($•*• bar btzohtl.) CtWietn! wSchentttch zweimal: Donnersraq »nd Sonntag früh. _ __n.isl Ainn'trtifl r?^rhtf»n 'M der .'te^olUft;. Si'stttt $5*?,.. li: t/Qnnc^iu^ »w -- -------— ~ "TUTÜT* iLL« - «NlftakUnNa«» Vtx f*n t» bei .«;rr« der Jialut näh» waren al« wir. brachten alljährlich um diese Zeit der lieblichen FrühliogSgöttin Ostara Dante», unk «ruß»pser dar. Die christliche Kirche feiert die Auferstehung de» WellHeilande», trostreich unk touitkcrfam, da die Erbe an» starrem Winterschlaf» erwacht unk au» tausend Werdewundern Hoffnung und Freude der Evnne entgegens prießen. Die Menschheit unserer Tage, Über welche kie Wi»terstürme langer KriegSjahre dahing,braust sind, liegt in ohamächtiger Erstarrung karnieder. Die allgemein« Not pocht mit hartem Finger an kie Hnzen k»ll oder die breite Siraße dem Untergange «utzegen. In Genua, ker stolzen Entdeckerstadl, sind kie leitenken Männer von 34 Staaten zusammen-gekommen. In ihren Htnke» ruhl eine verantwart lichkeit, so schwer, wie fi, kl« Weltgeschichte vielleicht »temal« wieder aus Mensches niederlegen wirk. Da» Wort Konser»nz hat nach diesem Krieg« eine» Slang bekommen, ker sein« Färb« von Gewalt unk böse« Willen hat. Denn auf jeber wurken Letten ge-schmiedet, die »on einer Uebermacht anderen Völkern angelegt würben, trotzbe« da» viwußlsein auch in den verantwortlich»» lebte, kaß ka» Unglück eine» volle» niemal» ka» Glück eine» ankeren sein kann Da» sprach ber »»glische Ministerpräsident Llayk Georg» am ersten tage ber Weltlonferenz an». Sm Unglück war der Krieg, in bem Sieg und B»stegung nntergeht. Tu» ken schwarzen Fluten diese» Unglücke» taun kie Menschheit «ur ftretut werden, wenn sich ihre Glieder mit entgifteten Herzen zur gegenseitigen Rettung die Hanke reiche». Wenn «an sich nun freilich de» h«ffnung»volle» Zauber» »mschlägt, d»o die Ost«rs«nnlag»glocken üb»r ki» srühllng»erneu«rnden Länk«r unsere» Erd-teile» tragen, und mit unbeirrtcm Sinn die Möglich-leiten der Wiekerausbanlonserenz abwägt, kann sinken die Hoffaungen lief nieder. Frankreich, bessen Volk von Haß. Siegerwahn, »ngst um da» Erraffte und »or der Stärkung de» neuen Europa unk damit Deutschland» geblendet ist, sitzt in Genua, nicht um mitzuarbeiten, sandern um zu hemmen. Gchon am ersten Tag« hieb sein VeUreler dazwischen, als Tschitscherin in kie höfliche Feierlichkeit der «röfs. »u«g»reden da» schwere, ken Ausbau bedingenk« Wort „Abrüstung in Europa" faHeit liefe. Frankreich siel gereizt gegen den in Ansichten und Stellung zwischen den Siaa>»männern Europa» funkelnagelneu wirkenken Vertreter eine? Staate» au», ken es unwillig auf einer Versammlung sieht, die e» selbst unwillig und argwöhnisch beschicken mußte. Die Sowjttvertreter haben ihr« lecken Finger aus manche» unangenehme Geheimnis der alten Zarenarchive gelegt und die Schuld am Krieg» »or der gewaltigen Versammlung aus ken L«pf zuge« sagt, würd» di« Peinlichkeit des Wiederaufbanzegner. tu«» verstärken. Es wird »orautsichllich nicht dazu kommen, aber di« Möglichkeit russischer Ueber» raschungen — Lenin soll aus dcr «eise noch Gennn sein — zerrt an den Nerven der Franzosen. Sie-vision^ber verträg«, durch die ja ki« gegenwärtige wirtschaft»not geschaffen und besiegelt würd», und Abrüstung si"d di» Klipp,n, di, unter bem schwer belakenen Schiffe — wi» Lloyk George die Kon-ferenz nannt« — drohen. $ic jammersoll« Uuier-ei»barl»it eine» Schiffe», ka» an di» Klippen an-lauft» müßte, um kie Insassen zu retten. Pielleicht wird kie Konferenz «inen glücklichere» vergleich findet! Da» Ritsenkuell zwischen de» mit seiner Arme» den Kontinent beherrschende» Frankreich uuk E«g lank wird Vielleicht zu einem Kamps» Frankrtich» gegen da» ganze ßdrig» Europa werden, da» ki, Hsterspajierg«ng. Ch Hanst ftnkin. jfein sanstischer »ebe»«dr«ng, gepaart ratl bannran««* l»fn Zch«e»sche»n«tur. ffi|r( mich tuf Uazlochenke HSHen, »v ki« heidnisch«» Osterfener l«h«», s»nk«r» finnenker Ernst, iil k«« michtig wirkend«» Zan»«r k«r Erah testend« geb»» Met»« E,k«»ke» »»eilen bei denen, ki« al« Erb« an« einer »ergangen»», ftr gr»t »rklirte» Jett, k»rp«rltch« und seelisch« Wunden«»!, trage», »eiche »iethunkirt««! k«« Weg nach lilltlii ftfeNlsktrt stak und d«ch kein«« Schimmer »in Erlistbett IIk »»« >»m«ertal k«t »eil mfgtkrtü«, habe» SlfeiH, »er l»«k«n wk el»«,«»»ert m Ihr Leib, kl« tlr ,»« cht«)«» »»»«riegelt, I» »ehen sie Inmitt«, der antoru »«Ire «k »»II au keine« den u, »ch««r,en Kchetnkt» Elick |innen, d r |»»Wl gehen ekelte Milkhiit n»d »er-,«Ib««ke Eilte ««strahlt, kaß k«r, »«ich«» »r trifft, w liefst«r »«ele ergriffe» »irk nnd «tzrfbrchii« «scha»«r» «»t d»r dieser nnbe»ngi:a H»h««t d»4 H»tk««. EiU«« G»»stndnnt«n schnür«« ib»« kie Hehle »» unk fest pr«ff« sich ihre Appe, n>f«in»»d«r, n» 1» nicht im it»|ig»# W»rt kesr»i«nd«r «lnrheit tu/t Miftjenktc EeSKe hinb«rchMl«?e», im» d»ch find n»e sie »Hei» dk Ka4«f»rM«ii, di« ch«lI»nM«r»ih[(*n, »eich» ki« MM »»n manch«« ZrrB«,» b«fr«i«» kbont«n, »enn fi, fich n»r jatif s«»«r »»» k*w Srrtwn, frei- ■nchUti, der ste »ihnen lägt, st« «ehtrte» ,n den Eitlz»»ielen, kie »iemank liebt »»k denen niemand danlt Auf «tat« g»»e» Feld steine am «e,a ,»he ich au» nnd denke d»r»». katz >nr selben Sn,nb« in d«» Ctldtu ki« Auferftebun»«frtelltchretlea »«ginnen »nk «U »iel V»»d und »entg »ahrhafler «eihed»rch> dru»ga»tzeit i» «t«»e gesetzt «erd«». G« kommt mir im«u s» »ar, al« »Iren fi» »»r der »»stakt in ei»er >rllhj»br»b»tp»r»ke «Ker Etaktb»me», kein der Ha»pt-eff«kl ist schl„glich d»ch »ar die in allen lenchtenben Osterfarbi» »rangend« Trägerin einer neuen Vt»de«r. rnnginschaft. Ich «i» e« n»d dar»« »leib« ich ka« U»ferfi«b»»»«kl»jeffl»nen ,ero« f«rn »nk sag«. «I« »«II,nk «»ethe, al« er »en »»««St gen Er»»k dar römijche» ttar»»«b« «ilanges^» »Mte: „Ich bin s»r derlei nardarbenl' Uk da« h!kid«U «ich nicht, mir am »i«!e»r«in «4m kleine« Ctrln|ch*n m» i« >«nz»i»de »iNernden >»»»»»nen nnd dn'l»«k«» YlanieilchM deh»tsa« t» yfläcke», »« h»«tt da». »««»iu«t« »-«»« «i» d«m b»(*n»«« Heiland a»f d«r ,i»s««« «»b» ar««r »erlassen« ?t»t«re«»rl Er »st «a»el,ch »»n t«>ne« «elftnbtlbschnitzer g«lchnitzi »»»den und steht »eiaah« b«llngstige»k an« in stivar Krah»«lh«fl!»kelt und d«»»»ch »i» ich ihm kanbbar stlr ki« lieb« Osterfiim«»»g, ki« ich»«»! dar»«h»t«»e» ker kirchlichen Zerem»»«». SchUxI««» »efreit fthlt man ki« eigen, Eeel, «nferftehe» an« dem Gra»e«dan»e der »esellsch«fi«»rknung »nk d« hrennende Wunsch, jemandem etwa« Liebe« ,» er-«eise» »h», Anspruch ans Dank, »«mm! licht« l»h im Her^n utf. r«l find ki« gltcklichfi«» vl»»d«n im 2R«»|chi«» lebe», i» »eiche» bi« eigen« ved«rfni«l»Njktii so g»«t »ir». daß «l« v«wti«mittel die»en öffentliche Dofu menie. Ueber jede gef»iderte Richtigsteftung hat die Gemeindedehörde binnen fünf lagen «inen Bescheid j» erbringen Dieser ist jener Person einzuhändigen, »elche die Richtigstellung verlangte; ist der Bescheid zn jewande« »tachteil. s« auch diese«. Wer wegen Mangel« an B«weiS»»lu«eute» abge«iesen würbe, kann »ach deren Beibringung neuerlich die Richtig« stelung verlangen, wen» di« Frist noch nicht «bge> la»fen ist. Al« zweite und Kontrolliostanz in Frag«» der Wählerlisten fungiert da« Gericht I. Instanz. An diese« Athen die Rekurse i« Falle negativer oder nicht zetigerechter