Nr. 229. PlÄnumelati on « prtIs : Im Vomptoll ganzj. fl. I», halbj, fi. b!>0, ssllr die ZnfteNung in« H«>»« halbj. 50 lr. Mi! dcr P^ft gan,», ft. Ib. halb!, fi. ?^5», Samstag, 6. Oktober. In,. dann ."eßrn hrs Artikels „Ein cislcithanischcr Landesschulinspeclor ? ^""l! des reichen Besitzes inmitten der Pracht wunderbar schönen Umgebung doppelt ins Auge, ^iHttk >am und still wars in der Mühle nicht. Einen ^ll„d» ' .Wagknverkchr gab es auf meilenweit in der "Nd H^cht' und das große Mühlrad klapperte Tig - luh»^!. "hue Untellass. Aber es war eine ernste 'chch, e'j, h'"' herrschte. Nichts von dem Sonnen-but. ui/d . f'öhlichen Gedeihens machte sich bemerk-l 2ilüll ^ ^ silberglänzenden Tropfen, welche UndlM ^ '" ^ Luft fchleudelte, machten keinen ^altick, ^'"druck; hier hätte man sie mit Thränen ?^tttz a./^ achtzehn I„hren sah es hier freilich °>i,h^^"U2. Da fühlte der Müller Brand ein junges. l"'t Hl'Hv'les Weib als Frau Müllerin über die z». ^"men bestreute Brücke seiner reichen Besitzung ."-°lh'a er^ em reicher Mann und halte es nicht Hlw u,,M.l' bei der Wahl einer Frau auf Reich-Mdch^, , ^e zu fehen. So freite er eiu arme« ^n sei» A. alien Geredes, das sich darüber von . . kr srin m> ""?" und Anverwandten erhob, und " ei», m y^ane in sein Haus führte, hätte er nicht em emz.ges Jahr war ihm ein reines Glück beschieden, da starb sein Weib bei der Geburt eines kleinen Mädchens, und von dem Tage an war es mit dem Müller Brand vorbei. Er hatte nicht eine Thräne vergossen, als sie seine Marie hinausgetragen, aber auch nie sah eiu Mensch dieses Mannes Antlitz wieder von einem Lächeln erhellt. Anfangs hatte er sich sogar geweigert, sein klei-nes Mädchen zu sehen. Als es aber größer geworden war und ihm manchmal in den Weg lief, da hatte er doch ab und zu ein freundliches Wort mit oemfelben gesprochen, aber weiter erstreckte sich auch seine Zart-Uchkeit für das kleine Weseu nicht. Else wuchs heran, ohne dass sich jemand besonders um das Kind bekümmert hatte. Als es vier Jahre alt war, sah man es häufig am Ufer der Saale sich tummeln, bisweilen gar mit nackten Fiißchen, wie sie es bei Kindern der armen Bevölkerung des nächsten Dorfes gesehen. Sie war dann der Magd entlaufen, um Steinchen oder Blumen ins Wasser zu werfeu und sich an den Kreisen zu freuen, welche die ersteren hervorbrachten, oder zuzuschauen, wie die letzteren von der Flut gelragen eilig dahinschwammen, vielleicht nach Weihenfels oder gar bis Merfeburg, wo der Vater einmal gewefen war. Noch ein paar Jahre eilten rasch dahin, uud nach Else wurde kaum gefragt. Sie kam nicht anders, als wenn sie Hunger hatte, und es war zehn gegen eins zu wellen, dass sie die rechte Zeit verfehlte, wenn alle zu Tisch kamen. So sah Müller Brand sein Kind oft wochenlang nicht oder wenigstens nur von weitem. Und das war ihm gerade recht. Das Kind hatte die dunklen Augen seiner Mutter, die den Müller eines Tages verhext, wie die Leute sagten, und wenn der unglückliche Mann die großen, fragenden Augen auf sich gerichtet fah, dann kam ihm stets mit einemmale wieder fo recht die Erinnerung an sein Elend, und er floh in die Einsamkeit, um von neuem sein verlorenes Glück zu betrauern. Mit Kindern hatte Else nie gespielt. Die Herren-mühle lag eine halbe Stunde vom nächsten Dorfe entfernt. Als nun die Zeit kam, wo das Kind die Schule besuchen mnsste, da zeigte es sich, dass die anderen Kinder sich scheu und uufreundlich von dem seltsamen Kinde zurückzogen, und es dauerte gar nicht lange, da wandte sie sich trotzig von denen ab, die sie gewiss lieb gehabt haben würde, wenn sie nicht überall absichtlich verletzt worden wäre. In unglaublich kurzer Zeit entstand eine Kluft zwischen der Else von der Herrenmühle und den Kin-dern des benachbarten Dorfes, die nie mehr ausgefüllt werden konnte. Man fügte ihr kein Leid zu, aber man verspottete sie, und einmal hatte sich eine ganze Schar vereinigt und sie mit Schneebällen geworfen; das vergaß sie nimmermehr. Die Zeit, wenn sie nicht in der Schule war, verbrachte sie in der freien Natur. Sie durchstreifte den Eichwald auf der Höhe, oder kletterte eine steile Bergwand empor, oder sah auch am User des Flusscö und träumte. Es waren immer uusreundliche Vilder, die sich in solchen Stunden an sie herandrängten, sie fühlte sich furchtbar einsam und verlassen und empfand schmerzlich, dass niemand sich um sie sorgte und küm< merte. Was hatte sie nur gethan, dass alle stch von ihr abwendeten? Und weiter giengen ein paar Jahre ms Land. die sich für Elfe immer unfreundlicher gestalteten Der Vater war leidend und überdies ein finsterer Manu. der alles gehen ließ, wie es wollte. Von Ordnung war in der Herrcnmühle keine Rede mehr, und wenn sich dabei der Reichthum des Müllers mehrte, so hatte das seineu Grund i» der Treue und Rechtschaffenhcit seiner Untergebenen. Freilich, die Sorge der Knechte erstreckte sich nicht weiter als auf den Ertrag der Mühle — inl übrigen kümmerten sie sich nicht viel um das Haus und den Hos ihres Herrn. Eortjehung solgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 229 1966 6. Oktober 1883. Nede Sr. Excellenz deö Herrn Minister» Präsidenten v. Tisza. In der Sitzung des ungarischen Abgeordneten« Hauses am 3. d.M. Überreichte Ministerpräsident von Tisza den bereits mitgetheilten, auf die Ereignisse in Kroatien bezüglichen Veschluss-antrag mit folgender Rede: „Indem ich, meiner gestrigen Anmeldung entsprechend, meinen Vortrag erstatte und dm bezüglichen Veschlussantrag überreiche, bemerke ich vor allem, dass ich, wie dies auch aus den Blättern bekannt ist, zur Erstattung dieses Berichtes schon im vorhinein ent» schlössen war und dies daher nicht erst infolge der gestrigen Anregung geschieht; zweitens, dass die Regierung inbetreff dessen, was sie diesfalls gethan und nun in Vorschlag bringen wird, schon zu Beginn dieser misslichen Sache schlüssig geworden ist. Diese Entschließung wurde daher weder durch die mittlerweile eingetretenen Ereignisse, weder durch Unterhandlungen noch durch irgend welche Tractate, Drohungen oder Verdächtigungen beeinflusst, sondern hielten wir uns für verpflichtet, auf dem als richtig erkannten Wege zu verharren. (Beifall rechts, Unruhe auf der äußersten Linken.) Ich gieng von der Ueberzeugung aus, dass dort, wo es sich um Straßentumulte handelt, vor allem die Ruhe und das Ansehen des Staates hergestellt werden müssen. (Beifall rechts. Ruf auf der äußersten Linken: Die Ehre der Nation!) Ich spreche