)ir. 258. Donnerstag, 11. !)ioucmbcr 19C9. l28. Icihrgansi, Daibllcher Zeitma ^""u"^"^«^"«: Mtt Pof< Versandung: MizMriff 3l> »l. halbj^riss ,b X, ,^m ttontor: „°nM,iig ^ Mdjükria ,i «, sssir dir Zuftcllimss ii,s Haue „anzjährin 2 li Inlerti««V«tbühr: Für llcioe Inlcials Dir «Laiba^ " ' ,< rrlcheiilt 10 Uhl 3«l«PH»n««r. der U«»aM«n 22. Amtlicher Heil. Seine k. und l. Apostolische Majestät geruhten 'Ulcrgnädigst das nachstehende 'Allerhöchste Hnnd-"'I"'benzu erlassen: Ich ernenne Seine königliche Hoheit den Prin-»w K onrad von B a y e r n zn,n Ritllneister in ^stn Meinen Rainen sührenden Ulanenregimenie 'll. 4. Bieü, u!,! _>. 'Noveinver N>l)l». Franz Joseph n,. ,'. Dr» 9, Novklnber 1<)0!) wnrde in der l, l ,^o<> und 2taa? Iatirqan^r? 1W',> ausssegebrn und Nach dem Amtsblattc zur .Wiener geituna» vom'.9. 3lo. ^'ttber l^9 (Nr, 257) wurde dir Writcrvelbreituna. folgender "eßerzeuanissc verboten: ^ir. li, ./olo/uiöllr» vom I.November 1!»09. ,. "r. 298 «II ()im,!:,!o lii Von«/>». (ill/üotw <1i Vo,u:xi»» "°"' W, Oltobcr IWi). ^r. 8W «Don» vom 2. November !Wtt. ^lr. 44 «ktrliö I.jciu. vom .^.November 1!>09, ^r. 251 lonflitt in, un-^chen Parlament dem Höhepunll zuschreitet. Venn sich der Kaiser im gegenwärtigen Augen-l'licte zu Konzessionen an die Tiedenundsechziger entschließen würde, würden solche vielleicht als nützlos vergeudet erscheinen, weil es bei der gegen wältigen Paneitonstellation unmöglich sein dürfte, die Iustlifraltion zu zahmen. Der H'atoer Tiege^-zug der IusthgruPPe bedeutet deswegen eine arge Verschlimmerung der Titualion, und in Ungarn locht scharfe 5ionsliktslnft. Die „Neue Freie Presse" konstatiert, das; das gros;e Kräsiemessen in der Unavhängigteiisparlei am letzten Tonntag zuungunsten des Parteiober-hanples Franz Kossuth ausgefallen sei und das; damit allen ^ösungsplänen, die iin Verlaufe der ungarischen Krise aufgetaucht sind, dei Ernst der Piaklischen Brauchbarleit genomn,en sei. Ter tte-dante des Zusammenioirlens der Parteien war auf Mitarbeit ^ranz Kossuths aufgebant und war nur dann möglich, wenn dieser den größten Teil der Partei zusammenhalten tonnte. Die Ttinnne Iusths, der den größten Teil der Partei um sich vcrsainmeln lonnte, entscheide aber gegen die Kooperation. (5s werde sich daher ein Provisorium nicht vermeiden lassen. Die „Reichspost" berechnet die Opposition, die sich Iusth an die Seite stellen werde, mit 2W Mann; das sei eine Gegnerschaft, die Kossuth-Nelerle nicht mehr bezwingen tonnen. Dr. Welerle hätte sich seine Reise nach Wien ersparen tonnen. Es gebe leinen anständigen Polititer in Österreich mehr, der sich seiner Konzeisionovolitil' nicht ent> gegenslemmen würde. Die „Zeit" sagt, der (^egenM zwischen den Opportunisten und den Inlransigenten in der Un. abhängigteitspartei sei derartig enthüllt worden, daß man kaum mehr an eine ^nsainmengehörig-leit glauben könne. Tollte Kossuth trotzdem der , Führer der Pariei bleiben, dann stehe man wieder dort, wo man vor einein halben Jahre gestanden sei. Das „Vaterland" erklärt, die ganze Entwicklung in Ungarn weise darauf hin, die Frage des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes znm Schlüssel der Entwirrung ',u machen. Eine außerhalb der jetzigen Koalition siedende Hand muß Ordnung in das Chaos bringen, nnd dies wird möglich sein, wenn diese Hand das Panner eines freien Wahl^ rechtes trägt. Das „Fremdenblnu" erklärt, nichts mahne jene Mitglieder der Unabhängigteilspartei, die sich des Ernstes der Stunde wie der großen Verant» wortnng, die sie belastet, bewußt sind, eindringlicher sich von Iusth loszusagen, wie dessen Rede in Mako. Zwischen Kossuth und Appoinn auf der einen Seite und Herrn von Iusth auf der anderen zeigt sick eine solche Kluft in den Anschauungen über Polilische Methode und Taktik, daß eine llber-brückung ganz ausgeschlossen erscheint. Das „III. Wiener Ertrablatt" sagt, die Einberufung des Abgeordnetenhauses durch Iusth sei eine Kriegserklärung, der erste Schritt zur Offensive. Herr von Iusth übernimmt das Kommando. Die Herbststürme rütteln ain Reiche des heiligen Stephan. Die „Österreichische Volkszeitung" meint, init einer so ansehnlichen ^ahl von unbedingt ergebenen Leuten, wie sie ihm nach Mato gefolgt sind, sei Insth imstande, jede ruhige Entwicklung im Vleim? zn ersticken. Das haben jenseits der Leitha schon kleinere Muppen zuwege gebracht. Die „Neue Heilung" meint, die Österreicher hätten leine Ursache, sick in den hänslichen Konslikt in Ungarn einzumengen, aber sie müssen den Vorgängen iii Ungarn sehr viel Beobachtung schenken und rechtzeitig dafür Sorge »ragen, daß nicht, wie Feuilleton. Künstlcrpflicht. Voll Hloliert <>«.' M'er». .,. ^r.-mlchol ist Künstler. Er stellt Ölgemälde. >m ?^^ ""o auch Fresken mil wenig Talent und ">" größerer Leichtigkeit her. Er verkauft nicht ''? betont auch stolz seinen Freunden gegenüber, ".er nichl zu verkaufen wünscht. Er befindet sich ^ ^'U'r glücklichen Lage: Die Erbschaft, die ihm ,.,^ Eltern, einfache Bürgersleute (manchmal IM " ''ltavismtls seine Streiche), hinterlassen ^"ku, genügt den Bedürfnissen seines Hausstandes, ^"u Vr !^l- Uiid ^ ^^. ^h^^^,^ ^in^. solcheli klei,','^''?'^ ^'"'^^' '""" l'inen Mensche,, durch !»ch.> 1 ^"'^iche Szenen wahrhastig nicht zu hindern "". -'-'"in mußte ihln in, Gegenteil in seinen, Streben behilflich sein. Hier liegt die Pflicht, die einzige Pflicht einer Küustlerfrau. Marie hingegen liebl Br^-michol zu leidenschaftlich. Sie staunt ihn mit weil aufgerissenen Augen, wie ein Schauspiel an und studiert den Ausdruck seines Gesichtes, ehe sie selbst sich entschließt. Freude oder Traurigkeil zu empfinden. Die feinsten Re-gungen seiner Seele aber versteht sie nicht. ' Br«'michol tommt nach Hause. Er war gerade in, Louvre, woselbst er einen (^ricaull kopiert hat. Und hat unterwegs Tequinard, dem Bilderhändler, einen kleinen Besuch abgestattet, der ihn, eine große Neuigkeit verkündete: Vor noch nicht 24 Stunden hat sein große» Pastell „Weidende Kühe" einen Käufer gesunden! Viel hat es allerdings nicht ein gebracht, nur 50 Franken. Aber einen Käufer gefun den hat es doch. Der Mäcen war ein kleiner blonder »err gewesen, mit kastanienfarbigen Melonenhm und granen Augen. Iw'michol kümmerte sich nicht weiter um diesen Steckbrief mit ,dem typischen Mördersignalemenl. so voll der Freude war sein Herz. Nun war der Ruhm also gekommen. Nun war er da. Hatte er nicht recht gehabt, daß er gewartet, sich nicht übereilt? Warten können, das ist das große Geheimnis. Und nun war der Erfolg sein, sein der Reichtum und sein die Berühmtheit. Nie sonst hätte ein kleiner blonder Herr mit grauen 'Augen und einen, kastanienbraunen Hut. ein Herr. den er gar nicht kannte, so ganz zufällig, ohne Lärm zu schlagei,, denn seine „Weidenden Kühe" getauft? Ah! Mit wieviel Zärtlichkeit erinnert er sich nicht'an die kleinsten Details seines Bildes, seines großen Bildes! Im Hintergrunde war der Mist Haufen gewesen. Eil, mächtiger Misthanfen (Realist lnnß m'aN sein). Daneben Obstbäume, auf denen üder hundert Tauben saßen (die, Mystik ganz auszuschalten, ist nnzulässig). Und auf der grünen, lebhaft grünen, überans grünen Wiese grasten friedlich rothaarige, melancholisch dreinschauende Kühe -Kühe. wie man sie nur selten, wie man sie überhaupt nicht sieht. In seiner Westentasche aber klang all die ^jeit über hell das Gold, mit dem Br^michol, während er Telmets letzte Arie vor sich hintrillerte, vergnügt spielte. Marie hängl jeinen Hui cinen großen grauen Filzhut - in del, Kasten und auch drn Paletot, der bereits leijc Altersspuren aufweist. aber sehr sauber ausgebürstet ist. Dann grht sie zum Herde und holt eine große Schale heißer Milch, die sie ihrem „Künstler" reicht. Br^michol leert dieselbe uns einen Zug und gibt sie wieder der Hausfrau, ohne irgend ein seichen von Befriedigung zu äußern. Daraufhin sie wie, ein gekränktes Kind: „Wie, man sagt gar nichts? War das .Milch,' nichl gut?" Hartnäckiges Schweigen. Marie gibt nicht nach. „Meinem Bubi sein .Milch,'?" Da heult Br^lnichol jäh laut ans. Es ist. als erwache cr aus einem Traume: „Nun, las; mich aber tN,,Ruhe! Ich,habe deine Kindereien und deine Dummheiten satt. Dieses .Dalken' irritiert mich. Wenn man die Gattin eines Künstlers ist, sollte man mehr Geschmack verraten, und wenn schon nicht zu sprechen — so wenigstens zu schweigen wissen. Für wen, zum Kuckuck, hältst du mich denn eigentlich? Du storjt nnch ganz einfach so ohne lvcitcres in meinen Gedanken, reißt mich aus Arbeitsplänen auf, um nur von cincm ,Bubi,' und einem ,Milch," etwas zu erzählen!... Taprifti. wem,, du nicht meine Frau wärst, zmn Dienstttlädchen wärst du mir, weiß Gott. zu dumm." Höchlichst befriedigt von dieser Rede, bewesstt sich Bn'michol nun in großen Schritten nus und nieder und Pfiff gleichgültig vor sich hin. lSchlnß fulgt.) Laibacher Zeitung Nr. 2 5«. 