitgewirkt haben. Der Inhalt der Widmungsurkunde ist folgender: und Ditomir Popovic, die Lieutenante: Karl Colom-bini, Anton Babik, Karl Szeiff und Karl Melkuhn. Vermißt wird der Kadett-Offiziersstellvertreter Emil Sandmann. Vom 79. Infanterieregimente verwundet: Oberstlieutenant Alexander Kotovies leicht (hat das Regimentskommando bereits wieder übernommen); die Hauptleute Damian Gruiciö, Karl Ballaska und Franz Löhnert, der Oberlieu--tenant Georg TrbuhoviL und der Reservelieutenant Glaser. Todt: der Hauptmann Marcus Napialo und der Oberlieutenant Theodor Münk. Vermißt wird der schwer verwundete Hauptmann Johann Stejskal. Der berüchtigte Agitator und Jnsnrgenten-führer Hadschi Hafdia wurde standrechtlich erschossen. Derselbe zählte zu den reichsten Bewohnern Serajewo's und bot 20,000 Dukaten für sein Leben. Es wurden dreißig Verschwörer entdeckt und verhaftet, welche beabsichtigt hatten, Serajewo an mehreren Punkten anzuzünden. Der deutsche Reichstag wurde am 9. d. durch den Grafen Stollberg mit folgender Thronrede eröffnet: „Geehrte Herren! Im allerhöchsten Aufträge haben Se. kaiserliche und königliche Hoheit der Kronprinz des deutschen Reiches und von Preußen mich zu ermächtigen geruht, im Namen der verbündeten Regierungen die Sitzungen des Reichstages zu eröffnen. „Als die letzte Session geschlossen wurde, befand sich das deutsche Volk noch unter dem Eindrücke der tiefen Erregung, welche ein gegen die Person Sr. Majestät des Kaisers gerichteter Mordversuch hervorgerufen hatte. „Schon wenige Tage darauf hat sich abermals und mit uuheilvollerm Erfolge die Hand eines Verbrechers gegen das Oberhaupt des Reiches erhoben. Gottes Gnade bewahrte zwar auch diesmal das Leben des Kaisers, aber die erlittenen schweren Verwundungen haben Se. Majestät ge-nöthigt, bis zur völligen Genesung sich der Regierungsgeschäfte zu enthalten und ine Wahrnehmung derselben Sr. kaiserlichen Hoheit dem Kronprinzen zu übertragen. „Schon nach dem ersten Mordanfall waren die verbündeten Regierungen überzeugt, daß die Frevelthat unter dem Einflüsse der Gesinnungen entstanden sei, welche durch eine auf Untergrabung der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung gerichtete Agitation in weiten Kreisen erzeugt und genährt werden. „Sie haben deshalb dem Reichstage den Entwurf eines Gesetzes vorgelegt, welches diesen gemeingefährlichen Bestrebungen ein Ziel zu setzen bestimmt war. _______________________________ „Die vielfach nach dem am 11. Mai 1859 erfolgten, tief betrauerten Hinscheiden Seiner k. k. Hoheit des durchlauchtigsten Erzherzogs Johann Baptist von Oesterreich in der Steiermark laut gewordenen Wünsche, das Andenken des um das Land hoch verdienten Verewigten zu ehren, bewogen einen Kreis von Männern aus allen Thei-len des Landes, die Errichtung eines bleibenden Denkmals anzustreben. Ansehnliche Beiträge wurden diesem Zwecke gewidmet. Der Landtag des Herzogthums Steiermark übernahm die Verwaltung des gesammelten Fondes, erklärte mit Beschluß vom 21. Jänner 1863 die Errichtung des Denkmals zur Landessache und übertrug die Ausführung dem Stadtverschönerungsvereine in Graz. Am Eisenthorplatze, den man zuerst als Aufstellungsort bestimmte, fand den 19. September 1870 die feierliche Grundsteinlegung statt. „Die Theilnahme der Bevölkerung wurde immer reger, dadurch und besonders durch die reichen