Schrtftlewmg: »«tbauSqane Nr. » H,B».> «»,,«!»»»-: Tiij lm» »»«»»dmi oct Cni* a. Kcirr-tagc) »»» 11—I* Uftt tornt. ^mrtfArntTti sftbni m*t Unldfltne^n, tumrulok Um-Ratangcn nutt fc . . . U ||^| 88» Ctlti Bit jWMaag in« SSÄ» ;:>• #«t|-ppin her waren. Unmerdeflen suchte Klara mit pochendem Herzen den italienischen KioSk zu erreichen, bevor die ent-setzliche jFrau Rebenzweig alle« aufdecken konnte. Sie haltite sich bereit« eine neue Geschichte zurecht» gemacht.. Rickchiig, sie fand den Vater und den Fremden in dem lauschigen RückzugSorte. Dieselben stießen grade »mit den Gläsern an, die mit dunkelrotem ein aefesüllt waren. „Ackch wie schön, daß ich Dich treffe, Papa/ sagte die i bereit» in ein Lügengewirr verstrickte Klara, ,da habe>»ich einen Beschützer auf dem Heimwege." Ein solcher Fall einer tätlichen Mißhandlung, verbunden mit der Einschränkung der persönlichen Freiheit im Augenblicke der Ausübung deS durch besondere Gesetze geschützten Wahlrechtes muß selbst nach Ansicht eineS bescheidenen Laien mit dem Strafgesetze kollidiere«. Daß Dieser freche Uebergriff seine entsprechente Sühne finden werde, hat vom Anfange an Jedermann erwartet. Die Geschichte dieser Vergewaltigung war mit voller Namensnennung in unserem Blatte, in den Grazer und Wiener Tagbläitern der staunenden Welt als Kuriosum bei einer ziSleitanischen Wahl berichtet worden, doch gab die« der StaatSbe» hörde keinen Anlaß zum Einschreiten. Nach später ersolgter Anzeige wurde die Untersuchung eingeleitet. Bei allen sogenannten Tschechen- und Sokol» festen in Eilli hat die k. k. Staatsanwaltschaft aus jede namentliche Denunziation der „Domovina" so-fort ohne Anzeige den Betreffenden angeklagt. Daraus muß geschlossen werden, daß das Pfeifen aus der Straße oder das drohende Schwin» gen eine« Stockes unter den geheiligten Fenstern des Narodni dom eine besondere Gefährlichkeit für die Sicherheit der Person oder des Staate« in sich schließen, oder aber wird nach verschiedenen Grund-sätzen oder Instruktionen vorgegangen? Man erinnere sich an den Aparat, der auf-geboten wurde, um die durch ein sogenanntes Tinten-ei erzeugten Flecke auf dem Festgewande einer Et. Georgnerin zu sühnen, da gab'S Untersuchung»» hast, Beschuldigieneinvernahmen auf Zeitungsnotizen hin, Anklageschriften, die länger waren al« wie die damals besonder« vergrößerten Anklagebänke. Die nächtliche Entfernung der Kanzleitafel de« Herrn Dr. Decko zog Kreife, die der Untersuchung nach der Ermordung de« Minister« Plehwe weder an Umfang noch an Härte nachstanden. Man erinnere sich aber auch, daß der flovenifche Be,irk«vtr»retunft«sekretär, während alle deutschen „ffiaS machst Du denn hier?" fragte der er» staunte Vaier. „Du sagtest doch, daß Du Deine Freundin besuchen wolltest?" „Ist auch geschehen. Und denke Dir, da stritten wir, ob der Bosporus grüne oder blaue Farbe habe und wetteten gegeneinander." „Schon gut.' erwiderte mißtrauisch Herr Min» der." Aber wie kommst Du in die Ausstellung? Und um was haft Du gewettet?" „Natürlich um eine Bonboniere Aber um die Sache gleich festzustellen, da die Frage an die deutsche Botschaft und deren Artwort doch zu viel Zeit gekostet hätten, fuhr ich mit der Pferdebahn hierher, um i« Panorama, daS immer aus den Anschlagsäulen gerüdmt wird, selbst zu sehen, welche Farbe die richtige fei. Die Maler lügen ja nicht, und e« heißt ja auch in der Anzeige: Nach der Natur ausgenommen." .Ein rechter Backfisch-Unsinn," brummte daS Familienbaupt, s.tzte aber beschwichtigt hinzu: „Mir ist die Farbe »im« fremden Meere«, welche« ich nie fehen werde, völlig egal." Auf den bereit« unruhig werdenden Geschäft«» freund hinzeigend, suhr er wieder fort: „Du lernst wenigsten« Herrn Stirgilbrunn«? au« Wien, der hruie Abend unser G st fein wird, um einige Stunden früher kennen. Meine Tochter Klara, der kleine Wildsang." Stieg-lbrunner verneigte sich höflich und er» löste da» junge Mädchen, welche» plötzlich in sich Blätter offen seine Defraudation besprachen in Cilli lustwandelte und so sein leicht erworbene« Vermögen teilweise in Sicherheit bringen konnte. Wir wurden de« öfteren belehrt, daß die Gefährlichkeit der deutschen Vergehen in der er» folgten Verabredung liege. Und in Schönstem? Eine Meute von 60—80 Leuten bildete Spalier im einzig möglichen Zugang zum Wahllokal und als Brischnik von dessen Stimme, wir bemerken das nochmal. der AuSgang dex ganzen Wahl abhängig war in der Mitte war. wurde die Falle geschlossen und der alte Mann vergewaltigt. Könnte da« nicht auch Verabredung gewesen sein? Diese Tal selbst wurde auch von den Tätern öffentlich in der Presse zugegeben, wohloertrauevd auf die mächtig schützende Hand von oben,- allerdings wurde sie in etwas naiver Weise verdreht, als hätte e« sich um eine freundliche Einladung zu »iner Besprechung unter 4 Augen, hinter ver« schlössen«! Türen gehandelt. Da« der höfliche Gastgeber dabei dem Gast Hemd und Weste zerriß, wurde al« nebensächlich verschwiegen, und al« neben-sächlich hat die« auch scheinbar daS k. k. Bezirk«-geeicht Schönstein erkannt, vor welch»« IvanVo«njak unlängst freigesprochen wurde. Und hier sind wir bei einem Ereigni« ange-langt, da« einem die Faust zusammenkrampfen läßt in dem Gefühle der Unsicherheit in unfern Landen, wo solche Handlungen ungestraft bleiben, wo die Einschränkung der persönlichen Freiheit zur Ver» Hinderung der Ausübung de« Wahlrechte« gericht-lieh sanktioniert wird. Wir wissen, daß von der slovenifchen Partei nicht« unversucht gelassen wurde, um diese für eineih Abgeordneten so peinliche Sache so glimpflich al« möglich ablaufen zu lassen. Man spricht von Mi. nisttrbesuchen und anderen den Laus der Gerech-tigkeit hemmenden Schritten. Wir kennen die Wirksamkeit solcher Schritte unserer Gegner i« ein Münchhaufen» Talent emd.ckt haue, von dem weiteren Katechisieren, indem er einen munteren Plaudert«» anschlug. Klara aimeie auf. Bald siel ihr jedoch bei, daß die Frau Rebenzweig sich wieder einstellen könnte. Sie drängte daher zum Aufdruche unier dem Voewanve, sie möchte die Promenademusik hören und bald zu Bertha zurückkehren, um ihren Triumph zu genießen, denn sie habe gewonnen, „der BoSpoiu« fei blau!" Der Vater, der fo gemütlich beim Weinglafe dasaß, wurde etwa« unwirsch. Ader der drave Wiener stand Klara bei und man rüst»te sich zum Aufbruche. Während M nder die Zeche bezahlte, flüsterte der Wiener Schlaumeier Klara zu: »Ich weiß alle«, aber ich verrate Sie nicht." Klara errötete, sah jedoch den Mann mit dem gut gepflegten Spitzdarte dankbar an. Sie ahnte nicht, daß dieser eine sehr gewöhnliche List angewendet, um hinter ein Geheimnis zu kommen, welche« er von ferne witterte. A» diesem Tage schienen olle Gölter sich wider daS arme Mädchen verschworen zu haben. Al« die drei bei rem M^sikzelie vorbei promenierten, be-merkte Klara, daß Bertha mit ihrer Mutier ihnen ent egenkommi. Klara springt voran, umarmt un» gestüm die überraschte Bertha, al« hätten sie sich jahrelang nicht gesehen, gibt ihr einen Juda«kuß und bläst dabei in da« Ohr der Freundin: Gerte 2 nationalen Sachen sehr gut, daß diese Macht aber bis in den Bereich gerichtlicher Untersuchungen reicht, konnten wir nicht erwarten. Schon die Ab-tretnung bet Falles an das Bezirksgericht Schön» stein erschien un« al« höchstmögliche Wirkung sol« cher Inspirationen von oben, die ,allen derartigen EtaatSstützen eine bessere Behandlung gewährleisten. Damit erschien uns aber auch da« Aeußerste er« reicht, wa« in einem RechtSstaate erreichbar sein kann, aber nicht sein soll. Doch auch da erwiesen sich unsere EcwaUun-gen al« irrig, wenn wir glaubten, daß j-nem Un-rechte bei dem Bezirttgerichle Schönstem durch Nachdruck der Etaat«behörde al« Hüterin der Wahlsreiheit, wenn auch in geringerem Maße eine Strase folgen werde. Da« k. k. Bejirk«gericht Schönstem kannte sich von der Schuld de« Ange» klagten nicht überzeugen, hat ihn freigesprochen und mit diesem im Namen seiner Majestät de« Kaiser« gefällten Urteile einen Freibrief sür die Vergrwalti-gung eine« gewährleisteten Rechte« der Wahlfrei« heit geschaffen. Und wa« tat die Staatsbehörde? sie Hut zu jener Verhandlung, um der Sache einen ernsteren Anstrich zu geben, wohl einen Auskultan-ten al« öffentlichen Ankläger delegiert, ha» aber gegen da« Urteil keine Berufung ein» gelegt. Bei unserer Staatsanwaltschaft kommt da« selten vor und gar in politischen Dingen nie. Mi« ven Gründen ve« Urteilt« werden wir un« nächstens näher befassen, für heute fei nur hinsichtlich de« Vorverfahren« noch hervorgehoben, daß derartige Au«wüchse einer politischen Recht«-pflege nur in einem parlament«losen Staate mög-lich sind. Kein wirklich verantwortlicher Minister wird e« wagen, seinen Einfluß in so einseitiger Weise einer politischen Partei dienstbar zu machen, sofern er überhaupt Anspruch macht auf den Titel eine« Hüter« de« Gesetze«. Der Rajsenkampf im fernen Osten. Mom mandschurischen Kriegsschauplatz« liegen wenig neue Nachrichten vor. Sie melden Vorpostengtfechle z-visch.» den langsam vorrücken-den Japanern un) Kosakenabttilungen, die nach russischen Berichten verlustreich sein sollen für die Japaner. Amtliche japanische Berichte hierüber liegen nicht vor. Die Wahrheit wird wohl sein, daß e« sich um Vorposte'peiechie Handel», die den Zweck haben, Kuropatkin« Rückzua zu decken, die aber von rufsijch'r Seite aufgebauscht werden, weil man sonst gar nicht« Guie« zu melden hätte. I« Z?«rt Arthur sollen tatsächlich die großen PosiiionSgefchütze der Russen — fle sind zumeist sranzösiiche Erzeugung — unbrauchbar qeworden sein. Beim letzten Angriffe -Dach»" aus die Festung sollen die Japaner bi« auf 1600 Meter an den Rennplatz vor Port Arthur heran-gtkommen s«in. E« wird bezweifelt, ob die Japaner ie letzthin eroberten Befestigungen werden halten können, da sie dem Feuer der russischen Hauptfort« ausgesetzt feien. General Nopi erhielt in den letzten Tagen 10—12.000 Maun Bestärkung, mit dentn da« Belagerung«heer wieder 70.000 Mann stark ist. In Japan ist man sehr unzusrieden mi« NopiS Leistungen, weil er trotz aller Opfer die Festung noch nicht erstürm» ha», wob« man nur vergißt, daß die moderne Strategie au« guten Gründen da« Erstürmen von Festungen schon längst gar nicht mehr in Rechnung zieht. Aapanische Nullungen. Zur Fortsetzung de« Kriegt« haben dieJapa« ner »ine neue Anleihe im Jnlande voraesehen im Betrage von 80 Millionen I-n (272 Millionen X). Auch soll da« Truppenau«hedung«gesttz abgeändert werden, indem die Dunstzti» in der Reserve zweiter Klasse von 5 auf 10 Jahre au«gedel>n» und die Unitrschtidung zwischen erster und zweiter Reserve-Nasse ausgehoben werden soll. Der gesamte Mili-tärdienst soll auf 17 Jahre 5 Mona!