Nr. 152. Samstag, 6. Juli 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung PrannmtilltionSpreis: Mit P ostucrseob u „g: ganzjährig 80 X, Imlbjährin ,ü «. Im Konlor: ganzjädrig «! l^, haldialniss ll «, ssür die Ziistellunn uiö Hau« ganzjäbrig L lc..— Inseltlonögebühr: s^ür llcinr Ioscrate bis zu 4 Zelle» 50 l>. ssMerl' per «eür Iü d^ ln'i ülii'len Wiednhowüllc» per Zeile « l>. Tie «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Nlisnahme der Sonn- und Feiertage. Die Administration befind«! sich Kongrcßplah Nr. 2, die Meboltlun Talmatingasse Nr. 10. Sprechstunde» der siedattio» von » bis 40 Uhr vor° mitlags. Unsranlicrte Briefe werde» »icht aiigenoüimei!, Mainiüripü' lnckl znriiclgestillt. Amtlicher Heil. Seine k. und t. Apostolische M a -jcstät sind den 3. d. M. früh nach Ischl ab^ ssereist. Seine k. und k. Apostolische Majestät, haben m,t Allerhöchster Entschließung voin l. Inli d. I. dem SetNonschef iin Ministeriliin des Innern Ednard S lv obod a Edlei: von Fernow den Orden der Eisernen Krone zweiter Klasse mit 3lach-Ncht der Taxe attergnädigst zu verleihen geruht. Seiiie k. und k. Apostolische Majestät haben nut Allerhöchster Eutschließuug vom 2l). Juni d. I. den: Generalsekretär der priv. „Assu'urazioni General:" in Triest Edmnnd R i ch etti Edlen von ^erralba das Komturkreliz des Franz Josef-Ordens n:it dem Sterne allergnädigstzu verleihen sseruht. Teiue k. und t. Apostolische Majestät haben nut Allerhöchster Entschließung vom ^). Ilini d. I. den Tektionsräten im Eisenbahnministeriuln Alfred '' '' s s i g ' Dr. Eduard Ritter v. Donhei m e r -Verlth nnd Siegninnd Sonnenschein den ^ltcl nnd Eharakter eines Ministerialrates soivie den Ministerial Sekretären in diesem Ministerium Dr. Richard Edleu voi: M a r q ll e t und Dr. Hermann Boeß den Titel nnd Eharaktcr eine5 Sek tlonsrates, sämtlichen mit Nachsicht der Tare aller qnadigst zu verleihen geruht. ' ^ Derschatta m. p. Den 4. Juli 1W7 wurde in der l. l, Hos. und Staats« druckerei das I.XXI. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet, Den 4. Juli 1907 wurde in der t. k. Hof. und Staats, druckerei das I.VIII. Stück der böhmischen und das I.XlV. uud ^H.v. ^-tuck der polnischen Ausgabe des ReichsacselMattes ausgegeben uud vcrseudet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 4. Juli 190? (Nr. 151) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß. erzeugnisse verboten: Nr. 23 und 24 <2omla i 'Wola. vom 22. Juni 1907. Nr. 1A «Lliornill miääo/s soci/liuü 6omotirn,ti<:ll Men nicht mehr gewachsen war. ... Er sah ein Kind, einen Knaben, und er war der Vater-, dann sah er, wie seine Frau starb, sah deu Blick ihrer brechende!: Angen und fühlte anfs neue, als wäre der Traum Wirklichkeit, den heftig quälenden Schinerz. Aber eilig führte ihn der Tranin weiter. Er sah ein scharfes Franen-gesicht mit harten Augen, die gransam waren gegen das Kind. nnd er stand da und schwieg uud vermochte nichts dagegen zu tun. Und nuii war das Kind fort, fort, fort, nnd er weinte vor lauter großem Weh' aus seinen schlafenden Angen liefen ihn: Tränen über die alten eingefallenen Wangen — nnd dann blieb er Plötzlich im Tranni allein. Ttiller und stiller wurde es um ihii herum' alles schieu iu die Ferne ',u rücken. Nach einem Augenblick halbwachen Schlum mers, worin er in einem nncndlich großen Raun: zu schweben vermeinte, tränmte ihm klar und deutlich, er sitze wieder iu seiuem kleinen Zimmer, in dem alten ^ehnstuhl, gerade so wie er es jetzt lai und denke, denke immerfort an seinen Sohn, an seil: einziges Kind, an seinen Jungen, von dem er seit dreiunddreißig Jahren nichts mehr gehört hatte. Und plötzlich hielt eine.v>and einen Brief vor seinen träumenden Angen nnd er las: „ ... Vater, Vater, ich komme znriick, ich komme znrück!" Und im Traume bemächtigte sich seiner eine große Frende und eine große Rührung, die immer stärker und stärker wurde, so daß seine Hände zitterten lind bebten. Tief war er in seinen Tranm versunken-seine Frende wnchs und wnchs' erwartungsvoll saß er der Tür gegenüber 'mit weit geöffneten Augen, und plötzlich hörte er in der Ferne leise Schritte anf der Treppe, die näher kamen. Sie waren noch so weit, so weit' aber sie näherten sich immer mehr lind mehr; j^tzt mußten sie nuten bei der dritten Treppe anfangen. Und sie fingen an, langsam liiid fest, und bei jeder weiteren Stufe wurden die Schritte schwerer und lauter, nnd wie sie näher nnd nnd näher kamen, klopfte auch sein Herz immer schneller und stürmischer uud wurde zum Überströmen voll. Jetzt erklangen die Schritte laut anf dem (^ang; plötzlich ward es still. Nach einem Angenblick klopfte es leise an die Tür. In seinem tränmenden Herzen schrie es lant auf: Das ist mein Sohn, das ist mein Sohn . . . Da wachte er schnell anf, und wahrcnd sein geschwächtes Bewußtsein nicht mehr wußte, wo der Tranm anfhörte nnd die Wirtlichkeit anfing, klovfte es abermals und diesesmal dringender nnd stärker, und Herr Hoogeboom rief mit einer Stimme, als wäre es ein letzter Todessenfzer: „Ja . . ." Die Tür wnrde weit geöffnet, nnd in ihrem Rahmen stand ein Mann in voller Lebenskraft, groß und breitschnltrig, der die Arme ausstreckte, aber dann erbleichte nnd sprachlos stehen blieb. Den,: ein krampfartiges Zucken durchfnhr deu alte» Körper dort im Lehnstuhl, während einiger laiiger Augenblicke ein von: Kopf zu deu Füßen gehendes Zucken, und dann saß er totenstill; die Arme waren über die Lehnen hernntergeglitten und schaukelte», leise hi,i lind her. Die Augen stauden weit offen, ohne jedeii Ausdruck; aber sie schienen den Mann, der in der offenen Tür stand, fest auzuseheu. Hatten sie ihn noch gesehen, oder war der Blick schon gebrochen, bevor sie sein Bild in sich anfgenommen hatte,:? Der Mann trat ängstlich und zagend einige Schritte zur Seite; die Augen folgteu ihm nicht; sie starrte«: unausgesetzt anf die leere Türöffnung. Da nahm der Mann den noch warmen Körper seilies Vaters in seine starken Arme und legte ihn sachte mit tranrigem Ernst anf sein armseliges Bett. Laibacher Zeitung Nr. 152. 1416 6. Juli 1907. deutet, weil diese der Insel Formosa gegenüber an der Mstc liegt, ebenso wie für Frankreich Zwangs«, .ttwangtnil nnd ^luunao als specielle Interessensphären anerkannt werden. In alleil genannten Bezirken haben Frankreich uud Japan tatsächlich fast allein Interessen. Dagegen können bezüglich der an Liaotuna, grenzenden Regionen Zweifel auftauchen- es sind dies die Mandschnrei, Tschili und Echantung. Es liegt jedoch guter (^rnnd zu der Aunahine vor, das; England nnd Nußland den japanisch französischen Umschreibungen der Interessensphären zustimmen. (55 könnte min zwar scheinen, als ob ein Interessen-Widerstreit bezüglich Schantungs zwischen Japan lind Deutschland möglich wäre. Dies ist jedoch nach der Auffassung, maß-gebender japanischer kreise ausgeschlossen. Der Hauptpunkt der bezüglichen Stipulation ist die Erhaltung uon Ruhe uud Ordnnng in den betreffenden Distrikten und es könne Deutschland doch nur in hohem Grade willkommen sein, wenn Japan dort für die Erhaltung geschUcher geordneter Zu stände kooperiert. Politische Uebersicht. Laib ach, 5. Juli. Im u n g aris ch e n A bgeordncte n haus e gab Abg. 3 upi I o am 4. d. M. namens der kroatischen Abgeordneten folgende Erklärung ab: „Mit der eingereichten Vorlage über die Dienstespragmatik der Eisenbahner hat die Regierung vom gemeinsamen Reich5lage ver langt, er solle in bezug auf die Amtssprache seine .Kompetenz überschreiten und das Verfassnngs