^ DcgdtÄ rasche ' ^^ Laibacher Zeitung, V ; Svü,abenv den ic>. May ,8^0. z^, ^ Meln-Uc!)crgang>— Krwzsbe sl>e hcitcn.- Erklärung des General Varon v Kran an die Vater!a:idevcrt!'eldtqer, —Tijoner Reserve^'rmce; Adrcisc d.s Generals Vcrchicr. - Schwof. N.ichstal; Dcbanm.-Ausgclau^nc Enqlis. Ervc-dmon,; Ueocr d^ftanzosisch.Tmkis. Kapilulazion.-Erklärung dcr Helvctlschcn Rcgicrungs - Ausschuß. '^ Inländische Begebenheiten. 5aibach. Ein Schreiben ans Frcyburg vom 25. April um ic/Uhr Morgens sagt: Hcute fttth um 4. Uhr weckte uns dcr Kironndonncr auf. Er kam v?n Al breiftch hcr ! Bald daraufvernahm man, da^die Franzosen daselbst über den Rhein gegangen ftyen. Die Landlente aus d(« Törfern zwischen hier und dem ^drin, ßüchten m ganzen Hausen nach dcr Stadt. Vor emer Stunde kam ein Erpresser bcy der Frau Ge- ncralin von Gmlai an, und diese läßt bereits einpacken, n>elchcs ebcn kein günstig-ö Z^iHcn ist. Uebcr-haupt wird stark nach Ver Hölle ge-ftüchtet. (Dieser rüge Paß zwischen Neustsdt und Frcybnrg ist aus den Vorigen Feldzu^on blkallltt.) Ein anderes von Stuttgart» den 28.'April: Nach den so eben eingegangenen ^tachrlchtrn sind die Fransen am 25. dieß bcyVreisach in einer Anzahl von za.OQQ. Mann, und bey Kehl 16000 Mann stark, nbcr den Rhein gsqangen, und dringen gegen die Abhänge drä Schwarzwal-des vor. Ueber dcn weigern Erfolg dieses Vorfalls schreibt man von Augsbl'rg den 29. April. D,e so eben vo:n Rhein eingehenden Verichre lauten im Ganzen schr beruhigend. Die Franzosen haben in dcr Gcgcnd von -Kehl grossen Widerstand gefunden. ! DaS tapfere Regiment Vlankenstcin ^ Hnsaren hat ganze Kompagnien fran- ! zösischer Infanterie zusammen gehauen lc. ' Prag, den 28. April. Vorgestern sind Se. königl. Hoheit dcr , Erzherzog Karl nach dem im Czas- ! lauer Kreise gelegenen Kammeral- ! gute Vedzwar gereist, um dasselbe > zu besehen, ob es tauglich sey, daselbst Höckstdero Gesundheit in der angenehmen Frühlingszeit zu pflegen. So ist denn dieses Gut, das einst Held Laudon besaß, vielleicht wieder so glücklich, von einem gleich großen Helden bewohnt zu werden. Kriegsbegebenheiten. Seit dcn letzten Nachrichten , hat der General der Kavallerie v. MelaS, unterm 22. April aus Sestri di po-nente weiter angezeigt f erlasse nunmehr die vor Genua lagernde K.K. i Truppen, nach so vielen auf einane ! der gcsolgtcn beschwerlichen Märschen « und OprraZioncn, einig? Äulie gemessen, and suche inmittclst die genommene Stellung durch Erdwerkcr, gcgen jeden ftiudllchen Ausfall noch ^ hallbarer zu macken. ^ Der General Gras St. Julien ist ^ befchltgl, mit scmer Brigade, die ' Vlokirnng von Savona zu üderneh-! m.'n, und dagegen die einsweilcn dazu yerwond.'t gewesenen 9 Kompag-. n^cu vo:l Oillarc bcy derAr^nee ein-rüsfen zn machrn. 1 Der Englische Admiral Lord Kcith, hat dem Generalen dcr Kavallerie v. Melas die vergnügte Nachricht gegeben , die in den Gewässern von Mal-tha befindliche Abcheilwla. der ihm auverlranten Seemacht habe in dor^ tiarr_/Gegend das feindliche Kriegsschiff Wilhelm Tcll ron 80 Kaiwncn, und loci^Mann Equipage, worunter ein feindlicher Admiral ist, nach einem heftigen Gefechle überwältiget, und genommen. Eben dieser Admiral hat dieKais. in dem Schlosse zu Finale befindlichen Garnison, die auf eine angemessene Zcit für selbe erforderlichen Lebensmittel zur See zugeführt. Wie dcr Feldzeugmeister Varon y. Kray unterm 25. und 26. aus.Do- nau-Eschingcn anzeigt, ist