« angesetzt werden. Man will in Japan aus dies« Weise 200.000 Mann g«winn«n. Z>ie russische Hstseeflotte liegt noch immer in der Ostsee still; die Verzögerung der Abfahrt dürfte mit den Schwierigkeiten der Kohlenoerforgung im Zusammenhang stehen. Für ansang« Oktober soll die Ausfahrt vom Hasen von Reval festges-tzl fein. Z)ie japanischen Kriegsgefangene» deren erste Tran«por»e in Rußland eintreffen, sind dort Gegenstand ganz merkwürdigen Entgegenkommen« von feiten der Bevölkerung. So sind in Or«l japanisch« Offiziere interniert; sie wohnen im Hotel und genießen fast vollständige Bewegung«-freiheit. Trotzdem sie ihre Uniformen ablegen mußten und sich nur englisch auszudrücken verstehen, sind sie — und sie «mangeln »ich», sich darüber zu beklagen — Gegenstand einer sehr lebhasten öffentlichen N«ugi«rde. Die Gefangenschaft gewährt ihnen die angenehmsten Ueberaschungen: Jeden Tag finden sie in ihrer Post eine aroße Zahl von Frauendriesen, die von ihnen Rendezvous ver-langen. Ein dortiaeS Blatt weiß sogar schon den Text eine« solch«« Billetdoux zu melden: „Rl«in«r Japaner, lieber Kleiner, ich möchte Dich küssen und mit Dir flirt«»." Man erzählt auch, daß eine Dame der hohen russischen Gesellschaft, welch« er-fahren hat»«, daß die japanischen Offiziere im Militärklub speisen würden, d«n Präsidenitn de« Klub« da», ihr zu gestalten, die japanischen Osfi-ziere zu sich einzuladen. Iotitische Kundschau. Steiermärkischer Landtag. (2. Sitzung vom 27. Sepl.) Dem Landtage wird der Bericht de« Land«Sau»schuss,S, betreffend die Errichtung von Btruslgenossenichasttn der Landwirie, vorgeleg». .Du sagst zu alle« ,ja', wa« ich jttzt angeben werde. V«rstehst Du?" Bertha bleibt nicht« andere» übrig al« da« weiter« abzuwarten; daß «in kleiner Sch lmenstreich im Spiele ist, weiß sie au« dem Pensionat. So machie man e« dor», wenn die Lehrerin genarrt werden foll»e. Minder und Stiegelbrunner sind unterdessen zur Sielle. Begrüßung und abermalige Vorstellung. Klara ergreift sogleich da« Wort: „Bertha, ich hab« gewonnen. Du kannst mit mir in da« Panorama geben und Dich üb«rz«ugen, daß der Bosporus blau ist." „Nun, wenn Du «S sagst, so glaub« ich «S ja. Also Du hast gewonnen!* Papa Minder, der einen nochmaligen Besuch de« Panorama« sür «in« reine Verschwendung hielt, nickte zustimmend und b«on»e: „G.wiß, Klara wird wegen einer Bonboniere keine Unwahrheit sagen. Auch habe ich ja stei« in Reisebeschreibungen nur von einem .blauen' BoS-poru« gelesen." Da« war freilich pur« Erfindung, d«nn der alte Herr pfleg'« nie Reisebeschreibungen zu lesen, nicht einmal im Fenlleton der Zeitungen. Aber Klara wollte neueren Verlegenheiten vo> beugen und widersprach: „Nein, Bertha. Du mußt Dich selbst davon überzeugen. Du zahlst den Eintritt und ich schenke Dir die Bonboniere, die Du an mich verloren. Mir genügt der moralische Sieg." Di« splendide Mutter Bertha« griff bireitS nach ihrem Portemonnaie, holte zwei Mark hervor und gab sie Bertha mit den Worten: »Ja. ja, geht nur hinein in da« Panorama, K.ndrr. Wir «rwari«n Euch im Caf6." Mißbilligend »chüilelt« Minder den Kcpi, während Stiegelbrunner ein Lachen verbiß. Er kam immer mehr und mehr aus die Fährt« dr« Ab«n-teuer« Klara«. Die zwei Mädchen «ntstrnten sich, und Klara orientier!« Bertha über di« Situation, wobei sie freilich den Fävnrich verschwieg. A!« sie au« der Sehweite der Begleitung sich wußte, lachte Klara, die zwar einen Moment an den im Suche gelassenen Fähnrich dach», übe inü ig, umarm»« nochmals Beriha und sagte: „Schenken wir un« daS dumme Panorama da« ich dir mit wenigen Wor,«n schildern will, und plündern wir li«b«r zusammen den Automat«». Da haben wir weniusteiis Näscher« für ein paar Tage." Die durchaus nicht wißbegierige Bertha ging aus den Vorjchlag ein, und sie beaaben sich zu den Auto-maien, der am anderen Ent« de« AuSst-llungS-park«« sich befand. Eine beschnittene Laube gab dort Deckung und ließ doch zugleich da« Vorterrain üderblickrn. Ein höflicher Kellner, der in der Nähe herumlungert«, wechselt« gefälligst die zwei Mark in Kleingeld um. Nun knakte e« über ein Nummer 79 -> Der Bericht spricht sich gegen die Errichtung solch« Genossenschaften aus und empfiehlt abjuwartui.i» dies« Einrichtung in anderen Ländern sich bewän». Diese Ablehnung wird damit bkgründet, daß > Tätigkeit der gemeinten Genossenschaften nach d» Wortlaute de« Gesetz«« vom 27. April 1902 ■ Vermittlung, Anr«guna, Förd«rung und Mimip kung in LandeSkultur'Angeltgenhtittn bestehen solle, welche Ausgabt ohnedi«« schon t-il« pflicht^emq (vom Lande«an«schusse u. dtn BtzirkSvertrtiiiiiM teil« freiwillig (von der k. k. Landwir»schaf»«.Gejtt> schast und dem Verbände landwirtschaftlicher 9e> nossenschaften in Sleiermark) besorgt werde. Di» neue Einrichtung würde nur eine Ztrfplitttrunz der obigen Zwecken dienend«» Mittel bedeuten und zp dem den Grundbesitzern neue Lasten ouilegeu durch die Kosten des Betriebes. Außerdem wäre zu bn sorgen, daß die Genoss.nschaft«» bald zu Tumsel-plätz»n politisch?? Streitigkeiten würden. Auch be> säßen gerade die in der Landwirtschaft vorgestril-lenslen Länder, wie die Schweiz. Holland. mark, Deutschland u. f. w keine derartige Emrich-tung. — ES wtrden nun di« AuSschußivahlt» otc genommen. Die Wahl der Aemlersühier in diesen ergibt: Im Finanzausschüsse: Obmann GrasKsti» linSky, Obm.-St«llv. Walz, Schriflsührrr die flbf, Einspinne?. Huber und Ploj; im Unt«richl«ant-schusse: Obmann Fürst, St«llo«rir. Graf Siütgft, Schriftführer v. Hofmann - Wellenhof und Holzn; im Peti»ionsau«schuss«: Obmann Frh. v. Mo««». Stellverir Gerlitz, Schriflf. Dietrich und Schml»! im Lande«kul»urau«schusse: Odmann Sutier, Ziel-vrrirtter Fürst, Schriftführer Lenko; im Gemein»«-auSschusse: Obmann v. Pengg. Stellverir. Freiden v. KkllerSperg, Schrisiführ«r Mayr von Meli»h»f; im EifenbahnaiiSichusse: Obmann Gf. Koiiulint^. Strllvertr. Sutier, Schriftführer Daniel. — llnm den Anträgen befind«! sich «iner d«r Sozialv««» traten aus Einführung deS allgemeinen, gleiche», geheimen und direkten Wahlrechtes. — I« E» laufe der 3. Sitzung vom 23. Sept. bejtnto sich die Berichte des LandeSauSschusseS mit Voe» lag« eine« OrganisalionSstatu»^« der LandeS-^edn» bildungSanstalt in Marburg und de« zwischen im LandeSauSschusse und d«r Sladtgemeinde Marbiux betreffs dieser Anstalt abgeschlossenen Uebereinkil» men«; ferner der Entwurf eine« neuen Jagd« gesetzt«, dessen wichtigste Bestimmung li Forstschädigungen durch da« Hochwild tinschräül» sollen. — Bei Uebergang zur Tagesordnung werd» die auf dieser stehenden Gegenstände, die Gemein!^, Landeskultur- und Schulangelegenheilen be,resi» über Antrag der Fachreserenien de< Lande« >A»t> schusseS den Ausschüssen deS HauseS zugewiesen.-! Die auf der Tagesordnung stehenden-welche sämtliche Personalangelegenhett-N bettln», werden über Antrag deS L.-A. Abg. Dr. Link da Finanzausschüsse zugewiesen. Der deutsche Kotksverein in Wie» hei »! seiner Hauploersammlung die VereinSleuunq be> auftragt. Schritte einzuleiten, um eine große Protchl aklion fäaiilicher deutsch« Parteien Wen« gtgfl dit slaoinerenden Maßregeln der Regierung durch« zusühren. E« wird beabsichtig», an einem da dutzendmal bei d«m Automaten, dessen saaul Knöpf« versucht wurden. Unier fröhliche« lächier wurde die Beule von Chokolade, Bonl geteilt und sogar Parsümfläschchen herautge! Da erschien das Schicksal nochmals von rück,» in der Gestalt der HaupikassterrrS-Wuwe, die kleine Süßigkeit begehrte, um den Nachgebt an den artiaen Fähnrich, der das Uebermensch! in LiebenSwüdrigkeit geleistet, noch länger sei halten. .Ahl Da bist Du ja wi«d«r, Klara, auch Fräul«in Bertha. ES ist schad«, daß so raich weggelaufen. Der Herr Portepeesäh» ist doch ei» sehr feiner und galanter Mann.' Na» musteite Beriha die durch Häusiag UnglückSsälle dtinah« niedergeschmetterte Klara betonte spitz: »Ein Fähnrich war also dabei.' «Ja," sprudelte Frau Rebenzweig hei! „ein hübscher und recht weiterfahren« Man», schon in Konstantinopsel, Kltinasitn. Sqt Aegypten und weiß Gott wo war. Man ihm gar nicht an. Aber er weiv vorirefsiich erzählen." Ein Neidgefübl stieg in Bertha aus. du weiblichem Instinkt den ganzen Zusam«<>ch deS kleinen Lügengewebe« erriet. „D'ii mußt mir mächstenS auch vorstellen." „I d habe ihn ja selbst heute nur M kennen gelernt, al« er den Um stehenden Kcitita nopel erklärte." — Bertha sah Klara «iß»» an, die wieder etwa« Haltung gewonnen; I MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung siir Haus und Familie. Souutagsbeisage der „Peutscheu Macht" in giffi. Er. 40 .Die ©Ab mark" erscheint jeden Sonntag al« unentaeltliche Beilage fslr di» Leser der »Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Süd mark" nicht käufliche 1904 Das Korsthaus im Heufelsgrund. Tetettiv-Roman von F. Eduard P s l ü g t r. (18. Fortsetzung.) „Die Dinge, mein lieber »luge," so hatte Breit-schwert geschrieben, .drängen jetzt unaufhaltsam zu einer Entscheidung, Hch glaube, daß es uns in den nächsten vierundzwanzig Stunden gelingen wird, unsern Mann festzunehmen. Denn es besteht für mich nicht der geringste Zweifel, daß die schöne Hertha mit ihrem sauberen Bruder gemeinschaftliche Sache gemacht hat, vielleicht, weil er eine Drohung gegen sie aussprach, die sie vernichten sollte, wenn sie noch länger zu unserm Freund Rechenbach halte. 