Nr. 186. Samstag, 22. Juli 1899. Jahrgang 118. OMcher Zeitung. ^lNlmMtr«tlon«p«le: M!t Postveijenduna: ganzjHdrla sl. ll>, Il>>ä!,rlg . Im «lomvtoir: »»»ziahrig II. ,,^ ha,l>jährl« sl. ü bU. NNr d!e «usteNuüg !»« ö«»» aanzjahr!« sl. ,. — IustrtlonsatbUr: ssur Newe Inserate bl« zu 4 Zellen »b tr,, «rvßele pel ^jelle « k.; br! öslern, Wlederholungen per Zelle « ti Die «Laib. Zla,, ellckelnt tä«!!ch, mll «u»nahme der Sonn und ffeiertage. Die «b»in»n «urmherzizelgass, Nr ib, Sprechstunden der «ebactlon von »bl« »0 Nhl v«> mittag». UnfranNerte Vriefe werben nicht »nnenommen, Vt«nuaurenz Pröll zum Director des Staatsgymnasiums w Salzburg allergnädigst zu ernennen geruht. BYlandt m. p. Den 2U. Juli 1899 wurde in der l. l. Hof« und Staats» Müllerei das Xi.VUl. uild Xl^lX. Stück des ReichSgejetzdlatleF m deutscher Ausgabe ausgegelie» und verjendet. . Den 20. Juli 1899 wurde in der l. l. hos- und Slaats-oruckerri das XI.VIII. Stück oci d^huulchen Ausgabe des Neichs-Lefthblattes ausgegeben und versendet. y Nach den» AnltSblatte zur «Wiener Zeitung» vom "i- Juli 1U99 (Nr. 1 »lr/liio» volll 1. Juli 18U9. Nr. 182 «Dl-utsche Vollszeitung. vo,n :i. Juli 1899. Nr. 54. .ssriedländcr Zeitung^ vom 5. Juli 1899. Nr. 19 «Der WebirgSbote» vom 8. Juli 1899._______ Nr. 19 «Neuer Freigeist« vom 8. Juli 1899. Nr. 7 Beilage «Mn«? « »c>»Il Nr. 28 «Oxtr.'lvako 1'llvuxxk« Novin?» vom 9. Juli 1699. Nr. 50 und Nr. 55, «Deutsche Wehr» vom 21. Juni und 8. Juli 1899. Nr. 2? «Der österreichische Agrarier» vom 6. Juli 1899. Nr. 11 «0I<^!> (zweite Auflage) vom 5. Juni 1899. Nr. 13 «6tu« lluk'M-/.«" vom 1. Juli 1899. Nr. 25 «1tu»K«^'s »tvl!» vom 10. Juli 1899. Nr. i:l «Nn»i,,!uI»Ili.i Nl.t»»> vom 1. Juli 1899. Nr. 2 »UuäilLxnisl» vom 1. Juli 1899. Nr. 13 «Uoomn. vom 1. Juli 1899. Nr. 17 «Olirc.n.-l luäll» vom 8. Juli 1899. Nr. 150 «Nt<>» «»ixxiu, vom 6. Juli 1899. Nr. 275 und Nr. 276 «I'.-Uli»» vom 16./28. Mai uud 19./31. Mai 1899. Nr. 27 «vudluvnik» vom 2. Juli 1899. Nichtamtlicher Theil. Die Verzehrungssteuergesetze. Die «Wiener Zeitung» veröffentlichte die kaiserliche Verordnung, mit welcher auf Grund des tz 14 die Abänderung der Gesetze, betreffend die mit der industriellen Production in enger Verbindung stehenden indkecten Abgaben, dann des österreichisch-ungarischen Zolltarifes verfügt wird. Diese Gesetze betreffen die Vier--, Zucker- und Petroleumbesteuerung. Die kaiserliche Verordnung zerfällt in neun Theile. Der erste Theil handelt von der Bierbesteuerung und setzt fest, dass die Bierwürze mit einer Steuer von 34 Heller per Hektoliter und jedem Grade Extract nach dem hunderttheiligen Saccharumeter belegt wird. Brauereien, die nicht mehr als 15.000 Hektoliter Bierwürze erzeugen, erhalten einen Steuernachlass von 5 bis 15 Procent, je nach der erzeugten Menge. Hieran reihen sich die Vorschriften über die Haftpflichtigen, über die Pflichten der Unternehmer, das Steuerversahrcn, die amtliche Erhcbuug der Bierwürze, die Steuerfälligleit und die Steuercreditgewährung, dann die Bierausfuhr gegen die Steuerrückvergütung und die Strafbestimmungen. Der zweite Theil der Verordnung handelt von der Brantweinbefteuerung und enthält die Abänderung des Gesetzes vom 20. Juni 1888, betreffend den Zoll von gebrannten Flüssigleiten, die Besteuerung des Brantweines und der Presshefe-Erzeugung. Die jähr- lich zum niedrigen Satz zu erzeugende Alkoholmenge wird mit 1,878.000 Hektoliter bis Ende August 1908 festgesetzt. Hievon entfallen 1.017.000 Hektoliter auf die diesseitigen, 853.000 Hektoliter auf die ungarischen Länder, 8000 Hektoliter auf Bosnien. Den landwirtschaftlichen Brennereien werden Bonificationen aus dem Staatsschätze von 2 bis 10 Kronen per Hektoliter Alkohol gewährt je nach der Menge der täglichen Production von 2 bis 7 Hektoliter Alkohol. Die Ner-ordnung setzt dann die Qualificationen der landwirtschaftlichen Brauereien fest, die Bonificationen und Restitutionen bei der Aussuhr, die Anzeigeoorschriften, die Eintheilung der Brennereien, den AbfindungK-vorgang, die Vorschriften für die Abmeldung, die Controle und die Ermittelung im Falle einer Störung, die Führung der Register, die Vorschriften über die Wegbringung des Brantweins, die Zahlungspflicht, dann die geänderten Vorschriften über Raffinierung und Veredlung des Brantweins, die Steuercreditgewührung, endlich die Strafbestimmungen. Im dritten Theile der kaiserlichen Verordnung wird die individuelle Vertheilung der in der Betriebsperiode 1899/1900 zum niedrigeren Satze der Consum-abgabe zu erzeugenden Alloholmenge vorgenommen und diesbezüglich festgesetzt, dass jeder Brennerei, welche bei der auf Grund der Bestimmungen des Gefetzes vom 4. August 1891 vorgenommenen zweiten Vertheilung berücksichtigt worden ist, die bei dieser Vertheilung zugewiesene Alkoholmenge belassen wirb. Die hienach vom Gesammtcontingente per 1,017.000 Hektoliter erübrigende Alkoholmenge wird den nicht betheilten landwirtschaftlichen Brennereien, die vom 1. Jänner 1899 in Betrieb gesetzt worden sind, zu gleichen Theilen zugewiesen. Der vierte Theil der kaiserlichen Verordnung enthält die Bestimmungen über die Zuckersteuer. Danach wird der Rübenzucker und aller Zucker gleicher Art einer Verbrauchsabgabe von 38 Kronen per 1A1 Kilogramm, Zucker anderer Art 6 Kronen per 100 Kilogramm unterworfen. Die Ausfuhrbonification wird für 100 Kilogramm Zucker unter 99 3 bis 90 Procent mit 3 Kronen 20 Heller, für 100 Kilogramm von mindestens 99 3 Procent Polarisation mit 4 Kronen 60 Heller festgesetzt. Sollte die Aulfuhrbonisication den Betrag von 18 Millionen Kronen übersteigen, so ist der die 18 Millionen Kronen übersteigende Netrag von sammt- Feuilleton. Kaiser Leopold I. in Oberlaibach (1llll0). Vou P. v. Radies. In dem Momente, da der freundliche Nachbarort "berlaibach sich anschickt, die Eröffnung der demjelben unter der glorreichen Regierung Sr. k. u. t. Apostolischen Majestät unseres allgeliebten Kaisers und Herrn Franz , ?