2328 11. November 1909. von mancher Seite gedacht und geplant wird, vielleicht wieder die hab'sburgische Monarchie den Preis bezahle. Mesopotamien. Aus Konstantinopel wird geschrieben: Der englische Ingenieur Wilcocks ist nach England abgereift, um englisches kapital für die von ihm empfohlenen Herstellungen in Mesopotamien zu werden. Sein der Regierung unterbreiteter Bericht besagn Es müsse für eine übrigens nicht sehr kostspielige Verbindung zwischen Bagdad und dem Mittelmeer vor allem gesorgt werden. Er bezeichnet als Hauptausfuhrartikel aus Mesopotamien: Groß-und Kleinvieh, Wolle, Süßholz, Getreide, Datteln und Reis. Er empfiehlt als Erportlinie einen direkten Strang von Bagdad nach Haifa oder Ta-mas, der zugleich zur Beförderung der sehr zahlreichen Pilger zu den heiligen Stätten des Islams dienen würde. Die Linie werde die Einnahmen des Reiches und ganz besonders die des Hcdschas außerordentlich steigern. Sie hätte den Euphrat bei Fc-luya zu überschreiten und dann den: Tale voll Hill mit der Richtung auf Tadmor, das alte Palmyra, zu folgen, sodann auf Homs oder Damas zuzulaufen.' Ihre Länge betrage etwa 80N Kilometer, die dosten würden siä, auf 2.640.000 türkische Pfunde belaufen. Ter Bericht behandelt' dann die Vewässerungsfrage. Diese Arbeiten betrafen Schleusen im Kanal von Hindi je, Wasserablässe gegen die Hahania und Sahlavia und Regelung des Tigris sür die Schiffahrt. Die Arbeiten am Enphrat würden 1,340.000 türkische Pfunde, die am Tigris 1,110.480 Pfuude erfordern. Die Eisenbahn könnte in zwei Jahren hergestellt werden; die anderen Unternehmungen würden acht Jahre beanspruchen. Er empfahl sofortige Inangriffnahme der Bcwässe-rungsarbeiten, als deren Lohn er Gewinnung von einer Million Hektar an urbaren Ländereien der Regierung in Aussicht stellt. Politische Ueberstcht. Laib ach, 10. November. Die „Reue Frcie Presse" bemerkt zu dem aus Petersburg telegraphierten russischen Kommunique über die jüngsten Enthüllungen der „fortnightly Review": Das Kommuniqu«' vermag die Tatsache nicht wegzuleugnen, daß der Einverleibung Vos-niens ein freundschaftlicher Gedankenaustausch zwi< schen den Kabinetten von Wien und Petersburg vorangegangen ist, der allerdings auch andere Fragen betraf. Wenn gleichzeitig der Auffassung cnt- gegengctreten wird, als ob die kaiserlich russische Regierung Österreich-Ungarn die Annexion Bosniens und der Hcrccgovina förmlich angeboten habe, so kann unschwer festgestellt werden, daß dies in der hiesigen Presse niemals behauptet worden war. — Das „Neue Wiener Tagblatt" erklärt gleichfalls, die russische Kundgebung bekräftigte die Tatsache des freundschaftlichen Gedankenaustausches, welcher zwischen Österreich-Ungarn und Rußland in betreff der Annexion erfolgt ist, ehe die Angliedcrung der beiden Länder durchgeführt wurde. Das Detail, ob die Aussprache auch noch andere Fragen berührte, ist für die Feststellung der Vorgeschichte belanglos. Wenn die Petersburger Tclegraphcnagcntur sich aber gegen das Gerücht verwahrt, Rußland habe die Annexion in aller Forin beantragt, so widerlegt sie eine Behauptung, die von der hiesigen Presse nicht erhoben wurde. Seit einigen Monaten findet ein konstanter Zuzug von Armeniern ans der Türkei nach den bulgarischen Hafenstädten statt. Diese, meist Kaufleute und Gewerbetreibende, machen, wie man ans Sofia berichtet, der einheimischen bulgarischen Bevölkerung große Konkurrenz, und zwar zumeist auf ungesetzliche Weise. Aus diesem Grunde herrscht unter der Küstenoevolkernng gegen die Armenier große Erbitterung. Die Varnaer Handels- und Gewerbetammer hat an die bulgarische Regierung einen Appell gerichtet, in welchem sie diese auffordert, zum Schuhe der dortigen Kaufmannschaft energische Maßnahmen zu ergreifen und der Einwanderung der Armenier zu steuern. Auf Grund dieses Appells hat die Regierung einen Gesetzentwurf ausarbeiten lassen, welcher die Rechte und Pflichten aller in Bulgarien lebenden ausländischen (nicht nur armenischen) Gewerbs- und Kaufleute genau regelt. Der Gesetzentwurf soll in den nächsten Tagen dein Sobranje vorgelegt werden. Tie französische Kammer beendete die Generaldebatte über die Vorschläge, betreffend die Wahl-rcform, und lehnte mit :il5, gegen 1tt7 Stimmen den Antrag ab, die Vorschläge an die Kommission znrückzuweisen. Im Laufe der Spezialdebatte stellte Miuisterpräsident Briand uuter Hinweis darauf, daß ein solches Gesetz der Initiative der Regierung überlassen werden müsse, die Vertrauensfrage. Die Kammer votierte der Regierung mit einer Mehrheit von l>sj Stimmen das Vertrauen. — Die gesamte französische Presse erörtert die Abstimmung in der Kammer. Zahlreiche Blätter bezeichnen es als eine bedeutsame Tatsache, daß die Mehrheit sich für das Proportionalwahlsystem ausgesprochen hat. Viele Deputierte hätten nur aus Furcht vor dein reißenden Fortschritt, welchen die in ganz Frank- reich unternommenen Kämpfe zugunsten des Pro-portionalwahlsystems gemach! haben, für dtesc .»le form gestimmt, schließlich aber aus Angst vor einer Minis'tcrkrise ihre Stimmabgabe widerrufen, ohne zu bedenken, wie gering das Ansehen des Arron-dissements-Ttrutiniums geworden sei, aus dem mc nächste Kammer hervorgehen wird. In einer Beirachtung der Lage in Ostasien führt das „Deutsche Voltsblatt" aus, daß in Japan Besorgnisse vor einer russisch-chinesischen Verstau digung zu militari schell Vorkehrungen in der Ma» dschur'ei veranlaßt zu haben scheinen. Ob diese Besorgnisse objektiv begründet sind, läßt sich nicht kow statieren, allein, daß weder China noch Rußland dein gegnerischen Vordringen ruhig zusehen kann, wenn jenes nicht auf seine Selbständigkeit verzichten und dieses nicht seine Rolle in Ostasicn ausgespielt haben nnd seine Interessen daselbst vollständig preisgebeil will, darüber kann nicht der min' deste Zweifel bestehen. Tagesncuigteiten. l(5i„ Phrenolvssc iibcr Tchillero Tchndcl.) ^udwi« Angnsl ^ranll erzählt ein Erlebnis, das vor gerade 70 Jahren sich ereignete uno einiges zu denken gibt-Ein berühmter mneril'anischer Phrenoloae Iwahrschem» lich Combe) hielt in Wien in, russischen NLlschast"' Palais Vortrage über seine Wissenschaft. An Herren und Tamen der (Gesellschaft demonstrierte er seine ^iehre» nnd nach dein Urteil aller wußte er ans ihren .Wpsc>t ihre seelischen Eigenschaften glänzend zu erraten. Dci legte ihm ein Ar,',t einen Cchädelabguß vor, nnd der Phrenologe begann folgendermaßen ^u sprechen: „Der Mensch, dem dieser Schädel angehörte, folgte stets einer idealen Aiichtnng, in welcher all sein 3nu nnd Schaffe» iiibegrissen war. ^orschnnq nnd ein ihr verwandter historischer Sinn waren ihm eigen i nicht so qlän.',c»d sind die Partien seiner (Yemütswelt gewesen. Hier sind Equismns nnd Neid - ". Weiler lain er nicht, den» der Ar.',! sprang ^ornig aus nnd seigte, das; es der Schä' 5el Friedrich Schillers sei, an dein er Egoismus und Neid entdeckt habe. Narl Gichlow, der sich mit diesem ^cille beschäftigte, behauptete, daß der Phrenologe >» gewisser Weise' recht gehabt habe, nnr das; Schiller die beiden Eigenschaften zum Besten der (kroßen und Edle» verwandt habe. lDic nervösc Sarah Vcrnhardi.j Aus Paris wird berichtet- Sarah Ae'rnhardt ist je!.U die leidende Heldin einer Tragilomüdie, u, der anßer der große» Tragödiu ein Telephonapparat uud die Pariser Tele« phoubehurden als handelnde Personen aufgetreten sind. Der Telephondiensl der französischen Hauptstadt ist durch seine NnM'erlässiqfeit peinlich berühmt, die Ve-amlen sind nicht weniger nervös als die bedauern?