grundgesetz, nämlich den Ausgleich und damit nicht nur die gemeinsame, sondern auch die Verfassung des Königreiches Ungarn verletzen. Deshalb waren wir der Meinung, daß uns als abgesandten Vertretern des Königreiches Kroatien wie anch als Mitgliedern des gemeinsamen Reichstages die hei lige'Pflicht obliegt, alle Mittel, die uns sowohl die Verfassuug als auch die Hausordnnng zur Verfügung stellen, aufzubieten, um die Absicht der Regieruug zu vereiteln uud diese Ungesetzlichkeit, welche die schwerste für unser Vaterland ist. aber auch für Nugarn verhängnisvoll sein lann, zu verhindern. Diese unsere gesetzliche uud rein parlamentarische Aktion wurde sowohl durch die Mehr-heit des Reichstages als auch vom Präsidium damit beantwortet, daß nns die Freiheit unserer Aktion in jeder Einsicht genommen und das Wort entzogen wurde, selbst wenn dazu nicht die geringste berechtigte Veranlassung vorlag, seitens der Regie rung aber dadnrch, daß nut dein Antrage des Herrn Handelsministers ein parlamentarischer Eoup insze niert wurde, durch den jede legislatorische Tätigkeit dieses Reichstages einfach ausgespielt wird. Dem ersten Paragraphen, der jetzt der einzige Paragraph dieses Gesetzentwurfes sein soll, sind alle Ver-fügungen des 8 5 angehängt worden. Damit wnrde dem Reichstage insinuiert, daß er über die weittragendste» Verfügungen, mit denen das Gruud-gesetz des kroatischen Allsgleiches verletzt, wird, entscheiden möge, daß die Tpezialdebatle durchgeführt, ja überhaupt begonnen wnrde. Mit diesem Antrage wird es offenkundig, daß diese ganze Gesetzesvorlage nicht im Interesse des Eisenbahn-dienstes unterbreitet wurde, sondern nur darum, damit etwas kodifiziert werde, was loir für unser Vaterland als die flagranteste Verletzung betrachten, nämlich daß die magyarische Sprache auch auf dein Territorium des .Königreiches Kroatien-Slavonien als Amtssprache festgestellt werde. Dieser Antrag widerspricht der primitivsten Forderung der Verfassungsmäßigkeil, weil durch ihn verlangt wird, dah im Verordnnngswege etwas geregelt werde, was nach dem vorhergegangenen Antrage der Regierung selbst durch das Gesetz hätte geregelt werden sollen. Dadurch wurde lins jeder weilere Kampf in diesem Reichstage gegen diese Ungesetzlichkeiteil unmöglich gemacht. Wir können nicht und wir wollen auch uicht durch uuser weiteres Mitwirken in diesem Reichstage ein Vorgehen sanktionieren, dtirch welches die Hansordnung ausgespielt, der Parlamentarisluns znm Spotte nnd die Verfassuugsmäßigkeit ill Frage gestellt wird. Deshalb bleibt uus als abgesandte Vertreter des kroaUschen Landtages nicht anderes übrig, als in dem Falle, wenn der Antrag des Handelsministers angenommen wird, hierüber sowie auch über unsere ganze Haltnng unseren Mandanten im kroatischeil Landtage Bericht zn erstatten und die weitere Ausübung nnserer Mandate und nnsere weitere Haltung von seinem Beschlusse abhängig zu macheu." Die Nachricht eiues Brüsseler Blattes, daß in den letzten Tagen zwischen den Kabinetten von Berlin, London, Wien uud Rom ein lebhafter telegraphischer Meinungsanstausch über die Be-handluug der Frage der Eins ch r ä n k u n g von R l"i st l> il g e n iil der Haager Konferenz stattgefunden habe, entbehrt nach einer Meldung alls dem Haag jeder Begründnng. Die erwähnte Angelegenheit sei seit dem Znsammentritte der Konferenz in den internationalen diplomatischen Aus einandersctzungeu überhaupt nicht berührt wordeu. Tagesneuigteiten. — (Alkohol nud Vera steigen,) Die Mönche vom St. Bernhard bestätigen, daß die Rei-seuden, die sie erstarrt im Schnee finden, meist solche sind, die vorher — „zur Erwärmnng" - Branntwein genossen haben, was daraus hervorgeht, daß die Flasche sich noch bei dem Leichnam vorfindet. Gleichem zeigt sich norigeus auch anderwärts. Der höchste Gipfel der Anden, der Aconcagua, ist von Herrn Fritz (Gerald in Begleitung des Führers Matthias Zur briggen aus Saas Fee (Schweiz) erstiegen worden, ^urbriggen hat mehrfach den Monte Rosa bestiegen -er hat vierzehn Monate aus den Höhen des Himalaya zugebracht und zweimal die Berge von Neu-Seeland erstiegen. Über seine Lebensweise befragt, die es ihm ermöglichte, diese außerordentlich beschwerlichen Be steignngen anszufühi-en, hat er erklärt: „Vor allem völlige Enthaltung von alkoholischen Getränken." — (Über „Die Völker als Brot e s s e r") berichtet >ie bekannte „Bibliothek der Unter Haltung nud des Wissens" wie folgt: Wieviel Brot die einzelnen Völker im Jahre verzehren, hat oer Statistiker Sunberg berechnet. Danach war bis zum Jahre 1880 der Franzose mit einem Verbrauche von je 258 Kilogramm der größte Brotesser: dann folgten der Däne mit 250, der Belgier mit 210, der Teutsche mit 211, der Schweizer mit 205, der Holländer mit 201, der Nussc mit 173. der Österreicher mit 155 Kilogramm und so weiter. Nin wenigsten aß der Por tugiese, nämlich nur 107 Milligramm jährlich. Iel;l hat sich nnn der Geschmack oder der Wohlstand, oder wovon die Höhe des Brotgenusses sonst abhängen »lag, wesentlich geändert. Zurzeit nämlich steht der Brotvcrbrauch in Dänemark am höchsten iuit 2ft7 Kilogramm pro Ia,hr und Kopf: au zweiter Stelle steht Belgien mit 274, Frantl'eich aber mit 2->1 Kilo grauiln nunmehr erst au dritter. Der Deutsche ißt jährlich 2."0 Kilogramm uud hat damit den vierten Platzi ihm folgt der Schweizer mit 212 Kilogramm. Im allgemeine» wird weit mehr Brot gegesseil als früher, was lxi den so enorm steigenden Fleische preisen anch kein Wunder ist. - < M athiIde 3 e r a o ii b e r d e n A nto -m obil - W a h u s i n n.) Aus Anlaß des Automobil-nnglückes in der Nähe von Cajanello bei Neapel, dem fünf Personen aus der italienischen Aristokratie znm Opfer fielen, veröffentlicht Mathilde Serao in ihrer Zeitung „II Giorno" einen Artikel über den modernen Antomobil-Wahnsinn. Das Antonwbil, heißt es in i,hm, war uud ist ein schönes, starkes nnd sympathisches Instrument, das oie Wissenschaft dem Loben zum Geschenk gemacht hat. Das Auto-mobil war nnd ist ein Werkzeug gn höherer Knltur, zn weiteren, Fortschritt. Das Automobil war nnd ist ein ausgezeichnetes Transportmittel. Die Menschen, ihr Fieber, ihr Wahnwitz sind es, die das Automobil zu einem Werkzeug des Todes macheil. Immer schneller! Dreißig Kilometer die Stunde genügen nicht! wenigstens vierzig. Ach was, vierzig! Sechzig! Sechzig sind zu wenig, achtzig, hundert Kilometer die Stunde! Wenn dn hellte eine Pariserin fragst, welches wohl chr schönster Traum sei, so antwortet sie dir mit einem tiefen Seufzer, in dein ihr ganzes Verlangen und ihre ganze Sehnsucht znn> Ausdruck kommen: „C^nt vin^t il 1'iu'lli^!" Ohne sich um zuschauen, ohne zu sehen, ohne zu fühlen, stürmen sie dahin. Die Sinne versagen ihren Dienst, die Nerven Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Dslar Höcker. (8. FortsehiMss.) (Nachdruck verboten.) Im unverzeihliche» Leichtsinn hatte die Miß nun aber noch im Bett beim Licht einer eigenen Kerze gelesen. Sie war eingeschlafen, ohne das Licht zu löschen, und nur dnrch das Aufschrecken ihrer Reisegefährtin und deren entschlossenes Vorgehen war sie von dem gräßlichen Tod in den Flammen bewahrt worden. Ein Bericht ergänzte den anderen, alls allem entnahm man, daß sowohl die junge Knrlsruherin, alH auch der Lehrerssohu sich ganz besonder» nni die Nettnng verdient gemacht hatten. Indem sie mutig in dem brennenden Hanse aushielten, bis sämtliche Kinder gerettet waren, hatten sie ihr eigenes Leben der furchtbarstell Gefahr ausgesetzt. Dieienigen Gäste, die gestern