^! ^ zutheil gewordenen Localbahn Laibach«Ober-laibach zu begehen, mag die geschichtliche Erinnerung an das Patriotisch-bedeutungsvolle Ereignis einer Kaiser-Nlse vor zweihundert Jahren wohl am Platze sein, die anlässlich der herkömmlichen Erbhuldigung für Kaifer Leopold 1. KW0 in den füdlichen Alpenländern aus ^teiermark und Kärnten her durch Krain und da auch über das schon als Römerstation Nauportus geschichtlich denkwürdige Oberlaibach und bis an die Adria hin Nattgefunden hat. . Den vollen Aufwand des dem 17. Jahrhundert eigenen Pompes bei Veranstaltung von festlichen Ein-und Aufzügen, von Theater- und Mufilaufführungcn, "lstseuerwerken und Regatten, Jagden und «Tracta-Menten» entwickelten die Bewohner unserer Heimat bei vleser Hereinkunft und dem längeren Verweilen dieses ^andesherrn innerhalb der Marken des allzeit getreuen Landes Krain! Kaifer Leopold 1., welcher, am 7. September aus vem Nachbarlande Kärnten kommend, in der Landeshauptstadt Laibach eintraf und mit einer kurzen Unter> Brechung zur Vornahme der Huldigung in Görz und priest dis 8. October in Kram sich aufhielt, wurden demnach hier ein,' Reihe der glanzvollsten Feste be reitet. Nicht können wir aber in dem begrenzten Rahmen unferer heutigen Schilderung dieser Laibacher Feste ausführlicher gedenken, nicht des hochfeierlichen «Ein» rittes» des Monarchen in die Mauern des damal« noch befestigten Laibach, wobei außer der anfehnlichen Zahl der trainischen Landschaftsmiliz zu Fuß und zu Pferd — an der Spitze ein kühner trainischer Jüngling in der troatifchen Kleidung der damaligen Grenz« Vertheidiger gegen die Türken auf ungefatteltem Pferde stehend und eme Lanze balancierend — wobei außer dem ganzen Adel des Landes und der zahlreichen Suite des tais. Hofes weiters ein Gefolge des zu Pferde einziehenden Kaisers und Herrn ein ganzes kaiserliches Kürassierregiment von acht Eompagnien und die bewaffnete Laibacher Bürgerschaft in einer Stärke von 600 Mann aufzogen, wir können hier nicht ausführlich gedenken des feierlichen Acies der Erbhuldigung selbst seitens der trainischen Landschaft und des daran sich reihenden großen Festmahles der Stände, der Festaufführungen im gräflich Auersperg-fchcn Garten — «italienische Cumödie» - und im Studenten-Eonvicte der Väter der Gesellschaft Jesu — lateinisches Festspiel über Kaiser Rudolf I. von Habs-bürg — der Entenjagd auf dem Lmbachflusse, der Stadtbeleuchtung mit Lauf- und (ihrenfeuern u s ,v. Wir müssen uns darauf beschränke,,, von der Fahrt zu berichten die Kaiser Leopold l. bei dlcsem se.nem Aufenthalt i. ttrain von der Landeshauptstadt nach Ober-a dach gethan, und zwar der Uebung der Ze.t gemäß auf dem Wasserwege den LaibactMlS hmauf und dann, uon der adriatischen Küste rüctkehrend, flujsabwarts von Oberlaibach nach Laibach. Die trainifche Landfchaft hatte zum Zwecke der Hosreise auf dem Laibachflusse ein prachtvolles Schiff durch italienische Wertmeister (vierzehn Zimmer» und Bootsleute) herstellen lassen mit einem Kostenaufwande von 1000 Ducaten in Gold — wie die zeitgenössische Tholnitjcher Hauschronit bemerkt. «Aussen war dieses Schiff» — wie Valvasor es schildert — «mit künstlichem Schnitz- und Mahlwerk geziert und fast allenthalben mit Gold überzogen. Den Mast beflügelten drey Segel von trefflich.subtilem roth- und weissem Gewirk. Vorn stund die Fortuna, welche ein seidenes Segel ausspannte. Der Bord war mit zweien Stucken Geschützes bewaffnet. Mit diesen anderen Zierrathen gab es allen Anschauenden einen Aug-ergötzllchen An« blick.» Zu diesem Schiffe geleitete der gesammte Adel den Kaiser, als er am Nachmittag des 15. September zur Abfahrt sich anschickte, bis an Ufers Rand, da war aus dem Schiffe her eine kleine an d.e Böschung reichende Brücke - der Landungssteg - bereitet .über welche Ihre Majestät "". ^m platten Ar ebenes Fusfts und sonder (ohne) e.mge Unbequemllch-eit in das Schiff könnten übergehen.. Nach dem vom Erzherzog Leopold, der Unpässlichteit halber m Lalbach zurückblieb, genommenen Abschiede bestieg der Kalser das Schiff, dessen Boden mit rothem Tuch belegt war. und es erfolgte unter fortwährendem Trommel- und Trumpetenschalle die Abreise. Der Kaiser nahm auf dem mit rothem Sammt gepolsterten und mit goldenen Quasten geschmückten Stuhle Platz, der an einem mit rothem Sammt ge« deckten Tijchlein stand; andere mit rothem Sammt gepolsterte Stichle stanwn mwnan. 'Qdenl^, l>/n.,ch^ Laibacher Zeitung Nr. 166. 1832 22. Juli 1899. lichen Unternehmern der Zuckerfabriken zu ersetzen. Wer am 1. August 1899 Zucker und dergleichen im Gewichte von mehr als 20 Kilogramm in Handlungen, respective 10 Kilogramm in Haushaltungen besitzt, ist verpflichtet, die Menge und die Aufbewahrungsorte anzumelden. Der Zucker unterliegt einer Nachsteuer von 12 Heller per Kilogramm. Der fünfte Theil der Verordnung regelt die individuelle Auflheilung des Zuckersatzes und der Ausfuhrbonificationen für Zucker. Der sechste Theil der Verordnung enthält die Abänderungen des österreichisch-ungarischen Zolltarifs für die Einfuhr von Zucker, Bier, gebrannten Flüssigkeiten, Mineralölen, Braunkohlen- und Schiefertheer,! und zwar für Rohzucker per 100 Kilogramm 6 bis 11 st., raffinierten Zucker 11 st.. Zuckerlösungen 6 bis 8 fl.. Stärkezucker von 11 fl., für Bier in Fässern 2 fl., in Flaschen 7 st. per 100 Kilogramm, für Liqueure und dergleichen 60 st., für andere gebrannte Flüfsigteiten 44 st. per 100 Kilogramm. Für rohes Mineralöl 3 fl. 50 kr., für Beleuchtungsöl 4 fl. 60 kr., für raffiniertes und halbraffiniertes über 880 Grad Dichte 3 ft., für Schmieröle und dergleichen 5 ft., für leichte Oele 4 ft. 60 kr. per 100 Kilo« gramm. Politische Uebersicht. Laibach. 21. Juli. Wie die «Neue freie Presse» berichtet, ist der Zusammentritt des Reichsrathes zwischen dem 10. und 15. October zu gewartigen. Die ungarische Gesetzessammlung publicierte ge« stern die sanctionierten Ausgleichsgesetze (insgesammt zehn) über die Modification des allgemeinen Zolltarifes des österreichifch.ungarischen Zollgebietes, betreffend die Bier-, Petroleum« und Zuckersteuer und die Spiritussteuern. Die Verlautbarung der Verzehrungssteuer« Gesetze begleitet das « Fremdenblatt »mit einer Auseinandersetzung, in welcher es die Bedeutung des Ereignisses darin findet, dass nunmehr der erste und geradezu entscheidende Schritt auf der Bahn vom unn Hüter des Gesetzes auf nnd fragte in schüchternem Tone, ob er nicht in eine Besserungsanstalt aufgenommen werden könnte. Er habe leine Eltern und lein Heim und wusste nicht, wo er Unterkunft finden sollte. Der Beamte zuckte die Achseln und erklärte dem kleinen Bittsteller, dass sein Anliegen nicht zu erfüllen sei, solange cr keine strafbare Handlung begangen. Er solle nur zum Armenhause gehen, dort würde man ihn schon unterbringen. Weinend gestand der Junge nun, dass sein Aruder in drr Anstalt sei und dass er lieber auch dort sein möchte, nm sich nicht so verlassen in der Welt vorzukommen. Einer plötzlichen Eingebung folgend, erkundigte cr sich dann, ob es schon genügte, wenn er einer Obstfrau eine Frucht fortnehmen würde. In diesem Falle solle ihm der Schutz" mann doch gleich nachgehen, damit er ihn aus frischer den Schiffsraum ein aus rothem Sammt gemachter und mit Gold gemengten Franfen behangener bogenförmiger Schirm, unter welchem man von der Sonnen ungebrennt bleiben und von der durchstreichenden Lufft um so viel annehmlicher abgekühlt werden konnte.» Die Bootsleute trieben das Schiff mit so gleichmäßigem Ruderzuge, «als ob sie es nach einem Musical-Tacte verrichteten, und zwar um so sorgsamer und muthiger als schätzbarer auch der Werth, so sie fortzubringen