vom Ansehen des Staates, nicht aber von Verletzung der Ehre der Nation. Die Ehre der Nation kann im Inlande kaum verletzt werden; denn was sich im Inlande ereignet, das kann als Ausschreitung, als Gesehwidrigkeit, nimmer aber als Ver« letzung der Ehre der Nation bezeichnet werden. (Leb» hafter Beifall.) Kroatien und Slavonien bilden aber, obgleich sie eine ihuen durch unsere Verfassung gewährleistete ausgedehnte Autonomie besitzen, ein ergänzendes Glied des Reiches des heil. Stephan (So ist es!) und fallen in dieser Beziehung unter denselben Ge« sichtspunlt wie jeder andere Theil Ungarns. (So ist es!) Diese erste Aufgabe wurde bekanntlich gelöst. Die zweite Aufgabe erblickte und erblicke ich nun keineswegs darin, dass wir selbst die Dinge auf die Spitze treiben oder im Widersprüche mit allen Traditionen Ungarns einen Vorwand suchen, um etwas, was uns nicht gefällt, zu ändern; wohl aber darin: in ernster, nüchterner Erwägung der Verhältnisse auf dem Wege der Versöhnlichkeit dasjenige zu beseitigen, was die Ursache oder der Vorwand des Geschehenen war. Wenn wir so vorgehen, muss von zwei Dingen eines geschehen. Entweder wird es sich herausstellen, nach« dem die Regierungen nach 1868 das Gesetz anders auslegten, und daher wirklich doua üä6 die Ansicht Platzgreifen konnte, dass dies die richtige Deutung sei; dann beheben wir dies, ohne zu erörtern, ob es Ursache oder Vorwand war. Denn bestand die Ursache wirklich in dem geänderten Vorgehen und in der hie» durch erwachten oder erweckten grundlosen Besorgnis, dass es sich jemand einsallen ließe, die Nationalität und die Sprache der Kroaten anzugreifen, dann muss mit Beseitigung der Ursache auch die Bewegung aufhören, und können auch die verfassungsmäßigen Zustände wieder hergestellt werden, was ich meinerseits so bald als irgend möglich herzlichst wünsche. (Beifall rechts.) Wenn aber nicht dieser Fall einträte, dann wäre es erwiesen, dass sich hinter der Bewegung den Rah-men der Verfassung und des Gesetzes überschreitende Tendenzen bergen, und dann gestaltet sich die Lage derart, dass der ungarische Staat berechtigt erscheint, seiner Macht mit allen Mitteln Geltung zu verschaffen. (Lebhafter Beifall rechts.) Ich, geehrtes Haus, wünfche und hoffe das erstere. Der Minister weist den Vorwurf zurück, dafs er mit den kroatischen Abgeordneten Machenschaften gepflogen hätte, und betont die Grundlosigkeit der Voraussetzung, dass irgend jemand beabsichtigen könnte, das im Gesetze festgestellte Verhältnis zu Kroatien-Slavonien in einfeitiger Weife aufzulösen. (Zustim« mung rechts. — Rufe auf der äußersten Linlcn: Jene wollen dies!) Wir werden sehen, fährt Redner fort, ob sie es wollen oder nicht; ich hoffe das letztere; doch kann ich versichern, dass, wenn sie dies wollten, sie es bitter bereuen würden. Ich habe auch die kroatischen Abgeordneten meiner versöhnlichen Absichten versichert und denselben mit» getheilt, dass ich einen solchen Antrag einbringen werde, doch erklärte ich auch, dass diese Frage mit keinen Gravamina in Verbindung gebracht werden dürfe. Ich sagte, dass ich die Wiederherstellung der ordentlichen Verhältnisse herbeiwünsche, um die Ernennung des Banus bewerkstelligen zu können und die Auf» Hebung des kön. Commissariates zu ermöglichen; doch betonte ich auch, dass die Verwirklichung dieses Wun< sches nach erfolgter Annahme meines auf die Wappen« frage bezüglichen Antrages in erster Reihe von den Kroaten und den kroatischen Abgeordneten selbst abhänge. (Zustimmung rechts. — Ruf von der äußersten Linken: Schlecht genug!) Auf diesen Zwischenruf «flectierend, fährt der Ministerpräsident fort: Wenn sie, die Kroaten, beweisen, dass sie eben nur die volle Aufrechthaltung des bestehenden Gesetzes wünschen, dass der zu er-nennende Banus auch befähigt sein wird, seinem Berufe zu entsprechen und den Uebelständen in der Ad« ministration abzuhelfen, dann werde ich freudigen Herzens und mit Beruhigung heute lieber als morgen für die Wiederherstellung geregelter Zustände und für Ernennung des Nanus eintreten. (Beifall rechts.) Doch wäre es der größte Fehler, sich dem auszusetzen, dass nach einigen Wochen abermals ein königlicher Com« missär ernannt werden müsste, dass Ungarn auch für jene Uebelstände in der Administration verantwortlich gemacht werde, welche von den autonomen Organen hervorgerufen wurden und auf welche die Möglichkeit einer direct?» Einflussnahme der ungarischen Regierung benommen ist. (Lebhafter Beifall rechts.) Wenn die Kroaten der Meinung sind, dass der Standpunkt der ungarisch'troatischen gemeinsamen Regierung dem Gesetze nicht entspricht, so können sie die Regierung hier im Hause interpellieren; oder wenn sie glauben, dass die seit 1868 geänderten Verhältnisse eine gesetzliche Interpretation oder die Abänderung einiger Theile des 1868er Gesetzes erheischen, so be< zeichnet das Gesetz auch hiefür den verfassungsmäßigen Modus. Was den Gegenstand der Frage selbst betrifft, so gab ich bereits der Ueberzeugung Ausdruck, das» das inbetreff der Wappen beobachtete Vorgehen dem Gesetze durchaus nicht zuwiderläuft; doch vermag ich auch nicht zu leugnen, dass, nachdem seit 1868 lange Zeit hindurch ein anderer Modus Anwendung fand, boua ticio die Ansicht vertreten werden konnte, da s dem wirklichen Sinne des 1868er Gesetzes der damal» inaugurierte Vorgang entspricht und nicht derjenige, welcher in neuerer Zeit zur Anwendung gelangte. "^ Von diesen Anschauungen ausgehend, empfiehlt sodann der Minister den mitgetheilten Aeschlussantrag zur Annahme, wiederholt betonend, wenn die Beilegung auch in dieser Weise nicht gelingen sollte, so könnte dies nur über die Schranken des Gesetzes und der Verfassung hinausgreifenden Aspirationen zugeschrieben werden. Es wäre dies ein bedauerlicher Fall, schließt der Minister, doch glaube ich, dass die Lage der ungarischen Gesetzgebung und der ungarischen Negierung auch dann eine feste und ganz klare sein werde und vor aller Welt vertreten werden kann." (Lebhafter Vel-fall rechts, Unruhe links.) Die Verhandlung des Aeschlussantrages wurde für Samstag auf die Tagesordnung gestellt. Zur Lage. Die „Morgenpost" begrüßt mit Genug' thuung die von der Regierung angebahnte wirt/ schaftliche Reform und bemerkt u. a.: „^ Regierung in Oesterreich ist dahin gelangt und musst« dahin gelangen, durch die Gewerbenovelle den VersM zu machen, die Wünsche und Bedürfnisse der Hundes taufende von Gewerbetreibenden zu befriedigen. All' derselben