Spenden Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef, der steiermärkischen Landes- und der Grazer Gemeindevertretung, dann endlich der steiermärkischen Sparkasse wuchs der Fond bis zur „Die Vorlage wurde abgelehnt. „Jetzt, wo der Nation ein erneutes Verbrechen die dem Reiche und der ganzen bürgerlichen Gesellschaft drohende Gefahr mehr und mehr zum allgemeinen Bewußtsein gebracht hat, werden Sie, geehrte Herren, durch Neuwahlen zur Mitwirkung an der Gesetzgebung berufen, aufs neue zu prüfen haben, ob das bestehende Recht genügende Handhaben zur Unschädlichmachung jener Bestrebungen bietet. „Die verbündeten Regierungen haben ihre Ueberzenguug nicht geändert. Sie sind nach wie vor der Ansicht, daß es außerordentlicher Maßregeln bedarf, um der weitern Ausbreitung des eingerissenen Uebels Einhalt zu thun und den Boden für eine allmälige Heilung zu bereiten; sie halten ebenso an der Auffassung fest, daß die zu wählenden Mittel die staatsbürgerliche Freiheit im allgemeinen zu schonen und nur dem Mißbrauch derselben entgegenzuwirken haben, mit dem eine verderbliche Agitation die Grundlagen unseres staatlichen und Kulturlebens bedroht. Ein von diesem Gesichtspunkte aus aufgestellter Gesetzentwurf wird Ihnen unverzüglich vorgelegt werden. „Die verbündeten Regierungen hegen die Zuversicht, daß die neu gewählten Vertreter der Nation ihnen die Mittel nicht versagen werden, welche nothwendig sind, um die friedliche Entwicklung des Reiches gegen innere Angriffe ebenso sicherzustellen, wie gegen äußere. Sie geben sich der Hoffnung hin, daß, wenn erst der öffentlichen Ausbreitung der unheilvollen Bewegung ein Ziel gesetzt ist, die Zurückführung der Irregeleiteten auf den richtigen Weg gelingen wird. „Auf allerhöchsten Befehl erkläre ich im Namen der verbündeten Regierungen den Reichstag für eröffnet." Tagesneuigkeiten. — Eisenbahnlinie Sissek-Novi. Se. Majestät der Kaiser hat die Deputationen der Städte Kroaziens, welche die Bitte um baldigste Inangriffnahme des Baues dieser Bahn dem Monarchen dringend ans Herz zu legen sich erlaubten, freundlich empfangen und erwiderte beiläufig folgendes: „Es freut mich, die Herren hier begrüßen zu können, um Ihnen auch mündlich zu sagen, was ich bereits schriftlich äußerte, daß ich über die Vonseite Zivil- und Militär-Kroaziens in der gegenwärtigen Epoche gebrachten Opfer gerührt bin, ebenso über die Tapferkeit und Hingebung der Truppen. Ich bitte Sie, bei der kroatischen Bevölkerung in dieser Beziehung meine Dolmetscher zu sein. Was den Bau der Bahn Sissek-Novi betrifft, so beschäftige ich mich damit seit längerer Zeit ernstlich. Der Summe von 80,000 fl. ö. W. an. Als überdies der Gemeinderath von Graz den Hauptplatz zum Aufstellungsorte anbot, wurde es möglich, an die Ausführung eines Denkmals zu schreiten — großartiger, als ursprünglich gedacht war. Ein eigenes Eomite übernahm vom Stadtverschönerungsvereine die Durchführung der Sache. Die Namen aller, welche ihre Kräfte und Kenntnisse mit voller Hingebung dem Werke weihten, sollen nicht genannt werden, doch ist es Pflicht, ausdrücklich hervorzuheben, daß der Obmann des Errichtungscomites, Friedrich Ritter v. Stäche, durch seine umfassende Thätigkeit um das Zustandekommen des Denkmals, die Leiter der k. k. Erzgießerei in Wien, Franz Pönninger und Josef Röhlich, ersterer durch den Entwurf und die