Nr. 218. Freitag, 24. September 1886. 105. Jahrgang. Mbacher Zeitung. »«n»?ä»?i «"°"l>"l«: «iit P«stvel,tnbung: «an,!«bri„ fi, l». h«lbj»hrlss fi. 7.K0. Im „ öi!^l'!i Wisbesholünsse» vr. ^e>l<> » l». Dlk „?aib»chel Ztltuna" erscheint tiigllch m«t ««»nahmc del Sonn» und sseieitage. D!« «»«l«ptc nicht »ursckaefiellt. Amtlicher Eheil. Us..^ l- und k. Apostolische Majestät haben mit Rlcktt ? ""terzeichnetem Diplome dem Obersten des dem 'A^ Sebastian Zwakon den Adelstand mit « Ehrenworte «Edler» und dem Prädicate «Ta- ^au. allergniidigst zu verleihen geruht. Al,^- k. und k. Apostolische Majestät haben mit ueryoMr Entschließung vom 5. September d. I. K^W'rordentlichen Professor der l. k. technischen VrN.'"^az Joseph Bartl zum ordentlichen nenk ^ °" theoretischen Maschinenlehre und Maschi- °lleran^i"." ^ k. k. technischen Hochsch.lle in Brunn "Unadlgst zu ernennen geruht. ______ Gautsch m. ^. Ali^A k. uud k. Apostolische Majestät haben mit den N ' i Entschließung vom 19. September d. I. Dr ^/"cttdocenten an der Universität in Würzburg fchor >. ^ Seuffert zum anßcrordentlichen Pro-Univern^ "^^"' Sprache und Literatur an der l. k. 1"at ln Graz allergnädigst zu ernennen geruht. Gantsch m. p. Nichtamtlicher Hheil. ^or dem Zusammentritte des Rcichsrathes. in ^-^^"zusammentritt des Reichsrathcs steht lvenn s,'s ^'^" ^9"' bevor. Es ist keine leere Phrase, »nit lwll?'^ wird, dass die Bevölkerung diesmal lanlen I?ereln Interesse dem Wiederbeginne der par-llusw^' '^"' Thätigkeit entgegensieht.' Gründe der Genime ^s'"" ^^ '""^"' ^^'^ erklären dies zur ^lswärti ^ ^^ ^ gegenwärtigen Augenblicke der gilt es ^Huchmlt nichts weniger als wolkenlos, uud Neil lwil^' ^^ bcsteheudeu wirtschaftlichen Veziehuu-Iahrz'^ ?"' beiden Reichshälftcn auf ein weiteres °uslvär/: ä" erneuern. Allerdings sind Fragen der des N„ 3? ^^^ der uilmittelbaren Wirkungssphäre "Ma z^attM entrückt, da dieselben verfassungs-nichHps! », ^ ^mpetenz der Delegationen fallen; Nisse ^ ""uger würden die weltbewegenden Ereig-^p'ielen ^ gegenwärtig auf der Balkan-Halbinsel scheu Krp c Aufnlerksamkcit llnsercr gesammten politi-lvenn dip c^"^ ^"" '" l)ohcl" Grade auf sich lenken, archie nickt "/"^" b" österreichisch-ungarischen Mon-^^ ^^ >v nahe davon berührt wilrdeu, wie dies thatsächlich der Fall ist. Und was die Regelung der Beziehungen zu Ungarn betrifft, so hat ja die Erfahrung hinlänglich gezeigt, wie tief diese Angelegenheit in alle unsere Verhältnisse einschnvidet und welche Rückwirkung sie auf uuser gesummtes wirtschaftliches Leben ausübt. Umso nothwendiger erscheint es. dass die Parteien unseres Abgeordnetenhauses sich diese Sachlage vor Augen halten und angesichts derselben die trennenden Momente in den Hintergrund drängen, die einigenden dagegen mit besonderer Sorgfalt hegen und pflegen. Soll unsere Monarchie in einem Zeitpunkte wie der gegenwärtige mit dem ganzen Gewichte ihrer Macht und ihres Einflusses aufzutreten imstande sein. soll sie im Rathe Europas jene Stimme besitzen, welche ihr die Respecticrung ihrer Interessen unter allen Umständen sichert, dann ist es nothwendig, dass sie dem Auslande das Bild eines Staatswesens bietet, dessen einzelne Bestandtheile bei aller Verschiedenheit der nationalen und parteipolitischen Standpunkte, nach außen doch nur von einem Geiste, dem der rückhaltlose» Hin-gebllng für Kaiser und Reich, beseelt sind. Ob deutsch oder slavisch, conservativ oder liberal, autonomistisch oder ccntralistisch. in dem Augenblicke, in welchem es sich darum handelt, das Interesse Gcsammt-Oesterreichs zur Geltung zu bringen, soll und kann jede einzelne unserer Nationalitäten, jede einzelne unserer Parteien keinen anderen Standpunkt kennen, als den einheitlich österreichischen. So war es bisher stets, und so wird es sicherlich mich in Zukunft bleiben. Auch die Ncuregulienmg unserer wirtschaftlichen Beziehungen zn Ungarn bedingt ein möglichst einheitliches Vorgehen unserer parlamentarischen Parteien, znmal die ökonomischen Interessen aller Stämme der westlichen Rcichshälftc ebenso gleichartige und cinheit. lichc sind, wie dies in Ungarn bezüglich der dortigen Nationalitäten der Fall ist. Nur dann, wenn ein harmonisches Zusammenwirken aller bctheiligten Factoren stattfindet, kann und wird das Ausgleichswerk zn einem für beide Theile, wie für die Gesannntmonarchie gleich gedeihlichen Abschlüsse gebracht werden. Bei allem Entgegenkommen und bei aller Rücksichtnahme auf das rasche Znstandekommen des für Oesterreich wie für Uugarn gleich wichtigen Einigungswerkcs ist es doch unvermeidlich, dass mitunter widerstreitende Interessen auftauchen, deren Ausgleich nach dem Grundsätze der Gerechtigkeit nnd Billigkeit nur dann möglich ist, wenn der Zieibewusstheit und Einigkeit auf der eiucu gleiche Zielbewussheit und Einigkeit auf der anderen Seite gegenübersteht. Die kräftigste Unterstützung der Regierung seitens des Reichsrathes ist demnach nicht bloß ein Gebot der politischen Klugheit, sondern liegt auch im wohlverstandenen Interesse aller Parteien