hatten.» Die «Barcaroli» — Steuermann und Ruderer — waren alle in rothe Gewänder «Wämser» von AUlas und «Silberstuck» gekleidet, trugen rothe Pluderhosen, um den Leib seidene Schärpen, auf dem Haupte rothe seidene Mützen mit roth-weißen Federbüschen; die ganze Tracht — wie Valvasor treffend bemerkt — vermittelst einer angenehmen Farbenwahl «gleichfam das österreichifche Wappen präsentierend». Dem Kaiserschiffe der Landschaft folgten noch zwei zusammengefügte Schiffe, «wie sie dieser Orten üblich, außen roth und weiß bemalt, oben mit köstlichem roth- und weihen Tuch wider die Sonne zugewölbt», die acht Bootsleute, welche dieses die Suite des Kaisers führende Doppelfchiff ruderten, waren gleich denen des Kaiserschiffes «köstlich bekleidet». «Gegen Abend» langte Kaifer Leopold I. in Oberlaibach an und verlieh hier, von der ganzen Bewohnerschaft des Ortes und der Umgebung festlich begrüßt, das Schiff, da in dem so durch diesen Kaiserbesuch ausgezeichneten Orte das Nachtquartier für den Monarchen hergerichtet war. Bei dem Abgänge dies« bezüglicher näherer Aufzeichnungen läfst es sich wohl heute kaum mehr feststellen, in welchem Hause des Marktes Kaiser Leopold I. die Nacht vom 15. auf den 16. September de5 Jahres !660 zugebracht haben mag; vielleicht kann das Haus, in welchem heute das t. l. Bezirksgericht untergebracht ist und ober desfen Thore man die Jahreszahl 1554 liest, als dieses Nachtquartier angesehen werden, doch bestimmtere An-haltspuntte als die Lage des Hauses, dessen Alter und Aussehen können wohl nicht geboten werden und es muss — wie so oft — dem Zufall eines nachträglichen archivalischen Fundes vorbehalten bleiben, diese historisch denkwürdige Stätte untrüglich festzustellen. Nm 16. September erfolgte «durch den großen Wald und über den gewaltig steinigen Berg», wieder kaiserliche Herold und Reisesecretär Lorenz v. Curclichz in seiner 1661 erschienenen italienischen Beschreibung der ganzen Huldigungsfahrt bemerkt, die Weiterreise zu Land und mit Benützung der Po st Pferde — der Kaiser in der Staatscarosse — von Ober« laibach gegen Haasberg, in welchem heute fürstlich Hugo Windisch «Grätz'schen, damals fürstlich Eggenberg'schen herrlich gelegenen Schlosse neuerdings Aufenthalt genommen wurde. Am 17. September ward das Mittagmahl in Alben (Planina) eingenommen und gelangte die hohe Reisegesellschaft noch am Abende desfelben Tages nach Wippach, wo der Besitzer Graf Lanthieri «Ihrer Majestät und dem Hofe alle mögliche Ehre zu erzeugen beflifsen war», und, wie der erwähnte Reisesecretär hervorhebt, namentlich eine große Auswahl von Meerfischen und ausgesuchter Landweine präsentierte; am 18. September erfolgte die Weiterfahrt nach Görz. Die Rückkehr traf für Oberlaibach auf den 4. October, an welchem Tage Erzherzog Leopold «mit feinem Theil der Hof.Bedienten» und einem großen Theile des trainischen Adels dem Kaiser bis zur Karthause Freudenthal dem herrlichen Besitze der Familie Galls — zu Wasser entgegengefahren wcU> Der Kaiser, der die Nacht vom 3. auf den 4. October im Schlöffe Haasberg zugebracht, war schon morgens am 4., dem Festtage des heil. Franciscus, in Freuden» thal eingetroffen; nach Verrichtung ihrer Andacht speisten der Kaiser und der Erzherzog im Kloster der Karthäuser, dessen Prior Ludwig von CiriaN Leopold I. aus Anlass des Huldigungsactes den Prälatentitel und den Rang eines k. k. Ra'thcs sür ihn und seine Nachfolger im Stifte ertheilt hatte und desfen Neffen Franz Leopold von Eirian derselbe Monarch 25 Jahre später (1685) in dm Freiherrn-stand erhob und den Namen und Titel «von Cirhaimb zu Hopffenbach, Freyherrn und Freuin auff GuettenaU' ertheilte. Nachmittags (am 4. October) brachen die Majestät und Begleitung aus der Oberlaibacher Gegend aus und «schenkten sich Ihre Majestät unweit von dei" Kloster Ihrem weißen Schiffe wieder, welches dann unter Trompeten- und Pauckenschall mit ausgespannte" fröhlichen Segeln ab- und denen entgegenkommenden Landständen und der Stadt Laybach fänfftiglich z"" floß». Bei der Ankunft in Laibach war an dem nächste" Berge an der Stadtmauer ein künstliches «Laufs- u"d Ehrenfeuer angelegt» — es wurde, wie man he"" sagt, eine Front abgebrannt und erstrahlte ein grohec Buchstabe ^, «zu vermeinter Anzeige — wie Valvas^ sagt — den Austriacum oder das österreichische Klein"" mit einem Blitz zu empfangen»; die «Stücke» um dle Festung wurden gelöst und die Bürgerschaft vo" Laibach in Waffen hielt beim Landhause; die Staol war festlich beleuchtet — «es sterneten aller Orte" die Fenster mit schönen hellleuchtenden und zurllH gemahlten Laternen». Laibachev Zeitung Nr. 16ss 1333 22. Juli 1899. That ertappen, festnehmen und in die Besserungsanstalt Men könne. Mit tiefem Mitleid im Herzen hatte dies der fremde Herr angehört. Er wandte sich nun an den blassen Knaben und meinte gütig: «Mein Sohn, dir tann schneller geholfen- werden. Ich lege meine Börse hier auf den Tisch und verlasse mit dem Sergeanten einen Augenblick das Zimmer. Du eignest dir inzwischen 2as Portemonnaie au und kommst wegen Diebstahls dahw, wo dein Bruder ist. Verstanden?» Die beiden Männer begaben sich in einen Nebenraum und schlössen die Thüre. Als sie nach zwei Minuten wieder eintraten, war der blasse Junge spurlos verschwunden und mit ihm das -Portemonnaie, das nahezu 100 Francs in Gold und Silber enthielt. Das Gesicht des mitleidigen alten Herrn soll bei dieser Entdeckung nicht besonders geistreich aus« gesehen haben. ^ (Der Schreibfehler.) Ein sehr seltener ^orsllll spielte sich vor kurzen, bei einer Verhandlung des Strafgerichtshofes in Chicago ab. In dem Processe gegen den Wurstfabritanten August Becker, der angeklagt ist, leine Frau ermordet, die Leiche zerstückelt und eingelocht HU haben, mit der Absicht, nach dem Tode seiner Frau bie siebzehnjährige Ida Sätterlein zu heiraten, ereignete Nch etwas ganz Unerwartetes. Die Jury war beeidet und der erste Zeuge bereits vernommen, als die Vertheidigung den Antrag stellte, dass die Anklage niedergeschlagen und der Angeklagte in Freiheit gesetzt werde auf den «rund hin, dass in der Anklageschrift der Name der angeblich Ermordeten als Elisabeth Becker angegeben sei, während Beckers Frau Therese Becker geheißen habe. Wie l'ch denken lässt, rief der Antrag große Sensation im ^erichtssaale hervor, aber das Factum der unrichtigen -liamensangabe in der Anklageschrift lag vor. Die verblüfften Anwälte für die Anklage hielten eine kurze, erregte Besprechung und beantragten dann, dass die Nn-uage in ihrer jetzigen Form niedergeschlagen und Becker auf Grund eines «ksnc-ll wn-ruM, (Gerichtsbefehl) für "n weiteres Verfahren festgehalten werde. Die Ver-lheidigung erhob den Einwand, dass, wenu die Staatsanwaltschaft ein «noli« prou^ui, beantrage, die Jury dm Wahlspruch «nicht schuldig, abgeben