noch die originelleil Holzschnitzereien am Giebel des Hauses bewundert hatten, fühlten nnn mit dem jungen Bildschnitzer ganz besonderes Erbarmen. Der Erlös der durch den Brand vernichteten Arbeiten hatte es ihm ermöglichen sollen, seinen Stildiengang Zn vollenden. Der Professor schlug vor, gemeinsam mit dem OrtMmlzen eine Petition au den Landesherrn aufzusetzen, lim dessen Mildtätigkeit anzurufen. Mitten in die Versammlnng geriet die Miß Hol-ston, Diese hatte ihre Hassimg einigermaßen schon wieder gefunden. Im ersten Schreck hatte sie, gar nicht daran gedacht, daß sie für ihre Effekten ziemlich hoch versichert war — anch ansdrncklich in Fällen von Feuerschaden im Verlauf einer Reise. Einen peku^ mären Schaden also erlitt sie nicht. Im Gegenteil, da ihr alles ersetzt werden mußte, wnr sn' demnächst instand gesetzt, sich von Kopf bis zu Fuß fnnkelnagel neu zu equivioren. Sie zeigte sich den sie teils neu- gierig, teils vorwurfsvoll musternden Hotelgästen gegenüber also keineswegs geknickt oder zerknirscht. Ans Anregung einer alten Dame hin batte man eine Saiumlnng zum Besten der Ferienkolonisten veranstaltet. Die Kinder sollten so lange hier im Hotel vervflegt werden - - unter Aufsicht des Hilfslehrers und der alten Fran Brake bis die VeanfN'agten des Vereins Stätten für anderwcite Unterbri'.lgnug ermittelt haben würden. Ob anch der blonde Herr George heimlich darüber wütete Fran Stägli. die einsah, daß sie schon des guten Renommees ihres Hanfes halber ein Opfer bringen mußte, erklärte, daß sie nur zwei Drittel der Selbstkosten berechne» wolle, nm so auch ihrerseits zu dem Lieboswerk bei znstenern. Bei einer Berechnung ergab sich. daß der für acht Tage nötige Betrag liereits gezeichnet, ja, daß sogar ein Überschuß vorhanden war. Mall musterte die Miß, die bisher selbst uoch nichts gezeichnet hatte, sehr erstaunt, als sie sagte: „Die Kinder werden es ja in dieses Hotel besser haben, als in t>as enge, dumpfe Giebelstube da drüben. Ich finde es bloß sehr herzlos von folch eine Mntter. die armen Kinder nil Fremde zn überlassen. Für eine so unmoralische Institution wie die Ferienkolonien gebe ick) nichts her. Aber wenn Sie wollen machen eine Kollekte für die Lente, ganz gern." Die Mehrzahl der Anwesenden war über die Unverschämtheit dieser Sprache ganz verdicht. Man hatte znm mindesten einen Allsdr,ick aufrichtiger Neue von der Urheberin des ganzen Unglücks er-wartet. Der Professor diente der Engländerin da als Sprachrohr der Gefühle, die bei der Gesellschaft ver-trelen waren. Es war eine kernige Rede - ohne Grobheit nnd doch sehr deutlich. Und es zeigte sich, daß die Miß. die hernach einzulenken suchte, so mali-tiös ihr Toli anch gegen den Professor blieb, dem sie vorhielt, in England nehme sich ein wirklicher (Yenti> mail niemals eine soiche Sprache gegen eine wehrlose Dame heraus - Teutsch viel besser verstand, als sie Fräulein Spener gegenüber merken ließ. „Ja, das liegt nnn so mal in uns drin, verehrte Miß!" sagte der Professor, sich von neuem ereifernd. „Wenn wir jemanden so recht deutlich anfassen wol-len, daun geht es nicht mit Glacehandschuhen. Ihr bodenloser Leichtsinn hat Menschenleben iil Gefahr gebracht - hat dem jungen Brake, der durchans kein Tischler, sondern ein Künstler ist, seine Werkstatt vernichtet, in der die Ergebnisse iahrelangen Fleißes aufgestapelt wareu. Und da wagen Sie es, Ihre über. spannte Kritik an nnsere deutschen Liebeswerke wie die Institution der Ferienkolonie, zn setzeil? Wenn Sie mütterlicheil Schntz bei deu unglücklichen Kleinen vermißten, ja. warnni haben Sie ihn dann im Augenblick der Gefahr nicht ersetzt? Sie waren ebenso nahe dabei, wie Ihre Reisegefährtin — und näher als Herr Brake. Aber was taten Sie? Die erste waren Sie. die ihr eigenes Leben ill Sicherheit gebracht hat. Ansgeriffen find Sie und haben das Rettungswerk zndem dadnrch gestört, daß Sie nu!r um Ihren eigenen Besitz jammerten. Mögen Sie mich nn» anch für einen groben Bären halten, ich kann 5>l)nen unr erkläreil, von den hier anwesenden deutschen Franen und Mädchen bill ich überzeugt, daß keine so wie Sie gehandelt haben würde!" Damit ließ er die Miß stehen. Die kehrte zitternd vor Wut zn Martha zurück, verriet aber mit keiner Silbe, welche Lektion ihr soebeu zuteil geworden war. Als sie sich wieder einigermaßen gefaßt hatte, ließ sie im Gespräch mit unterlaufen, daß man im Hotel eine Sammlung für die Ferient'olonisten ver anstaltete. Martha hatte mit ihrer Reisetasche zusammen anch ihr Portemonnaie i» den Flammen ver Lascher Mwng Nr. 152. 1417 __________________________________6. Juli 1907. geraren cms deui Gleichgewicht, da? Ätlnerl.lim,d fast zur Unmöglichkeit und der Blntum^allf vollzieht sich wit rasncker Schollig keit. Inilner schneller!,, Immer schneller,! WieMa^nfinniA, wie WiNx. wieM'iesselle fliegen sie dahin Was u^sei, sie^tzon den LänlX'ril, die sic wuxlMln^ Sie'bssseolt mni, der Wnchch. in . nwglichft Ikurzer Zeit an« Ziel M gelangen. Was wissen sie.rlun dni Menschc^l und.'T^'re>i, über doren Körper sieHahinsinrmen'^Sie flieht'., fliegen ü avoii, udne des vergossenen Blutes zu, achten. K,n,ner fchilellrr! Wie ein Unwetter^ wie m^ Zyklon^tinlilnen sie daher gebraust,-nnd wen« sic.' dclv'Wngcn vonlassen, zittern sie moch munter dew. EinffW der L'Mnden Cchnelligken, Ernimtet weirft-n sie ftch, auf das.H^ger, mn nwrgeil das Spiel aufs nene Zu beginnen In ihren Nureaur stuöioren uuu quälen sich die ^nge-incurs, uni !1>en Auiomobillen eine iimmer ^-^re SchnvlllgkÄtM yebcn. Und d^c von Wer krankhaften Leidcilfchast erfaßten MenRv'n. die „Kranken des Raumes und Her Rennbahn", verlangten inliner, n ehr und sind nie zufrieden zu Kllen. Der Mensch l hat den Char-nkter des Antoinobils verwandelt ulid .^us dicier VlQMtie, aus diesem,'>5 n e s, „lr i s e n f:? e s s e r s" ) Ter Parier „^cmp^" erzählt von den feltsalmn Entdeckungen, die die Zlrztc eines Pariser Spitals OK» läßlich der Operation an einein jungen Manne, d« M als „EisnifrMr" zu produzier.'n Pflogt', niachtcn. Tein jungen Manne hare sein -.Metier, ^as darich bestand, daß er alles Muckte, was man ihm bot^ schlecht ailgeschlage.« nnd so wurde er il,f. Spital kecker abbracht. Dor nnne„.Eifeilfnsser^ klagte über Nirchterliche Mogelax'schux^den. »W-ofessor' Verger offnere, ihm den Magen und hier- fand er mehrere Stiefelliägcl. ztni Elsentetw.i, 134 Kleinere Nägel. <'me außerordentlich große Zahl ven Steck, und ^cherheitsnadelli, einige Stück Ei'enb^eck) und niehr ,ulo 320 Gramm heterogenster Fleiner Sachen. Nach Der Operation, die gut verlief, vl'at bei ten, .Kra^vn nlHoald Peritonitis auf, tie ihn hmwegr^fte. .