3)Ür gehen allerhand Kombinationen durch den Kops und ich will Ihnen gegen-über nur eine einzige zum Ausdruck bringen, muß aber zunächst vorher meine Meinung übet den Charakter des jungen Mädchens klar aussprechen. Sie wissen, daß ich von Ansang an außerordentlich mißtrauisch gegen die Ehrlichkeit der jungen Dame war, daß ich erst im Verlauf der Entwickelung des Falles mehr und mehr ihre Gutartigkeit in das Bereich der Möglichkeit zog. Daran hat sich auch nichts geändert, aber immerhin ist sie ohne Zweifel ein Mitglied des anarchistischen Klubs und steht somit »lnter der unheimlichen Gerichtsbarkeit jener Bande. Nicht gering anzuschlagen ist auch das Moment der leidenschaftlichen Zärtlichkeit, die Lampreckt für sie empfindet. ,~vch halte es für durchaus möglich, daß der gefangene Chemiker auf irgend eine Weife mit der Außenwelt Verbindung hat oder daß er vor seiner Verhaftung den Mitgliedern seines Klubs genaue Per haltungsinaßregeln gegeben hat. Lieber Kluge, man muß verstellen, die Ereignisse, die sich in chronologischer Folge vollziehen, in einen ursächlichen Zusammenhang zu dringen. Tie freiwillige Stellung Lamprechts bewirkte die Entlassung Herthas. Einen Strich durch die Rechnung der Anarchisten machte ihre Weigerung, das Forsthaus und Rechenbach zu verlassen. Diese Weigerung hielt so lange a», bis Lamprechts Botschaft an den Bruder oder einen anderen Anarchisten gelangt war. dann wurde plötzlich der Abschied aus dem Teufelsgrunde befohlen. Ich glaube, niid passen Zie auf. ich täusche mich nicht, daß sie ihre Liebe für das Wohl Rechenbachs zum Opfer gebracht hat. Wahr-scheinlch wurde ihr angeboten, unseren Freund zu ver-lassen und dem in wahnsinniger Leidenschaft sür sie entbrannten Lamprecht anzugehören. Dafür wurde der Anschlag gegen Rechenbach zurückgezogen. Unser Freund darf voll diesen Kombinalionen nichts ahnen und dieser Brief wird in der gewohnten Weise sorgfältig ver »lichtet." Breitfchwert war mit seinen Kombinalionen der Wahrheit außerordentlich nahe gekommen, sein schartet Berstand haue die Dinge vollkommen richtig beurteilt. Nur in die eigentlichen Motive hatte er noch nicht ver-mochte einzudringen, diese lagen noch verschlossen wie ein Buch mit sieben Siegel» vor ihm. Tie Folge seiner Kombination war die schärfste Beobachtung Lamprechts. Zag und Nacht wurde er beobachtet, so daß er weder durch Klopsen oder sonst welche Kniffe Nachricht von der Außenwelt empfangen konnte. Da geschah in der Nacht, die dem Tage folgte, an vem Breitschwert den langen Brief für Kluge abgeschickt halle, etwas ganz Eigentümliches. Der Gefangenen aufseher bemerkte, daß sich das Zellcnfenfter in be stimmten Zwischenrätunkil eigentümlich erhellte und sofort begab er sich zu dein Vorsteher der Abteilung, ihm davon Mitteilung zu mache» und dieser ließ ohne Verzug Breitschwert wecken. Eine eigentümliche Spannung bemächtigte sich des freiwilligen Polizisten, als er von jener seltsamen Er lcheinnng hörte und er konnte nicht schnell genug in Die Kleider kommen, um die Beobachtung des Aussehers mit eigenen Äugen zu sehen. Es war dunkel in de» langen Gängen des Ge fängnisses. Trübe brannten von zwanzig zu zwanzig schritt die Petroleumlampen und warfen hier und da tin eigentümliches Licht ans die blanken Waschbecken Ser Gefangener!, die an den Wände» in ihren Ständern hingen. Weiche Intematten bedeckten den Fußboden, so daß die Bemnten des Gefängnisses sich geräuschlos an jede Zelle »«ranschleiche» konnten. Nur ein einziger Laut war in dem stillen Raum vernehmbar, der feste, regelmäßige Schritt des Wachtpostens, der mit ge lade»e»i Revolver in den Außengäugen langsam auf und ab patroullierte. Drunten im Hof war's noch einsanier und unHeim« licher. Höbe Mauern schlössen das Gewahrsam der schweren Verbrecher von der Außenwelt ab und der hoch gewachsene Sohn des bayerischen Gebirges, der mit seiner blauen Uniform, den Helm auf dem Kopf, das scharf geladene Gewehr »»term Arm. schläfrig um das Zellengesängnis herumschritt, bemerkte wohl auch den eigentümliche» Lichtschein, der gespenstergleich über die gellensenster hinhuschte, aber über Lichtschein stand nichts in seiner Instruktion und wenn die Glocke ein Uhr schlug, kam der aufführende Gefreite mit der Ab lösung nnd der Posten dachte vielmehr an seine vier Stunden Schlaf, die ihm bevorstanden, als an die Ge fangenen, die ja doch nicht ausbrccheu konnten, ohne daß er es bemerkt und mit der unfehlbaren Sicherheit des oberbayrische» Wildschütze» das Verderben bringende Gewehr auf den Flüchtling abgeschossen hätte. Br?t«sct>ivert« ?l»„rn gM(tRI ttub bet Hbtei(ittifl4 fortsetzte. .Wollen Sie mir nicht eine kleine Aufklärung geben? Sir können sich doch denken, daß ich mich fieber-haft interessiere." „Nun. Sie verstehen doch, daß einer Ihrer Gesänge-nen vermittelst eines Scheinwerfers Nachricht von außen «nrfi bfni $ItöW Trtnqrv ober rstt^er on hielt, wurde ber Ausdruck von Buchstabe»» erreicht. Ich nehme an, es sind die einfachen Zeichen der Morseschen Telegraphie nnd habe darum auch die längeren Lichteffekte dnrä, Striche, die kürzeren durch Punkte markiert. Ob ich recht habe, iveiß ich nicht, jedenfalls bitte ich scharf zu beobachten und keinen der Gefangenen auch uur ahnen zu lassen, daß dieses raffinierte Verftändiguugs-mitte! von nns entdeckt ist." „Donnerwetter, sind Sie ein scharfsinniger Mann!" „Dazu gehört gar fein Scharfsinn. Man braucht lediglich zn beobachten und sich in die Seele der Per-brecher zn vertiefen, das Natürliche als wahrscheinlich zu begreifen, das Unnatürliche als unwahrscheinlich ab znlehnen." Breitschivert ging nach Hanse nnd setzte sich sofort hinter die Entzifferung der Scheinwerfermitteilung. Gleich die Prüfung der ersten Zeichen ergab die Nichtigkeit seiner Annahme. Aber die Schwierigkeit lag darin, daß er die Lichtdepefchc nicht von Anfang an aufgefangen hatte, sondern daß ihm nur ein Bruchstück davon vorlag. Er ließ sich jedoch dadurch nicht beirren, sondern schrieb sich die Zeichen ans seinem Notizbuch auf ein Blatt Papier und setzte die einzelnen Buchstaben darunter: verlassen und geld in jeder höhe zur Verfügung gestellt das beste den dummen r laufe» zu lasse» nnd entscheidendes schlag gegen b führen deine bc-sreinng daiin nur eine srage dcr zeit ebenso ihr besitz bekommst feine Nachricht mehr da diese wahr-scheinlich entdeckt und nächste nacht beobachtungen angestellt werden will versuchen b zu ködern sie traut noch nicht recht daß der anschlaa gegen r aufgehoben wie sie uns kennt wir arbeiten an deiner besreiung dolch aus dem offen muß leider geopfert werden hoffentlich bloß Zuchthaus du siehst alles iin laufe also laß leidenschaft keine un-Vorsichtigkeit begehen Damit hörte die Mitteilung ans. Breitschivert brauchte sich nicht lange deu Kopf darüber zu zer-brechen was sie bedeutete. Da ihm längst klar war, das zwischen Nadaschda Soloivieiv und den deutschen Anarchisten eine Verbindung bestand, so deutete er deu symbolischen Ausdruck vom Tolch aus dein Osten richtig ans die gefangene Attentäterin. Für sie sollte also lein Befreiungsversnch gemacht werden, jedoch schien alles in eifrigster Bewegung, dcn Professor den Gesängnismanern zu entreißen. Nun, da tonnte de» Herrn Anarchisten ein Riegel vorgeschoben werden. Neu ivar ihm auch die Mitteilung nicht, daß der Anschlag gegen N., natürlich Rechen bach aufgegeben war, sie bestätigte nur das, was er mit feinem scharfen Verstand sich selber bereits znsaiumeiigcreimt hatte. Aber der offenbar ironisch gemeinte Zusatz „wie sie uns kennt' mahnte trotzdem zur Vorsicht. Ter Drohung gegen B., ihn selbst, die ii» der Mitteilung lag. begegnete er in seinem Innern mit kalter Verachtung. Er fürchtete sich nicht, war aber auch nicht tollkühn, wie der unglückliche Polizeirat Rumpf, er beachtete die ihm so zufällig ge-wordene Warnung uud nahm sich vor, jeden seiner Schrille genau zu überlege». Nun abcr galt es. das Hans z» ermitteln, von dein ans der Scheinwerfer in Tätigkeit gefetzt war und dazu hatte er die Gesängnisbeamlen ansgesandt, die ja doch die Herkunft des Strahles längere Zeit beobachtet hatten uud sich in Würzburg genau ausiannten. Allzn schwer konnte das nicht sein, denn der Genosse LaniprechtS halte lange genug gearbeitet, um sich zu verraten. Es ivar Breitschivert überhaupt unerklärlich, wie man als Anarchist so unvorsichtig sein konnte. Lag diesem Gebahren vielleicht eine besondere Absicht zu- ftvuticxv Ycrt>en »oat, entbehrt« ei|vnthr1> (ebtr M'ebeuiimfl. (a B»tm «» den "Man ijiir Befretung enthalten hatte' Als die Gedanken des Tetektiv« so weit gelangt ivaren, fiel ihm plötzlich ein, ob nicht diese Mitteilung die Aufmerksamkeit von einer andern hatte ablenken sollen, ob nicht gerade dadurch die Befreiung Lamprechts vorbereitet wurde. Er saun nach. Aber so intensiv er sein Gehirn anstrengte, es wollte ihm nicht gelingen, etwas zu finden. Wie es ihm oft erging, so auch heute, während des scharfen Nachdenkens hatte er vollständig das Urteil über Raum Und Zeit verlöre» und »icht bemerkt, daß es bereits Morgen war. als an seine Tür gepocht wurde und «wer der Gesäugiiisbeamleu eintrat, ihm die ^Mitteilung !u mache», das .vmis, von dent dcr Schein ausgegangen ei nnd dcr Man«, der das elektrische Instrument »irigiert habe, seien ermittelt. Näheres war nicht festzustellen. Er hatte vor ein paar Tagen eine leer stehende Wohuuug von dem Haus-wirk direkt gemietet und nach dessen Angaben mir einem Feldbett und deu allcrnotwendigsteu Möbeln, die er in gebrauchtem Zustande zusammengekauft hatte, für kurze Zeit wie er sagte, möbliert. Tas war also dcr Mann, den Breitschwert suchte und trotz der durchwachten Nacht war er so außerordentlich begierig den geheimnisvollen Mieter kennen zn lernen, daß er keine Müdigkeit mehr empfand. Er neckte seinen Revolver zu sich, uiachre sich ans den Weg und stand bald vor der Tür. die man ihm bezeichnet halte. Einen Augenblick zögerte er. dann zog er die jkinget, die ein schrilles Zeiche» gab. Eine zeitlang blieb alles still, endlich näherten sich schlürfende schritte dcr Tür, gleich als wenn der Bewohner ans dem Morgenschlaf geschreckt und halb schlaftrunken in Hausschuhen nach dem Störer seiner Ruhe aasschauen wollte. Tie Tür wurde aufgerissen und Breitschwert sah sich einem ihm fremden Mann gegenüber, dessen blasses, schmales Gesicht nicht verriet, welche Kraft in den langen, sehnigen Gliedmaßcn verborgen war. „Mit was kaun ich dienen?" fragte dcr Fremdling mürrisch. „Ich möchte gern den Besitzer dieser Wohuuug sprechen." „Er steht vor Ihnen." „Abcr Sie wollen doch nicht so unhöflich fein, mich auf dem Treppcnflur abzufertigen", und Breitschwert machte eilten ettergischen schritt vorwärts, der ihn über vie Schwelle führte. Sogleich drückte dcr Fremde die Korridortür itts schloß, drehte den Schlüssel um. zog ihn ab und steckte ihn in die Tasche. Tann sagte er mit einem eigen-tümlich lauernden Blick: „Nein, Dr. Breitschivert. ich will Sie nicht ans dem Treppeitabsatz abfertigen, sondern im Innern der Wohnung." Zum erstenmal überrieselte ein kaltes Grauen den Rücken des freiwilligen Polizisten. Ter Mann hatte mit einer unheimlichen Rnl,e gesprochen uud seine funkelirden Augen bohrten sich wie Dolche in die Brcitschwerts. Er kannte ibu, also halte man ihn« eine Falle gelegt. Sofort schoß ihm der Gedanke durch das Gehirn, diese Tepesche. die so absolut bedeutungslos ivar, diese Tepesche war die Falle gewesen, in die man ihn selbst nichts ahnend gelockt hatte uud mit echt anarchistischer Behandlnngsiveise des Falles hatte diese Tepesche die offizielle Warnung enthalten. Tas Richtigste wäre gewesen, den Man», der so ironisch kühn gesprochen, niederzuschießen, ihm den Schlüssel abzu-nehmen und zu entfliehe». Aber das widerstrebte Vrci,!,,»»> rtt Wnln, c», »»» t 5,,,. WTiiiib neben, loollte sich ftbetjiSgni. >»I» n.cu mnn >., mit tl)in treiben mürbe tmb au« diesen, («runb« folgte er der stutnmen .5>,ndl'e,vegnng de» fremden Mannes und trat in ein Zimmer. Vier Leute fafie» in dem fast leeren Gemach an einem Tisch »nd jeder hatte eine» Revolver vor sich liege». Er kannte keine» von ihnen, es waren also die Mitglieder des Klubs Morgenröte, keine polizeikundigen Anarchisten, sondern unbekannte, »och nicht kompro« mittierte