Entscheidung der Gemeindebehörden. Die letzteren haben dem Gerichte !. Instanz binnen 24 Stunden die Akten über den angefochtenen Be-scheid zu schicken. Auch hat die Gemeindebehörde jede Entscheidung, in vahllistenfragen ohne Rücksicht darauf, ob ein Rekur« eingebracht wutde oder »ich», binnen 7 lagen samt den Akten vorzulegen. Räch Ablauf der R>chtigstellung«frtst, längsten« aber di« 5. Februar jede« Jahre«, hat die Gemeindedehörde dem Gerichte I. Instanz die Wählerliste für jeden Wahlort In zwei Pari«» vorzulegen. Für Gesuche u» Richtigstellung der Wähler« listen Ist keine Gebühr zu zahlen, ebenso wenig für irgend eine Tätigkeit im Zusammenhange damit, auch nicht sür Bestätigungen, Auizüge au« den Matrikeln usw., soweit sie al« Beweismittel für die Richtig« stellung der Wählerlisten zu dienen haben. Die» ist auf diesen Dokumenten besonder« zu vermerken, damit sie nicht auch für andere Zwecke verwendet «erden können. Solche Dokumente muß jede Behörde binnen 24 Eiunben ausstellen. Außer zu» regelmäßigen Jännertermin« werden Richtigstellungen ber Wählerlisten einen Monat nach Ausschreibung der Wahlen vorgenommen werde». Decken sich diese Termine beiläufig, so wird der regelmäßige (Jänner«)Tnmin bi« nach den Wahlen »erlegt. In Provinzen, welche keine geordneten Ge-meindeämter haben, oder wo dieselben aufgelöst sind, «ird durch Gesetz bestimmt werden, wer die den Gemeindeämtern zukommenden Funktionen au»-»den wird. Die bestätigt«» Wählerlisten werden im Ge-meindeamie und beim Gerichte I. Instanz ständig ansgelegi. Jedermann hat da» Recht, sie «inzusehen, abzuschreiben, abzudiucken, sowie auch Richtigstellungen zu verlangen. Die Auslegung der Wählerlisten muß öffentlich bekannt gegeben werden. In Landgemeinden ist die Wählerliste auch öffentlich zu vnl«s«n. Für Eintragungen und Löschungen ohne Bescheid werden der Gemeilidevorstehcr und der erste Gemeindtbe« amte mit 3 Monaten bis 2 Jahren Gefängnis bestraft, für Nichteintragunzen von AmtSwegen bis zu drei Monaten, welche Strafe auch für die Nicht-streichung Verstorbener gilt. Für nicht ziitq«r«chte Vorlegung von Akten an da» Gericht l. Instanz beträgt die Stufe bis zu 6 Monaten Geiängni«. Die Kunstrevolution ^inMusilant».' von Wolf Dürrn, Deutsche Briefe. £ ~ Während die historische» Geschehnisse in Ruß« land fftr un» immer noch i» chaotisch«« Dunkel ge« hüllt bliebe», hielten die russischen Kftastler inner-halb bescheidenm Grenzen einen internationale» Ber- kehr ausrecht. Besonder« die Au«stellu»ge» de« ..Sturm" zn Berlin führten un« fortgesetzt rulfische Ku»st«erke vor Augen. Ueber die gr»ße» Giri« MUHgcn unsere« Nachbarland«» »are« wir >»doch auch auf di«s«m Gebiete in völliger Unkenntnis, daß «ir jetzt i» de« bet Gustav ttepenheuer Pot«dam, erschiuenen Buche „Neue Kunst i» Ruß land" vo» Konstantin UmanSky ei« erste« v«ku«e»t erblicke» dürfen, da« die russische Re»ol»tion«kunst zn einer übersichtlichen Rubrik zusammenfaßt. u»d ur« die rassische Revolution in überraschend«r«eise im Lichte einer positi»e geistige Werte schaffenden Bewegung offenbart. Wir »ernehmen mit Erstaune», daß sich eine gewaltige, »rga»isierte Konftströmung durch die scheinbar nur »,» sozialem Interesse diktiere Umwälzung ergießt. Ihre höchste Instanz ist da« »Kollegium ber bildenden Künste de« voltSauf klir»ng«k»m»isfariat«*. »«» der die Reform der Knnstschulen und Werkstätte» au«geht. Vie >«famt« Ku»fti»dustri« wurde in unmittelbare Fühlung «it der volktknnst gebrach». Eine »«»« Ku»stpr«sse und ei» staatlicher Kunstverlag wurden gegrü»d«t. Ueber den alten Museen wuchsen neue empor. Da« »Znter-nationale Bureau* erstrebt auf Umwege» ei»en kulturelle» Austausch mit anderen Länder» und soll sogar bei nächster Gelegenheit durch „Botschafter i« Auslande vertreten sein. Allein in MoSkan wurden im Jahre 1919 während der fünf Winter «onate dreizehn staatliche Ausstellungen mit 28.000 Werken veranstaltet! von den zyklopischen, nahezu barbarischen Ausmaßen dieser Kunstbewegung zeugt da« Preisausschreiben der russischen Regierung vom Mai IS 18 für Entwürfe zu etwa 60 Denkmälern ruffifcher Revolutionär«. In GipS, Beton und Ala baster auSgefüht, sind diese Entwürfe vorläufig aus Straßen und Plätzen de« Urteil der Oeffenttichkeit ausgesetzt. Außer dieser Schablonenkunst entstanden aber Denkmäler von imponierender Monumentalität, wie daS nicht weniger als zehn Meter hohe DostojewSky Denkmal und da» Monument der Ge danken »on Merkulow, beide in Moskau, wo das erste dhnamisch-exprisfionistifch« Denkmal der Welt, da« Michael-Bakunin-Denk»al von Koroljow, Aufstellung fand. Im Moskauer ,E«s6 PittoreSque*, dem Heu-tlgen .Roten Hahn", fechten die jungen Künstler ihre hitzigen Wortkämpfe au». Mit lebensfrohem Uebermut tragen ste di« Kunst, alle Traditionen niederreißend, auf die Straße. Anläßlich dcr Volk», feste machten die expressionistischen Künstler ganze Städte zu« Schauplatz ihrer mo»um«ntalen Unter« nehmungen, vie Wände hoher Häuser wurden bunte Riesenkuliffen, Bäume und Blumenbeete von Plätzen mit Farbe begossen, mit Stoffen umhüllt und in Märchtogärten verwandelt. Auf den Winden der Waggon« tragen die sogenannten „Propaganda., Literatur- unb JnstrtiklionSzüge", die junge russische Kunst bis in die fernst«» Städte und Dörfer. Die«, jede» vernünftige Maß überschreitende, äußere Bild der ruffischen Revolutionskunst beutet auf eine überschäumende Wucht niedergehaltener geistiger Kräfte, bic im trunkenen Dränge über die Stränge schlagen, wa» wir bei unS in einigen exklusiven Kunstsalon« sich abspielen sehen, beherrscht im heutigen Rußland den Staat unb die Straße. Im „Kollegium der bildenden Künste de« Auf« klärungSkomisfariat«" haben die Künstler der radi« !alen Linken die Oberhand, viele von ihnen, wie KadinSky. Malewitsch, Altmann, Chagall, Tatlin, Archipenko kennt man auch in Deutschland sehr gut. Zwar besitzt noch di« Tradition«kunst in Rußland eine große Anhängerschaft, aber sie hat keinerlei Einfluß auf da« öffentliche Kunftleben. Um f» be-merkenswerter erscheint e« andererseits, mit welcher Windeseile sich der russische Expressionismus während »er Revolution durch all seine verschiedenen Stadien ämpste. Eine Kunstrevolution, wie sie schneller nnd extremistischer noch nie vor sich gegangen ist. vom N«o>Impr«ssioniSmuS auSgehtnd. gelangte sie über den FuturiSmaS und KudiSmu« in fliegender Hast ur Regierung der Natur in SadinSky, zur Regierung de« Geiste« in de» MaschinendynamiSmuS Tatlin«, nnd schließlich zum „Nullpunkt der Kirnst' selbst, wie ihn Malewitich durch verzicht auf alle Au«. druckSmittel der Kunst (Farbe, Form usw.) erstrebt. Damit stehen wir vor dem Rückschlag de« russischen Nihili«mu« auf die Kunst. Darüber hinau« geht e» licht, und wir fragen un«: wa« wird die Zukuich Klugen? In kurzer Zeit gelang e« der Kunst-revolution, die Kunst von jeder Tradition zu be-reieu. Nun scheint der Punkt eingetreten zu sein, wo e« heißt, einen Weg rückwärt« zu finden, an« te« Chao« i» die Ord»ung. Zar Ncp. Da« heutige »»«kau «acht e<»e» »»llkomme» veränderten Eindruck gegenüber de« ko««u„istische» Moskau vor «e»i»e» Mo»ate». An Gt«ll« der »er. nagelte» Fenster und der halbleere» Gowjetläde» find «jeder Auslage» getreten, di« eine» Ueberfluß a» vinge» darbieten, »nd die Tode»starr« «ird