und der An-geklagte auf freien Fuß gesetzt werden müsse, da sein "ben derselben Sache wegen nicht zweimal aufs Spiel gesetzt werden dürfe. Das Ende war, dass der Richter die Anklage in ihrer jetzigen Form niederschlug und einen 'uoncli >varrunt» gegen Becker erließ. Die Grand Jury erhob sofort eine neue Anklage gegen Becker. Der Fall ist ledoch durch das Versehen der Staatsanwaltschaft derart verzwickt, dafs Becker möglicherweise der Bestrafung entgeht, denn die amerikanischen Rechtswege find oft wunderbar. Per Fall Becker hat große Aehnlichkeit mit dem Processe Lütgert, der vor Jahresfrist in Chicago zur 'Verhandlung kam. Lütgert, gleichfalls ein deutscher Wurst-labrikant, hatte seine Frau ermordet und die zerstückelte selche m den Wurstkessel geworfen; durch Anwendung ^emischer Mittel erreichte er es, dass die Leichentheilc ammt den Knochen zu Brei zerkochten. Er wurde aber lrohdem überführt und vlkrurtheilt. Local- und Provinzial-Nachrichten. -—(Kaiserin anöver in Kärnten.) Seine l- u.l. Hoheit Erzherzog Josef Ferdinand. Haupt-Mann im Infanterieregimente Nr. 17, der mit dem Ver-ordnungsblattc vom 11. Jänner auf ein Jahr beurlaubt worden war, ist für die Dauer der Kaisermanöver wieder dlesem Regimente zugetheilt und wird schon am 1. August ln Klagenfurt eintreffen. f —(Erledigte Radetzly-Stiftung.) gu->°lge Erlasses des k. u. k. Reichs - Kriegsministeriums ist e»n Etiftungsplatz der Radchky-Stiftung, gegründet durch ^en Nealitätenbcsitzer August v. Pcrlo, erledigt. Auf diefe Lüftung haben in erster Linie Anspruch aus Cilli oder eisen Umgebung gebürtige, mit einer goldenen oder Mbernen Medaille decorierte Invaliden oder Soldaten, velche sich durch Bravour oder andere Verdienste hervorgethan haben. In erster Reihe sind zum Stiftungsgenusse Invaliden aus den Feldzügen der Jahre 184« und U4U, sodann folche aus den späteren Feldzügen berufen, fluche sind beim Sladtmagistrate in Laibach, beziehungs-wei e bei der zuständigen t. l. Nezirkshauptmannschaft bis Mtestens 15. Ungust einzubringen. 5>s "^ (Rechtscandidaten.) In den neun ""erlandesgerichts-Sprengeln standen im Jahre 1898 zusammen 1009 Richteramts-Candidaten im Vorbereitungs-"enste, von denen 483 die Prüfung für das Nichteramt "legten, und zwar 42 mit ausgezeichnetem, 189 mit ' A gutem und 240 n,it gutem Erfolge; 12 entsprachen ^»t. Die Zahl der in Verwendung gestandenen ^ovocaturs-Candidaten belief sich am Schlüsse des Jahres unk ^ ^^ "°" bkm?" nach siebenjähriger Advocaturs-m° ""lähriger Gerichtspraxis 118 die Advocaturs« de« l""U' sämmtlich mit Erfolg, ablegten. Am Schlüsse 18"« zählte man ferner 469 Notariats- andldaten, von denen 315 eine zweijährige Notariats-3,I'^ 364 eine vierjährige Verwendung im praktischen >>"Itlzd,cnste zurückgelegt haben. Die Notariats-Prüfung "rnandsn 289. die Advocalen-Prüsung 2, die Richteramts-^ufung 24 NolarialS-Candidaten. Im Vergleiche zu dem Vorjahre zeigen die Richteramts-llandidaten eine Vermehrung um 225, dagegen die Abvocaturs-Candidaten eine Verminderung um 190 und die Notariats-Candidaten um 93. — (Auszeichnung.) Dem Hauptlehrer an der Lehrerinnen-Bildungsanstalt in Görz Iofef Motz wurde aus Anlass der von ihm erbetenen Versehung in den bleibenden Ruhestauo der Titel eines kaiserlichen Rathes verliehen. — (Ferialcurse für Aerzte.) Um den praktischen Aerzten die bewährten neuen Errungenschaften der Heillunst zugänglich zu machen, wurde vor drei Jahren an der Wiener medicinischen Facultät die Institution von Ferialcursen geschaffen, die sich seither als sehr ersprießlich erwiesen hat. Aerzte aus ganz Oesterreich und auch aus dem Allslande haben sich bisher zahlreich an diesen Cursen betheiligt, weshalb sich die Facultät veraulasst gesehen hat, in den soeben begonnenen Ferien solche Curse in zwei Cyclen zu veranstalten. Der erste Cyclus beginnt am I.August, der zweite am 1. Sep» tcmber; jeder derselben dauert mindestens vier Wochen. Die erforderlichen Auskünfte werden im mebicinischen Decanate mündlich oder fchriftlich ertheilt, wofelbst auch die Programme bezogen werden können. Im August-Cyclus werden im ganzen 52 Cnrse, im September - Cyclus 60 Curse gelesen. — (Kirchliches.) Die Pfarre Podraga im Wippacher Thale wurde dem bisherigen Pfarrer in Babino Polje, Herrn Gustav Koller, verliehen. — Herr Johann Germ, Pfarrer in St.. Kanzian, wird am 6ten August sein 50jähriges Priesterjubiläum begehen. — (Der Bau einer neuen Stadtpfarrkirche in Gottschee), schon seit vielleicht dreißig Jahren der Gegenstand eingehender Commissionen und Untersuchungen, darf nunmehr, wie man der «Tagespost» berichtet, nachdem die Recurse der eine eigene Pfarre anstrebenden Gemeinden Lienfeld und Schwarzen-bach dagegen abgewiesen worden sind, als gesichert betrachtet werden. Die nächste Aufgabe der Stadtgemeinde wird es sein, die Wahl eines Bauausschusses vorzunehmen, um im kommenden Jahre mit frischen Kräften an die Ausführung des Werkes zu schreiten. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte bekanntlich schon am 15. August 1898. — (Circus Enders.) Diesertage trifft der bestbekannte Circus Enders in Laibach ein, um am 29. d. M. einen CyNus von Vorstellungen zu eröffnen. Das Unternehmen zählt 60 Personen und verfügt über 34 wohlgeschulte Pferde. In Anbetracht des bereits sehr fühlbaren Mangels an sonstigen Vergnügungsveranstaltungen dürften die Circusvorstellungen regem Interesse begegnen. — (Beitritt einer Gemeinde zum österreichischen Völlervereine.) Die Gemeinde Tschcrmoschnitz. Bezirk Rudolfswert, ist laut Gemcinde-bcschlusses vvm 16. o. M. mit 417 Häusern dem österreichischen Völlervereine als Mitglied beigetreten. —6— — (Sanitäres.) Im vergangenen Quartale sind im Bezirke Gurkfeld außer zwei sporadischen Scharlachfällen in den Ortschaften Cerkje und Nassenfuh und zwei localisierten Hausepidemien a« Diphtheritis in den Gemeinden Ratschach und St. Barthlmä keine Infections-tranlheiten vorgekommen. —o. — (Zur Volksbewegung in Krain.) Im zweiten Quartale des heurigen Jahres wurden im politischen Bezirke Adelsberg (41.479 Einwohner) 59 Ehen geschlossen und 364 Kinder geboren. Die Zahl der Verstorbenen belief sich auf 186, welche sich nach dem Alter folgendermaßen vertheilten: Im ersten Monate 16, im ersten Jahre 40, bis zu 5 Jahren 61, von 5 bis zu 15 Jahren 15, von 1b bis zu 30 Jahren 15, von 30 bis zu 50 Jahren 16, von 50 bis zu 70 Jahren 26, über 70 Jahre 53. Todesursachen waren: bei 18 angeborene Lebensschwäche, bei 44 Tuber-culose, bei 9 Lungenentzündung, bei 6 Diphlhcritis, bei 2 andere Infectionskranlheiten, bei 5 Gehirnschlagfluss, bei 4 organischer Herzfehler, bei 2 bösartige Neubildungen, bei 92 sonstige verschiedene Krankheiten, bei 3 zufällige tödliche Beschädigung, bei 1 Selbstmord. Auf die Gerichtsbezirle entfallen: Adelsberg 