Modellierung, letzterer durch den Guß und die Cifelierung, dann Johann Franz durch die Steinmetzarbeit sich besondere Verdienste erwarben. „Das vollendete Denkmal, welches die dankbare Steiermark ihrem unvergeßlichen Wohlthäter, dem Schöpfer und Anreger so vieler segensreich wirkender Anstalten und Vereine widmete, wurde heute den 8. September 1878 um die Mittags- Ausführung des Baues stehen verfassungsmäßige Schwierigkeiten im Wege. Ich werde jedoch bemüht sein, alles zu thun, was die Sache fördern kann." — Das Erzherzog Johann-Denkmal besteht aus einer Terrasse mit breiten Freitreppen, auf welcher das Standbild des Erzherzogs Johann sich erhebt. Die Brunnen an den vier Seiten der Terrasse allegorisieren die Hciuptflüsse Steiermarks: die Mur, die Enns, die Drau und die Save. Die zehn Fuß hohe Hauptfigur des Denkmals, den Erzherzog darstellend, ist aus Erz gegossen. Die Gestalt des Erzherzogs tritt uns in edler Verklärung schlicht und sinnig entgegen, die rechte Hand derselben hält eine Pergamentrolle. Der Erzherzog ist in Zivilkleidern dargestellt, den Hals von der Ordensdecoration des goldenen Vließes umschlungen. Die Eckfiguren stellen die Hanptrichtungen dar, nach welchen der Erzherzog fördernd wirkte: die Wissenschaft, den Eisenbahnbau, die Landwirthschaft und den Bergbau. Die zwischen den Figuren angebrachten Schrifttafeln enthalten an der Vorderseite die Worte: „Ihrem Freunde und Wohlthäter, Erzherzog Johann, die dankbare Steiermark"; links: „Ein Fürst in Rath und That, schritt er voran die Bahnen des Wahren, Guten, Echten"; rechts: „Unvergessen lebt im Volke fort, wer des Volkes nie vergaß." — Vom steierischen und kärntneri-schen Postmeisterverein. Am 9- d. M. fand in Graz im „Hotel Florian" die Generalversammlung des Postmeister- und Expeditorenvereins von Steiermark und Kärnten statt. Dieselbe war zahlreich besucht. Sämmtliche Anträge wurden angenommen. Als Präses wurde Postmeister Ernst A. Hofer, als Kassier Postmeister Bauer wieder-, als Vizepräses Postmeister Nrschitz neu gewählt. Die Versammlung schloß mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Lokal- und Provinzial-Ängelegenheiten. — (Personalnachricht.) Der k. k. Hauptmann im Generalstabe Herr Gras Wurmbraud ist vorgestern aus Triest zum Besuche seiner Familie und Verwandten in Laibach eingetroffen und begab sich gestern wieder nach Triest zurück, um als von der österreichischen Regierung ernannter Kommissär an den beim Berliner Kongresse projektierten Grenzregulierungsarbeiten theilznnehmen und zu diesem Zwecke sofort seine Reise nach Konstantinopel anzutreten. — (Ernennung.) An Stelle des vor wenigen Monaten verstorbenen Direktors des there-sianischen Gymnasiums in Wien und einstmaligen Direktors des Laibacher Gymnasiums, Dr. Heinrich Mitteis, wurde der durch seine mehrjährige Lehr- stunde in Gegenwart der Witwe und des Sohnes des Verewigten, Frau Anna Gräfin und Franz Grafen von Meran, der Gemalin und Kinder des letzteren, dann des k. k. Statthalters, des Landeskommandierenden und des Landeshauptmannes der Steiermark, der Bischöfe und Aebte des Landes, der Zivil- und Militärbehörden, des Landesausschusses, des Bürgermeisters, Gemeinde- und Stadt-rathes von Graz, der Vertreter der hiesigen ReichS-uud Landes-Unterrichtsanstalten, der Repräsentanten des Joanneums, der steirischen Landwirth-schaftsgesellschaft, der