« werten Teilnehmer, oie um eine Verbindung os< viertel« stundenlang warten oder diskutieren müssen. Sarah Zirkusleute. Roman von Karl Muutzmann. Einzige auwlisierte Übersetzung. (47. Fortsetzung.) (Nachdruck «lboten.) „Eine kleine Gesellschaft ist nichts für Sie. Bedenken Sie, was es heißen will, mit einem untergeordneten Zirkus von Stadt zu Stadt zu reisen, und vielleicht kostet es Ihnen auch den Hals. Nein, Sie müssen eine große feine Gesellschaft haben." „Wie soll ich nur dazu kommen?" „Können Sie mich nicht verstehen? Sie sagen doch selbst, daß ich noch nie so schön als jetzt gewesen bin. Wenn ich draußen bin, bin ich frei, frei die vier langen schöllen Sommermonate; auch in mir verbergen sich Liebe und Sehnsucht. An meiner Seite können Sie der Leiter des fast schönsten und feinsten Zirkus der Welt werden. Ohne Sclbstlob darf ich getrost behaupten, daß die Männer Sie beneiden werden, und ich verspreche Ihnen, daß ich auf Ihr kleines Schäfchen nie eifersüchtig werden will." Hugo hatte sich erhuben. Sein Antlitz war ganz rot vor Erregung und seine blauen Augen leuchteten mit einem scharfen Glanz. „Das ist eine unwürdige Rolle, die Sie mir anbieten, und ich begreife nicht, wie Sie so zu mir sprechen können." „Mit dem Rechte der Liebe." „Ich mache mir nichts aus Ihrer Liebe und ich verachte Sie der Art wegen, in der Sie mir sie anbieten." Die Fürstin hatte sich erhoben. Scheinbar ganz ruhig zeigte sie auf die Tür und sagte: „Gehen Sie!" Hugo, der einen gewaltsamen Ausbruch erwartet hatte, war über diese kalte Ruhe ganz übcr-'Ä ^' ^ cnM nach Hut und Stock, um sich mit ^ ?. ?,"dcugung zu entfernen, arifs na.5 ? . ^cu auf die Veranda hinaus und sich'aeI Ne""' "^"^. die si? dort von Darauf begab sie sich, eine heitere Melodie vor sich her trällernd, in das Zimmer zurück, blieb aber beim Laut von Stimmen plötzlich überrascht stehen. I I.Kapitel. Hugo, der von dem eben Erlebten noch ganz verwirrt war, war in einen eleganten Salon mit kostbaren Gobelins geraten. Der Raum war mit dem größten Lurus ausgestattet. Im Salon befanden sich drei Türen. Welche von ihnen sollte er wählen? Er schritt vorsichtig auf die nächste zu. Sie war verschlossen. Dann ging er an die zweite. Sie stand offen und Hugo trat schuell hinein, wich dann aber plötzlich einen Schritt zurück und verneigte sich tief. Er stand ill einem g emütlicy eingerichteten Herrenzimmer. Alle Möbel waren von solidem alten Eichcnholzc. An den Wänden hingen große Ahnenbildcr in alten Rüstungen uud den verschiedensten Uniformen. In einem Waffenschrank standen Büchsen, Pistolen, Säbel, Pferde- und Hundepeitschen. An einem mächtigen Schreibtisch saß ein älterer Herr hinter einem Berg von Papieren. Als Hugo eintrat, erhob er sich erstaunt und rief aus: „Was wollen Sie?" „Verzeihung, es war ein Irrtum." „Ein Irrtnm? Was soll das bedeuten? Sie sind doch nicht durch eiuen Irrtum hier in dies Haus gekommen. Entweder wollen Sie zu mir oder zu meiner Frau. Wollen Sie meine Frau sprechen?" „Nein," antwortete Hugo. Der alte Herr hatte sich erhoben und musterte Hugo vom Kopf bis zn den Füßen. „Wer sind Sie?" Hugo dachte einen Augenblick an eine Ausrede. Aber nein, er wollte ruhig feinen Namen nennen. Er richtete sich deshalb hoch auf und sagte: „Ich heiße Hugo Werner." „Und was sind Sie?" „Ich bin Iockeireiter." Da fuhr der alte Herr zusammen. Sein Gesicht färbte sich rot und die Adern an seinen Schläfen schwollen all, während er noch einmal musternd an Hugo auf und nieder schaute. Schließlich fagte er mit verhaltenem Zorn in der Stimme: »Ja, jetzt kenne ich Sie wieder. Sie kamen mir gleich so bekannt vor. Sie sind ja der Gaukler, der neulich im ,Nouveau Eirque' auftrat. Auch ein nettes Brot." „Ich dulde es nicht ..." begann Hugo. „Sie werden dulden, was ich Ihnen biete." sagte der alte Herr ruhig, während er auf die elektrische Klingel drückte. „Mit Herren Ihres Kali' bcrö mache ich keine großen Umstände. Sie gehören für mich zu einer geringeren Menschenklassc." Ein Diener össneie in diesem Augenblick die Tür und trat ein. „Wollen Sie diesen Herrn hinausbefördern, aber so schnell als möglich. Schließen Sie gut hinler ihm zu llnd sorgen Sie dafür, daß, sobald er fort ist, ordentlich gelüftet wird." Die letzten Worte hatte der alte Herr Hugo nachgerufen, während dieser sich beeilte, das Haus zu verlassen. Der Herr des Hauses blieb allciu zurück. Er schäumte förmlich vor Wut, als er eine Stimme aus dem Kabinett hörte. „Michael, was gibt es denn nur?" Die Stimme, die einen befehlenden Klang hatte, schien etwas beruhigend auf den alten Herrn zu wirken. Seine Erregung war aber doch noch zu groß, als daß er sich gleich zu bezwingen vermochte. Als er in das Kabinett trat, fuhr er deshalb mit einem Vorwurf in der Stimme fort. „Es ist nicht recht von dir, Dolinda, daß du unsere ein für alle Mal getroffene Abmachung brichst." Die Fürstin Ratefsti stand mitten im Raum. Sie hatte jetzt den Hut auf und hielt die Nett' peitsche unter dem rechten Arm. „Wie kannst du behaupten, daß ich unser Abkommen breche?" sagte die Fürstin in schneidend kaltem Ton. (Fortsetzung folqt.) Üaibachcr Zeitung Nr. 258. 2329 II. November IttOtt. Bernhardt aber macht aus ihrem .Herzen nie eine Mördergrube. Als man ihr vor einigeu Tagen im Telephonaint sehr wenig höflich begegnete, »vallle ihr Temperament senrig aiis lüld ohne an Worte» zn sparen, änßerle sie am Apparat rückhaltlos ihre Mei> »ung über den Pariser Telephondiensl. Die Bel)örde >var davon anscheinend »venig erbant und das Ergebnis der stürmischen Konsereiiz war, daß am nächsten Tage Telegraphenarbeiler in der Woh»»ng der Sarah Bern» hard! erschienen nnd der Kü»stlerin lurziveg ihre» Apparat furluahmeu. „Ich soll es nie wieder be»ützeu", klagt l)ente verzlveifell die große Tragödin nnd bitter fügt s,e hinzn! „Ich war wohl ein weuig grub, aber noch lange nicht so grob, wie ich hätte sein lönnen. Jetzt fühle ich mich wie eine Fran mil einein Arm. Hundert-mal benutzte ich täglich das Telephon, nnd »veil ich nur m> einzigesmal mein Tenlperanlenl mit mir dnrchgehen lies;, soll ich nun für den Nest meines Bebens ant das Telephon, diese größte Negnemlichkeil nieines Daseins, verzichten müssen . . ." — iDie Traqödic der .^ünstlciin.j Sie haben alle ihren M'lnstlertranm gelränml, die Granen Frankreichs, die sich jetzt von M. Taubresse in der „Nevue" zum „intelleltnellen Proletariat" zählen lassen müssen. Sie haben Talent nnd Intelligenz, haben beide ansgebildet, aber nicht glückliche Umstände gefunden, die ihnen die Anwendung ihrer Gaben ermöglichen und müssen sich »un zn Hnngerpreisen verschleudern. Während vor 50 fahren, so führt der erwähnte Aufsah der „Nevue" ans, der Musikunterricht mit zwei bis süns franken die Stunde bezahlt wnrde, gibt es jetzt Hnnderle von ^lavierlehrerinnen, die mit 50 Centimes für die Slnnde zufrieden sind, und luonatliche Kurse werden überall zu fünf Franken angeboten, ja es gibt Musillehrerinnen, die Gesangsnnterricht für 15 Centimes erteilen l,im Voraus zahlbar!) und so, wenn sie vier oder süns Schüler glücklich beisammen haben, für eine Stunde angestrengter Arbeit 75) Centimes, das heißt also ebens» viel wie ein Knlscher, verdienen. Man braucht übrigens nicht zu glanben, daß es dergleichen bei uns nicht gäbe, und auch für audere grauen, die Danbresse zum intellel» luellen Proletariat zählt, gibt es bei uns Parallelen. Der Aufsatz der „^levue" erzählt von Lehrerinnen, die als „Commis voyagenrs" des Unterrichts zu bezeichnen sind, weil sie in kleinen Städten die Nuude machen, wo jie Unterricht erteilen. Sie reisen'nachts oder brechen in aller Früh aus, erledigen in einem Tage mehrere Städte und lehren dann abends nach schwerer geistiger »nd schwerer körperlicher Anstrengnng nach Hanse zu» rück. Auch die Malerinnen, die Arbeiten sür Preise losschlagen müssen, dnrch die kaum ihre Auslagen für Leinwand nnd Farben gedeckt »verden, sind genau wie in Frankreich bei »ns zn finden. Bei diesen Erwerbs» ,)>veigen des Kn>,stgewerbes sollen in Frankreich die an >ich schon kläglichen Preise noch dadurch gedrückt werden, daß vornehme Damen, die dergleichen als Liebhaberei treiben, die Preise der Frauen, die darauf angewiesen sind, unterbieten nno Bildchen aus Stosse», Ornamente für Nunbounieren u»d dergleichen beiuahe verschenken, - lVine interessante j.lalrierc.i Ein gewisser John Pect, geboren in Nottingham, lam nach einer Abivesen» heit von vierzig Jahren nach England znrück und lvnrde bei seiner Anlnnft verhaftet, »veil er im Jahre 1869 von seinem Negimenl desertiert war. Als jedoch die Einzelheiten seines Lebenslaufes in, KrieaMliniste^inm bekannt wnrden, »vurde er nicht nur sofort in Frei» l)lil gesetzt, sondern es »vurde ihm noch eine lebeus-längliche Pension bewilligt. Sein Lebenslauf ist in der Tal anch außergewöhnlich. Peck lies in» Aller von <>wölf Jahren vom Hanse fort »nd ging zur See. Später wurde er Soldat und machte den Krimlrieg mit. Nach-dem der Friede» geschlossen war, wnrde er >n ein audcres Negiment versetzt »nd nach Indien verschickt, wo er den großen Ausstand dnrchmachte. Dann halte l'r einen Streit mit einem Offizier nnd desertierte. Von Indien ging er »ach Südasrila nnd wnrde ein Diamantenprospeltor. Das Glült war ihm aber nicht !V>nstig. Auch der alle Kampsgeist regle sick) in ihm, und so wie eine Gelegenheit znm Dreinschlagen sich ihm bot, ergriff er sie srendig. So kämpfte er gegen die Vasuti',' d^> Znln nnd die Bnren. Seine Verwandten hatten während 53 Jahren nichts von ihm gehört, als s.l Plötzlich in England wieder auftauchte. Er ist jetzt '2 Jahre all nnd will dnrchans nach Südasrila zurück-lehren, um iu deu Minen Arbeit zu suche». - Din ssuter Tprnnq.j Ein Neisender, schreiben ^"e „Daily News", dessen Z>»g Verspätung gehabt hat, !