Tendenz ist die neue Marktordnung en^ sprungen, welche für die Stadt Wien erlassen wurde, und von dem gleichen Bestreben, den materiellen Ul^ wirtschaftlichen Interessen entgegenzukommen, ist aU<9 die Einführung der Postsparcassen eingegeben worde^ Wir zweifeln nicht, dafs die Gewerbeno^lle halt^ wird, was sie verspricht, und dass sie dem österreM schen Gewerbestande helfen wird, die feste und sol'" Grundlage, die er ehedem besessen und die er seit"^ eingebüßt hat, wieder zurückzuerobern." — Die »"^ meinoe-Zeitung" sagt in einem längeren, be neuen Gewerbe-Ordnung gewidmeten Artikel, dass el" unter der „vielverschrieenen Regierung des Graf^ Taaffe auch der sogenannte „kleine Mann" wiedel etwas gelten soll. Es kam darum zuerst das Wah'' recht der Fünf-Gulden-Männer und schließlich ""' dem neuen Gewerbegesetze die Befreiung des ehrliche' Geschäftsmannes aus den Händen der SpeculanteN' — Der „PraZsty Dennik" betont, dass d° neue Gewerbe-Ordnung eine lebhafte ^ wegung in den Kreisen der Gewerbetreibenden hervol gerufen habe, welche zu den besten Hoffnungen i" die Zukunft berechtige. „Eine Nacht in Venedig." Operette von Johann Strauß. Berlin, 3. Oktober. Heute abends hat im neuen Fciedrich.Wilhelm-städtischen Theater die erste Vorstellung von Johann Strauß' Operette „Eine Nacht in Venedig", Text von F. Zell und Richard Gence, stattgefunden. Das ehe. malige Woltersdorff - Theater macht in seiner neuen Ausstattung einen sehr guten Eindruck. Es ist ein« facher, aber schöner als das Deutsche Theater. Auf der neuen Courtine erblickt man die Porträts von Strauß, Supvee, Millöcker. Zell und Genee. Das Haus war in allen seinen Räumen überfüllt, und das Publicum empfieng Strauß bei seinem Erscheinen am Dirigentenpult, das reich mit Kränzen geschmückt war. sehr warm. Die Musik der neuen Operette ist von echtester Strauß'scher Factur, und dabei wiederholt sich doch nichts, was Strauß schon früher und anderswo gesagt hat. Der Componist zeigt hier, wie er es versteht, immer derselbe zu bleiben und doch immer neu zu sein. Unerschöpflich quillt hier der Born der Melodie, und dass der Tanzrhythmus vorwiegt, versteht sich bei diesem Tondichter von selbst. Er schreibt entweder offen, kundiae oder verkappte Walzer, aber ,mmer Walzer; sogar bei den zartesten Stellen der neuen Operette ist einem, uls müssten sie jetzt und jetzt m eme Weise übergehen, welche die Beine in Bewegung setzt und die Wangen röthet. „Eine Nacht in Venedlg" hat v,el dramatisches Leben, ist aber auch relch an lyrischen Einfällen der liebenswürdigsten Art. Dem Textbuche entsprechend, ist Strauß bemüht, einen venetlamschen Localton anzuschlagen, aber der Wiener schlagt chm ins Genick, und es ist gerade sehr reizvoll, zu hören, wie bei ihm alles in etwa« Wienerisches sich verläuft. Am Canal Grande in mondbeglänzter Zaubernacht er« lun^t der echteste Wiener Walzer, den man sich bei uns -.",^"-!^ ^"W' lann. und so erscheint das ganze ItallenllHe Vewand wie eine Carnevalsmasle, welche die Muse Johann Strauß' scherzend angelegt hat. Am reichsten an origineller Ecfindung ist der erste Act, ihm zunächst zählt der dritte, während der zweite nicht auf fo intensive Wirkung losgeht wie die übri« gen. Der erste Act enthält unter anderem zwei Num. mern, die von keiner Strauß'schen Composition überboten werden: das Duett zwischen Caramella nndAn-nina mit dem Refrain „Pellegrina, Rondinella" (U-äur), ein Tongedichtchen duftigster Art, und einen Walzer (lü-äur), den mit nächstem die Leierkästen von ganz Europa spielen werden. Im zweiten Acte ist das Lied mit Ensemble-Begleitung: „8i motto tutto iu 8»ooo, kor baoeo." ein Prachtstück von Humor, während die Serenade des Herzogs eine Fülle feiner Empfindung aufweist. Im dritten Acte bildet das Couplet Papacoda's, der das Recept zur Bereitung einer Sauce vorträgt, ein Meisterstück musikalischer Komik. Der Schluss des letzten Actes bringt etwas wirklch Neues: einen Tauben« Ehor, gesungen von reizenden, schneeweißen Täubchen, die bei bengalischer Beleuchtung sich allerliebst aus« nehmen. Zum Refrain hört man sie girren und sieht sie schnäbeln — Auge und Ohr finden dabei ihre Rechnung. Das Ergebnis des Abenbes ist: der erste Act ein entschiedener Erfolg, der zweite und dritte sind schwächer, wurden aber freundlich aufgenommen. Vieles ist hier wirkungslos vorübergegangen, was in Wien ungemein wirken wird. Im ersten Acte haben „Pelle-grina, Nondinella" und der 0 äur-Walzer sehr gefallen, und der Walzer „Alle maskiert" musste wieder-holt werden. Von da an wurde jede Nummer des ersten Actes sehr gut aufgenommen und nach dem Fallen des Vorhanges wurde Strauß gerufen. Im zweiten Acte erzirlte der Chor der Frauen mit dem Refrain: „So ängstlich sind wir nicht" starke Wir« kung. Dieser Act litt unter den Längen des Dialogs bedenklich. Von einer Musiknummer zur andern n'"" ten sich zu große Pausen unangenehm fühlbar. ,. Der Text von Walzet (F. Zell) und O e lN — wie der Theaterzettel sagt: Mit freier Beniltz"^ einer französischen Grundidee" — spiegelt in ^ Rahmen eines heiteren Intriguenspieles das 25e>^ einer venetianischen Carnevalsnacht in der Mille . achtzehnten Jahrhunderts wieder. Es handelt sich da''" «' dass der galante Herzog von Urbino die Gattin. Senators Delacqua verfolgt, dieser sie einerseits sH, Armen entziehen aber andererseits durch weib»' « Protection bei ihm die v.icante Sielle eines Verwais erlangen will. Barbara, die Gattin, hat eine 2>al . mit Enrico, ihres Mannes Neffen. Delacqua n»e^ Barbara in Murano in Gewahrsam zu halten, "H;, vor dem Herzog zu schützen, während in W>rll«cY ^ Annina, ihre Milchschwester, sich dahin hat br'H lassen — und das und alles andere unter dem S« ,^ der Larve, mit Hilfe der Maskenfreiheit. Schl'ep ,, ist eigentlich nichts passiert, als dass dem He^ dem sonst alle Abenteuer gelingen, das diesmal enll' ,, misslang. Die Localfarbe wird von den Libre"'!