Leute, deshalb aber nicht minder gefährlich. ,Tr. Breitschivert," begann einer vo» ihne», mit einem langen rötlichen Bart und blaugrauen Auge», «sie habe» eilte» u»serer Freunde nicht durch eigene Kraft, soitdern dadurch, daß sie eine junge Tonne in ihre Gewalt bekamen, hinter schloß und Riegel gebracht. Sie haben sich ein a»ßerorde»tliches Verdienst erworben um den Klub Morgenröte, indem sie Nadaschda Solowiew ergriffe», von dcr ivir hoffen, daß sie mit dem Leben davonkomme» wird. Sie haben noch mehr getan, aber wir wolle» nicht lange Zeit verlieren, ihre Taten aufzuzählen, foudcr» wir wolle» das Faeit ihres Lebens jetzt ziehen. Wenn sie an einen Gott glauben und nötig habe» ein kurzes Gebet h» sprechen, bevor wir sie unschädlich machen, dann sei ihnen Diese Frist gewährt. Ihr Maß ist voll, sie müssen sterben." Breitschivert, weit entfernt, den Mut zu verlieren, überkam ein eigentümliches Gefühl von Humor. Diese fünf Richter, die hier in einer verödeten Wohnung tagte», hatte» etwas unfreiwillig Komisches und doch schien es ihnen bitterer Ernst zu sei» und schien auch sein Stündlein geschlagen zn haben. Aber er war ein Manu von jener seltenen Energie, daß er nicht an den Tod glaubte, so lange der Puls noch schlug und der Atem seine Lunge schwellte. Darum stellte er ganz unbefangen die Frag«: „Tarf ich mir meine Todcsart wählen, meine Herren?" Tiefe seltene Kaltblütigkeit verblüffte die fünf Minner. Sie steckten die Köpfe zu einer kurzen Beratung zusammen uitd dann sagte der rotbättige Sprecher: „Sie dürfen sie wählen, dürfen sogar das Straf-geeicht an sich selbst vollziehe». Aber wir haben nur drei Dinge zur Verfügung, Revolver, Dolch und Blau-säure, alle drei von empfehlenswerter Wirkung. Ich bedaure, bei einem so werte» Gegner wie sie sind, nicht Morphium zur Hand zu haben, um ihnen eine Reise erster Klasse ins Jenseits zu verschaffen. Ich dachte mir aber, daß ein ehrlicher Mann eine ehrliche Kitgel oder ritte» gut geführten Dolchstoß dem weibischen Gift vorziehen würde." „Sie haben mich recht beurteilt, meine Herren, und da sie ja erkläre», ich könnte die Strafe a» mir selbst vollziehen, so brauchen wir uns nicht lange mit der Vorrede aufzuhalten." Ehe einer dcr Anarchisten es verhindern konnte, hatte er de» Revolver aus der Tasche gerissen und auf den ihm zunächst stehende» — es war der Türhüter, der ihn eingelassen hatte — einen Schuß abgefeuert, dcr sein Ziel prächtig getroffen hatte, denn der Mann neigte sich vornüber uud sank erst in die Kniee, um daiii, lautlos aus die Seite ztt fallen. Im Augenblick hatten sich die vier andern erhoben. Vreitschwert hörte noch das Krachen einer Pistole, ein blutiger Nebel erschien ihm vor den Auge», er hörte das Laufe» mehrerer Menschen, dann umfing ihn ein seltsames Rauschen und Brausen und dann verließ ihn die Besinnung. QouiWrt <<% ) Gewitter. Da» Licht weghufchl vom Seespiegtl, I» dem ti sich hat zugelacht; TeS Sturmgewölke« dunkler Flüg«> Da« Sonnenkind jetzt fürcht«» macht. Wie Schwerter saust e» durch die Lüste, Wie Schlachtgrbrüll heult der Orkan: Et öffnen sich die Wogrngrüst«, Und unter Schilf duckt sich der Schwan. Laut klatschend schlägt der R«gen nieder, Sin Blitz hinstammt vom B«rg zum Tal. Deutschöfterreich, ich seh' dich wieder. Dein Antlitz spricht von Angst und Qual. Karl Pröll. In» Album. SS bildet ein Talent sich in der Stille, Sich ein Charakter in dem Ztrom der Welt. Goethe. * Charakter im Groben und Kleinen ist, daß der Mensch demjenigen eine stete Folg» gibt, dessen er sich sähig fühlt. Goethe. » Jage nicht da« slücht'ge Reh de« Well« genusses. Denn e« wird ein Leu und wird den Jäger jagen. Schlag« dich nicht selbst in Fesseln, Herz. so wirst du «lagen nicht, daß du in Fesseln seist ge-schlagen. Rückert. » Welcher Edeldenkende will nicht durch Tun oder Denken «in Samenkorn streuen zu unendlicher, immersorigehender Ber-vollkommnung seine« Geschlecht«, etwa« Neue« und vorher Niedagewesene« hinein-1 weisen in die Zeit, da« in ihr bleib« und nie versiegende Quelle werd« n«u«r Schöpfungen l Fichte « Der stärkste Will« ist nicht d«r, der alle« tut. wa« er will, sondern der alle« will, wa« er tut. Sin Charakter ist ein vollkommen gebildeter Wille. R o v a l i«. * Den Schweiß stellten di« Gitter vor di« Tugend. H«s i o d. Schlaflosigkeit, diese äußerst lästige Begleiterscheinung so vieler Krankheiten, setzt ärztlicher Kunst ost hartnäckigen Widerstand entgegen. Sin unschädliche» Innerliche« Mittel grgen dieselbe ist saure Milch, etwa ein Biertelliter, zwei Stunden vor dem Schlafen getrunken. In schweren Fällen von Schlaflosigkeit empfiehlt sich «in warmes Bad mit kühler Uebergießung de« Nackens vor dem Schlasengehen. Der Patient sitzt hiebei bis zum untern Brust-rand im Wasser von 30 Grad Reaumur, und eine »weite Person gießt ihm fort* während aus einer Gießkanne 20 Grad Reaumur warmes Wasser über Nacken und Schullern hinab. b>« er nach w«nig«n Minuten schläfrig wird. Es kommt bis-weilen vor, daß an Schlaflosigkeit Leidtnbe auf dies« Weise direkt beim Baden ein-schlafen. Auch Holzsägen, einig« Zeit vor dem Schlasengehen ausgeführt, ist oft von ausge,«i«neter Wirkung. In einer größ«> ren Nervenheilanstalt steht den Patienien zu jeder Zeit in der Nacht ein Zimmer mit Sägebock zum Holzsägen zur Ver-sügung. damit sie, wenn sie in der Nacht ausgewacht, sick> dort wieder Schlaf holen können. In ähnlich güniliger Weis« wirkt auch Radfahren, wenn e» in mäßigem Tempo etwa eine Siunde lang in der Dämmerung, also nicht unmittelbar vor dem Schlasengehen. auSgefllhrt wird. Zupfen am Ohr ist g»snndheit« schädlich. Professor Lassar weist in der »Berliner Klinisch«« Wochenschrift" auf dir Möglichkeit hin, daß durch da« Zupfen am Ohre, eine weit vei breitete Schul-strafe, di« Tuberkulös« v«rbr itet werden kann, wenn der Lehrer an Tuberkulose leidet. Piosessor Lasiar wurde aus diesen Gedanken durch einen Fall von Lupus (Haut-Tuberkulös«) am Ohrläppchen einer Frau gebracht, die sich zufällig, infolge von verwandlschasilichen Beziehungen, er-innern konnte, daß ihr Schullehrer, der sie öfter am Ohr gezupft habe, an Tuber • kulose gestoiben sei. Tardellenbrötchrn. Die Brotschnit-len werden mit Saidellenduiltr b«strichen und mit hartgekochtem, gehacktem Ei be> streut! da dies«s zwisch«n die Schnitt«» komm«, so kann man da« ganz« Ei hack«n, werden aber offene Brötchen bereitet, so hack» man da« ilveiße und da« Gelb« jedes für sich und deftmi! «ine« mit dem Weißen I und eine» mit dem G«Iben und schneid«» da» W«ißbrot zu ganz g!«ich«n, vier- eckigen Schnitt«» ohn« Krust«, die man dann, auch mit den Farben wechselnd, wie «in Dam«nbr«tt auf die Schüssel legt. Kefiillte Kohlrüben. Junge Kohlrüben werd«» geschält, ausgehöhlt und, so» bald vorher ein dünner Deckel davon ab-geschnitten wurde. Mit einer Fleischsülle gefallt. In einer Kasserolle in reichlich Fett dünstet man die nebeneinandergestell« ten, mit den Teckeln bedeckien Kohlrüben unter Zusatz von kochendem Wasser oder Fleischbrühe und Salz weich. Da« Aus» gehöhli« wird mit wenig Wasser, Salz und gehackter grüner Petersilie weich ge-kocht, mit dünner, g«lb«r Einbrenn« ver-goss«n, mit «in«r Pris« Pfeffer, zwei Stück Zucker, «inigrn Eßlösstln voll Rahm ver-miicht und mit den gedünsteien Kohlrüb«n ang«richiet. Zur Fleischsülle dämpse man 25 Deka gehackies Schweinsteisch. Zwiebel, grüne Petersilie, Psess«r, 2 bi» 3 Eßlöffel voll Reis in reichlich Fett, rührt «inig« Löffel voll Rahm und vor dem Erkalten ein Ei dar«in. Feiner Rostbraten. Die Fleisch' schnitt»» werden in mit Essig und Wass«r gemischten, nudelig geichniitenen Suppen-wurzeln, »l«a« Fleischertrakt und einigen Pfefferkörnern weich gedünstet, dann streut man Semmtlbröfel und g«riebenen Per-masankäs« in gleichen Mengen darüber und brgießt si« mit heißer, leicht gebräun-ter Buller. Zur Saison. Landwirtin (ihrem Mann, der in die Stadt sährt, nachrufend): „Und vergiß net, Joses, au« einem seinen Restaurant a Sp«i«karten mitzubringen, damit wir die Preis abschreiben können." Zustimmung. Frau (zu ihrem bezecht heimkehrenden Mann): »Mensch, wie sieh t du wieder auS, du solltest dich doch in di« Ero« verkriechen I" Mann (aber und über beschmutzt): »DaS hab ich ja schon — versucht!" Traum und Wirklichheit. Zuiit-Häusler (Wolle zupsend): »Ich halte mir « eigentlich ander« gedacht, in der Wolle zu sitzen." Sine gut« Tochtrr. Tochter eine« Handwerkers (nach Beendigung ihrer Toi-lette: »Nun adjeu, Papa — ich muß in'S Konservatorium l" — Bater: »Na. so warte doch ein wii ig, ich gehe «in Stück mit dirl" — Tochter: „Ab«r Vat«r, wa» fällt dir »in — bedenke meine Stellungl" Nummer 79 B-tttsche W-Mt" Seite 3 Nächsten Sonntage eine Protestversammlung abzuhalten, an Die sich ein Fest zu Gunsten der deutschen Schülerheime in Troppau und Teschen «schließen soll. — J>r. Kvenßoch lenkt ein. Er will jetzt nur an eine Vereinigung öfterreichi'ch gesinnter ohne Rücksicht aus Nationalität gedacht haben; an ein« Absprengung der Christlich «sozialen von der deut-scheu Gemeinbürgschast habe er nie gedacht. Kurioser Mann da«! £ixmfctntn sind im mährischen Landtag an der TageSorvnung. Sozialdemokratin und Tschechen ringen um die Palme im Speklalmachen. Anlaß zu dem Mätzchen ist den ersteren da» noch immer nicht eingeführte Wahlrecht, den letzteren der Um« stand, daß sich die deutschen Lämmer ihr Schul» wesen nicht lschechisiere» lassen wollen. — Eine tschechische Schulet» der rein deutschen Stadt Bodenbach verlangen 80 Tschechen, darunter 45 Eisenbahner; die Bevölkerung Bodenbachs ist über diese neueste tschechische Unverschämtheit er» biUert. — Zur Krage der schleiischen Parallelklassen schreibt die offiziöse „Silesia": »Nur in einem Falle wäre der Regierung ihre Haltung klar vor« gezeichnet: Fall« die beruft»«» Vertreter der Deutsch- Schlesier in einer unzweifelhaften Willen»« kundgebung sich für die slavische Anstalt in Polnisch« Ostrau an Stelle der Parallelklasse» au«lpräche». würde die Regierung ohne Zweifel de» einheitlichen Willen' de« Lande« al« maßgebend erachten. Mangel« einer derartigen Bürgschaft scheint jedoch die Regierung gewillt, jede weitere Entschließung zu vertagen und abzuwarten, wie die slavischen Parallelklassen funktionieren werden, wobei sie gesonnen ist, gegen jeden Versuch, die Parallelklassen in eine slavische Agitation einzuziehen, mit voller Energie einzuschreiten." — Also die Deutschen sollen selbst die Forderung nach slovenischen Schulen erheben! — |>er Kroppaner Aürgerverein beschloß am 25. d. eine Eingabe an dm Gemeinderat mit der Aufforderung, in Uebereinstimmung mit den auf dem VolkSiage in Freudental gefaßten Beschlüssen alle Arbeiten im übertragenen Wirkungskreise, zu denen da« Bürgermeisteramt gesetzlich nicht ver-pflichtet sei, bi« 1. Oktober einzustellen, um den Gemeindevertretungen den Bewei« zu erbringen, daß auch in Troppau nackensteife deutsch« Männer wohnen, die wert sind, daß man ihnen im nationalen Kampfe hilfreich beistehe. ?ensio»srecht der ?rivatSeamten. Auf seiner, je nach der politischen Parteistellung der Kommentatoren verschieden beurteilten und ge» deuteten Reise durch Galizien und in die Buko« wina onciceiUt Se. Exzellenz Ministerpräsident Dr. von Ko«rber am 29. September auch in Dziküo, wo er unter anderen Abordnungen auch jene de« galizischem Privatbeamten - Vereine« empfing. Der Ehrenpräsident diese« Vereine«, Graf Zdzi«law Tornow«ki, hielt in Anwesenheit dreier Mitglieder de« Präsidium« und de« Direktor« folgende An- die Hamptkassierer«- wilwe bestätigte: »Ja, et Raume un« erst später seinen Namen. Wie hieß er doch'? Macrow, glaube ich. Ich habe ihn 6 mir «ingeladen, und er will auch kommen, ehe KNara nicht so eilfertig gewesen, so hätte sie ihn gleickh zu dem Baier hinbringen können." BertlHa wußte bereit«, an wa« sie sich zu halten h)abe. Und mit der echten Neidwürze neben« buhlerisckhen Gefühle« flötete sie: „Ach, liebe Frau Nebenzwieig, dann laden Sie un« zwei auch ein. wenn d«er schmucke Fähnrich zu Ihnen kommt. E« braiucht ja niemand davon zu wissen.