Deutsche Macht (Irüver „Kissier Zettung"). Dachet» >«»», Imntii aa» Canntii ,»» taftrt 14t «M> »» gaflclin« ml H»a» auaatitch st. —.54, Mnl(l)ttrt| I. i.SO, t-lb|itn« >. fc—, ,aa,jtdr>> S. fc—. Wtt tftltecfltabaag Mrrt«i|(trif ( LM> L U)i tUlMtil st. IM. IH< ctottlar Rlsan T tc. »Ich t«i|! k< iftma Bie*rt|«Iua|ro f*ti*T«$enbfT IhMl. IiMiH »khmku Zalrral« sie auf« Blatt ili Mntntn ■—n«i|>illH Jviil IXIuM am. Htbafttaa tKirraj. ». RtaHaiftrattM 4*ma|. «. Cyttchstaabea »- «cbatteart <»,>,«. ait ItilaUau kn »tu- uab {*tnta«f, Ma »—U B»t »«« aa» »—• lh R-Aaüttaa«. - Reclaautiaata »amfm. — *)chöne Zehira war mit dem Mohren-sürsten Abdallah verlobt und Abderam war sehr stolz hierauf. Allabendlich, wenn der Kalif die süßen Träume des Opium aus dem verschlungenen Rohr deS Nargileh sog, laS ihm abwechselnd ein junger Pag« auS EheherezadeS Feenmär-chen vor, bis der Kalif einschlief, und dann ver» heit in ihrem Verhältnisse zum völkerfchastli-chen Leben in unserem StiatSgebilde zu thun haben, soll heute nur die Frage beschäftigen: Wem in Oesterreich lächelt wohl im Augen-blicke das Glück? — Die Antwort ist unschwer zu finde». UnS Teutschen gewiß nicht! Die Glückskinder Oesterreich'S waren wir nie. und wenn uns auch schon ein Augenblick des GlückeS beschißen ward, so versäumten wir es, ihn herzhaft beim Schöpfe zu packen und gehörig auszunützen. Nicht, baß es unS an Erkenniniß und Entschlossenheit hiezu gefehlt hätt«, o nein! Wir ließen da» Glück an uns vorüberziehen, weil wir zu hochherzig waren, um alS Schmiede unseres GlückeS Andere als AmdoS zu denützen. Wären wir Deutsche in Oesterreich zu jener Zeit, da wir für flüchtige Augenblicke die Macht besaßen, gegen unser« Feinde schonungslos und unerbittlich gewesen, hätten wir ohne Rücksicht auf Treue und Glauben, die wir auch unseren Gegnern schuldig zu sein vermeinten, unbeküm» inert um die Grundsätze der Moral, unverrückt nur unsr eigenes Wohl und Wehe im Auge behalten, angestrebt, gefördert und gefestiget: wir würden es heute nicht nöthig haben, uns in Oesterreich eine Stellung erst erkämpfen zu müssen, die unS als den Gründern diese) Staa-»eS von rechtswegeu gebührt. Ja, der Deutsche ist der MajoratSherr in Oesterreich, dessen Gut-müthigkeit von habgierigen Verwandten schäm-los ausgebeutet wurde, um dann wegen Ver-schwendung unter Euratel gesetzt zu werden. Und der Deutsche Hut auch wirklich seine reichen Schätze a>, Gtist und Herz in edler Selbstlosig-keit an Leute hingegeben, die noch vor nicht gar langer Zeit im Staube vor ihm krochen, heute aber, von der Gunst de« Augenblicke« getragen, sich plötzlich erheben und mit ver-einten Kräften an dem Untergänge ihres Wohl-thäterS arbeiten. Ja, wir ließen den Augenblick des GlückeS unbenutzt! Da sind die übrigen Völker Oester-reichs schon klüger und rücksichtsloser. Sie tragen keinerlei Bedenken, wenn e« sich darum hantelt, auf Kosten deS Andern längst gehegte Wünsche zur Erfüllung zu bringen, kühne Hoff-nungen zu verwirklichen. Mit Moral und Grundsätzen erobert man nicht die Welt; die muß man hübsch bei Seile legen, „wenn man zu großen Dingen auf dem Wege ist". Da müssen alle kleinlichen und engherzigen Rück-sichten in den Hintergrund treten; alle Gefühle und Regungen de» Herzen« ünterdrückt werden und nur der eiserne Wille darf zur Geltung gelangen. Und die Welt wollen sie ja erobern, dw Herren Slaven und Elericalen, deren Wmzen eben jetzt blüht in diesem Augen-blick des Glücke»! Unsere politischen Gegner sind sich dieses Augenblicke» wohl dewußt und sie verstehen sich auch ganz vortrefflich darauf denselben auszunützen. Daher sehen wir sie auch fieberhaft thälig. alle Kräfte anspannend, um von dieser vulleicht nur flüchtigen Gunst des Augenblickes soviel wie möglich zu profi-tiren; das Glück ist ja so wetterwendisch, und wer wollte dafür einstehen, daß sich dasselbe unausgesetzt an die Fersen der vereint mar-schierenden Polen, Tschechen, Clericale» und Slovtnen hesten werden? Besonders die Letz-teren scheinen es sehr eilig zu haben mit der Verwirklichung ihrer Pläne, denn sie arbeiten daran mit einer wahrhaft rasenden Hast. Sie trauen eben auch nicht der launenhaften Glücks-göttin und fürchten, daß sie von dem reichbe-setzten „Tischlein deck dich", an dem sie heute ihren Heißhunger stillen, vielleicht morgen schon durch den „Knüppel au» dem Sack" vertrieben wer-den konnten. Bei uns in der Unteisteiermark, wo e» bekanntlich knne Slooenen, sondern „Windische- giebt, sind es die beutegierigen Führer der Letzteren, welche sich an d.>» im Rollen begriffene Glücksrad angehängt haben, um mit demselben das heißersehrne Ziel möglichst schell zu erreichen. Diese» Häuflein «Stre-der", das sich in der Rolle der Befreier und Beglücker der von den „barbarischen" Deutschen blieb er bi« zum Morgen bei dem Schlafenden, der au» drm Opiumrausch erst des Morgens zu erwachen pflegte und dem Pagen dann feine Träume erzählte, der dieselben sodann in einem großen Buche aufzeichnen mußte. Dieses große Buch enthielt weiter nichts, als all' das. was Kalif Abderam allnächtlich zu träumen pflegte. Abderam machte die Wahrnehmung, daß, so oft die Reihe der Nachtwache auf Alibea fällt, Zehira« Hand beim abendlichen Handkuß heiß ist. Eines Abend» schenkte der Kalis dem jun-gen Aliben e;n Paar mit Gold gestickte Pan-löffeln. Auf den Sohlen der Pantoffeln waren mit golden.» Nägeln in schonen arabischen Let-lern die Worte ausgeschlagen: „Meide die Weiber". Von dem Schlasgemach des Kalifen führte ein langer Gang zu jenen verschlossenen Ge-mächern, in welchen die Sklavinen und jenseits welcher die Prinzessin Zehira wohnte. Der Gang und die Schlasgemächer wur-den durch auf hohe» Füßen stehende Lampen erleuchtet, deren wollenem Docht Ambra beige-mengt war, damit eS den Oelrauch durch seinen angenehmen Duft mildern und die Flamme bläulich erscheinen lasse, auf daß die Augen der Schlummernden nicht gereizt werden. AIS der Kalif bei dem zweiten Märchen au» Tausendundeiner Nacht eingeschlummert war, schlich Aliben den ganzen Eorndor entlang, durch da» Gemach der schlafenden OdaliSken bi» zu Zehira» Schlafzimmer und gewahrte gar nicht, daß der lange Gang und da» Gemach mit weißem Taft bespannt und daß auf der Schwelle vor dr» Kalifen Schlafgemach seine» schwarze» Kolophoniumpulver in dicker Schicht gestreut war. Die Augen der Liebenden schen stet» schlecht. Sie gucken in die Sterne, die doch gewiß nicht auf sie lauern und um die Slerne der mensch-lichen Augen kümmern sie sich nicht. „Geliebter Aliben, wenn mein Vater er« führe, daß dein Kops jetzt so in meinem Schoße ruht, was würde aus diesem schönen Kopse werden?" „Ein Kops — ohne Rumpf" „Fürchtest du nicht für deinen Kopf?" „Er wird auch dann dein frin." „Aliben weißt du. daß wir unS im Schatten deS Todes küssen?" „Dann be'iehlen wir das Paradie». Da» ist auch ein vom Tode verdeckler Kuß."_ i ..geknechteten" „Slovenischen Nation" gefällt, hat wohl erkannt, daß ver Augenblick g>« kommen sei, in dem es g-li. d is den slavi-schen Bestrebungen in Oestreich zulächelnde Glück beim Schöpfe zu packen, -ie folgen dann nur dem Beispiele ihrer große» Bord l-der m Böhmen und Gilizien, die es ihnen ge« zeigt habe», wann, wo und wie man zuzu-greise > hat, um die seltesten Bissen von der sür sie gedeckten Tafel zu erhäsche». Der gräfliche Taseldeck«r vom Juvenplatze in Wien giett sich die größte Mühe, um s-ine hungri» gen Gäste zufrieden zu stellen und er trägt auch dem Geschmacke semer Kostgänger mit zarter Ausmert,amke»t Rechnung. Namentlich ha» er für eine reichliche Besetzung der Tafel mit Nalionalgerüchten Sorge gelragen. Der zahlreichen Soudergelüste Einzelner nicht zu gede leu. Unsere „Wmdiicheu Vielesser" sind jedoch sehr schwer zu befriedigen. Bei ihnen sind die Augen größer als der Magen. Wenn reit ihre ui Form von Zeitungen uns vorlie» genden MeuuS belrachlen. so müssen wir stau-neu über die Eßlust, die sich da kuudgiebt. Was all.s doch diese Herren verspeisen wollen: Volts- und Mittelschule», Eisenbahnen. Eredit-instllule, Gemeindeämier, Verwaltungs- und Gerichtsbehörden und dergleichen Sachen mehr. Uno daS Alles wollen sie auf einmal haben, es soll ihnen schnell aufgetragen werde», denn — der Augenblick ist günstig. UnS Deutschen wolle» sie nur die Brosamen gönnen, die vom Tische fallen, und wenn mir ihnen, wie ge-wisse Vierfüßler, mit deren Namen sie uns de-legen, „hübsch