Nr. 80. Montag, 11. April 1910. 1^9. Jahrgang. Lmbacher Zeitung »««, tz^^!""")"'""' Mit Pustverleüdüng: aanzjähriss 30 «, yaldjahriss N> X, Im «mitur^ l,a»ziäl,>it! la^riss ,i ^ ^^ ^^ fjustsNnüg ins Hanö ganzjährig 2 K, - Inserlion«lirl'üll^! Fiir llriüe I,isl>rnlc "'» zu 4 iZrilen ö'> l,, nröhrrs pe>- Zeile 12 ti, bei öfteren Wiederliolnnneii per ,>iei!e « d. Die «llaibacher Zeitung» erscheint täglich, mir Ani. Di? AdnliniUration b«ft«b« sich Milloiilstrnsie Nr, 20; die Ncdnlltwn Millviiüstrafle Nr. 20. Evrcchstundc» der ».edalliun von « l>!« l» »»r vurmittans, Unsranlierle Briese werde,, nicht annenommen, Manuslripte nicht zurüllgestlüt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Verordnung des Iustizmimstcrs vom 'tt. April 19W "l' zeitweise Abkürzung des richterlichen Vorbereitungsdienstes. ^ «?'^ ^^"^ des 8 I des Gesetzes vom 6. April 1910, l'chte l'^' ^^' ^' ^'^"' ^'^ ^'ll>""se Abkürzung des luchen Vorbereitungsdienstes lyird verordnet: lau ^, ^" Oberlandesgerichtssprengeln Lemberg, Kra» ^ich^'^^ ""^ >lara können bis Ende des Jahre's 1913 ^ ^'"tskandidaten aus Gruild eines bis cnif zwei l"Ntsv ^^^^älrn Vorbereitungsdienstes zur Richter» ^"sung zugelassen werden'. 8 2. ds,rj "^ ^rund des abgekürzten Vorbereitungsdienstes "wlsv "^ ^ch^ ,,„h fleißige Kandidaten zur Richter-bes lv^'UU'g zugelassen »werden ^ U) der Verordnung N>. ^'Ministeriums vom 1. November 19»l», R. «. ^UqniN> ^^^ ^'^ denen nach den Staatsprüfungs» ^urher^ "'^ ^^'" I^'uguissen über ihre Leistungen im ^Wein ^^"^sdienste anzunehmen ist, daß sie in allen Difz?" ^s richterlichen nnd staatsanwaltschafllichen l"-' gnnic^^nd ausgebildet sind. df,^.' ^r Richteramtsprüfung sind, abgesehen von a„ Hausarbeit lii 2 des Gesetzes), bif,H ^udidaten uiit ziveijährigem Vorbereitnngs-did^ ^'N'llien Aüsordernngen zu stellen wie an Ka». nnt dreijährigem Vorbereitungsdienste, der ^'^ '"ein Falle'darf hiebei und bei Beurteilung ^^ll'ngsergebnisse dem Umstände Bedeutung bei- gemessen werden, daß für offene Dienstposteu keine Be» Werber vorhanden sind. Die Verordnung tritt sofort in Wirksamkeit und findet auch auf Nichteramtskandidaten Anwendung, die schon im richterlichen Vorbereitungsdienste stehen. Hochenburger m. i>. Den 8. April 1910 wurde m der l. l. Hof- und Staats» dructerci das XXVII. Stück dcs NeichsgeselMattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener ^eitunq» vom 8, April 1810 (Nr. 79) wurdr die Weitcrverbreitung folgender Preß« erzeugnisse verboten: Das in Budapest erschienene Druckwerk: «Die unterirdische Zuflucht.. Nr, 4 «Der jugendliche Arbeit«» vom April 19!0. Tas in Budapest erschienene Druckiuerl: «Die Macht der Rute und oie Macht der Frauen» von Alexander Noritoffsi!?. Das in Budapest erschienene Truäwcrl: «Die Peitsche als letztes Erziehungsmittel», «Drei Erzählungen von Fied Palfrey». Nr. <> «Xoprivo». Die DruckjMrift: «liLvolueo. I'oötovul üreänictvo a, 2ii-xonoetvo vöecii kuto^urii ote, > Nr. 1-1 '^m^ 1.i<1u. vom 2. April 19!0. lutimui liliillovua, 8vuxoll 7. «V oßnllodl xou^. 0br»2 mluvii Mti'ž«!i^cli». Nr. 7 <ö!i5Ilov»ll)l Odxor» vom 2. April 1910. Nr. 9 «NaUeo Uvolinll^» vom 7. April 1910. Nichtamtlicher Ueil. Der Besnch des Königs Peter im ökumenischen Patriarchat. Die persönliche Veriihrung, in welche .Wnig Peter von Serbien mit dein ölnmenischen Patriarchat gelangt isi, nnd die Erscheinungen, die sich daran knüpften, werden, wic man aus >lonstantinopel schreibt, in politischen und nationalen Kreisen als Vorgänge von nicht zu unterschätzender symptomatischer Vcdentung betrachtet. Mit dem glänzenden Empfang, den man dem Könige im Patriarchate bereitete, wurde unzweifelhaft der Zweck verfolgt, die zwischen den Serben des Königreiches und den ollomanischen Serben einerseits, den Griechen des Königreichs und den utlomanischen Griechen ander, scits bestehenden Vande noch enger zu kuüpsen. Die ottu° manischen Serben betampfeu seit Iahreu au der Seite der Griechen das bulgarische Element aus dem Vuden der nationalen Propaganda. Die Aufnahme, die König Peter im Patriarchat uud bei der griechischen Veuöl» lerung Konstantinopels fand, war der Ausdruck des lebhaften Wunsches, die gegenseitigen Sympathien zu lläsligen, und die nationale Waffengenossenschast zu be» festigen. Der hohe Wert, den man im Patriarchat dem Vesuche des serbischen Herrschers beilegte, manifestierte sich in dem ganzen Verlause dieses Ereignisses. In der Ansprache, die der Patriarch an c>en König uach der Beendigung der religiösen Zeremonie in der Kirche richtete und die vom gemischten Nat des Patriarchats vorbereitet wurde, waren bezeichnende Anspielungen auf die geschichtlichen Beziehungen entHallen, die das ser-bische Volt mit dem Patriarchat verknüpfen. Am Schlüsse der Rede erteilte der Patriarch seinen Segen dem König, der serbischen Dynastie, dem serbischen Volke nnd dem Heere. Die Kirche war während des Besuchs des Königs von Griechen überfüllt uud auch vor der Kirche hatte sich eine große Menge von Griechen au-gesammelt, die den König bei dcr Ansonst, wie bei dev Abfahrt stürmisch alklamierte. Gleiche Ovationen wur» den dem König während der Fahrt dnrch die Strahrn dargebracht. Alle griechischen Kaufläden, sowohl die der Romanischen Griechen, wie die der Griechen aus dem Königreiche, waren aus Anlaß des Königsbesuchs im Patriarchate beflaggt. In bulgarischen Kreisen haben die gemeinsamen nationalen Demonstrationen der Sei> ben nnd Griechen eincu starken Eindruck hinterlassen. Politische Uebersicht. Laibach, 9. April. Die „Neue Freie Presse" veröffentlicht eine Unter-redung mit dem ungarischen Finanzminister v. Lukacs, Feuilleton. H Wenn die Hähne balzen. ^Nvii^ ^'"Zug des Lenzes beginnt nnser schönstes ^,"en Kl'. ^'"^ ^"l° "nd Haselhühner, in abgele» ^stäin, "'" '"it semen Liebcsgesängen und Hoch. s'e dai/"' "ut dem Balzen. Nur der Jäger bekomm, ^lzii^ zu Gosicht^ während der Laie sich mit deren iahlt H ^' begnügcn mnß. Besonders anschaulich er-^lc,„tz ' N. Wurm in den jüngst vom „Kosmus" ^"rn N^""l .'Waldgeheimnissen'", wie die verschie- D ".^ülM'r sich hiebei verhalten. ^ haseii "^'hlige H"b" ^''' kleinsten dieser drei, ""bte!,.?^' ^"^l im Waldesdämmern mit ge° 3^ Und '."o"', ausgerichteter Hölle, gelüfteten Flü» ""e lw^!""''9 ausgebreitetem Schwänze um die ^e„. ^'v lccht dabei eiu helles, trillerndes Pfeifen er» ! /' lchlc,,, ' ^"^" s" lampflnstig, daß die Eisersuchl 'Mge ^"'ll herbei und in den Tod lockt, wenn der ^"l°hr ^ ? ^" '"^ >"""" Lockpfeischen vor sein Flin^ ^hs, ^: lt' Das Hciselhnhn hat keine festen Valz° l kii.ln., ^ ^"" ^'^' ""b Aucrhahn der Fall ist. '"t«nz . " ."" bayrischen Hochgebirge dem Schuhplall. k ^uh„> ^"' bat und oessen tolle Urwüchsigteit ans s^' ^ l,,? " Pcnlett eines Dorfwirtshauses gesehen ^psr„ ,^" stini.lischer Musik die Burschen Patschen, ,', ^ir.t's "''"^"', Pfeifen und schnalzen, während die >esähr/ ^ ""or ruhigen Grazie befleißigen, hat eine von dem Balzen der Birk° nnd 'Utbi,d ' ^""l >n ihncn sieht Wurm das natürliche Ale5^'"hahn wählt für sein possierliches und leb- slÄ^' ^eld ' '" W"ldblößen, Heiden, Moore, Wald- in, ^.!" Waldesnähe und hochgelegene Schnce- ^ngc, >y^ ^. ,^,^^. ^^^. Tagesanbruch mit dem Schlachtrufe Tschui erscheint. Ein Nebenbuhler uimmt ihll an, lveitere Hähne streichen zu und nun wird gehüpft, getämftft, grodelt und geblasen, während die Hennen durch ihr nasales „Gack, gack" das Fener der Liebhaber schüren. Der Auerhahn erscheint dem Hasel- nud Virfhahn gegenüber in seiner pathetischen Grandezza und weltfernen Verborgenheit fast wie ein Wesen aus einer weit zurückliegenden Epoche irdischen Lebens. Selten erblickt ihn das Auge an freien Orteu oder im Sonnenlichte' die Jagd auf ihn ist darum auch eine ganz absonderliche, eigenartige. Ruhig uud versteckt lauscht am Frühlingsabend der Weidmann im tiefen Walde auf sein „Ein» stehen" in dem Baume, den er für die Nachtruhe und die Frühbalz sich erwählt nud ost gegen Nebenbuhler blutig erkämpft hat. Gewallig dnrchschanert die Nerven nnd krampst das Herz dcs Verhörenden znsammen das Geprassel, mit dem der lrulhahngroße Vogel das däM" mernde Schweigen blitzschlagähnlich unterbricht, indem er, herangeslrichen, ans seinein Stcmdaste sußl. Er stellt sich dann noch ein. odcr zweimal um, balzt auch wohl noch etwas, bis er sich dem Schlafe überläßt und dem Jäger seine Ruhestätte in vorsichtigstem Abschleichen auszusuchen gestattet. Doch bevor die weißlichen Streife» am östlichen Himmel das Nahen des Morgens lünden, mnß der Jäger wieder auf dem Platze sein und auf die Balztöne des erwachenden Hahnes horchen. Diese sind so überraschend leise nnd allen möglichen Waldgeräuschen so ähnlich, daß cm Unlnndiger sie gänzlich überhört, aber auch der Kundige sie nicht mehr unterscheiden kann, wenn Wind, Regen, Tropfen der Bäume, Quelleugemur« mel oder vielstimmiges Vogclkonzerl sie begleiten. Bei seiner außcTordeiltlichen Siunesschärfc und Scheu ist es nur möglich, sich ihm uach dem Takte seines Gesanges schußmäßig zu nähern. Dieser wird also sein Schwanen» gesang Die einfache Valzarie setzt sich aus Knappen, Triller, Hauptschlag nnd Schleifen zusammen und kann allenfalls durch die Silben „blüblüblüblüblü dödlrr llack angedeutet werden; doch entbehrt sie, namentlich ans nächster Nähe gehört, keinesUX'gs gewisser Weichheit, Rnndung und glockenartigen Wohl» tlanges. Sie wird all einem Morgen (odcr Abend) wohl dreihundert bis fünfhundertmal wiederholt und gefällt nicht nur dem Harem von vier bis zehn crdbranne» Weibern gar sehr, sondern auch dem Weidmanne. Nach dem Hauptschlage nämlich, während des drei Setunden langen Schleifens, ist der Hahn durch Blutstauungen im Gehörgange nnd dessen Verengnng dnrch den liei weiter Echnabelöffnung sich nach vorn bewegenden Unterkiefer, sorlsatz wch völlig ini Dunkeln. Wie die Wahlen ausfallen werden, kann kein Mensch voraussagen. Die Regieruug wird die Majorität haben. Das ist wohl sicher. Aber wie groß die Majorität sein wird, und wie das ganze Haus be» schassen sein wird, das weiß heute noch niemand. In der ungarischen Negierung besteht hinsichtlich keiner eiU' zigen aktuellen