der diesseitigen Reichshälfte. Einigkeit gibt Kraft. O Ngram, 22. September. In Ungarn ist das politische Leben wieder erwacht. Die Abgeordneten, die den Sommer auf ihren Gütern oder in den Bädern zugebracht, kehren bereits zurück, und viele derselben holen sich die Kraft für ihr weiteres politisches Wirken erst aus dem Kreise ihrer Wähler, in deren Zustimmung sie die sicherste Garantie dessen finden, dass sie eine nationale Politik befolgen. Von diesem Gesichtspunkte mag auch der Vicepräsident des Reichstages. Graf Bela Bänffy, geleitet worden sein, als er sich bei seinen Wählern einfand. um ihnen seine Ansichten über die politische Lage vorzutragen. Die Rede ist entschieden wert, eingehender be-lenchtet zu werden. Graf Bünffy sprach nämlich auch über das in Ungarn so beliebte Schlagwort der nationalen Armee, und seine Ausführungen in diesem Belange weichen so sehr von der landläufigen Anschauung ab, dass sie schon aus dieser Ursache gelesen und beachtet zu werden verdient. Graf Banfsy declarierte sich nämlich als entschiedenen Anhänger der gemeinsamen Armee. In dem Augenblicke, wo man aus nationalen Motiven die Armee theilen würde, sagte er, würden auch die Aspirationen der Nationalitäten Eingang in das Heer finden. Ob aber eine solche, in ihre moralischen Atome aufgelöste Armee der Staatlichkeit Ungarns größeren Schutz gewähren würde, das ist eine Frage, deren Ne» antwurtung Bänffy getrost jedem Menschen überlässt, der politisch denken gelernt hat. Die Garantie der ver» sassungsmäßigen Freiheit erblickt Bänffy überhaupt nicht in einer nationalen Armee, wenn die Leitung derselben nicht von dem Gedanken durchdrungen ist, dass die Interessen des Thrones und der Verfafsung identisch sind. Dieser Gedanke ist die Hauptsache und nicht, ob eine Armee »national» gesinnt sei. Dass diese Ausführungen vollkommen richtig sind, dafür gibt es in der Geschichte der letzten Jahre der Beweise genug. Eine nationale Armee hat in Frankreich den Staats« streich vom 2. Dezember gemacht; ebenfalls eine nationale Armee hat in Spanien bald das Königthum und bald die Republik gestürzt; eine nationale Armee hat Feuilleton. Der lindliche Gedankenkreis. hez Geni/""^ K""sl- ""d möge man ein so gro-^°beK ,,^A""'"" sein. ist es möglich, wirtlich Und vielerl . !"^^ ä" s^"'' ^"^ ^erst viel leitet ? /" ^^ aufgeuummen und richtig ver-Me u^ -^"' U" "ne "iel mehr ist die' aller-^ sich , ? laugst«: Vortenntnis in jener Knnst nöthig, '"'t leblosem Material, mit bloßen Hastes m,s7^cmlenbilderil beschäftigt, sondern deren 7^nsche..^s?"ben daranf losgeht, die junge lebende . e sich en/» !^ i" s^ner, reifer Blüte zn bringen. . "de,/sit/l^ewoe gedankenlose Menschensaat zu deu-^ ^n u H""l"l Charakteren heranzubilden. Men-! Wig die 2" ^ ''Hl «roh zu ziehen - ist wahr-"h die schV° u"d edelste aller Künste, wenn sie ?Wanzt. wa1".U. " das elterliche Herz alles hinein«! ?" i" machen 5'^ ^ um sie zu erziehenden Künst-^" Werten «.I,'? """'"'che Liebe, mit der sie an ß5 sie an ?,r.m^"' die unermüdliche Geduld, mit Mlt, nn?^r^"^"^" thätig s"'d. die g"he E^Muns wer,^ ^""ber wachen, dass ihr Er- l"" begins '^" ""d "in vollendet werde. Die ^"" "ur wenn ^ Aben vollendet die Erziehung "a °"ch ein g" ,sN^^"^e eine tüchtige, ver-»utes Resultat zutage zu treten, und gerade deshalb ist besonders auch jene Zem recht leicht ,ene Umstände oder vielmchr jener eine bedciltende Uinftano ableiten. welcher eben zur Bildung eines Charakters führt. Da man es im Charakter mit einer Erscheinung des Wollcns zu thun hat, so muss die l5harakterbll-tmng daher eine zweckmäßige Beeinflussung des Wollcns voraussetzen. Diese Äem.flussung wild zweckmäßig sem. wenn es ihr gelingt, das Wollen so zu bestimmen, dass es unter gleichen Umständen dasselbe bleibt. Das aber setzt eine Einsicht, eine Beurtheilung voraus welche m»r durch Erzeugung von Vorstellungen, also durch Bildung des Gedankenkreises gewonnen werden kann. Das Bild, das wir uns von einem Gegenstande machen, sei dieser nun concret oder abstract, nennt man eme Vorstellung, und solcher Vorstellungen nimmt die »menschliche Seele von frühester Kindheit an unzählige l in sich auf, deren jede einzelne darnach strebt, in das Bewusstsein einzutreten, und deren ganze Summe man den Gedankenkreis des Menschen nennt. Forscht man den Quellen, denen die Elemente des menschlichen Gedankenkreises, die Vorstellungen, entspringen, nach, so werden sich immer wieder nur zwei ergeben, nämlich Natur und Menschenleben. Zu diesen beideu tritt der Mensch in fortwährende Beziehung; sie beide wirken fort und fort auf ihn ein, und ebenso richtet umgekehrt der Mensch auf sie beide sein Wollen, denn nur sie enthalten die Objecte seiner Vorstellungen. Fassen wir die Beziehuugen, in welche der Mensch zu Natur und Menschenleben tritt, unter dem Namen Er-fahrnng uud Umgang zusammen, so ersehen wir, dass sie beide direct zu den im Gedankenkreis enthaltenen Vorstellungen führen, denn diese entstehen dann, wenn den Vorstellungsobjecten Gelegenheit geboten ist, auf