* Klara hätte in diesem Momente Hertha erwürgen können, aber diee Hauptkassierer«-Witwe, welche minder eisersüchllig war, bemerkte zustimmend: .Gewiß, ich lade ' E-ch beide ein. Er will mir am Donner«» tag eine: Aatritl«visite machen, und ich behalte ihn gleich dem. Findet Euch nur zwischen 3 und 4 Uhr ein.i. Mit mir allein hat er doch nicht genug. Ich bin, schon zufrieden, wenn er seine Abenteuer in sremdden Ländern «rzählt und dabei sein Schnurr-bärtchen i zieht, damit e« sich recht martialisch au«» wächst: Jetzt suchen wir die andere Gesellschaft aus.* Wem auf dem Schlachts«lde de« R«brnzweig» schen Ka!aff.eiische« den Sieg behaupten wird? Ob Bertha »der Klara? Eine« ist sicher, daß dies» ihre erstste Heimlichkeit mit vielem Herzklopfen ge» büßt unötb die unterste Stufenleiter erklommen hatte tot der ZMtuosilät der weiblichen Notlüge. spräche an den Chef der Regierung: „Euere Ex» zellenz! „Der galizifche Prioatbeamten-Verein be» nützt freudig die Gelegenheit, sich Euer» Ex«z«llenz durch seinen Vorstand vorzustellen. Er tut die« vm so freudiger, al« er nach 37 jähriger Wirksam-seit al« Unterstützung«verein soeben im Begriffe steht, sich auf Grnnv neuer, der hohen Regierung zur Genehmigung bereit« vorliegender Statuten in «inen Versicherung«verein umzubilden uud so seine Tätigkeit zu Gunsten der galizischen Privatbeamten« schaft noch ersprießlicher zur Geltung zu bringen, al« die« bi« jetzt möglich war. Wir sühlen un« glücklich, Euerer Exzellenz bei dieser Gelegenheit sür die Einbringung de« PensionSgesetzentwurse» sür Privatbeamte sowie sür die Förderung diese« Ent« wurse«, welcher sür die Pnoalbeamlenschast eine außerordentliche Bedeutung hat. unser«» innigsten Dank auSkrücken zu können, und wir erlauben unS di« Hoffnung zu hegen, daß Euere Exzellenz den Angelegenheiten diese« Stande« auch fernerhin Ihre Aufmerksamkeit widmen werden." Der Minister« Präsident antwortete auf diese Ansprache in dem Sinne, daß der von ihm eingebrachte Gesetzent-wurf über die Pension«versicherung der Privatan« gestellten den schwierigen sozialen Berhäliniss«» Rechnung tragen mußte und daher sür die Privat» beamienschast nicht ganz befri«dig«nd an«fall«n konnte. Die endgiltige Lösung de« schwierigen Problem« müßte der Zukunft anheimfalle», sei ja doch auch schon dieser Gesetzentwnrs aus Schwierig» keilen gestoßen. Doch habe sich der sozialpolitische Au«schuß de« Abgeordnetenhauses bezüglich de« Entwurse« hauptsächlich im günstigen Sinne au«» gesprochen und nur die innerpolitischen und parla» mentarischen Schwierigkeiten ständen der weit«r«n Entwicklung der Angelegenheit im Wege. Sobald sich diese Verhältnisse günstiger gestalten, werde er den Entwurf gewiß aus die Tagesordnung de« Abgeordnetenhaus«« zu bringen bestrebt sein. Die Regierung stehe der Angelegenheit sehr wohlwollend gegenüber und werde sie nicht au» den Augen lassen. gagfattb und der Krieg. Neuerding« macht sich in d«r englische« Presse gegenüber dem Kriege in Ostasien eine beachtenswerte Wandlung der Stim« mung geltend. Man liest, wie die »Tägl. Rdsch." auSsührt, da jetzt Auslassungen, dte den Schluß zulassen, daß die Engländer ansangen, di« Gtister zu fürchten, di« sie selber riefen. Ein Höhrnpunkt der Jopan-Begeisterung scheint überschritten zu sein. Unmittelbar darauf melden sich die Stimmen zum Wort, die da warnen, nicht gar zu sehr zu bauen aus daS Dogma: „Japanischer Sieg — englischer Sieg.- I» der Tai, als die Engländer sich so heiß bemühten, die Krisis in Ostasien ja nicht sich etwa friedlich lösen zu lassen, da hegten sie nicht eigentlich den Wunsch. Japan durch einen glän-zende» Sieg in Asten zur herrschend«» Macht werden zu sehen. Daran, daß Japan selbst eine» wesentliche» Machtzuwachs erhalle, daran lag den Engländern trotz aller Freundschaft rrcht wenig; im Gegknttil: auch Japan wünscht« »an g«schwächt zu sehen, da man auch in ihm trotz d«S englisch» japanisch«» Bündnisse« im letzten Grunde «in«n Rivalen sieht. Rußland und Japan, so war die leicht durchschaubare englische Spekulation, sollten zum Heile Großbritannien« — einander möglichst vitl Blut abzapftn... I» Tokio empfindet man bereit« sehr peinlich den Umschwung der Stimmung in England, der bereit« zu einem fallen der japa« nischen Werte geführt hat. Die japanische Presse befaßt sich eifrig mit der Sache. Man glaubt die Ursache de« EtimmungSumschlag«« in d«n ungün-stigen Berichten der von den Japanern rücksichtslos behandelt.» englischen Krieg«korrespondtnt«n sehen zu müssen. Ein leitende« Blatt rät daher der Regierung zu mehr Entgegenkommen gegen diese Herren. E« ist freilich sehr zweifelhaft, ob damit dem Uebel wirklich abzuhelfen sein wird. Der Um« schwung der Stimmung macht sich inzwischen noch »ehr al« im englischen Mutterland« in d«n englischen Kolonien geltend. Besonder« in Au« stralien betrachtet man Japan al« den gefähr« wichsten Gegner. Aus Stadt und Land. Seidel-Gedenkfeier. Der Gemeinderat der Stadt Cilli veranstaltet am 9. Oktober d. I. eine Joh. Gabriel Seidel-Gedenkfeier, welche folgenden Verlauf nehm«» wird: Um 11 Uhr vormittag findet «in« Gedächtnisfeier in d«n Kasino «Räumlich« feiten statt. Hi«r wird nach Begrüßung bet Festgäste durch d«n Bürgermeister von Herrn Prof. Eichler die Festrede gehalten. Hierauf folgen Vor» träge der Cilliir Musikverein«kapellt und d«r beiden MännergefangSverrin«, welche Chöre vor» tragen werden, denen al« Text Seidl'sche Dichtungen unterlegt find. Nach der Gedächtnisfeier wird am ehemaligen Wohnhause fce« Dicht,rS, Grazer» strafe« 2 die Gedenktafel von einem Mitglied« deS Festausschusses feierlich enthüll« und dem Bürger-meist« der Stadt Cilli übergeben werden. Wihterversammtang. Donnerstag den 29. v. M. erstattete der ReichSratSabgeordnete Herr Prof. Dr. Josef P o m m e r in einer sehr gut be» suchten Wählerversammlung im „Hotel Terschek" seinen RechenschaftSbiricht. Den Vorsitz führt« d«r Obmann deS „D«ntfch«n V«rtin«S* H«rr Dr. von Jabornegg, welcher nach Begrüßung der er-schienen«» Wählerschaft, insbesondere de« Bürger» meisterS Herrn Juliu« R a k u s ch , Herrn Dr. Pommer da« Wort erteilte. Herr Dr. Pommer sprach in anderthalbstündiger Rede über seine und feiner Partei Tätigkeit in der verflossenen Session de« Abgeordnetenhaus«« uud gab zugleich ein Bild über die gegenwältige politische Lage. Redner stellt zunächst f«st, daß durch di« mutwillig« Obstruktion d«r Tschechen e« unmöglich wurde, da« Hau« einer geregelten Tätigkeit zuzuführen. Di« deutsche Ob» ftruklio» war ein Akt der Notwehr de« Beschädig» ten uns bi« zum Aeußersten Getriebenen, während die letzte Obstruktion der Tschechen ein Mutwillen«» akt, eine Erpressung, ein politischer Siraßenraub war. Dadurch wurde e« den deutschen Abge-ordneten unmöglich gemacht, »ine ersp ießliche Tätigkeit zu entfalten; sogar die Arbeite» in den Ausschüssen blieben stecken, e« war auch in diesen keine Arbeit«freudigkeit. Redner bespricht nun die einzelnen Erfolge, die seine und seiner Partei Tätigkeit erzielte. Redner stellte den An-trag, daß die Sannregulierung sofort in Angriff genommen werd« und interpelliert die Regierung wegen der B«s«tzung der Stationen drr Bahn Cilli—Wöllan mit winkischen Beamten und stellte auch den Antrag, e« möge der Art. III de« Ueber» «inkommen« zwischen Italien. Oesterreich uno Un» gar» bezüglich der kostenlosen Vtrpflegung mittelloser Kranker im Sinne der gleichen Belastung ad» grändert werden. Er habe e« durch «in« Jnter» p.llatio» d«« Justizminister« dahin gebracht, daß vom 1. Oktober an, bei den durch die Post zuzustellen-den gerichtlichen Schriftstücken, den Vermerk »porto« freie Strassach«" zu «nifalle» habe. Auch sii «r sür die Verbessernng der Lage der Musiklehrer an den k. k. Lehrer- und Lehrerianenbiloung«anstalten, sür die Errichtung »ine« Notstand«sonde« für not» leidende Beamte »ingetret'n. Der Privaibtamten» penston«frage sei er ebenfall« nähergetreten, der bezügliche Gesetzentwurf sei dem sozial« politischen Au«schusse zur Beratung und Berichterstattung vorgelegt und eine Frist von 2 Monate» erteilt worden. Au« diesen 2 Monaten sei ein Jahr geworden und wie er bereift bisher di«sb«züglich urgiert habe, werde er auch jetzt wieder verlangen, daß damit Ernst gemacht werde. Im Vereine mit dem Abg. Erb habe er die Re» gierung ausgefordert, die lange versprochene Vor« läge deS Gewerbegesetze« endlich durchzuführen. ES s«i ihm gelungen, einige Verschlechlerungen, die da« Herrenhaus an dem Hausiergesetz vorgenommen habe, zu beseitigen, wie z. B. bezüglich der Para» graphe 8, 12, 14, 16 und die ursprüngliche Fas» sung wieder herzustellen. Die im Paragraph 18 diese« Gesetze« vom Abgeordnetenhause sestgesetzten Strafen feien vom Herrenhause auf die Hälfte heruntergefetit worden, aber er und seine Partei werden all»? einsetzen, daß da« Gesetz fertiggestellt werde in der ursprünglichen gewerdefreundlichen Fassung. Daß die Tätigkeit de« Abgeordneten» haute« im verflossene» Jahre gleich Null gewesen sei, sei vor allem dem alten öst«rr«ich>schen V«r» söhnungSsystem und der Furcht vor den Tschechen zu verdanken, die Regierung wage nicht, ihnen enf gegenzutreten und di« Arbrnsfähigktit deS Parla» mentS h«rzustell«n. Es fei Sache de« Präsid«mt' Nummer 79 de» Parlamente« keine Schuld tragen. — Nicht nut die Industrie und der Handel, sondern der ganze Realbtsitz. also tatsächlich die gesamte Be» völkerung habe ein rege» Interesse daran, daß unser Geldwesen von dem Ungarn« getrennt werde und wir mit einer eigenen