steiermärkischen Sparkasse und der wechselseitigen Brandschaden - Versicherungsgesellschaft in Graz, vieler Deputationen aus allen Theilen des Landes u. s. w. u. s. w. — feierlichst enthüllt, sohin der Gemeinde Graz ins Eigenthum und zur fortdauernden würdigen Erhaltung übergeben, und diese Schrift zum ewigen Gedächtnisse unter den Schlußstein des Denkmals versenkt. „Urkund dessen nachstehende Unterschriften. „Graz am 8. September 1878." Ritter v. Stäche, welcher sich um das Zustandekommen des Denkmals bekanntlich sehr viele Ihätigkeit als Professor des hiesigen Gymnasiums, in Laibach gleichfalls bekannte bisherige Direktor der Staats-Lehrerinnen-Bildungsanstalt in Wien, Dr. Alois Egger Ritter von Möllwald, zum Direktor der erstgenannten Studienanstalt ernannt. — (Landeslehrerkonferenz.) (Dritte Sitzung vom 11. d.) Es gelangen die Lehrgänge für Geographie, Geschichte, Naturkunde, geometrische Formenlehre, Freihandzeichnen, Turnen und Gesang zur Vorlage. Dieselben werden meist ohne wesentliche Aenderuugen nach den Ausschußanträgen angenommen. Gelegentlich der Erörterung des Lehrganges für den Turnunterricht wird von der Landeslehrerkonferenz auf Antrag Prof. Linharts die Resolution gefaßt, daß, solange an den Volksschule» Krains für die Herstellung geeigneter Turnplätze und Turn-geräthe keine Sorge getragen wird, das von den Lehrplänen verlangte Ziel des Turnunterrichtes nicht erreicht werden kann. Die nächste und letzte Sitzung findet heute nachmittags statt; bei derselben gelangen die selbständigen Anträge zur Verhandlung. — (Eine Beschwerde) ist uns zugekommen des Inhaltes: daß es den Passagieren auf der Rudolfsbahn in der Station Krainburg erst nach dem zweiten Läuteu gestattet sei, in das Coupe ein-zusteigeu, und die Passagiere bei der Beschränktheit der dortigen Wartelokalitäten bemüssigt sind, auf offenem Platze das dritte Zeichen abzuwarten. Eine zweite Beschwerde kam uns von einer Dame zu, wonach die Bezeichnung „für Nichtraucher" nicht beachtet wird und Damen in solchen Coupes durch Tabakrauch arg belästiget werden. In beiden Zuschriften wird um Abhilfe dieser Uebelstände ersucht. — (Honigpreis.) Unsere „Honigbörse" bestimmte den Preis des Honigs (in den Wachs-zellen) mit 15*/z fl. und später mit 14 fl. Die Bienenzüchter scheinen nicht geneigt, um diesen billigen Preis ihre Ware loszuschlagen. — (Landtagswahlen in Kärnten.) Der Großgrundbesitz vollzog folgende Wahlen: Dr. R. v. Burger, Dr. Ernst v. Edlmann, Dr. Josef Erwein, Anton Graf Gosß, Leopold R. v. Moro, Dr. R. v. Rainer, Heinrich Fürst von Rosenberg, Dr. Johann Stieger, Karl Stockert und Douglas Graf Thurn-Vallessasina.__________________________ Aus der Gemeinderathssitzung. Laibach, 10. September. Gegenwärtig: Bürgermeister Laschau als Vorsitzender, 19 Gemeinderäthe und der Magistrats-Kanzleileiter MihaliL als Protokollsführer. Der Vorsitzende bestimmt die GRR. Kluu und Regali zu Verificatoren des heutigen Gemeinderaths-Sitznngsprotokolles. Verdienste erworben hat, stellte hierauf den Obmannstellvertreter des Denkmalcomites, Stadtbaudirektor Linner, sowie die übrigen Mitglieder des Denkmalcomites und die sonst bei der Ausführung des Denkmals betheiligten Personen dem Kaiser vor. Hierauf erfolgte die Unterfertigung der Urkunde und die Besichtigung des Denkmals, während der Sängerbund unter der Leitung des