>ürmt vom Pahuhose »ach dem Hafen, »in, lven» mög-l'ch, den Danipfer, n,il dem er seine Fahrt fortsetze» will, »och z» erreichen. Als er an der Landungsslelle ^,"lomm!, sieht er das Schiff gerade abstoßen, drängt !>ch, lrotz des Verbotes der Hafenbeamleu, znr Lau-bungsbrücke drrch nnd springt >nil einem verzweifelten ^atz aus den schon in Newegnng befiiidlichen Dampfer, wobei er mit den, Kopfe ans Deck ausschlägt, so daß er "nige Miuuteu ohue Besinnung liegen bleibt. Kanin wieder zu sich gekommen, sieht er nach dein Hase» ,',»rück !>as Schiff hat inzwische» eine halbe Seemeile «Uuückgelegt) nnd bricht überrascht in die Worte aus: "Wahrhaftig, da habe ich aber <>iuen mächtigen Satz gemacht!" — l^u viel vcrlnnqt.j Professor >anf dem Spazier-^>,g z» ^ineu, Sohn)/ „Ich will dich nicht vor deinen ^chnllamerade» beschämen' aber z» Hanse bekommst d» c>ine ordentliche Tracht Prügel/ erinnere mich daran." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Die Hygiene der Städte. Eine der wichtigste» Aüjorderuuge», die henlznlage ein die anlo»o»le» Verwaltungen gestellt werden, sind h>1gienischer Natur. Und nicht mit Unrecht, denn die Gesundheit ist das teuerste Gut des Mensche», das zu erhallen und zn fördern nicht nnr die Pflicht des ein-zelnen, sondern in erster Linie die Pflicht der aulo» nomen Verwaltungen ift. Durch richtige Anleitungen, durch Förderung aller der Gesundheit dienende» Ei»» richlnngen erfüllt z. N. der Gemeinderat irgend einer Stadt eine seiner wichtigsten Ausgabe». Damit jedoch dieser Zweck erreicht wird, genügt nicht allein das Nefernt des betreffenden Fachreferenteu: anch jene, die schließlich darüber zn entscheiden haben, müsi,en den» Neserale jenes Verständnis entgegenbringen, das zur Fällnng eines eigenen Urteiles erforderlich ist. Ein solches Verständnis ist jedoch nnr dnrch das Studium dei wichtigsten hygienischen Frage» erreichbar, wobei hervorgehoben werden mag, daß hiezu leine speziellen Fachkenntnisse notwendig sind. Eventuelle spezielle Aus-llärnngen kann ja der betreffende Fachreserent gebe». - Indessen ist ein solches Studium nicht nur den gewählten Vertretern zn empfehlen; auch die Neoölke-rnng müßte über derlei fragen genügend orientiert sein, nm diejenigen, denen sie das Mandat der Ver^ wallnng mit den öffentlichen Geldern anvertraut, in ihrer Arbeit zn nnterftützen. Im folgenden wollen wir ails dem ausgezeichneten Lehrbuche der Hygiene von Pros. Dr. Prau ß n i tz die wichtigsten Fragen der Slädtehygiene ans^ngsweise uiil N'üclsichl aus uusere Laibacher Verhältnisst' behan» deln. Jederina»», der sich »m hligie»ische Fragen inter, essierl, kann dieses sehr anregend nnd leicht verständlich geschriebene Werk bestens cmempfohle» werden. l, Vadeei » ri ch l » » g e n. Haulatmnng und Sch>oeißabso»deru»g bilde» so wichtige Funktionen der Hauloberfläche, daß es für das dauernde Wohlbefinden des Menschen von der größten Nedeutnng ist, die Hantobersläche und die Haulporeu rein zu halten. Die Erlenoluis der Wich» tigleit einer sorgfältige» Hautpflege hat schon in der frühesten Zeit, sei es dnrch religiöse Gebote, sei es dnrch Ctaatsgesetze dazu geführt, daß der Gebrauch von Bädern vorgeschrieben wurde. Heule bildet die Einrichtung nnd Verbreitung von Badeeinrichtnngen eine der wichtigsten Ausgaben der öffentliche» Ge> slmdheitspslege. Der über ganz Deutschlaud verbreitete Verei» sür Vollsbäder hat es sich zur Ansgabe gemacht, den öffentlichen Badegelegenheiten dnrch Nelehruug und Propaganda eine folche Verbreitnng zn verschlisse», daß seine Revise erfüllt werden kann: ,.I e d e m w ö ch e n t. lich ein Va d." Art und Venoendnngsjorm der Voltsbäder sind nach den einzelnen Ländern wesentlich verschieden; während im Orient mit deu häusigen warmen nnd heiße» Quellen das Schwitzbad das volkstümliche Bad darstellt, hat iu Deutschland das durch seineu geringen Wasserbedarf sowie durch die Art der Verwendung ebenso billige als hygienisch ei»wa»dsreie Brause» b a o die weitgehendste Verbreitnng gefundeu. Die Eut» Wicklung des 'Schwimmsportes hat weiterhin dazu ge» führt, daß in zahlreichen Städten im Sommer und Winter gleich gnt benutzbare H a l I e n - S ch w i m m . bäder errichtet wnrden, eine Eiurichlung, welche als solche im allgemeine» nur dann einen wirtschaftlichen Erfolg erhoffen darf, wenn die Beschaffung von Wasser und Wärme durch Verbindung mit Dalnpskrast-zentrale» keine erheblichen sinanzielle» Opfer verlangt. Zwischen den Bremse, uud Schwimmbädern ftehl das W a n n e » bad, defse» Betriebsloste» gegenüber den Bransebädern dnrch den erHöhlen Wasserbedars, den Dianmbedars nnd die kostspielige Installation tener sind, ein Nachteil, der allerdings durch die vielen Leuten beguemere Badesorm entsprechenden Ausgleich findet. N r a n f e b ä d e r. Die Einrichtung oer Brause» bäder hat verschiedene Formen angenommen, je nach dem Zweck, dem sie zu diene» halie». Für öffentliche Badecmstalle» si»d E i » z e I. B r a u s e b ä d e r in Verloendiilig, bei welchen Auskleidelabiueu u»ld Bade» kabiiieii für jede» Aadbesucher gelrenul znr Versügnng stehen. Begue», ist die Einrichtnng, »oenn die Ans» kleide, nnd Brauseränme nur durch eine Tür oder einen Vorhang getrennt sind, also direkt znsammenhängen. Es erfordert alsdann eine Bade- und Auskleidekabine eine Breite von <>,8 bis 1,4 Meter »nd eine Länge von 2,<><» bis 2,5 Meter. Will man mit dem Naume sparen, macht man zwei Anskleideränme ans ei» Brausebad. Die gleiche A»ord»»ng, wie bei de» ösfent-lichen Volksbranjebädern ist anch für die Fabrilsbäder nnd Cchnlbransebäder in Anwendung, fosern es sich uni Schnllinder im höhere» Aller ha»dell. Für die imtere» Klasseil mid für Kaser»en >uird häufig der Eiurichtuug von Grnppenbransebädern der Vorzug gegeben, bei welchen eine entsprechend große Anzahl von Bransen an eine gemeinsame Leitung angeschlossen werden, so daß die ^emperatnr und die Wassermeuge vou einer Zentralstelle ans geregell werde» könne». Das Aus-kleide» >l»d die Benütz»»g der Bransen erfolgt in diesem Falle grxppenweise »»d »ach Kommando; die zentrale Bedienung verhindert ein linsachgemäßes Mifchen des warmen »nd kalte» Wassers n»d bietet die beste Gewähr sür einen sparsame» Wasserverbra»ch. Die Be»ützu»gsweise der Bralisebäder ersolgl zweckmäßig iii folgender Reihenfolge, Zunächst 2 bis 3 Minuten Benetz'nng des Körpers mit .A» bis 4" Grad Eelsins il'arme» Wassers r>asser vorgesehen, welches zum Zweck der Wasserstaunng mit Ab» und Überlaufvorrich. tiuige» ausgerüstet wird. Diese einzelnen Necken sind unter allen Umständen gemeinschaftliche» Trögen vor. znziehen, welche bei der Neinignng eine Vernmchnng des Schmntzwassers verschiedener Leine zur Folge haben. Die Hiegeubrause» weroen i», allgenieinen sür eine minnlliche Wasserlieferung von 8 bis 12 Liter ein-gerichtet und stehen zweckmäßig nnler einem Wasser» Überdruck vou 0,5 bis 0,0 Atmosphäre». Ei» höherer Wasserdruck wird durch das stechende Austrefsen der Wasserstrahlen nnangenehm empfunden, ein nennens» wert geringerer Drnck läßt den wünschenswerten Hant. reiz vermisfen und vereitelt die gute Ausbildung ge» lreuuler Wafserstrahlen, Die Arausemündnngen wer» dei, zweckinäßig 2,i»o bis 2,4 Meter über den Boden angeordnet. Die Wasserstrahlen sollen nicht vertikal von oben »ach unten gerichtet sein, sondein unter 20 bis 30 