Deutsche Wacht Herausgeber: Kerkard Ramßerg. Ilt Xcatiftt ÜBaiSt «fcbttn: j«t?i> S°n^!°g und T-xitnO-g »or^en« uns koket filt Silli ini! ifiifttUBn« m'« H»»« tito*olli4 «. -.55. «4wtdt«g>| ^ *■ ^ latmnj: »ictt»(j«l>tl.4, fL 1.«'. fcolbjabnfl fl. S.JO-, paR4t«»T.a fl. s.4«.— E.-z-'n, Unmut 7 ft. fia.ttgei KtNi. ««H l«« »»-»»'< »«' ^, . d.d»l,nd«i> »c« >,»» «»«>-»»-« «»,-,»«» kM«r»«n. Zn Silli iwITm !«>»« ütn flmoalttt Kt r«»Iicht-> »adit. «unnuinj. vytcumw««»** von «i — >* um wnnHii^ »nv »*■« .r—» ^ - -i#i#rrn,i/ 'i — iRtriatafiüOfira bettiiroiüiafl trtfcrlUJ. Schrift leitnngi Haup: l»-iS Ntzr B«rnnt,ag» (m,t ^ Eonn ««» ^ei^taq«.) Meu«>W»G^»T lind vort»^rei. — HondichriWu werdi zwei steirischen „Wilden" auSaien,,, die nationale Bewegung mit überraschender Energie in Fluß brachte: die beiden deutsch-fortschrittlich, n Parteiverbände traten in Fühlung und, wenn auch nicht sofort nn sichtbares Zusammenwirken eintrat, fo arbeiteten beide doch in derselben Richtung: die bedeutsame Kundgebung der steirischen Vertrauens-Männer gab der nationalen Bewegung Einhalt und Ziel, im Lande und außerhalb desselben mebrten sich von Tag zu Tag die Zustimmungen und du Regier un,i konnte sich dem einhelligen Andrängen gegenüber nicht länger ablehnend verhalten. Nur die an die steirischen Abgeordneten gerichtete Aufforderung, einmuihig vorzugehen, schien ungebört zu verklingen. Da kommt uns deute eine Nachricht zu. welche alle steirischen Patrioten mit freudigster Genugthuung erfüllen muß: wir geben dieselbe in der knappen Form wieder, wie sie uns 0'worden ist: Die deutschsortschrittlicheu in beiden Ver-bänden »nd außerhalb derselben stehenden steirischen Abgeordneten sind heute zu einer gemeinsamen Besprechung zusammengetreten. Hierbei wurden in vollster, herzlichster Ueber- Der deutsche (Äfist. Nicht will ich Kampf heraufbeschwören. Mich lüftet'» nicht nach wildem Streit. Ich flieh' djn Hader der Parteien ; Doch flieh' ich nicht den Ruf der Zeit! Und wa« sich allgewaltig reget, «,» Nord und Süd »usammenschweißt. Da» ist der Ruf der dsnnerrollend Un« mahnet an den deutschen Geist! Der Geist, der tn der Väter Tagen Au« hehren Bardenliedern klang, Der in den großen Freiheit »schlachten, Stet« mächtig mit dem Segner rang. Der in dem werdenden Geschlechte Al« Freiheitsdrang sich offentart. Und der al« Sinnbild ew'ger Größe Zum Freiheitsideale ward! Dem deutschen Geiste soll man dienen, So lang' die Kraft im Körper lebt l Dem Geiste, der au» trüben Rebeln, Z»m Sonnenlicht der Wahrheit strebt. Der eiaz'gen Wahrheit, die im Leben Für un« al« höchste» Ziel erstrahlt: Daß Deutsche zu einander halten lreueinig gegen Fremdgewaltl Franz Wolff. IIuwma *A_ einstimmung für jede wichtige nationale politische und wirtschaftliche Angelegenheit Steiermarks nemeinsamt Besprechungen dieser Abgeordneten für e n geeinigtes Vor-gehen und da» Anstreben der Unter st üyungbeider Verbände hierzu vereinbart. Wir haben dem nur wenig beizufügen. Das, was erzielt werden wollte, ist eingetreten. Die Verschmelzung beider Clubs in einen parlamentarischen Körper hiben wohl auch die Anreger nicht in Aussicht genommen, dieselbe wäre aus taktischen Gründen nicht einmal zu empfehlen: sie verlangten nur 'inträchtiges Zusammenwirken in nationalen Fragen. Die Abgeordneten beider Fraktionen traten mit den Abgeordneten Dr. Foregger und Dr. v. Kraus zusammen und siehe da. es zeigte sich vollste, herzlichste U e b e r e i n> st i m m u n g und man kam überein, nicht blos in nationalen, sondern auch i» den p o l i -tischen und wirtschaftlichen Angele-genheilen Steiermarks gemeinsam zu berathen und zu handeln. Ueberall i^i Lande wird diese Botschaft mit Freude begrüßt werden; damit erfüll» sich der lebhafteste Wunsch der Besten des Landes. Es ist dies der größte Ersolg. den der Aufruf der Vertrauensmänner erzielen konnte und ein Beweis, wie zeitgemäß derselbe ergangen ist. Zur ^age. Es ist viel leichter, populär zu werden, wenn man den jeweiligen Strömungen der Menge nachgibt oder ihnen nachzugeben scheint, als wenn man mit Kaltblütigkeit und Ruhe aus ein bestimmtes Ziel zusteuert. Der gute Steuer-mann wird seine ganze Aufmerksamkeit darauf richten, daß er das Ziel nicht auS den Augen verliere, daß er die richtige Bahn nicht verlasse; Mein kühles Zimmer. Ein Stimmung«bild. In Wien hatte ich meine Wohnuni im Erdgeschosse eines alten, klosterähnlichen Hauses. Mein Zimmer war kühl und dunkel. Fast nie-mal« drang ein Sonnenstrahl hinein. Wenn mich im Sommer Jemand besuchte, hieß es: Wie kühl, wie angenehm! Und ich war nicht wenig stolz aus mein kühles Zimmer. Es schützte mich gegen alle Qualen des heißen Wiener Sommers. Draußen s.l.leppten sich die Menschen müh-selig in der drückenden Hitze hin; ich blieb daheim, in meinem kühlen Zimmer. Im gegen-überliegenden Hause sah ich die Leute Thüren und Fenster öffnen, um die herrschende Schwüle zu mildern; ich verwehrte der warmen Luft den Eintritt in mein kühles Zimmer. Erst abends, wo sich der feuchte Sommernebel über Wien legt, öffnete ich die Fenster; erst abends verließ ich meine Wohnung. Tagsüber blieb ich in meinem kühlen Zimmer. So lebte ich drei Sommer, in der Ueber-zeugung. klüger zu handeln und angenehmer zu wohnen, als viele reichere und unabhängigere Menschen. Der Urlaub war mir kein so drin-gendes Bedürfnis, wie meinen Berufsgenossen: ich mußte ja nicht so sehr von der Hitze leiden: ich hatte ja mein kühles Zimmer! er wird aber nicht seine Kräfte dadurch zer-splittern, daß er nach rechts und links Schlüge in« Wasser sühn. Deshalb hat auch die Deutsche Wacht nicht mitgeholfen, vorübergehende Verstimmungen zu verschärfen, sonder« sie hat das zunächst gesteckte Ziel der Einigung keinen Augenblick aus c>en Augen verloren. Diese« Ziel ist deute erreicht, und das unerschütterliche Vertrauen Foregger's, das noch gestern vom Grazer Tagblatt sündhafter O p t i m i s-m u s genannt wurde, hat sich sieyhasi bewährt. Wir haben wiederholt daraus hingewiesen, daß die Vereinigte deutsche Linke den berechtigten Forderungen der Alpenländer keineswegs theil-»ahmslos gegenüberstand. Aber gerade durch das Bestreiken dieser Theilnahme dürfte die Einigung erschwert worden sein. So schrieb kürzlich das Grazer Tagblatt : Von einem hervorragenden Mitgliede der Deutschen Nationalpartei wird uns nuu die schon gemeldete Nachricht bestätigt und beglau-bigt. daß. soviel man von einem bekannten Mittelsmanne Taaffe's erfahren konnte, jene „Erf«lge" lediglich darin bestehen, daß Präsident Winkler in Pension geht — was ohnedies schon lange feststand — und daß die. Abgrenzungs-arbeiten in Böhmen beschleunigt werden, was gar nichts nützt, da ja der böhmische Landtag nicht mitthut. Nicht einer einzigen der steirischen und kärntnerischen Beschwerden wird abgeholfen werden. Früher oder später wird die Vereinigte Linke ihr Geheimnis enthüllen müssen. Dasselbe wird aber voraussichtlich den Alpen-ländern eine grimmige Enttäuschung bringen. Dem gegenüber kann die Deutsche Wacht aus Grund von Informationen eines obersteirischen, den $ e u t { d) nationalen sehr freundlich gesinnten Abgeordneten erklären, daß die Befürchtungen der Alpenländer grundlos sind »nd daß sich diese Grundlosigkeit schon in Eine Krankheit wars mich auf« Lager. Die Aerzte beriethen sich und sagten: Vor alle« muß der Patient transferiert werden. In diesem Zimmer kann er niemals genesen. Man brachte mich ins Krankenhaus. Dort lag ich lange Monate... Als endlich die Genesung kam und ich zum erstenmale wieder im Freien saß, da sog ich gierig die Strahlen der Sonne, die ich so lange gemieden hatte. Ich dachte an mein dunkle«, kühle« Zimmer: und es erschien mir düster und kalt. Dort hast du dich feige versteckt und glaubtest wuuder wie klug zu sein, weil du de« Sommers Hitze zu vermeiden wußtest! Die Natur erglänzte im ersten Frühlings-schmuck. Auf der Straße zogen singende Bursche vorüber. Die ganze Welt schien mir Lust Uiid Fröhlichkeit zu athmen. Meine Pflegerinnen führten mich ms Krankenzimmer zurück. . Da überkam mich der Gedanke, daß jenes Absondern von der Welt, das uns oft eine Wohlthat