Herrn Chormeisters Wegschaider den Chor „Hoch vom Dachstein" vortrug. Die Urkunde unterfertigte zuerst der Kaiser, dann Donna Bianca, Don Alfonso, die Gräfin Anna Meran, die junge Gräfin Meran, Graf Meran, Statthalter Freiherr v. Kü-beck, Landeshauptmann Dr. v. Kaiserfeld, FZM. v. Kuhn, Fürstbischof Zwerger u. s. w. Den Schluß der Feier bildete der Vorbeimarsch des uniformierten Bürgercorps, der Veteranen, der ^Mitglieder des Sängerbundes und der Meraner Schützen mit ihrer Musikkapelle. Die Sänger überschütteten den Teppich vor dem Kaiser mit Blumen. Dieser Vorbeimarsch bot ein sehr malerisches Bild und machte auf den Kaiser einen sichtlich günstigen Eindruck. Besonders effectvoll sahen die Meraner aus, durchwegs kräftige Männer, mit einer Reckengestalt als Bannerträger an der Spitze. I. Berichte der Personal- und Rechts -sectiou. Die Section (Referent GR. Dr. Ritter von Kaltenegger) stellt den Antrag: die Todten-beschaugebüren haben von nun an in die Stadtkasse einzufließen, das Ausmaß derselben sei einheitlich, u. z. die Beschautaxe mit 50 kr. und die Todtenbeschreibung mit 50 kr. festzustellen — die Armen ausgenommen — und der Magistrat zu beauftragen, das hiezu erforderliche Landesgesetz zu erwirken. GR. Dr. Keesbacher beantragt die Feststellung einer Beschautaxe nach Abstufungen (Con-duetklasfen), nnd GR. Regali stellt den Antrag: die Taxe für Mitglieder des Marien-Brnderschafts-vereines sei mit nur 30 kr. sestzustellen. Die Anträge Keesbacher und Regali fallen und der Sectionsantrag wird angenommen. 2. Der Sectionsantrag (ReferentGR.Dr.Pfeffere r) cs sei eine städtische Hebamme aufzunehmen, derselben eine Jahresbestallung von 60 fl- und der bisherigen erwerbsunfähig gewordenen Stadthebanime eine jährliche Gnadengabe pr. 52 fl. 50 kr. aus der Stadtkasse auszubezahlen, wird ohne Debatte zum Beschlüsse erhoben. 3. Ueber Antrag der Section (Referent GR. Dr. R. v. Kaltenegger) beschließt der Gemeinderath: Die städtischen Volksschullehrer sind im Falle ihrer Einberufung zur Militärdienstleistung (Mobilisierung) rücksichtlich ihrer Gebüren aus der Stadtkasse nach denselben Normen, wie die übrigen Volksschullehrer im Lande Krain, beziehungsweise nach der Verordnung des k. k. Landesschnlrathes für Krain vom 13. Juli 1878, zu behandeln. 4. Ueber Antrag der Section (Referent GR. Dr. R. v. Kaltenegger) beschließt der Gemeinderath: Deni zur Kriegsdienstleistung einberusenen städtischen Amtsdiener Bartl Marn ist zuhanden seiner Ehegattin oder seines Bevollmächtigten die ständige Gebür zu erfolgen, demselben die Stelle zu reservieren und dessen Posten vorläufig durch eine» Taglöhner versehen zu lassen. 5. Der Wittwe des Stadtwuudarztes Franz Finz wird eine Jahrespension von 105 fl-, zahlbar vom 1. Mai 1878 an, aus der Stadtkaffe bewilligt. (Referent GR. Dr. R. v. Schöpp l.) 6. Der Witwe des Stadtzimmermeisters Laurin wird für die Zeit ihres Witwenstandes, vorläufig durch 3 Jahre, eine Gnadengabe jährlicher 116 fl. 67 kr. vom 1. Juli 1878 an aus der Stadtkasse bewilligt. (Referent GR. Dr. R. v. Schöpp l.) 7. Der Gemeinderath bewilligt dem Hausbesitzer Franz Debeuz anläßlich des vorgenommenen städtischen Quaimauerbaues aus Billigkeitsrücksichten einen Entschädigungsbetrag von 20 fl. aus der Stadtkasse. (Referent GR. Dr. R. v. Kaltenegger.) II. Bericht der Polizeifection: 1. Ueber Antrag der