aufwarten", dann alle.ifall» las-sen sie uns auch e»n,n Knochen zukommen, an dem wir uns die Zahne ausbrißen dürfen. So „betonte" erst neulich das in Mar-bürg rrscheinende „windische Blatt", daß die „Slovene.t" gegen die deutsche Sprache als Lehrgegenstand in den Schulen nicht da» Geringste einzuweuoen haben." Wirtlich sehr gnädig von diesen Herren, die an jener Stelle glei l^zeitg die Frage aufwerfen „versteht etwa der Nachwuchs aus der heuligen Schule die zweite Landessprache nicht so weit, als es daS „praclijche Bedürfniß erfordert?" Nun, wir tonnen darauf mit einem eutschiedenen Nein amworten! Die dem Heerbanne der windischen Streber Gefolgschaft leistende „slo-venische" Lehrerschaft hindert geradezu die wlndlsche Jugend an der Erlernung der deut-schen Sprache. Es kommt nicht auf die angeblich „reichliche" Anzahl von dem Unterrichte in der deutschen Sprache eingeräumlen Lehrstuw den, sondern daraus an. w i e das Deutsche ae-lehrt und gelernt wird. Die ans den unter-steirischen Volksschulen in's Gymnasium ein-tretenden Schüler bringen eine so mangelhafte Kenntnis der deutschen Sprache mit, daß es ihm» nur mit größter Mühe und nur durch daS nachlrägliche intensivere Studium der deul- „Uns aber beschützt der Tod nicht, so»-dern er bedroht uns. Sieh, ich habe bereits oft daran geoacht, daß, wenn mein Vater das Ge-heimnis unsrer Lieve ersühre, er dich tödten ließe. Er würde dich iuSgehei.ii tödten lassen, denn niemand dürste erfahren, daß die Verlobte des Sultans Abdallah einen Geliebten hatte, der hingerichtet wurde. Dies dürften nicht ein-mal die stummen Henker erfahren. Dich wird mein Vater mit eigner Hand tödten und das werde ich erfahren, denn dann wird er mich eigenhändig in den Palast mit dem silbernen Thore einsperren, damit ich dir keine Nachricht geben könne. Ich aber werde eich trotzdem davon in Kenntnis setzen, daß dich Gefahr be-droht, wenn ich auch nicht mit dir sprechen kann. Sieh^, in diesem kleinen Fläschchen befindet sich «in Parfüm, welches hier bei uns noch niemand kennt. Man findet dasselbe in den Eingeweiden des Sägefisches in kleinen Kristalstückchen; es ist äußerst >«Uen und nur beim tausendsten Fisch zu finden. Rieche daran. ES ist «in eigen, thümlicher Geruch, wer ihn einmal enipsu»den, vergißt ihn nicht mehr. Em Tropfen davon auf die Hand oder auf daS Kleid genügt für einen ganzen Tag. Höre mir also ausmerkam zu. Wenn mein Vater unser Geheiuinis entdeckt, „Z»n»tsche Macht." schen Sprache möglich wird, dein Unterrichte folgen zu können. Der Begriff „praktisch, i Bedürfnis" ist ein sehr dehnbarer. Bei dem Kna-den. der anS der Voltsschule in das Elternhaus zurückkehrt, um dereinst die Wirthschaft s»i >eS VaterS zu übernehmen, wird daS pcac-tische BedürsniS" nach der Erlernung deS Deut-schen ein ganz anderes sein, alS bei vem, d?r sich einem Gewerbe, dem Handelsstande oder den höheren Studien widmen will. Den Nutzen der gründlichen Kenntius der deulschen Sprache haben selbst oie s ooenischen und win-dischen Journale der Reihe nach zugeben müssen. Sie erweisen ihrem Volk« einen jchlech-te» Dienst, indem si« eS an der Erlernung di'ser Weltsprache behindern, deren Kenntnis . dem sloveni'chen und windischen Landnianne, Handweiker und Kaufmanne, dem Industriellen, Beamten und Künstler den schweren Kamps um'S Dasein unenvlich erleich'ert. Oder wolle» sie um ihr Volk eine chinesische Mauer gezo« gen wissen, innerhalb welcher die AuSb ulung dieses armen, guimüthigen Volkes bequemer und sicherer belrieben werden tan» ? ES hat dies beinahe den Anschein. Aber nicht nur die Schule wollen die „windischen Häuptlinge" zu ihrer unnmschränk-te» Domäne machen. Auf ihrem „Conto" steht »och eine stallliche Reihe anderer Schuldposte», die d-'r „Debitor" in Wien zu tilgen hat. Der Augenblick ist ja so günstig zur Eintreibung von Fordernnge ! Auch wollen sie die Ver-binduna „mit ihren demschliberalen Freunden" in Graz lösen, worunter sie natürlich nichts anderes verstehen, als dem fteiermärtischen Landtage den Rücken zu kehren, da man für sie dort gottlob noch kein „Tischlein deck dich" ausgestellt hat, dagegen aber mitunter den wohlverdienten „Knüppel anS dem Sack" auf ihnen tanzen laßt. Die Herren werden sich's wohl noch überlegen, ehe sie sich in den un-fruchlbaren Schmollwinkel zurückziehen, wo es sür sie nichlS zu fischen gieb«. Die „deutschlibe-rale» Freunde" aber weiden sich wohl kaum zu lröuen wissen, wenn die schreckliche Drohung mit der Abstinenzpolitik verwirklicht werden würde! „ES ist wirklich schwer, eine Satire nicht zu schreiben." wen» man die Auslassungen liest, welche die „windischen Führer" in ihrem noch immer deutsch geschriebenen Blatte vom Stapel lassen. Der Verfasser deS letzten Leitartikels der „windischen Südsteirischen Post" scheint sich aber diesmal in der Zeit geirrt zu haben, denn die Herrschaft deS luftigen Prinzen Carneoal beginnt ja erst am 7. Jänner, daher ver humorvolle Faschingsartikel von« 2. dieses Monates mit dem man auf das Zwerchfell der Leser ^deS genannte» Blattes kräftig eingewirkt hat. ver-srüht losgelassen wurde. Die windische „Süd-steirische Post" hielt ossenoar den glücklichen Augenblick für gekommen, einmal für sich wlrd er mich hinwegschleppe» und in den Ker-ker werfen; ich werde mich aber vor ihn, auf die Knie stürzen und während ich seine Hände küsse, einen Tropfen dieses Parsüms auf den-selben verreiben. Dann wirb er dich rufen las-sen und voll Güte und Freundlichk.it mit dir sprechen. Doch wenn du seine Hand küssest und aus derselben diesen Geruch empfindest, so wisse, daß du die Hand deines Todesengels geküßt hast und fliehe." „Lächerlichkeiten!" sprach der Jüngling; das übrige besagten die Küsse. Früh am nächsten Morgen erwachte der Kalif und nahm seine religiösen Waschungen vor. Aliben war ta schon wieder bei ihm und er goß das kristallklare Wasser über das Haupt des Kalifen, er reichte ihm das trockene Hand-tuch, und half ihm. den Turban in den vorge-schrieben«» Falten um den Fez legen. Hierauf entließ ihn der Kalis wie gewöhn« lich, damit auch Aliben die von Tüharet vor-geschriet e»en Waschungen vornehmen und dann zurückkehren solle. Als sich Aliben enlfernt halte, zog Abbe-ram den Vorhang beiseite, welcher die, de» schmalen Gang verschließende Thür verdkckte und 188-i selbst Reclame zu machen. Und sürwahr. sie versteht sich ganz vortrefflich darauf, ohne dabei unbescheiden z» sein, denn sie gesteht selbst zu, daß sie nur üb«r „schwache" fträfie ver-süge. Wir sind davon langst überzeugt. Daß sich die windische „Z. P." aber als ein Organ der conseroativen Deutschen deS U >terlan« deS erklärt, hat uns unendlich heilergestimmt. Ja. diese „konservativen" Deutschen! Bor den«»» müssen wir „A«r deutsche" sreilich die Segel streichen. Wie nannte doch Al^an Ltolz jene Katholiken, die zwischen Tauje und l tzler Oehlung mit ihrer Kirche in keinerlei Berüh-ruug kommen i Er bezeichnete sie tr ffenv al» „A n ch kathoiiken." Nun denn, sind wir ,N u r-deutsch e", was wir auch sein und bleiben wollen, da»» sind eben jene „conseroativen" Deutschen nichts als „Auch deutsche", die wohl alles Mögliche, aber nur nicht das „Deutsch-thum" conserviren. Wir gönnen der „wind»-schen S. Post" n idlos de» Faschin sjux. den si' mll diesen ihren „BundeSgeuofsen" treibt. Der im ernstesten Tone loSgelass ne und daher um'o wirtsamere Witz, daß die Herren van der „windischen I. Post" „ichwarzgelb" seien unl> desvald da» Interesse des slovemschen Voltes vertreten" hat g.radezu — eingeschlagen. Armer Wippch^n ! ES ist Dir in dem LeitaruNer der „wtndi chen" ei» Eo cnrren» erwachsen, der auf dem Gebiete des Witze« und der Sa-lire Alles und auch Dich au« dem Felde schlägt. Auch wissen wir eS jetzt, weshalb die „Win-dische" sich so tief erniedrigt und in deuischer Sprache ihre Meidinger, Kalauer und Wipp-chenspäge und ihre Münchhauseniaden zum Be» steu gibt, da ihr doch das woitreich« und melo-diöse windische Jviom sympathischer ist. Reine Großmuth ist eS, bewunderungswürdige Selbstverleugnung gegenüber den „unooreingenomme-ncn" Deutschen, in t denen sich die Herren Per-»aken der deutschen Sprache al« Verstäncigung«-Mittel bedienen. Wer lacht da 'i Deutich schreiben diese Herren auch deshalb, wie sie jagen, „um es dadurch zu v rhind.ru. daß ihre Geg-ner nicht ungestört un Trüben fischen können \ und weil ein deutsch geschriebenes Organ der „Slovenen" Wehr uno Schuy gegen Vergewaltigung bietet." Nun ist's heraus, also nur des-halb u alirälire» dieseHerren die deutsche Sprache, weil di.s ihr „praktisches BedürsniS" er-fordert." Ja, die Stimme dieses gewaltigen Organs, die allwöchentlich erschallt, si« verhallt »ich» wirkungslos. „Das beweist von Zeit zu Zot das schmerzliche Stöhne» und Aechzen der Gegner des „slovenischen" Volkes im stell ischen Unterland«", die sich in — Lachkrämpfen winden, sobald die komischen Unkenrufe von den Usern der Trau zu ihnen dringen. — Ob eS ein Augenblick des GlückeS war, in dem das deutsch geschriebene Orga» der „Windischen" auS dem Nichts zu Nichts erschaffen wurde i blickte forschend aus den weißen Ueberzug d<& Fußboden«. Und siehe! auf dem weißen Taft fanden sich in schwarzen Letlern die aus AlibenS Pan-toffelsohlen ausgeschlagenen Buchstaben, nur in verkehrter Reihenfolg« vor: „Meide die Weider!" Eine Fuß pur nach der andern mahnte in deutlich leserlichen Buchstaben: „Meide die W«i-der!" und er hatte sie ooch nicht gemieden. Abderam rollte den ganzen Taft aus, des-sen zweites Ende vor dem Schlasgemach sei-ner Tochter lag und trat mit demselben bei ihr ein. „Meine geliebte Tochter," sprach er dort sansten Tones zu Zehlra. „Gestern morgen ließ ich kl» Stück weißes Seidellzeug über de« Fußboden deiner Gemächer und deines Vorzimmers spannen. Gestern Mltlag bestreute ich oie Schwelle uleiner in den schmalen Gang mündenden Thür mit schwarzen Kolophoniumpulver. G.stern abend schenkte ich meinem LiebUngspagen Aliben ein Paar Pantoffeln, auf deren Sohlen mit golde-nen Nägeln die Worte ausgeschlagen sind: „Meide die Weiber". Und heut« morgen, sieh" doch, ist das Taftzeug m»t schwarzen Buchsta» 1886 Aotttische Kundschau Inland. Der Unterrichts-Mini st «r ordnet« an. daß in d«n «rsten Classen der Mittelschulen Wien«, deren Unterrichtsstunden nicht über 24 be-«ragen, im Winter die Schulstunden um 9 Uhr zu beginnen had«n. Diese Anordnung «ritt so-fort in Wirksamkeit. Die Demokraten beabsichtigen, im Ab-geordnetenhause einen Gesetzentwurf über die Einführung einer LuxuSsteuer einzubringen. Im niedrrösterreichischen Land-tage brachten die Abg. K n a b und Genossen, darunter auch mehrere.lieberale" Abgeordnet«, den Antrag aus Einschränkung der E h e f r e i h «i t ein. Die Clericalen rühren s,ch, denn — di« Gelegenheit scheint gü- stig! Im g a l i z i s ch e n Landtage hat am Samstag «ine groß« Sprachendebalte begonnen. Es hindelt sich nämlich um die gleichmäßige Pfleg« der beiden Landes-sprachen. Davon wollen natürlich die Polen nichts wissen, die sich, obwohl sie nur 40°/, der Bevölkerung GalizienS ausmachen, gegenüber den 48% Rulhenen als unumschränkte Herren deS Landes geberorn und den Ruthenen auch nicht die geringsten Zugeständnisse machen. Gras Taoffe erließ unierm 22. o. M. ein Rundschreibkn an die Bezirkshauptmannschaften zur Vornahme wegen Erhebungen darüber, ob die Ortsgruppen des deutschen Schul» Vereines sich mit Politik befassen. Bezüg-lich deS tschechischen Schulvereines werden keine derartigen Erhebungen gepflogen; dieser ist über jeden Verdacht erhaben. Ausland. Aus Paris wird berichtet, daß Frey-«inet die Mission der Cabinnbildilng an-nahm. sDas Ende d«S Karolinen st rei-t e S.j Der Streit zwischen Spanien und Deutsch-lano über daS Besitzrecht der Karolinen ist zu Ende. Der StaaiSsecretär deS Papstes, l«r Cardinal Jacobini, und di« beim päpstlichen Stuhl« beglaubigten Gesandten Spaniens und Preußens, — der letztere als Bevollmächtigter b mödienschreiber, der seine Landsleuie sofort mit einer Zeilposie belustigte, in welcher dem einen eine Puppe geschenkt, dem anderen aber das den vollbedruckt, die insgesammt dasselbe sagen: „Meide die Weider!" Zehira stieß einen Schrei auS. „Geliebtes Kin>>! vor meinem Palaste stehen dreißig Kameel« mit Hochzeitsgeschenken beladen; fünfhundert gute Reiter sitzen zu Pferd«, die dieselbe» begleiten werden. Morgen wirst du aus hoher See sein, wo dich dein Verlobter Addallah erwartet. — ich entbiete ihm meinen herzlichen Gruß. Und von dieser Geschichte wird niemand sprechen." Voll Verzweiflung warf sich Zehira ihrem Vater zu Füßen. „Vater! erbarme dich! verzeihe mir!" Abderam lächelte. „ZiUne ich denn ? Gebe ich dir nicht mei-nen Segen ? Hab ich dir ein L«id zugefügt? Hab ich dich bedroht?" „Aber Aliben?" ..Aliben wird auf meiuen Befehl kein Haar gekrümmt werden." „Gelobst du mir dies?" „Ich schwör« «S bei Allah." Zehira wußte schon, was dieser Schwur bedeutete. Auf Abderam« Befehl wird Aliben kein Haar gekrümmt werden ; — nur Abderam „Z>e«tfch, Wacht." Recht zugesprochen wird, mit der Puppe zu spielen. Dies«r Ausgleich ist der vermittelnden Thätigkeit deS PapsteS za verdanken, den die j beiden streitenden Parteien hierum ersucht hatten. Der vom Kollegium zu Pavia neulich zum Deputirten gewählte Professor Sbarbaro welcher wegen Verleumdung ic. zu 7'/« Jahren Gefängniß verurtheilt «rar, ist in der That in Freiheit gesetzt worden. AuS Griechenland wird gemeldet: In den Departements des Kriegs- und Marin«-Ministeriums wird andauernd mit der größten Anstrengung gearbeitet, um die Ausrüstung der Land und Seestreitkräste Griechenlands auf das Möglichste zu completiren, wobei beiderseits auf die neuesten Fortschritt« Rücksicht genom-men wird. Der König von Serbien ist nun nach Belgrad zurückgekehrt. Korrespondenzen. Sachsenfeld, 5. Jänner. (O.-C.) sD i e Schlacht von Sachsenf«!d.] Welche Früchte die Thalsache trägt, daß sich der größte Theil unserer windischen Geistlichen und Schul-meister mehr um die Politik als um die Erziehung deS Volkes kümmern, beweisen die zahl-reichen Fälle von blutigen Raufereien. Mord und Tovtjchlag, die bei unseren windischen Bauernburschen an der Tagesordnung sind. Am 3. d. M. war das Gasthaus „zur goldenen Krone" in Sachsenfeld der Schauplatz empören-der Brutalitäten, einer Rotte übe, wüthiger, sich über alle Grenzen der Ordnung und des Gesetzes frech h-nwegsetzenden windischen Bauernburschen, die daS genannte Gasthaus förmlich belagerten und die in demselben befind-lichen Gast« an Leib und Leben bedrohten. Der Sachverhalt ist folgender: Am Sonntag, den 3. d. M>, kam gegen Mitternacht ein be-rüchtigter Raufbold in das Gasthaus „zur gol-denen Krone" in Sachsens«!», aus dem sich die dort anwesenden Gäste eben entfernen wollten. Da nun wegen der bereits eingetretenen Sperrstunde das Begehren des Burschen nach W in abgewiesen wurde, stieß d«rs«lbe Ver-wünschungen und Drohungen aus und zeigte nicht übel Lust, gegen die Wirthin und einen der Gäste. Herrn Rudolf Schuscha. thätlich zu werd n. Er besann sich jedoch noch eines An-deren und verließ das Gasthaus, in da« er je-doch bald wieder zurückkehrte. Diesmal aber kam der Rausbold nicht allein, sein „Heldenmuth" bedurft« offenbar der Verstärkung durch die Anwerbung von Kampfgenossen, denn er brachte ungefähr fünfzehn Bursche» mit, die er im Gasthause deS „Hausenbichler", wo sie wacker zechten, rcquirilt hatte. In geschlossener Reihe stürmten die Rausbolde, unter einem sürchter-lichen Tohuwadohu, nun gegen daS Gasthaus „zur goldenen Krone" an, in welches sie ein- allein, der sich nicht zu beherrschen vermag, wird das Amt des Henkers übernehmen. „Reiche mir die Hand zur Bekräftigung deines Gelöbnisses." „Hier!" Und während Zehira dankerfüllt Abde-ramS Hand mi» Küssen bedeckte, verrieb sie mit den Fingern auf derselben das Parsüm, das sich von allen andern so sehr unterscheidet. Abderam begab sich in sein Zimmer zurück. Alib«» erwartete ihn dort bereits. „Tritt doch näher mein treuer Diener." Aliben trat hin zu ihm. „Vor vielen Jahren that ich bereit« das Gelübde, daß ich an dem Tage, da sich meine Tochter zu ihrem Verlobten begiebt, das Schwert, mit welchem ich bei Tanger kämpste, jenem Diener schenken werde, der an dem Abend jenes TageS bei meinem Lager wachen würde. So komm denn und vertausche das Schwert mit dem deinigen." Aliben vermochte sich zu beherrschen. Er erlleichie nicht einmal, uls er vernahm, daß Zehira heute nach Gibraltar aufbreche, wo sie von Abdallah erwartet werde. Er warf sich vor Abderam nieder und küßte dessen Hand. 3 dringen wollten. Doch sie fanden da« Thor be» reitS verschlossen. Schreiend, schimpfend und drohend umtobt« der entfesselt« Haufe das Hau«, in welchem die dort noch anwesenden Gäste, darunter auch der fürstl. Salm'sche Verwalter, Herr