Frage eine Differenz; natürlich hat die Negierung zu einer Reihe nicht allneller Fragen noch gar nicht Stellung genommen und da kongruieren ebenso natürlich die Meinungen der Minister vorläufig noch nicht, was aber politisch bedentnngslos isl. Der italienische Abgeordnete Eirmeni prophezeit in der „Neuen Freien Presse" dem „höchst polychromen" Kabinette Luzzatti große Schwierigkeiten, die ihm aus der Vereinigung von Vertretern der Giolittipartei und der äußersten Tinten hervorgehen werde». Von der äußeren Politik erklärt er: Da der erste Akt des neuen Ministers des Änßern die Reise nach Florenz zur Be-sprechung mit dem deutschen Reichskanzler gewesen, darf man a»nehmen, daß auch das Kabinett Luzzatii auf dem Gebiete der internationaleil Politik den Richtlinien des Kabinetts Sonnino, der Kabinette Fortis und Giolilti folgen wird, die in den Verträgeil niedergelegt find und vom Volke wie vom Souveräu gewünscht werdeil. Auch in Italien ist die äußere Politik dem Auf nnd Nieder und dem Schicksal der Parteien entrückt. Sie bildet eine besondere Sorge des Königs, der persönlich die Männer, die in die Konsulta eintreten sollen, aus» wählt, indes er dem Minislerpräsidenten die Wahl der übrigen Minister, mit Ausuahme des Kriegs» und des Marineministers, überläßt. Für die auswärtige und die militärische Politik trägt auch in Italien der Souverän besonders Sorge. Mit Vezug auf die Nachricht, daß Köuig Peter von Serbien im Lause diefes Jahres dem Präsidenten der französischen Republik einen Besuch abznftatten be-absichtige, wird aus Paris gemeldet, daß bisher über diesen Gegenstand zwischen der französischen nnd der ser-bischen Regierung kein Mlinungsauslausch stallgesuuden hat. Wie man aus Kouslaulinopel schreibt, meiden Be° richte aus verschiedenen Puukleu Mazedoniens das Wiedererstarle» der gegen die Bulgaren gerichteten ser-bischen Propaganda. Insbesondere soll sich dies im Vilajel Monastir wahrnehmbar machen. Kürzlich hat ein Serbe den Behörden eine angeblich von einer Anzahl von Bulgaren unterzeichnete Bittschrift überreicht, in der die Errichtung einer bulgarischen Schule verlaugt wird. Eine Unlersuchnng der Angelegellheil hat jedoch ergeben, daß die Unterschriften gefälscht waren und daß die betreffenden Bulgaren an einen Schritt der er» wähnten Art um so weniger denken konnten, da sie bereits über eine bnlgarische Schule verfügen. Nach einer Meldung ans Paris bestätigen dort eingetroffene Nachrichten, daß König Eduard Biarritz nicht vor Ende April verlassen wird. Dell Plan einer Kreuzfahrt im Miltelmeere soll er falleil gelasseil haben. Wie aus London gemeldet wird, solleu die Heimat-nnd die. atlantische Flotte in diesem Monate eine Kreuz» fahrt in der Nordsee veranstalten. Die vereinigten Etreilkräste umfassen 22 Schlachtschiffe, 13 Panzer-lreuzer und Sperrschisse, 50 Zerstörer, 6 Werkstatt-schiffe und Ä) Unterseeboote. Unter den Schiffen be» finden fich mindestens 10 Dreadnoughts. Wie dem Reuterscheu Bureau mitgeteilt wird, hat das Londoner Auswärtige Amt keinerlei Bestätigung erhalten, daß die Kaiserin Taitu bci der englischen Gesandtschaft in Addiü-Abeba Schuh verlaugt habe, der ihr verweigert worden sei. Es wird erklärt, dieses Gerücht sei wahrscheinlich auf den bei der englischen Negierung eingegangenen Bericht zurückzusühren, der besagt, daß die Kaiseriu Tail» an das gesamle diplomatische Korps in Addis-Abeba appelliert habe, zu ihre» Guusteu ein-zutretcu, und alle Mitglieder des diplomatischen Korps dies abgelehnt haben. Tagesneuigteiteu. — sVon nllgcwühnlichen Uhren.j Dem Uhrmacher war es vorbehalten, sich in bisher ungeahnter Weise dem Perpetuum mobile, dem ewig unlösbaren Problem, zu nähern. Die Entdeckung des Radiums hat einen Präzi-sionsmechaniler in London aus deu Gedanken gebracht, eine Uhr zu konstruieren, die 39.000 Jahre hintereinander gehen soll. Ein entsprechendes Qnanlnm Radium wird an einem Minialnrelellroskop alls zwei schmalen Cilberplällchen angehängt. Die von dem Radium aus-gesandte Energie seht einen Alummiumsadeu iu Bewegung, der soznsagen oen Motor des Uhrwerks darstellt. Die Behauptung des Erfinders, daß seine Uhr »ach seinen genaueil Berechuuugen 30.000 Jahre hinlerein--ander gehen wird, da zu diesem Zeitpunkt das Radium sich vollständig verflüchtigt hat, ist jedenfalls auf ihre Zweifelhasliglei^, so leicht uicht nachzuprüfeu. — Ein Gartenfreund nnd Liebhaber von Feldblumen ist, wie die „Lectures pour tons" berichten, auf Grnnd eingehender Naturbetrachluilg zur Koiistruklioil einer anderen ungewöhnlichen Uhr geschrillen. Er hatte festgestellt, daß eine Anzahl bestimmter Psianzen ihre Kelche zn einer bestimmten Stuilde des Tages öffneten. Er ordnete sie im Garten in einem Kreise dergestalt an, daß er von 3 Uhr morgens bis 10 Uhr des Abends jede Tagesstunde von diesem Blumenrnnd ablesen konnte. — Eine Uhr, die durch einen Vnlkan getriebeil wird, befindet sich nach der Newyorker Zeitung „The Sun" in einer Kleinstadt Nordamerikas. Sie besteht nur aus Zifferblatt, Zeigern, und einem Hebel. Der Hebel steht in Verbindnng mit einem Geifir, der in genaueil Inter» valleil von 38 Sekunden eine Sänle warmeu Waffers alis der Erde emportreib.t. Jedesmal, wenn das Phänomen in die Erscheinung tritt, schiebt der Hebel die Zeiger auf dem Zifferblatt um 38 Seluude» vorwärts. — Scmduhren dienen heule uur noch dazu, um fest» zustellen, wann gelochte Eier genügende Härte erlangt haben. In Milwaukee in Wisconsin gibt es aber noch elne, die znr Zeitbestimmung benützt wird und zugleich die größte ihrer Art auf der ganzen Well sein dürste. Sie dreht sich automatisch auf einer Welle, die ste nach oem Fall des letzten Sandlörnchens sozusagen aus den Kops stellt nnd zn neuer Tätigkeit bereitet. Zltt selben Zeit wird ein Hammer in Newegnng geseht, der an einer Glocke die verflossenen Stunden anzeigt. "^ An einer Garage in einer Pariser Straße hat ein sw-diger Chauffeur eine Uhr angebracht, deren einMn Teile aus Bestandteilen des Fahrrades bestehen."^' Ziffern sind ans den Gummis der Pedale herg^stel'' die Zeiger aus Rahmeuröhreu. Eine riesige Feoer >ev 12 pneumaliklose Felgeu in Vewegnng und das Gan^ laust mit großer Präzision wie eine richtige Uhr. M' Austernhändler wieder benutzt all die Schak'N dt"-' Gegenstandes seines Geschäftes, mit Zahlen versehe"' als Bestandteile einer Uhr. deren Zeiger Messer '"0 Gabel bilden- ein englischer Zigarrenhandler Zigarren, Zigaretten nnd zwei lange Tonpfeifen zum sel^ Zwecke. — Aber neben diesen bloßen Kuriositäten !l'' auch eines der größteu Wlmderwerke der Uhrmachers'«"! nicht vergessen'— die Uhr des Straßburger Mimst"" Sie besteht aus nicht weniger als 2200 einzelm'' Stücken, zeigt neben vielem anderen die Iahreszelle^ Sounenauf- und -Untergang, die Zeichen des Tierkreis-und den Stand der Planeten an. Viele Figure","" Engeln, von Christus mit den 12 Aposteln, von De"' aller Art bewegen fich im Kreislauf des Tages und o«, Jahreszeiten, achtzehn aufs feinste gearbeitete ÜlMer siud iil diesem vielgestaltigen Mechanismus in s^^ Bewegung und von dreiunddreißig verschiedenen ')^ blättern tanil man ebenso viele Zeitbestimmung n. a. m. ablesen. » — W« Festmahl englischer DichternachtoVmeu-' Al,s London wird gemeldet: Kürzlich fand hier < eigenartiges Festmahl statt. Die Nachkommen berill)>nn englischer Dichter hatten sich zn einem Essen verenM' bei dem Lord Eoleridgc den Vorsitz führte. Es war^ anwesend unter anderen Dnke of Norfolk, sown' e Nachkomme Bullvers, Nachkommen Walter Scotts ' Wildes. Auch Nachkommen Shakespeares waren a">" send, deren Abstammung freilich nicht zn wntroll'" ist. Unter den zweihnnderl Teilnehmern befand '^ auch der Maorihäuptling Rignia ans Neuseeland ml ner malerischen Tracht, der seil einigen Monaten y weilt. Er gab der Gesellschaft seine Maorigedichte 3" besten. .,. ^ — ^ beim ersten Pariser Anfenthalt des Zaren "">>"" 1896 ereignete, als Nikolaus dem SenatsPmMn ^ Loubet seiueu Besuch abstattete. Um lein ^isM" ^ erregen, fuhr der Zar in einem Landaner ohue ^- , nur'von dem General Noisdeffre begleitet, na") ^ Lurembourg-Palais. Der General ging ""-aus, ,0 seheil, ob Loubet zu Hause sei, und Nikolaus ""v "" . im Wagen sitzen. Die Straße war leer, ^"^ ,^,l hatte sich nach einer anderen Richtung ""'!""')»"s^dt« mail glaubte, der Zar sei nach der russische" ^! -^jt schasl gefahren. Der Zar frenle sich s"»er ^'> und blickte vergnügt »ach dem Lur^mbourg'^ain, ^ über. Da aus einmal sälll sei» Äuge ""f "neu ^. Das Herz. Roman von U. HottnerGrese. (13. Fortsetzung.) (Nachdruck verböte».) Warum sie eigentlich nicht mitgefahren war? Sollte sie wohl mit Frank sprechen wollen über den seltsamen Fund im Becher? Frank Weltin halte, gleich nachdem er seine Schulden bezahlte, quittiert. Warum? Das kounle eigentlich niemand so recht erfahren uud auch nicht, weshalb aus dem gläuzeudeu, jungen Offizier fast über Nacht ein fo wortkarger, düsterer Manu geworden war. Jetzt saß er aus dem „Ln'singhof", der in vollständiger Einsamkeit zwei Stunden von Werners Heimalstädtchen entfernt lag. Der „Liesinghof" war altes Familien» besttztum des Mertens. Aber Werner selbst halte nie Liebe sür die Landwirtschaft gehabt und die fremden Verwalter brachten den einschichtigen Hof nicht in die Höhe. Frank Weltin war auf dem Laude aufgewachsen und übernahm gern die Führung des Hausweseus und der Wirtschaft auf dem „Liefinghof". Nach der Stadt kam er nie. Die Wirtschaft blühte auf unter seinem Regiment und Werner Mertens hatte reichen Gewinn von seinem Besitz. Aber mehr wußte er kaum von dem Manne, welcher da draußen in der Einöde hauste. Der kam nicht zu ihn, u»d er, Weruer, fuhr nicht hinaus. Persönliche Sympathien hegten die beiden Männer nicht füreinander. Aber Iula besuchte dann und wann den Bruder. Und es war nicht uuwahrscheinlich, daß sie es auch diesmal tun wollte, um den eigenartigen Fall mit ihm zu besprechen. Aber hätte dies nicht anch später Zeit gehabt? War es recht von Jula ihu alleiu zu lassen in diesen Stunden voll heimlicher Qual? War sie nicht die einzige, welche diese Qual ganz begriff? „Schönbrunn — Endstation!" rief