^ einzuhalten gesucht, auch sind einige Figuren ona' wie der Maccaroni°Koch Papacoda, der Leibvai Caramello und die Köchin Ciboletta. . M Die Darstellung mochte im ganzen mäßige" ., sprüchen genügen. Ohne den hiesigen Künstlern n^ zutreten, darf man voraussetzen, dass die neue ^ ^> in Wien eine ungleich wirksamere Intelpretatwn ?',„ wird. Fräulein Collin. eine junge Oesterrela? ^ entwickelte in der Partie der Annina schöne «Vl Mittel, aber mit der Prosa weiß sie nichts 3" H nen. Eine Rolle, in der Schweig hofer voraus' lich glänzend sein wird, schrumpft hi" " d"'VH des Herrn Wellhof, übrigens auch eines Ocher/elu, arg zufammen. Die Massenscenen entbehren,^es^ ^ und der Bewegung, die Aufzüge und das Carnr » treiben lassen jede freie Entwicklung vermisse". > > ___lluibacher Zeitung Nr. 229 1967 _______6. Oktober 1883. . Der Wiener Correspondent des „Pester Lloyd" leyt die Statistik der politischen Parteien in Oester^ «lch fort. Er schreibt: „Siebzehn Kronländer zählt vle westliche Reichshälfte; in drei davon dominieren ^ Anhänger der vereinigten Linken, in vierzehn ihre Gegner. In fünf rein oder größtentheils deutschen «conliindern, und zwar in Oberösterreich. Salzburg, ^teiermark. Tirol und Vorarlberg steht das Gros der ^evölkerung auf Seite der Regierung. Der Versus-jUtigepartei ist es hingegen nicht gelungen, auch nur ""en einzigen slavischen, italienischen oder rumänischen "ahlbezirl zu erobern. Wohl lassen sich aber vielfach nav'sche Wahlbezirke von deulschen Abgeordneten, die lemch nicht der vereinigten Linken angehören, ver-leteu. Wie wenig man von einer Slavisierung Oester-Kelchs unter der Aera Taaffe sprechen kann, das be-we'st wohl der Umstand, dass von den 353 Abgeord-ntten des Reichsrathes rund 200 der deutschen Ratio-. lllltüt angehören, wobei wir jene Deutschen, welche ^fn Czechen.Club beigetreten sind. gar nicht in Anschlag °ungen. Rund ein halbes Hundert Abgeordneter Ascher Nationalität steht fest zur Regierung." ... ^le „Norddeutsche allgemeine Zei« ,""8" nimmt in einem Wiener Briefe von der kürz« M, 'm ^Pester Lloyd" veröffentlichten Wahlstatistik "t terreichZ Notiz und bemerkt: „Der möglichst genaue ^Wische Nachweis constatiert, dass die vereinigte ss., 5'/,, die Clubs dagegen, welche entschieden zum l<^ ^ Taaffe stehen, sammt den regierungsfreund-Mn Wilden 14'/, Millionen Seelen repräsentieren, sti? . ^ unstreitig eine Majorität, mit der eine con« ^'lutlonelle Regierung sich sehen lassen kann. An in-dlll^ Bedeutung gewinnt diese Majorat badurch, w'». zu ihr die conservative« Vertreter von dritthalb ""Mollen Deutschen zählen, so dass den Liberalen e Berechtigung, sich als die Vertreter des gesummten Rutsch-österreichischen Volkes auszuspielln, entschieden "gesprochen werden muss. Endlich erscheinen in dieser "l"lorität sämmtliche Völker Oesterreichs vereinigt, "'0 bildet dieselbe demnach für eine österreichische Q^^ung wohl die einzig richtige parlamentarische c> Die „Kölnische Zeitung" bringt aus der zieoer ,hres Specialberichterstatters, welcher den dies« luyngen Cavallerie. Manövern bei Brück "n der Leitha beiwohnte — allem Anscheine nach ^"bekannter preußischer Militärschriflsteller — eine "elyevon Berichten, in denen die Leistungen der bei 7'' Manövern betheiligten Truppen lobend hervor« ^oben werden. So schreibt er z. B. in dem Blatte in " em Berichte aus Brück vom 26. Sept.: „Recht kaltes. "sreundllches Wetter begleitete das gestrige Manöver, ."« wiederum eine in zwei gesonderte Aufgabe» zer-'"Elende Manövrierübung war. Bei der ersten han« elte es sich «m das Vorgehen der Cavallerie-Division H.6en eine ebensolche markierte Division auf dem ,,"rain zwischen Pachfurt und Neudorf, welches ^mentl,ch dadurch interessant wurde, dass die Caval-aen^ ^^^ ^^ 3^^ Menge von zum Theile unan-H nehmen Vräben zu nehmen hatte. Ich war vorher lick^ ^^ Terrain geritten und sah dann später ziem« G? b'e ganze Division diese Hindernisse nehmen, h Aerl alles Erwarten fiel dabei lein einziges Pferd, ^ . für das Reiten im österreichischen Heere ein ^ ubezu glänzendes Zeugnis ist. Von dem formellen in ^^" ber Division zum Angriffe, das wie immer dys^kffen erfolgte, wäre nicht mehr zu sagen, als ^Ur^ einzelnen Treffen der Cavallerie - Division !oa<, ^ rechtzeitig eingriffen. Ein Regiment hatte sola -^" b". Manövern und auch sonst seltenen E» sich s^ Regiment des markierten Feindes, als dieses zieh ^'"es Treffen hinter den beiden ersten heraus« lall?" ^^e, !c> rasch angreifen, beziehungsweise über-^" zu können, dass das markierte Regiment nicht ^en, k O^l fand, die Front gegen den Angreifer ^Mellen. Das Regiment, welches diesen glücklichen dich!^ ausführte, war hinter einem Bergabhange bis lilhtt "" ^'^ feindlichen Treffen herangekommen und Mi ^""' gerade als der Gegner in der ungün-Eckn/A"ge war, mit großer Entschlossenheit und bl^uigleit seinen Vorstoß aus. Markierte Manöver lvis.?^ sonst selten Ueberraschungen; hier trat aber AM - "'" ^^^ ""' ^?^ ^ Thätigkeit der ^triff?^' ^^kn Vorgehen wie immer tadellos war, sttnu ' ^ wurde das Feuer auf die erhebliche Ent» der 6 ^n 2400 Meter eröffnet und auch während Nkgeb? ^" Operation auf die gleiche Entfernung ab-^bitia? ^^ zweite Uebung, die sich nun anschloss. ^efec^ H ^"^ "^^ Ausstellung und eine gänzlich neue de„, ^ Zunahme. Die Cavallerie-Division wurde auf cvlvz ^^" Flügel eines im Kampfe begriffenen Armee« li"ken O"^^ und erhielt den Auftrag, die auf dem Nlkife,, ^^chterfolg wird man sich bei solchen Ma-besonder ^""k'"t"n Feinde — wenn nicht ein ganz billig °^^" vorliegt, wie bei der ersten Aufgabe — sein dnsz " dürfen. Dagegen würde zu betonen streng ' "" Cavallerie trotz aller vorherigen An-""«gen noch offenbar in solcher Frische anlangte, dass sie sehr wohl einen Et folg hätte davontragen können. Unmitlelbar nach diesen Attaquen hörte die gestern recht anstrengende Uebung auf, die sowohl vom Reiten der Mannschaften als anch von der Dauerhaftigkeit der Pferde einen sehr günstigen Ein« druck machte." In Frankreich tritt der Zwiespalt in den obersten Negierungbkreiseu nun offen zutage. Das Ministerium ist in Zwiespalt unter sich und mit Wilson, dem einflussreichen Schwiegersöhne des Präsidenten. „Die bereits längst vorhandenen inneren Z,rwürf»isse in, Cabinet Fer,y — telegraphiert ein Pariser Correspondent der „Köln. Ztg." — sind infolge der Auftritte vom Samstag plötzlich zum offenen Ausbruche gekommen; ein Theil der Mi< nister fcheint es noch mit Wilson zu halten." Der Feldzug der ministeriellen Presse gegen Wilson dauert inzwischen fort. Der „National" verlangt entschieden die Entfernung des Einflusses von Wilson, welcher den Staat in Verwirrung bringe. Die übrigen ministeriellen Blätter äußern sich noch schärfer. In einem anderen Telegramme meldet der genannte Correspondent, dass der Ministerpräsident Ferry diesertage vom Präsidenten Grevy geradezu die Entfernung Wilsons verlangt habe. und zwar wegen der Vorgänge beim Empfange des Königs von Spanien, und dass er auf die Weigerung Grevv/s