schein». Gesahren in sich berge: daß die Selbstsucht zur Selbstvernichtung sührt. Und ich sagte mir: Trage von nun ab willig das allgemeine Leid, auf daß du auch die allgemeinen Freuden mitgenießen kannst! Mein kühles Zimmer habe ich seitdem nicht mehr bewohnt. G- R* den nächsten Monaten erweisen wird. Die Deut-scheu SteiermarkS fanden bisher schon beim Führer der Vereinig«?» Linken keine tauben Öhren. Nun, da sie geeinigt sind, werden sie ihren Wünschen umso größeren Nachdruck ver-leihen könne». Aufklärend dürfte wohl auch das Schreiben wirken, das der La»die slavisch - nationale Krjiehung der windilchen Aiuern wird seit einem Vicrteljahrhundert vom clericalen Slovenski Gospodar in Marburg besorgt. Hier einige Stichproben aus der letzten Freitags -nummer! Leitaussatz: Ein Feiertag der slavischen Dank-b a r k e i t. Nicht sobald hat auf dem Stuhle Petri ein Papst gesessen, der den Slave» so freundlich gesinnt war. wie der jetzige heilige Vater Leo XIII. Seine hohe Achtung für das Slaventhum zeigte er besonders in dem überschönen Schreiben vom 30. September 1880. In diesem feiert er die Heiligen Cyrill und Method so begeistert, daß die boShaste feindselige Verläumdung. welche — aus Haß gegen die Slaven — die heiligen Apostel des Irrglaubens zieh, plötzlich verstummen mußte. Seit jener Zeit haben die Slovenen die schöne Gewohnheit, am Vorabend des Namens-feste« der beide« Slavenapostel, ihnen zu Ehren Feuer anzuzünden .... Sie suchen zu zeigen, wie sie unsere slavischen Großmächtigen, die heil. Cyrill und Method ehren, besonders jetzt, wo unsere Feinde nationale Händel unter uns säen, und uns den heiligen Glauben und unsere Muttersprache nehmen wollen. Sie wollen dadurch unseren Feinden zeigen, daß wir ein freies Volk sein und um unsere nationale Rechte so lange Vereinigten Deutschen Linken nicht, welcher so sreundlich war, mir diesbezüglich volle Ans-klärung zu gebeu. Es liegt mir daran, bevor noch die Ver-Handlungen mu der Regierung zum Abschlüsse gelangt sind, Sie und die Herren deS Vertrauensmänner-Ausschusses von diesem Sach-verhalte in KeunlniS zu setzen. Seien Sie weiter bemüht, das Verständnis für die Einmüthigkeit, deren Nothwendigkeit ich und meine Gesinnungsgenossen aus Steiermark lebhaft empfinden, auch bei anderen Abgeord-neten zn fördern. Es ist dies ö.t einzige richtige Weg, um die Bedeutung unserer nationalen und politischen Stellung z» heben und um in volkswirthschaft-lichen Fragen die Interessen der Alpenländer kräftigst zu wahren, während die absichtliche Trübung in dem Verhältnisse der Abgeordneten unter einander und die Vorliebe, Differenz-punkte zu finden, vielleicht im Interesse von Persönlichkeiten und Fractionen, nie aber im Interesse der Deutschen und des Heimatlandes gelegen sein können. Es zeichnet sich hochachtungsvollst Ihr ergebenster Gundacker Gras Wurmbrand w. j>. Graz, 12. Juli 1892. Ävgeordnetenvaus. Aas den Verhandlungen über die Regelung der Valuta müssen wir uns begnügen, die Rede des Abgeordneten Dr. Foreggcr auszugsweise wiederzugeben: Wenn ich die bukolischen Grobheiten und boshaften Ver-dächtigungen inbc:racht ziehe, mit welchen der Herr Abg. Dr. Lueger so Manchen aus dem Hause bedacht hat. so muß ich niich bei ihm dafür recht schön bedanken, daß er mich so glimpflich behandelt hat. Redner erklärt, für das Ängeden in die Specialdebatte stimmen zu wollen, weil er überzeugt sei, daß der Uebergang zur Goldwährung und zur Ausnahme der Bar-zahlung eine StaatSnothwendigkeit ist. Zwar sei die Goldwährung in weiieu Kreisen der Bevölkerung nicht populär. Dafür wurde aber durch eine Agitation gesorgt, welche ohne Wahl der Mittel ken Pessimismus, der dem Oester-reicher ohnedies eigen ist, schürte. Der Redner ver-weist aus die Nachtheile einer schwankenden Va-luta für die inländischen Verhallnisse und sür unsere wirtlchastliche Stellung nach Außen: Wenn wir den Wellkamps mit den Cultur-Nationen aufnehmen wolle», müssen wir auch ein internationales Zahlungsmittel annehmen, und dies könne nur das Gold sein. Dies müsse fur^ tlos streiten wollen, bis uns der Allmächtige znm gerechten Sieg hilft. Kirchliche HagelcgenHeite«. Die Ortsgruppe Trifail des ©grill« und Method - Vereines. .... Der Herr Pfarrer Peter Erjavec erläutert, daß wir von der jetzigen Regierung nicht zu erwar'.en haben, daß unsere nationalen Rechte erfüllt werden; alle Vereinsmitglieder und auch die Gäste erinnert er an die Pflicht bei der Gemeindewahl zu erscheinen, auf daß Männer gewählt werden, welche in der Gemeinde ver-bessern, was da» Landrsschulgesetz Mangelhaftes m sich schließt. Zu wählen, u. zw. christlich-national zu wählen, ist heilige Pflicht. Es ist traurig, daß in der Gemeinde Trifail uner-schrockene Männer schien. Wenn es sich darum handelt, die nationale Tricolore herauszustecken, oder die Freundschaft für Feinde der flovenifchen Nation zu opfern, oder flooenifch zu wählen, da bleiben sie ans, oder winden sich so, daß sie schließlich weder Wespe noch Maus sind .... Auch die Früchte der Neuschule zeigten sich schon. Diese Früchte sind: Rohheit, Widerspenstigkeit, Verachtung göttlicher und weltlicher Gesetze. Leichtsinn, Unzufriedenheit, Genußsucht und Charakterlosigkeit. So sprach Erjaoec, der hochgeehrte Herr Pfarrer. Wir wünschen der jungen Ortsgruppe kräftiges Wachsthum, damit die Trifailer Erde das deutschlingische Aussehen verliere. Der Bürgermeister von Trifail hat an diesem Tage jeder ernste Mann anerkennen, mit Ausnahme derjenigen, welche in dem Papier das Eldorado einer Währung erblicke« und sogar den Geschmack haben, das Papiergeld mit emer Knödelsuppe zu vergleichen, i Heiterkeit.) Winhschaslliche und staatliche Rücksichten, verlangen den Uebkrgang zur Goldwährung und du Anbahnung der Barzahlungen, — Dr. Foeeager kommt hierauf aus die politische Lage zu sprechen und beton«, daß die Haltuna der Regierung bei gewissen Anlässe» d:e ernste Erwägung nothwendig mache, ob ihr die Durchführung dieser großen Operation an-vertraut werde» könne. Es lasse sich nicht in Abrede stellen, daß namentlich von eine». Theile der Legierung die Staaisgesliäste mit einer gewissen Leichtfertigkeit behandelt werden und daß die gegenwärtige Aeuda?- Regierung im Vereine mit ihrer slavischen Gefolgschaft den Deutichen und damit dem Staate selbst großen Schaden gebracht ha«. Die iünaste Bewegung sei durchaus nicht, wie Professor Schuklje meinte, wegen eines Hofcaihspostens in Scene gesetzt worden. Diese Ernennung war nur der letzte Tropfen, welcher in» übervolle Faß ge> schüie« wurde. Redner verweist aus die jüngsten Maßnahmen der Regierung in Untersteiermark, auf den der S t a d t g < m e i n d , Ei 11 i ertheilt»» Auftrag, in slovenischer Ep>ache zu amtiere», auf die Slov nisierung der unter-steirischen NotariatS-Kammer u. f. w. Ebenso gehe es in Kärnien und auch in anderen Krön-landern ES bestehe eine geheime Nebenregierung, deren Spuren sich auch in Böhme«, in Mähre« und in der Bukowina verfolgen lassen. Mit Rücksicht auf die gegenwäriige Entwicklung der Dinge, welche zu einer größeren Beachtung des deutschen Element» dränge, werde er für die Vorlagen stimmen, um nicht durch eine» sachlich nicht begründete», principiellen Wider-stand gegen ein Postulat »er StaatSnothwendigkeit diese Entwicklung zu hemmen — nicht im Ver» trauen zu der Regierung, nicht im Vertrauen zu den Unterhändler», sondern im Vertrauen iu die politische Lage und in die noch ungebrochene Kraft des deutschen Volke«. (S. Dratnachrichten.) DaS Eingehen in die Specialdebatte wurde mit 190 gegen 92 Stimmen besilossm. Im ungarischen Abgeordneten-Hause wurde die Valuta-Vorlage unter großer Begeisterung nahezu einstimmig angenommen. Amschau. Zur Abwehr. Der Marburger Ge» meinderath beschloß nebst einer Zustimmung«-Erklärung zur Kundaebung des B e r t r a u e n s-m än n er-C olle gium « der Deutsche» Ste er- mit Gelächter uns Händelstistirei mehrere Bauer» tdas erstemal nennen wir diese Schwankenden noch nicht mit Name«) von der Theilnahme ab-gehalten. Er oat Wirthshaus und Gemeinde-amt unter einem Dach, was dem Herrn Bezirks-hauptmann. der Heuer nicht weniger