Section (Referent GR. Dr. Keesbacher) wird das Verbot des Magistrates inbetreff der Ableitung von Abfallwässern bei der Krautmanipulation im Wutscher'schen Hanse in der Römerstraße aufrecht erhalten und dem dagegen ergriffenen Recurfe keine Folge gegeben. Die Abweisung erfolgte in der Erwägung, als der zur Aufnahme dieser Abfallwässer benützte Hauptkanal nur in einer kurzen Strecke gedeckt, weiter jedoch offen ist. Die Einwendungen der GRR- Regali, Klun und Laßnik fanden keine Berücksichtigung. 2. GR. Dr. Keesbacher berichtet: daß die Versuche und Proben inbetreff der Errichtung eines öffentlichen Brunnens in der Petersvorstadt ein un- günstiges Resultat ergaben und keine passende Stelle zur Aufstellung eines Brunnens ausgesuuden wurde. GR. Regali erblickt in diesem ungünstigen Ergebnisse eine Feindschaft gegen einen Stadttheil, der Vorsitzende rügt diesem Ausfall. GR. Regali beantragt die Vornahme neuerlicher Versuche am Petersdamme, GR. De sch mann erklärt solche schon heute als eben auch resultatlose Arbeit, und die GRR. Dr. Bleiweis und Dr. R. v. Kaltenegger beantragen: es sei der in Kuhthal bestehende gemeinschaftliche Privatbrunnen für Gemeindezwecke zu acquirieren und entsprechend herzustellen. Der Referent erklärt sich mit diesem Antrage einverstanden, vertröstet die Bewohner der Petersvorstadt auf die in Aussicht stehende neue Röhrenleitung aus dem Tivoliparke und die projektierte Brunnenerrichtung auf dem Marienplatze. Der Magistrat wird beauftragt, mit den Eigen-thümern des Brunnens in Kuhthal in Unterhandlung zu treten. 3. Ueber Antrag der Section (Referent GR. Dr. Keesbacher) wird die neu sistemisierte Stelle eines städtischen Polizeiarztes dem Med. und Chir. Dr. Franz Jlner in Windisch-Feistritz, welcher auch der slovenischen Sprache mächtig ist. verliehen. III. Berichte der Schulsection: 1 Der Gemeinderath bewilligt den städtischen Volksschullehrern Kokajl, Schnmer und Armic die Flüssigmachung der ersten Dienst-Alterszulage jährlicher 60 fl aus der Stadtkaffe; rücksichtlich des nach den alten Normen geprüften Lehrers Josef Maier wird vorläufig eine Anfrage wegen dessen Behandlung an den Landesschulrath zu richten sein. (Referent GR. Pirker.) 2. Dem städtischen Volksschulleiter Andreas Pra-protnik wird über Antrag des GR. Klun in generöser Weise eine Quartiergeld - Zubesserung pro 1877/78 mit 100 fl. aus der Stadtkasse votiert. (Referent GR. Dr. Keesbacher.) 3. Der Religionslehrer an der städtischen Excur-rendoschule auf dem Moorgrunde erhält pro 1877/78 eine Remuneration im Betrage von 50 fl (Referent GR. Dr. Keesbacher.) 4. Ueber Antrag der Section (Referent GR. Deschmann) genehmigt der Gemeinderath, vorbehaltlich der einzuholenden Zustimmung des Landesausschusses, die Nachschaffung mehrerer Einrichtungsstücke und Vorrichtungen im hiesigen Oberrealschulgebäude. IV. Berichte der Bausection: 1. Dem Johann Podkraischek in der Stadtwaldstraße wird bezüglich der dort aufgeführten Neubauten nachträglich der Bau- und Bewohnnngsconsens er-theilt. (Referent GR. Ziegler.) 2. Ueber Antrag der Bausection (Referent GR. Ziegler) wird die Erbauung eines Hauptkanals in der Aemona- und Zoisstraße als nothwendig erkannt und ist dieses Projekt in das Baupräliminare pro 1879 (Kostenbetrag 2036 fl.) aufzunehmen. 