der Kondukteur. Der Wagen hielt. Werner Mertens war abgesprungen und hielt sich uull im Schatten der Mauer, welche das große, hier befindliche Vergnügungslokal auf einer Seite begrenzte. Von hier aus beobachtete er die wenigen aus dem vor» deren Wagen Aussteigenden. Gottlob, der Nebel war jetzt sehr dicht. Wenn die unbekannte Fran den schwarzen Schleier »och vor dem Gesichte hatte, dann vermochte ste wohl kaum ih» zu erkennen i» dem mallen Licht, das hier herrschte. Sie stieg als allerletzte aus. Er sah es genau, wie sie eine Sekunde lang wie zögernd stehen blieb, sich ängstlich nmsehend.Sie gewahrte ihn aber bestimmt nichl, denn sie ging jetzt langsam furl, in die me»sche»leere Straße, welche sich neben der endlosen Schünbrnnner Mauer hinzieht, einbiegend. Werner Mertens ging auf der cmderen Seile der Straße. Aber trotz des Nebels war es ihm leicht möglich, die schwarze Gestall im Auge zu behalten. Er selbst halle den weichen Hnt lief in die Stirne gedrückt uud deu Kragen seines Rockes emporgeschlagen, so daß man von dem Gesicht selbst wenig geillig sah. Die Schritte der Frau klangeil laut i» der Stille, dieser einsamen Gasse. Er trat in d^'n tiefen Schnee, um dcu Schall seiner eigenen Tritte so viel als möglich zu dämpfeu. Ihm schien es auch, als hege sie gar teiuen Argwohn bezüglich seiner Person. Sie wendete den Kops kein einziges Mal nach ihm herum. So kamen sie bis fast a» das E»de der Straße, welche weiter hinaus ius Freie verläuft. Der Nebel war »och dichter geworden; er legte sich eisig auf alles riugs» nm. Dazu hatte sich ein leichter Wind erhoben, welcher die ^'lste der Bäume klappernd gegenei»a»derbog. Dieses Geräusch und der fernhereinbrausende Lärm des Groß-sladttrcibcns verschlang beinahe jeden anderen Laut. Die juuge Frau drüben blieb plötzlich stehen. Neben ihi zog sich eine Mauer hin, welche einen alten, ziem» lich wilden Garten einzufassen schien. Wer»" .M ^ war groß genug, um über die Umfriedung ' I .^ können. Er vermochte deutlich die Konturen eines ^ ^. zu uuterscheideu, das — klein und bescheiden ^ ^-teil des Gartens lag. Die Fenster waren dniltel v ^^ ein einziges, aus dem der matte Strahl ei»" drang. . te Werner Mertens drückte sich, so t^ " ^"'^ gegen den Mauerpfeiler, neben dein er stand. 1' ^, der stieg ihm das Vlnt heiß zu Kopfe, "ls " ^^„ dachte, daß er hier horcheu wollte, sp>"''"'"', ',7. >. einer ihm Fremden nachfolgen. Und dcnn"'h " ^ Scharf tönte der Klang der Hausglocke von dn, ^ ihm herüber. Die junge Fran hatte ^wl'U' ^,, hörte man von drinnen das Geräusch einer '"' ,,„n den Tür, langsame, schlürfende Schrille. ^^cl,^ llang die Stimme der Fran gedämpft, aber oon»^ „Gottfried wach auf! Ich bin's! Elisabeth' Die Tür drehte sich schw" in ihren .^ Schatteilhaft zeichnete sich die tieMbuckte nc « ^. alten Mannes gegen den schwach erhelln» N",nd ab. ' ' , ^ Ve- Dann murmelte der Ma»» etwa» wn . ^ grüßu.ig. Uud »un sagte die Frau, hast'ss "»o '-' „Nun - wie steht's?" „ ^qegnctt „Es ist schon vorüber, gnädige ^a», ^.>t "' der alte Mann. „Heilte nachmittags »m 4 ausgelitten." ,,, ^«n-^ "^ Die Frau antwortete erst gar n'chl. Dann einer längeren Pause - sagte ste: „ he" „Gottfried ich wünsche chm v" H , ,icht Friede». Was sprechen Sie da? ^r ^> ^ ^ grolleil? Aber .lein! Davon 's< ^' n ^ n .^ er ist in die Irre ^'^n^''' ""d b"^'^) i^^. ^ den. Aber der Becher — Gottfried - oei __^"ibacher Zeitung ^ir. «0. 713 11. April 1910. ^ser Gamin, dcr an dem näcbsten Laterlienpsahl oe l '^ s^ "'-!^!--.' ^'" . , '. -^!." '^li^' den/l !. "egegueu sich. „Da^ inu,; doch Nikolaus sein?" al s?' ^""^^ ^"' du' Photographie des Zaren über-vmN?" ^"''' ""d er beschließt, sich Gewißheit zu n> ?'"'' ^^' läuft also an den Wagon heran und Kail. "!. >""'den Herrn zu: „Wie geht's denn der llöcli's?'"s/" Aber seine Neugier venoaudelt sich in das ..Ta.f ^Nauneu, als er die lächelnde Antwort hört: n,,^ !^ü», die Kaiserin ist wohlauf uud ^hr ver° ^'^ 'U'l'r ihre Reife." Einen Moment steht er wie a^ ^uuner gerührt, dann nimmt er schleunigst Reißaus ? ?" Suffragette im Ventilationsschacht.j Wie eine ^?r ' telegraphiert wird, wurde am Dienstag 1I„. ^"M'W'tte in einem engen Veutilaliousschachte iiii Ech2"o ^'^ Parlaments'entdeckt. Sie hat in dem Wck< stunden in qualvoller Lage zugebracht. Der stands ^ ^"^'" Hauses hatte nicht das geringste Ver-dern» ^ ^ ^'" Heruisnlus der jungen Dame, son» tilati i??< 5" ""fach zur Tür hinaus. Dnrch den Ven» nach ^>ch"cht führeu die eisernen Röhren der Heizung Unlst^? oberen Räuuien des Hauses, und nur dem hri!u, "^ ^' luarme Witterung der letzten Tage die Tmls unnötig machte, verdankt es die wagemutige '»lagctt^ oaß sie nicht zu Tode geröstet wurde, der 5m "" amüsanten Szcncnj kam es diesertage in dort ^ s l)^"'. ^^'"^ '>l Liverpool. Man bemerkte 'u>sse ^i s ^^ ^'^ Spaziergänger, der über eine ge° l'cien ^- "^f ^l'u Vürgerfteig ging, einen unfrciwil» ">l M "^ ausführte. Es bildete sich natürlich sofort ^^"lchenauflauf, und in kurzer Zeit kam die Po° dem ?ä"' Aber auch die Hüter des Gesetzes entgingen lai,^ ""Mensel nicht; als sie an die fatale Stelle ge» ^Nla 'Yachten sie zum großen Gaudium der gaffenden ''brin ^'"^ dieselben grotesken Sprünge wie die ^mni 's ^"ssanten. Die Erklärung der unheimlichen bische ! ^^^' ^ an der betreffenden Stelle die elek» den <^ s'^ung schadhaft geworden war uud jeder, der hielt Äs "'l niedersetzte,' einen elektrischen Schlag er-^tsn3 ^lich wurde ein Beamter bei dem sonder-gana^ ^lwoem anfgestellt, der die harmlosen Spazier» N" warnte. Nlcld^ 8-" ^"by als Künstler.) Ans London wird ge» lass« ^ ^^ Royal Drawing Society eröffnete dieser» ^llun thnshmengers' Hall eine eigenartige Aus-- ^'niä ?'^'^ Gesellschaft, deren Ehrenpräsident der '"ill d, " ^">'" Präsidenten die Prinzcssiil Luise ist, funcn ^^^'^ischeT^eobachtlingsgabe in jngeudlichenPer' >>is sii^ ^'ckeln und das Zeichnen aus dem Gedacht» ll'risch""'"- Die Ausftellllng bringt Versuche von künst-^" ^l ^'i'ten, bie von Kindern im Alter von zwei ^ltur. '^ fahren herriihren. Sie limfassen Archi» U"ftr^s- ^'chanischc, dekorative, figürliche und selbst lAtsh^, 'fische Z^chnungeii, die freilich recht oft einen T'lr ^."d stilechte», kindlichen Charakter ausweisen, ^"low ^ ^"' Jüngsten im Reiche der Kunst ist Scott drs»."'' ganze zwei Jahre alt und stolzer Besitzer !>>bs^s>,!"ns der Gesellschaft. Seine Zeichnungen find lwiw^, ndlich impressionistisch und mit, freilich fehr Cei„e N"i, 'Randbemerkungen seiner Mutter versehen. I? Nin» .^ Zeichnung verfertigte er im Alter von riii^ ; "en und >oie die Randbemerlnng besagt, soll sie leiclu lim s^""'M'l) gesehenen Naum darstellen. Viel-dazu c>.3" "' ^^' aanze Phantasie einer lieben Mutter '^^^l, den Charakter dieser Arbeil zn enträtseln. ^ — lIohn Nulls Getränkerechnunq.j Mal? schreibt ,, ' l'.^.'e:'. I.' / ' ,' :.!.'!:^ Abrechi'.nng o.irüber vor, was ihm letztes Jahr sein Durst gekostet hat. Sie zeigt, daß letztes Jahr seiner znnehmenden Neigung zu größerer Mäßigkeil, von der jede Statistik zengt, die Vertenernng des Vieres uud vm allem des Schnapses, die das letzte Budget brachte, sehr wirksam zu Hilfe gekommen ist. Wenn er letztes Jahr genau so viel getrunlen hätte wie l9l)8, hätte ihm die gleiche Menge '5,250.000 Pfd. St. mehr gelostet. Statt dessen hat 'er tatsächlich 5,897.997 Pfd. St. weni. ger für alkoholhaltige Getränke alisgegeben als im Vor» jähre, nämlich im ganzen 155,162.485 Pfd. St. Am bedeutendsten war der Rückgang im Schnapskonsnm. Hier betrug er nicht weniger als 7,022.775 Gallons <1 Gallon ^- 4,544 Liter) oder 18,41 Prozent, was eine Ersparnis von 4,800.000 Pfd. St. ansmacht. Bier wurden 645.396 Fässer !>as Faß ^ 163,57 Liter) weniger getrunken, was 1,186.000 Pfd. St. ausmacht, währeud der Weinkonsuni nm 103.744 Gallons, in Gelo lim 93.000 Psd. St. stieg. Per Kopf der Bevölkerung betrug die Ausgabe für Alkohol letztes Jahr in Eng° land '72 M. 60' Psg., wovon 49 M. 10 Psg. auf Vier fallen, in Schottland 55 M. 85 Pfg., wovon 36 M. 35 Psg. anf Schnaps fallen, und in Irland 61 M. 25 Pfg., wovon 23 M. anf Schnaps fallen. Etwa zwei Drittel der gesamten Gctränterechuung oder beinahe 40 Millionen Mark per Woche werden nach offizieller Verechnnng vom Arbeiterstand bezahlt. — sDie zehn Gebote für weibliche Briefschrciber) lanten nach einer englischen Wochenschrift folgender» maßen: Geschäftsbriefe muffen kurz und klar sein, weil Geschäftsleute zumeist beschäftigt zu fein pflegen. — Kein Brief ist vollständig ohne das Datum. — In einem Bewerbnngsschreiben dürfen keinerlei persönliche Verhältnisse und dergleichen erwähnt werden. Die Welt ist voll von Leuten, denen es schlecht geht, und einen Fremden geht das Unglück des Bewerbenden nicht mehr an, als das eines ganzen Haufens anderer fremder Leute. — Empfehlungsbriefe muffen offen bleiben, nach» dem sie geschrieben sind. — Prunkvoll verziertes Papier nnd solches, das stark parfümiert ist/ ift unfein. — Ein allzu laiiger Satz wird leicht mißverstanden. — Freundliche Worte machen nie Kummer. — Ein von einem freundlicheu Geist getragener Brief wird wahr» fcheinlich ebenso freundlich beantwortet werden, felbft wenn sein InHall wenig Freude gemacht hat. — Ge» schäslsbriefe oder Einladungen müssen sofort beantwortet werden. — Die wirkliche Dame nimmt jedes freundliche Anerbieten freundlich anf, felbst wenn sie es nicht a n niuilnl! ^'" N^ ^^"'ll aufgeregt. Weruer Merlens verstand ^c,5Nl'^' Aber nnn hob sich die Stimme des alten ^ wieder klarer hervor: lall.«" ""d^ Frau sollten herein kommen — es ist ^'>tt>s ' '"chl>" sa'Vc' die Frau, „ich will vor seiner "Wh ich'" ^'sl'r Stunde nicht davon sprechen. Und doch ">rn. ^ ^' was nur möglich ist, den Becher zu bckom» s'ch ni^! " hat heute wieder geschrieben. Er weiß "^er ^ ""hl zu helfen. Mit Felix wird es täglich !^"N d s " schreibt, der Arme kann nicht sterben, ^scheit f unglückselige Becher nicht wieder zum äl'm H ' sunlit. Weun Ihr Sohn doch nur noch einmal ^ttrii ;i/'^'m gekommen wäre vor seinem Tode! Wir °"b ich a? N"" ""ziehen! Und nun schreibt Herbert, Mch s""^ nufbn'tt'n soll, die ganze Sache der Öffent-Wcshalb? Das fei hier Nebensache! "n, Ilir/'^ wahrsche-inlich Ihretwegen, Gottfried, uud ^"b. „j^ ^rau Willen! O Gott — und ich finde nir° I" d'?