mit seinem eigenen Rücktritte gedroht habe. Der Präsident der Republik hätte er« widert, in zwanzig Tagen (am 22. d. M.) werde das Parlament wieder zusammentreten; bis dahin müsse gewartet werden; dieses werde der Richter sein. In der That würde eine Ministerkrisis jetzt beklagenswert sein. und sie müsse vermieden werden. Ferry gab dieser Auffassung des Präsidenten nach. Er pflog eben gestern mit mehreren Ministern eine Berathung, nach welcher er auch mit Orevy eine neue Unterredung hatte und den Rücktritt Thibaudins für sich sowie für mehrere seiner College» als eonäitto äino cM uon ihres Verbleibens im Amte verlangte. Herr Ferry ist mit dem Kriegsminister deswegen nicht zufrieden, weil derselbe nicht zum Empfange des Königs Alphons sich einstellte und weil er den General Millot, den Plahcom-Mandanten von Paris, zum Chef des Generalstabes ernennen will. Millot ist nämlich ein Freund Clemen« ceau's. Wie die antiministeriellen Blätter heute melden, wird indes der Kriegsminister seine Demission nicht freiwillig geben. — Die Verhandlung mit China wurde noch nicht wieder aufgenommen, da der chinesische Gesandte immer noch keine schriftliche Antwort seiner Regierung erhalten hat. Aus Bulgarien. Im Nachstehenden setzen wir die der „Pol. Corr." von einem hervorragenden bulgarischen Parteimanne zugekommene Darstellung der letzten Ereignisse in Bulgarien als einen höchst interessanten Beitrag zur Geschichte unserer Zeit fort: Bei den Ergänzungswahlen in die Sabranje intervenierte das Cabinet Sobolew-Kaulbars in der ent« schiedensten Weise zum Vortheile der Liberalen, in ber Hoffnung, deren Unterstützung in der Sabranje zu fmden. So entfernte General Sobolew den Präfecten von Sofia, Voltschanow, unter einem nichtigen Vorwande, und der durch den genannten General aus Rutland berufene Sladtgouverneur Karno witsch vertheilte offen Stimmzettel mit den Namen der von General Sovulew protegierten Candidaten. Ein anderer naher Verwandter des Generals. Schteglow, wurde in die Städte der Umgebung entsendet, nm in ähnlicher Weise zu wirken. Nichtsdestoweinger gehörte die Majorität in der Versammlung den Conservativen. Trotz» dem fuhren die Liberalen fort. die Generale ihrer Er« qebenheit zu versichern, um sie zu beruhigen, da die Landesinteressen erheischten, dass weder Herr Ionin noch die Generale Schritte thun, um den Zusammen-tritt der Kammer zu hindern. Der Versuch einer militärischen Kundgebung nahm folgenden Verlauf: Der Secretär des russischen Consu» lates, Herr Passe!, erschien in dem 4 Kilomter von Sofia gelegenen Militärlager und erklärte dem Ober» sten Loguinow. dass der russische Gesandte in Brasilien, Herr Ionin, ihn bitte, sich in Functions-An-gelegenheiten sofort zu ihm zn bemühen. Unter dem Vorwande, die Gala«Uniforin anlegen zu müfsen, ge-wann der Oberst Zeit, um den Adjutanten des Fürsten, Obersten Logvenow, zu verständigen und diesem das Commando zu übertragen. Auf dem Wege nach Sofia wurde es dem Obersten immer klarer, dass man vielleicht etwas gegen den Filrsten im Schilde führe, und fo ersuchte er Herrn Passet, bei ihm einzutreten, da er ihm eine wichtige Eröffnung zu machen habe. Zu Haufe legte er seine Echarpe ab und theilte Herrn Passet mit, dass infolge der Umtriebe des Herrn Hit rowo der bulgarischen Armee ein Befehl zu» gekommen fei, dem zufolge kein Osficier Ordres seitens des russischen Consulates entgegennehmen ober befolgen dürfe, und dafs er infolge dessen in officirller Eigenschaft sich zu Herrn Ionin nicht begeben dutf?, aber bereit fei, falls Herr Passek auf feinem Wunsche ^ beharre, sich mit ihm ins fürstliche Palais zu ver< fügen, um eine Erlaubnis des Fürsten Alexander zu erwirken. Dies lehnte Herr Passek rund ab und erklärte, Herrn Ionin verständigen zu müssen. Der O"' rst sagte nun, gegen einen Besuch, den er als Private nn Herrn Ionin mache, könne kein Bedenken obwaltel?, und begleitete ihn in der That auf das Consulat, wo auch die Generale Sobolew und Kaulbars zugegen waren. Herr Ionin empfieng ihn sehr liebenswürdig, erklärte aber, unter solchen veränderten Umständen könne er ihm nichts mittheilen. Inzwischen hatte man im Palaste erfahren, dass die russischen Generale die Abtheilungs-Commandantei, im Lager, in welchem sich an 15 000 Mann befände», veranlassen wollten, sich in coi'poro zum Fürsten zu begeben und diesem zu erklären, dafs sie, falls er sich nicht den Forderungen des Herrn Ionin füge, sich diesem zur Verfügung stellen, um allenfalls selbst gegen den Fürsten aufzutreten. Infolge dcssen war die Palastwache verstärkt worden und an allen Eingängen wur» den Gardeposten aufgestellt. Zu erwähnen bleibt noch, dass der Fürst gerade damals mit so heftigem Fieber zu Vette lag, dafs er von Zeit zu Zeit sogar das Bewusstsein verlor. Nach Mitternacht entstand ein Geräusch im Gardecorfts und es wurde in den Palast gemeldet, dass der Kriegsminister General Kaulbars angekommen sei. Die Leibwache des Fürsten besorgte irgend einen Anschlag und traf Anstalten zur Vertheidigung des kranken Fürsten, aber General Kaulbars verließ, nachdem er sich mit dem Gardecommandanten in ein Gespräch eingelassen hatte, das ihn überzeugen musste, dass auf diefen Officier nicht zu rechnen wäre, bald wieder das Palais. So endete der Versuch. Herrn Ionin durch eine militärische Kundgebung zuHilfe zu kommen. Später trat zutage, dafs nicht bloß alle bulgarischen, sondern der Mehrzahl nach auch die russischen Officiere zum Fürsten standen. Nach diesen Fällen offenkundigen feindlichen Vor« gehens der Generale gegen feine Person beschied Fürst Alexander sie zu sich und lud sie ein, unverweilt die Demission zu geben. Sie erklärten aber, sich dem Willen des Fürsten nicht fügen zu können, fo lange nicht die Erlaubnis zum Rücktritte ihnen von ihrem Souverän zukomme, und schlössen daran die Aeußerung, der Fürst möge sich gefasst machen, dass sie offen gegen ihn auftreten werden. Dies war der Moment, welcher es allen einsichtigen Bulgaren ohne Unterschied der Stellung und Partei einleuchtend machte, dass zum Schutze ihres Fürsten etwas Energisches rasch und kräftig ins Wert gesetzt werden müsse. Sie einigten sich dahin, dem Fürsten die Wiederherstellung der Verfassung von Tirnowo vorzuschlagen, mit dem Vorbehalts, dass er auf Grund der ihm in Sistowo ertheilten Vollmachten einige Modifikationen derselben, die er für nöthig erachten sollte, vornehme. ES war eben allen Bulgarei, klar geworden, dass die Generale