Zelinka und dessen Richte, das Aergst« befürchten uiußten. Die Gäste waren unter solchen Umständen gezwungen, iui schützenden Hause zu verbleiben, wollten sie sich nicht den größten Gefahren aussetzen. Drohten doch die wüthenden Burschen, jeden niederzuschlagen, der daS HauS verlassen werd«. Di« Belagerung deS Hause« dauerte längere Zeit, und machten die Burschen wiederholte Sturmangriffe auf dasselbe, um sich den Eingang zu erzwingen, doch vergeben«. Allmälig zerstreuten sich die Raufbolde, ließen jedoch zwei der gefährlichsten Kerle zurück, die unaushöilich fluchten und Drohungen aussticßen und sich bemühten, das Hauethor einzuschlagen. Sobald die „Belagerten" den Abzug des „Feindes" wahrgenommen und sahen, daß ihre Situation insofern« eine güa-stigere geworden, daß si, es nunmehr nur mit zwei Mann zu thun haben, öffneten sie das Thor und forderten die vor de nseld«n lärmen» den Rausbold« auf, sich zu entfeen«». Da kamen si« aber schön an. Die beiden Kerle gingen so-fort zum Angriff über, sprangen auf die ihnen entgegentretenden Herren Josef Senitza und Rudi lf Schuscha loS und mißhandelten dieselben. Der Erstere wurde durch einen Messerstich in den Kopf verwundet, während ver Letztere mit einigen Beulen und Hautadschürfungen davon kam. Schließlich zertrümmerten oie „Vandalen" auch noch mehrere Fenst-richeiben und verließen endlich den Schauplatz ihrer „Helventyaten" als die Gendarmerie in Sicht kam. Die« geschah mitten im Markte von Sachsenjeld, innerhalb eines unter den, Schutze einer „Ortspolizei" stehenden Gemeinwesen«, wo friedliche Bürger ihres Lcdeii« doch sicher sein sollten. waS aber, wie man sieht, nichi ver Fall ist. Da ader die Executivgewalt der OrtSpolizei von Sachse >» seid. der Polizeiwachmaun, im benachoarten Loschnitz domicilirt, so wird man sich nicht wundern, wenn die Polizei in Sachsenjeld nicht immer bei r>er Hand ist, sodald man si« braucht. Für den Polizei^ienst sind im Sachsenfelder Gemeindebudget 10 fl. sage z e h n Gulden jähr-lich eingestellt! Zahlen sprechen bekanntlich am deutlichste». Die Schuld an diesen desolaten Sicheryeitszuständen l egt zum Theile in der Duldung der hier zahlreichen Spelunken, in denen die verwegenen Kerle sich zu ihren „Krieg«» zügen" wider friedliche Bürger „vorbereiten." Die Hauptschuld an diesen unerhörten Zustän-de» muß aber der ganz und gar unsähigen Gemeindeverwaltung zugeschrieben werden, die zur Aufrechthaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, zum Schutze des Vermögen« un>> des Lebens der Bürger — jährlich zehn Gulden aufwendet, ein Betrag, den ein Da lies aber ein Schauder üder seinen ganzen Körper. Er verjpüt« den verrätherischen Geruch, der ihm sagte, daß er jetzt die Hand deS Tode«-engel» geküßt habe. Abderam aber klopfte voll Milde und Güte mit der Hand auf die rosig« Wang« de« Jüng» ling«, wie um ihn seines be>onberen Wohlwol» lenS zu versichern. „Und nun nimm den Koran und trage ihn mir nach; wir wollen au AmadinS Grabe beten." Aliben erzittert« an allen Gliedern. Er wußte bereits, was die Worte bedeu-teten: „aa AmavinS Grabe beten." Zehira hatte «S ihn» einst unter furchtsamen Flüstern anvertraut. Amadin war Adderams Onkel und re-gierte vor ihm über San. Abderam ließ seinen Onkel meuchlings tödten uno bestieg sodann den Thron. Dem Ermoroelen ward im Paläste ein Gradmal errichtet, doch wußte niemand, wo sich dasselv« befinde. Wenn nun Abderam den einen oder den andern seiner jungen Pagen im Verdacht hatte, mit einer seiner Sklavinnen verliebte Blicke zu wechseln, so pflegte er diesen ganz besonders auS» so ersuchen wir zur nächsten Citalnica Unter-Haltung jedenfalls um eine Einladung, da unS aus den kroatischen Salonwägen mit zwei Leitern von den in der gewöhnlichen Zahl von „drei" massenhaft herbeiströmenden .bratje* ein Freiplah zugesichert ist. Schließlich sühren mir zur Charakteristik des besagten slovenischen Agitation» Vereine» no t) au, daß selber nach dessen Entfernung aus dem Jagodiisch'schen Gasthaus« selbst in unserem Peroakenabd-ra kein Gejellschastsle cale finde» konnte, daher selber äußerlich lediglich durch eine» mit Pervakeuzeitunge» gestillten Kasten repräseiitirt erschein!. Wenn nun ein solcher Verein mit der Er-Nennung von LandtagSabg«'ordntten zu Ehren« Mitglieder» prunkt und diesfall« mit einstim-migen vermeintlich weltbewegenden Beschlüsse» prablt, so blvibt uns nichts anderes übrig, als — darüber zu lachen. Schließlich erwähnen wir noch als für die hiesigen Beamtendknunciante», die sich aus-schließlich aus den Koriphäeu der Citalnica recrutiren, — charakteristisch, deßhalb zur Ge-winnung eines Citalnicalocaies auf das ener-glscheste für die Kündigung von Beamte»-Wohnungen agilire». Dieß kann für die hiesige Beamtenschaft gewiß nur angenehm sein, da hier auch die längst geplante und auch von der österreichischen Ersparungscommission beantragte Uebersetzung der kaiserlichen Aemter endlich einmal in rascheren Fluß gelangen m >ß. Kleine Hbronik. sRegierungS-Jubiläuu, de» deutschen Kaisers.) An, 3. d. M. feieite Kaiser Wilhelm sein 25jähriges Regierungs-Jubiläum, zu welchem dem greisen Monarchen sämmtliche Herrschet Europa« durch besondere Adgesandie die herzlichsten Glückwünsche dar-brachten. Die Stadt Berlin beging den Tag in festlicher Weise durch Festacte der verscb « denen Körperschaften und Abends durch eine Beleuchtung der Häuser. In den Gotteshäusern sämmtlicher Confe>sio»en sanden Festgottesoienste statt. Morgens wurde bei der Reveille von der Kupp.l der Schloßcapelle durch das Trom-peter-Corps des 2. Garde-Uhlanen-Regimentes ein Choral geblasen, um ll'/4 Uhr wurden 101 Salutschüsse gelöst. Gerüch'weise verlautet, daß anläßlich des Jubiläums eine Amnestie zu gewältigen sei. Daß da» deutsche Volk an diesem Tage die innigsten Gebete zum Himmel sandte für daS Wohlergehen seines Heldenkaisers, versteht sich von selbst. Auch wir Deutsche in Oesterreich schlössen uns di, heißen Glück» wünschen an, die unser Monarch dem Herrscher des uns eng befreundeten Nachbarreiches an diesem Tage der Freude vorbrachte. DaS werden uns doch die Herren „Slovenen" nicht ,lS Hoch» ,xb6 verrath anrechnen, wenn wir dem Beispiele unseres Kaiser» gefolgt sind und unsere Herzen am 3. Jänner jenseits der schwarz g.lben Grenz, pfähle weilten. |E » g«schehenWunder!j Nun sag' uns jemand, man soll keine Wunder glauben. Fürst B i S m a r k hat den Papst zum Schied»-richter in ver Karolinen «rage eihoben. und der Papst hat den Fürsten den höhsten päpstlichen Orden, den Christusorden iu Brillanten, verliehe». Dieser Wink möchte vielleicht doch von dem clerica.en Centrum des d uljchen Reichstages beachtet werden. Aber was werden die Ultraoioiitane» anderer Länder jagen, die den eisern»» Kanzl r stet» als leibhaftigen Gottseibeiuns geschildert haben?! ^Allgemeiner Deutscher Schul» v e r e i n.l Die „Münchener Neuesten Nach-richten" schreiben: Als eine recht erfreuliche Thatsache muß daS Wachsthum des »Ällge-meinen deutschen Schulverems" im Köiiigreiche Sachsen bezeichnet werde». Im Jahre 1332 gab es da erst fürs Ortsgruppen: 1883 bi» 1884 gegen 40 und Ende 1885 schon 6 t. Einzeln« dieser Ortsgruppen sind sehr stark; bei-spielsw'ise zählt di« OrtSg'Npp- Dresden 75V, di« Ortsgruppe Chemmtz 600, die O.isgruopen Leipzig, Bautzen, Ojchay »nd Steißen je 250 Mitglieder. Im Ganzen mag der LanoeSvertand Sachs«» in seinen 64 Ortsgruppe» jetzt g gen 7000 Mitglieder umfassen. Damit ist aber das Wachsthum des deutsch-nationalen V reius noch nicht zu Ende; im Gegentheil werben im Laufe des Jahres 1866 weitere 40 bis 60 neue Orts-gruppen sich bild.«. Würde die Sache des deut-schen Schulverems in allen Ländern des deutschen Reiches mit solchem Interesse und solcher Be-reitwilligkeit gefördert werden, wie neuerding» in Sach'en, so würden vem nationalen Bereine, der jetzt »och kein« 200 Ortsgruppen im Reiche zählt, in kurzer Zeit ganz andere Mittel zu Ge-bot« stehen, und es konnten die in fremden» BolkSthum eingesprengten unv der Gefahr der Entdeutschung vielfach ausgesetzten deutsche» Ge-nieindkii in Süd-Brasilien, Australien, Rußland. Ober-Italien, namentlich aber i» O« st er-r«ich-Ungarn,in ganz anderer Weise unter-stützt werden, als es gegenwärtig der Fall ist. [Ein seltener Fall von Hunds-w u t h) macht in der ärztliche». Welt Aussehen. Im März 1884 wurde ein junger 25jähriger Mann von einem Hund« leicht in den Arm g«-bissen; der Hund wurde erschlagen, ohne daß bei ihm Borhanden,ein der Krankheit festgestellt worden war. Ansang November diese» Jahres erkrankte nun der junge Ma.n, indem «r hes-tig« Schmerz«» in dem damals gebissenen Arm uno darauf eine vollständige Wass«rjcheu be-kam. Acht Tage später war er eine Leiche. Die Aerzte sind entschieden der Ansicht, daß die An-steckung von jenem Biß herrühre, daß hier als» Sachs«ns«lder Raukbold in einer Woche ver-trinkt. — St. Marri» bei Erlachstein. 