^' "" geringste Spur! —" ' ^ra, '"' Augenblick klang ein Fenster des Hauses. ..Vm ,'^"'"" li^'s herans: ^blge ^/ ^iit wem sprichst du draußen? Ist es die '^^'^.'/ntgegnete der alle Mann. — „Wir kom» ,^is ^^' ..Ich habe gerade wieder etwas gefunden", "' Psn.^V" Stimme der Frau — „es ist'sehr wich- ^l,! 'eine." s'^ i„s ^'"^ ^rau glitt schon an dem Alten vor-Kgte: ^' ^"'""' Mertens hörte nur noch, daß ^bes^schei.ic? O Gott - >venn da der richtige !^ den ^"^'^' ^"'^"' die Tür. Der alte Mann in da^^>?^'^^ '"'^" herum und beide gingen H""s- ^Fortsetzung folgt.) LolaI- uud Proviuzial-Nachrichten. Zur Hcbuuss dcr Ausstcllnugcu uou Lchrlnlsssarbciten. (Schluß.) Das Ministerium für öffentliche Arbeiten legt »veiters den allergrößten Wert darauf, daß die Lehr« lingsarbeiten mit den Ansstelliingen von Schülerarbei» ten der gewerblichen Forlbildungsschulen, bezw. mit jenen der Fortbildungsschulableilungcn staatlicher gewerblicher Lehranstalten verbunden werden. Eine solche Verbindung, die bisher nur in vereinzelten Fällen vor-kam, soll in Hinlunst zur Regel werden. Neide Aus» stellungskalegurien ergänzen sich in der wertvollsten Weise und werden vereint die Beurteilung des Standes der Lehrlingsausbildung in erhöhtem Maße ermöglichen. Oft noch bestehende Vorurteile der Meister ge» gen die schulmäßigeii Einrichtungen werden schwinden und der Erkenntnis weichen, wie groß der Anteil der Fortbildungsschule»! an der Lehrlingsansbilduug ist; die Meister werden mancherlei Anregung empfangen, und umgekehrt werden die Werkstattarbeiten anch auf die mit dem gelverblichen Unterrichte beschäftigten Faktoren befruchtend wirken nnd oem Unterrichte manche neue Wege uud Ziele weisen. Selbstverständlich wird die Verbindung beider Arten von Ausstellungen um so wert» voller sein, je mehr Ansstellungsobjckte durch die vom Aussteller vorgelegten entsprechenden Entwürfe, Wert» zeichnnngen, Zuschnitte, Verkaufspreiökalsulalionen usw. ihre instruktive Ergänzung finden. Die bisher gemäß H 5, :ll. 3, der „Bestimmungen" vorgeschriebene Einholung der ministeriellen Genehmigung zur räumlichen Vereinigung von Lehrlingsarbeiten°Ansstellnngen mit Cchülerarbeiten»A>isslellunge!i der gewerblichen Fort-bildnngsschnlen hat in Hinkunft gänzlich zu entfallen; es wird vielmehr umgekehrt, in Fällen, wo eine solche Verbindung nicht statthaft, im betreffenden Subven-lionsgesuche darzutnn sein, aus welcheu besonderen Gründen vom oben aufgestellten Grundsätze abgegangen wurde. Anderseits erscheint es sehr wünschenswert, daß zu den Schülerarbciten » Ausstellungen der Fortbildungsschulen, wenn anch am selben Orte und zur selbeu Zelt nicht eine förmliche Lehrlingsarbeiten-Ansstellung statt» findet, doch einzelne Lehrlinge Wertslallarbeiten mit» bringen nnd lieben den Schularbeiten anfslellen. Ein Zwang in dieser Richtung soll nicht ausgeübt werden; immerhin werden aber die Ausstellungen der Fortbil» dungsschulcil bei Beachtung dieser Anregung eine sehr ilistrnklivc Ausgestaltung erfahren können, ohne daß j deshalb eine besondere Subventionierung nötig er° Die Lchrtra>ie der Fortbildungsschulen werden zur Mitwirkung bei den Lehrlingsarbeiten - Ausstellungen und insbesondere als Juroren heranznziehen sein. Sie sind geeignet, in letzlerer Eigenschaft eine sehr nützliche uud erfolgreiche Tätigkeit zu entfalten; ihr uubefangenes Urleil wiro den anderen Mitgliedern des Preisgerichtes häufig eiuen erwünschten Stntzpuukt bieten. Die Beteüniig mil aus Bargeld bestehenden Preisen ist unbedingt zn vermeiden; im übrigen werden die dicssälligen Direktiven des § 17 der „Bestimmungen" auch weiterhin zu beachten sein. Als eine Anregung wäre in Erwägung zu ziehen, den mit ersten und zwei' ten Preisen ausgezeichneten Lehrlingen bei lokalen Aus» slellnngen — statt der Beteilung mit den üblichen Prei» sen — den Besuch einer benachbarten größeren Stadt mit sehenswertem uud dem Lehrling Anregung und Be» lehruug bietendem Etablissement unter entsprechender Führung zn ermöglichen, wobei das Komitee für die freie Fahrt nnd Beköstigung sowie für ein passendes Vergnügen der Teilnchmer auszukommen hätte. Visher waren auf die zentralen LehrlingsarbeitcU' Ausstellungen nur die mit ersten Preisen ausgezeichneten Slücke der lokalen Ausstellung vereint. Diese Aufgabe der Preisgerichte zentraler Äusstelluugen ist es nun nicht etwa nur, uuter den erstprämiierten Stücken der Lolalausftellungen wieder eine Prämiierungsauswahl zn treffen, sondern auch eine tunlichst gleichartige Be» urteilung und Preisznerkenuung bei den lokalen Aus» stellnngen anzubahnen und deren Veranstalter auf ct» waige Mängel der Beurteilung aufmerksam zu machen. Es kann nnn vorkommen, daß bei einer stark beschickten Lokalansstellung eben wegen der großen Anzahl der Objekte ein Stück nur den zweiten Preis erhält, wäh» rend bei einer anderen Lolalansstellnug ein minder gut gearbeitetes Objekt mit dem ersten Preise prämiiert wird. Dieses Objekt kommt nnn in die Zentralansstel» lung, das weit bessere Stück der anderen Ausstellung findet aber dort nur aus dem Grunde keinen Zulaß, »veil es nicht den ersten Preis erhielt. Diese Unzukönuu» lichkeit tann vermieden werden, wenn auch die mit zwei» ten Preisen dotierten Objekte der Lokalansslellungeu aus die Zentralausstellung' geschickt werden. Wenn also die Meisler ein diesfälliges Auslichen stellen, oder wenn sich das Komitee in Würdigung der vorstehenden Er-örlernngen hiezu sonst bestimmt findet, so obwaltet ge» gen die Einbeziehung der mit zweiten Preisen aus-gezeichneten Stücke in die Zentralausstellungen kein Bedenken; allerdings muß dies dann für alle in der Zeiltralausslellung vertretenen lokalen Ausstellungen gelten. Damit die Aufgaben der Juroren der Zcntralaus-stellung erleichtert uud ihnen ein brauchbarer Beurteilungsmaßstab an die Hand gegeben wird, beabsichtigl das Ministerinm für öffentliche Arbeiten Schritte einzuleiten, daß dnrch das Gewerbefördernngsami eine Musterkollektion preisgekrönter und wirklich preis» werter Lehrlingsarbeiten zusammengestellt wird, welche Kollektion dann als Wanderausstellung bei Zeutralaus-stellungen und eventuell auch bei in großen« Stile an» gelegten Lokalansstellungen exponiert werden soll. Aus den LehrlingsarbeiteN'Ansstellungen sind schon jetzt öfters Gesellenstücke zu sehen, eine Einführung, die nur sachförderlich ist und gegen die eine Einwen» dung um so weniger erhoben werden kann, als ja Ge» sellenstücke unter besonderer Kontrolle gearbeitet sind !,nd den ill der Ansbildung des betreffenden Lehrlings erreichten Endersolg darstellen. Mit der Zeit wird es wohl auch möglich sein, mit der Vcranstalluug spezieller Ausstellungen von Gesellenstücken vorzugehen. Das Mi-nisterium sür öffentliche Arbeiten behält sich vor, in dieser Hinsicht mit dem l. l. Handelsministerium d.v4 Einvernehmen zu pflegen, was aber wohl erst dann am Platze sei» wiro, weun sich die bezüglichen Bestim-mnngen der neuen Gewerbeordnung allgemciner ein» gelebt haben werden. —^- l.Krcierun.q zugeteilter Generale bei dcn Land» welirkoinmandos.j Seine Majestät der K aiser hat die Kreiernng von zugeteilten Generalen bei jedem Land> »i.'chrlLa!i'dcsverteidig»ngs)kol»mando angeordnet. Diesen obliegt die Überwachung aller die Mobilisierung betref» senden Agenden der k. k. Landwehr nnd des t. k. Land« sturmes. Im übrigen wird ihr Wirlnngskreis im Erlaß-wcge festgestellt. Die Ernennung erfolgt nach Maß. gäbe der Erlangung der budgetären Mittel. - lMilitiirilches.j Ernannt wnrden zu Assistenz» arzt-Slellververtretern anläßlich der Ableistung der zweiten Hälfte des Präsenzdienftes die Einiährig»Frci» willigen Mediziner, Doktoren der gesamten Heil-lunde: -Karl Reiter des IN 17 beim Garnisons» spilal Nr. 7 in Graz, Karl Fillenz des IR 7 und Alexander B e I ä k des FIV 24 beim GarnisonsspilaI Nr.' 17 in Budapest. Verliehe!» wurde das Militär verdienstlreuz den Hauptlenten: Achilleus W e n ' g -hofer des FIB l/i, Ottokar Weeger des IR 8/, Theodor P rasch al des IR 97, Vognslav Ritter von Mihali(' des IR 7, Oskar Mäher des IR 47, Laibacher Zeitung Nr. 80. 714 11. April 1910. Maximilian Freiherrn von Eatinelli des IN 9/-dcm Rittmeister Franz Valzclr des DR 5; das Gol» dene Verdiensltreuz mit der Krone dem Militär-Unter-Intendanten Johann Parlisch der Intendanz des 3. Korps und dem Militär-Verpflegsoberofsiziale ^iiu-dolf K n y des Mililärverpslegsmagazins in Wien. Der Ansdruä der Allerhöchste» Znsricdenheil wurde bekanntgeben den Oberleutnants! Alexander von Endte nno Theodor Sbareea des I3t 7, Leopold S ch n-bert, Moritz Edlen von M er 1 e n des IN 47, Nu» dolf Möbius des IN 17, Josef Nilter Lodg» mann von Auen des IN 87, Johann Haberl des IN 7, zugeteilt dem Generalstabe, Josef Laug des DN 5, dann Emil M ichner des LIN Klagen-flirt Nr. 4. Vom Ministerium für Landesverteidigung wurdeu mittelst Dekretes belobt der Landwehrunler-ilUeudanl Karl Wasser der Intendanz des Land-wchrtommandos in Graz, dann der Oberlentuanl Franz Nen k, überkompletl im LIN Klageufurl Nr. 4, Frequenlanl des Inteudanzlurses. Transferiert werden die Hauplmannauditoren Erich H e r r m a n n vom bos» nisch.hercegooinischen IN 2 zum IN !7, Kamill Sey-fried voin IN 17 zum IN 10. Der Austritt aus der f. k. Landwehr wurde bewilligt dem Assistenzarzt im nichlaktiven Stande, Doktor Ferdinand Plenl des LIN Klagensurt Nr. 4 (Aufeuthallsorl Vrünu). In das Verhällnis außer Dienst >vird versetzt der Lent« nant in der Neserve Viktor Freiherr von W esseIy des DN 5. — lMiliiärische Belobung.» Das Laildlvehrkon,-mando hat dein Oberleutnant Loreuz >> u st e r ,^ i i- des Landwehrinfanlerieregimenls Laibach Nr. 27 für die vorzügliche Tienstkislung als Commandant der Ma» schiuengelvehrabteilung die belobende Anerkennung ausgesprochen. — ^Erledigte Militärstiftuna.spläj)e.) Haudslipen-dien aus der' S t a a l s l o l t e r i cn » M i 1 i t ä r » stiftung, Anzahl der Plätze derzeit noch unbestiulinl, ungefähr 'l0 Plätze, Slistungsgenuß 300 X, Bezugsdauer bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres oder etwaigen früheren Erlangung einer Versorgung, Anspruch haben mittellose, im schulpflichtigen Alter stehende, bildungsfähige Töchter (weibliche Waisen) von t. und t. Offizieren des Soldalenstandes. Derlei elternlose oder vaterlose Waisen, dann die mit einer großen Zahl von unversorgten Kindern belasteten Osfiziersfamilien wer-den bevorzugt. Mädchen, die im Monat Juli 1910 das 14. Lebensjahr vollenden werden, haben auf dieses Sti» pendinm seinen Anspruch mehr. Slempelpflichtige Gesuche an die Evidenzbehörde. — Aus der Staats» lotterieu » M i l i l ä r st i f < u n g (Freiplätze im Mannschaftslöchter-Erziehungsinslitut in Wien, III., Apostelgasse Nr. 7) zwei Freiplätze bis znm vollendete» 14. Lebensjahre, bezw. ans die Dauer der Mittellosigkeit des Vaters, der Mutler, sür erziehnngsfähige Unter-ofsizierskinder, die aus eiuer iu der aktiven Dienst-leistung nach 1. Art geschlossenen Ehe stammen, das ?. Lebensjahr erreicht und das 12. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Familien mit großer .Kinder-zahl werden bevorzugt, desgleichen elternlose Waisen. Slemvelfreie Gesuche bis 13. Juli an die Evidenz, behörde. — sDie Frühjahrspferdmusterunss) der in Privat» benützung ausgegebenen Pferde (Tragtiere) der Ma» fchinengewehrableilnngen wird in der ersten Hälfte des Monates Mai stallfinden. Der genaue Termin wird von den Truppenlominandanlen bestimmt werdcn. — sDas Prüfen und Klassifizieren an den Mittel» schulen.) Es liegt jetzt der Wortlaut einer Eulschridnng des Obersten Gerichts- und Kassationshofes (Vorsitzen-der: Senatspräsident Dr. Hensel) vor, welche für Mittelschulen von prinzipiellem und anch aktuellem Interesse ist. Vom Kreisgerichle Slanislau war der Vater eines Gymnasiasten wegen Verbrechens der Verleitung zum Mißbrauche der Ämlsgewalt nach H 105 St. G. schuldig erkannt worden, »veil er einen Gymnasiallehrer durch cine Geldgeschenlanbietung zur Verletzung seiner Pflichten habe verleiten wollen. In der dagegen ergriffenen Nichtigkeitsbeschwerde wird der objektive Tatbestand des Verbrechens nach H 105 St. G. deshalb bestrillen, weil - !u dac> Nechlsobjekl dieses Verbrechens bildenden Gymnasiallehrer die Qualität eines „Beamten" im Sinne dieser Gesetzesstelle abgehe, zumal er zur Ent. scheidung öffentlicher Angelegenheiten nicht berufen war und von ihm in dieser seiner Amtseigenschaft weder eine Verletzung seiner Amtspflichten noch eine Parteilich, keil durch Gescheukanbieluug begehrt oder seine Ver» leitung hiezu versucht wurde. Der Kassalioushof hat die Nichtigkeitsbeschwerde mit folgender Negründnng verworfen: Angesichts der Bestimmungen des für die Slaalsgymnasien erlassenen Organisalionsentwurses, laut welchen die oberste Leitung dieser Unterrichts-anstalten dem Ministerium für Kullus und Unterricht und die mittelbare Leitung den» Landesschnlrale zusteht, das Lehrpersonale vom Staate angestellt und besoldet wird und die Gymnasien den Zweck verfolgen, eine höhere allgemeine Vilduug zu gewähren und für das Uuiversitälsstudium vorzubereilen, kann es wohl keinem Zweifel unterliegen, daß diese das Unterrichts-Wesen im Staale regelnden Einrichtungen das Gesamt» inleresse der den diesbezüglichen Anordnungen nnterwor» fenen Staatsbürger in besonderer Weise berühren und daß die zur Erreichuug des erwähnten Zweckes berufenen Orgalle, in erster Linie die Lehrer, Geschäfte der Negieruug besorgen, sonach als Beamte im Sinne der 8tz'i01, bezw. 105 St. G. anzusehen sind. Wird weiter erwogen, daß nicht nur das Lehren und das Prüfen der Schüler, sondern auch die Beurteilung ihrer Furt» schritte (die Klassifikation) vor allem zu den Amtsobliegenheiten des Lehrpersonales gehört und die Grund» läge sür die Entscheidnng, ob der Schüler zum Aufsteigeil in die höhere Klasse geeignet sei, bildet; daß es dem freien Ermessen des Lehrers überlassen bleibt, ob er den schwächere Forl schritte anfweisenden Schüler vor Semesterschluß noch einmal selbst prüfen oder znr sogenannten Promotion (Versetzungsvrüfung) vor den Leiter der Anstalt verweisen will — welch letzlere Eventualität nach der Natur der Sache als eine strengere Maßregel gellen muß — dann ist es klar, daß der Angeklagte, welcher vou den nicht befriedigenden Fort» schrillen seines Sohnes Kennlnis hatte, durch die versuchte Verabreichung des Geldgeschenkes nicht nur die Nichlverweisuug seiues Sohnes zur Versetzungsprüfung, sondern überhaupt eine nachsichtigere, den wirklichen Fortschritten nichl entsprechende Behaudlung desselben zu erwirken und den genannlen Lehrer zu eiuer Parlei-lichkeil bei der Entscheidung einer öffentlichen Angelegenheit, znr Verletzung seiner Amtspflichten zu verleiten beabsichtigte. Dcr Umstand, daß der Sohn des Angeklagten," znr Promotion vor den Direktor der Anstalt verwiesen, die Prüfung aus dem betreffenden Gegen» stände bestanden hat, vermag an dieser Sachlage nichts zu ändern. * Oachiuspcktor für den Zeichenunterricht an Mittelschulen.) Seine Exzellenz der Minister sür Kultus und Unterricht Hal den Professor am Slaalsrealgymna-sium in Graz Ladislans Pazoirek mil den Fnnk-lionen eines Fachschulinspeltors sür den Zeichenunter' richl au Mittelschulen (einschließlich der Mädchenlyzeen) sowie der Lehrer- und Lehrerinnenbildnngsanstalten in Steiermark, Kärnten und Krain für die Schuljahre 1909/1910, 1910/1911 und 1911/1912 betrant. —r. — lDcr Betrieb der südlichen Alpcnbahnen.j Vor kurzem berichtete das „Eiseubahnblall" über die elsolg' reiche Fortsetzung der schon Ende November v. I. begonnenen Erprobung der Gebirgslukomolive, System Gölsdorf Nr. 380 (fünffach gekuppeile Maschine), auf der südlichen Namve der Tauern-Vahn. Diese Maschine hat sich auch, wie dasselbe Blatt mitteilt, auf der Ärl-berg-Strecke vorzüglich bewährt. Seither sind die Fahrlversuche alls der gauzen Strecke Trieft—Villach mil dem besten Erfolge fortgesetzt worden. Bei der hohen Leistungsfähigleil dieser Lokomotive eutsälll die Notwendigkeit einer Vorspannlokomolive völlig, was auch belriebsfinanziell von Bedeutung ist. Voraussichtlich werden 25 Lokomotiven dieser Type in das Aestel-luugsprogramm ausgenommen werden. — Die Vor-bcreitmigen zur Einführung der Heizölfeuerung auf den südlichen Alpeubahnen sind in vollen, Gange, und man glaubt, daß der Übergang uoch heuer vollzogen werden wird. Die Errichlnng von Ölabfaßslationen ist für Bischosshofen, Schwarzach, Sftittal, Mallnitz, Aßling, Villach lind Görz vorgesehen. Das Heizöl dürfte ans Trohobyez bezogen und vorwiegend für die Tunnel» strecken verwendet werdeu, wonach also in den offenen Strecken die Kohlenseueruug beibehalteu werdeu wird. — sIX. Internationaler Wohnunqskonqres;.) Die Vorarbeiten sür den Ende Mai in Wien stattfindenden Internationalen Wohnungskongreß schreiten rüstig vor» wärls. Es liegt bereils eine sehr große Zahl von An» Meldungen aus dem Iu- und Auslande vor, so daß die Beteiligung an dem Kongresse die gehegten Erwartungen überlresfen dürfte. Ein ansehnlicher Teil der wissen» schaftlichen Neserale ist scholl in Druck gelegt uud ge° laugt demnächst zur Alissendung. In Verbindung mit dem Kongresse wird eine A u s st el ! u n g von Plänen, Photographien und Modelleu gemeinnütziger Wohnungsanlagen verauslnltel werden, sür welche das k. k. Osler» reichische Museum sür Kunst und Industrie seine Näume zur Verfügung gestellt hat. Die Ausstellung wird ill der ersten Hälfte Mai d. I. erössnel werden »nd ungesähr einen Monat allgemein zugänglich sein. Sie wird eiue vorzügliche Übersicht über die musterhaften Leistungen ans dem Gebiete des gemeinnützigen Wohnungsbaues vermillelu und viele wertvolle Anregungeil geben. Von besonderem sachlichen Interesse für die Kongressisten wird ein Besuch des nenen Männerheimes in Hernals, des Werkstättenhauses im fünften Bezirke und des Lain-zer Versorgungsheimes sein. Die Gemeinde Wien hat i,< Aussicht geslellt, die Teilnehmer des Kongresses an einem Abende im Nalhause zu empfangen. Den Abschluß des Kongresses wird ein Tagesausflug auf den Sem-niering bilden. — Das Kongreßbureali befindet sich Wien, I., Stnbenring 8, wo alle Au»lüufte erteilt uud Amuelduugen gegen Entrichtung des Mitgliedsbeitragcs von 20 l< entgegengenommen werden. — sDer Verein ,,l) r n in n t i <" n o 6i'u5t.va") hiell vorgestern abends im kleinen Saale des „Narodni Tom" unter dem Vorsitze seines Vizepräses, Herrn Oberstleutnants i. N. Milavee, seine ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende gedachte in sei» uer Alisprache des verstorbenen langjährigen Vereins» Präses Dr. Karl Nillers von Nleiweis,' dessen An» denken die Versammlung durchs Erhebeu von den Sitzen ehrle, dankte dem Landesausschusst' sür die Über» lassung d, die Ausgaben auf 299 k 39 ''' so daß sich ein >tassarest von 1 1< 31 !> ergibt. Der Nechuungsabschluß der Intendanz (Berichterstatter He" Ian^igaj) weist für die verflossene Spielzeit El»' nahmen in der Höhe von 149.851 I< 75 li, Ausgaben im Betrage von 148.905 X 84 l,, also einen Überschütt von 803 X 70 I, aus. — Eine längere Debatte en<-spann sich über die Frage der künftigen Beziehunge" des Dramatische» Vereines zur Stadtgemeinde. EndlM) wnrde über Anlrag des Herrn Vizebürgermeiste'l" Dr. Tavc'ar einhellig der Beschluß gefaßt, daß der Ausschliß all die Stadtgemeinde mit deui Ansuchen h"° ailzulrelen habe, die Verwalluug des slovenischen Thea-ters unter den gleichen Bedingungen wie in der al," gelaufenen Saison zu übernehmen, weiters mit Vewul'' gung des Landesansschusses womöglich schon ill der nächsten Saison die ganze Obsorge^ für das slovemsaX Theater z» übernehmen und in diesem Falle das gcM' dem Dramatischen Vereine gehörige Inventar käufnu) zu erwerben. -^ Zum Schlüsse wurden die ErgänzungS' Wahlen iu deu Vereinsansschuß vorgenomiueu uud in d»e° se» folgende Herren entsendet: Vereinspräses Oberstlem-nant i. N. M ilavee - Thealerdirektor G o u e ka r, Kommissär Ian^igaj, Prof. Iuvanöiü, P"'-Kobal lino Posldirektor i. N. Koder AussaM Mitglieder. ' — lK. k. Postsparkasse.) Im Monate März bc" trugen in Krain die Einlagen iu, Sparverkehre 55.