vo» »eue« Lebe« abgelöst. M»«kan ist »u» unter der Herrschaft de« „Zar R«p", die« Ift »er »»;k«tü«lich» Na«e für N. E. P., d. h. No»aja Ek»»»«itche«kaj« P«litika, die „Ne»e WirtschafiS-Politik', die plötzlich de« durch den K»««»ni««u» »»«gezehrten Körper der Stadt da« Fieber eine» ungesunden Kapitalismus «ingei«pft hat. Dii« »eoe Mo»kau schildert der Sonderberichterstatter de« .Manchester Gundia«", Arthur Ranso«e, der jetzt ltagne Zeit l» Rußland ge««ilt hat. „Unter Zar Nep ist alle» erlaubt — da« ist eine Phrase, die «a» i««er wieder i« Ge. spräche höre» kann," schreibt er. . Unter dieser Herr-fchaft ist ein neue« Mo«lau entstände», eine Ungeheuerlichkeit. die aber im »illige» Gegensatz« zu de« alt»n M»«ka» der k»««unistischen versuche steht. Geschlosseneftäden findet «an »erhält»i««äß>> feite*. Elissejew« berühmte« Güßigkeite»gefchäft ist «it Gchokoladen und K»chen voll angefüllt; e« gibt Mengen »on elegante« Schuhe» und kostbare» Va«enhüten. An den Fenstern der Läde» prangen Mitteilungen: „Kein« Karte» «ehr notwendig, freier verkauf an alle Bürger," d. h. natürlich nur an solche vürger, die die niligen Millionen in der Tasche haben, vi« Caf6« sind überall wieder ge« öffnet; Musikkapellen spielen darinnen, und auch die altgewohnten Zigeunerinnen «it ihren bunten Kleidern und unangenehmen Stimmen sind wieder erschiene«. Zn den Blumenläden findet man die herrlichste» Bukett« in kostbar verzierten Körben, vnrch di« Straßen werden Fahnen getragen, die eine große Lotterie ankündigen mit Preisen i« Werte vo« »>er Milliarden. Bezeichnend sür die neue Zeit ist die ungeheuere Zahl »on Angeboten zur Erteilung von Stunden in Musik, Tanzen unb Schauspielkunst. Auch die Geschäfte mit Spielsachen und Bauernkunst sind wieder geöffnet, und man kann schon für 20.000 Rubel einen geschnitzten kleinen Holzsoldate» der Roten Armee erstehen. Die Läden find voll, und wenn auch manche allerlei Gerümpel enthalten, so herrscht doch in den Nahrungsgeschäften kein Mangel. Man sieht hier große Töpse mit Ka»iar, ganze Störe, ungeheuere Käse, sogar Apfelsinen, die wohl von den Diplomaten einer kleinen Ratio» eingeschmuggelt werden. In früheren Zeiten hatten die Laden nur höl« zerne Käse in der Auslage, jetzt sind die Käse echt, und der Grund, warum die« der Fall ist. bring, un» in den Mittelpunkt eine» der Hauptproblem«, auf dem Zar Nep beruht. Geld verliert in Moskau jede Stunde an Wert. Infolgedessen legt der kleine Händler in de« Augenblicke, wo er Geld bekomme, e« sogleich wieder an; morgen würde er weniger dafür bekommen. Also heißt e« keinen Augenblick verlieren: er rennt mit den P-pierwifchen fort und kauft irgendetwa«. Ein Barometer für den Wohl' stand der Bourgeoisie ist immer die Zahl der Droschken; dies« sind jetzt in großen Mengen vorhanden, wätz. rend man noch vor kurzem Mühe hatte, einen Wage» zu finden. Ein Droschkenkutscher erzählt« Ransom«, daß er SOO.OOO Rubel a« Tage verdienen müsst, um zu leben, und wenn e« eine Million se«, so sei er zufrieden. „Die Preis» find ja jetzt wahnsinnig," agle bieser Philosoph, .aber mir macht da« weni^ au«. Wenn die Preise in Millionen sind, dann ist mein Fahrgeld auch in Millionen. Unb wenn Sie jtute brei Rubel für »te Fahrt zahlen statt zwei, so wird e» Ihnen auch nicht viel machen." Gemeint waren natürlich 200.01)0 und 3UO.OOO Radel, aber die 100.000 verschluckt heut« der Moskauer. .Sowjet« rubel sind Märchengold," schreibt Ransom« weiter. „Leicht kann man finde», datz fi« sich »n der Ha»» in tote« Laub verwand«lt haben. Beim Einwechsel» »on englischem Selb tn Rubel erhielt ich verschiedene Halb«itltonen Noten, auf denen nicht 500.000 R»« xl gedruckt waren, sondern 50, m.i »er kleinen Bemerkung auf der Rückseite, daß jeder Rubel der AuSgave von 1922 da« zehntausend^che de« friih'i«» Werte» habe. Eine andere Methode ist da« Rechne» in Goldrubela. Die Regierung setzt tagtäglich einen Wechselkur» fest, der aus den «^tische» Got»rub«l bezöge» ist. Dieser offizielle Km« steigt ständig, aber er hält doch nimal« Schritt »it der eigentliche» Geldk»tw«r«»ng. Al« ich »ach MoSkau ka«, erhielt ich fftr ein «»glischa« Pfund 2'/t Millionen Rubel «d al« ich abfuhr, beka« ich fftr ei« Pfand Kummer 31 Eillier Zeitung «fit« S 3,900.000 Rubel. J«tzt wird man gewiß schon 4 Millionen Jtuce! bekommt» unb da» all« macht .3« N,p«. Pattlisch? Rundschau Inland. Da« Memorandum de» kroatischen Block»«» für Genua. Wie di« Bozrader Politik» berichtet, ist die Regierung voo der jugoslawischen Delegation in Kenntnis gesetzt worden, daß die Denkschrift »ei kroatisch?» stockt« all« auf »er Konserenz vertretenen Staaten entgegengenommen haben. Welchen Eindruck ci aus sie y.macht und wieweit e« die Stellung unser s Staate» in GeilUa geschwächt habe, sei noch nicht bekannt. Die Stellung^«« SAS Staates tn Genua In Belgrad find beunnihigei.de Nachrichten eingetroffen, deren Eiadiuck allerding« durch vtr> schiedeie Berichtigungen abgeschwächt wird. So soll Dr. Brncsch aus einer Sitzung der politischen Kommission erklärt haben, die Tschechen seien frei und hätten vorerst ihre eignen Interessen zu schützen. Deshalb gäbe es auch in keiner Kommission einen jugoslawischen Vertreter. In den Kreisea der jugoslawischen Delegation herrscht der Eindruck vor, daß sich die Delegation zurückziehen müsse, wenn sie keine entsprechende Vertretung erhalte. Die Tatsache, daß Jugoslawien bis nu» noch in keiner Kommission vertreten sei, hat tn der Delegation große Unzu. friedenhrit erregt. Man hat erklärt, daß Jugoslawien niemals die Rolle eine» stummen Statisten spielen dürfe da et da« P. estige unsere« Staate« verlangt, aktiv an der Konferenz mitzuarbeiten. — Der Miaisterr.tt hat am 12. April die Nachricht er halten, daß di« alarmierenden Meldungen über die möglich« He.mkehr unserer Delegation unrichtig seien. Die Bande zwischen de» Mitgliedern der kleinen Entente lete» fest uud c« drohe keine Gefahr. Englisch« ginsensorderungen. Wie »u Ljubljauaer Slovenec meldet, hat die englisch« Regierung tine Note an die SHS-R«. gierung gerichtet, in der dte Bezahlung der Zinsen von 25,01)0.000 Psu»d Sterling sür die biet ver> gzngenen Jahre gefordert wird. Die Zinsenbelräge sollen iin Verlause eine« Jahres bezahlt werden. Da die Verzinsung eine b^ige ist. müßte unser Raat bloß an Zinsen über eine Milliarde Dinar den Engländern abgeben. Austand. Die Arbeitseinteilung der Konferenz in Genua. Die Arbeitseinteilung der Konserenz erfolgte durch die Ausstellung von vier Haupikommissioneii und deren Uulerlommissionen. Die vier Haupt, kommissionen find: 1.) Die politische Kommission (russische Fragt) unter dem Vorsitz dt« italienischen Minister Präsidenten De Facta; 2.) die Finanzkom-Mission unter dem Borsitz de» Engländtr« Hoorne; 3.) die Wirtschaftskommission unter dem Franzosen Tobrat und 4.) die Tran»portkommissi«n unter dem Belgier Theunts. In den Hauptkornmissionen sind alle Konserenzstaatrn vertreten. In den Untnkom-misstonen hab«n die fünf Alliiertenmächte, serner Deutschland und Rußland ihre Vertreter. Jugoslawien ist durch Dr. Kumanudi in der Finanzunterkommission, durch Dr. Nincic in der politischen Unterkommission und durch veltzar Iaukov.e in der Wirtschaftskommission vrrtreten. Die Frage d«» Schutze» der