47, Illyrifch-Feistrih 51, Senosetsch 28 und Wippach 60 Ver-storbene. —o. — (Beim Baden ertrunken.) Der 9 Jahre alte Franz Kulovic von Töplih gieng am 19. d. M. nach dem Mittagessen ohne Wissen seiner Eltern in den Suschitzbach baden. Dessen Angehörige vermissten ihn nicht sogleich, da sie der Meinung waren, er setze wie sonst oft am Nachmittage auf einer der in Töplitz bestehenden Kegelbahnen Kegel auf. Erst gegen 4 Uhr nachmittags begannen sie ihn zu suchen. Gegen halb 5 Uhr fanden die Leute oberhalb des Miihlwehres seine Kleider auf, und da der Knabe nirgends zu sehen war, wurde das Wasser durch Oeffnen der Schleuse, so viel es glcng. abaelassen. Der des Schwimme,,« unkundige Verungliiclte, welcher durch einige Stunden in, Wasser gelegen war, wurde mittelst einer laugen Stange aus einer ober dem Wehre befindlichen Untiefe hervorgezogen und hierauf ge- borgen. ^ — (Schwere körperliche Beschädigung) Um in. d. M. gegen w Uhr abends verließen die drei beim Gerbermeifter Franz Knaflic in St. Martin bei Littai bediensteten Gerbergehilfen Johann Sojer, Franz Gajsel und Karl Mesner das Gasthaus de« Johann Iallit in nt. Martin, um sich zur Ruhe zu begeben. Auf dem Heimwege begegneten dieselben vor dem Schul-gebäude dem Besitzerssohne Franz Vozelj von St. Martin und wechselten mit ihm den üblichen Abendgruh. Im Begriffe weiterzugehen, lehrte Vozelj, welcher mit einem Holzprügel bewaffnet war, plötzlich um und begann auf die drei Gehilfen mit dem Prügel loszuschlagen, wobei er den Johann Kojer am Kopfe so schwer verletzte, das« derselbe sofort bewusstlos zu Boden sank und eine lebensgefährliche Gehirnerschütterung erlitt. Vozelj, welcher noch im Laufe der Nacht von der Gendarmerie verhaftet und dem Bezirksgerichte in Littai eingeliefert wurde, gibt an, aus langgehegtem Zorn die Burschen überfallen und geprügelt zu haben. —ill.. * (Im Bergwerke abgestürzt.) Am 15. d. M. um halb 7 Uhr abends verunglückte der im Quecksilberbergwerke in Idria bei der Gewältigung des Ferdinandsschachtes als Zimmermann beschäftigte Lehrhauer Franz Gnezda dadurch, dass er unvorsichtigerweise auf eine alte Fahrlinie trat, dieselbe durchbrach und sodanu etwa 13 Meter tief stürzte. Hiebei brach sich Gnezba einen Lendenwirbel. Die Verletzung wird vom Arzte als eine schwere bezeichnet. —r. — (Vom elektrischen Strome getobt et.) In Ftume kam diesertage der Nnstreicher-gehilfe Nikolaus Paulic, während er sich zur Arbeit aus dem Dache eines Magazins im Freigebiete anschickte, mit den darüber lausenden elektrischen Leitungsdrähten in Berührung und stürzte mit einem Auffchrei ab; der Unglückliche fiel auf das Dach einer Finanzwachhütte auf. das er einschlug, und zog sich dabei eine schwere Verletzung am Kopfe zu. Sogleich angestellte Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos; Paulic war, als man ihn dann ins Spital brachte, bereits todt. — (Dieb stahl.) Am 16. d. M. zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags befanden sich der Vefitzerssohn Johann Ajdnil aus Hudobrezje, die Besitzer Anton Bucar aus Dedenvrh und Martin Tomazin aus Gmajna nebst anderen im Gasthause des Alois Hraftnil in Arch. Ajdnil war schon betrunken, als die beiden anderen rechts und links von ihm Platz nahmen, und schlief bald darauf beim Tische ein. Als er wieder erwachte, bemerkte er, dass ihm seine rothleoerne Vrief-tasche, in welcher sich eine Hundertgulden- und 3 Zehnguldennoten befanden, abhanden gekommen war. Den Verdacht, den Diebstahl begangen zu haben, lenkte Ajdnil auf Anton Vuiar, welcher sich inzwischen entfernt hatte und bald darauf wieder zurückkam. Die herbeigeholte Gendarmeriepatrouille fand durch das Zusammentreffen der Umstände den Verdacht begründet und nahm, obwohl die an der Person des Beschuldigten vorgenommene Durchsuchung lein positives Resultat lieferte, denselben fest. Derselbe wurde dem t. l. Bezirksgerichte in Vurlfeld eingeliefert. —e. — (Schadenfeuer.) Am 11. d. M. gegen Mitternacht brach in dem hölzernen, mit Stroh gedeckten Hause des Besitzers Franz Blazik in Grohberg auf eine bisher unaufgeklärte Weife Feuer aus. welches das Wohnhaus und die daneben befindlichen zwei Stallungen vollkommen einäscherte. Den beiden darin wohnhaften Nus-züglerinnen Marie und Anna Hotevar verbrannten sämmtliche Einrichtungsstücke, Kleider und 7 Stück Hühner. Das Feuer griff ob des herrschenden Windes derart rapid um sich, dass es den am Brandplatze erschienenen Ortsinsassen von Stranberg und Grohberg nicht mehr möglich war, aus dem an allen Seiten von den Flammen ergriffenen Gebäude irgend etwas zu retten oder den Brand zu bekämpfen. Der Hauseigenthümer Blajit war nicht versichert und erleidet einen angeblichen Schaben von 200 fl.; der Schaden, den die beiden Auszüglerinnen, erlitten, wirb auf 100 fl. geschätzt. —«— — (Blitzschlag.) Nm I«. d. M. nachmittags schlug während eines Gewitter« der Vlih in das Wohngebäude des k. l. Postmeisters Josef Pola von Polafälva in Seisenberg ein und fuhr durch das Holzbach und die Abortröhre in die Erde, ohne zu zünden. Die im ersten Stock am Gange in unmittelbarer Nähe des Vlitzwege« befindliche Familie des Postmeisters blieb unbeschädigt,-nur der 2'/,jiihrige Knabe Dagobert Pola fiel infolge des vehementen Luftdrucke« ohnmächtig zu Boden, erholte sich jedoch bald wieder. Der durch den Vlitz am Dache und der Mauer verursachte Schaden wird auf 60 st. a^ch"^(Ungliicksfall.) ^ ^. o. gtt. gegen Abend befanden sich die elf- und siebzehnjährigen Söhne des Gemeindevorstehers Kajfej von Vanjalola lm Zimmer ihre« ältesten Bruders Jakob. Auffehers in der Mühle zu Unter-Zaga. Während der ältere Bruder Anton aus einer Vanl schlummerte, machte sich der elfjährige Matthias mit einem Gewehre- zu schaffen. Durch eine unvorsichtige Bewegung gieng das Gewehr, von dessen geladenen Zustande der Knabe leine Ahnung hatte, los und der Schuss traf den Vruder ins rechte Auge. Letzterer starb msolsse der erlittenen Verletzung, Matthias VaM Me sich Mi dem Gerichte. __l" ° Laibacher Zeitung Nr. 166. 