3. Jänner 1. I. (CttaliticanioTair.] Als hier vor 2 Ja hre» linier dem größte» Zulaufe einer Volksmenge von sieben Pe jonen die Cilalnica gegründet wurde, wußten wir es sogleich, daß es galt, behufs slovenisch-nitionaler Agitation. Anjchaffung von Peivakenzeitungeu für die diesigen Schrei r und sonstiger — für d«n Landma»» «bin weniger zuträglich«? Zwecke — diesem wieder einige Gulden abzuzupfen. U d wie euch könnte sich der atme, fast stets in pervakischen Wucher-Händen befindliche Bauer der freundlichen Ein-ladung, {«nie sauer verdienten Groschen dem s ovenischen Götze» zu opser». entz>ehe» ? Weiß er ja doch gut, daß dies zum Mindeiien für seinen allerdings sehr theuer erkauften Credit sehr iibl? Folge» haben würde. Wl« oft schon hat ihm dieser oder j.iier geldde ürstige Nachbar erzählt, daß ihm die sonst so freundliche» G,ldg«d>r, Geldvermittler »nd Posojilnica-Zutreibe' unwirsch die Thüre gewiesen, wcbei das Wort „Nemskutar" in sehr verschiedene» Variationen um sein Ohr schwirrte! Also für was sich diej«'. höchst nachtheiligen B.fürwortung und ungnädigen Ausnahme aussetze», — lieber zahlen, was etn'a die hohe Pervakenversamm lung an „freiwilligen" Beiträge» abzuverlangen für gut findet! Hiebei dachte» wir, die Sache würde für uns wenigst nS daS eine Gute haben, daß sich in der Citalmca die slovenischen Kra-kchl-r zusammenfinde', und sich dort als gegen-seiiige Unterhaltungs-Objek'r aussuchen würden. Doch auch diese Hoffnung wurde zu Wasser. Auch die drei bi» vier Personen, die anfänglich die Citalnica besuchten, blieben nach und nach aus und selbst unser Ooermeßner schlich sich nur selten in die mit P^rvakenblättern behäng-t«n Räume. Ob daran auch eine slooenische Leibunterhaltung, nämlich eine bekanntlich ,n ver Citalnica zwischen zwei slovenischen Kamps-hähnen i»sceni,te Prügelei, bei welcher bekannt-lich der Hausknecht iutervenirte, mit die Schuld tragt, wissen wir nicht, glauben jedoch, vaß die« der Hebung des Ansehens der Citalnica nicht den geringsten Eintrag that. Allerdings hat die Citalnica im vorige» Jahre sehr gewich ige Kräfte verloren, da der Citalnicadassist. der als Bäckergeselle bekanntlich das Malheur hotte, einen Diebstahl zu begehen, zum Militär abgestellt wurde, während der Citalnicatenor wegen Betruges steckbrieflich ver-folgt wird. Da dies« „Herren" auch als Bor-tänzer fungirt«n, so dürste die Citalnica für die heurige FaschingS-Saison in den Elitetanz-reigen wohl ander« in ähnlicher Weis« qua-lisicirt« Herren, an denen «S hier nie Mangel gab, requiriren müssen. Da nun aber dies« slovenischen Unt«r-hallungen unsere Neugierde besonder» reizen. zuzeichne». Es gab solche EinfaltSpmsel unter ihnen, die sich dessen vor ihren College» rühm-ten. Und die größte Auszeichnung war e», wenn sie mit dem K ilisen am Grab« ein«» unsichtbar Verschwundenen, eines als Propheten verschrie-enen Heiligen, von dem niemand wußt«, wo er htngerathen, beten konnten. Von Amadins Grab« aber kehrte auch keiner mehr zurück. Aliben folgte dem ihm voranschreitend,» Kalifen und versuchte, daS von ihm erhaltene Schwert au» der Scheid« zu ziehen. Diese» Schwert ab«r hatte die Gewohnheit, sich nicht «ins der Scheide ziehen zu lassen. Es war fest-genagelt in derselben. Der Jüngling sah. daß er wehrlo» sei, während d«r Kalif «in mächtig«» Schwert an der Seite hängen hatte. Der Jüngling war eine schwache Gestalt, während d«r Kalis «her «inem Riesen glich und jenen mit der bloßen Haud hätte zermalmen können. Neu» massive Säulen stützten die Decke des Schlafgemache»; die letzte war von Jaspis, > all« übrigen von mehr oder minder kostbarem Material. Abderam befahl dem Jüngling, die Jaspis- faule beiseite zu stoßen. Die Säule gab nach und darauf hob sich die unter derselben besinnliche breite Marmor-platte, durch geheime Federn bewegt, in die Höhe. Zehn Marmorstusen kamen jetzt zum Vo'-schein. Der Kalif legte die Hand auf AlibenS Schulter und schritt mit ihm die Stufen hinab. AIS man unten in einem finsteren, bloß von der Naphtaflamme einer ewig:« Lampe spärlich erleuchteten Gewölbe ankam, befahl er ihm, das Gebet aufzusuchen, welches jene ver-richten, di« in den Tod gehen. So verfuhr er mit allen, die «r verschwin-den ließ; vorerst ließ er sie beten. In der Mitte deS dunkeln R.umeS befand sich eine große eiserne Fallthür. die eine tiefe Oeffnung verdeckte. In dieser Tiefe lag Ama-bin nebst vielen andern. Abderam befahl Aliben, die Fallthür zu öffnen. Er nannte ihn fortwährend sein liebes Kind und erkundigte sich nach seinen Eltern. Dann gab er ihm einen Wink, ihm in die Grust zu folgen. Der Sarg stand auch schon für Aliben be-reit. Abderams Schwert wär scharf geschliffen. Wenn das Gebet beendet ist und sich sein Opfer neigt, um den Alkoran zu küssen, pflegte er demselben mit einem Schlage den Kopf abzu» hauen. Ader in demselben Mom nt. da der Kalif in dem finstere» Raum voran chritt, schlug Ali-den die Eisenthür hinter ihm zu und schob den Riegel vor. Da»n eilte er, daS dunkle Gewölbe zu verlassen und rückte die zur Seit« geschobene Jaspissaule wieder an Ort und Stelle. Di« schöne Zehira traf ihre Vorbereilun-gen zur Hochzeit; — Sklavinen flochten ihr Perlenschnüre ins Haar, »n der Hand hielt sie zwei Fläschchen: da» eine enthielt einen Lie-bestrank, welcher das Blut rascher durch di« Adern rollen macht, das zweit« «in schn«ll wir-kendes Gift, wovon daS Blut erstarrt. J«rie» war roth, diese» grün. Im Hofe de» Palastes erhob sich «in gro-ß«r Lärm; ein zitternder Eunuch« stürzt« h«r-«in, sein Gesicht war schwarz, aber die Lippen weiß vor Schreck und voll Entsetzen keuchte er: „Die Engel entführten den Kalifen in Den Himmel: Aliben wird vom Bolke zum neuen Kalifen ausgerufe >!" Zeh-ra sprang empor, schleuderte da» grüne Fläschchen von sich und leerte da» roth«: „Es lebe der neue Kalif!" j: Miene Zoll von einer Vorhaltung des GifleS ; hiend zwanzig Monaten, gegen Die drei bis fr sonn übliche". vo> liege. — DaS ist nicht sr deiuhig.»v für die Geimpflen! [Ueber e > n t Blutvergiftung sit l o d > l > ch e iii AuSgang] wird aus Iiutlotienburg berichtet: D>e Frau eines in i Äiichiirube wohnenden Maurerpoliers H. »t ihren ^1!ann als Weibnachisuberraschung i Hausschuhe gestickt, bei welcher Ardeil ! BtOtn aud.rer auch viel grüne Wolle ver» tnDei. Wählend der Arbeit deuiertl« Frau ^ aiu Dau»iri> d,r linken Hand eine Keine juie, die sie ohne ihr weitet Beachtung zu CtBfot, uut der ctecfjiadel ausstach; dann nr-■Uite s.e weiter, llmtuttelbar daraus fühlte Jtau H. einen brenn„den Schmerz in der »dud und ipoter im An», so daß sie schließlich lu.n Ätzt ,11 'Rache ziehen mußte. Derselbe if 111e eine Blulv.tgislung fest, die bereits so ß.n vstgefchriiieu, daß alle seine Beuiühimgeu »er^dlich waten. Tie Frau ist jetzt unter den «raMltchsteu Schmerzen an de» Folgen der »utvergifiung vetsiorbeii. s!llo» einet M , 11 i o n e n • (5 t b -djast ] Bor etwa 50 Iahte» verstarb in kapiuöi linderloS der Verwandle eines in peilia a»t Weinberasweg lebenden schuh-vwche i P. und hinterließ ei» Vermöge» vo» fi>iig ii huitderitausend Francs, welches durch >ie Zinsen nunmehr zu fast einet Million ^us-.e«achse-> ist. Die englische Regierung erließ ! n»er Zeit die vorgeschriebenen Ausrufe in »reiißischen Zeuungen und P.'S Batet meldete ich. Er unterbrach damit allerdings die Ver-ahruvg, war aber nicht titi stände die für i eine Erddetechtigung eijorderlichen Papiere zu 1 »eschafsen. Erst den fortgesetzten Anstrengungen »es SohneS gelang es, jene beijnbtingeu. Den-»och wäre seine Mühe vielleicht vergeblich ge-BC|rn, wenn P. nicht zuletzt das Eingreifen der Äonigin von England in einen, schreiben au dieselbe erdeten und dadurch die Forbernng Heutet Ängelegenheit durch den Minister d.r Kolonien eriuirtt baue. Der Erbe lebt in dejchei- citrn Berhalinisje» und hat für eine starte Fa-ilnilif zu sorg«». [B a » D e r b i 11 i T e st a m e n t] ist nun« ilteht eröffnet und nach demselben ist das Ver-iflögen des vetstotdene» Crösus allerdings ei» ■uoriues. Die Witwe erhalt jährlich 200 000 Dollar und den Palast deS Verstorbenen in Reiv-'Aork neost alleut Zubehör. Von den vier Söhnen et-Halle» Cornelius ÜS.