völkischen Mlndertzeiten auf der Konferenz »on Genua. Aus der Sitzung der Weltwirtschaftskonferenz »on Genua am 11. >pril hielt der unzarische Miuister Präsident Traf Bethlen tint Rede, in welcher er gegen die Unterdrückung der ungarischen Minderheiten durch die Tschechoslowakei, Rumänien und Jugoslawien protestierte. Er forderte die Huf. stellung einer Unterkommission, der die Verhandlung über den Schutz der völkischen Minderheiten über-tragen werden soll. Der tschechische Ministerpräsident Dr. Benesch entgegn.te ali Wortführer der kleinen Entente, daß er nichts gegen eine solche Unter-kommission einzuwenden habe, daß aber hiebet sicher lich ein Konflikt mit dem Völkerbund« zu gewärtigen sei, da dieser allein für Streitigkeiten hi-n'ichilich Sei Minderheitenschutzes zuständig sei. Auf Antrag b* ttali«mschen Ministerpräsidenten De Facta würbe beschlossen, eine solche Unterkommission aufzustellen und in sie je einen Vertreter der fünf einladenden Staaten, ferner je einen Vertreter Deutschland« und Rußland« und vier Vertreter au« d:r Gesamtheit der übrigen Staaten zu entsenden. Tschitscherin ver-langte im Hinblick auf die russischen Minderheiten, die sich in den meisten Staaten befinden, für Ruß land zwei Vertreter, worauf dec Franzose Barthou vorschlug, c« mögen die Großmächte je zwei ver-treter in der Kommission haben und auch Deutsche darin vertreten sein. Der «ntrag de« Schweizer« Motia und L'oyd Georges stellte einen Kompromiß« vorschlug dar, wonach eine Kommission von el Mitgliedern ausgestellt werden solle, tu welcher di« einlaufenden Staaten je einen Vertreter, die übrigen Staaten zusammen sechs Vertreter haben sollten. Dieser Antrag wurde angenommen. In der Kom« rn i ff ton sind unter anderen Breating für Schweden, Ektrmunt für Polen. Bratianu für Rumänien und Moita für die Schweiz. Dr. Benesch hat seine Wahl abgelehnt. Ein Bund der europäischen Staaten. Wie dem Pctit Parisien aus Genua gemeldet wird, trägt sich Lloh, Gcorge mit der Absicht, dcr Konferenz eincn europäischen Staatenbund vorzu» schlagen, der zunächst sür zehn Jahre Gültigkeit haben sollte. Alle europäischen Staaten würdeit in diesem verband« die Verpflichtung auf sich nehmen, ihre Nachbarn nicht anzugreifen. Dte kleine Entente, die »on den großen Staaten in Genua nicht al» Ein-heil anerkannt wurde, abxr im Sinne der gefaßten Beschlüsse einheitlich auftritt, verlangt die Feststellung »»n Sanktionen in dem Entwürfe, die im Falle eine« Angriffes von Seite dieses oder jenen Staate» angewendet werden sollen. — Wie es scheint, will Lloyb George dem Problem der Abrüstung aus diesem Wege nahe kommen. Die Annahme dieses Planes würde die Borwände für die überspannten militärischen Rüstungen wegräumen. Groher Eindruck der Russen in Genua und Vereinsamung Frankreich». Der bekannte Chefredakteur der Londoner Time», Steed. berichtet feinem Blatt«: Da« Hauptinteresse aus »er Konserenz erregen dir Bolschewken. Sie haben bis jetzt noch ktinen Fehler gemacht und manövrieren äußerst geschickt. Es entsteht die Frage, ob di« Anerkennung der Sowjetrepublik überhaupt noch zwufelhaft ist. Der bolschewikischen Delegation gegenüber wirken alle übrigen direkt schwächlich. E« ist nicht «»«geschlossen, daß sie ans die Entwicklung dcr Konserenz mächtig einwirken wird. Wenn die Bolschewiken auch sürderhin so vorsichtig bleiben, müssen sie große Erfolge erringen. Frank.eich setzt stch auf jeden Fall der Gefahr der Isolierung auS, wa? e« augenscheinlich auch selbst schon eingesehen hat. Tschitscherin über Rußlands Verhältnis zu Jugoslawien Der russische Volkskommissar äußerte sich in Genua einem Berichterstatter dcr Beograder Politik« gegenüber folgendermaßen über da« Verhältnis Rußland« zu Jugoslawien: „Solange wir in Ruß-land keine Einheitsfront hatten und gegen mehrere Fcinde kämpjen mußten, haben wif die Agitation auch in andere Länder hineingetragen, um dte Lage dahin zn erleichtern. Jetzt greift un« niemand mehr an und wir haben daher auch keinen Grund mehr, uns in die inneren Verhältnisse fremder Staaten einzumengen. Jed«r Staat mag tun, wa« er will. Wir waren schon willen«, die Beziehungen mit Jugoslawien wieder anzuknüpfen, aber die Beograder Regierung hat un,ere AnttäherungSversuche abgelehnt, da sie mit dein gegenwärtigen Regime in Rußland nicht verhandeln woll«. Die Sowjetregierung wird e« begrüßen, mit Jugoslawien wieder in Verbindung zu treten, da« keine Ursache hat, zaristische Propa. ganda gegen Rußland auf seinem Boden zu dulden." Reue Sanktionen? Wie a»S Genua gemeldet wird, ist die Eut-scheidung der Reporuliondkommissivn über die ab-lehnende deutsche Anlwort ber«itS ersotgt. Die R« parati0f«kvminission wird, fall» Deutschland, wie e« in seiner Aiitwoitnote mitgeleilt hat. d'e im Mai fällige Rate von 60 Millionen Goldinark i»;chi bezahlen werde, Deut chlan) in Verzug erklären und die Mi.tttlung davon an die Regielungen der Entenle erstatten^ d:e dann ihre weiteren Schritte zu be-schließe» hatten. Die französische Deleganon in Genua erklärt bereits, ».iß unter diesen weiteren Sch itt.n »Ichl« ai der?« al« neu« territo >alc Sink tionkn Im Rihrzebiete verstanden werden könnten. I« franzisischen Delegationskreisen herrsch! unser» kennbar die Absicht, aus der Rep»ratioa»frag« «inen vorwand zu konstruier«», unter d«m sich Frankreich von der Konf«r«nz zurückziehen könnte, we in es ihn au» anderen T ün»en nötig erschiene. Beschloss« der Konferenz de? Rachfolge-staaten in Rom. D»e Ftnairzkomrnissiou der römischen Konferenz hat di« Uedereiiikommea Über sehr wichtig? F.ageu der Liquidierung der früheren östrrreichifch-ungarischen Monarchie fertiggestellt.' Das erste Uebereinkommen zwischen allen Nachfolgestaaten betrifft die Zioil- u«i» Militärpensionen und brru'jt auf dem Grundsatz, daß jeder Nationalstaat die Ruhegehüli« jener ehe. maligen Beamt-u übernimmt, die nun seine Staat» bürger geworden sind. Da« zweite Ueberelntommeii da« zwischen v-utschösterrelch und Italien abg> schlössen wurde, betrifft die LindeS- un» Gemeinde Pensionen Da» drille Ankommen, das zwischen aZen Nachfolgestaaten abgeschlossen würd«, bezieht sich aus die Postsparkasse, die al» österreichische« Iusti« tat ausrecht bleibt, jedoch die Gebarung für Sa» Gebiet »er Nachfolgestaaten an die neuen nationatea Institute ausscheidet, denen gewisse Aktiven zur D k kung ihrer G.barung übertragen werden. Das vierte Uebereinkommen desch änkt sich zunächst auf da» B:-fahren der Fertigstelln» j der Verwaltung»ichuld.,i Schließlich wurden drei Uebereinkommen zwiichea Deutfchösterreich und J'altrn, betreff?