ihren Kaiser und Nussland nicht minder in Täuschungen wiegen, als die Aulgaren selbst, und dass sie persönliche Zwecke verfolgen. Tagesnemgkeiten. Zur Feier des Allerhöchsten Namensfestes Keiner Majestät des Kaisers in Wien wurde am 4. d, M. um 11 Uhr vormittags in der Metrovolitan-Nirche zu St. Stephan von Sr. Excellenz dem hochw. Herrn Fürst'Erzbischof von Wien ein feier-liches Hochamt abgehalten. Iil der Domkirche hatten sich zu dem feierlichen Gottesdienste eingefunden: Ihre Excellenzen die Herren Minister des kais. Hauses und deS Aeuhern Graf Kälnoly. Ministerpräsident Graf Taaffe. Reichs-Finanzminister v. Källay. die Herren Minister Graf Falle nha yn und Dr. Freih.v.Prazäk. der erste Präsident des Oberste» Gerichtshofes Ritter von Schmerling, der Präsident des Verwaltungsgerichts-hofes Graf Belcredi, General-Intendant Freiherr v. Hofmalln. SectlonSchef Freiherr v. Kubin, ferner die Herren außerordentlichen Gesandten und bevollmäch» tigten Minister Freiherr v. Trauttenberg und Freiherr v, Pasett i« Friedenburg, die Sectionschefs verschiedener Ministerien und andere hohe Hof- und Staatsbeamte, der hochw. Abt de3 Schotten-Stiftes k. HauS Wirth und zahlreiche Mitglieder des nieder-österreichischen Landtages, der Herr Polizeiprclsident Ritter v. Krttczla. die Recloren der Wiener Hoch. schulen. Herr Bürgermeister Eduard Uh l mit den beiden Bllrgermeister.Stellveltretern und zahlreichen Gemeinde, und Magistratsräthen, sowie zahlreiche sonstige Anoäch« tige. Im Mittelschiffe der festlich erleuchteten Domkirche bildete Militär Spalier, vor der Kirche h'"t d'e Sicher-heitswache die Ordnung aufrecht. Die kirchliche Feier dauerte bis 12 Uhr mittags. Auch in allen übrigen katholischen Kirchen Wiens fowie in den Gotteshäusern der anderen Confessionen wurde das Namensfest Sr, Majestät des Kaisers in der herkömmlich feierlichen Weise durch Abhaltung von FestgotteSdiensten begangen, welchen die Vezirlsoertre« tungen. Honoratioren, die Schuljugend und zahlreiches Publicum beiwohnten. Die in Wieu garnisonierenden Truppen wohnten in ihren Casernen einem solennen Gottesdienste bei, In der Laibacher Zeitung Nr. 229 1968 6. Oktober 1883. Votivkirche celebrierte um halb 10 Uhr vormittags der Fclobischof Dr. Gruscha ein feierliches Hochamt, bei Welchem anwesend waren: Ihre k. und l. Hoheiten die durchlcmchtigsteu Herren Erzherzoge Johann. Albrecht, Eugen, Wilhelm und Rainer, Se. tön. Hoheit FZM. Herzog Wilhelm von Wilrttemberg, Ihre Excellenzen die Herren: Reichs Kriegsminister FZM. Graf Vylandt.Nheidt, FIM. Baron Packenj. FZM. Varon Knebel. G, d. C. Graf Pejacfevich, Admiral Freiherr von Pock, FML. Prinz Windisch.Graeh. der Platzcommandant FML Ritter von Kaiffel, ferner der Generaladjlltant Sr. Majestät GM. Baron Popft und zahlreiche sonstige hohe Officiere. Nach dem Hochamte, das eine Stunde dauerte, defilierte das Militär, das unter dem Commando des GM. von Hilleprandt in Parade ohne Gewehr ausgerückt war, vor Ihren k. u. l. Hoheiten den durchlauchtigsten Herren Erzherzogen. In der Pfarrkirche St. Peter hat vormittags um 8 Uhr der Verein der ersten österreichischen Sparcasse das Allerhöchste Namensfest des Kaisers zugleich mit dem Jahrestage seiner Gründung begangen. Das Hoch» ami wurde von dem Prälaten Dr. Stüger mit zahlreicher geistlicher Assistenz celebriert Die Vorstände und Be» amteu des Vereins wohnten dem solennen Gottes« dienste bei. Auch in der griech.-orient. Kirche zur heil. Drei« faltigkeit, Gemeinde k. l. österreichischer Unterthanen, wurde eine feierliche Doxologie (Tedeum) abgehalten, an welcher die Gemeiudevorstehung, das Lehrpersonale und die Schüler der griechischen Nationalschule sowie eine große Anzahl von Gemeindemitgliedern iheilnahmen. Mit der Absingung der Volkshymne schloss die erhebende kirchliche Feier. __________ — (FMK Freiherr v. Gallina f.) Am 3. d, M. nachmittags ist in Wien in seiner Wohnung, Wollzeile Nr. 29. der pensionierte k, k. Fcldmarschall> Lieutenant Josef Freiherr von Gallina im Alter von 63 Jahren am Gehirnschlag gestorben. Freiherr von Gallina war unter dem Kriegsminister Freiherrn von Kühn Leiter des Generalstabes. Seine gediegenen mili» tärischen Schriften, von denen einige von hohem bleibenden Werte sind, haben feinen Namen auch im Aus» lande bekannt und berühmt gemacht Der Genernlstab, welcher den Dahingang des einstigen Leiters umsomehr bedauert, als Freiherr von Gallina bis in die letzte Zeit noch hervorragend literarisch thätig gewesen ist. wird sich an dem Leichenbegängnisse corporativ betheiligen. — (Cin kühner Sprung) Am Sonntag nachmittags sprang, wie die „Bozener Zeitung" mittheilt, der Schübling Nikolaus Schrott aus Lauen bei der söge» nannten Starzerbrücke, unweit Waldbruck, wo er nbge-liefert werden sollte, durch ein Waggonfenster des in voller Fahrt begriffenen Eisenbahnzuges. Als der Schub-führer durch das Fenster nach dem Flüchtling sehen wollte, war dieser bereits spurlos verschwunden. Der kühne Sprung scheint demnach glücklich gelungen zu sein. — (Versunkenes See-Ufer.) Vom Züricher See schreibt man der „Voss. Ztg.": „An derselben Stelle bei Horgon, wo schon früher einmal ein großes Stück des See.Ufers versank, ist wieder eine grohe Uferstrecke iu die Tiefe gesunken. EZ verschwanden die alten und neuen Anlagen von der Suh» bis zum Meiershof in dem See. Das Eisenbahl'geleise der am linken Ufer hinlau» senden Zürichsee-Bahn ist gefährdet Hart an den Schwellen zeigen sich Nisse im Boden; wahrscheinlich stürzt die Visen« bahn nach. Die Tiefe, von der das Land verschlungen wurde, misst 60 Klafter, ein Umstand, der einen Nach« stürz nur zu wahrscheinlich macht. Der Vahnverlehr ist unterbrochen, die nächsten Bewohner flüchten. Cine Menge Material aller Art, das auf dem betreffenden Terrain lag, ist mit fortgerissen." — (Einer der grüßten Diamanten), die je bekannt geworden sind, soll einem Juwelier in Maiden Lane. Newyorl, gehören und gegenwärtig in Boston, Masfachusfet». geschliffen werden. Das Gewicht deS un-geschliffenen Steines ist 125 Karat; durch das Schleifen wird dasselbe wahrscheinlich um den dritten Theil ab-nehmen. Der berühmte„Kohinoor" wog ihm rohen Zu« stände 180 und geschlissen 1021/, Karat. Der Stein kommt aus Afrika. Sein Wert kann erst nach dem Schleifen festgestellt werden. Die Newyorker Juwelier-Firma Tiffany und Comp. erklärt dagegen, dass der bereits geschliffene „Tiffany"-Diamant 125°/« Karat, etwa 20 Karat mehr als der „Kohinoor" wiegt