als einen Monat hier lebte, sicher nicht bekannt ist. Wer im Gemeindeamt etwas zu thun hat. ist sozusagen gezwungen, einige Groschen im ^Wirthshau« de« Herrn Bürgermeisters zu lassen. ... So war eS auch neulich, wobei ihnen der Bürgermeister predigte, aber nicht in christlichem Sinne, sondern im deutschen «nemiwnilcom) gegen den heiligen Glauben gerichteten Sinn. Aaschriste». Aus Luitenberg. ... Der Groß- §rundbesitzer Biursa hat den allergnädigsten fürst und Bischoi im Namen der gläubigen katholischen aber auch stählern slovenischen Bauen« begrüßt. Dieser Gruß machte so tiefen Eindruck, daß dem hohen Begrüßten Thräne» in die Augc» traten. Wer war es, der seme Ergebenheit und Liebe dem Nachsolgcr der Apostel Jesu Christi bezeugte? Es waren nur Slovene» . . . Unsere slovenischen Herze» bleibe» »hm treu. H o ch e» e g g. Große Muhe, Opfer-Willigkeit und guter Wille gehörten dazu, hier mitten unter den ärgste» Teutschlingen, mitten im ärgsten FeindeSlager den Verein „Edinost" zu gründen . . . Treten wir also zu diesem Verein, der aus katholischer Grundlage ruht. 1892 matfs folgende Resolution: Angesicht» der That-sache, daß die heutige Regierung die S l o o enen zum Zchade» der Deutschen bevorzugt und be-günstigt; in weiterer Erwägung, daß die Führer der Slovenen selbst alle Hebel in Bewegung setzen, um das Deutschthum in Untersteiermark von dem Boden der Väter abzudrängen, und endlich in der Erkenntnis, daß der deutsche Landsmannminister Graf Kuenburg jenen Einfluß im Ministerium nicht besitz», um die Deutschen vor weiterem Schaden zu bewahren — beschließt der Gemeinderath der Stadt Marburg, den Abgeordneten der Stadt, Herrn Dr. Gustav Sokoichinegg. zu ersuchen, mit aller Entschiedenheit und Rücksichtslosigkeit für die deutschen In-tnessen des Unterlandes einzutreten und gegen die heutige Regierung die schärfste Opposition zu üben, falls vor.seite des Ministeriums nicht zuverlässige und ausreichende Bürgschaften dafür ftegeben werden, daß die bisherige slovenen-freundliche Politik ein rasches und unzweideutiges Ende finden werde. Die Gemeindevertretung von Le o b e n hat sich über Antrag d>s Herrn Dr. Homann ein-klimmig und vollinhaltlich der Resolution des Vertrauensmänner - Ausschusses angeschlossen; ebenso zahlreiche andere Gemeinden. Slovenen untereinander. Die Angelegenheit Spinkit im Reichsrath hat die beiden slovenischen Tagblätter hart aneinander »eratden lassen. Der rusfophile SlovenSki Narod hat den slovenischen Abgeordneten einen Vor» wurs daraus gemacht, daß sich keiner von ihnen für Spinciä eingesetzt habe. Daraus erklärte Klun im Slovenec daß dazu vor Allem die croatilchen Abgeordneten Laginja. Bianchini:c. berufen gewesen wären, welche die Sache jedoch so bagatellmäßig behandelten, daß sie zu der Reichsrathssitzung gar nicht erschienen find. Daraus erklär» Narod. daß diese Veriheidigungs-an «eine traurige Perfidie sei. wie keine ähnliche je die slovenische Welt gesehen habe." Slovenec behauptete auch, daß Spinöiü gar kein s l v v e n i s ch e r Abgeordneter sei. da sein politisches Programm gar keine Slovenen kenne, sondern nur Croaten und deren kroatisches Recht, nach welchem die Elovenen zwischen Deutschen und Italienern allem gelassen, deren Gnade und Ungnade überantwortet wären. Narod ist über diese Er-klärung entsetz«, und schreibt: „Wir waren entsetzt, als wir solches gelesen, Denunciation über D e n u n-i i at ion! Das Grausen (groza) überkommt uns daß wir solches aus dem unerhörten Anfall des .Slovenec" auf zwei Männer entnehmen muffen welche das istrische Volk verehrt . . . . (h ist ja leider Gott die Begeisterung für die slaoisch'nationale Sache schon in manchem Bezirk erkaltet, möge dies hier nicht geschehen! Es er-warten uns schlimme Tage, und wir haben noch viel nationale Arbeit zu thun, bis wir unsere feinde zu Boden werfen werden können; aber der Math gilt! Vor Allem müssen wir uns nach dem Grundsatze halten : den Deutschthümlern keinen Kreuzer mehr zu verdienen zu geben! Votitische Zleberstcht. A u S Kärnten. Die Deutschliberalen werden dem verstorbenen Bischof Dr. Funder in seinen, Geburtsort Greifenburg ein Denkmal errichten: sie thun die« nur. um den Slovenen liftig zu fein und auch dem jetzigen Fürstbischof Dr. Kahn. Aus Krain. An die Stelle des Baron Wmkler kommt Hosrath Graf Ehorinskq aus Graz: den werden wir in Graz, den Baron wird man aber in Laibach vermissen, verschiedenes. Die Volksschule in Gonobitz wird in eine zweiclassige deutsche und süns-classige slovenische Schule getheilt werden. So wir» es auch in Windischgraz geschehen! Wie viel Unoerstand! Verurtheilung. Heinrich R a z v o r-i e k, der ehemalige allmächtige Secretär der Bezirksvertretung in Windisch-Feist r.itz erhielt ein Jahr schweren Kerker wegen Betrugs ..Deutsche Wacht" wir fordern den Schreiber des Slovenec ernstlich und entschieden aus, den ausgesprochenen Ver-dacht zu begründen, sonst bleiben wir dabei, seine Behauptung sür Perfidie und D.nunciation allerniedrigster Soti« zu halten." ^ Darauf erwiderte Slovenec, daß Narod die Sache gar nicht begreife und auch das Wort Denunciation gar nicht verst-.he. .Perfidie, Denunciationen und die weiteren Ausdrücke werfen wir mit aller Entschiedenheit dem Narod wieder ins Gesicht zurück - So das clericale Organ. Jetzt sind beide Blätter wieder, als ob man sich einige Complimente gesagt hätte, ruhig. Die KärntnerSlovenenführer sind mit den Resolutionscntwürfen für den ersten slovenischen Katholikentag nicht einver-standen: sie sind ihn n wie „M i t* ausführt .zuviel international gehalten, und zeigen ein zu wenig slavisches Gesicht." Die Resolutionen nach deutshem Musler entsprechen den Kärntner slovenisch gesinnten Katholiken durchaus nicht, diese wünschen in nationaler Richtung eine entschiedenere und »nerschrock«nere Sprache. Verzeichnis der Mitglieder des lteiermärkischen Korllvereines. die an der X. Generalversammlung in Eilli theilgenommen haben. 31 b a m il« Hugo, Forsttechniker, Montprei» ; A t t e m e, Eduard Graf, Lai»de«au«schuß in Gra,: 81 «11 m S, Franz Gras, Gutsbesitzer in Gösting bei Gra,; Beer Ludwig. Gutsbesitzer in Murbof bei Marburg: B t r n a_u e r Joftf, f. f. Forst- u. Domänen Verwalter in Frein; Bretschneider Hermann, Forstdirector in Wien; E i e S l a r, Dr. Adolf, k. k. Adjunci der forstlichen Versucht-Anstalt in Mariabrunn bei Wien: Ehrlich Ernst, k. k. Forstwart in Wind.-Ära»; F e v>e auch äußerst sorgfältige Ausführung zeigt. Man ersieht ans den ausgestellten Arbeiten, daß Herr Zeichen-lehrer Fischer «s versteht, geschmackbill>end auf seine Schülerinnen einzuwirken, und daß er sie zu großer technischer Fertigkeit im Zeichnen »nd Malen zu bringen weiß. Wir können nach all' dem nur Jedermann den Besuch der Aus-stellung (geöffnet Samstag nachmittags und Sonntag von 9—12 Uhr vormittags) wärmsten« empfehlen und sind versichert, daß jeder Besucher befriedigt davon weggehen wird. Anfrage an die boke k. k. Statt-halterei und an den hohen steirischen Lande«-ausschuß: Warum werden die vom ersten Wahl-körper gewählten deutschen Gemeindeausschuß-Mitglieder der G e in e i n d e Umgebung Cilli, nachdem die Wahl schon seit länger als einem Jahr vorgenommen worden ist, noch immer nicht zu den Sitzungen geladen? Die Sommergäste in Cilli werden fchon zahlreich. Vorgestern war — während des Regens — im Kaffeehaus kaum ein Platz zu bekomme» und auch die Kafthöfe find fast alle überfüllt. Immer langen neue Anmeldungen »nd Anfragen wegen Sommerwohnungen ein. Wer solche Anfragen nicht zu erledigen im Stante ist, möge sie dem Fremdenverkehrs-AuSschuß zur Beantwortung abtreten I Begnadigt. Der vom Cillier Schwur-gericht au, 24. Mai zum Tode durch den Strang verurtheilie Mörder Franz M a i z e n wurde durch eine kaiserliche Entschließung zu lebenslänglichem Kerker begnadigt. St. Leonbardt "W. B. (Eigenbericht der Deutschen Wacht). Ueber die heurigen Ernteaussichten kann ich infolge immer-währenden Regenwetters nur Trübes berichten. Das Getreide, sonst sehr schön, aber vollständig gelagert, wird einen schwachen Kern geben. Der Mais ist zwar schön, wird aber