«» die Vor-kliegoschuideu gegenüoer Altitalien und gewisse E»t-schädigungen für d:e Kr«,g»maßnahmcn aus »er gleichen Grundlage, wie die bereit» bestehenden Lei. ttäge mit Frankreich, England und Belgie-,. ubg«. schloss«. Aus Siuü! uuit Luuü Sonnige 0st«rf«tertage Während der Palmsonntag vo,i Woikeir grau verhängt war u»d dor zum ersten Male aufirt'en. Seite 4 Ernennung Zum Leiter der Polizeiabtei, lung in Celje wurde der Polizeirat Herr Dr. M. Senekovit ernannt. Die Agenden der Polizeiableilung wurden gelegentlich seiner Amtsübernahme beträchtlich erweitert. Preisbezeichnung auf Lebensbedarfs artikel Wie un» das Polizetamt Eelje ersucht mitzuteilen, wird in manchen Fällen der Lorschrist »<« Gesetzes über die Teuerung, die sür alle zum verkaufe ausgestellten LebenSbedarsSartikel deutliche PreiSbezeichnungen vorschreibt, nicht entsprochen. Es liegt im Interesse der in Frag« kommenden Handel« kreise, dieser Borschrift pünktlich nachzukommen, um unnütze Störungen und Strafmaßnahmen zu ver-meiden. Iagdversteigerung. Die Bezirkshaupt. mann!chaft Konjice ersucht uns um kostenlose Ver. ösfentlichunz nachstehender Kundmachung: Am 22. April weiden im W-ge öffentlicher Lizitation die Iagdrechte nachgenannler OttSgemeinden in Pacht qeaeben werden: 1. Vrhov?je — 1038 ha, Au»-ruspreiS 50 Dinar; 2. Oloifo — 464 ha, 200 Dinar; 3. Oplotnica — 2343 ha, 500 Dinar; 4 Kot — »5.01 ha, AuSrusprri« 112-50 Dinar. Die ver-steigerung findet in der Gemenidtkanzlei zu Oplot-nica bei «vnsue um 2 Uhr nachmittag« statt. Ein verein der Wohnungsmieter in l lionen Kronen geschätzt. Uebtr die Brandursache ist , och nicht« bekannt. Die Tatsache, daß nun schon der zweite große Mühlenbrand — vor kurzem wurde die Franzmühle in Martbor ein Raub der Flammen — an einem Sonntage entstanden ist, in einer Zeit, da di« Mühlrn stand«n und niemand in ihren Räum lichkeiten war, ist j-densall« einiger Beachtung weit. Bergakademie in Maribor. Das Mini-sterium für Wälder und Bergwerke hat beschlossen, in Maribor eine Berghochschule zu erricht«». Sie wird die einzige ihrer Art im Staate sein. Hydrotechnische Abteilungen. Der König hat einen Erlaß unterschrieben, demzufolge blondere hydrotechnische Abteilungen in Etlje für die Bezirke Eelje, Konj ce, Br,',ice. Kiiko, SoStanj. Slovenj-»radec, Rogatec und Ptuj un» in Maribor für die Bezirke Maribor. Prevalje, Ljutomer und MurSka Sobota aufgestellt werden sollen. Dr. 8u»terSie' Buch. Der ehemalige Führer der slowenischen Klerikale Dr Ivan c, der feil dem Umstürze in politischer B«rbannung lebt, hat am 12. April in Ljnbljana ein« Broschüre er-icheinen lassen, die im Mittelpunkte des politischen Tage»interesses steht. Der frühere „Herzog der Kle. rikaleu", wie er sich in seiner Schrist nennt, stell« in ihr di« Wirksamkeit der Slowenischen volttpartei unter d«r Führung de» Dr. Koioäcc in ewem Lichte dar, da« die Absicht klar hervortreten läßt, die Partei zu sprengen. Die Wirkung deS Buches. daS die gegenwärtigen Führer der Slowenischen BolkSpartei auf da» schärsste verurteilt, bleibt abzuwarten. Jeden-soll» wird eS, wie av« den mehr al» befriedigten «ommtntaren »er demvk.atischen Pr.sj« hervorg«ht, von den gegnerischen Parteien al« hochwillkommenes Kampfmittel betrachtet. Reform der slowenischen Rechtschrei bung. Wie aus Ljubljaua gemeldet wird, ist am dortigen städtischen L'zeum ein Streit au«gebrochen wegen der Aussprache de« I; die eine» forderten die reine Aussprache al« l, die anderen aber setzten sich dasür ein. daß da« ! wie t au«zusprechen wäre. Da eine Einigung nicht zu erzielen war, wurde die An-geleguiheit dem Oberschulrate zur Entscheidung vor-gelegt. Dieser holte da« Gutachten de« Professor« Dr. Brefnik ein und später noch da« Gutachten der philofrphisclen Fakultät bzw. der Prosessoren sür Slawistik. Diese Sachverständigen haben sich sür die Aussprache de» l al« v erklärt. Die demokra-tischen Biälter warnen vor dieser Umwälzung aus dem Gebiete der slowenischen Rechlschreibung, well stch die Slowenen dadurch noch mehr von den übrigen slawischen Sprachstämmen entfernen würden, Cilllct Zeltung und »mpfehlen die Wiedergab« de« I im Mittelwort« d«r Vergangenheit durch «Inen Laut, d«r zwischen dem o und u die Mitte bält. Krise tn der Sektion für Bolksge sundheit. Wie der Slov. Narod vo» 11. April berichtet, beabsichtigt der Chef der Gesundheit?sektio>» sür Slowenien Dr Olmar K>aicc seine Stelle nieder» zulegen. Di« Hauptursache der Krise Ist in der Ber. ständniSlosigkeit zu suchen, mit der die Zentralre gierung den Bedürfnissen Slowenien? auf volkSge« sundheitlichem Felde gegenübersteht. Die Frage des WeiterbestandeS der slowenischen Spitäler befindet sich noch immer in einem kritischen Stadium und fall» e« nicht gelingt, die entsprechende Finanzierung dieser Humanitären Einrichtung.« rechtzeitig gründlich zu ordnen, ist e« nicht ausgeschlossen, daß die fak-tische Notwendigkeit eintreten wird, alle Spitäler zu schließen. D.e Sache Ist demnach so wichtig und brennend, daß man ihr die größte Ausmerkiamkeit wird widmen müssen. Die slowenischen Abgeordneten im römischen Parlamente richteten eine Juker. pellation an die italienische Regierung, in der sie Aufklärung darüber verlangten, warum die Post-direktion in Trieft in jüngster Zeit die Ausfüllung von Postanweisungen in slowenischer Sprache unter-sagt habe. Ein Glanztag der Partei der Deut-schen. Da« deutjche valksblatt in Neusatz schreibt über die Gründung de« OrtSverbandeS Neufutok bei Neusatz der Partei der Deutschen unter anderem folgende«: Der gestrige Tag (9. April) wird in der Geschichte der Partei der Deutschen unvergeßlich bleiben. Gestern fanden in Neufutok nacheinander und im gleichen Lokale zwei Versammlungen statt, deren erste von der deutschen und deren zweite von der seibisch radikalen Partei einberufen worden war. Bei der zweiten Versammlung bot sich nun die Gelegenheit, über verschiedene offene Fragen der deutschen Bevölkerung mit maßgebenden serbischen Persönlichkeiten vor einem großen Publikum eine Aussprache herbeizusühren.. ES waren außer dem Obergespan von Neusatz Sliepcevic und »,m Neu-satzer Oberstuhl,ichter Dr. Petrovic mit Automobil zur Versammlung gekommen der Postminister Dr. Zarko Miladinomc und der Minister z. D. Dr. Stavko Mlcetlc sowie der Generalsekretär der Skup> stina Dr. Jar.j c Die letzleren drei Herren ent-wickelten das Programm der radikalen Partei und forderten die deaischc Wählerschaft auf, dieser Partei beizutreten; sie wurden aber von unseren Rednern den Herren Dr. Stephan Kraft au« Jndj ja und Dr. Han« Maser au« Semlin so treffend, so kräftig und wirksam widerleg», daß sich die von der serbisch-radikalen Partei einberufene Versammlung zu einem überwältigenden Erfolge der deutschen Partei gestaltete. Die Begeisterung, die in Neufutok über diesen Triumph der deutschen Partei herrscht, ist ungeheuer, der Jubel der VeisammlungSteilnkhmer unbeschreiblich. Und die Berichte über die gestrige Tagung werden hinau»flattern in alle deutschen Gaue, zu allen deutschen Brüdern in diesem Staate und ihnen al« Ansporn dienen, der Partei der Deutschen die Treue zu bewahren, selbst wenn Menschen mit Engelszungen kämen, um die deutsche Wähler-schast für eine slawische Partei zu gewinnen. ES war ein Tag de« Sieges, der Freude und de» Jubels. Maxim (BorKi über Deutschland Russische Blätter veröffentlichen einen Brief Maxim Gorkt'S au« Deutschland, in dem e« heißt: »Hier in Deutschland befindet man sich in einer.Umgebung, die einen mächtig zur Arbeit anregt, sie arbeiten so eifrig, mannhaft und vernünftig, daß mau uuwill. kürlich feine Achtung vor ihnen wachsen fühl» — trotz ihre« BureaukcatiSmu«. Die Felder in Deutsch-land vo» Soönowice bi« Beriin sind staunenswert bebaut, da« Winterkorn steht herrlich, überall Sauber-fett, O.dnung, übn all fühlt man die Gewalt der verständigen Menschenhand, die ihr Land lieb hat. ES Ist alleS wie vor dem Kriege. Trotz aller Streik» ist da« Leben