Bank nur für.un« selbst und nicht für andere sorgen. Am 31. Dezember 1903 habe der Portefeuillestand in Wien 106 Millionen, in Budap'st 111 Millionen betragen. Die Zunahme habe im Juli in Wien 30, in Buda Pest 78 Millionen betragen. Die steuerfreie Notenreserve habe um 18 Millionen ab genommen. Im Jahre 1902 sind in Oesterreich zirka 40 Millionen, in Ungarn 259 Millionen Hypothekar» Darlehen vergeben worden. Diese Ziffern der letzten Wechfele«komptierung zeigen, wie sehr Ungarn den Borteil der gemeinsamen Bank ausnütze, wie unsere jetzige gemeinsame Notenbank da« große Geldbtdürfni« der ungarischen Land-wirtschaft zu decken habt. Die« habe den Redner veranlaßt, den Antrag auf Errichtung einer selbst ständigen österreichischen Notendank u. zw. noch vor Abschluß de« wirtschastlichen Abgleiche« mit Ungarn zu stellen. — Die Lösung der Armeefrage hätte ein kräf>ige« und arbeii«sähige« Parlament nötig gehabt. Auch hier sei man auf ein Rutsch, terrain gekommen und die Erziehung der einzelnen Truppenteile zu nationalen Truppen hat ihren Ansang genommen. Ein zielbewußte«, kräftige« Parlament hätte namentlich den Ungarn in dieser Richtung einen Strich durch die Rechnung machen können. Die Förderrealisierung und Entgermani» sierung der Armee wird Jeder, der wirklich natio-nal denkt, verurteilen müssen. Redner kommt hie« bei auf den vielfach mißverstandenen Resolution«-antrag de« Abg. Dr. D e r s ch a t t a zu sprechen und bemerkt hiezu. derj«lbe wollte offenbar der Krone in dem Kampfe sür die bisherige Stellung der Armee einen Rückhalt und Unterstützung bieten, von einer Prei«gebung eine« parlamentarischen Rechte« könne nicht die Rede sein, da weder da« ungarische noch da« österreichische Parlament in den Fragen der Organisation der Armee ein solche« besitze; anzustreben aber, daß die Parlamente auch in dieser Frage dreinzureden hätten, liege sicher-lich nicht im modernen nationalen Interesse, denn e« hieße die«, die Arme« in Oesterreich der tsche-chischen. polnischen, slooeni>chen klerikalen Majori« tät auszuliefern und die Föaeralifierung der Armee beschleunigen. Redner geht nun über auf die Be-fprechung der Delegauon«wahlen. Dieselben sind wegen Widersprüche« der Polen erst nach Ostern durchgeführt worden. Hiedei wollten die Polen ihre Unenibehrlichkeit zeigen, daß sie ihren Willen durchzusetzen vermögen und su vermochten e«. Nach Ostern setzten die radikalen Tschechen ein, aber trotz der äußeisten Mittel konnten sie die Delegation«-wählen.nicht hindern. Die Polen daben ihre Macht^iewiesen. weil sie ohn« Rücksicht au' politi« sche Part«ischatti«rungen in «inem »lud beisammen» sitzen. Nachdem der Redner noch die Kundgebung der deutschen Abgeordneten nach der Vertagung de« ReichSraieS deiprach. unterzog er die deutsch-feindliche und slaoensreundliche Haltung de« Mi» nisterpräsidenten, bi« Errichtung d«r italienischen Fakultät in Willen bei Znn«druck, den Kroaten» erlaß. di« auffallend slaoensreundliche Haltung der BezirkShaupileuie anläßlich der Fahnenaffären in Gonobitz un? Tüffer. bei der BezirkSo.riretung«-wähl in Cilli und den GerneinderaiSwahlen in Schönstein, die Errichtung d r tschechischen und poln'ichen Parall Klaffen ,n Troppau und Tefchen, die Reise de« Ministerpräsidenten nach Galizien und die Bewilligung der 10 Millionen sür Lem-berg und die Stellung der deutschen Abgeordneten diesem deuischseindl'chen Lorgehen gegenüber einer eingehenden Besprechung. Die Absicht der Regie-rung, durch diese Maßregel die Deutschen zu reizen und in die Obstruktion zu treiben und dadurch di« Tsch'che» au« der Obst ukiion, in die sie sich ver-rann, haben, zu befreien, fei durchschaut, aber sie könne vereitelt weiden durch da« einmütige Bor-gehen aller deutschen Abgeordneten. Es gebe -in« Hilfe gegen die Eroberung«»elüste der Slavnund die Maßnahmen einer slavischen Regierung und der anderen nichtdeuischen Elemente und diese deu-tete Redner in folgenden b,herzigen«weri«n Grund» sähen an: „Hören wir endlich einmal auf, un« im Angesicht? der feindlichen Heerscharen gegen-seilig zu zerfleischen! Kehren wir die Spitzen uns«-rer Epere gegen d«n Feind und nicht wi« bisher gegen den ander« denkenden Bruder Unterschätzen wir unsere Gegner nicht, überschätzen wir sie aber auch nicht. Lernen wir endlich auch mit verdeckten Karten spielen! Und die Taktik, di« zum Erfolg« führt? Gebrauchen wir alle Mittel der polt» tischen Kriegskunst, aber jede« am rechten Orte und zur rechten Zeit, dann werden wir siegen. Vermöchten die Deutschen an Beispielen zu lernen, so könnten ihnen Magyaren und Polen zeigen, wie man im Staat« mit geringen Leistungen Groß«« «rr«icht. Mach«» wir «« — wie sie!" — Redner schloß seine interessanten Ausführungen — an die Rede de« Abg. Derschatta beim letzten Handwerker» tage in Graz erinnernd — mit den Worten: „Wa« für eine Taktik in der nächsten Zeit beschlossen werd«n wird, wriß ich nicht; adrr da« st«ht frst, di« Wabrung der nationalen Ehre und de« natio» nalen Besitzstände« ist di« Pflicht jede« deutschen und deutschnationale» Abgeordn«t«n. Da« unver» brüchlich zu tun. wa« beschlossen worden ist, Di«-ziplin zu halten, ist di« erst« Pflicht de« Abg«ord» nrten. Wa« mich betrifft, ich werd« sie halten!"— Herr Dr. Negri drückte im Namen der Bersamm» lung Herrn Dr. Po«»«r den Dank iür die inier» essanten und lehrreichen Ausführungen au« nnd beantragte folgende Entschließung: „Die heute ver» fammrlttn Wähler der Stadt Cilli erklären sich mit den Au«führungen ihre« Abgeordneten Dr. Pommer über sein« Tätigkeit vollkommen einverstanden und ersuchen ihn gleichzeitig, in seiner Partei nach Kräften dahin zu wirken, daß fürd«rhin alle« auf» geboten werde, um ähnliche Angriffe wie die Tsche» chisierung der Troppauer Lthrerbildung«anstalt, der Jnn«brucker RechKsakultät K. aus deutschem Besitzstande zu verhindern. Die Wählerschaft der Siadt Cilli gedenkt in Dankbarkeit der öberwältis,enden Einmütigkeit, mit der ganz Deutfch-Oesterreich sich feintrztit erhob, um den Berrat von Cilli zu rächen, und ersucht daher ihren Abgeordneten, sich selbst mit den schärfst«» Mitteln den Brüdern im Norden in solchen Fällen zur Bersügung zu st«ll«n. Nach» dem daS Ministerium Körber den Beweis erbracht hat, daß «« ihm nicht Ernst sei mit der Unantast-barkeit des deutschen Besitzstande«, so erwartet die deutsche Wählerschaft Cilli, daß di» deutsche Volk«partei al« größt» d»utsche Partei, mit allem Nachdruck, eventuell auch mit vollkommener Aenderung ihrer bi«herigen Taktik, dem Ministe, rium körder den Widerstand und die ungebrochene Kraft de« deutschen Volke« suhlen lass«. In der sicheren Erwartung, daß unser Herr Abgeordneter, der schon im SturmeSjahre 1897 in der vordersten Reihe stand, auch wtiierhin für »in klare« und entschiedene« Vorgehen in allen nationalen Fragen eintreten werde, sprechen wir demselben unser voll« ste« Vertraut» au«.« — Nachdem diese Enischlie» ßung einstimmig angtnommtn wordtn war, schloß dtr Vorsitzende di« Versammlung. ßtllier Stadttheater. Am 15. Oktobtr er» öffnet unsere Schaubüdnt unier der tüchtigen und bewährten Direktion Berthold Wolf di« Saison, wi« wir hör«n mit einer Operetttn Novität. Htrr Dir.kior Wolf, dtr sich biShtr allt Müht gegeben hat, dem Publikum da« Beste zu brinaen, gedenkt heuer den Spielplan zu erweitern durch Aufführung von Opern, insbtsondtre aber Mufikoramen von Richard Wagner. Hofftntlich werden die Darstellungen auch den berechtigten Erwartungen de« kunstsinnigen deutschen Publikum« entsprechen. Da« Nähere über den Spielplan, daS Abonnemtnt, den Kartenverkauf wird ehesitn« «»geteilt werden. Di« Logen-Lizitation findet Sam«tag um 11 Uhr vormiitaq« im Theat«r statt. Evangelische Hemeiude Heute Sonntag den 2. Okiodrr, vormittag« 10 Uhr. find« iji evang. Kirchen in der Garttngasst öffentlicher Gölte«» dienst fta't Aervaud deutscher Fachschüler. Am Mitt» woch abend« fand im Holet „Stadt Wien" di« Schlußknkip« dt« Verbände« '»uifcher Hochfchüler statt, weicht in animitrltsttr Weise vtrlirf. Außer sehr vitltn Hochschültrn war auch »in« grobe Zahl alter Hrren und Gastt erschienen, welche sich bei den flotitn jungen Museniöontn recht behaglich fühlten und bei deutschem Sang und Becheiklang verflossen die Siunden nur allzurasch. Kerr Hullav bet Gott f. Der umsichtige Ltnker dtr Gochicke Rann« seit mehr al« tinem ha.ben Jahrhundert, Herr Gustav bei Colt, ist nicht mehr I Im A»tr von 83 Jahren starb dtr untrschrockene Kämpfer dt« Deutschtum« in Uniersttitrmark am Abend» de« 28. Sipl.mber. Herr del Colt wurde am 11. März 1822 zu Rann gtborrn, trat nach vvlleribrtrn juridtichen Studi«» beim damaligen KreiSaml« in Cilli in die Praxis, der er nur kurze Z«it oblag, da dersklb» nach dem Tod« seines Bater« da« seit dem Jahre 1783 in Rann bestehende KausmannSgrfchäfi und größer« Z?«alität«n übernehmen mußt«. Die Unruhen de« Jahre« 1843 veranlaßten auch die Ranner Bürger» schast zur Gründung einer National»Bürg«rwehr und der Entschlummerte, al« damaliger Bürg» meister, mußte dem Drängen nachgeben und fe Hauptmannstelle derselben übernehmen. Der 9H sonnenhkit de« Führer« war e« zu verdanke», I die Bürgerwehr keine übereilten Schritte, wie andernorts geschah, unternahm. Herr del Äll wurde darauf al« Dtl«giert«r zur Tagung Nationalversammlung nach Frankfurt am A» entsendet. Seit 1843 war der Verstorbene iit| vorragtndtr Weife in der Gemeindevertretuna se Vaterstadt tätig. Al« in den sechziger Zidnt die BezirkSv^rtretungen in« Leben gerufen wurst ward der Verstorbene zum Odmanne der Rai« Bezirk«oertretung gewählt und blieb ein rühri, Mitglied derselbtn bi« in dit Ntuestt Zeit. L» die Gründung der städtisch,» Sparkasst war Werk dt« Verstorbtntn. E« sei schließlich erwähl daß Herr Gustav del Colt al« vieljährig« Lnt-schulausseher an dtr Forttntwicktlung dt« hiesqn Volk«schulwesen« stet« regen Anteil nahm. >4 allen Gebieten de« gesellschaftlichen Ltben« begq net man daher dem fördernd?» Einfluß« de« ut verschiedenen Herr» Gustav d«l Colt. Die Bürgn von Rann und alle, die seinen birdrren C aratot konnt««, werd«n ihm gewiß ein teuere« Anden!