zumeist erst jetzt bei einer Höhe behäufelt, wo man die Arbeiter kaum heraussieht. Die Heuernte könnte uns sehr zufriedenstellen, da das Gras groß und dicht ist; >edoch das Einbringen «nd Trocknen desselben ist heuer eine Kunst. Sehr viele haben noch zu mähen, können es jetzt gar nicht verrichten, da eS bis zu Meier im Wasser steht; viele haben das Gras gemäht und müssen es in Reihen oder Häufen in« Waffer liegen haben, denn d«e Pößnig, Wölka, Gogownitz und Partinbach sind ausgetreten und haben die Niederungen verschwemmt. Vom Obste weiden wir nicht einmal kosten. In den Weingärten ist'S sehr wenig, das Bespritzen derselben hilft bei dieser Witterung wenig. Aus St. Paul berichtet eine Grazer Drahtnachricht der Neuen Freien Presse: Bei den Gemeindewahlen in St. Paul bei Cilli, woselbst Abgeordneter Baron Hackelberg seinerzeit Gemeindevorsteher war, siegten die Slovenen in allen Wahl-körper». — Es ist die clerical-slovenischePartei, die diesen Sieg errungen hat! Nothzucht. Dem hiesigen KreiSgenchte ist ein gewisser Franz P i r t s ch eingeliefert worden, der angeklagt ist. am 13. Juli in St. Georgen eine 24jährige Dienstmagd genoth-züchtigt zu haben. Aus Pettau wird vom 13. Juli be-richtet: Gestern um 7 Uhr früh fuhr der Grund- «Deutsche Wacht" nahm der gutmüthige Man» mehrere Schul-knaben, welche die Umg ebunaSschule besuchen, zu sich auf den Wagen. Bei der städtischen Eisenbahn-Übersetzung ließ sich der achtjährige Schulknabe Johann Hudsa, wädrend das Gespann noch im Fahren war. vom Wagen nieder, kam unter die Räder »nd erlitt einen Bruch des Unken Ober-armes. Auf Anordnung des Stadtarztes. Herrn Dr. v. Metzler. wurde der arme Knabe in das Spital gebracht. Ertrunken. Aus P e t t a u wird vom 11. Juli geschrieben: Marie und AgneS Fistravetz, Erstere 11 und Letztere 15 Jahre alt, beide Töchter des Realitälexbefitzers, Herrn Fistravetz. sind gestern nachmittags 4 Uhr beim Baden in der Poßnitz ertrunken. Etwa taufend Turner sind genern aoend aus Sachsen in Graz eingetroffen. Den» Festausschuß für den Empfang der lachsischen Alpentunnahrer gehört Dr. Ferd. Portugal! als Obmann an. Bäder und Sommerfrischen. In der Landescuranstalt Neubau« bei Cilli find bis 9. Juli 471 Personen eingetroffen; die letzte' Curliste von Römerbad weist 391, die von Radegund weist 422 und die von G l e i ch e n b e r g 2651 Gäste auf. Tüffer Am Sonntag, den 17. Juli findet im Curhaussaale des Kaiser Franz-Josef-Bades zum Vortheile der Curkap.lle ei» Concert verbunden mit einem Tanzkränzchen statt. Man erscheint in einfacher Kleidung. Robitsch-Sauerbrunn Am Sonntag den 24. d. findet in Rohitsch-Sauerbrunn vor dem Cursaale im Freien eine von der frei-willigen AnstaltS- undOrtSfeuerwehr daselbst ver-anstaltete Tombola statt, wobei über 40 werth-volle Gewinnste darunter einer mit 50 Gulden, und einer mit 40 Guldm bewerthet. ausgespielt werden. Der Reingewinn ist für den Unter-stützungSfond des genannten Vereines bestimmt. Cillier Hemeinderatb. Am Freitag den 15. Juli hielt der Gemeinde-rath von Cilli unter dem Vorsitze des Bürger-meisters, Herrn lais. Roth Dr. N e ck e r n, a n n, eine öffentliche Sitzung ab. Der Vorsitzende theilte zunächst mit. daß dem Geincittderathe die vom Forstadjuncien Herrn S y r u t s ch e k meister-hast ausgearbeiteten Pläne der städtischen Wal-düngen übergeben worden seie». Dieselben könnten als Grundlage für die weitere Pflege und Aus-bildung der städtische» Wälder gelten. — Der Bürgermeister erwähnt hieraus die Festlichkeiten, die aus Anlaß d>r Anwesenheit des st ei er-märkischen Forst verein es in Cilli gestiert worden sind. Wer die Festtage mitgemacht oder auch nur die Zeitungsberichte gelrsen habe, der wisse, daß sich der Forstverein in sehr lobender Weise ausgesprochen und die Verwaltung unserer Forste geradezu musterhaft genannt habe. Indem er hievon mit Befriedigung Kenntnis nehme, müsse er zweier Männer gedenken, die den besonderen Dank der Stadtvertretung ver dienen. Dies sei zunächst der unermüdliche Ob-mann des Waldausschuffes . Herr A l o i s W a l l a n d (Beifall), der seine Ausgabe niit besonderer Hingebung erfüllt habe und mit Leib und Seele der Pflege des Waldes angehöre. Diesem uneigennützigen Wirken gegenüber sei die Stadt vor allem zu Dank verpflichtet. Der Bürgermeister fordert daher alle Mitglieder des Gemeinderathes aus, sich zur Ehrung des Hern« Walland von den Sitzen zu erheben, was unter allgemeiner Zustimmung geschieht. Ferner wird dem Forstausseher Herrn FranzKummer, der seit 32 Jahren die städtischen Waldungen hütet, der auch bereits von der landwirtschaftlichen Gesellschaft durch eine silberne Ehrenmünze aus-gezeichnet wurde und dessen Leistungen von sorst-wissenschaftlich gebildeten Fachleuten wiederholt belobt wurden, eine Anerkennung des Gemeinde-rathes ausgedrückt. Zu den Einlaufen übergehend, verliest der Vorfitzende zunächst ein Schreiben des Reichs-frr a n f e O fl t t . t>Qs it.02 Löbliche Gemeinde-Vertretung! Durch Ihre gefällige Zuschrift haben Sie mich von dem Beschlusse unierrichtet, welche« Sie gefußt baden, um ^bre Stellung gegen-über der parlamentarischen Aciion zu kenn« zeichnen, welche deutsche Abgeordnete zur Ab-wear der nationale-, Gefahren eingeleitet haben. Ich danke Ihnen in meinem Namen für die gütige Anerkennung meines bescheidenen Wirkens in dieser Sache, glaube aber. d ß das deutsche Volk zu besonderem Danke Ihnen verpflichte, ist, weil Sie durch Ihren mann-heften Beschluß das Vc triuen der deutschen Volksvertreter gekräftigt und ihre Stellung bei der Vertheidigung der Volksrechte wesent-lich gestärkt haben. Nur, wenn der Abgeord-nete seine Wählerschaf» hinter sich hat. kann er mit Nachdruck feine Pflicht erfüllen Daß es mein eifrigstes Bestreben sein wird, dieser Pflicht zu genügen, und daß ich unter keinen Umständen nachlasse» werde, kür den Schutz der Volksinteressen, welche mit jenen der deutschen Bevölkerung zusammen-fallen, einzutreten, versichere ich Sie ehrlich und bestimmt. Mit der vollsten Hochachtung D r. F o r e g g e r. Der 22. Jahresbericht d»r Bürgerschule Cilli wird der Section II zugewiesen. Hierauf verliest der Bürgermeister einen Bries der Genie-Direction, wonach auf Grund der von der Gemeinde gefällten Entscheidung die g'plante Instandsetzung des Weges zur Sch'eßstätte unter» bleibt: die Genie-Direction wird sich am Sicher-heitS - Arbeiten an der Schießstätte selbst be-schränken. Indem zur Tagesordnung übergegangen wird , berichtet zunächst Sections - Vorstand B o b i s u t, daß die der Londes-Bürgerschule gewährte Lehrmittel-Dotation für 1892/93 von | 300 Gulden in entsprechender Weise verwendet worden sei. — Zahlreiche Stadtbewohner, insbesondere solche der Ringstraße, beschweren sich über den von der Südbahn eindringenden Rauch, der vom Stadtarzte als gesundheits-gefährlich erklärt wird. Die Südbahn findet die Beschwerde nicht ganz gerechtfertigt, verspricht aber doch, nach Kräften Abhilfe zu schaffen. Sections-Obmann Bobisut beantragt eine nähere Prüfung des Sachverhzltes, was angenommen wird. — Ein Rattenvertilger, Namens Ullrich, hat sich anheischig gemacht, sämmtliche Ratten der Stadt (in allen Kellern und Kanälen) gegen «in Entgelt von 600 fl. zu vertilgen. Da es jedoch höchst gesundheitsschädlich wäre, wenn die Cadaver der getödtcten Ratten in den Canälen liegen bleiben, beantragt GR. Bobisut. Herr Ullrich möge persönlich im Stadtamte erscheinen' und sein System — namentlich was die Fort-schaffung der Thierleichen betrifft — erläutern, ivodei der Stadtarzt anwesend zu sein hätte. Auch dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Der Obmann der ^a»-Section, GR. M a t h e s, berichtet zunächst über eine Beschwerde des Herrn Anton Kuplen wegen der schon wiederholt besprochenen Trottoirlegung. Nach ausführlicher Begründung. gestützt auf einen Gemeinderaths-Beschluß vom Jahre 1879 und aus die Bestimmungen der steiermärkischen Bau-Ordnung, beantragt der Sections Obmann, den Einspruch des Herin Kuplen zu verwerfen. « Angenommen.) Johann Lentsch in Tirol hat Mustersleine für die Pflasterung der Straßen-Fußwege eingesendet. Die