überall in steter, itaunenelregender Bewegung. Leute, die au« London ^kommen, be-Häupten, daß Siraßenblld Berlin« sei ungleich be< wegter al« ia London. Ueber seine Landsleute In Deutschland sagt Go ki, er merke bei ihnen nicht« vou der aufrichtigen Wehmut, die — solle maa ■einen — jeder russische Emigrant in Deutschland empfinden müßte, wenn er die eisrlge Arbeit der Deutschen an der Wiedergeburt ihre» Vaterland?» betrachtet." Ein Opfer oppositioneller Derwil-derung. Unter diesem Titel schreibt der Ljnblja« Zimmer 31 naer Jutro vom 11. April: Der bekannte Dalma-tiner Journalist Lupt» befand sich aus einer großen vortrag«tournee in Amerika, die der Propaganda sür die jugoslawische Einheit gewidmet war. Bekanntlich besteht unter den amerikanischen Jugoslawen eine sehr starke Anhängerschaft des kroatischen Blocke« und der Radicpartei. Die Lorträge Lupi»', die vor allem die himmelschreienden Lügen niederschlüge?, die über un« verbreitet sind, hatten in der Tat unter den Jugoslawen In Auerika großen Erfolg. Deshalb wurde Lupi« d.n Block- und Raditanhingern bald ein vorn im A»ge. Zu einem Bortrage in Chicago kamen sie deshalb mit der Absicht, den idealen Agitator anzukallen. Sie provozierten einen großen Lärm und eine Rauferei, stürmten die Rednerbühne und erschlugen im allgemeinen Wirbel den Lupi«. Die Polizei schritt zu spät ein und fing nur noch einige Todschläger. Oesterreichische Reisende, die unseren Staat besuchen, »ragen häufiz Schußwaffen mit österreichischen Waffenpäffen bei sich. Oesterreichische Waffenpässe haben für Jugoslawien keine Geltung und die Schußwaffen werden durch die Grenzkon-trolle in Maribor abgenommen. gagreber Messe. Der Postminister hat die Bewilligung erteilt, daß die R-klamemarken, welche die Zagreder Messe herauSgeben wird, auf Postsendungen ausgeklebt werden dürfen. Diese Marken werden in kürzester Zet» in den Verkehr gesetzt werden und sind Im Messeamte zu erhalten. Arbeitslose Engländer tn Deutsch österreich. Ja den österreichischen Alpenländern halten sich gegenwärtig einige Tausend arbeitslose Engländer auf. Sie wurden von ihrer Regierung vo> läufig für zwei Monate mit der Arbeitslosen. Unterstützung beteilt, mit dem Bedeuten, sich in Deutschösterreich und Deutschland nach Arbeit um-zusehen. Sie wohnen in den vornehmsten Hotel» von Salzburg und Innsbruck und können für ihre verpflegu.ig 19 Schilling gleich 24.00J bi« 25.000 österreichische Kronen, täglich ausgeben. Gewalttätigkeiten eine» Verbrecher« vor Gericht Au« Kopenhagen wird berichte»: Ein berüchtigter Syndikalist, namen« Hendriksen, all-gemein Hendrik der Löve genannt, der wegen Wildern«, Raubübei sollen und Gewalttaten den größten Teil sein«» Leben» im Gefängnisse verbrachte, sollte kürzlich vor dem Richter in Aarhu» erscheinen, um sich wegen nichtbezahlter Geldstrafe zu verantworten. Während seine Frau, die al» Zeugin erschienen war, vernommen wurde, stürzte sich Hendrik plötzlich auf den Vorsitzenden de» Gerichte« und fchlug ihn zu Boden Einigen Zeugen, die den Rasenden fassen wollten, erging e» nicht besser. Zuletzt machte sich Hendrik Über den Untersuchungsrichter her, den er ebenfalls zu Boden schlug. Hierauf schlug er sich durch die Polizisten und Zuschauer hindurch, schwang sich auf ein Fahrrad, da« einer GerlchtSperson ge höcte und vor dem ÄerichtSgebäude stand, und floh in die Wälder, in denen er von Jugend aus »er-traut ist. Man hat bisher keine Spur von dem Verbrecher. Hendrik hatte vor einiger Zeit eine Kontroverse mit dem Minister de» Innern, der stch in einer Wählerversammlung über seine etwa» bombastische Weise lustig machte. Hendrik erwiderte aus die satirische Aeußerung de« Minister»: „Warte, du dumme» Schwein, bis wir die Macht haben, dann wird dir die Sache bedeutend weniger komisch vor-kommen." Feuer unter Wasser. Die moderne Technik steht immer häufiger vor der Notwendigkeit, Eisen-kouftruktionen unier Wasser zu zerschneiden. Bei der Ausführung dcr Spreetunnelbauten für die Berliner Untergrundbahn wurde diese» technische Problem akut. E« gelang bei dieser Gelegenheit, den Sauer-stoff-Azetylen-Schneldebrenner so durchzukonstruieren, daß er auch in größeren Wassertiesen mit heißer Flamme im Wasser selbst brennt und «isen schneidet. Der zur Verbrennung notwendige Sauerstoff wird durch ein Rohr zugesühri. Die Flamme hat einen solchen Druck, daß das Waffer sie nicht zu löschen vermag. Rimske toplice. Römerbasfin zu Ostern eröffnet! KRmnmtt S1 €111f11 Kett»»ß t Seite * Wirtschaft u»i> Vtrkehr. »uf dem Sei« tu die votmatziokeit de« fremden Kapit»!««. tkt Lj»bljanaee Mo»en«c brWgt tim Aatz»g tu« «i»em leUartitel be» Surtsche» Eolttfclattt», ia de» «I heißt: }« Jahre 1910 kostete ei« fraazßstscher Fra»k drei jngo slawisch« Kro»«», ei»e Sutt»aa»->ktie tOOO Krone», jetzt kostet ei« französtfchec Frank 2»—30 K»»»e». G«tt««a litzO. Nastcer Holz i» Jahre 1>Z0 lfcOO ftroaeit, i« Jahre 1A22 jedoch bOO Kroae» un» ähnlich. Diese erstklassigen ,#(o»cnij«"'$»1j« Jiatzitor wavdern i« großm Stiße» »och der Tscheche-lomakei, »o sie da» sranztstsche Kapital ansfangl. Zn einigen Jahre» »ird Frankreich der Hauptaktiouär niforec Helzwd»stri« fct», »tifc dan« blt Betrieb« «weiter» m» f»r einig« Graske» Milliardenweret ans laufn. «ne innere ff taatoanlei|« von «tner ZMIierrd« Wie di» Ieograder Pratzda m»ld«t, beabsichtigt der Fi»anzminister ein« innere Anleihe i« Best eilte Sottn ;t a»sz»»ehme». Die laltihe wtrde vermeidet »»de« |« Au»bess«ru»g der Eife»tahnstrecke», ffl« de« 0«a staatlicher G«bänd«, t»r Ber»i«der»«t de« Papiera«ldu«laufe» «nd zur Rbzahlnig der Staatsschuld bei der Natioualdank. «ie »krde sich mit 5'/, %' verzinsen «nd i« Lotterie, »ege «»vrlisiert »erden. >«i der Au»schr«ibu»g »erde« die N»ch!« der Eiaenttmer von öfter.eich-ungarischen vorkri«g»staat»obllgation«n und die Rechte der Eigentllmer, der gelegentlich der Kro»e»«dste«> pelung au»gegeb«»M SO % i|nt von» in Uetracht (jtjo|fn »erde». End» der V»d«n»e«teiluna. ver Minister fftr Agrarreform h«t jede »eitere Verteilung von Grind und Boden eingestellt, da bereit» alle Li»-dereten. die de« Sroßgrnadbesttzer» weggenommen »urde«, zur »»fteUnng gelaugt sind. Die La»d-Verteilung »ird erst »ieder >nf Grundloge eine» nettM Gesetze» erfolge». Landwirtschaftliche Maschinen au» Deutschland. Dieser t«|< »ird in Geograd die erste Partie land»i»tfchaftlicher Maschine« i» Gesamt-gewichte von 7000 To«»e« einlange«, dte Deutschland aus Nechnuag der Neparation a» Gerbien liefet 9) (»Ud»»m4 Verbot««.) Hrandhotel Waßylon. Uoman von ?lrn»tb AenAett. „Zch bin ei» echter Amerikaner," sagte Nackfole-.aber «et« Nater, »er seine Lanftaha al» Aimmer, wärter ei»«» Oxforder College freg«n«, n«d schließlich in Pitttbnrg zehn Millionen Dollar» am lisen verdiente, »ei« Vater wir klug zeiug, »ich in England erzieh«« zu lafsen. Ich hatte »eine d»i Jihre Oxford so gut »ie itgsuk «in Sohn de» de Leren Wtttelstande», Da» »ar »ir sehr gefu«d. Ich lernte, daß die englische Sprache von der a»e-rikauischen »erfchieden und daß sie besser sei «I» diese, «nd »aß «» i« englischen Leben etwa» gibt — ich habe noch nicht genau herau»zefunden, w »» «» ist, — da» die Amerikaner nie erreichen werden. Ich bitte Sie," fügte er hinz». „in den vereinigten Staaten bestechen wir noch immer «nsere Nichter nnd unsere Zeitungen. Wir sprechen vom 18. Jahr« hundert, al» »ire e» der Beginn der Welt. Ja, ich will mich in London festsetzen. Ich werde mir ei« Hau» in Park Lane bauen und irgend eine» »r« alten Landfitz erstehen, dessen Geschichte so lang ist »k vie Paciflc'fflailmog, und ich werde »ich schtn langsam zur Nuhe setzen. Wissen Gie, für ei««n Millionär bin ich ein recht gutmütiger und geselliger Kau», und habe »och keine sech» wirklichen Freunde in ganz New Dork. Wa» sagen Gie dazu?'