die Seele einzuwirken. Mit dem ersten Gedankenkreise beschäftigt sich der Unterricht, die Schule; die Erziehung, die es auf die Bildung eines sittlich starken Charakters abgesehen hat, hat sich nur mit dem zweiten zu beschäftigen. Was den ersten Gedankenkreis anbelangt, den wir den -ealen nennen wollen, weil er nur die Begriffe über die in der Natur befindlichen Objecte enthält, so wird derselbe bei einem jeden Kinde ein anderer sein, da die Vorstellungen des realen Gedankenkreises eben mchtS Allgemeines, nichts, was an allen Orten, unter allen Lllibllchel Zeitung Nr. 218 1790 24. September W6. endlich soeben in Bulgarien das Attentat anf den Fürsten verübt. Also nicht die Sprache und infolge dessen das nationale Moment sei allein entscheidend, sondern der Gedanke, von welchem die Heeresleitung durchdrungen ist. Dieser Gedanke muss natürlich stets darin gipfeln, dass die Interessen des Thrones und der Verfassung auch um keines Haares Breite voneinander abweichen, sondern einander stets decken. Zu welchen Verwirrungen das stete Betonen des ausschließlich nationalen Momentes führen könne, dafür hat Graf Bäuffy ein geradezn schlagendes Beispiel angeführt. Er habe gesehen, sagte er, dass Leute zu Hochverräthern gestempelt wurden, die kein anderes Verbrechen bcgiengen, als ungarisch zu sprecheu; er habe aber auch Leute gesehen, die als Märtyrer der Freiheit Ungarns starben, obschon sie kein magyarisches Wort verstanden . .. Es wäre lebhaft zu wünschen, dass der Freimuth, mit dem Graf Nänffy vor seinen kernmagyarischen Wählern sprach, auch bei seinen College« und Gesinnungsgenossen, nicht bloß in Ungarn, Nachahmung fände. Denn wir gestehen, was uns an dieser Rede am anziehendsten erscheint, das ist das ethische Moment des Muthes der eigenen Ueberzeugung, der jeden Politiker zieren sollte. Zweifelsohne ist jedes Wort, das der Graf gesprochen, wahr, und er ist von der Richtigkeit seiner Anschauungen tief überzeugt. Wie viele Politiker aber mag es in Ungarn und wohl auch anderwärts geben, die im gleichen Falle nicht den gleichen Muth bekunden! Wie viele mag es geben, die genau so denken, wie Graf Bänffy, aber anders, und zwar so sprechen, wie es gerade Mode ist, und wie man spricht, um populär zu werden oder um seine Popularität nicht zu verscherzen? Der Mangel am Muthe seiner Ueberzeugung hat auch in unserem Vaterlande Spuren eines verheerenden Wirkens hinterlassen. Die Rechtspartei insbesondere war es eine lange Zeit hindurch, die durch ihr bei' spiellos terroristisches Auftreten den Volkswillen gefälscht hat, indem sie manche bessere Ueberzeugung zu unterdrücken und ganze Volksschichten für ihre Bestre« bungen zu präparieren verstanden hat. Die Geschichte unserer politischen Kämpfe wird es ohne Zweifel darthun, dass das Verdienst, diesem Terrorismus mit dem Muthe seiner ehrlichen Ueberzeugung stets entschieden entgegengetreten zu seiu, dem Banns Grafen Khuen-H«!deruäry gebürt. Gar manche Elemente, die sich in früheren Jahren einschüchtern ließen und sich grollend und schmollend zurückzogen, dürfen es hente wagen, offen Farbe zu bekennen, dürfen inbetreff unseres politischen Verhältnisses zu Ungarn genau jenen Ansichten Ausdruck verleihen, welche Graf Banffy in Bezug auf das Schlagwort von der nationalen Arme..' verkündet. Denn in der That, dic Analogie zwischen diesen Ansichten ist selbst dem blödesten Auge sichtbar. Nicht im Separatismus liegt die Stärke, sondern die Vereinigung stärkt jeden besonderen Theil. Gleichwie die besondere, wenn auch nationale Armee Ungarns nicht stark genug wäre, Ungarn vor allen Anfechtungen der großen Weltereignisse zu schützen uud zu schirmen, ebenso wäre das selbständige Kroatien — der Lieblingstraum so vieler Politiker! — unendlich schwächer, als es das im unlöslichen staatsrechtlichen Verbände mit Ungarn stehende Kroatien ist. Nur wer sich den Thatsachen geflissentlich verschließt, wird das nicht ein« sehen. Und dennoch, wie selten werden selbst heute noch bei uns Stimmen laut, welche diese Wahrheit unserem Volke immer nnd immer wieder verkünden, wie selten finden sich in unserem Vaterlande die Banffys, die, ausgestattet mit dem Gewichte ihres Ansehens, ihrer politischen Erfahrung und ihrer patriotischen Ueberzeugung, hinabsteigen in die Arena, nm dem Volke diese Lchre zur unumstößlichen, Fleisch nnd Blnt gewordenen Ueberzeugung werden zu lassen! Die Presse ist in diesem Falle nnr der Wiedcrhall, der tausend-und aber tausendfach zurückgibt, was in den Wald hineingerufen wird; unsere Politiker wären in erster Linie dazu berufen, diese Lehren in das Volk zu trageu und cs aufzuklären, dass nicht in der nationalen Absonderung, sondern in der Einignng die K'raft der Völker liegt. Politische Uebersicht. (Kaiserliche Handschreiben.) Se. Ma-jestä't der Kaiser haben die nachstehenden Allerhöchsten Handschreiben zu erlassen geruht: Lieber Herr Vetter Erzherzog Rainer! Sowohl bei den Manövern in Galizien als bei den soeben zum ! Abschlüsse gelangten Uebungen bei Aruneck habe Ich Mich mit großer Befriedigung von dem guten Aussehen, der militärischen Haltung nnd der kriegsgemäßen Ausbildung sowie der sicheren Führung der Abtheilungen der Landwehr und der Tiroler Landesschützen überzeugt. Diese günstigen Ergebnisse sind in erster Linie der nie ermüdenden, hingebungsvollen Fürsorge zuzuschreiben, welche Eller Liebden allen Zweigen der Ausbildung der Ihrem Obercommando unterstellten Trupftcu zu. wenden, und Ich sehe Mich deshalb angenehm veranlasst, Euer Liebden neuerdings Meine volle Anerkennung und meinen wärmsten Dank ausznsprcchen. Brnneck. 