Platten seien schön und preiswürdig, eine Probe sei daher zu empfehlen. (Gleichfalls angenommen.) Herr Ferdinand Pellv hat gebeten, die Gas-laterne von seinem Hause (Klostergasse 10) an das gegenüberliegende KreisgerichtSgebäude ver» legen zu dürsen, weil häufig vom Gaskandelaber aus über seine Mauer geklettert werde. GR. MatheS erklärt, die Verlegung sei nicht durch-sührbar, weil der Kanal in der Mitte dieser Gasse lause und deshalb alle Gasleuchter auf derselben Seite angebracht seim, anstatt wie in anderen Straßen im Zickzack. Dagegen möge die Polizei auf das gefährdete Eigenthum des —---- JL ... - * _VIaIA« 1892 veranlaßt werden, seine Mauern zu erhöhn». GR. Julius R a k u » (1j e> klart. eS gehe nicht an. den Hausherrn zu einer Ausgab« zu ver-anlassen, die eigentlich die Gemeinde zu tragen hohe, worauf der Sections-Obmami ei widert, Jeder müsse sich sein Eigenthum selbst schütz» und die Ausgabe sei überdies nicht groß. Der Antrag wird angenommen — Die erste Classe der städt. Madchenschule ist sehr dunkel und die Bau-Seclion hatte sich daher mit der Frage zu beschädigen, ob neue Lichtquell n in dem Zimmer anzulegen wären. GR. Mailies meint aber, die Tunkelhei» komme von einem großen, allen Birnbäume ber. und die Besitzerin Frau N r r e ck sei höflich zn ersuchen, sie möge denselben im Interesse der Schulkinder fällen. — Die Holz-dändler Ad. und Al. Walland, haben Granitproben eingesendet. Der SectionSobmann meint, die Firma sei zu einem Preisvoi anschlage auszusordern. Nachdem noch GR. Josef Rakusch bemerkt hat. daß ein ausgezeichneter Fachmann den Granit untersucht und ihn wie den in Wien verwendeten Mauthauseuer Granit befunden habe, wird auch dieser Antrag ange-nommen. — Schließlich berichtet GR Matlies über die Nothwendigkeit, die Zannbrücke wieder herstelln» zu lassen und dafür einen Betrag von 4ü(H) Gulden auszuweisen. (Angenommen.) Auf Antrag des Herrn GR. Julius Rakusch wir» diese Summe durch eine Anleihe bei der stadtischen Spareasse aufgebracht: aus Antrag bei Herrn GR. S »i g e r iverden Arl eit und Lieferung öffentlich ausgesch ieben, und aus An-trag dts Herrn GR. I o «e f Rakusch wird eine Warnungstafel mit der Mittheilung aufgestellt. daß nicht mehrere Wagen zugleich über die Brücke fahren dürfen. GR. Pa llos erbittet und erhält als Obmann des Mauihaussichts-Ausschusses die Ermächtigung, dem Mauthner der Brück- sofort die nöthigen Weisungen zu ertheilen, und GR. P a c ch i a f s o gibt die Anregung, das, auch die Artillerie die Brücke nicht »„nöthiger Weis? belasten und nur in einzelnen Batterien befahren möge. Der öffentlichen Sitzung folgte eine vertrauliche. vermischtes. Der Dank des .Herzogs. Der Bruder unserer Kaiserin. Herzog Dr. Carl Theodor, hat l.u den Herausgeber der Deutschen Wacht »in eigenhändiges Dantfchreiben vom 11. Juli aus Tegernsee gerichtet, das folgenden Wortlaut hm : Für die fieundliche Uebersendung von Nr. »4 Ihrer Zeitschrift „Deutsche Wacht" und die mir liiedurch bewieseiie Aufmerksamkeit svreche ich Ihnen hiem.t vielf chen Dank aus und erneuere die Versicherung meiner Hochachtung und Werthschätzung. Herzog Carl. Eine Sängerfakrt Der M ä n >, e r« gesangsverel» aus Klagensurt ist am Freitag abends zum Besuche der Theater-und Musik-Ausstellung in Wien eingetroffen «nd wurde ant Bahnhofe festlich empfangen. Tr. S t e i n w e n d e r begrüßte die Gäste nainiiis derKäitnervereine, Baron Bourgoing nautttft der Ausstellung, und H o s m a nn namens de« Wiener Männergesangvereines, woraus der Boriland d s Klagensurter Gesangvereines. Dobernig. dankte. Hierauf fand unter Ab-ßniung des Wahlspruches die Bekränzung der Fahne der Kärrner Sänger und die Fahrt in da» „Hotel Continental" statt, wo das Abend-essen eingenommen wurde. Schimpferei Wir habnt leider Zeit gefunden, das in Aussig erscheinende Blatt D i e goldene Mittel st raße näher anzuschauen. So rohe nnd gedankenlo'e Schimpferei ist noch selten da gewesen. Das Blatt schimpft mit gleicher llnfläthigkeit auf Pleiter und das Prager Casino wie auf die Jude» und auf schönerer. Im Briefkasten der Pilseiter Zeitung lesen wir: An die Schriftleitung der Goldenen Milielstraße in Aussig. Wir haben 3hr Blatt erhallen. Heute gruselt's uns noch. Die corsischen Banditen sind ja die reinen Waisenknabe» gegenüber den Herren Ihrer Zchrisileilung. Sie reißen den Leuten Ehre und Bausche! mit einem Handgriff aus dem Leibe. ■Jstl-tv. > OLi._L_ „Deutsche Wacht- Klaglichkeil, aus der Sie schöpfen! — Im Uebrigen sind wir der Ansicht, daß es im Oberstübchin Ihres Schriftleiter« nicht ganz geheuer ist; es scheint wirklich, daß er nur Sonntags auf Zweien geh». Kaiser »»»»d Kanzler. Zu den Bismarck-Huldigungen erhält die München« Allgemeine Zeitung von der Hand eines protestantischen Pfarrers (wahrscheinlich H. R. Schaeser^s in Untersontheim) eine Zuschrift, die sie als einen Aufruf an des Kaisers Herz zum Abdrucke bringt. Zum Schlüsse heißt es: Ist es nicht Unterthanenpflich», so laut und eindringlich als möglich vor einem Weg zu warnen, dessen Fort'ktzunz nur unter Anrichlung einer moralischen Verheeruna im deutschen Volk möglich ist ? Möge doch der Kaiser aus den überwältigenden Huldig-unzen. die dem ersten Reichskanzler dargebracht werden, nicht bloß die Opposiiion heraushören, sondern auch den inständigen Appell treuer Unter-thanen an sein eigenes Herz l Der Knabenmord in Lanten, der die größte Aufmerksamkeit erregt hat, weil vielfach die Meinung herrschte, es handle sich um einen jüdischen R i t u a l m o r d . endete mit dem Freispruch des Angeklagten Buschhoff vor dem Schwurgericht in Eleve. Der Staatsanwalt beantragte selbst den Freispruch, indem er sagte: Sie. meine Herren Geschworene. haben die Pflicht. Alles, was außerhalb dieses Saales vor-geyt, unbeachtet zu lassen; lediglich auf Grund der Thatsachen, die selbst mit eigenen Augen und Ohren gehört und gesehen, ihr Urlheil abzugeben. Auf Grund der Beweisauf-nähme kann ich nich» anders als aus Pflicht und Gewissen den Antrag auf Nichtschuldig stellen. Ich bitte Sie. meine Herren Geschworenen, sprechen Sie den Angeklagte» frei. — Der Präsident bemerkte den Geschworenen, daß der Richter aus einer höherem Warte stehen müsse als auf der Zinne der Partei. Fereinsnachichten. Germanenl'undHerrJngenieur Lind-a u e v hat seine Würde als Obmann und Herr Advoca» Dr. K o w a t s ch i t s ch diejenige als Schriftführer des Cillier Germanenbundes niedergelegt. Wie die deutsche Wacht e>.fährt, wird die academische Ortsgruppe Graz des deutsch-österreichischen Alpenverein es demnächst einen Ausflug iu die Sannthaler-Alpen unternehmen und bei dieser Gelegenheit selbst-. verständlich auch Cilli berühren. Nähere Mit-theilungen folgen. Außer den studentischen Verbindungen in Wie» und Graz ist auch die Verbindung der Bergacademiker „Crnxia" in Leoben. als den Waidhosener Perbande angchörig, aufgelöst. Wie die Deutsche Wacht geweissag» hat, sollte die Regierungsmaßregel »in gegenwärtigen Zeit-punkt dazu beitrage, die Einigung der Deutsche» zu erschweren. So lesen wir im Obersteirerblatt : Es fragt sich nur noch, ob die Auflösung so vieler Studentenverbindungen vielleicht eine jener „befriedigenden Zusichernngen" ist, welche Graf Taasfe den Führern der Linken gemacht hat. Dentfcker Schulverein In der Ausschußsitzung am 12. Juli wurde der Orts-gruppe Saldenhofen für den Ertrag des dort-selbst an» f>. Juni stattgehabten Ortsgruppen-tages, der Ortsgruppe Döbling für daS Erträgnis des von dieser veranstalteten Johannisfeier serner den beiden Ortsgruppen in Leipa für zugewendete Spenden, sowie endlich einer unge-nannten Frau für eine Battfondspende im Betrage von 400 Gulden der Dank ausgesprochen. Der Schule in Böschiug, verschiedenen Lehranstalten im Bezirke Enueberg werden Unterstützungen uud für einen, über Anregung der Ortsgruppe Arnau zu errichtenden Stipendienfond ein neuerlicher Beitrag gewährt. Der Bericht des Referenten, daß der Schulvereinstalender für 1393 bereits druckfertig sei und Ende dieses Monates erscheinen dürste, wird zur Kenntnis gcnommen. und schließlich w«den_Jjber__die_ sowie üb* Angelegenheiten