^ ^' (Einen neurn Gr-und zier Eh,5-schoidung) hat der Washingwner Gerichtshof aoiwil lassen. Er hat znerlannt, daß es eii,e Grains Wntett fei und das Leben einer Frau elcnd gestalw» nnlss^ wenn sie der Gatte nicht früh zum Morgengruße ^»d abends küßt. Die Klägerin war eine Fran Troppe und nach achtjähriger Ehe hörie ihr Gatte auf W am Molgen in der gedachten Weise nnd abends!bei seiner Rückkehr vom Geschäfte wie e5 bis dom)in der Fall gewesen, zu begrüßen Sie erklärte, es habe ihr das Herz gebrochen; es habe lhr gezeigt, daß die Neignng ihres Gatten für sir erloschen s,e,, und für eine feinfühlige Frau fei es unmöglich, dieser Grausamkeit gegenüber mit ihrem Manne weiter znfammenzuleben. Jury nnd Nichter Milossen sich dieser Ansicht an und erkannten ans ^cherdung. Der Nichter bemerkte noch, ein Mann, der ^oren,- zum Glück besaß sie noch im Koffer einen Teil ihres Reisegeldes. Sie gab der Miß zwei Banknoten ncht der Bitte, sie znr Sammlung hinzubringen. Tie Miß sah ein, daß sie sich vor der Hotel-gosetlschaft irgendwie rehabilitieren müsse. Sie konnte Nichtwissen, ob sie nicht da und dort im Leben einmal Wieder mit dem einen oder andere,, zusammentreffen würde. Ta jn' den Professor allein erblickte im Begriff, den Weg nach dem Torfe zu nehmen - eilte fie ihm nach und bat ihn um eine Unterreduug. Er habe vorhin die AnlX'gung zu einer Petition an den Landesherrn gegeben ^ ob es nicht eine schnellere und prattiscliere Hilfe bedeutete, lvenn man m? sichtlich vorhandene Gebefreudigkeit der Tonristen schleunigst benutze, um nun anch noch eine Sammlnng sm- den vom Aranounglück am meisten betroffenen -Herrn Brate zu veranstalten? Tem Professor war die Miß dnrck>aus unsym-pnlhisch, auch ibr Vorschlag schien ihm nicht besonders glücklich, denn man konnte nicht uüssen wie der innge Künstler die Sacke auffassen würde. Die Angelegen-^t erschien ihm aber doch so wichtig ,daß man sie znr Debatte stellen mußte. Da mit der Siebenuhr°Post schon eine ganze Anzabl der Hotelgäste abreiste, so war Eile geboten. Er kehrte ins Vestibül znrück nnd "'lg den Herrschaften den Fall vor. Miß Holston legte die beiden Scheine ihrer "leundin auf den Tisch, um die Sammlung cin-e,n5e Liede zu. üMmdcn und damit seine. Pflicht vernüchlässM', d-m-Me einen Alt derMrausamlell, da er daunt,zcM. dM ^r aufgehört habe, fie zu lieben. — - (Ein arm ) r M a, n n) bat die Nevcckr ^ Mäti'r um Hje. . Aufnahme folgender Zu,s,chrift: ^.Iun^en MänmeiM Mr Warnung! In Mwal hcüx'n^ dii',, Granen eine neue List erdacht, um jungn Le.Aw^ in H?- ^cetz zu ziehen und von ihnen etwa.s zu er--fttml.^t,el!l. Schon .lange hörte ich, daß ekiF Fran/ lx^et! 2>l'ann <4>en tncht in Noval lede, sich bald, FrÄM'in. bald Mtwe nennt und Männer anlockt, mdnr sie ihnem von„Mebe redet und sie zu heiraten i^rM-cht, K-üi-z^ich ftchr diese Frau mit irgend einer Mmwsperson aus dor Stadt hinaus in einen Vorort, wo ich mich gerade aM;ielt. Es kam heraus, daß diese Witwl niemand and^'r war als meine liebe Fran Elwm«. Aitjeud (zuweilen nennt sie sich auch bei ibrcm früheren Naniien Ellvilie Iaddat). Dafür habe ich «n, amtliches Totmi.ient als Beweis. Ich warne die Ml^cn Leute vor den Netzen meiner Fwu, Ncwliler Bürger Julius Ailjend," Llsal- und Pl0!iinzial-Nachnchten. — - Inspizierung -des Ergänznngsbe^irks-tommandoe ^ir. 17 und des Landwehrergänzungs-bezirkslonmlundos Nr. 27 Wr eingetroffen und hat im Hotel „Union" Absteigequartier genomnien. .tzente abends wird Seine Erzellc^ nach Trieft abreisen. -.. (Eh^tnng.) Aus Anlaß vollendeter vierzig' M rig er Dienstzeit veranstalten die Bediensteten der Büdbahnstatilw Laibach den Herren Adjunkt I. C e" sar , Zugsrevhor I. P a v l i 6 e^k , Magazinsnleister I. ,«K enda , Mlordant P. M a r ii n k a nnd Partie-fiihrer I. Starman heute um,8 Uhr abends in den Lokalitäten les Hotels „Südduhnhof" (Seidl) einen Ehrenabenb mit Musik, Gesgng uird Vortragen,, Der Eintrat ist frei, jedoch m«r für Vahn^ bediensll-te nnd für eingeführte Gäste. -- r Anftrag erfolgt, abzuholen nnd in weitere Verpflegung und Obsorge zu nehmen. '*" (Sektion Krain des Deutschen i> n d t^ ste r rei ch i sch en Alpenvereine s.) ^eit l. d. M, sind sämtliche sieben Hütten der Sektion ständig bewirtschaftet, nnd zwar in den Inlische» Alpen das Desch m a n n haus (dnrch eilien Tiroler Führer), die Maria-Theresia-, die Sieben Seen- und die Voß°Hütte; in den Karawanken die G 0 Iica - Hütte nnd das Valvas 0 r h aus! in den Steiner Alpen die Zois-Hütte. Alle Hütten weisen schon jeht einen starken Besnch ans. Die Zahl der in der G 0 lica ^ Hütte eingekehrten Alpenfahrer hat bereits 300 überschritten, im Dcsch. m a n n h a n s e übernachteten am ersten Tage der Eröffnung 5l> Personen, die Voß-Hütte zählte bis zum lehtvergnngenen Sonntag 9^ Besncher. — Über die vorteilhafte Einrichtung und die treffliche Bewirtschaftung der Hütten lontet das Ui'tcil der Alpen freunde sehr günstig. -- (Vereinswesen.) T jpreckon, wofür dem Dahingeschiedenen gewiß Ml-feiti^s bestes Gedenken gesichert bleibt. Herr Augnst Drelse, geboren l«43, kam im Jahre 1K73 nach Laibach, 100 er sich kurze Zeit darauf. 1875. nnt der Minx» Fröhlich, geborene Niml, Tochter des bekannton Wiener Bildhauers, vermählte. Trelfe lvlirde im Jahre 18^1 hier als Geschäftsmanii selbständig, indem er in diesein Jahre die bisher Samassasche Tonwarcii' fabrik käuflich erwarb. Diese Fabrik gestaltete der Verstorbene dnrch rastlosen Fleiß nnd entsp«chend den technischen Fortschritten unserer Tage anch anf diesem Gebiete derart cms, datz sie lveit über die Grenzen der Monarchie ihre. Tätigkeit erstreckt. Neben dieser Hingabe an sein Geschäft beteiligte sich aber, wie schon angedentet, Herr Angnst Trelfe an dem ersprießlichen Wirten feiner Mitbürger nach verschiedenen Richtungen hin. So gehörte derselbe seit Jahren der Tireltion der Krainischen Sparkasse an, war durch mehr als 25 Jahre Mitglied und Funktionär dot Laibacher Freiwilligen Feilerwehr, die ihn denn auch bei dem Scheiden ans deren Verbände zum Ehrcnhauptmann ernannte sowie er auch vor kurzem die von Seiner Majestät dem Kaiser für 25jährige Fouenvehrleistung gestiftete Medaille zuerkannt erhielt. Seit dem Bestände der vor 30 Iahreu gegründeten Laibacher Volksküche, der heutigen Laibacher Studenten- nnd Volksküche, gehörte Drelse diesem humanitären Institute, bei dessen Gründung er her» Vorragelid tätig geweseu, als Mitglied nnd seit langen Ialiren und bis znm letzten Lebenstage als viel-bewährter und hochverdienter Obmann an. Des» gleichen war der Verstorbene Mitgrüuder des Rct> tnligs' und Vildungsinstitutes für verwahrloste Kna-ben in Schloß Kroisseneck bei Laibach. — Es würde zu weit führen, wollten wir uns auch noch auf andere Gebiete der öffentlichen Tätigkeit begeben, anf die ihn das Vertrauen der Behörden, Korporationen, der Mitbürger berief, überall, in jedem WirtHngskreife, erwies sich der dnrch eineil ganz lx'sonders scharsen Blick, dnrch besondere Logik und konziliantes Wesen ausgezeichnete wackere Bürger allen an ihn herantretenden Aufgaben vollkommen gewachsen nnd es fand sein bezügliches Wirten anch stets die verdiente gerechte Anerkennung. Als Landwirt, als Weidmann nnd als Schütze — Drelfc gehörte auch der att» berühmten k. f. priv. Laibacher Nohrschlitzen-Gesell-schaft als Mitglied an ^- erfreute fich auch sein Name eines hervorragend guten Klanges sowie er als Ge-sl'llschafter in allen Kreisen sehr beliebt und stets gerne gesehen war. - Das Leichenbegängnis fand unter sehr zahlreicher Beteiligung aller Kreise der Gesellschaft, namentlich anch der Vereine, denen der Dahingeschiedene in der langen Reihe der Jahre als Mitglied aligehört hatte, gestern nachmittags 5 Uhr von der Totenkapelle des Leoninums ans statt. Den vom Herrn Pfarrer Franz Pavli<" von St. Peter mit der Pfarrgeistlichkeit geleiteten Kondukt eröffneten die 5iranzträger der prachtvollen Kränze des Kredit-oereines der Krainischen Sparkasse, und des Laibacher Studenten- und Volksküchen Vereines sowie die angehörige Arbeiterschaft der Drelseschen Fabrik. Tem mit Kränzen reich geschmückten Vlnmenwagcn, dar-,inter Kränze der Direktion der Krainischen Sparkasse, des Dentschen Turnvereines, von Mitgliedern der Schlaraffia nnd befreundete» Familien, folgte der Leichenwage», gleichfalls mit herrlichen Kränzen der Familienmitglieder. Tem Leichenwagen folgten unter anderen Finanzdirektor Hofrat