21. September 1886. Franz Joseph m. p. Lieber Feldmarschall-Lieutenant Freiherr von Tenchert-Kanffmann! Nach einem längeren Zcitranme ist es Mir zu Meiner Frende wieder möglich geworden, größeren Truppenübungen in Tirol bei« zuwohnen. Ich habe während derselben mit großer Befriedigung die gllte Haltung und kricgsgemäße Ausbildung sowohl der Truppen des 14. Corps als der Tiroler Landesschützen wahrgenommen und muss ius-besondere den hohen Grad von Marschtüchtigkeit uud die Geschicklichkeit in der Benützung des Terrains sowie in der Ueberwindnng der Schwierigkeiten desselben lobend hervorbeben. Nicht minder war Ich durch die Anlage der Manöver und durch die Führung sowohl in den höheren Verbänden als in den Unterabtheiluugen befriedigt. Für diese erfreulichen Ergebnisse hingebungsvoller Arbeit spreche Ich Ihnen — anch in Ihrer Eigen, schaft als Laudesvertheidigungs-Commandant — Meinen Dank aus uud beauftrage Ich Sie, allen an den Ma nöuern betheiligt gewesenen Generalen, Officiercn sowie der Mannschaft Meine volle Anerkennung bekannt zu geben. Bruneck, 21. September 1886. Franz Joseph ,n. ,i. (Gemeinsame MinisterconferenU^ Hellte begeben sich die gemeinsamen Mimster w Käluoky, von Kallay und Graf Vylandt, st"'"'^ tionschef von Szögyeny und der Marine-Comma»" Freiherr von Sterneck sowie die österreichischen UM>, Graf Taaffe nnd Dr. von Dnnajewsky mit den, ^ ulittags'Eilznge nach Budapest, wo Samstag Sonntag unter Theilnahme der ungarischen Ml" von Tisza und Graf Szapary die Ministcr-Aemy" gen über die den Delegationen zu unterbreitenden ^ lagen gepflogen werden. Die von den Mimstern einbarten Beschlüsse werden sodann in einem demna"> ill Wien unter dein Vorsitze Sr. Majestät des ""> stattfindenden Ministerrathc, in welchem auch "ver ^ Zeitpunkt des Zusammentritts der Delegationen Entscheidung getroffen werden wird, endgiltig W"^ werden. Das bosnische Budget für 188? wird. '^ verlautet, abermals mit einem kleinem Ueberschuiie ^ Einnahmen über die Ansgaben abschließen, ulw werden sonach auch diesmal für die Verwaltung»"!^ der occupierten Läuder keine Anforderungen an Delegationen gestellt werden. «, ^ '(Kroatien.) Im Schoße der kroatischen^ rung wird eifrig an den Vorlagen, welche dem ^ tage znr verfassungsmäßigen Behandlung unter ^ werden sollen, gearbeitet. Das Budget für 160,. die Merkmale der bereits durchgeführten VereuM ^ des ehemaligen Grenzgebietes mit dem Mutte ^ sowie der Reorganisation der LandesverwaltuNg der neuen territorialen Eintheilung der Iust'^v »D an sich tragen. Das Pensionsgesetz für Landes^ ist ebenfalls in Vorbereitung. Die Cultus- und ^ richts - Abtheilnng bereitet das VolksschulM c^ Ferner dürfte der Cultus- und Unterrichtschef om-^ geuauute Serbengesetz, welches bekanntlich berel ^ zwei Jahren vom Landtage angenommen, ^ ^-Krone jedoch bisher noch nicht sanctiuuiert nillld, Hufs Beschlußfassung über einige Modificatione" selben unterbreiten. Pas (Parnells irische Aoden-Vill.) Ag englische Unterhaus hat Parnells irische ?"° ^B mit 2V7 gegen 2l)2 Stimmen verworfen. El" a ^ Ergebnis der Discussion war von keiner Seite er ^ morden; ebensowenig ist die Erklärung Dill?n'. M Pächter in Irland wussten nnn, dass sie cmf.^'^e und ihren eigenen Widerstand angewiesen !^e>> z" Ueberraschnng. Man wusste, dass die National-^H^ ihrem alten Kriegssystem zurückkehren werde, ^ iegcs diesen Drohnngen eines neuen unterirdischen ,.^ erscheint auch die Erklärung HicksBeach als '^ M ständlich, dass das Parlament sich früher, als ve" ^ tigt gewesen, mit den Zuständen in Irland du I schäftigen müssen. ^jcN' (Vaier n.) Prinz-Regent Luitpold »on " ^ unternimmt für die Tage vom 25. SePten^M 1. Oktober eine Rundreise dnrch die größeren ^ Naierns. und ist namentlich je für Augsburg, ^lt berg, Würzburg nnd Ansbach ein längerer Mi ^zt im Rciseprogramm vorgesehen. Der Prinz-R^a/ .