^/ Kronen 72 l,, im Scheckvertehre 7.386.777 K 44 d, dl< Nückzahlungen iln Sparverkehre 64.663 1^ 95 b, >" Scheckverkehre 4,391.186 K 90 I,. * lStand der Infektionskrankheiten bis s"de März.) Mit den 160 ans der Vorperiode übernommen^' Fällen werden 390 Infeliionskranke in Evidenz ^'-führt. Von 100.000 Einwohnern waren demnach 76 m-felliü3 erkrankt. Von allen Infcktiouskranken p' 32, d. i. 8,2^, gchorbeil. Der Typhus trat in "eim Bezirke,,, doch nirgends epidemisch auf. Es wurden m deu 11 aus der Vorperiode überuommeneu F"^«'" Erkrankungen evident geführt. 10 Kranke sind li^^' ,/ 9 gestorben und 21 Krauke werden weiter behanoen-Scharlachsälle »ourdeu in elf Bezirken, bezw. in 24 ^? meinden beobachtet und es gelangtcu mit den ^. '^ der Vorperiude übernomlnen'eu Fällen 120 Erkra"N' . gen zur Anzeige. Die Mortalität betrug 7,5 A, "M von 120 Erlranklen 9 gestorben siild. 54 Kranke we^ den weiter übernommen. Die Diphlheritis »vurde a -elf Bezirken (2l Gemeinden) gemeldet, ^'langte 1^°^ nirgends zn stärkerer Ausbreiluug. Von 42 """s,,.. endeten 33 mit Genesuug, 1 Kranler lvird >v"'"«,„i handelt und 8 Fälle, d. i. k9 yl), verliefen tödlich- ^ , deil 26 mit Heilserum behaudelteu Kranken stn^,' ^, 15,3^, gestorben. Der Sland der Trachoin-Kran^. erfuhr einen Zuwachs von 3 und einen Absall """ . Kranken. 67 Kranke bleiben in weiterer Vehanol" ^ An Masern wurdeu 29 Fälle aus der Norperiodc n"^ nommcn, 22 Fälle sind zligewachseu. Genesen pn", nnd gestorben 2 Kranke; 2 Krauke bleiben m lv" ^, Behandlnng. Von 28 Keuchhnstensällen 'varen ^ ^ der Vorperiode verblieben. Alle Kranke s"^ Ns ' ' Wochenbetlfieber, Inflnenza, Nollans nnd ffch^ "^^ lraleu nur vereilizell auf. Das im V^"'" "" ^ im Vorjahre an Poliomyelitis erkrankte >"'"" ^ ^ isi iü'.mer in Nehandlliug. Eill neuer ^'""'^' s^,>, hre' nichl zu verzeichnen. Im Bezirke Nudolfswert ' ' .^„ Fraueu an Miliaria erkrankt. Eine Frau ^^'^ul'si-uud die beideu andereil stehen in weiterer ^eyc ^ , > Mehre^^' — Wpfel. und Birnbäume "bzugcben. - ^^ hllndert Slück sehr schöne hochstäuun'ge - pl" ^ ^ Birnbäume mil siebenjähriger Unterlage l)" ,^^ Landloirlschaftsgesellschaft aus ihrer neuen "' ^^^^ in Unler-^ta noch abzugebeu. I'N ^"^ <^ „i^ ellva 24.000 Bäume abgegebeu^ da d,e ^/ n. ^ <.t auch alle Bäume abgeuummen haben, s'"d !>-'"' 1^ ^ s. für Nichliuitglieder erhältlich. Auftrage ,'"' .^,^„, La.'dN'irlschaslsgesellschaft lAuerspergp atz^ ^ j.,. die Bäuiue selbst können an der P"lim ' . ^., Garlen beim Tierspilal bezogen werden. ^", Bah» werden sofort efsekluiert ^,chcN' — Mochenviehmarkt,n Laibach.l -M ' ^^-, viehmarkt in Laibach am 6. o. M. >">rd" 4^^„, 236 Ochsen, 109 Kühe, 1? (Nntzliere) anfqetrieben. Auf dem ^'^"'" '^bei ha'd' ten die Preise bei Maslochsen 74 b.s 84 ' , ^ ^s,n fetten Ochsen 64 bis 72 K .»'d b" 'ag^ .^„,, (Einstellochsen) 56 bis 62 X sur den ^icl Lebendgewicht. ^aibacher Zeitung Nr. «0. 715 11. April 1910. NW^..!^""'l'"""ak" im Iustizdienste.) I,n Jahre >li!<-n s '" ^" Justizdiensle folgende Dienstposteil neu ,^?!/>'"t: im Oberlandesgeiichlssprengel Grazi je ^^V "Ill'lle für die Bezirksgerichte in Brnck a. M. baoa, ^ ' Gesangenhansvenualter» und I Gefangen-^'^untrollurslelle für das Kreisgerichl ill Cilll, 2 für däs Landesgcricht ill bur? ' ^ ^"^^' ^^'llc sür das Kreisgerichl' in Mar° .,,„?'/!" Ouerlandesgerichlssprengel T r'i e st: 1 Staats- sür das Kreisgericht in No- slvlle s" ^"'^dienerslellen und l Gefangenaufseher' l^.,^'^ das Landesgericht in Triest, 3 Gefangenalif^ ^n^lellen sür das 'Kreisgericht in Görz, 4 solche ricl^? ^'^ ^^ Kreisgericht in Rovigno und je 1 Ge-u,/h ^"'erstelle sür d'ie Nezirlsgerichle in Capodislria ?lüä^-" ^"l Auslassung einer gleichen Anzahl von '^'llsträslen bei diesen Gerichten. ^»,5, - ^'k'lstjubiläum.j Diesertage fand anläßlich der ^/s, ?' ^äligseil des .Herrn .Heinrich Debeuz als nif l2 Vankgeschäfle/uud des Herrn Josef Dor-> ^^ Buchhalter des Warengeschäftes der Firnla lcn> > ^"' "'U' interne Feier statt, bei der die Inbi° <1ks<1, /' ^"' ^l)efs nnd Kollegen mit kostbaren Ehren-V'n'^ bedacht wurden. Tie große Beliebtheit nnd >l z f ^.mg.' der sich die pslichigelrenen Jubilare ob ^un ,"ä>l>alllen Wesens erfrenen, »onrde in ehrender KunI' """'.Mgend in den Ansprachen der Chefs und "egen zunl Ausdruck gebracht. nr!>s^ Anfall bei Pionierübunssen.) Zn dieser unlängst Nell,, " ^"^" "hallen wir 'insoserne eine Richtig. >rn ^'l"^ ^'^' bciden Soldaten, die vom zertrümnler-P'»tt' ! ^' ^ Laibach sielen, nicht von dem die ds,, '^Übungen leitende» Oberleutnant gerettet wur-^rie, /"' ^"^ '""^ lugleich alles zu ihrer Rettnng, Enr f l infolge der starken Strömung selbst in Hrib '^'sahr. ^'' '""^' bei der 'Strickfabrik 2«H^ ^"'" Schaffner der elektrischen Straßenbahn aus ^ "'^ ^^"'l Hausbesorger der genannten Fabrik ^acki ^ Wasser gezogen nnd ins Garnisonsspilal ge^ kiiwn, ^^ ^^' ^'^ verlillglückten Soldaten »ourde voll H^,., "Manteristen des Infanlerieregiincnts Nr. l7 ^. ^ ,und lonilte sich allein i» die Kaserne begeben, i^Mt ^ rettete sich selbst, mußte aber, da er zu er-hrsi.s' l "^' "l.'u z»oei Gendarmen znnl Garnisonsspital ' ^"^t werden. ^l^sellschaftsreise ocs Touristenvereincs „Adria".j vow ^urist^nvereill „Adria" nnlernimmt in der Zeit !'ch l^^,' ^''' ^^' ^'"' ""en Gesellschaflsansslng, an dem plum- ^ichlmitglieder beieiligen lönnen. Das Reife-^strn n-" ^^Ulöglicht c's, die schönsten nnd inleressan» )^,^. ^^'rgegenden nnd Inseln des Qnarnero sowie sill,, ^uualien nnd Nrioni kennen zn lernen. Die Fahrt m>, 3s "?^l anl 25. Mai nach Abbazia. Von dort wird ^»wl ""' ^'"^ ^' ^^"' "^'^' einem eleganten Separat-'^Mn. ' ^^ sch'uncken „Libnrnia", eine Seereise unter» ^.^" dnrch den Morlacken-Kanal, an del, Inseln Vl^ ' b^' und Pago vorüber, nach dem eigenartigen ^h^ ^" Novigrad und die Hermanje hinanf bis ^>ra '^"' '""^"' ""^ ^"' Hauptstadt Dalmaliens, dci,t ss'!^ ^uss'llgrande, ^nssinpieeolo, der Insel Arbe, !vuh«: ^'^>lde Brioni nnd von dort znrück nach Abbazia, yl„s ^, ""^ die Ancht voil Arsa befahren werden wird. wish l Ni'ckreise von Abbazia nach Graz anl 29. Äiai ^dssst'rn Teilnehmern Gelegenheit geboten, die luchsn ?i/'^ ^'^ ^^'lle zn erinäßiglen Preisen zn be-^'lia ^ hingegen noch länger an den Gestaden der lallst s,^' ^l'nueilen wünscht, kann den Aufenthalt da-^'ise s,^ ^- Juni ausdehnen. Der Preis für die ganze Nack yi,/rägt für die Persoil bei Bahnfahrt von Graz l>n ^ "",Na nnd znrück mit zweiter Klasse Schnellzug Ni> ^ .Mitglieder des Tonristenvereines „Adria" Tchnel,' ^"^' ^ichlmilglieder !20 K; dritter Klasse ^!>) ^'^I, sür Mitgl'ieder 95 X, für Nichtmitglieder !'^lcn ^"l)rl anf dem Schiffe, viermaligcs llber° ix 3s,v und zwar zweimal in Abbazia nnd je einmal suick m? Ü"d ^ussinpieeulo, nebst Abendesstn nnd ^riih-2?, ,"" fiesen Orten so>oie das Millagsessen am 26., zu h«, s, - Mai an Aord siild inbegriffen. Besonders ^«hn »? '" ^'"^ 'U!^' du' Fahrt auf der elektrischen ^lrä,^" Maltnglie nach Abbazia „l,d znrück, die Tisch. >»ahl, /' und die etwa an Bord gewünschten Neben-s'a^/"' «Gabelfrühstück, Ianse nnd dergl.j; endlich ^iosr^, Sucher der Adelsberger Grolle der Eintritt in ^i^^^lauf 2 l< ermäßigt) nnd selbstversläilolich das dr» ^ "^l>'N in Adelsberg. — Anmeldungen werden in '^iser u,^" des ZentralanSschnsses „Ädria", Graz, ^uch^ /"anz Iosess-Kai Nr. W lKanzleistnnden an viahl,.'!^l!n von 9 bis 1 Uhr vormittags) oder beim bis 8. Ä"' H"'n ^ranz Beer, Graz, Nentorgasse 47, ^a lj^ .^ mündlich oder schriftlich entgegengenommen. sUr ^^s'^uu zahlreiche Mitglieder nnd' Nichtmitglieoer "^' ^eii ?"'^'^^'l habeu, »oäre es nuinschensluert, daß "l> f( . lnehnicr die programmäßige Anzahlung von n den nächsten Tagen leisteten. Uti< 6 i!?" Verein der Ärzte in Kraiuj hält an, !4. d. ^il,., v.abenos im Landesspitale ldermatologische '"'"g- N ^''^ Monalsversammlung ab. Tagesord-I.lraiiu,, '^ .^kunoararzl Dr. A v r an o v i 5: Demon-^llvlien ^'"^n-^einesschen Apparates. 2.) Demon» ^ch h ^""nsweseu.j Das Landespräsidiinn in Lai» "'''"6K<> "^' Nildung des Vereines „Dru^vo xl. U"d Z^,/"''"". ii> mlllsiin^l) ^I<^>" „Kinderschni;-"''l de„, N^rein" s'^' d"' Gcrichtsbezirl Neumarlt! ^lhe in Neumarltl znr Kenntnis genommen. sEine Stcppenweihe) Nnirde am 6. d. M. ans dem hiesigen Moraste erlegt. Ansführliches über den Gegenstand wird demnächst folgen. Dr. .1. 1'. — lErtrunken.j Am 7. d. M. vormittags wnrde von zwei Burscheil ans Slape ein Frauenleichnam ans dem Laibachflnsse gezogen. Mit dieser Frauensperson hatte etwa zwei Stnnden vorher eine Vesiherin ill Slape gesprochen nnd von ihr erfahren, das; sie krank sei nnd sich ins Spital begeben wolle. An der Leiche war am linken Unterschenkel eine Wnnde wahrzunehmen, alls der noch Vlnt floß. Diese Wunde hatte sich wahrschein» lich die franke Fran answaschen »vollen- sie war aber ins Wasser gestürzt nnd ertrunken. Die Identität der Toten lonille vorlänfig noch nicht festgestellt werden. ----0---- " Wltsprunqener Nntersuchungshiiftlinq.j Mittwoch nachmittags entsprang ans dem bezirksgerichllichen Ge° fängnis in Nadmannsdorf der wegen Verbrechens des Tiebstahles in Untersnchnng befindliche 26jährige Manrergehilfe Valentin Ieri^a ans Flödnig in Ober-kiain. Er ist von großer, starker Statnr, von blasser Gesichtsfarbe nnd trng Arbeilskleider. " lDiebstähle.j Einem Drogisten n.niroe ans desfen versperrtem Koffer ein Geldbetrag von IM) I< gestohlen. An der Ziegelstraße kam einem Greisler ein goldener Fingerring abhanden. Ans einem Schlafzimmer ent-wendete ein nnbetannter Dieb einem Knecht Kleider im Werte von 38 K. In einem Einlehrgasthanse wnrden Kleidungsstücke nebst Bettwäsche gestohlen. In der Komenskygasse stahl ein unbekannter Dieb einer Fran einige Schmnckgegenstände nnd einen Geldbetrag von 20 X. ' ' " lArbcitertransporte.j In der jüllgslen Zeit finden große Arbeitertransporte anf der Südbahnstrecke statt. Die großen Transporte der italienischen Manrer nnd Taglöhner werden demnächst beginnen. Tron allen Warnungen ist die Auswanderung nach Amerita nicht geringer worden- diesertage reisten von der Südbahn^ station 40 Mazedonier sonne 3(» Kroaten nnd Krainer dahin ab. Weiters begaben