und auf 100000 Dollars gefchätzt wird. Locales. — (Ernennung.) Der Minister und Leiter bes Justizministeriums hat den Landtafel- und Grundbuchs - Adjuncten des Landesgerichtes in Linz Josef Krenn zum Landtafel- und Grundbuchsvorsteher bei bemfelben Landesgerichte ernannt. — (Krainifcher Landtag.) Heute findet um 10 Uhr vormittags die 8. Sitzung des krainischen Landtages statt. — Die Tagesordnung lautet: 1.) Lesung de» Protokolls der 7. Landtagssitzung vom 3. Oktober ^3v «^ 2) Mittheilungen deS Landtagspräsidiums. — 6.) Bericht ds» VeriftcationSausschusses über die Wahl der Landtagsabgeordneten aus dem Großgrundbesitze. — 4.) Bericht des Wahlreformausschusses über die Aenderung der Landtagswahlordnung. — 5.) Bericht des Finanzausschusses über den Rechnungsabschluss des Irreuh us» baufondes pro 1882 und der bezügliche Antrag der Minorität. — 6.) Bericht des Finanzausschusses über den Voranschlag des GrundentlastungSfondeS pro 1884. — 7.) Bericht des Finanzausschusses über die Landes-siechenstipendien. — 8) Mündlicher Bericht des Verwaltungsausschusses, betreffend die Heranziehung der Feuer- — ^Mündliche Berichte des Finanzausschusses über Petitionen: a) und d) der <3Ili8b6na Uatiea um Unterstützung; c) der <ÄÄ8d6lik Uktiea um Ueberlnssuug einer Lo calität im Redoutengebäude; ä) der Epihenkiöppelschule in Görjach um Unterstützung; o) der Carolina Hocevar um Pension; l) der Anna Adamiö um Gnadengabe. — 10.) Mündliche Berichte des Verwaltungsausschusses über Petitionen: n.) der Gemeinde Tersain wegen Regulierung des Beischeid«Vaches; d) der Gemeinden Prem. Smerje, Eelje u. a. um Abänderung der Z§ 73 und 75 der Gemeinde Ordnung; o) des Gezntsstrahenausschusses Gurlfelb um Einreihung der Gurlfeld Landstraher Be« zirksstrahe unter die Reichsstraßen, beziehungsweise um Unterstützung; ä) der Besitzer aus Naöna, Slivnica und St. Georgen wegen Regulierung des <öicafft morgen um 11^ Uhr vormittags in Görz ein und wird auf dem Bahnhofe vom Bürgermeister Dr. Maurovich mit dem Gemeinderathe empfan» gen werden. Se. erzbischäfliche Gnaden begibt sich vom Bahnhofe direct in den Dom, wo der Empfang durch das hochw. Domcapitel und den hochw. Clerus stattfindet, und nach einem kurzen Gebete in die erzbischösliche Ne« sidenz Wie verlautet, wild Monsignor Dr. Zorn das Pallium am 13 d. M.. am Vortage der Inthronisation, aus den Händen des hochw. Bischofs von Trieft und Capodistria, Monsignor Dr. Glavina, in Empfang nehmen. — (Zum Namens feste) des hochw. Herrn M. Potoknil, Beichtvaters der hiesigen WW. EE. Flauen Ursulinerinnen, haben die Candidatinnen und andere Fräulein der inneren Schule ein Fest bereitet, das, wie die „Danica" schreibt, seitens aller Beiwohnenden die größte Anerkennung fand. Zuerst wurde ein Stück: „Kreuz und Halbmond" betitelt, gegeben, worauf lebende Bilder folgten, mehrere heilige Perfonen darstellend. — (Brand.) Aus Gurlfeld schreibt man: Am 25. v. M. gegen 2 Uhr früh kam auf dem mit Stroh gedeckten Hausdachboden deS Grundbesitzers Bla-sius Ciglar von Großdoliua Nr. 13 ein Feuer zum Ausbruche, welches binnen zwei Stunden den Dachstuhl, nebstdem die unter demselben befindlichen 60 Centner Heu. 12 Merling Weizen. 3 Merling Gerste, dann den Doppelboden und im Zimmer die Kleidungs- und Einrichtungsstücke einäscherte. Den sosort herbeigeeilten Nachbarn gelang es bald, das Feuer zu localisieren. Menschenleben ist keines zu beklagen, und ist vom Vieh nichts zugrunde gegangen. Der Beschädigte erlitt, da er nicht versichert war, einen Gesammtschaden per 730 fl. — (Landschaftliches Theater.) Gestern gab man wieder „Boccaccio", doch mit veränderter Besehung, indem die Titelpartie dieSmal Frl. Fleischmann zu singen hatte. Die rasch hier beliebt gewordene erste Local- und Operettensängerin Frl. Fleisch-mann kämpfte übrigens gestern infolge der eingetretenen kälteren Temperatur mit einer Indisposition, erhielt jedoch trotzdem bei mehreren Stellen lebhaften Applaus. Das Spiel bes Fräuleins war auch in dieser Partie ein recht lebendiges. — Die „Isabella" sang gestern unsere brave „Naive" Frl. Stengel, sie erntete in dem Couplet im zweiten Acte stürmischen Hervorruf und musste dasselbe wiederholen. — Auch Frl. Sltt fand. wie bei der ersten Aufführung, vielen Beifall. Die übrigen Kräfte sowie der Chor und das Orchester hielten sich wacker. —^. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laib.Zeitung." Paris, 5. Oktober. Die Spannung zwischen Frankreich und Spanien ist infolge der von Grcvy angenommenen Demission Thibaudins vollständig ge-wichen. Die spanische Botschaft übermittelte gestern dem Minister des Aeußetn keinerlei Note. Die miind. lichen Bemerkungen Nunez' betrafen die Nichtvelfol» gung der Demonstranten und die NichtVeröffentlichung der Entschuldigungen Grcvy's im Amtsblatte. Die Antwort Challemels ist geeignet, eine Verständigung leicht herbeizuführen. Constautinopel, 5. Oktober. Die Pforte sendet heM die Eisenbahnanschluss-Ratifications« nach Wien av. Agram, 4. Oktober. Die Finanzdirection und alle Steuerämter wurden angewiesen, bei Einhebung der Steuern mit möglich st er Einficht vorzugehen, es an entsprechenden Belehrungen und VlaY^ nungen nicht fehlen zu lasfen :md Zwangs maß regem nur in dem Falle anzuwenden, wenn trotz vorhandener Mittel der Steuerpflicht nicht genügegeleism werden will. Innsbruck, 5. Oktober. Se. Excellenz der He" Ministerpräsident Graf Taaffe ist heute morgen» um 9 Uhr in Innsbruck angekommen und wurde au! dem Vahnhofe vom Statthalter Freiherrn von Wld-mann. dem Landeshauptmann und den ObeivealM der Staatsbahn empfangen. l Innsbruck, 5. Oktober. Se. Excellenz der Hell ^ Ministerpräsident Graf Taaffe nahm im „Hotel de l'Emope" Absteigequartier und empfieng um 11 ^ vormittags in den Bureaux des Statthalters in del Hofburg den aus Brixeu hiehergekommenen FürstbiW! von Leiß, Landeshauptmann Dr. Ritter von RaO GM. Ritte, von Ochsenheimer. die Statthaltereibeamte« und Spitze» sämmtlicher Vehöiden, den Bürgermeistel von Innsbruck sowie den Präsidenten der Handels kammer. Um 5 Uhr nachmittags fand bei dem Stau" Halter ein Diner statt, zu welchem die obersten Spitzt der Behörden geladen waren. Morgen früh erfolgt t»t Abreife Sr. Excellenz nach dem Arlberg. Paris, 4. Oktober. Heute morgens fand e'« Ministerrath statt, welchem der Kriegsminister Thiball-din beiwohnte. Es bestätigt sich. dass die Regierung über die Zwischenfälle anlässlich der Ankunft des KöM von Spanien eine Untersuchung