^ mit großem Gefolge, und die Huldigungen del >„es schen Städte werden dem lange entbehrten Pru" königlichen Hofstaates begegnen. cwadr'^ '(Znr Lage inSpanien.) Die ^" ,^ Regierung entwickelt eine große Energie, "'MM eventuellen Ausbreitung der durch den Madrider -" ^„ putsch hervorgebrachteil Bewegung auf die Verhältnissen gleich ist, enthält. Bei einem Kinde, das m der Stadt lebt, wird der reale Gedankenkreis ein ganz anderer sein als bei dem, das auf dem Lande geboren, der kindliche Gedankenkreis im flachen Lande ganz anders beschaffen sein als in Gebirgsgegenden. Wir sehen also, dass der reale Gedankenkreis des Kindes ein individuell verschiedener, weil sonst alle Objecte dieselben sein müssten, um bei allen dieselben Vorstellungen zu erzeugen. Die Aufgabe des Unterrichtes ist es bloß, diese Vorstellungen zu prüfen und im gegebenen Falle richtigzustellen, darnach zn trachten, dass die Vorstellnng, die sich das Kind über diesen oder jenen Gegenstand macht, auch die richtige sei. Die Erziehung jedoch hat sich mit jenen Vorstellungen zn beschäftigen und dieselben in das kindliche Gemüth einzupflanzen, welche keineswegs von localen Objecten abhängig sind. sondern überall dasselbe bedeuten, mit den Vorstellungen über moralisch, gut und schlecht, über das Schöne uud Unschöne, mit all den Volstellun-gen. die eben den Gedankenkreis eines sittlich starken, remen lind edlen Charakters bilden. Im kindlichen Gedankenkreise fort und fort Vorstellungen über sittliche Ideen, über das Erhabene nnd Schöne ln der Natur, über die Liebe zu den Menschen, zu den Eltern zn erzeugen. Vorstellungen über das Herrliche der Kunst, über Mitgefühl für Schmerz und Frende. und diese Vorstellnngen auch durch praf-tische Beweise unerschütterlich in das Bewusstsein drs Kindes übergehen zu lassen, das ist die wahre Aufgabe der Erziehung. e., , ^ ,^ Karl Gold mann. Almansor und Zaida. Arabische Novelle von Julius Kranl. (Fortsetzung.) Entzückt hob er dies Zeichen der Gegenliebe auf und blickte dankbeqeistert nach dem Söller empor, nm. was er fühlte, glühend anszusprechen. Doch zu spät! Das zarte Antlitz von Pnrpurglut übergössen, hatte sich Zaida hastig zurückgezogen. Doch wie die Liebe alle Aedenklichkeiten überwindet, so anch hier. Dnrch trene Mithilfe der wohlwollenden Fatime ward das Verhältnis der beiden Liebenden mit jedem Tage inniger. Endlich trat Almanfor vor den alten Omar hin. dieseu um die Haud seiner Tochter bittend. Bitter sollte er enttäuscht werden. i Bereits tags zuvor hatte der Kadi sein Kind einem alten Handelsfreunde, dem Emir Melck. zugesagt und auch schon einen Theil der Morgengabe in Empfang l genommen. Alle Bitten des jungen Mannes blieben daher ohne Erfolg. Seine nnd Zaida's Verzweiflung wuchs mit jedem Tage, der sie dem Madufeste. uach'dessen Beendigung der Emir seine Vrant heimführen sollte, näher brachte. Endlich beschlossen die beiden Liebenden, miteinander zu eutfliehen nnd erst dann wieder zurückznkchren. wenn Almansors Freunde den Zorn Omars besänftigt nnd ihn zur Zurückgabe der Morgengabc an Melek bewogen haben würden. Was der Jungfrau Herz am tiefschmerzlichsten bewegte. war die Vorstellung, dass Gram über ihre Flucht das Leben des greisen' Vaters gefährdeu könne, den sie echt kindlich liebte? aM seits aber schiel» cs ihr nnmöglich. seinem W""' ^ch zu leisten nnd — vielleicht den Geliebten ^ tödtcnd — an Meleks Seite lieb- und sreudem zuwelken. ... Pei" Nicht lange blieb sie dieser wechselseitige «F unterworfen; denn bald rauschte der TlMvolya^ ^ einander, und Almansor stürzte in die Arme liebten. ,^ei^ «Endlich, Licht meiner Angen. So"»e 5B Lebens, endlich hält dich mein Arm!» ftM^V A^ sich an ihn anschmiegenden Mädchen zu. «^, M unserer Vereinignng ist erschienen. 3"^. " lH,vill^ dem westlichen' Thore harren meine pl"N7 d'»^' Renner. Schneller als der Wnrfspeer die ^1' ^ t>e saust, eilcu wir dahin und sind. wenn M'tta^ ^cheü Berge Scheitel sengt, bei meinem Ohm, von Maradab, in Sicherheit!» «.inerte ^ «Gebiete, mein Adalide (Ritter).' ""'" ^ d" erröthend die Iungfran, «gebiete, und Za'on ' .^ he" willig durch Nachi und Grauen. Nicht fu")- ^M Gehul (Wüstenkobold), noch böse Dchinne» (" ^ wenn sie bei dir, in deiner Nähe »^ ' , s^M, bü" Urplötzlich erdröhnt unter der Wucht 1" >pfcr Schläge die äußere Pforte. . hie k" Znsammenbebeno blieben die Lieben»", aufbrechen wollten, inmitte des Zimmers "v ^" Und abermals, aber heftiger ul'd Mir ander folgend, ertönte der pochende Schall, ^ v"" «Almansor!» rief die hereineilendc ^ heft" Todesangst. .Almansor. rette dich! Verlas >^ww Zeitung Nr. 218 1791 24. September 1WN. 2s«w?!lchleben. Dass die Lage immerhin ernst Kö2 w "^ ^"""st die beschleunigte Rückkehr der 2^^eutln nach der Hanptstadt.'welche nach den Em V) ? ^"' ""f Sonntag verschoben sein sollte, sidi^ ",!'' t""^' welchem die Königin Christil,e prä-»wrdw sei^^^ "^' ""^" Maßnahmen schlüssig ge- Tagesnettiglciten. W^'^aichät derKaiser haben, wie tcleqr,-N2eldet wird, filr die Opfer des Brandes in 3AK ^'^'k Rndki in Galizien, 300 fl. zn spen^ unaai^ Majestät der Kaiser haben, wie das StM'? Amtsblatt meldet, fiir die Abgebrannten der «0t Trencstn 300 st. zu spenden geruht. Chol°I7ln^holcra in Kroatien,) Das amtliche im Ne'ss " ""stiert in Kroatien eine Wendnng Comitni ä ü»'" ^" verseuchten Orten des Fiumancr Verwes. Unterstütznng der Ncgiernng n„d unter Gelnein^'^ ^" eingclaufencll Spenden wurde in den Mlneleil? c>^ ""^ Grobnik eine erfolgreiche Hilfsaction Erlran, ^" ^^cn 48 Stunden ist weder eine in ^!',, '^"°ch ein Todesfall in Lic vorgekommen. Auch Bezirs . > ^ ""gestern kein Fall ergeben. Das drinie N ^'^^ ^richtet über die Abnahme der Epi-Erkra,,. Astern ^'""' bloß in Draga und Drajice ltta-TX'^ ^^ I'" Vezirkc Karlstadt' sind ziuei Cho- Wesfälle vorgekommen. s'ch die fV,^^»d1oihe„ sl"" humoristische sei, mit gebundenen Händen '^!Mek> "' "'"^ Die zahlreichen Illustratiouen des saal aus .? Gesellschaft gefunden hat. Ein reizendes Bild-sogar ci>, >?k" mysteriösen Titel «Säcit» führt, stellt dar. d ' "."