L n b e r, Finanzrat Dr. Pessink, Bezirkshanptman» Tel Cott. Herr Major der Artillerie Soppe und .Aerr Hanvt-lnann des k. u. k. 27. Infanterie regiments Ertl, Vertreter der übrigen Truppenlörper, Regierungs-rat Direktor Senek 0 biö und Prof, Dr. Mandl. Vertreter des Vereines der Krainischen Sparkasse, zahlreiche Vertreter des Handels st an des nnd der Bürgerschaft unserer Stadt, darunter die Herren Dr. Josef K 0 sler, Din'ktor M a h r . Ottoinar Bam -berg jun., die Herren Fabian fen. und junior, Nöger. Ianefch, Iofef Krisper, Gustav Kastner, Karin ger, Grub er und viele andere, Direktor D 0 l e n c der Weinbanschule ni Stauden, der Perwaltnngsausschnß des Lmbacher Stndenten- nnd Volkskü^nvereines vollzählig Herren lind Damen, mit Herrn Obmaimstellvertreter Pro-fessor Kanonikus Kr2i5 an der spitze, zahlreiche m der Küche tätige Fränlein, eine Vertl-etnng der fale-sianischen K»abe»rettnngsanstalt in Kroiseneck, geführt von Herm Snperior und Direktor Pater Alois Val. K ova <" i <", Teplltationeli der Laibachor Feuerwehr- und Rettungsgesellschaft und der die Studenten-küche besuche,ide,i Studierenden, der barmherzigen SchN'c'stern des Leoninnms nlid ein langer Ing von sonstigen Leidtragenden, Herren und Tamen der Bc° lvohliersMft Laibachs, ein Beweis, welch allgemeiner Wertschätzung sich der Dahingeschiedene zu erfreuen hatte. Laibacher Zeitung Nr. 152. 1418 6. Juli 1907. — (Zahlungspflicht bei Annahme einer Zeitschrift.) Eine wichtige Entscheidung hat der Verwaltnngsgerichtshof getroffen. Visher herrschte die Ansicht, das; derjenige, der cine Zeit» schrift nicht bestellt hat, zur Bezahlung des Bezugspreises nicht verurteilt werden tonne. Ein solcher Fall wurde in diesen Tagen beim Vcrwaltuugsgcrichtshofe verhandelt und dahin entschieden, daß derjenige, der die ihm zugesendete Zeitschrift behält, auch die Bc-zugsgebühr zu entrichten verpflichtet ist. — (Ein halbes Jahrhundert treuer K und e.) Heute sind es fünfzig Jahre, seit der hiesige Handelsmann Herr Franz Schantel sen. unnnter^ brochen das Frisenrgeschäft anl 5iongreßplay Nr. 19 besucht. Trotzdem das Geschäft in dieser Zeit dreimal den Besitzer gewechselt hat (bis 1. Juli 1860 Fran Therese Toildelo, bis 1. Mai 1897 .Herr Ludwig Vusinaro uild von da an bis heute Herr Otto Fettich-Frankhcim). ist Herr Schantel dem Lotale die ganze Zeit treu geblieben. Wohl ein seltenes Jubiläum! " (S o m m er f e st.) Wir Städter bemessen die Jahreszeiten nach den Erscheinungen der.sinnst; den Frühlingsanfang bezeichnet für uns nicht das Er-wachen der Natur, sondern die Eröffnung des Theaters, den Sommer die Konzertsaison, während, von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, der wirkliche Sommer für nns eine winterlich-tote, langlveilige, jedes Knnstgennsses bare Jahreszeit bedeutet. Dank bar wollen wir daher jede angenehme Unterbrechung der langen sommerlichen Pause begrüßen und dank-bar nimmt anch das Pnbliknm die, Veranstaltung des Somuierfestcs im Kasinogarten entgegen, das heute uuter der verheißenden Epitzmarke „Ein Nbend im Wiener Prater" alle lustigen Geister harmloser Fröhlichkeit wecken soll. Das Arrangement ist bewährten Händen anvertraut, das Programm, an dessen Ausführung auch die Militärkapelle und der Männergesangsverein teilnehmen, sorgt für stets NxMelnde und anziehende Unterhaltnng. Die heitere Veranstaltung, verfolgt jedoch auch rinen ernsten Zweck: ihr Reinertrag ist, der Unterstützung Notleidender bestimmt. Es gibt ja so viele, die gerne helfen wollen uud nicht wissen: wie? Hier ist ihnen ein an> genehmer Weg gezeigt und sie werden nicht vcrab' säumen, ihn frendig zn betreten. Des einzelnen Tat ist nicht hinreichend, viel vermag jedoch die Gesamt, heit, die fest zusammensteht. — (Gastspiel Toni, Taree.) Ww schon berichtet, beginnt heute das auf zwei Tage berechnete (Hastspiel der Künstlerin Toni Dare^ mit ihrem Vari6t^Ensenlble. Die Nachfrage betreffs der Vor> verkanfkarten im Hotel „Union" war eine sehr rege. ^ Das Nähere über das Gastspiel ist in der Annonce und in de» Tagesplakaten enthalteil. ^ (Eine Z i rkn s g ese l ls cha f t über fallen.) Am 1. d. M. abends hat der Taglöhncr Josef Mexnar in Dornegg, Gerichtsbezirk Illl)risch Feistritz, den dort weilenden Schaukelbesitzer Ignaz öumi mit verschiedenen Schimpfworten belegt. Als cr sich auf gütliches Zm-eden nicht entfernen wollte, packte ihn kumi, erpvdierte ihn weg und versetzte ihm anch einige Ohrfeigen. Nun lief Me/nar ins Gasthans des Iofef Pcrkan in Dornegg und forderte die dort anwesenden Burschen ans, ihm zu helfen, damit er sich an dem Schautelbesitzer räclie. Hierauf gingen Mexnar und füuf Burschen über die Zirlns-gesellschaft mit Steinen, einer fogar mit einer Sense los. Es entstand eino Rauferei, wobei es gegenseitig Messerstiche und» Steinwiirse absetzte. Acht Teilnehmer an der Rauferei wurden dem Bezirksgenchte in Illyrisch-Feistritz eingeliefert. -^l. — (Selbstmor d.) Am 2. d. M. abends gingen Jakob Slivnik nnd seine Schwester Helena Bernard a,us Muze ihren '18 Jahr? alten Bruder Valentin Slivnik, einen herabgelommenen Alkoholiker ohne ständigen Wohnsitz, der in einer Waldhütte in ter Nähe der Ortschaft Asp schlief, besuchen. Nach längerem Klopfen öffnete Slivnik die Tür und äußerte sich, er werde die ganze Nacht beten lind dann rinen Selbstmord begehen. Da aus dein weiteren Gespräche dessen Geistesstörung zu entnehmen war, entfernten sich die Geschwister und beschlossen, ihn tagsdaranf ins Spital nach Laibnch zu überführen. Als mn .'!. d. M. um 1 Uhr früh Helena Bernard mit ihrem Sohn in die Waldhütte kam, und den, Slivnik das Frühstück brachte, fand sie ihn auf den» Boden am Bauch? liegend auf. Er bemerkte, rr esse nicht mehr er werdr bald sterben. Gleichzeitig gewahrte die Bernard Vlntspuren an den Füßen des Bruders. Slivnik sagte, or habe sich ein wenig geschnitteil, es wolle aber nicht bluten. Als der Sohn der Bernard dem Slivnil den Kopf in die Höhe hob, spritzte das Blut nach allen Seiten hin. Es zeigte sich, das; sich Tlivnik mit einen, Rasiermesser am Halse nnd am linken Vorderarme je eine Schnittwunde beigebracht hatte. Das Messer lan neben ihm. Slivnik starb kurz darauf. —I. — (tF i m o u ^ i. <^ t; o l <^i ö O v ll ^ a v u a ku^iönicÄ iii^it^lui^a. v I^ubl^kiii.) Wochenbericht: Die öffentlicl)e Lesehalle wurde in dor Zeit vom ^2. Juni bis 5. Juli von insgeMnt 1>1A1 Persollen besucht, was einer durchschnittliclien Frequenz von 102 Personeil pro Tag entspricht. Die Zahl der aufliegenden Zeitschriften vermehrte fich um ^i (2 slovenische und 1 böhmische Revue). Po» manenztarten, die innerhalb A0 Tagen zn beliebig oftmaligem Besuche der Lesehalle berechtigen, sind n 00 li oei dor Kassa zu haben. ^ Der Bibliothek haben die Herren Prof. Fr. Iuvanöiö, Postassistent L. Guzelj, Stadtarchivar Autou Mkerc, pliil. Fr. Knstor und Herr Nedetjto Bücherspenden zugewendet. — (Der Verein „M Iadil a") hielt gestern abends unter dem Vorsitze dor Vcreinsvorsteherin Fran Milica Hribar im Beratungssaale der „Ma-tica Slovensta" seine diesjährige Hauptversammlung ab. Wie wir dem vom Sekretär, Herrn Magistrats-rate Lah, vorgetragenen Jahresberichte entnehmen, zählt der Verein nunmehr, im zweiten Jahre seines Bestandes, 15 Gründerinnen uud Gründer, 2^3 ordentliche und 7li unterstützende Mitglieder sowie 2 Protektorinnen, die zu Vereinszwecken je MX) K gespendet haben. Der Verein hat sich zunächst die? Gründling nnd Erhaltung eines slovenischen Mädchen-Pensionats zur Ausgabe gemacht. Im Pensionate