ÜOO.OOU Toll., William 5o.tiOO.UOO Doll., die zwei anderen sö^ne und vier Tochier jedes 11,600.0(10.Toll., zu aminen 102,400.000 i oll. Jede Tochter erhalt außetdein tat Haus, »i welchem sie gegenwärtig wohnt. ' Cornelius Banderdilt's söhn erhält 1,000.000 XoU.; die Zinsen citier halben Million sind für k emfecutete Verwandte beftia.nit und üo.ooo Dol-i la!» sind als Legate jur die Dieueischast u. s. w. ausgesetzt. Än gemeinnützige und kirchliche Institute hat der Erblasset zusammen 1 ,'JOO.OÜO Dollar vermacht. [ J) i e o t a 11 st, f und. Dreizeh »bei 2 11 eh."] Der roeiiverbreiiete Aberglaube, daß oon einet auS 13 Personen bestehenden Tisch--gejeUjchaft in bet nächste» Zeit eine in t Tod abgehen müsse, hat vom Standpunkte der Sta» tiftif wenig >ur sich. Räch dem durchschniiili-chen MortaluatS'Procenlsatze stirbt von je 41 Personen lährlich eine, so daß eigentlich 11 als die Unglückszahl anzusehen wate. Um übrigens «ach den Gesetzen der Mortalität mit mathe-manschet Gewißheit annehmen zu können, daß eui Mitglied einet au» 13 Personen bestehenden Tischgesellschaft in den nächsten Monaten sterben werde, müßte daS durchschnittliche Lebensalter der Anwesenden 88 Iahte betrage», und vas kommt denn doch wohl nicht allzu hüufia vor. [Lucifer als Rufname.] In Neu-wied hat ein Man» sur sein Kind den 'Rainen „Lucifer" in'S Staudesregistet eintragen lassen. Dies» zum inindesten seht geschmackslos^ 'Namens-gebuag hat die Frau des betreffenden Mannes indes dazu bewogen, sich an das preußische Mi-nistetium des Innern zu wenden, um den Ramen abändern zu lassen. Diesem Gesuche ^eutiw« yoawt." konnte indeß nicht stattgegeben werden, da ein gesetzliches Verbot dieieS und ähnlicher 'Ra-men nicht trstehi nnb tie standesamtliche Eintragung in niler Form RechienS vor sich geg tilge« ist. Dagegen hat der Minister sämmtliche SlandeSbeamle anweisen lassen, in Zukunft un-let allen Umständen die Eintragung anstößiger oder unanständiger Ruinen abzuweisen. [Heiteres.] Was ist für ein Unterschied zwischen d in Baiteiiberger und Schliemann? Alexander schindet die ©erben und schliemann findet die Scheiben! Locales und ^rovinciales. iSitli, ti. Jänner [A uS dem S t a d t a m t e.l Der Herr Bürgermeister und kaiserliche Rath Docior R e ck e r in a n n begibt sich am Doiinetstag ben 7. d. M. zur Au»üd»»g seines Laiidiagsman-dates »ach Gtaz. Während der Abwesenheit des Herr» Bürgermeisters wird dessen stelle wie-der von dem Vice-Burgermeister Herrn F tanz Za » gger versehe» werden. [Diamantene $ o ch z e i t.j Das Ehepaar HigerSpetger, Eilet» und llreltetn der bekannten uiitersteirische» Familien dieses Ra-me.S, begeht dieses selten * Fest wieset Tage i» ungetrübter Geistes- und Köip-rftische. [ B e a m t e n e t » e n n n n g e n. ] AuS Gtazkommt die schier unglaublich klingende Nach-richt, baß der bekannte Persoaa reserent im Ju« stizininistetiiim, H.rr L e c i l n i l, feine» „Verdienst,»" die Kio e aussetzen u >d sich zum Cil-her Kreisgerichte transfeiiteu lassen wolle. Eine so he,vorstechend slavische Persönlichkeit als Hüter der Gerechtigkeit in der llnlersteter* matt — atme Deutsche i Vorher soll noch Herr LandeSgerichisraih L < u i c n i t vom hiesigen KteiSgetichte »ach Laibach versetzt werde». [Die Z u st ä n b e a »i E i l l i e r G i) in-» a s i u >».] Wen» wir Heine wieder aus dieS unleidliche Thema zurückkommen, dem wir be-reitS einmal einen umfaiigteiche» Artikel an leitender Stell« gewiomei, so geschieht dies deßhalb, weil >S die heiligste Pflicht der Pu-blicistik Ist, öffentliche Mißstande iiruter nieder zu geißeln und aus deren Abhilfe zu dringe.I. An dieser Pflichterfüllung, so unangenehm sie an sich ist, dürfen wir uns durch keinerlei Rück-sichle» hindern lassen. Ja selbst auf die Gefahr hin, persönlich darunter zu leiden, müssen wir, gleich dem Arzte, unerschrocken die Sonde i» die Wunde einführen, unbekümmert darum, daß wir va^ei anderen Schmerzen verursachen, oder wohl auch von dem sich wehrenden Patienten gebissen werden. Ehe wir aber zur kurzen Be-sprechnng der jüngsten Botgänge am hiesigen Gymnasium schreiten, erklären wir feierlich, daß weder — Herr Professor Wretjchfo noch auch un andere« Mitglied deS geehrten Lehrkörpers dieser Anstalt un*> das „Materia'e" für diese Notiz geliefert hat. Der Herr Titcctot möge daher diese Herren ungeschoren lassen, denn sie sind ganz und gar »»schuldig daran. In jüngster Zeit mußte» wiederholt mehrere Schulet deS Cilliet Gymnasiums etiipsinblihen Strafen unterzogen werden, weil sich dieselben grober liebe,ichteitungeu der DiSciplinatvotschtifte» zu Schulden kommen ließen. Es ist tief zu bedauern, daß unter einem Theile der Eymnasialjugend ein Geist herrscht, der sich von Zeit zu Zeit in Ausschreitungen aller Art fundgiebi. Wenn da nicht bald eine energische Hand emgreift, uni die gelockerte Zucht wieder zu befestigen, dürfte es allmälig zu »och ärgere» Mißständei, kommen. Man sollte denn doch einmal nach der Uriache der eittgerissenen Zuchtlosigkeit sorfche» und da« Uebel mit der nicht schwer zu finden-den Wurzel auste>ß»n. Die unleidlichen Zustände am hiesigen Gymnasium wurde» eben durch ein System herbeigeführt, das bei u»S in Oesterreich das herrschende geworden ist, und welches donh»« „Zwitter" jetzt, wo es g a n z e t Männer bedarf. Da man bekanntlich zweien Herren nicht dienen kaun, so muß man eS bald mit dem Einen, bald »ti, dem Andern verderben. Uebtigens wirb sich demnächst schon der steyr« märkische Land'" •' " *« unserem ^m-nasium herrsch ja hefasse» t» : haben und steht zu erwarten, daß von dieser Seite aus die Sache einmal fest angepackt wer-de» wtrd. Der doch sonst so couragitte Herr I IkletrtchiSmiiiister scheint daS Cilliet Gymnasium für ein — Wespennest zu halten, denn er wagt sich au dasselbe nicht heran. [Vom slovenischen S ch u l v e t» t i n.J Bor ei lige« Tagen wurde von Graz ans die Nachricht verbreitet, d'.ß der r«,., -• vom heil. Cyctl die Sldsichi hege, in Cil«ine > l o v e n i j ch e Schule zn errichten. Dieseach-richt, die hier nicht im Geringsten Über ch^n wirf, »st Übrigens nicht glaubwürdig, di^iet ohnedies eitle slovenische (Unigel'ungs-) ^(s< schule besteht, welche aber seht schlecht b»cht ist. Die städtischen Volksschulen sind dage,, sehr stark besucht, weil deren Direktionen, Bitten der Bauern iiachgebeud, so weit als ihunlich auch Kinder ans der lltngebung auf-nehmen. Der Bauet sagt eben : „Windifch kann mein Kind so — iu der Schule soll'S ordentlich deutsch lernen." Die Errichtung einet weiter"" slovenischen BolkSschule wate also ziemlich sin. und werlhloS, wohl aber scheint eS uns a>. der Zeit, daß man die Errichtung einer deut-schen S ch n 1 v e r e i n S s ch u l e für die Bauernsöhne aus der Umgebung ernstlich in Erwägung zöge. [D j * M a t b u r g e t C 0 n s i st o t i u in] hat durch die Ernennung des Herrn Ö t c f a r z un Viciir in Ctlli neuetdingS den Beweis ge-" liefen, daß es auf die Wünsche der k a I h o * tischen deutschen Bevölkerung Cilli'S keine Rücksicht nimmt. Nur so fort in tiesem Fahrwasser, die Folgen werden nicht aitsblei-be»! Der „Deutsche 'Michel" hat wohl eine Riesengeduld, wenn eS ihm aber einmal zu bunt wird, da»» ist mit ihm nicht zu spassen. Wer war und ist denn hatte »och der eifrigste Förderet cikaihollscher Bewegung«»? Doch nur jener Theil des katholische» Clans, der Katheder und Kanzel dazu benutzt, um den katholischen Deutschen Unbilden zuzufügen. Viileant consules ehe eS zu spät ist ! [Der neue M c r (t • I et t i fj scheint unseren Laiidleuten nicht zu behagen. So war der letzte Wocheumarkt van ihnen nur äußerst spärlich belicht und die erschienenen wenige» B rkänfet erhöhten die Lebensmittelpreise mit-»mer ganz bedeutend. Es kostete, um nur ein Beispiel anzuführen, ein Ei „ü" kr.; i» Wien zahlt man auch nicht mehr, und Wien ist be-tamttlich eine bet theuerste» Städte Europa'»! Derartig« Preissteigerungen lassen sich durch nichts rechtfertigen, auch nicht durch de» neuen Marlt-Tatif. ES verlautet, daß die Gemeinde-vorstehet die die Approvisionitung Cilli'S b' treibenden Banen, zur Abstinenz-Politik anstift. und de» Plan ausgeheckt haben, den Wochen markt vor die Thore Cilli'ö zu verlegen (?) Die Herren Bauern werden fichs wohl noch überlegen und zur Ueberzeugung kommen, daß sie auch bei bet» neue» Markt-Tarij ganz gut de stehe» können und das beste und einzige Ab satzgebiet doch nur die Stadt Cilli ist, auf di sie ebensogut angewiesen sind, wie die Bewohne, dieser Stadt auf die LebenSinitlel-Zufuht der Landleute. [Zur B ü r g e t m e i st e t-W a h l i M ar b u r g.