^rreichischen Uhlancn-Lientenant in Uniform ^lapiit d^'""" ^äuleiu in Balltoilette in fließendem tennilnq k " ^ ^" machen scheint. Diese sinnige Aner-^^allerie ."""llenfertigkeit und dcs Lerneifers unfercr der ^rml '""^ "'^ verfehlen, in den weitesten Kreisen "och ^^^ «erechte Befriedigung zn erwcckeu. Wenn wir senden !v" "^u, dafs bei diesem bahn und zungcnbre-lind die^""'^ He" Heinrich Schnepper als «Rcdatel» ^ »uelH s?"" ^^"^ ^ ^o- "ls «Bükel. thätig find worden 'ft function uns allerdings nicht ganz klar den, neue -^ ^ Dauben wir alles Wissenswerte aus 'nitgetlieis!' l^uitalistischen Unternchinen unseren Lesern ^i zu haben. vered^^ln verunglückter Tourist.) Aus Ro- herr ^, berichtet: Pas Mitglied des Gemcindcrathes eine«, A>.g!!'" Tolomci stürzte in der vorigen Woche auf 's'Mge uach Terragnola in die Leuoschlucht. Erst nach mehreren Tagen wurde die Leiche des Verunglückten aufgefunden. — (Das Pelzwerk wird theurer.) Kürzlich wurde die Messe in Niznij-Novgorod beendet, nach welcher sich die Preise für das Pelzwerk richten. Heuer ist nnn eine starke Thencrung zu erwarten, denn wie aus St. Petersburg geschrieben wird, stellen sich die Preise um 50 Procent höher als im Vorjahre. — (Höchstes Mitleid.) «Haben Frau Gehcim-räthin schon von dem großen Unglücke gelesen?» — «Ja, es ist entsetzlich. Als ich es las, war ich so niedergeschlagen, dass mein Mann mir einen neueu Hut kaufen musste, nur um mich einigermaßen zu beruhigen!» Local- und Provinzial-Nachlichten. — (Tegetthoff-Denlmal.) In Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers und der Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses wird heute in Wien das Denkmal Tegetthoffs, des Siegers von Lissa, feierlich enthüllt werden. Ein Monument des Ruhmes und der Größe Oesterreichs, wird das Standbid des glorreichen Seehelden küufligeu Geschlechtern verkünden, wie der erlauchte Herrscher, der gegenwärtig den Thron Habsburgs ziert, und das dankbare Vaterland die Männer zu ehren wussten, welche fiir Kaiser und Reich ihr Vlut verspritzt und den rcicheu Lorbeertranz der altehrwürdigen Monarchie mit neuen unvcrwelklichcu Blättern geschmückt haben. — (Nochmals die Abgeodncten Confer enz.) In lchrmeisterndem Tone, wie er nun einmal eigen ist jenen Journalen, welche durch Dreistigkeit das ersetzen wollen, was ihnen au Kraft der Argumente abgeht, liest die Grazer «Tagespost» uns die Leviten, weil wir es gewagt, auf die gewiss charakteristische Entstellung hinzuweisen, welche die «Tagespost» und ihre Gesinnungsgenossen an den, slovcnischen Communique, betreffend die in Lliibach abgehaltene Abgeordnetcn-Conscrenz. verübt haben, indent sie statt des darin enthaltenen Wortes «Bestrebungen» deu ihnen besser in den Kram passenden Ausdruck «Forderungen der slovenischen Nation» unterstellten. Das und nur das haben wir constatiert, und dass wir dies thuu konnten, ohne in die Beschlüsse der Conferenz eingeweiht zu sein, wird wohl jedermann einleuchten. Wc.«n nun die «Tagespost» entrüstet ausruft: «Nichts wissen und in anmaßendem Tone .berichtigen^ — das entspricht ganz den Gewohnheiten der Üai-bachcr Amtszeitnng», so können wir in diesem unmotivierten Anwnrf nnr eine nene Enlstellnng der Wahrheit erblicken. Wenn die «Tagespost» ferner behauptet, dass dieser Conferenz «nur sehr weuige Abgeordnete» beigewohnt haben und die Cillier «Dentsche Wacht» sogar zn berichten weis;, dass nur < '/^ Dutzend» von Abgeordneten sich zur Conferenz eingefunden. so brauchen wir dem gegenüber wohl uur die Abgeordneten namhaft zu machen, welche sich an der Confercnz bethciligten; es sind dies die Herren: Dr. Ritter von Blciwcis-Trsteniski, Otto Dctela, Dr. Dolcnec, Dr. Gregor«, Peter Grasselli, Karl Klun, Dr. Mosch?, kaiserl, Rath Murnik. Nabergoj, Dr. Poklukar, Robic, Steguar, Svetcc, Prof. Onklje, Dr. Josef Vosnjak und Michael Vosnjal.' Der Leser möge nun selbst beurtheile«, inwiefern es «drollig» erscheint, die Berichte der gedachten Blätter richtigzustellen. Gegenüber der Andeutung, dass unser Blatt als Dcmenticr-Apparat unübertroffen dastehe, möchten loir nur bemerken, dass die «Tagespost» und Consortcs schon dafür sorgen, dass slch gn ^ . " D>lic»r hi?'^^"' und im nächsten Augenblick wird "en, N.,. '""' um die Schmach des Scrai mit dei-"U'te neuwaschen.. 'N^.' ^'^'' ^ die zitternde Zaida. ^"nnen^'n'm^ """ l)iunen weiche.» rief Almansor ö drinal , ' ' 's" '""He ich der Uebermacht, nnd ^ dick tt'^ ""^e, auf mein Haupt; aber nicht "kbte. ^ luchc ich. Du wirst mir folgen. Gc-^ln verbiß '^ lieht schlafen, nnd mit dnnklen Flii-^ftur!> '^t die Nacht vor den Spähern unsere '''"""de?