« bewahren! An seiner Bahre trauern außer dir trostlosen Witwe zwei Söhne, von denen der eun Herr Gustav bei Colt, k. k. BezirkShauplmann i. t ist und der andere, Herr Karl del Cott, daSÄjif-mann«gtschäst weiterführt, und zwei Töchler. jjtu J an-ltt Kreulitsch, Kausmann«witwe und Itu Marie Prechelmaier, Ober »JnspektorSLattm Rann. T«r«»erei». Der Cillier Turnverein ow sendete folgende» Aufruf: Alle größeren Tim» vereint Oefttrrtich« und in«deson0ert jene Deutschen Reiche« habe« schon seit Jahre» dat Turnen der Frauen und Mädchen al« hervor» ragende Aufgabe angesehen und auch eingesühq, wodurch sie nicht nur dieser bisten von allen Ko.pa. Übungen bedeutende Verbreitung geschaffen, sonders auch sich f lbft durch unzwkiftlhastt und weitgthack Erfolg« die vollste Anerkennung maßgebender ärp licher «reise und den Dank aller Teilnehmer e» worden haben. Auch der Cilli«r Turnverein da« Fiauen- und Mädchenlurnrn btrtit« v« Jahren eingeführt und wird da« regelmäßige Turnen mit I. Oktober l. I. wieder ausgenom»» werden; er erlaubt sich deshalb b»tg«dog«i, M Grundgesetz zur grsälligkn K nniniSnahmt zu üd» miit-ln ui.d daS höfliche Ersuchen zu stellen, dO anhängende Blatt zur Abgabe der BeilritiSerkläri benutzen zu wollen, welche im Sinne dt« A-sa 4 dt« Grundgtsetze« in zweifacher Art «rf»h kann. Auch die zweite Mädchenadteilung, , welcher Mädchen im Alter von 10 bi« 15 Iain aufgenommen werden, beginnt am 1. Oktober l.' ihre turnerischt Tätigkeit. Da die Eltern von Wichtig? it de« Mädchenturnen« überzeugt steht zu erwarten, daß sich recht viele Turnern»» melden werden. Der monailiche Bktrag betia.u 2t| Töchttr von VeretnSmiigtitdtrn zahlen monaiü« 1 K 50 h. Die Turnstunden finden Miliwoch um Sam«>ag von 6 bi« 7 Uhr abend« stall. Ale zeilig a öchlen wir jedoch auch an alle beuitx« Männer Cilli« und inSbesonderr an lolct» dnil treten, welche bisher da« Turnen noch nie oet|ud haben und um er Hinweis aus die umstehende T , orduung mitteilen, e« sei die Einrichtung getrofj worden, daß vo» nun au jeden Di'NSrag und s tag abenS von 6 bis 7 und von 8 bis V Utt dtr Turnhall« fSchulgasse) der Turnunterricht . der unlerstrn Sius« ang.fangen, durch die einl» st-« Uebungen (titß«(«ite> und drrariig fori^e w«rve» wird, um auch j,nem, der noch ne> geiurnt hat, di« Mö„lichk«it zu bieten, sich Turner heranzubilden oder dem ttö p r die sp-echende Bewegung zu verschaff n. — Zahlri^ Anmeldungen zur Frauen- und Maoch, eine bedeute« e Vermehrung in den Herren-R» werden un« hoch erfreu N. zugleich aber l»t süllung unserer erziehlichen und nationale« gaben «rlrichttrn. M i ireudeuischem Gruße: Turnrat de« C llier Turnvtrrint« — fiuifii erteilen: Htrr Anton Patz. Eparkoss-kafsi-r. Amtslokale d»r Gem»ind>-Sparkasse, und Hen F« dinand Porsche, Turnlehrer, am Turnbo»n i dtr Schulaasse. Tafelrunde „Scharfeuan". Der irrn für den oori„en Donneisiag angesagte wSicharfn abfnö* ftnoet Donnerstag den 6. d. M. in „SiaM Witn" ftait. Pit finzafsaitg der direkte» stattn Littst de« vitit n Quartal« 1904 itno die oitri Steutru in Sieuermart in vachneheaden lern fällig und ei»zu,ahlen: 1. Grundsteuer. folgen in bunter Seihe: „Wie es s« ander» kam", die neueste Erzählung von Näthe van Beeker. „©nfTrr" \onai von m.v. 8udi. „5*r fasan" und ..jiandida« ?iedeman„ Erzählungen von L ar'l Sus2 ..Sche,terha«fen". Novell« von Ch. Vittmann. „Wilhelm, der «r-berer rotl #r*rt* iy tt";e, ..ffnnrn.nd,«" Q: j l lnng von vS, Knrfcberg. „Der Ulribrnttribfr'4, tiumoresfe von \ A ßffubl 9d g—'*1 .» »«.r. fr«» », Jli6 sü», «an, eitige Holzschnitte nach Genrebildern unserer berühmtesten und I. , Aussäge aktuellen Charakter» und perlen moderner Lyrik vervollständigen den ,«.chen ^n^lt. Zllnllrationsproben aus dem tzandarvrttst-tl- «onogr»mm fn PI»»NIch: B.1 »of«A«r«B mit mpplilulumMcb»U. »piljrn In VkH_____ Wöchentlich erscheint ein Heft jntrt Preise von 20 Kell, Abom»eme»t«.Pr-i«: vierteljährlich (>z hefte) K 5J.50 | . „ P ^ halbjährlich (2* heft.) K 5.- "lstus'M ^xtt jährlich (82 hefte) K 10. - i Zusendung ins Haus. Derlay wow Friedrich Schirmer, Wen» ljt»r nbftttrcntifn. Unterzeichnet« bestellt Hiermit: ?ir Frauen». Wode- und FsmtlienZritschrifl ..vas Klan der Rausfrau } »bonnementapreil',: vierteljährlich (ts Beste) 2 K so h, halbjährlich (26 hefte) 5 K, «in Zahr (52 heft«) to K. inflnf?®« freier Zusendung in» ha Für Deutschland vierteljährlich z Mark, für da» übrige Ausland J Franc,. vich«»»»ünsch,.. [u buritjBr»id|m! Name unk Stand:. N?«hn»rt und Straß»: Betrag f»lgt per^ »»«, ttn. recht »tnlllch. €'"? wahre Tunslgrubc auf allen Gebieten häuslicher Cä td Oes'err.- Ungar Zeitschrift lüt dl< Angelegenheiten des Baushalts 4i wwl« lär Mode Kindergarderobe Wäsche und Bandarbeiten. Ucilag •» Triedricb Schirmer CUien I, Rostnburstnstrasse S (Stubenring). „?«» Statt der Hausfrau" kegi sang Oktober seinen 15. Jahrgang. Interessen der gesamten Frauenwelt ge ist es die eigenartigste Familirnzeitschrn Neuzeit geworden. Es ist in seinem J wie ein« unserer ersten Schriftstellerinnen s „eine glückliche Roinbination des Nütz!' Anregenden, des praktischen und Ethisch bringt außer seinem großen .Mode Haudarbeitsteil" und seinem unterh Ceil„Aach getaner Arbeit" g'.mein' liche Leitartikel und belehrende Aussäz-(s-rtiehniiQ und Unterricht — ® heito- und Körperpsiege — F »r,verb — Frauenteben und F arbeit — Hans- und Zimmersartn Küche — 1voli»ung und Hausrat. Der neue Jahrgang bringt a" den bisherigen Gratisbeila Das Kllltt der gälte Das Ölstti der jungt» MB zwei dem heranwachsenden Geschlecht a illustr «!e )uge»dz«i!schriften, mi: E^zä unserer besten Iugendschristst.llermit«i Anleitung zu Spiel und Beschäftigung. I vorträgen, Gedichten, Rätseln u a. doppelseitige handarbeitsbogen mit naturgrossen Uo für moderne nnd geschinackvvlle Handarbeiten jeden £»tils, Doppelseitige Schnittmusferbogen für die gesamte garderobe ,»» 100-120 ?>w>rm und eine» »oUlläudige» Let>rk«rs«s mit vielen praktischen und geschmack? vorlagen der jrtj' so belie.t werdenden Cgneriffa-JIrbeit (Sonnen- oder brasilianische Spitzew-fl zu Kleidrrbesäben, Hchulterkragen, Deckcheu, Wäschegegenftanden, auch Kettbes« Jedes gest enthält Wode- nnd gandarlieits-vor und zwar Originale der nenesien Wode. für jede Geschmacksrichtung geeignet. Die großen Nlodennnmmern enthalten abwechselnd einen doppel Kchnittmnfterboyen für Änmengarderobe. Kinderyarderobe nnd Im unte,haltenden i.lustrierten Teil: „Nach getaner Aroeit* beginnen die Romane: Im Strudel Emil Franz. Es ist der Strudel im rauschenden Strome des weltstädtischen kebens. dessen immer wechseln Emil Franz, ein unseren Leserinnen noch neuer, hochtalentierter Schri tsteller, hier in zli dort m düsteren Furben festzuhalten verstanden hat. Die andere Seele von cc. von Dorn au, Nummer 79 klassensteuer und fünfprozentige Steuer vom Zin«. ertrag der au« dem Titel der Bauführung ganz oder teilweise zinsfreie» Gebäude und zwar: die 10. Monatsrate am 31. Oktober. die 11. Monat«, rate am 30. November, die 12. Monatsrate a« 31. Dezember. 2. Allgemeine Erwerbsteuer und Erwerbsteuer der rechnungspflichtigen Unterneh. «ungen: die vierte Quartal«rcue am 1. Oktober. 3. Personal-Einkommenfteuer und Rentensteuer (so-weit diese Steuern nicht selten« der die steuerpflich. »igen Bezüge au«zahlenden Personen und Kassen für Rechnung de« Staatsschatzes in Abzug zu bringen find): die zweite halbjahr«rate am 1. Dezember. *i» roher AeSerfall ans eine« Deutsche». In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde «in deutscher Herr au« Store, der da« Konzert bei der Siadt Wien besucht hatte und sodann zu Fuß nach Hause ging, >n der Nähe de« Pischet'jchen Wiri«hause« von besoffenen windischen Bauer«, burschen überfallen und wißhandelt. Der Be-treffende, »in ruhiger, nüchterner und anständiger Herr schilderte un« den rohen Uebersall in folgen» der Weise. Al« er in die Nähe de« W>ri«hause« kam. wunderte er sich, daß da«selbe spät nach Mitternacht noch beleuchtet sei. Au« dem Gast-lokale drang wüste« Geschrei und die Klänge einer verstimmten Ziehharmonika herau«. Eben al« er vor dem Äirt«hause anlangte, traten vier Burschen au« dem Gasthause, welche ihn sofort umriagten und um 'einen Namen besagte. Weil der Deutsche die« nicht tat, fingen sie ihu zu stoßen und zu schlagen an. Al« sie glaubten, daß er genug habe, forderten sie ihn auf, zu laufen, wa« aber der lleberfallent nicht tat. der ruhig seinen Weg weiter ging. Ein Bursch« ging ihm nach, stellte ihn zur Rede, warum er nicht laufe und fing wieder an, ihn zu schlagen. Al« der Bursche dabei den Hut verlor nnd denselben suchte, benützte der Ü ber» sollene die Gelegenheit und enizog sich dem Be. reiche der vertierten Buichen. E« ist wirklich un-begreiflich, daß »n Anbetiacht de« Umstände«, daß sich in letzterer Zeit, diese Ausschreitungen der windi«chen Jungmannschast in so bedenklicher Weise mehren, die Or>«polizei und die berufenen Behörden gar nicht« dagegen tun; wurde doch vor kurzem erst mitten im Dorfe Bischofdorf ein bestialischer Totschlag verübt. Wenn die dazu be« rusenen Organe zu schwach oder unfähig sind, dieser gefährlichen Wirischast unserer sittlich ver« kommenen, «indischen Jua„mannschast ein Ende zu machen und da« Leben de« anständigen Teile« der Beoölkeruna zu schützen, wir» man zur Selbsthilfe greifen müssen und dhdurch sich zu ichützen wissen, daß man sich gehörig bewaffnet nnd gegen diese Elemente rücksichtslos wie b«g«» tolle Hunde vor-geht. D— provisorische Ka.detsüvereinkomme« .Ml Italteu Boa ver «Srazer Handel»- und Sewerdekammer erhallen wir über daSslbe nach-stehenoe Angaben über den Inhalt de« am 24. Eepiember d. I. zwischen Oesterreich «Ungarn und Jialien abgeschlossenen provisorischen Handel«-übereinkommen«: E« bleiben unkündbar vom 1. Oktober 1904 bi« 31. Dezember 1905 die zur Zeit den,l»enven oertrat,«mäßi,.e > Beziedungen (mit Ausschluß der W'inktouiel) in Kraft. Eine Aende. rung iiili darin nur «n zwei Punkten ein. Esten« «elien sür die nachlezeichne>en Artkel mit der Wi.kung nom 15. Oktober 1904 an für die Dauer »eS Übereinkommen«'olgende Zoll,ätze: Mandeln, trockene, m» o er ohne Schalen frei; Hiselnuss,. Ntse. Iiockene >90 kg. 1 fl. Gold; Oliv' »öl, reine«, » Aäfs.rn, Schläuchen ooer Blasen 100 kg. 2 fl. Jold; Suiliuiöl frei. Zweiten« ist,n Be".ff de« Artikel« Wein eine B'fl mmung geiroff,» worden, welche led»u>ch sür die Zeit vom 15. Oktober di« Äl.Tezb,. 11904 a»t». Diese Bestimmung lau>e>: W iße Riuurwe.n,eae> Ernie de« Jahr.