der Feind ' am g"dachtcn 25.vcnKchl undAlt-Vrcysach mit Macht vorgedrungen, unsere Vorlruppcn hatte« a"f dicftn ! vorzusehen gclvescucn F"« dcn Vc- , fchl, sich mit d'.m Feind zur Z^it noch ' in kein ernsthaftes Gcftl.it einzulas- ! sen. Die Truppen unter dcm ss. Z. ! M. Grafen Sztarray sind in drr Ge- ^ gend von Otollhoftn und NastM ! aufgestettt, um dcm Feinde die bo- ^ absichtete Ausdchung dahin zu er- z schweren. j Indessen s>at dcr F. Z. M. Kray den reckten Flügel der Division des ss. M. L. Nauendorf in die Verbindung mit dcm Korps des Generalen Grafen Giulay gestyt, und ein glci- ! chos zwischen dem F. Z. M. Sztarray und dem F. M. L. Kicnmayer angeordnet, die Hauptmacht abcr in die zwey Lager zu Villingrn, und Donau-Cschingen zusammengezogen, um aus dieser Stellung dasjrmge vorzunehmen, was den Umständen angemessen seyn wird. Auch gegen Vündten und Vorarl- ! berg, somit gcgcn das daselbst befind- ! liche Korps des F. M. L. v. Reuß, ' soll der Feind sich in Bewegung ge- ' sest haben; eS stehet also aus allen ! diesen Gegenden nun das wcitcrc zu ' "warten. Ausländische Begebenheiten. Deutschland. SHM^W^rttmaM'^ ' die Franzosen jn ^ längs des Rheins mehrere Allarm-.'i stci',gen aufgericktet haben. Am^! Sonnabend und Sonntag sind die 2 hcrzogl. Würtembrrgischen Bataillons Zobel Grenadiers und Mylius Fnselicrs hier eingerückt, aber am 21. ^ wicder abmarschirt. Das k. k. Re-' l gimcnt Wenkheim und die Tyroler ! Ocharfsckutzen sind nach der Gegend j von Nastatt aufgebrochru. Ein un-, erivartetcr Vcfchl heißt die in und bey Heidelberg ftchcnden kurpfalzbay-crischen ?rnppcn morgen Nhcinaus- Vascl, dcu 17. April. Vorgestern M.nds ist der General Vcr-thier hier angekommen. Gestern früh war bcym General Morcau grosser Krk'gsr('.th, dcm auch Le-courbe, welcher aus Zürch hicher gekommen, beywohnte. Dieser rci-sle Abends wieder dahin zurück. Morgm kommt das Hauptquartier dcr Rheinarmee entschieden nach Kolmar So eben will man als gewiß behaupten, daß die b'yden gesckgc-> banden Näthe in Bern aliscinandcr .' gegangen seyen, und daß unverzüglich neue Volksrepräsentanten gewählt werden sollen. Straß bürg, den ,9. April H?ure sind die beydenGcm'l-aleBert thnr und Moreau hier aus Basel Mgefomm'.n. k Me Eroberung des Vcrgs Cenis ! durch dle OrstrVlchcr.war um desto ,^ ^ , »> , ^" '' ^ unerwarteter, wcil man diesen Posten für unbezwinglich kielt. Den 22. April. General More-au ist noch hicr. Hcute war grosser Kriegsrath b?y ihm. G ster^, i ist das Hauptquartier zu Co lmar ^ angekommen, und in einigen Tagen j wird es dcm Vernehmen nach hierher verlegt. Am »8- sollten die Foindscligkci. ten ihren Anfang nehmen. Allein es kam Gegenbefehl. Einige suchen darin« einen Gruud zu Friedcnsbof-nungen, andere aber glauben, daß ungunstige Nachrichten aus Italien diesen Gegenbefehl veranlaßt haben. Ein Theil der Reservearmee ist in forzirten Märschen geqcn Sa-voyen aufgebrochen, um dem Vorrücken der Kaiserlichen Einhalt zn thun, denen durch die Eroberung ^ vom Mont Cenis dcr Wcg nach Chambern offen steht. Kanst adt, dcn 27. April. Vey Altbrcisach und bey Kehl ist es dieser Tagen, nämlich am 25. zwischen den Kaiserlichen und Franzosen zu Scharmützeln gekommen. Bey erster« wurden 15. rothe französische Husaren gefangen genommen. Mannheim, den 23. April. ! Die hier eingerückten 2. herzogl. wnrtembergischen Bataillons haben plötzlich Befthl erhalten, wieder auf-z"vrecben, und