Grad geneigt auSlrelen, damit sie nicht direkt auf den Kopf des Badenden falle» nud beim Brausen der Brust ein Zurückbengen des Körpers nicht notwendig wird. Bei schräger Anordnung der Vranse» kann der Badende durch Vor» und Nückwärtstreten die verschie. denen Teile seine? Körpers de» Wasserstrahlen aus. setzen. Es empsiehlt sich, das Wasser nicht über 50 Grad zu erwärmen, lim bei ungeschickter Bedienung die Gefahr sür del, Badegast dnrch Verbrühen ausznschlie-ßen. Die Scheidewände der Brausezelle» nnd Auskleide, kabinen werden zweckmäßig nichl vollständig bis znm Boden herabgeführl, so»der» ende» in einein Abstand von lo bis 12 Zentimeter, nm den Lustdurchgang und die Reinigung der Zellen entsprechend zu erleichtern. Als Scheidewände kommen in neuerer Zeit weiß-glasierte Formsteiue znr Verwendung, welche die Aus. luhrung ganz dü»»er Wäude u»o gute Abrundung der Ecken u»d Winlel gestatte» und so die ^einhaltnilc, und Des>»,ellionsmöglichleil ermöglichen. Brausebäder bieten den großen Vorteil, daß das z»m Bade bemtl'.le Walker stets ,u der reiuslen »ud frischesten For», mit dem Körper in Berührung kmnm,. Die anßerordeullich b,llige» Anlage, »nd Betriebs-losten gestatten die Abgabe eines Brausebades zu so geringen Preise», daß a»ch Unbemittelte von den Bädern Gebranch machen sönne». Personen mit lörperlichen Gebrechen ,sl die Be-nnt.nng der Brausebäder erschwert, bezw. unmöglich. Ferner hat das Brausebad bei Frauen nicht besonderen Anklang gefunden, so daß öffentliche Nrau,ebäder selten zur Ausführuug kommen ohne gleichzeitige Ausnahme einer entsprechende» Anzahl von Waniienbäder». Als wichtigste Fordernng ist für die Anlage vou Wannenbädern vom hygienische» Standpunkt a»s zu berücksichtige», daß alle Teile der Badewanne, welch? mit dem frischen Badewasser in Berührung kouimen, vor der Neubenütznng bequem nnd für de» Nadegast klin» lrollierbar gereinigt werden können. Der Was'seiznlauf ersolgl am zweckmäßigsteu frei über dem Wasserrnno. Der Abschluß der Ablaufvorrichln»^ muß i» der Wanne selbst erfolgen. Jedenfalls sind die ans England nnd Amerika ^»r Einführung gelangten kombinierten Ab. nnd Überläufe für össentliche Nadeei», ichtunqen vom hWeüische» Tlandpimkte ans z» verwerfen, da in diesem Falle die Ablaufösfnuug »ur ei»en Gitter. Verschluß erhält, a» welche, sich ei» Aohrsnstem a», schließt, ivelches zn einem Teile »ichl, n»d zuui andere,, Teile nnr schwer zu reinigeu ist. Am beste» erfolgt der Abschluß des WanneuablnuseS für öffentliche Bade. anslalten dnrch Kngelveutile, welche durch außerhalb der Wanue gelegene Hebelübersetzungen betätigt werden lönnen, so daß aus dem Innern der Wanne alle Teile in Fortsall lommen, welche einer guten Reinigung uud Desinfektion Tchivierigkeiteu bieten. Das normale Maß einer Nabezelle ist 2,5 Meter X 3,0 Meter »nd eine Höhe vo» 3 Meter. Vom hygienischen Standpnnkle ans sind jedenfalls Badewa»ne» mit f»ge»freier Oberfläche am meisten zu empfehlen, wie dies bei den Faye»eewn»»en nnd email-lierten Gußeisenwanue» der Fall ist. Die Dimensionen dei Wanne» betragen in bezng aus die Lauge 1,4 bis l,8 Meter, ans die Breite 0,6 bis 1,0 Mcler. Der normale Wasserverb ranch beträgt 200 bis ?>'><» Li»«', «Fortsetzung sulgt.) iPolizeiliche Vorschriften für «ortr«.qc.» Äel der Veranslallnng von Vorträge» si»d folgende poli» zeiliche Vorschriften zu beobachten^ I.j Bildunqsvereine und Vereine, lvelche Vorträge und Koufereuzeu ver» anftallen, sind auf Grund des Gesetzes vom 15. No. vember 1867, R. G. Nl. Nr. 134, lousliluierl. Die vou diese» Vereinen i,» »iahmcn ihres statnlenmaßiaen WirkungSlreises veranstalteten wissenschaftlichen Vor» träge nud Konferenzen, ob mit oder ohne Experimente, Lichtbilder oder dergl., deren Besuch aus UereinSmit-glieder beschränkt ist, unterliegen lediglich der Anzeige, pslichl in, Sinne des tz !5 des Veremsyesetzes; die Anzeigen sind »ich« stemvelpslichlig. 2.j F,nden solche Vortrage im Aahmeu eiuer ösfentlicheu Veremsver-sammluug im Sinne des ^ 14 des Verrinsgesetzetz stall so haben die gleichen Bestimmnugen Anwenduna 8» Soll aber e»> Vorlraq i» einer allgemein zuqänqlwien Ver,ammlnng stattfinden, jo unterliegt er der Anzriae-pchchl "" Stnne des z< 2 des Gesetzes vou. 15. M-vember I8b., )K. G. P>. Nr. 135. nud die Anzeiqe ist Laibacher Zeitung Nr. 258. 2330 1 l. November 1909, stempelpflichtig. >T. P. 43 !l 2 I l< Stempelj. 4.) Vcr-ailslaltet ein Vereill eincit gegen Entree allgemein zu-gäuglichcn Vortrag, so wird dieser Vortrag als öffent-liche Produltion ailgcsehen und unterliegt nach H 19 der Vorschrift über den Wirtniigskreis dor Holizei^ behörden sErlaß des l. k. Ministeriums des Julleril uo>u 1l>. Dezember 1850, Z. 6370, Laudesgesetzblalt für Kraill Nr. 66, verseheu. 5.) Veranstaltet aber nicht ein Verein, sundern irgend eine Person einen Vortrag, so finden im allgemeinen dieselben Bestimmungen Äuwendnng, nur ist die n<1 4j gcilannte Eingabe uach T. P. 43 !> 2 mit 2 1< zu stempeln. In der Landeshauptstadt Laibach sind die :>ä 1) und 2) erwähnten Anzeigen beiiu Stadt» Magistrate, die a6 3) zn erstattende Anzeige sowie die -lc! 4) und 5) erwähnten Gesuche beim k. f. Landes-Präsidium zu überreichen, wahrend auf dem flachen Lande die k. f. Bezirkshauplmaunschaflen zur Entgegen» nähme dieser Eingaben berufen sind. —>'. — lichen Zwang nnr dann stellen dürfe, wen» feststehe, daß die Amlsveruntreuung der einzig mögliche Aus-weg zur Relllüig des kleine» Veantten ivar. ' jAbgabe von Neben an Weinbautrcibendc.j Wie man uns 'mitteilt, ,verden zufolge Ermächtigung des k. k. Atterbanministerinms auch im Frühjahre 1910 amerikanische Schnitt, uud Wurzelreben aus den staatlichen Vorräte» an Weinbantreibende iu Krain ab» gegeben weroen, uud zwar.- :i) an kleinere Besitzer zum Tarifpreise voil 6 1< für 100!^ Stück Schuittrebeu und 18 X für 1000 Stück Wurzelreben- d) an größere wohlhabende Besitzer, falls für sie, ohne Beeiulrächtiguug der Ansprüche der kleineren Besitzer, Nebenmaleriale erübrigt, zum Geslehungspreise von: 16 l< für looo Stück Schnillreben und 4!» !v für 1000 Stück Wurzel-rebeu. Auch gelaugeu Veredlungen zur Abgabe, und zwar: n) an kleiilere Besitzer znm Tarifpreise von: 16 l< für io<» Stück lind >)) an größere, wohlhabende Besitzer unter oer für die Aligabe von Schnitt- und Wurzel relieu bezeichneten Voraussetzung zum Ge» stehnllgopreise von 20 lv, sür 100 Stiick. Doch wird bemerkt, daß Veredluugen nur in eiuer verhältnismäßig geringen Anzahl voryanden sind lind nur in kleinen Mettgen zum Zwecke oer Verbesserung des heimischen Rebsatzes, d. h. behufs Verbreitung empfehlenswerter Edelsorten hinausgegebe» U'erdeu. Außer den vor^ angeführten Preisen' l)aben die Nebencmftfängcr, falls sie dos ihueu zugewiesene Rebeiliuaterial nicht direkt unverpackt bei der Abgabestelle übernehmen, lO I> Ver-> pactnngskosten für je 100 Stück Schnitt' oder Wnrzel» rebeil und 20 I, für je 100 Stück Veredlungen zn zahlen. Für die Transportkosten haben in allen fällen die Empfänger aufzukommen. Eine unentgeltliche Abgabe von Schnitt- und Wnrzelreben findet uur ausnahms-weise in ganz besonders berucksichtignngswürdigen fällen, nno nnr an kleinere Besitzer oder an Korpo-rationen statt. Veredlungen werden unentgeltlich nicht abgegeben. Die Bewerber um Neben und Rebenver' edluugeu haben ihren Bedarf unter Angabe der Gattung uud Menge bis längstens 5. Dezember 1909 beim Gemeindeamte anzumelden. Später einlangende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. Die Nebeil und Rebenveredlungen werden nur zur Nepflanzung der eigenen Weingärten, namentlich Schnittweingärlen ab» gegeben nnd ist jeder Handel und sonstiges gewinn» süchtiges Gebaren mit dem ans den staatlichen Vorräten erhaltenen Rebeumateriale strengstens verboten. Par» tcien, welche dieses Verbot übertreten, werden von jeder ferneren Znweistmg derartigen Rebenmaleriales und von der Beteilung mit unverzinslichen Reblaus» darlehen ausgeschlossen. Die Rebcnzuwcisung wird mit Rücksicht auf den beschräutlen Vorrat uur Verhältnis-mäßig nach den vorhandenen Mengen erfolgen. Ferner wird bekanntgegeben, daß die Wciubautreibe». den auch kleinere Mengen Hybriden zur Bepflauzung von Böden, in denen die Riparia nicht gut fort-kommt, eventuell zur Erprobung unentgeltlich erhalten köuncn. Die Anmeldungen aus Hybriden sind gleich» falls bis längstens 5. Dezember 1909 unter genauer