sollen in erster Linie Zöglinge der höheren städtischen Mädchenschule, bezw. des Madchenlyzeuins, sodann aber anch Frequentantinnen anderer Lehranstalten Aufnahme finden. Zu Pensionatszwecke» wurden, so^ lange das Pensionat »licht ein eigenes Heim errichtet, die Räumlichleiten gesickert, worin bisher die höhere Mädchenschule untergebracht war, da diese bekanntlich ein eigenes neues Schulgebäude erhält. Zur Vor« steherin des Pensionats wnrde Fräulein Dolinar bestellt, während mit dor Führung der Ökonomie Fränlein Meß to aus Littai betraut wurde. Vol> läufig sollen etwa 80 Zöglinge aufgenommen werden. Eine größere Allzahl von Anmeldungen liegt bereits vor. Eine nicht minder wichtige Aufgabe des Vereines ist die Gründnng einer privaten Mädchcnvoltsschule, die solange fortgeführt werden soll, bis das Mädclien» lyzeum eine Vorbereitungs-Volksschulc — nach Art der Nbungsschnlen - erhält. Schon im nächsten Schnliahre wird die erste Klasse dieser Privatvolts-schlile eröffnet luerden. Der Bericht des Sekretärs wurde genehmigend zur Kenntnis genommen, desgleichen der von Fränlein Senekoviö vorgetragene >iassabericht. Das Vereinsvermögen beziffert fich auf 11.49ll K, welckM Betrag frnchtbringend angelegt ist. Nachdem noch verschiedene, die Ausstattuug des Pensionats lind der in Aussicht genommenen Volksschule betreffende Fragen besprochen worden, wnrde die Versammlung nach einstiindiger Daner geschlossen. — (Vor trag über Rheumatismus u n dGich t.) Im Balkonzimmer des Kasinovereines findet Dienstag den 9, d. M. nm 8V2 Uhr abends ein Vortrag des Herrn Dr. Madcr aus Graz über Rheumatismus und Gicht, deren Ursache, Behandlung und Heiluug statt. Eintritt frei. — (G 0 ttscheer Nachrichte n.) Man schreibt uns alls Gottschce: Am !^. d. M. veranstaltete der Leiter und Lehrer der städtischen Musikschule, Herr W. Wlassak, eine öffentliche Schlukprüfung seiner Schiller und Schülerinnen, die ihm eine volle Anerkennnng seiner lobensn>erten Tätigkeit eintrug. Wenn man bedenkt, daß er erst am !5. November v. I, mit dem Unterricht begann, so verdient ihm ein glänzendes Zeuguis ausgestellt zu werden. Sämtliche Vortragsstücke sowohl fiir Klavier als auch für Violine mit Klavier und kleines Orchester, mit Ge> schmacl lind Verständnis ansgewählt nnd dem Alter der Schüler angepaßt, erfreuten sich einer tadellosen Ausführung uud riefen eine rückhaltlose, beifällige Anerkennung der zahlreich erschienenen Zuhörer uud Gäste hervor. Nach manchen mißglückten Versuchen scheint Herr Wilhelm Wlassak der Lehrer zu sein, der die ihm gestellte Aufgabe glücklich zu lösen uud jene Lnst uud Liebe zur Musik zu wecken vermag, die einen gedeihlichen Fortgang der von ihm geleiteten Schulc verbürgt. Jedermann sprach den Wunsch ans, daß es gelingen möge, Herrn Wlassak dancrnd für Gott^ schee zn gewinnen. - Die Mahd ging heuer so früh und so gut von statten, wie schon viele Jahre nicht; das Wetter war so günstig, daß das Hen ohne störenden ZwisclienfM trocknete und eingebracht werde» konnte. Dem Mangel an Arbeitskräften uud del, dadurch bedingten, man möchte fast sagen, wncheri-sä>en Arbeitslöhnen trachteten manche Besitzer dw-dnrch zn begegnen, das; sie sich Mähmaschinen an> schaflcn, die sich auf halbwegs ebeneil Flächeil voll' kommen bewährn. Es ist das Verdienst des k. k, Hauptstcnereinnehmers Herrn F. Nitsch, zuerst dar^ auf aufmerksam gemacht zu haben, indem er auf da^ Beispiel von Oberlaibach verwies. Hou ist null in guter Beschaffenheit und reichlich vorhanden, so daß es wahrscheinlich im Preise sinken dürfte. Auch das Vieh war auf den lehtcn Märkten in Gottschec nnd Malgern billiger, ohne daß leider unsere Fleischhauer, davon Notiz nahmen, die Fleisch geringer Qnalität teurer verkanfen als beispielsweise in Graz. — Herr Notar Dr. M. Karnitschnig, der das Fischerei-i-echt ill der Rumse voll ihnm Ursprung bis zur städtischeil Mühle auf eine Reihe voll Jahren pachtete, hat kürzlich etwa 80 vom Fischzuchtvereine in Klagen» fnrt bezogene Welse oder Waller (Silnrns glanis) ausgesetzt und damit einen nnerkennensloerten Ver-snch nnternommen, das Ninnsewasser nutztbar zu macheil. Da der Wols schlammigen Boden liebt, wo er verborgen auf kleinere Fische lanert, ist anzunehmen, daß er sich hier heimisch fühlen nnd bald vermehren dürfte. Die Ninnse würde sodann Welse, Hechte. Karpfen, Schleien, Plötzen und Weißfische be-Herbergen. Mit den gleichfalls eingesetzten amerikanischen Regenbogenforellen scheint es nichts zn sein, ebensowenig wie mit den Krebsen, die sich nicht zeigen wollen, obwohl Sachverständige die Gewässer Krains als seuchenft-ei erklärt haben. * (Ein fünfjähriger V r a n d leg er.) Gestern hätte sich fiir die anf dem Ioran5i5-schen Zinnnerplatze in der Iimmercrgasse wohnhaften Par-teien der Abend fehr verhängnisvoll gestalten können, wenn durch Zufall ein gelegter Brand nicht fofort entdeckt nnd gelöscht worden wäre. Die Auf» seliersgattin Helena Primc bemerkte gegen halb 8 Ulir beim Stalle des Hausbesitzers Anton Jeram'i's- einen verdächtigen Ranch aufsteigen. Nichts Gutes ahnend, eilte sie dahin, und sah das im Hcntrichter befindliche Heu brennen. Sie alarmierte sofort die Nachbarn, denen es gelang, den Brand noch im Entstehen zn unterdrücken. Die von der Sicherheitswachlstnbe an der Karlstädter Straße avisierte Feuerwehr kam mit gewohnter Naschheit an, trat jedoch nicht in Aktion. - Wie die Polizei feststellte, hat den Brand der fünf-iährige Taglöhnerssohn Alois Artcu- gelegt, der znr Zeit des Fellers mit seinem vierjährigen Bruder Franz Artaö vom Stalle davonlief. Die beiden Kinder, die schon nachmittags Zündhölzchen bei sich hatten, befanden sich unter Aufsicht ihrer achtzigjährigen Großmutter. — (Die Laib ach er Pe rei n s k a ve l l e) veranstaltet heute ein Konzert nn Hotel „SüdbahN' Hof" (Seidel). Anfang halb 8 Ul,r abends, Eintritt frei. '* (Vermißt) wird seit einigeil Tagen die elfjährige Schülerin Inliana Knhar ans Unter-ßißka Nr. 164. Das Mädchen ist blond, trägt ein blaue? Nöckchen und eine Schürze von gleicher Farbe, eineil tveißen Strohhnt und einen NeA'nschirm. 2ln»io» »»or» i» der Z>otnltir«He. Sonntag, den 7. Inli (Christi Vlutfest) um l0 Uhr Hochamt: IVli552. „^sc^u Ke nnd Fleischpreisen. Der Minister znhll hiebei jene Maßnahmen anf, welche von der Regiernng zur Vesei» tigung der von den Interpellanten angeführten be° r.'chtigten Klagen bisher getroffen wnrden, nnd teilt mit, daß dk' Regiernng behnfs Fördernng und Aus' gestaltung der Approvisioniernngsmaßnahmen einen Ni'trag von 2M.000 X in das nächstjährige Budget einzustellen gedenkt. In Beantwortung einer Interpellation des Abg. Dcmßar und Genossen, betres» Laibacher Zcituna Nr. 152. 