diesen Morgen gegen Schwezingen abmarschirt. Un-ftre ganze Besatzung besteht dermalen aus 2. Kompagnien Wallachen, mit welchen, einer Aufforderung des «en^ < bürsten von Hohenlohe zu- folge, die Vlirger gemeinschaftlich dle Wachen versehen. Vom Vodensee, den 26. April. Die lezte Post aus St. Gallen , Zürch lc. die über den Vodensee nach Schwaben kam, ist noch Vo? den Kaiserlichen passirt worden; allem die Briefe nach der Schweiy wurden zurück gewiesen. Diese muffen nun wieder einen Umweg von 7a. bis 8v. deutsche Meilen über Frankfurt machen. Was die Unterbrechung der bisherigen Kommunikation zum Zweck habe, ist leicht zu errachten. Donaueschingen, den 29. A. Aus dem fürstcnbergischcn Oberamt Hüfiogen, und aus de« Odcrvogtcy Aemtern Vlumbcrg und Otlihlmgen, haben sich alle Diensttaugliche Jünglinge zur Vertheidigung des Vaterlands einschreiben lassen; keiner der-selben will zurückbleiben. Sie werden sich, sobald sie in Abtheilungen einge-! ordnet und mit dcm Erforderlichen ausgerüstet sind, an die Landcsvcr-theidlger vom Vreisgan anschliissen. Dcr K. K. Feidzeugmeistcr und Kommandirende en Chef bey der Rhcin-Armec, Baron v. Kray, hat unttrm Z4. April an sämmtliche zur Vertheidigung deS Vaterlandes bewaffnete Bürger und Landleute folgende Erklärung erlaffen. ,,Es war mir der angenehmste Anblick , bcy der Uebernahme des Kommando dcr Armee, in der freywillig bewaffneten Mannern der vorliegenden Reichskreisen eineMitivirkung zu her gemeinschaftlichen Sache deS Vaterlandes zu finden, von deren Muth ,md deutschen Sinne sich der beßte Erfolg versprechen läßt, wenn d^r Feind es versuchen sollte, neuer- ! dinas Einfälle in Deutschland zu machen Um aber den grossen Endzweck der Sicherheitsstellung der deutschen Neickslande zu erreichen, und die damit unausbleiblich verbundenen Beschwernisse so viel nur möglich zu verringern, ist es vor allein nothwendig , mit der durch die Veranstaltungen Sr. Königl. Hoheit bereits so wett gediehenen Formirung und Organisirung aufs thätigste fortzufahren. Dieß ist der einzige Weg / um die Landesbcwaffnung brauchbar und dem Feinde furchtbar zu machen. Ich werd? meines Orts ^ alles dazu beytragen , um der vaterländischen Anstalt, welche bereits wcit gediehen, baldmöglichst di? nöthige Ausbildung zu verschaffen; ich ! zähle aber auf die Fortdauer dcr bis- ! herigen g?itcnGesill'mng5n, dcs reinen patriotischen Eifers, dcs ansdaurcn-den Muths und Entschlossenheit von Seiten der mitstrcitenden Freywilligen. Wogegen denselben zu ihrer gänz-lichenVeruhigung, zur gewissen Aussicht aufeincsichereZukunft,zurWidcr-lcgung aller Zweifel, folgende ftyerli-che Erklärungen hlemit öffentlich mache: ,) Die Landcsbewaffnung hat durchaus keinen andern Zweck, als die Veotheidigung dcs deutschem Vaterlands , die Vertheidigung des ei- genen Heerdes des deutschen Bürgers und Landmanns in Verbindung mit der Kais. und Reichsarmee. 2) Die zu dieftm Ende vorgenommene nnb die vorzunehmende Organisirung, bat feinen andern Zwcck-, als diese Veranstaltung nebst wirksamer, dem Feinde nachthciligcr, und dcm d^tt-schellLandcsverthcidigcr weniger mühsam zu machen, z) ES ist dabey weder die Meinung Sr. Maj. dcs Kaisers, noch des Generalkommando, irgend eine Art von Zwang eintrete» zu lassen , sondern bloß diejenige Mitwirkung zu benuyen, wozu sich der eigene freye Wille erbiethet. 