Angabe der Aodenbcschaffenheit und der Lage des Wein» aarteus, sowie wo möglich auch uuter Einsendung einer Erdprobe direkt beim k. k. Weinbauinspcklor Herru Bohuslav Skalicky in Nudolfswert einzubringen. — Schließlich werden die Weinbautreibcnden darauf auf-merksam gemacht, daß die unentgeltliche Zuweisung von Nebeumalerial durch den l. k. Weinbauinspeklor er» folgen wird und nur iu jenen Fällen verfügt werden darf, in denen der Nachweis über die Bedürftigkeit der Bewerber nicht nur durch das beizubringende pf'arr-und gemeindeämlliche Zeugnis, sondern auch überdies durch' die eigenen Wahrnehmungen des l. k. Weinbau-inspectors erbracht erscheint. —^. — lVortrag in der Leo.Hescllschaft.j Gestern abends um 6 Uhr veraustaltete die hiestge Lco-Gesell» schaft für ihre Mitglieder uud geladene Gäste im Viblio» chetssaale der „K'atul^ka Tiskarna" einen Vorlrags» ""d D'sl"s,sionsabeud, wobei Herr Professor Adolf ^,«, V'^ ^ lwveuische Dramatik referierte. Ein di volition ^'ch lchr wenig sage.l läßt, wenn man ehrllcherwclie allev u< Erwäannq ^icht, was in Hin- lnnft hier zu tun und zu lassen wäre. Der Vortragende suchte, vou der Tatsache ausgehend, daß die slovenischc Dramatik über ihre ersten Anfänge noch nicht hinaus^ gckommen ist, auf Grund eingehender Argumentation und unter Heranziehung zahlreicher Belegstellen slu» venischcr und sonstiger Schriftsteller die Ur>acheu fest-zustellen, welche diese Rückstäudigkeil bedingen. Er konnte eine Reihe von Prämissen anführen, die für eine gedeihliche Entwicklung der dramatischen Kunst bei jeglichem Volke eine (-oncinio ^ino einer Tichlerseele heraus aber sprießt teiu voller, ganzer lind gnler Dramaliter hervor. Nicht geringe Mis;lichteilen seieil auch iu der safl ausschließlichen Anstellnng nichtslovenischer Elemente in allen bessereil Rollen, überhaupt in einer Hintansetzuug und pau> schalen Mluderbewertuug aller heimischen Kräfte, end» lich in einer meist flauen Kritik zu suchen. — All den Diskussionen beteiligte» sich die Professoren Herr R e» boIj und G r a f e n a n e r sowie Herr Redakteur T, e r segI a v. — Der Vortrag halle melen Beifall ge-fundeu. lLffcntlichcr volkstümlicher Vortraq.j Der all-gemeine Arbeiiewerband „Vzajemnost" in Laibach veranstaltet hellte abends im großen Saale des „Mestni Dom" einen öffentlichen volkstümlichen Vorlrag ül'er das Thema „Luft u»o Leben", der auch mit er.perimen» tellen Demonstrationen verbunden sein wird. Den Vor-trag hält ans Gefälligkeit Herr Prof. Ios. R e i s n e r. Anfang um 8 Uhr. Der Eintritt ist jedermann gestattet. " lAus dem Volksschuldienstc.j Der k. t. Landes» schulrat für Krain hat die absolvierte Lehraiutstandi-datin Fräulein Iosefine Fran ke im Siune des 8 IW der definitiven Scynl« uud Uuterrichtsordnung zur un» eulgelllicheu Schulpraxis an der achlklassigeil städtischen deutschen Mädcheuvoltsschule iu Laibach zugelasseil. - sl5in Martiniabcndj wird Sonnlag, den 14. d., vonl slovenischen Arbeiler-Gesangsvereine „Slavec" im großen Saale des „Narodni Dom" veranstaltet werden. Das Programm nmfaßl Gesailg- lind Musikvorlräge, kölnische Ällflrille uslv., sodann eine Tanzunlerhallung. Ansailg um halb 8 Uhr abeuds, Eintrittsgebühr 60 !>. — lud eiu Magazin ebenfalls abgebrannt. Der Schaden be-trägt 30.l>00 « und ist bis 17.050 X durch die Ver-sichcrnngssummc gedeckt. Eine Brandlegung erscheint ausgeschlossen' die Entslehungsnrsache dürfte vielmehr in uuvorsichtiger Manipulation mit Licht zu suchen sein. —1). — sDic Lconibcn.j In oeu Nächten des 12. bis 15. Novembers erscheinen alljährlich Sleruschnuppeu, die aus dem Slernbilde des Großen Löwen kommen und deshalb Leouiden genannt werden. Sie entslammeu einem Meteorschwarm, der sich in der nämlichen Nahn bewegt, wie der Komet 1866 I. Nach Ablans von je, 33 Jahren bietet dieser Schwärm für die Erde das Beispiel eines großartigen Slcrnschnuppenfalles, wenigstens war dies 1799,' 1833 und l866 der Fall. Im Jahre 1399 ist die Erscheinung in dieser Entwicklung aus» geblieben, uud die von verschiedcucu Observatorien ge» lruffeneu großartigen Vorbereitungen zur Beobachtung der Erscheinung waren vergeblich. Die Ursache des Ausbleibens waren, wie sich später fand, Störungen, welche die Hauplplaneteu auf dcu Sternschnuppen-schwärm seit l866 ausgeübt hatten. Infolgedessen er-reichte er die Krcuzuugsstclle, mit der Erde, zwei Tage später als diese, so daß tue Erde höchstens einige Naud-vartieu des Schwarmes uuch antraf. Ob die Lconiden m diesem Jahre einigermaßen zahlreich erscheinen wer-den, muß dahingestellt bleiben. " Mn Nachealt.j Gestern vormittags überfiel ein Knecht in einem Hause am Rain eine 24jä'hrigc Magd, die in diesem Hause einige Kleider abholte und miß-handelte sie derart, oaß sie an beiden Händen und am Gesichte mehrere Kratzwundeu erlitt. Er soll sich für verleumderische Aussagen der Magd gerächt haben. - iVercinswesen.) Das k. l. Landespräsidium für Krain hat die Bildung der Ortsgruppe Gotlschee des Vereines „Ostmarlbund deutsclier Österreicher" mit dem Sitze in Gottschee zur Keuntnls genommen. —«'. - Errichtung eines Steinbruches in Watsch.j Über Ansuchen des Herru Valentin Seaguetli, Baumeisters iu Gurlfeld, um Bewilligung zur Errichtung eines Steinbruches auf der Parzelle Nr. 241/1, Kalastral-gemeinde Watsch, politischer Bezirk Lillai, findet am 13. d. M. uni halb 10 Uhr vormittags die kommissio-nelle Lokalverhandlung nnter Intervention eines Tlaalslechnikers der k. l. Landesregierung an Ort und Stelle statt. Die Kommission trittHn, 9 Uhr vormil' tags in Unter.Hötitsch zusammen. ''- lTodessall.j Aln 9. d. M. starb iin Frauen-spilale in Rudolfswert die Ehegattin des Gastwirles nnd Realitätenbesitzcrs uild ehemaligen langjährige» Vorstehers der Gemeinde Pnvna, Herrn Josef Trenik in Wrschlin bei Rudolfswerl, ilach lauger schwerel Krankheit. Sie »oar eine brave, emsige Haussran sowie eine geschickte und zuvorkommende Gastwirtin. <>. " lUnfall.j In der Tönniesscheii Maschinenfabrik schnitt eine Maschine dem Tischlergehilsen Franz Rihm vier Finger der rechlen Hand ab. Der Verletzte be^nb sich ins Kraukenhaus. slirtruntenj ist an, 4. d. M. vormittags i» einem Bache die 3 Jahre alle Tochter des Keuschlers Joses Radovan iu Lole, Gemeinde Nußdorf. !1. - llfin rabiater Gast.j Als dieserlage ei» Sicher-Heilswachina»» in einem Gaslhanse wegeil einer angeb> lichen Zechprellerei inlervenierle, mengte sich oer be-trunkene 2ojährige Erdarbeiter Anton Albrecht ans Hoteder>ica in dessen Amtshandlung ein. Da er den Sicherheilswachmann überdies beschimpfte uud mil erhobenen Armen bedrohte, wurde er verhafte! und dem Gerichte eingeliefert. " Mne schlaue Diebin.j I» der Kantine cmer hiesigen Kaserne diente die l6jährige Josesa Breznil mis Markt Tilsser als Magd. Ihre Dienstgeberin schöpfte Verdacht, daß sie von ihr besluhlen »uordeil sl'i, daher ließ sie deren Koffer, der nach dein Dienslans» triüe bereits auf der Südbahnslalion ansgegebe» wor-den >var, znrilckstellen und durchsuchte ihn, ohne indes etwas Verdächtiges zu sinde». Die Magd war aber schlauer als sie, denn sie halte schon einige Tage zuvor ein Paket mit gestohlener Herren», Frauen» und Kinder» Wäsche einer Fran zur Aufbewahrung übergeben, »m es vor der Abfahrt abzuholeil. Die Polizei war noch schlauer »ud beschlaguahmle das verdächlige Palet, wor-auf die Magd verhaftet und dem Landesgerichte über-stellt w»rde. " n hungriger Gast.) Bei einer am Sonntag in einem Gasthanse' an der Unterkrainer Straße ab-gehaltenen Tanzunterhalluug schlich sich eiu unbekann-ter Gast iu die Küche nnd lrug in Abwesenheil der Gastwirtin eine ans dem Sparherd gestandene Kasse» rolle voll Gulasch davon. - fGefliigcldiebe.1 Für die kommenden Feiertag«' scheineil sich einige Personen schon jetzt mit saftigem Braten versorgen zn wollen. Vorgestern abends wurden in einem Hause au der Maria Theresien-Stro^e zwei Truthühner entwende!. " lVcrlorcn.j Ein Paket Seide nnd Barchent, ein Geldtäschchen mit 10 X, ein goldener Siegelring mi» den Buchstaben I. I. uud eiue Zehnkronennute. Theater. Kunst und Literatur. '"" jDeutschc Niihne.j Die einhnnderlsünszigstc Wiederlehr von Schillers Geburtstag bot oei» deutschen Volke srendigen Anlaß, seiner Verehrung und Liebe zn dem unsterblichen „Dichter der Ideale bis zum letzten Hauch" begeisterte» Ausdruck zu geben. Nlchl nur die Jugend, die ihren Schiller jederzeit im