| Der in Laibach erscheinende „Sir venec" begrüßt in einet Marburger Cotrespon denz die Wahl des neuen Bürgermeisters in fympalhischet Weise! — („M 11 Kleinen fängt nan cn".] Ant Neujahrs tage vertheilte in der Grazer Marienkirche ein Priester ein slovenisches Tractät» lein in vielen Hunderten Exemplaren. .Mit Kleinen sängt man an" und dem Tractätlein wird bald eine slovenische Predigt folgen im deutschen Gtaz; später eine slovenische Volks-schule, dann ein Gymnasium, eine Universität — doch nein! Es ist schon dafür gesorgt, daß die slovenischen Baume nicht in den Himmel wachsen. [G e m e i u d e w a h l e n.] AuS Feldbach wird uns unterm d. M. mitgetheilt, daß dortselbst Herr Dr. Wilhelm S e n k o v 11 s ch zum >»'i'^etme">et und die Herren Johann Denn» - nz " ''' >" "* s.' sVürger meisterwahl in Praß« d t r g.] Aus Praßberg wird un» von mehr,-ren dortigen Bürgern unterm 4. d. M. geschrie-den: «Vor einigen Tagen fand hier die Bür-germeisterwahl statt und ging au* der Wahl ti» Bauer au» ver Umgebung hervor. Die»« 1 halsache ist geradezu eine Blamage für die Praß-berger Bürgerschaft, die einen ihre» Interessen sern« si«h«nd«n Banern an oie Spitz« ihres lZeinweseus beriefen. Dieses geradezu adde-r„»e Wahlresulial ist einzig und allein den Galionen de« Praßberger Kaplan» Rohm u, dessen gesügigem Werkzeuge, dem Ober» I,er S k o s l e k. zuzuschreiben. Wenn schon tchauS ein slavischen Phaniaslerne» huldigender ^nn gewählt werden sollte, so halte man die fe.ahl z, B. aus Herrn Lipold lenken können, der. eine sehr «hrenwerlh« Persönlichkeit und mit den hiesigen Verhältnissen vollkommen ver» traut, denn doch besser zum Bürgermeister der Mark «gemeinde Praßberg gepaßt Halle. al» ' i importirlr» „Bauerlein au» der Umgebung." - Wunderliche Zustände da» i» Praßberg, wo Kaplan und Schulmeister die erste Violine spiele» ! sC i 11 i e r S p a t c a s s e.] 5. Jänner : Einlagen.......fl. 20.525*10 Behebungen (meist Zinsen). . fl. 28.122-46'/, Gesammtverkehr Parleiena>zahl 397. sDer st eier märkische Gewerbe-verein] verleih! alljährlich eine Anzahl der im Jahre 1880 gestirnten Medaillen an solch: gewerbliche HilfSae. ter, welche in einer »nd st. 43.647 56' derselben Werkställe 3iei:rmark» ununterbrochen loenigsteii» 15 Iah..', e>b«r in einer yabrik Cieiermerk» wenigsten» Jahre unnnl'rbro-chen in Lerwendung gesta.iden, ober welche eine 3u>ährig: Arbeitezei« i» höchsten» drei IStablif> iemenl», von dene» wenigsten» Eine» sich in Steierinark befinde» m»i. nachweise»! ser»er ,in solche gewerbliche Hi fSarbeiter. welche sich durch besondere technische Geschicklichkeil oder durch Erfindungen oder Verbesserungen innerhalb des Rah ne»S ihrer BerufSlhäligkeil auszeichnen und mindestens drei Jahre in Steiermark in Arbeit stehen. Ge uch: um Zuerkennung von Medaille». welchen ^a» Lehrzeugniß de» Arbeit« Qfber» und sonstige Beleg« anzuschließen sind, au» welche» die Erlernung eines Gewerbes durch bin Geji chsteller. desse» Vor- und Zuname. Ge-l'urlsorl, Anzahl der Diensljahre. die sonstigen Eigenschalten und Verdienste desselben zu entnehmen sein müsse», und welche die Bestätigung der Unieschrist durch die Ortsbehörde oder die tKenossenschaslS - Vorslehung enthalten müssen. >d an das Secteiariat de» steierm. Gewerbe-reine» zu richlen. wohin in der Regel auch sie bezüglichen gewerblichen Erzeugnisse zur Beurtheilung einzujeitden sind, wenn die Aus-zeichnung für di« technische Geschicklichkei« an-zesucht wird. ^E i n H o ch st a p l t r.] Der bekannte aus aibach geburlige Abenteurer Friedrich Malo-ech, der im verstosseneii Jahre als Professor Dr. Malovech avö Leipzig uit Bade Tüffer aufgetaucht war. mehrere Personen beschwindelt« '.">v deshalb v.rurlheilt worden war, wurde vom Triester Strafgericht« wegen DiedstahleS zu niehrmonatlichem Kerker verurtheilt und wird nach abgebüßter »trat« mittels Schul» »ach Laidach gebracht werden. fE i n u n s i 111 i ch e » Attentat] verübte unlängst der achtzehnjährige Bauernbursche Michael Laubitsch im Walde nächst Terwivatz an der achtjährigen Marie Vadag. Der Wüstling wurde in Hast genommen. sT o d t s ch l a 3. ] Am Weihnacdlsabend enistaub zwischen b.,n G unddesitzer Anlon Irr-man» im* hcyi Ä^meM JWofl auf de Jeöooni^Ifi Unjer^chMeaa «i» 'Hlieis. Tewlau schlug sei»«? G * M wurde kii? ritt«* 'rrttidfhfiiifiuii nu8 ÜVillich' (Tfl»aab. SMt." '. i'-—•—.'fr*.*.- 200 ff. betrogen; boch bürsten auch noch andere Frauenspersonen biesem Jnbustrierilier zum Opfer gefallen sein sV e r g i f t » n g.j Bei bem Großtrasikan-ten Pejelle in Klausenburg sind in Folge Genus-se» von R a t l e » g i f l drei Bedienstete gestor» be», ;wei andere lebensgefährlich erkrankt. so t r ä f l i ch e r Leichtsinn einer Mutter] Die Ehegattin de» in einer Dachwohnung im Hause Nr. 20 zu Ga^erje nächst Eilli wohnhafte» Fabri'» »Arbeiter» Brak't, namen» Franziska. ließ, während sie ihrem Manne oiii 4. d. M. da» Millagessen in die k. k. Zink-hülle trug, ihre zwei Kinder — Knaben — im Aller von 3 und 2 Jahren unbeaufsichtigt und allein in ihrer Wohnung zurück. Mil Essen beim Sparherde beschäst gel, der stark aeheitzl war. war allem Anscheine »ach das jüngere der Kinder, das lich schon früher ob mangelnder Auf-sich« einen Arm gebrochen haben soll, bem Ofen zu nahe gekommen und das Röckchen fing Feuer. Erst durch anhaltende» Schreien der Kinder, welche die Wohnungstvur von innen verriegelt hauen, »nd den entstandene» Brandgeruch aufmerksam ge ivrde». sprengten endlich andere Wohnpartne» die Thüre auf. E» war ein Bild deS Schrecken», da» sich den Eintretenden dar-bot. In der mit fast undurchdringlichem Qualm gefüllle» Wohnung, in welchen» die Kinder nur schwer erkannl werde» konnlen. stand da» arme Kind, sich »och am Kinderbett haltend, mit fürchterlichen, b>» in da» Jnnnere de» Körpers gedrungenen Brandwunden und mit noch einigen glimmenden Reste» feiner Kleider bedeckt da. während der ältere Knabe vor Rauch nur mehr mühsai» athmen konnte. Schon nach 4 Stunden gab da» arme Kind unter fürchterliche» Schmer-z-n feinen Geist ans. sS ch u b b e w e g u n g] Im Jahre 1885 sind vom Sladlamte G lli 607 Schüblinge an ihre Bestimmungsorte exvedirt worden. In die Arbeitshäuser wurden aus dem Sprengel der hiesigen k. t. BezirkShanptma»»schasl 6 Jndi-vidne» und von fremde» Bezirke» 4 Individuen durch da« Stadtumt Q'illi befördert. >T h e a t e r - R a ch ri ch t.j Freilag. den ä. d. M , gelang! eines der beste» Werte der bekannten Buhncu-SchrifisteUeri» Ehar oll« B i r ch - P f e i f f e r zur Aufführung, nämlich da» fünfactige Zcha ispiel „D e r P f a r r h e r r". I» die Hauptrollen theile» sich die Damen Fr. Siege je».. Fr. Sieg« jun. und Frl. Le » lhold und Hr. F r i e d m a y ? r, sammt-liehe bewahrte Kräfte unserer Buhne. C» lieyt daher schon in der Rollenbesetzung eine gewisse Gewähr für eine befriedigende Vorstellung. In Marburg bat dies Stück in gleicher Besetzung einen recht schöne» Erfolg gehabt. — Unsere Kunst-freunde werden mit großer Befriedigung die erfreuliche Nachricht zur Kenntniß nehmen, daß am künsligen Montag keii, Geringerer al» Friedrich Schiller in unseren neuen Musentempel einziehe» wird. Zur A»sführung gelangt nämlich an diesem Tage „Kabale und Liebe". Die Besetzung der Rollen ist folgende: Präsident: Hr. Fr'ed mayer; Ferdinand: Hr. M o l n a r; Louije: Frl. L e u t-hold; Müller: Hr. Baumeister; Wurm: Hr. Reiniger und Kalb: Hr. Riede r. Diktier Kt,tdttl)ellter. Räch einer längeren unangenehm empfun-denen Unterbrechung der Vorstellungen offne«« sich am Montag, den 4. d. M., endlich wieder einmal unser traulicher ^lnsentempel. Zur Auf-sührung gelangte „Frou-Frou", die bekannte SensationScomödie von Mailhac und Halevy, deutsch vo» Manibner. Da» mi« aroßer Me>-sterjchast gearbeitete «««.