3. Der dritte Gegenstand — Verkauf eines städtischen Grundstückes — wird von der heutigen Tagesordnung aus formellen Rücksichten abgesetzt. V. GR. Potocnik stellt den selbständigen Antrag: es sei ein Comite von sieben Mitgliedern zu wählen, welches wegen Ausbau der Eisenbahnlinie Sissek-Novi eine Petition abzufassen und diese im Wege des krainischen Landespräsidiums an daS Ministerrathspräsidium zu richten hätte. GR. Dr. R. v. Kalte negger kann sich die Frage nicht beantworten: welches Interesse das Land Krain an dieser Bahn habe? Eine Petition würde ebenso wie jene um den Bahn der Unterkrainer Bahn eine Erledigung nicht finden, überdies sei diese Angelegenheit vorläufig eingehend zu berathen. GR. Dr. Schaffer ist derselben Ansicht, wünscht eingehende Berathung dieses Gegenstandes und bei dieser Gelegenheit wiederholte Anregung des Baues der Unterkrainer Bahn. GR. Deschmann bemerkt, daß durch die Bahnlinie Sissek-Novi die Interessen Krains uicht gefördert würden. GR. Dr. Pfefferer beantragt: die Wahl des sieben-gliedrigen Comites sei dem Herrn Bürgermeister zu überlassen. Die Anträge Kaltenegger-Schafser-Pfefferer werden angenommen. Der Vorsitzende beantwortet drei in voriger Sitzung eingebrachte Interpellationen dahin, daß inbetreff der Kultur der Schloßbergweide die eingeleiteten Vorerhebungen und Unterhandlungen mit Forstorganen noch im Zuge stehen; daß die Haus-eigenthümer inbetresf des Dachrinnen- und Röhren-Ablauses ihre Beschwerden beim hierstädtischen Bauamte anbringen wollen; und daß inbetreff der Herstellung einer Zufahrtstraße vou der Fleischerbrücke bis zum Südbahnhofe mit dem Hausbesitzer Urbas in der Petersstraße bereits Verhandlungen eingeleitet wurden, deren Ergebnis in einer der nächsten Sitzungen vorgelegt werden wird. Die öffentliche Sitzung wird geschlossen, und eröffnet der Vorsitzende die geheime Sitzung. Witterung. Laibach, 11. September. Wechselnde Bewölkung, mäßiger SW. Wärme: morgens 7 Uhr -j- 16 8^, nachmittags 2 Uhr -j- 213° 6. (1877 18-5°; 1876 -j- 17'2° 6.) Barometer im Stei- gen , 740 81 win. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -t- 18-9", um 4 1° über dem Normale; der gestrige Nie-derschlag 4 00 nun. Regen. Angekommene Fremde am 10. September. Hotel Stadt Wie». Wolff, Bohatsch, Aauflte.; Strobl, Restaurateur; Mittler, Rechnungsrath, n. Baron Mally, Wien. — Zwenkel, Kausmaiinsgattui, Lichtenwald. — v. Vallentschitsch, Ministerialrath, Fiume. — Fcigl, Reis., Linz. — v. Luschin, Professor, Graz. Hotel Elefant. Denk, Controllor der Nationalbank, und Hügel s. Familie, Wien. — Boccardi, Hdlsm., Triest. — Gras und Gräfin Pace, Ponovii. — Jaklii, Leoben. — Standacher, k. k. Rechnungsrath, Klagenfnrt. — Marktanner, Graz. Hotel Europa. Krainer, k. k. Marinebeamter, Pola. — Dr. Lissiak, Bosnien. — Reina, Assessor, Triest. Kaiser von Oesterreich. Levicnik, Lehrer, Eisnern. Sternwarte. Dereani, Hdlsm., Teisenberg. — Merher, Reisniz. — Dollhoff, k. k. Bezirkshanptmanu, Gottschee. Mohren. Zrannigg s. Familie, Unterkrain. — Repitsch, Student, Villach. — Fran Steinbrück und Bernod, Wien — Frau Albert, Braunschweig. — Blaschon, Privat, Loitsch. Gedenktafel über die am 14. September 1878 stattfindenden Lieitationen. 2. Feilb., Zvigelj'sche Real., Gorikica, BG. Oberlaibach. — 2. Feilb., Mikolii'sche Real,, Gerdidol, BG. Reif-niz. — Reass. 