sich nach Eger 25, nach Vnx 45, nach Innsbrnck 5l», nach St. Michael 45 .Kroaten, nach Wien 9l), nach Budapest 4l), nach Goltschee 35 nnd nach ^aibach 50 italienische Bauarbeiter. * sSclbstmordversuch.j Samstag nachmittags brachte sich der 39jährige, ill der Nahnhosga^'e wohnhafte Tcn^ löhner Josef Igliä aus Lnloviea mit eillein Mefser lebensgefährliche Schnittwunden am Halse bei. Der lebensmüde wnrde nach Anlegnng eines Nolverbandes dnrch den Polizeiarzt mit dem Netlungswagen ins Krankenhans iiberführt. Vorher halte ihm ein Fra»--ziskanerpriester die Sterbesakramente gespendet. Das Motiv der Tal ist unbekannt. " ^Verhaftung zweier Chilfeucr.j Wiederholt wnrde das Piibliknnl vor Ehilsenern, d. h. vor jeilen Betrüger» gewarnt, die in den Geschäslsläden, Trafiken usw. beim Einkanfen mit Banknoten zahlen und diese ans nnanfsällige Art wieder verschwinden lassen, nm so° dann mit dem znrüctgegebenen Geldbeträge oder dem gewechselten Geld zn verduften. Dieses Tricks bedienen sich zumeist reisende Ganner. Nnn ist er bereits in allen Volksschichten bekannt gewordeu, so daß die Schwindler viel öfter enllarvl nnd den Polizeibehörden übergeben werden. Am Freitag gegen 5 Uhr nachmittags erschien ill einem Spezereiwarenladen am Krakaner Damm ein jnnger, elegant gekleideter, bartloser Mann, der um 20 I» Schokolade lauste nnd sie mit einer Zwanzig» kronennote bezahlen wollte. Als die Verkäuferin die Banknote in die Geldlaoe stecken wollte, griff er dar° nach nnd legle zwei Zehnhellerstücke ans den Persanfs-tisch. Um die Verkänserin irrezuführen, verlangte er um 20 li Zigaretten und wollte sich gleichzeitig die Banknote wechseln lassen. Die Verkäuferin, die die Manipulation des Fremden mit Mißtranen beobachtete, zählte ihm das Kleingeld auf, verlangte aber energisch die weggenommene Banknote, die endlich der Ganner, als er sich entlarvt sah, ans den Verkanfstisch legte, worans er ans oem Laden verschwand. Anf der Straße wartete ein Komplice anf ihn, worauf sich beide' aus den Rain begaben. Vom Vorfall wnrde sofort einem Sicherheitsluachlnann die Anzeige erstattet, der die Ver» folgnng der Gauner ausnahm. Er kam gerade znrecht, als sich der eine in die Trafik am Nain begab nnd die Trasikanliil ersnchte, ihm das Kleingeld gegen eine 20-Kronennole nmznwechseln. Jetzt schritt der Sicherheitswachmann ein nnd verhaftete die Fremden. Bei der polizeilichen Einvernahme nannte sich der bartlose Joses Kaiser und gab an, 1893 in Sleinamanger in Ungarn geboren und voll Berns Drogist zn sein, »nährend der andere Stephall Horvath heißen, l884 anch in Cleinamanger geboren lind Provisionsreisender sein soll. Die Leibesdnrchsnchnng dev Verhaftelen ergab ein überraschendes Resnllat. Man sand bei den beiden verschiedene Taschenfahrpläne, Eisenbahnkarlen, Land« kartell, Marklverzeichnisse, Ansichtskarten ans Stntt-gart, Friedrichshafen, Hamburg, Berlin, Magdeburg, Budapest, Finlne, Triest nsw., Telegramme, Verzeich, nisse von schweizerischen Badeorten, Prämienscheine einer berüchtigten Ban ksirma i n Bndapest, eine Menge in nnga-rischer Sprache geschriebener Briefe, ferner eine schöne Neiselasche nnd 32 K Geld. Die Polizei stellte fest, daß Horvalh vor einem Monat in einem hiesigen Hotel logiert, weiters, daß beide am 30. März und 7. April in diesem Hotel abgestiegen waren. Weiters stellte man sesl, daß Kaiser am 30. März ill einem hiesige» Deli-lnlessengeschäfte aus die oben bezeichnete Art beim Ein-louse von 46 l> Schinken eine Zwanzigtronennote ge» stöhlen hatte. Endlich brachte die Polizei zustande, daß die Verhafteten seit September v. I. vom Bezirks» gerichte in Villach wegen Betruges steckbrieflich verfolgt werden. Der verhaftete Kaiser hatte sich in Villach als Josef Zsaszar, Kanfinann, gemeldet. Kaiser erzählte bei der Polizei, er habe das bisher verbrauchte Geld, etwas über 700 X, im Hasardspiele in einem Kaffeehause in Wien gewonnen. Die verhafteten Ehilfeiler wnrden dem Landcsgerichle eingeliefert. — Wetterbericht.) Wie die meisten Sonntage des henrigeil Jahres wnrde anch der gestrige verregnet uno dnrch scharfe nnd kühle Nordostwinde noch unleidlicher gemacht. Die Niederschläge hörten zwar bereits in den Morgenstunden ans, doch blieb der .Himmel den ganzeil Tag mit einer zusammenhängenden und hochliegenden Wolkendecke dicht überzogen.' Anf den Alpen schneite es. Dort sind überhaupt in den letzten Tagen beträchtliche Nenschneemengen gefallen. Di/kühlen nnd trockenen Nordostwinde lösten henle nachts die Wolkell vollends ans, so daß loir henle früh vom schönsten, sonnenklaren, frischen nnd rnhigen Wetter begrüßt wurden. Die Morgenlemperatnr betrug 2,2 Grad Eelsins. Der Luft. druck steigt seit einem Tage rapid an. Voraussichtliches Welter in der nächsten Zeit für Laibachl Scholl bei mäßigen Winden, steigende Temperatnr. Theater. Nuust und Literatur. — lDas Dcutmnl für Virqil,) das in der Nähe voll Mantna errichtet werden soll, wird gänzlich von der üblichen Denkmalssorm abweichen. Das Denkmal' lomilee hat beschlossen, im Wald von Pietole bei Mantua, an den Usern des Mineio, einen Marmorlempel ill alttikem Stil zn erbauen. Im Tempel wird die Bronze» statne des Kaisers Augustus aufgestellt werden, die man in der Villa des Livms gesnnden hat. Die Wände des Tempels sollen zum Teil mit dem Slammbanm der römischen Kaiser nnd mit einer Landkarte des römischen Reiches zn Lebzeiten des Virgil geschmückt werden. Die Wand gegenüber der Anguslnsstatue wird Mosailbilder mil Szenen ans den Dichtungen Virgils an sloe i sen. — l'.Wie„cr Modc."> Die Tamenröcke sollen dieses Frühjahr so eng getragen werden, daß das Gehen uur schwer möglich sein wird- so verlangt es die Tyrannin Pariser Mode. Die »nähre Eleganz wird nicht gehen, sondern, wie in China, trippeln müssen. Der gesunde Sin» llnserer Frauen wird diese Torheil gewiß nicht mitmachen. Die „Wiener Mode" wird, wie so oft, auch hier eine eigene Wiener Mode schaffen. Daß dies möglich ist, zeigt das soeben erschienene 14. Heft des drri-undzwanzigslen Jahrganges, das anch sollst das erfreu-lichsle Bild der wahren, praktischen Eleganz bietet. Grschliftsn'itmlli. — von. Nach Privalmeldnugen ans Kosovo vom 8. d. M. betragen die Verlnste der Nebellen achtzig Mann. Den BlätleTii znsolge ist die Negierung entschlossen, nach Albanien nötigenfalls ein ganzes Armeekorps zn ent» sendeil. Prinz'Tschemaleddin, ein Neffe des Sultans, geht morgen mit dem ersten Plevna-Aataillon ab. Der Snllan beschenkte den Sergeanten, der vor den beim Kampfe von Vessina am 5. April dnrch die Nebelleu er-benteten zwei Kanonen eine znrückeroberte. Die serbische Regierung hat die Pforte verständigt, daß sie Maß. nahmen gelrossen habe, nm die Flucht der Rebellen nach Serbien zn verhindern. Villach, 10. April. Die Staatsbahndircktion teilt mil: Gestern entgleiste der Lnxnszng Nr. 1007 bei der Einfahrt in die Station Scheifling mit drei Wagen. Es wurde niemand verletzt. Die Reifenden wnrden mit Notgarnitnr nnd zweistündiger Verspätung weiter« befördert'. Die Ursache der Entgleisung ist nnbelannl. Die dnrch die Entgleisung entstandene Verspätung wurde im Lanfe der Nacht behoben. Czeruowih, 10. April. Gestern wnrden in einem Steinbrnche bei Tonlry ^Bezirk Zastawna) sechs Per-sonen dnrch einen herabstürzenden Felsblock gelötet und eine verleht. Petersburg, 10. April. Das sinnländische Staats-sekretarial Hal dem Ministerrate einen Gesehentwurf znr Einführung der Zivilehe in Finnland vorgelegt. Rnßland anerkennt bisher in seinen Grenzen leine Zivilehe. Vecantwortlicher Redakteur.- Anton Funtel. Laibacher Zeitung Nr. 80. 716 1 l. Apnl 1910. sI365) __A.^^ Kundmachung Jene Komponisten inid Schriftsteller aus dcii iin Reichs» rate vertretenen ztönigreichen und Ländern, welche auf Zuwen« dunss eines .Nünstlerstipcndiuins im Jahre NNO Anspruch erheben, wrrdni aufgefordert, ihre an das Ministerium für Kultus und Unwricht zu richtenden Gesuche bis längstens 1, Mai 1910 bei der zuständigen Landcsstelle zu überreichen. Später nber> reichte Gesuche lönnm nicht berücksichtigt werden, ylnspruchsbcrechtigt sind nuter Ausschluß aller Schüler nur sclbständiq schaffende Künstler. Die Gesuche haben zn enthalten: 1.) Die Darlegung des Bildungsganges und der per» filnlichcn Verhältnisse (Gebnrts- und Heimatsort, Alter, Stand, Wohnung, Vermögensverhältnisse :c,< des Bewerbers; 2.) die Angabe der Art uud Weise, in welcher derselbe von dein Staatsstipcndium zum Zwecke seiner weiteren Ausbildung oder seines Schaffms Gebranch machen will; 3.) als Beilagen Kuustproben des Gcmchstellers, von welchen jede einzelne mit dem Namen des Autors speziell zu bezeichnen ist. Wien, am 30, März 1910. K. k. Ministerium für Knltus und Unterricht. Lottozichungeu am !>. April 1!)l(). Linz: 7 63 73 54 15 Trieft: 89 28 70 74 68 HÄUTKRANKHEITEN wie Ekcema und Geschwüre, die nicht heilen wollen, sind vielfach eino Folge von armem, krankhaftem Blut. (3214) f> 5 SCOTTS EMULSION ist das beste Mittel das Blut zu bereichern, zu kräftigen und derartige Leiden zu überwinden. Die wirksamsten Bestandteile, die durch das unübertreffliche SCOTT'sche Verfahren zu feiner rahmartigen, leicht verdaulichen Emulsion verbunden sind, haben für SCOTTS EMULSION weit und breit den Ruf einer Musteremulsion erworben und überall gilt sie als das sicherste Mittel gegen diese Krankheiten. Auch im Sommer mit ---- bestem Erfolge zu nehmen. Echt nur mit dieuer -.,-«• -"Ä^ÄSScn PrB|S dBr OngmalflflschB Z K 50 h. den SCOTTsc.hen Verfahrens ! In alien Apotliekeu kauriicli. Meteorologische Bcobachtuna.cn in Laibach. '^ .1-Z ^«^'^.Z ^,, ^ - Ansicht K"Z ^ Z3 D« , 8«-> W»'d z des Himmels Z-Z q 2Ü. N. 7301 8 9j S. schwach bewölkt U U. Ab. ^728'7 7'li, NO. schwach , » 7 U, ss. ?ii« 0 7 4 NO. z. starf 10 2 U. N. 7^8 9 ^»5 > , z 1 1 9 U. Ab, ! 730 7 i 61 S. schwach heiter ! Ii.l 7 U. F, 734-b! 2 7 windstill > » 10 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 6-8°, Normale 8'5°. uvm Sonntag 7-7°, Normale 8'7°. Seismische Berichte und Beobachtungen der Lailiachcr Erdbebenwarte (ge<,rn»de! w„ d>>r Kraiüilchl'» öparl,n>> I«!»