«dönbelieWen Snrnncj'lrct tfÄn; lerf^"|WW(jWr französisch?» ^raminken» aa» 1)eirr Piptiser Leten gefchöpfteii Ehsbrüchse'pm6bien, äst schon öirfch eWu'^ im höchsten Grade erregenden Handlung'sichert den französischen Buhnenschriflstellern. di« darin unübertroffen! Meister sind, den ^Erfolg. Der un» knapp zugemessene Raum gestattet un» leider nicht eine nähere Besprechung de» wirk-lich vorzüglichen Stücke», mit Dessen Aufführung sich di« Dirrctio» d«n Dank d«» zahlreich erschienenen PublicumS erworben hat. Wenn nun auch die Darstellung, wie sie un» geboten wurde, manche bedeutende Mängel ausweist und außer Frl. L e u » h o ld (Gildert) und Herrn Fried mayer (Ärigard) keiner der iviitwirkenden »i« wahrhaft befriedigen, konnte, trotzdem wir wahrlich keinen zu strengen kritischen Maßstab an die Leistungen von Pro« oinzschauipielern anlegen, können wir doch sagen, daß die Vorstellung un» einen recht ang«n«H. inen und genußreichen A!end bereitet hat. Und die» danken wir nächst den beiden Autoren dem Fräulein L « u t h o l d, der Trägerin der Titel-roll«. Ihr« Ausgabe war von HauS au» eine bankvare; concentrirt sich ja in dem verbäischellen, ebenso leichtlebige» wie herzensgut,n Tollköpfchen „FroU'Frou^ fast da» ganze Jnt«r«ss« de» PublicumS. Der angeborene schauspir scherz entzückte und ihr Ernst erschütterte. Von mächtiger Wirkung war die Schluß ene im 3. Acte, in der sie ihr reiches Talent zur vollsten Entfaltung' bracht?. Auch in der -lerbefcene war sie vor-trefflich. Das Pnbticu!« zeichnete die strebsame Künstlerin durch zahle che Hervorrufe au», die sich am Schluß« der V orstellung wiederholten. Herr Friedm>'yer (Bri^ard) spielte den alien Roue mit oblesfe, Jntellig.'nz und trefflichem Humor; der Ibe machte sich auch al» Regisseur ber Vorstelln ig oeraienl. Frl. E z e r-mark ia»z gut ab, wa • wir von Frl. S e st i n i < Baron in Eampei) (et er nicht sagen können. DasFiäulein solltesichi. rAllemeinerdeu ticheren Aussprache und äst iet scheret Bewegun ze» de-st ißen. Frl. Man» lLouise) ließ gl ichfall» viel zu wünsche» übrig. Herr M o l n a . (Sat-lori)S) halle manch« ,ianz hübsche omenle, allein sein Können blieb hinter dem Wollen zu-rück. Sein gedehntes „Ah" wirkt milunier recht störend. Herr K n c > d > n g e r (Valteas) leidet auch an Unverständlichkeil im Zprechen; ein endgilt'geS Urtheil über sein« Leistungen wollen wir uns noch vorbehalten. H«rr Reininger (Äaron Eampri) brachie s^ine u»beoeule»ae Rolle nach Kräften zur Gellung. Lr. durch einen "-»ntinintät geit»" l Dialog und oeS PublicumS . «Fiterarifches. fD e u t s ch e Wechenschris t]. Organ für die gemeinsame» naiionale» Jniere'sen für Oesterreich und Deutschland. Heran, gegeben von Dr. Hentrich Frieojun.,. Wien. IX.. Wasa-gasse 20. Inhalt von Nr. I vom 3. Jän-neclSbö: An unser«Abonnenten. — Dr. Glaser. Von H. Fr. — Serbien und die Länderbaak. |Von Paul Dahn. — Die Arbeiterschul -Gesey-grvnng im Dttl^che^ Reiche Bon «D*l imb KaiftrWiiM»^ liebe. — Feuilleton : Ein Slückch^n itoiiettlscher NawraliSma». Min Va?d?dlär Kahm,'!. — Literatur. Theater und Kunst- Beiiy Pa»ki. Bon M-^r^-. Franz Defregge?'» Entwicklung«'-ng. Bon <5errC Stiele*. — tNen^r 1 M» Bot, M isi_ (5m |'4iiaui>fu» — viütt<|ua»oeui der Redaction. — Buchelschau. Probeaammirn gratis und sranco. 1886 „Z>t»schk ZS«cht." 7 Aus d-m Amtsblatt«. Kundmachungen. Curatell > Ver» hänflung über die KeuschlerStochter Margaretha Arnschet in St. Paul bei Pragwald. Stadt. t>el. B.-G. Cilli; über Wilhelm Schell, zulegt definitiver Unterlehrer in St. Veit bei Graz, B.-G. Wind.'Graz. L i c i t a t i o u e n. Dritte executive Feil-bietung der Realitäten des Franz Oroichen, vol^o Manko, von St. Florian, ain N. Jänner, B.-G. Schö»stein; des Josef W»llsek, Urb. Nr. 2«l'/„ 200'/. und B>,.-Nr. 2« und 29 ad Ankeuftcin in Drawgen und Repik, Sch.'SB. 2957 fl. 64 fr., am 8. Jänner, B -G. Pettau; der Marie Topliset in Peltival. Sch.--lv. 195 fl. 20 kr., am 8. Jänner, B.-G. Drachenburg; de« Franz Janozic in Cemehonec, Sch.-W. 1507 fl., am 9. Jänner, im ReassumierungS' wege, B.-G. Rann; de? Anton Sketb in Nuß-dorf, Sch.-W. 7740 fl., am II. Jänner, im RcassumiernngSivege, B.-G. St. Marein. Erinnerungen. VerlassenschastS-Gläuliiger-Einberufung nach MathauS Novak, Pfarrer in Horberg, am 18. Jänner, B.»G. Drachcnburg. «Mark»-rurckscdnittSpreise.) Im Monai, TecrmV lastete der Hektoliter Weizen auf hiesigem Platze durchschnittlich >1.7 — Äorn st. 5.20, Üknie fl. 4.90, Haler ft.8L5,«uturuj i>. 4.00, Hiri'e fl. 5.3", Halden fl. 4 90, (hhopfel fl. 2 50 100 Kilogramm Heu feilsten U. 2 25, jlornlaqelilroh fl. 1.50, Weizenlagerstroh fl. 1.40, Hireu-sttoh it. 140 Ein Kilogramm Äiindfleijch (ohn. Zuwage) toiteu 48—50—52 lt., Kalbfleisch 5tl—(Wir., Schwein-frisch 52—54—otf—60 tr. Schöpsenfleisch 40 tr. JE^al3.r-Ord.ri.-uja.gr (> 1 I 1 i K vom 1. J n n i IKH5. TrUlt-WUn. Courirzug Nr 1. AnkuuU Cilli ! Chr 5? Min. Nachts Ablahrt » 1 » 5y , , Anschluss Prageihof, Eilzug Nr. 202, ab 3 Uhr 35 Mi». Früii. , Marburg — Eilzug Kr. 8, Ankunft CilU i Uhr 18 Min. Mittags. Abfahrt . 1 . 20 , , Anschluss Pragerhof — , Marburg Postzug Nr. 400, ab 3 Uhr Nachm. Postzug Nr. 7, Ankunft Cilli 5 Uhr 37 Min. Abends. Abfahrt , 5 . 12 , , Anschluss Pragerhof Postz. 206ab8 Uhr 10 Min. Abends. , Marburg — Postxug Nr. 9, Ankunft CilU 3 Uhr 3 Min. Früh. Abfahrt »3,8» , Anschluss Pragerhof, Postz. 204. ab 9 Uhr 35 Min. Vorin » Marburg, » 404, » 9 » 15 » , Secundirz. Nr.99. Ankunft Cilli 9 Uhr 5 Min. Abende. Secutid-irzug 97, Abfahrt Cilli 6 Uhr 15 Minuten frflh bis Mümuschlag; hat den günstigsten Anschluss nach Ungarn und Kirnten. Anschluss Pragerhof Post». 204 ab 9 Uhr .'15 Min. Vormund in Marburg Z. 404 um 9 Uhr 15 M Gemischter Zug Nr. 101. Ankunft Cilli 8 Uhr 46 M. Vorm" Abfahrt 8 » 54 , » Anschluss Pragerhof — , Marburg Posting Nr. 400 ab 3 Uhr Naehm Wien— Triest. Courirzug Nr. 2, Ankunft Cilli 3 Uhr 13 Min. Nachts. Abfahrt » 3 , 15 , „ Anschluss Steinbrück, Posting Nr. 502 ab 4 Uhr 5 Min. Früh. Eilzug Nr. 4, Ankunft Cilli 3 Uhr 51 Min. Nachm. Abfahrt , 8 , 53 „ » Anschluss Steinbrück Posting Nr. 504, ai> 5 Uhr 15 M. Nachm. Postzug Nr. 10, Ankunft Cilli 10 Uhr 25 Min. Vorm Abfahrt » 10 » 30 » , Anschluss KteinbrOek an Gemischten Zug 512 ab 12 Uhr 55 Min. Nachmittag. Postaug Nr. 8, Ankunft Cilli I Uhr 39 Min. Nachts. Abfahrt , 1 , 45 „ » Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 2. Secund&rzug Nr. 98 Abfahrt Cilli 0 Uhr Früh bi Laibach. Secund&rzug Nr. 96. Ankunft Cilli 9 Uhr 40 Min. Abds v. Mümuschlag: hat Anschluss aus Un gärn und Kärnten. Gemischter Zug Nr. 100, Ank. Cilli & Uhr 51 M. Naciun Abf. , 6 „ — , . Anschluss Steinbrück — Conrirztge 1 nnd 2 veikehren mit Wagen I., II. und III. Classe; die Eilziige 3 und 4 mit Wagen I und II. Classe. '! Wichtig für AausKattungen!' Um dem P. T. Publikum den Bezug eines | guten ml billig, n QjeutistoflV-s zu ermöglichen, haben wir den Preis unserer Kohle 1 in Säcken zu 50 Kilo vorgewogen auf ' |30 tr. für den Zoll-Ctr. Stöck-ilürfeMt! frauco Cilli ermfcsigt. Aufträge übernehmen unsere Werksleitung in Liboje die Herren Wogg & Rarfakovits in Cilli. Für prompte Lieferung und gutes Gewicht ( fcwird garantirt. Trifailer , 855—3 Kohlonwerks-Nespllschafl. JOLrjOHANNSEN, KanUchnkSUmpiglien-Erzeagung * Oravieranstalt ti r a z, Jungferngasse Nr. 2. 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Auch kann für einzelne Fächer eine Aufnahme stattfinden und daran auch erwachsene Damen theilnehmen. Preise billigst. 7 —2 Cilli, 2. Jänner 1886. M.'tniHr Ha*i*aenbihel*l. in der Stadt Cilli oder Marburg, mit zwei oder drei Wohnungen, wird gegen baare Bezahlung zu kaufen gesucht. — Anträge mit Preisangabe werden bis 15. Jänner <1. J. unter Mari« Drame, postlagernd Wind.-Landeberg erbeten. 10—l Gottfried Barth Hopfen-, Comiissions- nnd Spditm-taMIt u Kiueinirkt, Nürnberg, »I (muairkt empfiehlt steh s«m Verkauf und Einkauf von Hopfen «owle xur ErtdeüQQ£ toq schriftlichen nnd telegraphischen Marktberichten. SarAMtu—rtiffe, reell* UrtHmnnff. 296 GeschäfU-Localitäten: Hauptlager am Hopfenmarkt D Zu hüben bei Johann Kakusch in Cilli. G Im Verlage von V. «»«II in Oma ist soeben erschienen: Deutsch-nationaler Kalender für Oesterreich auf das Jahr 1886. Geleitet von Carl W. Gawalowski. Mit Beiträgen von: H. Beheiiaer, F. Dehn, E. Fels. W. Fischer, A. Haue», R. Hamerliag, Dr. Harpf, F. v. Haus-egger, F. Keim, A. R. Naaff, A. Ohorn, W. Ressel, H. Swoboda. Reich illustrirt. Stärke 10 Bogen. Gross-Octav 3