^" 5""^" l^'ac Schritte und wild durch- Ein,>, m stimmen vernehmbar. ^ Bangigkeit auf daH sich Paar richtend, kauerte Fatime .2g.. "^""beringend an der Schwelle nieder. Ascher R..?^'""'' "sf"".'. erscholl da des Kadi ge< """M als ^ ' ein Chor wild drohender Männer- 'Für w /" "hallte. diÜ"^en.. ?^ W die Flncht zur Unmöqlichke.t M. ehe es ,"'?'ch'da kanm hörbar, «dn aber rette s^ " sich H^" 'st/ denn unter den Rufenden be-N Alntiaen ,' ' '""' Krieger stolz -al Saffah. 2^en^chlu ""! ""b desftn Arm bereit« mehr zahlt!. wug. als dein gelabtes Leben Jahre ... «' "and ,nschlilssi,. '^bie V,,^r en, Scheiten (Satan), ich zertriim-°" "nrn, lli I' ^ ""' ""»em Omarö Zornesruf. ""vartlgen Gedanken durchzuckt, sprang Fatimc auf. flog gegen das Fenster, riss dessen Gitter auf und deutete hinans. «Hier ist noch niemand.» flüsterte sie hastig nnd leise, «ein Gitterzaun trennt das Gärtchcn von dem großen Garten ab. das Plätschern des Springbrunnens Übertäubt den Schall deiner Tritte. Herr. Jenes sich bis zur Mauer des Nachbarhauses Hinzichende Gebüsch verbirgt dich vor den spähenden Blicken, nnd der yarte Erdboden lässt keine Fußspuren zurück!» Noch immer zögerte der Jüngling. Die Hände über die Brust gekreuzt, die erbleichenden Lippen krampfhaft znckend, blickte Zaida zu ihm anf. ^ . «Willst du sie. dich. uns alle dem sicheren Tode überliefern?» jammerte händeringend die Sclaml^. Ein schwerer Axlschlaq schmetterte gegen die Thür. Die Francn drängten Almansor nach dem Fenster t)in. «Rette dich nnd uns,» flehte Zaida, an allen Gliedern bebend, «fliehe!» , .. .Du willst es. wohlan, so sei es! Doch st, gewiss, in weniger als Mondesfrist habe ich dich deinen Peinigern mit dem Schwerte abgerungen!» Und einen heißen Kuss auf der Inugfran bebende Lippen pressend, schwang er sich durch das Fenster hinaus, dessen Gittcr Fali.nc sogleich ""der schloss, während Zaida durch die offenstehende Thür des Nebenzimmers leicht wie eine Gazelle m ihr Schlaf-gemach eilte. Es war die höchste Zeit; nntcr wuchtigen Axtschlägen brach die Thür des Haupteinganges zusammen, j (Fortsetzung folgt) es uns an Gelegenheit zu Dementis und Richtigstellungen nicht gebricht. Denn was Entstellung der Wahrheit, namentlich wenn es sich um trainische Angelegenheiten handelt, anbelangt, steht wohl die «Tagespost» unüber-treffbar da. übcrtroffen vielleicht von ihrer Genofsin, der «Deutschen Wacht». — (Decorierung.) Aus Krainburg schreibt man uns: Am 22. d. M. fand hier die feierliche Deco-rierunss des l. t. Wachtmeisters und Bezirks-Genbarmerie-Commandanten Michael Bayer mit dem ihm von Sr. Majestät verliehenen silbernen Verdienstkreuze mit der Krone statt. Die Feierlichkeit begann mit einer vom hochwürdigen Herrn Dechant Anton Meznarec in der hiesigen Pfarrkirche celcbrierten hl. Messe, welcher der Landes - Gendarmerie - Commandant Rittmeister Sme -tana, der Commandant der zweiten Landes-Gendarmerie-Abtheilung, Oberlieutenant Supancic mit achtzehn Gendarmen des Bezirtspostens und der anderen sieben Gendarmerieposten, der k. k. Bezirtchauptmann Merk mit den Beamten der t. k. Bezirtshauptmannschaft und des Steueramtes Krainburg, der t. t. Bezirlsrichter Stare, der Bürgermeister Savnik mit zahlreichen Mitgliedern der Gemeindevertretung von Krainburg, die hiesige freiwillige Feuerwehr, die k. l. Finanzwach-Abtheilung und viele Andächtige beiwohnten. Nach der hl. Mefse begaben sich die Fefttheilnehmer in den mit kaiserlichen und österreichischen Fahnen geschmackvoll decorierten Hof der l. l. Bezirkshauptmannschast im Schlosse Kieselstein, wo die Gendarmerie-Abtheilung, die Feuerwehr und Finanzwach-Abtheilung, die Beamten der obgenannten Behörden, der hochwürdige Herr Dechant, der Bürgermeister mit den Gemeindevertretern vor der Büste Sr. Majestät Aufstellung nahmen. Wachtmeister Bayer trat aus seiner Abtheilung vor, worauf ihm der Herr Landes Gendarmerie-Comman-dant nach einer gediegenen Ansprache die Decoration an die Brust heftete. Mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, Beglückwüuschung des Decorierten durch die Theilnehmer nnd mit der Desilierung der Gendarmerie-Abtheilung, der Feuerwehr und der Finanzwach-Abthciluug vor dem t. t, Bezirtshauptmannc, dem Landes-Gendarmeric-Commandanten und dem Decorierten war die schöne Feier beendet. — (Leichenbegängnis.) Die Trauerfeier nach dem verstorbenen Freiherrn von Lazarini in Seebach findet heute um 10 Uhr vormittags, die Beisetzung der Leiche in Flödnig heute um 6 Uhr abends statt. — (Der Krainburger Musik-Club) veranstaltet Sonntag den 20. September unter gütiger Mitwirkung des gemischten Gesangschores in Krainburg in den üocalitätcn der dortigen Citalnica eine Unterhaltung mit folgendem Programm: ä) Musikalischer Theil: 1.) V. Bellini: Ouvertüre zu «Romeo und Julie»; 2.) .*. «dpoimil k pohi», gemischter Chor,- 3.) A. Foerster: «Domovina», gemischter Chor mit Tenorsolo (neu); 4.) I. v. Zajc: Potpourri aus der Oper «Zrinsty»; 5.) .*, ü'> vcischict.enc» Qualitäten) versendet '"/'"^cp^ Roben und Sliiclcn zolljrci !