Herze» trug, sonderu auch die längst allen Illusionen Eilt-wachseneu blictteu mit hiugelxuder Verehrung zu de» Manen des hohen Denkers lind Dichters, ja die ganze gebildete Welt schloß sich der Aufforderung Goethes an: „So feiert ihn! Deun was dem Mann das Lebe» nur halb erteilt, foll ganz die Nachwelt geben." E» war unser, er ist unser! und getreu dem erhabenen, kaiserlichen Ausspruche: „Die Pflege der Ideale ist du' größte Kulturarbeit uud das gauze Volk soll daran mit-arbeiten" mögen die Ideale, die uns der Dichterfürst iu ihrer reinsten Gestalt vorführte, sorgsam gepflegt lind gehegt werden, denn das Volt nährt sich im richtigen Gefühle lieber an den reinen.Quellen, die der klassischen Dichluug entspringen, als an de» Sumpsgewässer» der sogenanüteu veristischen Richtung, welche das Gemeine verherrlicht. — Die denlsche Bühne feierte deil Gedenktag durch Anssührung vou Schillers Herr-lichem Trauerspiel „Maria Sluarl", das unter seinen dramatischen Dichtungen die meisten Ausführungen >w neuen Haufe seitens beider Gesellschaften erlebt haw'. Ihre Gestalten sind so volkstümlich geworden, daß es selbst der nüchternen Kritik objektiver Geschichls-forschung'schwer siel, sie als Gebilde dichterischer Phantasie zu lennzeichncu. Liebelt wir sie darum weniger? -- Die Ausführuug schloß sich würdig der jüngsten ersten Klassikervorstellung an uud es gebührt der nnt Verständnis und Fleiß vorbereiteten Vorstellung, der gewissenhaften Spielleitung des Herrn Feloa !>>»"' den Darbieluugen der begabten/ gebildeten Künstler der deutschen Bühne warme Auertennung. Allgestchts der ehrlichen Begeisterung, mit der jeder Mitwirkende Laibacher Zeitung Nr. 258. 2331 11. November IW9. sein bestes Können in den Dienst der gnlen Sache stllte, »oäre es unbillig, die trilische Sonde an weniger einwandfreie Leislnngen ,'i» leqen' ei» begeistertes Pu» blililm, unter dem natürlich die Jugend ihrem Lieb-lingsdichter hellrn Elithlisiasmus entgegenbrachte, empfing die Vorslellnng, lohnte die Künstler. Als Maria Stnarl lernten >oir Fräulein ^eonoie C h n ooln Stadt» theater in ,^Iagensurt kennen nnd schähen. Die .^ilnst» lerin, cine schlante, geioinnelldc (trscheiilung, uerfügt über ein angenehmes, niodnlaiionsfähiges Organ, das Vu» inniger Empsindnng zn tragischer Leidenschaft >>ber. zngehcn ueviuag; der Gesichwausdvuct ist sprechend und wird durch harmonische Betoegnngen linterstiiht. Ihre Auffassung war richtig- in erster ^inie soll das Weib die Tnnalion beherrschen, die seine weiche Slimmnng errcgi, vielmehr gvos'.e Leidenschaften erfährt nnd ent» zündet, Fräulein Nell a u s (5haraiterisiernng der Elisabeth stand ans achtunggebietender Höhe, besonders hub sich ihre Wiedergabe der Anseinanderselmng mit «hler Rivalin nnd dem Unterschreibe,, des ?odes-M'k'ill'ö ',u einer eindrncksslarten Leistung. Als viel» ' versprechendes Talent erschien dnrch das Prasseln seines Tlinpcranientes, den umarmen Her.'.enston leidenschafl» licher 3ch>oärmerei nnd die allerdings noch über» Aarsc Gabe der Charatteristil Herr Alfred Vi a h r als Mortimer. Die Herren ^ elda , ^)t i ch t e r , Olbat und Notter bewährten sich als gnle Sprecher, Herr H o h c n a u fano sich mit der ooin Lichter so flies« mütterlich gezeichneten (bestall des charakterschwachen Grafen Leicester als intelligenter Tarsteller enlspre» chend ab. Würdig trng anch das Thealerorchester nnler der iresflichcn ^eitnng des Mililärlapellnieislers Herrn Theodor C h r i st o p h dnrch cine anserwahlle ^wischcn» allsmusil znr ^eier des Abends bei, den die herrliche Tuvcrlüre zu „Egmont" vo», Beethoven eröffnete. — Das Theater war ausgezeichnet besnchl »lid es beehrte Herr Üandcspräsident Baron Schlonr,^ die Vorstel-lung nut seinem Besuche. .?. Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Dcr Thronfolstcr in Berlin. 5>lcn, K». ^>l0l,ember. Erzherzog ^ranz ^erdinano und d^'ssen Oelnahlin sind ans Einladung des deutschen Kaisers heute abends »ach Berlin abgereist, » Parlamentarisches. Wien, l<>. ^>tovember. Die „Pol. >iorr." erfährt! Minister Dulemba, der heute r»on Seiner Majestät dein Kaiser i» längerer Prwalaudienz einpsangen Un:rde, erstatiele in der hentigen .^tonseren^ der par!amenla> rischen Kommission des Polenllubs Bericht über die Audienz und teilte mit, Seine Majestät der Baiser berührte wiederholt a»ch die jüilgsle» innerpolitischen Vorgänge, sprach mit besonderer Änerlennung iiber die korrette llnd streng sachliche ^ührnng dcr ;)tegierungs. geschäfte und der Staatsverwaltnug durch die Negiernng in dcn jetzigen schweren feilen nnd hob nachdrücklichft hervor, wie wünschenswert im Gesamlinleresse es sei, das', auch im Parlamente die Hemnmisse überwunden bürden nud die Volksvertretung in» Nenu,s;tsein ihres Ursprunges u»d ihrer Nestiniuinng der Pflicht gegen die Allgemeinheit und gegen sich selbst eingedenl bleibe. Wien. M. November. Die „Dentschnationale Korre-spondenz" nleldel über die Besprechungen mit den, "olentlub-. Um 7 Uhr abends traten die Vertreter der kutschen Parteien mit dem Präsidium des Poleullubs äu einer neuerliche» Konferenz ^»saiumen, in »oelcher "le Nefchlüsse der henligen gemeinsamen deutschen Be-wtlmg der Lhrisllichso,^ialen nnd Deutschfreiheillichen zur ,^'enntilis gebracht nnd das Präsidium des Polen» tlubs ersucht wurde, dieselben dcr Slavischen Union su übermitteln, damit diese positive Vorschläge erstatte, "ls zweckmäßig wurde erklärt, daft einverstandlich die nächste Sit'.ung des Hauses und die Art und Weise dcr "crhandllmg festgestellt werden sollen. Landtaa.s-Era.ä'nzuna.swahl. Lilli, 10. November. Bei dcr heutigen Landtags» ^ssänzungswahl im Wahlbezirke Cilli wurde Doktor Füssen N'egri, Arzt Uhr vormittags ^"t im Handelsministerium unter dem Vorsitze des ^mnsterfträsidenten Dr. Weterle ein Ministerral zu-mumen. an de>u sämtliche Mitglieder des Kabinetts Ulnahmen. Ein Protokoll wurde uicht geführt. Der ' -"c'tnsterrat dauerte um 12 Uhr noch an. Budapest, 1<». Novcinber. Der Ministerral dauerte ow halb I Uhr. Nach dem Ministerral lonserierle ^mnsterpräsident Dr. Welerle mit dem Minister Kos-!w '. ^" Ministerpräsident erklärte, er habe dem .-" misterrat die Ergebnisse seiner Audienz mitgeteilt luwie auch davon Millcilnng geinacht, daß Seine Maje-w? s^'^ ^mister Andrassy und Kossuth zu empfangen ulm<><-wnidl-c" zu benennen, suspendiert wird. In der Be» gründung wird ausgeführt, daß dieser Name einem poli» tischen Faktum eines ansländifche» Staates entnommen ist, daß diese Benennung den (5haraller einer Demon-station gegen den Staat hat nnd die patriotischen l^esühle verletzt. Der Gemeinderal beschloß mit allen gegen die Stimmen der Sluvenen, gegen das Velo der Statlhallerei den Net'ursweg einznschiage». Dementi. Nom, lO. November. Viele ilalienische Blätter reproduzierten die Meldung eines Pariser Blattes, das; die Minister Titloni und Izvolslij in Nacconigi eiil Übercinlomluen nnlerzeichnet hätte», das durch die Bot' schasler Italiens nnd Nußlands in Paris und London der französischen und der englische» Regierung mit. geteilt worden wäre. Diese Meldung entbehrt - wie die Ageneia Stesani feststellt — jeder Begründung, Die Kretafragc. Rom, lo. November. Die Agenzia Slesani meldet aus London: Das Gerücht, die Schutzmächte halle» das llt.Ue Zirkular, betreffend Kreta, das die Pforte an ihre Botschafter gerichtet hat, beantwortet, entbehrt jeder Begründung. Der Beantwortung des Zirsulars muß noch ein Nuteilwechsel zwischen den vier Schutz-mächten voransgehen. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. China-Wein mit Eisen Hyjjienisoh© Ausstellung Wien 1900: ' Staatspreis und Ehrendiplom zur goldenen Medaille. 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Ceinsruil, Lesjal, Pfarrei, St. Vartlmä. — Schöpfer, »fm.. Budapest, — Dr. Mayer, Rechtsanwalt. München. — Döriug, Priu., Berlin. — Lipschiet'. Monti, Me.. Trieft. Pollal, Nfdr,, Prag, — Stvszl. Petschmgg, Msde.. Magenfurt. — Hauer, l. u, t. Hauptmcmn. Pola. Verstorbene. N m !i. Novcmbrr. Dorothea Hulner, Private, li-l I.. Aucrsftergplah 4. Nm 10. November. Vanda Trnkoczy, Npothelers tochter, 6 Mon., Rathausplah 4. Im Itvilspitale- Am ». November. Maria Koren, Arbeiterin, 7? I. Im Varnisonsspitale. Am b. November. Johann Koöicel, Landwehrmann. 22 I. Deželno gledališèe v Ljubljani. St. *J9. Par. V öetrtek, dne 11. novembra 1909. Tretjiè: IViÄiiti«.