?.) (Ort: Gebäude der k. t, Staats^Oberrealschule.) i.'age: Nördl. Breite 4«°03'; Östl. Länge von Greenwich 14"31'. Veginn ^ ^ '^ ^ »erd. ZK , ZK Kss ^z^ ^ff ^ distanz '5Z LZ .ZZ' H>Z^ 2H ^ ö "3? ZW ^^ !Z " D ! ! 10. 200 03 04 04!-----------!-----------03 04 44 03 06 V l ^ lD ' ^ drvisachcs Horizu»!alv>',!dl'I von ül,r-E>i!>'l' V ^^ Älillusci«>>lu,iraph Uimitim, VV ^^ Wil'chl'rl-Vl'od,,'!, »» Die Zl'ita»li>i!'!',! l'^ic'hl'» sich auf mi!!>>l?!iruftäilchr Zcit >>»d weid,'» uou Mittrrmichl l>i^ Miul'tiunht a ll!>r dis!ii lll>r nezälilt. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 8 April, unu Krakon, Nittcrgntsbes,, Lissan. >tohn, Doltorswitwe, Budw.is. — Hula, Obrrkommissär; Schade, Generaldirektor; Sella, Lux, Fiala, Gniner. PoNat, ! Schwarz. Koller. Rnzicla. Stäuke, Speiser. Gnibcr, s^lanm !s"7^i-, ü'V ''^ Fi'^i^, ^'^.; (^c7v . ^ ^.,^ >lsne,, H^icu, - ,,,u,, ^irci,or,'.^rng, — Var^ou, " " ' ^'"'l,^ Trieft. - Di Blasio, ssallfmmin, ^onstmitinopel, — ^"«' ' birn, Nsdr,, (^amburg. - Vlühweis. SpilM. Nsde,; WaM' k. k, Intendant, Graz'. - Pfeifer. Rsdr., Nürnberg, SeN«l°, Rsdr,. Laibach, ^ Peuzins. Nsdr., München, - Pollal, ^r,. — Wcieprt. Ianacel, Kfm., P,llach, Hotel Elefant. Am 8. April, von Veck, t. l, Generalmajol, "> Tochter, ssöniggrätz. Graf Moltenstein, t, u, l, OberinspeNor, Mannheim. Böhm, ssflte,; Schelhammrr. Verlsteiu. Mieit' Wolf, Löh, Mayer, Uumann, Zucharipa, Stanger, »"«>>, Nsde.; Blau, Äillardmontenr, Wien. — Tschiritsch, »i'"^ Marburg. - Cvnmara, Nsdr,; Fallenau, ssohü. Mr., Pl"i, Nobiüsohn. ttfm, Proftni^. Lulasz. Ütfm,. Budapest. , ,U'ohner, ttfm,, Nachod, - Hoffmann. Generalinspeltor vo» o^ ssirma Coneordia, Neickenbelg, — Krause, Ingenieur, Pola- '" Travniscl, Priu., mit Frau und Tochter, Csctlesz (Ungarn). Pöselifo. Banunlernehmcr, Budmeis, ^ A *er will mir ein ä |i I kleines ijjl ff Wohnhaus l«f|nvj| (3 bis 5 Zimmer) am liebsten in der P«**"8" IfWlf vorstadt oder deren Nachbarschaft, gegen I 5 jährl. Mietkontrakt errichten? Mitteilung» 4 Mmtn erbeten unter A. C." poate «¦<»» ¦¦¦¦¦i Moste bei Lalbaoh. (13^4) o~~J__ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme > an dem uxerschlichm Verluste unseres innigslgeliebtc», > unvergeßlichen Sohnes. Herrn > Uiktar Nravntöek Zugdfiihrcr im f. u l. Fcldlanonenreaimcnte Nr. 7 > für die vielen schönen Blumrnspenden. sowie für > das zahlreiche Geleite znr >ei)teü Ruhestätte des > teuren Heimgegangnln, sprechen wir den iumgsttN. > tiefgefühttm Danf aus Bcsl»!!i>eis sagen wir unsere» > Danl dem löbl. Offizicrslorps des l. n, t FeldlanoneN' > regiments Nr. 7, sowie den Herren Unteroffiziere" > nnd der Mannschaft, > Laib ach, den 9. April 1910, (1360) > Die trauernden Hinterbliebenen. > Kurse nn der Wiener Dörse (nach dem offiziellen Kurslilattej oom 9. April lW). Die iwtirrlen Nurir urrslehei! Nch ir ftru,i!>!,währun8. Die Notienniß läülili^n i'Illlr» mid d?r ,,?" rersen Uo-i^/«ö. W.Nulei, (ssrbr. «lig. per Kass......»8 «5 so <)l « «"/„ «, W, Silber («lpnl-Olt.' per Nasse......98»" Win l»«:ocr Gtaatslose 500 ft, 4"/„ :?l - >?K -«8«uer ,, 10» fl- 4"/„^44 - 2.°>o -l5«4er .. lvo fl. . . !,L8s0^< n< l8U4er ,. 50 jl. , l,L» s.c ^»k>'k>!, Dom.-^wndbr, k ««0 sl, b'V, üW/5^!R> 7l> Vtaatsschnld d. i. Reichs-rate vertretenen Königreiche und Länder. Hfterr,Ouloreiile ftr>lcrs>,, Gold per «asie .... 4"/„ l>? kb ,!7-li,, Österr. Nentr in ltronruw. stfr., per nasse.....4"/. 94 "5 !,4 Nü betlu per Ullimo . . . 4°/, »4 75 «4'U5 dsl. Iüvestitwüs-Neüls, stsr.,, Kr. per Kasse . , »'/V'/c, 84 05 «ü,.'> Vls»nbllh»'Stllnt«schn>5' verschrlibuugtu. j.) . , , . 5>/^ nS4i>N»'4ü ^lattz. Karl ^udwig-Valin (div. Sliicte) Nronen , , , 4"/„ 94 9« Uü S« Rudolf Bali» in Nronenwälir, steücrfr. (div. St,) . . 4"/„ 94 Sü 9b 9K ??urarll>^r0 u»d AVON Nruiien . .4«/, Win i<6 10 Zn Kn»ilchiel!>nnge!< l, 5^/,, um, !«l> nr.....4l,^ - 4^4 deUii i'luz-Äüdwel« 200 fl, ». «!j. N, !>>//>/„ . . , , 423 — 427 ' bettu Sal^burn-Tirol 20« j>, ö. W. S. 5"/, . . , , 4A2 - 42« -remvtal.Vah» «iiolttät,' ßbllgnUonen. ^ü!)M, Westbatin, Em, 1«»b, 400, 2UN!> li. lU,l!0«Kr, 4"/o W->,5 «« 3< Itlilllbetl, Ällhll 000 u, 3000 M. ! ab t«"/l.......,18-50 l'9-eo izlisabeth-Vat)» 40« i,, 2<>«o M, 4"„........11« ^«17 4^ ^rrdiiiands-Nuidblll»! Nm. !8«t> «e ^o 9? «» detto En,. I!X>4 9!>'?U 97 7 97 »l> Galizischc Nar! U»dwia - Bah» ldlv. El.) Silb. 4"^, . . . 9t> 25 96 «5 Unc,,-galiz, Vah» ii«>, sl, S. b"/„ ,c>f> - >«6 - l»>!iu 400 II. 500,» Kr, »'/,"/<, 87 bN 8« 50 Holarllicrgrr Vah» Em. 1884 !div. St,) Tllb. 4"/„ . , ft5'! Kusie , . 92 90 9ü 1l, ^,<, dcitu per Ultnn« »zi?f> uie '/l"/s, drtto per «asse 8!i-7t> X!i uf, Nnnar, Vrämien.Ai». ll lU0 fl. 22-» k"-<,'3»'5> deilu k 50 fl 224 b<> >.W'f> lt,ris,-Ncn,-Lo!s, 4",......15>? — lL»- !',,, u»>i>n. Vr»»de>,!!,-Obli^, 9^-90 uo Andere öffentliche Anlehcn. Vu'?» Lllndeel-slnI. ldw.,< 4'^ 92 z» 93 »l, ^usll.-hcrccli 'iisenl'. Landes- Alilehe» ^,»o/> 4'/»"/,, . . uu ,«wu f,y ^/>i Tuüüii Neg.-Aiilcihe 1878 i0Z-l'f>5 ^« üü dettu 1W<» 4"/« «5 7^ ia> 7l> delio (S, oder G.) l8'.4 1^1 un ^L 3« bett« (18U4).....92-95 «» «< detto (Va«) v. I. i«M . n/, «5 u« «f detto »« u. dett!,' (I!w.-Ä.!V,I,1!>U2 »7- V7 », 'Uijrsl'baü-Aiilche!! l'crlosb. 4"/„ «s>-25 «02? ->i»ssilche Etaat^ai», u. I, 190« f. 100 Nr. p, tl, . . 5°/<, -- --detto per Ultimo . . 5°/n 102 70I<>» L< Äulg. Staats-Hypothekar Unl, 1892..... 6"/< ,2l 7l 'L!^ ',< Geld Ware Aula. Staats - !Ho!da»leilie 1907 f, lU0 Kr. , , 4>/,«/(, 92 7Ü! 9» 7b Pfandbriefe ufw. Bodentr,,alll,,Ust.,, 5'0I.vl.4°/„ »4-l,5 sb-f>b ÄülM. Hypolhetenb, ucrl, 4"/l, 9? Id 9? ea ^entral-Äod.-ttred, ^l., österr., 45I. vrrl.....4>/,<'/o 95--!0 «S 4N betto «lü I, uerl. , . . 4"/„ ue 75 »?-?d Nred. Insl,,österr,, f.Verl,-U,tt >l. öffentl. Alb. Kat, ^. 4'V„ !»4 «0 95'sl, Landet'b, d. jlön, Oali»ien und Lodun,, 57'/, I. r,ictz. 4°,n 94- üt>' Äilähr, H>,Po!l,elenv. verl, 4°> u«-5" 9« 8» !it,-öslerr, Lni!d>'s-Hlip,-Vl»st.4"/L >>S-f>s> »7-50 detto inll. 2"/„ Pr, «eil. 8'/»" 0 9l)-1> »<-- dettu N,-Ochuldjch. verl. »'/,"/<, -,-- —- detto uerl......4°/° 9«— 9?-- Österr. >,»gar. Bant 50 Jahre verl, 4"/l, ü. W..... 98-72 9s 65 betto 4^/s, kr...... --— —- Zparl., Erste öst..«0I. verl. 4" 0 99— 1>>U Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Osierr. Nordwestb. 200 sl, ü. I04'k(> :ne> 60 -taatSbahn K00 Fr..... W« 3«8- -üdbah» il 3"/,, Jänner - Juli 500 ssr. (per Sl.) . . . 2?3-?5 2?!>-?l, ^iidbann ü 5"^ zj00 s>. S, 0, O ii!2-eu t!?A'6li Diverse Lose. ^llzw»!iche kos«. »«/,, Äüventredit-Lole Cm. 1880 «a0 «5 »n« 25 dettu Ei», 1889 251- 2«? 5"/„ Honau-Nea.il,-Luie 100 sl 282 b» l?»«-f><' öerb. Präm.-Anl,r> lN0 str.2"/„ i»8t0 114 t« zlln«tiz««lich» foft. Vudap,-Vasilila (Dombau)5 fl i9 2k> »3-25 'lreoüwie 100 fl, ... 53l>- ü4f>^ f!, itM, , . , 23S'— 24« - Oiener i^ose 40 fl...... —' --'- ^alsiu-Lule 10 fl, «M. , , , 250" . - «oten Nreuz. üst, Gcf, v. 10 fl. es>'5>> S9'b« Noten Nreuz, nng, Oes. v. 5 fl. 4, 2f 45 25 linblllf'^usc 1« fl...... 70-- ?«- Salm-Loje 4« fl. KM . . . li»1- 2U3 Inrl. E,-Ä.-Llnl, Präm.-Vblig, «00 sfr, per Nc>ssc . . . 239- ?4s- dettr uer Äiedio . . . 24«-- 241-— Geld Ware Wiener Koil".-Lo Gew. Nch. d. ^,°/„ Präm..Schuld d, Vodr,i' .-Anst, Em, 188!» lU0 90 104 9«! Nltien. tzlllNlport'Ziiitlrnthmnng«»,. Aufsiss-Tepliper Lisenb, 500 fl. 2170- ^»o — Bichmücke ^ordbah» 150 fl. . --— «nschtiehrade» Eild 50N fl,KM 243b - 244!; bv detto er '?b Lrmb.-Czern.-Iasft-Eil^ibahn GeseNfchaÜ, 200fl. S. , . bni'— ß08 ^ lot,d. llst.. Trie«, 500 sl., KM. bSS— 572» - Osterr Nurdweslbahn 200 fl, S, —— - >- dclio Mt. I'.>2N«fl, S.p, Ult. —— — ^rlig-Vl!l>>r!Z!ienb 100 fl. abäst 22« 50 228"in slaaiseifenb, 20U fl. S, per Ult. ?ki b>< 75« 1» Züdtmhu 200 fl. Silber per Ull, 121 iu liL'i« HÜdnurddeiitschr VerbinduügKb, 200- wr, F«la!b,-Mtie',<»ff. »W II. 220 221' Vanlen. «nglö - Osterr, Vanl, 12« fl, ,8t»- »1«-- Üanluerein, Wicncr per Kasse — - —- - delto per Ultimo 543'- 544- ^odrülr.-Anst, üsl,, 300 ltr, , «19^ 1197 - »jrntr.-Bod.-Nredbl, ost,, 20» fl. l>92' 59»-Nreditanstall für Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse —- .- detto per Ultimo ««5 4» L«K 40 ^ieditbanl, ung, allg., 200 fl. 808 25 8^9 25 Lepositenbaül, n>l>,., 200 fl. , 4<4'- 6N0-— Oslerr. »nilnar, Äanl 14<)0 «lr, 17»<2- !7!»2 - Unioübi!»! 200 fl. , . , l>V»^ b»^^ Unwnbanl, böhmische 10» !l. , 2b« b" »^.^ ^crlrh!-«banf, allg 140 fl,, ^3 b<> AanssefeNsch,, allg. üst., 100 fl. »3!-' - '" ^_ Vri,xer Nohleübcr^b Ge!, 1U0 fl. ^» - Eifeiidahnuerlehrs- Anstall, üst,, ^A ^- 100 fl........ "4 ^ ^z, Eisc!ivahnw,-Lcit>n., erst^, Kx^fl 1'" ''" ,ltlbem,!hl", Vapierf, u. N-G- „ ^, <« - 100 sl........187«, - „ Vleltr.Oes.aNg, üsterr,, ÄX>fl. 4«ü - ^, , Nlettr. Oefellfcl'., intern. »00 fl. ^ ü»l" E!ell',.OefeU!ch., Wr. !n Uiq'i, '«« »" Hirtenberger Putr.-, Ziindh. », <>t« " Met.-ssabril 4„0Nr. N" ^„4 Liesinner Vram-re, l0"f,, ^ "° . 7^.» Montana».!,, ost, alpine 100 sl. 73« '"' „Poldi-Hütte '. T!egrla»s,stahl- .^ .- g..«.-«. 200 <-rf.,2«oft, »"" ,.Schod!lil,-a", «. G, f. Petrol.- ^, -^ Industrie. 500 Nr , , - "^ <„ ..Stenrermnlil'.Papierl.l'B.W. '" , W» Irilailer,«ohl.»w,^, 70 '!. - "' Turl. Tabcilreaie-Grl, »«" 55r per Nasse , , - .,«. ., ^6 -' detto per Ultimo . , ^ . . «^ " Wnslenf.-Gel.üsterr.. 100/1 . «' . ^»«' M. Vaugejellschaft, 100 ll. . , A, , ^,,-^ QUenerbera,- »ienell,-AN,-Glf. «"' Devise». ,«,e Zichten und3°,.<"°. ^^^ ^,. Amsterdam , - ' ,i?-4? !'^^ Dentjche Vaulvläve - - - ' 94-70' '^ ^/ ^talienifche ÄanlMtz«- , - - ^57 >4»»», «undm, . , ' 9s>-»^ '^.?/ Paris . . , K53 8? -i"''. Zt. Peleröbnr!, '9b ll«' ^ '' Wrich »nt, Bast! , , »alnte«. ^^ .,,, Dnlalen . ' 19 1'" Lentfche «eichöbantnoleu . '^ ,^. ^4^» Ilalicnische Banlnoten . , - ^ ü> "" Nub^I-^iulel!, - - - - ^"- ^^^^^^^^Ein-^n^erkäu^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ 1V/I 'iT^n»»- *h Privat-Depots (Safe-Deposits) ' ¦ .von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Q J • ^^- IVlayCl Q M *X vai P"rschl u D der Part»». ¦ Aktien, Losen etc.,JOevtsen und Valuten. -*- Bank- und Wechslergeschäft "Jf unter elffenem v B,ri.Mit9.___I Los-Versicherung. J Uibach, StritBr«rnHH<». U «—¦........¦¦r>miiiiM Im «MH-mrrwi °!1^^»