anordnete. wclchl sich nicht mit den zur Aufrechthaltung der Ordnnns getroffenen Maßnahmen, fondern mit den Urheberü der Manifestation befassen soll, um deren Bedeumngs" losigkeit darzuthun. Paris, 4. Oktober. Die türkische VotM« dementiert die Gerüchte über die angebliche Erkrankung des Sultans. — Den Iournalverkäufern wurde untel^ fagt, etwas anderes als den Titel der Journale aus^ zurufen. Paris, 4. Oktober. In den Abendstunden vel" breitete sich das Gerücht, Kriegsminister Thivaudl« habe feine Demission gegeben. , Paris, 5. Oktober. „Figaro" und „Gaulois versichern, der spanische Botschafter Herzog von Fernab Nunez habe gestern dem Ministerpräsidenten FeNy und dem Minister des Aeußern Challemel-Lacour Ä^ suche abgestattet und denselben eine Note überreicht, welche unter Aufzählung der Beschwerden der spanisch^ Regierung die Bestrafung der Urheber der Kund" gedungen vom 29. S'plember und eine dem angethane" Schimpfe entsprechende Genugthuung verlangt. Fer^ und Challemel'Lacour hätten diese Forderungen se" günstig aufgenommen. Madrid. 4. Oktober. Der König und die Kon«' gin befuchten heute abends die Oper, und wurden de^ felben beim Ein- und Austritte ftürmifche Ovations dargebracht. Der „Globo" fchreibt: Die überreizte" Leidenschaften beruhigen sich im Hinblicke auf die Sprl»" der französischen Presse, welche erklärte, die Gesinnung^ Frankreichs nicht mit den Manifestationen vom 29!'^ September zu identificieren. — Der heute unter dew Vorsitze des Königs abgehaltene Ministerrath befaM sich mit der Prüfung des Zwifchenfalles aulässlich d" Reife des Kömgs nach Paris. Es wurde keine"" endgiltiger Beschluss gefasst. Madrid, 5. Oktober. Dem „El Correo" i" folge verbleibt der Botschafter Herzog Fernan-N""^ in Paris. Gerüchtweise verlautet, die Regierung wel° keine Note, sondern nur eine mündliche Anfrage <" Frankreich richten. Im Verlaufe des gestrige» Tag?" fand keinerlei Demonstration statt. Die in den Städt^ Spaniens wohnenden Franzofen unterzeichnen Prote!» gegen die Parifer Vorfälle. ____. Verstorbene. Den 5. Oltober. Anna Marintti, Maurersgattin, ?^' Floriansgasse Nr. 39, Altersschwäche. Im Spitale: , , Den 4. Oltober. Franz Slaria. Schüler, 14I^Sch^ Theater. ^ heute (ungerader Tag): Der Negistrator auf ^'^i, Posse mit Gesang in 3 Acten von Adolf L'Arronge und V. Moscr. — Musik von C. Meteorologische Beobachtunaen in Laibach^ 7U.Mg. 726.dS -»-10.6 W. schwach bewölkt 0.10 b. 2 „ N. 727.36 >12.4 O. schwach bewölkt MegeN 9 . Ab. 729.56 4- 7.8 O. schwach thcilw.hcitcr, ^ Morgens geringer Negen, dann trübe, nach ^. ^agälMe mittags thcilwrisc Aufheiterung. Das Tagesmittel der «, -I- 10,3°, um 2,7« unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. RadicS. __________________________________ ^ .^Jfejfiofrt Settling Mt. 229 1969 6. Oktober 1883. Course an der Wiener sörse vom 5. Oktober 1883. N«« ^m °MMe.. 6°^:^) »elb War, Ataats.«nlrhe«. l°^. - -.....;«.«° «75 !w3 A 6täat«lo'l° '. «50 st'. i5o - ," " »e««!°/ l^"»e 500 „ 182 7^1X3 »5 »«4tt «.« .« . VÜnft«'. 100 « 137 80 ,3b »U ""«entlnschtwc . pn Vt. »?— »» - ^estn^'«?^""", ftenerfrei . Sb ?o S3 85 '«ll. «ottnrtnt«. fteuerftei . «z o<< V3 05 ^» «°lb»«n», «°/. . . . . Hg eo ii» 5« . "«»t«.Obl. (Ung. 0ftl>.) N2 ll! 113 50 «"«bentl.. Obligationen l°/, llo..^!.......l0i — 105 - ^ '""««llch^.....,7-80 g8 30 5°/u Iemc«var«vanat« . . . l>«20 »8L« li°/i> ungarische......S»— 89'50 Nudcre öffentl. Nnlehe». DonauVoIb 118 »li 118 75 bto. ln 5« , , 4>/,'/» »5«s> »ü?b bto. ln 50 , „ 4°/, . 91-kc, 9« go bto. Piämicn^Schulbveischr.Ä'/o 97 ?» 9825 Qeft. Hhprthelenbanl 10j. 5'/,«/<> 10t!>u ic.1 30 Otft..uug. «anl vnl. »«/, . . 100 yb 100 l!b dto. , 4>/,»/<>. . 98-4L »bk0 dt«. , 4«/, . . 9«»ü 93 — Nng. »Nll.Bllbtncrcblt.Uctlenges. in Pest in 34I. vell. 5'/,°/« . id0 50 102 — Priorität«. Obligationen (für 100 fi.^. ,ische Harl - Ludwig»Vllhn amvflid. ion st. . 10s 50 HO'- kalbachcr Prämien. Nnlehen lofl. 23— 24 — Ofen« Lose 4U fi...... 8,,^ 45 _ PaM.L«se40st...... 357^ ,5-25 Nöthen Kreuz, «7 - Wmbiichgläh.^os!: UNst, . . , „950 40-bo Vanl - «ctien (per Vtück). «nglo-Oestn,. Nanl ^u, st. . , i„, ?«. 109 zz ««nl.Vesellschaft, wiener «0 st. — —____ «anlverem, wiener, 100«. . . 10s 10 10«,0 Vbncr.'Nnft., Oeft.zzoust. S.40°/, 2U3'—l lo - -Lidt.'Nilst. f. Hand u. V. i«o st. 291 80 »92 — Lldt.<«»st., «lug. Ung. 200 st. . ,89 75 29c, 25 Depositen»^, «Üa. 200 st. ... «1-L0 lo» 60 Escompte^Ocl., 3l,cb«ost. üaost. 855--^ußa — Hypotbelenb., öft. 200 st. 25«/« «. «<, —> «, — Länberbanl ist. 2W fl. V. 5a°/,H. !«z-^ 10» 75 Oefterr.-llng, Äanl.....»41 ^ g<2 — Uuionbanl lou st......Hl-. 111 «5 Aerlehrsbanl llll»;. 140 il. . 14g 50 147»— «clb W«e Actten von Transport» Unternehmungen (per Stil«), «lbrecht«»ahn »na st. Gilbn . —- - — — «Isöld,Fium<«,.Äahn200st.«llb. 1»L 75 »6? 25 «usfig,.T>:pl.!nb.«oo!I. 2M-------— — Vöhm. Norbbahn 150 st. . . . 197 75 198-25 Weftbahil 2U0 fl. . . . uoss «5 3«? — Vuschtiehrad« «isb, 500 st. LM. 89< — 83? — „ (Ut. ») 200 st. . 19L 50 1b? 50 Dona« » Dampfschiffahrt > G«s, Oefterr. 500 ff. «M.....5«5 — 567 — Drau.«tis. Giebenbürger «tlsenb. «00 st. G. igi-— i«i-5o Ltaatseiienval»! XOU tl. ö. Äi. . 5i8'2o!3lb «0 Slidbahn 200 st. Sttv« , l52 «0 152-go ««b.Nordb. Vcrb.'V. zoofl.TM, 145 75 1lt«Gef^llschast 100 ff. , —— — — Turnau»ssralup 205 ss. V. W. . —-— —.— Ilng.qall», «lilenb. 200 fl. Gilb« !6l'— Isis.» Nnss, N?rboNdaI»n 2ua st. Tilber 1i?-25 14775 Nng.Weftb.(«aab.<»r>,z)«<»0fl.S, 1«4 50 1«5 — Inbnftrie»Uctieu (per Stück). Lgybi unb Kindverg, Eisen» und Stahl» Inb. in Wien iu«N. . — — — — HiscnbabllN).'i!eiha. 1.80 st. 40»/<> iu5 — '05 50 „Llbcmühl", Papicrf. u, A.-G. «« «5 «7 — Montan-GeseNs. Ssterr.»alpine . 58 30 o8?0 Prag« Eiscn ^nd.^Oes, 200 fl, 211 — 211-60 Valgo»TarI. «iisenraff. 100 fl. . 125 25 126 — Waffcnf.'V., Oest. in W. 100 fl. — - — ^ Trifailer »ohlmw.-Ves. 100 fl. . —-— ^.-_ Devifen. Deutsche Plätze......58 ?o 58«a L?nbon.........>1» 90 120 05 Paris.........47 45 47 lo PetnOburn.......—— — — Valuten. Ducaten........ »«« zu« z0-Franc».3tücle..... z» 5>^. S51. 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Dezember 1883, jedesmal vormittags von 10 bis 12 Uhr, in der Gerichtskauzlei ang/ordnet. — Vadium 10 Procent. K. k. Bezirksgericht Krainburg, am 31. August11883. Im Vorlasso von !z. v. IlleinnM li kell. Lamlmg in I^aidkok i»t noobou or8clüouon: 23, pr68wpN0 1kt0 1934. ?loi» por Ltüe^l 13 I^r. 'Winäorvo^üntor or-Ukiwu UudaU. (4207) L