2. Feilb., Kmetic'sche Real., Jesca, BÄ. Laibach. — 2. Feilb., Sonc'sche Real., Medno, BG. Laibach. — 3. Feilb., Kumse'sche Real., Tomischl, BG. Laibach. - 1. Feilb., Bintar'sche Real., Kleinmratschon, BG. Landstraß.— 1. Feilb., LoSnikar'sche Real., Dörfern, BG. Lack. — 1. Feilb., Zinkovie'sche Real., Zasavje, BG. Land-straß. — 1. Feilb., Mak'sche Real., Bue, BG. Stein. — 1. Feilb., Gregorii'sche Real., St. Barthelmä, BG. Land-straß — 1. Feilb., Levstek'sche Real., Belavoda, BG. Reif-niz. — 3. Feilb., Zakrajsek'sche Real., Grdb. aü Haselbach, BG. Gurkseld. — Relic. JlreZcak'scher Real., Siuadole, BG. Senosetsch. — 1. Feilb., Lnkan'sche Real., Schmarza, BG. Stein. — 1. Feilb., Beisnß'sche Real., Jesseniz, BG. Landstraß. — 1. Feilb., Erlach'sche Real., Weißensels, BG. Kronau. — Reass. 1. Feilb., Hokevar'sche Real., Piauz-büchl, BG. Laibach. — Reass. 3. Feilb., Primc'sche Real., Jschkawas, BG. Laibach. — 1. Feilb., Steh'sche Real., Kleiuratschna, BG. Laibach. Telegramme. Wien, 10. September. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht die Ernennung des Hofrathes Kaltenegger zum Landeshauptmann in Krain und des Dr. Bleiweis zu dessen Stellvertreter. Berlin, 10. September. Attentäter Nobi-ling ist nachmittags gestorben. Die Überreichung der griechischen Note, die Mediation der Kongreßmächte anrufend, wird morgen oder übermorgen erwartet. London, 10. September. Den „Times" wird vom 9. September aus Konstantinopel gemeldet: Gestern abends sanden zahlreiche Verhaf-tungen infolge einer angeblichen Murad-Berschwö-rung statt; die Volksstimmung ist höchst erregt; die Palastwache wurde verstärkt. Telegrafischer Kursbericht am 11. September. Papier-Rente 6115. — Silber-Rente 02 85. — Gold-Rente 71 60. — 1860er Staats-Anlehen 111 SO. — Bank-aerien 802. — Kreditactien 238 75. — London 116 20. — Silber 100'—. — K. k. Münzdukaten 5 52. — 20-Francs-Stücke 9 30. —100 Reichsmark 57 25. Das 120 Seiten starke Bnch: und Rheumatismus, eine leicht verständliche, vielfach bewährte Anleitung zur Selbstbehaudlung dieser schmerzhaften Leiden — Preis 20 kr. ö. W., — ist vorräthig in der Buchhandlung von k. v. Llvlumnzr in Klagenfnrt, welche dasselbe auch gegen Einsendung von 25 kr. ö. W. franco per Post überallhin versendet. — Die beigedruckten Atteste beweisen die anßerordent-lichenHeilersolge der darin empfohlenen Kur. Danksagung. Für die vielen Beweise der herzlichsten Anteilnahme während der Krankheit, sowie für die Kranzspenden und für die zahlreiche ehrende Begleitung zur letzten Ruhestätte unseres innigst geliebten, unvergeßlichen Vaters, Herrn Äojef Hosinaim, k. k. Finanzrathes, sagen wir allen Betreffenden unfern aufrichtigsten, tief empfundenen Dank. Die trauernden Kinder. ljeiMUr^Hmberg Oncüüanäkung in Eaiback, Cougreßplatz Nr. 2, hält vcHämIigeg Aager sammtkinvoliwaldes, neu erbauten, mit Anlagen und freien Spielplätzen versehenen Hanse Nr. 6 in der Beethovengasfe. (384) 3—3 In der vom hohen k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht mit dem Oeffentlichkeitsrechte autorisierten kM-l-ck- M LrÄM-LiiM für Mädchen der Irma Hnth in Laibach beginnt daS erste Semester des Schuljahres 1878/79 mit 16. September d. I. Die Programme werden auf Verlangen portofrei eingesendet. Mündliche Auskunft ertheilt die Vorstehung täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags Spitalgasse Nr. 10, 2. Stock. 6-2 Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Müller.