1334 22. Juli 1899. — (Bürgermeister Hribar) hat heute einen längeren Urlaub angetreten. — (Telegraphen- und Telephon« Verkehr im Küstenlande und in Krain im Monate Juni 1899.) Die Gesammtzahl der bei den l. t. Staatstelegraphen - Stationen -des Post« directionsbezirkes Trieft im Monate Juni 1899 behandelten Telegramme betrug: Im Küstenlande 239.321, hievon aufgegebene 47,706, angekommene 55.531, übertelegraphierte (Transit) 136.084; von diesen entfallen auf Trieft aufgegebene 32.474, angekommene 36.888, übertelegraphierte 121.664; in Krain 31.507, hievon aufgegebene 7325, angekommene 8976, über-telegraphierte 15.206. Telephon-Verkehr: a) im interurbanen Telephon < Verkehre wurden in derselben Periode abgewickelt in Trieft 1592, in Abbazia 203. in Pola 118 und in Üaibach 156 Gespräche; d) im urbanen Telephon-Verkehre wurden vermittelt: in Trieft 230.000, in Pola 7448, in Görz 4800, in Abbazia 1162 und in Laibach 12.935 Gespräche. — (Die diesjährige Lehrerconferenz für den Schulbezirk Stein) wurde am 19. d. M. in Mannsburg abgehalten. Der Herr l. k. Vezirlsschul-inspector Prof. Wilibald Zupancic eröffnete die Versammlung, indem er die Erschienenen lebhaft begrühte und zu seinem Stellvertreter in der Führung des Vorsitzes den Oberlehrer Herrn Johann Okorn bestimmte. Nachdem Fräulein Kalii und Herr Sch meidet per Hco!»niHtionem zu Schriftführern gewählt worden waren, legte der Herr Vorsitzende seine bei den Inspectionen gemachten Wahrnehmungen in einem Berichte dar und ertheilte der Lehrerschaft mehrere von echt pädagogischem Geiste durchdrungene Winke und Rathschläge. Die nun folgenden Vorträge des Fräuleins H. n Umfang ein, auf dem eine ganze Flotte vor den Blicken des Publicums heranziehen kann.» — (Das berühmte fchwedische Schriftstellerpaar Ola Hansson-Laura Mar-holm) ist vor Jahresfrist zur katholischen Kirche übergetreten. Sämmtliche protestantische Verleger und Zeitungen haben deshalb plötzlich alle Verbindungen mit ihnen abgebrochen. Die katholischen Kreise Deutschlands fordern nun die katholischen Verleger und die katholische Presse auf, das gefeierte Schriftstellerpaar ausgiebig zu unterstützen. Neueste Nachrichten. Admiral Dewey in Trieft. (Origin«! ttlegiammf.) Trieft, 2 l. Juli. Admiral Dewey erwiderte heute vormittag? in der großen Kaserne den Besuch des Brigadiers von Conrad und stattete dem Bürgermeister Dompierri einen Besuch ab. Nachmittags erwiderte Statthalter Graf Goeh an Bord der «Olympia» den Besuch des Admirals Dewey; bei dem Verlassen des Schiffes wurden die üblichen Salutschüsse abgegeben. Die Schiffslapelle der «Olympia» ließ bei dem Flaggenmanöoer des Morgens und Abends dem Spiele der Lcmdeshymne die österreichische Volkshymne folgen. Heute abends findet ein vom amerikanischen Gesandten in Wien Harris zu Ehren des Admirals Dewey und dessen Schiffsstabs verunstaltetes Diner statt. Trieft, 2l. Juli. Heute gegen 9 Uhr machte der amerikanische Gesandte Harris mit dem Militär- Attache und dem Secretar der Gesandtschaft dem Statt« Halter Grafen Goeh seine Aufwartung. Trieft, 21. Juli. Admiral Dewey machte unl 10 Uhr vormittags, begleitet von dem Schiffs-Commandanten und dem Flaggenstabschef, dem Statthalter Grafen Goeh seine Aufwartung. Im weiteren Verlaufe des Vormittags erwiderte Admiral Dewey die gestrigen Besuche, darunter jenen des Vertreters des Seebezirls-Commandanten, Linienschiffs-Eapitän Dell'Ndami. Der Admiral, der den Admiral Tegetthoff anlässlich dessen Neise in den Vereinigten Staaten persönlich kennen gelernt hatte, interessierte sich besonders für die auf Tegetthoff bezüglichen Andenken und gab seiner tiefen Verehrung für den Sieger von Lissa Ausdruck. Großfürst-Thronfolger Georg f (Original-lelegiamme.) Batum, 21. Juli. Nach der gestrige» hier erfolgten Ankunft der Kaiserin-Witwe sowie der sie begleitenden Großfürsten und Großfürstinnen wurde die Leiche des Großfürsteil-Thonfolgers Georg an Bord des Dampfers «Georg Pobjedonoschew» gebracht, »oel-cher sodann nach Noworossijsk in See gieng. Die Philippinen. (Original-Telegramm,) Newyorl, 21. Juli. Einer Meldung aus Washington zufolge hätten Präsident Mac Kinley und dessen militärische Berather beschlossen, einen Theil del 3. Cavallerieregimentes und ein freiwilliges Regiment Reiter nach Manilla zu entsenden. Hlelegratnrne. Wien, 22. Juli. (Orig.-Tel.) ^«Wiener Ztg.'I Der Iustizmlnister versetzte die Gerichtsadjuncten August Kette von Gottschee nach Reifnitz, Alois Seliökar von Treffen nach Krainburg, Dr. Franz Mohovit von Idria nach Oberburg und ernannte zu Gerichts* adjuncten die Auscultanten Friedrich Nelat für Littai und Josef Zupancit für Idria. Wien, 21. Juli. (Orig.-Tel.) In der Verhandlung wegen der Demonstrationen bei der Arbeiterpromenade auf der Ringstraße wurde Dr. Adler zu eiuem Monate strengen Arrestes verurtheilt. Wien, 21. Juli. (Orig.-Tel.) Die «Pol. Corr.' erfährt von amtlicher Seite, dass die Zeitungsmeldung, wonach das österreichisch«ungarische Torpedoboot «Bussard» gesunken sei, auf einer unrichtigen Information beruhe. Das Torpedoboot sei bloß bei den triegsmähigen Escadreübungen havariert. Wien. 21. Juli. (Orig.-Tel.) Mußenhandel Oesterreich-Ungarns.^ Die Einfuhr betrug im IuM 62-7 Millionen (— 10 7 Millionen gegen Juni des Vorjahres), die Ausfuhr 73 4 Millionen (-f- 3'? Millionen), somit beträgt das Activum der Handelsbilanz 10 7 Millionen gegen ein Passivum von 8 7 Millionen im Vorjahre. Vom Jänner bis inclusive Juni 1899 betrug die Einfuhr 399 6 Millionen (— 36 2 Millionen), die Ausfuhr 430-4 Millionen (-j- 62-1 Millionen). Das Activum der Handelsbilanz beträgt demnach 30 8 Millionen gegen ein Passivum von 67 5 Millionen im Vorjahre. Dresden, 21. Juli. (Orig.-Tel.) König Albert empfieng heute mittags im Schlosse Pillnih zu seinen« fünfzigjährigen Jubiläum als Ritter des preußische" Ordens i»s>ur 1« in^liw die vom Kaiser WilyellU entsendete Glückwunschdeputation. Dieselbe überreichte dem Jubilar im Auftrage des Kaisers die goldene Krone zu dem genannten Orden. Paris, 21. Juli. (Orig.-Tel.) Der neuernannte päpstliche Nuntius überreichte heute nachmittags delN Präsidenten Loubet unter dem üblichen Zeremoniell sein Beglaubigungsschreiben. Der Nuntius hielt hiebe» eine Ansprache, in welcher er sagte, dass ihn der Papst beauftragt habe, den Ausdruck seiner väterlichen Zuneigung für Frankreich und seine Wünsche für das Gedeihen Frankreichs zu erneuern. Präsident Loubet dankte für die ihm namens des Papstes zum Ausdrucke gebrachten Gefühle und drückte den Wnnsch nach einem dauernden Einvernehmen zwischen der französischen Regierung und dem päpstlichen Stuhle aus- Madrid, 21. Juli. (Orig.-Tel.) Die «Agenz»« Fabra» meldet: Zwischen dem Cardinal Erzbischos von Toledo und dem Erzbischof von Sevilla ist ein Zwiespalt ausgebrochen. Der Erzbischof von Toledo veröffentlichte einen Hirtenbrief, m welchem er die Gläubigen aufforderte, die Dynastie und die Instil tionen zu achten. Der Erzbischuf von Sevilla dagegen gab seme Zustimmung zur Veröffentlichung eines carlistischen Pamphlets und empfieng eine Deputation von Carlisten. Der Zwischenfall der beiden Kirchen' fürsten wird lebhaft besprochen. Der Erzbifchof """ Toledo wird hierüber dem Vatican berichten. Constantinopel, 21. Juli. (Orig.-Tel.) Am 20.0 übergibt der russische Oberst Schostal die Verwaltung Rechymnos den kretischen Behörden. Auf Wunsch des Königs Georg wird sich Oberst Schostal dann nach Athen begeben, um dem König seine Aufwartung zu machen. Laibacher Zeitung Nr. 166. 1335 22. Juli 1899. Curlifte von Töplih. 