verschiedener Vereinsanstalten Beschlüsse gefaßt. Die soeben ausgegebene Nr. 43 der „Mittheilungen" enthält den ausführlichen Bericht über die Heuer in Wien abgehaltene Hauptoer-sanimlung »nd die sonstigen Festveranstaltungen des deutschen Tchnlverein Im Anschlüsse daran ist die seitens der Vereinsleituitg bereits veröffentlichte Klarstellung in Sachen des Brünner Bischofs Dr. Bauer und der deutschen Privatschule in Eibenschitz zum Abdruck gebracht und mit Protokollanszügen versehen. Ein weiterer Aufsatz beschäftigt sich mit einer österreichischen Schule am Bosporus und der besonderen Be-achtnng werden empfohlen der demnächst er-scheinende Schulvereins-Kalender 1893 und das Pensionsinstitut der Privatbeamten. Vom Schwurgericht. Unter dem Vorsitze des Herrn Landesgerichts-rathes L u l e k wurden am Dienstag über die vom Hern, Staatsanwalt Dr. G a l l 6 erhobene Anklage »ach Wahrspruch der Geschwornen der vierunddreißig Jahre alte, verehelichte Zeug-schmiedmeister bei der Gewerkschaft Hohenmauthen, Mathias H u tt e r und der zweiundzwanzig Jahre alte WinzerSsohn Anton F l e i s i n g e r wege» des Verbrechens der Nothzucht, ersterer zu zwei Jahren, letzterer zu sechszehn Monaten schweren, mit Fasten verschärften Kerker, dann der fünf-undzwanzig Jahre alte, ledige Taglöhner Andreas A u e r zu zehn Monate» schweren mit Fasten verschärfte» Kerker nur wegen Verbrechens der Schändung verurtheilt. * • * Cilli. 13. Juli 1892. Vorsitzender: Herr Landesgerichts - Rath R e > t t e r, öffentlicher Allkläger : Herr Staats-anwalt-substitm Trenz. Vertheidiger: Herr Dr. Sajovic. Vor den Schrank, n des Schwurgerichtes stand der dreiuudzwanzig Jahre alte Knecht Johann H o r v a t aus Stopno, wegen des Ver-brechens der Brandlegung angell igt. Der Wahr-spruch der Geschwornen lautete aus „schuldig" und der Gerichtshof verurtheilie den jugendlichen Brandleger Johann Horoat zum schweren Kerker in der Dauer von fünf Jahren. * « * Die Verhandlung wider Thomas Kukovec wegen deS Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung wurde vertagt, weil »vegen nam-haft gemachter »euer Zeugen zur Ausklärung und Sicherstellung des Thalbestandes neuerliche Erhebungen nöthig erscheinen. Ebenso wurden die Schwurgerichtsverhand-lungen wider den dreißig Jahre alten, verehr-lichte» Winzer Martin Sijanec von Grabo-noschenberg wegen des Verbiechens der Noth-zucht und wider den fünfunddreißig Jahre alten Gastwirth, Georg Strauß von Gradischka (der Körverbeschädigung angeklagt) infolge der nöthig gewordene» Vorladung neuer Zeugen und wegen des Nichterscheinens eines Zeugen vertagt. In Ägypten. Cilli, 14. Juli. Vorsitzender: Herr Kreisgerichts-Prasident Dr. G e r t s ch e r, öffentlicher Ankläger: Herr Staatsanwalt Dr. G a l l<6, VertheidigerHerr Dr. K o w a t s ch i t s ch. Die etwa fünfzigjährige Köchin Helena K u d e r, geboren in St. Georgen am Tabor und zuständig in die Gemeinde St. George», Bezirk Franz. zuletzt wohnhaft in A l e r a n» d r i e n, einmal wegen Verbrechens des Diebstahls bestraft, erschien wegen des gleichen Verbrechens vor den Geschworenen. Die Angeklagte legt inbezug auf den Dieb-stahl einzelner Gegenstände ein volles Geständnis ab, leugnet jedoch denjenigen anderer Dinge und beziffert den Werth aller von ihr gestohlenen Sachen auf höchstens 159 Gulden. Während * nun der Staatsanwalt den Geschwornen nahe-gelegt, auch die Zusatzsrage zu bejahen: ob der »ma c« in'irn'ilcuL'n «am». 6 aus, daß nur die Hauptsrage zu bejahen, die Zusagsrage aber zu verneinen wäre. Die Geschwornen schlössen sich dieser Anschauung an. und Helena Kuder wurde vom Gerichtshof wegen des Verbrechens des DiebstahlS zu 18 Monaten mit Fasten verschärften Kerkers verurtheilt. Weinend erklärte die Angeklagte, die Strafe antreten zu woll?«. Aus Eifersucht. Als zweiier Angeklagter wurde am Donners» tag der zweiundzwanzigjährige Knecht Jgnaz G n u S aus Brezovec vorgeführt. — Der k. k. Gendarm Anton Wach. Postenführer deS Gendar» meriepostens Mahrenberg befand sich zu Beginn des Monats Juni auf vierzekmtägigem Urlaub in feiner HeimatSgemeinde Jeöovec. Ger. - Bez. Drachenburg. Den 14. Jnni verbrachte er i« Gesell-fchast feines Freundes Franz Kolar im Weingarten des letzteren. Gegen zwölf Uhr nachts begaben sich beide nach Hause, Antou Wach jedoch wollte sich vor seiner demnächst bevorstehenden Abreise noch von einem Mädchen, namens Rosalie Kosovine ans Bre;ovek verabschieden und ver-mochte seinen Freund Franz Kolar, daß dieser ihn zum Hause des Mädchens begleitete. Während Franz Kolar im Rasen lag und auf seine» Freund Anton Wach wartete, rief dieser das Mädchen in S Freie »nd unterhielt sich mit demselben in» harmlosen Gespräche vor der Hausthüre. Plötzlich erhielt Anton Wach einen Schlag über den Kopf, stürzte lautlos zu Boden und verschied tagS darauf an der erlittenen Verletzung ohne inzwischen das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Jgnaz Gnu» verübte die That auS Eifer-sucht, indem er mit einer Erdbaue den tödtlichen Streich auf daS Haupt deS ahnungslosen Gen-oarmen führte, weshalb wider ihn durch Herrn StaatSanwalt Dr. Gall6 die Anklage wegen deS Verbrechens des TodlfchlageS erhoben wurde. Herr Dr. K o w a t s ch i t s ch führte vi offo die Vertheidigung deS Jgnaz Gnus, welcher nach dem Wahrfpruche der Geschworenen vom Gerichtshöfe unter dem Vorsitze des Herrn Kreis-gerichtSpräsidenten Dr. G e r t s ch e r zu vier-jährigem schwere«, mit Fasten verschärftem Kerker verurtheilt wurde. Am Aostamte. Cilli. I (>. Juli. Vorsitzender: Herr KreiSgeri.chtS-Präsident Dr. G e r t s ch e r, öffentlicher Ankläger: Herr StaatSonwalt-Substiinl Dr. N e m a n i ö. Vor-theidiger die Herren Dr. B a b n i k und Dr. S ch u r b i. Bertha R o s fünfundzwanzig Jahre alt, katholisch, ledig, suspendierte Pastexpeditorin in Maria Rast und Georg G a I i £, achtunddreißig Jahre alt, katholisch, verehelicht. Grundbesitzer in Buchberg, haben sich vor den Geschworenen zu verantwort,«, da beide deS Verbrechens des Betruges und erstere überdies der Verbrechen des Mißbrauches der Amtsgewalt und der AmtSverunireuung angeklagt wNrten. Die Angeklagte, die in halb bäuerlicher, ärmlicher Kleidung erscheint, bekennt sich nur theilweise schuldig. Nach den« Wabrspruch der Geschworenen wird sie zu 15 Monaten schweren Kerkers verurtheilt, Georg G a l i c wird freigesprochen. Drahtnachrichten der Deutschen Wacht. Wien» 16. Jul. Aus dem A b g o r d-n et eu Hause. Der Artikel I wurde mit 174 gegen 84 Stimmen angenommen. Ebenso wurde die Umschrift nach jungtschechischem Antrag an« genommen. Das Münzgesetz wird heute beendet. Die Session schließt wahrscheinlich am Donnerstag. Alle Gerüchte über Minislerkrisen und die ■» - ' ------r-.....« - - ___ ..Deutsche Wacht" Hunll. Schrifttlium, Püvne. Der Jahresbericht des f. f. SlaatSgymnasiumS in Cilli, der, am Schluß des Schuljahre« 1891/92 vom Gymnastaldireelor. Herrn Schulralh Kontnik herausgegeben, im Verlage der Buchdrucker«, Johann Rakusch in Cilli erschienen ist, enthält zwei Abhandlungen, denen wissenschaftlicher Werth nicht abzusprechen ist, wenngleich sie vornehmlich für die lernende Jugend berechnet sind. Mit besonderem Geschmacke erzählt Dr. I. Simon seine Reise-eri> nerungen au« Griechenland. ES ist sehr ver-dienstlich, die Schüler, die sich da» ganze Jahr über mit den griechischen Cl«.fsikern plagen müssen, mit einer frischen Darstellung unmittelbarer Ein-drücke zu erqu'ckeu, auf solche Art ihren Geist anzu-regen und ihre Liebe zu Helleunistischen Studien zu fördern. Dr. Alex. Sturm hat mit großem Fleiße die Geschichte des PostwesenS in Oesterreich für die Jugend zusammengestellt. Wer sich über die allmälige Entwicklung unserer heutigen Posteinrichtuugen belehren will, möge den Aufsatz lesen. Die Abhandlung A u f Griechenlands Boden dagegen enthält so viel allgemein Interessantes, das wir den Ver-fasser bitten werden, den Lesern der Deutschen Wacht einen Auszug daraus mittheilen zu dürfen. Im Verlage der Buchhandlung F. Klein maver in Klagenfurt erschienen zwei neue Ziiherstücke: s'N ullerl-Marftb von Johann Ha ndl, und Steiri scher