>,S Ha»« das Se>dcnf,'dr>l < ^5, G. Heunebtrss (l, und l, Hosl>el). Zürich. Muster u"^.« Äiicfe loste» 1« lr, Porto, Vom tiefen Schmerze gebeugt geben wir al c » M Verwandten, Frcnnden uud Bekannten die ties ^ M schulternde Nachricht, dass es dem Allmächtia."'«,, M fallen hat, unsere innigstgeliebte Mutter, respect'" ^ Schwiegcr< und Großmutter, Frau > KlltlMilill Pirlcr »cl,. PrclcsM!! W Lehrers-Witwe W nach kurzen, schmerzvollen Leiden »nb Empfanß °^ ^ heil. Sterbesacramente heute früh 2 Uhr im 8". ^ M bensjahre zu sich zu rufen. .^ M Die irdische Hülle der theuren Verblichene» '"' M Freitag, den 24. d. M,, nm halb <> Uhr l'ach'UitW ^ vom Trauerhausc Wienerstrasze Nr. 21 aus cM ^ M Friedhufc zu St. Christoph zur ewigen Ruhe besta" werden. W Laibach am 23. September 188«. W Kranz Pirter, Hausbescher und Sped!!"" M Laibach-, Leopold Plrler, Kaufmann '" ^'„h M nnd Heinrich Pirler, Gymnasial.Professor " »> Nezirlsschulralh in Krainbnrg, Söhne. — .^.lck W Pirler vcrchel. Nlalaverh, Tochter. - M"^'«? W Malaverh, Bahn - Rcchnnngsführer. Schw',^ W söhn. - Vofie geb. Valeuta, Marie M''. M geb Domlabisch, «malie geb. v. l»enze"l^^ M Marie geb. Puünit, Schwiegertöchter. ^..5!^l> > W mund, Franz, Milhel«» und Leopold P'^,< > W Enkel. - Pauline, «malie, Leopol«"" » W Marie und Nnua Pirter, Enkelinnen. » ^ Statt jeder besonderen Anzeige. > ^» »<«lbi,,llng«llnstalt b«« Franz Dobellel. ^^^^«! W Danksagung. > W Für die zahlreichen Beweise der h"^ ,"i'e W M Theilnahme, die nns wahrend der Krau yc" ^^ « M beim Ableben unserer unvcrgessliche» ^"^' «<,eriN, W M Tochter, Schwester, Schwiegertochter «nd Schw«« « « der Frau W > Caroliuc Illucr «cb, M > ^ zn theil wurden, insbesondere für die H^H ^itu"s W W Betheiligung bei der Einsegnung und der "^ ,^ « M zur letzten Ruhestätte, sowie für die schonen ^ « ^> spenden sprechen wir unsern wärmsten Vani « ^ Laib ach. 24. September 188li. W > Die trauernden Ointerblicb^^ 1793 Course an der Wiener Börse vom 23. September 1886. «««dem oM^en 5°urM°tte ^, Geld Nllls, «illtti^ .......»< oo 84'25 l^r 5°/ ^l«"«l°se 250 s>, 181-.,»1 bo "'"°»««,8?l> tlc>. ?»!lcihe ,878. steucrlrei . lv«—,o««0 «l'Itbtl-, d. etadtgemcinb« Wien l05 —1O5.50 Anleyen d, Ktadlgemcmdc Wien lSNbcl und Vold) .... — — l»< - Plämien<«nl d, El> dlgem, üv 20 Pfandbriefe (<.) !bl!^ncl.aUg,östtrr, <>/,"/» Vold. l24 5o,l5— b/, "/«, I00 50io«'7ü t>«o. !n 5U > „ 4°/<> . »e 5U 9ll 60 d<°. Plämien'Echuldvelschl.»»/,, l0i —loi.».« rcs!,Hypr!b>,»e„bHnl >oj. 5>/,°/° wi-zb iOl ?l> Q'il.'Ung. Baiil verl, 5°/« . . I00s>oi00?0 dlo. « gcs. ,> Prt! in I, i«^» vc'l, 5'/,°/° ^'--------'— Plioritiit^'Obligationen ,! 1!'U fi.) «ililaltlh. lvcftbahn 1. «tmilsion ___ _-„ sslldiliands-s'ioldl'ahn in «^llbil gz.zl» gg y« Nranz'Il'jcl^^ahn..... ^.__ ^,^. Glll!cl!e jia>!« Lubw,n» Vahn «im. IVUI »00 fl, E. -i'/,"/« . l00 5« 101 — Oesten, Noldncstbahn . , . ioe—loo?», Eicl'cnbü'gcr....... ^_______.__ Geld Vare Slaalsbahn l. »milslon . . »0l b«»03 50 SNbbahn k » "/„.....— — in« — " ^ ''Vn .... l»0 7l»l3« 10 Nnss.^allz. Vayn.....,00 So lvl 3l> Diverse Lofe (Per «tü«), «lrcdiliose loo N...... I7b'zo>77 — «llai^Loje 1»?5 LaidachliPrämitü'Nnlch.«!)«, »0 50 21-^ Oscncr Voje 40 fl. . . 4b bv 46— Pa,Ny.^'c'ft 40 st. . . 4,'b0 <«'" Nolhcn Kreuz, öst. Ge>, ^.,,,'!. K 5» Kl»« Nudols.i,'ose i W!»d>jchLr<»v.i!osc l0 fl, . . 44 »b 44 ?c, »anl-Nctie» (per Slüs), «nglo»Oefterr. V»nt üoo fl. . liO'liolll» »0 Vaülvclein, Wiener, loo « Bd»c».'Äi,st,,Ocfl.z!ousl.S.4<»°/l, „8 — «» ^ ü>!l, «Ug Uüg. W0ll. . «85'75»»eüI> Dcprjilcül^nll. Allg. «uo fl. . 185 — 1«» — sl, 5«—i>45 ^ Hypolhclcnb.. üft.zloo i.^o/o'i.! t>5'--------— Üanbcid., ösi. ^oufl, G.üU'V» , »0Ufl.«W.---------------- Vöhm. Norbbayü ^50 fl. . .172 75178 50 „ weftbahn i!l)0 ft. . . .---------------- Vufchliehraber Eisb, 500 fl. 2Vl. 740 —750 — ,. (lit, N) »00 fl. . »00 7b «01 25 Donau » Dampfschiffahrt« » Oej. Oefteri.500 fl, «H». . . . 88^—383 — Drau»it!f.b..Z.)»oosl.V. 181 5018L50 Duf°Vodc»l'achcr <3,»O. i!0U fl,V. —>—____ Llilabtlh'Bohn »00 fl. c>!idi»N«!ldb. loou fl, liüli. , !< 2^l,K stra!'z»Ioscf»Bahn »00 fl. Silber !lii!^ «5 22» ?s. ssl!nflirchcn>!l'.200fl,V.------------— Galiz,«l,rl.i,'!idw!g.Ä.z!0U jl, EM. I»S'2019«S0 Oraz^öflache» E'^.ÄUUfl.ö.W. —----------— Kablcnbcra-Vijcubahu 10« fl, . —-— — — Kaschllll'iIdcrd. Eiseilb. 200 st. S. 150 90 1^,1 »0 i,'cmbcrg.«lzcrnowih»Iasiy Eisen. l'ahN'Gcsellfchasl ^iw jl. ö. W. lz>< «5 224 75 Lloyd, öst.uxg,, Trieftüuo fl.üM. 57« ^«v-^ Öcslerr. Norbwcjlb, !i«u fl. Silb. I7l)75l?i«5 dlo. (M,ü) 2i)u jl. Oilber . i«8'«5168 00 Prag'Duxer «iscnb, i50!(>0 sl. .__— —-— ktalllsei^ilda^u ^uli jl. ö. W, . l«l ß0l<32'— S«t>b«hn ,00 fl. Silber . . .105 25 105 75 Süb.slorl'b »Nerb. »,2NN fl. b ll»!«por<»Gestllschaft 100 sl. . — - — — Uny.-gal!,, Eisenb, »00 fl. Gilber i7e 50 176 — Ung Norbpftbahn «00 fl. Gi«N0f!.O.170 75 >?1 25 InduftrieÄcticn (per Stil«,. Eghbi und Kindberg, sisen« une Ktahl-Inb. in Wien IW ll. . — — — — — —- — „»ilbcmühl", Papiers, u.