4) Die Korps , welche aus der LandcSe bcwaffnlmg gebildet werden, sollen nie ausser dem Dienste ihres Vaterlandes , vielwcniger noch je in dem Solde eimr auswärtigen Macht, und nickt läua/r als für die Dauer der Gefahr verwendet, a»ch weder jcyt nock in Zukunft nnter d:e K. K. Truppen nntergestcckt werden. 5) Die wirkllck ausrückende Mannschaft hat i alle Ansprüche auf wirkliche Belohnungen und militärischen Ehrrnzfi-chcn wie die K. K. Trnppcn. Auch soll sie alle möglichen Erleichterung, n in dcn5sriegsprästazioncn, so wle die Verpflegung anä den Magazinen gc» nicsscn. 6) Ich wied rhohle hicrbey anfs fty^rlichste alle w.itern Zusagen und Versicherungen, welche Se. K. H.denLandesvertheidigern zu macken ^ geruhet haben, und werde mir es 7) zu einer besondern Angelegenheit machen, alle jene einzelnen wackeren Männer, die sich besonders auszeichnen, Sr. Maj. dem Kaiser, ihren Landesherrn und Herrschaften vorzüglich zu empfehlen, damit ihnen vorzugsweise alles zu Theil werde, 5 was die Umstände als eine schuldige vaterländische Erkenntlichkeit ans legend eine Art gestatten. Hauptquartier Donaueschingcn, den 14. April iZOQ. Frankreich. Die Anzahl der Conscribirten, welch? das Depot der Landarme- formi-ren sollen, bcläuft sich auf 22,750 Mann, woran aber noch manches i Aelart'ln nt mit seinem Contingent im Rückstand steht. , Die zweyte Colonne dcr Reservearmee die nach Dijon marschirt, hat ^ in Semür Gegenbefehl erhalten. De eine Hälfte ist nach Saulien und die andere gcgcn Langrcs mar-schirt, indcm in verschiedenen De-partcmenten Unruhen wirklich aus-gebi ochcn sind: auch wurden sogleich 17002 Mann Landtruppen, die nach Cgyptcn bestimmt waren , zu Vrest ausgeschifft, als die Nachricht von der K'ipitulazion des Generals Kleber centraf. Pnris, de« l2. April. Man sprint auft Ncue von der nahen Abreise dis ersten Consuls zur Äcserve-«rmcc, und versichert, daß er die- , stlbe am 24. d. M. die Musterung , GcncralVcrthicr «st heute frühe, ^ nacb eiiler kurzen Konferenz mit Car- > no^, abczerclsct. Scin Aide-de- ! Camp bciss Hutailly, sein Secre-tcir L.^pcsperal. Gcstcrn sind -^ , Grenaders ^ Fuße, ^. Grenadiers zu Pferde, und ein Dctaschement d^^ Artillerie d^r Cousular Wach?, alS Ehren - Begleitung des Gcncrals Bcrthicr nach Dijon abmarschirt. Paris, dcn 17. April. Das Gepäck des GeneralMurat ist gestcrn nach Dijon abgcgangen; er selbst wird bald nachfolgen. GeneralVer-thier schrieb ihm vor seiner Abreise, daß er sich besonders freue, ihm alS stincn Lieutenant bcy der Ncscrve-Armee zu sehen, und daß er ihn am 26tcn daselbst mit Ungcduld erwartet. Man spricht noch immer von dcr nahen Abreise der ersten Consuls nach Dijon. Wirklich sind gestern 20 Vuonaparte zugehörige Pscrde dahin abgegangen. Schweden. Norrköpping,denn. April. Die merkwürdige Rede, womit dcr bekannte Kammerherr , Baron ! Karl de Gers, im Rittcrhaussaale ^ zu Norrköping ans den Druck der Prolocolle d<.s Adels antrug, lautet im Wescnttichcn also. „ Wir sind , meine Herren! von Sr. Majestät zu diesem Ncichstage berufen norden, um mit Ihm und zugleich mit unsern l Mitständcn ub^r die bß?en Mittel z zur Aufhellung der Finanzen des i Reichs l'nd zur Vef-rderrng dcs ^ Wohls des Vaterlandes zu bcrath- - schlagen. Diese wicitigen <^g n- ^ 'stände sind stäts das i der Nittcrschast und d^sMe.ö gewe- sen. c>ch bin überzeugt 5 daßd.esel-beDen'kungsart 'its nach den beßteu Gründen gefaßt wcrdcn. Ich hatte es dahcr für nül^liH, daß man ,'N''re Prrlocottr publicire. W.irc die Ncic!;st