5^,. In der Zeit vom 1. April bis zum 15. d.M. sind in -"plitz nachbezcichncle Gäste angelommen: Heribcrt Walland. Kaufmann. Wien; Josef Luttmann. ^verwerlmeister, Laibach; Frau Schegula s. Tochter, Advocatens-Mtt,n, Rudolfswert; I°sef Petermann, Pfarrer. Mariawörth; ^anz Klemeutschitsch s. Schwester. Cadettenschiiler, Rudolfswert; Matthias Kosar. Pfarrer, Radomlje; Johann Vellovrh, Ober« "utenant i. R., Laibach; Schapla, Npotheler, Haidenschaft; Frau «auer-Mayer. Osficial«s,attin. Laibach: Frl. Hermine Cantoni, "yrenn, Laibach; Matthias H^nigmanu s. Gattin. Privatier, ^'Ychee; Matthias Hönissmann jun., Handelsmann, Warschau; Mann HUninmann s. Gattin, Handelsmann, Trieft: Johann «resse s, yjrmahlin. l. l. Nezirlscommissär, Rndolfswert: Otto M'tter v. Aestrucck s. Gemahlin, Sohn und Tochter, l. l. «ezirls-Miptmann. Rudolfswert: I- Svoboda. Professor. Laibach; >l.Taucar, Professor, Laibach; Frau Nruuncr s. Tochter, Ober-«andesnerichtirathsgattiu, Gottschee; Varon Rechbach s. Gattin, ^"- l> Hnuplmann i. R., Rudolsswert; Leopold Vollo, Fabrilant, ^ul?,- Raimund Iagodic, Vcrpflegsbeamter.. Sarajevo; Frau "mse Gertscher f. Tochter, Vlamtensgattin, Wien; Josef Ialen, «e>cher, Kropp; Franz Iupau, Besitzer. Kröpft; Peter Schleimer '-Gattin, Priuatier. Laibach; Frau Prosinagss. Besitzcrsssaltin. 'vra,t,nl; Svoboda, l. l. Obercommissär, Laibach; Johann Sesel '-Gattin, Massistratsralh, Laibach; Anton Golobiö, Pfarrer, Attach; Wilhelm Sattncr. Kaufmann, Laibach; I. Omersa, "aufmann. Krainburf,; Frl. Josesiue Doberc, Gesellschafterin, m?'V'> Frl. Fanny Zuzel, Oberinsscnieursgatti», Laibach; ^-"^n>g, Apotheker. Marbnra.; Johann Rode, Kaufmann, "wach; Ludwig Slufca, Pfarrer, Vlassuvice; Va'cnlin Vernit. D"«r. Holmcc; Ialob Slrupe, Pfarrer. Laibach; Frl, Mimi «e,dl, Geschllflsbesitzcrin. Rudolsswert; Frl. Marie Kavciö. Private, "lest; Andreas Krian, Pfarrer. Stein; Matth. Kert. l. u. l. ^taior i. R.. Laibach; Johann Germ. Pfarrer, St. Kanzian; "r. Gestriu, l. l. Landesqerichtsrath i. N, Laibach; I. Prosinagss. Mbnlant. Hrastnil; Frau Ernestine Krisper s. Frl. Tochter, nadntsbesiher^atlin, Nivih; Frl. Ludmilla Windischer, Private, «ramburg; Frau Kcchc. Laudesgerichtsrathswitwe, Krainburq; ^ Maznik. Bäcker, Laibach; Franz Kavcic. Kaufmann. Laibach; "Nton Klinar. landschastlicher Oberinaenicur, Laibach; Franz «ayovec s. Frl. Tochter. Handelsmann, Laibach; Armand Fröhlich '^°Uln und Sohn, Besitzer, Laibach; Albin Smola, s. Gattin um» Sohn, l. l. Landcssserichtsrath, Rudolfswert; Guido Schneditz, l'l. Landessserichtsrath, Laibach; Johann Mathian s. Gattin, ^,u.l. Hoflieferant. Laibach: Franz Raltelj, Oberlehrer, Laibach; 5"u Trenz, Staatsanwaltsssattin. Laibach; Franz Oresel, Hau. °el«Mlll,u, Laibach; Karl Edler von Tasch. l, u. l. Oberstlieutenant, N^' Fla"5 V°zic, Kaufmann. Rudolfswert; Otto Fischer, ""chhandler. Laibach; Fr, Liirzer Edler von Iechenthal, Buch» Mter. Villach; Heinrich Rozmann. Gärtner, Hönigstein; Johann -" ehora, Närlermeister, Rudolfswert: Franz Fifchcr f. Gattin. Ho-,'"> Stein; Anton gor, Inspector, Laibach; Ludwig Bauer, ^l.Beznlssecretar. Gotischer; Heinrich Kittag, l. k. Oberiuspector. «ludolsswert; von Villemanns, Ingenieur und Bauleiter. >1iu. °°l vwtt,,,, Privatier, Trieft; Heliodor Pelalel, Verwalter. Pletrijah; «uuon ^qur, Pfarrer, Krainburg; Peter Inerebuer. Weinhändler, ^en; Haager Edler von Wanberhaag, k, u. l. Major, Graz; «nobloch Nitter von, l. u. l. Oberst, Laibach; Auton Bogovic, «aufmanu, Agram; Gottlieb Zitel, l. u. l. Lieutenant, Pettau; Ml. Nntonie Baloch, Private, Laibach; Frl. Bertha Marcnzcller. ^nvate. Laibach; Frau Friedcrile Ischelesnig, Private, Laibach; ^ M'as Verderber, Ölonom. Gottfchee; Anton Nsoli, l. l. Kanzlist, AM: Fanny Eder, Eteuerciunehmcrswilwe, Graz; Fräulein «r,fd. Gertschcr. Ober-Landcsgerichtspräsidcuteustochter, Laibach; ^>ef Staöäl. Forsttcchniler. Gottschce; Johann von Heimcrich, s' "- l- Generalmajor, Klagenfurl; Iohaun Wcihenberger.!. u. t. i»? """"' ^"i' Eleonore Svoboda, Obcrcommissärsgattiu, ^mvach; Antonie Schussmaun, Rechnungsrevidentensgattin, Kla< «emurt; Mar. Kröpf. Architekt. Wien; Vertha Vojsla s. Sohn, "nerlandesgerichtsrathsgattin. Nudolfswert; Pdter Wolseggcr 'MI. Tochter, l. l. Gymnasialdirector, Gotisch«; Regina Faulal, ^'"lenschisfslieutenantswitwe, Schischla. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. l,. Am 19. Juli. Sobolal, l. l. Polizei.Obercommissär. "Moerg. — Buchner, Kfm.. Hanlburg. — Pino, Private, s. Sohn, ^nra. — Soneöic, Priester, Ngram. — Leonhardt, s. Frau, "'tterbach. — Nergdauil. Liucrg, Privat, Vielitz. — Klein, lln-, Temrsvar. — Ponigai, Gutsbesitzer und Abgeordneter. N,H' ^ Mayer. Kfm., Fiume, — Seuftner. Lehrer, s. Familie, v?. 'n. — Fleischer, Fabrilant, Dobrusla. — Nulemius, Pri> "« e, Neumarltl. — Nowal. Ksm., s. Sohn, Brunn. — Sprinar, «',""."' ^raz. - Simon, Kfm.. Saatz. - Kövcsdy, Kfm., ^Man.zsa. — Stern, Hamerer, Riese, Schick, Tilgcr, Hoefel. '^er, Schwarz, Lehmann, Minterholer, Tschoncr, Rihner, Graf, F" U"d Reisende; Dr. ssritsch, Advocat; Rulavina s. Frau, !»ü .' Znacnieure, Wien. — Ferigai, Geschäftsführer, s. Familie; Ngra "' ^"^^' " Schlintner, Doctors.Witwe, s. Schwester, Hotel Elefant. .,^>A" 19. Juli. Kotnil, Private, Oberlaibach. - Ro-^ ' Genchtsrath, Amsterdam. - Pino. Private, s. Tochter. Dir^ ^ Mnaccvic. Doctorsgattin. s. Sohn, Esseg. - Zilahi. LVk. - ' ^"daprst. - Schindler. Apotheker, Fiumc. - Schildert, au?I «'^ ?^sach. - Sever, Private. Laudstraß. - Dr. Scht' ^'M Rudolfswert. - Kempny. Vers-.Secretär, Graz. -S^^orpurgo s. Gemahlin; Heinisch, Oberinspector der l. l. priv. Vn«, /"' S.°"^"' ^hrer. s. Gemahlin; Wanniel. Bydanovits, Gat in 'c^!'?"^' Marzzotli, Kftte.; Ianowitz, Doctors-Vur^'' '^ Tonern, T.iest. - Spitzer, Mörser, Schmidlein, «urlan Sonnenstcin. Gliicl. Kfllc., Wien. Nm ""m .^- Juli. Zwirzina, Hcider, Zoref. Steiner, Müller, stei, ,^c '^'"°""' Nsite.: v, Auer. Privat. Wien. - Löwen» te , V"' '«!°- ^ Vllihwcis. Kfm.. Klagenfnrt. ^ Breiten-An /» 1'",' M"Muschlag. — Rayviche, Kfm., Promontor. — M's.n,.^^^l1'.Kslte., Prag. - Ditrich, Kfm.. Maidhofcn. -Ea^pl «!c ""lchir. Kslte.; Cragnolin. Apotheker. Udinc. - d2 '^'"' St. Martin. - Nöhm, Kfm. Budapest. - Vc» Ar?/ ^""'"sial-Director, s. Gemahlin, Mostar. — Pacchiaffo, Cl,n, / "°"°" ° M. — Katalinic, Großhändler, s. Familie, Mlaw. — Schwarz, Kfm., Budiueis. — Kardos, Kf,n., Boglar. Gartner, Kfm., Nürnberg. — Selinger, Kfm., Brod. Verstorbene. Am 18. Juli. Johauna Mittermayer, Arbeiters« tochter, w Mon., Deutsche Gaffe 7, Tuberculose. Am 19. Juli. Johanna Galjot, Vahnarbeiterstochter, Ul Mon, Wiencrstrahe 35, Tuberculose. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhc 306 2 ,n. Mittl. Luftdruck 786 0 mm. <,, 2U.N. ^374 28 4 SSO. mässg säst heiter "' 9 . Ab. 738 1 22 4 windstill heiter 22. > 7 U. Mg. j ?38-3 118-2 > ONO. schwach j dunst. Luft > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 22 b», Nor« male: 19 9'. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. O"to scIkSziI O"fo legren.! Bad Stein. Sonntag den 3O. Juli 189O in lien Curhaus-Local it äten Annenfest - Nachfeier zu Gunsten (2845) 2—1 der Ortsarmen von Stein und Mflnkendorf. Zum Schlüsse Zanzkränzchen. Anfang 4 Uhr nachmittags. Eintritt 30 kr, Ueberzahlungen werden mit Rücksicht auf den wohl-thä.'igen Zweck dankend entgegengenommen. X3eoon.i5.ere JElaa.la.ä.-va.aa.g'caa. •rgr«2i.«aa. n.lc3at. J. Friedl, Bade-Pächter. 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IHnner-Iuli 100 15 100 35 .. „ „ «pril-October 100,1« «W35 1»54er 4«/, Staatslofe 250 fl. ,7^.7^ ,7,7^ 1««0er 5°/« „ «anze 500 fl «9.'>l4o.- 1«,!0er 5°/, „ Fünftel 100 l. 15? 75 ,e8'»5 1»<^er Otaatslofe . . »001.1947^,9575 ^Dom.-Pfanbbr. k 1!»"fi. !" ZA - i"/„ Qesterr. Voldreute, steuerfnt <<» «5 119 4<» »°/. btl». «ente in KronenwHhr.. steuerfrei für L«N Kronen No». i- 10 100 30 dto. dto. per Ultimo . . 1«,..^ iyy g^> «'/,°/° »st«l. In«stition«°«ent« fur 200 Kronen Nom. . . g,.gz g, ih «ise»bahN'3taa«Sschuldver» schreibnngt«. »lisabethbahn in «., steuerfrei (biv. Et,), für 10a fi. «, 4"/, ll«'.. «b 9,1 Franz. Josef, «ahn in Eilb« (dlv. St,) f, 100 st, Nom. 5>/<'/, »»» « 1»s ^5 Nudolftbahn 4°/„ in Kl»ne»w. steuerf. (div. Et.), für 200 Kr. N»m.........»8 85 99 — Vorarlbergbahn 4°/, i. Kronen»- steueif., 400 u. »000 «1. s. ilou K«. Nom..... »? S2 98 20 Zu Vlantsschuldverschreibnn' «t»abgesttmp.0<> ft. «. W, pr. E>2ck . ,52 «5 »53 »z dlo. Lii^Budwei» 200 st. ü. W. o'V/o........»31 ?ö »»u 75 dlu -^Izb »tir, X10 fl, «, W, b°/< ,,, . ^4 «5 Ga! »>,^Lud».'V, »oufl.LVl »,» l»0 ?'I — «eld Wart Vo« staate zur Zahlung ü>«r»««ment «lsenb.>Prl»r.> Obligationen. Tllsabethbahn eon u. XX» «. 4«/« ab la'/« «, St. ... l«4'30 ll< 90 klisabetbbahn. 400 u. » M. 200 M, 4"/„...... Ilgzib —'- Franz Josef V., «m. l»84, 4»/, »5 40 99 — «alizüche ttarl-Ludwig.«ah», diverse Stücke 4»/. . . , . S? 85 «»»l> Vorarlberger Bahn, Ein. <««4, 4"/«(diu.Gt.)2,,l. lU0 fl. N. 98- 09- Ilng. «oldreut« 4»/, pei Kal)« l^9 — ng in dto. oto. per Ultimo .... llS — l^9'«o dta. Reute in Kro,>c»währ,, 4"/^ steuerfrei für 20«Kronen Nom. 96 50 9» 70 »"/« dto, dlo, per Ultimo . . 9« za 9s ?>,, dto St.« Nl.EoldlN0fl.,4>/»°/» 85 90 Ss w bto. bto. Silber lO0 fl., 4'/,°/, «ov ^l, lUi 50 bt«. staats-Oblig. (Ung. 0ttb.) ». I. l»?«. b"/„..... ,2^._ I»« 7^ dto. 4>/l"/«Tchautregal «lbl.Obl. ,00 »0 lN0 « dto, Präm,-«nl. il ino fl. ». W, ,n^,5„ i«,'!»(> d!o. dto. k 5«fl. «. U. 180 50 t« 60 Ihelß «e«,.Los« 4»/. , Vbligalione« (für lOO fl. «M.). 4»/, ungarische (t fl, «. W.) . 94 65 9« «z 4°/, troatisch« und flavonif^h« . 96-15 9? »» A»d«re Lssenll, Anlthen. Donau-«eg.°Lofe l?/, . . . . /»g — <«<» — dt,. .«lnlcihe 1»?» . . I««-?«) l(« 7>1 Nnlehen ber Etadt G«rz . . li«>- — - ?lnlel,en d, Eladls.tmcmbe Wie» 10» «>> l04 20 )l»leben >. Etadtgemeiudt llllie, lVilber oder Gold) . . ._____.^ P'Hmie» «nl. d. Eta^gm Me« l?9 ». i»a — ^örlebB'i^niehe«. »«»lo««, »«^ 100,^,0,25 t^.. kc«l^ir d««i<» «nl«4^« . ^,_ ,.^,g^ «ell> «ait psandllllkft (für 100 st.). Vodcr. alla.öst. ln»nI,verl, 4»/, »^. g^.^ bto. Prüm..Echlbu. 8"/«, l, «m, 1^." ,yz^ bto, dto. »"/°, N, «m. ^.7.^. 1,^.^. N.-öslerr, Lanbc« Hyp,-Anst, 4"/, ^,^ j^ ^ ^'^'^!""^° ' ' 99 80 10U8U bto. bto. 5>-,<,« «5, Gtaatzbllhn3°/«tlffrc«.»<,0p,Vt, ^ !,!, - Vüdbahn 3«/« 5 Yrc«, 50» p. Et, 7^.^ 7«,... dto. 5"/^<>N,l.P.too fl. 2" ^ ^ Ung. E. I5lH5 ,52 »b Vantverein, Wiener, iN0 st. . »?» zy 273 z« B°dcr..«nst,,0esl..200sl.E.40«/, 457 _ 459., «rbt.Unst. f. Hand, u,V, 1«»fl. —... ^^ dto. bto. per Ultimo Eeptbr. 381 35 8>;l 8,> lreditbanl, «lll«. ung., 2N«sl. . ö8?5N388k>0 Depofitcnbanl, Vlll«, 200 fl, . 2^8 - 2^ i- Elcomptewes, Nblüst,, .^,«<> fl. ?»!< ^« 737 «»s, «lllroullasleüv, Wiener, üt'üf!. 2N3 - 2«4- Hypothelb,,Oest., 20!>fl.25"/«E. «8 25 »«5" Läudeibanl, Oest,. Ü00 fl, . . »4<> 25 2«0 75 Oesleil. ungar. Nanl, «00 ss. . »,l 5l> 9l» ,'.„ Unionbanl i!0y fl..... !N« - iüi >«ll«hi»banl, »ll«.. « «are Hrliln oon Zranllporl« Unternehmungen (per Glück). llluffissTepl, Lisend. 30a fl. . «00' l»1U- Whm, Norbbah» 150 fl. . . »40 75 24l'?0 Nuschtichrader «kis. 500 fl, CM. l«48 »«« bto, dto. slit, IN «0N fl. . «14 — ««-— Doua» «Dampfschiffahrt«. Vef., Oesterr., 5'«, sl. CM. . . 395— 3«? — Duls»fl,. - 445 - Osterr. Norbwestb, 2s<> fl. N. »45— »4»l — dto. dt«. Nit. 1l) 200 fl. T. »59 - 280-Praa Duzer Giscnb. 15« fl. O. . 9? ?5 95 n< Staatseisenbahn 200 fl. O. . »42 — 343-5« Vüdbahn !«X) fl. V.....74 o0 75 50 kübnnrbd. Verb.'«, 200 fl. «M. l98-> - 1988« lrainwa», Ves.,Wr,,17«fl ».W. —-— —>— Klo. E»l. <8»7, 2N« fl. . . 470 — 472>— Tramway Ges., «ciieWr., Prl«< riti« «ctien 100 fl. . . . l»2 50 124 — Una,'<,aliz. «tlsenb, 2«nsl, Silber »lo-— »il-- Uu« Westb,(Raab «r«i)2ttttfl.S. »13-— Ll5-Vi«ner Ä«albahneu'llct.'««s. — — — — Indufirie'Hctlen (ver Stück). »auaes., »llg. «st., 1»0 fl. . . l0ü'— l«e 50 ««ltidier «tisen. und E«chl'I»b. m Wien l<10 fl..... 107 — 10» t>0 «llcnbahnw, Leihss,. Erste, «N fl. 1,5... ,75.. ,.tmulil". Papiers, u. V.-A. «z — 88 Ü0 Uiesinsssr Äraucrel 1W fl. . . 17g__11»,»-— MontlluM-sfllsch., Oest.'alpine K4»0l,l42 55 Praner «ücn I„d, Ges, ««> fl. ,8»« 18,4 valao larj, Tlsnilohle» »<> fl, z,<, — 3li,> — „Schl»«l»übl", Papierj. !«X> fl. lg«.. ,9« _ „Vt»hrer»>, V«p!ers, ». «,>4>. ,g,.. «g _ V«ld ««t rrisalle« «ohlenw.'Ves. ?o sl. iso - l«" Waffenf..«.,Oest.ln wien.innfl. 201 - «»'-Waagon.L«ihanst.. «llg,. ln Pest, wr. «äugeseilschaft'100 fl. .' .' 3n3'^ !»«'- Wienerbeiger Ziegel.Uctien-Ves. AU4,8. Diverse zoft (per «tück). Nudaptst»Vastl« Lrebillost lNN fl...... ,»? - l98- «lary.Luse 40 fl. LM. . . . «-^ «7?i 4"/„2>ol,llU'!l)ampflch. 10Nfl.CM. ,««. «gz-^ Ofcner Los« 40 fl..... Al «,-< Palffy.Uose 40 fl. 2M. . . . "... «,» «otben Kre»,, Oest.<»«l.v.,10fl. 5^.«« «>«» «othen Kreu». Uug.Vtf. v.,5fl. ,„.7« ,l>. «ubolph.Lose 10 fl..... ,"/" I..- «alm.Lose 40 fl. «M. . . . A„. gß^» e»..«en°i».l'°se 40 fl. CM. . A.»? 5<»l »Zalbslei.l.Lolt 20 fl. EM. . . . °' "^ «cwllistsch. d. 8"/o Pl..Ech!ilbv. b. Nobencrebltauftalt, I, «m. , ..^« >« z« dto, dto. II. «m. 18« . . "^" ,3^ «.lbach« 2»s....... Zb.^ ,< „ Devisen. »msterdam . . . . ^ . . 994s) 9»l« Deutsche Pl«>e...... 58 »u 5«" London........ IX! UN «V'<" Pari« ........ z7-a, «?«?. tt. Vetersbur,..... ^ _^ ^" Dalulen. Dncalen........ «gl, b?« «<>'Franc«.Kn, PrlorlUtfB, Ac Men, !«•¦¦¦ alc, I»*vl»«-n ¦<¦•! Valnt«B. (939) Loa-Versioherung. S«.33l^c- -u.3a.dL TTŠ7"«clxsloi-C3-««cls.*,ft I^albach, SpltAlRas««. Privat- Depot» (Hase- DepoHit«) -ULj».t*r «lgrarJCLaxzi. Vinachluso A»» r»it«l-VirzliiHi in Sir-Eitliita I« Ciati-Ccrrtft- Mi «rt Kn-UmH.