- Zacetek ob pol H. Koiiec ]>o 10. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 376 0 mcu. " ^ »-2» ! "^ ! > ! ^ <. i!U. N. 735-8! 6^, SO. schwach I be»»lkt , ' 9 U. Ab. 734 8 ! 1 l)! . j teilw. bew. , H.l?U. F 73)i « -3 7 S. schwach ! Nebel 5^0 Das Tagesmittel de^ «estrigen Temperatur beträat3 4' Nurmale 4 9». W etterv ora ussage für ben N. November für Steter» marl, Nälntcn und Kraiu: Wechselnd bewöllt, mäßig? Wiudc, liihl. unbestimillt, unbestandiges Wetter; sü» Istrin: und Tricsi: Schönes Wetter, mnhiqe Winde, wenig verändert, unbestimmt, herrschender Witterungscharalter nnhaltend Trismischc Vcrichtr ni^> Bcobachtuua.ru der Laibnchrr (5rdbrbrnwnrte (Ort: Orbaudc der l, l. Staats-Oberrealjchille,, ^'lu;e: Nöldl, Breite lli« 0'j'; Ostl. ^änge von Greenwich 1^" .!>' Beginn 3 >B -A Herd. Z^z "ZK z'3 ß?, ^ff ; z dis.a..z ^-.3 KZ Zz^ N.H- >5Z 3 ______^»> !' m X l, m » l> N! » l, m » ll m ^ 2 ^ 10 1< !0. !XX» 07 25 45 07 37 14! - 0« iti >V ^ n d »l cx: 10. 10.000 07 2«—----------- ------- v l<) 8U00 >5 2U 07 3b IS ^ - .____w Bcbcuberich l. Am 6. November gegen 22 Uhr" 45 Mi» nuten Fcrilbeben, aufgezeichnet in D l' modossola. In Rocca di Papa Nahbeben, aufgezeichnet gegen 21 Uhr 50 Minuten lind 23 M)r 45 Miiiuten, — Am 7. November Nahbeben in 3. Weizen.....q X2^- Paprika. . , , l<^ !< !j lX) Roggen , , . . " »lil — Wmmrl , , . . . I 6N Gerste.....» » 18 Nein..... ! . 88 Hafer.....» » 17 ->0 Nicr..... » » -40 Mais....., .19'— Vranutwcin. . » , I 60 Weizeumeyl Nr. 0 > »47— Rum..... » » :l'20 Roggenmehl . . ' > A2>— Kossual, , , . » » ?i)0 Weizenmehl Nr. !i » > 46 - Mg..... » » — "20 . 3 . »45— Tafelöl, . . . > , 1 44 Maismehl . , . >. »20— Schweine, . . >, » 136' — Weizenbrot, . . » , —-52 .Mlber . . . , » » 112 - Roggenbrot. ...» — 4<) Ninoslcifch . , » . 140 — Gemifchtes Brot. » »—44 Schafflnsch . . » .108- Reis.....Icx ' - 60 Schweinefleisch. . .160 — Gerste.....» . -'44 Ziegenfleisch. . » »108- Grieß.....> > 'ii« Kalbfleisch .... 14« — Fisolen.....' » '36 Geselchtes Fleisch . . 1W- Linsen....., > — 48 Salami, . . . » » 450 — Erbsen.....>. .— 60 And trock. Würste » .250 — Ansgesch. Erbsen, » ».--72 Speck , . . , . .180 — Hirse.....» . ~ 32 Schweinefett. . » »200 — Heiden......, » -30 Bntter , . , . k<^ -> 265 Tnrten Mehl ... .'92 Käse..... » » 2 — .Kartoffeln . . , kß » — 06 Heu..... <, » 10 70 Gemüse liltraut, ttuluruzgriek » » -i0 - Rübe» usw.) . ' . — 04 Klee..... » » 11 — Sauerkraut. . . » »— 12 Stroh . . . . » »10 40 Saure Ruben. . , » -08 hartes Holz . . m' » 11 50 Kaffee..... »2-90 weiches Holz , » » 9 — Tee......, , 12 — Steinlohle , . ., . 320 Kakao...... » 7 — Kohle , . . . » > 9 — Zucker, . , , . > -80 Kols..... » » 5 60 Salz.....» » — 24 Petroleum , . k^ » —32 Pfeffer.....» » 2 40 Vrennöl ...» 1 04 Nnsrrer hent^en Nummer ^("''üii^n^s'q!'' li^t ?in Pro» spelt übe» drc Buch« yaudluug Hg. v. zneinmayr H i>c). Vaml'erg nornitig. Prämie für unsere Abonnenten! Kapt.Marry&rslüBPhe Neue illustrierte Praclit-Au8gahf Aus dem Inhalt heben wir nur einiges hervor: Jakob Khrli' h Peter Simpo) — IW Pirat — ] ia;-(jespoiihtcrtichilt — Drei Ku'trAini«>, mo Inner«- brochcncn Herzens bekannt, daft heute vormittags um 10 Uhr ihr innigst a/lieblcs Töchterlein Mcrnöcr im zarten Alter von 6 Monaten nach lurzeu» schweren Leiden verschieden ist. Die irdische Hülle der teuren Toten wird Donners« tag, den 11. November um '/,4 Uhr nachmittags auf den Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde zur ewigen Nnhe überführt werden. Laibach, den 10. November 1909. Besondere Parte werden nicht ausgegeben. 15) Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 10. November l909. Die notierten »ur« ., ln.z<»llt,sch»l». »nlchtllb»»»»». klisaoetl, Oahn i. «., ftnurfr.. zu 10.000 fi.....4°/, —----------_ >5ranz Ioseph-Vahn in silb« A> «llrarlberscr Nahn, stfr., 400 und 2000 «ronen . . 4°/» 94 b» 9b'»b z> ««l,sch»l»,nsch«lb»n«» ,»,lstn»,lll, »»sn>i»^».»kN<» tliwbtth-V. 2N0tt. »Mb',««/« von 4«« Kr.....4»2 — 4« so betto ^inzVubwei« 200 fl. ii. «». s. 5'/.'/« - . . .4»4b0 4««50 d»tti, Ea^bnrgliiol 20« sl. i. «. K. b°/« . . , ,4l8?b4«>75 -«m»tal-«ahn ««u u, «000 Kr. ^^'"' - ' - - . . . . 191- 19« - I «eld Ware D»« Atoall zu« ^ahlun« üb»«» n«»«e»t «iseutuhN'PlioritiU,- Pbllglllionen. Nöhm. Nestbahn, '/0l167k> Ferdinande-Slorbbahn «tm. 188« 87- 98- detto Em. 1904 »ü'So 9« 8b Franz Ioleph-Aahn Em I884 ^i^ Ls> lheif,-«ea..Uoje 4°/„ , . . . 14« lik iü«'.'5 4°/, ungar. Vrunbentl.-Oblig. 92 to 9310 4°/« lroat. u. slav, «rbentl. Obl. 94— 9b- «ndere öffentliche «nlehe«. Uoln. Landcs-Aul. (div.) 4°/« 9210 911« Vo»n. herceg. Eisenb. -Lande«- «nlehtn (b,v,> 4>/,"/« . . »»>?ü 99-72 5",„ Donau Reg.-Anleihe 1878 1<«>- — . Wiener Verlehr«-Anl. . , 4°/„ 9475 9h 7« dettl, i9 4"/, 94 7ü 9b ?l> Nnlehen der Etabt Wien . . i«i— 102 — detto (V. oder «.) 13:4 ,«o - ,21 -dett, (1894). .... 92«o «3«a dttto <«»«) V. I. 1898 . 95 - 9«-- dttto («leltr.) V. I. 1900 9l.3b «6'3b detto (Inv.«l.)v.I.i90, ,«- ,7.^ Vürsebau-Nnlehen verlosb. 4°/„ 9» 7b 97"?z Russische Etaatsanl. v. I. 190« f. 100 Kr. p. l», . , b°/, -^ - - >-detto per Ultimo , . 5"/» ll»i ob ioi bb Vula. Staat«-Hypothelar Änl. 189«......«'/»121 «>1«2 bv «eld War» Nul«. Staat« - Voldanlcihe 1907 f. 100 Kr. , . 4'/l°/<> V2 «u 93 UO Pfandbriefe nf». Uode!,kr.,alla.öst. i.5UI.vl.4"/„ «4 z« 95-«» Uöhm. Hypothelenb, veil. 4"/^ 9? — »7.4^ ZriltralBod.-Kreb.-Vl., österr.. 45I. verl.....4'/,°/» 102-25 ic»3!ib bettn «5 I. vcrl. . . .4"/, 9« ?b 97-7L Krcd.Inst..üsteri.. f.Verl.-Unt. u. öffen»l.«rb. Kal. X. 4"/„ 9»-io 94-10 llandesb, d. Nö». Vallzien und Aodum. 57>/, I. nillz. 4°/n 94- 9b>- Mälir. Hypothrlcnb. Verl. 4"/„ 9g zz ,7 ^5 ?l.-östcrr. Bandes Hyp.-llnst, 4°/, 9S-25 9?>! Eisenbahn.Prl,rit»ts. Obligationen. Ösien. Norbwestb, 200 fl. ö. . 103 »5 !04'35 Ttaatsbahn 5<>0 Fr..... «8b- »89- > Liidbahn k 3"/<> Jänner-Juli 50« ssr. (per Et.) . . . L74-- 27« - Vüdbahn k 5°/, «00 fl. «3. °. V. 119-- 12U>— Diverse Lose. »«,l»,llch, ,,ft. ««/, «obeülredit-Los« - ?4'- LalmLose 40sl. KM- . . . »74-- 284'-lürl. — Donau - Tampsschisfahrt« -Ges., 1.. l, l, prlv.. 500 sl. KM, inb« - inb« - Dur, Bodrxbllcher G..U. 400 ttr. i>>«3.— l^«._ ^idi!Mi!dii-»1ioldl>.1000sl.»M. K30l>'- b«2b'— Nascha» - Oderberger liisenbah» 20N s>. S.......,62- »«,-- liemb.'Czern,- Iassy Eisenbahn- «csellschaft. 200 fl. S. , . ^bii-- b«,-> .'lohd. öst., Trieft, 50« sl.. KM. bl»-. 53»-- Österr. Nordweslbahn 200 fl. S, — — —>— detto(Iit. U)200fl. E. p. Ult. —- ^,— Prag Duxer Eismb. 10» sl, abäst, 223'— 22,-b« Vtaat«e!senb. 20« fl. L. per Ult. 74, 10 ?4u-3o Sübbahn 200 N. Silber per Ult. ,24— 12b'-Sübnorddeutsche Verbindungsb. 20vsl,llM......._ _.^ Iranlport Ges., inten,,, N.-. 200 Kr........9h._ iih._ Ungar. Westbah» (Raab-Vraz) »00 fl. V.......404 7b 405 75 Wr. Llllalb.-Ultieii-Ves. 2«vfl. 225.. 235 — vanle«. «nglo-lbst«ir. Vanl, 120 sl. . 3«?— »08 — Vanluerein, Wiener per Kasse — >— —>— detto per Ultimo b«« 25 52725 «obenlr.-Allst, «st., »00 «1. . iihi>- ,,b« — Zentr.-Vob.-Kredbl. »s!.. ,ov sl. 574.- ^77--llieditanslalt für Handel u»d Gewerbe, 320 »r., per Kasse — — .-- detto per Ultimo «b>»»b ««0,5 Kreditbank, »na. alla., 20u fl. 77,—, 772- Depositenbank, all«., 20« fl. . 4««-.. 4«o 5n Vslompte - Gesellschaft, nieder. öfterr., 4«V Kr.....«31 -. «3, t>l> Viro- ,i. Kassenverein, Wiener, 20a sl........460' - 4S5-- Hvpothrleubanl, «st, 20«Kr. 5"/» l^'- »^9'l>0 Länderbanl, österr,, 20« sl., per Kasse.........-- ->, bettn per Ultimo 4912^ 492 25 „Merlur", Wechselstub.-Nltien- Gesellschaft, 200 sl. . . . 627-— «30- Österr.-ungar. Van! 1400 «tr. i??0-— t?7!> — Velo W^ l Unionbanl 20« fl...... b?2— b?3 Unlonbanl, bähmisch« 10« sl. . »48 50 «4» 50 «erlehrebanl, allg., 14«sl,. . ^»«»4»» H»i»ftr«nn«»n. «augesellsch., all«, oft., ,00 sl. 19»— »01 b« Ärilxtr ttohlc»b<>rnb,-Ges. I00sl. ?zi — 754— Elsenbahüverlchr«. Anstalt, öft., 100 s!........ 45150 4i4- «isenbahnw.Leihg..erst«, 10»fl. «,«-75 2ll'b» ,.«lbemübl", Papiers, u. «.-G. 100 sl........ 18« - :8S 0" «leltr.-Ges., all«. Lsterr.. 200 sl. »«»— «i»b" 3lcltr.«elell!ch.. intern, 200 sl. — - -'^ tleltr.-Gestllsch.. Wr. in liiqu. «44- 940" Hlrtcnberll.rr Palr.-, ttündh. u. Met.-^abril 4N0ilr. . .iiao-—lilo — Uicstuacr Ärauerel loo sl, . . »08— »1» — M°»lal,-«es,, äst. alpine 1 sl. 717— 718-„Poldl-Hiltte". 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