1419 6. Juli 1907. MW d,r nut d<'n Valtanstaat^li adznschlichcnd^n 'van^i^x'l-tläa^ teilt dcr Ackorbanniilust^- nnt, das; >mch Ansicht Ü>cr Ncaicvnng 1 3) uin'nlbchl lichc' Vora»osl.'wll,g zur <>ntsprc'ch<'n^ <"n .tt^«,lu!ui der handclopolitischen Vozichunacn Zu ^trachtrn s^'i. Auch wcrdon di? Grcn^c^iinstiqun-Mn, w n^'it sie hinsichtlich ^'r (^infndr Irdischer , Hrcvenicnzon ini Vm-jahrc in >liast Man^'n uxn^'n, 'n t>n del- nbznschlichcnlicn Handl'l<'v<'rträg^ cut-listen ft-in. Vczüqlich drr Int^rpcllcitiou der' Abgc-onnctcn Leys und Genossen, dctrcffcnd die noch mcht isolate Publitation des M'inMs^'s. wilt der uaerbauiuinister mit, dic Ne^ieninq A'dcilte dod N^k in der nächsten Zeit zu publiziern, so daß co noch im Herbst l. I. zur Wirksamkeit «elangen n^rde. Tas Hau5 verhandelt dann den so^aldeiuoHra-tnchen Tringlichteit^antraa wegen Einfiihrmui deo allgemeinen, qlcichen und diretten Wahlrechtes fiir dlc Landtage. Aba. N e n, e c bcqriinoet einaehend die ^l-,!uilichkeit des Antrages. Aba. Graf Sternbcra Poleiuisiert heftig gca,cn die Tozialdemokratie, Abq. T>r. Krct unterstützt die Dringlichkeit de^ Antrage?, da es notlvendig sei, alle blassen des' Volker zur ^'lbswerwaltnna, heranzubilden. Abg. T t a r e t' wendet sich alo freier Zozialist gegen die Dringlich-N'tt des Antragec-, dor nur deir Weg zur realen ^lroett des Hauses vorrmnutte und der nur ein Wahl-Manöver der Tozialdeniokratie sei. Die Abgeordneten '>' o dlich und N o m a n c z u k spreche, sich für das allgemeine und gleiche Landtag5wahlrecht aus »md ^lbg. N. v. Abrahan: owicz ertlä, te nauiens des ^olcuklub5. das; derselbe gleichfalls für die An-'-dehnung des Landtagvwahlrechtes a»f die breilen ^dolfernngsschichten sei, jedoch stehe hierüber zu be-Mlie^en einzig und allein den Landtagen das Necht zu. Nachdem noch die Geueralredncr gewählt ivordeu waren, und zwar Abg. Seliger sTozialdemotrat) pro um Hribar (liberal) tontra, wurde die Verhandlung abgebrochen. Nächste 2it;ung Dienstag, Ttuhlweiftenburg, 7.. Juli. Heute vor-nttago war m der ^eluiayerschen Blaudruckfabrik "u Vrand entluden, der bald das Maschinenhans ngrNl und die Maschinen und Einrichtungen stände vernichtete. Der Feuerwehr gelang ec-, die ^aäwargebaude zu retten. Die Entstehungsursache des Vraudc-5 kounte bisher nicht festgestellt nxrden, D! Vielitz ei.ie Feuersbrunst, der dreimuzlvanzig Häuser und die Kirche zum Opfer ,. N'^.p c st, 5. Juli. Gegeuüber den, in Vnda Pc,t verbreiteten Gerüchte vou eine.n gegen den "vm'u^ ^„l Kroatien gerichteten Attentate und von holzen Demonstrationen erfäbrt dao „llngarifche "'lrgraphen-.^orrespondmzbureau", daß in Agram überhaupt nicht» geschehen ist, was zu Attentats nnd ^munstrationsgerilchten anch nur die geringste ^)rnndlage, bieten würde. Heidelberg, 5. Juli. Der Philosoph 5lnno ^''cher ist in der vergangenen Nacht gestorben. ^oeul, 7>. Juli. Marquis Ito hat an den "aner vou Korea eine Anfrage in betreff dor An-weienhe.t einer koreanischen Tepntation ini Haag, die um ihre Anerkennung nachgesucht haben soll, gerichtet, -cr Kmser erklärte, er habe keinerlei Kenntnis von ^ner solchen Deputation und ihrer Tätigkeit. Margni> >'w ,agtc ,n einer Unterrednng, die Vehar-rlichkeit ^)'Kaisers in derartigen IntriMn niüssc' als eiue "selige Haltung Japan gegeuüber aufgefaßt 'nrocn. der mau Einhalt gebieteu müsse. Ncwyork, 5. Juli. Aus Oysterbay wird ge-u'uoet, daß dor Sekretär des Präsidenten Roosevelt, ^uv, ii, ?i„^, ^s^.,^ g(.h^l^^„ Vortrage erklärt lwe daß eine Flotte von sechzehn Schlachtschiffen wM)r,chei!,lich im nächsten Winter zn Manöverziveclen l Mveder im Stillen Ozean oder im Mittelländischen ^""re und im Atlantischen Ozean werde zusammen--n'zogen werden. Die VeZiehuugeu zwischen deu Ver-'"igten Staaten nnd den anderen Mächten seien nie ^wdlich^. gewesen. Wenn eine Flotte nach dem w ! ^'"" geschickt lverde, fo habe dies keine '"itcrc Vedeutuug als die, die in der Tatsache ent- halten sei, daß sie drei oder vier Monate abwesend sein werde. Löw trat unter Hinweis auf die schwe benden Gerüchte der Anffassnng entgegen, daß die Flotte wegen möglicherweise eintretender Verwicl luugen mit Japan nach dem Stillen Ozean gehe. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 73« s» mm. . 2 u. N. 738 8 26-5 W. mäßig heiter " 8 U. Ab. 738 2 19'1 NW. mäßig «> 7 U. F. ! 787 b 16-0^ SSO.schwach! » > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 19 b", Nor» male 19 4°. Wettervoraussage für den 6. Juli für Steiermarl, Kärnten, Krain und das .Mstenland: Meist heiter, schwache Winde, wnrm, glcichniähig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtet. Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Harnbeschwerden, und Gicht, bei Zuckerharnruhr, bei Catarrhen der Athmungs- und Verdaun ngs-Organe wird dlc Bor- und LitlliOIl-hältige Salvator-Quclle mit ausgezeichnetem Krsolg angewendet. t3| Harntreibende Wirkung. KIhH Leicht verdaulich. VjBjl Angenehmer Geschmack ^¦EJ^Ä^ Absolut rein. ^^G^^flHHfll Cotistante ^^¦hBSbBBB Zusammensetzung. ,r ¦"¦¦¦ ----- Medrcmal-Wasaer r V^Ä dietatisches Getränk I ^^^SJ^^" ersten Ranges. Ifyy ""*""-\y\y R^sonders jenen Personen L^ fllPf'Tr___' empfohlen, welche zufolge P*nin,i„. irg^iSgj sitzender Lebensweise an ^ BSgS^S j^arnsaurer Diathese und g ^ffi^^ Kämorrhoidcn, sowie •—" H^HHHp gestörtem Stoffwechsel =¦ ^m^^ leiden. c^ Airztliche Gutachten, Zeugnisse über Heilerfolge und sonstige Brunnenschriften stehen gratis und franco zu Diensten. Hauptniederlage in Laibach: Michael Kastner, Peter Lassnik. Oe»verbe»Ulademie Kriedberg. Die an der Alademie hier tnrzlich wieder linlcr dem Vorsitz eines städtischen Prüfnna.s-tommissärs (Geh. Vaurat) in den Nbtcilima.cn für Maschinenban, Elcltrotechnit, Aan Ingcnieurfach nnd Architektur abgehaltenen Ingenicnrftrüfnngen haben wiederum ein günstiges Resultat ergeben, denn von den lfanbidateu der Hanftt^ bezw. Vorprüfung bestanden N mit dem Prädikat »sehr gut», 20 mit «gut», 10 erreichten die Note ai^. Wuftcr ltmgeficub. (58) 7-4 UC1U0M I dül IM. f&t?IIIlt?KJt?Fl|j JuliriUIl. kmöacher Zeitung Nr. 152. 1420 6. Juli 1907, Das natürliche Marienbader Vrunnensalz hat einen salzigen, nngenehmen, etwas aitalischen Geschmack. In kaltem oder war» mem Wasser aufgelöst, und zwar 5 bis 10 Gramm (etwa » biS 2 Tee« oder Kaffeelöffel voll) in einem Trink» glase Wasser (zirla '/< Liter) bewirkt das natürliche Marien» bader Brunnensalz Vermehrung und reichlichere Ausscheidung der Absondcruugsflüssigteiten des Magens, des Darmlanales, der Leber und der Nieren. Es wird daher in alleu Fälleu angewendet, wo es sich darnm handelt, kräftige Anregung auf die Verdanuugs» organe zu erziele», wo reichlicher und rascher Abgang des Harminhaltes, des Gchleimes, der Galle sowie drs Uri-nes erstrebt wird, wo die Triebkraft des PfortaderbluteS erhöht werden soll, endlich wo man durchgreifende Etei« gerung des gesamten organische» Stoffwechsels einleiten will, Die Anzeigen für den Gebrauch des uatürlichen Ma» rienbadcr Vnmncnsalzes siud nach den Aussprüchen der erste» medizinischen Autoritäten und nach viele» ärztlichen Erprobungen folgende: Fettleibigkeit bei kräftigen blutreiche» Personen, Gicht und 3llicnmati6mus, we»» sie m ursächlicher Vezichuug zur UuterleibsoullliliUigleit stehen und mit habitueller Stuhluersto-pfung in Verbindung sind. Slrofelsucht bei jugendlichen, voll» saftigen Individuen sind Krantheitsformen, bei denen der Gebrauch des Maricnbader Arunnensalzcs, die durch verschieden? Umstände verhinderte Anwendung einer jlur mit auflösende» Mineralwässern zn ersetzen vermag. Habituelle Stnhlverstopfung, wenn» dieselbe als Folge diätetischer Sünden, reichlicher, üppiger Nahrung, sitzender Lebensweise bei Wohlleberu und Schlemmern, Sihmeuschen, Männern der geistigen Arbeit, oder als Symptom von Erkran« lungen der Sexualorgane bei Frauen vorkommt, u»d es sich darum handelt, rasche und ausgiebige Entleerung der Fälal« massen zn bewirten. Verschiedenartig verursachter Vlutandrang gegen das Gehirn, welcher bei blutreichen Personen mit Kopf« schmerz, Schwindel, Lichtscheu, unruhigem Schlafe, großer Erregbarkeit des gesamte» Nerveilsystems nnd Gemütsverstimmung einhergeht, erfordert häufig eine kräftige Ableitung anf den Darmlanal, welche mit günstigstem Erfolge durch das Marieubader Nrnnneusalz erzielt wird. Die Verwendung des natürlichen Maricubader Brunuen« salzes durch einige Zeit vor oder nach dem Gebrauche von Kuren mit auflösenden Mineralwässer!!, wie z. V. Karlsbad, Mariettbad, Kissinge», Homburg, Tarasp, demnach als Vor» lnr oder Nachkur, erfreut fich seit lauger Zeit günstigsten Rufes. Ebenso ist in Fällen, wo diese Mineralwässer unge» nügend lösend wirken, ein Zusatz von Marienbader Brunnen» alz zu denselben angezeigt. itfxl Iv 120,000.000-— %^^r*1 Reserveiond K 63,OOO.OO()' (1713) I ¦ Kontokorrente. ~ Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. I Hi^________I Kurse an der Wiener Dorse (nach dem offiziellen Kurslüatte) vom 5. Juli 1907. ^ell Ware Allsenttine Staatsschuld, Einheitliche Rente: lonu. steuerfrei, Kronen (Mai-Nuv.) per Kasse. , »?'