Liedermarsch von Johann KalenSki (für Zither umgesetzt von Emil Zdaril.) Die beiden Stücke wurden von unserer bestbekannten Zithermeisterin Frl. Belty Schreiber durchgespielt und als tcichtspietbar und tonreich befunden: ebenso für Anfänger, al« für weiter vor-g-schrittene Zitherspieler geeignet. Der Nullerl-Marsch, der un« io lebhaft an das Volksstück «'Nullerl erinnert, verdient in erster Reihe erwähnt zu werden Lammtlickx hier anaczfiaten Viichcr find un brziehtn in der Kunst, und Muii kalte« • Ha«d1u»g F r 111 U a » r li in £iui. 1892 Zeliska, Oberförster, Praßberg; Aloi» Füsfel, Kauf-mann. Prag; Antonia Robalscher, Gastwirthin, St. Georgen a. St. Ferdinand Deutsch. Holzhändler, Agram; Baronin Hekenbach, Private, BiStrica' Croatien; L. Breßlauer, Gla«fabrikant s. Gemalin und zwei Kinder, Daruvar; Eduard Wenzel. Kauf» mann, Wien; C. Amali, Privatier, Triest; Karl Neureulcr, Landeseisenbahnbeamter, Graz; Quido Ritter von Ferro, k, k. Lieut., Klagenfurt; Richar» von Smekal, k. k. Oberlleut., Klagenfurt; Andrea« GoLob, Kaufmann. Kopreinitz; Luise Rupprecht, DireciorSgattin, zwei Kinder, Earpano. Hotel ^goldener Löwe': Herr Anton Feizerle, Oberförster, Leoben; Hans Jakesch, Ferst-vermalter, Pfannberg; Josef Hierbanm, Forstverwalter, Gör; Felix Schmidt, Hausbesitzer. Marburg; Kallmann, Director der Weinbauschule, mit Frau, Marburg; Michael Hruza, Kaufmann, Marburg; Josef Peroulka, k. k. Oberingenieur, Graz; Alexander Schrefl, Buchhalter, Marburg. „Hotel Strauß': Herr Ludwig Lang, Buchhändler, Lemberg; O««ar Bernauer, f. k. Forst- und Tomänen-Lerwalter. Grein; Wilhelm Werner, grast. Zaber'scher Forstmeister in Maria» Rast. G - st h o f „zum Mohren': Herr Josef Sernetz. Realitätenbesitzer, Oberzellnitz; Leopold Mickl, Geschäftsmann, Marburg Emil Seidl, Forstmeister sammt Frau, Vordernberg; Hariwich, Forstmeister, Reudau; I. R. Kautzhammer, Eisen-Händler, Friedau; Frau Josenne Schunetz, Private, Graz; Herr Franz Jakubev. Buchhalter. Wien. In Privatwohnungen; Herr Vafo Petricic. Vicebürgermeister von Laibach, sammt Gemalt», Hcrrengasfe Nr. 2ö; Frau Katharina Tischler, Hau»inspeclion«gattin im k. u. k. Mini-sterium des Innern, Wien. Brunnengasse Nr. 11 ; Frau Therese Gerschina, Private, Trieft, Giuseppe Gerschina Privatier, Angelika Gerschina, Private, Neugasse Nr. 14; Herr Josef Talva, Procurist sammt Gemalin, aus Wien, Hermanngasse Nr. 6. Aremdentilte der Stadt Kill'i. Hotel „Erzherzog Johann." Herr Bernh. Jurisch, Gvmnasialoberlehrer, Brezlan; Franz Rohn, Private,, Graz; Frau Gisella SaroSij, AdvocatenS-Gemalin, mit Sohn und Neffe, Czaka-thun»; Baron Wittenbach. Gutsbesitzer, Franz; Schilhofsky, k. u. k. Feldm.-Lieuint., Laibach: Wilhelm Hohenburger, k. k. Baurath, Wien; Karl Blumengarten, Reisender Wien; Angelo Moro, Reifender, Triest; Josef Pikl, Beamter, Wien i Frl. Emerike Hvlzinger v. Weidich, k. k. Lehrerin, Graz: Alb. Toneltek. Kaufmann, Wien; Johann Egel, Privat, Marburg; I. Gerstenbrand, Ober-infpector der Generalinspection. der StaatSeisen-bahnen, Wien: Graf Stürgkh, ReichSrathsabgeordn»ter, Graz; Graf Franz AttemS, GutSbes., Graz; Gras Eduard AttcmS, LandeSauSschuß Graz Hotel „Koscher" (Wregg.) Georg Schmidt, Forstmeister, Leoben; Ludwig Reithner, Forstmeister, Graz; Martin Kolschek, k. k. Notar, St. Marein; Max Wafsing, Kaufmann, Wien; Siegfried Eise», stein Fabiiksbcs., Wien; Joses v. Webern, k. u. k. Forstinsp.,-Eommissär, Wr. Neustadt; Josef Kren, Reisender, Graz; Karl Fritscher, GutSbes., HerberS-dorf; Dr. August Hausenbichler, Arzt, Triest; Anton Szeiwerth, Hotelier, Czakathurn; Rosalia Fohn, k. k. BeamtenSgatti», mit Tochter und Sohn aus Wien; Ferdinand Golob, Postmeister, hl. Drei-faltigkeit; Karl Joh. Strahia, Kaufmann, Czaka-thurn: Dr. Johann Sernec, Advoeat. Marburg. Hotel „E l e s a n t.' Karl Freiherr v. Ripp, k. k Feldm.Lieutnt., Graz; Hermann Edl. v. Weltzebach, k. u. k. Oberstlieut., Graz; Peler Kilic, i. u. k. General-Major, a D. Budapest; Josef Schönwalder, Forstadjunct, Gairach: Oskar Teplicky, Revierförster, Wolsch; Josef Simonij, Oberförster. Rohitfch; Han» Seiler, k. k. Forstinsp.-Adjunet, Judenburg; Adolf Hradeekp, Kaufmann, Wien; Ludwig I. Beer, Gutsbesitzer, Murhos; Franz Ohme. Reisender, Wien; Bilma Blum-Wieser, kgl. OberingenieurSgattin, mit Sohn u. Dienst-magd. Hotel „Stadt Wien". Gabriele Zöttt, bürgt. Wiener StadtbaumeistersWittve und GutSbes., von Gallenhofen bei W.-Graz, mit Gesellschaft»- Ariefkuken. Herr Säckelwart B in L a i b a ch. Wir freuen uns über den Ausdruck Ihrer gut deutschen Gesinnung und hoffen, da« — wenn schon der undeutsche Name bleiben muß — wenigsten« alle Verlautbarungen und Kundmachungen Ihre« Bunde» ein rein deutsche« Gepräge «ragen mögen. Ihre Nachrichten werden der Deutschen Wacht stets will» kommen sein. Eifrige Leserin. Wir haben Ihre An-frage dem Verfasser übermittelt und die Auskunft erhalten, daß die Erzählung Rafaela thatsächlich aus einer wahren Begebenheit beruht. Verlagsbuchhandlung Karl Zieger N a ch f. in Berlin. W. Ihre Sendung ist leider verspätet eingetroffen. tziurse der Wiener Börse vom 15. Juli 1892. Silberrente.......fl. 93 35 Notenrente.........95*05 Goldrente..........113.10 5%igc Märzrente.......100.90 Bankaetien.........9.95 Creditaetien.........3-l0 London, vista........11*97 20 Frankenstücke........9*5 l '/* Btünzducaten.......„ 5*68 100 Reichsmark........58*65 ^isenbaönverkehr. Äbfahrl der ?üge von Cilli in drr Uichtung nach ; Wien: 1*38nacht«; Z.)i 5*40 abend« (G.-Z.) 6*30 früh,S.-Z: Wöllan: 6*55 früh 3*50 nachm. Inkuustder Züge in CUli in der Dichtung von : Triest: 1*36 nacht« (S.»Z>): l*49 nachm. (S.-Z.),* 5*19 nachm. (P.-Z.); 3*05 nacht» tP.-Z.j; 9.04abends(Sec.-Z>); 8*41 vorm. (G.-Z.); Wien : 4*21 nacht» (S.-Z.); 3*22 nachm. (S.-Z.); 1*44 nachts «i« zu sehen. Alle giengen paarweise und Krim sich an der Hand. Ich erlaubte mir nicht Marianne die gleiche Vertraulichkeit anzu-dielen. Mir däuchte aber als hätte ich die Welt im schöner gesehen. Welch' ein Sonnenglanz (uif Feld und Au! Welches Leuchten auf dem Nasser! Die Lerche schwang sich jubelnd in das blaue Luftmeer, »nd die Blumen wiegten wie zum Tanze die Köpschen. Ich hätte aufjauchzen mögen und hatte Mühe die hervorquellenden Hoffnungen meines Herzens zu beschwichtigen. Auch das junge Geschöpf an meiner Seite mochte den Zauber empfinden, der in dem Lalle» der Natur lag. Denn sie sprang plötzlich mil lamem Jubelruf in ein Weizenfeld, dessen blaue Kornblumen sie raubte, um sie sich als lko«e aus das lockige Haar zu legen. Sodann schmückte sie ihr Mieder mit den gleichen Blumen; bedachte auch meine Kappe mit ähnlichem Ähimick. Bon Freude überwältigt fragte ich: Marianne, für wen schmückst du dich ? Ich putze mich wie alle Kreaturen auf Kotier schöner Welt, zu des Herrn Ehre! Sonst ader gehl'S niemanden was an. Die Leute sind aber nicht blind, Mädchen: »nd ein Verbrechen ist's doch nicht. Dir gut zu sein. Sie blieb stehen. Marlin. sagte sie. sprecht nicht so. Ich will »nd darf dergleichen nicht hören. Ich hielt euch für vernünftiger als die Andern nnd ver-«aiiu euch. Tu sollst Dich auch nicht in mir getäuscht haben, versetzte ich traurig, doch bestimmt, indem ich sie vorwärts zog. da sie säumte weiterzu-schreite». Komm nur getrost; ich erhebe leinen Anspruch an Dich. Doch merke bir's, daß ich allezeit bereit bin, dich zum Weibe zu nehmen, tven» du ersiehst, daß der and're nicht kommt, toi du erwartest. Das Antlitz mit Blut übergössen und am ganzen Leibe zitternd, haucht« sie: Er wird kommen! Liebst du ihn denn mit so blindem Ber-trauen, daß dir ungeachtet seines langen AnS-bleiben« nie ein Zweifel kommt P Sie griff nach ihrem Herzen, indem sie mit Feierlichkeit versetzte: Ich liebe ihn nächst Gott am meisten und vertraue ihm aus ganzer Seele. Wenn er mich betrogen, so gibt's überhaupt keine Wahrheit mehr in der Welt. Nein! — nein, — ich glaube an ihn, wie an die Treue und Gerechtigkeit selbst! So hatte sich die Kathrine denn doch in dem Mädchen getäuscht. Was einmal in idrem Herzen Wurzel gesaßt, war nicht mehr daraus zu bannen. Was sie jahrelang in der Einsamkeit großgezogen, das hatte sich wie »m ni ihr iVlWl.'