. „Und ich," fazte Babylon, .habe keinen ei«, zigen Freund, außer den Freunden meiner K»aben-ze»t in Laufanne. Ich habe dreißig Jahre in Engla»d gelebt »nd nicht» erworben, al» die vollständige Be-herrschung dcr englische» Sprache »nd genug Gold» äiicfr, um eine hübsch große «iste damit anzufüllen.« Die zwei Goldaristokratrn stießen gleichzeitig eineiu. tiefe« Seufzer au». „Apropo« Soldstücke." sagte Backsole, »wieviel Geld meinen Sie, kann sich Jule» möglicherweise erwart haben, während er i« Ihren Diensten stand?" „Ohl" — Babylon lächelte, .ich möchte nicht gerne raten. Er hat unvergleichlich« Gelegenheiten gehabt, ganz einzige Gelegenheiten." .Würden Ihnen zwanzigtausend Psund unter diesen Umständen al» außergewöhnlich viel erscheinen?' »Durchau» nicht. Hat er Ihnen Geständnisse gemacht?' .Bi» z» eine« gewisse« Grade, ja. Ich habe iha eutlasse».' „Gie habe« Aule» eatlafs««?" ,fBaru» »ich»?" ,fl gibt kei«e« Gru«» dagege«. Aber ich war scho« zehn Jahre la»g geneigt, ihn zn entlassen und hatt« nie bt* «al e» in »Ich oerfichere Jhne», e» »ar «in ganz ei»facher Lorgang. Bevor ich »it ihm fertig »ar, konnte ich de« Kerl ganz gut leide«.' .Miß Spencer u«d Iul«» — brld« a« ein«» lag« »egl" »«rm«lt« Felrr Babylon. „Und »iemand, der ihre» Posten einnimmt,' sagte Backjole, »u»d doch geht da» Hotel ruhig feine» Gang »eiter.* — Kurze Zeit dara»f fand Nacksol« zu seinem Erstanaen, daß Miß Spencer» Platz im Büro vo« einem stattlichen, gebieterische» Mädchen eingenommen »ar, de» ein einfach»» schwarze» Kleid sehr vorteil, haft sta»d. ,U» Hi»mel»»illen, ftelU!' rief er verblüfft, .wa» treibst du hin?' „Ich bin auf Miß Gpencer» Posten. Ich »ill dir bei deinem Hotel helfe», Papa. Ich glaube, ich werde ei« vorzüglicher Bürochef werden. Miß Srlina Smith, eine der Gchreibmaschinendame« au» dem Büro, hat wir versprochen, mir all« Künste und Kaisse beizubringe» »ad ich »erde mein» Sache ganz gutchmachen." .Aber, schau mal, Heien Backsole, nanz Londo» wird darüber rode« — die reichste amerikanische Erdi« al» Hvlelbeamtm! Nnd ich bin zu »eine» Erholung hergekommen, um Ruhe zu genieße» I" „Papa, haft du da» Hotel auch zum Ausruhen und j«c Erholung gekauft?" „Du hast aus dem Steak bestände«," «ntgeg-n«ie er, .aber jetzt schau, daß du da 'rauSkommst.' »Hier bin ich, hier bleib ich!' sagte Nella und lachte ihrem Vater in» Gesicht. Gerat« in diesem Augonblick erschien der Kops «i»e» blonden, «Iwa dreißigjährigen MaaaeS am Schalter de» Büro». Er «»ar sehr gut gekleidet, sehr aristokratisch in der Haltung und schien recht verdrießlich zu sein. Er sah NeUa scharf an und rief plötzlich: „Ach! — Sie?- .Ja, Durchlaucht, ich bin «» wirklich. vat«r, da« ist Se. Durchlaucht, P«inz Aribert von P., ei»er unserer werlisten GSste." »Sie lenneu meinen Namen, Fräulein?" flüsterte der Prinz in deutscher Sprach«. „Natürlich Prinz." Nella s";* lächelte liebenswürdig. »LetzieS Frühjahr, in Pari«, waren ste einfach Gras Steenbick, wahrscheinlich reiiten sie da-mal» inkognito —" .Schweigen Sie,* st«hte er mit einer beschwichtigenden Handbewegung unb erbleicht» bi» uatrr die Haare. G G G Fünfte» Kapitel. , Im nächst,n Angendlick plauderte« alle drei ganz un« defangen miteinander, jedenfall» macht« ihr« Unterhaltung einen sehr ungezwuagmcn Eindruck. Prinz Arib«rt» Benehm«n g«. gen Nella würd« sogar «Hr. s»cht»vvll und Mr. Racksole gegenüber war er freuudfchaft. licher al» ihre beiderseitige Stellung e» erfordert». Den Amerikaner b»lnstigt» e», diesen Gprißling eine» königliche« Geschlechte» zu beobacht»«, etwa», »ozu er i» seinem Lebe« noch «ie Gelegenheit ?gehabt hatte. Gnu Urteil war. dcr j«»ge Man» ei recht genandt, hab« (einerlei Mitzche» an sich nnd würde eine» ganz vorzüglichen Geschäftsreisende» skr eine erstklassig» Firma adgeben. Die» »ar Theodor Backsol«» vorläufige ftnficht über den Man», her einet läge» der:**::>£ikc Fstrst von P. »erden ko»»le. E» siel Nella ein u»d ste »ußle über de» Gedanke» lächeln, daß ein Hotelbßro wohl ka»» der geeigaet» Ort sei, diesen vornehmen jungen Man« zu empfangen. Da stand er, den Kops durch de« Schalter gesteckt, an der Holzverschalung lehnend, al» wire er »in Makler oder der Direktor irgend einer New-Aorker Varittö-Gesellschaft. „Neisen Durchlaucht ganz allein?' fragte Nella. „Ja, durch ein« Neihe von Zufällen bi» ich alle«, mein Begleiter sollte mich aus bem Bahnhof Ehariug'Troß erwarte«, tat e» aber zu »einem Erstaune» nicht; ich kann »ir nicht erkläre» warum.' »Mr. Dimmock?" fragte Häcksels. „Jawohl, Dimmock. Ich kann mich nicht er-innern, daß er jemal» eine Verabredung versäumt hätte. Sie kennen ihn? War er hier?' .Er- speist« gestern abend» mir nn».' sagte Racksole und sägte bo»haft hinzu: „Auf Nella» besonderen Wunich. Aber heute habe» wir iha noch nicht gesehen Ich weiß jedoch, daß er die Staat», gemächer und ein anstoßende» Zimmer bestellt hat — ich glaube Nummer 55, nicht wahr, Nella?" „Ia, Papa,* sagte sie, nachdem ste die Zi»mer. liste geprüft hatte. »Durchlaucht wüitschtil wahr.' scheinlich aus Ihr Zimmer, will sagen Ihre Gemächer geleitet zu werden?" — Und dann lachte sie den Prinzen nngeniert an. »Ich weiß nämlich nicht, wessen Sache da» eigentlich ist. Papa und ich kenne» uv» in dem Geschäft, ehrlich gestanden, noch nicht sehr gut au». Wissen Sie, wir haben die ganze Herrlichkeit »rst gestern Abend gekauft." „Sie haben da» Hotel gelaust?" rief der Prinz erstaunt au». „Jawohl," sagt« Nacksol«. „Und Felix Babylon ist fort?" (Zortsttzung solgt.) SCHÖNHEIT der Haut, de« Geeicht«*, dos HiImo, dor üiada nnd Arm«, »oirie ochtJaer Haarwueho worden nur durch Tornnnftijje Schönheitspfle^a erreicht. Tausende Anerkennungen oind von allen Llndorn d«r Erde eingelangt fflr Apotheker Feilere: .ELSA-LILISMMILCHSEIFE: die Bildest«, feiaot? .ELSA* Schönheitsoeite; 4 St. eatnt Fackung u. Porto 120 K. ■ .ELSA' GESICHTSPOMADE behebt alle Haatunreinigkaitea. Sommersprosse«], MiUsser, feiten u. o w., macht die Haut weieh, rosig-wsiss und rein. 2 Pertellantieg«! samt Packung und Postporto 80 Kronen. __TAWWQCWNA HAARWUCHS-POMADE. stärkt aku lOIr.: Iilutu ilir»adar Dr- Kl»*"' '» »'»»«»» Orlf1»»ll«hMkMla to Kr . st.iattl u,r, l.u. p«l».r in r«MaiUoM «0 Kr., D*Baip»««r im » ak. » $ Kr.: >. a p»l»ar Ia Sjti.rhi.l« .. „ Kr., la Saakarla a» • Kr.; (ukata ftr Waaaka IIKr.; lui luapan »Kr.: r»a» icUiika 1« »rlasahaa 41 Kr. Plrr»"' »«" •» I».; Haarfal.t <0 Kr. — flr 4ia «Taraam Artiaa; »Ir* Ftakmaf »»« Pari» aaftral baraakaat. EUGEN V. FELLER, Apothek«r, STUBICA »•■]■ Elsaplatz Nr. 335, Kroatien. •ritt « Tittier Seitiaj »wit 31 Ein« staatlich« Waggonfabrik, ««ge». »SNiz finde« im Vntehr»«inisterium Verhandlunge« »be, eine« Eeletzenlmuri be»llgl'ch der Errichtung einer Waggon, und Lotomstivfabrlk statt. Die Fabrik würde vom Staate erbaut und betriebe» werden. Kreditangebot Argentiniens für Deutschland. Im Berliner Auswärtige« ilmt finden gegenwärtig Verhandlungen zwischen deutsche« und argentinischen Vertreter» über «in argentinische» Sreditanaebot für Getreide« und Fleischlieferunge« statt. Schlecht« Wirtschaftslage in den n«««n italienischen V«diet«n. I» der Bad«. fchwammi»dustrie ist gegenwärtig »ich» einmal ein Zehntel der Arbeite» der Vorkriegszeit beschäftigt. Da» ewzige grSßue Unternehme» der Sisen- und Gtahlindustrie Friaul«, das im Jahre ISIS versucht Satte, de« Betried wenigsten» teilweise aufzunehmen, ;ejt wieder vollständig still. Die Julifabrik in Friaul hat infolge der Konkurrent der reich»italienischen Fabriken gleichf»ll» die Erzeugung wieder aufgeben müssen. Bon de» sech» sriaulifchen Seidenspinnerei?