ü<> 97 ?< detto (Iin.-Iuli) per Kasse 9? 4< »?<>> 4 2°/» «. W. Nuten Febr.-Au«.) per Kasse......U3'5e 08'7< 4 L"/o ö. W. Silber («lpiil.Olt.) per Kasse......«s 6> »««c l»«l« Etaatslose 500 fl. 4°/l>l4l»^.' lbi «.' l«L0er „ lao sl. 4°/<,^2 - 204 -l»»4tr ,, lU« ft. . , li4N 2i Äbi 2k> l»S4er „ Ü0 n. . ,ll^»^.'>iX' Dmn.-Pfandbr. il l»l> fl. b°/y üW 8< 291 «<> Vtaatssch«ld d. i. «eich«. rate vertretenen ltönig» reiche »nd Bänder. Üfterr. Voldrente, stfr., Gold per »asse .... 4°/« llb 5b l«ü ?b bsterr. Rente in Kronrnw. stfr., lt'. per Kasse. . . 4°/„ 9? bo u? ?«> «N° per Ultimo . , 4"/« S7 ü< «? 70 Ost, Investition«.-«ente, ftfr,, «r. per Kasse . 8'/i"/o «?'tc k? g> G»s»«bllh».zl»al»schvld. »llschltlbnngen. Elisabcthlxchn in G., stcuerfrel, zu 10.000 fl, , . . 4«/« — - —--Franz Iofef-Nahn in Silber (dlv. St.) . . . b V/Vo lLO-bb «Ll'55 «al. Karl Ludwig-Bahn (blv. Stück«) ittonen . . 4°/, 86 7b ü? 7/ Mudolfbahn in Nronenwührun«. steuerfr. (div, St.) . 4«/<, 9? »( «8'2< Vorarlbergei Vahn, stelirrsrei, 400 Kronen . . . 4°/« 873« 88 S> 1» >l»!»l«schul!!n»lsch»lbnnuen »bg«j»«Peltt ßM. l,^ //„ von 40« Kronen . . , .46«'- 468-detto Liuz-Vubwe!« 20U fl. «. W. V. b'/<"/«- - - . »g4'5< 43U'ü> detlo «Lalzbur« Tirol 20« . 0. W> S. b°/„ . . , .42,!-- ^85! Veld Ware yo« Swale ;»l Z«hlnng üb«« no»«»»« f Pliorttiit»> ßbNgaliontn. Bölim. Weftbahn, Em. 189K, 4<>N Kronen 4«/„ . . . . 9K'40 89 40 Elifabethbahl, 6U0 und 3000 M. 4 ab 10",„......lit »,' Ilb ils Elijabethbahn 400 und 2ooa M. 4°/„........tiü- 116-- ^illuz Josef-Bahn Em. 1884 (biv. Lt.) Eilb. 4°/» . . 8? - 88'-Gallzische Karl Ludwig.«ahn lbiv. Lt,) Cllb, 4°/„ . . 87 ll 88-15 Ung.ssllliz. Vahn 20« fl. L. 5°/<> lO8- l08-Vorarlberger Vahn Em. I884 (biv. St.) Silb. 4°/, . . 87'75 L8-7b Staatsschuld der L2uder der ungarischen Krone. 4"/» ung. Voldrcntc per Kasse , 1H 15 lii »5 4°/° drtto per Ultimo n lib lii'L» 4°/o UN«, Rrnie in Kronen- »Hhl. stsrel per Kasse . . L2-55 83 05 4°,„ drtto per Ultimo U3-85 83 ,15 »'/,°/u detto per Kasse . 81-liö «I 4b Una,. Prämien Nnl. k 100 sl. . l8s- 18l -drtto il 50 fl. . 18S - l91 — Theiß-Weg.-Lose 4«/o . . . . »41 25 l43 i!ö 4°/<> ungar, Grunbentl.-Obllg. «24t 98 4^ 4°/u lroat. u. slav. Orunbentl.^ «üblig........Sö'------------ Andere öffentliche Nnlehen. Vo«n. Landrs.Nnl, (biv,) 4°/o , 91U> 8^-ö<> Voön. - hercea.. Eisenb,-Landes» «nlshfn (diU.) 4'/,"/<> . , 88-75 9975 !>"/» Tonnn Nen.Mnleihc 1878 lU4^l l<5 t»(, Wiener «crlehrs-Änleihe 4°/„ y? 3< :» 3«, betto 1800 4°/u 8?'3> «82« «nlehen der Stadt Wien . . 101 60 l02«0 detto (S. od. «.) . . .180 —l?1--betto (1884) .... »b-üb 9U-35 betto (18S8) .... U7-- 98 - detto (1900) . , . . 97- 9U-- bett« Inv.-N.) 1802 . l»?!!,', !»8>!b Vörstban^nlehen verlosb. s>»/u 8?bo 98 b^ Bulg. Staat»eisenb.-Hyp,.««l. 1888 Gold . , . . «°/u 1,8-50 l2« 50 Nulg. Slants. Hypothekar Nnl. 1882......L°/„.'!, «?0'3 98'2« ^entral.Vod.-Kred.-Bl., österr,, 4b I. Verl. 4 >/,"/» . . . 10150 102'bl Zentral Vod..Kred.-Vl., österr., «b I. Verl. 4"/« , , . , 38'7d 8S?« Kred.°Inft..üsterr,, s, Verl-.Unt. n.ösfentl.Uib.Kat.^vl.4°/u 87b« 8S50 Landeeb. d. ««». Galizien und Lodom. 57'/, I. ruclz. 4"/<> 8S- 9?-- Mähr, Hypotheken«, verl. 4"/» 8680 8? «0 «,»österr,Landes.Hyp.»Anst.4°/» 98-^ »8- t>ettoinll,2<>/„Pr.verl. 8V,°/o 91-- 82- detto K.'Schuldsch. verl. 3>/l°/<, 9».7z 81-?b „drtto veil. ^°/« 8? SV 88'3<> Ostrrr.'lmaar. Vanl 5« Mr. derl, 4"/° v. W.....y«.., yg detto 4°/» Kr.....89'2^ 10«-2> Spar!. 1. öst., «0 I. veil. 4°/» iou>». lnu-Ho Eisenbahn Pri°ritäts< Obligationen. Ferbinands'Nordbahn Vm. 1886 — - —-- detto Em. 1804 —»^ —>— Osterr. Äiurdwestb. iOU sl. S. . 103 20 104-l!c Staatöoahn buo Fr.....— >- —-— Lnbbahn 0. 3°/» Jänner. Juli 5ou Fr. (per St.) . . . »9» 45 298 45 Eüdbahn k b°/<,..... 1217b 122 7^ Diverse Lose (per Stück). D«zln,llcht ssoft. 3«/<> Bobenlredtrzw»llch, los«. Älidap,.Uasllila (Dombau) b sl. 20 2i> «2 25 Kreditlose ION fl...... 424— 434- Llary.Lose 40 fl. K, W. . . Iö4 - 144'- Ofrner Luse 4« sl..... 187 - 1l»7'— Palsfy.Lose 40 fl, K, M. . . 170-- 180- Roten Kreuz, öst. Ges, v., 10 fl. «-— 4?-- Roten Kreuz, «ng. Ges. v., l» fl. 2« 80 li89»> «udolf.Lose iu fl...... «H-- 75.- Ealm.Lose 40 sl. K. M. . . I88-— ,9« — «eld Ware Türl. E..N..«nl. Präm..0blig. 400 ssr, per Kasse . . . — - -- betto per M. . , . 1»<4--- 185- Wiener Komm,»Lose v. I. 1874 45?-- 4ö7 -Aew.'Vch.d. 3°/-— 1085-Donau . Lainpfschifsahrt« > Ves,, 1., l, l, priv,, 5NN fl, KM, 89? — l^O» - Dn^'Äobenbacher Eisb. 400 Kr. 5H3 — 5«0-- ^erd Vantvercin, Wiener, per Kasse — — — — detto per Ultimo . . . 584— 535 - Bodenlr..«nst. österr.,200sl.S, 1023— 102s-- Zentr.'Bod.'Kredb, »st., 200 sl. 536— 543 — Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl., per Kasse —-— __._ dett» per Ultimo 650 ?b e^i 7-, Krebitbanl allg. ung., 200 fl. . 749 — ?l»a — Depl»sitenb«nt, allg., 200 sl. . «0- 4«, _ Eölumpte. Gesellschaft, nieder. «sterr., 400 Kronen . . . 559 - 5^2 -Giro> und Kassenverein, Wiener, 200 sl........ 457,^ 4-,9 — Hyftothelenbanl. «sterrelchische 20N fl, 30'/« nNrl»«A»llrneh«nngln. Äauges,, all!,, »sterr,, 10a sl, . 121, - li.', — Vriixerjlulllenbernl'-Oes.ioafl. 72U-— 72» — Hisenbahnw'^eihg,, erste, 100 fl. 1»i zu 1!»4-5a ,,Elbemüh>^, Papiers. «, V,»G, »»ü — 194 — ltlettr,'Ges., allg. österr,, 2oa fl, 435 — 43«» — detto internal., 2llofl. 602— «04- — Hirtenberger Patr.», Zündh. u. Met-.Fabril 400 Kr. . . 1075 - 1080- Liesinger Vrauerei 100 fl. . , 269- 2?u — Monta!i.Gelellsch,,Ssterr..alplnc 53i'/5 585 75 „Poldi.Hiittc", TiegelguhNahl. ss..«..O. »00 sl, ... 433- 436 -Prager Eisen. Ind.. Ges. Vm. 1905, 200 sl...... 2590 — z<»00 - !liima>Muranu > Salgo.Tarjaner ltisenw. 100 sl..... 536 50 537 50 Nalao.Tarj. Steinlohlen 100 fl, 577— 578 20 ,,SchlüglmühI", Papiers., 20sfl. 243- 352 — „Echodnica", U..G. f. Petrol.» Ind., 500 Kr..... 505 -> 212 - „Eteyrermühl". Papierfabrik und N..G...... 442 — 446- Trifailer Kohlenw.»G, ?n sl. , 25» — 2i3'50 Türl. Xabalregle.Ges. «00 Fr. per Kasse . — — — — dctto per Ultimo 422 - 484' — Waff«nf..«es„ «sterr,, in Wien. 100 fl........ 518-. «z<., Waaaon'Lrihanstalt, allgem, ,„ Pest. 40» ^^. ^ ^ ' ^.^ ^.^ Ur. ^augesellschllst iao fl. ! ,51- ,^5 „ Wienerberger g!egell..M..«,s. ?3» - 735-- Devisen. Kurze jlchten nn» zch,ck». Amsterdam....... ^gg 7^ l»o Iwlltnische Vanlplätze .' ' ! "9^/0 "95?« Zürich und »asel . .' ,' .' ' 9^^" 95 s^' Valuten. Dukaten ...... i,,gj ^^,^ so-Franlcn.Ttücle..... i» j, l8 15» zo.MartZtücke...... ^ ^ .^,^ deutsche !«elchsbanln«ten . . 1,7-77» ,,7 97 italienische Vanlnoten . . . 95 ?g 95^, Xubel-stoten ... . «"^,« «^.i,. I ^B^^^^&Z'^S^™"*' ||| s^r*- ^p-'"Ä»y«r I Priyat-Depot« (Safe-Deposit«) ^¦^______________________. »«»'»«ine m BiralBlaiai I« K.nto-Korre.t ni wf fllro-K.nf,.