ÜI Liebe war ihr zur fixen Idee geworden, der sie Altäre baute, aus denen sie Jugend und Zukunft opferte. Wir giengen schweigend nebeneinander her. jedes still erwägend, wie es dem andern ferner begegnen sollte. Ich hatte meinen Entschluß gefaßt. Beim Eintritt in daS Wiribslocal begab ich mich zu t e» verheirathe^en Männern, Mariannen der Jugenr» überlassend. Alsbald war sie auch von einer Schaar junger Burschen umringt, da sie sich, entgegen der Gewohnheit der übrigen Dirnen, nicht blos mit einem ei zigen Tänzer verbano. Ungeachtet des soeben gepflogenen Gesprächs bemerkte ich mit ehrlicher Freude die allgemeine Bewunderung, die sie erregte. Hoch und schlank von Wuchs überragte sie ihre Gefährtinnen um Kopf «länge. Beim Tanze waren ihre Bewegungen weich und zierlich, als hätte der erste Meister sie geschult. Die ihr zugewandte Aufmerksamkeit wurde durch die Bemerkung eines Kameraden unter» brachen: Siehe dort, der Müller-Anton! wie kommt der hierher? Ich blickte empor und erkannte in der That am Eingang« der Thüre den Genannten unter ein.r Schaar junger Oeconomen. Lärmend betrat er mit diesen das Local, um an einem separaten Tische Platz zu nehmen. Anton sah fein und zierlich auS. Er trug ein grünes Jagdkleid und hohe Reitstiefel mit Sporen. Auf feinen braunen Locken lag ein zum Anzug paffendes Hütchen, das er erst nach einer Weile nachlässig vom Kopfe zog. Ueberhaupt trachtete er fo recht, den Städter zu spielen, der sich in einer ihm unebenbürtigen Gesellschaft befindet. Seine Augen schweiften hochmüthig über die Versammelten, als wollten sie sagen: Ihr seid nicht meinesgleichen! Lbfchon dies alles einen unangenehmen Eindruck auf mich machte, mußte ich gestehen, daß der Sohn des schlichten Müller» Leber ein schöner, feiner Herr geworden war. Ehe ich des Kameraden Frage beantworten konnte, fühlte ich plötzlich meinen Arm um-klammert und Mariannens zitternd« Stimme drang an mein Ohr: Mir ist unwohl, Martin, um Gotteswillen, führt mich hinaus! Ich stand auf und stützte sie; denn sie wankte derart, daß ich befürchtete, sie möchte niederfallen. Zugleich erfchrack ich über ihr todt-bleiches Aussehen. Was ist dir, Mädchen? fragte ich besorgt. Nimm einen Schluck Wein, fo wird es dir schon besser werden. Keinen Wein — nichts, nichts! rief sie in Angst. O bringt mich fort, ich ersticke, ich sterbe! Wieder umklammerte sie meinen Arm und drängte nach dem Ausgang. Ich durchbrach das Gedränge, welches infolge der Tanzpaufe entstanden war. Auch gelang eS mir, die Thüre zu erreichen, als uns ein junger Oeconom, der schon einigemal« mit Marianne getanzt, in den Weg trat. Was fällt Euch ein, fragte er, mich bei Seite schiebend, uns die hübscheste Tänzerin zu entführen? Höre. Mädchen, den Galopp, den Galopp, den tanzen wir noch zusammen l Verzeiht, Herr, antwortete dieses leise, als befürchte eS gehört zu werden; ich habe Schwindel — ich muß in s Freie! Was Schwindel, ein fo hübsches Kind wie du! . . . Tanze nur, dann wird es dir besser. Er saßte sie um den Leib und suchte sie sortzuziehen. Sie sträubte sich und stieß ihn beinahe rauh hinweg. O du Zimperliche! sagte er lachend. Siehe dort den Müller-Anton, deinen Herrn. Der wird dir's arg verübeln, wenn du mit keinem Tanze auf ihn wartest. Wir haben ihm mit-getheilt, daß das hübscheste Mädchen des Rhein-gaues in seinen Diensten sei. Nun brennt er darnach, dich zu sehen. Ich wollte mich hineinmischen; doch verhinderte es Mariannens h-ftige Art, mit der sie nun selber vorwärts drängte. Allein es ward ihr unmöglich, den Ausgang zu gewinnen, wril hi.-, lii-ntlirfi frtiil n»führtf (»finrtirf) riltilll Kreis | und Rufe erschollen. Unvermerkt wurden wir der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller Anwesenden. Marianne schien vor Scham zu vergehen und wurde ersichtlich bleicher, als plöi lich die Nächststehenden auseinander wichen, um dem hinzutretenden Müller Platz zu machen. Der junge O> conom versetzte lachend: Siehe wie deine Magd eigensinnig ist! Jener aber hatte kaum einen Blick auf da« Mädchen geworfen, als er zusammenzuckend zurückwich. Mananne hingegen scind ihre ganze Fassung wieder. Sie richtete sich hoch auf, blickte ihn mit ihren großen Augen sonderbar an und durch-jchritt ruhig den Kre:S, der sich in unwill« kürlicher Ächtung vor ihr öffnete. Der Müller aber rief laut und eindringlich: Laßt sie! Si« ist keine Sclavin und hat ihren freien Willen. Ich folgte dem Mädchen, das, aus der Straße angelangt, wie gejagt von Entsetzen, nach dem Thalwege floh, von dem aus unsere Mühl zu erreiche» war. Endlich blieb sie stehen, und beim hellen Mondeslichte blickte ich in von Schmerz und Angst entstellte Züge. Marianne, sprach ich. der Müller ist dein Liebster! Er war es, sagte sie dumpk. Wi« hast du vor, zu thun? Ich werde morgen die Mühle verlassen. Sie bedeckte ihre Augen und brach in heftiges Schluchze» aus. Er betrog Dich, versetzte ich mit vor Empörung bebender Stimme: Er nannte weder Namen noch Stand; auch wußte ich nicht, daß er aus hiesiger Gegend stamme. Sie konnte nicht weiter sprechen, so heftig flössen ihre Thränen. Der eine Augenblick hatte ihr erträumtes Glück, ihr jahrelang gehegte« Vertrauen grausam vernichtet. Wir giengen nun langsamer vorwärts. Ich schwieg und ließ ihr Zeit sich zu fassen. Da hörten wir plötzlich hinter uns den Hufschlag eines Rosses. Marianne machte eine Bewegung zur Flucht; sodann aber bl>eb sie stehen, um den Ankommenden zu erwarten. Dieser rief schon von weitem: So säume doch, Martin! Nimm das Pferd, reite voraus in die Mühle und melde der Mutter meine Ankunft. Sage ihr. die« sei die Stute, die ich für sie gekaust. Er sprang auf die Erde, mir die Zügel deS keuchenden Thieres zuwerfend. Ich sah Marianne fragend an; doch verrieth sie mit keiner Miene, was in ihr vorgieng. noch daß sie ein Alleinsein mit ihm fürchte. Ihre Züge schienen wie erstarrt. Ich versetzte ohne Besinnen: Entschuldigen sie, Herr Anton, ich habe das Mädchen zur Kirmeß geführt und kann sie nicht auf offenem Felde allein lassen. Ich werde schon sorgen, erwiderte er mil verstecktem Höhne, daß ihr nichts geschieht. Spielst du noch immer den Moralisten'i Mit finsterer Mien« und ohne Gegenrede schwang ich mich aus das Pferd, daS ich in rafchem Trab versetzte. Langsam! befahl er. Was fällt dir ein. das Thier schweißtriefend in den Stall zu bringen? Ich lenkte in ein gemäßigtere« Tempo ein, erfuhr jedoch zum erstenmal im Leben, wie hart ein Dienstverhältnis drücken kaun. Ich war empört gegen Anton, empörter noch gegen Marianne. Erfchien si» mir nicht mit einem Male als schwaches gewöhnliches Weib, nicht besser, als alle die Andern? Mein Auftrag nahm mich lange in Anspruch. Die Müllerin quälte mich mit Fragen. Ich sollte die genaueste Schilderung von ihrem Sohne machen und meine Antworten sollten der glücklichen Stimmung ihres Herzens entsprechen. Mit schlecht verhüllter Abneigung gab ich Bescheid. Sie folgte mir bis in den Stall, und eS dünkte mir eine Ewigkeit, bis ich von ihr und meinen Knechtesdiensten befreit, den Rück-weg antreten tonnte. Zur Nachricht! An die Leiter und Lehrer der Volks» und Bürgerschulen. Der verein S ü d m a r f besorgt auch die Vermittlung von Lehrplätzen bei Handel und Gewerbe. Es wende» sich fort und fort sehr viele Meister an den Berein, die Lehrlinge aufjunchmen wünschen; aber d«r Verein kann ihren Wünschen nur jum Theile gerecht w rden, weil er nicht über die erforderliche Anzahl junger Leute verfügt. Wir wenden uns daher jetzt, da der Schluß de« Schuljahre« die geeignetste Zeit hiefür ist. an die Leiter und Lehrer der Volk«- und Bürgerschulen mit der Bitte, die von ihren Anstalten abgehenden Schüler in dieser Hinsicht auf den Verein ..Südmark' aufmerksam zu machen und sie in die Kanzlei deS vereine» (Graz, Fraucngasse 4), zu weisen. Für die Leitung de« Pereine« „Südmarf" : Dr. Juliu« v. Derschatla, Obmann. Professor Dr. Ferdinand Kbull. Schriftführer. Johann Janotta, Zahlmeister. .Deutsche Wacht" Gestreifte und karnerte Seidenstoffe. 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