« Mit nur eine die Erzeugung tn reduziertem Maße ausrecht. Zwei große Papier- und Zellulose- sadrike« im Gitrzer Gebiete sind gänzlich »erschmnnde«. Die acht Saffeervflereie« find sgleichfall» rs» e!«er Krise betroffen, dürfte« aber setzt, nach der Ruf-Hebung de» Msnopolei, besseren Zeiten entgegen» sehen. >m schlechtesten steht die chemische Industrie. Eine» der grihten Unternehmen dieser Branche, die Tolvay Sodasabrik. hat seit dem Jahr« ISkl seine tttigteit vollständig eingestellt. Günstig arbeite» d»> gegen die Brot- und Teigwarenfabriken. TschechosloVakisch« KohlenpslitiN. Di» Prager Regierung h«t da» ausschließliche Recht der Einfuhr polnisch.oderschlefischer Sohle an eine eige»e Gesellschaft übertrage«. Da di« Tscheche-slowakei 1921 auch weitau» mehr Steinkohle au»« führte al» einführte, hat dieser staatliche Eingriff i« den S»hlenha»d«l «ur den Zweck, den Ueberfluß der polnisch-oberfchlefifcheu Sohle »u sich zu ziehen. Deutschöfimeich, Ungarn und Jugoslawien de» direkten Bezug au» Polnisch-Oderschleflen unmöglich zu machen und ihnen die Sohle erst durch tschc. chifche Vermittlung zukommen zu löffen, um die übermäßig hohen tschechischen Sohlenpreise halten zu können. Die mitteleuropäische Konzeption de» Dr. Vmesch linst als» zumeist «f (i«M Sew». haidel i« Sohle hi«au». Tschechisch« Anleih« in d«» Schweiß Laut Meldung de» Prager kagblatle« ward« da« tlnleiheeugebot der Schweiz on die lsch«ch»'lowate> aus 60 Millionen Srone« erhöht. Ei« Kredit »o» b Millionen Schweizer Franken ist bisher sest at > geschlossen. Statistische» ans der Tschechoslowakei Zm Deutschen «grarblaiu finden wir folgende St», tistik: Ja der tschechoslowakische» >rmee entfällt auf II Mann 1 Offizier, aus 9 Mann ein Unter, ofsizier, aber auf 30 Sivder 1 Lehrer. Die Wohnungseinrichtung sür ei»«« französischen Offizier ni ver Tschech»sl»wak,i stellt fich auf 1S0.0V0 Srone«. Ei» sranzistscher Feldwebel hat um 3000 Sroaen m,hr Einkomme» als der Prisibent der Republik. polnisch« Wirtschaft. Der poI»isch»Fi«ai»z. mmister stellte im pol«ischen Landtag fest, daß der Fehlbetrag des polnischen Staate» im Jahr, 1S?Z »icht 133 Milliarde», fondern insgefamt 355 Milliarden betrage. Der Mmister kündigte eine Evhih»»g der Steuern an. Der Spar- und Vorschussverein r. G. m. o. 1L -•in Celje+- im eigenen Hanse Glarnl trg 15 verzinst Spareinlagen mit 4°/o täglich verfügbar. Bei ein- bezw. dreimonatlicher Kündigung? höhere Verzinsung Gewahrt Bürgschaft- und Hypothekardarlehen sowie Kontokorrent-kredit« mit entsprechender Sicherstellung unter den günstigsten Bedingungen. Buchhalter mit langjähriger Praxis, absolut bilanzsicher, gewandter Korrespondent, aloveniich u. deuticb, • -cht Stellung. Gefällige Zuschriften trbeten unt^r .Buchhalter 278CO' an die Verwaltung dea Blatte». Stütze der Hausfrau auf «ia Gut in K;ain gesucht. An-an di« Verwaltung d«a Blattes unter »M. D^27t6Ä". Korrespondentin mit längerer Praxis, flinke Stenographin wird Resncht. Antrüge mit Zeugnisabschriften und Gebaltsan-»piücben an die Verwltg. d. BI. S7857 Die Spiritus- nnd Presshefefabrik in Racje aucht «inen Maschinisten der mit dem Betriebe nnd Installatiou .Ton Elektromotoren vertraut ist, zum sofortigen Eintritt«. Verltssliclier, gewissenhafter Privatbeamter strebt Stellungswechsel an in Fabrik«-, Industrio-, Kallc- oder Ziegel Werksbetrieb als Magazineur, 'Wagmoistor, Plntr.meinter «te.; spricht mehrere slar. Sprachen, in fönzleiarbeiten bewandert, sicherer flinker Kechner, besitzt beste ZeugnisDe und Referenzen. GoÜ. Auirlgo an die Verwaltung des Blatte*. 1784» Deutsches Kinderfräulein mit langjShrigom Zougnisw wird zu 9- und S'/jj&hr. MXdoheii und 71/,jShr. Buben gesucht. Offerte nur mit Angabe des Go-haltaanspruches, Antrittes, Photograph! 3 und Zeugnisabschriften senden an: Emil Celikeric, Osijek I., GundalkSeia ul. 8 (Btarenija). Für Kapitalisten Kur Ausbeutung einer neue» ertragreichen Erfindung werden Teilhaber gesucht. Anträge nnr roa ernsten kapitalkräftigen Interessenten an di» Verwaltung d«a Blattes. stxi "-Schreibmaschinen sind die besten, billigstes u. dauerhastest«. Fabriksnene liefert sofort | American Import - Company, Maribor Krekota ullea 6 nnd Koroüka resta 24. „Adler Perfekt« ältere Köchin Kit lanijähiigfin Zeugnisse sucht: MI C«likoii6, Osijek I. G»nduli6«ra nliea » (SlaToaija). Das Allerbest« um schwache Fraaen, M&dchen n»d Kinder zu stirken, ist der Eisenhaltige Wein des Apothekers Piccoli in Ljubljau*. Tüchtige Getränkträgerio wird »afgenoinmta. Anfrag« in der Verwaltung de» BlatUa. ,?««« Frische Kränze werden billigst uad scbneiisUni angefertigt. Tojta. Städtischer Fried-bofsglrtner. Jperr €duard Jnterberger, Organist an der evangtlitrhtn Chrittut-kirche, ertucht uns allen Freunden und Gönnern aus dieitm Weg* »eine innigsten glück- und Seffenswünsche zu den Otter feierlagen zu übermitteln. Zur BeHfhtnnf! Beehre mich hiemit mitzuteilen, dass ich das Visum für dis Reisepässe bestens vou allen Konsulaten in Ljublana n. Zagreb schon seit 3 Jahren besorge, leh ersuche die geehrten Interessenten sieb im weiteren Bedarfsfälle an mich xu wenden. Alle Auftrage werden sofort besorgt. Für arme Leute aud Invaliden gratis! I. Bitaal« Celje, ASkerie?» ul. & neben Hotel Post. Korke in allen GrCsf»n, *owie Veredlunj^-korke, gebohrt, liefert Kork»toppel- Erzeagung J. A. Konegger, Stidenci pri Maribor*. «Misr«Nicef Der Facharzt smr LMMginkrtmkkedtn Dr. J'ri'mit ordtmurt mit Aufnahmt DümtUfs snä FriUfi m St. JmriJ »> /. i. (St. IrfWfM 5. t ). Im*'* muh hwi3 Bmchtr. Amlmtmm/tu. «*lt HU» ••fd. Fflr dieFrQbjahrssaison sind tn hat*» schöne Gemüse-Setzlinge Stiefmütterchen ▼•r»chi«dene Topfpflanzen RoSSn aaw. in der Gärtnerei A. Zelenko, LjüblJiQska usU. Neue Nähmaschinen nnd Pn«nn»ntlkfi)r Fahr-rftirr zu konkurrenzlosen Preisen zu haben bei Hethotft Zlikn, Mechaniker Celje, Glarni trg Nr. 16. Möbl. Zimmer mit Verpfleguag fflr 2 Personen in vermieten. Gaberje 181, in der Käke dar Oescbirrfabrik. Farbreibmaschine und ein kleiner Hand-Elskaatea siad billig zu haben bei Iran Lsisehnigg, Smarj» pri JelSafc. Hopfendarre-Anlage 4/4 2 Meter, Tollstlndig iastaad-gehalten zu verkaufen. Schloss Tharn bei Velenje. J)r. Jjoleslav J}arth ordiniert infolge einer Erkrankung durch den ganzen Jrfonat Jtprii nicht. Da« allgemein beliebte aus der Bra Bock-Bier in SLABXBOB |t|al|t keaer wieder ia bekaant (ioril|litlier CXwelltat Aassehaake.