«1904, in Zäss rn zum Verschnitt unter amilicher KoniroUe, in tenen zwei Drittel de»4 ursprünglichen Zuckergehaltes oergoh. r«n sind, rrnil einem Alkodol««'hal>e von mehr als l!1/, und »ich« mehr al« 15 Volt-uip ozenien und jt.cfrtirteien Trecken yt akt.itbalie von 21 g oder medr In Liter, bei »er Ein'uhr auS meist. b'i,ü st'g,.,n Ltaaien mut ist Eii.nbadn vb,r o,e . Lano^renzee n der Zeii zwif^ten dem 15. Okioder .MO dem J31. Dezember 1904 und bei Apfeit gung b»'ch die ^Huup, ollämiel «n Wien u«d p st b>« zu einner Ge^mim nge von 450 000 M-ier-jenin-r biuulto per 190 Ilg brutto 6 fl 50 kr. Golft. T» derfeldoeli Z u (15. Ok,ober b>« 3>. Dezember Mi)t) «,rro ein Quantum von 4.000 «ruito Marialawemn in Fässern zum Satze von 7 fl 50 kr. Gold per 100 Kg brmio zur Einsuhr zugelassen »ffgtttfd\t WtOfi" werden. Vom 1. Jänner 1905 angefangen haben wir sür Wein die Autonomie wieder geironnen, so daß der voll« autonome Zollsatz (im gelttnden Zoll-tarise 20 fl. Gold, im Entwürfe ein«« n«u«n Zoll-tarif«« für Faßweine 60 K per 100 kg) zur Ein. Hebung g«langen kann. .Unlikv people*. In drr „Gr. Tageßp/ erschien vor einigen Tagen »in die amerikanischen Schulvn Hältnisse schildernde« Feuilleton, in welchem folgende Stelle vorkommt: „In den Geographie-büchern für die kudlik-sedools in Neu-Jerfey la« ich über unser Baterland : Oesterreich ist ein schöne«, reiches Land, daS vorzugsweise vo» Deutschen be« wohnt ist. Die übrigen Völker sind ein .unlikv pooplv*. (Unter „unliks people* versteht der f)an(ee alle jene Völker, welche seiner Ansicht nach mit den Negern auf einer Stufe stehen.) Mit diesen wenigen Worten ist unser Kaiserstaat erledigt1" — Wie man sieht, haben die praktischen Ameri-kaner vor den deutschfeindlichen Agitatoren keinen großen Respekt. Daher kann eS ihnen leicht pas-sieren. daß die allslavischen Größen zur Strafe da-sür die Slaoisierung Nordamerikas verlangen. Ader in Nordamerika gibt ,S eben noch keinen Koerber und daher wird Nordamerika nach wie vor über-wiegend germanisch bleiben! Aeuhaus. (F r e m d e n b e s u ch.) Bi« zum 26. d. M. sind hier 532 Parteien mit 1012 Perso-nen zum k«sg»brauche eingetroffen. Jahr- und Aiehmäriit« in Südlleiermark. 3. Ok>ooer: Doll. Bezilk Tüffer, Jahrmarkt. — Gonobitz. Jahr, und Viehmark«. — Windischgraz, Vieh- und Pferdemark!. 4. Okioder: Gairach, Bezirk Tüffer. Jahr, und Viehmarkt. — Sachsen-seld, Bezirk C>Ui, Jahr« und Viehmarkt. „?as Ztlatt der Ka«»frau". Unserer heutigen Nummer liegt ein tllunrierter Prospekt samt Adon. nemen'.«einladung aus den soeben begonnenen süni» zehnten Jabrgana dieser populärsten und velbrei-'eisten Frau»»-Zeitung bei, welchen wir der besonderen Beachtung aller geschätzten Leser und Leserinnen besten« empfehlen. Achtung! Kansfraoen und Stickerinnen. Eine Menge Frauen und Mädchen plagen sich heutzutage mit dem Stopfen d«r Wasch«, sind je-doch nicht imstand«, «in« haltbar« und tadellose Arbeit zu liefern und noch mehr Frauen und Mäd-chen planen sich abrr mit d«m Sucken, da« vi«l Zeit beansprucht und, wenn die Ardeiien vollendet sind, mißsallen sie erst noch und warum? Weil die betr ffonden Frauen und Mädchen kein, Sticke, rinnen sind, demzufolge keine Fertig k.it besitze», um hü sche Ardeiien zu liefern. Auch gibt e« Sticke-rinntn, die zum Erwe> b sticke«, jedoch nur wrnig damit vrrdientn, nachdem da« Handsticken f,hr mühevoll ist und nicht demenisprechend gezahlt wird. Die Folge hieoon ist aber, daß diese schöne heimische Kunst immer mehr vernachlälsigt wird. Allerding« bat sich diese schöne Kunst in den legten Jahren wi-der gehoben, w « auch ein großer teil-weiser Ve>di nst der b.kannien Singer Komp. Akt.-Ges. ist. Diese Firma bauie eine Nähmaschine, die nicht nur die beste Nähmaschine, sondern auch eine stelle un» hilf,eiche Förd«rin d«S Sucken« ist. Dies« große Idee, ein« Nähmaschine h«,zu-si«ll«n, wtlch« nicht nur näht, sondern auch st ckt und stopft, hat e« errungen, daß man im Sticken große Eriolge erzielt hat. Aibeiien, zu welchrn man früher jallrr- und monaielang brauchte, voll-endet o>an jetzt in ein'g n Tagen oder Stunden und sin» die« keine Maschinstickereien, sondern eben-solche Oitginale wie die H >nds» ckereien; die Ma-fchi»' ist nur ein Betielf zur Beschleunigung der Arbeit Di se Singer Komp Nahmaschinen-Akt.-G«s. Hai ab«r nicht nur allrin gevolfen, die S >cke. rei zu sörd'rn. fondern sie veranstalte! jede« Jahr in allen ihien Filialen in der ganzen Welt Suck-unieriichtSku fe, in welchen sie ihre Abnehmer da« Eiicken uneitgeltlich lehrt, so daß man leicht 100.000 Peisonen jährlich rechnen känn, die bei d«r Sinuer Komp. Nähmaschinen.Akl..Ges. in allen ihren G schafi«» da« Sticken l«rn«n. Auch b«i un« in Sieiermark hat die Singer Komp. Näh-Maschinen-Akt.-Ges üd«rall ihre Suckkurs« in allen g'öß«l«n Orien und wird hier dir nächst« Kui« Anfang D«zember staiifi. den. E« mögen dader All«, dt« «ine Original Singermaschine besitzen oder sich eine solche anschaffen woll-n, auf den Namen „Original Singer" achten. Auskünfte über den kou>menden Kur« in Cilli erteilt g rne und j«o«r-zeii die hiesig« Niederlage in der Bah>chofgasse 8 und b. sagen da« Nähere noch die Plakat« und Inserat«. Seite 5 Aus aller Wett. Meu» mau tschechisch telegraphiert. Der Prager tschechische »ovokat Dr. Oitokar Ventulak weilte zum Sommeraufenthalt in dem Böhmerwald« orte Eisenstein. Dieser Tag« «rhiilt er von seinem Kanzleileiter die Mitteilung von dem Ausfall einer Rechtssache mit der Anfrage, ob gegen di« Ent» sch«idung «in R«kur« «ing«bracht w«rd«n soll«. Dr. Vrntulak sktzt« sich in dtn Kopf. daß «r auch f«intn T«il zur Tfchrchisierung de« Böhmerwald,« b«. tragen müsse und gab auf dem Bayerisch.Eis«», steiner Telegraphenamt ein Antworttelegramm bet Inhalt« auf: .Nepodavejte zadne rekursy!' (,Ueberr«ich«> kein« R«kurs« 1«) Da der Advokat jedoch üb-r eine schlechte Handschrist verfügt und die lfchechifche Sprach« übervie« nichl zu den lan« d,«üblichen gehört, erlebte da« Telegramm auf seiner Reise eine klein« Wandlung und kam mit solgendem Worlaut an: „Neprodarejto za dne okurkj! * — zu Deutsch: „Berkauset bei Tag kein« Gurkkn l' Man soll in v«r Prager Kanzlei de« Advokaten bei der Ankunft de« Telegramm« ernste Besorgnis über da« Wohlbefinden o«« Ab-sender« g«h«gt hod,n. AeScr de« ßsaSy-^kandak bringt die .Wage« folgende Glosse: Ein Wahnsinniger, Graf Napoleon Cfaky, der auf eine junge hübsche Frau schoß, für irrsinnig erklärt, daher jeder Strafe enthoben und schließlich in die Obhut eine« zärtlichen Verwandten gestellt wurde, tritt nun vergnügt Pariser Pflaster. Ein Wahnsinniger! Denn es ist doch nicht anzu-nehmen, daß Graf Esaky nicht wahnsinnig ist; daß unsere Justiz ,n niederträchtig-be-influßbarer Weife oder in hündisch-knechtischem Respekt vor dem Grafentitel «inen Verbrecher bewußt der irdischen Ungerechtigkeit entzog; daß unsere Gerichtspsychiater aus Kommando einen geistig Gesunden für geistig krank ausgaben; daß hier mit einem Wort ein Justizmord schlimmster Gattung vorliegt: ein Mord an der Justiz selbst. Nein! wir sind loyal, autori-tätsgläubig. ftaaterhaltend und für unS steht darum fest, wie es mit diesem jüngsten Napoleon in Wahr-heit aussieht. Er ist nicht normal, er ist verückt. Er ist nicht gefährlich (Beweis dessen der Schuß auf die Frau), er ist engelhaft harmlos. Er gehört nichl in die Abgeschlossenheit eines Irrenhause«, bei ihm genügt verwandtschaftlicher Schutz. Aber den verlang.» wir auch wirklich. Und wir sind empört darüber, daß d«S Herrn Grafen Onkel die übernommene Verpflichtung, den Neffen zu behüten, so skrupello« außer ach, zu lassen wagte. Ja wir werden in unserer Wut über diese Felonie recht gegen unsere Gewohnheit sogar denunzi^torisch, wir können e« ruhig sein und wir rufen Sie an, Herr Siaat«anwalt. ichreiten Sie da ein, machen Sie dieser dumme» Situation ein rasche« Ende, ziehen Sie den alten Spaßvogel energisch zur Verantworiu.ig, denn offenbar sührt er die Behörb« hinterlistig irre, al« er sich unter-täniast ihr erbot, den liebenswürdigen, schießlüfter« nen Jüngling treusam zu sich zu nedmen. Folgen Sie diesem Anrufe nicht, verehrter Herr Staat«, anwalt, dann — dann setzen Sie selber die heilige Justiz dem peinlichsten Scheiaheiligen^ch«,»« au«, den, Schein« nämlich daß sie mit N poteon Esoky« „Uebergabe in die prioaie Odhui" nich s andere« be,weckte al« «ine Beugung de« Rechte», ein« Kaie-beuge vor der Aristokratie und eine ganz korrupte Irreführung 'er rnisera plebs contribuens. Eine glückliche Khe. A s Neu^Aork wird berichrn: Au« cen süßen Träumen «>»«« kurz«» Evkglück« unangrnehm «mporgeichrickt wurde ein junue« Ehepaar, da« sich ^i»rundzwanzig Siundru nach der Hochz«it in ein«m Neu Y >rk«r Hotel ge. g«ns«,tige Enthüllungen machie. Dabei ward fol» gendr« erbauliche« Zwi«g«spräch geführt; ,Du hast mir doch gesagt, du wären «in« Million schwer," begann eie junge Dame ireud.strahlend. „Ja, «« war «inmal vor «in paar Jahren/ s«ufz>« der Ehemann, .doch in einem Prozeß ist alle« braus» geganaen Na, wir haben ja wenigst«»« o«ine 600.000 Mail, die dir de>n Onkel hinterlassen hat.' „Bin«," kam dir Antwort zurück, „dacon hab« ich dir ni« »twa« gesagt. Du h^st doch blo« von anderen Leuten gtdört, daß* «in Mann mir ditst Summ« au«gez hlt h'üi-, al« ich ihm mit einer Klage wegen Nichierfallung eines Eveoer« sprechen« drohte. Doch da« ist ein bloße« Gerefte.-„Dann habe ich also ein Gerede geheiratet/ schrie der junge G.>t,e vr7?J unentbehrliche Zahn-Cr6me, erhält die ZUhne rein, weiss nnd gesund. 9060-1 Hin verbreitete» Kausmitlef. Die steigende Rachfrage nach „Moll'S Franzbranntwein und Salz" beweist die erfolgreich« Verwendbarkeit diese», namentlich als schmerzstillende Einreibung best-bekannten antirheumatischen Mittel«. 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Man sollte also nicht säumen, seine An» Wendung anderen scharfen, atzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vor>it> ziehen, fepmotome, wie: itovsjchmerzkn, Ausstößen, Sekbiennen, «läbunje», llebellrit mit Erd«»«,, die bei chronischen (veralteten) Magenleide» um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Folgen, wie!tn»u»g. SlUyivttsloPjUIlA «»lilschmtr,». Herzklovsen. «chlaflostgkeiL iooit Blutanstauungen :n Leber, MiU und Pforiadersystem (Hamorrdoidalleikell werden durch Krauler »Wein oft rasch beseitizt. — Krauter-Wem deke« Unverdanlichkeit. verleiht dem Berdauunassystem einen Aufschwung uno entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen uno Gedärme». Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkraftnng sind meist die Folge schlechter Berdauung. mangelhafter Blutbiloung uno eine« krankhaften Zustat.de.. der Leber. Bei «HpeMIlstgkrit. unter »er»«!« Abstammung und ÄemLtdsierstimmuni. sowie häusigen «ovlichmkrzt». schiis' lese» Nichte», siechen oft solche Personen langsam ba>z»n. tf0T~ Kräuter-Wei« giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Hßf Kräuter Wem steige« den Appetit, befördert Berdauung und Srnährung, regt den --toft-Wechsel an. beschleuitigt die Blutbildun». beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebenslust. — Zahlreiche Anerkennungen und Dankfchreide» beweisen die«. «T»at*f (Beta i8 ju oafctn In ffto««^ i H- 1« im» (1. ! — 1-1 de» oon CllII, «SS »teiltest, »iB»..««BMt>trg, «8la»..»«tftri». 0osobi», »UMt», OislifS- , «toj, StsrüBig, etllal, Parität, Mann, raina» a. I.» , tonne la etcictourt «a» | Ct!tnx«id>-tta4«ta in de» »»«listen. lisch Mtfcnfen »« Seotlxfcn in 4»K S unt sie^x gla(4«o Ctmiaat-prrtka nach slea Ottea OeftmeiA-Us^aras-gy Vor JVai'hulituwirrl (JlIrlrh'NOlit'ii "M» Kräatcr-Wcio. Äcj«s:«aKttt ii W / . Patente Muster-u. 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